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title: "Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine"
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# Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine

## § 1 {#par_1}

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung
1 Die Bezeichnungen «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung» (KUB) oder «Appellation
d’Origine Contrôlée» (AOC) dürfen nur verwendet werden, wenn die Voraussetzungen
gemäss den §§ 2–9 erfüllt sind.

## § 2 {#par_2}

Abgrenzung des Produktionsgebietes
1 Im Kanton Luzern bestehen die Weinregionen Seetal, Surental/Sempachersee, Vierwaldstättersee und Wiggertal.
2 Rebflächen, aus denen Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB-/AOC-
Weine) gewonnen werden sollen, müssen sich in einer Weinregion befinden.
1 SR 910.1
2 SR 916.140
3 SR 817.022.12
4 SRL Nr. 903
* Siehe Tabellen mit Änderungsinformationen am Schluss des Erlasses.
G 2009 241
2 Nr. 917

## § 3 {#par_3}

Weinbezeichnungen
1 Auf der Hauptetikette der Weinflaschen muss die Bezeichnung «KUB Luzern» oder
«AOC Luzern» aufgeführt werden.
2 Als zusätzliche Weinbezeichnungen dürfen der Kanton, die Weinregion, die Gemeinde
oder der Gemeindeteil und die Reblage verwendet werden.
3 Für Mischungen von Weinen aus verschiedenen Weinregionen darf nur der Kanton, für
Mischungen von Weinen aus verschiedenen Gemeinden oder Gemeindeteilen dürfen nur
der Kanton und die Weinregion und für Mischungen von Weinen aus verschiedenen
Reblagen nur der Kanton, die Weinregion und die Gemeinde oder der Gemeindeteil als
zusätzliche Weinbezeichnungen verwendet werden.

## § 4 {#par_4}

Rebsorten
1 KUB-/AOC-Weine dürfen nur aus den Rebsorten, die im Anhang 1 aufgeführt sind, sowie deren Mischungen hergestellt werden.
2 Auf dem Flaschenetikett sind die Rebsorten anzugeben, aus denen der Wein zu mindestens 85 Prozent zusammengesetzt ist. Die Rebsorten sind in absteigender Reihenfolge ihres Mengenanteils aufzuführen. Ausgenommen davon sind Schaumweine. *

## § 5 {#par_5}

Anbaumethoden
1 Die Trauben, die für die Herstellung von KUB-/AOC-Weinen verwendet werden, müssen aus Rebflächen stammen, die nach einer der im Anhang 2 aufgeführten Anbaumethoden bewirtschaftet werden.
§ 6 * Mindestzuckergehalt
1 Für KUB-/AOC-Weine gilt der von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald jährlich
für die einzelnen zugelassenen Rebsorten festgelegte natürliche Mindestzuckergehalt.
2 Die Dienststelle veröffentlicht ihre Verfügung über die Mindestzuckergehalte im Luzerner Kantonsblatt.
§ 7 * Maximale Flächenerträge
1 Für KUB-/AOC-Weine gilt der von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald jährlich
für die einzelnen zugelassenen Rebsorten festgelegte Höchstertrag pro Flächeneinheit.
2 Die Dienststelle veröffentlicht ihre Verfügung über die Höchsterträge im Luzerner
Kantonsblatt.
Nr. 917 3
§ 8 * Methoden der Weinbereitung
1 KUB-/AOC-Weine müssen nach den anerkannten Methoden der guten önologischen
Herstellungspraxis gemäss der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember
20165 bereitet sein. *
2 Die Anreicherungsverfahren dürfen keine Anhebung des Gesamtalkohols der frischen
Weintrauben, des Traubenmostes, des teilweise vergorenen Traubenmostes, des Jungweins oder des Weins auf über 15 Volumenprozente zur Folge haben.

## § 9 {#par_9}

Analyse und sensorische Prüfung
1 Die Produzentinnen und Produzenten sind verpflichtet, ihre KUB-/AOC-Weine der
Dienststelle Landwirtschaft und Wald stichprobenweise für eine Analyse und eine sensorische Prüfung zur Verfügung zu stellen.
2 Die analytische Prüfung umfasst mindestens die Kriterien Alkoholgehalt und gesamte
schweflige Säure.
3 Die sensorische Prüfung umfasst die Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck.
4 Für die Durchführung der analytischen und der sensorischen Prüfung zieht die Dienststelle Landwirtschaft und Wald Fachleute sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle
und Verbraucherschutz6 bei und erlässt die nötigen Weisungen. *
5 Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald teilt den Entscheid über das Ergebnis der
analytischen und der sensorischen Prüfung der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und

## § 10 Verbraucherschutz mit. * {#par_10}

Kosten
1 Die Kosten für die analytische und die sensorische Prüfung sowie die administrativen
Aufwendungen gehen zulasten der Produzentinnen und Produzenten.

## § 11 {#par_11}

Weinspezifische Begriffe
1 Es gelten die folgenden Begriffsbestimmungen:
a. Auslese/Sélection/Selezione: KUB-/AOC-Wein, der aus Trauben überdurchschnittlicher Qualität stammt oder einem speziellen Kelterungsverfahren unterzogen wurde.
b. Schloss/Château/Castello: repräsentatives Gebäude im Anbaugebiet, das traditionsgemäss als Schloss bezeichnet wird, mit Reben und Verarbeitungsräumen.
c. * …
5 SR 817.022.12
6 Gemäss Änderung vom 22. Oktober 2013, in Kraft seit dem 1. Januar 2014 (G 2013 563), wurde in
§ 9 die Bezeichnung «Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen» durch «Dienststelle
Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz» ersetzt.
4 Nr. 917
d. * Roséwein: darf höchstens 10 Prozent Weisswein enthalten.
e. * Reserve/Riserva: KUB-/AOC-Rotwein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 18 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahrs auf den Markt gelangt.
KUB-/ AOC-Weisswein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 12 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahrs auf den Markt gelangt.
f. * Spätlese: KUB-/AOC-Wein aus Trauben, deren natürliches Mostgewicht mindestens 3 °Oe über dem Betriebsdurchschnitt des bezeichneten Gebietes (Weinbezeichnung) und der verwendeten Rebsorten liegt.
g. * Beerenauslese: KUB-/AOC-Wein aus Trauben mit Edelfäulebefall und einem natürlichen Mindestzuckergehalt von mindestens 110 °Oe, ohne Anreicherung bzw.
Konzentration.
h. * Strohwein: KUB-/AOC-Wein aus weissen oder roten, auf Stroh, Horden, Lattenkisten oder nach einer anderen geeigneten Methode getrockneten Trauben, ohne
Anreicherung bzw. Konzentration.

## § 12 {#par_12}

Rechtsschutz
1 Die Entscheide der Dienststelle Landwirtschaft und Wald können nach den Vorschriften des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 19727 angefochten werden.

## § 13 {#par_13}

Aufhebung eines Erlasses
1 Die Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine vom 19. Oktober 20048 wird aufgehoben.

## § 14 {#par_14}

Inkrafttreten
1 Die Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. Sie ist zu veröffentlichen.
7 SRL Nr. 40
8 G 2004 453 (SRL Nr. 917)
Nr. 917 5
Änderungstabelle - nach Paragraf
Element Beschlussdatum Inkrafttreten Änderung Fundstelle G
Erlass 07.07.2009 01.08.2009 Erstfassung G 2009 241
Ingress 28.11.2014 01.01.2015 geändert G 2014 408
Ingress 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042
§ 4 Abs. 2 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042
§ 6 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230
§ 7 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230
§ 8 28.11.2014 01.01.2015 geändert G 2014 408
§ 8 Abs. 1 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042
§ 9 Abs. 4 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230
§ 9 Abs. 5 21.09.2010 01.10.2010 eingefügt G 2010 230
§ 11 Abs. 1, c. 21.09.2010 01.10.2010 aufgehoben G 2010 230
§ 11 Abs. 1, d. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408
§ 11 Abs. 1, e. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408
§ 11 Abs. 1, f. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408
§ 11 Abs. 1, g. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408
§ 11 Abs. 1, h. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408
Anhang 1 28.11.2014 01.01.2015 Inhalt geändert G 2014 408
Anhang 3 28.11.2014 01.01.2015 Inhalt geändert G 2014 408
Anhang 3 15.04.2025 01.06.2025 aufgehoben G 2025-042
6 Nr. 917
Änderungstabelle - nach Beschlussdatum
Beschlussdatum Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle G
07.07.2009 01.08.2009 Erlass Erstfassung G 2009 241
21.09.2010 01.10.2010 § 6 geändert G 2010 230
21.09.2010 01.10.2010 § 7 geändert G 2010 230
21.09.2010 01.10.2010 § 9 Abs. 4 geändert G 2010 230
21.09.2010 01.10.2010 § 9 Abs. 5 eingefügt G 2010 230
21.09.2010 01.10.2010 § 11 Abs. 1, c. aufgehoben G 2010 230
28.11.2014 01.01.2015 Ingress geändert G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 8 geändert G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, d. eingefügt G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, e. eingefügt G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, f. eingefügt G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, g. eingefügt G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, h. eingefügt G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 Anhang 1 Inhalt geändert G 2014 408
28.11.2014 01.01.2015 Anhang 3 Inhalt geändert G 2014 408
15.04.2025 01.06.2025 Ingress geändert G 2025-042
15.04.2025 01.06.2025 § 4 Abs. 2 geändert G 2025-042
15.04.2025 01.06.2025 § 8 Abs. 1 geändert G 2025-042
15.04.2025 01.06.2025 Anhang 3 aufgehoben G 2025-042
Nr. 917-A1 1
Anhang 1
(Stand 01.01.2015)
Verzeichnis der zugelassenen Rebsorten
(§ 4 Abs. 1)
Für die Produktion von Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC)
sind folgende Rebsorten zugelassen:
1. Weisswein-Sorten
1. Auxerrois 11. Pinot gris / Grauburgunder
2. Birstaler Muscat 12. Pinot blanc / Weissburgunder
3. Chardonnay 13. Riesling
4. Gewürztraminer 14. Sauvignon blanc
5. Grüner Veltliner 15. Scheurebe
6. Johanniter 16. Seyval blanc
7. Kerner 17. Silvaner
8. Müller-Thurgau / Riesling-Silvaner 18. Solaris
9. Muscaris 19. Souvignier gris
10. Muscat Oliver 20. Viognier
2. Rotwein-Sorten
1. Baron 15. Garanoir
2. Blaufränkisch 16. Léon Millot
3. Cabernet Carbon 17. Malbec
4. Cabernet Cortis 18. Mara
5. Cabernet Dorsa 19. Maréchal Foch
6. Cabernet Franc 20. Merlot
7. Cabernet Jura 21. Monarch
8. Cabernet-Sauvignon 22. Muscat bleu
9. Caberneuf 23. Pinotage
10. Diolinoir 24. Pinot noir / Blauburgunder / Clevner
11. Divico 25. Prior
12. Dornfelder 26. Regent
13. Galotta 27. St. Laurent
14. Gamaret 28. Zweigelt
Nr. 917-A2 1
Anhang 2
(Stand 01.08.2009)
Verzeichnis der zugelassenen Anbaumethoden
(§ 5)
Für die Produktion von Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC)
sind folgende Anbaumethoden zugelassen:
1. Stickelbau
2. Drahtbau im Direktzug
3. Drahtbau in Querterrassenlagen
