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title: "Kantonsratsbeschluss über den Beitritt zum geänderten Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen"
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# Kantonsratsbeschluss über den Beitritt zum geänderten Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen

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520.230
SRSZ 1.2.2017 1
Kantonsratsbeschluss über den Beitritt zum geänderten Konkordat über
Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen 1
(Vom 19. Oktober 2016)
Der Kantonsrat des Kantons Schwyz,
gestützt auf § 49 Abs. 1 Bst. c der Kantonsverfassung,2 nach Einsicht in Bericht
und Vorlage des Regierungsrates,
beschliesst:
I.
Der Kanton Schwyz tritt dem geänderten Konkordat über Massnahmen gegen
Gewalt3 anlässlich von Sportveranstaltungen vom 2. Februar 20124 bei.
II.
Das Polizeigesetz vom 22. März 20005 wird wie folgt geändert:
§ 19a Abs. 1 bis 4
1 Das zuständige Departement entscheidet über die Bewilligungspflicht von
Spielen der Klubs unterer Ligen und anderer Sportarten gemäss Art. 3a Abs. 1
des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen (Hooligan-Konkordat).6
2 Die Kantonspolizei ist zuständig für:
a) die Erteilung von Bewilligungen und weitere Anordnungen nach Art. 3a des
Hooligan-Konkordats nach Anhörung der betroffenen Bezirke und Gemeinden;
b) die Ermächtigung von privaten Sicherheitsunternehmen zu Durchsuchungen
nach Art. 3b Abs. 2 des Hooligan-Konkordats;
c) die Anordnung und den Vollzug von Massnahmen nach Art. 4 – 9 des
Hooligan-Konkordats;
d) die Weitergabe und Entgegennahme von Meldungen über Rayonverbote nach
Art. 4 Abs. 3 und 4 sowie Art. 5 Abs. 2 des Hooligan-Konkordats;
e) die weiteren Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen
gemäss dem Bundesgesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS);7
f) den Antrag auf Ausreisebeschränkung nach Art. 24c BWIS.
3 Das Verfahren richtet sich vorbehältlich der Verfahrensbestimmungen von
Art. 12 f. des Hooligan-Konkordats nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz.8
Die betroffene Person kann innert zehn Tagen seit Anordnung des Polizeigewahrsams nach Art. 8 Abs. 5 und Art. 9 Abs. 4 des Hooligan-Konkordats beim
Zwangsmassnahmengericht die Überprüfung der Rechtmässigkeit des Freiheitsentzuges verlangen.
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4 Die Kantonspolizei und die zuständigen Strafbehörden melden dem Bundesamt für Polizei (fedpol) ihre Anordnungen gemäss Art. 13 Abs. 3 des Hooligan-
Konkordats. Die Strafbehörden bringen der Kantonspolizei ihre Strafentscheide
zur Kenntnis.
III.
1 Dieser Beschluss unterliegt dem Referendum gemäss §§ 34 oder 35 der Kantonsverfassung.
2 Er wird mit dem geänderten Konkordatstext im Amtsblatt veröffentlicht und
nach Inkrafttreten9 in die Gesetzsammlung aufgenommen.
3 Der Regierungsrat wird mit dem Vollzug beauftragt.
1 GS 24-80.
2 SRSZ 100.100.
3 Kantonsratsbeschluss vom 17. November 2008 über den Beitritt zum Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen vom 15. November 2007 (GS 22-30).
4 Fassung vom 10. Januar 2014 unter Berücksichtigung der Urteile 1C_176/2013 und
1C_684/2013 des Bundesgerichts vom 7. Januar 2014.
5 SRSZ 520.110.
6 SRSZ 520.230.1.
7 SR 120.
8 SRSZ 234.110.
9 28. Dezember 2016 (Abl 2017 83).
