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title: "Verordnung über die Zuordnung der vom Kanton besoldeten römisch-katholischen Pfarrstellen"
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provisions: 15
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# Verordnung über die Zuordnung der vom Kanton besoldeten römisch-katholischen Pfarrstellen

## Art. 1 {#art_1}

Gegenstand
1 Diese Verordnung regelt die Zuordnung der vom Kanton besoldeten Pfarrstellen der römisch-katholischen Landeskirche.

## Art. 2 {#art_2}

Begriffe
1 Die vom Kanton besoldeten Pfarrstellen setzen sich aus Gemeinde- und
Spezialpfarrstellen zusammen.
2 Gemeindepfarrstellen dienen der pfarramtlichen Versorgung der Kirchgemeinden.
3 Spezialpfarrstellen erfüllen übergemeindliche Aufgaben.

## Art. 3 {#art_3}

Stellenbeschriebe
1 Für jede Pfarrstelle wird ein Stellenbeschrieb nach den Vorgaben des Bistums Basel ausgestellt. Der Stellenbeschrieb regelt auch die Zusammenarbeit
mit den Nachbargemeinden.
2 Die Stellenbeschriebe für die Gemeindepfarrstellen werden vom Kirchgemeinderat, jene für die Spezialpfarrstellen von der Landeskirche erstellt.

## Art. 4 {#art_4}

Pfarrstellenplanungskommission
1 Die Pfarrstellenplanungskommission berät die oder den Beauftragten für
kirchliche Angelegenheiten bei der Zuordnung der Stellen.
1) BSG 410.11
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses
15-21
412.112 2
2 Sie besteht aus der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten, je
einer Vertreterin oder einem Vertreter des Synodalrates und des Bischofsvikariates sowie zwei durch den Synodalrat delegierten Vertreterinnen und Vertretern der Kirchgemeinden, wobei der Synodalrat auf eine ausgewogene Vertretung von städtischen und ländlichen Regionen achtet.
3 Die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten hat den Vorsitz. Im
Übrigen konstituiert sich die Kommission selbst.
2 Gemeindepfarrstellen

## Art. 5 {#art_5}

Zuordnung
1 Die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten ordnet die vom
Kanton besoldeten Gemeindepfarrstellen im Einvernehmen mit dem Synodalrat
den Kirchgemeinden zu. Die betroffenen Kirchgemeinden sind vor dem Erlass
der Verfügung anzuhören.
2 Die Kirchgemeinden erteilen der oder dem Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten und dem Synodalrat alle für die Zuordnung erforderlichen Auskünfte.

## Art. 6 {#art_6}

Kriterien
1 Für jede kanonisch errichtete Pfarrei werden den Kirchgemeinden vorab 100
Pfarrstellenprozente zugeordnet.
2 Die restlichen Gemeindepfarrstellen werden der Gesamtkirchgemeinde und
den Kirchgemeinden anteilsmässig als Hilfspfarrstellen zugeordnet. Massgebend ist die in den zuständigen Einwohnerkontrollen registrierte Anzahl Angehöriger.
3 Anstellungen mit weniger als 50 Stellenprozenten werden nicht errichtet. Anstellungen von 50 und mehr Stellenprozenten werden auf die nächsten zehn
Prozent auf- oder abgerundet.
4 3,6 Spezialpfarrstellen stehen für die Leitung von Pastoralräumen und
Dekanaten zur Verfügung und werden als Gemeindepfarrstellen den vom Synodalrat bezeichneten Kirchgemeinden zugeordnet.
3 Spezialpfarrstellen

## Art. 7 {#art_7}

1 Die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten ordnet die Spezialpfarrstellen im Einvernehmen mit dem Synodalrat zu.
3 412.112
2 Für das Bischofsvikariat St. Verena stehen 100 Stellenprozente zur Verfügung.
4 Überprüfung

## Art. 8 {#art_8}

Überprüfung der Pfarrstellen
1 Die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten überprüft und verfügt
bei Inkrafttreten dieser Verordnung und von da an alle sieben Jahre die den
Kirchgemeinden zugeordneten Pfarrstellen.

## Art. 9 {#art_9}

Vorgehen bei Stellenabbau
1 Ein allfälliger Stellenabbau erfolgt bei einer Vakanz sofort, bei Pfarrstellen mit
Dienstwohnungspflicht 15 Monate und bei Pfarrstellen ohne Dienstwohnungspflicht zwölf Monate nach der Überprüfung.

## Art. 10 {#art_10}

Kündigungsfristen bei Stellenabbau
1 Bei einem Stellenabbau beträgt die Kündigungsfrist innerhalb des in Artikel 9
festgelegten Zeitraums
a neun Monate bei Pfarrern, die der Dienstwohnungspflicht unterstehen,
b sechs Monate bei Pfarrern, die keiner Dienstwohnungspflicht unterstehen.
2 Die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten unterstützt die betroffene Person nach den Grundsätzen der Stellenvermittlungsverordnung vom 20.
April 2005 (StvV)2).
5 Übergangsbestimmungen

## Art. 11 {#art_11}

Erstmalige Zuordnung der Pfarrstellen
1 Bei Inkrafttreten dieser Verordnung verfügt die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten die Zuordnung der Pfarrstellen. Massgebend dabei ist
die Anzahl Angehöriger per 31. Juli 2014.

## Art. 12 {#art_12}

Abbau der Pfarrstellen
1 Die aus der erstmaligen Zuordnung nach Artikel 11 resultierende Reduktion
der den Kirchgemeinden zugeordneten Pfarrstellen wird gestaffelt zwischen
dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2017 vollzogen.
2) RSB 153.011.2
412.112 4
2 Nach Anhören der Pfarrstellenplanungskommission verfügt die oder der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten den Kirchgemeinden sowohl den Umfang der ihnen neu zugewiesenen Stellenprozente als auch den Zeitpunkt, auf
den die Reduktion vollzogen wird.

## Art. 13 {#art_13}

Vakanz während der Übergangsphase
1 Tritt in einer Kirchgemeinde während der Übergangsphase zwischen dem 1.
April 2015 und dem 31. Dezember 2017 eine Vakanz ein, so wird der Stellenabbau ungeachtet des verfügten Termins bereits auf den Zeitpunkt der Neubesetzung der Stelle vollzogen.
6 Schlussbestimmungen

## Art. 14 {#art_14}

Aufhebung eines Erlasses
1 Die Verordnung vom 19. September 2012 über die Zuordnung der vom
Kanton entlöhnten römisch-katholischen Pfarr- und Hilfspfarrstellen (BSG
412.112) wird aufgehoben.

## Art. 15 {#art_15}

Inkrafttreten
1 Diese Verordnung tritt am 1. April 2015 in Kraft.
Bern, 28. Januar 2015 Im Namen des Regierungsrates
Die Präsidentin: Egger-Jenzer
Der Staatsschreiber: Auer
5 412.112
Änderungstabelle - nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung BAG-Fundstelle
28.01.2015 01.04.2015 Erlass Erstfassung 15-21
412.112 6
Änderungstabelle - nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung BAG-Fundstelle
Erlass 28.01.2015 01.04.2015 Erstfassung 15-21
