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title: "Gesetz über die regionale Wirtschaftspolitik"
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provisions: 12
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# Gesetz über die regionale Wirtschaftspolitik

## Art. 1 {#art_1}

Grundsätze
1 Kanton und Gemeinden fördern günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gute Wettbewerbsvoraussetzungen für die Betriebe.
2 Sie können Beiträge zur Förderung einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur
und einer regional ausgewogenen Entwicklung der Wirtschaft leisten.

## Art. 2 {#art_2}

Zweck
1 Mit diesem Gesetz werden folgende Ziele angestrebt:
a. die Entwicklung bestehender und den Zuzug neuer Betriebe zu erleichtern, um damit Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten und
neue zu schaffen sowie eine zukunftsgerichtete und vielfältige Branchenstruktur zu erreichen;
b. * die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Wertschöpfung zu
erhöhen gemäss den Zielsetzungen der Neuen Regionalpolitik;
c. weitere Massnahmen der Regionalpolitik und der Wirtschaftsförderung des Bundes umzusetzen und zu unterstützen;
d. den Kanton als Wirtschaftsstandort zu fördern und bekannt zu machen.
1) SR 901.0
2) GDB 101.0
OGS 1999, 115
910.1

## Art. 3 {#art_3}

Massnahmen des Kantons
1 Der Kanton kann folgende Leistungen erbringen, namentlich Beiträge,
Zinsverbilligungen oder Darlehen gewähren: *
a. * für die Auslösung von Leistungen des Bundes, die der Strukturverbesserung, der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erhöhung der Wertschöpfung in Betrieben und Regionen oder der
Konjunkturbelebung dienen;
b. * soweit sie für die Gewährung von Beiträgen oder Darlehen im Sinne
der Neuen Regionalpolitik notwendig sind;
c. an die Standortwerbung und -pflege für den Wirtschafts- und
Lebensraum;
d. für die Beteiligung an Bürgschaftsgenossenschaften;
e. für die Beteiligung an Organisationen, welche die Wirtschaftsförderung zum Hauptzweck haben;
f. für die Beteiligung an Projekten der internationalen Zusammenarbeit
der Regionen.
2 Er übernimmt Darlehensverluste, soweit dies durch die Bundesgesetzgebung vorgeschrieben ist.
3 Der Kanton kann zur Erreichung der Ziele dieses Gesetzes Liegenschaften erwerben und veräussern. *

## Art. 4 {#art_4}

Koordinationsstelle
1 Der Regierungsrat bezeichnet eine Koordinationsstelle für Wirtschaftsfragen. Sie koordiniert innerhalb der Verwaltung im Hinblick auf einen einfachen und beschleunigten Verfahrensgang die Massnahmen von
Kanton, Gemeinden, Region und Privaten nach diesem Gesetz.
2 Die Koordinationsstelle kann von andern kantonalen und kommunalen
Amtsstellen Auskünfte über hängige Verwaltungsverfahren einholen.

## Art. 5 {#art_5}

Beteiligung der Gemeinden
1 Ist die Standortgemeinde nicht selbst Trägerin eines Vorhabens nach
Art. 3 Abs. 1 Bst. a und b dieses Gesetzes, so hat sie eine Beteiligung
von 20 Prozent der kantonalen Leistung zu erbringen. Auf die Beteiligung
der Gemeinde werden von ihr gewährte Beiträge angerechnet.
2 Bei bedeutenden Projekten kann der Regierungsrat eine höhere Beteiligung der Gemeinde am Haftungsrisiko verlangen. *
3 … *
910.1

## Art. 6 {#art_6}

Zusammenarbeit
1 Kanton und Gemeinden arbeiten bei den Massnahmen nach diesem Gesetz mit andern Kantonen und privaten Organisationen zusammen.

## Art. 7 {#art_7}

Voraussetzungen
1 Auf Beiträge und Leistungen nach Art. 3 Abs. 1 dieses Gesetzes besteht
kein Rechtsanspruch.
2 Beiträge werden nur ausgerichtet, wenn eine ausreichende Beteiligung
auf Grund anderer Erlasse nicht oder nicht in genügendem Umfang möglich ist.
3 Wer um Beiträge nachsucht, hat nachvollziehbar aufzuzeigen, dass die
übrigen Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Trägerschaft
hat sich entsprechend ihrem Interesse und ihrer Finanzkraft am Vorhaben
angemessen zu beteiligen. *
4 Die Beteiligung des Kantons nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a und b dieses Gesetzes setzt voraus, dass auch der Bund sowie die Einwohnergemeinden
Beiträge leisten. *
5 Die Beiträge und Leistungen von Kanton und Gemeinden können an Bedingungen geknüpft und von Auflagen abhängig gemacht werden.
6 Ist die Standortgemeinde nicht selbst Trägerin eines Vorhabens, so sind

## Art. 8 Darlehen banküblich sicherzustellen. * {#art_8}

Bereitstellen der finanziellen Mittel
1 Der Kantonsrat legt im Staatsvoranschlag abschliessend den Rahmen
der zur Verfügung stehenden Leistungen nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a, b, c
und f dieses Gesetzes fest. Nicht darunter fallen Darlehensverluste, die
auf Grund der Bundesgesetzgebung zu übernehmen sind. *
2 An den Verlusten haben sich die Einwohnergemeinden entsprechend
Art. 5 dieses Gesetzes zu beteiligen. *
Art. 9 * Form der Leistungen
1 Leistungen nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a und b dieses Gesetzes werden in
der Regel an öffentlich-rechtliche Körperschaften durch Beiträge, zinsverbilligte oder zinslose Darlehen und an Private durch Beiträge oder Zinskostenbeiträge erbracht.
910.1
2 Beiträge, Zinsverbilligungen oder Darlehen nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a und
b dieses Gesetzes sowie nach Art. 15 Abs. 3 des Bundesgesetzes über
Regionalpolitik werden durch Verfügung zugesichert.

## Art. 10 {#art_10}

Auskunftspflicht
1 Wer um Beiträge ersucht, muss der zuständigen Amtsstelle alle Auskünfte erteilen, die mit dem Vorhaben in Zusammenhang stehen.
2 Wer unwahre Angaben macht, die Auskunftspflicht verletzt oder erhaltene Leistungen nicht zweckentsprechend verwendet, dem kann die zugesicherte Hilfe verweigert werden. Bereits bezogene Beiträge können ganz
oder teilweise durch Verfügung zurückgefordert werden.

## Art. 11 {#art_11}

Verordnung
1 Der Kantonsrat erlässt die zum Vollzug dieses Gesetzes notwendigen
Vorschriften durch Verordnung.

## Art. 12 {#art_12}

Aufhebung bisherigen Rechts
1 Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes werden aufgehoben:
a. der Landsgemeindebeschluss über die Erweiterung der Investitionshilfe an Infrastrukturvorhaben der Regionalentwicklungskonzepte
vom 28. April 19913);
b. die Verordnung über Investitionshilfe an Infrastrukturvorhaben der
Regionalentwicklungskonzepte vom 2. März 19784).
Art. 13 * Übergangsbestimmung
1 Für Projekte der Investitionshilfe für Berggebiete, die vor dem 31. Dezember 2007 eingereicht wurden, gilt das bisherige kantonale Recht.

## Art. 14 {#art_14}

Inkrafttreten
1 Der Regierungsrat bestimmt, wann dieses Gesetz in Kraft tritt.5) Es unterliegt dem fakultativen Referendum.
3) OGS 1991, 56
4) OGS 1978, 32
5) Vom Regierungsrat auf 1. Januar 2000 in Kraft gesetzt (OGS 2000, 1)
910.1
Informationen zum Erlass
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 1999, 115
geändert durch
- Nachtrag vom 27. Januar 2006, in Kraft seit 1. April 2006 (OGS 2006,
4),
- das Gesetz über die Bereinigung der amtlichen Gesetzessammlung
(Bereinigungsgesetz II) vom 15. März 2007, in Kraft seit 1. August 2007
(OGS 2007, 13),
- Nachtrag vom 29. November 2007, in Kraft seit 1. Januar 2008 (OGS
2007, 71)
910.1
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
25.11.1999 01.01.2000 Erlass Erstfassung OGS 1999, 115
27.01.2006 01.04.2006 Art. 3 Abs. 3 eingefügt OGS 2006, 4
15.03.2007 01.08.2007 Art. 5 Abs. 3 aufgehoben OGS 2007, 13
15.03.2007 01.08.2007 Art. 7 Abs. 4 geändert OGS 2007, 13
15.03.2007 01.08.2007 Art. 8 Abs. 2 geändert OGS 2007, 13
29.11.2007 01.01.2008 Ingress geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 2 Abs. 1, b. geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 3 Abs. 1 geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 3 Abs. 1, a. geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 3 Abs. 1, b. geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 5 Abs. 2 geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 7 Abs. 3 geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 7 Abs. 6 eingefügt OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 8 Abs. 1 geändert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 9 totalrevidiert OGS 2007, 71
29.11.2007 01.01.2008 Art. 13 totalrevidiert OGS 2007, 71
910.1
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 25.11.1999 01.01.2000 Erstfassung OGS 1999, 115
Ingress 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 2 Abs. 1, b. 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 3 Abs. 1 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 3 Abs. 1, a. 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 3 Abs. 1, b. 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 3 Abs. 3 27.01.2006 01.04.2006 eingefügt OGS 2006, 4
Art. 5 Abs. 2 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 5 Abs. 3 15.03.2007 01.08.2007 aufgehoben OGS 2007, 13
Art. 7 Abs. 3 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 7 Abs. 4 15.03.2007 01.08.2007 geändert OGS 2007, 13
Art. 7 Abs. 6 29.11.2007 01.01.2008 eingefügt OGS 2007, 71
Art. 8 Abs. 1 29.11.2007 01.01.2008 geändert OGS 2007, 71
Art. 8 Abs. 2 15.03.2007 01.08.2007 geändert OGS 2007, 13
Art. 9 29.11.2007 01.01.2008 totalrevidiert OGS 2007, 71
Art. 13 29.11.2007 01.01.2008 totalrevidiert OGS 2007, 71
