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title: "Reglement über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine"
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provisions: 11
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# Reglement über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine

## § 1 {#par_1}

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung
1 Die Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung» oder «Appellation d’Origine Contrôlée» (AOC) darf nur für Weine aus Trauben der Kategorie 1 verwendet werden.
2 Zudem müssen die in den §§ 2–9 enthaltenen Voraussetzungen erfüllt
sein.

## § 2 {#par_2}

Abgrenzung des Produktionsgebietes
1 Rebflächen, aus denen Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung
(AOC-Weine) gewonnen werden sollen, müssen sich auf dem Gebiet des
Kantons Zug befinden und im Zuger Rebbaukataster erfasst sein.

## § 3 {#par_3}

Bezeichnungen
1 Weine aus Traubengut, das vollumfänglich aus dem Kanton Zug stammt,
dürfen die Bezeichnung «Zug Appellation d’Origine Contrôlée» oder «Zug
AOC» tragen. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen von Art. 13 der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke vom 23. November 20054).
1) SR 910.1
2) SR 916.140
3) BGS 921.1
4) SR 817.022.110
GS 30, 159 1
924.25
2 Weine aus Traubengut, das ausschliesslich aus einer einzigen Gemeinde
oder Lage stammt, darf zusätzlich mit der Bezeichnung der jeweiligen
Gemeinde beziehungsweise Lage gekennzeichnet werden.

## § 4 {#par_4}

Rebsorten
1 AOC-Weine müssen aus den in der Rebsortenverordnung vom 17. Januar
20075) aufgeführten Rebsorten sowie aus deren Mischungen hergestellt werden.
2 Rebsorten sowie deren Mischungen müssen auf der Flasche angegeben
werden.

## § 5 {#par_5}

Anbaumethoden
1 Traubengut, das für die Herstellung von AOC-Weinen verwendet wird,
muss aus Rebflächen stammen, die nach anerkannter rebbaulicher Praxis
bewirtschaftet werden und im kantonalen Rebbaukataster aufgeführt sind.

## § 6 {#par_6}

Natürlicher Mindestzuckergehalt
1 AOC-Weine dürfen die folgenden natürlichen Mindestzuckergehalte nicht
unterschreiten:
a) bei weissen Gewächsen 15.8° Brix (64.5 °Oe);
b) bei roten Gewächsen 17° Brix (69.6 °Oe).
2 In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen kann das Landwirtschaftsamt jährlich höhere natürliche Mindestzuckergehalte vorschreiben.

## § 7 {#par_7}

Maximale Flächenerträge
1 Für AOC-Weine gelten die folgenden maximalen Erträge pro Quadratmeter:
a) für die weissen Gewächse 1.4 kg/m²;
b) für die roten Gewächse 1.2 kg/m².
2 In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen kann das Landwirtschaftsamt jährlich tiefere maximale Erträge pro Quadratmeter vorschreiben.
5) SR 916.151.7
924.25

## § 8 {#par_8}

Methoden der Weinbereitung
1 AOC-Weine müssen nach den anerkannten Methoden der guten önologischen Herstellungspraxis gemäss Anhang 1 der Verordnung des EDI über
alkoholische Getränke vom 23. November 2005 hergestellt werden.

## § 9 {#par_9}

Analyse und sensorische Prüfung
1 Weinproduzentinnen und -produzenten sind verpflichtet, auf Verlangen
Stichproben ihrer AOC-Weine für die Analyse und sensorische Prüfung zur
Verfügung zu stellen. Die Weine müssen verkaufsfertig abgefüllt sein.
2 Die analytische Prüfung umfasst mindestens die Kriterien Alkoholgehalt
und gesamte schweflige Säure.
3 Die sensorische Prüfung umfasst die Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck.
4 Für die Durchführung der analytischen und der sensorischen Prüfung kann
das Landwirtschaftsamt eine aus fünf Mitgliedern bestehende Expertengruppe ernennen oder Dritte damit beauftragen.

## § 10 {#par_10}

Vollzug und Kosten
1 Für den Vollzug ist das Landwirtschaftsamt zuständig.
2 Die Kosten für die Kontrolle der «kontrollierten Ursprungsbezeichnung»,
insbesondere der analytischen und der sensorischen Prüfung sowie der
administrativen Aufwendungen, gehen zu Lasten der Produzentinnen und
Produzenten.

## § 11 {#par_11}

Inkrafttreten
1 Das Reglement tritt am 1. Juli 2009 in Kraft.
924.25
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung GS Fundstelle
29.06.2009 01.07.2009 Erlass Erstfassung GS 30, 159
924.25
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung GS Fundstelle
Erlass 29.06.2009 01.07.2009 Erstfassung GS 30, 159
