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title: "Änderungen des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs betreffend die Kriegsverbrechen"
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# Änderungen des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs betreffend die Kriegsverbrechen

## Änderungen des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs betreffend die Kriegsverbrechen {#text}

0.312.12
AS 2015 3833; BBl 2014 2045
Übersetzung
Änderungen des Römer Statuts
des Internationalen Strafgerichtshofs betreffend
die KriegsverbrechenAngenommen in Kampala am 10. Juni 2010
Von der Bundesversammlung genehmigt am 20. März 2015
Ratifikationsurkunde durch die Schweiz hinterlegt am 10. September 2015
In Kraft getreten für die Schweiz am 10. September 2016
(Stand am 16. Januar 2025)
Resolution RC/Res.5; siehe Verwahrernotifikation C.N.533.2010 Treaties-6 vom 29. November 2010, verfügbar unter: http://treaties.un.org.
Art. 1 Abs. 1 Bst. b des BB vom 20. März 2015 (AS 2015 3823).
Die Überprüfungskonferenz,
in Anbetracht des Artikels 123 Absatz 1 des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs vom 17. Juli 1998 (Statut), in dem der Generalsekretär der Vereinten Nationen ersucht wird, sieben Jahre nach Inkrafttreten des Statuts eine Überprüfungskonferenz zur Prüfung etwaiger Änderungen des Statuts einzuberufen,
in Anbetracht des Artikels 121 Absatz 5 des Statuts, in dem es heisst, dass eine Änderung der Artikel 5, 6, 7 und 8 des Statuts für die Vertragsstaaten, welche die Änderung angenommen haben, ein Jahr nach Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Annahmeurkunde in Kraft tritt und dass der Gerichtshof seine Gerichtsbarkeit über ein von der Änderung erfasstes Verbrechen hinsichtlich eines Vertragsstaats, der die Änderung nicht angenommen hat, nicht ausübt, wenn das Verbrechen von Staatsangehörigen des betreffenden Vertragsstaats oder in dessen Hoheitsgebiet begangen wurde, und ihr Verständnis bestätigend, dass in Bezug auf diese Änderung derselbe Grundsatz, der für einen Vertragsstaat gilt, der die Änderung nicht angenommen hat, auch für Staaten gilt, die nicht Vertragspartei des Statuts sind,
bestätigend, dass im Lichte des Artikels 40 Absatz 5 des Wiener Übereinkommens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge Staaten, die später Vertragsstaat des Statuts werden, entscheiden können, ob sie die in dieser Resolution enthaltene Änderung zum Zeitpunkt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung des Statuts oder des Beitritts dazu annehmen,
in Anbetracht des Artikels 9 des Statuts über die «Verbrechenselemente», in dem es heisst, dass die Elemente dem Gerichtshof bei der Auslegung und Anwendung der Bestimmungen in Bezug auf die seiner Gerichtsbarkeit unterliegenden Verbrechen helfen,
unter gebührender Berücksichtigung dessen, dass die Verbrechen der Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen, der Verwendung erstickender, giftiger oder gleichartiger Gase sowie aller ähnlichen Flüssigkeiten, Stoffe oder Vorrichtungen und der Verwendung von Geschossen, die sich im Körper des Menschen leicht ausdehnen oder flachdrücken, beispielsweise Geschosse mit einem harten Mantel, der den Kern nicht ganz umschliesst oder mit Einschnitten versehen ist, als schwere Verstösse gegen die in einem internationalen bewaffneten Konflikt anwendbaren Gesetze und Gebräuche nach Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe b bereits der Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs unterliegen,
in Anbetracht der relevanten Elemente der Verbrechen innerhalb der «Verbrechenselemente», die bereits am 9. September 2000 von der Versammlung der Vertragsstaaten angenommen wurden,
in der Erwägung, dass die genannten relevanten Elemente der Verbrechen auch bei der Auslegung und Anwendung in bewaffneten Konflikten, die keinen internationalen Charakter haben, helfen können, da sie unter anderem präzisieren, dass das Verhalten im Zusammenhang mit einem bewaffneten Konflikt stattfand und mit diesem verbunden war, wodurch somit bestätigt wird, dass Situationen im Zusammenhang mit der Wahrung der öffentlichen Sicherheit von der Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs ausgeschlossen sind,
in der Erwägung, dass die in Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe e Ziffer xiii (Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen) und in Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe e Ziffer xiv (Verwendung erstickender, giftiger oder gleichartiger Gase sowie aller ähnlichen Flüssigkeiten, Stoffe oder Vorrichtungen) genannten Verbrechen schwere Verstösse gegen die Gesetze und Gebräuche darstellen, die in einem bewaffneten Konflikt anwendbar sind, der keinen internationalen Charakter hat, wie sich aus dem Völkergewohnheitsrecht ergibt,
in der Erwägung, dass das in Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe e Ziffer xv (Verwendung von Geschossen, die sich im Körper des Menschen leicht ausdehnen oder flachdrücken) genannte Verbrechen ebenfalls einen schweren Verstoss gegen die Gesetze und Gebräuche darstellt, die in einem bewaffneten Konflikt anwendbar sind, der keinen internationalen Charakter hat, und in dem Verständnis, dass nur dann ein Verbrechen vorliegt, wenn der Täter die Geschosse verwendet, um das Leiden oder die Verletzungswirkung bei der Person, die Ziel dieser Geschosse ist, unnötig zu verstärken, wie sich aus dem Völkergewohnheitsrecht ergibt,
1. beschliesst, die in Anhang I dieser Resolution enthaltene Änderung des Artikels 8 Absatz 2 Buchstabe e des Römer Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs anzunehmen, die der Ratifikation oder Annahme bedarf und die gemäss Artikel 121 Absatz 5 des Statuts in Kraft tritt;
2. beschliesst, die in Anhang II dieser Resolution enthaltenen, den «Verbrechenselementen» anzufügenden relevanten Elemente anzunehmen.
SR 0.312.1
SR 0.111
Anhang II wird in der AS nicht publiziert. Der Text ist in seinen Originalsprachen zugänglich unter: www.icc-cpi.int > Français > Assemblée des Etats Parties > Résolutions > Conférence de révision > RC/Res.5.
Anhang IÄnderung des Artikels 8In Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe e wird Folgendes angefügt:
«xiii) die Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen;
xiv) die Verwendung erstickender, giftiger oder gleichartiger Gase sowie aller ähnlichen Flüssigkeiten, Stoffe oder Vorrichtungen;
xv) die Verwendung von Geschossen, die sich im Körper des Menschen leicht ausdehnen oder flachdrücken, beispielsweise Geschosse mit einem harten Mantel, der den Kern nicht ganz umschliesst oder mit Einschnitten versehen ist.»
Geltungsbereich am 16. Januar 2025 AS 2015 3833; 2016 1483; 2017 2895; 2018 3007; 2020 3331; 2022 106; 2025 44. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht: www.fedlex.admin.ch/de/treaty.
Vertragsstaaten
Ratifikation
Inkrafttreten
Andorra
26. September
2013
26. September
2014
Argentinien
28. April
2017
28. April
2018
Belgien
26. November
2013
26. November
2014
Botsuana
4. Juni
2013
4. Juni
2014
Chile
23. September
2016
23. September
2017
Costa Rica
5. Februar
2015
5. Februar
2016
Dänemark a
1. Januar
2025
1. Januar
2026
Deutschland
3. Juni
2013
3. Juni
2014
El Salvador
3. März
2016
3. März
2017
Estland
27. März
2013
27. März
2014
Finnland
30. Dezember
2015
30. Dezember
2016
Georgien
3. November
2015
3. November
2016
Guyana
28. September
2018
28. September
2019
Italien
26. Januar
2022
26. Januar
2023
Kroatien
20. Dezember
2013
20. Dezember
2014
Lettland
25. September
2014
25. September
2015
Liechtenstein
8. Mai
2012
8. Mai
2013
Litauen
7. Dezember
2015
7. Dezember
2016
Luxemburg
15. Januar
2013
15. Januar
2014
Malta
30. Januar
2015
30. Januar
2016
Mauritius
5. September
2013
5. September
2014
Mexiko
20. Januar
2023
20. Januar
2024
Mongolei
18. Januar
2021
18. Januar
2022
Neuseeland*
14. Oktober
2020
14. Oktober
2021
Niederlande
23. September
2016
23. September
2017
Aruba
21. Dezember
2017
21. Dezember
2017
Karibische Gebiete (Bonaire,
Sint Eustatius und Saba)
23. September
2016
23. September
2017
Nordmazedonien
1. März
2016
1. März
2017
Norwegen
10. Juni
2013
10. Juni
2014
Österreich
17. Juli
2014
17. Juli
2015
Palästina
29. Dezember
2017
29. Dezember
2018
Panama
6. Dezember
2017
4. Dezember
2018
Paraguay
5. April
2019
5. April
2020
Peru
14. Oktober
2022
14. Oktober
2023
Polen
25. September
2014
25. September
2015
Portugal
11. April
2017
11. April
2018
Rumänien
14. Februar
2022
14. Februar
2023
Samoa
25. September
2012
25. September
2013
San Marino
26. September
2011
26. September
2012
Schweden
26. Januar
2022
26. Januar
2023
Schweiz
10. September
2015
10. September
2016
Slowakei
28. April
2014
28. April
2015
Slowenien
25. September
2013
25. September
2014
Spanien
25. September
2014
25. September
2015
Trinidad und Tobago
13. November
2012
13. November
2013
Tschechische Republik*
12. März
2015
12. März
2016
Ukraine
25. Oktober
2024
25. Oktober
2025
Uruguay
26. September
2013
26. September
2014
Zypern
25. September
2013
25. September
2014
* Vorbehalte und Erklärungen.
Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen:
http://treaties.un.org/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.
a Die Änderungen gelten nicht für die Färöer und Grönland.
