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title: "Übereinkunft wegen der Wiederherstellung und neuen Umschreibung des Bisthums Basel"
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provisions: 16
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# Übereinkunft wegen der Wiederherstellung und neuen Umschreibung des Bisthums Basel

## Art. 1 {#art_1}

1 Die katholische Bevölkerung der Kantone Luzern, Solothurn, und desjenigen
Gebietstheils des Kantons Bern, welcher demselben durch die Wienerkongressakte abgetreten worden, so wie diejenige des Kantons Zug, wird künftighin das Bisthum Basel bilden.

## Art. 2 {#art_2}

1 Die Residenz des Bischofs und des Domkapitels wird nach der Stadt Solothurn versetzt. Als Folge davon wird die dortige Stiftskirche von St. Urs und
Viktor, mit Beibehaltung ihrer bisherigen Eigenschaft einer Pfarrkirche, zur Kathedralkirche, und das dasige Kollegiatstift zum Domstifte des Bisthums Basel
erhoben werden.
1) Der verbindliche Text ist der französische. Er wurde nach der Fotographie eines der Originale kontrolliert. Daraus ergaben sich gegenüber bisherigen Drucken wenige (eher nicht sinnändernde) Korrekturen. In der Interpunktion und Gross-
und Kleinschreibung folgt der Text der modernen bzw. konsequenteren Gestaltung des Druckes bei Lampert, Kirche und
Staat in der Schweiz, Bd. 3 S. 62ff. Die alte Übersetzung wurde unverändert belassen.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
2 195.2

## Art. 3 {#art_3}

1 Das Domkapitel wird aus siebenzehn Domherren bestehen, wovon mindestens zwölf zur Residenz verpflichtet sind, um den Gottesdienst zu besorgen
und dem Bischofe bei seinen kirchlichen Vorrichtungen Aushilfe zu leisten.
2 Aus der Zahl der siebenzehn Domherren werden zehn auf die sämmtlichen
Kantone vertheilt, welche das Bisthum bilden.
3 Unter jener Anzahl von siebenzehn Domherren sind die noch lebenden Domherren des alten Domkapitels von Basel begriffen, welchen das Recht der Residenz zusteht, und wofern unter ihnen sich ein Würdeträger befände, so soll
demselben die Würde eines Dechanten verliehen werden.
4 Das Domstift wird zwei Würdeträger haben, einen Probst und einen Dechanten.

## Art. 4 {#art_4}

1 Die in dem vorstehenden Artikel benannten zehn Domherren bilden den
geistlichen Rath des Bischofs.

## Art. 5 {#art_5}

1 Denselben steht – im Falle der Erledigung des bischöflichen Stuhls das Recht
zu, nach der Vorschrift des zwölften Artikels den Bischof zu wählen.

## Art. 6 {#art_6}

1 Von den Kaplänen am Kollegiatstifte von St. Urs und Viktor werden zehn dem
Domkapitel zum Behuf des Gottesdienstes und anderer kirchlicher Vorrichtungen beigegeben.

## Art. 7 {#art_7}

1 Durch die Fabrica des nämlichen Kollegiatstiftes, deren jährliches Einkommen beiläufig zweitausend Franken betragen mag, werden der Kirchenschmuck, die Verzierungen, und alle übrigen, zum Gottesdienste nöthigen Geräthschaften, geliefert und unterhalten.
2 Damit für diese Gegenstände noch angemessener Fürsorge getroffen werden
könne, sind die während der Erledigung des bischöflichen Stuhls fliessenden
Einkünfte der bischöflichen Tafel der nämlichen Fabrica angewiesen.

## Art. 8 {#art_8}

1 Zu Solothurn, dem Sitze des Bischofs und des Domkapitels, wird ein Seminar
errichtet, wofür die Regierungen die Stiftungsfonds und die Gebäulichkeiten liefern werden.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
3 195.2
2 Sollten noch anderwärts Seminarien nothwendig erachtet werden, so wird der
Bischof solche im Einverständniss mit den betreffenden Regierungen errichten,
welche dafür die Fonds und die Gebäulichkeiten hergeben werden.
3 Vereint mit vier Domherren aus den verschiedenen Kantonen, wovon zwei
durch den Bischof und die zwei andern durch dessen Senat ernannt werden,
leistet und verwaltet der Bischof diese Seminarien.

## Art. 9 {#art_9}

1 Die Einkünfte des Bischofs sind auf achttausend Schweizerfranken festgesetzt.
Dem Domprobst sind die Einkünfte des Probstes an dem Kollegiatstifte von
St. Urs und Viktor angewiesen.
2 Der Domdechant erhält zu den Einkünften seiner Chorpfründe eine jährliche
Zulage von achthundert Franken.
3 Die jährlichen Einkünfte für jeden zur Residenz verpflichteten Domherrn der
Kantone Luzern und Bern sind auf zweitausend Franken festgesetzt.
4 Die Domherren, so wie die Kapläne von Solothurn und ihre Nachfolger, verbleiben im vollen Genusse ihrer, dem Kollegiatstifte von St. Urs und Viktor
angehörenden Pfründen.
5 Hinsichtlich der nicht residirenden Domherren verpflichten sich die Regierungen, einem jeden von ihnen eine jährliche Summe von dreihundert Franken
verabfolgen zu lassen.

## Art. 10 {#art_10}

1 Ausser den oben bestimmten Einkünften werden dem Bischof und den zur
Residenz verpflichteten Domherren ihrer Würde angemessene Wohnungen
angewiesen.

## Art. 11 {#art_11}

1 Die Regierungen werden sich über die Fondirung der bischöflichen Tafel, der
Dompfründen und der Seminarien mit dem heiligen Stuhle durch eine spätere
Unterhandlung in's Einverständniss setzen. Inzwischen werfen sie dafür gesicherte und bestimmte Einkünfte aus, und gewährleisten ihren freien regelmässigen Bezug und ihre Unveräusserlichkeit, so wie die Regierungen auch für
den Unterhalt der Wohnungen der Domherren Sorge tragen werden.
2 Für den Unterhalt der Domkirche, der bischöflichen Wohnung und der Gebäulichkeiten des in Solothurn zu errichtenden Seminars wird durch die Dazwischenkunft der Regierung von Solothurn Fürsorge gethan. Die Gebäude von
Seminarien, welche anderswo errichtet werden sollten, sind von den Kantonen
zu unterhalten, die es betrifft.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
4 195.2

## Art. 12 {#art_12}

1 Die den Senat des Bischofs bildenden Domherren haben das Recht, aus der
Diözesangeistlichkeit den Bischof zu wählen. Der zum Bischof Erwählte wird
vom heiligen Vater die Einsetzung erhalten, sobald dessen kanonische Eigenschaften nach den für die schweizerischen Kirchen üblichen Formen, dargethan sein werden.
2 Die Regierung von Solothurn ernennt den Probst auf die bisher übliche Weise.
Die Ernennung des Dechanten ist dem heiligen Vater vorbehalten.
3 Die Regierung von Luzern hat das Ernennungsrecht zu den diesem Kanton
angehörigen Pfründen.
4 Für die vom Kanton Bern zu gebenden Domherren wird der Senat des Bischofs der Regierung dieses Standes zu jeder Wahl ein Verzeichniss von
sechs Candidaten vorlegen, von welchen sie drei ausstreichen kann, worauf
der Bischof den Domherrn ernennt.*
5 Die aus dem Stift von St. Urs und Viktor hervorgehenden zehn Dompfründen
werden auf die bisher übliche Weise bestellt.
6 Die Regierung von Solothurn wird unter den Inhabern dieser Pfründen die
diesem Stande zustehende Anzahl von Mitgliedern in dem Senat des Bischofs
bezeichnen, worunter der von ihr gewählte Probst begriffen sein soll.
7 Der nicht zur Residenz verpflichtete Domherr des Kantons Zug wird von der
Regierung dieses Staates ernannt.
8 Der zum Domherrn Gewählte muss entweder ein Angehöriger des Kantons
sein, dem die Pfründe angehört, oder in demselben geistliche Vorrichtungen
versehen, und in diesen beiden Fällen die nachstehenden Eigenschaften besitzen: Er muss Weltpriester sein, eine mit Seelsorge verbundene Pfründe mindestens während vier Jahren mit Eifer und Klugheit versehen haben, oder dem
Bischof in der Verwaltung der Diözese oder der Seminarien behülflich gewesen
sein, oder endlich sich als Lehrer der Gottesgelehrtheit oder des Kirchenrechtes ausgezeichnet haben.
9 Die erste Ernennung der Domherren ist dem heiligen Vater vorbehalten.

## Art. 13 {#art_13}

1 Dem nämlichen Domherren kann nicht mehr als eine Würde übertragen werden.
Die eines Propsts und die eines Dechanten dürfen niemals von Domherren des
nämlichen Kantons bekleidet werden.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
5 195.2

## Art. 14 {#art_14}

1 Der Bischof wird in die Hände der Abgeordneten der Kantone, welche das
Bisthum Basel bilden, folgenden Eid leisten: «Vor den Vertretern der Kantone,
die das Bistum Basel bilden, verspreche ich, wie es einem Bischof geziemt,
dass ich der Schweizerischen Eidgenossenschaft und diesen Kantonen die
Treue halten werde. Ich verspreche, alles in meiner Macht Stehende zu tun,
um in meiner Diözese das gute Einvernehmen zwischen der Römisch-katholischen Kirche und dem Staat sowie den religiösen Frieden und das Wohl des

## Art. 15 Schweizer Volkes zu fördern.» {#art_15}

1 Es wird hier die feierliche Versicherung gegeben, dass, wenn früher oder später, und unter welchen Verumständungen es geschehe, der Sitz des Bischofs
und des Domkapitels ausser die Stadt Solothurn verlegt werden sollte, alsdann
das Stift zu St. Urs und Viktor wieder gänzlich auf den gleichen Fuss werde
hergestellt werden, auf dem es sich zur Zeit seiner Erhebung zum Domkapitel
befunden hatte.

## Art. 16 {#art_16}

1 Der Beitritt zur neuen Umschreibung des Bisthums Basel ist den Kantonen
Basel und Aargau für den Theil ihrer katholischen Bevölkerung, der in demselben nicht schon einbegriffen ist, so wie dem Kanton Thurgau, nach den durch
obigen Vertrag festgesetzten Grundlagen, vorbehalten und zugesichert.
2 Im Falle, dass einer oder der andere der genannten Kantone beitreten würde,
so wird die bischöfliche Tafel bis auf das Maximum von zehntausend Schweizerfranken, und zwar nach dem Maassstabe der einverleibten katholischen Bevölkerung des beitretenden Kantons, vermehrt.
3 Wenn die Vereinigung aller oben erwähnten Kantone Statt finden sollte, so
soll die Diözese mit einem Weihbischofe versehen werden, welchen der Bischof wählen wird, und dem die Diözesan-Kantone ein jährliches Einkommen
von zweitausend Schweizerfranken zusichern werden.
4 Jede weitere Anordnung in Bezug auf den Beitritt der mehrbenannten Kantone ist einer spätern Übereinkunft vorbehalten.
5 Die Ratifikationen der gegenwärtigen Übereinkunft, welche in Doppel ausgefertigt und besiegelt worden ist, sollen sobald immer möglich ausgewechselt
werden.2)
2) So geschehen zu Luzern den 26. März 1828.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
6 195.2
Änderungstabelle - Nach Beschlussdatum
Beschlussdatum Inkraft seit Element Wirkung Publiziert mit
26.03.1828 26.03.1828 Erlass Erstfassung GS –
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
7 195.2
Änderungstabelle - Nach Paragraf
Element Beschlussdatum Inkraft seit Wirkung Publiziert mit
Erlass 26.03.1828 26.03.1828 Erstfassung GS –
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS –
Anhang zu SGS 195.21
1 Der verbindliche Text ist der französische. Er wurde nach der Fotographie eines der Originale kontrolliert. Daraus ergaben
sich gegenüber bisherigen Drucken wenige (eher nicht sinnändernde) Korrekturen. In der Interpunktion und Gross- und
Kleinschreibung folgt der Text der modernen bzw. konsequenteren Gestaltung des Druckes bei Lampert, Kirche und Staat
in der Schweiz, Bd. 3 S. 62ff. Die alte Übersetzung wurde unverändert belassen.
24 - 1.7.1983
Convention
conclue relativement à la Réorganisation et nouvelle
circonscription de l'Evêché de Bâle1
La Convention conclue le 12 Mars 1827 relativement à la réorganisation et
nouvelle circonscription de l'Evêché de Bâle, n'ayant pas reçu la ratification de
tous les Cantons, au nom desquels eile avait été stipulée, les Hauts Etats de
Lucerne, Berne, Soleure et Zoug, reconnaissant l'urgente nécessité de mettre un
terme à l'état provisoire, où se trouvent les affaires diocésaines, se sont décidés
à donner suite, en ce qui les concerne, à la susdite Convention avec les
modifications devenues nécessaires par le changement des circonstances. Dans
ce but ils ont fait renouveler les négociations entre Monsieur Pascal Gizzi, Internonce apostolique près la Confédération Suisse, au nom de Sa Sainteté le Pape
Léon XII chargé de cette négociation, et Son Excellence Monsieur Joseph
Charles Amrhyn, Avoyer de la Ville et République de Luzerne, et Monsieur Louis
de Roll, Conseiller d'Etat de la République de Soleure, autorisés par les Cantons
en qualité de Commissaires, qui en vertu de leurs pouvoirs antérieurs échangés
en son tems, ont convenu, sauf la ratification de leurs hauts Commettans, des
bases ci-après énoncées, savoir:
Art. 1
Les Cantons de Lucerne, de Soleure, et la partie du Canton de Berne, cédée par
le Congrès de Vienne, ainsi que le Canton de Zoug, formeront à l'avenir, quant
à leur population catholique, l'Evêché de Bâle.
Art. 2
La résidence de l'Evêque et du Chapitre cathédral sera transférée dans la Ville
de Soleure. En conséquence l'Eglise collégiale de St. Urs et Victor laquelle
continuera néanmoins d'être l'Eglise paroissiale) sera érigée en Eglise cathédrale, et le Chapitre collégial en Chapitre cathédral de l'Evêché de Bâle.
Art. 3
Le Chapitre cathédral sera composé de dix-sept Chanoines dont au moins1
douze seront tenus à résidence pour le service du culte et l'assistance de l'Evêque dans ses fonctions religieuses.
Sur ce nombre de dix-sept Chanoines, dix sont répartis sur tous les Cantons2
formant le Diocèse.
Anhang zu SGS 195.22
Parmi ces dix-sept Chanoines sont compris les Chanoines encore existans de3
l'ancien Chapitre de Bâle; ils auront droit à la résidence, et s'il se trouvait parmi
eux un Dignitaire, la dignité de Doyen lui sera conférée.
Le Chapitre cathédral aura deux Dignitaires, un Prévôt et un Doyen.4
Art. 4
Les dix Chanoines nommés dans l'article précédent formeront le Sénat de
l'Evêque.
Art. 5
Aux dits Chanoines appartient, en cas de vacance, le droit d'élire l'Evêque,
d'après l'article douze.
Art. 6
Dix des Chapelains de la Collégiale de St. Urs et Victor sont annexés pour le
culte et autres fonctions religieuses au Chapitre cathédral.
Art. 7
La Fabrique du même Chapitre, dont le revenu annuel peut être évalué à1
environ deux mille francs de Suisse, fournira et entretiendra les paremens,
ornemens et en général le mobilier nécessaire pour le service divin.
12 Afin de pourvoir plus convenablement aux objets ci-dessus énoncés, les revenus de la mense épiscopale durant la vacance du Siège sont assignés à la
même Fabrique.
Art. 8
Il sera établi à Soleure, résidence de l'Evêque et du Chapitre, un Séminaire,1
pour lequel les Gouvernemens fourniront la dotation et les bâtimens.
Si d'autres Séminaires étaient jugés nécessaires, l'Evêque les érigera d'accord2
avec les Gouvernemens respectifs, qui fourniront la dotation et les bâtiments.
L'Evêque dirigera et administrera ces Séminaires, conjointement avec quatre3
Chanoines de différens Cantons, dont deux seront nommés par l'Evêque et les
deux autres par son Sénat.
Art. 9
Les revenus annuels de l'Evêque sont fixés à huit mille francs de Suisse.1
Les revenus du Prévôt de la Collégiale de St. Urs et Victor sont assignés au
Prévôt de la Cathédrale.
Une augmentation annuelle de huit cents francs sera ajoutée à la prébende2
canonicale du Doyen.
Anhang zu SGS 195.23
24 - 1.7.1983
Les revenus annuels de chaque Chanoine résidant des Cantons de Lucerne et3
Berne sont stipulés à deux mille francs.
Les Chanoines, ainsi que les Chapelains de Soleure et leurs successeurs,4
resteront dans la jouissance entière des probendes, qui appartiennent au Chapitre collégial de St. Urs et Victor. Quant aux Chanoines non résidans, les Gouvernemens s'engagent de fournir à chacun d'eux une somme annuelle de trois
cents francs.
Art. 10
Outre les appointemens cidessus déterminés, il sera assigné à l'Evêque et aux
Chanoines résidans des logemens convenables à leur dignité.
Art. 11
Pour la dotation de la mense épiscopale, des prébendes et des Séminaires, les1
Gouvernemens s'accorderont avec le Saint Siège dans une négociation postérieure, en attendant ils fourniront des rentes assurées et fixes, les Gouvernemens
en garantiront la perception libre et régulière, ainsi que l'inaliénabilité, ils prendront aussi soin de l'entretien des logemens des Chanoines.
Il sera pourvu par l'entremise du Gouvernement de Soleure à l'entretien de2
l'Eglise cathédrale, de l'Evêché et des bâtimens du Séminaire, qui sera établi à
Soleure. Les bâtimens des Séminaires, qui devaient être établis ailleurs, seront
entretenus par les Cantons, que cela concerne.
Art. 12
Les Chanoines formant le Sénat ont le droit de nommer l'Evêque parmi le1
Clergé du Diocèse.
L'Evêque élu recevra l'institution du Saint Père aussitôt que ses qualités canoni-2
ques auront été constatées selon les formes usitées pour les Eglises de la
Suisse.
Le Gouvernement de Soleure nomme le Prévôt selon le mode usité jusqu'à3
présent.
La nomination du Doyen est réservée au Saint Père.4
Le Gouvernement de Lucerne nomme aux prébendes appartenant à ce Canton.5
Pour les Chanoines, que le Canton de Berne aura à fournir, le Sénat de l'Evêque
présentera pour chaque nomination une liste de six Candidats au Gouvernement
de ce Canton, lequel pourra en exclure jusqu'à trois; ensuite l'Evêque nomme le
Chanoine.
Il sera pourvu aux dix probendes, provenantes du Chapitre de St. Urs et Victor,6
d'après le mode établi jusqu'à présent.
Le Gouvernement de Soleure désignera parmi ses Prébendiers sa quotepart de7
Chanoines formant le Sénat. Le Prévôt élu par ce Gouvernement sera de ce
nombre.
Anhang zu SGS 195.24
Le Chanoine non résidant du Canton de Zoug sera nommé par le Gouver-8
nement de ce Canton. Le Chanoine élu doit être ou ressortissant du Canton, à
qui la prébende appartient, ou y exercer des fonctions ecclésiastiques, et posséder dans ces deux cas les qualités suivantes: il doit être Prètre séculier, avoir
desservi un bénéfice à charge d'ames avec zèle et prudence pendant au moins
quatre ans, ou avoir aidé l'Evêque dans l'administration du Diocèse ou des Séminaires, ou enfin s'être distingué comme Professeur de théologie ou du droit
canon.
La première nomination des nouveaux Chanoines est réservée au St. Père.9
Art. 13
Il ne peut être conféré qu'une seule dignité au même Chanoine.1
Celle de Prévôt et de Doyen ne doivent jamais être posédées par des Chanoi-2
nes du même Canton.
Art. 14
L'Evêque prètera entre les mains des Députés des Cantons formant le Diocèse
de Bâle le serment suivant: "Devant les représentants des cantons dont se
compose le Diocèse de Bâle, je promets, comme il convient à un évêque, fidélité
à la Confédération suisse et aux dits cantons. Je m'engage à faire tout ce qui est
en mon pouvoir pour favoriser dans mon Diocèse la bonne entente entre l'Eglise
Catholique Romaine et l'Etat ainsi que la paix religieuse et le bien-être du peuble
suisse.”
Art. 15
On donne ici l'assurance formelle, que, si tôt ou tard, par quelque circonstance
que ce fût, le Siège de l'Evêque et du Chapitre cathédral venait à être transféré
hors de la Ville de Soleure, le Chapitre de St. Urs et Victor serait entièrement
rétabli sur le pied, oû il se trouvait à l'époque de son érection en Chapitre cathédral.
Art. 16
L'accession à la nouvelle circonscription de l'Evêché de Bâle est réservée et1
assurée au Canton de Bâle et d'Argovie, pour la partie de leur population catholique, qui n'y est pas déjà comprise, ainsi qu'au Canton de Thurgovie, d'après
les bases réglées par la Convention ci-dessus.
En cas d'accession de l'un ou de l'autre Canton ci-dessus nommé, la mense2
épiscopale sera augmentée à raison du maximum de dix mille francs de Suisse,
et en proportion de la population catholique incorporée du Canton accédant.
Si la réunion de tous les Cantons ci-dessus nommés devait avoir lieu, le Diocè-3
se sera pourvu d'un Suffragant, que l'Evêque nommera, et auquel les Cantons
faisant partie du Diocèse assureront un revenu annuel de deux mille francs de
Suisse.
Anhang zu SGS 195.25
24 - 1.7.1983
Toute disposition ultérieure relativement à l'accession des susdits Cantons sera4
réservée à une Convention postérieure.
Les ratifications de la présente Convention, expédiée et signée à double, seront5
échangées le plus tôt que faire se pourra.
Ainsi fait à Lucerne, le vingt six Mars mil huit cent vingt huit.
