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title: "Ausführungsbestimmungen über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine"
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# Ausführungsbestimmungen über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine

## Art. 1 {#art_1}

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung
1 Weinproduzierende Betriebe beziehungsweise Kelterungsbetriebe, die
für ihre Weine die „Kontrollierte Ursprungsbezeichnung“ (KUB) oder „Appellation d’Origine Contrôllée“ (AOC) verwenden, müssen die Vorschriften
dieser Ausführungsbestimmungen und die Vorgaben des AOC-Reglements des Zentralschweizer Weinbauvereins4) bezüglich der analytischen

## Art. 2 und sensorischen Prüfung erfüllen. * {#art_2}

Produktionsgebiet und Lagen
1 Produktionsgebiete umfassen das Kantons- beziehungsweise das
Gemeindegebiet.
2 Lagen umfassen begrenzte Gebiete wie Rebberge, Weingüter, Halden
mit ortsbekannten Flur-, Hof- oder anderen geografischen Bezeichnungen.
3 Produktionsgebiete und Lagen müssen im kantonalen Rebbaukataster
enthalten sein.
1) SR 910.1
2) SR 817.022.110
3) GDB 921.1
4) Bezugsquelle: Zentralschweizer Weinbauverein, Tellenstrasse 41, 6056 Kägiswil
OGS 2008, 27
921.117

## Art. 3 {#art_3}

Weinbezeichnungen und Verschnitt *
1 Weine aus Traubengut, das vollumfänglich aus Obwalden stammt, dürfen die Bezeichnung „Obwalden KUB/AOC“ beziehungsweise „KUB/AOC
Obwalden“ tragen. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen von Art. 8 der
Verordnung des EDI über alkoholische Getränke5). *
2 Weine aus Traubengut, das vollumfänglich aus einer Gemeinde oder Lage stammt, darf zusätzlich mit der Bezeichnung der jeweiligen Gemeinde
beziehungsweise Lage gekennzeichnet werden. Der Verschnitt von Weinen aus Lagen, die sich innerhalb desselben Gemeindegebietes befinden, ist zulässig und die Weine dürfen mit der Lage bezeichnet werden,
sofern mindestens 60 Prozent des Traubengutes aus der bezeichneten
Lage stammen. *
3 Roséwein ist ein Wein, der aus blauen Trauben gewonnen wird. Er darf
mit höchstens 10 Prozent Weisswein verschnitten sein. *
4–5 … *
Art. 3a * Weinspezifische Begriffe
1 Mit Auslese/Sélection/Selezione darf ein KUB-/AOC-Wein bezeichnet
werden, der aus Trauben überdurchschnittlicher Qualität stammt oder einem speziellen Kelterungsverfahren unterzogen wurde. Je Sorte, Jahrgang und Ursprungsbezeichnung darf nur ein Los als Auslese/Sélection/
Selezione bezeichnet werden. Es muss nach nachvollziehbaren und rückverfolgbaren Kriterien von anderen unterschieden werden können. Die
Qualitätskriterien sind schriftlich festzuhalten und die Einhaltung ist von
den Produzierenden zu dokumentieren. Sie unterliegen der Genehmigung
des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt.
2 Mit Reserve/Riserva darf ein KUB-/AOC-Rotwein bezeichnet sein, der
nach einem Reifungsprozess von mindestens 18 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahres auf den Markt gelangt. Mit Reserve/Riserva darf ein
KUB-/AOC-Weisswein bezeichnet werden, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 12 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahres auf
den Markt gelangt.
3 Als Spätlese gilt ein KUB-/AOC-Wein aus Trauben, dessen natürliches
Mostgewicht mindestens 3 Grad Öchsle über dem Betriebsdurchschnitt
des bezeichneten Gebietes (Weinbezeichnung) und der verwendeten
Rebsorten liegt.
5) SR 817.022.110
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4 Als Beerenauslese gilt ein KUB-/AOC-Wein aus Trauben mit Edelfäulebefall und einem natürlichen Mindestzuckergehalt von mindestens 110
Grad Öchsle, ohne Anreicherung bzw. Konzentration.
5 Als Strohwein darf ein KUB-/AOC-Wein aus weissen oder roten auf
Stroh, Horden, Lattenkisten oder nach einer anderen geeigneten Methode
getrockneten Trauben, ohne Anreicherung bzw. Konzentration bezeichnet
werden.

## Art. 4 {#art_4}

Rebsorten
1 KUB-/AOC-Weine müssen aus folgenden Rebsorten oder deren Mischungen hergestellt werden: Blauburgunder bzw. Pinot noir, Cabernet jura, Chardonnay, Divico, Johanniter, Regent und Solaris. Das Volkswirtschaftsdepartement kann, bei Nachweis der Eignung für das Kantonsgebiet, weitere Rebsorten bewilligen. *
2 Die verarbeiteten Rebsorten sind in mengenmässig absteigender Reihenfolge auf der Etikette anzugeben, wenn mindestens 85 Prozent des
Weins von diesen Sorten stammt. *
Art. 5 * Anbaumethoden
1 Traubengut, das für die Herstellung von KUB-/AOC-Weinen verwendet
wird, muss aus Rebflächen stammen, die nach einer der folgenden Anbaumethoden bewirtschaftet werden: Stickelbau, Drahtbau im Direktzug,

## Art. 6 Drahtbau in Querterrassenlagen. * {#art_6}

Natürlicher Mindestzuckergehalt
1 Das Volkswirtschaftsdepartement legt, in Übereinstimmung mit den
Zentralschweizer Kantonen, den für KUB-/AOC-Weine geltenden Mindestzuckergehalt fest, welcher den bundesrechtlichen Mindestwert der

## Art. 7 KUB-/AOC-Weine gemäss Art. 21 Abs. 5 der Weinverordnung übersteigt. * {#art_7}

Höchstertrag pro Flächeneinheit
1 Das Volkswirtschaftsdepartement legt, in Übereinstimmung mit den
Zentralschweizer Kantonen, den für KUB-/AOC-Weine geltenden maximalen Flächenertrag fest, welcher den bundesrechtlichen Höchstwert der
KUB-/AOC-Weine gemäss Art. 21 Abs. 6 der Weinverordnung unterschreitet. *
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2 … *
Art. 8 Methoden der Weinbereitung
1 Die Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen nach den in

## Art. 7der {#art_7der}

Verordnung des EDI über alkoholische Getränke aufgeführten
önologischen Verfahren und Behandlungen erzeugt sein und es müssen
dabei die dafür geltenden Grenzen und Bedingungen gemäss Anhang 2
der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke eingehalten werden. *
2 Die Anreicherungsverfahren dürfen keine Anhebung des Gesamtalkohols der frischen Weintrauben, des Traubenmostes, des teilweise vergorenen Traubenmostes, des Jungweins oder des Weins auf über 15 Volumenprozente zur Folge haben. *

## Art. 9 {#art_9}

Analyse und sensorische Prüfung
1 Das Volkswirtschaftsdepartement kann die Durchführung der Analyse
und sensorischen Prüfung für Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung dem Zentralschweizer Weinbauverein übertragen und eine entsprechende Vereinbarung abschliessen.
2 Die Weinproduzierenden sind verpflichtet, Stichproben ihrer KUB-/AOC-
Weine kostenlos für die Analyse und sensorische Prüfung zur Verfügung
zu stellen. Die Weine müssen verkaufsfertig abgefüllt sein. *
3 Die analytische Prüfung umfasst mindestens die Kriterien Alkoholgehalt
und gesamte schweflige Säure.
4 Die sensorische Prüfung umfasst die Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck und wird nach einem anerkannten Beurteilungsschema der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

## Art. 10 (ZHAW)6) vorgenommen. * {#art_10}

Kosten
1 Die Kosten für die Kontrolle der „kontrollierten Ursprungsbezeichnung“,
insbesondere die analytische und die sensorische Prüfung, gehen zulasten der Produzentinnen und Produzenten.
6) Bezugsquelle: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW),
Grüental, Postfach, 8820 Wädenswil
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## Art. 11 {#art_11}

Inkrafttreten
1 Diese Ausführungsbestimmungen treten rückwirkend auf den 1. März
2008 in Kraft.
Informationen zum Erlass
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 2008, 27
geändert durch
- Nachtrag vom 27. April 2010, in Kraft seit 1. Mai 2010 (OGS 2010, 27),
- Nachtrag vom 22. September 2015, in Kraft seit 1. Oktober 2015 (OGS
2015, 48)
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Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
04.03.2008 01.03.2008 Erlass Erstfassung OGS 2008, 27
27.04.2010 01.05.2010 Art. 3 Abs. 1 geändert OGS 2010, 27
27.04.2010 01.05.2010 Art. 3 Abs. 4 geändert OGS 2010, 27
27.04.2010 01.05.2010 Art. 3 Abs. 5 geändert OGS 2010, 27
27.04.2010 01.05.2010 Art. 5 totalrevidiert OGS 2010, 27
22.09.2015 01.10.2015 Ingress geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 1 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Titel geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Abs. 2 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Abs. 3 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Abs. 4 aufgehoben OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3 Abs. 5 aufgehoben OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 3a eingefügt OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 4 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 4 Abs. 2 eingefügt OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 5 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 6 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 7 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 7 Abs. 2 aufgehoben OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 8 Abs. 1 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 8 Abs. 2 eingefügt OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 9 Abs. 2 geändert OGS 2015, 48
22.09.2015 01.10.2015 Art. 9 Abs. 4 geändert OGS 2015, 48
921.117
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 04.03.2008 01.03.2008 Erstfassung OGS 2008, 27
Ingress 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 1 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 3 22.09.2015 01.10.2015 Titel geändert OGS 2015, 48
Art. 3 Abs. 1 27.04.2010 01.05.2010 geändert OGS 2010, 27
Art. 3 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 3 Abs. 2 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 3 Abs. 3 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 3 Abs. 4 27.04.2010 01.05.2010 geändert OGS 2010, 27
Art. 3 Abs. 4 22.09.2015 01.10.2015 aufgehoben OGS 2015, 48
Art. 3 Abs. 5 27.04.2010 01.05.2010 geändert OGS 2010, 27
Art. 3 Abs. 5 22.09.2015 01.10.2015 aufgehoben OGS 2015, 48
Art. 3a 22.09.2015 01.10.2015 eingefügt OGS 2015, 48
Art. 4 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 4 Abs. 2 22.09.2015 01.10.2015 eingefügt OGS 2015, 48
Art. 5 27.04.2010 01.05.2010 totalrevidiert OGS 2010, 27
Art. 5 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 6 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 7 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 7 Abs. 2 22.09.2015 01.10.2015 aufgehoben OGS 2015, 48
Art. 8 Abs. 1 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 8 Abs. 2 22.09.2015 01.10.2015 eingefügt OGS 2015, 48
Art. 9 Abs. 2 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
Art. 9 Abs. 4 22.09.2015 01.10.2015 geändert OGS 2015, 48
