---
title: "Ausführungsbestimmungen über den Bevölkerungsschutz"
id: 921a22ba-8b15-4ea2-bc57-2b3654cca39a
authority: ow
place: "Obwalden"
applies_also_from: [ch]
kind: other
in_force: true
number: "540.111"
publisher_url: http://gdb.ow.ch/data/540.111/de
solon_url: https://solon.orangecat.ch/law/921a22ba-8b15-4ea2-bc57-2b3654cca39a
language: de
in_force_from: 2026-10-23
date_basis: retrieved
status: consolidated
source_url: https://www.lexfind.ch/tol/12706/de
read_on: 2026-10-23
sha256: e1ea5fd74deb19f2b2da209790393600d47edc06a50dc36ddf56012da0a8856e
provisions: 2
---

# Ausführungsbestimmungen über den Bevölkerungsschutz

## Art. 1 {#art_1}

Kanton
a. Sicherheits- und Sozialdepartement2)
1 Neben den in Art. 4 BSG genannten Pflichten erfüllt das Sicherheits-
und Sozialdepartement folgende Aufgaben. Es:
a. ordnet vorsorgliche Massnahmen nach Art. 4 Abs. 2 dieser Ausführungsbestimmungen an;
b. sorgt für ergänzende Informationen gemäss Art. 4 Abs. 5 dieser
Ausführungsbestimmungen;
c. erlässt das Einsatzkonzept des kantonalen Führungsstabes;
d. kann ergänzende Weisungen erlassen.
Art. 2 b. Kantonspolizei *
1 Die Kantonspolizei als ausführendes Organ des Departementes hat im
Bereich Bevölkerungsschutz insbesondere folgende Aufgaben. Sie: *
a. bereitet die Umsetzung der sicherheitspolitischen Vorgaben des
Bundes vor;
1) GDB 540.1
2) Die Departementsbezeichnung wurde in Anwendung von Art. 11c Abs. 3 des Publikationsgesetzes (GDB 131.1) auf den 1. Juli 2008 und den 1. Juli 2022 (OGS 2022,
20) angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Erlass vorgenommen.
OGS 2004, 84
540.111
b. sorgt für die Verbreitung und Durchsetzung von Bundesanordnungen bei Gefahren und bereitet vorsorgliche kantonale Massnahmen
vor;
c. koordiniert die Vorbereitung und den Einsatz der Partnerorganisationen für Notlagen- und Katastrophenbewältigung; aufeinander abzustimmen sind insbesondere Lagebeurteilung, Ereignisauswertung,
Ausbildung, Einsatzplanung und Einsatzdoktrin sowie die Zusammenarbeit mit Dritten;
d. erstellt ein Konzept zur Bewältigung von grossen Schadenereignissen, Katastrophen und Notlagen in Koordination mit dem Stabschef
oder der Stabschefin des kantonalen Führungsstabes;
e. arbeitet mit der Territorialregion 2 zusammen;
f. arbeitet mit dem Stabschef oder der Stabschefin des kantonalen
Führungsstabes zusammen;
g. * arbeitet mit der Fachstelle für Kulturgüterschutz zusammen;
h. * beantragt die Verpflichtung Dritter gemäss Art. 7 dieser Ausführungsbestimmungen;
i. * unterstützt die Einwohnergemeinderäte in sicherheitspolitischen Bereichen und sorgt mit deren Einverständnis für die Ausbildung des
Gemeindeführungsorgans;
k. * vertritt die Belange des kantonalen Bevölkerungsschutzes in interkantonalen und eidgenössischen Gremien;
l. * erlässt Verwarnungen nach Art. 68 Abs. 5 des Bundesgesetzes über
den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz;
m. * beurteilt als kantonale Zwischenstelle Gesuche für die Dispensation
und Beurlaubung vom Assistenz- und Aktivdienst gemäss der Verordnung über die Militärdienstpflicht3).
Art. 3 Einwohnergemeinden
1 Der Einwohnergemeinderat erfüllt die Aufgaben nach Art. 6 BSG. Er:
a. beurteilt ausserdem die Gefahren;
b. stellt Warnung und Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung
sicher;
c. plant den Einsatz seiner Mittel;
d. regelt die Nachbarhilfe;
e. regelt Aufgebots- und Gesuchstellungskompetenzen;
f. stellt die notwendigen Informationen an den kantonalen Führungsstab sicher;
3) SR 512.21
540.111
g. erlässt die nötigen Sicherheitsmassnahmen wie Evakuationsanordnungen und Betretungsverbote.
2 Er erlässt ein Reglement über das Gemeindeführungsorgan (Art. 6 Bst.
b BSG).
2. Vorbereitung und Einsatz
Art. 4 Warnung, Alarmierung, Verhaltensanweisungen
1 Warnung der Behörden, Alarmierung der Bevölkerung und Durchgabe
von Verhaltensanweisungen sind erforderlich bei Gefahren, die durch erhöhte Radioaktivität, chemische Stoffe, Naturereignisse (Wetter, Lawinen
usw.) und Stauanlagen (Überflutungsgefahr) verursacht werden.
2 Werden Massnahmen vom Bund (Radioaktivität, Überflutung) angeordnet, so ist das Sicherheits- und Sozialdepartement primär für die Weitergabe der Anordnungen verantwortlich. In den übrigen Bereichen (chemische Stoffe, Wetter, Lawinen) sorgt es, basierend auf einer Lagebeurteilung, für vorsorgliche Massnahmen.
3 Die Kantonspolizei nimmt Warnungen an die Behörden, Alarmierungsanordnungen und Verhaltensanweisungen entgegen und verbreitet diese
zeit- und lagegerecht. *
4 Der Zivilschutz stellt den Sirenenalarm sicher. Auf jeden Sirenenalarm
hat eine Information über das Verhalten zu erfolgen.
5 Soweit notwendig sorgt das Sicherheits- und Sozialdepartement für ergänzende Informationen zu den im Telefonbuch ersichtlichen Verhaltensanordnungen bei Alarmierung.
Art. 5 Einsatzkonzept des kantonalen Führungsstabes
1 Das Einsatzkonzept des kantonalen Führungsstabes regelt das Führungssystem (Aufbau- und Ablauforganisation, Pflichtenhefte, insbesondere Informationsverantwortung), den Mitteleinsatz (insbesondere Kommunikationsnetz) und die Schadenplatzorganisation.
2 Die Einsatzleiter bzw. Einsatzleiterinnen werden von der Feuerwehr
oder der Kantonspolizei gestellt. Sie werden entsprechend ausgebildet.
540.111
Art. 6 * Mobile Sanitätshilfsstelle, Care-Team Obwalden
1 Die mobile Sanitätshilfsstelle untersteht in fachlicher Hinsicht dem Gesundheitsamt. Sie wird in der Ausbildung und im Einsatz logistisch durch
die Stützpunktfeuerwehr unterstützt.
2 Das Care-Team Obwalden untersteht in fachlicher Hinsicht dem Gesundheitsamt und wird administrativ durch die Dienststelle Zivilschutz
betreut.
Art. 7 Einsatz Dritter (Organisationen, Fachkräfte)
1 Soweit erforderlich werden Organisationen und externe Fachkräfte beigezogen.
2 Entschädigungen für verpflichtete Organisationen und Fachkräfte werden vom Regierungsrat gemäss Art. 12 des Behördengesetzes4) festgesetzt.
3. Requisition und Kostentragung
Art. 8 * Requisition
1 Das Requisitionsrecht haben das Sicherheits- und Sozialdepartement
und der Einwohnergemeinderat.
2 Eigentümer und Eigentümerinnen sind verpflichtet, das Requisitionsgut
zur Verfügung zu stellen. Sie haben Anspruch auf angemessene Entschädigung und Schadenersatz. *
Art. 9 Kostentragung für Hilfeleistung
1 Die Einsatzkosten der Partnerorganisationen werden gemäss deren Gesetzgebung getragen.
2 Beim Entscheid über die Kostentragung für die übrigen Kosten einer Hilfeleistung sind folgende Kriterien massgebend:
a. Rückgriff auf die verursachende Person;
b. Versicherungsleistungen;
c. Spenden;
d. Kostentragung durch die öffentliche Hand.
4) GDB 130.4
540.111
3 Die Kosten der öffentlichen Hand werden gemäss Beschluss des Regierungsrates aufgeteilt. Die Gemeinden sind dazu anzuhören.
4. Schlussbestimmungen
Art. 10 Aufhebung bisherigen Rechts
1 Die Ausführungsbestimmungen über die Dispensation vom aktiven
Dienst in der Armee sowie die Befreiung und Dispensation im Zivilschutz
vom 19. Juni 19845) werden aufgehoben.
Art. 11 Inkrafttreten
1 Diese Ausführungsbestimmungen treten am 1. Januar 2005 in Kraft.
Informationen zum Erlass
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 2004, 84
geändert durch
- Nachtrag vom 26. August 2005, in Kraft seit 1. September 2005 (OGS
2005, 53),
- die Ausführungsbestimmungen über den Kulturgüterschutz vom 10. Mai
2010, in Kraft seit 1. Juni 2010 (OGS 2010, 28),
- Nachtrag vom 13. Dezember 2011, in Kraft seit 1. Januar 2012 (OGS
2011, 80),
- Nachtrag vom 8. November 2016, in Kraft seit 1. Mai 2017 (OGS 2016,
63)
5) OGS 1986, 15
540.111
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
07.12.2004 01.01.2005 Erlass Erstfassung OGS 2004, 84
26.08.2005 01.09.2005 Art. 8 Abs. 2 geändert OGS 2005, 53
10.05.2010 01.06.2010 Art. 2 Abs. 1, g. eingefügt OGS 2010, 28
10.05.2010 01.06.2010 Art. 2 Abs. 1, h. geändert OGS 2010, 28
10.05.2010 01.06.2010 Art. 2 Abs. 1, i. geändert OGS 2010, 28
10.05.2010 01.06.2010 Art. 2 Abs. 1, k. geändert OGS 2010, 28
10.05.2010 01.06.2010 Art. 2 Abs. 1, l. geändert OGS 2010, 28
13.12.2010 01.01.2012 Art. 6 totalrevidiert OGS 2011, 80
13.12.2011 01.01.2012 Art. 2 Abs. 1, l. geändert OGS 2011, 80
13.12.2011 01.01.2012 Art. 2 Abs. 1,
m.
eingefügt OGS 2011, 80
13.12.2011 01.01.2012 Art. 8 totalrevidiert OGS 2011, 80

## Art. 2 {#art_2}

Titel geändert OGS 2016, 63
08.11.2016 01.05.2017 Art. 2 Abs. 1 geändert OGS 2016, 63
08.11.2016 01.05.2017 Art. 4 Abs. 3 geändert OGS 2016, 63
540.111
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 07.12.2004 01.01.2005 Erstfassung OGS 2004, 84
Art. 2 08.11.2016 01.05.2017 Titel geändert OGS 2016, 63
Art. 2 Abs. 1 08.11.2016 01.05.2017 geändert OGS 2016, 63
Art. 2 Abs. 1, g. 10.05.2010 01.06.2010 eingefügt OGS 2010, 28
Art. 2 Abs. 1, h. 10.05.2010 01.06.2010 geändert OGS 2010, 28
Art. 2 Abs. 1, i. 10.05.2010 01.06.2010 geändert OGS 2010, 28
Art. 2 Abs. 1, k. 10.05.2010 01.06.2010 geändert OGS 2010, 28
Art. 2 Abs. 1, l. 10.05.2010 01.06.2010 geändert OGS 2010, 28
Art. 2 Abs. 1, l. 13.12.2011 01.01.2012 geändert OGS 2011, 80
Art. 2 Abs. 1,
m.
13.12.2011 01.01.2012 eingefügt OGS 2011, 80
Art. 4 Abs. 3 08.11.2016 01.05.2017 geändert OGS 2016, 63
Art. 6 13.12.2010 01.01.2012 totalrevidiert OGS 2011, 80
Art. 8 13.12.2011 01.01.2012 totalrevidiert OGS 2011, 80
Art. 8 Abs. 2 26.08.2005 01.09.2005 geändert OGS 2005, 53
