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title: "Kommunale Schutzverordnung «Fluntern» Stadtratsbeschluss"
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# Kommunale Schutzverordnung «Fluntern» Stadtratsbeschluss

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700.4801
Kommunale Schutzverordnung «Fluntern»
Stadtratsbeschluss vom 20. November 2013 (1056)
I. Geschützt ist
Objekt aus dem Inventar der kommunalen Natur- und Landschaftsschutzobjekte auf folgender Parzelle:
Kat.-Nr. Objektname Inventarnummer
FL1015 Fluntern KSO-33.13
Die Lage und Grenzen des Schutzgebiets sind aus dem Übersichtsplan im Massstab 1:2000 ersichtlich, der Bestandteil dieser
Verordnung ist.
II. Schutzziel
Schutzziel ist die ungeschmälerte Erhaltung und Neuschaffung
des Schutzobjekts als Lebensraum seltener und geschützter
Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften sowie als wesentliche Elemente der Landschaft und als Zeugen früherer Bewirtschaftungsformen. Besonderen Schutz und eine gezielte Förderung benötigen insbesondere der Halbtrockenrasen entlang der
Gloriastrasse und die Fromentalwiese im oberen Bereich der
Parzelle. Die Flora magerer Standorte und die lokaltypischen
Arten extensiver Wiesen werden besonders gefördert.
III. Gliederung des Schutzgebiets:
Das gesamte Schutzgebiet ist Naturschutzzone 1.
Zweck der Naturschutzzone 1
Die Naturschutzzone 1 dient der Erhaltung und Aufwertung der
schutzwürdigen Gebiete als Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und -gemeinschaften sowie dem
Schutz der Landschaft.
IV. Es gelten folgende Vorschriften:
Verboten sind alle mit den Schutzzielen nicht zu vereinbarenden Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen, namentlich das
Beeinträchtigen von Tieren und Pflanzen, der Bodenbeschaffenheit oder anderer natürlicher Verhältnisse, ferner solche, die
im Landschaftsbild störend in Erscheinung treten. Tätigkeiten im
2Kommunale Schutzverordnung « Fluntern»
700.480
Rahmen der bewilligten Jagd sind von den Verboten ausgenommen.
Naturschutzzone 1
Verboten sind insbesondere:
– das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art
– Geländeveränderungen und Ablagerungen aller Art
– das Bewässern und Entwässern sowie das Einleiten von
Abwässern
– das Düngen und das Verwenden von Giftstoffen
– Nutzungen, die mit dem angestrebten Schutzziel nicht in
Einklang stehen
– das Weidenlassen
– das Aufforsten oder Anlegen von Baumbeständen
– das Beseitigen von Hecken, markanten Bäumen und Sträuchern sowie Baumgruppen
– das Ansiedeln von Tieren und Pflanzen
– das Pflücken, Ausgraben oder Zerstören von wild wachsenden Pflanzen und Pilzen
– das Töten, Verletzen, Fangen oder Stören von wild lebenden Tieren, ausgenommen im Rahmen der bewilligten Jagd
und Fischerei
– das Lagern, Zelten, Kampieren, Durchführen von Veranstaltungen sowie das Überlassen von Standplätzen dafür
– das Fahren und Reiten abseits von Strassen und Wegen
– das Laufenlassen von Hunden (Leinenzwang)
– das Betreten, ausser auf Wegen
– das Anfachen von Feuer ausserhalb fest eingerichteter und
bezeichneter Stellen
– künstliche Beleuchtung
V. Unterhalt von bestehenden Bauten und Anlagen
Der Unterhalt bestehender Bauten und Anlagen im Schutzgebiet
ist gewährleistet; Veränderungen an nicht-landwirtschaftlichen
Bauten können im Rahmen der Rechtsordnung bewilligt werden,
3Kommunale Schutzverordnung « Fluntern» 700.480
sofern die Schutzziele nicht zusätzlich beeinträchtigt werden.
Die erforderlichen Massnahmen haben so zu erfolgen, dass den
Schutzzielen bestmöglich Rechnung getragen wird.
VI. Pflege
a. Das Naturschutzgebiet ist fachgerecht zu unterhalten und
zu pflegen. Sämtliche Unterhalts- und Pflegearbeiten haben
sich nach den Schutzzielen zu richten. Die entsprechenden
Massnahmen sind von den Verboten ausgenommen. Sie
werden, soweit erforderlich, in einem von Grün Stadt Zürich
erstellten besonderen Pflegeplan festgelegt.
b. Es sind folgende Unterhaltsarbeiten auszuführen:
Wiesen sind regelmässig zu mähen und das Schnittgut wegzuführen. Die Schnittzeitpunkte werden in Verträgen und im
Pflegeplan festgelegt.
Hecken sind periodisch selektiv und im Einklang mit dem
Landschaftsbild zu verjüngen.
VII. Ausnahmeregelung
Wenn besondere Verhältnisse, insbesondere ein überwiegendes öffentliches oder ein wissenschaftliches Interesse es erfordern, kann Grün Stadt Zürich, Fachstelle Naturschutz, Ausnahmen von diesen Vorschriften gestatten. Das Schutzziel gemäss
Ziff. II. darf durch Ausnahmen jedoch weder gefährdet noch verletzt werden.
VIII. Strafbestimmungen
Verstösse gegen diese Verordnung werden nach Massgabe von
§§ 340 ff. PBG geahndet.
IX. Aufhebung früherer Schutzanordnungen
Diese Schutzverordnung ersetzt innerhalb der im Plan bezeichneten Grenzen allfällige weitere auf § 203 und § 205 PBG gestützte Anordnungen; insbesondere Stadtratsbeschluss Nr. 652
vom 10. Juli 2013 «Kommunale Schutzverordnung Kirchrain
Fluntern».
X. Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach Ablauf der unbenutzten Rekursfrist bzw. nach Rechtskraft eines allfälligen Rechtsmittelentscheids in Kraft.1
1 Inkraftsetzung 27. Juni 2017.
1:2'000
Erstellt von/am
Stefan Hose/18. September 2013
Date nqu ell en/ Cop yri ghts (Ni cht all e aufgefü hrten Daten si nd au f der Karte abg ebi ld et):
Geom ati k + V erm essun g Stad t Z üri ch: Am tl ich e V erm essu ng, Übersi chtsp lan , Orth ofotos ;
Schutzverordnung
Fluntern
Naturschutzzone 1
