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title: "Ausführungsbestimmungen über die Strukturverbesserungen mit Finanzhilfen"
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# Ausführungsbestimmungen über die Strukturverbesserungen mit Finanzhilfen

## Art. 1 {#art_1}

Grundsatz
1 Finanzhilfen (Beiträge, Investitionskredite, Betriebshilfedarlehen) werden
nur gewährt, wenn die Finanzierbarkeit und die Tragbarkeit der Massnahmen auch unter der Berücksichtigung der zukünftigen agrarpolitischen
und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgewiesen sind.
2 Es werden nur kostengünstige und zweckmässige Strukturverbesserungsmassnahmen mit Finanzhilfen unterstützt.
3 Wo nachfolgend nichts anderes vermerkt, gelten die Bestimmungen der
Bundesgesetzgebung. *
Art. 1a * Prioritäten bei Strukturverbesserungsbeiträgen
1 Die Gewährung von Strukturverbesserungsbeiträgen erfolgt, vorbehältlich der nachfolgenden Voraussetzungen und Bestimmungen und im Rahmen der verfügbaren Mittel, grundsätzlich nach Prioritäten.
2 Projekte mit grosser regionaler und landwirtschaftlicher Bedeutung werden in erster Priorität mit Strukturverbesserungsbeiträgen unterstützt.
3 Nachfolgend werden für gemeinschaftliche Projekte mindestens drei
Fünftel der verfügbaren finanziellen Mittel und für einzelbetriebliche
Projekte die restlichen verfügbaren finanziellen Mittel vorgesehen.
1) GDB 921.1
OGS 2008, 23
4 Einzelbetriebliche Projekte können in Abhängigkeit der Finanzierbarkeit
und Wirtschaftlichkeit oder aufgrund dringender bundesrechtlicher Vorschriften gegenüber anderen einzelbetrieblichen Projekten vorgezogen
werden.
5 Zur Beurteilung der Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit erlässt das
Amt für Landwirtschaft und Umwelt Richtlinien.

## Art. 2 {#art_2}

Mindestbeträge
1 Für landwirtschaftliche Gebäude (miteingeschlossen Wohnbauten) sowie Bodenverbesserungen werden weder Beiträge (Bundes- und
Kantonsleistung) noch Investitionskredite unter Fr. 20 000.– gewährt.
2. Voraussetzungen für einzelbetriebliche Massnahmen

## Art. 4 Art. 3 * … {#art_4}

Betriebswirtschaftliche Voraussetzungen
1 Für die Beurteilung der Finanzierbarkeit und Tragbarkeit sind in der Regel Buchhaltungen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen vorzulegen, die Auskunft über die finanzielle Entwicklung des Landwirtschaftsbetriebes in den letzten drei Jahren geben. Für den Nachweis der langfristigen Existenzfähigkeit muss ein genügendes landwirtschaftliches Einkommen auch unter Berücksichtigung der zukünftigen agrarpolitischen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgewiesen sein. Das landwirtschaftliche Einkommen muss zum Erhalt von Strukturverbesserungsbeiträgen im Jahr nach der Investition mindestens Fr. 13 000.– je Standardarbeitskraft (SAK) betragen. *
2 … *
2a Einkünfte aus ausserlandwirtschaftlichen Erwerbstätigkeiten sowie von
landwirtschaftlich nicht begründbarem Wohnraum werden nicht zum landwirtschaftlichen Einkommen gerechnet. Zur Beurteilung von landwirtschaftlich nicht begründbarem Wohnraum gelten sinngemäss die Bestimmungen von Art. 2 der Richtlinien über das Bauen ausserhalb der Bauzonen2). *
2b Ist die gesuchstellende Person für den Nachweis der Finanzier- und
Tragbarkeit eines Projekts auf ausserlandwirtschaftliche Einkünfte angewiesen, müssen diese angemessen belegt werden. *
2) GDB 710.212
2c Die Verschuldung der mit öffentlichen Mitteln unterstützten Betriebe
muss langfristig gesenkt werden. Spätestens bei einer erneuten Unterstützung von Projekten mit öffentlichen Finanzhilfen hat die gesuchstellende Person den entsprechenden Beweis zu erbringen. *
3 Zur Überprüfung der wirtschaftlichen Lage des Betriebes kann das Amt
für Landwirtschaft und Umwelt jederzeit die Buchhaltung mit einem Kurzbericht einfordern.
4 Bei Investitionskrediten und Betriebshilfedarlehen von weniger als
Fr. 50 000.– je Betrieb entfällt in der Regel die Pflicht zur Führung einer
Buchhaltung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen.
5 In Fällen, in welchen der Ertragswert der Liegenschaft entscheidend ist
(z.B. Starthilfe, Betriebshilfedarlehen), muss eine aktuelle Ertragswertschätzung nach Art. 2 der Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht3)
vorliegen. Das Amt für Landwirtschaft und Umwelt kann für die Berechnung der Finanzier- und Tragbarkeit eine Projektschätzung verlangen. *

## Art. 5 {#art_5}

Sicherstellung des Pachtlandes
1 Pachtland ist für die Ausrichtung von Finanzhilfen anrechenbar, wenn
dieses innerhalb des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereiches gemäss Art.
6 dieser Ausführungsbestimmungen liegt und mit Pachtverträgen sichergestellt ist.
2 Für Finanzhilfen für Ökonomiegebäude gelten folgende schriftliche
Pachtlandsicherheiten:
a. 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche muss ab Gesuchstellung für mindestens zwölf Jahre sichergestellt sein;
b. zusätzlich muss 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ab
Gesuchstellung für mindestens neun Jahre sichergestellt sein.
3 Für die übrigen Finanzhilfen müssen ab Gesuchstellung mindestens 90
Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für mindestens sechs Jahre
sichergestellt sein. Ungekündigtes Pachtland, das seit länger als eine
Pachtperiode durch den Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin bewirtschaftet wird, gilt als sichergestellt.

## Art. 6 {#art_6}

Ortsüblicher Bewirtschaftungsbereich
1 Eigene und gepachtete landwirtschaftliche Nutzflächen ausserhalb des
ortsüblichen Bewirtschaftungsbereiches werden bei der Beurteilung von
Finanzhilfen nicht berücksichtigt.
3) SR 211.412.110
2 Als ortsüblicher Bewirtschaftungsbereich für die Finanzhilfen gilt eine
Fahrdistanz von weniger als zehn Kilometer ab dem Betriebszentrum.

## Art. 7 {#art_7}

Kostengrenzen
1 Als obere Baukostengrenze gelten:
a. bei Stallneubauten für Rindvieh der aktuelle Mittelwert der Baukostenerhebungen der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART);
b. bei Neubauten von Alpställen (ohne Wohnteil) Fr. 12 000.– je Normalstoss.
2 Nicht eingerechnet werden Baulandkosten sowie Kosten für Erschliessungs- und Umgebungsarbeiten.
3 Begründete Mehrkosten, insbesondere solche aufgrund von denkmalpflegerischen Auflagen, umweltfreundlichen Massnahmen, abgelegenen
und schlecht erreichbaren Standorten, können durch Erhöhung der Baukostengrenze berücksichtigt werden.
4 Für die Beurteilung der Baukostengrenzen ist dem Amt für Landwirtschaft und Umwelt ein Kostenvoranschlag mit Offerten einzureichen. *

## Art. 8 {#art_8}

Erforderlicher Arbeitsbedarf
1 Für die Berechnung des erforderlichen Arbeitsbedarfs in Standardarbeitskräften (SAK) gelten die Faktoren gemäss Art. 3 der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung (LBV)4) sowie Art. 3 Abs. 2 der Strukturverbesserungsverordnung (SVV)5). Tiere, für welche Hofdüngerabnahmeverträge
zur Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises notwendig sind, sowie kurzfristige Alpnutzungsrechte werden für die Berechnung des
Arbeitsbedarfs nicht berücksichtigt. *
2 Investitionshilfen (Strukturverbesserungsbeiträge an Neu- und Umbauten) für Milchviehställe (Raufutterlagerräume, Liege-, Lauf- und Fressbereiche) werden nur ausgerichtet, wenn auf dem Betrieb mindestens 20
Rindergrossvieheinheiten gehalten werden und ein Arbeitsbedarf von
1,35 SAK ausgewiesen wird. *
3–4 … *
5 Investitionshilfen (Strukturverbesserungsbeiträge an Neu- und Umbauten) für übrige Ökonomiegebäude werden nur ausgerichtet, wenn für den
Betrieb ein Arbeitsbedarf von 1,15 SAK ausgewiesen wird. *
4) SR 910.91
5) SR 913.1
3. … *
Art. 9–13 * …
4. Ergänzende Bestimmungen für Finanzhilfen auf Alpen

## Art. 14 {#art_14}

Besondere Voraussetzungen
1 Bei Finanzhilfen für grössere Projekte auf Alpen muss die Notwendigkeit
der Massnahme unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit (Kosten-/
Nutzenverhältnis) mit einer umfassenden alpwirtschaftlichen Nutzungsplanung aufgezeigt werden.
2 Strukturverbesserungsmassnahmen an Alpställen (ohne Wohnteil) mit
einem Normalbesatz von weniger als 20 Normalstössen erhalten keine Finanzhilfen.
5. Übergangs- und Schlussbestimmungen

## Art. 15 {#art_15}

Übergangsrecht
1 Vor dem Inkrafttreten dieser Ausführungsbestimmungen eingereichte
Gesuche werden, soweit mit dem Bundesrecht vereinbar, nach altem
Recht beurteilt.
2 Dies gilt auch in Bezug auf den Nachtrag vom 3. Dezember 2013. *
3 Die Ausrichtung von Beiträgen an Wohnbausanierungen gemäss bisherigem Recht6) erfolgt längstens bis am 31. Juli 2019 und nur im Rahmen
der verfügbaren finanziellen Mittel. Das Verbot der Zweckentfremdung
bzw. die Pflicht zur Rückerstattung von Beiträgen gemäss bisherigem

## Art. 16 Recht7) gilt weiterhin für alle ausbezahlten Beiträge. * {#art_16}

Aufhebung bisherigen Rechts
1 Die Ausführungsbestimmungen über die Strukturverbesserungen vom
20. Januar 20048) werden aufgehoben.
6) Art. 9 bis 13 dieser Ausführungsbestimmungen, Fassung in Kraft bis 31. Dezember
7) Art. 13 dieser Ausführungsbestimmungen, Fassung in Kraft bis 31. Dezember 2016
8) OGS 2004, 10

## Art. 17 {#art_17}

Inkrafttreten
1 Diese Ausführungsbestimmungen treten rückwirkend auf den 1. März
2008 in Kraft.
Informationen zum Erlass
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 2008, 23
Ursprüngliches Inkrafttreten: 1. März 2008
geändert durch
- Nachtrag vom 27. April 2010, in Kraft seit 1. Mai 2010 (OGS 2010, 25)
- Nachtrag vom 3. Dezember 2013, in Kraft seit 1. Januar 2014 (OGS
2013, 49 und 50),
- Nachtrag vom 22. März 2016, in Kraft seit 1. Mai 2016 (OGS 2016, 20),
- Ausführungsbestimmungen über das Konsolidierung- und Aufgabenüberprüfungspaket vom 8. November 2016 (OGS 2016, 64)
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
04.03.2008 01.03.2008 Erlass Erstfassung OGS 2008, 23
27.04.2010 01.05.2010 Art. 11 totalrevidiert OGS 2010, 25
03.12.2013 01.01.2014 Art. 1 Abs. 3 eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 1a eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 3 aufgehoben OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 1 geändert OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 2 aufgehoben OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 2a eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 2b eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 2c eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 4 Abs. 5 geändert OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 7 Abs. 4 eingefügt OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 8 Abs. 1 geändert OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 8 Abs. 2 geändert OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 8 Abs. 3 aufgehoben OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 8 Abs. 4 aufgehoben OGS 2013, 49
03.12.2013 01.01.2014 Art. 15 Abs. 2 eingefügt OGS 2013, 49
22.03.2016 01.05.2016 Art. 8 Abs. 2 geändert OGS 2016, 20
22.03.2016 01.05.2016 Art. 8 Abs. 2, a. aufgehoben OGS 2016, 20
22.03.2016 01.05.2016 Art. 8 Abs. 2, b. aufgehoben OGS 2016, 20
22.03.2016 01.05.2016 Art. 8 Abs. 5 eingefügt OGS 2016, 20
08.11.2016 01.01.2017 Titel 3. aufgehoben OGS 2016, 64
08.11.2016 01.01.2017 Art. 9 aufgehoben OGS 2016, 64
08.11.2016 01.01.2017 Art. 10 aufgehoben OGS 2016, 64
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
08.11.2016 01.01.2017 Art. 11 aufgehoben OGS 2016, 64
08.11.2016 01.01.2017 Art. 12 aufgehoben OGS 2016, 64
08.11.2016 01.01.2017 Art. 13 aufgehoben OGS 2016, 64
08.11.2016 01.01.2017 Art. 15 Abs. 3 eingefügt OGS 2016, 64
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 04.03.2008 01.03.2008 Erstfassung OGS 2008, 23
Art. 1 Abs. 3 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 1a 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 3 03.12.2013 01.01.2014 aufgehoben OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 1 03.12.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 2 03.12.2013 01.01.2014 aufgehoben OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 2a 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 2b 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 2c 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 4 Abs. 5 03.12.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 49
Art. 7 Abs. 4 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 8 Abs. 1 03.12.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 49
Art. 8 Abs. 2 03.12.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 49
Art. 8 Abs. 2 22.03.2016 01.05.2016 geändert OGS 2016, 20
Art. 8 Abs. 2, a. 22.03.2016 01.05.2016 aufgehoben OGS 2016, 20
Art. 8 Abs. 2, b. 22.03.2016 01.05.2016 aufgehoben OGS 2016, 20
Art. 8 Abs. 3 03.12.2013 01.01.2014 aufgehoben OGS 2013, 49
Art. 8 Abs. 4 03.12.2013 01.01.2014 aufgehoben OGS 2013, 49
Art. 8 Abs. 5 22.03.2016 01.05.2016 eingefügt OGS 2016, 20
Titel 3. 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Art. 9 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Art. 10 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Art. 11 27.04.2010 01.05.2010 totalrevidiert OGS 2010, 25
Art. 11 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Art. 12 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Art. 13 08.11.2016 01.01.2017 aufgehoben OGS 2016, 64
Art. 15 Abs. 2 03.12.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 49
Art. 15 Abs. 3 08.11.2016 01.01.2017 eingefügt OGS 2016, 64
