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title: "Landwirtschaftsverordnung"
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# Landwirtschaftsverordnung

## Art. 1 {#art_1}

Aufsicht
1 Das Volkswirtschaftsdepartement übt die Aufsicht über den Vollzug der Landwirtschaftsgesetzgebung3 aus.

## Art. 2 {#art_2}

Vollzug
a) Landwirtschaftsamt
1 Das Landwirtschaftsamt:
a)* vollzieht die Landwirtschaftsgesetzgebung4, soweit die kantonale Gesetzgebung5 nichts anderes bestimmt;
b)* sorgt für eine rationelle Abwicklung der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen und koordiniert die Zusammenarbeit mit anderen Stellen.
1 sGS 610.1.
2 Abgekürzt LaV. nGS 37–92. Im Amtsblatt veröffentlicht am 30. September 2002, ABl 2002,
2027; in Vollzug ab 1. Oktober 2002.
3 BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die landwirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2; SR 91 und sGS 610.1.
4 BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die landwirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2; SR 91 und sGS 610.1.
5 Art. 24 LaG, sGS 610.1; VV zum MelG, sGS 633.11; VTG, sGS 643.12.

## Art. 3 nGS 37–92 {#art_3}

b) Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen6
1 Die Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen vollzieht die
Vorschriften über:
a) Beiträge an:
1. landwirtschaftliche Gebäude;7
2. die Unterstützung von Projekten zur regionalen Entwicklung sowie zur
Förderung von einheimischen und regionalen Produkten;8
3. Bauten gewerblicher Kleinbetriebe im Berggebiet;9
b) Kredite für Strukturverbesserungen;10

## Art. 4 c) Betriebshilfe.11 {#art_4}

c) Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen
1 Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vollzieht die Vorschriften
über:
a) den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für
landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse12, ausgenommen die Mitwirkung im Eintragungsverfahren;
b)* die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel;13
c)* das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln14, ausgenommen die Anwendung der Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft;
d) das Inverkehrbringen von Düngern;15
6 Art. 24 Abs. 2 LaG, sGS 610.1.
7 Art. 93 Abs. 1 Bst. b des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV
vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung), SR 913.1.
8 Art. 93 Abs. 1 Bst. c des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV
vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung), SR 913.1.
9 Art. 93 Abs. 1 Bst. d des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV
vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung), SR 913.1.
10 Art. 87 ff. des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung), SR 913.1.
11 Art. 78 ff. des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 26. November 2003 über die Betriebshilfe als soziale Begleitmassnahme in der Landwirtschaft
(Betriebshilfeverordnung), SR 914.11.
12 eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für
landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse (GUB/
GGA-Verordnung) vom 28. Mai 1997, SR 910.12.
13 eidgV über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter
Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung) vom 22. September 1997, SR 910.18.
14 eidgV über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln (Pflanzenschutzmittel-Verordnung)
vom 12. Mai 2010, SR 916.161.
15 eidgV über das Inverkehrbringen von Düngern (Dünger-Verordnung) vom 10. Januar 2001,
SR 916.171.
e)* die Deklaration für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus in der Schweiz verbotener Produktion.16

## Art. 4a {#art_4a}

d) Amt für Umwelt*
1 Das Amt für Umwelt vollzieht die Vorschriften über die Düngung der Weideflächen in Sömmerungsgebieten nach der eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201317.*
1bis. Direktzahlungen* (1.1bis.)

## Art. 4b {#art_4b}

Beitragssätze18
a) Vernetzungsbeitrag
1 Der Vernetzungsbeitrag je Jahr beträgt19:
a) je Hektare extensive Weide und Waldweide Fr. 500.00;
b) je Hektare der Flächen nach Ziff. 3.1.1 Ziff. 1 bis 3, Ziff. 5 bis 11 und Ziff. 15
von Anhang 7 zur eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an
die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201320 Fr. 1000.00;
c) je Baum nach Ziff. 3.1.1 Ziff. 13 und 14 von Anhang 7 zur eidgenössischen
Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201321 Fr. 5.00.

## Art. 4c {#art_4c}

b) Landschaftsqualitätsbeitrag
1 Der Landschaftsqualitätsbeitrag zu Gunsten einzelner Betriebe beträgt je Jahr
höchstens22:
a) je Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche von Betrieben mit vertraglichen
Vereinbarungen Fr. 360.00;
b) je Normalstoss des Normalbesatzes auf Sömmerungs- oder Gemeinschaftsweidebetrieben mit vertraglichen Vereinbarungen Fr. 240.00.
2 Die Summe aller Landschaftsqualitätsbeiträge zu Gunsten eines Landschaftsqualitätsprojekts beträgt je Jahr höchstens23:
a) je Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche im Projektperimeter Fr. 133.33;
16 eidgV über die Deklaration für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus in der Schweiz verbotener Produktion (Landwirtschaftliche Deklarationsverordnung) vom 26. November 2003, SR
916.51.
17 SR 910.13; insbesondere Art. 30.
18 Art. 31 Bst. abis des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1.
19 Vgl. Ziff. 3.2 von Anhang 7 zur eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom
23. Oktober 2013, SR 910.13.
20 SR 910.13.
21 SR 910.13.
22 Vgl. Ziff. 4.1 von Anhang 7 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom
23. Oktober 2013, SR 910.13.
b) je Normalstoss des Normalbesatzes auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweiden im Projektperimeter Fr. 88.89.
3 Das Umsetzungskonzept24 im Anhang C zu diesem Erlass regelt Einzelheiten.

## Art. 4d {#art_4d}

Elektronische Einreichung
a) Gesuche um Ausrichtung von Direktzahlungen25
1. Fristen
1 Das Landwirtschaftsamt legt die Fristen zur Einreichung von Gesuchen um Ausrichtung von Direktzahlungen fest.26
Art. 4e* 2. zu unterzeichnende Gesuchsformulare
1 Folgende Gesuchsformulare zur Ausrichtung von Direktzahlungen sind unterzeichnet oder mit einer anerkannten elektronischen Signatur versehen einzureichen:
a) das Betriebsdatenblatt und das Mutationsprotokoll bei der politischen
Gemeinde;
b) das Formular für Sömmerungsbeiträge beim Landwirtschaftsamt.

## Art. 4f {#art_4f}

b) Geodaten27
1. Bezeichnung des geografischen Informationssystems und Erlass von
Weisungen
1 Das Landwirtschaftsamt bezeichnet das geografische Informationssystem, in dem
die Geodaten zu erfassen sind.
2 Es erlässt Weisungen zur Erfassung der Geodaten im geografischen Informationssystem.
23 Vgl. Art. 115 Abs. 10 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013, SR 910.13.
24 Art. 1c des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1.
25 Art. 26a Bst. a und Art. 31 Bst. ater des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1.
26 Vgl. Art. 99 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober
2013, SR 910.13.
27 Art. 26a Bst. b und Art. 31 Bst. aquater des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS
610.1.
Art. 4g* 2. zu erfassende Geodaten
1 Im geografischen Informationssystem sind auf Grundlage der eidgenössischen
Verordnung über Geoinformation vom 21. Mai 200828 und der Geodatenmodelle
des Bundesamtes für Landwirtschaft folgende Geodaten zu erfassen:
a) Nutzungsarten der Flächen (Geobasisdatensatz 153.1) durch die Bewirtschafterin oder den Bewirtschafter eines Landwirtschaftsbetriebes mit mindestens
einer Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche oder 30 Aren Spezialkulturen;
b) Vernetzungsobjekte (Geobasisdatensatz 153.4) durch die Trägerschaft eines
Vernetzungsprojektes;
c) Landschaftsqualitätsobjekte (Geobasisdatensatz 153.8) durch die Trägerschaft
von Landschaftsqualitätsprojekten.
2 Das Landwirtschaftsamt erlässt Weisungen zur Überprüfung der Geodaten. Die
politische Gemeinde überprüft nach diesen Weisungen die Geodaten29, insbesondere die Übereinstimmung mit der amtlichen Vermessung und den Bewirtschaftungseinheiten (Geobasisdatensatz 153.6).
2. Kantonsbeiträge* (1.2.)

## Art. 5 {#art_5}

Verfügbare Mittel
1 Beiträge werden fortlaufend im Rahmen der mit dem Voranschlag gewährten
Kredite ausgerichtet.

## Art. 6 {#art_6}

Anrechenbare Kosten
1 Anrechenbar sind die Kosten, die zur Verwirklichung des beitragsbegünstigten
Vorhabens notwendig sind.
2 Beiträge Dritter an das Vorhaben werden berücksichtigt.

## Art. 7 {#art_7}

Gesuch
1 Wer Kantonsbeiträge nachsucht, reicht der zuständigen Stelle ein schriftliches

## Art. 8 Gesuch mit den erforderlichen Unterlagen ein.* {#art_8}

Schlussbericht und Abrechnung
1 Beitragsempfängerin und Beitragsempfänger legen der zuständigen Stelle innert
sechs Monaten nach Abschluss einer unterstützten Massnahme einen Schlussbericht und eine Abrechnung vor.
28 Vgl. Anhang 1 der eidgV über Geoinformation vom 21. Mai 2008, SR 510.620.
29 Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1.
2 Die zuständige Stelle kann:
a) bei einfachen Vorhaben auf einen Schlussbericht verzichten;
b) bei komplexen Vorhaben einen Zwischenbericht verlangen.

## Art. 9 {#art_9}

Rechtshilfe
1 Amtliche Stellen geben dem Landwirtschaftsamt und der Landwirtschaftlichen
Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen über die ihnen bekannten Tatsachen,
die für die Festsetzung, Änderung oder Rückerstattung von Beiträgen und Krediten bedeutsam sind, auf Verlangen Auskunft.
3. Landwirtschaftliche Betriebsdaten (1.3.)

## Art. 10 {#art_10}

Weitergabe
1 Das Landwirtschaftsamt gewährt amtlichen Stellen Zugang zu den Betriebsdaten,
soweit dies für den Vollzug der Gesetzgebung über die Landwirtschaft30, den Tierschutz31, die Raumplanung32, den Umweltschutz33, den Gewässerschutz34, die Tierseuchen35 sowie den Natur- und Heimatschutz36 notwendig ist.
4. Kantonale Betriebe und Produktionsstätten37* (1.4.)

## Art. 11 {#art_11}

Vertretung
1 Das Landwirtschaftsamt vertritt die kantonalen Betriebe und Produktionsstätten,
soweit sie nach der Landwirtschaftsgesetzgebung zusammen als ein Betrieb gelten.38*
30 SR 91; BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die
landwirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2.
31 SR 455.
32 SR 700.
33 SR 814.01.
34 SR 814.20.
35 SR 916.4.
36 SR 451.
37 Art. 6 der eidgV über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen
(Landwirtschaftliche Begriffsverordnung) vom 7. Dezember 1998, SR 910.91.
38 Gegenüber der Administrationsstelle für die Milchkontingentierung nach Art. 2 der eidgV
über die Kontingentierung der Milchproduktion (Milchkontingentierungsverordnung) vom
7. Dezember 1998, SR 916.350.1.
II. Produktion und Absatz (2.)
1. Allgemeine Beitragsvoraussetzungen (2.1.)

## Art. 12 {#art_12}

Grundsatz
1 Ein Förderbeitrag wird ausgerichtet, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller:
a) den Wohnsitz oder Sitz im Kanton St.Gallen hat;
b) eine im Rahmen der persönlichen und finanziellen Verhältnisse angemessene
Eigenleistung erbringt.
2 Für angelaufene und abgeschlossene Massnahmen wird in der Regel kein Beitrag
ausgerichtet. Massgebend ist der Zeitpunkt der Einreichung des Beitragsgesuchs.

## Art. 13 {#art_13}

Beitragshöhe
1 Der Förderbeitrag beträgt höchstens 50 Prozent der anrechenbaren Kosten.
2. Innovative Produkte und Dienstleistungen (2.2.)

## Art. 14 {#art_14}

Beiträge an Versuche und Entwicklungskosten
a) Voraussetzungen39
1 Beiträge an Versuche und Entwicklungskosten werden ausgerichtet, wenn das
Projekt:
a) verglichen mit dem allgemeinen Wissensstand neu und nicht nahe liegend ist;
b) nach der Startphase voraussichtlich selbsttragend sein wird;
c) wenigstens zwei Drittel der erwarteten Wertschöpfung im Kanton St.Gallen
realisiert;
d) wenigstens zur Hälfte mit landwirtschaftlichen Rohstoffen aus dem Kanton
St.Gallen umgesetzt wird.
2 Beiträge Dritter werden angerechnet.

## Art. 15 {#art_15}

b) Anrechenbare Kosten
1 Anrechenbar sind höchstens die innerhalb der ersten drei Jahre anfallenden
Kosten für Versuche und einzelne Entwicklungsschritte.
2 Nicht anrechenbar sind die Kosten der Vermarktung.
39 Art. 2 Abs. 2 Bst. a LaG, sGS 610.1.

## Art. 16 {#art_16}

c) Beitragshöhe
1 Je Projekt kann jährlich höchstens ein Beitrag von 25 000 Franken gewährt werden.
3. Kennzeichnung und Absatzförderung (2.3.)

## Art. 17 {#art_17}

Beiträge zur Registrierung40
1 Mit Beiträgen unterstützt wird die Registrierung von Ursprungsbezeichnungen
und geographischen Angaben nach dem Bundesrecht.41
2 Anrechenbar sind die Kosten für die Ausarbeitung von Unterlagen, die für die

## Art. 18 Registrierung notwendig sind.42 {#art_18}

Beiträge zur Qualitätssicherung43
1 Beiträge zur Förderung von Massnahmen im Bereich der Qualitätssicherung
werden im Einzelfall für regionale Produktprogramme ausgerichtet.
2 Anrechenbar sind die Kosten für:
a) den Aufbau einer regionalen Qualitätszertifizierung;
b) die Durchführung von Kontrollen bei bestehenden Zertifizierungen.

## Art. 19 {#art_19}

Beiträge zur Absatzförderung
a) Voraussetzungen44
1 Regionale Absatzförderungsmassnahmen werden im Einzelfall unabhängig vom
Bund unterstützt, wenn das Projekt:
a) zwei Drittel der erwarteten Wertschöpfung im Kanton St.Gallen realisiert;
b) zur Hälfte mit landwirtschaftlichen Rohstoffen aus dem Kanton St.Gallen umgesetzt wird.

## Art. 20 {#art_20}

b) Anrechenbare Kosten
1 Anrechenbar sind höchstens die innerhalb der ersten vier Jahre notwendigen
Kosten für Marketingmassnahmen, namentlich für:
a) Marketingkonzepte;
40 Art. 3 Abs. 1 Bst. a und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1.
41 eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für
landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse vom
28. Mai 1997, SR 910.12.
42 Art. 5 ff. der eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse
vom 28. Mai 1997, SR 910.12.
43 Art. 3 Abs. 1 Bst. b und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1.
44 Art. 3 Abs. 1 Bst. c und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1.
b) Marktforschung;
c) Produktegestaltung;
d) Kommunikation;
e) Aufbau einer Distribution;
f) Projektkoordination.

## Art. 21 {#art_21}

c) Beitragshöhe
1 Je Projekt kann jährlich höchstens ein Beitrag von 25 000 Franken gewährt werden.
4. Viehschauen und regionale Viehmärkte (2.4.)

## Art. 22 {#art_22}

Viehschauen
a) Beitragsvoraussetzungen45
1 Viehschauen werden mit Beiträgen unterstützt, wenn sie:
a) einen Vergleich der züchterischen Qualität ermöglichen;
b) von anerkannten Zuchtorganisationen46 durchgeführt werden;
c) eine fachlich anerkannte Beurteilung beinhalten.

## Art. 23 {#art_23}

b) Leistungsvereinbarung
1 Das Landwirtschaftsamt legt Durchführung und Bemessung der Beiträge in einer
Leistungsvereinbarung fest.

## Art. 24 {#art_24}

c) Politische Gemeinde47
1 Die politische Gemeinde des Schauortes sorgt für:
a) einen geeigneten Viehschauplatz;
b) ausreichende Vorrichtungen;
c) Hilfspersonal.
2 Mehrere politische Gemeinden können einen gemeinsamen Schauort festlegen.
Sie beteiligen sich anteilmässig an den Kosten.

## Art. 25 {#art_25}

Regionale Viehmärkte
a) Beitragsvoraussetzungen
1 Mit Beiträgen werden unterstützt:
a) Kleinviehmärkte für Zucht- und Nutztiere;
b) Rindviehauktionen;
45 Art. 5 Abs. 2 Ziff. 2 LaG, sGS 610.1.
46 Art. 2 ff. der eidgV über die Tierzucht vom 7. Dezember 1998, SR 916.310.
47 Art. 23 Abs. 1 Bst. b LaG, sGS 610.1.
c) Infrastruktureinrichtungen von Viehmärkten.
2 Die Märkte nach Abs. 1 dieser Bestimmung sind öffentlich und von wenigstens
regionaler Bedeutung.

## Art. 26 {#art_26}

b) Beitragshöhe und anrechenbare Kosten
1 Die Höhe der Beiträge für Kleinviehmärkte und Rindviehauktionen bemisst sich
nach der Grösse und der wirtschaftlichen Bedeutung der Veranstaltung. Der Beitrag beträgt höchstens 25 Prozent der zur Durchführung notwendigen Aufwendungen.
2 Der Beitrag an Infrastruktureinrichtungen beträgt höchstens 25 Prozent der anfallenden Kosten.
5. Umweltschonende Pflanzenschutzmassnahmen (2.5.)

## Art. 27 {#art_27}

Beitragsvoraussetzungen48
1 Beiträge an umweltschonende Pflanzenschutzmassnahmen werden ausgerichtet,
wenn diese:
a) überbetrieblich zur Anwendung gelangen;
b) durch die landwirtschaftliche Beratungsstelle begleitet werden;
c) gegenüber den herkömmlichen Massnahmen zu erheblichen Mehrkosten
oder Mindererträgen führen.
2 Pflanzenschutzmassnahmen sind umweltschonend, wenn sie zu einer geringeren
Beeinträchtigung der natürlichen Kreisläufe als die herkömmlichen Massnahmen
führen.

## Art. 28 {#art_28}

Anrechenbare Kosten
1 Anrechenbar sind die gegenüber den herkömmlichen Pflanzenschutzmassnahmen anfallenden Mehrkosten und Mindererträge.

## Art. 29 {#art_29}

Beitragshöhe in besonderen Fällen
1 Beiträge in Höhe von mehr als 50 Prozent der anrechenbaren Kosten können
ausgerichtet werden, wenn der Einsatz einer umweltschonenden Massnahme:
a) ökologisch besonders wertvoll ist;
b) einen besonderen Erfolg verspricht.
48 Art. 7 Abs. 1 LaG, sGS 610.1.
III. Weinbau (3.)
1. Allgemeines (3.1.)

## Art. 30 {#art_30}

Systematische Weinlesekontrolle49
1 Das Landwirtschaftsamt:
a) erlässt die zur Durchführung der systematischen Weinlesekontrolle notwendigen Weisungen;
b) ernennt Kontrolleurinnen und Kontrolleure;
c) veröffentlicht die Daten der Weinlesekontrolle.

## Art. 31 {#art_31}

Bewilligung und Meldung von Rebpflanzungen
a) Neuanpflanzung50
1 Das Gesuch um Bewilligung einer Neuanpflanzung für die Weinerzeugung enthält:
a) die Angaben nach Art. 2 Abs. 2 der eidgenössischen Weinverordnung vom
14. November 2007;51
b) eine Planskizze samt Parzellen-Nummer und Rebfläche.
2 Vor Erteilung der Bewilligung wird das Amt für Natur, Jagd und Fischerei angehört.52
3 Neuanpflanzungen, die nicht der Weinerzeugung dienen, sind meldepflichtig.53

## Art. 31a {#art_31a}

b) Erneuerung von Rebflächen54
1 Die Meldung einer Erneuerung erfolgt bis 30. Juni des Pflanzjahres.
2 Sie enthält folgende Angaben:
a) die Weinbaugemeinde;
b) die Parzellen-Nummer;
c) die Rebfläche;
d) die Rebsorte;
e) das Pflanzjahr.
49 Art. 28 ff. der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
50 Art. 60 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1, und Art. 2 der eidg
Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
51 SR 916.140.
52 Art. 2 Abs. 5 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
53 Art. 2 Abs. 3 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
54 Art. 60 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1, und Art. 3 der eidg
Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
3 Die Erneuerung nach Art. 3 Abs. 3 der eidgenössischen Weinverordnung vom
14. November 200755 ist nicht meldepflichtig.

## Art. 31b {#art_31b}

Rebbaukataster56
1 Die Neuanpflanzung von Rebflächen nach Art. 2 Abs. 4 der eidgenössischen
Weinverordnung vom 14. November 200757 wird im Rebbaukataster nicht erfasst.

## Art. 32 {#art_32}

…

## Art. 33 {#art_33}

…
2. Kontrollierte Ursprungsbezeichnung (3.2.)

## Art. 34 {#art_34}

Grundsatz
1 Wein, Schaumwein, Perlwein und Likörwein tragen die Bezeichnung
«Kontrollierte Ursprungsbezeichnung St.Gallen» oder «AOC St.Gallen», wenn die

## Art. 35 Voraussetzungen für AOC-Wein erfüllt sind.* {#art_35}

Voraussetzungen für AOC-Wein
a) Abgrenzung des geografischen Gebiets58
1 AOC-Wein besteht zu wenigstens 90 Prozent aus Trauben, die aus dem Kanton
St.Gallen stammen.59
Art. 36* b) zugelassene Rebsorten60
1 AOC-Wein besteht aus den vom Landwirtschaftsamt bezeichneten zugelassenen
Rebsorten.
Art. 37* c) zugelassene Anbaumethoden61
1 AOC-Wein wird nach folgenden Anbaumethoden hergestellt:
a) Stickelbau;
b) Drahtbau im Direktzug;
c) Drahtbau in Querterrassenanlagen.
55 SR 916.140.
56 Art. 4 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
57 SR 916.140.
58 Art. 21 Abs. 2 Bst. a der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
59 Art. 13 Abs. 2 und Abs. 3 Bst. a der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke vom
23. November 2005, SR 817.022.110.
60 Art. 21 Abs. 2 Bst. b der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
61 Art. 21 Abs. 2 Bst. c der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
Art. 38* d) natürlicher Mindestzuckergehalt und Höchstertrag62
1 AOC-Wein weist den natürlichen Mindestzuckergehalt je Rebsorte sowie den
Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte nach Anhang A dieses Erlasses auf.
Art. 39* e) zulässiges Verfahren der Weinherstellung63
1 AOC-Wein wird in einem zulässigen önologischen Verfahren nach Anhang 9 der
Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 201664 und Anhang Bbis zu
diesem Erlass hergestellt.*
Art. 40* f) analytische und organoleptische Prüfung des verkaufsfertigen Weins
1. Grundsatz65
1 AOC-Wein unterliegt der analytischen und organoleptischen Prüfung.
2 Die analytische Prüfung umfasst insbesondere:
a) Alkoholgehalt;
b) gesamte schweflige Säure.
3 Die organoleptische Prüfung umfasst:
1. Aussehen;
2. Geruch;
3. Geschmack;
4. Gesamteindruck.

## Art. 41 {#art_41}

2. Weisungen
1 Die Kantonschemikerin oder der Kantonschemiker66 kann die für die analytische
und organoleptische Prüfung des verkaufsfertigen Weins notwendigen Weisungen

## Art. 41a erlassen.* {#art_41a}

Geografische Bezeichnung
1 AOC-Wein kann neben der Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung
St.Gallen» oder «AOC St.Gallen» folgende geografischen Bezeichnungen tragen:
a) des Produktionsgebiets, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu 100 Prozent aus dem Produktionsgebiet stammt:
62 Art. 21 Abs. 2 Bst. d und e der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
63 Art. 21 Abs. 2 Bst. f der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
64 SR 817.022.12.
65 Art. 21 Abs. 2 Bst. g der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
66 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12,
und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11.
b) der politischen Gemeinde, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus der politischen Gemeinde
und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt;
c) des mit einem eigenen Namen bezeichneten Ortsteils einer politischen
Gemeinde, wenn der Ortsteil wenigstens zwei Drittel der Rebfläche der politischen Gemeinde umfasst und der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene
Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus dem Ortsteil und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt;
d) der Lage, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu 100 Prozent aus der Lage stammt.
2 Produktionsgebiete tragen die Bezeichnung:
1. «St.Galler Rheintal» mit den politischen Gemeinden Mörschwil, Goldach,
Steinach, Berg, Tübach, Untereggen, Eggersriet, Rorschacherberg, Rorschach,
Thal, Rheineck, St.Margrethen, Au, Berneck, Balgach, Diepoldsau, Widnau,
Rebstein, Marbach, Altstätten, Eichberg, Oberriet, Rüthi, Sennwald, Gams,
Grabs, Buchs und Sevelen;
2. «Sarganserland» mit den politischen Gemeinden Wartau, Sargans, Vilters-
Wangs, Bad Ragaz, Pfäfers, Mels, Flums, Walenstadt, Quarten, Weesen und
Amden. Anstelle von «Sarganserland» darf die Bezeichnung «Sarganserland-
Walensee» oder «Walensee» für AOC-Wein aus einer an den Walensee angrenzenden politischen Gemeinde verwendet werden;
3. «Zürichsee» mit den politischen Gemeinden Schänis, Benken, Kaltbrunn, Rieden, Gommiswald, Ernetschwil, Uznach, Schmerikon, Rapperswil-Jona,
Eschenbach, Goldingen und St.Gallenkappel. Die Bezeichnung darf nur in
Verbindung mit der Bezeichnung der politischen Gemeinde verwendet werden;
4. «Fürstenland» mit den politischen Gemeinden Wil, Bronschhofen, Zuzwil,
Oberbüren, Niederbüren, Niederhelfenschwil, Gossau, Andwil, Waldkirch,
Gaiserwald, St.Gallen, Wittenbach, Häggenschwil und Muolen.

## Art. 41b {#art_41b}

Weinspezifische Begriffe
1 Die Verwendung weinspezifischer Begriffe richtet sich nach Art. 19 Abs. 1 und
Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 200767 sowie
Anhang B zu diesem Erlass.

## Art. 42 {#art_42}

…
67 SR 916.140.

## Art. 42a {#art_42a}

AOC-Degustationskommission
a) Bestand
1 Der AOC-Degustationskommission gehören an:
a) die Leiterin oder der Leiter der Fachstelle für Weinbau als Vorsitzende oder
Vorsitzender;
b)* vier weitere Mitglieder, die von der Kantonschemikerin oder vom Kantonschemiker68 auf eine Amtsdauer von vier Jahren ernannt werden.

## Art. 42b {#art_42b}

b) Aufgaben
1 Die AOC-Degustationskommission führt die Prüfung nach Art. 40 Abs. 3 dieses
Erlasses durch.
2 Sie erstattet der Kantonschemikerin oder dem Kantonschemiker69 Bericht über

## Art. 42c das Prüfungsergebnis.* {#art_42c}

c) Beschlussfassung
1 Die AOC-Degustationskommission ist beschlussfähig, wenn wenigstens drei
Mitglieder anwesend sind.
2 Sie beschliesst mit einfachem Mehr der Stimmenden. Die oder der Vorsitzende
gibt den Stichentscheid bei Stimmgleichheit.
IV. Strukturverbesserungen und soziale Begleitmassnahmen (4.)
1. Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen* (4.1.)

## Art. 43 {#art_43}

Aufsicht70
1 Die Landwirtschaftliche Kreditgenosssenschaft des Kantons St.Gallen unterliegt
im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben der Aufsicht des Kantons.*
2 Statuten der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen
und Wahl der Geschäftsführerin oder des Geschäftsführers bedürfen der Genehmigung der Regierung.
68 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12,
und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11.
69 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12,
und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11.
70 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1.

## Art. 44 {#art_44}

Haftung und Verantwortlichkeit71
1 Die Haftung der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons
St.Gallen und die Verantwortlichkeit ihrer Organe und Angestellten richten sich
im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben nach dem Verantwortlichkeitsgesetz vom 7. Dezember 1959.72
2. Ausserordentliche Strukturverbesserungsbeiträge (4.2.)

## Art. 45 {#art_45}

Überbrückungsmassnahmen73
1 Besteht keine Nachfolgeregelung, können ausserordentliche Beiträge an Strukturverbesserungen im Tier- und Gewässerschutz74 gewährt werden, wenn:
a) eine Massnahme zur Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises notwendig ist;
b) die Bewirtschafterin oder der Bewirtschafter wenigstens 45 und höchstens 60
Jahre alt ist;
c) die Existenz nur durch die Weiterführung der landwirtschaftlichen Tätigkeit
gesichert werden kann;
d) die Voraussetzungen für ordentliche einzelbetriebliche Strukturverbesserungsmassnahmen nach dem Bundesrecht75 mit Ausnahme der längerfristigen
Existenzsicherung76 erfüllt sind.

## Art. 46 V. Landwirtschaftliche Pacht (5.) {#art_46}

…

## Art. 47 {#art_47}

…
71 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1.
72 sGS 161.1.
73 Art. 13 LaG, sGS 610.1.
74 SR 455 und SR 814.2.
75 Art. 89 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidg Strukturverbesserungsverordnung vom 7. Dezember 1998, SR 913.1.
76 Art. 89 Abs. 1 Bst. a des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1.
VI. Entschädigung für kantonale Dienstleistungen im privaten

## Art. 48 Interesse77* (6.) {#art_48}

Bemessung78
1 Die Höhe der Entschädigung für Beratung und andere kantonale Dienstleistungen, die im privaten Interesse liegen, richtet sich nach dem Sach- und Zeitaufwand.*
2 Der Ansatz für die Entschädigung des Zeitaufwandes entspricht dem durchschnittlichen Besoldungsaufwand zuzüglich einem Gemeinkostenzuschlag von einem Drittel.

## Art. 49 {#art_49}

Ausnahmen von der Entschädigungspflicht79
1 Auf eine Entschädigung kann ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn besondere Umstände es rechtfertigen.
2 Besondere Umstände liegen namentlich vor:
a) wenn sich die Leistungsempfängerin oder der Leistungsempfänger in einer
Notlage befindet;
b) wenn die Bezahlung der Entschädigung für die Leistungsempfängerin oder
den Leistungsempfänger eine grosse Härte bedeuten würde.

## Art. 50 VII. Schlussbestimmungen (7.) {#art_50}

80

## Art. 51 {#art_51}

81

## Art. 52 {#art_52}

82

## Art. 53 {#art_53}

Aufhebung bisherigen Rechts
1 Aufgehoben werden:
a) die Verordnung zur Bundesgesetzgebung über wirtschaftliche Massnahmen
zugunsten der Landwirtschaft vom 19. April 1983;83
77 Art. 28 LaG, sGS 610.1.
78 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1.
79 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1.
80 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.
81 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.
82 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt.
83 sGS 611.73.
b) die Vollzugsverordnung zu den Vorschriften über Investitionskredite und
Betriebshilfe in der Landwirtschaft vom 15. Januar 1963;84
c) die Verordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 1. März 1994;85
d) die Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht
vom 1. Juli 1986;86
e) die Weinbauverordnung vom 15. Dezember 1958;87

## Art. 54 f) der Beschluss über das Rebsortenverzeichnis vom 9. Juli 1992.88 {#art_54}

Vollzugsbeginn
1 Diese Verordnung wird ab 1. Oktober 2002 angewendet.
84 sGS 611.78.
85 sGS 613.11.
86 sGS 613.21.
87 sGS 631.31.
88 sGS 631.311.
* Änderungstabelle - Nach Bestimmung
Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn
Erlass Grunderlass 37–92 17.09.2002 01.10.2002
Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 3 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 4 geändert 46–90 21.06.2011 keine Angabe
Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4a eingefügt 44–84 16.06.2009 keine Angabe
Art. 4a Artikeltitel geändert 2017-043 16.05.2017 01.07.2017
Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4a, Abs. 1 geändert 2017-043 16.05.2017 01.07.2017
Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4b eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4c eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4d eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4e eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4f eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 4g eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 9 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 30 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 31 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 31a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 31b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 32 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 33 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 34 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 34, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Art. 35 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 36 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 37 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 38 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 39 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 39, Abs. 1 geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016
Art. 39, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn
Art. 40 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 41 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 41, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Art. 41a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 41b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 42 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 42a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 42a, Abs. 1, b) geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Art. 42b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 42b, Abs. 2 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Art. 42c eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 43 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 44 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe
Art. 46 aufgehoben 2019-013 20.11.2018 01.01.2019
Art. 47 aufgehoben 2019-013 20.11.2018 01.01.2019
Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Gliederungstitel 6. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Anhang A Inhalt geändert 2020-056 23.06.2020 01.06.2020
Anhang B Inhalt geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016
Anhang Bbis eingefügt 2016-013 10.11.2015 01.01.2016
Anhang Bbis Inhalt geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024
Anhang C eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015
Anhang C Inhalt geändert 2021-075 19.10.2021 01.01.2022
* Änderungstabelle - Nach Erlassdatum
Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle
17.09.2002 01.10.2002 Erlass Grunderlass 37–92
16.06.2009 keine Angabe Art. 4a eingefügt 44–84
17.08.2010 keine Angabe Art. 3 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 9 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 30 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 31 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 31a eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 31b eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 32 aufgehoben 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 33 aufgehoben 45–94
Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle
17.08.2010 keine Angabe Art. 34 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 35 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 36 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 37 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 38 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 39 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 40 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 41 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 41a eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 41b eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 42 aufgehoben 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 42a eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 42b eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 42c eingefügt 45–94
17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 43 geändert 45–94
17.08.2010 keine Angabe Art. 44 geändert 45–94
21.06.2011 keine Angabe Art. 4 geändert 46–90
09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4b eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4c eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4d eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4e eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4f eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 4g eingefügt 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 6. geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041
09.12.2014 01.01.2015 Anhang C eingefügt 2015-041
Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle
10.11.2015 01.01.2016 Art. 39, Abs. 1 geändert 2016-013
10.11.2015 01.01.2016 Anhang B Inhalt geändert 2016-013
10.11.2015 01.01.2016 Anhang Bbis eingefügt 2016-013
16.05.2017 01.07.2017 Art. 4a Artikeltitel geändert 2017-043
16.05.2017 01.07.2017 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2017-043
20.11.2018 01.01.2019 Art. 46 aufgehoben 2019-013
20.11.2018 01.01.2019 Art. 47 aufgehoben 2019-013
23.06.2020 01.06.2020 Anhang A Inhalt geändert 2020-056
19.10.2021 01.01.2022 Anhang C Inhalt geändert 2021-075
02.07.2024 01.08.2024 Art. 34, Abs. 1 geändert 2024-023
02.07.2024 01.08.2024 Art. 39, Abs. 1 geändert 2024-023
02.07.2024 01.08.2024 Art. 41, Abs. 1 geändert 2024-023
02.07.2024 01.08.2024 Art. 42a, Abs. 1, b) geändert 2024-023
02.07.2024 01.08.2024 Art. 42b, Abs. 2 geändert 2024-023
02.07.2024 01.08.2024 Anhang Bbis Inhalt geändert 2024-023
Anhang A1, 2
Bestimmung des natürlichen Mindestzuckergehalts je Rebsorte und des Höchst
ertrags je Flächeneinheit und Rebsorte für die Verarbeitung zu AOCWein
Der natürliche Mindestzuckergehalt je Rebsorte beträgt:
Weinbezeichnung Sorten
Mindestzuckergehalt in ° Oechsle
Mindestzuckergehalt in ° Brix
Weisse Sorten Müller-Thurgau
(Riesling-Silvaner) 67 ° Oe 16,4 ° Brix
Räuschling und übrige
weisse Sorten 65 ° Oe 15,9 ° Brix
Rote Sorten Blauburgunder 72 ° Oe 17,5 ° Brix
Übrige rote Sorten 72 ° Oe 17,5 ° Brix
Die Umrechnung von Brixgraden und Oechslegraden richtet sich nach Anhang 2 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 20073.
Der Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte beträgt:
Weinbezeichnung Sorten Kilogramm je m2 Liter je m2
Weisse Sorten Müller-Thurgau
(Riesling-Silvaner) 1,2 kg / m2 0,96 l / m2
Seyval blanc 1,2 kg / m2 0,96 l / m2
Rudelin 1,2 kg / m2 0,96 l / m2
Übrige weisse Sorten 1,2 kg / m2 0,96 l / m2
Rote Sorten Blauburgunder 1,0 kg / m2 0,80 l / m2
Übrige rote Sorten 1,0 kg / m2 0,80 l / m2
1 Art. 38 dieser Verordnung.
2 Geändert durch VII. Nachtrag vom 23. Juni 2020, nGS 2020-056.
3 SR 916.140.
Anhang B1
Festlegung der im Kanton St.Gallen ergänzend geltenden weinspezifischen
Begriffe
In Ergänzung zu Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November
20072 gelten folgende weinspezifische Begriffe:
Bezeichnungen Weinspezifische Begriffe
Auslese / Sélection AOC-Wein, der nach definierten, nachvollziehbaren
und rückverfolgbaren Kriterien (Produktions- und
Weinbereitungskriterien) hergestellt wurde. Aus den
Kriterien muss hervorgehen, welches das unterscheidende Merkmal ist. Die Kriterien sind zu dokumentieren.
Beerenauslese / Sélection
de grains nobles AOC-Wein mit mindestens 26,0 ° Brix (110 ° Oe).
Schloss / Château Repräsentatives Gebäude, das historisch als Schloss
bezeichnet wird, mit eigenen oder gepachteten Reben
im Produktionsgebiet.
Spätlese / Vendange tardive AOC-Wein aus Trauben, die frühestens 7 Tage nach
dem für die Bezeichnung und die Rebsorte üblichen
Erntedatum gelesen wurden. Der natürliche Zuckergehalt muss mindestens 0,7 ° Brix (3 ° Oe) über dem
Jahresdurchschnitt liegen.
Reserve / Réserve AOC-Wein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 18 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahres
für Rotweine bzw. von 12 Monaten ab dem 1. Oktober
des Erntejahres für Weissweine auf den Markt gelangt.
1 Geändert durch V. Nachtrag vom 10. November 2015, nGS 2016-013.
2 SR 916.140.
Anhang Bbis 1
Zulässige önologische Verfahren und Behandlungen sowie ihre Grenzen und Bedingungen2
In Ergänzung zur Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 20163
gelten folgende Regelungen für AOC-Wein:
1. Roséwein4
Roséwein darf insgesamt bis höchstens 10 Prozent mit Weisswein verschnitten werden.
2. Gehalt an flüchtiger Säure
Der Gehalt an flüchtiger Säure darf folgende Werte nicht überschreiten:
a) 30 Milliäquivalent je Liter bei Süsswein;
b) 35 Milliäquivalent je Liter bei Eiswein.
1 Milliäquivalent entspricht 0,06 g/l flüchtiger Säure.
3. Anreicherung5
Wein darf höchstens um 1,5 Volumenprozent auf höchstens 15 Volumenprozent
Gesamtalkoholgehalt angereichert werden.
1 Geändert durch IX. Nachtrag vom 2. Juli 2024, nGS 2024-023.
2 Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, und Art. 39
dieses Erlasses.
3 SR 817.022.12.
4 Vgl. Art. 27d Abs. 6 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140.
5 Vgl. Art. 27f der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140, Art. 72 und
Anhang 9 der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12,
sowie Anhang VIII Teil I Kapitel A Nr. 2 Bst. c der Verordnung (EU) 1308/2013 vom 17. Dezember 2013.
Anhang C1
Umsetzungskonzept für Landschaftsqualitätsbeiträge
1 Massgebende Grundlagen auf Bundesebene
1.1 Bundesrecht2 einschliesslich der Richtlinien des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW).
1.2 Projektgenehmigung durch das BLW.
1.3 Die Grundlagen nach Ziff. 1.1 und 1.2 betreffen insbesondere:
a) die Anforderungen an den Aufbau und den Betrieb von Landschaftsqualitätsprojekten;
b) die Ausgestaltung des Beitragssystems (einschliesslich Beitragssätze);
c) die Vorgaben für den Projektablauf (einschliesslich Projektkontrolle und
-evaluation).
2 Massgebende Grundlagen auf kantonaler Ebene
Gestützt auf Art. 1b Abs. 2 Bst. b und Art. 1c des Landwirtschaftsgesetzes (sGS 610.1;
abgekürzt LaG) erlässt die Regierung für die Ausrichtung von Landschaftsqualitätsbeiträgen (LQB) ein Umsetzungskonzept und legt gestützt auf Art. 31 Bst. abis
LaG die Beitragssätze für Landschaftsqualitätsbeiträge durch Verordnung im Rahmen der Höchstsätze des Bundes fest; die Ausgestaltung des Beitragssystems regelt
die Regierung im Umsetzungskonzept (vgl. Art. 4c der Landwirtschaftsverordnung
[sGS 610.11; abgekürzt LaV]).
3 Ziele und allgemeine Vorgaben für Landschaftsqualitätsprojekte
3.1 Wirkungsorientierung.
3.2 Möglichst tiefe Kosten für Erarbeitung und Betrieb der Projekte.
3.3 Effiziente administrative Prozesse (Zuhilfenahme von GIS und mobilen EDV-
Anwendungen).
3.4 Einheitliche Vorgaben und einheitlicher Ablauf für alle Projekte.
1 Eingefügt durch IV. Nachtrag vom 9. Dezember 2014, nGS 2015-041.
2 Insbesondere Art. 74 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft (SR 910.1; abgekürzt LwG),
Art. 63 f. und Art. 115 Abs. 10 der eidgenössischen Direktzahlungsverordnung (SR 910.13;
abgekürzt DZV) sowie Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV.
3.5 Gleichbehandlung aller Projekte im Kanton:
a) einheitlicher Massnahmenkatalog (siehe unten Ziff. 5.5) mit gleichen Beitragssätzen für alle Projekte;
b) gleiche finanzielle Bedingungen für alle Projekte.
4 Anforderungen an den Aufbau von Landschaftsqualitätsprojekten
4.1 Grundsatz: Es gilt der Bottom-up-Ansatz; die Initiative muss z. B. von nichtstaatlichen Akteuren oder den politischen Gemeinden ausgehen.
4.2 Projektträgerschaft:
a) In der Projektträgerschaft wirken die wesentlichen Akteure wie Landwirtinnen und Landwirte, politische Gemeinden, grössere Bodeneigentümerinnen und Bodeneigentümer, Forstorgane, Nichtregierungsorganisationen
wie St.Galler Bauernverband, Pro Natura, Worldwide Fund for Nature
(WWF), BirdLife und andere zusammen;
b) die Projektträgerschaft verfügt über eine geeignete Rechtsform. Es muss sich
gemäss Bundesvorgabe3 um eine juristische Person handeln;
c) die Projektträgerschaft ist verantwortlich für (siehe auch unten Ziff. 7):
− die Projekterarbeitung und -betreuung während der Laufdauer des Projekts;
− die Beschaffung weiterer Finanzmittel (z. B. für einmalige Massnahmen
wie Instandstellung von Mauern, Anlage von Weihern, Pflanzung von
Hecken);
− das Berichtwesen mit Blick auf das Projektcontrolling.
4.3 Die Aufgabenteilung Projektträgerschaft – Kanton wird geregelt durch einen
Vertrag der Projektträgerschaft mit dem Landwirtschaftsamt.
4.4 Jedes Projekt unterliegt der Genehmigung durch den Kanton (Landwirtschaftsamt) und durch das BLW.
4.5 Zwischen dem Kanton (Landwirtschaftsamt) und dem BLW wird für jedes
Projekt ein Finanzhilfevertrag abgeschlossen.
4.6 Zwischen der einzelnen Landwirtin bzw. dem einzelnen Landwirt und dem
Kanton (Landwirtschaftsamt) wird ein achtjähriger bzw. bis zum Ende der
Laufzeit des Projekts laufender Vertrag abgeschlossen (Bundesvorgabe nach
Art. 64 Abs. 4 DZV).
3 Vgl. Ziff. 1 der Richtlinie Landschaftsqualitätsbeitrag des BLW vom 7. November 2013.
5 Ausgestaltung des Beitragssystems
5.1 allgemeine Voraussetzungen für kantonale Beiträge:
a) Einhaltung der Budgetvorgaben;
b) Einhaltung des Umsetzungskonzepts;
c) positive Beurteilung der einzelnen Massnahmen durch das Volkswirtschaftsdepartement.
5.2 Kriterien für die Unterstützung einzelner Massnahmen:
a) Definierbarkeit der Massnahme (örtlich zuteilbar, qualitativ bewertbar, zähl-
und messbar);
b) Zweckmässigkeit der Massnahme mit Blick auf projektspezifische Zielsetzung;
c) Wirksamkeit der Massnahme (bezüglich Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der Landschaft);
d) öffentliches Interesse an einer Massnahme;
e) Verhältnis zu anderen öffentlichen Mitteln und Dienstleistungen – z. B.
Direktzahlungsarten wie Biodiversitätsbeiträge, Pflanzenschutzmassnahmen gegen Feuerbrand oder Kirschessigfliege sowie Strukturverbesserungen, Abgeltung von ökologischen Leistungen (Amt für Natur, Jagd und
Fischerei [ANJF]), Mittel aus dem Forst (Kantonsforstamt [KFA]) usw.;
f) Aufwand im Verhältnis zum öffentlichen Interesse (Kosten- / Nutzenverhältnis der Massnahme);
g) Dauerhaftigkeit der Massnahme;
h) Kontrollierbarkeit der Massnahme.
5.3 Begrenzung der Beitragssätze durch den Bund (Art. 115 Abs. 10 DZV, Ziff. 4.1
von Anhang 7 zur DZV):
a) Je Betrieb mit vertraglichen Vereinbarungen übernimmt der Bund je Jahr
höchstens 90 Prozent der folgenden Beiträge:
− je Hektare (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): Fr. 360.–;
− je Normalstoss (NST = 1 Grossvieheinheit während 100 Tagen gesömmert): Fr. 240.–.
b) Die Summe aller Landschaftsqualitätsbeiträge im Kanton St.Gallen aus Bundesmitteln für die Jahre 2014 bis 2017 beträgt je Jahr höchstens:
− je ha LN im gesamten Kantonsgebiet: Fr. 120.–;
− je NST auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweiden im gesamten Kantonsgebiet: Fr. 80.–.
Dies führt bei einer LN von 70 949 ha und 22 277 NST im Kanton zu einem
Plafond von 10,296 Mio. Franken für Landschaftsqualitätsbeiträge aus
Bundesmitteln (gemäss Mitteilung des BLW vom 28. Januar 2014).
5.4 Beitragssätze von Bund und Kanton:
a) Es werden ein jährlicher Grundbeitrag sowie einmalige und jährlich wiederkehrende Beiträge für Massnahmen zur Verbesserung der Landschaftsqualität gewährt.
b) Die Höchstsätze des Bundes auf Stufe Betrieb werden für den Kanton übernommen (Fr. 360.– je ha LN / Fr. 240.– je NST, siehe oben Ziff. 5.3 Bst. a).
c) Für jedes Landschaftsqualitätsprojekt gilt bezogen auf den Projektperimeter eine Gesamtlimite von Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST
(Bundeslimite von Fr. 120.– je ha LN und von Fr. 80.– NST zuzüglich 10 Prozent Kantonsbeitrag von Fr. 13.33 je ha LN und Fr. 8.89 je NST).
d) Zusammenzug der Bundes- und Kantonsbeiträge für Landschaftsqualitätsprojekte:
5.5 Massnahmenkatalog:
Das Volkswirtschaftsdepartement erstellt einen Massnahmenkatalog für Landschaftsqualitätsbeiträge. Darin werden die einzelnen Massnahmen und deren
Abgeltung festgelegt. Dieser Massnahmenkatalog muss bei jeder Projektbewilligung mit dem BLW abgeglichen werden.
5.6 Prioritätenordnung:
Folgende Prioritätenordnung gilt für den Fall, dass innerhalb eines Landschaftsqualitätsprojekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je
NST übersteigt:
a) vertraglich vereinbarte wiederkehrende Massnahmen von Betrieben, die
sich dem Projekt bereits angeschlossen haben;
b) wiederkehrende Massnahmen von dem Projekt neu beitretenden Betrieben;
c) zusätzliche wiederkehrende Massnahmen in Form von Vertragserweiterungen von bereits am Projekt teilnehmenden Betrieben;
d) einmalige Massnahmen.
4 Landwirtschaftsamt.
Beträge in Fr. Bund (BLW)
(90 %)
Kanton (LwA )
(10 %)
Total LQB
(100 %)
Finanzierungsbegrenzung
gemäss Art. 115
Abs. 10 DZV
120.– je ha LN
80.– je NST
13.33 je ha LN
8.89 je NST
133.33 je ha LN
88.89 je NST
Finanzierungsbegrenzung
gemäss Ziff. 4.1
von Anhang 7
zur DZV
324.– je ha LN
216.– je NST
36.– je ha LN
24.– je NST
360.– je ha LN
240.– je NST
5.7 Verwendung freier Landschaftsqualitätsbeiträge5
Unterschreitet innerhalb eines Landschaftsqualitätsprojekts der Mittelbedarf
Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST, können die freien Mittel im jeweiligen
Beitragsjahr gemäss Massnahmenkatalog (siehe oben Ziff. 5.5) zuhanden anderer Landschaftsqualitätsprojekte für zusätzliche Landschaftsqualitätsbeiträge, die keine wiederkehrenden Beiträge auslösen, verwendet werden.
6 Vorgaben für den Projektablauf
6.1 Eingabefrist beim Landwirtschaftsamt ist für neue Projekte mit Beginn bzw.
Beiträgen im folgenden Jahr jeweils der 31. August.
6.2 Im Rahmen des Projekts werden vorhandene Grundlagen (Landschaftsentwicklungskonzepte, Landschaftsanalysen der Regionen etc.) genutzt.
6.3 Im Rahmen des Projekts wird eine Koordination mit Vernetzungsprojekten
angestrebt.
6.4 Die kantonale Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte
mit Vertreterinnen bzw. Vertretern der betroffenen Ämter (LwA, ANJF und KFA)
sowie der politischen Gemeinden und Regionen berät das Landwirtschaftsamt
bei der Projektbeurteilung. Das Landwirtschaftsamt führt den Vorsitz.
7 Aufgaben der Projektträgerschaft
7.1 Die Trägerschaft eines Landschaftsqualitätsprojekts:
a) ist für die Projektleitung zuständig und in allen Projektbelangen Ansprechpartnerin für das Landwirtschaftsamt und die Akteure im Projekt;
b) ist für die Finanzierung des Projekts besorgt. Gesuche um Coaching-Beiträge6 für die Projekterarbeitung müssen beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Die Restkosten der Projekterarbeitung sind von der Trägerschaft zu beschaffen;
c) ist für die Ausarbeitung des Projektgesuchs zuständig, das dem Landwirtschaftsamt eingereicht wird. Die Anforderungen an dieses Projektgesuch
richten sich nach den Vorgaben des Bundes7;
5 Eingefügt durch VIII. Nachtrag vom 19. Oktober 2021, nGS 2021-075.
6 Die auf Grundlage eines Mandats erbrachten und von der Trägerschaft bezahlten Leistungen
können vom Bund mit 50 Prozent der fakturierten und von der Trägerschaft bezahlten Kosten
oder höchstens Fr. 20 000.– unterstützt werden (vgl. Art. 136 Abs. 3bis des Bundesgesetzes
über die Landwirtschaft [SR 910.1; abgekürzt LwG]).
7 Siehe www.landwirtschaft.sg.ch > Direktzahlungen > Landschaftsqualitätsbeiträge.
d) reicht das Projektgesuch bis zum 31. August des Vorjahres beim Landwirtschaftsamt ein. Sie erhält bis Ende März (des Beitragsjahres) eine Rückmeldung;
e) schliesst mit dem Landwirtschaftsamt einen Vertrag ab (siehe oben Ziff. 4),
der die Rechte und Pflichten der Partner bestimmt;
f) handelt mit den Landwirtinnen und Landwirten die Massnahmen aus, die
sie auf ihren Betrieben im Rahmen des Landschaftsqualitätsprojekts umsetzen wollen. Dies geschieht nach der Rückmeldung zum Projektbericht
und bis spätestens Ende August des ersten Beitragsjahres. Diese Frist gilt
jährlich auch für Betriebe, die im Verlauf der achtjährigen Projektperiode
ins Projekt einsteigen. Die Trägerschaft erfasst sämtliche Massnahmen und
reicht sie zusammen mit dem durch die Landwirtin bzw. den Landwirt
unterzeichneten Vertrag (siehe oben Ziff. 4.6) beim Landwirtschaftsamt ein;
g) stellt die Projektumsetzung sicher, stellt dem Landwirtschaftsamt die für
die Beitragsauszahlung notwendigen Informationen zur Verfügung und ist
für das Berichtwesen zuständig. Dazu gehört auch eine jährliche Finanzplanung unter Berücksichtigung der Prioritätenordnung nach Ziff. 5.6
dieses Anhangs;
h) legt gemäss der Prioritätenordnung von Ziff. 5.6 dieses Anhangs die zu
unterstützenden Massnahmen fest für den Fall, dass innerhalb ihres Projekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST übersteigt;
i) ist für die Information der betroffenen Akteure im Projektgebiet verantwortlich und organisiert regelmässige Treffen und den Erfahrungsaustausch;
j) erarbeitet zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit eine Evaluation zuhanden des Landwirtschaftsamtes;
k) reicht dem Landwirtschaftsamt zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit
ein allfälliges Gesuch für die Projektweiterführung ein.
8 Rolle der politischen Gemeinden
8.1 Die politischen Gemeinden können Trägerschaften auf ihrem Gebiet bei der
Projekterarbeitung unterstützen.
8.2 In der kantonalen Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte nimmt eine Vertreterin oder ein Vertreter der Vereinigung St.Galler
Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) Einsitz.
