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title: "Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium"
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# Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium

## § 1 {#par_1}

Geltungsbereich
1 Diese Verordnung regelt die Beurteilungen, die Promotionsentscheide, die Maturitätsprüfung, die Erlangung der Maturität an den aargauischen Mittelschulen und den
Übertritt von der Fachmittelschule an das Gymnasium. *
§ 1a * Stundentafeln und Lehrpläne
1 Die Stundentafeln und die Lehrpläne sind in den Anhängen geregelt.

## § 2 {#par_2}

Beurteilung
1 Die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt lehrplanbezogen und umfasst
alle Leistungskomponenten. *
2 Das Ergebnis der Beurteilung wird in jedem Fach mit einer ganzen oder halben Note
ausgedrückt. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.
3 Die Fachlehrpersonen nehmen die Beurteilungen vor.
§ 3 * Probezeit
1 Eine allfällige Probezeit dauert bis zum Ende des 1. Semesters.
1) SAR 423.100
§ 3a * Nachteilsausgleich
1 Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, bei denen die damit verbundenen
Funktionsstörungen ärztlich beziehungsweise fachpsychologisch nachgewiesen sind,
haben Anspruch auf einen angemessenen Nachteilsausgleich. Hierbei müssen die allgemeinen Bildungsziele und Kompetenzen gemäss Lehrplan ohne Reduktion der
Leistungsanforderungen erreicht werden. *
2 Die betreffenden Nachweise sind rechtzeitig vor Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs im Hinblick auf Promotionsentscheide und Prüfungen zu erbringen.
3 Über Art und Umfang der Massnahmen zum Nachteilsausgleich entscheidet die
Schulleitung nach Vorgaben des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS). *
2. Promotionsentscheide, Zwischenbeurteilung und Übertritt *

## § 4 {#par_4}

Promotionsentscheide
1 Promotionsentscheide dienen der Zuordnung der Schülerinnen und Schüler in diejenigen Klassen, die ihren Fähigkeiten entsprechen, sowie der Entlassung derjenigen
Schülerinnen und Schüler, die den schulischen Anforderungen nicht zu genügen vermögen. *
2 Promotionsentscheide sind die definitive Zulassung nach der Probezeit, die Beförderung, die Nichtbeförderung und die Entlassung aus der Schule. Sie basieren auf den
Beurteilungen gemäss § 2. *
3 Promotionsentscheide werden am Ende der Probezeit und am Ende des 1., 2. und
3. Schuljahrs sowie im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler am Ende
des 4. Schuljahrs getroffen. Beurteilungsperiode ist die Probezeit beziehungsweise

## § 5 das jeweils vorausgegangene Schuljahr. * {#par_5}

Promotionsfächer
1 Promotionsfächer bis Ende der 2. Klasse sind:
a) * die Grundlagenfächer beziehungsweise die Fachbereiche Deutsch, Französisch
(oder in der 2. Klasse das Freifach Italienisch), Englisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten oder Musik (mit Instrumentalunterricht), Physik (nur in der 2.
Klasse), Chemie, Biologie, Geschichte, Geografie, die obligatorischen Fächer
Einführung in Wirtschaft und Recht (zählt nicht für den Promotionsentscheid
am Ende der Probezeit) sowie Informatik, und
b) das Akzentfach.
2 Promotionsfächer in der 3. Klasse sind: *
a) * die Grundlagenfächer bzw. die Fachbereiche Deutsch, Französisch oder Italienisch, Englisch oder Griechisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten oder
Musik (mit Instrumentalunterricht), Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Geografie,
b) das Schwerpunktfach und
c) der Projektunterricht.
3 Schülerinnen und Schüler ohne entsprechende Vorbildung im Französischen können
an Stelle von Französisch Italienisch als Grundlagenfach ab der 1. Klasse zählen lassen. *
4 Die Zeugnisnote im Grundlagen-, im Schwerpunkt- und im Ergänzungsfach Musik
wird aus dem Mittel der Note des Musikunterrichts und der Note des Instrumentalunterrichts gebildet. Ergibt das Mittel der Noten einen Viertelswert, wird bei der Zeugnisnote auf die nächsthöhere halbe oder ganze Zahl gerundet. *
§ 5a * Promotionsfächer im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler *
1 Promotionsfächer bis Ende der 2. Klasse sind:
a) * die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten, Chemie, Biologie (nur in der 2. Klasse), Geografie (nur in der
2. Klasse) sowie das obligatorische Fach Einführung in Wirtschaft und Recht
(nur in der 1. Klasse), und
b) das Akzentfach.
2 Promotionsfächer in der 3. Klasse sind:
a) * die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Biologie,
Physik, Geschichte, Geografie und das obligatorische Fach Informatik.
b) * …
3 Promotionsfächer in der 4. Klasse sind:
a) die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Physik,
Geschichte,
b) das Schwerpunktfach, und
c) der Projektunterricht.
§ 6 Definitive Zulassung, Beförderung *
1 Schülerinnen und Schüler werden nach der Probezeit definitiv zugelassen beziehungsweise am Ende des Schuljahrs in die nächsthöhere Klasse befördert, wenn in
den Promotionsfächern *
a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser
ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben und
b) * nicht mehr als 4 Noten beziehungsweise im Falle der Schülerinnen und Schüler
im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler nicht mehr als 3 Noten
unter 4 erzielt wurden.
2 Liegen wichtige Gründe vor, können Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen von Absatz 1 nicht erfüllen, definitiv zugelassen beziehungsweise befördert werden, wenn ihnen für das Erreichen der Lernziele der entsprechenden Klasse
eine günstige Prognose gestellt werden kann. *
§ 7 Nichtbeförderung
1 Wer am Ende eines Schuljahres die Voraussetzungen von § 6 erstmals nicht erfüllt,
wird nicht befördert.
2 Eine freiwillige Repetition gilt als Nichtbeförderung.
§ 8 Entlassung
1 Wer am Ende der Probezeit oder nach bereits einmal erfolgter Nichtbeförderung die
Voraussetzungen von § 6 nicht bzw. wiederum nicht erfüllt, wird aus der Schule ent-
§ 9 Zeugnis
1 Zeugnisse werden an den Promotionsterminen und am Ende des 4. beziehungsweise
des 5. Schuljahrs (Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler) ausgestellt. *
2 Das Zeugnis enthält die Noten sämtlicher Fächer, an den Promotionsterminen den
Promotionsentscheid und gegebenenfalls einen Hinweis auf § 6 Abs. 2. *
§ 10 Zwischenbeurteilung
1 Die Zwischenbeurteilung ist eine Standortbestimmung. Sie wird jeweils am Ende
des 1. Semesters vorgenommen. *
2 Die Promotionskonferenz nimmt die Zwischenbeurteilungen vor.
3 In den Promotions- beziehungsweise Maturitätsfächern werden den Schülerinnen
und Schülern die Noten der Beurteilung mitgeteilt. *
§ 11 * Gespräch
1 Ergibt die Zwischenbeurteilung eine für den weiteren Ausbildungsverlauf ungünstige Prognose, führt die zuständige Abteilungslehrperson mit der Schülerin oder dem
Schüler ein Gespräch zur Klärung der Gründe und über die allenfalls zu treffenden
Massnahmen.
3. Maturitätsprüfung
3.1. Prüfung
§ 12 Prüfungstermin, Zulassung
1 Die Maturitätsprüfung findet am Ende des Lehrgangs statt. *
2 Die Zulassung zur Prüfung setzt den Besuch des letzten Schuljahrs in der Regel an
derjenigen Mittelschule, an welcher die Prüfung abgelegt wird, sowie die fristgerechte
Abgabe der Maturaarbeit und deren Präsentation voraus. *
§ 13 Prüfungsziel, Inhalte und Anforderungen
1 Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch die Maturitätsprüfung über die von
der Schule vermittelten Kenntnisse, über allgemeine Bildung und Hochschulreife auszuweisen. *
2 Es sind die Fachkenntnisse und die Selbstständigkeit im Denken zu prüfen.
3 Inhalte und Anforderungen in den einzelnen Prüfungsfächern entsprechen den Lehrplanzielen.
§ 14 * Prüfungsfächer
1 Prüfungsfächer sind:
a) das Grundlagenfach Deutsch,
b) das Grundlagenfach 2. Sprache (Französisch oder Italienisch),
c) das Grundlagenfach 3. Sprache (Englisch oder Griechisch),
d) das Grundlagenfach Mathematik,
e) das Schwerpunktfach und
f) das Ergänzungsfach.
§ 15 * Art und Dauer der Prüfungen
1 Die Prüfungsfächer werden schriftlich und mündlich geprüft. Die schriftlichen Prüfungen dauern 4 Stunden und sind innerhalb einer Schule einheitlich. Die mündlichen
Prüfungen dauern 15 Minuten. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen in den Absätzen 2–4. *
2 Die Grundlagenfächer 2. und 3. Sprache werden schriftlich geprüft. Die jeweilige
Schulleitung legt je Abteilung fest, ob das Grundlagenfach 2. oder 3. Sprache mündlich geprüft wird. *
3 Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten wird sowohl schriftlich beziehungsweise praktisch als auch mündlich geprüft. Das Schwerpunktfach Musik wird sowohl
schriftlich als auch mündlich beziehungsweise praktisch geprüft. Die Maturitätsprüfungskommission legt Art und Dauer der einzelnen Prüfungen fest. *
4 Das Ergänzungsfach wird mündlich oder praktisch geprüft. Die Maturitätsprüfungskommission legt Art und Dauer der einzelnen Prüfungen fest. *
5 … *
§ 16 Prüfungsnoten
1 Die Ergebnisse in den einzelnen schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen sind in ganzen und halben Noten auszudrücken. 6 ist die höchste, 1 die tiefste
Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.
2 Werden schriftliche und mündliche bzw. praktische Noten gesetzt, entspricht die
Prüfungsnote dem arithmetischen Mittel der beiden Noten. *
§ 17 Verstösse gegen die Prüfungsordnung
1 Das BKS erklärt die ganze Maturitätsprüfung für ungültig, wenn unredliche Handlungen begangen, insbesondere wenn unerlaubte Hilfsmittel mitgeführt werden, sowie
bei unentschuldigtem Nichterscheinen zu einer der Prüfungen. Die Kandidatinnen und
Kandidaten sind vor Beginn der Maturitätsprüfung von der Schulleitung darauf aufmerksam zu machen. *
2 Die Prüfung kann am nächsten Prüfungstermin wiederholt werden, sofern es sich bei
der für ungültig erklärten Prüfung um den ersten Versuch gehandelt hat. *
3 Auf Gesuch kann das letzte Schuljahr wiederholt werden. In diesem Fall zählen die
Zeugnisnoten des Wiederholungsjahres für die Maturität.
3.2. Organisation
§ 18 * Maturitätsprüfungskommission
1 Der Erziehungsrat ernennt auf die Dauer von vier Jahren eine Maturitätsprüfungskommission, bestehend aus
a) zwei Mitgliedern des Erziehungsrats, welche das Präsidium und Vizepräsidium
innehaben,
b) 12 bis 16 Mitgliedern als Ressortleiterinnen beziehungsweise Ressortleiter,
c) * je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Konferenz der Rektorinnen und
Rektoren und des BKS mit beratender Stimme.
2 Die Maturitätsprüfungskommission ist insbesondere zuständig für
a) den Erlass von einheitlichen überfachlichen und fachspezifischen formalen
Rahmenvorgaben für die Maturitätsprüfungen,
b) die Ressortzuteilung der einzelnen Fächer und Fachbereiche,
c) die Genehmigung der von den Schulleitungen vorgeschlagenen Expertinnen
und Experten.
3 Präsidium und Vizepräsidium sind insbesondere zuständig für die
a) Koordination der Ressortleiterinnen und Ressortleiter,
b) Genehmigung der Prüfungsprogramme der Schulen,
c) * Berichterstattung über die Prüfungsleistungen zuhanden des Erziehungsrats,
des BKS und der Schulleitungen,
d) Vertretung der Maturitätsprüfungskommission nach aussen.
4 Die Ressortleiterinnen und Ressortleiter sind in ihrem Ressort insbesondere zuständig für die
a) Sicherstellung eines einheitlichen Prüfungsniveaus und Prüfungsverfahrens an
sämtlichen Schulen,
b) Genehmigung der Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen an den einzelnen
Schulen,
c) Berichterstattung über den Verlauf der Prüfungen an den einzelnen Schulen zuhanden der Maturitätsprüfungskommission.
§ 19 * Fachschaften der Schulen
1 Die Fachschaften der Schulen
a) erarbeiten die Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen,
b) haben ein Vorschlagsrecht bei der Ernennung ihrer oder ihres Fachschaftsverantwortlichen.
2 Die Fachschaftsverantwortlichen der Schulen unterstützen die Ressortleiterinnen
und Ressortleiter bei der Sicherstellung eines einheitlichen Prüfungsniveaus und Prüfungsverfahrens.
§ 20 * Schulleitungen
1 Die Schulleitungen sind an ihrer Schule insbesondere zuständig für die
a) Erstellung des Prüfungsprogramms,
b) Auswahl und den Einsatz der Expertinnen und Experten,
c) Überwachung des Prüfungsablaufs,
d) Ernennung und Abberufung der Fachschaftsverantwortlichen.
§ 20a * Maturitätskonferenz
1 Die Maturitätskonferenz setzt sich jeweils aus drei Mitgliedern der Maturitätsprüfungskommission und zwei Mitgliedern der Schulleitung zusammen.
2 An den Sitzungen der Maturitätskonferenz nehmen die Expertinnen und Experten
sowie alle Lehrpersonen, die Prüfungen abgenommen oder den abschliessenden Unterricht in den nicht geprüften Fächern erteilt haben, nach Bedarf mit beratender
Stimme teil.
3 Die Maturitätskonferenz erarbeitet die Grundlagen für die Maturitätsentscheide zuhanden des BKS. *
4. Maturität
§ 21 Maturaarbeit *
1 Die Schülerinnen und Schüler müssen im letzten Ausbildungsjahr vorzugsweise in
einer Gruppe oder alleine eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich
kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren. *
2 Die erbrachten schriftlichen und mündlichen Leistungen werden mit einer Note bewertet.
3 … *
§ 22 * Maturitätsfächer
1 Maturitätsfächer sind die zehn Grundlagenfächer, das Schwerpunktfach, das Ergänzungsfach und die Maturaarbeit.
§ 23 Maturitätsnoten
1 In den Prüfungsfächern wird die Maturitätsnote aus dem Mittel von Vorschlags- und
Prüfungsnote gebildet. Die Vorschlagsnote ist die Zeugnisnote der letzten Klasse, in
der das betreffende Fach unterrichtet wird. *
2 In den prüfungsfreien Fächern entspricht die Maturitätsnote der Zeugnisnote in der
letzten Klasse, in der das betreffende Fach unterrichtet wird. *
3 Im Grundlagenfach Geografie ist das Mittel der Noten der letzten zwei Klassen, in
denen das Fach unterrichtet wird, massgebend. Bei Schülerinnen und Schülern, welche die 2. Klasse nicht an der Stammschule besucht haben, ist die Note der 3. Klasse
massgebend. Bei Schülerinnen und Schülern, die den Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler absolvieren, entspricht die Maturitätsnote der Zeugnisnote der
letzten Klasse, in der das Fach unterrichtet wird. *
4 Die Bewertung der Maturaarbeit erfolgt aufgrund des Arbeitsprozesses, der schriftlichen oder schriftlich kommentierten Arbeit und ihrer Präsentation. *
5 Die Maturitätsnoten werden auf halbe oder ganze Zahlen gerundet. Bei einem exakten Viertelswert wird auf die nächste höhere halbe oder ganze Zahl gerundet. *
§ 24 * …
§ 25 * Bestehensnormen
1 Die Maturität ist bestanden, wenn in den 13 Maturitätsfächern
a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser
ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben und
b) nicht mehr als vier Noten unter 4 erzielt wurden.
§ 26 * Maturitätsentscheid
1 Das BKS entscheidet über das Bestehen der Maturität und stellt den Maturitätsausweis aus. *
§ 27 Wiederholung bei Nichtbestehen, Dispensation
1 Schülerinnen und Schüler, welche die Maturität im ersten Versuch nicht bestehen,
müssen bei einem zweiten Versuch das letzte Schuljahr und die Maturitätsprüfung
wiederholen. Schülerinnen und Schüler des Lehrgangs für Leistungssportlerinnen und
-sportler absolvieren das Repetitionsjahr in einer 4. Regelklasse. *
2 Sie können sich vom Unterrichtsbesuch und der Prüfung in denjenigen Maturitätsfächern und Fachbereichen dispensieren lassen, in welchen sie beim ersten Versuch
mindestens die Note 5 erzielt haben. Diese Noten zählen auch beim zweiten Versuch. *
2bis Den Schülerinnen und Schülern steht es frei, eine zweite Maturaarbeit zu verfassen. Nachbesserungen an der zuerst erstellten Maturaarbeit sind nicht zulässig. Im
Falle des Verfassens einer zweiten Maturaarbeit zählt die für diese Arbeit erzielte
Note als Maturitätsnote. *
3 Eine dritte Maturitätsprüfung ist nicht gestattet.
§ 28 Maturitätsausweis
1 Der Maturitätsausweis wird vom BKS ausgestellt, wenn die Maturität bestanden
ist. *
2 Der Maturitätsausweis enthält:
a) die Überschrift «Schweizerische Eidgenossenschaft» und den Untertitel «Kanton Aargau»;
b) den Vermerk «Maturitätsausweis, ausgestellt nach den Erlassen des Bundesrates und der EDK über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen
vom 16. Januar/15. Februar 1995»;
c) den Namen der Schule, die ihn ausstellt;
d) den Namen, Vornamen, Heimatort (für Ausländerinnen und Ausländer: Staatsangehörigkeit und Geburtsort) und das Geburtsdatum der Inhaberin oder des
Inhabers;
e) * die Angaben der Zeit, während der die Inhaberin beziehungsweise der Inhaber
die aargauische Mittelschule besucht hat;
f) * die Maturitätsnoten der 13 Maturitätsfächer nach § 22;
g) * das Thema der Maturaarbeit;
h) * gegebenenfalls einen Hinweis auf die Zweisprachigkeit der Maturität mit Angabe der zweiten Sprache;
i) * die Unterschrift der Vorsteherin beziehungsweise des Vorstehers des BKS und
der Rektorin beziehungsweise des Rektors der Schule.
3 Zusätzlich werden im Maturitätsausweis folgende Noten aufgeführt: *
a) * …
b) * die Note im obligatorischen Fach Sport (ausser bei Schülerinnen und Schülern,
die den Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler absolviert haben);
c) die Note im obligatorischen Fach Englisch, sofern dieses nicht Maturitätsfach
ist;
d) die Noten in den Freifächern Französisch, Italienisch und Griechisch, sofern sie
bis zur Maturität besucht wurden.
5. Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 29 Aufhebung bisherigen Rechts
1 Die Verordnung über die Maturitätsprüfungen an den Aargauischen Mittelschulen
vom 27. Oktober 1975 2) ist aufgehoben.
2 Die Verordnung über den Erwerb eines eidgenössisch anerkannten Maturitätszeugnisses am Pädagogisch-sozialen Gymnasium vom 15. Mai 1996 3) wird aufgehoben. *
2) AGS Bd. 9 S. 185, 422, 593; Bd. 11 S. 429, 448; Bd. 13 S. 79; Bd. 14 S. 41; 1995 S. 1
3) AGS 1996 S. 116
§ 30 Änderung bisherigen Rechts
1 Die Verordnung über die Promotion an den Mittelschulen vom 18. März 1974 4) wird
wie folgt geändert:
Text im betreffenden Erlass eingefügt.
§ 31 Übergangsbestimmungen
1 … *
2 … *
3 … *
4 … *
5 … *
6 … *
7 … *
8 … *
9 … *
10 Für Schülerinnen und Schüler, die den Lehrgang für Spitzensportlerinnen und
-sportler vor dem Schuljahr 2022/23 begonnen haben, gelten die Bestimmungen des
bisherigen Rechts. Im Falle der Repetition gelten für Schülerinnen und Schüler, die
den Lehrgang im Schuljahr 2021/22 begonnen haben, die Bestimmungen des neuen
Rechts. Falls während oder nach der Repetition keine Zeugnisnoten erlangt werden,
aus denen Maturitätsnoten gemäss § 23 gebildet werden können, sind die Zeugnisnoten des letzten Schuljahrs massgebend, in dem die betroffenen Fächer vor der Repetition belegt wurden. *
§ 31a * Übertritt von der Fachmittelschule an das Gymnasium
1 Schülerinnen und Schüler, deren Abschlussnoten nach Berechnung gemäss § 20 der
Verordnung über die Promotion, den Fachmittelschulabschluss und die Fachmaturität
an der Fachmittelschule (V FMS) vom 19. Mai 2010 5) in den Abschlussfächern einen
arithmetisch auf eine Dezimalstelle gerundeten Notendurchschnitt von mindestens 5
erreichen, sind berechtigt, in die 3. Klasse des Gymnasiums überzutreten.
2 Der Notendurchschnitt berechtigt zum einmaligen Übertritt in die 3. Klasse des
Gymnasiums auf Beginn eines der beiden Schuljahre, die im Anschluss an die
3. Klasse der Fachmittelschule folgen. Vor dem Übertritt an das Gymnasium darf
keine Fachmaturität erworben werden.
3 Schülerinnen und Schüler, die ab dem Schuljahr 2026/27 in eine 1. Klasse der Fachmittelschule zugelassen werden, können ab Ende des Schuljahrs 2028/29 nicht mehr
von der Fachmittelschule in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten.
4) AGS Bd. 8 S. 689; aufgehoben (AGS 2000 S. 101)
5) SAR 423.332
4 Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2025/26 in die Fachmittelschule zugelassen wurden, können auf Beginn des Schuljahrs 2028/29 letztmalig in die 3. Klasse
des Gymnasiums übertreten.
§ 32 Publikation und Inkrafttreten
1 Diese Verordnung ist in der Gesetzessammlung zu publizieren. Sie tritt am 1. August
1999 in Kraft.
Aarau, 23. Juni 1999 Regierungsrat Aargau
Landammann
PFISTERER
Staatsschreiber
PFIRTER
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle
23.06.1999 01.08.1999 Erlass Erstfassung 1999 S. 141
22.05.2002 01.08.2002 § 14 totalrevidiert 2002 S. 173
22.05.2002 01.08.2002 § 15 totalrevidiert 2002 S. 173
22.05.2002 01.08.2002 § 16 Abs. 2 geändert 2002 S. 173
22.05.2002 01.08.2002 § 23 Abs. 1 geändert 2002 S. 173
16.04.2003 01.07.2003 § 27 Abs. 2 geändert 2003 S. 129
16.04.2003 01.07.2003 § 28 Abs. 3 eingefügt 2003 S. 129
16.04.2003 01.07.2003 § 29 Abs. 2 eingefügt 2003 S. 129
02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 3 geändert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 4 geändert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 5 eingefügt 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 17 Abs. 1 geändert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 18 totalrevidiert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 19 totalrevidiert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 20 totalrevidiert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 24 totalrevidiert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 26 totalrevidiert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 28 Abs. 2, lit. h) geändert 2007 S. 67
02.05.2007 01.08.2007 § 28 Abs. 2, lit. i) geändert 2007 S. 67
13.02.2008 01.08.2008 § 3 totalrevidiert 2008 S. 101
13.02.2008 01.08.2008 § 10 Abs. 1 geändert 2008 S. 101
14.05.2008 01.08.2008 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 5 Abs. 2 geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 21 Titel geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 21 Abs. 3 aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 22 totalrevidiert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 2 geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 4 geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 5 eingefügt 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 25 totalrevidiert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 27 Abs. 2bis geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 1 geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 2, lit. f) geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 2, lit. g) geändert 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 3, lit. a) aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 1 aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 2 aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 3 aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 4 aufgehoben 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 5 eingefügt 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 6 eingefügt 2008 S. 158
14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 7 eingefügt 2008 S. 158
19.05.2010 01.08.2010 Ingress geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 2 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 4 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 4 Abs. 3 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 5 Abs. 3 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 5a eingefügt 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 6 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 6 Abs. 2 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 9 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 10 Abs. 3 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 11 totalrevidiert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 12 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 13 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 21 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 23 Abs. 3 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 27 Abs. 1 geändert 2010 S. 152
19.05.2010 01.08.2010 § 28 Abs. 3, lit. b) geändert 2010 S. 152
20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 1 geändert 2011/3-14
20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 2 geändert 2011/3-14
20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 3 geändert 2011/3-14
20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 4 geändert 2011/3-14
20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 5 aufgehoben 2011/3-14
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle
11.05.2011 01.08.2013 § 23 Abs. 3 geändert 2013/1-05
11.05.2011 01.08.2013 § 31 Abs. 8 eingefügt 2013/1-05
25.09.2013 01.01.2014 § 3a eingefügt 2013/7-16
28.10.2015 01.08.2016 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 5a Abs. 1, lit. a) geändert 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 20a eingefügt 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 24 aufgehoben 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 5 aufgehoben 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 6 aufgehoben 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 7 aufgehoben 2016/3-03
28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 9 eingefügt 2016/3-03
03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2017/5-21
03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 2, lit. a) geändert 2017/5-21
03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 4 eingefügt 2017/5-21
09.05.2018 01.08.2018 § 12 Abs. 2 geändert 2018/4-18
09.05.2018 01.08.2018 § 17 Abs. 1 geändert 2018/4-18
09.05.2018 01.08.2018 § 17 Abs. 2 geändert 2018/4-18
15.05.2019 01.08.2019 § 27 Abs. 2bis geändert 2019/3-14
04.05.2022 01.08.2022 § 4 Abs. 3 geändert 2022/12-05

## § 5a {#par_5a}

Titel geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 1, lit. a) geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 2, lit. a) geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 2, lit. b) aufgehoben 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 6 Abs. 1, lit. b) geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 9 Abs. 1 geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 23 Abs. 3 geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 27 Abs. 1 geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 28 Abs. 3, lit. b) geändert 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 8 aufgehoben 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 9 aufgehoben 2022/12-05
04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 10 eingefügt 2022/12-05
17.05.2023 01.08.2023 § 9 Abs. 2 geändert 2023/05-04
13.05.2026 01.08.2026 Erlasstitel geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Ingress geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 1 Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 1a eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 3a Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 3a Abs. 3 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Titel 2. geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 4 Abs. 2 geändert 2026/05-11

## § 6 {#par_6}

Titel geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 6 Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 6 Abs. 2 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 17 Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 18 Abs. 1, lit. c) geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 18 Abs. 3, lit. c) geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 20a Abs. 3 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 26 Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 1 geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 2, lit. e) geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 2, lit. i) geändert 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 § 31a eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 01 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 02 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 03 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 04 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 05 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 06 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 07 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 08 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 09 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 10 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 11 eingefügt 2026/05-11
13.05.2026 01.08.2026 Anhang 12 eingefügt 2026/05-11
Änderungstabelle - Nach Paragraph
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle
Erlass 23.06.1999 01.08.1999 Erstfassung 1999 S. 141
Erlasstitel 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
Ingress 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
Ingress 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 1 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 1a 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
§ 2 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 3 13.02.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 101
§ 3a 25.09.2013 01.01.2014 eingefügt 2013/7-16
§ 3a Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 3a Abs. 3 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
Titel 2. 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 4 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 4 Abs. 2 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 4 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 4 Abs. 3 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 5 Abs. 1, lit. a) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 5 Abs. 1, lit. a) 28.10.2015 01.08.2016 geändert 2016/3-03
§ 5 Abs. 1, lit. a) 03.05.2017 01.08.2017 geändert 2017/5-21
§ 5 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 5 Abs. 2, lit. a) 03.05.2017 01.08.2017 geändert 2017/5-21
§ 5 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 5 Abs. 4 03.05.2017 01.08.2017 eingefügt 2017/5-21
§ 5a 19.05.2010 01.08.2010 eingefügt 2010 S. 152
§ 5a 04.05.2022 01.08.2022 Titel geändert 2022/12-05
§ 5a Abs. 1, lit. a) 28.10.2015 01.08.2016 geändert 2016/3-03
§ 5a Abs. 1, lit. a) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 5a Abs. 2, lit. a) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 5a Abs. 2, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05
§ 6 13.05.2026 01.08.2026 Titel geändert 2026/05-11
§ 6 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 6 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 6 Abs. 1, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 6 Abs. 2 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 6 Abs. 2 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 9 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 9 Abs. 1 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 9 Abs. 2 17.05.2023 01.08.2023 geändert 2023/05-04
§ 10 Abs. 1 13.02.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 101
§ 10 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 11 19.05.2010 01.08.2010 totalrevidiert 2010 S. 152
§ 12 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 12 Abs. 2 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18
§ 13 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 14 22.05.2002 01.08.2002 totalrevidiert 2002 S. 173
§ 15 22.05.2002 01.08.2002 totalrevidiert 2002 S. 173
§ 15 Abs. 1 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14
§ 15 Abs. 2 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14
§ 15 Abs. 3 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67
§ 15 Abs. 3 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14
§ 15 Abs. 4 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67
§ 15 Abs. 4 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14
§ 15 Abs. 5 02.05.2007 01.08.2007 eingefügt 2007 S. 67
§ 15 Abs. 5 20.10.2010 01.08.2011 aufgehoben 2011/3-14
§ 16 Abs. 2 22.05.2002 01.08.2002 geändert 2002 S. 173
§ 17 Abs. 1 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67
§ 17 Abs. 1 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18
§ 17 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 17 Abs. 2 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18
§ 18 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67
§ 18 Abs. 1, lit. c) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 18 Abs. 3, lit. c) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 19 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67
§ 20 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle
§ 20a 28.10.2015 01.08.2016 eingefügt 2016/3-03
§ 20a Abs. 3 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 21 14.05.2008 01.08.2008 Titel geändert 2008 S. 158
§ 21 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 21 Abs. 3 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 22 14.05.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 158
§ 23 Abs. 1 22.05.2002 01.08.2002 geändert 2002 S. 173
§ 23 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 23 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 23 Abs. 3 11.05.2011 01.08.2013 geändert 2013/1-05
§ 23 Abs. 3 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 23 Abs. 4 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 23 Abs. 5 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158
§ 24 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67
§ 24 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03
§ 25 14.05.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 158
§ 26 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67
§ 26 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 27 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 27 Abs. 1 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 27 Abs. 2 16.04.2003 01.07.2003 geändert 2003 S. 129
§ 27 Abs. 2bis 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 27 Abs. 2bis 15.05.2019 01.08.2019 geändert 2019/3-14
§ 28 Abs. 1 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 28 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 28 Abs. 2, lit. e) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 28 Abs. 2, lit. f) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 28 Abs. 2, lit. g) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158
§ 28 Abs. 2, lit. h) 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67
§ 28 Abs. 2, lit. i) 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67
§ 28 Abs. 2, lit. i) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11
§ 28 Abs. 3 16.04.2003 01.07.2003 eingefügt 2003 S. 129
§ 28 Abs. 3, lit. a) 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 28 Abs. 3, lit. b) 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152
§ 28 Abs. 3, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05
§ 29 Abs. 2 16.04.2003 01.07.2003 eingefügt 2003 S. 129
§ 31 Abs. 1 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 31 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 31 Abs. 3 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 31 Abs. 4 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158
§ 31 Abs. 5 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158
§ 31 Abs. 5 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03
§ 31 Abs. 6 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158
§ 31 Abs. 6 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03
§ 31 Abs. 7 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158
§ 31 Abs. 7 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03
§ 31 Abs. 8 11.05.2011 01.08.2013 eingefügt 2013/1-05
§ 31 Abs. 8 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05
§ 31 Abs. 9 28.10.2015 01.08.2016 eingefügt 2016/3-03
§ 31 Abs. 9 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05
§ 31 Abs. 10 04.05.2022 01.08.2022 eingefügt 2022/12-05
§ 31a 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 01 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 02 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 03 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 04 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 05 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 06 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 07 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 08 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 09 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 10 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 11 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 12 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11
Anhang 1 1 (Stand 1. August 2026)
1. Stundentafel Maturitätslehrgänge
A. Obligatorische Fächer Klasse
1. 2. 3. 4.
1. Grundlagenfächer
Deutsch 4 3 3 4
Französisch oder (ab 3. Klasse) Italienisch 3 3 3 3
Englisch oder (ab 3. Klasse) Griechisch 3 3 3 3
Mathematik 4 3 3 4
Physik - 2 2 2
Chemie 2 2 2 -
Biologie 2 2 2 -
Geschichte 2 2 2 2
Geografie 2 2 1 -
Bildnerisches Gestalten oder Musik 2 3 2 -
2. Schwerpunktfach - - 6 6
3. Ergänzungsfach - - - 4
4. Maturaarbeit - - - 2
5. Weitere obligatorische Fächer
Einführung in Wirtschaft und Recht 1 2 - -
Akzentfach 3 3 - -
Informatik 2 1 - -
Projektunterricht - - 2,5 -
Sport 3 3 3 3
Total Wochenlektionen 1) 33 34 34,5 33
B. Freifächer Klasse
1. 2. 3. 4.
Griechisch 4 4 4 4
Latein 3 3 3 2) 3/-
Italienisch 3 3 - -
1) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest.
2) Zwei Lektionen nach dem Besuch des Akzentfachs Alte Sprachen.
1 Anhang 1 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium
(V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152)
2. Fächerangebot
2.1. Grundlagenfächer und weitere obligatorische Fächer
Sämtliche Grundlagenfächer sowie die weiteren obligatorischen Fächer mit
Ausnahme des Grundlagenfachs Griechisch werden an allen Kantonsschulen (KS)
geführt. Das Grundlagenfach Griechisch wird an mindestens einer KS geführt.
Besonderheiten:
Wer Griechisch ab der 3. Klasse als Grundlagenfach wählt, besucht weiterhin das
Grundlagenfach Englisch.
Zum Grundlagenfach Musik gehört Instrumentalunterricht.
2.2 Akzentfächer
Alte Sprachen, Moderne Sprachen, Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/
Informatik und Geistes- und Sozialwissenschaften werden an allen KS
ausgeschrieben. Davon ausgenommen ist die Kantonsschule Stein, an der das
Akzentfach Alte Sprachen nicht ausgeschrieben wird.
Welche der ausgeschriebenen Akzentfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die
Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.3. Schwerpunktfächer
Latein, Französisch, Italienisch, Spanisch, Physik und Anwendungen der Mathematik,
Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/ Psychologie,
Bildnerisches Gestalten sowie Musik (mit Instrumentalunterricht) werden an allen KS
ausgeschrieben. Davon ausgenommen ist die Kantonsschule Stein, an der die
Schwerpunktfächer Französisch, Latein, Italienisch, Bildnerisches Gestalten sowie
Musik (mit Instrumentalunterricht) nicht ausgeschrieben werden.
Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden,
entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.4. Ergänzungsfächer
Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte,
Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht,
Pädagogik/Psychologie, Bildnerisches Gestalten, Musik (mit Instrumentalunterricht)
und Sport werden an allen KS ausgeschrieben.
Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet
die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.5. Freifächer
Latein und Italienisch werden an allen KS ausgeschrieben. Griechisch wird an
mindestens einer KS geführt.
Die einzelnen KS können weitere Freifächer im Rahmen ihres Lektionenkontingents
anbieten.
Welche der ausgeschriebenen Freifachkurse durchgeführt werden, entscheidet die
Rektorin beziehungsweise der Rektor.
3. Wahlvoraussetzungen und Unvereinbarkeiten
3.1. Grundlagenfach
Wahlvoraussetzung für Italienisch beziehungsweise Griechisch als Grundlagenfach
ab der 3. Klasse ist der Besuch des entsprechenden Freifachs in der 1. und. 2. Klasse.
3.2. Unvereinbarkeiten
Die gleichzeitige Wahl von Französisch beziehungsweise Italienisch als Grundlagen-
und Schwerpunktfach ist ausgeschlossen.
Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist
ausgeschlossen. Die Wahl von Musik oder Bildnerischem Gestalten als
Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Musik, Bildnerischem Gestalten oder Sport
als Ergänzungsfach aus.
Anhang 2 1 (Stand 1. August 2026)
1. Stundentafel Maturitätslehrgänge mit International Baccalaureate
(IB) Diploma Programme in der 3. und 4. Klasse
A. Obligatorische Fächer Klasse
1. 2. 3. 4.
1. Grundlagenfächer 1)
Deutsch 2) 4 3 4 4
Französisch oder (ab 3. Klasse) Italienisch 3 3 3 3
Englisch oder (ab 3. Klasse) Griechisch 3 3 3 3
Mathematik 4 3 3/3,5 * 5/4,5 *
Physik - 2 2 1
Chemie 2 2 1/2 -
Biologie 2 2 3 3) 2
Geschichte 2 2 3 -
Geografie 2 2 1 -
Bildnerisches Gestalten oder Musik 2 3 2 -
2. Schwerpunktfach - - 6 6
3. Ergänzungsfach - - - 4
4. Maturaarbeit - - - 2
5. Weitere obligatorische Fächer
Einführung in Wirtschaft und Recht 1 2 - -
Akzentfach 3 3 - -
Informatik 2 1 - -
Projektunterricht - - 1,5/- * -
Sport 3 3 3 3
Total Wochenlektionen 4) 33 34 35,5 33/32,5 *
6. Zusätzliche IB-Fächer
Higher Level-Kurse 5) x x
Theory of Knowledge 6) x x
Creativity, Action, Service 7) x x
B. Freifächer Klasse
1. 2. 3. 4.
Griechisch 4 4 4 4
Latein 3 3 3 7) 3/-
Italienisch 3 3 - -
1 Anhang 2 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium
(V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152)
* Die Lektionenaufteilung Neue Kantonsschule Aarau beziehungsweise Kantonsschule
Wettingen
1) Gewisse Grundlagenfächer werden in einer Fremdsprache angeboten. Die Rektorin oder der
Rektor legt die Anzahl der Grundlagenfächer, diejenige der immersiv erteilten Lektionen
und die Fremdsprache fest.
2) Mit Essay und Weltliteratur
3) Halbklassenunterricht
4) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin 5)
3. und 4. Klasse gemeinsam; an der Neuen Kantonsschule Aarau insgesamt mit
2,5 Jahreslektionen, an der Kantonsschule Wettingen mit 3 Jahreslektionen dotiert;
wahlweise drei der Wahlpflichtfächer auf Higher Level-Niveau.
5) Pro Schuljahr mit einer Jahreslektion Lehrpensum dotiert, wird in Form von
Projekthalbtagen, Projektwochen oder Exkursionen erteilt.
6) Pro Schuljahr mit einer Jahreslektion Lehrpensum dotiert; die Schülerinnen und Schüler
leisten 150 Stunden kreative, sportliche oder gemeinnützige Tätigkeiten in Freifächern und
in der Freizeit.
7) Zwei Lektionen nach dem Besuch des Akzentfachs Alte Sprachen.
2. Fächerangebot und 3. Wahlvoraussetzungen
Für das Fächerangebot und die Wahlvoraussetzungen gilt Anhang 1 mit Ausnahme
von
2.4. Ergänzungsfach
Als Ergänzungsfach wird nur Geschichte angeboten.
Anhang 3 1 (Stand 1. August 2026)
Dieser Anhang gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Lehrgang vor dem
Schuljahr 2022/23 begonnen haben.
1. Stundentafel Lehrgang für Spitzensportlerinnen und -sportler 1)
A. Obligatorische Fächer Klasse
1. 2. 3. 4. 5.
1. Grundlagenfächer
Deutsch 3 3 4 4 -
Französisch 3 3 3 3 -
Englisch 3 2 2 2 3
Mathematik 3 3 2 3 3
Physik - - 2 2 2
Chemie - 3 3 - -
Biologie 2 2 2 - -
Geschichte - - 3 3 2
Geografie 2 3 - - -
Bildnerisches Gestalten 2 3 2 - -
2. Schwerpunktfach - - - 6 6
3. Ergänzungsfach - - - - 4
4. Maturaarbeit - - - - 2
5. Weitere obligatorische Fächer
Einführung in Wirtschaft und Recht 3 - - - -
Akzentfach 2 2 2 - -
Informatik 2 1 - - -
Projektunterricht - - - 2,5 -
Total Wochenlektionen 2) 25 25 25 25,5 22
1) Dieser Lehrgang wird nur an der Alten Kantonsschule Aarau geführt.
2) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest.
1 Anhang 3 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium
(V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152)
2. Fächerangebot
2.1. Grundlagenfach
Als musisches Grundlagenfach wird nur Bildnerisches Gestalten angeboten.
2.2. Schwerpunktfach
Spanisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie,
Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/Psychologie sowie Bildnerisches
Gestalten werden ausgeschrieben.
Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden,
entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.3. Ergänzungsfach
Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte,
Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht, Pädagogik/
Psychologie, Bildnerisches Gestalten und Sport werden ausgeschrieben.
Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet
die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.4. Akzentfach
Als Akzentfach haben die Schülerinnen und Schüler aus den Fächern
Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften ein Fach auszuwählen.
2.5. Freifächer
Aus stundenplantechnischen Gründen ist die Auswahl an Freifächern, welche in
abteilungsübergreifenden Kursgruppen erteilt werden, eingeschränkt. Der Besuch
kann nicht garantiert werden (davon ausgenommen ist der Instrumentalunterricht). In
Absprache mit den Schülerinnen und Schülern einer Abteilung für
Spitzensportlerinnen und -sportler können ausgewählte Freifächer angeboten werden.
3. Unvereinbarkeiten
Die gleichzeitige Wahl von Französisch als Grundlagen- und Schwerpunktfach ist
ausgeschlossen.
Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist
ausgeschlossen. Die Wahl von Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach
schliesst die Wahl von Sport als Ergänzungsfach aus.
Anhang 4 1 (Stand 1. August 2026)
1. Stundentafel Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler 1)
A. Obligatorische Fächer Klasse
1. 2. 3. 4. 5.
1. Grundlagenfächer
Deutsch 3 3 4 4 -
Französisch 3 3 3 3 -
Englisch 3 2 2 2 3
Mathematik 3 3 2 3 3
Physik - - 2 2 2
Chemie 3 3 - - -
Biologie - 3 3 - -
Geschichte - - 3 3 2
Geografie - 2 3 - -
Bildnerisches Gestalten 4 3 - - -
2. Schwerpunktfach - - - 6 6
3. Ergänzungsfach - - - - 4
4. Maturaarbeit - - - - 2
5. Weitere obligatorische Fächer
Einführung in Wirtschaft und Recht 3 - - - -
Akzentfach 3 3 - - -
Informatik - - 3 - -
Projektunterricht - - - 2,5 -
Total Wochenlektionen 2) 25 25 25 25,5 22
1) Dieser Lehrgang wird nur an der Alten Kantonsschule Aarau geführt.
2) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin
beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest.
1 Anhang 4 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium
(V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152)
2. Fächerangebot
2.1. Grundlagenfach
Als musisches Grundlagenfach wird nur Bildnerisches Gestalten angeboten.
2.2. Akzentfach
Als Akzentfach haben die Schülerinnen und Schüler aus den Fächern
Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften ein Fach auszuwählen.
2.3. Schwerpunktfach
Spanisch, Italienisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und
Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/Psychologie sowie
Bildnerisches Gestalten werden ausgeschrieben.
Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden,
entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.4. Ergänzungsfach
Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte,
Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht, Pädagogik/
Psychologie, Bildnerisches Gestalten und Sport werden ausgeschrieben.
Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet
die Rektorin beziehungsweise der Rektor.
2.5. Freifächer
Aus stundenplantechnischen Gründen ist die Auswahl an Freifächern, welche in
abteilungsübergreifenden Kursgruppen erteilt werden, eingeschränkt. Der Besuch
kann nicht garantiert werden (davon ausgenommen ist der Instrumentalunterricht). In
Absprache mit den Schülerinnen und Schülern einer Abteilung für
Leistungssportlerinnen und -sportler können ausgewählte Freifächer angeboten
3. Unvereinbarkeiten
Die gleichzeitige Wahl von Französisch als Grundlagen- und Schwerpunktfach ist
ausgeschlossen.
Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist
ausgeschlossen. Die Wahl von Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach
schliesst die Wahl von Sport als Ergänzungsfach aus.
DEPARTEMENT BILDUNG, KULTUR
UND SPORT
Abteilung Berufsbildung und Mittelschule
Fächerbezogene
Kantonale Lehrplanteile der
Aargauischen Kantonsschulen
Dezember 2011
Anhang 5 (Stand 1. August 2026) 423.152
Inhaltsverzeichnis (alphabetisch)
FB KLT Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 3
FB KLT Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten ................................................................................................................ 6
FB KLT Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 8
FB KLT Grundlagenfach Biologie ......................................................................................................................................... 10
FB KLT Ergänzungsfach Biologie ......................................................................................................................................... 13
FB KLT Grundlagenfach Chemie .......................................................................................................................................... 15
FB KLT Ergänzungsfach Chemie ......................................................................................................................................... 18
FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Biologie und Chemie ....................................................................................................... 21
FB KLT Grundlagenfach Deutsch ......................................................................................................................................... 25
FB KLT Grundlagenfach Englisch ........................................................................................................................................ 28
FB KLT Grundlagenfach Französisch .................................................................................................................................... 31
FB KLT Schwerpunktfach Französisch .................................................................................................................................. 34
FB KLT Grundlagenfach Geografie ....................................................................................................................................... 37
FB KLT Ergänzungsfach Geografie ....................................................................................................................................... 39
FB KLT Grundlagenfach Geschichte ..................................................................................................................................... 41
FB KLT Ergänzungsfach Geschichte ..................................................................................................................................... 43
FB KLT Grundlagenfach Griechisch ...................................................................................................................................... 45
FB KLT Obligatorisches Fach Informatik (bisher) .................................................................................................................. 48
FB KLT Obligatorisches Fach Informatik (neu) ...................................................................................................................... 51
FB KLT Ergänzungsfach Informatik ....................................................................................................................................... 54
FB KLT Grundlagenfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................... 56
FB KLT Schwerpunktfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................. 59
FB KLT Ergänzungsfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................... 62
FB KLT Grundlagenfach Italienisch ....................................................................................................................................... 65
FB KLT Schwerpunktfach Italienisch ..................................................................................................................................... 68
FB KLT Schwerpunktfach Latein ........................................................................................................................................... 71
FB KLT Grundlagenfach Mathematik .................................................................................................................................... 74
FB KLT Ergänzungsfach Mathematik .................................................................................................................................... 77
FB KLT Grundlagenfach Musik .............................................................................................................................................. 79
FB KLT Schwerpunktfach Musik ............................................................................................................................................ 83
FB KLT Ergänzungsfach Musik ............................................................................................................................................. 86
FB KLT Ergänzungsfach Pädagogik/Psychologie ................................................................................................................. 88
FB KLT Ergänzungsfach Philosophie .................................................................................................................................... 91
FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Pädagogik/Psychologie/Philosophie ................................................................................. 94
FB KLT Grundlagenfach Physik .......................................................................................................................................... 100
FB KLT Ergänzungsfach Physik .......................................................................................................................................... 103
FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik .................................................................... 105
FB KLT Ergänzungsfach Religionslehre .............................................................................................................................. 109
FB KLT Schwerpunktfach Spanisch .................................................................................................................................... 111
FB KLT Obligatorisches Fach Sport .................................................................................................................................... 114
FB KLT Ergänzungsfach Sport ............................................................................................................................................ 117
FB KLT Einführung in Wirtschaft und Recht ........................................................................................................................ 119
FB KLT Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht .................................................................................................................. 121
FB KLT Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ................................................................................................................... 124
Richtlinien für den Projektunterricht ..................................................................................................................................... 126
Richtlinien für die Maturaarbeit ............................................................................................................................................ 128
Anhang 1: Kompetenzraster Instrumentalunterricht ........................................................................................................... 131
Anhang 2: Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Deutsch.......................................................................145
Anhang 3: Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik.................................................................147
FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 3 2
Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglichen den Menschen,
sich in der visuellen Welt zu orientieren.
Bilder sind in unserer Multimedia-Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere Kommunikations- als auch Wahrnehmungsstrukturen.
Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, Bilder Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen
heisst, sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen wie auch sinnlichkörperliche Empfindungen zuzulassen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren
Bildsprache. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart.
Im Rahmen eigenen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Ein Bild entsteht in einem komplexen Prozess, in dessen Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen.
Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im Umgang mit Material und Werkzeug
erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen.
Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen
eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist
die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang
stellen
• In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbstständig vorgehen
• Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren
• Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
• Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
1. Bild Die Schüler und Schülerinnen können
1.1 Wahrnehmen und verstehen • Wirklichkeit und Bilder bewusst wahrnehmen beschreiben.
• das Bild als geordnetes Gefüge erkennen, analysieren und bildnerische Mittel sowie deren Wirkung
• den Zweck von Bildern erkennen und das Bedürfnis nach Bildern verstehen.
1.2 Planen und realisieren • Bilder als Instrument der Gedankenstrukturierung, zur Ideenfindung, zum Entwickeln und Visualisieren einsetzen.
• bildnerische Mittel nach einer formulierten Absicht anwenden.
• Strategien wie Assoziation oder Zufallsverfahren für kreative Prozesse nutzen.
• Motive nach der Anschauung und aus der Vorstellung entwickeln.
• verschiedene bildnerische Techniken und Materialien zielgerichtet einsetzen.
1.3 Sich orientieren und sich
definieren
• Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erkennen und einsetzen.
• Vertrauen in die eigene Bildsprache entwickeln.
• sich gegenüber ungewohnten ästhetischen Ausdrucksformen offen zeigen.
2. Farbe Die Schüler und Schülerinnen können
2.1 Wahrnehmen und verstehen • sinnliche Qualitäten von Farbe erfassen.
• Farbsysteme als Modelle zur Erklärung von Farbphänomenen begreifen.
• additive und subtraktive Farbmischung als Grundlage der digitalen und analogen Medien verstehen.
2.2 Planen und realisieren • Wirkung erzeugen durch das gezielte und intuitive Einsetzen von Farbe.
• Materialqualitäten von Farbe und Farbauftrag gezielt auswählen und anwenden.
2.3 Sich orientieren und sich
definieren
• Farbe als Mittel individuellen Ausdrucks verstehen.
• funktionale und symbolische Aspekte von Farbe in ihrer kulturellen Bedeutung erkennen.
3. Raum und Körper Die Schüler und Schülerinnen können
3.1 Wahrnehmen und verstehen • Zusammenhänge zwischen Form, Funktion, Material und Wirkung sinnlich und analytisch wahrnehmen und verstehen.
• bildnerische Mittel der Raumdarstellung erkennen, lesen und erklären.
3.2 Planen und realisieren • Materialien im dreidimensionalen Gestalten zielorientiert und sinnvoll einsetzen und verarbeiten.
• unterschiedliche bildnerische Mittel der Raumdarstellung in der Bildfläche wirkungsorientiert anwen-
• den menschlichen Körper performativ einsetzen.
3.3 Sich orientieren und sich
definieren
• eine eigene Meinung in Bezug auf ihre gestaltete und gebaute Umwelt entwickeln.
4. Visuelle Kommunikation und
Medien Die Schüler und Schülerinnen können
4.1 Wahrnehmen und verstehen • Bilder im Sinn von sichtbar gemachter Information verstehen.
• Medien in Bezug auf ihre Wirkung und ihren Einfluss einschätzen.
4.2 Planen und realisieren • eine Aussage verständlich visualisieren.
• digitale Medien kombiniert mit analogen Verfahren einsetzen.
• Bild und Text inhaltlich und formal in Beziehung setzen.
4.3 Sich orientieren und sich
definieren
• Bildmanipulation kritisch beurteilen und sich mit ethischen Fragen rund um das Bild befassen.
• sich mit neuen Formen medialer Selbstdarstellung kritisch auseinandersetzen.
5. Kunst Die Schüler und Schülerinnen können
5.1 Wahrnehmen und verstehen • die wichtigsten Kunstepochen und Stilrichtungen chronologisch einordnen und Zusammenhänge
• sich mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen.
• Kunstwerke im Original betrachten.
5.2 Handeln und anwenden • Methode der Bildbetrachtung mit Bestandesaufnahme, Analyse und Interpretation als kunst- und
kulturgeschichtliches Untersuchungsverfahren nutzen.
• Bilder nach formalen und inhaltlichen Kriterien zueinander in Beziehung setzen.
5.3 Sich orientieren und sich
definieren
• der eigenen und auch anderen Kulturen bewusst und offen begegnen und persönliche Werthaltungen
überdenken und bilden.
FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (SCHWERPUNKTFACH)
Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion
ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller
Interessen und die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl
sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der
Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in
anderen Fachbereichen einzusetzen.
In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig
lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen
verknüpft.
Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner Bildsprache kommunizieren zu können, ermöglicht ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen Welten.
Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu
verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt
ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung
des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
• Die Umwelt sowie eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang
stellen
• Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
• Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen
• Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Eigene Arbeiten aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
1. Wahrnehmen und verstehen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Wahrnehmung • durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden und diese mit Erfahrungen, Erinnerungen und Wissen verknüpfen.
• erkennen und beschreiben, inwiefern der Inhalt die Form und die Form den Inhalt bedingt.
• Werke im Original betrachten.
1.2 Theorie • Wirkungsabsichten und funktionale Aspekte von Kunst, Architektur und Design erkennen und be-
• sich vertieft mit Zeitgenössischem aus Kunst, Architektur, Design, Medien und der Bildforschung
• Gestaltung als kultur- und zeitbedingt erkennen und Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen.
• eine differenzierte Fachsprache verwenden.
2. Planen und realisieren Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Techniken und Verfahren • Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch
intuitiv einsetzen.
• digitale Medien an sich und in Kombination mit analogen Verfahren anwenden.
• Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren.
2.2 Methode und Prozess • Experimentierfreude mit analytischem Vorgehen, Intuition mit Reflexion verknüpfen und dabei eigene
Lösungswege entdecken und erproben.
• längere, komplexe und mehrstufige Projekte eigeninitiativ durchführen.
• die praktische Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen.
3. Sich orientieren und sich
definieren Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbstständig Schwerpunkte setzen.
• eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.
3.2 Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck erweitern.
3.3 Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen.
• eigene Fortschritte erkennen.
• Zugänge zu ungewohnten oder fremden Bildwelten finden und diese mit eigenen Überzeugungen in
FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich
in der visuellen Welt zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch angegangen. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie „Film und Fotografie“,
„thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch „Design und Architektur“ sind möglich.
Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlichkörperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus
Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und Wissenschaft
und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch.
Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eigenständiges, experimentelles und
spielerisches Vorgehen und Forschen.
Die Schülerinnen und Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen
Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen.
Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen
eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist
die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
• Die Umwelt sowie eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang
stellen
• Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
• Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen
• Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Eigene Arbeiten aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
1. Wahrnehmen und verstehen Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • erkennen, dass der Inhalt die Form und die Form den Inhalt bedingt.
• eine entwickelte Fachsprache verwenden.
• theoretische Grundlagen ausgewählter Themengebiete vertieft verstehen und in Beziehung zur eigenen Arbeit setzen.
1.1 Kunst
1.2 Architektur
1.3 Design
1.4 Visuelle Kommunikation
1.5 Medienkunde
2. Planen und realisieren Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • selbstständig originelle Ideen zu bildnerischen Aufgabenstellungen finden und dabei Experimentierfreude mit analytischem Vorgehen, Intuition mit Reflexion verknüpfen.
• bildnerische Mittel und Techniken exemplarisch vertieft sowohl in experimenteller, spielerischer wie
auch in zielgerichtet reflektierter Form nutzen.
2.1 Themenbezogene Projekte
2.2 Techniken und Verfahren
3. Sich orientieren und sich
definieren Die Schülerinnen und Schüler können
• in der eigenen Arbeit Bezüge zu Werken aus Kunst und angewandter Gestaltung schaffen und nachvollziehbar darstellen.
• die eigene Vorgehensweise und Resultate in passender Form präsentieren, erläutern, begründen und
bewerten.
• das Selbstbewusstsein in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck ausbauen.
FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 2
Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der
Natur erlebt, Neugierde und Entdeckungsfreude geweckt sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen.
Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als
Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen.
Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt gegenüber. Im Biologieunterricht werden
Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und dazu entscheidende Fragen formuliert.
Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen.
Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen, Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.
In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüp-
• Respektvoll mit Lebewesen umgehen
• Eigenständig, differenziert und kritisch denken
• Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
• Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden
• Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen
• Experimente planen und durchführen, Resultate auswerten sowie die Hypothesen überprüfen und diskutieren
• Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
• Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen
1. Erforschung des Lebens Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Merkmale des Lebens • die Merkmale des Lebens erklären.
• die Faszination des Lebens erfahren.
1.2 Organisationsebenen • anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen.
1.3 Arbeitsweisen • die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler (Informationsbeschaffung, Durchführen von Experimenten, Publizieren, Umgang mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) anwenden.
2. Zellbiologie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Aufbau einer Zelle • Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren.
• Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen beschreiben.
2.2 Transport • die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen.
2.3 Zellteilung • Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären.
• die Bedeutung des Zellzyklus erklären.
• die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen.
2.4 Inhaltsstoffe • den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) erläutern.
2.5 Stoffwechsel • die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege erklären.
• die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen.
3. Anatomie, Physiologie und
Pathologie der Tiere mit
Schwergewicht Mensch
3.1 Übersicht Organsysteme • die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitigen Abhängigkeiten erläutern.
3.2 Fortpflanzung und Entwicklung
• Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erkennen.
• die Entwicklung ausgewählter Lebewesen darstellen.
3.3 Interne und externe Kommunikation
• die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen.
4. Allgemeine Botanik Die Schülerinnen und Schüler können
Organe der Pflanze • die Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane miteinander in Beziehung bringen.
5. Ökologie Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Grundlagen der Ökologie • die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.
5.2 Ausgewählte Ökosysteme • grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären.
• mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen.
6. Systematik Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Vielfalt der Lebewesen • die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen.
6.2 Systematische Kategorien • die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge erkennen.
6.3 Ausgewählte Vertreter der
drei Domänen
• exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenlernen.
• sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen.
7. Genetik Die Schülerinnen und Schüler können
7.1 Klassische Genetik • Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen.
7.2 Molekulargenetik • die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang bringen.
• die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen.
7.3 Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern.
• Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren.
8. Evolution Die Schülerinnen und Schüler können
8.1 Evolutionstheorie • die Bedeutung der Darwinschen Evolutionstheorie erfassen.
8.2 Evolutionsmechanismen • die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen.
• die Ergebnisse einordnen und beurteilen.
8.3 Entwicklung des Lebens • die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen.
• die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich einordnen.
FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermittelt werden, eine vertiefte
Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie.
Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schüler Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Biologie des Menschen zu beschäftigen und dabei
mehr über sich selber zu erfahren. Neben experimentellen Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung
mit ausgewählten Lerngebieten.
Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie Fragen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte Ernährung sowie problematischer Umgang mit
Suchtmitteln können im Rahmen des Ergänzungsfachs vertieft diskutiert werden.
• Eigenständig, differenziert und kritisch denken
• Respektvoll mit Mitmenschen umgehen
• Sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• Sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen
• Hypothesen selbstständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen (z.B. Internetrecherche)
• Eigene Neugier wecken
• Ermutigen, eigene Fragestellungen zu entwickeln
1. Mensch und Umwelt Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Anthropologie • über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren.
• die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie).
1.2 Suchtmittel • die Mechanismen der biochemischen und physiologischen Auswirkungen ausgewählter Suchtmittel
• die gesellschaftliche Relevanz ausgewählter Suchtmittel erkennen.
1.3 Ernährung • vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen.
• verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einordnen.
1.4 Krankheiten • die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten verstehen.
1.5 Gehirn • verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen.
• spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine Beziehung bringen.
1.6 Sinnesorgane • über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben.
• das gemeinsame übergeordnete Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in
eine Folge von Aktionspotentialen) verstehen.
1.7 Immunologie • vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen.
1.8 Ökologie • Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und beurteilen.
2. Genetik Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Molekulargenetik • sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen.
• die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren
Resultate beurteilen.
2.2 Medizinische Genetik • Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen.
3. Verhaltensbiologie Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Lern- und Sozialverhalten • historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen.
• anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären.
3.2 Humanethologie • ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen.
FB KLT FÜR DAS FACH CHEMIE (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 2
Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung
zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie
ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Stoffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit
sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwendung allgemein akzeptierter
mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind
zugleich Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken.
Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und
Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beeinflussen, und soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren. Dabei sollen sie zu
einer kritischen Fragehaltung geführt werden.
Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über grundlegende Kenntnisse aus Chemie,
Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich
begründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energieversorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft leistet der Chemieunterricht einen Beitrag zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt.
Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach
mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und
somit für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen einarbeiten zu
können.
• Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den Alltag beurteilen
• Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen
• Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen
• Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben
• Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm
Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch auswerten
• Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
1. Stoffe und ihre
Eigenschaften Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Stoffeigenschaften • Stoffe und deren Eigenschaften als zentrale Forschungsgegenstände der Chemie beschreiben.
1.2 Konzept der kleinsten Teilchen
• das Teilchenmodell beschreiben und damit die Aggregatszustände und deren Änderungen erklären.
2. Atombau und
Periodensystem Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Elektrische Ladung und
Coulomb-Gesetz
• das Coulomb-Gesetz qualitativ anwenden.
2.2 Kern/Hülle-Modell • die Anzahl Elementarteilchen für Atome angeben.
• die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren.
• das Kern/Hülle-Modell von Rutherford beschreiben.
2.3 Modell der Atomhülle • für einfache Atomarten ein Modell der Atomhülle skizzieren und begründen.
2.4 Periodensystem • den Aufbau des Periodensystems mit einem geeigneten Modell erklären.
• die Eigenschaften der Elemente mit der Struktur ihrer Atome begründen.
3. Chemische Bindung und
Stoffklassen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Elektronenpaarbindung und
molekular aufgebaute Stoffe
• die Elektronenpaarbindung mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die Eigenschaften
molekular aufgebauter Stoffe erklären.
• die zwischenmolekularen Kräfte von Molekülen begründen.
• die Schmelz- und Siedetemperatur sowie die Mischbarkeit von molekular aufgebauten Stoffen als
Folge der Kräfte zwischen Teilchen interpretieren.
3.2 Ionenbindung und Salze • Formeln und Namen von Salzen aus einatomigen und einfachen mehratomigen Ionen herleiten.
• die Ionenbindung mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die Eigenschaften von Salzen
• den energetischen Verlauf bei der Bildung von Salzen aus den Elementen deuten.
• den Lösevorgang von Salzen beschreiben und mit Hilfe eines einfachen Modells deuten.
3.3 Metallbindung und Metalle • die Metallbindung und den Aufbau der Metalle mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die
Eigenschaften der Metalle erklären.
• charakteristische Unterschiede zwischen reinen Metallen und Legierungen erklären.
4. Stoffumwandlungen Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Quantitative Beschreibung
von Stoffumwandlungen
• Reaktionsgleichungen aufstellen.
• stöchiometrische Berechnungen durchführen.
4.2 Energetik/Triebkräfte chemischer Reaktionen
• abschätzen, ob Reaktionen exotherm oder endotherm verlaufen.
• für einfache Beispiele die Reaktionsenthalpie berechnen.
• die Bedeutung der Enthalpie und Entropie als Triebkräfte für chemische Reaktionen erklären.
4.3 Reaktionsgeschwindigkeit • die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit für chemische Abläufe erklären.
• die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration sowie vom Einsatz
eines Katalysators erklären.
4.4 Gleichgewichtsreaktionen • das Prinzip des chemischen Gleichgewichts erklären.
• Gleichgewichtsreaktionen mit dem Massenwirkungsgesetz beschreiben.
• voraussagen, wie sich Konzentrations-, Temperatur- und Druckveränderungen auf ein chemisches
Gleichgewicht auswirken.
4.5 Säure/Base-Reaktionen • Säure/Base-Reaktionen mit der Übertragung von Wasserstoff-Ionen erklären.
• Protolysereaktionen formulieren.
• den pH-Wert definieren.
• erklären, wie pH-Werte gemessen und anhand der Säurestärke berechnet werden können.
• die Bedeutung von Säure/Base-Reaktionen anhand ausgesuchter Anwendungen verstehen.
4.6 Redoxreaktionen • Reaktionsgleichungen für einfache Redoxreaktionen formulieren.
• Redoxreaktionen mit der Übertragung von Elektronen erklären.
• die Bedeutung von Redoxreaktionen anhand der elektrochemischen Stromerzeugung und Elektrolyse
5. Organische Chemie Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe
• die für organische Stoffe typischen Eigenschaften beschreiben und diese mit Hilfe der chemischen
Struktur erklären.
• ausgewählte Beispiele organischer Stoffklassen nennen und deren typisches Verhalten erklären.
5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe
• ausgewählte Beispiele von Reaktionstypen der organischen Chemie nennen und beschreiben.
6. Experimentieren Die Schülerinnen und Schüler können
• unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften einfache Experimente anhand einer ausformulierten
Arbeitsvor-schrift sachgerecht ausführen.
• die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen.
• sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
• aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
FB KLT FÜR DAS FACH CHEMIE (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre chemischen Fachkompetenzen weiterzuentwickeln
sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und
Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden.
Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein.
Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie
Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die
Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei.
• In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen
• Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen
• Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden
• Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
• Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte
schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
• Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
1. Praktische Laborarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Durchführung von Experimen-
• unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch komplexere chemische Experimente sachgerecht
• gängige technische Labor- bzw. Analyse-Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen.
1.2 Sicherheit
1.3 Auswertung von Experimenten • Warnhinweise zu Gefahrenstoffen verstehen.
• sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
• aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
• ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren bzw. fachgerecht darstellen.
2. Vertiefung der theoretischen
chemischen Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • vertiefte chemische Kenntnisse aus den behandelten Teilgebieten erklären und anwenden.
• das Wissen aus dem GLF mit dem neuen Fachwissen verknüpfen.
• ausgewählte Phänomene des Alltags mit Hilfe des neuen Fachwissens auf der nicht-sichtbaren
Ebene kleinster Teilchen beschreiben und deuten.
• den Zusammenhang zwischen den physikalischen Eigenschaften von Stoffen und ihrer Struktur
• für das Teilgebiet typische Experimente beschreiben und den damit verbundenen Erkenntnisgewinn
• für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln.
• Zusammenhänge zwischen Gestalt/Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären.
• die chemische Fachsprache in den ausgewählten Teilgebieten korrekt anwenden.
• für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln.
2.1 Physikalische Chemie (z.B.
quantenchemische Aspekte
des Atoms und der Atombindung, Fotochemie)
2.2 Anorganische Chemie (z.B.
Komplexchemie, Protolysengleichgewichte in der Natur,
Halbleiterchemie)
2.3 Organische Chemie (z.B.
Struktur organischer Stoffe,
Nomenklatur, Beispiele mehrstufiger Synthesen)
2.4 Biochemie (z.B. Voraussetzungen der Entstehung
von Leben, Beispiele enzymatisch katalysierter Reaktionen,
Fotosynthese)
2.5 Toxikologie/Pharmakologie
(z.B. Aufnahme, Verteilung,
Abbau und Ausscheidung von
Stoffen im Körper, Mechanismen der Toxizität)
2.6 Analytische Chemie (z.B.
Analysemethoden wie Titration oder Gravimetrie, Instrumentelle Analytik wie UV/VIS-
und IR-Spektroskopie, NMR,
MS)
2.7 Umweltchemie (z.B. Emission,
Transport und Immission von
Umweltchemikalien, Probleme
der Abfallentsorgung, Bioakkumulation)
3. Anwendungen der Chemie im
Alltag und in der Technik Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und verstehen.
• Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für
den Alltag oder die Technik erkennen.
• Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie anhand
relevanter Beispiele verstehen.
• Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären.
3.1 Anwendungen in der
Technik (z.B. Bau und Funktionsweise von Solarzellen,
Kriminalistik, Anwendungen
der Nanotechnologie)
3.2 Anwendungen im Alltag (z.B.
Farbigkeit chemischer Stoffe,
Chemie in der Küche)
FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE UND CHEMIE (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH)
1. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt wurden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftliche Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life
Sciences ein.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit
komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie aus Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten
Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden.
Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten müssen. Die Schülerinnen und Schüler
sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die
Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbstständig in chemische und biologische Gebiete
einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie und Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN TEIL BIOLOGIE
Die Schülerinnen und Schüler sollen Biologie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN TEIL CHEMIE
Die Schülerinnen und Schüler sollen Chemie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
• In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen
• Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
• Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen
• Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären
• Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
• Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Hypothesen formulieren
• Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
• Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte
schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
• Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
3. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE
1. Ökologie* Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Praktische Ökologie • die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben.
1.2 Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.
2. Anatomie und Physiologie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Lebewesen • praktische Untersuchen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten.
• evolutive Entwicklungen erkennen und diskutieren.
2.2 Anabole und katabole Prozesse*
• Stoffwechselwege und deren Bedeutung für verschiedene Organismengruppen verstehen.
3. Molekularbiologie* Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Makromoleküle • Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen durchführen.
• sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen.
Ein Teilgebiet aus den folgenden
Teilgebieten:
3.2 Gentechnik • sich mit Technologien der modernen Biologie vertraut machen.
• die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von
Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen.
3.3 Cytogenetik
3.4 Phylogenie
4. Verhaltensbiologie Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Lernverhalten • die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten erklären.
4.2 Sozialverhalten • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und
* Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer.
3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE
1. Praktische Laborarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Durchführung von Experimen-
• unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische Experimente
sachgerecht ausführen.
• gängige technische Labor- bzw. Analyse-Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen.
• die Warnhinweise zu Gefahrenstoffen verstehen.
• sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
• aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
• ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren bzw. fachgerecht darstellen.
1.2 Sicherheit
1.3 Auswertung von Experimen-
2. Vertiefung der theoretischen
chemischen Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens ein Teilgebiet aus
den folgenden Teilgebieten:
2.1 Organische Chemie • typische Reaktionstypen nennen und beschreiben.
• an ausgewählten Beispielen Synthesewege von Stoffen erklären.
• mit Hilfe von Modellen der kleinsten Teilchen die Stoffeigenschaften beschreiben und erklären.
2.2 Biochemie
Mindestens zwei Teilgebiete aus
den folgenden Teilgebieten:
2.3 Physikalische Chemie • vertiefte chemische Kenntnisse aus den zwei behandelten Teilgebieten anwenden.
• das Wissen aus dem GLF mit dem neuen Fachwissen verknüpfen.
• die Zusammenhänge zwischen realen Phänomenen und deren Beschreibung und Deutung auf der
nicht-sichtbaren Ebene kleinster Teilchen erkennen.
• komplexe chemische Modelle anwenden und deren Grenzen erkennen.
• Wege, die in der Chemie zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen führen, und die Bedeutung des
experimentellen Vorgehens erklären.
• den Zusammenhang zwischen den physikalischen Eigenschaften von Stoffen und deren Struktur
• Zusammenhänge zwischen Gestalt/Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären.
• die chemische Fachsprache in den ausgewählten Teilgebieten korrekt anwenden.
• für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln.
2.4 Anorganische Chemie
2.5 Umweltchemie/Toxikologie/
Pharmakologie
3. Anwendungen der Chemie
im Alltag und in der Technik Die Schülerinnen und Schüler können
Ein Teilgebiet aus den folgenden
Teilgebieten:
3.1 Anwendungen in der Technik • für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen in der Technik oder im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären.
3.2 Anwendungen im Alltag
3.3 Gesellschaftliche Verantwortung
• Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik
oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären.
• Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären.
4. Chemie und Umwelt* Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Stoffe in der Umwelt • Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt
4.2 Wirkung von Stoffen auf
Lebewesen
• anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären.
* Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer.
FB KLT FÜR DAS FACH DEUTSCH (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 4 3 3 4
Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachigen Literaturen und Medien sind der Gegenstand des Deutschunterrichts. Die Schülerinnen
und Schüler setzen sich vertieft mit geschriebener und gesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Rezeption und Produktion wechselweise aufeinander beziehen. So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben, anderen zuzuhören und vor beziehungsweise
mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser Wechselwirkung von Textanalyse und
Textproduktion eignen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine eigene Schreib-, Lese-, Zuhör-, Sprech- und Reflexionskompetenz
an. Eine Kultur der kritischen Rückmeldung sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstbeurteilung unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern.
Die Beschäftigung mit Literatur und deren medialen Umsetzungen konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres Erfahrungsbereichs. Diese Horizonterweiterung fordert und fördert den Aufbau
einer sprachlich-kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche Überprüfung.
In einer Epoche des exponentiellen Wachstums medial verbreiteter Texte sorgt der Deutschunterricht ausserdem dafür, dass die Schülerinnen
und Schüler verlässliche Informationen effizient suchen, abwägen und weiterverarbeiten sowie sich kompetent und selbstständig in der sich
stets wandelnden Medienlandschaft bewegen können. Die Auseinandersetzung mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständigt
diese sprachliche Persönlichkeitsbildung.
Damit legt der Deutschunterricht wichtige Grundlagen für die allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen
und Schüler auf die zentralen mündlichen wie schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie
vertraut mit der Analyse komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens.
• Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen
• Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen
• Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
• Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten
• Verfahren der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung in Grundzügen kennen (z.B. Plagiatsproblematik)
• Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten
• In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
• Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen
• Sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren
• Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben
• Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden
• Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
• Effizient recherchieren
• Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
• Sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren
• Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen
• Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen
• Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen
• Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb
1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen.
• unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden.
• Texte zur Ausbildung ihrer Persönlichkeit und zur Orientierung in der Welt nutzen.
1.2 Literarische Texte • literarische Werke (Lyrik, Epik, Dramatik) in sinnstiftenden Bezug zueinander, zur Epoche oder zur
Gegenwart setzen und die Rolle der Literatur für die Gesellschaft reflektieren.
• Epochen der deutschen Literatur- und Geistesgeschichte von der Aufklärung bis zur Gegenwart
unterscheiden und literarische Werke einordnen.
• literarische Texte als ›gemachte‹, strategisch gestaltete Kunstwerke erkennen.
• grundlegende literarische Fachbegriffe für die Analyse von lyrischen, epischen und dramatischen
Texten verwenden.
• literarische Texte gestützt auf Thesen deuten und literaturwissenschaftliche Interpretationsverfahren
• literarische Texte sowie deren medialen Umsetzungen als ästhetisches Ereignis erkennen und sie in
Form eines begründeten Werturteils würdigen.
1.3 Sachtexte • Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht anwenden.
• den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben.
• die Argumentationsstruktur von Sachtexten analysieren und ihre Qualität beurteilen.
2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Grundlagen • ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung,
Schlussredaktion).
• die Vielfalt von Wörterbüchern, Informationskanälen und Schreibmedien nutzen.
• stilistische Varianten in ihrer Wirkung unterscheiden und adäquat umsetzen.
• das Regelwerk von Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt anwenden.
2.2 Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll)
• überzeugend argumentieren (z.B. Erörterung, Essay, Kommentar).
• Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden.
2.3 Literarische Texte • Besonderheiten und Regeln literarischer Textsorten (z.B. Kurzgeschichte, Parabel, Gedicht, autobiografischer Text) wirkungsvoll umsetzen.
• Form und Inhalt eigener Texte aufeinander abstimmen.
3. Zuhören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Grundlagen • deutlich artikulieren.
• sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken.
• literarische Texte sowie Sachtexte gestaltend vorlesen.
• mit Hilfe von Kriterien konstruktive und kritische Rückmeldungen geben.
3.2 Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B.
Referat, Rede, Statement).
• rhetorische Mittel benennen und wirkungsvoll einsetzen.
• Streitgespräche sachorientiert gestalten.
• Diskussionen partner- und ergebnisorientiert führen.
3.3 Zuhören • aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören.
• das Gehörte verstehen und in wesentlichen Zügen wiedergeben.
4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Grundlagen • ihre Sprach- und Medienbiografie reflektieren.
• Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit erkennen.
4.2 Sprachwissenschaft • Kommunikationsprozesse analysieren (z.B. Störungen, Missverständnisse, Sprache als Machtmittel).
• grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen.
• exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme erörtern (z.B. Zeichentheorie, Gruppensprachen,
geschlechtsspezifischer Sprachgebrauch, Dialekte, Diglossie, Spracherwerb, Sprachphilosophie).
• Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern.
4.3 Medien • Mechanismen, Erscheinungsformen und den Wandel der Medienlandschaft verstehen.
• die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen.
FB KLT FÜR DAS FACH ENGLISCH (GRUNDLAGENFACH)
Gegenstand des Englischunterrichts sind die englische Sprache sowie die Literatur und Kultur der englischsprachigen Welt. Der Englischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöglicht eine situationsgerechte Interaktion auf Englisch. Der Unterricht entwickelt
ein Bewusstsein für unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt gezielt den Erwerb der Grundfertigkeiten Hören, Sprechen,
Lesen und Schreiben. Englisch ist eine Lingua franca und das Erlernen dieser Fremdsprache hilft, Strategien zu entwickeln, mit denen man
sich in einer zunehmend mehrsprachigen, globalisierten Welt orientieren kann.
Die englische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der Werbung, im Sport, in den Unterhaltungsmedien und in der Jugendkultur und
bietet daher für Jugendliche ein grosses Identifikationspotential. Zudem hat Englisch eine zentrale Stellung in den Wissenschaften, in der
modernen Berufswelt und in den neuen Informationstechnologien. So schafft der Englischunterricht wichtige sprachliche Grundlagen dafür,
dass die Schülerinnen und Schüler später den Anforderungen in Studium und Beruf gerecht werden können.
Durch die Auseinandersetzung mit einer Vielfalt von Texten und Medienbeiträgen aus dem angelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische Wahrnehmung sowie den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem begegnen sie Möglichkeiten menschlichen
Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eigene Welt und die eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren und sie als historisch und
kulturell bedingt zu erfahren.
• Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
• Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
• Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen
• Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen
• Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen
erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen
• Kreativ mit Sprache umgehen
• Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
• Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
• Ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen
• Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
• Mit verschiedenen Medien kompetent umgehen
• Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth
• Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
1. Sprachreflexion und
Sprachtraining Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • grammatische Grundbegriffe verstehen und anwenden.
• syntaktische und morphologische Phänomene der englischen Sprache erkennen und verstehen.
• grammatische Kenntnisse im eigenen Sprachgebrauch selbstständig und sicher anwenden.
1.2 Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden.
• die phonetische Schrift lesen.
• lexikalische Strukturen erkennen und anwenden.
• sich neuen Wortschatz selbstständig aneignen.
1.3 Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische
Aspekte der Sprachreflexion
• die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen Beiträgen (z.B. politische Reden und Werbesprache) reflektieren und sich dazu in ein kritisches
Verhältnis setzen.
• Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.
2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören (Authentische Hörtexte
mit/ohne Bildunterstützung)
• Hörtexte (z.B. Vorlesungen, Reden, TV- und Radiosendungen) zu vertrauten Themen weitgehend
• die Hauptpunkte von Hörtexten zu weniger vertrauten Themen verstehen.
• Hörtexte mit markanten regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob
einordnen und weitgehend verstehen.
2.2 Sprechen • sich frei und spontan äussern.
• die Sprache weitgehend korrekt und situationsgerecht anwenden.
• ein Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren.
• an Diskussionen zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie leiten.
2.3 Lesen • authentische Texte verschiedener Wissensgebiete und Quellen (z.B. Reportagen, Studien,
Interviews, Reden, Blogs) lesen und ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen.
• einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien selbständig erarbeiten.
• Sachtexte und literarische Texte aufgrund gegebener Kriterien (z.B. Hauptargumente, Adressatenbezug, Stilmittel) beurteilen und interpretieren (je nach Text mit entsprechenden Hilfsmitteln).
2.4 Schreiben • sich schriftlich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel).
• zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen kritisch und überzeugend Stellung nehmen.
• Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie klar strukturiert und kohärent darlegen.
• klar gegliederte, argumentativ überzeugende längere Texte schreiben (inkl. five-paragraph essay).
• Unterschiedliche, auch kürzere Textsorten verfassen (z.B. formelle Briefe, Berichte, fiktionale Texte).
3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Literaturanalyse und Interpretation
• literarische Originaltexte selbstständig analysieren und interpretieren (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln).
• in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben.
• zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen.
3.2 Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen (vom 16. Jahrhundert bis zur
Gegenwart) lesen und verstehen.
• Texte anhand literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Merkmale interpretieren.
3.3 Kultur • gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder der englischsprachigen Welt, auch im Vergleich, verstehen.
• authentische englischsprachige Medienbeiträge sowie literarische Texte im soziokulturellen und
historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.
FB KLT FÜR DAS FACH FRANZÖSISCH (GRUNDLAGENFACH)
Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres
Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu.
Im Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen
Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, Menschen
heranzubilden, die kompetent mit Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können.
Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompetenzen in den Lerngebieten Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die Auseinandersetzung mit Sprache fördert das formale Bewusstsein und hilft, das sprachgebundene
Denken zu systematisieren und zu verfeinern. Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) ermöglicht, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur
kommt im Französischunterricht eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler Normen und Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Handelns, was ihnen ermöglicht, über ihre eigene Welt, ihre Identität und ihre Werte nachzudenken. Auch
vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Geschichte und Gesellschaft.
Der vielfältige Umgang mit Sprache und Literatur fördert die Kreativität. Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit.
Gute Französischkompetenzen erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die
Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
• Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• Das eigene Lernen planen
• Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
• Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
• Die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern
• Ein Sprachbewusstsein entwickeln
• Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
• Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
• Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
• Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
• Wörterbücher und Lexika nutzen
• Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
• Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
• Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen sicher und korrekt anwenden.
1.2 Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
1.3 Sprachreflexion • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und selbstständig verbessern.
• verschiedene Register (Standard- und Umgangssprache) erkennen.
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören • authentische, längere Redebeiträge und komplexere Sprechsituationen weitgehend verstehen.
• Ton- und Filmdokumente weitgehend verstehen.
• Verstehensstrategien anwenden.
2.2 Sprechen • sich mündlich frei, spontan und weitgehend korrekt ausdrücken.
• sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken und reagieren.
• argumentieren und zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen.
• an einer Diskussion zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie
• klar, strukturiert und überzeugend präsentieren.
2.3 Lesen • literarische und andere Originaltexte (z.B. Medien- und Sachtexte) verstehen, zusammenfassen,
analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren.
• einen Text mit Hilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen und selbstständig erarbeiten.
• fliessend und sinngebend vorlesen.
2.4 Schreiben • sich schriftlich sprachlich differenziert und weitgehend korrekt ausdrücken.
• einen verständlichen und klar strukturierten Text zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen
Themen verfassen.
• unterschiedliche Textsorten (argumentative und fiktionale Texte) verfassen.
• kreativ mit Sprache und Texten umgehen.
3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Literaturanalyse und Interpretation
• literarische Texte selbstständig lesen und interpretieren.
• die wesentlichen Grundbegriffe der Literaturanalyse anwenden.
• Texte verschiedener Gattungen analysieren und interpretieren.
3.2 Literaturgeschichte • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert lesen und verstehen.
• Texte anhand literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Merkmale interpretieren.
3.3 Civilisation und Kultur • die Bedeutung der französischen Sprache, Kultur und Gesellschaft in der Schweiz verstehen.
• ausgewählte Themen der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur verstehen.
• literatur- und kulturgeschichtliche Aspekte der Frankophonie verstehen.
FB KLT FÜR DAS FACH FRANZÖSISCH (SCHWERPUNKTFACH)
Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres
Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu.
Im Schwerpunktfach Französisch erhalten die Schülerinnen und Schüler einen vertieften Einblick in die Literatur, Kultur und Gesellschaft der
französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler
über ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und Kulturraum, über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren.
Der Französischunterricht im Schwerpunktfach vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation
sowie Literatur und Kultur. Die intensive Auseinandersetzung mit der französischen Sprache fördert das formale Bewusstsein sowie die Fähigkeit über Sprache nachzudenken. Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheiten der französischen Sprache und in die
grossen kulturhistorischen Epochen Frankreichs. Sie erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur und ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, sie kritisch zu reflektieren. Im
Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und ihre Kreativität. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Vergleiche anzustellen und ihre eigene Sprach- und Lebensrealität zu überdenken. Der Französischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den
Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet.
Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schüler die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
• Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• Das eigene Lernen planen
• Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• Sich im Unterricht aktiv einbringen
• Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen
• Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln
• Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln
• Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
• Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
• Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
• Wörterbücher und Lexika nutzen
• Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
• Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln
• Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung pflegen
1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau
• die morphosyntaktischen Strukturen mittels der entsprechenden Terminologie beschreiben.
1.2 Wortschatz • einen differenzierten, erweiterten Wortschatz situationsgerecht und präzis aktiv anwenden.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
1.3 Sprachreflexion • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und selbstständig verbessern.
• verschiedene Register (Standard- und Umgangssprache) erkennen und erklären.
• sich stilistisch angemessen und variiert ausdrücken.
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
• fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören • authentische, längere Redebeiträge und komplexe Sprechsituationen verstehen.
• Ton- und Filmdokumente verstehen.
• Verstehensstrategien anwenden.
2.2 Sprechen • sich mündlich spontan, fliessend, frei und korrekt ausdrücken.
• sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken und reagieren.
• argumentieren und zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen.
• an einer Diskussion zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie
• klar, strukturiert und überzeugend präsentieren.
2.3 Lesen • anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte (z.B. Medien- und Sachtexte) verstehen, zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren.
• einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen und selbstständig erarbeiten.
• korrekt und sinngebend vorlesen.
2.4 Schreiben • sich schriftlich sprachlich korrekt, präzise und stilistisch differenziert ausdrücken.
• einen komplexeren Text zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen
verfassen und logisch gliedern.
• argumentieren und zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen.
• unterschiedliche Textsorten (argumentative und fiktionale Texte) verfassen.
• kreativ mit Sprache und Texten umgehen.
3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Literaturanalyse und Interpretation
• die Grundbegriffe der Literaturanalyse anwenden.
• anspruchsvolle literarische Texte der drei traditionellen Gattungen detailliert analysieren und interpre-
• die fiktionale Dimension eines Textes reflektieren.
• Stilmittel eines literarischen Textes erkennen und ihre Wirkung beschreiben.
3.2 Literaturgeschichte • anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert lesen und interpretieren.
• die literatur- bzw. kulturgeschichtliche Bedeutung eines Textes anhand von Merkmalen erklären.
• die Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert im groben Überblick erklären.
• die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen erklären.
3.3 Civilisation und Kultur • die Bedeutung der französischen Sprache, Kultur und Gesellschaft in der Schweiz verstehen.
• ausgewählte Themen aus der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur fundiert erläutern und
dazu kritisch Stellung nehmen.
• Aspekte der Frankophonie in ihrer aktuellen und historischen Dimension begreifen.
FB KLT FÜR DAS FACH GEOGRAFIE (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 1
Unterricht in Geografie vermittelt ein Verständnis für die räumlichen Strukturen und Prozesse in Gesellschaft und Natur. Das Fach führt insbesondere in die vielfältigen Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft ein. Damit nimmt die Geografie eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Natur- und den Sozialwissenschaften ein. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, naturwissenschaftliche Wirkungszusammenhänge und gesellschaftliche Handlungszusammenhänge zu analysieren. Darauf aufbauend lernen sie Folgen abzuschätzen, Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und lösungsorientiert Probleme zu beurteilen. Sie sollen dabei auch selbstständig Fragestellungen entwickeln und untersuchen.
Unter Verwendung verschiedenster Informationsmitteln und auf Exkursionen vermittelt der Geografieunterricht ebenso systematisches Grundlagenwissen in Natur- und Sozialwissenschaften wie auch räumliches und sachliches Orientierungswissen. Die Schülerinnen und Schüler
sollen dabei ihre Lebenswelt bewusst wahrnehmen und sich ebenso mit ihren schönen wie mit ihren problematischen Seiten auseinandersetzen. Der Unterricht in Geografie fördert die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, regt zur Reflexion der eigenen Ansichten und zu verantwortungsbewusstem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt an.
• Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
Analytische Fähigkeit
• Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen
• Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
• Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
• Kartographische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren
• Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen
1. Physische Geografie Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Die Erde als Himmelskörper • die Stellung und die Bewegung der Erde im Weltraum beschreiben und ihre Bedeutung für die Lebensräume und Lebewesen auf der Erde erklären.
1.2 Geologie und Oberflächenprozesse
• zentrale Prozesse im Erdinneren, im Boden und an der Erdoberfläche beschreiben.
• die Entstehung der Erdoberfläche, der Mineralien und der Gesteine erklären.
• die Bedeutung der natürlichen Ressourcen für die Menschen beurteilen.
1.3 Meteorologie und Klimatologie
• meteorologische und klimatische Zusammenhänge in der Atmosphäre verstehen.
• Wechselwirkungen zwischen Klima und Vegetation erläutern.
• Auswirkungen von Klimaschwankungen darstellen und beurteilen.
• unterschiedliche Lebensräume der Erde charakterisieren.
2. Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Gesellschaft und Raum • räumliche Strukturen der Gesellschaft analysieren.
• Ursachen und Folgen der Bevölkerungsdynamik erklären und beurteilen.
• unterschiedliche Kulturen charakterisieren.
• Zusammenhänge zwischen Kultur und Nutzung von Lebensräumen kennen.
2.2 Wirtschaft und Ressourcen • die Wirtschaftsweisen unterschiedlicher Kulturen oder Regionen charakterisieren.
• räumliche Aspekte von Produktion, Verteilung, Konsum und Entsorgung analysieren und beurteilen.
• Zusammenhänge zwischen Ressourcen- bzw. Energienutzung und Umweltveränderungen erkennen.
• wirtschafts- und umweltpolitische Massnahmen verstehen und beurteilen.
2.3 Siedlung und Mobilität • Prozesse des Landschaftswandels, der Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung erklären und beurteilen.
• politische und planerische Steuerungsmöglichkeiten verstehen und beurteilen.
2.4 Entwicklung der Weltgesell-
• räumliche und soziale Unterschiede erfassen, vergleichen und beurteilen.
• wirtschafts-, gesellschafts- und entwicklungspolitische Einflussmöglichkeiten analysieren und beurtei-
3. Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie
Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur
• ausgewählte Fälle des Zusammenwirkens von Gesellschaft und Natur auf lokalem bis globalem Massstab analysieren und beurteilen.
4. Geografische Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können
Methoden und Informationsmittel • Methoden der geografischen Feldforschung anwenden.
• räumliche Daten interpretieren, weiterverarbeiten und darstellen.
• geografische Informationsmittel wie beispielsweise Karten, Luft- und Satellitenbilder, Web-GIS oder
GIS handhaben.
FB KLT FÜR DAS FACH GEOGRAFIE (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Geografie vertieft Bildungsziele des Grundlagenfachs. Es werden ausgewählte Themen und Fragestellungen aus den
Bereichen der physischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder bearbeitet. Das Ergänzungsfach führt die Schülerinnen und
Schüler näher an die wissenschaftliche und fachspezifische Methodik heran. Die Schülerinnen und Schüler erhalten vermehrt Freiräume für
die selbstverantwortliche, durch die Lehrperson begleitete Auseinandersetzung mit geografischen Fragestellungen. Besonderes Gewicht soll
dem Bezug zu aktuellen Themen und der Vermittlung methodischer Kompetenzen beigemessen werden.
• Wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren sowie Lösungen abwägen
Analytische Fähigkeit
• Räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln
• Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen
• Theoriebezogen analysieren und argumentieren
• Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und interpretieren
• Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen
1. Ausgewählte Themen mit
Bezug zur physischen Geografie
Teilgebiete zur Auswahl: • geografische Informationsmittel anwenden.
• die Umwelt gezielt beobachten und Wahrnehmungen ausdrücken.
• naturwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Messung, Bildanalysen) begründet einsetzen.
• naturwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. Ökosysteme, geomorphologische Systeme)
• physische Zusammenhänge mit Bezug zu Theorien erklären.
• Folgen von natürlichen Prozessen (z.B. Permafrostbildung, atmosphärische Zirkulation) abschätzen
• Lösungsansätze für ökologische Probleme erarbeiten.
1.1 Naturräumliche Strukturen
1.2 Naturräumliche Prozesse und
Wechselwirkungen
1.3 Umwelt und Gesellschaft
1.4 Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie
2. Ausgewählte Themen mit
Bezug zur Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • geografische Informationsmittel anwenden.
• menschliche Handlungsweisen gezielt beobachten und Wahrnehmungen ausdrücken.
• sozialwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Befragung, Textanalysen)
begründet einsetzen.
• sozialwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. politische Systeme, Stadttypen) erfassen.
• gesellschaftliche Zusammenhänge mit Bezug zu Theorien erklären.
• eigene und fremde Standpunkte hinterfragen und beurteilen.
• Folgen von gesellschaftlichen Prozessen (z.B. demografische Entwicklung, Massentourismus) abschätzen und beurteilen.
• Lösungen für Entwicklungsprobleme und Konflikte erarbeiten.
2.1 Räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen
2.2 Wechselwirkungen menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen
2.3 Kulturelle Vielfalt
2.4 Gesellschaft und Umwelt
2.5 Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie
FB KLT FÜR DAS FACH GESCHICHTE (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 2 2
Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität)
in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen
Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil sie erkennen, dass alle Informationen
ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf
ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein und sind
in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation
neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen.
Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung
Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen
Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
• Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln
• Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
• Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
• Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
• Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können
• Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
• Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
1. Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Quellen und Zeugnisse der
Vergangenheit
• die wichtigsten Quellengattungen nennen und deren Merkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und
Quelleninterpretation darlegen.
• den Informationsstand, den Ideologie- und Bildungshintergrund sowie die Absicht der Quellenautorinnen und Quellenautoren kritisch hinterfragen (Quellenkritik).
• aus Quellen durch eigene Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbstständig Bezüge zum weiteren
historischen Kontext herstellen (Quelleninterpretation).
• durch historisches Lernen vor Ort, im öffentlichen Raum, im Museum, am Objekt die eigene Umwelt
als historisch geprägten Raum verstehen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
1.2 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher)
• aus den verschiedenen Darbietungsformen (z.B. Text, Diagramm, Schaubild, Karten) die relevanten
Informationen beziehen und nach Prioritäten ordnen.
• selbstständig Materialien finden und deren Informationsgehalt auf eine bestimmte Fragestellung (z.B.
Geschlechter-, Technik-, Umwelt- oder Kulturgeschichte) hin beurteilen.
1.3 Nicht wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik,
Spiele, Comics, Games)
• deren Aussage zu historischen Gegebenheiten einstufen.
• deren Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Geschichtsbildes reflektieren.
2. Fakten und Zusammenhänge Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Orientierung in Raum und Zeit • wichtige Ereignisse und Entwicklungen auf der Zeitachse und im geografischen Raum zuordnen und
• die Bedingtheit historischer Prozesse in Abhängigkeit von räumlichen, wirtschaftlichen und politischen
Gegebenheiten erkennen.
2.2 Kenntnisse der wichtigen
gegenwartsrelevanten Prozesse, Ereignisse und Strukturen
• historische Veränderungen anhand verschiedener Ursachen erklären (Multikausalität) und die gegenseitige Beeinflussung der Teilursachen erläutern (Interdependenz).
• historische Strukturen, Prozesse und Denksysteme auf bestimmte Fragestellungen hin (z.B. Ideengeschichte, Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte, Migrationsgeschichte) analysieren, vergleichen und exemplarisch vertiefen.
2.3 Macht und Herrschaft • Formen und Probleme von Macht und Machtbegrenzung erkennen.
• den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten und
politischer Macht analysieren.
• die Bedeutung von Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Wohlstand ein-
2.4 Geschichte der Schweiz und
Politische Bildung
• die für die Schweiz spezifischen historischen Entwicklungen darlegen und mit den historischen Entwicklungen anderer Staaten vergleichen.
• die politischen Strukturen und Prozesse der Schweiz analysieren und exemplarisch vertiefen.
• die eigene Rolle bei der Mitgestaltung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie reflektieren.
3. Nachdenken über
Geschichte Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Geschichtsschreibung allgemein
• verschiedene thematische Zugänge (z.B. Ereignis- und Strukturgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte, Migrationsgeschichte) erken-
• Möglichkeiten und Grenzen der historischen Forschung beurteilen.
3.2 Funktionen der Geschichte in
Politik und Gesellschaft
• die Bedeutung der Geschichte für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und ihrer Abgrenzung nach
aussen darlegen.
• an Beispielen aufzeigen, wie die Geschichte politisch instrumentalisiert werden kann.
• die Wirkung von Geschichtsbildern auf das politische Handeln analysieren.
FB KLT FÜR DAS FACH GESCHICHTE (ERGÄNZUNGSFACH)
Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht,
dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen
unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer
Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt.
Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen.
• Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen
• Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen
Analytische Fähigkeit
• Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren
• Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden
• Vernetzt und interdisziplinär denken
• Argumentationsstrategien dekonstruieren
• Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
• Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten
• Elektronische Informationsmittel nutzen
1. Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • Quellenbestände auf selbstständig entwickelte Fragestellungen hin analysieren und historische
Schlüsse ableiten.
• die Hintergründe der Entstehung, die spezifischen Merkmale und die Wirkungsgeschichte ausgesuchter historischer Materialien (z.B. Texte, Bilder, Filme) analysieren.
• die besonderen Eigenheiten ausgewählter historischer Materialien (z.B. Texte, Bilder, Tondokumente,
Filmdokumente, Zeitzeugenbefragungen) diskutieren und deren Potential und Grenzen für die historische Analyse beurteilen.
• die Geschichtsschreibung auf Grund der Umstände ihrer Entstehung analysieren und beurteilen,
welchen Einfluss die politischen Rahmenbedingungen, die kulturellen Traditionen, die wissenschaftlichen Strömungen sowie das Vorhandensein und die Verfügbarkeit von Quellen auf die Geschichtsschreibung haben.
1.1 Methodische Quellenanalyse
1.2 Geschichte als Konstrukt
2. Macht und Herrschaft Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • Ursachen und Ablauf historischer Entwicklungen, strukturelle Muster und deren Folgen in ihrer Komplexität analysieren.
• Vergleiche zwischen verschiedenen historischen Situationen und Entwicklungen ziehen.
• Kontinuitäten und Brüche historischer Entwicklungen diskutieren.
• die Bedeutsamkeit von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien beurteilen.
• historische Situationen und Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen.
2.1 Politische, wirtschaftliche,
soziale und kulturelle Entwicklungen seit 1945 (Zeitgeschichte)
2.2 Geschichte aussereuropäischer Regionen und Kulturen
3. Kontinuität und Wandel Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl: • Triebkräfte historischen Wandels erläutern und einordnen.
• diesen Wandel und dessen Auswirkungen anhand von Zeitdokumenten analysieren.
• Kontinuitäten, Brüche und deren Auswirkungen auf die heutige Zeit diskutieren.
• die Auswirkungen kultur- bzw. mentalitäts- und alltagsgeschichtlicher Entwicklungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft beurteilen.
3.1 Historische Längsschnitte
über längere Zeiträume zu
ausgewählten Fragestellun-
3.2 Alltags-, kultur- und mentalitätsgeschichtliche Themen
(Historische Anthropologie)
FB KLT FÜR DAS FACH GRIECHISCH (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 4 (Freifach) 4 (Freifach) 4 4
Die Schülerinnen und Schüler lernen durch den Sprachunterricht im Griechisch eine Vielfalt an Substantiv- und noch mehr an Verbformen
kennen, die in den modernen Sprachen oft nur noch in Spuren vorhanden sind. Der Griechischunterricht lässt die Geschichtlichkeit von Sprache begreifen und macht die Entwicklung von Sprachstrukturen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler erkennen daraus, dass jede Sprache
und jede Zeit die Wirklichkeit auf ihre eigene Weise fasst und somit jede Übersetzung bereits eine Interpretation ist.
Im Griechischunterricht erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie die griechische Kultur in Literatur Philosophie, Kunst und Religion als
Grundlage der europäischen Kultur bis heute nachwirkt. Dadurch gewinnen sie ein besseres Verständnis der modernen Welt und gleichzeitig
eine kritische Distanz zu ihrer eigenen Zeit.
Insbesondere der Mythos hat in allen Zeiten der griechischen Kulturgeschichte eine wichtige Bedeutung gehabt. Über die Vermittlung der
Römer sind viele griechische Mythen und mythologische Motive bis heute wichtig geblieben, wenn auch oft ohne Kenntnis ihres ursprünglichen Zusammenhangs. In der Lektüre griechischer Texte können einzelne bekannte, aber auch unbekannte Mythen in ihrer Ursprünglichkeit
erfasst werden.
Durch die Auseinandersetzungen mit griechischen Texten werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, die eigenen Traditionen, Haltungen
und Errungenschaften kritisch in Frage zu stellen.
Die verschiedenen Wissensbereiche, die sich heute auseinanderentwickelt haben, waren bei den Griechen noch eng verbunden. Der Griechischunterricht schärft durch das Denken über die Fachgrenzen hinaus und durch Zusammenarbeit mit anderen Fächern das Bewusstsein
für diese Zusammenhänge.
Der Griechischunterricht vermittelt einen Überblick über schriftliche Erzeugnisse mehrerer Jahrhunderte, von der vorhomerischen Zeit, den
Werken Homers, der klassischen und nachklassischen Periode und des Christentums bis in die byzantinische und frühe Neuzeit.
Aufgrund der Lektüre von griechischen Originaltexten, Übersetzungen oder Zusammenfassungen kennen die Schülerinnen und Schüler die
wesentlichen Inhalte und können die Texte in ihrem historischen Kontext einordnen, sie durch Entsprechungen und Differenzen in Bezug
setzen zu ihrer eigenen Lebenswelt und daraus Erkenntnisse zu ihrer Lebensgestaltung ableiten.
• Ein unterschiedliches Verständnis der Welt – vom stärker mythologisch geprägten, über das mystische bis hin zum analytischen – erfassen
• Erkennen, wie aufgrund einer sich verändernden Fragestellung die Griechen begannen, das Wesentliche in den Phänomenen zu suchen
• Sich bewusst sein, wie weit auch geografisch gestreut (von Kleinasien über das griechische Kernland bis Süditalien) griechische literarische
Werke hervorgebracht wurden
• Nach den Leitgedanken „Nichts zuviel“ und „Erkenne dich selbst“ oder dem Begriff der Hybris nach Mass, Mitte und Zurückhaltung streben
• Gegenüber Fremden tolerant sein durch vorurteilsfreie Auseinandersetzung (humanistische Grundhaltung)
• Mit der Kenntnis des Grundwortschatzes und der Wortbildungslehre wissenschaftliche Fachsprachen besser verstehen
• Durch analytische Auseinandersetzung mit Sprache und ständiger Übung in Übersetzungstechnik leichter mit System Fremdsprachen ler-
• Besseres Verständnis insbesondere für die osteuropäischen Sprachen mit ihren teilweisen Parallelen gewinnen
• Mit Online-Datenbanken durch den Gebrauch von webbasierten Wörterbüchern, Texten und Sachinformationen sicher umgehen
• Bei der Erkundung der Welt staunen und intellektuelle Neugier entwickeln
• In der Begegnung mit der sprachlich-formalen Vielfalt Freude gewinnen an einer eigenen vielfältigen sprachlichen Ausdrucksform
• Gegenüber anderen Weltanschauungen durch den Vergleich antiker und moderner Wertvorstellungen offen und tolerant sein
• Exaktes, konzentriertes und ausdauerndes Arbeiten an Texten pflegen
1. Sprach- und Textarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Wortschatz • die enorme Vielfalt der Formen und starken dialektalen Ausprägungen auch als frühzeitliche Spracherscheinung würdigen.
• mit der vergleichsweise geringeren sprachlichen Formenstrenge umgehen.
• nach den Prinzipien der Wortbildungslehre Wörter formal einordnen und ihre Bedeutung erschlies-
• Wortbedeutungen analysieren oder aufgrund von Metonymie und Metapher erweitern.
• die Bedeutungen moderner wissenschaftlicher Fachbegriffe in Technik und Medizin im Deutschen
und in den gängigen Fremdsprachen erschliessen und erklären.
1.2 Funktion sprachlicher Ausdrucksformen
• die Gesetzmässigkeiten verschiedener gängiger metrischer Schemata erkennen und ihre Wirkungen
• die gängigen Versmasse rhythmisch korrekt lesen.
• die wichtigsten Tropen und Figuren identifizieren und ihre Wirkung für die Textaussage formulieren.
1.3 Übersetzungstechnik • einen Text inhaltlich verstehen und seinen Aufbau sprachlich-formal und syntaktisch analysieren.
• einen Originaltext sachrichtig und präzise in angemessenes Deutsch übertragen.
• anhand ihrer Kenntnisse in einer Übersetzung gezielt inhaltliche Akzente setzen.
• verschiedene Übersetzungen eines griechischen Originals beurteilen.
1.4 Umgang mit Texten • auch längere Texte in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und Original mithilfe von Wörterbüchern und Kommentaren in ihrem wesentlichen Inhalt überblicken und den spezifischen Einzelheiten
• die Textsorte aufgrund des durch die erstmalige sprachliche Ausprägung unterschiedlicheren Wortschatzes (z.B. für Epos, Philosophie und Drama) identifizieren.
• einen Text aus der weit mehr als 1'000 Jahre umfassenden literarischen Produktion seiner Epoche
grob zuordnen.
2. Thematische Arbeit Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Mythenrezeption • die wichtigen auch heute noch bekannten Mythen motivgeschichtlich und inhaltlich erklären.
• bildliche Darstellungen auf Vasen oder durch Plastiken den entsprechenden Mythen zuordnen.
2.2 Alltag und Gesellschaft • verschiedene Aspekte des griechischen und, wenn möglich, byzantinischen Alltags (z. B. Erziehung,
Bewältigung der Arbeit, Stellung der Frau, Wohn- und Esskultur) aufzeigen.
• mit Übersetzungen, bildlichen Darstellungen und archäologischem Material einen Bezug herstellen
zur eigenen heutigen Lebenswelt.
• Fragen des menschlichen Zusammenlebens in verschiedenen Situationen und Zeiten im Hinblick
auf ihre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Ursachen analysieren und beurteilen.
• die zeitgeschichtliche Verankerung von Lebensverhältnissen (etwa der bei Homer beschriebenen
Gesellschaftsstruktur gegenüber der Menanders) und die daraus resultierenden Chancen und Beschränkungen beschreiben und beurteilen.
2.3 Existenzielle Grundfragen • die menschlichem Handeln zugrunde liegenden Wertvorstellungen beschreiben und die sich daraus
ergebenden Motive für einzelne Handlungen analysieren und beurteilen.
• den Wertewandel beschreiben und dessen Ursachen aufzeigen.
• verstehen, dass die Grundfragen menschlicher Existenz bedingt sind durch die spannungsreichen
Beziehungen des Menschen zum Kosmos, zur Religion und zu den Mitmenschen.
2.4 Weltverständnis • Elemente erkennen, die zur Konstruktion der Welt- bzw. Jenseitsvorstellungen notwendig sind und
deren zeitliche Veränderbarkeit verstehen.
• den Zusammenhang zwischen Religion und Weltverständnis beschreiben und zur eigenen Lebenssituation in Bezug setzen.
• die Auswirkungen neuer Erkenntnis oder eines sich wandelnden Selbstbildes abschätzen und die
dadurch entstehenden Veränderungen und Ausdrucksformen in der Entwicklung von Wissenschaft
und Kunst skizzieren.
FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (OBLIGATORISCHES FACH)1
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der
Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen
wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die
Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang
mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode
neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese
praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen
andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
• Strukturiert denken
• Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
• Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
• Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
• Lösungen in Gruppen erarbeiten
• Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
• Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
• Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
• Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
• Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
• Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
• Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
1 Der fb KLT für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18
beziehungsweise 2018/19 begonnen haben.
• Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
• Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
1. Algorithmen und Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können
1.1. Algorithmen • definieren, was ein Algorithmus ist.
• einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.
• einfache Algorithmen interpretieren.
• einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
1.2. Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen verstehen.
• für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
1.3. Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen.
• Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren.
• modular programmieren.
• syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.
2. Daten, Information, Wissen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1. Repräsentation von Informa-
• digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
• Information und Daten voneinander abgrenzen.
• Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
• verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.
2.2. Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen.
• verschiedene Codierungen verstehen und anwenden.
2.3. Datenbanken • eine Datenbankabfragesprache einsetzen.
• Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen.
3. Systeme, Vernetzung und
Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler können
3.1. Computersystem • die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.
• das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
3.2. Computernetzwerke • den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären.
• verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.
• die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben.
• eine Netzwerkumgebung analysieren.
3.3. Verschlüsselung • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
• die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen.
• geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden.
3.4. Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären.
• geeignete Schutzmassnahmen treffen.
4. Modellierung und Simulation Die Schülerinnen und Schüler können
4.1. Modellierung • einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.
4.2 Simulation und Visualisierung • Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren.
5. Aspekte der Informationsgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
5.1. Projektentwicklung • kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.
• Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
5.2. Kollaboration • verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.
• die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären.
5.3. Recht und Wirtschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
• Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet
bewerten und darauf reagieren.
FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (OBLIGATORISCHES FACH)
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der
Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen
wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen
Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen
sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie
erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht
universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum
für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die
technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den
Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen
andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
• Strukturiert denken
• Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
• Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
• Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
• Lösungen in Gruppen erarbeiten
• Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
• Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt
• Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
• Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen
• Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
• Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
• Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
• Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
• Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
1. Algorithmen und Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können
1.1. Algorithmen • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.
• einfache Algorithmen interpretieren.
• Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren.
1.2. Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen einsetzen.
• für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
1.3. Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen.
• Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren.
• modular programmieren.
• syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.
2. Daten, Information, Wissen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1. Repräsentation von Informa-
• digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
• Information und Daten voneinander abgrenzen.
• Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
• verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.
2.2. Codierung • Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Umwandlungen durchführen.
2.3. Datenbanken • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen.
• eine Datenbankabfragesprache einsetzen.
3. Systeme, Vernetzung und
Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler können
3.1. Computersystem • die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben.
• das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
3.2. Computernetzwerke • eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren.
• das Zusammenspiel von Netzwerken erklären.
• verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden.
• die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben.
3.3. Verschlüsselung • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
• die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen.
• Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden.
3.4. Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären.
• geeignete Schutzmassnahmen treffen.
4. Modellierung und Simulation Die Schülerinnen und Schüler können
4.1. Modellierung • Unterschiede und Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären.
4.2 Simulation • einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren.
5. Aspekte der Informationsgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
5.1. Automatisierung • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
5.2. Kollaboration • ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen.
• die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären.
5.3. Recht, Wirtschaft, Gesell-
• wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
• Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet
bewerten und darauf reagieren.
FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (ERGÄNZUNGSFACH)
Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das
Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen.
Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur
Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme.
Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar.
Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine
direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind.
Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen
eignen, findet eine Vertiefung statt.
• Probleme analysieren, strukturieren und modellieren
• Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
• Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich verständlich formulieren
• Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen
• Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen
• Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragen
1. Grundlagen und Konzepte Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
1.1 Theoretische Informatik
• aus den behandelten Themen die Bedeutung von fundamentalen Begriffen erklären (z.B.
Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register).
• aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B.
reguläre Ausdrücke, Automaten, Client-Server, von-Neumann-Architektur).
• aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen.
1.2 Netzwerke
1.3 Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte
Systeme, Expertensysteme)
1.4 Digitaltechnik und Rechnerstruktur
2. Information Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
2.1 Informationsrepräsentation • Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert).
• für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen,
Baumstrukturen).
• die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit
• Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur).
2.2 Datenstrukturen
2.3 Datenbanken
2.4 Datensicherheit
3. Automation Die Schülerinnen und Schüler können
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
3.1 Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Graphentheorie, Kryptologie, Komprimierung, Betriebssysteme,
Kommunikation)
• Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.
• gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren.
• die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn anwenden.
3.2 Programmieren, exemplarische Implementierung von
Algorithmen
• Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung,
Modularisierung).
• exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren,
Suchen).
3.3 Projektentwicklung • Informatiklösungen planen und umsetzen.
FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 0.5 0.5 0.5
Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das Eintrittsniveau der Schülerinnen und Schüler im Instrumentalunterricht ist aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung sehr divergent.
Das Grundlagenfach Musik spielt im schulischen Fächerkanon eine wichtige Rolle bei der Herausbildung und Entwicklung von Elementen der
ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Seine Ziele sind die Erweiterung des künstlerischen
Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit, die Entwicklung reflektierter, kritischer Offenheit und
Toleranz gegenüber der Vielfalt kultureller Erscheinungsformen sowie einer differenzierten Hörfähigkeit.
Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken sowie den bewussten Umgang mit dem eigenen
Körper und der Atmung. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und
das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Der Instrumentalunterricht schafft damit die musikalischen und instrumentaltechnischen Voraussetzungen für nachhaltige und selbstständige musikalische Aktivität in Familie und Gesellschaft.
Erreicht werden diese Ziele durch die musikalische und technische Grundausbildung auf dem Instrument beziehungsweise im Sologesang, die
Erarbeitung und Pflege eines Repertoires von Musikstücken aus allen für das jeweilige Instrument relevanten Stilen und Epochen der Musik
der Neuzeit sowie den Aufbau grundlegenden instrumentalspezifischen Wissens in Ergänzung zu den vom Fach Musik vermittelten Inhalten.
• Über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausü-
• In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Die emotionale Ausdrucksfähigkeit sowie die kreative und intellektuelle Neugier entwickeln
• Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
• Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
• Sich in reflektierter Form über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
• Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbstständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument auf einem gegenüber ihrem Eintrittsniveau technisch fortgeschrittenen Stand spielen
(Fortschritt mindestens zwei Stufen gemäss Kompetenzraster Instrumentalunterricht Gymnasium
Aargau).
• ein grundlegendes Repertoire an wirksamen Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden.
1.2 Körper und Atmung • ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen.
• ihren Körper und ihre Atmung bewusst zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen.
1.3 Interpretation • einen musikalischen Text von erreichbarem Schwierigkeitsgrad selbstständig lesen und stilbewusst
• für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Ideen formulieren.
• bei dessen Umsetzung einen individuellen und auf ein Publikum gerichteten Ausdruck einfliessen
1.4 Selbstwahrnehmung • die Differenz zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren bewusst wahrnehmen.
• eine eigene Leistung beschreiben und einordnen.
2.1 Individuelles Musizieren • Musik aus möglichst allen für das jeweilige Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen erarbei-
• ein aktives Repertoire von Musikstücken aus verschiedenen Stilen und Epochen vorweisen.
• über ihre individuellen musikalischen Zukunftsperspektiven nach der Schulzeit Auskunft geben (z.B.
Fortsetzung des Unterrichts, Musizieren in möglichen Ensembles).
2.2 Gemeinsames Musizieren • mit anderen Menschen zusammen musizieren.
2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie einfachen Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen.
• ihnen bekannte einfache Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif spielen.
• verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze praktizieren.
2.4 Vorspielen • in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten Werke vortragen.
• kürzere Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau auswendig vortragen.
3. Instrumentenspezifische
theoretische Grundlagen* Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf
dem Instrument realisieren.
• Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren.
3.2 Rhythmik • die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden.
• dem erreichten instrumentalen Niveau entsprechende Rhythmen erkennen und realisieren.
3.3 Klang • Klangfarben unterscheiden und beschreiben.
4. Instrumentenspezifische
Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • über elementare biografische Angaben zu den für ihr Instrument wichtigsten Komponisten Auskunft
• sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
• verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen.
4.2 Instrumentenkunde und -
• die Entstehung, Entwicklung, Bauweise und die physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres
Instruments beschreiben.
• ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen.
• die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwen-
*Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik.
FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (SCHWERPUNKTFACH)
Wochenlektionen 1 1
Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die
musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes
Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das erwartete Eintrittsniveau im Fach Instrumentalunterricht
entspricht mindestens der Kompetenzstufe IU Gym AG 2.
Das Schwerpunktfach Musik leistet einen substanziellen Beitrag zur Studierfähigkeit und zur Wissenschaftspropädeutik. Im Gegensatz zum
Grundlagenfach sind im Schwerpunktfach für die Kompetenzen in den Lerngebieten 1 (Instrumentalspiel) und 2 (Musizierpraxis) Standards zu
erreichen. Anders als im Grundlagenfach bereitet der Instrumentalunterricht verstärkt auf ein Studium im Instrumentalfach vor.
Der Instrumentalunterricht fördert im Schwerpunktfach die Erweiterung des künstlerischen Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit sowie die Selbstständigkeit und Kreativität in der Anwendung entwickelter Erarbeitungs- und Übtechniken.
Erreicht werden diese Ziele durch eine erhebliche Weiterentwicklung und Vertiefung der instrumentaltechnischen Fertigkeiten, die Pflege und
Erweiterung eines aktiven und sich dynamisch weiterentwickelnden Repertoires mit Werken aus mindestens drei verschiedenen Stilen/Epochen sowie die Erfahrung authentischer musikalischer Erlebnisse durch Konzertbesuche, aktives Musizieren und eigene Auftritte.
• Über ein Verständnis des ganzheitlichen Zusammenhangs von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit
verfügen
• Mit anderen Menschen gemeinsame Projekte erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen beziehungsweise in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte
Funktion ausüben
• In einen Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachsprachlichen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können
• Die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken
• Die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln
• Einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln
Erarbeitungs- und Auftrittskompetenz
• Länger dauernde Lernprozesse selbstständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen vertiefen
• Erarbeitetes vor Publikum vortragen
• Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
• Mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert umgehen
• Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzraster IU Gym AG 4)
spielen.
• ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden.
1.2 Körper und Atmung • ihren Körper und ihre Atmung kompetent und physiologisch angemessen zugunsten einer vertieften
musikalischen Aussage einsetzen.
1.3 Interpretation • die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Leitideen formulieren.
• der von ihnen gespielten Musik individuellen musikalischen Ausdruck verleihen.
• ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad aus dem Notentext selbstständig und stilbewusst erarbeiten.
1.4 Selbstwahrnehmung • sich objektivierend zuhören und das eigene Spiel kritisch reflektieren.
• eine eigene Leistung angemessen sowie unter Verwendung der korrekten Fachterminologie beurtei-
2.1 Individuelles Musizieren • Werke aus mindestens drei für ihr Instrument relevanten Stilen/Epochen vortragen.
• ein aktives Repertoire von anspruchsvolleren Musikstücken aus verschiedenen Stilen/Epochen pflegen und weiter entwickeln.
• über ihre individuellen instrumentalen Entwicklungsperspektiven Auskunft geben (z. B. Musizieren in
möglichen Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen).
2.2 Gemeinsames Musizieren • auf fortgeschrittenem Niveau mit anderen Menschen zusammen musizieren.
2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen.
• ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument in verschiedenen Tonarten aus dem Stegreif musizieren und variieren.
• verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze benennen und
praktizieren.
2.4 Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung
• mindestens ein Werk ihres Repertoires auswendig vortragen.
3. Instrumentenspezifisch
vertiefte theoretische
Grundlagen*
3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf
dem Instrument realisieren.
• Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren.
• die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen.
• sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige harmonische Kenntnisse ausweisen.
3.2 Rhythmik • kompetent mit Metrum, Rhythmus und Taktarten umgehen.
• dem erreichten instrumentalen Niveau und Repertoire entsprechende Rhythmen erkennen und reali-
3.3 Klang • eine Vielfalt von Klangfarben unterscheiden, adäquat beschreiben sowie die Instrumente des Symphonieorchesters und der gängigsten Formationen in anderen stilistischen Bereichen hörend erken-
• über die Techniken zur Erzeugung verschiedener Klangfarben auf ihrem Instrument Auskunft geben.
4. Vertiefte instrumentenspezifische Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • über die wesentlichen biografischen Angaben zu den für ihr Instrument wichtigsten Komponisten
• sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von Hauptwerken für ihr Instrument sowie über
ein grundlegendes historisches Umfeldwissen zu diesen und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
• die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen benennen und musikhistorisch richtig einordnen.
4.2 Instrumentenkunde und
• über die Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise ihres Instruments vertieft Auskunft geben.
• ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen.
• die instrumentenspezifische Fachterminologie korrekt anwenden.
• in Bezug auf ihr Instrument differenzierte Auskunft über Theorie und Praxis der Klangerzeugung
erteilen.
*Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik.
FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (ERGÄNZUNGSFACHFACH)
Wochenlektionen 1
Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die
musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes
Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das erwartete Eintrittsniveau im Fach Instrumentalunterricht
entspricht mindestens der Kompetenzstufe IU Gym AG 2.
Das Ergänzungsfach Musik vertieft und ergänzt die fachliche Grundausbildung mit besonderem Fokus auf zwei selbst gewählte thematische
Schwerpunktbereiche. Im Gegensatz zum Grundlagenfach sind im Ergänzungsfach für die Kompetenzen in den Lerngebieten 1 (Instrumentalspiel) und 2 (Musizierpraxis) Standards zu erreichen.
Der Instrumentalunterricht fördert im Ergänzungsfach die Erweiterung des künstlerischen Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit sowie die Selbstständigkeit und Kreativität in der Anwendung entwickelter Erarbeitungs- und Übtechniken.
Erreicht werden diese Ziele durch die Weiterentwicklung und Vertiefung der instrumentaltechnischen Fertigkeiten, die Pflege und Erweiterung
eines aktiven und sich dynamisch weiterentwickelnden Repertoires mit Werken aus mindestens zwei verschiedenen Stilen/Epochen sowie die
Erfahrung authentischer musikalischer Erlebnisse durch Konzertbesuche, aktives Musizieren und eigene Auftritte.
Reflexive Kompetenz
• Über ein vertieftes Verständnis des ganzheitlichen Zusammenhangs von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer
Tätigkeit verfügen
• Mit anderen Menschen gemeinsame Projekte erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen beziehungsweise in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte
Funktion ausüben
• In einen Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachsprachlichen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
• Die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken
• Die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln
• Einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln
Erarbeitungs- und Auftrittskompetenz
• Lernprozesse selbstständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen vertiefen
• Erarbeitetes vor Publikum vortragen
• Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
• Mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent umgehen
• Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
• Eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzraster IU Gym AG 3)
spielen.
• ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden.
1.2 Körper und Atmung • ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten einer vertieften
musikalischen Aussage einsetzen.
1.3 Interpretation • die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Leitideen formulieren.
• der von ihnen gespielten Musik individuellen musikalischen Ausdruck verleihen.
• ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad aus dem Notentext selbstständig und stilbewusst erarbeiten.
1.4 Selbstwahrnehmung • sich objektivierend zuhören und das eigene Spiel kritisch reflektieren.
• eine eigene Leistung angemessen und unter Verwendung fachterminologischer Begriffe beschreiben.
2.1 Individuelles Musizieren • Musikstücke aus mindestens zwei selbst gewählten Schwerpunktgebieten unterschiedlicher Stilrichtung vortragen.
• ein aktives Repertoire von anspruchsvolleren Musikstücken aus verschiedenen stilistischen Bereichen
pflegen und weiter entwickeln.
• über ihre individuellen instrumentalen Entwicklungsperspektiven Auskunft geben (z. B. Musizieren in
möglichen Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen).
2.2 Gemeinsames Musizieren • mit anderen Menschen zusammen musizieren.
2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen.
• ihnen bekannte einfachere Melodien auf ihrem Instrument in mehreren Tonarten aus dem Stegreif
musizieren und variieren.
• verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze benennen und
praktizieren.
2.4 Vorspielen • in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.
• mindestens ein Werk ihres Repertoires auswendig vortragen.
3. Instrumentenspezifisch
vertiefte theoretische
Grundlagen*
3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf
dem Instrument realisieren.
• Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren.
• die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen.
• sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige harmonische Kenntnisse zum Verständnis
der von ihnen erarbeiteten Literatur ausweisen.
3.2 Rhythmik • kompetent mit Metrum, Rhythmus und Taktarten umgehen.
• dem erreichten instrumentalen Niveau und Repertoire entsprechende Rhythmen erkennen und reali-
3.3 Klang • Klangfarben unterscheiden, beschreiben sowie die Instrumente des Symphonieorchesters und der
gängigsten Formationen in anderen stilistischen Bereichen hörend erkennen.
• über die Techniken zur Erzeugung verschiedener Klangfarben auf ihrem Instrument Auskunft geben.
4. Vertiefte instrumentenspezifische Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • sich über vertieftes Hintergrundwissen in mindestens zwei selbst gewählten Schwerpunktbereichen
• sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von Hauptwerken für ihr Instrument sowie über
ein grundlegendes historisches Umfeldwissen zu diesen und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
• die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen musikhistorisch richtig
4.2 Instrumentenkunde und
• über die Entstehung und Entwicklung ihres Instruments Auskunft geben.
• ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen.
• die instrumentenspezifische Fachterminologie korrekt anwenden.
• in Bezug auf ihr Instrument Auskunft über Bauweise und Klangerzeugung geben.
*Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik.
FB KLT FÜR DAS FACH ITALIENISCH (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 3 3
Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur
mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesregionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der
historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache. Sie tragen so zur allgemeinen Studierfähigkeit bei.
Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Am
Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die
es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen.
Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnismittel, als Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er
fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren, sich adäquat auszudrücken und andere zu verstehen. Der Italienischunterricht vermittelt
mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen; mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen
und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der
kreativen Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen.
Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film,
Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.
• Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen
• Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen
• Die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern
• Das vergleichende Sprachdenken vertiefen
• Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen
• Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
• Umgang mit Multimediatechnologien (z. B. Video, Audio) verfeinern
• Bibliotheks- und Feldrecherchen anstellen und Hilfsmittel bewusst einsetzen
• Mit Quellen korrekt umgehen
• Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und
Zusammenhänge einbringen
1. Sprache und
Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen sicher anwenden.
• einzeln und in Lerngruppen grammatikalische Probleme erkennen, erarbeiten und präsentieren.
1.2 Wortschatz • den bestehenden Wortschatz festigen.
• sich neuen Wortschatz aneignen.
• sich mit einem differenzierten Wortschatz situationsgerecht und angemessen ausdrücken.
1.3 Sprachreflexion • unterschiedliche Sprachebenen erkennen.
• wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.
• ausgewählte Textpassagen in die Ziel- und Muttersprache übersetzen.
2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören • korrektem Standarditalienisch folgen (z.B. Nachrichtensendungen, Spielfilme).
• offen und kritisch zuhören.
• das Sprechen anderer im Wesentlichen reflektieren und beurteilen.
2.2 Sprechen • korrektes Standarditalienisch sprechen.
• eigene Gefühle, Bedürfnisse, Ideen und Ansichten sach- und situationsgerecht äussern.
• im Klassenverband, in Kleingruppen und in Partnerarbeit diskutieren und komplexere Ergebnisse vortra-
• Referate zu verschiedenen Themen halten.
2.3 Lesen • mittelschwere nicht literarische Texte verstehen und einordnen (z.B. Textsortenzugehörigkeit).
• einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen.
• einen Text selbstständig und kritisch lesen sowie sinngemäss interpretieren.
• die Struktur und Argumentationsweise eines Textes analysieren.
• sinngebend vorlesen.
2.4 Schreiben • verständliche und logisch gegliederte Texte verfassen.
• verschiedene Textsorten verfassen (z.B. Bericht, Erörterung, Rede, Zusammenfassung, Feedback).
3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• literarische Texte selbstständig lesen und kritisch interpretieren.
• ausgewählte Grundbegriffe der Interpretation sinnvoll anwenden (z.B. aus Erzählforschung, Gattungstheorie, Psychoanalyse).
• Sekundärliteratur sinnvoll nutzen.
• die für ein globales Textverständnis erforderlichen Informationen beschaffen.
3.2 Literaturgeschichte • ausgewählte Texte aus der modernen und zeitgenössischen Literatur Italiens und der Schweiz (20./21.
Jahrhundert) verstehen.
• ausgewählte Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert als solche erkennen und verstehen.
3.3 La civiltà italiana • wichtige geopolitische Gegebenheiten verstehen (z.B. Tessin und Südbünden; das Nord-Süd-Gefälle in
Italien).
• Hauptmerkmale der Italianità (z.B. Kunst/Architektur, Musik, Film, Design, Mode, La cucina italiana) auf
ihre jeweilige regionale Herkunft und globale Relevanz hin einordnen.
• Italiens Rolle als Auswanderungsnation historisch begreifen und Querverbindungen zu aktuellen Gegebenheiten ziehen (z.B. späte Einheit, Rolle der Mafia in den USA).
FB KLT FÜR DAS FACH ITALIENISCH (SCHWERPUNKTFACH)
Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag an die
mehrsprachige und kulturell vielfältige Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesregionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Fremdsprachen-
und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein vertieftes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und eines historisch
gewachsenen Europas, indem sie die historisch bedeutsame Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache sichtbar machen. Sie
bereiten überdies auf ein anschliessendes Fachstudium des Italienischen vor.
Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen und
baut auf den im Freifach/Grundlagenfach Italienisch vorgängig erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache gekonnt zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit
und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen.
Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnismittel, als Kommunikationsmittel, als Machtmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel
bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen,
das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren sowie sich adäquat auszudrücken bzw. andere zu verstehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die
Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen resp. nichtliterarischen Texten aus verschiedenen Epochen sowie im Dialog mit
anderen Kunst- und Kulturformen. Dabei begegnen sie Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens,
die als Basis für das Hinterfragen der eigenen Welt und Wertvorstellungen dienen.
Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film,
Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.
• Vertiefte Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen
• Sensibilität für Einflüsse (z.B. historische, geographische, soziale) auf Sprache als Medium erwerben
• Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen
• Unterricht aktiv und kreativ mitgestalten
• Die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern
• Das vergleichenden Sprachdenken vertiefen
• Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen
• Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
• Umgang mit Multimediatechnologien (z.B. Video, Audio) verfeinern
• Bibliotheks- und Feldrecherchen anstellen und Hilfsmittel bewusst einsetzen
• Mit Quellen korrekt umgehen
• Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und
Zusammenhänge darlegen
• Verständnis für die Besonderheiten der mehrsprachige Schweiz zeigen
1. Sprache und
Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher
• einzeln und in Lerngruppen grammatikalische Probleme erkennen, erarbeiten und präsentieren.
1.2 Wortschatz • den bestehenden Wortschatz festigen.
• bestehendes Vokabular gezielt zur Erschliessung neuen Wortschatzes nutzen.
• sich mit einem differenzierten, breiten Wortschatz situationsgerecht und präzise ausdrücken.
1.3 Sprachreflexion • unterschiedliche Sprachebenen erkennen.
• stilistische und rhetorische Mittel erkennen und zuordnen.
• anspruchsvollere Textpassagen (auf fortgeschrittenem Niveau) in die Ziel- und Muttersprache überset-
2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören • korrektes Standarditalienisch mühelos verstehen (z.B. Nachrichtensendungen, Spielfilme).
• einer regionalsprachlich gefärbten Unterhaltung im Grossen und Ganzen folgen.
• offen und kritisch zuhören.
• das Sprechen anderer reflektieren und beurteilen.
2.2 Sprechen • korrektes Standarditalienisch sprechen.
• eigene Gefühle, Bedürfnisse, Ideen und Ansichten sach- und situationsgerecht äussern.
• im Klassenverband, in Kleingruppen und in Partnerarbeit diskutieren und komplexere Ergebnisse sicher
• inhaltlich und sprachlich anspruchsvolle Referate zu komplexen Themen halten.
2.3 Lesen • anspruchsvollere nicht literarische Texte verstehen und einordnen (z.B. Textsortenzugehörigkeit).
• einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen.
• einen Text selbstständig und kritisch lesen sowie sinngemäss interpretieren.
• die Struktur und die Argumentation eines Textes analysieren.
• sinngebend korrekt vorlesen.
2.4 Schreiben • verständliche und logisch gegliederte Texte verfassen.
• verschiedene Textsorten verfassen (z.B. Bericht, Erörterung, Rede, Zusammenfassung, Feedback).
3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• anspruchsvolle literarische Texte selbstständig lesen und kritisch interpretieren.
• wichtige Grundbegriffe der Interpretation sinnvoll anwenden (z.B. aus Erzählforschung, Gattungstheorie,
Psychoanalyse).
• Sekundärliteratur sinnvoll nutzen.
• die für ein vertieftes Textverständnis erforderlichen Informationen beschaffen.
3.2 Literaturgeschichte • Texte aus der modernen und zeitgenössischen Literatur Italiens und der italienischen Schweiz (20./21.
Jahrhundert) verstehen.
• Exemplarische Texte aus dem 14. Jahrhundert sowie aus mindestens einer weiteren Epoche vor dem 20.
Jahrhundert verstehen und literaturgeschichtlich einordnen.
3.3 La civiltà italiana • wichtige soziolinguistische, geographische und politische Gegebenheiten benennen und bewerten (z.B.
Tessin und Südbünden; das Nord-Süd-Gefälle in Italien; das italienische Mehrparteiensystem).
• die Rolle, Bedeutung und den substantiellen Beitrag des Italienischen zur kulturellen Vielfalt der Schweiz
verstehen und einordnen (z.B. in Kunst/Architektur, Literatur, Musik, Theater).
• Hauptmerkmale der Italianità (z.B. Kunst/Architektur, Musik, Film, Design, Mode, La cucina italiana) auf
ihre jeweilige regionale Herkunft und globale Relevanz hin einordnen.
• Italiens Rolle als Auswanderungsnation historisch begreifen und Querverbindungen zu aktuellen Gegebenheiten ziehen (z.B. späte Einheit, Rolle der Mafia in den USA).
• Zeitgenössische (Geschlechter-)Rollen- und Medienbilder kritisch hinterfragen (z.B. italienisches Fernsehen).
FB KLT FÜR DAS FACH LATEIN (SCHWERPUNKTFACH)
Die Schülerinnen und Schülern setzen sich aufgrund von Originaltexten und Übersetzungen mit der Denkweise und Lebenswelt verschiedener
historischer Epochen auseinander, die Latein als Schriftsprache verwendet haben. Sie erfahren, dass jede Epoche aufgrund des Erlebten
zentrale Themen formuliert, die für ihre Auseinandersetzung mit den Bedingungen menschlicher Existenz, der condicio humana, charakteristisch sind; andererseits reflektiert jede Epoche die ihr zugänglichen bestehenden Traditionen und führt diese weiter. Daher hat die antike und
christliche Suche nach Antworten auf die Grundfragen menschlicher Existenz die europäische Denktradition bis heute wesentlich geprägt. Die
Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihr auseinander, hinterfragen sie kritisch und leiten daraus Erkenntnisse über verschiedene Lebensgestaltungen ab. Diese bilden den Hintergrund für Reflexionen über ihre eigene Lebensgestaltung.
Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz, vertiefen ihre Sprachkenntnisse und verfeinern ihre Ausdrucksmöglichkeiten in der
Zielsprache Deutsch, um die Originaltexte sprachlich zu durchdringen und dem Inhalt in einer Übersetzung gerecht zu werden. Sie ordnen die
Texte in ihren literarischen und historischen Zusammenhang ein und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Auf diese Weise erkennen sie, dass heute getrennte Lebensbereiche eng miteinander verflochten waren, und lernen die daraus entstandenen Auswirkungen auf das
Zusammenleben der Menschen kennen. Auf diesem Hintergrund verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass jede Übersetzung bereits eine
Interpretation darstellt, da der eigene historische und kulturelle Kontext nicht ausgeschaltet und der fremde nie völlig durchdrungen werden
kann.
Die Schülerinnen und Schüler stellen Themen und Motive in einen Zusammenhang mit literarischen Werken und Kunstformen verschiedener
Epochen und erkennen, wie die Auseinandersetzung mit diesen Themen und Motiven für deren Rezeption und Weiterentwicklung gesorgt hat.
Sie lernen Fragestellungen entwickeln, die der literarischen und geschichtlichen und sprachlichen Situation der Texte angemessen sind.
• Sich in fremde Lebenswelten mit klaren Bezügen zur eigenen, aber auch wichtigen Unterschieden hineindenken
• Die ausgeprägte Struktur der lateinischen Sprache und die systematische Argumentationsweise für den Aufbau eigener präziser Denkkategorien nutzen
• Persönliche Ansichten und Meinungen aufgrund der Auseinandersetzung mit zeitlich zurückliegenden Werten und Ideen überprüfen und
neuen Kontexten und Kenntnissen anpassen
• Wichtige Ergebnisse von synchroner und diachroner Sprachbetrachtung im Latein und in anderen Sprachen anwenden
• Die eigenständige Entwicklungen sowohl geschriebener als auch gesprochener Sprache kennen und den historischen oder gesellschaftlichen Kontext als Hintergrund und Ursache für sprachliche Veränderungen begreifen
• Für sprachliche Veränderungen des Lateins und für solche innerhalb der modernen Fremdsprachen mehrere denkbare Erklärungen finden
• Eine hohe Flexibilität und Präzision in der Ausdrucksweise der Zielsprache Deutsch entwickeln
• Komplexe inhaltliche und sprachliche Zusammenhänge dekodieren, ihre Übertragbarkeit in die Zielsprache Deutsch prüfen und stringente,
präzise Texte formulieren
• Informationen zu Autoren und Themen nutzen und den Gebrauch von Textsammlungen für die Zusammenstellung von Texten zu einem
Thema lernen
• Das greifbare Wissen zu einem Sachverhalt kritisch sichten und dessen Qualität aufgrund von selber definierten Kriterien prüfen
• Online-Wörterbücher benützen
• Offenheit und Neugier in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Werthaltungen pflegen
1. Sprach- und Textarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Wortschatz • nach den Prinzipien der Wortbildungslehre Wörter formal einordnen und ihre Bedeutungen mit Hilfe
von Metonymie und Metapher erschliessen.
• Zusammenhänge zwischen formalen und inhaltlichen Aspekten lateinischer Begriffe und ihrer Abwandlung in modernen Fremdsprachen beschreiben und erklären.
1.2 Funktion sprachlicher Ausdrucksformen
• die rhetorischen und stilistischen Merkmale eines Textes auf verschiedenen Ebenen erkennen, beschreiben und auf deren Funktion hin analysieren.
• die Gesetzmässigkeiten verschiedener gängiger metrischer Schemata erkennen und deren Wirkung
1.3 Übersetzungstechnik • mit Hilfe der gelernten Instrumente einen Text inhaltlich verstehen und seinen Aufbau sprachlich
(formal und syntaktisch) analysieren.
• einen Originaltext sachrichtig und präzise ins Deutsche übertragen.
• anhand ihrer Kenntnisse in einer Übersetzung gezielt Akzente setzen.
1.4 Textformen und sprachliche
Entwicklungen
• Texte verschiedener literarischer Gattungen selbstständig und mit angemessenen Fragestellungen
bearbeiten.
• sprachliche Eigenheiten von Texten synchron bzw. diachron beschreiben und die Ergebnisse korrekt
auswerten.
• Texte und Textausschnitte zu relevanten Werken der entsprechenden Gattung in Bezug setzen und
den Umgang bzw. die Auseinandersetzung mit den Vorgängerwerken beschreiben.
• spätere Formen der Rezeption von Texten und Textausschnitten kennen.
2. Thematische Arbeit Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Alltag und Gesellschaft • verschiedene Aspekte des römischen und mittelalterlichen Alltags aufzeigen.
• die Mobilität und Statik einer Gesellschaft beschreiben.
• Fragen des menschlichen Zusammenlebens in verschiedenen Situationen und Zeiten im Hinblick auf
ihre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Ursachen analysieren und beurteilen.
• die zeitgeschichtliche Verankerung von Lebensverhältnissen und die daraus resultierenden Chancen
und Beschränkungen beschreiben und beurteilen.
2.2 Existenzielle Grundfragen • die menschlichem Handeln zugrunde liegenden Wertvorstellungen beschreiben analysieren und beur-
• erkennen, dass Wertvorstellungen einem Wandel unterworfen sind, diesen beschreiben und Ursachen
dafür aufzeigen.
• verstehen, dass die Grundfragen menschlicher Existenz durch die spannungsreichen Beziehungen
des Menschen zum Kosmos, zur Religion und zu den Mitmenschen bedingt sind und aus diesen Zusammenhängen ihre Antwort erfahren.
2.3 Weltverständnis • Elemente erkennen, die zur Konstruktion der Welt- bzw. Jenseitsvorstellungen notwendig sind, und
ihre zeitliche Veränderbarkeit verstehen.
• den Zusammenhang zwischen Religion und Weltverständnis beschreiben und zur eigenen Lebenssituation in Bezug setzen.
• die Auswirkungen neuer Erkenntnis oder eines sich wandelnden Selbstbildes auf sein Weltverständnis
abschätzen und die dadurch entstehenden Veränderungen skizzieren.
2.4 Das Individuum in historischen Konfliktsituationen
• Ursachen und Problembereiche historischer Umbruchsituationen beschreiben und ihre Auswirkungen
auf die Menschen aufzeigen.
• den Beitrag von Konfliktsituationen zu Veränderungen auf politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, sozialer und persönlicher Ebene formulieren, analysieren und beurteilen.
• durch Konfliktsituationen herbeigeführte Veränderungen des Weltverständnisses und des Selbstbilds
der Menschen beschreiben und die Auswirkungen auf die geistige Tradition aufzeigen und beurteilen.
• die Reaktionen von Menschen in Bedrohungssituationen analysieren und in einen historischen und
zeitgeschichtlichen Zusammenhang stellen.
FB KLT FÜR DAS FACH MATHEMATIK (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 4 3 3 4
Charakteristisch für die Mathematik ist es, aufgrund von allgemein anerkannten Grundlagen durch strenges Beweisen immer neues gesichertes Wissen zu erzeugen. Der Mathematikunterricht schult das exakte Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit,
präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene Denken.
Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung von Modellen für Vorgänge insbesondere in Naturwissenschaft und Technik,
aber auch in Wirtschaft, Psychologie und weiteren Bereichen. Sie hat entscheidenden Anteil bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere
Umwelt und eignet sich darum vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in viele Wissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich.
Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an
geistiger Arbeit.
Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für sehr viele Studiengänge Voraussetzung sind, zum
Beispiel für naturwissenschaftliche, technische und zunehmend auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.
Der Mathematikunterricht fördert verschiedene Kompetenzen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis
mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und
Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können.
• In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
• Einsehen, dass ausdauerndes und kontinuierliches Arbeiten eine grosse Aussicht auf Erfolg hat und dass schnelles Schliessen von Wissenslücken die Weiterarbeit erleichtert
• Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen
• Mit der Sprache und der Fachsprache präzise umgehen
• Umgangssprache in Formelsprache umsetzen und umgekehrt
• Über abstrakte Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen
• Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll nutzen
• Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
• Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
• Vereinfachende Modelle für die Wirklichkeit betrachten
• Probleme mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen lösen
1. Zahlen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Zahlbereiche • Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
• natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen korrekt charakterisieren und unterscheiden.
1.2 Zahlenfolgen • explizite und rekursive Beschreibungen von Zahlenfolgen erkennen und an einfachen Beispielen
• definieren, was man unter arithmetischen und geometrischen Folgen und Reihen versteht und ihnen
geeignete Funktionstypen zuordnen.
2. Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Begriff der Funktion • erklären, was man unter einer Funktion und einer Umkehrfunktion versteht.
• erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen
nach sich ziehen.
2.2 Funktionstypen • funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion,
Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.
• einige wichtige Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren.
3. Gleichungen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Gleichungen • erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung versteht und Lösungen rechnerisch nachprü-
• geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren.
• lineare und quadratische Gleichungen lösen.
• einfache Exponentialgleichungen und einfache trigonometrische Gleichungen lösen.
• den Unterschied zwischen algebraischen und numerischen Lösungsverfahren erklären.
3.2 Lineare Gleichungssysteme • Methoden erläutern, mit denen ein lineares Gleichungssystem gelöst werden kann und diese anwen-
• lineare Gleichungssystemen und ihre Lösungsmengen geometrisch interpretieren.
4. Geometrie Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Ähnlichkeit • den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären.
• in typischen Situationen die Ähnlichkeitssätze oder Strahlensätze anwenden.
4.2 Trigonometrie • die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck und im Einheitskreis definieren.
• Seitenlängen und Winkel von allgemeinen Dreiecken berechnen.
5. Analysis Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Grenzwerte • erklären, was man unter einem Grenzwert versteht, und die in diesem Zusammenhang wichtigsten
Notationen anwenden.
• Methoden erläutern, um in einfachen Situationen den Grenzwert einer Folge, einer Reihe oder einer
Funktion rechnerisch zu bestimmen.
• erklären, wie es möglich ist, dass die Summe unendlich vieler Glieder einer Folge endlich sein kann.
5.2 Ableitung • die Ableitung definieren und kennen ihre Interpretationen als momentane Änderungsrate und als
Tangentensteigung.
• elementare Funktionen und deren Summen, Produkte und Quotienten sowie zusammengesetzte
Funktionen ableiten.
5.3 Integral • das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren.
• mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen.
• die Stammfunktionen elementarer Funktionen nennen und die wichtigsten Integrationsregeln anwen-
• die Aussage und die Bedeutung des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung erläutern.
5.4 Anwendungen • erklären, wie sich das Konzept der Ableitung benutzen lässt, um Kurven bezüglich Steigung und
Krümmungssinn zu analysieren.
• die Differential- und Integralrechnung in Anwendungen aus Geometrie, Physik und anderen Wissenschaften benützen.
6. Vektorgeometrie Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Vektoren • den Begriff des Vektors erklären.
• Summen und Produkte von Vektoren berechnen.
• Vektoren graphisch addieren und zerlegen.
6.2 Anwendung • die wichtigsten geometrischen Objekte in der Ebene oder im Raum mittels Gleichungen beschreiben.
• die gegenseitige Lage der Objekte beschreiben.
• Schnitt-, Abstands- und Winkelprobleme lösen.
• einfache Flächen- und Rauminhalte berechnen.
• aussagekräftige Skizzen erstellen.
7. Stochastik Die Schülerinnen und Schüler können
7.1 Kombinatorik • kombinatorische Zählprinzipien erläutern.
• einfache kombinatorische Fragestellungen beantworten.
7.2 Statistik • die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken beschreiben.
• die gängigen Lage- und Streumasse nennen und sie interpretieren und anwenden.
7.3 Wahrscheinlichkeitsrechnung • charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht.
• erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines
Ereignisses versteht.
• Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen.
• erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht.
• die Binominalverteilung erklären und anwenden.
• den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben.
• Vertrauensintervalle beschreiben.
FB KLT FÜR DAS FACH MATHEMATIK (ERGÄNZUNGSFACH)
Charakteristisch für die Mathematik ist es, aufgrund von allgemein anerkannten Grundlagen durch strenges Beweisen immer neues gesichertes Wissen zu erzeugen. Der Mathematikunterricht schult das exakte Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit,
präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene Denken.
Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie hat entscheidenden Anteil bei der
Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt und eignet sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die Naturwissenschaften und damit in einen Teil
unserer Welt möglich.
Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an
geistiger Arbeit.
Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche, technische und zunehmend
auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und erzeugt Verständnis für Technik
und Naturwissenschaft.
Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als ideale Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch-naturwissenschaftlicher oder in ökonomischer oder sozialwissenschaftlicher Richtung. Deshalb soll die Möglichkeit bestehen,
nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und Lineare Algebra auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen.
• In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
• Einsehen, dass ausdauerndes und kontinuierliches Arbeiten eine grosse Aussicht auf Erfolg hat und dass schnelles Schliessen von Wissenslücken die Weiterarbeit erleichtert
• Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen
• Mit der Sprache und der Fachsprache präzise umgehen
• Umgangssprache in Formelsprache umsetzen und umgekehrt
• Über abstrakte Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen
• Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll nutzen
• Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
• Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
• Vereinfachende Modelle für die Wirklichkeit betrachten
• Probleme mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen lösen
1. Differentialgleichungen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Definition und Interpretation • erklären, was eine Differentialgleichung ist.
• einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann.
• erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind.
1.2 Lösungsverfahren • lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen.
• geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben.
• einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst.
1.3 Modellbildung • einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
• einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen.
2. Lineare Algebra Die Schülerinnen und Schüler können
Matrizenrechnung • erklären, was Matrizen sind.
• Matrizen addieren, multiplizieren und invertieren.
• Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten.
• Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen und angewandten Aufgaben einsetzen.
3. Ausgewählte Themen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Analysis (z.B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische
Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer
Variablen, Dynamische Systeme)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Analysis.
3.2 Geometrie (z.B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie,
Bézierkurven)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Geometrie.
3.3 Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-Carlo-Tests)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Stochastik.
3.4 Algebra (z.B. Boolesche
Algebra, Logik, Gruppentheorie)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Algebra.
FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 2
Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene
Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert
sie in ganzheitlicher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle.
Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit
zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im
Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt
auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme.
Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene
Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in
Familie und Gesellschaft.
• Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren
gesellschaftliche Relevanz erfassen
• Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen
• Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit entwickeln
• Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
• Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen
• Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
• Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern
• Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern
• Methoden begründet auswählen
• Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
• Die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen
1. Rezeption
(Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe bewusst wahrnehmen und beschreiben.
• alle Intervalle innerhalb einer Oktave erkennen und benennen.
• die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen.
• Pentatonik, Modi (Kirchentonarten), Chromatik, Ganztonleiter und freie Tonleitern unterscheiden.
• Dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen.
• Dreiklänge sowie den Dominantsepktakkord in Grundstellung erkennen.
• einfache harmonische Modelle erkennen.
• akkordfremde Töne erkennen.
• nicht dur-moll-tonale harmonische Phänomene unterscheiden.
• Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo unterscheiden.
• rhythmische und artikulatorische Phänomene unterscheiden.
• dynamische Abstufungen unterscheiden.
• Instrumente und vokale Stimmlagen sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen erken-
1.2 Formverläufe und Formmo-
• Musikstücke unter Berücksichtigung formbildender Aspekte wie rhythmischer, melodischer und harmonischer Motive sowie Wiederholung, Variation und Kontrast wahrnehmen.
• grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen erkennen und benennen.
• kleinere Formverläufe wie elementare Liedformen erkennen und benennen.
• grössere standardisierte und freie Formverläufe erfassen.
1.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Werke verschiedener Musikarten (Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Pop und Rock), Musikkulturen und
Stilrichtungen (auch nicht dur-moll-tonaler Musik) bewusst wahrnehmen und auf eine angemessene
Anzahl repräsentativer Kompositionen zurückgreifen.
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Klangerscheinungen • elementare akustische Phänomene wie Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch sowie grundlegende europäische Stimmungssysteme verstehen und einordnen.
• alle Intervalle innerhalb einer Oktave orthographisch korrekt in Violin- und Bassschlüssel schreiben
und lesen.
• die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten orthographisch korrekt im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und definieren.
• Pentatonik, Modi (Kirchentonarten), Chromatik, Ganztonleiter und freie Tonleitern nachvollziehen,
ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen.
• Dreiklänge und den Dominantseptakkord in Grund- und Umstellungen im Violin- und Bassschlüssel
lesen, benennen und schreiben.
• weitere terzengeschichtete Vierklänge wie mollkleinen und durgrossen Septakkord in Grundstellung
ableiten, benennen und verstehen.
• einen vierstimmigen Satz nach den Stimmführungsregeln schreiben.
• akkordfremde Töne im Notat erkennen und benennen.
• das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und anwenden.
• die Akkordsymbolschrift der Jazz- und Popschreibweise nachvollziehen und anwenden.
• nicht dur-moll-tonale harmonische Phänomene unterscheiden.
• Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben.
• Noten und Pausenwerte lesen und schreiben.
• rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen.
• dynamische Abstufungen erkennen und benennen.
• stimm- und gehörphysiologische Phänomene verstehen.
• Instrumente systematisch erfassen und instrumentenkundliches Basiswissen abrufen.
2.2 Formverläufe und Formmo-
• Musikstücke unter Berücksichtigung formbildender Aspekte wie rhythmischer, melodischer und harmonischer Motive sowie Wiederholung, Variation und Kontrast beschreiben.
• grössere standardisierte und freie Formverläufe angemessen protokollieren oder als graphische Hörpartituren notieren.
• kleinere standardisierte Formverläufe wie elementare Liedformen erkennen und benennen.
2.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Musikstücke verschiedenster Stilrichtungen, auch nicht dur-moll-tonale Musik und musikalische Erscheinungsformen aus anderen Kulturen, adäquat beschreiben.
• dank ihrer Kenntnis repräsentativer Musikwerke und Gattungen für sie neue Musikstücke ansatzweise
Epochen und Stilen zuordnen.
• ihre musikspezifischen Kenntnisse mit einem elementaren historischen Umfeldwissen verknüpfen.
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Klangerscheinungen • mit der eigenen Stimme dank stimmphysiologischen Kenntnissen sowie grundlegender Haltungs- und
Atmungsschulung bewusster umgehen.
• Dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen singen bzw.
nachsingen.
3.2 Formverläufe und Formmo-
• einfache Melodien vom Blatt lesen und nach Gehör singen bzw. nachsingen.
• Rhythmische Patterns ab Notat und Gehör mit geeignetem Instrumentarium oder Bodypercussion
• beim eigenen vokalen und instrumentalen Musizieren ihr Bewusstsein für formbedingte Phrasierung
und Spannungsverläufe schärfen.
3.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Stücke beim Musizieren in der Kursgruppe oder Kleingruppen adäquat interpretieren.
• ein angemessen umfangreiches aktives Repertoire an Vokalmusik in grosser stilistischer Breite, auch
mit Literatur in den Landessprachen, abrufen.
• im Fach Musik erworbene grundlegende Kenntnisse über stilspezifische Interpretationsmerkmale auf
ihr eigenes Instrument übertragen.
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Klangerscheinungen • Geräusche und Klänge bewusst in einfachen kompositorischen Prozessen einbauen.
• einfache Melodien selbstständig harmonisieren.
4.2 Formverläufe und Formmo-
• formale Spannungsverläufe in einfachen kompositorischen Prozessen bewusst ausgestalten.
• eigene Rhythmen wie Patterns, Sprechstücke und andere Formen ohne Notat wie auch als adäquates
Notat entwerfen.
• einfache Melodien erfinden und notieren.
• mit Hilfe von Patterns einfache Liedbegleitungen schreiben.
4.3 Werkkenntnis und Stilkunde • grundlegende stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen.
FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (SCHWERPUNKTFACH)
Wochenlektionen 4 4
Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion
Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor, Orchester oder Ensembles.
Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht - erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen
Veranstaltungen. Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumentalunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt.
Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen
Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterzuentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet. Im eigenen
Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten
in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die
eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in
Familie und Gesellschaft. Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifische Hochschulreife)
vor.
2. BEITRAG ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN
• Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen,
beurteilen und in einen grösseren Kontext von Traditionen und Brüchen einordnen
• Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln
• Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
• Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern
• Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
• Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern
• Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
• Verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
• Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen.
• Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
1. Rezeption
(Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe differenziert wahrnehmen und mit angemessener Terminologie beschreiben.
• sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen wie freitonalen Stücken, Dodekaphonie,
Serialismus, Aleatorik, Cluster usw. angemessen auseinandersetzen.
• komplexere dur-moll-tonale wie auch nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und
harmonischen Phänomenen erfassen.
• Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen.
• gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Trugschluss, Neapolitaner,
Zwischendominanten sowie einfache Modulationsprozesse erfassen.
• ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern.
• Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen.
1.2 Formverläufe und Formmo-
• grössere standardisierte und freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und
gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.
• melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen, auch
in nicht dur-moll-tonaler Musik, als formbildende Strukturen erfassen.
• motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung,
Augmentation und Diminution erkennen.
• polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysieren.
• motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien
z.B. in Sonatenhauptsatzformen erfassen.
• im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren
und korrekt notieren.
1.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahr-
• auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen
Kultur zurückgreifen, von der Musik des Mittelalters bis in die Gegenwart.
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Klangerscheinungen • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren.
• Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und notieren.
• bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw.
Akkordsymbole anwenden.
• die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-moll-tonaler Musik wie Modulationen, Umdeutungsakkorde, Trugschluss, Neapolitaner, Medianten an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater Fachterminologie beschreiben.
• Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben sowie ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten entwickeln.
• ein Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und
Formationen abrufen.
2.2 Formverläufe und Formmo-
• für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie beschreiben.
• auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Kompositionsprinzipien sowie Klein- und
Grossformen zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorische Kernpunkte
wie auch spezifische Besonderheiten beschreiben.
2.3 Werkkenntnis und Stilkunde • durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben und angemessen beurteilen.
• die bedeutenden musikgeschichtlichen Umbrüche, ihre Voraussetzungen und Auswirkungen abrufen.
• verschiedene Analysemethoden mit adäquater Terminologie anwenden.
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen lassen.
• melodische und harmonische Wendungen auch singend nachvollziehen.
• Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom Notat singen.
3.2 Formverläufe und Formmo-
• ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren im Instrumentalunterricht sowie
im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen lassen.
• im Schwierigkeitsgrad angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt
klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.
• im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nachsingen als auch vom Blatt
singen.
3.3 Werkkenntnis und Stilkunde • ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im
Chor bzw. in Ensembles bewusst anwenden und nachvollziehen.
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und
Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten.
4.2 Formverläufe und Formmo-
• in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst gestalten.
• Rhythmen in Kleinkompositionen, Stilstudien, Patterns, Sprechstücken und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren.
• melodische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Stilstudien, Songs und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren.
• harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen
Formen stilgerecht aussetzen.
4.3 Werkkenntnis und Stilkunde • in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen
FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (ERGÄNZUNGSFACH)
Wochenlektionen 3
Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht - erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch
vertieft. Hierfür werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet.
Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in einem Projekt mit den möglichen
Teilgebieten „untersuchen“ und / oder „komponieren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten
in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die
eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in
Familie und Gesellschaft.
• Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden
• Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln
• Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
• Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern
• Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern
• Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
• Verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
• Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
• Die Hauptfunktionen von spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen
1. Werkkenntnis und Stilkunde Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Werkkenntnis • musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und
-modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend
und reflektierend anwenden.
• ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen und
KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen.
• die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit
Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche) erkennen und beschreiben.
• für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit
angemessener Fachterminologie erläutern.
1.2 Stilkunde
2. Projekt Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Untersuchen • sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinandersetzen.
• ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen
und ausführen.
• eine fundierte selbstständige Recherche durchführen.
• eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren.
2.2 Komponieren • ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren.
• sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines
Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen
und Klängen auseinandersetzen.
• einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden.
FB KLT FÜR DAS FACH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE (ERGÄNZUNGSFACH)
Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“
und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen
Bereich. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich in für sie neuen Disziplinen mit
grundlegenden Fragestellungen, die den Menschen in einer besonderen Weise ins Zentrum setzen, zu beschäftigen. Der Unterricht leistet
somit einen Beitrag, die menschliche Existenz unter neuen Perspektiven zu betrachten, was im beruflichen und privaten Alltag hilfreich ist.
Gegenstand des Unterrichts in Pädagogik und Psychologie sind einerseits bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen im
Erziehungsalltag, andererseits das menschliche Erleben und Verhalten. Dabei wird der Mensch als „weltoffenes Wesen“ sowohl in seiner
Individualität als auch eingebunden in seiner sozialen Lebenswirklichkeit verstanden. Der Unterricht umfasst verschiedene Lerngebiete, welche einerseits an die aktuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und andererseits ein breites und vertieftes Orientierungswissen vermitteln. Das Ziel ist es, kompetente, verantwortungsbewusste und kritische Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die
Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre Sensibilität für die pädagogische und psychologische Realität weiterzuentwickeln.
Dazu gehören begriffliche und methodische Instrumente, die befähigen, eigene und fremde Lebenserfahrungen zu thematisieren, Aussagen
und Geschehnisse kritisch zu analysieren, zwischen Fakten und deren Bewertung zu trennen und selber begründete Vorschläge für Problemlösungen zu erarbeiten. Der Unterricht fördert die Fähigkeit, eindimensionale Denkmuster und Urteile zu erkennen und unter Umständen
zurückzuweisen sowie Alltagskonzepte und -rezepte durch verschiedene wissenschaftlich angemessene Erklärungs- und Vorgehensweisen
neu einzuordnen oder auch zu ersetzen.
Somit soll der Unterricht auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit entwickeln, pädagogische und psychologische
Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers diskutiert werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl
einzusetzen. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten grundlegend.
• Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen
• Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
• Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften
interessieren
1. Grundlagen der Fachgebiete
Pädagogik und Psychologie Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Modellvorstellungen • theoretische Modellvorstellungen zur Erziehungswirklichkeit in Familien, Schule und ausserschulischen Einrichtungen und zum psychischen Geschehen (Person-Situation; aktuelle Prozesse wie
Wahrnehmung, Denken, Emotion und Motivation) skizzieren und auf geeignete Beispiele anwenden.
1.2 Methoden • verschiedene Methoden der Pädagogik und Psychologie (geisteswissenschaftliche Verfahren für das
Verstehen von Sinn und Bedeutung; sozialwissenschaftliche Verfahren wie z.B. Experiment, Test, Befragung) darstellen und Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen kritisch reflektie-
2. Allgemeine Psychologie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Wahrnehmung • Grundlegende Funktionen der Wahrnehmung, insbesondere selektive und konstruktive, erläutern,
deren Anwendungen (z.B. Werbung) erklären und sich mit entsprechenden Konsequenzen auseinandersetzen.
2.2 Kognition • Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Fähigkeiten (z.B. Sprache, Denken, Gedächtnis, Intelligenz)
erläutern und sich mit entsprechenden Erkenntnissen auseinandersetzen (z.B. Lernstrategien entwerfen).
2.3 Emotion/Motivation • ausgewählte emotionale und motivationale Prozesse (z.B. Neid, Glück; Stress, Aggression) anhand
theoretischer Grundlagen analysieren.
• sich vor diesem Hintergrund exemplarisch mit gesellschaftlich bedeutsamen pädagogischen und /
oder psychosozialen Themen (z.B. Medien und Gewalt, Mobbing) auseinandersetzen.
3. Erziehungstheorie und
Erziehungspraxis Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung
• sich mit basalen Aufgaben und unterschiedlichen Bereichen der Erziehung (z.B. Familie, Schule,
Heim, Erwachsenenbildung) exemplarisch auseinandersetzen.
• Erziehungsziele und -inhalte (z.B. im Kontext von Personalisation, Sozialisation, Mündigkeit, Bildung)
in Bezug auf deren Funktionen und deren historische, gesellschaftliche und individuelle Bedingtheit
analysieren und kritisch hinterfragen.
3.2 Massnahmen in der Erziehung und Erziehungsstile
• unterschiedliche Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile erläutern und
• Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwi-
4. Individuum und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Entwicklung • verschiedene Entwicklungsstadien des menschlichen Erlebens und Verhaltens hinsichtlich unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Sprache, Denken) beschreiben und zu entsprechenden Theorien
in Beziehung setzen.
• sich mit Faktoren auseinandersetzen, welche die Entwicklung des Menschen in pädagogischer und
psychologischer Hinsicht bedingen und beeinflussen (z.B. Anlage-Umwelt-Selbst; Reifung, Lernen).
• anhand von Beispielen pädagogische und psychologische Lernsituationen analysieren und fachlich
begründete Veränderungsvorschläge konzipieren.
4.2 Persönlichkeit • verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B. Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz, sozial-kognitive Theorie) in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwä-
• Lebenssituationen auf dem Hintergrund dieser Theorien untersuchen.
4.3 Soziale Interaktion • exemplarisch soziale Phänomene (z.B. Beeinflussung, Einstellungen, gruppenspezifische oder kommunikative Prozesse) erläutern und in verschiedenen Lebenssituationen (z. B. Umgang mit Medien,
Umgang mit dem Fremden) analysieren.
4.4 Psychische Gesundheit und
psychische Störungen
• psychische Auffälligkeiten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung erläutern und reflektieren.
• verschiedene psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) unterscheiden und mögliche Faktoren bei deren Entstehung darstellen.
• verschiedene Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von psychischen Störungen erläutern
und / oder die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren (z.B. Stress, soziale Vernetzung) und
Möglichkeiten der Gesundheitsförderung erläutern.
FB KLT FÜR DAS FACH PHILOSOPHIE (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren. Gegenstand des Philosophieunterrichts
ist einerseits die Philosophie, die in Texten der philosophischen Tradition Grundfragen wie etwa „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“, „Was kann ich erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philosophierenden geschieht. Die Texte, die im Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplarischen Wert.
Bei der Auseinandersetzung mit der Philosophie und beim Philosophieren werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, selbstständigen,
engagierten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Philosophieunterricht vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Er vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine Orientierungskompetenz, um in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und vor der ganzen Person verantwortete Position zu finden.
Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat
gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Frage nach alternativen Modellen. Die Schülerinnen und Schüler
sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Grenzen des durch Vernunft Erfassbaren gelangen.
Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache
entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen.
Reflexive, metakognitive Fähigkeit
• Sich wundern und offene Fragen sehen
• Kritisch-forschend denken
• Sich ein Urteil bilden und es begründen
• Nach den Möglichkeitsbedingungen von Erkenntnis fragen
• Im Sinne einer guten Gesprächskultur den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
• Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• Präzise formulieren und Begriffe klar unterscheiden
• Argumentieren und erörtern
• Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte
• Sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein
• Sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen stellen und ihnen beharrlich nachgehen
• Während der geistigen Tätigkeit den eigenen Denkvorgang reflektieren (Methodenbewusstsein)
• Verantwortungsvoll und kritisch mit den IK-Technologien umgehen
• Sich für menschliche Grundfragen interessieren
• Erkenntnisse und Standpunkte hinterfragen und Zweifel zur Sprache bringen
1. Ursprünge des
Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können
„Was ist das...?“: die philosophische Frage
• Anlässe für das Philosophieren (Staunen, Zweifeln) nachvollziehen.
• wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
• die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
• die Problematik einer Fragestellung entfalten.
• hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.
2. Grundlegende Themen und
Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Grundfragen der philosophischen Anthropologie und der
Philosophie des Geistes
• die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen.
• den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen.
• verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele-
Problem) erklären.
• über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit
des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken.
2.2 Grundfragen der praktischen
Philosophie
• ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene
differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
• hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen.
• grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Legitimität, Glück) erfassen.
2.3 Grundfragen der Theorie und
der Geschichte des Wissens
• die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen.
• sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
• die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
• Funktionsweisen von Sprache verstehen.
• über mögliche Kriterien des Empfindens von Schönheit nachdenken.
3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Lektüre philosophischer Texte
vorzugsweise aus dem
abendländischen Kulturkreis
von den Vorsokratikern bis zur
Gegenwart
• den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch
wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
• ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
3.2 Methoden der Textinterpreta-
• grundlegende Methoden der Texterschliessung anwenden und weiterentwickeln.
4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Philosophischer Dialog • die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden.
• philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln.
4.2 Philosophischer Essay und
Erörterung
• philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und
• philosophische Fragen in einer Erörterung klären.
5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Anwendung des Gelernten
auf konkrete Fälle und andere
Lebensbereiche
• grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden.
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen, vergleichen.
• philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen.
• den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen.
5.2 Beurteilung des Gelernten
und selbstständiges Weiterdenken
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen.
• Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.
• einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen.
FB KLT FÜR DAS FACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH)
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie
“Persönliche Reife” und “Studierfähigkeit” besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, ethischen, politischen,
kommunikativen, ästhetischen, intellektuellen, wissenschaftstheoretischen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Die drei Disziplinen Philosophie, Pädagogik und Psychologie sind für deren Entwicklung vor allem deshalb geeignet, weil sie einen gemeinsamen Fokus haben: Den
Menschen in und mit seiner Welt.
Der Unterricht vermittelt ein breites und vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, in einer Welt der vielfach
zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und von der ganzen Person verantwortete Position zu finden.
In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und
entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu
beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln.
Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHILOSOPHIE
Der Fachbereich Philosophie vermittelt eine gewisse Bandbreite der philosophischen Disziplinen, leitet eigenes Philosophieren an und zeigt
Bezüge zu den Fachbereichen Psychologie und Pädagogik auf. Gegenstand des Philosophieunterrichts ist einerseits die Philosophie, die in
Texten der philosophischen Tradition Grundfragen wie zum Beispiel „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“ oder „Was kann ich erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philosophierenden geschieht. Die Texte, die im
Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplarischen Wert.
Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat
gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Frage nach alternativen Modellen. Insbesondere soll der Blick
dafür geschärft werden, inwiefern die Philosophie die Bereiche Pädagogik und Psychologie ergänzen kann oder ihnen widerspricht. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und
philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Grenzen des durch Vernunft Erfassbaren gelangen.
Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache
entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
Im Pädagogik-/ Psychologie-Unterricht werden Themen und Fragen behandelt, die das Verständnis für die Vielfältigkeit des menschlichen
Daseins erweitern. Es geht einerseits um bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen in der Erziehung, andererseits um das
menschliche Erleben und Verhalten.
Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, pädagogische und psychologische Sachverhalte theoriegeleitet zu beschreiben,
zu erklären und zu verstehen, aber auch Lösungen von individuellen und sozialen Problemen oder bessere Möglichkeiten des Handelns zu
suchen. Damit wird auf gymnasialer Stufe gesellschaftlichen Ansprüchen nach pädagogisch und psychologisch kompetenten Personen Rechnung getragen.
Im Fachbereich Pädagogik / Psychologie können Themen zur Sprache kommen, zu welchen die Schülerinnen und Schüler ein bereits beachtliches Vorwissen mitbringen. Dieses wird in der Beschäftigung mit Erkenntnissen der beiden Wissenschaften ergänzt, systematisch vertieft,
aber auch kritisch hinterfragt. Dabei lassen sich exemplarisch auch Bezüge zwischen Pädagogik und Psychologie als eher praxisorientierte
Wissenschaften und der Philosophie – vor allem der anthropologischen und praktischen Philosophie – mit ihrer reflexiven Funktion herstellen.
Der Unterricht soll auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit entwickeln, pädagogische und psychologische Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers diskutiert werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl
einzusetzen. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten grundlegend.
• Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen
• Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen
• Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
• Im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte usw.) diskutieren
• Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• Sich differenziert und präzise ausdrücken
• Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören
• Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• Das Selbstkonzept reflektieren
• Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden
• Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
• Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen
• Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Maturaarbeiten erfüllen
• Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen
• Das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PHILOSOPHIE
1. Ursprünge des
Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können
„Was ist das...?“: Die philosophische Frage
• Anlässe für das Philosophieren (z.B. Staunen, Zweifeln) nachvollziehen.
• wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
• die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
• die Problematik einer Fragestellung entfalten.
• hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.
2. Grundlegende Themen und
Begriffe der Philosophie* Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens zwei Teilgebiete aus
den folgenden Teilgebieten:
2.1 Grundfragen der philosophischen Anthropologie und der
Philosophie des Geistes
• die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen.
• den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen.
• verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele-
Problem) erklären.
• über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit
des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken.
• den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Menschenbilder, Glücksvorstellungen).
2.2 Grundfragen der praktischen
Philosophie
• ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene
differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
• hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen.
• grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Legitimität, Glück) erfassen.
• den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Erziehung,
das Fremde).
2.3 Grundfragen der Theorie und
der Geschichte des Wissens
• die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen.
• sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
• die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
• Funktionsweisen von Sprache verstehen.
• über mögliche Kriterien des Empfindens von Schönheit nachdenken.
• den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Wahrnehmung).
3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Lektüre philosophischer
Texte vorzugsweise aus dem
abendländischen Kulturkreis
von den Vorsokratikern bis
zur Gegenwart
• den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch
wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
• ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
3.2 Methoden der Textinterpreta-
• grundlegende Methoden der Texterschliessung anwenden und weiterentwickeln.
4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Philosophischer Dialog • die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden.
• philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln.
4.2 Philosophischer Essay und
Erörterung
• philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und
• philosophische Fragen in einer Erörterung klären.
5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Anwendung des Gelernten
auf konkrete Fälle und andere
Lebensbereiche
• grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden.
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen, vergleichen.
• philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen.
• den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen.
5.2 Beurteilung des Gelernten
und selbstständiges Weiterdenken
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen.
• Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.
• einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen.
3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
1. Grundlagen der Fachgebiete
Pädagogik und Psychologie* Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Pädagogik und Psychologie
als Wissenschaften
• theoretische Modellvorstellungen zur Erziehungswirklichkeit in Familien, Schule und ausserschulischen Einrichtungen und zum psychischen Geschehen (Person-Situation; aktuelle Prozesse wie
Wahrnehmung, Denken, Emotion und Motivation) skizzieren und auf geeignete Beispiele anwenden.
• verschiedene Methoden der Pädagogik und Psychologie (geisteswissenschaftliche Verfahren für das
Verstehen von Sinn und Bedeutung; sozialwissenschaftliche Verfahren wie z.B. Experiment, Test, Befragung) darstellen und Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen kritisch (z.B. auch
unter Berücksichtigung der philosophischen Erkenntnistheorie) reflektieren.
1.2 Verschiedene Strömungen
und Richtungen in Pädagogik
und Psychologie
• Leitideen verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Epochen (z.B.
Rousseau, Pestalozzi, Montessori; Vertreter aktueller Strömungen) wiedergeben und miteinander vergleichen (z.B. auch durch Bezugnahme auf Grundfragen der philosophischen Anthropologie).
• einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen und Menschenbilder (z.B.
auch im Kontext von Grundfragen der philosophischen Anthropologie) zueinander in Beziehung set-
2. Allgemeine Psychologie* Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens zwei Teilgebiete aus
den folgenden Teilgebieten:
2.1 Wahrnehmung • grundlegende Funktionen der Wahrnehmung, insbesondere selektive und konstruktive, erläutern,
deren Anwendungen (z.B. Werbung) erklären und sich mit entsprechenden Konsequenzen (z.B. im
* Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten
Fächer.
Rahmen erkenntnistheoretischer Überlegungen) auseinandersetzen.
2.2 Kognition • Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Fähigkeiten (z.B. Sprache, Denken, Gedächtnis, Intelligenz)
erläutern und sich mit entsprechenden Erkenntnissen auseinandersetzen (z.B. Lernstrategien entwerfen, Bezüge zwischen pädagogischen, psychologischen und philosophischen Beiträgen zum Thema
„Gehirn und Geist“ herstellen).
2.3 Emotion/Motivation • ausgewählte emotionale und motivationale Prozesse (z.B. Neid, Glück; Stress, Aggression) anhand
theoretischer Grundlagen analysieren.
• sich vor diesem Hintergrund exemplarisch mit gesellschaftlich bedeutsamen pädagogischen, psychosozialen und / oder philosophischen Themen (z.B. Medien und Gewalt, Mobbing, Gerechtigkeit als
Begriff der politischen Philosophie) auseinandersetzen.
3. Erziehungstheorie und Erziehungspraxis* Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Grundlagen der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen und Bedingungen von Erziehung darstellen und / oder analysie-
3.2 Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung
• sich mit basalen Aufgaben und unterschiedlichen Bereichen der Erziehung (z.B. Familie, Schule,
Heim, Erwachsenenbildung) exemplarisch auseinandersetzen.
• Erziehungsziele und -inhalte (z.B. Personalisation, Sozialisation, Mündigkeit, Bildung) in Bezug auf
deren Funktionen und deren historische, gesellschaftliche und individuelle Bedingtheit analysieren und
kritisch (z.B. auch im Hinblick auf ethische Grundpositionen) hinterfragen.
3.3 Massnahmen in der Erziehung und Erziehungsstile
• unterschiedliche Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile erläutern und
• Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwi-
4. Entwicklung und
Persönlichkeit Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Entwicklung • verschiedene Entwicklungsstadien des menschlichen Erlebens und Verhaltens hinsichtlich unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Sprache, Denken) beschreiben und zu entsprechenden Theorien
in Beziehung setzen.
• sich mit Faktoren auseinandersetzen, welche die Entwicklung des Menschen in pädagogischer und
psychologischer Hinsicht bedingen und beeinflussen (z.B. Anlage-Umwelt-Selbst; Reifung, Lernen).
• anhand von Beispielen pädagogische und psychologische Lernsituationen analysieren und fachlich
begründete Veränderungsvorschläge konzipieren.
4.2 Persönlichkeit • verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B. Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz, sozial-kognitive Theorie) in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwä-
• Lebenssituationen auf dem Hintergrund dieser Theorien untersuchen.
5. Psychische Gesundheit und
psychische Störungen Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Psychische Auffälligkeiten
und Störungen
• psychische Auffälligkeiten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung erläutern und reflektieren.
• verschiedene psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) unterscheiden und mögliche Faktoren bei deren Entstehung darstellen.
Mindestens ein Teilgebiet aus
den folgenden Teilgebieten:
5.2 Prävention und Behandlung • verschiedene Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von psychischen Störungen erläutern.
5.3 Psychische Gesundheit • die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren (z.B. Stress, soziale Vernetzung) und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung erläutern.
6. Soziale Interaktion* Die Schülerinnen und Schüler können
Soziale Interaktion • exemplarisch soziale Phänomene (z.B. Beeinflussung, Einstellungen, gruppenspezifische oder kommunikative Prozesse) erläutern und in verschiedenen Lebenssituationen (z.B. Umgang mit Medien,
Umgang mit dem Fremden) analysieren, beispielsweise auch unter Einbezug von ethischen Fragestellungen der praktischen Philosophie.
* Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer.
FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK (GRUNDLAGENFACH)
Wochenlektionen 2 2 2
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur.
Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der
Natur. Er ermöglicht Einblicke in die technischen Anwendungen der Physik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, die Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben.
Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und das Denken in kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzusetzen.
Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende
Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der Unterricht
auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen.
• Hypothesen bilden und überprüfen
• Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
• Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken
• Experimente planvoll aufbauen und durchführen
• Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
• Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
• Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik
1. Grundlegende Methoden und
Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Naturwissenschaftliche
Arbeitsmethodik
• eine Problemstellung aus Natur oder Technik analysieren und sie mithilfe der Mathematik formalisie-
• formale Lösungen erstellen, die nur noch von gegebenen Grössen abhängen.
1.2 Experimente und
Datenanalyse
• die kulturelle Bedeutung des Experimentes zur Überprüfung einer Hypothese verstehen.
• Experimente planen und durchführen.
• die Genauigkeit einer Messung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
• Daten zweckmässig darstellen (z.B. Tabellen, Graphen).
2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Bewegungen und ihre
Ursachen
• gleichförmige und beschleunigte Bewegungen mathematisch beschreiben.
• die Kreisbewegung erklären.
• bei mechanischen Abläufen die wirkenden Kräfte erkennen, quantifizieren und deren Wirkung bestimmen.
• Alltagssituationen auf physikalisch Relevantes reduzieren.
2.2 Erhaltungssätze • Zusammenhänge zwischen Arbeit, Energie und Leistung aufzeigen.
• die Bedeutung der Energieerhaltung erklären und auf konkrete Beispiele anwenden.
3. Elektromagnetismus Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Elektrizität • Begriffe Ladung, Stromstärke, Spannung, el. Leistung und Widerstand erklären und Zusammenhänge
zwischen diesen Grössen formulieren.
• Schaltungen aufbauen, ausmessen und berechnen.
• die tiefgreifenden Umwälzungen der Elektrifizierung und die daraus entstehenden Abhängigkeiten
3.2 Magnetismus • die magnetische Wirkung von Strömen beschreiben.
• ausgewählte Anwendungen erklären.
• Kräfte auf bewegte Ladungen im Magnetfeld bestimmen.
4. Wärmelehre Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Thermisches Verhalten der
Materie
• Fragestellungen in Bezug auf Temperaturänderung und Phasenübergänge bearbeiten.
• die charakteristischen Grössen eines idealen Gases in Beziehung setzen2.
4.2 Energie und Gesellschaft • die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen (z.B. Wärmearbeitsmaschinen, Wärmepumpen) erklären.
• die kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen aufzeigen.
• ihr physikalisches Wissen nutzen, um verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen.
5. Periodische Vorgänge Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Theoretische Grundlagen • charakteristische Grössen der periodischen Bewegungen erklären (z.B. Kreisbewegung, Schwingungen, Wellen).
5.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene (z.B. Resonanz, Interferenz) erklären und in praktischen Situationen erken-
6. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Theoretische Grundlagen • Grenzen der klassischen Physik verstehen.
• grundlegende Zusammenhänge (z.B. in der Relativitätstheorie oder der Quantenphysik) mathematisch
oder mit Worten formulieren.
6.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene der neueren Physik erklären.
2 Bei der Behandlung der Gasgesetze muss die Koordination mit der Fachschaft Chemie der Schule stattfinden.
7. Technik Die Schülerinnen und Schüler können
7.1 Theoretische Grundlagen • grundlegende Zusammenhänge (z.B. im Gebiet Elektronik, Optik, Nanotechnologie, erneuerbare
Energien) mathematisch oder mit Worten formulieren.
7.2 Anwendungen • ausgewählte technische Phänomene und Geräte erklären.
FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK (ERGÄNZUNGSFACH)
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur.
Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und vertiefen. Insbesondere soll den
interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbstständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen,
Durchführen und Auswerten von Experimenten.
Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden.
• Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen
• Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten
• Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten
• Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen
• Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
1. Naturwissenschaftliche
Arbeitsmethodik Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Experimentelle Physik • Experimente von der Planung bis zur Auswertung durchführen.
• die Unsicherheit eines Resultates mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
1.2 Mathematische Werkzeuge • Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen berechnen.
• Verfahren zum Lösen von Differenzialgleichungen anwenden.
2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Fluidmechanik • physikalische Anwendungen und Phänomene erklären (z.B. im Bereich der Medizin).
• technische Berechnungen aus der Fluiddynamik durchführen.
• das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden.
• die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung bestimmen.
2.2 Starrer Körper
3. Elektrizität Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Elektrisches Potenzial • den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial erklären.
• das Induktionsphänomen erklären.
• technische Anwendungen der Elektrizität erklären (z.B. im Bereich der Medizin).
• elektronische Schaltungen analysieren.
3.2 Induktion
3.3 Elektronik
4. Wärmelehre Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Wärmetransport • die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären.
• Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie
Druck und Temperatur erklären.
• technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik).
4.2 Kinetische Gastheorie
5. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Quantenphysik • exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeigen.
• grundlegende Zusammenhänge in den Teilgebieten in Worten und mathematisch formulieren.
• ausgewählte Anwendungen erklären.
5.2 Astronomie/-physik
5.3 Relativitätstheorie
5.4 Kern- und Teilchenphysik
5.5 Simulation und Modellbildung
5.6 Aktuelle Entwicklungen in der
Physik
6. Technik Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Schwingungen und Wellen • grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren.
• ausgewählte Anwendungen erklären.
6.2 Aktuelle Entwicklungen in der
Technik
FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK UND ANWENDUNG DER MATHEMATIK (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH)
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK
Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der Physik gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische Theorien fanden in der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von
Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der Physik, in
der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik insbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in
den Grundlagenfächern wird die Möglichkeit geboten, selbstständig zu lernen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHYSIK
Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik des 20. Jahrhunderts und führt so an offene Fragen heran und an die
Denkweise der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er gibt Einblick in den Wandel der Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die
Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis.
Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler zudem auch den Umgang mit Messgeräten und das Planen, Durchführen
und Auswerten anspruchsvoller Experimente.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK
Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen, der linearen Algebra und der komplexen Zahlen, bieten ein
wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme
zu lösen. Physikalische Phänomene können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden.
Auch eigenständige Aspekte der Mathematik, unabhängig von den Anwendungen in der Physik, werden im Schwerpunktfach behandelt. Der
Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht nämlich bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne
Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude
an geistiger Arbeit.
• In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
• Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten
• Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen
• Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen
• Problemstellungen formalisieren
• Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen
• Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung einsetzen
• Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
• Neugierig für Naturphänomene sein
• Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
• Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen
3.1 LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PHYSIK
1. Grundlegende Methoden und
Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik
• eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren.
1.2 Wissensbeschaffung und
Umgang mit Medien
• sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.
1.3 Experimente und
Datenanalyse
• anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.
• Messgeräte zweckmässig einsetzen
(z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).
• Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll anwenden.
• die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Impuls und Stösse • die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen.
2.2 Starrer Körper • Drehbewegungen und deren Ursachen in ausgewählten Situationen erklären.
Teilgebiet zur Wahl:
2.3 Mechanische Schwingungen*
( Differentialgleichungen)
• die funktionalen Abhängigkeiten zwischen Schwingungsdauer und charakteristischen Grössen eines
Oszillators erklären.
3. Elektromagnetismus Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Vertiefung Elektrizitätslehre*
( Matrizenrechnung)
• elektrische Netzwerke berechnen.
• den Aufbau und die Funktionsweise von Kondensatoren erklären.
3.2 Vertiefung Magnetismus • das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen anwenden.
3.3 Wechselströme*
( Differentialgleichungen,
komplexe Zahlen)
• das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben
und berechnen.
3.4 Elektronik • das Verhalten von elektronischen Bauteilen beschreiben.
• einfache elektronische Schaltungen analysieren.
4. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Theoretische Grundlagen • die Grenzen der klassischen Physik verstehen und den Wandel des wissenschaftlichen
Verständnisses der Natur aufzeigen.
• anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen mathematisch und mit Worten
4.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Chaostheorie, Atom- und Teilchenphysik) erklären.
5. Technik Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Theoretische Grundlagen • anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen (z.B. in der Wellenlehre, Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und mit Worten formulieren.
5.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären.
3.2 LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL MATHEMATIK
1. Differentialgleichungen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Definition und Interpretation • erklären, was eine Differentialgleichung ist.
• einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann.
• erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind.
1.2 Lösungsverfahren*
( Elektrizitätslehre,
Strömungslehre)
• lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten und einige lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung lösen.
• geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben.
• einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst.
1.3 Modellbildung • einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
• einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen.
2. Lineare Algebra Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Matrizenrechnung*
( Elektrizitätslehre,
Relativitätstheorie)
• erklären, was Matrizen sind.
• Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben.
• Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten.
• Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen und von angewandten Aufgaben einsetzen.
2.2 Affine Abbildungen • erklären, was eine affine Abbildung ist.
• Affinitätsabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben.
• Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten bestimmen.
• affine Abbildungen in Anwendungen einsetzen.
3. Komplexe Zahlen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Darstellung • die Definition der komplexen Einheit und verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen erläutern.
• komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen.
3.2 Berechnungen*
( Wechselströme)
• die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren.
• im Komplexen Wurzeln berechnen.
4. Weitere Anwendungen Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten:
4.1 Analysis (z.B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische
Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer
Variablen, Dynamische Systeme)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Analysis.
4.2 Geometrie (z.B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie,
Bézierkurven)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Geometrie.
4.3 Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-Carlo-Tests)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Stochastik.
4.4 Algebra (z.B. Boolesche
Algebra, Logik, Gruppentheorie)
• vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Algebra.
* Die mit einem Stern markierten Teilgebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer.
FB KLT FÜR DAS FACH RELIGIONSLEHRE (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Religionslehre ist einem überkonfessionellen, interreligiösen und religionswissenschaftlichen Ansatz verpflichtet und
ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine vertiefte intellektuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen. Das Fach fördert im
Besonderen die Fähigkeit, religiöse Phänomene als wesentliche Dimensionen des menschlichen Lebens und Handelns wahrzunehmen und
zu verstehen. Es weckt bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Religionsverständnis sowie mit fremden
Religionen und Kulturen sowie deren Welt- und Lebensdeutungen auseinanderzusetzen.
Das Fach Religionslehre erschliesst die religiöse Symbolsprache in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und verbindet sie mit rationalem
Denken und verantwortlichem Handeln. Der Unterricht vergegenwärtigt und erklärt die religiöse Überlieferungen und Institutionen, die in unserem Kulturkreis wirksam sind. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit Religionen hilft den Schülerinnen und Schülern ihre eigene religiöse
Sozialisation zu klären, Vorurteile abzubauen und eine eigene Stellungnahme zu Religion und Glauben zu verantworten.
Das Fach hält die Schülerinnen und Schüler dazu an, anhand von aktuellen ethischen Problemstellungen Religionen und ihre Normen kritisch
zu hinterfragen. Der Unterricht fördert die Haltung der religiösen Toleranz in einem multikulturellen und pluralistischen Staat und erschliesst
Dimensionen von Religion in Politik und Gesellschaft.
Reflexive Kompetenz
• Motive und Ziele von religiösen Handlungen verstehen
• Religiöse Texte, Bilder und Traditionen in ihrem gesellschaftlichen Kontext interpretieren
• Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen
• Texte analysieren und einordnen
• Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen
• Sich auf unterschiedliche Lebensdeutungen und -praxen einlassen
1. Religion und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Religionsbegriff(e) • Religionen als Phänomen der Menschheitsgeschichte erfassen und auf deren Ursachen und Wirkungen hin befragen.
• religiöse Fragen in unterschiedlichen Bereichen menschlicher Kultur erkennen, klären, analysieren
und einordnen.
• klassische Positionen der Religionskritik einschätzen und hinterfragen.
• Menschen- Götter- und Weltbilder differenziert betrachten und beschreiben.
1.2 Rituale, Brauchtum und
Alltagsreligiosität
• religiöse Symbolsprache verstehen und sie im eigenen Alltag erkennen.
• religiöse, kulturelle oder säkularisierte religiöse Denkmäler und Gegenstände (Manifestationen) im
öffentlichen Raum als solche wahrnehmen und einordnen.
1.3 Religion in der Gesellschaft • die Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft analysieren und beurteilen.
• religiöse Hintergründe politischer Konflikte und deren prägende Wirkung auf Gesellschaft und Kultur
• die religiöse Dimension aktueller gesellschaftlicher und historischer Themen erfassen.
• wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und -formen anwenden.
1.4 Wirkungsgeschichte religiöser
Texte in der Gesellschaft
• religiöse Elemente in literarischen und künstlerischen Werken primär der europäischen Kultur
• Chancen und Gefahren heiliger Texte einschätzen.
• die Unterschiede religiöser, philosophischer und naturwissenschaftlicher Sprache beschreiben sowie
Modelle für eine integrierende Zusammenschau beurteilen.
1.5 Ethische Entwürfe in der
• Beiträge der Religionen zu aktuellen ethischen Fragestellungen im Austausch mit philosophischen
Entwürfen beurteilen.
• sich in ausgewählten Fragen ein eigenes, reflektiertes Urteil bilden.
2. Weltreligionen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Sinn-/Existenzfragen • elementare Aussagen religiöser Traditionen in heutigen Denkkategorien ausdrücken und auf die eigene Erfahrung anwenden.
• religiöse Traditionen und Riten in deren historischen, aktuellen, sozialen und politischen Bezügen
2.2 Heilige Schriften • religiöse Texte deuten und auf dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese).
2.3 Interreligiöser Dialog • sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen und eine
Gesprächskultur pflegen.
FB KLT FÜR DAS FACH SPANISCH (SCHWERPUNKTFACH)
Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der Spanischunterricht die
dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen Beziehungen.
Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen, aber auch mit verschiedenen anderen
Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult;
dabei werden ihnen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und
Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium.
Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise angehalten,
eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten.
• Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren
• Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren
• Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten
• Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern
• Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen
• Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen
Amerika nutzen
• Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären
• Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen
• Online-Wörterbücher gezielt nutzen
• Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen
• Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen
1. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau
• eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollie-
1.2 Wortschatz • einen erweiterten aktiven Wortschatz situationsgerecht anwenden.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
2. Verstehen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Hören • längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen.
• authentische mediale Beiträge (z.B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend verstehen.
2.2 Lesen • selbstständig komplexe literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
3. Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
Mündliche Kommunikation • mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen.
• sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und
vertreten.
• zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben,
einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben.
• differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken.
4. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
Verfassen von Texten • über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben.
• Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen.
• literarische Analysen verfassen.
• fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und
Inhalt realisieren.
5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Literatur • komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.
• Literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
• historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die Autorin zur
Textanalyse beiziehen.
• ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.
• literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
• anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes-
und Literaturgeschichte charakterisieren.
5.2 Kultur • verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren.
• unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen
in der spanischsprachigen Welt verstehen.
5.3 Film • Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.
• Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren.
• Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen.
• Literaturverfilmungen mit dem literarischen Original vergleichen, Unterschiede beschreiben und die
filmische Umsetzung kritisch beurteilen.
FB KLT FÜR DAS FACH SPORT (OBLIGATORISCHES FACH)
Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die
Schülerinnen und Schüler in deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung dient er der
Gesundheitserziehung.
Der Sportunterricht regt weiter führende sportliche Aktivitäten an: Mit übergreifenden Anlässen prägt er die Schulkultur mit; durch eine gezielte
und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen.
• Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen
• Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen
• Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen
• Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten
• Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
• Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben
• In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren
• Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
• Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern
• Sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
• Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten
• Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
• Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden
• Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
• Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen
GRUNDLAGEN
1. Energetische Faktoren,
Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Ausdauer • ihre Ausdauerleistungsfähigkeit erhalten oder verbessern.
• sich selbstständig auf einen Ausdauertest vorbereiten.
1.2 Kraft • das eigene Körpergewicht hängend und stützend halten und zielgerichtet einsetzen.
• Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und an Kraftgeräten korrekt ausführen.
1.3 Schnelligkeit • Reaktions-, Beschleunigungs-, Aktions- und Handlungsschnelligkeit adäquat einsetzen.
1.4 Beweglichkeit • ihre Beweglichkeit erhalten oder verbessern.
• Beweglichkeitsübungen korrekt ausführen.
1.5 Koordination • ihre Bewegungen präzise, spezifisch und ökonomisch steuern.
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Aufnehmen, verarbeiten,
umsetzen
• durch gezielte Analysen die eigene Bewegungs-qualität verbessern.
2.2 Beobachten, beurteilen,
beraten
• bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben.
BEWEGUNGSBEREICHE
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Tanzen • Rhythmische Folgen und/oder Tanzstile angeleitet und selbstständig umsetzen.
3.2 Darstellen • den eigenen Körper als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel einsetzen.
• im Team eine Gestaltung erarbeiten und vorstellen.
4. Balancieren, Klettern,
Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 An und mit Geräten • spezifische Bewegungen an verschiedenen Geräten ausführen (z.B. Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen, Klettern) und so das eigene Bewegungsrepertoire mit grundlegenden Bewegungsmustern erweitern.
4.2 Helfen und Sichern • Verantwortung bei Bewegungsaufgaben übernehmen.
• die richtigen Hilfestellungen anwenden.
5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Grundfertigkeiten und
-fähigkeiten
• in den Bereichen Laufen, Springen, Werfen ihre Grundfertigkeiten und -fähigkeiten erweitern.
5.2 Anwendungen in verschiedenen Disziplinen
• ihre Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen.
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Techniken und Regeln • in ausgewählten grossen Sportspielen korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.
6.2 Spieltaktik • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln.
6.3 Spielrepertoire • neue und/oder fremde Spiele korrekt spielen.
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
Wassersportarten • Grobformen von ausgewählten Disziplinen anwenden.
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
8.1 Sportarten • ein ausgewähltes Set von Trendsportarten ausüben.
8.2 Anforderungen und Risiken • verantwortungsvoll mit den entsprechenden Anforderungen und Risiken umgehen.
9. Outdoor-Sport Die Schülerinnen und Schüler können
Sich im Freien bewegen und
aufhalten
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen.
FB KLT FÜR DAS FACH SPORT (ERGÄNZUNGSFACH)
Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie
und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden erweitert.
Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert
Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder.
• Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen
• Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten
• Sportpraktische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln
• In Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen
• Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die
sportspezifische Terminologie korrekt anwenden
• Fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen
• Körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen
• Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben
• Bewegungen analysieren, korrigieren und festigen
• Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern
• Die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern
• Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
• Sportliche Leistungstests selbstständig durchführen und auswerten
• Sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten
1. Trainingslehre Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Sportanatomie und -
physiologie
• den menschlichen Körper in seinen sportanatomisch und sportphysiologisch relevanten Bereichen
beschreiben und analysieren.
1.2 Energetische Faktoren und
Steuerung der Motorik
• die konditionellen Fähigkeiten beschreiben und deren Trainierbarkeit erkennen.
• die konditionellen Fähigkeiten zielgerichtet verbessern und so die Anpassungsprozesse durch sportliches Training verstehen.
• die koordinativen Fähigkeiten beschreiben und zielgerichtet verbessern.
1.3 Trainingssteuerung • verschiedene Methoden des Trainings beschreiben und anwenden.
• Formen der Diagnostik, Planung, Durchführung und Auswertung in praktischen Beispielen anwenden
(z.B. Ausdauertraining, Krafttraining).
Teilgebiet zur Wahl: • die kognitiven Faktoren der sportlichen Leistung nennen und sie gezielt einsetzen.
• die emotionalen Aspekte der sportlichen Leistung erkennen.1.4 Kognitive und emotionale
Aspekte
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Erwerben, Anwenden,
Gestalten
• ein Bewegungsgefühl für neue Bewegungen entwickeln.
• den Bewegungsfluss optimieren.
• Bewegungsabläufe bezüglich Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und vorführen.
2.2 Analysieren • die Grundlagen der Bewegungslehre erläutern.
• Bewegungen analysieren, kommunizieren und Bewegungsvorstellungen präzisieren.
3. Sportspiele Die Schülerinnen und Schüler können
Technik, Taktik, Regeln • die Grundregeln ausgewählter Sportspiele nennen und korrekt anwenden.
• technische und taktische Elemente ausgewählter Sportspiele korrekt anwenden und so die Spielfähigkeit verbessern.
• Spiele analysieren, Spielsysteme erkennen und anwenden.
4. Sport und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Wechselwirkungen,
Leitmotive, Umfeld
• die Bedeutung des Sports in der Gesellschaft verstehen.
• die Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit erklären.
• Leitmotive für sportliches Handeln benennen.
Teilgebiet zur Wahl: • grundsätzliche Zusammenhänge erkennen und Problembereiche erfassen.
4.2 Aktuelle Themen (z.B. Sport
und Gewalt, sportliche Grossanlässe, Sport und Umwelt)
FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (EINFÜHRUNG)
Wochenlektionen 1 2
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der
Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegenstand der Mikroökonomie
und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen.
Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu
vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht insbesondere auf aktuelle Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags
umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen Entscheidungen eines Haushaltes beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie
persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind und auf Werthaltungen basieren.
Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen.
Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler
ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach.
• Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen
• Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben
• Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
• Unterschiedliche Perspektiven einnehmen
• Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
• Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen
1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Haushalte • wichtige Elemente des Budgets erklären (z.B. Lohnabrechnung und Sozialversicherungsbeiträge,
Haushaltsversicherungen, Krankenkassenprämien, Sparen und Finanzanlagen, Schulden und Betreibung, Steuern, Telekom- und Verkehrsmittelkosten).
• ein klar strukturiertes Haushaltsbudget aufstellen und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen.
1.2 Unternehmensmodell • die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens beschreiben und Zielkonflikte aufzeigen.
1.3 Unternehmensfunktionen • Problemstellungen aus einer ausgewählten Unternehmensfunktion wie Finanzierung, Marketing,
Personal, Organisation, Produktion oder Verkauf bearbeiten.
1.4 Finanzbuchhaltung • finanzielle Vorgänge in Betrieben abbilden.
• einen einfachen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen.
2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Mikroökonomie • die Handlungsweise des Menschen modellhaft beschreiben und beurteilen.
• den Marktmechanismus erklären.
• Rechtfertigung und Grenzen staatlicher Eingriffe bei externen Effekten und Wettbewerbsbeschränkungen aufzeigen.
• aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen unter ökonomischen Gesichtspunkten analysieren.
2.2 Makroökonomie • das Vorgehen zur Messung der gesamtwirtschaftlichen wirtschaftlichen Aktivität und des Wohlstandes
sowie der Preise beschreiben.
• Problemstellungen aus einem makroökonomischen Gebiet wie Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik,
Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen oder Aussenhandel analysieren.
3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Einführung ins Recht • im Rahmen der jeweiligen Sachgebiete auf privat- und öffentlich-rechtliche Grundsätze zurückgreifen.
3.2 Personenrecht • Grundbegriffe zur Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit anwenden.
• zwischen natürlichen und juristischen Personen unterscheiden und Beispiele dazu nennen.
3.3 Obligationenrecht • Begriff und Entstehung von Obligationen erklären.
• Grundsätze der Vertragslehre anwenden und einen wichtigen Vertragstyp wie Kauf, Miete oder Arbeitsvertrag erklären.
• Voraussetzungen der Haftpflicht prüfen.
3.4 Weitere Rechtsgebiete • Ziele und Kerngedanken aus einem der folgenden Rechtsgebiete (Ehe-/ Erbrecht, Kindesrecht,
Grundrechte/ Rechtsstaat, Völkerrecht, Immaterialgüterrecht, Ausländer-/ Asylrecht, Bürgerrecht,
Strafrecht oder Schuldbetreibungs-/ Konkursrecht) beschreiben und dabei eigene und fremde Werte
• Handlungsmöglichkeiten für einen sinnvollen Umgang mit wichtigen Elementen des jeweiligen Rechtgebietes entwickeln.
FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (SCHWERPUNKTFACH)
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von
Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und derer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einsicht in die normativen Grundlagen unserer Rechtsordnung, systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie
werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen erhalten sie dabei Einblicke in
reale Institutionen und Abläufe.
• Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden
• Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren
• Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
• Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
• Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen
• Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
• Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwickeln
• Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
• Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln
setzen)
• Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Unternehmensmodell • Betriebe nach Kriterien gliedern (z.B. nach Grösse, Trägerschaft, Rechtsform, Branchen und Sektoren).
• Betriebe als produktive soziale Systeme verstehen und deren Wechselwirkungen zur Umwelt analy-
1.2 Leistungswirtschaft • strategische und operative Konzepte des Marketings beschreiben und anwenden.
• Ablauf- und Aufbau-Organisation eines Betriebs darstellen und optimieren.
• Aufgaben der Personalwirtschaft beschreiben.
1.3 Finanzwirtschaft • Finanzierungsarten und -vorgänge erläutern.
• Finanzierungsgrundsätze anhand von Kennzahlen überprüfen.
• Investitionsentscheide vorbereiten.
1.4 Finanzielles Rechnungswesen • finanzielle Vorgänge in Betrieben mit Hilfe der Finanzbuchhaltung abbilden.
• Probleme des Jahresabschlusses, wie Abschreibungen, Rechnungsabgrenzungen und Bestandesänderungen, bewältigen.
• Abschlussrechnungen (Bilanz und Erfolgsrechnung) aufstellen und interpretieren.
1.5 Finanzintermediäre • die Funktionsweise und strukturellen Merkmale von Finanzintermediären (Banken, Versicherungen)
• ausgehend von der Risikoanalyse eines Betriebes Versicherungslösungen vorschlagen.
• ausgehend von der Risikofähigkeit für einen Sparer sinnvolle Anlagevorschläge ausarbeiten.
2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Mikroökonomie • die Funktionsweise von Märkten analysieren.
• psychologische Grundlagen der Ökonomie für die Beurteilung von menschlichem Verhalten berücksichtigen.
• Wirtschaftssysteme unterscheiden.
• Ursachen und Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung erklären.
2.2 Makroökonomie • Geldwertstörungen analysieren und Mechanismen der Geldpolitik erklären.
• Ursachen und Auswirkungen von konjunkturellen Schwankungen darstellen.
• Ursachen des Aussenhandels erklären und dessen Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz und das
Währungssystem aufzeigen.
• Probleme und Lösungsansätze aus einem weiteren der folgenden makroökonomischen Gebieten
(Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, Wachstum, Strukturwandel, soziale Sicherheit, Staatsfinanzen)
darstellen und vergleichen.
2.3 Wirtschaftspolitik • Rechtfertigung und Auswirkungen von Staatseingriffen beurteilen.
• konjunkturpolitische Konzepte vergleichen.
• aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren.
3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Vertragsrecht • Entstehung, Erfüllung, Erlöschen sowie Verjährung von Obligationen analysieren.
• Die wichtigsten Vertragstypen (Veräusserungsverträge, Verträge auf Gebrauchsüberlassung, Verträgen auf Arbeitsleistung, Sicherungsmittel der Vertragserfüllung) darstellen und voneinander abgrenzen sowie deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung erklären.
• sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren.
3.2 Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse
• über die Wahl der Rechtsform von Betrieben und Nonprofit-Organisationen anhand der fachlich
einschlägigen Kriterien entscheiden.
• Ursachen und Ausprägungen von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern.
Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus den folgenden
Teilgebieten:
3.3 Sachenrecht • Ziele und Kerngedanken des jeweiligen Rechtsgebietes beschreiben.
• einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen und alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und
-prävention vorschlagen.
3.4 Immaterialgüterrecht
3.5 Strafrecht
3.6 Betreibungs- und
Konkursrecht
3.7 Staatsrecht
3.8 Steuerrecht
3.9 Wettbewerbsrecht
FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (ERGÄNZUNGSFACH)
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven
der drei Teilgebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft.
Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier geht es unter anderem um
Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit,
Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen).
Wohnen: Hier werden beispielsweise soziale Bedürfnisse des Wohnens, Formen und Finanzierung von Wohneigentum, Mietrecht, Formen
des Zusammenlebens und deren rechtliche Ausgestaltung thematisiert. Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse sind weitere Stichworte für mögliche Themen.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen
besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.
• Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren
• In Alternativen denken und abwägend entscheiden
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen
• Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen
• Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen
• Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
• Widersprüche und Kompromisse aushalten
• Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
• Die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln
setzen)
1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Arbeit • Betriebe als produktive soziale Systeme verstehen und deren Wechselwirkungen zur Umwelt analy-
• Entscheidungen privater Haushalte in ihren Rollen als Arbeitnehmer, Mieter, Eigentümer, Steuerzahler
und Konsument fällen.
• öffentliche Haushalte in Bezug auf deren Dienstleistungen, Einnahmen, Ausgaben und Verschuldung
1.2 Wohnen
1.3 Steuern
1.4 Konsum
2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Arbeit • die Funktionsweise und Besonderheiten der spezifischen Märkte untersuchen.
• die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Massnahmen beurteilen und zwischen Staats- und Marktversagen unterscheiden.
• aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren.
1.2 Wohnen
1.3 Steuern
1.4 Konsum
3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Arbeit • Ziele und Kerngedanken der betreffenden Rechtsgebiete beschreiben.
• typische Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen und alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und
-prävention vorschlagen.3.2 Wohnen
3.3 Steuern
3.4 Konsum
RICHTLINIEN FÜR DEN PROJEKTUNTERRICHT
Wochenlektionen 2.5*
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lehrpersonenlektionen pro Abteilung. Die Zuteilung auf Abteilungen oder Kursgruppen
sowie auf die Klassen liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Schulen.
Im Projektunterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem längeren Projekt. Sie vertiefen eine gesellschaftlich relevante Thematik
mit geeigneten Methoden auf einem angemessenen Niveau. Das Projekt zeichnet sich durch einen Anteil an originalen Elementen und einer
stufengerechten Komplexität aus. Mit der Projektarbeit wird innerhalb eines inhaltlichen Rahmens eine Thematik, eine Problem- oder Fragestellung oder ein Phänomen vertieft untersucht, bearbeitet oder gestaltet.
Die Projektarbeit, die im Rahmen des Projektunterrichts erarbeitet wird, schafft den unterrichtlichen Zusammenhang für die Einführung und die
Anwendung der Projektmethoden. Sie bildet ein „Übungsstück“ für den Aufbau von Erfahrungen mit Instrumenten und Methoden des Projektmanagements wie die Zeitplanung, die Dokumentation und die Präsentation von Ergebnissen oder Produkten. Im Projektunterricht werden die
Schülerinnen und Schüler mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut.
Der Projektunterricht bereitet auf die Maturaarbeit vor, wobei der Themen- und Sachbezug bei der Maturaarbeit verstärkt im Zentrum steht
und die inhaltliche Komplexität bei der Maturaarbeit grösser ist. Die Lehrperson betreut die Schülerinnen und Schüler im Projektunterricht
intensiver als bei der Maturaarbeit.
2. BEITRAG DES PROJEKTUNTERRICHTS ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN
• Möglichkeiten und Grenzen der Planung erkennen
• Zielgerichtet vorgehen
• Mit dem eigenen Produkt kritisch umgehen
• Mit Lehrpersonen sowie mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten
• Sich auf den Grundlagen wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens sachgemäss und korrekt ausdrücken
• Grössere Arbeitsgegenstände über längere Zeit bearbeiten
• Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen
• Fragestellungen entwickeln
• Sich bei der Herstellung eines Produkts engagieren
1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• aus ersten Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln.
• einen Projektplan mit Zeitplan erstellen.
2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können
• Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode einsetzen.
• den Arbeitsprozess möglichst selbstständig steuern.
• den Arbeitsprozess reflektieren und dokumentieren.
• Instrumente einsetzen, mit denen die Durchführung eines Projektes gesteuert wird (z.B. Arbeitsprotokolle, Journale).
• ein Projekt evaluieren.
4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können
• die Ergebnisse schriftlich präzise darstellen.
• Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden.
• Regeln des Quellennachweises anwenden.
5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können
• die Ergebnisse und ihre Entstehung auf angemessene Weise präsentieren und vertreten.
6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
• wichtige Grundsätze der Zusammenarbeit beschreiben.
• gemeinsam planen, organisieren und darstellen.
• im Team effizient arbeiten.
• konstruktives Feedback geben.
4. UMSETZUNG AN DEN KANTONSSCHULEN
Die einzelnen Schulen legen in ihren schulischen Richtlinien fest, wie die vorliegenden Rahmenvorgaben für den Projektunterricht umgesetzt
RICHTLINIEN FÜR DIE MATURAARBEIT
Wochenlektionen 2*
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lehrpersonenlektionen pro Abteilung. Die Zuteilung auf die Klassen liegt in der
Zuständigkeit der einzelnen Schulen.
Die Maturaarbeit steht am Schluss einer umfassenden Ausbildung: Sie baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf und erweitert
diese. Als eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist.
Die Maturaarbeit baut auf den im Projektunterricht erworbenen Fähigkeiten auf. Sie hat als Grundlage eine eigenständige, anspruchsvolle und
klar strukturierte Fragestellung oder Gestaltungsidee in einem eingegrenzten Themengebiet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der
Fragestellung oder der Gestaltungsidee über eine längere Zeitdauer auseinander und wenden dabei Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens
an. Sie planen und reflektieren ihr Vorgehen sowie ihre Zusammenarbeit mit externen Stellen und bei Gruppenarbeiten mit den anderen Schülerinnen und Schülern. Sie stellen die Ergebnisse als schriftliche Arbeit beziehungsweise als technisches oder gestalterisches Produkt mit
einem schriftlichen Kommentar dar und präsentieren sie vor Publikum in mündlicher Form.
Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen, verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative
Fähigkeiten integriert. Die Schülerinnen und Schüler können in der Wahl ihrer Arbeitsgebiete eigene Interessen verfolgen. Die Themen- und
Arbeitsbereiche werden so gewählt, dass originale Beiträge der Studierenden gewährleistet sind. Die Maturaarbeit zielt auf inhaltliche Vertiefung, methodische Klarheit, selbstständiges Arbeiten und auf das Reflektieren darüber.
2. BEITRAG DER MATURAARBEIT ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN
• Möglichkeiten und Grenzen der gewählten Methoden beurteilen
• Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens anwenden
• Zielgerichtet und kooperativ vorgehen
• Mit Lehrpersonen, externen Stellen sowie mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten
• Sich gemäss den Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens sachgerecht und korrekt ausdrücken
• Komplexere Arbeitsgegenstände über längere Zeit bearbeiten
Informationsbeschaffung
• Informationsbedürfnis bestimmen und Informationsquellen auswählen
• Informationen gezielt suchen, gewichten und auswählen
• Grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten
• Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen
• Eine Fragestellung entwickeln
• Sich in einem selbstgewählten Spezialgebiet vertiefen
1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• aus ersten eigenen Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln.
• auf die Fragestellung bezogen geeignete fachliche Verfahren wählen.
• die Instrumente zur Projektplanung (z.B. Projektvertrag, Projektplan) selbstständig anwenden.
2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können
• Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen und auswählen.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
• grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten.
3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren) grösstenteils selbstständig einsetzen.
• den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern.
• ein Projekt evaluieren.
4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können
• Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und nachvollziehbar darstellen.
• Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden.
• korrekt mit Quellen umgehen.
5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können
• die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert, sachlich richtig und wirkungsvoll
darlegen und in der Diskussion kompetent vertreten.
6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
• mit der Betreuungsperson konstruktiv zusammenarbeiten und bei Bedarf Unterstützung einholen.
• Kontakte mit externen Stellen herstellen und nutzen.
4. GRUNDSÄTZE FÜR DIE UMSETZUNG AN DEN KANTONSSCHULEN
• Die einzelnen Schulen legen in ihren schulischen Richtlinien beziehungsweise in ihrem Schulprogramm fest, wie die vorliegenden
Rahmenvorgaben für die Maturaarbeit umgesetzt werden.
• Die Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich frei in der Wahl des Themas und des Fachs beziehungsweise der Fächer, in denen sie ihre
Maturaarbeit schreiben oder gestalten. Eine Maturaarbeit kann in allen Fachbereichen, die an der Kantonsschule unterrichtet werden, geleistet und in allen Unterrichtssprachen verfasst werden.
• Themen sind aus allen Fach- und Lebensbereichen möglich. Dabei stehen allerdings die an der Kantonsschule erworbenen Fähigkeiten im
Vordergrund, denn um ein angemessenes Niveau zu erreichen, ist im gewählten Themengebiet ein gutes Vorwissen von Vorteil.
• Die genaue Themenfindung erfolgt im Konsens zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie der betreuenden Lehrperson. Es steht den
Lehrpersonen zu, Themen abzulehnen. Letzte Instanz ist die Schulleitung.
• Für die Betreuung einer Maturaarbeit ist eine einzige Lehrperson verantwortlich (Betreuungsperson). Sie unterstützt die Entwicklung der
persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige Durchführung (Plagiatsvermeidung). Die Schulleitung bestimmt die Art der Wahl oder die Zuteilung der Betreuungspersonen.
5. GRUNDSÄTZE ZUR BEWERTUNG
• Die Bewertung der Maturaarbeiten erfolgt nach vorgängig festgelegten Kriterien.
• Die Bewertungskriterien werden im Rahmen der schulischen Vorgaben zwischen den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern
vereinbart.
• Die Gewichtung der Teilleistungen wird ausgewiesen.
• Die Bewertung der Arbeit erfolgt durch die Betreuungsperson und eine zweite Lehrperson. Gemeinsam mit der Betreuungsperson sorgt die
zweite bewertende Lehrperson für eine angemessene Bewertung, die den Ansprüchen und Kriterien des Fachunterrichts folgt.
• Die Betreuungsperson beurteilt und bewertet das Produkt (Inhalt und Form), den Arbeitsprozess und die Präsentation, die zweitbewertende
Lehrperson nur das Produkt und die Präsentation.
• Die Schulen regeln im Rahmen der rechtlichen Grundlagen den Umgang mit Plagiaten.
Instrument: Blockflöte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Intonation elementares Intonationsbewusstsein im
Duospiel
elementares Intonationsbewusstsein im
Zusammenspiel mit Cembalo
aktuellen Stoff sauber intonieren; Intonation
im Ensemble. Kenntnisse über historische
Stimmsysteme anwenden können.
aktuellen Stoff sauber intonieren; Intonation
im Ensemble.
Intonation eines Ensembles korrigieren
(leiten) können.
Griffe alle Primärgriffe über zwei Oktaven
kennen
auch Spezialgriffe, z.B. für Triller, kennen.
Erste Kenntnisse neuer Spieltechniken
(Akkorde, Flageolets, Geräusche,
Flattements etc.)
unterschiedliche Griffe kennen für b oder
Kreuz
historische Griffweisen kennen. Mehrklänge.
Trillergriffe, Pianogriffe
Tonleitern Dur: C,G,D,F,B, dazu die parallelen
Molltonarten (rein)
Dur- und Molltonarten bis drei
Vorzeichen und deren Dreiklänge
Dur- und Molltonarten bis vier Vorzeichen
und deren Dreiklänge
Dur- und Molltonarten bis fünf Vorzeichen
und deren Dreiklänge
alle Tonarten spielen können, auch
melodische und harmonische Moll-Tonleitern
Kirchentonarten
Variantinstrumente normalerweise Altblockflöte zusätzliche Variantinstrumente zusätzliche Variantinstrumente Renaissance-Blockflöten Evtl. auch G- und D-Instrumente.
Motorik lockere Finger lockere Finger, Zunge und Arme Kontrolle der Spielwerkzeuge gute Kontrolle der Spielwerkzeuge, auf den
ganzen Körper bezogen.
gutes Körpergefühl in der Balance von
Spannung und Lockerheit
Virtuosität entwickeln
Artikulation Artikulationssilben (z.B. te-re) deutlich
artikulieren können
differenzierte Artikulation nach
Charakter des Stückes
stilistisch korrekte Artikulation anwenden differenzierte Artikulation bewusst
Artikulation mit historischen
Silbenkombinationen stilgerecht anwenden
variantenreich artikulieren können
Atmung, Körperhaltung, Motorik Vermeidung von Hochatmung, sinnvolle
Atemstellen
erkennbare Atemstütze gut funktionierende Atmung, mühelos
wirkende Atemstütze
selbstverständlich funktionierende Atmung Atmung als wichtigen Teil der Interpretation
einsetzen und lange Phrasen durchhalten
Haltung (Körper - Instrument) aufrechte, lockere Körperhaltung Körperbalance bewusst wahrnehmen und
kontrollieren können
Haltung und Körperbewegung; bewusstes
Erleben von Spannung und Entspannung
dynamische, musikalisch adäquate
Körperhaltung; Vermeidung von
Fehlbewegungen
Bewusster Körpereinsatz im Ensemble
Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar
realisieren
verfeinertes Dynamikbewusstsein Dynamik im Ensemble Verhältnis von Grunddynamik und
dynamischer Melodiegestaltung
(Binnendynamik, Ausdrucksdynamik)
feine Nuancierungen;
Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld
zwischen Vorgaben, Ausdruckswille und
Ensemble-Kontext.
Übtechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in Teilen üben
bewusstes, ökonomisches Üben selbständig üben können, verschiedene
Methoden selbständig anwenden
(rhythmisieren, verschidene Tempi,
unterteilen etc.)
regelmässig, lustvoll und selbständig üben
können, eigene Methoden entwickeln
übend selbständig technische Probleme
lösen können
Stil, Verzierungen einfache Stücke des Hochbarock
stilgerecht realisieren (Tempo,
Artikulation)
Hochbarock stilgerecht mit einfachen
Verzierungen (Trillern)
Renaissance und Zeitgenössische Musik
adäquat realisieren
verschiedene barocke Stile unterscheiden
können. Französische Verzierungen.
Einfachere neue Musikstücke mit neuen
Spieltechniken realisieren
originale und eigene Verzierungen fliessend
und ausdrucksvoll spielen können. Neue
Musik mit neuen Spieltechniken
vertraut sein mit den Verzierungsstilen
verschiedener Epochen (z.B. Mittelalter,
Renaissance, Frühbarock, Hochbarock etc.)
Komplexe neue Stücke realisieren können
Anhang 1: Kompetenzraster Instrumentalunterricht
Instrument: E-Bass Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät nach Gehör (Primen, Oktaven, Quinten,
Quarten)
nach Gehör (Intervalle, Flageolets) und nach
Referenzinstrument
Vertiefung Stufe 3, einfache Skordatur sicheres Stimmen nach Referenz-instrument,
komplexere Skordaturen
sicheres Stimmen nach Referenz-instrument
auch vor Publikum
Haltung (Körper-Instrument) Gurteinstellung vornehmen können,
stehend und sitzend. Vor- und Nachteile
der Haltungsvarianten kennen
Fähigkeit, verschiedene Haltungen
auszuprobieren und zu vergleichen
vertieftes Körperbewusstsein. Haltung den
unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen
flexible Anpassung der Haltung an die
musikalische Situation
Entwicklung des Bewusstseins für eine
persönliche Haltung
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Notentext lesen und wiedergeben Kenntnis des Bass-Schlüssels und der
Notenwerte
einfache Akkordsymbole (Dreiklänge)
umsetzen können
komplexere Akkordsymbole (Vierklänge)
umsetzen können
komplexe Akkordsymbole (mit Tensions)
umsetzen können, basale Lesekenntnis im
Violinschlüssel
Blattspiel von einfachen Grooves und
Melodien, fortgeschrittene Lesekompetenz im
Violinschlüssel
Transponieren von Bassbegleitungen,
Blattspiel von Leadsheets
Timing (Metronom) Wiedergabe von einfachen 1/8-
Begleitungen (binär)
Wiedergabe von 1/8-Grooves (ternär) Wiedergabe von 1/16-Grooves in
verschiedenen Stilen (Rock, Funk, Latin,
Jazz)
Wiedergabe von komplexeren Rhythmen,
Schwerpunkt-verschiebungen
Wiedergabe ungerader Taktarten sichere und selbstständige Anwendung aller
Taktarten
Spielhand Sicherheit bei Wechselschlag /
Plektrumtechnik auf einer Saite
Sicherheit bei Wechselschlag /
Plektrumtechnik über mehrere Saiten
Erweiterungen der Spieltechnik Ghostnotes,
Slapping und Tapping
erweitertes Repertoire an Spielformen,
sichere Anwendung von Ghostnotes und
Formen des Tapping- oder Slappingspiels
Einsatz von virtuosen Spielformen wie
Double-Thumbing oder Machinegun-triplets
erweitertes Repertoire an verschiedenen
virtuosen Spieltechniken
Greifhand einfache Tonfolgen mit verschiedenen
Fingerkombinationen in einer Lage
komplexere Tonfolgen mit
Lagenwechsel, einfache
Bindungsübungen (Hammeron-Pulloff)
fortgeschrittenes Lagenspiel, komplexere
Bindungen und deren Anwendung im
Spielmaterial
Flageoletanwendung im Spiel, einfaches
Akkordspiel
komplexere Anwendung des Akkordspiels,
extended Fingerings, alternative Fingersätze
Beherrschung virtuoser Greifaufgaben
Skalen Kenntnis der Stammtöne in den tiefen
Lagen, einfache Dur-und Molltonleitern
Kenntnis der Stammtöne auf dem
ganzen Griffbrett. Tonleitern mit
Vorzeichen, Kirchentonleitern
Anwendung neuer Tonreihen wie Pentatonik
oder Bluesskala
Anwendung aller Molltonleitern symmetrische Skalen, alternative Modi vertiefte Kenntnis und selbstständiger
Einsatz aller gebräuchlichen Skalen
Elektronik Klangveränderungen am Instrument und
am Verstärker
Equalizereinstellungen vornehmen
Einsatz von Effektgeräten, erfolgreiche
Anwendung im Solo- oder Zusammenspiel
Entwicklung eines persönlichen Sounds im
Bandkontext
Entwicklung eines persönlichen Sounds in
unkonventionellen Besetzungen
vertieftes Klangbewusstsein und Wissen um
elektronische Klangveränderung
Improvisation einfache Melodien erfinden eigene Bassbegleitungen erfinden, improvisieren im Bluesschema improvisieren mit Skalenfiguren motivische Improvisation freie Improvisation, vertiefte Anwendungen
aller Improvisations-arten
Uebtechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in Teilen üben
in verschiedenen Tempi mit Metronom
üben können
bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für schwierige Stellen
(rhythmisieren, beschleunigen,
segmentieren etc.)
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungs-phasen und grösserer
Quantitäten
vollständigen Erarbeitungsprozess selber
steuern und verantworten; verschiedene
Modi des Übens bewusst praktizieren
Instrument: E-Gitarre Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät nach Gehör (Primen, Quarten,
Quinten, Oktaven)
nach Gehör (Intervalle, Flageolets) stilbedingtes Umstimmen (Es, D, Des, C,
Drop D), auch nach Gehör
sicheres Stimmen zum Referenzinstrument
(z.b. Piano)
sicheres Stimmen nach
Referenzinstrumenten auch vor Publikum
Intonation korrekter Fingeraufsatz, Haltung der linken
Hand so anpassen, dass Saiten nicht
durch eine "verkrampfte" Haltung
automatisch aus der Stimmung gedrückt
oder gezogen werden
Bending (Halb-Ganzton) auf
verschiedenen Saiten
saubere Intonation beim Bending und
generell beim Einsatz von komplexen
Bindungen (HO/PO-Kombinationen)
saubere Intonation bei sämtlichen Arten von
Bendings und generell bei für die linke Hand
schwierigen Passagen (komplexe, weite
Akkorde etc.)
sichere Intonation auch bei Bendings, die in
einem improvisierten Kontext stattfinden (
Solo)
Oktavreinheit und sonstige
intonationsrelevante Parameter am
Instrument einstellen können
Haltung (Körper - Instrument) richtige Einstellung des Gitarrengurts für
verschiedene Situationen vornehmen
können (stehend-sitzend), Vor- und
Nachteile kennen bei Hilfsmittel wie
Fussbank und Gitarrengurt
Körperhaltung der verschiedenen
Gegebenheiten von unterschiedlichen
Stücken anpassen
Körperbewusstsein vertiefen. Verschiedene
"Haltungen" vergleichen und ausprobieren
die eigene Haltung so anpassen, dass sie
auch innerhalb eines Stückes flexibel an die
musikalische Situation angepasst werden
kann
Bewusstsein für eine "persönliche" Haltung
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Übetechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in Teilen üben
bewusstes Üben in verschiedenen
Tempi, üben mit Metronom.
Selbstständiges Aufteilen von
komplexen Übeinhalten in sinnvolle
Teilabschnitte, Isolieren von Inhalten,
die nur eine Hand betreffen
bewusstes, ökonomisches Üben. Die
verschiedenen Übeinhalte der Stufen 1 und 2
so kombinieren können, dass ein Üben im
Fluss möglich wird und der Lernerfolg
erreicht wird
diverse Übetechniken für schwierige Stellen
(rhythmisieren, beschleunigen,
segmentieren etc.) und selbstständig
einteilen können, was auf welche Weise
geübt werden soll
Den vollständigen Erarbeitungsprozess
selber steuern und verantworten;
verschiedene Modi des Übens bewusst
praktizieren
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen und grösserer
Quantitäten, eigenes Übprogramm auch bei
zuvor unbekanntem Material über einen
längeren Zeitraum selbstständig erstellen
Rechte Hand Ab- bzw. Aufschlag für Begleitmuster und
Solospiel unter Berücksichtigung der
rhythmischen Phrasierung und gleichzeitig
Synchronisation mit dem Fuss als
körpereigenes Metronom
mehrstimmiger Anschlag (Akkorde),
Palm-muting, einfaches Sweeppicking
(Arpeggien), Dämpftechnik
erweiterte Dämpftechnik, stilangepasste
Pickhaltung, staccato, komplexere Arpeggien
Sweep und Economic-Picking, erweiterte
Dämpftechnik auch bei stark verzerrten
Sounds
Erweiterte Pickingtechnik, String skipping,
Einführung Fingerpicking, Tapping
Stücke mit virtuosem Charakter, Tapping,
Hybrid Picking, Gespür für geeignete
Pickingvariante entwickeln
Linke Hand Tonleiterspiel in 1. und 2. Lage mit
Lagenwechsel-varianten. Akkordspiel
(offene Grundakkorde).
Koordinationsübungen in den höheren
Lagen
Tonformung, Hammer-on, Pull-off,
Slide, Bending, Vibrato, Dämpftechnik,
Fingeraufsatz
Handhaltung (Position des Daumens bei
unterschiedlicher Spieltechnik), erweiterte
Bendingtechnik, Harmonics
Oktavenspiel, Dezimenspiel mit
Dämpftechnik (dead notes)
Abrolltechnik, komplexe Akkordformen, Modi,
Lagenspiel
Beherrschen der Lagen, sowohl im Melodiewie auch im Akkordspiel, Lagenspiel im
Dienste der melodischen und klanglichen
Gestaltung
Notentext lesen Grundwissen zu Notensystem, Tabulatur,
Akkordsymbolik
einfachen Notentext in 1. und 2. Lage
lesen und korrekt wiedergeben können
Blattspielerfahrung, einfache Konstellationen
in 3., 4. und 5. Lage, Akkordsymbole,
Tabulatur
allgemeine Griffbrettkenntnis (Pattern) Entscheidungen für richtige Spiellage treffen
können unter Berücksichtigung melodischer
und klanglicher Aspekte
fliessendes Lesen komplexerer Texte; alle
Textparameter einbeziehen. Tabulaturen,
Leadsheets
Intervalle/Akkorde offene Akkorde spielen und wechseln
Vorbereitung Barréegriffe, erweiterte
offene Akkorde
Barréegriffe (Stufentheorie) und Vierklänge,
die über das gesamte Griffbrett verteilt sind
(Drop-2-Voicings)
komplexe Akkorde, Quartvoicings Akkorde können unter Berücksichtigung des
Kontexts frei ausgewählt werden
Upper-Structure-Triads
Improvisation Einführung Pentatonik, Improvisation mit
Tetrachords
Pentatonik und Durtonleiter innerhalb
eines Patterns
Pentatonik in allen Positionen, Bluesscale
und Durtonleiter in drei verschiedenen
Positionen
Pentatonik, Bluesscale, Durtonleiter über
das gesamte Griffbrett, HM5 und
Vierklangsarpeggien in 3 Positionen
HM5 und Vierklangsarpeggien über das
gesamte Griffbrett, Upper-Structure-Triads
und Melodisch Moll in drei Positionen
Upper-Structure-Triads und Melodisch Moll
über das gesamte Griffbrett
Rhythmik binäre Rhythmen bis zu
zusammengesetzten Achtelrhythmen
spielen können
binäre Rhythmen bis zu
Sechzehntelnotenwerten sowie Triolen
spielen können
ternäre Rhythmen inklusive Pausen spielen
binäre und ternäre Rhythmik stilbedingt
"richtig" phrasieren können, Metric
Modulation
umfassende rhythmische Kompetenz für
binäre und ternäre Musik jeglicher Art und
Weise
Timingtechnische Flexibilität, so dass man
einen vorgegeben Notentext auf drei
mögliche Arten je nach Anwendung
umsetzen und dies auch in den Soli
anwenden kann: "Vor dem Beat", "auf dem
Beat", "hinter dem Beat"
Equipmenttechnik Verstärkereinstellung verstehen und
selber vornehmen können
verschiedene Grade an
Distortionsounds selbst einstellen
mit verschiedenen Verstärkern individuell auf
die musikalische Situation angepasste Clean-
und Distortionsounds einstellen können
Peripheriegeräte wie z.b. Volume-Pedals,
Delay- und Distortionpedals in das eigene
Soundsetup integrieren können
Gitarrensound als Einheit von Gitarrist,
Effektgeräten und Verstärker begreifen und
einen individuellen, verschiedenartigen
Sound innerhalb eines Bandsettings finden
Durch den kreativen Einsatz aller
Soundparameter "neue" Klänge und
Strukturen erfinden und in der musikalischen
Praxis einsetzen können
Instrument: Gitarre Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät
Umgang mit Stimmgabel
vermehrt nach Gehör: mit Primen,
Quarten, Quinten, Oktaven
Vertiefung von Stufe 2
temperiertes Stimmen des Instruments
Stimmen mit Flageoletttönen Skordaturanwendungen Stimmen in Vorspielsituation (Stimmen bei
Nervosität)
Intonation korrektes Platzieren der Finger ohne
Intonationstrübungen
Vertiefung der Stufe 1 und erfolgreiche
Anwendung bei anspruchsvolleren
Greifkonstellationen
Sauberkeit im Lagenspiel, insbesondere bei
Akkorden. Vibratotechnik bei Einzeltönen
und einfachen Griffen
Sauberkeit in hohen Lagen und bei
Spannungsgriffen, bewusster Vibratoeinsatz
im Melodiespiel
saubere Intonation und Vibratoanwendung im
Akkordspiel
Sauberkeit in schwierigen Positionen,
vertiefte und ausdrucksstarke
Vibratoanwendung
Haltung (Körper - Instrument) Kenntnis der Haltungsvarianten und
Hilfsmittel sowie der idealen Sitzhöhe
Vertrautheit mit der gewählten
Haltungsvariante
Vertiefung des Körperbewusstseins und
Entwicklung des Körpereinsatzes
Haltung und Körperbewegung: bewusstes
Erleben von Spannung und Entspannung
Bewusstsein für förderliche
Bewegungsabläufe des Körpers und
angemessenenTonus
bewusster Einsatz der Körpersprache als
Teil der musikalischen Kommunikation
Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen vorgegebene Artikulation in Stücken
selbständig umsetzen
Erweiterung der verfügbaren
Artikulationsarten (staccato, portato, tenuto,
legato)
stilsichere Anwendung von Artikulationen in
verschiedenen Musikrichtungen
adäquater Einsatz von differenzierten
Artikulationen
feine Nuancierungen in möglichst vielen
Stilbereichen
Dynamik primäre Differenzierung p  mf  f crescendo, decrescendo und Akzent in
verschiedenen Anschlagsarten
verfeinertes Dynamikbewusstsein,
Erweiterung der verfügbaren Abstufungen
Anwendung im Zusammenspiel
bewusstes Erleben des Spektrums
extreme Dynamikanwendungen feinste Nuancierungen
Intervalle / Akkorde produzieren Verständnis des Griffbretts, erste
Intervallanwendungen, Kenntnis der
Stammtöne und naheliegendsten
Versetzungen in den tiefen Lagen
Terzen und Dreiklänge auf einer wie
über mehrere Saiten
Terzen, Sexten, Akkorde alle Intervalle alle Dreiklänge sowie ausgewählte
Vierklänge
Realisation von harmonisch anspruchsvollen
Begleitungen
Spielhand Wechselschlagformen und
Daumenanschlag legato und staccato,
einfache Arpeggioformen
unechte und echte Zweistimmigkeit,
erweiterte Arpeggiotechnik,
Klangfarben (sul ponticello  sul tasto)
erweitertes polyphones Spiel, komplexere
Arpeggioformen, erweitertes
Klangfarbenspektrum
staccato und pizzicato, ein- und
mehrstimmig deutliche Unterscheidungen
beim Einsatz von Klangfarben
Eigenständigkeit in der Wahl der geeigneten
Fingersätze und Anschlagsvarianten
fliessende Übergänge bei Kombinationen
diverser Anschlagsarten, stil- und
ausdrucksbewusstes Anwenden der
Anschlagsformen
Schlagtechniken einfache Schlagformen bei Akkorden erweiterte Schlagvarianten (Auf- und
Abschlag, erste Rasgueadotechnik)
Rhythmustechniken in verschiedenen
Musikstilen, verschiedene
Perkussionseffekte
komplexere Rhythmustechniken, erweiterte
Stilkenntnisse zu Schlagtechniken
virtuose Schlagformen in vielen Stilbereichen verfeinerte Nuancierungen
Greifhand ein- und mehrstimmiges Melodiespiel,
erste offene Grundakkorde
anspruchsvollere Doppelgriffe,
Lagenwechsel, Akkordspiel, einfache
Barré-und Bindungsformen,
Tonleiterspiel, erweitertes
Akkordrepertoire
Beherrschung komplexerer Greifaufgaben,
erweitertes Lagenspiel und Tonleiterrepertoire, anspruchsvollere Barréformen,
Bindungen auch in einfachen Verzierungen
Gleichwertigkeit der Greiffinger, grössere
Lagensprünge, entwickelte Barrétechnik,
Bindungen kombiniert mit liegenbleibenden
Fingern, erweitertes Verzierungsrepertoire,
Spezialformen wie Glissandi etc.
gesteigerte Unabhängigkeit der Greiffinger,
Mehrfachbindungen auch bei Griffen,
Akkordglissando, Erweiterung der
polyphonen Möglichkeiten
Melodie- und Akkordspiel in allen Lagen im
Dienste der musikalischen Gestaltung,
Anwendung unkonventioneller
Klanggebungen der Greifhand
Abdämpfen, Flageoletttechnik natürliche Flageoletts in den einfachen
Positionen
einfaches Abdämpfen der Bässe im
polyphonen Spiel
Flageolett-Mehrklänge
erweitertes Repertoire an Dämpftechniken ,
auch in Kombination von linker und rechter
Hand,
anspruchsvollere Flageolettmehrklänge
Kontrollierter Einsatz verschiedener
Abdämpftechniken,
erweiterte Flageoletttechnik
künstliche Flageoletts Selbständigkeit in der Wahl der
Dämpftechniken, künstliche Flageoletts auch
in Kombination mit normalen Tönen
Instrument: Klarinette Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Intonation stabiles Intonieren der Töne von e bis b`,
Einstimmen auf eine vorgegebene
Tonhöhe
Töne intonationsrein überblasen
(Duodezimklappe), selbstständiges
Erkennen der Tonhöhendifferenz zweier
Instrumente beim Einstimmen
stabil bis e```, Intonationskorrektur in
Abhängigkeit von der Dynamik
bewusstes Intonieren eines Tones, bezogen
auf seine Funktion im Akkord (Dreiklänge)
Bewusstes Intonieren eines Tones, bezogen
auf seine Funktion im Akkord (Septakkorde)
intonieren in Abhängigkeit zur Funktion im
Akkord, das Intonationsprofil des eigenen
Instrumentes kennen
Körperhaltung Grundlagen einer korrekten Körperhaltung
kennen
vertiefte Kenntnisse der Ansatztechnik,
Hand- und Fingerhaltung
Selbstbeurteilung der eigenen
Körperhaltungen
bewusstes Herbeiführen von Spannung und
Entspannung der Muskulatur
bewusste Steuerung des Muskeltonus in
Abhängigkeit von musikalischen Abläufen
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Atmung physiologische Grundkenntnisse der
Atemtechnik
gestalten von Atembögen in
Abhängigkeit von musikalischen
Phrasen
Kenntnis von Brust- und Zwerchfellatmung kontrollierte Atemführung durch bewusste
Atemstütze
praktische Anwendung verfeinerter
Atemführung im dynamischen Bereich
Atmung als integraler Bestandteil
differenzierten Musizierens
Artikulation korrekt ausgeführter Zungenstoss bei
kontrollierter Ansatzmuskulatur, staccato
und legato
Akzent, marcato vorgegebene
Artikulation in Stücken selbständig
umsetzen
kontrollierte Artikulation sauber und stabil bis
e```
differenzierte Artikulation bewusst
differenziertere Artikulation adäquat
feine Nuancierungen
Dynamik einfache Dynamik: p / mf / f pp/ m/, ff, crescendo, diminuendo "messa di voce" mit kontrollierter Intonation Abphrasierung einzelner Töne längere dynamische Spannungsbögen feinste Nuancierungen
Tonumfang e bis a` e bis c``` e bis g``` e bis c````
Rhythmus Ganze bis 16tel einfache Punktierungen, kombinierte
Rhythmen, einfache Synkopen, Triolen
komplexere Rhythmen, Hemiolen komplexe Rhythmen, off beat schwierigere Taktwechsel, komplexe
Rhythmen
komplexe Rhythmen in Neuer Musik,
Rhythmen mit valeurs ajoutées
Taktart 2/4, 3/4, 4/4 (6/8 langsam) 2/2 alla breve, 6/8 unregelmässige Taktarten 5/4, 7/8 etc.
Übtechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in Teilen üben
üben in verschiedenen Tempi, üben mit
Metronom
bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für Läufe und
schwierige Stellen (rhythmisieren,
beschleunigen, segmentieren etc.)
Verfeinerung der Übtechniken selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen
Skalen-und Akkordspiel Dur-Tonarten bis 3 Vorzeichen Dur- und Moll-Tonarten bis 3
Vorzeichen (Skalen und Dreiklänge)
Dur- und Moll-Tonarten bis 4 Vorzeichen,
dazugehörende Dreiklänge, Grundstellung
Dominantseptakkord, Pentatonik
Tonarten bis 4 Vorzeichen Dur und Moll,
Chromatik, Ganztonleiter, Grundstellung
verminderter Septakkord, Bluestonleitern,
Alle Dur- und Molltonarten, modale Skalen,
Ganztonleiter,
alle Dur- und Molltonleitern, Dreiklänge,
Septakkorde, Chromatik.
Phrasierung musikalisch sinnvolle Atemzäsuren Phrasierung durch Atemzäsuren,
selbständige Einteilung
Jazz-Phrasierung stilsichere Phrasierung Phrasierung in allen Stilen adäquat einsetzen Stilsicherheit
Tonbildung regelmässig geführte lange Töne regelmässige lange Töne in
verschiedener Dynamik
Ton möglichst frei von Nebengeräuschen sauberer Registerwechsel c```-d``` voller,
runder Ton, Bewusstsein für einen
freischwingenden, klaren und vollen Klang
Glissando, Doppelzunge, Flatterzunge,
modulierfähige Klanggebung
moderne Spieltechniken, Bewusstsein für
eigenes Klangideal
Klarinettenblatt /
Instrumentenbehandlung
korrekter Zusammenbau des
Instrumentes, korrektes Positionieren des
Blattes
Kenntnis über Massnahmen zur
Optimierung des Blattes
einfache Blattkorrekturen komplexe Blattbearbeitung einfache Reparaturen am Instrument Selbständigkeit in Blattauswahl und
Bearbeitung
Transpositionen einfache Melodie nach C transponieren vom
Blatt
Ganztontransposition einfacher Stücke (z.B.
Volkslieder)
schwierigere Stücke nach C transponieren
(z.B. Orchesterstellen)
Fingertechnik Koordination der Finger bis b Koordination der Finger bis c``` Kenntnis der gängigen Hilfs- und Trillergriffe Kenntnis und Anwendung der gängigen
Hilfsgriffe bis c```
Kenntnis der gängigen Hilfs-und Trillergriffe
bis e```
Kenntnis und Anwendung der Hilfs - und
Trillergriffe bis g```
Instrument: Klavier Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Haltung (Körper - Instrument) korrekte Sitz- und Handhaltung korrektes Einsetzen des Spielapparates korrektes und bewusstes Einsetzen des
gesamten Spielapparates
ganzen Körper beim Spielen bewusst
Haltung und Körperbewegung; Bewusstsein
für förderliche Bewegungsabläufe
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Notentext lesen Kenntnisse Bass- und Violinschlüssel,
erste Erfahrungen mit Hilfslinien
erste Kenntnisse alternativer
Notationsformen, Flexibilität mit
Notenschlüsselwechseln
erweiterte Kenntnisse moderner
Notationsformen
erste Erfahrungen mit einfachen
Klavierauszügen
Bewusster und kritischer Umgang mit dem
Urtext und der Quellenlage, sinnvoller
Umgang mit Klavierauszügen
Kenntnisse verschiedener Schlüssel (Alt-
und Tenorschlüssel), Partiturlesen,
Transponieren
Übtechnik regelmässig und langsam üben,
Parameter isolieren, Metronom,
in Teilen üben können, erste Erfahrung mit
Auswendigspiel
eigenen Lernmodus entwickeln,
üben in verschiedenen Tempi
Schwierigkeiten genau erkennen und
eingrenzen, sinnvolle Fingersätze
selbständig einsetzen
ungefähres Einschätzen des Übaufwandes
für ein Stück, fantasievolle Übmethoden
selbständig erfinden
verbessertes Einschätzen des Übaufwandes
für ein Stück, mentales Üben und
selbstverständliches Auswendigspiel
genaues Einschätzen des Lerntempos,
verschiedenste Übmethoden anwenden,
formales Bewusstsein beim Üben
Intervalle, Tonleitern,
Dreiklänge
Intervalle, Dreiklänge mit Umkehrungen
über 2 Oktaven, einzelne Hände und
Tonleitern einzeln über 2 Oktaven,
zusammen 1 Oktave
Tonleitern beidhändig über 2 Oktaven,
parallel, gegenläufig
Chromatische Tonleitern einzeln,
Tonleitern mit beiden Händen über die
gesamte Klaviatur, Doppelgriffe Oktaven,
gebundene Terzen
Chromatische Tonleitern zusammen,
Doppelgriffe Sexten, Überschlagen von 4
über 5 und 3 über 4, schnelle Tonleitern
beidhändige Doppelgriffpassagen Oktaven-, Sext- und Terzentonleitern
Akkordspiel / Arpeggien Doppelgriffe, einfache Akkorde in enger
Lage
Kadenzen Dur/Moll I-IV-V bis
3 Vorzeichen in allen Lagen
Arpeggien über zwei Oktaven einzeln,
Kadenzen mit Stufen I-IV-V in allen Tonarten
und Lagen
Arpeggien beidhändig gegenläufig über die
gesamte Klaviatur, Kadenzen mit
Nebenstufen
Arpeggien beidhändig parallel und
gegenläufig über die gesamte Klaviatur
vollgriffiges Akkordspiel, schnelle
Akkordwechsel, Arpeggien über die ganze
Klaviatur beidhändig, auch in
unterschiedlichen Lagen rechts-links in
schnellem Tempo
Fingerfertigkeit Fortschreitende Fünftonraumübungen einfache Verzierungen (Pralltriller,
Mordent, Doppelschlag)
schnelle Tonrepetitionen mit Fingerwechsel schnelle Geläufigkeit in beiden Händen,
Oktavenlegato
schnelles Umstellen von Akkord- und
Passagenspiel; schnelle Tempi
Terzentriller, Tremoli, Triller mit allen
Fingern
motorische Koordination sauberes Ablösen beider Hände,
unterschiedliche Artikulationen rechts und
links
Unabhängigkeit der Finger,
zweistimmige Fesselübungen
Unabhängigkeit der Hände,
zweistimmiges polyphones Spiel, Alberti-
Bässe,
Triller mit einer anderen Stimme koordinieren
Dreistimmiges polyphones Spiel,
Sprungtechnik
Mehrstimmiges polyphones Spiel Tremoli mit beiden Händen;
schnelle Sprungtechnik
Artikulation sauberes Ablösen der Finger sowie
Staccato-Spiel
vorgegebene Artikulation in Stücken
selbständig wiedergeben,
Legato-Spiel
Artikulationskenntnisse: staccato, legato, non
legato, portato, tenuto
Artikulation selbständig und bewusst
stilgerechter Einsatz der Artikulation verfeinertes Empfinden und selbständiges
Anwenden von Artikulationsnunancen (molto
legato, staccatissimo, non legato)
Dynamik / Klanggebung einfache Dynamik: p / mf / f, Hörübungen cresc., decresc., Akzente, Arbeit am
Klavierklang
dynamische Balance zwischen den Händen grosse dynamische Bandbreite
(fff bis ppp)
Anpassung des Gesamtklangs an das
jeweilige Instrument;
extreme Dynamik, erweiterte
Klangerzeugung (Geräusche, Obertöne,
Innenraum)
Kenntnis von Päparierungsmöglichkeiten
des Klaviers, differenzierter Umgang mit
dem gesamten dynamischen Spektrum
Rhythmus / Agogik Ganze bis 32tel (auch Pausen)
unterschiedliche Rhythmen rechts und
links
ritardando, ritenuto, accelerando,
alle Notenwerte, Synkopen
komplexere Rhythmen (2 gegen 3), 5/8 Takt,
7/8 Takt
selbstverständlicher Umgang mit
Taktwechseln
Rhythmen 3 gegen 4; Rhythmus im
Charakter des Stückes angemessen
interpretieren, Verzierungs-melismen frei
gestalten (z.B. Chopin), rubato
komplexe Rhythmen, additive Rhythmen
(z.B. Messiaen)
Pedal Funktionsweise des Pedals,
einfache Pedalisation von Akkorden
harmoniebezogener Pedalwechsel im
langsamen Tempo
eigenständiges bewusstes Einsetzen des
Pedals
schneller Pedalwechsel,
linkes Pedal bewusst einsetzen
differenzierter Einsatz des Pedals, Kenntnis
möglicher Pedaleffekte (halbes Pedal,
Pedalvibrato)
differenzierter Einsatz des Pedals in allen
Stilen (Halbpedal, Pedalvibrato, 3. Pedal,
una corda)
Liedbegleitung Bordunbegleitung Begleiten mit Kadenzakkorden einfache zweihändige Begleitmuster in
Stufen
komplexere Begleitmuster mit
verschiedenen Stufen
Akkorde und Melodie in rechter Hand,
Basslinien links
stilistisch passende Begleitmuster finden
Instrument: Querflöte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes Flöte auf Kammerton einstimmen sauberes Einstimmen sauberes Einstimmen sauberes Einstimmen auch in Gruppen müheloses Stimmen im Orchester/ Ensemble Stimmung und öffentlicher Auftritt (sauberes
Stimmen auch bei Nervosität und div.
Temperaturen)
Intonation unisono spielen können saubere Intonation der gespielten
Literatur (gleichschwebend temperierte
Intonation)
aktuelle Literatur sauber intonieren;
flötenspezifische Intonationproblemquellen
kennen und möglichst korrigieren
aktuelle Literatur sauber intonieren; eigene
Intonation in einem Ensemble kontrollieren
aktuelle Literatur sauber intonieren;
Differenzierung zwischen melodischer,
harmonischer und gleichschwebend
temperierter Intonation kennen und im
Ensemblespiel bewusst einsetzen
aktuelle Literatur sauber spielen können;
Zusammenhang von Stil und Intonation,
Zusammenhang von Ausdruck und
Intonation; sauberes Spiel auch auf leicht
verstimmtem Instrument möglich
Tonqualität sichere Ansprache stabile Tongebung, bewusste
Registerwechsel
Klangfarben gepflegte, sichere Tongebung in allen
Registern bis g; saubere Registerwechsel
über zwei Oktaven
flexible, sichere Tongebung in allen Registern
bis a/b
auf dem Weg sein zu einem persönlichen
Ton
Haltung (Körper - Instrument) korrekte Hand- und Körperhaltung vertraute Haltung des Instrumentes;
offene Klappen ohne Zapfen
einzelne Körperteile und Bewegungsabläufe
beim Spielen bewusst spüren; offene
Klappen ohne Zapfen
vertraute Haltung des Instrumentes,
geschmeidige Fingerbewe-gungen,
bewusstes Erleben von Spannung und
Entspannung.
geschmeidige und präzise
Fingerbewegungen; Bewusstsein für
förderliche Bewegungsabläufe
Flexibilität, Ausdruck und Bewegung:
bewusste Körpersprache als Teil der
musikalischen Kommunikation (Kontakt,
funktionelle Bewegungen)
Atmung / Atemeinteilung natürliches, bewusstes Atmen / kurze Phrasen
einhalten
bewusste Atemführung, Zwerchfellstützetiefes Atemholen, gute Atemführung,
Zwerchfellstütze
adäquates Atemholen, gute Atemführung
(Phrasierung)
sichere Zwerchfellstütze, adäquates
Atemholen, gute Atemführung
Atmung und Atemtechnik im Sinne
musikalischen Ausdrucks einsetzen
Artikulation Zungenstoss und legato non legato, legato, staccato staccato, tenuto, marcato und legato, AkzenteDoppelzunge; staccato, portato, tenuto,
marcato und legato
Tripelzunge; differenziertere Artikulation
adäquat einsetzen
feine Nuancierungen; differenzierte
Artikulation als Aspekt persönlicher
Dynamik forte, piano zwei dynamische Stufen, crescendo 
decrescendo, Akzente
drei dynamische Stufen, crescendo 
diminuendo
pp bis ff, crescendo  diminuendo, Sforzato extreme Dynamiken; Verhältnis von
Grunddynamik und dynamischer
Melodiegestaltung (Ausdrucksdynamik)
feine Nuancierungen;
Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld
zwischen Vorgaben, Ausdruck und
Ensemblekontext
Intervalle / Akkorde produzieren
(am Instrument)
Oktavlage und Register treffen
(voraushören und -fühlen)
chromatische Tonleiter, Oktaven chromatische und Ganztonleitern,
gebrochene Akkorde
Terz-, Quint-, Oktavübungen; verminderte
Drei- und Vierklänge in Arpeggien
Intervallketten, Terzen, Quarten, Quinten,
Oktaven
Intervallketten abrufen
Rhythmus / Notation Ganze bis 16tel (auch Pausen), 2/4, 3/4, 4/4.
Einfache Space-Notation
rhythmische Werte, Pausen und
Figuren bis 16tel, 3/8, 6/8, 9/8, 12/8.
Punktierung, Triole
Überhalten, Triole, einfache Synkope einfache Taktwechsel; Triolenfiguren,
Sextolen; mehrfache Synkopen; Space-
Notation in komplexeren Zusammenhängen
komplexe Taktarten und Taktwechsel,
weitere X-tolen; unkonventionelle
Notationsarten
Valeurs ajoutées; komplexe X-tolen Figuren
Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, in
Teilen üben können
üben in verschiedenen Tempi,
Parameter isolieren, üben mit
Metronom; sequenzieren
bewusstes, ökonomisches Üben.
Improvisation mit Inhalten schwieriger Stellen
diverse Übtechniken für Läufe und
schwierige Stellen (rhythmisieren,
beschleunigen, sequenzieren etc.).
vollständigen Erarbeitungsprozess selber
steuern und verantworten; verschiedene Modi
des Übens bewusst praktizieren
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen und grösserer
Quantitäten
Umfang / Tonleitern und
Dreiklänge
d' bis d''' / bis 2 Vorzeichen c' bis e''' / bis 3 Vorzeichen c' bis g''' / Dur, reines, melodisches und
harmonisches Moll bis 3 Vorzeichen
Sicherheit in hoher (> g''') und tiefer Lage
(<e'). bis 4 Vorzeichen gesichert
c' (h) bis h''' / alle Dreiklänge Dur / Moll /
vermindert / übermässig; Dominant- und
andere Septakkorde über 3 Oktaven,
Tonarten bis 5 Vorzeichen gesichert
c' (h) bis c''''<. Geläufiges Spiel in der 3.
Oktave / Tonleitern und Dreiklänge über 3
Oktaven abrufen
Vibrato ohne ohne Vibrato Vorübungen Vibrato anwenden; Vibrato und Stil Vibrato und Non-Vibrato natürliches, persönliches Vibrato, Non-
Vibrato
Verzierungen einfache Übungen, Praller, Mordent Triller, Praller, Mordent, Vor- und Nachschlag Doppelschlag Trillerketten persönliche Verzierungsideen (Bsp.
Glissando, Approach-Notes)
Spezifische Techniken Keyclicks, Bending Obertonreihe und Obertonblasübungen Obertonspiel, erste Multiphonics, FlatterzungErweiterte Spieltechniken wie Mulitphonics,
Glissandi, Vierteltöne (Bending und Griffe)
u.ä.
weitere Techniken wie pizz, tongue-ram,
usw. Klangfarbengriffe, Whistletones
Instrument: Saxophon Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Haltung Instrument an Körper anpassen Haltung mit Spiegel kontrollieren Bewusstes Kontrollieren mit Spiegel Haltung und Körperbewusstsein am
Instrument, bewusstes Erleben von
Spannung und Entspannung
Bewusstsein für förderliche
Bewegungsabläufe, mit Spiegel kontrollieren
Ausdruck und Bewegung, bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Atmung durch den Mund, Zwerchfell Atembewusstsein, Zwerchfell Zwerchfelldruck erhöhen und erweitern Vibrato, Intonation von heiklen Tönen,
Timbre
möglichst permanentes Atembewusstsein,
Atmung und Phrasierung, Luftattack
Atmung weitgehend im Dienste des
musikalischen Ausdrucks, Zirkularatmung
Klang einfache Tonübungen Oktavübungen, komplexere
Tonübungen
Klangeffekte, Kehlkopfübungen,
Obertonübungen, Mundstückübungen
einfache Oberton- und Kehlkopfübungen,
Mundstückübungen, Klangeffekte, False
Fingering, Altissimo, Subtone
komlexere Oberton- und Kehlkopfübungen,
Altissimo
Vierteltöne, Multiphonics, Timbre
Grifftabelle, Slaptechnik, Fluttertone,
Doppelzunge
Intonation durch Mundstück adjustieren, Tonhöhen
nachahmen
mit Feinstimmer adjustieren Korrektur während des Spielens,
Schwingungen ausgleichen
Differenztöne, sichere Korrektur während
des Spielens
unterschiedliche Intonation erkennen (rein,
temperiert etc.), melodische und
harmonische Intonation anwenden
bewusste persönliche Klang- und
Intonationsgebung, Stimmen bei Nervosität
Dynamik p-mf-f, Dynamik einschätzen crescendo, decrescendo, Akzente verfeinertes Dynamikbewusstsein über
Zwerchfell
Dynamik und Blending im Ensemble extreme Dynamik (ppp-fff) feine Nuancierungen
Rhythmus Pulsübungen, Ganze bis Achtel, Taktart,
Ton und Pause, bis Viertel 72
Synkope, Triolen, Punktierungen bis
Viertel 120
Sechzehntel, Synkopen, Punktierungen bis
Viertel 160
Taktartwechsel, ungerade Rhythmen,
Mischen von Achtel-Triolen-Sechzehntel,
Rubato/Agogik bis Viertel 200
komplexe Taktwechsel und Rhythmen,
Quintolen etc. bis Viertel 240
komplexe Taktwechsel und Rhythmen,
Viertel grösser 240 und kleiner als 50,
rhythmische Patterns verschieben
Artikulation Anstossen und Binden Zunge selbstständig verschieden
anwenden, Staccato-Legato
verschiedene Stilrichtungen differenziert
spielen können
differenzierte Artikulation selbst anwenden,
Ghostnotes
stilsicheres und differenziertes Anwenden feine Nuancierungen
Finger/Wissen links-rechts koordinieren, h-c,
Fingerhaltung, alle Durtonleitern
Fingerhaltung, alle Töne spielen
können, Modi spielen
Tonleitern in Terzen, Sicherheit in extremer
Lage, alle Hilfsgriffe
alle Dreiklänge der Tonleiter in
verschiedenen Zirkeln spielen können,
grosse Intervalle
extreme Rangesprünge bewältigen,
technisch schwierige Stücke wie
Transkriptionen, klassische Etüden etc.
spielen können
anspruchsvolle Literatur (Transkriptionen,
klassische Konzertstücke etc.) umsetzen
und spielen können
Improvisation Frage-Antwort, frei, Blues und Pentatonik einfache Melodien verändern, freie 1-
Minutenlieder
einfache Kadenzen, Sekundärdominanten,
Melodic Pattern
Jazzimprovisationen in verschiedenen
Tempi, Continous Line
tonale und nicht tonale Improvisation,
Akkorde ausdehnen, Arpeggios
modale, freie und tonale Improvisation
Noten lesen/schreiben alle Noten kennenlernen, einfache
Übungen schreiben
enharmonische Verwechslung,
komplexere Übungen schreiben
aus Problemen Übungen ableiten und
aufschreiben
Motivstücke schreiben (Riffs) Zufallskomposition Ideen sequenzieren, harmonischen Kontext
umsetzen
Ornamentik Ornamentik, eigene Ideen entwickeln Jazzphrasierung, eigene Ideen umsetzFinger Glissando, Pitchbending, eigene
Ideen umsetzen und vergleichen
verschiedene Triller, Mordent,
Doppelschlag, Lip Glissando
aus dem erweiterten Ornamentikrepertoire
eigene Ideen entwickeln, umsetzen und
vergleichen
reichhaltiges Ornamentikrepertoire
selbständig und sicher anwenden
Übetechnik regelmässig und langsam üben, in Teilen
üben
verschiedene Tempi, mit Metronom bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übetechniken für schwierige Stellen
(rhythmisieren, beschleunigen,
segmentieren etc.)
selbständiges Üben, bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen
vollständigen Erarbeitungsprozess selber
steuern und verantworten
Technik Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Notentext lesen Eckehardt Keune
Ein Schulwerk für Kleine Trommel
Bärenreiter
Erlernen von Rhythmen nach
Gehör
einfache, Technik-orientierte Serien Technik-orientierte Serien in ungeraden
Taktarten
Serien mit Polymetrik Serien mit diversen Spieltechniken Heraushören nach einer Aufnahme ---
Unabhängigkeit Garry Chester Basic Exercices (1-A; 1-B) Basic Exercices (1-A; 1-B) Basic Exercices (1-A; 1-B) Advanced Exercices Advanced Exercices Advanced Exercices
The New Bread Read/Count Read/Ostinato Read/Double Ostinato Read/Ostinato Read/Double Ostinato Advanced Reading Concepts
Haltung (Körper - Instrument) Aufstellung der Instrumente nach
ergonomischen Gesichtspunkten
Überdenken der Aufstellung --- --- --- ---
Haltung Schlägel Theoretische Kenntnis der Stockhaltung Stockhaltung soll etabliert sein Stockhaltung anhand des Standes der
Technik verbessern --- standartisierte Stockhaltung entsprechend
der Anforderungen der Technik ---
Übtechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in Teilen üben
üben in verschiedenen Tempi, üben mit
Metronom
bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für schwierige Stellen
(rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren
etc.)
vollständigen Erarbeitungsprozess selber
steuern und verantworten
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen
Technik Snare Drum Single Strokes/Diddles Diddles/Accents Double Strokes Double Stroke Rolls Tripple Strokes Tripple Stroke Rolls
Füsse --- Double Strokes continuos Double Stroke --- Double Bass Single Strokes Double Bass Double Strokes
Djembé low/mid/high Basic Strokes Double Strokes Fingernail Strokes Rolls Snaps Mixed Techniques
Mallets Single Strokes/Diddles doubles rolls 4 Mallet Basics Permutations Independence Roll
Mallet Pedaltechnik no Pedal Pedal Mallet Damping no Pedal Pedal Mallet Damping
Instrumentenspezifische
Spieltechniken:
Drumset --- Rim Shots/ Ghost Notes Hi-Hat Phrasings/Ostinatos Brushes div. Soundeffects in Grooves integrieren div. Soundeffects stilsicher in Grooves
integrieren
Tonleitern, Dreiklänge Mallets Dur Tonleitern Moll Tonleitern Dreiklänge Arpeggio Dreiklänge in div Lagen Kadenzen erweiterte Kadenzen
Praxis Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Improvisation Drums/Djembé einfache Fillins Groove-Improvisation inerhalb eines
einfachen Taktschemas
Improvisation eines Solos über ein Ostinato Improvisation/Variation innerhalb einer
Musikalische Form
Improvisation eines Solos innerhalb einer
Musikalischen Form
eigenes Solo erarbeiten
einfache Songstrukturen einfache Ostinato orientierte Techniken erweiterte Ostinato orientierte Techniken komplexeres Timing erweiterte formale Gliederung
einfache Instrumentation Phasing Polymetrik Takt- und Tempowechsel konzeptuelle Verfahren
Instrumentation Agogik/Freies Spiel
Musikalischer Ausdruck insbesondere Mallet Instrumente einfache Dynamik und Prasierung bewusstes und wahrnehmbares Phrasieren Klangfarben verwenden, verfeinertes formal bewusst spielen persönl. Ausdruckswille, auch verbalisieren persönlicher , bewusster Ausdruckswille
klassisches Schlagzeug (Keune); Pauken
für Orchesterprojekte
stilistisch adäquat spielen Spielen / Begleiten von mind. drei
Musikstilen
Spielen / Begleiten von Musikstilen in
diversen Metren
Spielen / Begleiten / Wechseln von
Musikstilen
Stilistisch diffrenziertes Spiel Adaption von Stilelementen in andere
Musikstile
Bewustes Mischen von Stilen
Einbezug klanglicher Nuancen Crossover
Zusammenspiel / Ensemble Zusammenspiel mit LehrerIn, ev.
MitschülerInnen
Zusammenspiel mit LehrerIn, ev.
MitschülerInnen
Zusammenspiel mit LehrerIn,
MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles
Zusammenspiel mit LehrerIn,
MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles
Zusammenspiel mit LehrerIn,
MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles,
Bandprojekte
Zusammenspiel mit LehrerIn, MitschülerInnen,
Mitwirkung in Ensembles, Bandprojekte
Vorspielen / Auftreten --- mind. ein Auftritt vor Publikum pro Jahr (z.B.
Klassenstunde)
mind. ein Auftritt vor Publikum pro Jahr (z.B.
Klassenstunde).
mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr
Auswendigspiel die nach Gehör gelernten Serien die nach Gehör gelernten Serien die nach Gehör gelernten Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien
kurzes, einfaches Stück (Typ
Kinderlied) auswendig
kurze, einfache Stücke, ausgewählte
Tonleitern
kleine Stücke und ausgewählte
Tonleitern/Dreiklänge
kürzere Sätze aus dem geübten Repertoire
im Unterricht auswendig vortragen
Auswendigspiel einzelner Sätze des geübten
Repertoires, ggf. vor Publikum
(Musizierstunde)
Auswendigspiel längerer Sätze oder ganzer
Werke
Aufbau eines Repertoires einige Stücke, die immer verfügbar sein
sollten
einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen mind. ein Werk aus jeder Epoche / Stil im
Repertoire
ausgewogenes Repertoire in Bezug auf
Epochen und Stile
Prima Vista-Spiel --- einfachs Stücke Grooves ab Blatt spielen
Stücke aus Stufe 2 Stücke aus Stufe 3 Chart Reading Stücke aus den Stufen 4-5
Beherschen aller Verfahren und die Fähigkeit
sie je nach musikalischem Kontext sinnvoll
und Variantenreich einzusetztn
Nr. 125-150
Verfahren / Techniken zur
Entwicklung Musikalischer
Themen in der Improvisation
Nr 75-100 Nr. 100-125
Instrument: Schlagzeug / Perkussion
Nr. 0-30 Nr 25-50 Nr 50-75
Reflexion Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Interdisziplinäre Vernetzung Einfache Vergleiche mit bildender Kunst Musik und Kulturgeschichte Physik: Akustik (Klangerzeugung,
Raumakustik)
Biologie: Grundlagen des Lernprozesses und
der Hörphysiologie
Musik und Literatur Musik und Psychologie
Körperbewusstsein
Selbstbeurteilung korrekte grobe Beurteilung der eigenen
Leistung (z.B. Aufgaben)
adäquate Beurteilung einer konkreten
Leistung
eigenes Lernverhalten adäquat beurteilen eigenen Auftritt beurteilen eigene musikal. Entwicklung beurteilen
eigenes Potential angemessen beurteilen
Sebständigkeit selbständig Üben einfaches Stück selbständig erarbeiten ein Musikstück stilgerecht erarbeiten ein Musikstück vorspielreif erarbeiten ein Werk konzertreif erarbeiten Selbständige Erarbeitung ganzer Werke
Musik hören (Bereiche Klassik
/Jazz)
pro Semester mind. 2 musikal. Anlässe
(z.B. Musizierstd.) besuchen
pro Semester 1-2 Aufnahmen finden pro Semester mehrere Aufnahmen finden
Hören und beurteilen grobe Fehlleistungen (Intonation,
Tempo, Charakter) erkennen
adäquate Beurteilung einer konkreten
Leistung
unterschiedliche Interpretationen
vergleichen
eine Interpretation stilkundlich fundiert
beurteilen
ein Werk musikgeschichtlich einordnen differenziertes Urteilsvermögen betr.
unterschiedlicher Interpretationen
Wissen Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Allgemeine Musiklehre
Notationskunde
Terminologie
Formenlehre
Stilkunde
Musikgeschichte allgemein
Flams (einfacher Vorschlag), elementare
B t h ikBasic Rock Patterns, vorwiegend Binär
(8tel, 16tel)
Einfache Integration vom Bassdrum
Pedal
Basic Blues Patterns, ternär, 8-Triolen,
Shuffle, 12/8; Basic Funk Patterns, einfache
Integration des Hi Hat-Pedals
Half Time Shuffle, Single Ghoststroke
Technik, einfache Latin Patterns
Mainstream Jazz, Odd Meters, Latin &
Polyrhythmik
Mallets Durtonleitern Molltonleitern Drei- / Vierklänge Arpeggio Drei- / Vierklänge in div. Lagen
Independent Roll
Pedal Dampening, phrasenbezogen Basic Mallet Dampening Pedal Dampening, pulsbezogen Mallet Dampening, pulsbezogen Dampenings, kombiniert
Koordination/Stick Control Basic Stickings über zwei Pauken Kombinierte Stickings über zwei Pauken Basic Stickikngs über drei Pauken Kombinierte Stickings über drei Pauken Basic Stickings über vier Pauken Kombinierte Stickings über vier Pauken
Intonation Intonieren der grundlegenden
Paukenstimmungen ab Stimmgabel
Verkrampfungen / falsche Haltungen wahrnehmen, Bewegungsabläufe beschreiben können dynamisches Körpergefühl beim Spielen
pro Semester mind. 2 musikal. Anlässe besuchen und Hintergrundwissen zu den Bands / gespielten Werken recherchieren
gemäss den Anforderungen des Schulmusik-
Unterrichts
gemäss den Anforderungen des Schulmusik-
Unterrichts
gemäss den Anforderungen des
Schulmusik-Unterrichts
gemäss den Anforderungen des Schulmusik-
Unterrichts
gemäss den Anforderungen des Schulmusik-
Unterrichts
gemäss den Anforderungen des Schulmusik-
Unterrichts
Beherrschen aller Verfahren und die Fähigkeit,
sie je nach musikalischem Kontext sinnvoll
und variantenreich einzusetzen
Pauken
Improvisation: Verfahren/Techniken
zur Entwicklung musikalischer Themen
Instrument: Schlagzeug / Perkussion
Instrument: Sologesang Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Körperhaltung Körperwahrnehmung Entwicklung eines bewussten
Körpergefühls
Aufrechte, lockere Haltung
Körper als Instrument erfahren
Gleichgewicht von Spannung - Entspannung Der jeweiligen Lage angepasste
Körperspannung
Dem jeweiligen Stück angepasste
Körperspannung
In sich stimmige Körperspannung
Atmung Bewusstes Erleben der Ruheatmung
Abspannen
Tiefenatmung
Automatische Einatmung
Bewusstes Erleben von Rücken-
/Flankenatmung
Körper als Instrument erfahren
Aufbau der Stützspannung
Beibehaltung der Einatmungstendenz
(Stütze)
Erweitern der Atembögen Lockere Anwendung der Atemtechnik Ausgeglichenes Legato
Tiefatmung auch bei Kürzestpausen
Technik Physiologische Grundkenntnisse und
Stimmpflege
Einsatz Randstimmme
Resonanzen erfahren
Kehlkopfstellung
Registerwahrnehmung
Artikulation
Abspannübungen an kurzen Liedern
Offene Bruststimme (Jazz)
Ansatzrohr
Einsatz Randstimme
Erweiterung und bewusstes Einsetzen
des Resonanzempfindens
Offene Kehle
Kehlkopf hängen lassen
Grundregeln der deutschen
Bühnensprache
Wahrnehmung Intonation
Physiologische Platzierung der Vokale
und Konsonanten
Ansatzrohr
Stimmsitz
Tiefe Kehle
Leichtes Parlando und lockerer Kiefer
Vokalausgleich in Verbindung mit der Stütze
Bewusster Registerübergang
Stabile Intonation
Mikrofontechnik (Jazz)
Lockeres Parlando
Vokalausgleich stabilisieren
Fliessenden Registerübergang herstellen
Sichere Intonation
Bewusstes Höherführen der brustlastigen
Mischstimme (Jazz/Pop)
Messa di voce
Koloraturen (Klassik)
Soul/Pop Verzierungen
Leichtigkeit in schnellen Stücken oder
Improvisation (Jazz)
Leichtigkeit im Registerwechsel
Ausgeglichenes Timbre über den gesamten
Stimmumfang
Variieren der Klangfarben
Rhythmus / Phrasierung Körperliches Umsetzen des Pulses
Unterscheidung binär-ternär (Jazz)
Erkennung richtiges Time
Einzählen (Jazz)
Angemessener Atembogen
Phrasierung nach Textinhalt (Jazz)
Platzieren der Vokale und Konsonanten
Stilistische Phrasierung und Variationen
(Jazz, Swing, Latin) Metallische
Overdriveklänge (Jazz/Pop)
Stilistische Phrasierung und Variationen
(Ballade)
Verzierungen, Doubletime-feeling (Jazz) Ausgeglichenes Legato verbunden mit
Artikulation
Interpretation / Ausdruck Kennenlernen von dynamischen und
agogischen Möglichkeiten
Dynamik erfahren unter Einsatz der
Stützspannung von Flanken und
Rücken
Texte interpretieren Klangvorstellung und stimmliche
Umsetzung
Persönlichen Ausdruck entwickeln
Stimmliche Umsetzung verschiedener Stile Persönlicher Gesamtausdruck
Übtechnik Selbstreflexion Regelmässige Übungsstruktur Bewusstes ökonomisches Üben Selbständiges Übprogramm umsetzen Selbständiges Übprogramm umsetzen Mentale Übeeinheiten im Übeprozess
anwenden können
Improvisation (Jazz / Pop) Improvisation mit der Melodie
Improvisation ausgehend von
Akkordgrundtönen
Entwickeln einer einfachen Silbensprache
Improvisation ausgehend von
Guidelines über einfache Tunes
Improvisation über Modale Stücke
(singen können der geläufigsten Modi
im Jazz)
Dramaturgie der Improvisation
Improvisation ausgehend von Guidelines
über komplexere Tunes
Gesteigerte Fähigkeit, über modale Stücke
improvisieren zu können
Gesteigert
Improvisation mit chromatischen
Umspielungen
Improvisieren über Level 5-Stücke, Tempo
und Stil angepasst
Improvisieren über Level 6-Stücke, Tempo
und Stil angepasst.
Singen von Alterierter-, Ganzton-,
Ganzton/Halbtonskala und Einbauen in
einzelnen Phrasen
Bandleading (Jazz / Pop) Bereitstellen der Leadsheets
(transponieren)
Bestimmen der Geschwindigkeit und
Einzählen
Stop, Wiederholung, Ritardando,
Schluss anzeigen
Instrument: Trompete Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes vergleichend Tonhöhe beschreiben Grundstimmung finden selbstständig müheloses Stimmen, Instrument kennen Stimmung bewusst einsetzen: Naturtöne,
Lufttemperatur
Variantinstrumente
Intonation 3. Zug stabil, korrigiert für d' Korrektur 3. Zug. Intonation mit
Klavierbegleitung
Intonation der Naturtöne kennen. Akkordtöne
genau intonieren
sichere Intonation im Zusammenspiel melod. und harmon. Intonation im
Zusammenspiel beherrschen
Intonation im gesamten Dynamik- und
Tonumfangspektrum
Haltung (Körper - Instrument) korrekte Haltung im Sitzen und Stehen korrekte Haltung, Handhaltung Musikalische Kommunikation Körperbewegung. Spannung-Entspannung
(musikalisch)
Bewusstsein für förderliche
Bewegungsabläufe
Ausdruck und Bewegung
Atmung bewusstes Atmen Atembewusstsein beim Spielen Spannung-Entspannung längere Phrasen, kombinierte Atmung permanentes Atembewusstsein; Atmung und
Phrasierung
Zirkuläratmung
Artikulation legato, tenuto staccato, marcato Dreifacher Zungenschlag,
Doppelzungenschlag
Flatterzunge differenziertere Artikulation adäquat
Nuancierung
Phrasierung musikalisch sinnvolle Atemzäsuren musikalisch sinnvolle Atemzäsuren,
selbstständig
binaire / ternaire stilsichere Phrasierung Phrasierung in allen Stilen adäquat einsetzen Stilsicherheit in Klassik und Pop/Jazz
Dynamik einfache Dynamik: p / f crescendo, diminuendo erweitern Dynamik im Ensemble Dynamik in hoher und tiefer Lage ausbauen Dynamik den Anforderungen z. B. eines
Blasorchesters anpassen
Tonumfang individuell, gemäss den Anforderungen
der Literatur
individuell, gemäss den Anforderungen
der Literatur
individuell erweitern erweitern erweitern
Rhythmus/Taktart gemäss Literatur gemäss Literatur gemäss Literatur gemäss Literatur schwierigere Taktwechsel, komplexe
Rhythmen
schwierigere Taktwechsel, komplexe
Rhythmen
Übetechnik Lippen, Mundstück, Instrument Effizienz, Trockenüben, Chunks Ansatzübungen für grösseren
Tonumfang/bessere Kondition
Literatur analytisch üben/praxisbezogen Erarbeitungsprozess selber steuern und
verantworten
Einteilen, Vorbereitung auf Konzerte
Motorische Koordination Koordination von Atmung, Zungenposition,
Finger.
Buzzing, Mundstückspiel
Koordination von Atmung, Luftführung,
Zungenposition, Artikulation,Mimik,
Finger.
Buzzing, Mundstückspiel
Flexibilität verbessern Virtuosität mit schnellerer Zunge ausbauen erhöhte Geläufigkeit der Finger und der
Zunge
Sicherheit in Technik und Gestaltung.
Zungentriller, Shake
Mundstück Einsatzmöglichkeiten kennen Selbstständigkeit in der Auswahl
Dämpfer Spitzdämpfer anwenden mehrere Typen kennen zweckmässig einsetzen, Growling
Transposition einfaches Stück in C weitere Transpositionen kennen, im
Orchester anwenden
erste Orchesterstudien Sichere Kenntnisse der Transpositionen in
der Literatur
Instrument: Violine Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes alle Saiten an Vorgabe (Klavier,
Stimmgerät) anpassen (mit Feinstimmer)
Quinten nach Gehör stimmen (mit
Feinstimmern). Saiten aufziehen.
Stimmen mit Umgebungsgeräuschen
(Ensemble)
reine Quinten vs. temperierte Quinten Stimmen mit Wirbeln, mühelos stimmen im
Orchester
erfolgreich stimmen auch bei Nervosität (vor
Publikum)
Intonation vorgegebene Tonhöhen nachspielen;
deutl. Unterschied Ganz- /Halbton in der
Musizierpraxis; Vergleich mit leeren Saiten
Intonation auf leere Saiten beziehen
(Resonanzphänomene beachten);
aktuelle Literatur sauber intonieren
(gleichstufig temperierte Intonation)
aktuelle Literatur sauber intonieren;
Intonation im Zusammenspiel mit Klavier
oder einem anderen Melodieinstrument
kontrollieren; einfache Mehrklänge und
einfache Flageoletts sauber intonieren
aktuelle Literatur sauber intonieren
(erweiterter Tonumfang); eigene Intonation
in einem Ensemble kontrollieren; einfachere
künstliche Flageoletts sauber intonieren
aktuelle Literatur sauber intonieren
(erweiterter Tonumfang); Differenzierung
zwischen melodischer, harmonischer und
gleichstufig temperierter Intonation kennen
und im Ensemblespiel bewusst einsetzen
aktuelle Literatur sauber spielen können;
Zusammenhang von Stil und Intonation;
sauberes Spiel auch auf leicht verstimmtem
Instrument möglich
Haltung von Violine und Bogen korrekte Haltung von Violine und Bogen
kennen und ausführen
korrekte Haltung von Violine und Bogen
während des Spiels beibehalten
Haltung beim Spielen bewusst wahrnehmen
und kontrollieren können; einzelne
Körperteile und Bewegungsabläufe beim
Spielen bewusst spüren
Haltung und Körperbewegung: bewusstes
Erleben von Spannung und Entspannung
Musik und Bewegung: Bewusstsein für
musikalisch förderliche und hinderliche
Bewegungsabläufe
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen;
Wechsel détaché und legato nach
Notentext korrekt ausführen
vorgegebene Artikulation in Stücken
selbständig umsetzen
Stil und Artikulation (Grundlagen: Wandel
um 1800)
differenzierte Artikulation bewusst
anwenden; Artikulation und Raumakustik
differenziertere Artikulation adäquat
einsetzen; Artikualtion und Stil (z.B.
Artikulation als Aspekt barocker "Klangrede"
u.a.)
feine Nuancierungen; differenzierte,
abwechslungsreiche Artikulation als Aspekt
persönlicher Interpretation
Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar
realisieren: p / mf / f
erweiterte Dynamik: pp bis ff, crescendi,
decrescendi, Akzente
verfeinertes Dynamikbewusstsein Dynamik im Ensemble extreme Dynamiken; Verhältnis von
Grunddynamik und dynamischer
Melodiegestaltung (Binnendynamik,
Ausdrucksdynamik)
feine Nuancierungen;
Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld
zwischen Vorgaben, Ausdruck und
Ensemblekontext
Übtechnik regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in bewusst gewählten
Segmenten üben
in verschiedenen Tempi üben bewusstes, ökonomisches Üben, mit
Metronom üben
diverse Übtechniken für Läufe und
schwierige Stellen (rhythmisieren,
beschleunigen, segmentieren etc.)
einen Erarbeitungsprozess selber steuern
und verantworten; verschiedene Modi des
Übens bewusst praktizieren
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen und grösserer
Quantitäten
rechte Hand: Bogenhaltung,
Bogenführung
Bogen korrekt halten; gerader Strich auf
allen Saiten; m.B., o.H., u.H., g.B.
realisieren, bewusster Saiten- und
Bogenwechsel; Strichebenen treffen
Bogenansatz differenzieren ("Vokale
und Konsonanten"); Zusammenhang
zwischen Strichgeschwindigkeit /
Gewicht / Kontaktstelle bewusst
einsetzen; differenziertere
Bogeneinteilung gemäss Vorgaben
umsetzen; kontrollierte, zuverlässige
Saitenwechsel
Bogen korrekt führen, geschmeidiger Bogen-
und Saitenwechsel; son filé;
Bogenverwendung und Dynamik;
Bogenstriche und Bogeneinteilung
selbständig einrichten können; Bogen und
Flageolett
Zusammenhang von Kontaktstelle und
Lage; Bogentechnik (Ansatz/Einteilung /
Strichgeschwindigkeit / Gewicht /
Kontaktstelle) als musikalisches
Gestaltungsmittel erkennen und nach
Vorgaben einsetzen (Dynamik, Klangfarbe,
Ausdruck); bewusste Bogenverwendung
Zusammenhang von Kontaktstelle und
Klangfarbe; Bogenstriche und
Bogeneinteilung selbständig einrichten;
Bogentechnik (Ansatz / Einteilung /
Strichgeschwindigkeit / Gewicht /
Kontaktstelle) als musikalisches
Gestaltungsmittel bewusst und selbständig
eins
Bogentechnik (Ansatz / Einteilung /
Strichgeschwindigkeit / Gewicht /
Kontaktstelle nach künstlerischen
Gesichtspunkten einsetzen; persönliche
Bogenverwendung, persönlicher Klang;
extreme Klanggestaltung in Neuer Musik
rechte Hand: Stricharten détaché, legato, portato, pizzicato collé, staccato, martelé; einfaches
spiccato; pizzicato ohne Daumenstütze;
Bogenvibrato
spiccato in verschiedenen Tempi und in
Kombination mit détaché; fouetté, tremolo,
komplexere (verschobene) Bindungen,
komplexere Saitenwechsel
sautillé, Kombination aller bisherigen
Stricharten; einfachere Techniken in Neuer
Musik
spiccato und sautillé in unterschiedlichsten
Geschwindigkeiten; rascher Wechsel
unterschiedlicher Stricharten, Fingerpizzicato,
ricochet; erweiterte Techniken in Neuer
Musik
virtuose Stricharten (z.B. fliegendes staccato
und fliegendes spiccato), feine
Nuancierungen, bogentechnische
Extremwerte
linke Hand: Griffarten / Lagen 1. Lage: Sicherheit in zwei Griffarten
(spielen und Noten lesen), weitere
Griffarten in Erarbeitung,
Glissandobewegungen über das ganze
Griffbrett
1. Lage: Sicherheit in allen Griffarten /
Tonarten (spielen und Noten lesen), 3.
Lage in Erarbeitung
Sicherheit in 1. und 3. Lage (spielen und
Noten lesen); korrekte und sichere
Lagenwechsel 1./3. Lage; halbe und 2. Lage
in Erarbeitung
Sicherheit in 1/2., 1., 2. und 3. Lage (spielen
und Noten lesen); korrekte und sichere
Lagenwechsel 1/2. bis 3. Lage; 4./5. Lage
in Erarbeitung; Anfangs- und
Endportamento; kontrolliertes Glissando;
Geläufigkeit
Sicherheit bis 5. Lage (spielen und Noten
lesen); höheres Lagenspiel eingeführt
Routine bis 5. Lage; höhere Lagen in
Musizierpraxis verfügbar; persönliche,
bewusste Lagentechnik, chromatisches
Glissando
linke Hand: Fingersatz Fingersatz (Lagenwechsel) bewusst
wahrnehmen
Fingersatz und Klang bewusste Wahl zwischen den verfügbaren
Lagen
Fingersatz und Stil, Fingersatz und Ausdruck persönliche Fingersatztechnik;
Selbständigkeit
linke Hand: Vibrato erste Vibrato-Übungen Hand- und/oder Armvibrato in Erarbeitung Vibrato und Stil Vibrato und Nonvibrato kontrolliert
anwenden; Vibrato und Ausdruck
persönliches, bewusst eingesetztes Vibrato
linke Hand: Triller, Verzierungen,
Flageolett
einfache Triller, Oktavflageolette Triller mit allen Fingern, bewusst von
Haupt- und Nebennote; kurze und lange
Vorschläge
Praller und Mordent, Triller mit Nachschlag,
unterschiedliches Trillertempo; einfache
natürliche Flageoletts
Trillerketten, Doppelschlag; einfachere
künstl. Flageoletts
Triller und Stil, Triller und Ausdruck;
künstliche Flageoletts
einfache Doppelgrifftriller; künstl.
Flageoletts, einfache Flageolett-Doppelgriffe
Doppelgriffe und Akkorde Doppelgriffe mit einer leeren Saite einfachere Doppelgriffe in der 1. Lage,
einfache Mehrklänge
konsolidierte Doppelgriff- und Akkordtechnik
in der 1. Lage
fortgeschrittene Doppelgrifftechnik und
Akkordtechnik (1.bis 3. Lage)
Doppelgriff- und Akkordtechnik für
romantisches und modernes Repertoire
(Sicherheit in 1.-5. Lage)
Instrument: Violoncello Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
Stimmen des Instrumentes alle Saiten an Vorgabe (Klavier,
Stimmgerät) anpassen
Quinten beurteilen selbständiges Stimmen in Quinten oder mit
Flageoletts
stimmen auch bei Umgebungsgeräuschen
(Ensemble)
mühelos stimmen im Orchester erfolgreich stimmen auch bei Nervosität (vor
Publikum)
Intonation vorgegebene Tonhöhen nachspielen;
bewusster Unterschied Ganz- / Halbton;
Vergleich mit leeren Saiten
Intonation auf leere Saiten beziehen
(Resonanzphänomene beachten);
aktuelle Literatur sauber intonieren
aktuelle Literatur sauber intonieren;
Intonation im Zusammenspiel mit Klavier
oder einem anderen Melodieinstrument
kontrollieren; einfache Mehrklänge
aktuelle Aufgaben sauber intonieren,
Resonanztöne, Intonation im Ensemble,
tiefe Dur-Terz erleben und realisieren
aktuellen Stoff sauber intonieren; melodiche
und harmonische Intonation im
Ensemblespiel bewusst einsetzen
aktuelle Literatur sauber spielen können;
"expressive Intonation" bewusst einsetzen;
sauberes Spiel auch auf leicht verstimmtem
Instrument möglich
Haltung von Violoncello und
Bogen
korrekte Haltung von Cello und Bogen
kennen und ausführen
korrekte Haltung von Cello und Bogen
während des Spiels beibehalten
Haltung beim Spielen bewusst wahrnehmen
und kontrollieren können; einzelne
Körperteile und Bewegungsabläufe beim
Spielen bewusst spüren
Haltung und Körperbewegung; bewusstes
Erleben von Spannung und Entspannung,
Unabhängigkeit links/rechts
Musik und Bewegung: Bewusstsein für
musikalisch förderliche und hinderliche
Bewegungsabläufe
Ausdruck und Bewegung: bewusste
Körpersprache als Teil der musikalischen
Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen;
Wechsel détaché und legato nach
Notentext korrekt ausführen; weicher vs.
akzentuierter Tonansatz
vorgegebene Artikulation in Stücken
selbständig umsetzen
siehe Stricharten Stufe 2 und 3; Grundlagen
barocker Artikulation
differenzierte Artikulation bewusst
anwenden; Artikulation und Raumakustik
differenziertere Artikulation adäquat
einsetzen; Artikulation und Stil
feine Nuancierungen; differenzierte,
abwechslungsreiche Artikulation als Aspekt
persönlicher Interpretation
Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar
realisieren: p / mf / f
cresc., decresc., Akzente verfeinertes Dynamikbewusstsein,
verschieden steile cresc.- und dim.-Verläufe
darstellen können
Dynamik im Ensemble extreme Dynamiken; Verhältnis von
Grunddynamik und dynamischer
Melodiegestaltung
feine Nuancierungen;
Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld
zwischen Vorgaben, Ausdruck und
Ensemblekontext
Übetechnik / Notenlesen regelmässig üben, langsam üben,
Parameter isolieren, in bewusst gewählten
Segmenten üben; Bassschlüssel
üben in verschiedenen Tempi, üben mit
Metronom
bewusstes, ökonomisches Üben;
Tenorschlüssel
diverse Übtechniken für Läufe und
schwierige Stellen kennen und anwenden;
Tenorschlüssel auch vom Blatt;
Violinschlüssel kennen
einen Erarbeitungsprozess selber steuern
und verantworten; mentales Üben;
Violinschlüssel sitzt; oktavierenden
Violinschlüssel kennen
selbständiges Üben; bewusstes Einteilen
längerer Erarbeitungsphasen und grösserer
Quantitäten
rechte Hand: Bogenhaltung,
Bogenführung
korrekte Bogenhaltung; gerader Strich auf
allen Saiten; bewusster Saiten- und
Bogenwechsel; Strichebenen treffen
Bogenansatz differenzieren ("Vokale
und Konsonanten"); Zusammenhang
zwischen Strichgeschwindigkeit /
Gewicht / Kontaktstelle bewusst
einsetzen; differenziertere
Bogeneinteilung gemäss Vorgaben
umsetzen; kontrollierte, zuverlässige
Saitenwechsel
geschmeidiger Bogen- und Saitenwechsel;
Bogenverwendung und Dynamik;
Bogenstriche und Bogeneinteilung
selbständig einrichten können
Zusammenhang von Kontaktstelle und
Lage; Bogentechnik als musikalisches
Gestaltungsmittel erkennen und nach
Vorgaben einsetzen; bewusste
Bogenverwendung im Lagenwechsel
Zusammenhang von Kontaktstelle und
Klangfarbe; Bogenstriche und
Bogeneinteilung selbständig einrichten;
Bogentechnik als musikalisches
Gestaltungsmittel bewusst und selbständig
Bogentechnik nach künstlerischen
Gesichtspunkten einsetzen; persönliche
Bogenverwendung, persönlicher Klang;
extreme Klanggestaltung in Neuer Musik
rechte Hand: Stricharten détaché, legato, portato, staccato (-
Ansatz), pizzicato
collé, staccato, martelé; spiccato
kennenlernen; alle pizzicato-Arten und -
Techniken kennen; Bogenvibrato
spiccato sicher, sautillé kennen, bisherige
Stricharten mit Saitenübergängen
sautillé sicher, ricochet, tremolo;
Kombinationen aller bisherigen Stricharten;
einfachere Techniken Neuer Musik
spiccato und sautillé in unterschiedlichen
Geschwindigkeiten; rascher Wechsel
verschiedener Stricharten; erweiterte
Techniken Neuer Musik
virtuose Stricharten (z.B. fliegendes
Staccato); Stricharten klanglich nuanciert
linke Hand: Griffarten / Lagen 1. Lage, enge Griffart; 1. Lage, Weitgriff nach unten sicher;
Weitgriff nach oben und 4. Lage
kennen
1. und 4. Lage alle Griffarten sicher, 2. und 3.
Lage sowie D-Daumenlage kennen
alle Halslagen sicher, D-Daumenlage im
Stück sicher, 5. - 7. Lage kennen;
Geschmeidigkeit der Lagenwechsel-
Bewegung
Daumenlagen mit Lagenwechsel, 5. - 7. Lage
sicher
Sicherheit auf dem ganzen Griffbrett,
"Griffbrettgeografie", imaginäre Klaviatur
linke Hand: Fingersatz Zusammenhang zwischen Ganz- und
Halbtönen und dem Fingersatz
Fingersatz und Griffarten ausgewählte Stellen mit verschiedenen
Fingersätzen realisieren können
Fingersatz und Klang Fingersatz und Stil, Fingersatz und Ausdruck persönliche Fingersatztechnik,
Selbständigkeit
linke Hand: Vibrato Glissandi mit variabler Frequenz und
Amplitude
regelmässiges Vibrato auf langen
Tönen
systematische Vibratostudien, Vibrato in
allen Halslagen
Vibrato unabhängig von Bogen- und
Lagenwechseln
Vibrato und Stil persönliches, bewusst eingesetztes Vibrato
linke Hand: Intervalle, Doppelgriffe
und Akkorde
Ganzton- und Halbtonschritte adäquat
wiedergeben
Doppelgriffe mit einer leeren Saite Doppelgriffe ohne leere Saiten; Doppelgriffe
in enger Griffart durch die Halslagen
Doppelgriffe auch in der weiten Griffart
durch die Halslagen; drei- und vierstimmige
Akkorde; gebrochene Dreiklänge über zwei
Oktaven
Doppelgriffe in allen Halslagen und Griffarten
sowie in der D-Daumenlage
Doppelgriffe und gebrochene Dreiklänge
durch vier Oktaven
linke Hand: Triller, Verzierungen,
Flageolett
einfache Triller, bzw. rasche Tonwechsel Triller mit allen Fingern, bewusst von
Haupt- oder Nebennote beginnen;
kurze und lange Vorschläge
natürliche Flageoletts auf ersten drei
Teiltönen
natürliche Flageoletts auf höheren Teiltönen Quart- und Quintflageoletts kennenlernen natürliche und künstliche Flageoletts im
Stück realisieren
Anhang 2
Anhang zum FB KLT Deutsch der Aargauischen Kantonsschulen
Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Deutsch
Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können
1. Lesen
1.1 Grundlagen Texte genau lesen, verstehen und das eigene
Verständnis hinterfragen.
unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und
Sachtexte anwenden.
die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten
Textsorte erkennen.
den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die
beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen.
1.2 Literarische Texte verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen
und eigene Interpretationsansätze entwickeln.
ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von
Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln.
den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltung
1.3 Sachtexte Verfahren zur stufenweisen Erschliessung
anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht
den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten
und korrekt wiedergeben.
die Argumentationsstruktur von Sachtexten
2. Schreiben
2.1 Grundlagen ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess
organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung,
Schlussredaktion).
Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht
das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und
Zeichensetzung korrekt anwenden.
zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen
Texten machen.
2.2 Sachtexte Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten
(z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen.
überzeugend argumentieren.
Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden
(z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition,
Hypothese) und damit Plagiate vermeiden.
3. Zuhören und
3.1 Grundlagen aktiv und kritisch zuhören.
sich deutlich artikulieren.
sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch
sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffen
3.2 Sprechen komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten
und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat,
Rede, Statement).
3.3 Zuhören einem längeren Beitrag inhaltlich folgen.
die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren
und verstehen.
4. Sprach- und
Medienreflexion
4.1 Grundlagen Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen.
die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen.
4.2 Sprachwissenschaft grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion
oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher
Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen.
4.3 Medien Unterschiede der Informationen und der
Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen
und reflektieren.
die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler
Medien kritisch hinterfragen.
Anhang 3
Anhang zum FB KLT Mathematik der Aargauischen Kantonsschulen
Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik
Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können
1. Zahlen
1.1 Zahlbereiche Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller
Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen
erkennen und unterscheiden.
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die
Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen ( ) durchführen.
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze,
rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit,
gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen.
einfache mathematische Symbole korrekt verwenden.
1.2 Zahlenfolgen die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge
in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer
Zahlenfolge erkennen.
Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle
Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden.
2. Funktionen
2.1 Begriff der
Funktion
erklären, was man unter einer Funktion versteht, und
verwenden insbesondere die Notation korrekt.
das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt
eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer
Wertetabelle).
die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen
rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, -
Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie,
Symmetrien).
erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms
welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen.
2.2 Funktionstypen funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische
Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion,
Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische
Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.
die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen.
Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen
exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch
geeignete Funktionen modellieren.
3. Gleichungen
3.1 Gleichungen erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch
mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen
rechnerisch nachprüfen.
verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden.
lineare Gleichungen lösen.
quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen
(Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander
vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz.
einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und
Scheinlösungen erkennen.
einfache Gleichungen lösen (Exponential- und
Logarithmusgleichungen, trigonometrische Gleichungen).
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
Gleichungen formalisieren und lösen.
3.2 Lineare
Gleichungssysteme
erklären, was man unter einer Lösung eines
Gleichungssystems versteht und Lösungen rechnerisch
nachprüfen.
das Prinzip der Elimination von Unbekannten in
Gleichungssystemen erläutern.
lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden
lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode,
Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen.
lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und
ihre Lösungsmengen graphisch darstellen.
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen.
4. Geometrie
4.1 Ähnlichkeit in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze
oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden.
den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären.
den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
4.2 Trigonometrie Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher
damit umgehen.
die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck
erklären sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen.
die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am
Einheitskreis (als Koordinaten) erklären.
die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne
Hilfsmittel berechnen.
die Beziehungen und
erklären und in entsprechenden Situationen anwenden.
die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel
graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären.
den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis
und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären.
5. Analysis
5.1 Grenzwerte den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige
Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau
annähern.
einfache divergente Zahlenfolgen erkennen.
5.2 Ableitung die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von
Differenzenquotienten, definieren.
die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von
Sekantensteigungen, interpretieren.
die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa
die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel
auf einfache Funktionen anwenden.
Polynome mit Hilfe der Summen- und der
Faktorregel ableiten.
die allgemeine Exponentialfunktion mit Hilfe der
Kettenregel ableiten.
Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen.
5.3 Integral Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa
konstante Funktionen,
einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der
Summen- und der Faktorregel integrieren.
den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung
(Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur
Berechnung einfacher bestimmter Integrale einsetzen.
mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung
(Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen
Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache
bestimmte Integrale berechnen.
5.4 Anwendungen die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa
die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit
Elementen einer Kurvendiskussion.
einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer
Nebenbedingung lösen.
endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen
bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse
aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen.
6. Vektorgeometrie
6.1 Vektoren einen Vektor des bzw. als geordnetes Zahlenpaar bzw.
Zahlentripel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im
Raum deuten.
die Norm eines Vektors im bzw. berechnen und
geometrisch deuten.
Vektoren im bzw. rechnerisch wie geometrisch addieren
und subtrahieren.
Vektoren des bzw. mit einem Skalar multiplizieren und
das Resultat geometrisch deuten.
das Skalarprodukt zweier Vektoren im bzw. berechnen.
einen Vektor im rechnerisch und geometrisch als
Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen.
6.2 Anwendung den Abstand zwischen zwei Punkten im bzw. berechnen.
den Winkel zwischen zwei Vektoren des bzw. mit Hilfe
des Skalarprodukts berechnen.
in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in
Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren.
7. Stochastik
7.1 Kombinatorik das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden.
7.2 Statistik die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm,
Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von
Statistiken interpretieren und vergleichen.
die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung
(arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung)
interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze
Summenzeichen benutzen.
Fakultäten benutzen.
7.3 Wahrscheinlichkeitsrechnung
charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment
versteht.
erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man
unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht.
Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten
erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter
einer Verteilung versteht.
die Binomialverteilung erklären und anwenden.
den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die
Gausssche Glockenkurve beschreiben.
Vertrauensintervalle beschreiben.
Allgemeine
Bildungsziele
Beweisen/
Argumentieren
mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die
Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis,
allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral,
Zufallsexperiment) und mathematische Zusammenhänge
stringent definieren oder beschreiben.
einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen,
Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze)
und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage)
anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch
ist und wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine
Aussage zu beweisen.
Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren.
das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-
Behauptung-Beweis an einfachen Beispielen erläutern.
Beschreibung von
Modellen
die Mathematik als Basis zur Erstellung eines
wissenschaftlichen Modells erkennen.
zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen
eines wissenschaftlichen Modells unterscheiden.
Die unten aufgeführten Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule erworben. Sie
sind der Vollständigkeit halber oben auch aufgelistet.
Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können
Zahlen
Zahlbereiche natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die
Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen ( ) durchführen.
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und
rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade,
grösser/kleiner) führen.
Funktionen
Begriff der Funktion das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt
Geometrie
Ähnlichkeit den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE & CHE-
MIE
(KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH)
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den
Grundlagenfächern vermittelt wurden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biolo- gie als
naturwissenschaftliche Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life Sciences ein.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf
und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und
Chemie sowie aus Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die
Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und
Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches
Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu
entscheiden.
Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammen- arbeiten
müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenar- beit zwischen
den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des
lebenslangen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbständig in chemische und biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus den Berei- chen
Biologie und Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine
Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit ihren
eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
2AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
Das Schwerpunktfach Biologie & Chemie fördert besonders
• In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen
• Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
• Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen
• Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären
• Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen
• Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Hypothesen formulieren
• Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
• Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
• Naturwissenschaftliche Modelle anwenden
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umzugehen und die Experimente entsprechend planen und ausführen
• Sicherheit haben im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbeiten
biologisch-chemischer Fragestellungen sinnvoll einsetzen (grundlegende experimentelle Ar -
beitsweise und Labortechniken)
• Vertieftes Wissen der beiden Disziplinen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von
Hypothesen beiziehen
• Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren
• Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten
• Die Anwendung einfacher statistischer Methoden
• Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer
recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
• Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
3AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Biologie
1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie (Ethologie)
 Elemente des Verhaltens und
Lernens
 Verhaltensökologie
 Selbständige Arbeit
 die Grundelemente des Verhaltens und
Lernens formulieren und in ihren
wesentlichen Punkten unterscheiden.
 Verhaltensweisen auf Basis von
ethologischen Untersuchungsmethoden
(Etho-, Akto- und Soziogramm) anwenden
und deuten.
 verschiedene Verhaltensweisen mithilfe von
Kosten-Nutzen-Analysen sowie Inhalten der
Soziobiologie erklären und interpretieren.
 anhand von kausalen und funktionalen
Fragestellungen ausgewählte
Sozialverhalten diskutieren und erklären.
 evolutive Entwicklungen erkennen und
 einfache ethologische Versuche durchführen,
auswerten und dokumentieren.
2. Lerngebiet: Anatomie & Physiologie
 Anabole und katabole Prozesse
 Medizinische Diagnostik
 die aeroben und anaeroben Energiebereitstellungen am Beispiel des Menschen
 Blutwerte wie Glukose, Laktat, Hämoglobin
messen und Werte interpretieren.
 die Bedeutung für diagnostische Zwecke
erkennen und selber EKG-Messungen
durchführen und interpretieren.
4AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Steuerung
 Histologie & Pathologie
 Immunbiologie
 die Wirkungsweise von fettlöslichen und
fettun-löslichen Hormonen unterscheiden.
 die Steuerung von Regelgrössen (z.B. Blutzucker) mithilfe eines Regelkreisschemas
 ausgewählte Hormonerkrankungen
 die Funktion und die physiologischen
Hintergründe zum Stress (kurzfristigen und
langfristigen) schildern.
 die Rolle des Nervensystems bezüglich
Schmerzleitung verstehen.
 die Wirkungsweise von schmerzstillenden
Mitteln (z.B. Morphin und Aspirin)
 die Wirkungsweise von Drogen (Alkohol,
Koffein) auf Körper und Gehirn verstehen
und erläutern.
 mikroskopische Präparate eines Organs
herstellen und interpretieren.
 ausgewählte Pathologien ausgewählter
Organe erarbeiten und präsentieren.
 die molekularen Mechanismen der
Immunabwehr erklären.
3. Lerngebiet: Ökologie
 Praktische Ökologie
 die Grundlagen zur Untersuchung eines
Ökosystems erwerben.
 exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und
 pflanzensoziologische Untersuchungen
durchführen und gewonnene Daten mit
Ergebnissen früherer Jahre diskutieren.
 Daten der Meeres- und Küstenökologie
gewinnen und diskutieren.
 den anatomischen und ökologischen Zusammenhang zwischen den Organismen und
ihrem entsprechendem Lebensraum
5AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
 Korrekter Umgang mit Glaswaren
und Apparaten
 Sicherheit im Labor
 Korrekte Handhabung von
Chemikalien
 Sorgfältige Planung,
Durchführung und Auswertung
von Experimenten
 Führung eines Laborjournals
und Erstellung von
Laborberichten
 Teamarbeit
 Praktische Anwendung und
Erweiterung der im Theorieunterricht behandelten Themen
 die wichtigsten Glaswaren und Labor-
Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck
 Apparaturen selber zusammenbauen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll
interpretieren, und entsprechend handeln.
 Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen,
und sich über das Gefahrenpotential der
verwendeten Stoffe informieren.
 ein Experiment gemäss einer Vorschrift
erfolgreich durchführen.
 Wege vorschlagen, wie eine konkrete
Fragestellung experimentell beantwortet
werden kann und mittels Vorkenntnissen und
unter Einbezug von chemischer Literatur
konkrete Versuche dazu planen.
 sorgfältig beobachten und die
Beobachtungen nachvollziehbar
protokollieren.
 aus experimentellen Beobachtungen
selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
 ihre praktische Arbeit im Laborjournal
protokollieren und daraus einen Laborbericht
über ihre praktische Arbeit verfassen.
 in einem Team arbeiten und dort einen
vorher vereinbarten Beitrag zum
Gesamtergebnis leisten.
 anhand ausgewählter Experimente die im
Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im
Labor anwenden und vertiefen.
6AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Modellvorstellungen umsetzen  auf der Beobachtungsebene auftretende
Phänomene anhand von Modellen erklären.
 anhand von modellhaften Vorstellungen
Phänomene auf der Beobachtungsebene
prognostizieren.
 die räumliche Gestalt von Teilchen
 die Grenzen der angewandten Modelle
erfahren.
 vertiefte Zusammenhänge ausgewählter
Bereiche der anorganischen Chemie
 über einige ausgewählte Beispiele von
anorganischen Reaktionen Auskunkt geben.
 die Verbindung zu Vorgängen in der Natur,
Alltag und Technik herstellen.
 Stoffgemische mit ausgewählten Methoden
qualitativ und quantitativ untersuchen.
 das chemische Gleichgewicht mathematisch
herleiten und anwenden.
 auf der Beobachtungsebene auftretende
Phänomene anhand von Modellen erklären.
 anhand von modellhaften Vorstellungen
Phänomene auf der Beobachtungsebene
prognostizieren.
 die räumliche Gestalt von Teilchen
 die Grenzen der angewandten Modelle
erfahren.
 mit stöchiometrischen Berechnungen
gewandt umgehen.
 Grundkonzept der
Reaktionstypen in der
anorganischen Chemie
 Qualitative und quantitative
Analytik
 Thermodynamische und
kinetische Aspekte
 Modellvorstellungen umsetzen
 Quantitative Aspekte der
Chemie
3. Lerngebiet: Anwendung der Chemie in Alltag und in der Technik
 Prinzipien der Spektroskopie
(physikalische Chemie)
 das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible-
und Massenspektroskopie erklären.
 Spektren von Stoffen interpretieren, z.B. im
Hinblick auf deren Strukturaufklärung bzw.
Identifikation.
7AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Anwendungen in der Technik
und im Alltag (optional)
 Gesellschaftliche Verantwortung
 Stoffkreisläufe
 Enstehung und Ausbreitung von
problematischen Stoffen
 Gesellschaftliche Aspekte der
Chemie im Alltag (optional)
 für gesellschaftlich relevante chemische
Anwendungen in der Technik oder im Alltag
komplexe Zusammenhänge zwischen
chemischen Aspekten wie Struktur,
Eigenschaften oder chemischer Stabilität und
technischen Anforderungen erklären.
 Zusammenhänge zwischen Nutzen und
Gefahren von Anwendungsfeldern der
Chemie in der Technik oder im Alltag anhand
relevanter Beispiele erklären und kritisch
 Stoffkreisläufe an ausgewählten Beispielen
skizzieren und erläutern.
 Ausbreitung und Wirkungsweise von
umweltrelevanten Stoffen verstehen.
 Schad- und Gefahrenstoffquellen erkennen.
 das Gefahrenpotential antropogen
verursachter Belastungen abschätzen.
 ihr eigenes Handeln auf eine Minimierung
der Umweltbelastung ausrichten.
3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Biologie & Chemie
1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt
 Gewässerökologie (optional)
 Bodenanalyse (optional)
 exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer) die chemische und biologische
Gewässergüte bestimmen sowie die
gesammelten Daten erheben, auswerten,
darstellen und diskutieren.
 mit analytischen Methoden qualitätsrelevante
Inhaltsstoffe (wie z.B. Sauerstoff, Nitrat,
Posphat) selber bestimmen.
 die Funktion einer
Abwasserreinigungsanlage erklären.
 den Aufbau und die Funktion von Böden
 Boden aufgrund biologischer Methoden (Bestimmung von Bodenorganismen, Katalase-
Versuch) und chemischer Methoden (wie
z.B. Nitratnachweis) analysieren.
8AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Biochemisch relevante Stoffe
 Qualitative und quantitative
Analytik
 Vitamine und Spurenelemente
 strukturelle und energetische Aspekte der für
den menschlichen Körper biochemisch
relevanten Stoffe, wie zum Beispiel Zucker,
Fette, Proteine erläutern.
 Funktion und Stellung von diversen
Stoffgruppen (wie Kohlenhydrate, Fette,
Proteine, DNA und Porphyrine) im
Stoffwechsel des Menschen beschreiben.
 die Funktion von biochemisch relevanten
Stoffen der zugehörigen Struktur derselben
 Standardmethoden zur qualitativen und
quantitativen Analyse von biologisch
relevanten Stoffen anwenden und deren
Chemismus verstehen.
 die Messwerte des Blutzuckers in
Abhängigkeit verschiedener
Kohlenhydratquellen interpretieren.
 exemplarisch einzelne Stoffgruppen in
verschiedenen Nahrungsmitteln nachweisen
(z.B. versteckte Fette oder Zucker).
 den respiratorischen Quotienten bei Tieren
(z.B. Fauchschabe) bestimmen und diesen
hinsichtlich unterschiedlicher Energiequellen
(Kohlenhydrate, Fette und Zucker) werten.
 Vorkommen und Bedeutung von Vitaminen
und Spurenelementen erfassen.
 Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen
(z.B. Vitamin C-Gehalt).
 Eigenschaften (z.B. Löslichkeit, Hitze- und
Lichtempfindlichkeit und antioxidative
Wirkung) untersuchen.
4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Biologie
1. Lerngebiet: Mikrobiologie
 Steriltechnische Grundlagen
 wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie
9AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Mikrobiologische
Untersuchungen
 Experimente zur Beeinflussung des
Bakterienwachstums planen, durchführen,
auswerten und diskutieren.
 die Wirkung von Antibiotika testen und deren
Risiken abschätzen.
 die Bedeutung der Gärung experimentell
erfahren.
 naturwissenschaftliche Berichte verfassen.
 sich mit biotechnologischen Anwendungen
vertraut machen.
2. Lerngebiet: Molekularbiologie
 Gentechnik
 Klassische Genetik (optional)
 sich mit Technologien der modernen Biologie
(Restriktionsenzyme, PCR,
Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.
 die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B.
Diagnose von Krankheiten, Profiling, GMO)
 biotechnologisch hergestellte Proteine aus
Bakterien gewinnen und aufreinigen.
 Einfache Erbgänge der Drosophila
(Kreuzungsversuche) auswerten und
3. Lerngebiet: Ökologie
 Meeres- und Küstenbiologie
 marine Pflanzen und Tiere als Organismen
verstehen, die ihrer abiotischen Umwelt
(Licht, Temperatur, Nährstoffe etc.)
angepasst sind.
 marine Organismen erkennen und
bestimmen und aufgrund von deren
Anatomie und Physiologie dem richtigen
Lebensraum (Benthal, Pelagial) zuordnen.
 die Lebensweise (Strudler, Filtrierer) von
ausgewählten Tieren erklären.
 zu aktuellen meeres-ökologischen
Umweltproblemen Stellung nehmen.
 zeitliche und räumliche Produktivität der
Meere verstehen.
10AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie
1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen
 Struktur ausgewählter funktionieller Gruppen und
Eigenschaften ausgewählter
organischer Stoffklassen
 Vertiefung der Nomenklatur an
ausgewählten organischen
Verbindungen
 Struktur ausgewählter
organischer Moleküle und das
Wesen der Isomerie
 Delokalisierte Elektronen
 Mesomerie
 Emission und Absorption
elektromagnetischer Energie
 Reaktionstypen
 wichtige funktionelle Gruppen erkennen und
benennen, z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-,
Carboxyl- und Aminogruppe.
 die unterscheidlichen Eigenschaften von
organischen Stoffklassen mit der
unterschiedlichen Struktur der
entsprechenden funktioniellen Gruppen in
Zusammenhang bringen.
 organische Moleküle systematisch
 zwischen Konstitution, Konfiguration und
Konformation eines organischen Moleküls
 die Bedeutung der Isomerie für Biologie,
Medizin und Pharmakologie nachvollziehen.
 die unterschiedliche Wirkung von Isomeren
 das Phänomen delokalisierter Elektronen auf
der Modell- und der Beobachtungsebene
 das Konzept der Mesomerie beschreiben.
 mesomere Grenzstrukturen zeichnen.
 den energetischen Zustand unterschiedlicher
Grenzstrukturen abschätzen.
 strukturelle Einflüsse von funktionellen
Gruppen auf ein mesomeres System
bewerten.
 energieabhängige Elektronenübergänge mit
geigneten Modellen nachvollziehen und
 wichtige organische Reaktionstypen an
Beispielen erklären.
 Mechanismen ausgewählter Reaktionstypen
verstehen oder postulieren.
11AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Reaktionssteuerung (optional)  das Konzept der Schutzgruppe und der
sterischen Hinderung theoretisch und
praktisch umsetzen.
 Reaktionen durch Wahl der äusseren
Bedingungen beeinflussen.
 Verwendung organischer Stoffe in Natur,
Alltag und Technik beschreiben.
 die Funktionsfähigkeit anhand der
räumlichen Gestalt erkennen.
 die Aktivität von biochemisch relevanten
Stoffen der zugehörigen Struktur derselben
 die Wechselwirkung zwischen Substraten
und biochemisch aktiven Substanzen
analysieren und/oder modellieren.
 katalytische Effekte qualitativ und quantitativ
untersuchen.
 Nachweis bzw. Identifikation von aktiven
Biosubstanzen und/oder deren funktionellen
Gruppen.
 Anwendungen organischer
Stoffe
 Strukturelle Aspekte
biochemischer Stoffe
 Reaktivität in der Biochemie
 Vertiefte Sicht auf die
Funktionsweise von biochemisch
relevanten Stoffen
 Kinetische Aspekte von
biochemisch aktiven Stoffen
 Qualitative Analytik in der
Biochemie
4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Biologie & Chemie
1. Lerngebiet: Farbstoffe und Pigmente
 Ursachen von Farbigkeit bei
organischen Stoffen
 Ausgewählte Farbstofftypen
 Synthese von Farbstoffen
 Färbeverfahren
 Photosynthesepigmente
 für die Farbigkeit relevante Strukturelemente
erkennen und deren Funktion erklären.
 Wechselwirkung zwischen Licht und
Farbstoff beschreiben.
 ausgewählte Farbstofftypen anhand der
Struktur unterscheiden.
 Farbstoffe im Labor herstellen und mit den
gängigen spektralen Verfahren identifizieren.
 aufgrund der zu färbenden Faser ein
passendes Färbeverfahren konzipieren.
 den Vorgang der Photosynthese beschreiben
und in den wesentlichen Punkten mit der
Zellatmung vergleichen.
 eine Grätzelzelle gemäss Anleitung
herstellen und deren Prinzip verstehen.
12AKSA, Biologie & Chemie (SPF)
 Naturfarbstoffe  die Bedeutung und Funktion von Rhodopsin
im Zusammenhang mit dem Sehvorgang
2. Lerngebiet: Aminosäuren & Proteine
 Biosynthese von Proteinen
 Aufbau von Proteinen
 Qualitative Analytik
 Biologische Aktivität von
Proteinen
 den Weg vom Gen zum funktionsfähigen
Protein in seiner räumlichen Struktur
 den Schweregrad einer Mutation und die
Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit
eines Enzyms erkennen.
 anhand des GFP zeigen, wie ein
biotechnologisch hergestelltes Protein
aufgereinigt wird.
 Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen
 Eigenschaften der Aminosäuren anhand der
zugehörigen Seitenkette einschätzen.
 in der Raumstruktur eines Proteins primäre,
sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.
 die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklären.
 verschiedene Proteinnachweismethoden
erklären und im Labor anwenden.
 Enzymaktivität messen.
 Experimente zur Enzymaktivität planen.
3. Lerngebiet: Antibiotika
 Wirkungsweise von Antibiotika
 Herstellung von Antibiotika
 die Wirkungsweise von Antibiotika erklären,
modellieren und überprüfen.
 die kompetitive Hemmung erklären und
zeigen, weshalb der Sulfonamideinsatz für
den Menschen unschädlich ist.
 ein Antibiotikum im Labor synthetisieren.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH
BILDNERISCHES GESTALTEN
Im Ergänzungsfach werden die Lerngebiete Wahrnehmen und Verstehen, Planen und Realisieren sowie
Sich orientieren und sich definieren verknüpft. In ausgewählten Themenbereichen werden Pro- jekte
geplant, entwickelt und realisiert. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen und
gestalterischen Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildideen einzusetzen. Es besteht Raum
für eigenständiges Experimentieren, spielerisches und forschendes Lernen.
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
• Eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen
• Den kulturellen Horizont erweitern
• Werte und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
• Eigene und fremde Konzepte kritisch hinterfragen
Arbeits- und Methodenkompetenz
• Durch Anwenden kreativer Strategien und Methoden Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und selbständig vorgehen
• Eigene Fragestellungen entwickeln
• Geschicktes Agieren innerhalb von Vorgaben und Rahmenbedingungen
• Bilder bewusst lesen, ihre Funktionen und Strategien verstehen und hinterfragen
• In unserer visuellen Welt kompetent agieren
AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 2
• Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das
Vertrauen in die eigene Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
• Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation sachzentriert
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Resultate aufbereiten, präsentieren und kommunizieren
Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt aufgrund der gestalterischen Produkte (Konzept,
Umsetzung, Ausführung) und/oder des Arbeitsprozesses (Methode, Variationsbreite Ansätze,
Vertiefungsgrad). Als Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen und Ein- träge im Arbeits-
/Skizzenbuch. Hausaufgaben können in die Bewertung mit einfliessen.
Theoretische Kenntnisse und sprachlich-reflexive Fähigkeiten können anhand schriftlicher oder
mündlicher Beiträge (z.B. Werkanalyse, Kommentar zur eigenen Arbeit, Kurzreferat) bewertet werden.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 3
C. Klassen-Lehrplan
Im Sinne von Pflichtoptionen werden von den unter Planen und Realisieren aufgelisteten Medien- und
Anwendungsbereichen mindestens zwei eingehender behandelt (siehe Hinweis kursiv). Bei der Auswahl wird auf ein ausgewogenes mediales Spektrum geachtet (z.B. 2D und 3D, analog und digital).
Weitere Optionen sind vermerkt.
1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen
 Kunstbetrachtung,
 Wirkungen von Bildern und Objekten
differenziert beschreiben.
 das Zusammenspiel von Form und Inhalt in
Bezug auf die Botschaft erkennen.
 ihr Epochenwissen aus dem Grundlagenfach
punktuell vertiefen und erweitern.
 stilistische Unterschiede und verschiedene
künstlerische Absichten benennen.
 anhand aktueller Beispiele einen Zugang zu
zeitgenössischen Positionen und Ausdrucksformen finden.
 Kunstwerke in Abhängigkeit ihres Ausstellungskontextes begreifen.
 Ausstellungskonzepte beschreiben und
 sich Sachtexte erschliessen.
 eine verfeinerte Fachsprache verwenden.
visuelle Kommunikation
 Kunst- und
 Zeitgenössische Kunst
und Kultur
 Begegnung mit dem
Original
 Begrifflichkeiten
2. Lerngebiet: Planen und Realisieren
 verschiedene Medien-
und Anwendungsbereiche (optional zwei
davon)
o Malerei, Zeichnung
o Originaldruckgrafik
o Typografie, Layout
o Plastik/Skulptur
o Architektur,
Produktedesign
o Digitale Bildmedien
 eine Bild- oder Objektgestaltung gezielt in
Bezug auf eine Aussage hin entwickeln.
 bildnerische Mittel und Techniken
ausschöpfend erproben und Wirkungen
gezielt herbeiführen.
 ihre sachspezifischen Kenntnisse und
Fertigkeiten aus dem Grundlagenfach
vertiefen und erweitern.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 4
o Fotografie,
Film/Video
o Installation,
Aktion/Performance
 Kreativer Prozess
 Gestalterischer
Ausdruck
 Projektarbeit
 Präsentation
 experimentelle Verfahrensweisen im
Entwurfsprozess nutzen.
 die eigene Vorgehensweise bewusst steuern.
 innerhalb eines Mediums die Ausdruckskraft
und darstellerische Differenziertheit steigern.
 zu inhaltlichen, formalen und zeitlichen
Vorgaben selbständig eine Arbeit entwickeln,
planen und umsetzen.
 den gestalterischen Prozess angemessen
dokumentieren und reflektieren.
 die Präsentationsform (z.B. Anordnung,
Rahmung) als Teilaussage begreifen.
 Beurteilen und Bewerten
 Gestalterische Praxis
 Ausstellung, Aktion,
Performance (optional)
 Mappe/Portfolio
 eigene Fortschritte erkennen und sich gezielt
weiterbringen.
 eigene und fremde Arbeiten nach fachlichen
Kriterien beurteilen.
 Darstellungskonventionen und Präsentationsformen kritisch befragen.
 eigene bildnerische Präferenzen und Ziele
 thematische und mediale Schwerpunkte
 die eigene Bildsprache weiterentwickeln.
 ihre Ergebnisse hinsichtlich einer Ausstellung,
Aktion oder Performance aufbereiten und
einem breiteren Publikum zugänglich machen.
 sich an der Vorbereitung und Durchführung
eines öffentlichen Anlasses oder Ereignisses
aktiv einbringen.
 geeignete Dokumentationen für
Aufnahmeverfahren an Vorkursen oder
Studiengängen im Bereich Kunst & Design
erstellen.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH
BILDNERISCHES GESTALTEN
Wochenstunden 2 3 2
Bildnerisches Gestalten und Kunstbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und
Mitteilen und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, sich in der visuellen Welt zu orientieren. In
den Lerngebieten Bild, Farbe, Körper und Raum, Visuelle Kommunikation, Medien und Kunst entwic -
keln sie die Fähigkeit, visuelle Phänomene sowohl analytisch wie auch sinnlich wahrzunehmen. Sie
erweitern ihr Wissen über kunsthistorische Epochen, Kulturen und Bildsprachen. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart.
Die Lernenden vertiefen ihre Fähigkeit, aus der Anschauung und aus der Vorstellung mit passenden
Methoden Bilder zu produzieren und visuell zu kommunizieren. Bildnerisches Gestalten trägt zur per -
sönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler lernen, zwischen eigener
und fremder Wahrnehmung zu unterscheiden und Andersartigkeiten zu respektieren.
Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizontes das eigene Werk, eigene Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
Arbeits- und Methodenkompetenz
• In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen
• Durch kreative Verfahrensweisen eigene Fragestellungen und Lösungen entwickeln
• Bilder bewusst lesen und selber bildnerisch Aussagen produzieren
• Sich in unserer Multimediagesellschaft orientieren
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 2
• Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das
Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
• Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien und Infrastruktur entwickeln
Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt zunächst aufgrund der gestalterischen
Produkte (Idee, Umsetzung, Ausführung). Im Verlaufe der Ausbildung wird vermehrt auch der
Arbeitsprozess (Variationsbreite Ansätze, Vertiefungsgrad) in die Bewertung mit einbezogen. Als
Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen und Einträge im Arbeits-/Skizzenheft sowie
schriftliche Kommentare. Hausaufgaben und mündliche Beiträge können in die Bewer- tung mit
einfliessen.
Im Theoriebereich finden schriftliche Prüfungen (z.B. in Kunstgeschichte, Farbenlehre) und mündliche
Beurteilungsanlässe (z.B. Kurzreferate) statt.
Die thematischen Bezüge zu anderen Fächern sind vielfältig. Im Lerngebiet Farbe ergeben sich
Verbindungen zu den Fächern Biologie, Chemie und Physik (z.B. Wahrnehmungsprozesse,
Farbraummodelle). Im Lerngebiet Kunst drängen sich in der zweiten Klasse Bezüge zum Fach
Geschichte auf (Betrachtung von Kunst in ihrem historischen Kontext). Im Bereich Visuelle
Kommunikation und Medien gibt es starke Bezüge zum Fach Informatik und sämtlichen Sprach- fächern
(z.B. Kommunikationsmodelle, digitale Bild- und Textverarbeitung).
Ausdauer und Eigeninitiative sind gefragte Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen
Projekten besonders gefördert werden. Eine solide Bildkompetenz und Kenntnisse aus dem Lerngebiet
Visuelle Kommunikation und Medien (Bildsprache, Typographie, Layout) dienen der gezielten Auswahl
und kritischen Bewertung von Bildquellen sowie der anschaulichen Darstel- lung eigener Resultate.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 3
 Bildnerische Grundelemente
 Komposition
 Abstraktion
 Malerei, Zeichnung
 Entwurf und Experiment
 bildnerische Grundlelemente (Punkt, Linie,
Fläche, Form, Tonwert) benennen und in
ihren Qualitäten unterscheiden.
 Gesehenes sachorientiert und differenziert
 elementare Ordnungen im Bild (Proportionen,
Lage, Ausrichtung, Symmetrien) erkennen und
 Ausschnitte gezielt wählen, einfache
Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche
 einfache Abstraktionsprozesse durchführen.
 Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach
Beobachtung linear und tonal darstellen.
 innerhalb einer bildnerischen Technik
verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
entdecken.
 Assoziation und Zufälle im eigenen
Entwurfsprozess nutzen.
 offen, neugierig und zielgerichtet
experimentieren.
 Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel
erfahren.
 Farbwahrnehmung
 Farbsysteme
 Wirkungen von Farbkombinationen
beschreiben und selber erzielen.
 eigene Vorlieben für Farben benennen und
sinnliche Wirkung von Farben erfahren.
 die verschiedenen Farbkontraste erkennen
 Farben nach Farbrichtung, Sättigung und
Helligkeit benennen und ordnen.
 Farbraummodelle wie CMYK und RGB
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 4
 Farbe als Material
 eine Farbenlehre erklären.
 verschiedene Farbauftragsarten wie pastos,
deckend, lasierend anwenden.
 mit verschiedenen Malmitteln sachgerecht
 Raumdarstellung
 Plastik/Skulptur
 elementare raumbildende Mittel auf der
Bildfläche benennen und anwenden.
 Pläne und parallelperspektivische
Darstellungsarten lesen und einsetzen.
 mit einer additiven oder subtraktiven Technik
ein einfaches Objekt nach formalen
Vorgaben realisieren.
 elementare Formprinzipien unterscheiden.
 Bildsprache
 Typografie
 Digitale Bildmedien
 inhaltliche und formale Aspekte in Bildern
sowie bildnerische Darstellungsarten
 Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch
erforschen und wirkungsorientiert einsetzen.
 digitales Bildmaterial in der eigenen Arbeit
 Kunstbetrachtung
 beim Betrachten von Bildern und Objekten
ihre visuellen und emotionalen Eindrücke
 beim Betrachten von Werkbeispielen konkrete
Bezüge zwischen Kunst und Unterricht
erfahren.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 5
 Bildnerische Mittel
 Bildnerische Techniken
 Bildnerische Materialien
 Kreativer Prozess
 Gestalterischer Ausdruck
 Bezüge zwischen Inhalt und Form erkennen
und Begriffe aus der Fachsprache verwenden.
 Figur-Grund-Beziehungen benennen.
 komplexere Techniken (z.B. Tief-/Hochdruck)
und experimentelle Verfahren einsetzen.
 Bildwirkungen gezielt steuern.
 Materialwirkungen unterscheiden, benennen
und gezielt herbeiführen.
 eine Arbeit in Einzelschritte wie Suchen,
Ordnen, Beurteilen, Kombinieren, Ausführen
und Reflektieren unterteilen.
 Vertrauen in die eigene Bildsprache
 Funktionen von Farbe
 Farbauftragsarten differenzieren und gezielt
 Gegenstandsfarbe, Erscheinungsfarbe,
Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonome
Farbe voneinander unterscheiden.
 Raumdarstellung
 Plastik/Skulptur, Architektur
 eine räumliche Situation in Linearperspektive
auf der Bildfläche wiedergeben.
 Objekte und räumliche Situationen nach Funktion, Form, Dimension und Material befragen und
Wirkungsabsichten erkennen.
 erweiterte Verfahren (z.B. Konstruktion/Dekonstruktion) und verschiedene Darstellungsformen
(z.B. Modell, Abwicklung) anwenden.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 6
 Bildsprache
 Digitale Bildmedien
 Wirkungsabsichten von Bildmedien einschätzen.
 eine Information oder Aussage verständlich
gestalterisch formulieren.
 digitale Grundeinstellungen (Bildformat, Dateigrösse, Speicherformat) und einfache Bildbearbeitungen (z.B. Freistellen) vornehmen.
 Kunstbetrachtung
 Kunstgeschichte
 Funktionen von Kunst
 Begegnung mit dem
Original
Kunstwerke durch Beschreibung, Analyse und
Interpretation methodisch erfassen.
 Bilder, Skulpturen und Architektur zwischen
Romanik und 20. Jahrhundert einer Epoche
zuordnen und ihren Entscheid begründen.
sich in eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts
vertiefen und diese zu weiteren in Beziehung
 künstlerische Erzeugnisse nach ihrer Funktion
befragen und Wirkungsabsichten erkennen.
ihre Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren.
 ausgewählte Werke vergangener Epochen und
zeitgenössischer Kunst im Original betrachten.
sich in Kunstausstellungen zurechtfinden und
vorhandenen Informationsquellen (z.B.
Saaltexte, Werkangaben) entsprechend nutzen.
1. Lerngebiet: Bild, Farbe, Raum und Körper (Erweiterte Gestaltungsprozesse)
In der dritten Klasse steht das prozesshafte Entwickeln im Vordergrund. Die gestalterischen Grundlagen
in den Bereichen Bild, Farbe, Raum und Körper werden themenspezifisch vertieft und das Gelernte in
die Projektarbeit transferiert. Die Grobinhalte gelten für alle drei Bereiche gleichermassen.
 Gestaltungskonzepte
 bildnerische Mittel in der eigenen Gestaltung
reflektiert anwenden.
 verschiedene bildnerische Techniken und
AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 7
 Entwurf und Entwicklung
 Projektarbeit
 Präsentation
Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen,
sachgerecht und zielgerichtet einsetzen.
 durch Sammeln, Beobachten, Erproben,
Vergleichen eigene gestalterische Themen
eröffnen und Fragestellungen entwickeln.
 Vertrauen in die eigenen gestalterischen
Fähigkeiten erwerben und diese in konkreten
Situationen produktiv einsetzen.
 zu thematischen und zeitlichen Rahmenvorgaben selbständig eine Gestaltungsidee
entwickeln und umsetzen.
 den gestalterischen Prozess anschaulich
dokumentieren und angemessen reflektieren.
 ihre Ergebnisse in passender Form vor
Publikum präsentieren.
2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
 Fotografie
 Analoge oder digitale
Bildbearbeitung
 die Grundfunktionen des Fotoapparates
erklären (Blende, Brennweite, Schärfe, Verschlusszeit, Lichtempfindlichkeit) und
bildnerisch verwerten (z.B. Schärfentiefe).
 Menschen und Objekte mit bestimmten
Wirkungsabsichten inszenieren und
abbilden.
 fotografische Aufnahmen optimieren
(Gradation, Tonwert, Kontrast, partielle
Nachbelichtung, Anpassung Ausschnitt, Bild-
und Dateiformate).
 Bildmanipulationen und Sehkonventionen
kritisch befragen.
3. Lerngebiet: Kunst
 Zeitgenössische Kunst
und Kultur
 sich differenziert zu inhaltlichen und
formalen Gesichtspunkten zeitgenössischer
Werke äussern.
 eigene Interessen und Standpunkte in Bezug
auf künstlerische und kulturelle Erzeugnisse
entwickeln und formulieren.
 Möglichkeiten der eigenen aktiven Mitgestaltung des Lebensumfeldes entdecken.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH
BILDNERISCHES GESTALTEN
Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in
komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mit - teilen
werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Die Schülerinnen und Schüler erweitern und
verfeinern die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich als auch
analytisch-reflektiv wahrzunehmen.
Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungs- und Ausdrucksfähigkeit, fördert die
persönliche Bildsprache und erweitert das Fachwissen. Der kompetente Umgang mit analo- gen
und digitalen Medien ermöglicht ein kritisches Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch
realen Welten. Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen, Stärken und Schwä- chen und
hilft den Schülerinnen und Schülern somit auch bei der Berufs- oder Studienwahl.
Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
• Eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen und
eigene Lösungsansätze erproben
• Den kulturellen Horizont erweitern
• Werte und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
• Eigene und fremde Konzepte kritisch hinterfragen
Arbeits- und Methodenkompetenz
• Durch Anwenden kreativer Strategien und Methoden Vorgehensweisen
• Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und selbständig vorgehen
• Eigene Fragestellungen entwickeln
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 2
• Geschicktes Agieren innerhalb von Vorgaben und Rahmenbedingungen
• Bilder bewusst lesen, ihre Funktionen und Strategien verstehen und hinterfragen
• In unserer visuellen Welt kompetent agieren
• Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das
Vertrauen in die eigene Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst, Architektur und Design ein Interesse an
persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
• Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation sachzentriert
• Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• Resultate aufbereiten, präsentieren und kommunizieren
Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt aufgrund der gestalterischen Produkte
(Konzeption, Umsetzung, Ausführung) und/oder des Arbeitsprozesses (Methode, Variationsbrei- te
Ansätze, Vertiefungsgrad). Als Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen, Einträ- ge im
Arbeits-/Skizzenbuch sowie schriftliche Kommentare und mündliche Präsentationen. Hausaufgaben
können in die Bewertung mit einfliessen.
Im Theoriebereich finden schriftliche Prüfungen und mündliche Beurteilungsanlässe (z.B. Kurzreferate) statt.
Querverbindungen sind zu zahlreichen Lebensbereichen und Unterrichtsfächern möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht
nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte
oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geografie eine wichtige
Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergi- en
mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater-, Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen
geschaffen werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Schwerpunkte zu setzen und Fragestellungen zu
entwickeln. Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen werden besonders geför- dert.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 3
Im Sinne einer Wahlpflicht wird im 1. und 2. Lerngebiet beider Klassen aus einem Angebot
verschiedener Themen-, Medien- und Anwendungsbereiche ein vorgegebenes Minimum erarbeitet
(siehe Hinweise kursiv). Weitere Optionen sind vermerkt.
 Kunstbetrachtung,
 die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug
auf das Medium (analog, digital, statisch, bewegt),
das Motiv, die Darstellungsweise und den Kontext
 Bilder und Bildmanipulationen differenziert und
kritisch betrachten.
 in Bauten oder Designobjekten Wirkungsabsichten
 verschiedene Gattungen, Funktionen und Konzepte
von Bauten oder Designobjekten resp. verschiedene
Einsatzbereiche, Gattungen oder Genres von Filmen/Videos oder Fotos unterscheiden.
 elementare medienspezifische Analysemethoden exemplarisch anwenden.
 ihre Kenntnisse aus dem Grundlagenfach vertiefen.
 ausgewählte thematische Aspekte epochenübergreifend vergleichen (z.B. Gattungen, Genres, Darstellungsweisen).
 anhand aktueller Beispiele einen Zugang zu zeitgenössischen Positionen und Ausdrucksformen fin-
 heutige Erzeugnisse unter kunsthistorischen und
gesellschaftlichen Aspekten betrachten.
 Konzepte verschiedener Institutionen (z.B. Museum,
Kunsthaus, Galerie) vergleichen.
 Veranstaltungen und Vermittlungsangebote im
Kunstbereich aktiv nutzen.
 vor Originalwerken differenziert sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte diskutieren.
 sich Sachtexte erschliessen.
 ihr fachspezifisches Vokabular themenbezogen erweitern.
visuelle Kommunikation,
 Architektur,
Produktedesign oder
Fotografie, Film/Video
(ein Thema zur Wahl)
 Kunst- und Kultur-
 Zeitgenössische Kunst
und Kultur
 Institutionen der Kunst
 Begegnung mit dem
Original
 Begrifflichkeiten
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 4
 verschiedene
Medienbereiche (ein
Bereich zur Wahl)
o Malerei, Zeichnung
o Originaldruckgrafik
o Plastik/Skulptur
 verschiedene
Anwendungsbereiche I
(ein Bereich zur Wahl)
o Typografie
o Layout
o Digitale Bildmedien
 verschiedene
Anwendungsbereiche II
(ein Bereich zur Wahl)
o Architektur,
Produktedesign
o Installation,
Aktion/Performance
 eine Bild- oder Objektgestaltung gezielt und begründet
in Bezug auf eine Aussage hin entwickeln.
 spezifischere Mittel, Techniken oder Verfahren erproben (z.B. Eitempera, Kaltnadelradierung, Negativabguss).
 Werkzeuge, Materialien, Mittel und Techniken versiert
und wirkungsorientiert einsetzen.
 verschiedene Techniken und Verfahren kombinieren
und ergänzen.
 mit der Wechselwirkung von Form und Inhalt spielen.
 typografische Elemente in Bezug auf eine bestimmte
Aussage oder Wirkung gezielt einsetzen.
 die Lesbarkeit von Schriftbildern bewusst steuern.
 die wichtigsten Schriftklassen und Schriftschnitte unter-
 Inhalte durch die gezielte Kombination von Bild und
Text transportieren.
 elementare Gliederungsprinzipien (z.B. Satzspiegel)
exemplarisch anwenden.
 die wichtigsten Papierformate unterscheiden.
 bereichsspezifische Entwurfsmethoden einsetzen.
 digitale Bilder in ihren grundlegenden Eigenschaften
verstehen (z.B. Farbmodus, Pixel-/Vektorgrafiken).
 sachzentriert mit digitalen Daten, Bildern und Effekten
 mit Gestaltungsprogrammen eine einfache Drucksache
konzipieren und realisieren.
 eine Objekt- oder Raumvorstellung in geeignetem
Massstab und Präzisionsgrad veranschaulichen und
mit adäquaten Mitteln umsetzen.
 sachspezifische Darstellungen und Entwurfsmethoden
 einen temporären Eingriff oder ein performatives Ereignis innerhalb eines thematischen oder räumlichen Kon-
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 5
o Fotografie, Film/Video
 Kreativer Prozess
 Gestalterischer Ausdruck
 Präsentation
textes konzipieren, planen und durchführen.
 in der Gruppe Ideen und Lösungen diskutieren, arbeitsteilig vorgehen und Verantwortung übernehmen.
 eine Fotostrecke oder einen Kurzfilm in Bezug auf eine
Aussage hin konzipieren, vorbereiten und umsetzen.
 zeitliche oder dramaturgische Aspekte medienspezifisch darstellen.
 ihre Kenntnisse aus dem Bereich Fotografie des
Grundlagenfachs festigen und erweitern.
 zu thematischen und medialen Vorgaben eigene
gestalterische Fragestellungen und Konzepte
 Methoden wie das Recherchieren, Sammeln,
Beurteilen, Entwerfen, Experimentieren und
Dokumentieren sachzentriert anwenden.
 einen selbstverständlichen Umgang mit dem Arbeits-
/Skizzenbuch pflegen.
 innerhalb eines Mediums die Ausdruckskraft und darstellerische Differenziertheit steigern.
 eigene gestalterische Fragestellungen und Konzepte
verständlich darlegen.
 die Präsentationsform (z.B. Anordnung, Rahmung) als
Teilaussage begreifen.
 Beurteilen und Bewerten
 Gestalterische Praxis
 Berufsfeld Kunst & Design
 offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.
 eigene gestalterische Entscheide, Vorgehensweisen
und Resultate begründen und beurteilen.
 sachliche Kritik von aussen annehmen.
 sachbezogen Kritik üben und Position beziehen.
 selbständig inhaltliche, formale und materielle Schwerpunkte setzen.
 das eigene gestalterische Repertoire erweitern und die
Freude am persönlichen Ausdruck stärken.
 in der Begegnung mit Fachpersonen ihre Vorstellung
von künstlerischer Arbeit erweitern.
 sich professioneller Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen bewusst werden.
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 6
 Kunstbetrachtung,
 sinnstiftende Bezüge zwischen Inhalt, Form, Funktion
und Aussage herstellen.
 Seh- und Darstellungskonventionen kritisch befragen.
 den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff im 20. Jahrhundert nachvollziehen und die Besonderheiten neuer Erscheinungen wie Konzeptkunst,
Aktion oder Installation erläutern.
 spezielle Merkmale und Strategien aktueller Werke und
Positionen nennen.
 Gestaltungskonzepte als kultur- und zeitbedingt aner-
 Kunstwerke in Abhängigkeit des Ausstellungskontextes
und ihrer Darbietungsform begreifen.
 sich selbständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten und gezielt recherchieren.
 die eigene Projektarbeit in einen sinnvollen Bezug zu
kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen.
visuelle Kommunikation,
 Kunst- und
 Zeitgenössische Kunst
und Kultur
 Begegnung mit dem
Original
 Schriftliche Theoriearbeit
 verschiedene
Anwendungsbereiche
(ein Bereich zur Wahl)
o Malerei, Zeichnung
o Originaldruckgrafik
o Typografie, Layout
o Plastik/Skulptur
o Installation
o Architektur
o Produktedesign
o Digitale Bildmedien
o Fotografie
o Film/Video
o Aktion/Performance
 Transferleistung
 unter Anleitung einen weiteren Schwerpunkt aus den
Grobinhalten der 3. Klasse erarbeiten (fachliche Kompetenzen siehe dort).
 ihre sachspezifischen Kenntnisse aus der 3. Klasse
unter veränderten Rahmenbedingungen differenziert
AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 7
 Kreativer Prozess
 Gestalterischer
Ausdruck
 Projektarbeit
 Präsentation
 analoge und digitale Verfahren zielgerichtet einsetzen
und miteinander kombinieren.
 kreative Methoden situationsbezogen anwenden.
 die eigenen Methoden und Ergebnisse durch
kritische Reflexion optimieren.
 ihre Ausdrucksmittel und Darstellungsweisen
variieren.
 zu strukturellen und zeitlichen Vorgaben selbständig
ein eigenes Projekt konzipieren und realisieren.
 den gestalterischen Prozess angemessen
dokumentieren und reflektieren.
 Aussage und Wirkung einer Arbeit durch die Darbietungsform (z.B. Art der Aufhängung) unterstützen.
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
 Beurteilen und Bewerten
 Gestalterische Praxis
 Ausstellung, Aktion,
Performance
 Mappe/Portfolio
 eigene Fortschritte erkennen und sich gezielt weiter-
 fachlich differenziert zu eigenen und fremden Arbeiten
Stellung beziehen.
 eigene bildnerische Präferenzen und Ziele formulie-
 thematische und mediale Schwerpunkte setzen.
 die eigene Bildsprache weiterentwickeln.
 ihre Ergebnisse hinsichtlich einer Ausstellung, Aktion
oder Performance aufbereiten und einem breiteren Publikum zugänglich machen.
 sich an der Vorbereitung und Durchführung eines öffentlichen Anlasses oder Ereignisses aktiv einbringen.
 geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an
Vorkursen oder Studiengängen im Bereich Kunst &
Design erstellen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BIOLOGIE
Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermittelt
werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie.
Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Bio- logie
des Menschen zu beschäftigen und dabei mehr über sich selber zu erfahren. Neben expe- rimentellen
Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung mit ausgewählten
Lerngebieten.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf
und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus dem Fach Biologie.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor und Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und
Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -
sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind,
sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selb- ständig
in biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie kom- munizieren zu
können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der
Naturwissenschaften ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Biologie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und
Methoden vertieft kennenlernen.
Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders
• In der Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen
beiziehen
• Eigenständig, differenziert und kritisch denken
2AKSA, Biologie (EF)
• Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
• Sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem Hintergrund beteiligen
• Sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen
• Biologische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und
in eigenen Worten erklären
• Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen
• Laien biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten, dokumen -
tieren und interpretieren
• Vertieftes Wissen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• Mit Lebewesen respektvoll umgehen und die Experimente entsprechend planen und ausfüh-
• Sicherheit gewinnen im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbei- ten
biologischer Fragestellungen sinnvoll einsetzen können (grundlegende experimentelle
Arbeitsweisen und Labortechniken)
• Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren
• Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten
• Anwendung einfacher statistischer Methoden
• Informationen zu biologischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren,
darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen)
• Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Eigene Fragestellungen entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
3AKSA, Biologie (EF)
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
 Lern- und Sozialverhalten
 Verhaltensökologie
 Humanethologie
 die Grundelemente des Verhaltens und
Lernens formulieren und in ihren
wesentlichen Punkten unterscheiden.
 Verhaltensweisen auf Basis von
ethologischen Untersuchungsmethoden
(Etho-, Akto- und Soziogramm) anwenden
und deuten.
 verschiedene Verhaltensweisen mithilfe von
Kosten-Nutzen-Analysen sowie Inhalten der
Soziobiologie erklären und interpretieren.
 anhand von kausalen und funktionalen
Fragestellungen ausgewählte
Sozialverhalten diskutieren und erklären.
 evolutive Entwicklungen erkennen und
 im Rahmen einer selbstsrtsändigen Arbeit
einfache ethologische Versuche durchführen,
auswerten und dokumentieren.
 Geruch und MHC-Muster mit der Partnerwahl
in Verbindung bringen.
 ihr eigenes Verhalten in einen
verhaltensbiologischen Kontext (inklusive
evolutive Aspekte) stellen.
2. Lerngebiet: Mensch & Umwelt
 Anthropologie
 über Grundkenntnisse der Menschwerdung
(Paläoanthropologie) referieren.
 die wichtigsten Vertreter der Primaten
einordnen (Primatologie).
4AKSA, Biologie (EF)
 Sinnesorgane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur
Funktion ausgewählter Sinnesorgane
 das gemeinsame übergeordnete Prinzip der
Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten
Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen)
 Experimente durchführen und auswerten.
 die Verbindung zur Neurologie anhand von
Sinnestäuschungen erfahren.
 Ernährung  Funktion und Stellung von diversen
Stoffgruppen (wie Kohlenhydrate, Fette,
Proteine, DNA und Porphyrine) im
Stoffwechsel des Menschen beschreiben.
 die aeroben und anaeroben Energiebereitstellungen am Beispiel des Menschen
 vertiefte Kenntnisse zur Anatomie,
Physiologie und Biochemie der Verdauung
erlangen.
 verschiedene Formen der Fehlernährung und
deren Auswirkungen einordnen.
 Medizinische Diagnostik  Blutwerte wie Glukose, Laktat und
Hämoglobin messen und Werte
 die Bedeutung für diagnostische Zwecke
erkennen und selber EKG-Messungen
durchführen und interpretieren.
 Blut & Immunbiologie  die molekularen Mechanismen der
Immunabwehr erklären.
 Experimente zur Immunologie (Blutausstrich
und Blutgruppenbestimmung) durchführen.
 Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren
spezifischen Funktionen in Zusammenhang
 spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten
Ver-halten in Beziehung setzen.
 die molekularen Grundlagen der Gedächtnisbildung nachvollziehen.
 Hormonelle Steuerung  die Wirkungsweise von fettlöslichen und
fettunlöslichen Hormonen unterscheiden.
 die Steuerung von Regelgrössen (z.B. Blutzucker) mithilfe eines Regelkreisschemas
5AKSA, Biologie (EF)
 Suchtmittel
 Histologie & Pathologie
 Ökologie
 ausgewählte Hormonerkrankungen
 die Funktion und die physiologischen
Hintergründe zum Stress (kurzfristigen und
langfristigen) schildern.
 die Rolle des Nervensystems bezüglich
Schmerzleitung verstehen.
 die Wirkungsweise von schmerzstillenden
Mitteln (z.B. Morphin und Aspirin)
 die Wirkungsweise von Drogen (Alkohol,
Koffein) auf Körper und Gehirn verstehen
und erläutern.
 mikroskopische Präparate eines Organs
herstellen und interpretieren.
 ausgewählte Pathologien ausgewählter
Organe erarbeiten und präsentieren.
 die biologischen Grundlagen ausgewählter
Krankheiten (z.B. Krebs) verstehen.
 Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren
3. Lerngebiet: Mikrobiologie
 Steriltechnische Grundlagen
 Wirkungsweise von Antibiotika
 Mikrobiologische
Untersuchungen
 wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie
 die Wirkungsweise von Antibiotika erklären
und überprüfen.
 die kompetitive Hemmung erklären und
zeigen, weshalb der Sulfonamideinsatz für
den Menschen unschädlich ist.
 Experimente zur Beeinflussung des
Bakterienwachstums planen, durchführen,
auswerten und diskutieren.
 die Wirkung von Antibiotika testen und deren
Risiken abschätzen.
 den Prozess der Gärung experimentell
erfahren.
 den Einfluss von DNA auf das Bakterienwachstum praktisch aufzeigen.
 die Wirkungsweise von Bakteriophagen als
„Bakterienkiller“ mithilfe entsprechender
Messtechniken (Lumimeter, Plaque-Bildung
6AKSA, Biologie (EF)
und/oder Photometer) nachweisen.
 naturwissenschaftliche Berichte verfassen.
 sich mit biotechnologischen Anwendungen
vertraut machen.
4. Lerngebiet: Genetik
 Molekulargenetik
 Gentechnik
 Medizinische Genetik
 Klassische Genetik
 sich über ein fundiertes Basiswissen der
wichtigsten molekularbiologischen Prozesse
 den Weg vom Gen zum funktionsfähigen
Protein in seiner räumlichen Struktur
 den Schweregrad einer Mutation und die
Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit
eines Enzyms erkennen.
 Genregulationsmodelle erklären, z.B. anhand
des GFP zeigen, wie ein molekularer
Schalter funktioniert.
 sich mit Technologien der modernen Biologie
(Restriktionsenzyme, PCR,
Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.
 die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B.
Diagnose von Krankheiten, Profiling)
 die Grundlagen der medizinischen Genetik
 Chancen und Risiken der personifizierten
Medizin beurteilen.
 einfache Erbgänge der Drosophila
(Kreuzungs-versuche) auswerten und
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BIOLOGIE
Wochenstunden 2 2 2
Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische
Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit
Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der Natur erlebt, Neugierde und Entdeckungsfreude geweckt sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt
einzusetzen.
Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen.
Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt ge -
genüber. Im Biologieunterricht werden Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und dazu entscheidende Fragen formuliert.
Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten
ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen.
Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen
Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen für
das Abschätzen von Risiken und für die Diskussion möglicher Alternativen.
In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen.
Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders
• Respektvoll mit Lebewesen umgehen
• Die Natur als etwas Einmaliges kennen- und schätzen lernen
• Freude an der Formenvielfalt haben
• Eigenständig, differenziert und kritisch denken
AKSA, Biologie (GLF) 2
• Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
• Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden
• Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbständig bedienen
• Ordnungsprinzipien und Systematiken aufstellen
• Einfache Fragestellungen bearbeiten, in Experimenten prüfen, protokollieren und auswerten
• Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
• Die Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen
(3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit (PRO-Modul 2. MAR)
• Beobachtungen und Experimente unterscheiden
• Das Protokollieren von Daten aus Beobachtungen und Experimenten
• Das Interpretieren der gewonnenen Daten
AKSA, Biologie (GLF) 3
1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens
 Merkmale des Lebens
 Organisationsebenen
 Arbeitsweisen
 die Merkmale des Lebens erklären.
 anhand der Organisationsebenen auf die
verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie
rückschliessen.
 die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler
(Informationsbeschaffung, Beobachtung
und Dokumentation) anwenden.
2. Lerngebiet: Zellbiologie
 Aufbau einer Zelle
 Transport
 Zellteilung
 Inhaltsstoffe
 Stoffwechsel
 mikroskopische Präparate von tierischen
und pflanzlichen Zellen herstellen,
erkennen, dokumentieren und
 Organellen und Membranen sowohl
strukturell als auch funktionell in den
Grundzügen beschreiben.
 die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv
und passiv) beschreiben und verstehen.
 den Ablauf der Mitose verstehen und
beschreiben, sowie die verschiedenen
Phasen der Mitose (unter dem Mikroskop)
 die Bedeutung des Zellzyklus erklären.
 Die Grundstruktur und die wesentlichen
Funktionen wichtiger Inhaltsstoffe
(Kohlenhydrate und optional Fette und
Eiweisse) erläutern.
 die zentralen anabolen und katabolen
Stoffwechselwege (Fotosynthese,
Zellatmung, Gärung) erklären.
AKSA, Biologie (GLF) 4
3. Lerngebiet: Systematik
 Vielfalt der Lebewesen
 Systematische Kategorien
(Ordnungsprinzip)
 System der drei Domänen
 Mikroorganismen
 die Vielfalt der Lebewesen erkennen und
den Zusammenhang zwischen
Ordnungsprinzip und Verwandtschaft
 die wichtigsten systematischen Kategorien
sowie deren historische Entwicklung
 exemplarisch einzelne Vertreter der drei
Domänen nennen und gegeneinander
 Viren und Bakterien differenzieren und
deren Bedeutung als Krankheitserreger
 Aufbau und Vermehrungszyklen von
verschiedenen Mikroorganismen erklären.
 die unspezifische von der spezifischen
Immunabwehr unterscheiden.
4. Lerngebiet: Allgemeine Botanik
 Organe der Pflanze
 Systematische Botanik
 einfache Präparate selber herstellen.
 Anatomie und Physiologie der wichtigsten
Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse,
Blatt, Blüte) miteinander in Beziehung
 verschiedene Gruppen der klassischen,
systematischen Einteilung (z.B. Pilze,
Algen, Moose, Farne, Blütenpflanzen)
hinsichtlich Anatomie und Fortpflanzungszyklus charakterisieren.
 eine Pflanzenfamilie anhand eines
bestimmten Vertreters charakterisieren und
dokumentieren.
 verschiedene Pflanzenarten erkennen und
sie der entsprechenden Pflanzengesellschaft zuordnen.
AKSA, Biologie (GLF) 5
1. Lerngebiet: Ökologie
 Grundlagen der Ökologie
 Ausgewählte Ökosysteme
 die Auswirkungen abiotischer und biotischer
Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.
 Beziehungen zwischen Organismen wie
Konkurrenz, Parasitismus oder Symbiose
 grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines
exemplarischen Ökosystems erklären.
 populationsdynamische Prozesse wie
Populationswachstum, dichteabhängige
Faktoren oder Räuber-Beute-System
 Fortpflanzungsstrategien deuten.
 mögliche Auswirkungen menschlichen
Handelns auf Ökosysteme erkennen.
 einzelne Pflanzengesellschaften
unterscheiden (z.B. mithilfe von
Zeigerwerten).
2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch
 Übersicht Tierstämme
 Übersicht Organsysteme
 exemplarisch einzelne Stämme
systematisch, anatomisch und physiologisch
kategorisieren.
 die wichtigsten Vertreter der einheimischen
Wirbeltiere erkennen.
 die wichtigen Organsysteme und deren
gegenseitige Abhängigkeiten erläutern.
 Anatomie, Physiologie und Pathologie der
folgenden Organe/Organsysteme in
Zusammenhang bringen: Skelett und
Muskulatur, Herz-Kreislauf-System,
Atmung, Verdauung und Ausscheidung.
 anhand einfacher Verdauungsversuche die
Nachweismethoden für Kohlenhydrate und
AKSA, Biologie (GLF) 6
 Fortpflanzung und Entwicklung
Eiweisse anwenden und die Resultate
richtig interpretieren.
 Funktion und Bedeutung der Enzyme im
Zusammenhang mit Stoffwechselreaktionen
 im Rahmen des Pro-Moduls „Blutdruck“
anhand eigener Beobachtungen
Rückschlüsse auf die physiologischen
Zusammenhänge ziehen.
 die sexuelle und asexuelle Fortpflanzung
vergleichend analysieren.
 die Entwicklung ausgewählter Lebewesen
(Amphibien und Mensch) darstellen.
 den Ablauf der Meiose beschreiben und
deren biologischen Sinn erkennen sowie
einen Vergleich zur Mitose herstellen
(optional, andernfalls in 3. Klasse im
Bereich „klassische Genetik“).
 das Prinzip der Hormonregulation anhand
des weiblichen Zyklus erläutern
(Regelkreis).
 verschiedene Verhütungsmittel unterscheiden und deren Prinzip verstehen.
1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch
 Interne und externe
 den Bau von Nervenzellen und die
Erregungsleitung erklären.
 die verschiedenen Bereiche des
Nervensystems (ZNS, PNS und VNS)
gegeneinander abgrenzen und deren
jeweilige Funktion erfassen.
 Bau und Funktion des Nervensystems
verstehen (z.B. Gedächtnis, Schlaf,
Aufmerksamkeit, Wirkung & Wirkungsweise
psychoaktiver Stoffe etc.).
 anhand ausgewählter Hormone die
Regulation bestimmter Parameter des
inneren Milieus diskutieren.
AKSA, Biologie (GLF) 7
2. Lerngebiet: Genetik
 Klassische Genetik
 Molekulargenetik
 Gentechnologie
 Ergebnisse von Kreuzungsversuchen
interpretieren und beurteilen (Mendel).
 den Ablauf der Meiose beschreiben, deren
biologischen Sinn erkennen und die Meiose
als Voraussetzung für die Neukombination
von Erbmerkmalen erkennen.
 einfache Stammbäume analysieren und
Erbgänge erkennen (autosomal, gonosomal,
rezessiv, dominant, intermediär).
 Genkarten lesen und verstehen (z.B. den
Zusammenhang zwischen Cross-over-
Frequenz und Genabstand erkennen).
 Aufgaben zur Vererbung der Blutgruppen
verstehen und lösen.
 Mutationen und Modifikationen
 anhand von Krankheiten (Krebs und
Erbkrankheiten) die gesellschaftliche
Relevanz von Mutationen aufzeigen.
 die pränatale Diagnostik als Mittel zur
Früherkennung von Erbkrankheiten ethisch
 epigenetische Vorgänge verstehen und
deren Bedeutung hinsichtlich der Vererbung
erworbener Eigenschaften diskutieren.
 den Bau von DNA, Chromosom und Genom
verstehen und die verschiedenen Formen
gegeneinander abgrenzen.
 die Abläufe und Bedeutung der Replikation,
Transkription und Translation aufzeigen.
 Proteine als Produkte der Genexpression
erkennen und den Zusammenhang
zwischen Bau und Funktion verstehen
(Primär- bis Quartärstruktur).
 die Regulation der Genaktivität beschreiben
(Induktion und Repression).
 die gentechnischen Abläufe der Herstellung
eines transgenen Organismus erläutern.
 die Methoden der Gentechnik verstehen
und beschreiben (PCR, Profiling und
optional Sequenzierung).
 Chancen und Risiken der Gentechnologie
AKSA, Biologie (GLF) 8
(transgene Tiere und Pflanzen, Genfood,
Gentherapie) abwägen sowie
grundsätzliche Fragen diskutieren und zur
Meinungsbildung ethisch werten.
3. Lerngebiet: Evolution
 Evolutionstheorie
 Evolutionsmechanismen
 Humanevolution
 die Bedeutung der Darwin’schen
Evolutionstheorie erfassen.
 die groben Züge der historischen
Entwicklung der Evolutionstheorien
beschreiben (Cuvier, Lamarck, Darwin).
 Fakten und Meinungen gegeneinander
 wesentliche Fakten auflisten, welche der
Evolutionstheorie als Grundlage dienen.
 die Prinzipien der Evolutionsmechanismen
(Mutation, Selektion, Separation, Drift etc.)
 die Artbildung beschreiben und die
verschiedenen Mechanismen unterscheiden.
 paläoanthropologische Fakten deuten und
mit der aktuellen Sichtweise der
Menschwerdung in Verbindung bringen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH CHEMIE
Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im
Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle
zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden.
Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisge -
winns sein.
Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische
Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder
manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theo - rie
und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem
erfolgreichen Studium bei.
Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders
• In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen
beiziehen
• Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfahren
• Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens
• Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
• Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen
• Chemische Fachsprache korrekt anwenden
AKSA, Chemie (EF) 2
• Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden
• Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
• Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen
• Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen
• Hypothesen formulieren
• Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
• Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
• Naturwissenschaftliche Modelle anwenden
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umgehen und die Experimente ent -
sprechend planen und ausführen
• Sicherheit haben im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbeiten chemi -
scher Fragestellungen sinnvoll einsetzen (grundlegende experimentelle Arbeitsweisen und Labortechniken)
• Das vertiefte Wissen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen
• Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren können
• Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten
• Anwendung statistischer Methoden
• Informationen zu chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren,
darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen und fachgerecht in einer wissenschaftlichen Arbeit integrieren)
• Versuchsauswertung mit einer Fehlerrechnung durchführen
• Simulationsprogramme anwenden
• Online-Römpp (Chemie-Lexikon) benützen
• Molekülzeichenprogramm Chem Draw anwenden
• Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
• Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
AKSA, Chemie (EF) 3
Die Lerngebiete 1 bis 4 sind verbindlich. Aus den Lerngebieten 5-9 müssen mindestens
2 gewählt werden.
Die Grobinhalte sind Pflichtoptionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Aus- wahl
treffen.
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
 Korrekter Umgang mit
 die wichtigsten Glaswaren und Labor-
Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck
 Apparaturen selber zusammenbauen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll
interpretieren, und entsprechend handeln.
 Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen
und sich über das Gefahrenpotential der
verwendeten Stoffe informieren.
 ein Experiment gemäss einer Vorschrift
erfolgreich durchführen.
 Wege vorschlagen, wie eine konkrete
Fragestellung experimentell beantwortet
werden kann und mittels Vorkenntnissen
und unter Einbezug von chemischer
Literatur konkrete Versuche dazu planen.
 sorgfältig beobachten und die
Beobachtungen nachvollziehbar
protokollieren.
 aus experimentellen Beobachtungen
selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
 ihre praktische Arbeit im Laborjournal
protokollieren und daraus einen
Laborbericht über ihre praktische Arbeit
 in einem Team arbeiten und dort einen
vorher vereinbarten Beitrag zum
Gesamtergebnis leisten.
 anhand ausgewählter Experimente die im
Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse
im Labor anwenden und vertiefen.
Glaswaren und Apparat
 Sicherheit im Labor
 Korrekte Handhabung von
Chemikalien
 Sorgfältige Planung, Durchführung und Auswertung von
Experimenten
 Führung eines Laborjournals
und Erstellung von
Laborberichten
 Teamarbeit
 Praktische Anwendung der
Theorie
AKSA, Chemie (EF) 4
2. Lerngebiet: Modelle (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)
 Modellvorstellungen umsetzen
 auf der Beobachtungsebene auftretende
Phänomene anhand von Modellen erklären.
 anhand von modellhaften Vorstellungen
Phänomene auf der Beobachtungsebene
prognostizieren.
 die räumliche Gestalt von Teilchen
 die Grenzen der angewandten Modelle
erfahren.
3. Lerngebiet: Analytische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen
Grundlagen)
 Anorganische Analytik
Organische Analytik
Strukturaufklärung
 qualitative und quantitative Analyse im
Labor durchführen.
 chemische Analysemethoden erklären.
 das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible-
und Massenspektroskopie erklären.
 Spektren von Stoffen interpretieren, z.B. im
Hinblick auf deren Strukturaufklärung resp.
Identifikation.
4. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
 Elektrochemie
Verfahrenstechnik
Nanochemie
Bauchemie
Polymerchemie
Textilchemie
Metallurgie
Katalyse
Agrochemie
Klebstoffchemie
Waschmittelchemie
Lebensmittelchemie
 vertiefte Zusammenhänge der behandelten
Teilgebiete erklären und anwenden.
 für das Teilgebiet typische Experimente
durchführen und erklären.
 Zusammenhänge zwischen Struktur,
Eigenschaft oder chemischer Stabilität und
Anforderungen für den Alltag oder die
Technik erkennen.
AKSA, Chemie (EF) 5
Kosmetik
5. Lerngebiet: Anorganische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen
Grundlagen)
 Allgemeine Chemie
Säure-Base-Chemie
Redoxchemie
Festkörperchemie
Radiochemie
Komplexchemie
Fotochemie
 vertiefte Zusammenhänge der behandelten
Teilgebiete erklären und anwenden.
 für das Teilgebiet typische Experimente
durchführen und erklären.
 über einige ausgewählte Beispiele von
anorganischen Reaktionen in ihrer
täglichen Umgebung Auskunft geben.
 die Verbindung zu Vorgängen in der Natur
und Technik herstellen.
6. Lerngebiet: Organische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen
Grundlagen)
 Organische Synthese
Stereochemie
Biochemie
Naturstoffchemie
Petrochemie
Farbstoffchemie
 vertiefte Zusammenhänge der behandelten
Teilgebiete erklären und anwenden.
 für das Teilgebiet typische Experimente
durchführen und erklären.
 die Bedeutung der organischen Chemie für
die Biologie und Pharmazie erläutern.
7. Lerngebiet: Physikalische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen
Grundlagen)
 Reaktionskinetik
Thermodynamik
Kristallographie
Quantenchemie
 vertiefte Zusammenhänge der behandelten
Teilgebiete erklären und anwenden.
 für das Teilgebiet typische Experimente
durchführen und erklären.
 die Bedeutung der behandelten Teilgebiete
für das Verständnis natürlicher Phänomene
AKSA, Chemie (EF) 6
8. Lerngebiet: Pharmakologie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)
 Pharmazeutische Chemie
Toxikologie
Arzneimittelchemie
Drogen und Doping
 vertiefte Zusammenhänge der behandelten
Teilgebiete erklären und anwenden.
 für das Teilgebiet typische Experimente
durchführen und erklären.
 anhand aktueller Beispiele vertiefte
Zusammenhänge zwischen Physiologie,
Anatomie, Chemie und Toxikologie
9. Lerngebiet: Umweltchemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)
 Atmosphärenchemie
Gewässerchemie
Bodenchemie
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Prinzipien der umweltchemischer
Teilgebiete wie Entstehung, Ausbreitung
und Verhalten von Stoffen in der Umwelt
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Wirkung von chemischen Stoffen auf
Lebewesen erklären.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH CHEMIE
Wochenstunden 2 2 2
Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als
Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung zu.
Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen.
Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der
Stoffe und Stoffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit sollen
alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorg- falt auf
die Anwendung allgemein akzeptierter mechanistischer und bindungstheoretischer Mo- delle
gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zu- gleich
Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzuden- ken.
Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder
Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Pro- dukte der
chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhal- tig
beeinflussen, und soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Res- sourcen
sensibilisieren. Dabei sollen sie zu einer sachlich kritischen Haltung geführt werden.
Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über
grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt
die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich be- gründetes Weltbild
aufzubauen.
Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer
Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für
die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln,
im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich
kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen einarbeiten zu können.
Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders
 Den naturwissenschaftlichen Ansatz der Problemanalyse und -lösung erlernen
2AKSA, Chemie (GLF)
 Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens
Im Team einen Sachverhalt praktisch erarbeiten, beschreiben und diskutieren
Chemische Fachsprache korrekt anwenden
Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen
Worten fachlich korrekt wiedergeben
 Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen
Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen
Mit einem Tabellenkalkulationsprogramm Daten grafisch auswerten und interpolieren (lineare
Regression)
Simulationsprogramme anwenden
 Online-Römpp (Chemie-Lexikon) benützen
 Molekülzeichenprogramm Chem Draw anwenden
 Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
3AKSA, Chemie (GLF)
1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
 Chemie im
 die Chemie als naturwissenschaftliche
Disziplin situieren.
 den Stellenwert der Chemie in der
Gesellschaft abschätzen.
 die nötigen Schritte von der Beobachtung
zur Theorie umsetzen.
 chemische Reaktionen von physikalischen
Prozessen unterscheiden.
 die Bedeutung naturwissenschaftlicher
Modelle verstehen.
 für das zu erklärende Phänomen das
passende Modell auswählen.
 entscheiden, auf welcher Ebene
(Beobachtungsebene/Modellebene) welche
fachlichen Begriffe verwendet werden
dürfen.
 das Konzept der kleinsten Teilchen
 Stoffe mit ihren spezifischen Eigenschaften
 Stoffsysteme definieren, beschreiben und
 Stoffgemische aufgrund ihrer Eigenschaften
bzw. Zustandsunterschiede mit geeigneten
Trennmethoden fraktionieren.
naturwissenschaftlichen
Kontext
 Naturwissenschaftlicher
Lösungsansatz
 Chemie-Physik
 Modelle
 Konzept der kleinsten Teilchen
 Spezifische Eigenschaften zur
Charakterisierung von
Reinstoffen
 Stoffsysteme
 Fraktioniermethoden
2. Lerngebiet: Atombau (Atombau und Periodensystem)
 Dalton-Modell
 das Modell-Konzept von Dalton verstehen
 die Chemische Reaktion als
4AKSA, Chemie (GLF)
 Elektrische Ladung und
Umgruppierung von Atomen, die
Massenerhaltung, das Gesetz der
konstanten Proportionen mit dem Dalton-
Modell erklären.
 die elektrostatische Wechselwirkung als
grundlegendes Konzept in der Chemie
anerkennen.
 Anziehungs- und Abstossungskräfte mithilfe
des Coulomb-Gesetzes qualitativ
beschreiben und vergleichen.
 die Elementarteilchen und deren
Eigenschaften aufzählen.
 die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells
aufgrund des Streuversuchs von Rutherford
 die Begriffe Nucleonenzahl, Ordnungszahl
und Isotope definieren.
 das Konzept des Bohr- bzw. Schalen-
Modells verstehen und anwenden.
 das energetische Konzept des Atoms mit
dem Bohr- bzw. Schalen-Modell in
Zusammenhang bringen.
 ein räumliches Modell der Atomhülle, in
dem die Elektronen als Ladungswolken
dargestellt werden, beschreiben und
 das Konzept der Lewis-Formel verstehen
 die Gestalt von kleinsten Teilchen mit der
Keil/Strich-Schreibweise dreidimensional
 Strukturen von kleinsten Teilchen mit der
Skelettformel darstellen.
 Systeme erkennen, die delokalisierte
Elektronen enthalten.
 Grenzstrukturen von Teilchen mit
delokalisierten Elektronen zeichnen.
Coulomb-Gesetz
 Kern-Hülle-Modell
 Bohr- bzw. Schalen-Modell
 Kugelwolken-Modell
 Lewis-Formel
 Keil-Strich-Formel
 Skelettformel und Keil-Strich-
Skelettformel
 Mesomerie
3. Lerngebiet: Periodensystem der Elemente (Atombau und Periodensystem)
 Aufbau
 die Systematik im Periodensystem
verstehen und anwenden.
 die Begriffe Metalle, Halbmetalle und
5AKSA, Chemie (GLF)
 Regelmässigkeiten im
Periodensystem
 Zusammenhang
Schalenmodell-
Periodensystem
Nichtmetalle definieren.
 den Verlauf ausgewählter Eigenschaften in
Bezug zur Stellung im Periodensystem
 ausgewählte Eigenschaften innerhalb einer
Periode oder Gruppe extrapolieren.
 die Elektronenverteilung in der Atomhülle
mit der Lage des entsprechenden
Atomsymbols im Periodensystem der
Elemente in Beziehung setzen.
4. Lerngebiet: Quantitative Aspekte der Chemie (Stoffumwandlungen)
 Formelsprache
 Masse und Stoffmenge
 Ideales Gasgesetz
 Konzentrationen
 die chemische Formelsprache lesen und
chemische Begebenheiten in
Formelsprache ausdrücken.
 Reaktionsgleichungen verstehen und
korrekt formulieren.
 für gegebene Stoffe relative Massen und
molare Massen mithilfe des PSE
 die Begriffe Stoffmenge und molare Masse
 die Gleichung für die molare Masse
 das ideale Gasgesetz verstehen und
 den Begriff des molaren Volumens
 die Gleichung für das molare Volumen
 die gängigen Konzentrationen definieren
und mit den entsprechenden Gleichungen
5. Lerngebiet: Chemische Bindung I (Chemische Bindung und Stoffklassen)
 Elektronenpaarbindung
 mit einem geeigneten Bindungsmodell das
Wesen der Elektronenpaarbindung
 Formeln anhand der Edelgasregel,
6AKSA, Chemie (GLF)
 Elektronegativität
 Polarität der Bindung
 Molekülgeometrie
 Polarität der Verbindung
Bindigkeitsregel und
Mehrfachbindungsregel selbständig
herleiten.
 das Konzept der Elektronegativität nach
Pauling verstehen und anwenden.
 die Polarität einer Bindung anhand von EN-
Werten abschätzen.
 Partialladungen innerhalb einer Bindung
 aufgrund des Elektronenpaarabstossungskonzepts die gängigsten
Molekülgeometrien inklusive
Bindungswinkel erklären und darstellen.
 die Polarität einer Verbindung in der
Modellebene bestimmen.
6. Lerngebiet: Chemische Bindung II (Chemische Bindung und Stoffklassen)
 Ionenbindung
 mit einem geeigneten Modell das Wesen
der Ionenbindung und des Ionenverbands
 die korrekte Reaktionsgleichung einer
Salzbildungsreaktion herleiten.
 Eigenschaften salzartiger Stoffe mit einem
geeigneten Modell erklären.
 die Namen und Formeln wichtiger ein- und
mehratomiger Ionen nennen und deren
Strukturformeln mit geeigneten Modellen
zeichnen.
 die systematische Nomenklatur der Salze
 den Löseprozess auf der Modellebene
 die elektrolytische Leitfähigkeit erklären.
 das Prinzip der Elektrolyse erläutern.
 Herleiten von
Reaktionsgleichungen
 Eigenschaften salzartiger
Stoffe
 Ein- und mehratomige Ionen
 Nomenklatur der Salze
 Lösen von Salzen
 Ionenwanderung und
Elektrolyse
7AKSA, Chemie (GLF)
1. Lerngebiet: Experimentieren
 Sicherheitsaspekte
 sich im Labor korrekt verhalten.
 im Notfall das Sicherheitskonzept richtig
 die Warnhinweise zu Gefahrstoffen
 mit Chemikalien angemessen umgehen.
 Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit ihrem
Fachausdruck benennen.
 Glaswaren und Labor-Hilfsmittel
problemgerecht einsetzen.
 die gängigen Laborgeräte wie
Bunsenbrenner, Waage, Magnetheizrührer,
Pipetten fachgerecht einsetzen bzw.
bedienen.
 eine chemische Apparatur regelkonform
aufbauen.
 ein einfaches Experiment anhand einer
ausformulierten Arbeitsvorschrift
sachgerecht ausführen.
 aus experimentellen Beobachtungen
selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
 die Genauigkeit von Messwerten
 zwischen den Fehlerquellen unterscheiden.
 die Fehlerfortpflanzungsrechnung
 aufgrund der experimentellen
Anforderungen entscheiden, welche
Genauigkeit die eingesetzten Messgeräte
aufweisen müssen.
 ein den Vorgaben entsprechendes
Laborjournal führen.
 vorgabengetreue Laborberichte verfassen.
 Daten über Stoffe in Printmedien und in
elektronischen Referenzwerken
nachschlagen.
 Kenntnis von Glaswaren
 Grundlegende Arbeitstechniken
 Experimente
 Messwerte, Fehler und
Fehlerrechnung
 Dokumentation
 Chemielexika und
Tabellenwerke
8AKSA, Chemie (GLF)
2. Lerngebiet: Chemische Bindung III (Chemische Bindung und Stoffklassen)
 Metallbindung
 Eigenschaften von Metallen
 Legierungen
 die Metallbindung als elektrostatische
Wechselwirkung zwischen Atomrümpfen
und frei beweglichen Valenzelektronen
 ausgewählte Eigenschaften anhand des
Metallbindungs-Modells erklären.
 den Begriff „Legierung“ definieren.
 ausgewählte Eigenschaften anhand der
Struktur erklären.
3. Lerngebiet: Energetik (Stoffumwandlungen)
 Energieformen
 Energieerhaltung und
-umwandlung
 Enthalpie
 Lösen von Salzen
 thermische, chemische und nukleare
Energie als innere Energieformen,
potentielle und kinetische als äussere
Energieformen beschreiben.
 die Umwandlung von chemischer Energie in
andere Energieformen und umgekehrt
 den Energieerhaltungssatz nachvollziehen.
 den Begriff Enthalpie/Reaktionsenthalpie
 qualitative Enthalpiediagramme für
ausgewählte Prozesse darstellen.
 energetische Veränderungen bei
exothermen und endothermen Vorgängen
aus der Struktur der Edukte und Produkte
abschätzen und mithilfe von
Tabellenwerten berechnen.
 den Begriff Gitterenthalpie definieren.
 Gitterenthalpien aufgrund der strukturellen
Daten der beteiligten Ionen abschätzen.
 die Begriffe Hydratationsenthalpie und
Lösungsenthalpie definieren.
 den Lösungsprozess vom enthalpischen
Gesichtspunkt aus untersuchen.
 die Löslichkeit eines Salzes abschätzen.
 den Begriff „schwerlösliches Salz“ erklären.
 Gleichungen für Fällungsreaktionen
9AKSA, Chemie (GLF)
 Entropie
 Gibbs-Helmholtz-Beziehung
herleiten.
 den Begriff Entropie als Zustandsgrösse
 den Zusammenhang zwischen Enthalpie
und Entropie verstehen.
 Entropieänderungen an Beispielen
 die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur
Abschätzung der Spontaneität einfacher
chemischer Vorgänge verwenden.
4. Lerngebiet: Struktur und Eigenschaft (Chemische Bindung und Stoffklassen)
 Zwischenmolekulare Kräfte
 Van-der-Waals-Kräfte
 Dipol/Dipol-Wechselwirkungen
 Wasserstoffbrücken
 Zwischenmolekulare Kräfte und
Eigenschaften der Stoffe
 Strukturabhängigkeit der
Stoffeigenschaften
Die Schülerinnen und Schüler können.
 zwischen Bindung und
zwischenmolekularen Wechselwirkungen
 den Siedepunkt als Mass der Stärke der
zwischenmolekularen Kräfte erfahren.
 die Entstehung der Van-der-Waals-
Wechselwirkung erklären.
 die Dipolarität von gegebenen Stoffen
 die Dipol/Dipol-Wechselwirkung erklären.
 die strukturellen Bedingungen, die zu
Wasserstoffbrücken führen, verstehen.
 Schmelz- bzw. Siedepunkte gegebenerer
Stoffe voraussagen und/oder interpretieren.
 die Löslichkeit gegebener Stoffe
voraussagen und/oder interpretieren.
 Eigenschaften von Stoffen anhand der
Struktur (Modellebene) voraussagen.
 aufgrund von Eigenschaften
(Beobachtungsebene) die Struktur der
kleinsten Teilchen postulieren.
5. Lerngebiet: Quantitative Aspekte der Chemie II (Stoffumwandlungen)
 Stöchiometrie
 stöchiometrische Berechnungen auf Basis
der Kompetenzen des LG 4 1. Klasse
10AKSA, Chemie (GLF)
6. Lerngebiet: Kinetik (Stoffumwandlungen)
 Teilchenkinetik
 Reaktionsgeschwindigkeit
 Katalytik
 Umkehrbarkeit chemischer
Reaktionen
 Dynamisches Gleichgewicht
chemischer Reaktionen
 Massenwirkungsgesetz
 Le Châtelier-Prinzip
 das Wesen der Teilchenbewegung in der
Gasphase erklären.
 Maxwell-Boltzmann-Verteilungsdiagramme
nachvollziehen und für ausgewählte
Beispiele skizzieren.
 Bedingungen, unter welchen ein wirksamer
Zusammenstoss stattfinden kann,
aufzählen und beschreiben.
 den Begriff der Reaktionsgeschwindigkeit
 die Abhängigkeit der
Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur,
Konzentration und Zerteilungsgrad
 die RGT-Regel schildern und anwenden.
 die Reaktionsgeschwindigkeitsgleichungen
aufstellen.
 das Funktionsprinzip Katalytik erklären.
 anerkennen, dass chemische Reaktionen
grundsätzlich umkehrbar sind.
 das dynamische chemische Gleichgewicht
auf Modellebene und mathematisch
 den Reaktionsverlauf einer
Gleichgewichtsreaktion graphisch
 das Massenwirkungsgesetz qualitativ und
quantitativ anwenden.
 voraussagen, wie sich Konzentrations-,
Druck- und Temperaturänderungen auf ein
chemisches Gleichgewicht auswirken.
1. Lerngebiet: Chemische Reaktionen I (Stoffumwandlungen)
 Säuren und Basen
 die Begriffe Säure und Base sowie saure
bzw. basische (alkalische) Lösung
11AKSA, Chemie (GLF)
 Säure/Base-Reaktionen
 Autoprotolyse
 pH-Wert
 Säurestärke
 Pufferung
 Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen
von Protonen (Wasserstoffkationen)
 das Pänomen der Autoprotolyse erfassen
 den pH-Wert definieren.
 pH-Berechnungen durchführen.
 strukturelle Abhängigkeit der Säurestärke
 die Säurekonstante als Mass für die
Säurestärke herleiten.
 die Gleichgewichtslage von Protolysen
aufgrund der Säurestärke der beteiligten
Säuren qualitativ angeben.
 die Wirkungsweise eines Säure/Base-
Puffers erklären.
2. Lerngebiet: Chemische Reaktionen II (Stoffumwandlungen)
 Begriffe Reduktion und
Oxidation
 Redox-Reaktionen
 Redoxreihe
 Oxidationszahlen
 Elektrochemische Prozesse
 die Redoxreaktion als
Elektronenübertragung definieren.
 Teilgleichungen und
Bruttoreaktionsgleichung von Redox-
Reaktionen herleiten.
 die Begriffe Oxidationsmittel und
Reduktionsmittel definieren.
 mithilfe der Redox-Reihe die spontane
Richtung von Redoxvorgängen
voraussagen.
 die Oxidationszahlen von Atomen in
kleinsten Teilchen ermitteln.
 mithilfe von Oxidationszahlen chemische
Prozesse als Redox-Reaktionen
identifizieren und Oxidation bzw. Reduktion
kennzeichnen.
 das Prinzip der elektrochemischen
Stromerzeugung (Batterie, Akkumulator,
Brennstoffzelle) erklären und anwenden.
 mithilfe der Halbzellenpotentiale die
Spannung von galvanischen Elementen
12AKSA, Chemie (GLF)
3. Lerngebiet: Organische Chemie
 Definition der Disziplin der
 den Begriff organische Chemie definieren.
 die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit
der Besonderheit des Kohlenstoffatoms
 funktionelle Gruppen erkennen und
 organische Verbindung aufgrund der
funktionellen Gruppen in die
Verbindungsklassen einordnen.
 die Begriffe Konstistutionsisomerie,
Konfigurationsisomerie und
Konformationsisomerie unterscheiden
sowie deren jeweilige Unterkategorien
 Chiralitätszentren bestimmen.
 die Systematik der Benennung
ausgewählter Verbindungen nach IUPAC
(ohne CIP-Regeln) anwenden.
 an ausgewählten Verbindungsklassen den
Zusammenhang zwischen funktionellen
Gruppen und Eigenschaften erklären.
 Reaktionsgleichungen für ausgewählte
organochemische Reaktionstypen herleiten.
organischen Chemie
 Besonderheiten der Atomsorte
Kohlenstoff
 Funktionelle Gruppen und
Verbindnungsklassen
 Räumliche Struktur
organischer Verbindungen
 Nomenklatur in der
organischen Chemie
 Verbindungsklassen und
Eigenschaften
 Reaktionstypen
Alte Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91, CH-5001 Aarau
Telefon +41 62 834 67 00, info@altekanti.ch, www.altekanti.ch
LEHRPLAN GYMNASIUM
Grundlagenfach Deutsch
Version August 2013 (Stand August 2022)
Herausgeber Schulleitung
Durch die Beschäftigung mit Literatur und Sprache begegnen die Schülerinnen
und Schüler Welten, Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und
ausserhalb ihres Erfahrungsbereiches. Diese Horizonterweiterung unterstützt
die Schülerinnen und Schüler in der Entfaltung und Erfahrung ihrer
Persönlichkeit und ihrer sprachlich-kulturellen Identität.
Der Deutschunterricht fördert die Verwendung der Sprache als Mittel der
Verständigung, der Erkenntnis und des schöpferischen Ausdrucks. Er leistet in
den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Sprach- und
Medienreflexion einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung kompetenter,
verantwortungsbewusster, kritik- und genussfähiger Menschen.
Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler auf die zentralen
mündlichen und schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums
vorbereitet, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit komplexen
Texten, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den
Grundtechniken der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens. In
diesem Sinne leistet der Deutschunterricht einen wichtigen Beitrag für die
allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen.
Die basalen fachlichen Kompetenzen (bfK) werden im Anhang ausgewiesen.
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Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders
• Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen
und deren Bedeutung für die zwischenmenschliche Interaktion
sowie das gesamtgesellschaftliche Miteinander erkennen
• Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung
kulturellen Wissens begreifen
• Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
• Die eigenen Sprachkompetenzen realistisch einschätzen und
Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung finden
• Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv
mitgestalten
• In kleineren und grösseren Teams lösungs- und
ergebnisorientiert arbeiten
• Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden
Standpunkten angemessen umge¬hen
• Sich in unterschiedlichen Situationen formal korrekt und
kompetent äussern sowie überzeugend präsentieren
• Adressaten-, situations- und mediengerecht sprechen und
• Grundformen der Wissenschaftssprache verstehen und
• Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
• Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige
Herausforderung pflegen
• Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst,
Wissenschaft und Sprache wertschätzen
• Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen
• Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen
und am Kulturbetrieb
(3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Der Deutschunterricht vermittelt folgende Kompetenzen
• Verschiedene Analyseverfahren für literarische Texte und
Sachtexte kennen und anwenden
• Texte verstehen, interpretieren und beurteilen
• Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B.
Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und
damit Plagiate vermeiden
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Mit * versehene Punkte dienen in besonderem Masse der unter B (3) erwähnten
Vorbereitung auf die Maturitätsarbeit.
Textarten • Gebrauchstexte / Sachtexte verstehen und von literarischen
Texten unterscheiden.*
Gattungen • literarische Gattungen unterscheiden und charakterisieren
sowie grundlegende literarische Fachbegriffe für die
Analyse von lyrischen, epischen und dramatischen Texten
Lesetechnik • verschiedene Lesetechniken und Strategien zum
Leseverstehen anwenden.*
Lesehaltung • Lesehaltungen bewusst wählen (Identifikation, Information,
Unterhaltung, Analyse).
Literaturgeschichte • die geschichtliche Dimension von Texten (Historizität)
Interpretation • grundlegende Interpretationsverfahren unterscheiden
(textimmanente und textübergreifende Verfahren).*
Schreiben als Lernmittel • für das Lernen relevante Schreibtechniken anwenden (z.B.
Mitschrift, Protokoll, Zusammenfassung).
Schreibplanung • Schreiben als strukturierten Prozess gestalten.
Schreiben als
Kommunikationsmittel
• ich-, sach- und adressatenbezogene Ebenen des
Schreibens unterscheiden.
Schreiben als Mittel der
Reflexion
• das eigene Schreiben einsetzen, um über Sachverhalte,
Zusammenhänge und Prozesse nachzudenken und sie zu
Argumentierendes Schreiben • zu altersgerechten Themen Pro- und Kontra-Argumente
entwickeln und gewichten.
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Fiktionales Schreiben • Kriterien für fiktionales Schreiben umsetzen (z.B. Figuren
entwickeln, Spannung aufbauen).
• Erzählperspektiven bewusst wählen und gestalten.
Nachschlagewerke • analoge und digitale Wörterbücher bzw.
Informationsmedien sinnvoll nutzen.*
Aktives Zuhören • aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören und
Gehörtes wiedergeben.
Sprechen • sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch
• die Sprache durch paraverbale und nonverbale Mittel
unterstützen.
Gestaltendes Lesen / szenisches
Umsetzen
• Texte gestaltend lesen.
• Texte szenisch umsetzen.
Stellungnahme • kurze Redebeiträge prägnant formulieren.
Diskussion • sich in eine Diskussion einbringen.
Präsentieren • kleinere inhaltliche Einheiten adressatengerecht
aufbereiten und präsentieren.
Feedback • eine konstruktive, auf Kriterien basierende Rückmeldung
geben und entgegennehmen.
Grammatik • grundlegende Regeln in Rechtschreibung, Zeichensetzung
und Grammatik korrekt anwenden und auf ein Repertoire
an grammatikalischen Begriffen zurückgreifen.
Kommunikation • mündliche und schriftliche Kommunikationsprozesse
Medien • eigene und gesellschaftliche Mediengewohnheiten
erkennen und reflektieren.
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Textarten • die Argumentationsstruktur von Texten analysieren.*
Gattungen • literarische (lyrische, epische und/oder dramatische)
Ausdrucksformen vertieft analysieren.
Literaturgeschichte • mindestens eine literarische Epoche in ihrer
literaturgeschichtlichen Dimension erfassen.
Interpretation • Interpretationsverfahren an komplexeren Texten
anwenden.*
• wesentliche Inhalte, thematische Schwerpunkte und
Absichten erkennen und in Bezug auf das Textganze
erschliessen und interpretieren.*
• Stoffe / Motive erkennen und deren Ausprägung in
verschiedenen Texten verfolgen.
Literatur und Welt • Gelesenes zu sich und der Welt in einen bewussten Bezug
Schreibprozess • eigene und fremde Texte kriteriengeleitet überarbeiten.
Schreiben als
Kommunikationsmittel
• Texte wirkungsorientiert und publikumsbezogen
Textarten • journalistische Textsorten unterscheiden und realisieren.
Argumentierendes Schreiben • erörternde Texte bezüglich Inhalt, Aufbau und Form
überzeugend gestalten.
Fiktionales Schreiben • Merkmale der Kurzgeschichte erkennen und umsetzen.
Wissenschaftliches Schreiben • Grundtechniken des wissenschaftlichen Schreibens
anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe,
Definition, Hypothese).*
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Argumentieren • differenziert argumentieren und fremde sowie eigene
Argumente kritisch würdigen.
Diskussion, Gespräch, Debatte • Diskussionen problemorientiert führen und das Gespräch
weiterbringen.
Kommunikation • Kommunikationssituationen erfassen und bewusst
gestalten.
Rhetorik • grundlegende rhetorische Mittel benennen und
wirkungsvoll einsetzen.
Grammatik • Sätze analysieren und die Interpunktion korrekt
Stil • stilistische Varianten in ihrer Wirkung unterscheiden und
mündlich und schriftlich gezielt einsetzen.
Sprachreflexion • sprachwissenschaftliche Probleme exemplarisch
analysieren (z.B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie).
• ihre Sprachbiographie reflektieren.
• Merkmale journalistischer Textsorten erfassen.
Medienkunde • sich in der Medienlandschaft orientieren
(Produktionsbedingungen, Sprache und politische
Tendenz von Medien einschätzen).
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Literaturgeschichte • mehrere literarische Epochen exemplarisch in ihrer
literaturgeschichtlichen Dimension erfassen.
Interpretation • literarische Werke selbständig erarbeiten und anhand
eigener Thesen deuten.
Literarizität • Literatur als Konstrukt mit bestimmten
Wirkungsabsichten erkennen.
Wertung • ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text
abgeben.
Leseförderung und literarisches
Gespräch
• eine Lektüre selbständig erarbeiten und in geeigneter
Form (z. B. Klassendiskussionen, Literaturclubs) in die
Klasse einbringen.
Schreibprozess • komplexere Texte planen, umsetzen und überarbeiten.
Argumentierendes Schreiben • Fertigkeiten im erörternden Schreiben gezielt vertiefen.
Fiktionales Schreiben • weitere Formen des fiktionalen Schreibens (z.B. innerer
Monolog, Figurenrede, Dialog) themenbezogen und
wirkungsvoll einsetzen.
Diskussion, Gespräch, Debatte • verschiedene Redestrategien situations- und
adressatenorientiert anwenden.
Präsentieren • komplexe Inhalte situations- und adressatenorientiert
aufbereiten und präsentieren.
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Sprachreflexion • sprachwissenschaftliche Probleme exemplarisch
analysieren (z.B. Spracherwerb, Sprachwandel,
Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimension der
Sprachverwendung).
Medienkunde • Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien
kritisch hinterfragen.
Filme • Filme als eigenständige Kunstwerke verstehen und
Elemente der Filmanalyse anwenden.
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Textarten • verschiedene Textarten (literarische und Sachtexte)
selbständig und zielgerichtet erfassen und
Literaturgeschichte • literaturgeschichtliche Epochen von der Aufklärung bis
zur Gegenwart überblicken und charakterisieren.
• Intertextuelle und interdisziplinäre Bezüge herstellen.
Interpretation • formale und inhaltliche Aspekte (z.B. Gattungen, Motive,
sprachlich-stilistische Eigenheiten oder thematische
Schwerpunkte) in Bezug auf das Textganze erschliessen
Wertung • die Relevanz literarischer Texte erkennen.
Literatur und Welt • ausgehend von der Begegnung mit literarischen Texten
eigene Positionen und Werte entwickeln und diese im
persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld einbringen.
Leseförderung und literarisches
Gespräch
• eigene Lektüreinteressen gezielt und eigenständig
verfolgen sowie in geeigneter Form (z.B.
Klassendiskussionen, literarische Clubs) in die Klasse
einbringen.
Schreibprozess • das eigene Schreiben bewusst gestalten, die eigenen
Texte überarbeiten und reflektieren.
Argumentierendes Schreiben • freiere Erörterungsformen umsetzen (z.B. Essay,
Kolumne).
• zu einem Kunstwerk ein fundiertes Werturteil abgeben
(z.B. literarische Erörterung, Rezension).
Fiktionales Schreiben • Form und Inhalt eigener Texte wirkungsvoll aufeinander
abstimmen.
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Diskussion, Gespräch, Debatte • Diskussionen moderieren.
• unmoderierte Gespräche über komplexe Sachverhalte
• das eigene Sprechverhalten reflektieren.
• ein (Prüfungs-)Gespräch kompetent und fachsprachlich
adäquat gestalten.
Medienkunde • Bedeutung, Wirkung und Wandel von Medien kritisch
betrachten (Einfluss auf politische Debatten; Sprache
und Macht).
Sprachphilosophie • Einblick in das Verhältnis von Sprache, Denken und
Wirklichkeit gewinnen.
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D.ANHANG 1
BASALE FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH
DEUTSCH
Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können
1. Lesen
1.1 Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis
• unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und
Sachtexte anwenden.
• die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte
• den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die
beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen.
1.2 Literarische Texte • verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzenund eigene
Interpretationsansätze entwickeln.
• ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von
Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln.
• den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltunganalysieren.
1.3 Sachtexte • Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller
Sachtexte situationsgerechtanwenden.
• den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeitenund
korrekt wiedergeben.
• die Argumentationsstruktur von Sachtextenanalysieren.
2. Schreiben
2.1 Grundlagen • ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozessorganisieren
(Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion).
• Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht
• das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und
Zeichensetzung korrekt anwenden.
• zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten
machen.
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2.2 Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B.
Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen.
• überzeugend argumentieren.
• Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B.
Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und
damit Plagiate vermeiden.
3. Zuhören und Sprechen
3.1 Grundlagen • aktiv und kritisch zuhören.
• sich deutlich artikulieren.
• sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch
• sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffenausdrücken.
3.2 Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und
attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat,
• Rede, Statement).
3.3 Zuhören • einem längeren Beitrag inhaltlich folgen.
• die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und
4. Sprach- und
Medienreflexion
4.1 Grundlagen • Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen.
• die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen.
4.2 Sprachwissenschaft • grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexionoder
Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B.
Proben) reflektieren und bewältigen.
4.3 Medien • Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in
verschiedenen Medien erkennenund reflektieren.
• die Nutzung und Wirkung analoger und digitalerMedien
kritisch hinterfragen.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ENGLISCH
Gegenstand des Englischunterrichts sind die englische Sprache sowie die Literatur und Kultur der
englischsprachigen Welt. Der Englischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöglicht eine situationsgerechte Interaktion auf Englisch. Der Unterricht entwickelt ein Bewusstsein für
unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt gezielt den Erwerb der Grundfertig- keiten
Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Englisch ist eine Lingua franca und das Erlernen die- ser
Fremdsprache hilft, Strategien zu entwickeln, mit denen man sich in einer zunehmend mehrspra- chigen,
globalisierten Welt orientieren kann.
Die englische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der Werbung, im Sport, in den Unterhaltungsmedien und in der Jugendkultur und bietet daher für Jugendliche ein grosses Identifikationspotential. Zudem hat Englisch eine zentrale Stellung in den Wissenschaften, in der modernen Berufswelt
und in den neuen Informationstechnologien. So schafft der Englischunterricht wichtige sprachliche
Grundlagen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler später den Anforderungen in Studium und Beruf
gerecht werden können.
Durch die Auseinandersetzung mit einer Vielfalt von Texten und Medienbeiträgen aus dem angelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische Wahrnehmung sowie
den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem begegnen sie Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eigene Welt und die eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren und sie
als historisch und kulturell bedingt zu erfahren.
Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders
Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
 Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
 Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen
 Mitverantwortung für den Verlauf einer sprachlichen Interaktion übernehmen
2AKSA, Englisch (GLF)
Respektvoll miteinander umgehen
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Bereitschaft, die Fremdsprache selbstverständlich und situationsgereicht einzusetzen
 Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur mündlichen und schriftli -
chen Verständigung einsetzen
 Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen
Kreativ mit Sprache umgehen
Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
 Ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen
 Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
Mit verschiedenen Medien kompetent und kritisch umgehen
 Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der englischsprachigen
Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth
Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer «lingua franca» zu. Das Fach kann
deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten
angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und
Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für fächer -
übergreifendes Arbeiten. Mögliche Vernetzungen:
Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen
Moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel
Musische Fächer: z.B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung
Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction
Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien
3AKSA, Englisch (GLF)
Niveau: A2-B1*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion
 Grammatik der Stufe intermediate (z.B. tenses, state verbs, irregular verbs, passives, adjectives and adverbs)
 grammatikalische Strukturen erkennen und
 grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem).
 Wortschatz des Lehrmittels mit
punktuellen Ergänzungen
 Phonetik
 den bereits erworbenen Wortschatz anwen-
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes steigern.
 Wörterbücher benutzen (gedruckt und online).
 die phonetische Schrift als Instrument für die
genaue Aussprache nutzen.
 punktuelle Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit
anderen Sprachen erkennen und erklären.
4AKSA, Englisch (GLF)
 Unterrichtsgespräche und Redebeiträge von Schülerinnen und
Schülern auf Englisch
 Einfache bis mittelschwere (authentische) Hörbeispiele (z.B.
Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte)
 den Unterrichtsgesprächen und Redebeiträgen weitgehend folgen.
 die Hauptpunkte von Hörbeispielen verstehen, insbesondere wenn diese durch Bilder,
Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt wer-
 Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen, Gespräche über literarische Werke)
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 sich, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt, ausdrücken.
 sich selbständig an einfachen, verschiedenartigen Gesprächen (z.B. in Alltagssituationen) beteiligen.
 einen längeren Redebeitrag über ein vertrautes Thema machen und auf Fragen eingehen
(z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).
 Einfache literarische und nicht
literarische Originaltexte
 Lesestrategien (z.B. Inhalte vorhersagen, Globalverstehen,
Mindmap)
 Vorlesen
 Texte verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.
 verschiedene Lesestrategien unterscheiden
und gezielt anwenden.
 korrekt und sinngemäss vorlesen.
 Kohärente, einfache, auch kreative Texte verfassen (z.B. persönliche Briefe, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare)
 Notizen
 die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
 einfache kürzere Texte schreiben.
 Notizen erstellen.
5AKSA, Englisch (GLF)
 Textanalyse und Interpretation
anhand von Lehrmitteltexten und
stufengerechten Originaltexten
(z.B. Jugendliteratur, kürzere
Romane, Kurzgeschichten, Artikel)
 Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. Erzähler, Handlung,
Schauplatz)
 einfache Originaltexte lesen und verstehen.
 relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen, interpretieren und kommentieren.
 zwischen der fiktionalen und der eigenen
Welt Bezüge schaffen.
 einfache Grundbegriffe der Literaturanalyse
verstehen und anwenden anhand der jeweiligen Lektüre.
 Kulturelle Aspekte (z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische)
 einfache Beiträge (Text, Tondokument, Film)
über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu
 über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen
sprechen.
Niveau: B1
1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion
 Grammatik der Stufe intermediate: Vertiefung und Erweiterung
(z.B. conditionals / mixed conditionals, relative clauses, reported
speech, modals, phrasal verbs,
verb patterns (gerund / infinitive))
 grammatikalische Strukturen reflektieren und
anwenden, sowie Zusammenhänge im
grammatikalischen System erkennen.
 Wortschatz des Lehrmittels mit
punktuellen Ergänzungen
 Lexikalische und morphologische
Strukturen (z.B. verb patterns,
word formation)
 Idiomatische Strukturen (z.B.
collocations, phrasal verbs)
 ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes erweitern.
 Wörterbücher benützen.
 lexikalische und morphologische Strukturen
erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.
 idiomatische Strukturen erkennen und an-
6AKSA, Englisch (GLF)
 Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte
der Sprachreflexion
 die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten
und mündlichen Beiträgen (z.B. politische
Reden und Werbesprache) ansatzweise reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen.
 punktuelle Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit
anderen Sprachen erkennen und erklären.
 Unterrichtsgespräche auf Englisch
 Mittelschwere (authentische)
Hörbeispiele gemäss Lehrmittel
und andere (z.B. Nachrichtensendungen für Sprachlernende,
Songs, Ausschnitte aus TV-
Shows)
 dem Unterrichtsgespräch folgen.
 Hörbeispiele des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.
 die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörbeispiele verstehen, wenn
Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird.
 Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen über Literatur und andere
Themen, Präsentationen, längere Redebeiträge)
 relativ fliessend frei sprechen.
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen.
 sich an einfachen (Unterrichts-)Gesprächen
beteiligen.
 längere Redebeiträge halten.
 Mittelschwere Texte im Rahmen
des Lehrmittels, mittelschwere
authentische Sach- und literarische Texte
 Lesestrategien (z.B. Überschriften, Schlüsselwörter)
 Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels)
verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.
 authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen.
7AKSA, Englisch (GLF)
 Kohärente, mittelschwere, auch
kreative Texte (z.B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen,
Berichte über Umfragen)
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 unterschiedliche Textsorten schreiben.
 Textanalyse und Interpretation
anhand von stufengerechter Originalliteratur (z.B. kürzere Romane, Theaterstücke)
 Vertiefung der Begriffe der Literaturanalyse (z.B. Erzählperspektive)
 mittelschwere Originaltexte lesen und ver-
 relevante Aspekte des Werkes verstehen,
interpretieren und kommentieren.
 zwischen der fiktionalen und der eigenen
Welt Bezüge schaffen.
 Begriffe der Literaturanalyse verstehen und
 einfache stilistische Mittel erkennen.
 Kulturelle Aspekte (z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische)
 Eigenheiten anderer Kulturen anhand englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benennen.
 ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren
und so einen differenzierten Umgang mit
‚Andersartigkeit’ pflegen.
Niveau: B2
1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion
8AKSA, Englisch (GLF)
 Ergänzung und Vertiefung der
Grammatik der ersten zwei Jahre
/ Grammatikthemen der Stufe
upper-intermediate / advanced
(z.B. participle clauses, nonfinite verb forms, articles, adverbs and their position)
 grammatikalische Strukturen erkennen und
 Wortschatz eines allenfalls vorhandenen Lehrmittels und im
Zusammenhang mit Klassenlektüren und behandelten Themen
 ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden.
 einsprachige Wörterbücher benutzen (z.B.
OALD).
 Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische
Aspekte der Sprachreflexion
 Register (z.B. Verwendung
des Passivs in formellen Briefen, Gebrauch phrasal verbs)
 die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten
und mündlichen Beiträgen (z.B. politische
Reden und Werbesprache) reflektieren und
sich dazu in ein kritisches
Verhältnis setzen.
 Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen
Sprachen erkennen und erklären.
 verschiedene sprachliche Register unter-
 Unterrichtsgespräche auf
Englisch
 Längere authentische, auch
schwierigere, Hörbeispiele
aus Lehrmittel und anderen
Quellen (z.B. Nachrichtensendungen, Ausschnitte aus
TV-Beiträgen, Bild- und/oder
Tonmaterial)
 dem Unterrichtsgespräch folgen.
 Redebeiträge verstehen und komplexer Argumentation zu weniger vertrautem Thema
folgen.
 die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörbeispielen zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen.
9AKSA, Englisch (GLF)
 Längere Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele,
Diskussionen über ein literarisches Werk oder gesellschaftliches Thema, Präsentationen,
längere Redebeiträge)
 relativ fliessend sprechen.
 ein ausreichend breites Spektrum an
Sprachmitteln einsetzen.
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 sich ohne grössere Probleme an Gesprächen
über im Unterricht gelesene Texte beteiligen.
 Redebeiträge klar strukturiert und überzeugend präsentieren.
 die eigene Argumentation auf die Zuhörerschaft abstimmen, auf Rückfragen adäquat
reagieren und die eigene Meinung auf einfache, aber schlüssige Art begründen.
 Aktuelle Medienbeiträge (z.B.
Zeitungsartikel, Reportagen,
Interviews)
 Mittelschwere bis anspruchsvolle Sach- und literarische
Texte
 Lesestrategien (z.B. genaues
Lesen)
 aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund
gegebener Kriterien (wie Hauptargumente)
analysieren und kritisch reflektieren.
 Informationen aus verschiedenen Sachtexten
und literarischen Texten weitgehend selbständig zu neuen Zusammenhängen verbin-
 authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen.
 Kohärente, eher formelle mittelschwere bis anspruchsvolle
Texte (z.B. Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe, Aufsätze)
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 verschiedene Textsorten produzieren.
 klar aufgebaute, längere Texte adressaten-
und situationsgerecht schreiben.
10AKSA, Englisch (GLF)
 Weitgehend eigenständige Literaturanalyse und Interpretation
anhand von stufengerechter Originalliteratur (aus verschiedenen
Epochen und/oder Genres) oder
thematischer Literatur
 Weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. stilistische Mittel)
 literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verste-
 sich anhand von literarischen Werken kritisch
mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen
Welt herstellen.
 in verschiedenen Sozialformen für andere
nachvollziehbare Interpretation eines Textes
 literarische Texte verstehen und literaturanalytische Aspekte erkennen und erklären kön-
 Begriffe der Literaturanalyse verstehen und
Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen
 Literatur im Kontext
 in einem literarischen Text verschiedene interpretationsrelevante Aspekte erkennen,
benennen und beschreiben.
 Kulturelle Aspekte (z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische)
 gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in
Verbindung setzen.
 englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflek-
Niveau: B2/C1
1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion
 Grammatik im Kontext / Grammatikthemen der Stufe advanced
(z.B. inversion, complex passive
structures)
 ihre Kenntnisse der englischen Grammatik
vertiefen und anwenden.
11AKSA, Englisch (GLF)
 Wortschatz eines allenfalls vorhandenen Lehrmittels / im Zusammenhang mit Klassenlektüren und behandelten Themen
 individuell ihren Wortschatz erweitern.
 einen breiten Wortschatz differenziert und
situationsgerecht anwenden.
 Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte
der Sprachreflexion
 die Wirkung der englischen Sprache in literarischen und nicht literarischen Texten sowie
mündlichen Beiträgen reflektieren und kritisch betrachten.
 Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen
Sprachen erkennen und erklären.
 Unterrichtsgespräche auf Englisch
 Anspruchsvolle, authentische
Hörbeispiele
 dem Unterrichtsgespräch folgen.
 längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert
sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit
ausgedrückt sind.
 Hörbeispiele mit regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache
grob einordnen und in den Hauptpunkten
 Längere Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele,
Diskussionen über ein literarisches Werk oder ein aktuelles
kontroverses Thema, Präsentationen, längere Redebeiträge)
 sich ohne grössere Probleme fliessend und
der Situation entsprechend relativ stilsicher
 eine breite Palette an Redemitteln klar und
ohne sich stark einzuschränken einsetzen.
 ein Thema mit hohem Informationsgehalt
selbständig planen, klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantwor-
 ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge
geschickt mit denen anderer verknüpfen.
12AKSA, Englisch (GLF)
 Anspruchsvolle, authentische
Sachtexte (z.B. Zeitungen,
Fachmagazine oder Internetseiten)
 Anspruchsvolle, authentische
literarische Texte
 Lesestrategien (z.B. Feinheiten)
 authentische Sachtexte aus verschiedenen
Quellen ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen.
 anspruchsvolle Sach- und literarische Texte
mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit
 authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen.
 Kohärente, anspruchsvolle, auch
kreative Texte (z.B. Aufsätze,
Rezensionen, Erörterungen, fiktionale Texte)
 umfangreiche syntaktische Strukturen und
ein breites Vokabular anwenden (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel).
 sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken.
 überzeugend argumentieren.
 Informationen verarbeiten, um sie in klar
strukturierter, kohärenter Form darzustellen.
 unterschiedliche längere Texte schreiben.
 Stilmittel und Register anwenden.
 Eigenständige Literaturanalyse
und Interpretation anhand von
komplexen Originaltexten (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen oder Themengebieten
 Begriffe der Literaturanalyse
 literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verste-
 Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen, interpretieren und
verschiedene Interpretationen zulassen und
einen Bezug zwischen der fiktionalen und der
eigenen Welt schaffen.
 selbständig eine für andere nachvollziehbare
Interpretation eines Textes erarbeiten.
 literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen.
 die für die Literaturanalyse relevanten Fachbegriffe sicher auf den literarischen Text an-
13AKSA, Englisch (GLF)
Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen
 Literatur im Kontext
 Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren.
 Kulturelle Aspekte (z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische)
 gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums, auch im Vergleich, verstehen.
 authentische englischsprachige Beiträge
(Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme)
sowie literarische Texte im soziokulturellen
und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH FRANZÖSISCH
Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler
Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der
übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei,
Menschen heranzubilden, die kompetent mit Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können. Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompe -
tenzen in den Lerngebieten Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur.
Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben)
fördert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und
sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur kommt im Französischunter -
richt eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Handelns, was ihnen erlaubt, über ihre eigene Welt,
ihre Identität und ihre Werte nachzudenken. Auch vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und
historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieser vielfältige
Umgang mit Sprache und Literatur lässt den Schülerinnen und Schülern auch Freiraum für das Er -
kunden kreativer Aspekte der Sprache. Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die
Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit. Gute Französischkom -
petenzen erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusam -
menarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
2AKSA, Französisch (GLF)
Kreativ mit Sprache umgehen
Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
 Ein- und zweisprachige Wörterbücher und andere Nachschlagewerke gezielt einsetzen
Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
 Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache sowie für gesellschaftspolitische
Fragen und Entwicklungen in der frankophonen Welt entwickeln
3AKSA, Französisch (GLF)
Niveau: A2-B1*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
 Morphologische und
syntaktische Grundstrukturen
(Verben, Zeiten, Satzbau,
Objekt- und Adverbialpronomen,
Adjektive/Adverbien,
hypothetische Sätze)
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.
 neu erlernte Grundstrukturen in Schrift und
Sprache anwenden.
(Grundwortschatz)
 den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter
der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie
Synonyme und Antonyme ableiten.
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt-
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Sprachvergleiche
 elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen
erkennen und verbessern.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den
Bereichen Grammatik und Wortschatz
zwischen Französisch und anderen
Schulsprachen erkennen und nutzen.
 Deutlich und relativ langsam  einen Redebeitrag global verstehen.
gesprochene einfache
Redebeiträge und
Standardsprache (z.B.
Alltagsgespräch, Diskussionen,
4AKSA, Französisch (GLF)
didaktisch aufbereitetes Bild-
und/oder Tonmaterial, einfache,
klar aufgebaute Präsentationen)
 Verstehensstrategien (z.B. W-
Fragen, Vorkenntnisse)
 das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in
stufengerechtem Französisch verstehen.
 einfache Verstehensstrategien anwenden.
 Redebeiträge mit weitgehend
bekannten Vokabeln und
Strukturen (z.B. vorbereitete
Rollenspiele, vorbereitete
Diskussionen, vorbereitete
Präsentationen und
Kurzreferate, einfache
Stellungnahmen,
 Regeln der französischen Aussprache anwen-
 sich in vorbereiteten Beiträgen (zu Gegenständen, Personen, Bildern und einfachen Sachverhalten) verständlich ausdrücken.
 an Diskussionen teilnehmen und sich in einfachen Stellungnahmen weitgehend spontan
 einen strukturierten Redebeitrag halten.
 am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
 Einfache literarische und nicht
literarische Texte (z.B.
didaktisch aufbereitete Lektüren,
einfache Medientexte, private
Briefe)
 Lesestrategien (z.B.
Globalverstehen, Mindmap)
 Texte global verstehen.
 die explizite Struktur eines Textes erkennen.
 weitgehend korrekt vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext
 Texte grob zusammenfassen.
 Einfache Texte mit bekanntem
Wortschatz und bekannten
Themen (z.B. Beschreibungen,
kurze Kommentare, Interview,
innerer Monolog, Dialog)
 Texte auf dem Zielniveau A2-B1 weitgehend
korrekt schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
5AKSA, Französisch (GLF)
 Textanalyse
 Grundbegriffe der
Literaturanalyse
 Literaturgeschichte (20. und 21.
Jahrhundert)
 die Figuren, ihre Handlungen und ihre
Beziehungen untereinander beschreiben und
 die Entwicklung der Figuren und der
Handlung erläutern.
 die Themen erkennen und diskutieren.
 Autor, Erzähler und Figuren unterscheiden.
 vom literarischen Text ausgehend einen
Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit
 den für das Textverständnis erforderlichen
historischen Kontext mit eigenen Worten
Grobinhalt: Civilisation und
 Einfache Themen aus der
Frankreichs bzw. der
Frankophonie, (z.B. Regionen
und ihre Besonderheiten, die
Lebenswirklichkeit
französischsprechender
Jugendlicher) anhand von
einfachem Bild- und/oder
Tonmaterial (z.B. Chansons,
Filme, Medientexte)
 ausgewählte Themen erarbeiten und mit
eigenen Worten wiedergeben.
 gesellschaftliche Themen in verschiedenen
Medienerzeugnissen erkennen und
 alltägliche Gemeinsamkeiten und
Unterschiede zwischen der eigenen und der
fremden Erfahrungswelt erkennen.
Niveau: B1
 Morphologische und
syntaktische Grundstrukturen
(subjonctif, Relativpronomen,
Verneinung, indirekte Rede,
gérondif)
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Strukturen anwenden.
 neu erlernte Strukturen in Schrift und
Sprache anwenden.
6AKSA, Französisch (GLF)
(Grundwortschatz)
 den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter
der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie
Synonyme und Antonyme ableiten.
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt-
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Sprachvergleiche
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 die Ziele des Übens erkennen und das
Lernen entsprechend gestalten.
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung
der Sprachkompetenz nutzen.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den
Bereichen Grammatik und Wortschatz
zwischen Französisch und anderen
Schulsprachen erkennen und nutzen.
 Deutlich gesprochene
 die Hauptpunkte eines Redebeitrags
 das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in
stufengerechtem Französisch verstehen.
 verschiedene Verstehensstrategien
authentische Redebeiträge und
Standardsprache (z.B.
didaktisch aufbereitetes Bild-
und/oder Tonmaterial, einfache,
klar aufgebaute Präsentationen)
 Verstehensstrategien (z.B.
Vorkenntnisse, Themen
definieren, Struktur,
Hypothesen)
 Redebeiträge mit weitgehend
bekanntem Wortschatz und
weitgehend bekannten
 sich spontan, zusammenhängend und
weitgehend korrekt ausdrücken.
 an Diskussionen teilnehmen und ihre
7AKSA, Französisch (GLF)
Strukturen (z.B. Rollenspiele,
Diskussionen, Präsentationen,
Meinung ausdrücken und begründen.
 Wünsche, Perspektiven und Erfahrungen
 Referate zu Themen mittleren
Schwierigkeitsgrades halten.
 am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
 Literarische und nicht
literarische Texte einfachen bis
mittleren Schwierigkeitsgrades
(z.B. didaktisch aufbereitete
Lektüren, Medientexte)
 Lesestrategien (z.B.
Textscanning, Schlüsselwörter,
Überschrift)
 Texte weitgehend verstehen.
 längere Lesepensen bewältigen.
 weitgehend korrekt, fliessend und
sinngebend vorlesen.
 die Struktur eines Textes erkennen und
 Unverstandenes durch den Kontext
 Texte sinnvoll zusammenfassen.
 Texte mit bekanntem
Wortschatz und bekannten
Strukturen (z.B. Stellungnahme,
Kommentar, Brief, innerer
Monolog, Dialog, cahier de
lecture)
 Schreibstrategien (z.B.
Schreibhilfen, Versatzstücke,
Mustertexte)
 Texte verständlich und kohärent schreiben.
 Texte strukturieren.
 schreibend kommunizieren.
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 einfache Schreibstrategien anwenden.
 Textanalyse
 einen literarischen Text selbständig oder in
Gruppen lesen.
 die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und
 Figuren und ihre Beziehungen untereinander
analysieren und ihre Handlungsmotive und
deren Konsequenzen auf die Handlung
 Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen.
8AKSA, Französisch (GLF)
 Grundbegriffe der
Literaturanalyse
 Literarische Formen
 Literaturgeschichte (20. und 21.
Jahrhundert)
 Eigenheiten in der Textgestaltung sowie in
der Zeichnung von Erzähler und Figuren
 Erzählung, Poesie und Theater
 elementare Informationen zum Kontext des
gelesenen Textes mit eigenen Worten
 das Werk geschichtlich und gesellschaftlich
grob einordnen.
Grobinhalt: Civilisation und
 Themen aus der Gesellschaft
und Kultur der
Frankreichs bzw. der
Frankophonie, (z.B. die
Lebenswirklichkeit
französischsprechender
Menschen) anhand von
einfachem Bild- und/oder
Tonmaterial (z.B. Chansons,
Filme, Medientexte)
 ausgewählte Aspekte der
Kultur in eigenen Worten beschreiben und
dazu Stellung nehmen.
 gesellschaftliche Themen in Spielfilmen /
anderen Medienerzeugnissen erkennen und
 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
zwischen der eigenen und der fremden
Erfahrungswelt erkennen und
gegenüberstellen.
Niveau: B1-B2
 Morphologische und
syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
(Nebensatzsyntax, finite und
infinite Formen, Verbergänzung,
Passiv)
 die bereits erworbenen morphologischen und
syntaktischen Strukturen sicher anwenden.
 neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen in
Schrift und Sprache anwenden.
 Wortfeldarbeit (Grund- und
Aufbauwortschatz)
 den bereits erworbenen Wortschatz und
ausgewählte Idiomatismen dazu anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und den neu
9AKSA, Französisch (GLF)
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Vokabular in einen passenden Kontext
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Sprachregister
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 die Ziele des Übens erkennen und das
Lernen entsprechend gestalten.
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung
der Sprachkompetenz nutzen.
 verschiedene Sprachregister wie français
familier, argot, langage des jeunes
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen herstellen.
 Authentische, klar strukturierte
längere Redebeiträge und
Standardsprache (z.B. Bild-
und/oder Tonmaterial, längere
 Redebeiträge weitgehend verstehen.
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen weitgehend
 Redebeiträge zu allgemeinen
und literarischen bzw. kulturellen
Themen (z.B. Diskussionen,
Präsentationen,
 sich spontan, zusammenhängend und
weitgehend korrekt ausdrücken.
 sich kritisch äussern und ihre Meinung
vertreten.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
10AKSA, Französisch (GLF)
 Präsentationen zu komplexeren Themen
halten.
 Literarische und nicht literarische
Texte (z.B. Erzählungen, kürzere
Romane, Theaterstücke,
Medientexte)
 Lesestrategien (z.B. Struktur)
 Texte und Textpassagen analysieren und
 Texte selbständig lesen und erarbeiten.
 sinngebend vorlesen.
 anhand von Lesestrategien Unverstandenes
 Texte präzis zusammenfassen.
 Texte zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen
 Textsorten
 Schreibstrategien (z.B. Text
anpassen, Frageraster,
Gliederung, Strukturwörter)
 Texte verständlich und sprachlich weitgehend
korrekt schreiben.
 Texte strukturieren.
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 die Textsortenmerkmale für fiktionale oder
argumentative Texte auf den eigenen Text
 Schreibstrategien benutzen.
 Textanalyse
 Grundbegriffe der
Literaturanalyse
 Literarische Formen
 einen literarischen Text selbständig oder in
Gruppen lesen.
 einen literarischen Text unter verschiedenen
Aspekten analysieren und interpretieren.
 Erzählperspektiven unterscheiden.
 elementare rhetorische Figuren benennen.
 die für die Literaturanalyse relevanten
Fachbegriffe auf den literarischen Text
 Erzählung, Poesie, Theater und Roman
11AKSA, Französisch (GLF)
 Literaturgeschichte (17. bis 21.
Jahrhundert)
 den literaturgeschichtlichen Kontext eines
Textes mit eigenen Worten wiedergeben.
 literarische Werke verschiedener Epochen
unter Berücksichtigung des geschichtlichen
und kulturellen Umfelds lesen und
Grobinhalt: Civilisation und
Frankreichs bzw. der
Frankophonie (z.B.
nordafrikanische Kultur,
Einwanderung, Identität,
Religion, Banlieue) anhand von
Bild- und/oder Tonmaterial (z.B.
Chansons, Filme, Medientexte
usw.)
 ausgewählte Themen der
Kultur analysieren und dazu kritisch Stellung
 die spezifischen Eigenheiten der jeweiligen
Kultur zuordnen.
 die Bedeutung der aussereuropäischen
Literatur wahrnehmen.
 gesellschaftliche Themen in Spielfilmen /
anderen Medienerzeugnissen erkennen und
Niveau: B2
 Morphologische und
syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
 Grammatik im Kontext
 Wortarten (z.B Konjunktionen
und Präpositionen)
 die bereits erworbenen morpho- syntaktischen
Grundstrukturen sicher und korrekt
 die Grammatik kontextkonform anwenden
(z.B. Übersetzen).
 die Wortarten als Strukturwörter in ihre
sprachliche Produktion einbauen.
12AKSA, Französisch (GLF)
 Wortfeldarbeit (Grund- und
Aufbauwortschatz)
 den bereits erworbenen Wortschatz und
ausgewählte Idiomatismen dazu sicher
 den Wortschatz differenzieren und den neu
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter
der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie
Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Vokabular in einen passenden Kontext setzen.
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Sprachregister
 Sprachbewusstsein
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung der
Sprachkompetenz nutzen.
 die Ziele des Übens erkennen und das Lernen
im Hinblick auf die Maturitätsprüfung
selbständig gestalten.
 verschiedene Sprachregister wie français
familier, argot, langage des jeunes
unterscheiden und sich selbst stilsicher
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen herstellen.
 anhand des zunehmenden Wissens über die
Sprache das praktische Sprachhandeln
unterstützen.
 das Sprachbewusstsein zur Analyse und
Erschliessung von Texten einsetzen.
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Standardsprache (z.B.
verschiedene Bild- und/oder
Tonquellen, komplexere
 Redebeiträge weitgehend umfassend
13AKSA, Französisch (GLF)
 das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle
Themen verstehen.
 Redebeiträge zu verschiedenen
allgemeinen und literarischen
bzw. kulturellen Themen (z.B.
Diskussionen, Präsentationen,
 sich sach-, adressaten- und situationsgerecht
 sich kritisch äussern und überzeugend
argumentieren.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
 Präsentationen zu komplexen Themen halten.
 Literarische und nicht
literarische Texte mittleren bis
anspruchsvolleren
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
Sachtexte)
 Lesestrategien (z.B. Kontext,
Struktur, Verknüpfungen)
 die Struktur und die Argumentation in einem
Text analysieren.
 Texte interpretieren bzw. kritisch reflektieren.
 Texte selbständig lesen und erarbeiten.
 sinngebend vorlesen.
 anhand von verschiedensten Lesestrategien
unbekannte Inhalte erschliessen.
 Längere Texte zu allgemeinen
 Texte verständlich und logisch und sprachlich
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 Texte der Textsorte angemessen schreiben.
 das Schreiben von Texten sinnvoll planen.
und literarischen bzw.
kulturellen Themen
 Textsorten
 Schreibstrategien (z.B. Texte
anpassen, Darstellungsformen
vertexten, Schreibplan)
 Textanalyse
 einen literarischen Text unter verschiedenen
Aspekten analysieren und interpretieren.
14AKSA, Französisch (GLF)
 Begriffe der Literaturanalyse
 Literarische Formen
 Literaturgeschichte (17. bis 21.
Jahrhundert)
 die für die Literaturanalyse relevanten
Fachbegriffe sicher auf den literarischen Text
 literarische Formen erkennen und verwenden.
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
 den Text als Ausdrucksmittel eines Autors und
als Dokument einer Epoche bzw. einer
kulturellen Identität erkennen.
Grobinhalt: Civilisation und
Frankreichs bzw. der
Frankophonie (z.B. 2.
Weltkrieg, Französische
Revolution, Jugendkultur)
anhand von Bild- und/oder
Tonmaterial (z.B. Chansons,
Filme, Medientexte, Poetry
Slam usw.)
 ausgewählte Themen der
Kultur analysieren und dazu kritisch und
fundiert Stellung nehmen.
 die spezifische Eigenheiten der jeweiligen
Kultur zuordnen und vergleichen.
 die Bedeutung der aussereuropäischen
Literatur erkennen und analysieren.
 gesellschaftliche Themen in Spielfilmen /
anderen Medienerzeugnissen kritisch
beleuchten.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH FRANZÖSISCH
Das Schwerpunktfach Französisch vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache und
Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Der Unterricht fördert den breit angeleg -
ten Kontakt zu Gesellschaft, Literatur und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und
der übrigen Frankophonie, insbesondere des Maghreb.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur, ergrün- den
deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext und lernen die wesentlichen kulturhistorischen Epochen Frankreichs kennen. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen, wie Film und
Malerei, schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und kreati -
ver Umsetzung. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, das eigene Weltverständnis zu relativieren. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen
Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie führt die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Anteilnahme und zum Überdenken der eigenen Lebensrealität, d.h. zu einem umfassenderen und
umsichtigeren Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung.
Im Laufe der zwei Kursjahre erlangen die Schülerinnen und Schüler ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und Kulturraum, fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren.
Somit unterstützt der Französischunterricht im Schwerpunktfach die Schülerinnen und Schüler bei der
Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den
Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet.
Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompeten -
zen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schülern folglich die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
Das Schwerpunktfach Französisch fördert besonders
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderen Identitäten, Überzeugungen und
Interessen erkennen
AKSA, Französisch (SPF) 2
 Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz einschätzen und das eigene Lernen planen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen und tolerant sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Sich im Unterricht aktiv einbringen und die eigene Kommunikationsfähigkeit erweitern
 Mit der französischen Sprache kreativ umgehen
Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
 Ein- und zweisprachige Wörterbücher und Nachschlagewerke gezielt nutzen
Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
 Kompetent online recherchieren (z.B. Wörterbücher, Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) 
Computer als Arbeits- und Kommunikationsmedium versiert einsetzen
Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen
 Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln
 Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung verstehen und schätzen
 Betroffenheit und Anteilnahme gegenüber gesellschaftlichen Fragen und Veränderungen in
der frankophonen Welt entwickeln
 Werke und Epochen der französischen Kulturgeschichte in ihrer Bedeutung und Beispielhaftigkeit erleben
AKSA, Französisch (SPF) 3
Niveau: B2*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
 Morphologische und
syntaktische Grund-und
Aufbaustrukturen (z.B.
Nebensatzsyntax, finite und
infinite Formen, Verbergänzung,
Passiv)
 Vervollständigung der
Grammatikkentnisse
 Wortarten (z.B. Konjunktionen
und Präpositionen)
 die bereits erworbenen Grundstrukturen
 neue, komplexere syntaktische
Aufbaustrukuren bilden und anwenden.
 ihr morphosyntaktisches Repertoire
differenzieren und festigen.
 verschiedene Wortarten unterscheiden.
 die Wortarten als Strukturwörter gewandt in
ihre sprachliche Produktion einbauen.
 Wortfeldarbeit (Grund- und
Aufbauwortschatz)
 den bereits erworbenen Wortschatz und
ausgewählte Idiomatismen dazu anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und den neu
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Vokabular in einen passenden Kontext
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 die Ziele des Übens erkennen und das
Lernen entsprechend gestalten.
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung
der Sprachkompetenz nutzen.
AKSA, Französisch (SPF) 4
 Verschiedene Sprachregister
 verschiedene Sprachregister wie français
familier, argot, langage des jeunes
differenziert unterscheiden.
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen herstellen (z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen aus
Latein, Italienisch, Spanisch).
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Standardsprache (z.B. Bild-
und/oder Tonmaterial, längere
 Verstehensstrategien (z.B.
Globalverständnis anhand von
Leitfragen)
 Redebeiträge weitgehend verstehen.
 in längeren Redebeiträgen und
Präsentationen auch komplexerer
Argumentationen folgen.
 Verstehensstrategien zur Erschliessung des
gesamten Redebeitrages nutzen.
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen weitgehend
 Längere und ausführliche
Redebeiträge mit erweitertem
Wortschatz und komplexeren
Strukturen zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen
Themen (z.B. Diskussionen,
Präsentationen, szenische
Darbietungen,
 sich spontan, fliessend und weitgehend
korrekt äussern.
 argumentieren und Stellung nehmen.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie
 klar und strukturiert präsentieren.
 szenische Beiträge leisten.
 sich aktiv am Unterrichtsgespräch beteiligen.
 Literarische und andere Texte
mittleren bis anspruchsvolleren
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Theaterstücke, Medientexte,
Sekundärliteratur)
 Lesestrategien (z.B. Vorwissen,
 Texte und Textpassagen analysieren und
 das selbständige Lesen planen.
 sinngebend vorlesen.
 Texte selbständig erarbeiten.
 anhand von Lesestrategien Unverstandenes
AKSA, Französisch (SPF) 5
Struktur, Verknüpfungen) erschliessen.
 Texte präzis zusammenfassen.
 Längere Texte zu allgemeinen
und literarischen bzw. kulturellen
 Textsorten
 Schreibstrategien (z.B. Text
anpassen, Frageraster
vervollständigen, Gliederung
vorbereiten, sich geeigneter
Strukturwörter bedienen)
 Texte verständlich, strukturiert und
sprachlich weitgehend korrekt schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 die Textsortenmerkmale für fiktive,
argumentative oder persönliche Texte auf
den eigenen Text anwenden.
 Schreibstrategien sinnvoll anwenden.
 Textanalyse
 Begriffe der Literaturanalyse
 Literarische Formen (Poesie,
Theater, narrative Texte)
 Grundbegriffe der Filmanalyse
 Querverbindungen zu Film,
Kunst und Musik
 einen literarischen Text analysieren und
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit
der Lektüre mündlich und schriftlich
 die für die Literaturanalyse relevanten
Grundbegriffe wie Figur, Erzählsituation,
narrative Struktur, Dramaturgie, rhetorische
Figuren auf den literarischen Text anwenden.
 Stilmerkmale und rhetorische Figuren
erkennen und beschreiben.
 einen literarischen Text auf seine
 die für die Filmanalyse relevanten
Grundbegriffe wie Einstellung, Perspektive,
Erzählweise anwenden.
 die Wirkung des Musikeinsatzes in Filmen
erkennen und diskutieren.
 ausgewählte Werke des Films, der Kunst und
der Musik als kulturellen Kontext der
AKSA, Französisch (SPF) 6
Literatur erkennen und interpretieren.
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte vom
17. bis 21. Jahrhundert mittleren
bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades unter
Berücksichtigung literarischer
Epochen und Strömungen seit
dem 17. Jahrhundert (z.B.
Molière et le classicisme,
Voltaire et le siècle des
Lumières, Flaubert et le
réalisme, Breton et le
surréalisme, Beckett et le
théâtre moderne, Camus / Sartre
et l’existentialisme, le roman
actuel / Neuerscheinungen)
 ausgewählte literarische Epochen und
Strömungen beschreiben und einordnen.
 die Bedeutung eines literarischen Textes für
seine Epoche oder Strömung erkennen.
 selbständig Hintergrundinformationen zu
einem Text, einer Textsorte oder einer
Epoche erarbeiten.
Grobinhalt: Civilisation und
Frankreichs bzw. der
Frankophonie (z.B.
nordafrikanische Kultur und
Einwanderung, Religion und
Identität, Politik der Banlieue,
Frankreich im 2. Weltkrieg,
actualité politique et sociale)
 Chansons, Filme, Medien- und
Sachtexte, Radio, Fernsehen
und Internet, Poetry Slam
 ausgewählte Themen aus der
Kultur analysieren, kritisch hinterfragen,
verstehen und präsentieren.
 eine differenzierte und offene Beziehung zur
Gegenwart und zur Vergangenheit der
Romandie, Frankreichs und der
frankophonen Welt aufbauen.
 Filme und andere Medienerzeugnisse
aufgrund ihrer gesellschaftlichen und
kulturellen Relevanz interpretieren und
Niveau: B2-C1
 Morphologische und
 die bereits erworbenen Grundstrukturen
AKSA, Französisch (SPF) 7
syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
 Grammatik im Kontext
 neue komplexere syntaktische
Aufbaustrukuren bilden und sicher und
 die Grammatik kontextkonform anwenden
(z.B. beim Übersetzen).
 Wortfeldarbeit (Grund- und
Aufbauwortschatz)
 einen breiten Wortschatz sicher und
situationsgerecht anwenden.
 den Wortschatz stetig verfeinern und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 ausgewählte idiomatische Strukturen
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Vokabular in einen passenden Kontext
 Selbstkorrektur &
Fremdkorrektur
 Verschiedene Sprachregister
 Sprachbewusstsein
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 die Ziele des Übens erkennen und das
Lernen im Hinblick auf die Maturitätsprüfung
selbständig gestalten.
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung
der Sprachkompetenz nutzen.
 verschiedene Sprachregister wie français
familier, argot, langage des jeunes
unterscheiden und sich selbst stilsicher
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen (Deutsch, Latein,
Italienisch, Spanisch) herstellen.
 anhand des zunehmenden Wissens über die
Sprache das praktische Sprachhandeln
unterstützen.
 das Sprachbewusstsein zur Analyse und
Erschliessung von Texten einsetzen.
AKSA, Französisch (SPF) 8
 Authentische, komplexe
Redebeiträge und
Sprechsituationen nicht nur in
Standardsprache (z.B.
verschiedene Bild- und/oder
Tonquellen, komplexe
 Verstehensstrategien (z.B.
zentrales Thema und Aufbau der
Argumentation erfassen,
Schlüsselwörter identifizieren)
 Redebeiträge umfassend verstehen.
 in längeren Redebeiträgen und
Präsentationen auch komplexer
Argumentationen folgen.
 Verstehensstrategien anwenden.
 das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle
Themen verstehen.
 Längere und ausführlichere
Redebeiträge mit erweitertem
Wortschatz und komplexen
Strukturen zu anspruchsvolleren
literarischen bzw. kulturellen
Themen (z.B. Diskussionen,
Präsentationen, szenisches
Arbeiten, Unterrichtsgespräch)
 sich spontan, fliessend, frei und korrekt
 sich sach-, situations- und
adressatengerecht ausdrücken.
 argumentieren, ihren Standpunkt begründen
und vertreten.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie
 klar, strukturiert und überzeugend
 sich aktiv und stichhaltig am
Unterrichtsgespräch beteiligen.
 Anspruchsvolle literarische und
andere Originaltexte (z.B.
Theaterstücke, Medientexte,
Sekundärliteratur, Sachtexte)
 Lesestrategien (z.B. Kontext,
Rekapitulation, Formulieren von
Fragen an den Text)
 Texte zusammenfassen, analysieren und
interpretieren bzw. kritisch reflektieren.
 Texte selbständig lesen, erarbeiten und
 korrekt und sinngebend vorlesen.
 verschiedene Lesestrategien sinnvoll und
kompetent anwenden.
AKSA, Französisch (SPF) 9
 Komplexere Texte zu
anspruchsvollen allgemeinen,
literarischen bzw. kulturellen
 Unterschiedliche Textsorten
 Schreibstrategien (z.B. einen
Text anpassen,
Darstellungsformen vertexten,
Schreibplan)
 Texte strukturiert, stilistisch angemessen und
sprachlich weitgehend korrekt schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 Texte der Textsorte angemessen schreiben.
 das Schreiben von Texten sinnvoll planen.
 Schreibstrategien sinnvoll und kompetent
 Texte sicher und gewandt verfassen.
 Textanalyse
 Begriffe der Literaturanalyse
 Literarische Formen (Posie,
Theater, narrative Texte)
 Querverbindungen zu Film,
Kunst und Musik
 die fiktionale Dimension eines Textes
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit
der Lektüre mündlich und schriftlich
überzeugend darlegen.
 wichtige Begriffe der Literaturanalyse wie
Figur, Erzählsituation, narrative Struktur,
Dramaturgie, rhetorische Figuren am
Beispiel eines Textes erläutern.
 einen literarischen Text mit den relevanten
Grundbegriffen der Literaturanalyse
 Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen
und ihre Wirkung beschreiben.
 einen literarischen Text auf seine gattungs-
und formspezifischen Merkmale hin
 ausgewählte Werke des Films, der Kunst und
der Musik als kulturellen Kontext der
Literatur erkennen und interpretieren.
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Anspruchsvolle literarische
Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert unter
Berücksichtigung literarischer
Epochen und Strömungen seit
dem 17. Jahrhundert (z.B.
Molière et le classicisme,
 die Merkmale verschiedener Epochen und
Strömungen erklären.
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
AKSA, Französisch (SPF) 10
Voltaire et le siècle des
Lumières, Flaubert et le
réalisme, Baudelaire et le
romantisme, Breton et le
surréalisme, Beckett et le
théâtre moderne, Camus / Sartre
et l’existentialisme, le roman
actuel / Neuerscheinungen)
 Überblick ab dem 16.
Jahrhundert
 die Bedeutung eines literarischen Textes für
seine Epoche oder Strömung erläutern.
 selbständig Hintergrundinformationen zu
einem Text, einer Textsorte oder einer
Epoche erarbeiten und präsentieren.
 einen groben Überblick über die
Literaturgeschichte ab dem 16. Jahrhundert
Grobinhalt: Civilisation und
Schweiz, Frankreichs bzw. der
Frankophonie (z.B. Gesellschaft
zur Zeit von Louis XIV,
philosophisches Gedankengut
des Siècle des Lumières,
Errungenschaften und
Gesellschaftswandel des 19.
Jahrhunderts, politisches und
gesellschaftliches System
Frankreichs, wichtige Werke der
Kunst und Architektur
Frankreichs, actualité politique
et sociale)
 Chansons, Filme, Medien- und
Sachtexte, Radio, Fernsehen
und Internet, Poetry Slam, Satire
 ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle
Themen der französischsprachigen Welt
fundiert erläutern und dazu differenziert
 die differenzierte und offene Beziehung zur
Gegenwart und zur Vergangenheit der
Romandie, Frankreichs und der
frankophonen Welt erweitern.
 Filme und andere Medienerzeugnisse
aufgrund ihrer gesellschaftlichen und
kulturellen Relevanz interpretieren und
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GEOGRAFIE
Das Ergänzungsfach Geografie vertieft Bildungsziele des Grundlagenfachs. Es werden ausgewählte
Themen und Fragestellungen aus den Bereichen der physischen Geografie, der methodischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder interdisziplinär bearbeitet. Das Ergänzungsfach führt
die Schülerinnen und Schüler näher an die wissenschaftliche und fachspezifische Methodik her- an. Die
Schülerinnen und Schüler erhalten vermehrt Freiräume für die selbstverantwortliche, durch die
Lehrperson begleitete Auseinandersetzung mit geografischen Fragestellungen. Besonderes Gewicht
soll dem Bezug zu aktuellen Themen und der Vermittlung methodischer Kompetenzen beigemessen
werden. Exkursionen, Expertengespräche, Besichtigungen usw. vermitteln den Praxisbezug zum zu -
vor erworbenen theoretischen Wissen.
Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders
Reflexive und analytische Fähigkeiten
• Räume und Prozesse analysieren unter Einbezug von Theorien
• Naturräumliche und gesellschaftliche Zusammenhänge bewerten
• Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen
• Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen und bezüglich Handlungsmotivation analysieren
• Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
• Wertende Ansichten systematisch begründen, kritisieren sowie Lösungen abwägen
• Die eigene Rolle und die Konsequenzen des eigenen Handelns reflektieren und Handlungsalternativen entwickeln
AKSA, Geografie (EF) 2
Medien-/IKT-Kompetenzen
• Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B. Luft-
und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten)
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film, Diagramme) erfassen, verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten
• Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, spezifisch auch geoinformatische Programme (z.B. Google Earth, Web-GIS, Atlas der Schweiz)
• Zusammenhänge mittels Wirkungsgefügen, Flussdiagrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen
• Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
• Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
• Sich bei der Lösung der Schlüsselprobleme der modernen Welt engagieren
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, Biologie und
Chemie verbindet die Geographie wichtige Bezüge der physischen Welt mit jenen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese integrative,
systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert.
AKSA, Geografie (EF) 3
Die Interdisziplinarität des Faches Geografie führt dazu, dass die Aspekte der verschiedenen
Lerngebiete (physische, methodische und Humangeografie) nicht strikte getrennt werden kön- nen.
1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie
Vertiefung ausgewählter Themen
wie z.B.
 Meteorologie
 Klimazonen und
Vegetationszonen
 Klimawandel
 Ressourcengewinnung
 Geomorphologie
 Glaziologie
 Geologie der Schweiz
 Bodenkunde
 Wassermanagement und
Hydrologie
 Ozeanographie
 Naturkatastrophen
 Luftverschmutzung und
Lärmbelastung
 Fernerkundung
 GIS
 geografische Informationsmittel anwen-
 die Umwelt gezielt beobachten, Wahrnehmungen ausdrücken und Schlussfolgerungen ziehen.
 naturwissenschaftliche Methoden (z.B.
Formen der Beobachtung und Messung,
Bildanalysen) begründet einsetzen.
 naturwissenschaftliche Sachverhalte durch
Modelle (z.B. Ökosysteme, geomorphologische Systeme) erfassen und damit argumentieren.
 den Gehalt von Aussagen, Argumenten
und Modellen kritisch beurteilen.
 physische Zusammenhänge mit Bezug zu
naturwissenschaftlichen Theorien erklä-
 Folgen von natürlichen Prozessen (z.B.
Permafrostbildung, atmosphärische Zirkulation) abschätzen und beurteilen.
 Lösungsansätze zu geoökologischen
Fragestellungen erkennen und
2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie
Vertiefung ausgewählter Themen
wie z.B.
 Ressourcenmanagement (z.B.
Fischerei, Bergbau, Wasser)
 geografische Informationsmittel
situationsgerecht nutzen.
AKSA, Geografie (EF) 4
 Landnutzung, Land- und
Forstwirtschaft
 Landschaftsökologie und -wandel
 Stadt- und Raumplanung
 Aktuelle geopolitische Aspekte
 Länderkunde ausgewählter
Räume
 Energieperspektiven
 Stoffflussanalysen und
Ökobilanzen
 Nachhaltige Entwicklung
 Welthandel und Globalisierung
 Tourismus, Freizeit und Verkehr
 Entwicklungsländerforschung
 Migration und multikulturelle
Gesellschaften
 Fernerkundung
 GIS
 menschliche Handlungsweisen gezielt
beobachten und Wahrnehmungen
 sozialwissenschaftliche Methoden (z.B.
Formen der Beobachtung und Befragung,
Textanalysen und Fallstudien) begründet
 sozialwissenschaftliche Sachverhalte
durch Modelle (z.B. politische Systeme,
Stadttypen) erfassen.
 gesellschaftliche Zusammenhänge mit Bezug zu sozialwissenschaftlichen und ökonomischen Theorien erklären.
 eigene und fremde Standpunkte hinterfragen und beurteilen.
 Folgen von gesellschaftlichen Prozessen
(z.B. demografische Entwicklung, Massentourismus) abschätzen und beurteilen.
 Lösungen für Entwicklungsprobleme und
Konflikte erarbeiten.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GEOGRAFIE
Wochenstunden 2 1 2
Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt
gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt sowohl Zugänge
zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch Orientierungswissen. Es bietet darüber
hinaus Raum zur Reflexion der eigenen Einbindung in die Welt und zur Entwicklung emotionaler Bezüge zu dieser Welt. Die Geografie fördert damit die Verantwortung gegenüber der physischen Um -
welt, aber auch Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Sensibilität in ethischen
Belangen.
Diese raumbezogene Verhaltenskompetenz befähigt die Schülerinnen und Schüler, zu erkennen, dass
Lebensansprüche, Normen und Haltungen der Menschen raumprägend sind und wir Menschen für den
Erhalt der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen verantwort- lich sind.
Mithilfe des vernetzten Denkens werden die Schlüsselprobleme der modernen Welt erfahr- bar gemacht
und naturwissenschaftliche Themen mit sozialwissenschaftlichen Fragen verbunden. Damit trägt die
Geografie als Querschnittfach Wesentliches zur gymnasialen Allgemeinbildung bei und fördert damit die
Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders
Reflexive und analytische Fähigkeiten:
• Theoriebezogen Räume und Prozesse analysieren
• Naturräumliche und gesellschaftliche Zusammenhänge analysieren und bewerten
• Komplexe Zusammenhänge mithilfe von Modellen verstehen
• Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Abhängigkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• Die Schlüsselprobleme der modernen Welt erkennen und in ihrer Tragweite erfassen
• Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen
• Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
AKSA, Geografie (GLF) 2
• Wertende Ansichten systematisch begründen, kritisieren sowie Lösungen abwägen
• Die eigene Rolle und die Konsequenzen des eigenen Handelns reflektieren und Handlungsalternativen entwickeln
Medien-/IKT-Kompetenz:
• Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B. Luft-
und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten)
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film, Diagramme) erfassen, verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten
• Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, insbesondere spezifische
Programme der Geoinformatik
• Zusammenhänge mittels Wirkungsgefügen, Flussdiagrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen
Sozialkompetenz:
• Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
• Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, Biologie und
Chemie verbindet die Geographie wichtige Bezüge der physischen Welt mit jenen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese integrative,
systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert.
AKSA, Geografie (GLF) 3
1. Lerngebiet: Die Erde als Himmelskörper (Physische Geografie)
 System Erde–Mond–Sonne
 Gestalt der Erde
 Orientierung auf der Erde
 die Bewegung der Erde und des Mondes im
Sonnensystem (Rotation und Revolution)
beschreiben und die Konsequenzen für die
Erde (Jahreszeiten, Gezeiten) erklären.
 die verschiedenen Annäherungen an die
Gestalt der Erde vergleichen.
 das Koordinatensystem der Erde anwenden
und verschiedene Navigationsmittel
 sich auf der Erde orientieren und mithilfe
geografischer Informationsmittel
referenzieren.
2. Lerngebiet: Geologie und Oberflächenprozesse (Physische Geografie)
 Erdgeschichte
 die geologische Zeitskala lesen und
 den Aufbau der Erde beschreiben und die
daraus resultierenden Konsequenzen
 die plattentektonischen Prozesse
nachvollziehen und den Zusammenhang
mit Gebirgsbildung, Vulkanismus und
Erdbeben verstehen und erklären.
 den Kreislauf der Gesteine beschreiben
und den Prozess der Gesteinsbildung
 ausgewählte Mineralien und Gesteine mit
besonderer Berücksichtigung des
schweizerischen Raumes bestimmen.
 Aufbau der Erde
 Plattentektonik, Vulkanismus
und Erdbeben
 Kreislauf der Gesteine,
Gesteinsbildung, Mineralien
und Gesteine
AKSA, Geografie (GLF) 4
3. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum (Humangeografie)
 Bevölkerungsgeografie
 Migration
 wichtige demografische Prozesse
analysieren, erklären, Folgen abschätzen
und Massnahmen beurteilen.
 wichtige demografische Grafiken, Modelle
und Karten entwerfen, interpretieren und
auswerten.
 Ursachen und Folgen von Migration
erkennen sowie Massnahmen beurteilen.
4. Lerngebiet: Ressourcen (Humangeografie)
 Ressourcen und Rohstoffe
 Energie
 die wirtschaftliche und geopolitische
Bedeutung von Ressourcen erkennen,
analysieren und bewerten.
Formen der Energienutzung und ihre
Potentiale benennen, sowie die ökologischen
und gesellschaftlichen Konsequenzen der
Nutzung abschätzen.
5. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)
 Erhebung, Analyse und
Darstellung räumlicher
Informationen (z.B. Texte,
Karten-, Luft- und
Satellitenbilder)
 räumliche Daten zur Beantwortung von
Fragen anwenden und die Ergebnisse in
Form von Karten, Texten und Grafiken
 einen anspruchsvollen Zeitungsartikel
verstehen und zusammenfassen.
1. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie (Physische Geografie)
 Aufbau und Prozesse der
Atmosphäre
 den Aufbau der Atmosphäre beschreiben
und ihre Bedeutung für Wetter und Klima
AKSA, Geografie (GLF) 5
 Klimaelemente und
Klimafaktoren
 Wetterlagen Europas
 Globale Zirkulation
 die Klimaelemente und –faktoren in ihrem
Zusammenwirken beschreiben.
 die physikalischen Grundlagen
atmosphärischer Prozesse verstehen.
 Wetterphänomene erklären und
interpretieren sowie mit Grosswetterlagen
in Verbindung bringen.
 eine Wetterkarte lesen und interpretieren,
sowie die Entstehung einer
Wettervorhersage nachvollziehen.
 die sich jahreszeitlich verändernde globale
Windzirkulation erklären und die
Konsequenzen aufzeigen.
2. Lerngebiet: Geoökosysteme (Schnittfelder physische Geografie / Humangeografie)
 Naturgefahren
 Umweltprobleme und
Umweltpolitik
 die Entstehung ausgewählter
Naturgefahren erklären.
 den Umgang mit Naturgefahren
nachvollziehen und Beispiele beurteilen.
 die Entstehung von Umweltproblemen
untersuchen und als vernetztes System
wahrnehmen und darstellen.
 zu Umweltproblemen Lösungsansätze
entwickeln und beurteilen.
 Konzepte der nachhaltigen Entwicklung und
ihre räumlichen Bezüge verstehen.
3. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)
 Erhebung, Analyse und
Darstellung räumlicher
Informationen (z.B. Karten-, Luft-
und Satellitenbilder)
 räumliche Daten zur Beantwortung von
Fragen analysieren und interpretieren
sowie die Ergebnisse in Form von Karten,
Texten und Grafiken präsentieren.
 den Aufbau geografischer
Informationssysteme sowie die
dazugehörige Datengewinnung
AKSA, Geografie (GLF) 6
1. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie (Physische Geografie)
 Klimawandel
 die verschiedenen Treibhausgase und ihre
Bedeutung benennen.
 den Treibhauseffekt (natürlich und
anthropogen) und die damit verbundenen
möglichen Rückkoppelungsprozesse
 lokale und globale Folgen (ökologisch und
gesellschaftlich) des Klimawandels
untersuchen und beurteilen.
 Lösungsansätze formulieren und ihre
eigene Rolle reflektieren.
2. Lerngebiet: Wirtschaft (Humangeografie)
 Räumliche Aspekte
wirtschaftlicher Tätigkeiten
 Landnutzung und Ernährung
 Welthandelsbeziehungen
 die räumliche Anordnung wirtschaftlicher
Tätigkeiten durch Standortfaktoren
 den Strukturwandel an einem regionalen
Beispiel aufzeigen.
 die globale Verteilung landwirtschaftlicher
Wirtschaftsweisen an ausgewählten
Beispielen erklären und deren Bedeutung
für die Ernährungssicherung beurteilen.
 die Beziehungen zwischen regionaler
Produktion und globalen Märkten
 die sozialen, ökologischen und
wirtschaftlichen Auswirkungen der
Globalisierung aufzeigen und beurteilen.
3. Lerngebiet: Siedlung und Mobilität (Humangeografie)
 Landflucht und Verstädterung
 die Prozesse von Landflucht und
Verstädterung erklären.
AKSA, Geografie (GLF) 7
Stadtgeografie
 Räumliche Nutzungskonflikte
Raumplanung in der Schweiz
Landschaftswandel
 ausgewählte Modelle der Stadtentwicklung
nachvollziehen und typische
Siedlungsmuster beschreiben.
 die Siedlungsentwicklung der Schweiz
beschreiben und die Folgen beurteilen.
 räumliche Nutzungskonflikte erkennen und
 die Grundzüge der schweizerischen
Raumplanung verstehen sowie ihre
Möglichkeiten und Grenzen beurteilen.
 die Strukturveränderungen der Landschaft
in der Schweiz beschreiben und die Folgen
4. Lerngebiet: Globale Disparitäten (Humangeografie)
Globale Verteilung von
Wohlstand und Armut
 Klassifikation von Disparitäten
Entwicklungstheorien
Entwicklungszusammenarbeit
 räumliche und soziale Ungleichheiten auf
regionaler bis globaler Ebene beschreiben
 verschiedene Indikatoren zur Klassifikation
von Disparitäten nennen und vergleichen.
 ausgewählte Entwicklungstheorien
erläutern und kritisch beurteilen.
 unterschiedliche Ansätze der
Entwicklungszusammenarbeit und
Projektbeispiele vergleichen und bewerten.
 die Rolle verschiedener Akteure in der
Entwicklungszusammenarbeit bestimmen
und kritisch hinterfragen.
5. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)
 Erhebung, Analyse und
Darstellung räumlicher
Informationen (z.B. Karten-, Luft-
und Satellitenbilder)
 räumliche Daten zur Beantwortung von
Fragen vergleichen, kritisch beurteilen und
daraus Handlungsalternativen ableiten,
sowie die Ergebnisse in Form von Karten,
Texten und Grafiken darstellen.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GRIECHISCH
Wochenstunden (Freifach) (Freifach) 4 4
Die Schülerinnen und Schüler lernen durch den Sprachunterricht im Griechisch eine Vielfalt an
sprachlichen Phänomenen und Wortformen kennen, die in den modernen Sprachen oft nur noch in
Spuren vorhanden sind. Der Griechischunterricht lässt die Geschichtlichkeit von Sprache begreifen und
macht die Entwicklung von Sprachstrukturen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler erkennen daraus,
dass jede Sprache und jede Zeit die Wirklichkeit auf ihre eigene Weise erfasst und somit jede
Übersetzung bereits eine Interpretation ist.
Im Griechischunterricht erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie die griechische Kultur in Literatur,
Philosophie, Kunst und Religion als Grundlage der europäischen Kultur bis heute nachwirkt. Dadurch
gewinnen sie ein besseres Verständnis der modernen Welt und gleichzeitig eine kritische Distanz zu
ihrer eigenen Zeit.
Insbesondere der Mythos hatte in allen Zeiten der griechischen Kulturgeschichte eine wichtige
Bedeutung. Über die Vermittlung der Römer sind viele griechische Mythen und mythologische Motive
bis heute wichtig geblieben, wenn auch oft ohne Einbettung in ihren ursprünglichen Zusammenhang. In
der Lektüre griechischer Texte können einzelne bekannte, aber auch unbekannte Mythen in ihrer
Ursprünglichkeit erfasst werden.
Durch die Auseinandersetzung mit griechischen Texten werden die Schülerinnen und Schüler angeregt,
die eigenen Traditionen, Haltungen und Errungenschaften kritisch in Frage zu stellen.
Die verschiedenen Wissensbereiche, die sich heute auseinanderentwickelt haben, waren bei den
Griechen noch eng verbunden. Der Griechischunterricht schärft durch das Denken über die
Fachgrenzen hinaus das Bewusstsein für diese Zusammenhänge.
Der Griechischunterricht vermittelt einen Überblick über schriftliche Erzeugnisse mehrerer
Jahrhunderte, von der vorhomerischen Zeit, den Werken Homers, der klassischen und nachklassischen
Periode und des Christentums bis in die byzantinische und frühe Neuzeit.
Aufgrund der Lektüre von griechischen Originaltexten, Übersetzungen oder Zusammenfassungen
kennen die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Inhalte und können die Texte in ihrem
historischen Kontext einordnen, sie durch Entsprechungen und Differenzen in Bezug setzen zu ihrer
eigenen Lebenswelt und daraus Erkenntnisse zu ihrer Lebensgestaltung ableiten.
Das Grundlagenfach Griechisch fördert besonders
AKSA, Griechisch (GLF) 2
• Die historische Tiefenschärfe, d.h. vor allem in der durch die modernen Medien enorm verstärkten
"Halbwertszeit" von Wissen das Bewusstsein, dass viele aktuelle Phänomene auf
gleichbleibenden allgemeinen Erkenntnissen beruhen
• Humanistische Grundhaltung: Vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Fremdem und Fremden
• Die Fertigkeit in der Anwendung einzelner Begriffe, um den Sinn eines ursprünglichen Ausdrucks
möglichst passend wiederzugeben
• Mithilfe etymologischer Kenntnisse Fremdwörter und die komplexe Terminologie aus Natur- und
Geisteswissenschaften erschliessen
• Interesse für die Entwicklung und die Zusammenhänge verschiedener Gebiete der Kultur,
Geschichte, Psychologie, Mythologie etc.
• Intellektuelle Neugier
• Freude an der Ästhetik literarischer Ausdrucksmöglichkeiten
AKSA, Griechisch (GLF) 3
 Wortschatz
 Fremdwörter
 Morphologie und Semantik
 Wortbildung
 Bedeutungserweiterung
 Übersetzungstechnik
 die deutschen Bedeutungen eines definierten
Grundwortschatzes wiedergeben.
 gängige Fremdwörter auf ihre griechische
Grundbedeutung zurückführen.
 die Funktion der Wortformen in einem Text
 nach den Regeln der Wortbildungslehre
Wörter ableiten und ihre Bedeutung
herleiten.
 die jeweilige metaphorische oder
metonymische Bedeutung eines Wortes
 einen einfacheren Text formal und
syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen
und grammatikalischen Hinweisen
übersetzen.
 Mythologie
 Kunst- und Kulturgeschichte
 Gesellschaftsgeschichte
 Archäologie
 Philosophie
 wichtige auch heute noch bekannte Mythen
zusammenfassen und in ihren
ursprünglichen Zusammenhang einordnen.
 bekannte Motive der bildenden Kunst (v.a.
der Vasenmalerei), von Plastiken und
anderen Kunstwerken erkennen,
kulturgeschichtlich einordnen und ihre
spezifischen Merkmale erklären.
 verschiedene Lebensumstände von der
griechischen Frühzeit bis in die Spätantike
unterscheiden und dabei ein Bewusstsein für
die griechische Literaturgeschichte und ihre
verschiedenen Gattungen entwickeln.
 als Ergänzung zu der in Texten
beschriebenen Wirklichkeit Erkenntnisse der
Archäologie einsetzen.
 die Entwicklung der Philosophie von ihren
AKSA, Griechisch (GLF) 4
 Intertextualität
Anfängen bis in die Spätantike in groben
Zügen überblicken.
 Texte mit möglichen Prätexten vergleichen
und Unterschiede beschreiben.
 Dialekte
 die wichtigsten dialektalen Merkmale (v.a.
Attisch und Ionisch) unterscheiden und
 einzelne Unterschiede archaischer bis
hellenistischer Wortformen identifizieren.
 Hexameter rhythmisch lesen.
 gängige Tropen und Figuren mit ihrer
Wirkung im Text identifizieren.
 die Elemente der Beeinflussung und
Steuerung der Rezipienten erkennen und
kritisch hinterfragen.
 einen formal anspruchsvolleren Text
syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen
und grammatikalischen Hinweisen
übersetzen.
 ein ganzes Werk (z.B. Tragödie oder
Komödie) oder grosse Teile davon (z.B.
eines Epos oder Geschichtswerkes) in
kombinierter Lektüre von Übersetzungen und
spezifischen Abschnitten im Original in ihrem
wesentlichen Inhalt erfassen.
 aufgrund des Wortgebrauchs und der
Merkmale der Textstruktur einen Text zeitlich
(archaisch bis hellenistisch) einordnen und
typenspezifisch (wie Epos oder Drama)
 Sprachgeschichte
 Metrik
 Stilistik
 Rhetorik
 Übersetzungtechnik
 Werküberblick
 Epoche und Gattung
 Mythologie
 wichtige Mythen aus heutiger Sicht deuten
und heutige Vorstellungen als moderne
Mythen erkennen sowie deren Zweck
AKSA, Griechisch (GLF) 5
 Motivgeschichte
 Wertvorstellungen
 Weltverständnis
 Intertextualität
 die Wiederaufnahme und Veränderung
ursprünglicher Motive in verschiedenen
Medien (Texten, Bildern, Skulpturen, Film)
wiedererkennen und analysieren und dabei
allgemeine und spezifische Elemente
herausarbeiten, zuordnen und beurteilen.
 durch exemplarische Lektüre einzelner
Werke (Tragödie, Epos etc.) deren
zugrundeliegende Werte identifizieren und in
Bezug setzen zu heutigen
Wertvorstellungen.
 verschiedene griechische Texte in Original
bzw. Übersetzung und kunstgeschichtliche
Bilder vergleichen und Unterschiede in deren
religiösen und philosophischen
Hintergründen erfassen und beurteilen.
 die Verarbeitung möglicher Prätexte in ihre
Textinterpretation miteinbeziehen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GESCHICHTE
Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grund -
lagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und
deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist
(Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und
Wandel werden in ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt.
Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und historiographischer
Aspekte. Es vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen.
Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders
Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen
 Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen.
Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren
 Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden
 Vernetzt und interdisziplinär denken
Argumentationsstrategien dekonstruieren
Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
 Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten
Elektronische Informationsmittel nutzen
AKSA, Geschichte (EF) 2
Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Egsc ausgewählten und behandelten Themen (schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die mündli- che
Maturaprüfung stützt sich auf mindestens zwei Themen aus unterschiedlichen Lerngebie- ten, wobei
eines davon als Schwerpunkt gewählt werden kann.
AKSA, Geschichte (EF) 3
 Film als historische Quelle
 Malerei und Fotografie als
historische Quellen
 Entstehung historischer Mythen
 Heranführung an die Arbeit mit
Archivalien
 Geschichtsbilder, -diskurse und
-debatten
 Geschichtstheorien
 das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten.
 historische Materialien (z.B. Archivquellen)
auf eine eigene Fragestellung hin bearbeiten
und die gezogenen Schlüsse reflektieren.
 erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe von Menschen beeinflusst haben.
 geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.
 den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der
verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen,
wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurtei-
AKSA, Geschichte (EF) 4
2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft
 Aktuelle Konflikte
 die komplexen Ursachen historischer und
aktueller Entwicklungen erklären und deren
Interdependenzen aufzeigen.
 die Eigenheiten nationaler und evt. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.
 die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft,
Wirtschaft und Kultur diskutieren.
 die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an
Beispielen sichtbar machen.
 den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen
und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen.
 Globalisierung und neue
Weltordnung
 Aktuelle Schweizer Politik und
 Aussereuropäische Geschichte
(z.B. Volksrepublik China,
Indien, Lateinamerika, Afrika)
 Totalitäre Systeme
 Internationale Organisation und
die Herausforderungen des 21.
Jahrhunderts
 Aussenpolitik und humanitäre
Tradition der Schweiz
 Protestbewegungen
 Religions- und
Philosophiegeschichte
 Selbstwahrnehmung im Speigel
der Fremdbegegnung
 Weltbilder
 Mediengeschichte
 Struktur, Dynamik und
Bruchstellen von Gesellschaften
im geschichtlichen Überblick.
AKSA, Geschichte (EF) 5
3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel
 Geschichte des Völkerrechts,
der Menschenrechte und der
Demokratie
 Längsschnitt Orient - Okzident
 Entkolonialisierung und
Neokolonialismus
 Wirtschafts-, Technik- und
Unternehmensgeschichte
 Freizeit, Bildung, Kultur und
Sport
 Armut und Wohlstand
 Ernährungsgeschichte
 Umwelt- und Klimageschichte
 Gesundheit und Krankheit
 Gender
 Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkungen erklä-
 die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen Prozess
darlegen und beurteilen.
 Materialien auf eine spezifische historische
oder kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und
 politische, soziale, wirtschaftliche und
kulturelle Phänomene der Gegenwart auf
ihre historische Entstehung untersuchen
und ihre Bedeutung beurteilen.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GESCHICHTE
Wochenstunden 2 2 2 2
Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Ge -
neration neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen.
Die Schülerinnen und Schüler können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre
historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie sind fähig,
differenziert persönliche und kollektive Haltungen gegenüber Fragen im politischen und gesellschaftli -
chen Leben nachzuvollziehen und zu beurteilen. Sie erlernen einen reflektierten Umgang mit Informa -
tionen aus der und über die Vergangenheit, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene
Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind.
Der Geschichtsunterricht ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihre Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit zu richten, diese wahrzunehmen und zu rekonstruieren mit dem Ziel, ihr Geschichtsbewusst -
sein weiterzuentwickeln und eine Basis zu haben, um in der Zukunft anspruchsvolle Aufgaben in der
Gesellschaft übernehmen zu können.
Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders
• Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart
als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
• Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen
• Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
• Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln
• Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
AKSA, Geschichte (GLF) 2
• Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
• Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
• Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können
• Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
• Informationen in einen grösseren historischen Zusammenhang einordnen
• Informationen hinsichtlich der Interessenlage der beteiligten Akteure kritisch beurteilen
• Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
(3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
PU-Modul in der 1. Klasse zum Umgang mit Quellen sowie eine Zusammenstellung zur
Quellenanalyse im PU-Handbuch.
AKSA, Geschichte (GLF) 3
 Klassifizierung von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Umgang mit Information
 den Unterschied zwischen Quellen und
Darstellungen erläutern.
 aus Materialien (Quellen und
Darstellungen) die zentralen Informationen
herauslesen und nach Prioritäten ordnen.
 die Absicht des Verfassers kritisch
 aus vorgegebenen Fragestellungen
historisch relevante Schlüsse ziehen.
 Vormodernes Denken und
 Eigenheiten vormoderner
Welterklärungsansätze darlegen.
 den Wandel des Welt- und Menschenbildes
 die gesellschaftspolitische Bedeutung der
Religion begründen.
 vorindustrielle Formen der Produktion,
Arbeitsteilung und Technik in ihrem
weiteren historischen Kontext erklären.
 grundlegende Formen sozialer Ordnungen
 Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung
evaluieren.
 Formen vormoderner Staatlichkeit im
Hinblick auf Ursachen, Merkmale, Stärken
und Schwächen vergleichen.
 vormoderne Herrschaftslegitimation
erläutern und werten.
 politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche
und kulturelle Wurzeln aktueller Probleme
und Schauplätze in Zusammenhängen
Handeln
 Wirtschaft und Gesellschaft in
der vormodernen Welt
 Vormoderne Herrschaftsformen
im Wandel
 Historische Hintergründe
aktueller Probleme und
Schauplätze
AKSA, Geschichte (GLF) 4
 Funktionsweise der
 Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung
 Methodische Zugänge der
 erklären, wie die Geschichtswissenschaft
verschiedene Themen erschliesst.
 aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer
Epoche deren Kultur prägt.
 durch Perspektivenwechsel die Bedeutung
einer historischen Epoche kritisch
 den grundsätzlichen Unterschied zwischen
Ereignis- und Strukturgeschichte darlegen.
 Klassifizierung von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Umgang mit Information
 die Quellengattungen nennen und deren
Hauptmerkmale im Hinblick auf die
Quellenkritik und Quelleninterpretation
 die Absicht und den Informationsstand des
Verfassers von Quellen kritisch
 aus vorgegebenen Fragestellungen
Schlüsse ziehen und unter Anleitung
Bezüge zu anderen historischen Themen
 Materialien selbständig finden, die
zentralen Informationen herauslesen und
deren Informationsgehalt beurteilen.
 Aufklärung
 Bürgerliche Revolutionen
 die zentralen Errungenschaften der
Aufklärung darstellen und deren Chancen
und Gefahren diskutieren.
 die historischen Hintergründe der
bürgerlichen Revolutionen lokalisieren.
AKSA, Geschichte (GLF) 5
 Industrialisierung und soziale
 die von den bürgerlichen Revolutionen
ausgelösten gesellschaftlichen und
kulturellen Umwälzungen kategorisieren.
 das Wesen der Industrialisierung
veranschaulichen.
 Antworten auf die soziale Frage
kategorisieren und werten.
 das historische Umfeld, in dem der
Nationalismus gedeihen konnte,
 das Wesen der bürgerlichen Gesellschaft
 den Weg zur Gründung der modernen
Schweiz 1848 analysieren.
 die Herausforderungen der modernen
Schweiz in der Vergangenheit evaluieren.
 Ursachen aktueller Probleme und
Schauplätze analysieren und deren
Wechselwirkung aufzeigen.
 die zentralen Grundvorausetzungen einer
Demokratie am Beispiel der Schweiz
 die Hintergründe aktueller Probleme und
Schauplätze erörtern und Chancen,
Gefahren und Dilemmata analysieren.
Frage
 Nationalismus und
Nationalstaatenbildung
 Das Werden der modernen
Schweiz
 Poltitische Bildung
 Historische Hintergründe
aktueller Probleme und
Schauplätze
 Möglichkeiten und Grenzen der
 Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung
 Methodische Zugänge der
 erläutern, wie die Quellenlage die
Geschichtswissenschaft beeinflusst.
 darlegen, wie die Deutung der
Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche
und politische Zwecke eingesetzt werden
kann.
 die Besonderheiten der
Verfassungsgeschichte, Kultur-,
Wirtschafts- und Sozialgeschichte
AKSA, Geschichte (GLF) 6
 Klassifizierung von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Informationen finden
 Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte wie Belletristik oder Filme)
einordnen und deren Besonderheiten im
Hinblick auf deren Interpretation erläutern.
 die Absicht, den Informationsstand und die
Ideologie des Verfassers von Materialien
kritisch hinterfragen.
 aus vorgegebenen Fragestellungen
Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge
zu anderen historischen Themen herstellen.
 selbständig umfassende Materialien finden,
die wesentlichen Informationen
herausarbeiten und deren Gehalt
2. Fakten und Zusammenhänge
 Imperialismus
 Ursachen, Wesen und Auswirkungen des
Imperialismus sowie die Probleme des
Aufeinanderprallens von unterschiedlichen
Kulturen formulieren.
 Ursachen, Merkmale und Verlauf des
Ersten Weltkriegs erläutern.
 die Neuordnung der internationalen
Beziehungen nach dem Ersten Weltkrieg
erläutern, deren Chancen und Gefahren
 die ideologischen, poltitischen und
gesellschaftlichen Wurzenln des
Totalitarismus analysieren.
 die Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen
totalitärer Systeme beurteilen.
 Verlauf, Merkmale und Auswirkungen des
Zweiten Weltkrieges erklären.
 Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung
des Holocaust darstellen und beurteilen.
 Erster Weltkrieg und
Neuordnung der
internationalen Beziehungen
 Wurzel und Wesen des
Totalitarismus
 Zweiter Weltkrieg
 Holocaust
AKSA, Geschichte (GLF) 7
 Historische Hintergründe
aktueller Probleme und
Schauplätze
 aktuelle politische Herausforderungen
analysieren, mögliche Handlungsoptionen
 Möglichkeiten und Grenzen der
 Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung
 Methodische Zugänge der
 erläutern, wie die Quellenlage sowie die
Zeit- und Kulturgebundenheit der
Geschichtswissenschaftler die
Geschichtswissenschaft beeinflussen.
 darlegen, wie die Deutung der
Vergangenheit den impliziten Rahmen für
politische und gesellschaftliche Prozesse
bildet.
 die Besonderheiten und die Bedeutung der
Geschlechter-, Umwelt-, und
Migrationsgeschichte formulieren.
 Klassifizierung von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Informationen finden
 Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte wie Belletristik oder Filme)
einordnen und deren Einfluss auf das
eigene Geschichtsbild reflektieren.
 die Absicht, den Informationsstand, die
Ideologie und den Bildungsstand des
Verfassers von Materialien kritisch
 selbständig Fragestellungen entwickeln und
Bezüge zu historischen Kontexten
 selbständig Materialien finden, deren
Informationsgehalt beurteilen und anhand
eigener Fragestellungen bearbeiten und
evaluieren.
AKSA, Geschichte (GLF) 8
 Kalter Krieg
 Längsschnitt
aussereuropäischer Regionen
 Herausforderungen um die
Jahrtausendwende
 Gesellschaftliche Umbrüche im
Zwanzigsten Jahrhundert
 Historische Hintergründe
aktueller Probleme und
Schauplätze
 die zentralen Ereignisse, Strukturen und
Ideolgien des Kalten Krieges erläutern.
 Hintergründe des Zusammenbruchs des
Ostblocks analysieren.
 die zentralen Elemente und
Grundstrukturen der betreffenden Kultur
 Ursachen, Verlauf und Folgen der
wichtigsten Entwicklungsphasen
illustrieren.
 aktuelle Herausforderungen der Region
analysieren und Lösungsansätze
 einige zentrale globale Herausforderungen
analysiern, Lösungswege erarbeiten und
diese beurteilen.
 Hintergründe, Wesen und Auswirkungen
gesellschaftlicher Umbrüche diskutieren.
 die Hintergründe aktueller Probleme und
Schauplätze analysieren,
Lösungsvorschläge erarbeiten und diese
bewerten.
 Möglichkeiten und Grenzen der
 Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung
 Methodische Zugänge der
 formulieren, wie Quellenlage, die Zeit- und
Kulturgebundenheit der
Geschichtswissenschaft sowie die
beschränkte Informationsbewältigungskapazität des Menschen die Möglichkeiten
und Grenzen der Geschichtswissenschaft
beeinflusst.
 die Eckwerte des eigenen
Geschichtsbewusstseins reflektieren.
 die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-,
wirtschafts-, kultur-, umwelts- oder
geschlechtergeschichtlicher) Perspektive
befragen.
AKSA Informatik (Oblig. Fach)
LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH INFORMATIK1
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen
Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit
digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und
damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie
Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache
ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer
Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises
Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese
praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber
auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und
Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl
zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
• Reflexive Fähigkeiten:
- Strukturiert denken
- Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
- Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
- Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die
den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen
haben.".
2AKSA Informatik (Oblig. Fach)
• Sozialkompetenz:
- Lösungen in Gruppen erarbeiten
- Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
• Sprachkompetenz:
- Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
- Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Interessen
- Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
- Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
- Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
- Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
• IKT-Kompetenzen:
- Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
- Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
- Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
• Methodenkompetenz:
- Ein einfaches Problem anhand von einem Algorithmus lösen können
- Mittels der Kenntnisse Datenschutzrechten den Alltag gestalten
- Bestimmte Informationen in einer Datenbank finden
• Mindestens fünf Leistungsüberprüfungen im ersten Jahr
• Mindestens drei Leistungsüberprüfungen im zweiten Jahr
• Mathematik: z.B. Codierung (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), Algorithmen, Datenstrukturen, Programmieren, Verschlüsselung und Sicherheit
• Recht und Wirtschaft: z.B. Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren
• Entwicklung eines Programms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine Optimie- rung
der realen Welt darstellt
• Bestehende Literatur, Texte und Programme kritisch hinterfragen und zu Rate ziehen können
• Fachbegriffe der Informatik kennen und anwenden können
(6) Präzisierung zu den Lerngebieten
• Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur
der Kantonsschule und deren Nutzung.
• Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht einen Drittel der Unterrichtslektionen aus.
3AKSA Informatik (Oblig. Fach)
 Algorithmen
 Datenstrukturen
 Programmieren I
 Programmieren II
 definieren, was ein Algorithmus ist.
 einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.
 einfache Algorithmen wie Greedy-,
Such- oder Sortieralgorithmen interpre-
 einfache Probleme wie kürzester Weg
mit eigenen Algorithmen lösen.
 elementare und strukturierte Datentypen verstehen, wie zum Beispiel Arrays, Graphen oder Bäume.
 für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
 die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache wie Python
oder Java anwenden.
 Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren.
 modular und objektorientiert programmieren
 syntaktische und semantische Fehler in
einem Programm erkennen und korrigieren.
 Repräsentation von Information
 Codierung
 digitale und analoge Datenverarbeitung
 Information und Daten voneinander abgrenzen.
 Code, Syntax, Semantik voneinander
 verschiedene Dateiformate wie z.B.
JPEG oder PNG anhand einfacher
Beispiele erklären.
 binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Ope-
4AKSA Informatik (Oblig. Fach)
rationen (Addieren und Subtrahieren)
 verschiedene Codierungen wie Pixel-
und Zeichencodierung verstehen und
 Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können
 die Architektur (z.B. die Von-Neumann-
Architektur) eines Computers und die
Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.
 das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…
 Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können
 einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.
 Programmieren III Die Schülerinnen und Schüler können
 ein kleines Projekt programmieren.
 persistent speichern.
5AKSA Informatik (Oblig. Fach)
Lerngebiet: Daten, Information, Wissen
 Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können
 eine Datenbankabfragesprache (SQL)
 Datenbanken als Organisationsform
grosser Datenmengen verstehen.
2. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und Sicherheit
 Computernetzwerke
 Verschlüsselung
 Sicherheit
 den Unterschied zwischen lokalen und
globalen Netzwerken erklären.
 verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.
 die Übermittlung und Adressierung von
Daten in Computernetzwerken be-
 eine Netzwerkumgebung analysieren.
 Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (ohne auf die mathematischen Hintergründe einzugehen).
 die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern kennen.
 geeignete Verschlüsselungsmethoden
wie z.B. Diffie-Hellmann, OTP, AES
 Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren,
Spoofing, DoS usw.) erkennen und er-
 geeignete Schutzmassnahmen (Stärke
von Passwörtern beurteilen, digitale
Zertifikate anwenden etc.) treffen.
3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…
 Simulation und Visualisierung Die Schülerinnen und Schüler können
 Simulationen planen, durchführen und
die Ergebnisse angemessen visualisie-
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
 Projektentwicklung
 Kollaboration
 Recht und Wirtschaft
 kleine Informatiklösungen planen und
 Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
 verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.
 die Bedeutung von Metadaten (z.B. eines Browsers etc.) in Kommunikationssystemen erklären.
 wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-
Rechte einfordern.
 Interessen der Gesellschaft, aber auch
von kommerziellen Akteuren und von
Kriminellen im Internet bewerten und
darauf reagieren.
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH INFORMATIK
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten
repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden
kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist
es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen
wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein
grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt
es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie
Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die
Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie
praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und
Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der
Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien,
strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue
Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke
in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die
Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software,
die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und
Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren
verantwortungsvollen Einsatz.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber
auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und
Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur
allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
• Reflexive Fähigkeiten:
- Strukturiert denken
- Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
- Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
- Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
• Sozialkompetenz:
- Lösungen in Gruppen erarbeiten
- Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
• Sprachkompetenz:
- Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt
- Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Interessen
- Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
- Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
- Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
- Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
• IKT-Kompetenzen:
- Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
- Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
• Methodenkompetenz:
- Ein einfaches Problem anhand von einem Algorithmus lösen können
- Mittels der Kenntnisse Datenschutzrechten den Alltag gestalten
- Bestimmte Informationen in einer Datenbank finden
• Mindestens fünf Leistungsüberprüfungen im ersten Jahr
• Mindestens drei Leistungsüberprüfungen im zweiten Jahr
• Mathematik: z.B. Codierung (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), Algorithmen, Datenstrukturen,
Programmieren, Verschlüsselung und Sicherheit
• Recht und Wirtschaft: z.B. Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern
und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren
• Entwicklung eines Programms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine Optimierung der realen
Welt darstellt
• Bestehende Literatur, Texte und Programme kritisch hinterfragen und zu Rate ziehen können
• Fachbegriffe der Informatik kennen und anwenden können
(6) Präzisierung zu den Lerngebieten
• Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der
Kantonsschule und deren Nutzung.
• Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht einen Drittel der Unterrichtslektionen aus.
• Die Lerngebiete Daten, Information, Wissen und Systeme, Vernetzung und Sicherheit weisen dieselbe
Gewichtung auf.
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
 Algorithmen
 Datenstrukturen
 Programmieren I
 Programmieren II
 einen Algorithmus auf verschiedene Arten
 einfache Algorithmen wie Greedy-, Such-
oder Sortieralgorithmen interpretieren.
 einfache Probleme wie kürzester Weg mit
eigenen Algorithmen lösen.
 elementare und strukturierte Datentypen
verstehen, wie zum Beispiel Arrays,
Graphen oder Bäume.
 für einfache Probleme geeignete
Datenstrukturen verwenden.
 die wesentlichen Strukturelemente einer
Programmiersprache wie Python anwenden.
 Algorithmen in einer Programmiersprache
implementieren.
 modular programmieren (Verwendung von
Objekten).
 syntaktische und semantische Fehler in
einem Programm erkennen und korrigieren.
 Repräsentation von Information
 Codierung
 digitale und analoge Datenverarbeitung
 Information und Daten voneinander
 Code, Syntax, Semantik voneinander
abgrenzen, (z.B. Syntaxdiagramme)
 verschiedene Dateiformate wie z.B. JPEG
oder PNG anhand einfacher Beispiele
 Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären
und einfache Umwandlungen durchführen
(Addieren und Subtrahieren).
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
 Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können
 die Architektur (z.B. die Von-Neumann-
Architektur) eines Computers und die
Funktionsweise der wichtigsten
Komponenten und Schnittstellen
beschreiben (z.B. CPU und Caches).
 das Zusammenspiel zwischen Hardware,
Betriebssystem und
Anwendungsprogrammen erklären.
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…
 Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können
 Unterschiede und Beziehungen zwischen
der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären.
 Programmieren III Die Schülerinnen und Schüler können
 ein kleines Projekt programmieren.
 persistent speichern.
 Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können
 Datenbanken als Organisationsform grosser
Datenmengen verstehen.
 eine Datenbankabfragesprache (SQL)
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
 Computernetzwerke
 Verschlüsselung
 Sicherheit
 eine einfache Netzwerkumgebung
 das Zusammenspiel von Netzwerken
 verschiedene Netzwerkschichten
unterscheiden und sie benennen
(Vierschichtenmodell).
 die Übermittlung und Adressierung von
Daten in Computernetzwerken beschreiben.
 Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate
erklären (ohne auf die mathematischen
Hintergründe einzugehen).
 die Sicherheit von
Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern
 geeignete Verschlüsselungsmethoden wie
z.B. Diffie-Hellmann, OTP, AES verwenden.
 Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren, Spoofing,
DoS usw.) erkennen und erklären.
 geeignete Schutzmassnahmen (Stärke von
Passwörtern beurteilen, digitale Zertifikate
anwenden etc.) treffen.
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
 Simulation Die Schülerinnen und Schüler können
 einfache Simulationen durchführen und die
Ergebnisse interpretieren.
6AKSA Informatik (Oblig. Fach)
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
 Automatisierung
 Kollaboration
 Recht und Wirtschaft
 Grenzen, Chancen und Risiken der
Automatisierung einschätzen.
 ausgewählte informatikgestützte
Kollaborationsformen einsetzen.
 die Bedeutung von Metadaten (z.B. eines
Browsers etc.) in Kommunikationssystemen
 wichtige Datennutzungs-Rechte und deren
Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte
einfordern.
 Interessen der Gesellschaft, aber auch von
kommerziellen Akteuren und von Kriminellen
im Internet bewerten und darauf reagieren.
5AKSA, Informatik (EF)
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH INFORMATIK
Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle
wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert
der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen.
Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell
einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich
betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der
Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar.
Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten
Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren
Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der
Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll
eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind.
Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke
in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich
besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt.
Das Ergänzungsfach Informatik fördert besonders
 Probleme analysieren, strukturieren und modellieren
 Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
 Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich
verständlich formulieren
5AKSA, Informatik (EF)
 Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der
Realisierung von eigenen Lösungen nutzen
 Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren A uswirkungen im Alltag
auseinandersetzen
 Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und
zu hinterfragen
5AKSA, Informatik (EF)
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus
denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte
 Theoretische Informatik (z.B.
endliche Automaten, reguläre
Ausdrücke, Graphen, Grenzen
der Berechenbarkeit)
 Netzwerke (z.B.
Netzwerkarten, Routing,
Protokolle der TCP/IP-Suite,
synchrone vs. asynchrone
Kommunikation)
 Logik (z.B. Boole‘sche Algebra,
Aussagenlogik,
Prädikatenlogik, Regelbasierte
Systeme)
 Digitaltechnik und
Rechnerstruktur (z.B.
elementare Schaltalgebra,
Aufbau eines Prozessors,
Logikschaltungen)
 aus den behandelten Themen die
Bedeutung von fundamentalen Begriffen
erklären (z.B. Effektivität und Effizienz,
Deterministik, Protokoll, Stack und Heap,
Register).
 aus den behandelten Themen
fundamentale Konzepte beschreiben und
anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke,
Automaten, Client-Server, von-Neumann-
Architektur).
 aus den behandelten Themen einzelne
Beispiele umsetzen.
2. Lerngebiet: Information
 Informationsrepräsentation
(z.B. Informationsgehalt,
Komprimierung, Kodierung)
 Datenstrukturen (z.B.
elementare Datentypen,
struktierte und dynamische
Datentypen, Bäume)
 Datenbanken (z.B. Entity-
Relationship-Modell,
Skalierbarkeit, Effizienz)
 Datensicherheit (z.B.
fehlererkennende und
fehlkorrigierende Codes,
Prüfsummen)
 Informationen auf verschiedene Arten
darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert,
hierarchisch, indiziert, kodiert).
 für eine Problemstellung angepasste
Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische
Listen, Baumstrukturen).
 die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich
Vollständigkeit, Effizienz und
Erweiterbarkeit beurteilen.
 Methoden zur Erhöhung der
Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz,
Fehlererkennung, Fehlerkorrektur).
5AKSA, Informatik (EF)
3. Lerngebiet: Automation
 Algorithmen aus ausgewählten
Bereichen (z.B. Shortest Path,
Minimum Spanning Tree,
Minimax, MD4/5, RSA, LZW,
Scheduling, Paging)
 Programmieren, Lösen von
angemessenen
Aufgabenstellungen mit
gegebenen Werkzeugen, ev.
exemplarische
Implementierung von
Algorithmen (z.B. Sortieren,
Rekursion, Suchbäume, Client-
Server-Applikationen)
 Projektentwicklung (z.B.
Realisierung einer kleineren
Applikation)
 Probleme strukturieren und sinnvolle
Lösungswege formulieren.
 gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz,
Korrektheit und Sonderfällen analysieren.
 die Funktionsweise eines Algorithmus
erklären und ihn anwenden.
 Programmierkonzepte beschreiben und
anwenden (z.B. Rekursion,
Objektorientierung, Modularisierung).
 exemplarische Algorithmen in einer
Programmiersprache implementieren (z.B.
Sortieren, Suchen).
 Informatiklösungen planen und umsetzen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH
INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden 1
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren
Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines
kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der
Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen
Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der
Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren
und harmonisch zu entwickeln.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin - sicht auf
Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh- mung,
Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die
Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit, länger
dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die
Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und
Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit
unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene
Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag
einzubeziehen.
Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders
• Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
AKSA, Instrumentalunterricht (EF)
• Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können
• Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln
• Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
• Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger
dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer
Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate
(schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus dekla- rierbarer
individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und
Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am indi- viduellen
Lernfortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenz- stufe 3 zu
erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transpa- renten
Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur
und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel
möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material,
Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des
gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst.
AKSA, Instrumentalunterricht (EF)
Die Lerngebiet 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instru -
mentenspezifischem Bedarf.
 über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3)
verfügen.
 verschiedene Erarbeitungs- und
Übtechniken einsetzen.
 ihren Körper und ihre Atmung bewusst und
physiologisch angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage einsetzen
 einen musikalischen Text von
fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad
(Kompetenzstufe 3) fehlerfrei lesen,
verstehen und umsetzen.
 sich über fortgeschrittene stilistische
Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.
 Klangvorstellungen differenziert umsetzen
 die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes
Musikstück notwendigen interpretatorischen
Parameter formulieren.
 einen musikalischen Text stilbewusst
umsetzen und die von ihnen gespielte
Musik mit persönlichem Ausdruck und
Engagement vortragen.
 Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren wahrnehmen
und ihre eigene Leistung beschreiben und
 Selbständigkeit,
 auf die Vertiefung in zwei ausgewählten
AKSA, Instrumentalunterricht (EF)
Epochen und Stilbereichen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire von
mindestens drei Musikstücken aus
unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen
 sich über eine fortgeschrittene
Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation ausweisen.
 an Musizierstunden und öffentlichen
Auftritten ihrer Schule mitwirken.
 sich musizierend und bei Bedarf auch
verbal an das jeweilige Publikum richten.
 Musikstücke von einem für sie
mittelschweren Anforderungsniveau (zwei
Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken erfolgreich anwenden.
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem
Instrument nach Gehör in verschiedenen
Tonarten spielen.
 einen Teil ihres Repertoires auswendig
 über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven
(Fortsetzung des Unterrichts,
Ensembletätigkeit, Musikstudium,
Berufschancen etc.) nach Austritt aus der
Mittelschule Auskunft geben.
 Zusammenspielen
 Zukunftsperspektiven
 Melodik
 Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen
und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre
Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental
 die harmonischen Hauptstufen erkennen.
 komplexere rhythmische Muster erkennen
AKSA, Instrumentalunterricht (EF)
 Klang  Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem
Instrument klar erkennbar umsetzen.
 Instrumentenkunde und -
einige Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie der für ihr Instrument
wichtigsten Komponisten benennen
(Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst
gewählten Gebieten).
 die für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen und ihre
Hauptcharakteristika benennen.
 die bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen (Repetition
sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten
Gebieten).
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtigsten Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt
zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in
zwei selbst gewählten Gebieten).
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH
INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden 0.5 0.5 0.5
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren
Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines
kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der
Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen
Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der
Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren
und harmonisch zu entwickeln.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin- sicht
auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh - mung,
Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die
Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit,
länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er
fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit
Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit
unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene
Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag
einzubeziehen.
Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders
• Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
• Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können
• Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln
• Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
• Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger
dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer
Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate
anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsan- forderungen. Die
Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewer- tung ein.
Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormba- siert
(Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau aufgrund unter- schiedlich
langer Vorbildung sehr unterschiedlich ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die
Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm).
Zur Beurteilung des individuellen Lernfortschritts im Bereich des Instrumenalspiels wird im Lauf des 1.
Semesters sowie im letzten Semester des Grundlagenfachs je eine Standortbestimmung (Stufentest)
durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG
durchgeführt. Es wird ein kurzer schriftlicher Bericht abgegeben. Die Standort- bestimmung wird nicht
bewertet.
Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur
und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel
möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material,
Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des
gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst.
Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und
Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig
und gleichermassen zu erarbeiten sind, werden nach Möglichkeit im Gruppenunter- richt vermittelt
(verschiedene Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen).
Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach
instrumentenspezifischem Bedarf.
 auf eine entwicklungsfähige
instrumentaltechnische Basis
zurückgreifen.
 elementare Erarbeitungs- und
Übtechniken beschreiben und anwenden.
 Körper und Atmung bewusst einsetzen.
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext korrekt
lesen, verstehen und stilistisch angepasst
auf dem Instrument wiedergeben.
 ihrem eigenen Spiel aufmerksam zuhören
und es beurteilen.
 über ihren aktuellen technischen Stand
und die anvisierten Lernziele Auskunft
 Erarbeitungs- und
Übtechniken
 Textumsetzung,
Stilbewusstsein,
Interpretation,
Ausdrucksfähigkeit
 auf die Erarbeitung von Musikstücken aus
zurückblicken.
 ein Repertoire von mindestens zwei
erarbeiteten Musikstücken vorweisen.
 Zusammenspiel
 ihrem instrumentalen Stand
entsprechende Musikstücke mit ihrer
Lehrperson zusammen spielen.
 Musikstücke in einem passenden Rahmen
(z.B. Klassenstunde, Musizierstunde)
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren
Niveau ab Blatt realisieren.
 niveaugerecht improvisierend musizieren.
 einfache Melodien nach Gehör spielen.
 kürzere Musikstücke auf einem für sie
einfachen Niveau im Unterricht auswendig
 Melodik
 Harmonik
 einfache Melodien ab Notentext
 Intervalle und Tonleitern nach
instrumentenspezifischem Bedarf hören,
erkennen und spielen.
 Dur/moll/verminderte/übermässige
Dreiklänge erkennen.
 einfache rhythmische Muster mit allen
Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen klatschend,
sprechend und auf ihrem Instrument
 Klangfarben wahrnehmen, verbal
beschreiben und auf ihrem Instrument
ansatzweise umsetzen.
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
einige Hauptwerke der von ihnen
gespielten Komponisten benennen.
 die für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen
 Instrumentenpflege
 Instrumentenkunde
sowie die bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen.
 ihr Instrument sachgerecht pflegen
die einzelnen Teile ihres Instruments
benennen und ihre Funktion erklären.
 über die Funktionsweise und die
wichtigsten physikalischen Grundlagen
der Klangerzeugung ihres Instrumentes
 einen instrumentaltechnischen Fortschritt
von mindestens einer Kompetenzstufe
gegenüber dem Beginn der 1. Klasse
 die wesentlichsten Erarbeitungs- und
Übtechniken beschreiben und im
Übprozess anwenden.
 ihr Instrument bzw. ihre Stimme
physiologisch angemessen betätigen.
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext korrekt
lesen, verstehen und auf dem Instrument
 die notwendigen stilistischen
Grundkenntnisse in ihr Spiel einfliessen
 die von ihnen gespielte Musik mit
persönlichem Ausdruck und Engagement
spielen.
 ihrem eigenen Spiel aufmerksam zuhören
und Differenzen zwischen Intention und
Realisierung wahrnehmen.
 über ihren aktuellen technischen Stand
und die anvisierten Lernziele Auskunft
 Erarbeitungs- und
Übtechniken
 Stilbewusstsein,
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 auf die Erarbeitung von Werken aus
zurückblicken.
 ein Repertoire von mindestens drei
erarbeiteten Musikstücken vorweisen.
 ihrem instrumentalen Stand
entsprechende Musikstücke mit ihrer
Lehrperson und mit anderen SchülerInnen
von mindestens gleichem technischem
Niveau zusammen spielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester der
Schule mitwirken.
 vor einer schulinternen Gruppe von
ZuhörerInnen auftreten.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren
Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab
Blatt spielen bzw. singen.
 fortgeschrittenere Improvisationsaufgaben
 komplexere ihnen bekannte Melodien
nach Gehör spielen.
 kürzere Musikstücke im Unterricht
auswendig vortragen.
 Zusammenspiel
3. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Grundlagen
 Melodik
 Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen
bzw. spielen.
 Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische,
chromatische und Ganztonleitern
erkennen und auf ihrem Instrument
 Intervalle aufwärts und abwärts lesend
und hörend erkennen und auf ihrem
Instrument bzw. dem Klavier realisieren.
 Dreiklänge erkennen und auf ihrem
Instrument realisieren.
 komplexere rhythmische Muster mit allen
Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen klatschend,
sprechend und auf ihrem Instrument
 Klangfarben wahrnehmen, verbal
beschreiben und auf ihrem Instrument
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -
einige Hauptwerke der von ihnen
gespielten Komponisten benennen.
 verschiedene musikalische Gattungen aus
dem Repertoire ihres Instrumentes
 zentrale Fakten der Geschichte sowie
einzelne Werke der bildenden Kunst und
Literatur aus der Zeit der von ihnen
erarbeiteten Musik benennen.
 die geläufigsten instrumentenspezifischen
Vortragsbezeichnungen und Fachtermini
verstehen und korrekt anwenden.
 die Entstehung und Weiterentwicklung
ihres Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
 Erarbeitungs- und
Übtechniken
 über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (mindestens zwei
Kompetenzstufen über dem individuellen
Stand zu Beginn der 1. Klasse) verfügen.
 Verschiedene Üb- und
Erarbeitungstechniken beschreiben und
im Übprozess erfolgreich anwenden.
 ihren Körper und ihre Atmung bewusst
und physiologisch angemessen zugunsten
 Selbstwahrnehmung,
Selbständigkeit
der musikalischen Aussage einsetzen.
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext korrekt
lesen, verstehen und auf dem Instrument
 über die notwendigen stilistischen
Grundkenntnisse der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen verfügen.
 für ein zu erarbeitendes Stück
interpretatorische Ideen formulieren.
 Klangvorstellungen differenziert
 einen musikalischen Text mit
persönlichem Ausdruck und Engagement
 Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren
wahrnehmen und ihre eigene Leistung
beschreiben und einordnen.
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 Zusammenspiel
 auf die Erarbeitung von Musik aus
möglichst allen folgenden Epochen und
Stilbereichen zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Neuere Musik in klassischromantischer Tradition“
5. „Klassische Moderne“
6. „Neue Musik nach 1945“
7. „Jazz/Blues“
8. „Rock/Pop“
9. „Folk/Volksmusik“
 ein Repertoire von mindestens drei früher
erarbeiteten Musikstücken aus
 ihrem instrumentalen Stand
entsprechende Musikstücke mit ihrer
Lehrperson und anderen
InstrumentalpartnerInnen spielen.
 Zukunftsperspektiven
 in einem Ensemble/Chor/Orchester der
Schule mitwirken.
 an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen
von Ensembles) an öffentlichen
Veranstaltungen ihrer Schule auftreten.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren
Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab
Blatt spielen bzw. singen.
 komplexere Improvisationsaufgaben
 ihnen bekannte Melodien in den ihnen
technisch möglichen Tonarten nach Gehör
spielen und einfachere Melodien
nachspielen.
 Musikstücke im Unterricht auswendig
 über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie über
ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht,
Ensembles etc.) nach Beendigung des
Grundlagenfachs Auskunft geben.
 Melodik
 Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen
bzw. spielen.
 Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge
und ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen und instrumental realisieren.
 die harmonischen Hauptstufen erkennen.
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem
Instrument erkennbar umsetzen
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
einige Hauptwerke der von ihnen
gespielten Komponisten sowie generell
der für ihr Instrument wichtigsten
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Grundlagen der
Klangerzeugung
Komponisten benennen.
 sich über die Kenntnis einiger
bedeutender Werke für ihr Instrument und
über ein elementares historisches
Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu
den von ihnen selbst erarbeiteten
Kompositionen ausweisen.
 die für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen, ihre
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtigsten Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche
korrekt zuordnen.
 zentrale Fakten der politischen
Geschichte sowie einige Werke der
Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
 in Bezug auf ihr eigenes Instrument über
mathematische Grundlagen der Musik
(z.B. Intervallverhältnisse,
Stimmungssysteme, Flageolett etc.)
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH
INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden 1 1
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren
Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines
kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der
Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen
Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der
Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren
und harmonisch zu entwickeln.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin- sicht
auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh - mung,
Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die
Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit,
länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er
fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit
Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit
unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene
Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag
einzubeziehen.
Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders
• Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
• Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
führen
• Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können
• Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln
• Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
• Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
• Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger
dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer
Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate
(schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus dekla- rierbarer
individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und
Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am indi- viduellen
Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe
Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3 und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompe- tenzstufe
4 zu erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten
Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Bewer- tung ein.
Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur
und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel
möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material,
Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des
gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst.
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach
instrumentenspezifischem Bedarf.
 ihr Instrument technisch auf
fortgeschrittenem Niveau (mindestens
Kompetenzstufe 3) beherrschen.
 ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs-
und Übtechniken erfolgreich anwenden.
 ihren Körper und ihre Atmung bewusst und
physiologisch angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage einsetzen.
 einen musikalischen Text von
fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad
(mindestens Kompetenzstufe 3) selbständig
lesen, verstehen und umsetzen.
 sich über fortgeschrittene stilistische
Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.
 Klangvorstellungen differenziert umsetzen.
 für ein zu erarbeitendes Musikstück
interpretatorische Parameter formulieren und
 die von ihnen gespielte Musik mit
persönlichem Ausdruck und Engagement
 Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren wahrnehmen
und ihre eigene Leistung beschreiben und
 über ihren aktuellen technischen Stand, ihre
Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten
 Ausdrucksfähigkeit,
Selbständigkeit
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
 auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst
allen der folgenden Epochen und
Stilbereiche zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer
Tradition“
5. „Klassische Moderne“
6. „Neue Musik nach 1945“
7.„Jazz/Blues“
8. „Rock/Pop“
9. „Folk/Volksmusik“
 ein vorspielreifes Repertoire von mindestens
drei früher erarbeiteten Musikstücken aus
 in Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation kompetent
 an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen
von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer
Schule auftreten.
 Musikstücke von einem für sie
mittelschweren Anforderungsniveau (zwei
Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken anwenden.
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem
Instrument nach Gehör in verschiedenen
Tonarten spielen und einfachere Melodien
nachspielen.
 einen Teil ihres Repertoires auswendig
 Zusammenspiel
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
 Melodik
 Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen
und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre
Umkehrungen lesend und hörend erkennen,
singend und instrumental realisieren.
 Die harmonischen Hauptstufen erkennen.
 komplexere rhythmische Muster erkennen
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem Instrument
erkennbar umsetzen.
 Instrumentenkunde und -
Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten
 sich über die Kenntnis einiger bedeutender
Werke für ihr Instrument und über ein
elementares historisches Umfeldwissen zu
diesen Werken sowie zu den von ihnen
selbst erarbeiteten Kompositionen
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt
 die für ihr Instrument relevanten Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen sowie ihre
Hauptcharakteristika benennen.
 die bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen.
 die Entstehung und Weiterentwicklung ihres
Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
 Grundlagen der
Klangerzeugung
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 sich über differenzierte Kenntnisse der
Klangerzeugung auf ihrem Instrument
 zentrale Fakten der politischen Geschichte
sowie einige Werke der Bildenden Kunst
und der Literatur aus der Zeit der von ihnen
erarbeiteten Musik benennen.
 ihr Instrument technisch auf
fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe
4) beherrschen.
 ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs-
und Übtechniken sinnvoll anwenden.
 ihren Körper und ihre Atmung kompetent
zugunsten der musikalischen Aussage
 einen musikalischen Text von
fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad
(Kompetenzstufe 4) selbständig lesen,
verstehen und umsetzen.
 die von ihnen erarbeiteten Werke stilistisch
adäquat interpretieren.
 ein zu erarbeitendes Musikstück mit den
notwendigen interpretatorischen Mitteln
formulieren und umsetzen.
 die von ihnen gespielte Musik mit
persönlichem Ausdruck und Engagement
 Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren wahrnehmen
und ihre eigene Leistung beschreiben und
 ein für sie mittelschweres Werk (eine
Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand)
selbständig einstudieren.
 Selbständigkeit
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst
allen der folgenden Epochen und
Stilbereiche zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer
Tradition“
5. „Klassische Moderne“
6. „Neue Musik nach 1945“
7. „Jazz/Blues“
8. „Rock/Pop“
9. „Folk/Volksmusik“
 ein vorspielreifes Repertoire von mindestens
fünf früher erarbeiteten Musikstücken aus
 sich über eine fortgeschrittene
Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder
Kammermusikformation ausweisen.
 an Musizierstunden und öffentlichen
Auftritten ihrer Schule mitwirken und sich
musizierend und bei Bedarf auch verbal an
das jeweilige Publikum richten.
 Musikstücke von einem für sie
mittelschweren Anforderungsniveau (zwei
Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken anwenden.
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem
Instrument nach Gehör in verschiedenen
Tonarten spielen.
 einen Teil ihres Repertoires auswendig
 über ihren aktuellen technischen Stand, ihre
Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven
(Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts,
Musikstudium, Berufschancen etc.) nach
Austritt aus der Mittelschule Auskunft geben.
 Zusammenspiel
 Zukunftsperspektiven
AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)
 Melodik
 Harmonik
 komplexe Melodien ab Notentext singen und
spielen
 die harmonischen Hauptstufen sowie
ausgewählte Nebenstufen
(Zwischendominante, neapolitanischer
Sextakkord, Trugschluss etc.) erkennen
 Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre
Umkehrungen lesend und hörend erkennen,
singend und instrumental realisieren
 komplexe rhythmische Muster erkennen und
umsetzen
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem Instrument
klar erkennbar umsetzen
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Instrumentenkunde und -
 die wichtigen biografischen Daten und
Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt
 die für ihr Instrument relevanten Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen und
zeitlich einordnen sowie ihre
Hauptcharakteristika benennen.
 die bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen.
 zentrale Fakten der politischen Geschichte
sowie einige Werke der Bildenden Kunst und
der Literatur aus der Zeit der von ihnen
erarbeiteten Musik benennen.
 sich über ein vertieftes historisches
Umfeldwissen zu den Hauptwerken ihres
Instruments und zu den von ihnen
erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ITALIENISCH
Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit
einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Lan- des. Er
fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landes- regionen
(Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Men- schen.
Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes
Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen
als europäische Kultursprache. Sie tragen so zur allgemeinen Studierfähigkeit bei.
Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur
und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Am Ende des Lehrgangs
verfügen die Schülerinnen und Schüler über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren.
Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den
Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen.
Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnis-, Kommunikationsmittel und künstlerisches
Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der
Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu
systematisieren, sich adäquat auszudrücken und andere zu verstehen. Der Italienischunterricht
vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen; mündlicher
und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreativen
Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst-
und Kulturformen. Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen
Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern.
Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund
mit nicht sprachlichen Mitteln erlangen
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
Kreativ mit Sprache umgehen
Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
Methodenkompetenz:
Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
 Ein- und zweisprachige Wörterbücher und andere Nachschlagewerke gezielt einsetzen
Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
 Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
 Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie
gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen
Niveau: A1-A2*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. Lerngebiet: Sprache und Sprachreflexion (A1-A2)
 Elementare morphologische
und syntaktische Strukturen
und Regeln: Substantiv,
Artikel, Adjektiv, Adverb,
Pronomen, Präpositionen,
Konjunktionen, Verb: Präsens,
Perfekt, Imperfekt
 das grammatikalische Basiswissen
 Grundwortschatz und
Lehrbuchwortschatz (Begriffe
aus der Unterrichtssprache,
Wortschatz aus dem Alltag)
 Alltagssituationen mithilfe eines
ausgewählten und begrenzten Vokabulars
meistern.
 ihren Grundwortschatz zu ausgewählten
Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit,
Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen
und vertiefen.
 einen Grundwortschatz von ca. 1000
Wörtern (A1-A2) ausweisen.
 Soziolinguistische Normen
 Vergleichende Sprachanalyse
 die grundlegenden Regeln der
Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen
und Siezen usw.) in Alltagssituationen
adäquat umsetzen.
 kurze einfache Sätze aus ihrer Muttersprache
ins Italienische übersetzen.
 relevante Gemeinsamkeiten und
Unterschiede zwischen Mutter- und
Zielsprache erkennen.
 Einfache Texte, Anweisungen
der Lehrkraft, Dialoge, Lieder
 einfache Texte (im Lehrmittel und aus dem
Alltag) verstehen und deren Inhalt
 Lehrbuchtexte, Texte aus dem
Alltag, Dialoge
 sich kurz vorstellen und einfache
Alltagsgespräche führen.
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Lehrbuchtexte (z.B.
Speisekarten, Fahrpläne,
Mitteilungen und
Wetterbericht), einfache
literarische Texte (z.B. Mafia,
amore e polizia), Texte aus
dem Alltag, Lieder
 einfache Texte phonetisch korrekt
vorlesen.
 Einfache Karten (z.B.
Postkarten und Dialoge) und
E-Mails, kurze
Beschreibungen
 kurze Texte verfassen.
 Personen und Situationen in einfachen
Worten angemessen beschreiben.
 Textanalyse
 die Figuren, ihre Handlungen und ihre
Beziehungen untereinander beschreiben und
 die Themen erkennen und diskutieren.
Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen
 Ausgewählte Aspekte der
italienischsprachigen Welt
 die italienischsprachigen Gebiete der
Schweiz benennen und die Wichtigkeit
dieser Gebiete resp. Sprache für die
Schweiz erklären.
 Gegenwartsbezüge herstellen.
 elementare geographische Kenntnisse der
Südschweiz und Italiens (Regionen,
Provinzen, Städte, Flüsse usw.) anwenden.
 Einfache Zeitungsausschnitte,
Lieder, Videosequenzen
 sich je nach persönlichem Interesse für
unterschiedliche Aspekte der
italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst,
Architektur, Geographie, Land und Leute
usw.) begeistern.
 den Inhalt ausgewählter, stufengerechter
Canzoni und Filmsequenzen im Grossen
und Ganzen verstehen und
Niveau: A2
 Weiterführende
morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln: komplexere nominale
und verbale Strukturen, Futur I
und II, Plusquamperfekt,
Konditional, Imperativ,
Gerundium, Präpositionen
 anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse
 Grund- und Aufbauwortschatz
 Klassenvokabular (besonders
im Zusammenhang mit
Lektüre)
 einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis
 Begriffe einfach umschreiben.
 gewisse typische Redewendungen verwenden
 ihren Wortschatz auf ca. 2000 Wörter (A2) erweitern und diesen aktiv und korrekt anwenden.
 Gebrauch von Hilfsmitteln
 Sprachvergleiche
 Wörterbücher (auch elektronische)
kompetent verwenden.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den
Bereichen Grammatik und Wortschatz
zwischen Italienisch und anderen
Schulsprachen erkennen und nutzen.
 Übersetzen  einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
 Dialoge und Aussagen
Italienischsprechender,
komplexere Unterrichtssprache,
Tondokumente, Videos
verschiedenen
Schwierigkeitsgrades
 Dialoge und Originalaussagen oder auch
ausgewählte Canzoni bzw. Filme im
Wesentlichen verstehen.
 Szenische Spiele (Diskussionen
nach Rollenvorgaben)
 Kurze Präsentationen oder Referate
 zunehmend zusammenhängend sprechen
 sich spontan unterhalten
 sich vorstellen
 über Hobbies, Interessen und Erfahrungen
sprechen
 kurze Geschichten erzählen.
 erste (vorbereitete) Vorträge/Referate zu
verschiedenen Themen, u.a. zu wichtigen
Namen und Begriffen der
italienischsprachigen Welt (Politik, Mode,
Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.)
halten.
 den Inhalt von Büchern und Filmen
zusammenfassend wiedergeben und ihre
Meinung dazu äussern.
 Stellung nehmen zu verschiedenen
Aspekten dieser Texte und ihre Meinung
dazu äussern (Personenbeziehungen;
kausale Zusammenhänge).
 Vereinfachte Belletristik (wie
Kurzgeschichten, kleine
Romane, Artikel aus Zeitungen
und Zeitschriften) oder
didaktisch bearbeitete
Ausschnitte aus Zeitungen und
Zeitschriften, Gedichte, Lieder
 vereinfachte oder einfache Texte verstehen.
 Texte im Zusammenhang mit
der Lektüre, Briefe
 Briefe und E-Mails (Privatkorrespondenz)
sowie erste längere Texte
(Zusammenfassungen und
Stellungnahmen) zu vertrauten Themen
 Erste Grundbegriffe der
Literaturanalyse (z.B.
Textgattungen,
Erzählperspektive usw.)
 literarische Grundbegriffe korrekt
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte aus
dem 20. und 21. Jahrhundert
von einfachem
Schwierigkeitsgrad (z.B. von
N. Ginzburg, La strada che va
in città, N. Ammaniti, Io e te)
 Ausgewählte
literaturgeschichtliche
Kenntnisse (z.B. über Dante,
Ungaretti)
 elementare Informationen zum Kontext des
gelesenen Textes mit eigenen Worten
 erste wichtige Namen der
italienischsprachigen Literatur einordnen.
Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen
 Typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt,
Lebenseinstellungen,
soziokultureller Austausch
(Schweiz/italienischsprachige
Regionen: z.B. Traditionen,
Feste, Stadt/Land, Immigranten)
 Italienische Musik und
italienisches Kino
 gesellschaftliche und kulturelle Themen der
Südschweiz und Italiens besprechen und
dazu ihre Meinung äussern.
 zu einigen bedeutenden Vertretern und
Vertreterinnen der italienischen Musik und
des italienischen Filmes einen
persönlichen Bezug herstellen.
Niveau: A2-B1
 Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln, Konjunktiv, Passiv,
Bedingungssatz, Zeitenfolge,
indirekte Rede
 vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwen-
 neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen
bilden und anwenden.
 Themen- und textbezogener
 nebst ihrem Grundwortschatz einen
erweiterten Wortschatz zu ausgewählten
Bereichen (z.B. der menschliche Körper,
Psyche, Geist, Verhalten) anwenden und
diesen selbständig festigen.
Wörter der gleichen Wortfamilie
erschliessen sowie Synonyme und
Antonyme ableiten.
 ihren Wortschatz auf ca. 2500 (B1) Wörter
erweitern und diesen aktiv und korrekt
 Stil und Register
 Sprachfamilien
 Selbstkorrektur
 Verwendung von Hilfsmitteln
 verschiedene Sprachebenen identifizieren
 gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen.
 Querverweise auf andere (lateinische) Sprachen erstellen.
 elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen
erkennen und verbessern.
 sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.
 Authentische Dokumente (z.B.  den Gesprächen und Gedankengängen von
Muttersprachigen im Wesentlichen folgen,
Originalbeiträge sinngemäss verstehen
(Globalverständnis).
 am Unterrichtsgespräch teilnehmen und die
Anweisungen der Lehrperson in
stufengerechtem Italienisch verstehen.
Filme, Theater, Radio- und
Fernsehreportagen und
Nachrichten)
 Lektürebesprechungen,
Diskussionen zu aktuellen
Themen, Kurzpräsentationen,
Vorträge, authentische
Dokumente
 einem Gespräch unter Muttersprachigen
folgen und daran teilnehmen.
 in Diskussionen spontan und klar ihre
Meinung äussern.
 sich in Vorträgen zu literarischen und nicht
literarischen Werken sowie zu anderen
Themen äussern.
 Literarische und andere
Originaltexte mittleren
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Novelle, Kurzgeschichte,
Roman, Theaterstücke, Lyrik,
Opernlibretti, Medientexte)
 Lesestrategien (z.B. Selektives
Lesen, Hypothesen bilden)
 Texte aus verschiedenen Textgattungen
lesen, verstehen und präzis
 sich selbständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen.
 sinngebend vorlesen.
 Leseintentionen planen.
 verschiedene Lesestrategien kompetent
 Längere Texte zu allgemeinen
 Briefe, Buchbesprechungen, kürzere
Aufsätze und unterschiedliche Textsorten
(z.B. argumentative und fiktionale Texte )
 schreibend kreativ mit Sprache und Texten
 verschiedene Schreibstrategien kompetent
und literarischen bzw.
kulturellen Themen
 Schreibstrategien (z.B. Clustern,
Mindmaps)
Grobinhalt: Literaturanalyse
und Interpretation
 Methoden der Literaturanalyse
und -interpretation
 Grundbegriffe der
Literaturanalyse (z.B. Figur,
Erzählsituation, elementare
rhetorische Figuren)
 verschiedene Gattungen (z.B.
Komödie, Fabeln, Erzählung,
Roman, Poesie)
 Handlungsablauf, Figurenkonstellationen
und Erzählsituation eines literarischen
Textes analysieren und deren Bedeutung
 einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
 einen literarischen Text auf seine
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte vom
20. bis 21. Jahrhundert mittleren
Schwierigkeitsgrades (z.B. von
F. Volo, È una vita che ti
aspetto, A. Baricco, Seta, G.
Carofiglio, Testimone
inconsapevole)
 sich selbständig mit einem literarischen
Werk auseinandersetzen.
 einige wichtige Autorinnen und Autoren resp.
Werke des 20. und 21. Jahrhunderts
benennen, verstehen und einordnen.
Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen
 Typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt (z.B.
Stereotypen der italianità,
Einwanderung, Fascismo)
 Zeitungsartikel, Canzoni, Filme,
fumetti
 gesellschaftliche und kulturelle Themen der
Südschweiz und Italiens besprechen und
dazu ihre Meinung äussern.
 zu einigen bedeutenden Vertretern und
Vertreterinnen der italienischen Musik und
des italienischen Filmes einen
persönlichen Bezug herstellen.
Niveau: B1-B2
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
 Komplexe morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln, z.B. Nebensatzsyntax,
Infinitivstrukturen und das
Verb und seine Ergänzungen
 die bereits erworbenen morphologischen und
syntaktischen Grundstrukturen sicher
 selbständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren, auch im Hinblick auf
die Maturitätsprüfungen.
 Erweiterter themen- und
textbezogener Grund- und
 Vernetzung des Wortschatzes
(z.B. Wortfamilien, Synonyme
und Antonyme, Vokabular im
Kontext, Definitionen,
Paraphrasen, idiomatische
Wendungen)
 ihren Wortschatz selbständig festigen und
vertiefen, auch im Hinblick auf die
Maturitätsprüfungen.
 den Wortschatz differenzieren und den neu
Wörter der gleichen Wortfamilie
 ihren Wortschatz auf ca. 3000 (B2) Wörter
erweitern und diesen aktiv und korrekt
 Selbstkorrektur
 Stil und Register (z.B. italiano
formale aulico, italiano parlato
colloquiale, italiano popolare,
italiano gergale)
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
 unterschiedliche Sprachebenen identifizieren
 gebräuchliche rhetorische Abweichungen von
der Standardsprache erkennen.
 Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Standardsprache (z.B. Film,
Fernseh- und Radiosendungen,
Bild- und/oder Tonquellen,
Diskussionen)
 Komplexere Präsentationen in
 authentische Redebeiträge weitgehend
 regional oder dialektal gefärbtes Italienisch
 längere komplexere Präsentationen
Standardsprache
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
 Redebeiträge zu verschiedenen
allgemeinen und literarischen
bzw. kulturellen Themen (z.B.
Diskussionen, Präsentationen,
 sich sach-, adressaten- und
situationsgerecht ausdrücken.
 sich kritisch äussern und überzeugend
argumentieren.
 Präsentationen zu anspruchsvolleren
Themen halten.
 an einem Gespräch unter
Italienischsprachigen teilnehmen
 ihre Meinung und Gefühle spontan und
fliessend äussern.
 Literarische und andere
Originaltexte mittleren bis
anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
Sachtexte)
 ausgewählte Texte früherer Epochen (mit
Hilfsmitteln) selbständig lesen und
 individuelle Lektüren selbständig lesen und
 Längere Texte zu allgemeinen
und literarischen bzw.
kulturellen Themen
 Unterschiedliche Textsorten
(z.B. argumentative und
fiktionale Texte)
 Schreibstrategien
 Texte verständlich und logisch gestalten.
 Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen und Briefe verfassen.
 das Schreiben von Texten sinnvoll planen.
 Methoden der Literaturanalyse
und -interpretation
 ausgewählte Ansätze der
Textinterpretation anwenden.
 wesentliche stilistische und rhetorische
Mittel identifizieren.
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Texte aus Epochen vor dem 20.
Jahrhundert mittleren bis
anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades
 Literatur- bzw.
kulturgeschichtlicher Kontext
von Werken (z.B. von Dante
Alighieri, G. Boccaccio, N.
Machiavelli, C. Goldoni, U.
Foscolo, A. Manzoni, G.
Leopardi, G. Verga u.a.)
 anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor
dem 20. Jahrhundert erkennen und
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen
 typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt (z.B.
Stereotypen der italianità,
Einwanderung,Gleichstellung)
 wichtige Epochen der
italienienischen Geschichte (z.B.
Rinascimento, Risorgimento,
Questione Meridionale,
Fascimo, Resistenza, Miracolo
economico, Mani pulite, Terza
Repubblica, Berlusconismo)
 Kunstströmungen
 Filme (Fellini, Tornatore,
Benigni)
 Musica (leggera, classica e
lirica)
 ausgewählte Aspekte der
italienischsprachigen Welt
kontextualisieren und erörtern.
 für die Gegenwart besonders relevante
politische, kulturelle, gesellschaftliche und
wirtschaftliche Aspekte der italienischen
Geschichte weitgehend darlegen.
 allgemeine Aussagen zu ausgewählten
Strömungen machen, sowie einige
dazugehörige Hauptwerke in ihrem
visuellen Befund grob analysieren und
 die soziokulturelle Dimension ausgewählter
Hauptwerke der italienischen
Filmgeschichte unter bestimmten
Fragestellungen weitgehend darlegen.
 anhand von wichtigen Komponisten,
cantautori und Werken der
verschiedensten Genres die italienische
Musiktradition grob charakterisieren und
kontexualisieren.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH ITALIENISCH
Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit
einen wesentlichen Beitrag an die mehrsprachige und kulturell vielfältige Identität unseres Lan- des. Er
fördert das Interesse, die Neugier und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesre- gionen
(Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Der
Sprach- und Literaturunterricht im Schwerpunktfach Italienisch legt überdies den Grundstein für ein
vertieftes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und eines historisch gewachsenen Euro- pas,
indem sie die historisch bedeutsame Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache sicht - bar
machen. Sie bereiten überdies auf ein anschliessendes Fachstudium des Italienischen vor.
Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur
und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen und baut auf den im Freifach/Grundlagenfach Italienisch vorgängig erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf. Am Ende des
Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über
eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache gekonnt
zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die
Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landes- grenzen.
Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnis-, Kommunikations-, Macht- und künstlerisches
Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der
Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu
systematisieren sowie sich adäquat auszudrücken bzw. andere zu verstehen. Der Italienischunter- richt
vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen, mündlicher
und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen
Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreati- ven
Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten aus verschiedenen Epochen sowie
im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Dabei begegnen sie Möglichkeiten der künstle- rischen
Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens, die als Basis für das Hinterfragen der eigenen Welt
und Wertvorstellungen dienen.
Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern,
den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen
Fächern.
Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders
• Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund
mit nicht sprachlichen Mitteln erlangen
• Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
• Kreativ mit Sprache umgehen
• Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
• Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
• Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
• Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen
• Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
• Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
• Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie
gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen
Niveau: B1-B2*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion B1-B2
 Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln, Konjunktiv Präsens und
Imperfekt, Passiv,
Bedingungssatz, Zeitenfolge,
indirekte Rede
 vertiefte grammatikalische Kenntnisse
anwenden (je nach Lehrmittel).
 neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen
bilden und anwenden.
 Themen- und textbezogener
 nebst ihrem Grundwortschatz einen
erweiterten Wortschatz (zu Themen aus
Literatur und Kunstgeschichte) anwenden
und diesen selbständig festigen.
 ihren Wortschatz auf ca. 2500 (B1) Wörter
erweitern und können diesen aktiv und
Wörter der gleichen Wortfamilie
erschliessen sowie Synonyme und
Antonyme ableiten.
 Stil und Register
 Soziolinguistik (optional)
 Selbstkorrektur und
Fremdkorrektur
 Verwendung von Hilfsmitteln
 verschiedene Sprachebenen
 gewisse Abweichungen von der
Standardsprache erkennen und einordnen.
 einfache soziolinguistische Probleme
 elementare Fehler in ihren
Sprachstrukturen entdecken und
korrigieren.
 sich notwendige Informationen aus
verschiedensten Quellen beschaffen.
 ausgewählte Textpassagen in die
Muttersprache übersetzen.
2. Lerngebiet: Kommunikation (B1-B2)
 Authentische Dokumente (z.B.
Filme, Theater, Radio-und
Fernsehreportagen und
Nachrichten)
 den Gesprächen und Gedankengängen von
Muttersprachigen weitgehend folgen.
 Originalbeiträge (wie Radio- oder
Fernsehnachrichten) weitgehend verstehen.
 das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in Italienisch
 Alltagsgespräche
 Lektürebesprechungen,
Diskussionen zu aktuellen
Themen, Kurzpräsentationen,
Vorträge
 einem angeregten Gespräch unter
Muttersprachigen folgen und daran
teilnehmen.
 in Diskussionen klar und nuanciert ihre
Meinung äussern.
 sich in Vorträgen zu literarischen und
nichtliterarischen Werken sowie zu anderen
Themen klar äussern.
 Literarische und andere
Originaltexte mittleren bis
anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Erzählungen, kürzere Romane,
Theaterstücke, Lyrik,
Opernlibretti, Medientexte)
 Lesestrategien (z.B. Selektives
Lesen, Hypothesen bilden)
 Texte aus verschiedenen Textgattungen
lesen, verstehen und präzis
 sich selbständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen.
 Unbekanntes aus dem Kontext erschliessen.
 eigene Verständnislücken erkennen.
 verschiedene Lesestrategien kennen und
 Unterschiedliche Textsorten
(z.B. Briefe, Emails, Berichte
Kommentare, Beschreibungen)
 über Themen, die ihnen vertraut sind oder
die sie persönlich interessieren, einfache
zusammenhängende Texte schreiben.
 Briefe und Emails schreiben und darin
persönliche Ansichten und Meinungen
 Längere Texte zu allgemeinen
und literarischen bzw.
kulturellen Themen (z.B.
argumentative und fiktionale
Texte: Erörterungen,
Stellungnahmen,
Kurzgeschichten, Märchentexte,
Gedichte)
 Schreibstrategien (z.B. Clustern,
Mindmaps)
 die Handlung eines Films oder eines Buches
erzählen.
 Buchbesprechungen und kurze Aufsätze
 verschiedene Schreibvorgaben für
argumentative und fiktionale Texte
 Kurzgeschichten bzw. Minigedichte nach
einem gewählten Muster gestalten.
 verschiedene Schreibstrategien kompetent
 Grundbegriffe der
Literaturanalyse (z.B. Figur,
Erzählsituation, elementare
rhetorische Figuren)
 Verschiedene Gattungen (z.B.
Komödie, Fabel, Erzählung,
Roman, Poesie)
 einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
 Handlungsablauf, Figurenkonstellation und
Erzählsituation eines literarischen Textes
tief greifend analysieren und deren
Bedeutung erklären.
 einen literarischen Text auf seine
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Kurze literarische Originaltexte
mittleren Schwierigkeitsgrades
vor dem 20. Jahrhundert (z.B.
G. Boccaccio, F. Petrarca, C.
Goldoni)
 Literarische Originaltexte vom
20. bis 21. Jahrhundert mittleren
bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z.B. A.
Baricco, G. Carofiglio, N.
Ginzburg, L. Pirandello)
 einen summarischen Überblick über die
italienische Literaturgeschichte geben.
 den für das Textverständnis erforderlichen
historischen Kontext mit eigenen Worten
 einige wichtige Autorinnen und Autoren
resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts
nach inhaltlichen, thematischen und
soziokulturellen Aspekten erarbeiten und
 sich selbständig mit einem literarischen
Werk auseinandersetzen.
Grobinhalt: Civiltà Italiana Fachliche Kompetenzen
 Typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt (z.B.
Stereotypen der italianità,
Einwanderung, Fascismo)
 Zeitungsartikel, canzoni, Filme,
fumetti
 wichtige Momente der Geschichte der
Südschweiz und Italiens (Staatsgründung,
Nord-Süd-Problematik, Mafia usw.) erklären
und gewichten.
 sich die Bedeutung der italienischen
Einwanderung und deren Auswirkungen auf die
Schweizer Gesellschaft bewusst machen.
 sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln,
canzoni, Filmen etc. äussern und kritisch
und differenziert Stellung nehmen.
Niveau: B2-C1
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion (B2)
 Komplexe morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln, z.B. Nebensatzsyntax,
Infinitivstrukturen und das Verb
und seine Ergänzungen
 die bereits erworbenen morphologischen und
syntaktischen Grundstrukturen sicher
 selbständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren und vertiefen.
 Erweiterter themen- und
textbezogender Grund- und
 Vernetzung des Wortschatzes
 ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen.
 den Wortschatz differenzieren und den neu
 ihren Wortschatz auf ca. 3000 (B2) Wörter
erweitern und diesen aktiv und korrekt
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Selbstkorrektur
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
 Stil und Register (z.B. italiano
formale aulico, italiano parlato
colloquiale, italiano popolare,
italiano gergale)
 unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.
 gebräuchliche rhetorische Abweichungen von
der Standardsprache erkennen.
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen herstellen.
Grobinhalt: Hören (B2-C1) Fachliche Kompetenzen
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Standardsprache (z.B. Film,
Fernseh- und Radiosendungen,
Diskussionen)
 Komplexere Präsentationen in
Standardsprache
 authentische Redebeiträge verstehen.
 regional oder dialektal gefärbtes Italienisch
 längere komplexere Präsentationen
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
Grobinhalt: Sprechen (B2) Fachliche Kompetenzen
 Redebeiträge zu verschiedenen
allgemeinen und literarischen
bzw. kulturellen Themen (z.B.
Diskussionen, Präsentationen,
 sich sach-, adressaten- und
situationsgerecht ausdrücken.
 sich kritisch äussern und überzeugend
argumentieren.
 Präsentationen über komplexe Themen
halten.
 an einem Gespräch unter
Italienischsprachigen teilnehmen.
 ihre Meinung und Gefühle spontan und
fliessend äussern.
Grobinhalt: Lesen (B2-C1) Fachliche Kompetenzen
 Literarische und andere
Originaltexte mittleren bis
anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z.B.
Theaterstücke, Lyrik,
Sekundärliteratur, Medientexte,
Sachtexte)
 Lesestrategien
 Originaltexte selbständig lesen, analysieren
und zusammenfassen.
 sich mittels individueller Lektüren
selbständig auf die Maturitätsprüfungen
vorbereiten.
 sinngebend vorlesen
 verschiedene Lesestrategien kompetent
 das Nicht-Verstandene exakt definieren und
paraphrasieren.
Grobinhalt: Schreiben (B2) Fachliche Kompetenzen
 Längere und komplexere Texte
zu allgemeinen und literarischen
 Unterschiedliche Textsorten
(z.B. argumentative und
fiktionale Texte)
 Schreibstrategien
 Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen, Briefe pointiert und
facettenreich verfassen (auch als
Vorbereitung auf die schriftlichen
Maturitätsprüfungen).
 Argumente und Gegenargumente zu einem
bestimmten Problem darlegen.
 fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben.
 das Schreiben von Texten sinnvoll planen.
 Methoden der Literaturanalyse
und -interpretation
 verschiedene Ansätze der Textinterpretation
 stilistische und rhetorische Mittel
identifizieren.
 Sekundärliteratur für ihre Interpretation
bewusst und kritisch einsetzen.
 ausgewählte Textpassagen aus Prosa und
Theatertexten szenisch umsetzen.
Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen
 Texte aus Epochen vor dem 20.
Jahrhundert mittleren bis
anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z.B. von
Dante Alighieri, G. Boccaccio,
N. Machiavelli, C. Goldoni, U.
Foscolo, A. Manzoni, G.
Leopardi, G. Verga)
 Literatur- bzw.
kulturgeschichtlicher Kontext
(z.B. Trecento, Sette und
Ottocento: Dante Alighieri, F.
Petrarca, G. Boccaccio, C.
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
 anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln Texte aus diversen
Epochen und literarischen Strömungen
erkennen, einordnen und analysieren.
Goldoni, A. Manzoni, G. Verga
usw.)
Grobinhalt: Civiltà Italiana Fachliche Kompetenzen
 Typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt (z.B.
Stereotypen der italianità,
Einwanderung, Gleichstellung)
 Kunstströmungen (z.B.
Architektur, Kunststädte)
 Studienreisen (optional)
 Wichtige Epochen der
italienienischen Geschichte
(z.B. Rinascimento,
Risorgimento, Questione
Meridionale, Fascismo,
Resistenza, Miracolo
economico, Mani pulite, Terza
Repubblica, Berlusconismo)
 Musica (leggera, classica e
lirica) (optional)
 Filme (Fellini, Tornatore,
Benigni)
 verschiedenste Aspekte der
italienischsprachigen Welt kompetent
kontextualisieren und erörten.
 Bilder aufgrund von Fachkriterien
analysieren (z.B. Fläche, Farben, Tonwerte.
Raumwirkung) und interpretieren (z.B.
biographischer und gesellschaftlicher
Aspekt)
 Studienreisen (Spezialschulwochen u.ä.)
weitgehend selbständig organisieren.
 anlässlich von Studienreisen kompetent
durch Ausstellungen o.ä. führen.
 für die Gegenwart besonders relevante
politische, kulturelle, gesellschaftliche und
wirtschaftliche Aspekte der italienischen
Geschichte präzis darlegen.
 einige ausgewählte Hauptwerke der
italienischen Musiktradition verschiedener
Epochen unter bestimmten Fragestellungen
charakterisieren und kontextualisieren.
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
Schnitt, Montage, Kamera, Inszenierung)
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH LATEIN
Die antike Suche nach Antworten auf die Grundfragen menschlicher Existenz hat die europäische
Denktradition bis heute wesentlich geprägt. Mit dieser setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand
von Originaltexten und Übersetzungen auseinander, hinterfragen sie kritisch und leiten daraus
Erkenntnisse über verschiedene Lebensgestaltungen ab. Auf diesem Hintergrund können die
Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Lebensgestaltung reflektieren und weiterentwickeln.
Um die Originaltexte sprachlich zu verstehen und dem Inhalt in einer Übersetzung gerecht zu werden,
erweitern die Schülerinnen und Schüler ihren Wortschatz, vertiefen ihre Sprachkenntnisse und
verfeinern ihre Ausdrucksmöglichkeiten in der Zielsprache Deutsch. Sie ordnen die Texte in ihren
literarischen und historischen Zusammenhang ein und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her.
Auf diese Weise erkennen sie, dass heute getrennte Lebensbereiche eng miteinander verflochten
waren, und lernen die daraus entstandenen Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen
kennen. Auf diesem Hintergrund verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass jede Übersetzung
bereits eine Interpretation darstellt, da der eigene historische und kulturelle Kontext nicht ausgeschaltet
und der fremde nie völlig durchdrungen werden kann.
Die Schülerinnen und Schüler stellen Themen und Motive in einen Zusammenhang mit literarischen
Werken und Kunstformen verschiedener Epochen und erkennen, wie die Auseinandersetzung mit
diesen Themen und Motiven für deren Rezeption und Weiterentwicklung gesorgt hat. Sie lernen
Fragestellungen zu entwickeln, die der literarischen, geschichtlichen und sprachlichen Situation der
Texte angemessen sind.
Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders
• Sich in fremde Lebenswelten hineindenken und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede
zur eigenen Lebenswelt erkennen
• Die logische Struktur der lateinischen Sprache und die systematische Argumentationsweise
antiker Autoren für den Aufbau eigener Denkkategorien nutzen
2AKSA, Latein (SPF)
• Persönliche Ansichten aufgrund der Auseinandersetzung mit antiken Werten und Ideen
überprüfen und weiterentwickeln
• In Einzel- oder Teamarbeit lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
• Wichtige Ergebnisse synchroner und diachroner Sprachbetrachtung innerhalb der
lateinischen Sprache auch in anderen Sprachen anwenden
• Sich der eigenständigen Entwicklungen sowohl geschriebener als auch gesprochener Sprache
bewusst sein und dadurch den historischen oder gesellschaftlichen Kontext als Hintergrund und
Ursache für sprachliche Veränderungen begreifen
• Eine angemessene Übertragung komplexer inhaltlicher und sprachlicher Zusammenhänge
lateinischer Texte in die Zielsprache Deutsch vornehmen, um gut verständliche deutsche Texte
zu formulieren
• Eine hohe Flexibilität und Präzision in der Ausdrucksweise der Zielsprache Deutsch
• Virtuelle Informationen zu Autoren und Themen kritisch sichten, deren Qualität aufgrund von
definierten Kriterien prüfen und die Ergebnisse sinnvoll anwenden
• Online-Wörterbücher sinnvoll bei der Übersetzungsarbeit einsetzen
• In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Werthaltungen
offen und neugierig sein
3AKSA, Latein (SPF)
 Wortschatz
 Metrik
 Stilistik
 Übersetzungstechnik
 von ca. 50% eines definierten Wortschatzes,
bestehend aus einem Grundwortschatz und
einem während der Lektüre erarbeiteten
Aufbauwortschatz, die deutschen
Bedeutungen nennen.
 gängige Ableitungen mit Prä- und Suffixen
durchführen und verschiedene Wortarten
bilden.
 die wichtigsten metrischen Schemata
erkennen, skandieren und lesen.
 gängige Stilmittel im Text erkennen,
benennen und deren Verwendung
 einen Text aufgrund der Wortwahl und der
verwendeten Rhetorik und Stilistik
 die Möglichkeiten der Beeinflussung und
Manipulation der Rezipienten herausarbeiten
und kritisch hinterfragen.
 einen Text sprachlich formal und syntaktisch
 die nötigen Hilfsmittel sinnvoll und gezielt
 Unterschiede in den
Formulierungsmöglichkeiten von Latein und
Deutsch erkennen, die daraus resultierenden
Konsequenzen für eine Übersetzung
abschätzen und inhaltlich präzise und
adäquate deutsche Formulierungen finden.
4AKSA, Latein (SPF)
 Alltag und menschliches
Zusammenleben
 Mythologie
 Rezeption antiker Texte und
Motive
 Intertextualität
 Merkmale des Alltags von Menschen aus
verschiedenen Zeiten und sozialen
Schichten aus lateinischen Originaltexten
herausarbeiten und beschreiben, deren
Bedürfnisse und Probleme aufzeigen und
zum zeitgeschichtlichen Hintergrund in
Bezug setzen.
 anhand von Beispielen aus der lateinischen
Literatur aufzeigen, inwiefern
selbstbestimmtes Denken und Handeln auch
unter schwierigen Umständen möglich ist.
 erklären, auf welche Weise eine
befriedigende Lebensgestaltung möglich ist,
wenn Einschränkungen bewusst
wahrgenommen und kreativ interpretiert
 die spezifischen Merkmale eines Mythos im
lateinischen Original erkennen und
 mythische Weltvorstellungen und die
Funktion und Bedeutung von Mythen für die
Menschen an Beispielen erklären.
 heutige Vorstellungen als moderne Mythen
erkennen, mit den antiken Mythen
vergleichen und ihren Zweck erläutern.
 berühmte Motive in Texten verschiedener
Epochen der Latinitas und in verschiedenen
Medien (Bilder, Skulpturen, filmische
Umsetzungen etc.) zusammenstellen und die
vorhandenen Grundelemente und Varianten
 den Begriff „Intertextualität“ erklären.
 lateinische Texte mit möglichen Prätexten
(lateinische, evtl. griechische Texte,
archäologische Zeugnisse) vergleichen und
Unterschiede beschreiben.
5AKSA, Latein (SPF)
 Wortschatz
 Übersetzungstechnik
 Literarische Gattungen
 von einem definierten Wortschatz, bestehend
aus einem Grundwortschatz und einem
während der Lektüre erarbeiteten
Aufbauwortschatz, die deutschen
Bedeutungen nennen.
 Veränderungen lateinischer Wörter in den
modernen Fremdsprachen in lautlicher und
formaler Hinsicht beschreiben und daraus
Gesetzmässigkeiten ableiten.
 mit den Möglichkeiten des Deutschen dem
lateinischen Original angemessene witzige,
paradoxe, ironische und andere stilistische
Merkmale in die Übersetzung einbauen.
 Texte den verschiedenen literarischen
Gattungen (z.B. Brief, Erörterung,
Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der
Textmerkmale zuordnen und in einen
gattungsspezifischen Zusammenhang
 Parallelen und autorenspezifische
Abweichungen gegenüber den
Grundmerkmalen einer Gattung beschreiben
und Ursachen für die Abweichungen
 Politik und Gesellschaft
 Wert- und Weltvorstellungen
 anhand von lateinischen Originaltexten die
Wechselwirkungen zwischen Politik und
Gesellschaft und das dadurch entstehende
Spannungsfeld beschreiben.
 bei einzelnen Autoren fremde Einflüsse in
der römischen Kultur erkennen und deren
Auseinandersetzung mit diesen beschreiben.
 nachvollziehen, dass persönliche und
ethische Grundhaltungen mit religiösen,
6AKSA, Latein (SPF)
 Philosophie
 Rezeption antiker Texte und
Motive
Intertextualität
moralischen und gesetzlichen Normen in
Konflikt geraten können, so dass Recht und
Gerechtigkeit auseinanderklaffen.
 erkennen, dass gesetzliches oder gerechtes
Handeln nicht immer möglich ist, und sind
fähig, Lösungsansätze für das Individuum zu
 Werte des menschlichen Handelns
unterscheiden; von Handlungsträgern
getroffene Entscheidungen analysieren,
diskutieren und beurteilen.
 verschiedene Wertsysteme und
-vorstellungen beschreiben, zueinander und zu
den eigenen Werten in Bezug setzen und ihre
Gültigkeit damals und heute
herausarbeiten.
 unterschiedliche Funktionen von Religionen
erkennen, beschreiben und in einen
Zusammenhang mit dem zeitgeschichtlichen
Hintergrund setzen.
 den Umgang der Römer mit den
griechischen philosophischen Schulen und
Schriften beschreiben.
 die römischen philosophischen Traditionen
kennen und die Parallelen und
Weiterführungen der griechischen Werke
 die rezeptive Ausgestaltung antiker Motive
mit verschiedenen Merkmalen der jeweiligen
Entstehungsepoche und deren
geistesgeschichtlichen Strömungen in
 die allgemeingültigen und die zeitabhängigen
Elemente eines Motivs herausarbeiten und
die Motiventwicklung beurteilen.
 aus ihrer Lektüreerfahrung mögliche Prätexte
selbst erkennen.
 die Verarbeitung möglicher Prätexte in ihre
Interpretation miteinbeziehen.
Alte Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91, CH-5001 Aarau
Telefon +41 62 834 67 00, info@altekanti.ch, www.altekanti.ch
LEHRPLAN GYMNASIUM
Grundlagenfach Mathematik
Version August 2013 (Stand August 2021)
Herausgeber Schulleitung
Die basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit vom 17. März 2016 gemäss
Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK vom 9. Juni 1994 sind kursiv und rot gefärbt.
Mathematik als Denkschule: Der Mathematikunterricht schult das exakte
Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit, präzisem
Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt
die Kreativität an. Der Mathematikunterricht fördert dadurch das Vertrauen ins
eigene Denken und die Eigenständigkeit im Urteil.
Mathematik als Modell der Welt: Der Umgang mit der Ideenwelt und der
Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen
Leistungen, ohne jedes Nützlichkeitsdenken, der Mensch fähig ist. Der
Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt die
Freude an geistiger Arbeit.
Mathematik als Sprache der Natur: Die Mathematik ist ein wesentliches
Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie hat
entscheidenden Anteil bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere
Umwelt. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen
Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die Naturwissenschaften und
damit in einen Teil unserer Welt möglich.
Mathematik als Basiskompetenz: Der Mathematikunterricht legt Grundlagen
und festigt Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche,
technische und auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge
Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und fördert das Verständnis für Technik
und Naturwissenschaft.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 2 / 14
Allgemeine Bildungsziele
Beweisen/
Argumentieren
mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der
Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff,
Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische
Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben.
einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen,
Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische
Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) nachvollziehen.
anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und
wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu
beweisen.
Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren.
das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-Behauptung-Beweis an
einfachen Beispielen erläutern.
Beschreibung von Modellen •
die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells
zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines
wissenschaftlichen Modells unterscheiden.
Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders
Reflexive Fähigkeiten • Probleme und Aufgaben bewusst analysieren und die
Zweckmässigkeit der eingesetzten Mittel und die erzielten Resultate
kritisch überprüfen
Selbstkompetenz • Erfahren, dass auch anspruchsvolle Probleme mit Engagement,
Anstrengung und Ausdauer lösbar sind
Sprachkompetenz • Erfahren, dass der präzise Sprachgebrauch eine Voraussetzung für
korrektes logisches Schliessen ist
Methodenkompetenz • Verstehen, dass jeder Erkenntnisgewinn auf Verinnerlichung,
Abstraktionsvermögen und dem spielerischen Umgang mit den
gewonnenen geistigen Abbildern der Realität beruht
ICT-Kompetenzen • Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll
nutzen
Interessen • Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik
offen sein
Charakteristisch für die Mathematik ist ihre präzise Begriffswelt, diese
ermöglicht eine hohe Transparenz in der Leistungsbeurteilung.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 3 / 14
Die Fortentwicklung vieler wissenschaftlicher Disziplinen geht einher mit einer
zunehmenden Betonung des quantitativen Charakters der Begriffsbildungen.
Die Mathematik wird dadurch zu jener universellen Wissenschaftssprache,
ohne die tiefere Erkenntnisse kaum erfasst und vermittelt werden können.
Der Mathematikunterricht stellt hohe Anforderungen an die Eigenständigkeit
im Denken und fördert diese in hohem Masse. Dadurch wird er zu einem
tragenden, vorbereitenden Element für die Maturitätsarbeit.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 4 / 14
Zahlbereiche
• die Zahl als Mittel zur quantitativen Erfassung von
physikalischen Grössen sinnvoll einsetzen.
• natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen charakterisieren.
Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller
Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen
erkennen und unterscheiden.
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die
Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen (+, −,∙,÷
) durchführen.
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze,
rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit,
gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen.
einfache mathematische Symbole korrekt verwenden.
Potenzen • mit Wurzeln und Potenzen mit ganzzahligen und rationalen
Exponenten sicher umgehen.
• Zahlen in wissenschaftlicher Form darstellen.
• mit Potenzen von Summen rechnen: Pascal-Dreieck.
2. Lerngebiet: Gleichungen
Die Schülerinnen und Schüler könnenGleichungen allgemein •
erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch
mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen
rechnerisch nachprüfen.
verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden.
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
Gleichungen formalisieren und lösen.
Lineare Gleichungssysteme • mit den Begriffen Aussage, Aussageform, Lösungsmenge,
Äquivalenzumformung, Gewinn- und Verlustumformung
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 5 / 14
• Gleichungssysteme, auch mit Parametern, mit zwei und mehr
Variablen mittels unterschiedlicher Methoden lösen.
• Realprobleme in Form von Gleichungssystemen erfassen und
• Lösungsmengen von linearen Gleichungen und
Gleichungssystemen geometrisch interpretieren.
lineare Gleichungen lösen.
erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems
versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen.
das Prinzip der Elimination von Unbekannten in
Gleichungssystemen erläutern.
lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden
lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode,
Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen.
lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und
ihre Lösungsmengen graphisch darstellen.
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen.
Quadratische Gleichungen • Terme quadratisch ergänzen.
• die Lösungsformel für die quadratische Gleichung, auch mit
Parametern, sicher anwenden und die Diskriminante
• Realprobleme in Form von quadratischen Gleichungen erfassen
und lösen.
• Gleichungen, die auf quadratische Gleichungen führen, lösen:
Bruchgleichungen, biquadratische Gleichungen,
Wurzelgleichungen und Gleichungssysteme mit quadratischen
Gleichungen.
• den Taschenrechner zum Lösen von quadratischen
Gleichungen und Gleichungssystemen einsetzen.
quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen
(Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander
vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz.
einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und
Scheinlösungen erkennen.
3. Lerngebiet: Funktionen
Funktionsbegriff
• mit dem Funktionsbegriff umgehen: Funktion, Verkettung,
Umkehrfunktion.
• Funktionen graphisch darstellen, auch mit dem
Taschenrechner.
• funktionale Zusammenhänge im inner- und
aussermathematischen Kontext erkennen und als
Funktionsgleichung formulieren.
erklären, was man unter einer Funktion versteht, und
verwenden insbesondere die Notation 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥)
korrekt.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 6 / 14
das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt
eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer
Wertetabelle).
die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen
rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, 𝑦𝑦
-
Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie,
Symmetrien).
die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen.
Lineare Funktionen • mit der linearen Funktion 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑚𝑚𝑥𝑥 + 𝑞𝑞 und deren Graph
sicher umgehen.
• Geraden mit der Gleichung 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑚𝑚𝑥𝑥 + 𝑞𝑞 erfassen.
• Schnittpunkte von Geradenpaaren berechnen.
• orthogonale Geradenpaare bestimmen.
Trigonometrische Funktionen • mit dem Grad- und Bogenmass umgehen.
• die Winkelfunktionen am Einheitskreis definieren und deren
Graphen darstellen.
• einige grundlegende Zusammenhänge zwischen den
Winkelfunktionen formulieren.
• mit den Umkehrungen der Winkelfunktionen umgehen.
4. Lerngebiet: Geometrie
Ähnlichkeit
• die Strahlensätze sicher anwenden.
• mit dem Ähnlichkeitsbegriff umgehen und diesen zweckmässig
• die Aussagen der Satzgruppe von Pythagoras sicher anwenden.
in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze
oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden.
den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären.
den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
Berechnungen am
rechtwinkligen und
allgemeinen DreieckTrigonometrie
• Berechnungen am rechtwinkligen Dreieck durchführen.
• mit dem Sinus- und Cosinussatz sicher umgehen und diese bei
der Berechnung von allgemeinen Dreiecken einsetzen.
Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher
damit umgehen.
die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck
erklären sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen.
die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am
Einheitskreis (als Koordinaten) erklären.
die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne
Hilfsmittel berechnen.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 7 / 14
die Beziehungen sin2(𝑥𝑥) + cos2(𝑥𝑥) = 1
und tan(𝑥𝑥) = sin(𝑥𝑥)
cos(𝑥𝑥)
erklären und in entsprechenden Situationen anwenden.
die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel
graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären.
den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis
und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären.
einfache trigonometrische Gleichungen lösen.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 8 / 14
1. Lerngebiet: Funktionen
Quadratische Funktion
• die Parabel als Graph der quadratischen Funktion
interpretieren und sind vertraut mit Anwendungen.
• mit der Normalform
𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑎𝑎𝑥𝑥2 + 𝑏𝑏𝑥𝑥 + 𝑐𝑐 und der Scheitelpunktform
𝑦𝑦 = 𝑎𝑎(𝑥𝑥 – 𝑢𝑢)2 + 𝑣𝑣 der Parabelgleichung sicher umgehen.
• Tangenten an Parabeln in analytischer Form bestimmen.
Potenzfunktionen • Eigenschaften der Graphen einiger Potenzfunktionen nennen
und erläutern.
Exponential- und
Logarithmusfunktion
Funktionstypen
• Exponential- und Logarithmusfunktionen algebraisch
charakterisieren und deren Rechengesetze sicher anwenden.
• die Graphen der beiden Funktionstypen erkennen und diese
• mit der Eulerzahl e und der natürlichen Exponential- und
Logarithmusfunktion umgehen.
• die Exponentialfunktion bei der Beschreibung von Wachstums-
und Zerfallsphänomenen einsetzen.
• Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen.
einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen.
Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen
exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch
geeignete Funktionen modellieren.
funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische
Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion,
Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische
Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.
erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms
welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen.
Folgen und Reihen • mit dem Folgenbegriff umgehen.
• den Zusammenhang zwischen Folgen und Reihen erläutern.
• mit arithmetischen und geometrischen Folgen sicher umgehen:
explizite und rekursive Darstellung, Endglied- und
Summenformel, Anwendungen.
die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge
in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer
Zahlenfolge erkennen.
Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle
Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 9 / 14
Summenzeichen benutzen.
Fakultäten benutzen.
2. Lerngebiet: Geometrie
Analytische Geometrie der
Ebene
• mit dem Begriff des Vektors und dessen Darstellung in
Koordinatenform sicher umgehen.
• können mit der Koordinatendarstellung von Vektoren rechnen:
Summe, skalares Vielfaches, Betrag, Streckenmittelpunkt,
Schwerpunkt von Dreiecken.
• den Begriff des Skalarprodukts erläutern und dieses anwenden:
Zwischenwinkelformel, Orthogonalität.
• die unterschiedlichen analytischen Darstellungsformen von
Geraden erläutern: Parameterdarstellung,
Koordinatengleichung und Normalenvektor.
einen Vektor des ℝ2
als geordnetes Zahlenpaar verstehen und
geometrisch in der Ebene deuten.
die Norm eines Vektors im ℝ2
berechnen und geometrisch
Vektoren im ℝ2
rechnerisch wie geometrisch addieren und
subtrahieren.
Vektoren des ℝ2
mit einem Skalar multiplizieren und das
Resultat geometrisch deuten.
das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2
einen Vektor im ℝ2
rechnerisch und geometrisch als
Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen.
den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2
den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2
mit Hilfe des
Skalarprodukts berechnen.
in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in
Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren.
3. Lerngebiet: Stochastik
Beschreibende Statistik
• Datenmengen erfassen und graphisch darstellen.
• mit den gängigen Lage- und Streumassen von Datenmengen
umgehen und diese korrekt interpretieren: Mittelwert, Median,
Standardabweichung.
• den Taschenrechner zur Darstellung von Datenmengen und zur
Berechnung von statistischen Grössen einsetzen.
die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm,
Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von
Statistiken interpretieren und vergleichen.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 10 / 14
die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung
(arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung)
interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 11 / 14
1. Lerngebiet: Geometrie
Analytische Geometrie am Kreis • Kreisgleichungen bestimmen.
• Beziehungsaufgaben zwischen Kreisen und Geraden behandeln.
• Tangenten an Kreise in analytischer Form bestimmen.
2. Lerngebiet: Analysis
Differentialrechnung
• mit dem Grenzwertbegriff bei Zahlenfolgen intuitiv umgehen
und Grenzwerte von unendlichen geometrischen Reihen
den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige
Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau
annähern.
einfache divergente Zahlenfolgen erkennen.
• den Begriff des Differenzenquotienten und dessen Beziehungen
zum Differentialquotienten, zur Steigung von Funktionsgraphen
und der Änderungsrate von Funktionen erläutern.
• die wichtigen Funktionsklassen ableiten: Polynomfunktionen,
Exponential- und Logarithmusfunktionen, Winkelfunktionen.
• die Ableitungsregeln sicher anwenden: Summen-, Faktor-,
Produkt-, Quotienten- und Kettenregel.
• mit den Methoden der Differentialrechnung Beziehungen
zwischen Funktionstermen und zugehörigen Funktionsgraphen
• Extremalprobleme lösen.
• die grundlegende Bedeutung des Ableitungsbegriffs in den
Naturwissenschaften anhand von Beispielen dokumentieren
und begründen.
• den Taschenrechner zur Berechnung von Ableitungen
die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von
Differenzenquotienten, definieren.
die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von
Sekantensteigungen, interpretieren.
die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa
𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥)
die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel
auf einfache Funktionen anwenden.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 12 / 14
Polynome 𝑎𝑎𝑛𝑛𝑥𝑥𝑛𝑛 + ⋯ + 𝑎𝑎1𝑥𝑥 + 𝑎𝑎0
mit Hilfe der Summen- und der
Faktorregel ableiten.
die allgemeine Exponentialfunktion 𝑎𝑎𝑥𝑥 = eln(𝑎𝑎)𝑥𝑥
mit Hilfe der
Kettenregel ableiten.
Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen.
Integralrechnung • die Stammfunktionen für die bekannten Funktionsklassen
bestimmen: Polynomfunktionen, Exponential- und
Logarithmus-funktionen, Winkelfunktionen.
• in einfachen Fällen Integrale als Grenzwert von Riemannschen
Summen bestimmen.
• den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung erläutern
und bei der Berechnung von eigentlichen und uneigentlichen
Integralen einsetzen.
• Flächen zwischen Graphen und Volumina von Rotationskörpern
bei Drehung um die x-Achse berechnen.
• die grundlegende Bedeutung des Integralbegriffs in den
Naturwissenschaften anhand von Beispielen dokumentieren.
• den Taschenrechner zur Bestimmung von Integralen einsetzen.
Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa
konstante Funktionen, 𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥)
einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der
Summen- und der Faktorregel integrieren.
mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und
Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den
Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren
erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen.
die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa
𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥)
die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit
Elementen einer Kurvendiskussion.
einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer
Nebenbedingung lösen.
endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen
bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus
ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 13 / 14
1. Lerngebiet: Geometrie
Analytische Geometrie im
Raum
• das Vektorprodukt als geometrische Operation deuten, dieses in
Koordinatenform berechnen und anwenden:
Flächenberechnung, Normalenvektoren.
• Geraden in Parameterform darstellen.
• Ebenen in Parameterform und als Koordinatengleichung
• Schnittpunkte und Schnittwinkel zwischen Geraden und
Ebenen bestimmen.
• Schnittgeraden und Schnittwinkel zwischen Ebenenpaaren
• Abstände zwischen Punkten und Geraden sowie zwischen
Punkten und Ebenen berechnen: Vektorproduktmethode,
Hessesche Normalform.
einen Vektor des ℝ3
als geordnetes Zahlentripel verstehen und
geometrisch im Raum deuten.
die Norm eines Vektors im ℝ3
berechnen und geometrisch
Vektoren im ℝ3
rechnerisch wie geometrisch addieren und
subtrahieren.
Vektoren des ℝ3
mit einem Skalar multiplizieren und das
Resultat geometrisch deuten.
das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ3
den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3
den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3
mit Hilfe des
Skalarprodukts berechnen.
2. Lerngebiet: Stochastik
Kombinatorik
• die Summen- und Produktregel auf Zählprozesse anwenden.
• mit den grundlegenden Zählformeln der Kombinatorik sicher
• den binomischen Lehrsatz begründen und anwenden.
das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden.
Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 14 / 14
Wahrscheinlichkeitsrechnung • die Begriffe Zufallsexperiment, Ergebnis, Ereignis,
Wahrscheinlichkeitsverteilung erläutern.
• die Zählprinzipien der Kombinatorik und die Methoden der
Integralrechnung zur Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten
einsetzen: Laplace-Regel.
• mehrstufige Zufallsexperimente bearbeiten: Baumdiagramm,
Produkt- und Summenregel, Bernoullikette.
• mit bedingten Wahrscheinlichkeiten umgehen.
• den Begriff der Zufallsvariablen erläutern und in einfachen
Fällen deren Charakteristika bestimmen: Beispiele von
diskreten Verteilungen, Normalverteilung als Grenzwert der
Binomialverteilung.
charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment
versteht.
erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man
unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht.
Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten
erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter
einer Verteilung versteht.
die Binomialverteilung erklären und anwenden.
den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die
Gausssche Glockenkurve beschreiben.
Vertrauensintervalle beschreiben.
Die unten aufgeführten Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule erworben. Sie sind der Vollständigkeit
halber oben auch aufgelistet.
Lerngebiete
Zahlen
Zahlbereiche •
natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und unterscheiden.
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die
Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen (+, −,∙,÷
) durchführen.
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden.
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und
rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner)
Funktionen
Begriff der Funktion •
das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt
Geometrie
Ähnlichkeit •
den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH MUSIK
Wochenstunden 3
Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das
eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen.
Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft.
Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und
-modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet.
Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzent - setzung
in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und / oder „Komponie- ren“ erreicht
werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die
bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und
leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit.
Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet
Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesell- schaft.
Das Ergänzungsfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit überlieferten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl weiterentwickeln
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern
 Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
2AKSA, Musik (EF)
Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern
 Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
 Die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs-
und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis vier Prüfungsanlässen. Diese finden in Form
von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Prä -
sentationen etc. statt. Grössere Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ und / oder
Ergebnisse aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit
einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im
Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewer- ten“)
herangezogen werden.
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwis -
sen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als
Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie
und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste,
Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte).
1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde
3AKSA, Musik (EF)
 musikalische Aspekte aus den
Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie
„Formverläufe und -modelle“ des
Grundlagenfachs Musik abrufen und an
ausgewählten Literaturbeispielen
rezipierend und reflektierend anwenden.
 ihre Werkkenntnis mit einem
Orientierungswissen hinsichtlich Arten,
Stilen, Gattungen, Formen und
KomponistInnen sowie einem
angemessenen historischen Umfeldwissen
 die Faktur repräsentativer Kompositionen in
angemessener Anzahl und stilistischer
Breite (auch mit Musik vor und nach der
durmolltonalen Epoche) erkennen und
 für sie neue musikalische Phänomene wie
auch freiere Formtypen selbstständig
analysieren und mit angemessener
Fachterminologie erläutern.
2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren
 Untersuchen
 Komponieren
 sich im Rahmen eines definierten Themas
kritisch mit vorliegenden Analysen
repräsentativer, auskomponierter Werke
und deren Notaten auseinandersetzen.
 ihre Ergebnisse an konkreten und
mindestens teilweise selbst erarbeiteten
Analysen deutlich machen und ausführen.
 eine fundierte selbstständige Recherche
 eine Untersuchung in geeigneter
schriftlicher Form darstellen und
 ein eigenes Musikstück verfassen und
adäquat notieren.
 sich mit Analysen differenziert
auskomponierter Werke und deren Notaten
für die Aneignung eines Stiles oder für die
Erarbeitung eines eigenen Repertoires an
musikalischem Material von Geräuschen
und Klängen auseinandersetzen.
4AKSA, Musik (EF)
 einen angemessen anspruchsvollen
Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte
experimentelle Kompositionstechnik(en)
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MUSIK
Wochenstunden 2 2 2
Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht –
legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emo -
tionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitli -
cher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle.
Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen
Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von
musikalischen Produkten.
Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem
Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im
Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme.
Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und
Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von mas -
senmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive
Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musi- kalischen
Lebens in Familie und Gesellschaft.
Das Grundlagenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders die Fähigkeiten
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit überlieferten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl entwickeln
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen
2AKSA, Musik (GLF)
 Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern
 Die eigene Stimme bewusst im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation einsetzen
 Methoden begründet auswählen
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
 Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern
Das Grundinteresse stringent weiterverfolgen
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis drei Prüfungsanlässen pro Semester. Diese
finden in Form von schriftlichen Prüfungen (z.B. Tests, Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen
etc.) wie auch mündlichen oder praktischen Prüfungen (z.B. Präsentationen, Vorsingen, Wiedergabe
rhythmischer Verläufe etc.) statt. Das Engagement bzw. die mündliche Beteiligung im Unterricht kön -
nen ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als
Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie
und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste,
Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte).
Im Hinblick auf einen angemessen kritischen Umgang mit Quellen eignen sich Vergleiche und Recherchen in der Fachliteratur mit angemessener Aufbereitung und Präsentation. Für kreative Arbeiten
(z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis gelegt.
3AKSA, Musik (GLF)
Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert,
exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden.
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 Klangerscheinungen Dauer
 Klangerscheinungen Intensität
 Klangerscheinungen Farbe
 Dur- und Moll-Skalen (mit Varianten) und
Dreiklänge erkennen und benennen.
 Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter
hörend unterscheiden.
 die Eigenschaften Konsonanz und
Dissonanz unterscheiden.
 Leittöne und ihre (dominantische)
Auflösungsbestrebung bewusst
 Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo und
artikulatorische Aspekte unterscheiden.
 dynamische Aspekte unterscheiden.
 vokale Stimmlagen erkennen und die
wichtigsten Instrumente der gängigsten
Formationen hörend unterscheiden.
 polyphone und homophone Satztypen
sowie elementare Formprinzipien bewusst
mitverfolgen, als Hörpartitur skizzieren und
 Betonungsverhältnisse und
Phrasierungsarten bestimmen.
 Musikwerke den verschiedenen Musikarten
Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und
Pop zuordnen.
 einfache stilistische Besonderheiten von
Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen
hörend nachvollziehen.
 Beispiele mit nicht durmolltonalen
Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster,
freitonale Stücke etc.) in ihr Hörrepertoire
 ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus
den Grobinhalten „Klangerscheinungen“
und „Formverläufe und Formmodelle“
4AKSA, Musik (GLF)
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 Klangerscheinungen Dauer
 Klangerscheinungen Intensität
 Klangerscheinungen Farbe
 absolute Tonhöhen fliessend in Bass- und
Violinschlüssel lesen und notieren.
 Dur und Moll mit Varianten, Pentatonik,
Ganztonleiter und Chromatik lesen und
 anhand des Quintenzirkels Grundtöne,
Vorzeichen und Hauptstufen eruieren.
 alle Dreiklänge sowie die Intervalle
innerhalb einer Oktave lesen und
 Akkordsymbolschrift, Stufen- und
Funktionstheorie nachvollziehen.
 Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und
Tempo adäquat beschreiben.
 Noten- und Pausenwerte lesen und
 rhythmische und artikulatorische
Phänomene erkennen und benennen.
 dynamische Abstufungen erkennen und
 die gängigsten Instrumente den
entsprechenden Instrumentengruppen und
Formationen zuordnen.
 gehörphysiologische Grundsätze verstehen
und in ihrem Hörverhalten
mitberücksichtigen.
 polyphone und homophone Satztypen
sowie elementare Formprinzipien
 musikalische Verläufe formal gliedern und
ihre Einteilung begründen.
 ihr Musikrepertoire Musikarten, Stilen und
Epochen zuordnen.
 sich einen rudimentären Überblick über die
Funktionen von Musik verschaffen.
 die Systematisierung in Epochen und Stile
als Orientierungshilfe sowie
unterschiedliche Arten von
Werkverständnis nachvollziehen.
 Musikstücke mit einem grundlegenden
Orientierungswissen verknüpfen.
5AKSA, Musik (GLF)
 Beispiele mit nicht durmolltonalen
Klanglichkeiten nachvollziehen.
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 wichtige melodisch-harmonische Bausteine
durmolltonaler Musik wie
Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen.
 ihre Atmung, Körperhaltung und
Stimmgebung bewusst einsetzen.
 einfachere rhythmische Notate umsetzen.
 ein angemessenes Repertoire von
Vokalstücken unter Berücksichtigung
verschiedener Musikarten mit
angemessener Vertretung der
Landessprachen aktiv abrufen und adäquat
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion
Geräusche und Klänge entwickeln.
 kurze rhythmische Verläufe und Pattern
kreieren.
 einfache pentatonische und durmolltonale
melodische Verläufe entwerfen.
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 die Modi unterscheiden.
 Intervalle innerhalb einer Oktave
 Klangerscheinungen wie Geräusche,
Cluster, freitonale Phänomene etc. bewusst
wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur
6AKSA, Musik (GLF)
 formale Einschnitte in grösseren
Musikstücken erkennen.
 motivische Verarbeitungsprinzipen wie
Imitation, Variation und Sequenzierung
erkennen und benennen.
 in einem mehrstimmigen Stück einen
Randstimmensatz gehörsmässig
mitverfolgen.
 ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus
den Grobinhalten „Klangerscheinungen“
und „Formverläufe und Formmodelle“
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 die Modi lesen und schreiben.
 Umstellungen von Dreiklängen lesen und
 Materialien und Strukturen von nicht
durmolltonaler Musik nachvollziehen,
ableiten und in musikalischen
Zusammenhängen erkennen.
 grundlegende motivische
Verarbeitungsprinzipen wie Imitation,
Variation und Sequenzierung im Notentext
erkennen und benennen.
 Stimmführungsregeln im vierstimmigen
Satz nachvollziehen und anwenden.
 Musikstücke mit einem grundlegenden
Orientierungswissen (z.B. bezüglich
Musikart, Stil, Gattung, Form, KomponistIn
oder des historischen Kontexts)
 sich vertieft mit Aspekten der
durmolltonalen Epoche auseinandersetzen
(z.B. Stilwechsel um 1600, Auflösung der
Dur-Moll-Tonalität Ende 19. Jahrhundert,
Unterscheidung von sogenannter „E- und U-
Musik“).
 weitere musikalische Konzepte vor und
nach der durmolltonalen Epoche (z.B.
Musik des Mittelalters, frei- und atonale
Musik, Klangflächenkompositionen etc.)
sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren
historischen bzw. kulturellen Kontext
7AKSA, Musik (GLF)
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 die Grundformen der Intervalle innerhalb
einer Oktave singen.
 Dreiklänge in der Grundstellung singen.
 einfache rhythmische und melodische
Verläufe stimmlich bzw. auf einem
Instrumentarium umsetzen.
 auf ihr erweitertes Repertoire an Liedern,
Songs und Kanons unter Berücksichtigung
verschiedener Musikarten zurückgreifen.
 vierstimmige Kadenzen unter Anwendung
der Stimmführungsregeln schreiben.
 kurze Melodieverläufe mit Skalen- und
Dreiklangsmelodik entwerfen.
 einfache vokale Begleitstimmen zu Ostinati
und Kadenzmodellen entwickeln.
 Klangerscheinungen Tonhöhe
 Klangerscheinungen Farbe
 die klanglichen Eigenschaften
verschiedener Septakkorde unterscheiden.
 den Dominantseptakkord in musikalischen
Verläufen erkennen.
 Instrumente einzeln und in den gängigen
Formationen hörend erkennen.
 die unterschiedlichen Qualitäten
verschiedener Stimmungssysteme hörend
 einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen
Musikrepertoire hörend erkennen.
8AKSA, Musik (GLF)
 musikalische Verläufe aufgrund
rhythmischer, melodischer und
harmonischer Aspekte bewusster
 ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus
den Grobinhalten „Klangerscheinungen“
und „Formverläufe und Formmodelle“
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 Septakkorde mit Umstellungen notieren,
lesen und benennen.
 weitere Terzschichtungen nachvollziehen.
 elementare akustische Phänomene
(Sinuston, Teiltonreihe, Klang und
Geräusch, verschiedene
Stimmungssysteme) verstehen und
 Instrumente der Systematik der
Instrumentenkunde zuordnen.
 den Dominantseptakkord im vierstimmigen
Satz einbauen.
 Zwischendominanten erkennen und
 akkordfremde Töne erkennen und
 die wichtigsten musikalischen
Veränderungen und Entwicklungen
nachvollziehen und in einen grösseren
Kontext einordnen (Verschriftlichung im 9.
Jahrhundert, Stilwechsel um 1600,
Paradigmawechsel in Aufführungspraxis
und Werkverständnis / bürgerliche
Musizierpraxis um 1800, Aufbruch in die
Moderne ab 1880er-Jahre, Entwicklungen
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts,
Neue Musik ab 1945, Postmoderne,
Unterscheidung von sogenannter „E- und
U-Musik“, Wurzeln und wichtigste
Entwicklungslinien der Jazz- und
Popmusik).
 Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und
Werkverständnis etc. mit ausgewählten
Schlüsselwerken in Verbindung bringen.
9AKSA, Musik (GLF)
 Septakkorde nachsingen.
 in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik
eine Stimme (auch Mittelstimme resp.
Bassstimme) selbstständig singen.
 unter Verknüpfung der bisherigen
Kompetenzen aus den Grobinhalten
„Klangstrukturen“ (Skalen, Intervalle, Drei-
und Vierklänge, Kadenzen) einfache
durmolltonale Melodien vom Blatt singen.
 ihr aktives Repertoire um mehrstimmige
Sätze in verschiedenen Musikarten sowie
mit Kunstliedern erweitern.
 auf der Basis von Kadenzmodellen oder
Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe
mit melodischen und rhythmischen
Varianten entwickeln.
 eine einfache Melodie harmonisieren.
 unter Anwendung ihrer harmonischen
Kenntnisse und z.B. mithilfe von Pattern
einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH MUSIK
Wochenstunden 4 4
Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch
das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen
Veranstaltungen.
Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht
in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumen- talunterricht
sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt.
Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz,
Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger
Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung wei -
terzuentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet.
Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten geför- dert.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die
bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und
leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die ei- gene
Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung
des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft.
Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifi- sche
Hochschulreife) vor.
Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext
einordnen
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit
weiterentwickeln
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter
verfeinern
2AKSA, Musik (SPF)
 Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
 Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern
 Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden
 Während grösserer Zeitgefässe und über längere Zeiträume konzentriert und selbstständig
arbeiten
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
 Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit drei bis fünf Prüfungsanlässen. Diese finden in Form
von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen etc. statt. Grössere Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch
mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung
im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewer- ten“)
herangezogen werden.
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als
Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie
und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste,
Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte).
Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen, welche Themen für eine Maturitätsarbeit geeignet sind.
Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbstständige Recherche und Materialsu- che
mit exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV- Atlas
der Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren angemessene Aufar- beitung
(z.B. in Handouts und Präsentationen).
3AKSA, Musik (SPF)
 komplexere Zusammenhänge von
melodischen und harmonischen
Phänomenen erfassen.
 Drei- und Vierklangstrukturen in
Grundstellung und Umkehrungen erkennen.
 gängige harmonische Modelle mit
charakteristischen Wendungen wie
Zwischendominanten, einfachen
Modualtionsprozessen, Trugschluss und
Neapolitaner erfassen.
 ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und
Klangfarben verfeinern.
 Instrumente differenziert sowohl einzeln wie
auch in den gängigsten Formationen
hörend erkennen.
 grössere standardisierte Formverläufe
differenziert erfassen, angemessen
beschreiben und als Hörprotokoll oder
Hörpartitur skizzieren.polyphone und
homophone Satztypen.
 Musikstücke in einfachen Partituren aktiv
mitverfolgen.
 melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene als formbildende Struktur
 Verarbeitungsprinzipen wie Variation,
Imitation, Sequenzierung, Augmentation
und Diminution erkennen und benennen.
 polyphon strukturierte Werke wie Invention,
Fuge und Kanon in ihren Grundzügen
 motivisch-thematische Arbeit und
entwickelnde Variation als grundlegende
Kompositionsprinzipien z.B. in
Sonatenhauptsatzformen erfassen.
 im Schwierigkeitsgrad angemessene
Rhythmus- sowie Melodiediktate
memorieren und korrekt notieren.
4AKSA, Musik (SPF)
 Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und
Stilrichtungen, auch aus anderen
Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.
 auf eine angemessene Anzahl
repräsentativer, anspruchsvoller
Musikwerke der abendländischen Kultur,
ausgehend vom Mittelalter bis in die
Gegenwart, zurückgreifen.
 ein grundlegendes Vorstellungsvermögen
über das Klangbild anhand von Notaten
 Klänge und Klangerscheinungen
differenziert beschreiben.
 melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene im Notentext erfassen, korrekt
notieren und adäquat beschreiben.
 Drei- und Vierklangstrukturen mit
Umkehrungen im Notentext erkennen und
korrekt notieren.
 bei harmonischen Analysen den Gattungen
und Stilen entsprechend Stufen- und
Funktionstheorie bzw. Akkordsymbolschrift
 die gängigsten charakteristischen
harmonischen Phänomene durmolltonaler
Musik wie Zwischendominanten,
Modulationsprozesse, Medianten,
Trugschluss und Neapolitaner an
Literaturbeispielen nachvollziehen und
 auf ein angemessenes Repertoire an
vertieft behandelten Lied- und Grossformen
wie Fuge, Sonate, Sonatenhauptsatzform,
Rondo, etc. zurückgreifen und mit
adäquater Fachterminologie deren
kompositorische Kernpunkte wie auch
spezifische Besonderheiten beschreiben.
 musikalische Phänomene, auch ohne
durmolltonale Bezüge, in ihrem historischen
Kontext sehen, Epochen und Stilen
zuordnen und adäquat beschreiben.
 ihre musikspezifischen Kenntnisse an
5AKSA, Musik (SPF)
standardisierten Formen in einen grösseren
kulturhistorischen Kontext einordnen.
 ein exemplarisches Grundwissen um
stilistische sowie aufführungspraktische
Besonderheiten anwenden.
 ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den
Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“
beim Musizieren bewusst einfliessen
 rhyhtmische, melodische und harmonische
Wendungen auch klopfend bzw. singend
 Drei- und Vierklangstrukturen nach- und
vom Notat singen.
 ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten
„Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes
Musizieren bewusst einfliessen lassen.
 in Länge und Komplexität angemessene
rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör
als auch vom Notat wiedergeben bzw. auf
einem Instrumentarium umsetzen.
 Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl
nach- als auch vom Blatt singen.
 ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten
„Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre
Musizierpraxis einbeziehen.
 für Arrangements und kompositorische
Prozesse auf ein Repertoire von Klängen
und Klangfarben zurückgreifen und diese
bewusst ausgestalten.
 harmonische Verläufe in
Kleinkompositionen, Collagen, Songs,
Klavier- und Chorsätzen usw. stilgerecht
aussetzen.
 formale Verläufe bewusst gestalten.
 Rhythmen, melodische und harmonische
6AKSA, Musik (SPF)
Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen
etc. entwerfen und adäquat notieren.
 in Arrangements und kompositorischen
Übungen stilistische Eigenheiten imitieren
bzw. einfliessen lassen.
 sich mit nicht durmolltonalen musikalischen
Phänomenen wie Freitonalität,
Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik,
Klangflächenkompositionen etc.
angemessen auseinandersetzen.
 Instrumente in aufführungspraktischem
Kontext differenziert erkennen.
 auch freie Formverläufe differenziert
erfassen, angemessen beschreiben und als
Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.
 Musikstücke auch in komplexeren
Partituren aktiv mitverfolgen.
 formbildende Strukturen auch in nicht
durmolltonaler Musik erfassen.
 einfache Stufendiktate memorieren und
korrekt notieren.
 Musik verschiedenster Arten und
Stilrichtungen, auch aus anderen
Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.
 auf eine angemessene Anzahl
repräsentativer anspruchsvoller
Musikwerke der abendländischen Kultur,
mit vertiefter Betrachtung der vordurmolltonalen Epoche (z.B. Musik des
Mittelalters) sowie musikalische
Entwicklungen ab dem späten 19.
Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne,
„Klassische“ Moderne, Neue Musik ab
1945, Postmoderne, Stilpluralismus etc.)
zurückgreifen.
7AKSA, Musik (SPF)
 ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild
anhand von Notaten weiterentwickeln.
 komplexere melodische, harmonische und
rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie
auch korrekt notieren.
 für sie neue, auch freie Formtypen, unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und angemessen
 durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene
in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren.
 ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern.
 verschiedene Ansätze und Methoden der
Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwenden.
 ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den
Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“
beim Musizieren einfliessen lassen.
 ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten
„Rezeption“ und „Reflexion in ihr eigenes
Musizieren einfliessen lassen.
 komplexere rhythmische Verläufe sowohl
nach Gehör als auch vom Notat
wiedergeben bzw. auf einem
Instrumentarium umsetzen.
 im Schwierigkeitsgrad angemessene
melodische Verläufe sowohl nach- als auch
vom Blatt singen.
 ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten
„Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre
Musizierpraxis einbeziehen.
8AKSA, Musik (SPF)
 für Arrangements und kompositorische
Prozesse auf ein angemessenes Repertoire
von Klängen und Klangfarben zurückgreifen
und diese bewusst ausgestalten.
 formale Verläufe bewusst gestalten.
 Rhythmen, melodische und harmonische
Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen
etc. weiterentwickeln und adäquat notieren.
 in Arrangements und kompositorischen
Übungen stilistische Eigenheiten auch
neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND AN-
WENDUNGEN DER MATHEMATIK
(KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH)
Mathematik und Physik haben sich seit je gegenseitig voran getrieben. Offene Fragen der Physik führten zu mathematischen Entdeckungen, mathematische Theorien fanden überraschende Anwendun -
gen in der Physik. Die Verwobenheit von Mathematik und Physik prägt das Schwerpunktfach Physik
und Anwendungen der Mathematik. Dadurch wird das allgemein bildende Hintergrundwissen in Physik
und Mathematik bereichert und markant vertieft. Ganz speziell wird das abstrakte Denken geschult, das
Vertrauen in das eigene Denken gefestigt. Stärker noch als in den Grundlagenfächern wird die Fähigkeit,
eigenständig zu arbeiten, gefördert und gefordert. Die Schülerinnen und Schüler erwerben dadurch jene
Kompetenzen, die sie für Studien in den Bereichen Physik, Mathematik, Ingenieur- und
Naturwissenschaften befähigt.
PHYSIK
Der Unterricht gewährt Einblicke in die Errungenschaften der Physik, führt an offene Fragen heran und
vermittelt Einblicke in die Denkweisen der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er fördert das
Verständnis für den andauernden Wandel der geistigen Bilder der Wirklichkeit und die Begrenztheit und
Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis.
ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK
Mathematik ist die Basis der naturwissenschaftlichen Begriffsbildungen. Gründliche und vielfältige
mathematische Kenntnisse und Erfahrungen werden dadurch zur Voraussetzung für jedes tiefere
Verständnis von Technik und Naturwissenschaft.
(2) überfachliche Kompetenzen
Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders
 In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
 Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten
2AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern
oder anderen helfen
 Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen
Problemstellungen formalisieren
 Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen
Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung einsetzen
Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
 Naturphänomene mit Neugier und Freude beobachten
 Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen
3AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
 Analyse von Problemstellungen
aus Natur und Technik
 Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien
 Experimente und Datenanalyse
 eine komplexe Aufgabenstellung mit den
Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis)
formalisieren.
 sich selbständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.
 anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.
 Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B.
Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).
 Methoden zur Auswertung und Darstellung
von Daten sinnvoll anwenden.
 die Unsicherheit eines Resultates mithilfe
der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
2. Lerngebiet: Impuls und Stösse (Mechanik)
 Impuls, Impulserhaltung
 Kraftstoss
 Elastische und inelastische
Stösse
 die Impulserhaltung benützen, um zentrale
und nicht zentrale Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen.
 den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten und mathematisch formulie-
 die physikalischen Gesetze bei
Stossvorgängen experimentell überprüfen.
3. Lerngebiet: Relativitätstheorie (Neuere Physik)
 Relativität der Gleichzeitigkeit
 erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt.
4AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Zeitdilatation und Längenkontraktion
 Minkowski-Diagramme
 Lorentz-Transformation
 Relativistische Beschreibung
von Energie und Impuls
 Relativistischer Dopplereffekt
 Allgemeine Relativitätstheorie
 die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen.
 Minkowski-Diagramme zeichnen und inter-
 die kausale Verkettung von Ereignissen mithilfe des Viererabstandsquadrates analysie-
 die historische und kulturelle Bedeutung der
Formel E = mc2 verstehen.
 die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie verstehen.
 das Konzept der Raumkrümmung an einem
einfachen Beispiel erklären.
4. Lerngebiet: Elektromagnetismus
 Potenzial/Gauss-Gesetz/
Kondensatoren
 Kirchhoff-Gesetze
 Induktion, Selbstinduktion
 Wechselströme/Schwingkreise/
Halbleiterelemente
 erklären, wie ein Kondensator Ladung bzw.
Energie speichert.
 mithilfe von Diagrammen und Differenzialgleichungen berechnen, wie sich ein Kondensator auf- und entlädt.
 elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-
Gesetze berechnen.
 in konkreten Situationen induzierte Ströme
und Spannungen berechnen.
 das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.
 Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen messen.
 Schaltungen planen, aufbauen und analysie-
3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik
Im Verlauf der beiden Ausbildungsjahre sind nebst den obligatorischen Lerngebieten zusätzlich optionale Grobinhalte aus mindestens zwei der unter 4.2. aufgeführten Lerngebiete 3 bis
6 zu bearbeiten.
1. Lerngebiet: Komplexe Zahlen
5AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Komplexe Zahlen  mit komplexen Zahlen umgehen und sind
vertraut mit ihren verschiedenen
Darstellungsformen: kartesische
Darstellung, Polarform, Gausssche
Zahlenebene.
 die Grundrechenoperationen in C sicher
ausführen und diese geometrisch
 die Formel von Euler-Moivre anwenden: n-te
Wurzeln.
 Nullstellen von komplexen Polynomen
bestimmen: Lösungsformel für die
quadratische Gleichung, Gradreduktion
durch Polynomdivision, Lösungsformel für
die Gleichung dritten Grades.
 einige komplexe Abbildungen geometrisch
interpretieren, wie zum Beispiel f(z) = az + b,
f(z) = 1/z.
2. Lerngebiet: Lineare Algebra
 Matrizen
 Gleichungssysteme
 Lineare Abbildungen
 den Begriff der Matrix erläutern und die
zugehörigen Rechenoperationen Addition,
Multiplikation und Inversion sicher
 die Determintante von 2x2- und 3x3-
Matrizen berechnen und diese
 elementare Zeilenumformungen an Matrizen
 den Gaussalgorithmus, auch bei grösseren
Gleichungssystemen, sicher durchführen
und die Lösungsmengen der
unterschiedlichen Endformen geometrisch
 Anwendungen für lineare
Gleichungssysteme nennen und erläutern:
Ströme in Netzen, geometrische
Anwendungen.
 mit dem Begriff der linearen Abbildung
umgehen: Abbildung und Abbildungsmatrix,
6AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Abbildungsverkettung und
Matrixmultiplikation, Umkehrabbildung und
Inverse der Abbildungsmatrix, Kern und Bild.
 Eigenwerte und Eigenvektoren von linearen
Abbildungen berechnen und interpretieren.
 Beispiele von linearen Abbildungen nennen
und erläutern: Rotationen, Spiegelungen,
Projektionen, Ähnlichkeitsabbildungen.
3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Physik und Anwendungen der Mathematik
1. Lerngebiet: Koordinatentransformationen und Spezielle Relativitätstheorie
 Matrizen-Arithmetik
 Lorentz-Transformation
 die Matrixmultiplikation als Koordinatentransformation interpretieren.
 Raum-Zeit-Koordinaten von bewegten Objekten in verschiedenen Inertialsystemen berechnen und interpretieren.
4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik
1. Lerngebiet: Starrer Körper (Mechanik)
 Drehmoment
 Drehimpuls, Drehimpulserhaltung/Rotationsenergie
 Kreisel
 den Schwerpunkt eines starren Körpers
 Drehbewegungen und deren Ursachen in
konkreten Situationen beschreiben und be-
 die Bewegungen von Kreiseln erklären und
experimentell untersuchen.
2. Lerngebiet: Schwingungen (Mechanik)
 Differenzialgleichung des har-
 Pendelschwingungen mathematisch be-
7AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
monischen Oszillators
 Überlagerung von Schwingungen/Fourieranalyse und -
synthese
 von komplizierteren Schwingungen eine
Fourieranalyse durchführen und diese inter-
 die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen.
3. Lerngebiet: Wellen (Technik)
 Wellenphänomene
 Wellen mathematisch beschreiben.
 Beugung und Interferenz in korrekter Fachsprache erklären.
 ausgewählte Phänomene aus der Technik
 die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen.
4. Lerngebiet: Quantenphysik (Neuere Physik)
 Strahlungsgesetze
 Photoeffekt und Wirkungsquantum
 Comptoneffekt/Materiewellen
 Unschärferelation
 die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien be-
 die wissenschaftshistorische und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.
 die Elektronenbeugung mittels der Hypothese von De Broglie erklären.
 die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen.
 die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen.
4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik
1. Lerngebiet: Differentialgleichungen
 Definition und Interpretation
 den Begriff der Differentialgleichung
8AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Lösungsverfahren
 Modellbildung
erläutern: Differentialgleichung und Lösung,
Richtungsfeld und Graph der
Lösungsfunktion.
 einige Typen von Differentialgleichungen
analytisch lösen: lineare
Differentialgleichungen erster Ordnung,
Differentialgleichungen mit getrennten
Variablen, lineare Differentialgleichungen
zweiter Ordnung mit konstanten
Koeffizienten.
 mit dem Euler-Verfahren
Näherungslösungen von
Differentialgleichungen bestimmen.
 in einfachen Fällen Vorgänge der
Wirklichkeit als Differentialgeichung
erfassen und bearbeiten: Mischungs- und
Abkühlungsvorgänge, Schwingungen,
Zerfalls- und Wachstumsvorgänge.
2. Lerngebiet: Analysis
 Integrationsmethoden
 Potenzreihen
 die Methoden der partiellen Integration, der
Substitution und der Partialbruchzerlegung
sicher anwenden.
 einige numerische Integrationsmethoden
erläutern und durchführen: Riemannsche
Summen, Trapezsummen.
 die Integralrechnung in verschiedenen
Gebieten anwenden, zum Beispiel:
Kurvenlänge, Schwerpunkt,
Trägheitsmoment, Volumen und Oberfläche
von Rotationskörpern.
 den Potenzreihenbegriff erläutern.
 mit Potenzreihen rechnen: Summe, Produkt,
Ableitung und Integration.
 analytische Funktionen in Potenzreihen
3. Lerngebiet: Geometrie (optionale Grobinhalte)
9AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
 Kegelschnitte
 Kurven
 Ellipsen, Hyperbeln und Parabeln als
Kegelschnitte beschreiben und analytisch
 die Brennpunkteigenschaften der
Kegelschnitte nennen und erläutern.
 Beziehungsaufgaben zwischen
Kegelschnitten und Geraden lösen:
Schnittprobleme, Tangenten.
 mit Parameterdarstellungen von ebenen und
räumlichen Kurven umgehen.
 die Methoden der Differentialrechnung auf
Kurven anwenden: Ableitung, Tangenten,
Krümmung.
 Längen von Kurven berechnen.
4. Lerngebiet: Analysis (optionale Grobinhalte)
 Funktionen von mehreren
Variablen
 Fourierreihen
 mit skalarwertigen Funktionen von mehreren
Variablen umgehen: Skalarfeld.
 Die Methoden der Differentialrechnung auf
Skalarfelder anwenden: Richtungsableitung,
Gradient, Tangentialebene,
Differenzierbarkeit.
 die Eigenschaften des vollständigen
Orthonormalsystems der Winkelfunktionen
 periodische Funktionen als Fourierreihen
5. Lerngebiet: Algebra (optionale Grobinhalte)
 Gruppen
 die Gruppenstruktur gedanklich erfassen
und damit umgehen: Definition, Beispiele,
Untergruppen.
 den Homomorphismus-Begriff erklären:
Isomorphismus, Kern und Bild unter
Homomorphismen.
10AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)
6. Lerngebiet: Numerik (optionale Grobinhalte)
 Numerische Algorithmen
 Programmieren
 Algorithmen zur Bestimmung von Lösungen
nicht linearer Gleichungen erläutern und
anwenden: Bisektion, Iterationsverfahren,
Newtonverfahren.
 einige diskrete Algorithmen erläutern und
diese anwenden, wie zum Beispiel
Sortieralgorithmen, optimale Routen,
zahlentheoretische Algorithmen.
 die behandelten Algorithmen in eine höhere
Programmiersprache übersetzen.
4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Physik und Anwendungen der Mathematik
1.Lerngebiet: Wechselstromtheorie mit komplexen Zahlen
 Komplexe Zahlen
 Wechselströme, kapazitive und
induktive Widerstände
 komplexe Zahlen in verschiedenen Formen
darstellen und damit rechnen.
 aus Spulen und Kondensatoren bestehende
Netzwerke mithilfe von komplexen Zahlen
beschreiben und berechnen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHILOSOPHIE
Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren.
Gegenstand des Philosophieunterrichts ist einerseits die Philosophie, die in Texten der philosophi -
schen Tradition Grundfragen wie etwa „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“, „Was k ann ich
erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philo -
sophierenden geschieht. Die Texte, die im Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplari -
schen Wert.
Bei der Auseinandersetzung mit der Philosophie und beim Philosophieren werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordne- ten
Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, selbständigen, engagierten und
kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Philosophieunterricht vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente,
welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit
differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertset -
zungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Er vermittelt den Schülerin -
nen und Schülern eine Orientierungskompetenz, um in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und von der ganzen Person verantwortete Position zu fin- den.
Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern
kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber andern Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik
und der Frage nach alternativen Modellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche
Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Gren -
ze des durch Vernunft Erfassbaren gelangen.
Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen.
Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders
• Kritisch-forschendes Denken (Analytik)
AKSA, Philosophie (EF)
• Kritik- und Urteilsfähigkeit (Argumentation)
• Fähigkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Zusammenhänge zu stellen
• Intellektuelle Kreativität, Selbständigkeit und Verantwortung
• Sich eine eigene Meinung bilden, die nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat
• Den eigenen Standpunkt vertreten, sich für Anliegen einsetzen
• Offen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen
• Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren
• Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Präzision in Formulierung und Begrifflichkeit
• Fähigkeit zu argumentieren und zu erörtern
• Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte
• Bewusstsein für den komplexen Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Sprache
• Kritischer Umgang mit der Informations- und Bilderflut der IK-Technologien
• Bewusstsein für die Auswirkungen der IK-Technologien auf die Gesellschaft (Politik und Wirtschaft) und auf die Wahrnehmung der Welt
• Interesse an menschlichen Grundfragen, intellektuelle Neugier
• Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren Fragen so weit wie möglich auf
den Grund zu gehen
• Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
• Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen
• Fähigkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen zu stellen und ihnen nachzugehen
• Fähigkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in Bezug zu stellen
• Methodenbewusstsein
In der Regel werden mindestens drei schriftliche Bewertungsanlässe durchgeführt. Es sollen ver -
schiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen.
AKSA, Philosophie (EF)
 Die philosophische Frage
 Wichtige Fragestellungen der
philosophischen Tradition
 die Eigenart des philosophischen Fragens
 Anlässe des Philosophierens (Staunen,
Zweifeln) nachvollziehen.
 wichtige philosophische Fragestellungen
 hinter einem alltäglichen Phänomen eine
philosophische Fragestellung sehen.
 Ethik (Tugendethik,
Utilitarismus, Deontologie,
Relativismus usw.)
 Erkenntnistheorie (Ideenlehre,
Rationalismus, Empirismus
usw.)
 sich ausweisen in der Kenntnis ethischer
Grundbegriffe und -positionen.
 ein ethisches Problem aufgrund
verschiedener ethischer Grundpositionen
beurteilen und eine eigene differenzierte
und begründete Stellungnahme entwickeln.
 hinter aktuellen Geschehnissen ein
allfälliges ethisches Problem erkennen.
 sich ausweisen in der Kenntnis
erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und
Grundpositionen.
 die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen
des menschlichen Erkennens überprüfen.
 sowohl Meinungen als auch
wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf
ihre Qualität hin untersuchen.
 die logische Gültigkeit von Argumenten
 sich ausweisen in der Kenntnis von
Grundbegriffen und -positionen zum
festgelegten Grobinhalt.
AKSA, Philosophie (EF)
 Texte von der Antike bis zur
Gegenwart
 Methoden der
Textinterpretation
 den philosophischen Fragen und Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen, auch wenn sich
Schwierigkeiten ergeben.
 ausgewählte philosophische Texte
selbständig lesen, verstehen und kritisch
 verschiedene philosophische Texte im
Hinblick auf dieselbe philosophische
Fragestellung in Beziehung zueinander
 mit sprachlicher Sensibilität an Texte
herantreten.
 mit verschiedenen Methoden Texte
 Der philosophische Dialog
 Die Erörterung
 die sokratische Methode der Dialogführung
erklären und anwenden.
 philosophische Fragen und Themen im
Dialog gemeinsam entwickeln.
 Argumente entwickeln, auf ihre
Stichhaltigkeit prüfen und gegeneinander
abwägen.
 Kriterien für eine differenzierte
Stellungnahme anwenden.
5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
 Anwenden
 grundlegende philosophische Begriffe
sachgemäss verwenden.
 ausgewählte philosophische Positionen
und Theorien verstehen, einordnen und
 philosophische Theorien oder Modelle auf
Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme
beziehen.
AKSA, Philosophie (EF)
 Beurteilen
 Selbständiges Weiterdenken
 den Zusammenhang zwischen einer
philosophischen Frage oder Theorie und
der persönlichen Lebenswelt herstellen.
 ausgewählte philosophische Positionen
und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und
Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem
eigenen Urteil gelangen.
 Konsequenzen philosophischer Positionen
und Theorien abschätzen.
 einen philosophischen Gedanken
selbständig weiterführen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHYSIK
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erschei- nungen
in der Natur.
Das Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und ver- tiefen.
Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen
Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es
werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden.
Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders
• Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen
Methoden- und IKT-Kompetenzen
• Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten
• Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten
• Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen
• Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
AKSA, Physik (EF) 2
Die Lerngebiete 1 – 5 sind verbindlich. Aus den Lerngebieten 6 und 7 muss mindestens eines
ausgewählt werden. Die Grobinhalte sind Pflichtoptionen, aus denen die Lehrpersonen die defi- nitive
Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik
(Dieses Lerngebiet kommt in allen anderen Lerngebieten zur Anwendung.)
 Genauigkeit von Messungen,
Fehlerfortpflanzung
 Planung, Durchführung von Experimenten
 Auswertung von Daten, Darstellung von Resultaten
 Messgeräte korrekt handhaben.
 die Unsicherheit eines Resultates ermitteln.
 moderne Messgeräte (Interfaces, Sensoren) sinnvoll einsetzen.
 Methoden zur Auswertung und Darstellung
von Daten sinnvoll anwenden.
2. Lerngebiet: Mechanik
 Druck und Auftrieb/
Strömungen/Luftwiderstand
 den statischen und den dynamischen Auftrieb in konkreten Situationen berechnen.
 technische Anwendungen und physiologische Phänomene aus der Fluiddynamik
verstehen und berechnen.
3. Lerngebiet: Elektrizität
 Elektrisches Potenzial
 Kondensatoren
 Kirchhoff’sche Gesetze
 den Begriff erklären und in einer konkreten
Situation anwenden.
 den Kondensator als Bauteil zur Speicherung von Ladung bzw. Energie erklären und
Berechnungen ausführen.
 den Vorgang der Auf- und Entladung mithilfe von Diagrammen erklären und die entsprechenden Differenzialgleichungen lösen.
 elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen.
AKSA, Physik (EF) 3
4. Lerngebiet: Schwingungen und Wellen (Technik)
 Interferenz und Beugung
 Stehende Wellen/Musikinstrumente
 Schall
 ausgewählte Interferenz- und Beugungsphänomene erklären.
 die Funktionsweise von Musikinstrumenten
 akustische Wahrnehmungen mithilfe von
Schallstärke und -pegel erklären.
5. Lerngebiet: Wärmelehre
 Kinetische Gastheorie/Molare
Wärmekapazität/Freiheitsgrade/Adiabate
 Van der Waals-Gleichung
 den Zusammenhang zwischen den atomistischen Grössen der Vielteilchentheorie und
den makroskopischen Grössen in der Gasgleichung verstehen.
 Aufgabenstellungen aus der Wärmelehre
berechnen und die Resultate experimentell
 Zustandsänderungen von realen Gasen be-
6. Lerngebiet: Quantenphysik (Neuere Physik)
 Strahlungsgesetze
 Photoeffekt und Wirkungsquantum
 Materiewellen
 Unschärferelation
 die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien be-
 die wissenschaftshistorische und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.
 die Elektronenbeugung mittels der Hypothese von De Broglie erklären.
 die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen.
7. Lerngebiet: Aktuelle Entwicklungen in Physik und Technik
 Theoretische Grundlagen
 Anwendungen
 grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren.
 ausgewählte Anwendungen erklären.
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH PHYSIK
Wochenstunden 2 2 2
Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und
theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die techni- schen
Anwendungen der Physik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Naturphänomene und Prozesse der Technik
mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen mit Modellvorstellungen umzugehen, in
kausalen Zusammenhängen zu denken und Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzuset- zen.
Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die Bedeutung von Physik und Technik
für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei techni- schen Fragen
sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der
Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu,
Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen.
Das Grundlagenfach Physik fördert besonders
• Hypothesen bilden und überprüfen
• Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
• Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken
AKSA, Physik (GLF) 2
Methoden- und IKT-Kompetenzen
• Experimente planvoll aufbauen und durchführen
• Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
• Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
• Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik
AKSA, Physik (GLF) 3
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
 Zehnerpotenzen und Dezimal-
 Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt.
 die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
 physikalische Grössen und Einheiten unter-
 die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären.
 die Definitionsgleichung der Dichte ange-
 die Dichte einiger wichtiger Stoffe (z.B.
Wasser, Luft) auswendig angeben.
vorsätze
 Signifikante Ziffern
 Physikalische Grössen und
Einheiten
 Naturwissenschaftliche Methode zur Erkenntnisgewinnung
 Dichte
2. Lerngebiet: Geometrische Optik (Technik)
 Reflexion
 Brechung
 Linsen
 Abbildungen
 Anwendungen (optische
Geräte)
 das Reflexionsgesetz in einer Konstruktion
sinnvoll anwenden.
 den Weg des Lichts bei Brechung an einer
Grenzfläche bestimmen.
 die Ausbreitung von Lichtstrahlen durch
Sammel- und Streulinse mithilfe von Brennweite/Brennpunkt konstruieren.
 das Bild eines Objektes konstruieren und
 das Bild eines Objektes berechnen.
 die Funktionsweise optischer Geräte erklä-
3. Lerngebiet: Bewegungslehre (Mechanik)
AKSA, Physik (GLF) 4
 Geradlinige Bewegung
(gleichförmig und beschleunigt)
 t-s-, t-v- und t-a-Diagramme/
Mittlere Geschwindigkeit und
Momentangeschwindigkeit
 Freier Fall und
Fallbeschleunigung
 Bewegungen mathematisch beschreiben.
 Bewegungen messtechnisch erfassen.
 aus einer Aufgabenstellung Gleichungen
ableiten und lösen.
 Diagramme erstellen, korrekt beschriften
und sinnvoll skalieren.
 die Bedeutung der Steigung und der Fläche
im t-v-Diagramm erklären.
 den freien Fall als vertikal beschleunigte
Bewegung mathematisch und mit Diagrammen beschreiben.
 kennen die Stärke der Fallbeschleunigung
auf der Erdoberfläche auswendig.
4. Lerngebiet: Ursachen der Bewegung (Mechanik)
 Masse und Trägheit
 den Effekt der Trägheit in Alltagssituationen
 den Zusammenhang zwischen dem Bewegungszustand und den wirkenden Kräften
 den Zusammenhang zwischen der Verformung und der wirkenden Kraft erklären.
 Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.
 in Experimenten Kräfte und ihre Wirkungen
untersuchen.
 Newton’sche Gesetze/
Gewichtskraft und Schwerelosigkeit/Normalkraft/Reibung
 Kräfte als Vektoren
 Statische und dynamische Anwendungen im Alltag
5. Lerngebiet: Erhaltungssätze (Mechanik)
 Arbeit, Leistung, Energie
 Wirkungsgrad
 Energieerhaltung im abgeschlossenen System
 die drei Begriffe definieren.
 die Energie in verschiedene Einheiten
(J und kWh) umrechnen.
 den Wirkungsgrad eines Gerätes ermitteln.
 die Erhaltung der Energie in konkreten Situationen formulieren.
AKSA, Physik (GLF) 5
1. Lerngebiet: Kreisbewegung (Mechanik)
 Kinematische Grössen der
Kreisbewegung
 Zentripetalbeschleunigung und
-kraft
 Fachbegriffe wie Frequenz und Winkelgeschwindigkeit korrekt verwenden.
 die Bewegung eines Körpers auf einer
Kreisbahn beschreiben.
 die Dynamik einer Kreisbewegung mithilfe
der Zentripetalkraft erklären.
 die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen.
2. Lerngebiet: Gravitation (Mechanik)
 Weltbilder
 Fallbeschleunigung g(r)
 Planetenbewegung, (Kreisbahnen), Keplergesetze
 Gravitationsgesetz
 die Entwicklung des Weltbildes in unserem
Kulturkreis beschreiben.
 die 1/r2-Abhängigkeit qualitativ und quantitativ erklären.
 die Kepler’schen Gesetze in Fragestellungen anwenden.
 das Gravitationsgesetz anwenden, um Bewegungsgrössen von Himmelskörpern zu
3. Lerngebiet: Elektrizitätslehre (Elektromagnetismus)
 Ladung
 bestimmen, ob ein Körper geladen ist.
 die Bedeutung von Spannung und Strom
anhand einer Analogie erklären.
 die historische und kulturelle Bedeutung
der Elektrifizierung verstehen.
 erklären, was eine Kennlinie ist.
 Schaltungen aufbauen und ausmessen.
 die Ersatzwiderstände und die umgesetzte
Leistung berechnen.
 die Kräfte zwischen Punktladungen mithilfe
des Coulombgesetzes berechnen.
 Spannung, Stromstärke
 Ohm’scher Widerstand / Serie-
und Parallelschaltung
 Elektrische Leistung
 Elektrisches Feld und Coulombgesetz
AKSA, Physik (GLF) 6
 den Feldbegriff erklären.
 das elektrische Feld grafisch darstellen.
4. Lerngebiet: Magnetismus (Elektromagnetismus)
 Permanentmagnet, Erdfeld
 Durch Ströme verursachte
magnetische Felder, Rechte-
Hand-Regel
 Kraft auf bewegte Ladungen
und Ströme, Drei-Finger-Regel
 Induktion
 das Erdmagnetfeld skizzieren.
 das Magnetfeld um einen stromführenden
Draht bzw. in einer Spule darstellen und
quantifizieren.
 Betrag und Richtung der Lorentzkraft bestimmen.
 ausgewählte Phänomene und technische
Anwendungen (z.B. Elektromotor) qualitativ
5. Lerngebiet: Schwingungen (Periodische Vorgänge)
 Grundbegriffe
 Bewegungsgleichung des harmonischen Oszillators
 Federpendel/Fadenpendel
 Gedämpfte und erzwungene
Schwingung
 Fachbegriffe wie Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude, Phase korrekt
 Schwingungen in Diagrammen darstellen.
 Extrema für y, v und a in Diagrammen identifizieren und den Zusammenhang zur Differenzialrechnung verstehen.
 die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen Grössen
eines Oszillators angeben.
 das Resonanzphänomen erklären.
 die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen.
AKSA, Physik (GLF) 7
1. Lerngebiet: Wellen (Periodische Vorgänge)
 Grundbegriffe
 Wellengeschwindigkeit
 Wellenphänomene
 Begriffe wie Wellenlänge, Frequenz, Longitudinalwelle, Transversalwelle anwenden.
 den Unterschied zwischen Wellen und
Schwingungen erklären.
 die Licht- und die Schallgeschwindigkeit
 ausgewählte Wellenphänomene mathematisch oder mit Worten beschreiben.
2. Lerngebiet: Wärmelehre
 Temperatur und deren mikroskopische Interpretation
 Wärme/Innere Energie/
Hauptsätze der Wärmelehre
 Druck und Ideale Gase
 Wärmekapazität und
Phasenübergänge
 Wärmearbeitsmaschinen und
thermodynamischer Wirkungsgrad
 Methoden zur Temperaturmessung benen-
 Temperaturangaben von Celsius in Kelvin
umrechnen und umgekehrt.
 die Begriffe Wärme und Temperatur unter-
 die Hauptsätze der Wärmelehre in Worten
oder mathematisch formulieren und in einer
konkreten Situation anwenden.
 p, V und T eines idealen Gases in Beziehung setzen und Zustandsänderungen in
Diagrammen darstellen.
 die Grössenordnungen der Wärmemengen
für Schmelzen, Erwärmen und Verdampfen
von Wasser benennen.
 die kulturelle und historische Bedeutung
der Wärmearbeitsmaschinen verstehen.
 die Umsetzung von Wärme in Arbeit in
Kreisprozessen erklären.
 ihr physikalisches Wissen nutzen, um
verantwortungsbewusst mit Ressourcen
umzugehen.
AKSA, Physik (GLF) 8
3. Lerngebiet: Neuere Physik
 Kernphysik
 Halbleiterphysik
 die 3 Strahlungsarten sowie die Einheiten
für die wichtigsten Messgrössen in der Dosimetrie erklären.
 die Grenzen der klassischen Physik
 die besonderen Eigenschaften der Halbleiter benennen und ihren Nutzen erklären.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PÄDAGOGIK / PSY-
CHOLOGIE
Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer
Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“ und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Dadurch
sollen die Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich in für sie neuen
Disziplinen mit grundlegenden Fragestellungen, die den Menschen in einer besonderen Weis e ins
Zentrum setzen, zu beschäftigen. Der Unterricht leistet somit einen Beitrag, die menschliche Existenz
unter neuen Perspektiven zu betrachten, was im beruflichen und privaten Alltag hilfreich ist.
Gegenstand des Unterrichts in Pädagogik und Psychologie sind einerseits bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen im Erziehungsalltag, andererseits das menschliche Erleben und
Verhalten. Dabei wird der Mensch als „weltoffenes Wesen“ sowohl in seiner Individualität als auch
eingebunden in seiner sozialen Lebenswirklichkeit verstanden. Der Unterricht umfasst verschiedene
Lerngebiete, welche einerseits an die aktuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und
andererseits ein breites und vertieftes Orientierungswissen vermitteln. Das Ziel ist es, kompeten- te,
verantwortungsbewusste und kritische Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die
Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre Sensibilität für die pädagogische und psychologische Realität weiterzuentwickeln. Dazu gehören begriffliche und methodische Instrumente, die
befähigen, eigene und fremde Lebenserfahrungen zu thematisieren, Aussagen und Geschehnisse
kritisch zu analysieren, zwischen Fakten und deren Bewertung zu trennen und selber begründete
Vorschläge für Problemlösungen zu erarbeiten. Der Unterricht fördert die Fähigkeit, eindimensionale
Denkmuster und Urteile zu erkennen und unter Umständen zurückzuweisen sowie Alltagskonzepte und
-rezepte durch verschiedene wissenschaftlich angemessene Erklärungs- und Vorgehensweisen neu
einzuordnen oder auch zu ersetzen.
Somit soll der Unterricht auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit ent -
wickeln, pädagogische und psychologische Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers disku- tiert
werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Dabei
ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Ent -
wicklungsmöglichkeiten grundlegend.
AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 2
Das Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie fördert besonders
• Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen
• Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für
Mensch und Umwelt übernehmen
• Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität
auseinandersetzen
• Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer
nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren
In der Regel werden mindestens vier Bewertungsanlässe durchgeführt. Es sollen verschiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen.
Die zwei Disziplinen des Ergänzungsfachs PP sind für die Schülerinnen und Schüler neu. Deswegen
stehen die Querverbindungen unter den beiden Fachbereichen Pädagogik und Psychologie im Vordergrund. Elementare Bezüge zu andern Fächern sind von vorneweg gegeben.
AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 3
 Einführung in den Gegenstand der
Pädagogik und Psychologie
 Modellvorstellungen
 Methoden
 erläutern, mit welchen Gegenständen sich
die Fachgebiete Pädagogik und
Psychologie beschäftigen und
Alltagstheorien von wissenschaftlichen
Theorien unterscheiden.
 mithilfe von einfachen Modellvorstellungen
psychische Prozesse und Aspekte der
Erziehung beschreiben und analysieren.
 Methoden empirischer und
geisteswissenschaftlicher Forschung
erläutern, entsprechende Fachbegriffe (z.B.
„Operationalisierung“, „Validität“) erklären
und diese auf einfache Beispiele
 Untersuchungen im Hinblick auf das
methodische Vorgehen analysieren und dazu
 Wahrnehmung
 Kognition
 Emotion/Motivation
 Wahrnehmung als selektiven und konstruktiven
Prozess mit spezifischen Bedingungen beschreiben und entsprechende Praxisbeispiele
erörtern.
 kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B.
Gedächtnis, Lernen, Sprache, Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und
pädagogische Konsequenzen ableiten.
 ausgewählte emotionale Zustände und motivationale Prozesse anhand theoretischer Grundlagen (z.B. dimensionsorientiertes Konzept, Attributionen) bestimmen.
gesellschaftlich relevante Beispiele (z.B.
AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 4
Stress, Mobbing) analysieren und daraus
alternative Handlungsmöglichkeiten ableiten.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
Aufgaben der Erziehung
Erziehungsziele und -inhalte
Massnahmen in der Erziehung
Erziehungsstile
 Enkulturation, Sozialisation und Personalisation
als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen und in diesem Zusammenhang auch das
Konzept der Bildung reflektieren.
 sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die
eigene persönliche Entwicklung auseinander-
 den Zusammenhang zwischen
Erziehungszielen (z.B. Pädagogische
Mündigkeit) und -inhalten, gesellschaftlichem
Wandel und individuellen Faktoren
untersuchen und kritisch reflektieren.
 verschiedene unterstützende und
gegenwirkende Erziehungsmassnahmen
aufzeigen und bezüglich Vor- und Nachteile
personen- und situationsbezogen evaluieren.
 entsprechende Beispiele aus dem
Erziehungsalltag analysieren und fachlich
begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
 verschiedene Konzepte (z.B. das typologische
Konzept nach Lewin, das
dimensionsorientierte Konzept nach
Tausch/Tausch, die elterlichen
Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen
erzieherischen Handelns in Beziehung setzen
und dazu fundiert Stellung nehmen.
4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
Grobinhalt: Entwicklung Fachliche Kompetenzen
 Die Entwicklung bedingende und
beeinflussende Faktoren
 Lerntheorien
 Entwicklungsstadien und
 das Zusammenspiel von Anlage, Umwelt und
Selbst sowie von Reifung und Lernen illustrie-
 die zentralen Aussagen und Begriffe des Klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie
darstellen und miteinander vergleichen.
 anhand von mindestens zwei Theorien (z.B.
AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 5
Entwicklungstheorien Tiefenpsychologie, Lerntheorien, Theorie der
kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie) Entwicklungsstadien beschreiben, Entwicklungsverläufe analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten.
Grobinhalt: Persönlichkeit Fachliche Kompetenzen
 Persönlichkeitstheorien
 mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle (z.B.
tiefenpsychologisches, kognitives, faktorenanalytisches, humanistisches) in den Grundzügen
erläutern, zu Fallbeispielen in Beziehung setzen
und gegeneinander abwägen.
Grobinhalt: Soziale Interaktion Fachliche Kompetenzen
 Soziale Beeinflussung und/oder
soziale Einstellungen
 Gruppenphänomene
 Kommunikation
 Umsetzung des theoretischen
Wissens
 sozialpsychologische Erkenntnisse zu Themen
wie z.B. Konformität, Gehorsam, Hilfeleistung
oder soziale Einstellung präsentieren.
 gruppenspezifische Phänomene (z.B. Normen,
Rollen) erläutern.
 verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B.
Watzlawick, Schulz von Thun) darstellen und
miteinander vergleichen.
 im Rahmen des gewählten Themas Fallbeispiele analysieren und sich mit pädagogischen und
psychologischen Methoden zur Förderung des
Zusammenlebens auseinandersetzen.
Grobinhalt: Psychische
Gesundheit und psychische
Störungen
 Begriffliche Grundlagen
 Psychische Störungen
 Prävention und Behandlung
 Kriterien für eine psychische Störung nennen
und konkretisieren, sich aber auch mit den
Schwierigkeiten im Gebrauch dieses Begriffs
(z.B. Normenrelativität, Etikettierung) auseinandersetzen.
 die zentralen Symptome von ausgewählten
psychischen Störungen (z.B. Depressionen,
Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen
und Schizophrenie) erläutern.
 mögliche Faktoren bei der Entstehung von psychischen Störungen darstellen.
 Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung
bzgl. Magersucht) ableiten und mindestens zwei
Behandlungsansätze (z.B. Verhaltenstherapie,
AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 6
 Psychische Gesundheit
kognitive, tiefenpsychologische oder systemische Psychotherapie) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.
 die psychische Gesundheit beeinflussende
Faktoren erläutern (z.B. chronisch erhöhtes
Erregungsniveau aufgrund von Stress, Puffereffekt bei guten sozialen Beziehungen) und
fachlich begründete Vorschläge zur
Gesundheitsförderung entwickeln.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE /
PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
(KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH)
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele
gymnasialer Allgemeinbildung wie “Persönliche Reife” und “Studierfähigkeit” besondere Akzente auf die
Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, ethischen, politischen, kommunikativen, ästhetischen,
intellektuellen, wissenschaftstheoretischen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Die drei Diszipli- nen
Philosophie, Pädagogik und Psychologie sind für deren Entwicklung vor allem deshalb geeignet, weil
sie einen gemeinsamen Fokus haben: Den Menschen in und mit seiner Welt.
Der Unterricht vermittelt ein breites und vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und
Schülern hilft, in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente
und von der ganzen Person verantwortete Position zu finden.
In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die unten aufgeführten überfachlichen und
fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und
Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und
ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche
und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer
Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu
handeln.
Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und
Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen.
Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders
• Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen
• Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in
grössere Kontexte stellen
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 2
• Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
• Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren
• Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• Sich differenziert und präzise ausdrücken
• Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören
• Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• Das Selbstkonzept reflektieren
• Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z.B. Identitätsbildung als
Jugendliche) bewusst werden
• Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
• Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit
Ausdauer nachgehen
• Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• Die fachlichen und methodischen Standards für geistes- und sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten erfüllen
• Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der
drei Disziplinen untersuchen
• Dem Willen Folge leisen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
In der Regel werden in der 3. Klasse mind. acht Bewertungsanlässe, in der 4. Klasse mind. sechs
durchgeführt. Es sollen verschiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen.
Alle drei Disziplinen des Kombischwerpunktfachs PPP sind für die Schülerinnen und Schüler neu.
Deswegen stehen die Querverbindungen unter den drei Fachbereichen Philosophie, Pädagogik und
Psychologie im Vordergrund. Elementare Bezüge zu andern Fächern sind von vorneweg gegeben.
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 3
3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
 Die philosophische Frage
 Wichtige Fragestellungen der
philosophischen Tradition
 die Eigenart des philosophischen Fragens ver-
 Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln) nachvollziehen.
 wichtige philosophische Fragestellungen ver-
 hinter einem alltäglichen Phänomen eine
philosophische Fragestellung sehen.
 Ethik: Tugendethik, Utilitarismus,
Deontologie, Relativismus
 Erkenntnistheorie: Ideenlehre,
Rationalismus, Empirismus,
Kantsche Erkenntnistheorie
 Anthropologie: Menschenbilder
verschiedener Epochen (optional)
 sich ausweisen in der Kenntnis ethischer
Grundbegriffe und -positionen.
 ein ethisches Problem aufgrund verschiedener
ethischer Grundpositionen beurteilen und eine
eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
 hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges
ethisches Problem erkennen.
 sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen.
 die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des
menschlichen Erkennens überprüfen.
 sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche
Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
 die logische Gültigkeit von Argumenten überprü-
 die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen.
 verschiedene Menschenbilder unterscheiden
und historisch einordnen.
 den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu
ihrem eigenen Menschsein herstellen.
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 4
Texte von der Antike bis zur
Gegenwart
Methoden der Textinterpretation
 den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen,
auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
 ausgewählte philosophische Texte selbständig
lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
 verschiedene philosophische Texte im Hinblick
auf dieselbe philosophische Fragestellung in
Beziehung zueinander setzen.
 mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantre-
 mit verschiedenen Methoden Texte
 Der philosophische Dialog
 die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden.
 philosophische Fragen und Themen im Dialog
gemeinsam entwickeln.
3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / Psychologie
 Einführung in den Gegenstand der
Pädagogik und Psychologie
 Modellvorstellungen
 Methoden
 erläutern, mit welchen Gegenständen sich die
Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen.
Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien
unterscheiden und die entsprechenden Funktionen und Zielsetzungen erkennen.
mithilfe von einfachen Modellvorstellungen psychische Prozesse und Aspekte der Erziehung
beschreiben und analysieren.
 Methoden empirischer und geisteswissenschaftlicher Forschung erläutern, entsprechende
Fachbegriffe (z.B. „Operationalisierung“, „Validi-
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 5
tät“) erklären und diese auf einfache Beispiele
 Untersuchungen im Hinblick auf das
methodische Vorgehen analysieren und dazu
* = mind. zwei der drei Teilgebiete
 Wahrnehmung (optional*)
 Kognition (optional*)
 Emotion/Motivation (optional*)
 Wahrnehmung als selektiven und konstruktiven
Prozess mit spezifischen Bedingungen
beschreiben und entsprechende Praxisbeispiele
erörtern.
 kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B.
Gedächtnis, Lernen, Sprache, Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und
pädagogische Konsequenzen ableiten.
 ausgewählte emotionale Zustände und
motivationale Prozesse anhand theoretischer
Grundlagen (z.B. dimensionsorientiertes
Konzept, Attributionen, Erwartungs-mal-Wert-
Hypothese) bestimmen.
 gesellschaftlich relevante Beispiele (z.B. Stress,
Mobbing) analysieren und daraus alternative
Handlungsmöglichkeiten ableiten.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
 Grundlagen der Erziehung
 Aufgaben der Erziehung (kann
auch in der 4. Klasse behandelt
werden)
 Erziehungsziele und -inhalte (kann
auch in der 4. Klasse behandelt
werden)
 Argumente aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zur Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit des Menschen zueinander in
Beziehung setzen.
Enkulturation, Sozialisation und Personalisation
als grundlegende Aufgaben der Erziehung
darstellen und in diesem Zusammenhang auch
das Konzept der Bildung reflektieren.
 sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die
eigene persönliche Entwicklung
auseinandersetzen.
 den Zusammenhang zwischen
Erziehungszielen (z.B. Pädagogische
Mündigkeit) und -inhalten, gesellschaftlichem
Wandel und individuellen Faktoren untersuchen
und kritisch reflektieren.
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 6
4. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit
 die Entwicklung bedingende und
beeinflussende Faktoren
 Lerntheorien
 Entwicklungsstadien und
Entwicklungstheorien
das Zusammenspiel von Anlage, Umwelt und
Selbst sowie von Reifung und Lernen illustrieren.
die zentralen Aussagen und Begriffe des Klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie
darstellen und miteinander vergleichen.
anhand von mindestens zwei Theorien (z.B.
Tiefenpsychologie, Lerntheorien, Theorie der
kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie)
Entwicklungsstadien beschreiben,
Entwicklungsverläufe analysieren und
pädagogische und psychologische
Konsequenzen ableiten.
3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Philosophie / Pädagogik / Psychologie
1. Lerngebiet: zwischen den Lehrpersonen zyklisch festgelegte und grundsätzlich
erweiterbare Fachthemen aus den verschiedenen Lerngebieten der Philosophie und
Pädagogik / Psychologie
 Planung interdisziplinäre SF-
Woche im ersten Semester/4.
Klasse
 sich in der Themenfindung und Planung der
SF-Woche aktiv einbringen; selbständig
Projekte in die Diskussion einbringen, am
Entscheidungsfindungsprozess teilnehmen.
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 7
4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
 Politische Philosophie
 Sprachphilosophie (optional)
 Ästhetik (optional)
 Philosophie des Geistes (optional)
 verschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären.
 grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (Gerechtigkeit, Macht, Glück usw.) erfas-
 die Grundlagen der Hermeneutik anwenden.
 den „linguistic turn“ im 20. Jahrhundert nachvollziehen.
 klassische und moderne Kommunikationsmodelle interpretieren.
 objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit finden und prüfen.
 die gesellschaftliche Bedingtheit des Schönheitsempfindens durchschauen.
 verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen
(Leib-Seele-Problem) erklären.
 über die verschiedenen Manifestationen des
Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein,
Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft)
2. Lerngebiet: Philosophische Texte
 Texte von der Antike bis zur
Gegenwart
 Methoden der Textinterpretation
 ausgewählte philosophische Texte selbständig
lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
 verschiedene philosophische Texte im Hinblick
auf dieselbe philosophische Fragestellung in
Beziehung zueinander setzen.
 mit der in der 3. Klasse erarbeiteten
Fachtermoninologe an Texte herantreten.
 anhand der in der 3. Klasse erlernten Methoden
Texte erschliessen.
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 8
3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
 Der philosophische Essay
 Die Erörterung
 philosophische Fragen und Themen in einem
argumentierenden Essay selbständig entwickeln
und vertiefen.
 Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit
und Überzeugungskraft prüfen und
gegeneinander abwägen.
 Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme
4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
 Anwenden
 Beurteilen
 Selbständiges Weiterdenken
 grundlegende und ausgewählte philosophische
Begriffe sachgemäss verwenden.
 ausgewählte philosophische Positionen und
Theorien verstehen, einordnen und vergleichen.
 philosophische Theorien oder Modelle auf
Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme
beziehen.
 den Zusammenhang zwischen einer
philosophischen Frage oder Theorie und der
persönlichen Lebenswelt herstellen.
 ausgewählte philosophische Positionen und
Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und
Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem
eigenen Urteil gelangen.
 Konsequenzen philosophischer Positionen und
Theorien abschätzen.
 einen philosophischen Gedanken selbständig
weiterführen.
4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / Psychologie
1. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
 Massnahmen in der Erziehung
 verschiedene unterstützende und
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 9
 Erziehungsstile
gegenwirkende Erziehungsmassnahmen aufzeigen und bezüglich Vor- und Nachteile personen- und situationsbezogen evaluieren.
 entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete
Handlungsvorschläge entwickeln.
 verschiedene Konzepte (z.B. das typologische
Konzept nach Lewin, das dimensionsorientierte
Konzept nach Tausch/Tausch, die elterlichen
Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen
und dazu fundiert Stellung nehmen.
2. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit
 Persönlichkeitstheorien
 Menschenbild
 mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle (z.B.
tiefenpsychologisches, kognitives, faktorenanalytisches, humanistisches) in den Grundzügen
erläutern, zu Fallbeispielen in Beziehung setzen
und gegeneinander abwägen.
 Zusammenhänge zwischen der jeweiligen Persönlichkeitstheorie und dem dahinter stehenden
Menschenbild erkennen und entsprechende Implikationen für den pädagogischen und psychologischen Zugang kritisch reflektieren.
3. Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie
 Überblick über die verschiedenen
Strömungen in Pädagogik und
 Leitideen verschiedener Pädagoginnen und
Pädagogen wie z.B. Rousseau, Pestalozzi,
Montessori und aktuellen Vertreter/-innen in den
Grundzügen erläutern, miteinander vergleichen
und zu bisher behandelten PP-Themen (z.B.
Erziehungsziele) in Beziehung setzen.
 einen Überblick geben über verschiedene –
durch die bisher behandelten PP-Themen
bereits bekannte und in Bezug auf die zugrunde
liegenden Menschenbilder bereits reflektierte –
Richtungen der Psychologie (z.B.
Tiefenpsychologie, Behaviorismus,
Neuropsychologie).
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 10
4. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen
 Begriffliche Grundlagen
 Psychische Störungen
 Prävention und Behandlung
 Psychische Gesundheit (optional)
 Kriterien für eine psychische Störung nennen
und konkretisieren, sich aber auch mit den
Schwierigkeiten im Gebrauch dieses Begriffs
(z.B. Normenrelativität, Etikettierung) auseinandersetzen.
 die zentralen Symptome von ausgewählten
psychischen Störungen (z.B. Depressionen,
Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen
und Schizophrenie) erläutern.
 mögliche Faktoren bei der Entstehung von psychischen Störungen darstellen.
 Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung
bzgl. Magersucht) ableiten.
 mindestens zwei Behandlungsansätze (z.B.
Verhaltenstherapie, kognitive, tiefenpsychologische oder systemische Psychotherapie) in ihren
Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.
 die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren erläutern (z.B. chronisch erhöhtes Erregungsniveau aufgrund von Stress, Puffereffekt
bei guten sozialen Beziehungen).
 fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln.
5. Lerngebiet: Soziale Interaktion
 Soziale Beeinflussung und/oder
soziale Einstellungen (optional)
 Gruppenphänomene (optional)
 Kommunikation (optional)
 Umsetzung des theoretischen
Wissens
 sozialpsychologische Erkenntnisse zu Themen
wie z.B. Konformität, Gehorsam, Hilfeleistung
oder soziale Einstellung präsentieren.
 gruppenspezifische Phänomene (z.B. Normen,
Rollen) erläutern.
 verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B.
Watzlawick, Schulz von Thun) darstellen und
miteinander vergleichen.
 im Rahmen des gewählten Themas
Fallbeispiele analysieren und sich mit
pädagogischen und psychologischen Methoden
zur Förderung des Zusammenlebens
AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 11
4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfachs Philosophie / Pädagogik / Psychologie
1. Lerngebiet: Interdisziplinäre Themen
 zwischen den Lehrpersonen
zyklisch festgelegte und
grundsätzlich erweiterbare
Fachthemen aus den
verschiedenen Lerngebieten der
Philosophie und Pädagogik /
 sich anhand ausgewählter Texte dem interdisziplinären Thema substantiell annähern, über erste interdisziplinäre Zusammenhänge reflektie-
 sich kritisch und aus unterschiedlichen
Perspektiven mit dem interdisziplinären Thema
auseinandersetzen, eigene Überlegungen in
den Diskurs einbringen und vertreten und zu
einem differenzierten Urteil finden.
Hinweis: Das interdisziplinäre Thema bzw. der dazu erarbeitete Stoff stellt die Grundlage für
den interdisziplinären schriftlichen Prüfungsteil der PPP-Matura dar.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH RELIGIONSLEHRE
Das Ergänzungsfach Religionslehre ist einem überkonfessionellen, interreligiösen und religionswissenschaftlichen Ansatz verpflichtet und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine
vertiefte intellektuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen. Das Fach fördert im
Besonderen die Fähigkeit, religiöse Phänomene als wesentliche Dimensionen des menschlichen Lebens und Handelns wahrzunehmen und zu verstehen. Es weckt bei den Schülerinnen
und Schülern die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Religionsverständnis, mit fremden Religio- nen
und Kulturen sowie deren Welt- und Lebensdeutungen auseinanderzusetzen.
Das Fach Religionslehre erschliesst die religiöse Symbolsprache in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und verbindet sie mit rationalem Denken und verantwortlichem Handeln. Der Unterricht vergegenwärtigt und erklärt die religiöse Überlieferungen und Institutionen, die in unse- rem
Kulturkreis wirksam sind. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit Religionen hilft den
Schulerinnen und Schülern ihre eigene religiöse Sozialisation zu klären, Vorurteile abzubauen und
eine eigene Stellungnahme zu Religion und Glauben zu verantworten.
Das Fach hält die Schülerinnen und Schüler dazu an, anhand von aktuellen ethischen Problem -
stellungen Religionen und ihre Normen kritisch zu hinterfragen. Der Unterricht fördert die Haltung der religiösen Toleranz in einem multikulturellen und pluralistischen Staat und erschliesst
Dimensionen von Religion in Politik und Gesellschaft.
Um diese Ziele zu erreichen, ist der Besuch einer Synagoge, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual vorgesehen.
Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert
 Kritik- und Urteilsfähigkeit
• Toleranz und Dialogbereitschaft
• mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit
• Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit
2AKSA, Religionslehre (EF)
• Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen
• Inhaltlich und formal korrekte und differenzierte Präsentation umfangreicher Informationen mit
Hilfe elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung des Copy- rights
• Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier
• Mindestens ein grosser schriftlicher Leistungsnachweis pro Semester.
• Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung miteinzubeziehen: mündlicher Vortrag, kleinere schriftliche Arbeiten, Projekt- und Gruppenarbeiten etc.
Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der Semesternote ausmachen.
• Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag
zu einer selbstgewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden.
• Bildnerisches Gestalten: Interpretation religiöser Inhalte in Kunst und Architektur
• Psychologie: Freud’sche Religionskritik
• Geschichte: Macht religiöser und weltanschaulicher Symbole in der Politik
3AKSA, Religionslehre (EF)
C. Klassen-Lehrplan
1. Religion und Kultur
Grobinhalt: Religionsbegriff(e) Fachliche Kompetenzen
 Wesen der Religion
 Wirkung der Religion
 Herkunft der Religion
 den Begriff Religion herleiten, inhaltlich
problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis
bedenken.
 die verschiedenen Dimensionen von
Religion und die verschiedenen
Auffassungen von weltanschaulichen
Konzepten (z.B. Atheismus, Monismus,
Deismus) unterscheiden.
 negative wie positive Funktionen und
Wirkungen von Religion darlegen.
 die geografische und numerische
Verbreitung der Religionen einschätzen.
 den eigenen religiösen/weltanschaulichen
Standpunkt begründen und vertreten.
 die Positionen der Religionskritik (z.B. von
Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen
und hinterfragen.
 die eigene religiöse/weltanschauliche
Sozialisierung sowie positive und negative
Erfahrungen mit Religion kritisch
Grobinhalt: Rituale, Brauchtum
und Alltagsreligiosität
 Religion im Alltag
 Religion im öffentlichen Raum
 Kult und Ritus als eine Dimension von
Religion wahrnehmen und im religiösen
Alltag in der Schweiz erkennen.
 religiöse oder quasireligiöse Elemente im
öffentlichen Raum als solche erkennen und
4AKSA, Religionslehre (EF)
Grobinhalt: Religion in der
 Verhältnis von Religion und
Staat
 Verhältnis von Religion und
Individuum
 die Verschränkung von Religion und Staat
im globalen Wettstreit der Religionen
erfassen, analysieren und beurteilen.
 den Anteil kultureller und religiöser
Hintergründe von politischen Konflikten
abwägen.
 die religiösen Prägungen von säkularen
Gesellschaften verstehen (z.B. der
chinesischen vom Konfuzianismus und
Taoismus; konfessionelle Prägungen in der
Schweiz).
 stereotype Vorurteile gegenüber Religionen
(Bsp. Antisemitismus) hinterfragen.
 wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung
religiöser Sondergruppen und –formen
(«Sekten») anwenden.
 die Mechanismen von totalitären religiösen
Gruppierungen erkennen und die
Eigenheiten von Fundamentalismus
Grobinhalt: Wirkungsgeschichte
religiöser Texte in der
 Religion in Kultur und Texten
 Religion und Sprache
 religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag
erkennen und im religiösen, künstlerischen
oder psychologischen Kontext verstehen,
deuten und interpretieren.
 Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen
religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch gefährlichen Traditionen
 begründen, warum Religion symbolische
Sprache verwendet.
 die Bedeutung und Eigenart mythologischer
Texte erkennen und diese von Texten mit
historischem oder wissenschaftlichem
Anspruch unterscheiden.
5AKSA, Religionslehre (EF)
Grobinhalt: Ethische Entwürfe in
der Gesellschaft
 Grundlagen der Ethik
 Ethische Argumentation
 Eigenes ethisches Urteil
 die Herausforderung neuer ethischer
Fragestellungen (z.B. Organtransplantation,
Gentech, u.a.) für die Religionen benennen.
 Grundbegriffe wie Ethik und Moral,
normative und deskriptive Ethik
 Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik
 Begründungsmodelle ethischer
Argumentation erläutern und ethische
Argumentationsmuster erkennen.
 die Zusammenhänge zwischen ethischen
Wertvorstellungen und dem
entsprechenden Menschen- und Weltbild
 ethische Fragen mit der eigenen Erfahrung
und mit religiösen und philosophischen
Vorstellungen in einen Dialog bringen.
 aktuelle ethische Debatten führen und ein
Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres
Glaubens und den damit verbundenen
Grundwerten Rechnung trägt.
2. Lerngebiet: Weltreligionen
Grobinhalt: Sinn-/Existenzfragen Fachliche Kompetenzen
 Bedeutung religiöser
Traditionen heute
 Religiöse Traditionen in deren
Bezügen
 Religionsstifter
 menschliche Urfragen selbst formulieren
und auf mögliche Relevanz für das eigene
Leben überprüfen.
 mit der nötigen Offenheit und zugleich
kritischen Distanz der Weltdeutung und
religiösen Praxis fremder Religionen
begegnen und eine eigene Position
 wesentliche Elemente religiöser Tradition
im Judentum, Christentum, Islam,
Hinduismus, und Buddhismus wiedergeben.
 die Person der Religionsstifter in deren
historischen Kontext einbetten, daraus
deren Bedeutung erschliessen und von
deren eigenen theologischen Deutung
6AKSA, Religionslehre (EF)
 Religiöse Riten in deren
Bezügen
 ausgewählte religiöse Feiertage
charakterisieren und ihren ursprünglichen
Sinn verstehen.
 die spezifische Architektur religiöser
Heiligtümer darlegen.
Grobinhalt: Heilige Schriften Fachliche Kompetenzen
 Unterschiedliche Deutung
Heiliger Schriften
 Historischer Hintergrund
Heiliger Schriften
 wichtige Texte den jeweiligen Religionen
zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden.
 verschiedene Übersetzungskriterien und
methodische Zugänge beschreiben.
 die Situationsbezogenheit religiöser Texte
erkennen und die Schlüsse für eine
zeitgemässe Auslegung daraus ziehen.
Grobinhalt: Interreligiöser Dialog Fachliche Kompetenzen
 Wahrnehmung im
interreligiösen Dialog
 Methode des interreligiösen
Dialogs
 Konsequenzen des
interreligiösen Dialogs
 Übereinstimmungen, Parallelen und
Unterschiede zwischen den Weltreligionen
feststellen und aufzeigen.
 Stärken und Schwächen der verschiedenen
Religionen für die Verbreitung in der
globalen Welt beurteilen.
 sachlich differenziert und respektvoll einen
Dialog zu kontroversen religiösen Themen
führen und eine Gesprächskultur pflegen.
 Regeln für einen sinnvollen Vergleich von
Religionen formulieren und anwenden.
 aus religiösen Vorstellungen persönliche
Konsequenzen für ihren eigenen Umgang
mit Leuten aus andern Kulturen ableiten.
7AKSA, Religionslehre (EF)
 Religiöse Riten in deren Bezügen  ausgewählte religiöse Feiertage
charakterisieren und ursprünglichen Sinn
 die spezifische Architektur religiöser
Heiligtümer darlegen.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH SPANISCH
Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kultur -
raum spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisier- ten
Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der
Spanischunterricht die dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im
Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachli- che
Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen
Beziehungen.
Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen,
aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult; dabei werden ihnen
Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu
einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen
Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium.
Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen
Kulturwelt und Denkweise angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine
facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten.
Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders
 Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren
 Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren
 Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten
AKSA, Spanisch (SPF) 2
 Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern
Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen
 Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen
Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen
 Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären
 Online-Wörterbücher gezielt nutzen
Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen
 Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens entwickeln
Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
AKSA, Spanisch (SPF) 3
Niveau: B1-B2*
* gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2)
 Grammatikalische Grundstrukturen
o Verbalkonjugation in allen Zeiten
und Modi (Indikativ, Konditional I
und II, Subjuntivo, Imperativ)
o Einfache Verbalperiphrasen mit
Gerundio und Infinitiv
o Vergangenheitszeiten im Indikativ
o Subjuntivo in Hauptsätzen und in
adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal)
sowie in Relativsätzen
o Adjektiv und Adverb
o Passiv
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.
 neu erlernte Grundstrukturen anwenden.
(ca. 2500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz anwen-
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen.
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 Sprachvergleiche
 elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen
erkennen und verbessern.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den
Bereichen Grammatik und Wortschatz
zwischen Spanisch und anderen
Fremdsprachen erkennen und nutzen.
AKSA, Spanisch (SPF) 4
2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2)
 Kürzere, einfache Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache (z.B.
Alltagsgespräche, Diskussionen,
didaktisch aufbereitetes Bild-
und/oder Tonmaterial, einfache,
klar aufgebaute Präsentationen)
 Relativ langsam gesprochene
authentische mediale Beiträge
(Radio- und Fernsehsendungen)
sowie Filme über Themen aus
dem Interessengebiet der
Schülerinnen und Schüler
 Verstehensstrategien (z.B. W-
Fragen, Vorkenntnisse)
 einen Redebeitrag global verstehen.
 authentischen medialen Beiträgen sowie
Filmen über Themen aus ihrem
Interessengebiet die Hauptinformation
entnehmen.
 das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in Spanisch
 einfache Verstehensstrategien anwenden.
 Einfache literarische und nicht
literarische Texte (z.B. didaktisch
aufbereitete Lektüren,
stufengerechte Originallektüren,
Medientexte, Briefe)
 Lesestrategien (z.B.
Globalverstehen, Mindmap)
 einfache literarische und nicht literarische
Texte global verstehen, analysieren und
einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
 weitgehend korrekt vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext
 Texte grob zusammenfassen.
3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2)
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Alltagsgespräche
 Verschiedene Sprechsituationen und
einfachere Redebeiträge (z.B.
 die meisten Alltagssituationen, denen man
auf Reisen im Sprachgebiet begegnet, angemessen bewältigen.
 ohne Vorbereitung an Gesprächen über
Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind,
AKSA, Spanisch (SPF) 5
Rollenspiele, Diskussionen,
Präsentationen und Kurzreferate,
einfache Stellungnahmen,
Inhaltswiedergaben bei Texten und
Filmen, Unterrichtsgespräch)
die sie persönlich interessieren oder die sich
auf Themen des Alltags beziehen.
 in einfachen, zusammenhängenden Sätzen
sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse
oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu
 kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts
erläutern und ihre Meinungen dazu erklären
und begründen.
 eine Geschichte erzählen oder die Handlung
eines Buches oder Films wiedergeben und
ihre Reaktionen beschreiben.
4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2)
Grobinhalt: schriftl.
 Verschiedene Textsorten (z.B.
Beschreibungen, kurze
Kommentare, Interviews, innere
Monologe, Dialoge, Briefe, Emails,
Erörterungen, kreative Texte wie
Gedichte und Kurzgeschichten)
 über Themen, die ihnen vertraut sind oder
die sie persönlich interessieren, einfache,
zusammenhängende Texte schreiben.
 einfache kreative Texte verfassen.
 persönliche Briefe und Emails schreiben
und darin von Erfahrungen und Eindrücken
berichten.
 Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben.
 zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung
 eine einfache Bildbeschreibung verfassen.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik)
aus Spanien und Lateinamerika
 einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit
der Lektüre mündlich und schriftlich
AKSA, Spanisch (SPF) 6
 Verschiedene Themen aus der
spanischsprachigen Welt (z.B.
Regionen Spaniens oder Länder
Lateinamerikas und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit
spanischsprachiger Jugendlicher)
 gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben.
 einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen
und Wertvorstellungen sowie aktuelle
Strömungen in der spanischsprachigen Welt
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien
und Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen,
Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren.
Filme unter spezifischen Fragestellungen
miteinander vergleichen.
Niveau: B2-C1
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2)
 Komplexere grammatikalische
Grundstrukturen
o Konkordanz der Zeiten
o Indirekte Rede
o Komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen
o Relativsätze, Adverbialsätze
 die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.
 eingeübte morphologische und syntaktische
Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan
anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren.
(ca. 3500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz und
ausgewählte Idiomatismen dazu sicher
 den Wortschatz differenzieren und den neu
AKSA, Spanisch (SPF) 7
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 Sprachregister
 Sprachbewusstsein
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung
der Sprachkompetenz nutzen.
 verschiedene Sprachregister unterscheiden
und sich selbst stilsicher ausdrücken.
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu
anderen Sprachen herstellen.
 das Sprachbewusstsein zur Analyse und
Erschliessung von Texten einsetzen.
2. Lerngebiet: Verstehen (B2-C1)
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Standardsprache (z.B. verschiedene
Bild- und / oder Tonquellen,
komplexere Präsentationen)
 Redebeiträge weitgehend umfassend
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvolle Themen verstehen.
 Literarische und nicht literarische
Originaltexte (z.B. Erzählungen,
Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
Sachtexte)
 Lesestrategien (z.B. Kontext,
Struktur, Verknüpfungen)
 selbständig literarische und nicht literarische
Texte erschliessen, analysieren und
einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
 sinngebend vorlesen.
 anhand von verschiedensten Lesestrategien
unbekannte Inhalte erschliessen.
AKSA, Spanisch (SPF) 8
3. Lerngebiet: Sprechen (B2)
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Alltagsgespräche
 Redebeiträge zu verschiedenen
allgemeinen und literarischen bzw.
kulturellen Themen (z.B.
Diskussionen, Präsentationen,
 mit einer muttersprachigen Person spontan
und fliessend ein Alltagsgespräch führen.
 sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten.
 zu verschiedenen Themen in längeren
Sprechsequenzen eine klare und vertiefte
Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor-
und Nachteile verschiedener Sichtweisen an-
 differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken.
4. Lerngebiet: Schreiben (B2)
Grobinhalt: schriftl.
 Verschiedene Textsorten (z.B.
Berichte, Kommentare, Interview,
innerer Monolog, Dialog, Briefe,
Emails, Erörterungen, kreative Texte
wie Gedichte und Kurzgeschichten)
 über eine Vielzahl von Themen pointierte,
facettenreiche und klar strukturierte Texte
 Argumente und Gegenargumente zu einem
bestimmten Problem darlegen.
 literarische Analysen verfassen.
 fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und
dabei das ästhetische Zusammenspiel von
Form und Inhalt realisieren.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik)
aus Spanien und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen
komplexe literarische Originaltexte (Prosa,
Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.
literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die
AKSA, Spanisch (SPF) 9
Autorin zur Textanalyse beiziehen.
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit
der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.
 literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
 anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren
verschiedene Epochen der
spanischsprachigen Geistes- und
Literaturgeschichte charakterisieren.
 Exemplarische Begegnungen mit der
spanischsprachigen Welt (z.B.
Kubanische Revolution,
Jugendarbeitslosigkeit in Spanien,
Grenzkonflikt USA – Mexiko)
 verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysie-
 unterschiedliche gesellschaftliche
Grundstrukturen und Wertvorstellungen
sowie aktuelle Strömungen in der
spanischsprachigen Welt verstehen.
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien
und Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen,
Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive,
Licht) analysieren und interpretieren.
Filme unter spezifischen Fragestellungen
miteinander vergleichen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH SPORT
Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im
Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkei -
ten werden erweitert.
Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den
Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwir- kungen
zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für
bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder.
Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders
Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und auf dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse hinterfragen
 Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten
 Praktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln
 In Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen
 Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich
differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden
Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben
Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen
AKSA, Sport (EF) 2
 Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern
 Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
 Sportliche Leistungstests selbständig durchführen und Daten von Pulsuhren am Computer
einlesen und auswerten
Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten
 Verknüpfung von theoretischen und praktischen Inhalten
 Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit
 Erweiterung sportmotorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport 30% nicht
überschreiten. Bei einer Verletzung oder Dispensation können praktische Prüfungen alternativ gete- stet
Lerngebietsspezifische Tests:
Trainingslehre: schriftlicher Test, evtl. Bewertung einer schriftlichen/praktischen Trainingsarbeit
 Bewegungslernen: praktischer Test (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt etc.)
Sportspiele: zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit technischen und taktischen
Anteilen)
 Sport und Gesellschaft: schriftlicher oder mündlicher Test
 Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung etc.)
Physik (Kraft, Geschwindigkeit etc.)
Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings etc.)
 Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse etc.)
 Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport
etc.)
 Geografie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen etc.)
Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen etc.)
Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlechterspezifi -
sche Unterschiede.
AKSA, Sport (EF) 3
1. Lerngebiet: Trainingslehre
drei oder vier der folgenden Die Schülerinnen und Schüler können
 im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft
die Funktion des aktiven und passiven
Bewegungsapparates analysieren.
 die Möglichkeiten der Energiebereitstellung
bei unterschiedlichen
Bewegungsanforderungen erklären.
 verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten.
 im Zusammenhang mit Koordination das
neuromuskuläre Funktionssystem und die
Sensomotorik verknüpfen.
 verschiedene Methoden des Trainings
nennen und zielgerichtet anwenden.
 in ausgewählten Bereichen zielgerichtet
Trainingspläne erstellen, anwenden und
auswerten und so die eigene sportliche
Leistungsfähigkeit verbessern.
 kognitive Prozesse der sportlichen Lern-
und Leistungsfähigkeit nennen, erklären
und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen-
Entscheiden-Handeln, Antizipation,
Feedbackprozesse, mentales Training).
 den Einfluss von Freude, Angst, Aggression
und Motivation auf sportliche Handlungen
 die bedarfsangepasste Ernährung
 Erste-Hilfe-Massnahmen bei
Sportverletzungen ergreifen können.
Themenbereiche:
 Sportanatomie und
Sportphysiologie
 Energiebereitstellung
 Steuerung der Motorik
 Trainingssteuerung
 Sportpsychologie
 Sporternährung
 Sportverletzungen
 Bewegungsabläufe erwerben,
 über unterschiedliche
AKSA, Sport (EF) 4
anwenden, gestalten und
analysieren
Wahrnehmungskanäle Bewegungen
erlernen.
 Bewegungsabläufe in verschiedenen
Sportarten erwerben, anwenden, gestalten
 Feedbacks geben und erhaltene
Feedbackinformationen verarbeiten.
 ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten
mit spezifischen Aufbaureihen verbessern.
 Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus,
Dynamik und Ausdruck gestalten und
variieren.
 in Gruppen Bewegungsabfolgen entwickeln.
3. Lerngebiet: Sportspiele
Mindestens zwei ausgewählte
Sportspiele:
 Korrekte Techniken
 Taktische Elemente
 Spielregeln
 die Grundtechniken von ausgewählten
Sportspielen korrekt ausführen und situativ
 taktische Elemente und Spielsysteme in
ausgewählten Sportspielen anwenden und
mitgestalten.
 ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter
angemessen leiten.
4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
Zwei der folgenden
Themenbereiche:
 Wechselwirkung zwischen
Bewegung und Gesundheit
 Leitmotive für sportliches
Handeln
 Umfeldeinflüsse auf sportliche
Handlungsfelder
 Wenn möglich ein aktuelles
Themenfeld (z.B. sportliche
Grossanlässe, Sport und
Gewalt, Sport und Umwelt,
Doping im Spitzensport)
 die Auswirkungen von sportlicher
Betätigung auf die Gesundheit erklären.
 Leitmotive für das Sporttreiben nennen und
 soziale, wirtschaftliche, poltische Aspekte
und Einflüsse im Handlungsfeld Sport
 einen gewählten aktuellen Themenbereich
aufarbeiten und kritisch Stellung nehmen.
AKSA, Sport (EF) 5
LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH SPORT
Wochenstunden 4 4 2 2
Anmerkung: In Abweichung von der kantonalen Stundendotation aufgrund infrastrukturellen Gegebenheiten.
Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und
Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler
in deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Durch vielseitige Beanspru- chung
dient er der Gesundheitserziehung.
Der Sportunterricht regt zu weiter führender sportlicher Aktivität an: Mit übergreifenden Anlässen prägt
er die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendli- chen
Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen.
Durch ein breites Wahlangebot in der dritten und vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler
dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen.
Das obligatorische Fach Sport fördert besonders
 Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen
und verinnerlichen
 Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen
 Sich in ein Team integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen
 Sich gegenüber anderen fair verhalten
 Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben
In Sport- und Spielhandlungen situativ korrekt kommunizieren
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 2
 Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten und zielorientierten Massnahmen erhalten
oder verbessern
 Sich selbständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
 Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können
Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
 Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen
Pro Jahr mind. 8 Noten aus mind. 4 verschiedenen Lerngebieten (1.-2. Klasse)
 Pro Jahr mind. 5 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen (3. Klasse)
 Pro Jahr mind. 4 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen (4. Klasse)
 Für normierbare Leistungen (quantitativ und qualitativ) gelten die gemeinsam entwickelten
Leistungstabellen
 Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training, Zusammenhang Bewegung - Ernährung - Übergewicht etc.
Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen, Tanz, Rhythmusschulung etc.
Physik: Kraft, Geschwindigkeit, Flugbahnen etc.
Projektunterricht: Rahmenthema Bewegungslehre
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 3
GRUNDLAGEN
 Trainingslehre
 Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und
Beweglichkeit mittels angepassten Übungs-
und Trainingsformen fördern und
weiterentwickeln.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Grundsätze der Trainingslehre im Bereich
der konditionellen und koordinativen
Fähigkeiten verstehen und praktisch
 Aufnahme, Verarbeitung und
Umsetzung von
Bewegungsaufgaben
 durch gezieltes Zuhören und Beobachten
Bewegungsaufgaben beschreiben und
 Rückmeldungen zur Ausführung von
Bewegungen differenzieren und gezielt
BEWEGUNGSBEREICHE
 Einfache Tanzschritte und/oder
Bewegungsformen
(Ropeskipping, Aerobic,
Gymnastik)
 eine vorgegebene Bewegungschoreographie in der Gruppe wiedergeben.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 4
 Rhythmische
Bewegungsabfolge mit oder
ohne Requisiten
 Bewegung zur Musik
 die Bewegungsabfolge im Takt vorzeigen.
 den Anfang jedes Musikbogens hören.
 die Choreographie richtig auf einen
„Achter“ einsetzen.
 Bodenkombination
 Minitramp-Kasten
 Schaukelringe
 Bewegungsverwandtschaften
 am Boden einzelne Elemente in möglichen
Verbindungen am Stück vorzeigen.
 Bei der Gerätekombination Minitramp-
Kasten einzelne Stützsprünge ausführen.
 an den Schaukelringen die Grundelemente
reproduzieren.
 Bewegungsverwandtschaften beobachten
 Laufschulung
 Speer und Weitsprung
 die disziplinspezifischen Grundfertigkeiten
in den Bereichen Sprint, Hürdenlaufen und
Staffellaufen praktisch einsetzen.
 die disziplinspezifischen Fertigkeiten
praktisch einsetzen.
 Volleyball, Handball,
Unihockey
 im entsprechenden Sportspiel technisch
korrekt und regelkonform mitspielen.
 in spezifischen Spielsituationen individuell-
und kollektivtaktisch angemessen handeln.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 5
 Crawl
 Mindenstens ein weiterer Stil
aus Brustgleichschlag /
Rückencrawl / Delfin
 Staffelschwimmen (50m
Freistil)
 Distanzschwimmen
 Wasserspringen
 Crawl in einer Feinform demonstrieren und
Fehlerbilder davon erkennen.
 einen weiteren Schwimmstil in der
Grobform demonstrieren.
 einen Startsprung und eine Kippwende im
Wettkampf anwenden.
 mindestens 12 Minuten am Stück
schwimmen.
 mindestens drei ausgewählte Basissprünge
demonstrieren, wovon mindestens zwei
Kopfsprünge sein müssen.
 Mindestens ein Spiel aus:
Baseball / Ultimate /
Intercrosse / Tchoukball /
Touchrugby
 im ausgewählten Sportspiel technisch
korrekt und fair mitspielen.
 im ausgewählten Sportspiel die Spielregeln
verstehen und sich regelkonform verhalten.
9. Lerngebiet: Outdoor-Sport
 Ausdauerlaufen (Geländelauf)
 Nach Möglichkeit eine weitere
Outdoor-Aktivität:
OL, Slackline, Eislaufen,
Eishockey etc.
 ihre individuelle Grundlagenausdauer
trainieren.
 ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit
auch im Hinblick auf andere
Sportdisziplinen trainieren.
 sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und der Sportart entsprechend verhalten.
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung und
der Natur Verantwortung übernehmen.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 6
GRUNDLAGEN
 Trainingslehre
 Ausdauer und Schnelligkeit mittels
angepassten Übungs- und Trainingsformen
weiterentwickeln und verbessern.
 Kräftigungsübungen mit dem eigenen
Körpergewicht und Beweglichkeitstraining
zielgerichtet und korrekt ausführen.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Grundsätze der Trainingslehre im Bereich
der konditionellen und koordinativen
Fähigkeiten praktisch anwenden.
 Aufnahme, Verarbeitung und
Umsetzung von
Bewegungsaufgaben
 bei Beobachtungsaufgaben differenzierte
Rückmeldungen formulieren.
 Rückmeldungen zur Ausführung von
Bewegungen differenzieren und gezielt
BEWEGUNGSBEREICHE
 Fortgeschrittene Tanzschritte
und/oder Bewegungsformen
(Ropeskipping, Aerobic,
Gymnastik)
 Rhythmische
Bewegungsabfolge mit oder
ohne Requisiten
 aus bekannten Tanzschritten /
Bewegungsformen in der Gruppe eine
Choreographie nach vorgegebenen
Kriterien gestalten.
 ihre Choreographie zur Musik (synchron
und im Takt) vorzeigen.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 7
 Schaukelringe
 Minitramp
 Bewegungsverwandtschaften
 an den Schaukelringen Elemente verbinden
und eine Demoform konzipieren.
 mindestens eine Rotationsform mit
Absprung aus dem Minitramp
demonstrieren.
 Bewegungsverwandtschaften erkennen und
 Laufschulung
 Hochsprung
 die disziplinspezifischen Fertigkeiten in den
Bereichen Sprint, Hürdenlaufen und
Staffellaufen verbessern.
 die disziplinspezifischen Fertigkeiten
praktisch einsetzen.
 Futsal / Fussball, Basketball,
Badminton
 im ausgewählten Sportspiel technisch
korrekt und regelkonform mitspielen.
 in spezifischen Spielsituationen individuell-
und kollektivtaktisch angemessen handeln.
 Mindestens 1 weiteren Stil aus
Brustgleichschlag /
Rückencrawl / Delfin
 Rollwende
 Distanzschwimmen
 die Grob- oder Feinform des
entsprechenden Schwimmstils
demonstrieren und grobe Fehlerbilder
davon erkennen.
 zwei Längen Crawl mit einer Rollwende
verbinden.
 mindestens 12 Minuten am Stück in einem
vorgegebenen Stil schwimmen.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 8
 Wasserspringen  mindestens drei weitere Basissprünge
demonstrieren, wovon mindestens einer ein
Salto sein muss.
 Mindestens ein weiteres Spiel
aus:
Baseball / Ultimate /
Intercrosse / Tchoukball /
Touchrugby
 im ausgewählten Sportspiel korrekt und fair
mitspielen.
 im ausgewählten Sportspiel die Spielregeln
verstehen und sich regelkonform verhalten.
 im ausgewählten Sportspiel die
anzuwendende Technik / Taktik verstehen
9. Lerngebiet: Outdoor-Sport
 Ausdauerlaufen (Geländelauf)
 Nach Möglichkeit eine weitere
Outdoor-Aktivität:
OL, Slackline, Eislaufen,
Eishockey etc.
 ihre individuelle Grundlagenausdauer
weitertrainieren und verbessern.
 ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit
auch im Hinblick auf andere
Sportdisziplinen trainieren und verbessern.
 sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und der Sportart adäquat verhalten.
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung und
der Natur Verantwortung übernehmen.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 9
Der Sportunterricht in der dritten Klasse findet koedukativ und abteilungsübergreifend als
Wahlsport statt.
GRUNDLAGEN
Schwerpunkte setzen in den Die Schülerinnen und Schüler können
 Ausdauer und Schnelligkeit mittels
angepassten Übungs- und
Trainingsformen trainieren und erhalten.
 Kräftigungsübungen mit dem eigenen
Körpergewicht und Beweglichkeitstraining
selbständig und korrekt ausführen.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Grundsätze der Trainingslehre im Bereich
der konditionellen und koordinativen
Fähigkeiten eigenständig in der Praxis
Bereichen:
 Trainingslehre
 Aufnahme, Verarbeitung und
Umsetzung von
Bewegungsaufgaben
 mediengestützt Bewegungsaufgaben
analysieren, beschreiben und ausführen.
 mediengestützt Fehlerbilder erkennen,
analysieren und beschreiben.
 Rückmeldungen zur Ausführung von
Bewegungen differenzieren und gezielt
BEWEGUNGSBEREICHE
 Nach Möglichkeit
 in verschiedenen Raum- und
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 10
weiterführende,
fortgeschrittene Tanzschritte
und/oder Bewegungsformen
(Ropeskipping, Aerobic,
Gymnastik)
 Nach Möglichkeit vorgegebene,
weiterführende
Bewegungsabfolgen mit oder
ohne Requisiten
Bewegungsebenen (Spiegelungen, zeitlich
versetzt) gestaltend arbeiten.
 ein vorgegebenes Bewegungsmuster mit
oder ohne Requisiten in Kraft, Raum und
Zeit variierend gestalten.
 Nach Möglichkeit mindestens
ein weiteres Thema aus den
Bereichen Gerätebahn,
grosses Trampolin, Parkour
 Nach Möglichkeit Einführung
ins Sportklettern (indoor)
 einzelne Elemente selbständig zu einer
Verbindung zusammenstellen.
 Bewegungsaufgaben situationsangepasst
 sich gegenseitig korrekt sichern und die
Grundtechniken des Sportkletterns
 Nach Möglichkeit 3-Kampf aus
je einer Disziplin der drei
Disziplinengruppen:
Sprint / Hürden
Hoch- / Weitsprung
Speer / Kugel
 die disziplinspezifischen Fertigkeiten unter
Wettkampfbedingungen differenziert
 Nach Möglichkeit ein
Schwerpunktspiel aus:
Basketball, Handball, Futsal /
Fussball, Volleyball,
Unihockey, Badminton
 im ausgewählten Sportspiel ihre
spielspezifischen Fertigkeiten verbessern.
 in spezifischen Spielsituationen
individuell- und kollektivtaktisch
angemessen handeln.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 11
 Nach Möglichkeit weitere
 ihre Bewegungserfahrungen in den
bekannten Schwimmstilen und im
Wasserspringen erweitern und vertiefen.
 ihr Bewegungsrepertoire auf die
ergänzenden Wassersportarten
übertragen.
Schwimmstile oder Sprünge
 Nach Möglichkeit ergänzende
Wassersportarten wie
Wasserball, Tauchen,
Synchronschwimmen,
Rettungsschwimmen
 Nach Möglichkeit ein Spiel aus
den bereits erworbenen
vertiefen:
Baseball / Ultimate /
Intercrosse / Tchoukball /
Touchrugby
 anhand ihrer Fähigkeiten die verlangten
technischen und taktischen Kompetenzen
anwenden und zu einem gelungen
Spielerlebnis beitragen.
9. Lerngebiet: Outdoor-Sport
 Ausdauerlaufen (Geländelauf)
 Nach Möglichkeit eine weitere
Outdoor-Aktivität:
OL, Slackline, Eislaufen,
Eishockey etc.
 ihre individuelle Grundlagenausdauer
weitertrainieren und erhalten.
 ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit
auch im Hinblick auf andere
Sportdisziplinen trainieren und erhalten.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und der Sportart adäquat
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung
übernehmen.
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 12
Der Sportunterricht in der 4. Klasse findet koedukativ und abteilungsübergreifend als
Wahlsport statt.
GRUNDLAGEN
in selbst gewählten Bereichen
 Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und
Beweglichkeit erhalten oder
weiterentwickeln.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erhalten oder
weiterentwickeln.
 Aufnahme, Verarbeitung und
Umsetzung von
Bewegungsaufgaben
in selbst gewählten Sportarten
 die Bewegungsausführung analysieren
 Rückmeldungen zur Ausführung von
Bewegungen differenzieren und gezielt
BEWEGUNGSBEREICHE
 Nach Möglichkeit
weiterführende,
fortgeschrittene Tanzschritte
und/oder Bewegungsformen
(Ropeskipping, Aerobic,
Gymnastik)
 Nach Möglichkeit teilweise
 in verschiedenen Raum- und
Bewegungsebenen (Spiegelungen, zeitlich
versetzt) gestaltend arbeiten.
 ein teilweise vorgegebenes
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 13
vorgegebene
Bewegungsabfolge mit oder
ohne Requisiten
Bewegungmuster mit oder ohne
Requisiten in Kraft, Raum und Zeit
variierend gestalten.
 Nach Möglichkeit Gerätebahn /
Parkour / Freerunning
 Nach Möglichkeit Sportklettern
(indoor)
 in der Gruppe selbständig eine
Bewegungsabfolge zusammenstellen.
 sich gegenseitig korrekt sichern und die
Grundtechniken des Sportkletterns
 Nach Möglichkeit
Stabhochsprung
 die disziplinspezifischen Fertigkeiten
praktisch einsetzen.
 Schwerpunktspiele aus:
Basketball, Handball, Futsal /
Fussball, Volleyball,
Unihockey, Badminton
 ihren Interessen entsprechend in
gewählten Spielsportarten im intensiven
Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten
 in spezifischen Spielsituationen
individuell- und kollektivtaktisch
angemessen handeln.
 Nach Möglichkeit weitere
 ihre Bewegungserfahrungen in den
bekannten Schwimmstilen und im
Wasserspringen erweitern und vertiefen.
 ihr Bewegungsrepertoire auf die
ergänzenden Wassersportarten
übertragen.
Schwimmstile oder Sprünge
 Nach Möglichkeit ergänzende
Wassersportarten wie
Wasserball, Tauchen,
Synchronschwimmen,
Rettungsschwimmen
AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 14
 Trendsportarten mit aktuellem
und gesellschaftlichem Bezug
 Sportarten anderer Kulturen
 die notwendigen Grundfertigkeiten in der
gewählten Sportart erlernen und
 während der Ausübung die Eigenheiten
der Sportart erleben und erfahren.
9. Lerngebiet: Outdoor-Sport
 Ausdauerlaufen (Geländelauf)
 Nach Möglichkeit eine weitere
Outdoor-Aktivität:
OL, Slackline, Eislaufen,
Eishockey, Golf, Tennis etc.
 ihre individuelle Grundlagenausdauer
weitertrainieren und erhalten.
 ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit
auch im Hinblick auf andere
Sportdisziplinen trainieren und erhalten.
 ihr Ausdauertrainingsprogramm
selbständig absolvieren.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und der Sportart adäquat
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung
übernehmen.
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH WIRTSCHAFT UND
RECHT
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht
vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf
einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven Recht, Betriebs- und
Volkswirtschaft.
Die Lerninhalte sollen Themen aus der Erfahrungswelt der Schüler beinhalten. Die Grobinhalte bieten
einen unterschiedlichen Blickwinkel auf diese Themen. So gibt es bei den Grobinhalten den Blickwinkel der Volkswirtschaft, der Betriebswirtschaft, des Rechts und der Politik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen,
selbst aufzuzeichnen und begründet zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und
deren Lösungsvorschlägen eine eigene differenzierte Meinung zu bilden. Sie analysieren die
Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt. Sie gewinnen dabei Einsicht in Ent -
scheidungsprozesse und Zielkonflikte, damit sie selbst befähigt werden, eigene zukunftsgerichtete
Entscheidungsgrundlagen mit Vor- und Nachteilen auszuarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen
anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft
verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders
Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben, selbst erstellen und analysieren
 In Alternativen denken und aufgrund sachlicher Überlegungen abwägen und entscheiden zu
können
 Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen
AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 2
 Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch
hinterfragen
 Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes, effektives und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
Kompromisse aushandeln und mittragen
 Fach- und Gesetzestexte sowie anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in
den Einzelheiten korrekt erfassen, schriftlich zusammenfassen und mit eigenen Beispie- len
zu ergänzen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
 Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
 Die Beteiligung an wirtschaftlichen, rechtlichen und/oder politischen Prozessen üben (z.B.
Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, diskutieren, Regeln ausarbeiten und
konsequent einhalten)
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Mathematik, z.B. Gleichgewichtsberechnungen und Kurvendiskussion
Geschichte, z.B. historische Aufarbeitung der Arbeiterbewegung
 Geografie, z.B. globale Sicht auf unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Arbeitsproduktivität
AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 3
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum
Thema Arbeit
 BWL
 VWL
 Recht
 Politik
 die Bedeutung des Produktionsfaktors
Arbeit für ein Unternehmen einschätzen.
 Massnahmen zur Motivation und
Honorierung der Mitarbeitenden im
betrieblichen Kontext ausarbeiten und z.B.
der Geschäftsleitung und/oder den
Mitarbeitenden vorschlagen.
 den Arbeitsmarkt im Modell analysieren
und Auswirkungen von Eingriffen erklären.
 Ursachen und Massnahmen zur
Bekämpfung von Arbeitslosigkeit
beschreiben und Methoden zu deren
Messung aufzeigen.
 wichtige privat- und öffentlich-rechtliche
Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen
 das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im
gesellschaftlichen Kontext beurteilen.
 arbeitsrechtliche Streitigkeiten anhand von
Bundesgerichtsurteilen zusammenfassen
und eine eigene sachliche Beurteilung
abgeben.
 neue, politische Vorstösse und Ideen zu
Arbeitszeitregelung, Ferien, Entlöhnung,
etc. aus der Perspektive von
unterschiedlichen Interessengruppen
betrachten und diskutieren.
2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum
Thema Konsum
 BWL
 für ein Produkt einen Marketingmix auf
AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 4
 VWL
 Recht
 Politik
Basis des 4P-Modells gestalten und evtl.
mit weiteren P‘s, wie Personal, ergänzen.
 Konsumentscheidungen mithilfe eines
Budgets planen.
 externe Effekte des Konsums
mikroökonomisch analysieren.
 unterschiedliche Nachfragerverhalten
 Darlehensvertrag und
Konsumkreditverträge vergleichen.
 Vor- und Nachteile von
Konsumentenschutzmassnahmen
abwägen.
 Auswirkungen von politischen Entscheiden
auf das Konsumverhalten und die
anbietenden Unternehmungen aufzeigen
und erläutern.
3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum
Thema Wohnen
 BWL
 VWL
 Recht
 Politik
 Entscheidungsgrundlagen für die Wahl
eines Wohnobjektes (Miete, Kauf)
 Varianten zur Finanzierung von
Wohneigentum vergleichen.
 die Auswirkungen des Mietrechts auf
Angebot und Nachfrage im
Wohnungsmarkt analysieren.
 die aktuelle Wohnmarktsituation
analysieren und wenn nötig politische
Lösungsvorschläge ausarbeiten.
 mietrechtliche Konflikte mithilfe des
Gesetzes und weiteren Quellen (z.B.
Bundesgerichtsentscheide) lösen.
 staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt
(z.B. Änderungen des Eigenmietwertes,
Wohnbauförderungen und Bausparen)
aufzeigen und kritisch diskutieren.
AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 5
4. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum
Thema Sparen und Anlegen
 BWL
 VWL
 Recht
 Politik
 unterschiedliche Anlage- und
Sparmöglichkeiten mit entsprechenden
Risikoprofilen beurteilen und eine
Drittperson beraten.
 Bestandes (Vermögen unter Einschluss
der Pensionskassengelder)- und
Stromgrössen (Einkommen)
 Arten von Steuern unterscheiden und
anhand einfacher Beispiele berechnen.
 Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von
verschiedenen Steuermodellen
 Föderalismus und Steuerwettbewerb in
einen Zusammenhang bringen.
 rechtliche Einflüsse auf die
Vermögensbildung und das Einkommen
mit Vor- und Nachteilen für natürliche
Personen aufzeigen.
 Steuerdelikte im internationalen Kontext
 eine kritische Diskussion über das
schweizerische Bankgeheimnis führen.
5. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum
Thema Globalisierung
 BWL
 VWL
 logistische und führungstechnische
Lösungen für aktuelle Herausforderungen
von Schweizer Unternehmen ausarbeiten.
 Produktionsabläufe im In- und Ausland
anhand von Flow-Charts aufzeigen und
kommentieren.
 den komperativen Vorteil anhand eines
selbstgewählten Beispieles erklären.
 geld- und währungspolitische
Auswirkungen in Kausalkettenen
AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 6
 Recht
 Politik
 länderspezifische rechtliche
Bestimmungen (z.B.
Umweltschutzbestimmungen,
arbeitsrechtliche Bestimmungen etc.) mit
deren Chancen und Risiken analysieren.
 Einflüsse unterschiedlicher politischer
Systeme auf die Wirtschaft erklären.
LEHRPLAN FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (EIN-
FÜHRUNG)
Wochenstunden 1 2
Das Fach „Einführung in Wirtschaft und Recht“ untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit
an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen. Würden wir im Überfluss
leben, bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegen- stand
der Mikroökonomie und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schü- ler,
sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen.
Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine
Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht insbesondere auf aktuelle Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechts -
fragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen
Fragen mitdiskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu
erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie
befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen
Entscheidungen eines Haushaltes, beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler
lernen, wie persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen mit- einander
verflochten sind und auf Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche
Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen.
Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders
interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das
Ergänzungsfach.
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders
Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer
und Arbeitgeber) hineinversetzen
Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit erkennen
AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 2
 Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
Datenmaterial kritisch auswerten und Ergebnisse hinterfragen
Unterschiedliche Perspektiven einnehmen
Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
Entscheidungen auf der Basis einer Nutzwertanalyse treffen
Einen Prozess anhand eines Flussdiagrammes nachvollziehen
Komplexere Beziehungen in einem Mindmap entwickeln
Diagramme und Tabellen anhand von wirtschaftlichen Modellen erstellen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Geschichte: z.B. Staatskunde
Informatik: z.B. Erstellen und Auswerten von Diagrammen, praktische IT-Arbeit
Mathematik: z.B. Berechnungen von Marktgleichgewichten
(4) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Sichten und Bewerten von Quellen
Verfassen von Texten unter Anwendung von Fachbegriffen
Arbeit mit einfachen wirtschaftlichen Modellen
AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 3
1. Lerngebiet: Recht
 Einführung Rechtskunde
 Personenrecht
 Allgemeine Vertragslehre und
Kaufvertrag
 Familienrecht
 Erbrecht
 Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung
beschreiben (Recht, Sitte und Moral /
Legalitätsprinzip, Gewaltentrennung,
Freiheitsrechte der Bürger) und auf
aktuelle gesellschaftliche Fragen
 Artikel von Erlassen korrekt zitieren und
anhand eines Falllöseschemas anwenden.
 die drei Prozessarten unterscheiden und
Merkmale wie die Parteien, den
Gerichtsstand, den Ablauf und die
Instanzen richtig benennen.
 Voraussetzungen und Wirkungen der
Rechts- und Handlungsfähigkeit bei
natürlichen und juristischen Personen
 Persönlichkeitsrechte und deren Schutz
beschreiben und unter dem besonderen
Aspekt der neuen Medien diskutieren.
 unterschiedliche Entstehungsgründe von
Obligationen unter Einbezug der
Tatbestandsmerkmale unterscheiden und
alltägliche Probleme im Zusammenhang
mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen.
 Voraussetzungen und Wirkungen der Ehe,
des Konkubinates und der eingetragenen
Partnerschaft unterscheiden und die
finanziellen Folgen ermitteln.
 eine Erbteilung rechnerisch vornehmen
unter Berücksichtigung der gesetzlichen
und gewillkürten Erbfolge.
1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 4
 Bedürfnisse und Güter  Bedürfnisse des Menschen der richtigen
Stufe der Maslow-Pyramide und die
Güterarten den entsprechenden Stufen
 das ökonomische Prinzip auf praktische
Beispiele anwenden.
 den einfachen und den erweiterten
Wirtschaftskreislauf aufzeichnen.
 Angebots- und Nachfragekurven
darstellen, deren Verlauf begründen und
das Marktgleichgewicht und dessen
Veränderung unter Einbezug der
Elastizitäten analysieren.
 unterschiedliche Arten von Marktversagen
(z.B. öffentliche Güter, Monopol und
Kartelle, externe Effekte etc.) und die
Wirkung von staatlichen Eingriffen (z.B.
Mindestpreise, Höchstpreise und Steuern)
erklären und interpretieren.
 Veränderungen und Aussagekraft des
realen und nominalen Bruttoinlandprodukts
unter Berücksichtigung des Landesindex
der Konsumentenpreise analysieren.
 die aktuelle wirtschaftliche Lage mithilfe
des Konjunkturzyklusmodells erklären.
 die Bedeutung und Aufgaben der
Geschäftsbanken und der Zentralbanken
 Geldmengen unterscheiden und das
Prinzip der Geldschöpfung erklären.
 den Wirkungszusammenhang zwischen
Geldpolitik und Inflation aufzeigen.
 Marktmechanismus
 Staats- und Marktversagen
 Messung
gesamtwirtschaftlicher
Grössen und Aktivitäten
 Konjunktur
 Geldpolitik
2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
 Budget: Einnahmen und
Ausgaben eines privaten
Haushaltes
 Neues St. Galler
 finanzielle Risiken anhand des eigenen
Monatsbudget abschätzen und beurteilen
(Schuldenproblematik).
 eine Lohnabrechnung lesen und die
Lohnnebenkosten und ihre Bedeutung
 anhand des Unternehmensmodells die
AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 5
Unternehmensmodell
 Marketing
 Finanzbuchhaltung
einzelnen Bestandteile des Unternehmens
beschreiben und den Zusammenhang
 die einzelnen Anspruchsgruppen,
Umweltsphären und Interaktionsthemen
nennen und mögliche Zielbeziehungen
(z.B. Zielkonflikte, Zielharmonien) eines
Unternehmens aufzeigen.
 einen bestehenden Markt analysieren und
mit Fachbegriffen erklären.
 den Aufbau eines Marketingkonzepts
beschreiben und interpretieren.
 den Marketingmix an einem konkreten
Beispiel anwenden.
 finanzielle Vorgänge in einem Betrieb
abbilden.
 die wichtigsten Grössen einer Bilanz und
Erfolgsrechnung erklären und
3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zu aktuellen Themen
 Abstimmungsvorlagen
 Aktuelle Wirtschaftsthemen
 Steuern
 sich eine differenzierte Meinung zu einer
aktuellen Abstimmungsvorlage bilden und
diese vertreten.
 sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen
Themen eine eigene Meinung bilden und
diese ausformulieren.
 eine einfache Steuererklärung korrekt
ausfüllen.
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH WIRTSCHAFT UND
RECHT
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut teilweise auf den im Fach „Einführung in Wirtschaft
und Recht“ erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusam -
menhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern
sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen
und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine
eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und deren
Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schüle- rinnen
und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten
juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu
bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln.
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders
Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden
Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der
Wirklichkeit beschreiben und analysieren
 Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen
Sozial- und Selbstkompetenz
 Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 2
 Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwickeln
Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in
den Einzelheiten korrekt erfassen
Entscheidungen auf der Basis einer Nutzwertanalyse treffen
Einen Prozess anhand eines Flussdiagrammes nachvollziehen, erarbeiten und beurteilen
Komplexere Beziehungen in einem Mindmap entwickeln
Eine SMARTe-Zielsetzung formulieren
 Grafiken (Kreis-, Balken-, Säulen-, Linien- und Punktdiagramme) erstellen
 Einen Netzplan erstellen können
 ABC-Analyse erstellen können
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
 Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
 Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
 Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Mathematik: z.B. statistische Auswertungen und Kurvendiskussionen sowie einfache Kalkulationen.
Geschichte: z.B. Wirtschaftsgeschichte
Psychologie: z.B. Motivations- und Arbeitspsychologie
Englisch: Lesen von Originaltexten
(4) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 Erlernen von wirtschaftsspezifischen Methoden wie Kreativitätstechniken, Nutzwertanalyse,
SWOT-Analyse, Projektmanagement und SMARTe-Zielsetzungen
 Förderung der Teamarbeit
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 3
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
 Unternehmen und Betriebe
 Betriebe nach folgenden Kriterien
unterscheiden: Grösse, Trägerschaft,
Rechtsform, Branchen und Sektoren und
allfällige volks- und betriebswirtschaftliche
Probleme diskutieren.
 die wichtigen Voraussetzungen,
Fähigkeiten und Eigenschaften eines
erfolgreichen Unternehmers beschreiben.
 das St. Galler Unternehmensmodell
(Prozesse, Ordnungsmomente,
Entwicklungsmodi) auf ein eigenes
Unternehmensbeispiel anwenden.
 Umweltsphären identifizieren und deren
Einfluss auf einen Betrieb an einem
Beispiel analysieren.
 Interessen- und Zielbeziehungen
(Konflikte, Harmonien, Indifferenzen)
verschiedener Anspruchsgruppen
erkennen und Lösungs-ansätze aufzeigen.
 Aufbau- (Ordnungsmoment) und
Ablauforganisation (Prozess)
 ein Organigramm nach unterschiedlichen
Kriterien erstellen, sachgerecht
interpretieren und mögliche
Verbesserungen vorschlagen.
 einen Unternehmensprozess mittels eines
gängigen Instrumentes grafisch darstellen.
 den Prozess von der
Personalbedarfsplanung bis zur
Freisetzung des Personals analysieren
und aufzeigen.
 Systeme der Motivation und Entlöhnung
untersuchen.
 unterschiedliche Führungsstile mit Vor-
und Nachteilen beschreiben und
 Neues St. Galler
Unternehmensmodell
 Organisation
 Personal und Führung
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 4
 Strategisches Marketing  ein Marketingkonzept erstellen und
 eine Kunden- und Produktanalyse eines
Unternehmens erstellen.
 die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-
Matrix am Beispiel anwenden.
 zwischen Marktforschung und
Markterkundung unterscheiden.
 Wettbewerbsvorteile und USP eines
Produktes erarbeiten.
 Operatives Marketing
(Marketing-Mix) (optional)
 eine Ware oder Dienstleistung mit allen
wichtigen Eigenschaften
zielgruppenorientiert ausgestalten (z.B.
Branding, Designe, Verpackung,
Serviceleistungen etc.).
 mit den vier P’s Preisstrategien erarbeiten,
Vertriebskanäle aufzeigen und die
Kommunikationspolitik für ein Produkt
 die vier P‘s um mindestens ein P
(Personal, Prozess etc.) sinnvoll erweitern.
 Logistik (optional)  einen Beschaffungsprozess unter
unterschiedlichen Bedingungen erarbeiten.
 Doppelte Buchhaltung  typische Geschäftsfälle mittels
Buchungssätzen festhalten.
 die Nettoverbuchung der Mehrwertsteuer
 eine Lohnabrechnung korrekt verbuchen
und die volkswirtschaftlichen Sozialkosten
 eine Bilanz und Erfolgsrechnung korrekt
aufstellen.
 Probleme des
Jahresabschlusses
 folgende Probleme des Jahresabschlusses
bewältigen: Bestandeskorrekturen,
Abschreibungen, Debitorenverlust und
Delkredere, aktive und passive
Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen.
 einen Gewinn/Verlust beim
Jahresabschluss der Aktiengesellschaft
und der Einzelunternehmung korrekt
verbuchen.
 Bewertung  Bewertungsvorschriften anwenden und
stille Reserven berechnen.
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 5
 Kalkulation  eine mehrstufige Kalkulation im
Handelsbetrieb vornehmen.
2. Lerngebiet: Recht
 Rechtsformen
 Rechtsformen unterscheiden und
systematisch gliedern.
 Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform
aus Sicht des Eigentümers aufstellen und
ihre Wahl begründen.
 einen Handelsregisterauszug lesen und
 Motive für
Unternehmenszusammenschlüsse anhand
von Beispielen untersuchen.
 rechtliche Verflechtungen von
Unternehmungen beschreiben.
 Eigentum und Besitz unterscheiden und
erklären und in eine Falllösung
einbeziehen.
 zwischen absoluten und relativen
subjektiven Rechten unterscheiden.
 dingliche Rechte von obligatorischen
Rechten unterscheiden.
 die Regeln zur Vertragsentstehung und
Vertrags- (Schlecht-/Nicht-) erfüllung
anhand von Beispielen aufzeigen.
 die Verschuldens- und Kausalhaftung
unterscheiden und die Rechtsfolgen
 Fälle zur ungerechtfertigten Bereicherung
Auswirkungen von Erlöschen bzw.
Verjährung von Obligationen beschreiben.
 geeignete Sicherungsmittel für Verträge
vorschlagen.
 zwischen Kauf, Tausch und Schenkung
 die wesentlichen Regeln der
Vertragserfüllung anwenden.
 die rechtlichen Möglichkeiten bei den
Verletzungen des Kaufvertrages am
 Unternehmenszusammenschlüsse (optional)
 Eigentum und Besitz
 Obligationen
 Sicherungsmittel (optional)
 Vertragstypen
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 6
 Falllösungsmethodik
konkreten Fall prüfen.
 beim Lösen von Rechtsfällen systematisch
vorgehen.
3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
 Preisbildungsmechanismus
 Psychologische Grundlagen
der Ökonomie (optional)
 Unvollkommene Märkte
 Wirtschaftssysteme
 den Verlauf von Angebots- und
Nachfragefunktionen darstellen und
 die Elastizität einer Angebots- und einer
Nachfragekurve berechnen und
 Renten und Wohlfahrtsveränderungen bei
staatlichen Markteingriffen analysieren und
 Verschiebungen des Marktgleichgewichtes
 Modellannahmen der vollkommenen
Konkurrenz anhand realer Märkte
 die Handlungsweise des Menschen am
Modell des „homo oeconomicus“ kritisch
 Einzel- und Kollektiventscheidungen
 unterschiedliche Ursachen für ein
Marktversagen erklären.
 marktkonforme und nicht marktkonforme
staatliche Eingriffe (z.B.
Lenkungszertifikate) beurteilen und
 Wirtschaftssysteme anhand von Kriterien
unterscheiden und neue Modelle für die
Schweiz entwickeln.
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 7
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
 Finanzintermediäre (Banken,
Versicherungen)
 Börse (optional)
 Bilanz- und Erfolgsanalyse
 Finanzierung und Investition
 Teilkostenrechnung (optional)
 Merkmale und Funktionsweise von Banken
und Versicherungen im wirtschaftlichen
Umfeld analysieren.
 Fristen-, Risiko- und Betrags-
Transformation als volkswirtschaftliche
Aufgabe von Banken als
Schnittstellenfunktion beschreiben.
 in einem Kundengespräch die
Risikofähigkeit ermitteln und
entsprechende Anlagevorschläge
unterbreiten.
 zwischen verschiedenen Arten von
Privatversicherungen unterscheiden.
 mögliche Risiken eines Betriebes
identifizieren und Versicherungslösungen
vorschlagen.
 wichtige Wertpapiere mit ihren Eigenheiten
 unterschiedliche börsengehandelte
Produkte nennen und Risikoprofile für
diese Produkte erstellen.
 in einem Kundengespräch die
Risikofähigkeit ermitteln und
entsprechende Anlagevorschläge
unterbreiten.
 eine Bilanz- und Erfolgsrechnung
aufstellen, analysieren und interpretieren.
 eine Kennzahlenanalyse vornehmen.
 Finanzierungsarten unterscheiden und
geeignete
Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten
vorschlagen.
 die Kapitalwertmethode anwenden und
nicht-quantitative Faktoren der
Investitionsentscheidung beurteilen.
 fixe und variable Kosten unterscheiden,
berechnen und grafisch darstellen.
 Nutzschwellen berechnen und grafisch
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 8
2. Lerngebiet: Recht
 Verträge auf
 zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe,
Darlehen und Leasing unterscheiden.
 die besonderen Kündigungsregeln bei der
Miete von Wohnungen aus Sicht von
Mieter und Vermieter anwenden.
 zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und
Auftrag unterscheiden.
 prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag mit
den gesetzlichen Bestimmungenkonform
 Fälle mit der Falllösungsmethode
bearbeiten.
 den Zweck von Sanktionen im Jugend- und
Erwachsenenstrafrecht erklären und
unterschiedliche Sanktionen nennen.
 objektive und subjektive Voraussetzungen
der Strafbarkeit mithilfe des StGB prüfen.
 Grundsätze und Ablauf der Strafverfahren
(Strafbefehlsverfahren und Strafprozess)
 Betreibung auf Pfändung, Pfandverwertung
und Konkurs unterscheiden und die
Verfahrensschritte bei der Betreibung auf
Pfändung aus Sicht von Gläubiger und
Schuldner erläutern.
 Kompetenzstücke und Existenzminimum
 einen einfachen Kollokationsplan erstellen.
 alternative Möglichkeiten der
Konfliktlösung und Prävention im
Schuldverhältnis vorschlagen.
 die wichtigsten Bestimmungen zum
Immaterialgüterrecht (z.B. Markenschutz,
Patente etc.) auf praktische Beispiele
 Fälle zum unlauteren Wettbewerb und zum
Kartellrecht mit der Falllösungsmethode
bearbeiten und diskutieren.
 internationale Abkommen über den
Wettbewerb (Parallelimporte,
Gebrauchsüberlassung
 Verträge auf Arbeitsleistung
 Strafrecht (optional)
 Schuldbetreibungs- und
Konkursrecht (optional)
 Immaterialgüterrecht und
Wettbewerbsrecht (optional)
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 9
Meistbegünstigungsklausel etc.)
recherchieren und Auswirkungen auf den
Schweizer Markt aufzeigen.
3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
 Bruttoinlandprodukt
 Geldwertstörungen und
Geldpolitik
 Konjunktur
 Aussenhandel und
Währungssysteme
 das reale, das nominale BIP und das
Bruttonationaleinkommen unterscheiden.
 das BIP von der Entstehungs-,
Verwendungs- und Verteilungsseite her
 das BIP im erweiterten Wirtschaftskreislauf
 Messverfahren für das Preisniveau
 andere Berechnungen für den Reichtum,
Wohlstand oder das Glück einer
Volkswirtschaft analysieren und die
Verteilung des Reichtums kritisch
 die Entstehung des Geldes und dessen
Funktionen beschreiben.
 Ziele und Aufgaben von Zentralbanken
beschreiben und geldpolitische
Instrumente erklären.
 die Entstehung einer Inflation/Deflation
sowie die Folgen und Wirkungen im
Zusammenhang mit der Geldpolitik
 einen idealtypischen Konjunkturzyklus
aufzeichnen und die Veränderungen der
einzelnen Parametern in jeder Phase
 volkswirtschaftliche Daten einem
Konjunkturindikator zuordnen.
 auf der Basis von aktuellen
Konjunkturdaten die wirtschaftliche Lage
der Schweiz abschätzen und
 den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen
und rechnerisch überprüfen.
 das Gesetz der komparativen Kosten
anwenden und dessen Grenzen aufzeigen,
AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 10
 Wachstum (optional)
sowie mit der Theorie der „Terms of Trade“
 Auswirkungen von Zöllen und anderen
Freihandelsverzerrungen (z.B.
Exportförderungen, Subventionen) in
Zusammenhang mit der
Wohlfahrtsökonomie aufzeigen.
 zwischen Wachstum und Konjunktur
 Wachstumsfaktoren nennen und deren
unterschiedliche
Auswirkungsmöglichkeiten aufzeigen.
 unterschiedliche Wachstumsszenarien für
eine Volkswirtschaft erstellen und
kommentieren.
 Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben
und deren Messung erklären.
 Ansätze zur Bekämpfung von
Arbeitslosigkeit entwerfen und ihre
Wirksamkeit beurteilen.
 Ein- und Ausgaben des Staates nennen
und ihre künftige Entwicklung aufzeigen.
 Auswirkungen der aktuellen Gesetzgebung
auf den Staatshaushalt erläutern.
 Grenzen staatlicher Eingriffe aufzeigen
und die Folgen von Staatsversagen
 das magische Vieleck der
Wirtschaftspolitik beschreiben.
 Möglichkeiten und Grenzen der
keynesianischen Konjunkturpolitk
aufzeigen und mit Alternativen
 regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische
Themen oder Abstimmungsvorlagen
 Beschäftigung und
Arbeitslosigkeit (optional)
 Staatsfinanzen (optional)
 Staatseingriffe (optional)
 Konjunkturpolitik
 aktuelle Themen
Überarbeitete Fassung vom Februar 2012
1. Bestimmungen Maturaarbeit Seite
1.1 Begriff und Zielsetzung 2
1.2 Grundsätze 2
1.2.1 Wahl des Themas und der betreuenden Lehrperson 2
1.2.2 Betreuung 3
1.2.3 Koreferate 3
1.2.4 Zeitlicher Rahmen 3
1.2.5 Präsentation 3
1.2.6 Bewertung 4
1.2.7 Besoldung der Lehrpersonen 4
2. Ausführungsbestimmungen
2.1 Zeitplan 4
2.2 Verantwortlichkeiten 5
2.2.1 Studierende 5
2.2.2 Abteilungslehrperson 5
2.2.3 Betreuende Lehrperson 5
2.2.4 Koreferenten bzw. Koreferentinnen 6
2.2.5 Fachschaften 6
2.2.6 Schulleitung 6
2.3 Disposition 7
2.4 Projektvertrag 7
2.5 Titelblatt 7
3. Beurteilungskriterien
3.1 Produkt: Inhalt 8
3.2 Produkt: Form 8
3.3 Präsentation 9
3.4 Arbeitsprozess 10
3.5 Gewichtung der einzelnen Beurteilungsfelder 11
4. Hinweise für die Studierenden 12
5. Schlussbemerkungen 12
Die Maturaarbeit an der Alten Kantonsschule Aarau
Wegleitung und Bestimmungen
1. Bestimmungen Maturaarbeit
1.1 Begriff und Zielsetzung
Kantonale Vorgaben:
„Die Maturaarbeit steht am Schluss einer umfassenden Ausbildung; sie baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf
und erweitert sie. Als eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche
Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist.
Die Maturaarbeit hat als Grundlage eine eigenständige anspruchsvolle Fragestellung in einem eingegrenzten Themengebiet. Sie ist klar strukturiert. Sie baut auf den im Projektunterricht erworbenen Fähigkeiten auf.
Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen,
verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative Fähigkeiten integriert. Die Studierenden
können in der Wahl ihrer Arbeitsgebiete eigene Interessen verfolgen. Die Maturaarbeit zielt auf
inhaltliche Vertiefung, methodische Klarheit, selbständiges Arbeiten und auf das Reflek- tieren
darüber. Die Themen- und Arbeitsbereiche werden so gewählt, dass originale Beiträge der
Studierenden gewährleistet sind. Die Maturaarbeit bietet die Möglichkeit, ein eigenes Produkt
schulintern oder öffentlich zu präsentieren.“
Die Maturaarbeit baut inhaltlich auf dem erworbenen Fachwissen, methodisch auf dem Projektunterricht auf. Sie ist eine selbständige, schriftlich verfasste oder schriftlich kommentierte Arbeit, die
eine persönliche Auseinandersetzung mit einem selbst gewählten Thema oder einer Problemstellung dokumentiert und die mündlich präsentiert wird. Damit bereitet sie auf die Anforderungen der
Hochschule vor. Die im Projektunterricht gelehrten Methoden sowie das dort verwendete Hand- buch
sind für die Maturaarbeit verbindlich.
Die Studierenden verfassen in der Regel in einem Team von zwei bis drei Personen (Einzelarbeiten sind die Ausnahme) eine grössere eigenständige Arbeit, die logisch aufgebaut und klar strukturiert ist. Sie gehen von einer anspruchsvollen Fragestellung aus, wenden angemessene fachspezifische Methoden und Hilfsmittel an und folgen formal den Grundsätzen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens.
Künstlerische Arbeiten werden durch einen schriftlichen Kommentar ergänzt.
Bei der mündlichen Präsentation geht es um die Fähigkeit, Thesen und Erkenntnisse darzulegen
sowie die gewählten Vorgehensweisen zu beschreiben und zu begründen. Damit zeigen die Studierenden, dass sie sich in die Thematik gebührend vertieft haben und diese in einem grösseren
Kontext erörtern können.
1.2 Grundsätze
1.2.1 Wahl des Themas und Wahl der betreuenden Lehrperson
Die Wahl des Themas und der betreuenden Lehrperson liegt in der Verantwortung der Studierenden. Maturaarbeiten sollen nach Möglichkeit als Gruppenarbeiten verfasst werden.
Die Studierenden sind grundsätzlich frei in der Wahl des Themas und des Fachs bzw. der Fächer,
in denen sie ihre Maturaarbeit schreiben oder gestalten. Eine Maturaarbeit kann in allen Fachbereichen, die an der AKSA unterrichtet werden, geleistet und in allen Unterrichtssprachen verfasst
werden. Auch interdisziplinäre Themen können gewählt werden. Arbeiten gelingen gewöhnlich
dann am besten, wenn Inhalte und Methoden an den Fachunterricht anschliessen bzw. aus dem
Projektunterricht herauswachsen.
Die genaue Themenfindung erfolgt im Konsens zwischen den Studierenden und der betreuenden
Lehrperson. Die Schulleitung behält sich vor, ein Thema abzulehnen.
Die Studierenden fragen die Lehrpersonen an, bei denen sie ihre Maturaarbeit verfassen wollen und
stellen diesen ihre Disposition vor. Ist die Lehrperson bereit, das Projekt zu betreuen, wird die
Disposition bei der Schulleitung eingereicht und ein Projektvertrag formuliert.
1.2.2 Betreuung
Aufgabe der betreuenden Lehrperson ist es, die Studierenden zu beraten, zu begleiten und die
Maturaarbeit gemäss Punkt 3.5 zu bewerten. Sie unterstützt die Entwicklung der persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige
Durchführung (Plagiatsvermeidung).
Die Lehrperson entscheidet, welche und wie viele Arbeiten sie betreuen kann. In der Regel übernimmt eine Lehrperson nicht mehr als vier Maturaarbeiten.
Wenn besondere Gründe vorliegen, kann eine Lehrperson zur Betreuung einer Maturaarbeit verpflichtet werden.
1.2.3 Koreferate
Die Koreferentin bzw. der Koreferent beurteilt die Maturaarbeit und deren Präsentation in Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrperson.
Die Schulleitung teilt den Lehrpersonen die Koreferate zu.
1.2.4 Zeitlicher Aufwand
Für die Maturaarbeit haben die Studierenden mit einem Arbeitsaufwand von ca. 120 Stunden zu
rechnen, einschliesslich der Präsentation. Bei Gruppenarbeiten ist der gesamte Arbeitsaufwand
entsprechend höher als bei Einzelarbeiten.
1.2.5 Präsentation
Die mündliche Präsentation stellt den Abschluss der Maturaarbeit dar. Sie ist öffentlich.
In einem Referat von 15 Minuten erläutern die Studierenden ihre Fragestellung sowie das methodische Vorgehen und präsentieren die Ergebnisse der Arbeit auszugsweise.
Künstlerische Produkte wie Film, Video etc. werden an der Präsentation nur auszugsweise vorgeführt. Die vollständige Vorführung kann in Absprache mit der Betreuungsperson zu einem andern
Zeitpunkt geschehen, losgelöst von der Prüfungssituation.
Im an die Präsentation anschliessenden Abschlussgespräch von 15 Minuten beantworten die Studierenden die Fragen der Koreferentin bzw. des Koreferenten und des Publikums. Den Fragen der
Koreferentin bzw. des Koreferenten kommt Prüfungscharakter zu (vgl. Punkt 2.2.4). Sie werden
gestellt, bevor das Publikum zu Wort kommt. Die Betreuer informieren das Publikum vorgängig.
Bei Gruppen von zwei und mehr Schülern wird die zur Verfügung stehende Zeit entsprechend erhöht (maximal 45 Minuten).
Die Besprechung der Präsentation erfolgt nicht unmittelbar nach deren Ende, sondern im Rahmen
der Schlussbesprechung.
1.2.6 Bewertung
Die Note berücksichtigt sowohl die schriftliche bzw. schriftlich kommentierte Arbeit wie auch die
mündliche Präsentation.
Thema und Note der Maturaarbeit werden im Maturitätszeugnis eingetragen. Die Note zählt für das
Erreichen der Bestehensnorm.
Gruppenarbeiten werden in der Regel als Gesamtheit beurteilt, d.h. alle Schüler erhalten die gleiche Note. In besonderen Fällen kann die betreuende Lehrperson aber von diesem Grundsatz Abstand nehmen und jedem Gruppenmitglied eine separate Note erteilen.
1.2.7 Besoldung der Lehrpersonen
Folgende Entschädigungen sind vorgesehen (Anrechnung via Selbstdeklaration BaJaz):
Pro Betreuung einer Maturaarbeit (Einzel- oder Gruppenarbeit): 20 Stunden
Pro Koreferat: 6 Stunden
2. Ausführungsbestimmungen
2.1 Zeitplan
3. Klasse, Mitte Februar Information der Studierenden durch die Schulleitung
Abgabe der Wegleitung, Start der Themenfindung
3. Klasse, anfangs April Themen (bzw. Themenbereich, Grobthema) und Betreuer bzw.
Betreuerin sind festgelegt.
Evaluation der Themen durch Fachschaften bzw. Schulleitung
Im Folgenden geht es darum, die Idee konkret auszugestalten
und das Thema einzugrenzen.
3. Klasse, Mitte Mai Die definitive Disposition liegt vor. Projektverträge werden vorbereitet.
3. Klasse, anfangs Juni Abschluss der Projektverträge. Diese liegen bei Studierenden
und Betreuer vor. Sie können von der Schulleitung eingefordert
Vollzugsmeldung der Studierenden an Schulleitung via Abteilungslehrperson (Arbeitstitel, Mitverfasser, Betreuer mit Unterschrift, Bestätigung Vorliegen Projektvertrag)
4. Klasse, bis Ende November Verfassen der Maturaarbeit
4. Klasse, 1. Freitag im Dezember
Die Maturaarbeit liegt abgeschlossen vor. Abgabe an die
betreuende Lehrperson in drei Exemplaren (je eines für betreuende Lehrperson, Koreferent und Medienzentrum)
4. Klasse, Januar Präsentationen
4. Klasse, bis Ende Februar Besprechung der Arbeit mit den Studierenden und Bekanntgabe der Noten durch die betreuenden Lehrpersonen
2.2 Verantwortlichkeiten
2.2.1 Studierende
Die Studierenden gehen gemäss Zeitplan (2.1) vor:
 Sie suchen Ideen für ihre Maturaarbeit, besprechen sie mit Fachlehrpersonen und entwickeln
sie weiter (3. Klasse, Februar/März).
 Sie entscheiden sich für ein Thema und suchen eine betreuende Lehrperson (3. Klasse, bis
anfangs April). Danach müssen sie die Idee konkretisieren, das Thema eingrenzen und die Disposition erarbeiten (bis Mitte Mai, 3. Klasse).
Sie schliessen den Projektvertrag ab (3. Klasse, bis anfangs Juni).
Sie verfassen die Maturaarbeit und reichen die schriftliche Dokumentation ein (anfangs Dezember).
 Sie unterschreiben den Vertrag betreffend Docoloc-Kontrolle (Plagiatsprävention).
 Sie verfassen ein Arbeitsjournal, in welchem sie ihr Vorgehen (Methoden, Termine etc.) festhalten. Das Arbeitsjournal liegt bei Besprechungen mit der Betreuungsperson vor und wird nach
Beendigung der Arbeit mit dieser abgegeben. Es dient der Dokumentation, Reflexion und Planung des Arbeitsprozesses und kann als eine Grundlage für die Bewertung herangezogen werden.
 Sie erklären schriftlich, die Arbeit selbständig verfasst und alle Zitate, verwendete Literatur und
Quellen vorschriftsgemäss angegeben zu haben (Redlichkeitsbestätigung). Diese Erklärung ist
Bestandteil der Arbeit.
 Sie präsentieren die Arbeit im von der Schule vorgegebenen Rahmen.
2.2.2 Abteilungslehrperson
Die Abteilungslehrperson
legt der Schulleitung Mitte Juni eine Liste mit den Namen der Studierenden, ihren Betreuern oder
Betreuerinnen sowie den Themen der Maturaarbeiten (Arbeitstitel) zur definitiven Geneh- migung
vor.
2.2.3 Betreuende Lehrperson
Die betreuende Lehrperson
hilft bei der Themenwahl,
 bestätigt mit ihrer Unterschrift, dass sie ein Thema mit der vorgelegten Disposition zur Betreuung akzeptiert,
legt das Thema der Fachschaft bzw. der Schulleitung zur Begutachtung vor (anfangs April),
erarbeitet mit den Studierenden einen Projektvertrag,
hilft bei der Materialsuche,
 unterstützt die Entwicklung der persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige Durchführung (Plagiatsvermeidung),
 bespricht mit den Studierenden in bestimmten zeitlichen Abständen die Arbeit und hält Zwischenergebnisse als Bewertungsgrundlage schriftlich fest,
 nimmt nach Abgabe der Arbeit die Docoloc-Kontrolle zwecks Plagiatsprävention vor,
 beurteilt die fertig vorliegende Maturaarbeit (Produkt: Inhalt und Form), den Arbeitsprozess und
die Präsentation und legt zusammen mit der Koreferentin oder dem Koreferenten die Endnote
fest,
erstellt zuhanden der Studierenden einen Bericht zur Arbeit, mit Note,
 führt das Schlussgespräch mit den Studierenden (ungefähr innerhalb zweier Wochen nach der
Präsentation) und teilt ihnen die Note mit.
2.2.4 Koreferenten bzw. Koreferentinnen
Der Koreferent bzw. die Koreferentin
 beurteilt die fertig vorliegende Maturaarbeit (Produkt: Inhalt und Form) und deren Präsentation
und legt zusammen mit der betreuenden Lehrperson die Endnote fest,
 stellt den Studierenden im Anschluss an die Präsentation Fragen, die ihnen Gelegenheit geben,
ihr Hintergrundwissen zum Thema auszuweisen.
2.2.5 Fachschaften
Die Fachschaften
machen die Studierenden auf geeignete Themenbereiche aufmerksam,
legen fachspezifische Beurteilungskriterien fest,
begutachten Problemstellung und Leitfragen der in ihrem Fachbereich geplanten Arbeiten sowie
deren konkreten Untersuchungsgegenstand,
evaluieren periodisch die in ihrem Fach verfassten Arbeiten.
2.2.6 Schulleitung
Die Schulleitung
legt die notwendigen Termine fest,
organisiert die Information der Studierenden,
 sorgt dafür, dass die Studierenden eine Wegleitung erhalten,
 entscheidet in Konfliktfällen,
 entscheidet nach Rücksprache mit den betroffenen Lehrpersonen definitiv über die Betreuung,
 genehmigt und veröffentlicht die Themenliste,
bestimmt die Koreferenten bzw. die Koreferentinnen,
 organisiert die Präsentationen,
 sorgt für ausgeglichene Anforderungen,
 sorgt in bestimmten zeitlichen Abständen für die Evaluation des Verfahrens,
 teilt den Studierenden notfalls, unter Berücksichtigung der vorliegenden Disposition, eine
betreuende Lehrperson zu,
bestimmt im Fall von Betrug die zu ergreifenden Massnahmen.
2.3 Disposition
Die Disposition enthält
Arbeitstitel
Thematische Beschreibung, Eingrenzung
 Wissensstand, mögliche Quellen
Begriffsbestimmungen
Projektziele und Arbeitshypothesen
Methode und Vorgehen
Voraussetzungen und Ressourcen
2.4 Projektvertrag
Ein Projektvertrag enthält
die Disposition als integrierten Bestandteil
Minimalziele
 mögliche Erweiterungen des Themas
die Sprache, in der die Arbeit verfasst wird, sofern es nicht Deutsch ist
 einen Terminplan mit Zeitpunkten für Zwischenbeurteilungen
Hinweis auf die Beurteilungskriterien, insbesondere auf die themenspezifischen
 Vereinbarung über die Darstellung von Zitaten, Literatur- und Quellenangaben
Ein Projektvertrag kann in begründeten Fällen im Verlauf der Arbeit abgeändert werden, wenn beide Seiten einverstanden sind.
2.5 Titelblatt
Das Titelblatt der fertigen Arbeit muss folgende Angaben enthalten:
Titel der Arbeit mit Untertitel
Name und Abteilung der Verfasserin / des Verfassers bzw. der Verfasserinnen / der Verfasser
Name der Schule
Name der betreuenden Lehrperson / eingereicht bei ...
Datum der Abgabe: Monat, Jahr
3. Beurteilungskriterien
3.1 Produkt: Inhalt
3.1.1 Fragestellung und Methodenwahl
Wird das eigene Erkenntnisinteresse klar dargelegt?
 Wird die Fragestellung bzw. die gestalterische Problemstellung verständlich dargestellt?
Ist die Untersuchungsmethode dem Thema angemessen?
 Wird die gewählte Methode konsequent durchgeführt?
3.1.2 Bewältigung des Themas
 Wird das Thema eingegrenzt und erläutert?
Wird das eingegrenzte Thema in einer angemessenen Breite, jedoch mit eindeutigen Schwerpunkten behandelt?
Ist ein logischer Aufbau der Arbeit ersichtlich?
 Bei künstlerischen Arbeiten: Wird die Absicht oder Fragestellung konsequent verfolgt und sichtbar gemacht (Visualisierung)?
3.1.3 Nutzung von Wissen
 Werden Quellen, Daten, Versuchsergebnisse und andere Wissensbestände sorgfältig und
sachrichtig verarbeitet?
 Wird Sekundärliteratur in angemessenem Umfang und mit Sorgfalt genutzt?
Werden fremde Gedanken als solche ausgewiesen (Quellen- und Literaturangaben, Zitate)?
3.1.4 Sachliche Qualität
Sind die Aussagen fachlich-inhaltlich richtig bzw. angemessen?
Werden Tatsachenaussagen und eigene Meinung unterschieden?
 Sind die Ergebnisse der Untersuchung überzeugend?
 Bei künstlerischen Arbeiten: Stehen Inhalt und Form in einer sich gegenseitig steigernden
Wechselbeziehung?
3.1.5 Eigenständigkeit und Originalität
 Zeichnen sich Themenwahl und Methode durch Selbständigkeit aus?
 Werden persönliche Schlussfolgerungen gezogen?
 Enthält die Arbeit originelle Gedanken bzw. eine originelle Gestaltungsidee?
 Bei künstlerischen Arbeiten: Führt eine Vielfalt von Lösungswegen zu originalen Lösungen?
3.1.6 Themenspezifisches Kriterium
 Bei künstlerischen Arbeiten führt ein Prozess zum Produkt. Sind alle Vorstudien, planerischen
Unterlagen und Entscheide vorhanden und nachvollziehbar?
3.2 Produkt: Form
3.2.1 Darstellung
 Ist die Arbeit übersichtlich gegliedert?
 Weist die Arbeit ein sorgfältiges Layout auf?
 Sind die Illustrationen (Grafiken, Zeichnungen, Foto-Reproduktionen usw.) von guter Qualität?
3.2.2 Sprache
 Ist die Sprache korrekt und verständlich?
 Werden die Schlüsselbegriffe definiert oder umschrieben (z.B. durch Aufzählung von Merkmalen)?
3.2.3 Zitate, Quellenangaben
 Wird korrekt zitiert (z.B. nach der Wegleitung der Schule, gemäss Vereinbarung mit der betreuenden Lehrperson)?
 Sind die Quellenangaben vollständig und korrekt?
3.2.4 Fachspezifische Kriterien
 Künstlerische Arbeiten: Wie ist die Qualität der gestalterischen Formulierungen?
Stehen Prozess und Produkt in einem nachvollziehbaren Bezug?
Sind Medien, Materialien und Mittel sinnvoll eingesetzt?
 Naturwissenschaften: Ermöglicht die Dokumentation der Experimente deren Wiederholung?
3.3 Präsentation
3.3.1 Inhalt
Wird die Fragestellung der Arbeit deutlich?
 Wird die Methode erklärt?
Werden die Ergebnisse klar dargestellt?
3.3.2 Struktur
 Wird die Präsentation übersichtlich und logisch gegliedert?
3.3.3 Sprache
 Ist die Sprache verständlich und korrekt?
 Wird flüssig und anregend gesprochen?
 Ist die Sprache differenziert (Schlüsselbegriffe, Hauptaussagen)?
3.3.4 Mittel
 Werden Medien und Hilfsmittel passend ausgewählt?
 Werden Medien und Hilfsmittel veranschaulichend und ökonomisch eingesetzt?
Werden die Medien gewandt gehandhabt?
3.3.5 Reflexion
Werden sachliche Erkenntnisse und methodische Erfahrungen dargelegt?
3.3.6 Interaktion
Tritt der / die Studierende gewandt und sicher auf?
 Kann der / die Studierende das Publikum für sein / ihr Thema interessieren?
3.3.7 Kompetenz und Sicherheit in der Materie
Beantwortet der / die Studierende Fragen der Koreferentin bzw. des Koreferenten und des Publikums kompetent?
3.3.8 Fach- bzw. themenspezifisches Kriterium
 Künstlerische Arbeiten: Stehen Produkt und Prozessdokumentation in einem sinnvollen Verhältnis?
3.4 Arbeitsprozess
3.4.1 Disposition
 Ist sie verständlich und übersichtlich?
 Ist sie sachlogisch vertretbar?
3.4.2 Methode
 Wendet der/die Studierende in der Untersuchung eine plausible themenspezifische Methode an?
 Wie erklärt der/die Studierende sein/ihr methodisches Vorgehen in der Arbeit selbst?
 Überprüft und revidiert der/die Studierende wenn nötig das
Vorgehen?
Schüler/in:
 schriftl. Disposition
 Arbeitsprotokoll
 Maturaarbeit
Lehrperson:
 Protokolleintrag
 Spontannotizen
3.4.3 Fortschritte
 Wie sind die Fortschritte bezüglich Sache und Methode im
Verlauf der Arbeit zu beurteilen?
 Entwickelt der/die Studierende im Verlauf des Arbeitsprozesses ein differenziertes Problembewusstsein?
3.4.4 Zuverlässigkeit
 Hält der/die Studierende den Vertrag, andere Vereinbarungen
und Termine ein?
Lehrperson / Schüler/in:
 Projektvertrag
 Terminvorgaben der
Schule
3.4.5 Selbständigkeit
 Wie selbständig steuert der/die Studierende den Arbeitsprozess?
 Kann der/die Studierende Impulse der Lehrperson selbständig
verarbeiten?
 Kann der/die Studierende sein/ihr Produkt und sein/ihr Vorgehen realistisch beurteilen?
Lehrperson:
 Protokolleintrag
 Spontannotizen
Schüler/in:
 Arbeitsprotokoll
 Arbeit
Zusätzliche Kriterien für den Arbeitsprozess bei Gruppenarbeiten:
3.4.6 Wie wird die Arbeit organisiert?
 Geht die Gruppe nach einem Arbeitsplan vor?
 Wird die Arbeit innerhalb der Gruppe sinnvoll organisiert (z.B.
Einsatz von Computer, Schneidetisch; Suchen und Bestellen von
Büchern?)
 Weist die Maturaarbeit eine einheitliche Form auf (z.B. Zitierweise, Quellenangaben, Computer-Einstellungen)
Schüler/in:
 Arbeitstagebuch
 Zeitplan
 Projektvertrag
Lehrperson:
 Protokoll-Eintrag
 Spontannotizen
3.4.7 Wie arbeitet die Gruppe zusammen?
 Sind die Arbeitsanteile der Gruppenmitglieder ausgewogen
(keine Chauffeur/Trittbrettfahrer-Situation)?
 Sind die Rollen und Arbeitsanteile in der Gruppe geklärt (Wer ist
für welche Fragestellung, welchen Arbeitsschritt, welchen Teil
der Arbeit verantwortlich, wer übernimmt Leitungs- und Koordinationsfunktion)?
Schüler/in:
 Arbeitstagebuch
Lehrperson:
 Protokoll-Eintrag
 Spontannotizen
Die Gewichtung der Kriterien innerhalb der einzelnen Beurteilungsfelder Produkt Inhalt, Produkt
Form, Prozess und Präsentation ist abhängig vom jeweiligen Thema.
3.5 Gewichtung der einzelnen Beurteilungsfelder
Produkt: Inhalt 40 – 50 %
Produkt: Form 10 – 20 %  Produkt total: 60 %
Präsentation 20 %
Arbeitsprozess 20 %
Notenskala:
Prozente Note
95 – 100 6
85 – 94 5,5
75 – 84 5
65 – 74 4,5
55 – 64 4
45 – 54 3,5
35 – 44 3
25 – 34 2,5
15 – 24 2
5 – 14 1,5
0 – 4 1
Bei Arbeiten aus dem künstlerischen Bereich kann eine andere Gewichtung sinnvoll sein. Abweichungen müssen im Projektvertrag festgehalten werden.
4. Hinweise für die Studierenden
 Der Umfang der schriftlichen Maturaarbeit beträgt in der Regel 20 bis 25 computergeschriebene
Seiten. Bei Gruppenarbeiten ist der Umfang entsprechend grösser. Wenn ein anderes Produkt
den Schwerpunkt bildet, kann der schriftliche Teil reduziert werden. In jedem Fall entscheidet die
betreuende Lehrperson, ob die Arbeit in Bezug auf den Umfang genügt.
 Die äussere Form der schriftlichen Arbeit muss den Vorgaben aus dem Projektunterricht entsprechen. Dies gilt insbesondere für Quellenangaben und Zitate. Grundlage ist das Handbuch für
den Projektunterricht und die Maturaarbeit.
5. Schlussbemerkungen
Im Rahmen dieser Wegleitung können die einzelnen Fachschaften zusätzliche fachspezifische
Bestimmungen erlassen. Sie müssen von der Schulleitung genehmigt werden.
Im Februar 2012 Die Schulleitung
Der Rektor:
Dr. M. Burkard
Konzept „Projektmethoden und Projektarbeit“ (Stand 1. Juni 2012)
1. Ziele
Im Unterrichtsgefäss Projektmethoden werden wesentliche Projektkompetenzen vermittelt,
angewendet und geübt (vgl. dazu Beilage 1 „Kompetenzen im Bereich der Projektmethoden“).
Im Zentrum steht ein längeres Projekt, mit dem erstmals Projektmethoden über eine längere
Zeit angewendet und die Erfahrungen damit ausgewertet werden können. Das Unterrichtsgefäss dient vor allem als Vorbereitung auf die Maturaarbeit.
2. Umsetzung
Die Theorieteile werden aufgeteilt und entweder in der 1. und 2. Klasse einzelnen Fächern
oder speziellen Unterrichtsgefässen oder der Projektarbeit in der 3. Klasse zugeteilt (vgl. dazu
Beilage 2 „Übersicht über die Projektmethoden und die Projektarbeit“). Wichtigstes Kriterium
ist die Frage, ob die jeweilige Projektmethode methodisch an die längere Projektarbeit gebunden ist oder nicht. Beispielsweise können Grundsätze des Zeitmanagements bereits früher
vermittelt werden, eine längerfristige konkrete Zeitplanung bezogen auf eine grössere selbständige Arbeit kann jedoch erst mit der Projektarbeit erfolgen. In der 3. Klasse wird eine längere Projektarbeit in Gruppen geschrieben. Innerhalb des Rahmenthemas wird ein Teilbereich
bearbeitet. In der 1. und 2. Klasse werden ausgewählte Techniken und Methoden vermittelt
und angewendet beziehungsweise umgesetzt.
3. Projektmethoden in der 1. und 2. Klasse
In der 1. und 2. Klasse werden verschiedene Projektmethoden in bestimmten bestehenden
oder neuen Unterrichtsgefässen vermittelt und zum Teil angewendet beziehungsweise geübt.
3.1. Einführung in die Projektmethoden
Es werden zwei Veranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Klasse
durchgeführt. Die Schulleitung informiert im 1. Semester der 1. Klasse über die Projektmethoden, deren Bedeutung, die Unterrichtsziele sowie die verschiedenen Unterrichtsgefässe.
Die Projektleitung informiert im 2. Semester der 2. Klasse über die Projektarbeit, den Projektzyklus sowie den Zeitplan.
3.2. Persönliche Arbeitstechnik
Die Abteilungslehrperson führt während des 2. oder 3. Quartals der 1. Klasse in Formen der
Arbeitstechnik, die Instrumente des Arbeitsprotokolls und Lernjournals sowie die Grundsätze
des Zeitmanagements ein. Zudem führt sie in die Grundsätze der Teamarbeit sowie der Feedbackregeln ein. Beides wird während der Abteilungswoche geübt.
3.3. Umgang mit Informationen
Das Medienzentrum führt die Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse im 2. Quartal in das Angebot und die grundlegenden Methoden des Recherchierens ein. Dabei werden erste Elemente zur Erlangung von Informationskompetenz vermittelt. Organisiert wird der Anlass durch das
zuständige Mitglied der Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum. Er findet in
der Regel während der Abteilungslektion sowie der Lektion davor oder danach und in Begleitung der Abteilungslehrperson statt.
Im Fach Deutsch werden Methoden zur Textanalyse eingeführt und geübt. Zudem werden in
der 1. Klasse die Grundsätze des Zitierens und Bibliografierens, insbesondere auch deren
Bedeutung, vermittelt.
3.4. Methoden und fachliche Verfahren
Fachliche Verfahren sind „Strategien, nach denen ein Thema in Übereinstimmung mit fachlichen Anforderungen bearbeitet wird. Fachliche Verfahren stellen das disziplinäre Gegenstück
zu überfachlichen Methoden wie der Lernstrategie und der Arbeitstechnik dar.“ (Bonati/Hadorn
2009, S. 86). In verschiedenen Fächern werden in der 1. und 2. Klasse bestimmte fachliche
Verfahren eingeführt und geübt, zum Beispiel:
- Quellenanalyse: Kritisches Umgehen mit Überlieferungen inklusive der einzelnen Schritte
beim Analysieren von Quellen. Fach: Geschichte.
- Beobachtung und Experiment: Fach Biologie.
Die Methoden Interviewtechnik und Umfrage werden von dafür spezialisierten Lehrpersonen im
Abteilungsverband durchgeführt (Pool von Lehrpersonen je Methode). Die Durchführung erfolgt
an dafür geeigneten Terminen. Die beteiligten Lehrpersonen sollten wenn möglich die Abteilung
in ihrem Unterrichtsfach unterrichten. Die Durchführung erfolgt in der Halbabteilung oder mit
zwei Lehrpersonen pro Abteilung.
3.5. Auswertung und Darstellung von Daten
Im Grundkurs Informatik in der 1. Klasse werden verschiedene Formen der Darstellung von
Daten vermittelt und geübt. Zudem werden die Möglichkeiten der Manipulation durch Darstellungsformen thematisiert.
3.6. Schriftliche Arbeit
Im Grundkurs Informatik in der 1. Klasse werden die Grundsätze und Techniken vermittelt, wie
ein Dokument erstellt und gestaltet werden kann (Layout, Struktur, automatisches Inhalts- und
Quellenverzeichnis etc.). Dazu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Anwendungen selbständig einzusetzen (Konzeptdenken).
3.7. Präsentationstechnik
Es werden die Grundsätze des Präsentierens vermittelt und Übungen dazu durchgeführt. Dazu gehören Techniken der Visualisierung, Instrumente wie Powerpoint-Präsentation, Transparentfolie, Poster sowie Flipchart und das Vortragen selber. Die Durchführung erfolgt nach dem
gleichen Prinzip wie bei den Methoden Umfrage und Interviewtechnik.
4. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse
In der 3. Klasse wird von den Schülerinnen und Schülern eine längere Projektarbeit erarbeitet.
Die Lehrpersonen vermitteln die dafür im engeren Sinne notwendigen Projektmethoden.
4.1. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse: Inhalte
Es werden neue Projektmethoden vermittelt und bereits vermittelte aufgefrischt und angewendet. Zu den neuen überfachlichen Verfahren gehören die Projektplanung (mit dem Erstellen
der Disposition und des Projektvertrags) sowie das Eingrenzen der Fragestellung und des
Themas. Es muss entschieden werden, welches fachliche Verfahren zum Thema passt, und
dieses muss durchgeführt werden (und eventuell zuerst entwickelt oder gelernt werden). Aufgefrischt und an der längeren Projektarbeit projektspezifisch angewendet und geübt werden
unter anderem die Recherche, das Zitieren und Bibliografieren sowie das Präsentieren.
4.2. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse: Organisation
Die Projektarbeit beginnt nach den Sommerferien und wird vor den Sportferien abgegeben.
Die Präsentationen erfolgen bis Ende März des Schuljahres. Im Stundenplan stehen 2 Unterrichtslektionen zur Verfügung. Alle Abteilungen einer Klasse haben das gleiche Stundenplanfenster.
Die am Projektunterricht interessierten Lehrpersonen können bis Mitte Januar zu zweit oder
alleine bei der Schulleitung ein Rahmenthema (Titel, Beschreibung, mögliche Themen) eingeben. Das Rahmenthema ist offen genug für verschiedene Projektthemen und Fragestellungen,
mit dem Rahmenthema wird für die Sachkompetenz der Lehrpersonen und das Interesse der
Schülerinnen und Schüler gesorgt.
Die Schulleitung bestimmt bis Ende Januar, welche Rahmenthemen ausgeschrieben werden.
Die Zahl der Rahmenthemen liegt etwa 3 bis 4 höher als diejenige der Abteilungen. Es wird
darauf geachtet, dass alle Fachbereiche angemessen vertreten sind.
Die Rahmenthemen werden im Februar ausgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler der 2.
Klasse bilden (evtl. auch abteilungsübergreifende) Dreier- und Vierergruppen und melden sich
im März als Gruppe für drei Rahmenthemen an.
Die Projektleitung teilt die angemeldeten Gruppen den Rahmenthemen beziehungsweise den
Lehrpersonen zu und achtet auf eine angemessene Verteilung. Zwei Lehrpersonen betreuen
etwa 24 Schülerinnen und Schüler oder eine Lehrperson etwa 12 Schülerinnen und Schüler.
Bei sehr hohen Anmeldezahlen für ein Rahmenthema wird dieses eventuell doppelt geführt,
Rahmenthemen mit sehr kleinen Anmeldezahlen werden eventuell nicht geführt.
Die Lehrpersonen führen zu Beginn des Unterrichts während etwa 2 bis 4 Lektionen in das
Rahmenthema ein. Anschliessend beginnt die Arbeit am Projekt mit der Entwicklung der Fragestellung und der dem Thema angepassten Methode. Die Lehrpersonen vermitteln neue Projektmethoden oder frischen bekannte auf und betreuen die ihnen zugeteilten Gruppen beim
Verfassen der Projektarbeit. Sie bewerten die von ihnen betreuten Arbeiten und deren Präsentationen in Zusammenarbeit mit einer weiteren am Projektunterricht beteiligten Lehrperson.
Das Medienzentrum führt die am Projektunterricht beteiligten Lehrpersonen nach den Frühlingsferien der 2. Klasse in das Medienzentrum ein und baut mit ihnen zusammen einen Apparat zum Projektthema auf. Die Schülerinnen und Schüler werden in der 3. oder 4. Woche der
3. Klasse vom Medienzentrum projektbezogen in der Informationsrecherche instruiert. Ziel ist
die Erweiterung und Vertiefung von Informationskompetenz. Basis bildet das Kapitel 4 des
Handbuchs Projekte.
5. Lehrmittel
Das „Handbuch Projekte“ wird den Schülerinnen und Schülern der 1. Klasse abgegeben und
ist verbindlich für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen, die grössere selbständige Arbeiten betreuen.
Beilage 1: Kompetenzen im Bereich der Projektmethoden
Persönliche Arbeitstechnik
 sich Ziele und Prioritäten setzen,
 sich motivieren und effizient arbeiten,
 in einem Team zielorientiert und konstruktiv mitarbeiten.
Projektplanung
 eine sinnvolle Fragestellung entwickeln,
 für die Beantwortung der Fragestellung geeignete Methoden und
Verfahren wählen,
 die Instrumente zur Projektplanung selbständig anwenden,
 den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern.
Umgang mit Informationen
 gezielt nach Informationen suchen, sie gewichten, kritisch prüfen und
auswählen,
 verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung an-
Methoden und fachliche Verfahren
 entscheiden, welche Methode bzw. welches fachliche Verfahren sich
am besten zur Beantwortung der Fragestellung eignet,
 das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren, etc.) grösstenteils selbstständig einsetzen.
Auswertung und Darstellung von Daten
 grosse Datenmengen effizient verarbeiten und auswerten sowie
adäquat darstellen.
Schriftliche Arbeit
 Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und
nachvollziehbar darstellen,
 Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden,
 mit Informationen verantwortungsbewusst umgehen und die Quellen
korrekt deklarieren.
Präsentationstechnik
 die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert,
sachlich richtig und wirkungsvoll darlegen,
 die Ergebnisse in der Diskussion kompetent vertreten,
 Fragen adäquat und fundiert beantworten.
Beilage 2: Übersicht über die Projektmethoden und die Projektarbeit
Modul und Themen L (ca.) Gefäss / Zeitpunkt Zuständige
Personen
1 Einführung - Info zu PRO und MAR
- Unterrichtsziele
- Projektzyklus
- Abgabe Lehrmittel
2 x 1.5 2 Veranstaltungen,
1. Kl. 1. Q., 2. Kl. 4. Q.
SL, PL
2 Persönliche
Arbeitstechnik
- Arbeitstechnik
- Arbeitsprotokoll
- Zusammenarbeit im Team
- Feedback-Regeln
10 Septemberwoche oder
Abteilungsstunde,
1. Kl., 2. oder 3. Q. bis
Frühlingsferien
Mit Übungen
Abteilungs-LP
4 Umgang mit
Informationen
- Informationsbeschaffung/
Recherche
2 Medienzentrum, 1. Kl., 2.
Quartal
Medienzentrum, SL
(Org.) und Abt.LP
- Textanalyse, Informationen bewerten
4 GLF Deutsch, 1. Kl. Fach-LP deu
- Zitieren/Bibliografieren,
Nachweise, Plagiate
2 GLF Deutsch, 1. Kl. Fach-LP deu
5 Fachliche Verfahren und Methoden (Beispiele)
- Quellenanalyse
- Beobachtung, Experiment
GLF Geschichte, 1. Kl.
GLF Biologie, 2. Kl.
Fach-LP gsc
Fach-LP bio
- Umfrage
- Interview
2. KL., Spezialgefäss Lehrpersonen
6 Auswertung
und Darstellung
von Daten
- Darstellung von Daten:
Grafik, Diagramm
2 GK Informatik, 1. Kl. Fach-LP inf
7 Schriftliche
- Dokumentation/Layout 4 GK Informatik, 1. Kl. Fach-LP inf
8 Präsentationstechnik
- Powerpoint
- Präsentationstechnik
1. Kl. GK Informatik
1. Kl., Spezialgefäss
Fach-LP inf
Lehrpersonen
Unterrichtsgefässe in der 1. und 2. Klasse
Modul und Themen Aug.–
April
Projektunterricht Zuständige Personen
1 Einführung - Projektzyklus (A)
2 Lektionen pro Woche
Projektarbeit
Lehrpersonen Projektunterricht
2 Persönliche
Arbeitstechnik
- Teamarbeit (A)
- Feedbackregeln (A)
3 Projektplanung - Thema wählen, Fragestellung
eingrenzen (E)
- Disposition (E)
- Zeitplan (E)
- Projektvertrag (E)
- Arbeitsprotokoll (A)
- Lernbericht (E)
4 Umgang mit
Informationen
(projektbezogene
Vertiefung)
- Beschaffung und Beurteilung
von Informationen (A)
In Zusammenarbeit
mit Mediothek
Medienzentrum
- Zitieren/Bibliografieren,
Nachweise (spezifisch)
Projektarbeit
Lehrpersonen Projektunterricht
- Plagiat (A)
5 Methoden und
fachliche Verfah-
- Fachliche Verfahren im Überblick, Auswahl (A)
- Hypothesenbildung (E)
- Spezifische fachliche Verfahren der Projektarbeit (E)
6 Auswertung
und Darstellung
von Daten
- Auswertung und Darstellung
von Daten (z.B. Grafik, Diagramm) (A)
7 Schriftliche
- Aufbau einer Arbeit (E)
- Dokumentation/Layout (A)
Support durch Schülerinnen und Schülern
für konkrete Fragen
(„Hotline“)
8 Präsentationstechnik
- Präsentation (A) LP Projektunterricht
E Einführung, A Anwendung
3. Klasse: Projektarbeit zu gewählten Rahmenthemen
Fachlehrpläne | 2
Inhaltsverzeichnis
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten ...................................................................................................................... 3
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 10
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................... 17
Grundlagenfach Biologie ............................................................................................................................................. 20
Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Biologie.................................................................................................. 27
Ergänzungsfach Biologie ............................................................................................................................................. 35
Grundlagenfach Chemie .............................................................................................................................................. 39
Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Chemie .................................................................................................. 51
Ergänzungsfach Chemie ............................................................................................................................................. 60
Grundlagenfach Deutsch ............................................................................................................................................. 63
Grundlagenfach Englisch ............................................................................................................................................ 73
Grundlagenfach Französisch ....................................................................................................................................... 86
Schwerpunktfach Französisch ................................................................................................................................... 100
Grundlagenfach Geografie ........................................................................................................................................ 108
Ergänzungsfach Geografie ........................................................................................................................................ 115
Grundlagenfach Geschichte ...................................................................................................................................... 117
Ergänzungsfach Geschichte ...................................................................................................................................... 127
Ergänzungsfach Informatik ........................................................................................................................................ 131
Grundlagenfach Italienisch ........................................................................................................................................ 134
Schwerpunktfach Italienisch ...................................................................................................................................... 145
Grundlagenfach Mathematik...................................................................................................................................... 153
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Teil Mathematik ........................................................ 162
Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik ....................................................................................................... 169
Grundlagenfach Musik ............................................................................................................................................... 173
Schwerpunktfach Musik ............................................................................................................................................. 182
Ergänzungsfach Musik .............................................................................................................................................. 189
Grundlagenfach Instrumentalunterricht ..................................................................................................................... 193
Schwerpunktfach Instrumentalunterricht ................................................................................................................... 208
Ergänzungsfach Instrumentalunterricht ..................................................................................................................... 219
Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie ................................................................................................................ 225
Ergänzungsfach Philosophie ..................................................................................................................................... 229
Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie ......................................................................................... 232
Grundlagenfach Physik ............................................................................................................................................. 244
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Teil Physik ................................................................ 252
Ergänzungsfach Physik ............................................................................................................................................. 259
Ergänzungsfach Religionslehre ................................................................................................................................. 265
Schwerpunktfach Spanisch ....................................................................................................................................... 270
Obligatorisches Fach Sport ....................................................................................................................................... 279
Ergänzungsfach Sport ............................................................................................................................................... 293
Einführung in Wirtschaft und Recht ........................................................................................................................... 298
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht ..................................................................................................................... 303
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ...................................................................................................................... 311
Anhang 1: Lehrmittel für den Projektunterricht
Anhang 2: Richtlinien für die Abschlussarbeiten (Maturitätsarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit)
Anhang 3: Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik (bisher)
Anhang 4: Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik (neu)
Fachlehrpläne | 3
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BILDNERISCHES GESTALTEN
Wochenstunden 2 3 2 -
Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglichen den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren.
Bilder sind in unserer Multimedia-Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere Kommunikationsals auch Wahrnehmungsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, Bilder, Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst, sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen wie
auch sinnlich-körperliche Empfindungen zuzulassen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr
differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen
Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache.
Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart.
Im Rahmen eigenen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Lernenden ihre Fähigkeiten,
Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Ein Bild entsteht in einem komplexen Prozess, in dessen Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen eine ebenso bedeutende
Rolle wie das Sachwissen.
Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen.
Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei.
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als
Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen
und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene
Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
Fachlehrpläne | 4
Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten
in einen grösseren Zusammenhang stellen
• In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen
• Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
• Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
 Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
 Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schüleri nnen
und Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese . In der
dritten Klasse wird eine selbständige Arbeit durch zwei Lehrpersonen bewertet. Die Anzahl Bewe rtungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den We isungen der
Schule.
Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusamme narbeit in der
ersten Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünsc hbar. In
der zweiten Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach G eschichte auf.
Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der visuellen Kommunikation
(Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Maturitätsarbeit
vor. Ausdauer und Eigeninitiative sind Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen Proje kten besonders gefördert werden.
Fachlehrpläne | 5
1. Lerngebiet: Bild und Farbe
 Formale
Grundelemente:
Punkt, Linie, Fläche,
Form, Tonwert
 innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken.
 Entwerfen  Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und
mit Tonwerten differenziert wiedergeben.
 Komposition  Assoziation und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.
 einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden.
 digitale Medien in einfachen Gestaltungsprozessen einbinden.
 Farbsysteme  verschiedene Farbsysteme voneinander unterscheiden.
 Farbwahrnehmung  Wirkungen von Farbkombinationen beschreiben und selber
erzielen.
 Farbkontraste  Farben nach Farbrichtung, Sättigung und Helligkeit erkennen,
ordnen und anwenden.
 Farbe als Material  verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend, lasierend
 Farbe als Funktion  Gegenstands- von Erscheinungs- und Ausdrucksfarbe,
Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden.
 eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung
von Farben erfahren.
Farben in Physik und Chemie, Farbwahrnehmung in Biologie
Fachlehrpläne | 6
2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation
 Bildsprache  inhaltliche Bedeutungen von Motiven, formale
Ordnungsprinzipien und bildnerische Darstellungsarten
benennen und anwenden.
 Gestaltungsprozess  einfache Gestaltungsprozesse durchführen.
 adäquate Umsetzungsmittel finden.
 Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erfahren.
 Bildbetrachtung  Gesehenes sachorientiert und differenziert beschreiben.
 Bezüge zwischen Kunst und Unterricht erkennen.
 Ausstellungskonzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke
Fachlehrpläne | 7
1. Lerngebiet: Raum und Körper
 Bild und Raum  Bilder in Assemblage und Relief erweitern.
 Raumdarstellungsmodelle
 eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche
 Körper und Raum  Raumkonstruktion nach Funktion, Form, Dimension und M aterial
hinterfragen; Wirkungsabsichten erkennen und anwenden.
 die eigene Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren.
 performativ auf eine räumliche Situation reagi eren.
2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
 Bildsprache  Wirkungsabsichten von Bildmedien einschätzen.
 Fotografie  Grundlagen der Fotografie (Belichtung, Komposition) anwenden.
 Typografie und Layout  digitale Bilder bearbeiten und formatieren.
 eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulie-
 Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in der praktischen Arbeit
 Schrift differenziert und gezielt als Gestaltungsmittel einsetzen.
3. Lerngebiet: Gestaltungsprozesse
 Abstraktion  sich vom Gegenständlichen lösen und sich in einer abstrakten
Bildsprache ausdrücken.
 Assoziation  unterschiedliche Bildwelten verknüpfen.
 Transformation  unterschiedliche Umsetzungs-, Verfremdungs- und Verwandlungsarten anwenden.
 Serie  Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen.
 mehrteilige Bildkonzepte erstellen.
Fachlehrpläne | 8
4. Lerngebiet: Kunst
 Methoden der
Bildbetrachtung
 Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen.
 Kunstgeschichte  Bilder, Skulpturen und Architektur einer Epoche zuordnen und den
Entscheid begründen.
 Kunst und Kultur der
Gegenwart
 sich in eine Kunstrichtung vertiefen und diese zu weiteren in Beziehung setzen.
 Ausstellungsbesuche
 Bilder vergangener Epochen mit zeitgenössischer Kunst vergleichend beurteilen.
 sich offen auf Kunst und Kultur einlassen.
Fachlehrpläne | 9
1. Lerngebiet: Gestaltungsprozesse
Die Schülerinnen und Schüler sollen die gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können.
 Arbeit an komplexen
Projekten
 durch Sammeln, Beobachten, Recherchieren, Vergleichen ein Thema erschliessen.
 eine selbständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren und reflek-
 Gestaltungskonzepte  Gestaltungsstrategien sach- und materialgerecht einsetzen.
 Experiment  offen und neugierig experimentieren.
 Individueller Ausdruck
 Vertrauen in die eigenen gestalterischen Fähigkeiten und in die persönliche Ausdrucksweise gewinnen und diese in konkreten Situationen produktiv anwenden.
2. Lerngebiet: Kunst
 Kunst und Kultur der
Gegenwart
 einen Zugang zu ausgewählter zeitgenössischer Kunst und Kultur
gewinnen.
 Ausstellungsbesuche  sich vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte äussern.
Fachlehrpläne | 10
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BILDNERISCHES GESTALTEN
Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen werden in
vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die berufliche
Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche
Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In
der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen.
In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft.
Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf der Basis einer allgemeinen Bildsprache
kommunizieren zu können, ermöglichen ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen
Welten.
Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als
Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische
Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die
Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen
Ausdruck.
Fachlehrpläne | 11
Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
• Die eigene Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen
• Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten
in einen grösseren Zusammenhang stellen
• Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und in Eigeninitiative vorgehen
• Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren.
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln.
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
• Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
 Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
 Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines
Portfolios
Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den
Weisungen der Schule.
Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert. Das Zusta ndekommen
und die Bewertung mündlicher Noten sowie die Beurteilung des Arbeitsverhaltens werden zu Beginn des Jahres kommuniziert.
Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbere ichen
wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanu ng oder Kulturveranstaltungen möglich.
Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch - oder Fremdsprachenunterricht
nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte
oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geographie eine wichtige
Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenograf ische Arbeiten Synergien
mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden.
Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen. Selbs tsteuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen, die im SPF
BiG besonders gefördert werden.
Fachlehrpläne | 12
 Wahrnehmung  durch Wahrnehmung über mehrere Sinne sich eine Vorstellung bilden und diese mit Erfahrungen, Erinnerungen und
Wissen verknüpfen.
 Visuelle Kommunikation  die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das
Motiv, die Darstellungsweise und den Kontext erfassen.
 Bildbetrachtung  mediale Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie
Werbebereich differenziert und kritisch betrachten.
 Kunst- und Kulturgeschichte  das kunstgeschichtliche Epochenwissen aus dem Grundlagenfach vertiefen.
 sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken.
 einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem kunsthistorischen Kontext verstehen.
 Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20.
Jh. zueinander in Beziehung setzen.
 Fotografie  unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen.
 Fotografie exemplarisch in einem historischen Kontext ver-
 Ausstellungen,
Veranstaltungen und
mehrtägige Exkursionen
 vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale
Gesichtspunkte diskutieren.
Fachlehrpläne | 13
Eine Auswahl aus folgenden
analogen Techniken und
Verfahren:
 Malerei  Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen.
 Zeichnung  den eigenen gestalterischen Ausdruck und die technische
Differenziertheit steigern.
 Drucktechniken  analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren.
 Werkzeug und Techniken  Werkstoffe ihren Eigenschaften entsprechend adäquat bearbeiten.
 sicher und selbständig im Werkraum arbeiten.
 Visuelle Kommunikation  eine Bildgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine
allgemein verständliche Aussage entwickeln.
 Installation und Performance  eine Installation, Aktion oder Performance in Bezug auf eine
Aussage planen oder auch experimentell durchführen
 Digitales Bild  digitale Bilder in ihren Eigenschaften verstehen und den Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse, Dateigrösse
und Qualität nachvollziehen.
 Digitale Bildbearbeitung  ein Bild digital bezüglich Tonwert, Kontrast und Schärfe optimieren.
 eine Ebenenkombination sachgerecht durchführen.
 Retuschearbeiten vornehmen.
 Fotografie  den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite und
Empfindlichkeit auf die Bildgestaltung verstehen.
 eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht und
Raum bewusst gestalten.
 Projektarbeit  durch Sammeln, Beobachten, Experimentieren,
Recherchieren, Beurteilen und Reagieren eine Arbeit
 Methode und Prozess  durch kritische Reflexion die eigene Arbeit optimieren.
Fachlehrpläne | 14
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
 Selbstreflexion  Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen.
 die eigene Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen und reflektieren.
 offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.
 Individuelle Interessen  eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig
Schwerpunkte setzen.
 Individueller Ausdruck  eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken.
Fachlehrpläne | 15
 Zeitgenössische Kunst  ihr kunsthistorisches Wissen über das 20. Jahrhundert festigen und erweitern.
 Kunstbegriff  den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff
nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen
wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder Installation benennen.
 Kulturgeschichte  Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen; Seh- und
Darstellungskonventionen hinterfragen.
 sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten.
 Architektur und Design  Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur und Design erkennen und beschreiben.
 Architektur und Design exemplarisch in einem historischen
Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer
Werke benennen.
 eine differenzierte Fachsprache verwenden.
 Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen
 in der Begegnung mit Fachpersonen die eigene Vorstellung
von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erwei-
 vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale
Gesichtspunkte diskutieren.
 Filmanalyse  Filme nach Kriterien der Filmanalyse betrachten.
Eine Auswahl aus folgenden
Gestaltungsbereichen:
 Malerei
 Zeichnung
 in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und
Material herstellen.
 Drucktechniken  unterschiedliche Druckverfahren unterscheiden und zielorientiert einsetzen.
 Design und Architektur  Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur und Design erkennen; materialgerecht Modelle
bauen.
 Typografie, Layout  Inhalte durch Anordnung von Bild und Text verständlich,
übersichtlich und ansprechend transportieren.
 einen spielerischen, experimentellen Umgang mit Typografie
und Bild-Text-Kombinationen finden.
 Bild und Text in einem Layout-Programm logisch und verständlich verknüpfen.
 Video und Film  ein bewegtes Bild durch Einstellungsgrösse und Kameraführung bewusst gestalten.
 eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen.
Fachlehrpläne | 16
 Projektarbeit  mit inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen (Abschlussarbeit).
 Methode und Prozess  gezielt recherchieren und die eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen.
 Eigenes Projekt  eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimie-
 Präsentieren  Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren.
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
 Selbstreflexion  Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen.
 eigene Fortschritte erkennen.
 Individuelle Interessen  selbständig Schwerpunkte setzen.
 eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder
Berufswahl definieren.
 sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten.
 eine geeignete Dokumentation für Aufnahmeverfahren für
Gestalterische Vorkurse bzw. Propädeutika erstellen.
 Individueller Ausdruck  die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken.
Fachlehrpläne | 17
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BILDNERISCHES GESTALTEN
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit
Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch angegangen. Im Ergänzungsfach
werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie „Film und Fotografie“, „ thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch
„Design und Architektur“ sind möglich.
Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung,
Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten
ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus Kunst, Design, Architektur, neuen
Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und Wissenschaft und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch.
Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für
eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen.
Die Schülerinnen und Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre
Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die
physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten. Sie erkennen in der
Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdrin-
Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei.
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als
Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen
und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene
Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
Fachlehrpläne | 18
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
 Die eigene Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen
hinterfragen
 Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
 Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
 Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
 Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und in Eigeninitiative vorgehen
 Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren
 Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die
eigene erfinderische Fantasie stärken
 Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
 Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
 Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
 Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
 Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines
Portfolios
Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der
Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent und
nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler n sind die Bewertungskriterien
einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die
Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule.
Fachlehrpläne | 19
Auswahl von Arbeiten aus
folgenden Bereichen:
 Bildende Kunst
 Architektur
 Design
 Visuelle Kommunikation
 die Wirkung von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf deren Inhalte ziehen.
 vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren.
 sich einen Sachtext erschliessen und darüber fundiert argumen-
 eine korrekte Fachsprache anwenden.
 Ausstellungskonzepte erkennen und beschreiben.
Exemplarische Arbeiten aus
folgenden Bereichen:
 Malerei und Zeichnung,
Druckgrafik
 Grafik, Design und visuelle
 Film und Fotografie
 Architektur und Design
 Installation und Performance
 bildnerische Mittel und Techniken vertieft sowohl experimentell,
spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen.
 eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen,
entwickeln und den Prozess dokumentieren und reflektieren.
 eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten
Zeitfenster erfüllen.
 digitale Medien adäquat einsetzen.
 Individueller Ausdruck  ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken der Kunst oder angewandter Gestaltung setzen.
 Persönliche Positionierung
und Reflexion
 eigene und fremde Arbeiten bewerten und Lernfortschritte er-
 Präsentation, Ausstellung  eigene Resultate in passender Form präsentieren.
 Portfolio  eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.
 sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen
Studiengängen vorbereiten.
Fachlehrpläne | 20
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BIOLOGIE
Wochenstunden 2 2 2 -
 Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen.
 Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um
historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des
Lebendigen.
 Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt
gegenüber.
 Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verste-
 Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die
Grundlagen, um Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.
 In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen.
Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders:
 Respektvoll mit Lebewesen umgehen
 Eigenständig, differenziert und kritisch denken
 Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden
 Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbständig bedienen
 Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
 Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln
Fachlehrpläne | 21
(3) Querverbindungen zu anderen Fächern
 Vorbereitung auf die Maturitätsarbeit (beobachten, experimentieren, protokollieren und interpretieren von gewonnenen Daten)
 Chemie: Stoffgruppen, Biomoleküle, Diffusion und Osmose
 Geographie: Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Geobotanik
 Geschichte: Wissenschaftstheorie, Stammbäume, Entwicklungen über grössere Zeiträume
 Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung
 Physik: Optik, Akustik, Biomechanik
Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel
Fachlehrpläne | 22
1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens
1.1 Merkmale des Lebens  die Merkmale des Lebens erklären.
 die Faszination des Lebens erfahren.
1.2 Organisationsebenen  anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen
der Biologie rückschliessen.
1.3 Arbeitsweisen  die Arbeitsweisen der Naturwissenschaft (Informationsbeschaffung,
Durchführung von Experimenten, Umgang mit Quellen, Vermeiden von
Plagiaten) anwenden.
 verschiedene technische Hilfsmittel selbständig bedienen sowie einfache Präparate selber herstellen.
 Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren.
2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch
2.1 Übersicht Organsysteme
 die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitige Abhängigkeiten
 Anatomie und Physiologie der folgenden Organe/Organsysteme in
Zusammenhang bringen: Herz/Kreislauf, Atmung, Verdauungsorgane,
Bewegungsapparat.
 anhand eigener Beobachtungen Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen.
 biologische Grundlagen ausgewählter Krankheiten erklären.
2.2 Mikroorganismen und
Immunsystem
 Viren und Bakterien differenzieren.
 Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Mikroorganismen verknüpfen.
 die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden
und die Abwehrmechanismen erläutern.
Fachlehrpläne | 23
2.3 Fortpflanzung und Entwicklung
 Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erken-
 die Entwicklung von Lebewesen am Beispiel des Menschen darstel-
3. Lerngebiet: Zellbiologie
3.1 Aufbau einer Zelle  Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in
den Grundzügen beschreiben.
3.2 Transport  die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben
und verstehen.
3.3 Inhaltsstoffe (Stoffe des
Lebens)
 den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate,
Fette, Proteine) erläutern.
 das Basiskonzept von Form und Funktion anwenden.
3.4 Stoffwechsel  die zentralen katabolen Stoffwechselwege (Zellatmung, Gärung) er-
 die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen.
3.5 Zellteilung  Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären.
 die Bedeutung des Zellzyklus erklären.
 die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen.
4. Lerngebiet: Evolution
4.1 Entwicklung des Lebens
 die Entstehung der ersten Zelle erläutern.
Fachlehrpläne | 24
5. Lerngebiet: Systematik
5.1 Vielfalt der Lebewesen  die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen
5.2 Systematische Kategorien
 die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge erkennen.
5.3 Ausgewählte Vertreter
der Eukaryoten
 exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenler-
 sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen.
6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch
6.1 Fortpflanzung und
Entwicklung
 die Entwicklung von Lebewesen darstellen (z.B. Amphibien).
7. Lerngebiet: Allgemeine Botanik
7.1 Organe der Pflanzen  Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane (Wurzel,
Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung bringen.
7.2 Stoffwechsel, Fotosynthese
 die zentralen anabolen Stoffwechselwege (Fotosynthese) erklären.
8. Lerngebiet: Evolution
8.1 Evolutionstheorie  die Bedeutung der darwinschen Evolutionstheorie erfassen.
 Sichtweisen von Cuvier und Lamarck gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar abgrenzen.
8.2 Evolutionsmechanismen / Methoden
 die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen.
 die Ergebnisse derselben einordnen und beurteilen.
Fachlehrpläne | 25
8.3 Entwicklung des Lebens
 die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich einordnen.
 paläoanthropologische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise
der Menschwerdung in Verbindung bringen.
9. Lerngebiet: Ökologie
9.1 Grundlagen der Ökologie
 die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip
der Trophiestufen erklären.
9.2 Ausgewählte Ökosysteme
 grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand
eines exemplarischen Ökosystems erklären.
 populationsdynamische Prozesse diskutieren.
 Fortpflanzungsstrategien (z.B. r-/K-Strategie) deuten.
 mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme er-
Fachlehrpläne | 26
10. Lerngebiet: Genetik
10.1 Klassische Genetik  Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen.
 die Bedeutung der Meiose als Voraussetzung für die Neukombination
von Erbmerkmalen erkennen.
 einfache Stammbäume analysieren und Erbgänge erkennen.
10.2 Molekulargenetik  die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang
 die Abläufe und die Bedeutung der Replikation, Transkription und
Translation aufzeigen.
 Aufbau, Funktion und Bedeutung von Proteinen (insbesondere von
Enzymen) erläutern.
10.3 Gentechnologie  die gentechnischen Abläufe zur Herstellung eines transgenen Organismus erläutern.
 Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren.
12. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch
12.1 Interne und externe
 die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen.
 den Bau von Nervenzellen und die Erregungsleitung erklären.
 am Beispiel von Zuckerregulation und Sexualhormonen die Wirkung
von Hormonen erklären.
 das Prinzip der Hormonregulation erläutern.
13. Lerngebiet: Evolution
13.1 Entwicklung des Lebens / Mechanismen
 die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen.
 Mechanismen der Artbildung unterscheiden.
Fachlehrpläne | 27
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE. TEIL
BIOLOGIE
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den
Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie
als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die sog. Life Sc iences ein.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf
und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und
Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die
Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissen sausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedi ngen
solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und
Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Ve rständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu en t-
Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbe iten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zw ischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahre n. Dabei soll auch die Notwendigkeit
des lebenslangen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbstä ndig in chemische und biologische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen
Biologie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorienti erung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit i hren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
Fachlehrpläne | 28
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders:
 Respektvoll mit Lebewesen umgehen
 Eigenständig, differenziert und kritisch denken
 In Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen
 Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Das Fachwissen in einer Gruppe zielorientiert einbringen
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden
 Sicherheit zeigen beim Erstellen von naturwissenschaftlichen Texten (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten)
 Komplexere biologische und chemische Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen, in eigenen
Worten erklären und diskutieren
 Chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Naturwissenschaftliche Modelle anwenden
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Diverse biologische, chemische und biochemische Methoden anwenden und die technischen
Hilfsmittel selbständig bedienen
 Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umgehen
 Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren
 Das vertiefte Wissen der beiden Disziplinen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von
Hypothesen beiziehen
 Eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Die Anwendung einfacher statistischer Methoden kennen
 Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet recherchieren, darstellen und kritisch auswerten
 Experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen
 Computer-unterstützt experimentieren
 Elektronische Apparaturen korrekt bedienen
 Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
Fachlehrpläne | 29
3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE
1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
1.1 Lernverhalten
 die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten er-
 die Grundelemente des Verhaltens und Lernens formulieren und in
ihren wesentlichen Punkten unterscheiden.
 die Verhaltensweisen auf Basis von ethologischen Untersuchungsmethoden (z.B. Ethogramm) anwenden und deuten.
1.2 Sozialverhalten
 anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären.
2. Lerngebiet: Ökologie
2.1 Praktische Ökologie  die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben.
 exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald
oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutie-
 den anatomischen und ökologischen Zusammenhang zwischen
den Organismen und ihrem entsprechenden Lebensraum erken-
Fachlehrpläne | 30
3. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie
3.1 Lebewesen  praktische Untersuchungen an Lebewesen planen, durchführen
und auswerten.
 evolutive Entwicklungen erkennen und diskutieren.
3.2 Stoffwechsel  Stoffwechselwege und deren Bedeutung für verschiedene Organismengruppen verstehen.
3.3 Regulation und Steuerung (optional)
 die Steuerung von Regelgrössen mit Hilfe eines Regelkreisschemas erläutern.
 die Funktion von Stress und die beteiligten physiologischen Vorgänge schildern.
 die Rolle des Nervensystems bezüglich Schmerzleitung verstehen
und Wirkungsweisen von schmerzstillenden Mitteln vergleichen.
 die Wirkungsweisen von Drogen und Giften auf Körper und Gehirn
verstehen und erläutern.
 die Zusammenhänge zwischen Gen, Genregulation, Proteinherstellung und Hormonregulation verstehen.
3.3 Medizinische Diagnostik
 die aeroben und anaeroben Energiebereitstelllungen am Beispiel
des Menschen diskutieren.
 diagnostische Methoden wie z.B. EKG-Messungen durchführen
und interpretieren und ihre Bedeutung für diagnostische Zwecke
3.4 Immunbiologie
 die molekularen Mechanismen der Immunabwehr erklären.
 die Methoden der Immunbiologie erläutern und anwenden.
3.5 Histologie
 mikroskopische Präparate eines Organs herstellen und interpretie-
4. Lerngebiet: Molekularbiologie
4.1 Makromoleküle
 Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen durchführen.
4.2 Gentechnik (optional)  sich mit Technologien der modernen Biologie (biotechnologischen
Anwendungen, Restriktionsenzymen, PCR, Gelelektrophorese
etc.) vertraut machen.
 die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Lebensmittelkontrollen, genetisch veränderte Organismen (GVO)) verstehen.
 die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevan-
Fachlehrpläne | 31
4.3 Phylogenie (optional) ter Fragen (z.B. Artbildung, Völkerwanderung) verstehen.
 Methoden der Phylogenie anwenden.
4.4 Cytogenetik (optional)
 die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten) verstehen.
 Methoden der Cytogenetik anwenden, z.B. Karyogramme erstellen
und auswerten.
4.5 Klassische Genetik
 einfache Erbgänge der Drosophila (Kreuzungsversuche) auswerten und interpretieren.
5. Lerngebiet: Mikrobiologie
5.1 Mikrobiologische Untersuchungen (optional)
 wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie anwenden.
 die Wirkung von Antibiotika testen und deren Risiken ab-
 die Bedeutung der Gärung experimentell erfahren.
 sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut ma-
 Experimente mit Bakterien (z.B. Beeinflussung des Bakterienwachstums) planen, durchführen, auswerten und disku-
Fachlehrpläne | 32
3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE
(Vgl. Lehrplan für das Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Chemie.)
3.3 GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN
Lerngebiet: B1. Ökologie / C4. Chemie und Umwelt
Gewässerökologie (optional)  die chemische und biologische Gewässergüte bestimmen
sowie die gesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.
 mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoffe
(wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.
 die Funktion einer Abwasserreinigungsanlage erklären.
Bodenanalyse (optional)  den Aufbau und die Funktion von Böden beschreiben.
 Boden aufgrund biologischer Methoden (Bestimmung von
Bodenorganismen, Katalase-Versuch) und chemischer
Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren.
Qualitative und quantitative Analytik  Standardmethoden zur qualitativen und quantitativen
Analyse von biologisch relevanten Stoffen anwenden und
deren Chemismus verstehen.
 Blutwerte interpretieren (z.B. Hämoglobin, Blutzucker in
Abhängigkeit verschiedener Kohlenhydratquellen, Messwerte des Laktats in Abhängigkeit unterschiedlicher Leistung).
 exemplarisch einzelne Stoffgruppen in verschiedenen
Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. versteckte Fette oder
Zucker, Proteine).
 Enzymaktivität messen.
 Experimente zur Enzymaktivität planen.
Vitamine und Spurenelemente (opti-
 Vorkommen und Bedeutung der Vitamine und Spurenelemente erfassen.
 Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin-C-
Gehalt).
 Eigenschaften untersuchen (z.B. Löslichkeit, Hitze- und
Lichtempfindlichkeit, antioxidative Wirkung).
Fachlehrpläne | 33
Lerngebiet: B3.1 Makromoleküle / B3.2 Gentechnik / C2.2 Biochemie
Biochemisch relevante Stoffe  strukturelle und energetische Aspekte der für den
menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoffe erläutern (z.B. Zucker, Fette, Proteine).
 Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen im
Stoffwechsel des Menschen beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und Porphyrine).
 die Funktion von biochemisch relevanten Stoffen der zugehörigen Struktur derselben zuordnen.
Aufbau und Biosynthese von Protei-
 Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen erkennen.
 Eigenschaften der Aminosäuren anhand der zugehörigen
Seitenkette einschätzen. (optional)
 in der Raumstruktur eines Proteins primäre, sekundäre,
tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unter-
 die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklä-
 den Weg vom Gen zum funktionsfähigen Protein in seiner
räumlichen Struktur erklären.
 die Mechanismen der Proteinfaltung in der Zelle erläutern
(u.a. Chaperone). (optional)
 die Auswirkung einer Mutation auf die Funktionstüchtigkeit
eines Enzyms erkennen. (optional)
Molekularbiologie und Gentechnik  aus Proben (z.B. von Lebensmitteln) DNA extrahieren.
 mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion-(PCR)-Geräts
gewünschte DNA-Sequenzen amplifizieren (optional)
 die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern
und diese zur Analytik oder Herstellung gewünschter
DNA-Fragmente verwenden. (optional)
 eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät
auftragen und das Resultat korrekt auswerten.
 biotechnologisch hergestellte Proteine aus Bakterien gewinnen und aufreinigen. (optional)
 die Vor- und Nachteile von verschiedenen Modellorganismen aufzeigen.
 exemplarisch an einem Modellorganismus gentechnische
Experimente durchführen. (optional)
Fachlehrpläne | 34
Lerngebiet: B2.2 Anabole und katabole Prozesse / C2.5 Pharmakologie
Wirkungsweise von Antibiotika
 die Wirkungsweise von Antibiotika erklären, modellieren
und überprüfen.
 die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb
der Sulfonamid-Einsatz für den Menschen unschädlich ist.
Herstellung von Antibiotika (optional)  ein Antibiotikum im Labor synthetisieren.
Fachlehrpläne | 35
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BIOLOGIE
Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermi ttelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie.
Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Biologie des Menschen zu beschäftigen und dabei mehr über sich selber zu erfahren. Neben exper imentellen Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung mit
ausgewählten Lerngebieten.
Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie Fragen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte E rnährung sowie problematischer Umgang mit Suchtmitteln können im Rahmen des Ergänzung sfachs vertieft diskutiert werden.
Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders:
 Respektvoll mit Lebewesen umgehen
 Eigenständig, differenziert und kritisch denken
 Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
 Fachartikel verstehen und diskutieren
 Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte, Gelelektrophorese, PCR) selbständig bedienen
 Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren
 Eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
Fachlehrpläne | 36
 Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
 Computer-unterstützt experimentieren
 Elektronische Messgeräte korrekt bedienen
 Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
Fachlehrpläne | 37
1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt
Teilgebiete zur
Auswahl:
1.1 Anthropologie  über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren.
 die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie).
1.2 Suchtmittel  die biochemischen und physiologischen Wirkungen ausgewählter Suchtmittel
1.3 Ernährung  vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung
erlangen.
 verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einord-
1.4 Krankheiten  die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten verstehen.
1.5 Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen.
 spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine Beziehung brin-
1.6 Sinnesorgane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben.
 das gemeinsame Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten
Reizes in eine Folge von Aktionspotenzialen) verstehen.
1.7 Immunologie  vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen.
1.8 Ökologie  Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und beurteilen.
Fachlehrpläne | 38
2. Lerngebiet: Genetik
2.1 Molekulargenetik
 ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen
Prozesse ausweisen.
 die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren Resultate beurteilen.
2.2 Medizinische Genetik  Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen.
3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
3.1 Lern- und Sozialverhal-
 historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beur-
 anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären.
3.2 Humanethologie  ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen.
Fachlehrpläne | 39
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH CHEMIE
Wochenstunden 2 2 2 -
Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigen schaften
und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode
des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentr ale Bedeutung zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch
für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Sto ffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf der Teilchenebene. Damit sollen alltägliche
Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwe ndung allgemein akzeptierter, mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Ei nblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zugleich Anlass, über Mö glichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken.
Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie
oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte
der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beei nflussen, und soll für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren.
Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick
über grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und
unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwi ssenschaftlich begründetes
Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energiever -
sorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft , leistet der Chemieunterricht einen Beitrag zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und
dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt.
Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer
Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren wollen, die
fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit
für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermi tteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fac hlich
zu kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen ein zuarbeiten.
Fachlehrpläne | 40
Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders:
 Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche
Leben und den Alltag beurteilen
 Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen
 Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen
 Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen
Worten fachlich korrekt wiedergeben
 Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen,
z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch
auswerten
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Fachlehrpläne | 41
1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
 Spezifische Eigenschaften zur
Charakterisierung von Reinstoffen
 Konzept der kleinsten Teilchen:
- Stoffe und ihre Eigenschaften
- Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und Elemente
- Aggregatzustände und ihre Änderungen
 Atomsymbole, Summenformeln
 Masse von Atomen und Molekülen
 Stoffe mit ihren Eigenschaften charakterisieren: Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur …
 erklären, dass es für jeden Stoff kleinste
Teilchen gibt und diese die spezifischen
Eigenschaften eines Reinstoffes bedin-
 das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge zu
 die Aggregatzustände und ihre Änderungen mit dem Teilchenmodell beschrei-
 im Periodensystem der Elemente (PSE)
Namen und Atomsymbol bekannter Elemente einander zuordnen.
 von einigen ausgewählten Beispielen
Summenformeln und Namen angeben.
 für gegebene Atome und Summenformeln die Masse mit Hilfe des PSE be-
2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem
 Elektrische Ladung und Coulomb-
Gesetz
 Atom-Modelle
 Kern-Hülle-Modell:
- Die Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron
- Rutherford-Experiment
- Bildung von einatomigen Ionen
- Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope
 die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft be-
 Anziehungs- und Abstossungskräfte mit
Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ
beschreiben und vergleichen.
 sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen
und die Bedeutung von Modellen in den
Naturwissenschaften erläutern.
 die Elementarteilchen Proton, Neutron
und Elektron und deren Eigenschaften
aufzählen.
 die Entwicklung des Kern-Hülle-Modells
aufgrund des Streuversuchs von Rutherford verstehen.
 die Bildung einatomiger Ionen durch
Hinzufügen bzw. Wegnehmen von
Elektronen aus der Atomhülle beschrei-
Fachlehrpläne | 42
 Schalen-Modell der Atomhülle:
- Atomrumpf und Valenzschale
- Ionisierungsenergien
- Energieniveauschema
- Elektronenkonfiguration
 Periodensystem der Elemente (PSE):
- Aufbau des PSE
- Regelmässigkeiten innerhalb des
PSE
- PSE als Datensammlung
 die Begriffe Nukleonenzahl,
Ordnungszahl und Isotope definieren.
 für eine gegebene Atomsorte die sie
aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa.
 mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle
eines Atoms beschreiben und zeichnen,
unter Berücksichtigung der
Energieniveaus der darin enthaltenen
Elektronen.
 die Elektronenverteilung in der
Atomhülle mit der Lage des
entsprechenden Atomsymbols im PSE
in Beziehung setzen.
 die Ordnungskriterien für die
Anordnung der Elemente im PSE
aufzählen.
 die Begriffe Metalle und Nichtmetalle
definieren und deren Bedeutung für das
chemische Verhalten von Elementen
 erklären, dass die Anziehungskräfte
zwischen Kern und Valenzelektronen
für das Verhalten eines Atoms als
Metall oder Nichtmetall entscheidend
sind.
 den Verlauf der Anziehungskräfte
zwischen Kern und Valenzelektronen
innerhalb von Gruppen und Perioden
mit der Struktur der Atome deuten.
3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen
3.1 Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe
 Kugelwolken-Modell:
- Elektronen als Ladungswolke
- Räumliche Anordnung der Ladungswolken
- Lewis-Formel für Atome
 Elektronenpaarbindung
 Lewis-Formeln von Molekülen
 Keil-Strich-Schreibweise
 Skelettschreibweise
 Molekülgeometrien
 ein räumliches Modell der Atomhülle, in
dem die Elektronen als Ladungswolken
dargestellt werden, beschreiben.
 für beliebige Atomsorten des PSE die
entsprechende Lewis-Formel
aufschreiben.
 mit einem geeigneten Bindungsmodell
das Wesen der Elektronenpaarbindung
 mit Hilfe des PSE und der Oktettregel
die Lewis-Formeln einfacher Moleküle
selbständig herleiten.
 die Gestalt von Molekülen mit der Keil-
Strich-Schreibweise dreidimensional
 für gegebene Moleküle die
Skelettformel aufzeichen bzw. aufgrund
Fachlehrpläne | 43
 Elektronegativität (EN) und Polarität
von kovalenten Bindungen
 Dipol-Charakter von Molekülen
 Zwischenmolekulare Kräfte:
- Van-der-Waals-Kräfte
- Wasserstoffbrücken
- Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
einer gegebenen Skelettformel die
Struktur des Moleküls in der Lewis-
bzw. Keil-Strich-Schreibweise angeben.
 die Polarität einer Bindung anhand von
EN-Werten beurteilen.
 die Bedeutung der Bindungspolarität für
die Entstehung von
zwischenmolekularen Kräften erklären.
 mit Hilfe der Betrachtung aller
relevanten zwischenmolekularen Kräfte
bzw. Wechselwirkungen die
Siedetemperaturen von molekularen
Reinstoffen interpretieren.
 die Mischbarkeit verschiedener
molekular aufgebauter Stoffe
Fachlehrpläne | 44
3.2 Ionenbindung und Salze
 Bildung einatomiger Ionen
 Ermitteln von Ionen-Ladungen
 Einatomige und mehratomige Ionen
 Ionen-Bindung
 Ionen-Gitter und Verhältnisformel
 Nomenklatur von Salzen
 Eigenschaften von Salzen
 Lösevorgang von Salzen in Wasser
 die Bildung einatomiger Ionen bei der
Reaktion von Metallen und
Nichtmetallen erklären.
 mit Hilfe des PSE für
Hauptgruppenelemente die Ladungen
des häufigsten Ions ableiten.
 bei Nebengruppenelementen mit Hilfe
der im PSE verzeichneten
Oxidationszahlen mögliche Ionen-
Ladungen ableiten.
 die Namen und Formeln wichtiger ein-
und mehratomiger Ionen nennen.
 mit einem geeigneten Modell das
Wesen der Ionen-Bindung und des
Ionen-Verbands beschreiben.
 bei gegebenen Ionen die
Verhältnisformel eines Salzes ableiten.
 Reaktionsgleichungen für die Bildung
von Salzen aus den Elementen fachlich
korrekt aufstellen.
 Salze systematisch benennen.
 Eigenschaften wie z.B. Härte,
Sprödigkeit, hohe Schmelz- und
Siedetemperaturen anhand des
vorgestellten Modells erklären.
 den Lösevorgang eines Salzes in
Wasser auf der Teilchenebene
Fachlehrpläne | 45
3.3 Metallische Bindung und Metalle
 Metallbindung
 Eigenschaften von Metallen
 Legierungen
 das für diesen Bindungstyp
charakteristische Modell von
Atomrümpfen und frei beweglichen
Elektronen erklären.
 Eigenschaften wie z.B. elektrische
Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz-
und Siedetemperaturen anhand des
vorgestellen Modells erklären.
 den Begriff Legierungen erklären und
einige ausgewählte Beispiele von
Legierungen nennen.
4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen
4.1 Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen
 Quantitative Beschreibung von
Stoffumwandlungen
 folgende Begriffe definieren:
Stoffmenge, molare Masse, molares
Volumen von Gasen,
Stoffmengenkonzentration.
 Massen in Stoffmengen und
Teilchenzahlen umrechnen und
umgekehrt.
 Reaktionsgleichungen aufstellen und
für einfache Beispiele stöchiometrische
Berechnungen anstellen.
 stöchiometrische Fragestellungen
bearbeiten.
Fachlehrpläne | 46
4.2 Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen
 Enthalpie
 Entropie
 Gibbs-Helmholtz-Beziehung
 energetische Veränderungen bei
exothermen und endothermen
Vorgängen aus der Struktur der Edukte
und Produkte abschätzen.
 die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von
Tabellenwerten berechnen.
 Energieinhalte von Treibstoffen
 die Begriffe „Heizwert“ und „Brennwert“
definieren und die Unterschiede
 Reaktions-Entropieänderungen an
Beispielen erklären.
 die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur
Abschätzung der Spontaneität
einfacher chemischer Vorgänge
4.3 Reaktionsgeschwindigkeit
 Reaktionsgeschwindigkeit und deren
Beeinflussung
 Katalysatoren
 den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit
 die Abhängigkeit der
Reaktionsgeschwindigkeit von
Temperatur, Konzentration und
Zerteilungsgrad erklären.
 die Reaktionsgeschwindigkeit-
Temperatur-Regel (RGT-Regel)
 erklären, dass eine Reaktion auf
unterschiedlichen Reaktionswegen
ablaufen kann.
 das Funktionsprinzip von Katalysatoren
 die Funktions- und Wirkweise eines
Autoabgas-Katalysators erklären.
Fachlehrpläne | 47
4.4 Gleichgewichtsreaktionen
 Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen
 Das dynamische Gleichgewicht
chemischer Reaktionen
 Das Massenwirkungsgesetz
 Le-Châtelier-Prinzip
 erklären, dass chemische Reaktionen
umkehrbar sein können.
 den Zusammenhang zwischen
typischen Gleichgewichtsreaktionen
und den Triebkräften chemischer
Reaktionen erklären.
 das dynamische chemische
Gleichgewicht mit einem qualitativen
Modell auf Stoff- und Teilchenebene
 aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz
 voraussagen, wie sich Konzentrations-,
Druck- und Temperaturänderungen auf
ein chemisches Gleichgewicht
auswirken.
Fachlehrpläne | 48
4.5 Säure-Base-Reaktionen
 Säuren und Basen; potentielle Säure
und potentielle Base
 Die Stärke potentieller Säuren
 Der pH-Wert
 Der pH-Wert von Salzlösungen
 Die Bedeutung von Säure-Base-
Reaktionen
 Säure-Base-Reaktionen als
Übertragungen von Wasserstoff-Ionen
 die Begriffe Säure und Base definieren.
 für eine gegebene Säure und Base die
Protolyse-Reaktion formulieren.
 die Säurekonstante als Mass für die
Stärke einer Säure nennen.
 die Gleichgewichtslage von Protolysen
aufgrund der Säurestärke der
beteiligten Säuren qualitativ angeben.
 den pH-Wert definieren.
 für wässrige Lösungen einfache pH-
Wert-Berechnungen durchführen.
 den pH-Wert von Salzlösungen
qualitativ interpretieren.
 die Wirkweise von sauren bzw.
alkalischen Reinigern erklären.
 den Kalkkreislauf in der Natur erklären.
Fachlehrpläne | 49
4.6 Redox-Reaktionen
 Begriffe Reduktion und Oxidation
 Potentielle Reduktions- und
Oxidationsmittel
 Oxidationszahlen
 Redox-Reaktionen
 Galvanische Elemente / Elektrolyse
 Brennstoffzelle
 die Redox-Reaktion als
Elektronenübertragung bzw.
-verschiebung definieren.
 die Redox-Reihe anwenden, um die
Stärke von potentiellen Reduktions-
und Oxidationsmitteln abzuschätzen.
 die Oxidationszahlen von Atomen in
Molekülen und mehratomigen Ionen
 mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane
Richtung von Redox-Vorgängen unter
Standardbedingungen qualitativ
voraussagen.
 die elektrochemische Stromerzeugung
(Prinzip der Batterie) und die
Elektrolyse erklären.
 die Funktionsweise zweier konkreter
Beispiele gängiger Batterien erklären.
 die Funktionsweise und Bedeutung von
Brennstoffzellen erklären.
5. Lerngebiet: Organische Chemie
5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe
 Besonderheiten der Atomsorte
Kohlenstoff
 Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste
organischer Moleküle
 Stoffklassen und funktionelle Gruppen
 Eigenschaften organischer Stoffe
 die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen
mit der Besonderheit des
Kohlenstoffatoms erklären.
 die ersten zehn Vertreter der
homologen Reihe der unverzweigten
gesättigten Kohlenwasserstoffe (KW)
mit Namen und Formeln aufzählen.
 einige wichtige Stoffklassen mit deren
funtionellen Gruppen, z.B. Alkohole,
Carbonsäuren, ... aufzählen.
 typische Eigenschaften von
organischen Stoffen aufgrund der
Teilchenstruktur erklären, z.B.
Fettlöslichkeit und hohen
Energiegehalt.
Fachlehrpläne | 50
5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe
 Umwandlungen organischer Stoffe  einfache Beispiele von Reaktionen
organischer Stoffe beschreiben.
6. Lerngebiet: Experimentieren
Die folgenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen gelten exemplarisch, falls im GLF ein Halbklassenpraktikum durchgeführt werden kann:
 Kenntnis von Glaswaren und Geräten
 Sicherheit
 Korrekte Handhabung von Chemikalien
 Durchführung und Auswertung von einfachen Experimenten
 die einfachsten Glaswaren und
Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck
 die Warnhinweise zu Gefahrstoffen
 auch mit leicht entzündlichen Stoffen
richtig umgehen.
 ein einfaches Experiment anhand einer
ausformulierten Arbeitsvorschrift
sachgerecht ausführen.
 sorgfältig beobachten und die eigenen
Beobachtungen festhalten.
 aus experimentellen Beobachtungen
selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
Fachlehrpläne | 51
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE. TEIL
CHEMIE
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglic ht zusätzlich zu den Inhalten, die in den
Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie
als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die sog. Life Sciences ein.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf
und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und
Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die
Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissen sausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen
solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und
Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Ve rständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu en t-
Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbe iten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdi sziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit
des lebenslangen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sic h später im Berufsleben selbständig in chemische und biologische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen
Biologie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorienti erung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit i hren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
Fachlehrpläne | 52
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders:
 In Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen
beiziehen
 Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
 Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund
beteiligen
 Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen
 Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Hypothesen formulieren
 Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
 Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Fachlehrpläne | 53
3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE
(Vgl. Lehrplan für das Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Biologie.)
3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
 Korrekter Umgang mit Glaswaren und
Apparaturen
 Sicherheit
 Korrekte Handhabung von Chemikalien
 Sorgfältige Planung, Durchführung und
Auswertung von Experimenten
 Führung eines Laborjournals und Erstellung
von Laborberichten
 Praktische Anwendung und Erweiterung der
im Theorieunterricht behandelten Themen
 die wichtigsten Glaswaren und Laborhilfsmittel
mit ihrem Fachausdruck benennen.
 einfache Apparaturen selber zusammenbauen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren
und entsprechend handeln.
 Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und
sich über das Gefahrenpotenzial der verwendeten Stoffe informieren.
 auch mit leicht entzündlichen oder gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen.
 auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein
chemisches Problem experimentell gelöst werden kann.
 Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden könnte.
 sorgfältig beobachten und die eigenen Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.
 aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
 die eigene praktische Arbeit angemessen protokollieren und daraus einen Laborbericht anferti-
 anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor
anwenden und vertiefen.
Fachlehrpläne | 54
Physikalische Chemie – Quantenchemie
 Welle-Teilchen-Dualismus
 Orbitalmodell
 Hybridisierung
 Mesomerie
 MO-Modell
 Licht und Elektronen als Teilchen- und
Wellenerscheinungen deuten.
 die Bedeutung des Wellenmodells von
Elektronen für die Struktur der
Elektronenhülle erklären.
 die Grundzüge des Orbitalmodells für
Atome erklären.
 die Anwendungsbereiche und Grenzen
des Hybridisierungsmodells kennen und
es an einfachen Beispielen erklären
undanwenden.
 die Anwendungsbereiche und Grenzen
des Modells der Mesomerie an
einfachen Beispielen erklären.
 die Bedeutung der Mesomerie für
organische Farbstoffe erklären.
 die Anwendungsbereiche und Grenzen
des MO-Modells kennen und es an
einfachen Beispielen erklären und
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant
und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lerngebiete und deren
Teilgebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante
Inhalte erreicht werden.
 Anwendungen in der Technik
 Anwendungen im Alltag
 Gesellschaftliche Verantwortung
 komplexe Zusammenhänge zwischen
chemischen Aspekten wie Struktur,
Eigenschaften oder chemischer
Stabilität und technischen
Anforderungen erklären, die für
Anwendungen in der Technik oder im
Alltag relevant sind.
 Nutzen und Gefahren von
Anwendungsfeldern der Chemie in der
Technik oder im Alltag anhand
relevanter Beispiele erklären.
Fachlehrpläne | 55
4. Lerngebiet: Chemie und Umwelt
Das Ausmass und die Bedeutung der Emission und Immission von Stoffen in der Umwelt sind grossen
und raschen Veränderungen unterworfen. Waren beispielsweise vor einigen Jahren die Themen saurer
Regen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie Ozon oder Klimawandel wesentlich dringlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.
 Stoffe in der Umwelt
 Wirkung von Stoffen auf Lebewesen
 Prinzipien der Umweltchemie wie
Entstehung, Ausbreitung und Verhalten
von Stoffen in der Umwelt erklären.
 anhand aktueller Beispiele die Wirkung
von chemischen Stoffen auf Lebewesen
Organische Chemie
 Besonderheiten der Atomsorte
Kohlenstoff
 Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste
organischer Moleküle
 Funktionelle Gruppen
 Struktur funktioneller Gruppen und
Eigenschaften organischer Stoffklassen
 erklären, warum sich Kohlenstoffatome
fast beliebig oft „mit sich selbst“
verbinden können.
 die wichtigsten Vertreter der homologen
Reihe der unverzweigten gesättigten
Kohlenwasserstoffe mit Namen und
Formel angeben.
 Alkane, Alkene, Alkine und Arene
sicher voneinander unterscheiden.
 wichtige funktionelle Gruppen erkennen
und benennen, z.B. Hydroxyl-,
Carbonyl-, Carboxyl- und Amino-
Gruppe.
 anhand geeigneter Beispiele die unterschiedlichen Eigenschaften von
organischen Stoffklassen mit der
unterschiedlichen Struktur der
entsprechenden funktionellen Gruppen
Fachlehrpläne | 56
 Nomenklatur organischer Verbindungen
 Struktur organischer Moleküle und das
Wesen der Isomerie
 Grundkonzept der Reaktionstypen
 Anwendungen
 organische Moleküle systematisch
 zwischen Konstitution, Konfiguration
und Konformation eines organischen
Moleküls unterscheiden.
 die Bedeutung der Isomerie für
Biologie, Medizin und Pharmakologie
 den Sinn der Einteilung organischer
Reaktionen in Reaktionstypen
 wichtige organische Reaktionstypen an
einfachen Beispielen erklären.
 Zusammenhänge zwischen Struktur
und Funktion wichtiger Anwendungen
organischer Stoffe aus Natur und
Technik erklären, z.B. bei Proteinen,
Fetten, Kohlenhydraten, Kunststoffen.
Physikalische Chemie – Spektroskopie
 Prinzipien der Spektroskopie  das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. der NMR-, IR-
UV/Vis- und der Massenspektroskopie
 Spektren einfacher Moleküle
interpretieren, z.B. im Hinblick auf
deren Strukturaufklärung.
Fachlehrpläne | 57
3.3 GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN
Lerngebiet: B1. Ökologie / C4. Chemie und Umwelt
 Gewässerökologie (optional)
 Bodenanalyse (optional)
 Qualitative und quantitative Analytik
 Vitamine und Spurenelemente (optional)
 die chemische und biologische Gewässergüte bestimmen sowie die gesammelten
Daten erheben, auswerten, darstellen und
 mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoffe (wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.
 die Funktion einer Abwasserreinigungsanlage erklären.
 den Aufbau und die Funktion von Böden
 Boden aufgrund biologischer Methoden
(Bestimmung von Bodenorganismen, Katalase-Versuch) und chemischer Methoden
(wie z.B. Nitratnachweis) analysieren.
 Standardmethoden zur qualitativen und
quantitativen Analyse von biologisch relevanten Stoffen anwenden und deren Chemismus verstehen.
 Blutwerte interpretieren (z.B. Hämoglobin,
Blutzucker in Abhängigkeit verschiedener
Kohlenhydratquellen, Messwerte des
Laktats in Abhängigkeit unterschiedlicher
Leistung).
 exemplarisch einzelne Stoffgruppen in verschiedenen Nahrungsmitteln nachweisen
(z.B. versteckte Fette oder Zucker, Proteine).
 Enzymaktivität messen.
 Experimente zur Enzymaktivität planen.
 Vorkommen und Bedeutung der Vitamine
und Spurenelemente erfassen.
 Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen
(z.B. Vitamin-C-Gehalt).
 Eigenschaften von Vitaminen und Spurenelementen untersuchen (z.B. Löslichkeit,
Hitze- und Lichtempfindlichkeit, antioxidative Wirkung).
Fachlehrpläne | 58
Lerngebiet: B3.1 Makromoleküle / B3.2 Gentechnik / C2.2 Biochemie
 Biochemisch relevante Stoffe
 Aufbau und Biosynthese von Proteinen
 Molekularbiologie und Gentechnik
 strukturelle und energetische Aspekte der
für den menschlichen Körper biochemisch
relevanten Stoffe erläutern (z.B. Zucker,
Fette, Proteine).
 Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen im Stoffwechsel des Menschen
beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette,
Proteine, DNA und Porphyrine).
 die Funktion von biochemisch relevanten
Stoffen der zugehörigen Struktur derselben
 Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen
 Eigenschaften der Aminosäuren anhand
der zugehörigen Seitenkette einschätzen.
 in der Raumstruktur eines Proteins primäre,
sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.
 die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklären.
 den Weg vom Gen zum funktionsfähigen
Protein in seiner räumlichen Struktur erklä-
 die Mechanismen der Proteinfaltung in der
Zelle erläutern (u.a. Chaperone). (optional)
 die Auswirkung einer Mutation auf die
Funktionstüchtigkeit eines Enzyms erkennen. (optional)
 aus Proben (z.B. Lebensmitteln) DNA extrahieren.
 mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion-
(PCR)-Geräts gewünschte DNA-
Sequenzen amplifizieren (optional)
 die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern und diese zur Analytik oder
Herstellung gewünschter DNA-Fragmente
verwenden. (optional)
 eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät auftragen und das Resultat
korrekt auswerten.
 biotechnologisch hergestellte Proteine aus
Fachlehrpläne | 59
Bakterien gewinnen und aufreinigen. (opti-
 die Vor- und Nachteile von verschiedenen
Modellorganismen aufzeigen.
 exemplarisch an einem Modellorganismus
gentechnische Experimente durchführen.
Lerngebiet: B2.2 Anabole und katabole Prozesse / C2.5 Pharmakologie
 Wirkungsweise von Antibiotika (optional)
 Herstellung von Antibiotika
 die Wirkungsweise von Antibiotika erklären, modellieren
und überprüfen.
 die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb
der Sulfonamid-Einsatz für den Menschen unschädlich
 ein Antibiotikum im Labor synthetisieren.
Fachlehrpläne | 60
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH CHEMIE
Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im
Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle
zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden.
Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns
sein.
Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische
Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie, weitere Naturwissenschaften oder
Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei.
Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders:
 In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen
beiziehen
 Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen
 Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden
 Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen
 Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer
recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabe llenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben
oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Fachlehrpläne | 61
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
1.1 Durchführung von Experimenten
1.2 Sicherheit
1.3 Auswertung von Experimenten
 Experimente sachgerecht durchführen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren
und entsprechend handeln.
 die eigene praktische Arbeit richtig protokollie-
2.1 Physikalische Chemie
(z.B. spektroskopische Verfahren,
Grenzflächen, Kalorimetrie)  über Grundkenntnisse der physikalischen
Chemie referieren.
 die Bedeutung ausgewählter Themen für
das Verständnis natürlicher Phänomene
2.2 Anorganische Chemie
(z.B. Komplexe, Leitfähigkeit von Lösungen, Mineralien, Erze, Gewinnung von Metallen)  vertiefte Zusammenhänge ausgewählter
Bereiche der anorganischen Chemie
 über einige ausgewählte Beispiele von
anorganischen Reaktionen in ihrer
täglichen Umgebung Auskunkt geben.
 die Verbindung zu Vorgängen in Natur und
Technik herstellen.
2.3 Organische Chemie
(z.B. ausgewählte Reaktionsmechanismen, metallorganische Verbindungen, Chiralität)  vertiefte fachliche Kenntnisse der
organischen Chemie referieren.
 die Bedeutung der organischen Chemie für
Biologie und Pharmazie erläutern.
Fachlehrpläne | 62
2.4 Toxikologie/Pharmakologie
(z.B. Pharmakokinetik, Wirkung, Nebenwirkung
und therapeutische Breite, Toxizität von Schwermetallen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder
anderen Stoffgruppen)
 die Grundlagen der Toxikologie /
Pharmakologie erklären.
 anhand aktueller Beispiele vertiefte
Zusammenhänge zwischen Physiologie,
Anatomie, Chemie und Toxikologie
2.5 Analytische Chemie
(z.B. Instrumentalanalyse wie UV-, IR-, NMR-
Spektrometrie, quantitative Analyse mittels Redox-
Titration)
 das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/Vis- und
Massenspektroskopie erklären.
 Spektren einfacher Moleküle interpretieren,
z.B. im Hinblick auf deren
Strukturaufklärung.
2.6 Umweltchemie
(z.B. Verhalten von ausgewählten Chemikalien
in Boden, Wasser und Luft, Anreicherung von
Schadstoffen in der Nahrungskette,
Abgasreinigung)
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Prinzipien der Umweltchemie wie
Entstehung, Ausbreitung und Verhalten
von Stoffen in der Umwelt erklären.
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Wirkung von chemischen Stoffen auf
Lebewesen erklären.
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant
und soll deshalb in der Unterrichtsgestaltung eine Rolle spielen, damit inhaltlich aktuelle Lerngebiete und
Teillerngebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante
Inhalte erreicht werden.
3.1 Anwendungen in der Technik
(z.B. Brennstoffzelle, Halbleiter)
3.2 Anwendungen im Alltag
(z.B. Textilfärbung, Kunstfasern)
 Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und ver-
 Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und
Anforderungen für den Alltag oder die
Technik erkennen.
Fachlehrpläne | 63
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH DEUTSCH
Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders:
 Reflexive Fähigkeiten
- Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen
- Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen
- Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
- Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten
 Sozialkompetenz
- Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten
- In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
- Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen
 Sprachkompetenz
- Sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren
- Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben
- Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen
- Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
 Interessen
- Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen
- Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen
- Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen
- Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb
 IKT-Kompetenzen
- Effizient recherchieren
- Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
- Sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren
Fachlehrpläne | 64
(3) Querverbindungen zu anderen Fächer
- Wissenschaftssprache > alle Fächer: Grundregeln wissenschaftlichen Schreibens vermitteln, insbesondere die fachlichen Besonderheiten, und auf deren Einhaltung achten
- Textverständnis > alle Fächer: möglichst viele wissenschaftliche Fachtexte lesen
- Thesenbildung > Naturwissenschaften: Thesenbildung üben
- Sprachrichtigkeit > alle Fächer: auf korrekten Sprachgebrauch achten und Einhaltung der
Regeln belohnen
- Standardsprache > alle Fächer: Unterricht konsequent in Standardsprache abhalten (auch
in Gruppenarbeiten, Einzelgesprächen usw.)
- Medientheorie > Wirtschaft und Recht: rechtliche Unsicherheiten klären (z.B. Urheberrecht)
- Präsentationstechnik > alle Fächer: Grundanforderungen der Präsentationstechnik anwenden, > Informatik: Themen für Präsentationen mit einzelnen Fächern vereinbaren
(4) Basale fachliche Kompetenzen
- Alle basalen fachlichen Kompetenzen sind mit der Abkürzung (bfK) gesondert gekennzeichnet.
Fachlehrpläne | 65
 Epik
 Lesehaltung
 Lesetechnik
 Erzähltheorie
 Sachtexte
 epische Ausdrucksformen bestimmen.
 die eigene Lesehaltung bewusst wählen
(Identifikation, Information, Unterhaltung,
Analyse).
 Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen. (bfK)
 Lesetechniken unterscheiden sowie
situations- und textsortengerecht für
fiktionale und Sachtexte einsetzen. (bfK)
 Grundbegriffe der Erzähltheorie anwenden.
 ein Bewusstsein für den Nutzen und die
Leistung von Fachterminologie im
Allgemeinen entwickeln. (bfK)
 Texte verstehen und einfache
Interpretationsverfahren umsetzen. (bfK)
 einfache Sachtexte verstehen. (bfK)
 Sachtextsorten
 Literarische Textsorten
 Schreibplanung
 Inspirationstechniken
 Nachschlagewerke
 einfache fürs Gymnasium relevante
Textsorten (z.B. Mitschrift, Exzerpt)
unterscheiden und umsetzen. (bfK)
 überzeugend argumentieren. (bfK)
 kurze erzählende Texte (z.B. Kurzgeschichte) verfassen.
 das eigene Schreiben als strukturierten
Prozess organisieren. (bfK)
 die eigene Kreativität durch
Inspirationstechniken gezielt erweitern.
 analoge und digitale Wörterbücher bzw.
Informationsmedien sinnvoll nutzen.
Fachlehrpläne | 66
3. Lerngebiet: Hören und Sprechen
 Zuhören
 Stellungnahme
 Diskussion
 Präsentieren
 Feedback
 aktiv und kritisch zuhören. (bfK)
 mündlicher Rede folgen und das Gesagte
knapp wiedergeben. (bfK)
 sich deutlich artikulieren. (bfK)
 sich frei, flüssig und angemessen in
Standarddeutsch ausdrücken. (bfK)
 einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten.
 sich differenziert und lösungsorientiert in
eine Diskussion einbringen.
 komplexe Sachverhalte
adressatengerecht aufbereiten und
attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B.
Referat, Rede, Statement). (bfK)
 eine konstruktive, auf Kriterien basierende
Rückmeldung geben.
 Grammatik
 Medientheorie
 die grundlegenden Regeln in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik
korrekt anwenden. (bfK)
 die eigene Sprach- und Medienbiografie
Fachlehrpläne | 67
 Dramatik
 Lyrik
 Literarizität
 Literatur und Medien
 Sachtexte
 dramatische Ausdrucksformen bestimmen
(antikes, klassisches, modernes Theater)
und Grundbegriffe der Dramatik erläutern.
 lyrische Ausdrucksformen bestimmen sowie
Grundbegriffe der Lyrik erläutern.
 sprachliche Verdichtung lyrischer Texte analysieren und ihre Wirkung beurteilen.
 komplexere Interpretationsverfahren umsetzen. (bfK)
 Literatur als Konstrukt mit bestimmten Wirkungsabsichten erkennen.
 Bezüge zwischen literarischen Texten und
ihren medialen Adaptionen herausarbeiten.
 anspruchsvolle Sachtexte verstehen. (bfK)
 Verfahren zur stufenweisen Erschliessung
anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht
anwenden. (bfK)
 den Standpunkt eines Verfassers erkennen
und die beabsichtigte Wirkung eines Textes
einschätzen. (bfK)
 den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben. (bfK)
 die Argumentationsstruktur von Sachtexten
analysieren. (bfK)
 Sachtextsorten
 Argumentierende Textsorten
 Literarische Textsorten
 Schreibplanung
 Schreibprozess
 komplexere fürs Gymnasium relevante
Textsorten (z.B. Rezension, Abstract)
unterscheiden und umsetzen. (bfK)
 einen Sachverhalt schriftlich erörtern.
 literarische Texte umschreiben, parodieren, adaptieren (z.B. Theaterszene).
 eigene wie fremde Texte schrittweise
überarbeiten.
 den Computer und digitale Hilfsmittel für
das Schreiben nutzen.
Fachlehrpläne | 68
3. Lerngebiet: Hören und Sprechen
 Zuhören
 Argumentieren
 Debatte
 Vorlesen
 mündlicher Rede (auch längeren
Beiträgen) folgen und zum Gesagten
knapp Stellung nehmen. (bfK)
 die Hauptaussagen und Hauptargumente
identifizieren und verstehen. (bfK)
 differenziert argumentieren und fremde
wie eigene Argumente analysieren. (bfK)
 Streitgespräche sachorientiert gestalten.
 literarische sowie Sachtexte gestaltend
und publikumsorientiert vorlesen.
 Grammatik
 Sprachwissenschaft
 grammatische Probleme am Einzelfall
reflektieren und bewältigen. (bfK)
 exemplarische sprachwissenschaftliche
Probleme (z.B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie) erörtern.
Fachlehrpläne | 69
 Literaturgeschichte
 Medientexte
 literarische Epochen ab der Aufklärung in
ihren Grundzügen charakterisieren und Texte literaturgeschichtlich einordnen.
 ein literarisches Werk mit Hilfe von Thesen
deuten. (bfK)
 journalistische Texte erarbeiten und kritisch
hinterfragen. (bfK)
 Wissenschaftssprache
 Argumentierendes Schreiben
 Journalistische Textsorten
 Literarische Textsorten
 Schreibplanung
 einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden. (bfK)
 zu einem Sachverhalt wertend Stellung
nehmen (z.B. Rezension, Kommentar).
 journalistische Textsorten charakterisieren
 einen Poetry-Slam-Beitrag oder eine Rede
 das eigene Schreiben stilistisch variieren
und rhetorische Figuren gezielt einsetzen.
3. Lerngebiet: Hören und Sprechen
 Kommunikationstheorie
 Vortragen
 Rhetorik
 Kommunikationsprozesse analysieren und
 einen Poetry-Slam-Text vortragen oder eine Rede halten.
 rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt einsetzen.
Fachlehrpläne | 70
 Spachwissenschaft
 Medientheorie
 exemplarische sprachwissenschaftliche
Probleme (z.B. Spracherwerb, Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimensionen der Sprachverwendung) erörtern.
 die Phänomene und Erscheinungsformen
der Medienlandschaft verstehen. (bfK)
 die Vielfalt analoger und digitaler Medien
begreifen. (bfK)
Fachlehrpläne | 71
 Literaturgeschichte
 Wertung
 Literatur und Gesellschaft
 Essayistik
 literarische Epochen bis zur Gegenwart in
ihren Grundzügen charakterisieren und Texte literaturgeschichtlich einordnen.
 ein literarisches Werk selbständig erarbeiten und interpretieren sowie den Leseprozess reflektieren. (bfK)
 ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text abgeben.
 literarische Texte als Beitrag zu aktuellen
gesellschaftlichen Debatten wahrnehmen.
 die Struktur eines Essays analysieren.
 Wissenschaftssprache
 Argumentierendes Schreiben
 Textsorten für Studium und Beruf
 Schreibplanung
 komplexere Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden.
 einen Essay verfassen.
 für Studium und Beruf relevante Textsorten (z.B. Bewerbungsschreiben) charakterisieren und umsetzen. (bfK)
 das eigene Schreiben reflektieren.
Fachlehrpläne | 72
3. Lerngebiet: Hören und Sprechen
 Kommunikation
 Prüfungsgespräch
 Vorstellungsgespräch
 konkrete Kommunikationsprozesse analysieren (z.B. Sprache als Macht- und
Manipulationsmittel). (bfK)
 ein Prüfungsgespräch kompetent und
fachsprachlich adäquat gestalten.
 sich in einem Vorstellungsgespräch
überzeugend präsentieren.
 Sprachphilosophie
 Sprachwissenschaft
 Medientheorie
 Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit kritisch reflektieren.
 Wandel und Kontinuität der Sprache an
ausgewählten Beispielen erläutern.
 sich kompetent in der Medienlandschaft
bewegen.
 Unterschiede der Informationen und der
Kommunikation in verschiedenen Medien
erkennen und reflektieren. (bfK)
 die Nutzung und Wirkung analoger und
digitaler Medien kritisch hinterfragen. (bfK)
Fachlehrpläne | 73
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ENGLISCH
Vgl. Kantonaler Lehrplanteil.
Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.).
 Kontinuierlich die eigene Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
 Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
 Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Weltansichten, Überzeugungen und Interessen
nutzen
 Sich in einem fremdsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständig ung einsetzen
 Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen En glisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen
 situativ angemessene Ausdrucksformen anwenden
 Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
 Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
 sprachrelevante Lehrmittel gezielt einsetzten (z.B. Wörterbuch, Thesaurus etc.)
 Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
 verschiedene Medien adäquat einsetzten (z.B. Recherche, Vorträge, Wörter etc.)
 Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt
 Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
Fachlehrpläne | 74
Wir haben das Programm für die vier Jahre Grundlagenfach Deutsch mit dem Aufbau in den anderen
Fächern verglichen und dabei festgestellt, dass die folgenden Lerngebiete parallel in den Fächern
Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch vermittelt werden können:
• Literaturwissenschaftliche Fachbegriffe
• Textsorten
• Literaturgeschichte: Epocheneinteilung
Fachlehrpläne | 75
Niveau: A2 – B1
 Grammatik der Bezirksschule (Wiederholung):
(Snapshot starter/pre-intermediate,
Pearson/Longman, demnächst neu
Top Deck 2, Macmillan)
- Verb Tenses
- Passives
- Modals
- Going to / will future
- Irregular Verbs
- Question Tags etc.
 Grammatik der intermediate Stufe* (Vertiefung und Erweiterung):
- Present Perfect Simple/Continuous
- Past Perfect Simple/Continuous
- Introductory Verbs for Reported
Speech/Indirect Questions
- Relative clauses etc.
* Die Reihenfolge der Themen der Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in Abhängigkeit des Lehrmittels
Beispiele für Lehrmittel: English in Mind 4
(Cambridge), New Headway Intermediate/Upper-Intermediate (Oxford), New English
File Intermediate/Upper-Intermediate (Oxford)
 Wortschatz des Lehrmittels, evt. eines
Grund- und Aufbauwortschatzes (z.B.
Klett)
 Phonetik
 der Lernstufe entsprechend grammatikalische
Strukturen erkennen und anwenden.
 grundlegende Strukturen und Regeln verste-
 ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern.
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benutzen (gedruckt und online).
 die phonetische Schrift als Instrument für die
genaue Aussprache nutzen.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen
Englisch und anderen Schulsprachen erkennen (z.B. Reported Speech/le discours indirect, Internationalismen, Lehnwörter)
Fachlehrpläne | 76
 Hören  stufengerechte Hörtexte im Rahmen des
Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte).
 die Hauptpunkte von einfachen/mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen, insbesondere wenn diese durch
Bilder, Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt werden.
 Sprechen  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
und Strukturen korrekt anwenden.
 sich mit weitgehend korrekter Aussprache
 sich in den meisten häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen
sprachlichen Mitteln verständigen.
 sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen.
 eine geübte Präsentation eines vertrauten
Themas machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).
 Lesen  einfache/mittelschwere Texte (meistens
im Rahmen des Lehrmittels oder einfache
literarische Werke) verstehen, in eigenen
Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.
 verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. predicting
content, reading for gist, summarizing).
 Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
und Strukturen korrekt anwenden.
 einfache kürzere Texte schreiben (z.B.
persönlicher Brief, kurze Mitteilung, kurze
Zusammenfassung, Kommentar).
Fachlehrpläne | 77
 Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (Jugendliteratur, short novels,
short plays, z.B.
- Harold and Maude (C. Higgins)
- The Curious Incident of the Dog in the
Night-Time (M. Haddon)
- Tenderness (R. Cormier))
 Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse
 einfache/mittelschwere Originaltexte lesen
und verstehen.
 relevante Aspekte eines Werks zusammenfassen und kommentieren.
 Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B.
plot, character, setting etc.) verstehen und
 Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte
 einfache/mittelschwere Beiträge (Text,
Tondokument, Film) über gesellschaftliche
Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern (z.B.
Festivals, Traditions, School systems).
 über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen sprechen.
Fachlehrpläne | 78
Niveau: B1
 Grammatik der intermediate/upperintermediate Stufe* (Vertiefung und Erweiterung):
- Conditionals/Mixed Conditionals
- Reported Speech
- Phrasal Verbs
- Verb patterns (gerund/infinitive)
* Die Reihenfolge der Themen der Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in Abhängigkeit des Lehrmittels
 Wortschatz (Erweiterung)
 stufengerechte grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen.
 lexikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns, Word Formation) erkennen und ihre
Erkenntnisse anwenden.
 ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes
steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal
Verbs).
 bei Schreibanlässen das Wörterbuch gezielt einsetzen.
 Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch
und anderen Schulsprachen erkennen
(z.B. Conditional Clauses/la proposition
conditionnelle)
 Hören  mittelschwere bis anspruchsvolle Hörbeiträge des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.
 die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörtexte verstehen, wenn Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird (z.B. Nachrichtensendungen für Sprachlernende, Songs, Ausschnitte aus TV-Shows).
Fachlehrpläne | 79
 Sprechen  relativ fliessend frei sprechen
 die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
 sich in Alltagssituationen ohne grössere
Probleme verständigen
 sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen
 ein selbst gewähltes, vertrautes Thema
präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und weitgehend führen
 Lesen  mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre
Meinung dazu äussern
 einfache authentische Sachtexte und längere einfache literarische Werke erschliessen
 Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
 unterschiedliche kürzere Textsorten
schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche
Stellungnahmen)
 Interpretation stufengerechter Originalliteratur (z.B. Short Novels, 3-Act Plays)
- Of Mice and Men (J. Steinbeck)
- Lies of Silence (B. Moore)
- Animal Farm (G. Orwell)
 Vertiefung der Literaturanalyse
 mittelschwere Originaltexte lesen und ver-
 weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B.
point of view, theme, motif etc.) verstehen
 stilistische Mittel erkennen.
 Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte
 Eigenheiten anderer Kulturen anhand
englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benennen
(z.B. No Turning Back, Tsotsie und Post-
Apartheid, South Africa).
 ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang
mit ‚Andersartigkeit’ pflegen.
Fachlehrpläne | 80
Niveau: B1 – B2
 Grammatikthemen der upperintermediate/advanced Stufe
 Wortschatz
 Sprachreflexion
 anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden (z.B. Inversion, have sth done etc).
 ihren Wortschatz selbständig thematisch
erweitern und anwenden.
 verschiedene Quellen sinnvoll zur Wortschatzarbeit einsetzen.
 verschiedene sprachliche Register unterscheiden (z.B. Verwendung des Passivs
in formellen Briefen, Gebrauch Phrasal
Verbs).
 sich zur Wirkung der englischen Sprache
(z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische
Reden) äussern.
 Vergleiche zwischen Englisch und anderen Schulsprachen herstellen.
 Hören  zentrale Punkte authentischer Redebeiträge und Vorträge verstehen, wenn das
Thema vertraut ist.
 die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten wie Vorlesungen,
Reden, TV-Beiträge zu weniger vertrauten
Themen weitgehend verstehen.
 Sprechen  relativ fliessend sprechen.
 die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
und Strukturen korrekt anwenden.
 sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen.
 ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und
überzeugend präsentieren.
 beim Vortragen die eigene Argumentation
auf die Zuhörer abstimmen, auf Rückfra-
Fachlehrpläne | 81
gen adäquat reagieren und die eigene
Meinung auf einfache, aber schlüssige Art
 Lesen  aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien (wie Hauptargumente) analysieren und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen,
Interviews).
 verschiedene Quellen auswerten und Ergebnisse darstellen (z.B. Tabelle, Mind-
Map, Vortrag).
 Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
und Strukturen korrekt anwenden.
 stärker strukturierte Textsorten produzieren (z.B. Bericht, Rezension, formeller
Brief, Leserbrief).
 klar aufgebaute, längere Texte schreiben
(z. B. five-paragraph essay).
 Interpretation stufengerechter Originalliteratur (wenn möglich aus verschiedenen
Epochen), z.B.
- A Streetcar Named Desire (T. Williams)
- The Importance of Being Earnest (O.
Wilde)
oder thematischer Literatur, z.B.:
- Postcolonial Literature
- Indian Literature
- Contemporary Short Stories
- Science Fiction
 Weitgehend eigenständige Literaturanalyse
 sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt
auseinandersetzen und einen Bezug zu
ihrer eigenen Welt herstellen.
 mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben
über Handlungsstruktur, Hauptthemen
und Beziehungen der Personen.
 mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken, wie z.B. Perspektivenwechsel
oder innere Monologe, erkennen und in ihrer Funktion verstehen.
 In Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten.
 Literatur im Kontext  Literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen lesen und
 Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. 19th century novels und
ihre Filmadaptionen).
Fachlehrpläne | 82
 Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte
 gesellschaftliche Aspekte verstehen,
kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen.
 englischsprachige Sachbeiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen
und historischen Kontext verstehen und
kritisch reflektieren (z.B. US elections, current affairs, global issues).
Fachlehrpläne | 83
Niveau: B2 – C1
 Grammatikthemen der advanced Stufe
 Wortschatz
 Sprachreflexion
 Kenntnisse der englischen Grammatik vertiefen und anwenden.
 einen breiten Wortschatz differenziert und
situationsgerecht aktiv anwenden.
 lexikalische Strukturen erkennen und ihre
Erkenntnisse anwenden.
 selbständig ihren Wortschatz erweitern.
 die Wirkung der englischen Sprache in
Texten und mündlichen Beiträgen reflektieren (z.B. Register, Stylistics).
 Querverbindungen zu anderen Sprachen
herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen.
 Hören (Authentische Hörtexte
mit/ohne Bildunterstützung)
 längeren authentischen Redebeiträgen
folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge
nicht explizit ausgedrückt sind.
 ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen.
 Hörtexte mit markanten, regional oder sozial bedingten Abweichungen von der
Standardsprache grob einordnen und in
den Hauptpunkten verstehen (z.B. African
American Vernacular English, Australian
English, Slang).
Fachlehrpläne | 84
 Sprechen  sich ohne grössere Probleme fliessend
und der Situation entsprechend relativ stilsicher ausdrücken.
 eine breite Palette an Redemitteln klar
und ohne sich stark einzuschränken ein-
 ein Thema mit hohem Informationsgehalt
klar strukturiert präsentieren und Fragen
dazu kompetent beantworten.
 in Gruppen Diskussionen selbständig planen und durchführen (z.B. zu aktuellen
kontroversen Themen).
 ihre Gedanken und Meinungen präzise
ausdrücken und in Diskussionen eigene
Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen.
 Lesen  authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen, wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten, ohne
grössere Schwierigkeiten verstehen und
 anspruchsvolle Sach- und literarische
Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich
kritisch damit auseinandersetzen.
 Schreiben  umfangreiche syntaktische Strukturen und
ein breites Vokabular anwenden (unter
Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel).
 Stilmittel und Register anwenden.
 sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken.
 überzeugend argumentieren.
 Informationen aus verschiedenen Quellen
verarbeiten, um sie in klar strukturierter,
kohärenter Form darzustellen.
 unterschiedliche längere Textsorten
schreiben, z.B. five-paragraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionale
Texte.
Fachlehrpläne | 85
 Interpretation stufengerechter Originaltexte (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen, z.B.
- Macbeth (W. Shakespeare)
- Frankenstein (M. Shelley)
oder thematischer Literatur, z.B.
- African American Literature
- 19th century novels
- Romantic Poetry
 Eigenständige Literaturanalyse
 anspruchsvolle literarische Originaltexte
analysieren, interpretieren und in ihren
Kontext stellen (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln).
 vielschichtige Texte verstehen.
 in einem literarischen Text verschiedene
bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen,
benennen und beschreiben.
 zwischen der fiktionalen und der eigenen
Welt Bezüge schaffen.
 selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbei-
 Literatur im Kontext  Literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen (vom 16.
Jahrhundert bis zur Gegenwart) lesen und
 Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. Merkmale romantischer
Lyrik).
 Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte
 gesellschaftliche Grundstrukturen und
Wertvorstellungen ausgewählter Länder
des englischsprachigen Kulturraums, auch
im Vergleich, verstehen.
 authentische englischsprachige Beiträge
(Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen
und kritisch reflektieren.
 sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der
englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre
Kompetenz zur Selbstreflexion fördern
(z.B. current affairs, native populations,
colonialism).
Fachlehrpläne | 86
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH FRANZÖSISCH
Der Französischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismitte l,
Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persö nlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache
und Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Französischunterricht vermittelt mehr als die vier
Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schüleri nnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen
Auseinandersetzung mit literarischen respektive nichtliterarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrgangs verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen
französischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die
Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der
Landesgrenzen. Französisch ist die zweite Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet
der Französischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen
Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die fra nzösischsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften französischsprachigen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein
angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Frankreichs und der historisch bedeuts amen Rolle des Französischen als europäische Kultursprache. Somit trägt der Französischunterricht
zur allgemeinen Studierfähigkeit bei.
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Das eigene Lernen planen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
 Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
 Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern
 Ein Sprachbewusstsein entwickeln
 Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
 Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
Fachlehrpläne | 87
 Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
 Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
 Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
Fachlehrpläne | 88
Niveau; A2 – B1
 Repetition und Vertiefung der bereits
erworbenen morphologischen und
syntaktischen Grundstrukturen, z.B.
Verben, Zeiten (présent, passé
composé, imparfait, futur composé),
Satzbau (la place des adjectifs),
Wortarten (adjectif/adverbe)
 Erwerb neuer Zeiten (plus-que-parfait,
futur simple)
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.
 neu erlernte Grundstrukturen bilden und
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 themen- und textbezogener
Grundwortschatz
 Wortfamilien
 den bereits erworbenen Wortschatz anwen-
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-
 2000 Wörter (A2) anwenden.
 Soziolinguistische Normen, z.B.
Diskursanalyse,
Konversationsanalyse
 sprachspezifische Eigenheiten der
französischen Sprache erkennen und
damit umgehen.
 relevante Gemeinsamkeiten und
Unterschiede zwischen Mutter- und
Zielsprache und anderen Fremdsprachen
 einfache Sätze aus ihrer Muttersprache
ins Französische übersetzen.
Fachlehrpläne | 89
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Deutlich und relativ langsam
gesprochene einfache Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B.
Alltagsgespräche, Diskussionen,
didaktisierte Hörverständnisübungen,
didaktisierte Fernseh- und
Radiosendungen, Film, Podcasts
 einfache, klar aufgebaute
 die Hauptpunkte eines Redebeitrags ver-
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Redebeiträge mit einem weitgehend
bekannten Wortschatz und weitgehend
bekannten Strukturen
 Rollenspiele
 Diskussionen
 Präsentationen, Kurzreferate
 Phonetik
 sich spontan und verständlich ausdrücken.
 in Rollenspielen sprechen.
 an Diskussionen teilnehmen und ihre
Meinung ausdrücken.
 eine erste strukturierte Präsentation hal-
 am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
 weitgehend korrekt vorlesen.
 Regeln der französischen Aussprache
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Einfache literarische und andere
Originaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre,
einfache Medientexte
 Lesestrategien
 Texte verstehen und global
 die explizite Struktur eines Textes
 Unverstandenes durch den Kontext
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Einfache Texte zu bekannten Themen
 Verschiedene Textsorten, z.B.
Kommentar, Interview, innerer
Monolog, Dialoge
 kurze, kohärente Texte schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.
Fachlehrpläne | 90
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Handlungsebene eines literarischen
Textes
 Themenanalyse
 die Figuren, ihre Handlungen und ihre
Beziehungen untereinander
beschreiben und erklären.
 die Entwicklung der Figuren und der
Handlung beschreiben.
 die Themen erkennen und beschreiben.
Grobinhalte: Littérature et Civilisation Fachliche Kompetenzen
 Einfache literarische Texte aus dem 20.
und 21. Jahrhundert
 Situierung des Text in den historischen,
kulturellen und politischen Kontext
 Einfache Themen aus der Gesellschaft
und Kultur der Romandie und
Frankreichs
 vom literarischen Text ausgehend einen
Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit
 den für das Textverständnis
erforderlichen historischen Kontext mit
eigenen Worten wiedergeben.
 ausgewählte Themen erarbeiten und
mit eigenen Worten wiedergeben.
 einfache Chansons, Filme,
Medientexte, Beiträge aus Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots,
Musikclips verstehen und analysieren.
Fachlehrpläne | 91
Niveau: B1
 Weiterführende morphologische und
syntaktische Strukturen, z.B. Zeiten
und Modi (subjonctif, conditionnel),
Wortarten, Satzbau (proposition
conditionnelle), Äusserungsarten
(discours indirect)
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen korrekt anwen-
 neu erlernte Strukturen bilden und anwen-
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Themen- und textbezogener
Grundwortschatz
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 den bereits erworbenen Wortschatz sicher
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen.
Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-
 mithilfe von Synonymen und Antonymen
den Wortschatz erweitern und verfeinern.
 Einführung in den Gebrauch von
Hilfsmitteln
 Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.
 semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien etc.) zur Festigung und
Erweiterung ihren Wortschatzes entwickeln
und einsetzen.
 anspruchsvollere Sätze aus ihrer Muttersprache ins Französische übersetzen.
Fachlehrpläne | 92
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Deutlich gesprochene authentische
Redebeiträge und Sprechsituationen
in Standardsprache, z.B.
Alltagsgespräche, Diskussionen,
Hörverständnisübungen, Fernseh-
und Radiosendungen, Film, Podcasts
 Klar aufgebaute Präsentationen
 einen Redebeitrag weitgehend
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Redebeiträge mit weitgehend
bekanntem Wortschatz und
weitgehend bekannten Strukturen
 Rollenspiele
 Diskussionen
 Präsentationen
 sich spontan und zusammenhängend
 in anspruchsvolleren und komplexen
Rollenspielen sprechen.
 an Diskussionen teilnehmen und ihre
Meinung verständlich ausdrücken.
 Referate zu Themen mittleren
Schwierigkeitsgrades halten.
 am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Literarische und andere Originaltexte
einfachen bis mittleren
Schwierigkeitsgrades
 Lesestrategien
 Texte sinnvoll zusammenfassen.
 die Struktur eines Textes erkennen
 Unverstandenes durch den Kontext
 längere Lesepensen bewältigen.
 weitgehend korrekt und fliessend
vorlesen.
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Texte mit bekanntem Wortschatz und
bekannten Strukturen
 Verschiedene Textsorten, z.B.
Stellungnahme, Kommentar, Journal,
Brief, innerer Monolog, Dialog, cahier
de lecture
 Einfache Schreibstrategien
 Texte verständlich und kohärent
 Texte strukturieren.
 schreibend kommunizieren.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.

Fachlehrpläne | 93
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Handlungsebene eines literarischen
Textes
 Erste Grundbegriffe der
Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler,
narrative Struktur
 Themenanalyse
 die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern
 Figuren und ihre Beziehungen
untereinander analysieren und ihre
Handlungsmotive und deren
Konsequenzen auf die Handlung
 den Erzähler erkennen.
 die Themen erkennen und beschreiben.
 einen literarischen Text selbständig
oder in Gruppen lesen.
Grobinhalte: Littérature et Civilisation Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte aus dem 20.
und 21. Jahrhundert von einfachem bis
mittlerem Schwierigkeitsgrad
 Elementare literaturgeschichtliche
Kenntnisse
 Themen aus der Gesellschaft und
Kultur der Romandie, Frankreichs und
der Francophonie, z.B. die
Lebenswirklichkeit
französischsprachiger Menschen,
Themen wie Familie und Jugend,
Schule und Beruf, Maghreb
 Filme, Chansons, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots,
Musikclips
 vom literarischen Text ausgehend einen
Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit
 elementare Informationen zum Kontext
des gelesenen Textes mit eigenen
Worten wiedergeben und dazu Stellung
 ausgewählte Aspekte der
Kultur in eigenen Worten beschreiben
und dazu Stellung nehmen.
Fachlehrpläne | 94
Niveau: B1 – B2
 Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen, z.B.
Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen
und compléments du verbe, Passiv,
gérondif, concordance des temps
 neu erlernte komplexere Strukturen
bilden und anwenden.
 die bereits erworbenen
morphologischen und syntaktischen
Strukturen sicher anwenden.
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Themen- und textbezogener Grund-
und Aufbauwortschatz
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 nebst ihrem Grundwortschatz einen
erweiterten Wortschatz zu
ausgewählten Bereichen anwenden
und diesen selbständig festigen.
 mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen und selber
Wörter bilden.
 den Wortschatz permanent verfeinern.
 Verschiedene Sprachregister, z.B.
français familier, l’argot, le langage
des jeunes
 Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und
 Verwendung von Hilfsmitteln
 Stil und Register
 Fehler in ihren Sprachstrukturen
erkennen und verbessern.
 verschiedene Sprachregister
 Bezüge zu anderen Sprachen
 sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.
 verschiedene Sprachebenen identifizie-
 komplexe Sätze aus ihrer
Muttersprache ins Französische
übersetzen.
Fachlehrpläne | 95
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Authentische, längere Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Film,
Nachrichten, Reportagen,
Diskussionen, Fernseh- und
Radiosendungen, Podcasts
 Längere Präsentationen in
Standardsprache
 Verstehensstrategien, z.B.
Rückfragen, Verknüpfung mit
Bekanntem
 authentische Redebeiträge in der
Standardsprache weitgehend
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
 Verstehensstrategien anwenden.
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Redebeiträge zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen
 Diskussionen
 Präsentationen
 sich spontan, zusammenhängend und
fliessend ausdrücken.
 sich kritisch äussern und ihre
Meinung vertreten.
 an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten.
 Präsentationen halten.
 sich am Unterrichtsgespräch aktiv
und formal korrekt beteiligen.
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Texte verschiedener literarischer
Gattungen mittleren bis
anspruchsvolleren
Schwierigkeitsgrades (Novellen,
Kurzgeschichten, Romane,
Theaterstücke, Lyrik)
 Medienerzeugnisse
 Lesestrategien
 Texte präzis zusammenfassen.
 Texte und Textpassagen analysieren
 Texte selbständig lesen und
 Sinn gebend vorlesen.
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Längere Texte zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen
 Unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte,
Journalismus, Werbung
 Schreibstrategien
 Texte verständlich und sprachlich
 Texte strukturieren.
 die Textsortenmerkmale auf den
eigenen Text anwenden.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.
Fachlehrpläne | 96
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Methoden der Literaturanalyse und -
interpretation, z.B. Figur,
Erzählsituation, elementare rhetorische
Figuren
 Themenanalyse
 Verschiedene Gattungen, z.B.
Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman,
Lyrik
 Handlungsablauf,
Figurenkonstellationen und
Erzählsituation eines literarischen
Textes analysieren und deren
Bedeutung erklären.
 die für die Literaturanalyse relevanten
Begriffe auf den literarischen Text
 einen literarischen Text auf seine
 einen literarischen Text selbständig
lesen.
Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte vom 17. bis
21. Jahrhundert mittleren
Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière et le
classicisme, Camus, Sartre et
l’existentialisme, le théâtre absurde
 Literaturgeschichtlicher Kontext
Gesellschaft, z. B. Armut, Fanatismus,
Mehrsprachigkeit, Familie, Religon
etc.(für IB)
 Komplexere Themen aus Kultur und
Geschichte der Francophonie, z.B.
französische Kunst, Absolutismus,
Kolonialismus, Maghreb,
Einwanderung, Banlieue, 2. Weltkrieg
 Komplexere Themen aus Umwelt und
Natur, z.B. Nachhaltigkeit, Migration,
Naturkatastrophen, Klimawandel (für
IB)
 Medienerzeugnisse, Chansons, Rap,
Radio, Fernsehen und Internet
 Film und filmische Umsetzung
literarischer Werke
 einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
 sich selbständig mit einem literarischen
Werk auseinandersetzen.
 den literaturgeschichtlichen Kontext
eines Textes mit eigenen Worten
 ausgewählte Themen der
Kultur analysieren und dazu kritisch
Fachlehrpläne | 97
Niveau: B2
 Komplexe morphologische und
syntaktische Strukturen
 die bereits erworbenen morphosyntaktische Strukturen sicher und
 neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden sowie
 selbständig die erworbenen
Strukturen repetieren und vertiefen.
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Erweiterter Wortschatz
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 den bereits erworbenen Wortschatz
sicher anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und
den neu erlernten Wortschatz
 mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen.
 den Wortschatz permanent
verfeinern.
 Verschiedene Sprachregister, z.B.
français familier, l’argot, le langage
des jeunes
 Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und
 Verwendung von Hilfsmitteln
 Perfectionnement
 verschiedene Sprachregister
 Bezüge zu anderen Sprachen
 sich selbständig relevante
Informationen aus verschiedensten
Quellen beschaffen.
 ihre Ausdrucksweise gezielt
verbessern und verfeinern.
Fachlehrpläne | 98
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Authentische, schnell gesprochene
Redebeiträge und Sprechsituationen
in Standardsprache, z.B. Film,
Fernseh- und Radiosendungen,
Podcasts, Diskussionen
 Komplexere Präsentationen in
Standardsprache
 authentische Redebeiträge
weitgehend verstehen.
 längere komplexere Präsentationen
 Redebeiträgen weitgehend mühelos
folgen.
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Redebeiträge zu allgemeinen,
literarischen und kulturellen Themen
 Diskussionen
 Präsentationen
 sich sach-, adressaten- und
situationsgerecht ausdrücken.
 sich kritisch äussern und
überzeugend argumentieren.
 an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten.
 komplexe Themen präsentieren.
 sich am Unterrichtsgespräch
beteiligen.
 das eigene Repertoire erweitern und
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Literarische und andere Originaltexte
mittleren bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Theaterstücke, Sekundärliteratur,
Medientexte, Sachtexte
 Lesestrategien
 die Struktur und die Argumentation in
einem Text analysieren.
 Texte interpretieren bzw. kritisch
 Texte selbständig lesen und
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Längere Texte zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen
 Unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte,
Journalismus, Werbung
 Schreibstrategien
 Texte verständlich und logisch, der
Textsorte angemessen und
sprachlich weitgehend korrekt
 das Schreiben von Texten sinnvoll
planen.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.
Fachlehrpläne | 99
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Methoden der Literaturanalyse, z.B.
Figur, Erzählsituation, rhetorische
Figuren
 Themenanalyse
 Verschiedene Gattungen, z.B.
Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman,
Sonett, Autobiografie
 einen literarischen Text inhaltlich und
formal analysieren und interpretieren.
 einen literarischen Text auf seine
gattungs- und formspezifischen
Merkmale hin analysieren.
 einen längeren literarischen Text
selbständig lesen.
Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte vom 17. bis
21. Jahrhundert mittleren bis
anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades,
z.B. Voltaire et le siècle des Lumières,
Zola et le naturalisme, les poètes du
romantisme, le roman actuel
 Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher
Kontext
Francophonie, z.B. Afrique noire,
Migrationen, Banlieue, Jugendkultur,
Politik, Religion
 Komplexere Themen zu historischen
Ereignissen, z.B. Französische
Revolution, 2. Weltkrieg (vor allem für
IB)
 Medienerzeugnisse, Chansons, Rap,
Radio, Fernsehen und Internet, Poetry
Slam
 Film und filmische Umsetzung
literarischer Werke
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen
Worten wiedergeben und den Bezug
zum Text erläutern.
 ausgewählte Themen der
Kultur verstehen und erklären.
 ausgewählte Aspekte der
französischsprachigen Welt
kontextualisieren und erörten, z.B. im
Bereich Kunst, Architektur, Film
(bedeutende Regisseure), Musik.
Fachlehrpläne | 100
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH FRANZÖSISCH
Das Schwerpunktfach Französisch vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs: Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Der Unterricht fördert den breit angelegten Kontakt zu
Gesellschaft, Literatur und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie, insbesondere des Maghreb. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur, ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext und
lernen die wesentlichen kulturhistorischen Epochen Frankreichs kennen. Im Dialog mit anderen Kunst-
und Kulturformen, wie Film und Malerei, schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer
Wahrnehmung und kreativer Umsetzung. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, das eigene Weltverständnis zu relativieren. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen
und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie führt die Schülerinnen und
Schüler zu einer kritischer Anteilnahme und zum Überdenken der eigenen Lebensrealität, d.h. zu einem
umfassenderen und umsichtigeren Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung. Im Laufe der zwei
Kursjahre erlangen die Schülerinnen und Schüler ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und
Kulturraum, fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren. Somit unterstützt der Französischunterricht im Schwerpunktfach die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen
Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem
Französischen eine grosse Bedeutung zu. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schülern folglich die Kommunikation, den
Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Das eigene Lernen planen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Sich im Unterricht aktiv einbringen
 Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen
 Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
 Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln
Fachlehrpläne | 101
 Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln
 Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
 Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln
 Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung pflegen
Fachlehrpläne | 102
Niveau: B1 – B2
 Morphologische und syntaktische
Grund- und Aufbaustrukturen, z.B.
Nebensatzsyntax
 Infinitivstrukturen und compléments du
verbe
 Passiv
 Participe présent und Gérondif
 Wortarten, z.B. Konjunktionen und
Präpositionen
 Anwendung von Strukturwörtern
 Repetition der Grammatik
 die bereits erworbenen Grundstrukturen
 neue komplexere syntaktische
Aufbaustrukuren bilden und anwenden.
 morphosyntaktische Strukturen mittels
der entsprechenden Terminologie
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Themen- und textbezogener
 Idiomatische Strukturen
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 einen breiten Grundwortschatz sicher
 den Wortschatz differenzieren und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 ausgewählte idiomatische Strukturen
Wörter der gleichen Wortfamilie
 Perfectionnement
 Verschiedene Sprachregister, z.B. le
français familier, l’argot, le langage des
jeunes
 Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen
 Vergleich mit anderen Sprachen
 Textgattungen
 ihre Ausdrucksweise gezielt verbessern
und verfeinern.
 verschiedene Sprachregister
 ihre Ausdrucksweise situativ
angemessen anpassen.
 Bezüge zu anderen Sprachen
 das Lesen als Erweiterung und
Festigung der Sprachkompetenz
 Merkmale verschiedener Textsorten
Fachlehrpläne | 103
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge und
Sprechsituationen in Standardsprache,
z.B. Film, Radio- und
Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts, Musikclips
 Komplexere Präsentationen in
Standardsprache
 Verstehensstrategien, z.B. Rückfragen,
Verknüpfung mit Bekanntem
 Redebeiträge weitgehend verstehen.
 in längeren Redebeiträgen und
Präsentationen auch einer komplexeren
Argumentation folgen.
 Verstehensstrategien anwenden.
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Längere und ausführliche Redebeiträge
mit erweitertem Wortschatz und
komplexeren Strukturen zu allgemeinen
und literarischen bzw. kulturellen
 Diskussionen
 Präsentationen
 sich spontan, fliessend und weitgehend
korrekt äussern.
 argumentieren und Stellung nehmen.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie
 klar und strukturiert präsentieren.
 sich am Unterrichtsgespräch beteiligen.
Grobinhalte: Lesen fachliche Kompetenzen
 Literarische und andere Texte mittleren
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Erzählungen, Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
 Lesestrategien
 Texte präzis zusammenfassen.
 die Struktur und die Argumentation in
einem Text analysieren.
 Texte interpretieren bzw. kritisch
 Texte selbständig lesen und erarbeiten.
 das selbständige Lesen planen.
 Sinn gebend vorlesen.
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Längere Texte zu allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen
 Unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte
 Schreibstrategien
 Texte verständlich, strukturiert und
sprachlich weitgehend korrekt
 die Textsortenmerkmale auf den
eigenen Text anwenden.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.
Fachlehrpläne | 104
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B.
Figur, Erzählsituation, narrative
Struktur, Dramaturgie, rhetorische
Figuren
 Die drei traditionellen Gattungen
(Poesie, Theater, narrative Texte)
 Grundbegriffe der Filmanalyse
 die für die Literaturanalyse relevanten
Grundbegriffe auf den literarischen Text
 einen literarischen Text/einen Film
 einen literarischen Text auf seine
 Stilmerkmale und rhetorische Figuren
erkennen und beschreiben.
 ihre eigenständige Auseinandersetzung
mit der Lektüre mündlich und schriftlich
Grobinhalte: Littérature und Civilisation fachliche Kompetenzen
 Literarische Originaltexte vom 16. bis
21. Jahrhundert mittleren bis
anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades
 Literarische Epochen und Strömungen
seit dem 16. Jahrhundert, z.B. Ronsard
et la renaissance, Molière et le
classicisme, Voltaire et le siècle des
Lumières, Flaubert et le réalisme,
Breton et le surréalisme, Beckett et le
théâtre moderne, Camus, Sartre et
l’existentialisme
Frankreichs und der Francophonie,
Stereotypen der Romandie, Québec,
Maghreb, Einwanderung und Identität,
Religion, Banlieue, 2. Weltkrieg,
Absolutismus, Französische Revolution,
Jugendkultur, politisches und
gesellschaftliches System Frankreichs
 Chansons, Filme, Medientexte und
Sachtexte, Radio, Fernsehen und
Internet, Poetry Slam
 die Bedeutung eines literarischen
Textes für seine Epoche oder Strömung
 ausgewählte literarische Epochen und
Strömungen einordnen.
 Bezüge zu anderen Kulturerzeugnissen
(z.B. Malerei, Musik) herstellen.
 ausgewählte Themen aus der
Kultur analysieren sowie verstehen und
Fachlehrpläne | 105
Niveau: B2 – C1
Grobinhalte: Grammatik fachliche Kompetenzen
 Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen
 Repetition der Grammatik
 Anwendungsorientiertes Üben
(Übersetzen, Verfassen von Texten
etc.)
 die bereits erworbenen Grundstrukturen
 neue komplexere syntaktische
Strukuren bilden sowie sicher und
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Themen- und textbezogener
 Idiomatische Strukturen
 Wortfelder
 Synonyme und Antonyme
 einen breiten Wortschatz sicher und
situationsgerecht anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 können ausgewählte idiomatische
Strukturen anwenden.
Wörter der gleichen Wortfamilie
 Verschiedene Sprachregister, z.B. le
français familier, le français soutenu
 Verschiedene Stilebenen
 Einblicke in die Etymologie
(Phänomene des Sprachwandels,
Anglizismen, neue Worterscheinungen)
und linguistische Methoden, z.B.
Varietätenlinguistik (Herausarbeitung
sprachlicher Varietäten wie Dialekte,
Soziolekte, Fachsprachen)
 können ihre Ausdrucksweise gezielt
verbessern und verfeinern.
 können verschiedene Sprachregister
erkennen und erklären.
 sich stilistisch angemessen und variiert
 ihre Ausdrucksweise situativ
angemessen anpassen.
 fehlende Kenntnisse selbständig
aufarbeiten.
Fachlehrpläne | 106
Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen
 Authentische, komplexe Redebeiträge
und Sprechsituationen nicht nur in
Standardsprache, z.B. Film, Radio- und
Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts
 Komplexe Präsentationen
 Verstehensstrategien
 Redebeiträge verstehen.
 in längeren Redebeiträgen und
Präsentationen auch einer komplexeren
Argumentation folgen.
 Verstehensstrategien anwenden.
Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen
 Längere und ausführliche Redebeiträge
mit erweitertem Wortschatz und
komplexeren Strukturen zu allgemeinen
und literarischen bzw. kulturellen
 Diskussionen
 Präsentationen
 sich spontan, fliessend, frei und korrekt
 sich sach-, situations- und
adressatengerecht ausdrücken.
 argumentieren, ihren Standpunkt
begründen und vertreten.
 an einer Diskussion teilnehmen und sie
 klar, strukturiert und überzeugend
Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen
 Anspruchsvolle literarische und andere
Originaltexte, z.B. Erzählungen,
Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
 Lesestrategien
 Texte zusammenfassen, analysieren
und interpretieren bzw. kritisch
 Texte selbständig lesen, erarbeiten und
 korrekt und Sinn gebend vorlesen.
Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen
 Komplexere Texte zu anspruchsvollen
allgemeinen, literarischen bzw.
kulturellen Themen
 Unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte
 Schreibstrategien
 Texte strukturiert, stilistisch
angemessen und sprachlich
 argumentieren und Stellung nehmen.
 das Schreiben von Texten sinnvoll
planen.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen.
 Hilfsmittel effizient einsetzen.
Fachlehrpläne | 107
Grobinhalte: Literaturanalyse und
 Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B.
Figur, Erzählsituation, narrative
Struktur, Dramaturgie, rhetorische
Figuren
 Die drei traditionellen Gattungen
(Poesie, Theater, narrative Texte)
 Analyse von Filmen/literarischen
Verfilmungen
 einen literarischen Text mit den
relevanten Grundbegriffen der
Literaturanalyse analysieren und
 einen literarischen Text/ Film auf seine
gattungs- und formspezifischen
Merkmale hin analysieren.
 die fiktionale Dimension eines Textes
 Stilmittel und rhetorische Figuren
erkennen und ihre Wirkung
Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen
 Anspruchsvolle literarische
Originaltexte vom 16. bis 21.
Jahrhundert
 Literaturgeschichte seit dem 16.
Jahrhundert
 Literarische Epochen und Strömungen
seit dem 16. Jahrhundert, z.B. Ronsard
et la renaissance, Molière et le
classicisme, Voltaire et le siècle des
Lumières, Flaubert et le réalisme,
Baudelaire et le romantisme, Breton et
le surréalisme, Beckett et le théâtre
moderne, Sarte, Camus et
l’existentialisme
Gesellschaft und Kultur der Schweiz,
Frankreichs bzw. der Francophonie,
z.B. Stereotypen der Romandie,
Maghreb, Afrique Noire, Einwanderung
und Identität, Religion, Banlieue, 2.
Weltkrieg, Absolutismus, Französische
Revolution, Jugendkultur, politisches
und gesellschaftliches System
Frankreichs, Kino, Kunst, Architektur
 Chansons, Filme, Medientexte und
Sachtexte, Radio, Fernsehen und
Internet, Rap, Poetry Slam, Satire
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen
Worten wiedergeben und den Bezug
zum Text erläutern.
 einen groben Überblick über die
Literaturgeschichte seit dem 16.
Jahrhundert geben.
 die Merkmale verschiedener Epochen
und Strömungen erklären.
 ausgewählte gesellschaftliche und
kulturelle Themen der
französischsprachigen Welt fundiert
erläutern und dazu kritisch Stellung
Fachlehrpläne | 108
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GEOGRAFIE
Wochenstunden 2 1.5 1.5 0
Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere
Welt gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund (regional, national, global).
Das Fach vermittelt sowohl Zugänge zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse als auch
Orientierungswissen. Es bietet darüber hinaus Raum zur Reflexion der eigenen Einbindung in die
Welt und zur Entwicklung emotionaler Bezüge zu dieser Welt. Die Geografie fördert damit die Ve rantwortung gegenüber der physischen Umwelt sowie Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Die Geografie ist das einzige Fach, das sozial - und naturwissenschaftliche Schwerpunkte setzt und diese miteinander in Verbindung bringt. Das Fach vermittelt Grundlagenwissen zu
aktuellen globalen Fragen. Originale Begegnungen (z.B. Exkursionen, Besichtigungen, Treffen mit
Experten) konkretisieren den theoretischen Teil des Unterrichts.
Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.).
Analytische Fähigkeiten
 Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen
 Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftl ichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
 Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
 Die Interessen hinter politischen Entscheidungen erkennen (z.B. wirtschaftliche Interessen in
den Bereichen Klimaschutz, Siedlungsentwicklung, Verkehrsinfrastruktur)
 Karten, Grafiken, Statistiken, Bilder lesen und interpretieren
 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen
 Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren
 Elektronische Informationsmittel nutzen
 Populäre von wissenschaftlichen Informationsquellen unterscheiden
 Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln und gleichzeitig die eigene und
andere Kulturen kritisch hinterfragen, z.B. in den Bereichen Nachhaltigkeit, Chancengleichheit,
Partizipation
 Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
 Eine offene Haltung gegenüber unterschiedlichen Gruppen in einer Gesellschaft entwickeln
Politische Kompetenz
Fachlehrpläne | 109
 Vertieftes Verständnis für aktuelle politische Themen gewinnen (z.B. Energieversorgung, V erkehr, Siedlungsentwicklung, Landschaftswandel, Klimaerwärmung, Landwirtschaft, Migrat ion/Integration)
Fachlehrpläne | 110
Die Zuordnung der nachfolgenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen auf konkrete Schu ljahre ist als Richtschnur zu verstehen. Die Unterbringung in regionalen Beispielen oder im Akzen tfach Geistes- und Sozialwissenschaften ist möglich.
1. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Räumliche Orientierung
 Orientierung auf der Erde
 Topografisches Grundwissen
 Kartografie
 können sich auf der Erde orientieren und aktuelle Ereignisse räumlich einordnen.
 können topografische und thematische Karten lesen und
 kennen und verstehen aktuelle Methoden der exakten Positionsbestimmung (Global Positioning System).
Querverbindungen zu Geschichte
2. Lerngebiet: Humangeografie
Gesellschaft und Raum
 Bevölkerungsstatistik und
demografische Transforma-
 Migration und Integration
 können wichtige demografische Prozesse analysieren, ursächlich erklären, Folgen abschätzen und Massnahmen
 erkennen soziale Ursachen und Folgen von Migration und
kennen darauf bezogene Massnahmen.
Querverbindungen zu Geschichte, Mathematik, Wirtschaft und Recht
3. Lerngebiet: Physische Geografie
Die Erde als Himmelskörper
 Rotation und Revolution der
Erde
 Gezeiten
 können Achsenstellung, Rotation und Revolution der Erde
beschreiben und verstehen die sich daraus ergebenden
Folgeerscheinungen (Jahreszeiten, Tages- und Nachtlängen, Polartag/Polarnacht).
 verstehen die Ursachen der Gezeiten und kennen die damit verbundenen Erscheinungen an der Küste.
Querverbindungen zu Physik
Fachlehrpläne | 111
4. Lerngebiet: Physische Geografie
Geologie und Oberflächenprozesse
 Aufbau der Erde
 Plattentektonik, Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben
 Kreislauf der Gesteine,
Lagerstätten und Rohstoffe
 Verwitterung, Erosion,
Akkumulation
 Naturgefahren
 können den Aufbau der Erde beschreiben.
 können die plattentektonischen Prozesse nachvollziehen
und den Zusammenhang mit Gebirgsbildung, Vulkanismus
und Erdbeben verstehen und erklären.
 verstehen die gesteinsbildenden Prozesse und den Kreislauf der Gesteine.
 erkennen Landschaftsformen an der Erdoberfläche und
verstehen die sie formenden Prozesse.
Querverbindungen zu Biologie
Fachlehrpläne | 112
1. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie
Wirtschaft und Ressourcen
 Voraussetzungen und Auswirkungen wirtschaftlicher
Tätigkeiten
 Strukturwandel in der
Gesamtwirtschaft und in einzelnen Sektoren
 Regionale Entwicklung und
weltwirtschaftliche
Beziehungen
 erkennen die räumlichen Voraussetzungen (Standortfaktoren) wirtschaftlicher Tätigkeiten.
 kennen potenzielle und tatsächliche Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf Gesellschaft und Umwelt.
 können die globale und regionale Ernährungssituation ein-
 verstehen die Beziehungen zwischen regionaler Produktion
und globalen Märkten.
Querverbindungen zu Wirtschaft
2. Lerngebiet: Humangeografie
Siedlung und Mobilität
 Landschaftswandel
 Urbanisierung, Entstehung
von Agglomerationen
 Bedeutung der Städte
 Räumliche Nutzungskonflikte
 Raumplanung in der
Schweiz
 können den Landschaftswandel und die Siedlungsentwicklung in der Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben,
deren Ursachen nachvollziehen und deren Folgen beurtei-
 können räumliche Nutzungskonflikte erkennen und analy-
 verstehen die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung.
 können die Bedeutung der Städte für Gesellschaft und
Wirtschaft einordnen (zentrale Funktionen).
Querverbindungen zu Geschichte, Wirtschaft und Recht
Fachlehrpläne | 113
3. Lerngebiet: Physische Geografie
Meteorologie und Klimatologie
 Klimaelemente und Klimafaktoren
 Physikalische Grundlagen
atmosphärischer Prozesse
 Globale Zirkulation
 Wetterlagen in der Schweiz
 Jahreszeiten und Klimazo-
 Natürlicher und anthropogener Treibhauseffekt
 Klimaerwärmung
 können den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre
Bedeutung für Wetter und Klima erklären.
 verstehen die Grundzüge der globalen Zirkulation.
 können Wetterphänomene interpretieren und mit Grosswetterlagen in Verbindung bringen.
 kennen die Klimaelemente und verstehen, wie Klimafaktoren das Klima beeinflussen.
 verstehen den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung.
 verstehen die Funktionsweise des Treibhauseffekts in der
Atmosphäre und die daraus entstehenden Rückkoppelungen.
 können die Folgen des Klimawandels auf globaler und regionaler Ebene abschätzen.
 kennen die Stossrichtungen der nationalen und internationalen Klimapolitik.
Querverbindungen zu Chemie, Physik und Wirtschaft
Fachlehrpläne | 114
Die Lerngebiete der 3. Klasse befassen sich mit ausgewählten Aspekten der Globalisierung.
1. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie
Entwicklung der Weltgesell-
 Globale Verteilung von
Wohlstand und Armut
 Entwicklungstheorien
 Entwicklungszusammenarbeit
 Welthandelsbeziehungen
und Weltwirtschaftspolitik
 können räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler
bis globaler Ebene beschreiben und deren Ursachen ver-
 können Entwicklungstheorien vergleichend erläutern.
 können unterschiedliche Entwicklungswege auf ihre ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit hin beur-
 kennen Formen der Entwicklungszusammenarbeit und können Projektbeispiele vergleichen.
 können die Stellung von ausgewählten Ländern in globalen
Märkten beschreiben.
Querverbindungen zu Geschichte und Wirtschaft
2. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie
Regionales Fallbeispiel
Regionales Fallbeispiel, z.B.
Brasilien, USA, Indien, China
 können die bisher erworbenen Kompetenzen aus physischgeografischen und humangeografischen Bereichen an einem regionalen Beispiel anwenden.
Querverbindungen zu Geschichte, Wirtschaft und Recht
3. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie
Rohstoffe und Energie
 Rohstoffe, Reserven,
Recycling
 Energie
 Energie- und Rohstoffpolitik
 können die Entstehung und Endlichkeit fossiler Energieträger nachvollziehen.
 können Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung beurteilen.
 können die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung
von Rohstoffen analysieren und bewerten.
Querverbindungen zu Chemie, Physik, Wirtschaft und Recht
Fachlehrpläne | 115
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GEOGRAFIE
Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfachs. Die Schülerinnen und
Schüler setzen sich sowohl mit Fragestellungen aus der physischen Geografie als auch aus der Humangeografie intensiv auseinander. Sie arbeiten häufig selbständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet und üben dadurch akademische Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen, aber auch der Vermittlung methodischer Kompetenzen soll dabei besonderes Gewicht beigemessen werden. Originale Begegnungen (z.B. Exkursionen, Besichtigungen, Treffen mit Experten) konkretisieren den theoretischen Teil des Unterrichts.
Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.).
Analytische Fähigkeiten
 Räumliche Informationen in konkreter und abstrahierter Form verstehen
 Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen
 Theoriebezogen analysieren und argumentieren
 Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftl ichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
 Wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen
 Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen
 Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und inte rpretieren
 Elektronische Informationsmittel nutzen
(3) Querverbindung zu anderen Fächern
Physik, Chemie, Biologie, Wirtschaft und Recht, Geschichte
Fachlehrpläne | 116
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Optionen, aus denen
die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. Sowohl physisch-geografische als auch humangeografische Themen sollen behandelt werden.
1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie
 Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie, z.B. Naturgefahren, Ressourcen, Energie, Geologie der Schweiz
(nicht abschliessend)
 Vertiefung ausgewählter Analysemethoden
 können in Zusammenhängen denken, Modelle bilden und damit argumentieren.
 können geografische Informationsmittel und
Forschungsmethoden anwenden.
 können Folgen von Prozessen abschätzen
 können Verbindungen zur Humangeografie
erkennen sowie gesellschaftliche Folgen
physischer Prozesse einschätzen.
 können quantitative und qualitative Methoden der Geografie auf ausgewählte Fragestellungen anwenden (z.B. Ökobilanzen,
Stoffflussanalysen, Risikoanalysen).
2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie
 Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie, z.B. Stadtgeografie, Tourismus, aktuelle politische Konflikte, Raumplanung (nicht abschliessend)
 Schnittfelder zwischen verschiedenen Teilgebieten
 können aktuelle weltpolitische Ereignisse –
insbesondere raumbezogen – analysieren.
 können in Zusammenhängen denken, Modelle bilden und damit argumentieren.
 können Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen
gesellschaftlicher Prozesse einschätzen.
 können eigene und fremde Standpunkte
hinterfragen und beurteilen.
 können geografische Informationsmittel wie
Karten, Luft- und Satellitenbilder, Texte oder Grafiken interpretieren.
Fachlehrpläne | 117
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GESCHICHTE
Wochenstunden 2 2 2 2
Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität) in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen.
Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil
sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein
und sind in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen und
Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen.
Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 41
Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders:
 Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge
einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
 Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und
kritisch beurteilen
 Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
 Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln
 Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
 Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
 Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
 Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können
 Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
 Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 41
Fachlehrpläne | 118
Pro Semester werden mindestens zwei schriftliche Arbeiten bewertet. Die mündliche Mitarbeit wird in
die Leistungsbeurteilung einbezogen.
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts werden Einsichten, Materialien, Medien und fachspezifische Methoden anderer Fächer zu vertiefter Einsicht in historische Fragestellungen genutzt. In den schulinternen
Spezialwochen wird fächerverbindender Unterricht gepflegt, dessen Leitfrage zum einen aus einer historischen Fragestellung erwächst oder der zum anderen von zentralen Problemen der Gegenwart ausgeht
und Sinn- und Ursachenzusammenhänge zur Geschichte herstellt.
Geschlechterspezifische Fragestellungen werden an geeigneten Beispielen explizit thematisiert, damit ein
Mitbedenken von Geschlecht in historischen Zusammenhängen zur Selbstverständlichkeit wird.
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Die Lernenden sollen den kritischen Umgang mit eigen- und fremdsprachlichen Quellen und Informationen erlernen. Der Vorgang des Recherchierens, Bibliographierens und Zitierens soll entsprechend wissenschaftlichen historischen Methoden propädeutisch geübt werden.
Fachlehrpläne | 119
 Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit
 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und
Schulbücher)
 Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder,
Spiele, Comics, Games)
 den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern.
 die Absicht des Verfassers kritisch hinterfra-
 Aussagen nicht wissenschaftlicher Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Spiele, Comics, Games) systematisch
analysieren, interpretieren und deren Einfluss
auf die Entwicklung des eigenen Geschichtsbildes reflektieren.
(IB-Klasse Anpassung dieses Lerngebietes an "course outline" vom Mai 2010)
 Ursachen, Auswirkungen und Ende des Kalten Krieges
 Annäherungen und Kollisionen in der Welt
1989–2001
 Geschichte der islamischen Welt
 Kennzeichen, Probleme und zeitliche Strukturen des Prozesses der weltweiten Blockbildung (politisch-ideologisch, ökonomisch, kulturell-sozial, technologisch-wissenschaftlich)
aus verschiedenen Perspektiven analysieren
und darstellen.
 die Neuordnung der Welt nach 1989 verstehen und neue politische, gesellschaftliche,
ökonomische und technologischwissenschaftliche Herausforderungen be-
 Deutungen der muslimischen Tradition und
Islamwissenschaft zur Entstehung und Ausbreitung des Islam nennen und diskutieren.
 Diskussionen von ökonomischen, kulturellen
und politischen Ursachen für die Stagnation
eines einst blühenden Kulturraumes zusammenfassen und reflektieren.
 verschiedene Themen des aktuellen Umgangs mit dem Islam in der Schweiz darlegen und diskutieren.
 allgemein das Verhältnis von Religion und
Staat reflektieren.
Fachlehrpläne | 120
 Geschichtsschreibung allgemein
 Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft
 Methodische Zugänge der Geschichtswissen-
 die Bedeutung der Geschichte für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und ihre Abgrenzung nach aussen darlegen.
 an Beispielen aufzeigen, wie die Geschichte
politisch instrumentalisiert werden kann.
 eigene Vorurteils- und Urteilsstrukturen reflek-
Fachlehrpläne | 121
 Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit
 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und
Schulbücher)
 Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder,
Spiele, Comics, Games)
 die Quellengattungen nennen und deren
Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern.
 aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse
ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen
historischen Themen herstellen.
 eigen- wie fremdsprachliche Materialien jeglicher Art vergleichen und Aspekte dieser Deutungen an Beispielen zeitgenössischer Quellen
diskutieren
(IB-Klasse Anpassung dieses Lerngebietes an "course outline" vom September 2010)
 Tradition und Revolution in China
 Grundzüge indischer Geschichte
 Grundzüge afrikanischer Geschichte
 wichtige Phasen und Charakterisierungen
der historischen Entwicklung Chinas und Indiens anand von Auszügen aus Darstellungen populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Art unterscheiden und ihre Bedeutung für den weiteren Verlauf der jeweiligen Geschichte einschätzen.
 Einschätzungen der Bedeutung Chinas und
Indiens in der aktuellen weltpolitischen Konstellation beschreiben und reflektieren.
 Aspekte der aktuellen und grundsätzlichen
Problematik im Umgang der Schweiz mit
China und Indien darlegen.
 erläutern, wie eine Persönlichkeit die Geschicke Chinas und Indiens nachhaltig prägen konnte.
 Deutungen des transatlantischen Sklavenhandels und des Kolonialsystems nennen
und vergleichen sowie auf Fragestellungen
und Orientierungen befragen.
 den Vorgang und die Problematik der Dekolonisation an ausgewählten Beispielen aus
Afrika beschreiben und reflektieren.
 europäische Afrikabilder anhand von Auszügen aus Darstellungen verschiedenster Art
Fachlehrpläne | 122
analysieren und reflektieren.
 Formen und Bedingungen eines Kulturkontaktes darlegen und diskutieren.
 Geschichtsschreibung allgemein
 Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft
 Methodische Zugänge der Geschichtswissen-
 darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit
gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann.
 klassische eurozentrische Sichtweisen relativieren.
 durch den vergleichenden Blick mit der europäischen Geschichte Besonderheiten ableiten,
welche durch die sozialräumlichen Lebensbedingungen, v.a. durch Klima, Bodenbeschaffenheit, Bevölkerungsentwicklung, verursacht
sind.
Fachlehrpläne | 123
(IB-Klasse gemäss "course outline" vom Mai 2010)
 Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit
 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und
Schulbücher)
 Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder,
Spiele, Comics, Games)
 eine umfassende Quellenkritik leisten.
 aus dem eigenen Erkenntnisinteresse begründete Fragen an Quellen formulieren.
 selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten.
 Grundlegung Europas in Antike und Mittelalter
 Das Ende „Alteuropas“ und der Beginn der
Moderne
 Europäisierung der Welt
 Kampf der Ideologien
 erkennen, dass in der griechisch-römischen
Antike diverse Grundlagen der europäischen
Kultur gelegt wurden, sowie die Rezeption
der griechisch-römischen Antike an ausgewählten Beispielen erläutern und kritisch re-
 Erklärungsmodelle mittelalterlicher Grundlagen eines europäischen Sonderweges referieren.
 die Bedeutung der sogenannten Epochenwenden um 1500 sowie um 1800 anhand
von Primär- und Sekundärliteratur darlegen
und problematisieren sowie deren Folgen
auch weltweit erläutern.
 mit Hilfe von wissenschaftlicher Literatur
einen Überblick über den Industrialisierungsprozess geben, nach regionalen Ausbreitungsgebieten, sektoralen Bereichen und Intensitätsgraden.
 den Begriff “Nation” diskutieren, den Prozess
der Nationsbildung verstehen und mit Beispielen aus anderen Weltregionen verglei-
 Ursachen, Hintergründe und Folgen der imperialistischen Bestrebungen analysieren.
 die Vorgehensweise und die Mittel totalitärer
Diktaturen erkennen und diskutieren.
 Individualschuld, Kollektivschuld und histori-
Fachlehrpläne | 124
sche Verantwortung problematisieren.
 Geschichtsschreibung allgemein
 Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft
 Methodische Zugänge der Geschichtswissen-
 mehrere gängige Periodisierungen europäischer Geschichte samt ihren Charakteristika
erläutern und die ihnen zugrunde liegenden
Kriterien, Perspektiven und Probleme diskutie-
 darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit
den impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet.
 wesentliche bei der historischen Forschungsarbeit verwendete Methoden und Arbeitstechniken sowie die ihnen zugrunde liegenden erkenntnistheoretischen Prämissen erläutern, reflektieren und partiell selbst anwenden.
Fachlehrpläne | 125
(IB-Klasse gemäss "course outline" vom Mai 2010)
 Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit
 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und
Schulbücher)
 Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder,
Spiele, Comics, Games)
 eine umfassende Quellenkritik leisten und die
doppelte Perspektivität von Quellen theoretisch
 selbständig Fragestellungen entwickeln und
Bezüge zu historischen Kontexten herstellen.
 den Prozess der fachwissenschaftlichen Erstellung historischen Wissens skizzieren und nachvollziehen sowie an begrenzten ausgewählten
Beispielen auch selbst durchführen und die Ergebnisse derartiger Forschungsarbeit hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und Relevanz reflektie-
 Kulturelle und soziale Gräben: Die Schweiz
im kurzen 20. Jahrhundert
 Aufstieg der Vereinigten Staaten zur Weltmacht
 Nord- und Südamerika im Vergleich
 Amerikanisierung der Alltagskultur
 ausgehend von aktuellen Fragestellungen
wichtige Entwicklungslinien der Schweizer
Geschichte im 20. Jahrhundert nachzeichnen
und unter Einbezug neuer Forschungsergebnisse diskutieren.
 anhand jüngster Publikationen und Ausstellungen (z.B. Landesmuseum) den Prozess
der Mythenbildung nachvollziehen und ver-
 den gesellschaftlichen Wandel seit dem 19.
Jahrhundert nachzeichnen sowie den Kampf
um politische wie auch wirtschaftliche und
soziale Gleichberechtigung nachvollziehen.
 die Entstehung und Entwicklung eines freiheitlich-demokratischen Staates verfolgen
 die Entwicklung der ethnischen Vielfalt und
des ethnischen Bewusstseins sowie der verschiedenen Wege ihrer politischen Bewältigung im Laufe der Jahrhunderte darlegen.
 anhand vielfältiger Aspekte Anregung, Austausch und Rückkopplung zwischen ameri-
Fachlehrpläne | 126
kanischer und europäischer Alltagskultur
 Entwicklungsdivergenzen zwischen Nord-
und Südamerika vergleichen.
 Geschichtsschreibung allgemein
 Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft
 Methodische Zugänge der Geschichtswissen-
 erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit-
und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschafter die Möglichkeiten und Grenzen der
Geschichtswissenschaft beeinflussen.
 die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit reflektieren.
 die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder geschlechtergeschichtlichen) Perspektiven befragen.
 vergangene und aktuelle Diskussionen und
Bestimmungen über den Bildungswert des Faches sowie Ziele und Inhalte historischen Lernens mit- und nachvollziehen und ein eigenes
Urteil zu diesen Fragen begründen.
Fachlehrpläne | 127
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GESCHICHTE
Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb
politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität
historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in
ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt.
Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen.
Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 43
Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders:
 Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
 Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und
kritisch beurteilen
 Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
 Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln
 Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
 Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
 Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
 Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können
 Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
 Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 43
Fachlehrpläne | 128
Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Ergänzungsfach Geschichte ausgewählten und behandelten Themen (mindestens drei schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die mündliche Mitarbeit wird in die Leistungsbeurteilung einbezogen.
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts werden Einsichten, Materialien, Medien und fachspezifische Methoden anderer Fächer zu vertiefter Einsicht in historische Fragestellungen genutzt. Fächerverbindender
Unterricht wird nach Bedarf und institutionellen Möglichkeiten gepflegt.
Geschlechterspezifische Fragestellungen werden an geeigneten Beispielen explizit thematisiert, damit ein
Mitbedenken von Geschlecht in historischen Zusammenhängen zur Selbstverständlichkeit wird.
Fachlehrpläne | 129
1 Pflichtoption:
 Einführung in die Archivarbeit
 Braucht die Geschichte Theorie?
 Geschichtsvermittlung ausserhalb des Geschichtsunterrichts
 erworbenes theoretisches Wissen der Archivarbeit bei praktischen Übungen erproben und
Erfahrungen mit einer kleinen eigenständigen
Archivarbeit machen.
 Quellenbestände auf selbständig entwickelte
Fragestellungen hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und historische Schlüsse
 ausgewählte wichtige Positionen historischen
Denkens vorstellen und verständlich machen,
was Historiker tun, wenn sie Geschichte(n)
 geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.
 den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der
verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und
Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen.
 an konkreten selbstgewählten Beispielen der
Geschichtsvermittlung ausserhalb des Geschichtsunterrichts (z.B. historische Museen
und Ausstellungen; Selbstdarstellung von Gemeinden; historische Belletristik; Geschichte in
der Zeitungs- und Zeitschriftenpresse; Geschichte in Film, Funk und Fernsehen) Eigenheiten darlegen und beeinflussende Faktoren
Fachlehrpläne | 130
2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft
1 Pflichtoption:
 Diskussion und historische Aufarbeitung
aktueller politischer und gesellschaftlicher
Fragen von nationaler oder internationaler
Bedeutung
 Historische Wurzeln der Globalisierung
 Protestbewegungen
 die komplexen Ursachen und Folgen historischer und aktueller Entwicklungen darlegen
und aus verschiedenen Blickwinkeln beurtei-
 Interdependenzen zwischen den Bereichen
Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
 Eigenheiten nationaler und ev. regionaler
Entwicklungen erklären und deren Chancen,
Gefahren und Dilemmata analysieren.
 die Kategorien Macht und Herrschaft als
geschichtsbildende Kräfte erkennen und an
Beispielen sichtbar machen.
 den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen
und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen.
3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel
 Der Mensch in elementaren Situationen
1 Pflichtoption:
Geburt und Tod
Gruppe und Einzelner
Arbeit und Freizeit
Mangel und Überfluss
Technik und Natur
Ordnung und Freiheit
Das Fremde und das Eigene
 Quellen, die dokumentieren, wie in früheren
Zeiten grundlegende Lebensprobleme gelöst
wurden, auf ihre Aussagekraft hin beurteilen.
 Grundformen wirtschaftshistorischer Statistiken
 Kontinuität und Wandel historischer Prozesse
des Menschen in elementaren Situationen beispielhaft beschreiben.
 die historische und kulturelle Bedingtheit der
Verhältnisse des Menschen in elementaren Situationen aus Vergleichen mit anderen historischen Epochen, anderen Gesellschaftsformen
und anderen Kulturen herleiten.
 Auswirkungen ausgewählter kultur- bzw. mentalitäts- und alltagsgeschichtlicher Entwicklungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft diskutieren.
Fachlehrpläne | 131
Lehrplan für das Fach Informatik
(ERGÄNZUNGSFACH)
Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert
der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen.
Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar.
Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten
Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren
Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind.
Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen,
die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung
statt.
• Probleme analysieren, strukturieren und modellieren
• Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
• Erklärungen und Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und
schriftlich verständlich formulieren
• Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen
• Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen
• Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und
zu hinterfragen
Fachlehrpläne | 132
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus
denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte
1.1 Theoretische Informatik
(z.B. endliche Automaten, formale Sprachen,
Berechenbarkeit, Komplexitätsklassen)
1.2 Netzwerke
(z.B. Netzwerktopologie, synchrone- asynchrone Kommunikation, IPv4 vs. IPv6, Routing, TCP/IP-Stack, Client-Server-Modell)
1.3 Logik
(z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme, Expertensysteme)
1.4 Digitaltechnik und Rechnerstruktur
(z.B. elementare Schaltalgebra, Funktionsweise eines Prozessors, Logikschaltungen)
 aus den behandelten Themen die Bedeutung von
fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Komplexität, Deterministik, Protokoll, Subnetz, Register).
 aus den behandelten Themen fundamentale
Konzepte beschreiben und anwenden (z.B.
Schichtenmodell, Automaten, Client-Server, von-
Neumann-Architektur).
 aus den behandelten Themen einzelne Beispiele
2. Lerngebiet: Information
2.1 Informationsrepräsentation
(z.B. Informationsmenge, Entropie, Komprimierung, Huffman-Code, Format)
2.2 Datenstrukturen & Datenbanken
(z.B. strukturierte und dynamische Datentypen,
Bäume, Heap, Stack, Datenmodellierung, ER-
Modell, Redundanz, Persistenz)
2.3 Datensicherheit
(z.B. fehlererkennende bzw. fehlkorrigierende
Codes, Prüfziffer, Verschlüsselung)
 Informationen auf verschiedene Arten darstellen
(z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, verschlüsselt).
 für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen).
 die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurtei-
 Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur).
Fachlehrpläne | 133
3. Lerngebiet: Automation
3.1 Algorithmen aus ausgewählten Bereichen
(z.B. Dijkstra, Minimum Spanning Tree, RSA,
Huffman, Quicksort, neuronale Netze)
3.2 Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen
(z.B. Suchen & Sortieren, Iteration versus Rekursion, Sudoku lösen mit Backtracking)
3.3 Projektentwicklung
(z.B. Planung und Entwicklung von kleineren
Programmen, Applikationssteuerung durch
LeapMotion oder Kinect)
 Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.
 gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren.
 die Funktionsweise eines Algorithmus erklären
und ihn anwenden.
 Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung).
 exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren, Suchen).
 Informatiklösungen planen und umsetzen.
Fachlehrpläne | 134
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ITALIENISCH
ERSTE ZWEI JAHRE FREIFACH
Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel,
Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persö nlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache
und mit Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier
Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen
Auseinandersetzung mit literarischen respektive nicht-literarischen Texten sowie im Dialog mit
anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrganges verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermögl ichen, mit Menschen
italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Z usammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes - und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der
Italienischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienisc hsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Me nschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Ital ienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit trägt der Italienischunterricht zur allgeme inen Studierfähigkeit bei.
Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders:
• Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• Das eigene Lernen planen
• Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen
 Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
 Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
 Ein Sprachbewusstsein entwickeln
 Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
Fachlehrpläne | 135
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
 Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
 Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
 Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln
 Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
(3) Querverbindungen zu verschiedenen Fächern, wie Geschichte, Geographie, Deutsch,
andere Fremdsprachen, Musik
Fachlehrpläne | 136
Niveau: A1-A2
 Elementare morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln,
z.B. Verbformen des Präsens, des
passato prossimo und des imperfetto,
Pluralbildung der Artikel, Nomen und
Adjektive
 diese grundlegenden Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden.
 Grundwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können
 Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars problemlos meistern.
 ihren Grundwortschatz zu ausgewählten
Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und
 1000 Wörter (A1-A2) anwenden.
 Soziolinguistische Normen
 Vergleichende Sprachanalyse
 die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen, mit Ausnahme des höflichen Imperativs, usw.) in Alltagssituationen adäquat um-
 einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
 relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache
Fachlehrpläne | 137
 Hören: einfache Texte,
Alltagssituationen, Unterricht
 Lesen: einfache Texte,
Alltagssituationen
 Sprechen: Rollenspiele,
Unterrichtsgespräch
 Schreiben: z.B. Dialoge, Postkarten
 einfache Texte (im Lehrmittel)
verstehen und deren Inhalt
 einfache Anweisungen und Erklärungen
verstehen sowie Alltagsgesprächen
folgen.
 einfache Texte (Speisekarten,
Fahrpläne, Mitteilungen und
Wetterbericht, einfache literarische
Texte, z.B. Mafia, amore e polizia)
phonetisch korrekt vorlesen und
 sich kurz vorstellen und einfache
Alltagsgespräche führen.
 Personen und Situationen in einfachen
Worten angemessen beschreiben.
 kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten
und Dialoge); Personen und Situationen
in einfachen Worten angemessen
 Lesestrategien: einfache
zeitgenössische Texte aus dem
Lehrmittel und didaktisierte Texte
 La civiltà italiana
 einfache Texte verstehen und deren
Inhalt wiedergeben; s. auch 2.
Lerngebiet, Lesen.
 die italienischsprachigen Gebiete der
Schweiz benennen und die Wichtigkeit
dieser Gebiete resp. der italienischen
Sprache für die Schweiz erkennen.
 elementare geographische Kenntnisse
der Südschweiz und Italiens (Regionen,
Provinzen, Städte, Flüsse usw.)
 je nach persönlichem Interesse über
unterschiedliche Aspekte der
italienischsprachigen Welt (Musik,
Kunst, Architektur, Geographie, Land
und Leute usw.) elementar Auskunft
 den Inhalt ausgewählter
stufengerechter Canzoni und
Filmsequenzen im Grossen und
Ganzen verstehen.
Fachlehrpläne | 138
Niveau: A1-A2
 Weiterführende morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln,
z.B. Anwendung des imperfetto,
passato prossimo und trapassato
prossimo, Formen und Gebrauch des
futuro und des condizionale, Passiv,
Pronomen, Adjektiv und Adverb
 anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden.
 Grund- und Aufbauwortschatz
 Klassenvokabular (besonders im
Zusammenhang mit Lektüre)
 einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen.
 Begriffe einfach umschreiben.
 ausgewählte typische Redewendungen
 2000 Wörter aktiv und korrekt anwenden.
 Einführung in den Gebrauch von
Hilfsmitteln
 Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.
 semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur Festigung und
Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln
und einsetzen.
 anspruchsvollere Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
Fachlehrpläne | 139
 Hören: Dialoge und Originalaussagen
oder ausgewählte Canzoni bzw. Filme,
komplexere Unterrichtssprache
 Sprechen: Rollenspiele,
Unterrichtsgespräch, erste einfache
Vorträge
 Lesen: vereinfachte und einfache Texte
 Schreiben: Briefe, E-Mails
(Privatkorrespondenz) sowie
Zusammenfassungen und
Stellungnahmen
 ausgewählte einfachere Dokumente im
Wesentlichen verstehen.
 zunehmend zusammenhängend
sprechen, sich spontan unterhalten,
sich vorstellen, über Hobbys,
Interessen und Erfahrungen sprechen,
kurze Geschichten erzählen.
 einfachere Referate zu verschiedenen
Themen halten, u.a. zu wichtigen
Namen und Begriffen der
italienischsprachigen Welt (Politik,
Mode, Gesellschaft, Kunst, Film,
Wirtschaft usw.).
 den Inhalt von Büchern und Filmen
zusammenfassend wiedergeben und
die eigene Meinung dazu äussern.
 Kurzgeschichten, kleine Romane,
Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften
 Texte zu vertrauten Themen verfassen.
 Literaturgeschichte: didaktisierte Texte
und Kurzgeschichten in
Originalfassung, z.B. Calvino
 Ausgewählte literaturgeschichtliche
Kenntnisse
 La civiltà italiana
 Figuren und ihre Beziehungen
untereinander analysieren,
Handlungsmotive und deren
Konsequenzen für die Handlung
 erste wichtige Namen der
italienischsprachigen Literatur
 gesellschaftliche und kulturelle Themen
der Südschweiz und Italiens
besprechen und dazu eine eigene
Meinung äussern.
 zu einigen bedeutenden Vertretern der
italienischen Musik und des
italienischen Films einen persönlichen
Bezug herstellen und zum Ausdruck
Fachlehrpläne | 140
Niveau: A2-B1
 Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln,
z.B. Formen und Anwendung des
congiuntivo und concordanza dei
tempi
 vertiefte grammatikalische Kenntnisse an-
 Themen- und textbezogener
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 nebst dem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen
anwenden und diesen selbständig festigen.
 2500 Wörter (B1) aktiv und korrekt anwen-
 Stil und Register
 Verwendung von Hilfsmitteln
 verschiedene Sprachebenen identifizieren.
 gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen.
 sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.
 komplexe Sätze aus der Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
Fachlehrpläne | 141
 Hören: Originalbeiträge (Radio- oder
Fernsehnachrichten) oder Spielfilme
 Sprechen: Diskussionen, Vorträge zu
literarischen und nicht-literarischen
 Lesen: verschiedene Textgattungen
(Novellen, Kurzgeschichten, Romane,
Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti)
 Schreiben: unterschiedliche Textsorten,
z.B. argumentative und fiktionale Texte,
Schreibstrategien
 den Gesprächen und Gedankengängen
von Muttersprachlichen im
Wesentlichen folgen und sie
sinngemäss verstehen.
 spontan und klar die eigene Meinung
 sich zu diversen Themen äussern
(Vorbereitung auf eine allfällige
Maturitätsprüfung).
 Texte lesen und verstehen.
 sich selbständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen
(Vorbereitung auf eine allfällige
Maturitätsprüfung).
 Briefe, Buchbesprechungen und
kürzere Aufsätze verfassen.
 Methoden der Literaturanalyse und -
 Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B.
Figur, Erzählsituation, elementare
rhetorische Figuren
 Literaturgeschichte: Kurztexte,
Erzählungen, Romane des 20. bis 21.
Jahrhunderts mittleren
Schwierigkeitsgrades z.B. Ginzburg,
Moravia, Benni, Pirandello, Baricco
 La civiltà italiana
 einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
analysieren und zu interpretieren.
 Handlungsablauf, Figurenkonstellation,
Erzählsituation eines literarischen
Textes analysieren und deren
Bedeutung erklären.
 sich selbständig mit einem literarischen
Werk auseinandersetzen.
 einige wichtige Autorinnen und Autoren
resp. Werke des 20. und 21.
Jahrhunderts benennen, verstehen und
 ausgewählte Momente der Geschichte
der Südschweiz und Italiens erklären.
 sich die Bedeutung der italienischen
Einwanderung und deren Auswirkungen
auf die Schweizer Gesellschaft bewusst
machen.
 sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln,
Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu
Fachlehrpläne | 142
Niveau: B1-B2
 Komplexe morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln,
z.B. Nebensatzsyntax,
Infinitivstrukturen, das Verb und seine
Ergänzungen
 selbständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die
Maturitätsprüfungen.
 Erweiterter Wortschatz
 Vernetzung des Wortschatzes, z.B. in
Wortfamilien, Synonyme und
Antonyme, Definitionen, Paraphrasen
etc.
 ihren Wortschatz selbständig festigen und
vertiefen, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.
 den Wortschatz differenzieren und den neu
 mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-
 mindestens 3000 Wörter (B2) aktiv und korrekt anwenden.
 Stil und Register
 Selbstkorrektur
 Rhetorik
 unterschiedliche Sprachebenen identifizie-
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
 gebräuchliche rhetorische Abweichungen
von der Standardsprache erkennen.
 Sätze auf dem Schwierigkeitsniveau einer
Maturitätsprüfung aus ihrer Muttersprache
ins Italienische übersetzen.
Fachlehrpläne | 143
 Hören: authentische, relativ schnell
gesprochene Redebeiträge, komplexe
 Sprechen: Redebeiträge zu
verschiedenen allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen,
z.B. Gespräch mit
Italienischsprachigen, komplexere
Vorträge zu literarischen
(Maturalektüre) und nicht-literarischen
 Lesen
 Schreiben: Aufsätze, Erörterungen,
Kommentare, Stellungnahmen, Briefe
 regional oder dialektal gefärbtes
Italienisch identifizieren.
 authentischen Redebeiträgen
weitgehend mühelos folgen.
 längere, komplexe Präsentationen
 das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
 sich sach-, adressaten- und
situationsgerecht ausdrücken.
 die eigene Meinung und Gefühle
spontan und fliessend äussern.
 sich zu diversen Themen gewandt und
kompetent äussern.
 sich mittels individueller Lektüren
selbständig auf allfällige
Maturitätsprüfungen vorbereiten.
 ausgewählte Texte früherer Epochen
(mit Hilfsmitteln) selbständig lesen und
 komplexe, längere Texte verfassen,
auch als Vorbereitung auf die
schriftlichen Maturitätsprüfungen.
 Methoden der Literaturanalyse und -
 Literaturgeschichte: Texte aller
Gattungen, auch aus Epochen vor dem
20. Jahrhundert (exemplarisch), z.B.
Dante, Goldoni, Manzoni
 Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher
Kontext
 La civiltà italiana: typische kulturelle
Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt, z.B.
Stereotypen der italianità,
 ausgewählte Ansätze der
Textinterpretation anwenden.
 wesentliche stilistische und rhetorische
Mittel identifizieren.
 Texte aus Epochen vor dem 20.
Jahrhundert anhand von
charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln erkennen und
 den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen
Worten wiedergeben und den Bezug
zum Text erläutern.
 ausgewählte Aspekte der
italienischsprachigen Welt
kontextualisieren und erörtern, z.B. in
Fachlehrpläne | 144
Einwanderung; wichtige Epochen der
italienischen Geschichte, z.B.
Rinascimento, Risorgimento, Questione
Meridionale, Fascismo, Berlusconismo
den Bereichen Kunst, Architektur, Film
(bedeutende Regisseure), Musik.
Fachlehrpläne | 145
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH ITALIENISCH
Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel,
Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache
und Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier
Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schüleri nnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen
Auseinandersetzung mit literarischen respektive nicht literarischen Texten s owie im Dialog mit
anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrganges verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermögl ichen, mit Menschen
italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der La ndesgrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes - und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der
Italienischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Ident ität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienisc hsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften italienischsprach igen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemess enes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Ital ienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit trägt der Italienischunterricht zur allgemeinen Studierfähigkeit bei.
Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders:
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkenn en
 Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Das eigene Lernen planen
 Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
 Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
 Sich im Unterricht aktiv einbringen
 Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen
 Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
 Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln
 Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln
Fachlehrpläne | 146
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
 Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
 Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
 Zu Kreativität und intellektueller Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge gelangen
 Ein ausgeprägtes Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Fachlehrpläne | 147
Niveau: B1 – B2
 Komplexe morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln,
z.B. Formen und Anwendung des
congiuntivo, concordanza dei tempi,
passivo, gerundio
 vertiefte grammatikalische Kenntnisse an-
 Erweiterter Aufbauwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können
 nebst Grundwortschatz einen erweiterten
Wortschatz (zu Themen aus Literatur und
Kunstgeschichte) anwenden und diesen
selbständig ausbauen.
 Stil und Register
 Verwendung von Hilfsmitteln
 Übersetzen (optional)
 verschiedene Sprachebenen unterscheiden.
 gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.
 einfache soziolinguistische Probleme erkennen (optional).
 sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.
 ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und
Festigung bereits vorhandenen Wissens
 ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache übersetzen, auch als Repetition und
Festigung bereits vorhandenen Wissens
Fachlehrpläne | 148
Niveau: B1 – B2
 Hören: Originalbeiträge (Radio- oder
Fernsehnachrichten) oder Spielfilme
 Sprechen: Diskussionen, Vorträge zu
literarischen und nicht-literarischen
 Lesen: verschiedene Textgattungen
(Novellen, Kurzgeschichten, Romane,
Theaterstücke und Opernlibretti)
 Schreiben: Briefe, Film- und
Buchbesprechungen, Aufsätze und
Essays
 den Gesprächen und Gedankengängen
von Muttersprachigen folgen und
Spielfilme verstehen
(Globalverständnis).
 einem angeregten Gespräch unter
Muttersprachigen folgen und daran
teilnehmen.
 in Diskussionen klar und nuanciert die
eigene Meinung äussern.
 sich in Vorträgen zu literarischen und
nicht-literarischen Werken sowie zu
anderen Themen klar äussern
(Vorbereitung auf die
Maturitätsprüfungen).
 Texte lesen und verstehen.
 sich selbständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen
(Vorbereitung auf die
Maturitätsprüfungen).
 Texte zu komplexeren Themen
 Methoden der Literaturanalyse und -
 Literaturgeschichte: verschiedene
Textgattungen aus dem 20. und 21.
Jahrhundert sowie exemplarisch aus
früheren Jahrhunderten
 La civiltà italiana: Dokumente zu
Momenten der Geschicht der
Südschweiz und Italiens
(Staatsgründung, Nord-Süd-
Problematik, Mafia)
 einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
analysieren und zu interpretieren.
 sich selbständig mit einem literarischen
Werk beschäftigen.
 einen summarischen Überblick über die
italienische Literaturgeschichte geben.
 einige wichtige Autorinnen und Autoren
resp. Werke des 20. und 21.
Jahrhunderts benennen, verstehen und
 wichtige Momente der Geschichte der
Südschweiz und Italiens erklären und
gewichten.
 sich die Bedeutung der italienischen
Einwanderung und deren Auswirkungen
auf die Schweizer Gesellschaft bewusst
machen (optional).
 sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln,
Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu
Fachlehrpläne | 149
kritisch sowie differenziert Stellung
Fachlehrpläne | 150
Niveau: B2
 Morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln für
fortgeschrittene Lernende
 selbständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die
Maturitätsprüfungen.
 Wortschatz für fortgeschrittene
Lernende
 ihren Wortschatz selbständig vertiefen und
erweitern, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen (und eventuell auf Sprachdiplome wie PLIDA, CELI B2, evtl. C1).
 Stil und Register
 Verwendung von Hilfsmitteln
 Übersetzen (optional)
 bewusst verschiedene Sprachebenen unter-
 wichtige Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.
 soziolinguistische Probleme erkennen und
bewerten (optional).
 sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.
 ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und
Festigung bereits vorhandenen Wissens
 Sätze auf Schwierigkeitsniveau einer Maturitätsprüfung aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
Fachlehrpläne | 151
 Hören: authentische, schnell
gesprochene Redebeiträge, komplexe
Präsentationen (PLIDA, CELI B2 – C1)
 Sprechen B2: Gespräch mit
Italienischsprachigen, anspruchsvollere
Vorträge zu literarischen
(Maturalektüren) und nicht-literarischen
 Lesen B2 – C1
 Schreiben B2: Aufsätze, Erörterungen,
Kommentare, Stellungnahmen, Briefe
 Besonderheiten eines regional oder
dialektal gefärbten Italienisch erkennen.
 Redebeiträgen mühelos folgen.
 aktiv an einem Gespräch unter
Italienischsprachigen teilnehmen,
Meinungen und Gefühle recht flüssig
und grammatikalisch weitgehend
korrekt äussern, ohne lange nach
Worten ringen zu müssen.
 sich zu anspruchsvollen Themen
weitgehend fehlerfrei und kompetent
 sich mittels individueller Lektüren
selbständig auf die Maturitätsprüfungen
vorbereiten.
 auch Texte früherer Epochen (mit
Hilfsmitteln) selbständig lesen,
zusammenfassen und analysieren.
 komplexe, längere Texte weitgehend
fehlerfrei verfassen, auch als
Vorbereitung für die schriftlichen
Maturitätsprüfungen (PLIDA, CELI).
 Methoden der Literaturanalyse und -
 Literaturgeschichte: Texte aller
Gattungen, auch aus früheren Epochen,
literarische Strömungen (z.B. trecento,
sette- e ottocento: Dante, Petrarca,
Boccaccio, Goldoni, Manzoni, Verga)
 La civiltà italiana
 verschiedene Ansätze der
Textinterpretation anwenden.
 stilistische und rhetorische Mittel
 Sekundärliteratur für ihre Interpretation
bewusst und kritisch einsetzen.
 ausgewählte Textpassagen aus Prosa
und Theatertexten szenisch umsetzen
 Texte aus diversen Epochen anhand
von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln erkennen, einordnen
 verschiedenste Aspekte der
italienischsprachigen Welt kompetent
kontextualisieren und erörtern: Kunst,
Fachlehrpläne | 152
Architektur, Film (bedeutende
Regisseure), Musik.
 Studienreisen (Spezialschulwochen
u.Ä.) weitgehend selbständig
organisieren (optional).
 anlässlich von Studienreisen kompetent
durch Ausstellungen o.Ä. führen
Fachlehrpläne | 153
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MATHEMATIK
(1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach)
1. Klasse:
 Nachfrage, Angebot (lineare Funktionen; WIR)
 Wurfparabel (Quadratische Funktionen; Sport)
 Optimierung (Quadratische Funktionen; WIR)
 Vergrössern, verkleinern (Strahlensätze, Ähnlichkeit; BIG, BIO)
2. Klasse:
 Optik (Trigonometrie; PHY)
 Schwingungen (Trigonometrie; PHY)
 Druck, Temperatur, Bevölkerungswachstum (Exponentialfunktionen; GEO)
 Radioaktivität, Temperaturveränderungen (Exponentieller Zerfall; PHY)
 Kräfte, Geschwindigkeit (Vektoren; PHY)
 Arbeit (Vektoren, Skalarprodukt; PHY)
 Rentenrechnung (Zahlenfolgen, Finanzmathematik; WIR)
 Häufigkeitsanalyse (beschreibende Statistik; Sprachfächer)
3. Klasse:
 Ort-Zeit, Geschwindigkeit-Zeit (Differentialrechnung; PHY)
 Optimierung (Differentialrechnung; WIR, PHY)
 Nachvollziehbares Begründen (Differentialrechnung; DEU)
4. Klasse:
 Arbeit (Integralrechnung; PHY)
 Spielpläne (Kombinatorik; Sport)
 Problemlösung durch Ausprobieren aller Möglichkeiten (Kombinatorik; INF)
 Fehlerrechnungen (Stochastik; BIO, PHY)
 Räumliche Studien (z.B. Projektionen, Spiegelungen) (Vektoren; BIG)
(2) ICT-Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der
Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme, usw.), von
Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in
vielen mathematischen Themen integrierender Bestandteil.
 in einfachen Situationen die Berechnungen von Hand durchführen.
 den Taschenrechner sinnvoll einsetzen.
(3) Basale fachliche Kompetenzen
Alle basalen fachlichen Kompetenzen sind mit der Abkürzung (bfK) gesondert gekennzeichnet.
Fachlehrpläne | 154
 Zahlbereiche
 Irrationalität
 Potenzen
 Wurzeln
 Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
 natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)
 aus unlösbaren Gleichungen in einem Zahlbereich die
Notwendigkeit zur Erweiterung der Zahlbereiche herleiten.
 mit einem indirekten Beweis zeigen, dass z.B. √2 eine irrationale Zahl ist.
 den natürlichen Potenzbegriff auf Potenzen mit ganzen und
rationalen Exponenten erweitern.
 die Potenzgesetze herleiten und zur Umformung von Termen anwenden.
 die Wurzelgesetze begründen und zur Umformung von
Termen anwenden.
2. Lerngebiet: Funktionen
 Begriff der Funktion
 Lineare Funktionen
 Quadratische Funktionen
 Potenzfunktionen
 erklären, was eine Funktion ist. (bfK)
 unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen.
 Funktionen auswerten und grafisch darstellen. (bfK)
 spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)
 Graphen linearer Funktionen zeichnen.
 die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte
oder ein Punkt und die Steigung gegeben sind. (bfK)
 Funktionsgleichungen für das lineare Wachstum aufstellen.
 das lineare Wachstum in verschiedenen Bereichen anwen-
 einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
 Graphen quadratischer Funktionen zeichnen. (bfK)
 den Scheitelpunkt einer Parabel bestimmen. (bfK)
 die Gleichungen verschobener und horizontal oder vertikal
gespiegelter Parabeln aufstellen. (bfK)
 Potenzfunktionen an ihrer grafischen Darstellung erkennen. (bfK)
3. Lerngebiet: Gleichungen
 Lineare Gleichungen
 Lineare Gleichungssysteme
 Quadratische Gleichungen
 geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
Gleichungen formalisieren. (bfK)
 Gleichungen und Gleichungssysteme äquivalent umformen.
Fachlehrpläne | 155
 Äquivalenz-, Gewinn-, und Verlustumformungen unterscheiden. (bfK)
 lineare Gleichungen auflösen. (bfK)
 Gleichungen mit einem Parameter durch Fallunterscheidung
 typische Gleichungen mit Hilfe von sinnvollen Substitutionen
 Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme erklären.
 lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten
auflösen sowie solche mit zwei Unbekannten geometrisch
erklären. (bfK)
 die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersu-
 die Auflösungsformel für quadratische Gleichungen anwenden und ihre Herleitung erklären. (bfK)
 die Anzahl der Lösungen quadratischer Gleichungen bestimmen.
 einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen. (bfK)
 die Lösungen der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den Nullstellen der quadratischen Funktion bringen. (bfK)
4. Lerngebiet: Geometrie
 Geraden in der Ebene
 Strahlensätze
 Ähnlichkeit
 die gegenseitige Lage von Geraden aufgrund der Koordinatengleichung bestimmen (Orthogonalität, Parallelität).
 den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. (bfK)
 die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung
 die Herleitung der Strahlensätze erklären. (bfK)
 Strahlensätze in typischen Situationen anwenden. (bfK)
 eine Implikation eines Satzes und seine Umkehrung auseinanderhalten (z.B. Satz des Pythagoras, 1. und 2. Strahlensatz). (bfK)
Fachlehrpläne | 156
 Zahlbereiche
 Logarithmen
 Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
 natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)
 erklären, wie der Logarithmus einer Zahl zu einer gegebenen Basis definiert ist. (bfK)
 die Logarithmusgesetze herleiten und zur Umformung von
Termen anwenden.
 Logarithmen zu beliebigen Basen berechnen.
2. Lerngebiet: Funktionen
 Umkehrfunktion
 Exponentialfunktionen
 Logarithmusfunktionen
 Trigonometrische Funktio-
 Funktionstransformationen
 spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)
 angeben, wann die Umkehrung einer Funktion wieder eine
Funktion ist.
 zu gegebenen Funktionen Umkehrfunktionen bestimmen.
 die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklären.
 Exponential- und Logarithmusfunktionen an ihrer graphischen Darstellung erkennen. (bfK)
 Funktionsgleichungen für das exponentielle Wachstum und
den exponentiellen Zerfall aufstellen. (bfK)
 das exponentielle Wachstum in verschiedenen Bereichen
anwenden. (bfK)
 die Äquivalenz von prozentualem Wachstum und exponentiellem Wachstum erklären.
 erklären, welcher Zusammenhang zwischen den Graphen
von f(x) und f(x-a), f(x)+a, a·f(x), f(a·x), f(-x), -f(x) besteht.
 die grafischen Darstellungen der trigonometrischen Funktionen erklären, insbesondere Periodizität und Symmetrien.
 einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
3. Lerngebiet: Gleichungen
 Exponentialgleichungen
 Trigonometrische Gleichun-
 geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch
Gleichungen formalisieren. (bfK)
 Äquivalenz-, Gewinn-, und Verlustumformungen unterscheiden. (bfK)
 Gleichungen mit einem Parameter durch Fallunterscheidung
 typische Gleichungen mit Hilfe von sinnvollen Substitutionen
 einfache Exponentialgleichungen mit Hilfe von Logarithmen
Fachlehrpläne | 157
lösen und insbesondere Halbwerts- und Verdoppelungszeiten berechnen. (bfK)
 alle Winkel zum vorgegebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden, und z.B. Gleichungen der Form
sin(a·x+b)=c lösen. (bfK)
4. Lerngebiet: Geometrie
 Trigonometrie
 die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck
und im Einheitskreis definieren. (bfK)
 Seitenlängen und Winkel von Dreiecken berechnen und die
Herleitung der verwendeten Formeln erklären. (bfK)
 das Bogenmass verwenden. (bfK)
5. Lerngebiet: Vektorgeometrie
 Vektoren
 den Begriff des Vektors erklären. (bfK)
 Vektoren rechnerisch und grafisch addieren, subtrahieren
und mit einer Zahl multiplizieren. (bfK)
 zweidimensionale Vektoren rechnerisch und grafisch nach
zwei vorgegebenen Richtungen zerlegen. (bfK)
 räumliche Situationen anschaulich darstellen.
 dreidimensionale Darstellungen interpretieren.
 das Skalarprodukt zweier Vektoren ausrechnen und zur
Berechnung von Zwischenwinkeln und zur Lösung von Orthogonalitätsproblemen einsetzen. (bfK)
6. Lerngebiet: Zahlen
Zahlenfolgen
 Zahlenfolgen
 Arithmetische Folgen
 Geometrische Folgen
 Grenzwerte von Zahlenfol-
 die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen aufschreiben.
 mit dem Summenzeichen umgehen. (bfK)
 erklären, was eine Reihe ist. (bfK)
 arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. (bfK)
 geometrische Folgen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. (bfK)
 den Barwert bei periodischen Zahlungen in der Finanzmathematik berechnen.
 an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler
Summanden endlich sein kann.
 die Begriffe konvergent, divergent und Grenzwert erklären.
 die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen berech-
Fachlehrpläne | 158
7. Lerngebiet: Stochastik
Beschreibende Statistik
 Statistiken
 Lage- und Streumasse
 die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken lesen.
 die gängigen Lage- und Streumasse interpretieren und anwenden. (bfK)
Fachlehrpläne | 159
 Zahlbereiche Die Schülerinnen und Schüler können
 Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
 natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)
2. Lerngebiet: Funktionen
 Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können
 erklären, was eine Funktion ist. (bfK)
 spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)
3. Lerngebiet: Analysis
Differentialrechnung
 Grenzwerte von Funktionen
 Begriff der Ableitung
 Rechnen mit Ableitungen
 Ausgezeichnete Kurvenpunkte
 Extremwertprobleme
 Anwendungen
 Grenzwerte von Funktionen berechnen.
 die im Zusammenhang mit Grenzwerten wichtigsten Notationen anwenden.
 Erkennungsmerkmale für stetige Funktionen angeben.
 Ableitung als momentane Änderungsrate erklären. (bfK)
 die Ableitung an einer Stelle grafisch als Tangentensteigung erklären. (bfK)
 Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen.
 zu einem gegebenen Funktionsgraph qualitativ richtig den
Graph der Ableitungsfunktion zeichnen.
 elementare Funktionen ableiten und die zugrundeliegenden Überlegungen erklären. (bfK)
 Summen, Produkte und Quotienten von Funktionen sowie
zusammengesetzte Funktionen ableiten und die Herleitung
der verwendeten Regeln erklären. (bfK)
 die Gleichung einer Tangente und einer Normale an einen
Funktionsgraphen aufstellen. (bfK)
 Schnittwinkel von Funktionsgraphen berechnen.
 die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema und Wendepunkte von Funktionsgraphen
nennen und begründen.
 Intervalle berechnen, auf denen der Funktionsgraph monoton wächst oder fällt bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist.
 Kurvendiskussionen mit Parametern durchführen (Fokus:
Polynome).
 Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen.
 in angewandten Aufgaben Extremwerte bestimmen. (bfK)
 die Differentialrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen, z.B. Kinematik, Wirtschaft.
 einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
Fachlehrpläne | 160
 Zahlbereiche Die Schülerinnen und Schüler können
 Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
 natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)
2. Lerngebiet: Funktionen
 Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können
 erklären, was eine Funktion ist. (bfK)
 spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)
3. Lerngebiet: Analysis
Differentialrechnung
 Grenzwerte von Funktionen
 Begriff der Ableitung
 Rechnen mit Ableitungen
 Ausgezeichnete Kurvenpunkte
 Extremwertprobleme
 Anwendungen
 Kurvendiskussionen mit Parametern durchführen (Fokus:
gebrochenrationale Funktionen, Exponentialfunktion).
 Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen (Fokus: Polynome, gebrochenrationale
Funktionen, Exponentialfunktion).
 in angewandten Aufgaben Extremwerte bestimmen. (bfK)
 die Differentialrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen, z.B. Kinematik, Wirtschaft.
 einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
Integralrechnung
 Begriff des Integrals
 Rechnen mit Integralen
 Näherungsverfahren
 Flächen- und Rauminhalte
 Anwendungen
 das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren. (bfK)
 mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen.
 das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren. (bfK)
 die Aussage, die Bedeutung und die Beweisidee für den
Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung angeben
und den Beweis erklären. (bfK)
 die Stammfunktionen elementarer Funktionen angeben.
 einen Algorithmus angeben und erklären, der bestimmte
Integrale approximativ berechnet.
 die Integralrechnung zur Problemlösung in der Physik und
anderen Wissenschaften anwenden, z.B. Kinematik, Arbeit.
 einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
Fachlehrpläne | 161
4. Lerngebiet: Stochastik
Kombinatorik
 Kombinatorische Figuren
 Anwendungen
 die Multiplikationsregel bei mehrstufigen Versuchen anwenden. (bfK)
 die Anzahl Möglichkeiten berechnen, wenn eine Anzahl
von Elementen auf eine Anzahl von Plätzen angeordnet
wird, mit oder ohne Berücksichtigung der Reihenfolge, mit
oder ohne Wiederholung.
 angewandte Aufgaben lösen.
Wahrscheinlichkeitsrechnung
 Begriff der Wahrscheinlichkeit
 Bedingte Wahrscheinlichkeit
 Wahrscheinlichkeitsverteilungen
 erklären, was man unter einem Zufallsexperiment, einem
Ereignis sowie der relativen Häufigkeit und der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. (bfK)
 bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen
oder Mehrfeldertafeln einsetzen.
 Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten
errechnen. (bfK)
 abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden
 erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man
unter einer Verteilung versteht. (bfK)
 in angewandten Aufgaben Erwartungswerte von Zufallsgrössen bestimmen (z.B. in Spielen).
 die Binomialverteilung erklären und anwenden. (bfK)
 den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die
Gauss‘sche Glockenkurve beschreiben. (bfK)
5. Lerngebiet: Vektorgeometrie
 Punkt, Gerade, Ebene
 Gegenseitige Lage
 Schnittprobleme
 Skalar- und Vektorprodukt
 Abstandsprobleme
 Kreis und Kugel (optional)
 mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und Ebenen be-
 räumliche Situationen anschaulich darstellen.
 dreidimensionale Darstellungen interpretieren.
 die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung
 die gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen beschrei-
 Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden und Ebenen
berechnen. (bfK)
 Normalen und Normalebenen angeben.
 das Skalarprodukt und das vektorielle Produkt definieren
und berechnen sowie Eigenschaften nennen und begründen. (bfK)
 Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen berechnen. (bfK)
 Kreise in der Grundebene und Kugeln im Raum mit Koordinatengleichungen beschreiben. (optional)
 eine Tangentialebene an eine Kugel in einem Kugelpunkt
berechnen. (optional)
Fachlehrpläne | 162
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN
DER MATHEMATIK. TEIL MATHEMATIK
(1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach)
Die Querverbindungen der Anwendungen der Mathematik zur Physik sind in den einzelnen Ler ngebieten aufgeführt.
Treffpunkte mit anderen Fächern sind aufgrund der Kursgrup penstruktur der Schwerpunktfächer
nicht zu bewerkstelligen.
(2) ICT-Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist.
Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Alg ebra Systeme,
usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren oder zu Simulat ionszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil.
Fachlehrpläne | 163
A Teilfach Physik
B Teilfach Anwendungen der Mathematik
1. Lerngebiet: Lineare Algebra
 Matrizen
 Matrixoperationen
 Determinanten
 Eigenwerte und Eigenvekto-
 Affine Abbildungen
 Fixpunkte und Fixgeraden
 Lineare Gleichungssysteme
 erklären, was Matrizen sind.
 Einheits-, Diagonal-, quadratische, transponierte, symmetrische, invertierbare, reguläre und singuläre Matrizen erkennen und unterscheiden.
 mit dem Taschenrechner und bei kleineren Dimensionen
von Hand Matrizen addieren, skalar multiplizieren, multiplizieren, invertieren und den Rang einer Matrix bestimmen.
 die Rolle der Determinanten bei der Matrizeninversion er-
 Eigenwerte und Eigenvektoren – insbesondere zum Eigenwert 1 - von Matrizen bestimmen und anwendungsbezogen deuten.
 Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben (z.B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen) einsetzen. (*)
 erklären, was eine affine Abbildung der Form ist.
 erklären, was eine affine Abbildung der Form
ist. (optional)
 ebene Affinitätsabbildungen (z.B. Drehstreckungen, Achsenspiegelungen, Projektionen) mit Hilfe von Matrizen beschreiben und deren Fixpunkte bzw. Fixgeraden bestim-
 räumliche Affinitätsabbildungen (z.B. Drehstreckungen,
Achsenspiegelungen, Ebenenspiegelungen, Projektionen)
mit Hilfe von Matrizen beschreiben. (optional)
 die geometrische Interpretation der Determinanten für Flächeninhalte oder Volumeninhalte begründen und verwenden. (optional)
 Matrizen zum Lösen linearer Gleichungssysteme einsetzen. (optional)
2. Lerngebiet: Komplexe Zahlen
 i
 Kartesische, Polar- und Exponentialdarstellung
 Gauss‘sche Zahlenebene
 Grundoperationen
 Gleichungen (optional)
 Fundamentalsatz (optional)
 Folgen und Iterationen (opti-
 Geometrie (optional)
 die komplexe Einheit definieren.
 die Problematik der Schreibweise beschreiben.
 die Begriffe „reell“, „imaginär“ und „komplex“ unterschei-
 Darstellungen (die kartesische, die Polar- und die Exponentialdarstellung) komplexer Zahlen beschreiben und ineinander umwandeln.
 die Grundoperationen (Addition, Multiplikation, Division)
anwenden und geometrisch interpretieren. (*)
 komplexe Potenzen (Regel von de Moivre) und Wurzeln
Fachlehrpläne | 164
berechnen und erklären, wieso sich komplexes Radizieren
von reellem Radizieren unterscheidet.
 komplexe Zahlenmengen in der Gauss’schen Ebene
zeichnerisch darstellen.
 Gleichungen (z.B. quadratische, polynomiale, exponentielle, trigonometrische) in der Grundmenge der komplexen
Zahlen lösen. (optional)
 die Aussage des Fundamentalsatzes erklären. (optional)
 komplexe Folgen und Iterationen berechnen und untersuchen. (optional)
 reelle, zweidimensionale geometrische Probleme mit Hilfe
komplexer Zahlen bearbeiten. (optional)
3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der folgenden Liste
3.1 Kegelschnitte (Pflicht-Option)
 Ellipse, Hyperbel, Parabel
 Brennpunkte
 Koordinatengleichungen
 Tangentenprobleme
 Konstruktionen (optional)
 Polarkoordinaten (optional)
 verschiedene Beschreibungen der Kegelschnitte erklären
und die Äquivalenz der Beschreibungen in einigen Fällen
 Kegelschnitte mit Koordinatengleichungen beschreiben
und mit diesen algebraisch umgehen.
 die allgemeine Gleichung zweiten Grades untersuchen und
insbesondere Punkte und Geraden als Grenzfälle von Kegelschnitten erkennen. (optional)
 die Gleichungen von Tangenten an Kegelschnitte berech-
 die Brennpunkteigenschaften erklären und deren Anwendungen beschreiben. (*)
 Kegelschnitte und Tangenten an Kegelschnitte konstruieren. (optional)
 Kegelschnitte in Polarkoordinaten darstellen, um z.B. die
Kepler’schen Gesetze herzuleiten. (*) (optional)
3.2 Sphärische Geometrie (Pflicht-Option)
 Kugelgeometrie
 Sphärische Abstände
 Sphärische Dreiecke
 Astronomie (optional)
 Konstruktionen (optional)
 die Unterschiede zwischen sphärischer und Euklidischer
Geometrie benennen.
 den Sinussatz, den Seitenkosinussatz und Winkelkosinussatz verwenden und deren Herleitung erklären.
 Längen und Winkel von Kugeldreiecken berechnen
 einige navigatorische Probleme lösen, z.B. Abstandsberechnungen, Kurswinkel, Zielkoordinaten, Fahrtdauer.
 Winkelsumme und Flächeninhalte sphärischer Dreiecke
berechnen. (optional)
 die sphärische Trigonometrie in der astronomischen Orts-
und Zeitbestimmung nutzen. (*) (optional)
 sphärische Konstruktionen durchführen. (optional)
Fachlehrpläne | 165
3.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)
 Integrationsmethoden
 Numerische Integration
 Anwendungen der Integralrechnung
 unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder
Substitution berechnen.
 einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.
 einige Anwendungen der Integralrechnung erklären. (z.B.
Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen). (*)
C Gemeinsame Lerngebiete und Fachliche Kompetenzen
Die fächerübergreifenden Lerngebiete und die entsprechenden fachlichen Kompetenzen sind unter A und
B mit (*) markiert.
Fachlehrpläne | 166
A Teilfach Physik
B Teilfach Anwendungen der Mathematik
1. Lerngebiet: Differentialgleichung
(Wichtig: Das Lerngebiet kann und soll bereits in der 3. Klasse angegangen werden.)
 Gewöhnliche Differentialgleichung
 Modellbildung
 Analytische Lösungsverfah-
 Richtungsfeld
 Approximative Lösungsverfahren
 erklären, was eine Differentialgleichung ist und die Unterschiede zu normalen Gleichungen und Funktionalgleichungen beschreiben.
 bei einer gegebenen Differentialgleichung die Ordnung bestimmen.
 an Hand konkreter Beispiele erklären, dass viele Vorgänge
in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. (*)
 erklären, wieso bei der Modellbildung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind und die Realitätsnähe von
konkreten Vereinfachungen beurteilen. (*)
 in einigen Problemsituationen Differentialgleichungen herleiten (z.B. mittels Linearisierung, Newton’sche Gesetze)
oder gegebene Differentialgleichungen erklären. (*)
 separierbare Differentialgleichungen lösen. (*)
 lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit der Methode der Variation der Konstanten lösen. (*)
 Beispiele von Differentialgleichungen zweiter Ordnung
(z.B. Federpendel, Fadenpendel, RCL-Schaltkreis) und deren Lösung erklären. (*)
 Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern beschreiben
 das Eulerverfahren zur Lösung eines Anfangswertproblems
verwenden und die Idee des Algorithmus‘ beschreiben. (*)
2. Lerngebiet: Reihenentwicklung
 Potenzreihen
 Taylorreihen
 Konvergenzbereich
 Näherungspolynome
 Resttermabschätzung
 Fourierreihen (optional)
 Potenzreihen definieren, darstellen und auswerten.
 Funktionen in Potenzreihen entwickeln. (*)
 Taylorpolynome und -reihen mithilfe der Taylor-Formel herleiten und in aufzählender Schreibweise korrekt aufschrei-
 Beispiele aus der Physik nennen, bei denen Näherungen
mittels Polynomen verwendet werden (z.B. Fadenpendel,
klassische und relativistische Mechanik). (*)
 eine Herleitung der Taylor-Formel erklären.
 aus bekannten Potenzreihen (z.B. geometrische Reihe,
Exponential-, Sinus-, Kosinus- und Logarithmusreihe) Potenzreihen für Summen, Produkte, lineare Substitutionen
 Potenzreihen mittels Koeffizientenvergleich bestimmen.
 in einfachen Fällen Konvergenzbereiche von Potenzreihen
Fachlehrpläne | 167
 den Restterm als Integral als auch mittels eines Funktionswerts der n+1. Ableitung angeben.
 mittels einer Resttermanalyse a priori und a posteriori Fehlerabschätzungen durchführen.
 die Regel von de l’Hôpital herleiten und anwenden zur Berechnung unbestimmter Ausdrücke.
 das Prinzip der Fourierreihen zur Beschreibung periodischer Bewegungen erläutern. (*) (optional)
 Fourierkoeffizienten einiger Signale berechnen (z.B. Dreiecks- oder Rechtecksspannung). (*) (optional)
3. Lerngebiet: Stochastik
 Diskrete Zufallsvariablen
 Erwartungswert
 Standardabweichung
 Stetige Zufallsvariablen
 Normalverteilung
 Standardisierung
 Hypothesentests
 Vertrauensintervalle
 den Begriff der diskreten bzw. stetigen Zufallsvariablen er-
 die Begriffe Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung und ihre Bedeutungen bei diskreten Zufallsvariablen
erklären und diese Werte berechnen.
 mit einigen Verteilungen und ihren Kennzahlen umgehen,
insbesondere Gleich-, Binomial- und Normalverteilung.
 Rechenregeln für den Erwartungswert und die Varianz
verwenden und einige dieser Regeln begründen. (optional)
 am exemplarischen Beispiel Normalverteilung die Begriffe
Dichtefunktion, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung für stetige Zufallsvariablen erklären.
 normalverteilte Zufallsvariablen standardisieren.
 die Wahrscheinlichkeiten im Zusammenhang mit normalverteilten Zufallsvariablen mit Hilfe eines Rechners oder
einer Tabelle bestimmen. (*)
 Hypothesen unter Annahme binomialverteilter oder normalverteilter Prüfvariablen einseitig oder zweiseitig testen.
 Fehler 1. und 2. Art beschreiben und beurteilen.
 Fehler 1. und – falls möglich – Fehler 2. Art berechnen.
 die Formulierungen Hypothesen „beibehalten“, „verwerfen“,
„beweisen“ und „widerlegen“ exakt unterscheiden und die
zugrunde liegende Erkenntnistheorie beurteilen.
 Vertrauensintervalle bei normalverteilten oder binomialverteilten Zufallsvariablen berechnen.
4. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der folgenden Liste
4.1 Funktionen mehrerer Variablen (Pflicht-Option)
 Darstellung
 Differentialrechnung
 Gradient
 Hesse-Matrix
 Tangentialebenen
 Integration
 Funktionen zweier Variablen als Flächen im Raum oder mit
Niveaulinien darstellen.
 die Definition partieller Ableitungen erklären, partielle Ableitungen beliebiger Ordnung berechnen und korrekt notieren.
 die Formeln zur Berechnung von Richtungsableitungen
und Tangentenneigungswinkel verwenden und erklären.
 die geometrische Bedeutung des Gradientenvektors ver-
Fachlehrpläne | 168
wenden und begründen.
 Gleichungen von Tangentialebenen berechnen.
 die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremal- und Sattelpunkte nennen und zur Berechnung solcher Punkte verwenden.
 Extremalprobleme unter Nebenbedingungen lösen. (optio-
 Funktionen von mehr als zwei Variablen analytisch untersuchen. (optional)
 Integrale mit mehreren Variablen berechnen und anwenden. (optional)
4.2 Numerische Methoden (Pflicht-Option)
 Gauss-Elimination
 Iterationsverfahren
 Numerische Integration
 Simulation (optional)
 Algorithmen (optional)
Die Schülerinnen und Schüler können.
 lineare Gleichungssysteme numerisch lösen und den entsprechenden Algorithmus erklären.
 Gleichungen oder Gleichungssysteme iterativ lösen und
die entsprechenden Algorithmen erklären.
 bestimmte Integrale approximativ berechnen und die entsprechenden Algorithmen erklären.
 weitere Algorithmen zur Lösung mathematischer Probleme
anwenden und erklären. (optional)
 Simulationen verwenden und ihre zugrundeliegenden
Ideen erklären. (*) (optional)
4.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)
 Integrationsmethoden
 numerische Integration
 Anwendungen der Integralrechnung
 unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder
Substitution berechnen.
 einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.
 einige Anwendungen der Integralrechnung erklären (z.B.
Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen). (*)
C Gemeinsame Lerngebiete und Fachliche Kompetenzen
Die fächerübergreifenden Lerngebiete und die entsprechenden fachlichen Kompetenzen sind unter A und
B mit (*) markiert.
Fachlehrpläne | 169
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH ANWENDUNGEN DER MATHEMA-
TIK
(1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach)
Treffpunkte mit anderen Fächern sind aufgrund der Kursgruppens truktur der Ergänzungsfächer
nicht zu bewerkstelligen.
(2) ICT-Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist.
Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme,
usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren oder zu Simulat ionszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil.
Fachlehrpläne | 170
Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als
ideale Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch -naturwissenschaftlicher Richtung. Deshalb
soll die Möglichkeit bestehen, nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und
Lineare Algebra auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen.
1. Lerngebiet: Lineare Algebra
 Matrizen
 Matrixoperationen
 Determinanten
 Eigenwerte und Eigenvekto-
 Lineare Gleichungssysteme
 erklären, was Matrizen sind.
 Einheits-, Diagonal-, quadratische, transponierte, symmetrische, invertierbare, reguläre und singuläre Matrizen erkennen und unterscheiden.
 mit dem Taschenrechner und bei kleineren Dimensionen
von Hand Matrizen addieren, skalar multiplizieren, multiplizieren, invertieren und den Rang einer Matrix bestimmen.
 die Rolle der Determinanten bei der Matrizeninversion er-
 Eigenwerte und Eigenvektoren – insbesondere zum Eigenwert 1 - von Matrizen bestimmen und anwendungsbezogen deuten.
 Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben (z.B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen) einsetzen.
 Matrizen zur Lösung linearer Gleichungssysteme einset-
2. Lerngebiet: Differentialgleichung
 Gewöhnliche Differentialgleichung
 Modellbildung
 Analytische Lösungsverfah-
 Richtungsfeld
 Approximative Lösungsverfahren
 erklären, was eine Differentialgleichung ist und die Unterschiede zu normalen Gleichungen und Funktionalgleichungen beschreiben.
 an Hand konkreter Beispiele erklären, dass viele Vorgänge
in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind.
 erklären, wieso bei der Modellbildung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind und die Realitätsnähe von
konkreten Vereinfachungen beurteilen.
 in einigen Problemsituationen Differentialgleichungen herleiten (z.B. mittels Linearisierung, Newton’sche Gesetze)
oder gegebene Differentialgleichungen erklären.
 separierbare Differentialgleichungen lösen.
 Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern beschreiben.
 das Eulerverfahren zur Lösung eines Anfangswertproblems
verwenden und die Idee des Algorithmus‘ beschreiben.
Fachlehrpläne | 171
3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus der folgenden Liste
3.1 Funktionen mehrerer Variablen (Pflicht-Option)
 Darstellung
 Differentialrechnung
 Gradient
 Hesse-Matrix
 Tangentialebenen
 Funktionen zweier Variablen als Flächen im Raum oder mit
Niveaulinien darstellen.
 die Definition partieller Ableitungen erklären, partielle Ableitungen beliebiger Ordnung berechnen und korrekt notieren.
 die Formeln zur Berechnung von Richtungsableitungen
und Tangentenneigungswinkel verwenden und erklären.
 die geometrische Bedeutung des Gradientenvektors verwenden und begründen.
 Gleichungen von Tangentialebenen berechnen.
 die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremal- und Sattelpunkte nennen und zur Berechnung solcher Punkte verwenden.
3.2 Stochastik (Pflicht-Option)
 Diskrete Zufallsvariablen
 Erwartungswert
 Standardabweichung
 Stetige Zufallsvariablen
 Normalverteilung
 Standardisierung
 Hypothesentests
 Vertrauensintervalle
 den Begriff der diskreten bzw. stetigen Zufallsvariablen er-
 die Begriffe Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung und ihre Bedeutungen bei diskreten Zufallsvariablen
erklären und diese Werte berechnen.
 am exemplarischen Beispiel Normalverteilung die Begriffe
Dichtefunktion, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung für stetige Zufallsvariablen erklären.
 normalverteilte Zufallsvariablen standardisieren.
 die Wahrscheinlichkeit normalverteilter Zufallsvariablen mit
Hilfe eines Rechners oder einer Tabelle bestimmen.
 Hypothesen unter Annahme binomialverteilter oder normalverteilter Prüfvariablen einseitig oder zweiseitig testen.
 Fehler 1. und 2. Art beschreiben und beurteilen.
 Fehler 1. und – falls möglich – Fehler 2. Art berechnen.
 die Formulierungen Hypothesen „beibehalten“, „verwerfen“,
„beweisen“ und „widerlegen“ exakt unterscheiden und die
zugrunde liegende Erkenntnistheorie beurteilen.
 Vertrauensintervalle bei normalverteilten oder binomialverteilten Zufallsvariablen berechnen.
3.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)
 Integrationsmethoden
 Numerische Integration
 Anwendungen der Integralrechnung
 unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder
Substitution berechnen.
 einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.
 einige Anwendungen der Integralrechnung erklären (z.B.
Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen).
3.4 Komplexe Zahlen (Pflicht-Option)
Fachlehrpläne | 172
 i
 Kartesische, Polar- und Exponentialdarstellung
 Gauss‘sche Zahlenebene
 Grundoperationen
 Gleichungen
 die komplexe Einheit definieren.
 die Problematik der Schreibweise beschreiben.
 imaginäre und komplexe Zahlen unterscheiden.
 die drei Darstellungen (kartesische, die Polar- und die Exponentialdarstellung) komplexer Zahlen beschreiben und
ineinander umwandeln.
 die Grundoperationen (Addition, Multiplikation, Division)
anwenden und geometrisch interpretieren.
 komplexe Potenzen (Regel von de Moivre) und Wurzeln
berechnen und erklären, wieso sich komplexes Radizieren
von reellem Radizieren unterscheidet.
 komplexe Zahlenmengen in der Gauss’schen Ebene
zeichnerisch darstellen.
 einige nicht-lineare Gleichungen (z.B. quadratische, polynomiale, exponentielle, trigonometrische) in der Grundmenge der komplexen Zahlen lösen.
3.5 Reihenentwicklung (Pflicht-Option)
 Potenzreihen
 Taylorreihen
 Konvergenzbereich
 Näherungspolynome
 Resttermabschätzung
 Potenzreihen definieren, darstellen und auswerten.
 Funktionen in Potenzreihen entwickeln.
 Taylorpolynome und -reihen mithilfe der Taylor-Formel herleiten und in aufzählender Schreibweise korrekt aufschrei-
 eine Herleitung der Taylor-Formel erklären.
 aus bekannten Potenzreihen (z.B. geometrische Reihe,
Exponential-, Sinus-, Kosinus- und Logarithmusreihe) Potenzreihen für Summen, Produkte, lineare Substitutionen
 in einfachen Fällen Konvergenzbereiche von Potenzreihen
 den Restterm angeben.
 mittels einer Resttermanalyse a priori und a posteriori Fehlerabschätzungen durchführen.
Fachlehrpläne | 173
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MUSIK
Wochenstunden 2 2 2 -
Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt
besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale
Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitlicher Weise.
Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen
wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle.
Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten.
Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem
Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme.
Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und
Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen
Lebens in Familie und Gesellschaft.
Das Grundlagenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besond ers folgende Fähigkeiten:
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit überlieferten Kuns twerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen .
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl entwickeln.
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform
berücksichtigen.
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern .
 Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen.
Fachlehrpläne | 174
 Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten.
 Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen.
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichti gen nonverbalen Aspekte äussern.
 Die eigene Stimme bewusst im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation einsetzen .
 Methoden begründet auswählen.
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen.
 Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen.
 Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern.
 Das Grundinteresse stringent weiterverfolgen.
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten.
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis drei Prüfungsanlässen pro Semester. Diese
finden in Form von schriftlichen Prüfungen (z.B. Tests, Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen
usw.) wie auch mündlichen oder praktischen Prüfungen (z.B. Präsentationen, Vorsingen, Wiedergabe
rhythmischer Verläufe usw.) statt. Das Engagement bzw. die mündliche Beteiligung im Unterricht können
ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen,
Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware),
Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a.
Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe,
spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben.
(5) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Im Hinblick auf einen angemessen kritischen Umgang mit Quellen eignen sich Vergleiche und Recherchen in Fachliteratur mit angemessener Aufbereitung und Präsentation. Für kreative Arbeiten (z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis gelegt.
Fachlehrpläne | 175
Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert, exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden.
 Klangerscheinungen Tonhöhe  Dur- und Moll-Skalen (mit Varianten) und Dreiklänge erkennen und benennen.
 Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend unterscheiden.
 die Eigenschaften Konsonanz und Dissonanz
 Leittöne und ihre (dominantische) Auflösungsbestrebung bewusst wahrnehmen.
 Klangerscheinungen Dauer  Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo und
artikulatorische Aspekte unterscheiden.
 Klangerscheinungen Intensität  dynamische Aspekte unterscheiden.
 Klangerscheinungen Farbe  vokale Stimmlagen erkennen und die wichtigsten Instrumente der gängigsten Formationen
hörend unterscheiden.
 Formverläufe und Formmodelle  polyphone und homophone Satztypen sowie
elementare Formprinzipien bewusst mitverfolgen, als Hörpartitur skizzieren und beschreiben.
 Betonungsverhältnisse und Phrasierungsarten
 Werkkenntnis und Stilkunde  Musikwerke den verschiedenen Musikarten
Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und Pop
 einfache stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend
 Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke
usw.) in ihr Hörrepertoire einordnen.
 ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den
Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
Fachlehrpläne | 176
 Klangerscheinungen Tonhöhe  absolute Tonhöhen fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen und notieren.
 Dur und Moll mit Varianten, Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik lesen und schreiben.
 anhand des Quintenzirkels Grundtöne, Vorzeichen und Hauptstufen eruieren.
 alle Dreiklänge sowie die Intervalle innerhalb
einer Oktave lesen und schreiben.
 Akkordsymbolschrift, Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen.
 Klangerscheinungen Dauer  Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo
adäquat beschreiben.
 Noten- und Pausenwerte lesen und schreiben.
 rhythmische und artikulatorische Phänomene
erkennen und benennen.
 Klangerscheinungen Intensität  dynamische Abstufungen erkennen und benen-
 Klangerscheinungen Farbe  die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen.
 gehörphysiologische Grundsätze verstehen und
in ihrem Hörverhalten mitberücksichtigen.
 Formverläufe und Formmodelle  polyphone und homophone Satztypen sowie
elementare Formprinzipien unterscheiden.
 musikalische Verläufe formal gliedern und ihre
Einteilung begründen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihr Musikrepertoire Musikarten, Stilen und Epochen zuordnen.
 sich einen rudimentären Überblick über die
Funktionen von Musik verschaffen.
 die Systematisierung in Epochen und Stile als
Orientierungshilfe sowie unterschiedliche Arten
von Werkverständnis nachvollziehen.
 Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen verknüpfen.
 Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten nachvollziehen.
Fachlehrpläne | 177
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 wichtige melodisch-harmonische Bausteine
durmolltonaler Musik wie Skalen(ausschnitte)
und Dreiklänge singen.
 ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung
bewusst einsetzen.
 Formverläufe und Formmodelle  einfachere rhythmische Notate umsetzen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ein angemessenes Repertoire von Vokalstücken unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten mit angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen und adäquat inter-
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln.
 Formverläufe und Formmodelle  kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreie-
 einfache pentatonische und durmolltonale melodische Verläufe entwerfen.
Fachlehrpläne | 178
 Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi unterscheiden.
 Intervalle innerhalb einer Oktave bestimmen.
 Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster,
freitonale Phänomene usw. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur skizzieren.
 Formverläufe und Formmodelle  formale Einschnitte in grösseren Musikstücken
 motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und
 in einem mehrstimmigen Stück einen Randstimmensatz gehörsmässig mitverfolgen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den
Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
 Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi lesen und schreiben.
 Umstellungen von Dreiklängen lesen und
 Materialien und Strukturen von nicht durmolltonaler Musik nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen.
 Formverläufe und Formmodelle  grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen.
 Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz
nachvollziehen und anwenden.
 Werkkenntnis und Stilkunde  Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen (z.B. bezüglich Musikart, Stil, Gattung, Form, KomponistIn oder des historischen
Kontexts) verknüpfen.
 sich vertieft mit Aspekten der durmolltonalen
Epoche auseinandersetzen (z.B. Stilwechsel
um 1600, Auflösung der Dur-Moll-Tonalität Ende 19. Jahrhundert, Unterscheidung von sogenannter „E- und U-Musik“).
 weitere musikalische Konzepte vor und nach
der durmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters, frei- und atonale Musik, Klangflä-
Fachlehrpläne | 179
chenkompositionen usw.) sowie aus anderen
Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext einordnen.
 Klangerscheinungen Tonhöhe  die Grundformen der Intervalle innerhalb einer
Oktave singen.
 Dreiklänge in der Grundstellung singen.
 Formverläufe und Formmodelle  einfache rhythmische und melodische Verläufe
stimmlich bzw. auf einem Instrumentarium um-
 Werkkenntnis und Stilkunde  auf ihr erweitertes Repertoire an Liedern,
Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten zurückgreifen.
 Formverläufe und Formmodelle  vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der
Stimmführungsregeln schreiben.
 kurze Melodieverläufe mit Skalen- und Dreiklangsmelodik entwerfen.
 einfache vokale Begleitstimmen zu Ostinati und
Kadenzmodellen entwickeln.
Fachlehrpläne | 180
 Klangerscheinungen Tonhöhe  die klanglichen Eigenschaften verschiedener
Septakkorde unterscheiden.
 den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen.
 Klangerscheinungen Farbe  Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend erkennen.
 die unterschiedlichen Qualitäten verschiedener
Stimmungssysteme hörend nachvollziehen.
 Formverläufe und Formmodelle  einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Musikrepertoire hörend erkennen.
 musikalische Verläufe aufgrund rhythmischer,
melodischer und harmonischer Aspekte bewusster wahrnehmen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den
Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
 Klangerscheinungen Tonhöhe,
Dauer, Intensität und Farbe
 Septakkorde mit Umstellungen notieren, lesen
und benennen.
 weitere Terzschichtungen nachvollziehen.
 elementare akustische Phänomene (Sinuston,
Teiltonreihe, Klang und Geräusch, verschiedene Stimmungssysteme) verstehen und einord-
 Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen.
 Formverläufe und Formmodelle  den Dominantseptakkord im vierstimmigen Satz
einbauen.
 Zwischendominanten erkennen und benennen.
 akkordfremde Töne erkennen und benennen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  die wichtigsten musikalischen Veränderungen
und Entwicklungen nachvollziehen und in einen
grösseren Kontext einordnen (Verschriftlichung
im 9. Jahrhundert, Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis / bürgerliche Musizierpraxis um
1800, Aufbruch in die Moderne ab 1880er-
Jahre, Entwicklungen in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts, Neue Musik ab 1945, Post-
Fachlehrpläne | 181
moderne, Unterscheidung von sogenannter „E-
und U-Musik“, Wurzeln und wichtigste Entwicklungslinien der Jazz- und Popmusik).
 Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und
Werkverständnis usw. mit ausgewählten
Schlüsselwerken in Verbindung bringen.
 Klangerscheinungen  Septakkorde nachsingen.
 in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine
Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme)
selbstständig singen.
 Formverläufe und Formmodelle  unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen
aus den Grobinhalten „Klangstrukturen“ (Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge, Kadenzen)
einfache durmolltonale Melodien vom Blatt sin-
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze
in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern erweitern.
 Formverläufe und Formmodelle  auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln.
 eine einfache Melodie harmonisieren.
 unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mithilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze schreiben.
Fachlehrpläne | 182
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH MUSIK
Wochenstunden - - 4 4
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen
und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor,
Orchester oder Ensembles.
Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunte rricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft d ie Erlebnisfähigkeit durch das
eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltu n-
Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und
steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumenta lunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt.
Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz,
Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterz uentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistor ischen Kontext eingeordnet.
Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die
bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu u nüberschaubaren Vielfalt
und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene
Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgesta ltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft.
Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezif ische Hochschulreife) vor.
Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders die folgenden Fähigkeiten:
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit überliefe rten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext einord-
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflekti erten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln.
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform
verstärkt berücksichtigen.
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfe inern.
 Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen.
Fachlehrpläne | 183
 Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten.
 Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen .
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonve rbalen Aspekte äussern.
 Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden .
 In grösseren Zeitgefässen und über längere Zeiträume hinweg konzentriert und selbstständig
arbeiten.
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
 Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign -, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen.
 Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern .
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten.
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit drei bis fünf Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von
schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen
usw. statt. Grössere Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch mit einer
mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen,
Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware),
Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a.
Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe,
spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben.
(5) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbstständige Recherche und Materialsuche mit exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV-Atlas der Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren
angemessene Aufarbeitung (z.B. in Handouts und Präsentationen).
Fachlehrpläne | 184
 Klangerscheinungen  komplexere Zusammenhänge von melodischen
und harmonischen Phänomenen erfassen.
 Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung
und Umkehrungen erkennen.
 gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten,
einfache Modulationsprozesse, Trugschluss
und Neapolitaner erfassen.
 ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und
Klangfarben verfeinern.
 Instrumente differenziert sowohl einzeln wie
auch in den gängigsten Formationen hörend er-
 Formverläufe und Formmodelle  grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und
als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren; polyphone und homophone Satztypen.
 Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen.
 melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene als formbildende Struktur erfassen.
 Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation,
Sequenzierung, Augmentation und Diminution
erkennen und benennen.
 polyphon strukturierte Werke wie Invention,
Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysie-
 motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde
Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien (z.B. in Sonatenhauptsatzformen) erfas-
 im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie Melodiediktate memorieren und
korrekt notieren.
 Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen,
auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert
 auf eine angemessene Anzahl repräsentativer,
anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, ausgehend vom Mittelalter bis in
die Gegenwart, zurückgreifen.
Fachlehrpläne | 185
 Klangerscheinungen  ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über
das Klangbild anhand von Notaten entwickeln.
 Klänge und Klangerscheinungen differenziert
 melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene im Notentext erfassen, korrekt notieren und adäquat beschreiben.
 Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen
im Notentext erkennen und korrekt notieren.
 bei harmonischen Analysen den Gattungen und
Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbolschrift anwenden.
 die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene durmolltonaler Musik wie
Zwischendominanten, Modulationsprozesse,
Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und benennen.
 Formverläufe und Formmodelle  auf ein angemessenes Repertoire an vertieft
behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge,
Sonate, Sonatenhauptsatzform, Rondo, usw.
zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorische Kernpunkte wie
auch spezifische Besonderheiten beschreiben.
 Werkkenntnis und Stilkunde  musikalische Phänomene, auch ohne durmolltonale Bezüge, in ihrem historischen Kontext
sehen, Epochen und Stilen zuordnen und adäquat beschreiben.
 ihre musikspezifischen Kenntnisse an standardisierten Formen in einen grösseren kulturhistorischen Kontext einordnen.
 ein exemplarisches Grundwissen um stilistische
sowie aufführungspraktische Besonderheiten
Fachlehrpläne | 186
 Klangerscheinungen  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren bewusst einfliessen lassen.
 rhythmische, melodische und harmonische
Wendungen auch klopfend bzw. singend nachvollziehen.
 Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom
Notat singen.
 Formverläufe und Formmodelle  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes Musizieren
bewusst einfliessen lassen.
 in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör als auch
vom Notat wiedergeben bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.
 Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nachals auch vom Blatt singen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen.
 Klangerscheinungen  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst ausgestalten.
 Formverläufe und Formmodelle  harmonische Verläufe in Kleinkompositionen,
Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen usw.
stilgerecht aussetzen.
 formale Verläufe bewusst gestalten.
 Rhythmen, melodische und harmonische Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen usw.
entwerfen und adäquat notieren.
 Werkkenntnis und Stilkunde  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. ei nfliessen lassen.
Fachlehrpläne | 187
 Klangerscheinungen  sich mit nicht durmolltonalen musikalischen
Phänomenen wie Freitonalität, Dodekaphonie,
Serialismus, Aleatorik, Klangflächenkompositionen usw. angemessen auseinandersetzen.
 Instrumente in aufführungspraktischem Kontext
differenziert erkennen.
 Formverläufe und Formmodelle  auch freie Formverläufe differenziert erfassen,
angemessen beschreiben und als Hörprotokoll
oder Hörpartitur skizzieren.
 Musikstücke auch in komplexeren Partituren
aktiv mitverfolgen.
 formbildende Strukturen auch in nicht durmolltonaler Musik erfassen.
 einfache Stufendiktate memorieren und korrekt
 Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen,
auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert
 auf eine angemessene Anzahl repräsentativer
anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vordurmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem
späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, „Klassische“ Moderne, Neue Musik ab
1945, Postmoderne, Stilpluralismus usw.) zurückgreifen.
 Klangerscheinungen  ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwickeln.
 komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notie-
 Formverläufe und Formmodelle  für sie neue, auch freie Formtypen, unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und angemessen beschreiben.
 Werkkenntnis und Stilkunde  durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsicht-
Fachlehrpläne | 188
lich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und
KomponistInnen sowie durch ein angemessenes
historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle
musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren.
 ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten
und Formationen gezielt erweitern.
 verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse
an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwen-
 Klangerscheinungen  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren einfliessen lassen.
 Formverläufe und Formmodelle  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes Musizieren
einfliessen lassen.
 komplexere rhythmische Verläufe sowohl nach
Gehör als auch vom Notat wiedergeben bzw.
auf einem Instrumentarium umsetzen.
 im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nach- als auch vom Blatt
singen.
 Werkkenntnis und Stilkunde  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen.
 Klangerscheinungen  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese
bewusst ausgestalten.
 Formverläufe und Formmodelle  formale Verläufe bewusst gestalten.
 Rhythmen, melodische und harmonische Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen usw.
weiterentwickeln und adäquat notieren.
 Werkkenntnis und Stilkunde  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten auch neuerer Musik
imitieren bzw. einfliessen lassen.
Fachlehrpläne | 189
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH MUSIK
Wochenstunden - - - 3
Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht
– erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eig ene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen.
Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiteren twickelt und exemplarisch vertieft.
Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer
Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -
modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet.
Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und / oder „Komponieren“
erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die
bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt
und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit.
Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet
Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft.
Das Ergänzungsfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten
 Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit überlieferten Kuns twerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden.
 Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl weiterentwickeln.
 Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform
verstärkt berücksichtigen.
 Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern.
 Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen.
 Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen .
 In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .
 Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonve rbalen Aspekte äussern.
Fachlehrpläne | 190
 Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden
 Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen .
 Die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign -, Gehörbildungs- und
Notationsprogrammen) gezielt nutzen.
 Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern .
 Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
arbeiten.
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis vier Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von
schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen
usw. statt. Grössere Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ und / oder Ergebnisse
aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht
können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion,
Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen,
Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware),
Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a.
Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe,
spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben.
Fachlehrpläne | 191
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus
denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde
 Werkkenntnis und Stilkunde  musikalische Aspekte aus den Lerngebieten
„Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und
-modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen
und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden.
 ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüp-
 die Faktur repräsentativer Kompositionen in
angemessener Anzahl und stilistischer Breite
(auch mit Musik vor und nach der durmolltonalen Epoche) erkennen und beschreiben.
 für sie neue musikalische Phänomene wie auch
freiere Formtypen selbstständig analysieren
und mit angemessener Fachterminologie erläu-
2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren
 Untersuchen  sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten
 ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens
teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich
machen und ausführen.
 eine fundierte selbstständige Recherche durch-
 eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher
Form darstellen und präsentieren.
 Komponieren  ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat
 sich mit Analysen differenziert auskomponierter
Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eige-
Fachlehrpläne | 192
nen Repertoires an musikalischem Material von
Geräuschen und Klängen auseinandersetzen.
 einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im
tonalen Bereich oder avancierte experimentelle
Kompositionstechnik(en) anwenden.
Fachlehrpläne | 193
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 -
 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnis se des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.
 Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen
Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.
 Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Ro lle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität,
Kreativität und Urteilsvermögen.
 Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in
der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.
 Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitung sprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.
 Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrne hmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.
 Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken
und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse s elbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
 Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang
mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
 Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, Konstruktiv
mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.
 Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizei tgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.
Fachlehrpläne | 194
Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts
fördert besonders
 Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .
 Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen.
 Lernprozesse selbstständig steuern.
 Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.
 Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
 Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organ isierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.
 In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.
 Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotiona le Inhalte ausdrücken können.
 Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-
 Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .
 Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren.
 Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.
 Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .
 Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln.
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung,
einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie
Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarier barer
individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen
fliesst in die Bewertung ein.
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfäch ern.
Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von
KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowohl auf körperlicher wie auf
verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst.
Fachlehrpläne | 195
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen und methodologischen Zugängen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der
Lernenden mit angemessenem Coaching.
Fachlehrpläne | 196
 Publikumsorientierung
 verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. Allfällige Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen usw.)
sind soweit wie möglich ausgeräumt.
 können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwenden.
 sind sich der Bedeutung von Körperhaltung
und Atmung bewusst.
 sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext
zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.
 verfügen über die notwendigen stilistischen
Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von
ihnen gespielten Werke.
 bemühen sich beim Spielen der geübten
Werke um einen persönlichen musikalischen
Ausdruck.
 sind offen für die kommunikative Dimension
des Musizierens und bereit, in einem geschützten Rahmen aufzutreten (z.B. Klassenstunde).
 sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen
Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen.
 können über ihren aktuellen technischen
Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft
Fachlehrpläne | 197
 Zusammenspielen
 soweit instrumentaltechnisch möglich
auf die Erarbeitung von Musikstücken
aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire von mindestens zwei erarbeiteten Musikstücken vorweisen.
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammenspielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester der
Schule mitwirken.
 Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw.
in einem nicht-öffentlichen Rahmen
(z.B. Klassenstunde) vortragen.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-
 einfache Improvisationsaufgaben lösen
(z.B. variieren einer einfachen Melodie,
Frage-Antwort-Spiele usw.).
 einfache Melodien aus dem Stegreif in
den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen.
 kürzere Musikstücke auf einem für sie
einfachen Niveau im Unterricht auswendig vortragen.
Fachlehrpläne | 198
 Melodik und Harmonik
 einfache Melodien ab Notentext singen
und spielen.
 Intervalle aufwärts und abwärts lesend
erkennen und spielen.
 Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische,
chromatische und Ganztonleitern erkennen und spielen.
 Dreiklangsstrukturen erkennen und auf
dem Instrument umsetzen.
 einfache rhythmische Muster mit allen
Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend,
sprechend und auf ihrem Instrument
 Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen.
 die Instrumente des Symphonieorchesters bzw. die wichtigsten Instrumente
der gebräuchlichsten Formationen anderer Stilrichtungen an ihrem Klang erkennen und richtig benennen.
Fachlehrpläne | 199
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
 Gattungen
 Instrumentenpflege
einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen.
 die für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen sowie die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
 ihr Instrument sachgerecht pflegen.
Leistungsbewertung 1. Klasse
Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf der Beurteilung des individuellen Lernfortschritts. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Im Laufe des 1. Semesters findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des
Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Es wird dem Schüler ein kurzer schriftlicher Bericht abgegeben. Die Standortbestimmung wird nicht bewertet.
Fachlehrpläne | 200
 Publikumsorientierung
 weisen sich gegenüber dem Beginn der 1.
Klasse über einen instrumentaltechnischen
Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus.
 können die wesentlichsten Erarbeitungs-
und Übtechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.
 können ihr Instrument bzw. ihre Stimme
physiologisch angemessen betätigen.
 sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext
zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.
 verfügen über die notwendigen stilistischen
Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von
ihnen gespielten Werke.
 sind fähig, in einem schulinternen Rahmen
(z.B. Musizierstunde) aufzutreten.
 sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit
persönlichem Ausdruck und Engagement zu
spielen.
 sind fähig, Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren wahrzuneh-
 können über ihren aktuellen technischen
Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft
Fachlehrpläne | 201
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 Zusammenspielen
 auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire von mindestens drei Musikstücken vorweisen.
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen SchülerInnen von
mindestens gleichem technischem Niveau zusammenspielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester der
Schule mitwirken.
 Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw.
vor einer schulinternen Gruppe von ZuhörerInnen vortragen.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-
 anspruchsvollere Improvisationsaufgaben lösen (z.B. Improvisation über eine
einfache Bassfigur, Umsetzen einer
einfachen aussermusikalischen Vorlage
- z.B. Bild, kleine Geschichte, Gedicht -
in Musik).
 komplexere, ihnen bekannte Melodien
aus dem Stegreif in den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen und
Melodiefragmente nach Gehör aus dem
Stegreif nachspielen.
 kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
Fachlehrpläne | 202
 Melodik und Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.
 Intervalle aufwärts und abwärts lesend
und hörend erkennen sowie singend
und auf ihrem Instrument bzw. dem
Klavier realisieren.
 Alle Dreiklänge hörend erkennen und
auf dem Instrument realisieren.
 Modi kennen und auf dem Instrument
 komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.
 Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen.
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -geschichte
 Instrumentenpflege
einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell
der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen.
 die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
 sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und
über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu
den von ihnen selbst erarbeiteten
Kompositionen ausweisen.
Fachlehrpläne | 203
 verschiedene musikalische Gattungen
aus dem Repertoire ihres Instruments
 zentrale Tatbestände der Geschichte
sowie einzelne Werke der bildenden
Kunst und Literatur aus der Zeit der
von ihnen erarbeiteten Musik benen-
 die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und
Fachtermini verstehen und korrekt an-
 die Entstehung und Weiterentwicklung
ihres Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
 die einzelnen Teile ihres Instruments
benennen und ihre Funktion erklären.
 über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der
Klangerzeugung ihres Instruments
kompetent Auskunft geben.
 in Bezug auf ihr eigenes Instrument
über mathematische Grundlagen der
Musik (z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett usw.) Auskunft geben.
 ihr Instrument sachgerecht pflegen.
Leistungsbewertung 2. Klasse
Die in der 1. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf der Beurteilung des individuellen Lernfortschritts.
Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Fachlehrpläne | 204
 Publikumsorientierung
 Selbstständigkeit
 verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand
zu Beginn der 1. Klasse).
 können verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.
 setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein.
 sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext
fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem
Instrument wiederzugeben.
 verfügen über fortgeschrittene stilistische
Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen.
 sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren.
 sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
 sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer Schule aufzutreten
und sich musizierend und bei Bedarf auch
verbal an das jeweilige Publikum zu richten.
 sind fähig, Differenzen zwischen Intention und
Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen
und ihre eigene Leistung zu beschreiben und
einzuordnen.
 sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk
(eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle
Stand) selbstständig einzustudieren.
Fachlehrpläne | 205
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 Zusammenspielen
 Zukunftsperspektiven
 auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für ihr Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken, wie z.B. Renaissance, Barock,
Klassik, Romantik, Spätromantik, Klassische Moderne, Avantgarde/ nach
1945, Postmoderne, Jazz, Blues, Rock,
Pop, World, Volksmusik usw..
 ein vorspielreifes Repertoire von mindestens vier Stücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson, anderen InstrumentalpartnerInnen
unterschiedlichen Niveaus spielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester der
Schule mitwirken.
 Musikstücke im Schulrahmen öffentlich
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-
 komplexere Improvisationsaufgaben lösen (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach
formalen Vorgaben, zu Harmonien, Erfinden von Begleitungen, freie Improvisation usw.).
 ihnen bekannte Melodien in den ihnen
technisch möglichen Tonarten aus dem
Stegreif spielen und einfachere Melodien nachspielen.
 Musikstücke im Unterricht auswendig
 über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie
über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles usw.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft
Fachlehrpläne | 206
 Melodik und Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren.
 die harmonischen Hauptstufen lesend
und hörend erkennen.
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem In-
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -geschichte
 Grundlagen der Klangerzeugung
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Instrumentenpflege
einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell
der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen.
 die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
 charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten
nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.
 zentrale Tatbestände der politischen
Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
Fachlehrpläne | 207
Leistungsbewertung 3. Klasse
Die in der 1. und 2. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt.
Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele
im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Am Ende der 3. Klasse findet eine standardisierte Grundlagenfach-Schlussprüfung auf Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Die Resultate dieser Prüfung fliessen in die Jahresnote ein.
Fachlehrpläne | 208
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden - - 1 1
 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.
 Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen
Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und histor ischen Bewusstseins.
 Gemeinsam mit dem Fach Schulmusik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei
der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität,
Kreativität und Urteilsvermögen.
 Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer W eise in
der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.
 Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitung sprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.
 Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrne hmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.
 Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken
und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse s elbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
 Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang
mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
 Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble f ördert soziale Kompetenzen wie
Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv
mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.
 Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizei tgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.
 Die Schülerinnen und Schüler werden verstärkt auf ein mögliches Studium im Instrumentalfach
vorbereitet.
Fachlehrpläne | 209
Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts
fördert besonders
 Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .
 Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen.
 Lernprozesse selbstständig steuern.
 Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.
 Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
 Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organ isierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.
 In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.
 Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale I nhalte ausdrücken können.
 Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-
 Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .
 Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren.
 Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.
 Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .
 Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln.
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung,
einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie
Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbare r
individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen
fliesst in die Bewertung ein.
Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels orientiert sich am individuellen Fortschritt, wobei
bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3
und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 4 zu erreichen ist.
Fachlehrpläne | 210
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Sc hulfächern.
Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von
KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowohl auf körperlicher wie
verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst.
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen und methodologischen Zugängen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der
Lernenden mit angemessenem Coaching.
Fachlehrpläne | 211
 Publikumsorientierung
 Selbstständigkeit
 beherrschen ihr Instrument technisch auf
fortgeschrittenem Niveau (mindestens
Kompetenzstufe 3).
 verfügen über ein erweitertes Repertoire
an Erarbeitungs- und Übtechniken.
 setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen
zugunsten der musikalischen Aussage
ein.
 sind in der Lage, einen musikalischen
Text von anspruchvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) selbstständig zu lesen, zu verstehen und umzuset-
 verfügen über fortgeschrittene stilistische
Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.
 sind befähigt, für ein zu erarbeitendes
Musikstück interpretatorische Parameter
zu formulieren und umzusetzen.
 sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen
gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren.
 sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer
Schule mitzuwirken und sich musizierend
und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.
 sind fähig, Differenzen zwischen Intention
und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
 sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk
(eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle
Stand) selbstständig einzustudieren.
Fachlehrpläne | 212
 Zusammenspielen
 Zukunftsperspektiven
 auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für ihr Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.
 sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band
oder einer Kammermusikformation
 im Rahmen eines öffentlichen Auftritts
die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.
 Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken anwenden (z.B. spontanes
Verzieren einfacherer Kompositionen,
Improvisation nach formalen Vorgaben
und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation usw.).
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
 einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
 Sind sich ihres aktuellen technischen
Standes, ihrer Stärken und Schwächen
sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst.
Fachlehrpläne | 213
 Melodik und Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge und
ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental realisieren.
 komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem In-
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -geschichte
 Grundlagen der Klangerzeugung
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Instrumentenpflege
 die wichtigen biografischen Daten und
Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten be-
 charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche
korrekt zuordnen.
 die für das Repertoire ihres Instruments
wichtigsten musikalischen Gattungen be-
 die für ihr Instrument relevanten Stile
und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
 die Entstehung und Weiterentwicklung
ihres Instruments in den wesentlichen
Fachlehrpläne | 214
Grundzügen erklären.
 sich über differenzierte Kenntnisse der
Klangerzeugung auf ihrem Instrument
 zentrale Tatbestände der politischen
Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
Leistungsbewertung 3. Klasse
Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die
Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im
Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Fachlehrpläne | 215
 Publikumsorientierung
 Selbstständigkeit
 können auf die Erarbeitung von Musik
aus möglichst vielen für ihr Instrument
relevanten Epochen und Stilbereichen
zurückblicken.
 beherrschen ihr Instrument technisch
auf fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe 4).
 verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken.
 setzen ihren Körper und ihre Atmung
kompetent zugunsten der musikalischen Aussage ein.
 sind in der Lage, einen musikalischen
Text von anspruchsvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 4) selbstständig zu lesen, zu verstehen und umzusetzen.
 sind befähigt, die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen Parameter
zu formulieren und mit persönlichem
Ausdruck und Engagement stilgerecht
zu interpretieren.
 sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten
ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an
das jeweilige Publikum zu richten.
 sind fähig, Differenzen zwischen Intention
und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu
beschreiben und einzuordnen.
Fachlehrpläne | 216
2. Lerngebiet: Formen des Musizierens
 Zusammenspielen
 Zukunftsperspektiven
 ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.
 sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder Kammermusikformation ausweisen.
 im Rahmen öffentlicher Auftritte die von
ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich
zur Aufführung bringen.
 Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken anwenden (z.B. spontanes
Verzieren einfacherer Kompositionen,
Improvisation nach formalen Vorgaben
und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation usw.).
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in den gängigsten Tonarten spielen.
 einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
 ihren aktuellen technischen Stand, ihre
Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven
(nach Austritt aus der Mittelschule) einschätzen (Ensembles, Fortsetzung des
Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen, usw.).
Fachlehrpläne | 217
3. Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische G rundlagen
 Melodik und Harmonik
 die harmonischen Hauptstufen sowie
ausgewählte Nebenstufen (Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord,
Trugschluss usw.) erkennen.
 komplexe rhythmische Muster erkennen
 komplexe Melodien ab Notentext singen
und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge und
ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental realisieren.
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem In-
Fachlehrpläne | 218
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -geschichte
 Grundlagen der Klangerzeugung
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Instrumentenpflege
 die wichtigen biografischen Daten und
Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr
Instrument wichtigen Komponisten be-
 charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche
korrekt zuordnen.
 die für ihr Instrument relevanten Stile
und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
 zentrale Tatbestände der politischen
Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
 sich über ein vertieftes historisches
Umfeldwissen zu den Hauptwerken ihres Instruments und zu den von ihnen
erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
Leistungsbewertung 4. Klasse
Die im Grundlagenfach und in der 3. Klasse des Schwerpunktfachs erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf
dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Fachlehrpläne | 219
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT
Wochenstunden - - - 1
 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.
 Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen
Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.
 Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der
Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativ ität und Urteilsvermögen.
 Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in
der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.
 Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.
 Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.
 Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken
und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernpr ozesse selbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
 Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang
mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
 Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv
mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.
 Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.
Fachlehrpläne | 220
Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts
fördert besonders
 Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .
 Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen .
 Lernprozesse selbstständig steuern.
 Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.
 Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende
 Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einord nen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.
 In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.
 Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können .
 Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-
 Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .
 Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontr ollieren.
 Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.
 Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .
 Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln.
 Mit technischen und elektronischen Medien kompetent umgehen können.
 Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen.
• Eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen .
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter
Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung,
einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie
Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer
individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen
fliesst in die Bewertung ein.
Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels beruht auf dem individuellen Lernfortschritt, wobei
bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist.
Fachlehrpläne | 221
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern.
Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von
KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowo hl auf körperlicher wie
verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst.
Fachlehrpläne | 222
 Publikumsorientierung
 Selbstständigkeit
 verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3).
 verfügen über verschiedene Erarbeitungs-
und Übtechniken.
 setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen
zugunsten der musikalischen Aussage
ein.
 sind in der Lage, einen musikalischen
Text von anspruchsvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) zu lesen,
zu verstehen und umzusetzen.
 verfügen über fortgeschrittene stilistische
Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.
 sind fähig, die wichtigsten der für ein zu
erarbeitendes Musikstück notwendigen
interpretatorischen Parameter zu formulieren.
 sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen
gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
 sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer
Schule mitzuwirken und sich musizierend
und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.
 sind fähig, Differenzen zwischen Intention
und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
 sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk
(eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle
Stand) selbstständig einzustudieren.
Fachlehrpläne | 223
 Zusammenspielen
 Zukunftsperspektiven
 auf die Vertiefung in zwei ausgewählten
Epochen oder Stilbereichen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.
 sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation ausweisen.
 bei musikalischen Auftritten die von
ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich
zur Aufführung bringen.
 Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.
 verschiedene instrumentalspezifisch
sinnvolle Improvisationsansätze und –
techniken anwenden (z.B. spontanes
Verzieren einfacherer Kompositionen,
Improvisation nach formalen Vorgaben
und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation usw.).
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
 einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
 ihren aktuellen technischen Stand, ihre
Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven
(nach Austritt aus der Mittelschule) einschätzen (Ensembles, Fortsetzung des
Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen usw.) nach Austritt aus der Mittelschule bewusst.
Fachlehrpläne | 224
 Melodik und Harmonik
 komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.
 vermehrt Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen
 komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
 Klangfarben differenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem In-
 Gattungen
 Instrumentenkunde und -geschichte
 Grundlagen der Klangerzeugung
 Interdisziplinäre Anknüpfung
 Instrumentenpflege
einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr
Instrument wichtigsten Komponisten be-
 die für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen
und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
 charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.
Leistungsbewertung 4. Klasse
Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die
Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im
Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Fachlehrpläne | 225
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen.
 Einführung (obligatorisch)
 Modellvorstellungen (optional)
 Wissenschaftliches Arbeiten
 erläutern, mit welchem Gegenstand sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen (inkl. der dazugehörigen Terminologie).
 Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterschei-
 mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen (z.B. das Modell des
psychischen Geschehens nach Nolting) psychische Prozesse
und die Erziehungswirklichkeit beschreiben und analysieren.
 hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik
und Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren.
 Aggression/Anti- und prosoziales Verhalten (obligato-
 Wahrnehmung (optional)
 Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von
Menschen aufzeigen und an Fallbeispielen exemplarisch
 Möglichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhaltens/Förderung von prosozialem Verhalten aufzeigen.
 grundlegende Prozesse der Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf Erleben und Verhalten erläutern.
 typische Phänomene der sozialen Wahrnehmung theorie-
Fachlehrpläne | 226
 Emotionstheorien (optional)
 Kognition (optional)
geleitet (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der Wahrnehmung oder Self-Fulfilling Prophecy) analysieren.
 die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler Prozesse erläutern.
 exemplarisch wichtige Funktionsweisen von kognitiven
Prozessen aufzeigen (z.B. an Gedächtnis, Intelligenz, Entscheiden, Problemlösen, Sprache) und ihre Bedeutung für
das menschliche Erleben und Verhalten darlegen.
 Gesellschaftliche Relevanz
 durch ihr Wissen aktuelle gesellschaftliche Phänomene
interpretieren (z.B. Mobbing/Cybermobbing, Jugendgewalt,
häusliche Gewalt) und Handlungsvorschläge einbringen.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
 Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung (optional)
 Pädagogische Anthropologie
 Pädagogische Strömungen
(optional, Auswahl)
 Erziehungsstile und Erziehungsmassnahmen (optio-
 Pädagogische Institutionen
 Pädagogische Aufgabenfelder (optional)
 Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung als System begreifen und zueinander in Beziehung setzen.
 den gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf genannte Bereiche der Erziehung erkennen und
 anthropologische Voraussetzungen (Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit) der Erziehung erläutern, auf historische und aktuelle Beispiele anwenden und damit die Notwendigkeit von Erziehung begründen.
 Konzepte verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen
aus unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller Strömungen) darlegen und
miteinander vergleichen.
 verschiedene Erziehungsstile und/oder Erziehungsmassnahmen bezüglich ihrer Wirkung beurteilen.
 entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und kritisch reflektieren.
 pädagogische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, Kindertagesstätten, Hochschulen) miteinander vergleichen und im Bezug
auf ihren, von der Gesellschaft gegebenen Auftrag beurtei-
 exemplarisch pädagogische Aufgabenfelder (z.B. Casemanagement, Integration, Elternberatung) erläutern und in
ihrem gesellschaftlichen Wandel begreifen.
 Gesellschaftliche Relevanz
 aktuelle, gesellschaftlich relevante pädagogische Fragen
 eine zeitgenössische Entwicklung in der Pädagogik erarbeiten (z.B. durch Lektüre).
Fachlehrpläne | 227
4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
 Entwicklung (optional, Auswahl)
 für ausgewählte Entwicklungsstadien (Altersbereiche)
exemplarisch wichtige Entwicklungsbereiche (z.B. Bindung,
kognitive Entwicklung, moralische Entwicklung, Identitätsentwicklung, intime Beziehungen, Pension) mit Hilfe der
entsprechenden Entwicklungstheorien (z.B. Bowlby, Piaget, Kohlberg, Erikson) darstellen.
 die Entwicklung beeinflussende Faktoren (z.B. Anlage,
Umwelt, Selbstbestimmung oder Reifung und Lernen) auf
verschiedene Entwicklungsstadien anwenden.
 die Bedeutung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse
für andere Lerngebiete (z.B. Erziehung, Persönlichkeit)
 Sozialpsychologie (obligatorisch, Auswahl)
 verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der Gruppenbildung nach Tuckman) darlegen.
 theoretisches Wissen im Bezug auf eigene Gruppenerfahrungen reflektieren.
 wichtige sozialpsychologische Experimente (z.B. Asch,
Moscovici, Milgram, Zimbardo) anhand ihrer Fragestellung,
Ergebnissen und Schlussfolgerungen darstellen und kriti-
 Psychologische Schulen
(optional, Auswahl)
 einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, kognitive
Psychologie, Neuropsychologie, aktuelle Strömungen) und
diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in
 psychologische Schulen adäquat zur Erklärung von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen
beiziehen.
 Psychische Gesundheit und
psychische Störungen (obligatorisch, Auswahl)
 menschliches Erleben und Verhalten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung beurteilen.
 die Grundlagen von Diagnostik darstellen.
 die zentralen Symptome ausgewählter psychischer Störungen (z.B. Angststörungen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie, Essstörungen, Sucht) darlegen und in
Fallbeispielen erkennen.
 verschiedene Einflüsse auf die Entstehung dieser psychischen Störungen sowie deren Wechselwirkung exemplarisch erklären.
Fachlehrpläne | 228
 verschiedene störungsspezifische Therapiekonzepte (z.B.
Verhaltenstherapie bei Angststörungen, kognitive Verfahren bei Depressionen) in ihren Grundzügen wiedergeben
und miteinander vergleichen.
 die störungsspezifische und allgemeine Wirksamkeit der
Therapiekonzepte beurteilen
 die Bedeutung der verschiedenen Schulen der Psychologie
für die Therapiekonzepte verstehen.
 Gesellschaftliche Relevanz
 die Relevanz der Entwicklungspsychologie für gesellschaftliche und politische Entscheidungen (z.B. Schulpolitik) ver-
 die Bedeutung der Sozialpsychologie für gesellschaftliche
Phänomene und die weitere Forschung erkennen.
 ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im
Umgang mit sich selbst und Anderen verantwortungsvoll
Fachlehrpläne | 229
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHILOSOPHIE
Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen.
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
Philosophische Fragen und Disziplinen im
Überblick
 die Eigenart philosophischen Fragens und Reflektierens erklären.
 grundlegende Fragestellungen philosophischer
Disziplinen verstehen (z.B. Anthropologie: Worin
unterschieden sich Menschen von Tieren und tec hnischen Apparaten?).
 Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn fragen) nachvollziehen.
Entstehung der Philosophie in der Antike  die Anfänge philosophischen Denkens in Indien,
China und Griechenland im Vergleich würdigen.
Praktische Philosophie: Ethik
 Grundbegriffe der Ethik erklären und sachgerecht
anwenden (z.B. Moral vs. Ethik, Freiheit).
 Grundpositionen der Ethik erklären und zur Beurteilung moralischer Fragen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).
einen eigenen ethischen Standpunkt differenziert
Fachlehrpläne | 230
Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie  Grundbegriffe der Erkenntnistheorie erklären und
sachgerecht anwenden (z.B. Wissen, Wahrheit).
 Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären
(z.B. Rationalismus, Empirismus).
 die Gültigkeit von Argumentationen überprüfen.
Ein weiteres Grundthema der Philosophie:
(z.B. politische Philosophie, Sprachphilosophie, Ästhetik)
 einschlägige Grundbegriffe und -positionen erklären, auf Phänomene der Lebenswelt anwenden und
einen begründeten eigenen Standpunkt einneh-
Textauszüge von den Vorsokratikern bis zur
Gegenwart (mit epochentypischer Fragestellung oder mit gemeinsamem Thema)
 philosophischen Texten in beharrlicher Analyse
nachgehen und Verständnisschwierigkeiten überwinden.
 den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert
 den Argumentationszusammenhang eines Textes
herausarbeiten.
Philosophischer Dialog
 Sokrates‘ Methode der Dialogführung verstehen
 philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln.
Philosophischer Essay  eine Frage bzw. ein Thema der Philosophie in
einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und (so weit wie möglich) klären.
 Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und
Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen, zu einem (vorläufigen) Ergebnis gelangen.
Fachlehrpläne | 231
5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophischer Inhalte auf konkrete
Fälle und Lebensbereiche
 philosophische Inhalte (Theorien, Begriffe, Methoden) sachgerecht gebrauchen.
 Fragen und Phänomene der Lebenswelt, auch der
persönlichen Lebenswelt, mit Hilfe philosophischer
Hinsichten verstehen und einordnen.
 eigenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten
Beurteilung des Gelernten und selbstständiges
Weiterdenken
 Konsequenzen philosophischer Positionen und
Theorien würdigen.
 eine eigenständige Reflexion an einen philosophischen Gedanken anknüpfen.
Fachlehrpläne | 232
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK /
PSYCHOLOGIE
Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen.
Im Unterricht der Teilfächer Pädagogik / Psychologie können die im Lehrplan genannten Grobi nhalte auch gemeinsam mit Grobinhalten aus anderen Lerngebieten behandelt werden. Zum Be ispiel kann der Grobinhalt „Kognition“ aus der Allgemeinen Psychologie auch im Rahmen der En twicklungspsychologie (kognitive Entwicklung) oder der Schulen der Psych ologie (kognitive Wende)
behandelt oder der Grobinhalt „Aggression/Anti - und prosoziales Verhalten“ anhand der Sozialps ychologie erarbeitet werden.
Die mit einem Stern (*) markierten Grobinhalte eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der Teilfächer Philosophie und Pädagogik bzw. Psychologie.
3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE
Philosophische Fragen und
Disziplinen im Überblick
 die Eigenart philosophischen Fragens und Reflektierens erkl ären.
 grundlegende Fragestellungen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. Anthropologie: Worin unterschieden sich Menschen
von Tieren und technischen Apparaten?).
 Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem
Sinn fragen) nachvollziehen.
Entstehung der Philosophie in
der Antike (obligatorisch)
 die Anfänge philosophischen Denkens in Indien, China und Gri echenland im Vergleich würdigen.
Fachlehrpläne | 233
Praktische Philosophie: Ethik*
 Grundbegriffe der Ethik erklären und sachgerecht anwenden (z.B.
Moral vs. Ethik, Freiheit).
 Grundpositionen der Ethik erklären und zur Beurteilung moral ischer Fragen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).
 einen eigenen ethischen Standpunkt differenziert begründen.
Theoretische Philosophie:
Erkenntnistheorie*
 Probleme der Erkenntnis und der Begründung von Wissen ve rstehen (z.B. Woher wissen wir, dass unser Wissen der Welt entspricht? Was zeichnet wissenschaftliches Wissen aus?).
 Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären und auf konkrete
Begründungen von Wissen anwenden (z.B. Rationalismus, Empirismus, Kohärenztheorie).
Theoretische Philosophie:
Sprachphilosophie (optional)
 verschiedene Erklärungsansätze zur Funktionsweise der Sprache
erklären (z.B. Sprache als Zeichensystem, Gebrauchstheorie der
Bedeutung).
 das komplexe Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit verst ehen
(z.B. Inwieweit sind Denken und Erkennen durch Strukturen der
Sprache determiniert?).
Textauszüge von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart (mit
epochentypischer Fragestellung
oder mit gemeinsamem Thema)
 philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse
nachgehen und Verständnisschwierigkeiten überwinden.
 den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert zusamme nfassen.
 den Argumentationszusammenhang eines Textes herausarbeiten .
Fachlehrpläne | 234
Der philosophische Dialog
 Sokrates‘ Methode der Dialogführung verstehen und a nwenden.
 philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwi-
Fachlehrpläne | 235
3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER PÄDAGOGIK / PSYCHO-
LOGIE
1. Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie (KLT 1. Lerngebiet)
 Einführung* (obligatorisch)
 erläutern, mit welchem Gegenstand und mit welchen Zielen
sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen
(inkl. der dazugehörigen Terminologie).
 Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.
 Modellvorstellungen (obligatorisch)
 mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen (z.B. das Modell des
psychischen Geschehens nach Nolting) psychische Prozesse
und die Erziehungswirklichkeit beschreiben und analysieren.
 Wissenschaftliches Arbeiten* (obligatorisch)
 hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und
Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden
und reflektieren.
2. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (KLT 3. Lerngebiet)
 Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung* (obligato-
 Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung als System begreifen und zueinander in Beziehung setzen.
 den gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf
genannte Bereiche der Erziehung erkennen und analysieren.
 Pädagogische Anthropologie* (obligatorisch)
 anthropologische Voraussetzungen (Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit) der Erziehung erläutern, auf historische und
aktuelle Beispiele anwenden und damit die Notwendigkeit von
Erziehung begründen.
 Erziehungsmassnahmen
 verschiedene Erziehungsmassnahmen bezüglich ihrer Wirkung
 entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren
und kritisch reflektieren.
 Erziehungsstile (obligato-
 die historische Entwicklung der Erziehungsstile (z.B. Lewin,
Tausch und Tausch) aufzeigen und Erziehungsstile kritisch re-
 Übergreifend (obligatorisch)  verschiedene Merkmale der Erziehung aufeinander beziehen
und an Beispielen anwenden.
 fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
Fachlehrpläne | 236
3. Lerngebiet: Allgemeine Psychologie (KLT 2. Lerngebiet)
 Aggression/Antisoziales
Verhalten* (obligatorisch),
Prosoziales Verhalten* (optional)
 Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von
Menschen aufzeigen und an Fallbeispielen exemplarisch analysieren.
 Möglichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhaltens/Förderung von prosozialem Verhalten aufzeigen.
 durch ihr Wissen aktuelle gesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. Mobbing/Cybermobbing, Jugendgewalt, häusliche Gewalt) und Handlungsvorschläge einbringen.
 Wahrnehmung* (obligato-
 grundlegende Prozesse der Wahrnehmung erläutern.
 die Tatsache, dass Wahrnehmung nicht eine tatsächliche Wirklichkeit abbildet (sondern selektiv und konstruktiv wirkt) erkennen und die Konsequenzen auf die soziale Wahrnehmung be-
 die Entstehung, Funktion und Beeinflussbarkeit von Vorurteilen
und Stereotypen (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der
Wahrnehmung oder Self-Fulfilling Prophecy) in der sozialen
Wahrnehmung diskutieren.
 Emotionstheorien* (optional)  zentrale Aspekte psychologischer Emotionstheorien erläutern.
 die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler
Prozesse erläutern.
 die emotionale Entwicklung im Verlauf des Lebens aufzeigen
und die Auswirkungen von Fehlentwicklungen beschreiben.
 Kognition* (optional)  exemplarisch wichtige Funktionsweisen von kognitiven Prozessen aufzeigen (z.B. an Gedächtnis, Intelligenz, Entscheiden,
Problemlösen, Sprache).
 dieses Wissen zu anderen Lernbereichen (z.B. Testpsychologie, kognitive Entwicklung, Lerntheorien) in Beziehung setzen.
 Übergreifend (obligatorisch)  ihr theoretisches Wissen über Kognition und Emotion zueinander in Beziehung setzen.
 Erkenntnisse aus der allgemeinen Psychologie zur adäquaten
Erklärung von Erleben und Verhalten des Menschen beiziehen.
Fachlehrpläne | 237
4. Lerngebiet: Soziale Interaktion (KLT 6. Lerngebiet)
 Psychologie der Gruppe*
 verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der Gruppenbildung nach Tuckman) darle-
 theoretisches Wissen im Bezug auf eigene Gruppenerfahrungen reflektieren.
 Sozialpsychologische Experimente* (obligatorisch)
 wichtige sozialpsychologische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, Milgram, Zimbardo) anhand ihrer Fragestellung, Ergebnissen und Schlussfolgerungen darstellen und in Bezug auf gruppendynamische Prozesse analysieren.
 die sozialpsychologischen Experimente kritisieren aber auch
deren Bedeutung für gesellschaftliche Phänomene und die weitere Forschung erkennen.
 Kommunikationstheorien*
 Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawick, Schulz von
Thun) erläutern und diese miteinander vergleichen.
 ihr theoretisches Wissen über Kommunikation praktisch umset-
 Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung der sozialen Interaktion für das Erleben und
Verhalten erkennen.
5. Lerngebiet: Entwicklung (KLT 4. Lerngebiet), kann vollständig oder in Teilen auch in der 4.
Klasse behandelt werden
 Entwicklungsstadien und
Entwicklungstheorien* (obligatorisch, Auswahl)
 das Konzept der Entwicklungsaufgaben (z.B. nach Havighurst
oder Erikson) darlegen und zu verschiedenen Lebensphasen in
 für ausgewählte Entwicklungsstadien exemplarisch wichtige
Entwicklungsbereiche (z.B. Bindung, kognitive Entwicklung,
moralische Entwicklung, Identitätsentwicklung, intime Beziehungen, Pension) mit Hilfe der entsprechenden Entwicklungstheorien (z.B. Bowlby, Piaget, Kohlberg, Erikson) darstellen.
 Die Entwicklung bedingende
und beeinflussende Faktoren (obligatorisch)
 die Entwicklung beeinflussende Faktoren (z.B. Anlage, Umwelt,
Selbstbestimmung oder Reifung und Lernen) auf verschiedene
Entwicklungsstadien anwenden.
 Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse für
andere Lerngebiete (z.B. Erziehung, Persönlichkeit) diskutieren.
Fachlehrpläne | 238
3.3. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN VON PHILOSOPHIE, PÄDA-
GOGIK UND PSYCHOLOGIE
Eine grundlegende Fragestellung oder ein Phänomen der
Lebenswelt (z.B. Warum soll
man überhaupt moralisch handeln? Willensschwäche)
 eine Frage oder ein Phänomen mit Hilfe von Ansätzen d er Philosophie, Pädagogik und Psychologie untersuchen (= analytischer
Gesichtspunkt).
 die spezifische Perspektive der drei Teildisziplinen auf eine Fr age
oder ein Phänomen mit Hilfe entsprechender Theorien und Begri ffe würdigen.
Fachlehrpläne | 239
4.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE
1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
Philosophische Anthropologie*
 die Stellung der menschlichen Existenz im Spannungsfeld von
Natur, Kultur, Technik und Transzendenz bedenken (z.B. Handeln
vs. instinktives Verhalten, Leib-Seele-Problem, Vernunft und Gefühl, technische „Verbesserung“ des Menschen).
 das eigene Menschsein im Lichte anthropologischer Perspektiven
Ein grundlegendes Thema der
Philosophie, gekoppelt mit der
Lektüre einer Ganzschrift (vgl. 2.
Lerngebiet „Philosophische
Texte“) (obligatorisch)
 einschlägige Begriffe und Gedanken erklären, auf Phänomene
der Lebenswelt beziehen und einen begründeten Standpunkt dazu einnehmen.
2. Lerngebiet: Philosophische Texte
Ein längeres Werk der
philosophischen Tradition oder
eine aktuelle
Gesamtdarstellung eines
philosophischen Themas (z.B.
Demokratie*, Gefühle*, Das
Böse*) (obligatorisch)
 Inhalt und Argumentationszusammenhang einen anspruchsvollen philosophischen Langtextes selbständig verstehen .
 die Erklärungsleistung eines Textes differenziert würdigen.
3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
Der philosophische Essay
 eine Frage bzw. ein Thema der Philosophie in einem argumenti erenden Essay selbständig entwickeln und (so weit wie möglich)
 Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überze ugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen, zu einem (vorlä ufigen) Ergebnis gelangen.
Fachlehrpläne | 240
4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophischer
Inhalte auf konkrete Fälle und
Lebensbereiche* (obligatorisch)
 philosophische Inhalte (Theorien, Begriffe, Methoden) sachgerecht gebrauchen.
 Fragen und Phänomene der Lebenswelt – auch der persönliche
Lebenswelt –]mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und
 eigenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen.
Beurteilung des Gelernten und
selbständiges Weiterdenken
 Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien würd igen / abschätzen.
 eine eigenständige Reflexion an einen philosophischen Geda nken
anknüpfen.
Fachlehrpläne | 241
4.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER PÄDAGOGIK / PSYCHO-
LOGIE
1. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (KLT 4. Lerngebiet)
 Lernen* (obligatorisch)
 Lern- und Veränderungsprozesse (z.B. Lerntheorien: Klassisches und operantes Konditionieren, sozial-kognitives Lernen,
Lernen durch Einsicht) beschreiben sowie Möglichkeiten zu deren Beeinflussung (z.B. Lernstrategien) aufzeigen.
 Persönlichkeitstheorien*
 verschiedene Persönlichkeitstheorien in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwägen.
2. Lerngebiet: Grundlagen des Fachgebietes Pädagogik (KLT 1. Lerngebiet)
 Pädagogische Strömungen*
 Konzepte verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen aus
unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller Strömungen) darlegen und miteinander
 eine zeitgenössische Entwicklung in der Pädagogik erarbeiten
(z.B. durch Lektüre).
 Pädagogische Institutionen
 pädagogische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, Kindertagesstätten,
Hochschulen) miteinander vergleichen und im Bezug auf ihren,
von der Gesellschaft gegebenen Auftrag beurteilen.
 Pädagogische Aufgabenfelder (optional)
 exemplarisch pädagogische Aufgabenfelder (z.B. Casemanagement, Integration, Elternberatung) erläutern und in ihrem
gesellschaftlichen Wandel begreifen.
 Übergreifend (obligatorisch)  die historische Entwicklung von Theorien und Strömungen im
gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.
 pädagogische Konzepte adäquat zur Erklärung von Verhalten
und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.
Fachlehrpläne | 242
3. Lerngebiet: Grundlagen des Fachgebietes Psychologie (KLT 1. Lerngebiet)
 Psychologische Schulen*
 einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, kognitive Psychologie, Neuropsychologie, aktuelle Strömungen) und diese im
Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in Beziehung set-
 die historische Entwicklung von Theorien und Strömungen im
gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.
 psychologische Schulen adäquat zur Erklärung von Verhalten
und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beizie-
4. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen (KLT 5. Lerngebiet)
 Grundlagen* (obligatorisch)
 menschliches Erleben und Verhalten unter Berücksichtigung
der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung beurteilen.
 die Grundlagen von Diagnostik darstellen.
 Psychische Störungen (obligatorisch, Auswahl)
 die zentralen Symptome ausgewählter psychischer Störungen
(z.B. Angststörungen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie,
Essstörungen, Sucht) darlegen und in Fallbeispielen erkennen.
 verschiedene Einflüsse auf die Entstehung dieser psychischen
Störungen sowie deren Wechselwirkung exemplarisch erklären.
 Behandlung psychischer
Störungen (obligatorisch)
 verschiedene störungsspezifische Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei Angststörungen, kognitive Verfahren bei
Depressionen) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.
 die Therapiekonzepte betreffend ihrer störungsspezifischen und
allgemeinen Wirksamkeit beurteilen.
 Prävention psychischer
Störungen (optional)
 Präventionsansätze psychischer Störungen aufzeigen.
 Resilienz / Psychische Gesundheit (optional)
 Schutzfaktoren/Ressourcen für die psychische Gesundheit aufzeigen und begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
 Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung der verschiedenen Schulen der Psychologie für
die Therapiekonzepte verstehen.
 ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im Umgang mit sich selbst und Anderen verantwortungsvoll einsetzen.
Fachlehrpläne | 243
4.3. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN VON PHILOSOPHIE, PÄDA-
GOGIK UND PSYCHOLOGIE
 Eine grundlegende Fragestellung oder ein Phänomen der
Lebenswelt, nach Möglichkeit
anknüpfend an den Gemeinsamen Inhalt der 3. Klasse
(z.B. Der Mensch zwischen
Gut und Böse, Was sind Emotionen? Was ist Glück?
Krankheit und Gesundheit,
Geist und Gehirn, Identität)
 Theorien / Überlegungen / Begriffe aus Philosophie, Pädagogik
und Psychologie verknüpfen, um eine lebensweltliche Fragestellung oder ein Fallbeispiel besser zu verstehen und Lösungsa nsätze zu formulieren (= synthetischer Gesichtspunk).
 die Leistungen und Grenzen der drei Teildisziplinen im Bezug auf
wissenschaftstheoretische Grundbegriffe beschreiben.
 die Vorzüge der Verknüpfung der drei Teildisziplinen bei der Auseinandersetzung mit lebensweltlichen Fragen würdigen.
Fachlehrpläne | 244
LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH PHYSIK
Wochenstunden - 2 2 2
1. BEITRAG DES FACHES ZUR GYMNASIALEN BILDUNG
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibba ren Erscheinungen in der Natur.
Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die exper imentellen und
theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die techni schen Anwendungen der Physik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, die Naturphänomene und Prozesse der Technik
mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und
das Denken in kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnu ng einzusetzen.
Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Hoc hschulstudium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von
Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler,
bei technischen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilz unehmen. Schliesslich gibt der Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu er ken-
2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN
 Hypothesen bilden und überprüfen
 Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
 Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
 Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
 Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
 Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken
 Experimente planvoll aufbauen und durchführen
 Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
 Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
 Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik
Fachlehrpläne | 245
Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es können aber auch
andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Prakt ikums-
Experimente mit Bericht, etc.
Der Physikunterricht im Rahmen des Grundlagenfachs weist zahlreiche Querve rbindungen zu den
Fächern auf. Zum Beispiel: Geographie (Energienutzung), Sport (Kraft, Muskelarbeit, p otentielle
Energie und Spannungsenergie einer Feder), Musik (Akkustik, Schwingungen und Wellen), Biol ogie (Abbildungen im Auge), Chemie (Grössen und Einheiten). Mathematik (Funktionen, Trigon ometrie, Vektoren).
Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen Schülergerechten
Unterricht beider Geschlechter gelegt werden.
Der Physikunterricht gibt Anregungen zu möglichen Themen für Maturitätsarbeiten. Er schafft
Grundlagen und zeigt Methoden auf, die bei der Durchführung von technisch und von naturwisse nschaftlich orientierten Maturitätsarbeiten benötigt werden.
Fachlehrpläne | 246
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
 Zehnerpotenzen & Dezimalvorsätze
 Signifikante Ziffern
 Phys. Grössen und Einheiten
 Naturwissenschaftliche Methode zur
Erkenntnisgewinnung
 Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt.
 die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
 bei Messungen den Messfehler abschätzen
bzw. berechnen.
 physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden (z.B. Masse - Kilogramm).
 die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären.
2. Lerngebiet: Technik
Anwendungen: Geometrische Optik
 Reflexion
 Brechung
 Linsen
 Abbildungen
 Anwendungen (optische Geräte)
 das Reflexionsgesetz in einer Konstruktion sinnvoll anwenden.
 den Weg des Lichts bei Brechung an
einer Grenzfläche bestimmen.
 die Ausbreitung von Lichtstrahlen durch
Sammel- und Streulinse mithilfe von
Brennweite/Brennpunkt konstruieren.
 das Bild eines Objektes konstruieren
und charakterisieren.
 das Bild eines Objektes berechnen.
 die Funktionsweise optischer Geräte
Fachlehrpläne | 247
3. Lerngebiet: Mechanik
Bewegungen
 Gleichförmige Bewegung
 Gleichmässig beschleunigte geradlinige Bewegung
 Mittlere Geschwindigkeit und
Momentangeschwindigkeit.
 t-s-, t-v- und t-a-Diagramme
 Freier Fall und Fallbeschleunigung
 Bewegungen mathematisch beschreiben.
 Bewegungen messtechnisch erfassen.
 Diagramme erstellen, korrekt beschriften
und sinnvoll skalieren.
 die Bedeutung der Steigung und der Fläche
des Graphen einer Funktion erklären.
 aus einer Aufgabenstellung Gleichungen
ableiten und lösen.
Ursachen der Bewegung
 Masse / Trägheit
 Newton’sche Gesetze
 Kräfte als Vektoren
 Statische und dynamische
Anwendungen im Alltag
 den Effekt der Trägheit in Alltagssituationen erklären.
 den Zusammenhang zwischen dem
Bewegungszustand und den wirkenden
Kräften herstellen.
 Aufgaben zu verschiedenen Kraftarten
lösen (z.B. Gewichtskraft, Federkraft,
Reibungskraft).
 Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.
 in Experimenten Kräfte und ihre Wirkungen untersuchen.
Erhaltungssätze
 Arbeit
 Leistung
 Energie
 Wirkungsgrad
 Energieerhaltung
 die Begriffe Arbeit, Leistung, Energie definieren.
 verschiedene Arten der Arbeit und
Energie benennen.
 die verschiedenen Einheiten der Energie
(J und kWh) ineinander umrechnen.
 den Wirkungsgrad einer Maschine
 die Erhaltung der Energie in konkreten
Situationen formulieren und
entsprechende Aufgaben lösen.
Fachlehrpläne | 248
1. Lerngebiet: Mechanik
Kreisbewegung
 Kinematische Grössen der Kreisbewegung
 Zentripetalbeschleunigung und -kraft
 die Bewegung eines Körpers auf einer
Kreisbahn beschreiben.
 die Dynamik einer Kreisbewegung
mithilfe der Zentripetalkraft erklären.
2. Lerngebiet: Elektromagnetismus
Elekrizität
 Ladung
 Spannung, Stromstärke
 Elektrische Leistung
 Ohm’scher Widerstand
 Serie- und Parallelschaltung
 Elektostatik: Elektrisches Feld und
Coulombgesetz
 bestimmen, ob ein Körper geladen ist.
 die Bedeutung von Spannung und
Stromstärke anhand einer Analogie
 die historische und kulturelle Bedeutung
der Elektrifizierung verstehen.
 Schaltungen aufbauen und ausmessen.
 die Ersatzwiderstände und die
konsumierte Leistung berechnen.
 die Kräfte zwischen Punktladungen mit
Hilfe des Coulombgesetzes berechnen.
 den Feldbegriff erklären.
 ein Feld grafisch darstellen.
Magnetismus
 Permanentmagnet, Erdmagnetfeld
 Magnetisches Feld um einen stromführenden Draht und in einer Spule,
Rechte-Hand-Regel
 Kraft auf bewegte Ladungen und
Ströme, Drei-Finger-Regel
 Elektromagnetische Induktion
 das Erdmagnetfeld skizzieren.
 das Magnetfeld um einen stromführenden Draht bzw. in einer Spule darstellen und quantifizieren.
 Betrag und Richtung der Lorentzkraft
 ausgewählte Phänomene/technische
Anwendungen (z.B. Elektromotor)
qualitativ erklären.
 die Gemeinsamkeiten und Unterschiede
von el. und magnet. Feldern angeben
 gefundene Gesetzmässigkeiten
Fachlehrpläne | 249
3. Lerngebiet: Periodische Vorgänge
Schwingungen
 Grundbegriffe
 Differentialgleichung des harmonischen
Oszillators und ihre Lösung
 Federpendel
 Fadenpendel
 Fachbegriffe wie Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude, Phase
korrekt verwenden.
 Schwingungen in Diagrammen dar-
 die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen
Grössen eines Oszillators angeben.
 das Resonanzphänomen erklären.
Fachlehrpläne | 250
1. Lerngebiet: Periodische Vorgänge
Wellen
 Longitudinal- und Transversalwellen
 Wellengeschwindigkeit
 Wellenphänomene: Interferenz,
Beugung und stehende Wellen
 Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz
 die Licht- und die Schallgeschwindigkeit
 den Unterschied zwischen Wellen und
Schwingungen erklären.
 Wellen mathematisch beschreiben.
 Beugung, Interferenz und stehende
Wellen mit korrekter Fachsprache
 gefundene Gesetzmässigkeiten
2. Lerngebiet: Wärmelehre
 Druck
 Temperatur
 Innere Energie und Wärme
 Ideale Gase
 Wärmekapazität & Phasenübergänge
 Hauptsätze der Wärmelehre
 Wärmearbeitsmaschinen und
thermodynamischer Wirkungsgrad
 Methoden zur Temperaturmessung
 Temperaturangaben von Celsius in
Kelvin umrechnen und umgekehrt
 die Begriffe Innere Energie, Wärme und
Temperatur unterscheiden.
 Druck p, Volumen V und Temperatur T
eines idealen Gases in Beziehung
setzen und Zustandsänderungen in
Diagrammen darstellen.
 die Grössenordnungen der Wärmemengen für Schmelzen, Erwärmen und
Verdampfen von Wasser benennen.
 die kulturelle und politische Bedeutung
der Wärmearbeitsmaschinen verstehen.
 die Umsetzung von Wärme in Arbeit in
Kreisprozessen erklären.
 Konsequenzen der beiden Hauptsätze
der Wärmelehre verstehen.
 den 1. Hauptsatz anwenden.
 gefundene Gesetzmässigkeiten
Fachlehrpläne | 251
3. Lerngebiet: Neuere Physik
 Theoretische Grundlagen und ihre
 Grenzen der klassischen Physik ver-
 grundlegende Zusammenhänge (z.B. in
der Relativitätstheorie oder der Quantenphysik) mathematisch oder mit Worten formulieren.
 ausgewählte Phänomene der neueren
Physik erklären.
 ein grundlegendes Experiment zur
Quantenphysik erklären, z.B. der
äussere Photoeffekt.
4. Lerngebiet: Mechanik
Gravitation
 Gravitationsgesetz
 Planetenbewegung (Kreisbahnen)
 Gravitationsbeschleunigung g(r)
 die 1/r2-Abhängigkeit der Gravitation
qualitativ und quantitativ erklären.
 die Abhängigkeit der
Gravitationsbeschleunigung vom
Erdradius verstehen.
 die Kepler’schen Gesetze in Fragestellungen anwenden.
 das Gravitationsgesetz anwenden, um
Bewegungsgrössen von Himmelskörpern zu berechnen.
 die Integralrechnung zur Berechnung
von Fluchtgeschwindigkeiten einsetzen.
Fachlehrpläne | 252
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN
DER MATHEMATIK. TEIL PHYSIK
Wochenstunden - - 3 3
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND
ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK
Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der
Physik gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische The orien fanden in der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von Mathematik
und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemei nbildende
Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Ver -
trauen in das eigene Denken gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die
sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik in sbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in den Grundlagenfächern
wird die Möglichkeit geboten, selbständig zu lernen.
ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHYSIK
Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik des 20. Jahrhunderts und
führt so an offene Fragen heran und an die Denkweise der Ingenieur - und Naturwissenschaften. Er
gibt Einblick in den Wandel der Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die Vorläufigkeit
menschlicher Erkenntnis.
Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler z udem auch den Umgang mit
Messgeräten und das Planen, Durchführen und Auswerten anspruchsvoller Experimente.
2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN
 In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
 Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten
 Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder
anderen helfen
 Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich spr echen
 Problemstellungen formalisieren
Fachlehrpläne | 253
 neugierig für Naturphänomene sein
 für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
 Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen b egegnen
 Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umg ehen
 Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simul ation
und Modellbildung einsetzen
 Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es können aber auch
andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Prakt ikums-
Experimente mit Bericht, etc.
Der Physikunterricht im Rahmen des Schwerpunktfachs weist zahlreiche Que rverbindungen zu den
Fächern Mathematik (Mathematische Methoden der Physik), Sport (Drehbewegungen, I mpuls),
Musik (Schwingungen und Wellen, Akustik) und Chemie (Qua ntenphysik) auf.
Gemeinsame Lerngebiete mit dem Mathematikteil des Schwerpunktfaches werden au s organisatorischen Gründen nicht als eigene Lerngebiete aufgeführt, sondern sind im Nachfolgenden mit (*)
gekennzeichnet.
Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen schülergerechten
Unterricht beider Geschlechter gelegt werden.
Der Physikunterricht gibt Anregungen zu möglichen Themen für Maturitätsarbeiten. Er schafft
Grundlagen und zeigt Methoden auf, die bei der Durchführung von technisch und von naturwissenschaftlich orientierten Maturitätsarbeiten benötigt werden.
Fachlehrpläne | 254
0. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Bemerkung: Dieses Lerngebiet wird nicht als Einheit unterrichtet. Seine Inhalte und Kompetenzen fliessen über die 3. Und 4. Klasse in alle Lerngebiete ein.
Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik
 eine komplexe Aufgabenstellung mit den
Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren.
Wissensbeschaffung und Umgang mit
Medien
 sich selbständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.
Experimente und Datenanalyse Die Schülerinnen und Schüler können
 anspruchsvolle Experimente planen und
aufbauen.
 Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B.
Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).
 Methoden zur Auswertung und Darstellung
von Daten sinnvoll anwenden.
1. Lerngebiet: Mechanik
Überlagerungsprinzip
 Überlagerungen von Bewegungen
 Horizontaler und schiefer Wurf
 das Überlagerungsprinzip zur Lösung von
Aufgaben anwenden.
 Bewegungsgrössen als Vektoren betrach-
 horizontaler und schiefer Wurf in zwei
Raumrichtungen. (*)
Fachlehrpläne | 255
Impuls und Stösse
 Impuls, Impulserhaltung
 Kraftstoss
 Elastische und inelastische Stösse
 die Impulserhaltung benutzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berech-
 den Zusammenhang zwischen Kraft und
Impuls mit Worten und mathematisch formulieren.
 die physikalischen Gesetze bei Stossvorgängen experimentell überprüfen.
Starrer Körper
 Drehmoment
 Drehimpuls, Drehimpulserhaltung
 Rotationsenergie
 Kreisel
 Drehbewegungen und deren Ursachen in
konkreten Situationen beschreiben und
 Die Bewegungen von Kreiseln erklären
und experimentell untersuchen.
2. Lerngebiet: Neuere Physik
Relativitätstheorie
 Relativität der Gleichzeitigkeit
 Zeitdilatation und Längenkontraktion
 Minkowski-Diagramme
 Lorentztransformation
 erklären, weshalb es keine absolute
Gleichzeitigkeit gibt.
 die relativistischen Effekte auf bewegte
Körper berechnen (*).
 Minkowskidiagramme zeichnen und
 die historische und kulturelle Bedeutung
der Formel E = mc2 verstehen.
3. Lerngebiet: Elektromagnetismus
 Elektrisches Potenzial
 Gauss’scher Satz
 Kondensatoren
 Induktion, Selbstinduktion
 Wechselströme, kapazitive und induktive Widerstände
 erklären, wie ein Kondensator Ladung
bzw. Energie speichert.
 mithilfe von Diagrammen und Differenzialgleichungen berechnen, wie sich ein
Kondensator auf- und entlädt.(*)
 in konkreten Situationen induzierte
Ströme und Spannungen berechnen
 das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.(*)
 Spannungen und Ströme in Wechsel-
Fachlehrpläne | 256
stromschaltungen messen.
 Schaltungen planen, aufbauen und
Fachlehrpläne | 257
1. Lerngebiet: Mechanik
Mechanische Schwingungen
 Differenzialgleichung des harm. Oszill.
 Physisches Pendel
 Gedämpfte und erzwungene
Schwingungen, Resonanz
 Pendelschwingungen mathematisch
beschreiben.(*)
 das Resonanzphänomen erklären.
2. Lerngebiet: Technik
Wellen
 Wellenphänomene: Interferenz und
Beugung
 die Licht- und die Schallgeschwindigkeit
 Wellen mathematisch beschreiben. (*)
 Beugung und Interferenz mit korrekter
Fachsprache erklären.
Akkustik
 Stehende Wellen
 Schall
 die Funktionsweise ausgewählter
Musikinstrumente erklären.
Strömungslehre
 Laminare und turbulente Strömung
 Gleichung von Bernoulli
 Aerodynamischer Auftrieb
 bestimmen, ob eine Strömung laminar
oder turbulent ist.
 den Druck und die Geschwindigkeit in
einer Strömung berechnen.
 das Phänomen des dynamischen
Auftriebs erklären.
Fachlehrpläne | 258
3. Lerngebiet: Neuere Physik
Quantenphysik
 Strahlungsgesetze
 Lichtquanten
 Materiewellen
 Unschärferelation
 die Strahlungsphänomene mithilfe der
Gesetze von Kirchhoff, Planck und
Wien beschreiben.
 die kulturelle und physikalische Bedeutung der Quantenphysik erklären.
 die Elektronenbeugung mittels der
Hypothesen von De Broglie erklären.(*)
 die Unbestimmtheit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen.
Fachlehrpläne | 259
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHYSIK
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinu ngen in der Natur.
Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erwe itern und vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in
ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten.
Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt we rden.
2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN
 Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
 Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
 Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen
 Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten
 Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
 Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten
 Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen
 Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es k önnen aber auch
andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Praktikums -
Experimente mit Bericht, etc.
Fachlehrpläne | 260
Der Physikunterricht im Rahmen des Schwerpunktfachs weist zahlreiche Querverbindunge n zu den
Fächern Mathematik (Mathematische Methoden der Physik), Sport (Drehbewegungen), Musik
(Schwingungen und Wellen) und Chemie (Quantenphysik) auf.
Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen Schülergerechten
Unterricht beider Geschlechter gelegt werden.
Fachlehrpläne | 261
1. Lerngebiet: Mechanik
 Strömungen
 Drehmoment und starrer Körper
 den statischen und den dynamischen Auftrieb
in konkreten Situationen berechnen.
 technische Anwendungen und physiologische
Phänomene aus der Fluiddynamik verstehen
und berechnen.
 Drehbewegungen berechnen und ihre
Ursachen bestimmen.
experimentell überprüfen
2. Lerngebiet: Elektrizität
 Spannung, Potenzial
 Kondensatoren
 Auf- und Entladung des Kondensators
 Kirchhoff’sche Gesetze
 Induktion, Selbstinduktion
 Wechselstrom, kapazitive und induktive
Widerstände
 den Kondensator als Bauteil zur
Speicherung von Ladung bzw. Energie
erklären und Berechnungen ausführen.
 den Vorgang der Auf- und Entladung
mithilfe von Diagrammen erklären und die
entsprechenden Differenzialgleichungen
 elektrische Netzwerke mithilfe der
Kirchhoff-Gesetze berechnen.
 das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen erklären.
 einfache Wechselstromschaltungen be-
 Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen messen.
 die Differenzialrechnung und die
Vektorgeometrie auf die Elektrizitätslehre
Fachlehrpläne | 262
3. Lerngebiet: Technik - Schwingungen und Wellen
 Erzwungene Schwingungen
 Gedämpfte Schwingungen
 Resonanz
 Gekoppelte Pendel
 Stehende Wellen
 die Differenzialrechnung auf Schwingungen und Wellen anwenden.
experimentell überprüfen
4. Lerngebiet: Wärmelehre
 Kinetische Gastheorie
 Molare Wärmekapazität
 Freiheitsgrade
 Wärmeleitung
 Adiabate
 Van der Waals-Gleichung
 den Zusammenhang zwischen den
atomistischen Grössen der Vielteilchentheorie und den makroskopischen
Grössen in der Gasgleichung ver-
 Aufgabenstellungen aus der Wärmelehre berechnen und die Resultate
 Anwendungen über die Wärmedämmung von Bauten berechnen.
 die Analogie zwischen Grössen aus der
Wärmeleitung und der elektrischen
Leitung verstehen.
 Zustandsänderungen von realen Gasen
Fachlehrpläne | 263
5. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik - Experimentelle Physik
 Genauigkeit von Messungen, Fehlerfortpflanzung
 Planung, Durchführung von
Experimenten
 Auswertung von Daten, Darstellung von
Resultaten
 Statistische Methoden
 Messgeräte korrekt handhaben.
 die Unsicherheit eines Resultates
 Methoden zur Datenauswertung und –
darstellung sinnvoll anwenden.
 moderne Messgeräte (Interfaces,
Sensoren) sinnvoll einsetzen.
6. Lerngebiet: Neuere Physik - Quantenphysik
 Strahlungsgesetze
 Photoeffekt & Wirkungsquantum
 Comptoneffekt
 Materiewellen
 Unschärferelation
 die Strahlungsphänomene mithilfe der
Gesetze von Kirchhoff, Planck und
Wien beschreiben.
 die kulturelle und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.
 die Elektronenbeugung mittels der
Hypothesen von De Broglie erklären.
 die Genauigkeit eines Messvorgangs
aufgrund der Unschärferelation ab-
 das Verhalten von Quantenobjekten
7. Lerngebiet: Neuere Physik – Relativitätstheorie
 Relativität der Gleichzeitigkeit
 Zeitdilatation und Längenkontraktion
 Relativistische Beschreibung von
Energie und Impuls
 erklären, weshalb es keine absolute
Gleichzeitigkeit gibt.
 die relativistischen Effekte auf bewegte
Körper berechnen.
 die historische und kulturelle Bedeutung
der Formel E = mc2 verstehen.
Fachlehrpläne | 264
8. Lerngebiet: Neuere Physik - ausgewählte Themen
Vertiefung in ausgewählten Themen aus den
Bereichen:
 Astronomie
 Chaostheorie
 Atom- und Teilchenphysik
 Simulation und Modellbildung

Die Aufzählung ist nicht vollständig.
 anspruchsvolle Aufgaben für einen ausgewählten Inhalt lösen.
 sich selbständig theoretische Grundlagen zu einem Themenkreis erarbeiten.
Fachlehrpläne | 265
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH RELIGIONSLEHRE
Das Ergänzungsfach Religionslehre an unserer Schule stützt sich auf die im fächerbezogenen kantonalen Lehrplanteil formulierten allgemeinen Bildungsziele des Faches. Um diese Ziele zu erreichen, ist der
Besuch einer Synagoge, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual
vorgesehen.
Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert
Reflexive Fähigkeiten:
 Kritik- und Urteilsfähigkeit
Sozialkompetenz:
 Toleranz und Dialogbereitschaft
Sprachkompetenz:
 mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit
IKT-Kompetenzen:
 Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit
 Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen
 Inhaltlich differenzierte und formal korrekte Präsentation umfangreicher Informationen mit Hilfe
elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung der cop yrights
Interessen:
 Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier
 Mindestens ein grosser schriftlicher Leistungsnachweis pro Semester.
 Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung miteinzub eziehen: mündlicher Vortrag, kleinere schriftliche Arbeiten, Projekt - und Gruppenarbeiten etc.
Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der Semesternote ausmachen.
 Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag zu
einer selbstgewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden.
 Bildnerisches Gestalten: Interpretation religiöser Inhalte in Kunst und Architektur
 Psychologie: Freud’sche Religionskritik
 Geschichte: Macht religiöser und weltanschaulicher Symbole in der Politik
Fachlehrpläne | 266
Die Lerngebiete sind verbindlich und nicht chronologisch aufgeführt. Die Grobinhalte und fachlichen
Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Religion und Kultur
Religionsbegriff(e)
 Wesen der Religion
 Wirkung der Religion
 Herkunft der Religion
 den Begriff Religion herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr
eigenes Religionsverständnis bedenken.
 die verschiedenen Dimensionen von Religion
und die verschiedenen Auffassungen von
weltanschaulichen Konzepten (z.B. Atheismus, Monismus, Deismus) unterscheiden.
 negative wie positive Funktionen und Wirkungen von Religion darlegen.
 die geografische und numerische Verbreitung der Religionen einschätzen.
 den eigenen religiösen / weltanschaulichen
Standpunkt begründen und vertreten.
 die Positionen der Religionskritik (z.B. von
Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen
und hinterfragen.
 die eigene religiöse / weltanschauliche Sozialisierung sowie positive und negative Erfahrungen mit Religion kritisch reflektieren.
Rituale, Brauchtum und Alltagsreligiosität
 Religion im Alltag
 Religion im öffentlichen Raum
 Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in
der Schweiz erkennen.
 religiöse oder quasireligiöse Elemente im
öffentlichen Raum als solche erkennen und
Fachlehrpläne | 267
Religion in der Gesellschaft
 Verhältnis von Religion und Staat
 Verhältnis von Religion und Individuum
 die Verschränkung von Religion und Staat im
globalen Wettstreit der Religionen erfassen,
 den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten abwägen.
 die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen
vom Konfuzianismus und Taoismus, konfessionelle Prägungen in der Schweiz).
 stereotype Vorurteile gegenüber Religionen
(Bsp. Antisemitismus) hinterfragen.
 wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung
religiöser Sondergruppen und –formen
(«Sekten») anwenden.
 die Mechanismen von totalitären religiösen
Gruppierungen erkennen und die Eigenheiten von Fundamentalismus beschreiben.
Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der
 Religion in Kultur und Texten
 Religion und Sprache
 religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag
erkennen und im religiösen, künstlerischen
oder psychologischen Kontext verstehen,
deuten und interpretieren.
 Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen
religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden,
aber auch gefährlichen Traditionen darlegen.
 begründen, warum Religion symbolische
Sprache verwendet.
 die Bedeutung und Eigenart mythologischer
Texte erkennen und diese von Texten mit
historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden.
Fachlehrpläne | 268
Ethische Entwürfe in der Gesellschaft
 Grundlagen der Ethik
 Ethische Argumentation
 Eigenes ethisches Urteil
 die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen (z.B. Organtransplantation, Gentech, u.a.) für die Religionen benennen.
 Grundbegriffe wie Ethik und Moral, normative
und deskriptive Ethik unterscheiden.
 Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik
 Begründungsmodelle ethischer Argumentation erläutern und ethische Argumentationsmuster erkennen.
 die Zusammenhänge zwischen ethischen
Wertvorstellungen und dem entsprechenden
Menschen- und Weltbild erkennen.
 ethische Fragen mit der eigenen Erfahrung
und mit religiösen und philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen.
 aktuelle ethische Debatten führen und ein
Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres
Glaubens und den damit verbundenen
Grundwerten Rechnung trägt.
2. Lerngebiet: Weltreligionen
Sinn-/Existenzfragen
 Bedeutung religiöser Traditionen heute
 Religiöse Traditionen in deren Bezügen
 Religionsstifter religiöser Traditionen
 Religiöse Riten in deren Bezügen
 menschliche Urfragen selbst formulieren und
auf mögliche Relevanz für das eigene Leben
 mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der Weltdeutung und religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und
eine eigene Position formulieren.
 wesentliche Elemente religiöser Tradition im
Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus,
und Buddhismus wiedergeben.
 die Person der Religionsstifter in deren historischen Kontext einbetten, daraus deren Bedeutung erschliessen und von deren eigenen
theologischen Deutung abgrenzen.
 ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und ursprünglichen Sinn verstehen.
 die spezifische Architektur religiöser Heiligtümer darlegen.
Fachlehrpläne | 269
Heilige Schriften
 Unterschiedliche Deutung Heiliger Schriften
 Historischer Hintergrund Heiliger Schriften
 wichtige Texte den jeweiligen Religionen
zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden.
 verschiedene Übersetzungskriterien und
methodische Zugänge beschreiben.
 die Situationsbezogenheit religiöser Texte
erkennen und die Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen.
Interreligiöser Dialog
 Wahrnehmung im interreligiösen Dialog
 Methode des interreligiösen Dialogs
 Konsequenzen des interreligiösen Dialogs
 Übereinstimmungen, Parallelen und Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen.
 Stärken und Schwächen der verschiedenen
Religionen für die Verbreitung in der globalen
Welt beurteilen.
 sachlich differenziert und respektvoll einen
Dialog zu kontroversen religiösen Themen
führen und eine Gesprächskultur pflegen.
 Regeln für einen sinnvollen Vergleich von
Religionen formulieren und anwenden.
 aus religiösen Vorstellungen persönliche
Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit
Leuten aus andern Kulturen ableiten.
Fachlehrpläne | 270
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH SPANISCH
Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum
spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisierten Arbeits-
und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der Spanischunterricht
die dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise
für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen Beziehungen.
Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen, aber
auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs-
und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult; dabei werden ihnen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit
und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium.
Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen
Kulturwelt und Denkweise angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten.
Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders
Reflexive Fähigkeiten:
 Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren
 Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren
 Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend
gestalten
Sozialkompetenz:
 Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern
Sprachkompetenz:
 Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen
 Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen
 Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären
Fachlehrpläne | 271
IKT-Kompetenzen:
 Online-Wörterbücher gezielt nutzen
 Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
 Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen
Interessen:
 Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen
Lateinamerikas und Spaniens entwickeln
 Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
(3) Querverbindungen zu anderen Fächern
Beim Vergleich des Programms für die vier Jahre Grundlagenfach Deutsch mit dem Aufbau in den anderen Fächern kann festgestellt werden, dass die folgenden Lerngebiete parallel in den Fächern Deutsch,
Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch vermittelt werden können:
• Literaturwissenschaftliche Fachbegriffe
• Textsorten
• Literaturgeschichte: Epocheneinteilung
Fachlehrpläne | 272
Niveau: B1-B21
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2)
 Grammatikalische Grundstrukturen
- Verbalkonjugation in allen Zeiten und
Modi (Indikativ, Konditional I und II,
Subjuntivo, Imperativ)
- Einfache Verbalperiphrasen mit Gerundio und Infinitiv
- Vergangenheitszeiten im Indikativ
- Subjuntivo in Hauptsätzen und in
adverbialen Nebensätzen (temporal,
final, konzessiv, modal) sowie in Relativsätzen
- Adjektiv und Adverb
- Passiv
 bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.
 neu erlernte Grundstrukturen anwenden.
(ca. 2500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
 Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden.
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen.
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 Sprachvergleiche
 elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen
Grammatik und Wortschatz zwischen Spanisch
und anderen Fremdsprachen erkennen und nut-
1 Niveaus nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen GER
Fachlehrpläne | 273
2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2)
 Kürzere, einfache Redebeiträge und
Sprechsituationen in Standardsprache
(z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen,
didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder
Tonmaterial, einfache, klar aufgebaute
 Relativ langsam gesprochene authentische mediale Beiträge (Radio- und Fernsehsendungen) sowie Filme über Themen aus dem Interessengebiet der
Schülerinnen und Schüler
 Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache
 Verstehensstrategien (z.B. W-Fragen,
Vorkenntnisse)
 einen Redebeitrag global verstehen.
 authentischen medialen Beiträgen sowie Filmen
über Themen aus ihrem Interessengebiet die
Hauptinformation entnehmen.
 das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der
Lehrperson in Spanisch verstehen.
 einfache Verstehensstrategien anwenden.
 Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete
Lektüren, stufengerechte Originallektüren, Medientexte, Briefe)
 Lesestrategien (z.B. Globalverstehen,
Mindmap)
 einfache literarische und nicht literarische Texte
global verstehen, analysieren und einordnen
(Textsortenzugehörigkeit).
 weitgehend korrekt vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext erschliessen.
 Texte grob zusammenfassen.
3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2)
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Alltagsgespräche
 Verschiedene Sprechsituationen und
einfachere Redebeiträge (z.B. Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen
und Kurzreferate, einfache Stellungnahmen, Inhaltswiedergaben bei Texten und
Filmen, Unterrichtsgespräch)
 die meisten Alltagssituationen, denen man auf
Reisen im Sprachgebiet begegnet, angemessen
bewältigen.
 ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen
teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen
des Alltags beziehen.
 in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre
Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben.
 kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen.
 eine Geschichte erzählen oder die Handlung ei-
Fachlehrpläne | 274
nes Buches oder Films wiedergeben und ihre Reaktionen beschreiben.
4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2)
Grobinhalt: schriftl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Textsorten (z.B. Beschreibungen, kurze Kommentare, Interviews,
innere Monologe, Dialoge, Briefe,
Emails, Erörterungen, kreative Texte wie
Gedichte und Kurzgeschichten)
 über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie
persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben.
 einfache kreative Texte verfassen.
 persönliche Briefe und Emails schreiben und
darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.
 Zusammenfassungen von einfachen Texten
 zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung neh-
 eine einfache Bildbeschreibung verfassen.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus
Spanien und Lateinamerika
 einfachere literarische Originaltexte verstehen
und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander verglei-
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der
Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.
 Verschiedene Themen aus der Gesellschaft und Kultur der spanischsprachigen Welt (z.B. Regionen Spaniens oder
Länder Lateinamerikas und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit spanischsprachiger Jugendlicher)
 gewisse soziokulturelle, historische, politische,
geografische und wirtschaftliche Phänomene und
Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen
 einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und
Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in
der spanischsprachigen Welt verstehen.
Fachlehrpläne | 275
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien und
Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunstwerke
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht)
 Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen.
Fachlehrpläne | 276
Niveau: B2-C1
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2)
 Komplexere grammatikalische Grundstrukturen
 Konkordanz der Zeiten
 Indirekte Rede
 Komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen
 Relativsätze, Adverbialsätze
 die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.
 eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die
Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren.
(ca. 3500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu sicher anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der
gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 Sprachregister
 Sprachbewusstsein
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
 das Lesen zur Erweiterung und Festigung der
Sprachkompetenz nutzen.
 verschiedene Sprachregister unterscheiden und
sich selbst stilsicher ausdrücken.
 lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen
Sprachen herstellen.
 das Sprachbewusstsein zur Analyse und Erschliessung von Texten einsetzen.
Fachlehrpläne | 277
2. Lerngebiet: Verstehen (B2-C1)
 Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen
in Standardsprache (z.B. verschiedene
Bild- und / oder Tonquellen, komplexere
 Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache
 Redebeiträge weitgehend umfassend verstehen.
 das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle
Themen verstehen.
 Literarische und nicht literarische Originaltexte (z.B. Erzählungen, Romane,
Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)
 Lesestrategien (z.B. Kontext, Struktur,
Verknüpfungen)
 selbständig literarische und nicht literarische Texte
erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
 sinngebend vorlesen.
 anhand von verschiedensten Lesestrategien unbekannte Inhalte erschliessen.
3. Lerngebiet: Sprechen (B2)
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Alltagsgespräche
 Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen
Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, Unterrichtsgespräch)
 mit einer muttersprachigen Person spontan und
fliessend ein Alltagsgespräch führen.
 sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen
aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und
vertreten.
 zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener
Sichtweisen angeben.
 differenzierte Gedanken zu literarischen Texten
strukturiert und fliessend ausdrücken.
4. Lerngebiet: Schreiben (B2)
Grobinhalt: schriftl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Textsorten (z.B. Berichte,
Kommentare, Interview, innerer Monolog, Dialog, Briefe, Emails, Erörterungen,
kreative Texte wie Gedichte und Kurzge-
 über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben.
 Argumente und Gegenargumente zu einem be-
Fachlehrpläne | 278
schichten) stimmten Problem darlegen.
 literarische Analysen verfassen.
 fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei
das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus
Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen
 komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama,
Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.
 literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 historisch-soziale Hintergründe und biographische
Informationen über den Autor / die Autorin zur
Textanalyse beiziehen.
 ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der
Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.
 literarische Werke auf spezifische Fragestellungen
hin miteinander vergleichen.
 anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren.
 Exemplarische Begegnungen mit der
Gesellschaft und Kultur der spanischsprachigen Welt (z.B. Kubanische Revolution, Jugendarbeitslosigkeit in Spanien,
Grenzkonflikt USA – Mexiko)
 verschiedene zentrale soziokulturelle, historische,
politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen
Welt beschreiben und analysieren.
 unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen
und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen
in der spanischsprachigen Welt verstehen.
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien und
Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunstwerke
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur,
Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren.
 Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen.
Fachlehrpläne | 279
LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH SPORT
Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und
Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler in
deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung dient
er der Gesundheitserziehung.
Der Sportunterricht regt weiter führende sportliche Aktivitäten an: Mit übergreifenden Anlässen prägt er
die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen
Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen.
Durch ein breites Wahlangebot in der vierten Klasse werden die Schülerinnen dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen.
Das Grundlagenfach Sport fördert besonders
 Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen
 Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen
 Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle überneh-
 Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten
 Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
 Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben
 In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren
 Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
 Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern
 Sich selbständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
 Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten
 Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
 Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden
 Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können
Fachlehrpläne | 280
 Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
 Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen
Pro Semester mind. 1 Note aus dem Lerngebiet 1 und mind. 2 Noten aus 2 weiteren Lerngebieten.
Für normierbare Leistungen gelten die gemeinsam entwickelten Leist ungstabellen.
Pro Jahr mind. 1 Note aus einer gesamtschulischen Prüfung: Echolauf, Aarelauf (2.4 km), Aarelauf
(5 km), OL, Distanzschwimmen, etc.
Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang Bewegung - Gesundheit.
Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen/ Tanz; Rhythmusschulung.
Grundsätzlich geschlechtergetrennter Unterricht; koeduzierter Unterricht in sinnvollen Bereichen
(Gesellschaftstanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball, etc.).
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen
einer Maturitätsarbeit.
Fachlehrpläne | 281
Vorbemerkung: eine präzisere Zuordnung der Inhalte (z. B. Laufen, Springen, Werfen, Spielen und
Schwimmen) auf die einzelnen Klassenstufen muss auf die geplanten Anlässe (Sporttag, Spieltag) abgestimmt werden und ist abhängig von der Verfügbarkeit der Aussenanlagen und den Witterungsverhältnis-
 Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder entwickeln.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen
 Beobachten, beurteilen , beraten
 durch bewusstes Verarbeiten
verschiedener Inputs (auf
verschiedenen Wahrnehmungskanälen)
ihr Bewegungsrepertoire erweitern und
die Bewegungsqualität verbessern.
 durch gezieltes Beobachten und
Selbstbeurteilung die eigene
Bewegungsqualität verbessern.
 Einfache Tanzschritte und –formen
 Einfache Darstellungen mit und ohne
Handgeräte (z.B. Rope-Skipping)
 ein tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erwerben.
 alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination gestalten.
Fachlehrpläne | 282
 Mehrere Geräte aus:
Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren,
Minitramp-Kasten/ Ringe
 Bewegungsverwandtschaften
 Helfen und Sichern
 einzelne Elemente und Verbindungen
erwerben und so das eigene
Bewegungsrepertoire erweitern.
 Bewegungsverwandtschaften erkennen
 Mitschülerinnen und Mitschüler beim
Erwerben unterstützen.
 Mehrere Disziplinen aus:
Schnelllauf/ Weit-/Hochsprung/ Hürden/
Speerwurf/ Kugelstossen/ Langstreckenlauf
 ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten
disziplinspezifisch anpassen und ein-
 Mindestens 1 Schwerpunktspiel aus:
Basketball/ Handball/ Fussball/
Volleyball/ Unihockey
Die Schülerinnen und Schüler können.
 im ausgewählten Sportspiel technisch
korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.
 in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
Fachlehrpläne | 283
 Mindestens 1 Stil aus:
Brustcrawl/ Brustgleichschlag/
Rückencrawl
 Dauerschwimmen
 die Grobform des entsprechenden
Schwimmstils erwerben oder anwen-
 eine 20 Minuten ohne Unterbruch
schwimmen.
 1 Spiel aus: Baseball/ Ultimate/
Smolball/ Beachvolley/ Intercrosse/
Tchoukball
 im ausgewählten Sportspiel technisch
und taktisch korrekt mitspielen und sich
9. Lerngebiet: Outdoor Sport
 Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie
Aareschwimmen, OL, Biken, Inline,
Klettern, Eislaufen etc.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und adäquat verhalten.
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung
übernehmen.
Fachlehrpläne | 284
 Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.
 ihre koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten
erweitern und verbessern.
 Grundsätze der Trainingslehre anwenden.
 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen
 Beobachten beurteilen beraten
 bei Beobachtungsaufträgen präzise
Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen.
 Weitere Tanzschritte und –formen
 Erweiterte Darstellungen mit und ohne
Handgeräte
oder:
 Aerobic
 ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire anwenden und
 alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination gestalten.
Fachlehrpläne | 285
 Mindestens ein weiteres Gerät aus:
Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren,
Minitramp-Kasten/ Ringe, grosses
Trampolin
 Bewegungsverwandtschaften
 Helfen und sichern
 einzelne Elemente und Verbindungen
erwerben und so das Bewegungsrepertoire erweitern.
 Bewegungsverwandtschaften erkennen
 Mitschülerinnen und Mitschüler beim
Erwerben unterstützen.
 Mehrere weitere Disziplinen aus:
Schnelllauf/ Weit-/Hochsprung/ Hürdenlauf/ Speerwurf/ Kugelstossen/ Diskuswerfen/ Langstreckenlauf
 ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten
disziplinspezifisch anpassen und ein-
 Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus:
Basketball/ Handball/ Fussball/
Volleyball/ Unihockey/ Eishockey/
Badminton
 im ausgewählten Sportspiel technisch
und taktisch korrekt mitspielen und sich
 in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
Fachlehrpläne | 286
 Mindestens 1 weiterer Stil aus:
Brustcrawl/ Brustgleichschlag/
Rückencrawl/ Delphin
 Dauerschwimmen
 die Grobform des entsprechenden
Schwimmstils erwerben oder anwen-
 20 Minuten ohne Unterbruch schwim-
 1 weiteres Spiel aus: Baseball/
Ultimate/ Smolball/ Beachvolleyball/
Intercrosse
 im ausgewählten Sportspiel korrekt
mitspielen und sich regelkonform
9. Lerngebiet: Outdoor Sport
 Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie
Aareschwimmen, OL, Biken, Inline,
Klettern, Eislaufen etc.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und adäquat verhalten.
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung
übernehmen.
Fachlehrpläne | 287
Schwerpunkte setzen in den Bereichen
 spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer,
Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Grundsätze der Trainingslehre anwenden.
 sich selbständig auf einen Ausdauertest vorbereiten.
 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen
 Beobachten, beurteilen, beraten
 durch mediengestützte Analysen die
Bewegungsqualität verbessern.
 bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben
und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten
 Weitere Tanzschritte und –formen
oder:
 Aerobic
 1 Darstellung als Team, z. B. im
Bereich:
Hip-Hop, Partnerakrobatik, Double-
Dutch
 ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erweitern und
 in einer Gruppe eine Bewegungskombination gestalten.
Fachlehrpläne | 288
 Mindestens 1 Gerät aus:
Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren,
Minitramp-Kasten/ Ringe/ grosses
Trampolin
oder:
Gerätebahn/ Parkour
 Helfen und sichern
 einzelne Elemente selbständig zu einer
Verbindung zusammenstellen und so
das eigene Bewegungsrepertoire
 Bewegungsverwandtschaften erkennen
 Mitschülerinnen und Mitschüler beim
Erwerben unterstützen.
 Vertiefen der erlernten Disziplinen
 Erweitern des Repertoires mit weiteren
Disziplinen
 ihre leichtathletischen Fertigkeiten differenziert anwenden.
 Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus:
Basketball/ Handball/ Fussball/
Volleyball/ Unihockey/ Eishockey/
Badminton
 im ausgewählten Sportspiel technisch
und taktisch korrekt mitspielen und sich
 in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
Fachlehrpläne | 289
 Mindestens 1 Stil aus:
Brustcrawl/ Brustgleichschlag/
Rückencrawl
 Dauerschwimmen
 die Grobform des entsprechenden
Schwimmstils erwerben oder anwen-
 20 Minuten ohne Unterbruch schwim-
 mindestens 1 Sportart aus: Touchrugby/
Flagball/ Rugby/ Intercrosse
 im ausgewählten Sportspiel korrekt
mitspielen und sich regelkonform
9. Lerngebiet: Outdoor Sport
 Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie
Aareschwimmen, OL, Biken, Inline,
Klettern, Eislaufen etc.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und adäquat verhalten.
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung
übernehmen.
Fachlehrpläne | 290
Vorbemerkung: Doppelstunde nicht mehr im Klassenverband, sondern blockweise in Sportarten
nach Wahl
In selbst gewählten Bereichen:
 Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.
 ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.
 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen
 Beobachten, beurteilen, beraten
 bei Wahl einer entsprechenden Sportart
die gezielte Analyse der eigenen
Bewegungsqualität vertiefen.
 Anspruchsvolle Tanzschritte und –
formen (z.B. Gesellschaftstänze)
 ihr tänzerisches Repertoire gezielt
vertiefen und erweitern.
 Attraktive Geräte und Formen wie:
Grosses Trampolin, Slackline, etc.
 ihr Bewegungsrepertoire gezielt
vertiefen und erweitern.
Fachlehrpläne | 291
 Ausgewählte leichtathletische
Disziplinen und Wettkampfformen, z.B.
Stabhochsprung
 ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt vertiefen und anwenden.
 Schwerpunktspiele aus:
Basketbal/ Fussball/ Volleyball/
Unihockey/ Eishockey/ Badminton/
Squash/ Curling, usw…
 im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden.
 ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen.
 Wasserspringen, Wasserball,
Rettungsschwimmen, ABC-Tauchen,
Vertiefen der Schwimmstile
 die Grob- oder Feinformen der entsprechenden Wassersportdisziplinen erwerben und anwenden.
Fachlehrpläne | 292
 Trendsportarten, die sich an der
gesellschaftlichen Aktualität orientieren
 ‚Exotische‘ Sportarten ausserhalb des
regulären Schulsportbetriebes
 die Philosophie der gewählten
Sportart(en) in der Ausübung erleben
und erfahren.
 die nötigen Grundfertigkeiten in den
gewählten Sportart(en) erwerben.
9. Lerngebiet: Outdoor Sport
 Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie
Aareschwimmen, OL, Biken, Inline,
Klettern, Eislaufen etc.
 sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und adäquat verhalten
 gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung über-
Fachlehrpläne | 293
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH SPORT
1) Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung
Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung
der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden
erweitert.
Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den
Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen
zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder.
2) Überfachliche Kompetenzen
Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders
 Reflexive Fähigkeiten:
- Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen
- Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet ve r-
 Sozialkompetenz:
- Sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln,
in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen.
 Sprachkompetenz:
- Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und M odelle sprachlich
differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwe nden
 Arbeits- und Lernverhalten:
- Fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten
und lösen
- Körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen
 Methodenkompetenz:
- Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben
- Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen
- Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern
Fachlehrpläne | 294
• Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
- Die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern
- Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
- Sportliche Leistungstests selbständig durchführen und auswerten
 Interessen:
- Sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten
3) Leistungsbewertung
Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu
gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile (schriftlich und/oder mündlich) für die Vorschlagsnote im EF Sport, 30% nicht überschreiten.
Mögliche Lerngebietspezifische Test:
 Trainingslehre: schriftlicher Test und/oder Volkslauf
 Bewegungslernen: Praktischer (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.) und schriftlicher oder
mündlicher Test
 Sportspiele: Zwei praktische Tests (Umfassende Spieltests mit technischen und taktischen Anteilen)
 Sport und Gesellschaft: Schriftlicher oder mündlicher Test zu entsprechendem Inhalt
4) Querverbindungen zu anderen Fächern
Zu folgenden Fachbereichen sind Querverbindungen denkbar: Biologie (Sportanatomie, Sportph ysiologie, Ernährung usw.), Physik (Kraft, Geschwindigkeit usw.), Psychologie (Entwicklungsps ychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hi ntergründe, soziokulturelle Einflüsse usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Z usammenhänge im Themenfeld Sport usw.), Geographie (ökologische Auswirkun gen von Sport-
Grossanlässen usw.), Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.).
5) Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei pr ojektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlec hterspezifische Unterschiede.
Fachlehrpläne | 295
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflichtopti onen, aus denen die Lehrperson die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Trainingslehre
 Sportanatomie und -physiologie
 Energetische Faktoren und Steuerung
der Motorik
 Trainingssteuerung
 Sportpsychologie
 Sporternährung
 im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft
die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben.
 die Möglichkeiten der Energiebereitstellung
bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.
 im Zusammenhang mit Koordination das
neuromuskuläre Funktionssystem und die
Sensomotorik platzieren sowie die koordinativen Fähigkeiten nennen.
 verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik erklären und interpretieren,
evtl. durchführen.
 verschiedene Methoden des Trainings
nennen und zielgerichtet anwenden.
 in ausgewählten Bereichen zielgerichtet
Trainingspläne erstellen, anwenden und
auswerten und so die eigene sportliche
Leistungsfähigkeit verbessern.
in ausgewählten Bereichen
 kognitive Prozesse der sportlichen Lern-
und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und
gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen-
Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).
 den Einfluss von Freude, Angst, Aggression
und Motivation auf sportliche Handlungen
 die bedarfsangepasste Ernährung erläutern.
Fachlehrpläne | 296
 Erwerben, Anwenden, Gestalten
 Analysieren,
 Beobachten, beurteilen und beraten
 Helfen und sichern
 Modelle der Bewegungslehre erklären.
 die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden.
 Bewegungsabläufe in verschiedenen
Formen analysieren.
 Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten.
 ihre sportlichen Fertigkeiten und
Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen und gegenseitiger Unterstützung
 Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten
und variieren.
3. Lerngebiet: Sportspiele
In mindestens 2 ausgewählten Sportspielen
 Korrekte Techniken anwenden
 Taktische Elemente anwenden
 Spielregeln vertiefen
 die Grundtechniken von ausgewählten
Sportspielen korrekt ausführen und
situativ korrekt anwenden.
 taktische Elemente und Spielsysteme in
ausgewählten Sportspielen analysieren
und anwenden mitgestalten.
 ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten.
Fachlehrpläne | 297
4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
 Wechselwirkung zwischen Bewegung
und Gesundheit
 Leitmotive für sportliches Handeln
 Umfeldeinflüsse auf sportliches
Handeln
 Wenn möglich ein aktuelles Themenfeld
aufarbeiten (z.Bsp. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und
Umwelt)
Die Schülerinnen und Schüler können in
ausgewählten Themenbereichen
 die Auswirkungen von sportlicher
Betätigung auf die Gesundheit erklären.
 Leitmotive für das Sporttreiben nennen
und hinterfragen.
 zum gewählten aktuellen Themenbereich kritisch Stellung nehmen.
 soziale, wirtschaftliche, politische
Aspekte und einflüsse im
Handlungsfeld Sport erkennen.
Querverbindungen zu anderen Fächern:
Siehe unter 4)
Fachlehrpläne | 298
LEHRPLAN FÜR DAS FACH EINFÜHRUNG IN WIRTSCHAFT UND RECHT
Wochenstunden 1 2 - -
Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an
Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben,
bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen bilden einen zentralen Ansatzpunkt der Mikroökonomie und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu
fällen und zu begründen.
Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in
die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler
können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu
erkennen sowie verschiedene Standpunkte hinsichtlich wirtschaftspolitischer Probleme zu charakterisieren. Aktuelle Beiträge und anschauliche Beispiele ergänzen die erarbeitete Theorie. Die Schülerinnen
und Schüler lernen, wie persönliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander
verflochten sind und auf unterschiedlichen Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische
und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen.
Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach.
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und
Arbeitgeber) hineinversetzen
 Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit verstehen und anwenden
 Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
Fachlehrpläne | 299
 Unterschiedliche Perspektiven einnehmen
 Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
 Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
 Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen
 Geographie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
 Im Rahmen des Projektunterrichtes
Fachlehrpläne | 300
1. Lerngebiet: Recht
Einführung ins Recht  die Grundlagen des Rechtssystems und
ihre Rolle darin verstehen und erkennen.
 mit unterschiedlichen Rechtsquellen arbeiten.
 rechtliche Problemstellungen einem bestimmten Rechtsbereich zuordnen.
 einfache Rechtsfälle aus ihrem Lebensbereich lösen.
 staatsrechtliche Grundlagen (beispielsweise Menschenrechte, Gewaltentrennung, Stimm- und Wahlrecht) und den
Entstehungsprozess von Gesetzen verstehen und anwenden.
Zivilrecht: Personenrecht/Obligationenrecht  Verknüpfungspunkte zwischen ihrem Lebenslauf und den Gesetzgebungen des
Zivilrechts erkennen und analysieren.
 mit Hilfe ihres erworbenen Wissens ihr
Leben in rechtlichen Belangen aktiv
steuern.
Weitere Rechtsgebiete  aktuelle Geschehnisse verstehen, einordnen und beurteilen.
Aktualitäten  anhand von aktuellen Rechtsfällen, Abstimmungsvorlagen oder Rechtsänderungen etc. eine eigene Meinung bilden
und Diskussionen führen.
Fachlehrpläne | 301
2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Mikroökonomie  die Handlungsweisen der Menschen anhand ökonomischer Modelle erkennen,
beschreiben und beurteilen.
 die wirtschaftlichen Konsequenzen des
eigenen Handelns erkennen und kritisch
 Marktmechanismen, Preisbildung und
Staatseingriffe erklären, verstehen und
deren Folgen beurteilen.
 die wichtigsten Marktversagen erkennen,
erklären und adäquate Gegenmassnahmen nennen.
 aktuellen Geschehnisse ökonomisch
 die gewonnenen wirtschaftlichen Erkenntnisse anwenden und aktiv vertiefen.
Makroökonomie  gesamtwirtschaftliche Daten und Fakten
kennen, erklären und anwenden.
 Problemstellungen und Konzepte wie
beispielsweise aus den Bereichen Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen, Globalisierung
oder Aussenhandel erfassen, analysieren und beurteilen.
 Tabellen und Graphiken lesen, analysieren, kommentieren und interpretieren.
Fachlehrpläne | 302
3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Unternehmensfunktionen  unternehmerische Aktivitäten wie beispielsweise Budgetierung, Marketing oder Organisation verstehen und aktiv
Unternehmensmodell  Umweltsphären und Anspruchsgruppen
eines Unternehmens kennen und identifizieren sowie anhand aktueller Beispiele
mögliche Zielkonflikte aufzeigen.
Haushalte  einfache Budgets erklären und erstellen.
 die wichtigsten Positionen der Einkommens- und Ausgabenseite eines Haushalts verstehen und analysieren.
Hinweis: Die Finanzbuchhaltung ist ausführlicher Bestandteil des Lehrplans Schwerpunktfach
Fachlehrpläne | 303
LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH WIRTSCHAFT UND RECHT
Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht
erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit der
Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens.
Die Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen,
sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu
bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und deren Umwelt und gewinnen
dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben
verantwortlich zu handeln. In Exkursionen und einer Schwerpunktfachwoche erhalten sie dabei vertiefte
Einblicke in reale Institutionen und Abläufe.
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden
 Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren
 Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
 Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
 Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-
 Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und
arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
 Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwi-
Fachlehrpläne | 304
 Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
 Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
 Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen,
produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
 Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
 Geographie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
 Geschichte
 Im Rahmen des Projektunterrichts
Fachlehrpläne | 305
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Finanzielles Rechnungswesen  finanzielle Vorgänge in Unternehmen unter Zuhilfenahme der Finanzbuchhaltung
abbilden.
 spezielle Vorgänge wie beispielsweise
Abschreibungen, Bestandesänderungen,
Mehrwertsteuer oder fremde Währungen
bearbeiten.
 eine Erfolgsrechnung und eine Bilanz
aufstellen, analysieren und interpretieren.
Unternehmensmodell  Betriebe unterschiedlicher Sektoren,
Branchen, Grösse, Rechtsform, Trägerschaft etc. unterscheiden und zuordnen.
 verschiedene Umweltsphären der Unternehmung beschreiben und Wechselbeziehungen aufzeigen.
 Interessen- und Zielkonflikte unterschiedlicher Anspruchsgruppen aufzeigen und
Lösungsoptionen erarbeiten.
 Grundstrategie, Leitbild und Unternehmungskonzept anhand praktischer Beispiele unterscheiden und anwenden.
2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Grundlagen der Volkswirtschaftslehre  die Notwendigkeit des Wirtschaftens er-
 Massstäbe des ökonomischen Handelns
verstehen, anwenden und kritisch reflek-
 Kosten-Nutzen-Analysen durchführen.
 verschiedene Aspekte der Arbeitsteilung
beleuchten und deren Konsequenzen unter moralisch-ethischen Gesichtspunkten
hinterfragen sowie alternative Konzepte
Fachlehrpläne | 306
Produktionsfaktoren und Kapitalbildung  die verschiedenen Produktionsfaktoren
und deren Eigenschaften beschreiben
sowie Implikationen derselben erläutern.
 die besondere Bedeutung des Humankapitals erkennen und begründen.
 verschiedene Prozesse der Kapitalbildung beschreiben und anwenden.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung  die Inhalte und die Entstehung des BIP
und des VE verstehen und anwenden
sowie einen Bezug zwischen diesen
Grössen herstellen.
 Probleme der Einkommens-verteilung erkennen, beschreiben und eine eigene
Meinung dazu bilden.
 sich zur Frage der Grenzen des Wachstums kritisch äussern.
Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen und
deren Charakteristika identifizieren.
 den Verlauf und Besonderheiten der
Nachfrage- und Angebotsfunktionen darstellen sowie begründen.
 die Preisbildung auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und
 Formen der Elastizitäten unterscheiden,
berechnen und deren Konsequenzen
 Kennzahlen berechnen und diese im
Hinblick auf ihre Aussagekraft beurteilen.
 Marktversagen und deren Konsequenzen
erkennen sowie Lösungsstrategien erarbeiten.
 Markteingriffe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen.
Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre
verstehen, einordnen, diskutieren und
 eine eigene Meinung zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertreten.
Fachlehrpläne | 307
3. Lerngebiet: Recht
Vertragsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren.
 Entstehung, Erfüllung, Erlöschen sowie Verjährung
von Obligationen erkennen und analysieren.
 die wichtigsten Haftungsbestimmungen und deren
Tatbestandsmerkmale kennen, analysieren und in
konkreten Fallbeispielen anwenden.
 praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und
Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus anderen Rechtsgebieten, so beispielsweise:
- Sachenrecht
- Immaterialgüterrecht
- Strafrecht
- Schuldbetreibungs- und Konkursrecht
- Staatsrecht
- Steuerrecht
- Wettbewerbsrecht
 Ziele und Kerngedanken des Rechtsgebietes beschreiben und hinterfragen.
 einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen.
Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (Abstimmungsvorlagen, Gesetzesänderungen, wegweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten
etc.) verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.
 sich in Bezug auf allenfalls vorzunehmende Gesetzesänderungen oder neue rechtliche Regelungen eine
eigene Meinung bilden und diese auch vertreten.
Fachlehrpläne | 308
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Leistungswirtschaft  strategische und operative Konzepte der
Unternehmensführung beschreiben, analysieren und anwenden.
 Aufbau- und Ablauforganigramme interpretieren und für einen gegebenen
Sachverhalt aufstellen.
 verschiedene Aspekte der Personalmanagements beschreiben, anwenden sowie sich zu den Folgen des Umgangs mit
Mitarbeitern eine eigene Meinung bilden.
Finanzwirtschaft  verschiedene Aspekte unterschiedlicher
Finanzierungsarten und –modelle kennen, verstehen und anwenden.
 verschiedene Kennzahlen der Unternehmungsführung und zugrundeliegende
Konzepte verstehen und interpretieren.
Finanzintermediäre  grundlegende Funktionsweisen sowie die
wichtigsten Charakteristika von Finanzintermediären verstehen und erklären.
 verschiedene Versicherungslösungen in
ihren Grundzügen erklären und applizieren können.
 Anlagegrundsätze und Anlagestrategien
verstehen und anwenden.
2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen und
deren Charakteristika identifizieren.
 Verläufe und Besonderheiten der Nachfrage- und Angebotskurve erklären sowie
die beiden Kurven anwenden.
 die Preisbildung auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und
 Formen der Elastizitäten unterscheiden
und berechnen.
 Kennzahlen berechnen und diese im
Hinblick auf ihre Aussagekraft beurteilen.
Fachlehrpläne | 309
 Marktversagen und deren Konsequenzen
erkennen sowie Lösungsstrategien erarbeiten.
 Markteingriffe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen und sich eine eigene Meinung dazu bilden.
Geld und Währung  verschiedene Arten von Geld unterscheiden und Implikationen beschreiben sowie
 Geldmengenaggregate definieren und
 den Prozess der (multiplen) Geldschöpfung beschreiben und Folgen herleiten.
 Vor- und Nachteile unterschiedlicher
Wechselkursregime und deren Probleme
kennen sowie Lösungsansätze entwi-
 Geldwertänderungen analysieren und
Konsequenzen ableiten.
Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der (mögliche Beispiele rechts):
- Konjunkturpolitik
- Wirtschaftspolitik
- Umweltpolitik
- Geldpolitik
- Fiskalpolitik
- Aussenwirtschaftspolitik
- Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik
- Wachstums- und Strukturpolitik
 den Konjunkturzyklus sowie dazugehörige Indikatoren beschreiben und anwen-
 verschiedene Bereiche der Wirtschaftspolitik identifizieren und Wege zur Zielerreichung aufzeigen.
 verschiedene Aspekte und Elemente der
Aussenwirtschafts-politik beschreiben,
analysieren sowie vor- und nachteilige
Entwicklungen identifizieren.
 die Gefährdung der Umwelt als Folge
des wirtschaftlichen Handelns erkennen
und Instrumente der Umweltpolitik an-
 eigenes ethisches Handeln anhand umweltbewussten Agierens identifizieren,
kritisch reflektieren und bewerten.
Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre
verstehen, einordnen, diskutieren und
 eine eigene Meinung zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertreten.
Fachlehrpläne | 310
3. Lerngebiet: Recht
Vertragsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren.
 die wichtigsten Vertragstypen (v.a. Kaufvertrag, Mietvertrag und Arbeitsvertrag) (er-)kennen und voneinander abgrenzen.
 wichtige Fakten und Verhaltensweisen erkennen, analysieren und reflektieren, die für Abschlüsse solcher
Verträge in der persönlichen Zukunft der Schülerinnen
und Schüler von Bedeutung sein können.
 praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und
Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse
 die verschiedenen Rechtsformen voneinander unterscheiden und systematisieren sowie die Vor- und
Nachteile der einzelnen Rechtsformen erfassen.
 über die Wahl der Rechtsform von Betrieben anhand
der fachlich einschlägigen Kriterien entscheiden.
 Ziele, Ursachen und Ausprägungen von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern und realen Beispielen zuordnen.
Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus anderen Rechtsgebieten, so beispielsweise:
- Sachenrecht
- Immaterialgüterrecht
- Strafrecht
- Schuldbetreibungs- und Konkursrecht
- Staatsrecht
- Steuerrecht
- Wettbewerbsrecht
 Ziele und Kerngedanken des Rechtsgebietes beschreiben und hinterfragen.
 einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen.
Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (Abstimmungsvorlagen, Gesetzesänderungen, wegweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten
etc.) verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.
 sich in Bezug auf allenfalls vorzunehmende Gesetzesänderungen oder neue rechtliche Regelungen eine
eigene Meinung bilden und diese auch vertreten.
Fachlehrpläne | 311
LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH WIRTSCHAFT UND RECHT
Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei vorwiegend themenzentriert und legt besonderen
Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven der drei Teilgebiete
Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft.
Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier geht es unter anderem um Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen).
Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse, Unternehmensmodell, betriebliche Leistungserstellung, Marketing, Marktforschung, Preisbildung, Marktversagen, staatliche Eingriffe in den Markt,
Handels- und Gesellschaftsrecht, allgemeines und spezielles Vertragsrecht sind weitere mögliche The-
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und
zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene
Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und
gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben
und analysieren
 In Alternativen denken und abwägend entscheiden
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen
 Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen
 Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-
 Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und
arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
 Widersprüche und Kompromisse aushalten
Fachlehrpläne | 312
 Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
 Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
 Die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen,
produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
 Geographie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
 Geschichte
Fachlehrpläne | 313
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen als
Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Arbeit  verschiedene Märkte und Marktformen
beschreiben, verstehen und analysieren.
Wohnen  wirtschaftspolitische Massnahmen am
Beispiel des Wohnungsmarktes verstehen, erklären und anwenden.
Steuern  verschiedene Aspekte der öffentlichen
Haushalte verstehen, erklären und analysieren.
Konsum  die Bedeutung des Konsums im Hinblick
auf verschiedene volkswirtschaftliche
Funktionen verstehen, erklären, analysieren und anhand von Fallbeispielen vertie-
2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Arbeit  Betriebe als Arbeitgeber mit den zusammenhängenden Elementen beschreiben,
erklären, verstehen und analysieren.
Wohnen  Entscheidungen privater Haushalte als
Mieter oder Wohneigentümer verstehen,
erklären und mit Hilfe von Fallbeispielen
Steuern  verschiedene Aspekte der privaten
Haushalte und Unternehmen verstehen,
erklären und analysieren.
Konsum  die Bedeutung des Konsums im Hinblick
auf verschiedene betriebswirtschaftliche
Funktionen verstehen, erklären, analysieren und in Fallbeispielen anwenden.
Fachlehrpläne | 314
3. Lerngebiet Recht
Arbeit  rechtliche Elemente des Anstellungsverhältnisses mit den verbundenen Elementen beschreiben, erklären und verstehen.
Wohnen  rechtliche Aspekte der Miete oder des
Hauskaufs verstehen, erklären und an-
Steuern  verschiedene Aspekte der Steuergesetzgebung verstehen, begründen und analysieren.
Konsum  rechtliche Konsequenzen des Konsums
verstehen, erklären, analysieren und an-
Wie!schreibe!ich!eine!Abschlussarbeit?!
Lehrmittel!für!den!Projektunterricht!
Ausgabe!2018/19!
2!
https://creativecommons.org/licenses/byIncIsa/3.0/ch/!
Abbildung!1:!Zwei!Schüler!in!der!Mediothek!der!NKSA,!Foto:!Mélanie!Locher!
3!
Vorwort&
Als! Schülerin! oder! Schüler! des! Gymnasiums! verfolgen! Sie! im! Rahmen! des! Projektunterrichtes!
(PU)! während! eines! halben! Jahres! ein! erstes,! längeres! Vorhaben.! Die! Eigeninitiative! steht! bei!
diesem!Prozess!im!Zentrum.!In!ZweierI!oder!Dreiergruppen!stecken!Sie!sich!selber!Ziele!und!stelI
len!einen!Projektplan!auf,!der!mit!den!betreuenden!Lehrpersonen!verhandelt!wird!(ProjektvereinI
barung).!Über!eine!längere!Zeit!arbeiten!Sie!etwa!einen!Nachmittag!pro!Woche!systematisch!an!
ihrem!Projekt.!Am!Schluss!liegen!je!nach!Projekttyp!Untersuchungsresultate,!ein!kreatives!oder!
technisches! Produkt! oder! eine! durchgeführte! Veranstaltung! vor,! welche! in! jedem! Fall! in! einer!
schriftlichen!Dokumentation!ebenso!systematisch!erläutert!und!reflektiert!werden.!Produkt(e)!und!
Dokumentation!werden!anschliessend!von!den!betreuenden!Lehrpersonen!nach!klaren,!zum!VornI
herein!bekannten!Kriterien!bewertet.!Im!Anschluss!an!den!Projektunterricht!Gymnasium!nehmen!
Sie!ein!zweites!grösseres!Projekt!in!Angriff:!Ihre!Maturarbeit!(MA).!
Als!Schülerin!oder!Schüler!der!Fachmittelschule!(FMS)!schreiben!Sie!im!Übergang!von!der!2.!in!
die! 3.! Klasse! in! ZweierI! oder! Dreiergruppen! Ihre! Selbständige! Arbeit! (SAR).! In! der! Startphase!
werden!Sie!von!PUILehrpersonen!unterstützt.!Falls!Sie!nach!Ihrem!FMSIAbschluss!eine!FachmaI
turität!anstreben,!so!nehmen!Sie!ein!zweites!Projekt!in!Angriff:!Ihre!Fachmaturitätsarbeit!(FMA).!
Das!vorliegende!Lehrmittel!soll!es!Ihnen!erleichtern,!Ihre!Projektwege!zu!verfolgen.!Ziele,!Typen,!
wichtige!Schritte,!formale!Richtlinien!und!praktische!Tipps!für!das!projektartige!Arbeiten!stehen!im!
Zentrum.!Den!betreuenden!und!bewertenden!Lehrpersonen!des!PU,!von!MA!und!SAR!sowie!von!
FMA!sollen!die!folgenden!Seiten!eine!Unterstützung!und!Richtlinie!für!den!Projektunterricht!sowie!
für!die!Betreuung!und!Bewertung!sein.!
Das!Lehrmittel!basiert!auf!der!Arbeit!von!Johannes!Gerber!(2002)a!Beatrice!Müller,!Daniel!SiegentI
haler!und!Benno!Zimmermann!(2003)a!Thomas!Müller,!Richard!Heimgartner!und!Fritz!Wenzinger!
(2006).!Es!wurde!im!April!2009!von!Richard!Heimgartner,!Mélanie!Locher!und!Daniel!Siegenthaler!
überarbeitet.!Im!Mai!2010,!Juni!2011!sowie!im!Juni!2012!wurden!von!Richard!Heimgartner,!Mélanie!
Locher!und!Thomas!Müller!kleinere!Anpassungen!vorgenommen.!Im!Juni!2013!wurde!der!Anhang!
A3!(Bewertungskriterien)!überarbeitet.!Die!neuen!Bewertungskriterien!wurden!von!zwei!ArbeitsI
gruppen!erstellt!(Pascal!Frey,!Christian!Wüst,!Esther!Schwarz,!Otto!Grimm,!Richard!Heimgartner,!
Thomas!Müller,!Silvia!Wüest).!Im!Juli!2016!erfolgten!kleinere!Anpassungen!durch!Stephan!BaumI
gartner!und!Christoph!Steiner.!Im!Rahmen!einer!Fachschaftsweiterbildung!der!Fachschaft!Deutsch!
(März!2016)!wurden!diverse!Präzisierungen!und!Erweiterungen!zum!wissenschaftlichen!Schreiben!
vorgeschlagen.!Ergänzungen!zu!den!Zitierregeln!formuliert!hat!Matthias!Friedli.!Einen!umfangreiI
chen!Katalog!an!Stilregeln!zusammengestellt!hat!Mirjam!Caspers.!Für!die!Integration!dieser!VorI
arbeiten!und!kleinere!Anpassungen!verantwortlich!war!Stephan!Baumgartner!(2017),!ebenso!für!
kleinere!Korrekturen!(2018).!
4!
Inhaltsverzeichnis&
1! Ziele!des!Projektunterrichts.......................................................................................................!6!
2! Verschiedene!Typen!von!Projektarbeiten!.................................................................................!7!
2.1! Die!Untersuchung!..............................................................................................................!7!
2.2! Die!kreative!Produktion!......................................................................................................!8!
2.3! Die!technische!Produktion!.................................................................................................!8!
2.4! Die!Organisation!einer!Veranstaltung!................................................................................!9!
3! Ablauf!eines!Projektes!..............................................................................................................!9!
3.1! Übersicht!über!den!Ablauf!eines!Projektes!.......................................................................!9!
3.2! Projektinitiative!und!Vorprojekt!........................................................................................!13!
3.3! Projektvereinbarung:!Klärung!von!Zielen,!Methoden,!Ressourcen.................................!13!
3.4! Projektdurchführung.........................................................................................................!15!
3.4.1! Übersicht!über!den!Ablauf!der!Projektdurchführung!.............................................!15!
3.4.2! Ethische!Richtlinien,!Datenschutz!.........................................................................!17!
3.5! Präsentation!.....................................................................................................................!18!
4! Die!Form!der!Projektdokumentation!.......................................................................................!19!
4.1! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!Untersuchung!..............................................!19!
4.1.1! Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!......................!19!
4.1.2! Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!......................................!21!
4.2! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion!.................................!22!
4.3! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!......................................!23!
4.4! Aufbau!der!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer!Veranstaltung!..............!24!
4.5! Vorbereitungsarbeiten......................................................................................................!26!
4.6! Sprache!und!Rechtschreibung!........................................................................................!26!
4.6.1! Sachlichkeit!............................................................................................................!27!
4.6.2! Verbindlichkeit!........................................................................................................!28!
4.6.3! Einfachheit..............................................................................................................!30!
4.7! Einsatz!der!Informatikkenntnisse!zur!Textverarbeitung!..................................................!31!
4.8! Weitere!formale!Richtlinien!..............................................................................................!32!
4.9! Grundsätze!für!Zitate!und!Literaturverzeichnisse............................................................!33!
4.9.1! Zitieren!...................................................................................................................!33!
5!
4.9.2! Verzeichnisse!.........................................................................................................!37!
5! Unterstützende!Massnahmen!.................................................................................................!40!
5.1! Zeitmanagement!..............................................................................................................!40!
5.2! Projektjournal!...................................................................................................................!41!
6! Verzeichnisse!..........................................................................................................................!42!
6.1! Literaturverzeichnis!..........................................................................................................!42!
6.2! Abbildungsverzeichnis!.....................................................................................................!43!
6.3! Tabellenverzeichnis!.........................................................................................................!43!
Anhang............................................................................................................................................!44!
A1! Stolpersteine:!Was!alles!den!Arbeitsfluss!hemmen!kann.......................................................!45!
A2! Projektjournal:!Gliederungsvorschlag!.....................................................................................!46!
A3! Bewertungskriterien!für!ProjektI!und!Abschlussarbeiten!........................................................!47!
A3.1! Gewichtung!der!Bewertungsbereiche!..............................................................................!47!
A3.2! RückmeldungsI/Bewertungsbogen!für!PU!Gym,!MA!und!FMA!......................................!48!
A3.3! RückmeldungsI/Bewertungsbogen!für!SAR!FMS!...........................................................!48!
A3.4! Leitfaden!für!die!Bewertung!von!AbschlussI!und!Projektarbeiten!..................................!48!
A3.5! Notenskala!(für!alle!Abschlussarbeiten!gültig)!................................................................!48!
A3.6! Notenskala!(für!alle!PU!GymIArbeiten!gültig)!.................................................................!48!
A4! Methoden!................................................................................................................................!65!
A4.1! Beschaffung!bereits!bestehender!Informationen.............................................................!65!
A4.2! Befragungen!....................................................................................................................!65!
A4.2.1! VorI!und!Nachteile!.................................................................................................!66!
A4.2.2! Ethische!Überlegungen!..........................................................................................!67!
A4.2.3! Entwicklung!und!Durchführung!von!Befragungen!.................................................!67!
A4.2.4! Was!ist!wichtig!bei!der!Entwicklung!der!Fragen?!..................................................!68!
A4.2.5! Was!ist!wichtig!bei!der!Entwicklung!eines!Fragebogens?.....................................!68!
A4.2.6! Massnahmen!zur!Steigerung!des!Rücklaufs!.........................................................!68!
A4.2.7! Durchführung!der!Befragung!.................................................................................!69!
A4.3! Beobachten!und!untersuchen!..........................................................................................!69!
A4.4! Experimentieren!und!messen!..........................................................................................!70!
6!
1& Ziele&des&Projektunterrichts&
Im!Projektunterricht!sollen!die!Kompetenzen!geübt!und!gefördert!werden,!die!Sie!dazu!befäI
higen,!ein!eigenständiges!Projekt!durchzuführen!und!zu!dokumentieren.!Folgende!Ziele!steI
hen!im!Zentrum:!
1.& Ein&Projektziel&formulieren&
Im! Projektunterricht! lernen!Sie,! sich!eigenständig! ein!anspruchsvolles! Projektziel! zu! setzen!
und!methodisch!sicher!auf!dieses!hinzuarbeiten.!
2.& Eine&Projektvereinbarung&verfassen&
Im!Projektunterricht!erlangen!Sie!Kenntnisse!darüber,!wie!eine!Projektvereinbarung!verfasst!
wird,!welche!das!Fundament!der!Projektarbeit!bildet.!!
3.& Die&zur&Verfügung&stehende&Zeit&planen&und&einsetzen&
Der! Projektunterricht! fördert! die! realistische! Zeitplanung! einer! Arbeit!sowie! deren! zielorienI
tierte!Umsetzung.!
4.& Verschiedene&Methoden&gezielt&einsetzen&
Der!Projektunterricht!hat!zum!Ziel,!Ihre!Fähigkeiten!der!Recherche!zu!fördern.!Dazu!gehören!
selbstständiges!Fragen,!das!Suchen,!Ordnen,!Bearbeiten!und!Analysieren!von!Informationen!
und!die!Anwendung!spezifischer!Methoden!und!Techniken!zur!Beantwortung!einer!speziellen!
Fragestellung.!
5.& Eine&schriftliche&Arbeit&bzw.&eine&Dokumentation&korrekt&verfassen&
Der!Projektunterricht!fördert!die!korrekte!Erstellung!von!schriftlichen!Arbeiten!bzw.!DokumenI
tationen!unter!Einhaltung!von!formalen!Regeln!(z.B.!fremde!Textstellen!zitieren!und!LiteraturI
verzeichnis!erstellen).!
6.& Das&eigene&Vorgehen&überdenken&und&diese&Überlegungen&umsetzen&
Der!Projektunterricht!schult!Ihre!Fähigkeiten!zur!Reflexion!über!Ziele,!Wege!und!Steuerung!
des!eigenen!Arbeitens.!
7.& Die&SelbstL&und&Sozialkompetenz&fördern&
Der! Projektunterricht! fördert! Verantwortungsgefühl,! die! Fähigkeit,! Entscheide! zu! fällen! und!
Konflikte!zu!meistern,!und!die!Bereitschaft,!in!einem!Team!zu!arbeiten,!gemeinsame!Ziele!zu!
verfolgen!sowie!innerhalb!einer!Gemeinschaft!eigene!Auffassungen!zu!vertreten.!
7!
2& Verschiedene&Typen&von&Projektarbeiten&
Was! müssen! Sie! sich! eigentlich! genau!unter! einem! Projekt! vorstellen?! Bonati! und! Hadorn!
(2009)!unterscheiden!grundsätzlich!die!vier!folgenden!Typen!von!Projektarbeiten:!
!! Die!Untersuchung!
!! Die!kreative!Produktion!
!! Die!technische!Produktion!
!! Die!Organisation!einer!Veranstaltung!
Diese!unterschiedlichen!Typen!werden!im!Folgenden!kurz!beschrieben.!Des!Weiteren!werden!
für!jeden!Projekttyp!Beispiele!aus!den!unterschiedlichen!Fachbereichen!vorgestellt!(Bonati!&!
Hadorn,!2009,!S.!89I98).!
2.1& Die&Untersuchung&
Bei!einer!Untersuchung!geht!es!im!weitesten!Sinne!darum,!etwas!zu!erforschen.!Dabei!stuI
dieren!Sie!einen!Sachverhalt,!ein!Phänomen,!einen!Zusammenhang,!ein!Naturgesetz,!eine!
Theorie!oder!eine!Entwicklung.!Wichtige!Tätigkeiten!sind!das!Beobachten,!Beschreiben,!VerI
stehen,!Erklären,!Begründen,!Beurteilen!und!Werten!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!89I90).!TaI
belle!1!zeigt!einige!Verfahren,!welche!Sie!bei!einer!Untersuchung!anwenden!können:!
! ! !
GeistesL&und&&
Sozialwissenschaften&
Mathematik&und&NaturwissenL
schaften&(inkl.&Sport)&
MusischLgestalterischer&Bereich&
& & &
!! Dokumente!analysieren,!z.B.!BrieI
fe!aus!der!Familiengeschichte,!poI
litische!Reden!auf!Tonträgern!
!! Texte!vergleichen,!z.B.!PressebeI
richte!zu!einem!Thema,!zwei!RoI
mane!aus!derselben!Epoche!
!! Ein!Interview!durchführen,!z.B.!eiI
nen!Personenkreis!zu!DrogenI
problemen!befragen!
!! Eine!schriftliche!Befragung!planen!
und!durchführen,!z.B.!die!EinstelI
lung!zur!Fahrgeschwindigkeit!auf!
Quartierstrassen!einer!Siedlung!
!! Ein!ethisches!oder!rechtliches!
Problem!untersuchen,!z.B.!die!EinI
stellung!von!Jugendlichen!zur!ReliI
gion!
!! Medienbeiträge!analysieren,!z.B.!
verschiedene!Presseartikel!zu!eiI
nem!Thema!
!! Eine!Messreihe!planen,!durchfühI
ren!und!auswerten,!z.B.!zur!WasI
serqualität!eines!Baches!
!! Eine!Untersuchung!planen,!durchI
führen!und!auswerten,!z.B.!FütteI
rungsversuche!mit!Wasservögeln!
!! Einen!chemischen!Nachweis!plaI
nen,!durchführen!und!auswerten,!
z.B.!vom!Sauerstoffgehalt!in!
Schulräumen!
!! Die!Biographie!eines!GebrauchsI
gegenstandes!beschreiben,!z.B.!
eines!Kühlschranks!
!! Einen!Trainingsplan!erstellen,!
Messungen!durchführen!und!ausI
werten!und!Resultate!interpretieI
ren!
!! Künstlerische!Ausdrucksformen!
vergleichen,!z.B.!einen!Film!mit!
dem!entsprechenden!Buch!
!! Eine!Formensprache!untersuchen,!
z.B.!gemalte!Motive!an!BauernI
häusern!
!! Medienbeiträge!analysieren,!z.B.!
die!Werbung!für!einen!neuen!Film!
Tabelle!1:!Verfahren!der!Untersuchung!
8!
2.2& Die&kreative&Produktion&
In!einer!kreativen!Produktion!schaffen!Sie!aus!einem!schöpferischen!Einfall!ein!künstlerisches!
Werk.!Dies!kann!als!eine!eigene!Erfindung!betrachtet!werden.!Aus!Ideen,!Elementen!und!EinI
flüssen!schaffen!Sie!etwas!Neues!mit!persönlicher!Prägunga!es!geht!dabei!um!das!Erfinden,!
Ausprobieren,! SichIAusdrücken! und! gleichzeitig! um! die! Auseinandersetzung! mit! einem!
Thema!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!90I91).!Wie!Tabelle!2!zeigt,!gibt!es!auch!hier!viele!VorgeI
hensmöglichkeiten!für!die!unterschiedlichen!Fachbereiche:!
! ! !
GeistesL&und&&
Sozialwissenschaften&
Mathematik&und&NaturwissenL
schaften&(inkl.&Sport)&
MusischLgestalterischer&Bereich&
& & &
!! Einen!literarischen!Text!schreiben,!
z.B.!eine!Kurzgeschichte,!GeI
dichte!
!! Eine!TextICollage!herstellen,!z.B.!
eine!literarische!TextICollage,!ein!
Umschlagbild!und!Text!für!ein!ProI
grammheft!
!! Mathematische!Kurven!künstleI
risch!darstellen!
!! Etwas!färben,!z.B.!einen!WandbeI
hang!aus!natürlichen!Farben!
!! Bewegung!mit!photographischen!
Mitteln!künstlerisch!gestalten!
!! Eine!Tanzsequenz!choreografieI
ren!
!! Formenreichtum!der!Kristalle!
künstlerisch!umsetzen!
!! Ein!Musikstück!komponieren,!z.B.!
eine!Schlagzeugbegleitung!
!! Etwas!zeichnen,!z.B.!Portraits!mit!
verschiedenen!Techniken!
!! Eine!kurze!Filmszene!herstellen,!
z.B.!einen!Videoclip!oder!einen!
Trickfilm!
!! Eine!Choreografie!entwerfen,!einI
studieren!und!aufführen!
!! Literatur!in!einen!Kurzfilm!umsetI
zen,!z.B.!Verfilmung!einzelner!liteI
rarischer!Szenen!
Tabelle!2:!Verfahren!der!kreativen!Produktion!
2.3& Die&technische&Produktion&
Bei!einer!technischen!Produktion!stellen!Sie!aus!einer!konstruktiven!Idee!ein!funktionsfähiges!
Erzeugnis!her.!Hierbei!geht!es!darum,!etwas!zu!planen!und!zu!konstruieren,!Abläufe!und!ZuI
sammenhänge!zu!untersuchen,!etwas!auszutüfteln!und!exakt!zu!arbeiten!(Bonati!&!Hadorn,!
2009,!S.!91I92).!In!Tabelle!3!werden!einige!Verfahren!vorgestellt,!wie!eine!technische!ProdukI
tion!angegangen!werden!könnte:!
! ! !
GeistesL&und&&
Sozialwissenschaften&
Mathematik&und&NaturwissenL
schaften&(inkl.&Sport)&
MusischLgestalterischer&Bereich&
& & &
!! Aus!einer!Fremdsprache!übersetI
zen,!z.B.!einen!Rap!aus!dem!FranI
zösischen!
!! Eine!Vermarktungsstrategie!entwiI
ckeln,!z.B.!weniger!Abfall!auf!dem!
Schulareal!
!! Ein!Produkt!über!das!Internet!verI
markten,!z.B.!eine!Börse!für!geI
brauchte!Schulbücher!aufbauen!
!! Ein!PCIProgramm!entwickeln,!z.B.!
ein!Ordnungssystem!für!alle!
Schulunterlagen!
!! Ein!Modell!herstellen,!z.B.!für!die!
künftige!Entwicklung!von!SchülerI
zahlen!und!den!Bedarf!an!SchulI
raum!in!einer!Gemeinde!
!! Ein!technisches!Produkt!planen!
und!herstellen,!z.B.!ein!FortbeweI
gungsmittel!
!! Eine!Innenfassade!des!SchulhauI
ses!bemalen!
!! Filmen!
!! Vertonen!
!! Neue!Farben!mischen!
Tabelle!3:!Verfahren!der!technischen!Produktion!
9!
2.4& Die&Organisation&einer&Veranstaltung&
Bei!der!Organisation!einer!Veranstaltung!planen!und!organisieren!Sie!systematisch!TätigkeiI
ten,!einen!Handlungsverlauf!oder!einen!Prozess.!Hierbei!spielt!die!Berücksichtigung!der!ZeitI
planung!eine!zentrale!Rolle,!da!die!Veranstaltung!zu!einem!bestimmten!Zeitpunkt!stattfinden!
und!gelingen!soll.!Sie!müssen!mitarbeitende!Personen!führen!und!motivieren!sowie!das!PubI
likum! zufrieden! stellen.! Auch! muss! beachtet! werden,! dass! die! Finanzierung! des! Projektes!
gewährleistet!ist!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!92I94).!
In!Tabelle!4!werden!Verfahren!für!die!Organisation!einer!Veranstaltung!aufgezeigt:!
! ! !
GeistesL&und&&
Sozialwissenschaften&
Mathematik&und&NaturwissenL
schaften&(inkl.&Sport)&
MusischLgestalterischer&Bereich&
& & &
!! Eine!GoodwillIAktion!durchführen,!
z.B.!für!ein!humanitäres!Projekt!
!! Eine!Aufklärungskampagne!durchI
führen,!z.B.!über!ein!aktuelles!AnI
liegen!der!Schülerschaft!
!! Eine!öffentliche!Versammlung!
durchführen,!z.B.!über!ein!städtiI
sches!Bauvorhaben!
!! Eine!öffentliche!Orientierung!vorI
bereiten!und!durchführen,!z.B.!
über!Energiefragen!
!! Ein!grösseres!Konzept!ausarbeiI
ten!und!vorstellen,!z.B.!zur!VerI
kehrsführung!im!Bahnhofquartier!
!! Eine!Evakuationsübung!(Brandfall!
im!Schulgebäude)!planen,!durchI
führen!und!evaluieren!
!! Eine!Sportveranstaltung!durchfühI
ren,!z.B.!ein!Trainingslager!
!! Eine!künstlerische!Veranstaltung!
planen!und!durchführen,!z.B.!ein!
Musical!mit!schuleigenen!Kräften!!
!! Eine!Ausstellung!planen!und!realiI
sieren,!z.B.!„Künstler!unter!uns“:!
Lehrpersonen,!Schülerinnen!und!
Schüler!präsentieren!ihr!KunstI
schaffen!
!! Eine!kulturelle!Führung!planen!
und!durchführen,!z.B.!eine!ExkurI
sion!in!die!Jugendszene!
Tabelle!4:!Verfahren!der!Organisation!einer!Veranstaltung!
3& Ablauf&eines&Projektes&
Im!Folgenden!werden!einzelne!Schritte!des!Projektablaufes!näher!betrachtet.!Dabei!wird!auf!
die!Frage!eingegangen,!was!ein!gutes!Projektthema!bzw.!eine!gute!Fragestellung!ausmacht!
(Projektinitiative),!was!der!Sinn!der!Projektvereinbarung!sowie!deren!Aufbau!ist!und!wie!Sie!
am!besten!zu!bestehenden!Informationen!zum!Thema!gelangen,!wenn!Sie!sich!für!ein!Thema!
entschieden!haben.!
3.1& Übersicht&über&den&Ablauf&eines&Projektes&
Es!gibt!viele!verschiedene!Formen!von!Projektabläufen.!Kleinprojekte!dauern!in!etwa!zwei!bis!
sechs! Stunden,! mittelgrosse!Projekte! ein! bis! zwei! Tage,! vielleicht! sogar! mehrere! Wochen.!
Grossprojekte! dauern! länger,! manchmal! mehrere! Jahre.! Im! Projektunterricht! und! bei! einer!
Abschlussarbeit!verfolgen!Sie!mittelgrosse!Projekte.!
So! verschieden! lang! ein! Projekt! dauern! kann,! so! ähnlich! ist! in! den! meisten! Fällen! dessen!
Ablauf.!Frey!(2012)!beschreibt!den!typischen!Ablauf!eines!Projektes,!welcher!im!Folgenden!
vorgestellt!wird!(siehe!auch!Abbildung!2,!Seite!11).!
10!
1.& Die&Projektinitiative&
Die!Ausgangssituation!ist!offen.!Alle!Beteiligten!können!Bedürfnisse!und!Interessen!einbrinI
gen.!Diese!werden!beispielsweise!durch!ein!Brainstorming,!einen!Ideenwettbewerb!oder!durch!
offene!Fragen!konkretisiert.!Im!PUIUnterricht!für!das!Gymnasium!werden!die!Projekte!durch!
den!Aushang!der!Rahmenthemen!initiiert.!Bei!Abschlussarbeiten!(MA,!SAR!und!FMA)!können!
sowohl!Sie!als!Schülerinnen!und!Schüler,!als!auch!die!Lehrpersonen!Projekte!initiieren!(DeI
tails!zur!Projektinitiative!siehe!Kapitel!3.2).!
2.& Das&Vorprojekt&
Das!Vorprojekt!ist!das!Ergebnis!dieser!Auseinandersetzung:!Sie!halten!in!Kürze!fest,!was!geI
tan!werden!soll!(Leitfrage,!Konstruktionsidee,!Gestaltungsidee!oder!organisatorische!Absicht),!
welche!Ziele!Sie!verfolgen,!mit!welchen!Methoden!und!mit!welchen!Ressourcen.!Das!VorproI
jekt!beschreibt!noch!nicht!in!allen!Einzelheiten!die!Schrittfolge!oder!ein!detailliertes!Bild!des!
Endprodukts.!
3.& Die&Projektvereinbarung&
Aus!den!ersten!Ideen!und!Vorstellungen!entwickeln!Sie!ein!realisierbares!Vorhabena!alle!ProI
jektteilnehmer/innen!äussern!nun!klare!Vorstellungen!bezüglich!der!Fragestellung,!KonstrukI
tionsidee,!Gestaltungsidee! oder! organisatorischen!Absicht,! der! Methoden,!der! Ressourcen,!
der!Ergebnisse!sowie!der!Bewertungskriterien.!Sie!planen!Abläufe,!klären!RealisierungsbeI
dingungen!ab!und!verteilen!die!Aufgaben!unter!sich.!Zuletzt!steht!fest,!wer!im!weiteren!Verlauf!
des!Projekts!welche!Art!von!Tätigkeiten!mit!welchen!Methoden!und!welchen!Mitteln!intensiv!
für! eine! längere! Zeit!ausführen! wird,! und! nach! welchen!Kriterien!die! Projektarbeit! bewertet!
werden!soll!(Details!zur!Projektvereinbarung:!Kap.!3.3).!
4.& Die&Projektdurchführung&
Sie!setzen!nun!die!Projektidee!in!die!Tat!um,!indem!Sie!die!Aktivitäten!sorgfältig!organisieren!
und!aufeinander!abstimmen!und!innerhalb!Ihrer!Gruppe!eine!sinnvolle!Arbeitsteilung!vornehI
men.!Selbst!gut!organisierte!Projekte!laufen!in!der!Regel!aber!nicht!so!ab,!dass!bloss!Abläufe!
abgearbeitet! werden,! wie! sie! in! der! Projektvereinbarung! geplant! wurden.! Planung! begleitet!
das!ganze!Projekt,!denn!immer!wieder!kann!Unvorhergesehenes!eintreten.!Dies!hat!zur!Folge,!
dass!Sie!den!Projektablauf!unter!Umständen!mehrere!Male!überprüfen!und!anpassen!müssen!
(Details!zur!Projektdurchführung!siehe!Kapitel!3.4).!
5.& Das&Ergebnis&und&die&Präsentation&
Am!Ende!eines!Projektes!steht!ein!Ergebnis!(schriftliche!Arbeit,!oder!andere!Produkte!mit!einer!
Dokumentation),!welches!Sie!vor!einem!Publikum!präsentieren!(ausgenommen!PU).!Möglich!
ist!die!Ausweitung!des!Projekts!im!Rahmen!der!(FachI)Maturitätsarbeit!(Details!zur!PräsentaI
tion:!Kap.!3.5).!
11!
6.& StandortL&und&Zwischengespräche&
Während!des!ganzen!Arbeitsprozesses!sollten!immer!wieder!StandortI!und!ZwischengespräI
che!eingebaut!werden:!
!! Standortgespräche!werden!für!die!konkrete!Planung!genutzt:!Als!Projektbeteiligte!informieI
ren!Sie!sich!hierbei!gegenseitig!über!die!letzten!Tätigkeiten!sowie!den!aktuellen!Stand!der!
Arbeiten!und!organisieren! die! nächsten! Schritte.!Wenn!ein!oder! mehrere! Mitglieder! den!
Eindruck!haben,!sie!wüssten!nicht!ausreichend,!was!die!anderen!tun,!oder!was!sie!selbst!
tun!sollen,!ist!ein!Standortgespräch!angezeigt.!
!! In!Zwischengesprächen!sprechen!alle!Beteiligten!über!das!Projektgeschehen.!Sie!versuI
chen!dabei!Abstand!zur!Projekttätigkeit!zu!gewinnen,!um!die!Lage!aus!einer!übergeordneI
ten!Position!zu!beurteilen.!Sie!legen!über!den!Stand!des!Projektes!Rechenschaft!ab!und!
arbeiten!auch!allenfalls!an!Beziehungsproblemen!innerhalb!der!Gruppe.!
!! Mit! Ihrer! Betreuungsperson! führen! Sie! im! Minimum! fünf! Gespräche! zu! Ihrer! Arbeit:! ein!
Startgespräch!zum!Vorprojekt,!ein!zweites!Gespräch!zur!Projektvereinbarung,!eine!StandI
ortbestimmung!bis!etwa!einen!Monat!vor!der!Projektabgabe,!eine!weitere!StandortbestimI
mung!vor!der!Abgabe!sowie!eine!Schlussbesprechung!nach!der!Abgabe.!
Abbildung!2:!Übersicht!über!den!Projektverlauf!
Anpassung!der!Planung!
Zwischengespräche!
Standortgespräche!
Kontakte!mit!Externen!
Projektinitiative!
Vorprojekt!
Projektvereinbarung!
Projektdurchführung!
Ergebnis!
Präsentation!
Bewertung!
12!
7.& Kontakte&mit&Externen&
Wer!an!einem!Projekt!arbeitet,!darf!nicht!vergessen,!dass!dabei!sehr!oft!der!Kontakt!mit!ExI
ternen!nötig!ist.!In!einer!frühen!Phase!klären!Sie!deshalb!folgende!Fragen:!
!! Wer!hat!mit!dem!Projekt!zu!tun!oder!erfährt!von!ihm?!
!! Wessen!Mithilfe,!Erlaubnis!oder!Duldung!benötigen!wir?!
!! Wem!wollen!wir!direkt!oder!indirekt!etwas!nahebringen?!
Im!Kontakt!mit!Unternehmen!und!Betrieben,!aber!auch!mit!Behörden,!Vereinen!und!InstitutioI
nen!sind!folgende!Regeln!zu!respektieren:!
!! Anfragen!und!Kontakte!laufen!möglichst!über!eine!Person.!
!! Die!Anfrage!erfolgt!rechtzeitig,!möglichst!erst!mündlich!(telefonisch)!und!dann!schriftlich.!
!! Die!Absichten!des!Projekts!werden!offen!mitgeteilt.!Sie!bieten!an,!Ihre!Ergebnisse!nachher!
vorzulegen.!
!! Es!muss!geklärt!werden,!mit!welchen!Geräten!man!die!Arbeit!eines!Betriebs,!die!Tätigkeit!
eines!Vereins!oder!einer!Institution!dokumentieren!darf!(FotoI,!TonI,!Videoaufnahmen).!
8.& Anpassung&der&Planung&
Es!kann!nötig!sein,!dass!Sie!sich!während!des!Projektes!neu!orientieren!müssen,!denn!ProI
jekte!sind!meist!so!angelegt,!dass!der!Verlauf!nicht!bis!ins!Detail!absehbar!ist!und!es!dementI
sprechend!zu!Abweichungen!zu!den!ursprünglichen!Fragestellungen!und!Hypothesen!komI
men!kann.!Sollte!dieser!Fall!eintreten,!so!ist!es!entscheidend,!wie!Sie!dies!in!Ihrer!Arbeit!reI
flektieren:!Wo!liegen!die!Ursachen!für!die!Neuorientierung?!Wurden!Fehler!gemacht!oder!lieI
gen!neue!Erkenntnisse!vor?!Welche!Lehren!ziehen!wir!daraus?!Gelingt!dies,!so!können!Sie!
im!Endeffekt!möglicherweise!mehr!lernen,!als!wenn!Ihr!Projekt!reibungslos!verlaufen!wäre.!
Die!Anpassung!der!Planung!müssen!Sie!mit!der!Betreuungsperson!absprechen.!
9.& Bewertung&
Für!die!Bewertung!wird!ein!Projekt!von!unterschiedlichen!Perspektiven!aus!betrachtet.!BewerI
tet!werden!der!Inhalt!und!die!Form!der!schriftlichen!Arbeit!und!des!Produkts!(sofern!dieses!
vorhanden!ist),!der!Arbeitsprozess!und!die!Präsentation!(diese!entfällt!bei!PU!GymIProjekten).!
Die!Bewertungskriterien!sind!im!Anhang!dieses!Dokuments!abgedruckt.!Es!müssen!jeweils!
noch! drei! zusätzliche! projektspezifische! „Spezialkriterien“! zwischen! Ihnen! und! den! BetreuI
ungspersonen!vereinbart!werden.!Für!die!betreuenden!Lehrpersonen!stehen!als!BewertungsI
hilfen! eine! Exceldatei! (RückmeldungsI! und! Bewertungsbogen)! sowie! ein! „Leitfaden! für! die!
Bewertung! von!AbschlussI!und!Projektarbeiten“!zur! Verfügung! (siehe!Anhang! A3).! Wie!die!
verschiedenen! Teilbereiche! des! Projekts! bei! der! Benotung! gewichtet! werden,! können! Sie!
ebenfalls!dem!Anhang!sowie!den!Richtlinien!für!die!Abschlussarbeiten!entnehmen.!
13!
3.2& Projektinitiative&und&Vorprojekt&
Wie!bereits!in!Kapitel!3.1!beschrieben,!steht!am!Anfang!eines!Projektes!die!Suche!nach!einem!
geeigneten!Thema.!Bereits!in!dieser!Phase!kann!es!von!Vorteil!sein,!dass!Sie!Ihre!Interessen!
und!Ideen!soweit!als!möglich!auf!den!Punkt!bringen!(siehe!Kapitel!3.3,!geeignete!FragestelI
lungen,!KonstruktionsI!oder!Gestaltungsideen,!organisatorische!Absichten).!
Wichtig!ist!auch,!die!eigenen!Ziele!so!zu!stecken,!dass!sie!erreichbar!sind!und!trotzdem!eine!
Herausforderung!darstellen.!Dieser!Prozess!nimmt!einen!längeren!Zeitraum!in!Anspruch.!InI
nerhalb!des!Projektunterrichts!Gymnasium!wird!er!dadurch!verkürzt,!dass!die!Rahmenthemen!
für!die!Projekte!von!den!Lehrpersonen!vorgegeben!werden.!
Ein! gutes! Projekt! erfordert! eine! klare! FrageI! oder! Problemstellung.! Diese! erweist! sich! aus!
folgendem!Grund!als!hilfreich:!Sie!wissen!genau,!was!Sie!zu!tun!haben,!welches!Ziel!Sie!verI
folgen!und!verlieren!sich!nicht!in!den!vielen!Möglichkeiten.!
3.3& Projektvereinbarung:&Klärung&von&Zielen,&Methoden,&Ressourcen&
Die!Projektvereinbarung!kann!als!Grundlage!des!Projektes!betrachtet!werden.!Hier!halten!Sie!
fest,!welche!Ziele!Sie!mit!dem!Projekt!erreichen!wollen,!welche!Methoden!vorgesehen!sind!
und!welche!Schritte!Sie!in!welchem!Zeitraum!erledigen!möchten.!In!der!Projektvereinbarung!
formulieren!Sie!klare!Vorstellungen!dessen,!was!Sie!erreichen!wollen!und!legen!die!drei!„SpeI
zialkriterien“!für!die!Bewertung!in!Absprache!mit!der!betreuenden!Lehrperson!fest.!
Wie& formuliert& man& geeignete& Fragestellungen,& GestaltungsL& oder& konstruktive& Ideen&
oder&eine&geeignete&organisatorische&Absicht?&
Aus!all!Ihren!vielfältigen!Ideen!und!Möglichkeiten!verfolgen!Sie!einzelne!weiter,!prüfen!diese!
und!entwickeln!daraus!präzise!Fragestellungen,!eine!GestaltungsI!bzw.!konstruktive!Idee!oder!
eine!organisatorische!Absichta!das!heisst!aber!auch,!dass!Sie!einen!Grossteil!der!MöglichkeiI
ten!wieder!verwerfen!müssen.!Eine!präzise!Fragestellung!hilft!Ihnen!beispielsweise!dabei,!geI
nau!zu!definieren,!was!Sie!untersuchen!wollen.!Die!folgenden!Beispiele!illustrieren!den!UnterI
schied! zwischen! geeigneten! und! ungeeigneten! Fragestellungen! für! eine! Untersuchung!
(Schweizer!Jugend!forscht,!2013,!S.!4I5):!
Geeignete&Fragestellungen& Ungeeignete&Fragestellungen&
& &
!! Welche!Verhaltensweisen!dienen!der!Aufrechterhaltung!der!RangordI
nung!bei!der!Steinbockgruppe!im!Wildpark!Roggenhausen?!
!! Wie!lebt!der!Steinbock?!
!! Wie!ist!die!chemische!Zusammensetzung!von!römischem!Glas!aus!
Augusta!Raurica?!
!! Was!ist!mit!römischem!Glas!gemeint?!
!! Welchen! Einfluss! hat! die! regelmässige! Konsumation! (drei! Mal! wöI
chentlich)!von!Fastfood!auf!die!aerobe!Ausdauerfähigkeit!im!Vergleich!
mit!konsequenter!vegetarischer!Ernährung?!
!! Bleibt!man!fit,!wenn!man!Fastfood!isst?!
Tabelle!5:!Geeignete!vs.!ungeeignete!Fragestellungen!für!Untersuchungen!
14!
Wie!Sie!in!Tabelle!5!erkennen!können,!lassen!sich!anhand!der!präzisen!Fragestellungen!beI
reits!Ideen!ableiten,!was!zu!tun!ist!(z.B.!die!Verhaltensweisen!des!Steinbocks!im!Wildpark!zu!
beobachten)!–!die!ungeeigneten!Fragestellungen!sind!hingegen!so!offen,!dass!im!Prinzip!alles!
darüber!geschrieben!werden!könnte.!
Wenn!Sie!eine!technische/kreative!Produktion!oder!die!Organisation!einer!Veranstaltung!plaI
nen,!sollte!Ihre!konstruktive!Idee,!Gestaltungsidee!oder!organisatorische!Absicht!so!eng!wie!
möglich,!aber!auch!so!ausführlich!wie!nötig!formuliert!werden,!damit!ersichtlich!wird,!was!Sie!
genau!tun!wollen.!Tabelle!6!zeigt!Beispiele!guter!Ideen!oder!organisatorischer!Absichten!auf:!
! ! !
Technische&Produktion& Kreative&Produktion& Organisation&einer&Veranstaltung&
& & &
!! Bau!einer!funktionstüchtigen!FootI
ballIWurfmaschine,!welche!den!
Football!mit!Drall!mindestens!
20!Meter!weit!schiesst.!
!! Bau!einer!elektrisch!angetriebenen!
FirmenlogoIThermostanzIMaI
schine!für!den!automatischen!EinI
zug!von!A4IBlättern.!
!! Elemente!der!beiden!Tanzstile!
Streetdance!und!Jazztanz!sollen!in!
einer!Choreografie!vereint!werden.!
!! Eine!appetitanregende!und!zum!
Bestellen!animierende!DessertI
karte!gestalten.!
!! Eine!Evakuationsübung!im!NeuI
bau!der!NKSA!unter!Einbezug!der!
Schulleitung!und!der!Feuerwehr!
planen,!durchführen!und!evaluieI
ren.!
Tabelle!6:!Geeignete!Ideen!und!organisatorische!Absichten!
Eine!gut!durchdachte!Vereinbarung!zu!schreiben!erleichtert!die!Arbeit!am!Projekt!ungemein,!
deshalb!lohnt!es!sich,!einige!Zeit!in!sie!zu!investieren,!um!die!verschiedenen!Punkte!genau!zu!
überlegen.!Auf!der!folgenden!Seite!wird!die!Struktur!einer!Projektvereinbarung!in!Kürze!vorI
gestellt.!
15!
Projektvereinbarung&
1.& Arbeitstitel&
Der!Titel!der!Arbeit,!Namen,!Vornamen!und!Abteilungen!der!Schüler/innen,!Name(n)!und!Vorname(n)!der!betreuenden!
Lehrperson(en),!Name!der!Schule!sowie!das!Datum.!
2.& Thematische&Beschreibung,&Eingrenzung,&LeitL&und&Teilfragen&oder&Idee&/&Absicht&mit&Teilaspekten&
Hierbei!wird!das!Thema!einI!und!von!anderen!Themen!abgegrenzt:!Welches!Thema!will!ich!bearbeiten?!Welche!Fragen,!
Ideen!oder!Absichten!möchte!ich!mit!meiner!Arbeit!verfolgen?!Wie!lauten!die!genauen!LeitI!und!Teilfragen!(bei!einer!
Untersuchung)?! Welche!organisatorische! Absicht,! welche! technische! oder! kreative! Gestaltungsidee! verfolge! ich! (jeI
weils!inklusive!den!Teilaspekten!oder!Teilzielen)?!
3.& Wissensstand,&mögliche&Quellen&
Was!ist!zum!Thema!bekannt!(Fachliteratur)?!Was!habe!ich!gelesen!oder!gehört?!Was!muss!ich!noch!herausfinden?!
Welche!Hypothesen!kann!ich!formulieren?!
4.& Methode&
Wie!beantworte!ich!meine!Fragen?!Welche!Methode!wähle!ich?!Wie!werde!ich!meine!Daten!auswerten?!Welche!KonI
takte!werde!ich!aufnehmen?!Welche!Trainings,!Vorarbeiten!etc.!muss!ich!absolviert!haben,!um!das!Projekt!zu!realisieI
ren?!
5.& Ressourcen&
Welche!finanziellen!Mittel!benötige!ich?!Mit!welchen!Materialien!arbeite!ich?!Welche!externen!Personen!muss!ich!konI
taktieren?!
6.& Ergebnis&
Welche!Ergebnisse!will!ich!mit!meiner!Arbeit!erreichen?!Wie!soll!meine!Arbeit!aussehen!(schriftliche!Arbeit,!Produkt!mit!
Dokumentation)?!
7.& Zeitplan&
Meilensteine:!Bis!wann!mache!ich!was?!Wann!finden!Standortgespräche!statt?!Bei!Teamarbeiten:!Was!wird!gemeinsam!
getan,!was!allein?!
8.& Bewertungskriterien&
Die!drei!projektspezifischen!„Spezialkriterien“!legen!Sie!zusammen!mit!der!betreuenden!Lehrperson!fest!(siehe!dazu!
den!Anhang!des!Lehrmittels!und!auch!die!Richtlinien!für!die!Abschlussarbeiten).!
9.& Bestätigung&
Mit!Ort,!Datum,!Unterschriften!der!Schülerinnen!und!Schüler!sowie!der!Unterschrift!der!betreuenden!Lehrperson!wird!
die!Projektvereinbarung!abgeschlossen.!
Tabelle!7:!Struktur!einer!Projektvereinbarung!
3.4& Projektdurchführung&
3.4.1& Übersicht&über&den&Ablauf&der&Projektdurchführung&
Nachdem!Sie!in!der!Projektvereinbarung!ein!ausreichend!eingegrenztes!Projektthema!gewählt!
haben!und!genügend!präzise!Fragestellungen!oder!Ziele!formuliert!sind,!gilt!es!nun,!das!ProI
jekt!in!Angriff!zu!nehmen.!
16!
Eine!der!wichtigsten!Fragen!dabei!ist!diejenige!nach!dem!methodischen!Vorgehen.!Je!nach!
Projekttyp,!Fachdisziplin!und!Stufe!des!Projektes!gibt!es!unterschiedliche!Methoden!oder!VerI
fahren,!die!zur!Anwendung!kommen!können1.!Ein!Grundsatz!sollte!aber!immer!wie!folgt!lauten:!
Jede!Überlegung!und!jeder!Arbeitsschritt!ist!so!darI
zustellen,! dass! ihn! Aussenstehende! nachvollziehen!
können.! Forschungsprozeduren! müssen! grundsätzI
lich! wiederholt! werden! können.! Bei! gestalterischen!!
Arbeiten,! technischen! Konstruktionen! oder! bei! der!
Organisation! von! Veranstaltungen! muss! der! Weg!
zum!Produkt!plausibel!sein.!
Dieser! Grundsatz! erfordert! einen! logischen! Aufbau!
der!methodischen!Vorgehensweise!sowie!eine!detailI
lierte!Beschreibung!der!einzelnen!Schritte.!Neben!der!
Darstellung! des!Vorgehens! ist! es! zentral,! Mittel!wie!
benutzte! Geräte,! Kameras,! Laboreinrichtungen! und!
Materialien,!Fragebogen,!Briefe!usw.!zu!dokumentieI
ren.!
In!der!Regel!beschaffen!Sie!sich!zu!Beginn!Ihres!ProI
jekts!bereits!vorhandene!Informationen!zum!gewählI
ten!Thema!(Auskünfte!von!Fachpersonen,!Literatur,!
Internetbeiträge,!bereits!durchgeführte!UntersuchunI
gen! etc.).! Ausführungen! dazu! befinden! sich! im! AnI
hang!des!Lehrmittels.!
In!einem!zweiten!Schritt!erheben!Sie!auf!Grund!dieser!Informationen!neue!Daten!(z.B.!durch!
eine! Befragung,!Beobachtungen! oder! Experimente),!oder!Sie! verarbeiten! Vorhandenes! zuI
sammen!mit!eigenen!Ideen,!Entwürfen!und!Skizzen!zu!einem!kreativen!oder!technischen!ProI
dukt!(zum!Beispiel!entsteht!ein!Theaterstück,!das!in!einer!bestimmten!Zeitepoche!spielt).!Die!
Methoden!dazu!sind!vielfältig,!einige!davon!sind!im!Anhang!dieses!Lehrmittels!beschrieben.!
Nach!der!Auswertung!der!eigenen!Untersuchung!(oder!der!kreativen!Produktion,!etc.)!formuI
lieren!Sie!für!Ihre!schriftliche!Arbeit,!bzw.!für!Ihre!Dokumentation!die!Einleitung,!die!Ergebnisse!
und!deren!Diskussion!sowie!den!Abstract!(siehe!Kapitel!4).!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
1&&In!Kapitel!2!werden!Möglichkeiten!vorgestellt,!wie!innerhalb!der!unterschiedlichen!Fachgebiete!ein!Thema!meI
thodisch!angegangen!werden!kann.&
Abbildung! 3:! Übersicht! über! den! Ablauf! der!
Projektdurchführung!
! Projektdurchführung!
Überlegungen!zum!
methodischen!Vorgehen:!
!!Detaillierte!Beschreibung!der!
einzelnen!Schritte!
Erhebung!und!Verarbeitung!neuer!
Daten,!Ideen,!Entwürfe,!Skizzen!
Beschaffung!bereits!!
vorhandener!Informationen!
Einleitung,!Abstract,!
Ergebnisse!und!deren!Diskussion!
17!
3.4.2& Ethische&Richtlinien,&Datenschutz&
1.! Anonymisierung!
Die! Anonymität! derjenigen!Personen,!die! in! einer! Untersuchung! mitmachen,! muss!gewährI
leistet!bleiben2.!Wer!eine!Untersuchung!durchführt,!muss!dafür!Sorge!tragen,!dass!die!Identität!
der!Untersuchten!nicht!erschlossen!werden!kann!(Huber,!2005,!S.!209).!Gerade!bei!heiklen!
Daten!(z.B.!zum!Thema!Intelligenz)!soll!die!Identität!sogar!den!Versuchsleitern!verborgen!bleiI
ben.!Dies!kann!beispielsweise!durch!die!Zuteilung!von!Nummern!sichergestellt!werden!(allenI
falls!durch!eine!neutrale!Drittperson).!
2.! Information/Einwilligung!der!Teilnehmenden!
Bevor! eine! Untersuchung!durchgeführt! werden! kann,! müssen!die!Beteiligten!darüber! inforI
miert!werden,!was!getestet!werden!soll!(z.B.!durch!einen!Informationsbrief,!der!vorgängig!abI
gegeben!wird).!Sie!müssen!gegebenenfalls!auf!negative!Aspekte!hingewiesen!werden.!!
Bei!Teilnehmern,!welche!noch!nicht!16!Jahre!alt!sind,!müssen!Einwilligungen!der!Eltern!einI
geholt!werden!(d.h.!die!Eltern!bestätigen!mit!Ihrer!Unterschrift,!dass!Ihr!Kind!an!der!UntersuI
chung!teilnehmen!darf).!
Den!Untersuchten!muss!auch!die!Möglichkeit!gegeben!werden,!die!Untersuchung!jederzeit!
abzubrechen,!ohne!dass!es!für!sie!einen!Nachteil!ergibt!(ebenda,!S.!210).!
Mindestinhalt!der!Information!(vgl.!EthikIKommission!Universität!Bern):!
I! Titel!der!Untersuchung!
I! Kurzbeschreibung!von!Ablauf!(Dauer,!Aufgaben)!und!evtl.!auch!Nutzen!der!Studie!
I! Mögliche!Unannehmlichkeiten!oder!Risiken!
I! Angaben!zur!Anonymisierung!der!Daten!
I! Hinweis!auf!die!Freiwilligkeit!und!auf!das!Recht,!jederzeit,!ohne!Angabe!von!Gründen!und!
ohne!Entstehen!von!Nachteilen!die!Zustimmung!zur!Teilnahme!zu!widerrufen!
I! Angaben!zur!Kontaktperson!für!weitere!Fragen!oder!Beschwerden!
Sollte! eine! vorgängige! Information! aus! irgendeinem! Grund! nicht! möglich! sein,! müssen! die!
Teilnehmenden!wenigstens!nachträglich!darüber!informiert!werden!–!hierbei!muss!die!MögI
lichkeit!bestehen!dass!sie!verlangen!können,!ihre!Daten!zu!löschen!(Huber,!2005,!S.!211).!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
2& Wird!der!Anonymität!der!untersuchten!Personen!keine!Sorge!getragen,!kann!dies!einen!Konflikt!mit!den!Gesetzen!
des!Datenschutzes!zur!Folge!haben.!
18!
3.5& Präsentation&
Präsentieren!heisst,!jemandem!etwas!zeigen!oder!vorstellen.!Es!heisst!aber!auch,!jemandem!
etwas!zu!übergeben,!näher!zu!bringen!oder!mitzugeben.!Wenn!Sie!eine!Präsentation!vorbeI
reiten,!sollten!Sie!sich!folgende!Fragen!stellen:!
1.& Wer&sind&unsere&Zuhörerinnen&und&Zuhörer?&
Sie!müssen!sich!überlegen,!wie!Sie!Ihre!Arbeit!in!der!kurzen!Zeit!einem!Publikum,!das!keine!
Vorkenntnisse!hat,!näher!bringen.!
2.& Was&kann&das&Publikum&mitnehmen?&
Denken!Sie!darüber!nach,!was!Sie!beim!Publikum!erreichen!wollen!und!wovon!die!Zuhörer!
profitieren!können.!
3.& Welches&sind&die&wichtigen&inhaltlichen&und&methodischen&Erkenntnisse?&&
Hier!geht!es!darum,!Prioritäten!zu!setzen!und!auszuwählen.!
4.& Wo&findet&die&Präsentation&statt,&welche&Mittel&kann&ich&dort&einsetzen?&
Reservieren! Sie! die! benötigten! Geräte! möglichst! frühzeitig! und! machen! Sie! sich! mit! ihnen!
auch!vertraut.!
5.& Wann&und&wo&können&wir&die&Präsentation&einüben?&
Dabei!können!Sie!die!Hauptschwierigkeiten!ausmerzen!und!feststellen,!ob!Sie!den!zeitlichen!
Rahmen!einhalten.!
Eine!Präsentation!sollte!einem!bestimmten!Aufbau!folgen,!der!den!roten!Faden!des!Vortrages!
darstellt.!Üblich!ist!eine!Einleitung,!welcher!der!Hauptteil!und!dann!der!Schluss!folgen.!Diese!
drei!Teile!werden!in!Tabelle!8!kurz!beschrieben:!
! ! !
Einleitung& Hauptteil& Schluss&
& & &
!! Kurze!Begrüssung.!
!! Bekanntgabe!des!Themas!
und!Begründung!der!TheI
menwahl.!
!! Bekanntgabe!der!Struktur!
bzw.!des!Inhalts!Ihres!ReI
ferats!(Projektion!einer!InI
haltsübersicht,!einer!MindI
Map).!
!! Erzeugen!Sie!Spannung!
durch!erstaunliche!FestI
stellungen,!provozierende!
Ansichten.!
!! Sie!präsentieren!ausgewählte!Teile!Ihrer!Arbeit:!
Wie!sind!Sie!vorgegangen?!Was!haben!Sie!herI
ausgefunden?!Vergleichen!Sie!mit!ähnlichen!ArI
beiten!und!reflektieren!Sie!Ihr!Vorgehen.!
!! Vermeiden!Sie!Gedankensprünge,!achten!Sie!auf!
einen!logischen!und!systematischen!Aufbau.!
!! Fassen!Sie!Ihre!Ausführungen!immer!wieder!in!eiI
nem!Satz!zusammen,!welchen!Sie!an!die!LeinI
wand!projizieren!oder!in!anderer!Art!schriftlich!
festhalten!und!für!alle!sichtbar!zeigen.!
!! Beispiele!veranschaulichen!Ihre!Ausführungen:!
Zeigen!Sie!Bilder,!Filmsequenzena!spielen!Sie!
Tonbeispiele!ab,!präsentieren!Sie!Ihre!technische!
Produktion!und!berichten!Sie!von!persönlichen!ErI
fahrungen!etc.!
!! Fassen!Sie!Ihr!Referat!in!
wenigen!Sätzen!zusamI
men.!
!! Fordern!Sie!mit!einem!
Schlusssatz!zum!Handeln!
auf!oder!geben!Sie!einer!
persönlichen!ÜberzeuI
gung!Ausdruck.!
Tabelle!8:!Aufbau!einer!Präsentation!!
19!
Tipps:!
!! Geräte!vorher!ausprobieren.!
!! Den!Ablauf!der!Präsentation!visualisieren!(z.B.!Plakat,!Folie,!Powerpoint).!
!! Folien!nicht!überfrachten,!grosse!Schrift!wählen!(mindestens!Schriftgrösse!16!Pt.),!nie!diI
rekt!aus!der!Arbeit!kopieren.!
!! Frei!und!nicht!zu!schnell!sprechen!(hochdeutsch).!
!! Blickkontakt!zum!Publikum!halten!und!mit!einbeziehen!(nicht!die!Leinwand!anschauen).!
4& Die&Form&der&Projektdokumentation&
Eine!Projektdokumentation!ist!eine!geordnete!Zusammenstellung!der!Unterlagen!und!eine!BeI
richterstattung!über!den!Projektprozess.!Sie!informiert!über!die!Ausgangssituation,!kommenI
tiert!die!FrageI!beziehungsweise!Problemstellung,!stellt!theoretische!Grundlagen!in!knapper!
Form!vor,!beschreibt!die!Praxisarbeit!mit!ihren!Forschungen!und!Untersuchungen,!respektive!
beschreibt!die!verschiedenen!kreativen!oder!technischen!Entwürfe!oder!Prototypen,!oder!doI
kumentiert! die! Planung! und! Durchführung! der! Veranstaltung.! Die! Dokumentation! stellt! das!
allfällige!Produkt!mit!seinen!VorI!und!Nachteilen!vor,!oder!fasst!im!Falle!einer!Untersuchung!
die!Ergebnisse!zusammen.!Ein!sehr!wichtiger!Bestandteil!einer!Dokumentation!ist!zudem!die!
kritische!Diskussion!der!Ergebnisse.!
4.1& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&Untersuchung&
Für!die!Projektdokumentation!einer!Untersuchung!werden!je!nach!fachlicher!Ausrichtung!zwei!
Strukturen!vorgeschlagen!(vgl.!Tabellen!9!und!10!weiter!unten).!
4.1.1& Aufbau&einer&naturL&oder&sozialwissenschaftlich&orientierten&Arbeit&
Dieser!Aufbau!eignet!sich!für!Arbeiten,!in!denen!mit!naturwissenschaftlichen!oder!vorwiegend!
statistischen!Methoden!einer!Fragestellung!nachgegangen!wird:!
20!
Titelblatt&
Folgende! Angaben! müssen! vorhanden! sein:! Titel! (in! der! Mitte!des! Blatts),! Typ! der! Arbeit! (z.B.! Selbständige! Arbeit!!
FMS),!Namen!der!Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!
betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.!
Abstract&
Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Fragestellungen,!die!Vorgehensweise!
und!die!Ergebnisse!Ihrer!Untersuchung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.!
Vorwort&
Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie!
unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.!
Inhaltsverzeichnis&
!! Mit!Seitenangaben.!
!! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis!
dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.!
Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.!
1& Einleitung&
Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema!
abgegrenzt!haben!und!wie!die!Problemstellung!lautet.!Sie!formulieren!die!Leitfrage!bzw.!Hypothesen,!die!Sie!beantI
worten!bzw.!überprüfen!wollen.!Es!ist!sinnvoll,!die!Leitfrage!in!weitere!Teilfragen!aufzuspalten.!
2& Theoretische&Grundlagen&
Sie!fassen!im!Theorieteil!alles!Wissen!und!Material!zusammen,!welches!für!die!Beantwortung!Ihrer!Fragestellung!von!
Nutzen!war.!Der!Theorieteil!sollte!so!ausführlich!sein,!dass!alle!Personen,!welche!die!Arbeit!lesen,!wissen,!worum!es!
geht.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das!Zitieren).!
3& Methode&
In!diesem!Kapitel!beschreiben!Sie!genau,!welche!Methoden!Sie!gewählt!haben,!um!auf!Ihre!Leitfrage!eine!Antwort!zu!
finden.!Sie!beschreiben!z.B.!die!Versuchsanordnung!oder!die!Gedanken,!die!zur!Formulierung!Ihres!Fragebogens!oder!
zur!Auswahl!Ihrer!Interviewpartner!geführt!haben.!Des!Weiteren!sollten!Sie!beschreiben,!wie!Sie!Ihre!Ergebnisse!ausI
werten!(Verfahren,!Hilfsmittel!etc.).!
4& Darstellung&der&Ergebnisse&
Sie!werten!das!Material!(Daten,!Protokolle,!Fragebogen,!etc.)!aus!und!beschreiben!die!Ergebnisse!(ohne!sie!bereits!zu!
interpretieren).!Wünschenswert!sind!grafische!Darstellungen!sowie!Angaben!zur!Sicherheit!und!Genauigkeit!der!ErI
gebnisse.!
5& Diskussion&der&Ergebnisse&
An! dieser! Stelle! interpretieren! Sie! Ihre! Ergebnisse! im! Hinblick!auf! die! Fragestellungen:! welche! Fragen!konnten! Sie!
teilweise! oder! vollständig!beantworten,! welche! nicht?! Welche! Ziele!konnten! Sie! erreichen,! welche! nicht?! Weshalb?!
Zudem!nehmen!Sie!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und!vergleichen!Ihre!Ergebnisse!mit!anderen!Studien.!Auch!Ihr!methoI
disches! Vorgehen!sollte! mit! einem! kritischen! Blick! betrachtet! und! dessen! Bedeutung! für! die! Ergebnisse!aufgezeigt!
werden.!Abschliessend!ziehen!Sie!ein!Fazit!und!überlegen!sich,!welche!weiterführenden!Fragestellungen!sich!aus!Ihrer!
Arbeit! ableiten! lassen! (möglicher! Aufbau! der! Diskussion:! 5.1! Interpretation! der! Ergebnisse,! 5.2! Methodenkritik,! 5.3!
Schlussfolgerungen!aus!den!Ergebnissen).!
6& Zusammenfassung&
In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!Fragestellung,!die!Methode!bzw.!das!
Vorgehen!und!die!wichtigsten!Ergebnisse.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang!
Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.!
7& Quellenverzeichnisse&
In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet!
haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.!
Anhang&
Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht!vollstänI
dig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.!Hier!können!Sie!auch!die!leeren!und!–!exemplarisch!
–!einige!ausgefüllte!Fragebogen,!Abschriften!von!Experteninterviews,!Datenbanken!oder!umfangreiche!Protokolle!von!
Messreihen,!Entwürfe!usw.!beifügen!oder!in!elektronischer!Form!zugänglich!machen.!
Tabelle!9:!Möglicher!Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!Untersuchung)!
21!
4.1.2& Aufbau&einer&geisteswissenschaftlich&orientierten&Arbeit&
Dieser!Aufbau!eignet!sich!für!Arbeiten,!in!denen!vor!allem!in!einem!längeren!Text!eine!ArguI
mentation!verfolgt!und!dieselbe!auf!Quellen!und!Fachliteratur!etc.!gestützt!wird:!
Titelblatt&
Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Maturarbeit),!Namen!der!
Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!betreuenden!LehrI
person(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.!
Abstract&
Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Fragestellungen,!die!Vorgehensweise!
und!die!Ergebnisse!Ihrer!Untersuchung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.!
Vorwort&
Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie!
unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.!
Inhaltsverzeichnis&
!! Mit!Seitenangaben.!
!! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis!
dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.!
Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.!
1& Einleitung&
In!der!Einleitung!geben!Sie!einen!ersten!Einblick!in!das!Thema,!das!Sie!bearbeiten.!Zeigen!Sie!auf,!warum!das!Thema!
interessant!ist,!wie!Sie!es!definieren!und!gegenüber!anderen!Themengebieten!abgrenzen.!Sie!sollten!in!der!Einleitung!
die!Leitfrage!bzw.!Hypothesen!nennen!und!erklären.!Auch!die!Teilfragen!sollten!Sie!in!der!Einleitung!aufführen!und!
erklären.!Die!Einleitung!hat!die!Funktion,!die!Leser!an!ihr!Thema!heranzuführen.!
2& Hauptteil&
In!diesem!Teil!entwickeln!Sie!Ihre!Argumentation.!Sie!stützen!sich!dazu!auf!Quellen!(TonI,!SchriftI!oder!Bilddokumente!
etc.),! auf! Fachliteratur! oder! eigene! Erhebungen.! Wichtig! ist,! dass! Sie! hier! Ihre! LeitI! und! Teilfragen! behandeln! und!
beantworten.!Zudem!legen!Sie!dar,!wie!Sie!dabei!methodisch!vorgehen.!Welche!Definitionen!und!Begriffe!verwenden!
Sie?!Auf!welche!Konzepte!stützen!Sie!sich?!Ist!Ihr!Vorgehen!von!einer!bestimmten!Theorie!geleitet?!Sie!belegen!hier!
Ihre!Thesen,!schränken!sie!allenfalls!ein!oder!widerlegen!diese.!Der!Hauptteil!ist!auch!der!Ort,!an!dem!Sie!Ihre!gedankI
lichen!Schlussfolgerungen!platzieren.!
Sie!können!den!Hauptteil!auch!in!Unterkapitel!untergliedern.!Orientieren!Sie!sich!dafür!an!einem!inhaltlich!sinnvollen!
Ablauf.!Es!macht!beispielsweise!durchaus!Sinn,!theoretische!Grundlagen!wie!Definitionen!und!Schlussfolgerungen!Ihrer!
Argumentation!voneinander!zu!trennen.!Suchen!Sie!hinsichtlich!der!Gliederung!das!Gespräch!mit!Ihrer!BetreuungsperI
son.!
3& Zusammenfassung&
In!diesem!Teil!fassen!Sie!Ihre!Erkenntnisse!und!Ergebnisse!zusammen.!Es!geht!aber!nicht!darum,!neue!SchlussfolgeI
rungen!oder!Ergebnisse!zu!gewinnen.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten!sein.!
4& Quellenverzeichnisse&
In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet!
haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.!
Anhang&
Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht!vollstänI
dig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.!Hier!können!Sie!auch!die!leeren!und!–!exemplarisch!
–!einige!ausgefüllte!Fragebogen,!Abschriften!von!Experteninterviews,!Datenbanken!oder!umfangreiche!Protokolle!von!
Messreihen,!Entwürfe!usw.!beifügen!oder!in!elektronischer!Form!zugänglich!machen.!
Tabelle!10:!Möglicher!Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!Untersuchung)!
22!
4.2& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&technische&Produktion&
Die!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion!ist!wie!folgt!aufgebaut:!
Titelblatt&
Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Maturarbeit),!Namen!der!
Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!betreuenden!LehrI
person(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.!
Abstract&
Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Konstruktionsidee,!die!VorgehensI
weise!und!die!Ergebnisse!Ihrer!technischen!Produktion.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.!
Vorwort&
Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie!
unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.!
Inhaltsverzeichnis&
!! Mit!Seitenangaben.!
!! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis!
dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.!
Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.!
1& Einleitung&
Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema!
abgegrenzt!haben!und!wie!ihre!Konstruktionsidee!lautet.!Sie!beschreiben!die!genaue!Konstruktionsidee!als!Hauptziel!
und!formulieren!gegebenenfalls!dazu!passende!Hypothesen.!Es!ist!sinnvoll,!das!Hauptziel!in!passende!Teilziele!oder!
Teilaspekte!aufzuspalten.!
2& Theoretische&Grundlagen&
Sie!fassen!im!Theorieteil!alle!theoretischen!und!praktischen!Grundlagen!zusammen,!die!zur!Umsetzung!Ihrer!techniI
schen!Produktionsidee!von!Nutzen!waren.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die!Leserin/!der!Leser!
das!Produkt!in!einen!kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.!
Kap.!4.9!über!das!Zitieren).!
3& Methode&
In! diesem! Kapitel! beschreiben! Sie! genau,! welche! Methoden! und! technischen! Verfahren! Sie!gewählt!haben,!um! Ihr!
technisches!Produkt!zu!realisieren.!Sie!beschreiben!z.B.!die!notwendigen!Trainings!(etwa!das!Erlernen!einer!ProgramI
miersprache,!einer!handwerklichen!Technik!usw.)!und!die!grundsätzliche!Vorgehensweise!vom!ersten!Entwurf,!ProtoI
typen! oder! Konzept!bis!zum! Endprodukt! (z.B.! „TrialI! &! ErrorIMethode“).! Des! Weiteren!beschreiben! Sie,! wie! Sie! Ihr!
Produkt!testen!und!evaluieren!werden.!
4& Darstellung&der&Ergebnisse&
Sie!beschreiben!sämtliche!Ergebnisse!(vom!ersten!Entwurf,!Konzept!bis!zum!Endprodukt!und!den!Tests),!jedoch!noch!
ohne!Interpretationen!und!Schlussfolgerungen.!Andere!Personen!müssen!alles!nachvollziehen!können,!auch!ohne!die!
Entwürfe!und!das!Produkt!vor!sich!zu!haben.!Wünschenswert!sind!Abbildungen,!Fotographien,!Tabellen!usw.!Längere!
Ergebnisse!(z.B.!der!vollständige!ProgrammierICode)!gehören!in!den!Anhang.!
5& Diskussion&der&Ergebnisse&
An!dieser!Stelle!klären!Sie,!inwieweit!und!aus!welchen!Gründen!Ihre!Konstruktionsidee!mit!den!zugehörigen!Teilzielen!
(und!Hypothesen)!verwirklicht/bestätigt!werden!konnten!oder!auch!nicht.!Sie!nehmen!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und!
vergleichen! Ihr! Produkt! mit! ähnlichen! Arbeiten! aus! der! Literatur.! Auch! Ihr! methodisches! Vorgehen! sollte! mit! einem!
kritischen!Blick!betrachtet!werden,!insbesondere!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!technischen!ProdukI
tion.!
23!
6& Zusammenfassung&
In! diesem! Kapitel! fassen! Sie! Ihre! Arbeit! noch!einmal! in! Kürze!zusammen:! Die! Konstruktionsidee,! die! Methode!und!
technischen!Verfahren!und!die!Ergebnisse!Ihrer!technischen!Produktion.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten!
sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.!
7& Quellenverzeichnisse&
In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet!
haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.!
Anhang&
Nicht!jede!Dokumentation!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!wichtige!Daten,!Entwurfsskizzen,!
Pläne,!den!vollständigen!Programmiercode!usw.,!die!nicht!vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!
hinten!anzufügen.!
Tabelle!11:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion!
4.3& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&kreative&Produktion&
Die!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!ist!wie!folgt!aufgebaut:!
Titelblatt&
Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Projektarbeit!GymnaI
sium),!Namen!der!Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!
betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.!
Abstract&
Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Gestaltungsidee,!die!Vorgehensweise!
und!die!Ergebnisse!Ihres!kreativen!Prozesses.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.!
Vorwort&
Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie!
unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.!
Inhaltsverzeichnis&
!! Mit!Seitenangaben.!
!! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis!
dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.!
Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.!
1& Einleitung&
Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!beschreiben!die!genaue!GestalI
tungsidee!und!die!Teilaspekte!oder!Teilziele!davon!und!legen!fest,!wo!oder!wie!das!Endprodukt!gezeigt!oder!aufgeführt!
werden!soll.!
2& Theoretische&Grundlagen&
Sie!fassen!im!Theorieteil!alles!Material!zusammen,!welches!für!die!Gestaltung!Ihres!Produktes!von!Nutzen!war.!BeiI
spielsweise!beschreiben!Sie!klar!definierte!Tanzschritte!oder!Ifiguren,!welche!Sie!in!Ihrer!Arbeit!abgeändert!oder!weiI
terentwickelt!haben.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die!Leserin/!der!Leser!das!Produkt!in!einen!
kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das!
Zitieren).!
Len!I hre! !
24!
3& Methode&
In!diesem!Kapitel!beschreiben!Sie!genau,!welche!Methoden!(Arbeitsschritte)!Sie!gewählt!haben,!um!Ihre!GestaltungsI
idee!zu! entwickeln! und! zu! realisieren.! Sie! beschreiben!z.B.! die! technischen! Fertigkeiten,! welche! Sie! sich! aneignen!
mussten,!stellen!die!Analysen!der!verwendeten!Musikstücke!dar!oder!zeigen!das!Vorgehen,!wie!Sie!die!einzelnen!Ideen!
evaluierten.!
4& Darstellung&der&Ergebnisse&
Sie!stellen!die!Ergebnisse!in!geeigneter!Weise!dar.!Wünschenswert!sind!Abbildungen,!Fotografien!oder!auch!FilmI!oder!
Tonaufnahmen.!
5& Diskussion&der&Ergebnisse&
An!dieser!Stelle!klären!Sie,!inwieweit!und!aus!welchen!Gründen!Ihre!Gestaltungsidee!mit!den!zugehörigen!Teilaspekten!
verwirklicht!werden!konnte!oder!auch!nicht.!Sie!nehmen!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und!vergleichen!Ihr!Produkt!evtl.!
mit!ähnlichen!Arbeiten.!Auch!Ihr!methodisches!Vorgehen!sollte!mit!einem!kritischen!Blick!betrachtet!werden,!insbesonI
dere!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!kreativen!Produktion.!
6& Zusammenfassung&
In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!Gestaltungsidee,!die!Methode!bzw.!das!
kreative!Vorgehen!und!die!wichtigsten!Ergebnisse!des!Gestaltungsprozesses.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!
Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.!
7& Quellenverzeichnisse&
In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet!
haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.!
Anhang&
Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!Entwürfe,!Pläne!
etc.,!die!nicht!vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.!
Tabelle!12:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!
4.4& Aufbau&der&Projektdokumentation&bei&einer&Organisation&einer&VeranL
staltung&
Die!Projektdokumentation!der!Organisation!einer!Veranstaltung!umfasst!verschiedene!Teile,!
deren!Aufbau!in!Tabelle!13!dargestellt!wird:!
Titelblatt&
Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Fachmaturitätsarbeit!
Pädagogik),! Namen! der! Autoren! bzw.! Autorinnen! (ausgeschriebener! Vorname,! Familienname),! Abteilung,! Schule,!
Name!der!betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!DaI
tum.!
Abstract&
Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!organisatorische!Absicht,!die!VorgeI
hensweise!und!die!Ergebnisse!und!Schlussfolgerungen!in!Bezug!auf!Ihre!Veranstaltung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!
als!eine!halbe!Seite!sein.!
Vorwort&
Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie!
unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.!
25!
Inhaltsverzeichnis&
!! Mit!Seitenangaben.!
!! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis!
dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.!
Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.!
1& Einleitung&
Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema!
abgegrenzt!haben!und!wie!die!organisatorische!Absicht!lautet.!Sie!formulieren!das!Hauptziel!der!Veranstaltung.!Es!ist!
sinnvoll,!dieses!Hauptziel!in!passende!Teilziele!oder!Teilfragen!aufzuspalten.!
2& Theoretische&Grundlagen&
Sie!fassen!im!Theorieteil!alle!theoretischen!und!praktischen!Grundlagen!zusammen,!welche!für!die!Planung,!DurchfühI
rung!und!Auswertung!Ihrer!Veranstaltung!von!Nutzen!waren.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die!
Leserin/!der!Leser!die!Veranstaltung!in!einen!kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!UmI
gang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das!Zitieren).!
3& Methode&
In!diesem!Kapitel!erläutern!Sie!genau,!welche!Methoden!Sie!gewählt!haben,!um!Ihre!organisatorische!Absicht!umsetzen!
zu!können.!Sie!beschreiben!die!grundsätzliche!Vorgehensweise!bei!der!Planung!und!Durchführung!der!Veranstaltung.!
Des!Weiteren!sollten!Sie!beschreiben,!wie!Sie!das!Gelingen!Ihrer!Veranstaltung!beurteilen!werden.!
4& Darstellung&der&Ergebnisse&
Sie! beschreiben! im! Detail! den! gesamten! Prozess! von! der! Planung!über! die! Durchführung!bis! zur! Auswertung!Ihrer!
Veranstaltung!und!dokumentieren!dies!mit!Hilfe!von!vorliegenden!Konzepten,!Planungsunterlagen,!Bewilligungen,!WerI
beunterlagen,!Protokolle,!Fragebogen,!etc.!Sie!interpretieren!noch!nichtsa!es!geht!vorerst!um!eine!nüchterne!DokumenI
tation!im!Detailgrad!so,!dass!Personen,!die!die!Veranstaltung!nicht!besucht!haben,!alles!nachvollziehen!können.!
5& Diskussion&der&Ergebnisse&
An! dieser! Stelle! klären! Sie,!inwieweit!und! aus! welchen! Gründen! Ihre! organisatorische! Absicht! erfolgreich! in!die! Tat!
umgesetzt!werden!konnte!und!die!Teilziele!erreicht!werden!konnten!oder!auch!nicht.!Dabei!nehmen!Sie!auch!Bezug!
auf!Ihren!Theorieteil!und!beurteilen!die!Grundlagen!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!Veranstaltung.!
Insbesondere!sollten! Sie! Ihr! methodisches! Vorgehen! mit! einem! kritischen! Blick! betrachten!und! Schlussfolgerungen!
ziehen!z.B.!im!Hinblick!auf!eine!ähnliche!Veranstaltung!in!der!Zukunft.!
6& Zusammenfassung&
In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!organisatorische!Absicht,!die!VorgehensI
weise!und!die!Ergebnisse!und!Schlussfolgerungen!in!Bezug!auf!Ihre!Veranstaltung.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!
zwei!Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.!
7& Quellenverzeichnisse&
In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet!
haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.!
Anhang&
Nicht!jede!Dokumentation!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht!
vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln,!z.B.!mehrseitige!Konzepte,!Pläne,!Protokolle,!
etc.!
Tabelle!13:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer!Veranstaltung!
26!
4.5& Vorbereitungsarbeiten&
Bevor!Sie!mit!der!eigentlichen!Projektdokumentation!beginnen,!macht!es!Sinn,!einige!VorbeI
reitungsarbeiten! zu!erledigena!diese!helfen,! die!Übersicht! zu! behalten! sowie!die!Arbeit! von!
Anfang!an!strukturiert!anzugehen:!
!! Erstellen!Sie!auf!dem!Computer!als!erstes!ein!grafisches!Gesamtkonzept:!Grundschriftart,!
Schriftgrösse,! Zeilenabstand,! Titelarten! und! Igrössen,! KopfI! und! Fusszeilen,! Fussnoten!
etc.!Setzen!Sie!dazu!im!Textverarbeitungsprogramm!Formatvorlagen!ein!(vgl.!Kap.!4.7).!
!! Stellen!Sie!ein!Inhaltsverzeichnis!auf!und!legen!Sie!fest,!wer!für!welches!Kapitel!verantI
wortlich! ist.! Umschreiben! Sie! den! Inhalt! der! Kapitel! stichwortartig! und! legen! Sie! einen!
„Fahrplan“!fest!(Schreibreihenfolge,!Termine!für!RohI,!EndI!und!korrigierte!Fassungen).!
!! Schreiben! Sie! die! Texte! laufend,! setzen! Sie! neue! Teile! in! die! Hauptdatei! ein.! Nur! eine!
Person!sollte!die!Arbeit!zusammensetzen,!wenn!möglich!immer!am!selben!Computer.!!
!! Machen!Sie!fortlaufend!Sicherungskopien!(z.B.!auf!Ihren!USBIStick)!!Drucken!Sie!auch!ab!
und!zu!bereits!geschriebene!Seiten!aus,!um!nicht!nochmals!alles!neu!formulieren!zu!müsI
sen,!sollte!etwas!passieren.!
!! Planen! Sie! viel! Zeit! für! Überarbeitungsschritte! ein:! Grammatik,! Verständlichkeit,! RechtI
schreibung,!inhaltliche!Richtigkeit,!Ausdruck,!Prägnanz,!grafische!Feinarbeit.!
4.6& Sprache&und&Rechtschreibung&
Eine!gute!Projektdokumentation!zeichnet!sich!durch!Verständlichkeit,!Anschaulichkeit!und!GeI
nauigkeit!aus.!Begründen!Sie!deshalb!Entscheidungen!und!Stellungnahmen.!Vermeiden!Sie!
blosse!Behauptungen.!Achten!Sie!auf!Rechtschreibfehler!und!korrigieren!Sie!Ihre!Arbeit!sorgI
fältig.! Beachten! Sie! zudem,!dass!die!sprachliche! Qualität! Ihrer!Projektdokumentation! eines!
der!beiden!„Schwellenkriterien“!in!der!Bewertung!ist!(vgl.!Anhang!A3).!
Besonders! wichtig! ist! es! ebenfalls,! auf! die! stilistischen! Eigenheiten! der! wissenschaftlichen!
Textsorte!zu!achten.!Die!wichtigsten!Regeln!sind!nachfolgend!zusammengefasst.!
Wissenschaftliches&Schreiben&muss&drei&Stilprinzipien&genügen:&
&
1.&Sachlichkeit:!Ich!stelle!den!Sachverhalt!so!objektiv!wie!möglich!und!ohne!persönliche!FärI
bung!dar!(Details!in!Kap.!4.6.1).!
2.& Verbindlichkeit:! Ich! sage!das,! was! ich! meine,! unmissverständlich!und! möglichst! genau!
(Details!in!Kap.!4.6.2).!
3.&Einfachheit:!Ich!drücke!mich!einfach!aus!und!vermeide!unnötig!komplizierte!FormulierunI
gen.!Zu!jedem!Prinzip!gibt!es!ein!paar!einfache!Regeln,!die!im!Folgenden!erläutert!werden!
(Details!in!Kap.!4.6.3).!!
27!
4.6.1& Sachlichkeit&&
Regel&1:!Schreiben!Sie!sachlichIobjektiv.!!
Erläuterung:!Halten!Sie!die!Wortwahl!nüchtern!und!eher!distanzierta!verzichten!Sie!auf!EmoI
tionen!und!persönliche!Wertungen.!Am!sachlichsten!wirkt!ein!Text,!der!konsequent!in!StanI
dardsprache!formuliert!ist.!Vermeiden!Sie!!!
•! umgangssprachliche,!jugendsprachliche!oder!saloppe!Ausdrücke!!!
•! Werbesprache,!Boulevardstil!!
•! Redewendungen,!Sprichwörter!!
•! blumige!Vergleiche/Metaphern,!Pathos!!!
•! Ironie,!Übertreibung!!
Viele% junge% Erwachsene% drücken% gern% mal% auf% die%
Tube.!(umgangssprachlich,!salopp)!!
Viele% junge% Erwachsene%fahren% gern% mit% überhöhtem%
Tempo.!!
Dieses% Gedicht% von%Georg% Trakl%bietet% Emotio@
nen%pur.%(Werbesprache,!Boulevardstil)!!
Dieses%Gedicht%von%Georg%Trakl%bringt%intensive%Gefühle%
zum%Ausdruck.!!
Heine%hat%einen%genialen%Stil!(ugs.,!persönl.!wertend)!! Heine%ist%für%seinen%eleganten%Stil%bekannt.!!
Die% Forschung% auf% diesem% Gebiet% war%jahrelang%auf% dem%
Holzweg.%(Redewendung)!!
Die%Forschung%auf% diesem% Gebiet%konnte%jahrelang%
keine%Erfolge%vermelden.!!
Friedemann% Schulz% von% Thun,% ein% Stern% am% Himmel% der%
Kommunikationsforschung,%...%(pathetisch,!blumig)!!
Friedemann%Schulz%von%Thun,%ein%bedeutender%Kommu@
nikationsforscher,%...!!
Erst% nach%einer% gefühlten% Ewigkeit%hatte%sich% das% Magne@
sium%aufgelöst.%(Ironische!Übertreibung)!!
Erst%nach%62%Sekunden%hatte%sich%das%Magnesium%auf@
gelöst.!!
Regel&2:!Vermeiden!Sie!erlebnishaftes!Nacherzählen.!
Erläuterung:!Eine!wissenschaftliche!Arbeit!ist!kein!Erlebnisbericht.!Es!geht!darum,!das!VorI
gehen! und!die!Ergebnisse!systematisch!darzustellen,!so!dass! Sie! für! jeden! nachvollziehbar!
sind.!In!diesem!Sinne!ist!wissenschaftliches!Schreiben!unpersönlich.!
Beispiel&(nicht&so):&& Kommentar:&&
Zuerst%habe% ich%mich% mit%den%Theoriebüchern%beschäf@
tigt.%Danach%musste%ich%die% Theorie%auf% die% ausgewählten%
Bilder%anwenden.%(...)!Zum%Schluss%telefonierte%ich%mit%der%
Druckerei%Maxi%Druck%AG.!!
Grundsatz:%Schreiben%Sie%über%das% Thema,% nicht% über%
sich.%Wie% Sie%persönlich%sich% die% Arbeitsschritte%der%
Reihe%nach%organisiert%haben,%gehört%nicht%in%die%schrift@
liche%Arbeit.%%
Zunächst%wurden%die%Ergebnisse%in%Excel%übertragen.%Hier%
hatten%wir%mehrere%Probleme%mit%der%Formatierung.%Diese%
konnten%wir%dank%der%Hilfe%von%Evas%Schwester%schnell%lö@
sen.%Dann%haben%wir%die%Mittelwerte%mit%Hilfe%der%Formel%
„Mittelwert“%berechnet.%Dabei%stellte%sich%heraus,%dass%der%
Unterschied%0.25%beträgt%(was%uns%sehr%überraschte!).!!
Im%Schnitt%ist%die%BiG@Note%der%weiblichen%Studierenden%
der%NKSA%0.25%Notenpunkte%höher%als%die%der%männli@
chen%(Standardabweichung:%0.32).!!
28!
Regel&3:!Verwenden!Sie!grundsätzlich!Präsens.!!
Erläuterung:!Sie!sollen!nicht!einen!vergangenen!Prozess!nacherzählen,!sondern!EndergebI
nisse,! sachliche! Argumente! und! Sachverhalte! präsentieren.! Dafür! braucht! es! in! der! Regel!
keine!zeitliche!Reihenfolge,!daher!auch!kein!anderes!Tempus!als!das!Präsens.!!
Die% Autorin%stellte% den% Protagonisten% des% Romans% als% wei@
nerlichen%Versager%dar..!!
Die%Autorin%stellt%den%Protagonisten%des%Romans%als%wei@
nerlichen%Versager%dar..!!
Die%Ergebnisse%zeigten%uns%…!! Die%Ergebnisse%zeigen/sind/lassen%den%Schluss%zu%…!!
Regel&4:&Verwenden!Sie!die!IchIForm!nur!in!Ausnahmefällen.!!
Erläuterung:&Am!ehesten!zulässig!ist!die!IchIForm!in!der!Einleitung!(z.B.!Motivation,!VorgeI
hensweise)!oder!in!einem!persönlichen!Fazit.!Nichts!verloren!hat!sie!hingegen!im!Abstract,!im!
MethodenIKapitel!oder!bei!den!Schlussfolgerungen!aus!Ihrer!Untersuchung.!!!
Vermeiden!Sie!aber!nach!Möglichkeit!auch!Formulierungen!mit!man,!den!Pluralis!majestaI
tis!(Wir%meinen)!und!die!dritte!Person!singular!(Die%Verfasserin%meint).!Bei!Gruppenarbeiten!
ist!das!wir!gegebenenfalls!zulässig.!!
Ich% denke,% dass%man%aus% diesen% Daten% mehrere%
Schlüsse%ziehen%kann.!!
Aus%diesen%Daten%lassen%sich%mehrere%Schlüsse%ziehen.!!
Regel&5:&Sprechen!Sie!die!Lesenden!nicht!explizit!an.!!
Erläuterung:!Eine!wissenschaftliche!Arbeit!ist!weder!ein!Brief!noch!eine!launige!GeburtstagsI
rede!–!und!schon!gar!keine!Werbung.!Direkte!Anrede!der!Lesenden!oder!ein!kumpelhaftes!
„Wir“!sind!unpassend.!!
Das%verrate%ich%Ihnen%weiter%unten.!! Diese%Frage%beantwortet%das%folgende%Kapitel.!!
4.6.2& Verbindlichkeit&&
Regel&1:!Bezeichnen!Sie!eine!Sache!immer!mit!demselben!Begriff.!Benutzen!Sie!die!treffenI
den!Fachbegriffe.!!
Erläuterung:!In! wissenschaftlichen! Texten! ist!Genauigkeit!wichtiger! als! sprachliche! VielI
falt.!Schreiben! Sie! lieber!immer!„die!rotblühende! Blaualge“! (Fachbegriff),! statt!angeI
strengt!nach!Synonymen!zu!suchen.!!!
29!
Nicht&so:&& Sondern&so:&&
Die%Eringer%Kuh% ist% für% ihr% hohes% Aggressionspotenzial%
bekannt.% (...)% Auch% die% Kämpfe% des%schwarzen% Rind@
viehs%sind%eine%Touristenattraktion.!!
Die%Eringer%Kuh%ist% für% ihr% hohes% Aggressionspotenzial%
bekannt.% (...)%Auch% die%Kämpfe%der%Eringer%Kühe%sind%
eine%Touristenattraktion.!!
Regel& 2:&Machen!Sie! eindeutige! Aussagen,! ohne! überflüssige!Füllwörter! und! RelativierunI
gen.!!!
Erläuterung:&Relativierende!Formulierungen!/!abschwächende!Füllwörter!verraten,!dass!der/!
die!Schreibende!einen!Sachverhalt!nicht!so!genau!durchschaut!und!sich!deshalb!nicht!traut,!
eindeutige!Aussagen! dazu! zu! machen.!Hier!eine! Auswahl!solcher! typischen! „Angstwörter“,!
die!Sie!vermeiden!sollten:!!!
irgendwo,%irgendwie,%irgendwas,%irgendein,%in%etwa,%nun,%selbstverständlich,%quasi,%an%und%für%sich,%ab%
und% zu,% vielleicht,% leider,% gewissermaßen,% ziemlich,% eigentlich,% im% Grunde% genommen,%grundsätzlich,%
im%Grossen%und%Ganzen,%unter%Umständen,%letztendlich,%wohl,%fast,%...!!
Falls!Sie!Zweifel!gegenüber!einem!Sachverhalt!zum!Ausdruck!bringen!oder!etwas!nur!als!VerI
mutung!äussern!wollen,!formulieren!Sie!dies!klar!erkennbar.!!
Nicht&so:&& Sondern&so:!!
Heute%ist%man%sich%allgemein%sicher,%dass%das%Rotkäppchen%
sich%wie%auch%allgemein%viele%Märchen%auf%Mythen%der%Ver@
gangenheit,%Religionen%oder%Rituale%bezieht.!!
Viele%Märchen%gehen%auf%uralte%Mythen%und%Rituale%
zurück.!!
Regel&3:!Vermeiden!Sie!Allgemeine!Aussagen!und!Phrasen!aller!Art.!!
Erläuterung:&Allgemeine!Aussagen!sind!Ausdrücke,!Aussagen,!Sätze,!die!nicht!offenkundig!
falsch!sind,!aber!so!allgemein!oder!relativistisch!formuliert,!dass!sie!entweder!nicht!stimmen!
können!oder!ohne!Aussagekraft!sind.!!
!!
Beispiel&(nicht&so):!! Kommentar:!!
Es% dreht% sich% immer% alles%
nur%ums%Geld.!!
Selbstverständlich%gibt%es%Situationen,%in%denen%Geld%die%Hauptsache%ist.%Das%bedeutet%
aber%nicht,%dass%sich%„alles“%„immer“%ums%Geld%dreht.%%
Heutzutage% wird% viel%über%
X%gesprochen.!!
Zu!jeder!Zeit%wird%viel%geredet,%u.a.%auch%über%X.%Doch%auch%über%andere%Themen%wird%
geredet,% so% dass% die% Aussagekraft% dieses% Satzes% arg% in% Frage% gestellt% ist.%Ausser@
dem%sagt%der%Satz,%dass%nur%heute%viel%über%X%gesprochen%wird,%nicht%aber%früher%auch.%
Will%der%Autor%diesen%Unterschied%aber%überhaupt%machen?%%
Zu&den&Allgemeinen&Aussagen&zählen&alle&Arten&von&Plattitüden,!Halbwahrheiten,!PauI
schalitäten,!Klischees,!Allgemeinplätze!und!andere!Besserwissereien:!!
Die%Toleranz%in%unserer%Gesellschaft%nimmt%ab.!!
...%ist%ein%grosses%Problem%der%heutigen%Zeit.!!
...%bezieht%sich%auf%ein%gesellschaftliches%Phänomen.%!!
30!
Wie%man%mit%xy%umgeht,%ist%von%Mensch%zu%Mensch%verschieden.!!
Xy%bedeutet%für%jeden%etwas%anderes.!!
Es%kommt%immer%drauf%an,%wie%man%xy%beurteilt.!!
!!
4.6.3& Einfachheit&&
Regel&1:&Verwenden!Sie!nur!Fremdwörter,!wenn!es!nötig!und!sinnvoll!ist.!!
Erläuterung:!Solange! Sie!den! Sachverhalt! mit! den! üblichen! standardsprachlichen! Wörtern!
genau!und!allgemeinverständlich!darstellen!können,!sind!Fremdwörter!nicht!nötig.!Setzen!Sie!
sie!nur!ein,!wenn!Sie!dadurch!klarer!und!präziser!vermitteln!können,!was!Sie!sagen!wollen.!
(Achtung:!Natürlich!sind!Fachbegriffe,!die!für!Ihr!Thema!relevant!sind,!immer!nötig!und!sinnI
volla! siehe! oben.)! Nachsatz:! Verwenden! Sie! nur! Fremdwörter,! deren! Bedeutung! Sie! selbst!
kennen!und!im!Zweifelsfall!überprüft!haben.!!
Beispiel:!! Kommentar:!!
Sie%hofft,%dass%sie%sich%trotz%ihrer%Lernbehinderung%gut%in%
die%Regelklasse%intrigieren%kann.!!
Mit% falsch% verwendeten% Fremdwörtern% macht% man% sich%
unglaubwürdig.%%
Anstelle%eines%Eintritts%ist%bei%unserem%Konzert%eine%Kol@
lekte%für%karikative%Zwecke%geplant.!!
Regel&2:&Verstecken!Sie!wichtige!Aussagen!nicht!in!Nebensätzen.!!
Erläuterung:!Bilden!Sie!übersichtliche! Sätze!mit!wenigen! Nebensätzen.!Gliedern!Sie! SatzI
monster!in!kleinteiligere!Sätze!auf.!Das!dient!der!Klarheit!und!hilft!auch!Ihnen,!den!Überblick!
zu!bewahren.!Halten!Sie!sich!an!die!zeitliche!und!logische!Reihenfolge!der!Ereignisse.!!
Es%geht%darum,%herauszufinden,%was%Sprayer,%die%Graffiti%
sprayen,%antreibt%und%an%welche%Adressaten%sich%Graffiti%
richten%und%welche%Botschaften%vermittelt%werden.!!
Graffiti% richten% sich% an% Adressaten% und% vermitteln% Bot@
schaften.%Mit%welcher%Absicht%und%aus%welchem%Anlass%
sprühen%die%Sprayer%ihre%Graffiti?%Das%untersucht%vorlie@
gende%Arbeit.!!
Die%Ufervegetation%veränderte%sich,%nachdem%die%Berg@
bäche% aufgrund% der% starken% Regenfälle% angeschwollen%
waren,%markant.!!
Nach%den%starken%Regenfällen%schwollen%die%Bergbäche%
an.%In%der%Folge%veränderte%sich%die%Ufervegetation%mar@
kant.!!
 !
Regel&3:&Vermeiden!Sie!Nominalstil.!!!
Erläuterung:&Nominalisierungen!im!Stil!von!„das!Hervorrufen“,!„das!Aufzeigen“!oder!„die!VerI
ursachung“!machen! einen! Text! schwer! lesbar.!Meist!gibt! es! einfachere!Formulierungen,!die!
mehr!mit!Verben!arbeiten!und!den!Lesefluss!beschleunigen.!!!
31!
Ich%wählte%das%Schweizerdeutsche%als%Mittel%des%Näher@
bringens%ans%Publikum.!!
Ich%wählte%das%Schweizerdeutsche,%um%mein%Thema%dem%
Publikum%näherzubringen.!!
 !
Regel&4:&Lösen!Sie!attributive!Partizipien!in!Relativsätze!auf.!!
Erläuterung:&Attributive! Partizipien! erschweren! das! Verständnis,! weshalb! sich! die! UmforI
mung!in!Relativsätze!empfiehlt.!
Gemäss%im% 19.% Jh.% erstmals% unter% der% Leitung% schotti@
scher% Wissenschaftler%durchgeführten%Untersuchun@
gen%...!!
Gemäss%Untersuchungen,%die%erstmals%schottische%Wis@
senschaftler%im%19.%Jh.%durchführten%...!!
 !
Regel&5:&Ersetzen!Sie!Passiv!(wenn!möglich)!durch!Aktiv.!!
Erläuterung:&Passivkonstruktionen!verbergen!oft,!wer!der!„Täter“!/!Urheber!einer!Handlung!
ist.!Sie!sind!aber!auch!stilistisch!schwerfällig.!!!
Der%Fragebogen%wurde%von%uns%ausgefüllt.!! Wir%füllten%den%Fragebogen%aus.!!
In%diesen%Studien%wird%nicht%auf%die%Frage%der%Gerechtig@
keit%eingegangen.%!!
Diese%Studien%gehen%nicht%auf%die%Frage%der%Gerechtig@
keit%ein.!!
Im%14.%Jahrhundert%wurde%die%Dreifelderwirtschaft%ausge@
führt.!!
Im%14.%Jahrhundert%arbeiteten%die%Bauern%nach%dem%Sys@
tem%der%Dreifelderwirtschaft.!!
Regel&6:&Das!Thema!des!Satzes!bildet!nach!Möglichkeit!das!Subjekt.!!
Erläuterung:&Die!Sache!steht!im!Zentruma!verwenden!Sie!deshalb!statt!ich,%wir,%es%oder!eine!
Passivkonstruktion!das!Thema!des!Satzes!als!Subjekt.!!!
Wir%liessen%25%Probanden%den%Fragebogen%ausfüllen.!! 25%Probanden%füllten%den%Fragebogen%aus.!!
Es% stellt% sich% heraus,% dass% die% Mittelwerte% der% beiden%
Gruppen%nicht%signifikant%unterschiedlich%sind.%!!
Die% Mittelwerte% der%beiden% Gruppen%unterschieden%sich%
nicht%signifikant.!!
Bei%der%Postproduktion%eines%Films%kann%man%Fehler,%die%
beim%Dreh%entstanden%sind,%noch%korrigieren.%!!
Filmfehler%lassen% sich%in% der% Postproduktion%noch% korri@
gieren.!!
4.7& Einsatz&der&Informatikkenntnisse&zur&Textverarbeitung&
Eine!Projektdokumentation!soll!nicht!nur!inhaltlich,!sondern!auch!auf!der!formalen!Ebene!leI
serfreundlich!aufgebaut!sein.!Aus!diesem!Grund!sollen!Sie!für!die!Gestaltung!der!Arbeit!die!
32!
im!Informatikunterricht!erworbenen!Kenntnisse!zur!Textverarbeitung!einsetzen.!Folgende!KriI
terien!sind!hierbei!zu!beachten:!
!! Die!Arbeit!ist!grafisch!klar!gestalteta!es!gibt!eine!eindeutige!Zuordnung!von!Schrifttyp,!Ebene!und!Funktion!(UnterI
scheidet!sich!z.B.!der!Titel!eines!Kapitels!vom!Titel!eines!Unterkapitels?).!
!! Die!Formatierung!ist!einheitlich!(ist!z.B.!die!Schrift!für!Bildlegenden!immer!die!gleiche?).!
!! Die!Formatierung!benutzt!klare!Linien!und!Strukturen!(sind!z.B.!vergleichbare!Bilder!gleich!ausgerichtet?).!
!! Es!werden!keine!Leerzeichen!zur!Formatierung!verwendet.!
!! Zur!Formatierung!der!Überschriften!und!zur!allfälligen!Nummerierung!werden!Formatvorlagen!definiert!und!eingeI
setzt.!
!! Die!Verzeichnisse!(Inhalt,!Literatur!und!Abbildungen)!werden!automatisch!erstellt.!
Tabelle!14:!Textverarbeitungskriterien!
Die!Arbeit!muss!der!Lehrperson!auch!in!digitaler!Form!überreicht!werden!(z.B.!per!Mail!oder!
auf!einem!USBIStick).!Damit!die!Vorgaben!überprüft!werden!können,!muss!eine!bearbeitbare!
Form!gewählt!werden!(z.B.!WordI,!WriterI!oder!LaTeXIDatei,!keine!PDFIDateien).!
4.8& Weitere&formale&Richtlinien&
Die!folgenden!Richtlinien!sind!Empfehlungen!und!können!allenfalls,!nach!Absprache!mit!der!
betreuenden!Lehrperson,!den!eigenen!Vorstellungen!angepasst!werden:!
!! Eine!PUIDokumentation!Gymnasium!darf!in!der!Regel!(ohne!Anhang)!max.!15!voll!beschriebene!Seiten!à!2'000!
Zeichen!(inkl.!Leerschläge),!d.h.!30'000!Zeichen!pro!Person!lang!sein.!Bei!einer!Maturarbeit,!Selbständigen!Arbeit!
FMS!oder!einer!Fachmaturitätsarbeit!liegt!der!Richtwert!bei!max.!20!Seiten!pro!Person,!d.h.!40'000!Zeichen!pro!
Person.!
!! Die!Seitenränder!sollten!nicht!zu!knapp!sein.!Empfehlenswert!sind!unten!und!oben!etwa!2,5!cm,!links!2,5!bis!5!cm!
(für!Korrekturen!und!Bemerkungen),!rechts!mindestens!2,5!cm.!KopfI!und!Fusszeilen!sollten!1,5!bis!2!cm!vom!Rand!
entfernt!sein.!
!! Kopfzeilen!ermöglichen!es!z.B.,!die!Titel!der!Kapitel!auf!jeder!Seite!nachzuführen.!!
!! Seitenzahlen!sind!nötig!und!müssen!mit!jenen!im!Inhaltsverzeichnis!übereinstimmen.!Die!der!Titelseite!nächstfolI
gende!Seite!trägt!die!Seitenzahl!2,!die!Seitenzahl!1!auf!der!Titelseite!wird!unterdrückt.!
!! Grafiken!und!Tabellen!können!viel!Text!ersparen.!Setzen!Sie!diese!eher!sparsam!eina!eine!Ansammlung!von!GraI
fiken!und!Tabellen!erschwert!den!Lesefluss.!Beachten!Sie:!Es!gehört!eine!fortlaufend!nummerierte!Legende!dazu.!
Nehmen!Sie!im!Text!Bezug!auf!die!Darstellungen.!
!! Die!Schrift!soll!leserfreundlich!sein.!Empfohlen!wird!eine!Serifenschrift!(z.B.!Times!New!Roman)!oder!eine!serifenI
lose!Schrift!(z.B.!Arial).!Die!Schriftart!sollte!einheitlich!seina!für!Zitate!oder!Titel!können!andere!Schriften!verwendet!
werden.! Die! ganze! Arbeit! sollte! mit! wenigen! Schrifttypen! auskommen,! sonst! wirkt! sie! wie! eine! Spielerei.!
KAPITÄLCHENSCHRIFT!IST!IN!LANGEN!TEXTEN! SEHR!MÜHSAM!ZU!LESEN.!Die!Schriftgrösse!für!den!Text!
sollte!11!oder!12!Punkte!gross!sein,!Titel!abgestuft!nach!Wichtigkeit!grösser.!
!! Der!Zeilenabstand!von!1,5!Zeilen!muss!eingehalten!werden.!
!! Bei!Silbentrennung!und!Rechtschreibung!hilft!Ihnen!Ihr!Textverarbeitungsprogramm.!
!! Hervorhebungen!können!mit!Rahmen,!Schattierungen,!Aufzählpunkten,!fetter!und/oder!kursiver!Schrift!gesetzt!werI
den.!Vermeiden!Sie!Unterstreichungen!und!g!e!s!p!e!r!r!t!schreiben.!Andere!HERVORHEBUNGEN!oder!exotische
Schriften!wirken!zu!verspielt.!
!! Bei!den!Abkürzungen!dürfen!nur!die!allgemein!gängigen!verwendet!werden,!wie!z.B.,!d.h.,!vgl.,!etc.!Alle!anderen!
Wörter!werden!ausgeschrieben.!
!! Die!Arbeit!wird!mit!DrahtI,!Plastikspirale!oder!Thermobinder!geheftet.!Nicht!zulässig!sind!Ordner,!überdimensionierte!
Ringheftung,!Sichtmäppchen,!Zeigetaschen.!
Tabelle!15:!Formale!Richtlinien!für!eine!schriftliche!Arbeit!
33!
4.9& Grundsätze&für&Zitate&und&Literaturverzeichnisse&
Meist!werden!einem!für!eine!Arbeit!Richtlinien!für!das!Zitieren!vorgegeben.!Diese!können!–!je!
nach! Betreuungsperson! –!unterschiedlich!ausfallen.! Die! folgenden! Richtlinien! sind!als! VorI
schlag!zu!betrachten!und!entsprechen!den!Standards!der!American!Psychological!Association!
(APA).!Sie!sind!dem!Werk!von!Metzger!(2007)!entnommen!(ebenda,!S.!135ff.).!Die!betreuI
ende!Lehrperson!kann!andere!verbindliche!Vorgaben!zum!Zitieren!und!zu!Literaturverweisen!
machen.!Wichtig!ist,!dass!die!gewählte!Zitierweise!in!der!ganzen!Arbeit!beibehalten!wird.!
In!Ihrer!Arbeit!(insbesondere!im!Theorieteil)!dürfen!respektive!müssen!Sie!auf!Aussagen!und!
Erkenntnisse!anderer!Autoren!zurückgreifena!vermeiden!Sie!jedoch!zu!lange!Zitate!und!formuI
lieren!Sie!das!Gelesene!sinngemäss!in!eigenen!Worten.!Wichtig!ist,!dass!Sie!alles,!was!Sie!
aus! anderen! Quellen! übernehmen,! in! Ihrer! Arbeit! korrekt! kennzeichnen.! Der! Umgang! mit!
Fremdwissen!ist!ein!„Schwellenkriterium“!in!der!Bewertung!Ihrer!Arbeit!(vgl.!Anhang!A3).!
Tipps:!
!! In!Textverarbeitungsprogrammen!(z.B.!MS!Word!2007!und!neuere!Versionen)!gibt!es!die!
Möglichkeit,! Zitate! und!Literatur!nach! dem! APAIStandard!automatisch! zu! verwalten! (bei!
MS!Word!2016!im!Menü!„Verweise“,!unter!„Zitate!und!Literaturverzeichnis“).!Falls!Sie!in!
Ihrer! ProjektI/Abschlussarbeit! diese! SoftwareIFunktion! anwenden,! weichen! die! automaI
tisch!erstellten!Kurzbelege!und!LiteraturlistenIEinträge!von!der!unten!beschriebenen!Norm!
in! einigen! Details! ab! –!dies! ist! selbstverständlich! erlaubt! (sofern! Ihre! Betreuungsperson!
ebenfalls!einverstanden!ist).!
!! Kennzeichnen!Sie!Zitate!und!Verweise!schon!bei!Ihren!ersten!Entwürfen!und!fügen!Sie!die!
dazugehörende!Quelle!ins!Literaturverzeichnis!ein.!
!! Zu!jedem!Kurzbeleg!(vgl.!Beispiele!unter!4.9.1)!im!Text!gehört!ein!Eintrag!im!LiteraturverI
zeichnis.!Umgekehrt!gehört!zu!jedem!Eintrag!im!Literaturverzeichnis!mindestens!ein!KurzI
beleg!in!Ihrem!Text.!
4.9.1& Zitieren&
Warum!wird!in!wissenschaftlichen!Texten!überhaupt!zitiert?!Die!Wissenschaft!ist!darauf!angeI
wiesen,!dass!Aussagen,!Daten!oder!Fakten!zwecks!Überprüfbarkeit!nachverfolgt!werden!könI
nen.! Die! Fremdleistung! muss!also! klar! abgegrenzt! und!ausgewiesen! werden,!auch!um! die!
Eigenleistung!klar!auszuweisen.!Man!darf!fremdes!Gedankengut!nicht!als!eigenes!ausgeben.!
Es!sollte!in!einem!wissenschaftlichen!Text!deshalb!klar!ersichtlich!sein,!was!eigene!Gedanken!
oder!Erhebungen!sind!und!was!auf!bereits!in!der!Forschung!bekannte!Erkenntnisse!zurückI
geht.!Wissenschaft!als!System!lebt!von!dieser!Überprüfbarkeit,!weil!Fortschritte!im!ErkenntI
nisprozess!ersichtlich!sein!müssen.!
34!
Es!gibt!zwei!Möglichkeiten,!eine!Textstelle!aus!einem!anderen!Text!zu!übernehmena!entweder!
Sie!zitieren!diese!wortwörtlich!(direktes!Zitat)!oder!Sie!übernehmen!diese!sinngemäss!(indiI
rektes!Zitat,!Paraphrase).!Es!gilt!grundsätzlich!die!Regel,!dass!Sie!direkt!zitieren,!wenn!die!
Stelle!eine!besonders!prägnante!oder!pointierte!Formulierung!beinhaltet,!die!nur!unzureichend!
paraphrasiert!werden!kann.!Das!bedeutet!aber!umgekehrt,!dass!Sie!nach!Möglichkeit!eigenen!
Formulierungen!den!Vorzug!geben!sollten.!Ihr!Text!soll!kein!Flickwerk!aus!direkten!Zitaten,!
sondern!ein!eigener!Text!sein.!Und!auch!die!direkten!Zitate!sollen!angemessen!in!den!Text!
integriert!sein.!
Beide!Zitierweisen!verlangen!einen!Kurzbeleg,!der!aus!Autor,!Erscheinungsjahr!(des!Buches,!
des!Artikels!etc.)!sowie!der!Seitenzahl!besteht.!Dieser!Kurzbeleg!dient!dazu,!platzsparend!die!
entsprechende!Quelle!im!Literaturverzeichnis!identifizieren!zu!können.!Sie!können!die!KurzI
belege!entweder!immer!in!den!Text!einfügen!(s.!unten)!oder!immer!in!die!Fussnoten!setzen.!
Wörtlich&übernommene&Textstellen&
Wenn!Sie!ein!Zitat!in!Ihre!Arbeit!einfügen,!setzen!Sie!dieses!in!AnführungsI!und!SchlusszeiI
chen.!Am!Schluss!des!Zitats!steht!in!Klammern!der!Kurzbeleg!mit!dem!Autor,!dem!ErscheiI
nungsjahr!(des!Buches,!etc.)!sowie!der!Seitenzahl.!
„[D]ie!Fragen![sind]!durchweg!mit!einem!kleinen!Kontext!eingeleitet!worden,!der!einerseits!dazu!diente,!das!Verständnis!der!abI
gefragten!Sätze!zu!sichern,!der!aber!auch!von!der!grammatischen!Fragestellung!ablenkte.“!(Glaser!2006,!S.w87)!
Kürzere,!wörtliche!Zitate!werden!mit!doppelten!AnführungsI!und!Schlusszeichen!in!den!fortI
laufenden!Text!integriert,!längere!Zitate!(mehr!als!3!Lauftextzeilen)!werden!durch!einen!AbI
satz!und!Einrückung,!allenfalls!durch!kleineren!Schriftgrad!vom!Lauftext!abgehoben.!!!
Steht!im!zu!zitierenden!Text!bereits!ein!Zitat!resp.!ein!Begriff!in!doppelten!AnführungsI!und!
Schlusszeichen,!so!werden!diese!zu!einfachen!AnführungsI!und!Schlusszeichen:%
„Im! vorliegenden! Band! werden! nun! […]! einige! Phänomene! […]! in! Bezug! auf! das! Rahmenthema! ‚Sprachgeographie’! vorgeI
stellt.“!(Glaser!2006,!S.!85)!!
%
Wörtliche!Zitate!müssen!in!Wortlaut,!Orthografie!und!Interpunktion!genau!sein.!VeränderunI
gen!werden!kenntlich!gemacht:!!!
Auslassungen!werden!in!Klammern!mit!drei!Pünktchen!markiert![…],!z.B.!!!
„Die!Antworten!der!Gewährspersonen!wurden![…]!in!eine!Datenbank!übertragen.“!(im!Original!steht:!„Die!Antworten!der!GewährI
spersonen!wurden!in!kodierter!Form!in!eine!Datenbank!übertragen.“)!!
Vor!oder!nach!dem!direkten!Zitat!brauchen!Sie!keine!Klammern!zu!setzen.!Man!weiss,!dass!
Sie!aus!einem!grösseren!Text!zitieren!und!davor/danach!noch!etwas!kommt.!Wichtig!ist!auch,!
dass!trotz!Auslassungen!und!Veränderungen!ein!vollständiger!und!korrekter!Satz!vorliegt.!
35!
Eigene!Einschübe!in!das!Zitat!werden!in!Klammern!gesetzt,!z.B.!!!
„Sie![=Die!Gewährspersonen]!gehören!unterschiedlichen!sozialen!Schichten!an.“!!
Einschübe!empfehlen!sich!dann,!wenn!der!zitierte!Textausschnitt!sich!nicht!von!selbst!erklärt.!!
Werden!Teilsätze!zitiert,!müssen!sich!diese!syntaktisch!korrekt!in!den!Text!einfügen.!AnpasI
sungen!werden!ebenfalls!kenntlich!gemacht,!z.B.!!!
Glaser!(2006)!schreibt,!dass!„für!den!Kanton!Bern!sowie!das!Wallis!allerdings![…]!eine!angepasste!Variante!erstellt![wurde].“!(S.!
85)!(Im!Original!steht:!„Für!den!Kanton!Bern!sowie!das!Wallis!wurde!allerdings!eine!lautlich!und!lexikalisch!angepasste!Variante!
erstellt.“)!
%
Sinngemäss&übernommene&Textstellen&
Textstellen,!die!Sie!nicht!wörtlich!zitieren,!sondern!in!eigenen!Worten!wiedergeben!(paraphraI
sieren),!werden!nicht!in!AnführungsI!und!Schlusszeichen!gesetzt:!
Um!die!Sätze!in!den!richtigen!Zusammenhang!zu!bringen,!wurde!einleitend!ein!kleiner!Kontext!präsentiert,!der!gleichzeitig!dazu!
diente,!den!Blick!weg!von!der!eigentlichen!grammatischen!Fragestellung!zu!lenken!(Glaser!2006,!S.w87).!!
Sie!können!aber!die!Quelle!auch!direkt!in!Ihren!Satz!einfügen:!
Um!die!Sätze!in!den!richtigen!Zusammenhang!zu!bringen,!schreibt!Glaser!(2006),!wurde!einleitend!ein!kleiner!Kontext!präsentiert,!
der!gleichzeitig!dazu!diente,!den!Blick!weg!von!der!eigentlichen!grammatischen!Fragestellung!zu!lenken!(S.!87).!
In! der! Regel! sollten! Sie! vermeiden,! über! längere! Zeit! nur! eine! Quelle! zu! zitieren.!Dies! ist!
manchmal! unabdingbar,! wenn! es! darum! geht,! das! zentrale! Werk! eines!Autors!vorzustellen!
oder!zwei!Modelle!miteinander!zu!vergleichen.!Wichtig!bei!solchen!längeren!Paraphrasen!ist!
ebenfalls,! dass! Sie! kenntlich! machen,!von! wo! bis! wo! Sie! paraphrasieren.!Das! lässt! sich!
sprachlich!lösen,!indem!Sie!explizit!darauf!hinweisen,!dass!sich!die!folgenden!Ausführungen!
auf!den!Autor!XY!beziehen,!z.B.!!
Die!schriftliche!Erhebungsmethode!zum!„Syntaktischen!Atlas!der!Deutschen!Schweiz“,!an!der!ich!mich!in!meiner!eigenen!Arbeit!
orientiere,!wird!in!Glaser!2006!ausführlich!beschrieben.!Folgende!vier!Fragetypen!stellt!Glaser!darin!vor!…!!
Alle!Zitate!müssen!mit!geeigneten!Formulierungen!in!Ihren!Text!integriert!sein,!z.B.!!!
Der!Artikel!kann!auch!als!Einleitung!für!die!weiteren!Beiträge!gesehen!werden,!wie!das!nachfolgende!Zitat!klar!macht:!„Die!bisI
herigen!Auswertungen!der! Projektdaten!haben! die!verschiedensten!Arten!von! Variantenverteilungen! ergeben,!wie!sie! auch!in!
den!folgenden!Beiträgen!dargestellt!werden.“!(Glaser!2006,!S.!89)!!
Variieren!Sie!in!der!Art!und!Weise,!wie!Sie!indirekt!formulieren,!z.B.!!
•!Wie!Glaser!(2006,!S.!89)!feststellt,!gibt!es!syntaktische!Phänomene,!die!raumbildend!sind,!und!solche,!die!nicht!raumbildend!
sind.!!
•!Glaser!(2006,!S.! 89)!zeigt! in!ihrem!Beitrag,!dass!es!syntaktische! Phänomene!gibt,!die!raumbildend!sind,! dass!es!aber!auch!
solche!gibt,!die!nicht!raumbildend!sind.!
•!Nach!Glaser!(2006,!S.!89)!gibt!es!raumbildende!und!nicht!raumbildende!syntaktische!Phänomene.!
•!Es!gibt!syntaktische!Phänomene,!bei!denen!sich!ein!Raumbild!ergibt,!andere!syntaktische!Phänomene!zeigen!kein!Raumbild!
(Glaser!2006,!S.!89).!
36!
Wenn! Sie!ein!Zitat! relativieren! wollen,!dann! verwenden!Sie! die! indirekte! Rede!oder!andere!
sprachliche!Mittel,!die!Distanz!zum!Gesagten!markieren,!z.B.!!!
Laut!Glaser!(2006,!S.!89)!soll!es!auch!syntaktische!Phänomene!geben,!die!raumbildend!seien.!
Weitere&Punkte&zum&Zitieren&
Wenn!mehrere%Autoren!das!Werk!geschrieben!haben,!wird!wie!folgt!zitiert:!
!! Zwei!Autoren:!(Wenzel!&!Müller!1990,!S.!18).!
!! mehr!als!zwei!Autoren:!Das!erste!Mal!werden!alle!Autoren!genannt,!danach!wird!nur!noch!
der!Name!des!ersten!Autors!erwähnt!und!„et!al.“!nachgestellt!(Wenzel!et!al.!2003,!S.!38).!
Wird!ein!Werk!ohne%Autor!zitiert,!geben!Sie!nach!dem!Zitat!das!gleiche!Stichwort!an,!das!Sie!
im!Literaturverzeichnis!verwenden.!
62%!der!Lernenden!an!der!NKSA!sind!weiblich!(Statistisches!Jahrbuch!des!Kantons!Aargau!2007).!
Wird!ein!Artikel%aus%einem%Sammelwerk!verwendet,!dann!nennen!Sie!den!Verfasser!des!beI
treffenden!Artikels!und!nicht!den!Herausgeber.!
Besitzen!zwei!Autoren!den!gleichen%Nachnamen,!werden!neben!den!Namen!auch!die!Initialen!
angegeben:!
W.!Müller!(1999)!beschreibt,!dass!Schüler!mehr!Schlaf!bräuchten!als!Schülerinnen!(S.!67)a!dies!wurde!jedoch!in!mehreren!UnI
tersuchungen!widerlegt!(A.!Müller!2009,!S.!123ff.).!
Übernehmen!Sie!Stellen!aus!dem!Internet,!gehen!Sie!folgendermassen!vor:!
!! Sind!der!Autor!oder!die!Körperschaft!und!das!Publikationsjahr!des!Textes!bekannt,!werden!
diese!genannt:!(Meier!2008)!oder!(Bundesamt!für!Statistik!2013).!
!! Ist!nur!der!Autor!des!Textes!bekannt,!nennen!sie!diesen!und!das!Datum,!an!welchem!sie!
den!Text!gefunden!haben:!(Meier,!gefunden!am!13.4.2009).!
!! Wird!eine!Textstelle!aus!dem!Internet!mit!unbekanntem!Autor/Körperschaft!zitiert,!so!setI
zen!Sie!im!Kurzbeleg!den!Titel!der!Textstelle!in!Anführungszeichen!ein:!(„Schweiz!–!EU:!
Wie!weiter?“,!1995).!Die!vollständigen!Angaben!machen!Sie!erst!im!Literaturverzeichnis.!
!! Entsprechend!wird!bei!unbekanntem!Autor!und!fehlender!Datumsangabe!folgendermasI
sen!verfahren:!(„Schweiz!–!EU:!Wie!weiter?“,!gefunden!am!13.4.2009).!
!! Wenn!Sie!aus!Wikipedia!Textstellen!übernehmen!(ohne!den!Autor!eruieren!zu!können),!
dann!verwenden!Sie!innerhalb!des!Textes!nach!dem!Zitat!einen!Kurzbeleg!und!geben!die!
vollständige!Quellenangabe!im!Literaturverzeichnis!an!(vgl.!weiter!unten):!
Tsunami!leitet!sich!von!den!japanischen!Wörtern!tsu!(für!Hafen)!und!nami!(für!Welle)!ab!(Wikipedia,!Tsunami,!2011).!
&
Zitieren! Sie!aus!einem!Interview,!das! Sie! geführt! haben,!so! geben! Sie!auch! bei! diesem!ZiI
tat!einen!Kurzverweis!an,!z.B.!
Die!Dialektologin!Elvira!Glaser!meint!dazu:!„Lange!Zeit!wurde!die!Dialektsyntax!stiefmütterlich!behandelt.“!(Glaser!2016,!S.!II)!
37!
Das!vollständige!Interview!wird!im!Anhang!wiedergegeben.!Die!Quelle!ist!im!LiteraturverzeichI
nis!wie!folgt!aufgelistet!(vgl.!Kap.!4.9.2):!
Glaser,!Elvira!(2016).!Professorin!für!Germanische!Philologie!an!der!Universität!Zürich.!Persönliches!Interview,!geführt!vom!VerI
fasser.!Zürich,!16.6.!2016.!
Kurzverweise! können! in! Klammern!nach!dem!entsprechenden! Textabschnitt!angefügt!oder!
alternativ!in!Fussnoten!gesetzt!werden.!
& &
Tabellen&und&Abbildungen&
Unter!jeder!Tabelle!und!Abbildung!muss!eine!Beschriftung!steI
hen.!Tabellen!können!mit!Tab.!und!Abbildungen!mit!Abb.!abI
gekürzt!werden.!Sie!müssen!nummeriert!werden.!Jede!Tabelle!
oder!Abbildung!sollte!eine!kurze!aber!prägnante!Beschreibung!
aufweisen.!Auch!hier!ist!ein!Literaturverweis!nötig.!
4.9.2& Verzeichnisse&
Alle!Quellen,!aus!welchen!Sie!in!Ihrer!Arbeit!Ideen!zitiert!oder!Bilder!entnommen!haben,!müsI
sen!Sie!am!Ende!in!einem!Verzeichnis!aufführen.!
Literaturverzeichnis&
Alle!Unterlagen,!die!Sie!innerhalb!Ihrer!Arbeit!verwendet!haben,!müssen!am!Schluss!in!einem!
alphabetisch!geordneten!Literaturverzeichnis!aufgeführt!werden.!
Jeder!Literaturlisteneintrag!enthält!üblicherweise!folgende!Angaben,!der!Reihe!nach:!
!! Autor/in!!!Nachname(n)!und!Initialen!der!Vornamen:!Meier,!A.!B.!und!Müller,!L.!
!! Erscheinungsjahr!!!in!Klammern,!endet!mit!Punkt:!(2008).!
!! Buchtitel!!!vollständig!und!kursiv!aufschreiben,!endet!mit!Punkt:!Aus%dem%Leben%einer%
Schülerin.!
!! Verlag!!!erst!der!Ort,!wo!das!Buch!gedruckt!wurde,!dann!ein!Doppelpunkt,!dann!der!VerI
lag,!dann!ein!Punkt:!Aarau:!Schulverlag.!
Carruso,!E.!(1950).!Die%kleine%Gesangsschule%–%Tipps%für%den%Unterricht.%Rom:!Prezioso.!
Effinger,!H.!(2005).%Lernen%im%Schlaf.%Bern:!Täuscher.!
Meier,!A.B.!und!Müller,!L.!(2008).!Aus%dem%Leben%einer%Schülerin.!Aarau:!Schulverlag.!
Wenzel!et!al.!(2003).!Vom%Zitieren.!Zürich:!Taucher.!
Wenn! ein! Buch! von! jemandem! herausgegeben! wird! (Sammelwerk),! fügt! man! zusätzlich!
(Hrsg.).!ein.!
Lüscher,!U.!(Hrsg.).!(2008).!Was%machen%Schüler%in%ihrer%Freizeit?!Aarau:!Schulte.!
Abbildung! 4:! Motivierte! Schüler! (Brose! 2005,!
S.!XY)!
38!
Wird!ein!bestimmter%Artikel%aus%einem%Sammelwerk!verwendet,!dann!werden!dessen!Autor!
und!Titel!zuerst!genannt!und!danach!auf!den!Titel!des!Buches!verwiesen:!
!! Autor/in!des!Artikels!!!Nachname(n)!und!Initialen!der!Vornamen:!Seiler,!F.!!
!! Erscheinungsjahr!!!in!Klammern,!endet!mit!Punkt:!(2008).!
!! Titel!des!Artikels!!!endet!mit!Punkt:!Das!Spielverhalten!13Ijähriger!Mädchen!heute!und!
vor!100!Jahren.!
!! Verweis!auf!den/die!Herausgeber:!!!In:!Initialen!der!Vornamen,!Nachname!und!(Hrsg.),!
endet!mit!Punkt:!In:!U.!Lüscher!(Hrsg.).!
!! Buchtitel!!!vollständig!und!kursiv!aufschreiben:!Was%machen%Schüler%in%ihrer%Freizeit?%
!! Seitenzahl! des! betreffenden! Artikels! !! in! Klammern,! nicht! kursiv,! endet! mit! Punkt:!!
(S.!11I22).%
!! Verlag!!!erst!der!Ort,!wo!das!Buch!gedruckt!wurde,!dann!ein!Doppelpunkt,!dann!der!VerI
lag,!dann!ein!Punkt:!Aarau:!Schulte.!
Seiler,!F.!(2008).!Das!Spielverhalten!13Ijähriger!Mädchen!heute!und!vor!100!Jahren.!In:!U.!Lüscher!(Hrsg.).!Was%machen%Schüler%
in%ihrer%Freizeit?!(S.!11I22).!Aarau:!Schulte.!
Bei!Artikeln%aus%Fachzeitschriften!müssen!zudem!folgende!Angaben!gemacht!werden:!
Nachname,!Initiale.!(Erscheinungsjahr).!Titel.!Name%der%Zeitschrift,!Jahrgang!(Ausgabe),!SeiI
tenzahl(en).!
Meier,!X.Y.!(1989).!Die!Wahrheit!über!Aargauer!Kantonsschülerinnen.!Unabhängige%Zeitschrift%für%Lehrer,%27,%18I32.%
Quellen,%die%online%verfügbar%sind,!werden!gleich!zitiert!wie!gedruckte!Quellen,!wenn!Autor!
und! Erscheinungsdatum! bekannt! sind.! Zusätzlich! werden! das! Zugangsdatum!und!der! Pfad!
(URL)!angegeben.!Der!Punkt!am!Ende!des!Textes!wird!weggelassen.!
Meier,!C.D.!(2005).!Die%Macht%des%Internets.!Gefunden!am!20.10.2008!unter!http://www.bildungIpro.ch/referat.html!
%
Sind%Autor/Körperschaft%der%gedruckten%Quelle%oder%des%Internetartikels!unbekannt,!dann!wird!
der!Titel!zuerst!gesetzt.!Es!folgen!Jahr,!Zugangsdatum!und!der!Pfad!(URL).!
Schweiz!–!EU:!Wie!weiter?!(1995).!Gefunden!am!29.06.2014!unter![Pfad!(URL)!angeben]!
Zitieren!Sie!aus!einer%Online@Enzyklopädie%wie%Wikipedia,!so!lautet!der!Eintrag!im!LiteraturI
verzeichnis!wie!folgt!(vgl.!den!zugehörigen!Kurzbeleg!weiter!oben):%
Wikipedia.!(2011).!Tsunami.!Gefunden!am!27.6.2011!unter!http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami!
Bei!E@Books!wird!anstelle!der!URL!die!jeweilige!ISBN!(International!Standard!Book!Number)!
oder!DOI!(Digital!Object!Identifier)!angegeben.!Falls!diese!nicht!eruierbar!sind,!ist!auch!die!
Angabe! einer! sonstigen! eindeutigen! Identifikationsnummer! eines! Anbieters! zulässig! (z.B.!
ASIN!bei!Amazon):!
Taylor,! A.! (2011).! Single% Women% in% Popular% Culture.% The% Limits% of% Postfeminism.% Basingstoke:! Palgrave! Macmillan.! DOI:!
10.1057/9780230358607.!
39!
Ältere!EIBooks!haben!unter!Umständen!keine!Seitenzahlen,!in!diesen!Fällen!reicht!die!Angabe!
von!Autor!und!Jahr.!
Filme!von!YouTube:!
YouTube!(2009).!ItsJustSomeRandomGuy.!Hi,%I'm%a%Marvel%…%and%I'm%a%DC:%Wolverine%(Deadpool)%and%Watchmen.!Gefunden!
am!01.05.2009!unter!http://www.youtube.com/watch?v=G1R5PhReY5k!
Soll!auf!eine!bestimmte!Stelle!aus!einem!Video!hingewiesen!werden,!empfiehlt!es!sich,!die!
Zeit!(in!Minuten:!Sekunden)!oder!ähnliche!Abschnittseinteilungen!anzugeben.!
Weitere!Fälle!sind!zu!finden!im!PDF!"Zitierregeln:!Alles,!was!man!über!sie!wissen!muss"!auf!
http://nksa.ch/mediothek/recherchetipps/!(oranger!Balken!rechts).!
AbbildungsL&und&Tabellenverzeichnis&
Alle!Abbildungen!und!Tabellen,!die!Sie!im!Text!verwendet!und!gekennzeichnet!haben,!werden!
in! einem! AbbildungsI! und! Tabellenverzeichnis! aufgeführt.! Hierbei! wird! die! Nummer! der!
Abbildung/Tabelle,!die!Beschreibung!und!die!Seitenzahl!aufgeführt.!Tipps:!!
!! Wenn!Sie!während!des!Schreibens!die!Beschriftung!der!Tabelle!oder!Abbildung!mit!der!im!
Textverarbeitungsprogramm!vorgesehenen!Funktion!machen,!können!Sie!das!Verzeichnis!
am!Ende!automatisch!einfügen.!
Ein! Beispiel,! wie! AbbildungsI! oder! Tabellenverzeichnisse! aussehen,! können! Sie! am! Ende!
dieses!Lehrmittels!anschauen.!!
40!
5& Unterstützende&Massnahmen&
Die!Zeit!gut!einzuteilen!ist!ein!zentrales!Element!für!das!Gelingen!einen!Projektes.!Aus!diesem!
Grund!wird!nachfolgend!eine!Möglichkeit!aufgezeigt,!wie!Sie!das!Zeitmanagement!in!den!Griff!
kriegen.!Des!Weiteren!wird!beschrieben,!was!der!Sinn!eines!Projektjournals!ist.!
5.1& Zeitmanagement&
Zeitmanagement!bedeutet,!die!zur!Verfügung!stehende!Zeit!mit!Hilfe!von!ArbeitsI!und!ZeitplaI
nungstechniken! optimal! zu! nutzen,! so!dass!die! eigene! Arbeit! mit! weniger!Aufwand! erledigt!
wird!und!bessere!Ergebnisse!bringt.!
Eine&mögliche&Form&der&Zeitplanung&(hier&für&eine&Untersuchung)&
Plan!zeichnen!
und!Arbeiten!
sammeln!
Was! Wer! Woche&(evtl.&Kalenderwochen&oder&z.B.&Donnerstagsdaten)!
1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10&
Bibliothek! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Internet! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Untersuchung! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
ordnen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
gliedern! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
formulieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
tippen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
gestalten! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
präsentieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Arbeiten!in!
zeitlicher!
Länge!und!
Abfolge!plaI
nen.!
Was& Wer& Woche&
1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10&
Bibliothek! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Internet! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Untersuchung! ! ! ! ! ! ! ! ! !
ordnen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
gliedern! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
formulieren! ! ! ! ! ! ! ! ! !
tippen! ! ! ! ! ! ! ! ! !
gestalten! ! ! ! ! ! ! ! ! !
präsentieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
VerantworI
tung!für!die!
Arbeiten!verI
teilen!
Was& Wer& Woche&
1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10&
Bibliothek! A,B! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Internet! C! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Untersuchung! alle! ! ! ! ! ! ! ! !
ordnen! C! ! ! ! ! ! ! ! ! !
gliedern! A,B! ! ! ! ! ! ! ! ! !
formulieren! C! ! ! ! ! ! ! ! !
tippen! B! ! ! ! ! ! ! ! !
gestalten! A! ! ! ! ! ! ! ! !
41!
präsentieren! alle! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Plan!verfeiI
nern!
Was! Wer! Woche!
2& 3& 4&
Untersuchung! alle! ! ! !
!! vorbereiten! A,B!! ! ! !
!! durchführen! B,C! ! ! !
!! auswerten! A! ! ! !!
Fixpunkte!einI
tragen!
Was! Wer! Woche!
2& 3& 4&
Untersuchung! alle! ! ! !
!!vorbereiten! A,B!! ! ! !
!!durchführen! B,C! Mit!Herrn!X! Mit!Frau!Y! !
!!auswerten! A! ! ! Hilfe!von!Betreuerin!
Tipp:!Passen!Sie!den!Zeitplan!immer!wieder!an!die!Realität!an!!
5.2& Projektjournal&
Das! Projektjournal! ist! ein! individuelles!Arbeitsinstrument.! In!diesem! schreiben! Sie! während!
jeder!Arbeitsphase!auf,!was!Sie!und!wie!Sie!es!erledigt!haben.!Der!Vergleich!mit!dem!Zeitplan!
gibt!Hinweise!für!die!Planung!der!nächsten!Schritte.!Das!Projektjournal!dient!Ihnen!dazu,!den!
Arbeitsprozess!zu! reflektieren!und!ermöglicht,! in!einer! nächsten!Projektphase! weitere! FortI
schritte!zu!erzielen.!Die!Gliederung!eines!Projektjournals!schliesst!die!folgenden!Punkte!ein:!
! ! !
Arbeiten& Reflexion&& Planung&
& & &
Hier! werden! die! Tätigkeiten!
notiert:!!
!! Wann!wurde!was!geI
macht?!
!! Durch!wen!wurde!es!geI
macht?!
Hier!soll!das!eigene!LernI!und!ArbeitsverhalI
ten!analysiert,!d.h.!bewusst!gemacht!werden:!!
!! Wie!ist!es!mir!bei!diesem!Arbeitsschritt!erI
gangen?!
!! Welche!Lehren!und!Erkenntnisse!ziehe!ich!
daraus?!
Hier!werden!die!nächsten!ZwischenI
ziele,!Aufträge!und!Termine!festgeI
halten:!!
!! Was!muss!ich!bis!wann!erledigen?!
!! Gibt!es!neue!Schritte,!die!ich!festI
halten!muss?!
Tabelle!16:!Gliederung!eines!Projektjournals!
Am!Schluss!der!Arbeit!wird!auf!der!Basis!des!Projektjournals!eine!Gesamtreflexion!des!ArI
beitsprozesses!vorgenommen.!!
Im!Anhang!dieses!Lehrmittels!finden!Sie!einen!Vorschlag!für!die!Gestaltung!des!ProjektjourI
nals.!
42!
6& Verzeichnisse&
6.1& Literaturverzeichnis&
Bonati,! P.!und! Hadorn,! R.! (2009).! Matura@%und% andere%selbständige% Arbeiten% betreuen.% Ein%
Handbuch%für%Lehrpersonen%und%Dozierende%(2.!Aufl.).!Bern:!h.e.p.!
Brose,!K.!(2005).!Schulkleidung%ist%nicht%Schuluniform.!Schopfheim:!Regiobuch.!
Endres,!W.!und!Küffner,!M.!(2008).!Rhetorik%und%Präsentation%in%der%Sekundarstufe%II.!WeinI
heim:!Beltz.!
Eco,!U.!(2010).!Wie!man!eine!wissenschaftliche!Abschlussarbeit!schreibt!(13.!Auflage).!Wien:!
Facultas!Universitätsverlag.!
EthikIKommission!Universität!Bern,!philosophischIhumanwissenschaftliche!Fakultät.!Weglei@
tung%für%die%Antragstellung.%Erteilung%einer%Genehmigung%für%die%Durchführung%einer%Un@
tersuchung% am% Menschen.! Gefunden! am! 2.!August!2016! unter! http://www.philI
hum.unibe.ch/unibe/portal/fak_humanwis/content/e66/e175661/e231604/e231677/WegI
leitung111205_ger.pdf.!
Frey,!K.!(2012).!Die%Projektmethode.!Der%Weg%zum%bildenden%Tun%(12.!Aufl.).%Weinheim:!Beltz.!
Huber,!O.!(2005).!Das%psychologische%Experiment:%Eine%Einführung!(4.!Aufl.).!Bern:!Hans!HuI
ber.!
Hunziker,!A.W.!(2002).!Spass!am!wissenschaftlichen!Arbeiten.!Zürich:!SKV.!
Jackob,!N.!(2010).!Die!Kunst!des!Einfachen.!Zehn!Vorschläge!für!einen!guten!wissenschaftI
lichen!Schreibstil.!Gefunden!am!28.8.2016!unter!http://www.blogs.uniImainz.de/ifpIstuI
dium/files/2013/11/wissenschaftliches_schreiben.pdf!
Kornmeier,!M.!(2016).!Wissenschaftlich!schreiben!leicht!gemacht!(7.!Auflage).!Bern:!Haupt!
Verlag.!
Kruse,!O.!(2015).!Lesen!und!Schreiben.!Der!richtige!Umgang!mit!Texten!im!Studium!(2.!AufI
lage).!Konstanz:!UVK!Verlagsgesellschaft.!
Kunz,!C.!M.!(2004).!Geniale%Projekte%@%planen%und%präsentieren.!Zürich:!Orell!Füssli.!
Lehmann,! C.! (2013).! Stil! in! wissenschaftlichen! Texten.! Gefunden! am! 28.8.2016! unter!
http://www.christianlehmann.eu/ling/!epistemoloIgy/techniques/redaction/Stil.html!
Metzger,!C.!(2007).!Lern@%und%Arbeitsstrategien%(9.!Aufl.).!Oberentfelden:!Sauerländer.!
Schmitz,!M.!und!Zöllner,!N.!(2012).!Der%rote%Faden.%25%Schritte%zur%Fach@%und%Maturaarbeit!(2.!
Aufl.).!Zürich:!Orell!Füssli.!
Schweizer!Jugend!forscht!(Hrsg.).!(2013).!Leitfaden%für%innovative,%wissenschaftliche%Projekt@
arbeiten.% Sekundarstufe% II% (Gymnasien% und% Berufsbildungsschulen).! Bern:! Stiftung!
Schweizer! Jugend! forscht.! Gefunden! am! 2.!August!2016! unter!!
http://sjf.ch/wpIcontent/uploads/2014/Leitfaden_Projektarbeit.pdf!!
43!
Stangl,!W.!(2016).!Wissenschaftliches!Schreiben.!Gefunden!am!28.8.2016!unter!http://arI
beitsblaetter.stanglItaller.at/LITERATUR/!WissenschaftlichesSchreiIben.shtml!
Weissflog,!A.!(2007).!Leitfaden!zur!Erstellung!wissenschaftlicher!Arbeiten.!Gefunden!am!
28.8.2016!unter!http://www.schreibenlernen.uniIjena.de/opsismedia/dokumente/techI
nik_wiss_arbeitens_neu_iwk.pdf!
6.2& Abbildungsverzeichnis&
Abbildung!1:!Zwei!Schüler!in!der!Mediothek!der!NKSA,!Foto:!Mélanie!Locher!.......................!2!
Abbildung!2:!Übersicht!über!den!Projektverlauf!....................................................................!11!
Abbildung!3:!Übersicht!über!den!Ablauf!der!Projektdurchführung.........................................!16!
Abbildung!4:!Motivierte!Schüler!(Brose,!2005,!S.!XY)!...........................................................!37!
6.3& Tabellenverzeichnis&
Tabelle!1:!Verfahren!der!Untersuchung!..................................................................................!7!
Tabelle!2:!Verfahren!der!kreativen!Produktion........................................................................!8!
Tabelle!3:!Verfahren!der!technischen!Produktion!...................................................................!8!
Tabelle!4:!Verfahren!der!Organisation!einer!Veranstaltung!....................................................!9!
Tabelle!5:!Geeignete!vs.!ungeeignete!Fragestellungen!für!Untersuchungen!........................!13!
Tabelle!6:!Geeignete!Ideen!und!organisatorische!Absichten!................................................!14!
Tabelle!7:!Struktur!einer!Projektvereinbarung.......................................................................!15!
Tabelle!8:!Aufbau!einer!Präsentation!...................................................................................!18!
Tabelle!9:!Möglicher!Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!
Untersuchung)!...............................................................................................................!20!
Tabelle!10:!Möglicher!Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!
Untersuchung)!...............................................................................................................!21!
Tabelle!11:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion...!23!
Tabelle!12:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!.......!24!
Tabelle!13:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer!
Veranstaltung!................................................................................................................!25!
Tabelle!14:!Textverarbeitungskriterien..................................................................................!32!
Tabelle!15:!Formale!Richtlinien!für!eine!schriftliche!Arbeit....................................................!32!
Tabelle!16:!Gliederung!eines!Projektjournals!.......................................................................!41!
Tabelle!17:!Stolpersteine!(Kunz,!2004,!S.!129)!....................................................................!45!
Tabelle!18:!Gewichtung!der!Bewertungsbereiche!................................................................!47!
Tabelle!19:!Notenskala!für!Abschlussarbeiten!......................................................................!48!
44!
Tabelle!20:!Notenskala!für!PU!GymIArbeiten!.......................................................................!48!
Tabelle!21:!Möglichkeiten!zur!Beschaffung!bestehender!Informationen!...............................!65!
Tabelle!22:!Verschiedene!Möglichkeiten!von!Fragebogen!und!Interviews!............................!66!
Tabelle!23:!Entwicklung!von!Fragen!für!einen!Fragebogen!..................................................!68!
Tabelle!24:!Entwicklung!eines!Fragebogens!........................................................................!68!
Tabelle!25:!Beispiele!für!Fragestellungen!für!Beobachtungen!..............................................!69!
Tabelle!26:!Beispiele!für!Experimente!zu!bestimmten!Hypothesen!......................................!70!
&
Anhang&
A1! Stolpersteine!
A2! Projektjournal!
A3! Bewertungskriterien!
A4! Methoden!
45!
A1&Stolpersteine:&Was&alles&den&Arbeitsfluss&hemmen&kann&
Stolpersteine!sind!Zeitfresser.!Sie!hindern!uns!am!effizienten!Arbeiten!und!müssen!aus!dem!
Weg!geräumt!werden.!Nicht!jeder!Stolperstein!hat!den!gleichen!Einfluss!auf!unsere!ZeitplaI
nung.!
!! Motivation! durch! soziales! Umfeld! negativ! beeinI
flusst!!
!! Unnötige!Fernsehprogramme!
!! Gruppenzwänge!
!! Ablenkung!durch!Telefonanrufe,!Freunde!
!! Nicht!„Nein“!sagen!können!
!! Ziellosigkeit!
!! Falsche!Entscheide!
!! Kein!Tagesziel!
!! Kein!Monatsziel!
!! Kein!Jahresziel!
!! Kein!Berufsziel!
!! Falsche!Ernährung!
!! Süchte:!Rauchen,!Süssigkeiten!etc.!!
!! Müdigkeit!
!! Schlafmangel!
!! Nervosität!
!! Überbeanspruchung!des!Körpers!
!! Innere!Unruhe!
!! Termindruck!durch!Hinausschieben!
!! Gestörter!SchlafI/Wachrhythmus!
!! Fehlende!Pausen!!
!! Ungenutzte!Wartezeiten!(Bus,!Bahn)!
!! Zwischenstunden!
!! Missachtung!der!Tagesleistungskurve!
!! Unkonzentriertheit!
! !! Fehlende!Prioritätensetzung!!
!! Viele!unerledigte!Arbeiten!
!! Gedächtnisprobleme!
!! Wissenslücken!
!! Mangelnde!Reflexionsfähigkeit!
!! Mangelnde!Notizenkultur!
!! Sturheit:!Ich!tue,!was!ich!will!
!! Mangelnde!Selbstverantwortung!
!! Fehlende!Selbstdisziplin!!
!! Emotional!belastende!Probleme!
!! Mangelndes!Selbstvertrauen!
!! Kritik!
!! Unentschlossenheit!
!! Unzufriedenheit!
!! Ineffiziente!Arbeitstechniken!
!! Fehlende!Problemlösungsstrategie!
!! Fehlende!Infoquellen!
!! Chaos!
!! Lärm!
!! Unordnung!
!! „Blättersalat“!
!! Schlechtes!Ablagesystem!
!! Mangelnde!Motivation!
!! Mangelnde!Initiative!
!! Zu!wenig!Atempausen!
!! Mangelnde!Trennung!ArbeitIFreizeit!
Tabelle!17:!Stolpersteine!(Kunz,!2004,!S.!129)!
&
Übungsvorschlag&
!! Suchen!Sie!Ihre!drei!grössten!Stolpersteine,!schreiben!Sie!deren!Nachteile!auf,!und!überI
legen!Sie!sich!eine!Strategie,!um!sie!auszuschalten!!
!! Probieren!Sie!diese!Strategie!mindestens!eine!Woche!lang!aus.!Vielleicht!kann!sie!noch!
verbessert!werden,!vielleicht!war!sie!optimal,!vielleicht!müssen!Sie!sich!eine!ganz!andere!
überlegen.!Kreativität!ist!da!gefragt!!
46$
A2#Projektjournal:#Gliederungsvorschlag#
Name:$$ $ $ Projekt:$
Datum/Zeit#
Arbeiten#
Erledigte$Arbeiten?$Eingesetzte$TechniI
ken?$Wie$wurde$vorgegangen?$Wer$machI
te$was?$
Reflexion#
Pos./neg.$Erfahrungen?$Ursachen?$MögliI
che$Lehren/Massnahmen$
Planung#
Nächste$Arbeitsschritte,$Vorbereitungen$
sowie$Termine$
$ $ $ $ $ $ $
$ $ $ $ $ $ $
$ $ $ $ $ $ $
$ $ $ $ $ $ $
$ $ $ $ $ $ $
47$
A3#Bewertungskriterien#für#Projekt4#und#Abschlussarbeiten#
Die$für$alle$ProjektE$und$Abschlussarbeiten$geltenden$Bewertungskriterien$und$ihre$Gewichtung$sind$
in$A3.2$und$A3.3$ersichtlich.$In$der$Projektvereinbarung$müssen$die$drei$projektspezifischen$„SpeziE
alkriterien“$verbindlich$zum$Voraus$schriftlich$festgelegt$werden.$Für$die$betreuenden$und$bewertenE
den$Lehrpersonen$steht$als$Bewertungshilfe$eine$Exceldatei$zur$VerfügungV$diese$besteht$aus$zwei$
Tabellenblättern:$einem$Rückmeldungsbogen,$in$das$die$Lehrpersonen$pro$Kriterium$BewertungsE
kommentare$schreiben$und$Punkte$verteilen$und$einem$Bewertungsbogen$als$Zusammenfassung,$
in$dem$nur$der$Typ$der$Arbeit$definiert$sowie$der$Titel$der$Arbeit,$die$Namen$der$SchülerInnen$und$
der$Lehrpersonen$sowie$die$Unterschriften$eingetragen$werden.$Pro$Kriterium$vergeben$die$LehrE
personen$im$Rückmeldungsbogen$0,$1,$2$oder$maximal$3$Punkte$(es$sind$nur$ganze$Punkte$zuläsE
sig)V$es$bedeuten:$0$Punkte$=$„schlecht$bis$ungenügend“,$1$Punkt$=$„ungenügend$bis$genügend“,$
2$Punkte$=$„genügend$bis$gut“$sowie$3$Punkte$=$„gut$bis$sehr$gut“.$Es$gibt$einen$RückmeldungsE
/Bewertungsbogen$der$für$Projektarbeiten$Gymnasium$(PU$Gym),$Maturarbeiten$(MA)$und$FachmaE
turitätsarbeiten$(FMA)$gilt$(vgl.$Anhang$A3.2)$sowie$einen$RückmeldungsE/Bewertungsbogen$der$für$
Selbständige$Arbeiten$der$Fachmittelschule$(SAR)$gilt$(vgl.$Anhang$A3.3).$Letzterer$unterscheidet$
sich$in$der$Gewichtung$der$Teilkriterien$im$inhaltlichen$Bereich$vom$Ersteren.$Es$gibt$einen$separaE
ten$„Leitfaden“$für$die$Bewertung,$in$dem$die$unterschiedlichen$Ansprüche$an$PU$Gym/MA/FMA$und$
an$die$ SAR$ ausformuliert$ sind,$ und$ in$dem$ die$ Bewertungskriterien$ näher$beschrieben$ und$ dazu$
passende$Bewertungsrichtlinien$formuliert$sind$(vgl.$Anhang$A3.4).#
A3.1# Gewichtung#der#Bewertungsbereiche#
Die$folgende$Gewichtung$der$Bewertungsbereiche$ist$verbindlich:$
$ $ $
Bereich# Gewichtung# Gewichtung#Einzelbereiche#
# # #
Schriftliche$Arbeit,$Produkt,$OrganisaE
tion$einer$Veranstaltung,$Aufführung$
65%$ Inhaltliche$Bewertung:$45%$
Formale$Beurteilung:$20%$
$ $ $
Arbeitsprozess$ 10%$ $
$ $ $
Präsentation$ 25%$ Entfällt#bei#Projektarbeiten#Gymnasium#(PU#Gym),#dort#ent4
sprechen#die#obigen#75%#dem#Maximum.#
Tabelle$18:$Gewichtung$der$Bewertungsbereiche$
Beachten$Sie:$Innerhalb$der$formalen$Beurteilung$sind$die$sprachliche$Qualität$und$der$Umgang$mit$
Fremdwissen,$ Sekundärliteratur$ und$ Quellen$ zwei$ „Schwellenkriterien“.$ Ein$ Schwellenkriterium$
muss$mindestens$teilweise$erfüllt$sein$(1,$2$oder$3$Punkte)V$Arbeiten,$die$in$einem$der$beiden$SchwelE
lenkriterien$lediglich$schlecht$bis$ungenügend$erreichen$(0$Punkte),$erhalten$pro$schlecht$bis$ungeE
nügendem$Schwellenkriterium$eine$ganze$Note$Abzug$von$der$gerundeten$Schlussnote.$Der$maxiE
male$Abzug$beträgt$2$ganze$Noten.$
48$
A3.2# Rückmeldungs4/Bewertungsbogen#für#PU#Gym,#MA#und#FMA#
(Zu$beachten:$bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$
(Seiten$49$bis$52)$
A3.3# Rückmeldungs4/Bewertungsbogen#für#SAR#FMS#
(Seiten$53$bis$56)$
A3.4# Leitfaden#für#die#Bewertung#von#Abschluss4#und#Projektarbeiten#
(Zu$beachten:$bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$
(Seiten$57$bis$64)$
A3.5# Notenskala#(für#alle#Abschlussarbeiten#gültig)##
Punkte# 0E4$ 5E13$ 14E22$ 23E31$ 32E40$ 41E49$ 50E59$ 60E69$ 70E79$ 80E89$ 90E100$
Note# 1.0$ 1.5$ 2.0$ 2.5$ 3.0$ 3.5$ 4.0$ 4.5$ 5.0$ 5.5$ 6.0$
Tabelle$19:$Notenskala$für$Abschlussarbeiten$
A3.6# Notenskala#(für#alle#PU#Gym4Arbeiten#gültig)##
(Bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$
Punkte# 0E3$ 4E10$ 11E17$ 18E23$ 24E30$ 31E37$ 38E44$ 45E52$ 53E59$ 60E67$ 68E75$
Note# 1.0$ 1.5$ 2.0$ 2.5$ 3.0$ 3.5$ 4.0$ 4.5$ 5.0$ 5.5$ 6.0$
Tabelle$20:$Notenskala$für$PU$GymEArbeiten$
Bewertungsbogen MA / FMA / PU Gym Maturarbeit FMA PU Gym
0 0.00 0.00
Titel der Arbeit
Punkte 0/75
Note ---
1 1
--- 5 ---
--- 5 ---
--- 5 ---
--- 9 ---
Spezialkriterium 1 --- 7 ---
Spezialkriterium 2 --- 7 ---
Spezialkriterium 3 --- 7 ---
Total 0 45 ---
Formale Beurteilung der Dokumentation
(20 von 100 Punkten)
--- 4 ---
--- 8 ---
Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* --- 4 ---
Layout --- 4 ---
Total * = Schwellenkriterien 0 20 ---
Arbeitsprozess
(10 von 100 Punkten)
Selbständigkeit --- 3 ---
Fortschritte und Unterlagen --- 3 ---
Zuverlässigkeit --- 4 ---
Total 0 10 ---
Mündliche Präsentation
(25 von 100 Punkten)
Sprache / Interaktion / Auftritt --- 6 ---
Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien --- 6 ---
Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision --- 5 ---
Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit --- 8 ---
Total 0 25 ---
BetreuerIn Ort, Datum
Unterschrift
ZweitbeurteilerIn Ort, Datum
Unterschrift
Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse
Erreichte
Name(n) und
Abteilung(en)
Erreichte
Theoretischer Hintergrund
Spezialkriterien
Inhaltliche Bewertung Gewichtung
Gewichtung
Methodenwahl und -anwendung
Zielsetzung und Fragestellung
(45 von 100 Punkten)
Sprache* (inkl. Formulierungen)
Aufbau und Textlogik (roter Faden)
Gewichtung
Gewichtung
Erreichte
Bewertung Erreichte
Spezialkriterium 1 (7%) [Kurzbeschrieb] 1
Spezialkriterium 2 (7%) [Kurzbeschrieb] 1
Spezialkriterium 3 (7%) [Kurzbeschrieb] 1
Rückmeldungsbogen Maturarbeit / FMA / PU Gym
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
Inhaltliche Bewertung
Theoretischer Hintergrund (5%)
Methodenwahl und -anwendung (5%)
Zielsetzungen und Fragestellung (5%)
Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse (9%)
Sprache* (inkl. Formulierungen) (8%)
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
Aufbau und Textlogik (roter Faden) (4%)
Formale Beurteilung der Dokumentation
Zuverlässigkeit (4%)
Fortschritte und Unterlagen (3%)
Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* (4%)
Layout (4%)
Selbständigkeit (3%)
Arbeitsprozess
Mündliche Präsentation
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
Weitere Kommentare
Sprache / Interaktion / Auftritt (6%)
Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit (8%)
Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision (5%)
Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien (6%)
Bewertungsbogen SAR 0 0.00 0.00
Titel der Arbeit
Punkte 0/75
Note ---
1 1
--- 4 ---
--- 3 ---
--- 3 ---
--- 5 ---
Spezialkriterium 1 --- 10 ---
Spezialkriterium 2 --- 10 ---
Spezialkriterium 3 --- 10 ---
Total 0 45 ---
Formale Beurteilung der Dokumentation
(20 von 100 Punkten)
--- 4 ---
--- 8 ---
Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* --- 4 ---
Layout --- 4 ---
Total * = Schwellenkriterien 0 20 ---
Arbeitsprozess
(10 von 100 Punkten)
Selbständigkeit --- 3 ---
Fortschritte und Unterlagen --- 3 ---
Zuverlässigkeit --- 4 ---
Total 0 10 ---
Mündliche Präsentation
(25 von 100 Punkten)
Sprache / Interaktion / Auftritt --- 6 ---
Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien --- 6 ---
Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision --- 5 ---
Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit --- 8 ---
Total 0 25 ---
BetreuerIn Ort, Datum
Unterschrift
ZweitbeurteilerIn Ort, Datum
Unterschrift
Sprache* (inkl. Formulierungen)
Aufbau und Textlogik (roter Faden)
Gewichtung
Gewichtung
Erreichte
Bewertung Erreichte
Erreichte
Theoretischer Hintergrund
Spezialkriterien
Inhaltliche Bewertung Gewichtung
Gewichtung
Methodenwahl und -anwendung
Zielsetzung und Fragestellung
(45 von 100 Punkten)
Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse
Erreichte
Name(n) und
Abteilung(en)
Spezialkriterium 1 (10%) [Kurzbeschrieb] 1
Spezialkriterium 2 (10%) [Kurzbeschrieb] 1
Spezialkriterium 3 (10%) [Kurzbeschrieb] 1
Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse (5%)
Rückmeldungsbogen SAR
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
Inhaltliche Bewertung
Theoretischer Hintergrund (3%)
Methodenwahl und -anwendung (3%)
Zielsetzungen und Fragestellung (4%) noch nicht bewertet
Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* (4%)
Layout (4%)
Selbständigkeit (3%)
Arbeitsprozess
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
Aufbau und Textlogik (roter Faden) (4%)
Formale Beurteilung der Dokumentation
Zuverlässigkeit (4%)
Fortschritte und Unterlagen (3%)
Sprache* (inkl. Formulierungen) (8%)
1Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit (8%)
Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision (5%)
Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien (6%)
Weitere Kommentare
Sprache / Interaktion / Auftritt (6%)
Mündliche Präsentation
[Namensfeld im Bewertungsbogen leer]
[Titelfeld im Bewertungsbogen leer]
$ 57$
Leitfaden) für) die) Bewertung) von) Maturarbeiten)
und)Fachmaturitätsarbeiten)
1.) Zweck)des)Leitfadens)
Dieser$ Leitfaden$ bezieht$ sich$ auf$ die$ Bewertung$ der$ Maturarbeiten$ und$
Fachmaturitätsarbeiten.$ Er$ beschreibt$ die$Bewertungskriterien$ und$ umreisst$
Bewertungsrichtlinien.$ Der$ Bewertungsbogen$ und$ der$ Rückmeldungsbogen$
sind$das$Instrumente$für$die$Bewertung$von$Maturarbeiten$und$FachmaturiP
tätsarbeiten.$ Sie$ dienen$ ausserdem$ der$ Kommunikation$ zwischen$ beurteiP
lenden$Lehrpersonen$und$Studierenden.$$
2.))Anspruch)der)Maturarbeit)und)Fachmaturitätsarbeit))
Bei$der$Bewertung$von$Maturarbeiten$soll$berücksichtigt$werden,$dass$diese$
einem$propädeutischen$Zweck$dienen.$$
„Eine$wissenschaftliche$Arbeit$wird$charakterisiert$durch:$
!$ eine$klare,$abgegrenzte$Aufgabenstellung$
!$ einen$fairen$Umgang$mit$den$Ergebnissen$anderer$Wissenschaftler$
!$ korrektes$Zitieren$
!$ nachprüfbare$Quellen$und$Quellenangaben$
!$ eine$unvoreingenommene$Haltung$des$Autors/der$Autorin$
!$ eine$methodische$Vorgehensweise$
!$ nachvollziehbare$Schlüsse$
!$ eine$objektive$Beurteilung$von$Ergebnissen$
!$ [resultierenden$Wissenszuwachs]$
!$ eine$Beurteilung$des$Geleisteten$(vgl.$Kunz,$2004,$S.$85).“$
Die$ Maturarbeit$ soll$ zwar$ auf$ ein$ Universitätsstudium$ vorbereiten,$ muss$ für$
die$Note$6$jedoch$nicht$Hochschulniveau$aufweisen.$Maturarbeiten$müssen$
auch$ mit$ einer$ 6$ bewertet$ werden$ können,$ wenn$ sie$ in$ einzelnen$ Details$
nicht$perfekt$sind.$Insbesondere$der$Aspekt$„Wissenszuwachs“$ist$gering$zu$
gewichten.$
3.) Teamarbeiten)
Bei$Teamarbeiten$gelten$dieselben$Kriterien$für$alle$Teammitglieder.$Es$wird$
nur$eine$Note$vergeben,$die$für$alle$gleich$zählt.$
4.) Kriterien)
Der$ Beschrieb$ der$ Kriterien$ umreisst$ das$ Kriterium.$ Ergänzt$ wird$ er$ durch$
Bewertungsrichtlinien.$Die$jeweilige$Kriterienliste$ist$nicht$abschliessend.$
Einige$ Arbeiten$ generieren$ ein$ Produkt$ (kreative$ oder$ technische$ Produktion,$
Organisation$ einer$ Veranstaltung$ u.ä.).$ Der$ Prozess,$ der$ zu$ diesem$ Produkt$
führt,$ist$Teil$der$Bewertung$und$fliesst$in$diverse$Kriterien$ein.$Das$Produkt$bzw.$
der$ Prozess$ dazu$ können$ eingehen$ in$ die$ Spezialkriterien.$ Aber$ auch$ in$ den$
Kriterien$ „Zielsetzung“,$ „Theoretischer$ Hintergrund“$ und$ „Methodisches$ VorgeP
hen“$kann$und$soll$der$Weg$zum$Produkt$mitbeurteilt$werden,$ebenso$im$KriteP
rium$ „Inhaltliche$Präzision“,$ das$ die$Auswahl$ relevanter$ Inhalte$ beurteilt.$ So$ ist$
zum$ Beispiel$ die$ endgültige$ Auswahl$ der$ Fotos$ für$ eine$ Fotoserie$ ein$ Aspekt$
der$inhaltlichen$Präzision.$$
5.) Spezialkriterien)
Die$ Spezialkriterien$ sind$ vorgesehen$ für$ den$ individuellen$ Fokus$ der$ Arbeit$
und/oder$ typenspezifische$ Besonderheiten$ (Untersuchung,$ technische$ oder$
kreative$Produktion,$Organisation$einer$Veranstaltung).$Alle$drei$Spezialkriterien$
müssen$ zwingend$ für$ jede$ Arbeit$ gewählt$ werden.$ Sie$ werden$ in$ der$ ProjektP
vereinbarung$ausformuliert.$$
6.) Bewertung) von) Plagiaten) (Angleichung) an) Reglement) Prüfen) und) BeM
werten))
7.) Schwellenkriterien)
Schwellenkriterien$sind$$
!$ die$sprachliche)Qualität$und$
P$ der$Umgang)mit)Fremdwissen,$Sekundärliteratur$und$Quellen.$
Schwellenkriterien$müssen$mindestens$teilweise$erfüllt$sein$(1,$2$oder$3$Punkte).$
Arbeiten,$ die$ eines$ oder$ beide$ Schwellenkriterien$ nicht$ erfüllen,$ erhalten$ pro$
nicht$ erfülltem$ Schwellenkriterium$ (nicht$ erfüllt$ =$ 0$ Punkte)$ eine$ ganze$ Note$
Abzug$von$der$gerundeten$Schlussnote$(inkl.$Präsentation).$Der$maximale$AbP
zug$beträgt$2$Noten.$
8.))Notensetzung)und)Begründung)
!$ Pro$Kriterium$werden$0,$1,$2$oder$3$Punkte$verteilt.$(0$=$schlecht$bis$ungenüP
gendj$1$=$ungenügend$bis$genügend,$2$=$genügend$bis$gut,$3$=$gut$bis$sehr$
gut)$
!$ Es$gibt$nur$ganze$Punkte.$
!$ Für$Kriterien,$die$nicht$erfüllt$worden$sind,$gilt$0$Punkte.$$
!$ Die$Punkte$werden$auf$dem$Rückmeldungsbogen$eingesetzt.$
!$ Auf$dem$Rückmeldungsbogen$wird$auch$der$schriftliche$Kommentar$eingetraP
gen.$
$ 58$
Beschrieb)und)Präzisierung)der)einzelnen)Bewertungskriterien)
Inhaltliche)
Bewertung) Bewertungsrichtlinien$ Beschrieb))
Zielsetzung)und)
Fragestellung)
Dieses$Kriterium$bewertet$den$Umgang$mit$der$Fragestellung$(Gestaltungsidee,$
Konstruktionsidee,$organisatorische$Absicht)$im$Hinblick$auf$insbesondere$
P$ die$klare$und$einleuchtende$Formulierung$der$Fragestellung$
P$ die$Qualität$der$Fragestellung$(Originalität,$Vertiefung,$Praxistauglichkeit,$
Relevanz$u.ä.)$
P$ die$konsequente$Fokussierung$der$Arbeit$auf$die$Fragestellung$(GestaltungsP
idee,$Konstruktionsidee,$organisatorische$Absicht)$
P$ den$sinnvollen$Zusammenhang$der$Teilfragen$zur$Leitfrage$(der$Teilaspekte$
zur$Gestaltungsidee,$zur$Konstruktionsidee,$zu$der$organisatorischen$Absicht)$
Jeder$Arbeit$liegt$eine$Idee$zugrunde.$Dieses$Kriterium$beurteilt,$ob$diese$
Idee$klar$erkennbar$wird.$Dazu$gehört$unter$anderem$die$Frage,$ob$das$
Thema$sinnvoll$und$ausreichend$eingegrenzt$ist.$Insbesondere$überprüft$
dieses$Kriterium,$ob$und$wieweit$die$Idee$(Gestaltungsidee,$KonstruktionsP
idee,$organisatorische$Absicht$$oder$Leitfrage)$und$die$dazugehörigen$
Teilaspekte$sinnvoll$ausgewählt$sind,$logisch$zueinander$passen$und$
nachvollziehbar$und$überzeugend$beschrieben$werden.$$
Theoretischer)
Hintergrund)
Dieses$Kriterium$bewertet$die$Einbindung$von$Fremdwissen$in$die$eigene$$DoP
kumentation,$insbesondere$$
P$ die$passende$Auswahl$von$Theorien$/$$Fachwissen$$
P$ die$gewinnbringende$Nutzanwendung$der$ausgewählten$Theorien$
P$ die$gewinnbringende$Anwendung$und$den$logischen$Einsatz$von$Zitaten$und$
Paraphrasen$sowie$die$Nutzbarmachung$von$Fremdwissen$für$eigene$ÜberleP
gungen$
P$ die$Unterscheidung$von$fremden$und$eigenen$Meinungen$$
Für$die$Aufarbeitung$eines$Themas$resp.$die$Herstellung$eines$Produkts$
wird$auf$Fachwissen$von$Spezialisten$zurückgegriffen.$Dieses$Kriterium$
überprüft$die$Genauigkeit$und$den$Umfang$des$Umgangs$mit$FremdwisP
sen.$Es$fragt,$ob$die$fachspezifische$Recherche$und$Darlegung$der$theoreP
tischen$Grundlagen$in$angemessener$Breite$und$Genauigkeit$vorhanden$ist$
resp.$ob$alles$zur$Erklärung$des$Forschungsstandes$nötige$Fachwissen$
aufgearbeitet$ist.$Dabei$berücksichtigt$es$insbesondere,$dass$die$gewählten$
theoretischen$Inhalte$für$die$Dokumentation$überhaupt$relevant$sind$und$
dass$die$Quellen$angemessen$verarbeitet$und$nicht$nur$zusammenhangsP
los$zitiert$oder$$paraphrasiert$werden.$$
Anmerkung:$Dieses!Kriterium!beurteilt!den!inhaltlichen!Umgang!mit!
Fachwissen!(der!formale!Umgang!wird!im!Kriterium!Umgang!mit!Fremd:
wissen,!Sekundärliteratur!und!Quellen!beurteilt).$
Methodenwahl)
und)))
Manwendung)
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$$
P$ die$Auswahl$der$„Werkzeuge“$des$Wissenserwerbs$und$deren$Anwendung$
(Methoden,$Techniken,$Strategien$und$Verfahren)$
P$ die$Klarheit$des$Vorgehens$(Definitionen,$Konzepte,$Begriffe$usw.)$
P$ die$Wiederholbarkeit$(Objektivität)$des$Arbeitsprozesses$resp.$der$UntersuP
chung$
P$ den$folgerichtigen$Aufbau$der$einzelnen$Schritte$
P$ den$Einsatz$von$Grafiken,$Abbildungen,$Tabellen$usw.$(z.$B.$bei$der$DarstelP
lung$der$Ergebnissen$und$bei$Auswertungen)$
„Methode“$bezeichnet$das$reflektierte$Vorgehen,$das$von$der$Idee$zum$Ziel$
führt.$Dieses$Kriterium$beurteilt$die$Wahl$der$Methode$und$die$Nützlichkeit$
ihrer$Umsetzung.$Es$fragt$nach$dem$reflektierten$Einsatz$von$kreativen$
Strategien$oder$Techniken$bzw.$nach$Verfahren$des$Wissenserwerbs$und$
deren$Umsetzung.$Es$überprüft,$wie$präzis,$sinnvoll$und$gewinnbringend$
diese$eingesetzt$worden$sind.$$
Anmerkung:!Bei!der!Bewertung!soll!berücksichtigt!werden,!dass!zwar!ein!
wissenschaftlicher!Anspruch!an!die!Arbeit!besteht,!dieser!jedoch!propädeu:
tischer!Natur!ist,!d.h.!auf!Hochschule!vorbereitet,!nicht!aber!!Hochschulni:
veau!einfordert.!
$ 59$
Inhaltliche)
Bewertung) Bewertungsrichtlinien$ Beschrieb)
Inhaltliche))
Präzision)
Relevanz))
Dieses$Teilkriterium$bewertet$$
P$ die$sinnvolle$und$nützliche$Auswahl$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$$
P$ die$Präzision$in$der$Darlegung$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$
P$ die$analytische$Tiefe$der$Reflexion$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$
Logik))
Dieses$Teilkriterium$bewertet$$$
P$ die$Nachvollziehbarkeit,$die$Präzision$und$die$Vollständigkeit$der$ausgewählP
ten$Ergebnisse$
P$ die$Entwicklung$logischer$Zusammenhänge$und$den$logischen$Aufbau$der$
einzelnen$Teile$der$Arbeit$untereinander$$
P$ die$saubere$Trennung$von$Hypothesen,$Zwischenschritten,$Annahmen$von$
Schlussfolgerungen,$Ergebnissen$usw.$$
Analyse))
Dieses$Teilkriterium$bewertet$insbesondere$$
P$ die$sachliche$Qualität,$$die$Richtigkeit$der$Schlussfolgerungen$bzw.$die$KläP
rung$der$aufgeworfenen$Fragen$$
P$ die$Schlussfolgerungen$und$Reflexion$$
Im$Arbeitsprozess$werden$eine$Menge$von$Informationen,$Vorarbeiten,$
Ideen,$Entwürfen$usw.$angesammelt.$Dieses$Kriterium$beurteilt$die$Auswahl$
dieser$Inhalte$in$der$Dokumentation$und$im$fertigen$Produkt.$Dabei$geht$es$
darum,$dass$relevante$Inhalte$ausgewählt,$klar$präsentiert$und$vertiefend$
besprochen$werden.$Dieses$Kriterium$beurteilt$also$$
P$ die$Auswahl$relevanter$Inhalte$resp.$$Durchführung$und$Konzentration$
(Relevanz)$
P$ die$Dokumentation$der$Ergebnisse$(Logik)$
P$ die$Schlussfolgerung$und$Reflexion$(Analyse)$
Dieses$Kriterium$überprüft$nicht$das$Vorhandensein$von$Ergebnissen$resp.$
Resultaten,$sondern$die$Bedeutung$der$Ergebnisse$und$Resultate.$Dabei$
geht$es$um$den$Kern$der$Arbeit$resp.$des$Arbeitsprozesses.$Deshalb$lassen$
sich$die$Teilkriterien$nicht$klar$voneinander$trennen.$Es$fragt$nach$der$Tiefe$
der$Ergebnisse,$nach$der$Bedeutung$der$erhobenen$Daten,$nach$der$WichP
tigkeit$der$Auswahl$der$Informationen$oder$der$Entwürfe$für$das$Ergebnis$
usw.$Es$fragt$auch$danach,$ob$die$ausgewählten$Ergebnisse$überhaupt$der$
Zielsetzung$entsprechen.$Und$es$fragt$schliesslich$danach,$ob$die$dargestellP
ten$Ergebnisse$sinnvoll$und$ob$sie$richtig$resp.$im$Sinne$der$Fragestellung$
erfüllt$sind.$
Spezialkriterien))
1,)2,)3)
Diese$3$Kriterien$bewerten$Aspekte,$die$sich$aus$der$besonderen$FragestelP
lung,$aus$typenspezifischen$Anforderungen$oder$aus$anderen$für$die$individuP
elle$Arbeit$wichtigen$Überlegungen$ergeben.$$
Anmerkung:!
Beispiele!möglicher!Formulierungen!von!Spezialkriterien!im!Anhang.!
Die$Spezialkriterien$sind$vorgesehen,$um$einen$individuellen$Fokus$der$ArP
beit$und/oder$typenspezifische$Besonderheiten$zu$beurteilen.$
P$ Für$jede$Arbeit$müssen$genau$drei$Spezialkriterien$formuliert$werden.$$
P$ Es$müssen$drei$unterschiedliche$Spezialkriterien$formuliert$werden.$
P$ Alle$drei$Spezialkriterien$gewichten$gleich$stark.$
P$ Es$dürfen$keine$Ja/neinP$resp.$erfüllt/nicht$erfülltPKriterien$formuliert$werP
den.$$
P$ Spezialkriterien,$die$sehr$leicht$erreicht$werden$können,$sollen$vermieden$
werden.$
P$ Die$Spezialkriterien$werden$in$der$Projektvereinbarung$ausformuliert$(keine$
Stichworte).$
P$ Erwartungen,$die$mit$einem$Kriterium$verbunden$sind,$sollen$möglichst$
transparent$und$präzise$formuliert$sein.$
$ 60$
Formale))
Beurteilung) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb)
Aufbau)und)TextM
logik)(roter)FaM
den))
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ die$Leserfreundlichkeit$(Leserführung$und$Textlogik$(roter$Faden))$
P$ Kapitelnummerierung$und$Phierarchie$
P$ klare$Strukturierung$
P$ den$Aufbau$der$einzelnen$Teile$der$Arbeit$resp.$die$Übergänge$von$einem$Teil$
zum$anderen$(schlechtes$Beispiel:$die$einzelnen$Teile$sind$untereinander$sprachP
lich$und/oder$inhaltlich$nicht$verbunden)$
P$ ob$Abstract$und$Zusammenfassung$sich$voneinander$unterscheiden$
Jede$Arbeit$setzt$sich$aus$einzelnen$Kapiteln$zusammen.$Der$ZusamP
menhang$dieser$Kapitel$untereinander$und$ihr$richtige$Aufbau$aufeiP
nander$sind$entscheidend.$Dieses$Kriterium$fragt,$ob$die$Arbeit$klar$
strukturiert$ist$und$die$einzelnen$Teile$der$Arbeit$sinnvoll$aufeinander$
aufbauen.$Es$beurteilt$auch,$ob$die$einzelnen$Kapitel$sprachlich$miteiP
nander$verknüpft$sind.$
Sprache*))(inkl.)
Formulierungen)))
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$$
P$ die$Rechtschreibung$und$die$Zeichensetzung$
P$ den$Wortschatz$(inkl.den$korrekten$Umgang$mit$dem$Fachvokabular)$
P$ die$Verständlichkeit$der$Texte$$
Referenzrahmen$(Der$Referenzrahmen$formuliert$das$erwünschte$Resultat):$Die$
Arbeit$ist$flüssig$zu$lesen.$Sie$ist$fehlerfrei$und$stilistisch$angemessen$abgefasst.$
Komplexe$Sachverhalte$sind$verständlich$dargestellt.$Wichtige$Punkte$werden$herP
ausgehoben.$Die$Argumentationskette$ist$nachvollziehbar$und$vollständig.$$
Sprachrichtigkeit$ist$eine$entscheidende$Anforderung$an$das$Schreiben$
im$Beruf$und$an$der$Hochschule.$Von$Maturarbeiten$und$FachmaturiP
tätsarbeiten$darf$erwartet$werden,$dass$sie$orthografisch$weitgehend$
fehlerfrei$und$in$einer$klaren,$verständlichen$Sprache$abgefasst$sind.$
Dieses$Kriterium$fragt$nach$der$Korrektheit$der$Sprache$und$der$QualiP
tät$der$Formulierungen.$
Umgang)mit)
Fremdwissen,)
SekundärliteraM
tur)und)Quellen)*)
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ den$korrekten$formalen$Umgang$mit$Fachwissen$(der$korrekte$inhaltliche$UmP
gang$mit$Fachwissen$wird$im$Kriterium$„Theoretischer$Hintergrund“$beurteilt)$
P$ die$Vollständigkeit$und$Richtigkeit$der$Quellenangaben$gemäss$den$Vorgaben$
des$PUPLehrmittels$oder$der$betreuenden$Lehrperson$
P$ den$Umgang$mit$indirekten$Zitaten$(Paraphrase)$und$Quellen$aus$dem$Internet$
Referenzrahmen$(Der$Referenzrahmen$formuliert$das$erwünschte$Resultat):$SämtP
liche$direkten$und$indirekten$Übernahmen$(Zitate$und$Paraphrasen,$Abbildungen,$
Grafiken,$usw.)$$von$fremdem$Wissen$im$Text$sind$ausgewiesen.$Die$QuellenangaP
ben$sind$vollständig$und$fehlerfrei.$Angaben$aus$dem$Internet$sind$ebenfalls$richtig$
zitiert$und$deren$Quelle$belegt.$
Wissenschaftliche$und$vorwissenschaftliche$Arbeiten$übernehmen$und$
diskutieren$Fachwissen.$Der$Umgang$mit$fremdem$Wissen$unterliegt$
gewissen$Standards.$Zitate$dürfen$nicht$sinnentstellend$verwendet$
werden,$sondern$sind$inhaltlich$richtig$und$im$Sinne$des$Urhebers$wieP
derzugeben.$Sie$müssen$als$Zitate$gekennzeichnet$sein.$$Auch$wenn$
nicht$wörtlich$zitiert,$sondern$sinngemäss$paraphrasiert$oder$zusamP
mengefasst$wird,$muss$auf$die$Quelle$verwiesen$werden.$Zitate$aus$
zweiter$Hand$sind$als$solche$zu$kennzeichnen.$Die$$
Quellenangaben$müssen$den$Vorgaben$des$PUPLehrmittels$oder$der$
betreuenden$Lehrperson$entsprechen.$
$ 61$
Layout) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ die$typografische$Gestaltung$des$Textes$(Schrift,$Silbentrennung$usw.)$und$das$
Layout$(Satzspiegel,$Spaltenbreite,$Zeilenabstand$usw.)$
P$ den$korrekten$Einsatz$der$wichtigsten$Textverarbeitungstechniken$wie$einheitliche$
Formatierungen$(Formatvorlagen,$automatische$Erstellung$von$Verzeichnissen)$
P$ die$sinnvolle$Einbindung$von$Tabellen,$Grafiken$und$Abbildungen$in$den$Text$
P$ die$Qualität$von$Tabellen,$Grafiken$und$Abbildungen$
Layout$bezeichnet$die$Qualität$und$Einheitlichkeit$des$ErscheinungsbilP
des$und$die$Lesbarkeit$der$Seiten$(z.B.$Schriftbild).$Minimalstandards$
für$den$Einsatz$von$Textverarbeitungssoftware$(Formatvorlagen,$autoP
matische$Erstellung$von$Verzeichnissen)$müssen$erfüllt$sein.$Das$LayP
out$umfasst$ebenfalls$die$Qualität$von$Zeichnungen,$Grafiken,$AbbilP
dungen,$Fotos,$Tabellen,$Diagrammen$usw.$und$deren$Integration$in$die$
Seitengestaltung.$
*Arbeiten,$die$in$diesen$Bereichen$lediglich$„schlecht$bis$ungenügend“$erreichen$(0$von$3$Punkten),$erhalten$einen$Abzug$von$einer$ganzen$Note$von$der$gerundeP
ten$Endnote$(vgl.$in$den$einleitenden$Bemerkungen$„7.$Schwellenkriterien“).$$
$ 62$
ArbeitsM
prozess) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb)
Selbständigkeit) Dieses$Kriterium$bewertet$die$Selbstständigkeit,$das$heisst$insbesondere,$ob$$
P$ der/die$Studierende$während$des$Arbeitsprozesses$Initiative$(z.B.$Materialsuche,$
Sondierung$von$möglichen$Quellen$usw.)$entwickelt$
P$ der/die$Studierende$selbstständig$arbeitet.$
P$ den$sinnvollen$Umgang$mit$dem$Zeitplan$
Dieses$Kriterium$fragt$danach,$ob$die$Studierenden$die$Aufgaben,$die$
sie$selbstständig$erledigen$können,$auch$selbstständig$ausführen$resP
pektive$bei$Bedarf$bei$der$Betreuungsperson$Hilfe$beanspruchen.$DieP
ses$Kriterium$berücksichtigt$auch,$wie$sehr$die$betreuende$Lehrperson$
in$den$Arbeitsprozess$hat$eingreifen$bzw.$ihn$hat$antreiben$müssen.$
Fortschritte)und)
Unterlagen)
Dieses$Kriterium$bewertet$den$Arbeitsprozess$gemäss$Vorgaben,$die$in$der$ProjektP
vereinbarung$getroffen$wurden,$also$z.B.$
P$ die$Studierenden$erstellen$Protokolle$der$Besprechungen$mit$der$betreuenden$
Lehrperson$
P$ die$Studierenden$geben$bis$zum$Zeitpunkt$x$einen$Entwurf$der$Fotoserie$ab$
P$ die$Studierenden$führen$ein$detailliertes$Arbeitsjournal$
Die$Maturarbeit$/$die$Fachmaturitätsarbeit$ist$ein$mehrmonatiger$ProP
zess.$Dieses$Kriterium$berücksichtigt$den$Prozess$zum$fertigen$Produkt$
bzw.$zur$fertigen$Arbeit.$Es$fragt$u.a.$danach,$ob$die$in$der$ProjektverP
einbarung$vereinbarten$Unterlagen$vollständig$und$fristgerecht$eingeP
reicht$und$die$Abmachungen$sinnvoll$und$nutzbringend$eingehalten$
werden.$Es$beurteilt$insbesondere$die$Brauchbarkeit$von$Entwürfen,$
Unterlagen,$Plänen$u.ä.$für$die$Erreichung$des$gesetzten$Ziels.$
Zuverlässigkeit) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ die$Zuverlässigkeit$(z.B.$Rückgabe$von$Material)$
P$ die$Einhaltung$von$Terminen,$die$die$Betreuungsperson$und/oder$die$Schule$
vorschreibt$
P$ die$Vorbereitung$auf$die$Sitzungen$sowie$das$zielstrebige$Arbeiten$mit$der$BeP
treuungsperson$innerhalb$der$Sitzungen$
P$ die$Einhaltung$von$Schweigepflicht$und$Anonymität$im$Umgang$mit$Drittpersonen$
P$ ob$Mails$an$externe$Personen,$Interviews$u.ä.$mit$der$betreuenden$Lehrperson$
abgesprochen$sind$
Dieses$Kriterium$fokussiert$die$Zusammenarbeit$von$Lernenden$mit$der$
betreuenden$Lehrperson.$Es$fragt$u.a.$danach,$ob$Termine$und$AbP
sprachen$pünktlich$und$genau$eingehalten$werden.$$
$ 63$
P$ $
Mündliche)
Präsentation) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb)
Sprache)/)InterM
aktion)/)Auftritt)
Dieses$Kriterium$bewertet$$
P$ die$Sprachrichtigkeit$
P$ die$Sprachkompetenz$
P$ den$Umfang$des$Wortschatzes$
P$ den$Gebrauch$des$Fachwortschatzes$
P$ die$Interaktion$mit$dem$Publikum$
P$ die$Körpersprache$des/der$Studierenden$
P$ die$Verständlichkeit$des$Gesagten$
P$ den$Gesamteindruck$der$Präsentation$
Die$Präsentation$der$Maturarbeit$/$der$Fachmaturitätsarbeit$geschieht$
für$ein$Publikum.$Dieses$Kriterium$fragt$nach$der$Güte$der$Interaktion$
mit$dem$Publikum.$Es$berücksichtigt$insbesondere$die$Verständlichkeit$
und$Angemessenheit$der$Sprache$und$die$Publikumsnähe$der$PräsenP
tation.$Letzteres$meint,$wie$sehr$das$Interesse$des$Publikums$geweckt$
wird$bzw.$wie$gut$die$Fragen$des$Publikums$kompetent$und$sprachlich$
angemessen$beantwortet$werden.$Neben$der$allgemeinen$SprachkomP
petenz$wird$insbesondere$der$richtige$Gebrauch$des$Fachwortschatzes$
überprüft.$
Struktur)/)KonM
zept)/)Originelle)
Präsentation)/)
Einsatz)von)MeM
dien)
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ die$Originalität$der$Präsentation$
P$ deren$Klarheit$
P$ deren$logischen$Aufbau$$
P$ den$gezielten$und$bewussten$Einsatz$von$Präsentationsmedien$und$Hilfsmitteln$
Zur$Güte$der$Präsentation$gehört$eine$logisch$einsichtige$Struktur$des$
Vortrags.$$Gute$Präsentationen$zeichnen$sich$durch$einen$originellen$
Ansatz$aus.$Dazu$gehören$auch$eine$sinnvolle$Verteilung$der$Aufgaben$
im$Team$und$ein$sinnvoller$Einsatz$von$Medien,$denn$nicht$immer$ist$
Power$Point$die$beste$Wahl.$Deshalb$fragt$dieses$Kriterium$auch$daP
nach,$ob$die$eingesetzten$Medien$einen$Mehrwert$(Veranschaulichung$
mittels$Visualisierung,$Grafiken,$Tabellen$usw.)$generieren.$
Gehalt)/)VertieM
fung)/)AnschauM
lichkeit)/)PräzisiM
on)
Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$
P$ die$Richtigkeit$des$Gesagten$
P$ die$Anschaulichkeit$der$Präsentation$
P$ die$Angemessenheit$der$Auswahl$
P$ die$Vertiefung$der$Inhalte$
Die$Präsentation$hat$eine$Doppelaufgabe:$Sie$soll$repräsentativ$die$
geleistete$Arbeit$präsentieren$und$beispielhaft$einzelne$Inhalte$vertieP
fen.$Dieses$Kriterium$berücksichtigt,$ob$die$Studierenden$für$die$PräP
sentation$einzelne$für$ihre$Arbeit$repräsentative$Inhalte$auswählen$und$
an$diesen$Inhalten$konkret$das$Vorgehen,$die$Schwierigkeiten$und$die$
Ergebnisse$exemplarisch$dokumentieren$und$vertiefen.$$
Fachgespräch)/)
ReflexionsfähigM
keit)
Dieses$Kriterium$bewertet$u.a.$
P$ die$Präzision$der$Antworten$
P$ die$Vertiefung$des$Stoffes$
P$ die$weiterführende$Reflexion$$
P$ die$Selbstreflexionsfähigkeit$
Sinn$der$Präsentation$der$Maturarbeit$/$Fachmaturitätsarbeit$ist$eine$
weiterführende$Reflexion$der$erbrachten$Leistung.$Dieses$Kriterium$
fragt$danach,$ob$die$Studierenden$in$der$Präsentation$und$im$anP
schliessenden$Fachgespräch$zu$einer$weiterführenden$Reflexion$in$der$
Lage$sind.$
$ 64$
9.) Anhang:)Beispiele)für)mögliche)Spezialkriterien)
•$ Eine$gelungene$Kettenreaktion$zeichnet$sich$aus$durch$mind.$ein$Dutzend$
nicht$ zu$ banalen$ Elementen$ und$ durch$ Fantasie$ und$ Vielfältigkeit.$ Viele$
verschiedene$ physikalische$ Gesetzmässigkeiten$ sollen$ veranschaulicht$
werden.$(„Physikalische$Kettenreaktion“)$
•$ Die$ Fluchtpläne$ enthalten$die$ Fluchtwege$ für$ einen$ Brandfall$ (und$ für$ anP
dere$ relevanten$ Fälle)$ von$ jedem$ Zimmer$ (von$ jedem$ Korridor)$ des$ GeP
bäudes$ aus.$ Die$ Fluchtwege$ sind$ rasch$ und$ unzweideutig$ von$ allen$ BeP
troffenen$ lesbar.$ („Feuer$ an$ der$ NKSA$ –$ Information,$ Fluchtpläne$ sowie$
Evakuationsübung$am$Beispiel$des$Neubaus“)$
•$ „Die$ Evakuationsübung$ ist$ (zwecks$ aussagekräftiger$ Evaluation)$ mit$ geP
eigneten$ Hilfsmitteln$ beobachtet$ und$ „vermessen“$ worden$ (z.B.$ FilmP/$ FoP
toaufnahmen,$ professionelle$ Beobachtung$ durch$ Feuerwehrpersonen,$
Zeitmessungen,$schriftliche$Befragung,$Beobachtung$durch$FeuerwehrleuP
te$ und$ andere$ Personen$ mit$ Schiedsrichterblatt).“$ („Feuer$ an$ der$ NKSA$–$
Information,$ Fluchtpläne$ sowie$ Evakuationsübung$ am$ Beispiel$ des$ NeuP
baus“)$
•$ Die$ Arbeit$ besteht$ aus$ einem$ visuell$ einsehbaren$ Entwicklungsprozess,$
der$ sich$ über$ längere$ Zeit$ erstreckt.$ Entwürfe,$ Skizzen,$ Studien,$ Pläne,$
technische$Versuche,$Fotos$etc.$sind$sorgfältig$dokumentiert.$Die$HerstelP
lung$ eines$ Produktes$ ohne$ entsprechenden$ Entwicklungsprozess$ kann$
nicht$Inhalt$einer$Arbeit$sein.$$
•$ Der$ vollständige$ Programmcode$ im$ Anhang$ enthält$ Kommentarhilfen,$ die$
einem$ helfen$ sich$ zurechtzufinden$ und$ ist$ gut$ strukturiert.$ („Scarabaeus:$
Der$Code$zu$Pharaos$Grabkammer.$Remake$des$Computerspiels$aus$den$
80er$Jahren“)$
•$ Die$Musik$wird$themengerecht$ausgewählt.$Die$Taktart$und$Charakteristik$
des$Stückes$sind$passend.$Das$Musikschema$wird$korrekt$erstellt$und$unP
terstützt$die$Choreographie.$(Tanzchoreographie)$
•$ Der$ Praxisteil$ beinhaltet$ die$ aussagekräftige$ Evaluation$ von$ mindestens$
drei$Fitnesscentren$in$Aarau.$(Analyse$Fitnesscenter)$
•$ Eine$ aussagekräftige$ Evaluation$ des$ Einflusses$ der$ 3DPFiguren$ auf$ eine$
Verbesserung$ der$ räumlichen$ Wahrnehmung$ ist$ entwickelt,$ gefestigt$ und$
umgesetzt.$(Schlauchfiguren/räumliche$Wahrnehmung)$
•$ Die$ Interviewfragen$ sind$ sinnvoll,$ nützlich$ und$ relevant$ im$ Bezug$ auf$ die$
Fragestellung$ und$ erfüllen$ die$ methodischen$ Kriterien$ für$ Interviewfragen.$
(„Kind$mit$Kind“$–$Der$Alltag$von$Teenagermüttern)$
•$ Theoretisches$ Wissen$ fliesst$ gemeinsam$ mit$ den$ in$ der$ Umfrage$erhobeP
nen$ Erkenntnissen$ sinnvoll$ und$ angepasst$ auf$ die$ konkrete$ Institution$ in$
die$ Veränderungsvorschläge$ zur$ Angehörigenarbeit$ ein.$ („AngehörigenarP
beit“$ –$ Die$ Zusammenarbeit$ mit$ Angehörigen$ von$ geistig,$ körperlich$ oder$
psychisch$Behinderten$in$der$Integra$Freiamt)$
•$ Das$ fertige$ Arbeitsheft$ wird$ in$ der$ Diskussion$ kritisch$ hinterfragt$ und$ es$
werden$ pädagogischPdidaktisch$ fundierte$ Verbesserungsvorschläge$ beP
schrieben.$(„Feuer$und$Flamme“$–$ein$Arbeitsheft$für$die$dritte$Primarstufe).$
•$ Die$durchgeführten$Beobachtungen$sind$systematisch,$das$heisst,$an$vorP
gängig$festgelegten$Kriterien$orientiert,$geplant,$auf$beobachtbares$VerhalP
ten$beschränkt,$frei$von$Interpretationen,$schriftlich$protokolliert.$(„Das$hast$
Du$super$gemacht!“$–$Der$Lerneffekt$positiver$Verstärkung)$
Beispiel) für) drei) Spezialkriterien) zu) einer) Maturarbeit) zum) Thema))
„Laufevent“)
1.$ Vorbereitung:$ $ Die$ planerischen$ Unterlagen$ geben$ klare$ Einsicht$ in$ die$
eingesetzten$zeitlichen,$materiellen,$personellen,$finanziellen$Ressourcen.$
2.$ Durchführung:$Die$Veranstaltung$verläuft$reibungslos,$allfällige$unvorherP
sehbare$Zwischenfälle$und$ihre$Lösung$werden$dokumentiert.$$
3.$ Nachbearbeitung:$ Die$ Veranstaltung$ wird$ mit$ geeigneten$ Hilfsmitteln$
beobachtet$und$reflektiert.$Schlussfolgerungen$werden$gezogen$und$ergeP
ben$Verbesserungsvorschläge$für$eine$Neuauflage.$
65$
A4#Methoden#
Es$werden$nun$die$gängigsten$Methoden$vorgestellt,$die$innerhalb$von$Projektarbeiten$eingesetzt$
werden,$um$bestehende$oder$neue$Daten$zu$beschaffen$bzw.$zu$erheben.$
A4.1# Beschaffung#bereits#bestehender#Informationen#
In$erster$Linie$ist$es$wichtig,$gezielt$und$themenorientiert$nach$Informationen$zu$suchen,$die$bereits$
zum$Thema$bekannt$sind.$Ihre$Fragestellungen$helfen$Ihnen,$mögliche$Quellen$für$Informationen$
festzulegen$und$die$gefundenen$Daten$bezüglich$ihrer$Relevanz$für$das$Projekt$zu$filtern.$
$ $
Literatursuche# Internetrecherche#
# #
Gute$Literatur$lässt$sich$mit$Hilfe$von$Fachleuten,$in$LiteraturE
verzeichnissen$von$Fachbüchern,$in$Bibliotheken$und$im$InE
ternet$finden.$
!$ Es$ist$sinnvoll,$in$dieser$Reihenfolge$vorzugehen$(nicht$zuE
erst$über$das$Internet!).$
!$ Fachleute$können$einem$oft$das$Buch$angeben,$welches$
die$meisten$interessanten$Informationen$zum$Thema$entE
hält.$Ältere$Bücher$sind$oft$nicht$aktuell$genug.$
!$ Bibliothekskataloge$können$über$das$Internet$abgefragt$
werden.$Damit$sieht$man$allerdings$nicht,$ob$die$Literatur$
brauchbar$istV$hierfür$sind$Bibliothekarinnen$kompetente$
Beraterinnen.$Die$Mediothek$der$Neuen$Kantonsschule$
Aarau$hat$zudem$über$www.nksa.ch$!Mediothek$RecherE
chetipps$parat$und$ermöglicht$Zugriff$auf$Datenbanken$wie$
„Digithek“$oder$„Swissdox“.$
!$ Im$Internet$können$Artikel$gesucht$werden,$die$in$grossen$
Zeitungen$oder$Zeitschriften$erschienen$sind.$Diese$sind$
zum$Teil$aber$nicht$mehr$gratis$erhältlich,$sondern$müssen$
bezahlt$werden.$
Sie$können$auch$direkt$im$Internet$nach$bestehender$InforE
mation$suchen.$
!$ Als$ Laie$ ist$ es$allerdings$ schwierig,$ die$ Qualität$ der$ BeiE
träge$und$die$Korrektheit$des$Inhalts$zu$überprüfen.$
!$ Bei$Suchmaschinen$sind$gute$Schlagwörter$entscheiE
dend.$
Tabelle$21:$Möglichkeiten$zur$Beschaffung$bestehender$Informationen$
A4.2# Befragungen#
Die$Befragung$ist$eine$wissenschaftliche$Methode,$um$Informationen$über$ein$spezifisches$Thema$
zu$gewinnen.$Dabei$werden$Fragen$an$bestimmte$Personen$oder$Personengruppen$gerichtet,$welE
che$diese$beantworten:$
!$ Eine$Befragung$kann$schriftlich$(mit$Hilfe$eines$Fragebogens),$aber$auch$mündlich$(in$Form$
von$Interviews)$durchgeführt$werden.$
!$ Die$Fragen$können$dabei$geschlossen$oder$offen$sein:$Bei$geschlossenen$Fragen$werden$AntE
wortmöglichkeiten$ vorgegeben,$bei$offenen$ Fragen$ antworten$ die$ Befragten$ mit$ ihren$ eigenen$
Worten.$
Um#eine#geschlossene#Frage#handelt#es#sich#beispielsweise,#wenn#der#Befragte#sich#zwischen#„Ja“#und#„Nein“#entscheiden#kann#
(z.B.# „Nehmen# Sie#homöopathische# Medikamente?“)# oder# auf# einer# mehrstufigen# Skala# eine# Entscheidung# treffen# muss# (z.B.#
„Homöopathische#Medikamente#sind#wirksam“:#ich#stimme#völlig#zu#–#ich#stimme#teilweise#zu#–#ich#stimme#nicht#zu).#
Eine#offene#Frage#wäre#z.B.#„Was#halten#Sie#von#homöopathischen#Medikamenten?“#
66$
Je$weniger$man$über$ein$Gebiet$weiss,$je$unklarere$Vorstellungen$und$Hypothesen$man$hat,$desto$
weniger$strukturiert$wird$eine$Befragung$sein,$desto$offener$sind$auch$die$Fragen:$
!$ Eine$wenig#strukturierte$Befragung$stellt$für$den$Interviewer$eine$anspruchsvolle$Aufgabe$dar,$
da$ er$ ohne$Vorlage$ (das$heisst$ohne$ Fragebogen)$ arbeitet.$ Wenn$ dem$Interviewer$ besondere$
Aspekte$als$interessant$erscheinen,$kann$er$das$Gespräch$in$die$gewünschte$Richtung$lenken.$
!$ Bei$einer$teilweise#strukturierten$Befragung$verfügt$der$Interviewer$zwar$über$eine$Vorlage$an$
Fragen,$muss$sich$jedoch$nicht$an$die$Reihenfolge$dieser$Fragen$halten.$Alle$Fragen$werden$in$
einem$Gesprächsleitfaden$zusammengefasst$und$strukturiert.$Der$Gesprächsleitfaden$muss$aber$
nicht$Punkt$für$Punkt$abgearbeitet$werden,$sondern$der$Befragte$soll$die$Freiheit$haben,$so$viel$
wie$möglich$von$sich$aus$zu$erzählen.$
!$ Eine$stark#strukturierte$Befragung$läuft$nach$bestimmten$vorgegebenen$Fragen$ab.$Hierbei$wird$
die$genaue$Reihenfolge$der$Fragen$berücksichtigt$und$der$Befragte$kann$nicht$mehr$frei$erzählen,$
sondern$muss$sich$zwischen$Antwortmöglichkeiten$entscheiden.$
$ $ $ $
# wenig#strukturiert# teilstrukturiert# stark#strukturiert#
# # # #
mündlich$ !$ informelles$Gespräch$
!$ Gruppendiskussion$$
!$ Expertenbefragung$$$
!$ Leitfadengespräch$
!$ Intensivinterview$
!$ Gruppenbefragung$$$
!$ Einzelinterview$
!$ telefonische$Befragung$
!$ Gruppeninterview$
# !$ $ !$ $ !$ $
schriftlich$
!$ informelle$Anfrage$ !$ Expertenbefragung$$$ !$ Befragung$via$Internet$oder$brieflich$$
!$ gemeinsam$Fragebogen$ausfüllen$
Tabelle$22:$Verschiedene$Möglichkeiten$von$Fragebogen$und$Interviews$
A4.2.1#Vor4#und#Nachteile##
!$ Fragebogen$sind$einfacher,$zeitlich$weniger$aufwändig$und$billiger$als$Interviews.$Sie$eignen$sich$
zur$Überprüfung$von$Hypothesen.$
!$ Offene,$ wenig$ strukturierte$ Fragen$ sind$ dann$ besser,$ wenn$ man$ wenig$ weiss$ (Befragung$ von$
Spezialisten$etc.)$oder$viel$wissen$möchte.$$
!$ Es$gibt$Fälle,$in$denen$eine$Befragung$das$falsche$Mittel$ist,$z.B.$bei$der$Fragestellung:$Wie$kunE
denfreundlich$sind$die$WSBEAutomaten?$oder:$Wie$viel$Aufmerksamkeit$schenken$Lehrkräfte$ihE
ren$Schülern?$Hier$sind$Beobachtungen$objektiver.$$
!$ Manche$Leute$auf$der$Strasse$wollen$bei$einer$Befragung$nicht$mitmachen,$weil$sie$keine$Zeit$
haben,$oder$befürchten,$zu$irgendetwas$ihre$Meinung$äussern$zu$müssen.$
!$ Fragebogen$ausfüllen$zu$Hause$galt$lange$als$unzuverlässig,$weil$die$Ehrlichkeit$der$Antworten$
nicht$überprüft$werden$kann.$Meist$ist$der$Rücklauf$schlecht.$Dafür$ist$das$Verfahren$sehr$ökonoE
misch$und$garantiert$bei$heiklen$Themen$die$Anonymität.$
!$ Mit$einer$Telefonumfrage$kommt$man$schnell$zu$Ergebnissen.$Man$kann$alles$zentral$erfassen,$
trotzdem$ist$persönlicher$Kontakt$möglich.$
67$
A4.2.2#Ethische#Überlegungen#
!$ Es$ist$ehrlicher,$vor$der$Befragung$bereits$die$Absichten$zu$nennen,$als$diese$zurückzuhalten,$
weil$sie$heikel$sind$und$gewisse$Personen$vom$Mitmachen$abhalten$könnten.$Die$Befragten$solE
len$alles$im$Voraus$wissen,$was$ihre$Bereitschaft$zur$Teilnahme$beeinflusst.$$
!$ Untersuchungen$sollten$freiwillig$sein.$Die$Privatsphäre$muss$respektiert$werden.$Hier$sind$KonE
flikte$vorprogrammiert,$wenn$man$gerade$das$Private$erforschen$will.$$
!$ Die$InterviewE$oder$Fragebogenpartner$sind$zu$schützen.$Auch$Befragungen$können$aufwühlen,$
bestimmte$Personen$sind$wenig$belastbar.$
!$ Vertraulichkeit:$Keine$Informationen$in$identifizierbarer$Weise$an$Dritte$weitergeben.$
A4.2.3#Entwicklung#und#Durchführung#von#Befragungen#
Es$ist$wichtig,$dass$die$Fragen,$die$man$stellt,$Antworten$auf$das$geben,$was$man$untersuchen$will.$
Aus$diesem$Grund$sollte$man$bei$der$Entwicklung$des$Fragebogens$und$der$Leitfragen$für$ein$InterE
view$wie$folgt$vorgehen:$
1.$ Bestimmung$der$Art#der#Fragestellung:$offene$oder$geschlossene$Fragen.$
2.$ Fragen$ formulieren,$ Fragesammlung$ anlegen.$ Nur$ notwendige$ Information$ einholen$ (Welche$
Frage$muss$ich$stellen,$um$Antworten$auf$meine$LeitE$und$Teilfragen$zu$erhalten?$Hilft$die$Frage,$
meine$eigenen$LeitE$oder$Teilfragen$zu$beantworten?)$
3.$ Zusammenstellen$zu$einem$Ganzen:$auf$Länge$achten$(die$meisten$Fragebogen$sind$zu$lang)V$
den$Aufbau$planen$(was$fragt$man$am$Anfang,$was$am$Schluss?)$$
4.$ Datenerfassung:$Schon$bei$der$Planung$des$Fragebogens$bzw.$des$Interviews$muss$die$Art$der$
Datenverarbeitung$klar$sein.$Entscheiden,$ob$Interviews$aufgezeichnet$werden$sollen$(z.B.$per$
Tonband)$oder$ob$Notizen$gemacht$werden,$ob$die$befragte$Person$den$Fragebogen$selber$ausE
füllt$oder$ob$dies$vom$Befrager$gemacht$wird$(aufwändiger,$verkleinert$Fehlerzahl).$$
5.$ Erarbeiten$einer$kurzen$Einleitung$und$einer$Instruktion$(Anleitung,$wie$der$Fragebogen$auszuE
füllen$ist).$$
6.$ Zusammenstellen$der$Stichprobe$(=$Personen,$die$befragt$oder$interviewt$werden):$$
-# Zufallsstichprobe$(z.B.$Mitgliederliste,$Telefonbuch)$$
-# Klumpenstichprobe$(z.B.$Schulklasse)$$
-# geschichtete$Stichprobe$(z.B.$Lesefertigkeit$der$BezESekEReal)$$
-# willkürliche$Auswahl$$
7.$ Vortest:$Ganz$wichtig!$Fragebogen$bzw.$Interviewfragen$überprüfen/ausprobieren:$sind$meine$
Fragen$verständlich?$Bekomme$ich$die$gewünschten$Antworten?$
8.$ Durchführung$der$Befragung$
68$
A4.2.4#Was#ist#wichtig#bei#der#Entwicklung#der#Fragen?#
$ $
Fragestellungen# Aufbau#der#Fragen#
# #
!$ Nicht$plump$(„Finden$Sie$nicht$auch,$dass$...”)$oder$kompliE
ziert$fragen.$
!$ Keine$allgemeinen$Fragen$stellen$(„Was$denken$Sie$über$
...”).$
!$ Bei$Antwortvorgaben:$günstig$sind$Antwortpaare$(nicht$nur$
ja/nein,$sondern$ausformuliert).$
!$ Klare$Sprache$verwendenV$Mengenbegriffe$wie$„viel“,$„oft“$
oder$„häufig“$werden$unterschiedlich$verstanden.$
!$ Bei$geschlossenen$Fragen$Kästchen$mit$gleichen$AbstänE
den$machen$(z.B.$Sehr$gut$–$gut$–$neutral$–$schlecht$–$
sehr$schlecht)$
!$ Bei$vorgegebenen$Antworten$orientiert$sich$der$Befragte$
an$dem,$was$vorhanden$istV$optimal$ist$es,$4E6$AntwortE
möglichkeiten$vorzugeben$
Tabelle$23:$Entwicklung$von$Fragen$für$einen$Fragebogen$
A4.2.5#Was#ist#wichtig#bei#der#Entwicklung#eines#Fragebogens?#
$ $ $
Beginn# Abfolge# Gestaltung#
# # #
!$ Name$und$Adresse$der$
Person$oder$Institution,$
die$befragt$$
!$ Wovon$handelt$die$UnterE
suchung$
!$ Sagen,$dass$jede$Antwort$
wichtig$ist$$
!$ Anonymität$garantieren$
und$um$sorgfältiges$AusE
füllen$bitten$$
!$ Danken$für$das$MitmaE
chen$
!$ Leichte$einleitende$Fragen,$
keine$offenen$Fragen$$
!$ Wichtige,$zentrale$Fragen$
in$der$Mitte,$heikle$Themen$
gegen$Ende$$
!$ Fragetrichter:$Fragen$fühE
ren$vom$Allgemeinen$zum$
Speziellen$
!$ Umfang$2$bis$4$Seiten,$wenn$sehr$interessantes$Thema$
bis$max.$16$Seiten$(was$allerdings$1$bis$1,5$Stunden$zum$
Ausfüllen$braucht)$$
!$ Nicht$überladen,$genug$Platz$lassen$für$Antworten$bei$ofE
fenen$Fragen$
!$ Fragen$durchnummerieren$(z.B.$1E15$mit$Unterfragen)$
!$ Blöcke$bilden,$die$aber$nicht$auf$2$Seiten$verteilt$sein$dürE
fen$
!$ Nicht$mehr$als$zwei$Schriftarten,$z.B.$getrennt$für$AnweiE
sungen$und$Fragen$
!$ Nicht$zu$viele$Auszeichnungen$(Fettdruck,$Kursivschrift,$
Farbmarkierungen$etc.)$
Tabelle$24:$Entwicklung$eines$Fragebogens$
Tipp:$
Hilfreich$für$die$Entwicklung$und$Auswertung$von$Befragungen$ist$die$Software$von$GrafStat.$Diese$
ist$unter$dem$folgenden$Link$zu$finden:$www.grafstat.de$.$Des$Weiteren$kann$unter$www.umfrageE
online.com$oder$unter$www.proprofs.com$auf$einfachste$Weise$ein$Fragebogen$erstellt$oder$gratis$
eine$OnlineEUmfrage$gestartet$werden.$
A4.2.6#Massnahmen#zur#Steigerung#des#Rücklaufs#
!$ Bei$Klassenbefragungen$eine$verlässliche$Person$mit$dem$Verteilen$und$Einsammeln$betrauenV$
anonymes$Verteilen$von$Fragebogen$in$Klassenfächer$bringt$nicht$viel.$
!$ Persönlich$bekannte$Befragte$antworten$schneller$und$zuverlässiger.$
!$ Bei$Postversand:$handgeschriebener,$ansprechender$Umschlag,$schöne,$farbige$MarkeV$frankierE
tes,$adressiertes$Retourkuvert.$
!$ Begleitbrief,$evtl.$Präsent$
!$ Eine$Rücksendefrist$kann$den$Rücklauf$von$spät$ausgefüllten$Fragebogen$hemmen,$wirkt$sonst$
eher$beschleunigend$
!$ Mahnschreiben$(mahnen,$wie$wichtig$Untersuchung$ist,$Dank$an$diejenigen,$die$schon$geantworE
tet$haben)$
69$
A4.2.7#Durchführung#der#Befragung#
!$ Ort$und$Zeitpunkt$so$wählen,$dass$die$Befragten$grundsätzlich$Zeit$haben.$
!$ Es$gibt$Leute,$die$sich$scheuen,$Fragebogen$selber$auszufüllen.$Wenn$der$Befrager$dies$tut,$ist$
es$einfacher.$
!$ Bei$gemeinsamen$Befragungen$von$Gruppen/Klassen$wird$oft$abgeschrieben.$Besser$ist$es,$BeE
fragungen$in$kleinen$Gruppen$durchzuführen,$wobei$jede$Person$beaufsichtigt$werden$kann.$
!$ Schlecht$sind$Fragebogen,$welche$man$in$der$Klasse$herumgibt,$wobei$alle$bei$vorgegebenen$
Antworten$ihre$Striche$machen$können,$da$die$gegenseitige$Beeinflussung$hoch$ist.$
A4.3# Beobachten#und#untersuchen#
Sie$können$Zustände$(Konsistenz,$Material,$Verhalten)$und$Prozesse$(Veränderungen)$beobachten$
und$untersuchen.$Sie$können$praktisch$alles$beobachten/untersuchen:$Menschen,$Tiere,$Pflanzen,$
Wetter,$Flüssigkeiten,$Bewegungen,$Texte,$Häufigkeiten,$etc.$Beim$Beobachten$und$Untersuchen$
muss$im$Voraus$festgelegt$werden,$wer,$was,$wo$und$wie$lange$bzw.$wie$viel$beobachten/untersuE
chen$soll.$Das$können$Sie$mit$Hilfe$einer$Hypothese$entscheiden,$die$am$Schluss$bestätigt,$widerlegt$
oder$modifiziert$wird.$
Bevor$Sie$untersuchen/beobachten,$sind$viele$Vorarbeiten$notwendig:$Präparate$herstellen,$abkläE
ren,$wo$Sie$Menschen$beobachten$können,$ein$Gebiet$finden,$in$dem$das$beobachtete$Tier$überE
haupt$vorkommt,$Wasser$beschaffen,$das$untersucht$werden$kann,$etc.$Der$BeobachtungsE$oder$
Untersuchungsauftrag$muss$ganz$klar$formuliert$sein,$nicht$einfach:$Wir$schauen$mal.$Beobachten$
ist$anstrengend,$die$Beobachtungsdauer$darf$deswegen$nicht$zu$lange$sein.$
Denken$Sie$daran,$dass$Leute$anders$handeln,$wenn$sie$sich$beobachtet$fühlen.$Überlegen$Sie,$ob$
der$Beobachter$„draussen“$bleiben$oder$an$der$Aktivität$teilnehmen$soll.$Halten$Sie$die$BeobachE
tungsergebnisse$auf$einem$Tonband,$in$einer$Tabelle,$als$fortlaufenden$Text$oder$als$Grafik$fest.$
Machen$Sie$immer$einen$Testlauf$im$Vorfeld!$Damit$können$Sie$Ihre$Versuchsanordnung$bezüglich$
Ihrer$ Tauglichkeit$testen.$ Funktioniert$ es$ nicht,$ überlegen$Sie$ sich$ eine$ Modifikation$ der$ UntersuE
chung.$Mögliche$Beispiele$für$die$Themen$und$Fragestellungen$der$Beobachtung$sind$in$Tabelle$25$
dargestellt:$
$ $
Thema# Fragestellung#
# #
!$ Einhaltung$von$Vorschriften$im$Strassenverkehr$durch$AuE
tomobilisten.$
!$ Fussgänger$im$Strassenverkehr.$
!$ Einhaltung$der$Hausordnung$an$der$NKSA.$
!$ Welcher$Prozentsatz$der$Stichprobe$blinkt$beim$Verlassen$
des$Kreisels?$
!$ Welcher$Prozentsatz$der$Stichprobe$geht$trotz$Rotsignal$
über$die$Strasse?$
!$ Wie$hoch$ist$der$Stichprobenanteil,$welcher$die$Zigaretten$
auf$den$Boden$wirft?$
Tabelle$25:$Beispiele$für$Fragestellungen$für$Beobachtungen$
70$
A4.4# Experimentieren#und#messen#
Aufgrund$einer$Hypothese$werden$Versuchsanordnungen$und$Messungen$entworfen.$Ihre$DurchE
führung$ist$meist$aufwändig$und$muss$sehr$sorgfältig$vorbereitet$und$im$Voraus$getestet$werden.$
Versuchsanordnungen$müssen$erst$aufgestellt$werden,$technische$Geräte$muss$man$bedienen$könE
nen,$die$nötigen$Substanzen$und$Materialien$müssen$zur$Verfügung$stehen$und$die$SicherheitsbeE
stimmungen$müssen$auch$eingehalten$werden.$Durchgeführt$werden$die$Versuche/$Messungen$$im$
Labor$oder$im$Feld.$Ergebnisse,$besondere$Vorkommnisse$usw.$werden$in$einem$Journal$protokolE
liert.$ Die$ Journalführung$ soll$ so$ detailliert$ sein,$dass$ die$Arbeit$ jeder$ Zeit$ rückverfolgbar$ ist.$ Zum$
Vornherein$muss$festgelegt$werden,$wie$die$Resultate$ausgewertet$werden.$Nach$der$Auswertung$
wird$die$Hypothese$bestätigt,$widerlegt$oder$modifiziert.$
Wenn$Sie$ eine$ Untersuchung$ über$ die$ Wirksamkeit$ von$ Substanzen,$ Trainings$etc.$durchführen,$
brauchen$Sie$eine$Testgruppe$und$eine$Kontrollgruppe.$Der$Vergleich$von$Anfangs$Eund$SchlussreE
sultaten$bei$beiden$Gruppen$wird$zeigen,$ob$die$Wirksamkeit$nachweisbar$ist.$Selbstversuche$sind$
nicht$zu$empfehlen,$da$man$von$Vorwissen$beeinflusst$ist$und$die$Wirkung$dieser$Beeinflussung$auf$
das$Schlussresultat$nicht$gemessen$werden$kann.$
In$der$Folge$sind$zwei$Beispiele$zum$Experimentieren$und$Messen$aufgeführt:$
$ $
Hypothese# Experiment/Messung#
# #
!$ Chemische$Reaktionen$von$2$Farbreaktionen$laufen$verE
schieden$schnell$ab.$
!$ Autofahrer$überholen$Velofahrerinnen$mit$grösserem$AbE
stand$als$Velofahrer.$
!$ Photometrische$Messung$der$Farbstärke$der$beiden$ReE
aktionen$nach$gleichen$Zeiten.$
!$ Messung$des$Abstandes$VeloEAuto$bei$Überholmanövern.$
Tabelle$26:$Beispiele$für$Experimente$zu$bestimmten$Hypothesen$
Richtlinien für die Abschlussarbeiten
Maturaarbeit (Gymnasium)
Selbständige Arbeit (Fachmittelschule)
Fachmaturitätsarbeit (Fachmaturität)
Inhaltsverzeichnis
A. Abschlussarbeiten: Maturaarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit Pädagogik ....................................................................................................... 3
1. Begriffe ......................................................................................................................... 4
2. Ziele .............................................................................................................................. 4
3. Durchführung der Arbeiten ......................................................................................... 4
3.1. Grundsätze ............................................................................................................... 4
3.2. Bestimmen des Themas ......................................................................................... 5
3.3. Bestimmen der Sozialform ..................................................................................... 5
3.4. Bestimmen der Betreuungsperson ........................................................................ 5
3.5. Besprechungen ........................................................................................................ 6
3.5.1. Vorprojekt ............................................................................................................. 6
3.5.2. Projektvereinbarung ............................................................................................ 6
3.5.3. Standortbestimmung ........................................................................................... 6
3.5.4. Bewertung von Produkt und Arbeitsprozess ..................................................... 7
3.5.5. Bewertung der Präsentation und des Fachgesprächs ..................................... 7
4. Form ............................................................................................................................. 7
5. Präsentation ................................................................................................................. 8
6. Fachgespräch nach der Präsentation ....................................................................... 8
7. Bewertung .................................................................................................................... 9
7.1. Grundsätzliches ....................................................................................................... 9
7.2. Bewertungskriterien ................................................................................................ 9
7.3. Zweite bewertende Lehrperson .............................................................................10
7.4. Bewertung des Arbeitsprozesses .........................................................................11
8. Zeitliche und finanzielle Ressourcen .......................................................................11
9. Weiteres ......................................................................................................................12
B. Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit
und Kommunikation .................................................................................................13
10. Allgemeine Rahmenbedingungen .........................................................................14
11. Betreuung ................................................................................................................14
12. Besprechungen .......................................................................................................15
12.1. Projektvereinbarung ...............................................................................................15
12.2. Standortbestimmung ..............................................................................................15
13. Bewertung ...............................................................................................................15
13.1. Bewertungskriterien ...............................................................................................15
13.2. Präsentation und Fachgespräch ...........................................................................16
13.3. ungenügende Bewertung der Fachmaturitätsarbeit ............................................16
14. Qualitätssicherung .................................................................................................16
15. Betrug ......................................................................................................................17
16. Zeitliche und finanzielle Ressourcen ....................................................................17
17. Weiteres ..................................................................................................................17
A. Abschlussarbeiten:
Maturaarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit Pädagogik
1. Begriffe
Abschlussarbeiten sind selbständige, schriftlich verfasste oder schriftlich kommentierte Arbeiten am Ende eines Lehrgangs, die eine individuelle Auseinandersetzung
mit einem selbst gewählten Thema oder einer Problemstellung dokumentieren und
die mündlich präsentiert werden. Abschlussarbeiten sind Maturaarbeiten (MA), Selbständige Arbeiten (SAR) und Fachmaturitätsarbeiten (FMA).
2. Ziele
In den kantonalen Vorgaben für die Maturaarbeit werden die Richtziele folgendermassen beschrieben: „Die Maturaarbeit ... baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbständigkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch
zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf und erweitert sie. Als
eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist.
Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen, verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative Fähigkeiten integriert. …
Die Maturaarbeit zielt auf selbständiges Arbeiten und auf das Reflektieren darüber."
Diese Richtziele gelten den Anforderungen der jeweiligen Lehrgänge entsprechend
auch für die Selbständige Arbeit und für die Fachmaturitätsarbeit.
3. Durchführung der Arbeiten
3.1. Grundsätze
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbständig. Die betreuende Lehrperson unterstützt sie inhaltlich und methodisch sowie in der Entwicklung der Projektkompetenzen.
Die Formulierung der Fragestellung beansprucht in der Regel einen längeren Zeitraum. Das Vorprojekt beinhaltet eine Projektskizze, die im Laufe der Arbeit weiter
entwickelt wird. In der Projektvereinbarung wird eine klare und abgegrenzte Zielsetzung definiert, die gewählte Arbeitsmethode beschrieben und es werden die Ressourcen (Materialien) benannt.
Die Projektvereinbarung ist ein Vertrag zwischen den Schülerinnen und Schülern und
der betreuenden Lehrperson, die die Ziele, Rahmenbedingungen und Bewertungskriterien für das Produkt und den Arbeitsprozess festhält.
Die Projektleitung informiert zu Beginn des Verfahrens Schülerinnen und Schüler
über Zielsetzungen und Qualitätsstandards.
3.2. Bestimmen des Themas
Die Themen werden so gewählt, dass eine vertiefte Auseinandersetzung mit einer
Fragestellung und eigenständige Anteile der Schülerinnen und Schüler gewährleistet
sind. Fachgruppen und einzelne Lehrpersonen können mögliche Themen im Vorfeld
der Themenwahl publik machen. Schülerinnen und Schüler können ihre Themenwünsche ebenfalls veröffentlichen.
In der Fachmaturitätsarbeit Pädagogik verfassen die Schülerinnen und Schüler eine
Arbeit zu einem Thema aus der Allgemeinbildung oder zu einem spezifischen Thema
des pädagogischen Bereichs. Sie können auch einen Aspekt aus der Selbständigen
Arbeit erweitern oder vertiefen.
Es besteht kein absoluter Anspruch auf ein Thema. Die Betreuungspersonen und die
Projektleiterin können Themen ablehnen.
3.3. Bestimmen der Sozialform
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten einzeln oder in Gruppen. Gruppenarbeiten
sind ausdrücklich erwünscht. Die maximale Gruppengrösse beträgt für die Maturaarbeit und die Selbständige Arbeit vier Schülerinnen und Schüler. Für die Fachmaturitätsarbeit Pädagogik beträgt die maximale Gruppengrösse zwei Schülerinnen und
Schüler.
3.4. Bestimmen der Betreuungsperson
Für die Betreuung einer Maturaarbeit, Selbständigen Arbeit oder Fachmaturitätsarbeit Pädagogik ist eine Lehrperson der Neuen Kantonsschule Aarau verantwortlich.
Ein wesentliches Kriterium für die Annahme des Betreuungsauftrags ist der Sachbeziehungsweise Fachbezug zum Thema.
Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich bei einer Lehrperson. Die Lehrperson
entscheidet, ob sie das Thema betreuen kann oder nicht. Sagt die Lehrperson zu,
melden dies die Schülerinnen und Schüler mit dem Formular Vorprojekt termingerecht dem Sekretariat.
Eine Lehrperson betreut insgesamt nicht mehr als fünf Abschlussarbeiten (Maturaarbeiten (MA), Selbstständige Arbeiten (SAR) und Fachmaturitätsarbeiten zusammen
gezählt).
Die Betreuungsperson kann grundsätzlich nicht gewechselt werden. In Ausnahmefällen entscheidet die Projektleiterin/der Projektleiter nach Rücksprache mit dem zuständigen Schulleitungsmitglied.
3.5. Besprechungen
3.5.1. Vorprojekt
In der ersten Besprechung wird das Thema geklärt, eingegrenzt und schriftlich festgehalten. Dabei wird vom möglichen Untersuchungs- oder Gestaltungsteil ausgegangen; es werden also auch erste Methodenüberlegungen angestellt. Das Ergebnis ist
das Vorprojekt.
3.5.2. Projektvereinbarung
Die Besprechung erfolgt, nachdem das Konzept und der Arbeitsplan erarbeitet worden sind. Sie beinhaltet eine Reflexion von Betreuungsperson und Schülerin zur bisherigen Arbeit, die Besprechung des schriftlichen Konzepts (z.B. je nach Fach und
Thema: inhaltliche Gliederung des Beitrages, Skizzen, Grafiken, Textprobe, erste
Lösungsansätze, fachmethodische Überlegungen), des Arbeitsplans und der Ressourcen. Die Beurteilungskriterien für das Produkt sowie für den Arbeitsprozess werden schriftlich festgelegt. Das Ergebnis ist die Projektvereinbarung, die von allen Beteiligten unterzeichnet wird.
3.5.3. Standortbestimmung
Während des Arbeitsprozesses erfolgt eine dritte Besprechung spätestens einen Monat vor Abgabetermin der Arbeit. Im Zentrum steht die Kontrolle der Untersuchungsresultate, resp. der Schlüssigkeit der gewählten Methode. Sie beinhaltet auch eine
Selbstbeurteilung durch die Schülerin bezüglich der Zielerreichung, des Zeitplans
und der Arbeitsorganisation. Die Betreuungsperson gibt, gestützt auf die Selbstbeurteilung und ’Prozessfenster’, eine Rückmeldung zur laufenden Arbeit.
Die betreuende Lehrperson kann vor der Abgabe der Arbeit 1 bis 2 Seiten einsehen
und der Schülerin/dem Schüler Hinweise auf die Überarbeitung formaler Aspekte geben. Weitergehende Vorkorrekturen sind nicht zulässig.
3.5.4. Bewertung von Produkt und Arbeitsprozess
Das vierte Gespräch beinhaltet die Bewertung des Produkts sowie des Arbeitsprozesses. Die Betreuungsperson bewertet das Produkt und den Arbeitsprozess anhand
der Bewertungskriterien mit schriftlicher Begründung. Zudem kann die Schülerin eine
Selbstbeurteilung des Arbeitsprozesses formulieren, die nicht in die Bewertung durch
die Lehrperson einfliesst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden die Bewertungskriterien für die Präsentation festgelegt.
3.5.5. Bewertung der Präsentation und des Fachgesprächs
Im fünften Gespräch erfolgt die Bewertung der Präsentation und des anschliessenden Fachgesprächs. Sie erfolgt so bald wie möglich nach der Präsentation und dem
Fachgespräch.
4. Form
Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten oder Fachmaturitätsarbeiten Pädagogik
können in Form von schriftlichen Arbeiten oder gestalterischen Produkten oder technischen Herstellungen oder Organisationsleistungen erstellt werden. Auch Arbeiten
in Form von konkreten Produkten oder Organisationsleistungen werden von einem
Text begleitet, der das Konzept und den Entstehungsprozess dokumentiert. Folgende
formalen Richtlinien für die schriftliche Arbeit beziehungsweise den Begleittext sind
einzuhalten:
• In der Regel maximal 20 Seiten Computer geschriebenen Text pro Schülerin bzw.
Schüler (ohne Anhang) mit Schriftgrösse 11 oder 12 Punkte und 1.5 Zeilenabstand,
Format A4, mindestens je 2 cm Seitenrand.
• Die Arbeit wird mit Draht-, Plastikspirale oder Thermobinder geheftet.
• Titelblatt: Titel, Autor(en), betreuende Lehrperson, zweite beurteilende Lehrperson,
Neue Kantonsschule Aarau, Datum.
Nicht zulässig sind Ordner, überdimensionierte Ringheftung, Sichtmäppchen, Zeigetaschen.
5. Präsentation
Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten und Fachmaturitätsarbeiten bieten die
Möglichkeit, ein eigenes Produkt zu präsentieren. Die Präsentation richtet sich an ein
Laienpublikum. In der Regel wird nicht die Arbeit als Ganzes präsentiert, sondern nur
ausgewählte Teile (z.B. ein wichtiges methodisches Problem und zentrale Ergebnisse). Bei Gruppen ist auf eine angemessene Verteilung der Redezeit auf alle Mitglieder zu achten.
Die Präsentation in der Form eines Referates dauert bei Einzelarbeiten maximal 15
Minuten, bei Gruppenarbeiten maximal 30 Minuten.
Die Präsentation ist öffentlich. Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse FMS respektive 3. Klasse Gym werden an den Präsentationen beteiligt. Die Projektleiterin/der Projektleiter organisiert die Präsentationen. Jeder Präsentierende hat Anspruch auf Publikum.
Anträge für besondere Veranstaltungen im Rahmen der Maturaarbeit, Selbständigen
Arbeit oder Fachmaturitätsarbeit Pädagogik müssen bis vor den Sommerferien durch
die Schüler und Schülerinnen an die Projektleiterin bzw. den Projektleiter gestellt
werden. Entsprechende Gesuche im Rahmen der Fachmaturitätsarbeit Pädagogik
müssen bis Ende August an die Projektleiterin/den Projektleiter gestellt werden.
6. Fachgespräch nach der Präsentation
Am an die Präsentation anschliessenden Fachgespräch von 15 Minuten Dauer nehmen die präsentierenden Schülerinnen und Schüler, die betreuende Lehrperson sowie die zweite beurteilende Lehrperson teil. Das Publikum ist während des Fachgesprächs nicht anwesend. Das Fachgespräch ist Gegenstand der Bewertung, welche
in die Präsentationsnote einfliesst.
Das Fachgespräch soll die erworbene Fachkompetenz spiegeln und Elemente kritischer Reflexion der eigenen Arbeit enthalten. Sinnvoll ist auch die Diskussion methodischer Aspekte. Ein Gütekriterium eines solchen Gesprächs ist es, ob es den
Schülern und Schülerinnen gelingt, ihre Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang einzuordnen und eventuell auch die gesellschaftswirksame Dimension der eigenen Arbeit darzulegen. Das Fachgespräch erweist, ob die Inhalte der Arbeit nur
angelesen oder wirklich angeeignet sind. Die betreuende Lehrperson informiert die
Schülerinnen oder Schüler über Sinn und Zielsetzung des Fachgesprächs.
7. Bewertung
7.1. Grundsätzliches
Die Bewertung soll fair sein und auf den formulierten Bewertungskriterien basieren.
Die Betreuungspersonen sollen sich ihrer doppelten Rolle als Förderer und Bewertende bewusst sein und bei der Bewertung die üblichen Massstäbe und Regeln der
Schule anwenden.
Die Schülerinnen und Schülern bestätigen in der Antiplagiatserklärung schriftlich,
dass sie alle Quellen angegeben haben. Die Antiplagiatserklärung wird zusammen
mit der Arbeit abgegeben.
Die Maturaarbeit zählt wie eine Erfahrungsnote für das Bestehen der Maturprüfung.
Das Thema und die Bewertung der Selbständigen Arbeit (FMS) werden im Diplomzeugnis aufgeführt und die Note zählt zum FMS-Abschluss.
Wird die Fachmaturitätsarbeit Pädagogik mit einer ungenügenden Note bewertet,
muss diese nach der Präsentation nachgebessert werden. Die Arbeit kann nur einmal
nachgebessert werden und danach höchstens mit der Note 4 bewertet werden.
Falls bei Gruppenarbeiten individuelle Bewertungen vorgenommen werden, müssen
diese im Voraus vereinbart werden.
Die Betreuungsperson gibt das Thema und die Gesamtbewertung (erstes Tabellenblatt
des Dokuments „Gesamtbeurteilung.xls“, siehe Extranet) im Sekretariat ab.
7.2. Bewertungskriterien
Die Bewertungskriterien für die schriftliche Arbeit, das Produkt etc. sowie den Arbeitsprozess werden zu Beginn der Arbeit in der Projektvereinbarung festgehalten.
Auf der Grundlage der allgemeinen Bewertungskriterien werden projektbezogene
Bewertungskriterien formuliert. Sie werden von den betreuenden Lehrpersonen und
den Schülerinnen und Schülern gemeinsam formuliert.
Die Bewertung umfasst drei Teile: a) Eine schriftliche Arbeit bzw. ein Produkt und
eine Dokumentation, b) die Präsentation und das Fachgespräch sowie c) den Arbeitsprozess. Die folgende Gewichtung der Kriterien ist verbindlich:
Bereich Gewichtung Gewichtung Einzelbereiche
Schriftliche Arbeit, Produkt, Organisation einer
Veranstaltung, Aufführung
65 % Inhalt: 45 %
Form: 20 %
(z. B. bei einer schriftlichen Arbeit: Layout, Illustrationen, Sprache etc., bei einer
gestalterischen Arbeit technische Beherrschung des Mediums, handwerkliche
Sorgfalt etc.)
Arbeitsprozess 10 %
Präsentation 25 %
Die Bewertungskriterien für die Präsentation werden spätestens bei der Mitteilung
der Note für die schriftliche Arbeit und das Produkt zwischen Schüler/Schülerin und
betreuenden Lehrperson in der gleichen Art und Weise schriftlich festgelegt.
7.3. Zweite bewertende Lehrperson
Für die Bewertung der schriftlichen Arbeit bzw. des Produkts sowie der Präsentation
wird eine zweite Lehrperson beigezogen. Sie wird bis Mitte August durch das zuständige Mitglied der Schulleitung und die Projektleitung bestimmt. Die zweite bewertende Lehrperson sollte einen Fachbezug zum Thema aufweisen, muss jedoch keine
Expertenkenntnisse mitbringen.
Die zweite bewertende Lehrperson erhält von der betreuenden Lehrperson vor dem
Abgabetermin der Arbeit die Projektvereinbarung (Kopie). Vor der gemeinsamen Sitzung zur Festlegung der Note für die schriftliche Arbeit setzt jede Lehrperson eine
eigene Note. Es werden keine Bewertungen vorzeitig ausgetauscht. Die Note wird
konsensual festgelegt, wenn nötig als arithmetisches Mittel. Bei Uneinigkeit beauftragt das zuständige Schulleitungsmitglied eine geeignete dritte Lehrperson mit einer
zusätzlichen Bewertung.
7.4. Bewertung des Arbeitsprozesses
Der Arbeitsprozess wird von der Betreuungsperson bewertet. Folgende Indikatoren
können der Betreuungsperson Einblick in den Arbeitsprozess geben:
• Besprechungen (die protokolliert werden): Wie gut ist der Schüler vorbereitet?
Wie verarbeitet er Impulse aus früheren Besprechungen?
• Direkte Beobachtungen: Die Betreuungsperson begleitet den Schüler bei einem Gespräch, einem Interview oder einem Versuch, beobachtet, macht Notizen und bespricht die Beobachtungen mit dem Schüler.
• Die Lernschwierigkeiten erfragen (unter Berücksichtigung der Selbstbeurteilung): Liegen sie in der inhaltlichen Bewältigung des Themas, z.B. weil es immer noch unklar oder zu umfangreich ist? Werden für die Bearbeitung notwendige Verfahren nicht beherrscht? Liegen die Probleme in der Arbeitsorganisation? Liegen sie in der zeitlichen Bewältigung der Aufgabe?
• Zwischenprodukte: z.B. Materialsammlung, Textprobe, Interviewprotokoll, musikalisches Arrangement usw.
8. Zeitliche und finanzielle Ressourcen
Für die Schülerinnen und Schüler sind für die Maturaarbeit und die Selbständige Arbeit im 4. Quartal der vorletzten Klasse sowie im 1. Semester der letzten Klasse je 3
Lektionen vorgesehen. Zudem steht die Impulswoche der Abschlussklasse zur Verfügung. Dispensationen vom Unterricht für die Selbständigen Arbeiten werden nur in
begründeten Ausnahmefällen auf Antrag der Betreuungsperson durch die Schulleitung gewährt.
Im Zusammenhang mit den Abschlussarbeiten werden keine Spesen oder Beiträge
geleistet. Allfällige Kreditgesuche für spezielles Material sind an die entsprechenden
Fachschaften zu stellen.
Die Entlöhnung für die Betreuungspersonen beträgt pro Abschlussarbeit bei einer
Schülerin oder einem Schüler 0.2 Jahreslektionen, bei zwei Schülerinnen und Schülern 0.3, bei drei und bei vier 0.4 Jahreslektionen. Die zweite beurteilende Lehrperson wird mit 6 Stunden pro Arbeit und 2 Stunden pro Schülerin entschädigt (Kompensationsformular).
9. Weiteres
Die Schülerinnen und Schüler geben den schriftlichen Teil der Arbeit in dreifacher
Ausführung ab. Ein (Original-)Exemplar und - je nach Arbeit - das Produkt wird direkt
der betreuenden Lehrperson abgegeben. Zwei weitere Exemplare und - je nach Arbeit das Produkt - werden im Sekretariat abgegeben. Davon geht eines an die zweite
beurteilende Lehrperson, ein Exemplar wird in der Mediothek archiviert.
Die Einzelheiten des organisatorischen Ablaufs (Zeitplan) werden jeweils frühzeitig in
einer Terminübersicht festgehalten.
Die Formulare findet man im Intranet unter auf dem Laufwerk Z unter „Bedienungshilfenreglemente", im Extranet unter Dokumente (PU, MA, SAR) sowie auf der Website
der NKSA.
Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten und Fachmaturitätsarbeiten Pädagogik
werden in der Mediothek archiviert, wobei jeweils die letzten vier Jahrgänge zur Ansicht offen stehen. Das Urheberrecht verbleibt bei dem/der Verfasser/-in der Abschlussarbeit. Die Schule ist berechtigt, die Arbeit für eigene Belange unentgeltlich
zu verwenden.
B. Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern
Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation
10. Allgemeine Rahmenbedingungen
Die Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und
Kommunikation werden im Anschluss an das Praktikum geschrieben. Die inhaltliche
Auseinandersetzung steht in konkretem Bezug zum Praktikum. Fachmaturitätsarbeiten können in Form von schriftlichen Arbeiten, Produkten oder Organisationsleistungen erstellt werden. Arbeiten in Form von konkreten Produkten oder Organisationsleistungen werden von einem Text begleitet, der das Konzept und den Entstehungsprozess dokumentiert.
Folgende formalen Richtlinien für die schriftliche Arbeit beziehungsweise den Begleittext sind einzuhalten:
• In der Regel maximal 20 Seiten Computer geschriebenen Text pro Schülerin
bzw. Schüler (ohne Anhang) mit Schriftgrösse 11 oder 12 Punkte und 1.5 Zeilenabstand, Format A4, mindestens je 2 cm Seitenrand.
• Titelblatt: Titel, Autor(en), betreuende Lehrperson, externe Fachperson, Name
der entsprechenden Fachmittelschule, Datum.
11. Betreuung
Die Schülerinnen und Schüler werden durch zwei Personen begleitet und betreut:
a) eine Lehrperson der Stammschule FMS: sie unterstützt das Erstellen der Fachmaturitätsarbeit methodisch, im formalen Bereich und punkto Arbeitsorganisation; sie besucht einmal die Schülerin, den Schüler am Praktikumsort. Im Unterschied zur Selbständigen Arbeit suchen die Schülerinnen und Schüler ihre
betreuenden Lehrpersonen nicht selber, sie werden von der Schule gestellt.
b) eine externe Fachperson aus dem Betrieb (in der Regel die Praktikumsverantwortliche bzw. Begleitperson während des Praktikums): sie unterstützt die Schülerin, den Schüler fachlich und inhaltlich.
Für die Betreuung gilt das "Holprinzip". Die Schülerinnen und Schüler müssen aktiv
werden, wenn Beratung und Unterstützung benötigt werden.
12. Besprechungen
12.1. Projektvereinbarung
Die Besprechung erfolgt, nachdem das Konzept und der Arbeitsplan im Vertiefungsmodul im Januar erarbeitet worden sind. Sie beinhaltet eine Reflexion der Schülerin /
des Schülers zur bisherigen Arbeit, die Besprechung des schriftlichen Konzepts (z.B.
je nach Fach und Thema: inhaltliche Gliederung des Beitrages, Skizzen, Grafiken,
Textprobe, erste Lösungsansätze, fachmethodische Überlegungen), des Arbeitsplans
und der Ressourcen. Die Beurteilungskriterien für das Produkt sowie für den Arbeitsprozess werden schriftlich festgelegt. Das Ergebnis ist die Projektvereinbarung, die
von allen Beteiligten (Schülerin/Schüler, betreuende Lehrperson der Fachmittelschule, externe Fachperson) am Ende des Vertiefungsmoduls im Januar unterzeichnet
wird.
12.2. Standortbestimmung
Während des Arbeitsprozesses erfolgt eine zweite Besprechung spätestens einen
Monat vor Abgabetermin der Arbeit. Im Zentrum steht die Kontrolle der Untersuchungsresultate, resp. der Schlüssigkeit der gewählten Methode. Sie beinhaltet auch
eine Selbstbeurteilung durch die Schülerin / den Schüler bezüglich der Zielerreichung, des Zeitplans und der Arbeitsorganisation.
13. Bewertung
Die Bewertung erfolgt in ganzen und halben Noten durch die Betreuungsperson der
Stammschule FMS und der externen Fachperson aus dem Betrieb und richtet sich
nach vorgängig festgelegten Kriterien. Die externe Fachperson aus dem Betrieb
überprüft die Fachmaturitätsarbeit inhaltlich auf ihre Korrektheit.
13.1. Bewertungskriterien
Die Bewertungskriterien für die schriftliche Arbeit, das Produkt etc. sowie den Arbeitsprozess werden zu Beginn der Arbeit in der Projektvereinbarung festgehalten.
Die Bewertung umfasst drei Teile: a) die schriftliche Arbeit bzw. das Produkt und seine Dokumentation, b) die Präsentation und das Fachgespräch sowie c) den Arbeitsprozess. Die folgende Gewichtung der Kriterien ist verbindlich:
Bereich Gewichtung Gewichtung Einzelbereiche
Schriftliche Arbeit, Produkt, Organisation einer
Veranstaltung, Aufführung
65 % Inhalt: 45 %
Form: 20 %
(z. B. bei einer schriftlichen Arbeit: Layout, Illustrationen, Sprache etc., bei einer
gestalterischen Arbeit technische Beherrschung des Mediums, handwerkliche
Sorgfalt etc.)
Arbeitsprozess 10 %
Präsentation 25 %
Die Bewertungskriterien für die Präsentation werden spätestens bei der Mitteilung der Note
für die schriftliche Arbeit bzw. das Produkt zwischen Schülerin/Schüler und betreuenden
Lehrperson in der gleichen Art und Weise schriftlich festgelegt.
13.2. Präsentation und Fachgespräch
Die Präsentation der Fachmaturitätsarbeit ist öffentlich und dauert in der Form eines Referates bei Einzelarbeiten maximal 15 Minuten, bei Gruppenarbeiten maximal 30 Minuten. An die
Präsentation schliesst sich das Fachgespräch an. Das Fachgespräch soll die erworbene
Fachkompetenz spiegeln und Elemente kritischer Reflexion der eigenen Arbeit enthalten.
Sinnvoll ist auch die Diskussion methodischer Aspekte. Ein Gütekriterium eines solchen Gesprächs ist es, ob es den Schülern und Schülerinnen gelingt, ihre Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang einzuordnen. In die Bewertung fliessen sowohl die Präsentation wie
auch das Fachgespräch ein. Die Präsentation und das Fachgespräch werden von der
Betreuungsperson der Stammschule FMS und der externen Fachperson geleitet.
13.3. ungenügende Bewertung der Fachmaturitätsarbeit
Wird die Fachmaturitätsarbeit mit einer ungenügenden Note bewertet, muss diese nachgebessert werden. Die Arbeit kann nur einmal nachgebessert werden und danach höchstens
mit der Note 4 bewertet werden. Ist auch die Nachbesserung ungenügend, so kann die
Fachmaturität im laufenden Schuljahr nicht mehr erworben werden.
14. Qualitätssicherung
Die Schulleitungen treffen Massnahmen zur Qualitätssicherung und sorgen für die Angleichung der Ansprüche für vergleichbare Arbeiten innerhalb der Schule. Die Schulleitungen
können in begründeten Fällen Themen zurückweisen.
15. Betrug
Die Schülerinnen und Schüler bestätigen in der Antiplagiatserklärung schriftlich, dass sie alle
Quellen angegeben haben. Die Antiplagiatserklärung wird zusammen mit der Arbeit abgege-
Wird eine Fachmaturitätsarbeit wegen Betrugs zurückgewiesen, so kann die Fachmaturität in
diesem Schuljahr nicht mehr erworben werden. Die Schülerin / der Schüler erhält die Möglichkeit zu einem 2. und letzten Versuch in einem darauffolgenden Schuljahr.
16. Zeitliche und finanzielle Ressourcen
Die Entlöhnung für die Betreuungspersonen der Stammschulen beträgt pro Fachmaturitätsarbeit 0.2 Jahreslektionen. Die externen Fachpersonen werden für das Bewerten der
schriftlichen Arbeit und die Expertentätigkeit während der Präsentation bzw. des Fachgesprächs gemäss den kantonalen Richtlinien für die Entschädigung von Prüfungsexpertinnen
und -experten entschädigt.
17. Weiteres
Die Schülerinnen und Schüler geben den schriftlichen Teil der Arbeit in dreifacher Ausführung ab. Ein (Original-)Exemplar und - je nach Arbeit - das Produkt wird direkt der betreuenden Lehrperson abgegeben. Zwei weitere Exemplare und - je nach Arbeit das Produkt - werden im Sekretariat abgegeben. Davon geht eines an die externe Fachperson, ein Exemplar
wird in der Mediothek archiviert.
Die Einzelheiten des organisatorischen Ablaufs (Zeitplan) werden jeweils frühzeitig in einer
Terminübersicht festgehalten.
Die Formulare findet man im Intranet unter auf dem Laufwerk Z unter „Bedienungshilfenreglemente", im Storm unter Dokumente (PU, MA, SAR) sowie auf der Website der NKSA.
Die Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation werden in der Mediothek archiviert, wobei jeweils die letzten vier Jahrgänge zur Ansicht
offen stehen. Das Urheberrecht verbleibt beim Verfasser der Arbeit. Die Schule ist berechtigt, die Arbeit für eigene Belange unentgeltlich zu verwenden.
Aarau, den 4. November 2011
Schulleitung der Neuen Kantonsschule Aarau
Fachlehrpläne | Anhang 3
Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik1
Wochenstunden 2 1 0 0
1. Beitrag des Fachs zur gymnasialen Bildung
Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu
erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein
zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen
wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber
auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen
bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang
zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch
kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren
digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den
Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben.
Fachlehrpläne | Anhang 3
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:
 Strukturiert denken
 Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
 Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
 Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
 Lösungen in Gruppen erarbeiten
 Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
 Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
 Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
 Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
 Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
 Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
 Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
 Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
 Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
 Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro
Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess
und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können in die Bewertung mit einfliessen – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien.
 Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen > alle Fächer
 Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen > alle Fächer
 Unterscheidung von Syntax und Semantik > Sprachfächer
 Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn > alle wissenschaftlichen Fächer
 Verständnis informatischer Grundprinzipien > IKT Werkzeuge in allen Fächern
 Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, angewandte Geometrie, Algorithmen, Funktionen, etc.
> Mathematik
 Datenschutz, Datennutzungsrechte, (Interesse an) Metadaten > Wirtschaft und Recht
Fachlehrpläne | Anhang 3
 Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung
 Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen
 Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen
 Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz
Fachlehrpläne | Anhang 3
Grundlagen des
Programmierens
 die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache ein-
 syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen
und korrigieren.
Algorithmische
Problemlösung
 einen Algorithmus definieren, interpretieren und auf verschiedene
Arten beschreiben.
 einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
 Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren.
Repräsentation von
Information
 elementare und strukturierte Datentypen verstehen.
 für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
 digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
 Information und Daten sowie Code, Syntax und Semantik voneinander abgrenzen.
Codes, Formate  verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.
 binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und
einfache Operationen durchführen.
 verschiedene Codierungen verstehen und anwenden.
Datenbanken  eine Datenbankabfragesprache einsetzen.
 Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verste-
Funktionsweise eines
Computers
 die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.
 das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
Fachlehrpläne | Anhang 3
Kommunikation zwischen
Digitalgeräten, Netzwerke, Internet
 den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklä-
 verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.
 die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben.
 eine Netzwerkumgebung analysieren.
Modulares
Programmieren
 modular programmieren
2. Lerngebiet: Modellierung und Simulationen
Modellierung nichtdeterministischer Systeme und Prozesse
 einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell
beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.
 Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen
visualisieren.
Sicherheit,
Verschlüsselung
 Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
 die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern
 geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden.
 Sicherheitsrisiken erkennen, erklären und geeignete Schutzmassnahmen treffen
Fachlehrpläne | Anhang 3
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
Projektentwicklung  kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.
 verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und
Kollaboration gezielt einsetzen.
 Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
Datenschutz, Metadaten  wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen,
Datenschutz-Rechte einfordern
 die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklä-
 Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren
und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren.
Fachlehrpläne | Anhang 4
Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik
Wochenstunden 2 1 0 0
1. Beitrag des Fachs zur gymnasialen Bildung
Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und
einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten
kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und Umsetzung algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und
Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität
und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für
vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise
die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und
Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für den verantwortungsvollen und kompetenten Einsatz digitaler Technologien.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch
kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren
digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
Fachlehrpläne | Anhang 4
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:
 Strukturiert denken
 Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
 Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
 Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
 Lösungen in Gruppen erarbeiten
 Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
 Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt
 Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
 Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
 Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen
 Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
 Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
 Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
 Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
 Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
3. Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro
Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess
und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können in die Bewertung mit einfliessen – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien.
Fachlehrpläne | Anhang 4
4. Querverbindungen zu anderen Fächern
 Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen > alle Fächer
 Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen > alle Fächer
 Unterscheidung von Syntax und Semantik > Sprachfächer
 Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn > alle wissenschaftlichen Fächer
 Verständnis informatischer Grundprinzipien > IKT Werkzeuge in allen Fächern
 Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, angewandte Geometrie, Algorithmen, Funktionen, etc.
> Mathematik
 Datenschutz, Datennutzungsrechte, (Interesse an) Metadaten > Wirtschaft und Recht
5. Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung
 Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen
 Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen
 Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz
Fachlehrpläne | Anhang 4
Grundlagen des
Programmierens
(z.B. Verzweigungen,
Schleifen, Methoden).
 die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einset-
 syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und
korrigieren.
Algorithmische
Problemlösung
(z.B. ggT, Pledge-
Algorithmus, Bubblesort)
 einen Algorithmus definieren, interpretieren und auf verschiedene Arten
 Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren.
 Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren.
Repräsentation von
Information
(z.B. Binär-und Hexadezimalsystem, Addition von
Binärzahlen char, String,
int, boolean)
 elementare und strukturierte Datentypen verstehen.
 für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
 digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
 Information und Daten sowie Code, Syntax und Semantik voneinander
Codes, Formate
(z.B. ASCII & Unicode,
Farbraum und Farbtiefe,
JPEG, GIF, SVG)
 Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Operationen
 verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.
 verschiedene Codierungen erklären und anwenden.
Datenbanken
(z.B. SQL)
 Vor- und Nachteile von Datenbanken als Organisationsform grosser
Datenmengen erklären.
 eine Datenbankabfragesprache einsetzen.
Fachlehrpläne | Anhang 4
Funktionsweise eines
Computers
 die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und
Schnittstellen beschreiben.
 das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
Kommunikation zwischen Digitalgeräten,
Netzwerke, Internet
(z.B. OSI-Modell, Netzmaske, MAC- und IP-
Adresse, ARP, DNS,
Routing)
 eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren, konfigurieren und analysie-
 verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden.
 erklären, wie ein Datenpaket vom eigenen Netzwerk in ein anderes Netzwerk geleitet wird.
 die Konzepte und deren Zusammenspiel in einem dezentralisierten
globalen Netz – dem Internet – beschreiben. .
Modulares
Programmieren
 modular programmieren.
2. Lerngebiet: Modellierung und Simulationen
Modellierung von
Systemen und
Prozessen
(z.B. Nagel-
Schreckenberg, Segregation, Brownian Motion,
Predator-Prey).
 Unterschiede und Beziehungen zwischen Wirklichkeit und Modell
 einfache Systeme und Prozesse als Modell beschreiben.
 Simulationen planen und durchführen sowie die Ergebnisse interpretieren
und angemessen visualisieren.
Fachlehrpläne | Anhang 4
Sicherheit,
Verschlüsselung
(z.B. symmetrische &
asymmetrische Verfahren,
Cäsar- und Vigenèreverschlüsselung, RSA)
 Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
 die Sicherheit von Passwörtern und Verschlüsselungsverfahren
 geeignete Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden.
 Sicherheitsrisiken erkennen, erklären und geeignete Schutzmassnahmen treffen.
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
Automatisierung
(z.B. KI und BigData)
 Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
 Ausgewählte Methoden der automatischen Analyse von grossen
Datenmengen kennen und kritisch beurteilen.
Kollaboration  ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen gezielt einsetzen.
 die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären
und an aktuellen Onlinediensten aufzeigen.
Recht, Wirtschaft,
(z.B. AGBs analysieren)
 wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
 aktuelle Onlinedienste in Bezug auf Datennutzungs-Rechte und Datenschutz-Rechte einschätzen.
 Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und
von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren.
Fachlehrpläne
der Kantonsschule Baden
März 2013
aktualisiert:
März 2019
August 2022
Kantonsschule Baden
Seminarstrasse 3
5400 Baden
www.kanti-baden.ch
Anhang 8 (Stand 1. August 2026) 423.152
Inhalt
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten 4
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten 14
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten 21
Grundlagenfach Biologie 26
Ergänzungsfach Biologie 33
Schwerpunktfach Biologie und Chemie 36
Grundlagenfach Chemie 46
Ergänzungsfach Chemie 57
Grundlagenfach Deutsch 60
Grundlagenfach Englisch 72
Grundlagenfach Französisch 83
Schwerpunktfach Französisch 97
Grundlagenfach Geografie 104
Ergänzungsfach Geografie 110
Grundlagenfach Geschichte 112
Ergänzungsfach Geschichte 122
Freifach Griechisch 125
Grundlagenfach Griechisch 128
Ergänzungsfach Informatik 134
Obligatorisches Fach Informatik (neu) 138
Obligatorisches Fach Informatik (bisher) 144
Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang 152
Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang 160
Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang 166
Grundlagenfach Italienisch 169
Schwerpunktfach Italienisch 181
Schwerpunktfach Latein 186
Grundlagenfach Mathematik 192
Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik 208
Grundlagenfach Musik 211
Schwerpunktfach Musik 221
Ergänzungsfach Musik 227
Grundlagenfach Physik 229
Ergänzungsfach Physik 236
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik 239
Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie 247
Ergänzungsfach Philosophie 259
Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie 265
Grundlagenfach Projektunterricht 270
Ergänzungsfach Religionslehre 271
Schwerpunktfach Spanisch 276
Grundlagenfach Sport 284
Ergänzungsfach Sport 298
Einführung in Wirtschaft und Recht 301
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 306
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 311
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten
Wochenstunden 2 3 2 –
Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und
Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbstständig vorgehen
Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die
eigene erfinderische Fantasie stärken
Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und
kulturellen Fragen entwickeln
Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln
Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in der
ersten Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünschbar. In der
zweiten Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach Geschichte auf.
Wahrnehmung
Punkt, Linie, Fläche, Tonwert
Komposition
Form, Tonwerte, Bildausschnitt und Bildgefüge
differenziert beschreiben.
innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene
Anwendungsmöglichkeiten entdecken.
Objekte nach der Beobachtung linear und tonal
differenziert wiedergeben.
einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche
Farbsysteme
Farbkombination
Farbauftrag
Farbwirkung
Farbsysteme und ihre Anwendung im analogen und
digitalen Bereich verstehen und anwenden.
Farbkontraste und Farbkombinationen als
gestalterisches Mittel einsetzen.
verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend
oder lasierend anwenden.
die Wirkung von Farben und Farbkombinationen
Illusionistische Raumdarstellung mit bildnerischen Mitteln wie Grösse, Staffelung,
Schärfe, Kontrast oder Fluchtpunktperspektive
Raumillusion erzeugen.
Bildkonsum
Schriftstil und Aussage
Digitale Bildmedien
Bildmotiv und Aussage
vorhandene Bildressourcen für die eigene Arbeit
Schrift als digitales und analoges Gestaltungsmittel
Grundfunktionen von digitalen Medien wie Kamera,
Computer oder Drucker nutzen.
Motive für eine visuelle Information nutzen.
Bildende Kunst Bezüge zwischen Kunst und Unterricht erkennen und
entsprechende Fachbegriffe verwenden.
aktuelle Ausstellungen besuchen und ihre Eindrücke
Assoziation und Zufall
Kreativer Prozess
Bildnerische Techniken
Assoziation und Zufälle im Entwurfsprozess verstehen.
prozesshaft arbeiten durch Assoziieren, Ordnen,
Beurteilen, Kombinieren, Ausführen und Reflektieren.
den kreativen Prozess in einer ausgewählten
gestalterischen Technik sichtbar machen.
Farbwahrnehmung
Farbauftrag und Farbwirkung
Gegenstandsfarbe von Erscheinungsfarbe,
Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe
Farbauftrag und Farbwirkung in einem Bild gezielt
Begrifflichkeit
Eigenheiten und Techniken des dreidimensionalen
Gestaltens
zwischen Plastik, Skulptur, Objekt und Installation
Besonderheiten des dreidimensionalen Gestaltens (wie
Materialaussage, Plastizität, Oberflächenstruktur)
verstehen und in der eigenen Gestaltung einsetzen.
Menschlicher Körper im Raum
ein dreidimensionales Objekt materialgerecht
den menschlichen Körper im Raum als
Ausdrucksmittel begreifen.
Bildmanipulation
Mediale Begrifflichkeit
Abhängigkeit von Form und Inhalt
Medialer Einfluss
Absichten hinter Bildaussagen und Manipulation
Begriffe wie «analog», «digital», «virtuell» oder
«hybrid» verstehen.
Bild und Text inhaltlich und formal in Beziehung setzen
und nach einer formulierten Absicht gestalten.
formale und inhaltliche Kriterien unterscheiden.
digitale Medien wie Kamera, Computer oder Drucker
differenzierter nutzen.
den Einfluss der visuellen Kommunikation und der
neuen Medien reflektieren und realistisch einschätzen.
Methode der Werkbetrachtung
Fachwissen Kunstgeschichte: Antike, Mittelalter,
Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert
Werke durch Beschreibung, Analyse und Interpretation
sich einem Bild auf verschiedene Weise nähern.
Werke im Original betrachten und Unterschiede zur
Reproduktion benennen.
die für die weitere Entwicklung der Kunst und die
Gegenwart besonders relevanten historischen,
inhaltlichen, formalen und technischen Aspekte der
Epochen und Stilrichtungen darlegen.
Fachwissen Kunstgeschichte: 20. Jahrhundert
Zusammenhänge Kunstgeschichte
Begrifflichkeit
Kunstdefinition
repräsentative Werke einer Epoche oder Stilrichtung
zuordnen und ihren Entscheid begründen.
das veränderte Künstlerbild der Moderne erläutern.
die Entwicklung der Kunst-ismen des 20. Jahrhunderts
den Wandel vom traditionellen zum erweiterten
Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von
Kunstrichtungen wie Konzept- und Aktionskunst,
Installation und Performance benennen.
Zusammenhänge zwischen Kunstwerken und ihren
gesellschaftlichen sowie politischen Hintergründen
das Verweissystem innerhalb der Kunstgeschichte
zunehmend besser lesen und verstehen.
sich mündlich und schriftlich mittels einer
differenzierten Fachsprache ausdrücken.
Definitionen von Kunst benennen und diese
die persönliche Werthaltung in Bezug auf Kunst
überprüfen und begründen.
Abbild und Interpretation
Eigenschaften des digitalen Bildes
Bildoptimierung
Technische Diversität (Druckwerkstatt, Werkstatt, Film
oder Fotolabor)
Fotografie oder Film als Ausschnitt und somit
Interpretation der Realität begreifen.
digitale Bilder bei der Erzeugung und in der
nachträglichen Bearbeitung einem Verwendungszweck
anpassen.
Bildausschnitt, Helligkeit und Kontrast eines Bildes
digital optimieren.
ihr technisches Wissen erweitern und
Materialeigenschaften gezielt nutzen.
Symbolwirkung und Psychologie der Farbe
Farbinformationen digital und analog
Farbe in der visuellen Kommunikation und in der
emotionalen Bildwirkung gezielt einsetzen.
Farbe als Mittel einer persönlichen Botschaft begreifen
und nutzen.
mit Farbinformationen im RGB- und CMYK-Farbraum
sachgerecht umgehen.
Architektur und / oder Design Abhängigkeiten von Material, Form und Funktion
theoretisch und / oder praktisch nachvollziehen.
Layout: digitale und analoge Präsentation Layoutkriterien gezielt zur Strukturierung und
Präsentation eines Inhaltes einsetzen.
Präsentationsmedien sinnvoll nutzen.
Transfer von Kunstgeschichtswissen zur eigenen
gestalterischen Arbeit
Kunst befragen, sich in ein Werk vertiefen und die
Erkenntnisse für ihre gestalterische Arbeit nutzen.
Interpretationen begründen.
6. Lerngebiet: Gestalterischer Prozess
Die Lehrperson behandelt in einem umfassenderen Projekt ausgewählte Inhalte aus den Lerngebieten
1-6 vertieft.
Ideenfindung
Entwicklung und Optimierung
Begründung und Reflexion
eine eigene gestalterische Idee zu einem
vorgegebenen Thema formulieren und dazu
theoretische Grundlagen selbstständig und
zielgerichtet erarbeiten.
Techniken in Bezug auf die Form und den Inhalt
wählen.
Ideen kritisch reflektieren und modifizieren.
Ideen gemäss einer formulierten Absicht
technikgerecht umsetzen.
inhaltliche und technische Bezüge zwischen
theoretischen Grundlagen und der eigenen Arbeit
reflexive Fähigkeiten in Bezug auf die eigene Arbeit
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten
Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
Die Gestaltung der Umwelt differenziert wahrnehmen und kritisch hinterfragen
Durch die Erweiterung der Kenntnisse über Gestaltungsgebiete und deren Geschichte Werke,
Haltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
Mittels Werkanalysen die sprachliche Präzision und den sorgfältigen mündlichen und schriftlichen
Umgang mit der deutschen Sprache schulen
Durch die Anwendung kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und
eigene Lösungsansätze erproben
Mittels längerer Projekte die Entwicklung von Eigeninitiative und Selbstständigkeit fördern sowie
Planung, Zeitmanagement und Ausdauer üben
Durch das Überprüfen von Zwischenresultaten bei prozesshaften Arbeiten Selbstkritik und
Selbstreflexion einüben
Sich dank Kompetenzen im Bereich von Bild-Analyse und Bild-Gestaltung in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Gezielte Literatur- und Bildrecherche betreiben
Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion als auch der Präsentation kompetent einsetzen
Bei der eigenen Arbeit wie auch im veränderten gesellschaftlichen Umfeld die massgebende
Bedeutung digitaler Medien erkennen und diese richtig einsetzen
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude sowie das Vertrauen in die eigene
erfinderische Fantasie stärken
Durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen,
gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
Das manuelle Geschick in Verbindung mit inhaltlich anspruchsvollen Verknüpfungen und
Themenbereichen verbessern
Eigene Arbeiten in Portfolios und Ausstellungen professionell präsentieren
Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbereichen wie
Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Medien, Stadtplanung oder Kulturveranstaltungen möglich.
Inhaltliche Fragestellungen können Bezug nehmen auf Themen im Deutsch- oder
Fremdsprachenunterricht. Historische, kunstgeschichtliche und kulturelle Themen schaffen
Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Im medialen Bereich können durch
differenzierten Umgang mit Medien (z. B. Film- und Präsentationsprogramme, Infografiken, akustische
Medien, Typografie) und Präsentationstechniken Bereiche wie Projektunterricht oder Maturaarbeit
unterstützt werden. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten
Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen
geschaffen werden.
Das Bild in den Medien
Geschichte der Kunst von den Anfängen bis
zum 20. Jahrhundert
Zeitgenössische Kunst
die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf
Motiv, Darstellungsweise und Kontext erfassen.
mediale Bilder und Bildmanipulation im Informationssowie Werbebereich differenziert und kritisch
betrachten.
in einer Werkanalyse verschiedene
Herangehensweisen, darunter die Analyse mittels
eines Kriterienkatalogs, anwenden.
ihr kunstgeschichtliches Epochenwissen aus dem
Grundlagenfach vertiefen und zunehmend stärker im
politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext
verorten.
das Verweissystem innerhalb der Kunstgeschichte
zunehmend besser lesen und verstehen.
sich mündlich und schriftlich mittels einer
differenzierten Fachsprache ausdrücken.
zeitgenössische Kunstwerke analysieren und
sich im Angebot von wichtigen regionalen, nationalen
und globalen Institutionen und Veranstaltungen im
Bereich der Zeitgenössischen Kunst orientieren.
Architektur- und / oder Designgeschichte
Fotografiegeschichte
Ausstellungen, Veranstaltungen Exkursionen
Architektur oder Design exemplarisch in einem
historischen, politischen und gesellschaftlichen
Kontext verstehen und Besonderheiten
zeitgenössischer Werke benennen.
Bezüge zur Kunstgeschichte herstellen.
Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte
von Architektur oder Design erkennen und
sich mittels einer differenzierten Fachsprache
die Geschichte der Fotografie in Verbindung mit der
technischen Entwicklung und im Zusammenhang mit
der Kunstgeschichte verstehen.
unterschiedliche Anwendungsbereiche und Genres der
Fotografie erkennen und benennen.
Fotografien mittels einer differenzierten und technisch
korrekten Fachsprache analysieren.
vor Originalwerken über inhaltliche und formale
Gesichtspunkte diskutieren.
Eine Auswahl aus folgenden analogen Techniken und
Verfahren:
Malerei
Zeichnung
Drucktechniken
3D-Techniken
Digitale Bildbearbeitung
Digitales Bild
Digitale Fotografie
Analoge Fotografie (fakultativ)
Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in
Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch
intuitiv einsetzen.
ihren gestalterischen Ausdruck und die technische
Differenziertheit steigern.
analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren
ergänzen und kombinieren.
digitale Bilder in ihren Eigenschaften verstehen und
den Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse,
Dateigrösse und Qualität nachvollziehen.
ein Bild digital bezüglich Tonwert, Kontrast und
Schärfe optimieren.
Ebenenkombinationen sachgerecht durchführen.
den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite
und Empfindlichkeit auf die Bildgestaltung verstehen.
eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht
und Raum bewusst gestalten.
Fotolabor (analoge Fotografie)
Design und Architektur
Fotografien in einer dem Inhalt angemessen Form
belichten, drucken lassen oder präsentieren.
ein eigenes fotografisches Projekt entwickeln und
Das analoge Fotolabor für Fotogramme, experimentelle
Fotografie oder Vergrösserungen (optional) nutzen.
aufgrund einer konkreten Aufgabenstellung ein
Designobjekt oder Architekturmodell mittels zwei- und
dreidimensionaler Skizzen entwerfen und realisieren.
in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form,
Funktion und Material herstellen.
Selbstreflexion
Individuelle Interessen
Individueller Ausdruck
Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate
begründen, beurteilen und Kritik annehmen.
ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und
kulturhistorischen Erzeugnissen stellen.
offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.
eigene Ziele und Präferenzen formulieren und
selbstständig Schwerpunkte setzen.
eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am
persönlichen Ausdruck stärken.
Zeitgenössische Kunst
Kunstbegriff
Ausstellungen, Veranstaltungen und
mehrtägige Exkursionen
Filmanalyse
die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf
Motiv, Darstellungsweise und Kontext erfassen.
ihr kunsthistorisches Wissen über das 20. und 21.
Jahrhundert festigen und erweitern.
den Wandel vom traditionellen zum erweiterten
Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von
Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder
Installation benennen.
Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und
Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen.
sich eigenständig in thematische Schwerpunkte
einarbeiten.
in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre Vorstellung
von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen
Animations-, Dokumentar- und Spielfilme mit
Filmanalysen kritisch reflektieren.
Projektarbeit
Methode und Prozess
Eigenes Projekt
Präsentieren
zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein
eigenes Projekt durchführen (Abschlussarbeit).
gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit
theoretischen Grundlagen verknüpfen.
eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion
optimieren.
Resultate in passender Form aufbereiten und
ein kleines filmisches Projekt vom Drehbuch über das
Storyboard bis zur Montage selbstständig herstellen.
Eine Auswahl aus folgenden Gebieten des Films
(Theorie und / oder Praxis) (optional im 3. oder 4.
Jahr):
Animationsfilm
Stop-Motion
Dokumentarfilm
Spielfilm
Layout und Typografie
Visuelle Kommunikation
ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse und
Kameraführung bewusst gestalten.
Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text
verständlich, übersichtlich und ansprechend
transportieren.
einen spielerischen, experimentellen Umgang mit
Typografie und Bildtext-Kombinationen finden.
mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter
Einbezug von Typografie, Bildern und grafischen
Mitteln gestalten.
mit typografischen Mitteln auch experimentell und im
animierten Bereich gestalten (optional)
Selbstreflexion
Individuelle Interessen
Individueller Ausdruck
Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate
begründen, beurteilen und Kritik annehmen.
eigene Fortschritte erkennen.
selbstständig Schwerpunkte setzen.
eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung
oder Berufswahl definieren.
sich individuell auf spezielle Anforderungen von
gestalterischen Studiengängen vorbereiten.
die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am
persönlichen Ausdruck stärken.
bei entsprechendem Interesse geeignete
Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an
Gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
Die Umwelt sowie die eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und
Sehkonventionen hinterfragen
Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und
Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene
Lösungsansätze erproben
Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
Arbeiten selbstständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln und dokumentieren
Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die
eigene erfinderische Fantasie stärken
Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und
kulturellen Fragen entwickeln
Manuelles Geschick und technisches Können verbessern
Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines
Portfolios
Der Ergänzungsfachkurs ist vergleichsweise kurz. Daher stehen die fachspezifischen Lerninhalte
klar im Zentrum.
Je nach vertiefendem Lerninhalt sind punktuelle Querverbindungen denkbar. Dazu gehören:
Physikalische Grundlagen der optischen Abbildung in Fotografie und Film; wirtschaftliche Prinzipien
im Kunst- und Medienmarkt; literarisches Erzählen im Vergleich zu Comic und Film; mathematische
Grundlagen in abstrakten Kompositionen und Ornamentik.
3. Lehrplan
Die kantonal vorgegebenen Lerngebiete kombiniert der Lehrplan an der Kantonsschule Baden mit
dem klaren Fokus auf jeweils eines oder eine Kombination aus fünf wählbaren Teilgebieten der
Bildnerischen Gestaltung. Die exemplarisch fokussierten Teilgebiete sind:
Fokus 1: Malerei, Zeichnung, Druckgrafik
Fokus 2: Architektur und Design
Fokus 3: Fotografie und Film
Fokus 4: Medien der visuellen Kommunikation
Fokus 5: Skulptur, Plastik, Rauminstallation
Der jeweilige Fokus des folgenden Kurses wird zum Zeitpunkt der Ergänzungsfachwahl kommuniziert.
1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen
Werkbetrachtung und -analyse anhand ausgewählter
Werkbeispiele, Fachliteratur und audiovisueller
Dokumentationen. Dazu gehören:
Methoden und Praktiken der Werk- und
Produktanalyse in Übungen, Diskussionen und
schriftlichen Arbeiten
Formen und Strukturen der analytischen
Darlegung in schriftlichen Arbeiten und Referaten
beobachtete Sachverhalte sowie die sinnliche oder
analytische Wahrnehmung einer kritischen
Betrachtung unterziehen und dabei Sehkonventionen
und ästhetische Wertungen hinterfragen.
die innerhalb des Lerngebietes relevanten Gattungen,
Genres und Stilausprägungen unterscheiden und
verschiedene Funktionen des Bildlichen und
Gestalteten (z. B. dokumentarisch, ikonisch,
narrativ, dekorativ, kommunikativ) unterscheiden
und nach entsprechenden Gesichtspunkten
betrachten.
in Werk- und Produktbeispielen die Wechselwirkung
formaler, funktionaler und inhaltlicher Aspekte
erkennen und beschreiben.
Sachtexte erfassen und in einer differenzierten
Fachsprache diskutieren.
die konkrete Ausformung von Werk- und
Produktbeispielen im Kontext kultureller
Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft,
Wissenschaft und Technik erkennen.
Betrachtungen und Analysen schriftlich wie mündlich
prägnant darlegen.
2. Lerngebiet: Planen und Realisieren
Werk- und Produktkonzeption gemäss inhaltlicher,
formaler und / oder funktionaler Vorgaben. Dazu
gehören:
Experimentell angelegte Konzeptionsmodelle in
Übungen und grösseren Projekten
Produktorientierte Konzeptions- und
Entwurfsmethoden in Übungen und grösseren
Projekten
Werk- und Produktrealisierung innerhalb technischer
und zeitlicher Rahmenvorgaben. Dazu gehören:
für das Lerngebiet relevante Materialien,
Werkzeuge und Fertigungstechniken in Übungen
und grösseren Projekten
Methoden und Strukturen der Prozessreflexion
und -dokumentation in grösseren Projekten
innerhalb der Rahmenvorgaben konkrete
Fragestellungen und Konzeptionsansätze entwickeln.
den Fragestellungen angemessene experimentelle und
produktorientierte Konzeptionsstrategien anwenden.
vorbildliche Werk- und Produktkonzeptionen
adaptieren und auf gegebene Fragestellungen
anpassen.
verschiedene Entwurfsmethoden und
-werkzeuge angemessen und gezielt einsetzen.
material- und fertigungstechnische
Lösungsmöglichkeiten evaluieren.
die Gesamtrealisierung in planbare Phasen und
Teilschritte gliedern.
Werk- und Produktkonzeptionen dem vorgegebenen
Zeitrahmen, der verfügbaren technischen Infrastruktur
und den eigenen Fertigkeiten anpassen.
unter den Anforderungen der Realisierung die eigenen
technischen Fertigkeiten verfeinern.
wachsam das allfällige Potential unerwarteter
Prozessentwicklungen erkennen und entsprechend
flexibel reagieren.
Realisierungsprozesse reflektiert dokumentieren.
Verorten und Präsentieren selbst realisierter Werke
und Produkte. Dazu gehören:
Methoden und Strukturen der Werk- und
Produktkritik
Formen der Werk- und Produktpräsentation
Resultate des eigenen Schaffens differenziert
kritisieren.
das eigene Schaffen als Position im Kontext
exemplarischer Referenzwerke erkennen und
entsprechend differenziert bewerten.
für ihre Werke und Produkte geeignete Formen der
Präsentation entwickeln.
mit Selbstbewusstsein und Freude in die
Zusammenhänge der visuellen Kultur treten.
eigene Interessen bezüglich Studienrichtung oder
Berufswahl definieren.
bei entsprechendem Interesse geeignete
Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an
Gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen
bei entsprechendem Interesse sich individuell auf
spezielle Anforderungen von gestalterischen
Studiengängen vorbereiten.
Grundlagenfach Biologie
Wochenstunden 2 2 2 –
Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders
Respektvoll mit Lebewesen umgehen
Eigenständig, differenziert und kritisch denken
Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden
Verschiedene technische Hilfsmittel (z. B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen
Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen
Interesse an der Natur und ihren vielfältigen Phänomenen fördern
Bildnerisches Gestalten: genaues Beobachten, grafische Darstellungen, Funktionsmodelle
Chemie: Stoffgruppen, Diffusion und Osmose, Lebensmittel, Schadstoffe
Deutsch: Allgemeiner und fachspezifischer Sprachgebrauch
Geografie: Geobotanik, Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Tourismus
Geschichte: Entdeckungen und Entwicklungen über grössere Zeiträume, Epidemien,
Stammbäume, Wissenschaftstheorie
Informatik: Datenbanken, Bioinformatik
Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung
Physik: Optik, Akustik, Biomechanik, Bionik
Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel
Sprachfächer (vor allem Englisch): Fachwissenschaftliche Artikel
Wirtschaft und Recht: Ressourcen, Biotechnologie
1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens
Merkmale des Lebens
Organisationsebenen
Arbeitsweisen
die Merkmale des Lebens erkennen.
anhand der Organisationsebenen auf die
verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie
rückschliessen.
Arbeitsweisen der Naturwissenschaftlerinnen und
Naturwissenschaftler (z. B. genaues Beobachten,
Dokumentieren von Zuständen,
Informationsbeschaffung, Durchführung von
Experimenten) anwenden.
2. Lerngebiet: Zellbiologie
Bau und Funktion einer Zelle
Transport
Zellteilung
Inhaltsstoffe
Stoffwechsel
Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und
Organellen und Membranen strukturell und funktionell
in den Grundzügen beschreiben.
wichtigste Stofftransportformen (aktiv und passiv)
beschreiben und verstehen.
die Bedeutung des Zellzyklus erklären.
Ablauf und Bedeutung der Mitose verstehen.
die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate,
Fette, Eiweisse) beschreiben.
die Bedeutung zentraler anaboler und kataboler
Stoffwechselwege erfassen.
Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel und Ökologie
3. Lerngebiet: Systematik
Vielfalt der Lebewesen und systematische Kategorien
Systematische Kategorien
Ausgewählte Vertreter der drei Domänen
die Vielfalt der Lebewesen erkennen und
Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen.
die wichtigsten systematischen Kategorien und
ausgewählte evolutionsbiologische Zusammenhänge
exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden
Lebewesen kennenlernen.
sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen.
4. Lerngebiet: Ökologie
Grundlagen der Ökologie
Ausgewählte Ökosysteme
Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren
sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.
grundlegende Prinzipien (z. B. Stoffkreisläufe,
Energiefluss) anhand eines ausgewählten Ökosystems
exemplarisch erklären.
mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf
Ökosysteme erkennen.
5. Lerngebiet: Evolution
Evolutionstheorie nach Darwin
Evolutionsmechanismus
die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie
die Wirkung von Rekombination, Mutation und
Selektion verstehen.
Entwicklung des Lebens
ausgewählte evolutionsbiologische Zusammenhänge
wichtige Entwicklungsschritte der Stammesgeschichte
ausgewählte Methoden der Stammesgeschichtsforschung kennenlernen und die Ergebnisse einordnen
1. Lerngebiet: Allgemeine Botanik
Organe der Pflanze die Anatomie und Physiologie wichtiger
Pflanzenorgane miteinander in Beziehung setzen.
2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit
Schwergewicht Mensch
Übersicht Organsysteme die Anatomie und Physiologie ausgewählter Organe
(z. B. Herz, Kreislauf, Atmung, Ausscheidungsorgane)
resp. Organsysteme in Zusammenhang bringen.
1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit
Schwergewicht Mensch
Fortpflanzung und Entwicklung
Interne und externe Kommunikation
die Individualentwicklung ausgewählter Lebewesen
die evolutiven Vor- und Nachteile der sexuellen und
asexuellen Fortpflanzung diskutieren.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und
Meiose erklären und die biologische Bedeutung der
Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen.
die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie
das Zusammenspiel von Muskulatur und
Nervensystem verstehen.
2. Lerngebiet: Genetik
Klassische Genetik
Molekulargenetik
Gentechnologie
Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren
die Begriffe «DNA», «Chromosom» und «Genom» in
einen Zusammenhang bringen.
die Abläufe und Bedeutung der Replikation,
Transkription und Translation aufzeigen
die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines
transgenen Organismus erläutern.
Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen
sowie grundsätzliche Fragen diskutieren.
Ergänzungsfach Biologie
1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt
Anthropologie
Suchtmittel
Ernährung
über Grundkenntnisse der Menschwerdung
(Paläoanthropologie) referieren.
die wesentlichsten Unterschiede des modernen
Menschen zu seinen nächsten Verwandten benennen.
Sachtexte aus neueren Publikationen verstehen.
das Wirkungsprinzip ausgewählter Drogen erklären.
Wirkungen und Nebenwirkungen ausgewählter Drogen
aufzählen und deren Bedeutung für die Gesellschaft
vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und
Biochemie der Verdauung erlangen.
verschiedene Formen der Fehlernährung und deren
Auswirkungen einordnen.
Krankheiten
Gehirn
Sinnesorgane
Immunologie
Ökologie
die biologischen Grundlagen ausgewählter
Krankheiten (z. B. Krebs) verstehen.
verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen
Funktionen in Zusammenhang bringen.
spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten
in eine Beziehung setzen.
unterschiedliche Gehirne verschiedenen Wirbeltieren
über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion
ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben.
das gemeinsame übergeordnete Prinzip der
Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in
eine Folge von Aktionspotentialen) verstehen.
verschiedene Sinnessysteme miteinander vergleichen.
vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und
Pathologie des Immunsystems erlangen.
Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und
ökologisch vernetzt denken.
2. Lerngebiet: Genetik
Molekulargenetik
Medizinische Genetik
sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten
molekularbiologischen Prozesse ausweisen.
Genregulationsmodelle erklären.
die gesellschaftliche Relevanz der modernen
genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren
Resultate beurteilen.
Chancen und Risiken der personifizierten Medizin
3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Lern- und Sozialverhalten
Humanethologie
historische und moderne Erklärungsansätze zum
Lernverhalten beurteilen.
eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen und
bewerten.
anhand von proximaten und ultimaten Ursachen
ausgewähltes Sozialverhalten erklären.
ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen
Kontext stellen.
menschliche Verhaltensmuster einordnen.
Schwerpunktfach Biologie und Chemie
Wochenstunden – – 3 + 3 3 + 3
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders
In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher
Fragestellungen beiziehen
Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen
Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und / oder chemischem
Hintergrund beteiligen
Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten
erschliessen und in eigenen Worten erklären
Naturwissenschaftliche Texte (z. B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Hypothesen formulieren
Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
Modelle und Theorien kritisch beurteilen
Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer
recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z. B. experimentelle Resultate in einem
Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte
schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Bildnerisches Gestalten: genaues Beobachten, grafische Darstellungen, Funktionsmodelle
Chemie: Stoffgruppen, Diffusion und Osmose, Lebensmittel, Schadstoffe
Deutsch: Allgemeiner und fachspezifischer Sprachgebrauch
Geografie: Geobotanik, Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Tourismus
Geschichte: Entdeckungen und Entwicklungen über grössere Zeiträume, Epidemien, Stammbäume,
Wissenschaftstheorie
Informatik: Datenbanken, Bioinformatik
Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung
Physik: Optik, Akustik, Biomechanik, Bionik
Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel
Sprachfächer (vor allem Englisch): Fachwissenschaftliche Artikel
Wirtschaftswissenschaften: Ressourcen, Biotechnologie
3. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Biologie)
1. Lerngebiet: Ökologie
Praktische Ökologie
Ökosysteme
die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems
erwerben.
exemplarisch in einem Ökosystem (z. B. Gewässer,
Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten,
darstellen und diskutieren.
2. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie
Lebewesen
anabole und katabole Prozesse
Neurobiologie
praktische Untersuchungen an ausgewählten
Lebewesen planen, durchführen und auswerten.
evolutive Anpassungen an ausgewählten Lebewesen
erkennen und diskutieren.
die Bedeutung des Stoffwechsels und der
Stoffwechselkontrolle für ausgewählte Lebewesen
verstehen und diskutieren.
einen ausgewählten Sinn auf anatomischer und
physiologischer Ebene verstehen.
1. Lerngebiet: Molekularbiologie1
Makromoleküle
Ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten:
Gentechnik (optional)
Phylogenie (optional)
Cytogenetik (optional)
ausgewählte Experimente mit Nukleinsäuren und
Proteinen verstehen und durchführen.
sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut
machen.
sich mit Technologien der modernen Biologie vertraut
machen.
die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z. B. Diagnose von
Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen.
2. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Lernen
Sozialverhalten
die für die Ethologie relevanten Lernformen definieren
und deren Zusammenhang mit
Verhaltensveränderungen erkennen.
ausgewählte Sozialverhalten auf der ultimaten und
proximaten Ebene erklären und diskutieren.
1 Besonders geeignet als gemeinsames Lerngebiet des kombinierten Schwerpunktfaches.
4. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Chemie)
1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit
Korrekter Umgang mit Glaswaren und Apparaturen
Sicherheit im Labor
Korrekte Handhabung von Chemikalien
Planung, Durchführung und Auswertung von
Experimenten
Führung eines Laborjournals und Erstellung von
Laborberichten
Teamarbeit
Praktische Anwendung und Erweiterung der im
Theorie-Unterricht behandelten Themen
die wichtigsten Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit
ihrem Fachausdruck benennen.
einfache Apparaturen selber zusammenbauen.
Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und
entsprechend handeln.
Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und sich
über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe
informieren.
auch mit leicht entzündlichen oder
gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen.
auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein
chemisches Problem experimentell gelöst werden
kann.
Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung
experimentell beantwortet werden könnte.
sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen
nachvollziehbar protokollieren.
aus experimentellen Beobachtungen selbstständig
Schlussfolgerungen ziehen.
ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren und
daraus einen Laborbericht anfertigen.
in einem Team arbeiten und einen vorher vereinbarten
Beitrag zum Gesamtergebnis leisten.
anhand ausgewählter Experimente die im Theorie-
Unterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden
und vertiefen.
Physikalische Chemie – Quantenchemie
Welle-Teilchen-Dualismus
Orbitalmodell
Hybridisierung
Mesomerie
Molekülorbital-Modell (= MO-Modell)
Anorganische Chemie
Komplexchemie
Licht und Elektronen als Teilchen- und
Wellenerscheinungen deuten.
die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für
die Struktur der Elektronenhülle erklären.
die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären.
die Anwendungsbereiche und Grenzen des
Hybridisierungsmodells an einfachen Beispielen
erklären und anwenden.
die Anwendungsbereiche und Grenzen des Modells der
Mesomerie an einfachen Beispielen erklären.
die Bedeutung der Mesomerie für organische
Farbstoffe erläutern.
die Anwendungsbereiche und Grenzen des MO-
Modells an einfachen Beispielen erklären und
Grundlagen der Komplexchemie wie die räumliche
Struktur von Komplexen und Ursachen der Entstehung
von Farbigkeit bei Pigmenten erklären und anwenden.
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Anwendungen in der Technik und im Alltag
Gesellschaftliche Verantwortung
für gesellschaftlich relevante chemische
Anwendungen in der Technik oder im Alltag komplexe
Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie
Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und
technischen Anforderungen erklären.
Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von
Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im
Alltag anhand relevanter Beispiele erklären.
1. Lerngebiet: Chemie und Umwelt
Stoffe in der Umwelt
Wirkung von Stoffen auf Lebewesen
Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung,
Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt
mit aktuellen und gesellschaftlich relevanten Inhalten
anhand aktueller Beispiele die Wirkung von
chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären.
(Organische Chemie)
Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff
Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer
Moleküle
Funktionelle Gruppen
Struktur funktioneller Gruppen und Eigenschaften
organischer Stoffklassen
Nomenklatur organischer Verbindungen
erläutern, warum sich Kohlenstoffatome fast beliebig
oft «mit sich selbst» verbinden können.
die wichtigsten Vertreter der homologen Reihe der
unverzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffe mit
Namen und Formel angeben.
Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander
wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen
(z. B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Amino-
Gruppe).
die Eigenschaften von organischen Stoffklassen mit
der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden
funktionellen Gruppen anhand geeigneter Beispiele
organische Moleküle systematisch benennen.
zwischen Konstitution, Konfiguration und
Konformation eines organischen Moleküls
Struktur organischer Moleküle und das Wesen der
Isomerie
Grundkonzept der Reaktionstypen
Anwendungen der organischen Chemie
die Bedeutung der Isomerie für Biologie, Medizin und
Pharmakologie verstehen.
den Sinn der Einteilung organischer Reaktionen in
Reaktionstypen verstehen.
wichtige organische Reaktionstypen an einfachen
Beispielen erklären.
Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion
wichtiger Anwendungen organischer Stoffe aus Natur
und Technik erklären (z. B. Proteine, Fette,
Kohlenhydrate, Kunststoffe).
3. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen
(Physikalische Chemie – Spektroskopie)
Prinzipien der Spektroskopie das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren (z. B.
NMR-, IR-, UV- / Visible- und Massenspektroskopie)
Spektren einfacher Moleküle interpretieren (z. B. im
Hinblick auf deren Strukturaufklärung).
Gemeinsame Lerngebiete, die sich besonders zur Zusammenarbeit zwischen
Chemie und Biologie eignen
Chemie und Umwelt
Stoffe in der Umwelt Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung,
Ausbreitung, Verhalten und Umwandlung von Stoffen
in der Umwelt mit aktuellen und gesellschaftlich
relevanten Inhalten erläutern.
Wirkung von Stoffen auf Lebewesen
Organische Chemie
Anwendungen der organischen Chemie
Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gesellschaftliche Verantwortung
anhand aktueller Beispiele die Wirkung von
chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären.
Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion
wichtiger Anwendungen organischer Stoffe aus Natur
und Technik erklären (z. B. Proteine, Fette,
Kohlenhydrate, Kunststoffe).
Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von
Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im
Alltag anhand relevanter Beispiele erklären.
Grundlagenfach Chemie
Wochenstunden 2 2 2 –
Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders
Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche
Leben und den Alltag erfassen
Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erkennen
Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen
Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen
Worten fachlich korrekt wiedergeben
Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z. B.
mit einem Textverarbeitungsprogramm; Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch
auswerten
Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln
Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Biologie: Toxikologie, Pharmakologie, Physiologie, Molekularbiologie, Neurologie, Umweltchemie
Physik: Thermodynamik, Elektrostatik
Mathematik: Logarithmen, Algebra, Differential- und Integralrechnung
Geografie: Klimatologie: Luftschadstoffe und Klimabeeinflussung; Geophysik: Boden-, Mineralien-
und Gesteinskunde, Rohstoffe und Energieträger
Wirtschaft und Geschichte: stoffliche Basis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung
Sprachen: Verwendung der wissenschaftlichen Sprache, Kommunikationsfähigkeit
Philosophie: Erkenntnistheorie, Weltbild der modernen Naturwissenschaften, Spannungsfeld
Natur-Kultur
1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
Gemische und Reinstoffe, Verbindungen und Elemente
Stoffeigenschaften
Konzept der kleinsten Teilchen
Atomsymbole, Summenformeln, Atom- und
Teilchenmasse
die Kategorien Gemische, Reinstoffe, Verbindungen
und Elemente erklären und richtig anwenden.
die für die Chemie zentrale Bedeutung der Reinstoffe
erklären und deren Stoffeigenschaften
kleinste Teilchen und ihre Funktion für die
Stoffeigenschaften erläutern.
das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um
physikalische Phänomene wie Aggregatszustände und
ihre Änderungen zu beschreiben.
im Periodensystem der Elemente (= PSE) Name,
Atomsymbol und Atommasse bekannter Elemente
für einfache Verbindungen Summenformel, Name und
Teilchenmasse angeben.
2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem
Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz
Elementarteilchen
Kern- / Hülle-Modell
Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des
Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und
die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron
und deren Eigenschaften aufzählen.
die Entwicklung des Kern- / Hülle-Modells mit Hilfe des
Streuversuchs von Rutherford verstehen.
Modell der Atomhülle
Periodensystem der Elemente
die Bedeutung der Begriffe «Nukleonenzahl»,
«Ordnungszahl» und «Isotope» erklären und die
Begriffe richtig anwenden.
anhand des PSE die ein Atom aufbauenden
Elementarteilchen angeben.
die Atomhülle unter Berücksichtigung der
Energieniveaus ihrer Elektronen beschreiben und
zeichnen.
die besondere Bedeutung der Valenzschale für die
Eigenschaften der Elemente erklären.
die Struktur des PSE und die Eigenschaften der
Elemente mit der Verteilung der Elektronen in der
Atomhülle erklären.
die Bedeutung der Anziehungskräfte zwischen Kern-
und Valenzelektronen für das Verhalten eines Atoms
als Metall oder Nichtmetall erläutern.
die Bedeutung der Einteilung Metall und Nichtmetall
für das chemische Verhalten von Elementen erklären.
den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und
Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden
mit der Struktur der Atome erklären.
3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Elektronenpaarbindung
und molekular aufgebaute Stoffe
Räumliches Modell der Atomhülle
Elektronenpaarbindung
Lewis-Formeln von Molekülen
Elektronegativität und Polarität von kovalenten
Bindungen
ein räumliches Modell der Atomhülle beschreiben und
anwenden, das geeignet ist, die
Elektronenpaarbindung zwischen Nichtmetallen und
ihren räumlichen Aspekten darzustellen.
die in einer Elektronenpaarbindung wirkenden Kräfte
mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die Lewis-
Formeln von Atomen und einfachen Molekülen
herleiten.
die Elektronegativität erklären und für das Beurteilen
der Bindungspolarität nutzen.
den Zusammenhang zwischen Bindungspolarität,
Bindungsstärke und Energiegehalt erklären.
Molekül-Geometrie
Zwischenmolekulare Kräfte (= ZMK)
die räumliche Gestalt von Molekülen anhand eines
geeigneten Modells herleiten und mit einer
Strukturformel dreidimensional darstellen.
die Entstehung der ZMK (Van-der-Waals-Kräfte,
Dipolkräfte, Wasserstoffbrücken) auf der Ebene der
kleinsten Teilchen erklären.
anhand der beteiligten ZMK die verschiedenen
Siedetemperaturen von molekularen Stoffen
die Löslichkeit und Mischbarkeit von Stoffen mit Hilfe
der ZMK erklären.
1. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Ionenbindung und Salze
Bildung einatomiger Ionen
Ionenbindung
Ionengitter
Namen und Formeln von Salzen
Mehratomige Ionen
Eigenschaften von Salzen
Lösevorgang von Salzen in Wasser
die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von
Metallen und Nichtmetallen erklären.
mit einem geeigneten Modell die wirkenden Kräfte der
Ionenbindung beschreiben.
die Bildung des Ionengitters und dessen
Charakterisierung beschreiben.
die Namen und Formeln von Hauptgruppenmetall-
Salzen mit Hilfe des PSE ableiten.
erklären, warum Nebengruppenmetalle mehrere stabile
Ionen bilden können.
die Namen von Nebengruppenmetall-Salzen aufgrund
der Salzformel herleiten.
darlegen, wie mehratomige Ionen entstehen können.
die Namen und Formeln von wichtigen mehratomigen
Ionen nennen.
typische Eigenschaften von Salzen anhand des
verwendeten Modells erklären.
den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der
Teilchen-Ebene beschreiben.
2. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Metallische Bindung und
Metalle
Metallbindung
Eigenschaften von Metallen
die Metallbindung anhand eines einfachen Modells mit
Hilfe von Atomrümpfen und frei beweglichen
Elektronen erklären.
typische Eigenschaften von Metallen anhand des
verwendeten Modells erklären.
Legierungen den Begriff «Legierungen» erklären und einige
ausgewählte Beispiele von Legierungen beschreiben.
3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Quantitative Beschreibung von
Stoffumwandlungen
Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen die Bedeutung der Grössen Mol, Molmasse und
Molvolumen auf der Ebene der kleinsten Teilchen
Reaktionsgleichungen aufstellen und die oben
erwähnten Grössen für die Bearbeitung von einfachen
stöchiometrischen Fragestellungen nutzen.
4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Energetik / Triebkräfte chemischer
Reaktionen
Enthalpie
Entropie
Gibbs-Helmholtz-Beziehung
energetische Veränderungen bei exothermen und
endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte
und Produkte abschätzen.
mit Hilfe von Tabellenwerten die Reaktionsenthalpie für
einfache Anwendungen berechnen.
Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären
sowie bei einfachen Anwendungen abschätzen.
die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der
Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge
5. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Reaktionsgeschwindigkeit
Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung
Katalysatoren
die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit bei
Reaktionen in der unbelebten und belebten Natur
die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von
Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad
die Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel (=
RGT-Regel) anwenden.
das Funktionsprinzip von Katalysatoren erläutern.
die Bedeutung von Katalysatoren in der unbelebten
und belebten Natur anhand von einfachen Beispielen
6. Lerngebiet: Experimentieren
Kenntnis von Glaswaren
Sicherheitsaspekte
Korrekte Handhabung von Chemikalien
Durchführung und Auswertung von einfachen
Experimenten
die einfachsten Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit
ihrem Fachausdruck benennen.
die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen.
auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtig umgehen.
Einfache Experimente wie Filtration, Titration oder
Destillation anhand einer ausformulierten
Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen.
sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen
festhalten.
aus experimentellen Beobachtungen selbstständig
Schlussfolgerungen ziehen.
1. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Gleichgewichtsreaktionen
Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen
dynamisches Gleichgewicht chemischer Reaktionen
Massenwirkungsgesetz
Le Châtelier-Prinzip
erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein
können.
den Zusammenhang zwischen typischen
Gleichgewichtsreaktionen und den Triebkräften
chemischer Reaktionen erklären.
das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem
qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene
die Bedeutung des Massenwirkungsgesetzes für die
Beschreibung von Gleichgewichtsvorgängen erklären.
aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das
Massenwirkungsgesetz herleiten.
voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und
Temperaturänderungen auf ein chemisches
Gleichgewicht auswirken.
2. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Säure / Base-Reaktionen
Säure / Base-Reaktionen
pH-Wert
Säurestärke
Säure / Base-Reaktionen als Übertragung von
Wasserstoff-Ionen erklären.
die Begriffe «Säure» und «Base» definieren.
für einige Säuren und Basen Namen und Formeln
einfache Protolysereaktionen formulieren.
den pH-Wert definieren und seine Bedeutung für die
unbelebte und belebte Natur erklären.
die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure
die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der
Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben.
Bedeutung von Säure / Base-Reaktionen
für wässrige Lösungen einfache pH-Wert-
Berechnungen durchführen.
die Bedeutung von Säure / Base-Reaktionen anhand
einiger wichtiger Anwendungen erklären.
3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Redoxreaktionen
Reduktion und Oxidation
Oxidationszahlen
Reduktions- und Oxidationsmittel
Redoxreaktionen
Galvanische Elemente / Elektrolyse
Redoxreaktionen als Elektronenübertragung bzw. -
verschiebung definieren.
die Oxidationszahlen in Molekülen und Ionen ermitteln.
die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von
potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln
abzuschätzen.
Reaktionsgleichungen für einfache Redoxvorgänge
mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von
Redoxvorgängen unter Standard-Bedingungen
qualitativ voraussagen.
das Prinzip der Elektrolyse und von galvanischen
Elementen (Batterien) erklären.
4. Lerngebiet: Organische Chemie2: Systematik und Eigenschaften organischer
Stoffe
Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der
Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären.
2 Im Sinne eines kontextorientierten und zukunftsgerichteten Chemieunterrichts ist das Lerngebiet «Organische Chemie» in
besonderem Masse geeignet, um die zu erreichenden Inhalte der ersten beiden Klassen an anwendungsorientierten und
modernen Themen exemplarisch zu vertiefen.
Kohlenwasserstoffe (= KW) als Grundgerüste
organischer Moleküle
Stoffklassen und funktionelle Gruppen
Eigenschaften organischer Stoffe
die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der
unverzweigten gesättigten KW mit Namen und Formeln
aufzählen.
einige wichtige Stoffklassen mit deren funktionellen
Gruppen (z. B. Alkohole, Carbonsäuren) aufzählen.
typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie
Fettlöslichkeit und hoher Energiegehalt aufgrund der
Teilchenstruktur erklären.
5. Lerngebiet: Organische Chemie: Charakteristische Umwandlungen
organischer Stoffe
Umwandlungen organischer Stoffe einfache Beispiele von Reaktionen organischer Stoffe
Ergänzungsfach Chemie
1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit
Durchführung von Experimenten
Sicherheit
Auswertung von Experimenten
Experimente sachgerecht durchführen.
Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und
entsprechend handeln.
ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren.
Bereiche der Physikalische Chemie wie
quantenchemische Aspekte des Atoms und der
Atombindung, Fotochemie
Bereiche aus der anorganische Chemie wie
Komplexchemie, Protolysengleichgewichte in der
Natur, Halbleiterchemie
Bereiche der organischen Chemie wie Struktur
organischer Stoffe, Nomenklatur, Beispiele
mehrstufiger Synthesen
Toxikologie / Pharmakologie
Analytische Chemie
Umweltchemie
über Grundkenntnisse der physikalischen Chemie wie
quantenchemische Aspekte des Atoms und der
Atombindung oder Fotochemie referieren.
die Bedeutung der ausgewählten Themen für das
Verständnis natürlicher Phänomene erkennen.
vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der
anorganischen Chemie wie Komplexchemie,
Protolysengleichgewichte in der Natur oder
Halbleiterchemie erklären.
über Beispiele anorganischer Reaktionen in ihrer
täglichen Umgebung Auskunft geben.
eine Verbindung der ausgewählten Bereiche zu
Vorgängen in der Natur und Technik herstellen.
vertiefte fachliche Kenntnisse von Bereichen der
organischen Chemie wie Struktur der organischen
Stoffe, Nomenklatur oder Beispiele mehrstufiger
Synthesen darlegen.
die Bedeutung der ausgewählten Bereiche der
organischen Chemie für die Biologie und Pharmazie
die Grundlagen der Toxikologie / Pharmakologie
anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge
zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und
Toxikologie beschreiben.
das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.
B. NMR-, IR-, UV- / Visible- und Massenspektroskopie
Spektren einfacher Moleküle interpretieren (z. B. im
Hinblick auf deren Strukturaufklärung).
anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien
der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und
Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären.
anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von
chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären.
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Anwendungen in der Technik und im Alltag (wobei
besonders auf aktuelle und gesellschaftlich relevante
Inhalte geachtet werden soll, da anhand derselben der
rasante technische Fortschritt in diesen Bereichen
thematisiert werden kann)
Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in
der Technik nennen und verstehen.
Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder
chemischer Stabilität und Anforderungen für den
Alltag oder die Technik erkennen.
Grundlagenfach Deutsch
Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders
Die Bedeutung der Sprache für die eigene Persönlichkeit erfassen
Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen
Literatur in ihrer Historizität begreifen und einordnen können
Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten
Sich mit Argumenten anderer kritisch auseinandersetzen und einen eigenen Standpunkt
Offenes, forschendes Denken und eigene Fragen entwickeln
Situationen durch Sprache bewusst gestalten
In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen
Sich in fremde Lebenssituationen hineindenken
Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben, sprechen und präsentieren
Grundformen der Wissenschaftssprache anwenden
Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
Zuhören und sprachlich angemessen reagieren
Konzentriert, sorgfältig und ausdauernd an Texten arbeiten
Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen
Die ästhetische Dimension von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache erkennen
Kreativität entwickeln und erweitern
Mit intellektueller Neugier am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb Anteil nehmen
Sinnvoll recherchieren
Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
Sich in der Welt der Medien orientieren
Bildnerisches Gestalten: Verbindungen von Literatur- und Kunstgeschichte, gattungsübergreifende
Formen (z. B. Comics, Filme), künstlerische Inszenierung von Literatur (z. B. Bühnenbilder und
Kostüme in Theateraufführungen, eigene Kurzfilme), Beschreibung, Analyse und Interpretation von
Kunstwerken (z. B. Bildbetrachtung), Fragen der Ästhetik (z. B. ästhetische Theorien), Typografie (z.
B. Schriftentwicklung), Mythologie und Ikonografie
Geistes- und Sozialwissenschaften: historische und soziale Themen in der Literatur (z. B.
historische Romane), historio- und soziolinguistische Fragestellungen (z. B. sprachliche
Diskriminierung), Erschliessung von Sachtexten (z. B. Lesetechnik), philosophische Fragestellungen
(z. B. nach Sinn und Bedeutung), Sprach- und Landesgrenzen
Mathematik: Logik
Musik: Verbindungen von Literatur- und Musikgeschichte, Sprache als akustisches Phänomen (z. B.
Metrik), gattungsübergreifende Formen (z. B. Opern, vertonte Gedichte), Stimmbildung
Naturwissenschaften: naturwissenschaftliche Themen in der Literatur, biologische Grundlagen der
menschlichen Sprache (z. B. rhetorische Figuren und kognitive Prozesse), Erschliessung von
Sachtexten (z. B. Lesetechnik), Fachsprachen
Sport: körperliche Ausdrucksformen (z. B. Theaterübungen)
Sprachfächer: Grammatik und Wortschatz im Vergleich (z. B. Fremdwörter), komparatistische
Literaturanalyse (z. B. der Einfluss der deutschen Romantik auf die europäische Literatur),
gemeinsame literaturgeschichtliche Hintergründe (z. B. antike Mythologie)
Wirtschaft und Recht: wirtschaftliche und rechtliche Themen in der Literatur (z. B. Kriminalromane),
amtliche Sprachregelungen (z. B. Hintergründe zum Duden), wirtschaftliche Hintergründe im
Literaturbetrieb (z. B. Verlagswesen, Printmedien), Sprache und Werbung
Gattungen der Literatur
Literatur als Überschreitung der eigenen
Lebenssituation
Lesehaltungen
Lesetechnik
epische, dramatische und lyrische Texte als
spezifische literarische Darstellungsformen
eine der Gattungen mit ihren Merkmalen und Formen
mittels literarischer Texte den eigenen Horizont
*Lesehaltung bewusst wählen (Identifikation,
Information, Unterhaltung, Analyse).3
*Lesetechniken unterscheiden sowie situations- und
textsortengerecht einsetzen.
*nicht Verstandenes erkennen und durch gezielte
Fragen erschliessen.
*einfache Sachtexte verstehen.
3 Mit * gekennzeichnete Kompetenzen bezeichnen basale fachliche Kompetenzen für die allgemeine
Studierfähigkeit gemäss Eberle et al.: Kurzbericht zuhanden der EDK, Oktober 2014.
Reflexive Texte
Literarische Texte
Schreibplanung
Nachschlagewerke
*Gedanken zu gesellschaftlichen, politischen und
kulturellen Ereignissen schriftlich ausdrücken.
über sich schreiben.
*für den Unterricht relevante Textsorten (z. B.
Mitschrift, Inhaltsangabe) verfassen.
kurze literarische Texte verfassen.
*ihr Schreiben als strukturierten Prozess
organisieren.
ihre Kreativität durch Inspirationstechniken gezielt
analoge und digitale Wörterbücher bzw.
Informationsmedien sinnvoll nutzen.
Zuhören
Aussprache
Statement
Diskussion
Präsentieren
Rezitieren
Feedback
*mündlicher Rede folgen und das Gesagte sinnvoll
*ein gepflegtes Standarddeutsch sprechen.
*einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten.
*sich differenziert und lösungsorientiert in eine
Diskussion einbringen.
*Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und
literarische Texte gestaltend vorlesen.
eine konstruktive, auf Kriterien basierende
Rückmeldung geben.
Orthografie und Interpunktion
Medien
Kommunikationstheorie
Fachbegriffe und fachspezifischer Wortschatz
*die in der Bezirksschule erworbenen Kenntnisse festigen,
differenzieren und erweitern.
*die in der Bezirksschule erworbenen Kenntnisse
festigen, differenzieren und erweitern.
*ihre Sprach- und Medienbiografie reflektieren.
Kommunikationsmodelle verstehen und ihre Leistung
fachspezifische Grundbegriffe anwenden.
Gattungen der Literatur
Texte aus verschiedenen Zeiten
Arbeit an Texten
Literatur und Medien
eine weitere Gattung mit ihren Merkmalen und
Formen erfassen.
sich auf Texte einlassen und sie als Ausdruck ihrer
Zeit verstehen.
*Texte mit wissenschaftlicher Begrifflichkeit
*Literatur als Konstrukt mit verschiedenen
Wirkungsabsichten erkennen.
*komplexere Sachtexte erschliessen und beurteilen.
*argumentative Sachtexte analysieren.
Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren
medialen Adaptionen herstellen und beurteilen.
Erörternde Texte
Literarische Texte
Stil
Kohärenz
produktiver Umgang mit Literatur
Schreibprozess
*einen Sachverhalt schriftlich erörtern.
*weitere Sachtexte verfassen (z. B. Bericht).
weitere literarische Texte verfassen.
grammatische Varianten als Stilmittel erkennen.
*Mittel der Textkohäsion und -kohärenz erkennen
literarische Texte umschreiben.
*eigene wie fremde Texte überarbeiten.
Textverarbeitungsprogramme für das Schreiben
Zuhören
Argumentieren
mündlicher Rede folgen und zum Gesagten Stellung
*aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören.
*Differenziert argumentieren.
verbale, paraverbale und nonverbale Aspekte der
Kommunikation beachten.
Synchrone Sprachwissenschaft
Medientheorie
*grammatische Probleme vertieft betrachten.
*Bezüge zwischen grammatischen Kategorien und
Textsorten herstellen.
exemplarische sprachwissenschaftliche Phänomene
(z. B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie) erörtern.
*sich sowohl konkret als auch theoretisch und kritisch
mit unterschiedlichen Medien auseinandersetzen.
Gattungen der Literatur
Erschliessen von Texten
Medientexte
eine weitere Gattung mit ihren Merkmalen und
Formen erfassen.
ausgewählte literarische Epochen in ihren
Grundzügen begreifen.
*Texte als Variationen von Mustern verstehen.
*rhetorische Mittel und ihre Wirkung erkennen.
*Texte mittels Thesen und Fragestellungen
journalistische Texte erarbeiten und kritisch
Argumentative Texte
Wissenschaftssprache
Schreibprozess
*zu einem Sachverhalt, zu einem Text oder einem
anderen Medienprodukt wertend Stellung nehmen
(z.B. in der Form einer Rezension oder eines
Kommentars).
*einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache
anwenden (Definition, Hypothese).
*korrekt mit fremden Texten umgehen (Paraphrase,
Zitat, Quellenangabe).
*das eigene Schreiben wirkungsorientiert
überarbeiten.
Vortragen
Rhetorik
Kommunikationsprozesse analysieren und gestalten.
*einen grösseren Redebeitrag halten.
*Redestrategien einsetzen.
Synchrone Sprachwissenschaft
Diachrone Sprachwissenschaft
komplexere sprachwissenschaftliche Gebiete und
Probleme erkunden und erörtern (z. B. Spracherwerb,
Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimensionen
der Sprachverwendung).
Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten
Beispielen erläutern.
Erschliessen von Texten
Essay
weitere literarische Epochen in ihren Grundzügen
begreifen.
epochenspezifische Merkmale an Texten erkennen.
literarische Texte im Verhältnis zu gesellschaftlichen
Debatten wahrnehmen.
sich anspruchsvollen Texten stellen und ihre
Fragestellungen sowie literarischen Besonderheiten
unterschiedliche Interpretationsmethoden
ein literarisches Werk selbstständig analysieren.
Besonderheiten essayistischer Darstellungen
Argumentierende Texte
Schreibprozess
komplexere argumentative Texte
(umfangreichere Erörterung, Essay) verfassen.
das eigene Schreiben reflektieren
(Stärken, Schwächen, Fortschritte).
Gesprächskompetenz
konkrete Kommunikationsprozesse analysieren
(z. B. Sprache als Macht- und Manipulationsmittel).
sich in einem Prüfungsgespräch kompetent
eine respektvolle Gesprächskultur pflegen.
Sprachphilosophie
Medientheorie
Zusammenhänge von Sprache und Denken sowie
Sprache und Welt kritisch reflektieren.
Grammatik als Modell erkennen.
spezifische Leistungen und gesellschaftliche
Implikationen von Medien beurteilen.
Grundlagenfach Englisch
Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders
Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen
nutzen
Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen
Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen
Englisch und Deutsch erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen
Kreativ mit Sprache umgehen
Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt
einschliesslich der Länder des Commonwealth
Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer «lingua franca» zu. Das Fach kann
deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten
angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und
Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für
fächerübergreifendes Arbeiten. Mögliche Vernetzungen:
Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen
Moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth,
Kulturwandel
Musische Fächer: z. B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung
Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction
Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien
Grammatik der Bezirksschule
Grammatik der «Intermediate»-Stufe erweitern und
vertiefen
Wortschatz des Lehrmittels (und zusätzlich eines
Grund- und Aufbauwortschatzes (optional))
Sprachvergleich
der Lernstufe entsprechend grammatikalische
Strukturen erkennen und anwenden.
grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen
verstehen (z. B. Zeitensystem).
ihren Wortschatz erweitern.
der Stufe entsprechende analoge und digitale
Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll
grundlegende Verschiedenheiten in den Bereichen
Grammatik und Wortschatz zwischen Englisch und
Deutsch erkennen (z. B. present perfect vs. Perfekt).
die Hörtexte des Lehrmittels verstehen (z. B.
Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und
Informationstexte).
bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt
sich ausdrücken, ohne dass die Aussprache das
Verständnis beeinträchtigt.
sich in häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit
einfachen sprachlichen Mitteln verständigen.
sich an einfachen Gesprächen über ihnen bekannte
Themen beteiligen.
ein ihnen geläufiges Thema mündlich präsentieren und
auf Fragen eingehen (z. B. über Hobby, Familie,
persönliche Erlebnisse).
die Texte des Lehrmittels oder einfache literarische
Werke verstehen, zusammenfassen und ihre Meinung
dazu äussern.
die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen
einfache kürzere Texte schreiben (z. B. persönliche
Briefe, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen,
Kommentare).
Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte oder
simplified readers (z. B. young adult fiction, short
stories, short novels, short plays)
Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse
Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche sowie historische Aspekte der
englischsprachigen Welt
einfache bis mittelschwere Originaltexte lesen und
relevante Aspekte eines Werkes zusammenfassen und
kommentieren.
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «plot»,
«character», «setting») verstehen und anwenden.
einfache bis mittelschwere Beiträge (Text,
Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der
englischsprachigen Welt verstehen, zusammenfassen
und kommentieren (z. B. festivals, traditions, school
systems).
Grammatik auf der «Intermediate / Upperintermediate»-Stufe erweitern und vertiefen
Wortschatzerweiterung
Sprachvergleich
stufengerechte grammatikalische Strukturen
anwenden sowie Zusammenhänge im
grammatikalischen System erkennen.
lexikalische Strukturen (z. B. verb patterns, word
formation) erkennen und anwenden.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bereichen
Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch und
Deutsch erfassen (z. B. Konditionalsätze).
mittelschwere Hörtexte des im Klassenunterricht
verwendeten Lehrmittels verstehen.
verständlich und ohne viele Fehler sprechen.
bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt
sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme
verständigen.
sich an einfachen Gesprächen über allgemeine
Themen beteiligen.
ein selbst gewähltes Thema präsentieren.
mittelschwere Texte im Rahmen des Lehrmittels
verstehen, zusammenfassen und kommentieren.
verschiedene Lesestrategien unterscheiden und
anwenden (z. B. predicting content, reading for gist,
close reading).
einfache authentische Sachtexte (z. B. kürzere
Zeitungsartikel oder Artikel aus «Spotlight») und
längere einfache literarische Werke verstehen.
Schreiben bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt
unterschiedliche kürzere Texte verfassen (z. B.
Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen,
Zusammenfassungen).
Stufengerechte Originalliteratur (z. B. short novels,
three-act plays)
Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche sowie historische Aspekte der
englischsprachigen Welt
mittelschwere Originaltexte lesen, verstehen und sich
dazu äussern.
weiter Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B.
«narrator», «plot», «setting») verstehen und anwenden.
Eigenheiten und Andersartigkeit englischsprachiger
Kulturen anhand verschiedener Beiträge (Texte,
Tondokumente, Filme) erkennen und benennen (z. B.
Nordirlandkonflikt, Apartheid).
ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren.
Grammatikthemen der «Upper-intermediate /
advanced»-Stufe
Stufengerechte Originalliteratur (z. B. short novels,
three-act plays).
einsprachige Wörterbücher benutzen.
ihren Wortschatz mit Hilfe von Wortschatzbüchern
systematisch erweitern.
lexikalische Strukturen (z. B. cohesive devices)
erkennnen und anwenden.
verschiedene sprachliche Register unterscheiden (z. B.
formal / informal English).
längere Redebeiträge und Vorträge im Original
verstehen und einer komplexen Argumentation folgen.
fliessend, verständlich und ohne viele Fehler sprechen.
ein breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen.
bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt
sich an Gesprächen über allgemeine Themen und im
Unterricht gelesene Texte beteiligen.
ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches
Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren.
eine überzeugende Rede zu einem selber gewählten
Thema halten, die Argumentation auf die Zuhörenden
abstimmen, auf Fragen adäquat reagieren und die
eigene Meinung auf schlüssige Art begründen.
aktuelle Medienbeiträge verstehen, auf der Grundlage
vorgegebener Kriterien analysieren und kritisch
reflektieren (z. B. Zeitungsartikel, Reportagen,
Interviews).
bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt
verschiedene, insbesondere auch formelle Textsorten
produzieren (z. B. Bericht, Rezension, formeller Brief,
Leserbrief).
klar strukturierte längere Texte schreiben (z. B. fiveparagraph essay).
Stufengerechte Originalliteratur verschiedener Länder
und Genres, thematische Literatur
Literaturanalyse vertiefen
Literatur im Kontext
Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche sowie historische Aspekte der
englischsprachigen Welt
sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der
englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen
Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen.
mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte
verstehen und Auskunft geben über
Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der
Personen.
weitere Begriffe der Literaturanalyse (z. B. «point of
view, «theme», «motif») verstehen und anwenden.
literarische Originaltexte verschiedener Länder und
Genres verstehen.
gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren
und mit eigenen Wertvorstellungen konfrontieren.
englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio,
Printmedien, Film) sowie literarische Texte im
soziokulturellen und historischen Kontext verstehen
und kritisch reflektieren (z. B. American elections,
current affairs, global issues).
Grammatikthemen der «Advanced»-Stufe
ihre Kenntnisse der englischen Grammatik
aktualisieren und anwenden.
einen breitgefächerten Wortschatz differenziert und
situationsgerecht anwenden.
ihren Wortschatz selbstständig erweitern.
die Wirkung der englischen Sprache in literarischen
wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen
Beiträgen reflektieren.
längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht
klar strukturiert und Zusammenhänge nicht explizit
ausgedrückt sind.
Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen.
Hörtexte mit markanten regionalen oder sozial
bedingten Abweichungen von der Standardsprache in
den Hauptpunkten verstehen (z. B. Irish English,
Slang).
sich situationsgerecht und einigermassen stilsicher
verschiedene Redemittel wirkungsvoll einsetzen.
ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar
strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent
beantworten.
Diskussionen planen und durchführen (z. B. zu
aktuellen kontroversen Themen).
ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und
in Diskussionen eigene Beiträge mit anderen
Sachtexte aus verschiedenen Quellen (z. B. Zeitungen,
Fachmagazinen, Internet) verstehen und
anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit
entsprechenden Hilfsmitteln selbstständig
interpretieren und kritisch reflektieren.
verschiedene syntaktische Strukturen sowie ein
differenziertes Vokabular benutzen.
sich weitgehend korrekt und adressatengerecht
überzeugend argumentieren.
Informationen in klar strukturierter, kohärenter Form
unterschiedliche längere Textsorten (z. B. fiveparagraph essay, Erörterung, literary commentary,
fiktionaler Text) verfassen.
Stufengerechte literarische und thematische
Originaltexte unterschiedlicher Genres und aus
verschiedenen Epochen
Literaturanalyse
Literatur im Kontext
Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche sowie historische Aspekte der
englischsprachigen Welt
anspruchsvolle literarische Originaltexte unter Beizug
von Hilfsmitteln analysieren, interpretieren und in
ihrem historischen Kontext betrachten.
bedeutungsrelevante Aspekte eines literarischen
Textes (z. B. Handlungsablauf, Thematik,
Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen
zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge
schaffen.
selbstständig eine plausible Interpretation eines Textes
literarische Originaltexte verschiedener Länder,
Genres und Epochen verstehen.
gesellschaftliche Grundstrukturen und
Wertvorstellungen ausgewählter Länder des
englischsprachigen Kulturraums im Vergleich
englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio,
Printmedien, Film) sowie literarische Texte im
soziokulturellen und historischen Kontext verstehen
und kritisch reflektieren.
sich anhand authentischer Beiträge (Literatur,
Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen
Welt auseinandersetzen (z. B. current affairs, native
populations, colonialism).
Grundlagenfach Französisch
Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders
Sprache als Mittel zur Reflexion von eigenen und anderen Identitäten und Normen erkennen
Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
Sprache als Mittel zur Kommunikation nutzen
Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
Die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern
Ein Sprachbewusstsein entwickeln
Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
Kreativ mit Sprache umgehen
Kompetent online recherchieren (z. B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
Wörterbücher und Lexika nutzen
Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
Aus dem Grundlagenfach Französisch ergeben sich Querverbindungen zu den meisten Fächern,
besonders zu den Sprach- und den geisteswissenschaftlichen Fächern, zum Beispiel:
Sprachfächer: literarische Epochen, literarische Gattungen, literarischer Transfer, Intertextualität,
Literaturanalyse, Rhetorik, für mehrere Sprach- und Kulturräume gesellschaftlich oder historisch
relevante Themen (z. B. Jugend, Zweiter Weltkrieg), Mehrsprachigkeit in der Schweiz,
Sprachvergleich (Vokabular, Etymologie, Syntax), Filmanalyse
Geschichte: Epochen und historische Ereignisse (Absolutismus, Französische Revolution,
Aufklärung, Weltkriege, Kolonialismus)
Geografie: Industrialisierung, Kolonialismus, Maghreb, Immigration
Philosophie: Französischsprachige Philosophen, Ideengeschichte, Aufklärung, Existentialismus
Psychologie: Psychologische Interpretation von literarischen Texten, Sprache und ihre Wirkung
Religion: Religiöse Darstellungen und Fragestellungen in der Literatur und im Film
Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Text-Bild-Beziehung, Architektur
Musik: Vertonte Literatur (Libretti, z. B. Don Juan, Carmen)
Wirtschaft und Recht: aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der französischsprachigen Länder, Armut,
Immigration
Mathematik, Physik, Chemie, Biologie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem Bezug (z.
B. Fermat, Pascal, frères Lumière, Marie Curie), Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene in
literarischen Texten
Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturgische Struktur, Rhetorik,
literarische Gattungen, kreativer Umgang mit Sprache
Morphologische und syntaktische
Grundstrukturen, (z. B. Verben, Zeiten und Modi,
Satzbau, Wortarten)
Themen- und textbezogener Grundwortschatz
Sprachregister (z. B. Standard- vs.
Umgangssprache)
bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen
festigen.
neue morpho-syntaktische Strukturen bilden und
den bereits erworbenen Wortschatz festigen.
den Wortschatz erweitern und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der
gleichen Wortfamilie erschliessen.
elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
klare umgangssprachliche Abweichungen von der
Standardsprache erkennen.
Deutlich und relativ langsam gesprochene
einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache (z. B. Alltagsgespräch,
Diskussionen, didaktisierte
Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh-
und Radiosendungen, Film, Podcasts)
die Hauptpunkte eines Redebeitrags verstehen.
nach wiederholtem Hören bestimmte Einzelheiten
eines Redebeitrags identifizieren.
Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache
kürzere Redebeiträge (z. B. Rollenspiele,
Diskussionen, Kurzreferate)
Einfache literarische und andere Originaltexte
(z. B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte)
Aussprache und Intonation
Einfache Texte zu bekannten Themen
Textsorten (z. B. Kommentar, Interview, innerer
Monolog, Dialoge)
das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der
Lehrperson in Französisch verstehen.
sich spontan und verständlich ausdrücken.
sich mit einer Rolle identifizieren.
an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung
ausdrücken und begründen.
strukturierte Kurzreferate halten.
Texte verstehen und global zusammenfassen.
die explizite Struktur eines Textes erkennen.
Unverstandenes durch den Kontext erschliessen.
weitgehend korrekt vorlesen.
kurze, kohärente Texte schreiben.
Texte verschiedener Textsorten verfassen.
Handlungsebene eines literarischen Textes
Einfache literarische Texte
Textimmanentes historisches Wissen (z. B.
Zweiter Weltkrieg, Paris)
Einfache Themen aus der Gesellschaft und Kultur
der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs
bzw. der Francophonie (z. B. Regionen und ihre
Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit
französischsprachiger Jugendlicher)
die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen
untereinander beschreiben und erklären.
die Entwicklung der Figuren und der Handlung
vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur
eigenen Lebenswirklichkeit herstellen.
den für das Textverständnis erforderlichen
historischen Kontext in eigenen Worten wiedergeben.
ausgewählte Themen erarbeiten und in eigenen Worten
ausgewählte Gegenstände erarbeiten und verstehen.
Gegenstände französischsprachiger Kultur (z. B.
Chansons, la B.D., Filme, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips)
Morphologische und syntaktische
Grundstrukturen (z. B. Zeiten und Modi,
Wortarten, Satzbau, Äusserungsarten)
Themen- und textbezogener Grundwortschatz
Worterschliessungsstrategien
– Induktive Sprachbeobachtung
bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen
weitere morpho-syntaktische Strukturen bilden und
den Wortschatz systematisch erweitern und den neu
die Kenntnisse anderer Sprachen zur Erschliessung
unbekannter Wörter nutzen.
einfache Hypothesen zu Regularitäten der morphosyntaktischen Strukturen oder des Sprachgebrauchs
bilden.
Deutlich gesprochene authentische Redebeiträge
und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B.
Alltagsgespräch, Diskussionen,
Hörverständnisübungen, Fernseh- und
Radiosendungen, Film, Podcasts)
Redebeiträge zu Themen mittleren
Schwierigkeitsgrades (z. B. Referate, Rollenspiele,
Diskussionen, Debatte)
die Hauptpunkte und bestimmte Einzelheiten eines
Redebeitrags verstehen und die Argumentation
sich zusammenhängend ausdrücken.
die Struktur ihres Redebeitrags ausgestalten.
Literarische und andere Originaltexte einfachen
bis mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B.
didaktisierte Lektüre, Medientexte)
Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten
Textsorten (z. B. Stellungnahme, Kommentar,
Tagebuch, Brief, innerer Monolog, Dialog,
Lesejournal, literarische Texte)
Texte sinnvoll zusammenfassen.
die Struktur eines Textes erkennen und beschreiben.
längere Lesepensen bewältigen.
Texte strukturieren.
Texte weiterer Textsorten verfassen.
schreibend kommunizieren.
schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen.
Handlungsebene eines literarischen Textes
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur»,
«Erzähler», «narrative Struktur»)
Thematische Analyse
Literarische Originaltexte von einfachem bis
mittlerem Schwierigkeitsgrad
Themen aus der Gesellschaft und Kultur der
französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw.
der Francophonie (z. B. die Lebenswirklichkeit
französischsprachiger Menschen, Themen wie
Familie und Jugend, Schule und Beruf, Politik und
Gesellschaft, Immigration, Maghreb; Filme,
Chansons, Medientexte, Radio, Fernsehen und
Internet, Werbespots, Musikclips)
die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären.
Figuren und ihre Beziehungen untereinander
analysieren und ihre Handlungsmotive und deren
Konsequenzen auf die Handlung erklären.
den Erzähler erkennen.
die Themen erkennen und beschreiben.
elementare Informationen zum Kontext des gelesenen
Textes in eigenen Worten wiedergeben.
weitere ausgewählte Aspekte bzw. Gegenstände der
französischsprachigen Gesellschaft und Kultur in
eigenen Worten beschreiben und dazu Stellung
Morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen (z. B. Nebensatzsyntax,
Infinitivstrukturen und compléments du verbe,
Passiv, Wortarten)
Themen- und textbezogener Grund- und
Umgang mit Wörterbüchern
Sprachregister (z. B. français familier, le langage
des jeunes)
Sprachvergleich (z. B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen)
bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen
festigen.
weitere komplexere morpho-syntaktische Strukturen
und Varianten anwenden.
den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
mit Hilfe von ein- oder zweisprachigen Wörterbüchern
unbekannte Wörter erschliessen.
Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessene
Varianten im Sprachgebrauch erkennen und
verschiedene Sprachregister unterscheiden.
Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
Authentische, klar strukturierte längere
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache (z. B. Präsentationen, Filme,
Nachrichten, Reportagen, Diskussionen, Fernseh-
und Radiosendungen, Podcasts)
Verstehensstrategien
authentische Redebeiträge in der Standardsprache
weitgehend verstehen.
die Struktur eines Redebeitrags erkennen.
Verstehensstrategien anwenden.
längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder
Überzeugungsrede, Diskussionen,
Literarische und andere Originaltexte mittleren bis
anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades (z. B.
Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke,
Gedichte, Medientexte)
Aussprache und Intonation
Längere Texte
Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale
Texte)
Schreibstrategien
längere Redebeiträge leisten.
sich kritisch äussern und ihre Meinung begründet
vertreten.
an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
strukturierte Präsentationen halten.
Texte und Textpassagen analysieren und
Texte selbstständig lesen und erarbeiten.
das eigene Leseverhalten reflektieren.
Sinn gebend vorlesen.
Texte verständlich, kohärent und sprachlich
die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text
die Schreibabsicht planen.
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur»,
«Erzählsituation», «elementare rhetorische
Figuren», «Szene», «Akt»)
literarische Gattungen und Formen (z. B.
Komödie, Fabel, Erzählung, Roman, Formen der
Poesie)
Literarische Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades
(z. B. Molière, Maupassant, Ramuz, Camus, le
théâtre absurde, le roman moderne)
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und
Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren
und deren Bedeutung erklären.
erste für die Literaturanalyse relevante Grundbegriffe
auf den literarischen Text anwenden.
einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen
Merkmale hin analysieren.
Texte literaturgeschichtlich grob einordnen.
Literaturgeschichtlicher Kontext (z. B. le
classicisme, le naturalisme)
Komplexere Themen aus der Gesellschaft und
Kultur der französischsprachigen Schweiz,
Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B.
Stereotypen der Romandie, politische Aktualität,
Maghreb, Immigration, Banlieue, Absolutismus,
Zweiter Weltkrieg; Chansons, Filme, Medientexte,
Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam)
den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines
Textes in eigenen Worten wiedergeben.
weitere ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der
französischsprachigen Gesellschaft und Kultur
analysieren und dazu kritisch Stellung nehmen.
Morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
Erweiterter themen- und textbezogener Grund-
und Aufbauwortschatz
Worterschliessungsstrategien
Sprachregister (z. B. le français familier,
le verlan, le langage des jeunes)
morpho-syntaktische Strukturen systematisch
repetieren, festigen und erweitern.
den Wortschatz weiter differenzieren und den neu
verschiedene Strategien zur Erschliessung
unbekannter Wörter und idiomatischer Strukturen
Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessenen
Sprachgebrauch erkennen und verbessern.
weitere Sprachregister unterscheiden.
Authentische, relativ schnell gesprochene
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache (z. B. Filme, Fernseh- und
Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen)
längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder
Überzeugungsrede, Diskussionen,
authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und
komplexerer Argumentation weitgehend folgen.
sich sach-, adressaten- und situationsgerecht
überzeugend argumentieren.
längere Redebeiträge möglichst frei leisten.
Literarische und andere Originaltexte mittleren bis
anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z. B.
Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Gedichte,
Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)
Längere Texte
Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale
Texte)
die Struktur und die Argumentation in einem Text
Texte interpretieren bzw. kritisch reflektieren.
Texte verständlich, logisch, kohärent, der Textsorte
angemessen und sprachlich weitgehend korrekt
Texte weiterer Textsorten verfassen.
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B.
«Erzählsituation», «rhetorische Figuren»,
«Szene», «Akt»)
literarische Gattungen und Formen (z. B.
Komödie, Fabel, Erzählung, Roman, Sonnett,
Autobiografie)
Literarische Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades (z. B. Molière, Voltaire, Zola,
les poètes du romantisme, le roman actuel)
Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext (z. B.
Aufklärung, le naturalisme, Moderne)
einen literarischen Text inhaltlich und formal
rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung
weitere gattungs- und formspezifische Merkmale in der
Literaturanalyse anwenden.
weitere Texte literaturgeschichtlich grob einordnen.
den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext
weiterer Texte in eigenen Worten wiedergeben und den
Bezug zum Text erläutern.
weitere ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der
französischsprachigen Gesellschaft und Kultur
verstehen und erklären.
Komplexere Themen aus der Gesellschaft und
Kultur der französischsprachigen Schweiz,
Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B.
Stereotypen der Romandie, Maghreb, politische
Aktualität, gesellschaftliche Debatten,
Immigration, Banlieue, geschichtliche Ereignisse
vergangener Jahrhunderte wie Französische
Revolution und Zweiter Weltkrieg,
Jugendkultur; Chansons, Filme, Medientexte und
Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry
Slam)
Schwerpunktfach Französisch
2. Klassen und Lehrpläne
Morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen (z. B. Nebensatzsyntax,
Infinitivstrukturen und compléments du verbe,
Passiv und seine Ersatzkonstruktionen,
Wortarten)
Themen- und textbezogener Grund- und
Idiomatische Strukturen
bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen
festigen.
weitere komplexere morpho-syntaktische Strukturen
bilden und anwenden.
den bereits erworbenen Wortschatz festigen und
systematisch erweitern.
den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
ausgewählte idiomatische Strukturen unterscheiden.
Umgang mit Wörterbüchern
Worterschliessungsstrategien
Sprachregister (z. B. le français familier, le verlan,
l’argot, le langage des jeunes)
Sprachvergleich (z. B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen)
mit Hilfe von ein- oder zweisprachigen Wörterbüchern
unbekannte Wörter erschliessen.
verschiedene Strategien zur Erschliessung
unbekannter Wörter und idiomatischer Strukturen
Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessene
Varianten in ihrem Sprachgebrauch erkennen und
verschiedene Sprachregister unterscheiden und ihren
Sprachgebrauch situativ anpassen.
Bezüge zu anderen Sprachen herstellen und nutzen.
Authentische, relativ schnell gesprochene
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache (z. B. Film, Radio- und
Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen,
Podcasts)
Verstehensstrategien
Längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder
Überzeugungsrede, Diskussionen,
Literarische und andere Texte mittleren
Schwierigkeitsgrades (z. B. Gedichte,
Erzählungen, Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)
Aussprache und Intonation
Redebeiträge weitgehend verstehen.
in längeren Redebeiträgen auch komplexerer
Argumentation folgen.
Verstehensstrategien anwenden.
sich möglichst, fliessend und weitgehend korrekt
argumentieren und begründet Stellung nehmen.
an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
klar und strukturiert präsentieren.
Texte und Textpassagen analysieren und
Texte selbstständig erarbeiten.
das eigene Leseverhalten reflektieren.
Sinn gebend vorlesen.
Längere Texte
Unterschiedliche Textsorten (z. B. argumentative
und fiktionale Texte)
Schreibstrategien
Texte verständlich, strukturiert und sprachlich
die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text
die Schreibabsicht sinnvoll planen.
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur»,
«Erzählsituation», «narrative Struktur»,
«Dramaturgie», «rhetorische Figuren»)
Die drei traditionellen Gattungen (Lyrik, Dramatik
und Epik)
Literarische Originaltexte vom 16. bis 21.
Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades
Literarische Epochen und Strömungen seit dem
16. Jahrhundert (z. B. Ronsard et la Renaissance,
Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des
lumières, Balzac et le réalisme, Breton et le
surréalisme, Beckett et le théâtre moderne,
Camus et l’absurde, le roman actuel)
die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe
auf den literarischen Text anwenden.
einen literarischen Text interpretieren.
Stilmerkmale und rhetorische Figuren erkennen und
einen literarischen Text seiner Gattung zuordnen und
auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin
Texte literaturgeschichtlich einordnen.
die Bedeutung eines literarischen Textes für seine
Epoche oder Strömung erläutern.
ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der
französischsprachigen Gesellschaft und Kultur
analysieren und verstehen.
Komplexere Themen und Gegenstände aus der
französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw.
der Francophonie (z. B. Stereotypen der
Romandie, Maghreb, Immigration, Banlieue,
Absolutismus, Französische Revolution, Zweiter
Weltkrieg, Jugendkultur, politisches und
gesellschaftliches System Frankreichs, aktuelle
politische und gesellschaftliche Debatten;
Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte,
Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam)
– Film (optional)
– Filmsprache (z. B. Perspektive)
– Literaturverfilmungen
– Theater (optional)
– Inszenierung
elementare Grundbegriffe der Filmanalyse anwenden.
den literarischen Originaltext und seine Verfilmung
vergleichen und allfällige Unterschiede interpretieren.
die Inszenierung und ihre Wirkungsabsicht
den literarischen Originaltext und seine Inszenierung
vergleichen und allfällige Unterschiede interpretieren.
Morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
Grammatikalische Fachbegriffe
Themen- und textbezogener Aufbauwortschatz
Idiomatische Strukturen
Stilebenen
Sprachgebrauch
Wissenslücken
morpho-syntaktische Strukturen systematisch
repetieren, festigen und erweitern.
morpho-syntaktische Strukturen mittels der
entsprechenden Terminologie beschreiben.
einen breiten Wortschatz situationsgerecht anwenden.
den Wortschatz systematisch repetieren und weiter
differenzieren.
weitere ausgewählte idiomatische Strukturen
unterscheiden und versiert anwenden.
sich stilistisch angemessen und variiert ausdrücken.
ihren Sprachgebrauch situativ anpassen.
fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
Authentische, komplexe Redebeiträge und
Sprechsituationen nicht nur in Standardsprache
(z. B. Film, Radio- und Fernsehsendungen,
Reportagen, Diskussionen, Podcasts)
Ausführliche Redebeiträge zu anspruchsvollen
Themen (z. B. Informations- oder
Überzeugungsrede, Debatte, Präsentationen)
Redebeiträge verstehen.
sich sach-, situations- und adressatengerecht
ihre Redebeiträge rhetorisch ausgestalten.
auch komplexere Argumentation differenziert und
verständlich darbieten.
frei reden.
Anspruchsvolle literarische und andere
Originaltexte (z. B. Erzählungen, Romane,
Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte,
Sachtexte)
Komplexere Texte zu anspruchsvollen Themen
Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale
Texte)
Textreflexion
Texte fundiert analysieren und interpretieren bzw.
Texte stilistisch angemessen bzw. stilistisch reizvoll
ausgestalten.
differenziert argumentieren und fundiert Stellung
Texte weiterer Textsorten verfassen.
souverän mit Textsorten umgehen.
eigene und fremde Textprodukte reflektieren bzw.
Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B.
«Erzählsituation», «narrative Struktur»,
«Dramaturgie», «rhetorische Figuren»)
Die drei traditionellen Gattungen (Lyrik, Dramatik,
Epik)
Fiktionalität
Anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 16.
bis 21. Jahrhundert
Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert
weitere Grundbegriffe der Literaturanalyse für die
differenzierte Analyse und Interpretation nutzen.
weitere Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen
und ihre Wirkung beschreiben.
weitere Texte der drei traditionellen Gattungen lesen
die fiktionale Dimension eines Textes reflektieren.
den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines
Textes in eigenen Worten wiedergeben und den Bezug
zum Text erläutern.
einen groben Überblick über die Literaturgeschichte
seit dem 16. Jahrhundert geben.
die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen
literarische Texte als Produkte ihrer Zeit verstehen.
Literarische Epochen und Strömungen seit dem
16. Jahrhundert (z. B. Ronsard et la Renaissance,
Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des
lumières, Flaubert et le réalisme, les poètes du
XIXe siècle, Breton et le surréalisme, Beckett et le
théâtre moderne, la littérature contemporaine;
Tradition und Avantgarde; Moderne und
Postmoderne)
Komplexere Themen und Gegenstände aus der
Gesellschaft und Kultur der Schweiz, Frankreichs
bzw. der Francophonie (z. B. Stereotypen der
Romandie, Sprachkonflikte, Maghreb, Kolonien,
Immigration, Banlieue, historische Ereignisse wie
Absolutismus, Französische Revolution und
Zweiter Weltkrieg, Jugendkultur, politisches und
gesellschaftliches System Frankreichs, Kino,
Kunst, Architektur, kulturtypische Formen des
Humors; Chansons, Filme, Medientexte und
Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Rap,
Poetry Slam, Satire)
Film (optional)
Filmsprache (z. B. Perspektive,
Kameraeinstellung, Schnitt, Musik)
Theater (optional)
Inszenierung
weitere ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle
Themen bzw. Gegenstände der französischsprachigen
Welt fundiert erläutern und dazu kritisch Stellung
die Wirkungsdimension eines Films mit Hilfe der
Grundbegriffen der Filmanalyse erklären.
die Inszenierung eines Theaterstücks als
dramaturgisch durchdachtes Konstrukt erkennen und
Grundlagenfach Geografie
Wochenstunden 2 2 1 –
Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders
Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten
Analytische Fähigkeit
Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen
Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen
naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren
Elektronische Informationsmittel (z. B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen
Physik (z. B. Meteorologie), Chemie (z. B. Petrologie), Mathematik (z. B. Demografie), Biologie
(z. B. Ökologie), Wirtschaft und Recht (z. B. Welthandelsbeziehungen), Geschichte (z. B. territoriale
Konflikte)
1. Lerngebiet: Physische Geografie
Die Erde als Himmelskörper
Geologie und Oberflächenprozesse
die Bewegung der Erde im Sonnensystem
wichtige Konsequenzen aus der Stellung der Erde im
All für die Erde ableiten.
eigene Himmelsbeobachtungen korrekt mit den
tatsächlichen Abläufen im All erklären.
den Aufbau der Erde beschreiben.
den Kreislauf der Gesteine erklären.
Meteorologie und Klimatologie
die plattentektonischen Prozesse nachvollziehen und
den Zusammenhang mit Gebirgsbildung, Vulkanismus
und Erdbeben verstehen und erklären.
die geologische Geschichte und den tektonischen
Aufbau eines geografischen Grossraumes
Landschaftsformen erkennen und die sie formenden
Prozesse beschreiben.
den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre
Bedeutung für Wetter und Klima erklären.
Klimaelemente und Klimafaktoren anwenden.
die planetarische Zirkulation herleiten.
Wetterphänomene interpretieren und mit
Grosswetterlagen in Verbindung bringen.
den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation
bzw. Landnutzung anhand ausgewählter Beispiele
die natürliche und die durch den Menschen bedingte
Klimaänderung verstehen und beurteilen.
2. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Methoden und Informationsmittel sich auf der Erde orientieren.
Ereignisse mit geografischen Informationsmitteln
verorten.
Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder) zur
Beantwortung von physisch-geografischen Fragen
beiziehen, sie analysieren, interpretieren und in
adäquater Form (z. B. Karten, Texte, Grafiken)
1. Lerngebiet: Humangeografie
Wirtschaft und Ressourcen
Siedlung und Mobilität
Entwicklung der Weltgesellschaft
ausgewählte Wirtschaftsformen in Raum und Zeit
räumliche Muster des Wirtschaftens erkennen.
Standortfaktoren analysieren.
Wertschöpfungsketten für bestimmte Güter beurteilen.
Beziehungen zwischen regionaler Produktion und
globalen Märkten verstehen.
die Siedlungsentwicklung seit der Industrialisierung in
ausgewählten Räumen beschreiben und ihre Folgen
die Verkehrsentwicklung in ausgewählten Räumen
beschreiben und ihre Folgen erklären.
räumliche Nutzungskonflikte anhand ausgewählter
Beispiele erkennen und analysieren.
die Grundzüge der Schweizer Raumplanung verstehen
sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen erkennen.
räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler
bis globaler Ebene beschreiben.
die globale Verstädterung und die damit
einhergehende Urbanisierung erklären.
Entwicklungsfaktoren erläutern und vergleichend
unterschiedliche Ansätze der
Entwicklungszusammenarbeit an Projektbeispielen
vergleichen und bewerten.
die Handlungsweisen von Ländern, Unternehmen und
internationalen Organisationen auf globaler Ebene
2. Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie
Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur die Entstehung und Wirkungsgeschichte wichtiger
Nachhaltigkeitskonzepte erläutern.
den eigenen ökologischen Fussabdruck ermitteln und
wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von
Ressourcen analysieren und bewerten.
Formen der Energienutzung bezüglich ihrer
gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung
Umweltprobleme verstehen und Möglichkeiten der
Umweltpolitik beurteilen.
Aufbau und Prozesse wichtiger Bodentypen erklären.
die Veränderungen der Landschaft seit der
Industrialisierung in ausgewählten Räumen
beschreiben und ihre Folgen beurteilen.
den Umgang mit Naturgefahren nachvollziehen und
3. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Methoden und Informationsmittel Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder) zur
Beantwortung von wirtschaftsgeografischen und
raumplanerischen Fragen beiziehen, sie analysieren,
interpretieren und in adäquater Form (z. B. Karten,
Texte, Grafiken, GIS) darstellen.
exemplarisch einfache Methoden der geografischen
Feldforschung anwenden.
1. Lerngebiet: Humangeografie
Gesellschaft und Raum unterschiedliche Lebensweisen in ihrem Kontext
verstehen und Veränderungsprozesse erklären.
fallbezogen Konflikte in räumlicher Hinsicht
Ursachen und Folgen von Migration erkennen sowie
darauf bezogene Massahmen beurteilen.
wichtige demografische Prozesse analysieren und
ursächlich erklären.
die Folgen demografischer Prozesse abschätzen und
Massnahmen beurteilen.
2. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Methoden und Informationsmittel Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder, Web-GIS) zur
Beantwortung von kultur- und sozialgeografischen
Fragen beiziehen, sie analysieren, interpretieren und in
adäquater Form (z. B. Karten, Texte, Grafiken)
Ergänzungsfach Geografie
1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie
Mögliche Teilgebiete:
1.1. Naturräumliche Strukturen
1.2 Naturräumliche Prozesse und Wechselwirkungen
1.3. Umwelt und Gesellschaft
1.4. Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie
Vertiefung ausgewählter Themen der physischen
Geografie
Schnittfelder zur Humangeografie
physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung
naturwissenschaftlicher Theorien erklären.
Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie
gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse
einschätzen und beurteilen.
in Zusammenhängen denken sowie Typen und Modelle
bilden und damit argumentieren.
Vertiefung ausgewählter Erhebungs- und
Analysemethoden
geografische Informationsmittel (z. B. Karten, Luft-
und Satellitenbilder, Texte, Grafiken oder Datensätze)
interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln.
systematisch recherchieren, Daten erheben und
den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch
2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie
Mögliche Teilgebiete:
1.1. Räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen
1.2. Wechselwirkungen menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen
1.3. Kulturelle Vielfalt
1.4. Gesellschaft und Umwelt
1.5. Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie
Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie
Schnittfelder zur physischen Geographie
Vertiefung ausgewählter Erhebungs- und
Analysemethoden
humangeografische Sachverhalte unter Anwendung
sozial- und geisteswissenschaftlicher sowie
ökonomischer Theorien erklären.
Verbindungen zur physischen Geografie erkennen
sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse
einschätzen und beurteilen.
in Zusammenhängen von Handlungen und
Interaktionen denken sowie Typen und Modelle bilden
und damit argumentieren.
geografische Informationsmittel (z. B. Karten, Luft- und
Satellitenbilder, Texte, Grafiken oder Datensätze)
interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln.
systematisch und zielorientiert recherchieren, Daten
erheben und analysieren.
den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch
Grundlagenfach Geschichte
Wochenstunden 2 2 2 2
Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders
Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als
Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen
und kritisch beurteilen
Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
Differenzierungsvermögen und Respekt gegenüber anderen Kulturen beweisen
Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet
werden können
Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
Jeder gymnasiale Lerninhalt weist eine historische Dimension auf. Verweise und Inhalte befassen sich
mit Stoff aus den folgenden Fächern:
Alte Sprachen: kulturgeschichtliche Aspekte der Antike
Philosophie: kulturelle Wurzeln europäischen und aussereuropäischen Denkens sowie Politische
Philosophie
Religion: Weltreligionen im Vergleich
Moderne Sprachen: Verständnis der Literatur in ihrem zeitgenössischen Kontext, historischer
Zugang zu Sprache und Kultur
Geografie: naturräumliche Voraussetzungen für die geschichtliche Entwicklung, historische Einflüsse
auf gesellschaftliche Entwicklungen
Wirtschaft und Recht: Einflüsse wirtschaftlicher und rechtlicher Entwicklungen auf die politische und
soziale Entwicklung
Musische Fächer: Kunst und Kultur verschiedener Epochen
Naturwissenschaften: Wesen und Bedeutung der Naturwissenschaften für die Entwicklung der
menschlichen Gesellschaften in historischer Perspektive
Biologie: menschliches Verhalten, Sozialdarwinismus
Klassifizierung, Analyse und Interpretation von
Materialien sowie Umgang mit Informationen
den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen
die Absicht des Verfassers/der Verfasserin kritisch
aus vorgegebenen Fragestellungen historisch
relevante Schlüsse ziehen.
aus Materialien die zentralen Informationen
herauslesen und nach Prioritäten ordnen.
Frühe Hochkulturen (an einem Beispiel: Nil,
Mesopotamien, Indus oder Huangho)
Antike
Aussereuropäischer Kulturbereich (an einem Beispiel
eines Längsschnitts: China / Japan, Afrika, Inka /
Azteken / Maya, Judentum / Islam)
Einsicht gewinnen in die grundlegenden
gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien und
Machtstrukturen sowie Wirtschaftsordnungen.
die Bedeutung des Naturraumes für die Entstehung
früher Hochkulturen erkennen.
die Bedeutung der Antike für die abendländische
Geschichte darlegen.
an exemplarischen Beispielen aufzeigen, wie das
Denken und Handeln in der Antike bis in die Gegenwart
weiterwirkt.
die Bedeutung der Antike für die abendländische
Geschichte darlegen.
an exemplarischen Beispielen aufzeigen, wie das
Denken und Handeln in der Antike bis in die Gegenwart
weiterwirkt.
Politische und staatskundliche Aktualität
(Schweiz, Europa, Welt)
die Ungleichzeitigkeit historischer Entwicklungen
ihre Wahrnehmung schärfen für Blüte- und
Krisenphasen einzelner Kulturbereiche.
befassen sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an
die Mediennutzung herangeführt.
erkennen den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und
die Verschränkung der drei genannten geographischen
Kreise.
Funktionsweise der Geschichtswissenschaft
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft
die grundsätzliche Funktionsweise der
Geschichtswissenschaft erklären.
aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren
Kultur prägt.
den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis-
und Strukturgeschichte darlegen.
Klassifizierung, Analyse und Interpretation von
Materialien
Umgang mit Information
die Quellengattungen nennen und deren
Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und
Quelleninterpretation erläutern.
die Absicht und den Informationsstand des
Verfassers/der Verfasserin von Quellen kritisch
aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen
und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen
Themen herstellen.
aus Materialien die zentralen Informationen
herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen.
Mittelalter
Frühe Neuzeit
Bürgerliche Revolutionen
die für die Gegenwart besonders relevanten
politischen, kulturellen gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Entwicklungen des Mittelalters
die für die Gegenwart besonders relevanten
politischen, kulturellen gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Entwicklungen der Frühen Neuzeit
die Grundlagen des Denksystems der «Aufklärung»
zentrale Errungenschaften der «Aufklärung» darstellen
und hinsichtlich der Chancen und Gefahren
Ursachen, Ablauf und Folgen der bürgerlichen
Revolutionen erläutern.
Politische und staatskundliche Aktualität
(Schweiz, Europa, Welt)
sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die
Mediennutzung befassen.
den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die
Verschränkung der drei genannten geographischen
Kreise erkennen.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft
erläutern, wie die Quellenlage die Möglichkeiten und
Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.
darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt
für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt
werden kann.
die Besonderheiten der Ereignis-, Struktur-,
Wirtschafts- und Sozialgeschichte erläutern.
Klassifizierung, Analyse und Interpretation von
Materialien
Informationen finden
Materialien (Quellen, Darstellungen,
nichtwissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte wie Belletristik oder Filme einordnen und
deren Besonderheiten im Hinblick auf deren
Interpretation erläutern.
die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie
des Verfassers/der Verfasserin von Materialien kritisch
aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen
und selbstständig Bezüge zu anderen historischen
Themen herstellen.
selbstständig Materialien finden und deren
Informationsgehalt beurteilen.
Industrialisierung
Nationalstaatenbildung
Imperialismus
Erster Weltkrieg
Schweizer Geschichte und politische Bildung
die Voraussetzungen, den Ablauf und die
Auswirkungen der Industrialisierung darlegen.
Auswirkungen der Nationalstaatenbildung auf das
gesamteuropäische Staatssystem analysieren.
Ursachen, Wesen und Auswirkungen des
Imperialismus sowie die Probleme des
Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen
Ursachen, Auslöser, Merkmale, Verlauf und Folgen des
Ersten Weltkriegs erklären.
den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848
die Herausforderungen der modernen Schweiz in der
Vergangenheit diskutieren.
Politische und staatskundliche Aktualität (Schweiz,
Europa, Welt)
die zentralen Grundvoraussetzungen einer Demokratie
am Beispiel der Schweiz erläutern und ihre eigene
Rolle darin reflektieren.
aktuelle politische Herausforderungen analysieren,
Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen.
befassen sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an
die Mediennutzung herangeführt.
erkennen den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und
die Verschränkung der drei genannten geographischen
Kreise.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft
erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und
Kulturgebundenheit der Historiker/innen die
Geschichtswissenschaft beeinflussen.
darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den
impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche
Prozesse bildet.
die Besonderheiten und die Bedeutung der
Geschlechter-, Umwelt-, und Migrationsgeschichte
Klassifizierung, Analyse und Interpretation von
Materialien
Informationen finden
Materialien (Quellen, Darstellungen,
nichtwissenschaftliche Annäherungen an die
Geschichte wie Belletristik oder Filme einordnen und
deren Einfluss auf das eigene Geschichtsbild
die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und
den Bildungsstand des Verfassers/der Verfasserin von
Materialien kritisch hinterfragen.
selbstständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge
zum historischen Kontexten herstellen.
selbstständig Materialien finden, deren
Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener
Fragestellungen bearbeiten.
Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg
Nachkriegsgeschichte (seit 1945)
Kalter Krieg
die ideologischen, politischen und gesellschaftlichen
Wurzeln des Totalitarismus darlegen.
Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen totalitärer
Systeme erläutern.
Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung der Shoa
die wichtigsten Strukturen, Prozesse und Akteure der
Weltpolitik ab 1945 analysieren.
zentrale globale Herausforderungen analysieren,
Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen.
die zentralen Ereignisse, Strukturen und Ideologien
des Kalten Krieges darlegen.
Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks
Längsschnitt von aussereuropäischen Regionen
Aktuelle Konflikte
Europäische Integration
Politische und staatskundliche Aktualität
(Schweiz, Europa, Welt)
die zentralen Elemente und Grundstrukturen der
betreffenden Kultur beschreiben.
Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten
Entwicklungsphasen erläutern.
aktuelle Herausforderungen der Region analysieren
und Lösungsansätze diskutieren.
die historischen Hintergründe des Konflikts darlegen.
den Ablauf und die Merkmale des Konflikts erläutern.
die aktuelle Situation erörtern und Chancen, Gefahren
und Dilemmata analysieren.
Perspektiven für die Konfliktlösung erarbeiten.
die wichtigsten Prozesse und Strukturen der
europäischen Integration darlegen.
aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union
beurteilen und Lösungsansätze diskutieren.
die Bedeutung der Europäischen Union für Europa
sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die
Mediennutzung befassen.
den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die
Verschränkung der drei genannten geographischen
Kreise erkennen.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft
erläutern, wie die Quellenlage, die Zeit- und
Kulturgebundenheit der Historiker/innen sowie die
beschränkte Kapazität des Menschen, Informationen
zu bewältigen, die Möglichkeiten und Grenzen der
Geschichtswissenschaft beeinflusst.
die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit
die Gegenwart aus verschiedenen (z.B. ereignis-,
wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder
geschlechtergeschichtlicher) Perspektive befragen.
Ergänzungsfach Geschichte
Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders
Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen
Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge
begreifen
Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten
Die Querverbindungen des Ergänzungsfachs Geschichte decken sich mit jenen des Grundlagenfachs.
Grundsätzlich berührt das Fach Geschichte inhaltlich wie methodisch viele gymnasiale Lernbereiche.
3. Lehrplan
Umgang mit verschiedenen Quellengattungen
(z. B. materielle Überreste, Texte, (Auto)Biographien,
Gemälde, Bilder, Fotografien, Karten, Film)
Umgang mit Geschichtsbildern
Geschichtstheorien
das Aussagepotential von historischen Materialien
einschätzen und dieses für eine historische Analyse
korrekt bearbeiten.
historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine
eigene Fragestellung hin bearbeiten und die
gezogenen Schlüsse reflektieren
erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse
Lebensläufe beeinflusst haben.
geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.
den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung
analysieren und das Gewicht der verschiedenen
Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle
Traditionen, wissenschaftliche Strömungen,
Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen)
2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft
Umgang mit verschiedenen Quellengattungen (z. B.
materielle Überreste, Texte, (Auto)Biographien,
Gemälde, Bilder, Fotografien, Karten, Film)
Aktuelle Konflikte
Globalisierung und neue Weltordnung
Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft
Aussereuropäische Geschichte (z.B. China, Indien,
Lateinamerika, Afrika)
Totalitäre Systeme
Internationale Organisationen und die
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz
(Konstanten und Diskontinuitäten)
Protestbewegungen
die komplexen Ursachen historischer und aktueller
Entwicklungen erklären und deren Interdependenzen
die Eigenheiten nationaler und eventuell regionaler
Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren
und Dilemmata analysieren.
die komplexen Folgen globaler Entwicklungen
erläutern und Interdependenzen zwischen den
Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
die Kategorien und Macht und Herrschaft als
geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen
sichtbar machen.
den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und
Ideologien auf die historischen Entwicklungen
3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel
Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie
Längsschnitt Orient – Okzident
Entkolonialisierung und Neokolonialismus sowie
Neoimperialismus
Freizeit, Bildung, Kultur und Sport
Armut und Wohlstand
Ernährungsgeschichte
Umwelt- und Klimageschichte
Gesundheit und Krankheit
Gender
Kräfte von Kontinuität und Wandel historischer
Prozesse beschreiben und ihre Auswirkungen
die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer
Prägungen im historischen Prozess darlegen und
Materialien auf eine spezifische historische oder
kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt
bearbeiten, analysieren und beurteilen.
Politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle
Phänomene der Gegenwart auf ihre historische
Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung
Freifach Griechisch
Wochenstunden 4 4 – –
2. Klassen und Lehrpläne
1. / 2. Klasse
Schrift
Fremdwörter
Morphologie und Syntax
Wortbildung
Texterfassung
sowohl aktiv als auch passiv mit der griechischen
Schrift umgehen.
die deutsche Bedeutung eines begrenzten
Grundwortschatzes wiedergeben.
erste Fremdwörter und moderne wissenschaftliche
Fachbegriffe auf die griechische Grundbedeutung
zurückführen.
mit den wichtigsten Flexionen umgehen und die
Funktion der Wortformen im Text erkennen.
erste Regeln und Elemente der Wortbildungslehre
erkennen und anwenden.
aufgrund von Schlüsselwörtern einen Text inhaltlich
erfassen und paraphrasieren.
Übersetzungstechnik
Neugriechisch
einen Lehrbuchtext mit Worthilfen und
grammatikalischen Hinweisen übersetzen.
die Ausspracheregeln für das Neugriechische
Sich in einfachen Dialogen zurechtfinden.
Mythologie
Religion
Kunstgeschichte
Sprachvergleich
Philosophie
Geschichte
einzelne heute noch bekannte Mythen
zusammenfassen, insbesondere die mykenischen und
thebanischen Sagenkreise und die Taten des Herakles,
und ihr Weiterleben in der Moderne in Literatur und
Film skizzieren.
die wichtigsten griechischen Götter und Göttinnen
aufzählen, ihre Bedeutung erklären und ihre römischen
Entsprechungen benennen.
über Orakelheiligtümer (insbesondere das Orakel von
Delphi) und deren Funktion Auskunft geben.
die wichtigsten Merkmale der einzelnen drei
griechischen Stilepochen erkennen und an
ausgewählten Beispielen erklären.
den Einfluss des mediterranen Kulturraums
(insbesondere Ägyptens und des Vorderen Orients) auf
die griechische Kultur erfassen.
die Entwicklung des griechischen Dramas und dessen
Bedeutung bis in die moderne Literatur
den Ursprung und die Bedeutung der Olympischen
Spiele erfassen.
die ähnlichen Strukturen von Griechisch, Latein und
einzelner moderner Sprachen erkennen.
die Entwicklung des Altgriechischen zum
Neugriechischen an Beispielen aufzeigen und
einzelne wichtige philosophische Richtungen und ihre
Vertreter nennen.
kulturelle Schnittstellen als Voraussetzung zur
Entwicklung von Philosophie erfassen.
die Bedeutung der minoischen und mykenischen
Kultur erklären.
Schrift
wichtige Vorgänge und Personen der antiken
griechischen Geschichte nennen.
Auskunft geben über die wichtigsten Orte,
Landschaften und deren Bedeutung für das alte
Griechenland.
die Entwicklung der griechischen Schrift und die
Weiterentwicklung zur lateinischen Schrift
nachzeichnen.
Grundlagenfach Griechisch
Wochenstunden – – 4 4
Das Grundlagenfach Griechisch fördert besonders
die historische Tiefenschärfe, d.h. vor allem in der durch die modernen Medien enorm verstärkte
«Halbwertszeit» von Wissen das Bewusstsein, dass viele unterschiedliche aktuelle Ausprägungen
auf gleichbleibenden allgemeinen Erkenntnissen beruhen
intellektuelle Bescheidenheit, d.h. aus seinen besonderen Erkenntnissen und Fertigkeiten kein
grosses Aufsehen zu machen
die Fertigkeit im Gebrauch einzelner Begriffe, um den Sinn eines ursprünglichen Ausdrucks
passend wiederzugeben
den Nachvollzug der begrifflichen und formalen Weiterentwicklung einzelner Wörter und
syntaktischer Phänomene
das Interesse für die Entwicklung und die Zusammenhänge verschiedener Gebiete der Kultur,
Geschichte, Psychologie, Mythologie
Latein: Kunst- und Kulturgeschichte, Motivgeschichte
Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik
Moderne Sprachen: Wortbildung, Theater und Dichtung
Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen
Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum
Philosophie: Weltverständnis, Naturphilosophie, Ethik
Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Motivgeschichte
Musik: Motivgeschichte
Fremdwörter
Morphologie und Semantik
Wortbildung
Bedeutungserweiterung
Texterfassung
Übersetzungstechnik
die deutschen Bedeutungen eines definierten
Grundwortschatzes wiedergeben.
die gängigen Fremdwörter auf ihre griechische
Grundbedeutung zurückführen.
Funktion der Wortformen in einem Text bestimmen.
nach der Regeln der Wortbildungslehre Wörter ableiten
und ihre Bedeutung herleiten.
die jeweilige metaphorische oder metonymische
Bedeutung eines Wortes nachvollziehen.
aufgrund von Schlüsselwörtern einen Text inhaltlich
erfassen und paraphrasieren.
einen einfacheren Text formal und syntaktisch
strukturieren und mit Worthilfen und
grammatikalischen Hinweisen übersetzen.
Mythologie
Kunst- und Kulturgeschichte
die wichtigen auch heute noch bekannten Mythen
zusammenfassen, in ihren usprünglichen
Zusammenhang einordnen und aus heutiger Sicht
bekannte Motive der bildenden Kunst (Vasenmalerei,
Plastiken, andere Kunstwerke) erkennen,
kulturgeschichtlich einordnen und ihre spezifischen
Merkmale erklären.
Gesellschaftsgeschichte
Archäologie
Philosophie
die verschiedenen Lebensumstände von der
griechischen Frühzeit bis in die Spätantike
Erkenntnisse aus der Archäologie für das Verständnis
der in den Texten beschriebenen Wirklichkeit und
deren Relativierung nutzen.
die Entwicklung der Philosophie von ihren Anfängen
bis in die Spätantike in groben Zügen überblicken.
Dialekte
Sprachgeschichte
Metrik
Stilfiguren
Rhetorik
Übersetzungstechnik
Werküberblick
Epoche und Gattung
die wichtigsten dialektalen Merkmale
(v.a. Attisch und Ionisch) unterscheiden und zuordnen.
Unterschiede einzelner Wortformen von der
archaischen bis zur hellenistischen Zeit identifizieren.
Hexameter rhythmisch lesen.
die gängigen Tropen und Figuren mit ihrer Wirkung im
Text identifizieren.
die Elemente der Beeinflussung und Manipulation der
Leser erkennen und kritisch hinterfragen.
einen formal anspruchsvolleren Text syntaktisch
strukturieren und mit Worthilfen und
grammatikalischen Hinweisen übersetzen.
ein ganzes Werk (z. B. Tragödie oder Komödie) oder
grosse Teile davon (z. B. eines Epos oder
Geschichtswerkes) in kombinierter Lektüre von
Übersetzungen und spezifischen Abschnitten im
Original in ihrem wesentlichen Inhalt erfassen.
aufgrund des Wortgebrauchs und der Merkmale der
Textstruktur einen Text zeitlich (archaisch bis
hellenistisch) ein- und typenspezifisch (wie
Abhandlung, Epos oder Drama) zuordnen.
Mythologie
Motivgeschichte
heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen
und deren Zweck erläutern.
die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher
Motive in verschiedenen Medien (Texten, Bildern,
Skulpturen, Film, Musik) wiedererkennen und
analysieren und dabei allgemeine und spezifische
Elemente herausarbeiten, zuordnen und beurteilen.
Wissenschaft
Wertvorstellungen
Weltverständnis
Erkenntnislehre und deren grundsätzliche
wissenschaftstheoretische Ansätze zuordnen und
durch die exemplarische Lektüre einzelner Werke (z. B.
Tragödie, Komödie, Epos) die zugrunde liegenden
Werte identifizieren und in Bezug setzen zu heutigen
Wertvorstellungen.
verschiedene Texte und Bilder vergleichen und
Unterschiede im religiösen und philosophischen
Verständnis erfassen und beurteilen.
Ergänzungsfach Informatik
Das Ergänzungsfach Informatik fördert besonders
analytisches Denken, systematisches Vorgehen bei Problemlösungen sowie die Fähigkeit zu
abstrahieren und zu modellieren
Querverbindungen zu anderen Fächern gibt es unzählige. Hier eine kleine, exemplarische Auswahl.
Mathematik: Es können numerische Algorithmen verglichen werden, um z. B. Pi zu berechnen. Auch
können Siebalgorithmen zur Primzahlsuche betrachtet werden. Schliesslich ist das Traversieren von
Graphen und Bäumen ebenfalls aufschlussreich
Physik: Es kann untersucht werden, wie logische Schaltkreise aufgebaut sind und wie sie sich
verhalten. Weiter können wichtige physikalische Phänomene wie der freie Fall modelliert werden.
Schliesslich sind Experimente mit magnetischen Graphen erhellend
Biologie: In der Bioinformatik werden grosse Datenbestände nach spezifischen Gensequenzen
durchsucht. Naheliegend sind auch Simulationen mit Räuber-Beute-Modellen oder Simulationen zur
Ausbreitung von Viren
Chemie: Chemische Reaktionen können mit dynamischen Modellen simuliert und thermodynamische
Phänomene visualisiert werden
Sprachen: Texte lassen sich auf charakteristische Grössen wie Wortlänge, Satzlänge und
Satzkonstruktion hin untersuchen. Linguistische Modelle können implementiert werden. Mit
statistischen Methoden kann die althochdeutsche Lautverschiebung rekonstruiert werden
Wirtschaft und Recht: Hier drängen sich Modelle von ökonomischen Zusammenhängen auf. Auch
eine Untersuchung der gegenwärtigen Börsentechnologien ist denkbar. Schliesslich können
statistische Untersuchungen an grossen Datenbeständen durchgeführt werden
Musik: Verfahren zur Speicherung und Kompression von akustischen Informationen können
betrachtet werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bearbeitungsverfahren von Klängen, wobei das
Wurlitzer-Phänomen besondere Erwähnung verdient
Bildnerisches Gestalten: Auch hier drängen sich Verfahren zur Speicherung und Kompression von
optischen Informationen auf. Algorithmen zur Mustererkennung sind ebenfalls denkbar
Philosophie: Logik kann als fundamentale Disziplin betrachtet werden. Automatisierte
Beweisverfahren und ihre Grenzen können thematisiert werden
1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte
Grobinhalte zur Auswahl
Mindestens 2 Themen
Theoretische Informatik (z. B. Zustandsmaschinen,
reguläre Sprachen, kontextfreie Sprachen,
Berechenbarkeit, Komplexitätstheorie)
Hardware (z. B. Architektur eines Computers,
Architektur eines Prozessors, Digitaltechnik)
Netzwerke (z. B. Topologien, Hardware, Protokolle)
Logik (z. B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik,
Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme,
Expertensysteme)
aus den behandelten Themen die Bedeutung der
zentralen Begriffe verstehen und erklären.
aus den behandelten Themen die fundamentalen
Konzepte beschreiben und anwenden sowie einzelne
Beispiele umsetzen.
2. Lerngebiet: Information
Grobinhalte zur Auswahl
Mindestens 2 Themen
Informationsrepräsentation (z. B. Darstellung von
Daten und Codes, Informationsgehalt)
Datenstrukturen (z. B. Elementare, strukturierte und
dynamische Datentypen, Objekte)
Datenbanken (z. B. Allgemeine Datenbankmodelle,
Entity-Relationship-Modell, Abfragesprachen,
Integrität)
Datensicherheit (z. B. Fehlererkennende und
fehlerkorrigierende Codes, Kryptografie,
Datenintegrität)
Informationen auf verschiedene Arten darstellen.
für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle
entwerfen.
die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich der
Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit
Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären.
3. Lerngebiet: Automation
Grobinhalte zur Auswahl
Mindestens 2 Themen
Algorithmen (z. B. Sortieren, Suchen, Codierung,
Verschlüsselung, Kompression, Betriebsystem,
Numerik, Anwendungen)
Programmieren, exemplarische Implementierung von
Algorithmen
Projektentwicklung
Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege
gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit
und Sonderfällen analysieren.
die Funktionsweise eines Algorithmus’ erklären und
ihn anwenden.
elementare und strukturierte Datentypen einsetzen.
Programmierkonzepte beschreiben und anwenden
(z. B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung).
Informatiklösungen planen und umsetzen.
Obligatorisches Fach Informatik (neu)
Wochenstunden 2 1 – –
Strukturiert denken
Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
Lösungen in Gruppen erarbeiten
Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
Grobinhalte zur Auswahl
Mindestens 2 Themen
1.1. Algorithmen den Begriff Algorithmus beschreiben.
einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben
(z.B. Pseudocode, Flussdiagramm,
Programmiersprache).
einfache Algorithmen interpretieren.
einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
1.2. Datenstrukturen elementare und strukturierte Datentypen
(z.B. Integer, Fliesskommazahl, Boolean, String,
Array, ...) einsetzen.
1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer
Programmiersprache einsetzen.
Algorithmen in einer höheren Programmiersprache
implementieren.
syntaktische und semantische Fehler in einem
Programm erkennen und korrigieren.
2.1. Codierung Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und
einfache Umwandlungen durchführen
3.1. Sicherheit Sicherheitsrisiken erkennen und erklären (z.B.
Phishing, Malware, Trojaner).
geeignete Schutzmassnahmen treffen (z.B. Email-
Anhänge analysieren, Phishing-Emails, Adresse in der
Adresszeile eintippen anstatt im Email anklicken,
Updates installieren, Antiviren-Programme, Schutz vor
Social Engineering).
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
wird im 2. Jahr behandelt.
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.1. Recht und Wirtschaft wichtige Datennutzungs-Rechte (Up- und Download,
Nutzung von urheberrechtlich geschützten Daten) und
deren Grenzen erklären, sowie ihre Datenschutz-
Rechte (Schutz persönlicher Daten) benennen.
Interessen der Gesellschaft, aber auch von
kommerziellen, politischen oder kriminellen Akteuren
im Internet einschätzen und adäquat darauf reagieren.
Lerngebiete zur Auswahl:
2.2 Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden.
Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden.
verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele
erklären (z.B. TXT, HTML, JPG, SVG, PDF, DOC, ...).
3.2 Computersystem die Architektur eines Computers und die
Funktionsweise der wichtigsten Komponenten
das Zusammenspiel zwischen Hardware,
Betriebssystem und Anwendungsprogrammen
1.2 Datenstrukturen für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen
1.3 Programmieren modular programmieren (z.B. Aufruf von
Unterprogrammen).
2.3 Datenbanken Datenbanken als Organisationsform grosser
Datenmengen verstehen.
eine Datenbanksprache einsetzen.
3.2. Computernetzwerke eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren.
das Zusammenspiel von Netzwerken erklären.
verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden.
die Übermittlung und Adressierung von Daten in
Computernetzwerken beschreiben.
3.3. Verschlüsselung Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
die Sicherheit von Verschlüsselungs-verfahren und
Passwörtern einschätzen.
geeignete Verschlüsselungsmethoden erkennen und
Lerngebiete zur Auswahl
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
4.1 Modellierung einfache, nicht-deterministische Systeme oder
Prozesse als Modell beschreiben und für eine
entsprechende Simulation geeignete Methoden
ermitteln, z.B. ein einfaches Spiel (Tic tac toe, etc.),
einen physikalischen Vorgang, einen
Wachstumsprozess, das Verhältnis Kreisumfang zu
Kreisdurchmesser (Monte-Carlo-Simulation).
4.2 Simulation einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse
interpretieren
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.1. Automatisierung ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen
5.2. Kollaboration die Bedeutung von Metadaten in
Kommunikationssystemen erklären.
Obligatorisches Fach Informatik4 (bisher)
Wochenstunden 2 1 – –
Strukturiert denken
Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
Lösungen in Gruppen erarbeiten
Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
4 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den
Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben.
Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
1.1. Algorithmen den Begriff Algorithmus beschreiben.
einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben
(z.B. Pseudocode, Flussdiagramm,
Programmiersprache)5.
einfache Algorithmen verstehen.
einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
1.2. Datenstrukturen verschiedene Datentypen (z.B. Integer,
Fliesskommazahlen, Boolean, String, Arrays,...)
für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen
5 Einführung / Vorbereitung auf 2. Jahr
1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer
Programmiersprache einsetzen.
Algorithmen in einer höheren Programmiersprache
implementieren.
syntaktische und semantische Fehler in einem
Programm erkennen und korrigieren.
2.1. Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden.
Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden.
verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele
erklären (z.B. HTML, CVS, TXT, MP3, Bildformate wie
SVG oder PNG, PDF, DOC, RTF ...)
2.2. Codierung verschiedene Zeichencodierungen erkennen und
anwenden (z.B. Umlaute im Browser oder im
Texteditor).
3.1. Computersystem die Architektur eines Computers und die
Funktionsweise der wichtigsten Komponenten
das Zusammenspiel zwischen Hardware,
Betriebssystem und Anwendungsprogrammen
3.2. Computernetzwerke den Unterschied zwischen lokalen und globalen
Netzwerken erklären (z.B. WLAN-Router als Kontroll-
Schnittstelle zwischen (W)LAN und WAN).
3.3. Verschlüsselung geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden (z.B.
GnuPG im lokalen Email-Programm installieren und
verwenden oder eine WhatsApp oder Signal-Nachricht
verschicken).
3.4. Sicherheit Sicherheitsrisiken erkennen und erklären (z. B.
Phishing, Malware, Trojaner).
geeignete Schutzmassnahmen (auf der Ebene des
Verhaltens) treffen (z.B. Email-Anhänge analysieren,
Phishing-Emails, Adresse in der Adresszeile eintippen
anstatt im Email anklicken, Updates installieren,
Antiviren-Programme, Schutz vor Social Engeneering).
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
wird im 2. Jahr behandelt.
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.1. Projektentwicklung Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung
einschätzen: z.B. Börsencrash / Flugsicherung /
Googlecar; Prüfung von selber geschriebenen oder
erworbenen Programmen auf Herz & Nieren; 80:20-er
Regel.
5.2. Kollaboration verschiedene Möglichkeiten der elektronischen
Kommunikation und Kollaboration (z.B. Dropbox,
OneDrive, BSCW, emailen, Instantmessenger wie
WhatsApp, Signal-App) nennen und gezielt einsetzen
(unter Einbezug von 3.3. Verschlüsselung und 3.4.
Sicherheit).
die Bedeutung (Funktion) von Metadaten in
Kommunikationssystemen (z.B. Emailverkehr,
Handyverkehr, DNS oder Router-Algorithmen) erklären:
technische Notwendigkeit vs. juristische Gegebenheit /
politischer Wunsch und dadurch resultierende
Möglichkeiten.
5.3. Recht und Wirtschaft wichtige Datennutzungs-Rechte (Up- und Download,
Nutzung von urheberrechtlich geschützten Daten) und
deren Grenzen erklären, sowie ihre Datenschutz-
Rechte (Schutz persönlicher Daten) benennen.
Interessen der Gesellschaft, aber auch von
kommerziellen, politischen oder kriminellen Akteuren
im Internet einschätzen und adäquat darauf reagieren
(vernetzt mit Punkt 3.4: «Sicherheit»).
1.1. Algorithmen einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben
(z.B. Pseudocode, Flussdiagramm,
Programmiersprache)6.
einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
1.2. Datenstrukturen für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen
1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer
Programmiersprache einsetzen.
Algorithmen in einer höheren Programmiersprache
implementieren.
modular programmieren (z.B. Aufruf von
Unterprogrammen).
syntaktische und semantische Fehler in einem
Programm erkennen und korrigieren.
6 Wiederholung oder Vertiefung
2.1. Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden.
Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden.
2.2. Codierung binäre Zahlen verstehen und einfache Operationen
durchführen (z.B. addieren, subtrahieren, AND, OR,
XOR, ...).
verschiedene Zeichencodierungen erkennen und
anwenden (z.B. Umlaute im Browser oder im
Texteditor).
2.3. Datenbanken eine Datenbankabfragesprache einsetzen (z.B. SQL).
Datenbanken als Organisationsform grosser
Datenmengen verstehen (z.B. relationale Datenbank
mit Primär- und Fremdschlüsseln, z.B. Personen und
ihre Handynummern sowie Email-Adressen abfragen).
3.2. Computernetzwerke den Unterschied zwischen lokalen und globalen
Netzwerken erklären (z.B. WLAN-Router als Kontroll-
Schnittstelle zwischen (WLAN und WAN).
verschiedene Ebenen der digitalen Kommunikation
unterscheiden (z.B. verschiede Protokolle wie ARP auf
tiefer Schicht oder HTTP und HTTPS auf höherer
Schicht).
die Übermittlung und Adressierung von Daten in einem
einfachen Computernetzwerk beschreiben (z.B. anhand
des Konzepts der IP-Adressen und Traceroute).
3.3. Verschlüsselung Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren (z.B.
monoalphabetische vs. polyalphabetische Verfahren)
und Passwörtern einschätzen.
geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden (z.B.
GnuPG im lokalen Email-Programm installieren und
verwenden oder eine WhatsApp oder Signal-Nachricht
verschicken).
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…
4.1 Modellierung einfache, nicht-deterministische Systeme oder
Prozesse als Modell beschreiben und für eine
entsprechende Simulation geeignete Methoden
ermitteln, z.B. ein einfaches Spiel (Tic tac toe, etc.),
einen physikalischen Vorgang, einen
Wachstumsprozess, das Verhältnis Kreisumfang zu
Kreisdurchmesser (Monte-Carlo-Simulation).
4.2 Simulation passend zu 4.1. entsprechende Simulationen planen,
durchführen und die Ergebnisse angemessen
visualisieren.
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.1. Projektentwicklung kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.
(Konkrete Umsetzung von Punkt 1.3. «Modular
programmieren»).
Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung
einschätzen: z.B. Börsencrash / Flugsicherung /
Googlecar; Prüfung von selber geschriebenen oder
erworbenen Programmen auf Herz & Nieren; 80:20-er
Regel.
5.2. Kollaboration die Bedeutung (Funktion) von Metadaten in
Kommunikationssystemen (z.B. Emailverkehr,
Handyverkehr, DNS oder Router-Algorithmen) erklären:
technische Notwendigkeit vs. juristische Gegebenheit /
politischer Wunsch und dadurch resultierende
Möglichkeiten.
Grundlagenfach Instrumentalunterricht /
Sologesang
Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 –
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern.
Besonders zu erwähnen sind – neben dem Schulmusikunterricht, mit dem er eine untrennbare Einheit
bildet – Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie
und Sport, Philosophie und Religion.
Organisationsformen des Instrumentalunterrichts
Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und
Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe
gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch im Gruppenunterricht vermittelt
werden. Das Zusammenspiel mit anderen Schülerinnen und Schülern soll nach Möglichkeit gefördert
und praktiziert werden, sei es durch Mitwirkung in einem unserer Instrumental-Ensembles oder durch
Teilnahme an unserem Kammermusik- oder am Jazzlager.
Instrumentaltechnik
Textumsetzung
Stilbewusstsein, Interpretation und
Ausdrucksfähigkeit
auf eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische
Basis zurückgreifen.
elementare Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden.
Körper und Atmung bewusst einsetzen.
einen ihrem instrumentaltechnischen Stand
entsprechenden Notentext auf dem Instrument
beim Spielen der geübten Werke einen persönlichen
musikalischen Ausdruck finden.
2. Lerngebiet: Musizieren
Repertoireaufbau und -pflege sowie stilistische
Vielfalt
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
soweit instrumentaltechnisch möglich auf die
Erarbeitung von Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilen und Epochen zurückgreifen.
Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nichtöffentlichen Rahmen (z. B. Klassenstunde) vortragen.
Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab
Blatt singen.
einfache Improvisationsaufgaben lösen.
Stegreifspiel einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Rhythmik, Melodik und Harmonik
Klang
einfache rhythmische und melodische Muster
erkennen und auf ihrem Instrument realisieren.
Klangfarben auf ihrem Instrument ansatzweise
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Instrumentenpflege
einige der wichtigsten Komponistinnen und
Komponisten / Interpretinnen und Interpreten für ihr
Instrument benennen und einige derer Werke
ihr Instrument sachgerecht pflegen.
Instrumentaltechnik
Textumsetzung
Stilbewusstsein
Interpretation und Ausdrucksfähigkeit
einen instrumentaltechnischen Fortschritt gegenüber
dem Beginn der 1. Klasse vorweisen.
die wesentlichen Erarbeitungs- und Übtechniken
beschreiben und im Übprozess anwenden.
ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch
angemessen betätigen.
einen ihrem instrumentaltechnischen Stand
entsprechenden Notentext korrekt wiedergeben.
die stilistischen Grundkenntnisse in ihr Spiel
einfliessen lassen.
die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement spielen.
Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim
Musizieren wahrnehmen.
2. Lerngebiet: Musizieren
Stilistische Vielfalt
Repertoireaufbau und -pflege
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
auf die Erarbeitung von Werken aus
unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückgreifen.
ein kleines vorspielreifes Repertoire vorweisen.
Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen
Mitspielenden zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. vor einer
schulinternen Gruppe von Zuhörenden vortragen.
Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab
Blatt spielen bzw. singen.
Improvisationsaufgaben lösen.
Stegreifspiel und Auswendigspiel einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik
Rhythmik
Klang
Intervalle aufwärts und abwärts auf ihrem Instrument
Dreiklänge in Dur und Moll erkennen.
komplexere rhythmische Muster erkennen und auf
ihrem Instrument realisieren.
Klangfarben auf ihrem Instrument erkennbar
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Gattungen
Instrumentenkunde und -geschichte
einige der für ihr Instrument zentralen Stile und
Epochen der Musikgeschichte benennen und die
bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen.
verschiedene musikalische Gattungen aus dem
Repertoire ihres Instruments benennen.
die geläufigsten instrumentenspezifischen
Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen
die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und
ihre Funktion erklären.
Instrumentaltechnik
Textumsetzung
Stilbewusstsein
Ausdrucksfähigkeit
Selbstständigkeit
eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens
zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand
zu Beginn der 1. Klasse) ausweisen.
verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken
beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.
ihren Körper und ihre Atmung bewusst und
physiologisch angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage einsetzen.
einem ihrem instrumentaltechnischen Stand
entsprechenden Notentext auf dem Instrument
stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr
Instrument wichtigsten Stile und Epochen
für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische
Ideen formulieren.
die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement vortragen.
Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim
Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in
dieser Hinsicht beschreiben und einordnen.
ein für sie mittelschweres Werk selbstständig
einstudieren.
2. Lerngebiet: Musizieren
Stilistische Vielfalt
Repertoireaufbau und -pflege
auf praktische Erfahrung mit Musik aus
verschiedenen Epochen und Stilbereichen
zurückgreifen.
ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen.
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
Stegreifspiel und Auswendigspiel
Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen
Mitspielenden zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen.
Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab
Blatt spielen bzw. singen.
Improvisationsaufgaben lösen.
einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Melodik und Harmonie
Klang
Rhythmik
einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental
Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem
Instrument erkennbar umsetzen.
komplexere rhythmische Muster erkennen und auf
ihrem Instrument realisieren.
4. Lerngebiet: : Vertiefen instrumentenspezifischer Kenntnisse
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Gattungen
Instrumentenkunde und -geschichte
die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen
der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten
Komponistinnen und Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
verschiedene musikalische Gattungen aus dem
Repertoire ihres Instruments benennen.
die geläufigsten instrumentenspezifischen
Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen
Grundlagen der Klangerzeugung — über die Funktionsweise und die wichtigsten
physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung
ihres Instruments Auskunft geben.
Schwerpunktfach Instrumentalunterricht /
Sologesang
Wochenstunden – – 17 1
2. Klassen und Lehrpläne
Instrumentaltechnik
Interpretation und Ausdrucksfähigkeit
Stilbewusstsein
ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau
(mindestens Kompetenzstufe 3) beherrschen.
ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und
Übtechniken anwenden.
ihren Körper und ihre Atmung bewusst und
physiologisch angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage einsetzen.
die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement interpretieren.
7 Das Schwerpunktfach ist kombiniert mit vier Lektionen Musik sowie einer Lektion Chor.
Selbstständigkeit
stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.
Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim
Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in
dieser Hinsicht beschreiben und einordnen.
ein für sie mittelschweres Werk selbstständig
einstudieren.
Stilistische Vielfalt
Repertoireaufbau und -pflege
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
auf praktische Erfahrung mit Musik aus einigen
Epochen und Stilbereichen zurückgreifen.
ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen.
ihrem instrumentalen Stand entsprechende
Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen
Mitspielenden zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen.
Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab
Blatt spielen bzw. singen.
Improvisationsaufgaben lösen.
ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus
dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik
Rhythmik
Klang
einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental
komplexere rhythmische Muster erkennen und auf
ihrem Instrument realisieren.
Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem
Instrument erkennbar umsetzen.
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Gattungen
Grundlagen der Klangerzeugung
die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen
der Musikgeschichte benennen und die
bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten
der richtigen Epoche zuordnen.
die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten
musikalischen Gattungen benennen.
sich über differenzierte Kenntnisse der
Klangerzeugung auf ihrem Instrument ausweisen.
Instrumentaltechnik
Textumsetzung
Stilbewusstsein
Interpretation und Ausdrucksfähigkeit
Selbstständigkeit
ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau
(mindestens Kompetenzstufe 4) beherrschen.
ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und
Übtechniken anwenden.
ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten
der musikalischen Aussage einsetzen.
die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen
interpretatorischen Parameter umsetzen.
stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.
die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement interpretieren.
Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim
Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in
dieser Hinsicht beschreiben und einordnen.
ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und
Schwächen sowie ihre instrumentalen
Entwicklungsperspektiven (z. B. Fortsetzung des
Unterrichts, Ensembletätigkeit, Musikstudium,
Berufschancen) nach Austritt aus der Mittelschule
ein für sie mittelschweres Werk selbstständig
einstudieren.
Stilistische Vielfalt
Repertoireaufbau und -pflege
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
Stegreifspiel
Auswendigspiel
auf praktische Erfahrung mit Musik aus möglichst
vielen Epochen und Stilbereichen zurückgreifen.
ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen.
ihrem instrumentalen Stand entsprechende
Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen
Mitspielenden zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen.
Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab
Blatt spielen bzw. singen.
komplexere Improvisationsaufgaben lösen.
ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus
dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik
Rhythmik
Klang
einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental
die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte
Nebenstufen erkennen.
komplexe rhythmische Muster erkennen und
Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal
beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen.
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Gattungen
Grundlagen der Klangerzeugung
die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen
der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten
Komponistinnen und Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten
musikalischen Gattungen benennen.
sich über differenzierte Kenntnisse der
Klangerzeugung auf ihrem Instrument ausweisen.
Ergänzungsfach Instrumentalunterricht /
Sologesang
Wochenstunden – – – 1
Instrumentaltechnik
Stilbewusstsein
Interpretation und Ausdrucksfähigkeit
ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau
(mindestens Kompetenzstufe 3) beherrschen.
ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und
Übtechniken anwenden.
ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten
der musikalischen Aussage einsetzen.
stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument
wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.
die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen
interpretatorischen Parameter umsetzen.
die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement interpretieren.
Selbstständigkeit
ein für sie mittelschweres Werk selbstständig
einstudieren.
ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und
Schwächen sowie ihre instrumentalen
Entwicklungsperspektiven (z. B. Fortsetzung des
Unterrichts, Ensembletätigkeit, Musikstudium,
Berufschancen) nach Austritt aus der Mittelschule
Stilistische Vielfalt
Repertoireaufbau und –pflege
Zusammenspielen
Vorspielen
Prima-vista-Spiel
Improvisation
Stegreifspiel
Auswendigspiel
auf die Vertiefung in mindestens zwei ausgewählten
Epochen und Stilbereichen zurückgreifen.
ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen.
Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen
Mitspielenden zusammenspielen.
in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule
Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen.
Musikstücke von einem für sie mittleren Niveau ab
Blatt spielen bzw. singen.
komplexere Improvisationsaufgaben lösen.
ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus
dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik
Rhythmik
Klang
einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental
komplexe rhythmische Muster erkennen und
Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal
beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen.
Komponistinnen und Komponisten und ihre
Hauptwerke
Gattungen
Grundlagen der Klangerzeugung
die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen
der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten
Komponistinnen und Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten
musikalischen Gattungen benennen.
die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten
musikalischen Grundlagen benennen.
Grundlagenfach Italienisch
Stundendotation
Didaktische Konzeption
Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders
Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
Das eigene Lernen planen
Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen
Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
Ein Sprachbewusstsein entwickeln
Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
Wörterbücher und Lexika nutzen
Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und
Zusammenhänge entwickeln
Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Italienisch eignet sich zur Zusammenarbeit mit den meisten Fächern, besonders mit den Sprach- und
den anderen geisteswissenschaftlichen Fächern. Anregende Beispiele für gemeinsame
Fragestellungen oder gemeinsame Grobinhalte sind die Folgenden:
Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch, moderne Sprachen, Latein, Griechisch, Russisch,
Arabisch, Hebräisch: literarische Epochen, literarische Gattungen (z. B. das Sonett), literarischer
Transfer, Intertextualität, für mehrere Sprach- und Kulturräume gesellschaftlich oder historisch
relevante Themen (z. B. Jugend, Zweiter Weltkrieg, Industrialisierung, Emigration, Amerika,
Renaissance, Medici), Mehrsprachigkeit der Schweiz, Sprachvergleich (z. B. Vokabular, Etymologie,
falsi amici, Syntax), Film
Geschichte: Epochen und historische Ereignisse (z. B. Römer, Kaiser und Päpste, Italienische
Einigung, Aufklärung, Weltkriege, Kolonialismus)
Geografie: Industrialisierung, Kolonialismus, Vulkanismus, Erdbeben, Emigration
Philosophie: Italienischsprachige Philosophen, Ideengeschichte, Renaissance, Macchiavelli
Psychologie: Psychologische Interpretation von literarischen Texten, Sprache und ihre Wirkung, la
legge Basaglia, Svevo, Pirandello (il fu Mattia Pascal), Trieste (Freud)
Religion: Kirchengeschichte, religiöse Darstellungen und Fragestellungen in der Literatur und im Film,
Stellenwert der Religion in der heutigen italienischen Gesellschaft (Bräuche, Traditionen, Dante)
Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Text-Bild-Beziehung, Filmgeschichte und Filmanalyse,
Architektur, Design, Made in Italy
Musik: Sprache und Vokabular der Musik, vertonte Literatur (Libretti (z. B. Aida, Carmen, Mozart, Don
Giovanni), Musikgeschichte, Oper)
Wirtschaft und Recht: Armut, Emigration, aktuelle wirtschaftliche Lage, Banksprache und italienische
Konzerne (Benetton, Fiat)
Mathematik, Physik, Chemie, Biologie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem Bezug (z.
B. Majorana, Volta, Leonardo da Vinci), Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene in
literarischen Texten
Sport: Vokabular des Körpers und der Spielregeln, Calcio (Sprache, Phänomenologie und Mentalität)
Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturgische Struktur, Rhetorik,
literarische Gattungen, kreativer Umgang mit Sprache
Niveau A1-A2
Elementare morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln (z. B. Konjugation
Präsens und passato prossimo, Deklination,
Possessiv- und Personalpronomen)
Grundwortschatz
Soziolinguistische Normen
Übersetzen
Vergleichende Sprachanalyse
grundlegende Bereiche des grammatikalischen
Basiswissens anwenden.
Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten
Vokabulars meistern.
ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern
wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen festigen und
Techniken des Vokabularlernens anwenden.
die grundlegenden Regeln der Kommunikation
(anreden, begrüssen, duzen und siezen, mit Ausnahme
des höflichen Imperativs) in Alltagssituationen adäquat
einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische
übersetzen.
relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede
zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen.
Hören (einfache Texte, Alltagssituationen,
Unterricht)
Lesen (einfache Texte, Alltagssituationen)
Sprechen (Rollenspiele, Unterrichtsgespräch)
einfache Sachtexte verstehen und deren Inhalt
einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen
sowie Alltagsgesprächen folgen.
einfache Texte (Speisekarten, Fahrpläne,
Mitteilungen und Wetterbericht) verstehen.
Dialoge und einfache Alltagsgespräche führen und
sich kurz vorstellen.
Personen und Situationen in einfachen Worten
angemessen beschreiben.
einfache literarische Texte phonetisch korrekt
vorlesen.
kurze Texte verfassen (z. B. Postkarten, Dialoge, Emails und SMS).
Personen und Situationen in einfachen Worten
angemessen beschreiben.
Einfache zeitgenössische Texte aus dem
Lehrmittel und didaktisierte Texte
einfache literarische Texte (z. B. Pasta per due,
Dov’è Yukio) verstehen.
die italienischsprachigen Gebiete der Schweiz
benennen und die Wichtigkeit dieser Gebiete und
ihrer Sprache für die Schweiz erkennen.
elementare geografische Kenntnisse der
Südschweiz und Italiens (z. B. Regionen,
Provinzen, Städte, Flüsse) einsetzen.
bestehende Kenntnisse über unterschiedliche
Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik,
Kunst, Architektur, Geografie, Land und Leute)
den Inhalt ausgewählter Canzoni und / oder
Filmsequenzen verstehen.
Niveau A1–A2
Weiterführende morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln (z. B.
Konjugation imperfetto, condizionale, futuro und
Anwendung der Vergangenheitszeiten,
Demonstrativpronomen)
Grund- und Aufbauwortschatz
Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln
Wortfeldarbeit
Übersetzen
stufengerechte grammatikalische Strukturen
anwenden sowie Zusammenhänge im
grammatikalischen System erkennen.
einzelne Idiomatismen gebrauchen.
einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis
Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und
Grammatik zwischen Italienisch und Deutsch erfassen
(z. B. Konditionalsätze).
Begriffe einfach umschreiben.
analoge und digitale Wörterbücher kompetent nutzen.
semantische Strategien (z. B. Synonyme, Antonyme,
Wortfamilien) zur Festigung und Erweiterung ihres
Wortschatzes entwickeln und nutzen.
anspruchsvolle Sätze aus ihrer Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
Hören (Dialoge und Originalaussagen oder
ausgewählte Canzoni und Filme, komplexere
Unterrichtssprache)
ausgewählte einfache Dokumente verstehen.
Sprechen (Rollenspiele, Unterrichtsgespräch,
erste einfache Vorträge)
Lesen (einfache und vereinfachte Texte)
in unterschiedlichen Redesituationen (z. B.
Spontanunterhaltung, Vorstellung,
Alltagsgespräch) zusammenhängend und
verständlich sprechen.
sich in Vorträgen zu literarischen und nicht
literarischen Werken sowie zu anderen Themen
den Inhalt von Büchern und Filmen
zusammenfassend wiedergeben und ihre Meinung
dazu äussern.
Kurzgeschichten, kleine Romane sowie Artikel aus
Zeitungen und Zeitschriften verstehen.
Texte zu vertrauten Themen (z. B. Briefe, E-Mails
(Privatkorrespondenz), Zusammenfassungen,
Stellungnahmen) verfassen.
Textanalyse (didaktisierte Texte und
Kurzgeschichten in Originalfassung z. B.
Ammaniti, Anche il sole fa schifo, Rossana
Campo, Il matrimonio di Maria)
Figuren und ihre Beziehungen untereinander
analysieren und ihre Handlungsmotive und deren
Konsequenzen auf die Handlung erklären.
erste wichtige Namen der italienischsprachigen
Literatur einordnen.
gesellschaftliche und kulturelle Themen der
Südschweiz und Italiens diskutieren und dazu
sich zu einigen bedeutenden Vertreterinnen oder
Vertretern der italienischen Musik und des
italienischen Films äussern.
Niveau A2–B1
Komplexe morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln (z. B. Formen und Anwendung
congiuntivo und concordanza dei tempi)
Themen- und textbezogener
Synonyme und Antonyme
Verwendung von Hilfsmitteln
Übersetzen
vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwenden.
sich nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten
Wortschatz zu ausgewählten Bereichen aneignen und
diesen selbstständig festigen.
verschiedene Sprachebenen identifizieren.
gewisse Abweichungen von der Standardsprache
sich notwendige Informationen aus verschiedenen
Quellen beschaffen.
anspruchsvolle Sätze aus ihrer Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
Hören (Originalbeiträge aus Radio- oder
Fernsehnachrichten oder Spielfilme)
Sprechen (Diskussionen, Vorträge zu literarischen
und nicht literarischen Themen)
den Gesprächen und Gedankengängen von
Muttersprachigen folgen und diese sinngemäss
spontan und klar ihre Meinung äussern.
sich zu diversen Themen äussern.
Lesen (verschiedene Textgattungen (z. B. Novellen,
Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik,
Opernlibretti)
Unterschiedliche Textsorten (z. B.
argumentative und fiktionale Texte) und
Schreibstrategien
selbstständig einen literarischen Text erarbeiten.
Briefe, Buchbesprechungen und kürzere Aufsätze
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
Grundbegriffe der Literaturanalyse
Literaturgeschichte: Kurztexte, Erzählungen, Romane
des 20. bis 21. Jahrhunderts mittleren
Schwierigkeitsgrades (z. B. Fenoglio, Sciascia, Benni,
Baricco, Volo, Licalzi)
einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um
literarische Werke zu analysieren und interpretieren.
Handlungsablauf, Figurenkonstellation, Erzählsituation
eines literarischen Textes analysieren und deren
Bedeutung erklären.
anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln literarische Texte einordnen.
einfache ausgewählte geschichtliche Aspekte der
Südschweiz und Italiens erklären.
die Bedeutung der italienischen Einwanderung und
deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft
sich zu medialen Beiträgen (z. B. Zeitungsartikeln,
Canzoni, Filme) äussern und dazu Stellung nehmen.
Niveau B1-B2
Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. il
‚si’ passivante, Infinitivstrukturen, das Verb
und seine Ergänzungen)
Erweiterter Wortschatz
Vernetzung des Wortschatzes (z. B. in
Wortfamilien, Synonyme und Antonyme,
Definitionen, Paraphrasen)
Rhetorik
selbstständig die Regeln der italienischen Sprache
repetieren.
ihren Wortschatz selbstständig festigen und vertiefen.
den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der
gleichen Wortfamilie erschliessen.
unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.
Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der
Standardsprache erkennen.
Hören (authentische, relativ schnell gesprochene
Redebeiträge, komplexe Präsentationen)
Sprechen: Redebeiträge zu verschiedenen
allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen
Themen (z. B. Gespräch mit Muttersprachigen,
authentischen Redebeiträgen weitgehend mühelos
folgen.
längere, komplexe Präsentationen verstehen.
Vorträge über anspruchsvollere Themen verstehen.
sich sach-, adressaten- und situationsgerecht
komplexere Vorträge zu literarischen und nicht
literarischen Themen)
Schreiben (Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen, Briefe)
ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend
sich zu diversen Themen gewandt und kompetent
selbstständig individuelle Lektüren erarbeiten.
mit Hilfsmitteln ausgewählte Texte früherer
Epochen lesen und zusammenfassen.
komplexe, längere Texte verfassen.
Methoden der Literaturanalyse und –
Literaturgeschichte: exemplarische Texte aller
Gattungen aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert
(z. B. Dante, Goldoni, Manzoni)
Literatur- und kulturgeschichtlicher Kontext
Wichtige Epochen der italienischen Geschichte
(z. B. Rinascimento, Risorgimento, Fascismo,
Mani pulite)
ausgewählte Ansätze der Textinterpretation
wesentliche stilistische und rhetorische Mittel
identifizieren.
anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor dem 20.
Jahrhundert erkennen und analysieren.
den literatur- und kulturgeschichtlichen Kontext
eines Textes wiedergeben.
ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen
Welt kontextualisieren und erörtern (z. B. Kunst,
Architektur, Film oder Musik).
typische kulturelle Gegebenheiten der
italienischsprachigen Welt (z. B. Stereotypen der
italianità, Einwanderung) erkunden.
wichtige Epochen der italienischen Geschichte in
ihren Grundzügen charakterisieren.
Schwerpunktfach Italienisch
Klassen und Lehrpläne
Niveau B1–B2
Komplexe morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln (z. B. Formen und
Anwendung des congiuntivo, concordanza dei
tempi, passivo, gerundio)
Erweiterter Aufbauwortschatz
vertiefte grammatikalische Kenntnisse selbstständig
aneignen und anwenden.
nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz
zu Themen aus Literatur und Kunstgeschichte
aneignen und diesen selbstständig ausbauen.
verschiedene Sprachebenen unterscheiden.
Verwendung von Hilfsmitteln
Übersetzen (optional)
gewisse Abweichungen von der Standardsprache
erkennen und einordnen.
einfache soziolinguistische Probleme erkennen.
sich notwendige Informationen aus unterschiedlichen
Quellen beschaffen.
ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache und
die Zielsprache übersetzen.
Hören (Originalbeiträge wie Radio- oder
Fernsehnachrichten oder Spielfilme)
Sprechen (Diskussionen, Vorträge zu
literarischen und nicht literarischen Themen)
Lesen: verschiedene Textgattungen (Novellen,
Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und
Opernlibretti)
Schreiben (Briefe, Film- und
Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays)
den Gesprächen und Gedankengängen von
Muttersprachigen folgen und Spielfilme verstehen
(Globalverständnis).
einem angeregten Gespräch unter
Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen.
in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung
sich in Vorträgen zu literarischen und nicht
literarischen Werken sowie zu anderen Themen
klar äussern.
anspruchsvollere Texte lesen und verstehen.
selbstständig individuelle Lektüren erarbeiten und
unterschiedliche Textsorten zu komplexeren Themen
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
Literaturgeschichte: verschiedene Textgattungen
aus dem 20. und 21. Jahrhundert sowie
exemplarisch aus früheren Jahrhunderten
La civiltà italiana: Dokumente zu Momenten der
Geschichte der Südschweiz und Italiens (z. B.
Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia)
italienische Emigration in die Schweiz und deren
gesellschaftlichen Auswirkungen (optional)
eine angemessene Fachsprache einsetzen, um
literarische Werke zu analysieren und zu
sich selbstständig mit einem literarischen Werk
beschäftigen.
einen summarischen Überblick über die
italienische Literaturgeschichte geben.
einige wichtige Autorinnen und Autoren resp.
Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen,
verstehen und einordnen.
wichtige Momente der Geschichte der Südschweiz
und Italiens erklären und gewichten.
sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni und
Filmen äussern und dazu kritisch und differenziert
die Bedeutung der italienischen Einwanderung und
deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft
Niveau B2
Morphologische und syntaktische Strukturen
und Regeln für fortgeschrittene Lernende
Wortschatz auf Stufe fortgeschrittene
Lernende
Sprachvergleich
Verwendung von Hilfsmitteln
Übersetzen (optional)
die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen
zentrale grammatikalische Themen selbstständig
repetieren und vertiefen.
einen differenzierten Wortschatz situationsgerecht
ihren Wortschatz selbstständig festigen und vertiefen.
unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.
Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen
und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz
wichtige Abweichungen von der Standardsprache
erkennen und einordnen.
sich notwendige Informationen aus unterschiedlichen
Quellen beschaffen (z. B. einsprachiges Wörterbuch)
Sätze auf Schwierigkeitsniveau einer Maturaprüfung
aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
Hören (authentische, schnell gesprochene
Redebeiträge, komplexe Präsentationen [PLIDA,
CELI B2 – C1])
Redebeiträgen mühelos folgen.
Besonderheiten eines regional oder dialektal
gefärbten Italienisch erkennen.
Sprechen (Gespräch mit Muttersprachigen,
anspruchsvollere Vorträge zu literarischen und
nicht literarischen Themen)
Schreiben (Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen, Briefe)
aktiv an einem Gespräch unter Muttersprachigen
teilnehmen.
Meinungen und Gefühle recht fliessend und
spontan grammatikalisch korrekt äussern.
sich zu anspruchsvollen Themen weitgehend
fehlerfrei und kompetent äussern.
mit Hilfsmitteln Texte früherer Epochen
selbstständig lesen, zusammenfassen und
komplexe, längere Texte weitgehend fehlerfrei
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
Literaturgeschichte: Texte aller Gattungen auch
aus früheren Epochen und literarischen
Strömungen (z. B. Trecento, Sette- e Ottocento:
Dante, Petrarca, Boccaccio, Goldoni, Manzoni,
Verga)
unterschiedliche Methoden der Textinterpretation
stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.
Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst
und kritisch einsetzen.
szenische Umsetzung ausgewählter Textpassagen
aus Prosa und Theatertexten gestalten (optional).
anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln Texte aus diversen Epochen
erkennen, einordnen und analysieren.
ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen
Welt kompetent kontextualisieren und kritisch
reflektieren (z. B. im Bereich Kunst, Architektur,
Film, Musik).
Schwerpunktfach Latein
Stundendotation
Didaktische Konzeption
Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders
Verständnis für Struktur und Geschichtlichkeit von Sprache und für literarische Tradition
Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen
Analytische Sprachbetrachtung nach Form und Funktion
Genauigkeit
Offenheit für die Ästhetik sprachlicher Ausdrucksmittel
Interesse für Literatur und Kunstgeschichte
Griechisch: Grammatik, Übersetzungstechnik, Metrik und Stilistik, literarische Gattungen, antike
Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte
Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik
Moderne Sprachen: Theater und Dichtung, Rezeption antiker Texte
Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen, Geschichtsschreibung
Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum
Philosophie: Weltverständnis, Ethik
Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Rezeption antiker Motive
Musik: Rezeption antiker Motive
Klassen und Lehrpläne
Wortschatz von einem definierten Wortschatz, bestehend aus
einem Grundwortschatz und einem während der
Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.
Übersetzungstechnik
Rhetorik
Griechisch
die Wortformen und syntaktischen Erscheinungen
und ihre Funktion in einem Text identifizieren.
einen Text formal und syntaktisch strukturieren
und mit Worthilfen und grammatikalischen und
inhaltlichen Hinweisen selbstständig übersetzen.
Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll
und gezielt einsetzen.
inhaltlich präzise und adäquate Formulierungen in
deutscher Sprache finden und dieselben
inhaltlichen Schwerpunkte wie im lateinischen Text
die wichtigsten Stilmittel formal und in ihrer
Wirkung auf den Leser identifizieren.
die Absichten eines Autors aufgrund der Wortwahl
und der im Text verwendeten Rhetorik und Stilistik
die Möglichkeiten der Beeinflussung und
Manipulation des Lesers herausarbeiten und
kritisch hinterfragen.
bei besonderem Interesse des Kurses einen einfachen
griechischen Text auf Deutsch übersetzen oder
paraphrasieren.
Mythologie
Kunst- und Kulturgeschichte
Alltagskultur
Archäologie
Geschichte
den Inhalt und die Funktion wichtiger Mythen
umreissen, die weitere Entwicklung der Motive
nachzeichnen und mit den modernen Adaptionen
die Bedeutung mythischer Weltvorstellungen für
die Menschen an Beispielen erklären.
heutige Vorstellungen als moderne Mythen
erkennen und deren Zweck erläutern.
die Entwicklung der römischen Kunst inklusive der
griechischen Wurzeln und ihrer Wirkung auf die
nachfolgenden Zeiten aufzeigen.
die verschiedenen Ausprägungen des römischen
Alltags von der Esskultur bis zur Unterhaltung (z.
B. Zirkusspiele, Theater) zueinander in Verbindung
idealerweise durch ein Studium vor Ort die
wichtigsten archälogischen Erkenntnisse in
Beziehung zu den literarischen Quellen setzen.
das Selbstverständnis der Römer in ihrer
Geschichtsschreibung in Relation zu den wichtigsten
geschichtlichen Ereignissen ihrer Zeit setzen.
Metrik und Stilistik
Textverständnis
Übersetzungstechnik
Werküberblick
Literarische Gattungen
durch effizienten Gebrauch eines Latein-Deutsch-
Wörterbuches für eine Übersetzung die passende
Bedeutung eines Begriffes finden.
die metrischen und stilistischen Formen eines
Gedichtes für Rückschlüsse auf seinen Inhalt
mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden
Kommentaren Aussage und Absicht (z. B. Ironie)
eines Text verstehen und beurteilen.
mit den Möglichkeiten des Deutschen stilistische
Merkmale in die Übersetzung einbauen.
ein ganzes Werk (z. B. ein Epos) oder grosse Teile
davon in kombinierter Lektüre von Übersetzungen
und exemplarischen Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen.
Texte aufgrund der Textmerkmale den verschiedenen
literarischen Gattungen (z. B. Brief, Erörterung, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) zuordnen.
Epos
Rezeption antiker Texte und Motive
Philosophie
die Übernahme der epischen Tradition, die
spezifische römische Ausprägung und die
Nachwirkung auf die spätere Zeit aufzeigen.
die Wiederaufnahme und Veränderung
ursprünglicher Motive in verschiedenen Medien
(Texten, Bildern / Malerei, Skulpturen, Film, Musik)
wiedererkennen, analysieren und beurteilen.
die Varianten antiker Mythen mit verschiedenen
Merkmalen der Epoche des jeweiligen Autors in
Verbindung bringen.
die gesellschaftliche Entwicklung, ihre Umbrüche
und den Wandel der Wertvorstellungen anhand von
literarischen Ausprägungen (z. B. Satire,
Epigramm) nachvollziehen.
die römischen philosophischen Ausprägungen
erkennen und die Parallelen und Fortsetzungen der
griechischen Werke beschreiben.
Theologie
ausgewählte Grundfragen der antiken Philosophie
von den Griechen über die Spätantike und das
Mittelalter bis zu ihrer Wiederaufnahme in der
Renaissance mit der Sichtweise heutiger
philosophischer Strömungen verknüpfen.
die Einflüsse des christlichen Weltbilds und der
christlichen Religion auf die antike philosophische
Tradition beschreiben.
bei spezifischem Interesse theologisch-philosophische
Grundfragen erörtern.
Grundlagenfach Mathematik
Stundendotation
Didaktische Konzeption
Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders
Reflexive
Fähigkeiten
können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig
arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit,
Wissenslücken immer sofort zu schliessen.
einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler
Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder
zahlentheoretische Sätze) und logische
Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage)
können den Grad an Sicherheit von Aussagen
kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar,
wie Vermutungen entstehen und überprüft
werden können, was beweisende und
widerlegende Argumente sind und dass die
Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im
System vereinbarten Axiomen und Regeln sind.
In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem
Denken verpflichtet.
anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine
Aussage falsch ist und wissen, dass ein Beispiel
nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu
beweisen.
Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren.
das Prinzip einer Schlussfolgerung
Voraussetzung-Behauptung-Beweis an
einfachen Beispielen erläutern.
Sozialkompetenz gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein
und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen
Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei
der Suche nach Einsicht und wichtigen
Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen.
Sprachkompetenz mit eigenen Worten einfache mathematische
Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu
einer bestimmten Basis, allgemeiner
Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral,
Zufallsexperiment) und mathematische
Zusammenhänge stringent definieren oder
beherrschen die universelle, unzweideutige und
streng formalisierte Sprache der Mathematik und
tragen damit zur Vermeidung von
Missverständnissen und zur reibungslosen
Verständigung in der wissenschaftlichen Welt
bei.
sind in der Lage, Umgangssprache in
Formelsprache umzuwandeln und korrekt und
verständlich über abstrakte Sachverhalte zu
sprechen.
Praktische
Fähigkeiten und
setzen unterstützende Technologie ein, wann
immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von
Informatikmitteln (z. B. grafikfähige
Taschenrechner, Computer Algebra Systeme),
von Formelsammlungen und von Algorithmen für
numerische Verfahren und zu
Simulationszwecken sind in allen
mathematischen Themen integrierender
Bestandteil.
Interesse die Mathematik als Basis zur Erstellung eines
wissenschaftlichen Modells erkennen.
zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und
Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells
erleben die Mathematik als
Problemlösungsmethode, als Instrument zur
Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit,
als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen
zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip.
Sie begegnen der Mathematik mit Interesse,
schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung
wissen.
sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und
sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und
Selbstvertrauen zu lösen.
Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall
kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur
Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und
Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen
Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen oder Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen.
Klassen und Lehrpläne
Zahlbereiche Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen,
mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf
Plausibilität prüfen.
natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle
Zahlen erkennen und unterscheiden.
einfache mathematische Symbole korrekt
Primzahlen definieren, was Primzahlen sind und die
wichtigsten Eigenschaften von Primzahlen
Irrationalität zeigen, dass es irrationale Zahlen gibt und diese
als nichtabbrechende, nichtperiodische
Dezimalzahlen charakterisieren.
Aus der Bezirksschule:
Zahlen einfache Kopfrechnungen ausführen und
beherrschen die Klammerregeln.
einfache Prozentaufgaben lösen und den
direkten Dreisatz anwenden.
Zahlen einfache logische Argumentationen über
natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle
Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade,
grösser/kleiner) führen.
2. Lerngebiet: Funktionen
Der Begriff der
«Funktion»
erklären, was man unter einer Funktion versteht
einfache Merkmale eines Graphen erkennen
(Nullstellen, &-Achsenabschnitt,
Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien).
erklären, welche formalen Veränderungen des
Funktionsterms welche Veränderungen des
Graphen nach sich ziehen.
insbesondere die Notation = ( ) korrekt
unterschiedliche Schreibweisen von
Funktionszuordnungen benützen.
das zweidimensionale kartesische
Koordinatensystem korrekt benutzen.
eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer
Wertetabelle).
Funktionen auswerten und grafisch darstellen.
die Termdarstellung einer Funktion anhand des
Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
Lineare Funktionen lineare Funktionen als Geraden grafisch
die Steigung und den Steigungswinkel einer
Geraden angeben.
die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei
Punkte oder ein Punkt und die Steigung gegeben
sind.
Quadratische
Funktionen
quadratische Funktionen als Parabeln grafisch
den Scheitelpunkt einer Parabel bestimmen.
die Gleichungen verschobener, axial gestreckter
und gespiegelter Parabeln aufstellen.
3. Lerngebiet: Gleichungen
Gleichungen und
Gleichungssysteme
allgemein
erklären, was man unter einer Lösung einer
Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten)
versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen.
erklären, was man unter einer Lösung eines
Gleichungssystems versteht und Lösungen
rechnerisch nachprüfen.
Verschiedene Typen von Gleichungen
Lineare Gleichungen geeignete in Texten vorliegende
Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren und lösen.
lineare Gleichungen lösen.
Lineare
Gleichungssysteme
Gleichungen und Gleichungssysteme
äquivalent umformen.
das Prinzip der Elimination von Unbekannten in
Gleichungssystemen erläutern.
Methoden zur Lösung linearer
Gleichungssysteme erklären und anwenden.
lineare 2x2-Gleichungssysteme mit
verschiedenen Methoden lösen (z.B.
Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode,
Additionsmethode) und diese miteinander
lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch
interpretieren und ihre Lösungsmengen
graphisch darstellen.
lineare Gleichungssysteme mit drei
Unbekannten auflösen und geometrisch
die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen
untersuchen.
geeignete in Texten vorliegende
Problemstellungen durch lineare
Gleichungssysteme formalisieren und lösen.
Quadratische
Gleichungen
erklären, was eine quadratische Gleichung
quadratische Gleichungen mit verschiedenen
Methoden lösen (Faktorzerlegung,
Auflösungsformel) und diese miteinander
vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz.
die Anzahl der Lösungen einer quadratischen
Gleichung bestimmen.
einen quadratischen Term in Linearfaktoren
zerlegen.
die Lösungen der quadratischen Gleichung in
Zusammenhang mit den Nullstellen der
quadratischen Funktion bringen.
einfache Gleichungen mit Wurzel- und
Bruchtermen lösen und Scheinlösungen
4. Lerngebiet: Geometrie
Strahlensätze und
Ähnlichkeit
in entsprechenden geometrischen Figuren die
Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und
Ähnlichkeit den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und
Kongruenz erklären.
die bestimmenden Elemente einer zentrischen
Streckung nennen.
in entsprechenden geometrischen Figuren die
Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und
mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken Beweise
Aus der Bezirksschule:
Satz des
Pythagoras
den Satz des Pythagoras erklären und
Potenzgesetze die Potenzgesetze in einfachen Beispielen
die Grundrechenoperationen und die
Potenzgesetze zur Umformung von Termen
die Wirkung von rationalen Exponenten in
Potenzen erklären.
Logarithmen erklären, wie der Logarithmus definiert ist.
die Logarithmusgesetze in einfachen
Beispielen anwenden.
Logarithmusgesetze anwenden und Logarithmen
zu beliebigen Basen berechnen.
2. Lerngebiet: Funktionen
Funktionsbegriff
allgemein
funktionale Zuordnungen erkennen, typisieren
und rechnerisch bearbeiten.
verschiedene Darstellungsformen von
Funktionen miteinander vergleichen.
die Termdarstellung einer Funktion anhand
des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen
Fällen).
Potenzfunktionen Potenzfunktionen an ihrer graphischen
Darstellung erkennen.
Exponentialfunktionen die Termdarstellung einer Exponentialfunktion
anhand des Graphen rekonstruieren (nur in
einfachen Fällen).
exponentielle Wachstums- und
Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen
modellieren
das exponentielle Wachstum in verschiedenen
Bereichen anwenden (z. B. Kapitalentwicklung
mit Zinseszins).
die Bedeutung der Euler'schen Zahl e
Umkehrfunktionen die Bedingung dafür angeben, dass die
Umkehrung einer Funktion wieder eine
Funktion ist.
zu gegebenen Funktionen Umkehrfunktionen
die Beziehung der Graphen einer Funktion
und ihrer Umkehrfunktion erklären.
Logarithmusfunktionen eine Logarithmusfunktion als Umkehrfunktion
einer Exponentialfunktion erkennen.
Trigonometrische
Funktionen
die trigonometrischen Funktionen für
beliebige Winkel graphisch darstellen und
ihre Periodizität erklären.
den Zusammenhang zwischen der Definition
am Einheitskreis und den Graphen der
trigonometrischen Funktionen erklären.
3. Lerngebiet: Gleichungen
Exponentialgleichungen
einfache Exponentialgleichungen lösen. Exponentialgleichungen mit Hilfe von
Logarithmen lösen.
geeignete in Texten vorliegende
Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren und lösen.
erklären, was man unter einer Lösung einer
Exponentialgleichung versteht und Lösungen
rechnerisch nachprüfen.
die Verdoppelungszeit bzw. die Halbwertszeit bei
Exponentialfunktionen berechnen.
Logarithmusgleichungen
erklären, was man unter einer Lösung einer
Logarithmusgleichung versteht und Lösungen
rechnerisch nachprüfen.
einfache Logarithmusgleichungen lösen.
Trigonometrische
Gleichungen
einfache trigonometrische Gleichungen lösen. alle Winkel zum vorgegebenen Funktionswert
einer Winkelfunktion finden.
4. Lerngebiet: Geometrie
Trigonometrie die trigonometrischen Funktionen im
rechtwinkligen Dreieck erklären sowie Längen
und Winkel im rechtwinkligen Dreieck
Seitenlängen und Winkel von allgemeinen
Dreiecken berechnen.
die Darstellung der trigonometrischen
Funktionswerte am Einheitskreis (als
Koordinaten) erklären.
die trigonometrischen Funktionswerte für
spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen.
die Beziehungen sin2(x) + cos2(x) = 1 und
tan(x)=sin(x)/cos(x) erklären und in
entsprechenden Situationen anwenden.
Winkel im Gradmass und im Bogenmass
messen und sicher damit umgehen.
Vektoren den Begriff des «Vektors» erklären.
einen Vektor des R2 bzw. R3 als geordnetes
Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und
geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten.
die Norm eines Vektors im R2 bzw. R3 berechnen
und geometrisch deuten.
Vektoren im R2 bzw. R3 rechnerisch wie
geometrisch addieren und subtrahieren.
Vektoren des R2 bzw. R3 mit einem Skalar
multiplizieren und das Resultat geometrisch
in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie
etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu
einer Gesamtgrösse addieren.
einen Vektor im R2 rechnerisch und geometrisch
als Linearkombination zweier vorgegebenen
Vektoren darstellen.
in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie
etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu
einer Gesamtgrösse addieren.
das Skalarprodukt zweier Vektoren im R2 bzw.
R3 berechnen.
den Winkel zwischen zwei Vektoren des R2 bzw.
R3 mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen.
Zahlenfolgen die Korrektheit einer Formel für eine gegebene
Folge überprüfen.
die explizite und die rekursive Definition einiger
Zahlenfolgen aufschreiben.
Summenzeichen benutzen
erklären, was eine Reihe ist.
Arithmetische Folgen Zahlenfolgen, welche eine lineare Entwicklung
zeigen, erkennen und unterscheiden.
arithmetische Folgen erster Ordnung den
linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder
und Teilsummen berechnen.
Geometrische Folgen Zahlenfolgen, welche eine exponentielle
Entwicklung zeigen, erkennen und
geometrische Folgen den exponentiellen
Funktionenzuordnen sowie ihre Glieder und
Teilsummen berechnen.
den Barwert bei periodischen Zahlungen in der
Finanzmathematik berechnen.
Grenzwerte von
Zahlenfolgen
an Beispielen erklären, dass die Summe
unendlich vieler Summanden endlich sein kann.
den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge
als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die
Folgenglieder beliebig genau annähern.
einfache divergente Zahlenfolgen erkennen.
die Begriffe «konvergent», «divergent» und
«Grenzwert» erklären.
in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw.
Divergenz einer Zahlenfolge erkennen.
die Grenzwerte einiger konvergenter
Zahlenfolgen berechnen.
2. Lerngebiet: Analysis
Grenzwerte von
Funktionen
Grenzwerte von Funktionen berechnen.
die im Zusammenhang mit Grenzwerten
wichtigsten Notationen anwenden.
Erkennungsmerkmale für stetige Funktionen
Der Begriff der
«Ableitung»
die Ableitung als momentane Änderungsrate
die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als
Grenzwert von Sekantensteigungen,
zu einem gegebenen Funktionsgraphen
qualitativ richtig den Graphen der
Ableitungsfunktion zeichnen.
Rechnen mit
Ableitungen
die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als
Grenzwert v6Differenzenquotienten, definieren.
Ableitungen mit Hilfe von
Differentialquotienten berechnen.
die Ableitungen elementarer Funktionen, wie
etwa xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x)
die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten-
und Kettenregel auf einfache Funktionen
Summen, Produkte und Quotienten von
Funktionen sowie zusammengesetzte
Funktionen ableiten.
Polynome anxn+an-1xn-1+...+a1x+a0 mit Hilfe der
Summen- und der Faktorregel ableiten.
die allgemeine Exponentialfunktion ax=eln(a)x mit
Hilfe der Kettenregel ableiten.
die Gleichung einer Tangente an
Funktionsgraphen aufstellen.
Ausgezeichnete
Kurvenpunkte
die Graphen von elementaren Funktionen, wie
etwa
xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x) skizzieren.
die Graphen von Polynomen skizzieren, falls
nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion.
die notwendigen und hinreichenden
Bedingungen für relative Extrema und
Wendepunkte von Funktionsgraphen nennen.
Intervalle berechnen, auf denen der
Funktionsgraph monoton wächst oder fällt
bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist.
Extremwertprobleme einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit
einer Nebenbedingung lösen.
in angewandten Aufgaben Extremwerte
Weitere Anwendungen
der Differentialrechnung
Parameter in Funktionsgleichungen aus
gegebenen Bedingungen bestimmen.
Schnittwinkel von Funktionsgraphen
die Differentialrechnung zur Problemlösung in
verschiedenen Wissensgebieten einsetzen.
3. Lerngebiet: Vektorgeometrie
Punkt, Gerade, Ebene mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und
Ebenen beschreiben.
räumliche Situationen anschaulich darstellen.
dreidimensionale Darstellungen interpretieren.
die Ebene im Raum mit Hilfe einer
Koordinatengleichung beschreiben.
Gegenseitige Lage die gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen
Schnittprobleme Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden
und Ebenen berechnen.
1. Lerngebiet: Analysis
Der Begriff des
«Integrals»
das bestimmte Integral als Grenzwert einer
Summe definieren.
das unbestimmte Integral als Menge aller
Stammfunktionen definieren.
den Hauptsatz der Differential- und
Integralrechnung (Fundamentalsatz der
Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung
einfacher bestimmter Integrale einsetzen.
die Aussage, die Bedeutung und die
Beweisidee für den Hauptsatz der Differential-
und Integralrechnung angeben.
mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und
Integralrechnung (Fundamentalsatz der
Analysis) den Zusammenhang zwischen
Integrieren und Differenzieren erkennen und
einfache bestimmte Integrale berechnen.
Berechnungen von
Integralen
Stammfunktionen von elementaren
Funktionen, wie etwa konstante Funktionen,
xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x) angeben.
einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit
Hilfe der Summen- und der Faktorregel
integrieren.
die wichtigsten Integrationsregeln anwenden.
Näherungsverfahren einen Algorithmus, der bestimmte Integrale
approximativ berechnet, angeben und
Flächen- und
Rauminhalte
endliche Flächen unter den Graphen einfacher
Funktionen berechnen.
mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte
das Volumen von Rotationskörpern
Anwendungen der
Integralrechnung
bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf
einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer
Änderungsrate bestimmen.
die Integralrechnung zur Problemlösung in
verschiedenen Wissensgebieten einsetzen.
2. Lerngebiet: Stochastik
Kombinatorik die Additionsregel und die Multiplikationsregel
Statistik Summenzeichen und Fakultäten benutzen.
die Anzahl Möglichkeiten berechnen, wenn
eine Anzahl von Elementen auf eine Anzahl
von Plätzen angeordnet wird, mit oder ohne
Berücksichtigung der Reihenfolge, mit oder
ohne Wiederholung.
die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle,
Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm,
Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken
interpretieren und vergleichen.
die wichtigsten Darstellungsformen von
Statistiken beschreiben.
die gängigen Kennzahlen der Lage und der
Streuung (arithmetisches Mittel, Median,
Modus, Standardabweichung) interpretieren,
vergleichen und für kleine Datensätze
Der Begriff der
«Wahrscheinlichkeit»
charakterisieren, was man unter einem
“Zufallsexperiment” versteht.
erklären, was man unter der relativen
Häufigkeit und was man unter der
Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht.
abhängige und unabhängige Ereignisse
Berechnung von
Wahrscheinlichkeiten
Wahrscheinlichkeiten mit Gleichverteilung
bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme
zeichnen oder Mehrfeldertafeln einsetzen.
das Gegenereignis anwenden.
bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen.
Wahrscheinlichkeitsverteilung
erklären, was man unter einer Zufallsgrösse
und was man unter einer Verteilung versteht.
die Binomialverteilung erklären und anwenden.
den Einsatzbereich der Normalverteilung
erklären und die Gausssche Glockenkurve
die Grundidee von Vertrauensintervallen
3. Lerngebiet: Vektorgeometrie
Vektorprodukt Normalen und Normalebenen angeben.
das vektorielle Produkt definieren und
Abstandsprobleme den Abstand zwischen zwei Punkten im R2
bzw. R3 berechnen.
Abstände zwischen Punkten, Geraden und
Ebenen berechnen.
Kreis und Kugel Kreise in der Grundebene und Kugeln im Raum
mit Koordinatengleichungen beschreiben.
eine Tangentialebene an eine Kugel in einem
Kugelpunkt berechnen.
Flächen- und
Rauminhalt
Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken
Rauminhalte von Tetraedern berechnen.
Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik
Lehrplan
1. Lerngebiet: Differentialgleichungen
Definition
Lineare Differentialgleichung erster Ordnung
erklären, was eine Differentialgleichung ist.
nachvollziehen, dass eine Gleichung auch Funktionen
als Lösungen haben kann.
Differentialgleichungen klassifizieren (Ordnung,
gewöhnlich, homogen und inhomogen, linear und
nicht-linear).
erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der
Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen
beschreibbar sind.
in einfachen Problemstellungen die Methode der
Variablenseparation und die Methode der Variation der
Konstanten anwenden.
lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit
konstanten Koeffizienten lösen.
Richtungsfeld und Kurvenschar
Approximatives Lösungsverfahren
Modellbildung
geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern
geometrisch beschreiben.
einen Algorithmus angeben, der ein
Anfangswertproblem näherungsweise löst.
nachvollziehen, dass bei der Modellierung der
Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
einige Probleme aus der Physik oder aus anderen
Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen
darstellen und lösen.
2. Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen
Matrixoperationen
Eigenwerte und Eigenvektoren
Anwendungen der Matrizenrechnung
Affine Abbildungen
erklären, was Matrizen sind.
Matrizen nach den Begriffen «Einheitsmatrix»,
«Dreiecksmatrix», «Diagonalmatrix», «transponierte
Matrix» und «reguläre Matrix» unterscheiden.
Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren
Rang angeben und die Determinante berechnen.
Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen
Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen
bestimmen und deuten.
Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben einsetzen
(z. B. stochastische Prozesse,
Populationsentwicklungen).
Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen
mit Hilfe von Matrizen beschreiben.
3. Lerngebiet: Komplexe Zahlen
i
kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten
Gauss'sche Zahlenebene
Grundoperationen
Gleichungen
Polynome
Eulerformel
die komplexe Einheit definieren.
verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen
komplexe Zahlen in der Gauss'schen Zahlenebene
die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen
anwenden und geometrisch interpretieren.
im Komplexen Gleichungen lösen (Einheitswurzeln,
quadratische Gleichungen).
reelle Polynome vollständig in reelle Faktoren
zerlegen.
komplexe Zahlen mit Hilfe der Euler'schen Zahl e
Grundlagenfach Musik
Wochenstunden 2 2 2 –
Das Grundlagenfach Musik fördert besonders
Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken
und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen
Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform
berücksichtigen
Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit
Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen
Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige)
nonverbale Aspekte äussern
Das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme im Zusammenhang mit
(öffentlicher) Präsentation
Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
Die Möglichkeiten spezifischer Software z. B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und
Notationsprogrammen gezielt nutzen
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie z. B.
Sprachen, bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik.
die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und
Farbe differenziert bewusst wahrnehmen und
die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten
erkennen und benennen.
die Grundformen der Intervalle innerhalb einer
Oktave bestimmen.
Dreiklänge unterscheiden.
dynamische und artikulatorische Phänomene
bewusst wahrnehmen und beschreiben.
Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo
vokale Stimmlagen erkennen und zuordnen.
Die wichtigsten Instrumente der gängigsten
Formationen hörend unterscheiden.
grundsätzliche Aspekte in musikalischen Abläufen
(z. B. Wiederholung, Variation und Kontrast,
Steigerung und Rückentwicklung) bewusst hören
Taktarten in metrischer Musik bestimmen.
rhythmische Phänomene (z. B. Auftakt, Synkopen,
binäre und ternäre Phrasierung) erkennen und
Musikwerke verschiedenen Musikarten zuordnen.
stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen,
Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.
absolute Tonhöhen in Bass- und Violinschlüssel
lesen.
die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten
im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen
sowie in musikalischen Zusammenhängen
erkennen und definieren.
den Quintenzirkel als abstrahierte Darstellung der
wichtigsten Phänomene dur-moll-tonaler Musik
nachvollziehen und als Hilfsmittel anwenden.
alle Intervalle innerhalb einer Oktave in Violin- und
Bassschlüssel schreiben und lesen.
Dreiklänge schreiben und im Notentext erkennen.
das Prinzip der Akkordsymbolschrift verstehen.
Noten- und Pausenwerte schreiben und lesen.
Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo
adäquat beschreiben.
rhythmische und artikulatorische Phänomene
sowie dynamische Abstufungen erkennen und
die gängigsten Instrumente den entsprechenden
Instrumentengruppen und Formationen zuordnen.
musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte
hin (z. B. Wiederholung, Variation und Kontrast,
Steigerung und Rückentwicklung) untersuchen und
musikalische Verläufe formal gliedern und ihre
Einteilung musikalisch begründen.
ihr vokales Repertoire aus dem Schulfach Musik
wie auch das aktuelle Repertoire aus dem
Instrumentalunterricht Musikarten, Stilen und
Epochen zuordnen.
den Nutzen und die Grenzen von musikalischen
Kategorien wie Musikarten, Epochen- und
Stilbegriffen abwägend nachvollziehen.
ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-
Tonalität auf Epochen und Musikarten bezogen
schärfen und Beispiele mit nicht-dur-moll-tonalen
Klanglichkeiten nachvollziehen.
die Grundformen der Intervalle innerhalb einer
Oktave singen.
wichtige melodisch-harmonische Bausteine durmoll-tonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und
Dreiklänge singen.
ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung
bewusst steuern und die eigene Stimme singend
unter Berücksichtigung von
Stimmbildungserfahrungen mit ihrer Stimme
bewusster umgehen bzw. ihre stimmlichen
Möglichkeiten kennenlernen und weiterentwickeln.
einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen.
ein Repertoire von mindestens 20 Liedern, Songs,
Kanons unter Berücksichtigung verschiedener
Musikarten und in angemessener Vertretung der
Landessprachen aktiv abrufen.
auf die Musikart bzw. den Musikstil bezogen
Vokalmusik mit adäquater Stimmgebung und
musikalischer Phrasierung interpretieren.
mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion
Geräusche und Klänge entwickeln.
kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren.
einfache dur-moll-tonale melodische Verläufe
entwerfen.
Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend
die Modi unterscheiden.
in dur-moll-tonaler Musik die Dominant-Tonika-
Spannung bewusst wahrnehmen.
grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen
wie Imitation, Variation und Sequenzierung
erkennen und benennen.
in einfachen mehrstimmigen Sätzen einzelne
Stimmen gehörsmässig mitverfolgen.
in kleineren standardisierten Formverläufen die
Proportionen bzw. Varianten und Abweichungen
bewusst wahrnehmen.
nicht standardisierte Formverläufe bewusst mithören
und z. B. als grafische Hörpartitur skizzieren.
stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen,
Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.
Klangerscheinungen Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik im Violin-
und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in
musikalischen Zusammenhängen erkennen und
die Modi notieren und lesen bzw. in
Literaturbeispielen erkennen.
Umstellungen von Dreiklängen schreiben und im
Notentext erkennen.
das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie
nachvollziehen und auf die Hauptstufen I, IV und V
bzw. auf die Funktionen Tonika, Dominante,
Subdominante bezogen anwenden.
grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen
wie Imitation, Variation und Sequenzierung im
Notentext erkennen und benennen.
Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz
nachvollziehen und anwenden.
polyphone und homophone Faktur untersuchen
musikalische Motive, Themen und Phrasen
erkennen und adäquat beschreiben.
Liedformen abrufen und konkrete Beispiele mit
Notentext formal analysieren.
Musikstücke mit einem grundlegenden
Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen,
Gattungen, Formen, Komponisten und
Komponistinnen und mit einem angemessenen
historischen Umfeldwissen verknüpfen.
sich vertieft mit Aspekten der dur-moll-tonalen
Epoche auseinandersetzen.
weitere musikalische Konzepte vor und nach der durmoll-tonalen Epoche sowie aus anderen Kulturkreisen
in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext
Werkkenntnisse und Stilkunde
ihre eigenen Stimmmöglichkeiten erweitern und
einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen.
ihr Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter
Berücksichtigung verschiedener Musikarten erweitern.
Geräusche und Klänge mit einem definierten
Instrumentarium kreieren.
einfach pentatonische und dur-moll-tonale melodische
Verläufe entwerfen.
vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der
Stimmführungsregeln schreiben.
beim Kreieren von Melodien bewusst Aspekte der
Stufen- und Dreiklangsmelodik anwenden.
unter Anwendung ihres harmonischen Wissens zu
einer Hauptstimme aus dem Stegreif einfache
Begleitstimmen entwerfen.
den Dominantseptakkord in musikalischen
Verläufen erkennen.
die klanglichen Eigenschaften verschiedener
Septakkorde unterscheiden.
einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Repertoire
an Instrumental- und Vokalmusik hörend erkennen.
musikalische Verläufe in tonaler Musik aufgrund
rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte
bewusster wahrnehmen.
wichtige formale Einschnitte auch in grösseren
Formverläufen und Formmodellen erkennen und
stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen,
Gattungen und Epochen erkennen und hörend
ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus
«Klangerscheinungen» und «Formverläufe und
Formmodelle» verknüpfen und erweitern.
Septakkorde mit Umstellungen notieren und
gängige und ihnen bisher auch unbekannte
Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde
den Dominantseptakkord im vierstimmigen Satz
einbauen.
Musikstücke Stilen und Epochen zuordnen.
die wichtigsten musikalischen Umbrüche
nachvollziehen und in einen zeitlichen Kontext
Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und
Werkverständnis mit ausgewählten
Schlüsselwerken in Verbindung bringen.
Septakkorde nachsingen.
in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme
selbstständig singen.
unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen
aus «Klangstrukturen» einfache dur-moll-tonale
Melodien selbstständig vom Blatt singen.
auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus
dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und
rhythmischen Varianten entwickeln.
ihr aktives Repertoire mit mehrstimmigen Sätzen in
verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern
Formverläufe und Formmodelle eine einfache Melodie harmonisieren.
unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse
und z. B. mit Hilfe von Pattern einfache
Liedbegleitungen oder Chorsätze schreiben.
Schwerpunktfach Musik
Wochenstunden – – 48 4
2. Klassen und Lehrpläne
Klangerscheinungen komplexere dur-moll-tonale Zusammenhänge von
melodischen und harmonischen Phänomenen
Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und
Umkehrungen erkennen sowie gängige
harmonische Modelle mit charakteristischen
Wendungen wie Zwischendominanten, einfache
Modualtionsprozesse, Trugschluss und
Neapolitaner erfassen.
ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und
Klangfarben verfeinern und Instrumente
8 Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen
zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion im Chor.
differenziert sowohl einzeln als auch in den
gängigsten Formationen hörend erkennen.
sowohl melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen
als formbildende Struktur erfassen als auch
motivische und kontrapunktische
Verarbeitungsprinzipen (z. B. Variation, Imitation,
Sequenzierung, Augmentation und Diminution)
polyphon strukturierte Werke in ihren Grundzügen
motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde
Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien
im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie
dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt
auf eine angemessene Anzahl repräsentativer
Musikwerke der abendländischen Kultur
zurückgreifen.
melodische, harmonische und rhythmische
Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im
Notentext erfassen als auch korrekt notieren.
Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im
Notentext erkennen und notieren sowie bei
harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen
entsprechend Stufentheorie bzw. Akkordsymbole
Durchgangs- und Wechselnote, Vorhalt,
Antizipation und Orgelpunkt in konkreten
Beispielen erkennen und benennen.
die gängigsten charakteristischen harmonischen
Phänomene dur-moll-tonaler Musik wie
Zwischendominanten, Modulationsprozesse,
Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an
Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater
Fachterminologie beschreiben.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
auf ein angemessenes Repertoire an vertieft
behandelten Lied- und Grossformen zurückgreifen
und mit adäquater Fachterminologie deren
kompositorischen Kernpunkte wie auch
spezifischen Besonderheiten beschreiben.
sich weitgehend selbstständig mit einem
musikalischen Phänomen und dem dazugehörigen
historischen Umfeldwissen auseinandersetzen und
Artikel aus Fachliteratur verarbeiten.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption
und Reflexion beim Musizieren im
Instrumentalunterricht sowie im Chor und auch in
Ensembles bewusst einfliessen lassen.
melodische und harmonische Wendungen singend
Drei- und Vierklangstrukturen singen.
in Länge und Komplexität angemessene
rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch
vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium
Melodien sowohl nachsingen als auch vom Blatt
singen.
ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim
Musizieren im Instrumentalunterricht bewusst
anwenden und nachvollziehen.
für Arrangements und kompositorische Prozesse auf
ein angemessenes Repertoire von Klängen und
Klangfarben zurückgreifen.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
einfache harmonische Verläufe stilgerecht
aussetzen.
in Arrangements und kompositorischen Prozessen
stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen
Formverläufe und Formmodelle (optional)
sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen
Phänomenen angemessen auseinandersetzen.
auch komplexere nicht dur-moll-tonale
Zusammenhänge von melodischen und
harmonischen Phänomenen erfassen.
Instrumente in aufführungspraktischem Kontext
differenziert erkennen.
freie Formverläufe differenziert erfassen,
angemessen beschreiben und gegebenenfalls als
Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.
Musikstücke in komplexeren Partituren aktiv
mitverfolgen.
in nicht dur-moll-tonaler Musik melodische,
harmonische und rhythmische Phänomene als
formbildende Strukturen erfassen.
im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus-, durmoll-tonale Melodiediktate sowie einfache Stufendiktate
memorieren und korrekt notieren.
Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten,
auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert
wahrnehmen und einordnen.
auf eine angemessene Anzahl repräsentativer
anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen
Kultur – mit vertiefter Betrachtung der vor-dur-molltonalen Epoche sowie von musikalischen
Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert –
zurückgreifen.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
komplexere melodische, harmonische und
rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und
sowohl im Notentext erfassen als auch korrekt
ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild
anhand von Notaten weiterentwickeln.
ihre Kenntnisse über stilistische sowie
aufführungspraktische Besonderheiten von
Instrumenten und Formationen gezielt erweitern.
für sie neue, auch freie Formtypen unter
Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen
Aspekte analysieren und mit angemessener
Fachterminologie beschreiben.
durch ein vertieftes Orientierungswissen (z. B.
hinsichtlich Musikarten, Formen, Komponistinnen und
Komponisten) sowie durch ein angemessenes
historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle
musikalische Phänomene in grössere
Zusammenhänge einordnen und angemessen
verschiedene ästhetische Ansätze unterschiedlicher
Epochen oder Werke diskutieren.
ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und
Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht
sowie im Chor und Ensembles historisch informiert
bewusst einfliessen lassen.
komplexere rhythmische Verläufe sowohl
nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf
einem Instrumentarium umsetzen.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische
Verläufe sowohl nachsingen als auch vom Blatt
singen.
ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim
Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor
und in Ensembles bewusst einbringen.
Werkkenntnis und Stilkunde (optional)
für Arrangements und kompositorische Prozesse auf
ein angemessenes Repertoire von Klängen und
Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst
gestalten.
in Arrangements und kompositorischen Prozessen
formale Verläufe bewusst gestalten.
Rhythmen und melodische Verläufe entwerfen und
adäquat notieren.
harmonische Verläufe in Kleinkompositionen,
Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen
Formen stilgerecht aussetzen.
in Arrangements und kompositorischen Prozessen
stilistische Eigenheiten neuerer Musik imitieren bzw.
einfliessen lassen.
Ergänzungsfach Musik
Wochenstunden – – – 39
1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde
Verknüpfung der Vorkenntnisse
musikalische Aspekte aus den Lerngebieten
«Klangerscheinungen» sowie «Formverläufe und
Formmodelle» des Grundlagenfachs Musik abrufen
und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend
und reflektierend anwenden.
ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen
hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen,
Komponistinnen und Komponisten sowie mit einem
angemessenen historischen Umfeldwissen
die Faktur repräsentativer Kompositionen in
angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit
9 Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht.
Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche)
erkennen und beschreiben.
für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere
Formtypen selbstständig analysieren und mit
angemessener Fachterminologie erläutern.
2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren
Untersuchen
Komponieren
sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit
vorliegenden Analysen repräsentativer
auskomponierter Werke und deren Notaten
ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens
teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen
und ausführen.
eine fundierte selbstständige Recherche durchführen.
eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form
darstellen und präsentieren.
ein eigenes Musikstück komponieren und adäquat
sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke
und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder
für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an
musikalischem Material von Geräuschen und Klängen
einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im
tonalen Bereich oder avancierte experimentelle
Kompositionstechnik anwenden.
Grundlagenfach Physik
Wochenstunden – 2 2 2
Das Grundlagenfach Physik fördert besonders
Hypothesen bilden und überprüfen
Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken
IKT-Kompetenz, praktische Fähigkeit
Experimente planvoll aufbauen und durchführen
Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik
Mathematik: z. B. Trigonometrie, Vektoren, Differential- und Integralrechnung
Chemie: z. B. Coulombgesetz, Energiebilanz
Biologie: z. B. Auge, Gehör, Reizübermittlung, Energie
Geografie: z. B. Wetter, Klimaerwärmung, Strömung, Energie
Sprachen: z. B. Biografien, Literatur mit physikalischem Inhalt
Geschichte: z. B. Dampfmaschine, Erdöl, Kernenergie
1. Lerngebiet: Grundlagen
Naturwissenschaftliche Arbeitsmethode
Physikalische Grössen und Einheiten
Aufgaben lösen
Experimente
Datenanalyse
eine Problemstellung aus Natur oder Technik
analysieren und sie mit Hilfe der Mathematik
formalisieren.
formale Lösungen erstellen, die nur noch von
gegebenen Grössen abhängen.
physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden.
aus Aufgabenstellungen Gleichungen ableiten und
die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und
Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
Experimente planen und durchführen.
Daten interpretieren, auswerten und zweckmässig
2. Lerngebiet: Kräfte und Bewegung
Unbeschleunigte und Beschleunigte Bewegung
a-t-, v-t- und s-t-Diagramme
Kräfte als Vektoren, Masse, Beschleunigung
Bewegungen mathematisch beschreiben.
Diagramme interpretieren und erstellen.
ein System wählen und die Kräfte einzeichnen.
Kräfte, die auf verschiedene Systeme wirken,
unterscheiden und das Wechselwirkungsgesetz
(drittes Newton’sches Gesetz) benennen.
den Zusammenhang zwischen der Bewegung und den
wirkenden Kräften herstellen (erstes und zweites
Newton’sches Gesetz).
Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.
3. Lerngebiet: Energie
Energieformen wie Arbeit, potentielle und
kinetische Energie
Energieflüsse = Leistung
Energiebilanz, Erhaltung
Wirkungsgrad
verschiede Energieformen (z. B. Arbeit, potentielle
Energie, kinetische Energie) unterscheiden und
die Energiebilanz in konkreten Situationen
den Wirkungsgrad einer Maschine ermitteln.
1. Lerngebiet: Elektrizität
Ladung
Strom
Spannung, el. Energie, el. Leistung
Ohm’scher Widerstand
Serie- und Parallelschaltung
die wichtigsten Begriffe definieren und
Zusammenhänge zwischen diesen Grössen
Schaltungen aufbauen und ausmessen.
2. Lerngebiet: Kreisbewegung, periodische Vorgänge
Kräfte und Zentripetalbeschleunigung
Gravitationskraft
Periode
die Dynamik einer Kreisbewegung mit Hilfe der
angreifenden Kräfte und der
Zentripetalbeschleunigung erklären und beschreiben.
3. Lerngebiet: Technik, Physik im Alltag
Theoretische Grundlagen
ausgewählte Phänomene (z. B. der Kernphysik,
Solarzellen, Windenergieanlagen, Akustik oder
Optik) erklären.
ausgewählte Zusammenhänge mathematisch
1. Lerngebiet: Magnetismus
Strom erzeugt ein Magnetfeld
Lorentzkraft
Induktion
das Magnetfeld um einen stromführenden Draht
den Betrag und die Richtung der Lorentzkraft
ausgewählte technische Anwendungen und
Phänomene wie Elektromotor, Generator und
Wechselstrom qualitativ erklären.
2. Lerngebiet: Wärmelehre
Temperatur und Ausdehnung, ideale Gasgleichung
Temperatur und Energie
Wärmearbeitsmaschinen, Energie und Gesellschaft
p, V und T eines idealen Gases in Beziehung
setzen und in Diagrammen darstellen.
erklären, warum in einer Wärme-Arbeits-Maschine
nicht alle zugeführte Wärme in Arbeit umgewandelt
werden kann.
die wirtschaftliche Bedeutung der
Wärmearbeitsmaschine aufzeigen.
die physikalischen Grundlagen für einen
verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen
3. Lerngebiet: Neuere Physik
Grundlagen
grundlegende Zusammenhänge (z. B. in der
Relativitätstheorie, Quanten-, Astro- oder
Teilchenphysik) mathematisch oder mit Worten
ausgewählte Phänomene der neueren Physik erklären.
Ergänzungsfach Physik
1. Lerngebiet: Wissenschaftliche Arbeitsmethodik
Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien
Experimente und Datenanalyse
Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik
sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis
anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.
Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B. Oszilloskop,
Multimeter, Interfaces, Sensoren).
eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der
Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren.
die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der
Fehlerfortpflanzung ermitteln.
Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen
Verfahren zum Lösen von Differenzialgleichungen
2. Lerngebiet: Mechanik
Fluidmechanik
Starrer Körper
physikalische Anwendungen und Phänomene erklären
(z. B. im Bereich der Medizin).
technische Berechnungen aus der Fluiddynamik
das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden.
die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie
ihre Wirkung bestimmen.
3. Lerngebiet: Elektrizität
Elektrisches Potenzial
Induktion
Elektronik
den Zusammenhang zwischen Spannung und
elektrischem Potenzial erklären.
das Induktionsphänomen erklären.
technische Anwendungen der Elektrizität erklären (z.
B. im Bereich der Medizin).
elektronische Schaltungen analysieren.
4. Lerngebiet: Technik
Schwingungen und Wellen
Aktuelle Entwicklungen in der Technik
grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit
Worten formulieren.
ausgewählte Anwendungen erklären.
5. Lerngebiet: Wärmelehre
Wärmetransport
Kinetische Gastheorie
die verschiedenen Wärmetransportmechanismen
Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der
Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie
Druck und Temperatur erklären.
technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z.
B. in den Bereichen Bauwesen oder
Atmosphärenphysik).
6. Lerngebiet: Neuere Physik
Quantenphysik
Astronomie / -physik
Relativitätstheorie
Kern- und Teilchenphysik
Simulation und Modellbildung
Aktuelle Entwicklungen in der Physik
exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses
der Natur aufzeigen.
grundlegende Zusammenhänge in den Teilgebieten
in Worten und mathematisch formulieren.
ausgewählte Anwendungen erklären.
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen
der Mathematik
Stundendotation
Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders
Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie
wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen.
Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen.
Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können, was
beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ
zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem Sinne sind sie
wissenschaftlichem Denken verpflichtet.
Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren
sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach
Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen.
Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die
Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von
Missverständnissen bei und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt.
Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und
verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.
Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll
ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z. B. grafikfähige Taschenrechner, Computer Algebra
Systeme), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu
Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil.
Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als
Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung
von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie begegnen der Mathematik
mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen.
Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und
Selbstvertrauen zu lösen.
Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall
kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur
Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und
Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen
Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen oder Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen.
3. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Physik)
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien
Experimente und Datenanalyse
Analyse von Problemstellungen aus Natur und
Technik
sich selbstständig Kenntnisse zu einem
Themenkreis erarbeiten.
anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.
Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B.
Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).
eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln
der Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren.
2. Lerngebiet: Mechanik
Impuls und Stösse
Starrer Körper (Option Mathematik:
Integralrechnung)
Mechanische Schwingungen (Option
Mathematik: Differentialgleichungen, Komplexe
Zahlen)
die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge
zu beschreiben und zu berechnen.
Drehbewegungen und deren Ursachen in
ausgewählten Situationen erklären.
(Option Mathematik: Trägheitsmoment mit Hilfe
der Integralrechnung berechnen.)
die funktionalen Abhängigkeiten zwischen
Schwingungsdauer und charakteristischen
Grössen eines Oszillators erklären.
(Option Mathematik: die Auslenkung als Funktion
der Zeit aus einer Differentialgleichung
bestimmen.)
3. Lerngebiet: Technik
Theoretische Grundlagen
anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen
physikalischen Grössen (z. B. in der Wellenlehre,
Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und
mit Worten formulieren.
ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären.
1. Lerngebiet: Elektromagnetismus
Vertiefung Elektrizitätslehre
(Option Mathematik: Matrizenrechnung)
Vertiefung Magnetismus
Wechselströme (Option Mathematik:
Differentialgleichungen, Komplexe Zahlen)
Elektronik (optional) (Option Mathematik:
Boole’sche Algebra)
elektrische Netzwerke berechnen.
(Option Mathematik: mit Hilfe von Matrizen Ströme
berechnen.)
den Aufbau und die Funktionsweise von
Kondensatoren erklären.
das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen
das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in
Gleich- und Wechselstromschaltungen
beschreiben und berechnen.
(Option Mathematik: den Strom als Funktion der
Zeit aus einer Differentialgleichung bestimmen.)
das Verhalten von elektronischen Bauteilen
einfache elektronische Schaltungen analysieren.
(Option Mathematik: mit Hilfe der Boole’schen
Algebra bei logischen Schltungen die Anzahl der
Gatter verringern.)
2. Lerngebiet: Neuere Physik
Theoretische Grundlagen
die Grenzen der klassischen Physik verstehen und
den Wandel des wissenschaftlichen
Verständnisses der Natur aufzeigen.
ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der
neueren Physik (z. B. Relativitätstheorie,
Quantenphysik, Chaostheorie, Atom- und
Teilchenphysik) erklären.
4. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Mathematik)
1. Lerngebiet: Komplexe Zahlen
i
kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten
Gauss’sche Zahlenebene
Grundoperationen (Option Physik: Wechselströme,
Schwingungen)
Gleichungen
die komplexe Einheit definieren.
verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen
komplexe Zahlen in der Gauss’schen Zahlenebene
die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen
anwenden und geometrisch interpretieren.
im Komplexen Gleichungen lösen (Einheitswurzeln,
quadratische Gleichungen).
2. Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen
Matrixoperationen
Eigenwerte und Eigenvektoren
Anwendungen der Matrizenrechnung
Affine Abbildungen
erklären, was Matrizen sind.
Matrizen nach den Begriffen «Einheitsmatrix»,
«Dreiecksmatrix», «Diagonalmatrix», «transponierte
Matrix» und «reguläre Matrix» unterscheiden.
Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren
Rang angeben und die Determinante berechnen.
Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen
Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen
bestimmen und deuten.
Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben einsetzen
(z. B. stochastische Prozesse,
Populationsentwicklungen).
Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen
mit Hilfe von Matrizen beschreiben.
Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten
3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein Teilgebiet aus
den folgenden Teilgebieten)
Analysis (z. B. Integrationsmethoden, Anwendungen
der Integralrechnung, numerische Methoden,
Parameterdarstellung von Kurven,
Reihenentwicklungen, Fouriertransformation,
Funktionen mehrerer Variablen, dynamische
Systeme)
Geometrie (z. B. Kegelschnitte, Sphärische
Geometrie, Bézierkurven)
Konzepte und Methoden der Analysis.
Konzepte und Methoden der Geometrie.
Konzepte und Methoden der Stochastik.
Stochastik (z. B. Vertrauensintervalle und
Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-
Carlo-Tests)
Algebra (z. B. Boole’sche Algebra, Logik,
Gruppentheorie) (Option Physik: Elektronik,
logische Schaltungen)
Konzepte und Methoden der Algebra.
1. Lerngebiet: Differentialgleichungen
Definition
Lineare Differentialgleichung erster und zweiter
Ordnung
Richtungsfeld und Kurvenschar
Approximatives Lösungsverfahren
Modellbildung
erklären, was eine Differentialgleichung ist.
nachvollziehen, dass eine Gleichung auch Funktionen
als Lösungen haben kann.
Differentialgleichungen klassifizieren (Ordnung,
gewöhnlich, homogen und inhomogen, linear und
nicht-linear).
erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der
Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen
beschreibbar sind.
in einfachen Problemstellungen die Methode der
Variablenseparation und die Methode der Variation der
Konstanten anwenden.
lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit
konstanten Koeffizienten lösen.
einige lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung
lösen und Anwendungen dazu erklären (z. B.
Federpendel oder RCL-Schaltkreis).
geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern
geometrisch beschreiben.
einen Algorithmus angeben, der ein
Anfangswertproblem näherungsweise löst.
nachvollziehen, dass bei der Modellierung der
Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.
einige Probleme aus der Physik oder aus anderen
Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen
darstellen und lösen.
2. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein weiteres
Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten)
Analysis (z. B. Integrationsmethoden, Anwendungen
der Integralrechnung, numerische Methoden,
Parameterdarstellung von Kurven,
Reihenentwicklungen, Fouriertransformation,
Funktionen mehrerer Variablen, dynamische
Systeme)
Geometrie (z. B. Kegelschnitte, Sphärische
Geometrie, Bézierkurven)
Stochastik (z. B. Vertrauensintervalle und
Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-
Carlo-Tests)
Algebra (z. B. Boole’sche Algebra, Logik,
Gruppentheorie) (Option Physik: Elektronik,
logische Schaltungen)
Konzepte und Methoden der Analysis.
Konzepte und Methoden der Geometrie.
Konzepte und Methoden der Stochastik.
Konzepte und Methoden der Algebra.
Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik /
Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders
Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen
Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in
grössere Kontexte stellen
Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
Im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (z. B. Erfahrungsaustausch,
Debatte) diskutieren
Sich differenziert und präzise ausdrücken
Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören
Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
Das Selbstkonzept reflektieren
Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als
Jugendliche) bewusst werden
Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit
Ausdauer nachgehen
Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten
erfüllen
Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei
Disziplinen untersuchen
Das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
Alle drei Disziplinen des Kombischwerpunktfachs PPP sind für die Schülerinnen und Schüler neu.
Deswegen stehen die Querverbindungen unter den drei Fachbereichen Philosophie, Pädagogik und
Psychologie im Vordergrund.
Vorbereitungen der Lernenden auf die Maturaarbeit
Im Unterricht werden Grundlagen für das selbstständige Arbeiten im Rahmen von Projektarbeiten
geschaffen. Dazu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler in pädagogischen und
psychologischen Fachgebieten sinnvolle sozialwissenschaftliche Methoden der Datenerhebung
abwägen und anwenden können und ihre spezifischen Kenntnisse bezüglich wissenschaftlicher
Begriffe und Konzepte nutzen.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
Die philosophische Frage (Wesensfrage und
Überwindung der Wesensfrage)
Wichtige Fragestellungen der philosophischen
Tradition
die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln)
wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
hinter einem alltäglichen Phänomen eine
philosophische Fragestellung sehen.
Anthropologie: Menschenbilder verschiedener
Epochen
Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie,
Relativismus
Ästhetik (optional)
die Dimensionen und die Problematik der
spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen.
verschiedene Menschenbilder unterscheiden und
historisch einordnen.
den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem
eigenen Menschsein herstellen.
ethische Grundbegriffe und Grundpositionen
unterscheiden und anwenden.
ein ethisches Problem aufgrund verschiedener
ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene
differenzierte und begründete Stellungnahme
hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges
ethisches Problem erkennen.
objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit
finden und prüfen.
die gesellschaftliche Bedingtheit ästhetischer Normen
Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der
Neuzeit und der Gegenwart
Methoden der Textinterpretation (exemplarisch
bezogen auf Texttypen)
den philosophischen Fragen und Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch
wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen,
verstehen und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf
dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in
rhetorische Strategien philosophischer Texte
Philosophischer Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären
philosophische Fragen und Themen im Dialog
gemeinsam entwickeln.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik /
Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und
Modellvorstellungen
Methoden
Überblick über die verschiedenen Richtungen in der
erläutern, mit welchen Gegenständen sich die
Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen.
Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien
unterscheiden und die entsprechenden Funktionen
und Zielsetzungen erkennen.
mit Hilfe von einfachen Modellvorstellungen den
Erziehungsalltag bzw. psychisches Geschehen im
Alltag beschreiben und analysieren.
verschiedene Methoden empirischer und
geisteswissenschaftlicher Art erläutern.
Untersuchungen im Hinblick auf das methodische
Vorgehen analysieren und dazu Stellung nehmen.
in mindestens zwei Richtungen der Psychologie (z. B.
Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie)
die wichtigsten Grundbegriffe erläutern und diese mit
alltäglichen Situationen und Anwendungsgebieten in
diese Richtungen der Psychologie in Bezug auf ihre
grundlegenden Menschenbilder unterscheiden sowie
Trennendes und Gemeinsamkeiten benennen.
Grundlagenkenntnisse in mindestens zwei
Teilgebieten (optional)
Umsetzung des theoretischen Wissens in konkreten
Situationen
grundlegende Prozesse der Wahrnehmung erläutern
und alltägliche Vorstellungen von «Realität» kritisch
exemplarisch Funktionsweisen von kognitiven
Prozessen (z. B. Gedächtnis, Strategien bei
Problemlösungen) aufzeigen.
das vielfältige Konzept der Intelligenz erläutern und
dieses zu praktischen Fragen (z. B. bei Hochbegabung)
in Beziehung setzen.
die Emotionen / Motivationen in ihrer
mehrdimensionalen Bestimmung von Merkmalen und
Funktionen erkennen.
in ausgewählten Beispielen aus dem Alltag typische
Wahrnehmungs- und Denkmuster identifizieren (z. B. in
Situationen von Stress und Erleben von Erfolg /
Misserfolg).
ausgewählte emotionale Zustände und motivationale
Prozesse auf dem Hintergrund dieser Dimensionen
die Resultate eines Intelligenztests in den Grundzügen
interpretieren, mögliche Störfaktoren benennen und
dadurch den IQ kritisch beurteilen.
die Bedeutung und Wirkung einzelner Emotionen
abschätzen und verschiedene Umgangsformen davon
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (1. Teil)
Grundlagen der Erziehung sich mit grundlegenden Fragen nach dem Sinn von
pädagogischem Tun auseinandersetzen, indem sie
verschiedene wissenschaftlich fundierte Positionen
berücksichtigen.
Aufgaben der Erziehung
den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z. B.
Pädagogische Mündigkeit), -inhalten, -stilen,
gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren
untersuchen und kritisch reflektieren.
Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als
grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen.
sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene
persönliche Entwicklung auseinandersetzen.
Gemeinsame Lerngebiete
Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den KLT-Lerngebieten 2.
(Philosophie) und 1., 2. und 3. (Pädagogik / Psychologie)
Menschenbilder (optional)
Mass und Messbarkeit (optional)
in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten
der philosophischen und pädagogischen und / oder
psychologischen Tradition verschiedene
anthropologische Grundannahmen zum Wesen
Mensch erkennen und entsprechende Menschenbilder
im ideengeschichtlichen und gesellschaftlichen
Kontext einordnen und einschätzen.
anhand exemplarischer Texte und Phänomene
verschiedene Zugänge zum Menschsein erkennen und
sich mit dem kategorialen Unterschied zwischen
Qualität und Quantität auseinandersetzen.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
Erkenntnistheorie: Ideenlehre, Rationalismus,
Empirismus, Kant’sche Erkenntnistheorie
Politische Philosophie (optional)
Philosophie des Geistes (optional)
erkenntnistheoretische Grundbegriffe und
Grundpositionen unterscheiden und anwenden.
die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des
menschlichen Erkennens überprüfen.
sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche
Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
verschiedene Staatstheorien und ihre
zugrundeliegenden Menschenbilder erklären.
grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.
B. «Gerechtigkeit», «Macht», «Glück») erfassen.
verschiedene Theorien über den Bezug zwischen
körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele-
Problem) erklären.
über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.
B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des
Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken.
2. Lerngebiet: Philosophische Texte
Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der
Neuzeit und der Gegenwart
den philosophischen Fragen und Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch
wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen,
verstehen und kritisch interpretieren.
Methoden der Textinterpretation (exemplarisch
bezogen auf Texttypen)
verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf
dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in
rhetorische Strategien philosophischer Texte
3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
Philosophischer Dialog
Philosophischer Essay
Erörterung
die sokratische Methode der Dialogführung erklären
philosophische Fragen und Themen im Dialog
gemeinsam entwickeln.
philosophische Fragen und Themen in einem
argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und
Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und
Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander
abwägen.
4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophischer Begriffe
Beurteilen philosophischer Positionen und Theorien
grundlegende philosophische Begriffe sachgemäss
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien
verstehen, einordnen und vergleichen.
philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle
und gesellschaftliche Probleme beziehen.
den Zusammenhang zwischen einer philosophischer
Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt
Selbstständiges Weiterdenken
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien
auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit
prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen.
Konsequenzen philosophischer Positionen und
Theorien abschätzen.
einen philosophischen Gedanken selbstständig
weiterführen.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik /
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (2. Teil)
Erziehungskonzepte
Massnahmen in der Erziehung
pädagogische Konzepte (z. B. von Rousseau,
Pestalozzi und Montessori) in den Grundzügen
erläutern und die darin zugrundeliegenden
Menschenbilder miteinander vergleichen.
verschiedene Erziehungsmassnahmen aufzeigen und
deren Vor- und Nachteile personen- und
situationsbezogen erörtern.
4. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit
Entwicklungsstadien
die Entwicklung bedingende und beeinflussende
Faktoren
den Entwicklungsverlauf in groben Zügen beschreiben
und diese Erkenntnisse zu konkreten Fragen aus der
Alltagspraxis in Beziehung setzen.
illustrieren, wie die Anlage, die Umwelt und das Selbst
die menschliche Entwicklung wechselseitig steuern.
Lerntheorien
Entwicklungstheorien
Persönlichkeitstheorien
die zentralen Aussagen und Begriffe des klassischen
Konditionierens, des Operanten Konditionierens und
der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und
miteinander vergleichen.
anhand von mindestens zwei Modellen der
Entwicklung Veränderungen des menschlichen
Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende
Fallbeispiele analysieren und pädagogische und
psychologische Konsequenzen ableiten.
mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle in den
Grundzügen erläutern.
verschiedene Persönlichkeitstheorien zueinander in
Beziehung setzen und sich mit den Stärken und
Schwächen der unterschiedlichen Ansätze
5. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen
Grundlagen
Psychische Störungen
Prävention und Behandlung (zur Auswahl)
Psychische Gesundheit (zur Auswahl)
Kriterien für eine psychische Störung nennen und
konkretisieren.
sich mit der Problematik der Normenrelativität,
Etikettierung und Krankenrolle auseinandersetzen.
die zentralen Symptome von ausgewählten
psychischen Störungen erläutern.
erkennen, dass psychische Störungen im Rahmen
eines komplexen Zusammenspiels von biologischen,
psychologischen und sozialen Faktoren entstehen.
verschiedene präventive Möglichkeiten (z. B.
Aufklärung bei Magersucht) aufzeigen.
mindestens zwei verschiedene Behandlungsansätze in
ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander
verschiedene Faktoren, welche die psychische
Gesundheit beeinflussen, erläutern.
Fallbeispiele analysieren und fachlich begründete
Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln.
6. Lerngebiet: Soziale Interaktion
Grundlagenkenntnisse verschiedene Arten von Gruppen oder Formen der
Kommunikation nach spezifischen Merkmalen
unterscheiden und deren dynamischen Prozesse
sich mit den Einflüssen der genannten Gruppen oder
Formen der Kommunikation auf das Individuum
Gemeinsame Lerngebiete
Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den KLT-Lerngebieten 2.
(Philosophie) und 1., 2. und 3. (Pädagogik / Psychologie)
Selbst- und Weltbezug (optional)
Glücksvorstellungen (optional)
in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten
der philosophischen Tradition und empirisch
gewonnenen Erkenntnissen der Allgemeinen
Psychologie verschiedene Arten des Selbst- und
Weltbezugs im Hinblick auf deren Möglichkeiten und
Grenzen kritisch einschätzen.
verschiedene Glücksvorstellungen, wie sie in der
Philosophie und Psychologie thematisiert sind,
die Problematik der empirischen Messbarkeit von
Glück und die ethischen Implikationen traditioneller
Glücksvorstellungen erkennen und kritisch abwägen.
Ergänzungsfach Philosophie
Stundendotation
Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders
Fähigkeit, sich zu wundern und offene Fragen zu sehen
Kritisch-forschendes Denken
Kritik- und Urteilsfähigkeit
Fähigkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Zusammenhänge zu stellen
Intellektuelle Kreativität
Selbstständigkeit und Verantwortung
Sich eine eigene Meinung bilden, die nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat
Den eigenen Standpunkt vertreten, sich für Anliegen einsetzen
Offen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen
Die eigene Meinung aufgrund begründeter Überlegungen differenzieren
Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren
Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, insbesondere Präzision in Formulierung und
Begrifflichkeit
Fähigkeit zu argumentieren und zu erörtern
Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte
Bewusstsein für den komplexen Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Sprache
Quellenbewusstsein
Kritischer Umgang mit der Informations- und Bilderflut der IK-Technologien
Bewusstsein für die Auswirkungen der IK-Technologien auf das gesellschaftliche Zusammenleben
und auf die Wahrnehmung der Welt
Einsicht in die Auswirkungen der IK-Technologien auf Politik und Wirtschaft
Interesse an menschlichen Grundfragen
Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren Fragen so weit wie möglich auf den
Grund zu gehen
Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
Intellektuelle Neugier
Konzentrationsfähigkeit
Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen
Fähigkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen zu stellen und ihnen nachzugehen
Fähigkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in Bezug zu stellen
Methodenbewusstsein
Bildnerisches Gestalten: z. B. Ästhetik, Erkenntnistheorie
Biologie, Chemie: z. B. Erkenntnistheorie, Ethik
Deutsch: z. B. wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition, Methoden der
Textinterpretation
Geschichte: z. B. Ursprünge des Philosophierens, philosophische Texte
Wirtschaft und Recht: z. B. Anthropologie, Ethik
3. Lehrplan
Die philosophische Frage (Wesensfrage und
Überwindung der Wesensfrage)
Wichtige Fragestellungen der philosophischen
Tradition
die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln)
wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
hinter einem alltäglichen Phänomen eine
philosophische Fragestellung sehen.
Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie,
Relativismus
Erkenntnistheorie: Ideenlehre, Rationalismus,
Empirismus
ethische Grundbegriffe und Grundpositionen
unterscheiden und anwenden.
ein ethisches Problem aufgrund verschiedener
ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene
differenzierte und begründete Stellungnahme
hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges
ethisches Problem erkennen.
erkenntnistheoretische Grundbegriffe und
Grundpositionen unterscheiden und anwenden.
die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des
menschlichen Erkennens überprüfen.
sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche
Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
Grundbegriffe und Grundpositionen zum festgelegten
Grobinhalt unterscheiden und anwenden.
Weiterer in Absprache mit den Schülerinnen und
Schülern festgelegter Grobinhalt (z. B. Ästhetik,
politische Philosophie, Philosophie des Geistes,
Sprachphilosophie)
Philosophische Texte der Antike, des Mittelalter, der
Neuzeit und der Gegenwart
Methoden der Textinterpretation (exemplarisch
bezogen auf Texttypen)
den philosophischen Fragen und Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch
wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen,
verstehen und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf
dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in
rhetorische Strategien philosophischer Texte
Philosophischer Dialog
Philosophischer Essay
Erörterung
die sokratische Methode der Dialogführung erklären
philosophische Fragen und Themen im Dialog
gemeinsam entwickeln.
philosophische Fragen und Themen in einem
argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und
Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und
Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander
abwägen.
Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme
5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophischer Begriffe
Beurteilen philosophischer Positionen und Theorien
Selbstständiges Weiterdenken
grundlegende philosophische Begriffe sachgemäss
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien
verstehen, einordnen und vergleichen.
philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle
und gesellschaftliche Probleme beziehen.
den Zusammenhang zwischen einer philosophischer
Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien
auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit
prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen.
Konsequenzen philosophischer Positionen und
Theorien abschätzen.
einen philosophischen Gedanken selbstständig
weiterführen.
Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie
Das Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie fördert besonders
Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen
Zusammenhängen
Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für
Mensch und Umwelt übernehmen
Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten
heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität
auseinandersetzen
Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über
Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren
Im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie werden zwei Disziplinen unterrichtet, die für die
Schülerinnen und Schüler neu sind. Deswegen steht die Verbindung von Pädagogik und Psychologie
im Vordergrund.
3. Lehrplan
Einführung
Unterscheidung von Alltagstheorien und
Wissenschaft
erläutern, mit welchen Gegenständen sich die
Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen.
pädagogisches und psychologisches Wissen in der
eigenen Erfahrungswelt als alltagstheoretisches
Wissen erkennen und von wissenschaftlichem Wissen
begründet abgrenzen.
mit Hilfe von einfachen Modellvorstellungen den
Erziehungsalltag bzw. psychisches Geschehen im
Alltag beschreiben und analysieren. (optional)
einzelne empirische Vorgehensweisen (z. B. Tests in
der Praxis) in den theoretischen Grundzügen erläutern
und als Methode kritisch beurteilen. (optional)
Grundlagen (Emotion, Motivation, Intelligenz)
Umsetzung des theoretischen Wissens in konkreten
Situationen
ausgewählte emotionale und motivationale
Zustände und Prozesse in ihrer
mehrdimensionalen Bestimmung von Merkmalen
und Funktionen erkennen und analysieren.
den Intelligenzbegriff in seinen verschiedenen
Bedeutungen zutreffend bestimmen und diese mit
Fragen aus pädagogischen und psychologischen
Alltagssituationen in Beziehung setzen.
die Grundlagen der Intelligenzmessung erläutern.
sich mit psychosozialen Themen (z. B. Stress,
Mobbing, Gewalt und Aggression)
mit ihren Grundlagenkenntnissen in der aktuellen
Diskussion zur Intelligenz kritisch Stellung
beziehen.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
Grundlagen die Erziehungsbedürftigkeit und Erziehbarkeit des
Menschen aus wissenschaftlicher Sicht erläutern und
zu Fragen der erzieherischen Grenzen Stellung
Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als
grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen.
sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene
persönliche Entwicklung auseinandersetzen.
den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z.
B. Pädagogische Mündigkeit), -inhalten,
gesellschaftlichem Wandel und individuellen
Faktoren darlegen und kritisch reflektieren.
Praktische Anwendung verschiedene Arten von erzieherischem Verhalten
(z. B. Lob und Strafe und bestimmte
Erziehungsstile) aufzeigen und deren Vor- und
Nachteile erörtern.
4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
Grundlagen der Entwicklung
Zusammenspiel zwischen Individuum und
Überblick über psychische Gesundheit und
psychische Störungen
den Entwicklungsverlauf in groben Zügen beschreiben
und diese Erkenntnisse zu konkreten Fragen aus der
Alltagspraxis in Beziehung setzen.
illustrieren, wie die Anlage, die Umwelt und das Selbst
die menschliche Entwicklung wechselseitig steuern.
die zentralen Aussagen und Begriffe des klassischen
Konditionierens, des Operanten Konditionierens und
der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und
miteinander vergleichen.
Veränderungen des menschlichen Erlebens und
Verhaltens anhand eines Modells der Entwicklung
erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und
pädagogische und psychologische Konsequenzen
verschiedene Arten von Gruppen oder Formen der
Kommunikation nach spezifischen Merkmalen
unterscheiden und deren dynamischen Prozesse
sich mit deren Einflüssen auf das Individuum
Faktoren, welche die psychische Gesundheit
beeinflussen, erläutern.
Fallbeispiele analysieren und fachlich begründete
Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln.
Kriterien für eine psychische Störung nennen und
konkretisieren.
sich mit der Problematik der Normenrelativität,
Etikettierung und Krankenrolle auseinandersetzen.
die zentralen Symptome von ausgewählten
psychischen Störungen erläutern.
erkennen, dass psychische Störungen im Rahmen
eines komplexen Zusammenspiels von biologischen,
psychologischen und sozialen Faktoren entstehen.
verschiedene präventive Möglichkeiten (z. B.
Aufklärung bei Magersucht) aufzeigen.
mindestens zwei verschiedene Behandlungsansätze in
ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander
Grundlagenfach Projektunterricht
Stundendotation
Wochenstunden – – 2.5 –
Die Kantonsschule Baden orientiert sich bei ihrem Projektunterricht und bei der Maturaarbeit an einem eigens ausgearbeiteten
Leitfaden. Einsehbar unter:
http://www.kanti-baden.ch/fileadmin/Dokumente/2_Gymnasium/Gym_Allgemein/vorl_Projektarbeit__2009_100301.pdf
(26.09.2012).
http://www.kanti-baden.ch/fileadmin/Dokumente/2_Gymnasium/Maturaarbeit/Maturitaetsarbeit.pdf
(19.12.2012).
Ergänzungsfach Religionslehre
Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert besonders
Kritik- und Urteilsfähigkeit
Sozialkompetenzen
Toleranz und Dialogbereitschaft
Sprachkompetenzen
mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit
Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit
Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen
Inhaltlich und formal korrekte und differenzierte Präsentation umfangreicher Informationen mit
Hilfe elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung der Urheberrechte
Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier
Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, Religiöse Inhalte in der
Kunstgeschichte
Biologie: Genetik, Sexualität, Evolution und Schöpfung, biologische Anthropologie, Ökologie, Leben
und Tod, Gehirnforschung, Fortpflanzungsmedizin, Pränatale Diagnostik, Gentechnologie, Entstehung
des Lebens
Deutsch: Literaturgattungen, Shoa (Holocaust) als Grundlagenwissen für deutsche Literatur nach
dem 2. Weltkrieg, Mythos als literarische Form in der Religion, biblische Narration als Teil unserer
Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche Menschenrechte,
Befreiungsbewegungen, Ausbreitung des Islam / Osmanisches Reich / Islamismus, Israel-Palästina-
Konflikt, Macht von Symbolen
Musik: sakrale Musik, Inspiration, Meditation, Religiöses in der Popmusik
Philosophie: Atheismus und Religionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und
Wissenschaftstheorie, religiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik, Religionskritik
Psychologie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Meditation, Tiefenpsychologie und Weltbilder,
Sinnfrage, der Schatten und das Böse, Religionskritik, Grenzerfahrungen
Physik: physikalische und religiöse Weltbilder, Galilei und Kepler, Naturgesetze und Wunder,
Entstehung des Alls
Sport: Körperlichkeit und Spiritualität, ethisch verantwortbarer Umgang mit Aggressionen
Sprachen: religiöse Fragestellungen in der Literatur, Aufklärung, Textgattungen und Sprachformen,
Symbol
Wirtschaft und Recht: Dritt-Welt-Problematik, Berufsethik, Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit,
Recht und Scharia, Zinsnehmen und Wirtschaft in islamischen Staaten
3. Lehrplan
1. Lerngebiet: Religion und Kultur
Religionsbegriff(e)
Wesen der Religion
Herkunft und Wirkung von Religion
Brauchtum und Alltagsreligiosität
Religion im Alltag
Religion im öffentlichen Raum
Religion in der Gesellschaft
Verhältnis von Religion und Staat
Verhältnis von Religion und Individuum
den Begriff «Religion» herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes
Religionsverständnis bedenken.
negative wie positive Funktionen und Wirkungen von
Religion darlegen.
die Positionen der Religionskritik (z. B. von Feuerbach,
Marx und Freud) einschätzen und hinterfragen.
die eigene religiöse / weltanschauliche Sozialisierung
sowie positive und negative Erfahrungen mit Religion
Kult und Ritus als eine Dimension von Religion
wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz
religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen
Raum als solche wahrnehmen und einordnen.
die Verschränkung von Religion und Staat erfassen,
den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von
politischen Konflikten beurteilen.
die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften
verstehen (z. B. jene der Konfessionen in der Schweiz).
Diskriminierungen und stereotype Vorurteile
gegenüber Religionen hinterfragen.
traditionelle Religionen von religiösen Sondergruppen
und -formen unterscheiden.
die Problematik der Definition von «Sekten»
die Mechanismen von totalitären religiösen
Gruppierungen erkennen und die Eigenheiten von
religiösem Fundamentalismus beschreiben.
Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der
Religion in Kultur und Texten
Ethische Entwürfe in der Gesellschaft
Grundlagen der Ethik
Ethische Argumentation
Eigenes ethisches Urteil
religiöse Sprache im religiösen, künstlerischen oder
psychologischen Kontext erkennen und interpretieren.
Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen religiöser
Texte darlegen.
die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte
erkennen und diese von Texten mit historischem oder
wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden.
den Unterschied zwischen religiösen, philosophischen
und naturwissenschaftlichen Fragestellungen
Grundbegriffe wie «Ethik» und «Moral», «normative»
und «deskriptive Ethik» unterscheiden.
Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik
Begründungsmodelle ethischer Argumentation
die Zusammenhänge zwischen ethischen
Wertvorstellungen und dem entsprechenden
Menschen- und Weltbild erkennen.
ethische Fragen stellen und diese mit der eigenen
Erfahrung und mit religiösen und philosophischen
Vorstellungen in einen Dialog bringen.
2. Lerngebiet: Weltreligionen
Sinn- / Existenzfragen
Religiöse Traditionen und ihre heutige Bedeutung
Religiöse Riten
Existenzfragen, die für sie und für andere religiöse
Bedeutung haben, formulieren.
Fragen des Menschseins auf mögliche Relevanz für
das eigene Leben überprüfen.
sich mit der eigenen Selbst- und Weltdeutung
auseinandersetzen und diese in Frage stellen lassen.
mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischer
Distanz der religiösen Praxis fremder Religionen
begegnen und eine eigene Position formulieren.
wesentliche Elemente religiöser Traditionen
ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und
Heilige Schriften
Interpretation von heiligen Schriften
Interreligiöser Dialog
Methoden des interreligiösen Dialogs
Konsequenzen des interreligiösen Dialogs
den ursprünglichen Sinn verstehen.
verschiedene Texte den jeweiligen Religionen
zuordnen und sich in heiligen Schriften zurechtfinden.
die Schwierigkeiten und Kriterien für die Übersetzung
religiöser Texte einschätzen und benennen.
unterschiedliche methodische Zugänge zu heiligen
Schriften beschreiben und mit der eigenen subjektiven
Interpretation vergleichen.
die Kontextualität religiöser Texte erkennen und
Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus
ziehen.
Parallelen und Unterschiede zwischen den
Weltreligionen feststellen und aufzeigen.
sachlich differenziert und respektvoll einen Diskussion
über kontroverse religiöse Themen führen.
Regeln für einen sinnvollen Vergleich von Religion
formulieren und anwenden.
aus religiösen Vorstellungen persönliche
Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit
Menschen aus andern Kulturen ableiten.
Schwerpunktfach Spanisch
Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders
Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren
Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren
Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen
entsprechend gestalten
Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen
Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen
Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen
Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen
Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und
erklären
Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen
Online-Wörterbücher gezielt nutzen
Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen
Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen
Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen
Bildnerisches Gestalten: namhafte Künstler und Künstlerinnen aus spanischsprachigen Ländern (z.
B. Velázquez, Goya, Picasso, Botero, Kahlo)
Musik: Musik, Lieder, Tanzstile (z. B. Son, Flamenco, Tango, Salsa, Rumba, Cumbia, Rancheras)
Geschichte: Eroberung Amerikas, Reconquista, Spanischer Bürgerkrieg, Diktaturen in Ländern
Lateinamerikas
Geografie: geografische und soziale Gegebenheiten in Spanien und Lateinamerika
Sprachen: Quervergleiche in der Literatur (Deutsch, Französisch, Englisch), Sprachgeschichte
(Latein), Sprachkontaktphänomene wie Spanglish (Englisch)
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1-B2)
Elementare grammatikalische Grundstrukturen (z. B.
Verbalkonjugation, Zeiten und Modi, Adjektiv und
Adverb, doppelte Objektspronomen, Unterschied von
ser und estar, voz pasiva und pasiva refleja,
comparación)
grammatikalische Grundstrukturen gemäss dem
verwendeten Lehrmittel anwenden.
einen aktiven Grundwortschatz von ca. 2500 Wörtern
Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung
von unbekanntem Wortschatz anwenden.
2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2)
Hörverständnisübungen
authentische mediale Beiträge
literarische und nicht-literarische Texte mit
geringem Schwierigkeitsgrad
Redebeiträge verstehen, wenn deutlich gesprochene
Standardsprache verwendet wird und wenn es um
bekannte Themen aus Schule, Freizeit oder anderen
vertrauten Lebensbereichen geht.
authentischen medialen Beiträgen (Radio- oder
Fernsehsendungen) sowie Filmen über Themen aus
ihrem Interessengebiet die Hauptinformation
entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich
gesprochen wird.
einfache literarische und nicht-literarische Texte
erschliessen und analysieren.
3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2)
Mündliche Kommunikation
Diskussionen, Gesprächssituationen,
Kurzvorträge
Erfahrungen und Ereignisse in einfachen,
zusammenhängenden Sätzen beschreiben.
die meisten Alltagssituationen, denen man auf Reisen
im Sprachgebiet begegnet, angemessen bewältigen.
ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen
teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich
interessieren oder die sich auf Themen des Alltags
beziehen.
die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre
Meinungen dazu erklären und begründen.
eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines
Buches oder Films wiedergeben und Stellung nehmen.
4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2)
verschiedene Textsorten (z. B. Berichte, kreative Texte,
Briefe, Emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen)
über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie
persönlich interessieren, einfache,
zusammenhängende Texte schreiben.
einfache kreative Texte verfassen.
persönliche Briefe und Emails schreiben.
Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben.
zu einem Sachverhalt Stellung nehmen.
eine Bildbeschreibung verfassen.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film, Musik
Originaltexte (Lyrik, Epik, Dramatik) aus Spanien
und Lateinamerika
Einblicke in kulturelle und landeskundliche
Gegebenheiten der spanischsprachigen Länder
Filme aus Spanien und Lateinamerika
Filmanalyse und Filmsprache
Musik (optional)
Unterschiedliche lateinamerikanische und
spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze
einfachere literarische Originaltexte verstehen.
einfachere literarische Originaltexte auf spezifische
Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
die Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und
schriftlich darlegen.
gewisse soziokulturelle, historische, politische,
geografische, wirtschaftliche Phänomene und
Gegebenheiten sowie Wertvorstellungen der
hispanischen Welt verstehen und beschreiben.
Filme als ästhetische Kunstwerke wahrnehmen.
Filme anhand einiger ausgewählter filmsprachlicher
Werkzeuge beschreiben und interpretieren.
Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander
spanischsprachige Liedtexte verstehen und sich
inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen.
die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile
Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer
Beiträge erkennen.
Niveau B2
1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2)
Komplexere grammatikalische Grund- und
Aufbaustrukturen (z. B. correlación de los tiempos,
estilo indirecto, komplexe Satzgefüge und perífrasis,
Relativsätze und Adverbialsätze)
komplexere grammatikalische Grundstrukturen
gemäss dem verwendeten Lehrmittel anwenden.
die grundlegenden syntaktischen und
morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem
Niveau sicher und korrekt einsetzen.
einen erweiterten aktiven Wortschatz von ca. 3500
Wörtern situationsgerecht anwenden.
den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung
unbekannter Wörter nutzen.
2. Lerngebiet: Verstehen (B2–C1)
komplexere Hörverständnisübungen
authentische mediale Beiträge
Auseinandersetzung mit literarischen und nichtliterarischen Originaltexten
längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten
Themen komplexer Argumentation folgen.
authentische mediale Beiträge (z. B.
Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und
Filme weitgehend verstehen.
komplexere literarische und nicht-literarische Texte
erschliessen, analysieren und einordnen.
3. Lerngebiet: Sprechen (B2)
Mündliche Kommunikation
Diskussionen, Gesprächssituationen, längere
Vorträge
mit einer muttersprachigen Person spontan und
fliessend ein Alltagsgespräch führen.
sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv
beteiligen und ihre Ansichten begründen und
vertreten.
verschiedene Themen in längeren Sprechsequenzen
differenzierte Gedanken zu literarischen Texten
strukturiert und fliessend formulieren.
4. Lerngebiet: Schreiben (B2)
verschiedene Textsorten (z. B. Berichte, kreative Texte
wie Gedichte oder Erzählungen, Briefe, Emails,
Zusammenfassungen, Beschreibungen,
Textinterpretation, Erörterungen)
über eine Vielzahl von Themen klar strukturierte Texte
Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten
Problem darlegen.
Interpretationen zu literarischen Texten verfassen.
fiktionale Texte schreiben.
5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film, Musik
Originaltexte (Lyrik, Epik, Dramatik) aus Spanien
und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen
exemplarische Begegnungen mit kulturellen
Aspekten Spaniens und Lateinamerikas
Filme aus Spanien und Lateinamerika
Filmanalyse und Filmsprache
Musik (optional)
Unterschiedliche lateinamerikanische und
spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze
komplexere literarische Originaltexte (Lyrik, Epik,
Dramatik) aus Spanien und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen verstehen.
literarische Texte mit HIlfe einiger ausgewählter
literaturwissenschaftlicher Werkzeuge deuten.
historische und soziale Hintergründe zur Textanalyse
beiziehen.
sich eigenständig mündlich und schriftlich mit der
Lektüre auseinandersetzen.
literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin
miteinander vergleichen.
exemplarisch Unterschiede zwischen verschiedenen
literarischen Epochen erkennen.
verschiedene zentrale soziokulturelle, historische,
politische, geografische und wirtschaftliche
Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt
beschreiben und analysieren.
unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen
und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in
der spanischsprachigen Welt verstehen.
Filme als ästhetische Kunstwerke wahrnehmen und
Filme anhand ausgewählter filmsprachlicher Kriterien
(z. B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen,
Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht)
Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander
sich mit spanischsprachigen Liedtexten inhaltlich
vertieft auseinandersetzen.
die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile
Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer
Beiträge erkennen und diese in einen sozialen und
kulturellen Kontext stellen.
Grundlagenfach Sport
Das Grundlagenfach Sport fördert besonders
Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und
verinnerlichen
Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen
Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle
übernehmen
Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten
Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben
In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren
Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten
Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden
Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen
Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen
Methoden-Kompetenz
Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder
Sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang von Bewegung –
Ernährung – Übergewicht
Physik: Kraft und Geschwindigkeit
Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen / Tanz; Rhythmusschulung
Sporttage gegebenenfalls mit Veranstaltungen anderer Fächer kombinieren
Koordinative und konditionelle Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit
erhalten oder entwickeln.
ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
erhalten und weiterentwickeln.
Bewegungsanalyse
Bewegungsumsetzung
Bewegungsgestaltung
durch gezieltes Beobachten die eigene
Bewegungsqualität verbessern.
Tanzen und Tanzbewegungen ein tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire (z. B. einfache Tanzschritte,
einfache Darstellungen mit oder ohne Handgeräte,
Aerobic) anwenden.
in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination
gestalten.
Geräteturnen einzelne Elemente an einem Gerät (z. B. Reck, Barren,
Boden) anwenden und so das eigene
Bewegungsrepertoire erweitern.
Bewegungsverwandtschaften an verschiedenen
Geräten erkennen und anwenden.
Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten
disziplinspezifisch anpassen und einsetzen (z. B.
Schnelllauf, Weit- / Hochsprung, Kugelstossen).
Ballspiel im ausgewählten Sportspiel (z. B. Fussball, Volleyball,
Unihockey, Basketball) technisch korrekt mitspielen
und sich regelkonform verhalten.
in spezifischen Spielsituationen individual- und
kollektivtaktisch angemessen handeln.
7. Lerngebiet: Sport im Wasser10
Schwimmen
Distanzschwimmen
die Grob- oder Feinformen eines Schwimmstils
500m ohne Unterbruch schwimmen.
Trendsport im ausgewählten Sportspiel (z. B. Smolball,
Beachvolleyball) technisch und taktisch korrekt
mitspielen und sich regelkonform verhalten.
9. Lerngebiet: Outdoor-Sport
Outdoor-Aktivität sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und
adäquat verhalten.
10 Aus organisatorischen Gründen kann der Schwimmunterricht höchstens während eines Semesters in der ersten Klasse
stattfinden.
Schwerpunkte aus koordinativen und konditionellen
Fähigkeiten
Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit weiterentwickeln.
ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
weiterentwickeln und verbessern.
Grundsätze der Trainingslehre anwenden.
Bewegungsanalyse
Bewegungsumsetzung
Bewegungsgestaltung
bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen
zur Bewegungsausführung geben und erhaltene
Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen.
Tanzen, Tanzbewegungen und Performance ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erweitern.
selbstständig eine Bewegungskombination gestalten
(z. B. mit oder ohne Handgeräten, Aerobic, Rope
Skipping).
Geräteturnen weitere Elemente an verschiedenen Geräten anwenden
und so das Bewegungsrepertoire weiterentwickeln
an einer Gerätebahn verschiedene Elemente
Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten
disziplinspezifisch weiterentwickeln.
Ballspiel und Rückschlagspiele in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B. Handball,
Badminton) technisch und taktisch korrekt mitspielen
und sich regelkonform verhalten.
in spezifischen Spielsituationen individual- und
kollektivtaktisch angemessen handeln.
7. Lerngebiet: Trendsportarten
Trendsport in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B. Lacrosse,
Baseball) korrekt mitspielen und sich regelkonform
8. Lerngebiet: Outdoor-Sport
Outdoor-Aktivität sich in der jeweiligen Umgebung einer weiteren
Outdoor-Aktivität orientieren und adäquat verhalten.
Weitere Schwerpunkte aus konditionellen und
koordinativen Fähigkeiten
spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer, Kraft,
Schnelligkeit und Beweglichkeit weiterentwickeln und
Grundsätze der Trainingslehre umsetzen und
selbstständig anwenden.
sich selbstständig auf einen Ausdauertest vorbereiten.
Bewegungsanalyse
Bewegungsumsetzung
Bewegungsgestaltung
durch mediengestützte Analysen (Videoauswertungen)
die Bewegungsqualität verbessern.
Tanzen, Tanzbewegungen und Performance ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire mit komplexeren Tanzschritten
in einer Gruppe eine schwierigere
Bewegungskombination gestalten (z. B. Hip-Hop,
Salsa, Partnerakrobatik, Double Dutch).
Geräteturnen einzelne Elemente selbstständig zu einer Verbindung
zusammenstellen und so das eigene
Bewegungsrepertoire erweitern.
schwierigere Elemente an einer Gerätebahn vorzeigen.
Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert
schwierigere Disziplinen der Leichtathletik bewältigen
(z. B. Stabhochsprung, Diskus).
Weitere Spiele, Ballspiele und Rückschlagspiele im ausgewählten Sportspiel (z. B. Fussball, Volleyball,
Unihockey, Basketball) technisch korrekt mitspielen
und sich regelkonform verhalten.
in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B.
Tischtennis, Eishockey, Curling) technisch und
taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform
in spezifischen Spielsituationen individual- und
kollektivtaktisch angemessen handeln.
7. Lerngebiet: Trendsportarten
Trendsport in weiteren ausgewählten Sportspielen (Flagball,
Rugby) korrekt mitspielen und sich regelkonform
sich in ein Team einfügen.
8. Lerngebiet: Outdoor-Sport
Outdoor-Aktivität sich auf eine anspruchsvollere Outdoor-Aktivität (z. B.
Klettergarten) einlassen und sich verantwortungsvoll
4. Klasse11
koordinative und konditionelle Fähigkeiten in selbst gewählten Bereichen Ausdauer, Kraft und
Beweglichkeit stetig weiterentwickeln und verbessern.
in selbst gewählten Bereichen ihre koordinativen
Fähigkeiten und Fertigkeiten selbstständig erweitern
Bewegungsanalyse
Bewegungsumsetzung
Bewegungsgestaltung
bei Wahl einer entsprechenden Sportart die gezielte
Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen.
Tanzschritte und -formen ihr tänzerisches Repertoire gezielt mit weiteren
Tanzformen vertiefen und erweitern (z. B. Salsa,
Standardtänze).
11 Die Doppelstunde findet abteilungsübergreifend in Sportarten nach Wahl statt.
Geräteturnen und Gleichgewichtsformen ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und
erweitern (z. B. Slackline, Akrobatik).
Leichtathletik schwierigere und komplexere leichtathletischen
Fertigkeiten gezielt bei Wettkampfformen anwenden.
Weitere Schwerpunktspiele im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten
ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt
7. Lerngebiet: Trendsportarten
Trendsportarten, die sich an der gesellschaftlichen
Aktualität orientieren
‚Exotische‘ Sportarten ausserhalb des regulären
Schulsportbetriebes
die Grundgedanken der gewählten Sportarten (z. B.
Parkour) in der Ausübung erfahren.
die nötigen Grundfertigkeiten in den gewählten
Sportarten erwerben.
8. Lerngebiet: Outdoor-Sport
Ausgewählte Outdoor-Veranstaltungen
(gegebenenfalls mit Eventcharakter)
sich auf eine schwierigere Outdoor-Aktivität (z. B.
Schlauchbootfahrt) einlassen und für sich und andere
Verantwortung übernehmen.
Ergänzungsfach Sport
1. Trainingslehre
Sportanatomie und -physiologie
Energetische Faktoren
Konditionelle Grundfaktoren
Trainingssteuerung und -Planung
im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die
Funktion des aktiven und passiven
Bewegungsapparates beschreiben.
die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei
unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.
die Bedeutung der konditionellen Grundfaktoren
sportartspezifisch erkennen.
in ausgewählten Bereichen zielgerichtet
Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten
und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit
verschiedene Methoden des Trainings beschreiben
und zielgerichtet anwenden.
verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik
durchführen und auswerten.
Sportpsychologie
Sporternährung
den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und
Motivation auf sportliche Handlungen erklären.
die bedarfsangepasste Ernährung erläutern.
Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen
Erwerben, anwenden, gestalten
Analysieren
Motorik
ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit
spezifischen Aufbaureihen verbessern.
Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik
und Ausdruck gestalten und variieren.
Modelle der Bewegungslehre erklären.
die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle
Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen
Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen
gewinnbringend verarbeiten.
im Zusammenhang mit der Koordination das
neuromuskuläre Funktionssystem und die
Sensomotorik einordnen sowie die koordinativen
Fähigkeiten nennen.
3. Lerngebiet: Sportspiele
Grobinhalte zur Auswahl Fachliche Kompetenzen Fachliche Kompetenzen
In mindestens zwei ausgewählten Sportspielen:
Spieltechnik
Spielsysteme
Taktische Elemente
Spielregeln
die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen
korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden.
taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten
Sportspielen der Spielsituation angepasst anwenden
und mitgestalten.
ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter
angemessen leiten.
4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
Sportgeschichte
Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit
Leitmotive sportlichen Handelns
Wechselwirkung von Sport und Gesellschaft
aktuelles Themenfeld
historische Aspekte des Sports erklären.
die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die
Gesundheit erklären.
Leitmotive für das Sporttreiben nennen und
soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte und
Einflüsse im Handlungsfeld Sport erkennen.
zu einem aktuellen Themenbereich (z. B. sportliche
Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt,
Trendsport) kritisch Stellung nehmen.
Einführung in Wirtschaft und Recht
Wochenstunden 1 2 – –
Das Grundlagenfach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders
Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z. B. Arbeitnehmer
und Arbeitgeber) hineinversetzen
Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit verstehen und in Bezug auf die
herrschende Lehre kritisch hinterfragen
Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
Unterschiedliche Perspektiven einnehmen
Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
Aufträge im Team organisieren und durchführen
Eigene Beiträge und die anderer kritisch beurteilen
Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt
erfassen
Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen
Geschichte: z. B. Staatskunde, Parteien
Informatik: z. B. Darstellung von Angebots- und Nachfragekurven, Internetrecherchen
Mathematik: z. B. Berechnung von Marktgleichgewichten und Elastizitäten
Englisch: z. B. Lesen von anspruchsvollen Fachtexten, Podcasts und Videos
1. Lerngebiet: Recht
Einführung
Personenrecht
Obligationenrecht
Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung erklären.
Grundsätze der Rechtspflege nennen.
Grundbegriffe zur Persönlichkeit sowie Rechts- und
Handlungsfähigkeit erläutern und auf natürliche und
juristische Personen anwenden.
Begriff und Entstehung von Obligationen erklären.
Grundsätze der Vertragslehre anwenden und
beurteilen, ob ein Vertrag zustande gekommen ist.
alltägliche Probleme im Zusammenhang mit
mindestens einem der folgenden Verträge rechtlich
beurteilen:
Kaufvertrag
Arbeitsvertrag
Mietvertrag
die Voraussetzungen für Verschuldens- und
Kausalhaftung prüfen.
2. Lerngebiet: BWL
Unternehmen
Haushalte
im Unternehmensmodell die relevanten
Umweltsphären und Stakeholders eines Unternehmens
beschreiben und deren Wechselwirkung verstehen.
in der strategischen Führung ökonomische,
ökologische und soziale Ziele einer Unternehmung
formulieren und analysieren.
ethische Aspekte der Unternehmensführung
erklären, wie ein Unternehmen sich finanziert.
eine einfache Bilanz und Erfolgsrechnung
interpretieren und Kennzahlen zu den Bereichen
Rentabilität, Liquidität und Sicherheit berechnen.
ein Marketingkonzept entwickeln und beurteilen.
ein Monatsbudget einer Schweizer
Durchschnittsfamilie aufstellen.
3. Lerngebiet: VWL
Grundlagen der Ökonomie
Mikroökonomie
das Modell des einfachen und erweiterten
Wirtschaftskreislaufs aufzeigen, die wirtschaftlichen
Grössen bestimmen und die Gesamtzusammenhänge
Modelle für wirtschaftliche Handlungsweisen des
Menschen beschreiben und kritisch hinterfragen.
die Preisbildung bei vollkommener Konkurrenz
verstehen und auf verschiedene Situationen
Ursachen für Marktversagen wie auch Staatsversagen
erkennen und die betreffenden Massnahmen der
zuständigen Akteure beurteilen.
Makroökonomie
Volkswirtschaftliche Aktualitäten
Problemstellungen aus mindestens einem
makroökonomischen Gebiet (z. B. Konjunktur,
Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit,
Staatsfinanzen) analysieren.
aussenwirtschaftliche, währungsspezifische und
arbeitsmarktliche Fragestellungen verstehen und
Lösungsansätze entwerfen.
Abstimmungsvorlagen analysieren und eine eigene
Meinung bilden.
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht
2. Klassen und Lehrpläne
1. Lerngebiet: BWL und finanzielles Rechnungswesen
Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre
Unternehmensmodell
Unternehmensfunktionen:
Strategische Management
Marketing
Organisation
Betriebe nach verschiedenen Kriterien gliedern.
betriebliche Abläufe anhand der Wertschöpfungskette
Umweltsphären identifizieren und deren wechselseitige
Auswirkungen am konkreten Beispiel analysieren.
Interessen- und Zielkonflikte verschiedener
Stakeholder erkennen und Lösungsansätze aufzeigen.
aus einer konkreten Unternehmensstrategie
ökonomische, ökologische und soziale Ziele ableiten.
ethische Aspekte der Unternehmensführung
ein Marketingkonzept selbstständig entwickeln.
Instrumente der Aufbau- und Ablauforganisation
nennen, verstehen und anwenden.
Doppelte Buchhaltung
Probleme des Jahresabschlusses
Bilanz, Erfolgsrechnung
typische Geschäftsfälle verbuchen.
folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen:
Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, aktive und
passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen.
Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven
bilden und auflösen.
Bilanz und Erfolgsrechnung anhand ausgewählter
Kennzahlen interpretieren.
2. Lerngebiet: VWL
Grundlagen der Ökonomie
Funktionsweise von Märkten
Wirtschaftssysteme
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungsprozesse (inkl.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Geldtheorie
/ -politik)
das Modell des erweiterten Wirtschaftskreislaufs
aufzeigen, die wirtschaftlichen Grössen bestimmen
und die Gesamtzusammenhänge analysieren.
Modelle für wirtschaftliche Handlungsweisen des
Menschen beschreiben und kritisch hinterfragen.
die Funktionsweise von Märkten anhand der
Preistheorie herleiten.
Grundlagen der Wohlfahrtsökonomie verstehen und
verschiedene Formen der Marktwirtschaft anhand von
ausgewählten Kriterien unterscheiden.
Gründe für Marktversagen beschreiben sowie
Lösungsansätze entwickeln.
Konsequenzen staatlicher Eingriffe analysieren.
die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aus drei
Blickwinkeln nachvollziehen.
Grundlagen der Geldtheorie verstehen.
Geldwertstörungen und deren Auswirkungen
beschreiben sowie Lösungsansätze vorschlagen.
Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben
und geldpolitische Instrumente erklären.
Konsequenzen geldpolitischer Entscheide
nachvollziehen und kritisch hinterfragen.
regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen und
entsprechende Abstimmungsvorlagen analysieren.
3. Lerngebiet: Recht
Allgemeine Vertragslehre
Spezielle Vertragslehre
Veräusserungsverträge
Gebrauchsüberlassungsverträge
Verträge auf Arbeitsleistung
Gesellschaftsrecht
das Zustandekommen eines Vertrages verstehen.
Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen
von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen.
geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen.
Auswirkungen von Erlöschen bzw. Verjähren von
Obligationen beschreiben.
Grundlagen des Haftpflichtrechts erklären und auf
konkrete Fälle anwenden.
zwischen Kauf, Tausch und Schenkung unterscheiden.
zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen und
Leasing unterscheiden.
zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag
das Zustandekommen, die Rechte und Pflichten der
Parteien sowie die Beendigung der einzelnen
Vertragsarten an konkreten Fällen beurteilen.
Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform entwickeln.
Merkmale ausgewählter Rechtsformen miteinander
vergleichen und situativ beurteilen.
Regeln zur Bildung der Firma anwenden.
die Bedeutung der Corporate Governance erläutern
und wichtige Regelungen beschreiben.
rechtliche und finanzielle Verflechtungen von
Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der
Fusion beschreiben.
beim Lösen von Rechtsfällen systematisch vorgehen.
1. Lerngebiet: BWL und finanzielles Rechnungswesen
Unternehmensfunktionen
Finanzierung
Investition
Mindestens eines der folgenden Gebiete:
Personal
Logistik / Produktion
Banken / Börse
Versicherungen
Geldflussrechnung
Kalkulation im Handels- und / oder Produktionsbetrieb
inklusive der grafischen Darstellung und der
Berechnung der Nutzschwelle
verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten der
Unternehmen unterscheiden und beurteilen.
statische und dynamische Investitionsrechnungen
vertiefte Kenntnisse in einem der behandelten Gebiete
für eine eigene Geschäftsidee selbstständig einen
Businessplan entwickeln.
eine einfache Geldflussrechnung erstellen und
eine Einzel- sowie eine Gesamtkalkulation eines
Handelsbetriebes vornehmen.
eine Betriebsabrechnung im Produktionsbetrieb
aufstellen und interpretieren.
Nutzschwellen berechnen und grafisch darstellen.
2. Lerngebiet: VWL – Makroökonomie
Fortsetzung gesamtwirtschaftliche
Entwicklungsprozesse:
Konjunktur
Wachstum
Strukturwandel
Aussenwirtschaft
den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten
Indikatoren beschreiben.
Konjunkturkonzepte sowie deren historische
Hintergründe und aktuelle Anwendung kennen.
zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden.
Auswirkungen des Strukturwandels erklären.
den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen und
rechnerisch überprüfen.
Mindestens ein weiteres Gebiet aus folgenden
Themen:
Arbeitsmarkt
Öffentliche Finanzen
Soziale Sicherheit
Internationale Organisationen
Wechselkurssysteme
Vor- und Nachteile der Globalisierung diskutieren.
regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen
oder Abstimmungsvorlagen analysieren.
3. Lerngebiet: Recht
Mindestens zwei der folgenden Rechtsgebiete vertieft
behandeln:
Sachenrecht
Ehe- und Erbrecht
Strafrecht
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht
Völkerrecht
Die Grundzüge der einzelnen Wahlrechtsgebiete
verstehen und auf konkrete Sachverhalte anwenden.
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht
1. Lerngebiet: VWL
Wohnen
Steuern
Konsum
verschiedene Märkte und Marktformen beschreiben,
analysieren und erklären.
wirtschaftspolitische Massnahmen am Beispiel des
Wohnungsmarktes verstehen, analysieren und
verschiedene Aspekte der öffentlichen Haushalte
verstehen, analysieren und erklären.
die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf
verschiedene Funktionen verstehen, analysieren und
erklären und anhand von Fallbeispielen vertiefen.
2. Lerngebiet: BWL
Wohnen
Steuern
Konsum
Betriebe als Arbeitgeber mit den zusammenhängenden
Elementen beschreiben, verstehen, analysieren und
Entscheidungen privater Haushalte als Mieter oder
Wohneigentümer verstehen, erklären und mit Hilfe von
Fallbeispielen vertiefen.
verschiedene Aspekte der privaten Haushalte und
Unternehmen verstehen, analysieren und erklären.
die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf
verschiedene betriebswirtschaftliche Funktionen
verstehen, analysieren und erklären.
3. Lerngebiet: Recht
Wohnen
Steuern
Konsum
rechtliche Elemente des Anstellungsverhältnisses mit
den verbundenen Elementen beschreiben, verstehen
rechtliche Aspekte der Miete oder des Hauskaufs
verstehen, erklären und anwenden.
verschiedene Aspekte der Steuergesetzgebung
verstehen, begründen und analysieren.
rechtliche Konsequenzen des Konsums verstehen,
erklären, analysieren und anwenden.
Anhang 9 (Stand 1. August 2026)
Inhaltsverzeichnis
GrundlaǄenfach Bildnerisches Gestalten 4
ErǄänzunǄsfach Bildnerisches Gestalten 13
GrundlaǄenfach BioloǄie 17
ErǄänzunǄsfach BioloǄie 25
Schwerpunktfach BioloǄie und Chemie 29
GrundlaǄenfach Chemie 43
ErǄänzunǄsfach Chemie 55
GrundlaǄenfach Deutsch 59
GrundlaǄenfach EnǄlisch 73
GrundlaǄenfach Französisch 88
GrundlaǄenfach GeoǄrafie 102
ErǄänzunǄsfach GeoǄrafie 110
GrundlaǄenfach Geschichte 112
ErǄänzunǄsfach Geschichte 122
ObliǄatorisches Fach Informatik 127
ErǄänzunǄsfach Informatik 135
GrundlaǄenfach Instrumentalmusik 139
ErǄänzunǄsfach Instrumentalunterricht 151
GrundlaǄenfach Italienisch 158
GrundlaǄenfach Mathematik 172
ErǄänzunǄsfach Anwendungen der Mathematik 189
Schwerpunktfach Physik und AnwendunǄ der Mathematik 192
GrundlaǄenfach Musik 201
ErǄänzunǄsfach Musik 210
ErǄänzunǄsfach Philosophie 215
GrundlaǄenfach Physik 220
ErǄänzunǄsfach Physik 231
Schwerpunktfach PsycholoǄie / PädaǄoǄik / Philosophie (Kombifach) 234
ErǄänzunǄsfach PsycholoǄie und PädaǄoǄik 248
ErǄänzunǄsfach ReliǄionslehre 256
Schwerpunktfach Spanisch 263
ObliǄatorisches Fach Sport 273
ErǄänzunǄsfach Sport 277
ObliǄatorisches Fach Einführung in Wirtschaft und Recht 280
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 285
ErǄänzunǄsfach Wirtschaft und Recht 294
Seite 1 / 9
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Bildnerisches Gestalten
Wochenstunden 2 3 2 0
Bildnerisches Gestalten und BildbetrachtunǄ verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren
und Vermitteln. Sie befähiǄen die Schülerinnen und Schüler, sich in der visuellen Welt zu orientieren. Dem Lernen durch konkretes, anǄewandtes Tun wird in der bildnerischen GestaltunǄ
eine wichtiǄe Rolle zuǄemessen.
2. Wahrnehmen und verstehen
Bilder sind in unserer multimedial beeinflussten Gesellschaft omnipräsent und präǄen sowohl
unsere Kommunikations- als auch WahrnehmunǄsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die FähiǄkeit, Bilder, Architektur, DesiǄn und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen.
Wahrnehmen heisst, sich auf einen BetrachtunǄsǄeǄenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen als auch sinnlich-körperliche EmpfindunǄen zu zulassen und zu nutzen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähiǄt, ihr differenziertes VorstellunǄsvermöǄen und die erworbene VisualisierunǄskompetenz auch in anderen Fachbereichen
einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die
AuseinandersetzunǄ mit VerǄanǄenem schärfen sie ihren Blick auf die GeǄenwart.
3. Planen und realisieren
Im Rahmen eiǄenǄestalterischen Tuns und der planerischen VorbereitunǄ vertiefen die Lernenden ihre FähiǄkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Die
Schülerinnen und Schüler durchlaufen komplexe Prozesse, in deren Verlauf sich Entwickeln und
Reflektieren wechselseitiǄ beeinflussen. Dabei spielen Ideen, EmpfindunǄen, Fantasie, VorstellunǄsvermöǄen und ErinnerunǄen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen.
Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche FertiǄkeiten und entwickeln diese weiter. Im UmǄanǄ mit Material und WerkzeuǄ erfahren sie die physische Beschaffenheit der
Stoffe, deren MöǄlichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der AnwendunǄ unterschiedlicher Medien, dass sich analoǄe und diǄitale Verfahren erǄänzen und durchdrinǄen.
Ausserdem erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie aktiv an einer BelebunǄ und MitǄestaltunǄ der Schulkultur teilhaben können.
4. Sich orientieren und sich definieren
Bildnerische GestaltunǄ träǄt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen IdentitätsbildunǄ bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die FähiǄkeit, sich mit GestaltunǄ4
Seite 2 / 9
auszudrücken und dies als MöǄlichkeit zur Kommunikation zu verstehen und Ǆezielt zu nutzen.
Sie lernen dabei zwischen eiǄener und fremder WahrnehmunǄ zu differenzieren und AndersartiǄkeit zu respektieren
5. Überfachliche Kompetenzen
Das GrundlaǄenfach Geschichte fördert besonders:
 durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eiǄene Werk, Wertehaltun-
Ǆen und Ansichten in einen Ǆrösseren ZusammenhanǄ stellen
 in der PlanunǄ und DurchführunǄ eines Ǆestalterischen Projekts selbständiǄ vorǄehen
 im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reaǄieren
 Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus Ǆewonnene Erkenntnisse in der eiǄenen
Ǆestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine StrukturierunǄ
komplexer ZusammenhänǄe auch im Ǆesellschaftlichen Kontext.
 Erfinderlust, NeuǄier, Experimentier- und GestaltunǄsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eiǄene erfinderische Fantasie stärken
 durch die AuseinandersetzunǄ mit Kunst ein Interesse an persönlichen, Ǆesellschaftlichen und kulturellen FraǄen entwickeln.
IKT-Kompetenzen (Informations- und KommunikationstechnoloǄie)
 BildersammlunǄen und MedienanǄebote nutzen
 mit diǄitalen Medien in der alltäǄlichen AnwendunǄ sachǄerecht umǄehen
Praktische FähiǄkeiten
 manuelles Geschick und technisches Können verbessern
 eine verantwortunǄsbewusste HaltunǄ in BezuǄ auf Materialien entwickeln
6. QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
QuerverbindunǄen sind zu vielen Fächern möǄlich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in
der ersten Klasse im LernǄebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und BioloǄie wünschbar.
In der zweiten Klasse dränǄt sich im LernǄebiet Kunst eine VerbindunǄ zum Fach Geschichte
auf. In der dritten Klasse ist eine VerbindunǄ zum Projektunterricht nahe lieǄend in welchem
viele Momente selbständiǄer Recherchen und Realisationsphasen ebenfalls intensiv thematisiert werden
7. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
EiǄenständiǄe kreative Projekte über mehrere Projektphasen (Recherche, ThemeneinǄrenzunǄ,
Idee, Entwurf, RealisierunǄ und Reflexion) entwickeln und umsetzen. Lernen, kreative Prozesse
zu dokumentieren und in einen theoretischen Kontext zu stellen5
Seite 3 / 9
1. LernǄebiet: Bild
 Zeichnerische GrundlaǄen
 Entwerfen
 Komposition
 Zeichnen nach der VorstellunǄ und
Objekte nach BeobachtunǄ linear und
mit Tonwerten differenziert wiederǄe-
 Assoziationen und Zufälle im eigenen
Entwurfsprozess nutzen.
 innerhalb einer bildnerischen Technik
verschiedene AnwendunǄsmöǄlichkeiten entdecken.
 einfache Kompositionsprinzipien auf
der Bildfläche anwenden.
 GestaltunǄ als persönliches Ausdrucksmittel erfahren.
2. LernǄebiet: Farbe
 FarbwahrnehmunǄ
 Farbenlehre und FarbordnunǄssysteme
 Farbkontraste
 Maltechnik
 eiǄene Vorlieben für Farben benennen
und sinnliche WirkunǄ von Farben erfahren.
 unterschiedliche Farbsysteme kennenlernen (z. B. nach Johannes Itten / H.
Küppers).
 WirkunǄen von Farbkombinationen und
Farbkontrasten erkennen und anwen-
 Maltechniken thematisch vertiefen und
mindestens eine – dem Malmittel anǄepasste – AnwendunǄsart wie pastos,
deckend, lasierend anwenden
3. LernǄebiet: Raum und Körper
 Plastik und/oder Skulptur  mit einer additiven oder subtraktiven
Technik ein einfaches Objekt nach6
Seite 4 / 9
 Raumbildende Mittel
 UmwandlunǄ / ÜbersetzunǄ von 3D
zu 2D oder umǄekehrt
formalen VorǄaben realisieren.
 elementare raumbildende Mittel benennen und anwenden (z.B. NeǄativraum, Formkontraste, AnordnunǄ im
Raum).
 Verschiedene DarstellunǄsarten
dreidimensionaler Situationen anwenden (z.B. Plan, FotoǄrafie etc.)
4. LernǄebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
 Bildsprache
 TypoǄrafie
 DiǄitale FotoǄrafie
 inhaltliche Aussage, Information
und Symbolik von Bildern benennen und in Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien und bildnerische
Darstellungsarten setzen.
 Schrift als GestaltunǄsmittel spielerisch und Ǆezielt anwenden.
 MöǄlichkeiten der diǄitalen BildbearbeitunǄ erkennen, anwenden (z.B.
Retuschieren, Tonwertkorrektur) und
5. LernǄebiet: Kunst
 BildbetrachtunǄ  durch projektbezogene Beispiele
aus Kunst und Design Bezüge zur
eigenen gestalterischen Arbeit
 aktuelle AusstellunǄen besuchen,
Konzepte nachvollziehen und ihre
Eindrücke formulieren.7
Seite 5 / 9
1. LernǄebiet: Bild
 Gestalterischer Prozess
 Bildnerische Mitte
 Zeichnerische GrundlaǄe
 Bildnerische Techniken
 prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie Recherchieren, Ordnen,
Auswerten, Entwerfen, Kombinieren,
Realisieren, Reflektieren und Dokumentieren unter- teilen.
 Anhand einer anǄewandten Arbeit
(z.B. Comic) bildnerische Mittel unterscheiden und Ǆezielt anwenden
(z.B. Komposition, perspektivische
Standpunkte etc.)
 ihre zeichnerische Kompetenz sowohl aus der VorstellunǄ (z.B. Illustration), als auch durch Naturstudium
oder fiǄürlichem Zeichnen vertiefen
 komplexere bildnerische Techniken wie z.B. Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern.
 Vertrauen in die eiǄene Bildsprache
2. LernǄebiet: Farbe
 Maltechnik
 Farbenlehre
 Farbfunktion
 Farbe als Material
 FarbauftraǄsarten differenzieren, mit
bildnerischen Mitteln kombinieren
und Ǆezielt einsetzen.
 Aspekte der Farbenlehre (z.B. Sätti-
ǄunǄ und Kontrast, additive und subtraktive FarbmischunǄ) an einem an-
Ǆewandten Beispiel vertiefen.
 GeǄenstands- von ErscheinunǄs-
und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe
und autonomer Farbe unterscheiden.
 verschiedene Farbstoffe und Bindemittel unterscheiden (z.B. Öl-, Aquarell-, Gouache-, Temperafarbe).8
Seite 6 / 9
3. LernǄebiet: Raum und Körper
 Raumbildende Mittel
 DarstellunǄ des Raums
 eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche wiederǄeben.
 ihre UmǄebunǄ als Ǆestalteten Lebensraum erfahren.
4. LernǄebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
 Bildsprache
 TypoǄrafie und Layout
 DiǄitale Bildtechniken
 Bezüge zwischen Inhalt und Form
erkennen und Begriffe aus der
Fachsprache verwenden.
 WirkunǄsabsichten in verschiedenen
Bildmedien (z.B. FotoǄrafie, Film, Comic, Interaktives DesiǄn) unterscheiden und einschätzen.
 eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren.
 Kriterien zur AnordnunǄ von Bild und
Text in der praktischen Arbeit umsetzen
 WerkzeuǄpalette eines diǄitalen
ProǄrammes (wahlweise z.B. BildbearbeitunǄs- / Layout- / vektororientiertes und diǄitales Zeichnen- / FilmschnittproǄramm) erproben.
5. LernǄebiet: Kunst
 Methoden der BildbetrachtunǄ
 KunstǄeschichte
 Bilder durch Beschreibung, Analyse
und Interpretation erfassen.
 ausgewählte Bilder vergangener
Epochen und zeitgenössischer
Kunst im Original betrachten.
 kulturelle Institutionen in der UmǄebunǄ als Inspirationsquelle für ihre
Ǆestalterische und künstlerische Arbeit nutzen.9
Seite 7 / 9
 sich durch das Studium von Gemälden / Fotografien / Skulpturen
/ Architektur exemplarisch in verschiedene Kunstepochen zwischen Renaissance und dem
 21. Jh. vertiefen.
 Exemplarisch ausgewählte Kunstepochen und -stile unterscheiden, zuordnen und diese Zuordnung begründen (z.B. Realismus /
Impressionismus).
 sich aktiv auf Kunst und Kultur einlassen.10
Seite 8 / 9
In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei
den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre
gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. Dabei finden die Lern- gebiete
Bild,
Farbe und
Raum und Körper in der
Projektauswahl gleichermassen Beachtung. Projekte werden von der Lehrperson im Jahresprogramm so geplant, dass zeichnerische Prozesse und malerische Farbanwendungen
selbstverständliche und logische Bestandteile einzelner Projektarbeiten bleiben.
1. LernǄebiet: Prozessorientierte Visuelle GestaltunǄ: Bild, Farbe, Raum und Körper
 Gestalterischer Prozess
 Bildnerische Mittel
 ZeichnunǄ und Entwurf
 Bildnerische Technik
 Dokumentieren
 inhaltliche / thematische Auseinandersetzung vertiefen und in
gestalterischen Projekten umset-
 verschiedene Ideenfindungsprozesse
(z.B. Sammeln, Prinzip Zufall) erpro-
 eine selbstständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren, reflektieren und dokumentieren.
 Abstraktionsprozesse nachvollziehen
und in den Entwurfsprozess integrie-
 Gesehenes und Erfahrenes in andere
ästhetische Ausdrucksformen übersetzen
 bildnerische Mittel in der eiǄenen
GestaltunǄ adäquat und reflektiert
 GestaltunǄsideen und Entwürfe in
Skizze und ZeichnunǄ visualisieren.
 verschiedene bildnerische Techniken und Materialien in ihren EiǄenheiten ein- schätzen und anǄemessen und zweckǄerichtet einsetzen.
 ihren GestaltunǄsprozess für Dritte
nachvollziehbar strukturieren und
dokumentieren.11
Seite 9 / 9
2. LernǄebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
 FotoǄrafie / Film / Animation / Interaktives DesiǄn
 Aufnahmetechnik
 Visuelle Kommunikation
 Menschen / Objekte mit WirkunǄsabsichten inszenieren und abbilden.
 GrundlaǄen der Aufnahmetechnik in
FotoǄrafie / Film verstehen und anwenden (Blende, Verschluss, Iso).
 BildaussaǄen erkennen, kritisch beurteilen und in der eiǄenen Arbeit
Ǆezielt steuern (Semiotik).
3. LernǄebiet: Kunst
 Kunst- und BildbetrachtunǄ  Werke aus (wahlweise) Design/
Kunst/ Film/ Architektur in ihren
verschiedenen Erscheinungs-und
Anwendungsformen betrachten
 sich auf Kunst und Kultur einlassen
und ihre HaltunǄ reflektiert formulieren.12
Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Bildnerisches Gestalten
Das ErǄänzunǄsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Es befähiǄt die Schülerinnen und Schüler sich in der visuellen Welt zu orientieren. Im ErǄänzunǄsfach werden eiǄene inhaltliche Schwerpunkte
Ǆesetzt. VertiefunǄen in ThemenǄebiete wie z. B. „Film und FotoǄrafie“, „Thematische
Arbeiten mit anschliessender AusstellunǄ“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder
„DesiǄn und Architektur“ sind denkbar.
Im ErǄänzunǄsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die FähiǄkeit ihre alltäǄliche UmǄebunǄ, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektierend wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf zeitǄenössische und aktuelle Tendenzen in
Kunst, DesiǄn, Architektur, neuen Medien und JuǄendkultur. Die Ǆewonnenen Erkenntnisse setzen sie in BezuǄ zur Ǆestalteten Umwelt (z.B. Kunst-, DesiǄn- und ArchitekturströmunǄen) aus
verschiedenen Zeitepochen.
Im ErǄänzunǄsfach werden prozesshafte Projekte Ǆeplant, entwickelt und realisiert. Es besteht
Raum für eiǄenständiǄes, experimentelles und spielerisches VorǄehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen FertiǄkeiten und lernen, diese in BezuǄ auf
ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im UmǄanǄ mit Material und WerkzeuǄ erfahren sie die physische Beschaǹenheit der Stoǹe, deren MöǄlichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Dabei werden die vielseitiǄen kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller UmsetzunǄ
besonders Ǆewichtet. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in der AnwendunǄ unterschiedlicher Medien, dass sich analoǄe und diǄitale Verfahren erǄänzen und durchdrinǄen
Bildnerische GestaltunǄ träǄt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen
IdentitätsbildunǄ als MöǄlichkeit zur Kommunikation zu verstehen und Ǆezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eiǄener und fremder WahrnehmunǄ zu diǹerenzieren
und AndersartiǄkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöǄlicht eine kritische SelbstwahrnehmunǄ eiǄene Stärken und
Schwächen zu erkennen und darauf zu reaǄieren. Zentral ist die FörderunǄ des
Selbstbewusstseins in BezuǄ auf die eiǄene Bildsprache und die Freude am13
Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten
persönlichen Ausdruck.
Reflexive FähiǄkeiten
 die Umwelt, eiǄene und fremde WahrnehmunǄ kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfraǄen
 durch Ausweiten ihres ästhetisch-kulturellen Horizonts das eiǄene Werk, Wertehaltun-
Ǆen und An- sichten in einen Ǆrösseren ZusammenhanǄ stellen
 durch Anwenden kreativer StrateǄien konventionelle VorǄehensweisen hinterfraǄen
und eiǄene LösunǄsansätze erproben
 im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reaǄieren
 ausdauernd an länǄer anǄeleǄten Projekten arbeiten und eiǄeninitiativ vorǄehen
 Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus Ǆewonnene Erkenntnisse in der eiǄenen
Ǆestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine StrukturierunǄ
komplexer ZusammenhänǄe auch im Ǆesellschaftlichen Kontext.
 Erfinderlust, NeuǄier, Experimentier- und GestaltunǄsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eiǄene erfinderische Fantasie stärken
 durch die AuseinandersetzunǄ mit Kunst ein Interesse an persönlichen, Ǆesellschaftlichen und kulturellen FraǄen entwickeln
IKT-Kompetenzen (Informations- und KommunikationstechnoloǄie)
 Fachliteratur, BildersammlunǄen und MedienanǄebote Ǆezielt nutzen
 diǄitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation einsetzen
Praktische FähiǄkeiten
 manuelles Geschick und technisches Können verbessern.
 eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer AusstellunǄ oder einer Dokumentation
3. LeistunǄsbewertunǄ
Neben einzelnen AufǄaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in
der BewertunǄ entsprechend berücksichtiǄt werden. Die LeistunǄsbewertunǄ soll transparent
und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schülern sind die BewertunǄskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese14
Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten
1. LernǄebiet: Wahrnehmen und Verstehen
Reflektieren, Verstehen, Verbalisieren
und Umsetzen von Erfahrungen aus aktuellen Ausstellungen, Fachliteratur, Exkursionen (mind. eintägig)
Mögliche Schwerpunkte zur Auswahl:
 Kunstgeschichte
 Zeitgenössische Kunst
 Architektur
 Design
 Visuelle Kommunikation
 Film
 Wirkungen von Bildern beschreiben und
Rückschlüsse auf Inhalte ziehen.
 Epochenwissen exemplarisch vertiefen.
 besprochene Kunstwerke kunsthistorisch
richtig zuordnen.
 sich einen Sachtext erschliessen und darüber diskutieren.
 eine verfeinerte Fachsprache anwenden.
 vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte diskutieren.
 AusstellunǄskonzepte erkennen und be-
2. LernǄebiet: Planen und Realisieren
Es werden beispielhafte Projekte durchgeführt, die alle kreativen Projektphasen
durchlaufen (Recherchieren / Thema eingrenzen / Idee definieren / Konzipieren /
Realisieren / Präsentieren und Dokumentieren / Reflektieren). Folgende Bereiche
stehen zur Auswahl:
 Malerei / Zeichnung
 Film / Fotografie
 Architektur / Produkte- design
 Skulptur / Installation / Performance
 Visuelle Kommunikation (Grafikdesign, Typografie etc.)
 DruckǄrafik
 bildnerische Mittel und handwerkliche Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen.
 eine inhaltlich und formal definierte
Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster lösen.
 ein künstlerisches / gestalterisches
Produkt entwickeln mit Methoden
wie Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen
und Rea- gieren.
 eine Arbeit selbständig über einen
längeren Zeitraum planen, entwickeln,
den Prozess dokumentieren und re-
 den WeǄ von der Idee bis zur RealisierunǄ auf unterschiedlichste Weise anǄehen.15
Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten
3. LernǄebiet: Sich orientieren und sich definieren
Kontextualisierung und Verordnung der eigenen
Arbeit / Vorgehensweise und Standpunkte
 Reflexion der eiǄenen Arbeit
 Präsentation (z.B. AusstellunǄ, Dokumentation, Portfolio)
 ihre eigene Arbeit reflektierend in Bezug zu Werken aus Kunst / Architektur
/ angewandter Gestaltung setzen.
 eigene Arbeiten beurteilen, Lernfortschritte erkennen und Resultate wert-
 eiǄene Resultate in passender Form präsentieren.16
Lehrplan für das GrundlaǄenfach BioloǄie
Wochenstunden 2 2 2 0
 Der BioloǄieunterricht träǄt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen.
 Eine fraǄende und experimentelle AnnäherunǄ an bioloǄische Phänomene sowie das
Wissen um historische Erkenntnisse der BioloǄie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des LebendiǄen.
 Der BioloǄieunterricht fördert das verantwortunǄsbewusste Verhalten sich selbst und
der Mitwelt ǄeǄenüber.
 Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (bioloǄischen Prinzipien) in verschiedenen
LernǄebieten ermöǄlicht es den Studierenden, systemische ZusammenhänǄe zu erfassen und zu verstehen.
 Der BioloǄieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche GrundlaǄen zum Aufbau eines
persönlichen Weltbilds und OrientierunǄshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfra-
Ǆen. Er liefert die GrundlaǄen, um Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.
 In seiner InteǄrationsfunktion fördert der BioloǄieunterricht die FähiǄkeit, Erkenntnisse
aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen.
Das GrundlaǄenfach BioloǄie fördert besonders:
 Respektvoll mit Lebewesen umǄehen
 EiǄenständiǄ, diǹerenziert und kritisch denken
 Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrucken sowie FachbeǄriffe korrekt
verwenden
 Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, MessǄeräte) selbständiǄ bedie-
 Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
 NeuǄier und den Mut haben, eiǄene FraǄestellunǄen zu entwickeln17
 Chemie: StoffǄruppen, Biomoleküle, Diffusion und Osmose
 GeoǄrafie: Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Geobotanik
 Geschichte: Wissenschaftstheorie, Stammbäume, EntwicklunǄen über Ǆrössere Zeiträume
 Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, WahrscheinlichkeitsrechnunǄ
 Physik: Optik, Akustik, Biomechanik
 Sport: BeweǄunǄsapparat, Kreislauf, EnerǄiestoffwechsel
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 beobachten, experimentieren, protokollieren und interpretieren von Ǆewonnenen Daten18
1. LernǄebiet: ErforschunǄ des Lebens
 Merkmale des Lebens  Merkmale des Lebens erklären
 die Faszination des Lebens erfahren
 OrǄanisationsebenen  anhand der OrǄanisationsebenen auf
die verschiedenen Arbeitsweisen
der BioloǄie rückschliessen
 Arbeitsweisen  die Arbeitsweisen der Naturwissenschaft (InformationsbeschaffunǄ,
DurchführunǄ von Experimenten,
UmǄanǄ mit Quellen, Vermeiden von
PlaǄiaten) anwenden.
 verschiedene technische Hilfsmittel
selbständiǄ bedienen sowie einfache Präparate selbst herstellen.
 Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren.
2. LernǄebiet: Anatomie, PhysioloǄie, PatholoǄie der Tiere, SchwerǄewicht Mensch
 Übersicht OrǄansysteme  die wichtiǄen OrǄansysteme und
deren ǄeǄenseitiǄe AbhänǄiǄkeiten
 Anatomie und PhysioloǄie der fol-
Ǆenden OrǄane/OrǄansysteme in
ZusammenhanǄ brinǄen: Herz/Kreislauf, AtmunǄ, VerdauunǄsorǄane,
BeweǄunǄsapparat.
 anhand eiǄener BeobachtunǄen
o Rückschlüsse auf die physioloǄischen
o ZusammenhänǄe ziehen.
 bioloǄische GrundlaǄen ausǄewählter Krankheiten erklären.
 MikroorǄanismen und Immunsystem  Viren und Bakterien differenzieren.
 GrundlaǄen der Anatomie und PhysioloǄie der MikroorǄanismen19
 die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden
und die Abwehrmechanismen erläu-
3. LernǄebiet: ZellbioloǄie
 Aufbau einer Zelle  OrǄanellen und Membranen sowohl
strukturell als auch funktionell in den
GrundzüǄen beschreiben.
 Transport  die wichtiǄsten Stofftransportformen
(aktiv und passiv) beschreiben und
 Inhaltsstoffe (Stoffe des Lebens)  den Aufbau und die Funktion wichti-
Ǆer Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate,
Fette, Proteine) erläutern.
 das Basiskonzept von Form und
Funktion anwenden.
 Stoffwechsel  die zentralen katabolen StoffwechselweǄe (ZellatmunǄ, GärunǄ) erklä-
 die ZusammenhänǄe zur ÖkoloǄie
aufzeiǄen.
 ZellteilunǄ  Gemeinsamkeiten und Unterschiede
von Mitose und Meiose erklären.
 die BedeutunǄ des Zellzyklus erklä-
 die bioloǄische BedeutunǄ der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen.
4. LernǄebiet: Evolution
 EntwicklunǄ des Lebens  die EntstehunǄ der ersten Zelle erläutern.20
1. LernǄebiet: Systematik
 Vielfalt der Lebewesen  die Vielfalt der Lebewesen erkennen
und VerwandtschaftsbeziehunǄen
aufzeiǄen.
 Systematische KateǄorien  die wichtiǄsten systematischen KateǄorien, deren historische EntwicklunǄ sowie deren evolutionsbioloǄische ZusammenhänǄe erkennen.
 AusǄewählte Vertreter der Eukaryo-
 exemplarisch die Vielfalt der uns um-
Ǆebenden Lebewesen kennenler-
 sich über eine anǄemessene Artenkenntnis ausweisen.
2. LernǄebiet: Anatomie, PhysioloǄie, PatholoǄie der Tiere, SchwerǄewicht Mensch
 FortpflanzunǄ und EntwicklunǄ  die EntwicklunǄ von Lebewesen darstellen (z.B. Amphibien).
3. LernǄebiet: AllǄemeine Botanik
 OrǄane der Pflanzen  Anatomie und PhysioloǄie der wichtiǄsten PflanzenorǄane (Wurzel,
Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in BeziehunǄ brinǄen.
 Stoffwechsel, Fotosynthese  die zentralen anabolen StoffwechselweǄe (Fotosynthese) erklären.
4. LernǄebiet: Evolution
 Evolutionstheorie  die BedeutunǄ der darwinschen
Evolutionstheorie erfassen.
 Sichtweisen von Cuvier und Lamarck
ǄeǄenüber Darwins21
Evolutionstheorie klar abǄrenzen.
 Evolutionsmechanismen / Methoden  die Methoden der StammesǄeschichtsforschunǄ erfassen.
 die ErǄebnisse derselben einordnen
EntwicklunǄ des Lebens  die wichtiǄsten EntwicklunǄsschritte
zeitlich einordnen.
 paläoanthropoloǄische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise
der MenschwerdunǄ in VerbindunǄ
brinǄen.
5. LernǄebiet: ÖkoloǄie
 GrundlaǄen der ÖkoloǄie  die AuswirkunǄen abiotischer und
biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.
 AusǄewählte Ökosysteme  ǄrundleǄende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, EnerǄiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems er-
 populationsdynamische Prozesse
 FortpflanzunǄsstrateǄien (z.B. r-/K-
StrateǄie) deuten.
 möǄliche AuswirkunǄen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen.22
1. LernǄebiet: Genetik
 Klassische Genetik  ErǄebnisse von KreuzunǄsversuchen
interpretieren und beurteilen.
 die BedeutunǄ der Meiose als VoraussetzunǄ für die Neukombination
von Erbmerkmalen erkennen.
 einfache Stammbäume analysieren
und ErbǄänǄe erkennen.
 MolekularǄenetik  die BeǄriffe DNA, Chromosom und
Genom in einen ZusammenhanǄ
brinǄen.
 die Abläufe und die BedeutunǄ der
Replikation, Transkription und Translation aufzeiǄen.
 Aufbau, Funktion und BedeutunǄ von
Proteinen (insbesondere von Enzymen) erläutern.
 GentechnoloǄie  die Ǆentechnischen Abläufe zur HerstellunǄ eines transǄenen OrǄanismus erläutern.
 Chancen und Risiken der GentechnoloǄie abwäǄen sowie Ǆrundsätzliche FraǄen diskutieren.
2. LernǄebiet: Anatomie, PhysioloǄie, PatholoǄie der Tiere, SchwerǄewicht Mensch
 Interne und externe Kommunikation  die GrundlaǄen der NeuroloǄie und
EndokrinoloǄie erfassen.
 den Bau von Nervenzellen und die
ErreǄunǄsleitunǄ erklären.
 am Beispiel von ZuckerreǄulation
und Sexualhormonen die WirkunǄ
von Hormonen erklären.
 das Prinzip der HormonreǄulation erläutern.23
3. LernǄebiet: Evolution
 EntwicklunǄ des Lebens / Mechanismen
 die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen
 Mechanismen der ArtbildunǄ unterschieden.24
Lehrplan EF Biologie
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach BioloǄie
Das ErǄänzunǄsfach BioloǄie ermöǄlicht zusätzlich zu den Inhalten, die im GrundlaǄenfach vermittelt
werden, eine vertiefte AuseinandersetzunǄ mit bestimmten TeilǄebieten der BioloǄie.
Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern GeleǄenheit Ǆeben, sich intensiv mit der BioloǄie des Menschen zu beschäftiǄen und dabei mehr über sich selbst zu erfahren. Neben experimentellen Ansätzen wird ǄenüǄend Raum Ǆelassen für eine intensive AuseinandersetzunǄ
mit ausǄewählten LernǄebieten.
Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie FraǄen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte
ErnährunǄ
sowie problematischer UmǄanǄ mit Suchtmitteln können im Rahmen des ErǄänzunǄsfachs vertieft diskutiert werden.
 Respektvoll mit Lebewesen umǄehen
 EiǄenständiǄ, diǹerenziert und kritisch denken
Analytische FähiǄkeit
 Eǹektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie FachbeǄriǹe korrekt
verwenden
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eiǄenständiǄe Arbeiten)
erstellen
 Fachartikel verstehen und diskutieren
 Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, MessǄeräte, Gelelektrophorese,
PCR) selbständiǄ bedienen25
Lehrplan EF Biologie
 Hypothesen selbständiǄ formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und
diskutieren
 EiǄene ProjekterǄebnisse überzeuǄend präsentieren
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche
 Computer-unterstützt experimentieren
 Elektronische MessǄeräte korrekt bedienen
 NeuǄier und den Mut haben, eiǄene FraǄestellunǄen zu entwickeln
 Intellektuelle NeuǄierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunǄ
entwickeln26
Lehrplan EF Biologie
Die LernǄebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen,
aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen.
1. LernǄebiet: Mensch und Umwelt
 AnthropoloǄie  über Grundkenntnisse der MenschwerdunǄ (PaläoanthropoloǄie) referieren.
 die wichtiǄsten Vertreter der Primaten
einordnen (PrimatoloǄie).
 Suchtmittel  die biochemischen und physioloǄischen WirkunǄen ausǄewählter Suchtmittel erklären.
 ErnährunǄ  vertiefte Kenntnisse zur Anatomie,
PhysioloǄie und Biochemie der VerdauunǄ erlanǄen.
 verschiedene Formen der FehlernährunǄ und deren AuswirkunǄen einord-
 Krankheiten  die bioloǄischen GrundlaǄen ausǄewählter Krankheiten verstehen.
 Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren
spezifischen Funktionen in ZusammenhanǄ brinǄen.
 spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine BeziehunǄ
brinǄen.
 SinnesorǄane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und
zur Funktion ausǄewählter Sinnesor-
Ǆane Auskunft Ǆeben.
 das Ǆemeinsame Prinzip der Sinnesor-
Ǆane (Übersetzen eines adäquaten
Reizes in eine FolǄe von Aktionspotenzialen) verstehen.
 ImmunoloǄie  vertiefte fachliche Kenntnisse zur PhysioloǄie und PatholoǄie des Immunsystems erlanǄen.27
Lehrplan EF Biologie
 ÖkoloǄie  Umwelteinflüsse auf OrǄanismen analysieren und beurteilen.
2. LernǄebiet: Genetik
 MolekularǄenetik  ein fundiertes Basiswissen der wichtiǄsten molekularbioloǄischen Prozesse ausweisen.
 die Ǆesellschaftliche Relevanz der modernen Ǆenetischen UntersuchunǄsmethoden sowie deren Resultate beurteilen.
 Medizinische Genetik  Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen.
3. LernǄebiet: VerhaltensbioloǄie
 Lern- und Sozialverhalten  historische und moderne ErklärunǄsansätze zum Lernverhalten beurteilen.
 anhand von proximaten und ultimaten
Ursachen ausǄewählte Sozialverhalten
 HumanetholoǄie  ihr eiǄenes Verhalten in einen verhaltensbioloǄischen Kontext stellen28
Lehrplan für das Schwerpunktfach BioloǄie und Chemie
Das Schwerpunktfach BioloǄie und Chemie ermöǄlicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den
GrundlaǄenfächern vermittelt werden, eine vertiefte AuseinandersetzunǄ mit Chemie und BioloǄie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtiǄe BedeutunǄ nehmen dabei die soǄ.
Life Sciences ein.
Der Unterricht zeiǄt das theoretische und experimentelle VorǄehen zur ErkenntnisǄewinnunǄ
auf und ermöǄlicht die AuseinandersetzunǄ mit komplexen Themen aus den Fächern BioloǄie
und Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder FeldbeobachtunǄen) erfahren
die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen AusǄanǄspunkt und Prüfstein der WissensausweitunǄ
und -sicherunǄ in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche FraǄestellunǄen in ForschunǄ, EntwicklunǄ und TechnoloǄie bedin-
Ǆen solide Fachkenntnisse in den beteiliǄten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen
und Schüler befähiǄen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches
Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortunǄsbewusst zu handeln und zu
entscheiden.
Oft sind FraǄestellunǄen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten
müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern BioloǄie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die NotwendiǄkeit
des lebenslanǄen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbständiǄ
in chemische und bioloǄische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen BioloǄie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine BerufsfeldorientierunǄ auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöǄlichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl BioloǄie als auch Chemie als Wissenschaften mit
ihren eiǄenständiǄen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.29
 Respektvoll mit Lebewesen umǄehen
 EiǄenständiǄ, diǹerenziert und kritisch denken
 In Chemie und BioloǄie erworbene Kompetenzen zur BearbeitunǄ Ǆesellschaftlicher
FraǄestellunǄen beiziehen
 Eǹektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
 Das Fachwissen in einer Gruppe zielorientiert einbrinǄen
 Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie FachbeǄriǹe korrekt
verwenden
 Sicherheit zeiǄen beim Erstellen von naturwissenschaftlichen Texten (z.B. Protokolle,
Laborjournal, eiǄenständiǄe Arbeiten)
 Komplexere bioloǄische und chemische Fachartikel, auch fremdsprachiǄe, verstehen,
in eiǄenen Worten erklären und diskutieren
 Chemische und bioloǄische ZusammenhänǄe fachlich korrekt erklären
 Naturwissenschaftliche Modelle anwenden
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Diverse bioloǄische, chemische und biochemische Methoden anwenden und die technischen Hilfsmittel selbständiǄ bedienen
 Mit Chemikalien sachǄerecht und mit Lebewesen respektvoll umǄehen
 Hypothesen selbständiǄ formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und
diskutieren
 Das vertiefte Wissen der beiden Disziplinen bei der FormulierunǄ, PrüfunǄ und Diskussion von Hypothesen beiziehen
 EiǄene ProjekterǄebnisse überzeuǄend präsentieren
 Modelle und Theorien kritisch beurteilen
 Die AnwendunǄ einfacher statistischer Methoden kennen
 Informationen zu bioloǄischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet recherchieren, darstellen und kritisch auswerten
 Experimentelle Resultate in einem TabellenkalkulationsproǄramm darstellen
 Computerunterstützt experimentieren
 Elektronische Apparaturen korrekt bedienen
 NeuǄier und den Mut haben, eiǄene FraǄestellunǄen zu entwickeln
 Intellektuelle NeuǄierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunǄ
entwickeln30
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken31
3.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs BioloǄie
1. LernǄebiet: VerhaltensbioloǄie
 Lernverhalten  die spezifischen VerknüpfunǄen von
ErfahrunǄ und Verhalten erklären.
 die Grundelemente des Verhaltens
und Lernens formulieren und in ihren
wesentlichen Punkten unterschei-
 die Verhaltensweisen auf Basis von
etholoǄischen UntersuchunǄsmethoden (z.B. EthoǄramm) anwenden
und deuten.
 Sozialverhalten (optional)  anhand von proximaten und ultimaten FraǄestellunǄen ausǄewählte
Sozialverhalten diskutieren und er-
2. LernǄebiet: ÖkoloǄie
 Praktische ÖkoloǄie  die GrundlaǄen zur UntersuchunǄ
eines Ökosystems erwerben.
 exemplarisch in einem Ökosystem
(z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder
Boden) Daten erheben, auswerten,
darstellen und diskutieren.
 den anatomischen und ökoloǄischen
ZusammenhanǄ zwischen den OrǄanismen und ihrem entsprechenden
Lebensraum erkennen.32
3.2. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie
1. LernǄebiet: Praktische Laborarbeit
 Korrekter UmǄanǄ mit Glaswaren
Apparaturen
 Sicherheit
 Korrekte HandhabunǄ von Chemika-
 SorǄfältiǄe PlanunǄ, DurchführunǄ
AuswertunǄ von Experimenten
 FührunǄ eines Laborjournals und ErstellunǄ von Laborberichten
 Praktische AnwendunǄ und ErweiterunǄ der im Theorieunterricht behandelten Themen
 die wichtiǄsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.
 einfache Apparaturen selber zusammenbauen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln.
 Warnhinweise zu Gefahrstoǹen verstehen und sich über das Gefahrenpotenzial der verwendeten Stoǹe informieren.
 auch mit leicht entzündlichen oder
ǄesundheitsǄefährdenden Stoǹen
richtiǄ umǄehen.
 auch ohne schriftliche Vorschrift
planen, wie ein chemisches Problem
experimentell Ǆelöst werden kann.
 WeǄe vorschlaǄen, wie eine konkrete FraǄestellunǄ experimentell
beantwortet werden könnte.
 sorǄfältiǄ beobachten und die eiǄenen BeobachtunǄen nachvollziehbar
protokollieren.
 aus experimentellen BeobachtunǄen
selbständiǄ SchlussfolǄerunǄen ziehen.33
 die eiǄene praktische Arbeit anǄemessen protokollieren und daraus
einen Laborbericht anfertiǄen.
 anhand ausǄewählter Experimente
die im Theorieunterricht erworbenen
Kenntnisse im Labor anwenden und
2. LernǄebiet: VertiefunǄ der theoretischen chemischen GrundlaǄen
Physikalische Chemie Quantenchemie
 Welle-Teilchen-Dualismus
 Orbitalmodell
 HybridisierunǄ
 Mesomerie
 MO-Modell
 Licht und Elektronen als Teilchen-
WellenerscheinunǄen deuten.
 die BedeutunǄ des Wellenmodells
von
Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären.
 die GrundzüǄe des Orbitalmodells
für Atome erklären.
 die AnwendunǄsbereiche und Grenzen
des HybridisierunǄsmodells kennen
es an einfachen Beispielen erklären
 die AnwendunǄsbereiche und Grenzen des Modells der Mesomerie an
einfachen Beispielen erklären.
 die BedeutunǄ der Mesomerie für
orǄanische Farbstoǹe erklären.
 die AnwendunǄsbereiche und Grenzen des MO-Modells kennen und es
an einfachen Beispielen erklären und
3. LernǄebiet: AnwendunǄ der Chemie im AlltaǄ und in der Technik
Gerade bei AnwendunǄen der Chemie im AlltaǄ und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in die UnterrichtsǄestaltunǄ einfliessen, damit inhaltlich aktuelle
LernǄebiete und deren TeilǄebiete Ǆebührend berücksichtiǄt werden können. Die Grobziele34
und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses LernǄebietes sollen deshalb durch
aktuelle und Ǆesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.
 AnwendunǄen in der Technik
 AnwendunǄen im AlltaǄ
 Gesellschaftliche VerantwortunǄ
 komplexe ZusammenhänǄe zwischen chemischen Aspekten wie
Struktur, EiǄenschaften oder chemischer Stabilität und technischen AnforderunǄen erklären, die für AnwendunǄen in der Technik oder im AlltaǄ
relevant sind.
 Nutzen und Gefahren von AnwendunǄsfeldern der Chemie in der
Technik oder im AlltaǄ anhand relevanter Beispiele erklären
.
3.3. Gemeinsame LernǄebiete und Fachliche Kompetenzen
1. LernǄebiet: ÖkoloǄie / Chemie und Umwelt
 GewässerökoloǄie (optional)  die chemische und bioloǄische GewässerǄüte bestimmen sowie die
Ǆesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.
 mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoǹe (wie z.B. Sauerstoǹ, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.
 die Funktion einer Abwasserreini-
ǄunǄsanlaǄe erklären.
 Bodenanalyse (optional)  den Aufbau und die Funktion von
Böden beschreiben.
 Boden aufǄrund bioloǄischer Methoden (BestimmunǄ von Bodenor-
Ǆanismen, Katalase-Versuch) und
chemischer Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren.
 Qualitative und quantitative Analytik  Standardmethoden zur qualitativen
und quantitativen Analyse von biolo-
Ǆisch relevanten Stoǹen anwenden35
und deren Chemismus verstehen.
 Blutwerte interpretieren (z.B. Hämo-
Ǆlobin, Blutzucker in AbhänǄiǄkeit
verschiedener Kohlenhydratquellen,
Messwerte des Laktats in AbhänǄiǄkeit unterschiedlicher LeistunǄ).
 exemplarisch einzelne StoǹǄruppen
in verschiedenen NahrunǄsmitteln
nachweisen (z.B. versteckte Fette
oder Zucker, Proteine).
 Enzymaktivität messen.
 Experimente zur Enzymaktivität pla-
 Vitamine und Spurenelemente (opti-
 Vorkommen und BedeutunǄ der Vitamine und Spurenelemente erfas-
 Vitamine in NahrunǄsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin-C Gehalt).
 EiǄenschaften untersuchen (z.B.
Löslichkeit, Hitze- und Lichtempfindlichkeit, antioxidative WirkunǄ).
4.Klasse
4.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs BioloǄie
1. LernǄebiet: Anatomie und PhysioloǄie
 Lebewesen  praktische UntersuchunǄen an Lebewesen planen, durchführen und
auswerten.
 evolutive EntwicklunǄen erkennen
und diskutieren.
 Stoǹwechsel  StoǹwechselweǄe und deren BedeutunǄ für verschiedene OrǄanismen-
Ǆruppen verstehen.
 ReǄulation und SteuerunǄ (optional)  die SteuerunǄ von ReǄelǄrössen mit
Hilfe eines ReǄelkreisschemas erläu-
 die Funktion von Stress und die beteiliǄten physioloǄischen VorǄänǄe36
schildern.
 die Rolle des Nervensystems
bezüǄlich SchmerzleitunǄ verstehen
und WirkunǄsweisen von schmerzstillenden Mitteln verǄleichen.
 die WirkunǄsweisen von DroǄen und
Giften auf Körper und Gehirn verstehen und erläutern.
 die ZusammenhänǄe zwischen Gen,
GenreǄulation, ProteinherstellunǄ
und HormonreǄulation verstehen.
 Medizinische DiaǄnostik (optional)  die aeroben und anaeroben EnerǄiebereitstelllunǄen am Beispiel des
Menschen diskutieren.
 diaǄnostische Methoden wie z.B.
EKG-MessunǄen durchführen und
interpretieren und ihre BedeutunǄ
für diaǄnostische Zwecke erkennen.
 ImmunbioloǄie (optional)  die molekularen Mechanismen der
Immunabwehr erklären.
 die Methoden der ImmunbioloǄie erläutern und anwenden.
 HistoloǄie (optional)  mikroskopische Präparate eines Or-
Ǆans herstellen und interpretieren.
2. LernǄebiet: MolekularbioloǄie
 Makromoleküle  Experimente mit Nukleinsäuren und
Proteinen durchführen.
 Gentechnik (optional)  sich mit TechnoloǄien der modernen
BioloǄie (biotechnoloǄischen AnwendunǄen, Restriktionsenzymen,
PCR, Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.
 die BedeutunǄ der DNA-Analytik zur
KlärunǄ Ǆesellschaftsrelevanter Fra-
Ǆen (z.B. DiaǄnose von Krankheiten,
Lebensmittelkontrollen, Ǆenetisch
veränderte OrǄanismen (GVO)) ver-
 PhyloǄenie (optional)  die BedeutunǄ der DNA-Analytik zur37
KlärunǄ Ǆesellschaftsrelevanter Fra-
Ǆen (z.B. ArtbildunǄ, VölkerwanderunǄ) verstehen.
 Methoden der PhyloǄenie anwen-
 CytoǄenetik (optional)  die BedeutunǄ der DNA-Analytik zur
KlärunǄ Ǆesellschaftsrelevanter Fra-
Ǆen (z.B. DiaǄnose von Krankheiten)
 Methoden der CytoǄenetik anwenden, z.B. KaryoǄramme erstellen und
auswerten.
 Klassische Genetik (optional)  einfache ErbǄänǄe der Drosophila
(KreuzunǄsversuche) auswerten und
3. LernǄebiet: MikrobioloǄie
 MikrobioloǄische UntersuchunǄen
 wesentliche Sterilschritte der MikrobioloǄie anwenden.
 die WirkunǄ von Antibiotika testen
und deren Risiken abschätzen.
 die BedeutunǄ der GärunǄ experimentell erfahren.
 sich mit biotechnoloǄischen AnwendunǄen vertraut machen.
 Experimente mit Bakterien (z.B. BeeinflussunǄ des Bakterienwachstums) planen, durchführen, auswerten und diskutieren.
4.2. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie
1. LernǄebiet: Chemie und Umwelt
Das Ausmass und die BedeutunǄ der Emission und Immission von Stoǹen in der Umwelt sind
Ǆrossen und raschen VeränderunǄen unterworfen. Waren beispielsweise vor einiǄen Jahren die
Themen saurer ReǄen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie Ozon oder Klimawandel wesentlich drinǄlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen38
Kompetenzen dieses LernǄebietes sollen deshalb durch aktuelle und Ǆesellschaftlich relevante
Inhalte erreicht werden.
 Stoǹe in der Umwelt
 WirkunǄ von Stoǹen auf Lebewesen
 Prinzipien der Umweltchemie wie
EntstehunǄ, AusbreitunǄ und Verhalten von Stoǹen in der Umwelt erklä-
 anhand aktueller Beispiele die WirkunǄ von chemischen Stoǹen auf
Lebewesen erklären.
2. LernǄebiet: VertiefunǄ der theoretischen chemischen GrundlaǄen
OrǄanische Chemie
 Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoǹ
 Kohlenwasserstoǹe als Grund-
Ǆerüste orǄanischer Moleküle
 Funktionelle Gruppen
 Struktur funktioneller Gruppen und
EiǄenschaften orǄanischer Stoǹklassen
 Nomenklatur orǄanischer VerbindunǄen
 Struktur orǄanischer Moleküle und
das Wesen der Isomerie
 Grundkonzept der Reaktionstypen
AnwendunǄen
 erklären, warum sich Kohlenstoǹatome fast beliebiǄ oft „mit sich
selbst“ verbinden können.
 die wichtiǄsten Vertreter der homoloǄen Reihe der unverzweiǄten ǄesättiǄten Kohlenwasserstoǹe mit Namen und Formel anǄeben.
 Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander unterscheiden.
 wichtiǄe funktionelle Gruppen erkennen und benennen, z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und
Amino-Gruppe.
 anhand ǄeeiǄneter Beispiele die unterschiedlichen EiǄenschaften von
orǄanischen Stoǹklassen mit der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden funktionellen Gruppen
 orǄanische Moleküle systematisch
 zwischen Konstitution, KonfiǄuration
und Konformation eines orǄanischen
Moleküls unterscheiden.
 die BedeutunǄ der Isomerie für BioloǄie, Medizin und PharmakoloǄie39
 den Sinn der EinteilunǄ orǄanischer
Reaktionen in Reaktionstypenverste-
 wichtiǄe orǄanische Reaktionstypen
an einfachen Beispielen erklären.
 ZusammenhänǄe zwischen Struktur
und Funktion wichtiǄer Anwendun-
Ǆen orǄanischer Stoǹe aus Natur
und Technik erklären, z.B. bei Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Kunststoǹen.
3. LernǄebiet: VertiefunǄ der theoretischen chemischen GrundlaǄen
Physikalische Chemie - Spektroskopie
 Prinzipien der Spektroskopie  das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. der NMR-, IRUV/
Vis- und der Massenspektroskopie
 Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren
StrukturaufklärunǄ.
4.3. Gemeinsame LernǄebiete und Fachliche Kompetenzen
1. LernǄebiet: Makromoleküle / Gentechik / Biochemie
 Biochemisch relevante Stoǹe  strukturelle und enerǄetische Aspekte der für den menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoǹe
erläutern (z.B. Zucker, Fette, Proteine).
 Funktion und StellunǄ von diversen
StoǹǄruppen im Stoǹwechsel des
Menschen beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und40
Porphyrine).
 die Funktion von biochemisch relevanten Stoǹen der zuǄehöriǄen
Struktur derselben zuordnen.
 Aufbau und Biosynthese von Protei-
 Aminosäuren anhand funktioneller
Gruppen erkennen.
 EiǄenschaften der Aminosäuren anhand der zuǄehöriǄen Seitenkette
einschätzen. (optional)
 in der Raumstruktur eines Proteins
primäre, sekundäre, tertiäre und
quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.
 die zur Raumstruktur führenden
WechselwirkunǄen erklären.
 den WeǄ vom Gen zum funktionsfähiǄen Protein in seiner räumlichen
Struktur erklären.
 die Mechanismen der ProteinfaltunǄ
in der Zelle erläutern (u.a. Chaperone). (optional)
 die AuswirkunǄ einer Mutation auf
die FunktionstüchtiǄkeit eines Enzyms erkennen. (optional)
 MolekularbioloǄie und Gentechnik  aus Proben (z.B. von Lebensmitteln)
DNA extrahieren.
 mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion-(PCR)-Geräts Ǆewünschte
DNA-Sequenzen amplifizieren (opti-
 die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern und diese zur
Analytik oder HerstellunǄ Ǆewünschter DNA-FraǄmente verwenden. (optional)
 eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät auftraǄen und
das Resultat korrekt auswerten.
 biotechnoloǄisch herǄestellte Proteine aus Bakterien Ǆewinnen und
aufreiniǄen. (optional)
 die Vor- und Nachteile von verschiedenen ModellorǄanismen aufzeiǄen.
 exemplarisch an einem ModellorǄanismus Ǆentechnische Experimente
durchführen. (optional)41
2. LernǄebiet: Anabole und katabole Prozesse / PharmakoloǄie
 WirkunǄsweise von Antibiotika (opti-
 die WirkunǄsweise von Antibiotika
erklären, modellieren und über-
 die kompetitive HemmunǄ erklären
und zeiǄen, weshalb der Sulfonamid-
Einsatz für den Menschen unschädlich ist.
 HerstellunǄ von Antibiotika (optio-
 ein Antibiotikum im Labor synthetisieren42
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Chemie
Wochenstunden 2 2 2 0
Der Chemieunterricht vermittelt die ǄrundleǄenden Kenntnisse über den Aufbau, die EiǄenschaften und die UmwandlunǄ der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment
als Methode des naturwissenschaftlichen ErkenntnisǄewinns kommt hierbei zentrale BedeutunǄ
zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen ErǄebnisse fördern das AbstraktionsvermöǄen.
Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die VerknüpfunǄ einer erfahrbaren Ebene
der Stoffe und StoffumwandlunǄen mit abstrakten ModellvorstellunǄen auf der Teilchenebene.
Damit sollen alltäǄliche ErfahrunǄen Ǆedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere
SorǄfalt auf die AnwendunǄ allǄemein akzeptierter, mechanistischer und bindunǄstheoretischer
Modelle ǄeleǄt. Die Einblicke in die WechselbeziehunǄen zwischen Empirie und Theorie sind
zuǄleich Anlass, über MöǄlichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken.
Der Chemieunterricht zeiǄt die BedeutunǄ der Chemie für andere Wissenschaften wie BioloǄie
oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltiǄ beeinflussen, und soll für eine nachhaltiǄe NutzunǄ der Ressourcen sensibilisieren.
Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerüberǄreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick
über ǄrundleǄende Kenntnisse aus Chemie, BioloǄie und Physik fördert das vernetzte Denken
und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich be-
Ǆründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller FraǄen und Probleme, wie etwa der
EnerǄieversorǄunǄ, der ErnährunǄssicherunǄ, der ReinhaltunǄ von Boden, Wasser und Luft,
leistet der Chemieunterricht einen BeitraǄ zur Einsicht, dass der EinbezuǄ anderer Disziplinen
erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt.
Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejeniǄen Schülerinnen und Schüler, die an einer
Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren wollen, die
fachlichen GrundlaǄen für ein erfolǄreiches Studium liefern. Für alle anderen hinǄeǄen – und
somit für die Mehrheit – soll der Ǆymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich zu kommunizieren und sich selbst in chemische FraǄestellunǄen einzuarbeiten.
Das GrundlaǄenfach Chemie fördert besonders:43
 Die BedeutunǄ chemischer StoffeiǄenschaften und chemischer Verfahren für das
menschliche Leben und den AlltaǄ beurteilen
 Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen
 Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem HinterǄrund beteiliǄen und StellunǄ
beziehen
 Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in
eiǄenen Worten fachlich korrekt wiederǄeben
 Laien einfache chemische ZusammenhänǄe fachlich korrekt erklären
 Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen,
 z.B. mit einem TextverarbeitunǄsproǄramm ZusammenfassunǄen schreiben oder Daten
Ǆrafisch auswerten
 Intellektuelle NeuǄierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunǄ
 Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken44
1. LernǄebiet: Stoǹe und ihre EiǄenschaften
 Spezifische EiǄenschaften zur CharakterisierunǄ von Reinstoffen
 Konzept der kleinsten Teilchen:
 Stoffe und ihre EiǄenschaften
 Reinstoffe, Gemische, VerbindunǄen
und Elemente
 AǄǄreǄatzustände und ihre ÄnderunǄen
 Atomsymbole, Summenformeln
 Masse von Atomen und Molekülen
 Stoffe mit ihren Eigenschaften charakterisieren: Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur …
 erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen.
 das Konzept der kleinsten Teilchen an- wenden, um physikalische Vorgänge zu beschrei-
 die Aggregatzustände und ihre Änderungen
mit dem Teilchenmodell beschreiben.
 im Periodensystem der Elemente (PSE) Namen und Atomsymbol bekannter Elemente
einander zuordnen.
 von einigen ausgewählten Beispielen Summenformeln und Namen angeben.
 für gegebene Atome und Summenformeln die
Masse mit Hilfe des PSE berechnen.45
2. LernǄebiet: Atombau und Periodensystem
3. LernǄebiet: Chemische BindunǄ und Stoǹklassen
Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz
Atom-Modelle
Kern-Hülle-Modell:
 Die Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron
 Rutherford-Experiment
 Bildung von einatomigen Ionen
 Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope
Schalen-Modell der Atomhülle:
 Atomrumpf und Valenzschale
 Ionisierungsenergien
 Energieniveauschema
 Elektronenkonfiguration
Periodensystem der Elemente (PSE):
 Aufbau des PSE
 Regelmässigkeiten innerhalb des PSE
 PSE als Datensammlung
 die elektrische Ladung als materiegebundene
stoffliche Eigenschaft beschreiben.
 Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe
des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen.
 sich den Modellcharakter der Vorstellungen
von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern.
 die Elementarteilchen Proton, Neutron und
Elektron und deren Eigenschaften aufzählen.
 die Entwicklung des Kern-Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford ver-
 die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus der
Atomhülle beschreiben.
 die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl
und Isotope definieren.
 für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice
versa.
 mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines
Atoms beschreiben und zeichnen, unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin
enthaltenen Elektronen.
 die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit
der Lage des entsprechenden Atomsymbols
im PSE in Beziehung setzen.
 die Ordnungskriterien für die Anordnung der
Elemente im PSE aufzählen.
 die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren und deren Bedeutung für das chemische
Verhalten von Elementen erklären.
 erklären, dass die Anziehungskräfte zwischen
Kern und Valenzelektronen für das Verhalten
eines Atoms als Metall oder Nichtmetall entscheidend sind.
 den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen
Kern und Valenzelektronen innerhalb von
Gruppen und Perioden mit der Struktur der
Atome deuten.46
3.1 ElektronenpaarbindunǄ und molekular aufǄebaute Stoǹe
Kugelwolken-Modell:
 Elektronen als Ladungswolke
 Räumliche Anordnung der Ladungswolken
 Lewis-Formel für Atome
 Elektronenpaarbindung
Lewis-Formeln von Molekülen
Keil-Strich-Schreibweise
Skelettschreibweise
Molekülgeometrien
Elektronegativität (EN) und Polarität von
kovalenten Bindungen
Dipol-Charakter von Molekülen
Zwischenmolekulare Kräfte:
 Van-der-Waals-Kräfte
 Wasserstoffbrücken
 Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
 ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem
die Elektronen als Ladungswolken dargestellt
werden, beschreiben.
 für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben.
 mit einem geeigneten Bindungsmodell das
Wesen der Elektronenpaarbindung beschrei-
 mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die
Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten.
 die Gestalt von Molekülen mit der Keil-
Strich-Schreibweise dreidimensional darstel-
 für gegebene Moleküle die Skelettformel aufzeichnen bzw. aufgrund einer gegebenen
Skelettformel die Struktur des Moleküls in
der Lewis- bzw. Keil-Strich-Schreibweise an-
 die Polarität einer Bindung anhand von EN-
Werten beurteilen.
 die Bedeutung der Bindungspolarität für die
Entstehung von zwischenmolekularen Kräften
 mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräfte bzw. Wechselwirkungen die Siedetemperaturen von molekularen Reinstoffen interpretieren.
 die Mischbarkeit verschiedener molekular
aufgebauter Stoffe interpretieren.
3.2 IonenbindunǄen und Salze
 Bildung einatomiger Ionen  die BildunǄ einatomiǄer Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären.47
 Ermitteln von Ionen-Ladungen
 Einatomige und mehratomige Io-
 Ionen-Bindung
 Ionen-Gitter und Verhältnisformel
 Nomenklatur von Salzen
 Eigenschaften von Salzen
 Lösevorgang von Salzen in Wasser
 mit Hilfe des PSE für HauptǄruppenelemente die LadunǄen des häufiǄsten Ions ab-
 bei NebenǄruppenelementen mit Hilfe der im
PSE verzeichneten Oxidationszahlen möǄliche Ionen-LadunǄen ableiten.
 die Namen und Formeln wichtiǄer ein- und
mehratomiǄer Ionen nennen.
 mit einem ǄeeiǄneten Modell das Wesen der
Ionen-BindunǄ und des Ionen-Verbands be-
 bei ǄeǄebenen Ionen die Verhältnisformel
eines Salzes ableiten.
 ReaktionsǄleichunǄen für die BildunǄ von
Salzen aus den Elementen fachlich korrekt
aufstellen.
 Salze systematisch benennen.
 EiǄenschaften wie z.B. Härte, SprödiǄkeit,
hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorǄestellten Modells erklären.
 den LösevorǄanǄ eines Salzes in Wasser auf
der Teilchenebene beschreiben.
3.3 Metallische BindunǄ und Metalle
 Metallbindung
 Eigenschaften von Metallen
 Legierungen
 das für diesen BindunǄstyp charakteristische
Modell von Atomrümpfen und frei beweǄlichen Elektronen erklären.
 EiǄenschaften wie z.B. elektrische LeitfähiǄkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorǄestellten Modells
 den BeǄriff LeǄierunǄen erklären und
 einiǄe ausǄewählte Beispiele von LeǄierun-
Ǆen nennen.
4. LernǄebiet: StoǹumwandlunǄen
4.1 Quantitative BeschreibunǄ von StoffumwandlunǄen
Die Schülerinnen und Schüler können48
 Quantitative Beschreibung von
Stoffumwandlungen
 folǄende BeǄriffe definieren: StoffmenǄe,
molare Masse, molares Volumen von Gasen,
StoffmenǄenkonzentration.
 Massen in StoffmenǄen und Teilchenzahlen
umrechnen und umǄekehrt.
 ReaktionsǄleichunǄen aufstellen und
 für einfache Beispiele stöchiometrische BerechnunǄen anstellen.
 stöchiometrische FraǄestellunǄen
 bearbeiten.
4.2 EnerǄetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen
 Enthalpie
 Entropie
 Gibbs-Helmholtz-Beziehung
 enerǄetische VeränderunǄen bei exothermen und endothermen VorǄänǄen aus der
Struktur der Edukte und Produkte abschät-
 die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen.
 EnerǄieinhalte von Treibstoffen verǄlei-
 die BeǄriffe „Heizwert“ und „Brennwert“ definieren und die Unterschiede erklären.
 Reaktions-EntropieänderunǄen an Beispielen erklären.
 die Gibbs-Helmholtz-BeziehunǄ zur AbschätzunǄ der Spontaneität einfacher chemischer VorǄänǄe verwenden.
4.3 ReaktionsǄeschwindiǄkeit
 Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung
 den BeǄriff ReaktionsǄeschwindiǄkeit definieren.
 die AbhänǄiǄkeit der ReaktionsǄeschwindiǄkeit von Temperatur, Konzentration und
ZerteilunǄsǄrad erklären.49
 Katalysatoren
 die ReaktionsǄeschwindiǄkeit- Temperatur-ReǄel (RGT-ReǄel) anwenden.
 erklären, dass eine Reaktion auf
 unterschiedlichen ReaktionsweǄen ablaufen kann.
 das Funktionsprinzip von Katalysatoren er-
 die Funktions- und Wirkweise eines AutoabǄas-Katalysators erklären.
4.4 GleichǄewichtsreaktionen
 Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen
 Das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktionen
 Das Massenwirkungsgesetz
 Le-Châtelier-Prinzip
 erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können.
 den ZusammenhanǄ zwischen typischen
GleichǄewichtsreaktionen und den Triebkräften chemischer Reaktionen erklären.
 das dynamische chemische GleichǄewicht mit einem qualitativen Modell auf
Stoff- und Teilchenebene beschreiben.
 aus einer ǄeǄebenen ReaktionsǄleichunǄ
das MassenwirkunǄsǄesetz formulieren.
 voraussaǄen, wie sich Konzentrations-,
 Druck- und TemperaturänderunǄen auf
ein chemisches GleichǄewicht auswirken.50
4.5 Säure-Base-Reaktionen
 Säuren und Basen; potentielle Säure
und potentielle Base
 Die Stärke potentieller Säuren
 Der pH-Wert
 Der pH-Wert von SalzlösunǄen
 Die BedeutunǄ von Säure-Base- Reaktionen
 Säure-Base-Reaktionen als ÜbertraǄun-
Ǆen von Wasserstoff-Ionen erklären.
 die BeǄriffe Säure und Base definieren.
 für eine ǄeǄebene Säure und Base die
Protolyse-Reaktion formulieren.
 die Säurekonstante als Mass für die
Stärke einer Säure nennen.
 die GleichǄewichtslaǄe von Protolysen
aufǄrund der Säurestärke der beteiliǄten Säuren qualitativ anǄeben.
 den pH-Wert definieren.
 für wässriǄe LösunǄen einfache pH-
Wert-BerechnunǄen durchführen.
 den pH-Wert von SalzlösunǄen qualitativ interpretieren.
 die Wirkweise von sauren bzw. alkalischen ReiniǄern erklären.
 den Kalkkreislauf in der Natur erklären.51
4.6 Redox-Reaktionen
 BeǄriffe Reduktion und Oxidation
 Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel
 Oxidationszahlen
 Redox-Reaktionen
 Galvanische Elemente / Elektrolyse
 Brennstoffzelle
 die Redox-Reaktion als ElektronenübertraǄunǄ bzw. -verschiebunǄ definieren.
 die Redox-Reihe anwenden, um die
Stärke von potentiellen Reduktions- und
Oxidationsmitteln abzuschätzen.
 die Oxidationszahlen von Atomen in
 Molekülen und mehratomiǄen Ionen ermitteln.
 mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane
RichtunǄ von Redox-VorǄänǄen unter
StandardbedinǄunǄen qualitativ voraussaǄen.
 die elektrochemische StromerzeuǄunǄ
(Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären.
 die Funktionsweise zweier konkreter-
Beispiele ǄänǄiǄer Batterien erklären.
 die Funktionsweise und BedeutunǄ von
Brennstoffzellen erklären.52
5. LernǄebiet: OrǄanische Chemie
5.1 Systematik und EiǄenschaften orǄanischer Stoffe
 Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff
 Kohlenwasserstoffe als GrundǄerüste or-
Ǆanischer Moleküle
 Stoffklassen und funktionelle Gruppen
 EiǄenschaften orǄanischer Stoffe
 die Vielfalt der Kohlenstoffverbindun-
Ǆen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären.
 die ersten zehn Vertreter der homoloǄen Reihe der unverzweiǄten ǄesättiǄten Kohlenwasserstoffe (KW) mit
Namen und Formeln aufzählen.
 einiǄe wichtiǄe Stoffklassen mit deren funktionellen Gruppen, z.B. Alkohole, Carbonsäuren, ... aufzählen.
 typische EiǄenschaften von orǄanischen Stoffen aufǄrund der Teilchenstruktur erklären, z.B. Fettlöslichkeit
und hohen EnerǄieǄehalt.
5.2 Charakteristische UmwandlunǄen orǄanischer Stoǹe
 Umwandlungen organischer Stoffe  einfache Beispiele von Reaktionen
orǄanischer Stoffe beschreiben.53
LernǄebiet: Experimentieren
Die folǄenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen Ǆelten exemplarisch, falls im GLF ein
Halbklassenpraktikum durchǄeführt werden kann:
 Kenntnis von Glaswaren und Geräten
 Sicherheit
 Korrekte HandhabunǄ von Chemikalien
 DurchführunǄ und AuswertunǄ von ein- fachen Experimenten
 die einfachsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.
 die Warnhinweise zu Gefahrstoffen
 auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtiǄ umǄehen.
 ein einfaches Experiment anhand
einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachǄerecht ausführen.
 sorǄfältiǄ beobachten und die ei-
Ǆenen BeobachtunǄen festhalten.
 aus experimentellen Beobachtun-
Ǆen selbständiǄ SchlussfolǄerun-
Ǆen ziehen.54
Lehrplan EF Chemie
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Chemie
Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre
Kompetenz im Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt
Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein.
Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen
chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie, weitere Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die
Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei.
Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders:
 In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen
 Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen
 Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen
und anwenden
 Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
 Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen55
Lehrplan EF Chemie
 Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und
Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate
in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)
 Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung
Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken56
Lehrplan EF Chemie
1. LernǄebiet: Praktische Laborarbeit
1.1 Durchführung von Experimenten
1.2 Sicherheit
1.3 Auswertung von Experimenten
 Experimente sachgerecht durchführen.
 Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren
und entsprechend handeln.
 die eigene praktische Arbeit richtig protokollie-
2. LernǄebiet: VertiefunǄ der theoretischen chemischen GrundlaǄen
2.1 Physikalische Chemie
(z.B. spektroskopische Verfahren, Grenzflächen,
Kalorimetrie)  über Grundkenntnisse der physikalischen
Chemie referieren.
 die Bedeutung ausgewählter Themen für das
Verständnis natürlicher Phänomene erken-
2.2 Anorganische Chemie
(z.B. Komplexe, Leitfähigkeit von Lösungen, Mineralien, Erze, Gewinnung von Metallen)  vertiefte Zusammenhänge ausgewählter
Bereiche der anorganischen Chemie erklä-
 über einige ausgewählte Beispiele von
anorganischen Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunft geben.
 die Verbindung zu Vorgängen in Natur und
Technik herstellen.
2.3 Organische Chemie
(z.B. ausgewählte Reaktionsmechanismen, metallorganische Verbindungen, Chiralität)  vertiefte fachliche Kenntnisse der
organischen Chemie referieren.
 die Bedeutung der organischen Chemie für
Biologie und Pharmazie erläutern.57
Lehrplan EF Chemie
3. LernǄebiet: AnwendunǄen der Chemie im AlltaǄ und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in der Unterrichtsgestaltung eine Rolle spielen, damit inhaltlich
aktuelle Lerngebiete und Teillerngebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb
durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.
2.4 Toxikologie/Pharmakologie
(z.B. Pharmakokinetik, Wirkung, Nebenwirkung und
therapeutische Breite, Toxizität von Schwer- metallen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder anderen Stoffgruppen)
 die Grundlagen der Toxikologie /
Pharmakologie erklären.
 anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie,
Chemie und Toxikologie beschreiben.
2.5 Analytische Chemie
(z.B. Instrumentalanalyse wie UV-, IR-, NMR- Spektrometrie, quantitative Analyse mittels Redox- Titration)
 das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/Vis- und Massenspektroskopie erklären.
 Spektren einfacher Moleküle interpretieren,
z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung.
2.6 Umweltchemie
(z.B. Verhalten von ausgewählten Chemikalien in
Boden, Wasser und Luft, Anreicherung von Schadstoffen in der Nahrungskette, Abgasreinigung)
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären.
 anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen
3.1 Anwendungen in der Technik (z.B.
Brennstoffzelle, Halbleiter)
3.2 Anwendungen im Alltag
(z.B. Textilfärbung, Kunstfasern)
 Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und verstehen.
 Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik
erkennen.58
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Deutsch mit basalen Kompetenzen
Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachiǄen Literaturen und Medien sind der GeǄenstand des Deutschunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit Ǆeschriebener und Ǆesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Analyse und Produktion wechselweise aufeinander beziehen. So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben,
anderen zuzuhören und vor bzw. mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser WechselwirkunǄ von Textanalyse und Textproduktion eiǄnen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine eiǄene Schreib-, Lese-, Sprech- und Reflexionskompetenz an. Eine Kultur der kritischen RückmeldunǄ sowie die FähiǄkeit zur Selbstkritik und SelbstbeurteilunǄ unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern.
Die BeschäftiǄunǄ mit Literatur und ihren medialen UmsetzunǄen konfrontiert die Schülerinnen
und Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb
ihres ErfahrunǄsbereichs. Literatur wird dabei als zentrales Medium für die Reflexion und VermittlunǄ kulturellen Wissens verstanden. Diese HorizonterweiterunǄ fordert und fördert den
Aufbau einer sprachlich- kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche ÜberprüfunǄ.
In einer Epoche des Wachstums medial verbreiteter Texte sorǄt der Deutschunterricht ausserdem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler relevante Informationen suchen, abwäǄen und
weiterverarbeiten so- wie sich kompetent und selbständiǄ in der sich stets wandelnden Medienlandschaft beweǄen können. Die AuseinandersetzunǄ mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständiǄt diese sprachliche PersönlichkeitsbildunǄ.
Damit leǄt der Deutschunterricht wichtiǄe GrundlaǄen für die allǄemeine StudierfähiǄkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen und Schüler auf die wichtiǄsten mündlichen wie
schriftlichen AnforderunǄen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie
vertraut mit der Analyse komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der ArǄumentation und des wissenschaftlichen Schreibens.
Das GrundlaǄenfach Deutsch fördert besonders:59
 Sprache als Fundament der eiǄenen Persönlichkeit erfassen
 Literatur als Medium für die Reflexion und VermittlunǄ kulturellen Wissens beǄreifen
 fremdes wie eiǄenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
 kontinuierlich an den eiǄenen Sprachkompetenzen arbeiten
 das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitǄestalten
 in kleineren und Ǆrösseren Teams lösunǄs- und erǄebnisorientiert arbeiten
 eiǄene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten anǄemessen
umǄehen
 sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeuǄend präsentie-
 adressaten-, situations- und medienǄerecht schreiben
 Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen
 anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
 effizient recherchieren
 Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
 sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren
 Lektüre als Quelle von BildunǄ und als ǄeistiǄe HerausforderunǄ pfleǄen
 ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen
 eiǄene Kreativität entwickeln, erweitern und Ǆezielt nutzen
 mit intellektueller NeuǄier Anteil nehmen am ZeitǄeschehen und am Kulturbetrieb
Die Inhalte und die anǄestrebten fachlichen Kompetenzen sind enǄ und in verschiedener Weise
mit anderen Fächern verbunden.
Zunächst ist der wirkunǄsvolle, korrekte und stilistisch Ǆenaue Einsatz der deutschen Sprache
sowohl mündlich als auch schriftlich in allen nicht-immersiv unterrichteten Fächern von entscheidender BedeutunǄ. Aktive und passive SprachbeherrschunǄ beeinflussen den LernerfolǄ
in Ǆrossem Masse. Durch den EinbezuǄ sprachlicher ÜberleǄunǄen traǄen deshalb auch viele
andere Fächer dazu bei, dass die fachlichen Kompetenzen im Fach Deutsch erlanǄt und verbessert werden.60
Literarisch-ästhetische, kultur- und sprachwissenschaftliche, medientheoretische, psycholoǄische und philosophische Inhalte des Faches Deutsch sind enǄ verbunden mit einer Reihe von
anderen Fächern. Zunächst ist der Sprachunterricht an der Mittelschule auch in den Fremdsprachen kulturwissenschaftlich ǄepräǄt; so erǄibt sich eine Reihe von ÜberlaǄerunǄen und VerbindunǄen. Weiter ist die ästhetische BildunǄ in den GrundlaǄenfächern Bildnerisches Gestalten
oder Musik zu nennen, zu denen sich wie auch zu den sozialwissenschaftlichen Fächern reichhaltiǄe QuerverbindunǄen erǄeben. In BezuǄ auf die LiteraturǄeschichte und die sozialhistorische EinbettunǄ von literarischen Texten sind insbesondere Transfers zum Fach Geschichte
von herausraǄender BedeutunǄ.
Durch die Sprach- und Medienreflexion träǄt der Deutschunterricht auch zu einem pädaǄo-
Ǆisch-didaktischen Verständnis des Lernens und Lehrens bei.
Der vorlieǄende Lehrplan ist thematisch verwandt mit den Inhalten und Kompetenzen des Akzentfaches Moderne Sprachen, des Schwerpunktfaches Philosophie – PädaǄoǄik – Psycholo-
Ǆie und einer Reihe von ErǄänzunǄsfächern (z.B. ReliǄionswissenschaft, Geschichte, PädaǄoǄik
und PsycholoǄie, Philosophie).
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Alle Inhalte und Kompetenzen des vorlieǄenden Lehrplans wirken sich direkt auf das Verfassen
einer qualitativ hochstehenden Maturaarbeit aus.61
1. LernǄebiet: Lesen
 GrundlaǄen  Texte Ǆenau lesen, verstehen und
das eiǄene Verständnis hinterfraǄen.
 unterschiedliche LesestrateǄien für
fiktionale Texte und Sachtexte an-
 die ZuǄehöriǄkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen.
 den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtiǄte WirkunǄ eines Textes einschätzen.
 Literarische Werke (je mindestens
ein epischer, lyrischer und dramatischer Text)
 den Inhalt, Aufbau und die sprachliche GestaltunǄ eines literarischen
Textes analysieren.
 verschiedene Techniken der
Textanalyse einsetzen und eiǄene
Interpretationsansätze entwickeln.
 ein Bewusstsein für den Nutzen und
die LeistunǄ von FachterminoloǄie
im AllǄemeinen entwickeln.
 Sachtexte  den InformationsǄehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiederǄeben.
 die ArǄumentationsstruktur von
Sachtexten analysieren.
 Verfahren zur stufenweisen ErschliessunǄ anspruchsvoller
Sachtexte situationsǄerecht anwen-
2. LernǄebiet: Schreiben
 GrundlaǄen  das ReǄelwerk von Grammatik,
RechtschreibunǄ und ZeichensetzunǄ korrekt anwenden.62
 ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess orǄanisieren (PlanunǄ, Entwurf, ÜberarbeitunǄ,
Schlussredaktion).
 Texte für unterschiedliche Zwecke
adressatenǄerecht formulieren.
 zielǄerichtet Notizen zu schriftlichen
und mündlichen Texten machen.
 Sachtexte  Besonderheiten und ReǄeln wichti-
Ǆer Sachtextsorten (z.B. Bericht, ZusammenfassunǄ, Protokoll) umset-
 überzeuǄend arǄumentieren
 Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase,
 QuellenanǄabe, Definition, Hypothese) und damit PlaǄiate vermeiden.
 Kreatives Schreiben  kreative Schreibprozesse durchführen und auswerten.
3. LernǄebiet: Zuhören und Sprechen
 GrundlaǄen  aktiv und kritisch zuhören.
 sich deutlich artikulieren.
 sich frei, flüssiǄ und anǄemessen in
Standarddeutsch ausdrücken.
 sich situationsǄerecht mit adäquaten
BeǄriffen ausdrücken.
 Sprechen  komplexe Sachverhalte adressaten-
Ǆerecht aufbereiten und attraktiv vor
Publikum präsentieren (z.B. Referat,
Rede, Statement).
 Zuhören  einem länǄeren BeitraǄ inhaltlich fol-
Ǆen.63
 die HauptaussaǄen und HauptarǄumente identifizieren und verstehen.
 ArǄumentieren  ArǄumente auf ihre Qualität prüfen
und verǄleichen.
 eiǄene ArǄumente entwickeln und
vertreten.
 sprachliche Mittel analysieren und
ArǄumentationsstrateǄien beschrei-
 Präsentations- und VortraǄstechnik  VorträǄe und Präsentationen planen.
 die WirkunǄen verschiedener Techniken beurteilen.
 das eiǄene Auftreten und Sprechen
bei Präsentationen reflektieren.
 RückmeldunǄen zu Präsentationen
Ǆeben.
 Diskussionsteilnahme und GesprächsführunǄ
 sich in Diskussionen mit themenbezoǄenen Voten einbrinǄen.
 ihre HaltunǄen verständlich machen.
 einfache Gesprächsformen leiten
und strukturieren.
4. LernǄebiet: Sprach- und Medienreflexion
 GrundlaǄen  die ǄrundleǄenden Ǆrammatischen
ReǄeln korrekt anwenden.
 Ǆrammatische Phänomene mit FachbeǄriffen präzise beschreiben.
 Ǆrammatische Probleme wie KommasetzunǄ, Flexion oder ZeitenfolǄe
mit Hilfe sprachwissenschaftlicher
Methoden (z.B. Proben) reflektieren
und bewältiǄen.64
1. LernǄebiet: Lesen
 EinführunǄ in die LiteraturǄeschichte
am Beispiel der AufklärunǄ.
Punktueller EinbezuǄ von mindestens einer weiteren Epoche aus Antike, Mittelalter oder Barock.
 AuszüǄe aus theoretischen Texten
 Mindestens ein repräsentativer Text
aus einer der drei GattunǄen
 ein Verständnis für die Ǆeschichtliche Dimension von Literatur entwi-
 spezifische literarische und kulturǄeschichtliche Phänomene in ihren historischen ZusammenhänǄen verste-
 ältere Texte einerseits in ihrer
sprachlichen und kulturellen Fremdheit würdiǄen und andererseits deren BezuǄ zu Problemen der GeǄenwart erkennen.
 Texte einer ausǄewählten GattunǄ in
ihren ǄattunǄstheoretischen ZusammenhänǄen einordnen und mit FachbeǄriffen analysieren.
 unterschiedliche Interpretationsverfahren anwenden.
2. LernǄebiet: Schreiben
 arǄumentative Textsorten
 fiktionale Texte
 verschiedene arǄumentative Textsorten voneinander unterscheiden
und selbst hervorbrinǄen.
 einen eiǄenen literarischen Text erarbeiten und in BezuǄ auf den
Schreibprozess und das entstandene Produkt kritisch reflektieren.
 Erkenntnisse aus der AuseinandersetzunǄ mit Stilkunde (LernǄebiet
Sprach- und Medienreflexion) in ei-
Ǆenen Texten anwenden.65
3. LernǄebiet: Zuhören und Sprechen
Grobinhalte Fachlich Kompetenzen
 Rhetorik  rhetorische Mittel situationsǄerecht
anwenden und reflektieren.
 die AnwendunǄ und WirkunǄ rhetorischer Mittel beurteilen.
 ArǄumentationsǄänǄe und -strate-
Ǆien analysieren.
 Präsentation von literarischen Tex-
 sprachlich und stilistisch schwieri-
Ǆere Texte lesend vortraǄen.
 Ideen zu einer szenischen Präsentation oder einer alternativen medialen
UmsetzunǄ von literarischen Texten
 präzise RückmeldunǄen auf die Präsentation von literarischen Texten
Ǆeben.
4. LernǄebiet: Zuhören und Sprechen
 GrundlaǄen  Sprache und Medien als komplexe
Systeme beǄreifen.
 die Vielfalt analoǄer und diǄitaler
Medien beǄreifen.
 Medien  Unterschiede der Informationen und
der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektie-
 die NutzunǄ und WirkunǄ analoǄer
und diǄitaler Medien kritisch hinterfraǄen.
Die Schülerinnen und Schüler können66
 SprachǄeschichte und/oder DialektoloǄie
 ein Verständnis für die Ǆeschichtliche und dialektale Dimension von
Sprache entwickeln.
 das Verständnis eines einfacheren
Textes aus einer älteren Sprachstufe
oder einer ihnen nicht ǄeläufiǄen
Varietät erarbeiten.
 ǄrundleǄende Phänomene der
SprachbetrachtunǄ bezeichnen.
 mit ǄrundleǄenden Arbeitsinstrumenten (z.B. historischen Wörterbüchern, Sprachatlas) arbeiten.
 Stilkunde  verschiedene Stilelemente und -
merkmale voneinander unterschei-
 die VerwendunǄ verschiedener Stile
hinsichtlich ihrer WirkunǄ und möǄlichen semantischen Bedeutsamkeit
 Kommunikationstheorie  KommunikationsvorǄänǄe anhand
eines Kommunikationsmodells be-
 exemplarische Probleme der Kommunikationstheorie anhand von Beispielen erkennen.67
1. LernǄebiet: Lesen
 WeiterführunǄ der LiteraturǄeschichte vom Ende des 18. bis zum
BeǄinn des 20. Jahrhunderts anhand
exemplarischer FraǄestellunǄen und
Texte
 AuszüǄe aus theoretischen Werken
 mindestens ein repräsentativer Text
aus einer der drei GattunǄen (nicht
identisch mit der GattunǄ der 2.
Klasse)
 ausǄewählte literarhistorische Epochen und BeweǄunǄen zwischen
AufklärunǄ und Naturalismus kennen
und literarische Texte und Phänomene entsprechend zuordnen.
 Texte in ihren spezifischen kultur-
und sozialǄeschichtlichen ZusammenhänǄen verstehen.
 Texte sowohl von ihren jeweiliǄen
VoraussetzunǄen her interpretieren
als auch ihren BezuǄ zu Problemen
der GeǄenwart herausarbeiten.
 Texte einer weiteren ausǄewählten
GattunǄ in ihren ǄattunǄstheoretischen ZusammenhänǄen einordnen
 mit unterschiedlichen FraǄestellun-
Ǆen an einen Text heranǄehen und
die entsprechenden Interpretationsverfahren anwenden.
2. LernǄebiet: Schreiben
 für die schriftliche AuseinandersetzunǄ mit literarischen Texten ǄeeiǄnete Textsorten, z.B.
 Kommentar
 Rezension
 ErörterunǄ
 Formen des schriftlichen ZuǄanǄs zu
literarischen Texten textsortenǄerecht anwenden.
 schriftlich Interpretationsansätze
 Wissenschaftliches Schreiben  Grundprinzipien des wissenschaftlichen Schreibens verstehen und
selbst anwenden.
 Fachliteratur nach wissenschaftlichen Prinzipien zitieren und nachweisen.68
3. LernǄebiet: Zuhören und Sprechen
 ArǄumentieren  ArǄumente verǄleichen, Ǆewichten
und in den ArǄumentationsǄanǄ entsprechend einordnen.
 eiǄene ArǄumentationsstrateǄien
entwickeln und rhetorisch anǄemessen vertreten.
 Rhetorik  rhetorische Mittel situationsǄerecht
anwenden und reflektieren.
 die AnwendunǄ und WirkunǄ rhetorischer Mittel beurteilen.
 ArǄumentationsǄänǄe und -strate-
Ǆien analysieren.
4. LernǄebiet: Sprach- und Medienreflexion
 mindestens ein exemplarisches
Thema aus der Sprachwissenschaft,
Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.
 Semiotik
 PraǄmatik
 Sprache und Gender
 Filmanalyse
 DiǄitalisierunǄ der Medien
und sozialer Prozesse
 einfache Fachaufsätze lesen, verstehen und bearbeiten.
 theoretische Ansätze durch eiǄene
Recherchen vertiefen, kontextualisieren und hinterfraǄen.
 FachbeǄriffe selbständiǄ verstehen
 ProblemstellunǄen anhand von Beispielen verdeutlichen.
 theoretische Ansätze zusammenfassen und mündlich oder schriftlich
wiederǄeben.
 eiǄenständiǄ wissenschaftliche Fra-
Ǆen entwerfen und ihre BedeutunǄ
erörtern.69
1. LernǄebiet: Lesen
 Mindestens ein exemplarischer Text
aus der literarischen Moderne (im
weiten Sinne verstanden)
 Auszüge aus theoretischen Werken
 ein oder mehrere repräsentative
Texte aus einer der drei literarischen
Gattungen (nicht identisch mit der
Gattung der 2. oder 3. Klasse)
 literatur- und wissenschaftsǄeschichtliche HinterǄründe von literarischen Texten analysieren und in ei-
ǄenständiǄer Recherche vertiefen.
 exemplarische ästhetische Probleme
der modernen Literatur beschreiben
(z.B. WertunǄ von Literatur, Sprachkritik, moderne Subjektivität).
 über BedeutunǄ von Literatur, auch
für die Wissenschaft und Philosophie
des 20. Jahrhunderts nachdenken.
 analytische Konzepte aus der Theorie der GattunǄ anwenden.
 analytische Konzepte aus einfachen
literaturwissenschaftlichen OriǄinaltexten entnehmen und anwenden.
 VeränderunǄen in der VerwendunǄ
der GattunǄ durch die Autoren diachron beschreiben.
 Interpretationsansätze entwickeln
2. LernǄebiet: Schreiben
 für die schriftliche AuseinandersetzunǄ mit literarischen Texten ǄeeiǄnete Textsorten, z.B.
 ErörterunǄ
 Essay
 Interpretationsaufsatz
 Texte schriftlich interpretieren.
 wirkunǄsvoll über Literatur und ästhetische FraǄestellunǄen schreiben.
 ihre Texte nach stilistischen Kriterien
überarbeiten.
 schriftliche Formen Ǆezielt aufbauen
und den Aufbau reflektieren.70
3. LernǄebiet: Zuhören und Sprechen
 ArǄumentieren und Rhetorik  theoretische Konzepte aus ArǄumentationslehre und Rhetorik produktiv nutzen.
 ArǄumente differenziert kritisieren
und verǄleichen.
 eiǄene ArǄumente mündlich wirkunǄsvoll vorbrinǄen.
 rhetorische Mittel erkennen.
 wechselseitiǄe Einflüsse von FormulierunǄen und Inhalten erkennen und
produktiv nutzen.
 Diskussionsteilnahme
 GesprächsführunǄ
 sich situationsanǄepasst in Diskussionen einbrinǄen und auch komplexe
Standpunkte verständlich formulie-
 Standpunkte wirkunǄsvoll vertreten,
die mit den eiǄenen nicht übereinstimmen.
 komplexere Gesprächsformate leiten und strukturieren.
4. LernǄebiet: Sprach- und Medienreflexion
 mindestens ein exemplarisches
Thema aus der Sprachwissenschaft,
Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.
 Hermeneutik
 Massenmedien (Brechts Radiotheorie)
 Medienwandel
 sprachlicher Relativismus
 Semantik
 noch nicht bearbeitetes
Thema aus der Liste der 3.
Klasse
 die BedeutunǄ von Sprache in BezuǄ
auf ausǄewählte Aspekte theoretischer SprachbetrachtunǄ verstehen.
 einen Aspekt theoretischer Sprach-
oder MedienbetrachtunǄ in seinen
ǄrundleǄenden ZusammenhänǄen
verstehen und hinsichtlich seiner
AnwendunǄsmöǄlichkeiten und,
wenn sinnvoll, in seinen Ǆesellschaftlichen AuswirkunǄen reflektieren.
 ein vertieftes Verständnis von Kommunikation auf der GrundlaǄe theoretischer ÜberleǄunǄen entwickeln.
 BezüǄe zwischen sprach- und medientheoretischen Problemen und71
literarischen Verfahren oder Texten
aufzeiǄen.72
Lehrplan für das GrundlaǄenfach EnǄlisch
GeǄenstand des EnǄlischunterrichts sind die enǄlische Sprache sowie die Literatur und Kultur
der enǄlischsprachiǄen Welt. Der EnǄlischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöǄlicht eine situationsǄerechte Interaktion auf EnǄlisch. Der Unterricht entwickelt
ein Bewusstsein für unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt Ǆezielt den
Erwerb der GrundfertiǄkeiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. EnǄlisch ist eine LinǄua
franca und das Erlernen dieser Fremdsprache hilft, StrateǄien zu entwickeln, mit denen man
sich in einer zunehmend mehrsprachiǄen, Ǆlobalisierten Welt orientieren kann.
Die enǄlische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der WerbunǄ, im Sport, in den UnterhaltunǄsmedien und in der JuǄendkultur und bietet daher für JuǄendliche ein Ǆrosses Identifikationspotential. Zudem hat EnǄlisch eine zentrale StellunǄ in den Wissenschaften, in der modernen Berufswelt und in den neuen InformationstechnoloǄien. So schafft der EnǄlischunterricht wichtiǄe sprachliche GrundlaǄen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler später den AnforderunǄen in Studium und Beruf Ǆerecht werden können.
Durch die AuseinandersetzunǄ mit einer Vielfalt von Texten und MedienbeiträǄen aus dem an-
Ǆelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische WahrnehmunǄ sowie den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem beǄeǄnen sie MöǄlichkeiten menschlichen
Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eiǄene Welt und die eiǄenen Wertvorstellun-
Ǆen zu reflektieren und sie als historisch und kulturell bedinǄt zu erfahren.
Das GrundlaǄenfach EnǄlisch fördert besonders:
 Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
 Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
 Sprache als ZuǄanǄ zur eiǄenen und zu anderen Identitäten, ÜberzeuǄunǄen und Interessen nut- zen
 MitverantwortunǄ für den Verlauf einer sprachlichen Interaktion übernehmen
 Respektvoll miteinander umǄehen
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunǄ bereit sein73
 Bereitschaft, die Fremdsprache selbstverständlich und situationsǄereicht einzusetzen
 Sich in einem mehrsprachiǄen Umfeld zurechtfinden und StrateǄien zur mündlichen
und schriftli- chen VerständiǄunǄ einsetzen
 Strukturelle, lexikalische und phonoloǄische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen EnǄ- lisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eiǄene
Lernen nutzbar machen
 Kreativ mit Sprache umǄehen
 Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
 Das eiǄene Lernen planen, steuern und evaluieren
 Ein- und zweisprachiǄe Wörterbücher Ǆezielt einsetzen
 ComputerǄestützt Ǆezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
 Mit verschiedenen Medien kompetent und kritisch umǄehen
 Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und Ǆeschichtliche Aspekte der enǄlischsprachiǄen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth
 Mit intellektueller NeuǄier Anteil nehmen am internationalen ZeitǄeschehen
QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
In vielen Bereichen kommt dem EnǄlischen heute die Rolle einer «linǄua franca» zu. Das Fach
kann deshalb in vielfältiǄer Weise als VerbindunǄsǄlied zwischen den verschiedensten
WissensǄebieten anǄesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufiǄ
Erstsprache, da MitteilunǄen und Publikationen oft nur in EnǄlisch verfasst werden. EnǄlisch
eiǄnet sich daher besonders für fächerüberǄreifendes Arbeiten. MöǄliche VernetzunǄen:
Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen VorlaǄen
Moderne Sprachen, Geschichte und GeoǄrafie: ImmiǄrationsproblematik, Commonwealth,
Kulturwandel
Musische Fächer: z.B. Jazz, zeitǄenössische Kunst, WerbunǄ
Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science-Fiction
Philosophie und ReliǄion: Ethik, Weltbilder, Utopien74
Niveau: A2-B1*
* Ǆemäss dem Ǆemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. LernǄebiet: SprachtraininǄ und Sprachreflexion
 Grammatik der Stufe
intermediate (z.B.
tenses, state
verbs, irreǄular verbs, passives,
adjectives and adverbs)
 Ǆrammatikalische Strukturen erkennen und
 Ǆrammatikalische Systeme in ihren ZusammenhänǄen verstehen (z.B. Zeitensystem).
 Wortschatz des Lehrmittels mit
punktuellen ErǄänzunǄen
 Phonetik
 den bereits erworbenen Wortschatz
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes steiǄern.
 Wörterbücher benutzen (Ǆedruckt und
online).
 die phonetische Schrift als Instrument für die
Ǆenaue Aussprache nutzen.
 SprachverǄleich Die Schülerinnen und Schüler können
 punktuelle EiǄenheiten und Gemeinsamkeiten
der enǄlischen Sprache im VerǄleich mit
anderen Sprachen erkennen und erklären.
 UnterrichtsǄespräche und
RedebeiträǄe von Schülerinnen
und Schülern auf EnǄlisch
 den UnterrichtsǄesprächen und
RedebeiträǄen weitǄehend folǄen.75
 Einfache bis mittelschwere
(authentische) Hörbeispiele
(z.B. AlltaǄssituationen, SonǄs,
einfache DialoǄe und
Informationstexte)
 die Hauptpunkte von Hörbeispielen
verstehen, insbesondere wenn diese durch
Bilder, Grafiken, SchlüsselbeǄriǹe etc. erǄänzt
 RedebeiträǄe (z.B. Unterrichts-
Ǆespräche, Rollenspiele,
Diskus- sionen, Präsentationen,
Gesprä- che über literarische
Werke)
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 sich, ohne dass die Aussprache das
Verständnis hemmt, ausdrücken.
 sich selbständiǄ an einfachen,
verschiedenartiǄen Gesprächen (z.B. in
AlltaǄssituationen) beteiliǄen.
 einen länǄeren RedebeitraǄ über ein
vertrautes Thema machen und auf FraǄen
einǄehen (z.B. über Hobby, Familie,
persönliche Erlebnisse).
 Einfache literarische und nicht
literarische OriǄinaltexte
 LesestrateǄien (z.B. Inhalte vorhersaǄen, Globalverstehen,
Mindmap)
 Vorlesen
 Texte verstehen, in eiǄenen Worten zusammenfassen und ihre MeinunǄ dazu äussern.
 verschiedene LesestrateǄien unterscheiden
und Ǆezielt anwenden.
 korrekt und sinnǄemäss vorlesen.
 Kohärente, einfache, auch
kreative Texte verfassen (z.B.
persönliche Briefe, kurze
MitteilunǄen, kurze
ZusammenfassunǄen,
Kommentare)
 Notizen
 die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
 einfache kürzere Texte schreiben.
 Notizen erstellen.
Fachliche Kompetenzen76
 Textanalyse und Interpretation
anhand von Lehrmitteltexten
und stufenǄerechten
OriǄinaltexten (z.B.
JuǄendliteratur, kürzere
Romane, KurzǄeschichten,
Artikel)
 GrundbeǄriǹe der
Literaturanaly- se (z.B. Erzähler,
HandlunǄ, Schauplatz)
 einfache OriǄinaltexte lesen und verstehen.
 relevante Aspekte des Werkes
zusammenfassen, interpretieren und
kommentieren.
 zwischen der fiktionalen und der eiǄenen Welt
BezüǄe schaǹen.
 einfache GrundbeǄriǹe der Literaturanalyse
verstehen und anwenden anhand der
jeweiliǄen Lektüre.
 Kulturelle Aspekte (z.B. soziale,
politische, Ǆesellschaftliche,
wirtschaftliche oder
historische)
 einfache BeiträǄe (Text, Tondokument, Film)
über Ǆesellschaftliche Aspekte der
enǄlischsprachiǄen Welt verstehen, in
eiǄenen Worten zusammenfassen und ihre
MeinunǄ dazu äussern.
 über Ähnlichkeiten und Unterschiede
zwischen verschiedenen Ländern und
ReǄionen sprechen.77
Niveau: B1
1. LernǄebiet: SprachtraininǄ und Sprachreflexion
 Grammatik der Stufe
intermediate: VertiefunǄ und
ErweiterunǄ (z.B.
conditionals
/ mixed conditionals, relative
clauses, reported speech,
modals, phrasal verbs, verb
patterns (Ǆerund / infinitive))
 Ǆrammatikalische Strukturen reflektieren und
anwenden, sowie ZusammenhänǄe im
Ǆrammatikalischen System erkennen.
Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen
 Wortschatz des Lehrmittels
mit punktuellen ErǄänzunǄen
 Lexikalische und
morpholoǄische Strukturen
(z.B.
verb patterns, word
formation)
 Idiomatische Strukturen (z.B.
collocations, phrasal verbs)
 ihre Sprachkompetenz im Bereich des
Wortschatzes erweitern.
 Wörterbücher benutzen.
 lexikalische und morpholoǄische Strukturen
erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.
 idiomatische Strukturen erkennen und
 Gesellschaftliche,
sprachverǄleichende und
literarische Aspekte der
 die WirkunǄ der enǄlischen Sprache in
literarischen wie auch in nicht literarischen
Texten und mündlichen BeiträǄen (z.B.
politische Reden und Werbesprache)
ansatzweise reflektieren und sich dazu in ein
kritisches Verhältnis setzen.
 punktuelle EiǄenheiten und Gemeinsamkeiten
der enǄlischen Sprache im VerǄleich mit
anderen Sprachen erkennen und erklären.
Grobinhalt: Hören Fachliche Kompetenzen78
 UnterrichtsǄespräche auf
EnǄlisch
 Mittelschwere (authentische)
Hörbeispiele Ǆemäss
Lehrmittel und andere (z.B.
Nachrichten- sendunǄen für
Sprachlernende, SonǄs,
Ausschnitte aus TV- Shows)
 dem UnterrichtsǄespräch folǄen.
 Hörbeispiele des im Klassenunterricht
verwendeten Lehrmittels verstehen.
 die Hauptpunkte der vom Lehrmittel
unabhänǄiǄen Hörbeispiele verstehen, wenn
Standardsprache klar und eher lanǄsam
Ǆesprochen wird.
 RedebeiträǄe (z.B.
UnterrichtsǄespräche,
Rollenspiele, Diskussionen
über Literatur und andere
Themen, Präsentationen,
länǄere RedebeiträǄe)
 relativ fliessend frei sprechen.
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 sich in AlltaǄssituationen ohne Ǆrössere
Probleme verständiǄen.
 sich an einfachen (Unterrichts-) Gesprächen
beteiliǄen.
 länǄere RedebeiträǄe halten.
 Mittelschwere Texte im
Rahmen des Lehrmittels,
mittelschwere authentische
Sach- und literarische Texte
 LesestrateǄien (z.B.
Überschriften,
Schlüsselwörter)
 Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels)
verstehen, in eiǄenen Worten zusammenfassen
und ihre MeinunǄ dazu äussern.
 authentische Sachtexte und literarische Werke
mithilfe verschiedener LesestrateǄien erschliessen.
 Kohärente, mittelschwere,
auch kreative Texte (z.B. Kurzaufsätze, persönliche StellunǄnahmen, Berichte über
UmfraǄen)
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 unterschiedliche Textsorten schreiben.
Interpretation Fachliche Kompetenzen79
 Textanalyse und
Interpretation anhand von
stufenǄerechter Ori-
Ǆinalliteratur (z.B. kürzere Romane, Theaterstücke)
 VertiefunǄ der BeǄriǹe der
Lite- raturanalyse (z.B.
Erzählper- spektive)
 mittelschwere OriǄinaltexte lesen und
 relevante Aspekte des Werkes verstehen,
interpretieren und kommentieren.
 zwischen der fiktionalen und der eiǄenen Welt
BezüǄe schaǹen.
 BeǄriǹe der Literaturanalyse verstehen und
 einfache stilistische Mittel erkennen.
 Kulturelle Aspekte (z.B.
soziale, politische,
Ǆesellschaftliche,
wirtschaftliche oder
historische)
 EiǄenheiten anderer Kulturen anhand enǄlischsprachiǄer BeiträǄe (Texte, Tondokumente,
Film) erkennen und benennen.
 ihre eiǄenen WertvorstellunǄen reflektieren
und so einen diǹerenzierten UmǄanǄ mit
‚AndersartiǄkeit’ pfleǄen.80
Niveau: B2
1. LernǄebiet: SprachtraininǄ und Sprachreflexion
 ErǄänzunǄ und VertiefunǄ der
Grammatik der ersten zwei
Jahre / Grammatikthemen der
Stufe upper-intermediate /
advanced
(z.B. participle
clauses, non- finite verb
forms, articles, ad- verbs and
their position)
 Ǆrammatikalische Strukturen erkennen und
 Wortschatz eines allenfalls
vor- handenen Lehrmittels
und im ZusammenhanǄ mit
Klassenlektüren und
behandelten Themen
 ihren Wortschatz selbständiǄ thematisch
erweitern und anwenden.
 einsprachiǄe Wörterbücher benutzen (z.B.
OALD).
 Gesellschaftliche, sprachver-
Ǆleichende und literarische
Aspekte der Sprachreflexion
 ReǄister (z.B. VerwendunǄ des
Passivs in formellen Briefen,
Gebrauch
phrasal verbs)
 die WirkunǄ der enǄlischen Sprache in
literarischen wie auch in nicht literarischen
Texten und mündlichen BeiträǄen (z.B.
politische Reden und Werbesprache)
reflektieren und sich dazu in ein kritisches
Verhältnis setzen.
 EiǄenheiten und Gemeinsamkeiten der
enǄlischen Sprache im VerǄleich mit anderen
Sprachen erkennen und erklären.
 verschiedene sprachliche ReǄister
 UnterrichtsǄespräche auf
EnǄlisch
 dem UnterrichtsǄespräch folǄen.81
 LänǄere authentische, auch
schwieriǄere, Hörbeispiele
aus Lehrmittel und anderen
Quellen (z.B. NachrichtensendunǄen, Ausschnitte aus
TV-BeiträǄen, Bild- und/oder
Tonmaterial)
 RedebeiträǄe verstehen und komplexer Ar-
Ǆumentation zu weniǄer vertrautem Thema
folǄen.
 die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörbeispielen zu weniǄer
vertrauten Themen weitǄehend verstehen.
LänǄere RedebeiträǄe (z.B. UnterrichtsǄespräche, Rollenspiele,
Diskussionen über ein literarisches
Werk oder Ǆesellschaftliches Thema,
Präsentationen, länǄere RedebeiträǄe)
 relativ fliessend sprechen.
 in ausreichend breites Spektrum an
Sprachmitteln einsetzen.
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
Strukturenkorrekt anwenden.
 sich ohne Ǆrössere Probleme an Gesprächen
über im Unterricht Ǆelesene Texte beteiliǄen.
 RedebeiträǄe klar strukturiert und überzeuǄend
 die eiǄene ArǄumentation auf die
Zuhörerschaft abstimmen, auf RückfraǄen
adäquat reaǄieren und die eiǄene MeinunǄ auf
einfache, aber schlüssiǄe Art beǄründen.
 Aktuelle MedienbeiträǄe (z.B.
ZeitunǄsartikel, ReportaǄen,
Interviews)
 Mittelschwere bis anspruchsvolle Sach- und literarische
T exte
 LesestrateǄien (z.B. Ǆenaues
Lesen)
 aktuelle MedienbeiträǄe verstehen, aufǄrund
ǄeǄebener Kriterien (wie HauptarǄumente)
analysieren und kritisch reflektieren.
 Informationen aus verschiedenen Sachtexten
und literarischen Texten weitǄehend
selbständiǄ zu neuen ZusammenhänǄen
verbinden.
 authentische Sachtexte und literarische Werke
mithilfe verschiedener LesestrateǄien
 Kohärente, eher formelle mittelschwere bis anspruchsvolle
Texte (z.B. Berichte, Rezen-
 die behandelten Wörter, Ausdrücke und
 verschiedene Textsorten produzieren.82
sionen, formelle Briefe, Leserbriefe, Aufsätze)
 klar aufǄebaute, länǄere Texte adressaten- und
situationsǄerecht schreiben.
Interpretation Fachliche Kompetenzen
 WeitǄehend eiǄenständiǄe
Lite- raturanalyse und
Interpretation anhand von
stufenǄerechter Ori-
Ǆinalliteratur (aus
verschiedenen Epochen
und/oder Genres) oder
thematischer Literatur
 Weitere BeǄriǹe der Literaturanalyse (z.B. stilistische Mittel)
 literarische OriǄinaltexte verschiedener Länder,
Genres und Epochen lesen und verstehen.
 sich anhand von literarischen Werken kritisch
mit der enǄlischsprachiǄen Welt
auseinandersetzen und einen BezuǄ zu ihrer
eiǄenen Welt herstellen.
 in verschiedenen Sozialformen für andere
nachvollziehbare Interpretation eines Textes
 literarische Texte verstehen und
literaturanalytische Aspekte erkennen und
erklären können.
 BeǄriǹe der Literaturanalyse verstehen und
Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen
 Literatur im Kontext Die Schülerinnen und Schüler können
 in einem literarischen Text verschiedene
interpretationsrelevante Aspekte erkennen,
benennen und beschreiben.
• Kulturelle Aspekte (z.B.
soziale, politische,
Ǆesellschaftliche,
wirtschaftliche oder
historische)
 Ǆesellschaftliche Aspekte verstehen,
kommentieren und mit eiǄenen
WertvorstellunǄen in VerbindunǄ setzen.
 enǄlischsprachiǄe BeiträǄe (Fernsehen, Radio,
Printmedien oder Filme) sowie literarische
Texte im soziokulturellen und historischen
Kontext verstehen und kritisch reflektieren.83
Niveau: B2/C1
1. LernǄebiet: SprachtraininǄ und Sprachreflexion
 Grammatik im Kontext /
Gram- matikthemen der Stufe
advanced (z.B.
inversion,
complex passive structures)
 ihre Kenntnisse der enǄlischen Grammatik
vertiefen und anwenden.
 Wortschatz eines allenfalls
vor- handenen Lehrmittels /
im ZusammenhanǄ mit
Klassenlektüren und
behandelten Themen
 individuell ihren Wortschatz erweitern
 einen breiten Wortschatz diǹerenziert und
situationsǄerecht anwenden.
 Gesellschaftliche, sprachver-
Ǆleichende und literarische
Aspekte der Sprachreflexion
 die WirkunǄ der enǄlischen Sprache in
literarischen und nicht literarischen Texten
sowie mündlichen BeiträǄen reflektieren und
kritisch betrachten.
 EiǄenheiten und Gemeinsamkeiten der
enǄlischen Sprache im VerǄleich mit anderen
Sprachen erkennen und erklären.84
 UnterrichtsǄespräche auf
EnǄlisch
 Anspruchsvolle, authentische
Hörbeispiele
 dem UnterrichtsǄespräch folǄen
 länǄeren authentischen RedebeiträǄen folǄen,
auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und
wenn ZusammenhänǄe nicht explizit
ausǄedrückt sind.
 Hörbeispiele mit reǄional oder sozial bedinǄten
AbweichunǄen von der Standardsprache Ǆrob
einordnen und in den Hauptpunkten verstehen.
 LänǄere RedebeiträǄe (z.B.
Un- terrichtsǄespräche, Rollenspiele, Diskussionen über
ein literari- sches Werk oder
ein aktuelles kontroverses
Thema, Präsenta- tionen,
länǄere RedebeiträǄe)
 sich ohne Ǆrössere Probleme fliessend und der
Situation entsprechend relativ stilsicher
 eine breite Palette an Redemitteln klar und
ohne sich stark einzuschränken einsetzen.
 ein Thema mit hohem InformationsǄehalt
selbstständiǄ planen, klar strukturiert
präsentieren und FraǄen dazu kompetent
beantworten.
 ihre Gedanken und MeinunǄen präzise
ausdrücken und in Diskussionen eiǄene
BeiträǄe Ǆeschickt mit denen anderer
 Anspruchsvolle, authentische
Sachtexte (z.B. ZeitunǄen,
FachmaǄazine oder
Internetseiten)
 Anspruchsvolle, authentische
literarische Texte
 LesestrateǄien (Feinheiten)
 authentische Sachtexte aus verschiedenen
Quellen ohne Ǆrössere SchwieriǄkeiten
verstehen und zusammenfassen.
 anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit
den nötiǄen Hilfsmitteln selbstständiǄ
erarbeiten, interpretieren und sich kritisch
damit auseinandersetzen.
 authentische Sachtexte und literarische Werke
mithilfe verschiedener LesestrateǄien
erschliessen.85
 Kohärente, anspruchsvolle,
auch kreative Texte (z.B.
Aufsätze, Rezensionen,
ErörterunǄen, fiktionale Texte)
 authentische Sachtexte aus verschiedenen
Quellen ohne Ǆrössere SchwieriǄkeiten
verstehen und zusammenfassen.
 umfanǄreiche syntaktische Strukturen und ein
breites Vokabular anwenden (unter
VerwendunǄ der entsprechenden Hilfsmittel).
 sich weitǄehend korrekt und adressatenǄerecht
 überzeuǄend arǄumentieren.
 Informationen verarbeiten, um sie in klar
strukturierter, kohärenter Form darzustellen.
 unterschiedliche länǄere Texte schreiben.
 Stilmittel und ReǄister anwenden.
Interpretation Fachliche Kompetenzen
 EiǄenständiǄe
Literaturanalyse und
Interpretation anhand von
komplexen OriǄinaltexten
(unter- schiedlicher Genres)
aus ver- schiedenen Epochen
oder The- menǄebieten
 BeǄriǹe der Literaturanalyse
 literarische OriǄinaltexte verschiedener Länder,
Genres und Epochen lesen und verstehen.
 Texte anhand literatur- und
kulturǄeschichtlicher Merkmale verstehen,
interpretieren und verschiedene
Interpretationen zulassen und einen BezuǄ
zwischen der fiktionalen und der eiǄenen Welt
schaǹen.
 selbständiǄ eine für andere nachvollziehbare
Interpretation eines Textes erarbeiten.
 literarische OriǄinaltexte analysieren,
interpretieren und in ihren Kontext stellen.
 die für die Literaturanalyse relevanten
FachbeǄriǹe sicher auf den literarischen Text
Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen
 Literatur im Kontext Die Schülerinnen und Schüler können
 Texte anhand literatur- und
kulturǄeschichtlicher Merkmale verstehen und
interpretieren.86
 Kulturelle Aspekte (z.B.
soziale, politische,
Ǆesellschaftliche,
wirtschaftliche oder
historische)
 Ǆesellschaftliche Grundstrukturen und
WertvorstellunǄen ausǄewählter Länder des
enǄlischsprachiǄen Kulturraums, auch im
VerǄleich, verstehen
 authentische enǄlischsprachiǄe BeiträǄe
(Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme)
sowie literarische Texte im soziokulturellen und
historischen Kontext verstehen und kritisch
reflektieren.87
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Französisch
1. Überfachliche Kompetenzen
Das GrundlaǄenfach Französisch fördert besonders:
 Sprache als Mittel zur Reflexion der eiǄenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 die eiǄene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 das eiǄene Lernen planen
 ǄeǄenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunǄ bereit sein
 MitverantwortunǄ für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
 sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständiǄen
 die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern
 ein Sprachbewusstsein entwickeln
 ein verǄleichendes Sprachdenken aufbauen
 kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, BibliothekskataloǄe)
 Computer als Schreib-, Korrektur- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 kritisch und bewusst die neuen Medien und InformationstechnoloǄien nutzen
Praktische FähiǄkeit
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 korrekt mit Quellen und MedienerzeuǄnissen umǄehen
 ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
 Literatur und Kultur als BereicherunǄ erfahren
2. LeistunǄsbewertunǄ
 Die mündliche LeistunǄ anǄemessen einbeziehen88
3. QuerverbindunǄ zu den anderen Fächern
 Vernetztes Denken und Interdisziplinarität fördern
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 Impulse zu Themenfeldern Ǆeben89
 Grammatik
MorpholoǄische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten
und Modi, Satzbau, Wortarten (je
nach Wahl des Lehrmittels)
 bereits erworbene morpholoǄische
und syntaktische Grundstrukturen
 neu erlernte Grundstrukturen bilden
 diverse ÜbunǄsformen erproben
 Wortschatz
Themen- und textbezoǄener Grundwortschatz
 den bereits erworbenen Wortschatz
 den Wortschatz festiǄen und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 selbständiǄ ihren Wortschatz aufbauen.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der Ǆleichen Wortfamilie zuordnen.
 Sprachreflexion
SprachverǄleich
 ǄrundleǄende Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 wichtiǄe strukturelle Unterschiede
zwischen der deutschen und der
französischen Grammatik erkennen.
2. Kommunikation
 Hören
Deutlich und relativ lanǄsam Ǆesprochene einfache RedebeiträǄe und
 die Hauptpunkte eines RedebeitraǄs
verstehen.90
Standardsprache, z.B. AlltaǄsǄespräch, Diskussionen, didaktisierte
HörverständnisübunǄen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendun-
Ǆen, Film, Podcasts
einfache, klar aufǄebaute Präsentationen
UnterrichtsǄespräch in der Fremdsprache
 das UnterrichtsǄespräch und die AnweisunǄen der Lehrperson in Französisch verstehen
 Sprechen
RedebeiträǄe mit einem weitǄehend
bekannten Wortschatz und weitǄehend bekannten Strukturen
Rollenspiele
Präsentationen, Kurzreferate
UnterrichtsǄespräch
 sich spontan und verständlich
 in Rollenspielen sprechen.
 an Diskussionen teilnehmen und ihre
MeinunǄ ausdrücken.
 eine erste strukturierte Präsentation
halten.
 am UnterrichtsǄespräch teilnehmen.
 Lesen
Einfache literarische und andere Ori-
Ǆinaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre,
einfache Medientexte
LesestrateǄien
 Texte verstehen, zusammenfassen
 die explizite Struktur eines Textes
 weitǄehend korrekt vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext
 Schreiben
Einfache Texte zu bekannten The-
Verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar, Interview, innerer MonoloǄ,
DialoǄe
 kurze, kohärente Texte schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umǄehen.91
 Literaturanalyse und Interpretation
HandlunǄsebene eines literarischen
Textes
Themen- und Textanalyse
 die FiǄuren, ihre HandlunǄen und
ihre BeziehunǄen untereinander beschreiben und erklären.
 die EntwicklunǄ der FiǄuren und der
HandlunǄ beschreiben.
 die Themen erkennen und beschrei-
 LiteraturǄeschichte
Einfache literarische Texte aus dem
20. und 21. Jahrhundert:
einfaches textimmanentes Kontextwissen
 vom literarischen Text ausǄehend
einen BezuǄ zur eiǄenen Lebenswirklichkeit herstellen.
 den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit
eiǄenen Worten wiederǄeben.
Einfache Ǆesellschaftsrelevante Themen aus der Francophonie: einfache
Chansons, Filme, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots,
Musikclips
 ausǄewählte Themen erarbeiten und
mit eiǄenen Worten wiederǄeben.92
 Grammatik
MorpholoǄische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Zeiten und
Modi, Wortarten, Satzbau (je nach
Wahl des Lehrmittels)
 bereits erworbene morpholoǄische
und syntaktische Grundstrukturen
 neu erlernte Strukturen bilden und
 ÜbunǄsformen erproben und an-
 Wortschatz
Themen- und textbezoǄener Grundwortschatz
 den bereits erworbenen Wortschatz
sicher anwenden.
 den Wortschatz erweitern und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 selbständiǄ ihren Wortschatz erwei-
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der Ǆleichen Wortfamilie erschliessen.
 Sprachreflexion
Verschiedene SprachreǄister, z.B.
français familier
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 verschiedene SprachreǄister unter-
 Hören
Deutlich Ǆesprochene authentische
RedebeiträǄe und Sprechsituationen
in Standardsprache, z.B. AlltaǄsǄespräch, Diskussionen, HörverständnisübunǄen, Fernseh- und RadiosendunǄen, Film, Podcasts
 die Hauptpunkte eines RedebeitraǄs
verstehen.93
einfache, klar aufǄebaute Präsenta-
UnterrichtsǄespräch in der Fremdsprache
 kurze Präsentationen verstehen.
 das UnterrichtsǄespräch und die AnweisunǄen der Lehrperson in Französisch verstehen.
 Sprechen
RedebeiträǄe mit weitǄehend bekanntem Wortschatz und weitǄehend bekannten und Strukturen
Rollenspiele
UnterrichtsǄespräch
 sich spontan, zusammenhänǄend
und weitǄehend korrekt ausdrücken.
 in Rollenspielen sprechen.
 an Diskussionen teilnehmen und ihre
MeinunǄ ausdrücken.
 Referate zu Themen mittleren
SchwieriǄkeitsǄrades halten.
 am UnterrichtsǄespräch teilnehmen.
 Lesen
Literarische und andere OriǄinaltexte einfachen bis mittleren
SchwieriǄkeitsǄrades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte
LesestrateǄien
 Texte zusammenfassen und analy-
 die Struktur eines Textes erkennen
 länǄere Lesepensen bewältiǄen.
 weitǄehend korrekt und fliessend
vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext
 Schreiben
Texte mit bekanntem Wortschatz
und bekannten Strukturen
Verschiedene Textsorten, z.B. StellunǄnahme, Kommentar, Journal,
Brief, innerer MonoloǄ, DialoǄ, cahier
de lecture
 Texte verständlich und kohärent
 Texte strukturieren.
 schreibend kommunizieren.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umǄehen.94
 Literaturanalyse und Interpretation
HandlunǄsebene eines literarischen
Textes
Erste GrundbeǄriffe der Literaturanalyse, z.B. FiǄur, Erzähler, narrative
Struktur
Themen- und Textanalyse KlassifizierunǄ von Materialien
 die HandlunǄsstruktur sinnvoll Ǆliedern und erklären.
 FiǄuren und ihre BeziehunǄen untereinander analysieren und ihre HandlunǄsmotive und deren Konsequenzen auf die HandlunǄ erklären.
 die spezifische Erzählsituation eines
Textes erkennen.
 die Themen erkennen und beschreiben einen literarischen Text selbständiǄ oder in Gruppen lesen.
 LiteraturǄeschichte
Literarische OriǄinaltexte aus dem
20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem SchwieriǄkeits-
Ǆrad
 Ǆeschichtliche Informationen zum
Kontext des Ǆelesenen Textes mit
eiǄenen Worten wiederǄeben.
Themen aus Gesellschaft und Kultur
der Francophonie: Filme, Chansons,
Medientexte, Radio, Fernsehen und
Internet, Werbespots, Musikclips
 ausǄewählte Ǆesellschaftliche und
kulturelle Aspekte der französischsprachiǄen Welt in eiǄenen Worten
beschreiben und dazu StellunǄ nehmen.95
 Grammatik
MorpholoǄische und syntaktische
Grund- und Aufbaustrukturen
 die bereits erworbenen morpholoǄischen
 und syntaktischen Grundstrukturen
sicher anwenden.
 neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und anwenden.
 persönlich ǄeeiǄnete ÜbunǄsformen
 anwenden.
 Wortschatz
Themen- und textbezoǄener Grund-
und Aufbauwortschatz
 den bereits erworbenen Wortschatz
 differenziert anwenden.
 den Wortschatz differenzieren und
den neu erlernten Wortschatz an-
 selbständiǄ ihren Wortschatz festi-
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes
 Wörter der Ǆleichen Wortfamilie bil-
 Sprachreflexion
Verschiedene SprachreǄister
SprachverǄleich, z.B. sprach-verwandte Wörter und Strukturen (fauxamis)
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 verschiedene SprachreǄister unter-
 BezüǄe zu anderen Sprachen her-
2. Kommunikation
 Hören
Authentische, klar strukturierte  authentische RedebeiträǄe in der96
länǄere
RedebeiträǄe und Sprechsituationen
in
Standardsprache, z.B. Film, Nachrichten,
ReportaǄen, Diskussionen, Fernseh-
RadiosendunǄen, Podcasts
LänǄere Präsentationen in Standardsprache
UnterrichtsǄespräch
VerstehensstrateǄien
Standardsprache weitǄehend ver-
 länǄere und komplexere Präsentationen verstehen.
 das UnterrichtsǄespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.
 sich VerstehensstrateǄien nutzbar ma-
 Sprechen
RedebeiträǄe zu allǄemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen
UnterrichtsǄespräch
 sich spontan, zusammenhänǄend
und weitǄehend korrekt ausdrücken.
 sich kritisch äussern und ihre MeinunǄ vertreten.
 an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten.
 Präsentationen halten.
 sich am UnterrichtsǄespräch beteili-
 Lesen
Literarische und andere OriǄinaltexte mittleren bis anspruchsvolleren
SchwieriǄkeitsǄrades, z.B. Erzählun-
Ǆen, kürzere Romane, Theaterstücke,
Medientexte
LesestrateǄien
 Texte zusammenfassen.
 Texte und TextpassaǄen analysieren
 Sinn Ǆebend vorlesen.
 Texte selbständiǄ lesen und erarbei-
 Schreiben
LänǄere Texte zu allǄemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen
Unterschiedliche Textsorten, z.B. ar-
Ǆumentative und fiktionale Texte
 Texte verständlich und sprachlich
weitǄehend korrekt schreiben.
 Texte strukturieren.
 die Textsortenmerkmale auf den ei-
Ǆenen Text anwenden.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umǄehen.97
 Literaturanalyse und Interpretation
GrundbeǄriffe der Literaturanalyse,
z.B. FiǄur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische FiǄuren
Themen- und Textanalyse
Verschiedene GattunǄen, z.B. Komödie, Fabeln, ErzählunǄ, Roman, Poesie
 HandlunǄsablauf, FiǄurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren BedeutunǄ erklären.
 die für die Literaturanalyse relevanten GrundbeǄriffe auf den literarischen Text anwenden.
 einen literarischen Text selbständiǄ
lesen und interpretieren.
 VerǄleich mit weiteren bekannten
Texten herstellen.
 einen literarischen Text auf seine
ǄattunǄsspezifischen Merkmale hin
 LiteraturǄeschichte
Literarische OriǄinaltexte vom 17. bis
21.
Jahrhundert mittleren SchwieriǄkeits-Ǆrades: literaturǄeschichtlicher
Kontext
 den literaturǄeschichtlichen Kontext
eines Textes mit eiǄenen Worten
wiederǄeben.
komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie:
Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry
Slam
 ausǄewählte Ǆesellschaftliche und
kulturelle Aspekte der französischsprachiǄen Welt analysieren und
dazu kritisch StellunǄ nehmen.98
 Grammatik
FestiǄunǄ und VertiefunǄ morpholo-
Ǆischer und syntaktischer Grund-
und Aufbaustrukturen
 die bereits erworbenen morphosyntaktische Grundstrukturen sicher
und korrekt anwenden.
 neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und
 persönlich ǄeeiǄnete ÜbunǄsformen
 Wortschatz
Erweiterter themen- und textbezo-
Ǆener Grund- und Aufbauwortschatz
 den bereits erworbenen Wortschatz
differenziert und nuanciert anwen-
 den Wortschatz nuancieren und den
neu erlernten Wortschatz anwenden.
 selbständiǄ ihren Wortschatz repe-
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der Ǆleichen Wortfamilie bilden.
 Sprachreflexion
Verschiedene SprachreǄister und
Stilebenen
SprachverǄleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 verschiedene SprachreǄister und
Stilebenen unterscheiden.
 BezüǄe zu anderen Sprachen her-
 Hören
Authentische, relativ schnell  authentische RedebeiträǄe99
Ǆesprochene RedebeiträǄe und
Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und RadiosendunǄen, Podcasts, Diskussionen
Komplexere Präsentationen in Standardsprache
UnterrichtsǄespräch
weitǄehend verstehen.
 länǄere komplexere Präsentationen
 das UnterrichtsǄespräch über anspruchsvollere Themen verstehen
 Sprechen
RedebeiträǄe zu verschiedenen all-
Ǆemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen
UnterrichtsǄespräch
 sich sach-, adressaten- und situationsǄerecht ausdrücken
 sich kritisch zu Texten und aktuellen
Themen äussern und überzeuǄend
arǄumentieren.
 an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten.
 Präsentationen halten.
 sich am UnterrichtsǄespräch beteili-
 Lesen
Literarische und andere OriǄinaltexte mittleren bis anspruchsvollen
SchwieriǄkeitsǄrades, z.B. Erzählun-
Ǆen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte
LesestrateǄien
 die Struktur und die ArǄumentation
in einem Text analysieren.
 Texte interpretieren bzw. kritisch re-
 Sinn Ǆebend vorlesen.
 Texte selbständiǄ lesen und erarbei-
 Schreiben
LänǄere Texte zu allǄemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen
Unterschiedliche Textsorten, z.B. ar-
Ǆumentative und fiktionale Texte
SchreibstrateǄie
 Texte verständlich und loǄisch, der
Textsorte anǄemessen und sprachlich weitǄehend korrekt schreiben.
 schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umǄehen.
 das Schreiben von Texten sinnvoll
planen.100
 Literaturanalyse und Interpretation
GrundbeǄriffe der Literaturanalyse,
z.B. FiǄur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische FiǄuren
Themen- und Textanalyse
Verschiedene GattunǄen, z.B. Komödie, Fabeln, ErzählunǄ, Roman, AutobioǄrafie
 einen literarischen Text inhaltlich
und formal analysieren und interpre-
 einen länǄeren literarischen Text
selbständiǄ lesen und interpretieren.
 VerǄleich mit weiteren bekannten
Texten herstellen.
 einen literarischen Text auf seine
ǄattunǄs- und formspezifischen
Merkmale hin analysieren.
 LiteraturǄeschichte
Literarische OriǄinaltexte vom 17. bis
21.
Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen SchwieriǄkeitsǄrades:
literatur- bzw. kulturǄeschichtlicher
Kontext
 den literatur- bzw. kulturǄeschichtlichen Kontext eines Textes mit eiǄenen Worten wiederǄeben und den
BezuǄ zum Text erläutern.
Komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie:
Chansons, Filme, Medientexte und
Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam
 ausǄewählte Ǆesellschaftliche und
kulturelle Aspekte der französischsprachiǄen Welt analysieren und
dazu kritisch StellunǄ nehmen.101
Lehrplan für das GrundlaǄenfach GeoǄrafie
Wochenstunden 2 1 2 0
Die GeoǄrafie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und Ǆesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt Ǆestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im VorderǄrund. Das Fach vermittelt
sowohl ZuǄänǄe zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch OrientierunǄswissen. Es bietet darüber hinaus Raum zur Reflexion der eiǄenen EinbindunǄ in die Welt und zur
EntwicklunǄ emotionaler BezüǄe zu dieser Welt. Die GeoǄrafie fördert damit die VerantwortunǄ
ǄeǄenüber der physischen Umwelt, aber auch Verständnis und Toleranz ǄeǄenüber anderen
Kulturen und Sensibilität in ethischen BelanǄen.
Diese raumbezoǄene Verhaltenskompetenz befähiǄt die Schülerinnen und Schüler, zu erkennen, dass Lebensansprüche, Normen und HaltunǄen der Menschen raumpräǄend sind und wir
Menschen für den Erhalt der Umwelt und den nachhaltiǄen UmǄanǄ mit den natürlichen Ressourcen verantwortlich sind. Mithilfe des vernetzten Denkens werden die Schlüsselprobleme
der modernen Welt erfahrbar Ǆemacht und naturwissenschaftliche Themen mit sozialwissenschaftlichen FraǄen verbunden. Damit träǄt die GeoǄrafie als Querschnittfach Wesentliches zur
Ǆymnasialen AllǄemeinbildunǄ bei und fördert damit die StudierfähiǄkeit der Schülerinnen und
Schüler.
Das GrundlaǄenfach GeoǄrafie fördert besonders:
Reflexive und analytische FähiǄkeiten:
 TheoriebezoǄen Räume und Prozesse analysieren
 Naturräumliche und Ǆesellschaftliche ZusammenhänǄe analysieren und bewerten
 Komplexe ZusammenhänǄe mithilfe von Modellen verstehen
 Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere AbhänǄiǄkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
 Die Schlüsselprobleme der modernen Welt erkennen und in ihrer TraǄweite erfassen
 Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfraǄen
 Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
 Wertende Ansichten systematisch beǄründen, kritisieren sowie LösunǄen abwäǄen
 Die eiǄene Rolle und die Konsequenzen des eiǄenen Handelns reflektieren und HandlunǄsalternativen entwickeln102
Medien-/IKT-Kompetenz:
 KartoǄrafische und andere raumbezoǄene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B.
Luft- und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten)
 Daten in vielfältiǄen DarstellunǄsformen (Text, Ton, Bild, Film, DiaǄramme) erfassen,
verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten
 Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, insbesondere spezifische ProǄramme der Geoinformatik
 ZusammenhänǄe mittels WirkunǄsǄefüǄen, FlussdiaǄrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen
Sozialkompetenz:
 Verständnis für andere Kulturen und WerthaltunǄen entwickeln • Zu verantwortunǄsvollem UmǄanǄ mit Mensch und Umwelt beitraǄen
Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, BioloǄie
und Chemie verbindet die GeoǄrafie wichtiǄe BezüǄe der physischen Welt mit jenen der
Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese
inteǄrative, systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert.103
1. LernǄebiet: Methoden und Informationsmittel
1.1 TopoǄrafisches Grundwissen
1.2 KartoǄrafie
1.3 OrientierunǄ auf der Erde
1.4 ErhebunǄ, Analyse und DarstellunǄ räumlicher Informationen
 MöǄlichkeiten der kartoǄrafischen
DarstellunǄ beschreiben.
 Karten lesen und interpretieren.
 sich auf der Erde orientieren und aktuelle EreiǄnisse mit ǄeoǄrafischen
Informationsmitteln einordnen.
 Daten erheben, analysieren und die
ErǄebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.
2. LernǄebiet: Die Erde als Himmelskörper
2.1 EntstehunǄ von Weltall, Sonnensystem &
Erde
2.2 Rotation der Erde
2.3 Revolution der Erde
 die EntstehunǄ von Sternen und Planeten nachvollziehen.
 die Rotation der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären.
 die Revolution der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären.
3. LernǄebiet: MeteoroloǄie und KlimatoloǄie I
3.1 Aufbau der Atmosphäre
3.2 Klimaelemente und Klimafaktoren
3.3 Wetterphänomene
 den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre BedeutunǄ für
Wetter und Klima erklären.
 beschreiben, welche Klimaelemente
und Faktoren das Klima bestimmen.
 Wetterphänomene beschreiben und104
4. LernǄebiet: GeoloǄie und Oberflächenprozesse I
4.1 Aufbau der Erde
4.2 Plattentektonik
4.3 Vulkanismus und Erdbeben
 den Aufbau der Erde beschreiben
 die plattentektonischen Prozesse erklären
 Vulkanismus und Erdbeben beschreiben und erklären.
4. LernǄebiet: Wirtschaft und Ressourcen I
5.1 Ressourcen und Reserven
5.2 Umweltprobleme und Umweltpolitik
 die wirtschaftliche und Ǆeopolitische
BedeutunǄ von Ressourcen analysieren und bewerten.
 ausǄewählte Umweltprobleme verstehen und MöǄlichkeiten der Umweltpolitik beurteilen.
1. LernǄebiet: Gesellschaft und Raum
1. Gesellschaft und Raum
1.1 Demografische Faktoren und
demoǄrafische Transformation
1.2 MiǄration und InteǄration
1.3 Kulturen und Raum
 wichtiǄe demoǄrafische Prozesse
analysieren, ursächlich erklären, Fol-
Ǆen abschätzen und Massnahmen
 soziale Ursachen und FolǄen von
MiǄration erkennen sowie darauf bezoǄene Massahmen beurteilen.
 Lebensweisen in ihren GrundzüǄen105
verstehen und VeränderunǄsprozesse erklären.
2. LernǄebiet: MeteoroloǄie und KlimatoloǄie II
2.1 WetterlaǄen Europas
2.2 Globale Zirkulation
2.3 Klima- und VeǄetationszonen
2.4 Natürliche Klimaänderungen und
anthropoǄene BeeinflussunǄ
 Wetterphänomene interpretieren
und mit GrosswetterlaǄen in VerbindunǄ brinǄen.
 die jahreszeitliche Ǆlobale VerteilunǄ
von Zyklonen und Antizyklonen er-
 den ZusammenhanǄ zwischen Klima
und VeǄetation bzw. LandnutzunǄ
 die natürliche und die durch den
Menschen bedinǄte KlimaänderunǄ
verstehen und beurteilen.
3. LernǄebiet: GeoloǄie und Oberflächenprozesse II
3.1 Kreislauf der Gesteine, Lagerstätten und
Rohstoǹe
3.2 Mineralien und Gesteine
3.3 Geologische Geschichte und tektonischer
Aufbau eines Grossraumes
3.4 Verwitterung, Erosion, Akkumulation:
Landschaftsformen
3.5 Bodenkunde
 Wetterphänomene interpretieren
und mit GrosswetterlaǄen in VerbindunǄ brinǄen.
 den Kreislauf der Gesteine beschreiben und den ZusammenhanǄ mit ihrer Struktur und ZusammensetzunǄ
 ausǄewählte Mineralien und Gesteine bestimmen.
 die ǄeoloǄische Geschichte und
den tektonischen Aufbau eines
Grossraumes nachvollziehen.
 die Landschaftsformen der Erdoberfläche erkennen und die sie formenden Prozesse beschreiben.
 Aufbau von Böden und Prozesse ihrer BildunǄ erklären und ihre BedeutunǄ für Natur und Landwirtschaft
erkennen.106
4. LernǄebiet: Methoden und Informationsmittel
4.1 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen
4.2 Arbeitsmethoden
 Daten erheben, analysieren und die
ErǄebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.
 ausǄewählte Arbeitsmethoden an-
1. LernǄebiet: EntwicklunǄ der WeltǄesellschaft
1.1 Globale Verteilung von Wohlstand und
Armut
1.2 Landflucht und VerstädterunǄ
1.3 EntwicklunǄstheorien
1.4 EntwicklunǄszusammenarbeit
1.5 Welthandelsbeziehungen und
Weltwirtschaftspolitik
 räumliche und soziale UnǄleichheiten auf reǄionaler bis Ǆlobaler Ebene
 die Ǆlobale UrbanisierunǄ erklären.
 EntwicklunǄstheorien erläutern und
verǄleichend beurteilen.
 unterschiedliche Ansätze der EntwicklunǄszusammenarbeit und Projektbeispiele verǄleichen und bewerten.
 die Aktivitäten von Ländern in Ǆlobalen Märkten beschreiben und ihre
Rolle in der Welthandelspolitik erklä-
2. LernǄebiet: SiedlunǄ und Mobilität
2.1 Landschaftswandel  die StrukturveränderunǄen der
Landschaft in der Schweiz seit der107
2.2 Urbanisierung, Entstehung von
AǄǄlomerationen
2.3 EntwicklunǄ der Verkehrsnetzwerke
2.4 Räumliche Nutzungskonflikte
2.5 Raumplanung in der Schweiz
IndustrialisierunǄ beschreiben und
die FolǄen beurteilen.
 die SiedlunǄsentwicklunǄ der
Schweiz seit der IndustrialisierunǄ
beschreiben und die FolǄen beurtei-
 die VerkehrsentwicklunǄ in VerǄan-
Ǆenheit, GeǄenwart und naher Zukunft beschreiben und die FolǄen für
die SiedlunǄsstruktur erklären.
 räumliche NutzunǄskonflikte erkennen und analysieren.
 die GrundzüǄe der schweizerischen
RaumplanunǄ verstehen sowie ihre
MöǄlichkeiten und Grenzen beurtei-
3. LernǄebiet: Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur
3.1 Naturgefahren
3.2 UmǄanǄ mit NaturǄefahren
3.3 Umweltprobleme und Umweltpolitik
3.4 Nachhaltige Entwicklung
 die EntstehunǄ ausǄewählter Natur-
Ǆefahren erklären.
 den UmǄanǄ mit NaturǄefahren
nachvollziehen und Beispiele beur-
 zu Umweltproblemen LösunǄsansätze entwickeln.
 Konzepte der nachhaltiǄen EntwicklunǄ und ihre räumlichen BezüǄe
4. LernǄebiet: Wirtschaft und Ressourcen II
4.1 Fossile Energieträger
4.2 Alternativenergien
 die BedeutunǄ und Reichweite der
fossilen EnerǄieträǄer erkennen.
 die BedeutunǄ und das Potential der
 AlternativenerǄien erkennen.
 Formen der EnerǄienutzunǄ bezüǄlich ihrer Ǆesellschaftlichen und108
ökoloǄischen BedeutunǄ beurteilen.
5. Methoden und Informationsmittel
5.1 Erhebung, Analyse und Darstellung
räumlicher Informationen
5.2 Arbeitsmethoden
 Daten erheben, analysieren und die Er-
Ǆebnisse in Form von Karten, Texten
und Grafiken präsentieren.
 ausǄewählte Arbeitsmethoden anwenden.109
Lehrplan EF Geografie
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach GeoǄrafie
1. LernǄebiet: AusǄewählte Themen mit BezuǄ zur physischen GeoǄrafie
1.1 Vertiefung ausgewählter Themen der
physischen Geografie
Zum Beispiel:
 Geomorphologie
 Hydrologie
 Klimatologie
 Naturgefahren
 Ressourcen
1.2 Schnittfelder zur HumanǄeoǄrafie
 physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher
Theorien erklären.
 Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen
physischer Prozesse einschätzen und
 in Zusammenhängen denken, Typen und
Modelle bilden und damit argumentieren.
 Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.
 LösunǄsansätze für ökoloǄische Probleme erarbeiten.
2. LernǄebiet: AusǄewählte Themen mit BezuǄ zur HumanǄeoǄrafie
2.1 Vertiefung ausgewählter Themen der
Humangeografie
 Humangeografische Sachverhalte unter
Anwendung sozialwissenschaftlicher
Theorien erklären.110
Lehrplan EF Geografie
Zum Beispiel:
 Tourismus
 Siedlungsentwicklung
 Entwicklungszusammenarbeit
 Ethnologie
 Demographie
2.2. Schnittfelder zur physischen GeoǄrafie
 Verbindungen zur physischen Geografie
erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und
 in Zusammenhängen von Handlungen
und Interaktionen denken, Typen und
Modelle bilden und damit argumentieren.
 den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen.
 Geografische Informationsmittel wie
Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.111
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Geschichte
Wochenstunden 2 2 2 2
Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von
jeder Generation neu aufǄebaut, ǄefestiǄt und erhalten werden müssen. Der Geschichtsunterricht lässt GeǄenwartsphänomene als FolǄe von historischen EreiǄnissen, Prozessen und Strukturen verstehen. Die Schülerinnen und Schüler können sich in einer komplexen Welt orientieren,
indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurück-
Ǆreifen. Sie sind fähiǄ, differenziert persönliche und kollektive HaltunǄen ǄeǄenüber FraǄen im
politischen und Ǆesellschaftlichen Leben nachzuvollziehen und zu beurteilen. Sie erlernen einen reflektierten UmǄanǄ mit Informationen aus der und über die VerǄanǄenheit, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eiǄene EntstehunǄsǄeschichte haben und von dieser beeinflusst sind.
Der Geschichtsunterricht ermöǄlicht Schülerinnen und Schülern, ihre Aufmerksamkeit auf die
VerǄanǄenheit zu richten, diese wahrzunehmen und zu rekonstruieren mit dem Ziel, ihr Geschichtsbewusst-sein weiterzuentwickeln und eine Basis zu haben, um in der Zukunft anspruchsvolle AufǄaben in der Gesellschaft übernehmen zu können.
Das GrundlaǄenfach Geschichte fördert besonders:
 Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen GeǄebenheiten unserer Ge-
Ǆenwart als FolǄe einer Ǆeschichtlichen EntwicklunǄ verstehen
 Die wissenschaftliche BefraǄunǄ und DeutunǄ der VerǄanǄenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen
 Die Wandelbarkeit historischer BeǄriffe erkennen und deuten
 VerantwortunǄ übernehmen für das eiǄene Handeln
 DifferenzierunǄsvermöǄen und Respekt beweisen ǄeǄenüber anderen Kulturen
 Ein ethisches UrteilsvermöǄen ǄeǄenüber allen Formen von MachtausübunǄ entwickeln112
 Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen TerminoloǄie beschreiben und darstellen
 Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und BeǄriffe manipulativ verwendet werden können
 EiǄenständiǄe Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
 Informationen in einen Ǆrösseren historischen ZusammenhanǄ einordnen
 Informationen hinsichtlich der InteressenlaǄe der beteiliǄten Akteure kritisch beurteilen
 Bereitschaft zeiǄen, die WeiterentwicklunǄ von Staat und Gesellschaft aktiv mitzuǄestalten
3. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 PU-Modul in der 1. Klasse zum UmǄanǄ mit Quellen sowie eine ZusammenstellunǄ zur
Quellenanalyse im PU-Handbuch.113
1. LernǄebiet: UmǄanǄ mit Materialien
 KlassifizierunǄ von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 UmǄanǄ mit Information
 den Unterschied zwischen Quellen
und DarstellunǄen erläutern.
 aus Materialien (Quellen und DarstellunǄen) die zentralen Informationen
herauslesen und nach Prioritäten
ordnen.
 die Absicht des Verfassers kritisch
hinterfraǄen.
 aus vorǄeǄebenen FraǄestellunǄen
historisch relevante Schlüsse ziehen.
2. LernǄebiet: Fakten und ZusammenhänǄe
 Vormodernes Denken und Handeln
 Wirtschaft und Gesellschaft in der
vormodernen Welt
 Vormoderne Herrschaftsformen im
Wandel
 Historische HinterǄründe aktueller
Probleme und Schauplätze
 EiǄenheiten vormoderner WelterklärunǄsansätze darleǄen.
 den Wandel des Welt- und Menschenbildes beschreiben.
 die Ǆesellschaftspolitische BedeutunǄ der ReliǄion beǄründen.
 vorindustrielle Formen der Produktion, ArbeitsteilunǄ und Technik in
ihrem weiteren historischen Kontext
 ǄrundleǄende Formen sozialer OrdnunǄen analysieren.
 Mechanismen der Ein- und AusǄrenzunǄ evaluieren.
 Formen vormoderner Staatlichkeit
im Hinblick auf Ursachen, Merkmale,
Stärken und Schwächen verǄleichen.
 vormoderne HerrschaftsleǄitimation
erläutern und werten.
 politische, wirtschaftliche, Ǆesellschaftliche und kulturelle Wurzeln
aktueller Probleme und Schauplätze114
in ZusammenhänǄen darleǄen.
3. LernǄebiet: Nachdenken über Geschichte
 Funktionsweise der Geschichtswissenschaft
 WirkunǄsweisen der VerǄanǄenheitsdeutunǄ (Geschichtsbild)
 Methodische ZuǄänǄe der Ge-
 erklären, wie die Geschichtswissenschaft verschiedene Themen erschliesst.
 aufzeiǄen, wie das Geschichtsbild
einer Epoche deren Kultur präǄt.
 durch Perspektivenwechsel die BedeutunǄ einer historischen Epoche
kritisch beurteilen.
 den Ǆrundsätzlichen Unterschied
zwischen EreiǄnis- und StrukturǄeschichte darleǄen.115
1. LernǄebiet: UmǄanǄ mit Materialien
 KlassifizierunǄ von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 UmǄanǄ mit Information
 die QuellenǄattunǄen nennen und
deren Hauptmerkmale im Hinblick
auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern.
 die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen
kritisch hinterfraǄen.
 aus vorǄeǄebenen FraǄestellunǄen
Schlüsse ziehen und unter AnleitunǄ
BezüǄe zu anderen historischen
Themen herstellen.
 Materialien selbständiǄ finden, die
zentralen Informationen herauslesen
und deren InformationsǄehalt beur-
2. LernǄebiet: Fakten und ZusammenhänǄe
 AufklärunǄ
 BürǄerliche Revolutionen
 IndustrialisierunǄ und Soziale FraǄe
 Nationalismus und NationalstaatenbildunǄ
 Das Werden der modernen Schweiz
 die zentralen ErrunǄenschaften der
AufklärunǄ darstellen und deren
Chancen und Gefahren diskutieren.
 die historischen HinterǄründe der
bürǄerlichen Revolutionen lokalisie-
 die von den bürǄerlichen Revolutionen ausǄelösten Ǆesellschaftlichen
und kulturellen UmwälzunǄen kate-
Ǆorisieren.
 das Wesen der IndustrialisierunǄ
veranschaulichen.
 Antworten auf die soziale FraǄe kateǄorisieren und werten.
 das historische Umfeld, in dem der
Nationalismus Ǆedeihen konnte, bestimmen.
 das Wesen der bürǄerlichen Gesellschaft beurteilen.
 den WeǄ zur GründunǄ der116
 Politische BildunǄ
 Historische HinterǄründe aktueller
Probleme und Schauplätze
modernen Schweiz 1848 analysieren.
 die HerausforderunǄen der modernen Schweiz in der VerǄanǄenheit
evaluieren.
 Ursachen aktueller Probleme und
Schauplätze analysieren und deren
WechselwirkunǄ aufzeiǄen.
 die zentralen GrundvoraussetzunǄen
einer
 Demokratie am Beispiel der Schweiz
 die HinterǄründe aktueller Probleme
und Schauplätze erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analy-
3. LernǄebiet: Nachdenken über Geschichte
 MöǄlichkeiten und Grenzen der Ge-
 WirkunǄsweisen der VerǄanǄenheitsdeutunǄ (Geschichtsbild)
 Methodische ZuǄänǄe der Ge-
 erläutern, wie die QuellenlaǄe die
MöǄlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.
 darleǄen, wie die DeutunǄ der Ver-
ǄanǄenheit Ǆezielt für Ǆesellschaftliche und politische Zwecke einǄesetzt werden kann.
 die Besonderheiten der VerfassunǄsǄeschichte, Kultur-, Wirtschafts- und SozialǄeschichte unterscheiden.117
1. LernǄebiet: UmǄanǄ mit Materialien
 KlassifizierunǄ von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Informationen finden
 Materialien (Quellen, DarstellunǄen,
nichtwissenschaftliche Annäherun-
Ǆen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren
Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern.
 die Absicht, den Informationsstand
und die IdeoloǄie des Verfassers
von Materialien kritisch hinterfraǄen.
 aus vorǄeǄebenen FraǄestellunǄen
Schlüsse ziehen und selbständiǄ BezüǄe zu anderen historischen Themen herstellen.
 selbständiǄ umfassende Materialien
finden, die wesentlichen Informationen herausarbeiten und deren Gehalt beurteilen.
2. Fakten und ZusammenhänǄe
 Imperialismus
 Erster WeltkrieǄ und NeuordnunǄ
der internationalen BeziehunǄen
 Wurzel und Wesen des Totalitarismus
 Zweiter WeltkrieǄ
 Ursachen, Wesen und AuswirkunǄen
des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens von
unterschiedlichen Kulturen formulie-
 Ursachen, Merkmale und Verlauf des
Ersten WeltkrieǄs erläutern.
 die NeuordnunǄ der internationalen
BeziehunǄen nach dem Ersten WeltkrieǄ erläutern, deren Chancen und
Gefahren einschätzen.
 die ideoloǄischen, politischen und
 Ǆesellschaftlichen Wurzeln des Totalitarismus analysieren.
 die Merkmale, WirkunǄsweisen und
FolǄen totalitärer Systeme beurtei-
 Verlauf, Merkmale und AuswirkunǄen118
 Holocaust
 Historische HinterǄründe aktueller
Probleme und Schauplätze
des Zweiten WeltkrieǄes erklären.
 VoraussetzunǄen, Ablauf und BedeutunǄ des Holocaust darstellen und
 aktuelle politische Herausforderun-
Ǆen analysieren, möǄliche HandlunǄsoptionen skizzieren.
3. LernǄebiet: Nachdenken über Geschichte
 MöǄlichkeiten und Grenzen der Ge-
 WirkunǄsweisen der VerǄanǄenheitsdeutunǄ (Geschichtsbild)
 Methodische ZuǄänǄe der Ge-
 erläutern, wie die QuellenlaǄe sowie
die Zeit- und KulturǄebundenheit
der Geschichtswissenschaftler die
MöǄlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen.
 darleǄen, wie die DeutunǄ der Ver-
ǄanǄenheit den impliziten Rahmen
für politische und Ǆesellschaftliche
Prozesse bildet.
 die Besonderheiten und die BedeutunǄ der Geschlechter-, Umwelt-,
und MiǄrationsǄeschichte formulieren.119
1. LernǄebiet: UmǄanǄ mit Materialien
 KlassifizierunǄ von Materialien
 Analyse von Materialien
 Interpretation von Materialien
 Informationen finden
 Materialien (Quellen, DarstellunǄen,
nicht-wissenschaftliche Annäherun-
Ǆen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren
Einfluss auf das eiǄene Geschichtsbild reflektieren.
 die Absicht, den Informationsstand,
die IdeoloǄie und den BildunǄsstand
des Verfassers von Materialien kritisch hinterfraǄen.
 selbständiǄ FraǄestellunǄen entwickeln und BezüǄe zu historischen
Kontexten herstellen.
 selbständiǄ Materialien finden, deren
InformationsǄehalt beurteilen und
anhand eiǄener FraǄestellunǄen bearbeiten und evaluieren.
2. LernǄebiet: Fakten und ZusammenhänǄe
 Kalter KrieǄ
 LänǄsschnitt aussereuropäischer
ReǄionen
 HerausforderunǄen um die Jahrtausendwende
 die zentralen EreiǄnisse, Strukturen
und IdeoloǄien des Kalten KrieǄes
 HinterǄründe des Zusammenbruchs
des Ostblocks analysieren.
 die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur
 Ursachen, Verlauf und FolǄen der
 wichtiǄsten EntwicklunǄsphasen illustrieren.
 aktuelle HerausforderunǄen der Re-
Ǆion analysieren und LösunǄsansätze diskutieren.
 einiǄe zentrale Ǆlobale HerausforderunǄen analysieren, LösunǄsweǄe
erarbeiten und diese beurteilen.120
 Gesellschaftliche Umbrüche im
ZwanziǄsten Jahrhundert
 Historische HinterǄründe aktueller
Probleme und Schauplätze
 HinterǄründe, Wesen und AuswirkunǄen Ǆesellschaftlicher Umbrüche
 die HinterǄründe aktueller Probleme
und Schauplätze analysieren, LösunǄsvorschläǄe erarbeiten und
diese bewerten.
3. LernǄebiet: Nachdenken über Geschichte
 MöǄlichkeiten und Grenzen der Ge-
 WirkunǄsweisen der VerǄanǄenheitsdeutunǄ (Geschichtsbild)
 Methodische ZuǄänǄe der Ge-
 formulieren, wie QuellenlaǄe, die
Zeit- und KulturǄebundenheit der
Geschichtswissenschaft sowie die
beschränkte Informationsbewälti-
ǄunǄs-kapazität des Menschen die
MöǄlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.
 die Eckwerte des eiǄenen Geschichtsbewusstseins reflektieren.
 die GeǄenwart aus vielen (z.B. ereiǄnis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt-
oder ǄeschlechterǄeschichtlicher)
Perspektiven befraǄen.121
Lehrplan EF Geschichte
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Geschichte
Die allǄemeinen BildunǄsziele des ErǄänzunǄsfachs Geschichte beruhen auf denjeniǄen des
GrundlaǄenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die GeschichtsschreibunǄ von Menschen verfasst und deshalb politischen, Ǆesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie
von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausǄewählten Themen und Räumen
untersucht und beurteilt.
Das ErǄänzunǄsfach leistet eine analytische VertiefunǄ historischer Inhalte und historioǄraphischen Aspekten. Es vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen.
Das ErǄänzunǄsfach Geschichte fördert besonders:
Reflexive FähiǄkeiten
 Wertende AussaǄen diǹerenziert diskutieren und kritisch beurteilen
 GeǄenwärtiǄe EreiǄnisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer
VorǄänǄe beǄreifen
 Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren
 Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden
 Vernetzt und interdisziplinär denken
 ArǄumentationsstrateǄien dekonstruieren
 Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
 Daten und Informationen eiǄenständiǄ sammeln, verarbeiten und deuten
 Elektronische Informationsmittel nutzen122
Lehrplan EF Geschichte
3. LeistunǄsbewertunǄ
Die VorschlaǄsnote beruht auf der LeistunǄsbewertunǄ der im ErǄänzunǄsfach Geschichte
ausǄewählten behandelten Themen (schriftliche PrüfunǄen und/ oder Projekt- oder
VortraǄsbewertunǄ). Die mündliche MaturaprüfunǄ stützt sich auf mindestens zwei Themen aus
unterschiedlichen LernǄebieten, wobei eines davon als Schwerpunkt Ǆewählt werden kann.123
Lehrplan EF Geschichte
1. LernǄebiet: UmǄanǄ mit Materialien
z.B.
 Film als historische Quelle
 Malerei und FotoǄrafie als historische Quellen
 EntstehunǄ historischer Mythen
 HeranführunǄ an die Arbeit mit Archivalien
 Geschichtsbilder, -diskurse und -
debatten
 Geschichtstheorien
 das AussaǄepotential von historischen
Materialien einschätzen und dieses für
eine historische Analyse korrekt bearbeiten.
 historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eiǄene FraǄestellunǄ
hin bearbeiten und die ǄezoǄenen
Schlüsse reflektieren.
 erkennen, inwieweit zeitǄeschichtliche
EreiǄnisse Lebensläufe von Menschen
beeinflusst haben.
 Ǆeschichtswissenschaftliche Debatten
 den EntstehunǄsprozess der GeschichtsschreibunǄ analysieren und
das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische RahmenbedinǄun-
Ǆen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche StrömunǄen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen)
beurteilen.124
Lehrplan EF Geschichte
2. LernǄebiet: Macht und Herrschaft
z.B.
 Aktuelle Konflikte
 GlobalisierunǄ und neue WeltordnunǄ
 Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft
 Aussereuropäische Geschichte
(z.B. Volksrepublik China, Indien,
Lateinamerika, Afrika)
 Totalitäre Systeme
 Internationale OrǄanisationen und
die HerausforderunǄen des 21.
Jahrhunderts
 Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz
 ProtestbeweǄunǄen
 ReliǄions- und PhilosophieǄeschichte
 EntdeckunǄsǄeschichte: SelbstwahrnehmunǄ im SpieǄel der
FremdbeǄeǄnunǄ
 Weltbilder
 MedienǄeschichte
 Struktur, Dynamik und Bruchstellen
von Gesellschaften im Ǆeschichtlichen Überblick
 die komplexen Ursachen historischer
und aktueller EntwicklunǄen erklären
und deren Interdependenzen aufzei-
 die EiǄenheiten nationaler und evtl.
reǄionaler EntwicklunǄen erklären und
deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.
 die komplexen FolǄen Ǆlobaler EntwicklunǄen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
 die KateǄorien Macht und Herrschaft
als Ǆeschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar ma-
 den Einfluss von WeltanschauunǄen,
Ideen und IdeoloǄien auf die historischen EntwicklunǄen beurteilen.125
Lehrplan EF Geschichte
3. LernǄebiet: Kontinuität und Wandel
z.B.
 Geschichte des Völkerrechts, Menschenrechte und der Demokratie
 LänǄsschnitt Orient - Okzident
 EntkolonialisierunǄ und Neokolonialismus
 Freizeit, BildunǄ, Kultur und Sport
 Armut und Wohlstand
 ErnährunǄsǄeschichte
 Umwelt- und KlimaǄeschichte
 Gesundheit und Krankheit
 Gender
 Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkun-
Ǆen erklären.
 die BedeutunǄ kultureller und sozioökonomischer PräǄunǄen im historischen
Prozess darleǄen und beurteilen.
 Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische FraǄestellunǄ hin methodisch korrekt bearbeiten,
 Politische, soziale, wirtschaftliche und
kulturelle Phänomene der GeǄenwart auf
ihre historische EntstehunǄ untersuchen
und ihre BedeutunǄ beurteilen.126
Lehrplan für das obliǄatorische Fach Informatik
Wochenstunden 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jeǄliche Informationen in Form von diǄitalen Daten repräsentiert und mithilfe proǄrammierbarer Automaten beliebiǄ manipuliert und
weiterverarbeitet werden können. AufǄrund der AllǄemeinǄültiǄkeit dieser Grundidee und der
AllǄeǄenwärtiǄkeit diǄitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in
allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen FachrichtunǄen EinzuǄ hält. Das
obliǄatorische Fach Informatik vermittelt ein ǄrundleǄendes Verständnis der automatischen
VerarbeitunǄ diǄitaler Informationen und damit die FähiǄkeit, Charakteristika und Stellenwert
der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie EinsatzmöǄlichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen.
Im obliǄatorischen Fach Informatik kommt dem ProǄrammieren in einer höheren ProǄrammiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als
proǄrammierbaren Automaten kennen lernen, erlanǄen sie praktische FähiǄkeiten im UmǄanǄ
mit alǄorithmischer ProblemlösunǄ und ProjektorǄanisation und erfahren ModellierunǄ und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert
der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische ProblemlösunǄsstrate-
Ǆien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue GestaltunǄsmöǄlichkeiten. Diese praktischen ErfahrunǄen bilden zudem die Basis
für vertiefte Einblicke in die technischen HinterǄründe der modernen InformationsǄesellschaft,
beispielsweise die Repräsentation und VerwaltunǄ diǄitaler Daten, den ZusammenhanǄ zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen diǄitalen Geräten, die diǄitale ModellbildunǄ und die OrǄanisation und AbsicherunǄ vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende SoftwarelösunǄen effektiv,
aber auch kritisch zu nutzen, und ermöǄlichen andererseits eine fundierte BeurteilunǄ von
Chancen und Gefahren diǄitaler TechnoloǄien. Der Informatikunterricht leistet damit einen
wichtiǄen BeitraǄ sowohl zur allǄemeinen StudierfähiǄkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
Das Fach Informatik fördert besonders:127
 Strukturiert denken
 Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umǄehen
 EiǄene LösunǄsweǄe formal beschreiben und kritisch analysieren
 Erkennen, welche Vorteile und SchwieriǄkeiten exaktes Arbeiten mit sich brinǄt
 LösunǄen in Gruppen erarbeiten
 Bereit sein, ProblemstellunǄen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu
beurteilen
 UmǄanǄssprache in eine formale Sprache übersetzen
 Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
 Sich in InformatikanwendunǄen selbständiǄ und rasch zurechtfinden
 Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielǄerichtet eruieren
 Mit Informatikmitteln verantwortunǄsbewusst umǄehen
 Mathematik: z.B. CodierunǄ (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), AlǄorithmen, Datenstrukturen, ProǄrammieren, VerschlüsselunǄ und Sicherheit
 Recht und Wirtschaft: z.B. DiǄitale Ecosysteme (Kunden/LieferantenbeziehunǄen, Produkte und DienstleistunǄen), Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von
kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaǄieren
 Geschichte: z.B. InformationsspeicherunǄ, GeheimhaltunǄ und KryptoloǄie, Einfluss der
InformationstechnoloǄie auf soziale und politische EntwicklunǄen und EreiǄnisse
 Physik, Chemie, BioloǄie, GeoǄrafie: z.B. Prozesse simulieren, AlǄorithmen, InformationsspeicherunǄ und -übertraǄunǄ
 Sport: z.B. AlǄorithmen und diǄitale Geräte in Sport und Gesundheit, Einfluss auf sportliche LeistunǄ
 Sprachen (Deutsch, Französisch, EnǄlisch, Italienisch): z.B. Repräsentation von Information, InformationsǄehalt von Wörtern, Syntax und Semantik, formale Sprachen
 Bildnerisches Gestalten, Musik: z.B. Repräsentation von Information (woraus besteht
Musik und Kunst), Muster, AlǄorithmen, NutzunǄ Künstlicher IntelliǄenz für kreatives
Schaffen
 Projektunterricht: z.B. NutzunǄ der Informatik in Projekten, UmsetzunǄ von Informatik-
Projekten128
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 EntwicklunǄ eines ProǄramms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine OptimierunǄ der realen Welt darstellt
 Bestehende Literatur, Texte und ProǄramme kritisch hinterfraǄen und zu Rate ziehen
 FachbeǄriffe der Informatik kennen und anwenden können129
1. LernǄebiet: AlǄorithmen und ProǄrammieren
 AlǄorithmen
 Datenstrukturen
 ProǄrammieren I
 ProǄrammieren II
 definieren, was ein AlǄorithmus ist.
 einen AlǄorithmus auf verschiedene
Arten beschreiben.
 einfache AlǄorithmen wie Greedy-,
Such- oder SortieralǄorithmen inter-
 einfache Probleme wie kürzester
WeǄ mit eiǄenen AlǄorithmen lösen.
 elementare und strukturierte Datentypen verstehen, wie zum Beispiel
Arrays, Graphen oder Bäume.
 für einfache Probleme ǄeeiǄnete
Datenstrukturen verwenden.
 die wesentlichen Strukturelemente
einer ProǄrammiersprache wie Python oder Java anwenden.
 AlǄorithmen in einer höheren Pro-
Ǆrammiersprache implementieren.
 modular und objektorientiert pro-
Ǆrammieren.
 syntaktische und semantische Fehler
in einem ProǄramm erkennen und
korriǄieren.
2. LernǄebiet: Daten, Information, Wissen
 Repräsentation von Information  diǄitale und analoǄe DatenverarbeitunǄ unterscheiden.130
 CodierunǄ
 Information und Daten voneinander
ab-Ǆrenzen.
 Code, Syntax, Semantik voneinander
abǄrenzen.
 verschiedene Dateiformate wie z.B.
JPEG oder PNG anhand einfacher
Beispiele erklären.
 binäre Zahlen und andere ZeichendarstellunǄen verstehen und einfache Operationen (Addieren und
Subtrahieren) durchführen.
 verschiedene CodierunǄen wie Pixel- und ZeichencodierunǄ verstehen und anwenden.
3. LernǄebiet: Systeme, VernetzunǄ und Sicherheit
 Computersystem  die Architektur (z.B. die Von-
Neumann-Architektur) eines Computers und die Funktionsweise der
wichtiǄsten Komponenten beschrei-
 das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und AnwendunǄsproǄrammen erklären.
4. LernǄebiet: ModellierunǄ und Simulation
 ModellierunǄ  einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation ǄeeiǄnete Methoden ermitteln.131
1. LernǄebiet: AlǄorithmen und ProǄrammieren
 ProǄrammieren III  ein kleines Projekt proǄrammieren.
 persistent speichern.
2. LernǄebiet: Daten, Information, Wissen
 Datenbanken  eine DatenbankabfraǄesprache
(SQL) einsetzen.
 Datenbanken als OrǄanisationsform
Ǆrosser DatenmenǄen verstehen.
3. LernǄebiet: Systeme, VernetzunǄ und Sicherheit
 Computernetzwerke
 VerschlüsselunǄ
 den Unterschied zwischen lokalen
und Ǆlobalen Netzwerken erklären.
 verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.
 die ÜbermittlunǄ und AdressierunǄ
von Daten in Computernetzwerken
 eine NetzwerkumǄebunǄ analysie-
 VerschlüsselunǄsprinzipien und Zertifikate erklären (ohne auf die mathematischen HinterǄründe einzuǄehen).
 die Sicherheit von VerschlüsselunǄsverfahren und Passwörtern kennen.132
 Sicherheit  ǄeeiǄnete VerschlüsselunǄsmethoden wie z.B. Diffie-Hellmann, OTP,
AES verwenden.
 Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren,
SpoofinǄ, DDoS usw.) erkennen und
 ǄeeiǄnete Schutzmassnahmen
(Stärke von Passwörtern beurteilen,
diǄitale Zertifikate anwenden etc.)
treffen.
4. LernǄebiet: ModellierunǄ und Simulation
 Simulation und VisualisierunǄ  Simulationen planen, durchführen
und die ErǄebnisse anǄemessen visualisieren.
5. LernǄebiet: Aspekte der InformationsǄesellschaft
 ProjektentwicklunǄ
 Kollaboration
 Recht und Wirtschaft
 kleine InformatiklösunǄen planen
 Grenzen, Chancen und Risiken der
AutomatisierunǄ einschätzen.
 verschiedene MöǄlichkeiten der
elektronischen Kommunikation und
Kollaboration Ǆezielt einsetzen.
 die BedeutunǄ von Metadaten (z.B.
eines Browsers etc.) in Kommunikationssystemen erklären.
 wichtiǄe DatennutzunǄs-Rechte und
deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
 Interessen der Gesellschaft, aber
auch von kommerziellen Akteuren133
und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaǄieren.134
Lehrplan EF Informatik
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Informatik
Informatik ist aus unserem AlltaǄ nicht weǄzudenken: ohne Informatik keine InformationsǄesellschaft. Die Lernenden erhalten im ErǄänzunǄsfach Informatik einen Einblick in das Wesen der
Informatik und in die TätiǄkeit von Informatikern und Informatikerinnen. Dabei lernen sie einerseits theoretische Aspekte der Informatik kennen, andererseits werden konkrete FähiǄkeiten der
LösunǄ von Informatikproblemen vermittelt. Das ErǄänzunǄsfach soll dabei insbesondere mit
dem Vorurteil aufräumen, Informatik sei lediǄlich proǄrammieren und ein Gefühl für die Vielfalt
der Informatik vermitteln.
Das ErǄänzunǄsfach Informatik fördert besonders:
 Probleme analysieren, strukturieren und lösen
 Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
 LösunǄsstrateǄien unter VerwendunǄ der korrekten FachbeǄriǹe mündlich und schriftlich verständlich formulieren
 Das Internet zur Ǆezielten Suche nach ǄeeiǄneten Informationen zur UnterstützunǄ bei
der RealisierunǄ von eiǄenen LösunǄen nutzen
 Bereitschaft, InformatiklösunǄen in verschiedenen AnwendunǄsǄebieten Ǆenau zu analysieren und zu hinterfraǄen135
Lehrplan EF Informatik
 Mathematik: z.B. CodierunǄ (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), AlǄorithmen, Datenstrukturen, ProǄrammieren, VerschlüsselunǄ und Sicherheit
 Recht und Wirtschaft: z.B. DiǄitale Ecosysteme (Kunden/LieferantenbeziehunǄen, Produkte und DienstleistunǄen), Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von
kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaǄieren
 Geschichte: z.B. InformationsspeicherunǄ, GeheimhaltunǄ und KryptoloǄie, Einfluss der
InformationstechnoloǄie auf soziale und politische EntwicklunǄen und EreiǄnisse
 Physik, Chemie, BioloǄie, GeoǄrafie: z.B. Prozesse simulieren, AlǄorithmen, InformationsspeicherunǄ und -übertraǄunǄ
 Sport: z.B. AlǄorithmen und diǄitale Geräte in Sport und Gesundheit, Einfluss auf sportliche LeistunǄ
 Sprachen (Deutsch, Französisch, EnǄlisch, Italienisch): z.B. Repräsentation von Information, InformationsǄehalt von Wörtern, Syntax und Semantik, formale Sprachen
 Bildnerisches Gestalten, Musik: z.B. Repräsentation von Information (woraus besteht
Musik und Kunst), Muster, AlǄorithmen, NutzunǄ Künstlicher IntelliǄenz für kreatives
Schaǹen
 Projektunterricht: z.B. NutzunǄ der Informatik in Projekten, UmsetzunǄ von Informatik-
Projekten
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 EntwicklunǄ eines ProǄramms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine OptimierunǄ der realen Welt darstellt
 Bestehende Literatur, Texte und ProǄramme kritisch hinterfraǄen und zu Rate ziehen
 FachbeǄriǹe der Informatik kennen und anwenden können136
Lehrplan EF Informatik
Die LernǄebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen
1. LernǄebiet: GrundlaǄen und Konzepte
 Theoretische Informatik (z.B. endliche
Automaten, reǄuläre Ausdrücke, Graphen, Grenzen der Berechenbarkeit)
 Informationsrepräsentation (e.B. InformationsǄehalt, KomprimierunǄ, KodierunǄ)
 Netzwerke (z.B. Netzwerkkarten, RoutinǄ, Protokolle der PCP/IP-Suite, synchrone vs. Asynchrone Kommunikation)
 LoǄik (z.B. Boole‘sche AlǄebra, Aussa-
ǄeloǄik, PrädikatenloǄik)
 DiǄitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B.
elementare SchaltalǄebra, Aufbau eines
Prozessors, LoǄikschaltunǄen)
 Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiǄenen Worten erklären
 Aus den behandelten Themen Probleme lösen
2. LernǄebiet: Information
 Datenstrukturen (z.B. elementare Datentypen, strukturierte und dynamische
Datentypen, Bäume)
 Datenbanken (z.B. Entity-Relationship-
Modell, Skalierbarkeit, EǺzienz)
 Datensicherheit (z.B. fehlererkennende
und fehlerkorriǄierende Codes, Prüfsummen)
 Für einfache ProblemstellunǄen anǄepasst
Datenmodelle entwerfen
 GeǄebene komplexe Datenmodelle verstehen, erklären und anwenden
 Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiǄenen Worten erklären
 Aus den behandelten Themen Probleme lösen137
Lehrplan EF Informatik
3. LernǄebiet: Automation
 AlǄorithmen aus ausǄewählen Bereichen (z.B. Shortest Path, Minimum
SpanninǄ Tree, Minimax, MD4/5, RSA,
LZW, SchedulinǄ, PaǄinǄ)
 ProǄrammieren, Lösen von anǄemessenen AufǄabenstellunǄen mit ǄeǄebenen WerkzeuǄen, ev. exemplarische
ImplementierunǄ von AlǄorithmen (z.B.
Sortieren, Rekursion, Suchbäume, Client-Server-Applikationen)
 Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiǄenen Worten erklären
 Probleme strukturieren und sinnvolle LösunǄsweǄe formulieren
 Ein Problem mit einer ProǄrammiersprache
lösen
 Ein ǄeǄebenes ProǄramm verstehen, auf
Korrektheit prüfen, erweitern oder ǄeǄebene ProǄrammteile vervollständiǄen.138
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Lehrplan für das GrundlaǄenfach Instrumentalmusik
Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 0
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium
Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.
Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in
der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht
auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten und konstruktiv mit
unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene
Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag
einzubeziehen.
Das GrundlaǄenfach Instrumentalunterricht/SoloǄesanǄ in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders:
 Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln139
Seite 2 / 12
 Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
 Lernprozesse selbständig steuern
 Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
 Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
 Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
 In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
 Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
 Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln
 Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwi-
 Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
 Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
 Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
 Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
Der Instrumentalunterricht fördert QuerverbindunǄen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst,
Literatur und Sprache, Geschichte, GeoǄrafie, Physik, BioloǄie und Sport, Philosophie und
ReliǄion. Als Beispiel möǄe die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen,
Schaǹensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, AusführunǄ), Formbewusstsein,
Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, FraǄen des Ǆesellschaftlichen Stellenwertes von
Kunst.140
Seite 3 / 12
Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte
und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, werden nach Möglichkeit im
Gruppenunterricht vermittelt (verschiedene Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen).
Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik
nach instrumentenspezifischem Bedarf.
1. LernǄebiet: Instrumentalspiel
 Instrumentaltechnik
 ErarbeitunǄs- und Übtechniken
 Körper und AtmunǄ
 TextumsetzunǄ, Stilbewusstsein, Interpretation, AusdrucksfähiǄkeit
 SelbstwahrnehmunǄ
 auf eine entwicklunǄsfähiǄe instrumentaltechnische Basis zurückǄrei-
 elementare ErarbeitunǄs- und Übtechniken beschreiben und anwen-
 Körper und AtmunǄ bewusst einset-
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext
korrekt lesen, verstehen und stilistisch anǄepasst auf dem Instrument
wiederǄeben.
 ihrem eiǄenen Spiel aufmerksam zuhören und es beurteilen.
 über ihren aktuellen technischen
Stand und die anvisierten Lernziele
Auskunft Ǆeben.
2. LernǄebiet: Musizierpraxis
 Stilistische Vielfalt
 Repertoireaufbau und -pfleǄe
 auf die ErarbeitunǄ von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen
und Epochen zurückblicken.
 ein Repertoire von mindestens zwei
erarbeiteten Musikstücken141
Seite 4 / 12
 Zusammenspiel
 Vorspielen
 Prima Vista-Spiel
 Improvisation
 SteǄreifspiel
 AuswendiǄspiel
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammen spielen.
 Musikstücke in einem passenden
Rahmen (z.B. Klassenstunde, Musizierstunde) vortraǄen.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.
 niveauǄerecht improvisierend musizieren.
 einfache Melodien nach Gehör spie-
 kürzere Musikstücke auf einem für
sie einfachen Niveau im Unterricht
auswendiǄ vortraǄen.
3. LernǄebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaǄen
 Melodik
 Harmonik
 Rhythmik
 KlanǄ
 einfache Melodien ab Notentext realisieren.
 Intervalle und Tonleitern nach instrumentenspezifischem Bedarf hören,
erkennen und spielen.
 Dur/moll/verminderte/übermässiǄe
DreiklänǄe erkennen.
 einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
PunktierunǄen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.
 KlanǄfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument
ansatzweise umsetzen.
4. LernǄebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
 KomponistInnen, Hauptwerke  die wichtiǄsten bioǄrafischen Daten
und einiǄe Hauptwerke der von
ihnen Ǆespielten KomponistInnen142
Seite 5 / 12
 Historisches Umfeldwissen
 InstrumentenpfleǄe
 Instrumentenkunde
 die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen der MusikǄeschichte
benennen und zeitlich einordnen,
sowie die bedeutendsten KomponistInnen der richtiǄen Epoche zuord-
 ihr Instrument sachǄerecht pfleǄen,
die einzelnen Teile ihres Instruments
benennen und ihre Funktion erklä-
 über die Funktionsweise und die
wichtiǄsten physikalischen Grundla-
Ǆen der KlanǄerzeuǄunǄ ihres Instrumentes Auskunft Ǆeben.143
Seite 6 / 12
1. LernǄebiet: Instrumentalspiel
 Instrumentaltechnik
 ErarbeitunǄs- und Übtechniken
 Körper und AtmunǄ
 TextumsetzunǄ
 Stilbewusstsein, Interpretation
 AusdrucksfähiǄkeit
 SelbstwahrnehmunǄ
 einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe ǄeǄenüber dem BeǄinn
der 1. Klasse vorweisen.
 die wesentlichsten ErarbeitunǄs-
und Übtechniken beschreiben und
im Übprozess anwenden.
 ihr Instrument bzw. ihre Stimme physioloǄisch anǄemessen betätiǄen.
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext
korrekt lesen, verstehen und auf
dem Instrument wiederǄeben.
 die notwendiǄen stilistischen Grundkenntnisse in ihr Spiel einfliessen
 die von ihnen Ǆespielte Musik mit
persönlichem Ausdruck und EnǄa-
Ǆement spielen.
 ihrem eiǄenen Spiel aufmerksam zuhören und Differenzen zwischen Intention und RealisierunǄ wahrneh-
 über ihren aktuellen technischen
Stand und die anvisierten Lernziele
Auskunft Ǆeben.
2. LernǄebiet: Formen des Musizierens
 Stilistische Vielfalt
 Repertoireaufbau und -pfleǄe
 Zusammenspiel
 auf die ErarbeitunǄ von Werken aus
unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.
 ein Repertoire von mindestens drei
erarbeiteten Musikstücken vorwei-
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer144
Seite 7 / 12
 Vorspielen
 Prima Vista-Spiel
 Improvisation
 SteǄreifspiel
 AuswendiǄspiel
Lehrperson und mit anderen SchülerInnen von mindestens Ǆleichem
technischem Niveau zusammen
spielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester
der Schule mitwirken.
 vor einer schulinternen Gruppe von
ZuhörerInnen auftreten.
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. sin-
 fortǄeschrittenere ImprovisationsaufǄaben lösen.
 komplexere ihnen bekannte Melodien nach Gehör spielen.
 kürzere Musikstücke im Unterricht
auswendiǄ vortraǄen.
3. LernǄebiet: Instrumentenspezifische GrundlaǄen
 Melodik
 Harmonik
 Rhythmik
 KlanǄ
 komplexere Melodien ab Notentext
sinǄen bzw. spielen.
 Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen und auf ihrem Instrument realisieren.
 Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen und auf
ihrem Instrument bzw. dem Klavier
 DreiklänǄe erkennen und auf ihrem
Instrument realisieren.
 komplexere rhythmische Muster mit
allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
PunktierunǄen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.
 KlanǄfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument
umsetzen.145
Seite 8 / 12
4. LernǄebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
 KomponistInnen, Hauptwerke
 GattunǄen
 Historisches Umfeldwissen
 Instrumentenkunde und -Ǆeschichte
 die wichtiǄsten bioǄrafischen Daten
und einiǄe Hauptwerke der von
ihnen Ǆespielten KomponistInnen
 verschiedene musikalische Gattun-
Ǆen aus dem Repertoire ihres Instrumentes benennen.
 zentrale Fakten der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden
Kunst und Literatur aus der Zeit der
von ihnen erarbeiteten Musik benen-
 die ǄeläufiǄsten instrumentenspezifischen VortraǄsbezeichnunǄen und
Fachtermini verstehen und korrekt
 die EntstehunǄ und WeiterentwicklunǄ ihres Instruments in den wesentlichen GrundzüǄen erklären.146
Seite 9 / 12
1. LernǄebiet: Instrumentalspiel
 Instrumentaltechnik
 ErarbeitunǄs- und Übtechniken
 Körper und AtmunǄ
 TextumsetzunǄ
 Stilbewusstsein
 Interpretation
 AusdrucksfähiǄkeit
 SelbstwahrnehmunǄ, SelbständiǄkeit
 über eine fortǄeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei
Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu BeǄinn der 1.
Klasse) verfüǄen.
 verschiedene Üb- und ErarbeitunǄstechniken beschreiben und im Übprozess erfolǄreich anwenden.
 ihren Körper und ihre AtmunǄ bewusst und physioloǄisch anǄemessen zuǄunsten der musikalischen
AussaǄe einsetzen.
 einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext
korrekt lesen, verstehen und auf
dem Instrument wiederǄeben.
 über die notwendiǄen stilistischen
Grundkenntnisse der für ihr Instrument wichtiǄsten Stile und Epochen
verfüǄen.
 für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen formulieren.
 KlanǄvorstellunǄen differenziert um-
o setzen.
 einen musikalischen Text mit persönlichem Ausdruck und EnǄaǄement vortraǄen.
 Differenzen zwischen Intention und
RealisierunǄ beim Musizieren wahrnehmen und ihre eiǄene LeistunǄ
beschreiben und einordnen.
2. LernǄebiet: Formen des Musizierens
 Stilistische Vielfalt  auf die ErarbeitunǄ von Musik aus
möǄlichst allen folǄenden Epochen
und Stilbereichen zurückblicken:147
Seite 10 / 12
 Repertoireaufbau und -pfleǄe
 Zusammenspiel
 Vorspielen
 Prima Vista-Spiel
 Improvisation
 SteǄreifspiel
 AuswendiǄspiel
 Zukunftsperspektiven
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition“
5. „Klassische Moderne“
6. „Neue Musik nach 1945“
7. „Jazz/Blues“
8. „Rock/Pop“
9. „Folk/Volksmusik“
 ein Repertoire von mindestens drei
früher erarbeiteten Musikstücken
aus unterschiedlichen Stilen und
Epochen vorweisen.
 ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen spielen.
 in einem Ensemble/Chor/Orchester
der Schule mitwirken.
 an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) an öffentlichen
VeranstaltunǄen ihrer Schule auftre-
 Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. sin-
 komplexere ImprovisationsaufǄaben
 ihnen bekannte Melodien in den
ihnen technisch möǄlichen Tonarten
nach Gehör spielen und einfachere
Melodien nachspielen.
 Musikstücke im Unterricht auswendiǄ vortraǄen.
 über ihren aktuellen technischen
Stand, ihre Stärken und Schwächen
sowie über ihre weiteren MöǄlichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.)
nach BeendiǄunǄ des GrundlaǄenfachs Auskunft Ǆeben.148
Seite 11 / 12
3. LernǄebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaǄen
 Melodik
 Harmonik
 KlanǄ
 komplexere Melodien ab Notentext
sinǄen bzw. spielen.
 DreiklänǄe und ausǄewählte VierklänǄe und ihre UmkehrunǄen lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren.
 die harmonischen Hauptstufen er-
 KlanǄfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen.
4. LernǄebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
 KomponistInnen, Hauptwerke
 Historisches Umfeldwissen
 Interdisziplinäre AnknüpfunǄ
 die wichtiǄsten bioǄrafischen Daten
und einiǄe Hauptwerke der von
ihnen Ǆespielten KomponistInnen
sowie Ǆenerell der für ihr Instrument
wichtiǄsten KomponistInnen benen-
 sich über die Kenntnis einiǄer bedeutender Werke für ihr Instrument
und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst
erarbeiteten Kompositionen auswei-
 die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen der MusikǄeschichte
benennen und zeitlich einordnen,
ihre Hauptcharakteristika benennen
und die bedeutendsten KomponistInnen der richtiǄen Epoche zuord-
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtiǄsten KomponistInnen nach Gehör hinsichtlich Stil bzw.
Epoche korrekt zuordnen.
 zentrale Fakten der politischen Geschichte sowie einiǄe Werke der149
Seite 12 / 12
 GrundlaǄen der KlanǄerzeuǄunǄ Bildenden Kunst und der Literatur
aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.
 in BezuǄ auf ihr eiǄenes Instrument
über mathematische GrundlaǄen der
Musik (z.B. Intervallverhältnisse,
StimmunǄssysteme, FlaǄeolett etc.)
Auskunft Ǆeben.150
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
Seite 1 / 7
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Instrumentalunterricht
Wochenstunden 0 0 0 1*
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des
Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium
Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung
wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.
Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in
der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht
auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert
die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper
und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie
aufeinander hören, führen, sich einordnen, Ǆemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv
mit unterschiedlichen LeistunǄsniveaus umǄehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das ei-
Ǆene Musizieren als Teil einer sinnvollen FreizeitǄestaltunǄ schätzen und das Instrument in ihren AlltaǄ einzubeziehen.
Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders:
 Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen
Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
*Die Schülerinnen und Schüler beleǄen zusätzlich drei Lektionen Musikunterricht151
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
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 Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
 Lernprozesse selbständig steuern
 Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
 Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen
Ende führen
 Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch
organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
 In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
 Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken kön-
 Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier
weiterentwickeln
 Das diǹerenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
 Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
 Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten
 Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
 Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
3. LeistunǄsbewertunǄ
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche
zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter
und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Die BeurteilunǄ im Bereich des Instrumentalspiels (LernǄebiete 1 und 2) orientiert sich am
individuellen Lernfortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die
Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist. In den übriǄen Lernbereichen orientiert sich die BewertunǄ
an transparenten ErfahrunǄswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die
BeurteilunǄ ein.152
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
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4. QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende
Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Als Beispiel möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen,
Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, Ausführung), Formbewusstsein,
Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des gesellschaftlichen Stellenwertes
von Kunst.153
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
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Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach
instrumentenspezifischem Bedarf.
1. LernǄebiet: Instrumentalspiel
 Instrumentaltechnik
 Erarbeitungs- und
Übtechniken
 Körper und Atmung
 Textumsetzung
 Stilbewusstsein
 Interpretation
 Ausdrucksfähigkeit
 über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik
(Kompetenzstufe 3) verfügen.
 verschiedene Erarbeitungs- und
Übtechniken einsetzen.
 ihren Körper und ihre Atmung
bewusst und physiologisch
angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage
 einen musikalischen Text von
fortgeschrittenem
Schwierigkeitsgrad
(Kompetenzstufe 3) fehlerfrei
lesen, verstehen und umsetzen.
 sich über fortgeschrittene
stilistische Kenntnisse bezüglich
der für ihr Instrument wichtigsten
Stile und Epochen ausweisen.
 Klangvorstellungen differenziert
 die wichtigsten der für ein zu
erarbeitendes Musikstück
notwendigen interpretatorischen
Parameter formulieren.
 einen musikalischen Text
stilbewusst umsetzen und die
von ihnen gespielte Musik mit154
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
Seite 5 / 7
 Selbständigkeit,
persönlichem Ausdruck und
Engagement vortragen.
 Differenzen zwischen Intention
und Realisierung beim Musizieren
wahrnehmen und ihre eigene
Leistung beschreiben und
2. LernǄebiet: Musizierpraxis
 Stilistische Vielfalt
 Repertoireaufbau und -pflege
 Zusammenspielen
 Vorspielen
 Prima Vista-Spiel
 Improvisation
 Stegreifspiel
 auf die VertiefunǄ in zwei ausǄewählten
Epochen und Stilbereichen zurückblicken.
 ein vorspielreifes Repertoire von
mindestens drei Musikstücken aus
unterschiedlichen Stilen bzw.
Epochen vorweisen.
 sich über eine fortgeschrittene
Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder
einer Kammermusikformation
 an Musizierstunden und
öffentlichen Auftritten ihrer Schule
 sich musizierend und bei Bedarf
auch verbal an das jeweilige
Publikum richten.
 Musikstücke von einem für sie
mittelschweren
Anforderungsniveau (zwei
Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt
 verschiedene
instrumentalspezifisch sinnvolle
Improvi-sationsansätze und -
techniken erfolgreich anwenden.
 ihnen bekannte Melodien auf ihrem
Instrument nach Gehör in
verschiedenen Tonarten spielen.155
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
Seite 6 / 7
 AuswendiǄspiel
 Zukunftsperspektiven
 einen Teil ihres Repertoires
auswendig vortragen.
 über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen EntwicklunǄsperspektiven (FortsetzunǄ des Unterrichts, EnsembletätiǄkeit, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Auskunft Ǆeben.
3. LernǄebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaǄen
 Melodik
 Harmonik
 Rhythmik
 Klang
 komplexere Melodien ab Notentext
singen und spielen.
 Drei- und ausgewählte Vierklänge
und ihre Umkehrungen lesend und
hörend erkennen, singend und
instrumental realisieren.
 die harmonischen Hauptstufen
 komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
 KlanǄfarben diǹerenziert wahrnehmen,
verbal beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen.
4. LernǄebiet: Vertiefen instrumentenspezifischer Kenntnisse156
Lehrplan EF Instrumentalunterricht
Seite 7 / 7
 KomponistInnen, Hauptwerke
 Historisches Umfeldwissen
 Instrumentenkunde und -
 die wichtigsten biografischen
Daten und einige Hauptwerke der
von ihnen gespielten
KomponistInnen sowie der für ihr
Instrument wichtigsten
KomponistInnen benennen
(Repetition sowie Vertiefung in
zwei selbst gewählten Gebieten).
 die für ihr Instrument zentralen
Stile und Epochen der
Musikgeschichte benennen und
zeitlich einordnen und ihre
Hauptcharakteristika benennen.
 die bedeutendsten
KomponistInnen der richtigen
Epoche zuordnen (Repetition
sowie Vertiefung in zwei selbst
gewählten Gebieten).
 charakteristische Werke der für ihr
Instrument wichtigsten
KomponistInnen nach Gehör
hinsichtlich Stil bzw. Epoche
korrekt zuordnen (Repetition sowie
Vertiefung in zwei selbst gewählten
Gebieten).157
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Italienisch
Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel,
Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er träǄt dazu bei,
Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortunǄsbewusst mit
Sprache und mit Menschen fremder Kulturen umǄehen. Der Italienischunterricht vermittelt
mehr als die vier GrundfertiǄkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische WahrnehmunǄs- und UrteilsfähiǄkeit in der kreativen AuseinandersetzunǄ mit literarischen respektive nicht-literarischen Texten sowie im DialoǄ mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des LehrǄanǄes
verfüǄen sie über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die
es ihnen ermöǄlichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz
erleichtert den Austausch und die Zusammenarbeit besonders in den Bereichen BildunǄ und
Arbeit innerhalb und ausserhalb der LandesǄrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes- und
Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der Italienischunterricht einen wesentlichen BeitraǄ
zur mehrsprachiǄen und kulturell vielfältiǄen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse,
die NeuǄierde und die Sensibilität für die italienischsprachiǄen LandesreǄionen und die in der
Ǆanzen Schweiz wohnhaften italienischsprachiǄen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht leǄen überdies den Grundstein für ein anǄemessenes Verständnis der komplexen
Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit träǄt der Italienischunterricht zur allǄemeinen StudierfähiǄkeit bei.
Das GrundlaǄenfach Italienisch fördert besonders:
Reflexive FähiǄkeiten
 Sprache als Mittel zu Reflexion der eiǄenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
 Die eiǄene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
 Das eiǄene Lernen planen
 Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen loǄischen ZusammenhanǄ brinǄen158
 Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
 GeǄenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
 Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunǄ bereit sein
 Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständiǄen
 Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
 Ein Sprachbewusstsein entwickeln
 Ein verǄleichendes Sprachdenken aufbauen
Praktische FähiǄkeiten und IKT-Kompetenzen
 Wörterbücher und Lexika nutzen
 Korrekt mit Quellen und MedienerzeuǄnissen umǄehen
 Recherchen und TexterfassunǄ mittels Computer durchführen
 Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Kritisch und bewusst die neuen Medien und InformationstechnoloǄien nutzen
 Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie Ǆesellschaftliche und politische Aspekte
und ZusammenhänǄe entwickeln
 Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
3. QuerverbindunǄen zu verschiedenen Fächern, wie Geschichte, GeoǄraphie, Deutsch,
andere Fremdsprachen, Musik
Deutsch, Französisch, Spanisch, EnǄlisch, moderne Sprachen, Latein, Griechisch, Russisch: literarische Epochen, literarische GattunǄen (z. B. das Sonett), literarischer Transfer, Intertextualität, für mehrere Sprach- und Kulturräume Ǆesellschaftlich oder historisch relevante Themen (z.
B. JuǄend, Zweiter WeltkrieǄ, IndustrialisierunǄ, EmiǄration, Amerika, Renaissance), MehrsprachiǄkeit der Schweiz, SprachverǄleich (z. B. Vokabular, EtymoloǄie,
falsi amici, Syntax), Film
Geschichte: Epochen und historische EreiǄnisse (z. B. Römer, Kaiser und Päpste,
AufklärunǄ, Italienische EiniǄunǄ, WeltkrieǄe, Kolonialismus)
GeoǄrafie: IndustrialisierunǄ, Kolonialismus, Vulkanismus, Erdbeben, EmiǄration
Philosophie: ItalienischsprachiǄe Philosophen, Renaissance, Machiavelli
PsycholoǄie: PsycholoǄische Interpretation von literarischen Texten, Svevo, Trieste
(Freud)159
ReliǄion: KirchenǄeschichte, reliǄiöse DarstellunǄen und FraǄestellunǄen in der Literatur
und im Film, Stellenwert der ReliǄion in der heutiǄen italienischen Gesellschaft (Bräuche,
Traditionen, Dante)
Bildnerisches Gestalten: KunstǄeschichte, Text-Bild-BeziehunǄ, FilmǄeschichte und
Filmanalyse, Architektur, DesiǄn, Made in Italy
Musik: Sprache und Vokabular der Musik, vertonte Literatur (Libretti (z. B. Aida, RiǄoletto,
Don Giovanni), MusikǄeschichte, Oper
Wirtschaft und Recht: Armut, EmiǄration, aktuelle wirtschaftliche LaǄe, Banksprache und
italienische Konzerne (Benetton, Fiat)
Mathematik, Physik, Chemie, BioloǄie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem
BezuǄ (z. B. Majorana, Volta, Leonardo da Vinci), DarstellunǄ naturwissenschaftlicher
Phänomene in literarischen Texten
Sport: Vokabular des Körpers und der SpielreǄeln, Calcio (Sprache, PhänomenoloǄie und
Mentalität)
Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturǄische Struktur, Rhetorik,
literarische GattunǄen, kreativer UmǄanǄ mit Sprache160
Niveau: A1-A2
 Elementare morpholoǄische und
syntaktische Strukturen und ReǄeln,
z.B. Verbformen des Präsens, des
passato prossimo und des
imperfetto, PluralbildunǄ der Artikel, Nomen und Adjektive
 diese ǄrundleǄenden Bereiche des
Ǆrammatikalischen Basiswissens an-
 Grundwortschatz
 AlltaǄssituationen mit Hilfe eines
ausǄewählten und beǄrenzten Vokabulars problemlos meistern.
 ihren Grundwortschatz zu aus-
Ǆewählten Wortfeldern wie AlltaǄ,
Beruf, Freizeit, Reisen etc. in
selbständiǄer Arbeit festiǄen und erweitern.
 1000 Wörter (A1-A2) anwenden.
 SoziolinǄuistische Normen
 Übersetzen
 VerǄleichende Sprachanalyse
 die ǄrundleǄenden ReǄeln der Kommunikation (Anreden, BeǄrüssen,
Duzen und Siezen, mit Ausnahme
des höflichen Imperativs, usw.) in AlltaǄssituationen adäquat umsetzen.
 einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
 relevante Gemeinsamkeiten und Unter- schiede zwischen Mutter- und
Zielsprache erkennen.161
 Hören: einfache Texte, AlltaǄssituationen, Unterricht
 Lesen: einfache Texte, AlltaǄssituationen
 Sprechen: Rollenspiele, Unterrichts-
Ǆespräch
 Schreiben: z.B. DialoǄe, Postkarten
 einfache Texte (im Lehrmittel) verstehen und deren Inhalt wiederǄe-
 einfache AnweisunǄen und Erklärun-
Ǆen verstehen sowie AlltaǄsǄesprächen folǄen.
 einfache Texte (Speisekarten, Fahrpläne, MitteilunǄen und Wetterbericht, einfache literarische Texte, z.B.
Mafia, amore e polizia) phonetisch
korrekt vorlesen und verstehen.
 sich kurz vorstellen und einfache AlltaǄsǄespräche führen.
 Personen und Situationen in einfachen Worten anǄemessen beschrei-
 kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und DialoǄe); Personen und Situationen in einfachen Worten anǄemessen beschreiben.
 LesestrateǄien: einfache zeit-
Ǆenössische Texte aus dem Lehrmittel und didaktisierte Texte
 einfache Texte verstehen und deren
Inhalt wiederǄeben; s. auch 2. Lern-
Ǆebiet, Lesen.
 die italienischsprachiǄen Gebiete
der Schweiz benennen und die
WichtiǄkeit dieser Gebiete resp. der
italienischen Sprache für die
Schweiz erkennen.
 elementare ǄeoǄraphische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens
(ReǄionen, Provinzen, Städte, Flüsse
usw.) anwenden.
 je nach persönlichem Interesse über
unterschiedliche Aspekte der italienischsprachiǄen Welt (Musik, Kunst,
Architektur, GeoǄraphie, Land und162
Leute usw.) elementar Auskunft Ǆe-
 den Inhalt ausǄewählter stufenǄerechter
Canzoni und Filmsequenzen
im Grossen und Ganzen verstehen.163
Niveau: A1-A2
 Weiterführende morpholoǄische und
syntaktische Strukturen und ReǄeln,
z.B. AnwendunǄ des
imperfetto,
passato prossimo und
trapassato prossimo, Formen und Gebrauch des
futuro und des
condizionale, Passiv,
Pronomen, Adjektiv und Adverb
 anspruchsvollere Ǆrammatikalische
Kenntnisse anwenden.
 Grund- und Aufbauwortschatz
 Klassenvokabular (besonders im ZusammenhanǄ mit Lektüre)
 einfache ReǄeln der WortbildunǄ in
die Praxis umsetzen.
 BeǄriffe einfach umschreiben.
 ausǄewählte typische Redewendun-
Ǆen verwenden.
 2000 Wörter aktiv und korrekt an-
 EinführunǄ in den Gebrauch von
Hilfsmitteln
 Wortfeldarbeit
 Übersetzen
 Wörterbücher (auch elektronische)
kompetent verwenden.
 semantische StrateǄien (Synonyme,
Antonyme, Wortfamilien usw.) zur
FestiǄunǄ und ErweiterunǄ ihres
Wortschatzes entwickeln und einset-
 anspruchsvollere Sätze aus ihrer
Muttersprache ins Italienische über-
Die Schülerinnen und Schüler können164
 Hören: DialoǄe und OriǄinalaussa-
Ǆen oder ausǄewählte
Canzoni bzw.
Filme, komplexere Unterrichtssprache
 Sprechen: Rollenspiele, Unterrichts-
Ǆespräch, erste einfache VorträǄe
 Lesen: vereinfachte und einfache
Texte
 Schreiben: Briefe, E-Mails (Privatkorrespondenz) sowie ZusammenfassunǄen und StellunǄnahmen
 ausǄewählte einfachere Dokumente
im Wesentlichen verstehen.
 zunehmend zusammenhänǄend
sprechen, sich spontan unterhalten,
sich vorstellen, über Hobbys, Interessen und ErfahrunǄen sprechen,
kurze Geschichten erzählen.
 einfachere Referate zu verschiedenen Themen halten, u.a. zu wichtiǄen
Namen und BeǄriffen der italienischsprachiǄen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft
usw.).
 den Inhalt von Büchern und Filmen
zusammenfassend wiederǄeben und
die eiǄene MeinunǄ dazu äussern.
 KurzǄeschichten, kleine Romane, Artikel aus ZeitunǄen und Zeitschriften
 Texte zu vertrauten Themen verfas-
 LiteraturǄeschichte: didaktisierte
Texte und KurzǄeschichten in OriǄinalfassunǄ, z.B. Calvino
 AusǄewählte literaturǄeschichtliche
Kenntnisse
 FiǄuren und ihre BeziehunǄen untereinander analysieren, HandlunǄsmotive und deren Konsequenzen für die
HandlunǄ erklären.
 erste wichtiǄe Namen der italienischsprachiǄen Literatur einordnen.
 Ǆesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu eine eiǄene MeinunǄ äussern.
 zu einiǄen bedeutenden Vertretern
der italienischen Musik und des italienischen Films einen persönlichen
BezuǄ herstellen und zum Ausdruck
brinǄen.165
Niveau: A2-B1
 Komplexere morpholoǄische und
syntaktische Strukturen und ReǄeln,
z.B. Formen und AnwendunǄ des
conǄiuntivo und
concordanza dei
tempi
 vertiefte Ǆrammatikalische Kenntnisse anwenden.
 Themen- und textbezoǄener Aufbauwortschatz
 Wortfamilien
 Synonyme und Antonyme
 nebst dem Grundwortschatz einen
erweiterten Wortschatz zu aus-
Ǆewählten Bereichen anwenden und
diesen selbständiǄ festiǄen.
 2500 Wörter (B1) aktiv und korrekt
 Stil und ReǄister
 VerwendunǄ von Hilfsmitteln
 Übersetzen
 verschiedene Sprachebenen identifizieren.
 Ǆewisse AbweichunǄen von der
Standardsprache erkennen.
 sich notwendiǄe Informationen aus
ver-schiedenen Quellen beschaffen.
 komplexe Sätze aus der Muttersprache ins Italienische übersetzen.166
 Hören: OriǄinalbeiträǄe (Radio- oder
Fernsehnachrichten) oder Spielfilme
 Sprechen: Diskussionen, VorträǄe zu
literarischen und nicht-literarischen
 Lesen: verschiedene TextǄattunǄen
(Novellen, KurzǄeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti)
 Schreiben: unterschiedliche Textsorten, z.B. arǄumentative und fiktionale
Texte, SchreibstrateǄien
 den Gesprächen und GedankenǄänǄen von Muttersprachlichen
im Wesentlichen folǄen und sie sinn-
Ǆemäss verstehen.
 spontan und klar die eiǄene MeinunǄ
 sich zu diversen Themen äussern
(VorbereitunǄ auf eine allfälliǄe MaturitätsprüfunǄ).
 Texte lesen und verstehen.
 sich selbständiǄ mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen
(VorbereitunǄ auf eine allfälliǄe MaturitätsprüfunǄ).
 Briefe, BuchbesprechunǄen und
kürzere Aufsätze verfassen.
 Methoden der Literaturanalyse und
 GrundbeǄriffe der Literaturanalyse,
z.B. FiǄur, Erzählsituation, elementare
rhetorische FiǄuren
 LiteraturǄeschichte: Kurztexte,
ErzählunǄen, Romane des 20. bis 21.
Jahrhunderts mittleren SchwieriǄkeitsǄrades z.B. GinzburǄ, Moravia,
Benni, Pirandello, Baricco
 einen anǄemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische
Werke zu analysieren und zu inter-
 HandlunǄsablauf, FiǄurenkonstellation, Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren
BedeutunǄ erklären.
 sich selbständiǄ mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.
 einiǄe wichtiǄe Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21.
Jahrhunderts benennen, verstehen
und einordnen.
 ausǄewählte Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens
 sich die BedeutunǄ der italienischen
EinwanderunǄ und deren Auswirkun-
Ǆen auf die Schweizer Gesellschaft167
bewusst machen.
 sich zum Inhalt von ZeitunǄsartikeln,
Canzoni, Filmen etc. äussern und
dazu StellunǄ nehmen.168
Niveau: B1-B2
 Komplexe morpholoǄische und syntaktische Strukturen und ReǄeln, z.B.
Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen,
das Verb und seine ErǄänzunǄen
 selbständiǄ die ReǄeln der italienischen Sprache repetieren, auch im
Hinblick auf die MaturitätsprüfunǄen.
 Erweiterter Wortschatz
 VernetzunǄ des Wortschatzes, z.B. in
Wortfamilien, Synonyme und Antonyme, Definitionen, Paraphrasen etc.
 ihren Wortschatz selbständiǄ festi-
Ǆen und vertiefen, auch im Hinblick
auf die MaturitätsprüfunǄen.
 den Wortschatz differenzieren und
den neu erlernten Wortschatz an-
 mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der Ǆleichen Wortfamilie erschliessen.
 mindestens 3000 Wörter (B2) aktiv
und korrekt anwenden.
 Stil und ReǄister
 Selbstkorrektur
 Rhetorik
 Übersetzen
 unterschiedliche Sprachebenen
identifizieren.
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
 Ǆebräuchliche rhetorische AbweichunǄen von der Standardsprache
 Sätze auf dem SchwieriǄkeitsniveau
einer MaturitätsprüfunǄ aus ihrer
Muttersprache ins Italienische übersetzen.169
 Hören: authentische, relativ schnell
Ǆesprochene RedebeiträǄe, komplexe Präsentationen
 Sprechen: RedebeiträǄe zu verschiedenen allǄemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen, z.B.
Gespräch mit ItalienischsprachiǄen,
komplexere VorträǄe zu literarischen
(Maturalektüre) und nicht-literarischen Themen
 Lesen
 Schreiben: Aufsätze, ErörterunǄen,
Kommentare, StellunǄnahmen, Briefe
 reǄional oder dialektal Ǆefärbtes Italienisch identifizieren.
 authentischen RedebeiträǄen weit-
Ǆehend mühelos folǄen.
 länǄere, komplexe Präsentationen
 das UnterrichtsǄespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.
 sich sach-, adressaten- und situationsǄerecht ausdrücken.
 die eiǄene MeinunǄ und Gefühle
spontan und fliessend äussern.
 sich zu diversen Themen Ǆewandt
und kompetent äussern.
 sich mittels individueller Lektüren
selbständiǄ auf allfälliǄe MaturitätsprüfunǄen vorbereiten.
 ausǄewählte Texte früherer Epochen
(mit Hilfsmitteln) selbständiǄ lesen
und zusammenfassen.
 komplexe, länǄere Texte verfassen,
auch als VorbereitunǄ auf die schriftlichen MaturitätsprüfunǄen.
 Methoden der Literaturanalyse und
 LiteraturǄeschichte: Texte aller GattunǄen, auch aus Epochen vor dem
20. Jahrhundert (exemplarisch), z.B.
Dante, Goldoni, Manzoni
 Literatur- bzw. kulturǄeschichtlicher
Kontext
 La
civiltà italiana: typische kulturelle
GeǄebenheiten der italienischsprachiǄen Welt, z.B. Stereotypen der
italianità, EinwanderunǄ; wichtiǄe
Epochen der italienischen Geschichte, z.B.
Rinascimento,
 ausǄewählte Ansätze der Textinterpretation anwenden.
 wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.
 Texte aus Epochen vor dem 20.
Jahrhundert anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln erkennen und analysieren.
 den literatur- bzw. kulturǄeschichtlichen Kontext eines Textes mit eiǄenen Worten wiederǄeben und den
BezuǄ zum Text erläutern.
 ausǄewählte Aspekte der170
RisorǄimento,
Questione Meridionale,
Fascismo,
Berlusconismo
italienischsprachiǄen Welt kontextualisieren und erörtern, z.B. in den Bereichen Kunst, Architektur, Film (bedeutende ReǄisseure), Musik.171
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Mathematik mit basalen Kompetenzen
1. Überfachliche Kompetenzen
Das GrundlaǄenfach Mathematik fördert besonders:
 Können ausdauernd, konzentriert und zuverlässiǄ arbeiten, und sie wissen um die NotwendiǄkeit Wissenslücken immer sofort zu schliessen.
 Können den Grad an Sicherheit von AussaǄen kritisch beurteilen. Insbesondere ist
ihnen klar, wie VermutunǄen entstehen und überprüft werden können, was beweisende
und widerleǄende ArǄumente sind und dass die Sicherheit von AussaǄen stets relativ
zu den im System vereinbarten Axiomen und ReǄeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet.
 Gehen vorurteilslos auf ArǄumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem
eiǄenen Denken. Es ist überdies ihr AnlieǄen, andere bei der Suche nach Einsicht und
wichtiǄen Erkenntnissen tatkräftiǄ zu unterstützen.
 Beherrschen die universelle, unzweideutiǄe und strenǄ formalisierte Sprache der Mathematik und traǄen damit zur VermeidunǄ von Missverständnissen und zur reibunǄslosen VerständiǄunǄ in der wissenschaftlichen Welt bei.
 Sind in der LaǄe, UmǄanǄssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und
verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.
 Setzen unterstützende TechnoloǄie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von
Informatikmitteln (z.B. ǄrafikfähiǄe Taschenrechner, Computer AlǄebra Systeme), von
FormelsammlunǄen und von AlǄorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen inteǄrierender Bestandteil.
 Erleben die Mathematik als ProblemlösunǄsmethode, als Instrument zur ModellierunǄ172
von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur ErarbeitunǄ von LösunǄen zu
Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie beǄeǄnen der Mathematik mit Interesse, schon desweǄen, weil sie um die BedeutunǄ wissen.
 Sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und die mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit
und Selbstvertrauen zu lösen.
2. QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
Die QuerverbindunǄen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische FormalisierunǄen, ModellbildunǄen, Simulationen und Berechnun-
Ǆen zur AnwendunǄ. Beispiele: Datenanalyse, ReǄression, SchwinǄunǄen, OptimierunǄ, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern Ǆibt es vielfältiǄe QuerbezüǄe. Beispiele: Töne und KlanǄsynthese, Kunst
und Architektur, DarstellunǄ räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, LoǄik und
Philosophie, historisch-oriǄinale BeǄeǄnunǄen oder AlǄorithmen in den unterschiedlichsten
Bereichen.173
1. LernǄebiet: Zahlen
Zahlbereiche  Resultate mit ÜberschlaǄsrechnunǄen schätzen, mit sinnvoller
GenauiǄkeit anǄeben und auf
Plausibilität prüfen.
 natürliche, Ǆanze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen
und unterscheiden.
 einfache mathematische Symbole
Primzahlen  definieren, was Primzahlen sind
und die wichtiǄsten EiǄenschaften
von Primzahlen benennen.
Irrationalität  zeiǄen, dass es irrationale Zahlen Ǆibt
und diese als nichtabbrechende, nichtperiodische Dezimalzahlen charakterisie-
Aus der Bezirksschule:
Zahlen  einfache KopfrechnunǄen ausführen und beherrschen die KlammerreǄeln.
 einfache RechnunǄen mit Brüchen
(+,-,∙,:) ausführen.
 einfache ProzentaufǄaben lösen
und den direkten Dreisatz174
 einfache loǄische ArǄumentationen über natürliche, Ǆanze, rationale, irrationale und reelle Zahlen
(z.B. Teilbarkeit, Ǆerade/unǄerade
Ǆrösser/kleiner) führen.
2. LernǄebiet: Funktionen
Der BeǄriff der
„Funktion“
 erklären, was man unter einer
Funktion versteht.
 einfache Merkmale eines Graphen
erkennen (Nullstellen, y-Achsenabschnitt, Positivität/NeǄativität,
Monotonie, Symmetrien).
 erklären, welche formalen VeränderunǄen des Funktionsterms welche VeränderunǄen des Graphen
nach sich ziehen.
 insbesondere die Notation y=f(x)
korrekt verwenden.
 das zweidimensionale kartesische
Koordinatensystem korrekt benut-
 eine Funktion Ǆraphisch darstellen
(mithilfe einer Wertetabelle).
 die TermdarstellunǄ einer Funktion
anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
 unterschiedliche
Schreibweisen von
Funktionszuordnun-
Ǆen benutzen.
 Funktionen auswerten und Ǆrafisch dar-
Lineare Funktionen
 lineare Funktionen
als Geraden Ǆrafisch
 die SteiǄunǄ und den
SteiǄunǄswinkel einer Geraden anǄe-
 die GleichunǄ der
Geraden aufstellen,
wenn zwei Punkte
oder ein Punkt und175
die SteiǄunǄ ǄeǄeben sind.
Quadratische
Funktionen
 quadratische Funktionen als Parabeln
Ǆrafisch darstellen.
 den Scheitelpunkt
einer Parabel bestim-
 die GleichunǄen verschobener, axial Ǆestreckter und ǄespieǄelter Parabeln
aufstellen.
3. LernǄebiet: GleichunǄen
GleichunǄen
und GleichunǄssysteme
 erklären, was man unter einer LösunǄ einer GleichunǄ (auch mit
mehreren Unbekannten) versteht
und LösunǄen rechnerisch nach-
 erklären, was man unter einer LösunǄ eines GleichunǄssystems
versteht und LösunǄen rechnerisch nachprüfen
 verschiedene Typen von GleichunǄen unterscheiden.
Lineare GleichunǄen
 ǄeeiǄnete in Texten vorlieǄende
ProblemstellunǄen durch GleichunǄen formalisieren und lösen.
 lineare GleichunǄen lösen.
Lineare GleichunǄssysteme
 das Prinzip der Elimination von
Unbekannten in GleichunǄssysteme erläutern
 lineare 2x2-GleichunǄssysteme
mit verschiedenen Methoden lösen (z.B. GleichsetzunǄsmethode,
Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander
verǄleichen.
 lineare 2x2-GleichunǄssysteme
 GleichunǄen und
GleichunǄssysteme
äquivalent umfor-
 Methoden zur LösunǄ linearer GleichunǄssysteme erklären und anwen-
 lineare176
Ǆeometrisch interpretieren und
ihre LösunǄsmenǄen Ǆrafisch dar-
 die Lösbarkeit von linearen GleichunǄssystemen untersuchen.
 ǄeeiǄnete in Texten vorlieǄende
ProblemstellunǄen durch lineare
GleichunǄssysteme formalisieren
und lösen.
GleichunǄssysteme
mit drei Unbekannten auflösen und Ǆeometrisch interpre-
Quadratische
GleichunǄen
 quadratische GleichunǄen mit verschiedenen Methoden lösen (FaktorzerleǄunǄ, AuflösunǄsformel)
und diese miteinander verǄleichen
in BezuǄ auf ihre Effizienz.
 die Anzahl der LösunǄen einer
quadratischen GleichunǄ bestim-
 einfache GleichunǄen mit Wurzel-
und Bruchtermen lösen und
ScheinlösunǄen erkennen.
 erklären, was eine
quadratische GleichunǄ ist.
 einen quadratischen
Term in Linearfaktoren zerleǄen.
 die LösunǄen der
quadratischen GleichunǄ in ZusammenhanǄ mit den Nullstellen der quadratischen Funktion brin-
4. LernǄebiet: Geometrie
Strahlensätze
und Ähnlichkeit
 in entsprechenden Ǆeometrischen
FiǄuren die Strahlensätze oder
Ähnlichkeit erkennen und anwen-
Ähnlichkeit  den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und KonǄruenz erklären.
 in entsprechenden Ǆeometrischen
FiǄuren die Strahlensätze oder
Ähnlichkeit erkennen und anwen-
 die bestimmten Elemente einer zentrischen StreckunǄ
 mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken Beweise führen.177
Aus der Bezirksschule:
Satz de Pytha-
Ǆoras
 den Satz des PythaǄoras erklären
1. LernǄebiet: Zahlen
PotenzǄesetze  die PotenzǄesetze in einfachen
Beispielen anwenden.
 die Grundrechenoperationen und die
PotenzǄesetze zur
UmformunǄ von Termen anwenden.
 die WirkunǄ von rationalen Exponenten
in Potenzen erklären.
LoǄarithmen  erklären, wie der LoǄarithmus definiert ist.
 die LoǄarithmusǄesetze in einfachen Beispielen anwenden.
 LoǄarithmusǄesetze
anwenden und LoǄarithmen zu beliebi-
Ǆen Basen berech-
2. LernǄebiet: Funktionen
Funktionsbe-
Ǆriff allǄemein
 Funktionale ZuordnunǄen erkennen, typisieren und rechnerisch
bearbeiten.178
 verschiedene DarstellunǄsformen
von Funktionen miteinander ver-
Ǆleichen
 die TermdarstellunǄ einer Funktion
anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
Potenzfunktio-
 Potenzfunktionen an
ihrer Ǆrafischen DarstellunǄ erkennen.
Exponentialfunktionen
 die TermdarstellunǄ einer Exponentialfunktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).
 exponentielle Wachstums- und
Zerfallsprozesse durch ǄeeiǄnete
Funktionen modellieren.
 das exponentielle
Wachstum in verschiedenen Bereichen anwenden (z.B.
KapitalentwicklunǄ
mit Zinseszins).
 die BedeutunǄ der
Euler‘schen Zahl e
Umkehrfunktionen
 die BedinǄunǄen dafür anǄeben, dass die
UmkehrunǄ einer
Funktion wieder eine
Funktion ist
 zu ǄeǄebenen Funktionen Umkehrfunktionen bestimmen.
 die BeziehunǄ der
Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklä-
LoǄarithmusfunktionen
 eine LoǄarithmusfunktion als Umkehrfunktion einer Exponentialfunktion er-
TriǄonometrische Funktio-
 die triǄonometrischen Funktionen
für beliebiǄe Winkel Ǆraphisch
darstellen und ihre Periodizität er-
 den ZusammenhanǄ zwischen der
Definition am Einheitskreis und
den Graphen der triǄonometrischen Funktionen erklären.179
3. LernǄebiet: GleichunǄen
Exponential-
ǄleichunǄen
 einfache ExponentialǄleichunǄen
 ǄeeiǄnete in Texten vorlieǄende
ProblemstellunǄen durch GleichunǄen formalisieren und lösen.
 erklären, was man unter einer LösunǄ einer ExponentialǄleichunǄ
versteht und LösunǄen rechnerisch nachprüfen.
 ExponentialǄleichun-
Ǆen mit Hilfe von Lo-
Ǆarithmen lösen.
 die VerdoppelunǄszeit bzw. die Halbwertszeit bei Exponentialfunktionen be-
LoǄarithmus-
ǄleichunǄen
 erklären, was man unter einer LösunǄ einer LoǄarithmusǄleichunǄ
versteht und LösunǄen rechnerisch nachprüfen.
 einfache LoǄarithmusǄleichunǄen
TriǄonometrische Gleichun-
Ǆen
 einfache triǄonometrische GleichunǄen lösen.
 alle Winkel zum vor-
ǄeǄebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden.
4. LernǄebiet: Geometrie
weitere fachliche Kompetenzen:
Die Schülerinnen und
Schüler können
TriǄonometrie  die triǄonometrischen Funktionen im
rechtwinkliǄen Dreieck erklären sowie
LänǄen und Winkel im rechtwinkliǄen
Dreieck berechnen.
 die DarstellunǄ der triǄonometrischen
Funktionswerte am Einheitskreis (als
Koordinaten) erklären.
 die triǄonometrischen Funktionswerte
für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel
 SeitenlänǄen
und Winkel von
allǄemeinen
Dreiecken berechnen.180
 die BeziehunǄen sinଶ(x) + cosଶ(x) = 1
und tan(x) = ୱ୧୬ (୶)
ୡ୭ୱ (୶) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden.
 Winkel im Gradmass und im BoǄenmass messen und sicher damit umǄe-
Vektoren  den BeǄriff des „Vektors“ erklären.
 einen Vektor Rଶ bzw. Rଷ als Ǆeordnetes
Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen
und Ǆeometrisch in der Ebene bzw. im
Raum deuten.
 die Norm eines Vektors im Rଶ bzw. Rଷ
berechnen und Ǆeometrisch deuten.
 Vektoren im Rଶ bzw. Rଷ rechnerisch wie
Ǆeometrisch addieren und subtrahie-
 Vektoren des Rଶ bzw. Rଷ mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat Ǆeometrisch deuten.
 in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in TeilǄrössen zerleǄen bzw. zu einer GesamtǄrösse addieren.
 einen Vektor im Rଶ rechnerisch und Ǆeometrisch als Linearkombination zweier
vorǄeǄebenen Vektoren darstellen.
 in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in TeilǄrössen zerleǄen bzw. zu einer GesamtǄrösse addieren.
 das Skalarprodukt zwischen zwei Vektoren im Rଶ bzw. Rଷ berechnen.
 den Winkel zwischen zwei Vektoren
des Rଶ bzw. Rଷ mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen.181
1. LernǄebiet: Zahlen
ZahlenfolǄen  die Korrektheit einer Formel für
eine ǄeǄebene FolǄe überprüfen.
 Summenzeichen benutzen.
 die explizite und die
rekursive Definition
einiǄer ZahlenfolǄen
aufschreiben.
 erklären, was eine
Reihe ist.
Arithmetische
FolǄe
 ZahlenfolǄen, welche eine lineare
EntwicklunǄ zeiǄen, erkennen und
 arithmetische FolǄen
erster OrdnunǄ den
linearen Funktionen
zuordnen sowie ihre
Glieder und Teilsummen berechnen.
Geometrische
FolǄen
 ZahlenfolǄen, welche eine exponentielle EntwicklunǄ zeiǄen, erkennen und unterscheiden.
 Ǆeometrische FolǄen
den exponentiellen
Funktionen zuordnen
sowie ihre Glieder
und Teilsummen be-
 den Barwert bei periodischen ZahlunǄen
in der Finanzmathematik.
Grenzwerte
von Zahlenfol-
Ǆen
 den Grenzwert einer konverǄenten ZahlenfolǄe als diejeniǄe Zahl
verstehen, welcher sich die Fol-
ǄenǄlieder beliebiǄ Ǆenau annähern.
 einfache diverǄente ZahlenfolǄen
 in einfachen Beispielen die KonverǄenz bzw. DiverǄenz einer ZahlenfolǄe erkennen.
 an Beispielen erklären, dass die Summe
unendlich vieler
Summanden endlich
sein kann.
 die BeǄriffe „konver-
Ǆent“, „diverǄent“
und „Grenzwert“ er-
 die Grenzwerte eini-
Ǆer konverǄenter
ZahlenfolǄen kennen.182
2. LernǄebiet: Analysis
Grenzwerte
von Funktio-
 Grenzwerte von
Funktionen berech-
 die im ZusammenhanǄ mit Grenzwerten wichtiǄsten Notationen anwenden.
 ErkennunǄsmerkmale für stetiǄe
Funktionen anǄeben.
Der BeǄriff der
„AbleitunǄ“
 die AbleitunǄ als TanǄentenstei-
ǄunǄ, d.h. als Grenzwert von SekantensteiǄunǄen interpretieren.
 die AbleitunǄ als momentane ÄnderunǄsrate erklären.
 zu einem ǄeǄebenen
FunktionsǄraphen
qualitativ richtiǄ den
Graphen der AbleitunǄsfunktion zeich-
Rechnen mit
AbleitunǄen
 die AbleitunǄ als Differenzenquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren.
 die AbleitunǄen elementarer Funktionen, wie etwa x୬, xି ୬ , e୶, ln(x),
sin(x) oder cos(x) anǄeben.
 die Summen-, Faktor-, Produkt-,
Quotienten- und KettenreǄel auf
einfache Funktionen anwenden.
 Polynome a୬x୬ + a୬ିଵ x୬ିଵ + ⋯ +
aଵx + a଴ mit Hilfe der Summen-
und der FaktorreǄel ableiten.
 die allǄemeine Exponentialfunktion a୶ = e୪୬(ୟ)∙୶ mit Hilfe der KettenreǄel.
 die GleichunǄ einer TanǄente an
FunktionsǄraphen aufstellen.
 AbleitunǄen mit Hilfe
von Differentialquotienten berechnen.
 Summen, Produkte
und Quotienten von
Funktionen sowie zusammenǄesetzte
Funktionen ableiten.
 die notwendiǄen und
hinreichenden BedinǄunǄen für relative Extrema und
Wendepunkte von
FunktionsǄraphen
AusǄezeichnete
 die Graphen von elementaren
Funktionen wie etwa x୬, xି ୬, e୶,
 Intervalle berechnen,
auf denen der183
Kurvenpunkte ln(x), sin(x) oder cos(x) skizzieren.
 die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötiǄ mit Elementen
einer Kurvendiskussion.
FunktionsǄraph monoton wächst oder
fällt bzw. links- oder
rechtsǄekrümmt ist.
Extremwertprobleme
 einfache OptimierunǄsaufǄaben
ohne und mit einer Nebenbedin-
ǄunǄ lösen.
 in anǄewandten Auf-
Ǆaben Extremwerte
weitere AnwendunǄen
der DifferentialrechnunǄ
 Parameter in FunktionsǄleichunǄen aus
ǄeǄebenen Bedin-
ǄunǄen bestimmen.
 Schnittwinkel von
FunktionsǄraphen
 die DifferentialrechnunǄ zur ProblemlösunǄ in verschiedenen WissensǄebieten einsetzen.
3. LernǄebiet: VektorǄeometrie
Punkt, Gerade,
Ebene
 mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden
und Ebenen be-
 räumliche Situationen anschaulich dar-
 dreidimensionale
DarstellunǄen inter-
 die Ebene im Raum
mit Hilfe einer KoordinatenǄleichunǄ
GeǄenseitiǄe
LaǄe
 die ǄeǄenseitiǄe
LaǄe von Geraden
und Ebenen beschreiben.184
Schnittprobleme
 Schnittpunkte und
Schnittwinkel von
Geraden und Ebenen
berechnen.185
1. LernǄebiet: Analysis
Der BeǄriff des
„InteǄrals“
 den Hauptsatz der Differential-
und InteǄralrechnunǄ (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und
ihn zur BerechnunǄ einfacher bestimmter InteǄrale einsetzen.
 mithilfe des Hauptsatzes der Differential- und InteǄralrechnunǄ
(Fundamentalsatz der Analysis)
den ZusammenhanǄ zwischen InteǄrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte
InteǄrale berechnen.
 das bestimmte InteǄral als Grenzwert einer Summe definie-
 das unbestimmte InteǄral als MenǄe aller
Stammfunktionen
BerechnunǄ
von InteǄralen
 Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen x୬, xି ୬ , e୶, ln(x),
sin(x) oder cos(x) anǄeben.
 einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen-,
und der FaktorreǄel inteǄrieren.
 die wichtiǄsten InteǄrationsreǄeln an-
NäherunǄsverfahren
 einen AlǄorithmus,
der bestimmte InteǄrale approximativ berechnet, anǄeben
Flächen- und
Rauminhalte
 endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen be-
 mit dem bestimmten
InteǄral Flächeninhalte berechnen.
 das Volumen von Rotationskörpern be-
AnwendunǄen
der InteǄralrechnunǄ
 bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem AnfanǄswert und ihrer ÄnderunǄsrate bestimmen.
 die InteǄralrechnunǄ
zur ProblemlösunǄ in
den verschiedenen
WissensǄebieten
einsetzen.186
2. LernǄebiet: Stochastik
Kombinatorik  die AdditionsreǄel und die MultiplikationsreǄel anwenden.
 Summenzeichen und Fakultäten
 die wichtiǄsten DarstellunǄsformen (Tabelle, BalkendiaǄramm,
KreisdiaǄramm, HistoǄramm, KurvendiaǄramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und verǄlei-
 die ǄänǄiǄen Kennzahlen der LaǄe
und der StreuunǄ (arithmetisches
Mittel, Median, Modus, StandardabweichunǄ) interpretieren,
verǄleichen und für kleine Datensätze berechnen.
 die Anzahl MöǄlichkeiten berechnen,
wenn eine Anzahl
von Elementen auf
eine Anzahl von Plätzen anǄeordnet wird,
mit oder ohne BerücksichtiǄunǄ der
ReihenfolǄe.
 die wichtiǄsten DarstellunǄsformen von
Statistiken beschrei-
Der BeǄriff der
„Wahrscheinlichkeit“
 charakterisieren, was man unter einem „Zufallsexperiment“ versteht.
 erklären, was man unter der relativen HäufiǄkeit und was man unter
der Wahrscheinlichkeit eines EreiǄnisses versteht.
 abhänǄiǄe und unabhänǄiǄe EreiǄnisse
BerechnunǄ
von Wahrscheinlichkei-
 Wahrscheinlichkeiten mit GleichverteilunǄ berechnen.
 bedinǄte Wahrscheinlichkeiten
 bei mehrstufiǄen
Versuchen Baumdia-
Ǆramme zeichnen
oder Mehrfeldertafeln einsetzen.
 das GeǄenereiǄnis
WahrscheinlichkeitsverteilunǄ
 erklären, was man unter einer ZufallsǄrösse und was man unter einer VerteilunǄ versteht.
 die BinomialverteilunǄ erklären
und anwenden
 den Einsatzbereich der NormalverteilunǄ erklären und die
Gauss‘sche Glockenkurve187
 die Grundidee von Vertrauensintervallen beschreiben.
3. LernǄebiet: VektorǄeometrie
Vektorprodukt  Normalen und Normalenebenen anǄeben können.
 das vektorielle Produkt definieren und
Abstandsprobleme
 den Abstand zwischen zwei Punkten im Rଶ bzw. Rଷ berechnen.
 Abstände zwischen
Punkten, Geraden
und Ebenen berech-
Kreis und Ku-
Ǆel
 Kreise in der Grundebene und KuǄeln im
Raum mit KoordinatenǄleichunǄen be-
 eine TanǄentialebene an eine KuǄel
in einem KuǄelpunkt
Flächen- und
Rauminhalt
 Flächeninhalte von
räumlichen Dreiecken berechnen.
 Rauminhalte von Tetraedern berechnen.188
Lehrplan EF Mathematik
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Anwendungen der Mathematik
1. LernǄebiet: DiǹerentialǄleichunǄen
Definition  erklären, was eine DiǹerentialǄleichunǄ
 nachvollziehen, dass eine GleichunǄ
auch Funktionen als LösunǄen haben
kann.
Interpretation  DiǹerentialǄleichunǄen klassifizieren
(OrdnunǄ, Ǆewöhnlich, homoǄen und
inhomoǄen, linear, nicht-linear).
 Erklären, dass viele VorǄänǄe in der
Natur und Gesellschaft mit Hilfe von
DiǹerentialǄleichunǄen beschreibbar
sind.
 In einfachen ProblemstellunǄen die
Methode der Variablenseparation und
die Methode der Variation der Konstanten anwenden.
Lineare DiǹerentialǄleichunǄ erster OrdnunǄ
 lineare DiǹerentialǄleichunǄen erster
OrdnunǄ mit konstanten KoeǺzienten
RichtunǄsfeld und Kurvenschar  ǄeeiǄnete DiǹerentialǄleichunǄen mit
RichtunǄsfeldern Ǆeometrisch be-
Approximatives LösunǄsverfahren  einen AlǄorithmus anǄeben, der ein
AnfanǄswertproblem näherunǄsweise
löst.189
Lehrplan EF Mathematik
ModellbildunǄ  nachvollziehen, dass bei der ModellierunǄ der Wirklichkeit VereinfachunǄen
notwendiǄ sind.
 einiǄe Probleme aus der Physik oder
aus anderen Wissenschaften mit Hilfe
von DiǹerentialǄleichunǄen darstellen
und lösen.
2. LernǄebiet: Lineare AlǄebra
Matrizen  erklären, was Matrizen sind.
 Matrizen nach den BeǄriǹen „Einheitsmatrix“, „Dreiecksmatrix“, „DiaǄonalmatrix“, „transponierte Matrix“ und „reǄuläre Matrix“ unterscheiden.
Matrixoperationen  Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren RanǄ anǄeben und die
Determinante berechnen.
 Matrizen zum Lösen von linearen GleichunǄssystemen einsetzen.
EiǄenwerte und EiǄenvektoren  EiǄenwerte und EiǄenvektoren von
Matrizen bestimmen und deuten
AnwendunǄen der MatrizenrechnunǄ  Matrizen zur LösunǄ anǄewandter Auf-
Ǆaben einsetzen (z.B. stochastische
Prozesse, PopulationsentwicklunǄen).
AǺne AbbildunǄen  AǺnitäts-, Ähnlichkeits- und KonǄruenzabbildunǄen mit Hilfe von Matrizen
3. LernǄebiet: Komplexe Zahlen
i  die komplexe Einheit definieren.
kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten  verschiedene Schreibweisen für
komplexe Zahlen anwenden.
Gauss’sche Zahlenebene  komplexe Zahlen in der
Gauss’schen Zahlenebene darstellen.190
Lehrplan EF Mathematik
Grundoperationen  die Grundoperationen auf die
komplexen Zahlen anwenden
und Ǆeometrisch interpretieren.
GleichunǄen  im Komplexen GleichunǄen lösen (Einheitswurzeln, quadratische GleichunǄen).
Polynome  reelle Polynome vollständiǄ in
reelle Faktoren zerleǄen.
Eulerformel  komplexe Zahlen mit Hilfe der
Euler’schen Zahl e darstellen.191
Lehrplan für das Schwerpunktfach Physik und AnwendunǄen der
Mathematik (Kombifach)
1. BeitraǄ des Fachs zu den überfachlichen Kompetenzen
 Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen.
 Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden
können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit
von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In
diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet.
 Die Schülerinnen und Schüler Ǆehen vorurteilslos auf die ArǄumente anderer ein und
kontrastieren sie kritisch mit ihrem eiǄenen Denken. Es ist überdies ihr AnlieǄen,
andere bei der Suche nach Einsicht und wichtiǄen Erkenntnissen tatkräftiǄ zu
unterstützen.
 Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutiǄe und strenǄ formalisierte Sprache.
Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und traǄen damit zur VermeidunǄ von
Missverständnissen bei und zur reibunǄslosen VerständiǄunǄ in der wissenschaftlichen
Welt.
 Sie sind in der LaǄe, UmǄanǄssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und
verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.
 Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende TechnoloǄie ein, wann immer das
sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z.B. ǄrafikfähiǄer Taschenrechner, Computer AlǄebra Systeme), von FormelsammlunǄen und von AlǄorithmen für numerische
Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen inteǄrierender Bestandteil.192
 Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als ProblemlösunǄsmethode, als
Instrument zur ModellierunǄ von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur ErarbeitunǄ von LösunǄen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie beǄeǄnen der Mathematik mit Interesse, schon desweǄen, weil sie um ihre BedeutunǄ wissen.
 Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen.
QuerverbindunǄen zu anderen Fächern
Die QuerverbindunǄen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische FormalisierunǄen, ModellbildunǄen, Simulationen und Berechnun-
Ǆen zur AnwendunǄ. Beispiele: Datenanalyse, ReǄression, SchwinǄunǄen, OptimierunǄ, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern Ǆibt es vielfältiǄe QuerbezüǄe. Beispiele: Töne und KlanǄsynthese, Kunst
und Architektur, DarstellunǄ räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, LoǄik und
Philosophie, historisch-oriǄinale BeǄeǄnunǄen oder AlǄorithmen in den unterschiedlichsten
Bereichen.193
3.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik
1. LernǄebiet: Komplexe Zahlen
i  die komplexe Einheit definieren.
kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten
 verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen anwenden.
Gauss’sche Zahlenebene  komplexe Zahlen in der Gauss’schen
Zahlenebene darstellen.
Grundoperationen (Option: Physik: Wechselströme, SchwinǄunǄen)
 die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und Ǆeometrisch
GleichunǄen  im Komplexen GleichunǄen lösen (Einheitswurzeln, quadratische Gleichun-
Ǆen)
2. LernǄebiet: Lineare AlǄebra
Matrizen  erklären, was Matrizen sind.
 Matrizen nach den BeǄriǹen „Einheitsmatrix“, „Dreiecksmatrix“, „DiaǄonalmatrix“, „transponierte Matrix“ und „reǄuläre Matrix“ unterscheiden.
Matrixoperationen  Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren RanǄ anǄeben und die
Determinante berechnen.
 Matrizen zum Lösen von linearen GleichunǄssystemen einsetzen.
EiǄenwerte und EiǄenvektoren  EiǄenwerte und EiǄenvektoren von
Matrizen bestimmen und deuten.
AnwendunǄen der MatrizenrechnunǄ  Matrizen zur LösunǄ anǄewandter Auf-
Ǆaben einsetzen (z.B. stochastische
Prozesse, PopulationsentwicklunǄen).194
AǺne AbbildunǄen  AǺnitäts-, Ähnlichkeits- und KonǄruenzabbildunǄen mit Hilfe von Matrizen
 Fixpunkte und FixǄeraden einiǄer AǺnitäten bestimmen.
3. LernǄebiet: weitere AnwendunǄen
Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein
TeilǄebiet aus den folǄenden TeilǄebieten)
Analysis
(z.B. InteǄrationsmethoden, AnwendunǄen
der InteǄralrechnunǄ, numerische Methoden, ParameterdarstellunǄ von Kurven,
ReihenentwicklunǄen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme)
ausǄewählte Konzepte und Methoden
der Analysis.
Geometrie
(z.B. KeǄelschnitte, Sphärische Geometrie,
Bezierkurven)
ausǄewählte Konzepte und Methoden
der Geometrie.
Stochastik
(z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentests, Monte-
Carlo-Tests)
ausǄewählte Konzepte und Methoden
der Stochastik.
AlǄebra
(z.B. Boole’sche AlǄebra, LoǄik, Gruppentheorie)
(Option: Physik: Elektronik, loǄische SchaltunǄen)
ausǄewählte Konzepte und Methoden
der AlǄebra.
3.2 LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik
1. LernǄebiet: GrundleǄende Methoden und WerkzeuǄe
WissensbeschaǹunǄ und UmǄanǄ mit Medien
 sich selbstständiǄ Kenntnisse zu einem
Themenkreis erarbeiten.
Experimente und Datenanalyse  anspruchsvolle Experimente planen
und aufbauen.195
 MessǄeräte zweckmässiǄ einsetzen
(z.B. Oszillokop, Multimeter, Interfaces,
Sensoren).
Analyse von ProblemstellunǄen aus Natur
und Technik
 eine komplexe AufǄabenstellunǄ mit
den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren.
2. LernǄebiet: Mechanik
Impuls und Stösse  die ImpulserhaltunǄ einsetzen, um
StossvorǄänǄe zu beschreiben und zu
Starrer Körper, Drehmoment, Drehimpuls,
RotationsenerǄie
(Option: Mathematik: InteǄralrechnunǄ)
 DrehbeweǄunǄen und deren Ursache in
ausǄewählten Situationen erklären.
 (Option: Mathematik: TräǄheitsmoment
mit Hilfe der InteǄralrechnunǄ berechnen).
 (Option: Kreisel)
Mechanische SchwinǄunǄen
(Option: Mathematik: DiǹerentialǄleichunǄen, Komplexe Zahlen)
 die funktionalen AbhänǄiǄkeiten zwischen SchwinǄunǄsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators er-
 (Option: Mathematik: die AuslenkunǄ als
Funktion der Zeit aus einer Diǹerential-
ǄleichunǄ bestimmen)
3. LernǄebiet: Relativitätstheorie
Relativität und GleichzeitiǄkeit  Erklären, weshalb es keine absolute
GleichzeitiǄkeit Ǆibt.
Zeitdilatation und LänǄenkontraktion  die relativistischen Eǹekte auf beweǄte
Körper berechnen.
Minkowski-DiaǄramme  Minkonwski-DiaǄramme zeichnen und
interpretieren.196
4.Klasse
4.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik
1. LernǄebiet: DiǹerentialǄleichunǄen
Definition  erklären, was eine DiǹerentialǄleichunǄ
 nachvollziehen, dass eine GleichunǄ
auch Funktionen als LösunǄen haben
kann.
Interpretation  DiǹerentialǄleichunǄen klassifizieren
(OrdnunǄ, Ǆewöhnlich, homoǄen und inhomoǄen, linear, nicht-linear).
 erklären, dass viele VorǄänǄe in der Natur und Gesellschaft mit Hilfe von DiǹerentialǄleichunǄen beschreibbar sind.
 in einfachen ProblemstellunǄen die Methode der Variablenseparation und die
Methode der Variation der Konstanten
Lineare DiǹerentialǄleichunǄ erster OrdnunǄ
 lineare DiǹerentialǄleichunǄen erster
OrdnunǄ mit konstanten KoeǺzienten
 EiniǄe lineare DiǹerentialǄleichunǄen
zweiter OrdnunǄ lösen und Anwendun-
Ǆen dazu erklären (z.B. Federpendel
oder RCL-Schaltkreis)
RichtunǄsfeld und Kurvenschar  ǄeeiǄnete DiǹerentialǄleichunǄen mit
RichtunǄsfeldern Ǆeometrisch beschrei-
Approximatives LösunǄsverfahren  einen AlǄorithmus anǄeben, der ein AnfanǄswertproblem näherunǄsweise löst.
ModellbildunǄ  nachvollziehen, dass bei der ModellierunǄ der Wirklichkeit VereinfachunǄen
notwendiǄ sind.
 einiǄe Probleme aus der Physik oder aus
anderen Wissenschaften mit Hilfe von
DiǹerentialǄleichunǄen darstellen und
lösen.197
2. LernǄebiet: weitere AnwendunǄen
Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein
TeilǄebiet aus den folǄenden TeilǄebieten)
Analysis
(z.B. InteǄrationsmethoden, AnwendunǄen
der InteǄralrechnunǄ, numerische Methoden,
ParameterdarstellunǄ von Kurven, ReihenentwicklunǄen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme)
ausǄewählte Konzepte und Methoden der Analysis.
Geometrie
(z.B. KeǄelschnitte, Sphärische Geometrie,
Bezierkurven)
ausǄewählte Konzepte und Methoden der Geometrie.
Stochastik
(z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentests, Monte-
Carlo-Tests)
ausǄewählte Konzepte und Methoden der Stochastik.
AlǄebra
(z.B. Boole’sche AlǄebra, LoǄik, Gruppentheorie)
(Option: Physik: Elektronik, loǄische SchaltunǄen)
ausǄewählte Konzepte und Methoden der AlǄebra.
4.2 LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik
1. LernǄebiet: ElektromaǄnetismus
Potential, Kondensatoren, GaussǄesetz  Erklären, wie ein Kondensator LadunǄ bzw. EnerǄie speichert.
 mit Hilfe von DiaǄrammen und DiǹerentialǄleichunǄen berechnen, wie
sich ein Kondensator auf- und entlädt.
VertiefunǄ Elektrizitätslehre
(Option: Mathematik: MatrizenrechnunǄ)
 elektrische Netzwerke berechnen.
 (Option: Mathematik: mit Hilfe von
Matrizen Ströme berechnen.)198
VertiefunǄ MaǄnetismus, Induktion, Selbstinduktion
 den Aufbau und die Funktionsweise
von Kondensatoren erklären.
 das InduktionsǄesetz auf ausǄewählte Situationen anwenden.
Wechselströme
(Option: Mathematik: DiǹerentialǄleichunǄen,
Komplexe Zahlen)
 das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und WechselstromschaltunǄen beschreiben und
 (Option: Mathematik: den Strom als
Funktion der Zeit aus einer DiǹerentialǄleichunǄ bestimmen)
Elektronik (optional)
(Option: Mathematik: Bool’sche AlǄebra)
 das Verhalten von elektronischen
Bauteilen beschreiben.
 (Option: Mathematik: mit Hilfe der
Bool’schen AlǄebra bei loǄischen
SchaltunǄen die Anzahl der Gatter
verrinǄern.)
2. LernǄebiet: SchwinǄunǄen und Wellen
DiǹerentialrechnunǄ des harmonischen Oszillators
 PendelschwinǄunǄen mathematisch
ÜberlaǄerunǄ von SchwinǄunǄen/Fourieranalyse
 von komplizierten SchwinǄunǄen
eine Fourieranalyse durchführen und
diese interpretieren.
 die Ǆefundenen GesetzmässiǄkeiten
Wellenphänomene  Wellen mathematisch beschreiben.
 BeuǄunǄ und Interferenz in korrekter
Fachsprache erklären.
 AusǄewählte Phänomene aus der
Technik erklären.
 die Ǆefundenen GesetzmässiǄkeiten
experimentell überprüfen.199
3. LernǄebiet: Neuere Physik
StrahlunǄsǄesetze  Die StrahlunǄsphänomene mit Hilfe
der Gesetze von Kirchhoǹ, Planck
und Wien beschreiben.
Photoeǹekt und WirkunǄsquantum  die wissenschaftshistorische und
physikalische BedeutunǄ des Photo-
eǹekts erklären.
Comptoneǹekt/Materiewellen  die ElektronenbeuǄunǄ mittels der
Hypothese von De BroǄlie erklären.
Unschärferelation  die GenauiǄkeit eines MessvorǄanǄs
aufǄrund der Unschärferelation ab-
 (Optional: die Ǆefundenen GesetzmässiǄkeiten überprüfen.)200
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Musik
Wochenstunden 2 2 2 0
Das GrundlaǄenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und
Instrumentalunterricht – leǄt besonderen Wert auf eine ausǄewoǄene BildunǄ von Kopf
(intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende
Kompetenz) und fördert sie in Ǆanzheitlicher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der
WeckunǄ und EntwicklunǄ von wesentlichen BildunǄselementen wie Sensibilität, Fantasie,
Kreativität und UrteilsvermöǄen eine wichtiǄe Rolle.
Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Oǹenheit und NeuǄierde ǄeǄenüber akustischen
Phänomenen und entwickelt die FähiǄkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von
musikalischen Produkten. Der reflektierende UmǄanǄ mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel
von der ErarbeitunǄ solider theoretischer GrundlaǄen und praktischem Musizieren in der Gruppe.
Hierbei fördert das Ensemble-Spiel die musikalische wie auch soziale Interaktion und AǄilität.
Neben dem Aufbau eines stilistisch breiten, adäquat umǄesetzten, aktiven Repertoires im
Vokalbereich und dem bewussten UmǄanǄ mit der eiǄenen SinǄ- und Sprechstimme pfleǄt der
Musikunterricht auch die haptischen GrundfertiǄkeiten und Techniken zum Erlernen weiterer
Instrumente.
Mit der AnlaǄe einer breiten musikalischen AllǄemeinbildunǄ und der DurchdrinǄunǄ von Theorie
und Praxis bietet das Fach OrientierunǄshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt
von massenmedial ständiǄ präsenter Musik. Es zeiǄt auch Perspektiven für die eiǄene AusübunǄ
und das aktive Hören von Musik auf und eröǹnet zudem HandlunǄsspielräume für die
MitǄestaltunǄ des musikalischen Lebens im eiǄenen sozialen Umfeld und in der Gesellschaft.
Das GrundlaǄenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders folǄende überfachlichen
FähiǄkeiten:
Reflexive FähiǄkeit:
 aktuelles Schaǹen in verschiedenen Kunstsparten sowie den UmǄanǄ mit überlieferten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren Ǆesellschaftliche Relevanz erfassen
 massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl
 die Geschichtlichkeit von ÜberlieferunǄen einer an den zeitlichen Ablauf Ǆebundenen
Kunstform berücksichtiǄen201
 das eiǄene Abstraktions- und VorstellunǄsvermöǄen anhand musikalischer Notate
verfeinern
 mit MaterialanǄeboten und Fachliteratur bewusst umǄehen
Sozialkompetenz:
 authentische soziale ErfahrunǄen durch praktische musikalische Arbeit in einer von
virtuellen Medienwelten ǄepräǄten Gesellschaft mitǄestalten
 ein Ǆemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolǄreich
abschliessen
 in einer Gruppe verantwortunǄsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
Sprachkompetenz:
 sich überleǄt und sprachlich anǄemessen über die im Fach Musik besonders wichtiǄen
nonverbalen Aspekte äussern
 die eiǄene Stimme bewusst im ZusammenhanǄ mit (öǹentlicher) Präsentation einsetzen
Methodenkompetenz:
 ÜbunǄs- / TraininǄsmodi hinsichtlich des Formstandes (Ist-Zustand) und des Phasen-
Ziels (Soll-Zustand) bewusst und beǄründet wählen
IKT-Kompetenz:
 mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich
umǄehen
 die MöǄlichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand AudiodesiǄn-, GehörbildunǄs- und
NotationsproǄrammen) Ǆezielt nutzen
Interesse:
 den eiǄenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern
 das Grundinteresse strinǄent weiterverfolǄen
 eiǄene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eiǄenen
WeiterentwicklunǄ arbeiten
3. LeistunǄsbewertunǄ
Die LeistunǄsbewertunǄ erfolǄt in der ReǄel mit zwei bis drei PrüfunǄsanlässen pro Semester.
Diese finden in Form von praktischen PrüfunǄen (z.B. Bandpraxis, SolfèǄe, VorsinǄen,
WiederǄabe rhythmischer Verläufe, Kompositionsprojekte etc.) wie auch von schriftlichen
PrüfunǄen (z.B. TheorieprüfunǄen, BewertunǄ von Handouts etc.) statt. Das EnǄaǄement bzw. die
mündliche BeteiliǄunǄ im Unterricht wird ebenfalls zur LeistunǄsbewertunǄ heranǄezoǄen.
4. QuerverbindunǄen zu anderen Fächern
BezüǄe sind möǄlich zu Sprachfächern (u.a. RhythmisierunǄ von Sprache, Musiktheater/Oper,
EpochenbeǄriǹe, Wortschatz, Diktion, StimmhyǄiene), zu Geschichte, Philosophie, PsycholoǄie
und ReliǄion (u.a. historisches Kontextwissen, EpochenbeǄriǹe, WeltanschauunǄsmodelle,
Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. Akustik,202
Ton- und Rhythmussysteme), zu BioloǄie und Sport (u.a. KörperhaltunǄ, Gehör, Stimme, Tanz) und
zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, EpochenbeǄriǹe, spartenüberǄreifende
KunstǄattunǄen und -projekte).
5. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
Im Hinblick auf einen anǄemessen kritischen UmǄanǄ mit Quellen eiǄnen sich VerǄleiche und
Recherchen in der Fachliteratur mit anǄemessener AufbereitunǄ und Präsentation. Für kreative
Arbeiten (z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis ǄeleǄt.203
1. LernǄebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinǄen)
Tonhöhe
Tonskalen
Harmonik
Tondauer, Metrik, Rhythmus
Musikalische Intensität
Form
 absolute Tonhöhen fliessend in
Bass- und Violinschlüssel lesen und
 Dur- und Moll-Skalen mit Varianten
lesen, schreiben und sinǄen.
 im Tonraum 1-5 Melodieverläufe
hörend erkennen.
 erweiterte Skalen (Pentatonik,
Ganztonleiter und Chromatik) lesend
und hörend erkennen.
 anhand des Quintenzirkels Tonarten,
Grundtöne und Vorzeichen eruieren.
 die Intervalle lesen und schreiben.
 alle DreiklänǄe lesen, notieren und
auf der Klaviatur wiederǄeben.
 Akkordsymbolschrift, Stufen- und
Funktionstheorie nachvollziehen.
 Puls/Beat, Metrum, Taktart und
Tempo adäquat beschreiben.
 Noten- / Pausenwerte lesen und
 einfache binäre und ternäre
Rhythmen instrumental/sprachlich
 metrische BetonunǄsverhältnisse
verschiedener Taktarten erkennen.
 rhythmische und artikulatorische
Phänomene erkennen und
 dynamische und artikulatorische
Elemente einer Musikpartitur
wiederǄeben.
 MotivverarbeitunǄen und
kleinräumiǄe Modelle lesen und
spielen.204
2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen)
Instrumentenkunde
 die Instrumente den
InstrumentenǄruppen und
Formationen zuordnen.
 Klaviersysteme sowie
Notenpartituren für kleines
Orchester lesen und erfassen.
 ǄehörphysioloǄische Grundsätze
verstehen und in ihrem Hörverhalten
berücksichtiǄen.
 Musikwerke den verschiedenen
Musikarten Volksmusik, Kunstmusik,
Jazz, Rock, Pop anhand stilistischer
Merkmale zuordnen.
 ihr eiǄenes Musikrepertoire
Musikarten, Stilen und Epochen
3. LernǄebiet: Produktion und Reproduktion
Vokale Interpretation
Bandspiel
Komposition/ProducinǄ
 ihre AtmunǄ, KörperhaltunǄ und
StimmǄebunǄ bewusst einsetzen.
 Vokalstücke unterschiedlicher
Musikstile und in unterschiedlichen
(Landes-)Sprachen adäquat
 Zu einer SinǄstimme eine zweite
Vokalstimme interpretieren.
 eine 4-Chord-AbfolǄe auf dem
Klavier interpretieren.
 spieltechnische GrundfertiǄkeiten
auf dem SchlaǄzeuǄ und auf dem E-
Bass ausüben.
 mit Bodypercussion-KlänǄen
Grooves nachspielen und selbst
 einen Beat ästhetisch ansprechend
und variabel mit diǄitalen Hilfsmitteln
produzieren.205
1. LernǄebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinǄen)
Tonhöhe
Harmonik
Form
 im Tonraum 1-5 Melodieverläufe
hörend erkennen und ab Blatt
sinǄen.
 Intervalle und DreiklänǄe (in
GrundstellunǄ) sinǄen.
 die EiǄenschaften Konsonanz und
Dissonanz lesend und hörend
 Leittöne und ihre (dominantische)
AuflösunǄsbestrebunǄ bewusst
 StimmführunǄsreǄeln im
vierstimmiǄen Satz nachvollziehen
 vierstimmiǄe Kadenzen unter
AnwendunǄ der
StimmführunǄsreǄeln schreiben.
 Klassische und popularmusikalische
Melodieverläufe harmonisieren.
 Melodische Formprinzipien
erkennen und benennen (Periode,
Satz nach Ratz).
2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen)
Grobinhalte - Fachliche Kompetenzen
 motivische VerarbeitunǄsprinzipen
sowie melodische Strukturmodelle
im Notentext erkennen und
 sich mit Aspekten der Dur-Molltonalen klassischen Musik
auseinandersetzen (Stilwechsel um
1600, aufklärerische Dialektik der
Wiener Klassik, Kunstlied,
RichtunǄsstreit Absolute vs.
ProǄrammmusik).206
 Ǆrössere Musikwerke hörend und
lesend formal ordnen.
 die EntwicklunǄ der
afroamerikanischen Popularmusik
(Blues, Jazz, SwinǄ) und
KlanǄästhetik beschreiben.
 Musikstücke mit einem
ǄrundleǄenden OrientierunǄswissen
(z.B. bezüǄlich Musikart, Stil,
GattunǄ, Form, Komponist/-in oder
des historischen Kontexts)
3. LernǄebiet: Produktion und Reproduktion
Vokale Interpretation
Bandspiel
Komposition
 Vokalstücke unterschiedlicher
Musikstile und in unterschiedlichen
(Landes-)Sprachen adäquat
 Vokalstücke textlich und melodisch
phrasieren.
 Vokalstücke mit passender Stimm-
und KlanǄǄebunǄ (z.B.
clean vs. soul)
 in mehrstimmiǄen Liedsätzen,
Kanons und Mash-Ups musikalisch
interaǄieren.
 ternäre Blues- und SwinǄ-Stücke mit
Band-Instrumenten interpretieren.
 kurze Melodieverläufe anhand
melodischer Strukturmodelle
(Periode, Satz nach Ratz)
komponieren.
 einfache vokale BeǄleitstimmen zu
Pop-Liedern und klassischen
Kadenzmodellen entwickeln.207
1. LernǄebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinǄen)
Tonhöhe
Harmonik
 im Tonraum 1-8 Melodieverläufe
hörend erkennen und ab Blatt
sinǄen.
 Septakkorde in GrundstellunǄ
notieren, lesen, benennen und auf
der Klaviatur wiederǄeben.
 Vorhaltsakkorde notieren, lesen,
benennen und auf der Klaviatur
wiederǄeben.
 Tonale SchlusswendunǄen und
idiomatische harmonische
Phänomene erkennen und
 den Dominantseptakkord im
vierstimmiǄen Satz einbauen.
 Zwischendominanten erkennen und
 akkordfremde Töne erkennen und
2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen)
MusiksozioloǄie, MusikanthropoloǄie
 EntwicklunǄen und VeränderunǄen
des 19./20. Jahrhunderts
nachvollziehen und in einen
sozioloǄischen Kontext einordnen
(AuflösunǄ der Dur-Moll-Tonalität
am Ende 19. Jahrhundert,
Popkulturelle StrömunǄen, Black
Music).
 sich einen rudimentären Überblick
über die Funktionen von Musik
verschaǹen.
 eine musiksozioloǄische
FraǄestellunǄ entwickeln und mittels208
Recherchearbeit fundiert
beantworten.
MusikerzeuǄnisse und Instrumente anderer
Kulturkreise erschliessen.
3. LernǄebiet: Produktion und Reproduktion
Vokale Interpretation
Bandspiel
Komposition/ProducinǄ
 in einfacher mehrstimmiǄer Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbstständiǄ sinǄen.
 einfache Lied-/SonǄbeǄleitunǄen
 rhythmische Grooves mit SynkopierunǄen auf erweiterter Perkussion
(Latin Percussion) spielen.
 Stücke mit Septakkorden auf Band-
Instrumenten interpretieren.
 eine adaptive Musikkreation planen
und ausführen (ArranǄement, Stilkopie, formalisierter Pop-SonǄ).
 komplexere audio-visuelle Projekte
mit diǄitalen Hilfsmitteln umsetzen.209
Lehrplan EF Musik
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Musik
Wochenstunden 0 0 0 3*
Das ErǄänzunǄsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen ErfahrunǄshorizont und vertieft die ErlebnisfähiǄkeit durch
das eiǄene Musizieren und Kreieren, durch diǹerenzierte HörerfahrunǄen und den ZuǄanǄ zu
musikalischen VeranstaltunǄen.
Im Anschluss an das GrundlaǄenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft. Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde
repräsentative Werke unter besonderer BerücksichtiǄunǄ von sowohl musikalischen Aspekten
(wie KlanǄbild, Material und Form) als auch soziokulturellen Parametern (wie AuǹührunǄspraxis,
soziale Funktion) betrachtet und in einem historischen, sozialen und Ǆlobalen Kontext verortet.
Daneben wird das im GrundlaǄenfach erarbeitete Ensemble-Spiel weiterentwickelt und die musikalische wie auch soziale Interaktion Ǆeschult.
Mit der DurchführunǄ eines künstlerisch und inhaltlich strinǄenten performativen Musikprojekts
– zum Beispiel in Form eines Musiktheaters oder einer Revue – soll einerseits eine eiǄene SpezialisierunǄ und AkzentsetzunǄ in einem musikalischen Themenfeld und andererseits die kreative
EntwicklunǄ und orǄanisatorische PlanunǄ eines kulturellen Anlasses Ǆefördert werden. Eine VerknüpfunǄ mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll.
Durch die vertiefte DurchdrinǄunǄ von Theorie und Praxis bietet das Fach UnterstützunǄ für die
bewusste Wahl von musikalischen AnǄeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt
und leitet damit seinen BeitraǄ auf dem WeǄ zur MündiǄkeit. Es zeiǄt Perspektiven für die eiǄene
AusübunǄ und das aktive Hören von Musik auf und eröǹnet zudem HandlunǄsspielräume für die
MitǄestaltunǄ des musikalischen Lebens im eiǄenen sozialen Umfeld und in der Gesellschaft.
Das GrundlaǄenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders folǄende überfachlichen
FähiǄkeiten:
*Die Schülerinnen und Schüler beleǄen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht210
Lehrplan EF Musik
Reflexive FähiǄkeit:
 aktuelles Schaǹen in verschiedenen Kunstsparten sowie den UmǄanǄ mit überlieferten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren Ǆesellschaftliche Relevanz erfassen
 massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl
 die Geschichtlichkeit von ÜberlieferunǄen einer an den zeitlichen Ablauf Ǆebundenen
Kunstform berücksichtiǄen
 das eiǄene Abstraktions- und VorstellunǄsvermöǄen anhand musikalischer Notate
verfeinern
 mit MaterialanǄeboten und Fachliteratur bewusst umǄehen
Sozialkompetenz:
 ein Ǆemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolǄreich
abschliessen
 in einer Gruppe verantwortunǄsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
Sprachkompetenz:
 sich überleǄt und sprachlich anǄemessen über die im Fach Musik besonders wichtiǄen
nonverbalen Aspekte äussern
Methodenkompetenz:
 verschiedene Analyseansätze kennen lernen und je nach UntersuchunǄsǄeǄenstand
adäquat anwenden
 ÜbunǄs- / TraininǄsmodi hinsichtlich des Formstandes (Ist-Zustand) und des Phasen-
Ziels (Soll-Zustand) bewusst und beǄründet wählen
IKT-Kompetenz:
 mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich
umǄehen
 die MöǄlichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand AudiodesiǄn-, GehörbildunǄs- und
NotationsproǄrammen) Ǆezielt nutzen
Interesse:
 den eiǄenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern
 eiǄene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eiǄenen
WeiterentwicklunǄ arbeiten
3. LeistunǄsbewertunǄ
Die LeistunǄsbewertunǄ erfolǄt in der ReǄel mit drei bis vier PrüfunǄsanlässen. Diese finden in
Form von praktischen PrüfunǄen (z.B. Bandpraxis, Kompositionsprojekte etc.) wie auch von
schriftlichen PrüfunǄen (z.B. schriftliche Papers, Werkanalyse etc.) statt. Grössere
kompositorische und/oder performative Projekte können im Sinne von Semesterarbeiten auch
mit einer mehrfach Ǆewichteten Note bewertet werden. Das EnǄaǄement bzw. die mündliche
BeteiliǄunǄ im Unterricht wird ebenfalls zur LeistunǄsbewertunǄ heranǄezoǄen.211
Lehrplan EF Musik
4. QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
BezüǄe sind möǄlich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Musiktheater/Oper,
EpochenbeǄriǹe, Wortschatz, Diktion, StimmhyǄiene), zu Geschichte, Philosophie, PsycholoǄie
und ReliǄion (u.a. historisches Kontextwissen, EpochenbeǄriǹe, WeltanschauunǄsmodelle,
Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu BioloǄie und Sport (u.a.
KörperhaltunǄ, Stimme, Tanz) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste,
EpochenbeǄriǹe, spartenüberǄreifende KunstǄattunǄen und -projekte).212
Lehrplan EF Musik
1. LernǄebiet: Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen)
Öǹentliches Kulturleben
MusiksozioloǄie, MusikanthropoloǄie
 Parameter zur strukturellen, formalen
und historischen BeschreibunǄ von
Musik aus dem GrundlaǄenfach Musik
abrufen.
 ihre Werkkenntnis erweitern und mit
einem OrientierunǄswissen hinsichtlich
Arten, Stilen, GattunǄen, Formen und
StrömunǄen verknüpfen.
 exemplarische Kompositions- und
ArranǄierkonzepte nachvollziehen.
 die zeitǄenössische / aktuelle
Konzertpraxis mitverfolǄen, einordnen
und kommentieren.
 für sie neue musikalische Phänomene
mit Ǆlobaleren, unabhänǄiǄeren Kriterien
deskriptiv und wissenschaftlich
 eine musiksozioloǄische FraǄestellunǄ
entwickeln und mittels Recherchearbeit
fundiert beantworten.
2. LernǄebiet: Produktion – Reproduktion – Performance
ArranǄement und Komposition
Musikalische Performance
 existierende Musikstücke für eine bestimmte BesetzunǄ adaptieren und arranǄieren.
 die kennenǄelernten Kompositions- und
ArranǄierkonzepte anwenden.
 ein eiǄenes Musikstück selbstreflektierend verfassen und adäquat notieren.
 komplexere audio-visuelle Projekte mit
diǄitalen Hilfsmitteln umsetzen.
 im Rahmen einer Musik-Performance
solistisch oder im Ensemble künstlerisch213
Lehrplan EF Musik
auftreten.
 in der Gruppe eine künstlerisch und inhaltlich strinǄente Musik-Performance
konzipieren, orǄanisieren, bewerben und
durchführen.214
Lehrplan EF Philosophie
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Philosophie
Das ErǄänzunǄsfach Philosophie fördert besonders
Reflexive FähiǄkeiten
 FähiǄkeit, sich zu wundern und oǹene FraǄen zu sehen
 Kritisch-forschendes Denken
 Kritik- und UrteilsfähiǄkeit
 FähiǄkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in Ǆrössere ZusammenhänǄe zu stellen
 Intellektuelle Kreativität
 SelbstständiǄkeit und VerantwortunǄ
 Sich eine eiǄene MeinunǄ bilden, die nicht nur die eiǄenen Interessen im Blick hat
 Den eiǄenen Standpunkt vertreten, sich für AnlieǄen einsetzen
 Oǹen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen
 Die eiǄene MeinunǄ aufǄrund beǄründeter ÜberleǄunǄen diǹerenzieren
 Im Sinne einer Ǆuten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren
 Mündliche und schriftliche AusdrucksfähiǄkeit, insbesondere Präzision in FormulierunǄ
und BeǄriǹlichkeit
 FähiǄkeit zu arǄumentieren und zu erörtern
 Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriǄer und sehr unterschiedlicher Texte
 Bewusstsein für den komplexen ZusammenhanǄ zwischen Wirklichkeit und Sprache
IKT- Kompetenzen
 Quellenbewusstsein
 Kritischer UmǄanǄ mit der Informations- und Bilderflut der IK-TechnoloǄien
 Bewusstsein für die AuswirkunǄen der IK-TechnoloǄien auf das Ǆesellschaftliche Zusammenleben und auf die WahrnehmunǄ der Welt
 Einsicht in die AuswirkunǄen der IK-TechnoloǄien auf Politik und Wirtschaft
 Interesse an menschlichen GrundfraǄen
 Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren FraǄen so weit wie möǄlich auf den Grund zu Ǆehen215
Lehrplan EF Philosophie
 Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraǄen
 Intellektuelle NeuǄier
 KonzentrationsfähiǄkeit
 Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen
 FähiǄkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren FraǄen zu stellen und ihnen nachzuǄehen
 FähiǄkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in BezuǄ zu stellen
 Methodenbewusstsein
QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
 Bildnerisches Gestalten: z. B. Ästhetik, Erkenntnistheorie
 BioloǄie, Chemie: z. B. Erkenntnistheorie, Ethik
 Deutsch: z. B. wichtiǄe FraǄestellunǄen der philosophischen Tradition, Methoden der
Textinterpretation
 Geschichte: z. B. UrsprünǄe des Philosophierens, philosophische Texte
 Wirtschaft und Recht: z. B. AnthropoloǄie, Ethik216
Lehrplan EF Philosophie
C. Klassenlehrplan
1. LernǄebiet: UrsprünǄe des Philosophierens
2. LernǄebiet: GrundleǄende Themen und BeǄriǹe der Philosophie
Philosophische FraǄen und Disziplinen im
Überblick
 die EiǄenart philosophischen FraǄens und
Reflektierens erklären.
 ǄrundleǄende FraǄestellunǄen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. AnthropoloǄie: Worin unterschieden sich
Menschen von Tieren und technischen
Apparaten?).
 Motive des Philosophierens (z.B. Staunen,
Zweifeln, nach einem Sinn fraǄen) nachvollziehen.
EntstehunǄ der Philosophie in der Antike  die AnfänǄe philosophischen Denkens in Indien, China und Griechenland im VerǄleich würdiǄen.
Praktische Philosophie: Ethik  GrundbeǄriǹe der Ethik erklären und
sachǄerecht anwenden (z.B. Moral vs.
Ethik, Freiheit).
 Grundpositionen der Ethik erklären und
zur BeurteilunǄ moralischer FraǄen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).
 einen eiǄenen ethischen Standpunkt differenziert beǄründen.
Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie  GrundbeǄriǹe der Erkenntnistheorie erklären und sachǄerecht anwenden (z.B.
Wissen, Wahrheit). Grundpositionen der
Erkenntnistheorie erklären (z.B. Rationalismus, Empirismus).
 die GültiǄkeit von ArǄumentationen überprüfen.217
Lehrplan EF Philosophie
3. LernǄebiet: Philosophische Texte
4. LernǄebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunǄ
Ein weiteres Grundthema der Philosophie:
(z.B. politische Philosophie, Sprachphilosophie, Ästhetik)
 einschläǄiǄe GrundbeǄriǹe und -positionen erklären,
auf Phänomene der Lebenswelt anwenden und einen beǄründeten eiǄenen
Standpunkt einnehmen.
TextauszüǄe von den Vorsokratikern
bis zur GeǄenwart (mit epochentypischer FraǄestellunǄ oder mit Ǆemeinsamem Thema)
 philosophischen Texten in beharrlicher Analyse nachǄehen und VerständnisschwieriǄkeiten überwinden.
 den Inhalt eines anspruchsvollen Textes
strukturiert zusammenfassen.
 den ArǄumentationszusammenhanǄ eines
Textes herausarbeiten
Philosophischer DialoǄ  Die Schülerinnen und Schüler können Sokrates‘
Methode der DialoǄführunǄ verstehen und an-
 philosophische FraǄen und Themen im DialoǄ Ǆemeinsam entwickeln.
Philosophischer Essay  eine FraǄe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arǄumentierenden Essay selbstständiǄ entwickeln und (so weit wie möǄlich) klären.
 ArǄumente entwickeln, auf ihre StichhaltiǄkeit
und ÜberzeuǄunǄskraft prüfen und ǄeǄeneinander abwäǄen, zu einem (vorläufiǄen) ErǄebnis ǄelanǄen.218
Lehrplan EF Philosophie
5. LernǄebiet: EiǄenes Philosophieren
Anwenden philosophischer Inhalte
auf konkrete Fälle und Lebensbereiche
 philosophische Inhalte (Theorien, BeǄriǹe, Methoden) sachǄerecht Ǆebrauchen.
 FraǄen und Phänomene der Lebenswelt, auch der
persönlichen Lebenswelt, mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und einordnen.
 eiǄenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen.
BeurteilunǄ des Gelernten und
selbstständiǄes Weiterdenken
 eine FraǄe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arǄumentierenden Essay selbstständiǄ entwickeln und (so weit wie möǄlich) klären.
 ArǄumente entwickeln, auf ihre StichhaltiǄkeit
und ÜberzeuǄunǄskraft prüfen und ǄeǄeneinander abwäǄen, zu einem (vorläufiǄen) ErǄebnis ǄelanǄen.219
Lehrplan für das GrundlaǄenfach Physik
Wochenstunden 0 2 2 2
Der Unterricht im GrundlaǄenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen
und theoretischen Methoden zur ErforschunǄ der Natur. Er ermöǄlicht Einblicke in die technischen AnwendunǄen der Physik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähiǄt, Naturphänomene und Prozesse der Technik
mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen mit ModellvorstellunǄen umzuǄehen,
in kausalen ZusammenhänǄen zu denken und Experimente zur ErkenntnisǄewinnunǄ einzuset-
Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische VoraussetzunǄen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allǄemeinbildende Aspekte und zeiǄt die BedeutunǄ von Physik und
Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähiǄt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen FraǄen sachkompetent an Ǆesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen.
Schliesslich Ǆibt der Unterricht auch Einblick in die historische EntwicklunǄ des physikalischen
Denkens. Er befähiǄt dazu, MöǄlichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen.
Das GrundlaǄenfach Physik fördert besonders:
 Hypothesen bilden und überprüfen
 Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
 GrössenordnunǄen richtiǄ abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
 Bewusstsein für naturwissenschaftliche Aspekte im AlltaǄ
 Reflektierter UmǄanǄ mit Ressourcen, insbesondere EnerǄie, im AlltaǄ
 UrteilsvermöǄen ǄeǄenüber pseudowissenschaftlichen AussaǄen und FolǄerunǄen
 Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
 Gesetze und DiaǄramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
 Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken220
 Experimente planvoll aufbauen und durchführen
 Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
 Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
 Interesse für die kulturelle BedeutunǄ der Technik
 Mathematik: z.B. TriǄonometrie, Vektoren, Differential- und InteǄralrechnunǄ
 Chemie: z.B. CoulombǄesetz, EnerǄiebilanz
 BioloǄie: z.B. AuǄe, Gehör, ReizübermittlunǄ, EnerǄie
 GeoǄrafie: z.B. Wetter, KlimaerwärmunǄ, StrömunǄ, EnerǄie
 Sprachen: z.B. BioǄrafien, Literatur mit physikalischem Inhalt
 Geschichte: z.B. Dampfmaschine, Erdöl, KernenerǄie221
1. LernǄebiet: GrundleǄende Methoden und WerkzeuǄe
Die Inhalte dieses LernǄebiets sind Arbeitsmethoden. Sie werden nicht isoliert vermittelt, sondern fliessen in der BearbeitunǄ des Stoffes im AnwendunǄsfall ein.
 Naturwissenschaftliche Arbeitsmethode
 Physikalische Grössen und Einheiten
 AufǄaben lösen
 Experimente
 Datenanalyse
 eine ProblemstellunǄ aus Natur oder
Technik analysieren und sie mit Hilfe
der Mathematik formalisieren.
 formale LösunǄen erstellen, die nur
noch von ǄeǄebenen Grössen abhänǄen.
 physikalische Grössen und Einheiten
 die DarstellunǄ in 10er-Potenzen lesen und schreiben.
 aus AufǄabenstellunǄen Gleichun-
Ǆen ableiten und lösen.
 die GenauiǄkeit einer BerechnunǄ
abschätzen und Resultate mit sinnvoller GenauiǄkeit anǄeben.
 Experimente verstehen und erklären.
 Daten interpretieren, auswerten und
zweckmässiǄ darstellen.
2. LernǄebiet: Optik
 Farben
 Reflexion
 BrechunǄ
 𝜆 ∙ 𝑓 = 𝑐 interpretieren und anwen-
 wichtiǄe WellenlänǄenbereiche nen-
 das ReflexionsǄesetz in einer Konstruktion anwenden.222
 Linsen
 den WeǄ des Lichts bei BrechunǄ an
einer Grenzfläche bestimmen.
 die AusbreitunǄ von Lichtstrahlen
und AbbildunǄ durch Sammel- und
evtl. Streulinse konstruieren.
 das Bild eines Objektes berechnen.223
3. LernǄebiet: BeweǄunǄslehre (Kinematik)
 GeradliniǄe BeweǄunǄ (ǄleichförmiǄ
und ǄleichmässiǄ beschleuniǄt)
ts-,
tv- und
ta-DiaǄramme
 freier Fall
 BeweǄunǄen mathematisch be-
 aus einer AufǄabenstellunǄ die BeweǄunǄsǄleichunǄen ableiten und
 DiaǄramme interpretieren und er-
 die BedeutunǄ der SteiǄunǄ und der
Fläche in den DiaǄrammen interpre-
 den freien fall als vertikal beschleuniǄte BeweǄunǄ mathematisch und
mit DiaǄrammen beschreiben.
 den Wert der FallbeschleuniǄunǄ an
der Erdoberfläche auswendiǄ.
4. LernǄebiet: Masse und Kraft (Dynamik)
 Masse und TräǄheit
 Kräfte als Vektoren, Masse, BeschleuniǄunǄ
 das Konzept der schweren und trä-
Ǆen Masse erklären.
 den Effekt der TräǄheit in AlltaǄssituationen erklären.
 ein System wählen und die Kräfte
einzeichnen.
 Kräfte, die auf verschiedene Systeme wirken, unterscheiden und das
WechselwirkunǄsǄesetz (drittes
Newton’sches Gesetz) benennen.
 den ZusammenhanǄ zwischen der
BeweǄunǄ und den wirkenden Kräften herstellen (erstes und zweites
Newton’sches Gesetz).
 Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.224
5. LernǄebiet: EnerǄie und Impuls (ErhaltunǄssätze)
 Arbeit, EnerǄie und LeistunǄ
 EnerǄiebilanz, EnerǄieerhaltunǄ
 WirkunǄsǄrad
 Impuls
 Kraftstoss
 ZusammenhanǄ zwischen Arbeit und
EnerǄie verstehen.
 BerechnunǄen mit den verschiedenen Arbeits- und EnerǄieformen
 die EnerǄiebilanz in konkreten Situationen formulieren.
 die BedeutunǄ des EnerǄieerhaltunǄssatzes erklären.
 den WirkunǄsǄrad einer Maschine
 den Impuls erklären und damit BerechnunǄen durchführen.
 die ImpulserhaltunǄ und den Unterschied zur EnerǄieerhaltunǄ erklä-
 erklären, welche MaterialeiǄenschaften die KraftwirkunǄ während eines
Stosses beeinflussen.
 die Kraft eines Stosses und die AuswirkunǄ auf die BeweǄunǄszustände
berechnen.225
1. LernǄebiet: Elektrizitätslehre (Elektrostatik, Ströme)
 LadunǄ
 CoulombǄesetz, elektrisches Feld
 Stromkreis
 Widerstände
 SchaltunǄen
 elektrische EnerǄie und LeistunǄ
 die WechselwirkunǄ elektrischer LadunǄen untereinander phänomenoloǄisch erklären.
 den ZusammenhanǄ zwischen Kraft
und Feld erklären.
 AufǄaben im Feld von KuǄelladun-
Ǆen lösen.
 die phänomenoloǄischen ZusammenhänǄe zwischen SpannunǄ und
Stromstärke erklären.
 verschiedene Typen von Widerständen anhand der Kennlinie erklären.
 Serie- und ParallelschaltunǄen erklären, berechnen, evtl. aufbauen und
ausmessen.
 Ersatzwiderstand berechnen.
 die elektrische EnerǄie als weitere
EnerǄieform in BerechnunǄen an-
2. LernǄebiet: MaǄnetismus
 PermanentmaǄnete
 Strom erzeuǄt ein MaǄnetfeld
 Lorentzkraft
 die Definition der phänomenoloǄische Grössen anhand eines StabmaǄneten erklären.
 Das ErdmaǄnetfeld erklären.
 das MaǄnetfeld um einen stromführenden Draht skizzieren.
 den BetraǄ und die RichtunǄ der Lorentzkraft bestimmen.226
 Induktion
 ausǄewählte technische Anwendun-
Ǆen und Phänomene wie Elektromotor, Generator und Wechselstrom
qualitativ erklären.
 Das Prinzip der StromerzeuǄunǄ,
evtl. SpannunǄstransformation qualitativ erklären.
3. LernǄebiet: KreisbeweǄunǄ
 Kinematische Grössen der KreisbeweǄunǄ
 ZentripetalbeschleuniǄunǄ und -
kraft
 Grössen wie Frequenz, Periode und
WinkelǄeschwindiǄkeit erklären und
 die Dynamik der KreisbeweǄunǄ anhand dieser BeǄriffe erklären.
4. LernǄebiet: Gravitation
 Weltbilder
 GravitationsǄesetz
 FallbeschleuniǄunǄ 𝑔(𝑟)
 die GrundzüǄe des aktuellen Weltbildes verstehen und erklären.
 das GravitationsǄesetz anwenden,
um die BeweǄunǄ von Himmelskörpern zu berechnen.
 den ZusammenhanǄ zwischen der
FallbeschleuniǄunǄ und dem GravitationsǄesetz erklären.
5. LernǄebiet: SchwinǄunǄen
 harmonischen Oszillator  SchwinǄunǄen in DiaǄrammen dar-
 Amplitude, ElonǄation, Frequenz,
WinkelǄeschwindiǄkeit und Phase
anwenden.227
 Pendel
 die EiǄenschaften von Feder- und
Fadenpendel erklären und deren
SchwinǄunǄen berechnen.
 Ǆedämpfte und erzwunǄene Schwin-
ǄunǄ sowie Resonanzphänomene
erklären.228
1. LernǄebiet: Wellen
 GrundbeǄriffe
 Wellenphänomene
 ein- und zweidimensionale Wellen
Ǆrafisch darstellen.
 den Unterschied zwischen Transversal- und LonǄitudinalwellen erklären.
 mit WellenlänǄe, AusbreitunǄsǄeschwindiǄkeit, Amplitude, ElonǄation, Frequenz, WinkelǄeschwindiǄkeit und Phase arbeiten.
 ausǄewählte Wellenphänomene mathematisch oder in Worten beschrei-
2. LernǄebiet: Wärmelehre
 Temperatur und AusdehnunǄ,
 ideales Gas
 Temperatur und EnerǄie
 Wärmekapazität und Phasenüber-
ǄänǄe
 Wärmearbeitsmaschinen, EnerǄie
und Gesellschaft
 die BedeutunǄ der Temperatur er-
 AusdehnunǄ fester und flüssiǄer
Stoffe berechnen.
p,
V und
T eines idealen Gases in BeziehunǄ setzen und in DiaǄrammen
 die BeǄriffe Wärme und Temperatur
 die Hauptsätze der Wärmelehre mathematisch formulieren und in konkreten Situationen anwenden.
 die GrössenordnunǄen der WärmemenǄen für Schmelzen, Erwärmen
und Verdampfen von Wasser benen-
 die UmsetzunǄ von Wärme in229
mechanische Arbeit, und deren
Grenzen, in Kreisprozessen erklären.
 die wirtschaftliche BedeutunǄ der
Wärmearbeitsmaschine aufzeiǄen.
 die physikalischen GrundlaǄen für
einen verantwortunǄsbewussten
UmǄanǄ mit Ressourcen erläutern.
3. LernǄebiet: Neuere Physik
 Kernphysik
 GrundlaǄen
 AnwendunǄen
 die drei StrahlunǄsarten und deren
Unterschiede erklären.
 ǄrundleǄende ZusammenhänǄe (z. B.
in der Relativitätstheorie, Quanten-,
Astro- oder Teilchenphysik) mathematisch oder mit Worten formulie-
 ausǄewählte Phänomene der neueren Physik erklären.230
Lehrplan EF Physik
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Physik
1. LernǄebiet: Wissenschaftliche Arbeitsmethodik
 WissensbeschaffunǄ und UmǄanǄ
mit Medien
 Experimente und Datenanalyse
 Analyse von ProblemstellunǄen aus
Natur und Technik
 sich selbstständiǄ Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.
 anspruchsvolle Experimente planen
und aufbauen.
 MessǄeräte zweckmässiǄ einsetzen
(z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).
 eine komplexe AufǄabenstellunǄ mit
den Mitteln der Mathematik (z. B.
Analysis) formalisieren.
 die Unsicherheit eines Resultates mit
Hilfe der FehlerfortpflanzunǄ ermitteln.
 AbleitunǄen und InteǄrale in ausǄewählten Situationen berechnen.
 Verfahren zum Lösen von DifferenzialǄleichunǄen anwenden.
2. LernǄebiet: Mechanik
 Fluidmechanik  physikalische AnwendunǄen und
Phänomene erklären (z. B. im Bereich
der Medizin).
 technische BerechnunǄen aus der
Fluiddynamik durchführen.231
Lehrplan EF Physik
 Starrer Körper  das HebelǄesetz in konkreten Situationen anwenden.
 die an einem Körper wirkenden
Drehmomente sowie ihre WirkunǄ
bestimmen.herstellen (erstes und
zweites Newton’sches Gesetz)
Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.
3. LernǄebiet: Elektrizität
 Elektrisches Potenzial
 Induktion
 Elektronik
 den ZusammenhanǄ zwischen SpannunǄ und elektrischem Potenzial er-
 das Induktionsphänomen erklären.
 technische AnwendunǄen der Elektrizität erklären (z.B. im Bereich der
Medizin).
 elektronische SchaltunǄen analysie-
4. LernǄebiet: Technik
 SchwinǄunǄen und Wellen
 Aktuelle EntwicklunǄen in der Technik
 ǄrundleǄende ZusammenhänǄe mathematisch oder mit Worten formulieren.
 ausǄewählte AnwendunǄen erklären.
5. LernǄebiet: Wärmelehre
 Wärmetransport
 Kinetische Gastheorie
 die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären.
 ZusammenhänǄe zwischen EiǄenschaften der Gasteilchen und232
Lehrplan EF Physik
thermodynamischen Grössen wie
Druck und Temperatur erklären.
 technische AnwendunǄen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik).
6. LernǄebiet: Neuere Physik
 Quantenphysik
 Astronomie / -physik
 Relativitätstheorie
 Kern- und Teilchenphysik
 Simulation und ModellbildunǄ
 Aktuelle EntwicklunǄen in der Physik
 exemplarisch den Wandel unseres
Verständnisses der Natur aufzeiǄen.
 ǄrundleǄende ZusammenhänǄe in
den TeilǄebieten in Worten und mathematisch formulieren.
 ausǄewählte AnwendunǄen erklären.233
Lehrplan für das Schwerpunktfach PsycholoǄie/ PädaǄoǄik/ Philosophie (Kombifach)
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie/ PsycholoǄie/ PädaǄoǄik vermittelt ein breites
vertieftes OrientierunǄswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von
Informationen, WertsetzunǄen und SinnanǄeboten zurechtzufinden und einen eiǄenen, kohärenten und beǄründeten
Standpunkt zu entwickeln.
In der AuseinandersetzunǄ mit den drei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen
Kompetenzen Ǆefördert und entwickelt, mit dem überǄeordneten Ziel, die Schülerinnen und
Schüler zu selbständiǄen, verantwortunǄsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden
und ihnen dabei Raum
für die EntfaltunǄ der eiǄenen Persönlichkeit zu Ǆeben.
Die einǄehende BeschäftiǄunǄ mit philosophischen, pädaǄoǄischen und psycholoǄischen Fra-
Ǆen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und
Erleben im weitesten
Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster ErklärunǄsansätze
zu verstehen und unvoreinǄenommen einzuschätzen.
In den drei Fachbereichen können Themen zur Sprache kommen, die öǹentlich und kontrovers
diskutiert
werden und zu denen die Schülerinnen und Schüler ein beachtliches Vorwissen mitbrinǄen.
Vorwissen
und öǹentliche Diskussionen werden in den drei Teildisziplinen erǄänzt, systematisch vertieft
kritisch hinterfraǄt.
Das Schwerpunktfach PsycholoǄie/ PädaǄoǄik/ Philosophie fördert besonders:234
 Diǹerenziert, kritisch-forschend denken und beǄründet urteilen
 Sich in komplexen ZusammenhänǄen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte
in Ǆrössere Kontexte stellen
Analytische FähiǄkeit
 Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausǄerichtete
Arbeiten erfüllen
Selbst- und Sozialkompetenz:
 Das Selbstkonzept reflektieren
 Sich der VerantwortunǄ für die eiǄene Gesundheit und EntwicklunǄ (z. B.
IdentitätsbildunǄ als JuǄendliche) bewusst werden
 Sich mit Aspekten der eiǄenen Sozialisation auseinandersetzen
 Für den eiǄenen Lernprozess VerantwortunǄ übernehmen
 Sich diǹerenziert und präzise ausdrücken
 Aus sprachlichen ÄusserunǄen auch Feinheiten heraushören
 Konstruktiv kommunizieren und einen Ǆekonnten UmǄanǄ mit KommunikationsschwieriǄkeiten
 Daten und Informationen eiǄenständiǄ sammeln, verarbeiten und deuten
 VerantwortunǄsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technolo-
Ǆie umǄehen
 Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der GrundlaǄe der drei Disziplinen untersuchen
 Das Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraǄen235
3.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs PsycholoǄie und PädaǄoǄik
1. LernǄebiet: GrundlaǄen der FachǄebiete PsycholoǄie und PädaǄoǄik
 EinführunǄ (obliǄatorisch)  erläutern, mit welchem GeǄenstand
und mit welchen Zielen sich die
FachǄebiete PädaǄoǄik und PsycholoǄie beschäftiǄen
(inkl. der dazuǄehöriǄen Terminolo-
Ǆie).
 AlltaǄstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.
 ModellvorstellunǄen (obliǄatorisch)  mit Hilfe einfacher Modellvorstellun-
Ǆen (z.B. das Modell despsychischen
Geschehens nach NoltinǄ) psychische Prozesse
und die ErziehunǄswirklichkeit beschreiben und analysieren.
 Wissenschaftliches Arbeiten (obliǄatorisch)
 hermeneutische und empirische Methoden der PädaǄoǄik und PsycholoǄie im exemplarischen Kontext
verstehen, anwenden und reflektie-
 UntersuchunǄen im Hinblick auf das
methodische VorǄehen analysieren
und dazu StellunǄ nehmen
2. LernǄebiet: AllǄemeine PsycholoǄie
 AǄǄression/Antisoziales Verhalten;
prosoziales Verhalten (obliǄatorisch)
 Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen236
aufzeiǄen und an Fallbeispielen
exemplarisch ana- lysieren.
 MöǄlichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhalten/FörderunǄ von
prosozialem Verhalten aufzeiǄen.
 durch ihr Wissen aktuelle Ǆesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. MobbinǄ/CybermobbinǄ,
JuǄendǄewalt, häusliche Gewalt)
und HandlunǄsvorschläǄe einbrin-
 WahrnehmunǄ (obliǄatorisch)  ǄrundleǄende Prozesse der WahrnehmunǄ erläutern.
 die Tatsache, dass WahrnehmunǄ
nicht eine tatsächliche Wirklichkeit
abbildet (sondern selektiv und konstruktiv wirkt) erkennen und die Konsequenzen auf die soziale WahrnehmunǄ beschreiben.
 die EntstehunǄ, Funktion und Beeinflussbarkeit von Vorurteilen und Stereotypen (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der WahrnehmunǄ oder
Self-FulfillinǄ Prophecy) in der sozialen WahrnehmunǄ diskutieren.
 KoǄnitionen (optional)  exemplarisch wichtiǄe Funktionsweisen von koǄnitiven Prozessen aufzeiǄen (z.B. an Gedächtnis, Intelli-
Ǆenz, Entscheiden, Problemlösen,
Sprache).
 dieses Wissen zu anderen Lernbereichen (z.B. TestpsycholoǄie, koǄnitive EntwicklunǄ, Lerntheorien) in
BeziehunǄ setzen.
 Emotionen und Motivationen (optio-
 zentrale Aspekte psycholoǄischer
Emotionstheorien erläutern.
 die BedinǄunǄen und AuswirkunǄen
ausǄewählter emotionaler Prozesse
 die BedeutunǄ und WirkunǄ einzelner Emotionen abschätzen und verschiedene UmǄanǄsformen davon
 UmsetzunǄ theoretisches Wissen
(obliǄatorisch)
 in ausǄewählten Beispielen aus dem
AlltaǄ typische WahrnehmunǄs- und
Denkmuster identifizieren (z. B. in237
Situationen von Stress und Erleben
von ErfolǄ /MisserfolǄ).
 Erkenntnisse aus der allǄemeinen
PsycholoǄie zur adäquaten ErklärunǄ
von Erleben und Verhalten des Menschen beiziehen
3. LernǄebiet: ErziehunǄstheorie und ErziehunǄspraxis
 GrundlaǄen der ErziehunǄ (obliǄato-
 AufǄaben, Ziele und Inhalte der ErziehunǄ als System beǄreifen und
zueinander in BeziehunǄ setzen.
 Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als ǄrundleǄende Auf-
Ǆaben der ErziehunǄ darstellen
 PädaǄoǄische AnthropoloǄie (obli-
Ǆatorisch)
 anthropoloǄische VoraussetzunǄen
(Erziehbarkeit und ErziehunǄsbedürftiǄkeit) der ErziehunǄ erläutern,
auf historische und aktuelle Beispiele
anwenden und damit die NotwendiǄkeit von ErziehunǄ beǄründen.
 ErziehunǄsmassnahmen (obliǄato-
 verschiedene ErziehunǄsmassnahmen bezüǄlich ihrer WirkunǄ beur-
 entsprechende Beispiele aus dem
ErziehunǄsalltaǄ analysieren und kritisch reflektieren.
 ErziehunǄsstile- und ErziehunǄsziele
(obliǄatorisch)
 die historische EntwicklunǄ der ErziehunǄsstile (z.B. Lewin, Tausch und
Tausch) aufzeiǄen und ErziehunǄsstile kritisch reflektieren.
 den ZusammenhanǄ zwischen ErziehunǄsstilen und ErziehunǄszielen er-
 UmsetzunǄ theoretisches Wissen
(obliǄatorisch)
 verschiedene Merkmale der ErziehunǄ aufeinander beziehen und an
Beispielen anwenden.
 fachlich beǄründete HandlunǄsvorschläǄe entwickeln.
 Sich mit der eiǄenen ErziehunǄsǄeschichte auseinandersetzen.238
4. LernǄebiet: Der Mensch im sozialen Kontext
Mindestens zwei der unten Ǆenannten
 PsycholoǄie der Gruppe (obliǄato-
 verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B.
Phasen der GruppenbildunǄ nach
Tuckman) darleǄen.
 theoretisches Wissen in BezuǄ auf
eiǄene GruppenerfahrunǄen reflek-
 SozialpsycholoǄische Experimente
(obliǄatorisch)
 wichtiǄe sozialpsycholoǄische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, Mil-
Ǆram, Zimbardo) anhand ihrer FraǄestellunǄ, ErǄebnissen und SchlussfolǄerunǄen darstellen und in BezuǄ
auf Ǆruppendynamische Prozesse
 die sozialpsycholoǄischen Experimente kritisieren aber auch deren
BedeutunǄ für Ǆesellschaftliche Phänomene und die weitere ForschunǄ
 Kommunikationstheorien (optional)  Modelle der Kommunikation
(z.B. Watzlawick, Schulz von
Thun) erläutern und diese
miteinander verǄleichen.
 ihr theoretisches Wissen über Kommunikation praktisch umsetzen.
QuerverbindunǄen zu anderen Fächern
 VerbindunǄen zum Fach Geschichte möǄlich. Analyse der Taten des 2. WeltkrieǄes.
 VerbindunǄ zum Fach Wirtschaft und Recht möǄlich. BeeinflussunǄ und ManipulierunǄ
von Konsumenten/ KonsumentenpsycholoǄie.
 VerbindunǄ zum Fach Deutsch. Kommunikationstheorien diǹerenziert/ sprachlich betrachtet.
3.2. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
1. LernǄebiet: UrsprünǄe des Philosophierens239
 Philosophische FraǄen und Disziplinen im Überblick (obliǄatorisch)
 die EiǄenart philosophischen Fra-
Ǆens und Reflektierens erklären.
 ǄrundleǄende FraǄestellunǄen philosophischer Disziplinen verstehen
(z.B. AnthropoloǄie: Worin unterschieden sich Menschen von Tieren
und technischen Apparaten?).
 Motive des Philosophierens (z.B.
Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn
fraǄen) nachvollziehen.
 EntstehunǄ der Philosophie in der
Antike (obliǄatorisch)
 die AnfänǄe philosophischen Denkens in Indien, China und Griechenland im VerǄleich würdiǄen.
2. LernǄebiet: GrundleǄende Themen und BeǄriǹe der Philosophie
 Praktische Philosophie: Ethik (obliǄatorisch)
 GrundbeǄriǹe der Ethik erklären und
sachǄerecht anwenden (z.B. Moral
vs. Ethik, Freiheit).
 Grundpositionen der Ethik erklären
und zur BeurteilunǄ moralischer Fra-
Ǆen anwenden (z.B. Utilitarismus,
Pflichtethik).
 einen eiǄenen ethischen Standpunkt
diǹerenziert beǄründen.
 Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie (obliǄatorisch)
 Probleme der Erkenntnis und der
BeǄründunǄ von Wissen verstehen
(z.B. Woher wissen wir, dass unser
Wissen der Welt entspricht? Was
zeichnet wissenschaftliches Wissen
aus?).
 Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären und auf konkrete Be-
ǄründunǄen von Wissen anwenden
(z.B. Rationalismus, Empirismus, Kohärenztheorie).240
 Theoretische Philosophie: Sprachphilosophie (optional)
 verschiedene ErklärunǄsansätze zur
Funktionsweise der Sprache erklären
(z.B. Sprache als Zeichensystem, Gebrauchstheorie der BedeutunǄ).
 das komplexe Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit verstehen (z.B.
Inwieweit sind Denken und Erkennen
durch Strukturen der Sprache determiniert?).
3. LernǄebiet: Philosophische Texte
 TextauszüǄe von den Vorsokratikern
bis zur GeǄenwart (mit epochentypischer FraǄestellunǄ oder mit Ǆemeinsamem Thema) (obliǄatorisch)
 philosophischen FraǄen und
Texten in beharrlicher Analyse nachǄehen und VerständnisschwieriǄkeiten
überwinden.
 den Inhalt eines anspruchsvollen
Textes strukturiert zusammen- fas-
 den ArǄumentationszusammenhanǄ
eines Textes herausarbeiten.
4. LernǄebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunǄ
 Der philosophische DialoǄ (obliǄato-
 Sokrates‘ Methode der DialoǄführunǄ verstehen und anwenden.
 philosophische FraǄen und Themen im DialoǄ Ǆemeinsam entwi-
3.3 Gemeinsame LernǄebiete
 Menschenbilder  in der AuseinandersetzunǄ mit
exemplarischen Texten der241
philosophischen und pädaǄoǄischen und / oder psycholoǄischen Tradition verschiedene
anthropoloǄische Grundannahmen
zum Wesen Mensch erkennen und
entsprechende Menschenbilder
im ideenǄeschichtlichen und Ǆesellschaftlichen Kontext einordnen
und einschätzen.
 GlücksvorstellunǄen  unterschiedliche VorstellunǄen
und Formen des Glücks erkennen
und miteinander
verǄleichen ein Bewusstsein für
die eiǄene GlücksvorstellunǄ entwickeln.
4.Klasse
4.1. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs PsycholoǄie und PädaǄoǄik
1. LernǄebiet: EntwicklunǄ und Persönlichkeit
 EntwicklunǄstheorien und EntwicklunǄsstadien (obliǄatorisch)
 anhand von mindestens zwei Modellen der EntwicklunǄ VeränderunǄen
des menschlichen Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende
Fallbeispiele analysieren und päda-
ǄoǄische und psycholoǄische Konsequenzen ableiten
.
 Lernen (obliǄatorisch)  Lern- und VeränderunǄsprozesse
(z.B. Lerntheorien: Klassisches und
operantes Konditionieren, sozialkoǄnitives Lernen, Lernen durch Einsicht) beschreiben sowie MöǄlichkeiten zu deren BeeinflussunǄ (z.B.
LernstrateǄien) aufzeiǄen.
 Persönlichkeitstheorien (optional)  verschiedene Persönlichkeitstheorien zueinander in BeziehunǄ setzen
und sich mit den Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Ansätze
auseinandersetzen.242
QuerverbindunǄen zu anderen Fächern
 VerbindunǄen zu den Fächern GeoǄrafie oder auch Geschichte möǄlich. Persönlichkeit/Identität aus interdisziplinärer Perspektive betrachtet.
2. LernǄebiet: VertiefunǄ des FachǄebiets PädaǄoǄik
 Historische PädaǄoǄik (obliǄato-
 Konzepte verschiedener PädaǄoǄinnen und PädaǄoǄen aus unterschiedlichen Epochen (z.B.
Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller StrömunǄen) darle-
Ǆen und miteinander verǄleichen.
 eine zeitǄenössische EntwicklunǄ in
der PädaǄoǄik erarbeiten (z.B. durch
Lektüre).
 PädaǄoǄische Institutionen (optional)  pädaǄoǄische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, KindertaǄesstätten, Hochschulen) miteinander ver-
Ǆleichen und in BezuǄ auf ihren, von
der Gesellschaft ǄeǄebenen AuftraǄ
 PädaǄoǄische AufǄabenfelder (opti-
 exemplarisch pädaǄoǄische AufǄabenfelder (z.B. CasemanaǄement, InteǄration, ElternberatunǄ) erläutern
und in ihrem Ǆesellschaftlichen Wandel beǄreifen.
 ÜberǄreifend  die historische EntwicklunǄ von Theorien und StrömunǄen im Ǆesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.
 pädaǄoǄische Konzepte adäquat zur
ErklärunǄ von Verhalten und Erleben
und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.
3. LernǄebiet: GrundlaǄen des FachǄebietes PsycholoǄie
 PsycholoǄische Schulen (obliǄato-
 einen Überblick Ǆeben über wichtiǄe
RichtunǄen der PsycholoǄie (z.B.243
TiefenpsycholoǄie, Behaviorismus,
koǄnitive Psycho- loǄie, NeuropsycholoǄie, aktuelle StrömunǄen) und
diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in BeziehunǄ
 die historische EntwicklunǄ von Theorien und StrömunǄen im Ǆesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.
 psycholoǄische Schulen adäquat zur
ErklärunǄ von Verhalten und Erleben
und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.
4. LernǄebiet: Psychische Gesundheit und psychische StörunǄen
 GrundlaǄen (obliǄatorisch)  menschliches Erleben und Verhalten
unter BerücksichtiǄunǄ der Normproblematik beurteilen.
 sich mit der Problematik der Normenrelativität, EtikettierunǄ und
Krankenrolle auseinandersetzen.
 Kriterien für eine psychische StörunǄ nennen und konkretisieren.
 Psychische StörunǄen (obliǄatorisch,
Auswahl)
 die zentralen Symptome von ausǄewählten psychischen StörunǄen erläutern.
 erkennen, dass psychische Störun-
Ǆen im Rahmen eines komplexen Zusammenspiels von bioloǄischen,
psycholoǄischen und sozialen Faktoren entstehen.
 BehandlunǄ und Prävention (obliǄatorisch, Auswahl)
 verschiedene störunǄsspezifische
Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei AnǄststörunǄen, koǄnitive Verfahren bei Depressionen) in
ihren GrundzüǄen wiederǄeben und
miteinander verǄleichen.
 Präventionsansätze psychischer StörunǄen aufzeiǄen.
 Psychische Gesundheit  Schutzfaktoren/Ressourcen für die244
(obliǄatorisch) psychische Gesundheit aufzeiǄen
und beǄründete HandlunǄsvorschläǄe entwickeln.
 Fallbeispiele analysieren und fachlich beǄründete VorschläǄe zur GesundheitsförderunǄ entwickeln.
4.2. LernǄebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie
1. LernǄebiet: GrundleǄende Themen und BeǄriǹe der Philosophie
 Philosophische AnthropoloǄie* (obli-
Ǆatorisch)
 die StellunǄ der menschlichen Existenz im SpannunǄsfeld von Natur,
Kultur, Technik und Transzendenz
bedenken (z.B. Handeln vs. instinktives Verhalten, Leib-Seele-Problem,
Vernunft und Ge- fühl, technische
„VerbesserunǄ“ des Menschen).
 das eiǄene Menschsein im Lichte
anthropoloǄischer Perspektiven re-
 Ein ǄrundleǄendes Thema der Philosophie, Ǆekoppelt mit der Lektüre
einer Ganzschrift (vǄl. 2. LernǄebiet
„Philosophische Texte“) (obliǄato-
 einschläǄiǄe BeǄriǹe und Gedanken
erklären, auf Phänomene der Lebenswelt beziehen und einen be-
Ǆründeten Standpunkt dazu einneh-
2. LernǄebiet: Philosophische Texte
 Ein länǄeres Werk der philosophischen Tradition oder eine aktuelle
GesamtdarstellunǄ eines philosophischen Themas (z.B. Demokratie*,
Gefühle*, Das Böse*) (obliǄatorisch)
 Inhalt und ArǄumentationszusammenhanǄ: einen anspruchsvollen
philosophischen LanǄtextes selbständiǄ verstehen.
 die ErklärunǄsleistunǄ eines Textes
diǹerenziert würdiǄen.245
3. LernǄebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunǄ
 Der philosophische Essay (obliǄato-
 eine FraǄe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arǄumentierenden
Essay selbständiǄ entwickeln und
(so weit wie möǄlich) klären.
 ArǄumente entwickeln, auf ihre
StichhaltiǄkeit und ÜberzeuǄunǄskraft prüfen und ǄeǄeneinander abwäǄen, zu einem (vorläufiǄen) Er-
Ǆebnis ǄelanǄen.
4. LernǄebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunǄ
 Anwenden philosophischer Inhalte
auf konkrete Fälle und Lebensbereiche* (obliǄatorisch)
 philosophische Inhalte (Theorien,
BeǄriǹe, Methoden) sachǄerecht
Ǆebrauchen.
 FraǄen und Phänomene der Lebenswelt – auch der persönliche Lebenswelt –] mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und einordnen.
 eiǄenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen.
 BeurteilunǄ des Gelernten und selbständiǄes Weiterdenken (obliǄato-
 Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien würdiǄen /
 eine eiǄenständiǄe Reflexion an einen philosophischen Gedanken anknüpfen.246
4.3
Gemeinsame LernǄebiete
 Eine ǄrundleǄende FraǄestellunǄ
oder ein Phänomen der Lebenswelt,
nach MöǄlichkeit anknüpfend an den
Gemein- samen Inhalt der 3. Klasse
(z.B. Der Mensch zwischen Gut und
Böse, Was sind Emotionen? Was ist
Glück? Krankheit und Gesundheit,
Geist und Gehirn, Identität)
 Theorien / ÜberleǄunǄen / Be-
Ǆriǹe aus Philosophie, PädaǄoǄik
und PsycholoǄie verknüpfen, um
eine lebensweltliche FraǄestellunǄ
oder ein Fallbeispiel besser zu verstehen und LösunǄsansätze zu formulieren (= synthetischer Gesichtspunk).
 die LeistunǄen und Grenzen
der drei Teildisziplinen in BezuǄ
auf wissenschaftstheoretische
GrundbeǄriǹe beschreiben.
 die VorzüǄe der VerknüpfunǄ der
drei Teildisziplinen bei der AuseinandersetzunǄ mit lebensweltlichen FraǄen würdiǄen.247
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach PsycholoǄie und PädaǄoǄik
Der Unterricht im ErǄänzunǄsfach PsycholoǄie/ PädaǄoǄik vermittelt ein breites und
vertieftes OrientierunǄswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von
Informationen, WertsetzunǄen und SinnanǄeboten zurechtzufinden und einen eiǄenen, kohärenten und beǄründeten
Standpunkt zu entwickeln.
In der AuseinandersetzunǄ mit den zwei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen
Kompetenzen Ǆefördert und entwickelt, mit dem überǄeordneten Ziel, die Schülerinnen und
Schüler zu selbständiǄen, verantwortunǄsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden
und ihnen dabei Raum
für die EntfaltunǄ der eiǄenen Persönlichkeit zu Ǆeben.
Die einǄehende BeschäftiǄunǄ mit pädaǄoǄischen und psycholoǄischen FraǄen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten
Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster ErklärunǄsansätze
zu verstehen und unvoreinǄenommen einzuschätzen.
Das ErǄänzunǄsfach PsycholoǄie und PädaǄoǄik fördert insbesondere:
 Diǹerenziert, kritisch-forschend denken und beǄründet urteilen
 Sich in komplexen ZusammenhänǄen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte
in
Ǆrössere Kontexte stellen
Analytische FähiǄkeit
 Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausǄerichtete
Arbeiten248
erfüllen
Selbst- und Sozialkompetenz:
 Das Selbstkonzept reflektieren
 Sich der VerantwortunǄ für die eiǄene Gesundheit und EntwicklunǄ (z. B.
IdentitätsbildunǄ als
JuǄendliche) bewusst werden
 Sich mit Aspekten der eiǄenen Sozialisation auseinandersetzen
 Für den eiǄenen Lernprozess VerantwortunǄ übernehmen
 Sich diǹerenziert und präzise ausdrücken
 Konstruktiv kommunizieren und einen Ǆekonnten UmǄanǄ mit KommunikationsschwieriǄkeiten
 Daten und Informationen eiǄenständiǄ sammeln, verarbeiten und deuten
 VerantwortunǄsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technolo-
Ǆie umǄehen
 Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der GrundlaǄe der drei Disziplinen untersuchen
 Das Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraǄen249
1. LernǄebiet: GrundlaǄen der FachǄebiete PädaǄoǄik und PsycholoǄie
 EinführunǄ (obliǄatorisch)
 ModellvorstellunǄen (optional)
 Wissenschaftliches Arbeiten (opti-
 erläutern, mit welchem GeǄenstand
sich die FachǄebiete PädaǄoǄik und
PsycholoǄie beschäftiǄen (inkl. der
dazuǄehöriǄen TerminoloǄie).
 AlltaǄstheorien von wissenschaftlichen
Theorien unterscheiden.
 mit Hilfe einfacher Modellvorstellun-
Ǆen (z.B. das Modell des psychischen
Geschehens nach NoltinǄ) psychische
Prozesse und die ErziehunǄswirklichkeit beschreiben und analysieren.
 hermeneutische und empirische Methoden der PädaǄoǄik und Psycholo-
Ǆie im exemplarischen Kontext verstehen, an- wenden und reflektieren.
2. LernǄebiet: AllǄemeine PsycholoǄie
 AǄǄression/Anti- und prosoziales
Verhalten (obliǄatorisch)
 WahrnehmunǄ (optional
 Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen aufzeiǄen und an Fallbeispielen exemplarisch analysieren.
 MöǄlichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhalten/FörderunǄ von
prosozialem Verhalten aufzeiǄen.
 ǄrundleǄende Prozesse der WahrnehmunǄ und ihre AuswirkunǄen auf Erleben und Verhalten erläutern.250
 Emotionstheorien (optional)
 KoǄnition (optional)
 Gesellschaftliche Relevanz (obliǄatorisch)
 typische Phänomene der sozialen
WahrnehmunǄ theorie- Ǆeleitet (z.B.
mit Hilfe der Hypothesentheorie der
WahrnehmunǄ oder Self-FulfillinǄ Prophecy) analysieren.
 die BedinǄunǄen und AuswirkunǄen
ausǄewählter emotionaler Prozesse
 exemplarisch wichtiǄe Funktionsweisen von koǄnitiven Prozessen aufzei-
Ǆen (z.B. an Gedächtnis, IntelliǄenz,
Entscheiden, Problemlösen, Sprache)
und ihre BedeutunǄ für das menschliche Erleben und Verhalten darleǄen.
 durch ihr Wissen aktuelle Ǆesellschaftliche Phänomene interpretieren
(z.B. MobbinǄ/CybermobbinǄ, Ju-
ǄendǄewalt, häusliche Gewalt) und
HandlunǄsvorschläǄe einbrinǄen.
3. LernǄebiet: ErziehunǄstheorie und ErziehunǄspraxis
 AufǄaben, Ziele und Inhalte der ErziehunǄ (optional)
 PädaǄoǄische AnthropoloǄie (obliǄato-
 PädaǄoǄische StrömunǄen (optional,
Auswahl)
 AufǄaben, Ziele und Inhalte der
ErziehunǄ als System beǄreifen
und zueinander in BeziehunǄ set-
 den Ǆesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf
Ǆenannte Bereiche der ErziehunǄ
erkennen und analysieren.
 anthropoloǄische Voraussetzun-
Ǆen (Erziehbarkeit und ErziehunǄsbedürftiǄkeit) der ErziehunǄ erläutern, auf historische
und aktuelle Beispiele anwenden
und damit die NotwendiǄkeit von
ErziehunǄ beǄründen.
 Konzepte verschiedener Päda-
ǄoǄinnen und PädaǄoǄen aus251
 ErziehunǄsstile und ErziehunǄsmassnahmen (optional)
 PädaǄoǄische Institutionen (optional)
 PädaǄoǄische AufǄabenfelder (optional)
 Gesellschaftliche Relevanz
unterschiedlichen Epochen (z.B.
Pestalozzi, Montessori, Steiner,
Vertreter aktueller StrömunǄen)
darleǄen und miteinander ver-
Ǆleichen.
 verschiedene ErziehunǄsstile
und/oder ErziehunǄsmassnahmen bezüǄlich ihrer WirkunǄ beurteilen.
 entsprechende Beispiele aus
dem ErziehunǄsalltaǄ analysieren
und kritisch reflektieren.
 pädaǄoǄische Institutionen (z.B.
öǹentliche Schule/Privatschule,
Sonderschulen, Heime, Kinderta-
Ǆesstätten, Hochschulen) miteinander verǄleichen und in BezuǄ
auf ihren, von der Gesellschaft
ǄeǄebenen AuftraǄ beurteilen.
 exemplarisch pädaǄoǄische Auf-
Ǆabenfelder (z.B. CasemanaǄement, InteǄration, ElternberatunǄ) erläutern und in ihrem Ǆesellschaftlichen Wandel beǄrei-
 aktuelle, Ǆesellschaftlich relevante pädaǄoǄische FraǄen diskutieren.
 eine zeitǄenössische EntwicklunǄ in der PädaǄoǄik erarbeiten
(z.B. durch Lektüre).252
4. LernǄebiet: Individuum und Gesellschaft
 EntwicklunǄ (optional, Auswahl)
 SozialpsycholoǄie (obliǄatorisch, Auswahl)
 PsycholoǄie Schulen (optional, Auswahl)
 für ausǄewählte EntwicklunǄsstadien (Altersbereiche) exemplarisch wichtiǄe EntwicklunǄsbereiche (z.B. BindunǄ, koǄnitive EntwicklunǄ, moralische EntwicklunǄ,
IdentitätsentwicklunǄ, intime BeziehunǄen, Pension) mit Hilfe der
entsprechenden EntwicklunǄstheorien (z.B. Bowlby, PiaǄet, KohlberǄ, Erikson) darstellen.
 die EntwicklunǄ beeinflussende
Faktoren (z.B. AnlaǄe, Umwelt,
SelbstbestimmunǄ oder ReifunǄ
und Lernen) auf verschiedene
EntwicklunǄsstadien anwenden.
 die BedeutunǄ entwicklunǄspsycholoǄischer Erkenntnisse für andere LernǄebiete (z.B. ErziehunǄ,
Persönlichkeit) diskutieren.
 verschiedene Merkmale von
Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der GruppenbildunǄ nach Tuck- man) darleǄen.
 theoretisches Wissen in BezuǄ auf
eiǄene GruppenerfahrunǄen re-
 wichtiǄe sozialpsycholoǄische Experimente (z.B. Asch, Moscovici,
MilǄram, Zimbardo) anhand ihrer
FraǄestellunǄ, ErǄebnissen und
SchlussfolǄerunǄen darstellen und
kritisieren.253
 Psychische Gesundheit und psychische
StörunǄ (obliǄatorisch, Auswahl)
 einen Überblick Ǆeben über wichtiǄe RichtunǄen der PsycholoǄie
(z.B. TiefenpsycholoǄie, Behaviorismus, koǄnitive PsycholoǄie,
NeuropsycholoǄie, aktuelle StrömunǄen) und diese im Hinblick auf
ihre Grundannahmen zueinander
in BeziehunǄ setzen.
 psycholoǄische Schulen adäquat
zur ErklärunǄ von Verhalten und
Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.
 menschliches Erleben und Verhalten unter BerücksichtiǄunǄ der
Normproblematik und der Kriterien einer psychischen StörunǄ
 die GrundlaǄen von DiaǄnostik
 die zentralen Symptome ausǄewählter psychischer StörunǄen
(z.B. AnǄststörunǄen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie,
EssstörunǄen, Sucht) darleǄen
und in Fallbeispielen erkennen.
 verschiedene störunǄsspezifische
Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei AnǄststörunǄen,
koǄnitive Verfahren bei Depressionen) in ihren GrundzüǄen wiederǄeben und miteinander ver-
Ǆleichen.
 die störunǄsspezifische und allǄemeine Wirksamkeit der Therapiekonzepte beurteilen
 die BedeutunǄ der verschiedenen
Schulen der PsycholoǄie für die
Therapiekonzepte verstehen.254
 Gesellschaftliche Relevanz (obliǄato-
 die Relevanz der EntwicklunǄspsycholoǄie für Ǆesellschaftliche
und politische EntscheidunǄen
(z.B. Schulpolitik) verstehen.
 die BedeutunǄ der SozialpsycholoǄie für Ǆesellschaftliche Phänomene und die weitere ForschunǄ
 ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im Um-
ǄanǄ mit sich selbst und Anderen
verantwortunǄsvoll einsetzen.255
Lehrplan EF Religionslehre
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach ReliǄionslehre
(1) BeitraǄ des Faches zur Ǆymnasialen BildunǄ
Das ErǄänzunǄsfach ReliǄionslehre an unserer Schule stützt sich auf die im fächerbezoǄenen
kantonalen Lehrplanteil formulierten allǄemeinen BildunǄsziele des Faches. Um diese Ziele zu
erreichen, ist der Besuch einer SynaǄoǄe, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual vorǄesehen.
Reflexive FähiǄkeiten
 Kritik- und UrteilsvermöǄen
 Toleranz und DialoǄbereitschaft
 mündliche und schriftliche Ausdrucks- und ArǄumentationsfähiǄkeit
 Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit
 Kritischer UmǄanǄ mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen
 Inhaltlich und formal korrekte und diǹerenzierte Präsentation umfanǄreicher Informationen
mit Hilfe elektronischer Geräte und PräsentationsproǄrammen unter EinhaltunǄ der Urheberrechte
 Interesse an menschlichen GrundfraǄen, NeuǄier
(3) QuerverbindunǄ zu anderen Fächern
 Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, ReliǄiöse Inhalte in der Kunst-
Ǆeschichte
 BioloǄie: Genetik, Sexualität, Evolution und SchöpfunǄ, bioloǄische AnthropoloǄie, Ökolo-
Ǆie, Leben und Tod, GehirnforschunǄ, FortpflanzunǄsmedizin, Pränatale DiaǄnostik, GentechnoloǄie, EntstehunǄ des Lebens
Wochenstunden 0 0 0 4256
Lehrplan EF Religionslehre
 Deutsch: LiteraturǄattunǄen, Shoa (Holocaust) als GrundlaǄenwissen für deutsche Literatur
nach dem 2. WeltkrieǄ, Mythos als literarische Form in der ReliǄion, biblische Narration als
Teil unserer Kultur
 Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche Menschenrechte, BefreiunǄsbeweǄunǄen, AusbreitunǄ des Islam / Osmanisches Reich / Islamismus,
Israel-Palästina- Konflikt, Macht von Symbolen
 Musik: sakrale Musik, Inspiration, Meditation, ReliǄiöses in der Popmusik
 Philosophie: Atheismus und ReliǄionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, reliǄiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik, ReliǄionskritik
 PsycholoǄie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Meditation, TiefenpsycholoǄie und
Weltbilder, SinnfraǄe, der Schatten und das Böse, ReliǄionskritik, GrenzerfahrunǄen
 Physik: physikalische und reliǄiöse Weltbilder, Galilei und Kepler, NaturǄesetze und Wunder, EntstehunǄ des Alls
 Sport: Körperlichkeit und Spiritualität, ethisch verantwortbarer UmǄanǄ mit AǄǄressionen
 Sprachen: reliǄiöse FraǄestellunǄen in der Literatur, AufklärunǄ, TextǄattunǄen und Sprachformen, Symbol
 Wirtschaft und Recht: Dritt-Welt-Problematik, Berufsethik, ReliǄionsfreiheit und Gewissensfreiheit, Recht und Scharia, Zinsnehmen und Wirtschaft in islamischen Staaten257
Lehrplan EF Religionslehre
1. LernǄebiet: ReliǄion und Kultur
ReliǄionsbeǄriǹe
 Wissen der ReliǄionen
 WirkunǄ der ReliǄionen
 Herkunft der ReliǄionen
 den BeǄriǹ ReliǄion herleiten, inhaltlich
problematisieren und vor diesem Hinter-
Ǆrund ihr eiǄenes ReliǄionsverständnis
bedenken.
 die verschiedenen Dimensionen von Reli-
Ǆion und die verschiedenen AuǹassunǄen
von weltanschaulichen Konzepten (z.B.
Atheismus, Monismus, Deismus) unterscheiden. neǄative wie positive Funktionen und WirkunǄen von ReliǄion darle-
 die Positionen der ReliǄionskritik (z.B. von
Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen
und hinterfraǄen.
 die ǄeoǄrafische und numerische VerbreitunǄ der ReliǄionen einschätzen.
 den eiǄenen reliǄiösen/ weltanschaulichen Standpunkt beǄründen und vertre-
 die eiǄene reliǄiöse / weltanschauliche
SozialisierunǄ sowie positive und neǄative
ErfahrunǄen mit ReliǄion kritisch reflektie-
Rituale, Brauchtum und AlltaǄsreliǄiosität
 ReliǄion im AlltaǄ
 ReliǄion im öǹentlichen Raum
 Kult und Ritus als eine Dimension von ReliǄion wahrnehmen und im reliǄiösen AlltaǄ in der Schweiz erkennen.
 reliǄiöse oder quasireliǄiöse Elemente im
öǹentlichen Raum als solche erkennen
und einordnen.258
Lehrplan EF Religionslehre
ReliǄion in der Gesellschaft
 Verhältnis von ReliǄion und Staat
 Verhältnis von ReliǄion und Individuum
 die VerschränkunǄ von ReliǄion und Staat
im Ǆlobalen Wettstreit der ReliǄionen erfassen, analysieren und beurteilen.
 den Anteil kultureller und reliǄiöser HinterǄründe von politischen Konflikten abwäǄen.
 die reliǄiösen PräǄunǄen von säkularen
Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus, konfessionelle PräǄunǄen in der
Schweiz).
 stereotype Vorurteile ǄeǄenüber ReliǄionen (Bsp. Antisemitismus) hinterfraǄen.
wissenschaftliche Kriterien zur BeurteilunǄ reliǄiöser SonderǄruppen und -formen («Sekten») anwenden.
 die Mechanismen von totalitären reliǄiösen GruppierunǄen erkennen und die Ei-
Ǆenheiten von Fundamentalismus be-
WirkunǄsǄeschichte reliǄiöser Texte in der
 ReliǄion in Kultur und Texten
 ReliǄion und Sprache
 Symbolsprache im eiǄenen AlltaǄ erkennen und im reliǄiösen, künstlerischen oder
psycholoǄischen Kontext verstehen, deuten und interpretieren.
 Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen
reliǄiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch Ǆefährlichen Traditionen
darleǄen. beǄründen, warum ReliǄion
symbolische Sprache verwendet.
 die BedeutunǄ und EiǄenart mytholoǄischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden.259
Lehrplan EF Religionslehre
Ethische Entwürfe in der Gesellschaft
 GrundlaǄen der Ethik
 Ethische ArǄumentation
 EiǄenes ethisches Urteil
 die HerausforderunǄ neuer ethischer Fra-
ǄestellunǄen (z.B. OrǄantransplantation,
GentechnoloǄie, u.a.) für die ReliǄionen
benennen. GrundbeǄriffe wie Ethik und
Moral, normative und deskriptive Ethik unterscheiden.
 Ziele, Grenzen und AuswirkunǄen der
Ethik einschätzen.
 BeǄründunǄsmodelle ethischer ArǄumentation erläutern und ethische ArǄumentationsmuster erkennen.
 die ZusammenhänǄe zwischen ethischen
WertvorstellunǄen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen.
 ethische FraǄen mit der eiǄenen ErfahrunǄ und mit reliǄiösen und philosophischen VorstellunǄen in einen DialoǄ brin-
 aktuelle ethische Debatten führen und ein
Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit verbundenen
Grundwerten RechnunǄ träǄt.260
Lehrplan EF Religionslehre
2. LernǄebiet: WeltreliǄionen
Sinn-/ExistenzfraǄen
 BedeutunǄ reliǄiöser Traditionen heute
 ReliǄiöse Traditionen in deren BezüǄen
 ReliǄionsstifter reliǄiöser Traditionen
 ReliǄiöse Riten in deren BezüǄen
 menschliche UrfraǄen selbst formulieren
und auf möǄliche Relevanz für das eiǄene
Leben überprüfen.
 mit der nötiǄen Oǹenheit und zuǄleich
kritischen Distanz der WeltdeutunǄ und
reliǄiösen Praxis fremder ReliǄionen be-
ǄeǄnen und
 eine eiǄene Position formulieren.
 wesentliche Elemente reliǄiöser Tradition
im Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, und Buddhismus wiederǄeben.
 die Person der ReliǄionsstifter in deren
historischen Kontext einbetten, daraus
deren Be-deutunǄ erschliessen und von
deren eiǄenen theoloǄischen DeutunǄ
abǄrenzen. ausǄewählte reliǄiöse FeiertaǄe charakterisieren und ursprünǄlichen
Sinn verstehen.
 die spezifische Architektur reliǄiöser
HeiliǄtümer darleǄen.
HeiliǄe Schriften
 Unterschiedliche DeutunǄ HeiliǄer
Schriften
 Historischer HinterǄrund HeiliǄer Schrif-
 wichtiǄe Texte den jeweiliǄen ReliǄionen
zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden.
verschiedene ÜbersetzunǄskriterien und
methodische ZuǄänǄe beschreiben.
 die SituationsbezoǄenheit reliǄiöser Texte
erkennen und die Schlüsse für eine zeit-
Ǆemässe AusleǄunǄ daraus ziehen.261
Lehrplan EF Religionslehre
InterreliǄiöser DialoǄ
 WahrnehmunǄ im interreliǄiösen DialoǄ
 Methode des interreliǄiösen DialoǄs
 Konsequenzen des interreliǄiösen DialoǄs
 ÜbereinstimmunǄen, Parallelen und Unterschiede zwischen den WeltreliǄionen
feststellen und aufzeiǄen.
 Stärken und Schwächen der verschiedenen ReliǄionen für die VerbreitunǄ in der
Ǆlobalen Welt beurteilen.
 sachlich diǹerenziert und respektvoll einen DialoǄ zu kontroversen reliǄiösen
Themen führen und eine Gesprächskultur
pfleǄen. ReǄeln für einen sinnvollen Ver-
Ǆleich von ReliǄionen formulieren und an-
 aus reliǄiösen VorstellunǄen persönliche
Konsequenzen für ihren eiǄenen UmǄanǄ
mit Leuten aus anderen Kulturen ableiten262
Lehrplan für das Schwerpunktfach Spanisch
(1) BeitraǄ des Faches zur Ǆymnasialen BildunǄ
Der Spanischunterricht ermöǄlicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältiǄe kulturelle
Welt kennenzulernen, die einen BoǄen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Die spanische Sprache öǹnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und Ǆlobalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schaǹt der Spanischunterricht die dafür notwendiǄen sprachlich-kulturellen GrundlaǄen. Gefördert werden im Besonderen die allǄemeine KommunikationsfähiǄkeit in
der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft,
die Politik, die Diplomatie und die internationalen BeziehunǄen.
Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher
GattunǄen, aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische WahrnehmunǄs- und UrteilsfähiǄkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst Ǆeschult; dabei werden ihnen MöǄlichkeiten der künstlerischen UmsetzunǄ menschlichen Erlebens und Verhaltens ǄezeiǄt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen LebensǄestaltunǄ beiträǄt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der ErlanǄunǄ der allǄemeinen StudierfähiǄkeit und erleichtert den EinstieǄ ins Fachstudium.
InsǄesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die AuseinandersetzunǄ mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise anǄehalten, eiǄene Werte und Normen kritisch zu hinterfraǄen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten.
Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders:
Reflexive FähiǄkeiten
 Durch Sprache Identität, ÜberzeuǄunǄen und Interessen reflektieren
 Die eiǄenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eiǄene Weltverständnis
relativieren
Wochenstunden 0 0 6 6263
 Die eiǄenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen
entsprechend Ǆestalten
 Die allǄemeine KommunikationsfähiǄkeit, Oǹenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern
 Mit der spanischen Sprache kreativ umǄehen
 Die spanische Sprache als VerständiǄunǄsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien,
zwischen
 Europa und dem spanischsprachiǄen Amerika nutzen
 WichtiǄe Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären
 Online-Wörterbücher Ǆezielt nutzen
 Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, BibliothekskataloǄe)
 Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
 Die neuen Medien und InformationstechnoloǄien kritisch und bewusst nutzen
 Interessen
 Oǹenheit und KritikfähiǄkeit ǄeǄenüber der Kultur und den wichtiǄsten Ǆeschichtlichen
EreiǄnissen Lateinamerikas und Spaniens entwickeln
 Literatur und Kultur als BereicherunǄ erfahren264
Niveau: B1-B2 Ǆemäss dem Ǆemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen
1. LernǄebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2)
Grammatikalische Grundstrukturen
 VerbalkonjuǄation in allen Zeiten
und Modi (Indikativ, Konditional I
und II,
Subjuntivo, Imperativ)
 Einfache Verbalperiphrasen mit
Gerundio und Infinitiv
 VerǄanǄenheitszeiten im Indikativ
 S
ubjuntivo in Hauptsätzen und in
 adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal) sowie in
Relativsätzen
 Adjektiv und Adverb
 Passiv
 bereits erworbene morpholoǄische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.
 neu erlernte Grundstrukturen anwenden.
Wortfeldarbeit
(ca. 2500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.
 den Wortschatz erweitern und den neu erlernten
Wortschatz anwenden.
 HerleitunǄsstrateǄien zur BedeutunǄserschliessunǄ von unbekanntem Wortschatz anwenden.
 der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt-
Grobinhalt: Sprachreflexion Fachliche Kompetenzen265
2. LernǄebiet: Verstehen (B1.2)
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 SprachverǄleiche
 elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen
 erkennen und verbessern.
 ǄrundleǄende Gemeinsamkeiten in den
 Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen
Spanisch und anderen Fremdsprachen erkennen
und nutzen.
 Kürzere, einfache RedebeiträǄe
und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. AlltaǄsǄespräche, Diskussionen, didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufǄebaute
 Relativ lanǄsam Ǆesprochene authentische mediale BeiträǄe (Radio-
und FernsehsendunǄen) sowie
Filme über Themen aus dem InteressenǄebiet der Schülerinnen und
Schüler
 UnterrichtsǄespräch in der Fremdsprache
 VerstehensstrateǄien (z.B. W-Fra-
Ǆen, Vorkenntnisse)
 einen RedebeitraǄ Ǆlobal verstehen.
 authentischen medialen BeiträǄen sowie Filmen
über Themen aus ihrem InteressenǄebiet die
Hauptinformation entnehmen.
 das UnterrichtsǄespräch und die AnweisunǄen
der Lehrperson in Spanisch verstehen.
Grobinhalt: Lesen Fachliche Kompetenzen266
3. LernǄebiet: Sprechen (B1.2)
 Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, stufenǄerechte
OriǄinallektüren, Medientexte,
Briefe)
 LesestrateǄien (z.B. Globalverstehen, Mindmap)
 einfache literarische und nicht literarische Texte
Ǆlobal verstehen, analysieren und einordnen
(TextsortenzuǄehöriǄkeit).
 weitǄehend korrekt vorlesen.
 Unverstandenes durch den Kontext erschlies-
 Texte Ǆrob zusammenfassen.
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 AlltaǄsǄespräche
 Verschiedene Sprechsituationen
 einfachere RedebeiträǄe (z.B.
 Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen und Kurzreferate, einfache
StellunǄnahmen, InhaltswiederǄaben bei Texten und Filmen, UnterrichtsǄespräch)
 die meisten AlltaǄssituationen, denen man auf
Reisen im SprachǄebiet beǄeǄnet, anǄemessen bewältiǄen.
 ohne VorbereitunǄ an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie
persönlich interessieren oder die sich auf Themen des AlltaǄs beziehen.
 in einfachen, zusammenhänǄenden Sätzen
sprechen, um ErfahrunǄen und EreiǄnisse oder
ihre Träume, HoǹnunǄen und Ziele zu beschrei-
 kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre MeinunǄen dazu erklären und be-
Ǆründen.
 eine Geschichte erzählen oder die HandlunǄ
eines Buches oder Films wiederǄeben und ihre
Reaktionen beschreiben.267
4. LernǄebiet: Schreiben (B1.2)
5. LernǄebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: schriftl.
 Verschiedene Textsorten (z.B. BeschreibunǄen, kurze Kommentare,
Interviews, innere MonoloǄe, DialoǄe, Briefe, Emails, ErörterunǄen,
kreative Texte wie Gedichte und
KurzǄeschichten)
 über Themen, die ihnen vertraut sind oder
 die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhänǄende Texte schreiben.
 einfache kreative Texte verfassen
 persönliche Briefe und Emails schreiben
 und darin von ErfahrunǄen und Eindrücken berichten.
 ZusammenfassunǄen von einfachen Texten
 zu einem einfacheren Sachverhalt StellunǄ
 nehmen.
 eine einfache BildbeschreibunǄ verfassen.
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 OriǄinaltexte (Prosa, Drama, Lyrik)
aus Spanien und Lateinamerika
 einfachere literarische OriǄinaltexte verstehen
und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 einfachere literarische OriǄinaltexte auf spezifische FraǄestellunǄen hin miteinander verǄlei-
 ihre eiǄenständiǄe AuseinandersetzunǄ mit der
Lektüre mündlich und schriftlich darleǄen.
Grobinhalt: Kultur Fachliche Kompetenzen268
Niveau: B2-C1
1. LernǄebiet: Sprachkompetenz (B2)
 Verschiedene Themen aus der
Gesellschaft und Kultur der spanischsprachiǄen Welt (z.B. ReǄionen Spaniens oder Länder Lateinamerikas und ihre Besonderheiten,
die Lebenswirklichkeit spanischsprachiǄer JuǄendlicher)
 Ǆewisse soziokulturelle, historische, politische,
ǄeoǄrafische und wirtschaftliche Phänomene
und GeǄebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben.
 einzelne Ǆesellschaftliche Grundstrukturen und
WertvorstellunǄen sowie aktuelle StrömunǄen in
der spanischsprachiǄen Welt verstehen.
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien
und Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunst-
 werke beschreiben.
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
 HandlunǄsablauf, FiǄurenkonstellationen, Struktur, Musik, KameraführunǄ, Perspektive, Licht)
 Filme unter spezifischen FraǄestellunǄen miteinander verǄleichen.
 Komplexere Ǆrammatikalische
Grundstrukturen
 Konkordanz der Zeiten
 Indirekte Rede
 Komplexe SatzǄefüǄe und Verbalperiphrasen
 Relativsätze, Adverbialsätze
 die ǄrundleǄenden syntaktischen und morpholoǄischen Strukturen auf fortǄeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.
 einǄeübte morpholoǄische und syntaktische
Strukturen in der mündlichen und schriftlichen
Kommunikation korrekt und spontan anwenden
sowie die Korrektheit ihrer ÄusserunǄen anǄemessen kontrollieren.
Grobinhalt: Wortschatz Fachliche Kompetenzen269
2. LernǄebiet: Verstehen (B2-C1)
Wortfeldarbeit
(ca. 3500 Wörter)
 den bereits erworbenen Wortschatz und
 ausǄewählte Idiomatismen dazu sicher anwen-
 den Wortschatz diǹerenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes
 Wörter der Ǆleichen Wortfamilie erschliessen
sowie Synonyme und Antonyme ableiten.
 mithilfe des bestehenden Wortschatzes Paraphrasen und Definitionen formulieren.
 Selbstkorrektur & Fremdkorrektur
 SprachreǄister
 SprachverǄleich
 Sprachbewusstsein
 Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
 das Lesen zur ErweiterunǄ und FestiǄunǄ der
Sprachkompetenz nutzen.
 verschiedene SprachreǄister unterscheiden und
sich selbst stilsicher ausdrücken.
 lexikalische und strukturelle BezüǄe zu anderen
Sprachen herstellen.
 das Sprachbewusstsein zur Analyse und ErschliessunǄ von Texten einsetzen.
 Authentische, relativ schnell Ǆesprochene RedebeiträǄe und
Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und /
oder Tonquellen, komplexere Präsentationen)
 UnterrichtsǄespräch in der Fremdsprache
 RedebeiträǄe weitǄehend umfassend verstehen.
 das UnterrichtsǄespräch über anspruchsvolle
Themen verstehen.
Grobinhalt: Lesen Fachliche Kompetenzen270
3. LernǄebiet: Sprechen (B2)
4. LernǄebiet: Schreiben (B2)
 Literarische und nicht literarische
 OriǄinaltexte (z.B. ErzählunǄen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)
 LesestrateǄien (z.B. Kontext, Struktur, VerknüpfunǄen)
 selbständiǄ literarische und nicht literarische
 Texte erschliessen, analysieren und einordnen
(TextsortenzuǄehöriǄkeit).
 sinnǄebend vorlesen.
 anhand von verschiedensten LesestrateǄien unbekannte Inhalte erschliessen.
Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen
 AlltaǄsǄespräche
 RedebeiträǄe zu verschiedenen all-
Ǆemeinen und literarischen bzw.
kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, UnterrichtsǄespräch)
 mit einer muttersprachiǄen Person spontan und
fliessend ein AlltaǄsǄespräch führen.
 sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen
aktiv beteiliǄen und ihre Ansichten beǄründen
und vertreten.
 zu verschiedenen Themen in länǄeren
Sprechsequenzen eine klare und vertiefte DarstellunǄ Ǆeben, einen Standpunkt zu einer kontroversen FraǄe erläutern und Vor- und Nachteile
verschiedener Sichtweisen anǄeben.
 diǹerenzierte Gedanken zu literarischen Texten
strukturiert und fliessend ausdrücken.
Grobinhalt: schriftl.
 Verschiedene Textsorten (z.B. Berichte, Kommentare, Interview,
 innerer MonoloǄ, DialoǄ, Briefe,
Emails, ErörterunǄen, kreative
Texte wie Gedichte und KurzǄeschichten)
 über eine Vielzahl von Themen pointierte,
 facettenreiche und klar strukturierte Texte
 ArǄumente und GeǄenarǄumente zu einem
 bestimmten Problem darleǄen.
 literarische Analysen verfassen.
 fiktionale Texte wirkunǄsvoll schreiben und
 dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form
und Inhalt realisieren.271
5. LernǄebiet: Literatur, Kultur, Film
Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen
 OriǄinaltexte (Prosa, Drama, Lyrik)
aus Spanien und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen
 komplexe literarische OriǄinaltexte (Prosa,
Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen verstehen.
 literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
 historisch-soziale HinterǄründe und bioǄraphische Informationen über den Autor / die Autorin
zur Textanalyse beiziehen.
 ihre eiǄenständiǄe AuseinandersetzunǄ mit
 der Lektüre mündlich und schriftlich darleǄen.
 literarische Werke auf spezifische FraǄestellun-
Ǆen hin miteinander verǄleichen.
 anhand exemplarisch ausǄewählter Lektüren
 verschiedene Epochen der spanischsprachiǄen
Geistes- und LiteraturǄeschichte charakterisie-
 Exemplarische BeǄeǄnunǄen mit
der Gesellschaft und Kultur der
spanischsprachiǄen Welt (z.B. Kubanische Revolution, JuǄendarbeitslosiǄkeit in Spanien, Grenzkonflikt USA – Mexiko)
 verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, ǄeoǄrafische und wirtschaftliche Phänomene und GeǄebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren.
 unterschiedliche Ǆesellschaftliche Grundstrukturen und WertvorstellunǄen sowie aktuelle
StrömunǄen in der spanischsprachiǄen Welt
Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen
 Verschiedene Filme aus Spanien
 und Lateinamerika
 Filmanalyse, Filmsprache
 Filme als authentische ästhetische Kunstwerke
 Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.
HandlunǄsablauf, FiǄurenkonstellationen, Struktur, Musik, KameraführunǄ, Perspektive, Licht)
 Filme unter spezifischen FraǄestellunǄen miteinander verǄleichen.272
Lehrplan OF Sport
Lehrplan für das obliǄatorische Fach Sport
Der Sportunterricht leistet einen BeitraǄ zu einer mehrdimensionalen BildunǄ: Er erweitert die
BeweǄunǄserfahrunǄ, fördert das BeweǄunǄslernen, verbessert die körperliche LeistunǄs-,
Ausdrucks- und SpielfähiǄkeit und ermöǄlicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die
Schülerinnen und Schüler in deren PersönlichkeitsentwicklunǄ und in deren sozialem Verhalten.
Mit vielseitiǄer BeanspruchunǄ dient er der GesundheitserziehunǄ.
Der Sportunterricht reǄt weiterführende sportliche Aktivitäten an: Mit überǄreifenden Anlässen
präǄt er die Schulkultur mit; durch eine Ǆezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die
JuǄendlichen MöǄlichkeiten für eine lebenslanǄe sportliche BetätiǄunǄ kennen
 Die sportliche LeistunǄsfähiǄkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen
 Den eiǄenen Körper in BeweǄunǄssituationen einschätzen
 Sich in ein Sport- oder Spielteam inteǄrieren und eine unterstützende oder traǄende
Rolle übernehmen
 Sich in Sport- und SpielhandlunǄen fair verhalten
 Sportspezifische BezeichnunǄen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
 BeweǄunǄs- und SpielhandlunǄen richtiǄ beschreiben
 In Sport- und SpielhandlunǄen anǄepasst kommunizieren
 Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
 Die sportliche LeistunǄsfähiǄkeit mit anǄepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern
 Sich selbstständiǄ auf sportliche LeistunǄstests vorbereiten273
Lehrplan OF Sport
Praktische FähiǄkeit und IKT-Kompetenz
 Sich in orǄanisatorische Abläufe einǄliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitǄestalten
 Den korrekten UmǄanǄ mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
 Die richtiǄen HandǄriffe bei Geräteaufbau und HilfestellunǄen kennen und anwenden
 BeweǄunǄ, Sport und Spiel als Teil des Ǆesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
 • VeränderunǄen, Tendenzen und NeuerunǄen verfolǄen274
Lehrplan OF Sport
GrundlaǄen
LernǄebiete Fachliche Kompetenzen
1. EnerǄetische Faktoren, SteuerunǄ der
Motorik
1.1 Ausdauer  ihre AusdauerleistunǄsfähiǄkeit erhalten oder verbessern.
 sich selbstständiǄ auf einen Ausdauertest vorbereiten
1.2 Kraft  das eiǄene KörperǄewicht hänǄend
und stützend halten und zielǄerichtet einsetzen.
 KräftiǄunǄsübunǄen mit dem eiǄenen KörperǄewicht und an KraftǄeräten korrekt ausführen.
1.3 SchnelliǄkeit  Reaktions-, BeschleuniǄunǄs-, Aktions- und HandlunǄsschnelliǄkeit
adäquat einsetzen.
1.4 BeweǄlichkeit  ihre BeweǄlichkeit erhalten oder
 BeweǄlichkeitsübunǄen korrekt aus-
2. BeweǄunǄslehren Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  durch Ǆezielte Analysen die eiǄene
BeweǄunǄs-qualität verbessern
2.2 Beobachten, beurteilen, beraten  bei BeobachtunǄsaufträǄen präzise
RückmeldunǄen zur BeweǄunǄsausführunǄ Ǆeben.
BeweǄunǄsbereiche
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Tanzen  Rhythmische FolǄen und/oder Tanzstile anǄeleitet und selbstständiǄ
3.2 Darstellen  den eiǄenen Körper als Ausdrucks-
und GestaltunǄsmittel einsetzen.
 im Team eine GestaltunǄ erarbeiten
und vorstellen.
4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 An und mit Geräten  spezifische BeweǄunǄen an verschiedenen Geräten ausführen (z.B.275
Lehrplan OF Sport
SchwinǄen, Stütz- und Kippbewe-
ǄunǄen, Rotationen, Klettern) und so
das eiǄene BeweǄunǄsrepertoire mit
ǄrundleǄenden BeweǄunǄsmustern
4.2 Helfen und Sichern  VerantwortunǄ bei BeweǄunǄsauf-
Ǆaben übernehmen.
 die richtiǄen HilfestellunǄen anwen-
5. Laufen, SprinǄen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 GrundfertiǄkeiten und -fähiǄkeiten  in den Bereichen Laufen, SprinǄen,
Werfen ihre GrundfertiǄkeiten und -
fähiǄkeiten erweitern.
5.2 AnwendunǄen in verschiedenen Diszipli-
 ihre GrundfertiǄkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen.
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
6.1 Techniken und ReǄeln  in ausǄewählten Ǆrossen Sportspielen korrekt mitspielen und sich re-
Ǆelkonform verhalten.
6.2 Spieltaktik  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch anǄemessen handeln.
6.3 Spielrepertoire  neue und/oder fremde Spiele korrekt spielen.
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
Wassersportarten  Grobformen von ausǄewählten Disziplinen anwenden.
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
8.1 Sportarten  ein ausǄewähltes Set von Trendsportarten ausüben.
8.2 AnforderunǄen und Risiken  verantwortunǄsvoll mit den entsprechenden AnforderunǄen und Risiken
umǄehen.
9. Outdoorsport Die Schülerinnen und Schüler können
Sich im Freien beweǄen und aufhalten  sich in der jeweiliǄen UmǄebunǄ orientieren und adäquat verhalten.
 ǄeǄenüber der Gruppe, der UmǄebunǄ und der Natur VerantwortunǄ
übernehmen.276
Lehrplan für das Ergänzungsfach Sport
1. Beitrag des Fachs zu den überfachlichen Kompetenzen
Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders:
 die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen
 die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten
 sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen
 Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle
sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden
 fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen
 körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenz
 die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern
 sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
 sportliche Leitungstests selbständig durchführen und auswerten
 sich in Sport-Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten277
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen
1. Lerngebiet: Trainingslehre
 Sportanatomie und -physiologie
 Energetische Faktoren
 Steuerung der Motorik
 Trainingssteuerung
 Sportpsychologie
 Sporternährung und -verletzung
 im Zusammenhang mit Bewegung und
Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben
 die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären
 das neuromuskuläre Funktionssystem und
die Sensomotorik erklären
 die koordinativen Fähigkeiten im Kontext
erläutern
 Tests der Leistungsdiagnostik durchführen
und auswerten
 Methoden des Trainings verstehen und
zielgerichtet anwenden
 in einem ausgewählten Bereich einen Trainingsplan erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit gezielt verbessern
 kognitive Prozesse der sportlichen Lern-
und Leistungsfähigkeit nennen, erklären
und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmung-
Entscheidung-Handeln; Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).
 Den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären.
 Die bedarfsgerechte Ernährung erläutern.
 Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen ergreifen können.
Erwerben, Anwenden, Gestalten  Modelle der Bewegungslehre erklären278
Analysieren  die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden
 Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren
 Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten
 ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern
 Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus,
Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren
3. Lerngebiet: Sportspiele
In mindestens 2 ausgewählten Sportspielen
 Korrekte Techniken anwenden und/
oder taktische Elemente anwenden
 Spielregeln vertiefen
 die Grundtechniken von ausgewählten
Sportspielen anwenden
 taktische Elemente und Spielsysteme
 in ausgewählten Sportspielen anwenden
und mitgestalten
 ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter
angemessen leiten
4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
Ausgewählte Bereiche aus:
 Wechselwirkung zwischen Bewegung
und Gesundheit
 Leitmotive für sportliches Handeln
 Umfeldeinflüsse auf sportliches Handeln
 Ein aktuelles Themenfeld aufarbeiten
(z.B. sportliche Grossanlässe, Sport
und Gewalt, Sport und Umwelt)
 die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären
 Leitmotive für das Sporttreiben nennen
und hinterfragen
 zum gewählten Themenbereich kritisch
Stellung nehmen.279
Lehrplan OF Wirtschaft und Recht
Lehrplan für das obligatorische Fach Einführung in Wirtschaft und Recht
Wochenstunden 1 2 0 0
Das Fach EinführunǄ in Wirtschaft und Recht untersucht den UmǄanǄ des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwinǄt uns zu EntscheidunǄen: Würden wir im
Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche FraǄen zu kümmern. So aber muss der
Mensch mit Ressourcen sparsam umǄehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überle-
ǄunǄen bilden einen zentralen Ansatzpunkt der Mikroökonomie und befähiǄen die Schülerinnen
und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu beǄründen.
Wo Menschen zusammenleben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine
MöǄlichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise
Einblicke in die rechtlichen RahmenbedinǄunǄen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen RechtsfraǄen des AlltaǄs umǄehen und bei aktuellen,
die RechtsordnunǄ betreffenden Ǆesellschaftlichen FraǄen mitdiskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähiǄt, Ǆesamtwirtschaftliche ZusammenhänǄe zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte hinsichtlich wirtschaftspolitischer Probleme zu charakterisieren. Aktuelle BeiträǄe und anschauliche Beispiele erǄänzen die erarbeitete
Theorie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, volkswirtschaftliche und rechtliche FraǄestellunǄen miteinander verflochten sind und auf unterschiedlichen WerthaltunǄen basieren. Sie werden anǄereǄt, ökonomische und rechtliche Aspekte im AlltaǄ bewusst wahrzunehmen. Die EinführunǄ in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein Ǆeschlossenes Ganzes. Für die
besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es ǄleichzeitiǄ die Basis für das Schwerpunkt- oder für das ErǄänzunǄsfach.
Das Fach EinführunǄ in Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und ArbeitǄeber) hineinversetzen
 Modelle als vereinfachte DarstellunǄen der Wirklichkeit verstehen und anwenden
 Alternative ProblemlösunǄen finden, bewerten und abwäǄend entscheiden
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von DiaǄrammen und Tabellen280
Lehrplan OF Wirtschaft und Recht
 Unterschiedliche Perspektiven einnehmen
 Die eiǄene Position erarbeiten und sachlich vertreten
 Sprachtexte sowie auch Gesetzestexte in der GesamtaussaǄe und in den Einzelheiten
korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie Ǆrafisch darstellen und lösen
 Im eiǄenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche FraǄestellun-
Ǆen erkennen
 GeoǄrafie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
4. VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 Im Rahmen des Projektunterrichts281
Lehrplan OF Wirtschaft und Recht
1. LernǄebiet: Recht
EinführunǄ ins Recht  die GrundlaǄen des Rechtssystems
und ihre Rolle darin verstehen und er-
 mit unterschiedlichen Rechtsquellen
arbeiten.
 rechtliche ProblemstellunǄen einem
bestimmten Rechtsbereich zuordnen.
 einfache Rechtsfälle aus ihrem Lebensbereich lösen.
 staatsrechtliche GrundlaǄen (beispielsweise Menschenrechte, GewaltentrennunǄ, Stimm- und Wahlrecht)
und den EntstehunǄsprozess von Gesetzen verstehen und anwenden.
Zivilrecht: Personenrecht/ObliǄationenrecht
 VerknüpfunǄspunkte zwischen ihrem
Lebenslauf und den GesetzǄebunǄen
des Zivilrechts erkennen und analysie-
 mit Hilfe ihres erworbenen Wissens ihr
Leben in rechtlichen BelanǄen aktiv
steuern.
Weitere RechtsǄebiete  aktuelle Geschehnisse verstehen, einordnen und beurteilen.
Aktualitäten  anhand von aktuellen Rechtsfällen, AbstimmunǄsvorlaǄen oder RechtsänderunǄen etc. eine eiǄene MeinunǄ bilden und Diskussionen führen.282
Lehrplan OF Wirtschaft und Recht
1. LernǄebiet: Volkswirtschaftslehre
Mikroökonomie  die HandlunǄsweisen der Menschen
anhand ökonomischer Modelle erkennen, beschreiben und beurteilen.
 die wirtschaftlichen Konsequenzen
des eiǄenen Handelns erkennen und
kritisch beurteilen.
 Marktmechanismen, PreisbildunǄ und
StaatseinǄriffe erklären, verstehen und
deren FolǄen beurteilen.
 die wichtiǄsten MarktversaǄen erkennen, erklären und adäquate GeǄenmassnahmen nennen.
 aktuellen Geschehnisse ökonomisch
 die Ǆewonnenen wirtschaftlichen Erkenntnisse anwenden und aktiv vertie-
Makroökonomie  Ǆesamtwirtschaftliche Daten und Fakten kennen, erklären und anwenden.
 ProblemstellunǄen und Konzepte wie
beispielsweise aus den Bereichen
Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, ArbeitslosiǄkeit, Staatsfinanzen, GlobalisierunǄ oder Aussenhandel erfassen,
 Tabellen und Graphiken lesen, analysieren, kommentieren und interpretie-
2. LernǄebiet: Betriebswirtschaftslehre
Unternehmensfunktionen  unternehmerische Aktivitäten wie beispielsweise BudǄetierunǄ, MarketinǄ283
Lehrplan OF Wirtschaft und Recht
oder OrǄanisation verstehen und aktiv
Unternehmensmodell  Umweltsphären und AnspruchsǄruppen eines Unternehmens kennen und
identifizieren sowie anhand aktueller
Beispiele möǄliche Zielkonflikte aufzeiǄen.
Haushalte  einfache BudǄets erklären und erstel-
 die wichtiǄsten Positionen der Einkommens- und AusǄabenseite eines
Haushalts verstehen und analysieren.
Hinweis: Die FinanzbuchhaltunǄ ist ausführlicher Bestandteil des Lehrplans Schwerpunktfach284
Lehrplan für das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach EinführunǄ in Wirtschaft und
Recht erworbenen GrundlaǄen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im ZusammenhanǄ mit der NutzunǄ von knappen Ressourcen, mit der HerstellunǄ und VerteilunǄ von Gütern sowie mit den Ǆesellschaftlichen und rechtlichen RahmenbedinǄunǄen des menschlichen
Zusammenlebens. Die Schüler werden befähiǄt, Ǆesamtwirtschaftliche ZusammenhänǄe zu erkennen und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren LösunǄsvorschläǄen eine eiǄene MeinunǄ zu bilden. Sie analysieren die WechselwirkunǄen zwischen Unternehmen und deren Umwelt und Ǆewinnen dabei Einsicht in EntscheidunǄsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und
ZuǄänǄe zu ausǄewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um
rechtliche ProblemstellunǄen zu bearbeiten und in Ǆesellschaftlichen Kontroversen StellunǄ zu
beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie
rechtliche FraǄestellunǄen miteinander verflochten sind. Sie werden anǄereǄt, in ihrem AlltaǄ im
Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen und einer Schwerpunktfachwoche erhalten sie dabei vertiefte Einblicke in reale Institutionen und Abläufe.
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 SachaussaǄen, Werturteile sowie Ziel-/MittelaussaǄen unterscheiden
 Modelle in Ǆrafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellun-
Ǆen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren
 Alternative ProblemlösunǄen finden, bewerten und abwäǄend entscheiden
 Einblick in die empirische SozialforschunǄ Ǆewinnen
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von DiaǄrammen und Tabellen
 Das eiǄene Verhalten unter sozialen, ökoloǄischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfraǄen.285
Analytische FähiǄkeit
 Teamarbeit so orǄanisieren, dass die spezifischen FähiǄkeiten der TeammitǄlieder ein
eǺzientes und arbeitsteiliǄes Arbeiten ermöǄlichen
 Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im RechnunǄswesen, entwickeln
 Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle ZeitunǄsartikel in der GesamtaussaǄe
und in den Einzelheiten korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie Ǆrafisch darstellen und lösen
 DatenanǄebote wichtiǄer Institutionen und Behörden Ǆezielt nutzen
 Die BeteiliǄunǄ an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anleǄen, wählen, ReǄeln setzen)
 Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
 GeoǄrafie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
 Geschichte
VorbereitunǄ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
 Im Rahmen des Projektunterrichts286
1. LernǄebiet: Betriebswirtschaftslehre
Finanzielles RechnunǄswesen  finanzielle VorǄänǄe in Unternehmen
unter Zuhilfenahme der FinanzbuchhaltunǄ abbilden.
 spezielle VorǄänǄe wie beispielsweise
AbschreibunǄen, Bestandesänderun-
Ǆen, Mehrwertsteuer oder fremde
WährunǄen bearbeiten.
 eine ErfolǄsrechnunǄ und eine Bilanz
aufstellen, analysieren und interpretie-
Unternehmensmodell  Betriebe unterschiedlicher Sektoren,
Branchen, Grösse, Rechtsform, TräǄerschaft etc. unterscheiden und zuord-
 verschiedene Umweltsphären der UnternehmunǄ beschreiben und WechselbeziehunǄen aufzeiǄen.
 Interessen- und Zielkonflikte unterschiedlicher AnspruchsǄruppen aufzeiǄen und LösunǄsoptionen erarbei-
 GrundstrateǄie, Leitbild und UnternehmunǄskonzept anhand praktischer Beispiele unterscheiden und anwenden.287
2. LernǄebiet: Volkswirtschaftslehre
Produktionsfaktoren und KapitalbildunǄ  die verschiedenen Produktionsfaktoren und deren EiǄenschaften beschreiben sowie Implikationen derselben erläutern.
 die besondere BedeutunǄ des Humankapitals erkennen und beǄründen.
 verschiedene Prozesse der KapitalbildunǄ beschreiben und anwenden.
Volkswirtschaftliche GesamtrechnunǄ  die Inhalte und die EntstehunǄ des BIP
und des VE verstehen und anwenden
sowie einen BezuǄ zwischen diesen
Grössen herstellen.
 Probleme der Einkommens-verteilunǄ
erkennen, beschreiben und eine ei-
Ǆene MeinunǄ dazu bilden.
 sich zur FraǄe der Grenzen des
Wachstums kritisch äussern.
Märkte und Marktformen  verschiedene Aspekte der öǹentlichen
Haushalte verstehen, erklären und analysieren.
 verschiedene Marktformen erkennen
und deren Charakteristika identifizie-
 den Verlauf und Besonderheiten der
NachfraǄe- und AnǄebotsfunktionen
darstellen sowie beǄründen.
 die PreisbildunǄ auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und
 Formen der Elastizitäten unterscheiden, berechnen und deren Konsequenzen beurteilen.
 Kennzahlen berechnen und diese im
Hinblick auf ihre AussaǄekraft beurtei-
 MarktversaǄen und deren Konsequenzen erkennen sowie LösunǄsstrateǄien
 MarkteinǄriǹe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen.288
Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen, diskutieren
 eine eiǄene MeinunǄ zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertre-
3. LernǄebiet: Recht
VertraǄsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an
einer FalllösunǄsmethodik orientieren.
 EntstehunǄ, ErfüllunǄ, Erlöschen sowie
VerjährunǄ von ObliǄationen erkennen
 die wichtiǄsten HaftunǄsbestimmun-
Ǆen und deren Tatbestandsmerkmale
kennen, analysieren und in konkreten
Fallbeispielen anwenden.
 praktische und konkrete Rechtsfälle
analysieren und lösen.
Mindestens ein weiteres TeilǄebiet aus anderen RechtsǄebieten, so beispielsweise:
 Sachenrecht
 ImmaterialǄüterrecht
 Strafrecht
 SchuldbetreibunǄs- und Konkursrecht
 Staatsrecht
 Steuerrecht
 Wettbewerbsrecht
 Ziele und KernǄedanken des Rechts-
Ǆebietes beschreiben und hinterfra-
Ǆen
 einfache Fälle aus dem jeweiliǄen
Gebiet lösen
Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich
des Rechts (AbstimmunǄsvorlaǄen,
GesetzesänderunǄen, weǄweisende
Urteile, laufende Prozesse, aktuelle
Straftaten etc.) verstehen, einordnen,
diskutieren und beurteilen.
 sich in BezuǄ auf allenfalls vorzunehmende GesetzesänderunǄen oder
neue rechtliche ReǄelunǄen eine ei-
Ǆene MeinunǄ bilden und diese auch
vertreten.289
1. LernǄebiet: Betriebswirtschaftslehre
LeistunǄswirtschaft  strateǄische und operative Konzepte
der UnternehmensführunǄ beschreiben, analysieren und anwenden.
 Aufbau- und AblauforǄaniǄramme interpretieren und für einen ǄeǄebenen
Sachverhalt aufstellen.
 verschiedene Aspekte der PersonalmanaǄements beschreiben, anwenden
sowie sich zu den FolǄen des Um-
ǄanǄs mit Mitarbeitern eine eiǄene
MeinunǄ bilden.
Finanzwirtschaft  verschiedene Aspekte unterschiedlicher FinanzierunǄsarten und –modelle
kennen, verstehen und anwenden.
 verschiedene Kennzahlen der UnternehmunǄsführunǄ und zuǄrundelie-
Ǆende Konzepte verstehen und interpretieren
Finanzintermediäre  ǄrundleǄende Funktionsweisen sowie
die wichtiǄsten Charakteristika von Finanzintermediären verstehen und er-
 verschiedene VersicherunǄslösunǄen
in ihren GrundzüǄen erklären und applizieren können.
 AnlaǄeǄrundsätze und AnlaǄestrate-
Ǆien verstehen und anwenden.
2. LernǄebiet: Volkswirtschaftslehre
Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen
und deren Charakteristika identifizie-
 Verläufe und Besonderheiten der
NachfraǄe- und AnǄebotskurve290
erklären sowie die beiden Kurven an-
 die PreisbildunǄ auf dem Markt für
verschiedene Marktformen erklären
 Formen der Elastizitäten unterscheiden und berechnen.
 Kennzahlen berechnen und diese im
Fachlehrpläne | 309 22. Februar 2013
Hinblick auf ihre AussaǄekraft beur-
 MarktversaǄen und deren Konsequenzen erkennen sowie LösunǄsstrateǄien erarbeiten.
 MarkteinǄriǹe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen und
sich eine eiǄene MeinunǄ dazu bil-
Geld und WährunǄ  verschiedene Arten von Geld unterscheiden und Implikationen beschreiben sowie verstehen.
 GeldmenǄenaǄǄreǄate definieren
 den Prozess der (multiplen) GeldschöpfunǄ beschreiben und FolǄen
herleiten.
 Vor- und Nachteile unterschiedlicher
WechselkursreǄime und deren Probleme kennen sowie LösunǄsansätze
 GeldwertänderunǄen analysieren
und Konsequenzen ableiten.
Mindestens ein weiteres TeilǄebiet aus der
(möǄliche Beispiele rechts):
- Konjunkturpolitik
- Wirtschaftspolitik
- Umweltpolitik
- Geldpolitik
- Fiskalpolitik
- Aussenwirtschaftspolitik
- BeschäftiǄunǄs- und Arbeitsmarktpolitik
- Wachstums- und Strukturpolitik
 den Konjunkturzyklus sowie dazuǄehöriǄe Indikatoren beschreiben und
 verschiedene Bereiche der Wirtschaftspolitik identifizieren und
WeǄe zur ZielerreichunǄ aufzeiǄen.
 verschiedene Aspekte und Elemente
der Aussenwirtschafts-politik beschreiben, analysieren sowie vor-
und nachteiliǄe EntwicklunǄen identifizieren.
 die GefährdunǄ der Umwelt als FolǄe
des wirtschaftlichen Handelns291
erkennen und Instrumente der Umweltpolitik anwenden.
 eiǄenes ethisches Handeln anhand
umweltbewussten AǄierens identifizieren, kritisch reflektieren und bewerten.
Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der
Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen,
diskutieren und beurteilen.
 eine eiǄene MeinunǄ zu aktuellen
Geschehnissen bilden und diese vertreten.
3. LernǄebiet: Recht
VertraǄsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an
einer FalllösunǄsmethodik orientieren.
 die wichtiǄsten VertraǄstypen (v.a.
KaufvertraǄ, MietvertraǄ und ArbeitsvertraǄ) (er-)kennen und voneinander
abǄrenzen
 wichtiǄe Fakten und Verhaltensweisen
erkennen, analysieren und reflektieren,
die für Abschlüsse solcher VerträǄe in
der persönlichen Zukunft der Schülerinnen und Schüler von BedeutunǄ
sein können.
 praktische und konkrete Rechtsfälle
analysieren und lösen.
Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse
 die verschiedenen Rechtsformen voneinander unterscheiden und systematisieren sowie die Vor- und Nachteile
der einzelnen Rechtsformen erfassen.
 über die Wahl der Rechtsform von Betrieben anhand der fachlich einschläǄi-
Ǆen Kriterien entscheiden.
 Ziele, Ursachen und AuspräǄunǄen
von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern und realen Beispielen zuordnen.292
Mindestens ein weiteres TeilǄebiet aus anderen RechtsǄebieten, so beispielsweise:
 Sachenrecht
 ImmaterialǄüterrecht
 Strafrecht
 SchuldbetreibunǄs- und Konkursrecht
 Staatsrecht
 Steuerrecht
 Wettbewerbsrecht
 Ziele und KernǄedanken des Rechts-
Ǆebietes beschreiben und hinterfra-
Ǆen
 einfache Fälle aus dem jeweiliǄen Gebiet lösen.
Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des
Rechts (AbstimmunǄsvorlaǄen, GesetzesänderunǄen, weǄweisende Urteile,
laufende Prozesse, aktuelle Straftaten
etc.) verstehen, einordnen, diskutieren
 sich in BezuǄ auf allenfalls vorzunehmende GesetzesänderunǄen oder
neue rechtliche ReǄelunǄen eine ei-
Ǆene MeinunǄ bilden und diese auch
vertreten.293
Lehrplan EF Wirtschaft und Recht
Lehrplan für das ErǄänzunǄsfach Wirtschaft und Recht
Das ErǄänzunǄsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach EinführunǄ in Wirtschaft und
Recht vermittelten GrundlaǄen auf. Der Unterricht erfolǄt dabei vorwieǄend themenzentriert und
leǄt besonderen Wert auf einen Ǆanzheitlichen Blick auf ausǄewählte Probleme aus den Perspektiven der drei TeilǄebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Typische Themen, von denen
mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier Ǆeht es unter
anderem um Besonderheiten und ReǄulierunǄen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von ArbeitslosiǄkeit, ArbeitslosenversicherunǄ, öǹentliches
und privates Arbeitsrecht, Human Ressource ManaǄement (Personalwesen). Steuern, Konsum,
internationaler Handel, Bank und Börse, Unternehmensmodell, betriebliche LeistunǄserstellunǄ,
MarketinǄ, MarktforschunǄ, PreisbildunǄ, MarktversaǄen, staatliche EinǄriǹe in den Markt, Handels- und Gesellschaftsrecht, allǄemeines und spezielles VertraǄsrecht sind weitere möǄliche
Themen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähiǄt, Ǆesamtwirtschaftliche ZusammenhänǄe
zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren LösunǄsvorschläǄen eine eiǄene MeinunǄ zu bilden. Sie analysieren die WechselwirkunǄen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und Ǆewinnen dabei Einsicht in EntscheidunǄsprozesse
und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschläǄiǄe BestimmunǄen anwenden. Mit diesen GrundlaǄen besitzen
sie wichtiǄe VoraussetzunǄen, um in der Gesellschaft verantwortunǄsvolle AufǄaben zu übernehmen
Das ErǄänzunǄsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
 Modelle in Ǆrafischer und verbaler Form als vereinfachte DarstellunǄen der Wirklichkeit
beschreiben und analysieren
 In Alternativen denken und abwäǄend entscheiden
 Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere DiaǄramme und Tabellen
 Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren AussaǄekraft beurteilen
 Das eiǄene Verhalten unter sozialen, ökoloǄischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfraǄen294
Lehrplan EF Wirtschaft und Recht
 Teamarbeit so orǄanisieren, dass die spezifischen FähiǄkeiten der TeammitǄlieder ein
eǺzientes und arbeitsteiliǄes Arbeiten ermöǄlichen
 Widersprüche und Kompromisse aushalten
 Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle ZeitunǄsartikel in der GesamtaussaǄe
und in den Einzelheiten korrekt erfassen
 Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie Ǆrafisch darstellen und lösen
 DatenanǄebote wichtiǄer Institutionen und Behörden Ǆezielt nutzen
 Die BeteiliǄunǄ an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anleǄen, wählen, ReǄeln setzen)
 GeoǄrafie
 Chemie
 Physik
 Mathematik
 Geschichte295
Lehrplan EF Wirtschaft und Recht
Die LernǄebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-
Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen
1. LernǄebiet: Volkswirtschaftslehre
Arbeit  verschiedene Märkte und Marktformen beschreiben, verstehen und
Wohnen  wirtschaftspolitische Massnahmen
am Beispiel des WohnunǄsmarktes
verstehen, erklären und anwenden
Steuern  verschiedene Aspekte der öǹentlichen Haushalte verstehen, erklären
Konsum  die BedeutunǄ des Konsums im Hinblick auf verschiedene volkswirtschaftliche Funktionen verstehen, erklären, analysieren und anhand von
Fallbeispielen vertiefen.
2. LernǄebiet: Betriebswirtschaftslehre
Arbeit  Betriebe als ArbeitǄeber mit den zusammenhänǄenden Elementen beschreiben, erklären, verstehen und
Wohnen  EntscheidunǄen privater Haushalte
als Mieter oder WohneiǄentümer
verstehen, erklären und mit Hilfe von
Fallbeispielen vertiefen.
Steuern  verschiedene Aspekte der privaten
Haushalte und Unternehmen verstehen, erklären und analysieren
Konsum  die BedeutunǄ des Konsums im Hinblick auf verschiedene296
Lehrplan EF Wirtschaft und Recht
betriebswirtschaftliche Funktionen
verstehen, erklären, analysieren und
in Fallbeispielen anwenden.
3. LernǄebiet: Recht
Arbeit  rechtliche Elemente des AnstellunǄsverhältnisses mit den verbundenen Elementen beschreiben, erklären und verstehen.
Wohnen  rechtliche Aspekte der Miete oder
des Hauskaufs verstehen, erklären
Steuern  verschiedene Aspekte der SteuerǄesetzǄebunǄ verstehen, beǄründen
und analysieren
Konsum  rechtliche Konsequenzen des Konsums verstehen, erklären, analysieren
und anwenden.297
Inhaltsverzeichnis
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten ...................................................................................... 3
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................. 11
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten..................................................................................... 18
Grundlagenfach Biologie ............................................................................................................. 22
Ergänzungsfach Biologie ............................................................................................................. 29
Grundlagenfach Chemie ............................................................................................................. 32
Ergänzungsfach Chemie .............................................................................................................. 40
Schwerpunktfach Biologie und Chemie ...................................................................................... 43
Grundlagenfach Deutsch ............................................................................................................ 50
Grundlagenfach Englisch............................................................................................................. 61
Grundlagenfach Französisch ....................................................................................................... 69
Schwerpunktfach Französisch ..................................................................................................... 82
Grundlagenfach Geografie .......................................................................................................... 91
Ergänzungsfach Geografie .......................................................................................................... 96
Grundlagenfach Geschichte ........................................................................................................ 98
Ergänzungsfach Geschichte ......................................................................................................105
Obligatorisches Fach Informatik.………………………………..………..…………………… …………………………108
Ergänzungsfach Informatik .......................................................................................................113
Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang .............................................................115
Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang ...........................................................125
Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang ..............................................................133
Grundlagenfach Italienisch .......................................................................................................138
Schwerpunktfach Italienisch .....................................................................................................145
Akzentfach Latein......................................................................................................................149
Schwerpunktfach Latein ...........................................................................................................153
Grundlagenfach Mathematik ....................................................................................................158
Ergänzungsfach Mathematik ....................................................................................................171
Grundlagenfach Musik ..............................................................................................................173
Schwerpunktfach Musik............................................................................................................183
Ergänzungsfach Musik ..............................................................................................................191
Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie .................................................................................194
Ergänzungsfach Philosophie .....................................................................................................199
Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie.........................................................204
Grundlagenfach Physik .............................................................................................................211
Ergänzungsfach Physik ..............................................................................................................219
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik .................................................222
Ergänzungsfach Religionslehre .................................................................................................232
Freifach Spanisch ......................................................................................................................233
Schwerpunktfach Spanisch .......................................................................................................235
Obligatorisches Fach Sport .......................................................................................................241
Ergänzungsfach Sport ...............................................................................................................255
Obligatorisches Fach Einführung in Wirtschaft und Recht........................................................260
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht ...................................................................................265
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ......................................................................................273
Richtlinien Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)………………….…………………...277
Richtlinien Projektunterricht und Maturaarbeit .......................................................................280
Allgemeine Bildungsziele 3
Bildnerisches Gestalten
Wochenlektionen 2 3 2 0
Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung1 verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Sie befähigen die Schülerinnen und Schüler, sich in der visuellen Welt zu orientieren.
Dem Lernen durch konkretes, angewandtes Tun wird in der bildnerischen Gestaltung eine wichtige Rolle
zugemessen.
Bilder sind in unserer multimedial beeinflussten Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere
Kommunikations- als auch Wahrnehmungsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit Bilder, Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst,
sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu
bedienen als auch sinnlich-körperliche Empfindungen zu zulassen und zu nutzen. Die Schülerinnen und
Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf
die Gegenwart.
Im Rahmen eigengestalterischen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Lernenden ihre
Fähigkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Die Schülerinnen und
Schüler durchlaufen komplexe Prozesse, in deren Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig
beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen
eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen.
1 Der Sammelbegriff „Bild“ beinhaltet sowohl zwei- und dreidimensionale Werke als auch bewegte Bilder.
Allgemeine Bildungsziele 4
Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im
Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass
sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen.
Ausserdem erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie aktiv an einer Belebung und Mitgestaltung
der Schulkultur teilhaben können.
Bildnerische Gestaltung trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung
bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und dies
als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen und gezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
• durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
• in der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen
• im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
• Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen
Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge
auch im gesellschaftlichen Kontext
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
• mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
• manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln
Allgemeine Bildungsziele 5
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und
Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. In der dritten
Klasse wird ein längeres angewandtes Projekt durchgeführt, während dessen die Arbeitsstufen kreativen
Arbeitens beispielhaft durchlaufen werden (Recherche, Entwurf, Realisierung, Reflexion, Dokumentation).
Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in der ersten
Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünschbar. In der zweiten
Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach Geschichte auf. In der dritten Klasse
ist eine Verbindung zum Projektunterricht nahe liegend, in welchem viele Momente selbständiger Recherchen und Realisationsphasen ebenfalls intensiv thematisiert werden.
5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der visuellen Kommunikation (Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Maturaarbeit vor. Ausdauer, Eigeninitiative und Selbstorganisation sind Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen
Projekten besonders gefördert werden.
Lerngebiete 6
zeichnerische Grundlagen • zeichnen nach der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und mit
Tonwerten differenziert wiedergeben.
Entwerfen • Assoziationen und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.
• innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
entdecken.
Komposition • einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden.
• Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erfahren.
Farbwahrnehmung • eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung von Farben erfah-
Farbenlehre und Farbordnungssysteme
• unterschiedliche Farbsysteme kennenlernen (z.B. nach Johannes Itten / H. Küppers).
Farbkontraste • Wirkungen von Farbkombinationen und Farbkontrasten erkennen und anwen-
Maltechnik • Maltechniken thematisch vertiefen und mindestens eine – dem Malmittel angepasste – Anwendungsart wie pastos, deckend, lasierend anwenden.
Plastik und/oder Skulptur • mit einer additiven oder subtraktiven Technik ein einfaches Objekt nach formalen Vorgaben realisieren.
Raumbildende Mittel • elementare raumbildende Mittel benennen und anwenden (z.B. Negativraum,
Formkontraste, Anordnung im Raum).
Umwandlung / Übersetzung von 3D zu 2D oder
umgekehrt
• verschiedene Darstellungsarten dreidimensionaler Situationen anwenden (z.B.
Plan, Fotografie etc.)
Lerngebiete 7
Bildsprache • inhaltliche Aussage, Information und Symbolik von Bildern benennen und in Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien und bildnerischen Darstellungsarten set-
• über Bildinhalt und -gestaltung in Bezug auf das Zielpublikum reflektieren (z.B.
Werbung).
Typografie • Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch und gezielt anwenden.
digitale Fotografie • Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung erkennen, anwenden (z.B. Retuschieren, Tonwertkorrektur) und kritisch reflektieren.
Bildbetrachtung • durch projektbezogene Beispiele aus Kunst und Design Bezüge zur eigenen gestalterischen Arbeit herstellen.
• aktuelle Ausstellungen besuchen, Konzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke
gestalterischer Prozess • prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie Recherchieren, Ordnen, Auswerten,
Entwerfen, Kombinieren, Realisieren, Reflektieren und Dokumentieren unterbildnerische Mittel • Anhand einer angewandten Arbeit (z.B. Comic) bildnerische Mittel unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. Komposition, perspektivische Standpunkte etc.)
zeichnerische Grundlage • ihre zeichnerische Kompetenz sowohl aus der Vorstellung (z.B. Illustration), als
auch durch Naturstudium oder figürlichem Zeichnen vertiefen.
bildnerische Techniken • komplexere bildnerische Techniken wie z.B. Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern.
• Vertrauen in die eigene Bildsprache entwickeln.
Lerngebiete 8
Maltechnik • Farbauftragsarten differenzieren, mit bildnerischen Mitteln kombinieren und
gezielt einsetzen.
Farbenlehre • Aspekte der Farbenlehre (z.B. Sättigung und Kontrast, additive und subtraktive
Farbmischung) an einem angewandten Beispiel vertiefen.
Farbfunktion • Gegenstands- von Erscheinungs- und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden.
Farbe als Material • verschiedene Farbstoffe und Bindemittel unterscheiden (z.B. Öl-, Aquarell-,
Gouache-, Temperafarbe).
raumbildende Mittel • eine räumliche Technik (z.B. Konstruktion, Relief, Assemblage) anwenden.
Darstellung des Raums • eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche wiedergeben.
• ihre Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren.
Bildsprache • Bezüge zwischen Inhalt und Form erkennen und Begriffe aus der Fachsprache
• Wirkungsabsichten in verschiedenen Bildmedien (z.B. Fotografie, Film, Comic,
Interaktives Design) unterscheiden und einschätzen.
Typografie und Layout • eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren.
• Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in der praktischen Arbeit umsetzen.
digitale Bildtechniken • Werkzeugpalette eines digitalen Programmes (wahlweise z.B. Bildbearbeitungs- / Layout- / vektororientiertes Zeichen- / Filmschnittprogramm) erpro-
Lerngebiete 9
Methoden der Bildbetrachtung
• Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen.
• ausgewählte Bilder vergangener Epochen und zeitgenössischer Kunst im Original betrachten.
• kulturelle Institutionen in der Umgebung als Inspirationsquelle für ihre gestalterische und künstlerische Arbeit nutzen.
Kunstgeschichte • sich durch das Studium von Gemälden / Fotografien / Skulpturen / Architektur
exemplarisch in verschiedene Kunstepochen zwischen Renaissance und dem
21. Jh. vertiefen.
• Exemplarisch ausgewählte Kunstepochen und -stile unterscheiden, zuordnen
und diese Zuordnung begründen (z.B. Realismus / Impressionismus).
• sich aktiv auf Kunst und Kultur einlassen.
Zusammenhänge Kunstgeschichte
• ein Kunstwerk unter dem Gesichtspunkt seiner sozialen, kulturellen und politischer Einbettung betrachten und in seinen Wirkungsabsichten reflektieren.
Begrifflichkeit • sich mündlich und schriftlich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken.
In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. Dabei finden die Lerngebiete Bild, Farbe und Raum und Körper in der Projektauswahl gleichermassen Beachtung. Projekte
werden von der Lehrperson im Jahresprogramm so geplant, dass zeichnerische Prozesse und malerische
Farbanwendungen selbstverständliche und logische Bestandteile einzelner Projektarbeiten bleiben.
1. Lerngebiet: Prozessorientierte visuelle Gestaltung: Bild, Farbe, Raum und Körper
Die Schülerinnen und Schüler können sowohl in Bild und Raum
gestalterischer Prozess • inhaltliche / thematische Auseinandersetzung vertiefen und in gestalterischen
Projekten umsetzen.
• verschiedene Ideenfindungsprozesse (z.B. Sammeln, Prinzip Zufall) erproben.
• eine selbstständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren, reflektieren und
dokumentieren.
• Abstraktionsprozesse nachvollziehen und in den Entwurfsprozess integrieren.
• Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen.
bildnerische Mittel • bildnerische Mittel in der eigenen Gestaltung adäquat und reflektiert anwen-
Zeichnung und Entwurf • Gestaltungsideen und Entwürfe in Skizze und Zeichnung visualisieren.
Lerngebiete 10
bildnerische Technik • verschiedene bildnerische Techniken und Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen und angemessen und zweckgerichtet einsetzen.
Dokumentieren • ihren Gestaltungsprozess für Dritte nachvollziehbar strukturieren und dokumentieren.
2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
Fotografie / Film / Animation / Interaktives Design
• Menschen / Objekte mit Wirkungsabsichten inszenieren und abbilden.
Aufnahmetechnik • Grundlagen der Aufnahmetechnik in Fotografie / Film verstehen und anwenden
(Blende, Verschluss, Iso).
visuelle Kommunikation • Bildaussagen erkennen, kritisch beurteilen und in der eigenen Arbeit gezielt
steuern (Semiotik).
3. Lerngebiet: Kunst
Kunst- und Bildbetrachtung • Werke aus (wahlweise) Design / Kunst / Film / Architektur in ihren verschiedenen Erscheinungs-und Anwendungsformen betrachten und analysieren.
• sich auf Kunst und Kultur einlassen und ihre Haltung reflektiert formulieren.
SPF Bildnerisches Gestalten
Allgemeine Bildungsziele 11
Bildnerisches Gestalten
Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen, kreativen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und
die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche
Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen.
In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen.
In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches
Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft. Die vielseitigen
kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller Umsetzung werden besonders gewichtet.
Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner Bildsprache
kommunizieren können, ermöglichen ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch in realen
Welten.
SPF Bildnerisches Gestalten
Allgemeine Bildungsziele 12
Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als
Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische
Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral sind
die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Berufsfelder im Bereich Gestaltung
und Kunst kennen und können sich auf das Eintrittsverfahren der Schule für Gestaltung und Kunst vorbereiten.
Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
• die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfra-
• durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
• durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• in prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
• ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
• Widerstände aushalten, überwinden und daran wachsen
• Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen
Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge
auch im gesellschaftlichen Kontext.
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
• digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation
• manuelles Geschick und technisches Können verbessern
• eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios
SPF Bildnerisches Gestalten
Allgemeine Bildungsziele 13
Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule.
Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert. Die Bewertung der mündlichen Beteiligung sowie die Beurteilung des Arbeitsverhaltens werden zu Beginn des Jahres kommuniziert.
Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbereichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanung oder Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche
Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche
Veranschaulichungen spielen auch in der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden.
5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen. Selbststeuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen, die im SPF BiG besonders gefördert werden.
SPF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 14
Wahrnehmung • durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden.
• diese Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Wissen verknüpfen und in den
Ideenfindungsprozess einbringen.
visuelle Kommunikation
Bildbetrachtung
• Sinn, Aussage und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv und die Darstellungsweise erfassen und deren Kontext einordnen.
• die technische Machart elektronischer Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie Werbebereich verstehen und kritisch betrachten.
Kunstgeschichte
(3. und 4. Klasse)
• systematische Kunstgeschichte von der Romanik bis zur Kunst der Gegenwart
aufbauen und vertiefen.
• Kunstwerke kunsthistorisch richtig zuordnen.
• sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken.
zeitgenössische Kunst
• im Zusammenhang mit den gestalterischen Projekten einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem
kunsthistorischen Kontext verstehen.
• Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20. und 21. Jh. zueinander und zu parallelen Ereignissen in Beziehung setzen.
Fotografie (wahlweise 3.
oder 4. Klasse)
• unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen.
• Fotografie exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen.
Besuch von Ausstellungen,
Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen
• vor Originalwerken über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren.
Es werden exemplarische
Projekte umgesetzt. Dabei
stehen folgende Bereiche
zur Auswahl:
• Malerei
• Zeichnung
• 3D-Techniken
• Drucktechnik (fakultativ)
• Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen.
• ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern.
• analoge Gestaltung zielgerichtet und adäquat mit digitalen Verfahren ergänzen
und kombinieren.
SPF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 15
Bildaussage • eine Bildgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine allgemein verständliche Aussage entwickeln.
digitale Bildbearbeitung
und/oder Layoutgestaltung
(wahlweise 3. oder 4.
Klasse)
• die Kenntnisse digitaler Bildbearbeitungspaletten vertiefen und in kreativen
Prozessen anwenden. (Bildoptimierung, Maskierung, Arbeiten mit Ebenen etc.)
• Layout- und vektororientierte Zeichenprogramme verstehen und sachgerecht
und adäquat einsetzen.
Fotografie (wahlweise in
der 3. oder 4. Klasse)
• den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite und Empfindlichkeit auf die
Bildgestaltung verstehen.
• eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht und Raum bewusst gestal-
Projektarbeit
Methode und Prozess
Dokumentation und Präsentation
• eine Arbeit entwickeln durch Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren.
• den Weg von der Idee zur Realisierung auf vielfältige Weise beschreiten.
• durch kritische Reflexion ihre Arbeit optimieren.
• Arbeitsprozess und Produkt für Dritte nachvollziehbar und ansprechend dokumentieren und präsentieren.
Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und
Kritik annehmen.
• ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen.
• offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.
individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setindividueller Ausdruck • eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck
stärken.
SPF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 16
zeitgenössische Kunst
Kunstbegriff
• den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen
und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder
Installation benennen.
• Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und Seh- und Darstellungskonventionen verstehen und hinterfragen.
• sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten.
Architektur und Design • Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen und beschreiben.
• Architektur oder Design exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen
und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen.
• eine differenzierte Fachsprache verwenden.
Besuch von Ausstellungen,
Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen
• in der Begegnung mit Fachpersonen ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit
und gestalterischen Berufen erweitern.
• vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte
Filmanalyse (fakultativ,
wahlweise 3. oder 4.
Klasse)
• Filme (Spiel-, Dokumentar- oder Animationsfilme) nach Kriterien der Filmanalyse betrachten.
Design und Architektur
(wahlweise 3. oder 4.
Klasse)
• In einem exemplarischen Entwurfsprozess die grundlegenden Arbeitsschritte
von Vorgabe / Idee bis zu Produkt / Modell vollziehen.
• in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und Material erkennen
und gestaltend formulieren (form follows function).
• Modelle materialgerecht bauen.
visuelle Kommunikation
Layout / Typographie
(beide Themen wahlweise
3. oder 4. Klasse)
• Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text verständlich, übersichtlich und
ansprechend transportieren und verstärken.
• einen spielerischen, experimentellen Umgang mit Typographie und Bildtext-
Kombinationen finden.
• mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter Einbezug von Typographie,
Bildern und grafischen Mitteln gestalten.
SPF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 17
Projektarbeit
Methode und Prozess
Persönliches Projekt
• anhand von inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein persönliches Projekt selbständig durchführen (Abschlussarbeit).
• gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen.
• eine Arbeit entwickeln, die Realisierung planen und durch kritische Reflexion
optimieren.
Dokumentation und Präsentation
• Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren.
• Arbeitsprozess und Produkt für ein Fachpublikum, den Anforderungen entsprechend, nachvollziehbar und ansprechend (mappentauglich) dokumentieren und
Film / Animation (fakultativ,
wahlweise 3. oder 4.
Klasse)
• ein Storyboard logisch und verständlich konzipieren und visualisieren.
• Filmspezifische Gestaltungsmittel (z.B. Fahrten, Einstellungsgrössen, Schnitt,
Montage) gezielt anwenden.
• eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen.
• elementare Animationstechniken anwenden.
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und
Kritik annehmen.
• eigene Fortschritte erkennen.
individuelle Interessen • selbständig Schwerpunkte setzen.
• eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.
• sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen
vorbereiten.
• bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen.
individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck
stärken.
EF Bildnerisches Gestalten
Allgemeine Bildungsziele 18
Bildnerisches Gestalten
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Es befähigt die Schülerinnen und Schüler sich in der visuellen Welt zu orientieren. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie z. B. „Film
und Fotografie“, „Thematische Arbeiten mit anschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder „Design und Architektur“ sind denkbar.
Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit ihre alltägliche Umgebung,
Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektierend wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf zeitgenössische und aktuelle Tendenzen in Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Die gewonnenen Erkenntnisse setzen sie in Bezug zur gestalteten
Umwelt (z.B. Kunst-, Design- und Architekturströmungen) aus verschiedenen Zeitepochen.
Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für
eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen.
Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf
ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie
die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten.
Dabei werden die vielseitigen kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller Umsetzung besonders
gewichtet. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass
sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen.
Bildnerische Gestaltung trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung
bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese
EF Bildnerisches Gestalten
Allgemeine Bildungsziele 19
als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen und gezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.
Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen
und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene
Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck.
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:
• die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfra-
• durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
• durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben
• im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
• ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
• Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen
Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge
auch im gesellschaftlichen Kontext.
• Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken
• durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln
• Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
• digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation
• manuelles Geschick und technisches Können verbessern.
• eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer Ausstellung oder einer Dokumentation
3. Leistungsbewertung
Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese.
EF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 20
1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen
Reflektieren, Verstehen,
Verbalisieren und Umsetzen von Erfahrungen aus
aktuellen Ausstellungen,
Fachliteratur, Exkursionen
(mind. eintägig)
mögliche Schwerpunkte zur
Auswahl:
• Kunstgeschichte
• zeitgenössische Kunst
• Architektur
• Design
• visuelle Kommunikation
• Film
• Wirkungen von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf Inhalte ziehen.
• Epochenwissen exemplarisch vertiefen.
• besprochene Kunstwerke kunsthistorisch richtig zuordnen.
• sich einen Sachtext erschliessen und darüber diskutieren.
• eine verfeinerte Fachsprache anwenden.
• vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte
• Ausstellungskonzepte erkennen und beschreiben.
2. Lerngebiet: Planen und Realisieren
Es werden exemplarische
Projekte umgesetzt. Dabei
stehen folgenden Bereiche
zur Auswahl:
• Malerei / Zeichnung
• Film / Fotografie
• Architektur / Produktedesign
• Skulptur / Installation /
Performance
• visuelle Kommunikation
(Grafikdesign, Typografie
etc.)
• Druckgrafik
• bildnerische Mittel und handwerkliche Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen.
• eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster
• ein künstlerisches / gestalterisches Produkt entwickeln mit Methoden wie Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren.
• eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln, den
Prozess dokumentieren und reflektieren.
• den Weg von der Idee bis zur Realisierung auf unterschiedlichste Weise ange-
EF Bildnerisches Gestalten
Lerngebiete 21
Kontextualisierung und Verortung der eigenen Arbeit,
Vorgehensweise und Standpunkte
• Reflexion der eigenen Arbeit
• Präsentation (z.B. Ausstellung, Dokumentation,
Portfolio)
• ihre eigene Arbeit reflektierend in Bezug zu Werken aus Kunst, Architektur und
angewandter Gestaltung setzen.
• eigene Arbeiten beurteilen, Lernfortschritte erkennen und Resultate wertschät-
• eigene Resultate in passender Form präsentieren.
• eigene Interessen bezüglich Studienrichtung oder Berufswahl definieren.
GLF Biologie
Allgemeine Bildungsziele 22
Biologie
Wochenlektionen 2 2 2 0
Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische
Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der Natur erlebt, Neugierde
und Entdeckungsfreude geweckt, sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt einzu-
Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen.
Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt gegenüber. Im Biologieunterricht werden Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und entscheidende Fragen formuliert.
Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) anhand verschiedener Lerngebiete
ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen.
Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines Weltbilds und
Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen, Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.
Der Biologieunterricht vermittelt einen vertieften Einblick in die Vorgänge im eigenen Körper und leistet
damit einen Beitrag zur bewussten Erhaltung der eigenen Gesundheit.
In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen.
GLF Biologie
Allgemeine Bildungsziele 23
Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders:
• respektvoll mit Lebewesen umgehen
• eigenständig, differenziert, analytisch und kritisch denken
• effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
• sich mündlich und schriftlich präzis ausdrücken
• Fachbegriffe korrekt verwenden
• verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen
• ein Experiment planen, durchführen, auswerten und diskutieren
• einen Bericht nach naturwissenschaftlichem Aufbau verfassen
• moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche, Datenerfassung und
-auswertung
• grafisch ansprechende und sinnvolle Präsentationsformen für naturwissenschaftliche Inhalte einsetzen
• Neugier und Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen
3 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
• Planung und Durchführung von Experimenten zur Beantwortung einer Fragestellung
• Aufbau naturwissenschaftlicher Berichte
GLF Biologie
Lerngebiete 24
1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens / Zellbiologie
Merkmale des Lebens • die Kennzeichen des Lebens beschreiben.
• die Zelle als Grundeinheit des Lebens darstellen.
• die biologische Bedeutung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten erklären.
Mikroskopieren • fachgerecht mit optischen Geräten umgehen.
• grundlegende mikroskopische Techniken nennen und einfache davon anwen-
Aufbau einer Zelle • die wichtigsten licht- und elektronenmikroskopisch sichtbaren Organellen
strukturell beschreiben und ihre Funktion erklären.
• Unterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen erklären.
Mitose • die Bedeutung der mitotischen Zellteilung im Zellzyklus erklären.
• den Ablauf einer Mitose beschreiben.
Stofftransport • Diffusion und Osmose erklären.
• osmotische Phänomene interpretieren (z.B. Wasserhaushalt der Pflanzen).
Gewebe • Aufbau und Funktion eines Gewebes beschreiben (z.B. Pflanzenblatt, Stängel,
Wurzel).
Physik: Optik
Chemie: Diffusion, Löslichkeit
AETNA: optische Geräte, Osmosekraftwerk
2. Lerngebiet: Zellbiologie / Stoffwechsel
Fotosynthese • die physiologische und ökologische Bedeutung der Fotosynthese erklären.
• den Prozess der Fotosynthese im Wesentlichen erklären.
Atmung • die Bedeutung der Atmung für Organismen erklären.
• den Prozess in der Bilanz beschreiben.
Enzyme • Aufbau, Funktionsweise und Bedeutung der Enzyme erläutern.
Chemie: Zwischenmolekulare Kräfte, Kohlenhydratchemie, Proteinchemie
Physik: Anomalie des Wassers
GLF Biologie
Lerngebiete 25
3. Lerngebiet: Systematik / Allgemeine Botanik
Systematik • eine systematische Ordnung in die Vielfalt der Lebewesen bringen.
• das Prinzip phylogenetischer Stammbäume erklären.
• Lebewesen in der freien Natur beobachten.
Mikrobiologie • prokaryotische von eukaryotischen Zellen unterscheiden.
• die Bedeutung von Bakterien beschreiben.
• mikrobiologische Techniken anwenden.
Botanik • einen systematischen Überblick über die grössten Pflanzengruppen geben.
• den Aufbau von Blüten beschreiben und vergleichen (Angiospermen).
Wirbellose • die Baupläne verschiedener Stämme von Wirbellosen vergleichen und in einen
evolutiven Zusammenhang stellen.
• sexuelle und asexuelle Fortpflanzung einander gegenüberstellen.
Geografie: Erdgeschichte, Geologie,
AETNA: Biotechnologie, Bionik
1. Lerngebiet: Genetik
Molekulargenetik • DNA, Gen, Chromosom und Genom erläutern.
• die Abläufe und Bedeutung der Replikation und Proteinbiosynthese aufzeigen.
• die Bedeutung der Genregulation erläutern.
• Ursachen und Folgen verschiedener Mutationstypen erläutern.
klassische Genetik • Vererbungsmuster erklären und Beispiele wichtiger Erbkrankheiten nennen.
Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe zur Herstellung eines transgenen Organismus erläu-
• verschiedene gängige Anwendungsbereiche der Gentechnologie nennen.
• Chancen und Risiken der Gentechnologie diskutieren.
Chemie: Bindungstypen, zwischenmolekulare Wechselwirkungen
Mathematik: Wahrscheinlichkeitsrechnung
Philosophie: Ethik
GLF Biologie
Lerngebiete 26
2. Lerngebiet: Evolution
Grundlagen der Evolution • die Prinzipien von Mutation, Rekombination und Selektion erläutern.
• mögliche Mechanismen der Artentstehung erklären.
• Methoden der Stammesgeschichtsforschung (insbesondere DNA-Sequenzvergleich) erläutern.
Entwicklung des Lebens • wichtige Entwicklungsschritte beschreiben und zeitlich einordnen.
• einen groben Überblick über die Vorfahren des Menschen geben.
Geografie: Erdgeschichte
3. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch
Übersicht Organsysteme • die wichtigen Organsysteme in ihrer Funktion und ihrem Zusammenspiel erläu-
Herz-Kreislaufsystem,
äussere Atmung
• Bau und Funktionsweise des Säugerherzens beschreiben.
• Kreislauf- und Atmungssysteme der Wirbeltiere vergleichen und in einen evolutiven Kontext stellen.
• die bedeutendsten Herz-Kreislauf-Krankheiten benennen.
Energiestoffwechsel • die Prozesse der Zellatmung und Gärung beschreiben.
• die Energiebereitstellung erläutern.
Fortpflanzung und Entwicklung
• die Bedeutung und den Ablauf der Meiose erklären.
• die hormonelle Steuerung der Fortpflanzung beim Menschen beschreiben.
• die frühe Embryonalentwicklung in den Grundzügen erklären.
• die Phasen der menschlichen Embryonalentwicklung beschreiben.
• die Fortpflanzung von Wirbeltieren im evolutiven Kontext vergleichen.
Physik: Strömungsgesetze
Chemie: Redoxreaktionen
AETNA: Wärmetauscher und andere Anwendungen des Gegenstromprinzips
GLF Biologie
Lerngebiete 27
1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch
vertiefte Zellbiologie • Bau und Funktion von Biomembranen beschreiben.
• die wichtigsten Transportmechanismen durch Membranen und mittels Endomembransystem erklären.
• Wahrnehmung, Weiterleitung und Wirkung von Signalen erläutern.
Neurobiologie • Bau und Organisation des Nervensystems (zentrales und peripheres Nervensystem, Zelltypen, vegetatives NS) beschreiben.
• die Funktionsweise eines ausgewählten Sinnesorgans erklären.
• Prinzipien der Reizleitung und -verarbeitung erläutern.
• die Wirkung bedeutender Drogen beschreiben.
• die Funktionen verschiedener Gehirnareale erläutern.
Endokrinologie • den hierarchischen Aufbau des Hormonsystems erläutern.
• Regulation und Wirkungsweise eines Hormonsystems (Stress, Blutzucker usw.)
Immunologie • Barrieren und Mechanismen der angeborenen Immunabwehr beschreiben.
• Mechanismen der humoralen und zellulären Immunantwort erklären.
• einen aktuellen immunologischen Aspekt erläutern (z.B. Pandemien, Allergie).
Krankheiten des Menschen • komplexe Krankheiten des Menschen auf zellulärer, symptomatischer und gesellschaftlicher Ebene darstellen.
Chemie, Physik: elektrochemische Gradienten
Physik: Bildgebende Methoden der Neurologie
Philosophie: Ethik bei neurologischen Experimenten
Informatik: Recherchieren, Grafik-Programm
2. Lerngebiet: Ökologie
Grundlagen der Ökologie • Einflüsse abiotischer und biotischer Faktoren erklären.
• Strategien und Anpassungen von Lebewesen an ihre Umwelt als Selektionsvorteil beschreiben.
• Energiefluss und das Prinzip der Trophiestufen in einem Ökosystem erklären
• Stoffkreisläufe beschreiben.
Ökosysteme • eine Ökosystemanalyse selber durchführen und die gewonnen Daten interpre-
GLF Biologie
Lerngebiete 28
Mensch und Umwelt • Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen: z.B. Klima,
Umweltverschmutzung, Schwund der Biodiversität, Ressourcenknappheit.
Geografie, Physik: Treibhausgase, Strahlungsbilanzen, Umgang mit natürlichen Ressourcen
Chemie: Chemische Verbindungen und Umwandlungen bei Stoffkreisläufen
Informatik: Datenauswertung und -darstellung
EF Biologie
Allgemeine Bildungsziele 29
Biologie
1 Überfachliche Kompetenzen
Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders:
• eigenständig, differenziert und kritisch denken
• respektvoll mit Mitmenschen umgehen können
• sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
• sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen
• Hypothesen selbstständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren
• eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren
• Modelle und Theorien kritisch beurteilen
• moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen (z.B. Internetrecherche)
• eigene Neugier wecken
• ermutigen, eigene Fragestellungen zu entwickeln
EF Biologie
Lerngebiete 30
1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt
Anthropologie • den Stammbaum des Menschen in den Grundzügen darlegen (Paläoanthropologie).
• die Wechselwirkungen zwischen Klimaveränderungen und Hominidenevolution
• die Eigenschaften und Fähigkeiten des Menschen in einen grösseren evolutiven
Zusammenhang stellen.
• die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie).
Ernährung und Verdauung • Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung vertieft erläutern.
• verschiedene Verdauungssysteme (Fleischfresser, Pflanzenfresser) vergleichen
und deren Angepasstheit an die Nahrung zeigen.
• verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen beschreiben.
• Sich kritisch mit Ernährungsempfehlungen und Diäten auseinandersetzen.
Krankheiten • die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten erläutern.
Gehirn • die Funktion verschiedener Hirnareale beschreiben.
• spezifische Hirnfunktionen mit bestimmtem Verhalten in Beziehung setzen.
• einzelne Vorgänge im Gehirn vertieft beschreiben (z.B. Gedächtnisbildung, visuelle Verarbeitung, Entstehung von Emotionen, Bewusstsein etc.)
Immunologie • die Physiologie des Immunsystems vertieft erläutern.
• pathologische Veränderungen des Immunsystems beschreiben.
• Experimente zur Immunologie durchführen.
2. Lerngebiet: Genetik
Populationsgenetik • erklären, durch welche Mechanismen und Einflüsse sich Gen- und Merkmalsfrequenzen in Populationen verändern.
• genetische Verwandtschaftsanalysen als wichtigste Methode zur Erforschung
evolutiver Stammbäume fundiert beschreiben.
EF Biologie
Lerngebiete 31
medizinische Genetik • die Grundlagen der medizinischen Genetik erläutern.
• Chancen und Risiken der personalisierten Medizin beurteilen.
• die gesellschaftliche Relevanz moderner genetischer Untersuchungsmethoden
3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Lern- und Sozialverhalten • Ethogramme interpretieren.
• historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen.
• das Zusammenspiel von angeborenem und erlerntem Verhalten erläutern.
• anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte soziale Verhaltensweisen erklären (z.B. altruistisches Verhalten, Paarungssysteme).
• verschiedene Lernformen unterscheiden.
• eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen und bewerten.
• eigene ethologische Fragestellungen formulieren, anhand geeigneter Methoden untersuchen und die Resultate präsentieren.
Humanethologie • ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen.
• menschliche Verhaltensmuster einordnen.
Psychologie, Philosophie
Allgemeine Bildungsziele 32
Chemie
Wochenlektionen 2 2 2 0
Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und
die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Das Analysieren und
Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Stoffumwandlungen mit
abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und
systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwendung allgemein akzeptierter mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zugleich Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken.
Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder
Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beeinflussen, und
soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren. Dabei sollen sie zu einer kritischen Fragehaltung geführt werden.
Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über
grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt
die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich begründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energieversorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft leistet der Chemieunterricht einen Beitrag
zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt.
Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für die Mehrheit – soll
der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich kommunizieren und sich selber
in chemische Fragestellungen einarbeiten zu können.
Lerngebiete 33
1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
Stoffeigenschaften • Stoffe mit ihren Eigenschaften wie z.B. Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur charakterisieren.
Konzept der kleinsten Teilchen
• erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen
Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen.
• das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge wie
z.B. Aggregatszustände zu beschreiben.
2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem
Elektrische Ladung und
Coulomb-Gesetz
• die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft beschrei-
• Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ
beschreiben und vergleichen.
Modellbegriff • sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen und
die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern.
Kern/Hülle-Modell • die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften
aufzählen.
• die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford verstehen.
• die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren.
• für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben
und vice versa.
• die Eigenschaften von a-, b-, g-Strahlung beschreiben.
• einfache Kernvorgänge mit der Nuklidschreibweise formulieren.
Modell der Atomhülle • mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms unter Berücksichtigung der
Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen beschreiben und zeichnen.
• die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden
Atomsymbols im Periodensystem der Elemente in Beziehung setzen.
Periodensystem • die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen.
• die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren und deren Bedeutung für das
chemische Verhalten von Elementen erklären.
• den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten.
Lerngebiete 34
3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Elektronenpaarbindung und
molekular aufgebaute Stoffe
Kugelwolkenmodell • ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken
beschrieben werden, beschreiben.
Elektronenpaarbindung • mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung
Lewis-Formeln • die Lewis-Formeln von Atomen und einfachen Molekülen selbständig herleiten.
Molekül-Geometrien • die räumliche Anordnung von Molekülen mit dem Elektronenpaarabstossungsmodell herleiten.
Polarität von kovalenten
Bindungen
• die Polarität einer Bindung anhand von Elektronegativitäts-Werten beurteilen.
Dipol-Charakter von Molekülen
• die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischen-molekularen Kräften erklären.
zwischenmolekulare Kräfte • mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräfte die
Schmelz- und Siedetemperatur sowie die Mischbarkeit von molekularen Reinstoffen interpretieren.
4. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Ionenbindung und Salze
Bildung einatomiger Ionen • die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären.
Ermitteln von Ionenladun-
• mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen-Elemente mögliche Ionen-Ladungen ableieinatomige und mehratomige Ionen
• die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen.
Ionenbindung • mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionenbindung und des Ionenverbands beschreiben.
Formeln und Namen von
Salzen
• bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel und den Namen eines Salzes ablei-
Eigenschaften von Salzen • Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären.
energetischer Verlauf der
Salzbildung
• Den energetischen Verlauf der Salzbildungen aus den Elementen beschreiben.
Lösevorgang von Salzen in
Wasser
• den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchen-Ebene beschreiben.
Lerngebiete 35
5. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Metallbindung und Metalle
Metallbindung • das für diesen Bindungstyp charakteristische Modell von Atomrümpfen und frei
beweglichen Elektronen erklären.
Eigenschaften von Metallen • Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und
Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären.
Legierungen • den Begriff „Legierungen“ erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen nennen.
6. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen
quantitative Beschreibung
von Stoffumwandlungen
• die Begriffe Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen und Stoffmengenkonzentration definieren.
• Reaktionsgleichungen aufstellen.
• stöchiometrische Berechnungen durchführen.
7. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktio-
Enthalpie • energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen ab-
• die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen.
Entropie • Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären.
Gibbs-Helmholtz-Beziehung • die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher
chemischer Vorgänge verwenden.
8. Lerngebiet: Experimentieren
Vorbereitung • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
• die Warnhinweise von Gefahrstoffen verstehen.
Lerngebiete 36
Durchführung von Experimenten
• einfache Experimente anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen.
Auswertung • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
1. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Reaktionsgeschwindigkeit
Reaktionsgeschwindigkeit
und deren Beeinflussung
• den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit definieren.
• die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration
und Zerteilungsgrad erklären.
• die RGT-Regel anwenden.
Katalysatoren • das Funktionsprinzip von Katalysatoren erklären.
2. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Gleichgewichtsreaktionen
Umkehrbarkeit chemischer
Reaktionen
• erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können.
das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktio-
• das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf
Stoff- und Teilchenebene beschreiben.
das Massenwirkungsgesetz • aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz formulie-
Le Châtelier-Prinzip • voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf
ein chemisches Gleichgewicht auswirken.
3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Säure/Base-Reaktionen
Protolysereaktion • Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen von Wasserstoff-Ionen erklären.
• die Begriffe Säure und Base definieren.
• für eine gegebene Säure und Base die Protolysereaktion formulieren.
Lerngebiete 37
Stärke potentieller Säuren/
Basen
• die Säure-/Basekonstante als Mass für die Stärke einer Säure/Base nennen.
• die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säure-/Basestärke der beteiligten Säuren/Basen qualitativ angeben.
pH-Werte messen • den pH-Wert definieren.
• erklären, wie pH-Werte experimentell gemessen werden.
pH-Werte berechnen • für wässrige Lösungen einfache pH-Wert-Berechnungen in Abhängigkeit der
Säurestärke durchführen.
die Bedeutung von Säure/
Base-Reaktionen
• die Neutralisation als wichtigen Schritt in industriellen Prozessen erklären.
• die Titration als Methode zur Stoffmengenbestimmung vorstellen.
• Die Bedeutung von Pufferlösungen sowie deren Funktion erklären.
4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Redoxreaktionen
Begriffe Reduktion und Oxidation
• die Redoxreaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung erklären.
• die Begriffe Reduktion und Oxidation definieren.
Reduktions- und Oxidationsmittel
• für ein gegebenes Reduktions- und Oxidationsmittel die Redoxreaktion formulieren.
• die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und
Oxidationsmitteln abzuschätzen.
Oxidationszahlen • die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen ermitteln.
Redox-Reaktionen • mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter
Standard-Bedingungen qualitativ voraussagen.
Galvanische Elemente /
Elektrolyse
• die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse
• die Funktionsweise von galvanischen Elementen anhand konkreter Beispiele er-
5. Lerngebiet: Experimentieren
Grobinhalte und fachliche Kompetenzen analog zu 1. Klasse, 8. Lerngebiet.
Lerngebiete 38
1. Lerngebiet: Organische Chemie – Systematik und Eigenschaften organischer
Stoffe
Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff
• die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären.
Kohlenwasserstoffe als
Grundgerüste organischer
Moleküle
• die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten
KW mit Namen und Formeln aufzählen.
• einfache organische Moleküle mit systematischem Namen benennen und zeich-
• die Isomerie von Molekülen wie z.B. Konstitutionsisomerie, Konfigurations- isomerie erklären.
Stoffklassen und funktionelle Gruppen
• einige wichtige Stoffklassen mit ihrer funktionellen Gruppe wie z.B. Alkohole,
Carbonsäuren aufzählen.
Eigenschaften organischer
Stoffe
• typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie z.B. Fettlöslichkeit, hoher
Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären.
2. Lerngebiet: Organische Chemie – Charakteristische Umwandlungen organischer
Stoffe
Umwandlungen organischer Stoffe
• einfache Beispiele von Reaktionen wie z.B. Polymerisation, Substitution, Addition organischer Stoffe beschreiben.
3. Lerngebiet: Organische Chemie – Biologisch wichtige organische Verbindungen
Fette • die Fette als Ester von Fettsäuren und Glycerin definieren.
• die wichtigsten Eigenschaften von Fetten wie z.B. Brennbarkeit, Löslichkeit er-
Kohlenhydrate • einige ausgewählte Beispiele von Kohlenhydraten nennen.
• die Eigenschaften und Verwendung von Kohlenhydraten anhand ihres molekularen Aufbaus herleiten.
Eiweisse • Die Eiweisse als Verknüpfung von Aminosäuren erklären.
• den charakteristischen Aufbau einer Aminosäure nennen.
Lerngebiete 39
Bedeutung biologisch wichtiger organischer Verbindungen
• die biologische Bedeutung der genannten Naturstoffe erklären.
4. Lerngebiet: Experimentieren
Grobinhalte und fachliche Kompetenzen analog zu 1. Klasse, 8. Lerngebiet.
EF Chemie
Allgemeine Bildungsziele 40
Chemie
Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im
Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden.
Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns
sein.
Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische
Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder
manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und
praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei.
EF Chemie
Lerngebiete 41
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
Durchführung von Experimenten
• unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische
Experimente sachgerecht ausführen.
• gängige technische Labor- bzw. Analysegeräte korrekt benennen, sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen.
• einfache Apparaturen selber zusammenbauen.
• sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.
• in einem Team arbeiten.
Sicherheit • Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und sich entsprechend verhalten.
• die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen.
• sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
Auswertung von Experimenten
• aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
• ihre praktische Arbeit angemessen fachgerecht darstellen.
• anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen
Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen.
2. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Organische Chemie
zur Auswahl
Struktur organischer Stoffe • komplexere Strukturmerkmale wie z.B. Hybridisierung, Chiralität, Molekülorbitale erklären.
• die neuen Strukturmerkmale mit ihrem Vorwissen verknüpfen.
Zusammenhänge Molekülgestalt / Geometrie und Eigenschaften
• Zusammenhänge zwischen Gestalt / Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären.
• Zusammenhänge zwischen Struktur der Teilchen und deren physikalischen Eigenschaften erklären.
EF Chemie
Lerngebiete 42
3. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Physikalische Chemie
zur Auswahl
spektroskopische Methoden
• das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/VIS-Massenspektroskopie erklären.
Auswertung • Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung.
4. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Biochemie
zur Auswahl
Biomoleküle • biologisch wichtige organische Stoffe wie z.B. Kohlenhydrate, Proteine, DNA be-
Eigenschaften • wichtige Eigenschaften der genannten Biomoleküle erklären.
Nachweismethoden • typische biochemische Nachweismethoden wie z.B. PCR, Gelelektrophorese,
Chromatographie usw. beschreiben.
Anwendung • ausgewählte Phänomene des Alltags mit Hilfe des neuen Fachwissens auf der
nicht-sichtbaren Ebene kleinster Teilchen beschreiben und deuten.
• für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwi-
5. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll
deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend
berücksichtigt werden können. Die Grobinhalte und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses
Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.
Anwendungen in der Technik und im Alltag
• Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und
• Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und
Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen.
• Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der
Chemie anhand relevanter Bespiele verstehen.
• Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären.
SPF Biologie und Chemie
Allgemeine Bildungsziele 43
Biologie und Chemie
Wochenlektionen 0 0 3+3 3+3
Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life Sciences ein.
Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und
ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie
aus Bereichen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die
Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist.
Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide
Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich
sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden.
Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten
müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den
Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erwerben, sich später im Berufsleben selbstständig
in chemische und biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie und
Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf
dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 44
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfaches Biologie und Chemie
1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit
Durchführung von Experimenten
• unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische
und biologische Experimente sachgerecht ausführen.
• gängige technische Labor- bzw. Analysegeräte korrekt benennen, sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen.
• einfache Apparaturen selber zusammenbauen.
• praktische Untersuchen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten.
• respektvoll und angemessen mit Lebewesen umgehen.
• sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.
• in einem Team arbeiten.
Sicherheit • Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und sich entsprechend verhalten.
• sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren.
Auswertung von Experimenten
• aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen.
• die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen.
2. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie und Biologie im Alltag und der Technik
Anwendungen im Alltag • für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaften und technischen Anforderungen erklären.
• Herstellung, Eigenschaften und Verwendung synthetischer Stoffe bzw. chemisch modifizierter Naturstoffe in der Ernährung darstellen.
gesellschaftliche Verantwortung
• Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der
Chemie und Biologie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele
• Beiträge der Chemie und Biologie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären.
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 45
Bemerkung: Selbstverständlich werden die Lerngebiete 1 und 2 nicht nur in der dritten Klasse durchgeführt. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieser Lerngebiete werden sowohl in der dritten
wie auch in der vierten Klasse erworben.
3. Lerngebiet: Chemie und Umwelt / Ökologie
Stoffe in der Umwelt • die Entstehung geläufiger Substanzen in Luft, Wasser oder Boden erklären.
• kritische Konzentrationen dieser Stoffe einschätzen.
• Massnahmen zur Reduzierung von anthropogenen Emissionen nennen und er-
Wirkung von Stoffen auf Lebewesen
• die Auswirkungen dieser Substanzen auf Lebewesen und Umwelt erklären.
Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.
• anthropogene Einflüsse und deren Folgen auf Ökosysteme beschreiben
• technische und gesellschaftliche Lösungsansätze zur Minderung von Umweltproblemen vorschlagen und diskutieren.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie
1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen –
Physikalische Chemie
elektromagnetische Strahlung
• das elektromagnetische Spektrum und Anwendungen / Erscheinungsformen
elektromagnetischer Strahlung erklären.
• Farbigkeit als elektromagnetische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge deu-
• die Begriffe Absorption, Transmission, Extinktion sowie das Lamber-Beer’sche
Gesetz erklären und anwenden.
• das Verfahren der UV/VIS-Spektroskopie erklären und durchführen.
Orbitalmodell • Elektronen als Teilchen- und Wellenerscheinungen deuten.
• die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären.
• die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären.
• den Aufbau des Periodensystems mit Hilfe des Orbitalmodells deuten.
• die Hybridisierung unterschiedlicher Orbitale erklären.
• die Hybridisierungszustände von Kohlenstoffatomen in organischen Verbindungen erkennen.
• Mehrfachbindungen im Orbitalmodell beschreiben.
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 46
Mesomerie • das Phänomen der Mesomerie und damit verbundene Energiezustände erklä-
• mesomere Grenzformeln aufstellen.
• die Auswirkungen von +/- M-Effekten von Substituenten auf die Delokalisierung
und die Stabilität von Übergangszuständen erklären.
• die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit delokalisierten π-Elektronensystemen und die Auswirkung auf das Farbempfinden beschreiben.
2. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen –
Anorganische Chemie
Komplexchemie • den prinzipiellen Aufbau von Komplexverbindungen darstellen.
• Komplexverbindungen korrekt benennen.
• Ligandenaustauschreaktionen aufgrund der Stabilität der Komplexe deuten.
• Chelatkomplexe erkennen und ihre Stabilität erklären.
• die Farbigkeit von Übergangsmetallkomplexen aufgrund der Ligandenfeldaufspaltung erklären.
Löslichkeit • die Löslichkeit von Stoffen auf ihre molekulare Struktur zurückführen.
• Löslichkeitsphänomene in der praktischen Laborarbeit erklären und anwenden
(z.B. Chromatographie, Extraktion).
• das Löslichkeitsprodukt als Sonderfall des Massenwirkungsgesetzes deuten.
• einfache Rechnungen zur Löslichkeit durchführen.
• Fällungsreaktionen aufgrund der Löslichkeitsprodukte der beteiligten Verbindungen interpretieren.
quantitative und qualitative
Analyse
• aufgrund einfacher Nachweisreaktionen die Zusammensetzung unbekannter
Stoffproben ermitteln.
• die Konzentrationsermittlung bestimmter Ionen durch geeignete massanalytische Verfahren (z.B. Säure/Base-Titration, Komplextitration, Fällungstitration)
darstellen und selbst durchführen.
• die Grenzen des Erstellens von Masslösungen erklären und Verdünnungsreihen
errechnen und erstellen.
Säure-Base-Reaktionen • Prinzipien der Säure-Base-Chemie auf ausgewählte, anspruchsvolle Moleküle
(z.B. Aminosäuren, Ascorbinsäure) anwenden.
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 47
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie
1. Lerngebiet: Molekularbiologie / Enzymatik
Enzyme • die Bedeutung von Stoffwechselwegen in verschiedenen Organismengruppen
• Eigenschaften von Enzymen experimentell demonstrieren.
• Enzymaktivität selber messen und kinetisch beschreiben.
• Synthese, Recycling, Struktur und Regulierung von Enzymen in lebenden Zellen
• Verwendungen von Enzymen im Alltag und in der Biotechnologie nennen.
Gentechnik • sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Methoden ausweisen.
• die Relevanz gentechnischer Methoden in unserer Gesellschaft einschätzen.
• mit Hilfe entsprechender Anleitungen selbständig gentechnische Prozeduren
(Genotypisierung, Transformation) durchführen.
• Resultate genetischer Untersuchungen interpretieren.
Mindestens eines der folgenden Teilgebiete
Cytogenetik (optional) • Kreuzungsversuche mit Modellorganismen durchführen und interpretieren.
• Stammbaumanalysen durchführen.
Phylogenie (optional) • unterschiedliche Methoden zur systematischen Verwandtschaftsanalyse beschreiben und selber praktisch durchführen.
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 48
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten
Schwerpunktfaches Biologie und Chemie
1. Lerngebiet: Chemie des Lebens / Anatomie und Physiologie
biologisch wichtige organische Verbindungen
• den Aufbau von Fetten, Kohlenhydraten, Aminosäuren, Proteinen und Vitaminen ausführlich darstellen.
• die physikalisch-chemischen sowie biologischen Eigenschaften dieser Stoffe auf
ihre molekulare Struktur zurückführen.
• die Rolle dieser Stoffe im menschlichen Organismus darstellen.
Verdauung / Ernährung • die biologische Bedeutung wichtiger Nahrungsbestandteile nennen.
• Funktion und Anatomie von Organen im Zusammenhang mit Verdauung und
Nährstoffaufnahme beschreiben.
• Enzymatische Spaltung und Aufnahme der Nährstoffe erläutern.
• Anpassungen an unterschiedliche Ernährungsweisen im Tierreich beschreiben.
• aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Thema Ernährung diskutieren.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie
1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen –
Organische Chemie
Stoffklassen und ihre charakteristischen Reaktionen
• wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen.
• Moleküle mit diesen funktionellen Gruppen benennen.
• die physikalischen Eigenschaften von organischen Molekülen anhand ihrer molekularen Struktur erklären.
• charakteristische Reaktionen der funktionellen Gruppen nennen und auf entsprechende Verbindungen anwenden.
• einen Reaktionsmechanismus mit entsprechenden Fachbegriffen nachvollzie-
SPF Biologie und Chemie
Lerngebiete 49
Chiralität • das Phänomen Chiralität allgemein beschreiben und bei entsprechenden Molekülen erkennen.
• mehrere Projektionsarten (z.B. Fischer-Projektion, Keil-Strich-Schreibweise) an-
• die absolute Konfiguration chiraler Kohlenstoffatome bestimmen.
• das Phänomen der optischen Aktivität erklären und das Analyseverfahren der
Polarimetrie anwenden.
• die stereochemischen Verhältnisse bei Molekülen mit mehreren Chiralitätszentren erläutern.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie
1. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie
Mindestens zwei der folgenden Teilgebiete
Organsysteme (optional) • einen Zusammenhang zwischen Anatomie und Funktion von Organen erläutern.
• Homöostase am Beispiel eines Organsystems erklären.
• evolutive Entwicklungen eines Organsystems beschreiben.
• Ursachen und Bedeutung wichtiger Krankheiten eines Organsystems erläutern.
Vertiefung Immunologie
• zelluläre Interaktionen bei der spezifischen Immunantwort beschreiben.
• antikörperbasierte biotechnologische Methoden beschreiben und praktisch
durchführen (ELISA).
• einen aktuellen immunologischen Aspekt erläutern (z.B. Impfungen, Epidemien,
Autoimmunkrankheiten).
Pflanzenphysiologie (optio-
• Experimente zur Wirkung von Phytohormonen und abiotischen Faktoren auf
die Entwicklung lebender Pflanzen im Labor durchführen, dokumentieren und
• wirtschaftliche Anwendungen von Phytohormonen beschreiben.
• physiologische Anpassungen von Pflanzen erklären.
2. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Ursachen für Verhalten • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Verhaltensformen diskutieren und erklären.
Ethogramme • Ethogramme selber erstellen.
• Verhaltensweisen auf Basis von Ethogrammen deuten.
Lernverhalten • spezifische Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten erklären.
• einfache Versuche zu Lernverhalten durchführen und auswerten.
Allgemeine Bildungsziele 50
Deutsch
Wochenlektionen 4 3 3 4
Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachigen Literaturen und Medien sind der Gegenstand des
Deutschunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit geschriebener und gesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Analyse und Produktion wechselweise aufeinander beziehen.
So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben, anderen zuzuhören und vor bzw. mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser Wechselwirkung von Textanalyse und Textproduktion eignen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine
eigene Schreib-, Lese-, Sprech- und Reflexionskompetenz an. Eine Kultur der kritischen Rückmeldung
sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstbeurteilung unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern.
Die Beschäftigung mit Literatur und ihren medialen Umsetzungen konfrontiert die Schülerinnen und
Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres Erfahrungsbereichs. Literatur wird dabei als zentrales Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen
Wissens verstanden. Diese Horizonterweiterung fordert und fördert den Aufbau einer sprachlich- kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche Überprüfung.
In einer Epoche des Wachstums medial verbreiteter Texte sorgt der Deutschunterricht ausserdem dafür,
dass die Schülerinnen und Schüler relevante Informationen suchen, abwägen und weiterverarbeiten sowie sich kompetent und selbständig in der sich stets wandelnden Medienlandschaft bewegen können.
Die Auseinandersetzung mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständigt diese sprachliche Persönlichkeitsbildung.
Damit legt der Deutschunterricht wichtige Grundlagen für die allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen und Schüler auf die wichtigsten mündlichen wie schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie vertraut mit der Analyse
komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken
der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens.
Allgemeine Bildungsziele 51
Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders:
• Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen
• Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen
• fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
• kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten
• das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten
• in kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
• eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen
• sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren
• adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben
• Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen
• anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
• Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen
• ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen
• eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen
• mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb
• effizient recherchieren
• Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
• sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren
Richtlinien für die Leistungsbewertung sowie Anforderungen für die Maturaprüfungen finden sich in den
Fachrichtlinien.
4 Basale Kompetenzen
Die Basalen Kompetenzen in der Erstsprache sind jederzeit Gegenstand des Unterrichts und Kriterium
bei der Bewertung von Prüfungen und Aufsätzen. Sie werden zweimal durch Standortbestimmungen geprüft: im ersten Quartal der 1. Klasse (mit Fokus auf Rechtschreibung und Zeichensetzung) und im ersten Semester der 3. Klasse (mit Fokus auf Textrezeption und Textproduktion); bei Nichtbestehen dieser
Tests muss der entsprechende Test wiederholt werden, bis er bestanden wird.
Allgemeine Bildungsziele 52
5 Querverbindungen zu anderen Fächern
Die Inhalte und die angestrebten fachlichen Kompetenzen sind eng und in verschiedener Weise mit anderen Fächern verbunden.
Zunächst ist der wirkungsvolle, korrekte und stilistisch genaue Einsatz der deutschen Sprache sowohl
mündlich als auch schriftlich in allen nicht-immersiv unterrichteten Fächern von entscheidender Bedeutung. Aktive und passive Sprachbeherrschung beeinflussen den Lernerfolg in grossem Masse. Durch den
Einbezug sprachlicher Überlegungen tragen deshalb auch viele andere Fächer dazu bei, dass die fachlichen Kompetenzen im Fach Deutsch erlangt und verbessert werden.
Literarisch-ästhetische, kultur- und sprachwissenschaftliche, medientheoretische, psychologische und
philosophische Inhalte des Faches Deutsch sind eng verbunden mit einer Reihe von anderen Fächern.
Zunächst ist der Sprachunterricht an der Mittelschule auch in den Fremdsprachen kulturwissenschaftlich
geprägt; so ergibt sich eine Reihe von Überlagerungen und Verbindungen. Weiter ist die ästhetische Bildung in den Grundlagenfächern Bildnerisches Gestalten oder Musik zu nennen, zu denen sich wie auch
zu den sozialwissenschaftlichen Fächern reichhaltige Querverbindungen ergeben. In Bezug auf die Literaturgeschichte und die sozialhistorische Einbettung von literarischen Texten sind insbesondere Transfers zum Fach Geschichte von herausragender Bedeutung.
Durch die Sprach- und Medienreflexion trägt der Deutschunterricht auch zu einem pädagogisch-didaktischen Verständnis des Lernens und Lehrens bei.
Der vorliegende Lehrplan ist thematisch verwandt mit den Inhalten und Kompetenzen des Akzentfaches
Moderne Sprachen, des Schwerpunktfaches Philosophie – Pädagogik – Psychologie und einer Reihe von
Ergänzungsfächern (z.B. Religionswissenschaft, Geschichte, Pädagogik und Psychologie, Philosophie).
6 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Der vorliegende Lehrplan geht von der Voraussetzung aus, dass die Inhalte und Kompetenzen des
Deutschunterrichts alle Geschlechter im gleichen Masse betreffen.
Das Verhältnis der Geschlechter und die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlechterrollen ist
Thema im Deutschunterricht. Das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit wird sowohl in der literarischen Gestaltung dieser Themen als auch in der sprachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fragen wie der Verwendung von geschlechtergerechten Sprache entwickelt und gefördert.
7 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Alle Inhalte und Kompetenzen des vorliegenden Lehrplans wirken sich direkt auf das Verfassen einer
qualitativ hoch stehenden Maturaarbeit aus.
Lerngebiete 53
Aus den folgenden Lehrplänen ist keine Gewichtung der Lerngebiete ersichtlich. Die Gewichtung wird
der einzelnen Lehrperson überlassen. So ist sie in der Lage, Schwerpunkte zu setzen, fachübergreifende
Projekte durchzuführen, eigene Kompetenzen und Interessen gewinnbringend einzusetzen und auf Interessen und Fähigkeiten von Abteilungen einzugehen.
Die Lehrpläne folgen einem Spiralprinzip: Die Kompetenzen und Inhalte werden eingeführt und in den
folgenden Jahren vertieft, erweitert und verbunden.
Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen.
• unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden.
• die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen.
• den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines
Textes einschätzen.
Literarische Werke
Je mindestens ein epischer,
lyrischer und dramatischer
Text
• den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltung eines literarischen Textes
• verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen und eigene Interpretationsansätze entwickeln.
• ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln.
Sachtexte • den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiederge-
• die Argumentationsstruktur von Sachtexten analysieren.
• Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht anwenden.
Grundlagen • das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt
• ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion).
• Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht formulieren.
• zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen.
Lerngebiete 54
Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen.
• überzeugend argumentieren.
• Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase,
Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden.
kreatives Schreiben • kreative Schreibprozesse durchführen und auswerten.
Grundlagen • aktiv und kritisch zuhören.
• sich deutlich artikulieren.
• sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken.
• sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffen ausdrücken.
Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement).
Zuhören • einem längeren Beitrag inhaltlich folgen.
• die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und verstehen.
Argumentieren • Argumente auf ihre Qualität prüfen und vergleichen.
• eigene Argumente entwickeln und vertreten.
• sprachliche Mittel analysieren und Argumentationsstrategien beschreiben.
Präsentations- und Vortragstechnik
• Vorträge und Präsentationen planen.
• die Wirkungen verschiedener Techniken beurteilen.
• das eigene Auftreten und Sprechen bei Präsentationen reflektieren.
• Rückmeldungen zu Präsentationen geben.
Diskussionsteilnahme und
Gesprächsführung
• sich in Diskussionen mit themenbezogenen Voten einbringen.
• ihre Haltungen verständlich machen.
• einfache Gesprächsformen leiten und strukturieren.
Lerngebiete 55
Grundlagen • die grundlegenden grammatischen Regeln korrekt anwenden.
• grammatische Phänomene mit Fachbegriffen präzise beschreiben.
• grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe
sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen.
Einführung in die Literaturgeschichte am Beispiel
der Aufklärung.
Punktueller Einbezug von
mindestens einer weiteren
Epoche aus Antike, Mittelalter oder Barock.
• ein Verständnis für die geschichtliche Dimension von Literatur entwickeln.
• spezifische literarische und kulturgeschichtliche Phänomene in ihren historischen Zusammenhängen verstehen.
• ältere Texte einerseits in ihrer sprachlichen und kulturellen Fremdheit würdigen
und andererseits deren Bezug zu Problemen der Gegenwart erkennen.
• Texte einer ausgewählten Gattung in ihren gattungstheoretischen Zusammenhängen einordnen und mit Fachbegriffen analysieren.
• unterschiedliche Interpretationsverfahren anwenden.
Auszüge aus theoretischen
Texten
mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei
literarischen Gattungen
argumentative Textsorten • verschiedene argumentative Textsorten voneinander unterscheiden und selbst
hervorbringen.
• einen eigenen literarischen Text erarbeiten und in Bezug auf den Schreibprozess
und das entstandene Produkt kritisch reflektieren.
• Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit Stilkunde (Lerngebiet Sprach- und
Medienreflexion) in eigenen Texten anwenden.
fiktionale Texte
Lerngebiete 56
Rhetorik • rhetorische Mittel situationsgerecht anwenden und reflektieren.
• die Anwendung und Wirkung rhetorischer Mittel beurteilen.
• Argumentationsgänge und -strategien analysieren.
Präsentation von literarischen Texten
• sprachlich und stilistisch schwierigere Texte lesend vortragen.
• Ideen zu einer szenischen Präsentation oder einer alternativen medialen Umsetzung von literarischen Texten entwickeln.
• präzise Rückmeldungen auf die Präsentation von literarischen Texten geben.
Grundlagen • Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen.
• die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen.
Medien
• Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektieren.
• die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen.
Sprachgeschichte und/oder
Dialektologie
• ein Verständnis für die geschichtliche und dialektale Dimension von Sprache
• das Verständnis eines einfacheren Textes aus einer älteren Sprachstufe oder einer ihnen nicht geläufigen Varietät erarbeiten.
• grundlegende Phänomene der Sprachbetrachtung bezeichnen.
• mit grundlegenden Arbeitsinstrumenten (z.B. historischen Wörterbüchern,
Sprachatlas) arbeiten.
Stilkunde • verschiedene Stilelemente und -merkmale voneinander unterscheiden.
• die Verwendung verschiedener Stile hinsichtlich ihrer Wirkung und möglichen
semantischen Bedeutsamkeit erfassen.
Kommunikationstheorie • Kommunikationsvorgänge anhand eines Kommunikationsmodells beschreiben.
• exemplarische Probleme der Kommunikationstheorie anhand von Beispielen
Lerngebiete 57
Weiterführung der Literaturgeschichte vom Ende
des 18. bis zum Beginn des
20. Jahrhunderts anhand
exemplarischer Fragestellungen und Texte
• ausgewählte literarhistorische Epochen und Bewegungen zwischen Aufklärung
und Naturalismus kennen und literarische Texte und Phänomene entsprechend
• Texte in ihren spezifischen kultur- und sozialgeschichtlichen Zusammenhängen
• Texte sowohl von ihren jeweiligen Voraussetzungen her interpretieren als auch
ihren Bezug zu Problemen der Gegenwart herausarbeiten.
• Texte einer weiteren ausgewählten Gattung in ihren gattungstheoretischen Zusammenhängen einordnen und analysieren.
• mit unterschiedlichen Fragestellungen an einen Text herangehen und die entsprechenden Interpretationsverfahren anwenden.
Auszüge aus theoretischen
Texten
mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei
literarischen Gattungen
(nicht identisch mit der
Gattung der 2. Klasse)
für die schriftliche Auseinandersetzung mit literarischen Texten geeignete
Textsorten, z.B.
• Kommentar
• Rezension
• Erörterung
• Formen des schriftlichen Zugangs zu literarischen Texten textsortengerecht an-
• schriftlich Interpretationsansätze entwickeln.
wissenschaftliches Schrei-
• Grundprinzipien des wissenschaftlichen Schreibens verstehen und selbst an-
• Fachliteratur nach wissenschaftlichen Prinzipien zitieren und nachweisen.
Lerngebiete 58
Argumentieren • Argumente vergleichen, gewichten und in den Argumentationsgang entsprechend einordnen.
• eigene Argumentationsstrategien entwickeln und rhetorisch angemessen vertreten.
Rhetorik • rhetorische Mittel situationsgerecht anwenden und reflektieren.
• die Anwendung und Wirkung rhetorischer Mittel beurteilen.
• Argumentationsgänge und -strategien analysieren.
mindestens ein exemplarisches Thema aus der
Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.
• Semiotik
• Pragmatik
• Sprache und Gender
• Filmanalyse
• Digitalisierung der Medien und sozialer Prozesse
• einfache Fachaufsätze lesen, verstehen und bearbeiten.
• theoretische Ansätze durch eigene Recherchen vertiefen, kontextualisieren und
• Fachbegriffe selbständig verstehen und anwenden.
• Problemstellungen anhand von Beispielen verdeutlichen.
• theoretische Ansätze zusammenfassen und mündlich oder schriftlich wiederge-
• eigenständig wissenschaftliche Fragen entwerfen und ihre Bedeutung erörtern.
Lerngebiete 59
mindestens ein exemplarischer Text aus der literarischen Moderne (im weiten
Sinne verstanden).
• literatur- und wissenschaftsgeschichtliche Hintergründe von literarischen Texten analysieren und in eigenständiger Recherche vertiefen.
• exemplarische ästhetische Probleme der modernen Literatur beschreiben (z.B.
Wertung von Literatur, Sprachkritik, moderne Subjektivität).
• über Bedeutung von Literatur, auch für die Wissenschaft und Philosophie des
20. Jahrhunderts nachdenken.
• analytische Konzepte aus der Theorie der Gattung anwenden.
• analytische Konzepte aus einfachen literaturwissenschaftlichen Originaltexten
entnehmen und anwenden.
• Veränderungen in der Verwendung der Gattung durch die Autoren diachron be-
• Interpretationsansätze entwickeln und beurteilen.
Auszüge aus theoretischen
Texten
ein oder mehrere repräsentative Texte aus einer der
drei literarischen Gattun-
(nicht identisch mit der
Gattung der 2. oder 3.
Klasse)
für die schriftliche Auseinandersetzung mit literarischen Texten geeignete
Textsorten, z.B.
• Erörterung
• Essay
• Interpretationsaufsatz
• Texte schriftlich interpretieren.
• wirkungsvoll über Literatur und ästhetische Fragestellungen schreiben.
• ihre Texte nach stilistischen Kriterien überarbeiten.
• schriftliche Formen gezielt aufbauen und den Aufbau reflektieren.
Lerngebiete 60
Argumentieren und Rhetorik
• theoretische Konzepte aus Argumentationslehre und Rhetorik produktiv nut-
• Argumente differenziert kritisieren und vergleichen.
• eigene Argumente mündlich wirkungsvoll vorbringen.
• rhetorische Mittel erkennen.
• wechselseitige Einflüsse von Formulierungen und Inhalten erkennen und produktiv nutzen.
Diskussionsteilnahme • sich situationsangepasst in Diskussionen einbringen und auch komplexe Standpunkte verständlich formulieren.
• Standpunkte wirkungsvoll vertreten, die mit den eigenen nicht übereinstim-
• komplexere Gesprächsformate leiten und strukturieren.
Gesprächsführung
mindestens ein exemplarisches Thema aus der
Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.
• Hermeneutik
• Massenmedien (Brechts
Radiotheorie)
• Medienwandel
• sprachlicher Relativismus
• Semantik
• noch nicht bearbeitetes
Thema aus der Liste der
• die Bedeutung von Sprache in Bezug auf ausgewählte Aspekte theoretischer
Sprachbetrachtung verstehen.
• einen Aspekt theoretischer Sprach- oder Medienbetrachtung in seinen grundlegenden Zusammenhängen verstehen und hinsichtlich seiner Anwendungsmöglichkeiten und, wenn sinnvoll, in seinen gesellschaftlichen Auswirkungen
• ein vertieftes Verständnis von Kommunikation auf der Grundlage theoretischer
Überlegungen entwickeln.
• Bezüge zwischen sprach- und medientheoretischen Problemen und literarischen Verfahren oder Texten aufzeigen.
Allgemeine Bildungsziele 61
Englisch
B DIDAKTISCHE KONZEPTION
1 Überfachliche Kompetenzen
Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders:
• kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und Verbessern
• das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
• Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen
• sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen
• strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch
und Deutsch erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen
• kreativ mit Sprache umgehen
• verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
• das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
• sprachrelevante Lehrmittel gezielt einsetzten (z.B. Wörterbuch, Thesaurus etc.)
• computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
• verschiedene Medien adäquat einsetzten (z.B. Recherche, Vorträge, Wörter etc.)
Allgemeine Bildungsziele 62
• Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth
• mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
2 Querverbindungen zu anderen Fächern
In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer lingua franca zu. Das Fach kann deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für fächerübergreifendes Arbeiten.
Mögliche Vernetzungen:
• alte Sprachen: literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen
• moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel
• musische Fächer: z.B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung
• Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction
• Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien
Lerngebiete 63
A2 – B1
Motto: Make your way – What you need is confidence
Grund-Grammatik repetieren und vervollständigen
mit einem Lehrmittel der
Stufe intermediate oder upper-intermediate
• der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwen-
• grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem).
Wortschatz des Lehrmittels,
englisch-englisch
• die Sprachkompetenz, der Lernstufe entsprechend, im Bereich des Wortschatzes steigern.
• eigenes Vokabular anlegen.
• einsprachige Schülerwörterbücher benützen (auch online) (® IKT-Anwendung).
Phonetik • die phonetische Schrift als Instrument für die genaue Aussprache nutzen.
Sprachreflexion • ausgewählte grammatikalische Strukturen mit der Struktur der deutschen Sprache vergleichen (Zeitensystem).
Hören • stufengerechte Hörtexte im Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte).
• die Hauptpunkte von einfachen bis mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen (Sendungen in special English wie
Breaking News).
Sprechen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.
• sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen.
• ein vertrautes Thema vorbereiten, präsentieren und auf Fragen eingehen (z.B.
über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).
Lesen • einfache bis mittelschwere Originaltexte verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und eine Meinung dazu formulieren.
• verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. predicting content, reading for gist, mind map).
Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.
• einfache kürzere Texte schreiben (z.B. persönliche Briefe, kurze Mitteilungen,
kurze Zusammenfassungen, Kommentare).
Lerngebiete 64
Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte
(Short Stories, Short Novels,
Short Plays)
Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse
• einfache bis mittelschwere Originaltexte lesen und verstehen.
• relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen und kommentieren.
• Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. plot, character, setting etc.) verstehen
kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische
• einfache bis mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten
zusammenfassen und eine Meinung dazu formulieren (z.B. Festivals, Traditions,
School systems).
B1 – B2
Motto: Books and More
Grammatik vertiefen (ev.
Lehrmittel abschliessen)
• stufengerechte grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden sowie
Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen.
Wortschatz (Erweiterung) • lexikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns, Word Formation) erkennen und an-
• ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal Verbs).
• einsprachige Wörterbücher benützen.
Sprachreflexion • formelle und informelle Sprache unterscheiden.
Hören • mittelschwere bis anspruchsvolle Hörtexte des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.
• Hörtexte verstehen, wenn Standardsprache klar gesprochen wird (z.B. Ausschnitte aus TV-Shows, News).
Lerngebiete 65
Sprechen • relativ fliessend und frei sprechen
• sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen
• ein selbst gewähltes, vertrautes Thema präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und führen.
Lesen • einfache authentische Sachtexte und einfache längere literarische Werke erschliessen.
Schreiben • unterschiedliche kürzere Textsorten schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche
Stellungnahmen).
stufengerechte Originalliteratur (z.B. Short Novels,
Plays, Poems, Short Stories)
Vertiefung der Literaturanalyse
• durch Identifikationsübungen literarische Charaktere geistig erfassen und darstellen (szenische Übungen).
• weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. point of view, theme, motif etc.) verstehen und anwenden.
• stilistische Mittel erkennen.
kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische
• Vergleiche zu anderen Kulturen herstellen.
• eigene Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit
„Andersartigkeit“ pflegen.
B2 – C1
Motto: Do it yourself
Grammatikthemen der
Stufe advanced
• anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden.
Wortschatz • ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden.
Sprachreflexion • verschiedene sprachliche Register unterscheiden.
• sich zur Wirkung der englischen Sprache (z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische Reden) äussern.
Lerngebiete 66
Hören • längere authentische Redebeiträge und Vorträge verstehen und einer komplexen Argumentation folgen, wenn das Thema vertraut ist.
• die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten (z.B. Reden)
und TV-Beiträge zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen.
Sprechen • weitgehend fliessend sprechen.
• die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.
• sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im
Unterricht gelesene Texte beteiligen.
• ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und
überzeugend präsentieren.
• eine Diskussion zu einem anspruchsvollen Thema leiten und auf Beiträge adäquat reagieren.
Lesen • aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien (wie Hauptargumente) analysieren und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews).
Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden
• verschiedene Textsorten produzieren (mehr formelle, weniger persönliche, z.B.
Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe).
• klar aufgebaute, längere Texte schreiben (u.a. five-paragraph essay)
stufengerechte Originalliteratur
weitgehend eigenständige
Literaturanalyse
• sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt
auseinandersetzen und einen Bezug zur eigenen Welt herstellen.
• mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und sich zu Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Charaktere äussern.
• mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken, wie z.B. Perspektivenwechsel
oder inneren Monolog, erkennen und in ihrer Funktion verstehen.
• in Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes
Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und
• Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. Vergleiche herstellen zu Filmadaptionen).
kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische
• gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen.
• englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie
literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und
kritisch reflektieren (z.B. US elections, current affairs, global issues).
Lerngebiete 67
C1
Motto: Take off – All’s well that ends well
Grammatikthemen der
Stufe advanced
• ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden.
Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden.
• lexikalische Strukturen erkennen und anwenden.
• individuell ihren Wortschatz erweitern.
Sprachreflexion • Abweichungen von der Standardsprache erkennen und verstehen.
Hören • längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind.
• ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen, Podcasts und Spielfilme verstehen.
Sprechen • sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation angemessen ausdrücken.
• ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und
Fragen dazu kompetent beantworten.
• in Gruppen Diskussionen selbständig planen und durchführen (z.B. zu aktuellen
kontroversen Themen).
• ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene
Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen.
Lesen • authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen. (® IKT-Anwendung)
• anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und kritisch kommentieren.
Schreiben • umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden.
• Stilmittel und Register anwenden.
• sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken.
• überzeugend argumentieren.
• Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie in klar strukturierter, kohärenter Form darstellen.
• Quellen korrekt zitieren.
• unterschiedliche längere Textsorten schreiben, z.B. five-paragraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionale Texte.
Lerngebiete 68
stufengerechte Originaltexte unterschiedlicher
Genres aus verschiedenen
Epochen, 16. bis 21. Jahrhundert
selbständige Literaturanalyse
• anspruchsvolle literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen.
• in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B.
Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben.
• zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen.
• eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten.
kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische
• authentische englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder
Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.
• sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der
englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre Kompetenz zur
Selbstreflexion fördern.
Bemerkung: Es werden wohl auch in den Lehrplänen des Gymnasiums Anpassungen nötig sein, sobald
die ersten Schülerinnen und Schüler mit 7 Jahren Englisch (Frühenglisch) als Vorbildung in die Kantonsschule eintreten.
Allgemeine Bildungsziele 69
Französisch
Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit
und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im
Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, Menschen heranzubilden, die kompetent mit
Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können.
Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompetenzen in den Lerngebieten
Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) fördert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur kommt im Französischunterricht eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Möglichkeiten menschlichen Erlebens
und Handelns, was ihnen erlaubt, über ihre eigene Welt, ihre Identität und ihre Werte nachzudenken.
Auch vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieser vielfältige Umgang mit Sprache und Literatur fördert die
Kreativität.
Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit. Gute Französischkompetenzen erleichtern den Schülerinnen und
Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
Allgemeine Bildungsziele 70
Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders:
• Sprache als Ausdruck der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung von Kultur- und Gedankengut begreifen
• gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• sich im Unterricht aktiv einbringen, auf andere eingehen und seinen Standpunkt vertreten
• die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• ein vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
• verschiedene Lern- und Arbeitstechniken entwickeln und zielorientiert anwenden
• kompetent und kritisch recherchieren
• korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
• den Erwerb einer Fremdsprache als Schlüssel zur Eröffnung neuer Möglichkeiten und Horizonte erle-
• ein Bewusstsein für gesellschaftspolitische Aspekte und Entwicklungen der frankophonen Welt entwi-
• die Bedeutung französischer Werke und Epochen für die gesamte europäische Kulturgeschichte betrachten und gegenseitige Einflüsse sehen
Lerngebiete 71
• morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Verbformen, Zeiten und Modi
• neu erlernte Zeiten und Modi bilden und anwenden.
• ihre Grammatikkenntnisse laufend repetieren, erweitern und festigen.
• themen- und textbezogener Grundwortschatz
• ihren Wortschatz erweitern und aktiv anwenden.
• mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen.
• mit Hilfe anderer Sprachen verwandte Wörter verstehen.
• selbständig ein korrektes Vokabular anlegen.
• Sprachregister
• Wörter der Umgangssprache oder Standardsprache zuordnen.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
• Unterrichtsgespräch in
der Fremdsprache
• Diskussionen und einfache, klar aufgebaute Präsentationen im Unterricht
• didaktisierte Hörverständnisübungen oder
deutlich und relativ langsam gesprochene, authentische Hördokumente in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräche, Radio- und Fernsehsendungen, Filme
• das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch
• den Diskussionen und Präsentationen im Unterricht folgen.
• die Hauptaussagen eines authentischen Redebeitrags verstehen. Beim nochmaligen Anhören weitere Einzelheiten erfassen.
Lerngebiete 72
• Redebeiträge auf der Basis des erlernten Wortschatzes und der erlernten Strukturen
• Rollenspiele
• Präsentationen, Kurzreferate
• am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
• sich spontan und verständlich ausdrücken.
• in Rollenspielen sprechen.
• an Diskussionen teilnehmen und ihre eigene Meinung äussern und begründen.
• eine erste strukturierte Präsentation halten.
• einfache literarische und
andere Originaltexte, z.B.
didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte
• Lesestrategien
• Aussprache
• Texte verstehen und global zusammenfassen.
• die explizite Struktur eines Textes erkennen.
• Unverstandenes durch den Kontext erschliessen.
• weitgehend korrekt vorlesen.
• einfache Texte zu behandelten Themen
• verschiedene Textsorten,
z.B. Brief, Zusammenfassung, Portrait, innerer
Monolog, Dialog
• kurze, kohärente Texte schreiben.
• ihre eigene Meinung äussern und begründen.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Literaturanalyse und Interpretation
• Handlungsebene eines literarischen Textes
• Themenanalyse
• die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben
• die Entwicklung der Figuren und der Handlung beschreiben.
• die Themen erkennen und beschreiben.
• einfache, literarische
Texte aus dem 20. und
21. Jahrhundert
• einfaches, textimmanentes Kontextwissen, z.B. la
résistance
• vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit
• den für das Textverständnis erforderlichen Kontext mit eigenen Worten wieder-
Lerngebiete 73
Zivilisation und Kultur
• landeskundliche Themen
und typische Aspekte der
heutigen Gesellschaft
und Kultur der französischsprachigen Schweiz,
Frankreichs bzw. der
Frankophonie, z.B. Regionen und ihre Besonderheiten, Umwelt, Themen
aus der Lebenswirklichkeit frankophoner Jugendlicher
• frankophone Kulturerzeugnisse, z.B. BD, chansons, slam, cinéma
• typisch landeskundliche, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte beschreiben.
• die Lebenswirklichkeit frankophoner Jugendlicher mit der eigenen Lebenswirklichkeit vergleichen und dazu Stellung nehmen.
• Kulturerzeugnisse verstehen.
• morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Pronomen und
andere Wortarten
• neu erlernte Formen und Satzstrukturen bilden und anwenden.
• ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen.
• themen- und textbezogener Grundwortschatz
• ihren Wortschatz erweitern und aktiv anwenden.
• mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen.
• mit Hilfe anderer Sprachen verwandte Wörter verstehen.
• selbständig ein korrektes Vokabular führen.
• Sprachregister, z.B. le
français familier, l’argot,
le langage des jeunes
• verschiedene Sprachregister unterscheiden
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
Lerngebiete 74
• Diskussionen und klar
aufgebaute Präsentationen im Unterricht
• deutlich gesprochene,
authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache,
z.B. Alltagsgespräche,
Diskussionen, Hörverständnisübungen, Radio-
und Fernsehsendungen,
Filme
• den Diskussionen und Präsentationen im Unterricht folgen.
• die Hauptaussagen eines authentischen Redebeitrags verstehen. Beim nochmaligen Anhören weitere Einzelheiten erfassen.
• Redebeiträge auf der Basis des erlernten Wortschatzes und der erlernten Strukturen
• Rollenspiele
• Präsentationen, Kurzreferate
• sich spontan, fliessend und weitgehend korrekt ausdrücken.
• in Rollenspielen sprechen.
• an Diskussionen teilnehmen und ihre eigene Meinung differenziert äussern und
• Referate zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades halten.
• literarische und andere
Originaltexte einfachen
bis mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte
• Lesestrategien
• Aussprache und Intona-
• Texte sinnvoll zusammenfassen.
• die Struktur eines Textes erkennen und beschreiben.
• Unverstandenes durch den Kontext erschliessen.
• längere Lesepensen bewältigen.
• korrekt und fliessend vorlesen.
• Texte auf der Basis des
erlernten Wortschatzes
und der erlernten Strukturen
• verschiedene Textsorten,
z.B. Zusammenfassung,
Kommentar, Aufsatz,
cahier de lecture
• einfache Schreibstrategien
• Texte verständlich und kohärent schreiben.
• Texte logisch strukturieren.
• ihre eigene Meinung differenziert äussern und begründen.
• schreibend kommunizieren.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Lerngebiete 75
Literaturanalyse und Interpretation
• Handlungsebene eines literarischen Textes
• Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler, narrative
Struktur
• Themenanalyse
• die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären.
• Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung erklären.
• den Erzähler und seine Sichtweise erkennen.
• die Themen erkennen und beschreiben.
• einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen und ihre Gedanken
dazu äussern.
• literarische Originaltexte
aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem
bis mittlerem Schwierigkeitsgrad
• textimmanentes Kontextwissen
• elementare Informationen zum soziokulturellen oder historischen Kontext des
gelesenen Textes mit eigenen Worten wiedergeben.
Zivilisation und Kultur
• typische Aspekte der
frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B. immigration, Francophonie,
la vie politique en France
• frankophone Kulturerzeugnisse, z.B. chansons,
cinéma, théâtre, humour,
arts et sciences
• typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu
• die Lebenswirklichkeit und Kulturkonflikte junger Immigranten verstehen.
• landeskundliche, geschichtliche und kulturelle Informationen zu den Ländern
der Frankophonie erarbeiten und vorstellen.
• sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen.
• morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen, z.B.
Nebensatzsyntax, Passiv,
Verb und seine Ergänzung
• die neu erlernten Sprachstrukturen bilden und aktiv anwenden.
• ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen.
Lerngebiete 76
• themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz
• Wortschatz der Argumentation
• einsprachiges Wörterbuch
• den erlernten Wortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern.
• den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden.
• Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden.
• ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus
entnehmen.
• Sprachregister
• verschiedene Sprachregister unterscheiden.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
• Bezüge zu andern Sprachen herstellen.
• Längere, authentische
Redebeiträge und
Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen,
Dokumentar- und Spielfilme
• Verstehensstrategien
• die wesentlichen Aussagen eines authentischen Redebeitrags weitgehend ver-
• Verstehensstrategien anwenden.
• Beiträge zum Unterrichtsgespräch
• Referate zu allgemeinen,
aktuellen, literarischen
• sich spontan und weitgehend korrekt ausdrücken.
• strukturiert argumentieren.
• sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten.
• an einer Diskussion teilnehmen sowie eine Diskussion leiten.
• längere, möglichst freie Referate halten.
• literarische und andere
Originaltexte mittleren
bis anspruchsvolleren
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Theaterstücke, Medientexte
• Lesestrategien
• Texte präzis zusammenfassen und strukturieren.
• Texte und Textpassagen analysieren und interpretieren.
• längere Texte selbständig lesen und erarbeiten.
Lerngebiete 77
• längere Texte zu allgemeinen, aktuellen, literarischen, bzw. kulturellen
• unterschiedliche Textsorten, z.B. Bewerbungsschreiben, Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen
• Schreibstrategien
• Texte verständlich, strukturiert und sprachlich weitgehend korrekt schreiben.
• strukturiert argumentieren und Stellung nehmen.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Literaturanalyse und Interpretation
• Texte aus verschiedenen
literarischen Gattungen
(narrative Texte, Theater,
Poesie)
• Textinterpretation
• formale und stilistische
Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren
• einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysie-
• zentrale Themen erkennen und analysieren.
• Aussagen des Textes verstehen und kritisch dazu Stellung nehmen.
• einen Text nach formalen und stilistischen Kriterien analysieren und interpretie-
• einen längeren, literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen und inter-
• literarische Originaltexte
vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière,
Voltaire, Balzac, Maupassant, Camus, Sartre, le
théâtre absurde, Gedichte oder Fabeln unterschiedlicher Epochen
• literatur-und kulturgeschichtlicher Kontext, z.B. le classicisme, le
Siècle des Lumières, Epochen des 19.Jh., l’existentialisme
• den literatur- und kulturgeschichtlichen Hintergrund eines Textes verstehen
und mit diesem in Beziehung bringen.
Lerngebiete 78
Zivilisation und Kultur
• typische Aspekte der
heutigen und früheren
frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B.
Gesellschaft zur Zeit von
Louis XIV, philosophisches Gedankengut des
Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19.
Jahrhunderts, actualité
politique et sociale
• frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik,
Film, Kunst und Architektur
• typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu
• sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen.
• die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen.
• sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen.
• ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen.
• Festigung und Erweiterung der wichtigsten
Grammatikthemen
• die erworbenen Grammatikkenntnisse weitgehend korrekt anwenden.
• Grammatikthemen selbständig repetieren und Wissenslücken aufarbeiten.
• erweiterter themen- und
textbezogener Grund-
und Aufbauwortschatz
• Wortschatz der Argumentation
• einsprachiges Wörterbuch
• ihren Wortschatz mit Hilfe der erlernten Strategien systematisch erweitern und
aktiv anwenden.
• den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden.
• ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus
entnehmen.
• Sprachregister
• verschiedene Sprachregister unterscheiden.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
Lerngebiete 79
• authentische, relativ
komplexe und schnell gesprochene Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen,
Dokumentar- und Spielfilme
• Verstehensstrategien
• die wesentlichen Aussagen eines längeren und schwierigeren Redebeitrags
weitgehend verstehen.
• Verstehensstrategien anwenden.
• Beiträge zum Unterrichtsgespräch
• Referate zu allgemeinen,
aktuellen, literarischen
• sich fliessend und weitgehend korrekt äussern.
• sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken.
• strukturiert und differenziert argumentieren und Stellung nehmen.
• an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
• längere, klar verständliche, möglichst freie Referate halten.
• literarische und andere
Originaltexte mittleren
bis anspruchsvolleren
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte,
• Lesestrategien
• Texte präzis zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch re-
• längere Texte selbständig lesen und erarbeiten.
• längere Texte zu anspruchsvolleren allgemeinen, literarischen,
• unterschiedliche Textsorten, z.B. Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen
• Schreibstrategien
• eine Disposition erstellen und den Text logisch gliedern.
• Texte verständlich, der Textsorte angemessen und sprachlich weitgehend korrekt schreiben.
• strukturiert und differenziert argumentieren und Stellung nehmen.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Lerngebiete 80
Literaturanalyse und Interpretation
• literarische Texte verschiedener Gattungen
und Unterformen, z.B.
philosophische Erzählung, Briefroman, klassisches und modernes Theater, klassische und
avantgardistische Gedichtformen
• Textinterpretation
• formale und stilistische
Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren
• einen literarischen Text auf die gattungsspezifischen Merkmale hin analysieren
• zentrale Themen und Aussagen eines Textes erkennen, analysieren und kritisch
dazu Stellung nehmen.
• formale Merkmale, Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben.
• einen längeren, literarischen Text selbständig lesen und interpretieren.
• literarische Originaltexte
vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière, Voltaire, Balzac,
Maupassant, Camus,
Sartre, Gedichte oder Fabeln unterschiedlicher
Epochen, Neuerscheinun-
• literatur-und kulturgeschichtlicher Kontext, z.B.
le classicisme, le Siècle
des Lumières, Epochen
des 19. Jahrhunderts,
l’existentialisme
• die typischen Merkmale der behandelten literarischen Texte und Epochen be-
• den literatur- und kulturgeschichtlichen Hintergrund eines Textes verstehen
und mit diesem in Beziehung bringen.
• selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text erarbeiten.
Lerngebiete 81
Zivilisation und Kultur
• typische Aspekte der
heutigen und früheren
frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B.
Gesellschaft zur Zeit von
Louis XIV, philosophisches Gedankengut des
Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19.
Jahrhunderts, actualité
politique et sociale
• frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik,
Film, Kunst und Architektur
• typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu
• sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen.
• die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen.
• sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen.
• ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen.
Allgemeine Bildungsziele 82
Französisch
Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit
und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu.
Der Französischunterricht im Schwerpunktfach vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache
und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur.
Am Ende des zweijährigen Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene
Sprachkenntnisse. Sie erhalten einen vertieften Einblick in die Literatur, Kultur und Gesellschaft der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie.
Individuell oder in Lerngruppen erarbeiten sie wichtige französische Werke der Weltliteratur und ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext. Sie begegnen fremden Welt- und
Wertvorstellungen und lernen, sie kritisch zu reflektieren. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und ihre Kreativität. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und
der übrigen Frankophonie ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Vergleiche anzustellen und ihre
eigene Sprach- und Lebensrealität zu überdenken.
Der Französischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet.
Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den
Schülerinnen und Schüler die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in
Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.
Allgemeine Bildungsziele 83
Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders
• Sprache als Ausdruck der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung von Kultur- und Gedankengut begreifen
• gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• sich im Unterricht aktiv einbringen, auf andere eingehen und seinen Standpunkt vertreten
• die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• ein vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln
• verschiedene Lern- und Arbeitstechniken entwickeln und zielorientiert anwenden
• kompetent und kritisch recherchieren
• korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
• den Erwerb einer Fremdsprache als Schlüssel zur Eröffnung neuer Möglichkeiten und Horizonte erle-
• ein Bewusstsein für gesellschaftspolitische Aspekte und Entwicklungen der frankophonen Welt entwi-
• die Bedeutung französischer Werke und Epochen für die gesamte europäische Kulturgeschichte betrachten und gegenseitige Einflüsse sehen
Lerngebiete 84
• morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen, z.B.
Nebensatzsyntax, Passiv,
Verb und seine Ergänzung
• Ergänzung weiterer
Grammatikthemen nach
Bedarf
• die erlernten Sprachstrukturen bilden und aktiv anwenden.
• ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen.
• themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz
• Wortschatz der Argumentation
• idiomatische Strukturen
• einsprachiges Wörterbuch
• einen breiten Wortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern.
• Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden.
• den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden.
• ausgewählte idiomatische Strukturen anwenden.
• ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus
entnehmen.
• Stilebenen
• verschiedene Stilebenen unterscheiden.
• sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
• Bezüge zu andern Sprachen herstellen.
• Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
• fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
Lerngebiete 85
• authentische, relativ
schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Reportagen,
Diskussionen, Dokumentar- und Spielfilme
• Verstehensstrategien
• längere, authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren
Argumentationen folgen.
• Verstehensstrategien anwenden.
• längere Redebeiträge mit
erweitertem Wortschatz
und komplexeren Strukturen zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen
• längere Referate
• sich spontan, differenziert und weitgehend korrekt äussern.
• überzeugend argumentieren und Stellung nehmen.
• an einer Diskussion teilnehmen sowie eine Diskussion leiten.
• längere, klar strukturierte, möglichst freie Referate halten.
• literarische und andere
Originaltexte mittleren
bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Theaterstücke, Medientexte, Sachtexte
• Lesestrategien
• Texte präzis zusammenfassen und strukturieren.
• Texte und Textpassagen analysieren und interpretieren.
• längere Texte selbständig lesen und erarbeiten.
• längere Texte zu allgemeinen, literarischen,
• unterschiedliche Textsorten, z.B. Bewerbungsschreiben, Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen
• Schreibstrategien
• Texte verständlich, logisch strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich
• argumentieren und Stellung nehmen.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Lerngebiete 86
Literaturanalyse und Interpretation
• Texte aus verschiedenen
literarischen Gattungen
(narrative Texte, Theater,
Poesie)
• Textinterpretation
• formale und stilistische
Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren
• einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysie-
• zentrale Themen erkennen und analysieren.
• Aussagen des Textes verstehen und kritisch dazu Stellung nehmen.
• einen Text nach formalen und stilistischen Kriterien analysieren und interpretie-
• längere, literarische Texte selbständig lesen und interpretieren.
• literarische Originaltexte
vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades z.B. Molière,
Voltaire, Balzac, Baudelaire, Camus, Sartre
• literarische Epochen und
Strömungen seit dem 17.
Jahrhundert, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, le réalisme, le romantisme, le surréalisme,
l’existentialisme,
Neuerscheinungen
• Einblicke in die Sprach-
und Literaturgeschichte
früherer Epochen
• literaturgeschichtlicher,
soziokultureller und historischer Hintergrund
• die Merkmale der verschiedenen literarischen Texte und Epochen beschreiben.
• die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläu-
• Zusammenhänge zwischen der Literatur und dem soziokulturellen, historischen
oder philosophischen Hintergrund sehen.
• literarische Epochen und Strömungen der frankophonen und europäischen Literatur miteinander vergleichen und Einflüsse erkennen.
• selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten.
Lerngebiete 87
Zivilisation und Kultur
• typische Aspekte der
heutigen und früheren
frankophonen Gesellschaft und Kultur z.B. Gesellschaft zur Zeit von
Louis XIV, philosophisches Gedankengut des
Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19.
Jahrhunderts, actualité
politique et sociale
• frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik,
Film, Kunst und Architektur
• typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu
• sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen.
• die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen.
• sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen.
• ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen.
• Festigung und Erweiterung der wichtigsten
Grammatikthemen
• die erworbenen Grammatikkenntnisse korrekt anwenden.
• verschiedene Sprachstrukturen für eine Aussage anwenden.
• die Sprachstrukturen mittels der entsprechenden Terminologie beschreiben
und reflektieren.
• Grammatikthemen selbständig repetieren und Wissenslücken aufarbeiten.
• themen- und textbezogener Aufbauwortschatz
• Wortschatz der Argumentation
• idiomatische Strukturen
• einsprachiges Wörterbuch
• einen breiten und präzisen Wortschatz anwenden und diesen systematisch erweitern.
• den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden.
• idiomatische Strukturen aktiv und situationsgerecht gebrauchen.
• Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden.
• ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus
entnehmen.
• Stilebenen
• verschiedene Stilebenen unterscheiden.
• sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen.
• Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
• fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
Lerngebiete 88
• authentische, relativ
komplexe und schnell gesprochene Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen,
Dokumentar- und Spielfilme
• Verstehensstrategien
• längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren Argumentationen folgen.
• Verstehensstrategien anwenden.
• differenzierte Redebeiträge zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen
• längere Referate zu anspruchsvollen Themen
• sich fliessend, differenziert und weitgehend korrekt äussern.
• sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken.
• überzeugend argumentieren und ihren Standpunkt begründen.
• an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.
• längere, klar verständliche, möglichst freie Referate halten.
• anspruchsvolle, literarische und andere Originaltexte, z.B. Erzählungen,
Romane, Theaterstücke,
Medientexte, Sachtexte,
Sekundärliteratur
• Lesestrategien
• Texte präzis zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch re-
• Werke selbständig lesen und erarbeiten.
• komplexere Texte zu anspruchsvollen allgemeinen, literarischen bzw.
kulturellen Themen
• unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative
und fiktionale Texte
• Schreibstrategien
• eine Disposition erstellen und den Text logisch gliedern.
• Texte präzis, stilistisch differenziert, und sprachlich korrekt schreiben.
• argumentieren und Stellung nehmen.
• schreibend kreativ mit Texten umgehen.
Lerngebiete 89
Literaturanalyse und Interpretation
• Texte aus verschiedenen
literarischen Gattungen
und ihren Unterformen,
z.B. philosophische Erzählung, Briefroman,
klassisches und modernes Theater, klassische
und avantgardistische
Gedichtformen
• Textinterpretation
• formale und stilistische
Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren
• einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysieren und interpretieren.
• Themen und Aussagen des Textes erkennen, differenziert analysieren und kritisch dazu Stellung nehmen.
• formale Merkmale, Stilmittel und rhetorische Figuren benennen und ihre Wirkung beschreiben.
• literarische Werke selbständig lesen, interpretieren und Hintergrundinformationen dazu erarbeiten.
• einen literarischen Text selbständig lesen und interpretieren.
• anspruchsvolle literarische Originaltexte vom
17. bis 21. Jahrhundert,
z.B. Molière, Voltaire,
Flaubert, Baudelaire, Breton, Beckett, Sartre,
Camus
• Literaturgeschichte seit
dem 17. Jahrhundert
• literarische Epochen und
Strömungen seit dem 17.
Jahrhundert, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, le réalisme, le romantisme, le surréalisme,
le théâtre moderne,
l’existentialisme
• Einblicke in die Sprach-
und Literaturgeschichte
früherer Epochen
• die Merkmale der verschiedenen literarischen Texte und Epochen beschreiben.
• die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläu-
• einen groben Überblick über die Literaturgeschichte seit dem 17. Jahrhundert
• Zusammenhänge zwischen der Literatur und dem soziokulturellen, historischen
oder philosophischen Hintergrund erkennen.
• literarische Epochen und Strömungen der frankophonen und europäischen Literatur miteinander vergleichen und Einflüsse erkennen.
• selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten.
Lerngebiete 90
Zivilisation und Kultur
• typische Aspekte der
heutigen und früheren
frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B.
Gesellschaft zur Zeit von
Louis XIV, philosophisches Gedankengut des
Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19.
Jahrhunderts, actualité
politique et sociale
• frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik,
Film, Kunst und Architektur
• typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu
• sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen.
• die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen.
• sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen.
• ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen.
GLF Geografie
Allgemeine Bildungsziele 91
Geografie
Wochenlektionen 2 2 1 0
Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt
gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt sowohl Zugänge
zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch Orientierungswissen. Es enthält Elemente
natur- und humanwissenschaftlichen Denkens und verbindet die beiden Bereiche. Die Geografie fördert
damit die Verantwortung gegenüber der physischen Umwelt sowie Verständnis und Toleranz gegenüber
anderen Kulturen.
Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders:
Analytische Fähigkeiten
• komplexe Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen
• vernetzt denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• kartografische und andere raumbezogene Daten interpretieren und bewerten
• Sachtexte analysieren und Erkenntnisse sprachlich korrekt formulieren
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Grafik, Text, Ton, Bild, Film) analysieren
• elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen
• zum verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
• Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
GLF Geografie
Lerngebiete 92
1. Lerngebiet: Die Erde als Himmelskörper
Rotation, Revolution und
Jahreszeiten
• die Bewegung der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen
für die Erde erklären und anwenden (solare Klimazonen, Jahreszeiten).
2. Lerngebiet: Wirtschaft und Ressourcen
Ressourcen, Reserven, Recycling
• die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Ressourcen analysieren
und bewerten.
fossile Energieträger, Alternativenergien
• Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen
Bedeutung beurteilen.
Umweltprobleme und Umweltpolitik
• Umweltprobleme verstehen, Möglichkeiten der Umweltpolitik und Lösungsansätze beurteilen.
nachhaltige Entwicklung • Nachhaltigkeit erklären und Massnahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung
Wirtschaft und Recht
3. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie
Atmosphäre • den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und
Klima erklären.
Wetter • Wetterphänomene (z.B. Föhn, Fronten, Gewitter usw.) ursächlich erklären.
globale Zirkulation • die globale Verteilung und jahreszeitliche Veränderungen der Windsysteme und
Druckgürtel erklären.
Klimazonen • die Entstehung verschiedener Klimazonen nachvollziehen (Klimaelemente, Klimafaktoren) und den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw.
Landnutzung verstehen.
Bodenkunde • Aufbau von Böden und Prozesse ihrer Bildung erklären und ihre Bedeutung für
Natur und Landwirtschaft erkennen.
GLF Geografie
Lerngebiete 93
Klimawandel • die natürliche und die durch den Menschen bedingte Klimaänderung verstehen
und verschiedene Auswirkungen beurteilen.
Klimawirksamkeit der Ozeane
• ausgewählte Meeresströmungen beschreiben und deren Einfluss auf die Umwelt und den Menschen erläutern.
Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter Naturgefahren (z.B. Tornados, Hurricanes, Hochwasser) erklären und den Umgang mit ihnen beurteilen.
Physik, Biologie
4. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Darstellung geografischer
Informationen
• Datendarstellungen in unterschiedlichsten Formen (Atlas, Diagramme, Grafiken, Tabellen, Karten, Karikaturen) lesen und analysieren.
Orientierung auf der Erde • das Gradnetz der Erde anwenden und aktuelle Ereignisse mit geografischen Informationsmitteln einordnen.
Kartografie • topographische und thematische Karten beschreiben und interpretieren.
1. Lerngebiet: Geologie und Oberflächenprozesse
Entstehung der Erde • die Entstehung der Erde im Sonnensystem verstehen und erklären.
Aufbau der Erde • das Schalenmodell der Erde beschreiben.
Plattentektonik, Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben
• die plattentektonischen Prozesse entdecken und den Zusammenhang zu Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären.
Gesteine • den Kreislauf der Gesteine verstehen und ausgewählte Gesteine anhand ihrer
Mineralien und Struktur bestimmen.
Geologie der Schweiz • die geologische Geschichte und den tektonischen Aufbau der Schweiz nachvollziehen.
Geomorphologie und Oberflächenprozesse
• die Landschaftsformen der Erdoberfläche erkennen und die sie formenden Prozesse beschreiben.
Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter geologischer Naturgefahren (z.B. Tsunami, Erdbeben) erklären und den Umgang mit ihnen beurteilen.
Physik, Chemie, Biologie
GLF Geografie
Lerngebiete 94
2. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum
Demografie • wichtige demografische Prozesse (z.B. Bevölkerungswachstum, Demografische
Transformation) anhand von Fallbeispielen analysieren, erklären, Folgen abschätzen (z.B. Überalterung) und politische Massnahmen (z.B. Familienförderung) beurteilen.
Migration • soziale, politische und naturgeographische Ursachen erkennen, die Folgen der
Migration verstehen sowie darauf bezogene Massnahmen beurteilen.
Geschichte, Wirtschaft und Recht
3. Lerngebiet: Entwicklung der Weltgesellschaft
globale Verteilung von
Wohlstand und Armut
• räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene be-
Landflucht und Verstädterung
• Ursachen und Folgen globaler Urbanisierung verstehen.
Entwicklungstheorien • Entwicklungstheorien erläutern und vergleichend beurteilen.
Entwicklungszusammenarbeit
• unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Projektbeispiele vergleichen und bewerten.
Welthandelsbeziehungen
und Weltwirtschaftspolitik
• die Aktivitäten von ausgewählten Ländern in globalen Märkten beschreiben
und ihre Rolle in der Welthandelspolitik erklären.
Geschichte, Wirtschaft und Recht
4. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Darstellung geografischer
Informationen
• Datendarstellungen in unterschiedlichsten Formen (Atlas, Diagramme, Grafiken, Tabellen, Karten, Karikaturen) analysieren und präsentieren.
GLF Geografie
Lerngebiete 95
1. Lerngebiet: Siedlung und Mobilität
Raumplanung in der
Schweiz
• die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen beurteilen.
Landschaftswandel • die Siedlungsentwicklung der Schweiz beschreiben und die Folgen (Nutzungskonflikte) beurteilen.
Mobilität • die Verkehrsentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und naher Zukunft beschreiben, die Auswirkungen bezüglich Landschaftswandel und Umwelt erkennen und Lösungsansätze beurteilen.
Geschichte, Wirtschaft und Recht
2. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum
Tourismus in der Schweiz • die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz beschreiben, den wirtschaftlichen Stellenwert für ausgewählte Regionen analysieren und die Folgen für Gesellschaft und Umwelt beurteilen.
Ferntourismus • die sozioökonomischen Auswirkungen des Tourismus auf andere Kulturen analysieren und beurteilen.
Geschichte, Wirtschaft und Recht
3. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Recherche, Analyse und
Darstellung räumlicher Informationen
• Daten zur Beantwortung von Hypothesen recherchieren, analysieren und die
Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.
EF Geografie
Allgemeine Bildungsziele 96
Geografie
Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfaches. Die Schülerinnen und
Schüler setzen sich sowohl mit Fragestellungen aus der physischen Geografie wie aus der Humangeografie intensiv auseinander. Sie arbeiten häufig selbstständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet
und üben dadurch akademische Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen
aber auch der Vermittlung methodischer Kompetenzen (z.B. in Exkursionen) soll dabei besonderes Gewicht beigemessen werden.
Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders:
Analytische Fähigkeiten
• räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln
• komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen
• theoriebezogen analysieren und argumentieren
• vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen
und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
• wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen
• Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und interpretie-
• elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen
EF Geografie
Lerngebiete 97
1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie
Vertiefung ausgewählter
Themen der physischen Geografie aus den Teilgebieten:
• naturräumliche Struktu-
• naturräumliche Prozesse
und Wechselwirkungen
• Umwelt und Gesellschaft
• Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie
• physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher
Theorien erklären.
• Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen
physischer Prozesse einschätzen und beurteilen.
• in Zusammenhängen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentie-
• den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen.
• geografische Informationsmittel wie Karten, GIS-Datensätze, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.
• Einsatzmöglichkeiten von GIS und Fernerkundungsdaten beurteilen.
• systematisch und zielorientiert Daten erheben (z.B. Recherche, Feldarbeit) und
analysieren und präsentieren.
2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie
Vertiefung ausgewählter
Themen der Humangeografie aus den Teilgebieten:
• räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen
• Wechselwirkungen
menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen
• kulturelle Vielfalt
• Gesellschaft und Umwelt
• Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie
• humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher
und ökonomischer Theorien erklären.
• Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und beurteilen.
• in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen denken, Typen und
Modelle bilden und damit argumentieren.
• den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen.
• geografische Informationsmittel, wie Karten, GIS-Datensätze, Luft- und Satellitenbilder, verarbeiten, analysieren und interpretieren.
• Einsatzmöglichkeiten von GIS und Fernerkundungsdaten beurteilen.
• systematisch und zielorientiert Daten erheben (z.B. Recherche, Interview, Feldarbeit) und analysieren und präsentieren.
GLF Geschichte
Allgemeine Bildungsziele 98
Geschichte
Wochenlektionen 2 2 2 2
Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität) in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen.
Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil
sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein und sind in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen
und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit,
Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufgebaut,
gefestigt und erhalten werden müssen.
GLF Geschichte
Allgemeine Bildungsziele 99
Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders:
• die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als
Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
• die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und
kritisch beurteilen
• die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
• das Verhältnis der Geschlechter in seiner historischen Bedingtheit erkennen und die Bedeutung von
„Gender“ als kulturelles Konstrukt in Geschichte und Geschichtsschreibung reflektieren
• Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln und die Arbeit im Team
• Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
• ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
• komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
• ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können
• eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
• Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
GLF Geschichte
Lerngebiete 100
Klassifizierung von Materia-
• den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern.
Analyse von Materialien • die Absicht des Verfassers kritisch hinterfragen.
Interpretation von Materia-
• aus vorgegebenen Fragestellungen historisch relevante Schlüsse ziehen.
Umgang mit Information • aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten
ordnen.
Mittelalter
(Feudalismus, Kloster Wettingen, Stadt)
• die für die Neuzeit besonders relevanten politischen, kulturellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen des Mittelalters darlegen.
Frühe Neuzeit
(Renaissance, Reformation,
Absolutismus)
• die für die Gegenwart besonders relevanten politischen, kulturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Frühen Neuzeit darlegen.
Funktionsweise der Ge-
• die grundsätzliche Funktionsweise der Geschichtswissenschaft erklären.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild)
• aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur prägt.
methodische Zugänge der
• den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte
GLF Geschichte
Lerngebiete 101
Klassifizierung von Materia-
• die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die
Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern.
Analyse von Materialien • die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen kritisch hinterfragen.
Interpretation von Materia-
• aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge
zu anderen historischen Themen herstellen.
Umgang mit Information • aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen.
Aufklärung und Bürgerliche
Revolutionen
• die Grundlagen des Denksystems der Aufklärung erläutern.
• Die zentralen Errungenschaften der Aufklärung darstellen und in Bezug auf
Chancen und Gefahren diskutieren.
• Ursachen, Ablauf und Folgen der bürgerlichen Revolutionen erläutern
Industrialisierung und soziale Frage
• die Voraussetzungen, den Ablauf und die Auswirkungen der Industrialisierung
darlegen und Erklärungs- bzw. Lösungsversuche der sozialen Frage erläutern.
Nationalstaatenbildung • Auswirkungen der Nationalstaatenbildung auf das gesamteuropäische Staatssystem analysieren.
Schweizer Geschichte und
politische Bildung
• den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848 analysieren.
• die Herausforderungen der modernen Schweiz in der Vergangenheit diskutie-
• die zentralen Grundvoraussetzungen einer Demokratie am Beispiel der Schweiz
erläutern und ihre eigene Rolle darin reflektieren.
Möglichkeiten und Grenzen
der Geschichtswissenschaft
• erläutern, wie die Quellenlage die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.
GLF Geschichte
Lerngebiete 102
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild)
• darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und
politische Zwecke eingesetzt werden kann.
Methodische Zugänge der
• die Besonderheiten der Ereignis-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte erläutern.
Klassifizierung von Materia-
• Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an
die Geschichte wie Belletristik, Fotographie oder Film) einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern.
Analyse von Materialien • die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie des Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen.
Interpretation von Materia-
• aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge zu
anderen historischen Themen herstellen.
Informationen finden • selbständig Materialien finden und deren Informationsgehalt beurteilen.
Imperialismus und Erster
Weltkrieg
• Ursachen, Wesen und Auswirkungen des Imperialismus sowie die Probleme des
Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen diskutieren.
• Ursachen, Auslöser, Merkmale, Verlauf und Folgen des Ersten Weltkriegs erklä-
Wurzeln und Wesen des
Totalitarismus; Zweiter
Weltkrieg
• die ideologischen, politischen und gesellschaftlichen Wurzeln des Totalitarismus darlegen.
• die Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen totalitärer Systeme erläutern.
• Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung des Holocaust beurteilen.
Kalter Krieg • die zentralen Ursachen, Ereignisse, Strukturen und Ideologien des Kalten Krieges darlegen.
• Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks analysieren.
GLF Geschichte
Lerngebiete 103
Funktionsweise der Ge-
• erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild)
• darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den Referenzrahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet.
methodische Zugänge der
• die Besonderheiten und die Bedeutung der Geschlechter-, Umwelt-, Technik-
und Migrationsgeschichte erläutern.
Klassifizierung von Materia-
• Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an
die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Einfluss auf das
eigene Geschichtsbild reflektieren.
Analyse von Materialien • die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und den Bildungsstand des
Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen.
Interpretation von Materia-
• selbständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zu historischen Kontexten
Informationen finden • selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten.
die Schweiz seit 1945 • die Entstehung und Entwicklung des wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Modells der Nachkriegsschweiz verstehen.
• den schweizerischen Entwicklungsweg mit Entwicklungen anderer europäischer
Staaten vergleichen und kritisch hinterfragen („Sonderfall Schweiz“?).
• aktuelle politische Herausforderungen auf dem Hintergrund dieser Entwicklungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und beurteilen.
GLF Geschichte
Lerngebiete 104
Längsschnitt der Geschichte
von aussereuropäischen
Regionen
• die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur beschrei-
• Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten Entwicklungsphasen erläutern.
• aktuelle Herausforderungen der Region analysieren und Lösungsansätze diskuaktuelle Konflikte • die historischen Hintergründe des Konflikts darlegen.
• den Ablauf und die Merkmale des Konflikts erläutern.
• die aktuelle Situation erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analysie-
• Perspektiven für die Konfliktlösung erarbeiten.
Weltpolitik ab 1945 (internationale Organisationen;
neue Weltordnung; Globalisierung)
• wichtige Strukturen, Prozesse und Akteure der Weltpolitik ab 1945 analysieren.
• zentrale globale Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und
diese beurteilen.
Möglichkeiten und Grenzen
der Geschichtswissenschaft
• erläutern, wie Quellenlage, die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler sowie die beschränkte Informationsbewältigungskapazität des
Menschen die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
• die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit reflektieren.
methodische Zugänge der
• die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder geschlechtergeschichtlicher) Perspektiven befragen.
EF Geschichte
Allgemeine Bildungsziele 105
Geschichte
Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität
historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in
ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt.
Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen.
Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders:
• wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen
• gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen
Analytische Fähigkeit
• verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren
• Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden
• vernetzt und interdisziplinär denken
• Argumentationsstrategien dekonstruieren
EF Geschichte
Lerngebiete 106
• eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
• Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten
• elektronische Informationsmittel nutzen
Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Ergänzungsfach Geschichte ausgewählten
und behandelten Themen (schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die
mündliche Maturaprüfung stützt sich auf mindestens zwei Themen aus unterschiedlichen Lerngebieten,
wobei eines davon als Schwerpunkt gewählt werden kann.
Umgang mit verschiedenen
Quellengattungen (materielle Überreste, Text, Gemälde, Bilder, Fotographien, Karten, Film etc.)
• das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für
eine historische Analyse korrekt bearbeiten.
• historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eigene Fragestellung hin
bearbeiten und die gezogenen Schlüsse reflektieren.
• erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe von Menschen
beeinflusst haben.
• geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.
• den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht
der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von
Quellen) beurteilen.
Biographie als historische
Quelle
Entstehung historischer
Mythen
Geschichtstheorien
EF Geschichte
Lerngebiete 107
2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft
aktuelle Konflikte • die komplexen Ursachen historischer und aktueller Entwicklungen erklären und
deren Interdependenzen aufzeigen.
• die Eigenheiten nationaler und ev. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.
• die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen
zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur diskutieren.
• die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen
und an Beispielen sichtbar machen.
• den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen
Entwicklungen beurteilen.
Globalisierung und neue
Weltordnung
aktuelle Schweizer Politik
und Gesellschaft
Aussereuropäische Geschichte (z.B. China, Indien,
Lateinamerika, Afrika)
totalitäre Systeme
internationale Organisationen und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz
Protestbewegungen
3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel
Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie
• Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben.
• die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen
Prozess darlegen und beurteilen.
• Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische Fragestellung
hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und beurteilen.
• politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart auf
ihre historische Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung beurteilen.
Längsschnitt Orient – Okzident
Entkolonialisierung und Neokolonialismus
Freizeit, Bildung, Kultur und
Sport
Armut und Wohlstand
Ernährungsgeschichte
Umwelt- und Klimageschichte
Gesundheit und Krankheit
Gender
OF Informatik
Allgemeine Bildungsziele 108
Informatik
Obligatorisches Fach
(Gilt für Schülerinnen und Schüler des Maturitätslehrgangs ab Schuljahr 2016/17)
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet
werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler
Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in
allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein
grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache
ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren
Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle
Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen
Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den
Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die
digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber
auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur
allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
OF Informatik
Allgemeine Bildungsziele 109
Reflexive Fähigkeiten:
• Strukturiert denken
• Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
• Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
• Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
Sozialkompetenz:
• Lösungen in Gruppen erarbeiten
• Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
Sprachkompetenz:
• Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
• Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
• Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
• Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
• Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
IKT-Kompetenzen: (gilt nur für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang vor 2016/17 begonnen haben)
• Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
• Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
• Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
• Zahlensysteme, Algorithmen: Mathematik
• Datennutzungs- und Datenschutzrechte: Wirtschaft und Recht
• Modellierung und Simulation: Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik
• Sicherheit, Kollaboration: Akzentfach Digitale Medien und Gesellschaft
OF Informatik
Lerngebiete 110
Algorithmen
Datenstrukturen I
Programmieren I
• definieren, was ein Algorithmus ist.
• einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben, z.B. als Flussdiagramm,
Pseudocode.
• einfache Algorithmen interpretieren.
• einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen, z.B. Suchen, Sortieren,
Turtle-Grafik.
• elementare Datentypen und Arrays verstehen und anwenden.
• Variablen, Alternativen, Schleifen einer Programmiersprache einsetzen.
• Einfache Funktionen/Methoden selber program-mieren.
• Algorithmen in einer höheren Programmierspra-che implementieren.
• syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.
Repräsentation von Information
Codierung
• digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
• Information und Daten voneinander abgrenzen.
• Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
• verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären, z.B. Bildformate, Textformate, proprietäre vs. freie Formate.
• binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen.
• verschiedene Codierungen verstehen und anwenden, z.B. ASCII, Unicode, RGB,
CMYK, Base64he Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.
OF Informatik
Lerngebiete 111
Computersystem
Computernetzwerke
Verschlüsselung
Sicherheit
• die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.
• das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
• den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären.
• verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden, z.B. TCP/IP Suite.
• die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken be-
• eine Netzwerkumgebung analysieren.
• Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.
• die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen.
• geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden.
• Sicherheitsrisiken erkennen und erklären.
• geeignete Schutzmassnahmen treffen
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
Simulation und
Visualisierung
• Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisie-
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
Kollaboration
Recht und Wirtschaft
• verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.
• die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären.
• wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-
Rechte einfordern
OF Informatik
Lerngebiete 112
Datenstrukturen II
Programmieren II
• strukturierte Datentypen verstehen.
• für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
• modular programmieren.
• Weitere Strukturelemente einsetzen, z.B. verschiedene Schleifentypen, Auswahl.
Datenbanken • eine Datenbankabfragesprache einsetzen.
• Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen.
3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
Modellierung • einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben
und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
Projektentwicklung
Recht und Wirtschaft
• kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.
• Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
• Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von
Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren.
EF Informatik
Lerngebiete 113
Informatik
B KLASSENLEHRPLAN
2. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte
theoretische Informatik
(z.B. endliche Automaten,
reguläre Ausdrücke, Graphen, Grenzen der Berechenbarkeit)
• aus den behandelten Themen die Bedeutung der fundamentalen Begriffe verstehen und erklären (z.B. Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll,
Stack und Heap, verlustfreie / verlustbehaftete Komprimierung, Schieberegister).
• aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte verstehen und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke, Automaten, dynamische Listen, Baumstrukturen, Client-Server, von-Neumann-Architektur).
• aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen.
Informationsrepräsentation
(z.B. Informationsgehalt,
Komprimierung, Kodierung)
Netzwerke (z.B. Netzwerkarten, Routing, Protokolle
der TCP/IP Suite, synchrone
vs. asynchrone Kommunikation)
(Gilt nur für Schülerinnen und Schüler, die den
Maturitätslehrgang vor dem Schuljahr 2016/17
begonnen haben)
EF Informatik
Lerngebiete 114
Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, regelbasierte
Systeme, Expertensysteme)
Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. Elementare Schaltalgebra, KV- Diagramme, Aufbau eines Prozessors, Logikschaltungen,
zeitabhängige Schaltungen)
2. Lerngebiet: Information
Datenstrukturen (z.B. elementare, strukturierte und
dynamische Datentypen,
Objekte, Bäume)
• für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen.
• Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert, unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert).
• die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurteilen.
• Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit verstehen und erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur).
Datenbanken (z.B. Entity-
Relationship-Modell, Skalierbarkeit, Effizienz)
Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und fehlerkorrigierende Codes, Prüfsummen)
3. Lerngebiet: Automation
Algorithmen aus ausgewählten Bereichen
(z.B. Shortest Path, Minimum Spanning Tree, Minimax, MD4/5, RSA, LZW,
Scheduling, Paging)
• Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.
• gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analy-
• die Struktur eines Algorithmus' verstehen und ihn anwenden.
• elementare und strukturierte Datentypen einsetzen.
• einen Algorithmus in einer Programmiersprache realisieren.
• ein gegebenes Programm verstehen, erweitern oder gegebene Programmteile
vervollständigen.
Programmieren, exemplarische Implementierung von
Algorithmen (z.B. Sortieren,
Rekursion, Suchbäume, Client-Server Applikationen)
Allgemeine Bildungsziele 115
Instrumentalunterricht / Sologesang
Wochenlektionen 0.5 0.5 0.5 0
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung.
Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.
Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.
Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und
harmonisch zu entwickeln.
Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf
Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc.
Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in
besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc.
Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung
schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.
Allgemeine Bildungsziele 116
Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts
fördert besonders:
• eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten,
emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
• einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten
Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön-
• den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi-
• das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen
• die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
• eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
• mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können
• über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch
organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Allgemeine Bildungsziele 117
Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch in Gruppen vermittelt und anhand transparenter Standards beurteilt werden. Instrumentenspezifische Inhalte aus diesen Bereichen können von der Instrumentallehrperson geprüft werden. Zur Beurteilung des individuellen Lernfortschritts im Bereich des Instrumentalspiels wird im Lauf des ersten Semesters ein Eintrittscheck sowie gegen Ende des Grundlagenfachs eine
Standortbestimmung durchgeführt.
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein.
6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik geeignet sind. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten,
begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem
Coaching.
Lerngebiete 118
Instrumentaltechnik • verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. Allfällige
Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen etc.) sind soweit möglich ausgeräumt.
Erarbeitungs- und Übtechniken
• können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwen-
Körper und Atmung • sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung bewusst.
Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden
Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.
Stilbewusstsein • verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.
Ausdrucksfähigkeit
• bemühen sich beim Spielen der geübten Werke um einen persönlichen musikalischen Ausdruck.
Publikumsorientierung • sind offen für die kommunikative Dimension des Musizierens und bereit, in einem geschützten Rahmen aufzutreten (z.B. Klassenstunde).
Selbstwahrnehmung • sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim
Musizieren wahrzunehmen.
• können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele
stilistische Vielfalt • im Rahmen ihrer instrumentaltechnischen Möglichkeiten auf die Erarbeitung
von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens zwei früher erarbeiteten Musikstücken
Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson
zusammen spielen.
Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken.
• Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nicht-öffentlichen Rahmen
(z.B. Klassenstunde) vortragen.
Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.
Improvisation • einfache Improvisationsaufgaben lösen (Verzieren oder Begleiten einer Melodie, Frage-Antwort-Spiele etc.)
Lerngebiete 119
Stegreifspiel • einfache Melodien nach Gehör in den ihnen technisch möglichen Tonarten spie-
Auswendigspiel • kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik • einfache Melodien ab Notentext realisieren.
• Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen.
Rhythmik • einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisie-
Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen.
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der für ihr Instrument bedeutendsten Komponisten benennen.
historisches Umfeldwissen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen sowie die bedeutendsten Komponisten der richtigen
Epoche zuordnen.
Instrumentenkunde und
• die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen und korrekt anwenden.
• die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
• die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären.
Instrumentenpflege • ihr Instrument sachgerecht pflegen.
Leistungsbewertung 1. Klasse:
Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung sehr unterschiedlich ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung einfliessen.
Im Laufe des 1. Semesters findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Die Standortbestimmung wird nicht bewertet.
Lerngebiete 120
Instrumentaltechnik • weisen sich gegenüber dem Beginn in der 1. Klasse über einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus.
Erarbeitungs- und Übtechniken
• können die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im
Übprozess erfolgreich anwenden.
Körper und Atmung • können ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen.
Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden
Notentext korrekt zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzuge-
Stilbewusstsein • verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.
Ausdrucksfähigkeit
• sind fähig, die von ihnen erarbeitete Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu spielen.
Publikumsorientierung • sind fähig, in einem schulinternen Rahmen (z.B. Musizierstunde) aufzutreten.
Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen.
• können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele
Stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken vorwei-
Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson
und mit anderen Schülerinnen und Schülern von mindestens gleichem technischen Niveau zusammen spielen.
Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken.
• Musikstücke vor einer schulinternen Gruppe von Zuhörenden vortragen.
Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.
Improvisation • fortgeschrittenere Improvisations- und Begleitaufgaben lösen.
Stegreifspiel • komplexere ihnen bekannte Melodien nach Gehör in den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen und Melodiefragmente aus dem Stegreif nachspielen.
Auswendigspiel • kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
Lerngebiete 121
Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren.
• Tonleitern (Dur, Moll, pentatonisch, chromatisch und ganztönig), Intervalle sowie Dreiklänge in Dur und Moll hörend erkennen sowie singend und auf ihrem
Instrument bzw. dem Klavier realisieren.
Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument reali-
Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen.
4. Lerngebiet: Vertiefen instrumentenspezifische Kenntnisse
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen.
Gattungen • verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments
historisches Umfeldwissen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
Instrumentenkunde und
• sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über
ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von
ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen.
• zentrale Tatbestände der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden Kunst
und Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.
• die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden.
Grundlagen der Klangerzeugung
• über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der
Klangerzeugung ihres Instruments Auskunft geben.
Leistungsbewertung 2. Klasse:
Die in der 1. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung
des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung einflies-
Lerngebiete 122
Instrumentaltechnik • verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei
Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse).
Erarbeitungs- und Übtechniken
• können verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.
Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen
zugunsten der musikalischen Aussage ein.
Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden
Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzu-
Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.
Interpretation • sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulie-
Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer Schule aufzutreten und sich musizierend
und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.
Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der
aktuelle Stand) selbständig einzustudieren.
stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und
Stilbereiche zurückblicken:
• Renaissance / Barock
• Klassik
• 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition
• Klassische Moderne
• Neue Musik nach 1945
• Jazz / Blues
• Rock / Pop
• Folk / Volksmusik
Lerngebiete 123
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.
Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson
und anderen InstrumentalpartnerInnen unterschiedlichen Niveaus spielen.
Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken.
• Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen.
Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.
Improvisation • komplexere Improvisations- und Begleitaufgaben lösen (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben, zu
Harmonien, Erfinden von Begleitungen, freie Improvisation etc.)
Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien in den ihnen technisch möglichen Tonarten nach Gehör spielen und einfachere Melodien aus dem Stegreif nachspielen.
Auswendigspiel • Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie
über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung
des Grundlagenfachs Auskunft geben.
Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren.
• Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen und instrumental realisieren.
Rhythmik • komplexe rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument korrekt
Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen.
Lerngebiete 124
historisches Umfeldwissen,
Gattungen
• die für ihr Instrument zentralen Stile, Epochen und Gattungen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen
und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
Instrumentenkunde und
• charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.
Grundlagen der Klangerzeugung
• in Bezug auf ihr eigenes Instrument über mathematische Grundlagen der Musik
(z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett etc.) Auskunft geben.
interdisziplinäre Anknüpfung
• zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be-
Leistungsbewertung 3. Klasse:
Die in der 1. und 2. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt.
Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung
an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung
einfliessen. Im Laufe des 2. Semesters der 3. Klasse findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt.
Organisationsform des Instrumentalunterrichts
Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und
gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch im Gruppenunterricht vermittelt werden (verschiedene
Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen).
Allgemeine Bildungsziele 125
Instrumentalunterricht / Sologesang
Wochenlektionen 0 0 1 1
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung.
Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.
Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.
Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und
harmonisch zu entwickeln.
Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf
Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc.
Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in
besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc.
Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung
schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Sie werden auf ein mögliches Studium im
Bereich Musik vorbereitet.
Allgemeine Bildungsziele 126
Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders:
• eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten,
emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
• einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten
Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön-
• den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi-
• das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen
• die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
• eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
• mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können
• über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch
organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Allgemeine Bildungsziele 127
Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am individuellen
Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3 und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 4 zu erreichen ist.
In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm).
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein.
6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik geeignet sind. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten,
begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem
Coaching.
Lerngebiete 128
Instrumentaltechnik • beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3).
Erarbeitungs- und Übtechniken
• verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen
zugunsten der musikalischen Aussage ein.
Textumsetzung • sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad selbständig zu lesen, zu verstehen und umzusetzen.
Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.
Interpretation • sind befähigt, für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Parameter
zu formulieren und umzusetzen.
Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen
gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren.
Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das
jeweilige Publikum zu richten.
Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren.
stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und
Stilbereiche zurückblicken:
• Renaissance / Barock
• Klassik
• 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition
• Klassische Moderne
• Neue Musik nach 1945
• Jazz / Blues
• Rock / Pop
• Folk / Volksmusik
Lerngebiete 129
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilen bzw. Epochen vorweisen.
Zusammenspielen • sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester, Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.
Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt
Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und
-techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation etc.)
Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen
Tonarten spielen.
Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren.
• Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental realisieren.
Rhythmik • komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten be-
Gattungen • die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen
historisches Umfeldwissen • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.
Lerngebiete 130
Instrumentenkunde und
• die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
Grundlagen der Klangerzeugung
• sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument
Interdisziplinäre Anknüpfung
• zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be-
Leistungsbewertung 3. Klasse:
Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die
Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an
transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Instrumentaltechnik • beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe 4).
Erarbeitungs- und Übtechniken
• verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen
Aussage ein.
Textumsetzung
Stilbewusstsein
• sind in der Lage, ohne fremde Hilfe bzw. Hilfsmittel neue Musikstücke von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad und unterschiedlicher stilistischer Richtung
aus dem Notentext zu erarbeiten.
Interpretation • sind befähigt, die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter zu formulieren und umzusetzen.
Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, ein musikalisches Werk stilbewusst umzusetzen und die von ihnen
gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren.
Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das
jeweilige Publikum zu richten.
Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren.
Lerngebiete 131
stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und
Stilbereiche zurückblicken:
• Renaissance / Barock
• Klassik
• 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition
• Klassische Moderne
• Neue Musik nach 1945
• Jazz / Blues
• Rock / Pop
• Folk / Volksmusik
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens fünf Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilen bzw. Epochen vorweisen.
Zusammenspielen • sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester, Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.
Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.
Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und
-techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation etc.)
Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule
Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren.
• Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental realisieren.
• die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord, Trugschluss etc.) erkennen.
Lerngebiete 132
Rhythmik • komplexe rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten
Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten behistorisches Umfeldwissen • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.
Instrumentenkunde und
• die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.
Interdisziplinäre Anknüpfung
• zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be-
Leistungsbewertung 4. Klasse:
Die im Grundlagenfach und in der 3. Klasse des Schwerpunktfachs erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen
Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele
im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
EF Instrumentalunterricht / Sologesang
Allgemeine Bildungsziele 133
Instrumentalunterricht / Sologesang
Wochenlektionen 0 0 0 1
Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung.
Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.
Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.
Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der
Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und
harmonisch zu entwickeln.
Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident.
Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf
Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc.
Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in
besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.
Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.
Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc.
Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung
schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.
EF Instrumentalunterricht / Sologesang
Allgemeine Bildungsziele 134
Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts
fördert besonders:
• eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten,
emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln
• einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
• Lernprozesse selbständig steuern
• mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
• mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen
• sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten
Gruppe eine definierte Funktion ausüben
• in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren
• sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön-
• den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi-
• das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln
• die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen
• die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
• eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen
• Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
• mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können
• über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
• eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen
Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch
EF Instrumentalunterricht / Sologesang
Allgemeine Bildungsziele 135
organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein.
Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die
Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am individuellen
Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist.
In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein.
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein.
EF Instrumentalunterricht / Sologesang
Lerngebiete 136
Instrumentaltechnik • verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3).
Erarbeitungs- und Übtechniken
• verfügen über verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen
zugunsten der musikalischen Aussage ein.
Textumsetzung • sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und umzusetzen.
Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.
Interpretation • sind fähig, die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen
interpretatorischen Parameter zu formulieren.
Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das
jeweilige Publikum zu richten.
Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren
wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.
Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren.
stilistische Vielfalt • auf die Vertiefung in zwei ausgewählten Epochen und Stilbereichen zurückblicken.
Repertoireaufbau und
-pflege
• ein aktives Repertoire von mindestens fünf Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilen bzw. Epochen vorweisen.
Zusammenspielen • sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester,
Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen • bei musikalischen Auftritten die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur
Aufführung bringen.
EF Instrumentalunterricht / Sologesang
Lerngebiete 137
Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.
Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und
-techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von
Begleitungen, freie Improvisation etc.)
Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.
Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule
Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren.
• Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental realisieren.
Rhythmik • komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-
Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten
benennen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).
Gattungen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).
Instrumentenkunde und
• charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach
Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).
GLF Italienisch
Allgemeine Bildungsziele 138
Italienisch
1 Überfachliche Kompetenzen
Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders:
• Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• das eigene Lernen planen
• Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen
• Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
• gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
• die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• ein Sprachbewusstsein entwickeln
• ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
• ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln
• ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
GLF Italienisch
Lerngebiete 139
• elementare morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• vergleichende Sprachanalyse
• ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden, z.B.
• Verben / Zeiten (presente, passato prossimo, imperfetto)
• Nomen
• Adjektive und Adverbien
• Artikel
• relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen.
• Grundwortschatz
(gemäss Lehrmittel)
• Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars
problemlos meistern.
• ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Schule,
Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen.
• soziolinguistische Nor-
• Übersetzen
• Beschreiben
• die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und
Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen.
• einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
• Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben.
Hören • einfache Dialoge und Texte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und
deren Inhalt wiedergeben.
• einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen im
Grossen und Ganzen folgen.
Lesen • einfache Texte lesen, (phonetisch) korrekt vorlesen und verstehen.
Sprechen • sich vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen.
• über Hobbys und Interessen sprechen.
Schreiben • kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten, E-Mails, Dialoge).
GLF Italienisch
Lerngebiete 140
Lesestrategien • einfache zeitgenössische Texte (Easy Readers, Texte im Lehrmittel und aus dem
Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben. (vgl. 2. Lerngebiet „Lesen“).
La civiltà italiana • sich elementare geographische Kenntnisse der italienischsprachigen Schweiz
und Italiens (Regionen, Städte, Flüsse usw.) aneignen.
• sich Kenntnisse zu unterschiedlichen Aspekten der italienischsprachigen Welt
(z.B. Musik, Kunst, Geographie, Land und Leute usw.) aneignen.
• den Inhalt einfacher Beiträge (Texte, Tondokumente, Filme) zu gesellschaftlichen Aspekten Italiens im Grossen und Ganzen verstehen und in eigenen Worten zusammenfassen.
• weiterführende morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B.
• direkte und indirekte Personalpronomen
• Zeiten und Modi (futuro, condizionale)
• unpersönlicher Ausdruck (si impersonale / si passivante)
• Gerundium
• Grund- und Aufbauwortschatz
(je nach Lehrmittel)
• einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen.
• Begriffe einfach umschreiben.
• einige typische Redewendungen korrekt anwenden.
• Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln
• Wortfeldarbeit
• Übersetzen
• Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.
• semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und einsetzen.
• einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.
GLF Italienisch
Lerngebiete 141
Hören • stufengerechte Dialoge (authentische sowie aus dem Lehrmittel), ausgewählte
Canzoni und Filme im Wesentlichen verstehen.
Sprechen • zunehmend zusammenhängend sprechen, sich spontan unterhalten, über Erfahrungen und Vergangenes berichten, kurze Geschichten erzählen.
• einfache Vorträge z.B. zu wichtigen Persönlichkeiten und Themen der italienischsprachigen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.)
halten.
• den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und ihre
Meinung dazu äussern.
Lesen • einfache Texte (Kurzgeschichten, kurze Romane, Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften) verstehen.
Schreiben • Briefe und E-Mails sowie erste längere Texte (Zusammenfassungen und Stellungnahmen) zu vertrauten Themen verfassen.
Lesestrategien • einfache Gegenwartsliteratur (Easy Readers und Originaltexte) verstehen und
deren Inhalt wiedergeben.
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• literarische Grundbegriffe (Textgattungen, Erzählperspektive usw.) benennen
und verwenden.
La civiltà italiana • gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen der italienischsprachigen
Schweiz und Italiens (z.B. Mafia, Palio di Siena) besprechen und dazu ihre Meinung äussern.
• erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur nennen.
• zu einigen bedeutenden Vertretern der italienischen Musik und des italienischen Filmes einen persönlichen Bezug herstellen.
GLF Italienisch
Lerngebiete 142
• komplexere morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• wesentliche grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B.
• Zeiten und Modi (passato remoto, congiuntivo presente e imperfetto)
• Bedingungssätze
• Zeitenfolge in der indirekten Rede
• Passiv
• Doppelpronomen
• Aufbauwortschatz
• nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten
Bereichen anwenden und diesen selbständig festigen.
• Verwendung von Hilfsmitteln
• verschiedene Sprachebenen identifizieren.
• gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen.
• sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch.
Hören • den Gesprächen und Gedankengängen von Italienischsprachigen im Wesentlichen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme sinngemäss verstehen (Globalverständnis).
Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen.
• in Diskussionen spontan und klar ihre Meinung äussern.
• sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Werken sowie zu anderen Themen zunehmend frei äussern.
Lesen • Texte aus verschiedenen Textgattungen (Kurzgeschichte, Roman, Theater, Lyrik)
lesen und verstehen.
• sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen.
Schreiben • verschiedene Texte, z.B. formelle Briefe, Buchbesprechungen und Aufsätze verfassen.
GLF Italienisch
Lerngebiete 143
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• einen angemessenen Fachwortschatz verwenden, um literarische Werke zu
analysieren und zu interpretieren.
• sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.
Literaturgeschichte • einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und einordnen.
• anspruchsvolle Werke, z.B. auch aus früheren Jahrhunderten, lesen, verstehen
La civiltà italiana • ausgewählte Momente der Geschichte der italienischsprachigen Schweiz und
Italiens erklären, z.B. Migrationsproblematik, Faschismus.
• gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen der italienischsprachigen
Schweiz und Italiens differenziert besprechen und dazu Stellung nehmen.
• sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen usw. kritisch äussern.
• komplexe morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen sicher und korrekt anwen-
• zentrale grammatikalische Themen selbständig wieder aufnehmen und vertie-
• erweiterter Wortschatz
• einen differenzierten Wortschatz situationsgerecht anwenden.
• ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen.
• Verwendung von Hilfsmitteln
• unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.
• Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen.
• sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch.
GLF Italienisch
Lerngebiete 144
Hören • längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen.
Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen, ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend äussern.
• sich differenziert und situationsgerecht ausdrücken.
Lesen • moderne und ausgewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen und zusammenfassen.
Schreiben • komplexe Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfas-
• kreativ mit der Sprache umgehen.
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• ausgewählte Methoden der Textinterpretation anwenden.
• wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.
Literaturgeschichte • wichtige Epochen der italienischen Literatur benennen und charakterisieren.
• anspruchsvolle literarische Werke analysieren, interpretieren und in ihren historischen Kontext stellen (z.B. aus dem Trecento, Ottocento, Novecento).
La civiltà italiana • ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt verstehen, kontextualisieren und kritisch reflektieren, z.B. im Bereich Gesellschaft, Politik, Kunst, Film,
Musik.
SPF Italienisch
Allgemeine Bildungsziele 145
Italienisch
1 Überfachliche Kompetenzen
Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders:
• Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
• die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
• das eigene Lernen planen
• Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen
• Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen
• gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
• zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
• sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
• die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen
• ein Sprachbewusstsein entwickeln
• ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
• ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln
• ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
SPF Italienisch
Lerngebiete 146
• komplexe morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B.
• Zeiten und Modi (passato remoto, congiuntivo presente e imperfetto)
• Bedingungssätze
• Zeitenfolge in der indirekten Rede
• Passiv
• Doppelpronomen
• erweiterter Aufbauwortschatz
• nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz anwenden und diesen
selbständig ausbauen und festigen.
• Verwendung von Hilfsmitteln
• Übersetzen
• verschiedene Sprachebenen unterscheiden.
• gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.
• sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen, z.B.
einsprachiges Wörterbuch.
• ausgewählte Textpassagen in die Mutter- bzw. in die Zielsprache übersetzen.
Hören • den Gesprächen und Gedankengängen von Italienischsprachigen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) verstehen.
Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen aktiv teilnehmen, sich grammatikalisch weitgehend korrekt ausdrücken.
• in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung äussern.
• sich in Vorträgen zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern.
Lesen • Texte aus verschiedenen Textgattungen (Novelle, Kurzgeschichte, Roman, Theaterstücke, Lyrik) lesen und verstehen.
• sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen.
Schreiben • Briefe, Film- und Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays verfassen.
• kreativ mit der Sprache umgehen.
SPF Italienisch
Lerngebiete 147
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• einen angemessenen Fachwortschatz anwenden, um literarische Werke zu analysieren und interpretieren.
• sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.
Literaturgeschichte • einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben.
• einige wichtige Werke aus verschiedenen Jahrhunderten lesen, verstehen und
diese einordnen (z.B. Goldoni, Leopardi, Bassani, Calvino, Tabucchi).
La civiltà italiana • wichtige Momente der Geschichte der italienischsprachigen Schweiz und Italiens (z.B. Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia, Migration) erklären
und kritisch reflektieren.
• sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen usw. äussern und dazu kritisch und differenziert Stellung nehmen.
• komplexe morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen sicher und korrekt anwen-
• zentrale grammatikalische Themen selbständig wieder aufnehmen und vertie-
• erweiterter Wortschatz
• ihren Wortschatz selbständig vertiefen, erweitern und situationsgerecht an-
• Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen.
• Verwendung von Hilfsmitteln
• Übersetzen
• sich mit soziolinguistischen Aspekten auseinandersetzen: bewusst verschiedene
Sprachebenen unterscheiden, wichtige regionale Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.
• sich mit semantischen Aspekten auseinandersetzen.
• wichtige historische Entwicklungen der italienischen Sprache erläutern.
• sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen, z.B.
einsprachiges Wörterbuch.
• ausgewählte Textpassagen in die Mutter- bzw. in die Zielsprache übersetzen.
SPF Italienisch
Lerngebiete 148
Hören • längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren Argumentationen folgen.
• Besonderheiten eines regional oder dialektal gefärbten Italienisch erkennen.
Sprechen • aktiv an einem anspruchsvollen Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen,
Meinungen und Gefühle flüssig und grammatikalisch weitgehend korrekt äussern.
• überzeugend argumentieren und Stellung nehmen.
Lesen • Texte auch früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen, zusammenfassen und analysieren.
Schreiben • komplexe Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfas-
• kreativ mit der Sprache umgehen.
Methoden der Literaturanalyse und -interpretation
• verschiedene Ansätze der Textinterpretation anwenden.
• wichtige stilistische und rhetorische Mittel erkennen.
• Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen.
• ausgewählte Textpassagen aus Prosa und Theaterstücken szenisch umsetzen.
Literaturgeschichte • anspruchsvolle literarische Werke aus verschiedenen Epochen analysieren, interpretieren und in ihren historischen Kontext stellen (z.B. Dante, Boccaccio,
Petrarca, Leopardi, Manzoni, Verga, Pirandello, Buzzati).
La civiltà italiana • verschiedene Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und erörtern, z.B. Gesellschaft, Politik, Kunst, Film, Musik.
AF Latein
Allgemeine Bildungsziele 149
Latein
Akzentfach2
Wochenlektionen 3 3 0 0
• Übergang vom elementaren Lernen der Sprache zur Auseinandersetzung mit originalen Texten
• Einblick in lateinische Literatur verschiedener Epochen und Genera
• Einblick in die kulturelle Tradition Europas
• Förderung des Erlernens von Fremdsprachen
• Förderung der Sprachkompetenz in Deutsch
Das Akzentfach Latein fördert besonders:
• Förderung der Reflexion über Sprache
• in der Auseinandersetzung mit antiken Texten Reflexion der eigenen Haltung
• Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen
• Ausbau des Wissens in Vokabular, Formenlehre und Syntax
• Förderung der Muttersprache
• Brücke zu modernen Fremdsprachen
2 Der Lehrplan für das Akzentfach Latein gilt in angepasster Form auch für das Freifach Latein.
AF Latein
Allgemeine Bildungsziele 150
• Genauigkeit
• Verständnis der internationalen Terminologie in Natur- und Geisteswissenschaften
• Förderung des Interesses für die mediterrane Welt als geographischer, geschichtlicher und kultureller
Raum
• Interesse an allem Sprachlichen
Das Akzentfach Latein schliesst an den Lateinlehrgang der Bezirksschule an und führt zum Schwerpunktfach Latein oder zur Möglichkeit, den Lateinlehrgang mit der Latinumsprüfung abzuschliessen. Dementsprechend werden neben Übersetzung auch Grammatik und Wortschatz geprüft.
• Geschichte
• Philosophie, Psychologie
• Französisch, Italienisch, Spanisch
• Deutsch
• Bildnerisches Gestalten
• Religion
AF Latein
Lerngebiete 151
Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und
einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.
Wortbildung • anhand der gängigen Präfixe und Suffixe verschiedene neue Wortarten identifizieren und die entsprechenden Bedeutungen ableiten.
Bedeutungserweiterung • Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von Metonymie und Metapher erweitern.
Veränderungen hin zu den
modernen Fremdsprachen
• die Bedeutung einzelner Wörter moderner Fremdsprachen erschliessen.
Morphologie und Semantik • die Funktion der Wortformen und syntaktischen Erscheinungen in einem Text
Texterfassung • aufgrund von Schlüsselwörtern und Konnektoren Aufbau und Inhalt eines Textes erfassen und paraphrasieren.
Übersetzungstechnik • einen einfacheren Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen
und grammatikalischen Hinweisen übersetzen.
Individuum und Gesell-
• die Auswirkung der Ausdehnung der römischen Macht und die darauf folgende
Krise der Republik auf den Staat und die einzelnen Bürger nachvollziehen.
• die Orientierung des Einzelnen in einer sich ändernden Gesellschaft in Bezug
setzen zur heutigen Zeit.
• einen differenzierten Zugang zu den verschiedenen Formen von Unterhaltung
(wie Theater und Zirkus) finden.
griechische Ursprünge • in der Auseinandersetzung mit lateinischen und begleitenden deutschen Texten
Einsicht in die Philosophie und den Staatsgedanken der Griechen gewinnen.
• die weitere Entwicklung der griechischen Stadtstaaten bis in den römischen
Machtbereich nachzeichnen.
Wiederentdeckung der Antike
• aufgrund der Lektüre von Texten der Humanisten und dem Vergleich mit anderen Kunstwerken der Renaissance den neuen Zugang zur Antike entdecken.
AF Latein
Lerngebiete 152
Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und
einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.
Übersetzungstechnik • einen sprachlich anspruchsvolleren Text formal und syntaktisch strukturieren
und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen.
• Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch und
die daraus resultierenden Konsequenzen für eine Übersetzung erkennen.
Metrik und Stilistik • die wichtigsten metrischen Schemata (v.a. Elfsilbler, Hexameter und Pentameter) erkennen, einzeichnen und lesen.
Rhetorik • die Mittel einer bewusst geformten Ausdrucksweise und die beabsichtigte Wirkung auf das Publikum aufzeigen.
Ideologie und Gesellschaftskritik
• die Neuorientierung der römischen Gesellschaft im Übergang zur Kaiserzeit und
die gleichzeitig stattfindende Kritik an der vorherrschenden Ideologie und an
der Gesellschaft verstehen.
Epos und Mythos • einzelne wichtige Mythen und ihre Hauptmotive in ihrer römischen Ausprägung
in Vergleich setzen mit späteren und modernen Versionen.
Kunst- und Kulturgeschichte
• im Rahmen der übergeordneten Themen die relevanten Ausdrucksformen aus
der Kunst- und Kulturgeschichte entsprechend zuordnen.
christliche Lebensorientierung
• bei besonderem Interesse die Neuorientierung der christlichen gegenüber der
nicht-christlichen Orientierung herausarbeiten.
SPF Latein
Allgemeine Bildungsziele 153
Latein
• Förderung des Erlernens von Fremdsprachen
• Förderung der Sprachkompetenz in Deutsch
• Auseinandersetzung mit den antiken Wurzeln (Latein als Weltkulturerbe)
• Förderung der eigenen kulturellen Identität
• Bewusstsein für historische Dimension gegenüber kultureller Kurzlebigkeit
• modellhafte Hinführung zu Grundfragen menschlicher Existenz
Das Schwerpunktfach Latein fördert neben den im Kantonalen Lehrplanteil genannten Punkten besonders:
• Verständnis für Struktur und Geschichtlichkeit von Sprache und für literarische Tradition
• Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen
• Verweilen bei einer Sache
• analytische Sprachbetrachtung nach Form und Funktion
• Genauigkeit
SPF Latein
Allgemeine Bildungsziele 154
• Offenheit für die Ästhetik sprachlicher Ausdrucksmittel
• Interesse für Literatur und Kunstgeschichte
3 Querverbindungen zu anderen Fächern
• Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen, Geschichtsschreibung
• Philosophie, Psychologie: Weltverständnis, Ethik
• Romanische Sprachen, Englisch: Sprachentwicklung, Theater und Dichtung, Rezeption antiker Texte
• Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik
• Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Rezeption antiker Motive
• Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum
• Geografie: Weltbild, Entdeckungen
• Musik: Rezeption antiker Motive
4 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
• Verknüpfung aktueller Themen mit der Antike für einen Vergleich auf sprachlicher, motivgeschichtlicher oder philosophischer Ebene.
SPF Latein
Lerngebiete 155
Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und
einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.
Grammatik • die Wortformen und syntaktischen Erscheinungen und ihre Funktion in einem
Text identifizieren.
Übersetzungstechnik • einen Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen und inhaltlichen Hinweisen selbständig übersetzen.
• Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen.
• inhaltlich präzise und adäquate deutsche Formulierungen finden und dieselben
inhaltlichen Schwerpunkte wie im lateinischen Text setzen.
Rhetorik • die wichtigsten Stilmittel formal und in ihrer Wirkung auf den Leser identifizie-
• die Absichten eines Autors aufgrund der Wortwahl und der im Text verwendeten Rhetorik und Stilistik erfassen.
• die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch hinterfragen.
Griechisch • bei besonderem Interesse einen einfachen griechischen Text auf Deutsch übersetzen oder paraphrasieren.
Mythologie • den Inhalt und die Funktion wichtiger Mythen umreissen, die weitere Entwicklung der Motive nachzeichnen und mit den modernen Entsprechungen verknüpfen.
• die Bedeutung mythischer Weltvorstellungen für die Menschen an Beispielen
• heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen und deren Zweck erläu-
Kunst- und Kulturgeschichte
• die Entwicklung der römischen Kunst inklusive der griechischen Wurzeln und ihrer Wirkung auf die nachfolgenden Zeiten aufzeigen.
Alltagskultur • die verschiedenen Ausprägungen des römischen Alltags von der Esskultur bis
zur Unterhaltung (wie Zirkusspiele oder Theater) zu einander in Verbindung set-
SPF Latein
Lerngebiete 156
Archäologie • idealerweise durch ein Studium vor Ort die wichtigsten archäologischen Erkenntnisse in Ergänzung setzen zu den literarischen Quellen.
Geschichte • das Selbstverständnis der Römer in ihrer Geschichtsschreibung in Relation setzen zu den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen ihrer Zeit.
Wortschatz • durch effizienten Gebrauch eines Latein-Deutsch-Wörterbuches für eine Übersetzung die passende Bedeutung eines Begriffes finden.
Metrik und Stilistik • die metrischen und stilistischen Formen eines Gedichtes nutzen für Rückschlüsse auf seinen Inhalt.
Textverständnis • mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden Kommentaren Aussage und Absicht (z.B. Ironie) einen Text verstehen und beurteilen.
Übersetzungstechnik • mit den Möglichkeiten des Deutschen stilistische Merkmale in die Übersetzung
einbauen.
Werküberblick • ein ganzes Werk (z.B. ein Epos) oder grosse Teile davon in kombinierter Lektüre
von Übersetzungen und exemplarischen Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen.
Literarische Gattungen • Texte den verschiedenen literarischen Gattungen (z.B. Brief, Erörterung, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der Textmerkmale zuordnen.
Epos • die Übernahme der epischen Tradition, die spezifische römische Ausprägung
und die Nachwirkung auf die spätere Zeit aufzeigen.
Rezeption antiker Texte
und Motive
• die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher Motive in verschiedenen
Medien (Texten, Bildern / Malerei, Skulpturen, Film, Musik) wiedererkennen,
• die Varianten mit verschiedenen Merkmalen der Epoche des jeweiligen Autors
in Verbindung bringen.
Gesellschaft • die gesellschaftliche Entwicklung, ihre Umbrüche und den Wandel der Wertvorstellungen in literarischen Ausprägungen (wie Satire oder Epigramm) nachvollziehen.
SPF Latein
Lerngebiete 157
Philosophie • die römischen philosophischen Ausprägungen kennen und die Parallelen und
Weiterführungen der griechischen Werke beschreiben.
• je nach Interesse Grundfragen der antiken Philosophie von den Griechen über
die Spätantike und das Mittelalter bis zu ihrer Wiederaufnahme in der Renaissance verknüpfen mit der Sichtweise heutiger philosophischer Strömungen.
Theologie • die Einflüsse des christlichen Weltbilds und der christlichen Religion auf die philosophische Tradition beschreiben.
• bei spezifischem Interesse theologisch-philosophische Grundfragen erörtern.
Allgemeine Bildungsziele 158
Mathematik
Wochenlektionen 4 3 3 4
Der Mathematikunterricht schult das exakte Argumentieren und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht
zu Genauigkeit, präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt
die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene
Denken.
Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie
leistet entscheidende Beiträge bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt. Mit dem im
Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die
Naturwissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich.
Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossartigen gedanklichen Leistungen der Mensch fähig ist, ohne dass er sich allein am Nützlichkeitsdenken orientiert. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger
Arbeit.
Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche und technische und zunehmend auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und erzeugt Verständnis für Technik und Naturwissenschaft.
Allgemeine Bildungsziele 159
Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders:
• Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken zu schliessen.
• Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können und was beweisende und widerlegende Argumente sind.
• Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren sie
kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach Einsicht
und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen.
• Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von Missverständnissen bei
und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt.
• Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich
über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.
• Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie und Hilfsmittel ein, wann immer
das sinnvoll ist, zum Beispiel graphikfähige Taschenrechner oder Computer Algebra Systeme.
• Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument
zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit und als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen. Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum,
Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. Sie begegnen der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen. Nicht zuletzt haben sie wenigstens exemplarisch erfahren,
was G.H. Hardy meint, wenn er sagt:
„Beauty is the first test: there is no permanent place in the world for ugly mathematics.“
Allgemeine Bildungsziele 160
Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und
die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen.
Die argumentative Kompetenz besteht darin, Demonstrationen und Argumentationen nachzuvollziehen
und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin,
Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können.
Überall dort, wo quantitative Grössen bearbeitet oder sogar vorhergesagt werden sollen, ist in irgendeiner Form die Mathematik beteiligt, von statistischen Analysen im Gesundheitswesen bis hin zu industriellen Designs, die teilweise auf hochkomplexen mathematischen Modellen und Algorithmen basieren.
Letztlich wird in allen Bereichen von Naturwissenschaft und Technik eine mathematische Beschreibung
beobachtbarer Phänomene angestrebt und falls dies gelingt, werden typischerweise weitere mathematische Techniken benutzt, um zu (quantitativen) Vorhersagen oder Optimierungen zu gelangen.
In Anwendungsbeispielen werden diese mathematischen Paradigmen im Unterricht vermittelt, was z.B.
bei statistischen Methoden Querverbindungen zu Sozialwissenschaften und Medizin, bei der Modellierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen Querverbindungen zu Biologie und Physik ergibt, oder bei
Optimierungsaufgaben zu Querverbindungen mit der Wirtschaft führt. Darüber hinaus werden den
Schülerinnen und Schülern Perspektiven aufgezeigt, die ihnen vermitteln, wie das Gelernte zu praktisch
relevanten Werkzeugen ausgebaut werden kann. Ein Beispiel unter vielen ist das Computer Aided Geometric Design (CAGD), dessen grundlegende Idee mit der Schul-Analysis verstanden werden kann.
5 Fördermassnahmen im Unterricht
Der Mathematikunterricht bietet naturwissenschaftlich-technisch-mathematisch interessierten Jugendlichen – jungen Männern wie Frauen – eine Gelegenheit, im eher sprachlich ausgerichteten Gymnasium
ihre Interessen zu verfolgen. Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen mathematischen Begabung
werden gezielt gefördert, Jugendliche mit einer punktuellen Schwäche in Mathematik individuell unterstützt.
Lerngebiete 161
Die basalen Kompetenzen entsprechen den im fächerbezogenen kantonalen Lehrplan ausgewiesenen basalen Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik.
1. Lerngebiet: Geometrie
Ähnlichkeit
Satzgruppe des Pythagoras
• in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit
erkennen und anwenden.
• den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären.
• den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
• einfache Beweise (z. B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z. B.
Negation einer Aussage) nachvollziehen.
• Ähnlichkeit von Dreiecken nachweisen.
• zentrische Streckungen konstruieren.
• mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken einfache Beweise führen.
• Strahlensätze, Ähnlichkeit und die Satzgruppe des Pythagoras nutzen, um geometrische Probleme rechnerisch zu lösen.
Lerngebiete 162
2. Lerngebiet: Gleichungen
Lineare Gleichungen
Lineare Gleichungssysteme
Wurzeln und Zahlbereiche
Quadratische Gleichungen
Einfache nichtlineare Gleichungssysteme
• Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
• natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unter-
• einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z. B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) füh-
• einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln.
• einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,·,÷) durchführen.
• einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden.
• einfache mathematische Symbole korrekt verwenden.
• erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen.
• verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden.
• lineare Gleichungen lösen.
• quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre
Effizienz.
• einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen
• geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen.
• das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen erläutern.
• lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z. B.
Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese
miteinander vergleichen.
• lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen.
• in Texten vorliegende Problemstellungen als Gleichungen formulieren.
• mit den Grundrechenarten Gleichungen umformen und auflösen.
• lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten auflösen.
• einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen.
• erklären, was eine Wurzel ist.
• die Zahlbereiche der natürlichen, ganzen, rationalen, irrationalen und reellen
Zahlen unterscheiden.
• quadratische Gleichungen erkennen und lösen.
• einfache nichtlineare Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten lösen.
Lerngebiete 163
3. Lerngebiet: Lineare und quadratische Funktionen
Lineare Funktionen
Quadratische Funktionen
• erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere
die Notation y = f(x) korrekt.
• das zweidimensionale, kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen.
• eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle).
• die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in
einfachen Fällen).
• die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen.
• lineare und quadratische Funktionen zur Bearbeitung von Textaufgaben nutzen.
• den Einfluss der Parameter in linearen und quadratischen Funktionen auf die
Graphen beschreiben.
• den Scheitelpunkt einer Parabel rechnerisch bestimmen.
• die Korrespondenz zwischen einer linearen bzw. quadratischen Gleichung und
dem Schnittpunkt entsprechender Funktionsgraphen erklären und zur Lösung
von Problemen nutzen.
4. Lerngebiet: Trigonometrie I und Vektorgeometrie I
Elementare Trigonometrie
Elementare
Vektorgeometrie
• die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären sowie
Längen und Winkel im Dreieck berechnen.
• die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel be-
• die Beziehungen sin2(x) + cos2(x) = 1 und tan(x) = !"# (&)
()!(&) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden.
• einen Vektor des R2 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und
geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten.
• die Norm eines Vektors im R2 berechnen und geometrisch deuten.
• Vektoren im R2 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren.
• Vektoren des R2 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch
• einen Vektor im R2 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier
vorgegebener Vektoren darstellen.
Lerngebiete 164
• eine Definition von sin, cos und tan geben.
• geometrische Probleme mit Hilfe von sin, cos und tan rechnerisch lösen.
• zwischen Vektoren und Punkten unterscheiden.
• die geometrische Bedeutung der Addition von Vektoren, der Multiplikation eines Skalars mit einem Vektor und des Betrags eines Vektors beschreiben.
5. Lerngebiet: Potenzen
Potenzen mit ganzzahligen
Exponenten Basale fachliche Kompetenzen
• Potenzgesetze in einfachen Beispielen anwenden.
• die Bedeutung von positiven und negativen ganzzahligen Exponenten erklären.
• mit positiven und negativen ganzzahligen Exponenten rechnen.
• mit der wissenschaftlichen Zahlendarstellung arbeiten.
• den Zusammenhang zwischen dem Pascalschen Dreieck und dem binomischen
Lehrsatz erläutern.
1. Lerngebiet: Logarithmen und exponentielles Wachstum
Potenzen mit rationalen
Exponenten
Logarithmen
Exponentialgleichungen
Exponentialfunktionen
• Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen anwenden.
• exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen
modellieren.
• einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen
• mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis) und mathematische Zusammenhänge
stringent definieren oder beschreiben.
Lerngebiete 165
• die Bedeutung von rationalen Exponenten erklären und mit ihnen rechnen.
• erklären, wie Logarithmen definiert sind.
• die Rechenregeln für Logarithmen anwenden.
• einfache Exponentialgleichungen mit Logarithmen lösen.
• den Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Wachstum erklären.
• diverse reale Beispiele für exponentielles Wachstum aufzählen.
• Exponentialfunktionen zur Modellierung von Sachverhalten verwenden.
2. Lerngebiet: Trigonometrie II
Trigonometrie am
allgemeinen Dreieck
• die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären.
• einfache trigonometrische Gleichungen lösen
• Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen.
• Winkel im Bogenmass angeben und in das Gradmass umrechnen.
• Erklären, wie sin und cos für Winkel grösser als 90 Grad definiert sind und damit
• einfache trigonometrische Gleichungen lösen.
• Sinus- und Kosinussatz anwenden.
3. Lerngebiet: Funktionen
Allgemeiner
Funktionsbegriff
Modellieren mit
verschiedenen
Funktionsklassen
• einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, y -Achsenabschnitt,
Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien).
• erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen.
• funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.
• die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und
ihre Periodizität erklären.
• den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen
der trigonometrischen Funktionen erklären.
Lerngebiete 166
• die Begriffe Funktion und Umkehrfunktion erläutern und anwenden.
• die charakteristischen Merkmale der wichtigsten Funktionsklassen (lineare
Funktionen, quadratische Funktionen, Potenzfunktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen, trigonometrische Funktionen) erläutern und exemplarische Anwendungen aufzählen.
• die Graphikwerkzeuge des Taschenrechners bedienen.
• Erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen.
• Periodische Vorgänge mit trigonometrischen Funktionen modellieren.
4. Lerngebiet: Statistik
Darstellung von Daten
Statistische Kenngrössen
• die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm,
Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen.
• die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen und für kleine
Datensätze berechnen.
• Daten angemessen graphisch darstellen.
• Den Unterschied zwischen Mittelwert und Median erklären.
• Den Begriff der Standardabweichung erläutern.
• Die Statistikwerkzeuge des Taschenrechners bedienen.
• Statistische Kenngrössen angemessen verwenden.
5. Lerngebiet: Vektorgeometrie II
Skalarprodukt
Rechnen mit Komponenten
Parametergleichung von
Geraden
• den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2 berechnen.
• das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2 berechnen.
• den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2 mit Hilfe des Skalarprodukts be-
• in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren.
Lerngebiete 167
• Probleme mit Hilfe des Skalarproduktes lösen, insbesondere Winkel berechnen
und Vektoren auf Orthogonalität hin untersuchen.
• Geradengleichungen aufstellen.
• Einige Lage- und Schnittprobleme rechnerisch behandeln.
1. Lerngebiet: Stochastik I
Elementare Kombinatorik
Wahrscheinlichkeitsbegriff
Pfadregeln
Bedingte Wahrscheinlichkeit
• das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden.
• Summenzeichen benutzen.
• Fakultäten benutzen.
• erläutern, was man unter einem Zufallsexperiment versteht.
• erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht.
• Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen.
• mit eigenen Worten ein Zufallsexperiment stringent definieren oder beschrei-
• mit elementaren Zählprinzipien (Additions- und Multiplikationsregeln, Binomialkoeffizienten) einfache kombinatorische Aufgaben lösen.
• Wahrscheinlichkeiten bestimmen.
• bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen.
2. Lerngebiet: Folgen und Reihen
Beschreibung von
Zahlenfolgen
Arithmetische Folge und
Reihe
Geometrische Folge und
Reihe
• die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge überprüfen.
• in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erken-
• Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden.
• einfache mathematische Symbole korrekt verwenden.
Lerngebiete 168
• explizit und rekursiv definierte Folgen unterscheiden.
• erklären, was eine arithmetische bzw. geometrische Folge und Reihe ist.
• mit dem Summenzeichen umgehen.
3. Lerngebiet: Analysis I
Grenzwerte
Ableitungen
Integrale
• den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen,
welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern.
• Einfache, divergente Zahlenfolgen erkennen.
• die Ableitung als Differentialquotient, d. h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren.
• die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren.
• Polynome 𝑎*𝑥* + ⋯ + 𝑎+𝑥+ + 𝑎, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel
• Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen.
• einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren.
• Die Graphen von elementaren Funktionen wie etwa
𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) skizzieren.
• die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion.
• einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung lösen.
• endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen berechnen.
• bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen.
• mit eigenen Worten das Integral und die Ableitung stringent definieren oder
• die anschauliche Bedeutung eines Grenzwerts beschreiben.
• einfache Grenzwerte berechnen.
• eine anschauliche und formale Definition des Ableitungsbegriffs geben.
• Polynome und beliebige Potenzfunktionen ableiten.
• zu einem gegebenen Funktionsgraph qualitativ richtig den Graph der Ableitungsfunktion und einer Stammfunktion zeichnen.
• mit Hilfe der Ableitung erste Anwendungsprobleme mit Polynom- und Potenzfunktionen lösen.
• die Bedeutung des Integrals zur Flächenberechnung beschreiben.
• Polynome integrieren.
Lerngebiete 169
1. Lerngebiet: Vektorgeometrie III
Ebenengleichungen
Vektorprodukt
• einen Vektor des R3 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und
geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten.
• die Norm eines Vektors im R3 berechnen und geometrisch deuten.
• Vektoren im R3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren.
• Vektoren des R3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch
• einen Vektor im ℝ3 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier
vorgegebener Vektoren darstellen.
• den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3 berechnen.
• den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3 mit Hilfe des Skalarprodukts be-
• Das Vektorprodukt anwenden.
• Die Koordinatengleichung einer Ebene aufstellen.
• Die wichtigsten Inzidenz-, Winkel-, Schnitt- und Abstandsprobleme bearbeiten.
• Angewandte Aufgaben bearbeiten.
2. Lerngebiet: Analysis II
Rechnen mit Ableitungen
und Integralen
• die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa konstante Funktionen,
𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) angeben.
• die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel
• auf einfache Funktionen anwenden.
• die allgemeine Exponentialfunktion 𝑎& = 𝑒.*(/)& mit Hilfe der Kettenregel ab-
• Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, 𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) angeben.
• den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der
Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale ein-
• mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren
erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen.
Lerngebiete 170
• die gängigsten Funktionsklassen differenzieren und integrieren (insbesondere
Exponentialfunktionen und trigonometrische Funktionen).
• Produkte, Quotienten und Verkettungen von Funktionen ableiten.
• Funktionen untersuchen.
• Integrieren als Werkzeug für Flächen- und Volumenberechnungen verwenden.
• die Bedeutung des Differenzierens und Integrierens in anderen Anwendungsbereichen erläutern.
3. Lerngebiet: Stochastik II
Erwartungswerte
Binomialverteilung
Hypothesentesten
• erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht.
• die Binomialverteilung erklären und anwenden.
• den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die
Gauss’sche Glockenkurve beschreiben.
• Vertrauensintervalle beschreiben.
• abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden.
• die Begriffe Zufallsvariable, und Wahrscheinlichkeitsverteilung erklären.
• Erwartungswerte berechnen.
• Verschiedene Verteilungen (insbesondere Gleichverteilung und Binomialverteilung) zur Lösung von Problemen heranziehen.
• eine Hypothese gegen ihre Alternative testen und bei der Entscheidung mögliche Fehler benennen.
EF Mathematik
Allgemeine Bildungsziele 171
Mathematik
Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen und der linearen Algebra, bieten ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Phänomene aus den Natur- und Sozialwissenschaften können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden.
Zwischen der Mathematik und den Naturwissenschaften bestehen zahllose Verbindungen, sei es im Bereich der Modellbildung oder der Formalisierung von Simulationen oder Berechnungen. Beispiele sind
Datenanalyse und Regression, (Schwingungslehre), Bewegungsabläufe, Wachstums- und Zerfallsprozesse, zufallsgesteuerte Entwicklungen, Reaktionskinetik, Populationsentwicklung und andere dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es Querbezüge. Beispiele: statistische
Analysen in Sozial- und Sprachwissenschaften, Darstellung räumlicher Objekte, (Klanganalyse und -synthe-se), Modellierung von Produktions- und Wirtschaftssystemen.
Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik vertieft das allgemein bildende mathematische Hintergrundwissen. Nebst dem Anwenden mathematischer Werkzeuge wird das abstrakte und logische
Denken speziell gefördert und das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt.
EF Mathematik
Lerngebiete 172
Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch-naturwissenschaftlicher oder auch wirtschafts- oder sozialwissenschaftlicher Richtung. Deshalb soll die Möglichkeit bestehen, nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und Lineare Algebra im Rahmen eines Wahlthemas auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen.
1. Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen
Eigenwerte und Eigenvektoren
• erklären, was Matrizen, Eigenwerte und Eigenvektoren sind.
• Matrix-Vektormultiplikationen durchführen und mit Matrizen rechnen.
• die Lösbarkeit linearer Gleichungssysteme über Matrixeigenschaften charakteri-
• Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten.
• Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be-
2. Lerngebiet: Differentialgleichungen
Differentialgleichung erster
Ordnung
exakte und numerische Lösungsverfahren
Modellierung
• erklären, was eine Differentialgleichung ist und sich Differentialgleichungen mit
Hilfe des Richtungsfelds veranschaulichen.
• über die Separation der Variablen Anfangswertprobleme lösen.
• Anfangswertprobleme mit Hilfe einer numerischen Methode näherungsweise
lösen und (optional) implementieren.
• einige Modellierungsansätze beschreiben und in Form von Differentialgleichungen formulieren.
3. Lerngebiet: Ausgewählte Themen
(nicht verbindlich)
Analysis
Geometrie
Stochastik
diskrete Mathematik
• je nach Wahlthema
Allgemeine Bildungsziele 173
Musik
Wochenlektionen 2 2 2 0
Das Grundlagenfach Musik, bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht, legt
besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale
Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitlicher Weise.
Wesentliche Bildungselemente wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen werden
durch das Fach Musik geweckt und entwickelt.
Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Sing- und Sprechstimme.
Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe.
Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und
Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik.
Das Grundlagenfach Musik zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von
Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in
Familie und Gesellschaft.
Allgemeine Bildungsziele 174
Das Grundlagenfach Musik fördert besonders:
• aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken
und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen
• die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen
• massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit entwi-
• das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
• mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen
• authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
• ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale
Aspekte äussern
• das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation
• eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei-
• den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern
• Methoden begründet auswählen
• mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
• die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand von Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen
Allgemeine Bildungsziele 175
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2 bis 3 schriftlichen Prüfungsanlässen pro Semester (Tests,
Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen). Je nach Unterrichtsinhalt können auch mündliche Noten
(Vorsingen, Vorklopfen, Präsentationen) gesetzt werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung
im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Am Ende des dritten Jahres erfolgt eine schriftliche und eine künstlerische (Komposition mit praktischer Umsetzung) Schlussprüfung, die den Inhalt der drei Schuljahre zusammenfasst. Diese beiden Prüfungen werden
zusammen zu 50% der Jahresnote angerechnet.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insbesondere Instrumentalunterricht, Sprachen, Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik.
Lerngebiete 176
Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert,
exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden.
1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption)
Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe bewusst wahrnehmen
• die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen.
• in Hörbeispielen dur-moll-tonaler Musik den Grundton gehörsmässig eruieren.
• Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter unterscheiden.
• die Intervalle innerhalb eines Oktavraums unterscheiden.
• in dur-moll-tonaler Musik die Hauptstufen bewusst wahrnehmen.
• Leittöne und ihre Auflösungsbestrebung bewusst wahrnehmen.
• Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und übermässiger Dreiklang) unterscheiden und bestimmen.
• dynamische (Abstufungen von laut bis leise) und artikulatorische (legato, non
legato, staccato etc.) Phänomene bewusst wahrnehmen und beschreiben.
• Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo unterscheiden.
• vokale Stimmlagen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) erkennen und zuordnen.
• Die wichtigsten Instrumente in den gängigsten Formationen (zum Beispiel Sinfonieorchester, Big Band) hörend unterscheiden.
• gehörphysiologische Grundsätze verstehen und in ihrem Hörverhalten mitberücksichtigen.
• musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie Wiederholung, Variation
und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung bewusst hören und beschreiben.
• polyphone und homophone Faktur grundsätzlich unterscheiden.
• in kleineren standardisierten Formverläufen (z.B. Liedformen) Proportionen
(z.B. regelmässige Taktgruppierungen) bzw. Varianten und Abweichungen bewusst wahrnehmen.
• nicht standardisierte Formverläufe bewusst mithören und z.B. als grafische Hörpartitur skizzieren.
• Taktarten in metrischer Musik bestimmen.
• rhythmische Phänomene wie Auftakt, Synkopen, binäre und ternäre Phrasierung etc. erkennen und beschreiben.
Lerngebiete 177
• Musikwerke verschiedenen Musikarten (Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock
und Pop) zuordnen.
• stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.
• ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion)
Klangerscheinungen • absolute Tonhöhen im Ambitus der grossen bis dreigestrichenen Oktave fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen.
• die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten sowie Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik orthographisch korrekt im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und definie-
• den Quintenzirkel als abstrahierte Darstellung der wichtigsten Phänomene durmoll-tonaler Musik nachvollziehen und als Hilfsmittel anwenden (Tonartengrundtöne, Vorzeichen, Quinttransposition mit Beziehung zwischen Subdominante, Tonika und Dominante).
• alle Intervalle innerhalb einer Oktave orthographisch korrekt in Violin- und
Bassschlüssel schreiben und lesen.
• Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und übermässiger Dreiklang) und ihre Umkehrungen schreiben und im Notentext erkennen.
• das Prinzip der Akkordsymbolschrift verstehen.
• das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und auf die Hauptstufen I, IV und V bzw. auf die Funktionen Tonika, Dominante, Subdominante
bezogen anwenden.
• Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben.
• Noten- und Pausenwerte schreiben und lesen.
• rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen.
• dynamische Abstufungen erkennen und benennen.
• die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und
Formationen zuordnen.
• musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie polyphone und homophone Faktur sowie Wiederholung, Variation und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung untersuchen und beschreiben.
• musikalische Motive, Themen und Phrasen erkennen und adäquat beschreiben.
• musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung musikalisch begrün-
• Liedformen abrufen und konkrete Beispiele mit Notentext formal analysieren.
Lerngebiete 178
• ihr vokales Repertoire aus dem Schulfach Musik wie auch das aktuelle Repertoire aus dem Instrumentalunterricht Musikarten, Stilen und Epochen zuord-
• sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik in vielfältigen Verbindungen von kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen verschaf-
• den Nutzen und die Grenzen von musikalischen Kategorien wie Musikarten,
Epochen- und Stilbegriffen sowie dem musikalischen Werkverständnis abwägend nachvollziehen.
• ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität auf Epochen
und Musikarten bezogen schärfen und Beispiele mit nicht-dur-moll-tonalen
Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke etc.) nachvollziehen.
3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion)
Klangerscheinungen • wichtige melodisch-harmonische Bausteine dur-moll-tonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen und auf Instrumente übertragen.
• ihre eigene Stimme rezitierend, deklamatorisch und singend einsetzen.
• unter Berücksichtigung von Stimmbildungserfahrungen mit ihrer Stimme bewusster umgehen bzw. ihre stimmlichen Möglichkeiten kennen lernen und weiterentwickeln.
• ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst steuern.
• einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen.
• Konfliktrhythmen bzw. rhythmische Überlagerungen lesen und umsetzen.
• ein Repertoire von mind. 20 Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung
verschiedener Musikarten (Volks- und Folkmusik, Jazz, Rock- und Popmusik)
und in angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen.
• auf die Musikart bzw. den Musikstil bezogen Vokalmusik mit adäquater Stimmgebung und musikalischer Phrasierung interpretieren.
4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion)
Klangerscheinungen • mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln.
• kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren.
• einfache pentatonische und dur-moll-tonale melodische Verläufe entwerfen.
Lerngebiete 179
1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption)
Klangerscheinungen • die authentischen Modi unterscheiden.
• nicht dur-moll-tonale Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster, freitonale
Stücke etc. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur grafisch skizzieren.
• wichtige formale Einschnitte auch in grösseren Formverläufen und Formmodellen erkennen und beschreiben.
• grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und
Sequenzierung erkennen und benennen.
• in einfachen mehrstimmigen Sätzen einzelne Stimmen (auch Mittelstimmen
und Bassstimme) gehörsmässig mitverfolgen.
• stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.
• Werkinterpretationen vergleichen und differenziert beschreiben.
• ihr aktives Hörrepertoire an zentralen Werken der abendländischen Musikkultur mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion)
Klangerscheinungen • die Modi notieren und lesen bzw. in Literaturbeispielen erkennen.
• den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen.
• die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde unterscheiden.
• grundlegende Materialien und Strukturen von nicht dur-moll-tonaler Musik
(Geräusche, Cluster, freie Tonleitern, freitonale Stücke etc.) nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen.
• grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und
Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen.
• Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden.
Lerngebiete 180
• Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen hinsichtlich Arten,
Stilen, Gattungen, Formen, KomponistInnen und mit einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen.
• ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität auf Epochen
und Musikarten bezogen schärfen.
• weitere musikalische Konzepte vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche (mit
exemplarischen Beispielen aus Musik des Mittelalters, freitonale und atonale
Musik, Klangflächenkompositionen etc.) sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext einordnen.
• sich unter massvoller Anleitung mit einem musikalischen Phänomen und dem
dazugehörigen historischen Umfeldwissen auseinandersetzen und Artikel aus
Fachliteratur (z.B. aus den Reihen Duden Basiswissen Schule, Dumont Schnellkurs Musik etc. sowie ausgewählte Artikel aus DTV-Atlas, Musik in Geschichte
und Gegenwart, New Grove etc.) verarbeiten.
3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion)
Klangerscheinungen • die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen.
• ihre eigenen Stimmmöglichkeiten erweitern und nutzen.
• in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp.
Bassstimme) selbständig singen.
• einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen.
• ihr Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten erweitern; Ausbau des mehrstimmigen Singens.
• sich ausgehend von einem Leadsheet die Adaption nach einem sängerischen
Vorbild bewusst erarbeiten oder eine eigene Interpretation entwickeln.
4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion)
Klangerscheinungen • Geräusche und Klänge mit einem definierten Instrumentarium (z.B. verschiedene Materialien wie Holz, Metall, Kunststoffe etc.) und oder mit ihrem eigenen Instrument kreieren.
• vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln schreiben.
• beim Kreieren von Melodien bewusst Aspekte der Stufen- und Dreiklangsmelodik anwenden.
• unter Anwendung ihres harmonischen Wissens zu einer Hauptstimme aus dem
Stegreif einfache Begleitstimmen entwerfen.
Lerngebiete 181
1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption)
Klangerscheinungen • Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend erkennen.
• Durchgangs- und Wechselnoten, Quart-, Sext- und Nonvorhalt, Antizipation,
Trugschluss und Orgelpunkt in konkreten Beispielen erkennen und benennen.
• einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Repertoire an Instrumental- und Vokalmusik hörend erkennen.
• musikalische Verläufe in tonaler Musik bewusster aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte wahrnehmen.
• stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.
• ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.
2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion)
Klangerscheinungen • elementare akustische Phänomene verstehen und einordnen (Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch sowie Quint- und Terzkomma im Zusammenhang mit
Stimmungssystemen).
• gängige und ihnen bisher auch unbekannte Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen.
• den Dominantseptakkord im vierstimmigen (Klavier-)Satz einbauen.
• Zwischendominanten erkennen und benennen.
• formale Grundstrukturen nachvollziehen (Sonate, Fuge, Rondoformen etc.)
• Musikstücke Stilen und Epochen zuordnen.
• die wichtigsten musikalischen Umbrüche nachvollziehen (Schriftlichkeit im 9.
Jh., Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis sowie Verlagerung der Musizierpraxis zum Bürgertum um 1800,
Aufbruch in die Moderne ab 1880er-Jahre bis hin zum Bruch mit der Tonalität
um 1910, Neue Musik ab 1950 und Postmoderne, Bruch und Unterscheidung
von sogenannter E- und U-Musik im 20. Jh.)
• Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und Werkverständnis etc. mit ausgewählten Schlüsselwerken in Verbindung bringen.
Lerngebiete 182
3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion)
Klangerscheinungen • Septakkorde nachsingen.
• unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus „Klangerscheinungen“
(Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge, Kadenzen) einfache durmolltonale Melodien selbständig vom Blatt singen.
• auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln.
• ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern erweitern.
4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion)
• eine einfache Melodie harmonisieren.
• unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mit Hilfe von Pattern
einfache Liedbegleitungen, Chorsätze oder Instrumentalstücke schreiben.
Allgemeine Bildungsziele 183
Musik
Wochenlektionen 0 0 4* 4*
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und
Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion Chor.
Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht –
erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen.
Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in
ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumentalunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt.
Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und -analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterzuentwickeln.
Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet.
Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in ihrer heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet
damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit.
Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft.
Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifische
Hochschulreife) vor.
Allgemeine Bildungsziele 184
Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders:
• aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext von Traditionen
und Umbrüchen einordnen
• massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiter-
• die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
• das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern
• Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
• authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
• ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• sich reflektiert und terminologisch angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern
• verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
• in grösseren Zeitgefässen konzentriert und selbständig arbeiten
• mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen.
• die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand von Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
• eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei-
• den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
Allgemeine Bildungsziele 185
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 3 bis 5 Prüfungsanlässen (sowie zusätzlich mindestens
einer schriftlichen und einer praktischen Leistungsbeurteilung pro Semester in Co-Teaching-Lektionen).
Darunter subsummieren sich schriftliche Arbeiten, Abgabe von Handouts, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen etc.
Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung herangezogen werden.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Religion, Geographie, Wirtschaft, Mathematik und Physik, Biologie,
Bildnerisches Gestalten.
5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen, welche Themen für eine Maturaarbeit
geeignet sind.
Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbständige Recherche und Materialsuche mit
exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV-Atlas der
Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren angemessene Aufarbeitung (z.B. in
Handouts und Präsentationen).
Lerngebiete 186
1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption)
Klangerscheinungen • die Parameter Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe differenziert wahrnehmen
und mit angemessener Terminologie beschreiben.
• komplexere dur-moll-tonale sowie modale Zusammenhänge von melodischen
und harmonischen Phänomenen erfassen.
• Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen.
• gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfache Modulationsprozesse, Trugschluss und Neapolitaner erfassen.
• ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern.
• Instrumente differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen.
• grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.
• Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen.
• melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen
und Gattungen als formbildende Struktur erfassen.
• motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution erkennen.
• polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysieren.
• motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende
Kompositionsprinzipien z.B. in Sonatenhauptsatzformen erfassen.
• im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt notieren.
• Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.
• auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der
abendländischen Kultur ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart zurückgreifen.
Lerngebiete 187
2. Lerngebiet: Wissen, Nachdenken, Äussern (Reflexion)
Klangerscheinungen • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben
und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren.
• Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und
• bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und
Funktionstheorie bzw. Akkordsymbole anwenden.
• die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-moll-tonaler
Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss
und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater
Fachterminologie beschreiben.
• Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben sowie ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten entwi-
• ein Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten
von Instrumenten und Formationen abrufen.
• auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonatenhauptsatzform, Rondo etc. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie ihre kompositorischen Kernpunkte und spezifischen
Besonderheiten beschreiben.
• musikalische Phänomene, auch ohne dur-moll-tonale Bezüge, in ihrem historischen Kontext sehen, Epochen und Stilen zuordnen und adäquat beschreiben.
• ihre musikspezifischen Kenntnisse an standardisierten Formen in einen grösseren kulturhistorischen Kontext einordnen.
3. Lerngebiet: Wiedergabe (Reproduktion)
Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren
bewusst einfliessen lassen.
• melodische und harmonische Wendungen auch singend nachvollziehen.
• Drei- und Vierklangstrukturen nachsingen und vom Notat singen.
• ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren bewusst
einfliessen lassen.
• in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.
• Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen.
• ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst anwenden und nachvollziehen.
Lerngebiete 188
Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten.
• harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und
Chorsätzen usw. stilgerecht aussetzen.
• in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen lassen.
1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption)
Klangerscheinungen • sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen wie freitonalen Stücken, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Cluster usw. angemessen auseinandersetzen.
• auch komplexere nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und
harmonischen Phänomenen erfassen.
• Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen.
• auch freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und
gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.
• Musikstücke auch in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen.
• auch in nicht dur-moll-tonaler Musik melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Strukturen erfassen.
• auch einfache mehrstimmige dur-moll-tonale Melodiediktate sowie einfache
Stufendiktate memorieren und korrekt notieren.
• Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.
• auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der
abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vor-dur-moll-tonalen
Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem
späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, Moderne, Neue Musik ab
1945, Postmoderne, Stilpluralismus, Jazz usw.) zurückgreifen.
Lerngebiete 189
2. Lerngebiet: Wissen, Nachdenken, Äussern (Reflexion)
Klangerscheinungen • komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat
beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren.
• ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwi-
• ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten
von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern.
• für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen
musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie
• durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stile, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches
Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren.
• verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwenden.
3. Lerngebiet: Wiedergabe (Reproduktion)
Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren
bewusst einfliessen lassen.
• ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren auch mit
aufführungspraktischem Basiswissen bewusst einfliessen lassen.
• komplexere rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.
• im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe (tonal und atonal) sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen.
• ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst einbrin-
Lerngebiete 190
4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion)
Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten.
• in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst
gestalten.
• Rhythmen in Kleinkompositionen, Stilstudien, Patterns, Sprechstücken und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren.
• melodische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Stilstudien, Songs und
anderen Formen entwerfen und adäquat notieren.
• harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und
Chorsätzen und anderen Formen stilgerecht aussetzen.
• in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten auch
neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen lassen.
EF Musik
Allgemeine Bildungsziele 191
Musik
Wochenlektionen 0 0 0 3*
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und
Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht.
Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen.
Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden im Ergänzungsfach die erworbenen Kompetenzen
weiterentwickelt und exemplarisch vertieft.
Hierfür werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer
Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -modellen
betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet.
Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in
einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und/oder „Komponieren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll.
Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet
damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit.
Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft.
EF Musik
Allgemeine Bildungsziele 192
Das Schulfach Musik im Ergänzungsfach fördert besonders:
• aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit tradierten Kunstwerken und
-formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden
• massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiter-
• die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen
• das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern
• Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen
• ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen
• in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
• sich reflektiert und terminologisch angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern
• verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
• mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
• die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand von Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen
• den eigenen Interessenshorizont bewusst und zielgerichtet erweitern
• eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei-
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2 bis 4 Prüfungsanlässen. Darunter subsummieren sich
schriftliche Arbeiten, Abgabe von Handouts, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen
etc.
Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ wie auch die Ergebnisse aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach gewichteten
Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht kann ebenfalls zur
Leistungsbewertung herangezogen werden.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Religion, Geographie, Wirtschaft, Mathematik und Physik, Biologie,
Bildnerisches Gestalten.
EF Musik
Lerngebiete 193
1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde
Verknüpfung der Vorkenntnisse
• musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie
„Formverläufe und -modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden.
• ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stile, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen
Umfeldwissen verknüpfen.
• die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche) erkennen und beschreiben.
• für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen weitgehend
selbständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläutern.
2. Lerngebiet: Untersuchen und/oder Komponieren
Untersuchen • sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen
repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinanderset-
• ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen.
• eine fundierte selbständige Recherche durchführen.
• eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren.
Komponieren • ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren.
• sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für
die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires
an Klangerscheinungen auseinandersetzen.
• einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte
experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden.
EF Pädagogik – Psychologie
Allgemeine Bildungsziele 194
Pädagogik – Psychologie
Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik – Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“ und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von
Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Dadurch sollen die
Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich mit grundlegenden Fragestellungen der Psychologie und Pädagogik zu beschäftigen und diese zunehmend zu vernetzen. Der Unterricht leistet somit einen Beitrag, die menschliche Existenz unter neuen Perspektiven zu betrachten.
Das Ergänzungsfach Pädagogik – Psychologie fördert besonders:
• differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhän-
• einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch
und Umwelt übernehmen
• sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
EF Pädagogik – Psychologie
Allgemeine Bildungsziele 195
• das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
• sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik
und Psychologie als Wissenschaften interessieren
EF Pädagogik – Psychologie
Lerngebiete 196
Modellvorstellungen • pädagogische und psychologische Modelle im Zusammenhang mit spezifischen
Inhalten verstehen, anwenden und reflektieren.
Methoden • hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im
exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren.
Wahrnehmung • Faktoren (individuelle, soziale) und Funktionen (z.B. selektive, konstruktive und
soziale) der Wahrnehmung erklären, anwenden, als auch mit anderen psychologischen und pädagogischen Inhalten in Beziehung setzen.
Kognition • kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Lernprozesse, Sprache,
Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen und ableiten.
Emotion / Motivation • exemplarische Emotionen, Motive und Motivationen theoretisch analysieren,
auf pädagogische, individuelle und soziale Phänomene anwenden und den eigenen Umgang damit reflektieren.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
Aufgaben der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen zur Erziehung verstehen.
• Aufgaben, Ziele und pädagogisches Verhältnis als System begreifen und eigene
erzieherische Prozesse planen.
Erziehungsziele und
-inhalte
• Inhalte, Institutionen und pädagogische Konzepte exemplarisch analysieren
und ihre situative und historische Bedingtheit erklären und reflektieren.
EF Pädagogik – Psychologie
Lerngebiete 197
Erziehungsmassnahmen • unterschiedliche unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmassnahmen
(z.B. Lob und Strafe) erläutern und personen- und situationsbezogen reflektie-
• Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
Erziehungsstile • mindestens zwei Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin oder die
dimensionalen Ansätze von Tausch & Tausch oder Diana Baumrind) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen und kritisch re-
4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
Entwicklung
Entwicklungsbedingungen • die Wechselwirkung von Anlage, Umwelt und Selbststeuerung darstellen und
auf Beispiele anwenden.
Entwicklungsprozesse • die Wechselwirkung der Entwicklungsprozesse Reifung und Lernen beschreiben
und auf verschiedene Funktionsbereiche und Stadien der Entwicklung anwen-
Entwicklungstheorien • anhand von mindestens zwei Modellen (z.B. Freud, Piaget, Eriksson, Bronfenbrenner) Entwicklungsverläufe analysieren und pädagogische (z.B. Massnahmen, Ziele, Stile) und psychologische (z.B. psychische Dispositionen, Persönlichkeitsentwicklung) Konsequenzen ableiten.
Persönlichkeit
Persönlichkeitstheorien • mindestens zwei Persönlichkeitstheorien (z.B. tiefen-psychologische, kognitive,
faktoranalytische, humanistische) erklären und kritisch miteinander in Beziehung setzen.
• daraus Folgerungen für den pädagogischen und psychologischen Umgang mit
Menschen ableiten.
• Erleben und Verhalten theoriegeleitet analysieren und entsprechend begründete Handlungsvorschläge entwerfen.
• verstehen, dass Modelle der Komplexität menschlichen Erlebens und Verhaltens nie vollständig gerecht werden.
Soziale Interaktion und
Gruppenpsychologie • gruppenspezifische Merkmale, Strukturen und Prozesse erläutern und auf Fallbeispiele anwenden.
Kommunikation • Kommunikation als soziale Interaktion in verschiedenen Modellen darstellen
(z.B. Regelkreis, Schulz von Thun, Watzlawick).
• Störungen (z.B. Du-Botschaften, Paradoxie, Doppelbindung) exemplarisch diagnostizieren und beheben (z.B. Ich-Botschaften, Metakommunikation, aktives
Zuhören).
EF Pädagogik – Psychologie
Lerngebiete 198
Psychische Gesundheit und
psychische Störungen
begriffliche Grundlagen • Kriterien für eine psychische Störung nennen, konkretisieren und kritisch betrachten (z.B. Normenrelativität, Etikettierung, Krankenrolle).
psychische Störungen • Symptome und Ursachen von ausgewählten Störungen (z.B. affektive Störungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen) erläutern.
• verstehen, dass psychische Störungen in der Wechselwirkung von biologischen,
individuellen und sozialen Faktoren entstehen (z.B. Schizophrenie, Magersucht).
Prävention und Behandlung
und/oder psychische Gesundheit
• Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung bzgl. Magersucht) aufzeigen.
• mindestens zwei therapeutische Ansätze (z.B. Verhaltenstherapie, kognitive,
tiefenpsychologische, systemische oder klientenzentrierte Psychotherapie) verstehen, analytisch anwenden und kritisch vergleichen.
• fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung an Fallbeispielen
EF Philosophie
Allgemeine Bildungsziele 199
Philosophie
Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren. In
der Auseinandersetzung mit der Philosophie und dem Philosophieren werden die überfachlichen und
fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und
Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen
dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Der Philosophieunterricht vermittelt begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln.
Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern
kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik
und der Methodenreflexion. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen
rational und argumentativ angehen.
EF Philosophie
Allgemeine Bildungsziele 200
Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders:
• differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen
• sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere
Kontexte stellen
• den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
• im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte
usw.) diskutieren
• Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• sich differenziert und präzise ausdrücken
• konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte
• sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein
• sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer
nachgehen
• für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• sich für menschliche Grundfragen interessieren
• das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
EF Philosophie
Lerngebiete 201
Begriff der Philosophie • die wichtigsten philosophischen Teildisziplinen unterscheiden.
• das Verhältnis zwischen Philosophie und Wissenschaft verstehen.
philosophische Grundfra-
(Was kann ich wissen? Was
soll ich tun? Was darf ich
hoffen? Was ist der
Mensch? u.a.)
• Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Dilemmas, Konflikte) nachvollziehen.
• die Eigenart philosophischer Fragestellungen verstehen.
• hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.
philosophische Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen
(z.B. mythologisches Menschenbild, Menschenbild
der Aufklärung, Menschenbild der Moderne)
• verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch zuordnen.
• die Dimensionen und die Problematik der menschlichen Existenz erkennen.
• den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihren eigenen Erfahrungen her-
• die ethischen, pädagogischen oder politischen Konsequenzen verschiedener
Menschenbilder erkennen.
Grundpositionen der Erkenntnistheorie
(z.B. Ideenlehre, Rationalismus und Empirismus, Skeptizismus)
• die Ursprünge, Grenzen und Möglichkeiten der menschlichen Erkenntnis über-
• die Qualität und Gültigkeit von Meinungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen erkennen.
• die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
ethische Grundfragen und
-positionen
(z.B. Tugendethik, Utilitarismus, deontologische Ethik,
Mitleidsethik, Diskursethik,
Relativismus usw.)
• sich ausweisen in der Kenntnis der Möglichkeiten und Grenzen ethischer
Grundpositionen.
• ein Problem der angewandten Ethik aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen flexibel und angemessen beurteilen.
• zu einem Problem der angewandten Ethik eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
• die ethischen Dimensionen aktueller Geschehnisse erkennen.
EF Philosophie
Lerngebiete 202
Lektüre eines ausgewählten, in Absprache mit den
Schülerinnen und Schülern
festgelegten philosophischen Werkes.
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Werkes ausweisen.
Lektüre ausgewählter Textpassagen eines in Absprache mit den Schülerinnen
und Schülern festgelegten
Philosophen.
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Philosophen auswei-
Erarbeitung eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schüler festgelegten philosophischen Themas.
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Themas ausweisen.
philosophische Texte verschiedener Epochen
• ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
• philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander
in Beziehung setzen.
philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade
• philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen.
Methoden und Strategien
der Texterschliessung
• mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen.
philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln.
philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären
und selbständig entwickeln.
EF Philosophie
Lerngebiete 203
5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei-
(auf konkrete Fälle, eigene
Alltagserfahrungen, andere
Lebensbereiche)
• grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden.
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und
• einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen.
philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen.
• Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.
• einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen.
Allgemeine Bildungsziele 204
Philosophie – Pädagogik – Psychologie
Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie – Pädagogik – Psychologie vermittelt ein breites und
vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von Informationen, Wertsetzungen und Sinnangeboten zurechtzufinden und einen eigenen, kohärenten und begründeten Standpunkt zu entwickeln.
In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum
für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Der Unterricht vermittelt begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln.
Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen.
In den drei Fachbereichen können Themen zur Sprache kommen, die öffentlich und kontrovers diskutiert werden und zu denen die Schülerinnen und Schüler ein beachtliches Vorwissen mitbringen. Vorwissen und öffentliche Diskussionen werden in den drei Teildisziplinen ergänzt, systematisch vertieft und
kritisch hinterfragt.
Allgemeine Bildungsziele 205
Das Schwerpunktfach Philosophie – Pädagogik – Psychologie fördert besonders:
• differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen
• sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere
Kontexte stellen
• den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
• im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte
usw.) diskutieren
• Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen
• sich differenziert und präzise ausdrücken
• aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören
• konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
• das Selbstkonzept reflektieren
• sich der Verantwortung für die eigene Entwicklung (z.B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst
werden
• sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
• sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer
nachgehen
• für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Maturaarbeiten
erfüllen
• verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen
• das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
Lerngebiete 206
Lerngebiete des Teilbereichs Philosophie
Begriff der Philosophie • die wichtigsten philosophischen Teildisziplinen unterscheiden.
• das Verhältnis zwischen Philosophie und Wissenschaft verstehen.
philosophische Grundfra-
(Was kann ich wissen? Was
soll ich tun? Was darf ich
hoffen? Was ist der
Mensch? u.a.)
• Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Dilemmas, Konflikte) nachvollziehen.
• die Eigenart philosophischer Fragestellungen verstehen.
• hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.
philosophische Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen
(z.B. mythologisches Menschenbild, Menschenbild
der Aufklärung, Menschenbild der Moderne)
• verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch zuordnen.
• die Dimensionen und die Problematik der menschlichen Existenz erkennen.
• den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihren eigenen Erfahrungen her-
• die ethischen, pädagogischen oder politischen Konsequenzen verschiedener
Menschenbilder erkennen.
Grundpositionen der Erkenntnistheorie
(z.B. Ideenlehre, Rationalismus und Empirismus, Skeptizismus)
• die Ursprünge, Grenzen und Möglichkeiten der menschlichen Erkenntnis über-
• die Qualität und Gültigkeit von Meinungen, Argumenten und wissenschaftlichen Erkenntnissen erkennen.
Willensfreiheit und Determinismus (optional)
• die Grundpositionen, die Problematik und die Konsequenzen der Frage nach
der menschlichen Willensfreiheit verstehen.
Sprachphilosophie (optio-
• verschiedene Erklärungsansätze der Funktionsweise der Sprache erkennen und
das Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit verstehen.
Lerngebiete 207
philosophische Texte verschiedener Epochen
• ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
• philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander
in Beziehung setzen.
philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade
• philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen.
Methoden und Strategien
der Texterschliessung
• mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen.
philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln.
philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären
und selbständig entwickeln.
5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei-
(auf konkrete Fälle, eigene
Alltagserfahrungen, andere
Lebensbereiche)
• grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden.
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und
• einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen.
philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen.
• Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.
• einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen.
Lerngebiete 208
Lerngebiete der Teilbereiche Pädagogik und Psychologie
Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und
• erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen, und können die dazu gehörige Terminologie anwenden.
Modellvorstellungen • pädagogische und psychologische Modelle im Zusammenhang mit spezifischen
Inhalten verstehen, anwenden und reflektieren.
Methoden • hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im
exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren.
Überblick über die verschiedenen Strömungen in Pädagogik und Psychologie
• pädagogische Konzeptionen von verschiedenen Pädagoginnen und Pädagogen
wie z.B. Rousseau, Pestalozzi und Montessori in den Grundzügen erläutern, die
zugrunde liegenden Menschenbilder miteinander vergleichen und mit aktuellen
Positionen in einen Zusammenhang bringen.
• in verschiedenen Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie) die wichtigsten Grundbegriffe erläutern und diese in
alltäglichen Situationen anwenden.
• diese Richtungen hinsichtlich ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten miteinander vergleichen.
Mindestens zwei der folgenden Grobinhalte
Wahrnehmung • Faktoren (individuelle, soziale) und Funktionen (z.B. selektive, konstruktive und
soziale) der Wahrnehmung erklären, anwenden und mit anderen psychologischen und pädagogischen Inhalten in Beziehung setzen.
Kognition • kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Sprache, Denken, Intelligenz, Lernen) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen ableiten.
• die Bedeutung der Neuropsychologie für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Prozessen verstehen und erläutern.
Emotion / Motivation • exemplarische Emotionen, Motive und Motivationen theoretisch analysieren,
auf pädagogische, individuelle und soziale Phänomene anwenden und den eigenen Umgang damit reflektieren.
Lerngebiete 209
3. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit
Entwicklungsstadien • den Entwicklungsverlauf unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Gehen, Sprache, Selbstständigkeit) beschreiben, zu entsprechenden Theorien in Beziehung
setzen und hinsichtlich der Normproblematik kritisch reflektieren.
• Merkmale von bestimmten Entwicklungsstadien (z.B. Jugendalter) erläutern
und mit entwicklungspsychologischen Theorien in Beziehung setzen.
Entwicklungsbedingungen • die Wechselwirkung von Anlage, Umwelt und Selbststeuerung darstellen und
auf Beispiele anwenden.
• anhand von Beispielen erläutern, inwiefern Reifung und Lernen zusammenspielen und sich gegenseitig bedingen.
Entwicklungstheorien • anhand von mindestens zwei Modellen (z.B. Tiefenpsychologie, Lerntheorie,
Theorie der kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie) theoriegeleitete Erklärungen für Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten.
Persönlichkeitstheorien • mindestens zwei Persönlichkeitstheorien (z.B. tiefenpsychologische, kognitive,
faktoranalytische, humanistische, positive Psychologie) erklären und kritisch
miteinander in Beziehung setzen.
• daraus Folgerungen für den pädagogischen und psychologischen Umgang mit
Menschen ableiten (z.B. Jugendalter).
Menschenbild • Zusammenhänge zwischen der jeweiligen Persönlichkeitstheorie und dem dahinter stehenden Menschenbild erkennen und entsprechende Implikationen für
den pädagogischen und psychologischen Zugang kritisch reflektieren.
Identität • eigene und fremde Identitätsentwicklung im Zusammenhang mit den einzelnen
Persönlichkeitstheorien reflektieren und Schlüsse daraus ziehen.
Gemeinsames Lerngebiet des SPF Philosophie – Pädagogik – Psychologie
Interdisziplinäres Lerngebiet
Mindestens eines der folgenden oder ein weiteres, in gemeinsamer Absprache festgelegtes interdisziplinäres
Teilgebiet
• verschiedene Perspektiven der drei Einzeldisziplinen einnehmen, unterscheiden
und reflektieren.
Glücksvorstellungen • unterschiedliche Vorstellungen und Formen des Glücks erkennen und miteinander vergleichen.
• ein Bewusstsein für die eigene Glücksvorstellung entwickeln.
Menschenbilder und Erziehungsstile
• Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen Menschenbildern und Erziehungsstilen erkennen.
• ein Bewusstsein für das eigene Menschenbild entwickeln.
Lerngebiete 210
Lerngebiete des Teilbereichs Philosophie
1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
ethische Grundfragen und
-positionen
(z.B. Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Mitleidsethik, Diskursethik, Relativismus usw.)
• sich ausweisen in der Kenntnis der Möglichkeiten und Grenzen ethischer
Grundpositionen.
• ein Problem der angewandten Ethik aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen flexibel und angemessen beurteilen.
• zu einem Problem der angewandten Ethik eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
• die ethischen Dimensionen aktueller Geschehnisse erkennen.
freier Inhalt zur Vertiefung
Lektüre eines ausgewählten, in Absprache mit den
Schülerinnen und Schülern
festgelegten philosophischen Werkes. (optional)
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Werkes ausweisen.
Lektüre ausgewählter Textpassagen eines in Absprache mit den Schülerinnen
und Schülern festgelegten
Philosophen. (optional)
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Philosophen auswei-
Erarbeitung eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schüler festgelegten philosophischen Themas. (optional)
• sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Themas ausweisen.
2. Lerngebiet: Philosophische Texte
philosophische Texte verschiedener Epochen
• ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.
• philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander
in Beziehung setzen.
philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade
• philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen.
Methoden und Strategien
der Texterschliessung
• mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen.
Lerngebiete 211
3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln.
philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären
und selbständig entwickeln.
4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei-
(auf konkrete Fälle, eigene
Alltagserfahrungen, andere
Lebensbereiche)
• grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden.
• ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und
• einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen.
philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen.
• Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.
• einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen.
Lerngebiete der Teilbereiche Pädagogik und Psychologie
1. Lerngebiet: Erziehungstheorien und Erziehungspraxis
Grundlagen der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen zur Erziehung verstehen und darstellen.
Aufgaben der Erziehung • Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der
Erziehung darstellen, das Konzept der Bildung reflektieren und sich in diesem
Zusammenhang mit der eigenen persönlichen Entwicklung auseinandersetzen.
Erziehungsziele • den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z.B. pädagogische Mündigkeit)
und -inhalten, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren untersuchen und kritisch reflektieren.
Lerngebiete 212
Massnahmen in der Erziehung
• unterschiedliche unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmassnahmen
(z.B. Lob und Strafe) erläutern und personen- und situationsbezogen reflektie-
• Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
Erziehungsstile • mindestens zwei Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin, oder die
dimensionalen Ansätze von Tausch & Tausch oder die elterlichen Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen
und kritisch reflektieren.
2. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen
begriffliche Grundlagen • Kriterien für eine psychische Störung nennen, konkretisieren und kritisch betrachten (z. B. Normenrelativität, Etikettierung, Krankenrolle).
• sich im Rahmen des ausgewählten Themas mit pädagogischen und psychologischen Methoden zur Förderung des Zusammenlebens auseinandersetzen und
diese auf Beispiele anwenden.
psychische Störungen • Symptome und Ursachen von ausgewählten Störungen (z.B. affektive Störungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen) erläutern.
• verstehen, dass psychische Störungen in der Wechselwirkung von biologischen,
individuellen und sozialen Faktoren entstehen (z.B. Schizophrenie, Magersucht).
Mindestens eines der folgenden Teilgebiete
Prävention und Behandlung • Möglichkeiten zur Prävention von psychischen Störungen (z.B. Aufklärung bzgl.
Magersucht) aufzeigen.
psychische Gesundheit • verschiedene Faktoren erläutern, welche die psychische Gesundheit beeinflussen (z.B. chronisch erhöhtes Erregungsniveau, Stress, Burnout, soziale Vernetzung).
3. Lerngebiet: Soziale Interaktion und Kommunikation
Gruppenpsychologie • gruppenspezifisches Verhalten auf dem Hintergrund von Erkenntnissen der
Gruppendynamik (z.B. Gruppennorm, Rolle, Hierarchie, Zielsetzung), auch wie
sie sich unterscheiden erläutern.
Kommunikation • verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawik, Schulz von Thun) erläutern und diese miteinander vergleichen.
• Kommunikationsstörungen (z.B. Du-Botschaften, Paradoxie, Doppelbindung)
exemplarisch diagnostizieren und erläutern, wie man diese beheben kann (z.B.
Ich-Botschaften, Metakommunikation, aktives Zuhören).
Lerngebiete 213
Gemeinsames Lerngebiet des SPF Philosophie – Pädagogik – Psychologie
Interdisziplinäres Lerngebiet
Mindestens eines der folgenden oder ein weiteres, in gemeinsamer Absprache festgelegtes interdisziplinäres
Thema
• verschiedene Perspektiven der Einzeldisziplinen einnehmen, unterscheiden und
Strafen • Strafbegründungen und Strafzwecke unterscheiden und reflektieren.
• Verbindungen zwischen Strafen und Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen erläutern und beurteilen.
• Zusammenhänge zwischen Menschenbildern und Strafen erkennen.
Experimente der Sozialpsychologie
• Experimente und ihre Ergebnisse aus einem ethischen Standpunkt betrachten
und hinterfragen.
• die Methodik der Sozialpsychologie problematisieren.
GLF Physik
Allgemeine Bildungsziele 214
Physik
Wochenlektionen 0 2 2 2
Die Physik erkundet die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in
der Natur.
Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die technischen Anwendungen der Physik.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und das Denken in
kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzusetzen.
Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen Fragen
sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der
Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu,
Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen.
GLF Physik
Allgemeine Bildungsziele 215
Das Grundlagenfach Physik fördert besonders:
• Hypothesen bilden und überprüfen
• Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen
• sich präzise in der Fachsprache ausdrücken
• Experimente planvoll aufbauen und durchführen
• Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten
• Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
• Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik
GLF Physik
Lerngebiete 216
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
physikalische Grössen und
Einheiten
Experimente
Datenanalyse
• physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden.
• Experimente planen und durchführen.
• Daten interpretieren, auswerten und zweckmässig darstellen.
• die Genauigkeit einer Messung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
2. Lerngebiet: Technik
theoretische Grundlagen
Brechung
Abbildungen
technische Anwendungen
• grundlegende Zusammenhänge der Optik mathematisch oder mit Worten formulieren.
• den Weg des Lichts bei Brechung an einer Grenzfläche bestimmen.
• optische Abbildungen mittels Konstruktion oder Rechnung charakterisieren.
• die Funktionsweise optischer Geräte erklären.
3. Lerngebiet: Mechanik
Bewegungen und ihre Ursachen
Bewegungsdiagramme
Kräfte
Newtonsche Axiome
• gleichförmige und beschleunigte Bewegungen mathematisch beschreiben.
• Bewegungsdiagramme erstellen und interpretieren.
• Grundlagen der Kreisbewegung erklären.
• bei mechanischen Abläufen die wirkenden Kräfte erkennen, quantifizieren und
deren Wirkung bestimmen.
• Alltagssituationen auf physikalisch Relevantes reduzieren.
GLF Physik
Lerngebiete 217
1. Lerngebiet: Mechanik – Erhaltungssätze
Erhaltungssätze
Arbeit, Energie, Leistung
• verschiedene Energieformen benennen.
• die beteiligten Prozesse identifizieren und quantifizieren.
• Zusammenhänge zwischen Arbeit, Energie und Leistung aufzeigen.
• die Bedeutung der Energieerhaltung erklären und auf konkrete Beispiele an-
2. Lerngebiet: Wärmelehre: Thermisches Verhalten von Materie
Verhalten von Materie bei
Temperaturänderungen
ideale Gase und Wärmearbeitsmaschinen
Energie und Gesellschaft
• die beteiligten Prozesse identifizieren und quantifizieren (Phasenübergänge,
Verhalten von Gasen, Flüssigkeiten, Festkörpern).
• die Umsetzung von Wärme in Arbeit (bzw. umgekehrt) in Kreisprozessen (z.B.
Wärmearbeitsmaschinen, Wärmepumpen) erklären.
• die kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen aufzeigen.
3. Lerngebiet: Periodische Vorgänge
theoretische Grundlagen
Anwendungen in alltäglichen Phänomenen
• charakteristische Grössen von periodischen Vorgängen definieren und zueinander in Beziehung setzen.
• ausgewählte Phänomene erklären und in Alltagssituationen erkennen.
GLF Physik
Lerngebiete 218
1. Lerngebiet: Elektromagnetismus
Elektrizität • die Begriffe Ladung, Stromstärke, Spannung, elektrische Leistung und Widerstand erklären und Zusammenhänge zwischen diesen Grössen formulieren.
• Schaltungen aufbauen, ausmessen und die relevanten Grössen berechnen.
• sich der tiefgreifenden Umwälzungen der Elektrifizierung und der daraus entstehenden Abhängigkeiten bewusst sein.
Magnetismus • die magnetische Wirkung von Strömen beschreiben.
• Kräfte auf bewegte Ladungen im Magnetfeld bestimmen.
• elektromagnetische Erscheinungen in ausgewählten Anwendungen erklären.
2. Lerngebiet: Neuere Physik
theoretische Grundlagen
• an Beispielen aufzeigen, dass es Grenzen für die Gültigkeit der klassischen Physik gibt.
• Experimente und Phänomene beschreiben, welche nicht mit der klassischen
Physik gedeutet werden können.
• an Beispielen aus dem Alltag die Bedeutung der neueren Physik erläutern.
EF Physik
Allgemeine Bildungsziele 219
Physik
Die Physik erkundet die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in
der Natur.
Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und
vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbstständig und beherrschen den praktischen Umgang
mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten.
Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden.
Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders:
• komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
• Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
• komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären
• sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen
• planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten
• Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten
• Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen
• Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene
EF Physik
Lerngebiete 220
1. Lerngebiet: Mechanik
Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet)
Fluidmechanik • physikalische Anwendungen und Phänomene erklären (z.B. im Bereich der Medizin).
• technische Berechnungen auf dem Gebiet der Fluiddynamik durchführen.
• das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden.
• die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung bestimmen.
starre Körper
2. Lerngebiet: Elektrizität
Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet)
elektrisches Potential • den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial erklären.
• das Phänomen der Induktion erläutern.
• die Funktionsweise technischer Anwendungen der Elektrizität erklären (z.B. im
Bereich der Medizin).
• elektronische Schaltungen analysieren.
Induktion
Elektronik
3. Lerngebiet: Technik
Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet)
Schwingungen und Wellen • grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren.
• physikalische Vorgänge in ausgewählten Anwendungen erklären.
aktuelle Entwicklungen in
der Technik
EF Physik
Lerngebiete 221
4. Lerngebiet: Wärmelehre
Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet)
Wärmetransport • die verschiedenen Wärmetransportmechanismen charakterisieren.
• Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur beschreiben.
• technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik).
kinetische Gastheorie
5. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik
experimentelle Physik • Experimente von der Planung bis zur Auswertung durchführen.
• die Unsicherheit eines Resultates mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
• Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen berechnen.
mathematische Werkzeuge
6. Lerngebiet: Neuere Physik
Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet)
Quantenphysik • exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeigen.
• grundlegende Zusammenhänge in den ausgewählten Teilgebieten in Worten
und mathematisch formulieren.
• Phänomene der modernen Physik in einzelnen Anwendungen erklären.
Astronomie / Astrophysik
Relativitätstheorie
Kern- und Teilchenphysik
Simulation und Modellbildung
aktuelle Entwicklungen in
der Physik
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Allgemeine Bildungsziele 222
Physik und Anwendungen der Mathematik
Kombiniertes Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik
Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der Physik
gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische Theorien fanden in
der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im
Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der
Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das
abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Die
Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik insbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in den Grundlagenfächern wird die Möglichkeit geboten, selbstständig zu lernen.
Teilbereich Physik
Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik und führt so an offene Fragen
heran und an die Denkweise der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er gibt Einblick in den Wandel der
Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis.
Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler zudem auch den Umgang mit Messgeräten und das Planen, Durchführen und Auswerten anspruchsvoller Experimente.
Teilbereich Anwendungen der Mathematik
Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen, der linearen Algebra
und der Analysis, bieten ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Physikalische Phänomene können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden.
Auch eigenständige Aspekte der Mathematik, unabhängig von den Anwendungen in der Physik, werden
im Schwerpunktfach behandelt. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik
macht nämlich bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und
weckt Freude an geistiger Arbeit.
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Allgemeine Bildungsziele 223
Zwischen der Mathematik und den Naturwissenschaften bestehen zahllose Verbindungen, sei es im Bereich der Modellbildung oder der Formalisierung von Simulationen oder Berechnungen. Beispiele sind
Datenanalyse und Regression, Fehlerrechnung, Optimierung, Schwingungslehre, Bewegungsabläufe,
Wachstums- und Zerfallsprozesse, zufallsgesteuerte Entwicklungen, Reaktionskinetik, Populationsentwicklung und andere dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es Querbezüge. Beispiele: statistische Analysen in Sozial- und Sprachwissenschaften, Darstellung räumlicher Objekte, Klanganalyse und -synthese, Modellierung von Produktions- und Wirtschaftssystemen, Wissenschaftsgeschichte, Logik, Algorithmik.
Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders:
• in abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken
• mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten
• Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen
• über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen
• Problemstellungen formalisieren
• mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen
• mit Computern / Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und
Modellbildung einsetzen
• Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen
• neugierig für Naturphänomene sein
• für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein
• Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Lerngebiete 224
Lerngebiete für den Teilbereich Physik
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Experimente und Datenanalyse
Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik
• Experimente planen und aufbauen.
• Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll einsetzen.
• Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces,
Sensoren).
• eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis)
formalisieren.
2. Lerngebiet: Technik
Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erläutern.
• die technische Umsetzung von physikalischen Prinzipien erklären.
3. Lerngebiet: Mechanik
Impuls und Stösse (® nichtlineare Gleichungssysteme,
Integralrechnung)
• Impuls- und Energieerhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und
zu berechnen.
• Drehbewegungen und deren Ursachen in ausgewählten Situationen quantifizieren.starre Körper (® Vektorgeometrie)
Teilgebiet zur Auswahl
mechanische Schwingungen (® Differentialgleichungen)
• die funktionalen Abhängigkeiten zwischen Schwingungsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators erklären.
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Lerngebiete 225
4. Lerngebiet: Neuere Physik 1
theoretische Grundlagen • die Grenzen der klassischen Physik erkennen und den Wandel des wissenschaftlichen Verständnisses der Natur aufzeigen.
Anwendungen 1 • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Kosmologie, Atom- und Teilchenphysik) erklären.
1. Lerngebiet: Elektromagnetismus
Vertiefung Elektrizitätslehre
Kirchhoff-Gesetze (® Matrizenrechnung)
Experimente
Vertiefung Magnetismus
• Spannungen und Ströme messen.
• Parameter elektrischer Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen.
• Schaltungen planen, aufbauen und analysieren.
• das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen anwenden.
Wechselströme (® Differentialgleichungen, komplexe Zahlen)
• das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.
Elektronik • das Verhalten von elektronischen Bauteilen beschreiben.
2. Lerngebiet: Neuere Physik 2
Anwendungen 2 • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Kosmologie, Atom- und Teilchenphysik) erklären.
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Lerngebiete 226
3. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Wissensbeschaffung und
Umgang mit Medien
• sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.
Experimente und Datenanalyse
• die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
4. Lerngebiet: Technik
theoretische Grundlagen • anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen (z.B. in der
Wellenlehre, Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und mit Worten
Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären.
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Lerngebiete 227
Lerngebiete für den Teilbereich Anwendungen der Mathematik
Die mit einem Sternchen versehen Grobinhalte erlauben einen Querbezug zur Physik.
1. Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen* • erklären, was Matrizen, Determinanten, Eigenwerte und Eigenvektoren sind.
• Matrix-Vektormultiplikationen durchführen und mit Matrizen rechnen.
• die Lösbarkeit linearer Gleichungssysteme über Matrixeigenschaften charakteri-
• Eigenwerte (auch komplexe) und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und
• erklären, was eine affine Abbildung ist.
• den Zusammenhang zwischen affinen Abbildungstypen und Matrixeigenschaften erläutern.
• Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be-
Determinanten
Eigenwerte und Eigenvektoren*
ebene affine Abbildungen
elektrische Stromkreise*
2. Lerngebiet: Komplexe Zahlen
Darstellung • komplexe Zahlen in kartesischer und Exponentialform darstellen.
• mit komplexen Zahlen rechnen und die Grundoperationen geometrisch inter-
• im Komplexen Wurzeln berechnen und einfache Gleichungen lösen.
• komplexe Eigenwerte und Eigenvektoren berechnen und deuten.
• komplexe Funktionen auch geometrisch darstellen (optional).
• Fraktale verstehen und programmieren (optional).
• mit komplexen Folgen und Reihen rechnen (optional).
• den Fundamentalsatz der Algebra und eine Beweisidee formulieren (optional).
Berechnungen
Anwendungen*
SPF Physik und Anwednungen der Mathematik
Lerngebiete 228
1. Lerngebiet: Differentialgleichungen
Integrationstechniken • Integrale mit den Techniken der Substitution und partiellen Integration berech-
• erklären, was eine Differentialgleichung ist, und Differentialgleichungen mit
Hilfe des Richtungsfelds veranschaulichen.
• über die Separation der Variablen Anfangswertprobleme lösen.
• mindestens eine weitere exakte Lösungsmethode anwenden.
• ein Anfangswertproblem mit Hilfe einer numerischen Methode näherungsweise
lösen und (optional) implementieren.
• einige Modellierungsansätze beschreiben und in Form von Differentialgleichungen formulieren.
Differentialgleichung erster
Ordnung*
Richtungsfeld
exakte Lösungsverfahren
numerische Lösungsverfah-
Modellierung*
Schwingungen* (optional)
Wechselstrom* (optional)
2. Lerngebiet: Weitere Anwendungen
parametrisierte Kurven* • erklären, was parametrisierte Kurven und Tangentialvektoren sind und sie zur
Lösung von Anwendungsaufgaben einsetzen.
• Kurven in Polarkoordinaten beschreiben (optional).
• die Herleitung der Kepler-Gesetze nachvollziehen (optional).
• Bezierkurven anwenden (optional).
• Polynomial- und Spline-Interpolationen durchführen (optional).
• Nullstellen numerisch bestimmen (optional).
• eine Funktion in ihre Taylorreihe entwickeln.
• Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be-
• partielle Ableitungen und Richtungsableitungen bilden (optional).
• einfache mehrdimensionale Integrale berechnen (optional).
• Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten bestimmen (optional).
• die Normalverteilung anwenden (optional).
• zahlentheoretische Grundlagen der Kryptographie erläutern und anwenden
• Graphen zur Lösung von Anwendungsproblemen einsetzen (optional).
• Symmetrien mit Hilfe von endlichen Gruppen und Matrizengruppen beschreiben (optional).
• die Klassifikation der kristallographischen Gruppen in der Ebene und auf der
Sphäre nachvollziehen (optional).
Taylorreihen
mehrdimensionale Analysis
ausgewählte numerische
Methoden (optional)
dynamische Systeme (optidiskrete Mathematik (opti-
Vertiefung der Stochastik
Gruppentheorie (optional)
EF Religionslehre
Allgemeine Bildungsziele 229
Religionslehre
Das Fach Religionslehre
• fördert die Fähigkeit, die Weltanschauung unterschiedlicher Religionen kennen zu lernen.
• bietet den Raum für Diskussionen über Grundlagen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens,
wie sie in den Religionen thematisiert werden.
• unterstützt im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft Toleranz einzuüben.
• begleitet die jungen Menschen, angesichts dauernder Wandlungen tradierter Überzeugungen und
Werte, bei der Identitätssuche.
• hält die Schüler und Schülerinnen an, anhand von aktuellen ethischen Problemstellungen die Religionen kritisch zu hinterfragen.
• ermutigt zum Engagement für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft im globalen Kontext.
• führt in die Religionswissenschaft ein und leitet die Schülerinnen und Schüler an, selber religionswissenschaftlich zu denken, zu arbeiten und zu forschen.
EF Religionslehre
Allgemeine Bildungsziele 230
Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert besonders:
Reflexive Kompetenzen
• Gründe und Ziele von religiösen Handlungen verstehen
• sich mit religiösen Texten auseinandersetzen
• die Präsenz der Religion in der Kunst und religiöse Traditionen in ihrem gesellschaftlichen Kontext interpretieren
• Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen
• Texte analysieren und einordnen
• Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen
• Internet-Möglichkeiten kennen und sich ihrer bedienen unter Einhaltung der ethischen Vorgaben
(Copyright)
• die Nutzung der elektronischen Mittel im Hinblick auf Präsentationen und Arbeitsdarstellung beherrschen
• alte Quellen mit elektronischem zeitgenössischem Material (wie Interviews, Youtube, Informationen,
Twitter, Blogs) zur Verständniserweiterung verbinden
Bereit sein,
• sich sowohl mit eigenen und fremden religiösen Traditionen wie auch mit verschiedenen weltanschaulichen Perspektiven auseinanderzusetzen.
• den eigenen Horizont im Rahmen des religiösen Glaubens zu erweitern.
• sich mit einer Thematik im Spannungsfeld anderer Disziplinen zu beschäftigen.
• den Unterricht mitzugestalten und dafür Mitverantwortung zu tragen.
3 Querverbindungen zu anderen Fächern
Ethik, Philosophie, Theologie, Geschichte, Archäologie, Ethnologie, Anthropologie, Psychologie, Pädagogik, Malerei, Kunst, Literatur, Oper / Musik, Architektur, Naturwissenschaft und andere Fachgebiete
4 Didaktisch-methodische Hinweise
• Frontalunterricht
• Gruppenarbeit
• individuelle Arbeit (recherchieren)
• Besuch einer Synagoge, Moschee, eines buddhistischen und eines hinduistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual (wenn möglich)
• Fragestunde mit Experten
EF Religionslehre
Lerngebiete 231
1. Lerngebiet: Religion und Kultur
Religionsbegriff(e)
die Bedeutung des neuzeitlichen Grundbegriffs religio
in seiner Geschichte
• die Geschichte des Begriffs religio reflektieren und vor diesem Hintergrund ihr
eigenes Religionsverständnis bedenken.
der Religionsbegriff in anderen historischen Epochen
und Kulturen
• verschiedene Definitionen von Religion inhaltlich problematisieren.
• eine Religionsdefinition anwenden.
das Religionsverständnis
der Religionswissenschaft
Religionskritik • klassische Positionen der Religionskritik einschätzen und hinterfragen.
religiöse Phänomene und
Vorstellungen
• Religionen als Phänomen der Menschheitsgeschichte erfassen und auf deren
Ursachen und Wirkungen hin befragen.
• religiöse Fragen in unterschiedlichen Bereichen menschlicher Kultur erkennen,
klären, analysieren und einordnen.
• Menschen-, Götter- und Weltbilder differenziert betrachten und beschreiben.
Religion in der Gesellschaft
Religion und Staat in Geschichte und Gegenwart
• die Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft analysieren und beurteilen.
• religiöse Hintergründe politischer Konflikte und deren prägende Wirkung auf
Gesellschaft und Kultur analysieren.
• die religiöse Dimension aktueller gesellschaftlicher und historischer Themen erfassen.
Sektenbegriff
ausgewählte religiöse Sondergruppen
• wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und
-formen anwenden.
ethische Entwürfe in der
Verantwortungsethik • Beiträge zu aktuellen ethischen Fragestellungen im Austausch mit philosophischen Entwürfen beurteilen.
• in ausgewählten Fragen ein eigenes, reflektiertes Urteil bilden.
Leben – Recht oder Pflicht?
das Recht auf das leibliche
Leben im Diskurs zur Sterbehilfe, zum Suizid, zur Abtreibung, zur Todesstrafe
u.a.
Freiheit vs. Freiheitsentzug
EF Religionslehre
Lerngebiete 232
2. Lerngebiet: (Welt)religionen
religiöse Fragen
• Grundaspekte der ethnischen Religionen anhand
exemplarischer Beispiele
• Judentum, Christentum
und Islam: Entstehung,
Wirkungsgeschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede
• Hinduismus und Buddhismus: Entstehung, Wirkungsgeschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich
zum abendländischen
Denken
• religiöse Traditionen und Riten in ihren historischen, aktuellen, sozialen und politischen Bezügen verstehen.
• elementare Aussagen religiöser Traditionen in heutigen Denkkategorien ausdrücken und auf die eigene Erfahrung anwenden.
heilige Schriften • religiöse Texte deuten und auf dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese).
interreligiöser Dialog • wissenschaftlich fundiert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen.
FF Spanisch
Lerngebiete 233
Spanisch
Freifach
Wochenlektionen 0 3 0 0
B KLASSENLEHRPLÄNE
• elementare morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln
• vergleichende Sprachanalyse
• ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden
(z.B. Verbkonjugation im Präsens und pretérito perfecto).
• relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen.
• Grundwortschatz
• Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars
problemlos meistern.
• ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit,
Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen.
• soziolinguistische Nor-
• Übersetzen
• Beschreiben
• die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und
Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen.
• einfache Sätze und Texte aus ihrer Muttersprache ins Spanische übersetzen.
• Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben.
• Erlebtes in strukturierten Sequenzen erzählen und beschreiben.
FF Spanisch
Lerngebiete 234
Hören • einfache Texte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt
• einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen fol-
• einfache Texte (phonetisch) korrekt vorlesen.
Sprechen • sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen.
Schreiben • kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und Dialoge).
Lesestrategien • einfache zeitgenössische Texte literarischer und nicht literarscher Natur (im
Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben.
Kultur • geografische Kenntnisse Spaniens und Südamerikas (Regionen, Provinzen,
Städte, Flüsse usw.) anwenden.
• einige wichtige Vertreter aus Literatur Kino und Kunst einordnen (z.B. Buñuel,
Lorca, Saura, Alberti, Cortázar, García Marquéz, Almodóvar, Dalí, Picasso, Miro,
Velázquez).
• einige wichtige historische Ereignisse chronologisch verorten (z.B. Reconquista,
Conquista, spanischer Bürgerkrieg, Faschismus in Spanien und Militärdiktaturen
und wichtige Revolutionen in Lateinamerika).
• sich je nach persönlichem Interesse für unterschiedliche Aspekte der spanischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geografie, Land und Leute usw.)
begeistern.
• den Inhalt ausgewählter, stufengerechter Lieder und Filmsequenzen im Grossen
und Ganzen verstehen.
SPF Spanisch
Lerngebiete 235
Spanisch
B KLASSENLEHRPLÄNE
1. Lerngebiet: Sprache und Sprachkompetenz (B1.2 – B2)
• indicativo
• einfache Verbalperiphrasen mit gerundio und Infinitiv
• Unterscheidung der
Vergangenheitszeiten
im indicativo
• subjuntivo
• Doppelte Objektspronomen
• wichtige Präpositionen
• Adjektiv und Adverb
• Unterschied von ser
und estar
• Passiv und pasiva refleja
• Vergleich und Steigerung
• eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und
schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren.
SPF Spanisch
Lerngebiete 236
Wortschatz • einen breiten Grundwortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern.
• Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden.
• eigenständig Wortschatz zu einem Thema erarbeiten.
Sprachreflexionen
• Stilebenen
• verschiedene Stilebenen unterscheiden.
• sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der spanischen
Grammatik erkennen.
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
• Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
• fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
2. Lerngebiet: Kommunikation (B1.2)
• einfache und komplexere
Hörverständnisübungen
• authentische mediale
Beiträge
• kürzere, einfache Redebeiträge verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Schule, Freizeit usw. geht.
• authentischen medialen Beiträgen (Radio- oder Fernsehsendungen) sowie Filmen über Themen aus ihrem Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird.
• Gesprächssituationen
• Kurzvorträge
• die meisten Alltagssituationen angemessen bewältigen, denen man auf Reisen
im Sprachgebiet begegnet.
• ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut
sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags bezie-
• in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben.
• kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu
erklären und begründen.
• eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben und ihre Reaktionen beschreiben.
• einfachere Lektüren
• einfache literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und
einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
verschiedene Textsorten:
• Berichte
• kreative Texte (Gedichte,
Kurzgeschichten)
• Briefe, E-Mails
• Zusammenfassungen
• Beschreibungen
• Erörterungen
• über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben.
• einfache kreative Texte verfassen.
• persönliche Briefe und E-Mails schreiben und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.
• Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben.
• zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung nehmen.
• eine einfache Bildbeschreibung verfassen.
SPF Spanisch
Lerngebiete 237
3. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film und Musik
• Originaltexte (Prosa,
Epik, Lyrik) aus Spanien
und Lateinamerika
• einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
• einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
• ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich
• Einblicke in typische kulturelle und landeskundliche Gegebenheiten der
spanischsprachigen Länder
• gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche
Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschrei-
• einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen.
• Filme aus Spanien und
Lateinamerika
• Filmanalyse, Filmsprache
• Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.
• Filme anhand filmsprachlicher Kriterien analysieren und interpretieren.
• Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen.
Musik
• unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte
und Tänze
• spanischsprachige Liedtexte verstehen und sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen.
• die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen.
SPF Spanisch
Lerngebiete 238
1. Lerngebiet: Sprache und Sprachkompetenz (B2)
• Konkordanz der Zeiten
• estilo indirecto
• imperfecto de subjuntivo
• komplexe Satzgefüge
und Verbalperiphrasen,
Relativsätze, Adverbialsätze
• die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.
• eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und
schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren.
Wortschatz • einen breiten und präzisen Wortschatz situationsgerecht anwenden und diesen
systematisch erweitern.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
• einen differenzierten Wortschatz zur Argumentation verwenden.
• idiomatische Strukturen aktiv und situationsgerecht gebrauchen.
Sprachreflexionen
• Stilebenen
• verschiedene Stilebenen unterscheiden.
• sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken.
• wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der spanischen
Grammatik erkennen.
• Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen verbessern.
• fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten.
2. Lerngebiet: Kommunikation (B2 – C1)
• komplexere Hörverständnisübungen
• authentische mediale
Beiträge
• längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen.
• authentische mediale Beiträge (z.B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend verstehen.
SPF Spanisch
Lerngebiete 239
• Gesprächssituationen
• längere Vorträge
• mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch
• sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten.
• zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben.
• differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken.
• die bis anhin erlangten Sprachkenntnisse verfeinern und progressiv erweitern.
• komplexe idiomatische Strukturen beherrschen.
• kreativ und kritisch mit Sprache und Wissen umgehen.
• Auseinandersetzung mit
literarischen und nicht-literarischen Originaltex-
• selbstständig komplexe literarische und nicht-literarische Texte erschliessen,
analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).
• Lektüre und Interpretation von Werken (Auszügen) verschiedener lateinamerikanischer und spanischer Literatur-Epochen und Lektüre einiger ihrer Beispiele
bewältigen.
verschiedene Textsorten
• Berichte
• kreative Texte (Gedichte,
Kurzgeschichten)
• Briefe, E-Mails
• Zusammenfassungen
• Beschreibungen
• Erörterungen
• über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte
Texte schreiben.
• Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen.
• literarische Analysen verfassen.
• fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren.
SPF Spanisch
Lerngebiete 240
3. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film und Musik
• Originaltexte (Prosa,
Epik, Lyrik) aus Spanien
und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen
• komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.
• literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.
• historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die Autorin zur Textanalyse beiziehen.
• ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich
• literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
• anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren.
• exemplarische Begegnungen mit kulturellen
Aspekten Spaniens und
Lateinamerikas
• verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geographische
und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren.
• unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen.
• aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft, die Lateinamerika und Spanien betreffen, einordnen.
• wichtige Zeitabschnitte der hispanischen Kulturgeschichte beschreiben und ver-
• sich mit einer Auslese bedeutender Werke und Autoren auseinandersetzen.
• Filme aus Spanien und
Lateinamerika
• Filmanalyse, Filmsprache
• Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.
• Filme anhand filmsprachlicher Kriterien analysieren und interpretieren.
• Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen.
Musik
• unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte
und Tänze
• sich mit spanischsprachigen Liedtexten inhaltlich vertieft auseinandersetzen.
• die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen und diese in einen sozialen und kulturellen Kontext stellen.
Allgemeine Bildungsziele 241
Sport
Obligatorisches Fach
Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und
Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler
auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihrem Sozialverhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung
dient er der Gesundheitserziehung. Durch die Auseinandersetzung mit komplexen Bewegungsaufgaben
erlangen die Schülerinnen und Schüler elementare Kenntnisse in den Bereichen Trainingslehre und Gesundheit.
Der Sportunterricht regt weiterführende sportliche Aktivitäten an. Mit übergreifenden Anlässen prägt er
die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen
Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen.
Durch ein breites Wahlangebot in der vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen.
Allgemeine Bildungsziele 242
Das obligatorische Fach Sport fördert besonders:
• die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen
• den eigenen Körper in Bewegungssituationen richtig einschätzen
• eigene Bewegungsabläufe wahrnehmen, analysieren, weiterentwickeln
• die eigene sportliche Leistungsfähigkeit im Vergleich mit der Sportabteilung beurteilen und bewerten
• sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle überneh-
• sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten
• Umgang mit Sieg und Niederlage erlernen
• Verantwortung übernehmen, Vertrauen schenken
• sportspezifische Bezeichnungen und Begriffe kennen und korrekt anwenden
• Bewegungs- und Spielhandlungen präzise beschreiben
• in Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren
• Feedbacks auf das Wesentliche reduzieren
• zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
• zur richtigen Zeit am richtigen Ort die volle Leistungsfähigkeit abrufen
• die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern
• sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
• sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten
• den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
• die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden
• digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können
• Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen
• Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen
Allgemeine Bildungsziele 243
Pro Semester mindestens 3 Noten aus 3 verschiedenen Lerngebieten.
Für normierbare Leistungen gelten die gemeinsam entwickelten Leistungstabellen.
Pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung: Achterlauf (2.8 km), 5km-Lauf, Stauseelauf (8.7 km)
Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang zwischen Übergewicht, Bewegung und Ernährung
Chemie: Chemische Stoffwechselvorgänge im Körper während sportlicher Leistung kennen lernen
Physik: Physikalische Gesetze in verschiedenen Sportarten entdecken und erleben
Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen, Tanz; Rhythmusschulung
Geschichte: Entstehung und Entwicklung einzelner Sportarten
5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Grundsätzlich geschlechtergetrennter Unterricht; koedukativer Unterricht in ausgewählten Bereichen
(Gestaltung, Tanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball etc.)
6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen einer
Maturaarbeit.
Lerngebiete 244
Wegen fehlender Infrastruktur ist es uns nicht möglich, das Lerngebiet Sport im Wasser abzudecken. Aus
diesem Grund ist es nicht in unserem Lehrplan aufgeführt.
Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf
eine Standortbestimmung vornehmen.
• nach einer Einführung selbstständig und verantwortungsvoll im Kraftraum trainieren.
• mit gezielten Bewegungsaufgaben ihre Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und
Koordination erhalten und weiterentwickeln.
Beweglichkeit
Kraft
Schnelligkeit
Koordination
Grundlagen Trainingslehre
Aufnehmen, Verarbeiten,
Umsetzen
• durch gezieltes Beobachten und Umsetzen die eigene Bewegungsqualität verbessern.
moderne und/oder traditionelle Tanzformen (z.B.
Rock’n Roll, Hip-Hop, Jazz-,
Volkstanz)
• sich mit und zu Musik bewegen.
• Rhythmus und Bewegung erfahren.
• alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten.
einfache Gestaltung mit
und ohne Handgeräte (z.B.
Rope-Skipping)
verschiedene Aerobicformen (z.B. Step, Pump, Flexibar)
Lerngebiete 245
Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen
• ihr Bewegungsrepertoire mit grundlegenden Bewegungsmustern erweitern.
• Bewegungsverwandtschaften erkennen.
• ihr Körpergefühl entwickeln.
• Verantwortung übernehmen.
• sicher und verantwortungsvoll an einer Kletterwand klettern und sichern.
Bewegungsverwandtschafmindestens ein Gerät aus
Boden, Reck, Barren, Ringe,
Minitramp
Spannung – Entspannung
Helfen und Sichern
Einführung im Sportklettern
Laufen: Kurzstrecke
(z.B. 80m, 100m)
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch erarbeiten und verbessern.
• einen Ausdauerlauf absolvieren.Springen: vertikal
(z.B. Hochsprung)
Werfen / Stossen: frontal
(z.B. Speer, Kugel)
zwei Disziplinen aus Lauf,
Sprung, Wurf
gesamtschulische Ausdauerprüfung: 12min-Lauf oder
Achterlauf
Lerngebiete 246
Werfen-Fangen, Freilaufen-
Decken, Angreifen-Verteidigen
• die Grundfertigkeiten in den Spielsportarten erwerben.
• im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.
• in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
pro Semester ein Schwerpunktspiel aus: Basketball,
Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton
Entwicklung von einfachen
Technik- und Taktikformen
Fairplay, Teamfähigkeit
7. Lerngebiet: Trendsportarten
ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby
• im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich
• die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden.
ein Angebot aus: Pilates,
Yoga, Zumba, Parkour,
Slackline
8. Lerngebiet: Outdoor Sport
Orientierungslauf • sich auf einer OL-Karte zurechtfinden.
• einen einfachen OL absolvieren.
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh-
Lerngebiete 247
Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf
eine Standortbestimmung vornehmen.
• Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination entwickeln und erhalten.
• die wichtigsten Stretchingübungen korrekt ausführen (Top Ten).
Beweglichkeit
Kraft
Schnelligkeit
Koordination
Grundlagen Trainingslehre
Beobachten, Beurteilen,
Beraten
• einen Bewegungsablauf beobachten, beurteilen und ein Feedback geben.
moderne und/oder traditionelle Tanzformen (z.B.
Rock’n Roll, Hip-Hop, Jazz-,
Volkstanz)
• sich mit ihrem Körper bewusster ausdrücken.
• ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erwerben.
• alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten.
einfache Gestaltung mit
und ohne Handgeräte (z.B.
Rope-Skipping)
verschiedene Aerobicformen (z.B. Step, Pump, Flexibar)
Lerngebiete 248
Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen
• ihr Bewegungsrepertoire durch komplexere und schwierigere Varianten erwei-
• Bewegungsverwandtschaften erkennen und anwenden.
• Verantwortung übernehmen.
• selbstständig in Kleingruppen üben.
Bewegungsverwandtschafmindestens ein Gerät aus
Boden, Reck, Barren, Ringe,
Minitramp
Helfen und Sichern
Laufen: Kurzstrecke mit
Hindernissen
(z.B. Hürdenlauf)
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch erarbeiten und verbessern.
• ein pulsgesteuertes Ausdauertraining durchführen.
Springen: horizontal
(z.B. Weitsprung)
Werfen / Stossen: mit Drehung (z.B. Diskus)
zwei Disziplinen aus Lauf,
Sprung, Wurf
gesamtschulische Ausdauerprüfung: 5km-Lauf
pro Semester ein weiteres
Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball,
Volleyball, Unihockey, Badminton
• im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.
• in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
Weiterentwicklung von einfachen Technik- und Taktikformen
Lerngebiete 249
7. Lerngebiet: Trendsportarten
ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby
• im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich
• die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden.
ein weiteres Angebot aus:
Pilates, Yoga, Zumba, Parkour, Slackline
8. Lerngebiet: Outdoor Sport
Waldlauf
Nordic Walking
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.
• den Umgang mit einem neuen Sportgerät kennenlernen.
Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf
eine Standortbestimmung vornehmen.
• Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination entwickeln und erhalten.
• Grundsätze der Trainingslehre anwenden.
Beweglichkeit
Kraft
Schnelligkeit
Koordination
Grundlagen Trainingslehre
Lerngebiete 250
Beobachten, Beurteilen,
Beraten
• bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung
• erhaltene Feedbacks verarbeiten und umsetzen.
• durch Hilfe von Medien (z.B. Film, Reihenbilder, Aufbaureihen) ihr Bewegungslernen und ihre Bewegungsqualität verbessern.
Aufnehmen, Verarbeiten,
Umsetzen
kleinere Tanzsequenzen erarbeiten und in der Gruppe
darstellen
• ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire anwenden und erwei-
• in einer Gruppe eine Tanzsequenz ausdrucksstark gestalten und vorführen.
• die Musik analysieren und in Bewegung umsetzen.Musikanalyse
Gerätebahn • Bekanntes und Erlerntes in neuen Aufgabenstellungen anwenden.
• einzelne Elemente zu einer Verbindung zusammenstellen.
• Bewegungsverwandtschaften erkennen und anwenden.
• Verantwortung übernehmen.
grosses Trampolin
Helfen und Sichern
Bewegungsverwandtschaf-
Mehrkampf (z.B. 7-Kampf,
10-Kampf)
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert anwenden.
• sich selbstständig auf einen Langstreckenlauf vorbereiten.
gesamtschulische Ausdauerprüfung: Stauseelauf
Lerngebiete 251
pro Semester ein weiteres
Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball,
Volleyball, Unihockey, Badminton
• im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.
• in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen
handeln.
7. Lerngebiet: Trendsportarten
ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby
• im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich
• die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden.
ein weiteres Angebot aus:
Pilates, Yoga, Zumba, Parkour, Slackline
8. Lerngebiet: Outdoor Sport
Waldlauf • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.
• neue Sportarten kennenlernen.
Nordic Walking
Biken
Inline
Lerngebiete 252
Vorbemerkung: Der Sportunterricht findet nicht mehr im Abteilungsverband statt. Die Sportlektionen
werden abteilungsübergreifend in 6 Blöcken mit 9 bis 10 Angeboten nach Wahl organisiert und durchgeführt.
Die Schülerinnen und Schüler erleben ihre selbstgewählten sportlichen Aktivitäten als Ansporn zu
Lifetimesport.
Die Schülerinnen und Schüler können in selbst gewählten Bereichen
Ausdauer • Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.
• ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.Beweglichkeit
Kraft
Schnelligkeit
Koordination
Beobachten, Beurteilen,
Beraten
• in den von ihnen gewählten Sportarten die gezielte Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen.
Aufnehmen, Verarbeiten,
Umsetzen
grössere Bewegungsformen
und/oder ganze Tänze erarbeiten
• ihr tänzerisches Repertoire gezielt vertiefen und erweitern.
• sich in ihrem persönlichen Stil ausdrücken.
• Musik analysieren und choreographieren.
Musikauswahl und -analyse
Lerngebiete 253
attraktive Geräte und Formen wie grosses Trampolin,
Minitramp, Slackline etc.
• ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und erweitern.
• geräteturnspezifische Bewegungsabläufe in anderen Sportarten wie Parkour
oder Freerunning anwenden.
• neue Bewegungsarten erfahren.Parkour
Rollen, Rutschen, Gleiten
Sportklettern
weitere Leichtathletische
Disziplinen (z.B. Stabhochsprung, Dreisprung)
• ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt vertiefen und anwenden.
• ihre Ausdauer mit verschiedenen Sportarten erhalten und verbessern.
verschiedene Ausdauersportarten (z.B. Biken, Nordic Walking, Inline)
Schwerpunktspiele aus Basketball, Fussball, Volleyball,
Unihockey, Badminton,
Oversea Games usw.
• im Schwerpunktspiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden.
• ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen.
• neue Spielsportarten kennen lernen.
Schwerpunktspiele ausserhalb des regulären
Schulsportbetriebes wie
Eishockey, Curling, Squash,
Tennis
vertiefendes Technik- und
Taktiktraining
Lerngebiete 254
ein Angebot Wassersport • in verschiedenen Wassersportarten Erfahrungen sammeln.
Rudern
Auswahl an Sportarten wie
z.B. Parkour, Selbstverteidigung, Salsa, Pilates, Yoga,
Zumba usw.
• die Philosophie der gewählten Sportart(en) in der Ausübung erleben und erfah-
• die nötigen Grundfertigkeiten der gewählten Sportart(en) erwerben.
9. Lerngebiet: Outdoor Sport
Auswahl an Sportarten wie
z.B. Biken, Rudern, Nordic
Walking, Inline usw.
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh-
• die Grundfertigkeiten der Sportart erwerben und anwenden.
EF Sport
Allgemeine Bildungsziele 255
Sport
Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten
werden erweitert.
Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den
Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs-
und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder.
Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders:
• die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen
• die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten
• sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen
• gegenseitig beobachten, beurteilen und Feedback geben
• Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden
EF Sport
Allgemeine Bildungsziele 256
• fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen
• körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen
• Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben
• Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen, anwenden, gestalten
• persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern
• die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern
• sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
• sportliche Leistungstests durchführen und auswerten
• recherchieren und relevante Inhalte herausfiltern
• Einsatz von neuen Medien und Videoanalyse
• sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten
Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport einen Drittel
nicht überschreiten.
Verbindungen zu den Fachbereichen Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung usw.), Physik
(Kraft, Geschwindigkeit usw.) und Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.)
sind fester Bestandteil des Ergänzungsfaches Sport. Nach Möglichkeit werden zudem auch Querverbindungen zu anderen Fächern gemacht wie Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des
psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse
usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport usw.)
und Geografie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen usw.)
5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlechterspezifische
Unterschiede.
6 Unterstützung der Lernenden bei Maturitätsarbeiten
Die Lernenden werden bei fachspezifischen Themen oder Fragen in laufenden Maturaarbeiten unterstützt.
EF Sport
Lerngebiete 257
1. Lerngebiet: Trainingslehre
Konditionsfaktoren • Anpassung als Grundvoraussetzung des sportlichen Trainings verstehen und sie
kennen die Konditionsfaktoren sowie deren Trainierbarkeit.
• im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben.
• die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.
• den Zusammenhang zwischen Koordination und dem neuromuskulären System
herstellen sowie die koordinativen Fähigkeiten erläutern.
• einen Test der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten sowie weitere
Testverfahren benennen.
• verschiedene Methoden des Trainings nennen und zielgerichtet anwenden.
• in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden
und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verbessern.
• Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen anwenden.
Sportanatomie und -physiologie
energetische Faktoren und
Steuerung der Motorik
Trainingssteuerung
Sportpsychologie • kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen-Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).
• den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären.
• die bedarfsangepasste Ernährung erläutern.
Sporternährung
Schriftlicher Test
Praktischer Test: Volkslauf
Eventuell Bewertung einer schriftlich / praktischen Trainingsarbeit
EF Sport
Lerngebiete 258
Bewegungsabläufe erwerben, anwenden, gestalten
• Modelle der Bewegungslehre erklären.
• die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden.
• Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren.
• Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten.
• ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen
• Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten
und variieren.
• ästhetische und choreographische Merkmale erkennen und anwenden.
• eine eigene Choreographie erarbeiten und vorführen.
Analysieren
Praktischer Test (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.)
3. Lerngebiet: Sportspiele
in mindestens zwei ausgewählten Sportspielen
• korrekte Techniken an-
• taktische Elemente an-
• die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden.
• taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen anwenden
und mitgestalten.
Spielregeln vertiefen • ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten.
Mindestens zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit Schwerpunkt im taktischen Bereich)
EF Sport
Lerngebiete 259
4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
Umfeldeinflüsse auf sportliche Handlungsfelder
• die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären.
• Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen.
wenn möglich ein aktuelles
Themenfeld aufarbeiten
(z.B. Doping und Ethik,
sportliche Grossanlässe,
Sport und Gewalt, Sport
und Umwelt)
• soziale, wirtschaftliche, politische Aspekte und Einflüsse im Handlungsfeld Sport
• zum gewählten aktuellen Themenbereich kritisch Stellung nehmen.
Wechselwirkung zwischen
Bewegung und Gesundheit
Schriftlicher oder mündlicher Test zu entsprechenden Lerngebieten
OF Einführung in Wirtschaft und Recht
Allgemeine Bildungsziele 260
Einführung in Wirtschaft und Recht
Obligatorisches Fach
Wochenlektionen 1 2 0 0
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an
Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben,
brauchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegenstand der Mikroökonomie und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte
Entscheide zu fällen und zu begründen.
Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in
die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht auch auf aktuelle
Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu
erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen
Entscheidungen eines Haushaltes beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler lernen,
wie persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind und auf Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im
Alltag bewusst wahrzunehmen.
Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach.
OF Einführung in Wirtschaft und Recht
Allgemeine Bildungsziele 261
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders:
• sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und
Arbeitgeber) hineinversetzen
• Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben
• alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
• unterschiedliche Standpunkte erkennen und akzeptieren
• aus unterschiedlichen Perspektiven argumentieren
• die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
• Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen
• quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• zielgerichtet recherchieren und Datenangebote von einschlägigen Institutionen effizient nutzen
• im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen
• eigene wirtschaftliche und rechtliche Probleme sachgerecht anpacken
Die Grundsätze zur Leistungsbewertung sind, soweit nicht auf Ebene der Schule geregelt, in den Fachrichtlinien festgehalten.
OF Einführung in Wirtschaft und Recht
Lerngebiete 262
Vorbemerkung
Die im Lehrplan aufgeführten Inhalte werden integrativ unterrichtet. Dies erfolgt stets auf der systematischen Grundlage der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
Integrative Lerngebiete
Die folgenden Inhalte sollten nicht als eigenes Thema behandelt, sondern sachgerecht in ein geeignetes Kapitel
(in einen geeigneten Zusammenhang) integriert werden.
Einführung ins Recht • Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung beschreiben.
• Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Verfassung, Gesetz und Verordnung
erklären sowie die unterschiedlichen Anforderungen zu deren Änderung nennen und begründen.
• die Rechtserlasse von Bund und Kanton im Internet finden.
• konkrete Sachverhalte dem öffentlichen oder privaten Recht zuordnen.
• den Ablauf von Straf- und Zivilprozess skizzieren sowie die wichtigsten Verfahrensgrundsätze erklären.
aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen
• sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen eine eigene Meinung bilden.
• sich über aktuelle Abstimmungsvorlagen fundiert informieren und zu den verschiedenen Argumenten Stellung nehmen.
Im ersten Semester soll das Fach in all seinen Facetten zum Ausdruck kommen. Ein in sich abgerundetes
Programm ist besonders dann entscheidend, wenn das Fach im ersten Semester der ersten Klasse unterrichtet wird und danach ein Unterbruch folgt.
1. Thema: Thema: Konsum – Geld – Verantwortung
Haushalte (BWL) • das eigene Monatsbudget aufstellen.
• folgende Elemente erklären und deren Einfluss auf ein Haushaltbudget bestimmen: Löhne und Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Haushaltversicherungen, Rückstellungen, Sparen, Steuern, Autokosten, Schulden.
• ein klar strukturiertes Haushaltsbudget für eine Familie aufstellen und Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich Krankenkassen, Wohnen, Mobilität und Steuern aufzeigen.
• das ökonomische Prinzip im Alltag aufzeigen.
OF Einführung in Wirtschaft und Recht
Lerngebiete 263
Messung gesamtwirtschaftlicher Grössen und Aktivitäten (VWL)
• Zusammensetzung, Veränderungen und Aussagekraft des Bruttoinlandprodukts
im Zusammenhang des Wirtschaftskreislaufs beschreiben.
• den Landesindex der Konsumentenpreise für Rechenbeispiele aus dem Alltag
Rechte und Pflichten von
Jugendlichen
(Recht)
• die Begriffe Rechtsfähigkeit, Urteilsfähigkeit und Handlungsfähigkeit definieren
und deren Voraussetzungen an konkreten Beispielen prüfen.
• die wichtigsten höchstpersönlichen Rechte beurteilen.
• Lösungsansätze für die typischen rechtlichen Probleme zwischen Kindern und
Eltern entwerfen.
• natürliche und juristische Personen am Beispiel des Vereins gegenüberstellen.
• den Zweck von Sanktionen im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht erklären.
• die wichtigsten Grundlagen des Strafrechts nennen und die Voraussetzungen
der Strafbarkeit prüfen.
1. Thema: Planen – Entscheiden – Verpflichten
Buchhaltung
Unternehmensmodell
Funktionen (Marketing)
(alle BWL)
• Geschäftsfälle eines kleinen Unternehmens verbuchen.
• einen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen und interpretieren.
• die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens
• die Marketingmassnahmen eines konkreten Betriebes aufzeigen und deren
Wirkungen einschätzen.
• Entscheidungsgrundlagen in strukturierter Form darstellen.
Vertragsrecht (Recht) • den Begriff der Obligation als Schuldverhältnis erklären.
• Entstehungsgründe von Obligationen unterscheiden.
• beurteilen, ob ein Vertrag zustande gekommen ist.
• alltägliche Probleme im Zusammenhang mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen.
• aufzeigen, wie vertragliche Rechte durchgesetzt werden können.
Verhaltensmodelle
Marktmechanismus
(beide VWL)
• das Modell des „homo oeconomicus“ beschreiben und dessen Grenzen reflek-
• Angebots- und Nachfragekurven skizzieren und deren Verlauf begründen.
• das Marktgleichgewicht und dessen Veränderung analysieren.
OF Einführung in Wirtschaft und Recht
Lerngebiete 264
2. Thema: Gesellschaft und Zusammenleben
Staats- / Marktversagen
(VWL)
aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen
(Recht und VWL)
• das Verbot von Monopolen und Kartellen begründen.
• Vorteile und Nachteile von Staatseingriffen bei externen Effekten abwägen.
Konjunktur
Geldpolitik
(beide VWL)
• den Konjunkturzyklus beschreiben und konjunkturpolitische Massnahmen zuordnen.
• die Aufgaben einer Zentralbank beschreiben.
• den Wirkungszusammenhang zwischen Geldpolitik und Inflation aufzeigen.
ausservertragliches Haftpflichtrecht
(Recht)
• privatrechtliche Haftpflicht und Strafbarkeit unterscheiden.
• Die Verschuldens- und Kausalhaftungen unterscheiden und deren Notwendigkeit gesellschaftspolitisch begründen.
• Voraussetzungen der Haftpflicht an alltäglichen Beispielen prüfen.
Formen des Zusammenlebens
Erbrecht
(beide Recht)
• Vor- und Nachteile von Wohngemeinschaft, Konkubinat, Ehe und eingetragener
Partnerschaft abwägen.
• gesetzliche und gewillkürte Erbfolge unterscheiden.
• eine einfache Erbteilung mit Pflichtteilen rechnerisch vornehmen.
Allgemeine Bildungsziele 265
Wirtschaft und Recht
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht
erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit
der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens.
Die Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen,
sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu
bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen
dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen erhalten sie dazu Einblicke in reale Institutionen und Abläufe.
Allgemeine Bildungsziele 266
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
• Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden
• Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren
• alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
• Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
• das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-
• Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und
arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
• exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwi-
• Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen
• quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
• die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsum-Entscheide fällen,
produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
• Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
Lerngebiete 267
Der Lehrplan führt neben den obligatorischen Lerngebieten auch Wahlgebiete auf, um bewusst Freiräume zu schaffen. Die entsprechenden Gebiete werden von der betreffenden Lehrperson unter Berücksichtigung von Aktualität und Relevanz ausgewählt und sinnvoll auf die beiden Schuljahre verteilt.
Die Liste der aufgeführten Themen ist beispielhaft und nicht abschliessend.
1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie
Funktionsweise von Märk-
Wirtschaftssysteme
internationale Arbeitsteilung
• den Verlauf von Angebots- und Nachfrage-Funktionen darstellen und begrün-
• Verschiebungen des Marktgleichgewichtes analysieren.
• Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz anhand realer Märkte über-
• psychologische Aspekte ökonomischen Handelns kritisch reflektieren.
• Wirtschaftssysteme anhand von selbst aufgestellten Kriterien unterscheiden.
• das Gesetz der komparativen Kosten anwenden und dessen Grenzen aufzeigen.
• Auswirkungen von Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen wohlfahrtsökonomisch ableiten.
2. Lerngebiet: Recht – Sachenrecht
Abgrenzung von Sachen-
und Schuldrecht
Grundbegriffe des Sachenrechts
• zwischen absoluten und relativen subjektiven Rechten unterscheiden.
• dingliche Rechte von obligatorischen Rechten unterscheiden.
• Eigentum, Besitz und beschränkte dingliche Rechte erklären.
3. Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht I: Veräusserungsverträge
Obligationen
Vertragstypen
Falllösungsmethodik
• die Arten von Anträgen unterscheiden und das Zustandekommen eines Vertrages beurteilen.
• die gesetzlichen Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen von Nicht-
und Schlechterfüllung aufzeigen.
• die wichtigsten Gründe für das Erlöschen von Obligationen beschreiben.
• beim Lösen von Rechtsfällen systematisch und sachgerecht vorgehen.
Lerngebiete 268
4. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Unternehmensmodell
Betriebe gliedern
St.-Galler-Unternehmens-
Modell
• Betriebe nach sachgerechten Kriterien gliedern.
• Umweltsphären identifizieren und deren Einfluss auf einen Betrieb am Beispiel
• Interessen- und Zielkonflikte verschiedener Anspruchsgruppen erkennen und
Lösungsansätze aufzeigen.
5. Lerngebiet: Recht – Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse
Rechtsformen
Unternehmenszusammenschlüsse
• Rechtsformen benennen und systematisch gliedern.
• Funktionen und Aufgaben des Handelsregisters nennen und Regeln zur Bildung
der Firma anwenden.
• Merkmale ausgewählter Rechtsformen beschreiben.
• Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des Eigentümers aufstellen.
• rechtliche und finanzielle Verflechtungen von Unternehmungen am Beispiel des
Konzerns und der Fusion beschreiben.
• Motive für Unternehmenszusammenschlüsse anhand von Beispielen untersu-
6. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Leistungswirtschaft
strategisches Management
Marketing
Organisation
Personal
Führung
• die Elemente der Unternehmensstrategie identifizieren.
• den Management-Prozess im Rahmen eines Kleinprojektes anwenden.
• die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-Matrix am Beispiel anwenden.
• Methoden der Marktforschung unterscheiden.
• für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Place,
Price, Promotion) gestalten.
• ein Organigramm sachgerecht interpretieren und mögliche Verbesserungen
vorschlagen.
• die Prinzipien der Stellenbildung anwenden.
• einen betrieblichen Ablauf mittels eines gängigen Instrumentes grafisch darstel-
• den Prozess von der Personalbedarfsplanung bis zur Freisetzung des Personals
• Systeme der Motivation und Entlöhnung untersuchen.
• Möglichkeiten der Personalfreisetzung beurteilen.
Lerngebiete 269
7. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzielles Rechnungswesen
doppelte Buchhaltung
Probleme des Jahresabschlusses
Abschlussrechnungen interpretieren
• typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen festhalten.
• eine Belegsammlung mit Hilfe einer Software verbuchen, zum Beispiel mit dem
Gratisprogramm Easy Accounting des SKV-Verlags.
• die Warenkonten führen und Kalkulationen durchführen.
• folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen,
Abschreibungen, aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen.
• Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven berechnen.
• Bilanz und Erfolgsrechnung situationsgerecht interpretieren.
Wahlgebiete 3. oder 4. Klasse
Optionale Lerngebiete
Insgesamt müssen mindestens zwei der folgenden Teilgebiete unterrichtet werden. Eines davon kann auch die
besondere Vertiefung eines Pflichtbereichs sein.
Freiheits- und Grundrechte
Strafrecht
Schuldbetreibungs- und
Konkursrecht
Immaterialgüterrecht
Staats- und Völkerrecht
Steuerrecht
Wettbewerbsrecht
Migrationsrecht
• Ziele und Kerngedanken des jeweiligen Rechtsgebietes erklären und dabei eigene und fremde Werte reflektieren.
• ausgewählte Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen.
• Alternative Möglichkeiten der Prävention oder Lösung von Konflikten skizzie-
Investitionsrechnung
Betriebsbuchhaltung
Business Plan
Börse
• Bedeutung und Anwendungsbereiche der jeweiligen Gebiete erklären.
• die grundlegenden Konzepte des jeweiligen Gebietes anwenden und kritisch re-
Staatsfinanzen
Umweltökonomie
Strukturwandel als Charakteristikum wirtschaftlicher
Entwicklung
• die grundlegenden Begriffe und Zusammenhänge des jeweiligen Gebietes darlegen.
• Wirkungsweise der jeweiligen wirtschaftspolitischen Instrumente analysieren
sowie deren Auswirkungen auf unterschiedliche Interessengruppen beschrei-
Lerngebiete 270
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzwirtschaft und Finanzintermediäre
(Banken)
Finanzierungsarten und
-vorgänge
Finanzierungsgrundsätze
und Kennzahlen
Finanzintermediäre (Banken, Versicherungen) und
Kapitalanlage
• Finanzierungsarten unterscheiden.
• Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten aufzeigen und geeignete Sicherungsmittel
vorschlagen.
• Verfahren zur Bonitätsprüfung erklären.
• eine Kennzahlenanalyse vornehmen.
• Fristen-, Risiko- und Betrags-Transformation als volkswirtschaftliche Aufgabe
von Banken beschreiben.
• Sicherheit, Liquidität und Rendite verschiedener Anlageinstrumente verglei-
• in einem gespielten Kundengespräch die Risikofähigkeit ermitteln und entsprechende Anlagevorschläge unterbreiten.
2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzintermediäre (Privatversicherungen)
Funktionsweise
strukturelle Probleme
Lösungen vorschlagen
• zwischen verschiedenen Arten von Privatversicherungen unterscheiden.
• das Solidaritäts- und das Äquivalenzprinzip auf der Basis einer Versicherung er-
• die Auswirkungen von moralischem Risiko und asymmetrischer Information beschreiben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
• mögliche Risiken eines Betriebes identifizieren und Versicherungslösungen aus
dem Bereich der Vermögensversicherungen vorschlagen.
Lerngebiete 271
3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie
Geldwertstörungen und
Geldpolitik
Konjunktur
Aussenhandel und Währungssysteme
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
• Funktionen des Geldes und dessen Entstehung beschreiben.
• Messverfahren für das Preisniveau erklären und mit statistischen Daten eigene
Berechnungen anstellen.
• Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären.
• den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten Indikatoren beschreiben.
• zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden.
• den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen und rechnerisch überprüfen.
• Arten von Wechselkurssystemen unterscheiden und deren Auswirkungen auf
den Handel beurteilen.
• Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben und deren Messung erklären.
• Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen.
4. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik
Staatseingriffe
Konjunkturpolitik
• Fälle von Marktversagen einordnen und mögliche Massnahmen vorschlagen.
• die Grenzen staatlicher Eingriffe und die Folgen von Staatsversagen aufzeigen.
• Möglichkeiten und Grenzen keynesianischer Konjunkturpolitk aufzeigen und
mit Alternativen vergleichen.
• regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen
Lerngebiete 272
5. Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht II: Dauerschuldverhältnisse und Sicherungsmittel
Obligationen
Vertragstypen
Sicherungsmittel
Falllösungsmethodik
• Miete, Pacht, Leasing, Gebrauchsleihe und Darlehen systematisch und konkret
• Arbeitsvertrag, Auftrag, Werkvertrag und Kaufvertrag systematisch und konkret
• das Zusammenspiel privat- und öffentlich-rechtlicher Rechtsnormen im Miet-
und Arbeitsrecht beschreiben und beurteilen.
• die Voraussetzungen zur Allgemeinverbindlicherklärung eines GAV prüfen.
• die gesetzlichen Regeln zur Kündigung von Miet- und Arbeitsverhältnissen an-
• Wege zur Lösung konkreter miet- und arbeitsrechtlicher Streitigkeiten entwickeln und in einem Streitgespräch angemessen vertreten.
• geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen.
• beim Lösen von Rechtsfällen systematisch und sachgerecht vorgehen.
6. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Betriebliches Rechnungswesen
Nutzschwelle
Kalkulation
• Nutzschwellen berechnen und grafisch darstellen.
• ausgehend von der Erfolgsrechnung eines Handelsbetriebes eine mehrstufige
Kalkulation vornehmen.
EF Wirtschaft und Recht
Allgemeine Bildungsziele 273
Wirtschaft und Recht
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf
einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den unterschiedlichen Perspektiven der drei
Teilgebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen
und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine
eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und
Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.
EF Wirtschaft und Recht
Allgemeine Bildungsziele 274
Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:
• Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben
und analysieren
• alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
• Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen
• die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen
• das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-
• Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und
arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
• Widersprüche und Kompromisse aushalten
• Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen
• komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen
• quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
• Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
• die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsum-Entscheide fällen,
produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
EF Wirtschaft und Recht
Lerngebiete 275
Die unten aufgeführten Themen werden interdisziplinär unterrichtet. Die aufgeführten Grobinhalte und
fachlichen Kompetenzen sind beispielhaft und nicht abschliessend. Es werden mindestens drei verschiedene Themen bearbeitet.
Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel:
• Arbeiten: Hier geht es unter anderem um Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes,
Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen).
• Wohnen: Hier werden beispielsweise soziale Bedürfnisse des Wohnens, Formen und Finanzierung
von Wohneigentum, Mietrecht, Formen des Zusammenlebens und deren rechtliche Ausgestaltung
thematisiert. Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse sind weitere Stichwörter für
mögliche Themen.
1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Arbeit • die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein Unternehmen einschätzen.
• Massnahmen zur Motivation und Honorierung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext vorschlagen.
Wohnen • Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes erarbeiten.
• Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum vergleichen.
Steuern • Bestandes- und Stromgrössen unterscheiden und am Beispiel der Steuererklärung anwenden.
• Rechnung oder Budget eines öffentlichen Haushaltes nach verschiedenen Kriterien untersuchen.
Konsum • für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Place,
Price, Promotion) gestalten.
• Konsumentscheidungen mit Hilfe eines Budgets planen.
2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Arbeit • den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen er-
• Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben
und Methoden zu deren Messung aufzeigen.
EF Wirtschaft und Recht
Lerngebiete 276
Wohnen • die Auswirkungen des Mietrechts auf Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt analysieren.
Steuern • den volkswirtschaftlichen Zusammenhang von Konsumieren, Investieren und
Sparen ergründen.
• externe Effekte des Konsums mikroökonomisch analysieren.
Konsum • Wohlfahrts- und Verteilungseffekte verschiedener Steuermodelle beschreiben.
• Föderalismus und Steuerwettbewerb in einen Zusammenhang bringen.
• Auswirkungen und Grenzen der Staatsverschuldung beschreiben.
3. Lerngebiet: Recht
Arbeit • wichtige privat- und öffentlich-rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen anwenden.
• das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im gesellschaftlichen Kontext beurteilen.
Wohnen • Ehe, Konkubinat und eingetragene Partnerschaft vergleichen.
• Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des Gesetzes und weiteren Quellen lösen.
Steuern • Darlehens- und Konsumkreditverträge vergleichen.
• Vor- und Nachteile von Konsumentenschutzmassnahmen abwägen.
Konsum • Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher Beispiele berechnen.
• Steuerdelikte im internationalen Kontext einordnen.
IKT Richtlinien
Lerngebiete 277
Informations- und Kommunikationstechnologien
Richtlinien
(gelten nur für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang vor 2016/17 begonnen haben)
Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) stellen an den aargauischen Kantonsschulen
kein eigenständiges Fach dar. Zu den kantonalen Vorgaben gehört jedoch ein obligatorischer zweistündiger Informatik-Grundkurs, der sich über ein Semester erstreckt. In diesem Kurs können wesentliche
Bereiche der IKT-Richtlinien abgedeckt werden. Die folgenden Richtlinien bieten eine Übersicht über die
Lerngebiete der IKT und ihre Umsetzung.
IKT-Lerngebiete
1. Lerngebiet: Grundlagen
Umsetzung
Begriffe • wichtige Bereiche der IKT und IKT-Infrastruktur
verstehen und mit Fachbegriffen richtig bezeichnen (z.B. Hardware, Software, Betriebssystem,
Bit, Byte, Netzwerk).
Informatik Grundkurs
Dateimanagement • Verzeichnisse auf einem Computer sinnvoll aufbauen, organisieren und pflegen.
• Dokumente für den Datenaustausch in verschiedenen Dateiformaten (z.B. doc, docx, pdf, rtf,
xml) speichern.
Informatik Grundkurs
• mit dem Unterrichtsnetzwerk umgehen. Einführung im Informatik
Grundkurs, Nutzung in allen
Fächern
2. Lerngebiet: Sicherheit
Umsetzung
Malware • geläufige Typen von Malware (z.B. Virus, Wurm,
Trojaner, Spyware, Adware, Dialer) nennen und
ihr Gefahrenpotential erklären.
Informatik Grundkurs
Schutzmassnahmen • sich mit gezielten Massnahmen vor Malware
und Phishing schützen.
Informatik Grundkurs
IKT Richtlinien
Lerngebiete 278
3. Lerngebiet: Internet
Umsetzung
Struktur und Dienste • bedeutende Bereiche der Infrastruktur und der
Dienste des Internets (z.B. IP, Domain, Provider,
Browser, Router) erklären.
Informatik Grundkurs
Information und Wissen • Informationen systematisch beschaffen und ihre
Relevanz und Qualität einschätzen.
alle Fächer
• Quellen korrekt angeben und Informationen
richtig zitieren.
alle Fächer, insbesondere
PU
Kommunikation • den Zweck unterschiedlichster Kommunikationsformen (z.B. Chat, Forum, Blog, Work-Groups,
Wiki, soziale Netzwerke, e-learning, Lernplattformen) erklären und gezielt nutzen.
alle Fächer
• mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verantwortungsvoll umgehen
und das eigene Verhalten im Netz reflektieren.
alle Fächer, insbesondere
Sppp, Epps
• ein differenziertes Verständnis für die Folgen
medialer Aktivitäten (z.B. Fotos im Internet, Forumsbeiträge, Preisgabe privater Informationen)
gewinnen.
alle Fächer, insbesondere
Sppp, Epps
• beurteilen, was mit Daten im Internet geschieht. Informatik Grundkurs
Datenschutz und Urheberrecht
• gemäss Persönlichkeitsschutz, Datenschutzgesetz und Urheberrecht handeln.
WiR
4. Lerngebiet: Text und Präsentation
Umsetzung
Textverarbeitung • erweiterte Funktionen eines Textverarbeitungsprogramms vielseitig nutzen.
• Dokumente und Publikationen nach gängigen typographischen Regeln erstellen.
Einführung im Informatik
Grundkurs, Anwendungen
in allen Fächern
• Struktur und Organisation von Textdokumenten
Informatik Grundkurs
Präsentation • grundsätzliche Merkmale einer guten Präsentation anwenden.
• erweiterte Funktionen eines Präsentationsprogramms gezielt einsetzen.
• Darstellungsmittel (Bild, Audio, Film) sinnvoll
vernetzen und multimedial einsetzen.
alle Fächer, insbesondere
Akzentfächer, PU
IKT Richtlinien
Lerngebiete 279
5. Lerngebiet: Tabellen und Datenbanken
Umsetzung
Tabellenkalkulation • automatische Rechenprozesse mit Hilfe von Formeln durchführen.
Einführung im Informatik
Grundkurs, Anwendungen
in Naturwissenschaften,
Spam
• Daten erfassen, auswerten und grafisch darstel-
Einführung im Informatik
Grundkurs, Anwendungen
in Naturwissenschaften,
Spam, Espo, WiR
Datenbank • Datensammlungen mit Hilfe einer einfachen Datenbank erstellen und verwalten.
Einführung im Informatik
Grundkurs, fachintegrierte
Anwendungen in Eges
6. Lerngebiet: Multimedia
Umsetzung
Bild • digitale Bilder erzeugen und für die gezielte Verwendung (z.B. Internet, Präsentation, Ausdruck)
bearbeiten und in geeigneten Formaten (z.B.
GIF, TIFF, JPG, PNG) abspeichern.
Einführung im Informatik
Grundkurs, Anwendungen
in BiG, Integration in Textdokumente und Präsentationen
Audio • Audiomaterial aufnehmen, bearbeiten und je
nach Gebrauch in geeigneten Formaten (z.B.
WAV, WMA, Ogg Vorbis, MP3, AAC) abspeichern.
Mus, Integration in Präsentationen
Film • kurze Videosequenzen planen, realisieren, vertonen und in geeigneten Formaten abspeichern
(z.B. für die Weiterbearbeitung, für Präsentationen, zur Dokumentation, für das Internet).
BiG, Integration in Präsentationen
Allgemeine Bildungsziele 280
Wochenlektionen 0 0 2.5 0
Im Projektunterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem längeren Projekt. Sie vertiefen
eine gesellschaftlich relevante Thematik mit geeigneten Methoden auf einem angemessenen Niveau.
Das Projekt zeichnet sich durch einen Anteil an originalen Elementen und eine stufengerechte Komplexität aus. Mit der Projektarbeit wird eine Problem- oder Fragestellung zu einem Thema vertieft untersucht
und bearbeitet.
Die Projektarbeit, die im Rahmen des Projektunterrichts erarbeitet wird, schafft den unterrichtlichen
Zusammenhang für die Einführung und die Anwendung von Projektmethoden. Sie bildet ein „Übungsstück“ für den Aufbau von Erfahrungen mit Instrumenten und Methoden des Projektmanagements. Im
Projektunterricht werden die Schülerinnen und Schüler mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut.
Praktikum
Im Projektunterricht findet die begleitete und gezielte Vorbereitung und Auswertung des dreiwöchigen
Praktikums statt. Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Wünschen und Vorstellungen zum Praktikum, die Dokumentation der Praktikumserfahrungen und eine anschliessende differenzierte Reflexion
und Auswertung ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern die Praktikumserfahrungen für ihre
persönliche und berufliche Weiterentwicklung nutzbar zu machen.
Maturaarbeit
Der Projektunterricht bereitet auf die Maturaarbeit vor, wobei der Themen- und Sachbezug bei der Maturaarbeit verstärkt im Zentrum steht und die inhaltliche Komplexität bei der Maturaarbeit grösser ist.
Die Lehrperson betreut die Schülerinnen und Schüler im Projektunterricht bei der Themenwahl, dem
Erarbeiten einer Projektskizze, der Suche nach einer betreuenden Lehrperson, der Grobplanung, der
Vereinbarung, der Informationsbeschaffung sowie der Feinplanung nach Bedarf, wobei ein wesentlicher
Anteil an Selbständigkeit vorausgesetzt wird.
Allgemeine Bildungsziele 281
• sich kritisch-forschend und differenziert mit ausgewählten, definierten Themen und Inhalten auseinandersetzen
• Möglichkeiten und Grenzen der Planung erkennen
• zielgerichtet und methodisch sinnvoll eine Fragestellung bearbeiten
• das eigene Verhalten und Handeln in einer Projektgruppe reflektieren
• das eigene Produkt selbstkritisch beurteilen und auswerten
• in einer Projektgruppe konstruktiv, verantwortungs- und respektvoll mitarbeiten
• verschiedene Lösungsansätze und Standpunkte respektieren und mittels Diskussionen zu gemeinsamen Entscheidungen finden
• Gruppendynamiken erkennen und konstruktiv mitgestalten
• individuelle Kompetenzen der einzelnen Gruppenmitglieder sinnvoll einsetzen
• in schriftlichen Dokumenten und an Präsentationen sich differenziert, sachkompetent, präzise und
korrekt ausdrücken
• Interviews und Umfragen gemäss den jeweiligen Kriterien kompetent und präzise erstellen und zusammen fassen
• einen konstruktiven Kommunikationsstil innerhalb der Gruppe und mit beteiligten Fachpersonen
pflegen
• eigene Teamkompetenzen kennen und weiterentwickeln
• intensive, verantwortungsvolle Mitarbeit im Team zeigen und weiterentwickeln
• Ausdauer, Durchhaltevermögen und Kreativität weiterentwickeln
• für eigene Standpunkte und Anliegen einstehen
• sich selbständig und konstant über einen längeren Zeitraum in einer komplexen Aufgabenstellung mit
einem definierten Ziel und sinnvollen Methoden innerhalb einer Gruppe auseinandersetzen
• für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
• unterschiedliche propädeutische Methoden zur Datenerhebung kennen und sachgerecht einsetzen
• verantwortungsvoll, kritisch und korrekt mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen
• Textbearbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen
• sich für eine anspruchsvolle, originale und eingegrenzte Fragestellung interessieren und engagieren
• sich für deren systematische Bearbeitung sowie die Erstellung des Produktes einsetzen
Allgemeine Bildungsziele 282
Die Bewertung orientiert sich in der Regel an den Bewertungskriterien und -bestimmungen der Maturaarbeit. Im Zentrum stehen das Produkt, der schriftliche Teil, der Arbeitsprozess, die Präsentation und
der Praktikumsbericht. Die Bewertung für das Zwischenzeugnis basiert auf ausgewählten, aktuellen Projektunterlagen.
Die Querverbindungen ergeben sich aus dem Fachwissen der Schülerinnen und Schüler und den entsprechenden anderen Fachbereichen, insbesondere jedoch aus den Fach- und Kompetenzbereichen der
Projektlehrperson und der Fachlehrperson.
5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Der Projektunterricht stellt die unmittelbare und grundlegend methodische Vorbereitung und Einführung zur Maturaarbeit dar. Die Schülerinnen und Schüler sind durch die erworbenen Fachkenntnisse und
die direkte Erfahrung an einem längeren Projekt fähig, die Kriterien einer Maturaarbeit weitgehend
selbständig zu erfüllen.
Lerngebiete 283
1. Lerngebiet: Planung eines Projekts
wissenschaftspropädeutisches Arbeiten
• die grundlegenden Elemente wissenschaftspropädeutischen Arbeitens be-
Projektinstrumente • die zentralen Bausteine und Abläufe eines Projektes erfassen und erläutern.
Projektphasen • die einen Projektprozess bestimmenden Phasen unterscheiden, interpretieren
Themenfindung • folgende Elemente erkennen und deren Einfluss auf eine gelungene Themenwahl sinnvoll nutzen: Motivation, inhaltliches Interesse, Vorkenntnisse und Erfahrungen, Hintergründe Projektidee, Eingrenzung des Themas, Identifikation
mit der Gruppe, präziser Titel.
• eigenständige und geeignete Projektideen generieren.
Zielformulierung • Ziele als Beschreibung eines angestrebten Zustandes und als Massstab für alle
Projektaktivitäten erkennen.
• originale Zieldefinitionen erarbeiten.
• die Merkmale von Zielen anwenden.
• durch ihre Zielformulierungen präzise Antworten geben in Bezug auf beabsichtigte Inhalte und Methoden sowie deren Ausführung und Qualität.
Fragestellung • die Funktion von Fragestellungen für die Eingrenzung eines Themas, für eine
erste inhaltliche und methodische Übersicht und für die Steuerung der Bearbeitung erkennen und beschreiben.
• aus ersten Ideen sinnvolle Fragestellungen entwickeln, welche offen sind und
verschiedene Erwägungen zulassen.
Hypothesen • die Funktion von Hypothesen als unbewiesene Annahme von Gesetzlichkeiten
oder Tatsachen, mit dem Ziel, diese zu verifizieren oder zu falsifizieren, verste-
• mittels Formulierung von Hypothesen Themen und Fragestellungen präzisieren.
Methoden • den Zusammenhang zwischen Inhalt und Methodenentsprechung erkennen.
• die grundlegenden Methoden wissenschaftlichen Arbeitens benennen.
• die methodische Umsetzung angemessen planen und anwenden.
• einen Projektplan mit Zeitplan erstellen.
Lerngebiete 284
2. Lerngebiet: Informationsbeschaffung
Recherche • qualifizierte und fundierte von unqualifizierten und beliebigen Methoden der
Quellenbeschaffung unterscheiden.
• erkennen, dass es nicht möglichst viele, sondern möglichst gute Informationen
braucht.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
• möglichst viele verschiedene und verschiedenartige Quellen erschliessen.
Informationsverarbeitung • Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen.
• systematisch den Nachweis für die verwendeten Informationen erbringen.
3. Lerngebiet: Durchführung eines Projekts
Gründlichkeit • den qualitativen Stellenwert einer tiefgründigen Bearbeitung eines Themas er-
• die Inhalte differenziert und reichhaltig erarbeiten.
Systematik • inhaltlich und methodisch systematisch auf das Projektziel hinarbeiten.
• mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode angemessen und fachgerecht einsetzen.
Steuerung • den Arbeitsprozess mittels eines Journals dokumentieren, reflektieren und
steuern.
Reflexion • das erarbeitete Projekt evaluieren.
4. Lerngebiet: Dokumentation
Aufbau
Gliederung
• die Grobgliederung einer wissenschaftlichen Arbeit nachvollziehen und anwen-
• die Merkmale eines wissenschaftlichen Textes von Merkmalen anderer Textsorten unterscheiden und anwenden.
Sprache • Tatsachen und eigene Meinungen unterscheiden.
• die Ergebnisse systematisch und korrekt darstellen.
• die Bedeutung der Quellenverweise und des Quellenverzeichnisses für die Unterscheidung von eigenem und fremdem Textmaterial erkennen.
Quellennachweis
intellektuelle Redlichkeit
• die vorgegebenen Regeln des Quellennachweises anwenden.
Lerngebiete 285
5. Lerngebiet: Präsentationstechnik
Vorbereitung • den Kontext (Ort und Ablauf, Publikum, Ziel) angemessen einschätzen.
Gliederung • die Bestandteile einer Präsentation benennen und umsetzen.
Inhalt • die Ergebnisse und ihre Entstehung angemessen erläutern und vertreten.
Visualisierung • die grundlegenden Gestaltungsmerkmale beschreiben und anwenden.
Auftritt • die bestimmenden persönlichen Mittel (Sprache, Stimme, Körperhaltung, Gestik, Mimik, Kleidung) angemessen einsetzen.
6. Lerngebiet: Zusammenarbeit
Teamarbeit • die Erfolgsfaktoren der Teamarbeit sowie die Grundfunktionen bei Gruppenarbeiten benennen und anwenden.
• die Bedeutung verschiedener Teamfaktoren für die Teamfähigkeit erkennen
• in einem Team innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gemeinsam planend, organisierend und darstellend eine definierte Aufgabenstellung erfolgreich und
effizient bewältigen.
• Produktivität, Zielorientierung, Kooperation, Motivation, Führung und Entscheidungsfindung im Team einschätzen und in Bezug auf das Resultat konstruktiv
persönlicher Einfluss • eigene Auffassungen vertreten.
• sich im Team einordnen und den Projektzielen unterordnen.
• Verantwortung übernehmen, Entscheide fällen, Konflikte meistern.
• ihren persönlichen Einfluss auf das Gruppenresultat und das Gruppenklima einschätzen und formulieren.
Rollen im Team • die ideale Rollenbesetzung eines erfolgreichen Teams benennen und deren Bedeutung für die Zusammenarbeit einschätzen.
• unterschiedliche Rollen im Team erkennen.
• ihre eigenen Rollenschwerpunkte einschätzen und in Bezug zur Teamfähigkeit
Lerngebiete 286
7. Lerngebiet: Praktikum
Selbstständigkeit • weitgehend selbstständig einen für ihre berufliche Orientierung sinnvollen
Praktikumsplatz generieren.
• die administrativen Abläufe in den vorgegebenen Zeitfenstern einhalten und eigenverantwortlich ausführen.
Vorstellungsgespräch • ihre Motivation, Vorstellungen, Erwartungen und ihr Engagement adäquat
schriftlich planen und erfolgreich kommunikativ umsetzen.
• ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten realistisch einschätzen und adäquat auf die bevorstehenden Aufgaben übertragen.
Disposition • im Voraus wesentliche Erfahrungsmöglichkeiten und Herausforderungen (ausgewogene Beanspruchung, Über- bzw. Unterforderung) erkennen, fachliche
und soziale Kompetenzen festhalten und damit den inhaltlichen Rahmen für
den Praktikumsbericht festlegen.
• eine sinnvolle Methodik für die Dokumentation der Beobachtungen und Erfahrungen im Praktikum bestimmen.
Durchführung Praktikum • sich aktiv in die ihnen gestellten Forderungen und Aufgaben eingeben und selbständig Problemlösungen erarbeiten.
• die Aufgaben, Pflichten und Rechte des Betriebes wahrnehmen und einhalten.
• die vorgefundene berufliche Wirklichkeit wahrnehmen und mit den eigenen
Vorstellungen der Studien- bzw. Berufswahl vergleichen und reflektieren.
• sich gemäss ihrer Stellung in ein fremdes Team sozial kompetent integrieren
und bewähren.
Praktikumsbericht • ihre Beobachtungen, Erfahrungen und ihren Lernzuwachs des Praktikums gemäss Disposition verdichtet, differenziert und strukturiert beschreiben und re-
8. Lerngebiet: Planung Maturaarbeit
Grundlagen / Selbständigkeit
• die im vorausgehenden Projekt erlernten theoretischen und praktischen Elemente der Planung einer wissenschaftspropädeutischen Arbeit weitgehend
selbständig anwenden.
Themenwahl • ein inhaltlich originales und geeignetes Thema und dessen methodische Umsetzung entwickeln.
• die Möglichkeiten und Grenzen eines Themas abschätzen.
• Abklärungen vornehmen, um die Realisierungsmöglichkeiten zu überprüfen.
• materielle und zeitliche Ressourcen prüfen.
• die Rahmenbedingungen für die beabsichtigte Arbeit abstecken.
Lerngebiete 287
Gruppenarbeit / Einzelarbeit
• persönliche Stärken und Interessen prüfen und mit potentiellen Gruppenmitgliedern abgleichen.
• sich für ein Team, in Ausnahmen für eine Einzelarbeit, entscheiden.
Projektskizze • erste Fragestellungen, Ziele, Methoden und Arbeitsweisen geordnet formulie-
Betreuung • ihre Idee einer möglichen betreuenden Lehrperson angemessen darlegen.
Grobplanung / Konzept • Rückmeldungen einordnen und inhaltlich, methodisch sowie bezüglich Ausführung und Qualität zu einem klaren Rahmen verarbeiten.
• ihre Motivation, die beabsichtigte Nutzung von Ressourcen, finanzielle Bedürfnisse, mögliche Stolpersteine, die Dokumentation des Arbeitsprozesses und die
Gewichtung der Bewertungskriterien der Arbeit entsprechend angemessen darlegen.
• einen realistischen Zeitplan erstellen.
Vereinbarung • Rückmeldungen verarbeiten und die definitive Vereinbarung unterschriftsreif
erstellen.
Informationsbeschaffung • Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen und der Planung entsprechend nutzen.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
• systematisch den Nachweis für die verwendeten Informationen erbringen.
Feinplanung • grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten.
• die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte der Maturaarbeit differenzieren und vertiefen.
• den Arbeitsprozess selbständig reflektieren und steuern.
Inhaltsverzeichnis
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten 4
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten 10
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten 14
Grundlagenfach Biologie 16
Ergänzungsfach Biologie 21
Grundlagenfach Chemie 23
Ergänzungsfach Chemie 31
Schwerpunktfach Biologie und Chemie 34
Grundlagenfach Deutsch 43
Grundlagenfach Englisch 48
Grundlagenfach Französisch 58
Schwerpunktfach Französisch 66
Grundlagenfach Geografie 69
Ergänzungsfach Geografie 73
Grundlagenfach Geschichte 75
Ergänzungsfach Geschichte 82
Obligatorisches Fach Informatik (bisher) 84
Obligatorisches Fach Informatik (neu) 91
Ergänzungsfach Informatik 98
Grundlagenfach Instrument 101
Schwerpunktfach Instrument 105
Ergänzungsfach Instrument 107
Grundlagenfach Italienisch 109
Schwerpunktfach Italienisch 115
Schwerpunktfach Latein 118
Grundlagenfach Mathematik 121
Ergänzungsfach Mathematik 131
Grundlagenfach Musik 134
Schwerpunktfach Musik 138
Ergänzungsfach Musik 142
Ergänzungsfach Pädagogik und Psychologie 143
Ergänzungsfach Philosophie 146
Schwerpunktfach Philosophie/Pädagogik/Psychologie 149
Grundlagenfach Physik 156
Ergänzungsfach Physik 161
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik 164
Ergänzungsfach Religion 170
Schwerpunktfach Spanisch 174
Freifach Spanisch 178
Grundlagenfach Sport 180
Ergänzungsfach Sport 188
Grundlagenfach Wirtschaft und Recht 190
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 193
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 197
Richtlinien Projektunterricht 199
Richtlinien Maturaarbeit 202
Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten
Wochenstunden 2 3 2 0
B. KLASSEN-LEHRPLÄNE
− Wahrnehmung
− Punkt, Linie, Fläche, Tonwert
− Komposition
− Entwerfen
− Gesehenes sachorientiert und differenziert be-
− innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken.
− Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und mit Tonwerten differenziert
− einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden.
− Assoziation und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.
− Farbwahrnehmung
− Farbenlehre
− Farbauftrag
− Farbkontraste
− Wirkungen von Farbkombinationen
beschreiben und selber erzielen.
− die sieben Farbkontraste nach J. Itten
erkennen und anwenden.
− verschiedene Farbauftragsarten wie pastos,
deckend, lasierend anwenden.
− eigene Vorlieben für Farben benennen und
sinnliche Wirkung von Farben erfahren.
− Plastik und/oder Skulptur
− Raumdarstellung
− die additive und/oder subtraktive Technik
kennen und anwenden.
− elementare raumbildende Mittel auf der
Bildfläche benennen und anwenden.
− Bildsprache
− Digitale Bilder
− Inhaltliche und formale Aspekte in Bildern
sowie bildnerische Darstellungsarten
benennen und anwenden.
− Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung
erkennen, anwenden und kritisch reflektieren.
ldbetrachtung − Bezüge zwischen Kunst und Unterricht
− Konzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke
− Gestalterischer Prozess
− Bildnerische Mittel
− Bildnerische Techniken
− prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie
Suchen, Ordnen, Beurteilen, Entwerfen,
Kombinieren, Ausführen und Reflektieren
und Dokumentieren unterteilen.
− Bildnerische Mittel unterscheiden und gezielt
anwenden (z.B. Komposition, perspektivische
Standorte etc.)
− komplexere bildnerische Techniken wie z.B.
eine Drucktechnik einsetzen und bewusst
steuern.
− Farbauftrag
− Farbwahrnehmung
− Farbenlehre
− Farbfunktion
− Farbauftragsarten differenzieren, mit weiteren
bildnerischen Techniken kombinieren und
gezielt einsetzen.
− Farben nach Farbrichtung, Sättigung und
Helligkeit ordnen.
− Aspekte der Farbenlehre an einem
angewandten Beispiel vertiefen.
Gegenstands- von Erscheinungs- und
Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer
Farbe unterscheiden.
− Plastik, Skulptur und Objekt
− Raumbildende Mittel
− Menschlicher Körper im Raum
− eine weitere räumliche Technik wie
Konstruktion, Assemblage, Relief anwenden.
− eine Raumsituation mit
Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche
− Den menschlischen Körper im Raum als
Ausdrucksmittel begreifen.
− Bildsprache
− Typografie und Layout
− Digitale Bildmedien
− Wirkungsabsichten von Bildmedien
− eine Information oder Aussage verständlich
gestalterisch formulieren.
− Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in
der praktischen Arbeit umsetzen.
− Werkzeugpalette eines digitalen Programmes
ausprobieren (wahlweise Bildbearbeitungs-,
Layout-, Filmschnittprogramm).
− Kunstdefinitionen
− Methode der Bildbetrachtung
− Kunstgeschichte
− Definitionen von Kunst benennen und diese
− Die persönliche Wahrnehmung in Bezug auf
Kunst überprüfen und begründen.
− Bilder durch Beschreibung, Analyse und
Interpretation erfassen.
− ausgewählte Kunstepochen und –stile
unterscheiden können.
− Kunsterzeugnisse einer Epoche oder einem
Stil zuordnen und diese Zuordnung
− Bilder aus vergangenen Epochen mit
zeitgenössischer Kunst vergleichend
− ausgewählte Bilder vergangener Epochen und
zeitgenössischer Kunst im Original
betrachten.
− sich offen auf Kunst und Kultur einlassen.
In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen
Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können.
1. Lerngebiete: Erweiterte Gestaltungsprozesse: Bild / Farbe / Raum und Körper
− wahrnehmen und verstehen
− planen und gestalten
− sich orientieren und sich
definieren
− bildnerische Mittel in der eigenen
Gestaltung reflektiert anwenden
− verschiedene bildnerische Techniken und
Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen
und angemessen und zweckgerichtet
− Gesehenes und Erfahrenes in andere
ästhetische Ausdrucksformen übersetzen.
− Vertrauen in die eigenen gestalterischen
Fähigkeiten erwerben und diese in
konkreten Situationen produktiv anwenden.
− eine selbstständig geplante Arbeit
realisieren, dokumentieren, präsentieren
und reflektieren.
2. Lerngebiete: Visuelle Kommunikation und Medien / Kunst
− Fotografie oder Animation oder
− Bildbearbeitung
− Film
− Zeitgenössische Kunst und Kultur
− Menschen und Objekte mit
Wirkungsabsichten inszenieren und
abbilden.
− Grundlagen der Aufnahmetechnik in
Fotografie oder Film verstehen und
− Bildmanipulationen erkennen, kritisch
beurteilen und Sehkonventionen
− Filmsprachliche Mittel erkennen und
− Sich differenziert zu inhaltichen und
formalen Gesichtspunkten zeitgenössischer
Werke äussern.
− Eigene Interessen und Standpunkte in Bezug
auf künstlerische und kulturelle Erzeugnisse
entwickeln und formulieren.
− Möglichkeiten der eigenen aktiven
Mitgestaltung des Lebensumfeldes
entdecken.
Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten
KLASSEN-LEHRPLÄNE
• Wahrnehmen • Durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine
Vorstellung bilden.
• Diese Erfahrung und Erinnerungen mit Wissen
verknüpfen und in den Ideenfindungsprozess
einbringen
• Bildbetrachtung
• Visuelle Kommunikation
• die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv, die Darstellungsweise und
den Kontext erfassen.
• mediale Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie Werbebereich differenziert und
kritisch betrachten.
• Kunst- und Kulturgeschichte • Das kunstgeschichtliche Epochenwissen aus
dem Grundlagenfach vertiefen
• Sich mittels einer differenzierten Fachsprache
• einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter
zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem kunsthistorischen Kontext verste-
• Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20. Jh. zueinander und zu parallelen
Ereignissen in Beziehung setzen.
• Fotografie (optional im 3. od. 4.
Jahr)
• unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen.
• Fotografie exemplarisch in einem historischen
Kontext verstehen.
• Ausstellungen, Veranstaltungen
oder mehrtägige Exkursionen
• vor Originalwerken über inhaltliche sowohl
formale Gesichtspunkte diskutieren.
Eine Auswahl aus folgenden analogen
Techniken und Verfahren
• Malerei
• Zeichnung
• Drucktechniken
• 3D-Techniken
• Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und
in Kombination sowohl wirkungsorientiert als
auch intuitiv einsetzten.
• ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern.
• analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren.
• Bildaussage • eine Bildgestaltung gezielt und begründet in
Bezug auf eine allgemein verständliche Aussage entwickeln.
• eine Installation, Aktion oder Performance in
Bezug auf eine Aussage planen oder auch experimentell durchführen.
• Digitale Bildbearbeitung
(optional 3. oder 4. Klasse)
• Die Kenntnisse der digitalen Bildbearbeitungspalette aus dem Grundlagenfach vertiefen und
in kreativen Prozessen anwenden.
• Fotografie
(optional 3. oder 4. Klasse)
• eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition,
Licht, Schatten und Raum bewusst gestalten.
• Projektarbeit
• Methode und Prozess
• eine Arbeit entwickeln durch Sammeln,
Beobachten, Experimentieren,
Recherchieren, Beurteilen und Reagieren.
• durch kritische Reflexion ihre Arbeit
optimieren.
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
• Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik anneh-
• ihre Arbeit in einen Bezug zu Kunst stellen.
• offen und neugierig auf Ungewohntes reagie-
• Individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und
selbständig Schwerpunkte setzten.
• Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln.
• Kunst ab Renaissance bis heute • ihr kunsthistorisches Wissen festigen und erweitern.
• Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen.
• sich eigenständig in thematische Schwerpunkte
einarbeiten.
• Architektur und Design • Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen
• Architektur oder Design exemplarisch in einem
historischen Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen.
• Ausstellungen, Veranstaltungen
oder mehrtägige Exkursionen
• in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erweitern.
• vor Originalwerken über inhaltliche sowohl
formale Gesichtspunkte diskutieren.
• Filmanalyse • Kriterien der Filmanalyse exemplarisch anwen-
• Design und Architektur • in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form,
Funktion und Material herstellen.
• Layout Typographie
(optional 3. oder 4. Klasse)
• Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text
verständlich, übersichtlich und lesbar gestalten.
• mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter Einbezug von Typographie, Bildern und grafischen Mitteln gestalten.
• Projektarbeit • zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben
ein eigenes Projekt durchführen.
• gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit
mit theoretischen Grundlagen verknüpfen.
• eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimieren.
• Dokumentation und
Präsentieren
• Resultate in passender Form aufbereiten und
• Arbeitsprozess und Produkt für ein Fachpublikum, den Anforderungen entsprechend, nachvollziehbar und ansprechend dokumentieren
und präsentieren.
• Bild und Zeit • einen zeitlichen Ablauf durch Bildfolgen logisch
und verständlich konzipieren und visualisieren.
• ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse und
Kameraführung bewusst gestalten.
• eine Videokamera und ein Schnittprogramm
bedienen.
3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren
• Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik anneh-
• eigene Fortschritte erkennen.
• Individuelle Interessen • selbständig Schwerpunkte setzen.
• eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.
• bei entsprechendem Interesse sich individuell
auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten.
• bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika er-
• Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die
Freude am persönlichen Ausdruck stärken.
Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten
1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen
Aktuelle Ausstellungen, Fachliteratur und
Bildsprache:
Bildende Kunst
Architektur
Design
Visuelle Kommunikation
Medienkunde
− Wirkungsabsichten von Bildmedien erkennen und
− sich einen Sachtext erschliessen.
− Künstlerische Werke inhaltlich und formal analy-
− eine verfeinerte Fachsprache anwenden
2. Lerngebiet: Planen und Realisieren
Es ist eine Auswahl aus folgenden Bereichen möglich:
Malerei und Zeichnung, Druckgrafik
Plastik, Skulptur, Objekt
Grafik Design und visuelle Kommunikation
Film und Fotografie
Architektur und Design
− Bildnerische Mittel und Techniken vertieft sowohl
experimentell, spielerisch wie auch in zielgerichteter Form nutzen.
− eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in
einem begrenzten Zeitfenster erfüllen.
− eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln, den Prozess dokumentieren und reflektieren.
− Digitale Medien ädequat einsetzen.
Persönliche Positionierung und Reflexion
Individuelle Interessen
Präsentation, Ausstellung, Portfolio
− ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken aus Kunst
oder angewandter Gestaltung setzen.
− eigene und fremde Arbeiten bewerten und Lernfortschritte erkennen.
− eigene Interessen bezüglich Studienrichtung
oder Berufswahl definieren.
− bei entsprechendem Interesse sich individuell auf
spezielle Anforderungen von gestalterischen
Studiengängen vorbereiten.
− eigene Resultate in passender Form präsentieren.
− bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen.
Grundlagenfach Biologie
Wochenstunden 2 2 2
1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens
1.1. Merkmale des Lebens • die Merkmale des Lebens erklären.
• die Faszination des Lebens erfahren.
1.2. Organisationsebenen • anhand der hierarchischen Struktur des Lebens
auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen.
1.3. Arbeitsweisen • die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler
(Beschaffung von Informationen, Durchführung von Experimenten, Publizieren, Umgang
mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) erläu-
2. Lerngebiet: Zellbiologie
2.1. Aufbau einer Zelle • Organellen und Membranen sowohl strukturell
als auch funktionell in den Grundzügen be-
• Pflanzen- und Tierzellen voneinander unter-
2.2. Transport • die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv
und passiv) beschreiben und verstehen.
2.3. Zellteilung • Bedeutung der Chromosomensätze erklären.
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erkennen.
• die Bedeutung des Zellzyklus erklären.
• die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen.
• das Prinzip des Generationswechsels erklären.
2.4 Inhaltsstoffe • den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) erläutern.
• Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems in Zusammenhang bringen.
2.5 Stoffwechsel • Aufbau, Funktion und Bedeutung der Enzyme
• die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege erklären.
• die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen.
3. Lerngebiet: Systematik
3.1. Vielfalt der Lebewesen • die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen.
3.2 Systematische Kategorien • die wichtigsten systematischen Kategorien,
deren historische Entwicklung sowie deren
evolutionsbiologische Zusammenhänge er-
3.3 Artenkenntnis • exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden
Lebewesen kennenlernen.
• sich über eine angemessene Artenkenntnis
3.4 Mikroorganismen • Grundlagen der Anatomie und Physiologie der
Mikroorganismen (Viren, Bakterien) verknüp-
• beispielhaft den Ablauf einer ausgewählten
Infektionskrankheit erklären.
• die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden.
4. Lerngebiet: Ökologie I
4.1 Grundlagen der Ökologie • die Auswirkungen abiotischer und biotischer
Faktoren erklären.
• die grundlegenden Begriffe der Ökologie definieren.
4.2 Wechselwirkungen zwischen Organismen • die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen
an ausgewählten Beispielen (wie Konkurrenz,
Symbiose, Parasitismus, Tarnung etc.) erläu-
• das Prinzip der Trophiestufen inkl. Anreicherung erklären.
• populationsdynamische Prozesse anhand der
Gesetze von LOTKA und VOLTERRA diskutie-
• Fortpflanzungsstrategien deuten.
4.3 Ausgewählte Ökosysteme • grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe,
Energiefluss) anhand eines exemplarischen
Ökosystems erklären.
• mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme kritisch hinterfragen.
4. Lerngebiet: Ökologie II
4.4 Energiestoffwechsel • die Abläufe der Photosynthese und Zellatmung
• den Einfluss ausgewählter abiotischer Faktoren
auf die Photosynthese beurteilen.
5. Lerngebiet: Allgemeine Botanik
5.1. Organe der Pflanze • verschiedene technische Hilfsmittel selbständig
bedienen sowie einfache Präparate selber her-
• Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben
und charakterisieren.
• Anatomie und Physiologie der wichtigsten
Pflanzenorgane (z.B. Wurzel, Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung bringen.
6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch I
6.1. Übersicht Organsysteme
• Anatomie und Physiologie der folgenden Organe/Organsysteme in Zusammenhang bringen: Muskulatur, Herz/Kreislauf, Atmung,
Niere.
• anhand eigener Beobachtungen (z.B. Sektionen, Blutdruckmessung, Dottersackforelle,
Hydra etc.) Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen.
• biologische Grundlagen ausgewählter Krankheiten erklären.
6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch II
6.2 Interne und externe Kommunikation • die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen.
• Bau von Nervenzellen und Erregungsleitung
• das Prinzip der Hormonregulation erläutern.
• am Beispiel der Zuckerregulation und Sexualhormonen die Wirkung von Hormonen erklä-
6.3 Fortpflanzung und Entwicklung • Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen
Fortpflanzung erkennen.
• Vor- und Nachteile von Klontechniken ab-
• das Potenzial verschiedener Stammzellen er-
• die Embryonalentwicklung ausgewählter Lebewesen (z.B. Amphibien, Mensch) darstellen.
7. Lerngebiet: Genetik
7.1. Klassische Genetik • Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen.
• die Bedeutung Meiose als Voraussetzung für
die Neukombination von Erbmerkmalen er-
7.2 Humangenetik • einfache Stammbäume analysieren und
Erbgänge erkennen.
• Ursachen und Symptome ausgewählter Erbkrankheiten in Zusammenhang bringen.
7.3. Molekulargenetik • die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in
einen Zusammenhang bringen
• die Abläufe und Bedeutung der Replikation,
Transkription und Translation aufzeigen
7.4 Mutationen • Gen-, Chromosomen- und Genommutationen
von-einander unterscheiden.
7.5 Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe der Herstellung
eines transgenen Organismus erläutern.
• Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutie-
8. Lerngebiet: Evolution
8.1 Evolutionstheorie • die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie erfassen.
• Sichtweisen von Cuvier und Lamarck gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar abgren-
8.2 Evolutionsmechanismen • die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen.
• die Ergebnisse derselben einordnen und beur-
• die Prinzipien der Mutation und Selektion ver-
8.3 Entwicklung des Lebens • Mechanismen der Artbildung unterscheiden.
• die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich
• paläoanthropologische Fakten deuten und mit
der aktuellen Sichtweise der Menschwerdung
in Verbindung bringen.
Ergänzungsfach Biologie
1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt
1.1 Evolution des Menschen − über vertiefte Kenntnisse der Menschwerdung
(Paläoanthropologie) referieren.
− die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie).
1.2. Suchtmittel − die Mechanismen der biochemischen und
physiologischen Auswirkungen ausgewählter
Suchtmittel (z.B. Opiate, Koffein etc.) erklären.
− ausgehend von Versuchsergebnissen Rückschlüsse auf die Wirkung ausgewählter
Suchtmittel (z.B. Koffein) schliessen.
− die gesellschaftliche Relevanz ausgewählter
Suchtmittel erkennen.
1.3. Ernährung − vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen.
− verschiedene Formen der Fehlernährung und
deren Auswirkungen einordnen.
1.4 Krankheiten − die biologischen Grundlagen ausgewählter
Krankheiten (z.B. Krebs) verstehen.
− ausgewählte Alterungsprozesse erklären.
1.5 Gehirn − verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen.
− die Grundlagen des circadianen Rhythmus er-
− die molekularen Grundlagen der Gedächtnisbildung nachvollziehen.
1.6 Sinnesorgane − über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur
Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben.
− das gemeinsame übergeordnete Prinzip der
Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten
Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen)
− Experimente durchführen und auswerten.
− die Verbindung zur Neurologie anhand von
Sinnestäuschungen erfahren.
1.7 Immunologie − vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie
und Pathologie des Immunsystems erlangen.
− Experimente zur Immunologie durchführen.
1.8 Ökologie − Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren
− praktische Untersuchungen und Experimente
zu ökologischen Fragestellungen (z.B. Flechtenkartierung, Bestandsaufnahmen etc.) planen, durchführen und auswerten.
2. Lerngebiet: Genetik
2.1. Molekulargenetik − sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen.
− die zentralen gentechnologischen Arbeitsschritte selber durchführen.
− bakterielle Genregulationsmodelle erklären.
− die gesellschaftliche Relevanz der modernen
genetischen Untersuchungsmethoden sowie
deren Resultate beurteilen.
2.2. Medizinische Genetik − die Grundlagen der medizinischen Genetik erläutern.
− Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen.
3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
3.1. Lern- und Sozialverhalten − die Bedeutung von Ethogrammen einordnen.
− historische und moderne Erklärungsansätze
zum Lernverhalten beurteilen.
− verschiedene Lernformen unterscheiden.
− eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen
und bewerten.
− anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären.
3.2. Humanethologie − ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen.
− menschliche Verhaltensmuster einordnen.
Grundlagenfach Chemie
Wochenstunden 2 2 2
1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
• Spezifische Eigenschaften zur Charakterisierung von Reinstoffen
• Konzept der kleinsten Teilchen
- Stoffe und ihre Eigenschaften
- Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und Elemente
- Aggregatzustände und deren Änderungen
• Atomsymbole, Formeln
• Masse von Atomen und Verbindun-
• Stoffe mit ihren Eigenschaften wie z.B. Dichte,
Farbe, Löslichkeit, etc. charakterisieren.
• erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen.
• das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge zu beschrei-
• die Aggregatzustände und ihre Änderungen
mit dem Teilchenmodell beschreiben.
• im PSE Name und Atomsymbol bekannter
Elemente einander zuordnen.
• von einigen ausgewählten Verbindungen
Formeln und Namen angeben.
• für gegebene Atome und Verbindungen die
relative und absolute Masse mit Hilfe des PSE
2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem
• Elektrische Ladung und Coulomb-
Gesetz
• Atom-Modelle
• Kern/Hülle-Modell
• die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft beschreiben.
• Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen.
• sich den Modellcharakter der Vorstellungen
von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern.
• die Elementarteilchen Proton, Neutron und
- Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron
- Rutherford-Experiment
- Bildung von einatomigen Ionen
- Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope
• Radioaktivität
• Schalenmodell der Atomhülle
- Atomrumpf und Valenzschale
- Ionisierungsenergien
- Energieniveauschema
- Elektronenkonfiguration
• Periodensystem der Elemente
- Aufbau des PSE
- Regelmässigkeiten innerhalb des
PSE
- PSE als Datensammlung
Elektron und deren Eigenschaften aufzäh-
• die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells
aufgrund des Streuversuchs von Rutherford
• die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus
der Atomhülle beschreiben.
• die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl
und Isotope definieren.
• für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und
vice versa.
• die Eigenschaften von Alpha-, Beta- und
Gamma-Strahlung beschreiben.
• einfache Kernvorgänge mit der Nuklidschreibweise formulieren.
• den Zusammenhang von Massendefekt,
Bindungsenergie und Energieumsatz bei
Kernreaktionen beschreiben.
• die Wirkung radioaktiver Strahlen auf Lebewesen beschreiben.
• anhand ausgewählter Beispiele die Bedeutung von radioaktiver Strahlung bzw. von
Kernumwandlungen beschreiben (z.B. Kernkraftwerke, medizinische Anwendungen,
usw.).
• mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines
Atoms unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen
beschreiben und zeichnen.
• die Elektronenverteilung in der Atomhülle
mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im Periodensystem der Elemente in Beziehung setzen.
• die Ordnungskriterien für die Anordnung
der Elemente im PSE aufzählen.
• die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren, und deren chemisches Verhalten anhand der Elektronenkonfiguration erklären.
• den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen
Kern und Valenzelektronen innerhalb von
Gruppen und Perioden mit der Struktur der
Atome deuten.
3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen
3.1 Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe
• Kugelwolkenmodell
- Das Elektron als Ladungswolke
- Räumliche Anordnung der Ladungswolken
- Lewis-Formeln von Atomen
• Elektronenpaarbindung
• Lewis-Formeln von Molekülen
• Keil/Strich-Schreibweise
• Skelettschreibweise
• Molekül-Geometrien
• Elektronegativität und Polarität von
kovalenten Bindungen
• Dipol-Charakter von Molekülen
• Zwischenmolekulare Kräfte
- Van der Waals-Kräfte
- Wasserstoffbrücken
- Dipol/Dipol-Wechselwirkungen
• ein räumliches Modell der Atomhülle, in
dem die Elektronen als Ladungswolken beschrieben werden, darstellen.
• für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben.
• mit einem geeigneten Bindungsmodell das
Wesen der Elektronenpaarbindung be-
• mit Hilfe des PSE die Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten.
• die Gestalt von Molekülen mit der
Keil/Strich-Schreibweise dreidimensional
• für gegebene Moleküle die Skelettformel
aufzeichnen bzw. aufgrund einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls
in der Lewis- bzw. Keil/Strich-Schreibweise
• die Polarität einer Bindung anhand von
Elektronegativitäts-Werten beurteilen.
• die Bedeutung der Bindungspolarität für die
Entstehung von zwischenmolekularen Kräften erklären.
• die Siedetemperaturen von molekularen
Stoffen qualitativ interpretieren.
• die Mischbarkeit verschiedener molekular
aufgebauter Stoffe interpretieren.
3.2 Ionenbindung und Salze
• Bildung einatomiger Ionen
• Ermitteln von Ionenladungen
• Einatomige und mehratomige Ionen
• die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklä-
• mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen-
Elemente die Ladungen des häufigsten Ions
• bei Nebengruppen-Elementen mit Hilfe der
im PSE verzeichneten Oxidationszahlen
mögliche Ionen-Ladungen ableiten
• Ionenbindung
• Ionengitter und Verhältnisformel
• Nomenklatur von Salzen
• Eigenschaften von Salzen
• Lösevorgang von Salzen in Wasser
• die Namen und Formeln wichtiger ein- und
mehratomiger Ionen nennen.
• mit einem geeigneten Modell das Wesen der
Ionenbindung und des Ionenverbands be-
• bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel
eines Salzes ableiten.
• Reaktionsgleichungen für die Bildung von
Salzen aus den Elementen fachlich korrekt
aufstellen.
• Salze systematisch benennen.
• Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit,
hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären.
• den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf
der Teilchen-Ebene beschreiben.
3.3 Metallische Bindung und Metalle
• Metallbindung
• Eigenschaften von Metallen
• Legierungen
• das für diesen Bindungstyp charakteristische
Modell von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären.
• Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten
Modells erklären.
• den Begriff „Legierungen“ erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen
4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen
4.1 Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen
• Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen
• die Begriffe Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen und Stoffmengenkonzentration definieren.
• Massen in Stoffmengen und Teilchenzahlen
umrechnen und umgekehrt.
• Reaktionsgleichungen aufstellen und für
einfache Beispiele stöchiometrische Berechnungen anstellen.
• stöchiometrische Fragestellungen bearbei-
4.2 Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen
• Enthalpie
• Entropie
• Gibbs-Helmholtz-Beziehung
• energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der
Struktur der Edukte und Produkte abschät-
• die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen.
• Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären.
• die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge verwenden.
4.3 Reaktionsgeschwindigkeit
• Reaktionsgeschwindigkeit und deren
Beeinflussung
• Katalysatoren
• den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit definieren.
• die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und
Zerteilungsgrad erklären.
• die Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur-
Regel (RGT-Regel) anwenden.
• erklären, dass eine Reaktion auf unterschiedlichen Reaktionswegen ablaufen kann.
• das Funktionsprinzip von Katalysatoren er-
4.4 Gleichgewichtsreaktionen
• Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen
• das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktionen
• das Massenwirkungsgesetz
• Le Châtelier-Prinzip
• Gleichgewichtsreaktionen als ein System von
Hin- und Rückreaktionen beschreiben.
• das dynamische chemische Gleichgewicht
mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und
Teilchenebene beschreiben.
• aus einer gegebenen Reaktionsgleichung
das Massenwirkungsgesetz formulieren.
• voraussagen, wie sich Konzentrations-,
Druck- und Temperaturänderungen auf ein
chemisches Gleichgewicht auswirken.
6. Lerngebiet: praktische Laborarbeit
• Kenntnis von Glaswaren
• Sicherheitsaspekte
• Korrekte Handhabung von Chemika-
• Durchführung und Auswertung von
einfachen Experimenten
• die einfachsten Glaswaren und Labor-
Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benen-
• die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verste-
• auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtig
• ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht
• sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen festhalten.
• können aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen
4.5 Säure/Base-Reaktionen
• Säuren und Basen; potentielle Säure
und potentielle Base
• Stärke potentieller Säuren
• pH-Wert
• pH-Wert von Salzlösungen
• die Bedeutung von Säure/Base-
Reaktionen
• Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen
von Wasserstoff-Ionen erklären.
• die Begriffe Säure und Base definieren.
• für eine gegebene Säure und Base die Protolysereaktion formulieren.
• die Säurekonstante als Mass für die Stärke
einer Säure nennen.
• die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben.
• den pH-Wert definieren.
• für wässrige Lösungen einfache pH-Wert-
Berechnungen durchführen.
• qualitativ den pH-Wert von Salzlösungen interpretieren.
• an einigen ausgewählten Beispielen aus dem
Alltag die Bedeutung von Säure/Base-
Reaktionen erklären.
4.6 Redox-Reaktionen
• Begriffe Reduktion und Oxidation
• Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel
• Oxidationszahlen
• Redox-Reaktionen
• Galvanische Elemente / Elektrolyse
• Brennstoffzelle
• die Redoxreaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung definieren.
• die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke
von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen.
• die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen ermitteln.
• mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter Standard-
Bedingungen qualitativ voraussagen.
• die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären.
• die Funktionsweise zweier konkreter Beispiele gängiger Batterien erklären.
• die Funktionsweise und Bedeutung von
Brennstoffzellen erklären.
5. Lerngebiet: Organische Chemie
5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe
• Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff
• Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste
organischer Moleküle
• Stoffklassen und funktionelle Gruppen
• Nomenklatur
• Eigenschaften organischer Stoffe
• die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen
mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms
• die ersten zehn Vertreter der homologen
Reihe der unverzweigten Alkane mit Namen
und Formeln aufzählen.
• einige wichtige Stoffklassen mit deren funktionellen Gruppe wie z. B. Alkohole, Carbonsäuren aufzählen.
• einfache organische Verbindungen nach den
IUPAC-Regeln benennen.
• typische Eigenschaften von organischen
Stoffen wie erhöhte Fettlöslichkeit und hoher Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären.
5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe
• Umwandlungen organischer Stoffe
• einfache Reaktionstypen der organischen
Chemie erkennen und anwenden.
Ergänzungsfach Chemie
1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit
1.1 Durchführung von Experimenten
1.2 Sicherheit
1.3 Auswertung von Experimenten
− unter Beachtung der
Sicherheitsvorschriften auch komplexere
chemische Experimente sachgerecht
− ausführen.
− gängige technische Labor- bzw. Analyse-
Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit
− Warnhinweise zu Gefahrenstoffen
− sich über das Gefahrenpotential von
Stoffen informieren.
− aus experimentellen Beobachtungen
logische Schlussfolgerungen ziehen.
− ihre praktische Arbeit angemessen
protokollieren bzw. fachgerecht darstellen.
Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen
2.1 Physikalische Chemie (z.B. quantenchemische Aspekte des Atoms und der Atombindung, Fotochemie)
− über Grundkenntnisse der physikalischen
Chemie Auskunft geben.
− Zusammenhänge zwischen theoretischen
Konzepten und Alltagsphänomenen
2.2 Anorganische Chemie (z.B. Komplexchemie, Säure/Base-Titrationen, Bedeutung von
Puffersystemen, Schwerlösliche Salze)
− vertiefte Zusammenhänge ausgewählter
Bereiche der anorganischen Chemie
− über einige ausgewählte Beispiele von
anorganischen Reaktionen in ihrer
täglichen Umgebung Auskunft geben.
− die Verbindung zu Vorgängen in der
Natur und Technik herstellen.
2.3 Organische Chemie (z.B. Struktur organischer Stoffe, Nomenklatur, ausgewählte Reaktionsmechanismen)
− vertiefte fachliche Kenntnisse der
organischen Chemie darlegen.
− die Bedeutung der organischen Chemie für
biologische, medizinische und
pharmazeutische Aufgabenstellungen
2.4 Biochemie (z.B. Biomoleküle, Beispiele enzymatisch katalysierter Reaktionen, Fotosynthese)
− biologisch wichtige organische Stoffe wie
z.B. Kohlenhydrate, Proteine, DNA
− wichtige Eigenschaften der genannten
Biomoleküle erklären.
− typische biochemische Nachweismethoden
wie z.B. PCR, Gelelektrophorese,
Chromatographie usw. beschreiben.
2.4 Toxikologie/Pharmakologie (z.B. Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung von
Stoffen im Körper, Mechanismen der Toxizität)
− die Grundlagen der Toxikologie /
Pharmakologie erklären.
− anhand aktueller Beispiele vertiefte
Zusammenhänge zwischen Physiologie,
Anatomie, Chemie und
Toxikologie/Pharmakologie beschreiben.
2.5 Analytische Chemie (z.B. Analysemethoden
wie Titration oder Gravimetrie, Instrumentelle
Analytik wie UV/VIS- und IR-Spektroskopie,
NMR, MS)
− das Grundprinzip spektroskopischer
Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible-
und Massenspektroskopie erklären.
− Spektren einfacher Moleküle
interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren
Strukturaufklärung.
2.7 Umweltchemie
(z.B. Emission, Transport
und Immission von Umweltchemikalien, Probleme der Abfallentsorgung, Bioakkumulation)
− anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Prinzipien der Umweltchemie wie
Entstehung, Ausbreitung und Verhalten
von Stoffen in der Umwelt erklären.
− anhand geeigneter aktueller Beispiele die
Wirkung von chemischen Stoffen auf
Lebewesen erklären.
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische
Fortschritt rasant, und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend berücksichtig werden können. Die
Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. Die
Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes können auch an geeigneten Inhalten der anderen Lerngebiete realisiert werden.
Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen
3.1 Anwendungen in der Technik
3.2 Anwendungen im Alltag
− Beispiele chemischer Anwendungen im
Alltag oder in der Technik nennen und
− Zusammenhänge zwischen Struktur,
Eigenschaft oder chemischer Stabilität und
Anforderungen für den Alltag oder die
Technik erkennen.
Schwerpunktfach Biologie und Chemie
Teilfach Biologie
Wochenstunden 0 0 3 3
1. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie
1.1 Bakterien • Experimente zur Beeinflussung des Bakterienwachstums planen, durchführen, auswerten
und diskutieren.
• naturwissenschaftliche Berichte verfassen.
• fundiert über ausgewählte Lebensweisen von
Bakterien (z.B. Biofilm, Konjugation etc.) Auskunft geben.
1.2 Pilze • die Bedeutung der Gärung experimentell erfahren.
• verschiedene Gärungstypen unterscheiden.
• sich mit biotechnologischen Anwendungen
vertraut machen.
1.3 Anabole und katabole Prozesse • Stoffwechselwege und deren Bedeutung für
verschiedene Organismengruppen verstehen.
1.4 Erkenntnisgewinnung • anhand eigener Versuche Rückschlüsse auf den
Bau der involvierten Organe ziehen.
• sich über ein vertieftes Wissen zum Bau und
zur Funktion des Nervensystems ausweisen.
1.5 Lebewesen (optional) • praktische Untersuchen an Lebewesen planen,
durchführen und auswerten.
• evolutive Entwicklungen erkennen und disku-
2. Lerngebiet: Ökologie*
2.1 Praktische Ökologie • die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben.
2.2 Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben,
auswerten, darstellen und diskutieren.
• pflanzensoziologische Untersuchungen durch-
3. Lerngebiet: Molekularbiologie
3.1 Suchtmittel und Gifte • Wirkungsweise ausgewählter Suchtmittel auf
den Metabolismus untersuchen und verstehen.
• die Bedeutung und die Wirkungsmechanismen
ausgewählter Gifte erklären.
3.2 Immunmoleküle • die molekularen Mechanismen der spezifischen Immunabwehr inkl. deren Fehlfunktionen erklären.
• die Entstehung der Antikörpervielfalt erläu-
• Experimente mit Antikörpern durchführen.
3.3 Wechselwirkungen zwischen DNA und Proteinen
• prokaryotische von eukaryotischen Genregulationsmodellen unterscheiden.
• fehlerhafte Wechselwirkungen am Beispiel der
Entstehung von z.B. Krebs aufzeigen.
3.4 Gentechnik • gentechnologische Methoden (Restriktionsenzyme, Gelelektrophorese etc.) anwenden.
• die Bedeutung der Gentechnik zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose
von Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen.
3.5 Phylogenie (optional) • Kladogramme auf Grund von Proteinuntersuchungen erstellen.
3.6 Enzyme (optional) • Versuche mit Enzymen durchführen und auswerten.
3.7 Cytogenetik (optional) • Karyogramme erstellen und auswerten.
3.8 Bioinformatik (optional) • lernen die Arbeitsweise mit Datenbanken ken-
4. Lerngebiet: Verhaltensbiologie
4.1 Soziobiologie • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären.
4.2 Ethogramm (optional) • Ethogramme selber erstellen.
• Verhaltensweisen auf Basis von Ethogrammen
4.3 Lernverhalten (optional) • die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung
und Verhalten erklären.
• einfache Versuche zum Lernverhalten auswer-
* Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer.
Teilfach Chemie
Wochenstunden 0 0 3 3
1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit
Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebiets werden sowohl in der
dritten wie auch in der vierten Klasse durch geeignete Praktikumsversuche realisiert.
• Korrekter Umgang mit Glaswaren und
Apparaturen
• Sicherheit im Labor
• Korrekte Handhabung von Chemikalien
• Sorgfältige Planung, Durchführung und
Auswertung von Experimenten
• Experimente protokollieren und Bericht
• Praktische Anwendung und Erweiterung
der im Theorie-Unterricht behandelten
• die wichtigsten Glaswaren und Labor-
Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benen-
• einfache Apparaturen selber zusammenbauen und sicher anwenden.
• Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren
und entsprechend handeln.
• Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen
und sich über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe informieren.
• auch mit leicht entzündlichen oder gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen.
• auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie
ein chemisches Problem experimentell gelöst
werden kann.
• Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden
könnte.
• sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.
• aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
• ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren und daraus einen Bericht über ihre
praktische Arbeit anfertigen.
• anhand ausgewählter Experimente die im
Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im
Labor anwenden und vertiefen.
2.1 Anorganische Chemie
• Schwerlösliche Salze
• Komplex-Ionen
• Ligandenaustausch-Reaktionen
• Mehrzähnige Liganden
• Komplex-Reaktionen in Natur und
Technik
• pH-Pufferlösungen
• Säure/Base-Titrationen
• das Löslichkeits-Gleichgewicht eines
schwerlöslichen Salzes quantitativ
• den Aufbau von Komplexen
• die Reaktionsgleichung einer einfachen
Ligandenaustausch-Reaktion
• die Gleichgewichts-Lage von
Ligandenaustausch-Reaktionen mit Hilfe
von Komplexbildungskonstanten
• die Stabilität von Komplexen mit mehrzähnigen Liganden erklären.
• einige ausgewählte Beispiele von
Komplex-Reaktionen in Natur und
Technik aufzählen.
• die Bedeutung und die Funktionsweise
einer pH-Pufferlösung erläutern.
• die Gleichung von Henderson-
Hasselbalch quantitativ anwenden.
• pH-Pufferkurven zeichnen und
• eine Titration praktisch durchführen und
anhand der aufgenommenen
Titrationskurve deuten.
2.2 Physikalische Chemie (optional)
• Welle-Teilchen-Dualismus
• Orbitalmodell
• Hybridisierung
• Licht und Elektronen als Teilchen- und
Wellenerscheinungen deuten.
• die Bedeutung des Wellenmodells von
Elektronen für die Struktur der
Elektronenhülle erklären.
• die Grundzüge des Orbitalmodells für
Atome erklären.
• das Hybridisierungsmodell an einfachen
Beispielen anwenden.
3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische
Fortschritt rasant, und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend berücksichtig werden können. Die
Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. Die
Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebiets werden sowohl in der dritten wie auch in der vierten Klasse an geeigneten Inhalten anderer Lerngebiete realisiert.
• Anwendungen in der Technik
• Anwendungen im Alltag
• Gesellschaftliche Verantwortung
• gesellschaftlich relevante Anwendungen
in der Technik oder im Alltag aufzählen.
• Zusammenhänge zwischen chemischen
Aspekten wie z.B. Struktur, Eigenschaften
oder chemischer Stabilität und
technischen Anforderungen erklären.
• Nutzen und/oder Gefahren von
Anwendungen der Chemie in der Technik
oder im Alltag anhand konkreter
Beispiele diskutieren.
4. Lerngebiet: Chemie und Umwelt
Das Ausmass und die Bedeutung der Emission und Immission von Stoffen in der Umwelt
ist grossen und raschen Veränderungen unterworfen. War beispielsweise vor einigen
Jahren das Thema saurer Regen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie
Ozon oder Klimawandel wesentlich dringlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.
• Stoffe in der Umwelt
• Wirkung von Stoffen auf Lebewesen
• Prinzipien der Umweltchemie wie
Entstehung, Ausbreitung und Verhalten
von Stoffen in der Umwelt erklären.
• anhand aktueller Beispiele die Wirkung
von chemischen Stoffen auf Lebewesen
2.3 Organische Chemie
• Besonderheiten der Atomsorte
Kohlenstoff
• Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste
organischer Moleküle
• Funktionelle Gruppen
• Struktur funktionieller Gruppen und
Eigenschaften organischer Stoffklassen
• Nomenklatur organischer Verbindungen
• Struktur organischer Moleküle und
Isomerie
• Reaktionstypen der organischen Chemie
• erklären, warum Kohlenstoff die Basis
der organischen Verbindungen darstellt.
• Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher
voneinander unterscheiden.
• wichtige funktionelle Gruppen erkennen
und benennen wie z.B. Hydroxyl-,
Carbonyl-, Carboxyl- und Amino-
Gruppe.
• die typischen Eigenschaften von
organischen Stoffklassen auf Grund ihrer
funktioniellen Gruppen erklären.
• einfache organische Moleküle
systematisch benennen.
• zwischen Konstitution, Konfiguration
und Konformation eines organischen
Moleküls unterscheiden.
• die Bedeutung der Isomerie für Biologie,
Medizin und Pharmakologie verstehen.
• ausgewählte organische Reaktionstypen
an einfachen Beispielen erkennen und
2.4 Toxikologie/Pharmakologie
• Grundkonzepte der
Toxikologie/Pharmakologie
• Aufnahme, Verteilung und
Ausscheidung von Fremdstoffen
• Umwandlung von Fremdstoffen
• Wirkweise von Fremdstoffen
• die grafische Darstellung der
Dosis/Wirkungs-Beziehung
• ausgewählte Begriffe wie z.B. EC50, LD50,
NOEL definieren.
• die Aufnahme, Verteilung und
Ausscheidung von Stoffen auf Grund
ihrer chemischen und physikalischen
Eigenschaften nachvollziehen.
• Phase-I - und Phase-II - Reaktionen
beschreiben und für ausgewählte
Beispiele nachvollziehen.
• für ausgewählte Beispiele die Wirkweise
von Fremdstoffen erklären.
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwertpunktfaches Biologie und Chemie
1. Lerngebiet: Umwelt
1.1 Lebensräume • mittels chemischen und biologischen Methoden Daten erheben, auswerten, darstellen und
• Lebensräume ausgehend von biologischen und
chemischen Blickwinkeln beurteilen.
2. Lerngebiet: Experimente
2.1 Naturwissenschaftliche Arbeit • sich zu einem selbst gewählten Thema die
notwendigen theoretischen Hintergründe erarbeiten.
• ausgehend von Hypothesen die Versuche planen, auswerten und diskutieren.
• einen schriftlichen Bericht nach naturwissenschaftlichem Raster erstellen.
Grundlagenfach Deutsch
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZENDie basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Erstsprache vom 17.
März 2016 gemäss Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK für die Maturitätsschulen vom 9. Juni
1994 sind kursiv und blau markiert.
1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1. Einführung in literarische Gattungen und Textsorten (Epik, Dramatik, Lyrik)
• literarische Ausdrucksformen charakterisieren
1.2 Gemeinsame Lektüre, Besprechung und Diskussion
Texte genau lesen, analysieren und verstehen
das eigene Verständnis reflektieren
mit Texten produktiv umgehen
1.3 Lesetechnik •
Lesetechniken und -strategien unterscheiden sowie situations- und textsortengerecht einsetzen
1.4 Methoden der Textinterpretation
• literarische Grundbegriffe anwenden
• grundlegende Interpretationsverfahren umsetzen
• sich mit Literatur analytisch und kreativ auseinandersetzen
1.5 Sachtexte •
Sachtexte analysieren und verstehen
2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Schulische Textsorten •
Textsorten charakterisieren und umsetzen
2.2 Literarische Textsorten • kurze erzählende Texte verfassen
2.3 Schreibprozess •
grundsätzliche Funktionen des Schreibens bei der Textproduktion berücksichtigen
ihr Schreiben als strukturierten Prozess organisieren und
reflektieren
• analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen
2.4 Inspirations- und Kreativtechniken • ihre Kreativität gezielt erweitern
3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Zuhören • mündlicher Rede folgen und diese sinngemäss wiederge-
3.2 Diskutieren • einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten
• sich differenziert und sachbezogen in eine Diskussion einbringen
• die eigene Position vertreten und fremde Positionen erfra-
3.3 Präsentieren • Sachverhalte wirkungsvoll und adressatengerecht vortra-
• Präsentationstechniken gezielt einsetzen
3.4. Vorlesen • Texte gestaltend und publikumsorientiert vorlesen
4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Grammatik •
die grundlegenden Regeln der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sicher anwenden
4.2 Kommunikationstheorie • Kommunikationsprozesse analysieren
4.3 Umgang mit Medien • ihre Medienbiographie reflektieren
1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Literarische Texte verschiedener Gattungen zu thematischen
Schwerpunkten
sprachlich und inhaltlich anspruchsvolle Texte verstehen
• gattungsspezifische Grundbegriffe anwenden
1.2 Exemplarischer Einblick in eine
literaturgeschichtliche Epoche • die historische Dimension von Literatur erkennen
1.3 Vertiefung in die Methoden
der Interpretation
• komplexere Interpretationsverfahren gezielt anwenden
sich durch eigene Fragestellungen mit Texten auseinandersetzen
1.4. Textualität und Literarizität •
Kriterien der Textualität unterscheiden und anwenden
• reflektieren, was Texte in besonderem Sinne zu Literatur
macht
1.5. Literatur und mediale Umsetzungen • Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren medialen
Adaptionen herausarbeiten
1.6. Sachtexte •
anspruchsvolle Sachtexte verstehen und beurteilen
1.7. Recherche • die für ein vertieftes Leseverständnis benötigten Informationen gezielt beschaffen
2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Sachtextsorten •
wichtige Sachtextsorten charakterisieren und umsetzen
2.2 Schreibprozess •
eigene und fremde Texte redaktionell überarbeiten und
• den Computer und digitale Hilfsmittel für das Schreiben
effizient nutzen
2.3. Einführung ins wissenschaftliche Schreiben • Grundregeln und Methoden des wissenschaftlichen Schreibens anwenden
3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Zuhören • mündlicher Rede folgen und zum Gesagten Stellung neh-
3.2 Argumentieren • differenziert und sachbezogen argumentieren
3.3 Präsentations- und Vortragstechnik • ein Referat vorbereiten und halten
3.4. Feedback • eine konstruktive Rückmeldung geben und auf Kritik angemessen reagieren
4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Grammatik •
grammatische Probleme am Einzelfall reflektieren und
bewältigen
4.2 Sprachwissenschaft • exemplarische sprachwissenschaftliche Fragen erörtern
1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Literarische Texte aus verschiedenen Gattungen und Epochen
anspruchsvolle Texte verschiedener Epochen analysieren,
verstehen und literaturgeschichtlich einordnen
• ein Sensorium für andere Kulturen und für die Geschichtlichkeit von Texten entwickeln
1.2 Literaturgeschichte • literarische Epochen charakterisieren
• zu Texten aus älteren Epochen einen Zugang finden
1.3 Selbstständige Interpretation • ein literarisches Werk selbstständig lesen und es in seinen
Grundzügen interpretieren
1.4. Sach- und Medientexte •
die Argumentationsstruktur von anspruchsvollen Sachtexten und journalistischen Texten analysieren
die Textqualität kritisch beurteilen
2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Argumentierendes Schreiben •
einen Sachverhalt erörtern und dazu differenziert Stellung
nehmen
2.2 Journalistische Textsorten •
journalistische Textsorten charakterisieren und selber produktiv umsetzen
2.3 Literarisches und kreatives
Texte für ein Publikum verfassen
2.4. Schreibprozess •
das eigene Schreiben stilistisch variieren
3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Vortragen • literarische Texte szenisch umsetzen
3.2 Argumentieren • differenziert, sachbezogen und kritisch argumentieren
3.3 Gespräche • ein Gespräch strukturiert führen
4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Sprachwissenschaft • Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern
• ein Bewusstsein für sprachliche Phänomene entwickeln und
linguistische Begriffe zu deren Beschreibung anwenden
4.2 Umgang mit Medien • Erscheinungsformen der Medienlandschaft analysieren und
1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Literaturgeschichte und
exemplarische Texte der Gegenwartsliteratur
Texte verschiedener Epochen analysieren, verstehen, in
ihren kulturellen und literaturhistorischen Kontext einordnen und dabei diese Einordnung kritisch hinterfragen
1.2. Anspruchsvolle Methoden der
• unterschiedliche Interpretationsansätze nachvollziehen
• ein literarisches Werk selbstständig erarbeiten und interpretieren sowie den Leseprozess reflektieren
1.3 Wertung und Literaturkritik • ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text
abgeben
• Fragen der literarischen Qualität reflektieren
1.4. Literatur und Gesellschaft • literarische Texte als Beitrag zu aktuellen und vergangenen
gesellschaftlichen Debatten wahrnehmen
• die Rolle der Literatur für die Gesellschaft reflektieren
• Aspekte des Literaturbetriebs charakterisieren
1.5. Sach- und Medientexte •
mit essayistischen, philosophischen und wissenschaftlichen
Texten umgehen
2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Argumentierendes und essayistisches Schreiben •
prüfungsrelevante Textsorten verfassen
2.2 Schreibprozess •
das eigene Schreiben reflektieren
3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Vortrag und Rhetorik • eine Rede nach rhetorischen Gesichtspunkten verfassen und
halten
• rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt einsetzen
3.2 Prüfungsgespräch • ein Prüfungsgespräch kompetent und fachsprachlich adäquat gestalten
• Positionen differenziert vertreten
4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Sprachphilosophie • Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit kritisch reflektieren
4.2 Umgang mit Medien • sich kompetent und kritisch in der Medienlandschaft bewe-
Grundlagenfach Englisch
KLASSEN-LEHRPLÄNE
• Grammatik der Bezirksschule: Wiederholung
- Zeiten (Present simple/continuous;
past simple/continuous; past/ present perfect; going to-/will-future)
- Das Passiv
- Modalverben
- Indirekte Rede
- Unregelmässige Verben
- Fragen, Frageanhängsel und Kurzantworten, etc.
• Grammatik der intermediate Stufe: Vertiefung und Erweiterung
• Wortschatz des Lehrmittels, evt. eines
Grund- und Aufbauwortschatzes
• der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden
• grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem)
• ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes
• der Stufe entsprechende Wörterbücher
benützen (gedruckt und online)
• grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bereichen Grammatik
und Wortschatz zwischen Englisch und
anderen Schulsprachen erkennen
• Hören • der Lernstufe entsprechend Hörtexte im
Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B.
Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Sachtexte)
• die Hauptpunkte von einfachen / mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen
• Sprechen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
• sich ausdrücken, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt
• sich in den meisten häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen
sprachlichen Mitteln verständigen
• sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen
• eine geübte Präsentation eines vertrauten Themas machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse)
• Lesen • einfache / mittelschwere Texte (meistens
im Rahmen des Lehrmittels oder einfache literarische Werke) vorlesen, verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern
• Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
einfache kürzere Texte schreiben (z.B.
persönlicher Brief, kurze Mitteilungen,
kurze Zusammenfassungen, Kommentare)
• Literarische Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (Jugendliteratur,
kurze Romane, Theaterstück, Shortstorys
und Lyrik)
• Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. plot, character, setting,
etc.)
• einfache / mittelschwere Originaltexte
lesen und verstehen
• relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen und kommentieren
• Grundbegriffe der Literaturanalyse verstehen und anwenden
• kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen,
politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich
• einfache / mittelschwere Beiträge (Text,
Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt
verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Festivals, Traditionen, Schulsysteme)
• über Ähnlichkeiten und Unterschiede
zwischen verschiedenen Ländern und
Regionen sprechen
• Grammatik der upper-intermediate Stufe: Vertiefung und Erweiterung
• Wortschatz (Erweiterung)
• der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im
grammatikalischen System erkennen
• lexikalische Strukturen (z.B. verb patterns,
word formation, chunks) erkennen und
die daraus gewonnenen Erkenntnisse
• ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes
erweitern (z.B. collocations, phrasal verbs)
• Gemeinsamkeiten in den Bereichen
Wortschatz und Grammatik zwischen
Englisch und anderen Schulsprachen erkennen
• Hören • mittelschwere bis anspruchsvolle Hörtexte des im Klassenunterricht verwendeten
Lehrmittels verstehen
• die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörtexte verstehen, wenn
Standardsprache klar und eher langsam
gesprochen wird (z.B. Songs, Ausschnitte
aus TV-Shows)
• Sprechen • relativ fliessend sprechen
• die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
• sich in Alltagssituationen ohne grössere
Probleme verständigen
• sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen
• ein selbst gewähltes, vertrautes Thema
präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und weitgehend führen
• Lesen • mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) vorlesen, verstehen,
in eigenen Worten zusammenfassen und
ihre Meinung dazu äussern
• authentische Sachtexte und mittelschwere literarische Werke mit Hilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen
• Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
• unterschiedliche kürzere Textsorten
schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche
Stellungnahmen)
• Stufengerechte Originalliteratur (z.B.
Romane, 3-act plays, etc.)
• Vertiefung der Literaturanalyse (z.B.
point of view, theme, motif, etc.)
• mittelschwere Originaltexte lesen und
• weitere Begriffe der Literaturanalyse verstehen und anwenden
• stilistische Mittel erkennen
• kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen,
politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich
• Eigenheiten anderer Kulturen anhand
englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benen-
• ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit ‚Andersartigkeit’ pflegen
• Grammatikthemen der upperintermediate / advanced Stufe
• Wortschatz
• Sprachreflexion
• anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden
• ihren Wortschatz selbständig thematisch
erweitern und anwenden
• einsprachige Wörterbücher benutzen
• verschiedene sprachliche Register unterscheiden
• sich zur Wirkung der englischen Sprache
(z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische
Reden) äussern
• Vergleiche zwischen Englisch und anderen Schulsprachen herstellen
• Hören • längere authentische Redebeiträge und
Vorträge verstehen und komplexer Argumentation folgen, wenn das Thema
vertraut ist
• die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten wie Vorlesungen, Reden, TV-Beiträge zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen
• Sprechen • relativ fliessend frei sprechen
• ein ausreichend breites Spektrum an
Sprachmitteln einsetzen
• die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
• sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im
Unterricht gelesene Texte beteiligen
• ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und
überzeugend präsentieren
• eine Präsentation zu einem selbstgewählten Thema geben, die eigene Argumentation auf die Zuhörer abstimmen, auf Rückfragen adäquat reagieren
und die eigene Meinung auf einfache,
aber schlüssige Art begründen
• Lesen • aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien analysieren
und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews)
• versch. Sach- und literarische Texte weitgehend selbständig erarbeiten
• Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke
• verschiedene Textsorten produzieren
(z.B. Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe)
• klar aufgebaute, längere Texte schreiben
• der Lernstufe entsprechende Originalliteratur (wenn möglich aus verschiedenen Epochen)
• weitgehend eigenständige Literaturanalyse
• sich anhand von literarischen Werken
kritisch mit der englischsprachigen Welt
auseinandersetzen und einen Bezug zu
ihrer eigenen Welt herstellen
• mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben über Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Figuren
• mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken wie z.B. Perspektivenwechsel
oder innere Monologe erkennen und in
ihrer Funktion verstehen
• allein oder in Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten
• Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen lesen und
• Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. 19th-century novels und
ihre Filmadaptionen)
• kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen,
politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich
• gesellschaftliche Aspekte verstehen,
kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen
• englischsprachige Beiträge aus verschiedenen Medien sowie literarische und
Sachtexte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch
reflektieren (z.B. US-elections, current affairs, global issues)
• Grammatikthemen der advanced Stufe
• Wortschatz
• Sprachreflexion
• ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden
• einen breiten Wortschatz differenziert
und situationsgerecht anwenden
• lexikalische Strukturen erkennen und
• individuell ihren Wortschatz erweitern
• die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen
Texten und mündlichen Beiträgen kritisch reflektieren
• Querverbindungen zu anderen Sprachen
herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen
• Hören • längeren authentischen Redebeiträgen
folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert und wenn Zusammenhänge nicht
explizit ausgedrückt sind
• ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen
• Hörtexte mit markanten, regional oder
sozial bedingten Abweichungen von der
Standardsprache grob einordnen und in
den Hauptpunkten verstehen
• Sprechen • sich ohne grössere Probleme fliessend
und der Situation entsprechend relativ
stilsicher ausdrücken
• eine breite Palette an Redemitteln klar
und ohne sich stark einzuschränken einsetzen
• ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und
Fragen dazu kompetent beantworten
• in Gruppen Diskussionen selbständig
planen und durchführen (z.B. zu aktuellen kontroversen Themen)
• ihre Gedanken und Meinungen präzise
ausdrücken und in Diskussionen eigene
Beiträge mit denen anderer verknüpfen
• Lesen • authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten ohne grössere Schwierigkeiten verstehen, kommentieren und diskutieren
• anspruchsvolle Sach- und literarische
Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und
sich kritisch damit auseinandersetzen
• Schreiben • umfangreiche syntaktische Strukturen
und ein breites Vokabular anwenden
(unter Verwendung der entsprechenden
Hilfsmittel)
• Stilmittel und Register anwenden
• sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken
• überzeugend argumentieren
• Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie in klar strukturierter, kohärenter Form darstellen
• unterschiedliche längere Textsorten
schreiben (z.B. essay, composition)
• Originaltexte (unterschiedlicher Genres)
aus verschiedenen Epochen
• eigenständige Literaturanalyse
• anspruchsvolle literarische Originaltexte
analysieren, interpretieren und in ihren
Kontext stellen (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln)
• vieldeutige Texte verstehen und mehrere
Deutungen zulassen
• in einem literarischen Text verschiedene
bedeutungsrelevante Aspekte (z.B.
Handlungsablauf, Hauptthematik, Figurenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben
• zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen
• selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes er-
• Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen lesen und
• Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren
• kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen,
politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich
• gesellschaftliche Grundstrukturen und
Wertvorstellungen ausgewählter Länder
des englischsprachigen Kulturraums,
auch im Vergleich, verstehen
• authentische englischsprachige Beiträge
aus verschiedenen Medien sowie literarische und Sachtexte im soziokulturellen
und historischen Kontext verstehen und
kritisch reflektieren
• sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der
englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre
Kompetenz zur Selbstreflexion fördern
(z.B. current affairs, native populations,
colonialism)
Grundlagenfach Französisch
1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten
und Modi, Satzbau, Wortarten (je
nach Wahl des Lehrmittels)
• bereits erworbene morphologische und
syntaktische Grundstrukturen anwenden
• neu erlernte Grundstrukturen bilden und
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• themen- und textbezogener
Grundwortschatz
• den bereits erworbenen Wortschatz anwenden und erweitern
1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Selbstkorrektur Die Schülerinnen und Schüler können
• elementare Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und
2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen
• Deutlich und relativ langsam
gesprochene einfache Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch,
didaktisierte Hörverständnisübungen,
didaktisierte Fernseh- und
Radiosendungen, Film, Podcasts
• Unterrichtsgespräch in der
• die Hauptpunkte eines Redebeitrags verstehen
• das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch
2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen
• Redebeiträge
• Rollenspiele
• Präsentationen, Kurzreferate
• sich spontan und verständlich ausdrücken
• in Rollenspielen sprechen
• an Diskussionen teilnehmen und ihre
Meinung ausdrücken
• eine erste strukturierte Präsentation hal-
• am Unterrichtsgespräch teilnehmen
2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen
• einfache literarische und andere
Originaltexte, z.B. didaktisierte
Lektüre, einfache Medientexte
• Lesestrategien
• Texte verstehen und global
zusammenfassen
• die explizite Struktur eines Textes
erkennen
• Unverstandenes durch den Kontext
erschliessen
• weitgehend korrekt vorlesen
2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen
• einfache Texte
• verschiedene Textsorten, z.B.
Kommentar, Interview, innerer
Monolog, Dialoge
• kurze, kohärente Texte schreiben
• schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen
3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und
• Handlungsebene eines literarischen
Textes
• Themenanalyse
• die Figuren, ihre Handlungen und ihre
Beziehungen untereinander
beschreiben und erklären
• die Themen erkennen und
3.2 Grobinhalte: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen
• einfache literarische Texte aus dem 20.
und 21. Jahrhundert, z.B. Schmitt,
Monsieur Ibrahim et les fleurs du
coran ; Malle, Au revoir les enfants
• einfaches textimmanentes
Kontextwissen, z.B. la Résistance
• vom literarischen Text ausgehend
einen Bezug zur eigenen
Lebenswirklichkeit herstellen
• den für das Textverständnis
erforderlichen historischen Kontext
mit eigenen Worten wiedergeben
3.3 Grobinhalte: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen
• einfache Themen aus der Gesellschaft
und Kultur der französischsprachigen
Schweiz, Frankreichs bzw. der
Francophonie, z.B. Regionen und ihre
Besonderheiten, die
Lebenswirklichkeit
französischsprachiger Jugendlicher,
Umwelt
• einfache Chansons, Filme,
Medientexte, Werbespots, Musikclips
• ausgewählte Themen erarbeiten und
mit eigenen Worten wiedergeben
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Zeiten und
Modi, Wortarten, Satzbau,
Äusserungsarten (je nach Wahl des
Lehrmittels)
• bereits erworbene morphologische und
syntaktische Grundstrukturen korrekt an-
• neu erlernte Strukturen bilden und an-
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• themen- und textbezogener
Grundwortschatz
• den bereits erworbenen Wortschatz sicher
anwenden und erweitern
• mithilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen
1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Selbstkorrektur Die Schülerinnen und Schüler können
• Fehler in ihren Sprachstrukturen
erkennen und verbessern
2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen
• Deutlich gesprochene authentische
Redebeiträge und Sprechsituationen
in Standardsprache, z.B.
Alltagsgespräch, Diskussionen,
Hörverständnisübungen, Fernseh-
und Radiosendungen, Film, Podcasts
• Unterrichtsgespräch in der
• die Hauptpunkte eines Redebeitrags
• das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in
Französisch verstehen
2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen
• Redebeiträge
• Rollenspiele
• Präsentationen
• sich spontan, zusammenhängend
und weitgehend korrekt ausdrücken
• in Rollenspielen sprechen
• an Diskussionen teilnehmen und
ihre Meinung ausdrücken
• Referate halten
• am Unterrichtsgespräch teilnehmen
2.3 Grobinhalte: Lesen fachliche Kompetenzen
• literarische und andere Originaltexte
einfachen bis mittleren
Schwierigkeitsgrades, z.B.
didaktisierte Lektüre, Medientexte
• Texte sinnvoll zusammenfassen
• die Struktur eines Textes erkennen
und beschreiben
• Unverstandenes durch den Kontext
erschliessen
• längere Lesepensen bewältigen
• weitgehend korrekt und fliessend
vorlesen
2.4 Grobinhalte: Schreiben fachliche Kompetenzen
• kürzere Texte
• verschiedene Textsorten, z.B.
Stellungnahme, Kommentar,
Journal, Brief, innerer Monolog,
Dialog, cahier de lecture
• Texte verständlich und kohärent
• schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen
3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und
• Handlungsebene eines literarischen
Textes
• erste Grundbegriffe der
Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler,
narrative Struktur
• Themenanalyse
• die Handlungsstruktur sinnvoll
gliedern und erklären
• Figuren und ihre Beziehungen
untereinander analysieren
• erste Grundbegriffe der
Literaturanalyse anwenden
• die Themen erkennen und
• einen literarischen Text selbständig
lesen
3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen
• literarische Originaltexte aus dem 20.
und 21. Jahrhundert von einfachem
bis mittlerem Schwierigkeitsgrad, z.B.
Camus, Les Justes; Gary, La Vie devant
soi
• elementare literaturgeschichtliche
Kenntnisse
• elementare Informationen zum
Kontext des gelesenen Textes mit
eigenen Worten wiedergeben
3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen
• Themen aus der Gesellschaft und
Kultur der französischsprachigen
Schweiz, Frankreichs bzw. der
Francophonie, z.B. die
Lebenswirklichkeit
französischsprachiger Menschen,
Themen wie Familie und Jugend,
Schule und Beruf, Romandie
• Filme, Chansons, Medientexte,
Werbespots, Musikclips
• ausgewählte Aspekte der
französischsprachigen Gesellschaft
und Kultur in eigenen Worten
beschreiben und dazu Stellung
nehmen
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grund- und Aufbaustrukturen, z.B.
Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen
und compléments du verbe, Passiv,
Wortarten
• die bereits erworbenen
morphologischen und syntaktischen
Grundstrukturen sicher anwenden
• neu erlernte komplexere
Aufbaustrukturen bilden und
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• themen- und textbezogender
Grund- und Aufbauwortschatz
• den bereits erworbenen Wortschatz
anwenden und erweitern
• mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen
1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Die beiden Sprachregister: langage
courant, langage familier
• Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und
• können Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und
• können zwischen langage courant
und langage familier unterscheiden
• Bezüge zu anderen Sprachen
herstellen
2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen
• Authentische, längere Redebeiträge
und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Film, Fernseh-
und Radiosendungen, Podcasts
• authentische Redebeiträge in der
Standardsprache weitgehend
• das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen
2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen
• Redebeiträge
• Präsentationen
• sich spontan, zusammenhängend
und weitgehend korrekt ausdrücken
• sich kritisch äussern und ihre
Meinung vertreten
• an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten
• Präsentationen halten
• sich am Unterrichtsgespräch
beteiligen
2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen
• literarische und andere Originaltexte
mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B.
Erzählungen, kürzere Romane,
Theaterstücke, Medientexte
• Texte präzis zusammenfassen
• Texte und Textpassagen analysieren
und interpretieren
• Texte selbständig lesen und
erarbeiten
• Sinn gebend vorlesen
2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen
• längere Texte
• unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte
• Texte verständlich, kohärent und
sprachlich weitgehend korrekt
• die Textsortenmerkmale auf den
eigenen Text anwenden
• schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen
3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und
• Themenanalyse
• Grundbegriffe der Literaturanalyse,
z.B. Figur, Erzählsituation, elementare
rhetorische Figuren
• verschiedene Gattungen, z.B.
Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman,
Poesie
• Handlungsablauf,
Figurenkonstellationen und Themen
eines literarischen Textes analysieren
und deren Bedeutung erklären
• die für die Literaturanalyse relevanten
Grundbegriffe auf den literarischen
Text anwenden
• einen literarischen Text auf seine
analysieren
• einen literarischen Text selbständig
lesen
3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen
• literarische Originaltexte vom 17. bis
21. Jahrhundert mittleren
Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière et le
classicisme, Camus, Sartre et
l’existentialisme, le théâtre absurde
• literaturgeschichtlicher Kontext
• den literaturgeschichtlichen Kontext
eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben
3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen
• komplexere Themen aus der
Frankreichs bzw. der Francophonie,
z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV,
2. Weltkrieg und seine Auswirkungen,
Maghreb, Einwanderung, Banlieue
• Chansons, Filme, Medientexte
• ausgewählte Themen der
französischsprachigen Gesellschaft
und Kultur analysieren und dazu
Stellung nehmen
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
1. 1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grund- und Aufbaustrukturen (je
nach Kenntnisstand der Abteilung)
• die bereits erworbenen morphosyntaktische Grundstrukturen sicher
und korrekt anwenden
• neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und
sicher und korrekt anwenden
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• erweiterter themen- und
textbezogener Grund- und
• den bereits erworbenen Wortschatz
sicher anwenden und erweitern
• mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen
1.3 Grobinhalte: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Die beiden Sprachregister: langage
courant, langage familier
• Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und
• können Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und
• können zwischen langage courant
und langage familier unterscheiden
• Bezüge zu anderen Sprachen
herstellen
2.1. Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen
• Authentische, anspruchsvollere
Redebeiträge und Sprechsituationen
in Standardsprache, z.B. Film,
Fernseh- und Radiosendungen,
Podcasts, Diskussionen
• authentische Redebeiträge
weitgehend verstehen
• das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen
2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen
• Redebeiträge
• Präsentationen
• sich kritisch äussern und
überzeugend argumentieren
• an einer Diskussion teilnehmen und
sie leiten
• Präsentationen halten
• sich am Unterrichtsgespräch
beteiligen
2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen
• literarische und andere Originaltexte
mittleren bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades, z.B.
Theaterstücke, Sekundärliteratur,
Medientexte, Sachtexte
• die Struktur und die Argumentation
in einem Text analysieren
• Texte interpretieren bzw. kritisch
reflektieren
• Texte selbständig lesen und
erarbeiten
• Sinn gebend vorlesen
2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen
• längere Texte
• unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte
• Texte verständlich und logisch, der
Textsorte angemessen und
sprachlich weitgehend korrekt
• schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen
3.1. Grobinhalt: Literaturanalyse und
• Themenanalyse
• Grundbegriffe der Literaturanalyse,
z.B. Figur, Erzählsituation, elementare
rhetorische Figuren
• verschiedene Gattungen, z.B.
Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman,
Sonnett, Autobiografie
• einen literarischen Text inhaltlich und
stilistisch analysieren und
interpretieren
• einen literarischen Text auf seine
analysieren
• einen längeren literarischen Text
selbständig lesen
3.2 Grobinhalte: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen
• literarische Originaltexte vom 17. bis
21. Jahrhundert mittleren bis
anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades,
z.B. Voltaire et le siècle des Lumières,
Zola et le naturalisme, les poètes du
romantisme, le roman actuel
• literatur- bzw. kulturgeschichtlicher
Kontext
• den literatur- bzw.
kulturgeschichtlichen Kontext eines
Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
erläutern
3.3 Grobinhalte: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen
• komplexere Themen aus der
Frankreichs bzw. der Francophonie,
z.B. Französische Revolution und ihre
Aktualität, Kultur des 19. Jahrhunderts
und ihre Spuren in der heutigen Zeit,
Maghreb, Karibik, Einwanderung,
Banlieue, 2. Weltkrieg und seine
Auswirkungen, Jugendkultur
• Chansons, Filme, Sachtexte
• ausgewählte Themen der
französischsprachigen Gesellschaft
und Kultur verstehen und erklären
Schwerpunktfach Französisch
(In den Lerngebieten 2. und 3. werden die 3. und 4. Klassen gemeinsam unterrichtet:
„Zofinger Modell“)
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grund-und Aufbaustrukturen, z.B.
Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen
und compléments du verbe, Passiv,
Wortarten
• die bereits erworbenen
Grundstrukturen anwenden
• neue komplexere syntaktische
Aufbaustrukuren bilden und
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• themen- und textbezogener
• einen breiten Grundwortschatz sicher
• mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen
1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• verschiedene Sprachregister
• können Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und
• verschiedene Sprachregister
unterscheiden
1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion
1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen
• morphologische und syntaktische
Grund-und Aufbaustrukturen
• die bereits erworbenen
Grundstrukturen anwenden
• neue komplexere syntaktische
Aufbaustrukturen bilden und
1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen
• themen- und textbezogener
• einen breiten Wortschatz
situationsgerecht anwenden
• mithilfe des bestehenden
Wortschatzes Wörter der gleichen
Wortfamilie erschliessen
1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• verschiedene Sprachregister
• Wissenserweiterung
• können Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und
• können verschiedene Sprachregister
erkennen und erklären
• ihre Ausdrucksweise situativ
angemessen anpassen
• fehlende Kenntnisse selbstständig
aufarbeiten
2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen
• Authentische, komplexe Redebeiträge
und Sprechsituationen
• Komplexe Präsentationen
• in längeren Redebeiträgen und
Präsentationen auch komplexerer
Argumentation folgen
2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen
• ausführliche Redebeiträge zu
anspruchsvollen Themen
• Präsentationen
• sich fliessend und frei äussern
• ihren Standpunkt begründen und
vertreten
• an einer Diskussion teilnehmen und sie
leiten
• überzeugend präsentieren
• sich am Unterrichtsgespräch beteiligen
2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen
• anspruchsvolle literarische und andere
Originaltexte, z.B. Erzählungen,
Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte,
• Texte zusammenfassen, analysieren
und interpretieren bzw. kritisch
reflektieren
• Texte selbständig lesen und erarbeiten
• korrekt und Sinn gebend vorlesen
2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen
• komplexere Texte zu anspruchsvollen
• unterschiedliche Textsorten, z.B.
argumentative und fiktionale Texte
• Texte strukturiert, stilistisch
angemessen und sprachlich korrekt
• argumentieren und Stellung nehmen
• schreibend kreativ mit Sprache und
Texten umgehen
3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und fachliche Kompetenzen
• Grundbegriffe der Literaturanalyse,
z.B. Figur, Erzählsituation, rhetorische
Figuren
• verschiedene literarische Gattungen,
z..B. philosophische Erzählung,
klassisches und modernes Theater,
klassische und avantgardistische
Gedichtformen, traditioneller und
moderner Roman
• einen literarischen Text mit den
relevanten Grundbegriffen der
Literaturanalyse analysieren und
interpretieren
• Stilmittel und rhetorische Figuren
erkennen und ihre Wirkung
• einen literarischen Text auf seine
gattungs- und formspezifischen
Merkmale hin analysieren
• eine längeren literarischen Text
selbständig lesen
3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen
• anspruchsvolle literarische
Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert
• literarische Epochen und Strömungen
seit dem 17. Jahrhundert, z.B. Molière
et le classicisme, Voltaire et le siècle
des Lumières, Flaubert et le réalisme,
Baudelaire et le romantisme, Breton et
le surréalisme, Beckett et le théâtre
moderne, Sartre, Camus et
l’existentialisme, Literatur aus dem
Maghreb, Westafrika, der Karibik, der
Romandie, le roman actuel
• den literatur- bzw.
kulturgeschichtlichen Kontext eines
Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
erläutern
• die Merkmale verschiedener Epochen
und Strömungen erklären
3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen
• komplexere Themen aus der
Gesellschaft und Kultur der Schweiz,
Frankreichs bzw. der Francophonie,
z.B. Französische Revolution und ihre
Aktualität, Kultur des 19. Jahrhunderts
und ihre Spuren in der heutigen Zeit,
Maghreb, Karibik, Westafrika,
Einwanderung, Banlieue, 2. Weltkrieg
und seine Auswirkungen,
Jugendkultur, politisches und
gesellschaftliches System Frankreichs,
Kino, Kunst, Architektur
• Chansons, Filme, Sachtexte, Rap,
Poetry Slam
• ausgewählte gesellschaftliche und
kulturelle Themen der
französischsprachigen Welt fundiert
erläutern und dazu kritisch Stellung
nehmen
Grundlagenfach Geografie
Wochenstunden 2 1 2 -
1. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Topografisches Grundwissen • Möglichkeiten der kartografischen Darstellung beschrei-
1.2 Kartografie • Karten lesen und interpretieren.
1.3 Orientierung auf der Erde • sich auf der Erde orientieren und aktuelle Ereignisse mit
geografischen Informationsmitteln einordnen.
1.4 Erhebung, Analyse und
Darstellung räumlicher
Informationen
• Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in Form
von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.
2. Die Erde als Himmelskörper Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Entstehung von Weltall,
Sonnensystem und Erde
• die Entstehung von Sternen und Planeten nachvollzie-
2.2 Rotation der Erde • die Rotation der Erde im Sonnensystem beschreiben und
die Konsequenzen für die Erde erklären.
2.3 Revolution der Erde • die Revolution der Erde im Sonnensystem beschreiben
und die Konsequenzen für die Erde erklären.
3. Meteorologie und Klimatologie I Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Aufbau der Atmosphäre • den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima erklären.
3.2 Klimaelemente und
Klimafaktoren
• beschreiben, welche Klimaelemente und –faktoren das
Klima bestimmen.
3.3 Wetterphänomene • Wetterphänomene beschreiben und erklären
4. Geologie und Oberflächenprozesse I Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Aufbau der Erde • den Aufbau der Erde beschreiben.
4.2 Plattentektonik • die plattentektonischen Prozesse erklären.
4.3 Vulkanismus und Erdbeben • Vulkanismus und Erdbeben beschreiben und erklären.
5. Wirtschaft und Ressourcen I Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Ressourcen und Reserven • die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von
Ressourcen analysieren und bewerten.
5.2 Umweltprobleme und
Umweltpolitik
• ausgewählte Umweltprobleme verstehen und Möglichkeiten der Umweltpolitik beurteilen.
1. Gesellschaft und Raum Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Demografische Faktoren und
demografische Transformation
• wichtige demografische Prozesse analysieren,
ursächlich erklären, Folgen abschätzen und
Massnahmen beurteilen.
1.2 Migration und Integration • soziale Ursachen und Folgen von Migration
erkennen sowie darauf bezogene Massahmen
1.3 Kulturen und Raum • Lebensweisen in ihren Grundzügen verstehen und
Veränderungsprozesse erklären.
2. Meteorologie und Klimatologie II Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Wetterlagen Europas • Wetterphänomene interpretieren und mit
Grosswetterlagen in Verbindung bringen.
2.2 Globale Zirkulation • die jahreszeitliche globale Verteilung von
Zyklonen und Antizyklonen erklären.
2.3 Klima- und Vegetationszonen • den Zusammenhang zwischen Klima und
Vegetation bzw. Landnutzung verstehen.
2.4 Natürliche Klimaänderungen und
anthropogene Beeinflussung
• die natürliche und die durch den Menschen
bedingte Klimaänderung verstehen und
3. Geologie und Oberflächenprozesse II Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Kreislauf der Gesteine, Lagerstätten
und Rohstoffe
• den Kreislauf der Gesteine beschreiben und den
Zusammenhang mit ihrer Struktur und
Zusammensetzung verstehen.
3.2 Mineralien und Gesteine • ausgewählte Mineralien und Gesteine
3.3 Geologische Geschichte und tektonischer Aufbau eines Grossraumes
• die geologische Geschichte und den tektonischen
Aufbau eines Grossraumes nachvollziehen.
3.4 Verwitterung, Erosion, Akkumulation:
Landschaftsformen
• die Landschaftsformen der Erdoberfläche
erkennen und die sie formenden Prozesse
3.5 Bodenkunde • Aufbau von Böden und Prozesse ihrer Bildung
erklären und ihre Bedeutung für Natur und
Landwirtschaft erkennen.
4. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Erhebung, Analyse und Darstellung
räumlicher Informationen
• Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in
Form von Karten, Texten und Grafiken
4.2 Arbeitsmethoden • ausgewählter Arbeitsmethoden anwenden.
1. Entwicklung der Weltgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Globale Verteilung von Wohlstand
und Armut
• räumliche und soziale Ungleichheiten auf
regionaler bis globaler Ebene beschreiben.
1.2 Landflucht und Verstädterung • die globale Urbanisierung erklären.
1.3 Entwicklungstheorien • Entwicklungstheorien erläutern und vergleichend
1.4 Entwicklungszusammenarbeit • unterschiedliche Ansätze der
Entwicklungszusammenarbeit und
Projektbeispiele vergleichen und bewerten.
1.5 Welthandelsbeziehungen und
Weltwirtschaftspolitik
• die Aktivitäten von Ländern in globalen Märkten
beschreiben und ihre Rolle in der
Welthandelspolitik erklären.
2. Siedlung und Mobilität Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Landschaftswandel • die Strukturveränderungen der Landschaft in der
Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben
und die Folgen beurteilen.
2.2 Urbanisierung, Entstehung von
Agglomerationen
• die Siedlungsentwicklung der Schweiz seit der
Industrialisierung beschreiben und die Folgen
2.3 Entwicklung der Verkehrsnetzwerke • die Verkehrsentwicklung in Vergangenheit,
Gegenwart und naher Zukunft beschreiben und
die Folgen für die Siedlungsstruktur erklären.
2.4 Räumliche Nutzungskonflikte • räumliche Nutzungskonflikte erkennen und
2.5 Raumplanung in der Schweiz • die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung
verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen
3 Zusammenwirken von Gesellschaft
und Natur Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter Naturgefahren
3.2 Umgang mit Naturgefahren • den Umgang mit Naturgefahren nachvollziehen
und Beispiele beurteilen.
3.3 Umweltprobleme und
Umweltpolitik
• zu Umweltproblemen Lösungsansätze entwickeln.
3.4 Nachhaltige Entwicklung • Konzepte der nachhaltigen Entwicklung und ihre
räumlichen Bezüge verstehen.
4. Wirtschaft und Ressourcen II Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Fossile Energieträger • die Bedeutung und Reichweite der fossilen
Energieträger erkennen.
4.2 Alternativenergien • die Bedeutung und das Potential der
Alternativenergien erkennen.
4.3 Energiepolitik • Formen der Energienutzung bezüglich ihrer
gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung
5. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können
5.1 Erhebung, Analyse und Darstellung
räumlicher Informationen
• Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in
Form von Karten, Texten und Grafiken
5.2 Arbeitsmethoden • ausgewählte Arbeitsmethoden anwenden.
Ergänzungsfach Geografie
Lerngebiete fachliche Kompetenzen
1. Ausgewählte Themen mit Bezug zur
physischen Geografie Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Vertiefung ausgewählter Themen
der physischen Geografie
Zum Beispiel:
− Geomorphologie
− Hydrologie
− Klimatologie
− Naturgefahren
− Ressourcen
− physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären.
− Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen und beur-
− in Zusammenhängen denken, Typen und Modelle bilden und
damit argumentieren.
− Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.
− Lösungsansätze für ökologische Probleme erarbeiten.
1.2. Schnittfelder zur Humangeografie
2. Ausgewählte Themen mit Bezug zur
Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Vertiefung ausgewählter Themen
der Humangeografie
Zum Beispiel:
− Tourismus
− Siedlungsentwicklung
− Entwicklungszusammenarbeit
− Ethnologie
− Demographie
− Humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher Theorien erklären.
− Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und beurteilen.
− in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen
denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren.
Lerngebiete fachliche Kompetenzen
2.2. Schnittfelder zur physischen Geografie − den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurtei-
− Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.
Grundlagenfach Geschichte
Wochenstunden 2 2 2 2
1. Umgang mit Materialien und
Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können.
1.1 Klassifizierung von Materialien • den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläu-
• eine Quelle ihrer Gattung zuordnen.
• Ursachen für den Verlust von Quellenmaterial finden und
seine Auswirkungen darlegen.
1.2 Bearbeitung von Materialien • die Absicht des Verfassers kritisch hinterfragen.
• aufgrund vorgegebener Fragen Texte, Bildquellen und Karten auswerten.
1.3 Erarbeitung von Fragestellun-
• zu einem vorgegebenen Thema Fragen formulieren und
diese gruppieren.
2. Fakten und Zusammenhänge
2.1 Politische Geschichte Die Schülerinnen und Schüler können
2.1.1 Staatliche Strukturen • zentrale Begriffe der Staatskunde und politischen Geschichte anwenden.
• die Funktionsweise historischer und heutiger staatlicher
Institutionen verstehen und darlegen.
• verschiedene Staats- und Regierungsformen vergleichen.
• Vor- und Nachteile des politischen Systems der Schweiz diskutieren.
2.1.2 Herausbildung von Staaten • Vorformen von Staatlichkeit erläutern.
• Entstehung von Staatlichkeit darlegen.
• Auswirkungen von Staatenbildungsprozessen analysieren.
2.1.3 Kontinuität und Wandel • politische Entwicklungen vormoderner Epochen analysieren
und ihre Auswirkungen aufzeigen.
• Voraussetzungen für Kontinuität und Umbrüche beurteilen.
• innere und äussere Herausforderungen ausgewählter
Staatswesen diskutieren und ihre Auseinandersetzung damit beschreiben.
2.2. Internationale und supranationale Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
Kooperation und Konflikte zwischen Staaten
• an historischen oder aktuellen Beispielen Formen der Zusammenarbeit zwischen Staaten darlegen.
• an einem Fallbeispiel die Bedeutung einer internationalen
oder supranationalen Organisation für Sicherheit, Zusammenarbeit und Menschenrechte beurteilen.
• Prozesse, die zu Konflikten und teils gewaltsamen Auseinandersetzungen führen, analysieren.
3. Nachdenken über Geschichte
Methodische Zugänge der Ge-
• Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft
exemplarisch nachvollziehen.
• ausgewählte Periodisierungsmuster darlegen und deren
Folgen für das Verständnis von Geschichte beurteilen.
1. Arbeitsmethoden und Umgang
mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klassifizierung von Materialien • die in einer Quelle vorhandenen Positionen des Verfassers
herausarbeiten.
• Textquellen, Bilder oder Sachquellen zeitlich einordnen und
in ihren Kontext stellen.
• erkennen, welche Aussagebereiche von Materialien abgedeckt werden, welche nicht.
1.2 Bearbeitung von Materialien • aufgrund einer vorgegebenen Fragestellung die Inhalte von
Materialien herausarbeiten und in eigenen Worten korrekt
• Inhalte in einen bekannten oder neuen Zusammenhang
• Ursachen, Probleme und Folgen von konkreten Themenstellungen beschreiben.
1.3 Erarbeitung von Fragestellun-
• zu einer überschaubaren Menge verschiedener Materialien
Fragen formulieren und erkennen, inwiefern Antworten
möglich sind.
• Anforderungen an weiteres Material formulieren, damit die
Antworten ergänzt oder präzisiert werden können.
2. Fakten und Zusammenhänge
2.1 Vorindustrielle Wirtschaftsformen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1.1 städtische Produktionsfor-
• die Besonderheiten städtischer Produktionsformen und ihre
Voraussetzungen nennen.
• Risiken und Schutzbestrebungen verschiedener Wirtschaftszweige darstellen und ihre Auswirkungen auf Politik und
Gesellschaft analysieren.
• Formen vorindustrieller Grossproduktion erläutern und ihre
Folgen für verschiedene Regionen, Bevölkerungsgruppen
und die Gesellschaftsstruktur schildern.
2.1.2 ländliche Produktionsformen • Möglichkeiten und Grenzen landwirtschaftlicher Produktion
unter verschiedenen klimatischen Voraussetzungen und sich
verändernden Produktionsformen erläutern.
• ländliche Gesellsschaftsstrukturen kennen, sie mit anderen
vergleichen und beurteilen.
• Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung formulieren und
das daraus resultierende Konfliktpotenzial aufzeigen.
2.1.3 überregionaler Handel • Funktionsweise des Fernhandels und die Bedeutung von
Rahmenbedingungen anhand eines ausgewählten Beispiels
• Auswirkungen der wirtschaftlichen Prosperität einzelner
Familien anhand eines Beispiels auf Politik und Gesellschaft
2.2. Weltvorstellungen und Lebensformen im Wandel Die Schülerinnen und Schüler können
2.2.1 Die Rolle religiöser Vorstellungen für Lebensformen und
Weltbilder
• erklären, wie sich religiöse Vorstellungen und die Lebenswelt der Menschen gegenseitig bedingen und durchdrin-
• Druckmittel und Abhängigkeiten von Gruppen oder einzelnen Menschen analysieren und Einschränkungen bzw. verbliebene Freiräume und ihre Bedeutung aufzeigen.
2.2.2 Zeitvorstellungen • Ursachen von Veränderungsimpulsen finden und beschrei-
• zu verschiedenen Zeiten herrschende Zukunftsvorstellungen
erläutern und ihre Auswirkungen auf Denken, Glauben, Gesellschaft und politische Systeme analysieren.
3. Nachdenken über Geschichte
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • aufzeigen, wie man mit Schwierigkeiten bei der Darstellung
fremder oder historischer Denk- und Lebensformen umgehen könnte.
1. Arbeitsmethoden und Umgang
mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klassifizierung von Materialien • ein kleineres Dossier aus verschiedenen Materialien korrekt
klassifizieren und bearbeiten.
• erklären, warum für verschiedene Themen nur bestimmte
Materialien vorhanden sind.
1.2 Bearbeitung von Materialien • Aussagen statistischer Materialien in eigene Worte fassen
und auswerten.
• Möglichkeiten und Grenzen der Aussagekraft statistischer
Materialien beurteilen und beschreiben, wie Manipulationen möglich sind.
• den Einsatz medialer Ausdrucksformen beurteilen.
1.3 Erarbeitung von Fragestellun-
• selbstständig Fragestellungen für ein kleineres Dossier aus
verschiedenen Materialien entwickeln, das Dossier damit
bearbeiten, die Ergebnisse darstellen und in einen grösseren
historischen Zusammenhang einordnen.
2. Fakten und Zusammenhänge
2.1 Aufbrüche und Umbrüche Die Schülerinnen und Schüler können
2.1.1 Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen zwischen Umbruch und Erneuerung
• erklären, unter welchen Umständen neue politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ideen und Ideologien entstehen, sich umsetzen lassen oder scheitern.
• erläutern, wie sich Menschen für die Durchsetzung neuer
Ideen im Spannungsfeld zwischen Revolution und Reform
2.1.2 Emanzipationsbestrebungen • aufzeigen, auf welche Weise verschiedene Gruppen Abhängigkeiten aufzulösen versuchen und welche Faktoren Erfolg
bzw. Misserfolg bestimmen.
• den Stellenwert neuer Kommunikationsformen für die Entstehung von Emanzipationsbewegungen beurteilen.
2.1.3 Nationale Bewegungen • Faktoren nennen und erläutern, die für die Nationenbildung relevant sind, und die Auswirkungen übersteigerter
nationaler Identität beurteilen.
• die Probleme von Vielvölkerstaaten analysieren und die
Folgen dieser Entwicklung auf andere Staaten und ethnische Gruppen aufzeigen.
2.1.4 Internationale Beziehungen
zwischen imperialen Bestrebungen
und Verständigung
• weltpolitische Brennpunkte erkennen, die Interessen der
verschiedenen Mächte beschreiben und Möglichkeiten, mit
Konflikten umzugehen, aufzeigen.
• die Rolle aussereuropäischer Gebiete für den Machtzuwachs
bzw. Machterhalt europäischer Staaten beschreiben und die
Folgen des Aufeinandertreffens verschiedener Kulturen beurteilen.
2.2 Natur und Technik in einer
globalisierten Welt Die Schülerinnen und Schüler können
2.2.1 Industrialisierung: Ressourcen, technische Entwicklungen
und Absatzmärkte
• Zusammenhänge von technischen Entwicklungen, Rohstoffvorkommen, verfügbarem Kapital und Absatzmärkten
• die Auswirkungen der Industrialisierung auf politische und
gesellschaftliche Strukturen sowie die Arbeits- und Lebensformen aufzeigen.
• Gegenentwürfe zu den kapitalistischen Wirtschafts- und
Gesellschaftsmodellen erklären.
• die Entstehung neuer Konsummuster beschreiben und die
Auswirkungen für Gesellschaft und Umwelt beurteilen.
• Probleme der Nutzung von Ressourcen darstellen und ihren
Stellenwert bei lokalen oder globalen Konflikten einschät-
2.2.2 Veränderungen im Verhältnis
zwischen Mensch, Technik und
Natur
• Veränderungen in der Wahrnehmung von Natur, Raum und
Zeit beschreiben und Folgen für den menschlichen Alltag
daraus ableiten.
• Auswirkungen von Umweltschäden auf den Alltag von
Menschen und ihre Bewältigung durch Politik und Gesellschaft erläutern.
3. Nachdenken über Geschichte
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • erkennen, dass parallele historische Entwicklungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ablaufen können.
1. Umgang mit Materialien und
Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klassifizierung von Materialien • Materialien (Quellen, Darstellungen, populäre Darstellungen von Geschichte in Belletristik oder Film) einordnen und
deren Geschichtsbilder und Ideologien reflektieren.
1.2 Bearbeitung von Materialien • selbständig Materialien (Texte, Quellen, Karten, Grafiken,
Statistiken, Bilder oder Filme) finden, bearbeiten und historische Bezüge herstellen.
• Material und Verfasser politischen Standpunkten oder einem ideologischen Hintergrund zuordnen.
1.3 Erarbeitung von Fragestellungen • eigene Fragestellungen zu umfangreicheren Quellen und
Dokumenten entwickeln.
• eruieren, welche Fragen offen bleiben, und neue Fragen
• historische Sachverhalte und Prozesse eigenständig darstellen (z.B. mittels Grafiken, Diagrammen, Modellen …)
2. Fakten und Zusammenhänge
2.1 Totalitarismus Die Schülerinnen und Schüler können
2.1.1 Entstehung • Ursachen des Totalitarismus darlegen.
• erklären, wie faschistische, nationalsozialistische oder kommunistische Bewegungen die Macht übernahmen und ein
totalitäres System durchsetzen konnten.
2.1.2 Ideologie • die Kernelemente einer Ideologie beschreiben.
• ausgewählte Theorien zur Erklärung von totalitären Bewegungen und Ideologien (z.B. Totalitarismustheorien, Faschismustheorien) verstehen.
2.1.3 Herrschaft • Mittel der Herrschaftsausübung in totalitären Systemen
analysieren und vergleichen.
• die Frage individueller Handlungsspielräume kritisch disku-
• die Folgen totalitärer Systeme für Europa und die Welt darlegen.
2.2. Weltordnung und Weltunordnung Die Schülerinnen und Schüler können
2.2.1 Krisen und Konflikte • Ursachen, Eskalationsfaktoren und Folgen von Konflikten
• Folgen der Konkurrenz zweier Weltsysteme im Kalten Krieg
• die Interessen und die Machtmittel der beiden Lager vergleichen.
2.2.2 Neue Weltordnung? • innen- und weltpolitische Herausforderungen neu aufsteigender Mächte analysieren.
• Konzepte für Weltordnungen vergleichen und ihre Chancen
und Gefahren aufzeigen.
2.3 Offene Gesellschaften Die Schülerinnen und Schüler können
Demokratie, Menschenrechte und
Bedrohungen dieser Grundwerte
• Etablierung und Sicherung von Demokratie und Menschenrechten in einem Staat darstellen und Gefährdungen beur-
• Herausforderungen und Chancen einer multikulturellen
Gesellschaft verstehen.
3. Nachdenken über Geschichte
Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • Zeit- und Kulturgebundenheit historischer Darstellungen
• eigene Deutungsmuster der Vergangenheit kritisch reflek-
Ergänzungsfach Geschichte
1. Umgang mit Materialien und
Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Klassifizierung von Materialien − Materialien (Quellen, Darstellungen, populäre Darstellungen
von Geschichte in Belletristik oder Film) einordnen und deren Geschichtsbilder und Ideologien reflektieren.
1.2 Bearbeitung von Materialien − selbständig grössere Materialbestände von Texten, Quellen,
Karten, Grafiken, Statistiken, Bildern und Filmen finden, bearbeiten und davon ausgehend historische Bezüge herstel-
− Material und Verfasser politischen Standpunkten oder einem
ideologischen Hintergrund zuordnen.
1.3 Erarbeitung von Fragestellun-
− eigene Fragestellungen zu grösseren Quellenbeständen und
Dokumenten erarbeiten.
− eruieren, welche Fragen offen bleiben, und neue Fragen
− historische Sachverhalte und Prozesse eigenständig darstellen (z.B. mittels Grafiken, Diagrammen, Modellen…)
2. Macht und Herrschaft Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Machtkonstellationen, Konflikte und Machtverschiebungen
(z.B. Aktuelle inner- oder zwischenstaatliche Konflikte)
− Machtgefüge analysieren und ihr Zustandekommen begründen.
− Abhängigkeitsverhältnisse beschreiben und beurteilen.
− Gründe für Kooperation beziehungsweise Spannungen aufzeigen.
− mögliche Reaktionen einzelner Beteiligter auf Verschiebungen im Machtgefüge aufzeigen und Neupositionierungen
bzw. Beharren begründen.
− erläutern, wie sich gefundene Kompromisse auf das Machtgefüge sowie das Selbstverständnis und die Interessen der
Beteiligten auswirken.
− die Folgen der Ergebnisse für die verschiedenen Beteiligten
und die direkt oder indirekt Betroffenen beurteilen.
2.2. Andersdenkende als Herausforderungen für Staat und Gesell-
− politische, wirtschaftliche und soziale Beweggründe für die
Herausbildung von Interessen und Ansprüchen beschreiben.
(z.B. Protestbewegungen) − Konfliktfelder beschreiben und die Interessen direkt und
indirekt Betroffener vergleichen.
− Argumentationsstrukturen und Strategien analysieren.
− Ausdrucksmittel und Aktionsformen erläutern.
− Machtmittel und Ressourcen der beteiligten Gruppen ein-
3. Kontinuität und Wandel Die Schülerinnen und Schüler können
3.1. Kulturelle Prägung, Rollenbilder und Verständigungsprozesse
(z.B. Minderheiten)
− erläutern, wie einzelne Menschen oder Gruppen Herausforderungen und Bedrohungen wahrnehmen und erklären, wie
sie auf diese reagieren.
− beschreiben, welche Ursachen unterschiedliche Wahrnehmungen haben.
− erläutern, warum Verständigung ein langfristiger und störungsanfälliger Prozess ist.
− die Folgen von gelungener Wahrnehmung, gelungener Verständigung und Störungen des Verständigungsprozess erläutern und beurteilen.
−
3.2. Weltanschauung und Denkmuster
(z.B. Subkulturen)
− Ursachen und Folgen von gesellschaftlichem und kulturellem
Wandel begründen.
− analysieren, wie kulturelle und weltanschauliche Denkmuster Argumentationsstrukturen prägen.
− darstellen, wie sich verschiedene kulturelle und weltanschauliche Denkmuster auf den Prozess einer Lösungsfindung
auswirken.
−
Obligatorisches Fach Informatik (bisher)1
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen
Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen
Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung
digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu
erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurtei-
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit
algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die
Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und
Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber
auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und
Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag
sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und
Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise
2018/19 begonnen haben.
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:
• Strukturiert denken
• Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
• Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
• Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
• Lösungen in Gruppen erarbeiten
• Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
• Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen
• Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
• Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
• Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
• Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
• Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
IKT-Kompetenzen:
• Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
• Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
• Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
(3) Fachdidaktische Hinweise
• Informatikunterricht beinhaltet Arbeit am Computer. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Infrastruktur.
• Prinzipiell eignen sich alle gängigen Unterrichtsmethoden für den Informatikunterricht
(z.B. Theorie- und Praxis-Aufteilung). Die folgenden Methoden werden den spezifischen
Anforderungen besonders gut gerecht (z.B. der Individualisierung): Lernaufgabe, Leitprogramm, Gruppenarbeit, Entdeckendes Lernen, Projektunterricht.
• Das Ziel des Informatikunterrichts am Gymnasium ist es nicht, auf die Praxis vorzubereiten
(im Gegensatz zu einer Informatiklehre), sondern an die Hochschulreife heranzuführen.
Trotzdem eignet sich der Informatikunterricht sehr gut zur Vermittlung von Inhalten anhand aktueller Beispiele aus der Praxis.
(4) Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe
pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können ebenfalls bewertet werden – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien.
(5) Querverbindung zu anderen Fächern
• Alle Fächer
o Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen
o Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen
o Verständnis informatischer Grundprinzipien (IKT Werkzeuge)
• Sprachfächer
o Unterscheidung von Syntax und Semantik
• Wissenschaftliche Fächer
o Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn
• Mathematik
o Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, Algorithmen, Funktionen, etc.
• Physik
o Elektronik, Signalverarbeitung
• Wirtschaft und Recht
o Datenschutz, Datennutzungsrechte
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
• Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung
• Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen
• Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen
• Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz
(7) Präzisierung zu den Lerngebieten
• Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der Kantonsschule und deren Nutzung.
• Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht rund einen Drittel der Unterrichtslektionen aus.
• Algorithmen Die Schülerinnen und Schüler können
• definieren, was ein Algorithmus ist.
• einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.
• einfache Algorithmen interpretieren.
• einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.
• Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen verstehen (z.B. Felder, Listen, Bäume).
• für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.
• Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer
Programmiersprache einsetzen.
• Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren (z.B. Python).
• syntaktische und semantische Fehler in
einem Programm erkennen und korrigie-
• Daten persistent speichern.
• Repräsentation von Information Die Schülerinnen und Schüler können
• digitale und analoge Datenverarbeitung
• Information und Daten voneinander abgrenzen.
• Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
• verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. Textformate, XML, Bildformate, ausführbare Dateien).
• Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen.
• verschiedene Codierungen verstehen
und anwenden (z.B. verlustfreie und verlustbehaftete Codierung).
• Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können
• die Architektur eines Computers und die
Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.
• das Zusammenspiel zwischen Hardware,
Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
• Computernetzwerke • den Unterschied zwischen lokalen und
globalen Netzwerken erklären.
• verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.
• die Übermittlung und Adressierung von
Daten in Computernetzwerken beschrei-
• eine Netzwerkumgebung analysieren.
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
• Projektentwicklung Die Schülerinnen und Schüler können
• kleine Informatiklösungen planen und
• Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
• Kollaboration • verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.
• Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können
• modular programmieren (auf verschiedenen Ebenen, z.B. Methoden, Klassen
(OO), Bibliotheken)
• Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können
• eine Datenbankabfragesprache einsetzen (SQL).
• Datenbanken als Organisationsform
grosser Datenmengen verstehen.
• Verschlüsselung Die Schülerinnen und Schüler können
• Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (symmetrische und asymmetrische Verfahren, ohne mathematische
Hintergründe).
• die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen.
• geeignete Verschlüsselungsmethoden
verwenden (in der Praxis, z.B. Email- und
Dateien-Verschlüsselung).
• Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären.
• geeignete Schutzmassnahmen treffen.
4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
• Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können
• einfache nicht-deterministische Systeme
und Prozesse als Modell beschreiben und
für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.
• Simulation und Visualisierung • Simulationen planen, durchführen und
die Ergebnisse angemessen visualisieren.
5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
• Kollaboration Die Schülerinnen und Schüler können
• die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären (z.B. Telefonverbindungsdaten).
• Recht und Wirtschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-
Rechte einfordern.
• Interessen der Gesellschaft, aber auch
von kommerziellen Akteuren und von
Kriminellen im Internet bewerten und
darauf reagieren.
Obligatorisches Fach Informatik (neu)
Wochenlektionen 2 1 0 0
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen
Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen
Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung
digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik
zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch
technisch und ethisch zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu.
Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen
lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie
erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische
Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für
Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden
zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die
digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in
deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv,
aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen
Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:Reflexive Fähigkeiten
• Strukturiert denken
• Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
• Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
• Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringtSozialkompetenz
• Lösungen in Gruppen erarbeiten
• Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilenSprachkompetenz
• Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt
• Sachverhalte und Abläufe präzise beschreibenInteressen
• Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen
• Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen
• Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
• Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
• Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzenIKT-Kompetenzen:
• Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
• Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
• Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen
(3) Fachdidaktische Hinweise
• Informatikunterricht beinhaltet Arbeit am Computer. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Infrastruktur.
• Prinzipiell eignen sich alle gängigen Unterrichtsmethoden für den Informatikunterricht (z.B.
Theorie- und Praxis-Aufteilung). Die folgenden Methoden werden den spezifischen Anforderungen besonders gut gerecht (z.B. der Individualisierung): Lernaufgabe, Leitprogramm,
Gruppenarbeit, Entdeckendes Lernen, Projektunterricht.
• Das Ziel des Informatikunterrichts am Gymnasium ist es nicht, auf die Praxis vorzubereiten
(im Gegensatz zu einer Informatiklehre), sondern an die Hochschulreife heranzuführen. Trotzdem eignet sich der Informatikunterricht sehr gut zur Vermittlung von Inhalten anhand aktueller Beispiele aus der Praxis.
(4) Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der
Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können ebenfalls bewertet werden – unter
Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien.
(5) Querverbindung zu anderen Fächern
• Alle Fächer
o Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen
o Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen
o Verständnis informatischer Grundprinzipien (IKT Werkzeuge)
• Sprachfächer
o Unterscheidung von Syntax und Semantik
• Wissenschaftliche Fächer
o Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn
• Mathematik
o Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, Algorithmen, Funktionen, etc.
• Physik
o Elektronik, Signalverarbeitung
• Wirtschaft und Recht
o Datenschutz, Datennutzungsrechte
(6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit
• Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung
• Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen
• Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen
• Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz
(7) Präzisierung zu den Lerngebieten
• Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur
der Kantonsschule und deren Nutzung.
• Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht rund einen Drittel der Unterrichtslektionen aus.
• Die angegebenen Lerngebiete müssen nicht zwingend getrennt voneinander behandelt werden. Manche Gebiete überschneiden sich inhaltlich und können dementsprechend kombiniert
1. Lerngebiet: Algorithmen und ProgrammierenGrobinhalte
• Algorithmen Die Schülerinnen und Schüler können
• definieren, was ein Algorithmus ist.
• einfache Algorithmen interpretieren respektive
auf dem Papier durchspielen.
• Datenstrukturen • elementare Datentypen unterscheiden und ein-
• für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen
• Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen (Schleifen, Verzweigungen, Variablen)
• einfache Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Python).
• syntaktische und semantische Fehler in einem
Programm erkennen und korrigieren.
• Daten persistent speichern.
2. Lerngebiet: Daten, Information, WissenGrobinhalte
• Repräsentation von Information Die Schülerinnen und Schüler können
• digitale und analoge Datenverarbeitung unter-
• Information und Daten voneinander abgrenzen.
• Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
• verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. Textformate, XML, Bildformate, ausführbare Dateien).
• Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen
verwenden und einfache Operationen durchführen (z.B. Addition)
• verschiedene Aspekte von Codierungen unterscheiden und erklären (z.B. verlustfreie und verlustbehaftete Codierung in Bildern).
3. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und SicherheitGrobinhalte
• Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können
• die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben.
• das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
• Computernetzwerke • eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren.
• den Unterschied zwischen lokalen und globalen
Netzwerken erklären.
• verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden
(Vierschichten-Modell)
• die Übermittlung und Adressierung von Daten in
Computernetzwerken beschreiben.
• Sicherheit • erklären, warum das Email-Konto ein besonders
gutes Passwort zum Schutz benötigt.
4. Lerngebiet: Aspekte der InformationsgesellschaftGrobinhalte
• Automatisierung Die Schülerinnen und Schüler können
• Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.
• Kleine Informatiklösungen planen und umsetzen
(z.B. ein einfaches Spiel)
• Kollaboration • Ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen.
1. Lerngebiet: Algorithmen und ProgrammierenGrobinhalte
• Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können
• modular programmieren (mit Hilfe von Methoden,
Gebrauch von Bibliotheken)
• Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen einsetzen (z.B. Listen).
• Algorithmen • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben, beispielsweise umgangssprachlich, in
Pseudocode oder mittels Struktogramm.
• Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren.
2. Lerngebiet: Daten, Information, WissenGrobinhalte
• Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können
• eine Datenbankabfragesprache einsetzen (z.B.
MySQL)
• Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen.
3. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und SicherheitGrobinhalte
• Verschlüsselung Die Schülerinnen und Schüler können
• Monoalphabetische und polyalphabetische Verschlüsselungsverfahren unterscheiden.
• Verschlüsselungsmethoden im Alltag erkennen
und verwenden (z.B. end-to-end-Verschlüsselung,
https).
• Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (symmetrische und asymmetrische Verfahren,
ohne mathematische Hintergründe).
• die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und
Passwörtern einschätzen.
• Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären.
• geeignete Schutzmassnahmen treffen.
4. Lerngebiet: Modellierung und SimulationGrobinhalte
• Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können
• Unterschiede und Beziehungen zwischen der
Wirklichkeit und ihren Modellen erklären.
• Simulation und Visualisierung • einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren.
5. Lerngebiet: Aspekte der InformationsgesellschaftGrobinhalte
• Kollaboration Die Schülerinnen und Schüler können
• die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären (z.B. Telefonverbindungsdaten).
• Recht, Wirtschaft und Gesellschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
• Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren.
Ergänzungsfach Informatik
Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung
alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen
und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten
der Informatik zu beurteilen.
Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein
zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber
hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext
sichtbar.
Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte
Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen
technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig
sind.
Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt
Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen,
findet eine Vertiefung statt.
Das Ergänzungsfach Informatik fördert
• Probleme analysieren, strukturieren und modellieren
• Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
• Lösungsstrategien mündlich und schriftlich verständlich formulieren
• Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen
• Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen
• Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren
und zu hinterfragen
Die nachfolgenden Themen sind als Auswahl zu verstehen. Eine angemessene Tiefe der ausgewählten Themen hat im Unterricht Vorrang vor der Breite aller Themen. Nach Möglichkeit werden die Themen entsprechend dem Interesse der Klasse gewählt. Aus jedem Lerngebiet soll mindestens ein Teilgebiet behandelt werden.
1. Lerngebiet: Grundlagen und KonzepteTeilgebiete zur Auswahl
• Theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten,
reguläre Ausdrücke, Komplexitätstheorie, Grenzen
der Berechenbarkeit)
• Netzwerke (z.B. Netzwerkarten, vernetzte Systeme, TCP/IP-Protokoll)
• Logik (z.B. Boolsche Algebra, Aussagenlogik)
• Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. elementare Schaltalgebra, Einsatz von Mikroprozessoren)
• Aus den behandelten Themen die Bedeutung der
fundamentalen Begriffe verstehen und erklären
(z.B. Effizienz und Komplexität, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register)
• Aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. Zustand,
Al-phabet, Zeitkomplexität, Client-Server, von-
Neumann-Architektur)
• Aus den behandelten Themen einzelne Beispiele
umsetzen
2. Lerngebiet: InformationTeilgebiete zur Auswahl:
• Informationsrepräsentation (z.B. Informationsgehalt, Komprimierung, Kodierung)
• Datenstrukturen (z.B. Stapel, dynamische Listen,
Graphen, Bäume)
• Datenbanken (z.B. Entity-Relationship-Modell,
Skalierbarkeit, Normalisierung)
• Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und -
korrigierende Kodes, Prüfsummen, Hashing)
• Informationen auf verschiedene Arten darstellen
(z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch,
indiziert, kodiert)
• Für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen)
• Die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurtei-
• Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung und Fehlerkorrektur)
3. Lerngebiet: AutomationTeilgebiete zur Auswahl
• Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Graphentheorie, Kryptologie, Komprimierung, Betriebssysteme, Kommunikation)
• Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.
• Gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren.
• Die Funktionsweise eines Algorithmus erklären
und einen Algorithmus auf dem Papier ausführen
• Programmieren, exemplarische Implementierung von
Algorithmen aus den einzelnen Teilgebieten
• Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung)
• Ausgewählte Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Suchen, Sortieren,
LZW, shortest Path, Client-Server-Applikationen)
• Projektentwicklung (z.B. die Umsetzung einer kleineren
Applikation)
• Informatiklösungen planen und einzeln oder im
Team umsetzen.
Grundlagenfach Instrument
Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 -
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler
1.1 Instrumentaltechnik
- Erarbeitungs- und Übtechniken
• verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis.
• können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwenden.
1.2 Körper und Atmung • sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung
bewusst.
1.3 Interpretation
- Stilbewusstsein
- Textumsetzung
• verfügen über erste stilistische Erfahrungen für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.
• sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und
auf dem Instrument wiederzugeben.
1.4 Selbstwahrnehmung • verfügen über Erfahrung in der Selbsteinschätzung.
2.1 individuelles Musizieren:
- stilistische Vielfalt
- Repertoireaufbau und –pflege
• soweit instrumentaltechnisch möglich auf die Erarbeitung
von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen
zurückblicken.
• ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken vorweisen.
2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson zusammenspielen.
2.3 Spielformen
- Prima Vista-Spiel
- Improvisation
- Stegreifspiel
- Auswendigspiel
• Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt
spielen bzw. singen.
• einfache Improvisationsansätze anwenden.
• ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen.
• kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im
Unterricht auswendig vortragen.
2.4 Vorspielen • Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nichtöffentlichen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen.
3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern auf ihrem Instrument spielen bzw. singen.
• Dreiklänge (Dur, Moll, vermindert, übermässig) auf dem
Instrument umsetzen.
3.2 Rhythmik • einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren.
• die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden.
3.3 Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen.
4. Instrumentenspezifische
Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen und
Epochen einordnen.
4.2 Instrumentenkunde und -
• ihr Instrument sachgerecht pflegen.
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler
1.1 Instrumentaltechnik
- Erarbeitungs- und Übtechnniken
• weisen gegenüber dem Beginn der 1. Klasse einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus.
• können die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben
1.2 Körper und Atmung • können ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betäti-
1.3 Interpretation
- Stilbewusstsein
- Textumsetzung
- Ausdrucksfähigkeit
• sind bestrebt, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck
und Engagement zu spielen.
• verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.
• sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzu-
1.4 Selbstwahrnehmung • verfügen über Erfahrung in der Selbsteinschätzung.
• sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen Intention und Realisierung
beim Musizieren wahrzunehmen.
2.1 individuelles Musizieren
- stilistische Vielfalt
- Repertoireaufbau und –pflege
• auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen
zurückblicken.
• ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken vorweisen.
2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson und anderen SchülerInnen von mindestens gleichem
technischem Niveau zusammenspielen.
2.3 Spielformen
- Prima Vista-Spiel
- Improvisation
- Stegreifspiel
- Auswendigspiel
• Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (2 Kompetenzstufen
tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen.
• fortgeschrittenere Improvisationsaufgaben lösen.
• ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen.
• kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
2.4 Vorspielen • Musikstücke im Schulrahmen vortragen.
3. Instrumentenspezifische theoretische
Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik • Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen und spielen bzw.
singen.
• Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen.
3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren.
3.3 Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument
4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen und Epochen einord-
• die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte
benennen und zeitlich einordnen.
• verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen.
4.2 Instrumentenkunde und -geschichte • die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären.
• die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären.
• über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen
der Klangerzeugung ihres Instruments kompetent Auskunft geben.
• die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen
Fachtermini korrekt anwenden.
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler
1.1 Instrumentaltechnik
- Erarbeitungs- und Übtechnniken
• weisen gegenüber dem Beginn der 1. Klasse einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens zwei Kompetenzstufen aus.
• können verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.
1.2 Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage
ein.
1.3 Interpretation
- Stilbewusstsein
- Textumsetzung
- Ausdrucksfähigkeit
• sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische
Ideen zu formulieren.
• sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen
und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
• sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.
• sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung
beim Musizieren wahrzunehmen.
1.4 Selbstwahrnehmung
- Selbständigkeit
• verfügen über Erfahrungen in der Selbsteinschätzung.
• sind fähig, ein für sie mittelschweres Musikstück selbständig
einzustudieren.
2.1 individuelles Musizieren
- stilistische Vielfalt
- Repertoireaufbau und –pflege
• auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“
5. „Klassische Moderne“
6. „Avantgarde nach 1945“
7. „Postmoderne“
8. „Jazz/Blues“
9. „Rock/Pop“
10. „Folk/Volksmusik“
• ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.
2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen unterschiedlichen Niveaus zusammenspielen.
2.3 Spielformen
- Prima Vista-Spiel
- Improvisation
- Stegreifspiel
- Auswendigspiel
• Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (2 Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen.
• fortgeschrittenere Improvisationsansätze anwenden.
• ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen.
• kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
2.4 Vorspielen • Musikstücke in einem passenden Rahmen vortragen.
2.5 Zukunftsperspektiven • über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles
etc.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft ge-
3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik • Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen
und spielen bzw. singen.
• Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im
Musikstück adäquat umsetzen.
3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten,
Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren.
3.3 Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben
und auf ihrem Instrument umsetzen.
4. Instrumentenspezifische
Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen, Epochen und Gattungen einordnen.
• die für ihr Instrument zentralen Stile, Epochen und Gattungen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen.
• verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire
ihres Instruments benennen.
4.2 Instrumentenkunde und -
• die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden.
Schwerpunktfach Instrument
Wochenstunden 0 0 1 1
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler
1.1 Instrumentaltechnik
- Erarbeitungs- und Übtechnniken
• beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem
Niveau (mind. Kompetenzstufe 3).
• verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs-
und Übtechniken.
1.2 Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage
ein.
1.3 Interpretation
- Stilbewusstsein
- Textumsetzung
- Ausdrucksfähigkeit
• sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische
Parameter zu formulieren.
• sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen
und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.
• sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen
Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.
1.4 Selbstwahrnehmung
- Selbständigkeit
• sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung
beim Musizieren wahrzunehmen.
• sind sich ihres aktuellen technischen Standes, ihrer Stärken
und Schwächen sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst.
• sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren.
2.1 individuelles Musizieren
- stilistische Vielfalt
- Repertoireaufbau und –pflege
• auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“
5. „Klassische Moderne“
6. „Avantgarde nach 1945“
7. „Postmoderne“
8. „Jazz/Blues“
9. „Rock/Pop“
10. „Folk/Volksmusik“
• ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.
2.2 Gemeinsames Musizieren • sich über eine Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.
2.3 Spielformen
- Prima Vista-Spiel
- Improvisation
- Stegreifspiel
- Auswendigspiel
• Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt
spielen bzw. singen.
• fortgeschrittenere Improvisationsansätze anwenden.
• ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.
• kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
2.4 Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke zur Aufführung bringen.
3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern auf ihrem Instrument spielen bzw. singen.
• Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen
und spielen bzw. singen.
• Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im
Musikstück adäquat umsetzen.
3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten,
Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren.
3.3 Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben
und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen.
4. Instrumentenspezifische
Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von
ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument
wichtigen Komponisten benennen.
• die für ihr Instrument wichtigen Gattungen benennen und
musikhistorisch richtig einordnen.
4.2 Instrumentenkunde und -
• die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in
den wesentlichen Grundzügen erklären.
• über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen
Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments kompetent Auskunft geben.
• die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden.
• ihr Instrument selbständig und sachgerecht pflegen.
Ergänzungsfach Instrument
Wochenstunden 1
1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler
1.1 Instrumentaltechnik
- Erarbeitungs- und Übtechnniken
− beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem
Niveau (mind. Kompetenzstufe 3).
− verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs-
und Übtechniken.
1.2 Körper und Atmung − setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein.
1.3 Interpretation
- Stilbewusstsein
- Textumsetzung
- Ausdrucksfähigkeit
− sind fähig, die für ein zu erarbeitendes Stück notwendigen
interpretatorischen Parameter zu formulieren.
− sind fähig, die von ihnen erarbeiteten Werke stilistisch adäquat und mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu
− sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad selbständig zu lesen, zu verstehen
und auf dem Instrument umzusetzen.
1.4 Selbstwahrnehmung
- Selbständigkeit
− sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung
beim Musizieren wahrzunehmen.
− sind sich ihres aktuellen technischen Standes, ihrer Stärken
und Schwächen sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst.
− sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren.
2.1 individuelles Musizieren
- stilistische Vielfalt
- Repertoireaufbau und –pflege
− auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken:
1. „Renaissance/Barock“
2. „Klassik“
3. „Romantik“
4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“
5. „Klassische Moderne“
6. „Avantgarde nach 1945“
7. „Postmoderne“
8. „Jazz/Blues“
9. „Rock/Pop“
10. „Folk/Volksmusik“
− ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.
2.2 Gemeinsames Musizieren − sich über eine Zusammenspielkompetenz in
Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.
2.3 Spielformen
- Prima Vista-Spiel
- Improvisation
- Stegreifspiel
- Auswendigspiel
− Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt
spielen bzw. singen.
− verschiedene Improvisationsansätze anwenden.
− ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif in mehreren
Tonarten spielen.
− kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.
2.4 Vorspielen − in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten
Werke zur Aufführung bringen.
2.5 Zukunftsperspektiven − über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles
etc.) nach Beendigung des Ergänzungsfachs Auskunft ge-
3. Instrumentenspezifische
theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Melodik und Harmonik − Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern
auf ihrem Instrument spielen bzw. singen.
− Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen
und spielen bzw. singen.
− Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen.
− die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen.
− sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige
harmonische Kenntnisse ausweisen.
3.2 Rhythmik − die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden.
− komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.
3.3 Klang − Klangfarben differenziert wahrnehmen, adäquat beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen.
4. Instrumentenspezifische
Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Musikgeschichte − die für ihr Instrument wichtigen Gattungen benennen und
musikhistorisch richtig einordnen.
− sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von
Hauptwerken für ihr Instrument sowie über ein grundlegendes historisches Umfeldwissen ausweisen.
4.2 Instrumentenkunde und -
− die Entstehung und Weiterentwicklung sowie die wichtigsten physikalischen Grundlagen ihres Instruments erklären.
− die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden.
− ihr Instrument selbständig und sachgerecht pflegen.
Grundlagenfach Italienisch
(FF 1. und 2. Klasse, GLF 3. und 4. Klasse)
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Elementare morphologische und
• ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden
• relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache
erkennen
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Grundwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können
• Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars meistern
• ihren Grundwortschatz zu ausgewählten
Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen
und vertiefen
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Soziolinguistische Normen Die Schülerinnen und Schüler können
• die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und
Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat
umsetzen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Lesen
• Sprechen
• Schreiben
• einfache Texte verstehen und deren
Inhalt wiedergeben
• einfache Anweisungen und Erklärungen
verstehen sowie Alltagsgesprächen
folgen
• einfache Texte korrekt vorlesen
• sich kurz vorstellen und einfache
Alltagsgespräche führen
• kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten
und Dialoge)
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Lektüre
• Civiltà italiana
• einfache zeitgenössische Texte
verstehen und deren Inhalt
wiedergeben
• unterschiedliche Aspekte der
italienischsprachigen Welt (Musik,
Kunst, Architektur, Geographie, Land
und Leute usw.) sich Kenntnisse
aneignen
• den Inhalt ausgewählter Canzoni und
Filmsequenzen verstehen
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Weiterführende morphologische und
• anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Grund- und Aufbauwortschatz
• einfache Regeln der Wortbildung in die
Praxis umsetzen
• Begriffe einfach umschreiben
• typische Redewendungen sinnvoll anwenden
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Einführung in den Gebrauch von
Hilfsmitteln
• Wortfeldarbeit
• Wörterbücher kompetent benutzen
• semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien, usw.) zur Festigung
und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und einsetzen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Sprechen
• Lesen
• Schreiben
• authentische Redebeiträge, Canzoni
bzw. Filme im Wesentlichen verstehen
• zunehmend zusammenhängend
sprechen, sich unterhalten und
diskutieren
• kurze Referate zu ausgewählten
Themen halten
• den Inhalt von Büchern und Filmen
zusammenfassend wiedergeben und
dazu Stellung nehmen
• Texte selbständig lesen und Sinn
gebend vorlesen
• erste längere Texte verfassen
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Literatur
• Civiltà italiana
• die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern
und erklären
• Figuren und ihre Beziehungen
analysieren
• unterschiedliche Aspekte der
italienischsprachigen Welt (Musik,
Kunst, Architektur, Geographie, Land
und Leute usw.) sich Kenntnisse
aneignen
• den Inhalt ausgewählter Canzoni und
Filmsequenzen verstehen
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Komplexere morphologische und
• grammatikalische Kenntnisse vertiefen
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Aufbauwortschatz
• Wortschatz erweitern und anwenden
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Verwendung von Hilfsmitteln
• gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen
• sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Sprechen
• Lesen
• Schreiben
• den Gesprächen und Gedankengängen
von Muttersprachlern folgen,
Originalbeiträge (z. B. aus Funk und
Fernsehen) verstehen
• sich in Diskussionen differenziert
äussern
• Referate zu literarischen Werken sowie
anderen Themen ( wie z. B. Kunst,
Geschichte, Geografie Italiens) halten
• Texte aus verschiedenen Gattungen
lesen und verstehen
• sich selbstständig mit individuellen
Lektüren auseinandersetzen
• erste Essais schreiben zu Themen aus
Gesellschaft, Politik Sport usw.
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Literatur
• sich selbstständig mit einem
literarischen Werk des 20. und 21.
• Civiltà italiana
Jahrhundert auseinandersetzen
• historisch und kulturell relevante
Themen (z. B. Nord-Süd-Problematik,
Jugendarbeitslosigkeit, Italien – vom
Aus- zum Einwanderungsland)
erarbeiten und sich kritisch dazu
äussern
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Komplexe morphologische und
• selbstständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Erweiterter Wortschatz
• ihren Wortschatz selbstständig festigen
und vertiefen
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
und verbessern
• lingua letteraria von lingua parlata unterscheiden
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen :
„faux amis“, sprachverwandte Wörter und
Strukturen erkennen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Sprechen
• Lesen
• Schreiben
• den Gesprächen und Gedankengängen
von Muttersprachlern folgen (Radio-,
Fernsehenbeiträge, Filme),
Originalbeiträge verstehen und
kommentieren
• sich in Diskussionen kritischdifferenziert äussern
• sich mittels individueller Lektüren
selbstständig mit einem Thema
auseinandersetzen (z. B. als
Vorbereitung auf einen Theaterbesuch)
• Aufsätze, Erörterungen, Kommentare
verfassen
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Literatur
• Literaturgeschichte
• Civiltà italiana
• literarische Werke verschiedener
Epochen (Trecento bis Moderne)
analysieren und interpretieren
• historisch und kulturell relevante
Themen (z. B. il Risorgimento, la Mafia)
erarbeiten und sich kritisch dazu
äussern
Schwerpunktfach Italienisch
(in den Lerngebieten 2. und 3. werden die 3. und 4. Klassen gemeinsam unterrichtet)
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Komplexe morphologische und
• vertiefte grammatikalische Kenntnisse an-
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Aufbauwortschatz
• Wortschatz erweitern und anwenden
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Verwendung von Hilfsmitteln
• Übersetzen
• gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen
• sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen
• ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache/Zielsprache übersetzen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Sprechen
• authentische, komplexe Redebeiträge
(z. B. aus Funk und Fernsehen) und
Gedankengänge von
Muttersprachigen verstehen
• in Diskussionen klar und nuanciert die
eigene Meinung vertreten
• Vorträge zu literarischen und
• Lesen
• Schreiben
nichtliterarischen Werken sowie zu
anderen Themen halten
• Texte verschiedener Gattungen
(Theater, Prosa) lesen und verstehen
• sich mittels individueller Lektüren
selbstständig mit einem Thema
auseinandersetzen
• Texte strukturiert, stilistisch
angemessen und sprachlich korrekt
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Literaturgeschichte
• Literatur
• Civiltà italiana
• einen summarischen Überblick über
die italienische Literaturgeschichte
geben (u. a. le Tre Corone, la
Commedia Goldoniana, il
Romanticismo, il Verismo, il Primo ed il
Secondo Novecento)
• literarische Werke verschiedener
Epochen analysieren und
interpretieren. Stilmittel und
rhetorische Figuren erkennen und ihre
Wirkung beschreiben
• historisch und kulturell relevante
Themen (z. B. Nord-Süd-Problematik,
Jugendarbeitslosigkeit) erarbeiten und
sich kritisch dazu äussern
1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen
• Komplexe morphologische und
• selbständig die Regeln der italienischen
Sprache repetieren und vertiefen
1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen
• Wortschatz
• ihren Wortschatz selbständig erweitern
und vertiefen
1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen
• Übersetzen
• Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
und verbessern
• lingua letteraria von lingua parlata unterscheiden
• Bezüge zu anderen Sprachen herstellen :
„faux amis“, sprachverwandte Wörter und
Strukturen erkennen
• komplexere Textpassagen in die Zielsprache übersetzen
2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Hören
• Sprechen
• Lesen
• Schreiben
• authentische, komplexe Redebeiträge
(z. B. aus Funk und Fernsehen) und Gedankengänge von Muttersprachigen
• in Diskussionen klar und nuanciert die
eigene Meinung vertreten
• Vorträge zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen
Themen halten
• Texte verschiedener Gattungen (Theater, Prosa, Poesie) lesen und verstehen
• sich mittels individueller Lektüren
selbstständig mit einem Thema auseinandersetzen
• Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich korrekt schreiben
3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen
• Literaturgeschichte
• Literatur
• Civiltà italiana
• einen summarischen Überblick über
die italienische Literaturgeschichte
geben (u. a. le Tre Corone, la Commedia
Goldoniana, il Romanticismo, il Verismo,
il Primo ed il Secondo Novecento)
• literarische Werke verschiedener Epochen (Trecento bis Moderne) analysieren und interpretieren. Stilmittel und
rhetorische Figuren erkennen und ihre
Wirkung beschreiben
• historisch und kulturell relevante
Themen (z. B. il Risorgimento, la Mafia)
erarbeiten und sich kritisch dazu äussern
Schwerpunktfach Latein
Im Lehrplan für das SPF Latein wird bewusst auf eine Verteilung der Module auf die
Jahrgangsstufen verzichtet. Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse
werden gemeinsam in einem Modul unterrichtet, so dass sich die Module abwechselnd
auf die dritte oder vierte Klasse verteilen können. Die Module dieses Lehrplans sind nicht
in der Reihenfolge ihrer Behandlung im Unterricht aufgeführt, sondern sind als variabel
einsetzbare Bausteine zu verstehen. Innerhalb eines Moduls sind die Inhalte nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden differenziert. Genaueres zu dieser Differenzierung
wird in den Fachrichtlinien festgehalten.
1. Sprach- und Textarbeit
1.1. Wortschatz Die Schülerinnen und Schüler können
1.1.1 Wortbildung und Umgang
mit dem Wörterbuch • die wichtigsten Prinzipien der Wortbildung an neuen Wörtern anwenden.
• Kriterien für die Zusamenstellung von Wortfamilien formulieren und Wortfamilien bilden.
• die Bedeutung unbekannter Wörter aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Wortfamilien erschliessen.
• das Wörterbuch zielgerichtet und auf den Kontext bezogen
anwenden und schnell die dem Kontext entsprechende Bedeutung eines unbekannten Wortes finden.
1.1.2 Erweiterung des Wortschatzes • sich einen lektürerelevanten Wortschatz für Dichtung und
Prosa erarbeiten.
1.2. Umgang mit Texten Die Schülerinnen und Schüler können
1.2.1 Texterfassung • aufgrund der Textsorte geeignete Texterschliessungsmethoden wählen und anwenden.
• mit geeigneten Methoden den inhaltlichen Aufbau eines
Textes erschliessen und den Inhalt paraphrasieren.
• einen auf diese Weise erschlossenen Text zu anderen bekannten oder unbekannten Texten oder bildlichen Darstellungen in Bezug setzen.
1.2.2 Textanalyse • den sprachlichen Aufbau eines Textes herausarbeiten und
seine syntaktischen Strukturen beschreiben.
• die bewusst gestaltete Kunstform lateinischer Texte erkennen und beschreiben.
1.2.3 Übersetzungstechnik • einen Text so übersetzen, dass die lateinische Syntax durch
eine der deutschen Grammatik folgende Ausdrucksweise
wiedergegeben wird.
• Übersetzungsvarianten eines Textes formulieren, sie miteinander vergleichen und sie inhaltlich und stilistisch beurtei-
• ausgewählte deutsche Textstücke in grammatikalisch korrektes Latein übersetzen.
• ihren Wortschatz der deutschen Hochsprache durch die
Übersetzung lateinischer Texte verfeinern und erweitern.
1.2.4 Deutung eines Textes • einen Text in seinen historischen Zusammenhang einbetten
und seinen Aussagewert beurteilen.
• einen Text in die geistesgeschichtlichen Traditionen einbetten und die eigenständige Leistung des Autors vor dem Hintergrund literarischer Denkmuster beurteilen.
• einen Textinhalt in Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt setzen und die darin enthaltenen Erfahrungen und Blickwinkel
mit den eigenen vergleichen.
• die den unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln
zugrundeliegenden Wertvorstellungen reflektieren und mit
ihren eigenen konfrontieren.
2. Thematische Arbeit
2.1. Denken, Glauben, Handeln Die Schülerinnen und Schüler können
2.1.1 Denkformen, Denkschulen • Texte verschiedener philosophischer Schulen miteinander
vergleichen und die darin beschriebenen Vorstellungen von
Logik, Ethik, Physik verstehen und kommentieren.
• die Rezeption dieser philosophischen Schulen durch die
Römer analysieren und vor dem Hintergrund der römischen
Gesellschaft und ihrer Wertvorstellungen beurteilen.
• den durch die Ausbreitung des Christentums entstandenen
Dualismus von Glauben und Denken beschreiben und seine
Auswirkungen auf das Weltbild und Denken der mittelalterlichen Menschen darstellen.
• ihre eigenen Erfahrungen mit dem Dualismus von Glauben
und Denken mit dem Gelernten in Verbindung bringen und
dies bezogen auf ihre Lebenswirklichkeit reflektieren.
2.1.2 Naturverständnis, Selbstverständnis
• die in lateinischen Texten entworfenen Modelle und Vorstellungen über den Platz des Menschen im Kosmos und
sein Vehältnis zur Natur beschreiben, erklären und beurtei-
• die Rolle von Religion und Mythos in diesen Vorstellungen
analysieren und darstellen.
• darstellen, wie Menschen aufgrund ihrer Vorstellungen
über ihren Platz im Kosmos einen Lebenssinn ableiten und
für sich Lebensziele definieren.
• bei besonderem Interesse der Lerngruppe: Formen menschlicher Selbstwahrnehmung und die ihr entsprechenden
Selbstbilder und Formen menschlicher Selbstbetrachtung
erläutern, in Bezug zu ihren eigenen Daseinsvorstellungen
setzen und auf dem Hintergrund von Religion und gesellschaftlichen Wertvorstellungen reflektieren.
2.1.3 Möglichkeiten und Grenzen
menschlichen Handelns
• Sinn und Zweck gesetzlicher, gesellschaftlicher und religiöser Normierungen und Wertsetzungen beschreiben und die
sich dadurch ergebenden Chancen und Probleme für
menschliches Handeln erörtern und reflektieren.
• darlegen, wie Einzelpersonen oder Gruppen versuchen,
andere zum Handeln für ihre eigenen Interessen zu bringen
und wie unter diesen Umständen selbstbestimmtes Handeln
aussehen kann.
• beschreiben, wie Denkmuster einerseits, Glaubens- und
Wertvorstellungen andererseits Handlungen im familiären,
sozialen oder gesellschaftlich-politischen Kontext beeinflussen und prägen, aber auch verunmöglichen.
Grundlagenfach Mathematik
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZENDie basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Mathematik vom 17.
März 2016 gemäss Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK für die Maturitätsschulen vom 9. Juni
1994 sind kursiv und blau markiert.
Allgemeine Bildungsziele
Beweisen/
Argumentieren
mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel,
der Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische
Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben.
einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) nachvollziehen.
anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und
wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu beweisen.
Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren.
das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-Behauptung-Beweis
an einfachen Beispielen erläutern.
Beschreibung von Modellen •
die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells
zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells unterscheiden.
1. Zahlen
1.1 Zahlbereiche
Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.
natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und
unterscheiden
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,∙,÷) durchführen.
1. Zahlen
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden.
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale,
irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen.
einfache mathematische Symbole korrekt verwenden.
2. Funktionen
2.1 Begriff der Funktion
erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere die Notation y=f(x) korrekt.
• unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen
das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen.
• Funktionen auswerten und
eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe
einer Wertetabelle).
die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren
(nur in einfachen Fällen).
einfache Merkmale eines Graphen erkennen und benennen (Nullstellen,
y-Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien oder
Extrema
).
2.2.1 Lineare Funktionen • lineare Funktionen grafisch darstellen
• die Steigung und den y-Achsenabschnitt einer Geraden angeben
• die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt
und die Steigung gegeben sind
• Schnittpunkte von Geraden bestimmen
die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen.
2.2.2 Quadratische Funktionen • quadratische Funktionen grafisch darstellen
• den Scheitelpunkt und die Nullstellen einer Parabel bestimmen
• die Gleichungen verschobener und gespiegelter Parabeln aufstellen
3. Gleichungen3.1 Gleichungen allgemein
erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen.
verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden.
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren und lösen.
3.1.1 Lineare Gleichungen •
lineare Gleichungen lösen.
in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisie-
3.1.2 Quadratische Gleichungen • erklären, was eine quadratische Gleichung ist
• die Auflösungsformel für quadratische Gleichungen anwenden
• die Anzahl der Lösungen einer quadratischen Gleichung bestimmen
• einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen
• die Lösung der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den
Nullstellen der quadratischen Funktion bringen
• quadratische Gleichungen äquivalent umformen
• einfache Wurzelgleichungen lösen
quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in
Bezug auf ihre Effizienz.
einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen erkennen.
3.2 Lineare Gleichungssysteme •
lineare 2x2 und 3x3
Gleichungssysteme mit verschiedene Methoden
lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen.
lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei
Unbekannten auflösen
und diese geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen.
• die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersuchen
erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems versteht
und Lösungen rechnerisch nachprüfen.
das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen.
4. Geometrie
4.1 Ähnlichkeit / Strahlensätze
• die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung (ZS) nennen
und aus einer ZS entstehende Abbildungen konstruieren
• die Strahlensätze in typischen Situationen anwenden
• Kongruenzsätze und Ähnlichkeitssätze benennen und in typischen
Situationen anwenden
• ähnliche Figuren erkennen
in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden.
den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären.
den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
4.2 Trigonometrie (1.Teil) • den Unterschied zwischen Winkel und Bogenmass erklären.
• Seitenlängen und Winkel von beliebigen Dreiecken berechnen (Sinus-
und Kosinussatz).
Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen.
die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären
und definieren sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen.
6. Vektorgeometrie
6.1 Vektoren (1. Teil) • den Begriff des Vektors erklären.
einen Vektor des ℝ2
bzw. ℝ3
als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentri-
2. Funktionen
pel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten.
die Norm eines Vektors im ℝ2
bzw. ℝ3
berechnen und geometrisch
Vektoren im ℝ2
bzw. ℝ3
rechnerisch wie geometrisch addieren und
subtrahieren.
Vektoren des ℝ2
bzw. ℝ3
mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten.
einen Vektor im ℝ2
rechnerisch und geometrisch als Linearkombination
zweier vorgegebenen Vektoren darstellen.
in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren.
• Vektoren rechnerisch und grafisch addieren, subtrahieren und mit einer
Zahl multiplizieren.
• Vektoren rechnerisch und grafisch nach vorgegebenen Richtungen
zerlegen.
6.2 Anwendungen •
den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2
bzw. ℝ3
1. Zahlen
1.2 Zahlenfolgen
• die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen auf-
Summenzeichen benutzen und damit eine Reihe beschreiben
• arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen
sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen
• geometrische Folgen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie
ihre Glieder und Teilsummen berechnen
• Folgen und Reihen in der Geometrie, bei Wachstumsprozessen und in
der Finanzmathematik anwenden
die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge überprüfen.
in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erkennen.
Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden.
2.1 Begriff der Funktion
erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche
Veränderungen des Graphen nach sich ziehen.
2.2.3 Potenzfunktionen • die Potenzgesetze
(in einfachen Beispielen) anwenden
• mit natürlichen und ganzen Exponenten rechnen
• die Wirkung von rationalen Exponenten in Potenzen erklären
• Potenzfunktionen an ihrer grafischen Darstellung erkennen
• Umkehrfunktionen bestimmen
• die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion
erklären
2.2.4 Exponential und Logarithmusfunktio-
• den Logarithmus definieren
• die Logarithmengesetze
(in einfachen Beispielen) anwenden
• Exponential- und Logarithmusfunktion grafisch darstellen
Funktionsgleichungen für das exponentielle Wachstum und den exponentiellen Zerfall aufstellen
• lineare und exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse unterscheiden
• erklären, wie die Eulersche Zahl definiert ist und wann sie benutzt wird
• Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen.
funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion,
Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.
3. Gleichungen
3.1 Gleichungen
einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen.
einfache trigonometrische Gleichungen lösen.
geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren und lösen
4. Geometrie
4.2 Trigonometrie (2.Teil)
• die trigonometrischen Funktionen am Einheitskreis definieren
• die verallgemeinerten trigonometrischen Funktionen kennen
• die Additionstheoreme anwenden
die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis
(als Koordinaten) erklären.
die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen.
die Beziehungen 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛2(𝑥𝑥) + 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠2(𝑥𝑥) = 1
und 𝑡𝑡𝑡𝑡𝑛𝑛(𝑥𝑥) = 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑠𝑠(𝑥𝑥)
𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥)
erklären und
in entsprechenden Situationen anwenden.
4. Geometrie
die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären.
den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den
Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären.
5. Analysis
5.1 Grenzwerte
• mit der Notation des Limes umgehen
• an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden
endlich sein kann
• die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen bestimmen
den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern.
einfache divergente Zahlenfolgen erkennen.
6. Vektorgeometrie
6.1 Vektoren
das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2
bzw. ℝ3
6.2 Anwendungen • mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden beschreiben
• dreidimensionale Darstellungen interpretieren
• die gegenseitige Lage von Geraden beschreiben
• Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden berechnen
• das vektorielle Produkt definieren und berechnen
• Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken berechnen
• Einfache Rauminhalte berechnen
den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2
bzw. ℝ3
mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen.
5. Analysis
5.1 Grenzwerte von Funktionen
• Grenzwerte von Funktionen berechnen
• Grenzwerte von Differenzenquotienten bestimmen
5.2.1 Begriff der Ableitung • die Ableitung als momentane Änderungsrate erklären
die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren.
die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren und erklären.
die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑠𝑠
, 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒 𝑥𝑥
, 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥)
,
𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥)
oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥)
die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel auf einfache Funktionen anwenden.
Polynome 𝑡𝑡𝑠𝑠 𝑥𝑥𝑠𝑠 + ⋯ + 𝑡𝑡1 𝑥𝑥 + 𝑡𝑡0
mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel ableiten.
die allgemeine Exponentialfunktion 𝑡𝑡𝑥𝑥 = 𝑒𝑒𝑙𝑙𝑠𝑠(𝑎𝑎) 𝑥𝑥
mit Hilfe der Kettenregel
Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen.
5.2.2 Rechnen mit Ableitungen (1.Teil) • Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen
• den Zusammenhang zwischen dem Graphen einer Funktion und dem
Graphen ihrer Ableitungsfunktion verstehen
• die Ableitungsregeln anwenden
• die Gleichung einer Tangente und einer Normalen an einen Funktionsgraphen aufstellen
5.2.3 Ausgezeichnete Kurvenpunkte anhand ganzrationaler Funktionen
• ganzrationale Funktionen erkennen
• die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema
und Wendepunkte von Funktionsgraphen anwenden
• Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen
• die Kurvendiskussion durchführen
• den Unterschied zwischen algebraischen und nummerischen Lösungsverfahren erklären
• Optimierungsaufgaben lösen
5.3.1 Begriff des Integrals • das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe erkennen
5.3.2 Rechnen mit Integralen • die wichtigsten Integrationsregeln anwenden
• mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen
• das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren
den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz
der Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale einsetzen.
Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante
Funktionen, 𝑥𝑥𝑠𝑠
, 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒𝑥𝑥
, 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥)
, 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥)
oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥)
einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der
Faktorregel integrieren.
mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und
Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen.
5.4 Anwendungen •
die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑠𝑠
, 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒𝑥𝑥
, 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥)
,
𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥)
oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥)
die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer
Kurvendiskussion.
einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung
endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen berechnen.
bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem
Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen.
7. Stochastik
7.1 Kombinatorik
• den binomischen Lehrsatz anwenden
• die Pfad- und Summenregel bei mehrstufigen Versuchen anwenden
• die Anzahl Möglichkeiten mit Hilfe von Permutationen, Kombinationen
und Variationen (mit und ohne Wiederholung) bestimmen
das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden.
7.2 Deskriptive Statistik •
die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen.
die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches
Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen
anwenden und für kleine Datensätze berechnen.
Summenzeichen benutzen.
Fakultäten benutzen.
7.3.1 Begriffe der Wahrscheinlichkeit • die Begriffe Zufallsexperiment, Ereignis und Wahrscheinlichkeit erklären
• bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen
• abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden
• die Begriffe Zufallsvariable, Erwartungswert und Standardabweichung
erklären
charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht.
erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der
Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht.
Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen.
erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer
Verteilung versteht.
5. Analysis
5.2.4 Rechnen mit Ableitungen
• die Produkt-, Quotienten- und Kettenregel anwenden
• Schnittwinkel von Funktionsgraphen berechnen
5.2.5 Spezielle Funktionen • die Kurvendiskussion von Wurzel-, Exponential-, Logarithmusfunktionen
sowie von trigonometrischen und gebrochenrationalen Funktionen
durchführen
• die Funktionsgleichungen auffinden
• die Extremwertprobleme lösen
5.4.1 Flächen- und Rauminhalte • das uneigentliche Integral zur Berechnung von Flächen benutzen
• das Volumen von Rotationskörpern berechnen
5.4.2 Anwendungen • die Differentialrechnung und Integralrechnung in Anwendungen aus
Geometrie, Physik und anderen Wissenschaften benützen
6. Vektorgeometrie
6.2.1 Ebene
• die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung beschreiben
• spezielle Lagen von Ebenen im Koordinatensystem erkennen
• die gegenseitige Lage von Ebenen bestimmen
6.2.2 Räumliche Anwendungen • Schnittpunkt und Schnittwinkel von Gerade und Ebene berechnen
• Schnittgerade und Schnittwinkel zwischen zwei Ebenen berechnen
• Abstände zwischen 2 Punkten, zwischen einem Punkt und Gerade und
zwischen einem Punkt und Ebene berechnen
• Punkte und Geraden an Ebenen spiegeln
einen Vektor des ℝ3
als geordnetes Zahlentripel verstehen und geometrisch im Raum deuten.
die Norm eines Vektors im ℝ3
berechnen und geometrisch deuten.
Vektoren im ℝ3
rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren.
Vektoren des ℝ3
mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten.
das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ3
den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3
den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3
mit Hilfe des Skalarprodukts
7. Stochastik
7.3.2 Binomial- und Normalverteilung
die Binomialverteilung erklären und anwenden.
den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche
Glockenkurve beschreiben.
Vertrauensintervalle beschreiben.
• den Zusammenhang zwischen Binomial- und Normalverteilung erklären
• den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche
Glockenkurve beschreiben
• Hypothesen testen
Die nachstehend aufgeführten basalen fachlichen Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule
erworben. Sie sind der Vollständigkeit halber auch vorstehend integriert.
Vorkenntnisse
Zahlen – Zahlenbereiche
natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und unterscheiden.
einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,∙,÷) durchführen.
einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden.
einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und rationale
Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen.
Funktionen – Begriff der Funktion •
das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen.
Geometrie – Ähnlichkeit •
den Satz des Pythagoras erklären und anwenden.
Ergänzungsfach Mathematik
1. Differenzialgleichungen
− Definition
− Interpretation
− Lineare Differenzialgleichung erster Ordnung
− Richtungsfeld und Kurvenschar
− Approximatives Lösungsverfahren
− Modellbildung
− erklären, was eine Differenzialgleichung ist
− einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann
− geeignete Differenzialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben
− Differenzialgleichungen nach den Begriffen
gewöhnlich, homogen, Ordnung, Grad unterscheiden
− erklären, dass viele Vorgänge in der Natur
und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differenzialgleichungen beschreibbar sind
− an geeigneten Beispielen die Methode der
Variablenseparation und die Methode der
Variation der Konstanten anwenden
− lineare Differenzialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen
− einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst
− einsehen, dass bei der Modellierung der
Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig
sind
− einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differenzialgleichungen darstellen und lösen
2. Lineare Algebra
− Matrizen
− Matrixoperationen
− Determinanten
− Eigenwerte und Eigenvektoren
− Affine Abbildungen (optional)
− Fixpunkte und Fixgeraden (optional)
− erklären, was Matrizen sind
− Matrizen nach den Begriffen Einheitsmatrix,
Dreiecksmatrix, Diagonalmatrix, transponierte Matrix, reguläre Matrix unterscheiden
− Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben
− die Rolle der Determinante bei der Matrixinversion erklären
− Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen
bestimmen und deuten
− Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen einsetzen
− erklären, was eine affine Abbildung ist
− Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschrei-
− Fixpunkte und Fixgeraden von Nullpunktsaffinitäten bestimmen
3. Teilgebiete zur Auswahl
3.1 Integration
− Integrationsmethoden
− Numerische Methoden
− die Substitutionsmethode, die partielle Integration und die Partialbruchzerlegung an
Beispielen anwenden
− verschiedene numerische Methoden erklären und anwenden
3.2 Parameterdarstellung von Kurven − die Parameterdarstellung von Kurven an einigen Beispielen anwenden
3.3 Reihenentwicklung
− Potenzreihen
− Taylorreihen
− Näherungspolynome
− Potenzreihen definieren
− Funktionen in Potenzreihen entwickeln
− Näherungspolynome für Funktionen bestimmen
3.4 Komplexe Zahlen
− i als imaginäre Einheit
− Normalform, Polarform und Exponentialform
− Gausssche Zahlenebene
− Grundoperationen
− Einheitswurzeln
− die komplexe Einheit definieren
− kennen verschiedene Schreibweisen für
komplexe Zahlen
− komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen
− die Grundoperationen auf die komplexen
Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren
− im Komplexen Wurzeln berechnen
3.5 Funktionen von zwei Variabeln
− Geometrische Deutung
− Differentiation
− die Darstellung von Kurven an einigen Beispielen anwenden
− die partiellen Ableitungen bestimmen und
kennen deren Bedeutung
Grundlagenfach Musik
Wochenstunden 2 2 2 -
1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Melodieverlauf • die Intervalle bis zur Oktave erkennen
• einfache kurze Motive notieren
1.2 Tonsysteme • Dur, Moll in verschiedenen Ausprägungen, Pentatonik, Chromatik und
Ganztonleiter erkennen
1.3 Rhythmik • einfache Rhythmuselemente erkennen und notieren
• Taktarten wahrnehmen
1.4 Harmonik • die Dreiklänge in Grundstellung erkennen
1.5 Formales • einfache Formmodelle wie Wiederholung und Variation erkennen
• kleine Liedformen bewusst wahrnehmen
1.6 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 allgemeine Musiklehre • Noten lesen in Violin- und Bassschlüssel, Intervalle bestimmen und schrei-
• Dur, Moll in verschiedenen Ausprägungen, Pentatonik, Chromatik und
Ganztonleiter bestimmen und schreiben
• Musik in korrekter Art und Weise notieren (Metrum, Rhythmus usw.)
2.2 Formales • Motive und Motivveränderungen beschreiben
• einfache Formmodelle wie Wiederholung und Variation erkennen
• kleine Liedformen bewusst wahrnehmen
2.3 Werkkenntnis • einfachere Werke verschiedener Stilarten sinnvoll beschreiben
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Singen • mit der eigenen Stimme bewusst und sinnvoll umgehen
• einfachere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Stilrichtungen
interpretieren
• die einzelnen Elemente der allgemeinen Musiklehre mit der Stimme
wiedergeben
3.2 Rhythmus • einfachere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben
3.3 Prima vista Training • einfachere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend
oder nach Gehör erfassen und wiedergeben
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Improvisation • mit ihrem Körper (Stimme oder Bodypercussion) oder mit ihrem Instrument in Kleingruppen kreativ mit Tonsystemen umgehen
4.2 Komposition • eigene kleine Liedformen entwerfen
1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Melodieverlauf • einfache kurze Themen notieren
1.2 Rhythmik • einfache Rhythmusmodelle notieren
1.3 Harmonik • Mehrstimmigkeit bewusst wahrnehmen
• Drei- und Vierklänge in Grundstellung und Umkehrungen erkennen
• die Hauptstufen erkennen
1.4 Formales • einige gängige Formmodelle bewusst wahrnehmen (z.B. Satz, Periode,
Bluesschema)
1.5 Klang • verschiedene Klangfarben bewusst wahrnehmen und den jeweiligen
Instrumenten bzw. Stimmlagen zuordnen
1.6 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Melodieverlauf • einfachere Melodieverläufe sinnvoll mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.2 Rhythmik • einfachere rhythmische Verläufe sinnvoll mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.3 Harmonik • die Grundlagen der klassischen Harmonielehre (Kadenz, Modulation,
Stufenlehre/ Funktionslehre, Stimmführung) anwenden
2.4 Formales • einige gängige Formmodelle (z.B. Satz, Periode, Bluesschema) beschreiben und analysieren
2.5 Akustik • Grundlagen der Akustik (wie Klang und Geräusch, Obertonreihe, Resonanz, Stimmungssysteme, Instrumentenkunde) verstehen
• akustische Phänomene des eigenen Instruments/ der Singstimme wahrnehmen und erklären
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Singen • mit der eigenen Stimme bewusst und sinnvoll umgehen
• einfachere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Stilrichtungen
interpretieren
• harmonische Modelle singend nachvollziehen
3.2 Rhythmus • einfachere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben
3.3 Prima vista Training • einfachere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend
oder nach Gehör erfassen und wiedergeben
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Arrangieren • einfache Melodien selbstständig harmonisieren
4.2 Komponieren • einfache formale Verläufe selbstständig bewusst ausgestalten
4.3 Improvisieren • in Kleingruppen über einfache Harmoniefolgen solieren
1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Melodieverlauf • mittelschwere Melodieverläufe (z.B. einfache Volkslieder) notieren
1.2 Rhythmik • mittelschwere rhythmische Verläufe in den gängigen Taktarten notieren
1.3 Harmonik • akkordfremde Töne (wie Durchgänge, Vorhalte) bewusst wahrnehmen
und notieren
• einfache harmonische Modelle erfassen
1.4 Formales • grössere gängige Formverläufe (wie grosse Liedform ABA, Sonatensatzform) bewusst nachvollziehen
1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen und in der
Musikgeschichte einordnen
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Melodieverlauf • Melodieverläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender
Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.2 Rhythmik • rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.3 Harmonik • neben der klassischen Harmonielehre auch andere harmonische Sprachen
(z.B. modale Harmonik, Jazzharmonik, Atonalität) beschreiben
2.4 Formales • einige gängige grossformale Verläufe (z.B. Liedform ABA, Rondo, Sonatensatzform) beschreiben und analysieren
• homophone und polyphone Kompositionsprinzipien (z.B. Fuge, Gregorianik) erfassen und beschreiben
2.5 Musikgeschichte • stilistische Merkmale verschiedener Epochen und Stile erkennen und
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Singen • mittelschwere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen
und Stile interpretieren
3.2 Rhythmus • mittelschwere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiederge-
3.3 Prima vista Training • mittelschwere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend
oder nach Gehör erfassen und wiedergeben
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Arrangieren • in Kleingruppen vorgegebenes Material stilgerecht arrangieren (z.B.
mittelalterlicher Tanz)
4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen
Schwerpunktfach Musik
Wochenstunden 0 0 4 4
1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Melodieverlauf • tonale Melodieverläufe aus der Literatur (z.B. Themen von
Sonate und Sinfonie; Songs ) notieren
• Einfache atonale Wendungen notieren
1.2 Rhythmik • anspruchsvollere rhythmische Verläufe in den gängigen
Taktarten notieren
1.3 Harmonik • Drei- und Vierklänge mit Umkehrungen notieren
• einfachere tonale Harmoniefolgen (Haupt- und Nebenstufen, Hauptstufen in Umkehrungen) bewusst wahrnehmen
und notieren
• einfachere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat beschreiben und notieren
1.4 Formales und Satztechnik • polyphon strukturierte Werke (wie Invention und Fuge)
bewusst verfolgen und sinnvoll beschreiben
• motivisch-thematische Arbeit erkennen und sinnvoll be-
• einfachere formale Strukturen aus Jazz und Pop (z.B. Bluesschema) bewusst wahrnehmen
1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen und Epochen differenziert wahrnehmen und in der Musikgeschichte einordnen
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Melodieverlauf • Melodieverläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.2 Rhythmik • rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen und Stile mit
entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren
2.3 Harmonik • Drei- und Vierklänge mit Umkehrungen bestimmen und
notieren
• einfachere tonale Harmoniefolgen (z.B. mit Haupt- und Nebenstufen in allen Stellungen, Trugschluss, Orgelpunkt, Einschiebung, Modulation) analysieren und notieren
• einfachere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat analysieren und notieren
2.4 Formales • polyphon strukturierte Werke (wie Invention und Fuge)
detailliert analysieren
• motivisch-thematische Arbeit adäquat analysieren
• einfachere formale Strukturen aus Jazz und Pop (z.B. Bluesschema) beschreiben und notieren
2.5 Werkkenntnis und Musikgeschichte
• eine Vielzahl an Merkmalen verschiedener Epochen und
Stile abrufen
• vertiefte Kenntnisse anspruchsvoller Werke von Mittelalter
bis Neuzeit vorweisen
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Singen • anspruchsvollere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen und Stile interpretieren
• Elemente der Harmonielehre (z.B. Drei- und Vierklänge in
allen Stellungen) auch singend nachvollziehen
3.2 Rhythmus • anspruchsvollere rhythmische Modelle ab Notat oder nach
Gehör wiedergeben
3.3 Prima vista Training • anspruchsvollere melodische und rhythmische Wendungen
vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiederge-
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Arrangieren • vorgegebenes Material in Kleingruppen stilgerecht arrangieren
4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfacheren kompositorischen Prozessen einbeziehen
4.3 Improvisieren • sich in Gruppenimprovisationen sinnvoll einbringen
1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Melodieverlauf • anspruchsvollere tonale Melodieverläufe aus der Literatur
(mit Modulation; anspruchsvolle Songs ) notieren
• atonale Melodieverläufe aus der Literatur notieren
1.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Verläufe aus der Literatur (z.B. in
kombinierten Taktarten) notieren
1.3 Harmonik • anspruchsvollere tonale Harmoniefolgen (z.B. Trugschluss,
Neapolitaner, Zwischendominaten, einfache Modulationen)
bewusst wahrnehmen und notieren
• nicht dur-moll-tonale harmonische Strukturen erfassen und
sinnvoll beschreiben
• anspruchsvollere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat beschreiben und notieren
1.4 Formales und Satztechnik • grossformale Verläufe (wie Sonatensatzform, Rondo) bewusst verfolgen und sinnvoll beschreiben
• verschiedene Verarbeitungsprinzipien wie Variation, Imitation und Sequenz erkennen und sinnvoll beschreiben
• komplexere formale Strukturen aus Jazz und Pop bewusst
wahrnehmen
1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen und Epochen differenziert wahrnehmen und in der Musikgeschichte einordnen,
insbesondere Werke, welche nach 1900 entstanden sind
2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Melodieverlauf • anspruchsvolle Melodieverläufe ausgewählter Epochen und
Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und
analysieren
2.2 Rhythmik • anspruchsvolle rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen
und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben
und analysieren
2.3 Harmonik • komplexere tonale und nicht dur-moll-tonale Harmoniefolgen analysieren und notieren
• anspruchsvollere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat analysieren und notieren
2.4 Formales • einige gängige grossformale Verläufe (z.B. Liedform ABA,
Rondo, Sonatensatzform) beschreiben und analysieren
• homophone und polyphone Kompositionsprinzipien (z.B.
Fuge, Gregorianik) erfassen und beschreiben
2.5 Musikgeschichte • stilistische Merkmale verschiedener Epochen und Stile erkennen und beschreiben
3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Singen • mittelschwere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen und Stile interpretieren
3.2 Rhythmus • mittelschwere rhythmische Modelle ab Notat oder nach
Gehör wiedergeben
3.3 Prima vista Training • mittelschwere melodische und rhythmische Wendungen
vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiederge-
4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Arrangieren • in Kleingruppen vorgegebenes Material stilgerecht arrangieren (z.B. mittelalterlicher Tanz)
4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen
Ergänzungsfach Musik
Wochenstunden 3
1. Werkkenntnis und Stilkunde Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Werkkenntnis − einige Werke mit verschiedenen Analysemethoden adäquat
1.2. Stilkunde − Merkmale ausgewählter Stile beschreiben
− historisches Umfeldwissen dieser ausgewählten Stile abrufen
2. Projekt Die Schülerinnen und Schüler können
2.1. Facharbeit o im Rahmen des gewählten Themas Musik adäquat beschreiben und analysieren
o eine selbständige Recherche zum gewählten Thema durchführen
o ihre Ergebnisse der Analyse und der Recherche in geeigneter
Form schriftlich darstellen und mündlich präsentieren
2.2. eigene Komposition o ein eigenes Musikstück oder ein eigenes Arrangement verfassen und adäquat notieren
o einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz (tonalen oder
experimentellen Charakters) schreiben
o eine Interpretation des eigenen Stücks oder Arrangements
erarbeiten
Ergänzungsfach Pädagogik und Psychologie
1.1. Pädagogik und Psychologie als
Wissenschaften
• den Forschungsgegenstand und die Ziele der Pädagogik
bzw. der Psychologie erläutern.
• Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unter-
1.2. Modellvorstellungen • mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen psychische Prozesse
und Verhalten systematisch beschreiben. Z.B.: Grundmodell
psychischen Geschehens gemäss H.P. Nolting.
1.3. Methoden • Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen
und deren Befunde kritisch reflektieren.
2.1 Psychische Funktionen und
Fähigkeiten
• die Bedeutung bestimmter psychischer Phänomene wie
Sprache, Denken oder Wahrnehmung für das menschliche
Erleben und Verhalten darlegen. Z.B. in ausgewählten Beispielen aus dem Alltag typische Denk- und Wahrnehmungsmuster bei Stress- oder Misserfolgserleben identifzie-
2.2 Psychische Kräfte • den Zusammenhang zwischen Kognition, Emotion und Motivation herstellen.
• die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler und motivationaler Zustände, z.B. Angst, Stress und
Liebe erläutern.
• Möglichkeiten für die (Wieder-) Herstellung eines inneren
Gleichgewichts aufzeigen. Z.B.: Persönliche Stressverstärker
erkennen und verändern.
3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
3.1. Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung
• „Personalisation, Sozialisation und Enkulturation“ als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen.
• mögliche negative Folgen einer unzulänglichen oder fehlenden Erziehung aufzeigen, z.B. Hospitalismus.
• die Bedeutung der Beziehung begründen. Z.B. Bindungstheorie.
• Erziehungskonzepte in ihrer historischen, gesellschaftlichen
und individuellen Bedingtheit erkennen.
3.2 Erziehungsmassnahmen und -
stile
• unterschiedliche Erziehungsmassnahmen situationsbezogen
evaluieren.
• Merkmale der sozialen Interaktion und Kommunikation in
autoritären, antiautoritären, laisser-faire und demokratischen Erziehungshaltungen erkennen und deren Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung ableiten.
• das typologische Konzept nach Lewin und das dimensionsorientierte Konzept von Tausch & Tausch miteinander vergleichen.
• zu konkreten Erziehungssituationen fundiert Stellung nehmen und begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
4.1. Entwicklung • ausgewählte psychische Phänomene (z.B. Sprache, Denken,
Emotion) und Sozialverhalten in ihrem Entwicklungsverlauf
4.2 Persönlichkeit • die Begriffe und Konstrukte von mindestens zwei Denkmodellen beschreiben und erläutern. Z.B. Tiefenpsychologie,
Verhaltenspsychologie, humanistische oder systemische Psychologie.
• aus mindestens zwei der oben genannten Perspektiven das
Erleben und Verhalten in konkreten Fallbeispielen analysie-
• von einem gegebenen Fall pädagogische oder psychologische Massnahmen ableiten.
4.3. Soziale Interaktion und Kommunikation
• gruppenspezifische Merkmale und sozialpsychologische
Prozesse erläutern. Z.B.: Gruppe, Rolle, Normen, normativer
und informativer sozialer Einfluss, Minderheits-, Mehrheitseinfluss.
• aktuelle sozialpsychologische Phänomene analysieren. Z.B.
Mobbing, Zivilcourage.
• Gesprächsstörungen mit Hilfe eines kommunikationspsychologischen Modells diagnostizieren und Möglichkeiten
einer gelungenen Kommunikation aufzeigen. Z.B. Kommunikationsmodelle von Schulz v. Thun oder Watzlawick.
4.4. Psychische Gesundheit und
Krankheit
• Kriterien für eine psychische Störung nennen und den
Normbegriff kritisch hinterfragen.
• die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen
Störungen beschreiben. Z.B. Depression, Angst- und
Zwangsstörung, Essstörung, Borderline, Schizophrenie, Suizidalität.
• mögliche Ursachen und Risikofaktoren von psychischen
Störungen darlegen.
• auf Grundlage zweier Ansätze einen Therapieplan skizzieren, z.B. psychoanalytischer, verhaltenstherapeutischer, klientenzentrierter oder systemischer Ansatz.
• Möglichkeiten zur Förderung und Erhaltung von psychischer Gesundheit aufzeigen.
Ergänzungsfach Philosophie
Lerngebiete / Grobinhalte zur
Auswahl fachliche Kompetenzen
1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Die philosophische Frage
− die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
− Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Kritik, Aufklärung, Sinnfrage) nachvollziehen.
− hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische
Fragestellung sehen (z.B. Was ist Zeit?).
1. 2 Wichtige Fragestellungen der
philosophischen Tradition − wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
2. Grundlegende Themen und
Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (obligatorisch)
− die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen (z.B. anthropologische Konstanten wie Sprache und Wissen vom eigenen Tod).
− verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch
− den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen
Menschsein herstellen.
2. 2 Erkenntnistheorie: Ideenlehre
(Platon), Rationalismus, Empirismus, Kantsche Erkenntnistheorie,
Konstruktivismus (obligatorisch)
2. 3 Methoden des Denkens (Logik, Dialektik, Phänomenologie,
Hermeneutik)
2. 4 Wahrheitstheorien
− sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer
Grundbegriffe und Grundpositionen.
− die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen.
− sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
− die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
− die Relativität und Geschichtlichkeit von Wahrheitstheorien
erkennen (Problematisierungen der Beziehung von Denken
und Wirklichkeit).
2. 5 Sprachphilosophie (optional)
− grundlegende Probleme und Begriffe der Sprachphilosophie
analysieren (z.B. Zeichencharakter der Sprache, sprachliches
Handeln, Sprachspiele).
− die Bedingtheit des Denkens durch die Strukturen der Sprache erfassen.
Lerngebiete / Grobinhalte zur
Auswahl fachliche Kompetenzen
2. 6 Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie (Kant), Relativismus, Diskursethik (obligatorisch)
− sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe und
-Positionen.
− ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer
Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte
und begründete Stellungnahme entwickeln.
− hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen.
2. 7 Politische Philosophie (optio-
− verschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden
Menschenbilder erklären (z.B. Demokratietheorien/Marxismus)
− grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (Gerechtigkeit, Macht, Glück usw.) erfassen.
3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit
und der Gegenwart
− den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse-und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.
− verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe
philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander set-
− ausgewählte Textausschnitte selbständig lesen und verste-
− die Hauptgedanken wichtiger Philosophen und bedeutender
philosophischer Strömungen in ihre kulturgeschichtlichen
Orte einordnen.
3. 2 Methoden der Textinterpreta-
− mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten.
− textanalytische Verfahrensweisen anwenden.
− mit verschiedenen Methoden Texte erschliessen (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik).
4. Methoden der philosophischen
Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Der philosophische Dialog
− die sokratische Methode der Dialogführung anwenden.
− philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam
4. 2 Der philosophische Essay − philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbständig entwickeln und vertiefen
4.3 Die Erörterung − Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen.
− Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden.
5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können
Lerngebiete / Grobinhalte zur
Auswahl fachliche Kompetenzen
5.1 Anwenden
− grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe
sachgemäss verwenden.
− ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen.
− philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und
gesellschaftliche Probleme beziehen.
− den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage
oder Theorie und der persönlichen Lebensweit herstellen.
5. 2 Beurteilen
− ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf
ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu
einem eigenen Urteil gelangen.
− Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien
− philosophisches Denken von fachwissenschaftlichen und
religiösen Ansätzen unterscheiden.
5. 3 Selbständiges Weiterdenken − einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen.
− selbsterworbene (philosophische) Erkenntnisse fachgerecht
darstellen und vertreten.
− komplexe Zusammenhänge begrifflich klar darstellen.
Schwerpunktfach Philosophie/Pädagogik/Psychologie
I. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER
PÄDAGOGIK & PSYCHOLOGIE
1.1. Pädagogik und Psychologie als
Wissenschaften
den Forschungsgegenstand und die Ziele der Pädagogik bzw.
der Psychologie erläutern.
Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.
1.2. Modellvorstellungen
mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen psychische Prozesse
und Verhalten systematisch beschreiben. Z.B.: Grundmodell
psychischen Geschehens gemäss H.P. Nolting.
1.3. Methoden
geistes- und sozialwissenschaftliche Methoden darstellen. Bsp.
Experiment, Test, Befragung, Interview, hermeneutisches Verfahren.
Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen
und deren Befunde kritisch reflektieren.
eine kleinere Untersuchung gemäss der empirischen Vorgehensweise entwickeln, durchführen und auswerten.
2. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit
2.1. Entwicklung
illustrieren, wie Anlage, Umwelt und Selbst die Persönlichkeitsentwicklung wechselseitig steuern.
ausgewählte psychische Phänomene (z.B. Sprache, Denken,
Emotion) und Sozialverhalten in ihrem Entwicklungsverlauf
2.2 Persönlichkeit
die Begriffe und Konstrukte von mindestens zwei Denkmodellen beschreiben und erläutern. Z.B. Tiefenpsychologie, klassische und kognitive Verhaltenspsychologie, humanistische oder
systemische Psychologie.
aus mindestens zwei der oben genannten Perspektiven das Erleben und Verhalten in konkreten Fallbeispielen analysieren.
zu einem Fall pädagogische oder psychologische Massnahmen
3. Lerngebiet: Allgemeine Psychologie
3.1. Wahrnehmung
grundlegende Faktoren und Funktionen der Wahrnehmung
darstellen. Z.B. individuelle und soziale Faktoren, selektive
Funktion.
die Bedeutung der Wahrnehmung für das menschliche Erleben
und Verhalten darlegen. Z.B. in ausgewählten Beispielen aus
dem Alltag typische Denk- und Wahrnehmungsmuster bei
Stress- oder Misserfolgserleben identifzieren.
3.2. Kognition
kognitive Prozesse und Fähigkeiten beschreiben. Z.B. Sprache,
Denken, Gedächtnis, Intelligenz.
Anwendungsbezüge herstellen. Z.B. effektive Lernstrategien
3.3. Emotion und Motivation
den Zusammenhang zwischen Kognition, Emotion und Motivation erkennen.
die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler
und motivationaler Zustände, z.B. Angst, Stress und Liebe, erläu-
Möglichkeiten für die (Wieder-) Herstellung eines inneren
Gleichgewichts aufzeigen. Z.B.: Persönliche Stressverstärker
wahrnehmen und verändern.
4. Lerngebiet: Soziale Interaktion
4.1. Soziale Interaktion
gruppenspezifische Merkmale und sozialpsychologische Prozesse erläutern. Z.B.: Gruppe, Rolle, Normen, normativer und informativer sozialer Einfluss, Minderheits-, Mehrheitseinfluss.
die Bedingungen für „Hilfsbereitschaft“, „Autorität“ und „Gehorsam“ am Beispiel klassischer sozialpsychologischer Experimente aufzeigen. Z.B.: Darley & Latané, Milgram, Zimbardo.
aktuelle sozialpsychologische Phänomene analysieren. Z.B.
Mobbing, Zivilcourage.
4.2. Kommunikation
Gesprächsstörungen mit Hilfe eines Kommunikationsmodelles
diagnostizieren und Möglichkeiten einer gelungenen Kommunikation aufzeigen. Z.B. Schulz von Thun oder Watzlawick.
1. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
1.1. Geschichte der Pädagogik
Erziehungskonzepte ausgewählter Pädagogen und Pädagoginnen darstellen und in ihrer historischen, gesellschaftlichen und
individuellen Bedingtheit erkennen: z.B. J. Itard, J.J. Rousseau, H.
Pestalozzi, M. Montessori, A. Miller, A.S. Neill.
1.2. Aufgaben, Ziele und Inhalte
der Erziehung
„Personalisation, Sozialisation und Enkulturation“ als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen.
mögliche negative Folgen einer unzulänglichen oder fehlenden
Erziehung aufzeigen, z.B. Hospitalismus.
die Bedeutung der Beziehung begründen. Z.B. Bindungstheorie.
1.3. Erziehungsmassnahmen und -
stile
unterschiedliche Erziehungsmassnahmen situationsbezogen
evaluieren.
Merkmale der sozialen Interaktion und Kommunikation in autoritären, antiautoritären, laisser-faire und demokratischen Erziehungshaltungen erkennen und deren Auswirkungen auf die
Persönlichkeitsentwicklung ableiten.
das typologische Konzept nach Lewin und das dimensionsorientierte Konzept von Tausch & Tausch miteinander vergleichen.
zu konkreten Erziehungssituationen fundiert Stellung nehmen
und begründete Handlungsvorschläge entwickeln.
2. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen
2.1. Normfrage
Kriterien für eine psychische Störung nennen und den Normbegriff kritisch hinterfragen.
2.2 Psychische Krankheit
die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen beschreiben. Z.B. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Essstörung, Borderline, Schizophrenie, Suizidalität.
mögliche Ursachen von psychischen Störungen darlegen.
2.3 Psychische Gesundheit
auf Grundlage zweier Ansätze einen Therapieplan skizzieren,
z.B. psychoanalytischer, verhaltenstherapeutischer, klientenzentrierter oder systemischer Ansatz.
Möglichkeiten zur Prävention von psychischen Störungen aufzeigen.
Ressourcen zur Förderung und Erhaltung von psychischer Gesundheit erläutern.
II. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS
PHILOSOPHIE
Lerngebiete / Grobinhalte zur
Auswahl
1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Die philosophische Frage
die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen.
Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Kritik, Aufklärung, Sinnfrage) nachvollziehen.
hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen (z.B. Was ist Zeit?).
1. 2 Wichtige Fragestellungen der
philosophischen Tradition
wichtige philosophische Fragestellungen verstehen.
2. Grundlegende Themen und
Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (obligatorisch)
die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen (z.B. anthropologische Konstanten
wie Sprache, Wissen um den eigenen Tod).
verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch
den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen
Menschsein herstellen.
2. 2 Erkenntnistheorie: Ideenlehre
(Platon), Rationalismus, Empirismus, Kantsche Erkenntnistheorie,
Konstruktivismus (obligatorisch)
2. 3 Methoden des Denkens (Logik,
Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik)
2. 4 Wahrheitstheorien
sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen.
die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen
Erkennens überprüfen.
sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.
die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen.
die Relativität und Geschichtlichkeit von Wahrheitstheorien
erkennen (Problematisierungen der Beziehung von Denken und
Wirklichkeit).
2. 5 Sprachphilosophie (optional)
grundlegende Probleme und Begriffe der Sprachphilosophie
analysieren (z.B. Zeichencharakter der Sprache, sprachliches
Handeln, Sprachspiele).
die Bedingtheit des Denkens durch die Strukturen der Sprache
3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit
und der Gegenwart
den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse-
und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten
ergeben.
verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander setzen.
ausgewählte Textausschnitte selbständig lesen und verstehen.
Lerngebiete / Grobinhalte zur
Auswahl
3. 2 Methoden der Textinterpretamit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten.
textanalytische Verfahrensweisen anwenden.
4. Methoden der philosophischen
Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Der philosophische Dialog
die sokratische Methode der Dialogführung erklären.
philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln.
4. 2 Die Erörterung
Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen.
Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden.
1. Grundlegende Themen und
Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie (Kant), Relativismus, Diskursethik (obligatorisch)
sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe (z.B.
Moral, Werte, Normen, kategorischer Imperativ) und ethischer
Positionen.
ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.
hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem
1. 2 Politische Philosophie (optioverschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären (z.B. Demokratietheorien, Marxismus).
grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Glück) erfassen.
1. 3 Philosophie des Geistes (optiverschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen
und geistigen Zuständen (Leib-Seele-Problem) erklären.
über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand,
Vernunft) nachdenken.
2. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit
und der Gegenwart
ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen
und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung systematisch vergleichen.
die Hauptgedanken wichtiger Philosophen und bedeutender
philosophischer Strömungen in ihre kulturgeschichtlichen Orte
2. 2 Methoden der Textinterpretamit verschiedenen Methoden Texte erschliessen (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik).
3. Methoden der philosophischen
Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Der philosophische Dialog
die sokratische Methode der Dialogführung anwenden.
philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam
3.2 Der philosophische Essay
philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbständig entwickeln und vertiefen
3.3 Die Erörterung
Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen.
Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden.
4. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können
4.1 Anwenden
grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden.
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen.
philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen.
den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder
Theorie und der persönlichen Lebensweit herstellen.
4.2 Beurteilen
ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre
Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem
eigenen Urteil gelangen.
Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abphilosophisches Denken von fachwissenschaftlichen und religiösen Ansätzen unterscheiden.
4.3 Selbständiges Weiterdenken
einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen.
selbsterworbene (philosophische) Erkenntnisse fachgerecht
darstellen und vertreten.
komplexe Zusammenhänge begrifflich klar darstellen.
III. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES
KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHES PHILOSOPHIE/ PÄDAGOGIK/
PSYCHOLOGIE
Interdisziplinäres Lerngebiet
Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte Fragestellungen aus den im Lernplan genannten Lerngebieten.
Beispiel einer interdisziplinären
Fragestellung des PPP: Was ist
normal?
ein Thema differenziert aus der philosophischen, pädagogischen und psychologischen Perspektive betrachten.
Bsp.:
Philosophischer Ansatz: Warum denken wir in Oppositionen?
Welche Differenzen/ Oppositionen dominieren in der abendländischen Kultur? (Geist-Körper Dualismus). Was sind und wie
funktionieren Normsetzungen?
Psychologischer Ansatz: Was heisst „Abweichung von der
Norm“? Wann spricht man von Sinnkrise, Entwicklungsproblem
oder psychischer Störung? Welches sind mögliche Ursachen?
Welche Behandlung ist sinnvoll? Wie kann psychisches Leiden
verhindert werden?
Pädagogischer Ansatz: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Erzieherverhaltensweisen und der psychischen Abweichung? Unter welchen Umständen ist eine seelische Fehlentwicklung, wann eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung wahrscheinlich?
Grundlagenfach Physik
Wochenstunden 0 2 2 2
1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
− Zehnerpotenzen und Dezimalvorsätze
− Signifikante Ziffern
− Physikalische Grössen und Einheiten
− Naturwissenschaftliche Methoden und
Erkenntnisgewinnung
Die Inhalte dieses Lerngebietes sind auch
integraler Bestandteil aller folgenden
Lerngebiete!
− Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen
umwandeln und umgekehrt.
− die Genauigkeit einer Berechnung
abschätzen und Resultate mit sinnvoller
Genauigkeit angeben.
− bei Messungen den Messfehler
− mit physikalische Grössen und Einheiten
korrekt umgehen.
− Naturwissenschaftliche Methoden zur
Gewinnung von Erkenntnissen erklären.
2. Lerngebiet: Mechanik – Kinematik
− Gleichförmige und gleichmässig
beschleunigte geradlinige Bewegung
− Gleichförmige Kreisbewegung
− das Modell des Massenpunktes sinnvoll
anwenden und seine Grenzen erkennen.
− zur eindeutigen Beschreibung einer Bewegung das zugehörige Bezugssystem ange-
− Bewegungen mathematisch und mittels
Diagrammen beschreiben und berechnen.
− die Bewegung eines Körpers im freien Fall
und Wurfbewegungen beschreiben und
− Bewegungen messtechnisch erfassen.
3. Lerngebiet: Mechanik – Dynamik
− Kraft als Vektor
− Newtonsche Axiome
− mit der Kraft als vektorielle Grösse
− Kräfte und ihre Auswirkungen auf den
Bewegungszustand untersuchen,
erkennen und verstehen.
− den Unterschied zwischen schwerer und
träger Masse erkennen.
− in statischen und dynamischen
Situationen die wirkenden Kräfte sowie
die resultierende Kraft (bzw.
Drehmomente) bestimmen.
− die Kreisbewegung erklären.
− Bewegungen in beschleunigten
Bezugssystemen qualitativ erklären.
4. Lerngebiet: Mechanik – Erhaltungssätze
− Arbeit
− Leistung
− Energie
− Impuls
− Energie-und Impulserhaltung
− Arbeit als mechanische Form der
Energieübertragung zwischen zwei
Systemen erkennen und verstehen.
− die Bedeutung der Energieerhaltung
erklären und in konkreten Situationen
− zwischen Energie und Leistung
− die Bedeutung von Stossprozessen für
Sport, Technik und moderne Physik
erkennen und einfache Stösse
1. Lerngebiet: Mechanik – Hydrostatik/Aerostatik
− Druck
− Schweredruck, Auftrieb
− die Unterschiede in der Druckverteilung
in idealen Flüssigkeiten und Gasen
− den hydrostatischen Auftrieb erklären
und berechnen.
2. Lerngebiet: Wärmelehre
− Temperatur & deren mikroskopische
− Wärme
− Ideale Gase
− Wärmekapazität & Phasenübergänge
− die Begriffe Wärme und Temperatur
− makrosopische Grössen mittels des
Modells des idealen Gases
mikroskopisch richtig deuten.
− p, V und T eines idealen Gases in
− Wärmetransport Beziehung setzen und
Zustandsänderungen in Diagrammen
− Prozesse des Verdampfens und
Kondensierens, Schmelzens und
Erstarrens sowie einfache
kalorimetrische Prozesse beschreiben
und berechnen.
− die Wärmetransportprozesse
Wärmeleitung, Konvektion und
Wärmestrahlung unterscheiden und
einfache Berechnungen anstellen.
3. Lerngebiet: Technik – Energietechnik
− Hauptsätze der Wärmelehre
− Wärmekraftmaschinen ;
thermodynamischer Wirkungsgrad
Leistungszahl
− Solarzellen (Aspekte der modernen
Physik – Halbleitertechnik/physik)
− Solarkonstante
− Windenergie; strömungsmechanische
Aspekte
− die Umsetzung von Wärme in Arbeit in
Kreisprozessen erklären und berechnen.
− die Funktionsweise einer Wärmepumpe
und eines Kühlschrankes erklären.
− Bedeutung und Probleme regenerativer
Energiequellen erkennen (Solarenergie
und Windenergie).
− den anthropogenen Treibhauseffekt
erörtern und kennen die Bedeutung der
Solarkonstanten.
− die kulturelle, gesellschaftliche und
politische Bedeutung von
Wärmekraftmaschinen erkennen.
4. Lerngebiet: Elektromagnetismus – Elektrizitätslehre
− Stromkreis: Spannung, Strom, Ohmscher
Widerstand
− Serie- und Parallelschaltung
− Elektrische Leistung
− die Bedeutung von Spannung und
Strom anhand einer Analogie erklären.
− Schaltungen aufbauen, ausmessen und
− die Bedeutung von Spannung, Strom
und Leistung im Alltag kennen.
5. Lerngebiet: Mechanik – Gravitation
− Gravitationsgesetz und Gravitationsfeld
− Planetenbewegung
− das Gravitationsgesetz und
Gravitationsfeld anwenden, um
Bewegungsgrössen von
Himmelskörpern zu berechnen.
− die Kepler’schen Gesetze anwenden und
deren historische Bedeutung erkennen.
1. Lerngebiet: Elektromagnetismus – Felder
− Coulombgesetz und Elektrisches Feld
− Erdmagnetfeld
− Magnetisches Feld von Strömen
− Lorentzkraft
− Induktion
− die Kräfte zwischen Punktladungen mit
Hilfe des Coulombgesetzes berechnen.
− das Konzept des Feldbegriffs erklären.
− ein Feld grafisch darstellen.
− die Analogie aber auch die Unterschiede
zwischen dem Gravitationsfeld und dem
elektrischen Feld erkennen.
− die Bedeutung des Erdmagnetfeldes
− das Magnetfeld um einen stromführenden Draht bzw. in einer Spule darstellen und einfache Berechnungen
anstellen.
− Betrag und Richtung der Lorentzkraft
− das Funktionsprinzip des Elektromotors
bzw. Generators erklären.
2. Lerngebiet: Periodische Vorgänge
− Grundbegriffe (Frequenz, Kreisfrequenz,
Periode, Elongation, Phase)
− Differentialgleichung des harmonischen
Oszillators
− Federpendel
− Fadenpendel
− Longitudinal- und Transversalwellen
− Wellengeschwindigkeit
− Prinzip von Huygens
− Wellenphänomene: Reflexion,
Interferenz und Beugung
− stehende Wellen
− den Zusammenhang zwischen
Schwingung und Kreisbewegung
verstehen und erklären.
− Gemeinsamkeiten von Federpendel und
Fadenpendel erkennen.
− mit harmonischen Schwingungen
Berechnungen anstellen.
− das Resonanzphänomen erklären und
seine Bedeutung erkennen.
− zwischen Wellen und Schwingungen
− die Reflexion und Interferenz von
harmonischen Wellen verstehen und
− die Bedeutung stehender Wellen für die
Akustik erkennen.
− das Prinzip von Huygens anschaulich
3. Lerngebiet: Neuere Physik
− Aspekte der Quantenphysik
− Einblicke in Fragen der Teilchenphysik
− Einblicke in Fragen der Astrophysik /
Kosmologie
− Grenzen der klassischen Physik
− Beugungsphänomene erörtern und
einfache Berechnungen vornehmen.
− in einfachen Worten erörtern, was die
Physik unter Wellen-Teilchen-Dualismus
versteht.
− die Bedeutung der Heisenberg'schen
Unschärferelation erkennen.
− einen Einblick in grundlegende Fragen
der heutigen Physik gewinnen.
Ergänzungsfach Physik
1. Mechanik – Impulserhaltung und Stossvorgänge
− Impulserhaltung
− Elastische und inelastische Stösse
− die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen.
− den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten
und mathematisch formulieren.
− die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü-
2. Neuere Physik – Relativitätstheorie
− Relativität der Gleichzeitigkeit
− Zeitdilatation und Längenkontraktion
− Minkowski-Diagramme
− Lorentz-Transformation
− Relativistischer Dopplereffekt
− Relativistische Beschreibung von
Energie und Impuls
− Allgemeine Relativitätstheorie
− die Grenzen der klassischen Physik erkennen und die historische und kulturelle Bedeutung von Einsteins Theorien ver-
− verstehen und erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt.
− die relativistischen Effekte im Zusammenhang mit bewegten
Körpern berechnen.
− Minkowski-Diagramme zeichnen und interpretieren.
− die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die
Astronomie verstehen.
− den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen.
− den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen.
3. Mechanik – Starrer Körper
− Drehmoment
− Rotationsenergie
− Drehimpuls, Drehimpulserhal-
− Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und berechnen.
tung − das Prinzip der Energieerhaltung bei Rotationsbwegungen
− Rotations-Bewegungsvorgänge analysieren und vorhersagen unter Anwendung des Prinzips der Drehimpulserhaltung.
4. Elektrizität
− Spannung, Potenzial
− Kondensatoren
− Auf- und Entladung des Kondensators
− Verzweigte Schaltungen
− Induktion, Selbstinduktion
− Wechselstrom, kapazitive und
induktive Widerstände
− den Kondensator als Bauteil zur Speicherung von Ladung
bzw. Energie erklären und Berechnungen ausführen.
− den Vorgang der Auf- und Entladung mithilfe von Diagrammen erklären und die entsprechenden Differenzialgleichungen lösen.
− elektrische Netzwerke berechnen.
− das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und
Wechselstrom-schaltungen erklären.
− einfache Wechselstromschaltungen berechnen.
− Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen mes-
− die Differenzialrechnung und die Vektorgeometrie auf die
Elektrizitätslehre anwenden.
5. Technik – Vertiefung Schwingungen und Wellen
− Differenzialgleichung des harmonischen Oszillators
− Gedämpfte Schwingungen
− Erzwungene Schwingungen
− Wellengleichung
− Stehende Wellen
− Schall
− die Differenzialrechnung auf Schwingungen und Wellen
− Wellen mathematisch beschreiben
− akustische Wahrnehmungen mithilfe von Stehenden Wellen,
Schallstärke und -pegel erklären.
− die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü-
− Technische Anwendungen von mechanischen und elektromagnetischen Schwingungen und Wellen verstehen.
6. Neuere Physik - ausgewählte Themen
Vertiefung in ausgewählten Themen aus den Bereichen:
− Astronomie
− Chaostheorie
− Atom- und Teilchenphysik
− Quantenphysik
− Simulation und Modellbildung
Die Aufzählung ist nicht abschlies-
− anspruchsvolle Aufgaben für einen ausgewählten Inhalt
− sich selbständig theoretische Grundlagen zu einem Themenkreis erarbeiten.
send.
Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN - TEIL PHYSIK
* Die mit einem Stern bezeichneten Lerngebiete eignen sich als gemeinsame Lerngebiete des kombinierten Schwerpunktfachs.
3. KLASSE:
1. Grundlegende Methoden und
Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können
• Analyse von Problemstellungen
aus Natur und Technik
• Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien
• komplexe Aufgabenstellungen mit den Mitteln der Mathematik (insbesondere Analysis und Vektorgeometrie) formali-
• sich selbstständig Kenntnisse zu einem bestimmten Themenkreis erarbeiten.
2. Mechanik – Impulserhaltung
und Stossvorgänge Die Schülerinnen und Schüler können
• Impulserhaltung
• Elastische und inelastische Stösse
• Kraftstoss
• die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen.
• den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten
und mathematisch formulieren.
• die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü-
3. Neuere Physik – Relativitätstheorie * ( Matrizenrechnung,
Affine Abb.)
• Relativität der Gleichzeitigkeit
• Zeitdilatation und Längenkontraktion
• Minkowski-Diagramme
• Lorentz-Transformation
• Relativistischer Dopplereffekt
• Relativistische Beschreibung von
Energie und Impuls
• Allgemeine Relativitätstheorie
• die Grenzen der klassischen Physik erkennen und die historische und kulturelle Bedeutung von Einsteins Theorien verste-
• verstehen und erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt.
• die relativistischen Effekte im Zusammenhang mit bewegten
Körpern berechnen.
• Minkowski-Diagramme zeichnen und interpretieren.
• die kausale Verkettung von Ereignissen mithilfe des Viererabstands-quadrates analysieren.
• die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie verstehen.
• den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen.
4. Mechanik – Starrer Körper Die Schülerinnen und Schüler können
• Drehmoment
• Rotationsenergie
• Drehimpuls, Drehimpulserhaltung und -änderung
• Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und berechnen.
• das Prinzip der Energieerhaltung bei Rotationsbwegungen
• die Bewegungen von Kreiseln und Kollergängen erklären und
experimentell untersuchen.
5. Technik – Wechselstrom, Elektro-nik * ( Differentialgleichungen, komplexe Zahlen)
• Wechselspannungen und –
ströme
• Komplexe ohmsche, kapazitive
und induktive Widerstände
• Schwingkreise
• Filter- und Operationsvertärker-
Schaltungen
• Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen mes-
• das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und
Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.
• Elektrische Netzwerke berechnen.
• elektronische Schaltungen planen, aufbauen und analysieren.
• verschiedene Grundtypen elektronischer Schaltungen erkennen und deren Einsatzgebiete in technischen Geräten nen-
4. KLASSE:
6. Grundlegende Methoden und
Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können
• Experimente und Datenanalyse • Messgeräte wie Multimeter, Sensoren und Oszilloskop
zweckmässig einsetzen.
• anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.
• Daten mit geeigneten Methoden auswertung und Resultate
sinnvoll darstellen.
• die Ungenauigkeit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung bestimmen.
7. Elektromagnetismus – Vertiefung Elektrizitätslehre und Magnetismus
• Gauß-Gesetz
• Potenzial und Spannung
• Lorentzkraft als Vektorprodukt
• Induktion, Selbstinduktion
• mithilfe des Coulomb- und/oder Gauß-Gesetzes die von Ladungen verschiedener geometrischer Anordnug erzeugten
elektrischen Felder erklären und berechnen.
• elektrische Potenziale und Spannungen von/zwischen Punkten in elektrischen Feldern berechnen.
• Kräfte auf elektrisch geladene Körper in E- und B-Feldern
erklären und berechnen.
• in konkreten Situationen induzierte Ströme und Spannungen
• die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü-
8. Neuere Physik – Quantenphysik,
Vertiefung Schwingungen u.
Wellen
• Strahlungsgesetze
• Photoeffekt, Wirkungsquantum
• Materiewellen
• Unschärferelation
• Differenzialgleichung des harmonischen Oszillators
• Wellengleichung
• Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff,
Planck und Wien beschreiben.
• die physikalische und kulturelle Bedeutung des Photoeffekts
• Den Comptoneffekt und seine physikalische Bedeutung
nachvollziehen
• die Elektronenbeugung mittels der Hypothesen von De Broglie erklären.
• die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen.
• Wellen mathematisch beschreiben.
• die Teilchen-Wellenfunktion auf ausgewählte Potenziale an-
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN - TEIL MATHEMATIK
3. UND 4. KLASSE
1. Komplexe Zahlen
• i als imaginäre Einheit
• Normalform, Polarform und
Exponentialform
• Gausssche Zahlenebene
• Grundoperationen
• Einheitswurzeln
• Folgen, Iterationen (optional)
• Gerade und Kreis in der komplexen
Ebene (optional)
• Komplexe Funktionen (optional)
• Anwendung auf Schwingungen
• die komplexe Einheit definieren
• kennen verschiedene Schreibweisen für
komplexe Zahlen
• komplexe Zahlen in der Gaussschen
Zahlenebene darstellen
• die Grundoperationen auf die
komplexen Zahlen anwenden und
geometrisch interpretieren
• im Komplexen Wurzeln berechnen
• Iterationen mit numerischen
Anwendungen ausführen
• die Mandelbrotmenge graphisch
darstellen
• die Geraden- und Kreisgleichung in der
komplexen Form angeben
• die lineare und reziproke Funktion in
der komplexen Ebene auf Kreis und
Gerade anwenden
• eine harmonische Schwingungen mit
komplexem Zahlen darstellen
2. Lineare Algebra
• Affine Abbildungen
• Fixpunkte und Fixgeraden
• Matrizen
• Matrizenoperationen
• Determinanten
• Eigenwerte und Eigenvektoren
• Gaussalgorithmus
• erklären, was eine affine Abbildung ist
• Affinitäts-, Ähnlichkeits- und
Kongruenzabbildungen mit Hilfe von
Matrizen beschreiben
• Fixpunkte und Fixgeraden einiger
Affinitäten bestimmen
• erklären, was Matrizen sind
• Matrizen addieren, multiplizieren,
invertieren
• Eigenwerte und Eigenvektoren von
Matrizen bestimmen und deuten
• Matrizen zum Lösen von linearen
Gleichungssystemen einsetzen
• den Gaussalgorithmus anwenden
3. Differenzialgleichungen
• Definition
• Interpretation
• Lineare Differenzialgleichung erster
und zweiter Ordnung
• Richtungsfeld und Kurvenschar
• Approximatives Lösungsverfahren
• Anwendungen aus der Physik und
Biologie
• Modellbildung
• erklären, was eine Differenzialgleichung
ist
• einsehen, dass eine Gleichung auch
Funktionen als Lösungen haben kann
• Differenzialgleichungen nach den
Begriffen linear, homogen, Ordnung,
Grad unterscheiden
• erklären, dass viele Vorgänge in der
Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe
von Differenzialgleichungen
beschreibbar sind
• in einfachen Problemstellungen die
Methode der Variablenseparation und
die Methode der Variation der
Konstanten anwenden
• lineare Differenzialgleichungen erster
Ordnung mit konstanten Koeffizienten
lösen
• einige lineare Differenzialgleichungen
zweiter Ordnung lösen
• geeignete Differenzialgleichungen mit
Richtungsfeldern geometrisch
• einen Algorithmus angeben, der ein
Anfangswertproblem näherungsweise
löst
• einsehen, dass bei der Modellierung der
Wirklichkeit Vereinfachungen
notwendig sind
• einige Probleme aus der Physik oder aus
anderen Wissenschaften mit Hilfe von
Differenzialgleichungen darstellen und
lösen, wie etwa Wachstumsprozesse,
Räuber-Beute-Modell…..
• Anwendungen zur
Differenzialgleichung zweiter Ordnung
erklären, wie etwa Federpendel, RCL-
Schaltkreis
4. Weitere Anwendungen
4.1 Nullstellenberechnung Die Schülerinnen und Schüler können
• Bisektion, Regula Falsi und
Newtonverfahren zur numerischen
Berechnung von Nullstellen anwenden
4.2 Integrationsmethoden
• Substitution, partielle Integration,
Partialbruchzerlegung
• numerische Methoden
• die aufgeführten Methoden an Beispielen anwenden
• mehrere numerische Integrationsmethoden erklären und anwenden
4.3 Reihenentwicklung
• Potenzreihen (obligatorisch)
• Taylorreihen (obligatorisch)
• Näherungspolynome (optional)
• Fourierreihen (optional)
• Potenzreihen definieren
• Funktionen in Potenzreihen entwickeln
• Näherungspolynome für Funktionen
bestimmen
• das Prinzip der Fourierreihen zur
Beschreibung periodischer
Bewegungen erläutern
• Fourierkoeffizienten einiger Signale
berechnen, z.B. Dreiecks- oder
Rechtecksspannung
5. Optionale Lerngebiete
5.1 Zyklometrische Funktionen (optional)
• Zyklometrische Funktionen
• die Graphen von zyklometrischen
Funktionen zeichnen
• zyklometrische Funktionen ableiten
• zyklometrische Funktionen bei
partieller Integration anwenden
5.2 Analysis (optional)
• Funktionen mehrere Variablen
• Parameterdarstellung von Kurven
• Fouriertransformation
• Dynamische Systeme
• Diese Themen wurden bisher nicht
unterrichtet
5.3 Geometrie (optional)
• Kegelschnitte,
• Sphärische Geometrie
• Bézierkurven
• Diese Themen wurden bisher nicht
unterrichtet oder im Akzentfach
durchgenommen (sphärische
Trigonometrie)
5.4 Stochastik (optional)
• Vertrauensintervalle und
Irrtumswahrscheinlichkeiten,
• Hypothesentest,
• Monte-Carlo-Tests
• Diese Themen gehören weitgehend
zum Grundlagenfach
Ergänzungsfach Religion
Wochenlektionen - - - 4
1. Lerngebiet: Religion und Kultur
 Religionsbegriff
 Religiöse Sondergruppen und -formen
 Religiöse Phänomene
− den Begriff Religion etymologisch herleiten,
inhaltlich problematisieren und vor diesem
Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis reflektieren
− die eigene religiöse und weltanschauliche
Sozialisierung kritisch reflektieren
− positive und negative Erfahrungen mit Religion bewusst machen und formulieren
− den eigenen religiösen und weltanschaulichen Standpunkt begründen und vertreten
− negative wie positive Funktionen von Religion darlegen
− die klassische Positionen der Religionskritik
von Feuerbach, Marx und Freud, einschätzen und hinterfragen
− Gemeinsamkeiten der Weltreligionen differenziert benennen
− mit den einschlägigen Begriffen differenziert und korrekt umgehen
− traditionelle Religionen von religiösen Sondergruppen und -formen unterscheiden
− die Definitionsproblematik allgemeiner Beurteilungskriterien zu sektiererischen Organisationen als solche nachvollziehen
− die Mechanismen von totalitären religiösen
wie antireligiösen Gruppierungen erkennen
− die Eigenheiten von religiösem Fundamentalismus beschreiben
− Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen
religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch gefährlichen Traditionen
darlegen
− Säkulare Gegenwartserscheinungen als religiöse Phänomene identifizieren
 Religiöse, philosophische und naturwissenschaftliche Sprache
 Religion und Staat
 Menschenbild und Ethik
− religiöse oder quasireligiöse Elemente im
öffentlichen Raum als solche wahrnehmen
und einordnen
− die verschiedenen Weltanschauungen von
Religion unterscheiden
− Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag
in der Schweiz erkennen
− begründen, wie und warum Religion symbolische Sprache verwendet
− religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag
erkennen und im religiösen, künstlerischen
oder psychologischen Kontext verstehen,
deuten und interpretieren
− die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten
mit historischem oder wissenschaftlichem
Anspruch unterscheiden
− den Unterschied zwischen religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen
Fragestellungen erfassen
− die Verschränkung von Religion und Staat
− stereotype Vorurteile gegenüber Religionen
analysieren und hinterfragen
− den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten beurteilen
− Diskriminierungen wie der latente Antisemitismus in ihrer Bedeutung für die Gegenwart einordnen
− die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen
vom Konfuzianismus und Taoismus)
− die Zusammenhänge zwischen ethischen
Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen
− Grundbegriffe wie Ethik, Tugend und Moral
unterscheiden
− die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen für die Religionen benennen
− Begründungsmodelle ethischer Argumentation erläutern
− ethische Fragen stellen und diese mit der
eigenen Erfahrung und mit religiösen und
philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen
− aktuelle ethische Debatten führen
− die kulturelle und historische Verankerung
von Normen, Werten und Regeln erkennen
und von der religiösen unterscheiden
− mögliche Auswirkungen von religiösen
Normen auf das Zusammenleben der Menschen kritisch diskutieren und bewerten.
− sich im Hinblick auf die zahlreichen Moralvorstellungen ein Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit
verbundenen Grundwerten Rechnung trägt
2. Lerngebiet: Weltreligionen
 elementare Aussagen religiöser Traditio-
 Religionsstifter
 Heilige Schriften
− die Sinnfrage als wesentliche Frage menschlicher Existenz erkennen und das Ringen um
Antworten auf die Sinnfrage nachvollziehen
− elementare Aussagen religiöser Traditionen
in heutigen Denkkategorien ausdrücken und
auf eine mögliche Relevanz für das eigenen
Leben überprüfen
− sich mit der eigenen Selbst- und Weltdeutung auseinandersetzen und diese in Frage
stellen lassen
− in heutigen religiösen Konzepten Phänomene der klassischen Religionen wiedererkennen und kritisch hinterfragen
− wesentliche Elemente religiöser Tradition
wiedergeben, z.B.:
o der Monotheismus, der Bundesgedanke, die Prophetie und das Toraverständnis im Judentum
o die Trinität, Jesus als Christus, der
Gottesreichsgedanke im Christentum
o die Fünf Säulen im Islam
o die Vorstellung der Wiedergeburt
und das Kastensystem im Hinduismus
o die Bedeutung von Buddha, der
Mönchsgemeinschaft (Sangha) und
der Lehre (Dharma) im Buddhismus
− die Person der Religionsstifter in ihrem historischen Kontext einbetten, von ihrer theologischen Deutung abgrenzen und in ihrer Bedeutung für die eigene Religion erschliessen
− sich in heiligen Schriften zurechtfinden
 Religiöse Riten
 Religiöse Strömungen
 Interreligiöser Dialog
− die Schwierigkeiten und Kriterien für die
Übersetzung religiöser Texte in eine andere
Sprache einschätzen und benennen
− religiöse Texte deuten und vor dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese)
− unterschiedliche Zugänge zu den heiligen
Schriften in den jeweiligen Religionen nachvollziehen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen
− die Situationsbezogenheit religiöser Texte
erkennen, Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen und unterschiedliche
Interpretationsansätze schematisch darlegen
− ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und den ursprünglichen Sinn verstehen
− die spezifische religiöse Architektur kennen
− mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der religiösen Praxis fremder
Religionen begegnen und eine eigene Position formulieren
− Wesenszüge von Natur- und Schriftreligionen
differenziert begründen
− Übereinstimmungen, Parallelen wie Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen
− gemeinsame Anliegen sowie trennende
Lehrinhalte zwischen den verschiedenen
Weltreligionen bezeichnen
− sachlich differenziert und respektvoll einen
Dialog zu kontroversen religiösen Themen
führen, eine Gesprächskultur herstellen und
pflegen
− Regeln für einen sinnvollen Vergleich von
Religion formulieren und anwenden
− aus religiösen Vorstellungen persönliche
Konsequenzen für den eigenen Umgang mit
Menschen aus anderen Kulturen ableiten
Schwerpunktfach Spanisch
1. Sprachkompetenz (B1.2-B2) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik
- Verbkonjugationen in folgenden Zeiten und Modi:
indicativo: presente, perfecto
compuesto, pretérito indefinido, imperfecto, pluscuamperfecto, futuro I y II, condicional I y II
subjuntivo: presente, perfecto
compuesto, imperfecto, pluscuamperfecto
imperativo, gerundio
- einfache Verbalperiphrasen mit gerundio und infinitivo
- die Vergangenheitszeiten
im indicativo korrekt an-
- den subjuntivo in Hauptsätzen und in adverbialen
Nebensätzen (temporal,
final, konzessiv, modal)
sowie in einfachen Relativsätzen
- doppelte Objektpronomen
- Präpositionen
- Adjektiv und Adverb
- ser und estar
- Vergleich
• die grammatikalischen Grundstrukturen gemäss des verwendeten Lehrmittels und nebenstehender Liste korrekt
1.2 Wortschatz • einen aktiven Grundwortschatz von ca. 2500 Wörtern an-
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
2. Verstehen (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Lesen • einfachere literarische und nicht literarische Texte erschliessen und analysieren.
2.2 Hören • kürzere Redebeiträge verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und es um vertraute Themen geht.
• authentischen medialen Beiträgen (Nachrichten, Reportagen, Filme, Musik, usw.) die Hauptinformationen entneh-
3. Sprechen (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können
Mündliche Kommunikation
Verschiedene Gesprächssituationen, Diskussionen,
Kurzvorträge
• die meisten Alltagssituationen angemessen bewältigen.
• an Gesprächen über Themen, die ihnen vertraut sind, teil-
• Geschichten, Ereignisse und eigene Erfahrungen in zusammenhängenden Sätzen wiedergeben.
• die Hauptpunkte eines Sachverhaltes erläutern und ihre
eigene Meinung erklären und begründen.
4. Schreiben (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können
Verschiedene Textsorten
Berichte, kreative Texte,
Briefe, emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen
• über Themen, die ihnen vertraut sind, einfache, zusammenhängende Texte schreiben.
• einfache, kreative Texte verfassen.
• persönliche Briefe und emails verfassen und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.
• einfachere Texte schriftlich zusammenfassen.
• zu einem bekannten Sachverhalt Stellung nehmen.
• eine Bildbeschreibung verfassen.
5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können
Originaltexte verschiedener
Gat-tungen aus Spanien
und Latein-amerika
Einblicke in kulturelle und
landeskundliche Gegebenheiten und Phänomene der
• einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der
Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden
• Texte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.
• sich eigenständig mit einer Lektüre auseinandersetzen und
ihre Reflexionen mündlich und schriftlich darlegen.
• einzelne soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten
der hispanischen Welt erkennen und beschreiben.
spanischsprachigen Länder
Filme aus Spanien und Lateinamerika:
Spielfilme, Dokumentarfilme, Literaturverfilmungen
• wichtige gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen.
• Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Musik, Kameraführung, Perspektive) analysieren und interpretieren.
1. Sprachkompetenz (B2) Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik
- Konkordanz der Zeiten
- Indirekte Rede
- Passiv und pasiva refleja
- Komplexe Satzgefüge und
Verbalperiphrasen
- Relativsätze, Adverbialsätze
• komplexere grammatikalische Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.
• eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in
der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt
und spontan anwenden.
1.2 Wortschatz • einen erweiterten aktiven Grundwortschatz von ca. 3500
Wörtern situationsgerecht anwenden.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
2. Verstehen (B2-C1) Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Lesen • selbstständig komplexe literarische und nicht literarische
Texte erschliessen und analysieren.
2.2 Hören • längere Redebeiträge verstehen und komplexer Argumentation folgen.
• authentische mediale Beiträge (Nachrichten, Reportagen,
Filme, usw.) weitgehend verstehen.
3. Sprechen (B2) Die Schülerinnen und Schüler können
Mündliche Kommunikation
Verschiedene Gesprächssituati-onen, Diskussionen,
Kurzvorträ-ge
• spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen.
• sich an Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen, ihre Ansichten vertreten und begründen.
• Geschichten, Ereignisse und eigene Erfahrungen in zusammenhängenden Sätzen wiedergeben.
• die Hauptpunkte eines Sachverhaltes erläutern und ihre
eigene Meinung erklären und begründen.
4. Schreiben (B2) Die Schülerinnen und Schüler können
Verschiedene Textsorten
Berichte, kreative Texte,
Briefe, emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen
• über komplexere Themen vertiefte Texte schreiben.
• argumentative und kreative (fiktionale) Texte verfassen.
• literarische Analysen verfassen.
5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können
Originaltexte verschiedener
Gat-tungen aus Spanien
und Latein-amerika
Einblicke in kulturelle und
lan-deskundliche Gegebenheiten und Phänomene der
spanisch-sprachigen Länder
Filme aus Spanien und Latein-amerika:
Spielfilme, Dokumentarfilme, Li-teraturverfilmungen
• komplexe literarische Originaltexte verschiedener Gattungen und Epochen aus Spanien und Lateinamerika verstehen
• literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher
Interpretationsmethoden deuten.
• historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Verfasser zur Textanalyse beiziehen.
• ihre eigenständige Auseinandersetzung mit einer Lektüre
und ihre Reflexionen mündlich und schriftlich darlegen.
• verschiedene soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt verstehen und analysieren.
• wichtige gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanisch sprachigen Welt verstehen und kritisch einordnen.
• Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Musik, Kameraführung, Perspektive) analysieren und interpretieren.
Freifach Spanisch
Wochenstunden 3
Der Spanischunterricht ermöglicht den Studierenden, eine vielfältige kulturelle Welt
kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen, über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt.
Durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise werden
die Lernenden angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine
facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten.
Der Spanischunterricht fördert:
- die allgemeine Kommunikationsfähigkeit
- die sprachliche Kompetenz als Verständigungsbrücke
- das abstrakte Denken und die Kreativität
1. allgemeine Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Grammatik • grundlegende syntaktische und morphologische Strukturen
gemäss des verwendeten Lehrmittels korrekt anwenden.
1.2 Wortschatz • einen Basiswortschatz von ca. 1000 Wörtern situationsgerecht und korrekt anwenden.
• den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen.
2. Verstehen Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Lesen • lautlich und sprachmelodisch korrekt lesen.
• einfache Texte und Anweisungen verstehen.
2.2 Hören • kurze Redebeiträge zu bekannten Themen weitgehend
• didaktisch überarbeitete mediale Beiträge mit bekanntem
Wortschatz verstehen.
3. Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können
• Gespräche zu einfachen Alltagsthemen führen.
• einfache Texte sinngemäss wiedergeben.
• eigene Erfahrungen und Ereignisse beschreiben.
4. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können
• persönliche Briefe und emails schreiben.
• einfache Texte zusammenfassen.
• zu einem einfachen Sachverhalt schriftlich Stellung nehmen.
• eine einfache Bildbeschreibung verfassen.
5. Literatur Die Schülerinnen und Schüler können
• vereinfachte literarische und nicht literarische Texte verste-
• Texte inhaltlich zusammenfassen.
• wichtige Fragestellungen erkennen und beantworten.
6. Kultur Die Schülerinnen und Schüler können
• einige kulturelle, historische, politische, geographische und
wirtschaftliche Phänomene der hispanischen Welt erkennen
und verstehen.
• einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanisch sprachigen Welt verstehen.
Grundlagenfach Sport
1. Energetische Faktoren, Steuerung
der Motorik
• Ausdauer
• Beweglichkeit
• Kraft
• Schnelligkeit
• Koordination
• Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit
erhalten oder entwickeln
• ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
erweitern und verbessern
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
• Aufnehmen,
verarbeiten, umsetzen
• durch gezieltes Beobachten die eigene Bewegungsqualität verbessern
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
• Einfache Tanzschritte
und –formen
• Einfache
Darstellungen mit und
ohne Handgeräte (z.B.
Rope-Skipping)
• ein tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erwerben
• alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination gestalten
4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens ein Gerät
aus:
Boden, Reck, (Stufen-)
Barren, Minitramp-
Kasten, Schaukelringe
• einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so
das eigene Bewegungsrepertoire erweitern
5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Disziplin
aus:
Schnelllauf, Weit-/
Hochsprung, Hürden,
Ball-oder Speerwurf,
Kugelstos-sen,
Langstreckenlauf
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1
Schwerpunktspiel aus:
Basketball, Handball,
Fussball, Volleyball,
Unihockey
• im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt
mitspielen
und sich regelkonform verhalten
• in spezifischen Spielsituationen individuell-
und kollektivtaktisch angemessen handeln
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Stil aus:
Brustcrawl,
Brustgleichschlag,
Rückencrawl
• Distanzschwimmen
• die Grobform des entsprechenden Schwimmstils
erwerben oder anwenden
• 1 Km schwimmen
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
• 1 Spiel aus:
Baseball, Ultimate,
Smolball, Beachvolley,
etc
• im ausgewählten Sportspiel technisch und
taktisch korrekt mitspielen und sich
regelkonform verhalten
9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Outdoor-
Aktivität
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und adäquat verhalten
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur
Verantwortung übernehmen
1. Energetische Faktoren,
Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können
• Ausdauer
• Beweglichkeit
• Kraft
• Schnelligkeit
• Koordination
• Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit
erhalten oder entwickeln
• ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
erweitern und verbessern
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
• Aufnehmen,
verarbeiten, umsetzen
• bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
• Weitere Tanzschritte
und –formen
• Erweiterte
Darstellungen mit und
ohne Handgeräte
oder:
• Aerobic
• ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire anwenden und
• alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination gestalten
4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens ein
weiteres Gerät aus:
Boden, Reck, (Stufen-)
Barren, Minitramp-
Kasten, Schaukelringe,
grosses Trampolin
• einzelne Elemente und Verbindungen erwerben
und so das eigene Bewegungsrepertoire
5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 weitere
Disziplin aus:
Schnelllauf, Weit-/
Hochsprung, Hürden,
Ball-oder Speerwurf,
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen
Kugelstos-sen,
Langstreckenlauf
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 weiteres
Schwerpunktspiel aus:
Basketball, Handball,
Fussball, Volleyball,
Unihockey, Eishockey
• im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt
mitspielen und sich regelkonform verhalten
• in spezifischen Spielsituationen individuell- und
kollektivtaktisch angemessen handeln
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Stil aus:
Brustcrawl,
Brustgleichschlag,
Rückencrawl
• Distanzschwimmen
• die Grobform des entsprechenden Schwimmstils
erwerben oder anwenden
• bei entsprechender Wahl 40 Minuten ohne Unterbruch schwimmen
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
• 1 weiteres Spiel aus:
Baseball, Ultimate,
Smolball, Beachvolley,
etc
• im ausgewählten Sportspiel technisch und
taktisch korrekt mitspielen und sich
regelkonform verhalten
9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens 1 Outdoor-
Aktivität
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und adäquat verhalten
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der
Natur Verantwortung übernehmen
1. Energetische Faktoren,
Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können
Schwerpunkte setzen in den
Bereichen
• Ausdauer
• Beweglichkeit
• Kraft
• Schnelligkeit
• Koordination
• spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer, Kraft,
Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und
erhalten
• ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
erweitern und verbessern
• Grundsätze der Trainingslehre anwenden
• sich selbständig auf einen Ausdauertest vorberei-
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
• Aufnehmen,
verarbeiten, umsetzen
• durch mediengestützte Analysen die
Bewegungsqualität verbessern
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
• Weitere Tanzschritte
und –formen
oder:
• Aerobic
• 1 Darstellung als
Team,
z. B. im Bereich:
Hip-Hop,
Partnerakrobatik,
Double-Dutch
• ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erweitern und
• in einer Gruppe eine Bewegungskombination
gestalten
4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Gerät
aus:
Boden, Reck, (Stufen-)
Barren, Minitramp-
Kasten, Ringe, grosses
Trampolin
oder:
Gerätebahn
• einzelne Elemente und Verbindungen erwerben
und so das eigene Bewegungsrepertoire
5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mehrkampf aus mind.
3 Disziplinen
• ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert anwenden
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 weiteres
Schwerpunkt-spiel
aus:
Basketball, Handball,
Fussball, Volleyball,
Unihockey, Eishockey/,
Badminton
• im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform
verhalten
• in spezifischen Spielsituationen individuell- und
kollektivtaktisch angemessen handeln
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
• Mindestens 1 Stil aus:
Brustcrawl,
Brustgleichschlag,
Rückencrawl, Delfin
• Aquathlon
• die Grob- oder Feinformen des entsprechenden
Schwimmstils in einer Kurzdistanz auf Zeit an-
• die vorgegebenen Lauf-/ und Schwimmdistanzen
in angemessener Zeit bewältigen
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
• 1 Spiel aus: Touch,
Flagball, Rugby,
Intercrosse
oder:
Parkour
• im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen
und sich regelkonform verhalten
• die Philosophie von Parkour erfahren und umsetzen
9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können
Mindestens 1 Outdoor-
Aktivität
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und adäquat verhalten
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der
Natur Verantwortung übernehmen
Vorbemerkung: Unterricht teilweise nicht mehr im Klassenverband, sondern in Sportarten nach
Wahl
1. Energetische Faktoren,
Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können
• Ausdauer
• Beweglichkeit
• Kraft
• Schnelligkeit
• Koordination
in selbst gewählten Bereichen:
• Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit entwickeln
und erhalten
• ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
erweitern und verbessern
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
• Aufnehmen,
verarbeiten, umsetzen
bei entsprechender Wahl
• gezielt die Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen
3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können
• Anspruchsvolle
Tanzschritte und –
formen (z.B. Salsa)
bei entsprechender Wahl
• ihr tänzerisches Repertoire gezielt vertiefen und
4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können
• Attraktive Geräte und
Formen wie:
Grosses Trampolin,
Slackline, etc.
bei entsprechender Wahl
• ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und
5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können
• Mehrkampf mit mind. 3
Disziplinen
bei entsprechender Wahl
• ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt anwenden
6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können
• Schwerpunktspiele
aus:
Basketball, Fussball,
Volleyball, Unihockey,
bei entsprechender Wahl
• im intensiven Spiel ihre spielspezifischen
Fertigkeiten anwenden
• ihre taktischen und technischen Fähigkeiten ge-
Eis-hockey, Badminton,
Squash, Oversea Games,
Curling, usw…
zielt vertiefen
7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können
• Keine spezifischen Angebote; bei Nachfrage
und personellen Voraussetzungen entsprechende Angebote (z.B.
Rettungsschwimmen)
bei entsprechender Wahl
• Kenntnisse und Fähigkeiten in ausgewählten
schwimmspezifischen Bereichen erwerben
8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können
• Sportarten, die sich an
der gesellschaftlichen
Aktualität orientieren
bei entsprechender Wahl
• die Philosophie der gewählten Sportart(en) in
der Ausübung erleben und erfahren
• die nötigen Grundfertigkeiten in der/ den gewählten Sportart(en) erwerben
9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können
• Ausgewählte Outdoorveranstaltungen, ggf.
mit Eventcharakter, z.B.
Schlauchbootfahrt
Reuss
• sich in der jeweiligen Umgebung orientieren
und adäquat verhalten
• gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der
Natur Verantwortung übernehmen
Ergänzungsfach Sport
Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte sind Pflicht-Optionen, aus denen die
Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen.
1. Trainingslehre Die Schülerinnen und Schüler können
− Sportanatomie undphysiologie
− Energetische Faktoren und
Steuerung der Motorik
− Trainingssteuerung
− im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft
− die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates
− die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären
− das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik
erklären
− die koordinativen Fähigkeiten im Kontext erläutern
− Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und
auswerten
− Methoden des Trainings verstehen und zielgerichtet
− in einem ausgewählten Bereich einen Trainingsplan
erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene
sportliche Leistungsfähigkeit gezielt verbessern
Querverbindungen zu anderen Fächern:
Siehe unter 4) KLT
Mögliche Leistungsbewertung:
Schriftlicher Test
Eventuell Bewertung einer schriftlich-praktischen Trainingsarbeit
2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können
− Erwerben, Anwenden,
Gestalten
− Analysieren
− Modelle der Bewegungslehre erklären
− die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden
− Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren
− Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen ver-
− ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern
− Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und
Ausdruck gestalten und variieren
Querverbindungen zu anderen Fächern:
Siehe unter 4) KLT
Mögliche Leistungsbewertung:
Schriftliche und praktische Tests (Koordination und Kooperation
an Geräten, Tanzprojekt, usw.)
3. Sportspiele Die Schülerinnen und Schüler können
In mindestens 2 ausgewählten
Sportspielen
− Korrekte Techniken
anwenden und/ oder
taktische Elemente
− Spielregeln vertiefen
− die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen anwenden
− taktische Elemente und Spielsysteme
− in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten
− ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen lei-
Mögliche Leistungsbewertung
Schriftlicher Test
Nach Möglichkeit Spielleiterprüfung an einem Turnier
4. Sport und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können
Ausgewählte Bereiche aus:
− Wechselwirkung zwischen
Bewegung und Gesundheit
− Leitmotive für sportliches
Handeln
− Umfeldeinflüsse auf
sportliches Handeln
− Ein aktuelles Themenfeld
aufarbeiten (z.Bsp.
sportliche Grossanlässe,
Sport und Gewalt, Sport
und Umwelt)
− die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären
− Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen
− zum gewählten Themenbereich kritisch Stellung nehmen
Querverbindungen zu anderen Fächern:
Siehe unter 4) KLT
Leistungsbewertung:
Schriftlicher Test zu entsprechenden Lerngebieten
Grundlagenfach Wirtschaft und Recht
Wochenstunden 1 2 - -
1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Makroökonomie • die Gebiete der Wirtschaftswissenschaften voneinander
• den erweiterten Wirtschaftskreislauf aufzeichnen, die wirtschaftlichen Grössen bestimmen und die Gesamtzusammenhänge analysieren.
• die volkswirtschaftlichen Zielsetzungen aufzeichnen und
deren Zielbeziehungen analysieren und abgrenzen.
• Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen
kennen und beurteilen.
1.2 Mikroökonomie • die wirtschaftliche Handlungsweise des Menschen modellhaft beschreiben und beurteilen (inkl. Bedürfnispyramide).
• aktuelle volkswirtschaftliche Themen verstehen.
2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Unternehmensmodell • die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen
eines Unternehmens beschreiben und Zielkonflikte aufzei-
2.2 Unternehmensfunktionen • Finanzierungsarten unterscheiden und Aktien sowie Obligationen als Anlagemöglichkeit kennen und beurteilen.
• Einige Funktionen (Marketing, Produktion, Beschaffung)
kennen und deren Aufgaben verstehen.
2.3 Finanzbuchhaltung • einfache finanzielle Vorgänge in Betrieben abbilden.
• einen einfachen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung
erstellen.
1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
1.1 Makroökonomie • Problemstellungen aus mindestens einem makroökonomischen Gebiet wie Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen oder Aussenhandel analysie-
• Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen
kennen und beurteilen.
1.2 Mikroökonomie • die Preisbildung erklären und anwenden.
• Rechtfertigung und Grenzen staatlicher Eingriffe bei externen Effekten und Wettbewerbsbeschränkungen aufzeigen.
• Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen
kennen und beurteilen.
2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
2.1 Haushalte • wichtige Elemente des Budgets erklären, z.B. Lohnabrechnung und Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Haushaltsversicherungen, Sparen und Finanzanlagen,
Schulden und Betreibung, Steuern, Telekom- und Verkehrsmittelkosten.
• Ein klar strukturiertes Haushaltsbudget aufstellen und
Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen.
3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können
3.1 Einführung ins Recht • im Rahmen der jeweiligen Sachgebiete auf privat- und öffentlich-rechtliche Grundsätze zurückgreifen.
3.2 Personenrecht • Grundbegriffe zur Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit
• zwischen natürlichen und juristischen Personen unterscheiden und Beispiele dazu nennen.
3.3 Obligationenrecht • Begriff und Entstehung von Obligationen erklären.
• Grundsätze der Vertragslehre anwenden und den Kaufvertrag erklären.
• Voraussetzungen der Haftplicht prüfen.
3.4. Strafrecht • den Zweck von Sanktionen im Jugend- und
Erwachsenenstrafrecht erklären und unterscheiden.
• objektive und subjektive Voraussetzungen der
Strafbarkeit prüfen.
• strafmildernde und strafverschärfende Tatbestände
identi-fizieren.
• Arten von Sanktionen unterscheiden.
• Formen des Strafvollzugs erklären.
• Grundsätze und Ablauf des Strafprozesses skizzieren.
Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht
1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Funktionsweise von Märkten
Psychologische Grundlagen der
Oekonomie
Wirtschaftssysteme
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Konjunktur, Konjunkturpolitik und
Wachstum
Strukturwandel
Aktuelle volkswirtschaftliche The-
• den Verlauf von Angebots- und Nachfrage-
Funktionen
darstellen und begründen.
• Verschiebungen des Marktgleichgewichtes
• Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz
anhand realer Märkte überprüfen.
• die Handlungsweise des Menschen am Modell des
„homo oeconomicus“ kritisch reflektieren.
• Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsideologien
anhand von relevanten Kriterien unterscheiden.
• die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aus drei
Blickwinkeln nachvollziehen.
• den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten
Indikatoren beschreiben.
• die wichtigsten Konjunkturkonzepte und deren
Begründer kennen und Vergleiche anstellen.
• zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden.
• Auswirkungen des Strukturwandels erklären (inkl.
Auswirkungen auf die Wirtschaftssektoren).
• regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen
oder Abstimmungsvorlagen analysieren.
2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Finanzbuchhaltung • typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen
festhalten (inkl. Mehrwertsteuer).
• folgende Probleme des Jahresabschlusses
bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen,
strategische Unternehmungsführung
Marketing
aktive und passive
Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen.
• spezielle Konti und Buchungen in der
Einzelunternehmung und in der Aktiengesellschaft
• Das Unternehmungsmodell mit Umweltsphären und
Anspruchsgruppen (aus der Einführung in Wirtschaft
und Recht) repetieren.
• das Unternehmungskonzept mit seinen Bereichen
• einen Businessplan aufstellen.
• Methoden der Marktforschung unterscheiden.
• die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-Matrix am
Beispiel anwenden.
• für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des
4P-Modells gestalten.
3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können
Gesellschaftsrecht
allgemeine Vertragslehre
spezielle Vertragslehre
(Kaufvertrag, Gebrauchsüberlassungs-verträge, Verträge auf Arbeitsleistung)
• Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des
Eigentümers aufstellen.
• Merkmale ausgewählter Rechtsformen beschreiben.
• Regeln zur Bildung der Firma anwenden.
• die Bedeutung des Handelsregisters kennen.
• rechtliche und finanzielle Verflechtungen von
Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der
Fusion beschreiben.
• die Arten von Anträgen unterscheiden und das
Zustandekommen eines Vertrages beurteilen.
• Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen
von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen.
• Auswirkungen von Erlöschen bzw. Verjährung von
Obligationen beschreiben.
• geeignete Sicherungsmittel für Verträge
vorschlagen.
• zwischen Kauf, Tausch und Schenkung
• die rechtlichen Möglichkeiten bei den Verletzungen
des Kaufvertrages am konkreten Fall prüfen.
• zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen
und Leasing unterscheiden.
• die besonderen Kündigungsregeln bei der Miete von
Wohnungen aus Sicht von Mieter und Vermieter
• zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag
• prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag konform ist
mit den gesetzlichen Bestimmungen.
• Fälle zu allen behandelten Themen lösen.
1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Geld- und Geldpolitik
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
Staatsverschuldung
Aussenwirtschaft
Mögliche weitere Themen:
Soziale Sicherheit
Internationale Organisationen
Aktuelle volkswirtschaftliche The-
• Funktionen des Geldes und dessen Entstehung
• Messverfahren für das Preisniveau erklären und mit
Daten eigene Berechnungen anstellen.
• Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben
und geldpolitische Instrumente erklären.
• Aufgaben und Funktionen von Banken verstehen
(inkl. Bankenkrise).
• Formen und Ursachen von Arbeitslosigkeit
beschreiben und deren Messung erklären.
• Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit
entwerfen.
• Probleme der Staatsverschuldung verstehen und
Lösungsansätze erklären.
• den Aufbau der Zahlungsbilanz verstehen und
beispielhaft anwenden.
• Globalisierung und deren Folgen analysieren (u.a.
terms of trade)
• Arten von Wechselkurssystemen unterscheiden und
deren Auswirkungen auf den Handel beurteilen.
• Die Sozialversicherungen der Schweiz kennen (inkl.
Umverteilungsgedanke) und deren Finanzierungsproblematik verstehen.
• Ziele und Aufgaben von WTO und IWF/Weltbank
• regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen
oder Abstimmungsvorlagen analysieren.
2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Bilanz- und Erfolgsanalyse
Finanzierungslehre
Organisationslehre
• Bewertungsvorschriften anwenden und stille
Reserven berechnen.
• Bilanz und Erfolgsrechnung anhand von Kennzahlen
• Finanzierungsarten unterscheiden.
• Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten aufzeigen und
geeignete Sicherungsmittel vorschlagen.
• einfache Investitionsentscheide fällen.
• ein Organigramm sachgerecht interpretieren und
mögliche Verbesserungen vorschlagen.
Betriebsbuchhaltung
Mögliche weitere Themen:
Personal
spezielle Betriebswirtschaftslehre
(z.B. Banken und Versicherungen)
• die Prinzipien der Stellenbildung anwenden.
• die Ablauforganisation einer Unternehmung
• Eine Betriebsabrechnung mit Kostenarten,
Kostenstellen und Kostenträgern aufstellen und
• Kalkulationen anhand des
Betriebsabrechnungsbogens durchführen.
• Deckungsbeiträge und Nutzschwellen berechnen
und grafisch darstellen.
• Aufgaben der Personalwirtschaft beschreiben, z.B.
Personalbeschaffung, Entlöhnung.
• Funktionsweise von Banken und Versicherungen
kennen und deren wichtigste Geschäftsarten
3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht
Zivilgesetzbuch (zwei der vier
nachfol- genden Themen müssen
behandelt werden):
Familienrecht
Erbrecht
Sachenrecht
Steuerrecht
• einem Fall die zutreffende Art der
Zwangsvollstreckung begründet zuordnen.
• die Verfahrensschritte bei allen Betreibungsarten
aus Sicht von Gläubiger und Schuldner erläutern.
• einen einfachen Kollokationsplan erstellen.
• die Arten von Nachlassverträgen erklären.
• die Sicherungsmittel im Betreibungsrecht
• Ziele und Kerngedanken des jeweiligen
Rechtsgebietes beschreiben.
• Einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen.
Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht
1. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Mögliche Themen sind:
Wohnen
Steuern
Konsum
Internationaler Handel
Bank und Börse
− die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein
Unternehmen einschätzen.
− Massnahmen zur Motivation und Honorierung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext vorschlagen.
− Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes erarbeiten.
− Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum verglei-
− Einkommens- und Vermögensgrössen unterscheiden
und am Beispiel der Steuererklärung anwenden.
− Rechnung oder Budget eines öffentlichen Haushaltes
nach verschiedenen Kriterien untersuchen.
− für ein Produkt einen Marketingmix (product, place,
price, promotion) gestalten.
− Konsumentscheidungen mit Hilfe eines Budgets planen.
− die Verflechtung der schweizerischen Unternehmungen
mit dem Ausland verstehen.
− Die wichtigsten Bankgeschäfte aus Unternehmungssicht
2. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können
Mögliche Themen sind:
Wohnen
− den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen erklären.
− Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben und Methoden zu deren
Messung aufzeigen.
− die Auswirkungen des Mietrechts auf Angebot und
Nachfrage im Wohnungsmarkt analysieren.
Konsum
Steuern
Staatsfinanzen
Internationaler Handel
Bank und Börse
− den volkswirtschaftlichen Zusammenhang von Konsumieren, Investieren und Sparen ergründen.
− externe Effekte des Konsums mikroökonomisch analy-
− Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von verschiedenen
Steuermodellen beschreiben.
− Föderalismus und Steuerwettbewerb in einen Zusammenhang bringen.
− Auswirkungen und Grenzen der Staatsverschuldung be-
− die verschiedenen Währungssysteme erklären und aktuelle Bezüge herstellen.
− Funktionsweise der Börse verstehen.
3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können
Mögliche Themen sind:
Wohnen
Konsum
Steuern
− wichtige privat- und öffentlich-rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen anwenden.
− das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im gesellschaftlichen Kontext beurteilen.
− Ehe, Konkubinat und eingetragene Partnerschaft vergleichen.
− Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des Gesetzes und weiteren Quellen lösen.
− Darlehensvertrag und Konsumkreditverträge verglei-
− Vor– und Nachteile von Konsumentenschutzmassnahmen abwägen.
− Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher
Beispiele berechnen.
− Steuerdelikte im internationalen Kontext einordnen.
Richtlinien Projektunterricht
Wochenstunden - - 3 -
(inkl. Wissenschaftliches Schreiben in 2. Klasse)
1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• aus ersten Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln
und Themen strukturieren
• einen Projektplan mit Zeitplan erstellen.
2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können
• Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode einsetzen.
• den Arbeitsprozess möglichst selbstständig steuern.
• den Arbeitsprozess reflektieren und dokumentieren.
• Instrumente einsetzen, mit denen die Durchführung eines
Projektes gesteuert wird (z.B. Arbeitsprotokolle, Journale).
• das Projekt evaluieren.
4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können
• die Ergebnisse schriftlich präzise darstellen.
• Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden.
• Regeln des Quellennachweises anwenden.
5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können
• die Ergebnisse und ihre Entstehung auf angemessene Weise
präsentieren und vertreten.
6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
• wichtige Grundsätze der Zusammenarbeit beschreiben.
• gemeinsam planen, organisieren und darstellen.
• im Team effizient arbeiten.
• konstruktives Feedback geben.
Die Regelungen betr. des Projektunterrichts sind in folgenden Dokumenten festgehalten:
- organisatorische Richtlinien betr. den Projektunterricht (Qualitätshandbuch
MD224_16)
- die Übersicht über die Vorbereitung auf die Maturaarbeit (MD224_23, siehe
folgende Seite)
WIPUMA: wiss. Arbeiten, Projektunterricht, Maturaarbeit
Übersicht Aufbau projektartiges Arbeiten Med1 = Mediothekseinf.; Med2= Mediotheksrecherche; Inf = Informatikgrundkurs (1.+2.Sem.), WS =
Wiss. Schreiben; X = Hauptverantwortung; x = Mitverantwortung; grau markiert = Inhalte in best. Fächern oder freiwillig
Lernbereiche Inhalte, Themen SL Med1 div. Fächer Inf Deu WS Med2 PU
Einführung 1. Info zu PU und Maturaarbeit X
2. Unterrichtsziele x X
3. Projektzyklus, -phasen x X
4. Abgabe Lehrmittel / Skript X
Lernmanagement / selbständige Steuerung des
Arbeitsprozesses
5. Arbeitstechnik für Projekte x X
6. Arbeitsprotokoll / Lernjournal / Lernbericht
7. Projektplanung X
8. Disposition, Konzept X x
9. Projektvertrag X
10. Zeitplan (Teil des Projektvertrags) X
Thema 11. ein Thema finden X x
12. Fragen, Hypothesen bilden x X
13. Fragestellung eingrenzen X x
Informationsmanagement 14. Mediothekseinführung 1+2: sich orientieren, Angebot kennen, suchen X X
15. Datenbanken (Digithek) X
16. Recherchiermethoden X x X
17. Material ordnen und organisieren X
18. Textanalyse (allg., fachübergreifend) X
19. Zitieren / Bibliografieren, Nachweise X x
20. Plagiat, eigene u. fremde Meinungen unterscheiden X
Fachliche Verfahren (an Beispielen) 21. Methoden bewusst wählen u. einsetzen X
22. kritische Text- u. Quellenanalyse x
23. Beobachtung, Experiment (z.B. Bio)
24. Umfrage
25. Interview X
Schreiben einer Projektarbeit 26. Struktur v. Texten, Aufbau einer Arbeit x X x
27. Schreibkompetenzen, grundlegende X x
28. Sachtexte, Berichte lesen u. schreiben x X
29. Textsorten kennen X
Dokumentation / IKT-Kompetenzen 30. Dokumentenerstellung X x
31. Layout, Struktur, automatisches Inhaltsverzeichnis, Fussnoten X x
Darstellung von Daten 32. Darstellung v. Daten: Grafik, Diagramm X
33. Möglichkeiten der Manipulation
Präsentationstechnik 34. Präsentationstechnik, Techniken der Visualisierung X
35. Powerpoint Technik X
36. Powerpoint Anwendung x X
37. Poster (in Abklärung)
Richtlinien Maturaarbeit
Wochenstunden - - - 2
1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• die Themenfindung proaktiv gestalten: mit heuristischen und kreativen Methoden ein Thema finden und motiviert durchziehen.
• aus ersten Ideen eine sinnvolle und innovative Fragestellung und Zielsetzung
• auf die Fragestellung bezogen geeignete Verfahren wählen und themengerecht anpassen.
• die Instrumente zur Projektplanung selbstständig anwenden (z.B. Projektvertrag, Projektzeitplan, Kriterienraster zur Selbsteinschätzung und Selbstkorrektur).
2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können
• Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen, auswählen, zusammenfassen und zitieren.
• verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden.
• Daten und Informationen präzise erheben und auswerten.
3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können
• das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren) selbstständig einsetzen.
• Mit Hilfe verschiedener Techniken und Methoden zu spezifischen neuen Erkenntnissen gelangen.
• den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern.
• das Projekt reflektieren und evaluieren.
4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können
• die Arbeit sauber, fehlerfrei und ansprechend gestalten mit richtiger Zitierweise und sprachlicher Präzision.
• Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und
nachvollziehbar darstellen.
• Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden.
• korrekt mit Quellen umgehen.
• einen Gedankengang klar gliedern und schlüssig entwickeln.
• Ergebnisse sachgerecht und plausibel interpretieren.
5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können
• Die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert, sachlich richtig
und wirkungsvoll darlegen und in der Diskussion kompetent vertreten.
• Gedankengänge, Methoden und Ergebnisse kreativ und ansprechend visuali-
6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können
• mit der Betreuungsperson konstruktiv zusammenarbeiten und bei Bedarf
Unterstützung einholen.
• Kontakte mit externen Stellen herstellen und nutzen.
Die Regelungen betr. Maturaarbeit sind in folgenden Dokumenten festgehalten:
- das Maturaarbeit-Reglement (Qualitätshandbuch MD224_03)
- die Übersicht über die Vorbereitung auf die Maturaarbeit (Qualitätshandbuch
MD224_23)
Fachlehrpläne der Kantonsschule Zofingen
Dezember 2012
(Stand August 2022)
Anhang 12 (Stand 1. August 2026) 423.152
Inhaltsverzeichnis
Bildnerisches Gestalten Grundlagenfach .................................................................................................... 2
Bildnerisches Gestalten Schwerpunktfach .................................................................................................. 9
Bildnerisches Gestalten Ergänzungsfach .................................................................................................. 16
Biologie Grundlagenfach ........................................................................................................................... 20
Biologie Ergänzungsfach .......................................................................................................................... 26
Chemie Grundlagenfachfach..................................................................................................................... 30
Chemie Ergänzungsfach ........................................................................................................................... 39
Biologie / Chemie Schwerpunktfach .......................................................................................................... 43
Deutsch Grundlagenfach .......................................................................................................................... 52
Englisch Grundlagenfach .......................................................................................................................... 63
Französisch Grundlagenfach .................................................................................................................... 74
Geografie Grundlagenfach ........................................................................................................................ 86
Geografie Ergänzungsfach ....................................................................................................................... 95
Geschichte Grundlagenfach ...................................................................................................................... 97
Geschichte Ergänzungsfach ................................................................................................................... 107
Informatik Obligatorisches Fach .............................................................................................................. 111
Informatik Ergänzungsfach ..................................................................................................................... 116
Instrumentalunterricht und Sologesang Grundlagenfach ......................................................................... 119
Instrumentalunterricht und Sologesang Schwerpunktfach ....................................................................... 128
Instrumentalunterricht und Sologesang Ergänzungsfach ........................................................................ 135
Italienisch Grundlagenfach ...................................................................................................................... 139
Italienisch Schwerpunktfach .................................................................................................................... 148
Latein Schwerpunktfach .......................................................................................................................... 154
Mathematik Grundlagenfach ................................................................................................................... 162
Mathematik Ergänzungsfach ................................................................................................................... 175
Musik Grundlagenfach ............................................................................................................................ 178
Musik Schwerpunktfach .......................................................................................................................... 190
Musik Ergänzungsfach ............................................................................................................................ 199
Pädagogik/ Psychologie Ergänzungsfach ............................................................................................... 202
Philosophie Ergänzungsfach ................................................................................................................... 206
Philosophie / Pädagogik / Psychologie Schwerpunktfach........................................................................ 211
Physik Grundlagenfach ........................................................................................................................... 225
Physik Ergänzungsfach........................................................................................................................... 234
Physik und Anwendungen der Mathematik Schwerpunktfach ................................................................. 238
Religionslehre Ergänzungsfach............................................................................................................... 251
Spanisch Schwerpunktfach ..................................................................................................................... 257
Sport Grundlagenfach ............................................................................................................................. 264
Sport Ergänzungsfach............................................................................................................................. 279
Wirtschaft und Recht Einführungsfach .................................................................................................... 283
Wirtschaft und Recht Schwerpunktfach ................................................................................................... 288
Wirtschaft und Recht Ergänzungsfach .................................................................................................... 298
Bildnerisches Gestalten Grundlagenfach
Wochenlektionen 2 3 2 0
Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und
Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
in der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen.
im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Bildersammlungen und Medienangebote nutzen
mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in
die eigene erfinderische Fantasie entwickeln
manuelles Geschick und technisches Können verbessern
eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialen entwickeln
Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese.
Bewertet werden einzelne Übungen oder Arbeitsschritte sowie komplexe Arbeiten.
Skizzenbücher, Arbeitshefte oder Portfolios können ebenfalls in eine Bewertung einfliessen.
Einige Lerngebiete, insbesondere Kunst, lassen auch Prüfungen zu.
Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern möglich. Inhaltliche
Fragestellungen können Bezug nehmen auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu
Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der
Geographie eine wichtige Rolle. Im medialen Bereich können durch differenzierten Umgang
mit Medien (z. B. Film- und Präsentationsprogramme, Infografiken, akustische Medien,
Typographie) und Präsentationstechniken Bereiche wie Projektunterricht oder Maturaarbeit
unterstützt werden. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische
Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-,
Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden.
Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der Visuellen
Kommunikation (Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf
die Maturitätsarbeit vor. Ausdauer und Eigeninitiative sind Kompetenzen, die in prozesshaften
gestalterischen Projekten besonders gefördert werden.
Prozessorientiertes Arbeiten
In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Die
Schülerinnen und Schüler sollen ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter
ausbauen und Gelerntes transferieren können.
1.Lerngebiet: Bild
Zeichnerische Grundlagen aus der Vorstellung oder nach
Beobachtung Objekte linear und mit
Tonwerten differenziert wiedergeben.
Entwerfen Assoziationen und Zufälle im eigenen
Entwurfsprozess nutzen.
Innerhalb einer bildnerischen Technik
verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
entdecken.
Kreativitätstechniken im eignen
Entwurfsprozess anwenden.
Komposition Einfache Kompositionsprinzipien auf der
Bildfläche anwenden.
Gestaltung als persönliches
Ausdruckmittel erfahren.
2.Lerngebiet: Farbe
Farbwirkung die Wirkung von Farben und
Farbkombinationen beschreiben und als
gestalterisches Mittel einsetzen.
Farbauftrag / Maltechnik verschiedene Farbauftragsarten wie
pastos, deckend oder lasierend
Farbsysteme Farbsysteme und ihre Anwendungen im
analogen und digitalen Bereich verstehen
3.Lerngebiet: Raum und Körper
Raumdarstellung elementare raumbildende Mittel auf der
Bildfläche benennen und anwenden.
4.Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
Bildsprache inhaltliche Aussage, Information und
Symbolik von Bildern benennen und in
Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien
und bildnerischen Darstellungsarten
über Bildinhalt und –gestaltung in Bezug
auf das Zielpublikum reflektieren (z.B.
Werbung, Journalismus).
Typografie Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch
und gezielt anwenden.
innerhalb einer bildnerischen Technik
verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
entdecken.
Digitale Fotografie Möglichkeiten der digitalen Fotografie und
Bildbearbeitung erkennen, anwenden und
5.Lerngebiet: Kunst
Bildbetrachtung Bezüge zwischen Kunst und Unterricht
Aktuelle Ausstellungen besuchen,
Gestaltungskonzepte nachvollziehen und
ihre Eindrücke formulieren.
1.Lerngebiet: Bild
Zeichnerische Grundlage ihre zeichnerische Kompetenz sowohl
aus der Vorstellung (z.B. Illustration) , als
auch durch Naturstudium vertiefen.
Bildnerische Techniken komplexere bildnerische Techniken wie
z.B. Eine Drucktechnik einsetzen und
bewusst steuern.
Vertrauen in die eigene Bildsprache
Kreativer Prozess prozesshaft arbeiten durch assoziieren,
ordnen, beurteilen, kombinieren,
ausführen, reflektieren.
Bildnerische Mittel den gestalterischen Prozess in einer
ausgewählten Technik sichtbar machen.
innerhalb einer bildnerischen Technik
verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
entdecken.
2.Lerngebiet: Farbe
Farbfunktion Gegenstandsfarbe von Erscheinungsfarbe, Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und
autonomer Farbe unterscheiden.
Farbauftrag und Farbwirkung Farbauftrag und Farbwirkung in einem
Bild gezielt einsetzen.
Farbe als Material verschiedene Farbstoffe und Bindemittel
3.Lerngebiet: Raum und Körper
Plastik / Skulptur Besonderheiten des dreidimensionalen
Gestaltens (wie Materialaussage,
Plastizität, Oberflächenstruktur)
verstehen und in der eigenen Gestaltung
Begrifflichkeit zwischen Plastik, Skulptur, Objekt und
Installation unterscheiden.
Illusionistische Raumdarstellung mit bildnerischen Mitteln wie Grösse,
Staffelung, Kontrast, Parallel- und
Fluchtpunktperspektive Raumillusion
erzeugen.
4.Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien
Bildsprache Wirkungsabsichten von Bildmedien
eine Information oder Aussage
verständlich gestalterisch formulieren.
.
Typografie und Layout Bild und Text inhaltlich und formal in
Beziehung setzen und nach einer
formulierten Absicht gestalten.
Digitale Bildmedien Medien wie Kamera, Computer oder
Drucker differenziert nutzen.
5.Lerngebiet: Kunst
Methode der Werkbetrachtung Werke durch Beschreibung, Analyse und
Interpretation erfassen.
sich einem Bild auf verschiedene Weise
nähern.
Fachwissen Kunstgeschichte:
Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, 19.
Jahrhundert
repräsentative Werke einer Epoche oder
Stilrichtung zuordnen und ihren Entscheid
das veränderte Künstlerbild der Moderne
Fachwissen Kunstgeschichte:
20. Jahrhundert
die Entwicklung der Kunst-ismen des 20.
Jahrhunderts verstehen.
den Wandel vom traditionellen zum
erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen
Besonderheiten von Kunstrichtungen wie
Konzept- und Aktionskunst, Installation
und Performance verstehen.
Zusammenhänge Kunstgeschichte Zusammenhänge zwischen Kunstwerken
und ihren gesellschaftlichen sowie
politischen Hintergründen verstehen.
Kunstdefinition Definitionen von Kunst benennen und
diese hinterfragen.
die persönliche Werthaltung in Bezug auf
Kunst überprüfen und begründen.
1.Lerngebiet: Gestalterischer Prozess: Bild / Farbe / Raum und Körper
Ideenfindung
Prozesshaftes Arbeiten
Individueller Ausdruck
Projektarbeit
eine eigene gestalterische Idee zu einem
vorgegebenem Thema formulieren und
dazu theoretische Grundlagen
selbständig und zielgerichtet erarbeiten.
Techniken in Bezug auf die Form und
den Inhalt wählen.
Ideen kritisch reflektieren und
modifizieren.
Vertrauen in die eigene gestalterische
Fähigkeit und in die persönliche
Ausdrucksweise gewinnen und diese in
konkreten Situationen produktiv
offen und neugierig experimentieren.
Ihren Arbeitsprozess dem Vorgehen
entsprechend dokumentieren und
reflektieren (Journal, Skizzenbuch,
Portfolio).
2.Lerngebiet: Kunst
Kunst- und Bildbetrachtung Kunst befragen, sich in Werke vertiefen
und ihre Haltung reflektiert formulieren.
Bildnerisches Gestalten Schwerpunktfach
Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in
komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen
werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die
berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre
alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert
wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der
Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die
erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen.
In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches
Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine
Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft.
Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und
Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner
Bildsprache kommunizieren können, ermöglicht ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch
realen Welten.
Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als
Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder
Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine
kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren.
Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude
am persönlichen Ausdruck.
Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen
hinterfragen
durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und
Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und
eigene Lösungsansätze erproben
im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in
die eigene erfinderische Fantasie stärken
durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und
kulturellen Fragen entwickeln
Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen
digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzten
ihr manuelles Geschick und technisches Können verbessern
ihre Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines
Portfolios
Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert.
Bewertet werden einzelne Übungen oder Arbeitsschritte sowie komplexe Arbeiten mit ihren
Teilbereichen. Skizzenbücher, Arbeitshefte oder Portfolios können ebenfalls in eine Bewertung
einfliessen. Einige Grobinhalte, insbesondere kunstgeschichtliche, lassen auch Prüfungen zu.
Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen
Lebensbereichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanung oder
Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im
Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen
Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in
der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische,
dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen
wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden.
Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen.
Selbststeuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen,
die im SPF BiG besonders gefördert werden.
1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen
Wahrnehmung durch Wahrnehmung über mehrere Sinne
eine Vorstellung bilden.
diese Erfahrungen und Erinnerungen mit
dem Wissen verknüpfen und in den
Ideenfindungsprozess einbringen.
Visuelle Kommunikation
Bildbetrachtung
die Bedeutung und Wirkung von Bildern
in Bezug auf das Motiv und die
Darstellungsweise erfassen und deren
Kontext einordnen.
Kunstgeschichte systematische Kunstgeschichte von der
Romanik bis zur Kunst der Gegenwart
aufbauen und vertiefen.
Kunstwerke kunsthistorisch richtig
sich mittels einer differenzierten
Fachsprache ausdrücken.
Ausstellungen, Veranstaltungen und
Exkursionen
vor Originalwerken über inhaltliche und
formale Gesichtspunkte diskutieren.
2.Lerngebiet: Planen und realisieren
Eine Auswahl aus folgenden analogen
Techniken und Verfahren
Malerei
Zeichnung
Drucktechnik
3D - Techniken
Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln
und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzten.
ihren gestalterischen Ausdruck und die
technische Differenziertheit steigern.
analoge Gestaltung versiert mit digitalen
Verfahren ergänzen und kombinieren.
Fotografie (optional)
Digitales Bild
Digitale Bildbearbeitung
Analoge Fotografie
Fotolabor
digitale Bilder in ihren Eigenschaften
verstehen und den Zusammenhang
zwischen Auflösung, Bildgrösse,
Dateigrösse und Qualität nachvollziehen.
ein eigenes fotografisches Projekt
entwickeln und realisieren.
Visuelle Gestaltung sowohl Bild, Text und Grafik gezielt und
begründet in Bezug auf eine
allgemeinverständliche Aussage
3.Lerngebiet: sich orientieren und sich definieren
Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und
Resultate begründen, beurteilen und
Kritik annehmen.
ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und
kulturhistorischen Erzeugnissen stellen
und reflektieren.
offen und neugierig auf Ungewohntes
reagieren.
Individuelle Interessen eigene Ziele und Präferenzen formulieren
und selbständig Schwerpunkte setzen.
Individueller Ausdruck eine eigene Bildsprache entwickeln und
die Freude am persönlichen Ausdruck
stärken.
1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen
Kunstgeschichte systematische Kunstgeschichte von der
Romanik bis zur Kunst der Gegenwart
aufbauen und vertiefen.
Kunstwerke kunsthistorisch richtig
sich mittels einer differenzierten
Fachsprache ausdrücken.
zeitgenössische Kunst
Kunstbegriff
den Wandel vom traditionellen zum
erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen
und Besonderheiten von Kunstrichtungen
wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder
Installation benennen.
Gestaltung als kultur- und zeitbedingt
anerkennen sowie Seh- und
Darstellungskonventionen verstehen und
sich eigenständig in thematische
Schwerpunkte einarbeiten.
Architektur und Design Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design
erkennen und beschreiben.
Ausstellungen, Veranstaltungen in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre
Vorstellung von gestalterischer Arbeit und
gestalterischen Berufen erweitern.
vor Originalwerken über inhaltliche und
formale Gesichtspunkte diskutieren.
Filmanalyse (optional) Filme nach Kriterien der Filmanalyse
betrachten.
2.Lerngebiet: Planen und realisieren
Projektarbeit zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen.
gezielt recherchieren und ihre eigene
Arbeit mit theoretischen Grundlagen
eine Arbeit entwickeln und durch kritische
Reflexion optimieren.
Präsentieren
Methode und Prozess
Eigenes Projekt
Resultate in passender Form aufbereiten
und präsentieren.
Bild und Zeit (optional) einen zeitlichen Ablauf durch Bildfolgen
logisch und verständlich konzipieren und
visualisieren.
ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse
und Kameraführung bewusst gestalten.
eine Videokamera und ein
Schnittprogramm bedienen.
3.Lerngebiet: Sich orientieren und definieren
Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und
Resultate begründen, beurteilen und
Kritik annehmen.
eigene Fortschritte erkennen.
Individuelle Interessen selbständig Schwerpunkte setzen.
eigene Interessen in Bezug auf die
Studienrichtung oder Berufswahl
sich individuell auf spezielle
Anforderungen von gestalterischen
Studiengängen vorbereiten.
bei entsprechendem Interesse geeignete
Dokumentationen für Aufnahmeverfahren
an Gestalterischen (Hoch-) Schulen
erstellen.
Individueller Ausdruck
die eigene Bildsprache entwickeln und
die Freude am persönlichen Ausdruck
stärken.
Bildnerisches Gestalten Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und
Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Die
Auseinandersetzung mit Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch
angegangen. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in
Themengebiete wie „Film und Fotografie“, „ thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“,
„Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch „Design und Architektur“ sind möglich.
Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung,
Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten
ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus Kunst, Design, Architektur,
neuen Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und
Wissenschaft und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch.
Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum
für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Die Schülerinnen und
Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu
bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische
Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der
Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und
durchdringen.
Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung
bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und
diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und
fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.Nicht zuletzt ermöglicht
eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu
reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und
die Freude am persönlichen Ausdruck.
Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders
ihre Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen
hinterfragen
durch Ausweiten ihres ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und
Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen
durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und
eigene Lösungsansätze erproben
im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren
ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen
sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer
Multimediagesellschaft orientieren
Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen
digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen
Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in
die eigene erfinderische Fantasie stärken
durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und
kulturellen Fragen entwickeln
ihr manuelles Geschick und technisches Können verbessern
ihre Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines
Portfolios
Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in
der Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent
und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler sind die
Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese.
1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen
Aktuelle Ausstellungen, Fachliteratur und
Bildsprache:
Kunst
Architektur
Design
Visuelle Kommunikation
Medienkunde
Wirkungen von Bildern beschreiben und
Rückschlüsse auf Inhalte ziehen.
sich einen Sachtext erschliessen.
sich in einer differenzierten Fachsprache
ausdrücken).
künstlerische Werke inhaltlich und formal
2.Lerngebiet: Planen und realisieren
Grafik Design und Bildbearbeitung
3D - Techniken
Druckgrafik
Malerei und Zeichnung
Film und Fotografie
Architektur und Design
Visuelle Kommunikation und Medien
bildnerische Mittel und Techniken vertieft
sowohl experimentell, spielerisch wie
auch in zielgerichteter Form nutzen.
eine Arbeit selbständig über einen
längeren Zeitraum planen, entwickeln und
den Prozess dokumentieren und
eine inhaltlich und formal definierte
Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster
erfüllen.
3.Lerngebiet: Sich orientieren und sich definieren
Kunst, Design, Architektur ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken
aus Kunst oder angewandter Gestaltung
Präsentation, Ausstellung, Portfolio eigene Resultate in passender Form
Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und
Resultate begründen, beurteilen und
Kritik annehmen.
eigene und fremde Arbeiten bewerten
und Lernfortschritte erkennen.
Individuelle Interessen
Individueller Ausdruck
eigene Ziele und Präferenzen formulieren
und selbständig Schwerpunkte setzen.
die eigene Bildsprache entwickeln und
die Freude am persönlichen Ausdruck
stärken.
eigene Interessen in Bezug auf die
Studienrichtung oder Berufswahl
bei entsprechendem Interesse sich
individuell auf spezielle Anforderungen
von gestalterischen Studiengänge
vorbereiten.
bei entsprechendem Interesse geeignete
Dokumentationen für Aufnahmeverfahren
an Gestalterischen (Hoch-) Schulen
erstellen.
Biologie Grundlagenfach
Wochenlektion 2 2 2 -
Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders
respektvoll mit Lebewesen umgehen
eigenständig, differenziert und kritisch denken
effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten
sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden
verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen
moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen
Daten elektronisch erfassen, darstellen und auswerte
Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen
1.Lerngebiet: Erforschung des Lebens
Merkmale des Lebens die Merkmale des Lebens erklären.
Arbeitsweisen die Arbeitsweisen der Naturwissenschafter
(Informationsbeschaffung, Durchführung
von Experimenten, Publizieren, Umgang mit
Quellen, Vermeiden von Plagiaten)
2.Lerngebiet: Zellbiologie
Aufbau einer Zelle Organellen und Membranen sowohl
strukturell als auch funktionell in den
Grundzügen beschreiben.
Inhaltsstoffe den Aufbau und die Funktion wichtiger
Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette,
Eiweisse) erläutern.
Transport die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv
und passiv) beschreiben und verstehen.
Zellteilung die Abläufe und die Bedeutung des
Zellzyklus und der Mitose erklären.
Stoffwechsel die zentralen anabolen und katabolen
Stoffwechselwege (Fotosynthese,
Zellatmung, Gärung) qualitativ erklären.
die Zusammenhänge zur Ökologie
Aufbau, Funktion und Bedeutung der
Enzyme erläutern.
3.Lerngebiet: Allgemeine Botanik
Organe der Pflanze können verschiedene technische Hilfsmittel
selbständig bedienen sowie einfache
Präparate selber herstellen.
Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben
und charakterisieren.
Anatomie und Physiologie der wichtigsten
Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse,
Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung
4.Lerngebiet: Systematik
Systematische Kategorien die wichtigsten systematischen Kategorien,
deren historische Entwicklung sowie deren
evolutionsbiologische Zusammenhänge
Ausgewählte Vertreter der drei Domänen exemplarisch die Vielfalt der uns
umgebenden Lebewesen kennenlernen.
sich über eine angemessene Artenkenntnis
5.Lerngebiet: Ökologie
Grundlagen der Ökologie die Auswirkungen abiotischer und biotischer
Faktoren sowie das Prinzip der
Trophiestufen erklären.
synökologische und populationsökologische
Phänomene erklären.
Ausgewählte Ökosysteme grundlegende Prinzipien (z.B.
Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines
exemplarischen Ökosystems erklären.
mögliche Auswirkungen menschlichen
Handelns auf Ökosysteme erkennen.
1.Lerngebiet: Evolution
Evolutionstheorie die Bedeutung der Darwin’schen
Evolutionstheorie erfassen.
Sichtweisen von Cuvier und Lamarck
gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar
Evolutionsmechanismen die Methoden der
Stammesgeschichtsforschung erfassen.
die Ergebnisse derselben einordnen und
die Prinzipien der Mutation und Selektion
Mechanismen der Artbildung unterscheiden.
Entwicklung des Lebens die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich
paläoanthropologische Fakten deuten und
mit der aktuellen Sichtweise der
Menschwerdung in Verbindung bringen.
2.Lerngebiet: Systematik
Vielfalt der Lebewesen die Vielfalt der Lebewesen erkennen und
Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen.
Übersicht über ausgewählte Tierstämme
gewinnen.
Mikroorganismen Viren und Bakterien differenzieren.
Grundlagen der Anatomie und Physiologie
der Mikroorganismen verknüpfen.
3.Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch
Übersicht Organsysteme die wichtigen Organsysteme und deren
gegenseitigen Abhängigkeiten erläutern.
Anatomie und Physiologie der folgenden
Organe und Organsysteme in
Zusammenhang bringen: Herz Kreislauf,
Atmung, Ausscheidung, Muskulatur.
Anhand eigener Beobachtungen
Rückschlüsse auf die physiologischen
Zusammenhänge ziehen.
die unspezifische von der spezifischen
Immunabwehr unterscheiden.
biologische Grundlagen ausgewählter
Krankheiten erklären.
4.Lerngebiet: Zellbiologie
Stoffwechsel Aufbau, Funktion und Bedeutung der
Enzyme erläutern.
die zentralen anabolen und katabolen
Stoffwechselwege (Fotosynthese,
Zellatmung, Gärung) erklären.
die Zusammenhänge zur Ökologie
1.Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht
Mensch
Interne und externe Kommunikation die Grundlagen der Neurologie und
Endokrinologie erfassen.
Bau von Nervenzellen und Erregungsleitung
an Beispielen von Regelkreisen das Prinzip
der Hormonregulation erläutern.
Fortpflanzung und Entwicklung Folgen der sexuellen und asexuellen
Fortpflanzung erkennen und erklären.
die Entwicklung ausgewählter Lebewesen
(Amphibien und Mensch) darstellen.
2.Lerngebiet: Genetik
Molekulargenetik die Begriffe DNA, Chromosom und Genom
in einen Zusammenhang bringen.
die Abläufe und Bedeutung der Replikation,
Transkription und Translation aufzeigen.
Gentechnologie die gentechnischen Abläufe der Herstellung
eines transgenen Organismus erläutern.
Chancen und Risiken der Gentechnologie
abwägen sowie grundsätzliche Fragen
Klassische Genetik Ergebnisse von Kreuzungsversuchen
interpretieren und beurteilen.
die Bedeutung Meiose als Voraussetzung
für die Neukombination von Erbmerkmalen
die Grundzüge der Gesetzmässigkeit von
Hardy und Weinberg erklären.
einfache Stammbäume analysieren und
Erbgänge erkennen.
Biologie Ergänzungsfach
Wochenlektion - - - 4
Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders
in der Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen
beiziehen
respektvoll mit Lebewesen umgehen
respektvoll mit Mitmenschen umgehen
das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem
Hintergrund beteiligen
biologische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in
eigenen Worten erklären
naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
Laien biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Hypothesen formulieren
Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
Modelle und Theorien kritisch beurteilen
Informationen zu biologischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren,
darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem
Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm
Berichte schreiben)
elektronische Messgeräte korrekt bedienen
intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung
die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
1.Lerngebiet: Mensch und Umwelt
Anthropologie Grundkenntnisse der Menschwerdung
(Paläoanthropologie) erklären und
Humanbiologie anatomisches, physiologisches und
biochemisches Fachwissen aus einem oder
mehreren der folgenden Bereiche
anwenden (nicht abschliessend): Ernährung
und Verdauung, Sinnesorgane,
Neurobiologie, Immunsystem, Pathologie.
Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines
Ökosystems erwerben und anwenden.
exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten
erheben, auswerten, darstellen und
Zusammenhänge zwischen
Systemökologie, Verhaltensökologie und
Evolution erkennen.
2.Lerngebiet: Genetik
Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte zeitgemässe Technologien der
Molekularbiologie (z.B. PCR,
Gelelektrophorese und deren
Anwendungen) erklären.
aus molekularbiologischen Experimenten
erhaltene Daten auswerten und
die Bedeutung der Genom- und / oder
Proteomanalyse zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B.
Diagnose von Krankheiten, Artbildung)
Gentechnologie Methoden zur gentechnischen Veränderung
von Organismen anhand aktueller Beispiele
Auswirkungen der Gentechnologie auf
verschiedenen Ebenen erkennen und
3.Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Grundlagen der Verhaltensbiologie proximate und / oder ultimate
Fragestellungen entwerfen und bearbeiten.
Ethogramme erstellen und anwenden.
Beobachtungs- und Aufzeichnungsregeln
Sozialverhalten grundlegende Aspekte des Sozialverhaltens
erklären, anhand von Daten erkennen und
Verhaltensökologie Methoden und Modellvorstellungen aus der
Verhaltensökologie erklären und anwenden.
Chemie Grundlagenfachfach
Wochenlektion 2 2 2
Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders
die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche
Leben und den Alltag beurteilen
die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen
sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung
beziehen
chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen
Worten fachlich korrekt wiedergeben
Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen,
z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm Zusammenfassungen schreiben oder Daten
grafisch auswerten
intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung
die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
1.Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften
Was ist ein Stoff?
Spezifische Eigenschaften zur
Charakterisierung von Reinstoffen
Stoffe, sowie exemplarisch einige
Elemente mit ihren Eigenschaften
charakterisieren: Dichte, Farbe,
Löslichkeit
Schmelztemperatur, Siedetemperatur
Konzept der kleinsten Teilchen
Stoffe und ihre Eigenschaften
Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und
Elemente
Aggregatzustände und deren Änderungen
erklären, dass es für jeden Stoff kleinste
Teilchen gibt und diese die spezifischen
Eigenschaften eines Reinstoffes
bedingen.
das Konzept der kleinsten Teilchen
anwenden, um physikalische Vorgänge
zu beschreiben.
die Aggregatzustände und deren
Änderungen mit dem Teilchenmodell
Atomsymbole, Summenformeln im PSE Name und Atomsymbol
bekannter Elemente einander zuordnen.
von einigen ausgewählten Beispielen
Summenformeln und Namen angeben.
Masse von Atomen und Molekülen Dalton-Modell, Massenerhaltung und
chemische Gleichungen anwenden.
für gegebene Atome und Summenformeln
die Masse mit Hilfe des PSE berechnen.
2.Lerngebiet: Atombau und Periodensystem
Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz
die elektrische Ladung als
materiegebundene stoffliche Eigenschaft
Anziehungs- und Abstossungskräfte mit
Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ
beschreiben und vergleichen.
Atom-Modelle
Kern/Hülle-Modell
Bildung von einatomigen Ionen
Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope
Schalenmodell der Atomhülle
Atomrumpf und Valenzschale
Ionisierungsenergien
Elektronenkonfiguration
die Elementarteilchen Proton, Neutron
und Elektron und deren Eigenschaften
aufzählen.
die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells
aufgrund des Streuversuchs von
Rutherford verstehen.
die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl
und Isotope definieren.
die Bildung einatomiger Ionen durch
Hinzufügen bzw. Wegnehmen von
Elektronen aus der Atomhülle
für eine gegebene Atomsorte die sie
aufbauenden Elementarteilchen angeben
und vice versa.
mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle
eines Atoms unter Berücksichtigung der
Energieniveaus der darin enthaltenen
Elektronen beschreiben und zeichnen.
Bildung von einatomige Ionen erklären.
Periodensystem der Elemente die Ordnungskriterien für die
Anordnung der Elemente im PSE
aufzählen.
die Begriffe Metalle und Nichtmetalle
erklären, dass die Anziehungskräfte
zwischen Kern und Valenzelektronen
für das Verhalten eines Atoms als
Metall oder Nichtmetall entscheidend
den Verlauf der Anziehungskräfte
zwischen Kern und Valenzelektronen
innerhalb von Gruppen und Perioden
mit der Struktur der Atome deuten.
3.Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen
Kugelwolkenmodell
Das Elektronen als Ladungswolke
Räumliche Anordnung der Ladungswolken
Lewis-Formel für Atome
ein räumliches Modell der Atomhülle, in
dem die Elektronen als Ladungswolken
beschrieben werden, beschreiben.
für beliebige Atomsorten des PSE die
entsprechende Lewis-Formel
aufschreiben.
Elektronenpaarbindung
Lewis-Formeln von Molekülen
Keil/Strich-Schreibweise
Skelettschreibweise
Molekül-Geometrien
Elektronegativität und Polarität von
kovalenten Bindungen
mit einem geeigneten Bindungsmodell
das Wesen der Elektronenpaarbindung
mit Hilfe des PSE und der Oktettregel
die Lewis-Formeln einfacher Moleküle
selbständig herleiten.
aufgrund einer gegebenen
Skelettformel die Struktur des Moleküls
in der Lewis- bzw. Keil/Strich-
Schreibweise angeben.
für gegebene Moleküle die
Skelettformel aufzeichen bzw. aufgrund
einer gegebenen Skelettformel die
Struktur des Moleküls in der Lewis-
bzw. Keil/Strich-Schreibweise angeben.
die Gestalt von Molekülen mit der
Keil/Strich-Schreibweise
dreidimensional darstellen.
die Polarität einer Bindung anhand von
EN-Werten beurteilen.
die Bedeutung der Bindungspolarität für
die Entstehung von
zwischenmolekularen Kräften erklären.
Zwischenmolekulare Kräfte
Van der Waals-Kräfte
Wasserstoffbrücken
Dipol/Dipol-Wechselwirkung
mit Hilfe der Betrachtung aller
relevanten zwischenmolekularen
Kräften bzw. Wechselwirkungen die
Siedetemperaturen von molekularen
Reinstoffen interpretieren.
die Mischbarkeit verschiedener
molekular aufgebauter Stoffe
Bildung ein- und mehratomiger Ionen
Ermitteln von Ionenladungen die Bildung einatomiger Ionen bei der
Reaktion von Metallen und
Nichtmetallen erklären.
mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen-
Elemente die Ladungen des häufigsten
Ions ableiten.
bei Nebengruppen-Elementen mit Hilfe
der im PSE verzeichneten
Oxidationszahlen mögliche Ionen-
Ladungen ableiten.
Ionenbindung
Ionengitter und Verhältnisformel
Nomenklatur von Salzen
Eigenschaften von Salzen
Lösevorgang von Salzen in Wasser
Elektrolyse
mit einem geeigneten Modell das
Wesen der Ionenbindung und des
Ionenverbands beschreiben.
bei gegebenen Ionen die
Verhältnisformel eines Salzes ableiten.
die Namen und Formeln wichtiger ein-
und mehratomiger Ionen nennen.
Reaktionsgleichungen für die Bildung
von Salzen aus den Elementen fachlich
korrekt aufstellen.
Eigenschaften wie z.B. Härte,
Sprödigkeit, hohe Schmelz- und
Siedetemperaturen anhand des
vorgestellten Modells erklären.
den Lösevorgang eines Salzes in
Wasser auf der Teilchen-Ebene
Elektrolyse als Analysemethode für
Salze.
Metallbindung
Eigenschaften von Metallen
Legierungen
das für diesen Bindungstyp
chrakteristische Modell von
Atomrümpfen und frei beweglichen
Elektronen erklären.
Eigenschaften wie z.B. elektrische
Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz-
und Siedetemperaturen anhand des
vorgestellen Modells erklären.
den Begriff „Legierungen“ erklären und
einige ausgewählte Beispiele von
Legierungen nennen.
4.Lerngebiet: Stoffumwandlungen
Quantitative Beschreibung von
Stoffumwandlungen
die Begriffe Stoffmenge, molare Masse,
molares Volumen von Gasen und
Stoffmengenkonzentration definieren.
Massen in Stoffmengen und
Teilchenzahlen umrechnen und
umgekehrt.
Reaktionsgleichungen aufstellen und
für einfache Beispiele stöchiometrische
Berechnungen anstellen
stöchiometrische Fragestellungen
bearbeiten.
Thermodynamik
Enthalpie
Entropie
energetische Veränderungen bei
exothermen und endothermen
Vorgängen aus der Struktur der Edukte
und Produkte abschätzen.
die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von
Tabellenwerten berechnen.
Reaktions-Entropieänderungen an
Beispielen erklären und als Triebkraft
der chemischen Reaktion erkennen.
Die Entropieänderung an Beispielen
erklären sowie einfache Beispiele
Reaktionsgeschwindigkeit und deren
Beeinflussung
Katalysatoren
Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen
Das Dynamische Gleichgewichtchemischer
Reaktionen
Das Massenwirkungsgesetz
Das Le Châtelier-Prinzip
den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit
die Abhängigkeit der
Reaktionsgeschwindigkeit von
Temperatur, Konzentration und
Zerteilungsgrad erklären.
die RGT-Regel anwenden.
erklären, dass eine Reaktion auf
unterschiedlichen Reaktionswegen
ablaufen kann.
das Funktionsprinzip von Katalysatoren
die Funktions- und Wirkweise eines
Autoabgaskatalysators.
erklären, dass chemische Reaktionen
umkehrbar sein können.
den Zusammenhang zwischen
typischen Gleichgewichtsreaktionen
und den Triebkräften chemischer
Reaktionen erklären.
das dynamische chemische
Gleichgewicht mit einem qualitativen
Modell auf Stoff- und Teilchenebene
aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz
voraussagen, wie sich Konzentrations-,
Druck- und Temperaturänderungen auf
ein chemisches Gleichgewicht
auswirken.
Säuren und Basen;
Potentielle Säure und potentielle Base
Die Stärke potentieller Säuren
Der pH-Wert
Säure/Base-Reaktionen
Säure/Base-Reaktionen als
Übertragungen von Wasserstoff-Ionendie Begriffe Säure und Base definieren.
für eine gegebene Säure und Base die
Protolysereaktion formulieren.
die Säurekonstante als Mass für die
Stärke einer Säure nennen.
die Gleichgewichts-Lage von
Protolysen aufgrund der Säurestärke
der beteiligten Säuren qualitativ
den pH-Wert definieren.
für wässrige Lösungen einfache pH-
Wert-Berechnungen durchführen.
die Wirkweise von sauren bzw.
alkalischen Reinigern erklären.
den Kalkkreislauf in der Natur erklären.
Bedeutung der Puffersysteme in der
Natur erkennen.
Reduktion und Oxidation
Potentielle Reduktions- und
Oxidationsmittel
Oxidationszahlen
Redox-Reaktionen
Galvanische Elemente
die Redoxreaktion als
Elektronenübertragung
bzw. -verschiebung definieren.
die Redox-Reihe anwenden, um die
Stärke von potentiellen Reduktions-
und Oxidationsmitteln abzuschätzen.
die Oxidationszahlen von Atomen in
Molekülen und mehratomigen Ionen
mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane
Richtung von Redoxvorgängen unter
Standard-Bedingungen qualitativ
voraussagen.
die elektrochemische Stromerzeugung
(Prinzip der Batterie) und die
Elektrolyse erklären.
5.Lerngebiet: Organische Chemie
Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff
Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste
organischer Moleküle
die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des
Kohlenstoffatoms erklären.
Die ersten zehn Vertreter der
homologen Reihe der unverzweigten
gesättigten KW mit Namen und
Formeln aufzählen.
Stoffklassen und funktionelle Gruppen einige wichtige Stoffklassen mit deren
funtionellen Gruppe (z. B. Alkohole,
Carbonsäuren) aufzählen.
Eigenschaften organischer Stoffe typische Eigenschaften von
organischen Stoffen wie Acidicität,
Farbigkeit oder Fettlöslichkeit und
hoher Energiegehalt aufgrund der
Teilchenstruktur erklären.
Umwandlungen organischer Stoffe einfache Beispiele von Reaktionen
organischer Stoffe beschreiben.
6.Lerngebiet: Experimentieren
Kenntnis von Glaswaren die einfachsten Glaswaren und Labor-
Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck
Sicherheitsaspekte die Warnhinweise zu Gefahrstoffen
Korrekte Handhabung von Chemikalien mit leicht entzündlichen Stoffen richtig
Durchführung und Auswertung von einfachen
Experimenten
ein einfaches Experiment anhand einer
ausformulierten Arbeitsvorschrift
sachgerecht ausführen.
Seife herstellen.
sorgfältig beobachten und die
Beobachtungen festhalten.
die Säure/Base Titration durchführen.
aus experimentellen Beobachtungen
selbständig Schlussfolgerungen ziehen.
die Reaktion von Kalk mit Säure oder
dessen Verkalten in der Wärme
Chemie Ergänzungsfach
Wochenlektion - - 4
Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders
in der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen
beiziehen
respektvoll mit Lebewesen umgehen
respektvoll mit Mitmenschen umgehen
das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen
chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in
eigenen Worten erklären
naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Hypothesen formulieren
Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
Modelle und Theorien kritisch beurteilen
Informationen zu chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren,
darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem
Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm
Berichte schreiben)
Elektronische Messgeräte korrekt bedienen
intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung
Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
1.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten
Durchführung von Experimenten Gängige technische Labor- bzw. Analyse-
Geräte sinnvoll einsetzen und sicher
damit umgehen.
Sicherheit unter Beachtung der
Sicherheitsvorschriften auch komplexere
chemische Experimente sachgerecht
Warnhinweise zu Gefahrenstoffen
Sich über das Gefahrenpotential von
Stoffen informieren.
Auswertung von Experimenten z.B. mittels Schmelzpunktanalyse
und/oder Spektroskopischer Methoden
das Gelingen einer Synthese überwachen
2.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen
Physikalische Chemie
Thermodynamik
Atombau
die ideale Gasgleichung anwenden.
vorgegebene Gasvolumen von Normal- in
Standardbedingungen umrechnen.
die Enthalpie und Entropie erklären.
die Gibbs-Helmholtz Gleichung
Moderne Atommodelle gebrauchen.
das Bohr Atommodell, den Welle-Teilchen
Dualismus, das Valence-Bond Modell und
die Hybridisierung anwenden.
Anorganische Chemie
Komplexchemie Komplexe definieren.
einzähnige- und mehrzähnige Liganden
deren Nomenklatur anwenden.
Organische Chemie
Kohlenstoffressourcen die Bedeutung von Erdöl, dessen
Entstehung, Förderung und Raffinierung
Synthese das Reaktionverhalten von Alkanen,
Alkenen und Alkinen beschreiben und die
Unterschiede erklären.
die Radikalische Substitutions- versus
Additionsreaktion mit Mechanismus
die Vielfalt der Funktionellen Gruppen und
ihre Einführung in Kohlenwasserstoffe
Nomenklatur die Nomenklatur anwenden.
Theoretische Organische Chemie die Hückelregel anwenden.
Biochemie
Stoffwechsel und molekularere Bauplan des
Lebens
die Vielfalt der Zucker, Lipide,
Aminosäuren, Peptide und Proteine
Stereochemie
die Einteilung der Isomere in
Konstitutionsisomere und Stereoisomere
(Diastereo- Enantiomere) erklären und die
R/S- E/Z Nomenklatur anwenden.
Toxikologie/Pharmakologie über Anwendungen in der Medizin
(Contergan) Bescheid wissen.
Analytische Chemie UV, IR und 1H-NMR zur Strukturanalyse
von Organischen Stoffen anwenden.
Umweltchemie Umweltgifte und Schadstoffe erkennen
und den Umgang mit ihnen verstehen.
3.Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik
Anwendungen in der Technik
Stoffveredelung
Stoffveredelungen wie Recycling,
Aufarbeitung und Gewinnung von
technisch wichtigen Stoffen wie Elemente
oder Energieträger darlegen.
Energiespeicherung
Analytische Methoden
über Schwierigkeiten von
Energiespeicherung in Batterien, wie
technische und ökologische Probleme,
reden.
differenzierte Analytische Methoden in
Anorganischer- und Organischer Chemie
Anwendungen im Alltag
Vitamine ihr fundiertes Wissen über Vitamine und
Spurenelemente anwenden.
Putzmittel die Gefahren im Umgang mit Putzmitteln
Medikamente Schmerzmittel herstellen und die
Gefahren im Umgang erläutern.
Nahrungsmittel den Energieinhalt, die industrielle und
natürliche Herstellung und die damit
verbundenen Schwierigkeiten auf
ökologischer und ökonomischer Ebene
von Nahrungsmitteln erörtern.
Kleidung darlegen, welche Schwierigkeiten die
Textilindustrie in Nachhaltigkeit und
Produktion von genügend Textilprodukten
für alle Bevölkerungsschichten hat.
Biologie / Chemie Schwerpunktfach
Wochenlektion - - 3+3 3+3
Das Schwerpunktfach Biologie/Chemie fördert besonders
in der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher
Fragestellungen beiziehen
respektvoll mit Lebewesen umgehen
respektvoll mit Mitmenschen umgehen
das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen
sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem
Hintergrund beteiligen
biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten
erschliessen und in eigenen Worten erklären
naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen
Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären
Hypothesen formulieren
Hypothesen von Spekulationen unterscheiden
Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren
Modelle und Theorien kritisch beurteilen
Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer
recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem
Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm
Berichte schreiben)
elektronische Messgeräte korrekt bedienen
intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung
die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie
1.Lerngebiet: Verhaltensbiologie
Grundlagen der Verhaltensbiologie proximate und / oder ultimate
Fragestellungen entwerfen und
bearbeiten.
Ethogramme erstellen und anwenden.
Beobachtungs- und Aufzeichnungsregeln
Sozialverhalten grundlegende Aspekte des
Sozialverhaltens erklären, anhand von
Daten erkennen und interpretieren.
Verhaltensökologie Methoden und Modellvorstellungen aus
der Verhaltensökologie erklären und
Lernverhalten (optional) Fragestellungen zum Lernverhalten
entwerfen und bearbeiten.
2.Lerngebiet: Anatomie und Physiologie I
Entwicklungsbiologie zelluläre und anatomische Grundlagen
zur geschlechtlichen Fortpflanzung
Beobachtungen zur
Embryonalentwicklung bei verschiedenen
Organismengruppen durchführen und
3.Lerngebiet: Ökologie I
Praktische Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines
Ökosystems erwerben und anwenden.
Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer, Wiese, Wald oder Boden)
Daten erheben (auch chemische),
auswerten, darstellen und diskutieren.
Zusammenhänge zwischen
Systemökologie, Verhaltensökologie und
Evolution erkennen.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie
1.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten
Durchführung von Experimenten gängige technische Laborgeräte sinnvoll
einsetzen und damit sicher umgehen.
mittels Dünnschichtchromatographie das
Gelingen einer Synthese beurteilen.
Sicherheit unter Beachtung der
Sicherheitsvorschriften auch komplexere
chemische Experimente sachgerecht
Warnhinweise zu Gefahrenstoffen
sich über das Gefahrenpotential von
Stoffen informieren.
Auswertung von Experimenten mittels Schmelzpunktanalyse oder
Dünnschichtchromatographie das Produkt
einer Synthese nachweisen.
2.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen
Physikalische Chemie
Thermodynamik ideale Gasgleichung anwenden.
vorgegebene Gasvolumen von Normal- in
Standardbedingungen umrechnen.
aus Enthalpie und Entropie das Gelingen
chemischer Reaktionen voraussagen.
Organische Chemie
Kohlenstoffressourcen
Synthese
die Entstehung, Förderung und
Raffinierung von Erdöl erklären.
Nomenklatur
Alkane, Alkene, Alkine, ihr
Reaktionsverhalten, die Radikalische
Substitutions- versus Additionsreaktion
mit Mechanismus erklären.
die Vielfalt der Funktionellen Gruppen
und ihre Einführung in
Kohlenwasserstoffe beschreiben.
Funktionelle Gruppen durch Oxidation,
Reduktion oder Substitution in andere
überführen.
Theoretische Organische Chemie die Nomenklatur anwenden.
die Hückel-Regel auf Aromaten
Anorganische Chemie
Synthetische Anorganische Chemie
wichtige Elemente und deren Oxide
herstellen und ihr Verhalten mit Wasser
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des
kombinierten Schwerpunktfaches Biologie/Chemie
Stereochemie Isomere in Konstitutionsisomere und
Stereoisomere (Diastereo- Enantiomere)
einteilen und die R/S- E/Z Nomenklatur
energetische Betrachtungen auf
(Konformations- Konfigurationsisomere)
Anwendungen in der Medizin (Contergan)
Biochemie Zucker, Lipide, Aminosäuren, Peptide,
Proteine erkennen und beschreiben.
Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer, Wiese, Wald oder Boden)
Daten erheben (auch chemische),
auswerten, darstellen und diskutieren.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie
1.Lerngebiet: Ökologie II
Praktische Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines
Ökosystems erwerben und anwenden.
Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten
erheben (auch chemische), auswerten,
darstellen und diskutieren.
Zusammenhänge zwischen
Systemökologie, Verhaltensökologie und
Evolution erkennen.
2.Lerngebiet: Anatomie und Physiologie II
Vielzellige Lebewesen Untersuchungen an eukaryotischen
Lebewesen planen, durchführen und
auswerten.
evolutionsbiologische Entwicklungen
erkennen und diskutieren.
Mikrobiologie Eigenschaften von ausgewählten
Mikroorganismen erklären.
Experimente zum Wachstum von
Mikroorganismen planen, durchführen,
auswerten und diskutieren.
Stoffwechselprozesse die Bereitstellung von Energie für sämtliche
Lebensprozesse erklären.
3.Lerngebiet: Molekularbiologie
Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte Technologien der
Molekularbiologie (z.B. PCR,
Gelelektrophorese und deren
Anwendungen) erklären.
aus molekularbiologischen Experimenten
erhaltene Daten auswerten und
die Bedeutung der Genom- und / oder
Proteomanalyse zur Klärung
gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B.
Diagnose von Krankheiten, Artbildung)
Gentechnologie Methoden zur gentechnischen Veränderung
von Organismen erklären.
Auswirkungen der Gentechnologie auf
verschiedenen Ebenen erkennen und
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie
1.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen
Moderne Atommodelle das Bohr Atommodell, den Welle-
Teilchen Dualismus, das Valence-Bond
Modell und die Hybridisierung anwenden.
2.Lerngebiet: Anwendung im Alltag und in der Technik
Anwendungen in der Technik sich über Belange aus der industriellen
Chemie, wie Stoffveredelungen,
Batterien, analytische Methoden in
Anorganischer- und Organischer Chemie
kundig machen.
3.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten
Durchführung und Auswertung von
Experimenten
aufgrund von Arbeitsvorschriften
eigenständig Synthesen planen.
mittels Spektroskopischer Methoden das
Gelingen einer Synthese überwachen.
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des
kombinierten Schwerpunktfaches Biologie/Chemie
1. Lerngebiet: Chemie und Umwelt
Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B.
Gewässer, Wiese, Wald oder Boden)
Daten erheben (auch chemische),
auswerten, darstellen und diskutieren.
Stoffwechselprozesse die Bereitstellung von Energie für
sämtliche Lebensprozesse erklären.
Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte Technologien der
Molekularbiologie (z.B. PCR,
Gelelektrophorese und deren
Anwendungen) erklären.
aus molekularbiologischen Experimenten
erhaltene Daten auswerten und
Biogene Moleküle über Amine, Cumarine, Alkaloide und
Drogen erzählen.
Biologisch wichtige Makromoleküle ATP/ADP, NADH auf chemische Weise
Komplexchemie Komplexe definieren.
einzähnige- und mehrzähnige Liganden
die Nomenklatur gebrauchen.
die Cis/trans Isomerie und medizinische
Anwendungen darauf erklären.
Anwendungen im Alltag fundiertes Wissen über Vitamine und
Spurenelemente, Gefahren im Umgang
mit Putzmitteln erkennen, Schmerzmittel
herstellen und die Gefahren im Umgang
Gewässerchemie das Vorhandensein verschiedener Ionen
in Gewässern auf Bedeutung oder Gefahr
hin beschreiben.
Deutsch Grundlagenfach
Wochenlektion 4 3 3 4
Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders
Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen
Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen
fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten
kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten
das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten
in kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten
eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen
umgehen
sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren
adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben
Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen
anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen
Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen
ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen
eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen
mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb
effizient recherchieren
Computer als Schreibmedium versiert einsetzen
digitale Hilfsmittel für das Schreiben nutzen
sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren
Sämtliche im Lehrplan Deutsch aufgeführten Kompetenzen dienen der Verbesserung der basalen
fachlichen Kompetenzen (bfk) für die allgemeine Studierfähigkeit in Deutsch. Die bfK sind kursiv/blau im
Lehrplan ausgewiesen. Im Anhang wird der Beitrag des Fachs zu den basalen fachlichen Kompetenzen
für die allgemeine Studierfähigkeit in der Erstsprache aufgeführt. Details sind dort zu finden.
1.Lerngebiet: Lesen
Epik epische Ausdrucksformen (z. B.
Kurzgeschichte, Parabel) charakterisieren.
Lyrik lyrische Ausdrucksformen charakterisieren
sowie Grundbegriffe der Lyrik erläutern.
Lesetechnik literarische Texte und Sachtexte
genau lesen, verstehen und das
eigeneVerständnis hinterfragen.
unterschiedliche Lesestrategien für
literarische Texte und Sachtexte anwenden.
Erzähltheorie Fachbegriffe der Erzähltheorie anwenden und
ein Bewusstsein für den Nutzen und die
Leistung derselben entwickeln.
Interpretation den Inhalt, Aufbau und die sprachliche
Gestaltung analysieren.
einfache Interpretationsverfahren umsetzen.
Sachtexte einfache Sachtexte verstehen.
den Informationsgehalt von Sachtexten
herausarbeiten und korrekt wiedergeben.
2.Lerngebiet: Schreiben
schulische Textsorten zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und
mündlichen Texten machen (z. B. Mitschrift,
Exzerpt).
literarische Textsorten kurze erzählende Texte (z.B. Kurzgeschichte)
oder eine Rede verfassen.
Schreibprozess ihr Schreiben bewusst als strukturierten
Prozessorganisieren (Planung, Entwurf,
Überarbeitung, Schlussredaktion).
Texte für unterschiedliche Zwecke
adressatengerecht formulieren.
eigene sowie fremde Texte inhaltlich und
sprachlich überarbeiten.
Inspirationstechniken ihre Kreativität durch Inspirationstechniken
gezielt erweitern.
Nachschlagewerke analoge und digitale Wörterbücher bzw.
Informationsmedien sinnvoll nutzen.
3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen
Zuhören aktiv und kritisch zuhören.
mündlicher Rede folgen und das Gesagte
knapp wiedergeben.
Diskussion sich frei, flüssig und angemessen in
Standarddeutsch ausdrücken.
sich differenziert und lösungsorientiert in eine
Diskussion einbringen.
einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten.
Präsentieren Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten
und präsentieren.
sich deutlich artikulieren.
Feedback eine konstruktive, auf Kriterien basierende
Rückmeldung geben.
4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion
Grammatik die grundlegenden Regeln in
Rechtschreibung, Zeichensetzung und
Grammatik korrekt anwenden.
Umgang mit Medien den eigenen Mediengebrauch reflektieren.
1.Lerngebiet: Lesen
Dramatik dramatische Ausdrucksformen
charakterisieren (antikes, klassisches,
modernes Theater) und Grundbegriffe der
Dramatik erläutern.
Interpretation bekannte Fachterminologie korrekt anwenden.
komplexere Interpretationsverfahren umsetzen.
Literatur und Medien Bezüge zwischen literarischen Texten und
ihren medialen Adaptionen herausarbeiten.
Sachtexte anspruchsvolle Sachtexte verstehen.
Verfahren zur stufenweisen Erschliessung
anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht
journalistische Texte verstehen, analysieren
und kritisch hinterfragen.
2.Lerngebiet: Schreiben
Wissenschaftssprache einfache Grundregeln der
Wissenschaftssprache anwenden.
Sachtextsorten Besonderheiten und Regeln wichtiger
Sachtextsorten (z. B. Bericht,
Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen.
Grundtechniken der Wissenschaftssprache
anwenden (z. B. Zitat, Paraphrase,
Quellenangabe, Definition, Hypothese) und
damit Plagiate vermeiden.
argumentierende Textsorten einen Sachverhalt schriftlich erörtern.
überzeugend argumentieren.
journalistische Textsorten journalistische Textsorten charakterisieren
und verfassen (z.B. Reportage, Rezension).
literarische Textsorten literarische Texte umschreiben, parodieren,
adaptieren (z.B. Theaterszene).
Schreibprozess eigene wie fremde Texte überarbeiten und
Texte für unterschiedliche Zwecke
adressatengerecht formulieren.
eigene sowie fremde Texte inhaltlich und
sprachlich beurteilen.
3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen
Zuhören einem längeren Beitrag inhaltlich folgen, die
Hauptaussagen und Hauptargumente
identifizieren und verstehen.
zu einem Votum knapp Stellung nehmen.
Argumentieren sich situationsgerecht mit adäquaten
Begriffen ausdrücken.
differenziert argumentieren und fremde sowie
eigene Argumente analysieren.
Streitgespräche sachorientiert gestalten.
Vorlesen literarische sowie Sachtexte gestaltend und
publikumsorientiert vorlesen.
4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion
Grammatik grammatische Probleme wie Kommasetzung,
Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe
sprachwissenschaftlicher Methoden (z. B.
Proben) reflektieren und bewältigen.
Sprachwissenschaft exemplarische sprachwissenschaftliche
Probleme (z.B. Gruppensprachen, Tendenzen
der Gegenwartssprache, Dialekte, Diglossie)
erörtern.
1.Lerngebiet: Lesen
Rhetorik sprachliche Verdichtung lyrischer Texte
analysieren und ihre Wirkung beurteilen.
Literaturgeschichte literarische Epochen in ihren Grundzügen
Interpretation die Zugehörigkeit eines Textes zu einer
bestimmten Textsorte erkennen.
verschiedene Techniken der Textanalyse
einsetzen und eigene Interpretationsansätze
ein literarisches Werk mit Hilfe von Thesen
Essayistik die Struktur eines Essays analysieren.
den Standpunkt eines Verfassers erkennen
und die beabsichtigte Wirkung eines Textes
Sachtexte die Argumentationsstruktur von Sachtexten
2.Lerngebiet: Schreiben
Wissenschaftssprache einfache Grundregeln der
Wissenschaftssprache anwenden.
argumentierendes Schreiben zu einem Sachverhalt wertend Stellung
nehmen (z.B. Essay, Erörterung).
Schreibprozess das eigene Schreiben stilistisch variieren und
rhetorische Figuren gezielt einsetzen.
3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen
Kommunikationstheorie Kommunikationsprozesse analysieren und
Vortragen /Diskutieren Texte vortragen oder diskutieren (z.B.
Literarisches Referat, Literaturclub,
literarischer Salon).
Rhetorik rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt
4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion
Sprachwissenschaft exemplarische sprachwissenschaftliche
Probleme (z.B. Spracherwerb, Zeichentheorie,
geschlechtsspezifische Dimensionen der
Sprachverwendung) erörtern.
Medientheorie Unterschiede der Informationen und der
Kommunikation in verschiedenen Medien
erkennen und reflektieren.
die Nutzung und Wirkung analoger und
digitaler Medien kritisch hinterfragen.
Sprache und Medien als komplexe Systeme
begreifen.
1.Lerngebiet: Lesen
Literaturgeschichte Texte literaturgeschichtlich einordnen und
diese Einordnung kritisch hinterfragen.
Interpretation ein literarisches Werk selbstständig erarbeiten
und interpretieren sowie den Leseprozess
Wertung ein begründetes Werturteil über einen
literarischen Text abgeben.
Literatur und Gesellschaft literarische Texte als Beitrag an aktuelle
gesellschaftliche Debatten wahrnehmen.
Essayistik die Struktur eines Essays analysieren und
2.Lerngebiet: Schreiben
Wissenschaftssprache komplexere Grundregeln der
Wissenschaftssprache anwenden.
Argumentierendes und essayistisches
einen Essay verfassen.
Textsorten für Studium und Beruf für Studium und Beruf relevante Textsorten
(z.B. Verlaufsprotokoll, Bewerbungsschreiben)
charakterisieren und umsetzen.
Schreibprozess das eigene Schreiben reflektieren.
3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen
Kommunikation Konkrete Kommunikationsprozesse
analysieren (z.B. Sprache als Macht- und
Manipulationsmittel).
Prüfungsgespräch ein Prüfungsgespräch kompetent und
fachsprachlich adäquat gestalten.
Präsentieren komplexe Sachverhalte adressatengerecht
aufbereiten und attraktiv vor Publikum
präsentieren (z. B. Referat, Rede, Statement).
4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion
Sprachphilosophie Zusammenhänge von Sprache und
Wirklichkeit kritisch reflektieren.
Sprachwissenschaft Wandel und Kontinuität der Sprache an
ausgewählten Beispielen erläutern.
Medientheorie sich kompetent in der Medienlandschaft
bewegen.
Englisch Grundlagenfach
Wochenlektion 3 3 3 3
Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders
kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern
das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen
nutzen
sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung
strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen
Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar
machen
kreativ mit Sprache umgehen
verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren
ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen
computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen
mit verschiedenen Medien kompetent umgehen
Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen
Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth
mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen
Grammatik der Bezirksschule
(Wiederholung) sowie Grammatik der
intermediate Stufe* (Vertiefung und
Erweiterung)
* Die Reihenfolge der Themen der
Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in
Abhängigkeit des Lehrmittels
der Lernstufe entsprechend grammatikalische
Strukturen erkennen und anwenden.
grammatikalische Systeme in ihren
Zusammenhängen verstehen (z.B.
Zeitensystem).
Wortschatz des Lehrmittels, evt.
eines Grund- und
Aufbauwortschatzes (z.B. Klett)
ihre Sprachkompetenz der Lernstufe
entsprechend im Bereich des Wortschatzes
steigern.
der Stufe entsprechende Wörterbücher
benützen (gedruckt und online).
Phonetik die phonetische Schrift als Instrument für die
genaue Aussprache kennenlernen.
das Internet gezielt nutzen, um die genaue
Aussprache akustisch zu überprüfen.
Sprachvergleich punktuell grundlegende Gemeinsamkeiten in
den Bereichen Grammatik und Wortschatz
zwischen Englisch und anderen
Schulsprachen erkennen (z.B. Reported
Speech / le discours indirect,
Internationalismen, Lehnwörter).
Hören stufengerechte Hörtexte z.B. im Rahmen des
Lehrmittels verstehen (z.B.
Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge
und Informationstexte).
die Hauptpunkte von einfachen /
mittelschweren Hörtexten verstehen,
insbesondere wenn diese durch Bilder,
Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt
Sprechen die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
sich, ohne dass die Aussprache das
Verständnis hemmt, ausdrücken.
sich in den meisten häufig wiederkehrenden
Alltagssituationen mit einfachen sprachlichen
Mitteln verständigen.
sich an einfachen Gesprächen über
vertraute Themen beteiligen.
eigene Meinung ausdrücken.
short sketches präsentieren.
eine geübte Präsentation eines vertrauten
Themas machen und auf Fragen eingehen
(z.B. über Hobby, Familie, persönliche
Erlebnisse).
Lesen einfache / mittelschwere Texte (meistens im
Rahmen des Lehrmittels oder einfache
literarische Werke) verstehen, in eigenen
Worten zusammenfassen und ihre Meinung
dazu äussern.
verschiedene Lesestrategien unterscheiden
und gezielt anwenden.
Schreiben die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
einfache kürzere Texte schreiben (z.B.
persönlicher Brief, kurze Mitteilungen, kurze
Zusammenfassungen, Kommentare,
Sprachbiographie, E-Mails, Reading Log zu
einem literarischen Werk schreiben).
Lehrmitteltexte und stufengerechte
Originaltexte (literarischer und nicht
literarischer Art) (Jugendliteratur, short
novels, short plays, …)
einfache/ mittelschwere Originaltexte lesen
und verstehen.
relevante Aspekte des Werkes
zusammenfassen und kommentieren.
im Rahmen des Immersionsunterrichts
Sachtexte und fachspezifische Artikel aus
andern Fachgebieten lesen und verstehen.
Kulturelle Aspekte der weltweiten
anglophonen Sprachgebiete: z.B.
soziale, politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische
einfache / mittelschwere Beiträge (Text,
Tondokument, Film) über gesellschaftliche
Aspekte der englischsprachigen Welt
verstehen, in eigenen Worten
zusammenfassen und ihre Meinung dazu
über Ähnlichkeiten und Unterschiede
zwischen verschiedenen Ländern und
Regionen sprechen.
Grammatik der intermediate/ upperintermediate Stufe (Vertiefung und
Erweiterung)
stufengerechte grammatikalische Strukturen
reflektieren und anwenden, sowie
Zusammenhänge im grammatikalischen
System erkennen.
Wortschatz (Erweiterung)
exikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns,
Word Formation) erkennen und ihre
Erkenntnisse anwenden.
ihre Sprachkompetenz der Lernstufe
entsprechend im Bereich des Wortschatzes
steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal Verbs).
der Stufe entsprechende Wörterbücher
benützen.
Sprachvergleich punktuell Gemeinsamkeiten in den
Bereichen Wortschatz und Grammatik
zwischen Englisch und anderen
Schulsprachen erkennen (z.B. Conditional
Clauses / la proposition conditionnelle).
Hören mittelschwere Hörtexte z. B. aus im
Klassenunterricht verwendeten Lehrmitteln
die Hauptpunkte von Hörtexten verstehen,
wenn Standardsprache klar und eher
langsam gesprochen wird.
Sprechen relativ fliessend frei sprechen.
die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
sich in Alltagssituationen ohne grössere
Probleme verständigen.
sich an einfachen Gesprächen über
allgemeine Themen beteiligen.
ein selbst gewähltes, vertrautes Thema
präsentieren, eine nachfolgende Diskussion
über im Unterricht gelesene literarische
Werke sprechen (Halbklassenunterricht).
Lesen mittelschwere Texte verstehen, in eigenen
Worten zusammenfassen und ihre Meinung
dazu äussern.
einfache authentische Sachtexte und
längere einfache literarische Werke mit Hilfe
verschiedener Lesestrategien erschliessen.
die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
unterschiedliche kürzere Textsorten
schreiben (z.B. Briefe, Kurzaufsätze,
persönliche Stellungnahmen).
sachliche Stellungsnahmen und die
persönliche Meinung zu Aspekten der
behandelten Literatur äussern.
Stufengerechte Originalliteratur (z.B.
Short Novels, 3-Act Plays)
mittelschwere Originaltexte lesen und
aktiv Verbindungen zu Fachgebieten
Vertiefung der Literaturanalyse weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B.
point of view, theme, motif, etc.). verstehen
stilistische Mittel erkennen.
Kulturelle Aspekte: z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische
anhand von Artikeln und Berichten aus
dem Alltag
Eigenheiten anderer Kulturen anhand
englischsprachiger Beiträge (Texte,
Tondokumente, Film) erkennen und
im Rahmen des Literaturunterrichts ihre
eigenen Wertvorstellungen reflektieren und
so einen differenzierten Umgang mit
‚Andersartigkeit’ pflegen.
Grammatikthemen der upperintermediate / advanced Stufe
anspruchsvolle grammatikalische Strukturen
erkennen und anwenden (z.B. Inversion,
have sth done, etc).
Wortschatz ihren Wortschatz selbständig thematisch
erweitern und anwenden.
einsprachige Wörterbücher benutzen (z.B.
OALD).
”Cohesive Devices“, ”useful phrases“ und
weitere Hilfestellung, die zum Gelingen eines
Essays beitragen, gezielt einsetzen.
Sprachreflexion verschiedene sprachliche Register
unterscheiden (z.B. Verwendung des
Passivs in formellen Briefen, Gebrauch
Phrasal Verbs).
sich zur Wirkung der englischen Sprache
(z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische
Reden) äussern.
Sprachvergleich Vergleiche zwischen Englisch und anderen
Schulsprachen herstellen.
Hören längere Redebeiträge und Vorträge
verstehen und komplexer Argumentation
folgen, wenn das Thema vertraut ist.
die Hauptpunkte von anspruchsvollen
Hörtexten zu weniger vertrauten Themen
weitgehend verstehen.
Sprechen relativ fliessend sprechen.
ein ausreichend breites Spektrum an
Sprachmitteln einsetzen.
die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
sich ohne grössere Probleme an
Gesprächen über allgemeine Themen und
im Unterricht gelesene Texte beteiligen.
ein literarisches Werk klar strukturiert und
überzeugend präsentieren (Book Report).
eine überzeugende Rede zu einem selber
gewählten Thema halten, die eigene
Argumentation auf die Zuhörer abstimmen,
auf Rückfragen adäquat reagieren und die
eigene Meinung auf einfache, aber
schlüssige Art begründen.
Lesen aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund
gegebener Kriterien analysieren und kritisch
Informationen aus verschiedenen
Sachtexten und literarischen Texten
weitgehend selbständig erschliessen.
Schreiben die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und
verschiedene Textsorten produzieren (mehr
formelle, weniger persönliche, z.B. Bericht,
Rezension, formeller Brief, Leserbrief).
klar aufgebaute, längere Texte schreiben
(u.a. five-paragraph essay).
Stufengerechte Originalliteratur (wenn
möglich aus verschiedenen Epochen),
oder thematische Literatur
mittelschwere bis anspruchsvolle literarische
Texte verstehen und Auskunft geben über
Handlungsstruktur, Hauptthemen und
Beziehungen der Personen.
sich anhand von literarischen Werken
kritisch mit der englischsprachigen Welt
auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer
eigenen Welt herstellen.
mit Hilfe literarischer Kenntnisse
Erzähltechniken, wie z.B.
Perspektivenwechsel oder innere Monologe,
erkennen und in ihrer Funktion verstehen.
Weitgehend eigenständige
Literaturanalyse
In Kleingruppen eine für andere
nachvollziehbare Interpretation eines Textes
Literatur im Kontext Literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen lesen und
Texte anhand literatur- und
kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen
Kulturelle Aspekte: z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische
gesellschaftliche Aspekte verstehen,
kommentieren und mit eigenen
Wertvorstellungen in Verbindung setzen.
englischsprachige Beiträge (Fernsehen,
Radio, Printmedien oder Filme) sowie
literarische Texte im soziokulturellen und
historischen Kontext verstehen und kritisch
reflektieren (z.B. current affairs, global
issues).
Verstehen von kurzen und mittellangen
komplexen Sachtexten und Fachartikeln.
4.Klasse
Grammatikthemen der upperintermediate bis advanced Stufe
ihre Kenntnisse der englischen Grammatik
aktualisieren und anwenden.
Wortschatz einen breiten Wortschatz differenziert und
situationsgerecht aktiv anwenden.
lexikalische Strukturen erkennen und ihre
Erkenntnisse anwenden.
individuell ihren Wortschatz erweitern.
Sprachreflexion die Wirkung der englischen Sprache in
literarischen wie auch in nichtliterarischen
Texten und mündlichen Beiträgen
reflektieren und sich dazu in ein kritisches
Verhältnis setzen.
Sprachvergleich Querverbindungen zu anderen Sprachen
herstellen und zur Erweiterung der eigenen
Sprachkompetenz nutzen.
Hören längeren authentischen Redebeiträgen
folgen, auch wenn diese nicht klar
strukturiert sind und wenn Zusammenhänge
nicht explizit ausgedrückt sind.
ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen
und Spielfilme verstehen.
Hörtexte mit markanten, regional oder sozial
bedingten Abweichungen von der
Standardsprache grob einordnen und in den
Hauptpunkten verstehen.
Sprechen sich ohne grössere Probleme fliessend und
der Situation entsprechend relativ stilsicher
eine breite Palette an Redemitteln klar und
ohne sich stark einzuschränken einsetzen.
ein Thema mit hohem Informationsgehalt
klar strukturiert präsentieren und diskutieren.
ihre Gedanken und Meinungen präzise
ausdrücken und in Diskussionen eigene
Beiträge geschickt mit denen anderer
über im Unterricht gelesene literarische
Werke sprechen.
Lesen anspruchsvolle Sach- und literarische Texte
mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig
erarbeiten, interpretieren und sich kritisch
damit auseinandersetzen.
Schreiben umfangreiche syntaktische Strukturen und
ein breites Vokabular anwenden (unter
Verwendung der entsprechenden
Hilfsmittel).
Stilmittel und Register anwenden.
sich weitgehend korrekt und
adressatengerecht ausdrücken.
überzeugend argumentieren.
Informationen aus verschiedenen Quellen
verarbeiten, um sie in klar strukturierter,
kohärenter Form darzustellen.
unterschiedliche längere Textsorten
schreiben, z.B. five-paragraph essay,
Erörterung, literary commentary, fiktionale
Texte.
Stufengerechte Originaltexte
(unterschiedlicher Genres) aus
verschiedenen Epochen
anspruchsvolle literarische Originaltexte
analysieren, interpretieren und in ihren
Kontext stellen (je nach Werk mit
entsprechenden Hilfsmittel).
vieldeutige Texte verstehen und mehrere
Deutungen zulassen.
in einem literarischen Text verschiedene
bedeutungsrelevante Aspekte (z.B.
Handlungsablauf, Hauptthematik,
Personenkonstellation, stilistische Mittel)
erkennen, benennen und beschreiben.
zwischen der fiktionalen und der eigenen
Welt Bezüge schaffen.
Eigenständige Literaturanalyse selbständig eine für andere nachvollziehbare
Interpretation eines Textes erarbeiten.
Literatur im Kontext Literarische Originaltexte verschiedener
Länder, Genres und Epochen lesen und
Texte anhand literatur- und
kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen
Kulturelle Aspekte: z.B. soziale,
politische, gesellschaftliche,
wirtschaftliche oder historische
gesellschaftliche Grundstrukturen und
Wertvorstellungen ausgewählter Länder des
englischsprachigen Kulturraums, auch im
Vergleich, verstehen.
authentische englischsprachige Beiträge
(Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme)
sowie literarische Texte im soziokulturellen
und historischen Kontext verstehen und
sich anhand Beiträge (Literatur, Sachtexte,
Filme) kritisch mit der englischsprachigen
Welt auseinandersetzen und dadurch ihre
Kompetenz zur Selbstreflexion fördern
Verstehen von längeren komplexen
Sachtexten und Fachartikeln.
Französisch Grundlagenfach
Wochenlektion 3 3 3 3
Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders
Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen
die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
das eigene Lernen planen
gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein
Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen
sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen
die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern
ein Sprachbewusstsein entwickeln
ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen
kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)
Computer als Schreib-, Korrektur- und Präsentationsmedium versiert einsetzen
kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen
Wörterbücher und Lexika nutzen
korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen
ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren
Die mündliche Leistung angemessen einbeziehen
Vernetztes Denken und Interdisziplinarität fördern
Impulse zu Themenfeldern geben
1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion
Morphologische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten und Modi,
Satzbau, Wortarten (je nach Wahl des
Lehrmittels)
bereits erworbene morphologische und
syntaktische Grundstrukturen anwenden.
neu erlernte Grundstrukturen bilden und
diverse Übungsformen erproben und
Themen- und textbezogener Grundwortschatz
den bereits erworbenen Wortschatz
den Wortschatz festigen und den neu
selbständig ihren Wortschatz aufbauen.
mithilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie zuordnen.
Sprachvergleich
grundlegende Fehler in ihren
Sprachstrukturen erkennen und verbessern.
wichtige strukturelle Unterschiede zwischen
der deutschen und der französischen
Grammatik erkennen.
Deutlich und relativ langsam gesprochene
einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch,
Diskussionen, didaktisierte
Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh-
und Radiosendungen, Film, Podcasts
einfache, klar aufgebaute Präsentationen
Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache
die Hauptpunkte eines Redebeitrags
das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in
Französisch verstehen.
Redebeiträge mit einem weitgehend bekannten
Wortschatz und weitgehend bekannten
sich spontan und verständlich ausdrücken.
in Rollenspielen sprechen.
an Diskussionen teilnehmen und ihre
Meinung ausdrücken.
eine erste strukturierte Präsentation halten.
am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
Rollenspiele
Präsentationen, Kurzreferate
Unterrichtsgespräch
Einfache literarische und andere Originaltexte,
z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte
Texte verstehen, zusammenfassen und
die explizite Struktur eines Textes
weitgehend korrekt vorlesen.
Lesestrategien Unverstandenes durch den Kontext
Einfache Texte zu bekannten Themen
Verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar,
Interview, innerer Monolog, Dialoge
kurze, kohärente Texte schreiben.
schreibend kreativ mit Sprache und Texten
Handlungsebene eines literarischen Textes
Themen- und Textanalyse
die Figuren, ihre Handlungen und ihre
Beziehungen untereinander beschreiben
die Entwicklung der Figuren und der
Handlung beschreiben.
die Themen erkennen und beschreiben.
Einfache literarische Texte aus dem 20. und 21.
Jahrhundert:
einfaches textimmanentes Kontextwissen
vom literarischen Text ausgehend einen
Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit
den für das Textverständnis erforderlichen
historischen Kontext mit eigenen Worten
Einfache gesellschaftsrelevante Themen aus der
Francophonie:
einfache Chansons, Filme, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips
ausgewählte Themen erarbeiten und mit
eigenen Worten wiedergeben.
1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion
Morphologische und syntaktische
Grundstrukturen, z.B. Zeiten und Modi,
Wortarten, Satzbau (je nach Wahl des
Lehrmittels)
bereits erworbene morphologische und
syntaktische Grundstrukturen korrekt
neu erlernte Strukturen bilden und korrekt
Übungsformen erproben und anwenden.
Themen- und textbezogener Grundwortschatz
den bereits erworbenen Wortschatz sicher
den Wortschatz erweitern und den neu
selbständig ihren Wortschatz erweitern.
mithilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie
Verschiedene Sprachregister, z.B. français
familier
Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
verschiedene Sprachregister unterscheiden.
Deutlich gesprochene authentische
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch,
Diskussionen, Hörverständnisübungen, Fernseh-
und Radiosendungen, Film, Podcasts
einfache, klar aufgebaute Präsentation
Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache
die Hauptpunkte eines Redebeitrags
kurze Präsentationen verstehen.
das Unterrichtsgespräch und die
Anweisungen der Lehrperson in
Französisch verstehen.
Redebeiträge mit weitgehend bekanntem
Wortschatz und weitgehend bekannten und
sich spontan, zusammenhängend und
weitgehend korrekt ausdrücken.
Rollenspiele in Rollenspielen sprechen.
an Diskussionen teilnehmen und ihre
Meinung ausdrücken.
Referate zu Themen mittleren
Schwierigkeitsgrades halten.
Unterrichtsgespräch am Unterrichtsgespräch teilnehmen.
Literarische und andere Originaltexte einfachen
bis mittleren Schwierigkeits- grades, z.B.
didaktisierte Lektüre, Medientexte
Texte zusammenfassen und analysieren.
die Struktur eines Textes erkennen und
längere Lesepensen bewältigen.
weitgehend korrekt und fliessend vorlesen.
Unverstandenes durch den Kontext
Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten
Verschiedene Textsorten, z.B. Stellungnahme,
Kommentar, Journal, Brief, innerer Monolog,
Dialog, cahier de lecture
Texte verständlich und kohärent schreiben
Texte strukturieren.
schreibend kommunizieren.
schreibend kreativ mit Sprache und Texten
Handlungsebene eines literarischen Textes
Erste Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B.
Figur, Erzähler, narrative Struktur
Themen- und Textanalyse
die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und
Figuren und ihre Beziehungen
untereinander analysieren und ihre
Handlungsmotive und deren
Konsequenzen auf die Handlung erklären.
die spezifische Erzählsituation eines Textes
die Themen erkennen und beschreiben
einen literarischen Text selbständig oder in
Gruppen lesen.
Literarische Originaltexte aus dem 20. und 21.
Jahrhundert von einfachem bis mittlerem
Schwierigkeitsgrad
geschichtliche Informationen zum Kontext
des gelesenen Textes mit eigenen Worten
Themen aus Gesellschaft und Kultur der ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle
Francophonie:
Filme, Chansons, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips
Aspekte der französischsprachigen Welt in
eigenen Worten beschreiben und dazu
1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion
Morphologische und syntaktische Grund- und
Aufbaustrukturen
die bereits erworbenen morphologischen
und syntaktischen Grundstrukturen sicher
neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen
bilden und anwenden.
persönlich geeignete Übungsformen
Themen- und textbezogender Grund- und
den bereits erworbenen Wortschatz
differenziert anwenden.
den Wortschatz differenzieren und den neu
selbständig ihren Wortschatz festigen.
Wortfamilien mithilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie bilden.
Verschiedene Sprachregister
Sprachvergleich, z.B. sprach-verwandte Wörter
und Strukturen (faux-amis)
Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
verschiedene Sprachregister unterscheiden.
Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
Authentische, klar strukturierte längere
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Film, Nachrichten,
Reportagen, Diskussionen, Fernseh- und
Radiosendungen, Podcasts
Längere Präsentationen in Standardsprache
Unterrichtsgespräch
Verstehensstrategien
authentische Redebeiträge in der
Standardsprache weitgehend verstehen.
längere und komplexere Präsentationen
das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
sich Verstehensstrategien nutzbar machen.
Redebeiträge zu allgemeinen und literarischen
Unterrichtsgespräch
sich spontan, zusammenhängend und
weitgehend korrekt ausdrücken.
sich kritisch äussern und ihre Meinung
vertreten.
an einer Diskussion teilnehmen und sie
Präsentationen halten.
sich am Unterrichtsgespräch beteiligen.
Literarische und andere Originaltexte mittleren
bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B.
Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke,
Medientexte
Texte zusammenfassen.
Texte und Textpassagen analysieren und
Sinn gebend vorlesen.
Texte selbständig lesen und erarbeiten.
Längere Texte zu allgemeinen und literarischen
Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative
und fiktionale Texte
Texte verständlich und sprachlich
Texte strukturieren.
die Textsortenmerkmale auf den eigenen
Text anwenden.
schreibend kreativ mit Sprache und Texten
Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur,
Erzählsituation, wesentliche rhetorische Figuren
Themen- und Textanalyse
Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln,
Erzählung, Roman, Poesie
Handlungsablauf, Figurenkonstellationen
und Erzählsituation eines literarischen
Textes analysieren und deren Bedeutung
die für die Literaturanalyse relevanten
Grundbegriffe auf den literarischen Text
einen literarischen Text selbständig lesen
Vergleich mit weiteren bekannten Texten
einen literarischen Text auf seine
Literarische Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert mittleren Schwierigkeits-grades:
literaturgeschichtlicher Kontext
den literaturgeschichtlichen Kontext eines
Textes mit eigenen Worten wiedergeben.
komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur
der Francophonie:
Chansons, Filme, Medientexte, Radio,
Fernsehen und Internet, Poetry Slam
ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle
Aspekte der französischsprachigen Welt
analysieren und dazu kritisch Stellung
1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion
Festigung und Vertiefung morpho-logischer und
syntaktischer Grund- und Aufbaustrukturen
die bereits erworbenen morphosyntaktische
Grundstrukturen sicher und korrekt
neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und sicher
und korrekt anwenden.
persönlich geeignete Übungsformen
Erweiterter themen- und textbezogener Grund-
und Aufbauwortschatz
den bereits erworbenen Wortschatz
differenziert und nuanciert anwenden.
den Wortschatz nuancieren und den neu
selbständig ihren Wortschatz repetieren.
Wortfamilien mithilfe des bestehenden Wortschatzes
Wörter der gleichen Wortfamilie bilden.
Verschiedene Sprachregister und Stilebenen
Sprachvergleich, z.B. faux amis,
sprachverwandte Wörter und Strukturen
Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen
verschiedene Sprachregister und Stilebenen
Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.
Authentische, relativ schnell gesprochene
Redebeiträge und Sprechsituationen in
Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und
Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen
Komplexere Präsentationen in Standardsprache
Unterrichtsgespräch
authentische Redebeiträge weitgehend
längere komplexere Präsentationen verstehen.
das Unterrichtsgespräch über
anspruchsvollere Themen verstehen.
Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und
literarischen bzw. kulturellen Themen
sich sach-, adressaten- und
situationsgerecht ausdrücken
Unterrichtsgespräch
sich kritisch zu Texten und aktuellen
Themen äussern und überzeugend
argumentieren.
an einer Diskussion teilnehmen und sie
Präsentationen halten.
sich am Unterrichtsgespräch beteiligen.
Literarische und andere Originaltexte mittleren
bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B.
Erzählungen, Romane, Theaterstücke,
Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte
die Struktur und die Argumentation in einem
Text analysieren.
Texte interpretieren bzw. kritisch
Sinn gebend vorlesen.
Texte selbständig lesen und erarbeiten.
Längere Texte zu allgemeinen und literarischen
Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative
und fiktionale Texte
Schreibstrategien
Texte verständlich und logisch, der
Textsorte angemessen und sprachlich
schreibend kreativ mit Sprache und Texten
das Schreiben von Texten sinnvoll planen.
Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur,
Erzählsituation, wesentliche rhetorische Figuren
Themen- und Textanalyse
Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln,
Erzählung, Roman, Autobiografie
einen literarischen Text inhaltlich und formal
einen längeren literarischen Text
selbständig lesen und interpretieren.
Vergleich mit weiteren bekannten Texten
einen literarischen Text auf seine gattungs-
und formspezifischen Merkmale hin
Literarische Originaltexte vom 17. bis 21.
Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen
Schwierigkeitsgrades:
literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext
den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen
Kontext eines Textes mit eigenen Worten
wiedergeben und den Bezug zum Text
Komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur
der Francophonie:
Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte,
Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam
ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle
Aspekte der französischsprachigen Welt
analysieren und dazu kritisch Stellung
Geografie Grundlagenfach
Wochenlektion 2 2 1 0
Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt
gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt neben
systematischem Grundlagen- und Orientierungswissen auch Methodenkenntnisse und führt
insbesondere in die vielfältigen Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft ein. Damit kommt der
Geografie eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Natur- und den Sozialwissenschaften zu. Die
Schülerinnen und Schüler werden befähigt, naturwissenschaftliche und gesellschaftliche
Zusammenhänge zu analysieren. Darauf aufbauend lernen sie, Folgen abzuschätzen, Sachverhalte
aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und lösungsorientiert Probleme zu beurteilen. Die
Geografie fördert darüber hinaus die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, regt zur Reflexion der
eigenen Ansichten und zu verantwortungsbewusstem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt
an.
Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders
die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen
Analytische Fähigkeiten
Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen
vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen
naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln
zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen
Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten
Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren
elektronische Informationsmittel (z.B. Geoinformationssysteme, Web-Datenbanken) nutzen
1.Lerngebiet: Physische Geografie
1.1Die Erde als Himmelskörper
Entstehung und Form der Erde die wichtigsten Schritte in der
Entstehungsgeschichte der heutigen Erde
die Entwicklung der menschlichen
Vorstellungen von der Form der Erde von
der Scheibe zu Kugel, Rotationsellipsoid
und Geoid beschreiben und erklären.
Bewegungen der Erde und ihre
Auswirkungen
die Rotation und Revolution der Erde und
deren Auswirkungen auf unser Leben wie
Jahreszeiten oder Zeitzonen verstehen
und erläutern.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Chemie, Physik, Geschichte
1.2Geologie und Oberflächenprozesse
Der innere Aufbau der Erde den Schalenbau der Erde vom Kern bis
zur Kruste beschreiben.
Die Plattentektonik und ihre Auswirkungen die plattentektonischen Prozesse und
deren Zusammenhang mit
Gebirgsbildungen, Vulkanismus und
Erdbeben verstehen und erklären.
Mineralien und der Kreislauf der Gesteine die Merkmale von Mineralien und
Gesteinen benennnen und
aus Struktur und Zusammensetzung von
Gesteinen Rückschlüsse über deren
Position im Gesteinskreislauf ziehen.
Die geologische Zeittabelle die Grobeinteilung der Erdgeschichte in
verschiedene Zeitalter erläutern.
Oberflächenprozesse und Landschaftsformen Wasser- von Gletschererosion und -
ablagerung unterscheiden und typische
dadurch geschaffene Landschaftsformen
Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie, Biologie
1.3Meteorologie und Klimatologie
Der Aufbau der Atmosphäre die Zusammensetzung und vertikale
Gliederung der Atmosphäre beschreiben.
Klimaelemente und Klimafaktoren die Klimaelemente Globalstrahlung,
Luftfeuchtigkeit, Niederschlag,
Temperatur, Luftdruck und Wind
unterscheiden und erklären.
Zusammenhänge zwischen
geografischen Faktoren und dem lokal
unterschiedlichen Einfluss der
Klimaelemente auf Wetter und Klima
Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie
2.Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie
Beeinflussung atmosphärischer Prozesse
durch menschliche Emissionen
die Verminderung der Schutzwirkung der
Ozonschicht ursächlich erklären und
deren Konsequenzen für das eigene
Verhalten einschätzen.
den menschlichen Beitrag an die
Verstärkung des natürlichen
Treibhauseffekts verstehen und erläutern.
Rückwirkungen dieser veränderten Prozesse
auf das Leben auf der Erde
die Auswirkungen des dadurch
ausgelösten Klimwandels auf die Natur
und den Menschen beschreiben und
Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie, Biologie, Wirtschaft und Recht
3.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Analyse geografischer Informationen Daten aus Karten, Texten, Abbildungen
und Grafiken zur Beantwortung
geografischer Fragestellungen
herauslesen und interpretieren.
1.Lerngebiet: Physische Geografie
Die globale Zirkulation der Atmosphäre die jahreszeitlich wechselnde globale
Verteilung von Druck- und Windgürteln
erklären und sie in Verbindung zu den
Wind- und Niederschlagsverhältnissen in
verschiedenen Klimazonen bringen.
Klimaklassifikation und Vegetationszonen ein ausgewähltes
Klimaklassifikationssystem (z.B. Köppen
oder Troll und Pfaffen) erläutern und
Bezüge zwischen Klima und Vegetation
bzw. Landnutzung in den verschiedenen
Zonen herstellen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Biologie
2.Lerngebiet: Humangeografie
2.1 Gesellschaft und Raum
Bevölkerung und Raum die räumliche Verteilung der
Weltbevölkerung erklären und
verschiedene Kulturräume
Demografische Prozesse wichtige bevölkerungswissenschaftliche
Prozesse (z.B. die demografische
Transformation) analysieren, ursächlich
erklären, Folgen abschätzen und
Massnahmen beurteilen.
Internationale Migration Ursachen und Folgen der internationalen
Migration nachvollziehen sowie deren
Auswirkungen beurteilen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Religionslehre, Mathematik, Biologie,
Wirtschaft und Recht
2.2Siedlung und Mobilität
Verstädterung und Stadtentwicklung Ursachen und Auswirkungen von
Urbanisierung (bzw. Landflucht) und
Suburbanisierung (bzw. Stadtflucht)
erläutern und beurteilen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht
2.3Entwicklung der Weltgesellschaft
Globale Verteilung von Wohlstand und Armut räumliche und soziale Ungleichheiten auf
regionaler bis globaler Ebene
Entwicklungstheorien Entwicklungstheorien erläutern und
vergleichend beurteilen.
Entwicklungszusammenarbeit unterschiedliche Ansätze der
Entwicklungszusammenarbeit und
Projektbeispiele vergleichen und
bewerten.
Internationale Organisationen die Rolle internationaler Organisationen
im globalen Entwicklungsprozess
Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht
2.4Wirtschaft und Ressourcen
Räumliche Aspekte wirtschaftlicher
Tätigkeiten
die räumlichen Komponenten
wirtschaftlicher Tätigkeiten an
ausgewählten Beispielen (z.B.
Landwirtschaft in Monsungebieten)
illustrieren.
Regionale Entwicklung und
weltwirtschaftliche Beziehungen die Wirtschaftsweise einer Region oder
eines Kulturraums (z.B. Südasien,
Angloamerika) charakterisieren.
die Aktivitäten von Ländern in globalen
Märkten beschreiben und ihren Einfluss
auf den Welthandel einschätzen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Wirtschaft und Recht
3.Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie
Kultur und Lebensraum Zusammenhänge zwischen Kultur und
Nutzung des Lebensraums am Beispiel
ausgewählter Regionen erläutern.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht
4.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Analyse und Darstellung räumlicher
Informationen
Daten aus Karten, Texten, Abbildungen
und Grafiken zur Beantwortung
geografischer Fragestellungen
herauslesen und interpretieren.
geografische Informationen zu Karten,
Texten und Grafiken verarbeiten.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Informatik
1.Lerngebiet: Humangeografie
1.1Wirtschaft und Ressourcen
Ressourcen und Reserven die wirtschaftliche und geopolitische
Bedeutung wichtiger Ressourcen
bewerten
die Gewinnung, Verarbeitung, Verteilung
und den Konsum ausgewählter Rohstoffe
(z.B. Weizen, Fisch, Eisen) verstehen
und erklären
Energiewirtschaft Fragen der Gewinnung, der Verteilung,
des Verbrauchs und der Entsorgung im
Rahmen der Nutzung ausgewählter
Energieträger (z.B. Uran, Wasser, Sonne)
Umweltprobleme ökologische, ökonomische und soziale
Probleme im Zusammenhang mit
Ressourcen und Reserven erläutern und
Lösungsmöglichkeiten einschätzen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Wirtschaft und Recht, Physik, Chemie, Biologie
1.2Siedlung und Mobilität
Landschaftswandel die Strukturveränderungen der
Landschaft in der Schweiz seit der
Industrialisierung beschreiben,
analysieren und deren Folgen beurteilen.
Entwicklung der Verkehrsnetzwerke die Verkehrsentwicklung in
Vergangenheit, Gegenwart und naher
Zukunft erklären und bewerten.
Nutzungskonflikte räumliche Nutzungskonflikte erkennen
und Lösungsansätze aufzeigen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht
2.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden
Erhebung, Analyse und Darstellung
räumlicher Informationen
Daten aus Karten, Texten, Abbildungen
und Grafiken zur Beantwortung
geografischer Fragestellungen
herauslesen und interpretieren.
geografische Informationen selber
erheben und zu Karten, Texten und
Grafiken verarbeiten.
Forschungsmethoden den Einsatzbereich ausgewählter
Forschungsmethoden beurteilen.
Querverbindungen zu anderen Fächern: Informatik
Geografie Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfaches. Die Schüler und
Schülerinnen setzen sich mit ausgewählten Themen und Fragestellungen aus den Bereichen der
physischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder intensiv auseinander. Sie arbeiten
häufig selbstständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet und üben dadurch akademische
Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen aber auch der Vermittlung
methodischer Kompetenzen (z.B. in Exkursionen) soll dabei besonderes Gewicht beigemessen
Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders
wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen
Analytische Fähigkeiten
räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln
komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen
theoriebezogen analysieren und argumentieren
vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen
naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen
Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und
interpretieren
elektronische Informationsmittel (z.B. Geoinformationssysteme, Web-Datenbanken) nutzen
1.Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie
Vertiefung ausgewählter Themen der
physischen Geografie (z.B. Geologie und
Geomorphologie der Schweiz, Meteorologie,
Hydrologie, Bodenkunde)
physisch-geografische Sachverhalte
unter Anwendung naturwissenschaftlicher
Theorien erklären.
geografische Informationsmittel, wie
Karten, Abbildungen, Texte, Grafiken
oder Datensätze, interpretieren und
Schlussfolgerungen entwickeln.
zu physisch-geografischen Themen
systematisch und zielorientiert
recherchieren, Ergebnisse aufbereiten
und präsentieren (z.B. auf Exkursionen).
Schnittfelder zur Humangeografie (z.B.
Naturgefahren, Raumplanung, Ozeane und
ihre Nutzung)
Verbindungen zur Humangeografie
erkennen sowie gesellschaftlichen Folgen
physischer Prozesse einschätzen und
2.Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie
Vertiefung ausgewählter Themen der
Humangeografie (z.B. Mobilität, Tourismus,
Siedlungsgeografie, Bevölkerung und
Gesellschaft)
humangeografische Sachverhalte unter
Anwendung sozialwissenschaftlicher und
ökonomischer Theorien erklären.
geografische Informationsmittel, wie
Karten, Abbildungen, Texte, Grafiken
oder Datensätze, interpretieren und
Schlussfolgerungen entwickeln.
zu humangeografischen Themen
systematisch und zielorientiert
recherchieren, Ergebnisse aufbereiten
und präsentieren (z.B. auf Exkursionen).
Schnittfelder zur physischen Geografie (z.B.
Landschaftswandel, Ökologie, Länderkunde)
Verbindungen zur physischen Geografie
erkennen, sowie physische Folgen
gesellschaftlicher Prozesse einschätzen
Geschichte Grundlagenfach
Wochenlektion 2 2 2 2
Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders
die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart
als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen
die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen
nachvollziehen und kritisch beurteilen
die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten
Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln
Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen
ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln
komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen
ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ
verwendet werden können
eigenständige Internetrecherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen
multimediale Präsentationen erstellen und anwenden
Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten
1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien
Klassifizierung von Materialien den Unterschied zwischen Quellen und
Darstellungen erläutern.
Analyse von Materialien die Absicht des Verfassers kritisch
Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen
historisch relevante Schlüsse ziehen.
Umgang mit Information aus Materialien die zentralen
Informationen herauslesen und nach
Prioritäten ordnen.
2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge
Schweizer Geschichte den Lebensraum der heutigen Schweiz in
seiner historischen Entstehung und
Entwicklung begreifen (z.B. Schweiz in
vorgeschichtlicher Zeit, Mythos und
Wirklichkeit).
Antike die Bedeutung der Antike als Wiege der
abendländischen Kultur darlegen.
verschiedene Herrschaftsformen im
Spannungsfeld von Macht- und
Machtbegrenzung erklären und deren
Bedeutung für heute erfassen.
Mittelalter die Gründzüge der Epoche in ihren
Besonderheiten erklären.
die sozialen, wirtschaftlichen, religiösen
und politischen Strukturen darlegen und
diese in Bezug zu aktuellen strukturellen
Entwicklungen setzen.
die Begegnung, Konfrontation und das
Zusammenleben von Religionen (z.B.
Christentum und Islam) erfassen.
Lebensformen und Wertvorstellungen des
Mittelalters verstehen.
Frühe Neuzeit die für die Gegenwart besonders
relevanten politischen, kulturellen
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Entwicklungen der Frühen Neuzeit
darlegen (z.B. frühkapitalistische
Systeme, Zerbrechen der kirchlichen
Einheit, Anfänge des modernen Staates,
naturwissenschaftliches Denken, neues
Menschenbild).
das Aufeinandertreffen europäischer und
aussereuropäischer Kulturen
problematisieren.
3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte
Funktionsweise der Geschichtswissenschaft die grundsätzliche Funktionsweise der
Geschichtswissenschaft erklären.
Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung
aufzeigen, wie das Geschichtsbild
einer Epoche deren Kultur prägt.
Methodische Zugänge der
den grundsätzlichen Unterschied
zwischen Ereignis- und
Strukturgeschichte darlegen.
1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien
Klassifizierung von Materialien die Quellengattungen nennen und deren
Hauptmerkmale im Hinblick auf die
Quellenkritik und Quellen-interpretation
Analyse von Materialien die Absicht und den Informationsstand
des Verfassers von Quellen kritisch
Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen
Schlüsse ziehen und unter Anleitung
Bezüge zu anderen historischen Themen
Umgang mit Information aus Materialien die zentralen
Informationen herauslesen und deren
Informationsgehalt beurteilen.
2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge
Aufklärung und Bürgerliche Revolutionen die Grundlagen des Denksystems der
Aufklärung erläutern.
die zentralen Errungenschaften der
Aufklärung darstellen und
problematisieren.
Begriff, Ursachen, Ablauf und Folgen
bürgerlicher Revolutionen erläutern.
Industrialisierung die Voraussetzungen, den Ablauf und die
sozioökonomischen Auswirkungen des
Übergangs zur Industriegesellschaft
Kernprobleme der Sozialen Frage und
deren Folgen aufzeigen.
Imperialismus und Nationalstaatenbildung Ursachen, Wesen und Auswirkungen des
Imperialismus sowie die Probleme des
Aufeinanderprallens unterschiedlicher
Kulturen diskutieren.
die Ideologien, die für den Imperialismus
grundlegend waren (z.B. Nationalismus,
Rassismus und Liberalismus), erklären.
die Entwicklung nationaler Bewegungen
in Europa darlegen und deren Bedeutung
für die Gegenwart abschätzen.
Schweizer Geschichte und politische
Bildung
den Weg zur Gründung der modernen
Schweiz 1848 analysieren.
zentrale staatspolitische Grundbegriffe
und Konzepte erklären.
die zentralen Grundvoraussetzungen
einer Demokratie am Beispiel der
Schweiz erläutern und reflektieren.
aktuelle politische Herausforderungen
analysieren, Lösungswege erarbeiten und
diese beurteilen.
3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte
erläutern, wie die Quellenlage die
Geschichtswissenschaft beeinflusst.
Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild)
darlegen, wie die Deutung der
Vergangenheit gezielt für
gesellschaftliche und politische Zwecke
eingesetzt werden kann.
Methodische Zugänge der
die Besonderheiten der Ereignis-,
Struktur-, Wirtschafts- und
Sozialgeschichte erläutern.
1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien
Klassifizierung von Materialien Materialien (Quellen, Darstellungen,
nichtwissenschaftliche Ännäherungen an
die Geschichte wie Belletristik oder Filme)
einordnen und deren Besonderheiten im
Hinblick auf deren Interpretation
Analyse von Materialien die Absicht, den Informationsstand und
die Ideologie des Verfassers von
Materialien kritisch hinterfragen.
Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen
Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge
zu anderen historischen Themen
Umgang mit Information selbständig Materialien finden und deren
Informationsgehalt beurteilen.
2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge
Erster Weltkrieg Ursachen des Ersten Weltkrieges in
ihrer Komplexität erklären.
Merkmale des Ersten Weltkriegs
beschreiben und erläutern.
Auswirkungen des Krieges auf die
Menschen und auf die Geschichte des
20. Jahrhunderts aufzeigen.
die Kriegsergebnisse als Grundlage für
die Zwischenkriegszeit erklären und in
ihrer Bedeutung erläutern.
Politische Entwicklungen der Unterschiedliche Gesellschaftsmodelle
Zwischenkriegszeit als Ausdruck der neuen Weltordnung
der Zwischenkriegszeit beschreiben
und erklären (z.B. USA, Russland).
Der Nationalsozialismus als Herrschafts-
und Gesellschaftssystem
den Begriff Faschismus erklären und
die Auswirkungen dieses Phänomens
Aufstieg, Machtergreifung und
Funktionsweise des
Nationalsozialismus erklären.
die Weltwirtschaftskrise und
Schwächen der Weimarer Republik als
Chance für den Aufstieg des
Nationalsozialismus erkennen.
Der Zweite Weltkrieg als globales Ereignis die globalen Folgen machtpolitischer
Expansionspolitik (z.B. Deutschland,
Italien, Japan) darlegen.
die Vernichtungspolitik und den
Holocaust beschreiben und Ansätze zur
Erklärung erläutern.
Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg das Verhalten der Schweiz während
des Nationalsozialismus an Beispielen,
wie der Wirtschafts-, Finanz- und
Flüchtlingspolitik, erläutern und
3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte
erläutern, wie die Quellenlage sowie
die zeit- und kulturgebundenheit der
Geschichtswissenschafter die
Geschichtswissenschaft beeinflussen.
Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild)
darlegen, wie die Deutung der
Vergangenheit den impliziten Rahmen
für politische und gesellschaftliche
Prozesse bildet.
Methodische Zugänge der
die Besonderheiten und die Bedeutung
der Geschlechter-, Umwelt- und
Migrationsgeschichte erläutern.
1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien
Klassifizierung von Materialien Materialien (Quellen, Darstellungen,
nichtwissenschaftliche Ännäherungen an
die Geschichte wie Belletristik oder Filme)
einordnen und deren Einfluss auf das
eigene Geschichtsbild reflektieren.
Analyse von Materialien die Absicht, den Informationsstand, die
Ideologie und den Bildungsstand des
Verfassers von Materialien kritisch
Interpretation von Materialien selbständig Fragestellungen entwickeln
und Bezüge zum historischen Kontexten
Umgang mit Information selbständig Materialien finden, deren
Informationsgehalt beurteilen und anhand
eigener Fragestellungen bearbeiten.
2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge
Kalter Krieg zentrale Ereignisse, Strukturen und
Ideologien des Kalten Krieges
Hintergründe des Zusammenbruchs
des Ostblocks aufzeigen.
Aussereuropäische Regionen zentrale Elemente und Grundstrukturen
der betreffenden Kultur beschreiben.
Ursachen, Verlauf und Folgen der
wichtigsten Entwicklungsphasen
aktuelle Herausforderungen der Region
analysieren und Lösungsansätze
Die europäische Integration die wichtigsten Prozesse und
Strukturen der europäischen
Intergration darlegen.
aktuelle Herausforderungen der
Europäischen Union beurteilen und
Lösungsansätze diskutieren.
die Bedeutung der Europäischen Union
für Europa und insbesondere die
Schweiz beurteilen.
Neue Weltordnung nach 1989 die wichtigsten Strukturen, Prozesse
und Akteure der Weltpolitik nach 1989
einige zentrale globale
Herausforderungen analysieren,
Lösungswege erarbeiten und diese
mögliche Eckwerte einer zukünftigen
Weltordnung diskutieren und
Aktuelle Konflikte die historischen Hintergründe eines
ausgewählten Konflikts darlegen.
den Ablauf und die Merkmale des
Konflikts erläutern.
die aktuelle Situation erörtern und
Chancen, Gefahren und Dilemmata
Perspektiven für eine Konfliktlösung
3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte
erläutern, wie Quellenlage, die Zeit-
und Kulturgebundenheit der
Geschichtswissenschaftler sowie die
beschränkte Informationsbewältigungskapazität des Menschen
die Möglichkeiten und Grenzen der
Geschichtswissenschaft beeinflussen.
Wirkungsweisen der
Vergangenheitsdeutung
die Eckwerte der eigenen Deutung der
Vergangenheit reflektieren.
Methodische Zugänge der
die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-
, wirtschafts-, kultur-, umwelts- oder
geschlechtergeschichtlicher)
Perspektiven befragen.
Geschichte Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders
wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen
gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer
Vorgänge begreifen
Analytische Fähigkeit
verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren
Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden
vernetzt und interdisziplinär denken
Argumentationsstrategien dekonstruieren
Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln
Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten
elektronische Informationsmittel nutzen
Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsprüfung
Weitgehend selbständiges Erarbeiten eines Spezialgebietes (Portfolio, Semesterarbeit) als
Vorbereitung auf die mündliche Maturitätsprüfung
1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien
Film als historische Quelle
Malerei und Fotografie als historische
Quellen
Entstehung historischer Mythen
Geschichtstheorien
Der Mensch als historisches Subjekt
Wirtschafts-, Wissenschafts- und
Technikgeschichte
Sozial- und Alltagsgeschichte
das Aussagepotential von historischen
Materialien einschätzen und dieses für
eine historische Analyse korrekt
bearbeiten.
Materialien auf eine spezifische
historische oder kulturhistorische
Fragestellung hin methodisch korrekt
bearbeiten, analysieren und beurteilen.
geschichtswissenschaftliche Debatten
erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche
Ereignisse Lebensläufe von Menschen
beeinflusst haben.
den Entstehungsprozess der
Geschichtsschreibung analysieren und
das Gewicht der verschiedenen
Einflüsse (politische
Rahmenbedingungen, kulturelle
Traditionen, wissenschaftliche
Strömungen, Vorhandensein und
Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen.
2.Lerngebiet: Macht und Herrschaft
Aktuelle Konflikte
Globalisierung und neue Weltordnung
Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft
Aussereuropäische Geschichte (z.B.
Volksrepublik China, Indien, Lateinamerika,
Afrika)
Geschichte der DDR
die komplexen Ursachen historischer
und aktueller Entwicklungen erklären
und deren Interdependenzen
die Eigenheiten nationaler und ev.
regionaler Entwicklungen erklären und
deren Chancen, Gefahren und
Dilemmata analysieren.
die komplexen Folgen globaler
Entwicklungen erläutern und
Interdependenzen zwischen den
Internationale Organisationen und die
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Länderbeziehungen (z.B. Deutschland-
Frankreich)
Aussenpolitik und humanitäre Tradition der
Schweiz
Protestbewegungen
Der Nahostkonflikt
Konflikte um Rohstoffe
Bereichen Politik, Gesellschaft,
Wirtschaft und Kultur diskutieren.
die Kategorien Macht und Herrschaft
als geschichtsbildende Kräfte erkennen
und an Beispielen sichtbar machen.
den Einfluss von Weltanschauungen,
Ideen und Ideologien auf die
historischen Entwicklungen beurteilen.
3.Lerngebiet: Kontinuität und Wandel
Geschichte der Menschenrechte und der
Demokratie
Längsschnitt Orient – Okzident
Entkolonialisierung und Neokolonialismus
Gesellschaftliche Identitäten und die
Wahrnehmung des Fremden
Freizeit, Bildung, Kultur und Sport
Armut und Wohlstand
Ernährungsgeschichte
Umwelt- und Klimageschichte
Gesundheit und Krankheit
Gender
Kräfte von Kontinuität und Wandel
historischer Prozesse beschreiben und
ihre Auswirkungen erklären.
die Bedeutung kultureller und
sozioökonomischer Prägungen im
historischen Prozess darlegen und
politische, soziale, wirtschaftliche und
kulturelle Phänomene der Gegenwart
auf ihre historische Entstehung
untersuchen und ihre Bedeutung
Kommunikationssystemen erklären.
Projektentwicklung
kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.
Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung
1.Lerngebiet: Modellierung und Simulation
Modellierung
einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse
als Modell beschreiben und für eine entsprechende
Simulation geeignete Methoden ermitteln.
Simulation und Visualisierung
Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse
angemessen visualisieren.
Informatik Obligatorisches Fach
Wochenlektion 2 1 0 0
Allgemeine Bildungsziele
Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten
repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden
kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es
nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen
wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes
Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es,
Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten
der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen.
Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die
Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie
praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und
Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der
Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes
Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue
Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in
die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation
und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die
Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und
Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren
verantwortungsvollen Einsatz.
Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch
kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren
digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur
allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife.
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders
Strukturiert denken
Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen
Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren
Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt
Lösungen in Gruppen erarbeiten
Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen
Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt
Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben
Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Informatikmittel nicht nur anwenden, sondern auch verstehen wollen
Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen
Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen
Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden
Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen
Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden
Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren
Präzisierung zu den Lerngebieten
Die beträchtliche Breite des behandelten Stoffs verlangt nach einer Gewichtung der Lerngebiete. In der
ersten Klasse verteilt sich die Unterrichtszeit zu rund der Hälfte auf das Lerngebiet Algorithmen und
Programmieren und zu rund der Hälfte auf die Lerngebiete Information und Wissen sowie Systeme und
Vernetzung. In der zweiten Klasse verteilt sich die Unterrichtszeit je zu rund einem Viertel auf die
aufgeführten Lerngebiete.
C. Klassen und Fachlehrpläne
Die Nummerierung der Lerngebiete und Grobinhalte entspricht derjenigen des Kantonalen Lehrplanteils für
das obligatorische Fach Informatik.
1.1 Algorithmen
einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben,
bspw. in Worten oder tabellarisch durch Nachverfolgung
der Variablenwerte.
einfache Algorithmen interpretieren, bspw. auch in Form
eines Programms und mithilfe eines Debuggers.
einfache Automatisierungsprobleme analysiseren und
geeignete eigene Lösungsalgorithmen formulieren.
1.2 Datenstrukturen
elementare und strukturierte Datentypen einsetzen,
welche bspw. durch Bibliotheken zur Verfügung gestellt
für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen
verwenden, bspw. Listen.
1.3 Programmieren
die wesentlichen Strukturelemente (Sequenz, Selektion,
Iteration) einer Programmiersprache einsetzen.
Algorithmen in einer Programmiersprache
implementieren.
modular programmieren.
syntaktische und semantische Fehler in einem
Programm erkennen und korrigieren.
2.1 Repräsentation von
Information
digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.
Information und Daten voneinander abgrenzen.
Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen.
verschiedene Dateiformate, bspw. Bitmap-Dateien,
anhand einfacher Beispiele erklären.
2.2 Codierung
Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache
Umwandlungen, bspw. zwischen Dezimal- und
Binärsystem sowie zwischen Binär- und
Hexadezimalsystem, durchführen.
3.1 Computersystem
die Architektur eines Computers und die wichtigsten
Komponenten und Schnittstellen beschreiben.
das Zusammenspiel zwischen Hardware,
Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären.
3.2 Computernetzwerke
eine einfache Netzwerkumgebung mit elementaren
Diensten wie bspw. DHCP und DNS skizzieren.
das Zusammenspiel von Netzwerken erklären.
die Netzwerkschichten des TCP/IP-Referenzmodells
die Übermittlung und Adressierung von Daten in
Computernetzwerken beschreiben.
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.3 Kollaboration
ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen
einsetzen, insbesondere die an der Kantonsschule
Zofingen verwendeten.
1. Lerngebiet: Daten, Information, Wissen
2.3 Datenbanken
Datenbanken als Organisationsform grosser
Datenmengen verstehen.
eine Datenbankabfragesprache einsetzen, um Abfragen
über mehrere Tabellen zu formulieren (optional mit
Aggregation).
2. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und Sicherheit
3.3 Verschlüsselung
Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären,
bspw. bei HTTPS.
die Sicherheit von ausgewählten Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen.
Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden.
3.4 Sicherheit
Sicherheitsrisiken im persönlichen digitalen Umfeld
erkennen und erklären.
geeignete Schutzmassnahmen treffen.
3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation
4.1 Modellierung
Unterschiede und Beziehungen zwischen der
Wirklichkeit und ihren Modellen erklären, insbes. bei
rechnergestützten Simulationen.
4.2 Simulation
einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse
4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft
5.1 Automatisierung
Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung
einschätzen, bspw. im Online-Banking.
5.2 Recht und Wirtschaft
wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen
verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.
grundsätzliche Urheberrechtsfragen im digitalen Raum
Interessen der Gesellschaft, aber auch von
kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet
bewerten und darauf reagieren.
5.3 Kollaboration
die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären, bspw. anhand der Randdaten von
sozialen Medien.
Informatik Ergänzungsfach
Allgemeine Bildungsziele
Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle
wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und
Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu
Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem
universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler
Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die
Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar.
Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten
Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren
Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der
Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind,
sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind.
Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke
in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die
sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt.
Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders
Probleme analysieren, strukturieren und modellieren
Zu Team- und Projektarbeit bereit sein
Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich
verständlich formulieren
Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der
Realisierung von eigenen Lösungen nutzen
Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag
auseinandersetzen
Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und
zu hinterfragenInformatikmittel nicht nur anwenden, sondern auch verstehen wollen
C. Klassen und Fachlehrpläne
1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
Theoretische Informatik Die Schülerinnen und Schüler können …
aus den behandelten Themen die Bedeutung von
fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Effektivität und
Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap,
Register).
aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte
beschreiben und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke,
Automaten, Client-Server, von-Neumann-Architektur).
aus den behandelten Themen einzelne Beispiele
Netzwerke
Logik (z.B. Boolesche Algebra,
Aussagenlogik, Prädikatenlogik,
Regelbasierte Systeme,
Expertensysteme)
Digitaltechnik und
Rechnerstruktur
2. Lerngebiet: Information
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
Informationsrepräsentation
Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B.
komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert,
kodiert).
für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle
entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen).
die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich
Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurteilen.
Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären
(z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur).
Datenstrukturen
Datenbanken
Datensicherheit
3. Lerngebiet: Automation
Teilgebiete zur Auswahl (es ist
mindestens eines auszuwählen):
Algorithmen aus ausgewählten
Bereichen (z.B. Graphentheorie,
Kryptologie, Komprimierung,
Betriebssysteme,
Kommunikation)
Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege
gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit
und Sonderfällen analysieren.
die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn
Programmieren, exemplarische
Implementierung von
Algorithmen
Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B.
Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung).
exemplarische Algorithmen in einer
Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren,
Suchen).
Projektentwicklung
Informatiklösungen planen und umsetzen.
Instrumentalunterricht und Sologesang Grundlagenfach
Wochenlektion 0.5 0.5 0.5 0
Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht fördert besonders
über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von
intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen
mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem
erfolgreichen Ende führen
sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen
in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
die emotionale Ausdrucksfähigkeit sowie die kreative und intellektuelle Neugier
die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren
die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln
sich in reflektierter Form über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen
Lernprozesse selbstständig steuern
Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
Der Instrumental- und Sologesangunterricht ist ergebnis- und prozessorientiert. Die
Leistungsbewertung soll beide Aspekte angemessen berücksichtigen.
Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2)
individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau
aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung stark differiert. Der Instrumentalunterricht erlaubt
die Bewertung auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu
Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und
Instrumentenhaltung, der Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und
Stilbewusstseins etc.). Vorspiele im Schulrahmen können in die Bewertung einfliessen.
Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik und
werden nur im Ausnahmefall für die Leistungsbewertung im Instrumentalunterricht
beigezogen.
Organisationsformen des Instrumentalunterrichtes
Der Instrumentalunterricht wird in der Regel im Einzelunterricht abgehalten.
Lerninhalte, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe
gleichermassen zu erarbeiten sind, können im Gruppenunterricht vermittelt werden.
Für das Zusammenspiel werden Gruppen mit zwei oder mehr Studierenden gebildet. Alle
Studierenden machen in der Regel bis zum Ende der 2. Klasse erste
Zusammenspielerfahrungen im Umfang eines Unterrichtsquartals.
Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen
Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und
Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion.
Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für
eine Maturitätsarbeit im Bereich der Musik geeignet sind.
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik verfügen über eine entwicklungsfähige
instrumentaltechnische Basis. Allfällige
Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen
etc.) sind soweit möglich ausgeräumt.
Erarbeitungs- und Übtechniken können verschiedene Üb- und
Erarbeitungstechniken beschreiben und
im Übprozess anwenden
Körper und Atmung sind sich der Bedeutung von
Körperhaltung und Atmung bewusst.
können mit ihrem Instrument bzw. ihrer
Stimme physiologisch angemessen
setzen ihren Körper und ihre Atmung
bewusst zugunsten der musikalischen
Aussage ein.
Textumsetzung sind in der Lage, einen ihrem
instrumentaltechnischen Stand
entsprechenden Notentext zu lesen, zu
verstehen und auf dem Instrument
wiederzugeben.
Interpretation und Ausdruck bemühen sich stilistische Einsichten bei
der Erarbeitung neuer Werke einfliessen
zu lassen.
bemühen sich beim Spielen der geübten
Werke um einen persönlichen
musikalischen Ausdruck.
sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück
interpretatorische Ideen zu formulieren.
sind fähig, einen musikalischen Text
stilbewusst umzusetzen und die von
ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Selbstwahrnehmung können ihre Leistung beschreiben und
können über ihren aktuellen technischen
Stand und die anvisierten Lernziele
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musikstücken aus
zurückblicken.
Zusammenspielen ihrem instrumentalen Stand
entsprechende Musikstücke mit ihrer
Lehrperson zusammenspielen.
Vorspielen Musikstücke in einem schulinternen
Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen.
Improvisation bekannte einfache Melodien aus dem
Stegreif spielen und/oder einfache
Improvisationsaufgaben lösen.
einfache Liedbegleitungen realisieren
(nur Harmonieinstrumente).
3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen
Melodik Intervalle auf dem Instrument spielen /
singen.
Rhythmik einfache rhythmische Muster mit
Pausen, Triolen, Punktierungen und
Synkopen klatschend, sprechend und
instrumental realisieren.
Klang Klangfarben wahrnehmen, beschreiben
und auf ihrem Instrument ansatzweise
4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte können die von ihnen erarbeiteten
Werke nach Stilen und Epochen
Instrumentenpflege ihr Instrument stimmen und sachgerecht
pflegen.
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik weisen sich gegenüber dem Beginn der
1. Klasse über einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer
Kompetenzstufe aus.
Textumsetzung
Interpretation und Ausdruck
Die fachlichen Kompetenzen, die in der
Auseinandersetzung mit diesen Grobinhalten
angestrebt werden, sind über 3 Jahre
dieselben. Das Anspruchsniveau hängt
wesentlich vom individuellen Stand beim
Eintritt in die 1. Klasse ab. (siehe 1. Klasse
„1. Lerngebiet: Instrumentalspiel“)
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Werken aus
zurückblicken.
Repertoireaufbau und -pflege ein aktives Repertoire von mindestens
zwei früher erarbeiteten Musikstücken
Zusammenspielen ihrem instrumentalen Stand
entsprechende Musikstücke mit anderen
Schülerinnen und Schülern zusammen
spielen.
Vorspielen Musikstücke in einem schulinternen
Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen.
Prima Vista-Spiel Musikstücke auf einem für sie einfachen
Niveau ab Blatt spielen bzw. singen.
Improvisation einfache Improvisationsaufgaben
Auswendigspiel kurze Musikstücke im Unterricht
auswendig vortragen.
3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen
Melodik und Harmonik Dur-, Moll-, pentatonische,
chromatische und Ganztonleitern so
weit möglich auf dem Instrument
Dreiklänge in Dur und Moll erkennen
und auf dem Instrument realisieren.
Rhythmik komplexere rhythmische Muster mit
allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen
klatschend, sprechend und auf ihrem
Instrument realisieren.
Klang Klangfarben wahrnehmen, beschreiben
und auf ihrem Instrument erkennbar
4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte verschiedene Gattungen und
Hauptwerke aus dem Repertoire ihres
Intrumentes benennen.
Instrumentenkunde und -geschichte die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und
Fachtermini verstehen und korrekt
die Entstehung und Weiterentwicklung
ihres Instruments in den wesentlichen
Grundzügen erklären.
die einzelnen Teile ihres Instruments
benennen und ihre Funktion erklären.
über die Funktionsweise und die
wichtigsten physikalischen Grundlagen
der Klangerzeugung ihres Instruments
in Bezug auf ihr eigenes Instrument
über mathematische Grundlagen der
Musik (z.B. Intervallverhältnisse,
Stimmungssysteme, Flageolett etc.)
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (mindestens zwei
Kompetenzstufen über dem individuellen
Stand zu Beginn der 1. Klasse).
Die fachlichen Kompetenzen, die in der
Auseinandersetzung mit diesen Grobinhalten
angestrebt werden, sind über 3 Jahre
Textumsetzung Interpretation
und Ausdruck
dieselben. Das Anspruchsniveau hängt
wesentlich vom individuellen Stand beim
Eintritt in die 1. Klasse ab. (siehe 1. Klasse
„1. Lerngebiet: Instrumentalspiel“).
Selbständigkeit sind fähig, ein für sie mittelschweres
Werk selbständig einzustudieren.
Zukunftsperspektiven können über ihre Stärken und Schwächen
sowie über ihre weiteren Möglichkeiten
(Unterricht, Ensembles etc.) nach
Beendigung des Grundlagenfachs
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus
möglichst vielen für das jeweilige
Instrument relevanten Epochen und
Stilbereichen zurückblicken.
Repertoireaufbau und -pflege ein aktives Repertoire von mindestens
drei früher erarbeiteten Musikstücken aus
Vorspielen können Musikstücke in einem passenden
Rahmen vortragen.
Prima Vista-Spiel Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen.
Improvisation mit verschiedenen
Improvisationsansätzen umgehen.
Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge
erkennen und instrumental realisieren.
Rhythmik komplexere rhythmische Muster mit
allen Notenwerten, Pausen, Triolen,
Punktierungen und Synkopen
klatschend, sprechend und auf ihrem
Instrument realisieren.
Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen,
beschreiben und auf ihrem Instrument
klar erkennbar umsetzen.
4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte sich über die Kenntnis einiger
bedeutender Werke für ihr Instrument
und über ein historisches
Umfeldwissen zu diesen Werken sowie
zu den von ihnen selbst erarbeiteten
Kompositionen ausweisen.
Interdisziplinäre Anknüpfung zentrale Tatbestände der politischen
Geschichte sowie einige Werke der
Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
Instrumentalunterricht und Sologesang Schwerpunktfach
Wochenlektion 0 0 1 1
über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von
intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen
mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem
erfolgreichen Ende führen
sich in einer Gruppe gleichberechtigter Personen einbringen
in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachspezifischen
Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken
die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln
einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln
länger dauernde Lernprozesse selbstständig steuern
mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
Erarbeitetes vor Publikum vortragen
die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert
umgehen
über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3).
Übtechniken verfügen über verschiedene
Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung
bewusst und physiologisch
angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage ein.
Interpretation und Ausdruck sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück
interpretatorische Ideen zu formulieren.
sind fähig, einen musikalischen Text
stilbewusst umzusetzen und die von
ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke
von angemessenem Schwierigkeitsgrad
selbstständig erarbeiten.
Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen
beschreiben und einordnen.
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus
möglichst vielen Epochen und
Stilbereichen zurückblicken.
Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens
drei Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilbereichen vorweisen.
Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz
in Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen die von ihnen erarbeiteten Werke im
Rahmen eines öffentlichen Auftrittes
erfolgreich zur Aufführung bringen.
Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie
einfacheren Anforderungsniveau vom
Blatt vortragen.
Improvisation verschiedene Improvisationsansätze
benennen und praktizieren.
Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig
3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen
Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge und
ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen singend und instrumental
harmonische Funktionen und
Spannungsverläufe bewusst
wahrnehmen und beim Interpretieren
von Musik einbeziehen.
Rhythmik komplexere rhythmische Muster
erkennen und umsetzen.
Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen,
beschreiben und auf ihrem Instrument
klar erkennbar umsetzen.
4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte die wichtigsten biografischen Daten
und einige Hauptwerke der von ihnen
gespielten Komponisten sowie der für
ihr Instrument wichtigsten Komponisten
charakteristische Werke aus dem
Repertoire ihres Instruments
hinsichtlich Stil und Epoche nach
Gehör einordnen.
die für das Repertoire ihres Instruments
wichtigsten musikalischen Gattungen
Grundlagen der Klangerzeugung sich über differenzierte Kenntnisse der
Klangerzeugung auf ihrem Instrument
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 4).
Übtechniken verfügen über ein erweitertes Repertoire
an Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung
kompetent zugunsten der
musikalischen Aussage ein.
Interpretation und Ausdruck sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück
interpretatorische Ideen zu formulieren
sind fähig, einen musikalischen Text.
stilbewusst umzusetzen und die von
ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke
von angemessenem Schwierigkeitsgrad
selbstständig erarbeiten.
Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen
beschreiben und einordnen.
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus den für
das Instrument wichtigen Epochen und
Stilbereichen zurückblicken.
Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens
drei Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilbereichen vorweisen.
Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz
in Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen die erarbeiteten Werke im Rahmen eines
öffentlichen Auftrittes erfolgreich zur
Aufführung bringen.
Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie
einfacheren Anforderungsniveau vom
Blatt vortragen.
Improvisation verschiedene Improvisationsansätze
benennen und praktizieren.
Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig
Zukunftsperspektiven über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung
des Unterrichts, Musikstudium etc.) nach
der Matura Auskunft geben.
3. Lerngebiet: Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen
Harmonik die harmonischen Hauptstufen sowie
ausgewählte Nebenstufen (z.B.
Zwischendominante, neapolitanischer
Sextakkord, Trugschluss) erkennen.
harmonische Funktionen und
Spannungsverläufe bewusst
wahrnehmen und beim Interpretieren
von Musik einbeziehen.
Rhythmik komplexere rhythmische Muster
erkennen und umsetzen.
Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen,
beschreiben und auf ihrem Instrument
klar erkennbar umsetzen.
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte charakteristische Werke aus dem
Repertoire ihres Instruments
hinsichtlich Stil und Epoche nach
Gehör einordnen.
die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen und deren
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen.
Interdisziplinäre Anknüpfung zentrale Tatbestände der politischen
Geschichte sowie einige Werke der
Bildenden Kunst und der Literatur aus der
Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik
Instrumentalunterricht und Sologesang Ergänzungsfach
Wochenlektion 0 0 0 1
über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von
intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen
mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem
erfolgreichen Ende führen
sich in einer Gruppe gleichberechtigter Personen einbringen
in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben
sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachspezifischen
Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken
die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken
die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln
einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln
Lernprozesse selbstständig steuern
mnemotechnische Kompetenzen entwickeln
Erarbeitetes vor Publikum vortragen
die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen
mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert
umgehen
über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen
1.Lerngebiet: Instrumentalspiel
Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene
Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3).
Übtechniken verfügen über verschiedene
Erarbeitungs- und Übtechniken.
Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung
bewusst und physiologisch
angemessen zugunsten der
musikalischen Aussage ein.
Interpretation und Ausdruck sind fähig, einen musikalischen Text
stilbewusst umzusetzen und die von
ihnen gespielte Musik mit persönlichem
Ausdruck und Engagement vorzutragen.
Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke
von angemessenem Schwierigkeitsgrad
selbstständig erarbeiten.
Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen
beschreiben und einordnen.
2.Lerngebiet: Musizierpraxis
Stilistische Vielfalt auf die Vertiefung in zwei ausgewählten
Epochen und Stilbereichen zurückblicken.
Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens
drei Musikstücken aus unterschiedlichen
Stilbereichen vorweisen.
Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz
in Chor/Orchester/Big Band oder einer
Kammermusikformation ausweisen.
Vorspielen die erarbeiteten Werke erfolgreich zur
Aufführung bringen.
Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie
einfacheren Anforderungsniveau vom
Blatt spielen.
Improvisation verschiedene Improvisationsansätze
benennen und praktizieren.
Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig
Zukunftsperspektiven über ihren aktuellen technischen Stand,
ihre Stärken und Schwächen sowie ihre
instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung
des Unterrichts, Musikstudium etc.) nach
der Matura Auskunft geben.
4. Lerngebiet: Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen
Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge und
ihre Umkehrungen lesend und hörend
erkennen, singend und instrumental
harmonische Funktionen und
Spannungsverläufe bewusst
wahrnehmen und beim Interpretieren
von Musik einbeziehen.
Rhythmik komplexere rhythmische Muster
erkennen und umsetzen.
Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen,
beschreiben und auf ihrem Instrument
klar erkennbar umsetzen.
5. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse
Musikgeschichte die wichtigsten biografischen Daten
und einige Hauptwerke der von ihnen
gespielten Komponisten benennen
(Vertiefung in zwei selbstgewählten
Gebieten).
die für ihr Instrument zentralen Stile
und Epochen und deren
Hauptcharakteristika benennen und die
bedeutendsten Komponisten der
richtigen Epoche zuordnen (Vertiefung
in zwei selbst gewählten Gebieten).
Italienisch Grundlagenfach
Die Wochenlektionen entsprechen in der 1. und 2. Klasse dem Kurs „Freifach Italienisch“.
Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders
Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen
das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
das eigene Lernen planen
Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund
mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen
gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern
das vergleichende Sprachdenken vertiefen
Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
Wörterbücher, Datenbanken und Lexika Gewinn bringend nutzen
mit Quellen korrekt umgehen
Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
den bewussten und kritischen Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien
verfeinern
Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie
gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen
1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion
Elementare morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln
Vergleichende Sprachanalyse
ausgewählte Bereiche des grammatikalischen
Basiswissens anwenden.
relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede
zwischen Mutter-, Ziel- und weiteren
Fremdsprachen erkennen.
Grundwortschatz Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten
und begrenzten Vokabulars problemlos meistern.
ihren Grundwortschatz zu ausgewählten
Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen
etc. in selbständiger Arbeit festigen und
Kommunikative Normen
Übersetzen
Die grundlegenden Regeln des sprachlichen
Austausches (Anreden, Begrüssen, Duzen und
Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat
Einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins
Italienische übersetzen.
Hören einfache Anweisungen und Erklärungen
verstehen sowie Alltagsgesprächen folgen.
einfache Hörtexte (im Lehrmittel und aus dem
Alltag) verstehen und deren Inhalt
sich kurz vorstellen und einfache
Alltagsgespräche führen.
Personen und Situationen in einfachen Worten
angemessen beschreiben.
die italienischen Ausspracheregeln in der
mündlichen Kommunikation korrekt umsetzen.
einfache Texte (z.B. Dialoge, landeskundliche
Texte, ausgewählte Canzoni) lesen und
komplexeren, didaktisch unaufbereiteten
Texten wichtige Informationen entnehmen.
Schreiben kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und
Dialoge).
einfache zeitgenössische Texte literarischer
und nicht literarischer Natur (im Lehrmittel
und aus dem Alltag) verstehen und deren
Inhalt wiedergeben; s. auch 2. Lerngebiet,
Lesen.
sich elementare geographische Kenntnisse
der Südschweiz und Italiens (Regionen,
Provinzen, Städte, Flüsse usw.) nutzbar
machen.
ein persönliches Interesse für
unterschiedliche Aspekte der
italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst,
Architektur, Geographie, Land und Leute
usw.) entwickeln.
den Inhalt sinnvoll ausgewählter, Canzoni und
Filmsequenzen im Grossen und Ganzen
Weiterführende morphologische
und syntaktische Strukturen und
Regeln
anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse
Grund- und Aufbauwortschatz einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis
abstrakte Zusammenhänge vereinfachend in
eigene Worte fassen.
erste idiomatische Redewendungen verwenden.
Einführung in den Gebrauch von
Hilfsmitteln
Wortfeldarbeit
Übersetzen
Wörterbücher (auch elektronische) kompetent
semantische Strategien (Synonyme, Antonyme,
Wortfamilien usw.) zur Festigung und
Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und
bei der Übersetzung italienischer Sätze in die
Muttersprache grundlegende Regeln anwenden
(Wortstellung, Angleichungen, usw.).
stufengerechte Dialoge und Originalaussagen
oder ausgewählte Canzoni bzw. Filme im
Wesentlichen verstehen.
zunehmend zusammenhängend sprechen,
sich spontan unterhalten, sich vorstellen, über
Hobbies, Interessen und Erfahrungen
sprechen, kurze Geschichten erzählen.
Kurze (vorbereitete) Vorträge/Referate zu
verschiedenen Themen, u.a. zu wichtigen
Namen und Begriffen der
italienischsprachigen Welt (Politik, Mode,
Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.)
halten.
den Inhalt von geeigneten Büchern und
Filmen zusammenfassend wiedergeben und
ihre Meinung dazu äussern.
Stellung nehmen zu verschiedenen Aspekten
dieser Texte und ihre Meinung dazu äussern
(Personenbeziehungen, kausale
Zusammenhänge).
vereinfachte oder einfache Texte (wie
Kurzgeschichten, Romane, Artikel aus
Zeitungen und Zeitschriften) verstehen.
Briefe und E-Mails (Privat-korrespondenz)
verfassen sowie erste längere Texte
(Zusammenfassungen und Stellungnahmen)
zu vertrauten Themen.
Gegenwartsliteratur
literarische Grundbegriffe (Textgattungen,
Erzählperspektive usw.) benennen und
erste wichtige Namen der
italienischsprachigen Literatur entdecken.
gesellschaftliche und kulturelle Themen der
Südschweiz und Italiens besprechen und dazu
ihre Meinung äussern.
zu ausgewählten Werken der italienischen
Musik und des italienischen Filmes einen
persönlichen Bezug herstellen.
Komplexere morphologische und
syntaktische Strukturen und
Regeln
Übersicht über die
Grundgrammatik
vertiefte grammatikalische Kenntnisse
alle wichtigen grammatikalischen Strukturen
mündlich und schriftlich umsetzen.
Aufbauwortschatz nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten
Wortschatz zu ausgewählten Bereichen
für die selbständige Differenzierung des
Wortschatzes Verantwortung übernehmen.
Verwendung von Hilfsmitteln
verschiedene Sprachebenen identifizieren.
typische Abweichungen von der
Standardsprache erkennen.
sich notwendige Informationen aus
verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. aus dem
einsprachigen Wörterbuch.
den Gesprächen und Gedankengängen von
Muttersprachlichen im Wesentlichen folgen,
Originalbeiträge (wie Radio- oder
Fernsehnachrichten) oder Spielfilme
sinngemäss verstehen (Globalverständnis).
Sprechen in Diskussionen ihre Meinung äussern.
sich in Vorträgen zu literarischen und nicht
literarischen Texten sowie zu anderen
Themen zunehmend frei äussern.
Texte verschiedener Gattungen aus Literatur
und Journalismus lesen und verstehen
sich selbstständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen.
Schreiben Briefe, Buchbesprechungen, Stellungnahmen
und kürzere Aufsätze verfassen.
Methoden der Literaturanalyse und
–interpretation
einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
sich selbständig mit einem literarischen Werk
einige wichtige Autorinnen und Autoren resp.
Werke des 20. und 21. Jahrhunderts
benennen und verstehen.
ausgewählte Momente der Geschichte der
Südschweiz und Italiens erklären.
sich zu relevanten Themen der italienischen
Vergangenheit und Landeskunde äussern und
diese in Relation zur eigenen Lebenswelt
sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni,
Filmen etc. äussern und dazu Stellung
4.Klasse
Komplexe morphologische und
selbständig die Regeln der italienischen Sprache
repetieren und vertiefend anwenden, auch im
Hinblick auf die Maturaprüfungen.
Erweiterter Wortschatz ihren Wortschatz selbständig festigen und
vertiefen, auch im Hinblick auf die
Maturaprüfungen.
Rhetorik
Verwendung von Hilfsmitteln
unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.
Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und
Gebräuchliche rhetorische Abweichungen von
der Standardsprache erkennen.
mit Quellen wie dem einsprachigen Wörterbuch
routiniert und gewinnbringend umgehen.
authentischen, auch relativ schnell
gesprochenen Redebeiträgen weitgehend
mühelos folgen.
regional oder dialektal gefärbtes Italienisch
von der Standardsprache unterscheiden.
an einem Gespräch unter
Italienischsprachigen teilnehmen, ihre
Meinung und Gefühle spontan und fliessend
sich mittels individueller Lektüren
selbstständig auf die Maturaprüfungen
vorbereiten.
ausgewählte Texte früherer Epochen (mit
Hilfsmitteln) lesen und zusammenfassen.
Schreiben Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen, Briefe verfassen.
Methoden der Literaturanalyse und
–interpretation
ausgewählte Ansätze der Textinterpretation
wesentliche stilistische und rhetorische Mittel
identifizieren.
anhand von charakteristischen Themen und
Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor dem
20. Jahrhundert erkennen und analysieren.
die Bedeutung des Mittelalters für die
Entwicklung der italienischen Kultur
ausgewählte Aspekte der
italienischsprachigen Welt kontextualisieren
und erörtern, z.B. im Bereich Kunst,
Architektur, Film, Musik.
Italienisch Schwerpunktfach
Wochenlektionen - - 6 6
Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders
Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen
das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen
die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen
das eigene Lernen planen
Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund
mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen
gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein
zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung im Unterricht bereit
sein
die allgemeine Sprachkompetenz kontinuierlich erweitern und verfeinern
das vergleichende Sprachdenken vertiefen
ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
Wörterbücher, Datenbanken und Lexika Gewinn bringend nutzen
mit Quellen korrekt umgehen
Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen
den bewussten und kritischen Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien
verfeinern
Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie
gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen
ein ausgeprägtes Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln
Komplexe morphologische und
vertiefte grammatikalische Kenntnisse
sich verwandte Strukturen aus anderen
Sprachen differenziert nutzbar machen.
Erweiterter Aufbauwortschatz nebst Grundwortschatz einen erweiterten
Wortschatz (zu Themen aus Literatur und
Kunstgeschichte) anwenden und diesen
selbständig ausbauen.
Verwendung von Hilfsmitteln
Übersetzen
verschiedene Sprachebenen unterscheiden.
gewisse Abweichungen von der
Standardsprache erkennen und einordnen.
einfache soziolinguistische Probleme
erkennen (optional).
sich notwendige Informationen aus
verschiedensten Quellen beschaffen.
ausgewählte Textpassagen in die
Muttersprache übersetzen, auch als
Repetition und Festigung bereits vorhandenen
Wissens (optional).
ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache
übersetzen, auch als Repetition und
Festigung bereits vorhandenen Wissens.
Hören den Gesprächen und Gedankengängen
von Muttersprachigen folgen,
Originalbeiträge (wie Radio- oder
Fernsehnachrichten) verstehen
(Spielfilme: Globalverständnis).
einem angeregten Gespräch unter
Muttersprachigen folgen und daran
teilnehmen.
in Diskussionen klar und nuanciert ihre
Meinung äussern.
sich in Vorträgen zu literarischen und
nichtliterarischen Werken sowie zu
anderen Themen klar äussern.
Texte aus verschiedenen Textgattungen
(Novelle, Kurzgeschichte, Roman,
Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti) lesen
und verstehen.
sich selbstständig mit ersten individuellen
Lektüren auseinandersetzen
(Vorbereitung auf die
Maturitätsprüfungen).
Schreiben Briefe, Film- und Buchbesprechungen,
Aufsätze und Essays verfassen.
Methoden der Literaturanalyse und –
einen angemessenen Fachwortschatz
einsetzen, um literarische Werke zu
sich selbständig mit einem literarischen
Werk beschäftigen.
durch exemplarische Lesetexte typische
Themen aus dem 20./21. Jahrhundert
wichtige Momente der Geschichte der
Südschweiz und Italiens (Staatsgründung,
Nord-Süd-Problematik, Mafia usw.)
erklären und gewichten.
sich die Bedeutung der italienischen
Einwanderung und deren Auswirkungen
auf die Schweizer Gesellschaft bewusst
machen (optional).
sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln,
Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu
kritisch und differenziert Stellung nehmen.
4.Klasse
Morphologische und syntaktische
Strukturen und Regeln für
fortgeschrittene Lernende
selbständig das Regelwerk der italienischen
Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die
Maturaprüfungen.
Wortschatz auf Stufe fortgeschrittene
Lernende
ihren Wortschatz selbständig vertiefen und
erweitern, auch im Hinblick auf die
Maturaprüfungen (und evtl. auf
Sprachdiplome wie PLIDA, CELI).
Verwendung von Hilfsmitteln
Übersetzen
bewusst verschiedene Sprachebenen
wichtige Abweichungen von der
Standardsprache erkennen und einordnen.
soziolinguistische Probleme erkennen und
bewerten (optional).
sich notwendige Informationen aus
verschiedensten Quellen beschaffen.
ausgewählte Textpassagen in die
Muttersprache übersetzen, auch als
Repetition und Festigung bereits vorhandenen
Wissens (optional).
ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache
übersetzen, auch als Repetition und
Festigung bereits vorhandenen Wissens.
authentischen und komplexeren
Redebeiträgen mühelos folgen.
Besonderheiten eines regional oder
dialektal gefärbten Italienisch erkennen.
aktiv an einem Gespräch unter
Italienischsprachigen teilnehmen,
Meinungen und Gefühle recht flüssig und
grammatikalisch weitgehend korrekt
sich zu anspruchsvollen Themen
weitgehend fehlerfrei und kompetent
sich mittels individueller Lektüren
selbstständig auf die Maturaprüfungen
vorbereiten.
auch Texte früherer Epochen (mit
Hilfsmitteln) selbständig lesen,
zusammenfassen und analysieren.
Aufsätze, Erörterungen, Kommentare,
Stellungnahmen, Briefe verfassen, auch
als Vorbereitung für die schriftlichen
Maturaprüfungen.
Methoden der Literaturanalyse und –
verschiedene Ansätze der
Textinterpretation anwenden.
stilistische und rhetorische Mittel
Sekundärliteratur für ihre Interpretation
bewusst und kritisch einsetzen.
ausgewählte Textpassagen aus Prosa und
Theatertexten szenisch umsetzen
Literaturgeschichte anhand von charakteristischen Themen
und Ausdrucksmitteln Texte aus diversen
Epochen und literarischen Strömungen
(z.B. Trecento, Sette- e Ottocento: Dante,
Petrarca, Boccaccio; Goldoni, Manzoni,
Verga usw.) erkennen, einordnen und
verschiedenste Aspekte der
italienischsprachigen Welt kompetent
kontextualisieren und erörten: Kunst,
Architektur, Film, Musik.
Studienreisen (Spezialschulwochen u.ä.)
weitgehend selbständig organisieren
anlässlich von Studienreisen kompetent
durch Ausstellungen o.ä. führen
Latein Schwerpunktfach
Wochenlektion 0 0 6 6
Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders
Strategien zum Erschliessen und Interpretieren von Texten
Fähigkeit, sprachliche und literarische Phänomene zu reflektieren
Bewusstsein für Geschichtlichkeit von Literatur
Bewusstsein für die Geschichtlichkeit von Sprachen
Fähigkeit, sich in der Zielsprache Deutsch treffend auszudrücken
verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Fähigkeit, Wörterbücher sinnvoll zu nutzen
Fähigkeit zum kritischen Umgang mit verschiedenartigen Quellen
Interesse an der europäischen Kulturgeschichte und an Grundfragen des Menschseins
Sinn für Ästhetik von Sprache und Literatur
1.Lerngebiet: Sprach- und Textarbeit
Wortschatz und Wortbildung von einem definierten Wortschatz die
deutschen Bedeutungen nennen.
Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von
Metonymie und Metapher erweitern.
Ableitungen mit gängigen Prä- und
Suffixen durchführen.
Grammatik in einem Text die grammatikalischen
Phänomene (Formenlehre und
insbesondere Syntax) benennen und
daraus Erkenntnisse für eine geeignete
Übersetzung ableiten.
Übersetzungstechnik einen Text sprachlich formal und
syntaktisch analysieren und mit
Worthilfen, grammatikalischen und
inhaltlichen Hinweisen selbständig
übersetzen.
Hilfsmittel wie Wörterbuch und
Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen.
durch effizienten Gebrauch eines Latein-
Deutsch-Wörterbuches die jeweils
passende Bedeutung eines Begriffes
deutsch inhaltlich präzise und adäquate
Formulierungen finden.
Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch
erkennen und die daraus resultierenden
Konsequenzen für eine Übersetzung
Textverständnis mit und ohne Zuhilfenahme von
erläuternden Kommentaren Aussage
und Absicht eines Textes verstehen
und diskutieren.
ein ganzes Werk oder (grössere) Teile
durch kombinierte Lektüre von Übersetzungen und ausgewählten
Abschnitten im Original in seinem
wesentlichen Inhalt erfassen.
Phänomene der Intertextualität
beschreiben und so gewonnene
Erkenntnisse für die Interpretation
fruchtbar machen.
sich kritisch mit vorgegebener
Sekundärliteratur zu einem Text
auseinandersetzen und sie zu einem
vertieften Verständnis nutzen.
Metrik und Stilistik die wichtigsten Versformen erkennen,
skandieren und lesen.
die Wortwahl sowie metrische und
stilistische Formen eines Textes nutzen
für Rückschlüsse auf Inhalt und
Aussage.
die Möglichkeiten der Beeinflussung
und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch hinterfragen.
Literarische Gattungen Texte den verschiedenen literarischen
Gattungen (z. Bsp. Brief, Rede,
Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der
Textmerkmale zuordnen und in einen
gattungsspezifischen Zusammenhang
Parallelen und autorenspezifische
Abweichungen gegenüber den
Grundmerkmalen einer Gattung
beschreiben und daraus Vermutungen
zur Intention des Werks ableiten.
2.Lerngebiet: Thematische Arbeit
Historischer und soziopolitischer Kontext die Wechselwirkungen zwischen Politik
und Gesellschaft und die Auswirkungen
verschiedener Herrschaftsstrukturen
auf die Lebensgestaltung beschreiben.
wichtige geschichtliche Ereignisse in
Bezug setzen zu ihrer literarischen
Verarbeitung und zum daraus
abzuleitenden Selbstverständnis der
Römer.
Gesellschaft und Alltag Merkmale des Alltags von Menschen
aus verschiedenen Zeiten und sozialen
Schichten beschreiben, ihre Bedürfnisse
und Probleme aufzeigen und zum
zeitgeschichtlichen Kontext in Bezug
Wert- und Weltvorstellungen Grundwerte und sich verändernde
Werte für menschliches Handeln
unterscheiden und die mit jeder
Handlung getroffenen Entscheidungen
für oder gegen Werte analysieren,
diskutieren und beurteilen.
verschiedene Wertsysteme und
-vorstellungen beschreiben, zueinander
und zu den eigenen Werten in Bezug
setzen und ihre Gültigkeit sowohl in
ihrer Zeit als auch bezüglich der
Nachwelt reflektieren.
Philosophie die griechischen und römischen
philosophischen Ausprägungen, deren
Vertreter und gegenseitige
Beeinflussung beschreiben.
Grundfragen der antiken Philosophie
im Verlauf der Geschichte verfolgen
und in Bezug setzen zu
philosophischen Sichtweisen der
Gegenwart.
Mythologie die Funktion und Bedeutung von
Mythen und mythischen
Weltvorstellungen für die Menschen an
Beispielen erklären.
Rezeption antiker Texte und Motive die Wiederaufnahme und Veränderung
berühmter Motive in verschiedenen
Medien (Text, Malerei, Bildhauerei,
Theater, Film, Musik) wiedererkennen,
die Varianten mit der jeweiligen
Epoche in Verbindung bringen und die
Motiventwicklung beschreiben.
die allgemeingültigen und
zeitunabhängigen Elemente eines
Motivs herausarbeiten.
Griechische und römische Kunstgeschichte
die Entwicklung der griechischen und
römischen Kunst und ihre
Wiederaufnahme in späteren Zeiten
1.Lerngebiet: Sprach- und Textarbeit
Wortschatz und Wortbildung von einem definierten Wortschatz die
deutschen Bedeutungen nennen.
Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von
Metonymie und Metapher erweitern.
Ableitungen mit gängigen Prä- und
Suffixen durchführen.
Grammatik in einem Text die grammatikalischen
Phänomene (Formenlehre und
insbesondere Syntax) benennen und
daraus Erkenntnisse für eine geeignete
Übersetzung ableiten.
Übersetzungstechnik einen Text sprachlich formal und
syntaktisch analysieren und mit
Worthilfen, grammatikalischen und
inhaltlichen Hinweisen selbständig
übersetzen.
Hilfsmittel wie Wörterbuch und
Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen.
durch effizienten Gebrauch eines Latein-
Deutsch-Wörterbuches die jeweils
passende Bedeutung eines Begriffes
deutsch inhaltlich präzise und adäquate
Formulierungen finden.
Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch
erkennen und die daraus resultierenden
Konsequenzen für eine Übersetzung
Textverständnis mit und ohne Zuhilfenahme von
erläuternden Kommentaren Aussage
und Absicht eines Textes verstehen
und diskutieren.
ein ganzes Werk oder (grössere) Teile
durch kombinierte Lektüre von
Übersetzungen und ausgewählten
Abschnitten im Original in seinem
wesentlichen Inhalt erfassen.
Phänomene der Intertextualität
beschreiben und so gewonnene
Erkenntnisse für die Interpretation
fruchtbar machen.
sich kritisch mit vorgegebener
Sekundärliteratur zu einem Text
auseinandersetzen und sie zu einem
vertieften Verständnis nutzen.
Metrik und Stilistik die wichtigsten Versformen erkennen,
skandieren und lesen.
die Wortwahl sowie metrische und
stilistische Formen eines Textes nutzen
für Rückschlüsse auf Inhalt und
Aussage.
die Möglichkeiten der Beeinflussung
und Manipulation des Lesers
herausarbeiten und kritisch
Literarische Gattungen Texte den verschiedenen literarischen
Gattungen (z. Bsp. Brief, Rede,
Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der
Textmerkmale zuordnen und in einen
gattungsspezifischen Zusammenhang
Parallelen und autorenspezifische
Abweichungen gegenüber den
Grundmerkmalen einer Gattung
beschreiben und daraus Vermutungen
zur Intention des Werks ableiten.
2.Lerngebiet: Thematische Arbeit
Historischer und soziopolitischer Kontext die Wechselwirkungen zwischen Politik
und Gesellschaft und die Auswirkungen
verschiedener Herrschaftsstrukturen
auf die Lebensgestaltung beschreiben.
wichtige geschichtliche Ereignisse in
Bezug setzen zu ihrer literarischen
Verarbeitung und zum daraus
abzuleitenden Selbstverständnis der
Römer.
Gesellschaft und Alltag Merkmale des Alltags von Menschen
aus verschiedenen Zeiten und sozialen
Schichten beschreiben, ihre
Bedürfnisse und Probleme aufzeigen
und zum zeitgeschichtlichen Kontext in
Bezug setzen.
Wert- und Weltvorstellungen Grundwerte und sich verändernde
Werte für menschliches Handeln
unterscheiden und die mit jeder
Handlung getroffenen Entscheidungen
für oder gegen Werte analysieren,
diskutieren und beurteilen.
verschiedene Wertsysteme und
-vorstellungen beschreiben, zueinander
und zu den eigenen Werten in Bezug
setzen und ihre Gültigkeit sowohl in
ihrer Zeit als auch bezüglich der
Nachwelt reflektieren.
Philosophie die griechischen und römischen philosophischen Ausprägungen, deren
Vertreter und gegenseitige
Beeinflussung beschreiben.
Grundfragen der antiken Philosophie
im Verlauf der Geschichte verfolgen
und in Bezug setzen zu
philosophischen Sichtweisen der
Gegenwart.
Mythologie die Funktion und Bedeutung von
Mythen und mythischen
Weltvorstellungen für die Menschen an
Beispielen erklären.
Rezeption antiker Texte und Motive die Wiederaufnahme und Veränderung
berühmter Motive in verschiedenen
Medien (Text, Malerei, Bildhauerei,
Theater, Film, Musik) wiedererkennen,
die Varianten mit der jeweiligen
Epoche in Verbindung bringen und die
Motiventwicklung beschreiben.
die allgemeingültigen und
zeitunabhängigen Elemente eines
Motivs herausarbeiten.
Geschichte des Alphabets (optional) die Herkunft, die Umstände der
Übernahme und die Weiterentwicklung
des Alphabets beschreiben.
das dem Alphabet zugrundeliegende
Schriftprinzip aufzeigen und von
anderen Schrifttypen abgrenzen.
Griechisch (optional) die griechische Schrift lesen.
zu einigen wichtigen Wörtern die
deutsche Bedeutung und ihr
Weiterleben in Fremdwörtern nennen.
die Geschichte und die Bedeutung der
griechischen Sprache nachvollziehen.
Mathematik Grundlagenfach
Wochenlektion 4 3 3 4
Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders
Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und
sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen.
Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch
beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden
können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von
Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem
Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet.
Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und
kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei
der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen.
Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die
Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von
Missverständnissen bei und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt.
Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und
verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.
Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das
sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer
Algebra Systeme, usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische
Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender
Bestandteil.
Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als
Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur
Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie begegnen
der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen.
Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und
Selbstvertrauen zu lösen.
Angaben zur Leistungsbewertung
Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge
und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene
Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz
(Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate
und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu
beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen,
Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die
Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von
Mathematik meistern zu können.
Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall
kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur
Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und
Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen
Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw.
Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst
sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar
gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das
Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Mathematik.
Basale fachliche Kompetenzen sind kursiv/blau im Lehrplan ausgewiesen.
Aus der Bezirksschule vorausgesetzt
1.Lerngebiet: Zahlen
Zahlbereiche natürliche, ganze, rationale und
reelle Zahlen erkennen und
einfache Kopfrechnungen
ausführen und beherrschen die
Klammerregeln.
einfache Rechnungen mit Brüchen
(+, , ,÷) durchführen.
binomische Formeln anwenden.
einfache Prozentaufgaben lösen
und den direkten Dreisatz
einfache logische Argumentationen
über natürliche, ganze und rationale
Zahlen (z.B. Teilbarkeit,
gerade/ungerade, grösser/kleiner)
2.Lerngebiet: Funktionen
Begriff der Funktion das zweidimensionale kartesische
Koordinatensystem korrekt
3.Lerngebiet: Geometrie
Ähnlichkeit den Satz des Pythagoras erklären
1.Lerngebiet: Zahlen
Umgang mit Zahlen Resultate mit Überschlagsrechnungen
schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit
angeben und auf Plausibilität prüfen.
Zahlbereiche natürliche, ganze, rationale und reelle
Zahlen unterscheiden.
aus unlösbaren Gleichungen in einem
Zahlbereich die Notwendigkeit zur
Erweiterung der Zahlbereiche herleiten.
2.Lerngebiet: Funktionen
Begriff der Funktion erklären, was eine Funktion ist.
unterschiedliche Schreibweisen von
Funktionszuordnungen benützen.
Funktionen auswerten und grafisch
spezielle Punkte eines Funktionsgraphen
wie etwa Nullstellen oder Extrema
die Bedingung dafür angeben, dass die
Umkehrung einer Funktion wieder eine
Funktion ist.
zu gegebenen Funktionen
Umkehrfunktionen bestimmen.
die Beziehung der Graphen einer
Funktion und ihrer Umkehrfunktion
lineare Funktionen Proportionen und Antiproportionen
lineare Funktionen als Geraden grafisch
die Steigung und den Steigungswinkel
einer Geraden angeben.
die Gleichung der Geraden aufstellen,
wenn zwei Punkte oder ein Punkt und die
Steigung gegeben sind.
3.Lerngebiet: Gleichungen
lineare Gleichungen geeignete in Texten vorliegende
Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren.
Gleichungen und Gleichungssysteme
äquivalent umformen.
lineare Gleichungen auflösen.
lineare Gleichungssysteme Methoden zur Lösung linearer
Gleichungssysteme erklären.
lineare Gleichungssysteme mit zwei
und drei Unbekannten auflösen und
geometrisch erklären.
die Lösbarkeit von linearen
Gleichungssystemen untersuchen.
4.Lerngebiet: Stochastik
beschreibende Statistik die wichtigsten Darstellungsformen von
Statistiken lesen.
die gängigen Lage- und Streumasse
interpretieren und anwenden.
einfache statistische Kennzahlen mit Hilfe
der Tabellenkalkulation berechnen.
5.Lerngebiet: Geometrie
Ähnlichkeit den Unterschied zwischen Ähnlichkeit
und Kongruenz erklären.
die bestimmenden Elemente einer
zentrischen Streckung nennen.
die Strahlensätze in typischen
Situationen anwenden.
mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken
Beweise führen.
das Verhältnis des Goldenen Schnitts
Trigonometrie die trigonometrischen Funktionen im
rechtwinkligen Dreieck und im
Einheitskreis definieren.
Seitenlängen und Winkel von
Dreiecken berechnen.
das Bogenmass verwenden.
Vektoren den Begriff des Vektors erklären.
Vektoren rechnerisch und grafisch
addieren, subtrahieren und mit einer
Zahl multiplizieren.
zweidimenisonale Vektoren rechnerisch
und grafisch nach zwei vorgegebenen
Richtungen zerlegen.
das Skalarprodukt zweier Vektoren
ausrechnen und zur Berechnung von
Zwischenwinkeln einsetzen.
1.Lerngebiet: Zahlen
Zahlbereiche mit einem indirekten Beweis zeigen, dass
definieren, was Primzahlen sind und
kennen die wichtigsten Eigenschaften
von Primzahlen.
zeigen, dass es unendlich viele
Primzahlen gibt.
die Grundrechenoperationen und die
Potenzgesetze zur Umformung von
Termen anwenden.
die Wirkung von rationalen Exponenten in
Potenzen erklären.
erklären, wie der Logarithmus definiert ist
Logarithmusgesetze anwenden und
Logarithmen zu beliebigen Basen
Zahlenfolgen die explizite und die rekursive Definition
einiger Zahlenfolgen aufschreiben.
erklären, was eine Reihe ist.
arithmetische Folgen erster Ordnung den
linearen Funktionen zuordnen sowie ihre
Glieder und Teilsummen berechnen.
geometrische Folgen den exponentiellen
Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder
und Teilsummen berechnen.
den Barwert bei periodischen Zahlungen
in der Finanzmathematik berechnen.
an Beispielen erklären, dass die Summe
unendlich vieler Summanden endlich sein
kann.
die Begriffe konvergent, divergent und
Grenzwert erklären.
die Grenzwerte einiger konvergenter
Zahlenfolgen berechnen.
2.Lerngebiet: Funktionen
quadratische Funktionen quadratische Funktionen als Parabeln
grafisch darstellen.
den Scheitelpunkt einer Parabel
die Gleichungen verschobener, axial
gestreckter und gespiegelter Parabeln
aufstellen.
Potenzfunktionen und Polynome Potenzfunktionen an ihrer grafischen
Darstellung erkennen.
den Aufbau von Polynomen erklären.
Exponential- und Logarithmusfunktionen den typischen Verlauf von
Exponentialkurven erkennen
Funktionsgleichungen für das
exponentielle Wachstum und den
exponentiellen Zerfall aufstellen.
das exponentielle Wachstum in
verschiedenen Bereichen anwenden, z.B.
Kapitalentwicklung mit Zinseszins.
trigonometrische Funktionen die grafischen Darstellungen der
trigonometrischen Funktionen erklären,
insbesondere Periodizität und
Symmetrien.
3.Lerngebiet: Gleichungen
quadratische Gleichungen geeignete in Texten vorliegende
Problemstellungen durch Gleichungen
formalisieren.
erklären, was eine quadratische
Gleichung ist.
die Auflösungsformel für quadratische
Gleichungen anwenden.
die Anzahl der Lösungen bestimmen.
einen quadratischen Term in
Linearfaktoren zerlegen.
die Lösung der quadratischen
Gleichung in Zusammenhang mit den
Nullstellen der quadratischen Funktion
Exponentialgleichungen einfache Exponentialgleichungen mit Hilfe
von Logarithmen lösen.
die Verdoppelungszeit bzw. die
Halbwertszeit bei Exponentialfunktionen
trigonometrische Gleichungen alle Winkel zum vorgegebenen
Funktionswert einer Winkelfunktion
finden.
1.Lerngebiet: Analysis
Grenzwerte Grenzwerte von Funktionen berechnen.
die im Zusammenhang mit
Grenzwerten wichtigsten Notationen
Erkennungsmerkmale für stetige
Funktionen angeben.
Ableitung die Ableitung als momentane
Änderungsrate erklären.
die Ableitung grafisch als
Tangentensteigung erklären.
Ableitungen mit Hilfe von
Differentialquotienten berechnen.
zu einem gegebenen Funktionsgraph
qualitativ richtig den Graph der
Ableitungsfunktion zeichnen.
Summen, Produkte und Quotienten von
Funktionen sowie zusammengesetzte
Funktionen ableiten.
die Gleichung einer Tangente an einen
Funktionsgraphen aufstellen.
die notwendigen und hinreichenden
Bedingungen für relative Extrema und
Wendepunkte von Funktionsgraphen
Intervalle berechnen, auf denen der
Funktionsgraph monoton wächst oder fällt
bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist.
in angewandten Aufgaben Extremwerte
Integral das bestimmte Integral als Grenzwert
einer Summe definieren.
mit dem bestimmten Integral
Flächeninhalte berechnen.
das unbestimmte Integral als Menge
aller Stammfunktionen definieren.
die Aussage und die Beweisidee für
den Hauptsatz der Differential- und
Integralrechnung angeben.
die Stammfunktionen elementarer
Funktionen angeben.
die wichtigsten Integrationsregeln
2.Lerngebiet: Stochastik
Kombinatorik die Multiplikationsregel bei
mehrstufigen Versuchen anwenden.
die Anzahl Möglichkeiten berechnen,
wenn eine Anzahl von Elementen auf
eine Anzahl von Plätzen angeordnet
wird, mit oder ohne Berücksichtigung
der Reihenfolge, mit oder ohne
Wiederholung.
den binomischen Lehrsatz anwenden.
Wahrscheinlichkeitsrechnung die Stabilität der relativen Häufigkeiten
bei langen Versuchsreihen erklären.
die Begriffe Zufallsexperiment, Ereignis
und Wahrscheinlichkeit erklären.
bei mehrstufigen Versuchen
Baumdiagramme zeichnen oder
Mehrfeldertafeln einsetzen.
Wahrscheinlichkeiten und bedingte
Wahrscheinlichkeiten errechnen.
abhängige und unabhängige Ereignisse
die Begriffe Zufallsvariable,
Erwartungswert und Standardabweichung
1.Lerngebiet: Stochastik
Wahrscheinlichkeitsverteilungen den Einsatzbereich verschiedener
Verteilungsarten erklären: empirische
Verteilung. Gleichverteilung,
Binomialverteilung, evt.
hypergeometrische Verteilung,
Poissonverteilung, Normalverteilung.
die Binomialverteilung erklären und
den Einsatzbereich der
Normalverteilung erklären und die
Gausssche Glockenkurve beschreiben.
beurteilende Statistik eine Hypothese gegen ihre Alternative
testen und bei der Entscheidung
mögliche Fehler benennen.
Vertrauensintervalle beschreiben.
2.Lerngebiet: Vektorgeometrie
Punkt, Gerade, Ebene mit Hilfe von Vektoren Punkte,
Geraden und Ebenen beschreiben.
räumliche Situationen anschaulich
dreidimensionale Darstellungen
die Ebene im Raum mit Hilfe einer
Koordinatengleichung beschreiben.
die gegenseitige Lage von Geraden
und Ebenen beschreiben.
Schnittpunkte und Schnittwinkel von
Geraden und Ebenen berechnen.
Normalen und Normalebenen angeben.
Abstände zwischen Punkten, Geraden
und Ebenen berechnen.
Kreis und Kugel Kreise in der Grundebene und Kugeln
im Raum mit Koordinatengleichungen
eine Tangentialebene an eine Kugel in
einem Kugelpunkt berechnen.
Flächen- und Rauminhalt das vektorielle Produkt definieren und
Flächeninhalte von räumlichen
Dreiecken berechnen.
Rauminhalte von Tetraedern berechnen.
3.Lerngebiet: Analysis
Anwendungen die Differential- und Integralrechnung
zur Problemlösung in verschiedenen
Wissensgebieten einsetzen, z.B.
Kinematik, Arbeit, Wirtschaft.
Parameter in Funktionsgleichungen
aus gegebenen Bedingungen
Schnittwinkel von Funktionsgraphen
eine Funktion linear nähern
das Volumen von Rotationskörpern
Näherungsverfahren einen Algorithmus angeben und
erklären, der Gleichungen approximativ
löst.
einen Algorithmus angeben und
erklären, der bestimmte Integrale
aproximativ berechnet.
Mathematik Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik fördert besonders
ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten
den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen
wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können
Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit
von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind
wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein
vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen
andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen
eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden
Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte
Sachverhalte sprechen
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen
Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und
Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen
Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der
Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als
ästhetisches Prinzip erleben
Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Mathematik einzulassen und sie mit
Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen
Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche
Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen.
Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die
kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer
Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz
(Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative
Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer
verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben)
besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können.
Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall
kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur
Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und
Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen
Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw.
1.Lerngebiet: Differentialgleichungen
Definition erklären, was eine Differentialgleichung
Differentialgleichungen nach den
Begriffen gewöhnlich, homogen,
Ordnung, Grad unterscheiden.
Interpretation einsehen, dass eine Gleichung auch
Funktionen als Lösungen haben kann.
erklären, dass viele Vorgänge in der
Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe
von Differentialgleichungen beschreibbar
sind.
Lineare Differentialgleichung erster Ordnung in einfachen Problemstellungen die
Methode der Variablenseparation
lineare Differentialgleichungen erster
Ordnung mit konstanten Koeffizienten
Richtungsfeld und Kurvenschar geeignete Differentialgleichungen mit
Richtungsfeldern geometrisch
Approximatives Lösungsverfahren einen Algorithmus angeben, der ein
Anfangswertproblem näherungsweise
löst.
Modellbildung einsehen, dass bei der Modellierung der
Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig
sind.
2.Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen erklären, was Matrizen sind.
Matrizen nach den Begriffen
Einheitsmatrix, Dreiecksmatrix,
Diagonalmatrix, transponierte Matrix,
reguläre Matrix unterscheiden.
Matrixoperationen Matrizen addieren, multiplizieren,
invertieren und deren Rang angeben.
Determinanten die Rolle der Determinante bei der
Matrixinversion erklären.
Eigenwerte und Eigenvektoren Eigenwerte und Eigenvektoren von
Matrizen bestimmen und deuten.
Affine Abbildungen erklären, was eine affine Abbildung ist.
Affinitäts-, Ähnlichkeits- und
Kongruenzabbildungen mit Hilfe von
Matrizen beschreiben.
Fixpunkte und Fixgeraden Fixpunkte und Fixgeraden von
Nullpunktsaffinitäten bestimmen.
Musik Grundlagenfach
Wochenlektion 2 2 2 0
Das Grundlagenfach Musik fördert besonders:
aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten
Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen
die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen
Kunstform berücksichtigen
massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit
das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen
sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige)
nonverbale Aspekte äussern
das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme bei (öffentlicher)
authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene
Meinung bilden.
Methoden begründet und spezifisch (dem Thema entsprechend) auswählen
die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und
Notationsprogrammen gezielt nutzen
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 3-4 schriftlichen Prüfungen pro Jahr.
Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus),
Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte
lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur
Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen,
Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte…
1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen)
Klangerscheinungen die Parameter Frequenz, Dauer,
Intensität und Farbe differenziert
bewusst wahrnehmen und
die diatonischen Skalen Dur und Moll
mit Varianten erkennen und benennen.
in Hörbeispielen dur-moll-tonaler Musik
den Grundton gehörsmässig eruieren.
Pentatonik, Chromatik und
Ganztonleiter hörend unterscheiden.
die Intervalle innerhalb eines
Oktavraums auf die Eigenschaften
Konsonanz und Dissonanz sowie
grosse und kleine Distanz
dynamische (Abstufungen von laut bis
leise) und artikulatorische (legato, non
legato, staccato, etc.) Phänomene
bewusst wahrnehmen und
in dur-moll-tonaler Musik die Dominant-
Tonika-Spannung bewusst
Leittöne und ihre
Auflösungsbestrebung bewusst
Dur- und Mollreiklänge (Dur, Moll,
Vermindert, Übermässig)
Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo
vokale Stimmlagen (Sopran, Alt, Tenor,
Bass) erkennen und zuordnen.
Die wichtigsten Instrumente der
gängigsten Formationen (mind.
Symphonieorchester) hörend
Formverläufe und Formmodelle in kleineren standardisierten
Formverläufen (z.B. Liedformen)
Proportionen (z.B. regelmässige
Taktgruppierungen) bzw. Varianten und
Abweichungen bewusst wahrnehmen.
nicht standardisierte Formverläufe
bewusst mithören und z.B. als
graphische Hörpartitur skizzieren.
Taktarten in metrischer Musik
rhythmische Phänomene wie Auftakt,
Synkopen, binäre und ternäre
Phrasierung etc. erkennen und
musikalische Abläufe auf
grundsätzliche Aspekte wie
Wiederholung, Variation und Kontrast,
Reihung und Schichtung, Steigerung
und Rückentwicklung bewusst hören
polyphone und homophone Faktur
grundsätzlich unterscheiden.
Werkkenntnis und Stilkunde Musikwerke verschiedenen Musikarten
(Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und
Pop) zuordnen.
ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten
aus „Klangerscheinungen“ und
„Formverläufe und
Formmodelle“ verknüpfen.
stilistische Besonderheiten von
Musikarten, Stilen, Gattungen und
Epochen hörend nachvollziehen.
2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern)
Klangerscheinungen absolute Tonhöhen im Ambitus der
grossen bis dreigestrichenen Oktave
fliessend in Bass- und Violinschlüssel
lesen.
die diatonischen Skalen Dur und Moll
mit Varianten sowie Pentatonik,
Ganztonleiter und Chromatik
orthographisch korrekt im Violin- und
Bassschlüssel schreiben und lesen
sowie in musikalischen
Zusammenhängen erkennen und
den Quintenzirkel als abstrahierte
Darstellung der wichtigsten
Phänomene dur-moll-tonaler Musik
nachvollziehen
und als Hilfsmittel anwenden
(Tonartengrundtöne, Vorzeichen,
Quinttransposition mit Beziehung
zwischen Subdominante, Tonika und
Dominante).
alle Intervalle innerhalb einer Oktave
orthographisch korrekt in Violin- und
Bassschlüssel schreiben und lesen.
Noten- und Pausenwerte schreiben und
lesen
rhythmische und artikulatorische
Phänomene erkennen und benennen.
dynamische Abstufungen erkennen und
die gängigsten Instrumente den
entsprechenden Instrumentengruppen
und Formationen zuordnen.
Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und
übermässiger Dreiklang) schreiben und
im Notentext erkennen.
das Prinzip der Akkordsymbolschrift
das Prinzip der Stufen- und
Funktionstheorie nachvollziehen und
auf die Hauptstufen I, IV und V bzw.
auf die Funktionen Tonika, Dominante,
Subdominante bezogen anwenden.
Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit
und Tempo adäquat beschreiben.
Formverläufe und Formmodelle musikalische Abläufe auf
grundsätzliche Aspekte wie polyphone
und homophone Faktur sowie
Wiederholung, Variation und Kontrast,
Reihung und Schichtung, Steigerung
und Rückentwicklung untersuchen und
musikalische Motive, Themen und
Phrasen erkennen und adäquat
musikalische Verläufe formal gliedern
und ihre Einteilung musikalisch
Liedformen abrufen und konkrete
Beispiele mit Notentext formal
Werkkenntnis und Stilkunde ihr vokales Repertoire aus dem
Schulfach Musik wie auch das aktuelle
Repertoire aus dem
Instrumentalunterricht Musikarten,
Stilen und Epochen zuordnen.
sich einen rudimentären Überblick über
die Funktionen von Musik in vielfältigen
Vebindungen von kulturellen und
gesellschaftlichen Bereichen
verschaffen.
den Nutzen und die Grenzen von
musikalischen Kategorien wie
Musikarten, Epochen- und Stilbegriffen
sowie dem musikalischen
Werkverständnis abwägend
ihr Bewusstsein für die
Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität
auf Epochen und Musikarten bezogen
schärfen und haben Beispiele mit nichtdur-moll-tonalen Klanglichkeiten (z.B.
Geräusch, Cluster, freitonale Stücke
etc.) nachvollzogen.
3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben)
Klangerscheinungen Melodische Bausteine do/re, do/la.
ti/do, do/re/mi singen.
ihre eigene Stimme rezitierend,
deklamatorisch und singend einsetzen.
ihre Atmung, Körperhaltung und
Stimmgebung bewusst steuern.
Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und
Werkkenntnis und Stilkunde ein Repertoire von Liedern / Songs /
Kanons unter Berücksichtigung
verschiedener Musikarten (Volks- und
Folkmusik, Jazz, Rock- und Popmusik)
und in angemessener Vertretung der
Landessprachen aktiv abrufen.
auf die Musikart bzw. den –stil bezogen
Vokalmusik mit adäquater
Stimmgebung und musikalischer
Phrasierung interpretieren.
4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden)
Klangerscheinungen mit ihrer Stimme und mit
Bodypercussion Geräusche und Klänge
Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und
kurze rhythmische Verläufe und
Pattern kreieren.
einfache pentatonische Verläufe
entwerfen.
einfache dur-moll-tonale melodische
Verläufe entwerfen.
1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen)
Klangerscheinungen die Grundformen der Intervalle
innerhalb einer Oktave bestimmen.
Dreiklänge bestimmen (Dur, moll,
vermindert, übermässig).
Nicht dur-moll-tonale
Klangerscheinungen wie Geräusche,
Cluster, freitonale Stücke etc. bewusst
wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur
graphisch skizzieren.
die Modi unterscheiden.
Formverläufe und Formmodelle wichtige formale Einschnitte auch in
grösseren Formverläufen und
Formmodellen erkennen und
grundlegende motivische
Verarbeitungsprinzipen wie Imitation,
Variation und Sequenzierung erkennen
und benennen.
in einfachen mehrstimmigen Sätzen
einzelne Stimmen (auch Mittelstimmen
und Bassstimme) gehörsmässig
mitverfolgen.
Werkkenntnis und Stilkunde stilistische Besonderheiten von
Musikarten, Stilen, Gattungen und
Epochen hörend nachvollziehen.
ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten
aus „Klangerscheinungen“ und
„Formverläufe und
Formmodelle“ verknüpfen.
2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern)
Klangerscheinungen die Modi notieren und lesen bzw. in
Literaturbeispielen erkennen.
grundlegende Materialien und
Strukturen von nicht dur-moll-tonaler
Musik (Geräusche, Cluster, freie
Tonleitern, freitonale Stücke etc.)
nachvollziehen, ableiten und in
musikalischen Zusammenhängen
Umstellungen von Dreiklängen
schreiben und im Notentext erkennen.
Formverläufe und Formmodelle grundlegende motivische
Verarbeitungsprinzipen wie Imitation,
Variation und Sequenzierung im
Notentext erkennen und benennen.
Stimmführungsregeln im vierstimmigen
Satz nachvollziehen und anwenden.
Werkkenntnis und Stilkunde Musikstücke mit einem grundlegenden
Orientierungswissen hinsichtlich Arten,
Stilen, Gattungen, Formen,
KomponistInnen und mit einem
angemessenen historischen
Umfeldwissen verknüpfen.
sich vertieft mit Aspekten der dur-molltonalen Epoche auseinandersetzen
(Voraussetzungen für den Stilwechsel
um 1600, Ausloten der Tonalität bis
zum Bruch mit derselben,
Unterscheidung von sog. E- und U-
Musik seit dem 20. Jh.).
weitere musikalische Konzepte vor und
nach der dur-moll-tonalen Epoche (mit
exemplarischen Beispielen aus Musik
des Mittelalters, freitonale und atonale
Musik, Klangflächenkompositionen
etc.) sowie aus anderen Kulturkreisen
in ihren historischen bzw. kulturellen
Kontext einordnen.
3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben)
Klangerscheinungen die Grundformen der Intervalle
innerhalb einer Oktave singen.
Melodische Bausteine do/mi/so,
do/la/mi. singen.
ihre eigenen Stimmmöglichkeiten
erweitern und nutzen.
Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und
Werkkenntnis und Stilkunde ihr Repertoire an (ein- und
mehrstimmigen) Chorkompositionen,
Songs und Kanons unter
Berücksichtigung verschiedener
Musikarten erweitern.
sich ausgehend von einem Leadsheet
die Adaption nach einem sängerischen
Vorbild bewusst erarbeiten oder eine
eigene Interpretation entwickeln.
4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden)
Klangerscheinungen Geräusche und Klänge mit einem
definierten Instrumentarium (z.B.
versch. Materialien wie Holz, Metall,
Kunststoffe etc.) kreieren.
Geräusche und Klänge mit ihrem
eigenen Instrument kreieren.
Formverläufe und Formmodelle beim kreieren von Melodien/Songs
bewusst Aspekte der Stufen- und
Dreiklangsmelodik anwenden.
unter Anwendung ihres harmonischen
Wissens zu einer Hauptstimme aus
dem Stegreif einfache Begleitstimmen
entwerfen.
vierstimmige Kadenzen unter
Anwendung der Stimmführungsregeln
1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen)
Klangerscheinungen den Dominantseptakkord in
musikalischen Verläufen erkennen.
die klanglichen Eigenschaften
verschiedener Septakkorde
Instrumente einzeln und in den
gängigen Formationen hörend
die unterschiedlichen Qualitäten
verschiedener Stimmungssysteme
hörend nachvollziehen.
Formverläufe und Formmodelle musikalische Verläufe in tonaler Musik
bewusster aufgrund rhythmischer,
melodischer und harmonischer Aspekte
einfache Kadenzmodelle aus dem
eigenen Repertoire an Instrumental-
und Vokalmusik hörend erkennen.
Werkkenntnis und Stilkunde stilistische Besonderheiten von
Musikarten, Stilen, Gattungen und
Epochen hörend nachvollziehen.
ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten
aus „Klangerscheinungen“ und
„Formverläufe und
Formmodelle“ verknüpfen.
2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern)
Klangerscheinungen Septakkorde mit Umstellungen notieren
und benennen.
gängige und ihnen bisher auch
unbekannte Instrumente der
Systematik der Instrumentenkunde
zuordnen Zwischendominanten
erkennen und benennen.
Formverläufe und Formmodelle Durchgangs- und Wechselnoten,
Quart-, Sext- und Nonvorhalt,
Antizpation und Orgelpunkt in
konkreten Beispielen erkennen und
den Dominantseptakkord im
vierstimmigen (Klavier-) Satz einbauen.
Werkkenntnis und Stilkunde Musikstücke Stilen und Epochen
sich weitgehend selbständig mit einem
musikalischen Phänomen und dem
dazugehörigen historischen
Umfeldwissen auseinandersetzen und
Artikel aus Fachliteratur (z.B. aus den
Reihen Duden Basiswissen Schule,
Dumont Schnellkurs Musik, etc. sowie
ausgewählte Artikel aus DTV-Atlas,
Musik in Geschichte und Gegenwart,
New Grove etc.) verarbeiten.
die wichtigsten musikalischen
Umbrüche nachvollziehen
(Schriftlichkeit im 9. Jh, Stilwechsel um
1600, Paradigmawechsel in
Aufführungspraxis und Werkverständnis sowie Verlagerung der
Musizierpraxis zum Bürgertum um
1800, Aufbruch in die Moderne ab
1880er-Jahre bis hin zum Bruch mit der
Tonalität um 1910, Neue Musik ab
1950 und Postmoderne, Bruch und
Unterscheidung von sog. E- und U-
Musik im 20 Jh.) .
3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben)
Klangerscheinungen in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik
eine Stimme (auch Mittelstimme resp.
Bassstimme) selbständig singen.
Septakkorde nachsingen.
Formverläufe und Formmodelle unter Verknüpfung der bisherigen
Kompetenzen aus „Klangstrukturen“
(Skalen, Intervalle, Drei- und
Vierklänge) einfache durmolltonale
Melodien selbständig vom Blatt singen.
auf der Basis von Kadenzmodellen
oder Ostinati Stimmverläufe mit
melodischen und rhythmischen
Varianten entwickeln.
Werkkenntnis und Stilkunde ihr aktives Repertoire um
mehrstimmige Sätze in verschiedenen
Musikarten bzw. in homophonen und
polyphonen Sätzen sowie mit
Kunstliedern erweitern.
4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden)
(Auswahl von mind. zwei der fachlichen
vierstimmige Kadenzen unter
Kompetenzen) Anwendung der Stimmführungsregeln
eine einfache Melodie harmonisieren.
einen dreistimmigen Kanon schreiben.
unter Anwendung ihrer harmonischen
Kenntnisse und z.B. mit Hilfe von
Pattern einfache Liedbegleitungen oder
Chorsätze schreiben.
einen (kurzen) Filmaussschnitt
passend vertonen.
Musik Schwerpunktfach
Wochenlektion 0 0 4* 4*
* Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und
Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor, Orchester
oder Ensembles.
Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders:
aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit
tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext
von Traditionen und Brüchen einordnen
die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen
Kunstform verstärkt berücksichtigen
massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit
das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern
mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst nutzen
sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige)
nonverbale Aspekte äussern
das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme bei (öffentlicher)
authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen
Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten
ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene
Meinung bilden.
Methoden begründet und spezifisch (dem Thema entsprechend) auswählen
verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und
Notationsprogrammen gezielt nutzen
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 4-5 schriftlichen Prüfungen pro Jahr.
Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus),
Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte
lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur
Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen,
Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte…
1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen)
Klangerscheinungen die Parameter Frequenz, Dauer,
Intensität und Farbe differenziert
bewusst wahrnehmen und
komplexere dur-moll-tonale
Zusammenhänge von melodischen und
harmonischen Phänomenen erfassen.
Drei- und Vierklangstrukturen in
Grundstellung und Umkehrungen
gängige harmonische Modelle mit
charakteristischen Wendungen wie
Zwischendominanten, einfache
Modualtionsprozesse, Trugschluss und
Neapolitaner erfassen.
ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen
und Klangfarben verfeinern.
Instrumente differenziert sowohl
einzeln wie auch in den gängigsten
Formationen hörend erkennen.
Formverläufe und Formmodelle grössere standardisierte Formverläufe
differenziert erfassen, angemessen
beschreiben und gegebenenfalls als
Hörprotokoll oder Hörpartitur
Musikstücke in einfachen Partituren
aktiv mitverfolgen.
melodische, harmonische und
rhythmische Phänomene in
verschiedenen Stilen und Gattungen
als formbildende Struktur erfassen.
motivische und kontrapunktische
Verarbeitungsprinzipen wie Variation,
Imitation, Sequenzierung,
Augmentation und Diminution
polyphon strukturierte Werke wie
Invention, Fuge und Kanon in ihren
Grundzügen analysieren.
motivisch-thematische Arbeit und
entwickelnde Variation als
grundlegende Kompositionsprinzipien
z.B. in Sonatenhauptsatzformen
im Schwierigkeitsgrad angemessene
Rhythmus- sowie dur-moll-tonale
Melodiediktate memorieren und korrekt
Werkkenntnis und Stilkunde Musik verschiedenster Stilrichtungen
und Arten, auch aus anderen
Kulturkreisen, differenziert
auf eine angemessene Anzahl
repräsentativer anspruchsvoller
Musikwerke der abendländischen
Kultur ausgehend vom Mittelalter bis in
die Gegenwart zurückgreifen.
2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern)
Klangerscheinungen melodische, harmonische und
rhythmische Phänomene adäquat
beschreiben und sowohl im Notentext
erfassen wie auch korrekt notieren.
Drei- und Vierklangstrukturen mit
Umkehrungen im Notentext erkennen
und notieren.
bei harmonischer Analyse den
Gattungen und Stilen entsprechend
Stufen- und Funktionstheorie bzw.
Akkordsymbole anwenden.
die gängigsten charakteristischen
harmonischen Phänomene dur-molltonaler Musik wie
Zwischendominanten,
Modulationsprozesse, Medianten,
Trugschluss und Neapolitaner an
Literaturbeispielen nachvollziehen und
mit adäquater Fachterminologie
Klänge und Klangerscheinungen
differenziert beschreiben sowie ein
grundlegendes Vorstellungsvermögen
über das Klangbild anhand von Notaten
ein Grundwissen um stilistische sowie
aufführungspraktische Besonderheiten
von Instrumenten und Formationen
abrufen.
Formverläufe und Formmodelle auf ein angemessenes Repertoire an
vertieft behandelten Lied- und
Grossformen wie Fuge,
Sonatenhauptsatzform, Rondo, etc.
zurückgreifen und mit adäquater
Fachterminologie deren
kompositorischen Kernpunkte wie auch
spezifischen Besonderheiten
Werkkenntnis und Stilkunde auf ein angemessenes Repertoire an
vertieft behandelten Lied- und
Grossformen wie Fuge,
Sonatenhauptsatzform, Rondo, etc.
zurückgreifen und mit adäquater
Fachterminologie deren
kompositorischen Kernpunkte wie auch
spezifischen Besonderheiten
3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben)
Klangerscheinungen ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus
Rezeption und Reflexion beim
Musizieren im Instrumentalunterricht
sowie im Chor bzw. in Ensembles
bewusst einfliessen lassen.
melodische und harmonische
Wendungen auch singend
Drei- und Vierklangstrukturen nach-
und vom Notat singen.
Formverläufe und Formmodelle ihre Kenntnisse der Rezeption und
Reflexion in ihr eigenes Musizieren im
Instrumentalunterricht sowie im Chor
bzw. in Ensembles bewusst einfliessen
in Länge und Komplexität
angemessene rhythmische Verläufe
sowohl nachklopfen als auch vom Blatt
klopfen bzw. auf einem
Instrumentarium umsetzen.
Melodien (Referenz Volkslieder)
sowohl nachsingen als auch vom Blatt
singen.
Werkkenntnis und Stilkunde ihre Kenntnisse aus Rezeption und
Reflexion beim Musizieren im
Instrumentalunterricht sowie im Chor
bzw. in Ensembles bewusst anwenden
und nachvollziehen.
4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden)
Klangerscheinungen für Arrangements und kompositorische
Prozesse auf ein angemessenes
Repertoire von Klängen und
Klangfarben zurückgreifen und diese
bewusst gestalten.
Formverläufe und Formmodelle harmonische Verläufe in
Kleinkompositionen, Collagen, Songs,
Klavier- und Chorsätzen usw.
stilgerecht aussetzen.
Werkkenntnis und Stilkunde in Arrangements und kompositorischen
Prozessen stilistische Eigenheiten
imitieren bzw. einfliessen lassen.
1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen)
Klangerscheinungen sich mit nicht dur-moll-tonalen
musikalischen Phänomenen wie
freitonalen Stücken, Dodekaphonie,
Serialismus, Aleatorik, Cluster usw.
angemessen auseinandersetzen.
auch komplexere nicht dur-moll-tonale
Zusammenhänge von melodischen und
harmonischen Phänomenen erfassen.
Instrumente in aufführungspraktischem
Kontext differenziert erkennen.
Formverläufe und Formmodelle auch freie Formverläufe differenziert
erfassen, angemessen beschreiben
und gegebenenfalls als Hörprotokoll
oder Hörpartitur skizzieren.
Musikstücke auch in komplexeren
Partituren aktiv mitverfolgen.
auch in nicht dur-moll-tonaler Musik,
melodische, harmonische und
rhythmische Phänomene als
formbildende Strukturen erfassen.
auch einfache mehrstimmige dur-molltonale Melodiediktate sowie einfache
Stufendiktate memorieren und korrekt
Werkkenntnis und Stilkunde Musik verschiedenster Stilrichtungen
und Arten, auch aus anderen
Kulturkreisen, differenziert
auf eine angemessene Anzahl
repräsentativer anspruchsvoller
Musikwerke der abendländischen Kultur,
mit vertiefter Betrachtung der vor-durmoll-tonalen Epoche (z.B. Musik des
Mittelalters) sowie musikalische
Entwicklungen ab dem späten 19.
Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne,
Moderne, Neue Musik ab 1950,
Postmoderne, Stilpluralismus usw.)
zurückgreifen.
2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern)
Klangerscheinungen komplexere melodische, harmonische
und rhythmische Phänomene adäquat
beschreiben und sowohl im Notentext
ihr Vorstellungsvermögen über das
Klangbild anhand von Notaten
weiterentwickeln.
ihre Kenntnisse über stilistische sowie
aufführungspraktische Besonderheiten
von Instrumenten und Formationen
gezielt erweitern.
Formverläufe und Formmodelle für sie neue, auch freie Formtypen
unter Berücksichtigung der jeweils
wichtigen musikalischen Aspekte
analysieren und mit angemessener
Fachterminologie beschreiben.
Werkkenntnis und Stilkunde durch ein vertieftes
Orientierungswissen hinsichtlich
Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen
und KomponistInnen sowie durch ein
angemessenes historisches
Umfeldwissen tradierte und aktuelle
musikalische Phänomene in grössere
Zusammenhänge einordnen,
beschreiben, angemessen beurteilen
und verschiedene ästhetische Ansätze
verschiedene Ansätze und Methoden
der Analyse an für sie neuen, auch
freieren Formtypen anwenden.
3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben)
Klangerscheinungen ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus
Rezeption und Reflexion beim
Musizieren im Instrumentalunterricht
sowie im Chor bzw. in Ensembles auch
historisch informiert bewusst
einfliessen lassen.
Formverläufe und Formmodelle ihre Kenntnisse der Rezeption und
Reflexion in ihr eigenes Musizieren im
Instrumentalunterricht sowie im Chor
bzw. in Ensembles bewusst einfliessen
komplexere rhythmische Verläufe
sowohl nachklopfen als auch vom Blatt
klopfen bzw. auf einem
Instrumentarium umsetzen.
im Schwierigkeitsgrad angemessene
melodische Verläufe sowohl
nachsingen als auch vom Blatt singen.
Werkkenntnis und Stilkunde ihre Kenntnisse aus Rezeption und
Reflexion beim Musizieren im
Instrumentalunterricht sowie im Chor
bzw. in Ensembles bewusst einbringen.
4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden)
Klangerscheinungen für Arrangements und kompositorische
Prozesse auf ein angemessenes
Repertoire von Klängen und
Klangfarben zurückgreifen und diese
bewusst gestalten.
Formverläufe und Formmodelle in Arrangements und kompositorischen
Prozessen formale Verläufe bewusst
gestalten.
Rhythmen in Kleinkompositionen,
Stilstudien, Patterns, Sprechstücken
und anderen Formen entwerfen und
adäquat notieren.
melodische Verläufe in
Kleinkompositionen, Collagen,
Stilstudien, Songs und anderen
Formen entwerfen und adäquat
harmonische Verläufe in
Kleinkompositionen, Collagen, Songs,
Klavier- und Chorsätzen und anderen
Formen stilgerecht aussetzen.
Werkkenntnis und Stilkunde in Arrangements und kompositorischen
Prozessen stilistische Eigenheiten
auch neuerer Musik imitieren bzw.
einfliessen lassen.
Musik Ergänzungsfach
Wochenlektion 0 0 0 3
Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders:
aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit
tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden
die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen
Kunstform verstärkt berücksichtigen
massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit
das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter
verfeinern
Materialangebote und Fachliteratur geziehlt auswählen und bewusst nutzen
sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige)
nonverbale Aspekte äussern
ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen
in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben
eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung
den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene
Meinung bilden.
verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden
mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen
die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und
Notationsprogrammen gezielt nutzen
Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2-4 schriftlichen Prüfungen pro Jahr.
Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus),
Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte
lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur
Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden.
Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen,
Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte…
1.Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde
Verknüpfung der Vorkenntnisse musikalische Aspekte aus den
Lerngebieten des Grundlagenfachs
Musik abrufen und an ausgewählten
Literaturbeispielen rezipierend und
reflektierend anwenden.
Werkkenntnis und Stilkunde ihre Werkkenntnis mit einem
Orientierungswissen hinsichtlich
Satzarten, Stilen, Gattungen, Formen
und KomponistInnen sowie einem
angemessenen historischen
Umfeldwissen verknüpfen.
die Faktur repräsentativer
Kompositionen in angemessener
Anzahl und stilistischer Breite (auch mit
Musik vor und nach der dur-molltonalen Epoche) erkennen und
für sie neue musikalische Phänomene
wie auch freiere Formtypen
selbstständig analysieren und mit
angemessener Fachterminologie
2.Lerngebiet: Untersuchen und/oder Komponieren
Untersuchen sich im Rahmen eines definierten
Themas kritisch mit vorliegenden
Analysen repräsentativer,
auskomponierter Werke und deren
Notaten auseinandersetzen.
ihre Ergebnisse an konkreten und
mindestens teilweise selbst
erarbeiteten Analysen deutlich machen
und ausführen.
eine fundierte selbstständige
Recherche durchführen.
eine Untersuchung in geeigneter
schriftlicher Form darstellen und
sich mit Analysen differenziert
auskomponierter Werke und deren
Notaten für die Aneignung eines Stiles
oder für die Erarbeitung eines eigenen
Repertoires an musikalischem Material
von Geräuschen und Klängen
Komponieren ein eigenes Musikstück verfassen und
adäquat notieren.
einen angemessen anspruchsvollen
Tonsatz im tonalen Bereich oder
avancierte experimentelle
Kompositionstechnik(en) anwenden.
Pädagogik/ Psychologie Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Pädagogik/ Psychologie fördert besonders
differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen
Zusammenhängen
einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für
Mensch und Umwelt übernehmen
sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten
heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und
Soziabilität auseinandersetzen
sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit
Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie
umgehen
sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über
Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren
1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik/ Psychologie
Methodische Grundlagen Alltagstheorien von wissenschaftlichen
Theorien unterscheiden.
ausgewählte Methoden der Pädagogik
und Psychologie (z. B. hermeneutische
Verfahren, Experiment, Test, Befragung,
Interview) darstellen und Untersuchungen
im Hinblick auf das methodische
Vorgehen kritisch hinterfragen.
2.Lerngebiet: Allgemeine Psychologie
Wahrnehmung die Bedeutung von Selektion und
Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung
Die psychologische Wahrnehmung und
ihre Fehleranfälligkeit in sozialen
Beziehungen fachlich erklären und in
Fallbeispielen oder Problemstellungen
Emotion/ Motivation ausgewählte Emotionen (z.B. Aggression,
Glück, Angst) in einen theoretischen
Zusammenhang bringen.
die Bedeutung der Emotion für die
Motivation darstellen.
exemplarisch ein gesellschaftliches
Problem (z. B. Gewalt, Medien, Schule)
vor diesem Hintergrund kritisch
betrachten. (optional)
Kognition
ausgewählte kognitive Prozesse (z. B.
Gedächtnis) erläutern und in konkreten
Lebensbereichen
Anwendungsmöglichkeiten entwerfen.
3.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis
Erziehungsziele Erziehungsziele und -inhalte (z.B. im
Kontext von Personalisation,
Sozialisation, Mündigkeit, Bildung) in
Bezug auf deren Funktionen und deren
historische und gesellschaftliche
Bedingtheit analysieren und kritisch
Erziehungsmassnahmen und –stile
unterschiedliche Erziehungsmassnahmen
(z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile
erläutern und kritisch reflektieren.
Beispiele aus dem Erziehungsalltag
analysieren und fachlich begründete
Alternativen vorschlagen.
4.Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft
Entwicklung ausgewählte Modelle aus den Bereichen
der Entwicklungstheorie (z.B.
psychosexuelle, moralische, Denk- und
Bindungs-Entwicklung) darstellen.
die Bedeutung der Bindung für die
Entwicklung des Kindes erläutern.
aus den Entwicklungsmodellen
Konsequenzen für die Erziehung ableiten.
Persönlichkeit ausgewählte Persönlichkeitstheorien (z.B.
Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches
Modell, humanistischer Ansatz) in den
Grundzügen erläutern und die Folgen für
die Erziehung skizzieren.
Psychische Störungen ausgewählte psychische Störungen
darstellen und Handlungsmöglichkeiten
Resilienz und Gesundheitspsychologie Schutzfaktoren, Einstellungen und
Verhalten darstellen, welche die
Gesundheit fördern.
Risikofaktoren darstellen, die der
psychischen Gesundheit abträglich sind.
Konformität Erklärungskonzepte für Konformität
darstellen und an einem Beispiel
Macht und Gehorsam die Bedingungen für blinden Gehorsam
an einem Beispiel erläutern.
Kommunikation Kommunikationstheorien darstellen und
in Beispielen anwenden.
Gruppe gruppenspezifische Prozesse erläutern
und in Beispielen analysieren.
Philosophie Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders
sich wundern und offene Fragen sehen
kritisch-forschend und kreativ denken
sich ein Urteil bilden und begründen
eine Erkenntnis in grössere Zusammenhänge stellen
nach den Möglichkeitsbedingungen von Erkenntnis fragen
im Sinne einer guten Gesprächskultur den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen
respektieren
die eigenen Meinung aufgrund begründeter Überlegung differenzieren
Verantwortung für Mensch und Umwelt reflektieren
präzise formulieren und Begriffe klar unterscheiden
argumentieren und erörtern
sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte
sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein
sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen stellen und ihnen beharrlich nachgehen
während der geistigen Tätigkeit den eigenen Denkvorgang reflektieren
(Methodenbewusstsein)
verantwortungsvoll und kritisch mit den IK-Technologien umgehen
sich der Auswirkungen von IK-Technologien auf Mensch und Gesellschaft bewusst sein
sich für menschliche und philosophische Grundfragen interessieren
Erkenntnisse und Standpunkte hinterfragen und Zweifel zur Sprache bringen
1.Lerngebiet: Ursprünge des Philosophierens
Der Ursprung und der Sinn des
Philosophierens: Was ist Philosophie?
Anlässe des Philosophierens (Staunen,
Hinterfragen, Zweifeln) nachvollziehen.
Überlegungen zum „Nutzen“ und zum
Sinn der Philosophie anstellen.
Mythos und Logos (Welterklärung im Mythos
und die philosophische Frage nach dem
„Urgrund“)
Die Ursprünge der griechischen
Philosophie als Ausgang des Logos aus
dem Mythos verstehen.
2.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
Erkenntnistheorie (das Verhältnis von
Wahrnehmung und Wirklichkeit; ausgewählte
Positionen, z.B. Ideenlehre, Rationalismus,
Skeptizismus, Empirismus, Kant,
Sprachphilosophie, moderne
Wissenschaftstheorie)
das Verhältnis von Wahrnehmung und
Wirklichkeit reflektieren. Die Konzepte
des naiven Realismus und des radikalen
Konstruktivismus voneinander
sich ausweisen in der Kenntnis
erkenntnistheoretischer Grundbegriffe
und Grundpositionen (z.B. Platon,
Descartes, Locke, Hume, Kant, Popper,
Feyerabend).
die Sprache als Voraussetzung der
Erkenntnis und das Verhältnis von
Sprache und Wirklichkeit reflektieren.
Ethik (z. B. Kulturrelativismus, antike Modelle
für ein gelingendes Leben, Aristoteles’
Tugendethik, die Ethik Kants, die Ethik in
Abgrenzung zur Ästhetik)
hinter einem gesellschaftlichen
Phänomen eine ethische Fragestellung
sehen.
sich ausweisen in der Kenntnis ethischer
Grundbegriffe (z.B. das Gute, Lust,
Glückseligkeit, Tugend, Pflicht,
Kategorischer Imperativ, Freiheit) und
Positionen (z.B. Epikur, Stoa, Aristoteles,
Kant, Kierkegaard).
ein aktuelles Geschehnis aufgrund
verschiedener ethischer Grundpositionen
beurteilen und eine eigene differenzierte
und begründete Stellungnahme
Politische Philosophie grundlegende Begriffe der politischen
Philosophie (z. B. Gesetz, Gerechtigkeit,
Strafe, Menschenrechte, usw.) erfassen.
verschiedene Konzeptionen des Staates
(z.B. bei Hobbes und Rousseau)
beschreiben und miteinander vergleichen.
Geschichtsphilosophie Utopien als Überschreitungen des
Faktischen begreifen.
Metaphysik und Religion:
Jenseitsvorstellungen in den Religionen, die
Unsterblichkeit der Seele
religiöse Jenseitsvorstellungen und
philosophischen Überlegungen zur
Unsterblichkeit reflektieren.
Philosophische Anthropologie: Verschiedene
Menschenbilder, der Mensch zwischen Natur
und Kultur
den Bezug anthropologischer
Sichtweisen zum spezifischen Mensch-
Sein herstellen.
den Menschen im Spannungsfeld
zwischen Natur und Kultur
problematisieren.
Existenzialismus den Menschen in seiner Existenzweise
als sich selbst entwerfenden begreifen
und problematisieren.
Philosophie des Geistes und des
Bewusstseins
sich ausweisen in der Kenntnis
ausgewählter Theorien über den Bezug
zwischen körperlichen und geistigen
Zuständen (z.B. Platon, Aristoteles,
Descartes, Locke, Hume, Kant).
über die verschiedenen Manifestationen
des Geistes (z.B. Bewusstsein, Ich, Leib)
nachdenken.
Ästhetik. Wesen und Sinn des Schönen und
der Kunst
subjektive und objektive Kriterien des
Empfindens von Schönheit finden und
über den Sinn und Zweck der Kunst
Ein in Absprache mit den Schülerinnen und sich ausweisen in der Kenntnis von
Schülern festgelegter Grobinhalt Grundbegriffen und –positionen zum
festgelegten Grobinhalt.
3.Lerngebiet: Philosophische Texte
Philosophische Texte verschiedener Epochen
und Schwierigkeitsgrade
den philosophischen Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen, auch wenn sich
Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte
selbständig lesen, verstehen, diskutieren
und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im
Hinblick auf ausgewählte philosophische
Fragestellung in Beziehung zueinander
Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte
herantreten.
mit verschiedenen Methoden Texte
erschliessen:
o Begriffsklärung,
Argumentationsnachvollzug
o Visualisieren (Begriffsnetz,
Mindmap)
o Interpretation, Einordnung,
Vergleich
o kritische Beurteilung
Filme mit philosophischer Problematik Filme mit philosophischer Problematik
4.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
Der philosophische Dialog die sokratische Methode der
Dialogführung erklären und anwenden.
philosophische Fragen und Themen im
Dialog gemeinsam entwickeln.
Die philosophische Erörterung in einer philosophischen Erörterung
Argumente und Gegenargumente einer
Position entwickeln und abwägen.
Der philosophische Essay in einem philosophischen Essay
philosophische Fragen und Themen
argumentativ und selbständig entwickeln
und vertiefen.
5.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophische Begriffe verwenden.
philosophische Positionen verstehen und
philosophische Theorien auf konkrete
Probleme beziehen.
Bezüge zur eigenen Lebenswelt
Beurteilen philosophische Positionen beurteilen.
Konsequenzen philosophischer
Positionen und Theorien abschätzen.
Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken
selbständig weiterführen.
Philosophie / Pädagogik / Psychologie Schwerpunktfach
Wochenlektion 0 0 6 6
Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders
differenziert und kritisch-forschend denken und begründet urteilen
sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in
grössere Kontexte stellen
den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren
im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch,
Debatte usw.) diskutieren
Verantwortung für Mensch und Umwelt reflektieren
sich differenziert und präzise ausdrücken
aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören
Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen
das Selbstkonzept reflektieren
dich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als
Jugendliche) bewusst werden
sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen
sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit
Ausdauer nachgehen
für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen
die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten
erfüllen
Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie
umgehen
sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der
drei Disziplinen untersuchen
das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS
PHILOSOPHIE
1.Lerngebiet: Ursprünge des Philosophierens
Der Ursprung und der Sinn des
Philosophierens: Was ist Philosophie?
Anlässe des Philosophierens (Staunen,
Hinterfragen, Zweifeln) nachvollziehen.
Überlegungen zum „Nutzen“ und zum
Sinn der Philosophie anstellen.
Mythos und Logos (Welterklärung im Mythos
und die philosophische Frage nach dem
Urgrund)
die Ursprünge der griechischen
Philosophie als Ausgang des Logos aus
dem Mythos verstehen.
2.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
Erkenntnistheorie (das Verhältnis von
Wahrnehmung und Wirklichkeit; ausgewählte
Positionen, z.B. Ideenlehre, Rationalismus,
Skeptizismus, Empirismus, Kant,
Sprachphilosophie, moderne
Wissenschaftstheorie)
Das Verhältnis von Wahrnehmung und
Wirklichkeit reflektieren. Die Konzepte
des naiven Realismus und des radikalen
Konstruktivismus voneinander
sich ausweisen in der Kenntnis
erkenntnistheoretischer Grundbegriffe
und Grundpositionen (z.B. Platon,
Descartes).
Erkenntnis als Leistung des Geistes
Ethik (z. B. Kulturrelativismus, antike Modelle
für ein gelingendes Leben, Aristoteles’
Tugendethik, die Ethik Kants, die Ethik in
Abgrenzung zur Ästhetik)
hinter einem gesellschaftlichen
Phänomen eine ethische Fragestellung
sehen.
sich ausweisen in der Kenntnis ethischer
Grundbegriffe (z.B. das Gute, Lust,
Glückseligkeit, Tugend, Pflicht,
Kategorischer Imperativ, Freiheit) und
Positionen (z.B. Epikur, Stoa, Aristoteles,
Kant, Kierkegaard).
ein aktuelles Geschehnis aufgrund
verschiedener ethischer Grundpositionen
beurteilen und eine eigene differenzierte
und begründete Stellungnahme
Einführung in die Politische Philosophie. Der
Sinn der Strafe
grundlegende Begriffe der politischen
Philosophie (z. B. Gesetz, Gerechtigkeit,
Strafe, Menschenrechte, usw.) erfassen.
sich ausweisen in der Kenntnis
ausgewählter Positionen zur Todesstrafe
Geschichtsphilosophie (optional) Utopien als Überschreitungen des
Faktischen begreifen.
Metaphysik und Religion (Was darf ich
hoffen? Jenseitsvorstellungen in den
Religionen. Die Unsterblichkeit der Seele)
religiöse Jenseitsvorstellungen und
philosophischen Überlegungen zur
Unsterblichkeit reflektieren.
3.Lerngebiet: Philosophische Texte
Philosophische Texte verschiedener Epochen
und Schwierigkeitsgrade
den philosophischen Texten in
beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen, auch wenn sich
Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte
selbständig lesen, verstehen, diskutieren
und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im
Hinblick auf ausgewählte philosophische
Fragestellung in Beziehung zueinander
Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte
herantreten.
mit verschiedenen Methoden Texte
erschliessen:
o Begriffsklärung,
Argumentationsnachvollzug
o Visualisieren (Begriffsnetz,
Mindmap)
o Interpretation, Einordnung,
Vergleich
o kritische Beurteilung
Filme mit philosophischer Problematik
Filme mit philosophischer Problematik
4.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
Der philosophische Dialog die sokratische Methode der
Dialogführung erklären und anwenden.
philosophische Fragen und Themen im
Dialog gemeinsam entwickeln.
Die philosophische Erörterung in einer philosophischen Erörterung
Argumente und Gegenargumente einer
Position entwickeln und abwägen.
5.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophische Begriffe verwenden.
philosophische Positionen verstehen und
philosophische Theorien auf konkrete
Probleme beziehen.
Bezüge zur eigenen Lebenswelt
Beurteilen philosophische Positionen beurteilen.
Konsequenzen philosophischer
Positionen und Theorien abschätzen.
Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken
selbständig weiterführen.
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS
PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE
1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie
Alltagstheorien vs. wissenschaftliche
Theorien
Alltagstheorien von wissenschaftlichen
Theorien anhand von Kriterien
den Sinn von Alltagstheorien benennen
und kritisch reflektieren.
Wissenschaftliche Verfahren (z.B. Experiment,
Interview, Hermeneutik)
mindestens ein Verfahren darstellen,
praktisch hinterfragen und ansatzweise
kritisch beurteilen.
einen Vorschlag zu einer Untersuchung
selber erarbeiten (optional)
Strömungen der Pädagogik und Psychologie
(optional3) (wahlweise 3. oder 4.Klasse4)
Leitideen verschiedener Pädagoginnen
und Pädagogen (z.B. Rousseau,
Montessori, Pestalozzi, Neill) wiedergeben
und miteinander vergleichen.
die Leitideen von wichtigen Richtungen
der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie,
Behaviorismus, Humanistische
Psychologie, systemische Psychologie)
wiedergeben und einige Vor- und
Nachteile erkennen.
2.Lerngebiet: Allgemeine Psychologie
Wahrnehmung die Bedeutung von Selektion und
Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung
Gesetze der visuellen Wahrnehmung (z.B.
Gestaltgesetze, Konstanzgesetze,
Tiefenkriterien) darstellen und ihre
Bedeutung für Wahrnehmungsfehler
3 optional = möglicher, aber nicht zwingender Aspekt.
4 Wenn der Aspekt behandelt wird, kann dies in der 3. oder 4. Klasse geschehen.
die psychologische Wahrnehmung und
ihre Fehleranfälligkeit in sozialen
Beziehungen fachlich erklären und in
Fallbeispielen oder Problemstellungen
Emotion/ Motivation (optional entweder
Emotion/ Motivation und/oder Kognition)
unterschiedliche emotionale Zustände
begrifflich auseinander halten und richtig
den Zusammenhang zwischen Emotion
(z. B. Angst) und Verdrängung erkennen
und erläutern.
ausgewählte Emotionen (z.B. Aggression,
Glück, Angst) in einen theoretischen
Zusammenhang bringen.
die Bedeutung der Emotion für die
Motivation darstellen.
die Auswirkungen der Motivation auf die
Selektivität der Wahrnehmung erklären.
Modelle der Motivation darstellen und
Kognition (optional entweder Kognition und/oder
Emotion/ Motivation)
Grundlagen zu kognitiven Prozessen und
Fähigkeiten (z.B. Denken, Gedächtnis,
Intelligenz) erläutern und entsprechende
Konsequenzen (z.B. für die Lernstategien,
Behandlung Hochbegabter) entwerfen.
3.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (1. Teil)
Grundlagen der Erziehung Erziehungsnormen und Werte in ihren
historischen und kulturellen Kontext
die Notwendigkeit der Erziehung aus
anthropologischer Sicht darstellen und
anhand von Gegenentwürfen diskutieren
Aufgaben der Erziehung Enkulturation, Sozialisation und
Personalisation als grundlegende
Aufgaben der Erziehung darstellen.
Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile
(optional 3. oder 4. Klasse)
unterschiedliche Erziehungsmassnahmen
und Erziehungsstile erläutern und kritisch
Beispiele aus dem Erziehungsalltag
analysieren und fachlich begründete
Handlungsvorschläge entwickeln.
4.Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (1. Teil)
Entwicklungspsychologische Modelle
(Aufbau der Fähigkeiten)
verschiedene Modelle aus den Bereichen
der Entwicklungstheorie (z.B.
psychosexuelle, moralische, Denk- und
Bindungs-Entwicklung)
die Bedeutung verschiedener Arten von
Bindung für die Entwicklung des Kindes
aus den Entwicklungsmodellen
Konsequenzen für die Erziehung ableiten.
5.Lerngebiet: Soziale Interaktion (1. Teil)
Kommunikation (optional) (wahlweise in der 3.
oder 4. Klasse)
Kommunikationstheorien darstellen und in
Beispielen anwenden.
Möglichkeiten und Grenzen des
Verstehens nonverbaler Kommunikation
erkennen. (optional).
GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES
KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHS PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK /
PSYCHOLOGIE
Mythos und Logos (obligatorisch) in der Auseinandersetzung mit
exemplarischen Texten der
philosophischen und pädagogischen und /
oder psychologischen Tradition die
Begriffe Mythos und Logos verstehen und
diese beiden Begriffe auf das eigene
Denken und Fühlen anwenden.
Erziehung und Bildung (obligatorisch) Bildung in philosophische Kontexte
einordnen (z.B. Platon, Konstruktivismus).
Erziehungskonzepte erkennen und auf
Beispiele anwenden.
Glück (optional) verschiedenen Glücksvorstellungen, wie
sie in Philosophie und Psychologie
thematisiert werden, unterscheiden.
Moral (optional) in der Auseinandersetzung mit
exemplarischen Texten der
philosophischen und pädagogischen und /
oder psychologischen Tradition das
Phänomen und den Begriff der Moral
kritisch darlegen.
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS
PHILOSOPHIE
1.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie
Philosophische Anthropologie (Was ist der
Mensch? Verschieden Menschenbilder. Der
Mensch als Kulturwesen. Der Naturzustand
des Menschen)
den Bezug anthropologischer Sichtweisen
zum spezifischen Mensch-Sein herstellen.
den Menschen im Spannungsfeld
zwischen Natur und Kultur
problematisieren.
Staatsphilosophie Verschiedene Konzeptionen des Staates
(z.B. bei Hobbes und Rousseau)
beschreiben und miteinander vergleichen.
Existenzialismus (Der Mensch als
selbstbestimmtes Wesen) (optional)
Den Menschen in seiner Existenzweise als
sich selbst entwerfenden begreifen und
problematisieren.
Die Ethik Kants sich ausweisen in der Kenntnis ethischer
Grundbegriffe (z.B. Tugend, Pflicht,
Kategorischer Imperativ, Freiheit, das
Böse, Gewissen).
Erkenntnistheorie (Empirismus, Kant,
Sprachphilosophie, moderne
Wissenschaftstheorie)
sich ausweisen in der Kenntnis
erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und
Grundpositionen (z.B. Locke, Hume, Kant,
Popper, Feyerabend).
die Sprache als Voraussetzung der
Erkenntnis und das Verhältnis von
Sprache und Wirklichkeit reflektieren (z.B.
Wittgenstein).
Philosophie des Geistes und des
Bewusstseins (Das Leib-Seele-Problem. Das
Ich als Bewusstsein. Das Subjekt)
ausgewählte Theorien über den Bezug
zwischen körperlichen und geistigen
Zuständen erklären.
sich ausweisen in der Kenntnis
ausgewählter Positionen (z.B. Platon,
Aristoteles, Descartes, Locke, Hume,
Kant).
über die verschiedenen Manifestationen
des Geistes (z.B. Bewusstsein, Ich, Leib)
nachdenken.
Ästhetik (Wesen und Sinn des Schönen und
der Kunst) (optional)
subjektive und objektive Kriterien des
Empfindens von Schönheit finden und
über den Sinn und Zweck der Kunst
2.Lerngebiet: Philosophische Texte
Philosophische Texte verschiedener Epochen den philosophischen Fragen und Texten
in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit
nachgehen, auch wenn sich
Schwierigkeiten ergeben.
ausgewählte philosophische Texte
selbständig lesen, verstehen, diskutieren
und kritisch interpretieren.
verschiedene philosophische Texte im
Hinblick auf dieselbe philosophische
Fragestellung in Beziehung zueinander
Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte
herantreten.
mit verschiedenen Methoden Texte
erschliessen:
- Begriffsklärung,
Argumentationsnachvollzug
- Visualisieren (Begriffsnetz,
Mindmap)
- selbständige Wiedergabe
- Interpretation, Einordnung,
Vergleich
- kritische Beurteilung
Filme mit philosophischer Problematik
Filme mit philosophischer Problematik
3.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung
Der philosophische Dialog die sokratische Methode der
Dialogführung erklären und anwenden.
philosophische Fragen und Themen im
Dialog gemeinsam entwickeln.
Der philosophische Essay in einem philosophischen Essay
philosophische Fragen und Themen
argumentativ und selbständig entwickeln
und vertiefen.
4.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren
Anwenden philosophische Begriffe verwenden.
philosophische Positionen verstehen und
philosophische Theorien auf konkrete
Problem beziehen.
Bezüge zur eigenen Lebenswelt
Beurteilen philosophische Positionen beurteilen.
Konsequenzen philosophischer
Positionen und Theorien abschätzen.
Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken
selbständig weiterführen.
LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PÄDAGOGIK /
PSYCHOLOGIE
1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie
Strömungen der Pädagogik und Psychologie
(optional) (wahlweise 3. oder 4. Klasse)
Leitideen verschiedener Pädagoginnen
und Pädagogen (z.B. Rousseau,
Montessori, Pestalozzi, Neill) wiedergeben
und miteinander vergleichen.
die Leitideen von wichtigen Richtungen
der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie,
Behaviorismus, Humanistische
Psychologie, systemische Psychologie)
wiedergeben und einige Vor- und
Nachteile erkennen.
2.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (2. Teil)
Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile
(wahlweise 3. oder 4. Klasse)
unterschiedliche Erziehungsmassnahmen
und Erziehungsstile erläutern und kritisch
Beispiele aus dem Erziehungsalltag
analysieren und fachlich begründete
Handlungsvorschläge entwickeln.
3.Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (2. Teil)
Entwicklungspsychologische Modelle (Abbau
der Fähigkeiten) (optional)
verschiedene Arten der Demenz darstellen
Formen der wertschätzenden
Kommunikation (z.B. Validation,
Integrative Validation) darstellen und in
Fallbeispielen anwenden.
Persönlichkeit verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B.
Big Five, psychoanalytisches Modell,
humanistischer Ansatz) in ihren
Grundzügen erläutern und die Folgen für
die Erziehung skizzieren.
4.Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen
Psychische Störungen verschiedene psychische Störungen und
mögliche Faktoren bei deren Entstehung
mögliche therapeutische Ansätze
skizzieren. (optional)
Resilienz und Gesundheitspsychologie
Schutzfaktoren, Einstellungen und
Verhalten darstellen, welche die
Gesundheit fördern.
Risikofaktoren darstellen, die der
psychischen Gesundheit abträglich sind.
5.Lerngebiet: Soziale Interaktion (2. Teil)
Konformität, Macht und Gehorsam Erklärungskonzepte für Konformität
darstellen und an einem Beispiel erläutern.
die Bedingungen für blinden Gehorsam
und zivilen Ungehorsam an einem Beispiel
Kommunikation (optional, wahlweise in der 3.
oder 4. Klasse)
Kommunikationstheorien darstellen und in
Beispielen anwenden.
Gruppe (optional) gruppenspezifische Prozesse erläutern
und in Beispielen analysieren.
Zeitgenössische Phänomene (optional) zeitgenössische Phänomene (z. B.
Missbrauch, Amoklauf, Suizid) mit
fachlichem Wissen darstellen.
GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES
KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHS PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK /
PSYCHOLOGIE
Menschenbilder (obligatorisch) in der Auseinandersetzung mit
exemplarischen Texten der
philosophischen und pädagogischen und /
oder psychologischen Tradition
verschiedene Menschenbilder
ideengeschichtlich erkennen, einordnen
und kritisch beurteilen.
Psychische Störungen (obligatorisch) Psychische Störungen kritisch in ihrem
gesellschaftlichen Kontext philosophisch,
pädagogisch/ psychologisch hinterfragen.
Psychische Störungen in ihrer
Machtproblematik hinterfragen. (optional)
Kultur (optional) in der Auseinandersetzung mit
exemplarischen Texten der
philosophischen und pädagogischen und /
oder psychologischen Tradition Kultur
problematisieren.
Aufklärung (optional) die Aufklärung sowohl philosophisch als
auch psychologisch/pädagogisch in Bezug
auf deren Errungenschaften und
Auswirkungen erläutern.
Macht (optional) in der Auseinandersetzung mit
exemplarischen Texten der
philosophischen und pädagogischen und /
oder psychologischen Tradition
Machtverhältnisse hinterfragen.
Physik Grundlagenfach
Wochenlektion 0 2 2 2
Der physikalische Aspekt der Naturwissenschaften wird im Grundlagenfach Physik aufgenommen.
Dabei wird allgemeinbildendes Wissen aus der Physik unter naturwissenschaftlich experimenteller
Vorgehensweise vermittelt. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen
in das eigene Denken gestärkt.
Das Grundlagenfach Physik fördert besonders
ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten
den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen
wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können
Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit
von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind
wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein
vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen
andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen
eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden
Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte
Sachverhalte sprechen
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen
Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und
Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen
Physik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der
Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als
ästhetisches Prinzip erleben
Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Physik einzulassen und sie mit Einfallsreichtum,
Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen
Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge
und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene
Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz
(Wissen) besteht in einem Verständnis physkalischer Begriffsbildungen, physikalischer Resultate und
Verfahren. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen,
Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die
Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von
Mathematik meistern zu können.
Die Querverbindungen zwischen Physik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen
physikalische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung.
Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall,
Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern
gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw.
Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst
sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar
gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das
Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Physik.
1.Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Zehnerpotenzen & Dezimalvorsätze Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt.
Signifikante Ziffern die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller
Genauigkeit angeben.
Naturwissenschaftliche Methode zur
Erkenntnisgewinnung
die naturwissenschaftliche Methode zur
Gewinnung von Erkenntnissen erklären
Phys. Grössen und Einheiten physikalische Grössen und Einheiten
2.Lerngebiet: Mechanik (Bewegungslehre)
Gleichförmige Bewegung Gleichförmige Bewegungen
mathematisch beschreiben.
Gleichförmige Bewegungen
messtechnisch erfassen.
Diagramme erstellen, korrekt beschriften
und sinnvoll skalieren.
aus einer Aufgabenstellung Gleichungen
ableiten und lösen.
Gleichmässig beschleunigte geradlinige
Bewegung
Gleichförmig beschleunigte Bewegungen
mathematisch beschreiben.
Gleichförmig beschleunigte Bewegungen
messtechnisch erfassen.
Diagramme erstellen, korrekt beschriften
und sinnvoll skalieren.
die Bedeutung der Steigung und der
Fläche des Graphen einer Funktion
aus einer Aufgabenstellung Gleichungen
ableiten und lösen.
Mittlere Geschwindigkeit (Differenzenquotient) und Momentangeschwindigkeit
(Differenzialquotient)
die mittlere Geschwindigkeit aus dem v-t
Diagramm ablesen.
Phys. Grössen und Einheiten physikalische Grössen und Einheiten
3.Lerngebiet: Mechanik (Ursachen der Bewegung)
Masse / Trägheit den Effekt der Trägheit in
Alltagssituationen erklären.
Newton’sche Gesetze den Zusammenhang zwischen dem
Bewegungszustand und den wirkenden
Kräften herstellen.
Kräfte als Vektoren Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.
den Zusammenhang zwischen der Verformung einer Feder und der wirkenden
Kraft erklären.
statische und dynamische Anwendungen im
Alltag
in Experimenten Kräfte und ihre
Wirkungen untersuchen.
4.Lerngebiet: Mechanik (Erhaltungssätze)
Arbeit, Energie und Leistung die Begriffe Arbeit, Leistung, Energie
die verschiedenen Einheiten der
Energie ineinander umrechnen.
in Experimenten die verrichtete Arbeit
Energie- und Impulserhaltung die Erhaltung der Energie in konkreten
Situationen formulieren.
in konkreten Situationen die Wirkung
der Impulserhaltung erkennen (und in
Berechnungen berücksichtigen).
Wirkungsgrad den Wirkungsgrad einer Maschine
1.Lerngebiet: Mechanik (Kreisbewegung)
Kinematische Grössen der Kreisbewegung die Bewegung eines Körpers auf einer
Kreisbahn beschreiben.
Zentripetalbeschleunigung und -kraft die Dynamik einer Kreisbewegung
mithilfe der Zentripetalkraft erklären.
Gesetzmässigkeiten erläutern.
2.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Elektrizität)
Ladung, Spannung, Strom bestimmen, ob ein Körper elektrisch
geladen ist.
die Bedeutung von Spannung und Strom
anhand einer Analogie erklären.
die historische und kulturelle Bedeutung
der Elektrifizierung verstehen.
Ohmscher Widerstand, Kondensatoren und
serielle und parallele Schaltungen Ersatzwiderstände von Schaltungen
Schaltungen aufbauen und ausmessen
erklären, was eine Kennlinie ist.
Elektrische Leistung Die konsumierte Leistung einer Schaltung
Elektrisches Feld und Coulombgesetz die Kräfte zwischen Punktladungen mit
Hilfe des Coulombgesetzes berechnen.
den Feldbegriff erklären.
ein elektrisches Feld grafisch darstellen.
3.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Magnetismus)
Magnetfeld, Permanentmagnet und
Erdmagnetfeld Das Magnetfeld eines
Permanentmagneten skizzieren.
das Erdmagnetfeld skizzieren.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von
el. und magnet. Feldern angeben.
Magnetisches Feld um einen stromführenden
Draht und in einer Spule, Rechte-Hand-Regel
das Magnetfeld um einen stromführenden
Draht darstellen und quantifizieren.
das Magnetfeld um eine Spule darstellen
und quantifizieren.
Kraft auf bewegte Ladungen und Ströme,
Drei-Finger-Regel
Betrag und Richtung der Lorentzkraft
ausgewählte Phänomene/technische
Anwendungen (z.B. Elektromotor)
qualitativ erklären.
die gefundenen Gesetzmässigkeiten
4.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Induktion)
Induktion Kraft, Magnetfeld und induzierte
Spannung in Beziehung bringen.
Generatoren und Drehstrom Die technische Realisierung der
Induktion zur Spannungserzeugung
beschreiben (Generatoren).
Vor- und Nachteile der
Wechselpannung gegenüber der
Gleichspannung abwägen.
Transformatoren Spannungsumwandlungen mittels
Tranformatoren verstehen und
5.Lerngebiet: Periodische Vorgänge (Schwingungen)
Grundbegriffe zur Beschreibung periodischer
Vorgänge Begriffe der Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude und Phase
korrekt verwenden.
Bewegungsgleichung des harmonischen
Oszillators
Extrema für y, v und a in Diagrammen
identifizieren.
Schwingungen in Diagrammen
Fadenpendel und Federpendel die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen
Grössen eines Oszillators angeben
das Resonanzphänomen erklären.
die gefundenen Gesetzmässigkeiten
1.Lerngebiet: Periodische Vorgänge (Wellen)
Longitudinal- und Transversalwellen zwischen Longitudinal- und
Transversalwellen unterscheiden und
kennen je ein Beipiel aus dem Alltag.
den Unterschied zwischen Wellen und
Schwingungen erklären.
Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz
Wellen mathematisch beschreiben.
Wellengeschwindigkeit die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben.
Wellenphänomene: Interferenz und Beugung Beugung und Interferenz mit korrekter
Fachsprache erklären.
die gefundenen Gesetzmässigkeiten
2.Lerngebiet: Thermodynamik
Druck und Temperatur den Begriff der Temperatur auf
mikroskopischer Ebene korrekt
Methoden zur Temperaturmessung
Temperaturangaben von Celsius in
Kelvin umrechnen und umgekehrt.
Wärme die Begriffe Wärme und Temperatur
Wärmekapazität & Phasenübergänge die Grössenordnungen der Wärmemengen für Schmelzen, Erwärmen und
Verdampfen von Wasser benennen.
Ideale Gase und Hauptsätze der Wärmelehre p, V und T eines idealen Gases in
Beziehung setzen und Zustandsänderungen in Diagrammen darstellen.
3.Lerngebiet: Technik (Wärmearbeitsmaschinen)
Wärmearbeitsmaschinen und
thermodynamischer Wirkungsgrad
die kulturelle und politische Bedeutung
der Wärmearbeitsmaschinen
die Umsetzung von Wärme in Arbeit in
Kreisprozessen erklären.
die gefundenen Gesetzmässigkeiten
die ökologische Bedeutung von
Wärmearbeitsmaschinen abschätzen.
Wärmearbeitsmaschinen im Kontext
der Energieversorgung einbetten und
die Bedeutung von alternativen
Energieformen erkennen.
4.Lerngebiet: Neuere Physik (Physik des 20. Jahrhunderts)
Kernphysik die 3 Strahlungsarten sowie die Einheiten für die wichtigsten Messgrössen in
der Dosiemetrie erklären.
Spezielle Relativitätstheorie die Grundidee der nuklearen
Energiegewinnung aufgrund der
Energie-Masse-Beziehung erklären.
die Bedeutung der SRT für das
wissenschaftliche Weltbild abschätzen.
Quantenphysik an Beispielen die Aussagen der
Quantenphysik erklären.
Halbleiterphysik die Eigenschaften eines Halbleiters
Physik Ergänzungsfach
Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen
der Natur.
Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht im Grundlagenfach Physik erweitern und
vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein
naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen Umgang
mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten.
Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden.
Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders
komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren
Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen
komplexe Sachverhalte verständlich formulieren können
IKT-Kompetenzen:
Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen
rechnergestützte Datenerfassung und Datenauswertung anwenden können
Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene.
1.Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik – Experimentelle Physik
(Dieses Lerngebiet ist integraler Bestandteil aller anderen Lerngebiete)
Experimentelle Physik Experimente von der Planung bis zur
Auswertung durchführen.
die Unsicherheit eines Resultats mithilfe
der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
Mathematische Werkzeuge die Differenzialrechnung und die
Integralrechnung in ausgewählten
physikalischen Problemen anwenden.
2.Lerngebiet: Mechanik
Fluidmechanik technische Berechnungen aus der
Fluiddynamik durchführen.
Starrer Körper das Hebelgesetz in konkreten Situationen
die an einem Körper wirkenden
Drehmomente sowie ihre Wirkung
3.Lerngebiet: Elektrizität
Elektrisches Potenzial den Zusammenhang zwischen
Spannung und elektrischem Potenzial
Induktion das Induktionsphänomen erklären.
technische Anwendungen der Induktion
Elektronik elektronische Schaltungen analysieren.
ausgewählte technische Anwendungen
der Elektronik erklären.
4.Lerngebiet: Wärmelehre
Wärmetransport die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären.
Beipiele des Wärmetransports in der
Natur erklären (z.B. Atmosphäre).
technische Anwendungen des
Wärmetransports erklären (z.B.
Architektur ).
Kinetische Gastheorie Zusammenhänge zwischen
Eigenschaften der Gasteilchen und
thermodynamischen Grössen wie
Druck und Temperatur erklären.
5.Lerngebiet: Neuere Physik
Quantenphysik die Strahlungsphänomene mithilfe der
Gesetze von Kirchhoff, Planck und
Wien beschreiben.
die Bedeutung des Photoeffekts
die Elektronenbeugung mittels der
Hypothesen von De Broglie erklären.
Limitierungen der Genauigkeit eines
Messvorgangs aufgrund der
Unschärferelation abschätzen.
Spezielle Relativitätstheorie erklären, weshalb es keine absolute
Gleichzeitigkeit gibt.
die relativistischen Effekte auf bewegte
Körper berechnen.
Minkowski-Diagramme zeichnen und
die historische und kulturelle
Bedeutung der Formel E=mc²
die Bedeutung des relativistischen
Dopplereffekts für die Astronomie
Astronomie / Astrophysik kennen ausgewälte Probleme der
Himmelsmechanik und deren
technische Anwendungen (z.B. GPS).
können die Energiegewinnung in
Sternen erklären.
können Hertzsprung-Russel-
Diagramme korrekt interpretieren.
Kern- und Teilchenphysik die unterschiedlichen Arten radioaktiver
Strahlung erklären.
ausgewälte Anwendungen der Kern-
und Teilchenphysik erklären.
6.Lerngebiet: Technik
Schwingungen und Wellen die Differenzialgleichung des
harmonischen Oszillators lösen.
Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz
die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben.
den Unterschied zwischen Wellen und
Schwingungen aufzeigen.
Aktuelle Entwicklungen in der Technik ausgewählte aktuelle technische
Entwicklungen verstehen.
Physik und Anwendungen der Mathematik Schwerpunktfach
Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei
vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der
naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird
speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt.
Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders
ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten
den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen
wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können
Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit
von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind
wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein
vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen
andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen
eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden
Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte
Sachverhalte sprechen
Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen:
unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen
Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und
Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen
Physik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der
Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als
ästhetisches Prinzip erleben
Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Physik einzulassen und sie mit Einfallsreichtum,
Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen
Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge
und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene
Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz
(Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate
und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu
beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen,
Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die
Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von
Mathematik meistern zu können.
Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall
kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur
Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und
Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen
Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur,
Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie,
historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw.
Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht
Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst
sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar
gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das
Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Mathematik.
Die Lerngebiete der 3. und 4. Klasse können vertauscht werden, wenn die 3. und 4.
Klasse in einem gemeinsamen Kurs unterrichtet werden.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Physik
1.Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge
Analyse von Problemstellungen aus Natur eine komplexe Aufgabenstellung mit
und Technik (obligatorisch) Mitteln der Mathematik (z. B. Analysis)
formalisieren.
Wissensbeschaffung und Umgang mit
Medien (obligatorisch)
sich selbständig Kenntnisse zu einem
Themenkreis erarbeiten.
Experimente und Datenanalyse
anspruchsvolle Experimente planen und
aufbauen
Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B.
Oszilloskop, Multimeter, Interfaces,
Sensoren).
Methoden zur Auswertung und
Darstellung von Daten sinnvoll
die Unsicherheit eines Resultates mit
Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln.
2.Lerngebiet: Mechanik – Impulse und Stösse
Impuls, Impulserhaltung (obligatorisch) die Impulserhaltung benützen, um
zentrale und nicht zentrale
Stossvorgänge zu beschreiben und zu
Kraftstoss (obligatorisch) den Zusammenhang zwischen Kraft und
Impuls mathematisch beschreiben.
Elastische und inelastische Stösse
die physikalischen Gesetze bei
Stossvorgängen experimentell
3.Lerngebiet: Mechanik – Starrer Körper
Drehmoment (obligatorisch) den Schwerpunkt eines starren Körpers
Drehimpuls, Drehimpulserhaltung
Drehbewegungen und deren Ursachen
in konkreten Situationen beschreiben
und berechnen.
Rotationsenergie (obligatorisch) Energiesatz auf starre Körper anwenden.
Kreisel (obligatorisch) die Bewegungen von Kreiseln erklären
und experimentell untersuchen.
4.Lerngebiet: Neuere Physik - Relativitätstheorie
Relativität der Gleichzeitigkeit
erklären, weshalb es keine absolute
Gleichzeitigkeit gibt.
Zeitdilatation und Längenkontraktion
die relativistischen Effekte auf bewegte
Körper berechnen.
Minkowski-Diagramme (optional) Minkowski-Diagramme interpretieren.
Lorentz-Transformation (obligatorisch) die Lorentztransformation anwenden.
relativistische Beschreibung von Energie
und Impuls (obligatorisch)
die Beziehung zwischen
Gesamtenergie, Impuls und
Ruheenergie mit dem rechtwinkligen
Dreieck darstellen.
Relativistischer Dopplereffekt (optional) die Rotverschiebung erklären und
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets
Anwendungen der Mathematik
1.Lerngebiet: Lineare Algebra
Matrizen (obligatorisch) erklären, was Matrizen sind.
Matrizen nach den Begriffen
Einheitsmatrix, Dreiecksmatrix,
Diagonalmatrix, transponierte Matrix,
reguläre Matrix unterscheiden.
Matrizen zur Lösung angewandter
Aufgaben einsetzen, z.B. stochastische
Prozesse, Populationsentwicklungen.
Matrixoperationen (obligatorisch) Matrizen addieren, multiplizieren,
invertieren und deren Rang angeben.
Determinanten (obligatorisch) die Rolle der Determinante bei der
Matrixinversion erklären.
Eigenwerte und Eigenvektoren (obligatorisch) Eigenwerte und Eigenvektoren von
Matrizen bestimmen und deuten.
lineare Gleichungssysteme (obligatorisch) Matrizen zum Lösen von linearen
Gleichungssystemen einsetzen.
affine Abbildungen (obligatorisch) erklären, was eine affine Abbildung ist.
Affinitäts-, Ähnlichkeits- und
Kongruenzabbildungen mithilfe von
Matrizen beschreiben.
Fixpunkte und Fixgeraden (obligatorisch) Fixpunkte und Fixgeraden einiger
Affinitäten bestimmen.
orthogonale Matrizen (optional) orthogonale Matrizen erkennen.
2.Lerngebiet: weitere Anwendungen – Funktionen mehrerer Variabeln
graphische Darstellung (obligatorisch) graphische Darstellungen von
Funktionen mehrerer Variablen
Ableitungen (obligatorisch) partielle und totale Ableitungen
berechnen und graphisch
Integrale (obligatorisch) Mehrfachintegrale ausrechnen, etwa
um Volumina zu bestimmen.
3.Lerngebiet: weitere Anwendungen - Reihenentwicklungen
Potenzreihen (obligatorisch) Funktionen in Potenzreihen entwickeln.
Taylorreihen (obligatorisch) Funktionen in Taylorreihen entwickeln.
Konvergenzradius (obligatorisch) die Bedeutung des Konvergenzradius
Näherungspolynome (obligatorisch) Näherungspolynome für Funktionen
Fourierreihen (optional) das Prinzip der Fourierreihen zur
Beschreibung periodischer
Bewegungen erläutern.
Fourierkoeffizienten einiger Signale
berechnen, z.B. Dreiecks- oder
Rechtecksspannung.
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des
kombinierten Schwerpunktfaches Physik und Anwendungen der
Mathematik
1.Lerngebiet: Elektromagnetismus
Potenzial (obligatorisch) das Potenzial für einige Spezialfälle
Gauss-Gesetz (obligatorisch) das elektrische Feld ausgewählter
Ladungsverteilungen berechnen.
Kondensatoren (obligatorisch) erklären, wie ein Kondensator Ladung
bzw. Energie speichert.
mithilfe von Diagrammen und Differentialgleichungen berechnen, wie sich ein
Kondensator auf- und entlädt.
Kirchhoff-Gesetze (obligatorisch) elektrische Netzwerke mithilfe der
Kirchhoff-Gesetze berechnen.
Lorentzkraft als Vektorprodukt
Kräfte auf stromdurchflossene Leiter
im Magnetfeld ermitteln.
Induktion, Selbstinduktion (obligatorisch) In einigen konkreten Situationen
induzierte Ströme und Spannungen
Schwingkreise (obligatorisch) Schwingkreise erkennen und
Halbleiterelemente (optional) Funktion und Anwendung von
Halbleiterelementen beschreiben.
2.Lerngebiet: Gravitation
Gravitationsfeld (obligatorisch) den Zusammenhang zwischen
Gravitationspotential und -kraft mithilfe
der Differentialrechnung herleiten.
Kosmische Geschwindigkeiten
(obligatorisch) die kosmischen Geschwindigkeiten und
Daten von geostationären Satelliten
herleiten.
Berechnung von Satellitenbahnen
(obligatorisch) mittels iterativem Rechenverfahren aus
dem Gravitationsgesetz die
Bahnkurven von Satelliten berechnen.
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Physik
1.Lerngebiet: Technik – Wellen
Longitudinal- und Transversalwellen
(obligatorisch) den Unterschied zwischen Wellen und
Schwingungen erklären.
Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz
Wellen mathematisch beschreiben.
Wellengeschwindigkeit (obligatorisch) die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben.
Wellenphänomene: Interferenz und Beugung
Beugung und Interferenz mit korrekter
Fachsprache erklären.
2.Lerngebiet: Technik - Akustik
Stehende Wellen (obligatorisch) stehende Wellen mathematisch
Musikinstrumente (obligatorisch) die Funktionsweise von Musikinstrumenten erklären.
Schall (obligatorisch) akustische Wahrnehmungen mithilfe
von Schallstärke und -pegel erklären.
Dopplereffekt (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten
3.Lerngebiet: Technik - Strömungslehre
Laminare und turbulente Strömung
(obligatorisch) bestimmen, ob eine Strömung laminar
oder turbulent ist.
Gleichung von Bernoulli (obligatorisch) den Druck und die Geschwindigkeit in
einer Strömung berechnen.
das Phänomen des dynamischen
Auftriebs erklären.
Gesetz von Toricelli (obligatorisch) das Phänomen des dynamischen
Auftriebs erklären.
Aerodynamischer Auftrieb (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten
4.Lerngebiet: Neue Physik - Quantenphysik
Strahlungsgesetze (obligatorisch) die Strahlungsphänomene mithilfe der
Gesetze von Kirchhoff, Planck und
Wien beschreiben.
Photoeffekt & Wirkungsquantum
(obligatorisch) die kulturelle und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.
Comptoneffekt (obligatorisch) die Compton-Wellenlänge des
Elektrons bestimmen.
Materiewellen (optional) Materiewellen erklären.
Unschärferelation (optional) die Genauigkeit eines Messvorgangs
aufgrund der Unschärferelation ab-
Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets
Anwendungen der Mathematik
1.Lerngebiet: weitere Anwendungen – sphärische Geometrie
Geometrie auf der Kugel (obligatorisch) die Unterschiede zwischen sphärischer
und Euklidischer Geometrie benennen.
sphärische Trigonometrie (obligatorisch) Winkel und Längen von Kugeldreiecken
nautische Probleme (optional) einige nautische Probleme lösen, z.B.
Abstandsberechnungen, Kurswinkel,
Zielkoordinaten, Fahrtdauer.
2.Lerngebiet: Differentialgleichungen
Definition (obligatorisch) erklären, was eine Differentialgleichung
Differentialgleichungen nach den
Begriffen gewöhnlich, homogen,
Ordnung, Grad unterscheiden.
Interpretation (obligatorisch) einsehen, dass eine Gleichung auch
Funktionen als Lösungen haben kann.
lineare Differentialgleichung erster und
zweiter Ordnung (obligatorisch)
lineare Differentialgleichungen erster
Ordnung mit konstanten Koeffizienten
einige lineare Differentialgleichungen
zweiter Ordnung lösen.
in einfachen Problemstellungen die
Methode der Variablenseparation und
die Methode der Variation der
Konstanten anwenden.
Richtungsfeld und Kurvenschar
geeignete Differentialgleichungen mit
Richtungsfeldern geometrisch
approximatives Lösungsverfahren
einen Algorithmus angeben, der ein
Anfangswertproblem näherungsweise
löst.
Modellbildung (obligatorisch) einige Probleme aus der Physik oder
aus anderen Wissenschaften mithilfe
von Differentialgleichungen darstellen
und lösen.
erklären, dass viele Vorgänge in der
Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe
von Differentialgleichungen
beschreibbar sind.
einsehen, dass bei der Modellierung
der Wirklichkeit Vereinfachungen
notwendig sind.
3.Lerngebiet: komplexe Zahlen
i (obligatorisch) die komplexe Einheit definieren.
kartesiche Koordinaten und Polarkoordinaten
verschiedene Schreibweisen für
komplexe Zahlen verwenden.
Gausssche Zahlenebene (obligatorisch) komplexe Zahlen in der Gaussschen
Zahlenebene darstellen.
Grundoperationen (obligatorisch) die Grundoperationen auf die
komplexen Zahlen anwenden und
geometrisch interpretieren.
Einheitswurzeln (obligatorisch) im Komplexen Wurzeln berechnen.
Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des
kombinierten Schwerpunktfaches Physik und Anwendungen der
Mathematik
1. Lerngebiet: Mechanik - Schwingungen
Differenzialgleichung des harm. Oszill.
(obligatorisch) harmonische Oszillatoren
mathematisch beschreiben.
Federpendel (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten
anwenden und experimentell
Fadenpendel (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten
anwenden und experimentell
Gedämpfte und erzwungene Schwingungen,
Resonanz (obligatorisch) das Resonanzphänomen erklären.
Physikalisches Pendel (obligatorisch) Die Grundlagen des harmonischen
Oszillators auf starre Körper
Akustik (optional) akustische Wahrnehmungen mithilfe
von Schallstärke und -pegel erklären.
Fourieranalyse und –synthese (optional) von komplizierteren Schwingungen
eine Fourieranalyse durchführen und
diese interpretieren.
Religionslehre Ergänzungsfach
Wochenlektion - - - 4
Motive und Ziele von religiösen Handlungen verstehen
sich mit unterschiedlichsten religiösen bzw. weltanschaulichen Traditionen selbständig und
kritisch auseinandersetzen
sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit
Ausdauer nachgehen
Texte analysieren und einordnen
Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen
Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen
sich auf unterschiedliche Lebensdeutungen und -praxen einlassen
sich in der postmodernen, multikulturellen und multireligiösen Welt orientieren und
verantwortungsbewusst leben
verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden
Recherchen durchführen und Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit beurteilen
Informationen unter Nutzung der elektronischen Geräte und Präsentationsprogramme unter
Einhaltung der Urheberrechte inhaltlich und formal korrekt präsentieren
im Zeitalter der medialen Vermittlung Filmdokumente und Bilder nicht als Wirklichkeit, sondern
als Interpretation von Wirklichkeit erkennen
das eigene Leben in seiner Komplexität mit religiösen Elementen wahrnehmen und zu einer
eigenständigen Sicht von Welt und Gesellschaft gelangen
Querverbindungen
Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, Religiöse Inhalte in der
Kunstgeschichte, Mythen
Geographie: Dritte Welt-Problematik, Globalisierung, Weltbilder, Verbreitung der Religionen
Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche
Menschenrechte, Shoa (Holocaust),Martin Luther King, Befreiungs-Bewegungen, Ausbreitung
des Islam/Osmanisches Reich/Islamismus, Israel – Palästina Konflikt, Macht von Symbolen
Philosophie: Atheismus und Religionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und
Wissenschaftstheorie, Mythos und Logos, religiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik
Pädagogik/Psychologie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Tiefenpsychologie und
Weltbilder, Sinnfrage, Religionskritik, Grenzerfahrungen
Angaben zur Leistungsbewertung
Mindestens zwei grössere schriftliche Leistungsnachweise pro Semester.
Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung
miteinzubeziehen: mündlichen Vortrag, mündliche Prüfung, kleinere schriftliche Arbeiten,
Projekt- und Gruppenarbeiten etc. Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der
Semesternote ausmachen.
Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag
zu einer selbst gewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden.
Didaktisch – methodische Hinweise
Exkursionen wie z. B. Besuch einer Moschee, Synagoge, eines buddhistischen Tempels,
Teilnahme eines Rituals als Beobachter etc.
Gespräche mit Experten
1.Lerngebiet: Religion und Kultur
Religionsbegriff den Begriff Religion etymologisch
herleiten, inhaltlich problematisieren und
vor diesem Hintergrund ihr eigenes
Religionsverständnis reflektieren.
Religion als Grundphänomen der
Menschheitsgeschichte verstehen.
unterschiedliche Zugänge zur Religion
wahrnehmen und beschreiben.
Begriffe wie Animismus, Monotheismus
und Polytheismus verstehen und den
entsprechenden Religionen zuordnen.
die eigene religiöse und weltanschauliche
Sozialisierung kritisch reflektieren und
den eigenen religiösen und
weltanschaulichen Standpunkt begründen
und vertreten.
positive und negative Erfahrungen mit
Religion bewusst machen und
die klassische Positionen der
Religionskritik wie z. B. von Feuerbach,
Marx und Freud, einschätzen und
Religiöse Phänomene bestimmte Gegenwartserscheinungen als
religiöse Phänomene identifizieren.
religiöse oder quasireligiöse Elemente im
öffentlichen Raum als solche
wahrnehmen und einordnen.
die verschiedenen Dimensionen von
Religion unterscheiden.
Kult und Ritus als eine Dimension von
Religion wahrnehmen und im religiösen
Alltag in der Schweiz erkennen.
Religiöse, philosophische und
naturwissenschaftliche Sprache
begründen, warum Religion symbolische
Sprache verwendet.
religiöse Symbolsprache im eigenen
Alltag erkennen und im religiösen,
künstlerischen oder psychologischen
Kontext verstehen, deuten und
die Bedeutung und Eigenart
mythologischer Texte erkennen und diese
von Texten mit historischem oder
wissenschaftlichem Anspruch
den Unterschied zwischen religiösen,
philosophischen und
naturwissenschaftlichen Fragestellungen
Religion und Staat die Rolle der Religion in Politik und
Gesellschaft analysieren.
stereotype Vorurteile gegenüber
Religionen hinterfragen.
den Anteil kultureller und religiöser
Hintergründe von politischen Konflikten
Diskriminierungen wie z. B. der latente
Antisemitismus in ihrer Bedeutung für die
Gegenwart einordnen.
die religiösen Prägungen von säkularen
Gesellschaften verstehen (z.B. der
chinesischen vom Konfuzianismus und
Taoismus, das christliche Abendland).
die Entstehung der Menschenrechte
Menschenbild und Ethik die Zusammenhänge zwischen
ethischen Wertvorstellungen und dem
entsprechenden Menschen- und Weltbild
die kulturelle, historische und religiöse
Verankerung von Normen, Werten und
Regeln erkennen.
unterschiedliche ethische Modelle wie z.
B. Nutzenethik, Verantwortungsethik
und Prinzipienethik analysieren.
ethische Dilemmata analysieren und
Lösungsvarianten formulieren.
aktuelle ethische Probleme und
Fragestellungen im Licht
unterschiedlicher ethischer Ansätze
Grundbausteine einer christlichen Ethik
darlegen (Dekalog, Doppelgebot der
Liebe, Goldene Regel) und mit den
ethischen Grundsätzen anderer
Religionen vergleichen.
die Herausforderung neuer ethischer
Fragestellungen für die Religionen
2.Lerngebiet: Weltreligionen
Sinn- und Existenzfragen die Sinnfrage als wesentliche Frage
menschlicher Existenz erkennen und das
Ringen um Antworten auf die Sinnfrage
Existenzfragen, die für sie und für andere
religiöse Bedeutung haben, formulieren.
Urfragen der Menschen auf eine
mögliche Relevanz für das eigenen
Leben überprüfen.
sich mit der eigenen Selbst- und
Weltdeutung auseinandersetzen und
diese in Frage stellen lassen.
in heutigen religiösen Konzepten
Phänomene der klassischen Religionen
wiedererkennen und kritisch hinterfragen.
Elementare Aussagen religiöser Traditionen wesentliche Elemente religiöser Tradition
wiedergeben, z.B.
o Animismus in ethnischen
Religionen
o Monotheismus
o Bundesgedanke
o Prophetie
o Toraverständnis im Judentum
o die Trinität
o Jesus als Christus
o der Gottesreichsgedanke im
Christentum
o die Fünf Säulen und weitere
Kernelemente des Islams
o die Vorstellung der Wiedergeburt
und das Kastensystem im
Hinduismus
o die Bedeutung von Buddha, der
Mönchsgemeinschaft (Sangha)
und der Lehre (Dharma) im
Buddhismus
Religionsstifter die Person von Religionsstiftern in ihrem
historischen Kontext einbetten, von ihrer
theologischen Deutung abgrenzen und in
ihrer Bedeutung für die eigene Religion
Interpretation von Heilige Schriften verschiedene wichtige Texte den
jeweiligen Religionen zuordnen.
sich in heiligen Schriften zurechtfinden.
unterschiedliche Zugänge zu den heiligen
Schriften in den jeweiligen Religionen
nachvollziehen sowie Gemeinsamkeiten
und Unterschiede erkennen.
ihre subjektiven Interpretation von
religiösen Texten mit denjenigen von
andern vergleichen.
die Schwierigkeiten und Kriterien für die
Übersetzung religiöser Texte in eine
andere Sprache einschätzen und
die Situationsbezogenheit religiöser Texte
erkennen, die Schlüsse für eine
zeitgemässe Auslegung daraus ziehen
und unterschiedliche
Interpretationsansätze schematisch
Christentum - Kirchengeschichte grundlegende Gemeinsamkeiten,
Unterschiede und Trennendes der
einzelnen Konfessionen und christlichen
Gruppierungen darstellen.
Religiöse Sondergruppen und -formen traditionelle Religionen von religiösen
Sondergruppen und -formen
die Definitionsproblematik erkennen und
Beurteilungskriterien für sektiererische
Organisationen entwickeln.
die Mechanismen von totalitären.
religiösen Gruppierungen erkennen.
die Eigenheiten von religiösem
Fundamentalismus beschreiben.
Religiöse Riten ausgewählte religiöse Feiertage
charakterisieren und den ursprünglichen
Sinn verstehen.
die spezifische religiöse Architektur
mit der nötigen Offenheit und zugleich
kritischen Distanz der religiösen Praxis
fremder Religionen begegnen und eine
eigene Position formulieren.
Jenseits- und Ewigkeitsvorstellungen
wahrnehmen und in den religiösen
Kontext einordnen.
Geographische und numerische Verbreitung die geographische und numerische
Verbreitung der Religionen benennen.
Interreligiöser Dialog Übereinstimmungen, Parallelen wie
Unterschiede zwischen den
Weltreligionen feststellen und aufzeigen.
gemeinsame Anliegen sowie trennende
Lehrinhalte zwischen den verschiedenen
Weltreligionen bezeichnen.
sachlich differenziert und respektvoll
einen Dialog zu kontroversen religiösen
Themen führen, eine Gesprächskultur
herstellen und pflegen.
Stärken und Schwächen der
verschiedenen Religionen für die
Verbreitung in der globalen Welt
aus religiösen Vorstellungen persönliche
Konsequenzen für ihren eigenen Umgang
mit Menschen aus andern Kulturen
Spanisch Schwerpunktfach
Wochenlektion 3 6 6
Das Schwerpunktfach Spanisch baut auf dem Freifach auf.
Die Wochenlektionen entsprechen in der 2. Klasse dem Kurs „Freifach Spanisch“.
Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders
durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren
die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis
relativieren
die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen
entsprechend gestalten
die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen
mit der spanischen Sprache kreativ umgehen
die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien,
zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen
wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und
erklären
Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen
Online-Wörterbücher gezielt nutzen
mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen
Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen
Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen
1.Lerngebiet: Sprachkompetenz
Grammatik grammatikalische Grundstrukturen
gemäss dem verwendeten Lehrmittel
anwenden, z. B. Verbalkonjugationen
im Indikativ, Konjunktiv und Imperativ.
die grundlegenden syntaktischen und
morphologischen Strukturen auf
einfachem Niveau sicher und korrekt
eingeübte morphologische und
syntaktische Strukturen in der
mündlichen und schriftlichen
Kommunikation korrekt anwenden.
Wortschatz einen aktiven Grundwortschatz
Herleitungsstrategien zur
Bedeutungserschliessung von
unbekanntem Wortschatz anwenden.
2.Lerngebiet: Verstehen
einfache und komplexere
Hörverständnisübungen
authentische mediale Beiträge
kürzere, einfache Redebeiträge
verstehen, wenn klare
Standardsprache verwendet wird und
wenn es um vertraute Dinge aus
Schule, Freizeit usw. geht.
authentischen medialen Beiträgen die
Hauptinformation entnehmen, wenn
relativ langsam und deutlich
gesprochen wird.
einfachere Lektüren
einfache literarische und nichtliterarische Texte erschliessen,
analysieren und einordnen.
3.Lerngebiet: Sprechen
Mündliche Kommunikation
Diskussionen, Gesprächssituationen,
Kurzvorträge
die meisten Alltagssituationen
angemessen bewältigen, denen man
auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
ohne Vorbereitung an Gesprächen
über Themen teilnehmen, die ihnen
vertraut sind, die sie persönlich
interessieren oder die sich auf Themen
des Alltags beziehen.
in einfachen, zusammenhängenden
Sätzen sprechen, um Erfahrungen und
Ereignisse zu beschreiben.
die Hauptpunkte eines Sachverhalts
erläutern und ihre Meinungen dazu
erklären und begründen.
die Handlung eines Buches oder einer
Filmsequenz wiedergeben.
4.Lerngebiet: Schreiben
Verschiedene Textsorten über Themen, die ihnen vertraut sind
oder die sie persönlich interessieren,
einfache, zusammenhängende Texte
Berichte
Briefe, Emails
Zusammenfassungen
Beschreibungen
persönliche Briefe und Emails
Zusammenfassungen von einfachen
Texten schreiben.
zu einem einfacheren Sachverhalt
eine einfache Bildbeschreibung
5.Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Originaltexte aus Spanien und
Lateinamerika
einfachere literarische Originaltexte
ihre eigenständige
Auseinandersetzung mit der Lektüre
mündlich und schriftlich darlegen.
Einblicke in typische kulturelle und
landeskundliche Gegebenheiten der
spanischsprachigen Länder
gewisse soziokulturelle, historische,
politische, geographische und
wirtschaftliche Phänomene und
Gegebenheiten der hispanischen Welt
erkennen und beschreiben.
einzelne gesellschaftliche
Grundstrukturen und
Wertvorstellungen in der
spanischsprachigen Welt verstehen.
Verschiedene Filme aus Spanien und
Lateinamerika
Filmanalyse
Filme als authentische ästhetische
Kunstwerke beschreiben.
Filme analysieren und interpretieren.
Filme unter spezifischen
Fragestellungen miteinander
1.Lerngebiet: Sprachkompetenz
Grammatik komplexere grammatikalische
Grundstrukturen anwenden, wie zum
Beispiel: Konkordanz der Zeiten, estilo
indirecto, Relativsätze, Adverbialsätze
die grundlegenden syntaktischen und
morphologischen Strukturen auf
fortgeschrittenem Niveau sicher und
eingeübte morphologische und
syntaktische Strukturen in der
mündlichen und schriftlichen
Kommunikation korrekt und spontan
Wortschatz einen erweiterten aktiven Wortschatz
situationsgerecht anwenden.
den bestehenden Wortschatz zur
Erschliessung unbekannter Wörter
2.Lerngebiet: Verstehen
komplexere Hörverständnisübungen
authentische mediale Beiträge
längere Redebeiträge verstehen und
bei vertrauten Themen komplexer
Argumentation folgen.
authentische mediale Beiträge (z.B.
Nachrichtensendungen, aktuelle
Reportagen) und Filme weitgehend
Auseinandersetzung mit literarischen und
nicht-literarischen Originaltexten
selbstständig komplexe literarische
und nicht-literarische Texte
erschliessen, analysieren und
3.Lerngebiet: Sprechen
Mündliche Kommunikation
Diskussionen, Gesprächssituationen,
längere Vorträge
mit einer muttersprachigen Person
spontan und fliessend ein
Alltagsgespräch führen.
sich in Diskussionen zu verschiedenen
Themen aktiv beteiligen und ihre
Ansichten begründen und vertreten.
zu verschiedenen Themen in längeren
Sprechsequenzen eine klare und
vertiefte Darstellung geben, einen
Standpunkt zu einer kontroversen
Frage erläutern und Vor- und Nachteile
verschiedener Sichtweisen angeben.
differenzierte Gedanken zu
literarischen Texten strukturiert und
fliessend ausdrücken.
4.Lerngebiet: Schreiben
Verschiedene Textsorten
Berichte
kreative Texte
über eine Vielzahl von Themen
pointierte, facettenreiche und klar
strukturierte Texte schreiben.
Argumente und Gegenargumente zu
einem bestimmten Problem darlegen.
literarische Analysen verfassen.
Briefe, Emails
Zusammenfassungen, Beschreibungen
Aufsätze
5.Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film
Originaltexte aus Spanien und
Lateinamerika aus verschiedenen
Epochen
komplexe literarische Originaltexte aus
Spanien und Lateinamerika aus
verschiedenen Epochen verstehen.
ihre eigenständige
Auseinandersetzung mit der Lektüre
mündlich und schriftlich darlegen.
literarische Werke auf spezifische
Fragestellungen hin miteinander
exemplarische Begegnungen mit
kulturellen Aspekten Spaniens und
Lateinamerikas
verschiedene zentrale soziokulturelle,
historische, politische, geographische
und wirtschaftliche Phänomene und
Gegebenheiten der hispanischen Welt
beschreiben und analysieren.
unterschiedliche gesellschaftliche
Grundstrukturen und
Wertvorstellungen in der
spanischsprachigen Welt verstehen.
Verschiedene Filme aus Spanien und
Lateinamerika
Filmanalyse, Filmsprache
Filme als authentische ästhetische
Kunstwerke beschreiben.
Filme anhand filmsprachlicher Kriterien
Filme unter spezifischen
Fragestellungen miteinander
Sport Grundlagenfach
Das obligatorische Fach Sport fördert besonders
die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen
und verinnerlichen
den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen
sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle
übernehmen
sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten
sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden
Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben
in Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren
zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten
die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder
dich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten
sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten
den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen
die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden
digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können
Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens
wahrnehmen
Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen im Themenfeld „Sport“ verfolgen
Für normierte Leistungsmessungen (quantitativ und qualitativ) gelten die gemeinsam entwickelten
schulinternen Leistungstabellen.
1. - 3. Klasse: Pro Schuljahr mind. 8 Noten aus mind. 4 verschiedenen Lerngebieten;
pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung (Coopertest, Crosslauf usw.)
4. Klasse: Pro Schuljahr mind. 4 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen;
pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung (Crosslauf)
Biologie: Anpassungen des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang zwischen
Bewegung - Ernährung - Übergewicht usw.
Physik: Kraft, Geschwindigkeit, Flugbahnen usw.
Geschichte: Sporthistorische Hintergrundinformationen
Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen/Tanz; Rhythmusschulung
Massnahmen zum geschlechtergetrennten Unterricht
Grundsätzlich wird ein geschlechtergetrennter Unterricht geführt; koeduzierter Unterricht in sinnvollen
Bereichen (Gesellschaftstanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball, Wahlsportgruppen).
Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen
einer Maturitätsarbeit.
1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik
Ausdauer ihre Ausdauer mittels angepassten
Übungs- und Trainingsformen erhalten
und entwickeln.
Kraft ihre Kraft mittels angepassten Übungs-
und Trainingsformen erhalten und
ein Training mit dem eigenen Körpergewicht durchführen (Rumpfstabilisation).
Schnelligkeit ihre Schnelligkeit mittels angepassten
Übungs- und Trainingsformen erhalten
und entwickeln.
Beweglichkeit ihre Beweglichkeit durch gezieltes
Training in den Pflichtdehnbereichen
erhalten oder verbessern.
Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erweitern und verbessern.
2.Lerngebiet: Bewegungslernen
Technik-Knotenpunkte einer ausgewählten
Bewegung
Knotenpunkte der ausgewählten
Bewegung (z.B. Kippschlagbewegung,
Angriffsschlag im Volleyball usw.) benennen und die Bewegung in einer technischen Feinform vorzeigen.
3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen
Einfache Tanzschritte und -formen ein tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erwerben (z.B.
Jive-Elemente, Aerobic-Schrittfolgen
usw.).
Einfache Darstellungen mit und ohne
Handgeräte (z.B. Rope-Skipping)
alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination (z.B. Aerobic-
Kombi, Rope-Skipping-Kombi) gestalten.
4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen
Mindestens ein Gerät aus:
Boden, Minitramp-Kasten, Minitramp-Sprungbock, Schaukelringe, (Stufen-)Barren
einzelne Elemente und Verbindungen
erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern.
Gerätebahn Elemente in einer Gerätebahn verbinden.
Helfen und Sichern korrekte Sicherungs- und Unterstützungshandgriffe bei ausgewählten
Bewegungsausführungen anwenden.
5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen
Sprint im Sprint den Tiefstart und die folgende
Sprintstrecke in einer angemessenen
Technik bewältigen.
Weitsprung im Weitsprung eine ausgewählte Technik
Wurf oder Stoss eine effektive Wurf- oder Stosstechnik
Dauerlauf einen Dauerlauf in einem angemessenen
Tempo bestehen.
einen Vierkampf (Sprint/Sprung/Wurf/
Dauerlauf) erfolgreich bestehen.
6.Lerngebiet: Spielen
Basketball im Streetball die technischen Grundfertigkeiten im Angriff und in der Verteidigung in einer Grobform anwenden,
einfache taktische Muster umsetzen und
sich regelkonform verhalten.
Volleyball im Volleyball die technischen Grundfertigkeiten (Aufschlag, Annahme, Pass,
Angriff) in einer Grobform anwenden, einfache taktische Muster umsetzen und
sich regelkonform verhalten.
Mindestens 1 zusätzliches Schwerpunktspiel
aus: Beachvolleyball, Handball, Tischtennis
im ausgewählten Sportspiel technisch
korrekt mitspielen und sich regelkonform
7.Lerngebiet: Sport im Wasser
Vorbemerkung: Die Durchführung des Schwimmunterrichts ist stark witterungsabhängig (kein beheiztes Schwimmbad)
Mindestens 1 Schwimmstil aus: Brustcrawl,
Brustgleichschlag, Rückencrawl
die technische Grob- oder Feinform des
gewählten Schwimmstils korrekt anwen-
Dauerschwimmen 12 Minuten ohne Unterbruch schwimmen.
8.Lerngebiet: Trendsportarten
Mindestens 1 Spiel aus: Baseball, Frisbee-
Ultimate, Smolball
im ausgewählten Sportspiel technisch
und taktisch korrekt mitspielen und sich
9.Lerngebiet: Outdoor Sport
Orientierungslauf
sich in der jeweiligen Umgebung
orientieren und einfache lauftaktische
Entscheide treffen.
in der Gruppe und gegenüber der Natur
Verantwortung übernehmen.
1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik
Ausdauer ihre Ausdauer mittels angepassten
Übungs- und Trainingsformen erhalten
und entwickeln.
Grundsätze der Trainingslehre
Kraft ihre Kraft mittels angepassten Übungs-
und Trainingsformen erhalten und
ein Training an Kraftmaschinen korrekt
Schnelligkeit ihre Schnelligkeit mittels angepassten
Übungs- und Trainingsformen erhalten
und entwickeln.
Beweglichkeit ihre Beweglichkeit durch gezieltes
Training in den Pflichtdehnbereichen
erhalten oder verbessern.
Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erweitern und verbessern.
2.Lerngebiet: Bewegungslernen
Feedback geben und Feedback verarbeiten bei Beobachtungsaufträgen präzise
Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen.
3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen
Weitere Tanzschritte und-formen ihr tänzerisches und gymnastisches
Bewegungsrepertoire anwenden und
Erweiterte Darstellungen ohne/mit Handgeräte(n) (z.B. Aerobic-Folge, Hip-Hop usw.)
alleine oder in einer Kleingruppe eine
Bewegungskombination gestalten.
4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen
Mindestens 1 weiteres Gerät aus: Boden,
Reck, (Stufen)-Barren, Minitramp-Kasten,
Schaukelringe, grosses Trampolin
einzelne Elemente und Verbindungen
erwerben und so das Bewegungsrepertoire erweitern.
Helfen und Sichern komplexe Bewegungsausführungen
helfend und sichernd begleiten.
Klettern an der Kletterwand die Toprope-Sicherung korrekt anwenden
und Kletterrouten technisch angemessen
bewältigen.
5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen
Hürdenlauf die Hürdenstrecke in einer technischen
Grobform bewältigen.
Hochsprung die gewählte Hochsprungtechnik korrekt
Wurf oder Stoss
den Wurf oder Stoss in einer technisch
ansprechenden Form ausführen.
Dauerlauf einen Crosslauf (ca. 4-5 km) in einem
angemessenen Tempo bewältigen.
6.Lerngebiet: Spielen
Basketball im Spiel 5-5 die zusätzlichen taktischen
Anforderungen korrekt umsetzen und sich
Badminton verschiedene Schlagtechniken in einer
technischen Grobform ausführen
im Spiel taktische Handlungsmuster
anwenden und sich regelkonform
Mindestens 1 zusätzliches Schwerpunktspiel
aus: Beachvolleyball, Handball, Tischtennis,
Volleyball 6-6
im ausgewählten Sportspiel technisch
korrekt mitspielen und sich regelkonform
7.Lerngebiet: Sport im Wasser
Mindestens 1 weiterer Schwimmstil aus:
Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl,
Delphin
die technische Grob- oder Feinform des
entsprechenden Schwimmstils
Dauerschwimmen 12 Minuten ohne Unterbruch schwimmen
und dabei eine gegenüber dem Vorjahr
verbesserte Gesamtdistanz zurücklegen.
Wasserspringen ausgewählte Sprünge in einer
technischen Grobform korrekt ausführen.
8.Lerngebiet: Trendsportarten
1 weiteres Spiel aus: Baseball, Frisbee-
Ultimate, Intercross, Smolball
im ausgewählten Sportspiel korrekt
mitspielen und sich regelkonform
Slackline auf der Slackline sicher eine gewisse
Distanz zurücklegen und ausgewählte
Tricks ausführen.
9.Lerngebiet: Outdoor Sport
Duathlon-, Triathlonformen in angepassten Wettkampfformen (z.B.
Intervall-Duathlon) optimale Leistungen
abrufen.
Schneesporttag in den Schneesportgruppen Verantwortung übernehmen und sich korrekt
1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik
Ausdauer, Kraft Schnelligkeit, Beweglichkeit sich in spezifischen konditionellen
Schwerpunkten weiterentwickeln.
sich selbständig auf einen Ausdauertest
vorbereiten.
Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und
Fertigkeiten mittels deutlich erschwerten
Anforderungen erweitern und verbessern.
2.Lerngebiet: Bewegungslernen
Video-Feedback durch mediengestützte Analysen die
Bewegungsqualität verbessern (z.B.
Bewegungsanalyse mit der Fish-Eye-
Kamera usw.).
3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen
Weitere Tanzschritte und -formen oder
Aerobic-Kombis
ihr tänzerische und gymnastisches
Bewegungsrepertoire erweitern und
1 Team-Darstellung (z.B. Hip-Hop, Double-
Dutch usw.)
in einer Gruppe eine
Bewegungskombination gestalten.
4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen
Mindestens 2 Geräte aus: Boden, Reck,
(Stufen-)Barren, Schaukelringe, Trampolin
einzelne Elemente selbständig zu einer
Übungsverbindung zusammenstellen und
diese als „Kür“ vorzeigen.
Helfen und Sichern beim selbständigen Erarbeiten einer Gerätekür einander korrekt sichern und mit
unterstützenden Handgriffen Bewegungsausführungen ermöglichen.
Partnerakrobatik in einer Gruppe eine Partnerakro-
Kombizusammenstellen und diese in
einer angemessenen Form vorzeigen.
5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen
Langsprint oder Mittelstreckenlauf den Lauf zielorientiert vorbereiten und in
einem angemessenen Tempo bewältigen.
Drehwerfen den gewählten Wurf in einer technischen
Grobform ausführen.
Dauerlauf den schulinternen Testlauf (3.6 km) in
einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten Zeit bewältigen.
Festigen von ausgewählten Disziplinen in einer ausgewählten technischen
Disziplin selbständig trainieren.
(Eventuell) Stabhochsprung einführende Formen im Stabhochspringen bewältigen.
6.Lerngebiet: Spielen
Unihockey die Grundelemente Ballführen, Passen
und Torschuss technisch ansprechend
ausführen und sich regelkonform verhal-
Fussball die Grundelemente Ballführen, Passen
und Torschuss technisch ansprechend
ausführen und sich regelkonform verhal-
Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus:
Beachvolleyball, Handball, Tischtennis,
Volleyball 6-6
im ausgewählten Sportspiel technisch
und taktisch korrekt mitspielen und sich
7.Lerngebiet: Sport im Wasser
Mindestens 1 Schwimmstil aus: Brustcrawl,
Brustgleichschlag, Rückencrawl, Delphin
die technische Grob- oder Feinform des
entsprechenden Stils in einem Wettkampf
auf Zeit anwenden.
Dauerschwimmen 1 km oder 30 Minuten ohne Unterbruch
schwimmen.
Evtl. Wasserspringen, Wasserball, Aquafit,
Elemente aus dem Rettungsschwimmen oder
aus dem ABC-Tauchen
in der gewählten Wassersportart individuelle Akzente setzen.
8.Lerngebiet: Trendsportarten
1 Spiel aus: Baseball, Intercrosse, Touchrugby
im ausgewählten Sportspiel korrekt
mitspielen und sich regelkonform
Parkour die Philosophie von Parkour erfahren und
Slackline auf der Slackline grössere Distanzen
sicher zurücklegen, gelernte Tricks
festigen und diese zu einer Kombi
verbinden.
9.Lerngebiet: Outdoor Sport
Mindestens 1 Outdoor-Aktivität aus:
Triathlon, Duathlon, Nordic-Walking, Biken,
Vitaparcours, Inlineskaten usw.
sich in der entsprechenden Sportart
angepasst verhalten.
gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung überneh-
Vorbemerkung: Die Doppelstunde findet nicht mehr im Abteilungsverband, sondern in Sportarten-
Wahlgruppen statt (Neigungssportgruppen).
1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik
Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit in selbst gewählten Bereichen ihre energetisch konditionellen Fähigkeiten
erhalten und weiterentwickeln.
Koordination mit selbst gewählten Trainingsangeboten
ihre sensomotorisch-koordinativtechnischen Kompetenzen erhalten und
2.Lerngebiet: Bewegungslernen
Bewegungsinformationen aufnehmen,
verarbeiten und umsetzen
bei der Wahl einer entsprechenden
Sportart mit gezielter Analyse die eigene
Bewegungsqualität verbessern.
Anspruchsvolle Tanzschritte und Tanzformen
(z.B. Salsa) oder Aerobic-Kombis (z.B. Step-
Kombi)
ihr tänzerisches Repertoire vertiefen und
erweitern sowie komplexe Schrittabfolgen
bewältigen.
4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen
Trampolinspringen, Minitrampolinsprünge in der Wahlgruppe ihr Bewegungsrepertoire gezielt erweitern und vertiefen.
Klettern an der Kletterwand unterschiedliche Schwierigkeitsgrade in
einer angepassten Technik (Toprope-
Sicherung) und einfache Routen im
Vorstieg bewältigen.
5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen
Dauerlauf den schulinternen Leistungstest in einer
angemessenen Zeit bewältigen.
6.Lerngebiet: Spielen
Schwerpunktspiele aus: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fussball, Squash,
Tennis, Tischtennis, Unihockey, Oversea
Games, Volleyball
ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen.
im intensiven Spiel ihre spielspezifischen
Fertigkeiten anwenden.
7.Lerngebiet: Sport im Wasser
Schwimmstile festigen den gewählten Stil in einer technischen
Feinform ausführen.
8.Lerngebiet: Trendsportarten
Trendsportarten, die sich an der
gesellschaftlichen Aktualität orientieren
die nötigen Grundfertigkeiten in der
gewählten Sportart erwerben.
die Philosophie der gewählten Sport
erleben und erfahren.
9.Lerngebiet: Outdoor Sport
Ausgewählte Outdoor-Veranstaltungen, ggf.
mit Eventcharakter (z.B. Basler Rheinschwimmen, Stadtlauf, Inlineskating-Touren usw.)
sich in der entsprechenden Sportart
angepasst verhalten.
gegenüber der Gruppe, der Umgebung
und der Natur Verantwortung überneh-
Sport Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders
die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen
die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet
verarbeiten
sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in
Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen
Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich
differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt
fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und
lösen
körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen
die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern
sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen
sportliche Leitungstests selbständig durchführen und auswerten
sich in Sport-Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten
Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu
gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport 30% nicht
überschreiten. Sind Teilnehmerinnen oder Teilnehmer des EF Sport verletzt oder teildispensiert,
können praktische Teile alternativ geprüft werden (z.B. mündlich oder schriftlich).
Lerngebietsspezifische Tests:
Trainingslehre: schriftlicher Test; evtl. Bewertung einer schriftlich-praktischen Trainingsarbeit
(inkl. Ausdauertest)
Bewegungslernen: praktischer Test (z.B. Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.); evtl.
schriftlicher Test
Sportspiele: zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit technischen und taktischen
Anteilen)
Sport und Gesellschaft: mündlicher oder schriftlicher Test
Verbindungen zu den Fachbereichen Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung usw.),
Physik (Kraft, Geschwindigkeit usw.), Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des
psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse
usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport
usw.), Geographie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen usw.), Musik (Musik und
Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.).
Massnahmen zum geschlechtergetrennten Unterricht
Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei
projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen
geschlechterspezifische Unterschiede.
Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit
Die Lernenden werden bei fachspezifischen Themen oder Fragen in laufenden Maturitätsarbeiten
unterstützt.
1.Lerngebiet: Trainingslehre
Grobinhalte (mindestens drei der folgenden
Grobinhalte)
Sportanatomie und Sportphysiologie in Zusammenhang mit Bewegung und
Kraft die Funktion des aktiven und
passiven Bewegungsapparates
Energiebereitstellung die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.
verschiedene Tests der Leitungsdiagnostik durchführen und auswerten.
Steuerung der Motorik im Zusammenhang mit Koordination das
neuromuskuläre Funktionssystem und die
Sensomotorik verknüpfen und die
koordinativen Fähigkeiten nennen.
Trainingssteuerung verschiedene Methoden des Trainings
nennen und zielgerichtet anwenden
in ausgewählten Bereichen zielgerichtet
Trainingspläne erstellen, anwenden und
auswerten und so die eigene sportliche
Leistungsfähigkeit verbessern.
Sportpsychologie kognitive Prozesse der sportlichen Lern-
und Leistungsfähigkeit nennen, erklären
und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen-
Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training usw.).
den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären.
Sporternährung die bedarfsangepasste Ernährung erläu-
Sportverletzungen bei Sportverletzungen angemessen
handeln und rehabilitative Massnahmen
2.Lerngebiet: Bewegungslernen
Bewegungen erwerben, anwenden, gestalten
und analysieren
die verschiedenen Wahrnehmungskanäle unterscheiden und für das Erlernen von Bewegungen nutzen.
Bewegungsabläufe analysieren.
Feedbacks geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten.
ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen
Modelle der Bewegungslehre anwenden.
Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten.
3.Lerngebiet: Sportspiele
Grobinhalte (in mindestens zwei ausgewählten
Sportspielen)
Technik die Grundtechniken von ausgewählten
Sportspielen korrekt ausführen und
situativ korrekt anwenden.
Taktik taktische Elemente und Spielsysteme in
ausgewählten Sportspielen anwenden
und mitgestalten.
Spielregeln ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten.
4.Lerngebiet: Sport und Gesellschaft
Grobinhalte (mindestens zwei der folgenden
Grobinhalte)
Wechselwirkung zwischen Bewegung und
Gesundheit („Public Health“)
die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären.
die präventiven Aspekte der sportlichen
Betätigung nennen.
Leitmotive für sportliches Handeln Leitmotive für das Sporttreiben nennen
und hinterfragen.
Umfeldeinflüsse auf sportliche Handlungsfelder
soziale, wirtschaftliche, politische Aspekte
und Einflüsse im Handlungsfeld Sport
Aktuelles Themenfeld (z.B. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt, Talentförderung usw.)
zum gewählten aktuellen Themenbereich
kritisch Stellung nehmen.
Wirtschaft und Recht Einführungsfach
Wochenlektion 1 2 0 0
Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders
sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen
Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben
alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt
erfassen
unterschiedliche Perspektiven einnehmen
die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten
quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen
erkennen
1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensmodell
Einführung ins wirtschaftliche Denken die Gründe für wirtschaftliches Handeln
herleiten.
Unternehmensmodell die relevanten Umweltsphären und
Anspruchsgruppen eines Unternehmens
beschreiben und Zielkonflikte aufzeigen.
Betriebe nach folgenden Kriterien
gliedern:
- Grösse
- Trägerschaft
- Rechtsform
- Branchen und Sektoren
2.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensfunktionen
Unernehmensfunktionen
(Organisation)
ein Organigramm sachgerecht
interpretieren und mögliche
Verbesserungen vorschlagen.
einen betrieblichen Ablauf darstellen.
3.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Finanzbuchhaltung
Finanzbuchhaltung Finanzielle Vorgänge in Betrieben
abbilden.
einen einfachen Abschluss mit Bilanz und
Erfolgsrechnung interpretieren.
eine Nutzwertanalyse selbständig
4.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Haushalte
Haushalte Folgende Elemente erklären und deren
Einfluss auf ein Haushaltbudget
bestimmen: Löhne und
Sozialversicherungsbeiträge,
Krankenkassenprämien, Haushaltversicherungen, Rückstellungen, Sparen,
Steuern, Datenübermittlungskosten,
Autokosten, Schulden.
Optimierungsmöglichkeiten diskutieren.
5.Lerngebiet: Recht - Einführung ins Recht
Grundlagen und Funktion der Rechtsordnung Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung
Rechtsquellen identifizieren.
Rechtserlasse des Privatrechts und des
öffentlichen Rechtes zuordnen.
Die Einführungsartikel auf konkrete
Beispiele anwenden.
Verfahrensgrundsätze der verschiedenen
Rechtsgebiete skizzieren.
1.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie
Verhaltensmodelle das Modell des „homo oeconomicus“ und
seine möglichen Folgen beschreiben.
Marktmechanismus Angebots- und Nachfragekurven
zeichnen und deren Verlauf begründen.
das Marktgleichgewicht und dessen
Veränderung analysieren.
Staats-/Marktversagen die Wirkungen von Monopolen und
Kartellen analysieren.
Vorteile und Nachteile von
Staatseingriffen (z.B. bei externen
Effekten) abwägen.
Aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen
Themen oder Abstimmungsvorlagen eine
eigene Meinung bilden.
2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie
Messung gesamtwirtschaftlicher Grössen
und Aktivitäten
Zusammensetzung, Veränderungen und
Aussagekraft des Bruttoinlandprodukts
(BIP) beschreiben.
Geldpolitik Den Landesindex der
Konsumentenpreise (LIK) für reale
Rechenbeispiele benutzen.
die Aufgaben einer Zentralbank
den Wirkungszusammenhang zwischen
Geldpolitik und Inflation aufzeigen.
den Konjunkturzyklus beschreiben.
Konjunktur den Konjunkturzyklus beschreiben und
konjunkturpolitische Massnahmen
3.Lerngebiet: Recht - Personenrecht
Persönlichkeit Voraussetzungen und Wirkungen der
Rechts- und Handlungsfähigkeit prüfen.
Persönlichkeitsrechte und deren Schutz
zwischen natürlichen und juristischen
Personen unterscheiden und Beispiele
dazu nennen.
4.Lerngebiet: Recht - Obligationenrecht
Obligationen den Begriff der Obligation als
Schuldverhältnis erklären.
Entstehungsgründe von Obligationen
beurteilen, ob ein Vertrag zustande
gekommen ist.
die Kriterien der Vertragserfüllung
Vertragsmängel beurteilen.
Alltägliche Probleme im Zusammenhang
mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen.
die Voraussetzungen für Verschuldens-
und Kausalhaftung prüfen.
5.Lerngebiet: Recht – Weitere Rechtsgebiete
Eherecht Voraussetzungen und Wirkungen der
Ehe, des Konkubinates und der
eingetragenen Partnerschaft
finanzielle Folgen des ehelichen
Güterrechtes berechnen.
Erbrecht gesetzliche und gewillkürte Erbfolge
eine Erbteilung rechnerisch vornehmen.
Wirtschaft und Recht Schwerpunktfach
Wochenlektion 0 0 6 6
Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders
Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden
Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der
Wirklichkeit beschreiben und analysieren
alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden
Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen
Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen
das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch
Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in
den Einzelheiten korrekt erfassen
Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein
effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen,
quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide
fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden
1.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie
psychologische Grundlagen der Ökonomie die Handlungsweise des Menschen am
Modell des „homo oeconomicus“ kritisch
Funktionsweise von Märkten Modellannahmen der vollkommenen
Konkurrenz anhand realer Märkte
den Verlauf von Angebots- und
Nachfrage-Funktionen darstellen und
Verschiebungen des Marktgleichgewichtes analysieren.
Entstehung von Konsumenten- und
Produzentenrenten begründen.
Wirtschaftssysteme Wirtschaftssysteme anhand geeigneter
Kriterien unterscheiden.
internationale Arbeitsteilung das Gesetz der komparativen Kosten
anwenden und dessen Grenzen
Auswirkungen von
Handelsbeschränkungen auf
internationale Handelsströme
2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik
Staatseingriffe Fälle von Marktversagen einordnen und
mögliche Massnahmen vorschlagen.
Grenzen staatlicher Eingriffe aufzeigen
und die Folgen von Staatsversagen
Optimierungsmöglichkeiten diskutieren.
aktuelle Themen regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische
Themen oder Abstimmungsvorlagen
3.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie
Geldpolitik Funktionen des Geldes und dessen
Entstehung beschreiben.
Messverfahren für das Preisniveau
erklären und mit Daten eigene
Berechnungen anstellen.
Ziele und Aufgaben von Zentralbanken
beschreiben und geldpolitische
Instrumente erklären.
4.Lerngebiet: Recht – ausgewählte Bereiche (Sachenrecht)
Absolute subjektive Rechte zwischen absoluten und relativen
subjektiven Rechten unterscheiden.
Dingliche Rechte an beweglichen und
unbeweglichen Sachen
dingliche Rechte von obligatorischen
Rechten unterscheiden.
Eigentum, Besitz und beschränkte
dingliche Rechte erklären.
5.Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht
Obligationen die Arten von Anträgen unterscheiden
und das Zustandekommen eines
Vertrages beurteilen.
Regeln zur Vertragserfüllung anwenden
und Folgen von Nicht- und
Schlechterfüllung aufzeigen.
Erlöschungsgründe von Obligationen
die rechtlichen Möglichkeiten bei den
Verletzungen des Kaufvertrages am
konkreten Fall prüfen.
Vertragstypen zwischen Kauf, Tausch und Schenkung
zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe,
Darlehen und Leasing unterscheiden.
die besonderen Kündigungsregeln bei der
Miete von Wohnungen und
Geschäftsräumen aus Sicht von Mieter
und Vermieter anwenden.
Zentrale Unterschiede zwischen
Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag
prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag
konform ist mit den gesetzlichen
Bestimmungen.
Sicherungsmittel geeignete Sicherungsmittel für Verträge
vorschlagen und beurteilen.
Falllösungsmethodik beim Lösen von Rechtsfällen
systematisch vorgehen und dabei
mindestens drei Schritte unterscheiden.
6.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensmodell
Vertiefung St. Galler Modell Umweltsphären identifizieren und deren
Einfluss auf einen Betrieb am Beispiel
Interessen- und Zielkonflikte
verschiedener Anspruchsgruppen
erkennen und Lösungsansätze aufzeigen.
7.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzintermediäre (Versicherungen)
Privatversicherungen zwischen verschiedenen Arten von
Privatversicherungen unterscheiden.
das Solidaritäts- und das
Äquivalenzprinzip auf der Basis einer
Versicherung erklären.
die Auswirkungen von moralischem
Risiko beschreiben und
Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
die Auswirkungen asymmetrischer
Informationsverteilung beschreiben und
Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
mögliche Risiken eines Betriebes
identifizieren und Versicherungslösungen aus dem Bereich der
Vermögensversicherungen vorschlagen.
Sozialversicherungen den Aufbau des 3-Säulen-Systems
Umverteilungsmechanismen innerhalb
der Sozialversicherungen beschreiben
Wechselwirkungen zwischen
Unternehmungen, Gesellschaft und
Sozialversicherungen aufzeigen und
Konsequenzen beurteilen.
8.Lerngebiet: Recht – Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse
Rechtsformen Rechtsformen aus ZGB, OR und KAG
benennen und systematisch gliedern.
Regeln zur Bildung der Firma anwenden.
Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform
aus Sicht des Eigentümers aufstellen.
Merkmale ausgewählter Rechtsformen
(Einzelunternehmung, GmbH, AG,
Genossenschaft) beschreiben.
Unternehmenszusammenschlüsse rechtliche und finanzielle Verflechtungen
von Unternehmungen am Beispiel des
Konzerns und der Fusion beschreiben.
Vor- und Nachteile von
Unternehmenszusammenschlüsse
anhand von Beispielen erklären.
9.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Leistungswirtschaft
Marketing Methoden der Marktforschung
Ausgewählte Methoden aus den
Bereichen Produktpolitik,
Sortimentsplanung, Markenpolitik und
Kommunikationspolitik beschreiben und
an Beispielen anwenden.
die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-
Matrix am Beispiel anwenden.
Entwicklung der Marketingkonzepte im
Lauf der Zeit beschreiben
für ein Produkt einen Marketingmix auf
Basis des 4P-Modells (Product, Price,
Promotion, Place) gestalten.
Marketingstrategien beschreiben und an
Beispielen anwenden.
10.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Finanzielles Rechnungswesen
doppelte Buchhaltung typische Geschäftsfälle mittels
Buchungssätzen festhalten.
Probleme des Jahresabschlusses folgende Probleme des
Jahresabschlusses bewältigen:
Bestandeskorrekturen, Abschreibungen,
Debitorenverluste, aktive und passive
Rechnungsabgrenzungen,
Rückstellungen.
Bewertungsvorschriften anwenden und
stille Reserven berechnen.
Abschlussrechnungen interpretieren Bilanz und Erfolgsrechnung situationsgerecht interpretieren.
1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzwirtschaft und Finanzintermediäre
(Banken)
Finanzierungsarten und -vorgänge Finanzierungsarten unterscheiden.
Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten
aufzeigen und geeignete Sicherungsmittel vorschlagen.
Massnahmen zur Bonitätsprüfung
Finanzierungsgrundsätze und Kennzahlen eine Kennzahlenanalyse vornehmen.
Investitionsentscheide dynamische Methoden der
Investitionsrechnung anwenden.
nicht-quantitative Faktoren der
Investitionsentscheidung beurteilen.
Banken Fristen-, Risiko- und Betrags-
Transformation als volkswirtschaftliche
Aufgabe von Banken beschreiben.
Wertpapiere wichtige Wertpapierarten unterscheiden
und entsprechende Berechnungen
Sicherheit, Liquidität und Rendite
verschiedener Anlageinstrumente
2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie
Konjunktur den Konjunkturzyklus anhand von
geeigneten Indikatoren beschreiben.
zwischen Wachstum und Konjunktur
Aussenhandel und Währungssysteme die wohlfahrts-ökonomischen
Auswirkungen von
Handelsbeschränkungen analysieren.
den Aufbau der Leistungs- und
Kapitalverkehrsbilanz darstellen und
rechnerisch überprüfen.
Arten von Wechselkurssystemen
unterscheiden und deren Auswirkungen
Mindestens einen der folgenden Grobinhalte:
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
Wachstum
Staatsfinanzen
Strukturwandel
Ursachen von Arbeitslosigkeit
beschreiben und deren Messung
Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen.
die wichtigsten Faktoren für
wirtschaftliches Wachstum beschreiben.
verschiedene Einnahmequellen des
Staates mit ihren Vor- und Nachteilen
die Konsequenzen von grosser
Staatsverschuldung auf die Wirtschaft
und kommende Generationen beurteilen.
Ursachen des Strukturwandels
beschreiben und Empfehlungen für
mögliche staatliche Reaktionen abgeben.
3.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik
Konjunkturpolitik die verschiedenen konjunkturpolitischen
Konzepte beschreiben und beurteilen.
Möglichkeiten und Grenzen
keynesianischer Konjunkturpolitik
aufzeigen und mit Alternativen
aktuelle Themen regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische
Themen oder Abstimmungsvorlagen
analysieren (z.B. Immobilien-, Banken-,
Schuldenkrise, aktuelle Brennpunkte der
Globalisierung).
4.Lerngebiet: Recht - ausgewählte Bereiche
Mindestens einen der folgenden Grobinhalte:
Strafrecht
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht
Steuerrecht
den Zweck von Sanktionen im Jugend-
und Erwachsenenstrafrecht erklären.
objektive und subjektive Voraussetzungen
der Strafbarkeit prüfen.
strafmildernde und strafverschärfende
Momente identifizieren.
Grundsätze und Ablauf des Strafprozesses
einem Fall die zutreffende Art der
Zwangsvollstreckung begründet zuordnen.
die Verfahrensschritte bei der Betreibung
auf Pfändung aus Sicht von Gläubiger und
Schuldner erläutern.
einen einfachen Kollokationsplan erstellen.
alternative Möglichkeiten der
Konfliktlösung und -prävention im
Schuldverhältnis vorschlagen.
Die zentralen Merkmale des
Schweizerischen Steuersystems
die wichtigsten Steuern der Schweiz
Steuerberechnungen für juristische und
natürliche Personen durchführen.
Vor- und Nachteile verschiedener
Steuersysteme beschreiben.
5.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Betriebliches Rechnungswesen
Nutzschwelle Nutzschwellen berechnen und grafisch
Kalkulation ausgehend von der Erfolgsrechnung eines
Handelsbetriebes eine mehrstufige
Kalkulation vornehmen.
eine Betriebsabrechnung mit Kostenarten,
Kostenstellen und Kostenträgern aufstellen
Wirtschaft und Recht Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach Einführung Wirtschaft und Recht fördert besonders
Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit
beschreiben und analysieren
in Alternativen denken und abwägend entscheiden
Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen
die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen
das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch
hinterfragen
Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in
den Einzelheiten korrekt erfassen
Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein
effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen
Widersprüche und Kompromisse aushalten
quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen
Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen
die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide
fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)
1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre
Arbeit die Bedeutung des Produktionsfaktors
Arbeit für ein Unternehmen einschätzen.
Wohnen Entscheidungsgrundlagen für die Wahl
eines Wohnobjektes erarbeiten.
Varianten zur Finanzierung von
Wohneigentum vergleichen.
Steuern
Bestandes- und Stromgrössen
unterscheiden und am Beispiel der
Steuererklärung anwenden.
Konsum
für ein Produkt einen Marketingmix auf
Basis des 4P-Modells (Product, Price,
Promotion, Place) gestalten.
2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre
Arbeit den Arbeitsmarkt im Modell analysieren
und Auswirkungen von Eingriffen
Ursachen und Massnahmen zur
Bekämpfung von Arbeitslosigkeit
beschreiben und Methoden zu deren
Messung aufzeigen.
Wohnen Die Auswirkungen von gesellschaftlichen
Veränderungen auf Angebot und
Nachfrage im Wohnungsmarkt
Steuern Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von
verschiedenen Steuermodellen
Konsum den volkswirtschaftlichen Zusammenhang
von Konsumieren, Investieren und
Sparen ergründen.
3.Lerngebiet: Recht
Arbeit wichtige rechtliche Bestimmungen zu
Arbeitsverhältnissen anwenden.
Wohnen Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des
Gesetzes und weiteren Quellen lösen.
Steuern Arten von Steuern unterscheiden und
anhand einfacher Beispiele berechnen.
Konsum Darlehensvertrag und Konsumkreditverträge vergleichen.
