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title: "Verordnung über den Pflanzenschutz"
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provisions: 10
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# Verordnung über den Pflanzenschutz

## § 1 Der Regierungsrat beschliesst:3 {#par_1}

Die Verordnung findet Anwendung auf alle wildwachsenden
Pflanzen im Gebiet des Kantons Zürich oder Teile wildwachsender
Pflanzen, die aus dem Kanton stammen oder in diesen eingeführt worden sind.

## § 2 {#par_2}

Nicht unter die Verordnung fallen Pflanzen oder Pflanzenteile,
die nachweislich aus nichtgeschützten Beständen anderer Kantone
oder des Auslandes oder aus Kulturen stammen, sowie das Gewinnen
von Zweigen geschützter Bäume und Sträucher, die rechtmässig gefällt
oder geschnitten wurden.

## § 3 {#par_3}

Jede Beeinträchtigung oder Verminderung des Bestandes,
insbesondere das Ausgraben, Pflücken und Abschneiden von Einzelpflanzen oder Pflanzenteilen nachfolgender Familien, Gattungen oder
Arten ist untersagt:
Typha Rohrkolben, «Kanonenputzer»
Lilium Martagon Türkenbund
Lilium bulbiferum Feuerlilie
Iris Schwertlilie
Orchidaceae Orchideen (Knabenkräuter,
Frauenschuh, Männertreu,
Insektenorchis, Waldvögelein,
Breitkölbchen, Riemenzunge,
Handwurz, Sumpfwurz usw.)
Dianthus Nelken
Nymphaea alba und Nuphar Seerosen (weisse und gelbe)
Pulsatilla vulgaris Küchenschelle
Drosera Sonnentau
Saxifraga Steinbrech
Daphne Seidelbast, Zylande
Chimaphila umbellata Winterlieb
Rhododendron Alpenrosen
Erica carnea Erica
Primula Auricula Aurikel, Fluhblümchen
Primula farinosa Mehl-Primel
Swertia perennis Moorenzian
702.12 Verordnung über den Pflanzenschutz
Gentiana (ohne G. asclepiadea) Enziane (ohne
Schwalbenwurzenzian)
Pinguicula Fettblatt

## § 4 Arnica montana Arnika {#par_4}

Das Pflücken und Abschneiden von mehr als fünf Pflanzen
oder Pflanzenteilen der nachfolgenden Gattungen oder Arten und das
Ausgraben derselben ist verboten:
Eriophorum Wollgras
Arum maculatum Aronstab
Anthericum Graslilien
Scilla bifolia Blaustern
Convallaria majalis Maiglöckchen
Leucojum vernum Märzenglöckchen
Trollius europaeus Trollblume
Helleborus Nieswurz
Aquilegia vulgaris Akelei
Aconitum Eisenhut
Anemone Hepatica Leberblümchen
Aruncus silvester Geissbart
Cytisus nigricans Schwarzer Geissklee
Geranium sanguineum Blutroter Storchschnabel
Linum tenuifolium Feinblättriger Lein
Astrantia major Sterndolde
Menyanthes trifoliata Fieberklee
Blackstonia Bitterling
Centaurium Tausendguldenkraut
Gentiana asclepiadea Schwalbenwurz-Enzian
Melittis Melissophyllum Immenblatt
Digitalis Fingerhut
Aster Aster
Inula Alant
Buphthalmum salicifolium Ochsenauge
Carlina Gold- und Silberdistel
Centaurea montana Bergflockenblume
Blühende Zweige der wildwachsenden Kätzchenblütler (Weiden,
Aspen, Erlen, Birken und Hasel)
Mit Früchten behangene Zweige aller wildwachsenden Bäume und
Sträucher.

## § 5 Verordnung über den Pflanzenschutz 702.12 {#par_5}

Das Ausgraben, Pflücken und Abschneiden von mehr als
fünf Exemplaren anderer wildwachsender Pflanzen ist gestattet, wenn
dadurch der Bestand der betreffenden Art am fraglichen Standort
nicht gefährdet wird.

## § 6 {#par_6}

1 Das Inverkehrbringen von geschützten Pflanzen oder Pflanzenteilen ist untersagt.
2 Wer Pflanzen oder Pflanzenteile geschützter Arten in Verkehr
bringt, hat deren Herkunft auf Verlangen der Aufsichtsorgane nachzuweisen.

## § 7 {#par_7}

Die fachgerechte land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung des Bodens sowie die Unterhaltsarbeiten an Gewässern werden
durch die Bestimmungen dieser Verordnung nicht berührt. Bei diesen
Arbeiten sind die geschützten Pflanzen nach Möglichkeit zu schonen.

## § 8 {#par_8}

Das Abbrennen von dürrem Gras und Streu an Böschungen,
an Waldrändern, in Waldblössen und in Rietgebieten ist in der Zeit
vom 1. Februar bis 30. November verboten.

## § 9 {#par_9}

Übertretungen dieser Verordnung werden mit Busse bis
Fr. 1000 bestraft. Handelte der Fehlbare mit Bereicherungsabsicht,
beträgt die Busse nicht unter Fr. 50.
§ 10.4
§ 11.2 Das Amt für Landschaft und Natur3 kann in begründeten
Einzelfällen Ausnahmen von dieser Verordnung gewähren.

## § 12 {#par_12}

1 Die Verordnung tritt nach ihrer Veröffentlichung im kantonalen Amtsblatt in Kraft.
2 Die Verordnung betreffend den Pflanzenschutz vom 29. Januar
1921 wird auf den gleichen Zeitpunkt aufgehoben.
1 OS 41, 940 und GS V, 182.
2 Fassung gemäss RRB vom 8. Juli 1998 (OS 54, 634). In Kraft seit 1. August
1998.
3 Fassung gemäss RRB vom 24. August 2011 (OS 66, 605; ABl 2011, 2320). In
Kraft seit 1. November 2011.
4 Aufgehoben durch RRB vom 24. August 2011 (OS 66, 605; ABl 2011, 2320).
In Kraft seit 1. November 2011.
