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title: "Verordnung zum Schutze der Chestenenweid in der Gemeinde Weggis"
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# Verordnung zum Schutze der Chestenenweid in der Gemeinde Weggis

## § 1 {#par_1}

Zweck
1 Die Chestenenweid wird zur Sicherung der Landschaft vor Verunstaltung sowie zur
Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt unter Schutz gestellt.

## § 2 {#par_2}

Geschütztes Gebiet
1 Das Naturschutzgebiet ist auf einem Plan im Massstab 1:5000 eingezeichnet, welcher
Bestandteil dieser Verordnung ist.
2 Der Plan liegt in der Gemeinde Weggis und in der Dienststelle Landwirtschaft und
Wald2 zur Einsicht auf. *
1 SRL Nr. 709a. Auf dieses Gesetz wird im Folgenden nicht mehr hingewiesen.
2 Gemäss Änderung vom 18. Dezember 2009, in Kraft seit dem 1. Januar 2010 (G 2009 470), wurde
in den §§ 2, 7 und 10 die Bezeichnung «Dienststelle Umwelt und Energie» durch «Dienststelle Landwirtschaft und Wald» ersetzt.
* Siehe Tabellen mit Änderungsinformationen am Schluss des Erlasses.
V XVIII 835
2 Nr. 714c
2 Schutzvorschriften

## § 3 {#par_3}

Pflanzen- und Tierschutz
1 Im ganzen Naturschutzgebiet sind untersagt:
a. das Pflücken, Ausgraben, Ausreissen und Vernichten von Pflanzen jeder Art;
b. jede Störung der Tierwelt durch Jagd oder auf andere Weise, insbesondere auch
das Fangen von Insekten in allen ihren Entwicklungsstadien (Schmetterlinge
usw.).

## § 4 {#par_4}

Schutz der Bodenfläche
1 Jede Veränderung oder Schmälerung der Riedflächen und des Trockenrasens durch
Ausgrabungen, Aufschüttungen, Entwässerungen, Bewässerungen oder sonstige Veränderungen des Wasserhaushaltes sowie die Düngung sind untersagt.

## § 5 {#par_5}

Verbot von baulichen Anlagen
1 Im ganzen Naturschutzgebiet dürfen keine Hoch- und Tiefbauten, keine Masten, Freileitungen, festen Einfriedungen und Reklamevorrichtungen errichtet werden.
2 Davon ausgenommen ist die schonende Errichtung einer mobilen Transportseilanlage
zur forstwirtschaftlichen Nutzung der oberhalb und seitlich des Naturschutzgebietes liegenden Wälder.

## § 6 {#par_6}

Ablagerungen, Campieren
1 Im ganzen Naturschutzgebiet sind verboten:
a. das Ablagern von Materialien jeder Art wie Schutt, Kehricht, Motorfahrzeuge und
dergleichen;
b. das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und dergleichen.

## § 7 {#par_7}

Land- und forstwirtschaftliche Nutzung
1 Die landwirtschaftliche Nutzung bleibt im bisherigen Ausmasse gewährleistet.
2 Einzelbäume, Baum- und Gebüschgruppen dürfen nur mit Bewilligung der Dienststelle
Landwirtschaft und Wald geschlagen oder entfernt werden.
3 Um die intensive Überwachsung durch Jungholz und Buschwerk zu verhindern, kann
die Dienststelle Landwirtschaft und Wald Ausforstungen verlangen.
§ 8 * Ausnahmebewilligungen
1 Ausnahmen von den Schutzvorschriften können bewilligt werden
a. im Interesse der Schutzziele oder
Nr. 714c 3
b. wenn ausserordentliche Verhältnisse vorliegen und die Anwendung der Schutzvorschriften nicht zumutbar ist; die Schutzziele dürfen nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
2 Vorbehalten bleiben die Artikel 24 ff. des Bundesgesetzes über die Raumplanung
vom 22. Juni 19793 (RPG) und die Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes vom
7. März 19894.

## § 9 {#par_9}

Bedingungen und Auflagen
1 Die auf Grund dieser Verordnung erteilten Bewilligungen können mit Bedingungen
oder Auflagen im Interesse des Schutzzweckes verbunden werden.
3 Verfahren
§ 10 * Zuständigkeit
1 Zuständig ist
a. für Ausnahmebewilligungen im Sinn der Artikel 24 ff. RPG die Dienststelle
Raum und Wirtschaft5 gemäss § 58 der Planungs- und Bauverordnung vom 27.
November 20016,
b. für andere Ausnahmebewilligungen die Dienststelle Landwirtschaft und Wald.
§ 11 * …
§ 12 * …
3 SR 700. Auf dieses Gesetz wird im Folgenden nicht mehr hingewiesen.
4 SRL Nr. 735
5 Gemäss Änderung vom 29. Oktober 2013, in Kraft seit dem 1. Januar 2014 (G 2013 567), wurde
die Bezeichnung «Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung und Geoinformation» durch
«Dienststelle Raum und Wirtschaft» ersetzt.
6 SRL Nr. 736
4 Nr. 714c
4 Straf- und Schlussbestimmungen *
§ 13 * Strafbestimmungen
1 Wer vorsätzlich und ohne Berechtigung geschütztes Gebiet zerstört oder schwer beschädigt, wird gemäss § 53 Absatz 1 des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz vom 18. September 1990 mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe
bestraft. In leichten Fällen oder wenn der Täter oder die Täterin fahrlässig handelt, ist
die Strafe Busse bis 40 000 Franken. *
2 Wer gegen die Vorschriften in den §§ 3, 4, 5 Absatz 1, 6 und 7 Absatz 2 verstösst, wird
gemäss § 53 Absatz 2 des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz mit Busse
bis zu 20 000 Franken, in leichten Fällen bis zu 5000 Franken bestraft.

## § 14 {#par_14}

Änderung bisherigen Rechts
1 Das Naturschutzgebiet im Sinn dieser Verordnung wird aus dem Schutz gemäss der
Verordnung über den Pflanzenschutz im Rigigebiet vom 6. April 19707 entlassen (Änderung von § 1).

## § 15 {#par_15}

Inkrafttreten
1 Diese Verordnung tritt am 15. Februar 1974 in Kraft. Sie ist zu veröffentlichen.
7 SRL Nr. 716a
Nr. 714c 5
Änderungstabelle - nach Paragraf
Element Beschlussdatum Inkrafttreten Änderung Fundstelle G
Erlass 01.02.1974 15.02.1974 Erstfassung V XVIII 835
Ingress 23.03.2004 01.04.2004 geändert G 2004 176
§ 2 Abs. 2 11.12.2007 01.01.2008 geändert G 2007 445
§ 8 23.03.2004 01.04.2004 geändert G 2004 176
§ 10 23.03.2004 01.04.2004 geändert G 2004 176
§ 11 23.03.2004 01.04.2004 aufgehoben G 2004 176
§ 12 23.03.2004 01.04.2004 aufgehoben G 2004 176
Titel 4 23.03.2004 01.04.2004 eingefügt G 2004 176
§ 13 23.03.2004 01.04.2004 geändert G 2004 176
§ 13 Abs. 1 12.12.2006 01.01.2007 geändert G 2006 451
6 Nr. 714c
Änderungstabelle - nach Beschlussdatum
Beschlussdatum Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle G
01.02.1974 15.02.1974 Erlass Erstfassung V XVIII 835
23.03.2004 01.04.2004 Ingress geändert G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 § 8 geändert G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 § 10 geändert G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 § 11 aufgehoben G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 § 12 aufgehoben G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 Titel 4 eingefügt G 2004 176
23.03.2004 01.04.2004 § 13 geändert G 2004 176
12.12.2006 01.01.2007 § 13 Abs. 1 geändert G 2006 451
11.12.2007 01.01.2008 § 2 Abs. 2 geändert G 2007 445
