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title: "Übereinkunft zwischen den Kantonen Zürich und Thurgau betreffend die Grenzortschaften zürcherisch und thurgauisch Wilen"
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# Übereinkunft zwischen den Kantonen Zürich und Thurgau betreffend die Grenzortschaften zürcherisch und thurgauisch Wilen

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Interkantonales Publikationsorgan iSR 1.9-7
Übereinkunft zwischen den Kantonen Zürich
und Thurgau betreffend die Grenzortschaften
zürcherisch und thurgauisch Wilen
Erster Beitritt am: 23.10.1886 (Stand: 24.04.1920)
Bemerkungen
Kanton Bemerkungen
Änderungs- und Beitrittstabelle
Erstfassung:
Erster Beitritt Inkrafttreten Fundstelle iCR
23.10.1886 01.01.1887 –
Kanton Beitritt Inkrafttreten Fundstelle
ZH 23.10.1886? 01.01.1887 OS 21, 319 und GS I, 715
TG 29.10.1886? 01.01.1887
Fassung per 24.04.1920
Erster Beitritt Inkrafttreten Fundstelle iCR
06.01.1920 24.04.1920 –
I.
II.
Kanton Beitritt Inkrafttreten Fundstelle
ZH 24.04.1920? 24.04.1920
TG 06.01.1920? 24.04.1920
187.521
2/2009 1
Übereinkunft zwischen den Kantonen Zürich und
Thurgau betreffend die Grenzortschaften
zürcherisch und thurgauisch Wilen
vom 23./29. Oktober 1886
Zwischen den Regierungen der Kantone Zürich und Thurgau ist – in Abänderung des Staatsvertrages vom 15. November/3. Dezember 1853 über
die thurgauisch-zürcherische Grenzgemeinde Wilen – folgende Vereinbarung getroffen worden:
I – II. 1)
III.
1 Mit Rücksicht auf das Kirchenwesen bleibt zürcherisch Wilen wie bisher
der Kirchgemeinde Neunforn einverleibt; dagegen wird im Armenwesen
erstere Ortschaft von der Armengemeinde Neunforn abgetrennt und dem
Armenverband der politischen Gemeinde Oberstammheim zugeteilt.
2 Sofern für die Kirchgemeinde Neunforn Defizite auf dem Steuerweg
gedeckt werden müssen, so ist der Bertrag auf den übrigen Teil der
Kirchgemeinde Neunforn und zürcherisch Wilen nach der Seelenzahl zu
verlegen und nach den massgebenden gesetzlichen Bestimmungen von
jedem Teile zu leisten. Die für zürcherisch Wilen danach fällige Steuerquote beträgt ein Vierzehntel der Gesamtsteuer.
1) Hinfällig geworden durch Vertrag zwischen dem Regierungsrat des Kantons
Thurgau und dem Regierungsrat des Kantons Zürich betreffend die Neuordnung
der Verhältnisse der Grenzschulen Wilen und Steig vom 6. Januar/24. April
1920. Ersetzt durch Vertrag zwischen ZH/TG betr. die Neuordnung der
Primarschulverhältnisse von Wilen bei Neunforn, vom 5./13. September 1972.
187.521 Kirchgemeinde Wilen - Übereinkunft ZH/TG
2 2/2009
IV.
Sollte auf gütlichem Wege zwischen den beteiligten und den zuständigen
kantonalen Behörden eine Einigung über die Ausscheidung des an zürcherisch Wilen aus dem gemeinsamen Zivilgemeindegut Wilen und dem
Armengut Neunforn zufallenden Anteils nicht zustande kommen, so hat
hierüber das Bundesgericht zu entscheiden.
V.
Die Vereinbarung bleibt sechs Jahre, also vom 1. Januar 1887 bis 1. Januar 1893 in Kraft. Findet sechs Monate vor Ablauf dieser Frist keine
Aufkündung von seiten eines der kontrahierenden Teile statt, so wird die
Übereinkunft so lange als stillschweigend verlängert angenommen, als
nicht eine Aufkündung erfolgt, in welchem Falle die Gültigkeit derselben
nach sechs Monaten vom Tage der Kündigung an erlischt.
VI.
Für diese Vereinbarung wird die Ratifikation durch den zürcherischen
Kantonsrat und den thurgauischen Grossen Rat vorbehalten.
