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title: "Gesetz über die Gemeinden"
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# Gesetz über die Gemeinden

## Art. 1 {#art_1}

Begriff der Gemeinde
1 Die Gemeinde ist eine autonome Gebietskörperschaft des öffentlichen
Rechts.
2 Sie sorgt im örtlichen Bereich für das Gemeinwohl.

## Art. 2 {#art_2}

Körperschaft des öffentlichen Rechts
1 Die Gemeinde umfasst alle auf ihrem Gebiet wohnhaften Personen.
2 Die politischen Rechte werden durch die Aktivbürger ausgeübt.

## Art. 3 {#art_3}

Gebiet
1 Die Grenzen des Gemeindegebietes bestimmen sich nach dem Plan für das
Grundbuch.
2 Änderungen von Gemeindegrenzen erfolgen durch Vereinbarung unter den
beteiligten Gemeinden. Die Vereinbarung ist dem Staatsrat zur Genehmigung
zu unterbreiten.
3 Mangels einer Vereinbarung unter den Gemeinden können die Gemeindegrenzen geändert werden:
a) durch den Staatsrat, wenn es sich nur um geringfügige Änderungen
handelt;
b) durch den Grossen Rat, wenn ein überwiegendes, öffentliches Interesse
es erfordert.
4 Die in der Gesetzgebung über die amtliche Vermessung vorgesehenen Änderungen von Gemeindegrenzen bleiben vorbehalten.

## Art. 4 {#art_4}

Autonomie
1 Die Gemeinde besorgt ihre Angelegenheiten in den Grenzen der kantonalen
und der eidgenössischen Gesetzgebung selbständig.

## Art. 5 {#art_5}

Aufgaben – Grundsätze
1 Die Gemeinde erfüllt die ihr durch die Gesetze übertragenen und die durch
eigene Beschlüsse übernommenen Aufgaben.
2 Sie wirkt nach Massgabe des Gesetzes bei der Erfüllung der kantonalen und
der eidgenössischen Aufgaben mit.
3 …

## Art. 5a {#art_5a}

Aufgaben – Erfüllung öffentlicher Gemeindeaufgaben durch
Dritte
1 Die Gemeinde kann ihre öffentlichen Aufgaben Dritten übertragen, wenn
die Bedingungen nach Artikel 54 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Freiburg vom 16. Mai 2004 erfüllt sind.
2 Das Ausführungsreglement legt die Einzelheiten der Aufsicht der Gemeinde
über die Rechtsträger der Aufgabendelegation fest.
3 Die Gemeinde kann sich an Unternehmen beteiligen oder Unternehmen
gründen, um ihnen ihre öffentlichen Aufgaben zu übertragen.
4 Rechtsträger kann auch eine von der Gemeinde geschaffene Anstalt mit
Rechtspersönlichkeit sein.

## Art. 5b {#art_5b}

Aufgaben – Rechtsschutz
1 Die von einem Rechtsträger einer Delegation öffentlicher Gemeindeaufgaben erlassenen Verfügungen unterliegen gemäss Artikel 153 Abs. 2 der vorgängigen Einsprache an den Gemeinderat.

## Art. 6 {#art_6}

Organe der Gemeinde
1 Organe der Gemeinde sind:
a) die Gesamtheit der Stimmberechtigten;
b) die Gemeindeversammlung oder der Generalrat;
c) der Gemeinderat.

## Art. 7 {#art_7}

Name
1 Die Gemeinde kann ihren Namen im Rahmen der eidgenössischen und
kantonalen Gesetzgebung ändern. Die Gemeinden, die fusionieren, wählen
den Namen der neuen Gemeinde im selben Rahmen.
2 Die Namen der Gemeinden sind in einer Verordnung verzeichnet, in der die
Freiburger Gemeinden und ihre Zugehörigkeit zu den Verwaltungsbezirken
aufgeführt sind. Diese Verordnung regelt ausserdem das für die Gemeindenamen geltende Verfahren, namentlich was die Stellungnahme der Nomenklaturkommission und die Genehmigung durch den Staatsrat betrifft.
3 Die Schreibweise der Gemeindenamen ist Gegenstand von Richtlinien der
Nomenklaturkommission, die vom Staatsrat genehmigt werden.
4 Der Gemeindename ist gemäss Spezialgesetzgebung geschützt.

## Art. 7a {#art_7a}

Wappen
1 Die Gemeinde kann ihr Wappen im Rahmen der eidgenössischen und
kantonalen Gesetzgebung ändern. Die Gemeinden, die fusionieren, wählen
das Wappen der neuen Gemeinde im selben Rahmen.
2 Das Wappen und an ihm vorgenommene Änderungen werden dem Staatsrat
nach Stellungnahme des für das Staatsarchiv zuständigen Amts 1) zur Genehmigung unterbreitet.
3 Das Gemeindewappen ist gemäss Spezialgesetzgebung geschützt.

## Art. 7b {#art_7b}

Massgebliche Bevölkerungszahl
1 Benützt das vorliegende Gesetz eine Bevölkerungszahl, so gilt die letzte,
durch Staatsratsbeschluss veröffentlichte Statistik der zivilrechtlichen Bevölkerung.
2 Sieht das vorliegende Gesetz die Ermittlung eines Quotienten auf der
Grundlage der Bevölkerungszahl oder der Aktivbürger vor, so wird der Quotient auf die nächsthöhere ganze Zahl aufgerundet.
2 Organe der Gemeinde
2.1 Gesamtheit der Stimmberechtigten

## Art. 8 {#art_8}

1 Die Gesamtheit der Stimmberechtigten umfasst alle Aktivbürger, die ihren
politischen Wohnsitz in der Gemeinde haben.
1) Heute: Staatsarchiv.
2 Sie entscheidet in den von diesem Gesetz bestimmten Fällen durch Urnenabstimmung.
2.2 Gemeindeversammlung

## Art. 9 {#art_9}

Zusammensetzung
1 Die Gemeindeversammlung besteht aus den Aktivbürgern, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde haben und gemäss den Artikeln 11 und 12
versammelt sind.

## Art. 9 bis {#art_9bis}

Öffentlichkeit
1 Die Gemeindeversammlung ist öffentlich; der Ausschluss der Öffentlichkeit
kann nicht angeordnet werden.

## Art. 10 {#art_10}

…

## Art. 10a {#art_10a}

Befugnisse
1 Der Gemeindeversammlung stehen folgende Befugnisse zu:
a) Sie beschliesst Änderungen des Gemeindenamens oder des Gemeindewappens.
b) Sie beschliesst Änderungen der Gemeindegrenzen mit Ausnahme der in
der Gesetzgebung über die amtliche Vermessung vorgesehenen Änderungen.
c) Sie erlässt die allgemeinverbindlichen Reglemente.
d) Sie beschliesst die Änderung der Zahl der Gemeinderäte.
e) Sie nimmt die Zuständigkeiten wahr, die ihr vom Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden übertragen werden.
f) Sie genehmigt die Statuten eines Gemeindeverbandes sowie deren wesentliche Änderungen. Sie beschliesst den Austritt der Gemeinde aus
dem Verband und dessen Auflösung.
g) Sie beaufsichtigt die Verwaltung der Gemeinde.
h) Sie entscheidet über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Gemeinde.
i) Sie genehmigt die Statuten einer Betriebseinheit im Sinne von Artikel
11 des Gesetzes vom 2. März 1999 über den Wald und den Schutz vor
Naturereignissen und die wesentlichen Änderungen der Statuten; sie beschliesst den Austritt aus der Betriebseinheit und deren Auflösung, im
Rahmen der Gesetzgebung über den Wald und den Schutz vor Naturereignissen.

## Art. 11 {#art_11}

Sitzungen
1 Die Gemeindeversammlung wird vom Gemeinderat mindestens zweimal im
Jahr einberufen, um namentlich gemäss dem Gesetz über den Finanzhaushalt
der Gemeinden das Budget und die Rechnung zu beschliessen.
2 Eine Gemeindeversammlung ist innert dreissig Tagen abzuhalten:
a) wenn ein Zehntel der Aktivbürger, aber mindestens deren zehn, es
schriftlich verlangen, um Geschäfte zu behandeln, die in der Zuständigkeit der Versammlung liegen;
b) wenn der Oberamtmann es anordnet.

## Art. 12 {#art_12}

Einberufung
1 Die Gemeindeversammlung ist mindestens zehn Tage im voraus durch Mitteilung im Amtsblatt, durch öffentlichen Anschlag sowie entweder mit einem
Rundschreiben an alle Haushaltungen oder mit einer persönlichen Einladung
einzuberufen.
1bis Die Gemeindeversammlung entscheidet in der ersten Sitzung der Legislaturperiode über die Art der Einberufung der Gemeindeversammlungen (persönliche Einladungen oder Rundschreiben an alle Haushaltungen). Die
gewählte Art der Einberufung gilt jeweils für eine Legislaturperiode. Wird
kein Beschluss gefasst, so gilt für die Einberufung die persönliche Einladung.
2 Die Einberufung enthält die vom Gemeinderat erstellte Traktandenliste.
Handelt es sich um eine Steuer, so bleiben die Erfordernisse des Gesetzes
über den Finanzhaushalt der Gemeinden vorbehalten.
3 Werden diese Formvorschriften nicht eingehalten, so sind die Beschlüsse
anfechtbar.

## Art. 13 {#art_13}

Vorsitz
1 Den Vorsitz der Gemeindeversammlungen führt der Gemeindeammann. Ist
er verhindert, so wird er durch den Vizeammann oder durch ein anderes Mitglied des Gemeinderates ersetzt.
2 Der Vorsitzende leitet die Verhandlungen und sorgt für die Aufrechterhaltung der Ordnung.

## Art. 14 {#art_14}

Stimmenzähler
1 Der Vorsitzende bezeichnet mindestens zwei Stimmenzähler, welche die
Zahl der Aktivbürger festzustellen, die Stimmzettel auszuteilen und einzusammeln, sowie die Stimmen zu zählen haben.
2 …
3 Sein Entscheid ist endgültig.

## Art. 15 {#art_15}

Büro
1 Das Büro besteht aus den Mitgliedern des Gemeinderates und den Stimmenzählern.
2 Es entscheidet unter Vorbehalt von Artikel 16 Abs. 3 über Anstände betreffend das Verfahren.

## Art. 15 bis {#art_15bis}

Kommissionen
1 Die Amtsdauer der von der Gemeindeversammlung gewählten Mitglieder
geht spätestens mit der Legislaturperiode zu Ende. Die bisherigen Mitglieder
bleiben jedoch bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt.
2 Wer ohne triftigen Grund Sitzungen versäumt, kann von der Gemeindeversammlung abberufen werden.
3 Die Kommission bezeichnet ihren Präsidenten und ihren Sekretär. Im Übrigen bestimmt sie ihre Organisation selbst.
4 Fehlen Gemeindebestimmungen, so finden die Artikel 64–66 sinngemäss
Anwendung.

## Art. 16 {#art_16}

Beratungen – Traktanden
1 Die auf der Tagesordnung stehenden Geschäfte werden der Versammlung
vom Gemeinderat vorgetragen.
2 Die an der Versammlung teilnehmenden Aktivbürger können zu den in Beratung stehenden Geschäften andere Anträge stellen. Das gleiche Recht steht
im Rahmen ihrer Aufgaben den Kommissionen zu.
3 Jeder Aktivbürger kann der Versammlung mit einem Ordnungsantrag vorschlagen, den Verlauf der Beratungen zu ändern.

## Art. 17 {#art_17}

Beratungen – Verschiedenes
1 Nach Erledigung der Geschäfte der Tagesordnung kann jeder Aktivbürger
zu anderen der Versammlung zustehenden Geschäften Anträge stellen. Die
Versammlung entscheidet noch an der gleichen oder an der nächsten Sitzung,
ob den Anträgen Folge gegeben werden soll; in diesem Fall werden sie dem
Gemeinderat überwiesen, der dazu Stellung nimmt und sie innert Jahresfrist
der Versammlung zur Beschlussfassung unterbreitet; der Entscheid kann allerdings nur ein Grundsatzentscheid sein, wenn der Antrag eine längere Prüfung erfordert.
2 Ferner kann jeder Aktivbürger dem Gemeinderat über einen Gegenstand der
Gemeindeverwaltung Fragen stellen. Der Gemeinderat antwortet sofort oder
an der nächsten Versammlung.
3 Der Wortlaut der Anträge und der Fragen sowie der Antworten, die darauf
gegeben werden, wird ins Protokoll aufgenommen.

## Art. 18 {#art_18}

Beschlussfassung – Abstimmungen
1 Die Versammlung stimmt durch Handaufheben ab.
2 Die Abstimmung erfolgt jedoch geheim, wenn dies von einem Fünftel der
anwesenden Aktivbürger verlangt wird.
3 Der Vorsitzende und die übrigen Mitglieder des Gemeinderates können mitstimmen. Sie enthalten sich jedoch der Stimme, wenn die Versammlung die
Jahresrechnung genehmigt oder eine Kompetenzübertragung beschliesst.
4 Die Beschlüsse werden mit der Mehrheit der Stimmen gefasst, wobei die
Enthaltungen, die leeren und die ungültigen Stimmzettel nicht gezählt werden. Bei Stimmengleichheit gibt der Vorsitzende den Stichentscheid.

## Art. 19 {#art_19}

Beschlussfassung – Wahl
1 Die Wahlen erfolgen durch Listenwahl und nach dem absoluten Mehr der
gültigen Stimmzettel im ersten Wahlgang und nach dem relativen Mehr im
zweiten Wahlgang; Absatz 2 bleibt vorbehalten. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende durch das Los.
2 Ist die Anzahl der Kandidaten gleich hoch oder tiefer als die Zahl der zu besetzenden Sitze, so werden alle Kandidaten in stiller Wahl gewählt, es sei
denn, die Organisation einer Listenwahl gemäss Absatz 1 wird von einem
Fünftel der anwesenden Aktivbürger verlangt.
3 Das Ausführungsreglement regelt die Modalitäten im Einzelnen.

## Art. 20 {#art_20}

Rückkommen
1 Nur der Gemeinderat kann der Gemeindeversammlung beantragen, ein Geschäft erneut zu behandeln, über das sie vor weniger als drei Jahren befunden
hat.

## Art. 21 {#art_21}

Ausstand
1 Ein Mitglied der Versammlung muss in den unter Artikel 65 Absatz 1 dieses Gesetzes vorgesehenen Fällen in den Ausstand treten.
2 Bei Verletzung der Ausstandspflicht ist der Beschluss anfechtbar.

## Art. 22 {#art_22}

Protokoll
1 Über die Verhandlungen der Gemeindeversammlung wird ein Protokoll geführt.
2 Dieses erwähnt namentlich die Zahl der anwesenden Aktivbürger, die Anträge, die Beschlüsse und die Ergebnisse jeder Abstimmung oder Wahl; es
enthält eine Zusammenfassung der Diskussion. Es wird vom Vorsitzenden
und vom Schreiber unterzeichnet.
3 Das Protokoll ist innert zwanzig Tagen auszufertigen. Es ist der Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorzulegen; Artikel 103bis ist jedoch anwendbar, sobald es abgefasst ist.

## Art. 23 {#art_23}

Aufrechterhaltung der Ordnung
1 Wer als Mitglied der Gemeindeversammlung den Anstand verletzt, wird
vom Vorsitzenden zur Ordnung aufgerufen. Fährt er in der Störung der Versammlung fort, heisst ihn der Vorsitzende, den Saal zu verlassen.
2 Wird die Versammlung von Dritten gestört, kann der Vorsitzende deren
Ausweisung anordnen.
3 Kann die Ordnung nicht wiederhergestellt werden, so hebt der Vorsitzende
die Versammlung auf.
4 Diese Vorkommnisse werden ins Protokoll aufgenommen.

## Art. 24 {#art_24}

Verweis auf das Ausführungsreglement
1 Das Ausführungsreglement zu diesem Gesetz (hiernach: Ausführungsreglement) enthält nähere Vorschriften über das an der Versammlung zu befolgende Verfahren.
2.3 Generalrat

## Art. 25 {#art_25}

Obligatorische Einsetzung
1 In den folgenden Gemeinden wird die Gemeindeversammlung durch einen
Generalrat ersetzt: Freiburg, Bulle, Murten, Romont, Estavayer-le-Lac,
Châtel-Saint-Denis, Marly und Villars-sur-Glâne.
2 …

## Art. 26 {#art_26}

Freiwillige Einführung
1 Gemeinden mit mehr als sechshundert Einwohnern können die Gemeindeversammlung durch einen Generalrat ersetzen.
2 Die freiwillige Einführung des Generalrates wird durch eine Urnenabstimmung beschlossen, die von der Gemeindeversammlung, vom Gemeinderat
oder von einem Zehntel der Aktivbürger verlangt werden kann. Der Staatsrat
regelt das Verfahren.

## Artikel 27 {#art_27}

3 Der Generalrat wird auf den Zeitpunkt der Gesamterneuerung der Gemeindebehörden eingesetzt, die der Abstimmung folgt. Die Einsetzung des Generalrats kann jedoch nur dann erfolgen, wenn die Abstimmung mindestens 6
Monate vor der Gesamterneuerung der Gemeindebehörden stattgefunden hat.
Art. 27 Bestand
1 Der Generalrat besteht aus:
a) dreissig Mitgliedern in Gemeinden mit weniger als zweitausendfünfhundert Einwohnern;
b) fünfzig Mitgliedern in Gemeinden mit zweitausendfünfhundert bis zu
zehntausend Einwohnern;
c) achtzig Mitgliedern in Gemeinden mit über zehntausend Einwohnern.
2 Die Gemeinden können die Zahl der Generalräte in Abweichung von Absatz 1 auf 30 bis 80 Mitglieder festlegen.
3 Jede Änderung der Zahl der Generalräte, die vom Generalrat beschlossen
oder durch eine Initiative beantragt wurde, kann nur erfolgen, wenn der Beschluss oder die Initiative mindestens 6 Monate vor der Gesamterneuerung
der Gemeindebehörden in Kraft getreten, bzw. in der Volksabstimmung
angenommen worden ist.
4 Die Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse über die Zahl der Generalräte müssen dem Oberamtmann und dem Amt für Gemeinden mitgeteilt werden.

## Art. 28 {#art_28}

Wählbarkeit und Unvereinbarkeit
1 Für die Wählbarkeit in den Generalrat gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung der politischen Rechte.
2 Das Gemeindepersonal, das seine Tätigkeit zu 50 % oder mehr ausübt, sowie die Mitglieder des Gemeinderates, der Gemeindeschreiber und der Finanzverwalter können dem Generalrat nicht angehören. Die Gemeinden können von diesem Absatz abweichen, indem sie ein allgemeinverbindliches Reglement mit strengeren Unvereinbarkeitsregeln erlassen.

## Art. 29 {#art_29}

Wahl
1 Der Generalrat wird gemäss den Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung der politischen Rechte an der Urne gewählt.
2 Die Amtsdauer beträgt fünf Jahre. Nach Vakanzen läuft die Amtsdauer der
neueingetretenen Ratsmitglieder mit der Legislaturperiode ab.
3 Die Gesamterneuerung des Generalrates findet am gleichen Datum wie diejenige des Gemeinderates statt.

## Art. 29a {#art_29a}

Vereidigung
1 Die Generalratsmitglieder werden innert dreissig Tagen nach den Wahlen
vom Oberamtmann vereidigt.
2 Die Eidesformel lautet wie folgt:
«Ich schwöre, die Verfassung und die Gesetze treu zu befolgen, die Rechte
des Volkes zu achten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe.»
3 Für Generalratsmitglieder, die anstelle des Eides ein feierliches Gelübde ablegen, lautet die Formel wie folgt:
«Ich verspreche auf meine Ehre und mein Gewissen, die Verfassung und die
Gesetze treu zu befolgen, die Rechte des Volkes zu achten und die Pflichten

## Art. 30 meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen.» {#art_30}

Konstituierende Sitzung
1 Innert sechzig Tagen nach den Wahlen versammeln sich die Mitglieder des
Generalrates auf Einladung des Gemeinderates zur konstituierenden Sitzung.
2 Das älteste Mitglied des Generalrates führt den Vorsitz. Es bezeichnet vier
Stimmenzähler, die mit ihm zusammen das provisorische Büro bilden.
3 Der Generalrat wählt aus seiner Mitte einen Präsidenten, einen Vizepräsidenten, mindestens drei Stimmenzähler und Ersatzstimmenzähler sowie die
Mitglieder der Finanzkommission. Er kann ebenfalls die Mitglieder weiterer
Kommissionen wählen, die vom Gesetz vorgesehen sind und in seine Zuständigkeit fallen.

## Art. 31 {#art_31}

…

## Art. 32 {#art_32}

Organisation – Vorsitz
1 Der Präsident und der Vizepräsident werden für eine Dauer von zwölf Monaten gewählt. Sie sind in der gleichen Legislaturperiode nicht wieder als solche wählbar.
2 Dem Präsidenten obliegen folgende Aufgaben:
a) Er leitet die Verhandlungen und sorgt für die Aufrechterhaltung der
Ordnung.
b) Er führt den Vorsitz im Büro, verfügt über das Sekretariat und beaufsichtigt die Arbeiten der Kommissionen.
c) Er vertritt den Generalrat nach aussen und steht mit dem Gemeinderat
in Verbindung.
3 Der Vizepräsident oder bei seiner Verhinderung ein Stimmenzähler vertreten den Präsidenten, wenn dieser verhindert ist oder sich an der Diskussion
beteiligen will.

## Art. 33 {#art_33}

Organisation – Stimmenzähler
1 Die Stimmenzähler und ihre Ersatzleute werden für die Dauer der Legislaturperiode gewählt. Bei dieser Wahl sind die im Generalrat vertretenen Parteien und Wählergruppen angemessen zu berücksichtigen.
2 Die Stimmenzähler erstellen eine Präsenzliste, besorgen die Austeilung und
Einsammlung der Stimmzettel und zählen die Stimmen. Die Bestimmungen
zur elektronischen Abstimmung bleiben vorbehalten.

## Art. 34 {#art_34}

Organisation – Büro
1 Das Büro besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und den Stimmenzählern.
2 Es obliegen ihm folgende Aufgaben:
a) Es setzt im Einvernehmen mit dem Gemeinderat die Sitzungen des Generalrates und deren Tagesordnung fest und beruft den Generalrat ein.
b) Es entscheidet über Anstände betreffend das Verfahren.
c) Es erstattet Bericht über die an den Generalrat gerichteten Petitionen.
cbis) Es nimmt Stellung zu Beschwerden gegen Entscheidungen des Generalrates.
cter) Es stellt die Information der Öffentlichkeit über die Tätigkeit des Generalrats sowie die Umsetzung des Rechts auf Zugang zu dessen Dokumenten sicher.
d) Es erfüllt die übrigen ihm durch Gesetz zugewiesenen Aufgaben.

## Art. 35 {#art_35}

Organisation – Sekretariat
1 Das Sekretariat des Generalrates und seines Büros wird vom Gemeindeschreiber versehen.

## Art. 36 {#art_36}

Organisation – Kommissionen
1 Der Generalrat hat eine Finanzkommission gemäss dem Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden.
1bis Der Generalrat kann auf Antrag des Gemeinderates, seines Büros oder eines seiner Mitglieder für die Dauer der Legislaturperiode weitere Kommissionen einsetzen.
2 Zur vorgängigen Prüfung wichtiger Vorlagen können der Generalrat oder
sein Büro besondere Kommissionen einsetzen, die nach Erfüllung ihrer Aufgabe aufgelöst werden.

## Art. 37 {#art_37}

Sitzungen – Allgemeines
1 Der Generalrat hält mindestens zweimal im Jahr Sitzung, um namentlich gemäss dem Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden das Budget und
die Rechnung zu beschliessen.
2 Der Generalrat ist innert dreissig Tagen zu versammeln:
a) wenn der Gemeinderat darum ersucht;
b) wenn ein Fünftel der Mitglieder es schriftlich verlangt, um Geschäfte zu
behandeln, die in der Zuständigkeit des Generalrates liegen.

## Art. 38 {#art_38}

Sitzungen – Einberufung
1 Die Einberufung des Generalrates erfolgt durch Einladungsschreiben, das
mindestens zehn Tage im voraus an die Ratsmitglieder zu versenden ist.
2 In der Einladung sind die Verhandlungsgegenstände aufzuführen. Handelt
es sich um eine Steuer, so bleiben die Erfordernisse des Gesetzes über den Finanzhaushalt der Gemeinden vorbehalten.
3 Werden diese Formvorschriften nicht eingehalten, sind die Beschlüsse anfechtbar.
4 Die Einberufung und die Begleitdokumente werden der Öffentlichkeit und
den Medien ab dem Versand an die Ratsmitglieder zur Verfügung gestellt.
Datum, Zeit, Ort und Traktandenliste der Sitzungen werden zudem mindestens 10 Tage im Voraus durch eine Mitteilung im Informationsblatt der
Gemeinde oder im Amtsblatt bekannt gegeben.

## Art. 39 {#art_39}

Sitzungen – Teilnahmepflicht
1 Ein Mitglied des Generalrates, das ohne einen vom Büro als triftig anerkannten Grund drei aufeinanderfolgende Ratssitzungen versäumt, geht seines
Amtes verlustig.
2 Das Büro spricht die Amtsenthebung aus.

## Art. 40 {#art_40}

Sitzungen – Anwesenheit des Gemeinderates
1 Die Mitglieder des Gemeinderates wohnen den Sitzungen des Generalrates
mit beratender Stimme bei.

## Art. 41 {#art_41}

…

## Art. 42 {#art_42}

Traktanden
1 Die auf der Tagesordnung stehenden Geschäfte werden dem Generalrat, sofern es sich nicht um eine ratsinterne Angelegenheit handelt, vom Gemeinderat vorgetragen.
2 Die anwesenden Generalräte können zu den in Beratung stehenden Gegenständen andere Anträge stellen. Die gleiche Befugnis steht im Rahmen ihrer
Aufgaben den Kommissionen zu. Änderungsanträge zu Bestimmungen von
allgemeinverbindlichen Reglementen werden schriftlich vorgebracht.
3 Jedes Ratsmitglied kann dem Generalrat mit einem Ordnungsantrag vorschlagen, den Verlauf der Beratungen zu ändern.
4 Der Wortlaut der Anträge und der Fragen sowie der Antworten, welche darauf gegeben werden, wird ins Protokoll aufgenommen.

## Art. 43 {#art_43}

…

## Art. 44 {#art_44}

Beschlussfassung – Quorum
1 Der Generalrat ist nur beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder
anwesend ist.

## Art. 45 {#art_45}

Beschlussfassung – Abstimmung
a) Grundsätze
1 Der Generalrat stimmt durch Handaufheben ab. Artikel 45a bleibt vorbehalten.
2 Es wird jedoch geheim abgestimmt, wenn ein Fünftel der anwesenden Mitglieder dies verlangt. Das Ausführungsreglement enthält nähere Vorschriften
über das Verfahren.
3 Die Beschlüsse werden mit der Mehrheit der Stimmen gefasst, wobei die
Enthaltungen, die leeren und die ungültigen Stimmzettel nicht gezählt werden. Bei Stimmengleichheit fällt der Präsident den Stichentscheid.

## Art. 45a {#art_45a}

Beschlussfassung – Abstimmung
b) Elektronische Abstimmung
1 Gemeinden, welche die elektronische Abstimmung im Generalrat einführen
möchten, sehen dies in einem allgemeinverbindlichen Reglement vor, in dem
die entsprechenden Einzelheiten im Rahmen dieses Gesetzes festgelegt werden.
2 Die Mitglieder des Generalrats stimmen persönlich mit «Ja» oder «Nein»
oder «Enthaltung». Das elektronische Abstimmungssystem zählt und registriert die abgegebenen Stimmen.
3 Welches Mitglied des Generalrats wie gestimmt hat, wird zusammen mit
dem Gesamtergebnis der Abstimmung («Ja», «Nein», «Enthaltungen») auf
elektronischen Datenträgern angezeigt. Der Präsident bestätigt das Gesamtergebnis der Abstimmung mündlich.
4 Die Stimmen der Mitglieder des Generalrats und das Gesamtergebnis der
Abstimmung werden im Protokoll der Generalratssitzungen festgehalten. Die
Daten der elektronischen Abstimmung dürfen gelöscht werden, nachdem die
Genehmigung des Protokolls rechtskräftig geworden ist.
5 Wenn das elektronische System versagt, wird durch Handaufheben abgestimmt, ausser wenn eine geheime Abstimmung verlangt wird.
6 Geheim abgestimmt wird immer gemäss dem Verfahren nach Artikel 45.

## Art. 46 {#art_46}

Beschlussfassung – Wahlen
1 Die Wahlen erfolgen durch Listenwahl und nach dem absoluten Mehr der
gültigen Stimmzettel im ersten Wahlgang und nach dem relativen Mehr im
zweiten Wahlgang; Absatz 1bis bleibt vorbehalten. Bei Stimmengleichheit
entscheidet der Vorsitzende durch das Los.
1bis Ist die Anzahl der Kandidaten gleich hoch oder tiefer als die Zahl der zu
besetzenden Sitze, so werden alle Kandidaten in stiller Wahl gewählt, es sei
denn, die Organisation einer Listenwahl gemäss Absatz 1 wird von einem
Fünftel der anwesenden Mitglieder verlangt.
2 Bei diesen Wahlen sind die im Generalrat vertretenen Parteien und Gruppen
angemessen zu berücksichtigen.
3 Das Ausführungsreglement ordnet das Wahlverfahren.
4 …

## Art. 47 {#art_47}

…

## Art. 48 {#art_48}

…

## Art. 49 {#art_49}

…

## Art. 50 {#art_50}

…

## Art. 51 {#art_51}

…

## Art. 51 bis {#art_51bis}

Weitere Vorschriften
1 Die Vorschriften über die Gemeindeversammlung betreffend die Öffentlichkeit der Sitzungen (Art. 9bis), die Befugnisse (Art. 10a), die Kommissionen
(Art. 15bis), das Traktandum «Verschiedenes» (Art. 17), das Rückkommen
(Art. 20), den Ausstand (Art. 21), das Protokoll (Art. 22), die Aufrechterhaltung der Ordnung (Art. 23) und der Verweis auf das Ausführungsreglement
(Art. 24) finden auch auf den Generalrat Anwendung.

## Art. 51 ter {#art_51ter}

Initiative
1 In Gemeinden mit einem Generalrat kann ein Zehntel der Aktivbürger eine
Initiative einreichen betreffend:
a) eine Ausgabe, die den für das fakultative Referendum festgelegten Betrag übersteigt, oder eine Sicherheitsleistung, die eine solche Ausgabe
nach sich ziehen kann;
b) ein allgemeinverbindliches Reglement;
c) die Gründung eines Gemeindeverbandes oder den Beitritt zu einem solchen Verband;
d) …
e) die Änderung der Zahl der Generalräte.
2 Die Initiative muss schriftlich eingereicht werden. Wenn sie Absatz 1 Bst. b
und e betrifft, kann sie die Form einer allgemeinen Anregung oder eines vollständig ausgearbeiteten Entwurfs annehmen. Die Initiativen nach Absatz 1
Bst. a und c werden als allgemeine Anregungen betrachtet.
3 Das Verfahren richtet sich nach dem Gesetz über die Ausübung der politischen Rechte.
4 Die Initiative zu einem Gemeindezusammenschluss ist in den Artikeln 133a
ff. geregelt.

## Art. 52 {#art_52}

Fakultatives Referendum
1 Beschlüsse des Generalrates betreffend:
a) eine neue Ausgabe, die den nach dem Gesetz über den Finanzhaushalt
der Gemeinden festgelegten Referendumsbetrag übersteigt, oder eine
Sicherheitsleistung, die eine solche Ausgabe nach sich ziehen kann;
b) eine Steuer, eine andere öffentliche Abgabe, oder eine Kompetenzdelegation gemäss Artikel 67 Abs. 3 GFHG;
c) die Gründung eines Gemeindeverbandes oder den Beitritt zu einem solchen Verband;
d) …
e) ein allgemeinverbindliches Reglement;
f) die Zahl der Generalräte;
g) die Zahl der Gemeinderäte;
unterliegen dem Referendum, wenn ein Zehntel der Aktivbürger der Gemeinde es schriftlich verlangt. Der Schwellenwert von einem Zehntel kann durch
ein allgemeinverbindliches Reglement gesenkt werden.
2 Das Verfahren richtet sich nach dem Gesetz über die Ausübung der politischen Rechte.
3 Gegen einen negativen Entscheid gibt es kein Referendum.

## Art. 53 {#art_53}

Aufhebung des Generalrates
1 In den Gemeinden mit mehr als sechshundert Einwohnern, die einen Generalrat haben, mit Ausnahme der Gemeinden nach Artikel 25 Absatz 1, kann
der Generalrat durch die Gemeindeversammlung ersetzt werden. Die Aufhebung des Generalrates wird durch eine Urnenabstimmung beschlossen, die
von einem Zehntel der Aktivbürger verlangt werden kann. Der Staatsrat regelt das Verfahren.
2 Beträgt die zivilrechtliche Bevölkerung weniger als sechshundert
Einwohner, so muss der Generalrat durch die Gemeindeversammlung ersetzt
werden.
3 Die Aufhebung des Generalrates wird auf Ende der Legislaturperiode wirksam.
2.4 Gemeinderat

## Art. 54 {#art_54}

Bestand
1 Der Gemeinderat besteht aus:
a) fünf Mitgliedern in Gemeinden mit weniger als sechshundert
Einwohnern;
b) sieben Mitgliedern in Gemeinden mit sechshundert bis zu tausendzweihundert Einwohnern;
c) neun Mitgliedern in Gemeinden mit über tausendzweihundert
Einwohnern.
2 Die Gemeinden können die Grösse des Gemeinderats in Abweichung von
Absatz 1 auf fünf, sieben oder neun Mitglieder festlegen. Die gesetzlichen
Bestimmungen im Bereich der Gemeindezusammenschlüsse bleiben vorbehalten.
3 Jede Änderung der Zahl der Gemeinderäte bedarf eines Beschlusses der
Gemeindeversammlung oder des Generalrates, der spätestens sechs Monate
vor der Gesamterneuerung der Gemeindebehörden in Kraft treten muss.
4 Bei einem Gemeindezusammenschluss kann die Fusionsvereinbarung die
Zahl der Gemeinderäte der neuen Gemeinde enthalten. Bei einer Änderung
der Zahl der Gemeinderäte muss der entsprechende Beschluss mindestens
sechs Monate vor der Gesamterneuerung der Gemeindebehörden in Kraft treten.
5 Die Beschlüsse über die Zahl der Gemeinderäte müssen dem Oberamtmann
und dem Amt für Gemeinden mitgeteilt werden.

## Art. 55 {#art_55}

Wählbarkeit und Unvereinbarkeit
1 Für die Wählbarkeit in den Gemeinderat gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung der politischen Rechte.
2 Das Gemeindepersonal, das seine Tätigkeit zu 50 % oder mehr ausübt, sowie der Gemeindeschreiber und der Finanzverwalter können dem Gemeinderat nicht angehören. Die Gemeinden können von diesem Absatz abweichen,
indem sie ein allgemeinverbindliches Reglement mit strengeren Unvereinbarkeitsregeln erlassen.
3 Es können nicht gleichzeitig Mitglieder des Gemeinderates sein:
a) Verwandte in direkter Linie;
b) Ehegatten und eingetragene Partner;
c) Verschwägerte ersten Grades (Schwiegervater oder -mutter und
Schwiegersohn oder -tochter);
d) voll- und halbbürtige Brüder und Schwestern.
4 Schliessen gleichzeitig gewählte Personen einander aus, so wird diejenige
als gewählt erklärt, die am meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Wer im Verlauf der Legislaturperiode eine
Unvereinbarkeit herbeiführt, muss auf sein Amt verzichten.
5 Der Oberamtmann sorgt für die Einhaltung dieser Vorschriften.

## Art. 56 {#art_56}

Wahl
1 Der Gemeinderat wird gemäss den Bestimmungen des Gesetzes über die
Ausübung der politischen Rechte an der Urne gewählt.
2 Die Amtsdauer beträgt fünf Jahre. Nach Vakanzen läuft die Amtsdauer der
neueingetretenen Ratsmitglieder mit der Legislaturperiode ab.
3 Die Gesamterneuerung der Gemeinderäte findet in allen Gemeinden am
gleichen Datum statt (Gesamterneuerungswahlen).
4 Die besonderen Bestimmungen über die Gemeindezusammenschlüsse bleiben vorbehalten.

## Art. 57 {#art_57}

Vereidigung und Amtsantritt
1 Die Mitglieder des Gemeinderats werden innert 30 Tagen nach den Gesamterneuerungswahlen oder den Ergänzungswahlen vom Oberamtmann vereidigt.
2 Die Eidesformel lautet wie folgt:
«Ich schwöre, die Verfassung und die Gesetze treu zu befolgen, die Rechte
des Volkes zu achten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe.»
3 Für Ratsmitglieder, die anstelle des Eides ein feierliches Gelübde ablegen,
lautet die Formel wie folgt:
«Ich verspreche auf meine Ehre und mein Gewissen, die Verfassung und die
Gesetze treu zu befolgen, die Rechte des Volkes zu achten und die Pflichten
meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen.»
4 Die Mitglieder des Gemeinderats treten ihr Amt unmittelbar nach der Vereidigung an; die bisherigen Mitglieder bleiben bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt.

## Art. 57a {#art_57a}

Offenlegungspflichten
1 Die privaten und öffentlichen Interessenbindungen der Mitglieder des
Gemeinderates müssen gemäss der Gesetzgebung über die Information und
den Zugang zu Dokumenten gemeldet und in ein öffentliches Register eingetragen werden.

## Art. 58 {#art_58}

Endgültige Konstituierung des Gemeinderates
1 Nach den Gesamterneuerungswahlen versammeln sich die Mitglieder des
Gemeinderates innerhalb von 10 Tagen nach ihrer Vereidigung auf Einladung des Alterspräsidenten zur konstituierenden Sitzung.
2 An dieser Sitzung fasst der Gemeinderat namentlich die folgenden Beschlüsse:
a) Er wählt für die Dauer von fünf Jahren seinen Präsidenten und seinen
Vizepräsidenten. Der Präsident trägt den Titel Ammann und der Vizepräsident den Titel Vizeammann.
b) Er verteilt für die Dauer von fünf Jahren die Zuständigkeitsbereiche unter seinen Mitgliedern. Diese Zuständigkeitsbereiche werden Ressorts
genannt.
3 Für die Wahlen nach Absatz 2 Bst. a gilt das absolute Mehr der Mitglieder.
Beim dritten Wahlgang genügt die relative Mehrheit. Bei Stimmengleichheit
entscheidet das Los, das in Anwesenheit der Betroffenen vom Alterspräsidenten gezogen wird.
4 Gegebenenfalls bezeichnet der Gemeinderat das oder die Ratsmitglieder, die
ihre Tätigkeit vollamtlich ausüben werden.

## Art. 58a {#art_58a}

Provisorische Konstituierung des Gemeinderates
1 Konnten bei den Gesamterneuerungswahlen nicht alle Sitze besetzt werden
oder sind vor der Konstituierung Vakanzen entstanden, so konstituiert sich
der Gemeinderat innerhalb von 10 Tagen nach der Vereidigung der gewählten Gemeinderatsmitglieder auf Einladung des Alterspräsidenten provisorisch.
2 Während der Übergangszeit steht der Alterspräsident dem Gemeinderat vor.
Vizepräsident ist das zweitälteste Ratsmitglied. Die Zuständigkeitsbereiche
werden provisorisch unter den gewählten Gemeinderatsmitgliedern verteilt.
3 Die bei der provisorischen Konstituierung getroffenen Beschlüsse bleiben
bis zur endgültigen Konstituierung gültig. Die Beschlüsse des provisorisch
konstituierten Gemeinderates behalten ihre Gültigkeit auch nach der endgültigen Konstituierung.
4 Der Gemeinderat konstituiert sich endgültig, wie in Artikel 58 vorgesehen,
nach den Ergänzungswahlen, spätestens 10 Tage nachdem sein letztes Mitglied vereidigt wurde. Artikel 59 gilt sinngemäss.

## Art. 59 {#art_59}

Amtsübergabe
1 Der abtretende Gemeinderat übergibt dem neuen Rat die hängigen Geschäfte und unterrichtet ihn über ihren Stand.

## Art. 60 {#art_60}

Befugnisse
1 Der Gemeinderat leitet und verwaltet die Gemeinde. Er vertritt sie nach aussen.
2 Er übt alle Befugnisse aus, die nicht durch Gesetz einem andern Organ
übertragen sind.
3 Ihm stehen unter Vorbehalt der Befugnisse der Gemeindeversammlung oder
des Generalrates namentlich folgende Befugnisse zu:
a) Er bereitet die Geschäfte der Gemeindeversammlung oder des Generalrates vor und vollzieht deren Beschlüsse.
b) Er verwaltet die Gemeindegüter.
c) Er verwaltet die öffentlichen Betriebe und Einrichtungen.
d) …
e) Er sorgt für die öffentliche Ruhe und Ordnung auf dem Gemeindegebiet
und ergreift im Falle eines Notstandes die gebotenen Massnahmen.
f) Er stellt das Gemeindepersonal an, setzt dessen Besoldung fest und
überwacht seine Tätigkeit.
g) Er führt die Prozesse, in denen die Gemeinde als Partei auftritt.
h) Er stellt die gesetzlich vorgesehenen Bescheinigungen aus.
i) Er spricht die in den Gemeindereglementen vorgesehenen Bussen aus.
j) Er stellt die Information der Öffentlichkeit sicher.
k) Er beschliesst gemäss dem Gesetz über das freiburgische Bürgerrecht
über die Erteilung des Gemeindebürgerrechts.
l) Er beantragt gegebenenfalls einen Gemeindezusammenschluss.
m) Er entscheidet über die Inbetriebnahme einer Videoüberwachungsanlage auf öffentlichem Grund und über das entsprechende Benutzungsreglement.
n) Er gewährleistet die Archivierung der von der Gemeinde erstellten oder
empfangenen Dokumente und sorgt dafür, dass das historische Archiv
der Gemeinde gebildet und aufbewahrt wird.

## Art. 61 {#art_61}

Organisation
1 Der Gemeinderat ist eine Kollegialbehörde.
2 Die besonderen Zuständigkeiten des Ammans werden in den Artikeln 61a,
150 und 150a geregelt.
3 Der Gemeinderat überträgt die Vorprüfung der Geschäfte und die Ausführung seiner Beschlüsse seinen Mitgliedern.
4 Der Gemeinderat gibt sich ein Organisationsreglement, in dem seine Tätigkeit geregelt ist (Beratungen, Akteneinsichtnahme, Führung und Einsichtnahme in die Protokolle, Geschäftsverteilung, Verfahren bei internen Streitigkeiten, Übergabe der Akten am Ende des Mandats). Der Oberamtmann und das
Amt für Gemeinden erhalten je ein Exemplar des Reglements und werden
über spätere Änderungen in Kenntnis gesetzt. Der Staatsrat legt die Mindestanforderungen des Organisationsreglements fest.
5 Der Gemeinderat kann in seinem Organisationsreglement seinen Mitgliedern, bestimmten Verwaltungskommissionen oder Dienststellen die selbständige Erledigung von Geschäften zweitrangiger Bedeutung und die damit verbundene Beschlussfassung übertragen.
6 Sind die Mitglieder des Gemeinderates vollamtlich tätig, so werden ihre
Zahl und ihre Rechtsstellung in einem allgemein verbindlichen Reglement
festgelegt.

## Art. 61a {#art_61a}

Ammann
1 Der Ammann leitet die Gemeinderatssitzungen.
2 Er sorgt für den einwandfreien Ratsbetrieb und das gute Funktionieren der
Gemeindeverwaltung.
3 Bei Unregelmässigkeiten ergreift er die nötigen Massnahmen (Art. 150 und
150a).
4 Wenn er abwesend ist oder in den Ausstand tritt, wird er durch den Vizeammann oder gegebenenfalls durch ein anderes vom Gemeinderat bezeichnetes
Ratsmitglied vertreten.

## Art. 62 {#art_62}

Sitzungen – Einberufung
1 Der Gemeinderat setzt den Tag, die Zeit und den Ort seiner ordentlichen
Sitzungen fest.
2 Er wird überdies vom Ammann einberufen:
a) wenn die Geschäfte es erfordern;
b) wenn zwei Mitglieder es schriftlich verlangen;
c) auf Anordnung des Oberamtmannes.
3 Seine Sitzungen sind nicht öffentlich; vorbehalten bleiben die Bestimmungen des Gesetzes über die Information und den Zugang zu Dokumenten, die
den Ausschluss der Öffentlichkeit regeln.

## Art. 63 {#art_63}

Sitzungen – Teilnahmepflicht
1 Ein Mitglied des Gemeinderates, das innerhalb eines Jahres drei Ratssitzungen ohne triftigen Grund versäumt, wird dem Oberamtmann angezeigt, der
ihm, nachdem er ihn angehört hat, eine schriftliche Warnung erteilt.
2 Im Falle einer neuerlichen ungerechtfertigten Säumnis innerhalb eines
Jahres nach der Verwarnung erklärt der Oberamtmann das Ratsmitglied als
seines Amtes enthoben.

## Art. 64 {#art_64}

Sitzungen – Beschlüsse und Ernennungen
1 Der Gemeinderat kann nur Beschlüsse fassen oder Ernennungen vornehmen, wenn er ordnungsgemäss einberufen wurde und die Mehrheit seiner
Mitglieder anwesend ist.
2 Die Ratsmitglieder sind zur Stimmabgabe verpflichtet. Der Ammann oder
sein Stellvertreter stimmt mit.
3 Die Beschlüsse werden durch Handaufheben gefasst, ausser wenn der Rat
die geheime Abstimmung beschliesst. Sie werden durch Mehrheitsentscheid
gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt der Ammann oder sein Stellvertreter den
Stichentscheid.
4 Die Ernennungen erfolgen geheim, wenn ein Ratsmitglied es verlangt. Sie
erfolgen mit absolutem Mehr. Im zweiten Wahlgang genügt das relative
Mehr. Bei Stimmengleichheit zieht der Ammann oder sein Stellvertreter das
Los.
5 Bei Beschlüssen und Ernennungen in geheimer Abstimmung werden die
Stimmen vom Gemeindeschreiber ausgezählt.

## Art. 65 {#art_65}

Sitzungen – Ausstand
1 Ein Mitglied des Gemeinderates darf der Behandlung eines Geschäftes nicht
beiwohnen, an dem es selbst, sein Ehegatte oder sein eingetragener Partner
oder eine Person, zu der es in einem engen Verwandtschafts-, Schwägerschafts-, Pflicht- oder Abhängigkeitsverhältnis steht, ein besonderes Interesse
hat.
2 Diese Vorschrift findet bei Wahlen und Bezeichnungen, die der Gemeinderat unter seinen Mitgliedern vorzunehmen hat, keine Anwendung.
3 Ist infolge von Ausständen das Quorum nicht mehr erreicht, so wird der Beschluss vom Oberamtmann gefasst.
4 Bei Verletzung der Ausstandspflicht ist der Beschluss ungültig.
5 Das Ausführungsreglement regelt die Ausstandsgründe und das Verfahren
im Einzelnen.

## Art. 66 {#art_66}

Sitzungen – Protokoll
1 Über die Beratungen des Gemeinderates wird ein Protokoll geführt.
2 Dieses erwähnt mindestens die Namen der anwesenden Mitglieder, die behandelten Geschäfte, das Wesentliche der Beratung, bei wichtigen Geschäften die Anträge, die Beschlüsse und das Ergebnis jeder Abstimmung; über
die anderen Verhandlungen kann der Rat eine Zusammenfassung darin aufnehmen lassen. Jedes Ratsmitglied hat das Recht seinen Widerspruch gegen
einen Beschluss im Protokoll vermerken zu lassen, wenn er ihn vor der Abstimmung begründet hat.
3 Das Protokoll wird vom Vorsitzenden und dem Protokollführer unterzeichnet. Es ist dem Rat an seiner nächsten Sitzung zur Genehmigung zu unterbreiten.

## Art. 67 {#art_67}

Kommissionen
1 Der Gemeinderat ernennt die Mitglieder der in der kantonalen Gesetzgebung vorgesehenen Kommissionen.
2 Er kann weitere ständige oder nichtständige Kommissionen einsetzen. Diese
Kommissionen haben beratende Stimme, sofern der Gemeinderat ihnen nicht
Entscheidungsbefugnisse übertragen hat.
3 Zum Mitglied einer Kommission kann jede handlungsfähige Person berufen
werden.
4 Die Amtsdauer der Kommissionsmitglieder läuft mit der Legislaturperiode
ab. Die bisherigen Mitglieder bleiben jedoch bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt. Wer ohne triftigen Grund Sitzungen versäumt, kann vom
Gemeinderat abberufen werden.
5 Bei Fehlen von Gemeindebestimmungen finden die Artikel 64 bis 66 sinngemäss Anwendung.
6 Die Bestimmungen der Spezialgesetzgebung bleiben vorbehalten.

## Art. 68 {#art_68}

…
3 Gemeindepersonal

## Art. 69 {#art_69}

Gemeindepersonal
1 Dieser Abschnitt gilt für Personen, die im Dienst der Gemeinde tätig sind
und für diese Tätigkeit ein Gehalt beziehen. Absatz 2 bleibt vorbehalten.
2 Hingegen fallen durch Volkswahl vergebene Wahlmandate nicht unter diesen Abschnitt.

## Art. 70 {#art_70}

Geltendes Recht
1 Die Gemeinden können unter Vorbehalt der Bestimmungen dieses Gesetzes
mit einem allgemein verbindlichen Reglement ihre eigenen Regelungen über
das Personal erlassen.
2 Hat eine Gemeinde kein allgemein verbindliches Reglement erlassen, so
gelten sinngemäss, als Ergänzung zu diesem Gesetz, die Bestimmungen des
Staatspersonalgesetzes mit Ausnahme der Artikel 4–23, 131a, 132 Abs. 1 und
2 und 133 Abs. 1 sowie die Ausführungsbestimmungen zum Staatspersonalgesetz.

## Art. 71 {#art_71}

Stellenausschreibung
1 Die Stellen der Gemeindeangestellten werden, mit Ausnahme der temporären Stellen, grundsätzlich ausgeschrieben.

## Art. 72 {#art_72}

Pflichtenheft
1 Die Aufgaben der Mitarbeiter werden in einem Pflichtenheft festgelegt.

## Art. 73 {#art_73}

Ausstand
1 Die Mitarbeiter treten bei der Behandlung von Geschäften, an denen sie unmittelbar interessiert sind, von Gesetzes wegen in den Ausstand.
2 Sie dürfen in den Ausstand treten und müssen es auf Verlangen des
Gemeinderates tun, wenn ein Geschäft ihren Ehegatten, ihren eingetragenen
Partner oder eine Person interessiert, zu der sie in einem engen Verwandtschafts-, Schwägerschafts-, Pflicht- oder Abhängigkeitsverhältnis stehen.

## Art. 74 {#art_74}

…

## Art. 75 {#art_75}

…

## Art. 75 bis {#art_75bis}

Datenschutz
1 Die Organe der Gemeinden dürfen Daten über einen Mitarbeiter nur bearbeiten, soweit diese für die Begründung und die Verwaltung des Dienstverhältnisses erforderlich sind.
2 Es gelten die Bestimmungen des Gesetzes über den Datenschutz.

## Art. 76 {#art_76}

Stellen
1 Jede Gemeinde hat einen Gemeindeschreiber und einen Finanzverwalter.
Diese beiden Stellen können in der Funktion des Gemeindeverwalters zusammengefasst werden. Die Gemeinde kann weitere Stellen schaffen.
2 Die Gemeinde erstellt ein Stelleninventar.

## Art. 77 {#art_77}

Gemeindeschreiber und Finanzverwalter
1 Das Dienstverhältnis des Gemeindeschreibers und des Finanzverwalters untersteht dem öffentlichen Recht. Für die Kündigung gelten die Artikel 36–49
des Gesetzes über das Staatspersonal.
2 Vor ihrem Amtsantritt werden sie vom Gemeinderat vereidigt. Für den Eid
oder das feierliche Gelübde wird die in Artikel 57 vorgesehene Formel verwendet.
3 Das Vorgehen beim Amtsantritt des Gemeindeschreibers und des Finanzverwalters wird im Ausführungsreglement festgelegt.

## Art. 78 {#art_78}

Aufgaben des Gemeindeschreibers
1 Der Gemeindeschreiber:
a) führt das Sitzungsprotokoll des Gemeinderates, der Gemeindeversammlung oder des Generalrates und ihres Büros;
b) besorgt die Korrespondenz;
c) ist für die Organisation der Gemeindeschreiberei verantwortlich.
2 Er erfüllt ferner die ihm durch andere Gesetze und vom Gemeinderat übertragenen Aufgaben.

## Art. 79 {#art_79}

…

## Art. 80 {#art_80}

…

## Art. 80a {#art_80a}

Aufgaben des Finanzverwalters
1 Die Aufgaben des Finanzverwalters werden gemäss der Gesetzgebung über
den Finanzhaushalt der Gemeinden festgelegt.

## Art. 81 {#art_81}

Aus- und Weiterbildung
1 Die Aus- und Weiterbildung des Gemeindepersonals ist Sache der Mitarbeiter und des Gemeinderates.
2 Der Staat arbeitet mit den Personal- und Gemeindeverbänden zusammen
und unterstützt sie in ihren Tätigkeiten zur Aus- und Weiterbildung des Personals.
4 Verwaltung der Gemeinde

## Art. 82 {#art_82}

Allgemeine Pflicht
1 Der Gemeinderat hat die Angelegenheiten der Gemeinde mit der Sorgfalt
eines guten Verwalters zu führen.
2 Er ergreift alle zur Förderung des Gemeindewohls geeigneten Massnahmen.

## Art. 82a {#art_82a}

Verwaltungskreise
1 Gemeinden mit einem Generalrat können ihr Gebiet mit einem allgemeingültigen Reglement in Verwaltungskreise aufteilen.

## Art. 83 {#art_83}

Vertretung
1 Die vom Gemeinderat ausgehenden Schriftstücke werden vom Gemeindeammann und vom Gemeindeschreiber oder von deren Stellvertretern unterzeichnet und mit dem Gemeindestempel versehen. Die von andern Gemeindeorganen ausgehenden Schriftstücke werden von der oder den Personen unterzeichnet, welche diese Organe vertreten.
2 Die von diesen Personen unterzeichneten Akten sind für die Gemeinde verbindlich, sofern diese nicht nachweist, dass der oder die Unterzeichner des
Schriftstückes oder das beschliessende Organ ihre Befugnisse in einer für
Dritte erkennbaren Weise überschritten haben.

## Art. 83a {#art_83a}

Information der Öffentlichkeit und Zugang zu amtlichen Dokumenten
1 Die Gemeindeorgane stellen die Information der Öffentlichkeit und die Umsetzung des Rechts auf Zugang zu amtlichen Dokumenten gemäss der
einschlägigen Gesetzgebung und den Bestimmungen dieses Gesetzes sicher.
2 Die von der Gemeinde von Amtes wegen verbreitete Information richtet
sich in erster Linie an ihre Bevölkerung; sie umfasst die Gemeindeangelegenheiten sowie die interkommunale Zusammenarbeit.

## Art. 83b {#art_83b}

Amtsgeheimnis und Beratungsgeheimnis
1 Es ist den Mitgliedern des Gemeinderates und der Kommissionen sowie den
Sekretären dieser Organe und dem Gemeindepersonal untersagt, Dritten Tatsachen und Schriftstücke bekannt zu geben, von denen sie in Ausübung ihres
Amtes Kenntnis erhalten und die aufgrund ihrer Natur, der Umstände, einer
Vorschrift oder eines besonderen Beschlusses geheim bleiben müssen.
2 Wer bei einer Sitzung des Gemeinderates anwesend ist, muss über die Beratungen, insbesondere über die dort geäusserten Meinungen, Stillschweigen
bewahren, es sei denn, der Rat habe ihn von der Schweigepflicht entbunden.
3 Diese Pflicht bleibt über das Ende der Amtsausübung hinaus bestehen.

## Art. 83c {#art_83c}

Haftung
1 Die Haftung der Gemeinde und ihrer Amtsträger richtet sich nach dem Gesetz über die Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger.

## Art. 84 {#art_84}

Reglemente
1 Die Gemeinde erlässt die für ihre Organisation und für die Erfüllung ihrer
Aufgaben erforderlichen Reglemente.
2 Die allgemeinverbindlichen Reglemente können als Strafe eine Geldbusse
von 20 bis 1000 Franken vorsehen.
2bis Allgemein verbindliche Reglemente und Verwaltungsreglemente sind in
geeigneter Weise zu veröffentlichen. Sie werden der Öffentlichkeit von der
Gemeindeschreiberei zur Verfügung gestellt.
3 …

## Art. 84 bis {#art_84bis}

Eintragung und Veröffentlichung der Dokumente über die Zusammenarbeit mit Dritten
1 Jede Gemeinde führt ein Register aller Formen der Zusammenarbeit mit
Dritten, die ihr Pflichten auferlegen oder Rechte einräumen.
2 Der Zugang der Öffentlichkeit zu den Gemeindeübereinkünften, den Verträgen zur Übertragung von Gemeindeaufgaben und den Statuten der Gemeindeverbände ist gewährleistet; die letztgenannten werden zudem in geeigneter
Weise veröffentlicht.
3 …

## Art. 85 {#art_85}

Zwangsmittel
1 Um ihre Verfügungen durchzusetzen, ergreift die Gemeindebehörde die
Massnahmen, die im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vorgesehen
sind.

## Art. 85a {#art_85a}

Sanktionen der Gemeinden – Ordnungsbussen und andere strafrechtliche Sanktionen
1 Die Gemeinden können Ordnungsbussen gemäss der Gesetzgebung über
kantons- und bundesrechtliche Ordnungsbussen erheben.
2 Die übrigen strafrechtlichen Sanktionen richten sich nach den entsprechenden Artikeln dieses Gesetzes und im Übrigen nach der Spezialgesetzgebung.

## Art. 86 {#art_86}

Strafverfahren – Strafen und Massnahmen
1 Der Gemeinderat spricht die auf Gemeinderecht beruhenden Geldbussen
und Ersatzfreiheitsstrafen sowie gegebenenfalls die Verrichtung einer
gemeinnützigen Arbeit durch Strafbefehl aus. Er kann diese Befugnis nur seinen Mitgliedern übertragen. Der Strafbefehl enthält die Angaben nach Artikel
353 der Strafprozessordnung.
1a Bei Ordnungsbussen, die von der Gemeinde erhoben werden können,
spricht der Gemeinderat bei einem Scheitern des Ordnungsbussenverfahrens
durch Strafbefehl gemäss den Einzelheiten von Absatz 1 auch Ordnungsbussen und Ersatzfreiheitsstrafen sowie gegebenenfalls die Verrichtung einer
gemeinnützigen Arbeit aus.
2 Der Verurteilte kann innert 10 Tagen nach Zustellung des Strafbefehls beim
Gemeinderat schriftlich Einsprache erheben. Die Staatsanwaltschaft kann
nicht Einsprache erheben.
3 Wird Einsprache erhoben, so werden die Akten dem Polizeirichter überwiesen. Artikel 356 der Strafprozessordnung gilt sinngemäss.

## Art. 86a {#art_86a}

Strafverfahren – Bussenerträge und Verfahrenskosten
1 Der Ertrag der Bussen fällt der Gemeinde zu. Bei einem Freispruch gehen
die Kosten zu Lasten der Gemeinde, wenn die Strafprozessordnung es nicht
erlaubt, sie dem Beschuldigten oder einer Drittperson aufzuerlegen.
2 Die Vollzugskosten gehen zu Lasten der Gemeinde. Der Verurteilte beteiligt sich gemäss den Bestimmungen des Bundesrechts daran.
3 Die Kostenforderungen der Gemeinde verjähren nach zehn Jahren und sind
verzinslich. Die Bestimmungen des Obligationenrechts gelten sinngemäss.
4 Der Gemeinderat kann die Kosten ganz oder teilweise erlassen, wenn sie
den Kostenpflichtigen übermässig belasten würden. Beim Erlass kann vorbehalten werden, dass der Betrag eingefordert wird, wenn der Schuldner später
zu hinreichenden Mitteln gelangt.

## Art. 86b {#art_86b}

Strafverfahren – Verrichtung einer gemeinnützigen Arbeit
1 Die Gemeinde erlässt die notwendigen Bestimmungen über die Verrichtung
der gemeinnützigen Arbeit.

## Art. 86c {#art_86c}

…

## Art. 86d {#art_86d}

…

## Art. 87 {#art_87}

…

## Art. 88 {#art_88}

…

## Art. 89 {#art_89}

…

## Art. 90 {#art_90}

…

## Art. 91 {#art_91}

…

## Art. 92 {#art_92}

…

## Art. 93 {#art_93}

…

## Art. 94 {#art_94}

…

## Art. 95 {#art_95}

…

## Art. 95 bis {#art_95bis}

…

## Art. 96 {#art_96}

…

## Art. 97 {#art_97}

…

## Art. 97 bis {#art_97bis}

…

## Art. 98 {#art_98}

…

## Art. 98a {#art_98a}

…

## Art. 98b {#art_98b}

…

## Art. 98c {#art_98c}

…

## Art. 98d {#art_98d}

…

## Art. 98e {#art_98e}

…

## Art. 98f {#art_98f}

…

## Art. 99 {#art_99}

Arbeiten, Lieferungen und Dienstleistungen
1 Die Bauarbeiten, Lieferungen und Dienstleistungen auf Rechnung der
Gemeinde müssen nach der Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen ausgeschrieben und vergeben werden.

## Art. 100 {#art_100}

Grundstückverkäufe
1 Der Verkauf von Gemeindegrundstücken erfolgt durch öffentliche Versteigerung, durch Ausschreibung oder aus freier Hand.
2 Die Gemeindeversammlung oder der Generalrat bestimmt die Verkaufsart
und den Mindestpreis. Sie können weitere Bedingungen festsetzen.

## Art. 101 {#art_101}

…

## Art. 102 {#art_102}

…

## Art. 102a {#art_102a}

Geschäftsverwaltungssysteme
1 Die Gemeinden können Informations- und Dokumentationssysteme betreiben, die den reibungslosen Ablauf ihrer Geschäftsprozesse und die Verwaltung von Korrespondenz und anderen Dokumenten ermöglichen.
2 Diese Systeme können Personendaten, einschliesslich besonders schützenswerter Personendaten, enthalten, für die:
a) Behandlung von Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des
betroffenen Organs fallen;
b) Organisation des Arbeitsablaufs;
c) Feststellung, ob Daten bearbeitet werden, die sich auf eine bestimmte
Person beziehen;
d) Erleichterung des Zugangs zur Dokumentation.
3 Die Datenschutzgesetzgebung ist vorbehalten.

## Art. 103 {#art_103}

Archiv
1 Die Gemeinden gewährleisten die Führung ihres laufenden Archivs und ihres Zwischenarchivs sowie die Aufbewahrung ihres historischen Archivs
nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die Archivierung und das
Staatsarchiv. Für Beratung und technische Unterstützung im Bereich der Archivführung können sie sich an das Staatsarchiv wenden.
2 Der Gemeinderat ist für die Archivierung verantwortlich. Er kann diese
Aufgabe an den Gemeindeschreiber, an einen Archivbeauftragten oder an
einen Berufsarchivar delegieren.
3 Bei einer Gemeindefusion werden die historischen Archivbestände jeder
Gemeinde als Ganzes erhalten, auch wenn die historischen Archive der fusionierten Gemeinden im gleichen Raum untergebracht werden.
4 Die historischen Archive der Gemeinden können beim Staatsarchiv hinterlegt werden. Die Auflagen und Bedingungen der Hinterlegung werden in einer Vereinbarung geregelt.
5 Der Inhalt der historischen Archive der Gemeinden wird im Ausführungsreglement näher umschrieben.

## Art. 103 bis {#art_103bis}

Einsichtsrecht
1 Der Zugang der Öffentlichkeit zu den Protokollen der Gemeindeversammlung und des Generalrates, den Voranschlägen und Jahresrechnungen der
Gemeinden und ihrer Anstalten sowie zu den Jahresrechnungen der übrigen
Gemeindeeinrichtungen ist gewährleistet.
2 Die Protokolle der Sitzungen des Gemeinderates, des Büros des Generalrates und der Kommissionen sind nicht öffentlich zugänglich. Folgende Ausnahmen bleiben jedoch vorbehalten:
a) Mit einstimmigem Beschluss kann der Gemeinderat die vollständige
oder teilweise Einsichtnahme in die Protokolle seiner Sitzungen, der
Sitzungen der Kommissionen der Gemeindeversammlung und der Sitzungen seiner Verwaltungskommissionen gewähren.
b) Mit einstimmigem Beschluss kann das Büro des Generalrats die vollständige oder teilweise Einsichtnahme in die Protokolle seiner Sitzungen und der Sitzungen der Generalratskommissionen gewähren.
3 Für die Einsichtnahme in die laufenden Archive und die Zwischenarchive
der Gemeinden gelten die Bestimmungen der Gesetzgebung über die Information und den Zugang zu Dokumenten.
4 Der Zugang zu den historischen Archiven der Gemeinden richtet sich nach
der Gesetzgebung über die Archivierung und das Staatsarchiv.
5 Ortsbürgerliche Angelegenheiten

## Art. 104 {#art_104}

Erwerb des Ortsbürgerrechts
1 Die Voraussetzungen für den Erwerb und den Verlust des Ortsbürgerrechts
sowie das entsprechende Verfahren werden in der Gesetzgebung über das
freiburgische Bürgerrecht geregelt.

## Art. 104 bis {#art_104bis}

Bürgerversammlung – Zusammensetzung
1 In Gemeinden mit Bürgergütern besteht eine Bürgerversammlung, die sich
aus den Aktivbürgern mit Bürgerrecht und Wohnsitz in der Gemeinde zusammensetzt.
2 Hat es in einer Gemeinde weniger als zehn Aktivbürger mit Ortsbürgerrecht, so findet Absatz 1 keine Anwendung, und der Beschluss steht der
Gemeindeversammlung oder dem Generalrat zu.

## Art. 105 {#art_105}

…

## Art. 105a {#art_105a}

Bürgerversammlung – Befugnisse
1 Der Bürgerversammlung stehen folgende Befugnisse zu:
a) Sie behandelt die Fragen im Zusammenhang mit dem Bürgernutzen.
b) Sie behandelt im Zusammenhang mit den Bürgergütern dieselben Belange, welche die Gemeindeversammlung für die Gemeindegüter regelt.
2 Die Erträge aus den Bürgergütern sind für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
3 Im Übrigen gilt die Gesetzgebung über den Finanzhaushalt der Gemeinden.

## Art. 106 {#art_106}

…

## Art. 106a {#art_106a}

Bürgerversammlung – Verfahren und Organisation
1 Die Bürgerversammlung wird vom Gemeinderat einberufen.
2 Die Bestimmungen über die Gemeindeversammlung (Art. 9bis und Art. 11–
24), das Einsichtsrecht (Art. 103bis), die Oberaufsicht (8. Abschnitt) und die
Rechtsmittel (9. Abschnitt) finden Anwendung. Absatz 3 dieses Artikels
bleibt vorbehalten. Im Bereich Finanzen gilt die Gesetzgebung über den Finanzhaushalt der Gemeinden soweit darin vorgesehen.
3 Gemeinderäte, die nicht Ortsbürger sind, gehören dem Büro nicht an; sie haben weder das Stimm- noch das Wahlrecht.
6 Zusammenarbeit von Gemeinden

## Art. 107 {#art_107}

Grundsatz und Formen
1 Mehrere Gemeinden können zur Erfüllung von Aufgaben von gemeinsamem Interesse zusammenarbeiten.
2 Zu diesem Zweck beteiligen sie sich an einer Regionalkonferenz, treffen
eine Gemeindeübereinkunft oder bilden einen Gemeindeverband.
2bis …
3 …
4 Die Bestimmungen der Spezialgesetzgebung sind vorbehalten.

## Art. 107 bis {#art_107bis}

Regionalkonferenz
1 Die Regionalkonferenz hat den Zweck, die Tätigkeit mehrerer Gemeinden
in einem bestimmten Bereich zu koordinieren . Zu diesem Zweck kann sie
insbesondere den Abschluss einer Gemeindeübereinkunft fördern, die Gründung eines Gemeindeverbandes vorbereiten oder die Gemeindereglementierung harmonisieren.
2 Der Oberamtmann beruft auf Ersuchen von mindestens zwei Gemeinden
oder aus eigenem Entschluss die betreffenden Gemeinden zu einer Regionalkonferenz ein, deren Perimeter er selbst bestimmt. Umfasst die Konferenz
Gemeinden mehrerer Bezirke, so sprechen sich die betroffenen Oberamtmänner miteinander ab.
3 Die Regionalkonferenz kann folgende Beschlüsse treffen:
a) Sie erteilt Studienaufträge und setzt Arbeitsgruppen ein.
b) Sie setzt das Datum fest, bis zu dem das zuständige Organ jeder einberufenen Gemeinde zu einem gemäss Absatz 1 ausgearbeiteten Projekt
Stellung nehmen muss.
4 Jede einberufene Gemeinde muss in der Regionalkonferenz durch ein Mitglied des Gemeinderates vertreten sein.
5 Die Regionalkonferenz ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der einberufenen Gemeinden vertreten ist. Sie fällt ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der
anwesenden Gemeindevertreter.
6 Die Kosten, die aus der Tätigkeit der Regionalkonferenz oder durch ihre
Beschlüsse entstehen, werden von allen einberufenen Gemeinden im Verhältnis zu ihrer zivilrechtlichen Bevölkerung übernommen. Die Regionalkonferenz kann jedoch mit einstimmigem Beschluss der anwesenden Mitglieder
einen anderen Verteilschlüssel vorsehen.

## Art. 108 {#art_108}

Gemeindeübereinkunft
1 Die Gemeindeübereinkunft bildet Gegenstand einer schriftlichen Vereinbarung, die namentlich den Zweck der Übereinkunft, ihre Organisation, die
Gemeinde, welche die Buchhaltung führt (federführende Gemeinde), den
Kostenverteiler, den Rechtsstand der Güter und die Auflösungsbedingungen
festlegt.
2 Der Abschluss der Vereinbarung erfolgt durch die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden. Vorbehalten bleiben die Befugnisse der Gemeindeversammlung und des Generalrates.
3 Ein Exemplar der Vereinbarung ist dem Amt für Gemeinden und eines dem
Oberamtmann zu übermitteln.
4 Der Staatsrat kann eine oder mehrere Gemeinden verpflichten, sich zu denselben Bedingungen und nach demselben Verfahren, wie in Artikel 110 vorgesehen, an einer Übereinkunft zu beteiligen oder eine Übereinkunft zu treffen.

## Art. 109 {#art_109}

Gemeindeverband – Grundsatz
1 Bedingt die Zusammenarbeit erhebliche und dauerhafte Verpflichtungen, so
haben die Gemeinden einen Verband zu gründen.
2 Ein Verband kann die Erfüllung von mehreren Aufgaben zum Zweck haben
(Mehrzweckverband). Alle Gemeinden müssen sich an sämtlichen Aufgaben
des Verbandes beteiligen.
3 …

## Art. 109 bis {#art_109bis}

Gemeindeverband – Entstehung
1 Die Statuten müssen von allen beteiligten Gemeinden angenommen werden.
2 Sie sind dem Staatsrat zur Genehmigung zu unterbreiten. Der Genehmigungsbeschluss verleiht dem Verband die Rechtspersönlichkeit des öffentlichen Rechts. Er ist im Amtsblatt zu veröffentlichen.

## Art. 110 {#art_110}

Gemeindeverband – Beitrittspflicht
1 Wenn eine oder mehrere Gemeinden nicht in der Lage sind, die Aufgaben
wahrzunehmen, die ihnen aufgrund des eidgenössischen oder kantonalen
Rechts obliegen, oder wenn ein überwiegendes regionales Interesse es rechtfertigt, kann der Staatsrat die Gemeinden verpflichten, sich zu einem Verband zusammenzuschliessen oder einem Verband beizutreten.
2 Aus den gleichen Gründen kann er einen Verband verpflichten, weitere
Gemeinden aufzunehmen.
3 Bei Uneinigkeit über die Bedingungen des Zusammenschlusses oder des
Beitritts entscheidet der Staatsrat.
4 In allen diesen Fällen hört er die Beteiligten an und holt die Ansicht des
Oberamtmannes ein.

## Art. 111 {#art_111}

Gemeindeverband – Statuten
a) Obligatorischer Inhalt
1 Die Statuten bezeichnen:
a) die Mitgliedgemeinden des Verbandes;
b) den Namen und den Zweck des Verbandes;
c) den Ort, an dem der Verband seinen Sitz hat;
d) die Vertretung der Gemeinden an der Delegiertenversammlung;
e) die Regeln für die Einberufung der Delegiertenversammlung;
f) die Zusammensetzung des Vorstandes;
g) die Finanzquellen des Verbandes;
h) die Art der Verteilung der finanziellen Lasten unter den Verbandsgemeinden;
hbis) die Beträge, von denen an eine neue Ausgabe dem fakultativen oder
dem obligatorischen Referendum untersteht;
i) die Austrittsbedingungen einer Gemeinde, einschliesslich der Regeln
zur Festsetzung der Rechte und Pflichten der austretenden Gemeinde;
j) die Auflösungsregeln des Verbandes, den Übergang seines Vermögens
und jenen seiner Schulden.

## Art. 112 {#art_112}

Gemeindeverband – Statuten
b) Weitere Bestimmungen
1 Sehen die Statuten die Bildung eines Verbandskapitals oder die Möglichkeit
einer Darlehensaufnahme vor, so müssen sie die Höhe des Kapitals bzw. die
Verschuldungsgrenze des Verbandes festlegen.
2 Wenn die Statuten dies vorsehen, kann der Verband Gemeinden und
Gemeindeverbänden Dienste mit öffentlich-rechtlichem Vertrag und mindestens zum Selbstkostenpreis anbieten.

## Art. 113 {#art_113}

Gemeindeverband – Statuten
c) Änderung
1 Wesentliche Änderungen der Statuten bedürfen der Zustimmung von drei
Vierteln der Gemeinden, deren zivilrechtliche Bevölkerung zudem höher sein
muss als drei Viertel der zivilrechtlichen Bevölkerung aller Verbandsgemeinden. Als wesentlich gelten Änderungen, die die in Artikel 111, 112, 114 Abs.
2, 116 Abs. 1 und 121 Abs. 2 genannten Gegenstände betreffen.
1bis Einstimmigkeit ist jedoch erforderlich, wenn der Verband eine neue Aufgabe übernehmen soll. Der Artikel 110 bleibt vorbehalten.
2 Vor der Genehmigung durch die für die Gemeinden zuständige Direktion 2)
kann die Änderung nicht in Kraft treten.

## Art. 114 {#art_114}

Gemeindeverband – Organe des Verbandes
1 Die Organe des Verbandes sind:
a) die Delegiertenversammlung;
b) der Vorstand;
c) …
2 Die Statuten können weitere Organe vorsehen.

## Art. 115 {#art_115}

Gemeindeverband – Delegiertenversammlung
a) Bestand
1 Die Delegiertenversammlung setzt sich aus Vertretern jeder Verbandsgemeinde zusammen.
2 Die Statuten bestimmen die Verteilung der Stimmen unter den Mitgliedgemeinden, insbesondere unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl und der
Bedeutung des Unternehmens für die einzelnen Gemeinden. Sie bestimmen
weiter die Zahl der Delegierten je Gemeinde und gegebenenfalls die Anzahl
Stimmen je Delegierten. Ohne anderslautende Angaben verfügt jeder Delegierte über eine Stimme.
2) Heute: Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft.
3 Keine Gemeinde darf über mehr als die Hälfte der Stimmen verfügen.
4 Der Gemeinderat ernennt die Delegierten grundsätzlich aus seiner Mitte.
Das Mandat der Delegierten kann sich über eine Legislaturperiode oder über
einen kürzeren Zeitraum erstrecken. Bei der Ausübung ihres Amtes, insbesondere wenn neue Investitionsausgaben beschlossen werden, richten die Delegierten sich nach dem Standpunkt des Gemeinderats. Der Gemeinderat
kann einen Delegierten aus wichtigen Gründen abberufen.
4bis Die Amtsdauer der Delegierten endet nach Ablauf der Dauer, für die sie
ernannt worden sind, spätestens jedoch nach Ablauf der Legislaturperiode.
Die bisherigen Delegierten bleiben jedoch bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt.
5 Mitglieder der Versammlung, die in den Vorstand gewählt werden, verlieren ihre Eigenschaft als Delegierte.
6 Der Präsident des Vorstandes kann ebenfalls Präsident der Delegiertenversammlung sein, wenn die Statuten dies vorsehen.

## Art. 116 {#art_116}

Gemeindeverband – Delegiertenversammlung
b) Befugnisse
1 Die Delegiertenversammlung konstituiert sich für die Legislaturperiode, indem sie, vorbehaltlich statutarischer Bezeichnungen, ihren Präsidenten, ihren
Vizepräsidenten und ihren Sekretär wählt.
2 Der Delegiertenversammlung stehen folgende Befugnisse zu:
a) Sie wählt den Präsidenten und die übrigen Mitglieder des Vorstandes.
b) Sie übt im Bereich Finanzen und unter Vorbehalt der Bestimmungen
der Statuten die in Artikel 67 des Gesetzes vom 22. März 2018 über den
Finanzhaushalt der Gemeinden aufgeführten Befugnisse aus, abgesehen
von den Befugnissen in Zusammenhang mit den Steuern.
c) …
d) …
e) Sie erlässt die Reglemente.
ebis) Sie genehmigt die gemäss Artikel 112 Abs. 2 abgeschlossenen Verträge.
f) Sie beschliesst Statutenänderungen und die Aufnahme neuer Mitglieder.
g) …
h) Sie beaufsichtigt die Verwaltung des Verbandes.
3 …

## Art. 117 {#art_117}

Gemeindeverband – Delegiertenversammlung
c) Sitzungen und Beratungen
1 Die Delegiertenversammlung ist nur beschlussfähig, wenn die Mehrheit der
Stimmen vertreten ist.
1bis Die Bestimmungen über den Ausstand eines Mitglieds (Art. 21) und über
die Öffentlichkeit der Sitzungen (Art. 9bis) der Gemeindeversammlung sowie
die Bestimmungen über die Bekanntmachung der Sitzungen und den öffentlichen Charakter der Dokumente des Generalrats (Art. 38 Abs. 4) gelten sinngemäss.
2 Unter Vorbehalt besonderer Statutenbestimmungen sind die Regeln über die
Beratungen (Art. 16 und 17), die Wahlen (Art. 19), das Rückkommen (Art.
20) und das Protokoll (Art. 22) der Gemeindeversammlung sowie die Regeln
über die Abstimmung (Art. 45 und 45a) des Generalrats auf die Delegiertenversammlung anwendbar.
3 Die Mitglieder des Vorstandes wohnen den Sitzungen der Delegiertenversammlung mit beratender Stimme bei.

## Art. 118 {#art_118}

Gemeindeverband – Vorstand
a) Zusammensetzung und Wahl
1 Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten und mindestens zwei weiteren
Mitgliedern.
2 Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Delegiertenversammlung für
die Legislaturperiode oder deren Rest gewählt.

## Art. 119 {#art_119}

Gemeindeverband – Vorstand
b) Befugnisse
1 Der Vorstand leitet und verwaltet den Verband. Er vertritt ihn nach aussen.
2 Er bereitet die der Delegiertenversammlung zu unterbreitenden Geschäfte
vor und vollzieht ihre Beschlüsse.
3 Er stellt das Verbandspersonal an und überwacht seine Tätigkeit.
3bis Im Bereich Finanzen übt er die gemäss dem Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden dem Gemeinderat übertragenen Befugnisse aus.
4 Er übt die Befugnisse aus, die ihm durch die Statuten übertragen werden,
und nimmt die Aufgaben wahr, die nicht einem anderen Organ obliegen.
5 Er kann Entscheidungsbefugnisse nur delegieren, wenn die Statuten es vorsehen. Das Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden bleibt vorbehalten.

## Art. 120 {#art_120}

Gemeindeverband – Vorstand
c) Sitzungen
1 Die Bestimmungen über die Gemeinderatssitzungen (Art. 62-66) und die
Kommissionen (Art. 67) sind auf den Vorstand anwendbar. Die Statuten können von den Artikeln 62 Abs. 1 und 2, 63 und 67 abweichen.

## Art. 121 {#art_121}

Gemeindeverband – Rechtsbereich des Verbandes
1 Die Verbandsbeschlüsse, die von den Verbandsorganen im Rahmen ihrer
gesetzlichen und statutarischen Befugnisse gefasst werden, verpflichten die
Mitgliedgemeinden.
2 Der Verband kann allgemeinverbindliche Reglemente erlassen und dem einzelnen gegenüber Verfügungen treffen. Er kann insbesondere Beiträge vereinbaren und, falls die Statuten dies vorsehen, Gebühren erheben, unter Ausschluss aller anderen öffentlichen Abgaben.

## Art. 122 {#art_122}

…

## Art. 122a {#art_122a}

Gemeindeverband – Finanzielle Bestimmungen
1 Die Gesetzgebung über den Finanzhaushalt der Gemeinden gilt sinngemäss
für den Verband, namentlich betreffend den Finanzhaushalt, das Budget und
die Rechnung, die Kredite und Kontrollen.

## Art. 123 {#art_123}

…

## Art. 123a {#art_123a}

Gemeindeverband – Initiative
a) Fälle
1 Ein Zehntel aller Aktivbürger der Mitgliedgemeinden kann eine Initiative
einreichen betreffend:
a) eine Ausgabe, die den für das fakultative Referendum festgelegten Betrag übersteigt, oder eine Sicherheitsleistung, die eine solche Ausgabe
nach sich ziehen kann;
b) …
c) die Annahme, Aufhebung oder Änderung eines allgemeinverbindlichen
Reglements;
d) …
e) eine Änderung der Statuten.
2 Die Initiative muss schriftlich eingereicht werden. Wenn sie Absatz 1 Bst. c
und e betrifft, kann sie die Form einer allgemeinen Anregung oder eines vollständig ausgearbeiteten Entwurfs annehmen. Die Initiativen nach Absatz 1
Bst. a werden als allgemeine Anregungen betrachtet.

## Art. 123b {#art_123b}

Gemeindeverband – Initiative
b) Vorgehen
1 Das Initiativbegehren und die Unterschriftenbögen werden bei der Gemeindeschreiberei des Verbandssitzes eingereicht.
2 Die Unterschriftenbögen werden nach den für das fakultative Referendum
vorgesehenen Regeln (Art. 123d Abs. 2 und 3) geprüft.

## Art. 123c {#art_123c}

Gemeindeverband – Initiative
c) Gemeinsame Bestimmungen
1 Der Urnengang muss in allen Mitgliedgemeinden gleichzeitig stattfinden.
2 Die Initiative bedarf zu ihrer Annahme des doppelten Mehrs der Stimmenden und der Gemeinden.
3 Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung der
politischen Rechte sinngemäss. Die dem Gemeinderat durch das Gesetz über
die politischen Rechte übertragenen Aufgaben werden vom Vorstand wahrgenommen, die dem Generalrat übertragenen Aufgaben von der Delegiertenversammlung.

## Art. 123d {#art_123d}

Gemeindeverband – Referendum
a) Fakultatives Referendum
1 Ein Zehntel aller Aktivbürger der Mitgliedgemeinden oder die Gemeinderäte eines Viertels der Verbandsgemeinden können verlangen, dass ein Beschluss der Delegiertenversammlung den Aktivbürgern zur Abstimmung unterbreitet wird, wenn er folgende Bereiche betrifft:
a) eine neue Ausgabe, deren Nettobetrag den in den Statuten für die Ausübung des fakultativen Referendums festgelegten Betrag übersteigt,
oder eine Sicherheitsleistung, die eine solche Ausgabe nach sich ziehen
kann;
b) …
c) die Annahme, Aufhebung oder Änderung eines allgemeinverbindlichen
Reglements.
1bis Der Schwellenwert von einem Zehntel nach Absatz 1 kann durch die Statuten gesenkt werden.
2 Das Referendumsbegehren wird innert 60 Tagen seit der Veröffentlichung
des dem Referendum unterstellten Beschlusses im Amtsblatt bei der Gemeindeschreiberei des Ortes, an dem der Verband seinen Sitz hat, eingereicht.
3 Im Falle eines Volksreferendums werden die Unterschriftenbögen den
betreffenden Gemeinden zur Prüfung zugestellt. Diese senden sie mit der für
kantonale Angelegenheiten vorgesehenen Bestätigung versehen innert 20 Tagen an die Gemeindeschreiberei, die sie übermittelt hat, zur Auszählung der
Unterschriften zurück.

## Art. 123e {#art_123e}

Gemeindeverband – Referendum
b) Obligatorisches Referendum
1 Beschlüsse der Delegiertenversammlung, die eine neue Ausgabe zur Folge
haben, deren Nettobetrag den in den Statuten für die Ausübung des obligatorischen Referendums festgelegten Betrag übersteigt, müssen dem Volk zur
Abstimmung unterbreitet werden.
2 Die Abstimmung muss innert 180 Tagen ab dem Datum des Beschlusses
stattfinden.

## Art. 123f {#art_123f}

Gemeindeverband – Referendum
c) Gemeinsame Bestimmungen
1 Der Urnengang muss in allen Mitgliedgemeinden gleichzeitig stattfinden.
2 Der dem Referendum unterstehende Beschluss bedarf zu seiner Annahme
des doppelten Mehrs der Stimmenden und der Gemeinden.
3 Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung der
politischen Rechte sinngemäss. Die dem Gemeinderat durch das Gesetz über
die politischen Rechte übertragenen Aufgaben werden vom Vorstand wahrgenommen.

## Art. 124 {#art_124}

…

## Art. 125 {#art_125}

…

## Art. 125a {#art_125a}

Gemeindeverband – Information und Konsultation der Bevölkerung
1 Die Gemeindeversammlungen oder Generalräte der Mitgliedgemeinden
werden von den Gemeinderäten regelmässig über die Verbandstätigkeit informiert.
2 Die Information der Öffentlichkeit und der Medien über diese Tätigkeit
wird in erster Linie vom Vorstand sichergestellt; die Gemeinderäte sind jedoch ebenfalls zuständig, für die Information der Bevölkerung zu sorgen.
3 Die Aktivbürger der Mitgliedgemeinden können vom Gemeinderat oder
vom Vorstand aufgefordert werden, ihm innert einer bestimmten Frist ihre
Meinung zu dieser Tätigkeit mitzuteilen.

## Art. 126 {#art_126}

Gemeindeverband – Weitere Bestimmungen
1 Die Bestimmungen dieses Gesetzes über das Gemeindepersonal (Art. 69–
76), die Vertretung (Art. 83), das Amtsgeheimnis (Art. 83b), die Haftung
(Art. 83c), die Gemeindeerlasse und -verfügungen (Art. 84–86), die Arbeiten,
Lieferungen und Dienstleistungen (Art. 99), das Führen von Geschäftsverwaltungssystemen (Art. 102a), das Archiv (Art. 103) und das Einsichtsrecht
(Art. 103bis) gelten auch für Gemeindeverbände.

## Art. 127 {#art_127}

Gemeindeverband – Austritt
1 Eine Gemeinde kann gemäss den statutarischen Bestimmungen aus dem
Verband austreten.
2 Der Artikel 110 gilt jedoch sinngemäss.

## Art. 128 {#art_128}

Gemeindeverband – Auflösung
a) Fälle
1 Der Verband wird gemäss den Statuten oder durch einstimmigen Beschluss
der Mitgliedgemeinden aufgelöst. Der Auflösungsbeschluss ist der für die
Gemeinden zuständigen Direktion 3) zur Genehmigung zu unterbreiten.
2 Wenn überwiegende öffentliche Interessen es rechtfertigen, kann der Staatsrat einen Verband auflösen, nachdem er die Beteiligten angehört und die Ansicht des Oberamtmannes eingeholt hat.

## Art. 129 {#art_129}

Gemeindeverband – Auflösung
b) Folgen
1 Der aufgelöste Verband tritt in Liquidation, ausser wenn sein Vermögen
von einer Mitgliedgemeinde oder einem Dritten übernommen wird. Die ungedeckten Schulden gehen auf die Gemeinden über und werden gemäss den
Statuten unter ihnen verteilt.
2 Mit der Genehmigung der Übernahme oder der Liquidation durch den
Staatsrat ist der Verband aufgelöst. Der Genehmigungsbeschluss ist im Amtsblatt zu veröffentlichen.

## Art. 130 {#art_130}

…
3) Heute: Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft.

## Art. 131 {#art_131}

Gemeindeverband – Rechtsmittel
1 Die Bestimmungen des Abschnitts 9 über die Rechtsmittel finden auf die
Gemeindeverbände sinngemäss Anwendung.
2 Gehören die Parteien nicht demselben Bezirk an, so entscheidet ein Stellvertreter, den der Staatsrat unter den Oberamtmännern der übrigen Bezirke bezeichnet.

## Art. 132 {#art_132}

Zusammenarbeit mit Gemeinden anderer Kantone
1 Der Staatsrat fördert die interkommunale Zusammenarbeit mit Gemeinden
anderer Kantone.
2 Er vereinbart die anwendbaren Regeln mit den betreffenden Kantonen und
genehmigt die Abkommen über die Zusammenarbeit.
7 Zusammenschluss von Gemeinden

## Art. 133 {#art_133}

Allgemeines
1 Mehrere Gemeinden können sich zu einer einzigen Gemeinde zusammenschliessen.
2 Der Staat fördert den Zusammenschluss von Gemeinden.

## Art. 133a {#art_133a}

Initiative
1 Ein Zusammenschluss von Gemeinden kann vom Staatsrat, von der
Gemeindeversammlung auf Antrag eines Bürgers (Art. 17 Abs. 1), vom Generalrat auf Antrag eines seiner Mitglieder (Art. 51bis und 17 Abs. 1), vom
Gemeinderat oder einem Zehntel der Aktivbürger verlangt werden.

## Art. 134 {#art_134}

Verfahren – Auf Initiative des Staates
1 Wird der Zusammenschluss vom Staat verlangt, so organisiert der Staatsrat
eine Grundsatzabstimmung über den Zusammenschluss in allen betroffenen
Gemeinden. Artikel 134a Abs. 2 ist anwendbar.
2 Wenn dem Zusammenschluss im Grundsatz von allen betroffenen Gemeinden zugestimmt wird, erarbeiten die Gemeinderäte eine Fusionsvereinbarung.
Kommt diese Vereinbarung innert 12 Monaten seit der Abstimmung nicht zustande, so legt der Staatsrat den Text fest.

## Art. 134a {#art_134a}

Verfahren – Auf Initiative der Gemeindeversammlung oder des
Generalrats
1 Wird der Zusammenschluss von der Gemeindeversammlung oder vom Generalrat verlangt, so hat der Gemeinderat den Auftrag, Verhandlungen mit
der oder den betroffenen Gemeinden aufzunehmen.
2 Die Gemeindeversammlung oder der Generalrat der betroffenen Gemeinde
oder Gemeinden entscheiden über den Grundsatz des Zusammenschlusses.
3 Wenn dem Zusammenschluss im Grundsatz von allen betroffenen Gemeinden zugestimmt wird, erarbeiten die Gemeinderäte eine Fusionsvereinbarung.
Kommt diese Vereinbarung innert 12 Monaten seit der letzten Abstimmung
über die Grundsatzfrage nicht zustande, so legt der Staatsrat den Text fest.

## Art. 134b {#art_134b}

Verfahren – Auf Initiative des Gemeinderats
1 Wird der Zusammenschluss vom Gemeinderat verlangt, so wird direkt über
die von den betroffenen Gemeinden abgeschlossene Fusionsvereinbarung abgestimmt.

## Art. 134c {#art_134c}

Verfahren – Auf Initiative der Aktivbürger
1 Wird der Zusammenschluss von einem Zehntel der Aktivbürger verlangt, so
sind Artikel 134a und die Bestimmungen des Gesetzes über die Ausübung
der politischen Rechte zur Initiative auf Gemeindeebene mit Ausnahme der
Bestimmungen über die Weiterleitung und Gültigerklärung der Initiative anwendbar.

## Art. 134d {#art_134d}

Verfahren – Gemeinsame Bestimmungen
1 In jedem Fusionsprojekt muss der Fusionsperimeter bezeichnet werden.
2 Betrifft der Zusammenschluss mehr als zwei Gemeinden und stimmt nur ein
Teil von ihnen dem Zusammenschluss im Grundsatz zu, so wird das Fusionsverfahren unterbrochen.
3 Die Fusionsvereinbarung muss von allen betroffenen Gemeinden gutgeheissen werden.
4 Die Fusionsvereinbarung wird von den Gemeinderäten der betreffenden
Gemeinden innert 30 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung im
Amtsblatt veröffentlicht. Die Gemeinderäte stellen die Fusionsvereinbarung
anschliessend den Personen, die im bezeichneten Perimeter wohnen, gemeinsam vor. Wenn möglich wird eine gemeinsame Veranstaltung durchgeführt.
5 Der Urnengang muss in allen Gemeinden gleichzeitig stattfinden. Die Abstimmung muss innert 90 Tagen nach der Veröffentlichung der Fusionsvereinbarung durchgeführt werden. Ausserdem gilt das Gesetz über die Ausübung der politischen Rechte sinngemäss.
6 Sobald die Fusionsvereinbarung angenommen worden ist, wird sie dem
Grossen Rat zur Genehmigung weitergeleitet.

## Art. 135 {#art_135}

Übergangsordnung – Gemeinderat
a) Grundsatz
1 Für die Legislaturperiode, zu Beginn oder im Verlauf derer der Zusammenschluss wirksam wird, werden die Sitze des Gemeinderates nach dem Verhältnis der Einwohnerzahl unter die sich zusammenschliessenden Gemeinden
verteilt, wobei jede Gemeinde auf mindestens einen Sitz Anrecht hat. Falls
Wahlen stattfinden, bildet jede Gemeinde einen Wahlkreis. Die Artikel 136a
Abs. 2, 2ter und 3, 136b und 136c bleiben vorbehalten.
2 …
3 Findet der Zusammenschluss im Verlaufe der Legislaturperiode statt, so
können die Mitglieder der Gemeinderäte der sich zusammenschliessenden
Gemeinden ohne Wahlen in den Gemeinderat der neuen Gemeinde eintreten.
Unter Vorbehalt von Artikel 136a Abs. 4 werden nur in den Gemeinden
Wahlen durchgeführt, in denen die Zahl der Gemeinderatsmitglieder, die in
den Gemeinderat der neuen Gemeinde eintreten wollen, nicht mit der Anzahl
der zu besetzenden Sitze übereinstimmt.

## Art. 135a {#art_135a}

Übergangsordnung – Gemeinderat
b) Mangel an Kandidaten oder an gewählten Personen, die bereit
sind, ihre Wahl anzunehmen
1 Gibt es in einem für die Übergangsordnung gebildeten Wahlkreis zu wenige
Kandidaten oder zu wenige gewählte Personen, die bereit sind, ihre Wahl anzunehmen, so ist jede in Gemeindeangelegenheiten stimmberechtigte Person
wählbar, die ihren politischen Wohnsitz auf dem Gebiet der aus dem Zusammenschluss hervorgegangenen Gemeinde hat. Die Ausweitung des Kreises
der wählbaren Personen wird im Beschluss zur Einberufung der Stimmberechtigten ausdrücklich erwähnt.

## Art. 136 {#art_136}

Übergangsordnung – Generalrat
1 Sieht die Vereinbarung die Einführung des Generalrates vor oder besteht
dieser Rat bereits in einer der beteiligten Gemeinden, so findet vor dem Inkrafttreten des Fusionsbeschlusses die Wahl des Generalrates der zukünftigen
Gemeinde statt. Der Absatz 3 bleibt vorbehalten. Die Fusionsvereinbarung
setzt die Zahl der Generalräte fest; andernfalls sind die ordentlichen Bestimmungen auf die neue Gemeinde anwendbar.
1bis Weicht die Fusionsvereinbarung von der in Artikel 27 Abs. 1 vorgesehenen Zahl der Generalräte ab, so wird der Generalrat vor dem Inkrafttreten der
Fusion gewählt.
2 Für diese Wahl bildet jede der beteiligten Gemeinden einen Wahlkreis. Die
Sitze werden nach dem Verhältnis der Einwohner unter sie verteilt, wobei
jede Gemeinde auf mindestens einen Sitz Anrecht hat.
3 Hat eine der beteiligten Gemeinden einen Generalrat und findet der Zusammenschluss im Verlauf der Legislaturperiode statt, so wird der Generalrat der
Übergangsperiode unter Vorbehalt von Absatz 1bis aus dem bestehenden Generalrat gebildet, der durch Mitglieder aus den übrigen Gemeinden ergänzt
wird. Die Zahl dieser zusätzlichen Ratsmitglieder bestimmt sich nach dem
Verhältnis zwischen der Bevölkerungszahl der Gemeinde, die einen Generalrat hat, und der Sitzzahl dieses Rates, wobei jede Gemeinde Anrecht auf mindestens einen Sitz hat.

## Art. 136a {#art_136a}

Übergangsordnung – Abweichende Bestimmungen der Fusionsvereinbarung
1 Die Zahl der Gemeinderatssitze kann, wenn es die Fusionsvereinbarung
vorsieht, von der Zahl nach Artikel 54 Abs. 1 abweichen. Sie darf jedoch weder höher sein als 11, noch darf sie die Gesamtzahl aller Gemeinderatsmitglieder der fusionierenden Gemeinden übersteigen.
2 In Abweichung von Artikel 135 Abs. 1 kann die Fusionsvereinbarung vorsehen, dass sich mehrere Gemeinden zusammenschliessen, um gemeinsam
Anrecht auf mindestens einen Sitz im Gemeinderat zu haben; diese Gemeinden bilden für die Dauer der Übergangsordnung zusammen einen Wahlkreis.
Die Fusionsvereinbarung bestimmt auch den Sitz des Wahlbüros der
Gemeinden, die einen solchen Wahlkreis bilden.
2bis Die Möglichkeit der Zusammenlegung der Kreise nach Absatz 2 dieses
Artikels besteht gegebenenfalls auch für die Vertretung der Gemeinden im
Generalrat (in Abweichung von Artikel 136 Abs. 2).
2ter In Abweichung von Artikel 135 Abs. 1 kann die Fusionsvereinbarung für
die Wahl des Gemeinderates einen einzigen Wahlkreis vorsehen und gleichzeitig jeder Gemeinde, einzeln oder in Zusammenlegung mit anderen
Gemeinden im Sinne von Absatz 2, mindestens einen Sitz garantieren. Die
Fusionsvereinbarung legt die Modalitäten für die Organisation der Wahl fest.
3 In Abweichung von Artikel 135 Abs. 1 kann die Fusionsvereinbarung vorsehen, dass eine gewählte Person oder eine Ersatzperson, die ihren Wohnsitz
von einem Wahlkreis in einen anderen innerhalb der neuen Gemeinde verlegt, ihren Sitz behalten bzw. für gewählt erklärt werden kann.
4 In Abweichung von Artikel 135 Abs. 3 kann die Fusionsvereinbarung vorsehen, dass vor dem Inkrafttreten der Fusion in jedem Wahlkreis Wahlen
durchgeführt werden müssen.

## Art. 136b {#art_136b}

Übergangsordnung – Vorgezogene Gesamterneuerungswahlen
1 Tritt ein Zusammenschluss am 1. Januar eines Jahres in Kraft, in dem eine
Gesamterneuerung der Gemeindebehörden des Kantons Freiburg stattfindet,
so werden in diesen Gemeinden die Gesamterneuerungswahlen durch vorgezogene Wahlen ersetzt, die vor dem Inkrafttreten des Zusammenschlusses
durchgeführt werden.
2 Der Staatsrat beruft die Stimmberechtigten der betreffenden Gemeinden ein.
3 Die in vorgezogenen Wahlen gewählten Gemeindebehörden treten ihr Amt
beim Inkrafttreten des Zusammenschlusses an und bleiben bis zum Ende der
betreffenden Legislaturperiode im Amt.

## Art. 136c {#art_136c}

Übergangsordnung – Verschiebung der Gesamterneuerungswahlen
1 Wird ein Zusammenschluss, der am 1. Januar eines auf eine Gesamterneuerung der Gemeindebehörden folgenden Jahres in Kraft tritt, spätestens am
30. November des Jahres vor dieser Erneuerung promulgiert, so verlängert
sich für diese Gemeinden die Legislaturperiode, und ihre gewählten Gemeindebehörden bleiben bis zum Inkrafttreten des Zusammenschlusses im Amt.
2 In diesen Gemeinden werden die Gesamterneuerungswahlen durch die
Wahl ihrer Vertreter in den Behörden der neuen Gemeinde ersetzt, die vor
dem Inkrafttreten des Zusammenschlusses stattfindet. Der Staatsrat beruft die
Stimmberechtigten der betreffenden Gemeinden ein.
3 Die gemäss Absatz 2 gewählten Gemeindebehörden treten ihr Amt beim Inkrafttreten des Zusammenschlusses an und bleiben bis zum Ende der betreffenden Legislaturperiode im Amt.

## Art. 137 {#art_137}

Übergangsordnung – Verlängerung
1 In der Fusionsvereinbarung kann die Übergangsordnung bis zum Ende der
Legislaturperiode verlängert werden, die auf diejenige folgt, während der der
Zusammenschluss in Kraft tritt.

## Art. 138 {#art_138}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Namen und Wappen
1 Die Vereinbarung bestimmt den Namen und das Wappen der neuen
Gemeinde.

## Art. 139 {#art_139}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Gemeindebürgerrecht
1 Personen mit Bürgerrecht der sich zusammenschliessenden Gemeinden erhalten das Bürgerrecht der neuen Gemeinde am Tag des Inkrafttretens des
Zusammenschlusses.
2 Sie können innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Zusammenschlusses beantragen, dass das im Personenstandsregister eingetragene
Gemeindebürgerrecht dasjenige der neuen Gemeinde ist und dahinter in
Klammern der Name der früheren Heimatgemeinde steht.
3 Das Gesuch ist gebührenpflichtig. Es ist bei dem für den Zivilstand zuständigen Amt einzureichen.

## Art. 140 {#art_140}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Vermögen
1 Die Aktiven und Passiven der sich zusammenschliessenden Gemeinden gehen auf die neue Gemeinde über.

## Art. 141 {#art_141}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Gemeindereglemente
1 Die neue Gemeinde vereinheitlicht die Reglemente der zusammengeschlossenen Gemeinden innert zwei Jahren ab Rechtskraft des Zusammenschlusses.
2 Die früheren Reglemente bleiben bis zu ihrer Vereinheitlichung in Kraft;
Absatz 4 bleibt vorbehalten.
3 Das Finanzreglement muss jedoch auf das Datum des Inkrafttretens des Zusammenschlusses vereinheitlicht werden. Wird das Reglement nicht rechtzeitig vereinheitlicht, so gilt in der Zwischenzeit das Finanzreglement der bevölkerungsmässig grössten Gemeinde.
4 In Abweichung von Absatz 2 kann die Fusionsvereinbarung spezifische Bestimmungen vorsehen. Die Anwendung der Spezialgesetzgebung gemäss den
Gemeindebaureglementen bleibt jedoch vorbehalten.

## Art. 142 {#art_142}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Zuordnung zum Verwaltungsbezirk
1 Die Fusionsvereinbarung bestimmt die Bezirkszugehörigkeit der neuen
Gemeinde; sie muss vom Grossen Rat genehmigt werden.

## Art. 142a {#art_142a}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Vereinbarte Verpflichtungen
a) Grundsatz und Geltungsdauer
1 Die Fusionsvereinbarung kann Bestimmungen vorsehen, die der neuen
Gemeinde Verpflichtungen überbinden.
2 Die Geltungsdauer dieser Bestimmungen wird in der Vereinbarung unter
Berücksichtigung der zukünftigen Bedürfnisse und Entwicklungen festgelegt.
Sie darf zwanzig Jahre nicht überschreiten.
3 Absatz 2 gilt nicht für Steuern oder andere öffentliche Abgaben.

## Art. 142b {#art_142b}

Wirkungen des Zusammenschlusses – Vereinbarte Verpflichtungen
b) Aufhebung
1 Die Gemeindeversammlung oder der Generalrat der neuen Gemeinde kann
beschliessen, eine Verpflichtung der Fusionsvereinbarung frühestens 3 Jahre,
nachdem diese abgeschlossen wurde, aufzuheben.
2 Unter Vorbehalt von Absatz 3 wird der Aufhebungsbeschluss mit Dreiviertelmehrheit der gültigen Stimmen gefasst. Im Übrigen sind die Bestimmungen über die Abstimmungen (Art. 18 und 51bis GG) anwendbar.
3 Der Entscheid, eine Verpflichtung im Zusammenhang mit Steuern oder
anderen öffentlichen Abgaben aufzuheben, wird mit der Mehrheit der gültigen Stimmen gefasst.
4 Der Entscheid des Generalrats über die Aufhebung einer vereinbarten Verpflichtung untersteht nicht dem fakultativen Referendum.
5 Die Aufhebung einer Verpflichtung bedarf keiner Genehmigung. Die
Gemeinde übermittelt den neuen Wortlaut der Vereinbarung dem Amt und
der Oberamtsperson.
8 Oberaufsicht über die Gemeinden und weitere gemeinderechtliche
Körperschaften
8.1 Allgemeine Bestimmungen

## Art. 143 {#art_143}

Allgemeines
1 Die Gemeinden und die übrigen gemeinderechtlichen Körperschaften stehen
unter der Oberaufsicht des Staates, die durch den Staatsrat, durch die für die
Gemeinden zuständige Direktion, durch die Oberamtmänner, durch das Amt
für Gemeinden und durch die in der Spezialgesetzgebung bezeichneten Behörden ausgeübt wird.

## Art. 144 {#art_144}

Behörden – Staatsrat
1 Der Staatsrat ist die oberste Aufsichtsbehörde.
2 Er übt die ihm vom Gesetz übertragenen Befugnisse aus.
3 Er sorgt für die Koordination der Tätigkeiten der kantonalen Verwaltung in
Gemeindeangelegenheiten.
4 …

## Art. 145 {#art_145}

Behörden – Direktion und Amt
1 Die für die Gemeinden zuständige Direktion 4) erfüllt alle Aufgaben, die das
Gesetz nicht ausdrücklich einer anderen Behörde zuweist.
2 Das Amt für Gemeinden erfüllt die ihm von der Gesetzgebung oder der Direktion übertragenen Aufgaben. Die Finanzaufsicht wird durch die Gesetzgebung über den Finanzhaushalt der Gemeinden definiert.

## Art. 146 {#art_146}

Behörden – Oberamtmann
1 Der Oberamtmann ist für die allgemeine Aufsicht über die Gemeinden und
Gemeindeverbände zuständig.
2 Der Oberamtmann wacht darüber, dass die Gemeinden und die Gemeindeverbände seines Bezirks gut verwaltet werden. Er berät und unterstützt sie. Er
sorgt für ein speditives Vorgehen.
3 Er inspiziert mindestens einmal während der Legislaturperiode die Verwaltung jeder Gemeinde und unterrichtet die für die Gemeinden zuständige Direktion über seine Feststellungen.
4 Er kontrolliert den ordnungsgemässen Betrieb der Gemeindeverbände. Hat
er im betreffenden Gemeindeverband eine Funktion inne, so wird die Aufsicht von einem anderen, vom Staatsrat bezeichneten Oberamtmann ausgeübt.
5 Er hat die Befugnis, den Sitzungen der Organe einer Gemeinde oder eines
Gemeindeverbands mit beratender Stimme beizuwohnen.
6 Er wird von jeder Verfügung, die die kantonale Behörde gegenüber einer
Gemeinde oder einem Gemeindeverband seines Bezirkes getroffen hat, in
Kenntnis gesetzt. Er gibt, wenn er darum ersucht wird, der kantonalen Behörde seine Stellungnahme ab.

## Art. 147 {#art_147}

Überprüfungs- und Genehmigungsbefugnis – Auskunftspflicht
1 Die Gemeinden und Gemeindeverbände sind verpflichtet, der Aufsichtsbehörde die zur Erfüllung ihrer Aufgabe erforderlichen Auskünfte und Akten zu
liefern.
2 Die verwaltungsrechtlichen Verträge über die Übertragung obligatorischer
Gemeindeaufgaben werden dem Oberamtmann übermittelt.

## Art. 148 {#art_148}

Überprüfungs- und Genehmigungsbefugnis – Gegenstand
1 …
4) Heute: Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft.
2 Die allgemein verbindlichen Gemeindereglemente werden nach Stellungnahme des Amtes für Gemeinden der Direktion zur Genehmigung unterbreitet, der sie ihrem Gegenstand nach zugehören.
3 Diese Reglemente können nicht vor ihrer Genehmigung in Kraft treten.

## Art. 149 {#art_149}

Überprüfungs- und Genehmigungsbefugnis – Umfang
1 In der Ausübung ihrer Aufsicht überprüft die Behörde die Tätigkeit der
Gemeinde oder des Gemeindeverbands nur auf ihre Gesetzmässigkeit hin.
2 Die Prüfungsbefugnis der Aufsichtsbehörde erstreckt sich jedoch auch auf
die Angemessenheit, wenn:
a) das Allgemeininteresse des Kantons oder schutzwürdige Interessen
anderer Gemeinden oder Gemeindeverbände unmittelbar berührt werden;
b) die ordnungsgemässe Verwaltung der Gemeinde oder des Gemeindeverbandes schwer gefährdet ist.
8.2 Massnahmen bei Unregelmässigkeiten

## Art. 150 {#art_150}

Pflichten der Gemeinde und des Gemeindeverbands – Im Allgemeinen
1 Stellt das zuständige Organ in der Gemeinde oder im Gemeindeverband Unregelmässigkeiten fest, so klärt es deren Ursachen ab und ordnet die notwendigen Massnahmen an.
2 Zuständiges Organ ist:
a) der Ammann, wenn die Unregelmässigkeiten die Verwaltung der
Gemeinde oder die Arbeitsweise des Gemeinderats oder einer Kommission betreffen;
b) der Präsident des Generalrats, wenn die Unregelmässigkeiten die
Arbeitsweise des Generalrats oder einer seiner Kommissionen betreffen;
c) der Präsident des Vorstands, wenn die Unregelmässigkeiten einen
Gemeindeverband betreffen.
3 Ist der Ammann, der Präsident des Generalrats oder der Präsident des Vorstands direkt von den Unregelmässigkeiten betroffen, so werden die ihm
übertragenen Befugnisse durch den Gemeinderat, bzw. den Generalrat oder
den Vorstand wahrgenommen.

## Art. 150a {#art_150a}

Pflichten der Gemeinde und des Gemeindeverbands – Massnahmen
1 Der Ammann kann in seinem Zuständigkeitsbereich namentlich:
a) eine Administrativuntersuchung anordnen;
b) einem Gemeinderatsmitglied nach vorheriger Anhörung für die Dauer
der Administrativuntersuchung ein Geschäft oder sein Ressort ganz
oder teilweise entziehen und ein anderes Mitglied des Gemeinderats damit betrauen;
c) das Eingreifen der Aufsichtsbehörde verlangen.
2 Der Präsident des Generalrats und der Präsident des Vorstands können in ihrem Zuständigkeitsbereich:
a) eine Administrativuntersuchung anordnen;
b) das Eingreifen der Aufsichtsbehörde verlangen.

## Art. 150b {#art_150b}

Pflichten der Gemeinde und des Gemeindeverbands – Information
1 Die Gemeinde oder der Gemeindeverband informiert den Oberamtmann
über:
a) die Eröffnung einer Untersuchung;
b) den Abschluss einer Untersuchung;
c) die getroffenen Massnahmen.

## Art. 151 {#art_151}

Eingreifen des Oberamtmanns – Im Allgemeinen
1 Missachtet eine Gemeinde gesetzliche Vorschriften, beeinträchtigt sie überwiegende Interessen anderer Gemeinden oder des Kantons oder ist ihre ordnungsgemässe Verwaltung schwer gefährdet, so fordert der Oberamtmann
die Gemeinde so bald wie möglich, spätestens jedoch innert dreissig Tagen
nach Bekanntwerden des Zustands auf, diesem Zustand abzuhelfen.
2 Kommt die Gemeinde der Aufforderung nicht nach, so kann der Oberamtmann nach Anhören des Gemeinderates an Stelle der Gemeinde handeln und
in schwerwiegenden Fällen Gemeindebeschlüsse aufheben.

## Art. 151a {#art_151a}

Eingreifen des Oberamtmanns – Eröffnung der Untersuchung
1 Der Oberamtmann kann auf Anzeige hin oder von Amtes wegen eine Untersuchung gegen den Gemeinderat oder eines seiner Mitglieder eröffnen:
a) wenn eine Gemeinde gesetzliche Vorschriften missachtet, überwiegende Interessen anderer Gemeinden oder des Kantons beeinträchtigt oder
wenn ihre ordnungsgemässe Verwaltung schwer gefährdet ist und
b) wenn die Gemeinde die Vorschriften von Artikel 150 nicht befolgt.

## Art. 151b {#art_151b}

Eingreifen des Oberamtmanns – Untersuchungsverfahren
1 Das Untersuchungsverfahren wird im Ausführungsreglement festgelegt.

## Art. 151c {#art_151c}

Eingreifen des Oberamtmanns – Massnahmen des Oberamtmanns
1 In dringenden Fällen trifft der Oberamtmann vorsorgliche Massnahmen, die
die Führung der Gemeindegeschäfte oder die Verwaltung des Gemeindeverbandes gewährleisten.
2 Nach Abschluss der Untersuchung kann der Oberamtmann ausserdem:
a) eine Verwarnung aussprechen;
b) die Akten an die Staatsanwaltschaft weiterleiten;
c) Massnahmen zur Reorganisation des Gemeinderates oder andere Massnahmen zur Wiederherstellung des einwandfreien Ratsbetriebs oder des
guten Funktionierens der Gemeindeverwaltung treffen;
d) die Akten an den Staatsrat weiterleiten, wenn eine der vorgesehenen
Massnahmen in den Zuständigkeitsbereich dieser Behörde fällt;
e) die Kosten für das Eingreifen der Aufsichtsbehörde festlegen.

## Art. 151d {#art_151d}

Eingreifen des Oberamtmanns – Massnahmen des Amts und der
Direktion
1 In seinem Zuständigkeitsbereich kann das Amt für Gemeinden die gleichen
Massnahmen treffen, wie sie dem Oberamtmann in Artikel 151 Abs. 1 übertragen werden. Es kann der für die Gemeinden zuständigen Direktion andere
in den Artikeln 151 Abs. 2–151c vorgesehene Massnahmen vorschlagen.
2 Die für die Gemeinden zuständige Direktion kann die gleichen Massnahmen
treffen, wie sie der Oberamtmann gemäss den Artikeln 151 Abs. 2–151c ergreifen kann.

## Art. 151e {#art_151e}

Eingreifen des Oberamtmanns – Massnahmen des Staatsrats
1 Zusätzlich zu den Massnahmen, die in den Zuständigkeitsbereich des Oberamtmanns fallen, kann der Staatsrat nach Abschluss der Untersuchung gegenüber einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband die folgenden Massnahmen treffen:
a) Er kann ein Mitglied des Gemeinderates oder des Vorstands des Amtes
entheben, wenn wiederholte Pflichtverletzung oder schwere oder wiederholte Mängel in der Führung der ihm übertragenen Geschäfte festgestellt werden.
b) Er überträgt die Führung der Gemeindegeschäfte oder die Verwaltung
des Gemeindeverbands einer aus mindestens drei Mitgliedern zusammengesetzten Verwaltungskommission, wenn das betreffende Gemeinwesen sich weigert oder unfähig ist, den Anordnungen des Oberamtmanns Folge zu leisten oder nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben
zu erfüllen. Er ernennt die Mitglieder der Kommission und bezeichnet
ihren Präsidenten. Die Kommission besitzt die Befugnisse des Gemeinderates sowie der Gemeindeversammlung oder des Generalrates. Ihre
Verfügungen können nach Artikel 153, der sinngemäss anwendbar ist,
angefochten werden. Ist der Grund für ihre Einführung weggefallen, so
wird die Zwangsverwaltung aufgehoben. Anschliessend werden Neuwahlen durchgeführt.

## Art. 151f {#art_151f}

Eingreifen des Oberamtmanns – Kosten
1 Die Kosten für das Einschreiten der Aufsichtsbehörde werden der Gemeinde auferlegt.

## Art. 152 {#art_152}

…
9 Rechtsmittel

## Art. 153 {#art_153}

Gemeindeverfügungen – Privatbeschwerde
1 Jede vom Gemeinderat gegenüber einem Privaten oder einem Mitglied des
Gemeindepersonals getroffene Verfügung kann innert dreissig Tagen durch
Beschwerde an den Oberamtmann angefochten werden.
2 Wenn eine solche Verfügung von einem dem Gemeinderat untergeordneten
Organ oder von einem Rechtsträger einer Delegation öffentlicher Gemeindeaufgaben ausgeht, kann der Betroffene innert dreissig Tagen beim Gemeinderat Einsprache erheben.
3 Sieht ein Gemeindereglement es vor, so ist gegen eine Verfügung des
Gemeinderates innert dreissig Tagen vorgängig beim Gemeinderat selbst Einsprache zu erheben.

## Art. 153a {#art_153a}

Gemeindeverfügungen – Beschwerde eines Gemeinderatsmitglieds
1 Gegen den Entscheid des Ammanns, einem Gemeinderatsmitglied ein Geschäft oder sein Ressort ganz oder teilweise zu entziehen, kann der Betroffene beim Oberamtmann innert 30 Tagen Beschwerde einreichen.

## Art. 154 {#art_154}

Gemeindeverfügungen – Bürgerbeschwerde
1 Jeder Beschluss der Gemeindeversammlung, des Generalrates oder deren
Büros kann innert dreissig Tagen, durch Beschwerde an den Oberamtmann
angefochten werden.
2 Die Beschwerdebefugnis steht den Mitgliedern der Gemeindeversammlung
oder des Generalrates sowie dem Gemeinderat zu.

## Art. 155 {#art_155}

Gemeindeverfügungen – Entscheid des Oberamtmannes
1 Der Oberamtmann entscheidet innert sechzig Tagen nach Einreichung der
Beschwerde.
2 Sein Entscheid ist durch Beschwerde gemäss dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege anfechtbar. Diese Beschwerde kann auch vom Gemeinderat erhoben werden.

## Art. 156 {#art_156}

Gemeindeverfügungen – Verfahren
1 Das Beschwerdeverfahren wird durch das Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege geregelt.
2 Die Anfechtung wegen Unangemessenheit ist jedoch unzulässig, ausser
wenn eine besondere Bestimmung diesen Beschwerdegrund vorsieht.

## Art. 157 {#art_157}

Verwaltungsstreitigkeiten
1 Kompetenzkonflikte zwischen Organen einer Gemeinde sowie Verwaltungsstreitigkeiten zwischen einer Gemeinde und einer anderen Gemeinde
oder einem Gemeindeverband werden vom Oberamtmann entschieden.
2 Gehören die Parteien nicht demselben Bezirk an, so entscheidet ein Stellvertreter, den der Staatsrat unter den Oberamtmännern der übrigen Bezirke bezeichnet.
3 Gegen solche Entscheide ist die Beschwerde an das Kantonsgericht zulässig.

## Art. 158 {#art_158}

Entscheide der Aufsichtsbehörden
1 Entscheide, die vom Staatsrat, von der für die Gemeinden zuständigen Direktion, von den Oberamtmännern, vom Amt für Gemeinden oder von den in
der Spezialgesetzgebung bezeichneten Behörden in Ausübung ihrer Aufsicht
getroffen werden, können von der Gemeinde, respektive dem seines Amtes
enthobenen Mitglied des Gemeinderates oder des Vorstands gemäss dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege angefochten werden.

## Art. 159 {#art_159}

Spezialgesetzgebung
1 Die in anderen Gesetzen vorgesehenen Rechtsmittel bleiben vorbehalten.
10 Übergangsrecht
Art. 160 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
Art. 161 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
Art. 162 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
Art. 163 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)

## Art. 165 Art. 164 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht) {#art_165}

…
Art. 166 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
Art. 167 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
Art. 168 ... (gegenstandslos gewordenes Übergangsrecht)
11 Schlussbestimmungen

## Art. 169 {#art_169}

Änderung des Gesetzes über die Ausübung der bürgerlichen
Rechte
1 Das Gesetz vom 18. Februar 1976 über die Ausübung der bürgerlichen
Rechte wird wie folgt geändert:

## Art. 170 {#art_170}

Änderung des Gesetzes über die Gemeinde- und Pfarreisteuern
1 Das Gesetz vom 10. Mai 1963 über die Gemeinde- und Pfarreisteuern wird
wie folgt geändert:

## Art. 171 {#art_171}

Änderung des Gesetzes über das Primarschulwesen
1 Das Gesetz vom 17. Mai 1884 über das Primarschulwesen wird wie folgt
geändert:

## Art. 172 {#art_172}

Änderung des Gesetzes über das Einbürgerungswesen
1 Das Gesetz vom 21. Mai 1890 über das Einbürgerungswesen sowie die Verzichtleistung auf das Freiburger Bürgerrecht wird wie folgt geändert:

## Art. 173 {#art_173}

Änderung des Gesetzes über die Handelspolizei
1 Das Gesetz vom 29. November 1900 über die Handelspolizei wird wie folgt
geändert:

## Art. 174 {#art_174}

Änderung des Sanitätsgesetzes
1 Das Sanitätsgesetz vom 6. Mai 1943 wird wie folgt geändert:

## Art. 175 {#art_175}

Änderung des Forstgesetzbuches
1 Das Forstgesetzbuch des Kantons Freiburg vom 5. Mai 1954 wird wie folgt
geändert:

## Art. 176 {#art_176}

Änderung des Gesetzes über die Krankenanstalten
1 Das Gesetz vom 11. Mai 1955 über die Krankenanstalten wird wie folgt geändert:

## Art. 177 {#art_177}

Änderung des Ausführungsgesetzes betreffend den Strassenverkehr
1 Das Ausführungsgesetz vom 25. Februar 1960 zum Bundesgesetz über den
Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 wird wie folgt geändert:

## Art. 178 {#art_178}

Änderung des Baugesetzes
1 Das Baugesetz vom 15. Mai 1962 wird wie folgt geändert:

## Art. 179 {#art_179}

Änderung des Gesetzes betreffend die Feuerpolizei
1 Das Gesetz vom 12. November 1964 betreffend die Feuerpolizei und den
Schutz gegen Elementarschäden wird wie folgt geändert:

## Art. 180 {#art_180}

Änderung des Ausführungsgesetzes zum Arbeitsgesetz
1 Das Ausführungsgesetz vom 8. Februar 1966 zum Bundesgesetz über die
Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel vom 13. März 1964 wird wie folgt
geändert:

## Art. 181 {#art_181}

Änderung des Strassengesetzes
1 Das Strassengesetz vom 15. Dezember 1967 wird wie folgt geändert:

## Art. 182 {#art_182}

Änderung des Ausführungsgesetzes betreffend den Gewässerschutz
1 Das Ausführungsgesetz vom 22. Mai 1974 zum Bundesgesetz vom 8. Oktober 1971 über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung wird wie folgt
geändert:

## Art. 183 {#art_183}

Aufhebung
1 Das Gesetz vom 19. Mai 1894 über die Gemeinden und Pfarreien wird aufgehoben.
2 Ferner werden aufgehoben:
a) die Gesetze vom 7. Mai 1864 und vom 26. Mai 1879 über die Gemeinden und Pfarreien;
b) das Gesetz vom 1. Dezember 1874 betreffend Errichtung einer Stelle
für einen Rechnungsverifikator bei der Direktion des Innern;
c) das Gesetz vom 25. November 1879 betreffend Errichtung eines Aushilfepostens für das Büro des mit der Untersuchung der Gemeinde- und
Pfarreirechnungen betrauten Sekretär-Revisors;
d) das Gesetz vom 3. Dezember 1947 zur Abänderung des Gesetzes vom
19. Mai 1894 über die Gemeinden und Pfarreien (Art. 133);
e) das Gesetz vom 23. Mai 1957 betreffend Abänderung des Artikels 133
des Gesetzes über die Gemeinden und Pfarreien;
f) das Gesetz vom 14. Februar 1961 betreffend Änderung von Artikel 117
des Gesetzes vom 19. Mai 1894 über die Gemeinden und Pfarreien;
g) das Gesetz vom 21. Februar 1962 betreffend Änderung von Artikel 129
des Gesetzes vom 19. Mai 1894 über die Gemeinden und Pfarreien;
h) das Gesetz vom 7. Mai 1963 zur Ergänzung des Gesetzes über die
Gemeinden und Pfarreien vom 19. Mai 1894 (Zweckverbände);
i) das Gesetz vom 26. November 1963 betreffend Revision der Artikel 73,
74, 114 Abs. 2 und 176 des Gesetzes vom 19. Mai 1894 über die
Gemeinden und Pfarreien;
j) das Gesetz vom 25. November 1969 zur Ergänzung des Gesetzes über
die Gemeinden und Pfarreien vom 19. Mai 1894 (freiwillige Übergangsordnung bei Zusammenschluss von Gemeinden);
k) das Gesetz vom 6. Februar 1970 zu demjenigen vom 25. November
1969 zur Ergänzung des Gesetzes über die Gemeinden und Pfarreien
vom 19. Mai 1894;
l) Artikel 4 Absatz 2, 2. Satz, und Absatz 3 des Gesetzes vom 6. März
1919 über die Krankenversicherung;
m) Artikel 44 Ziff. 5 der Strafprozessordnung vom 11. Mai 1927;
n) Artikel 236 des Gesetzes vom 18. Februar 1976 über die Ausübung der
bürgerlichen Rechte;
o) das Gesetz vom 16. Mai 1978 betreffend die Änderung des Gesetzes
vom 19. Mai 1894 über die Gemeinden und Pfarreien.
3 Wird in einem Erlass auf Bestimmungen verwiesen, die in Absatz 1 und 2
aufgehoben werden, so finden die Bestimmungen des vorliegenden Gesetzes
Anwendung.

## Art. 184 {#art_184}

Ausführung
1 Der Staatsrat ist mit dem Vollzug dieses Gesetzes beauftragt.
2 Er setzt das Datum seines Inkrafttretens fest. 5)
Genehmigung
Dieses Gesetz ist durch Bundesratsbeschluss vom 07.05.1981 genehmigt
worden.
5) Datum des Inkrafttretens: 1. Januar 1982 (StRB 23.06.1981).
Änderungstabelle – Nach Beschlussdatum
25.09.1980 Erlass Grunderlass 01.01.1982 BL/AGS 1980 f 163 / d 165
21.09.1982 Art. 101 geändert 01.07.1983 BL/AGS 1982 f 135 / d 138
28.09.1984 Art. 10 geändert 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
28.09.1984 Art. 52 geändert 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
28.09.1984 Art. 60 geändert 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
28.09.1984 Art. 121 geändert 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
16.09.1986 Art. 102 geändert 01.01.1987 BL/AGS 1986 f 252 / d 258
24.02.1987 Art. 101 aufgehoben 01.07.1987 BL/AGS 1987 f 62 / d 63
02.02.1988 Art. 3 geändert 01.01.1989 BL/AGS 1988 f 38 / d 39
02.02.1988 Art. 10 geändert 01.01.1989 BL/AGS 1988 f 38 / d 39
22.09.1989 Art. 7b eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 9bis eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 10 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 12 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 14 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 15bis eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 16 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 17 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 18 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 19 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 20 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 22 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 23 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 25 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 26 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 28 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 30 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 31 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 32 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 33 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 34 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 36 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 37 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 38 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 39 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 41 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 42 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 43 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 45 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 46 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 47 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 48 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 49 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 50 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 51 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 51bis eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 51ter eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 52 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 53 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 55 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 58 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 60 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 64 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 68 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 73 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 74 aufgehoben 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 76 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 78 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 83b eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 83c eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 84 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 87 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 88 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 89 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 90 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 91 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 92 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 93 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 94 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 95 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 95bis eingefügt 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
22.09.1989 Art. 96 geändert 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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17.03.2015 Art. 3 geändert 01.01.2016 2015_029
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15.12.2015 Art. 139 geändert 01.01.2017 2015_145
13.05.2016 Art. 82a eingefügt 01.07.2016 2016_076
03.11.2016 Art. 52 geändert 01.01.2017 2016_143
03.11.2016 Art. 123d geändert 01.01.2017 2016_143
14.12.2017 Art. 10 geändert 01.01.2018 2017_118
22.03.2018 Art. 11 Abs. 1 geändert 01.01.2021 2018_021
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22.03.2018 Art. 51ter Abs. 1, a) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 52 Abs. 1, a) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 55 Abs. 2 geändert 01.01.2021 2018_021
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22.03.2018 Art. 98e aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 98f aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 108 Abs. 1 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 111 Abs. 1, hbis) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 116 Abs. 2, b) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 116 Abs. 2, c) aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 116 Abs. 2, d) aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 116 Abs. 2, g) aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 119 Abs. 3bis eingefügt 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 119 Abs. 5 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123 aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123a Abs. 1, a) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123a Abs. 1, b) aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123d Abs. 1, a) geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123d Abs. 1, b) aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 123e Abs. 1 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 124 aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 125 aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 126 Abs. 1 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 141 Abs. 3 eingefügt 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Abschnitt 8 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 143 Abs. 1 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 145 Abs. 2 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 148 Abs. 1 aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 148 Abs. 3 geändert 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 165 aufgehoben 01.01.2021 2018_021
22.03.2018 Art. 10 aufgehoben 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 10a eingefügt 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 80 aufgehoben 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 80a eingefügt 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 105 aufgehoben 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 105a eingefügt 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 106 aufgehoben 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 106a eingefügt 01.01.2020 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 122 aufgehoben 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 122a eingefügt 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
22.03.2018 Art. 123a Abs. 2 geändert 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
12.09.2018 Art. 10 Abs. 1, s) eingefügt 01.01.2019 2018_074
12.09.2018 Art. 28 Abs. 2 geändert 01.01.2019 2018_074
12.09.2018 Art. 55 Abs. 2 geändert 01.01.2019 2018_074
22.03.2020 Art. 52 Abs. 1, b) geändert 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
25.06.2020 Art. 135 Abs. 1 geändert 01.07.2020 2020_086
25.06.2020 Art. 136a Abs. 2ter eingefügt 01.07.2020 2020_086
25.06.2020 Art. 141 Abs. 2 geändert 01.07.2020 2020_086
25.06.2020 Art. 141 Abs. 4 eingefügt 01.07.2020 2020_086
21.08.2020 Art. 107 Abs. 2bis aufgehoben 01.01.2021 2020_098
21.08.2020 Art. 107bis Abs. 1 geändert 01.01.2021 2020_098
20.05.2021 Art. 60 Abs. 3, h) geändert 01.09.2021 2021_053
06.10.2021 Art. 85a eingefügt 01.01.2022 2021_120
06.10.2021 Art. 86 Abs. 1a eingefügt 01.01.2022 2021_120
12.10.2023 Art. 102a eingefügt 01.01.2024 2023_087
12.10.2023 Art. 126 Abs. 1 geändert 01.01.2024 2023_087
Änderungstabelle – Nach Artikel
Erlass Grunderlass 25.09.1980 01.01.1982 BL/AGS 1980 f 163 / d 165
Ingress geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 3 geändert 02.02.1988 01.01.1989 BL/AGS 1988 f 38 / d 39
Art. 3 geändert 07.11.2003 01.02.2004 2003_161
Art. 3 geändert 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 5 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 5 geändert 06.10.2011 01.07.2012 2011_102
Art. 5a eingefügt 06.10.2011 01.07.2012 2011_102
Art. 5b eingefügt 06.10.2011 01.07.2012 2011_102
Art. 7 geändert 07.11.2003 01.02.2004 2003_161
Art. 7 geändert 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 7a eingefügt 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 7b eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 7b geändert 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 9bis eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 9bis geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 10 geändert 28.09.1984 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
Art. 10 geändert 02.02.1988 01.01.1989 BL/AGS 1988 f 38 / d 39
Art. 10 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 10 geändert 23.11.1989 01.07.1990 BL/AGS 1989 f 423 / d 429
Art. 10 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 10 geändert 15.11.1996 01.07.1997 BL/AGS 1996 f 666 / d 675
Art. 10 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 10 geändert 07.11.2003 01.02.2004 2003_161
Art. 10 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 10 geändert 09.05.2007 01.07.2008 2007_055
Art. 10 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 10 geändert 09.12.2010 01.01.2012 2010_150
Art. 10 geändert 14.12.2017 01.01.2018 2017_118
Art. 10 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 10 Abs. 1, s) eingefügt 12.09.2018 01.01.2019 2018_074
Art. 10a eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 11 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 11 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 12 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 12 geändert 06.06.2000 01.01.2001 BL/AGS 2000 f 267 / d 259
Art. 12 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 12 Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 14 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 15 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 15bis eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 15bis geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 15bis geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 15bis Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 16 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 17 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 18 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 19 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 19 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 19 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 20 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 20 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 22 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 22 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 23 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 25 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 26 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 26 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 26 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 26 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 26 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 27 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 27 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 27 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 28 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 28 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 28 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 28 geändert 12.11.2010 01.01.2011 2010_118
Art. 28 Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 28 Abs. 2 geändert 12.09.2018 01.01.2019 2018_074
Art. 29 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 29 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 29a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 30 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 31 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 32 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 32 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 33 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 33 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 33 geändert 19.11.2015 01.07.2016 2015_117
Art. 34 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 34 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 36 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 36 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 36 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 37 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 37 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 37 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 38 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 38 geändert 06.06.2000 01.01.2001 BL/AGS 2000 f 267 / d 259
Art. 38 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 38 Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 39 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 41 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 42 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 43 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 45 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 45 geändert 19.11.2015 01.07.2016 2015_117
Art. 45a eingefügt 19.11.2015 01.07.2016 2015_117
Art. 46 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 46 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 46 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 47 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 48 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 49 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 50 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 51 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 51bis eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 51bis geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 51bis geändert 19.11.2015 01.07.2016 2015_117
Art. 51ter eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 51ter geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 51ter geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 51ter geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 51ter geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 51ter Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 51ter Abs. 1, a) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 52 geändert 28.09.1984 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
Art. 52 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 52 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 52 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 52 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 52 geändert 03.11.2016 01.01.2017 2016_143
Art. 52 Abs. 1, a) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 52 Abs. 1, b) geändert 22.03.2020 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 53 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 53 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 53 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 53 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 54 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 54 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 54 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 55 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 55 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 55 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 55 geändert 26.06.2006 01.01.2007 2006_058
Art. 55 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 55 geändert 12.11.2010 01.01.2011 2010_118
Art. 55 Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 55 Abs. 2 geändert 12.09.2018 01.01.2019 2018_074
Art. 56 geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 56 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 57 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 57 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 57a eingefügt 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 58 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 58 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 58 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 58a eingefügt 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 60 geändert 28.09.1984 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
Art. 60 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 60 geändert 15.11.1996 01.07.1997 BL/AGS 1996 f 666 / d 675
Art. 60 geändert 14.09.2004 01.01.2004 2004_096
Art. 60 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
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Art. 60 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 60 geändert 07.12.2010 01.01.2012 2010_149
Art. 60 geändert 10.09.2015 01.01.2016 2015_088
Art. 60 Abs. 3, d) aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 60 Abs. 3, h) geändert 20.05.2021 01.09.2021 2021_053
Art. 61 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 61 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 61a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 62 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 64 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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Art. 73 geändert 11.12.2002 01.01.2003 2002_149
Art. 73 geändert 26.06.2006 01.01.2007 2006_058
Art. 74 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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Art. 75bis eingefügt 25.11.1994 01.07.1995 BL/AGS 1994 f 599 / d 604
Art. 76 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 76 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 76 geändert 11.12.2002 01.01.2003 2002_149
Art. 76 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 77 geändert 11.12.2002 01.01.2003 2002_149
Art. 77 Titel geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 77 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 77 Abs. 3 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 78 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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Art. 80 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 80a eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 81 geändert 11.12.2002 01.01.2003 2002_149
Art. 82a eingefügt 13.05.2016 01.07.2016 2016_076
Art. 83a eingefügt 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 83b eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 83b geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 83b geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 83c eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 83c geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 84 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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Art. 84bis eingefügt 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 84bis geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
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Art. 85a eingefügt 06.10.2021 01.01.2022 2021_120
Art. 86 geändert 18.09.1997 01.12.1998 BL/AGS 1997 f 376 / d 383
Art. 86 geändert 06.10.2006 01.01.2007 2006_120
Art. 86 geändert 31.05.2010 01.01.2011 2010_066
Art. 86 Abs. 1a eingefügt 06.10.2021 01.01.2022 2021_120
Art. 86a eingefügt 06.10.2006 01.01.2007 2006_120
Art. 86b eingefügt 06.10.2006 01.01.2007 2006_120
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Art. 86d eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
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Art. 98e aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
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Art. 98f aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
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Art. 101 geändert 21.09.1982 01.07.1983 BL/AGS 1982 f 135 / d 138
Art. 101 aufgehoben 24.02.1987 01.07.1987 BL/AGS 1987 f 62 / d 63
Art. 102 geändert 16.09.1986 01.01.1987 BL/AGS 1986 f 252 / d 258
Art. 102 aufgehoben 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 102a eingefügt 12.10.2023 01.01.2024 2023_087
Art. 103 geändert 10.09.2015 01.01.2016 2015_088
Art. 103bis eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
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Art. 103bis geändert 10.09.2015 01.01.2016 2015_088
Art. 104 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 104 geändert 15.12.2015 01.01.2017 2015_145
Art. 104bis eingefügt 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 105 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 105 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 105a eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 106 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 106 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 106 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 106a eingefügt 22.03.2018 01.01.2020 2018_021 + 2020_153
Art. 107 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 107 geändert 19.09.1995 01.01.1997 BL/AGS 1995 f 412 / d 415
Art. 107 Abs. 2bis aufgehoben 21.08.2020 01.01.2021 2020_098
Art. 107bis eingefügt 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 107bis geändert 19.09.1995 01.01.1997 BL/AGS 1995 f 412 / d 415
Art. 107bis Abs. 1 geändert 21.08.2020 01.01.2021 2020_098
Art. 108 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 108 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 108 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 108 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 109 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 109 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 109bis eingefügt 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 110 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 111 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 111 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 111 Abs. 1, hbis) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 112 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 113 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 113 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 113 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 114 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 114 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 115 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 115 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 115 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 115 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 115 geändert 14.11.2013 01.01.2014 2013_110
Art. 116 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 116 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
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Art. 116 Abs. 2, b) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 116 Abs. 2, c) aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
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Art. 116 Abs. 2, g) aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 117 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 117 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 117 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 117 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 117 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 117 geändert 19.11.2015 01.07.2016 2015_117
Art. 118 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 118 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 119 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 119 Abs. 3bis eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 119 Abs. 5 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 120 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 120 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 121 geändert 28.09.1984 01.02.1985 BL/AGS 1984 f 257 / d 263
Art. 122 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 122 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 122 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 122a eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 123 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123a eingefügt 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 123a geändert 06.04.2001 01.08.2001 BL/AGS 2001 f 138 / d 141
Art. 123a geändert 11.12.2002 01.01.2003 2002_149
Art. 123a geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 123a geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 123a Abs. 1, a) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123a Abs. 1, b) aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123a Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021 + 2020_153
Art. 123b eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 123c eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 123d eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
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Art. 123d Abs. 1, a) geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123d Abs. 1, b) aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123e eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 123e Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 123f eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
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Art. 124 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 124 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 124 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 125 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 125 geändert 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 125 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 125a eingefügt 09.09.2009 01.01.2011 2009_096
Art. 126 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 126 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 126 geändert 11.02.1998 01.07.1998 BL/AGS 1998 f 76 / d 78
Art. 126 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 126 Abs. 1 geändert 12.10.2023 01.01.2024 2023_087
Art. 127 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 128 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 130 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 130 aufgehoben 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 131 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 131 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 131 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 132 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 133a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134b eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134c eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134d eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 134d geändert 09.10.2008 01.01.2009 2008_118
Art. 134d geändert 09.12.2010 01.01.2012 2010_150
Art. 135 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 135 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 135 geändert 20.11.2014 01.01.2015 2014_087
Art. 135 Abs. 1 geändert 25.06.2020 01.07.2020 2020_086
Art. 135a eingefügt 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 136 geändert 27.09.1999 01.01.2000 BL/AGS 1999 f 326 / d 331
Art. 136 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 136a eingefügt 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 136a geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 136a Abs. 2ter eingefügt 25.06.2020 01.07.2020 2020_086
Art. 136b eingefügt 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 136b geändert 20.11.2014 01.01.2015 2014_087
Art. 136c eingefügt 20.11.2014 01.01.2015 2014_087
Art. 137 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 137 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 138 geändert 07.11.2003 01.02.2004 2003_161
Art. 138 geändert 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 139 geändert 15.12.2015 01.01.2017 2015_145
Art. 141 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 141 Abs. 2 geändert 25.06.2020 01.07.2020 2020_086
Art. 141 Abs. 3 eingefügt 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 141 Abs. 4 eingefügt 25.06.2020 01.07.2020 2020_086
Art. 142 geändert 17.03.2015 01.01.2016 2015_029
Art. 142a eingefügt 09.12.2010 01.01.2012 2010_150
Art. 142b eingefügt 09.12.2010 01.01.2012 2010_150
Abschnitt 8 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Abschnitt 8 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Abschnitt 8.1 eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 143 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 143 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 143 Abs. 1 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 144 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 144 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 145 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 145 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 145 Abs. 2 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 146 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 146 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 146 geändert 11.02.2009 01.07.2009 2009_018
Art. 147 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 148 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 148 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 148 Abs. 1 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 148 Abs. 3 geändert 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 149 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 149 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 149 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Abschnitt 8.2 eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 150 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 150a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 150b eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 151 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151b eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151c eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151c geändert 31.05.2010 01.01.2011 2010_066
Art. 151d eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151e eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 151f eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 152 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 152 geändert 17.09.1998 01.01.1999 BL/AGS 1998 f 462 / d 469
Art. 152 aufgehoben 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 153 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 153 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 153 geändert 06.10.2011 01.07.2012 2011_102
Art. 153a eingefügt 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 154 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 154 geändert 07.10.2014 01.07.2015 2014_077
Art. 155 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 156 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 157 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 157 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 157 geändert 10.02.2004 01.07.2004 2004_019
Art. 157 geändert 08.01.2008 01.01.2008 2008_001
Art. 158 geändert 25.09.1991 01.01.1992 BL/AGS 1991 f 448 / d 455
Art. 158 geändert 17.09.1998 01.01.1999 BL/AGS 1998 f 462 / d 469
Art. 158 geändert 14.11.2002 01.01.2003 2002_120
Art. 158 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 163 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 165 geändert 04.05.1995 01.11.1995 BL/AGS 1995 f 173 / d 177
Art. 165 geändert 16.03.2006 01.10.2006 2006_021
Art. 165 aufgehoben 22.03.2018 01.01.2021 2018_021
Art. 168 geändert 22.09.1989 01.02.1990 BL/AGS 1989 f 327 / d 330
Art. 168 geändert 18.05.1990 01.10.1990 BL/AGS 1990 f 218 / d 219
Art. 168 aufgehoben 26.09.1990 01.01.1998 BL/AGS 1990 f 413 / d 419
Art. 168 geändert 25.11.1994 01.07.1995 BL/AGS 1994 f 599 / d 604
