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Kurzfassung Altersstrategie 2026-2036 (Kurzfassung Altersstrategie 2026-2036)

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Kurzfassung Altersstrategie 2026–2036 IMPRESSUM Titel Altersstrategie 2026–2036, Kurzfassung Ausgabe 1. Ausgabe, Oktober 2026 Herausgeberin Gemeinde Steinhausen, Abteilung Soziales und Gesundheit, Bahnhofstrasse 3, 6312 Steinhausen Kontakt sug@steinhausen.ch Interne Projektleitung Sophie Kilian, Altersbeauftragte Martin Amacher, Leiter Soziales und Gesundheit Externe Projektleitung Christiana Brenk, BRENK Beratung, Thalwil Lektorat Apostroph Switzerland, Luzern Druck Kalt Medien, Zug Bilder © Christof Möri, moeri Photo Grusswort LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER Mit der vorliegenden Altersstrategie verfügt Steinhausen über eine klare, gemeinsame Grundlage für den Umgang mit den Heraus forderungen und Chancen einer älter wer denden Bevölkerung. Sie ist das Ergebnis eines sorgfältigen Prozesses, in den Fach stellen, Institutionen und nicht zuletzt die Bevölkerung selbst eingebunden waren. Das Älterwerden betrifft uns alle, sei es heute oder in Zukunft. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingun gen zu schaffen: für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, für soziale Teilhabe und für eine verlässliche Unterstützung, wenn sie benötigt wird. Die Altersstrategie zeigt auf, wie Steinhausen diesen Weg konkret gestalten will. Dabei steht nicht nur die Versorgung im Fokus, sondern vor allem auch die Lebens qualität. Es geht darum, Strukturen zu stärken, die ein möglichst langes Wohnen im gewohnten Umfeld ermöglichen, Be gegnungen zu fördern und Isolation vor zubeugen. Gleichzeitig entwickeln wir als Gemeinde die bestehenden Angebote weiter und stimmen sie besser aufeinander ab. Die Umsetzung dieser Strategie ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie verlangt Engage ment, Koordination und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, von Seiten der Gemeinde ebenso wie von Institutionen, Organisationen und der Bevölkerung. Die Altersstrategie bildet dafür den Orientie rungsrahmen. Ein besonderer Dank gilt allen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Einsatz haben wesentlich dazu beigetragen, diese Strategie breit abzustützen und praxisnah zu gestalten. Hiermit laden wir Sie ein, sich mit den In halten der Altersstrategie auseinander zusetzen und den eingeschlagenen Weg mitzutragen, denn eine lebenswerte Gemeinde für ältere Menschen ist letztlich eine lebenswerte Gemeinde für alle. Esther Rüttimann Sozialvorsteherin Ausgangslage WORAUF STÜTZT SICH DIE ALTERSSTRATEGIE? Um die Altersstrategie Steinhausen zu erarbeiten, haben wir als Gemeinde uns zunächst einen Überblick über die aktuelle Situation in der Gemeinde und die zu erwartenden Entwicklungen verschafft. Dafür haben wir uns unter anderem auf Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung, zur Kostenentwicklung im Pflege bereich und zur Zunahme von Demenzerkrankungen gestützt. Zudem haben wir das bestehende Angebot systematisch geprüft und dabei sowohl bestehende Stärken als auch Lücken identifiziert. Weitere wichtige Grundlagen waren die Bevölkerungsumfrage «55plus» des Kantons Zug, der Mit wirkungsanlass in unserer Gemeinde vom September 2025 sowie gesellschaftliche Trends. Auf dieser Basis konnten wir sechs Handlungsfelder definieren und für jedes Handlungsfeld konkrete Ziele und entsprechende Massnahmen ableiten. Information und Beratung Begegnung und Gemeinschaft Wohnen im Alter Betreuung und Pflege Mobilität im Alter Gesundheit und Prävention Die 6 Handlungsfelder Altersstrategie 2026 – 2036 Information und Beratung Wenn ältere Menschen frühzeitig gut infor miert sind und passende Beratung erhalten, können sie Entscheidungen treffen, die wirk lich zu ihrem Leben passen. Das wird immer wichtiger, auch weil relativ viele Menschen im Alter ohne enge Angehörige oder vertrau te Bezugspersonen auskommen müssen. Damit Information und Beratung wirklich hilfreich sind, müssen die verschiedenen Anbieter gut miteinander vernetzt sein und sich regelmässig austauschen. Nur so ent steht ein Überblick, der älteren Menschen Orientierung ermöglicht und ihnen den Zu gang zu passenden Angeboten erleichtert. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Aufbau einer Informationsstelle Ältere Einwohnerinnen und Einwohner von Steinhausen und ihre Angehörigen können sich einfach informieren und beraten lassen. • Eine zentrale Informationsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen aufbauen • Koordinierte Beratungsstelle aufbauen und dabei externe Fachstellen einbeziehen Informationen verständlich und leicht zugänglich aufbereiten Ein übersichtliches Informationsangebot hilft älteren Einwohnerinnen und Einwohnern von Steinhausen und ihren Angehörigen, passende Angebote rechtzeitig zu finden und zu nutzen. • Übersicht über bestehende Angebote erstellen und über verschiedene Kanäle (Broschüre, Website etc.) zugänglich machen Netzwerk aufbauen Die verschiedenen Fachstellen und Organisationen kennen sich, koordinieren ihre Angebote und entwickeln sie weiter. • Klare Strukturen schaffen und so die Zusammenarbeit der Akteure im gesamten Alters und Unterstützungsnetz erleichtern und koordinieren Hilfe im Umgang mit der Digitalisierung Ältere Menschen haben die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen auszubauen. • Bestehende Angebote überprüfen und bei Bedarf gezielt ergänzen und fördern Wohnen im Alter Ein Zuhause soll Geborgenheit, Sicherheit und Selbstbestimmung ermöglichen. Im Alter wird das zunehmend wichtiger. Mehr als 90 Prozent der über 65jährigen Menschen leben in der Schweiz zu Hause und möchten dies so lange wie möglich tun. Je älter die Menschen werden, desto schwerer fällt es ihnen, die vertraute Umgebung zu verlassen und an einen neuen Ort umzuziehen: Die Wohnmobilität nimmt mit dem Alter ab. Wohnformen müssen so konzipiert sein, dass sie die Selbständigkeit und die Sicher heit gewährleisten. Der Wohnraum soll für unterschiedliche Lebenssitua tionen geeig net sein, damit nicht eines Tages der Auszug aus dem Zuhause nötig wird, weil die Wohn form nicht «altersgerecht» ist. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Angebot an Alterswohnungen ausbauen Mit diesem sogenannten intermediären Angebot soll die Nachfrage nach Langzeit pflegeplätzen reduziert werden. • Möglichkeiten im Rahmen der Weiterent wicklung des örtlichen Seniorenzentrums prüfen • Neue Angebote für selbstständiges Wohnen prüfen (Wohnen mit Service, Wohnen mit Betreuung) Wohnen in der vertrauten Umgebung unterstützen Die Bevölkerung wird über altersgerechte bauliche Anpassungen informiert. • Informationsveranstaltung mit Präsentation von Hilfsmitteln und Fachstellen durchführen • Wohnberatungsangebot ausbauen Bau altersgerechter Wohnräume fördern Durch gute Rahmenbedingungen werden Anreize für private, genossenschaftliche und institutionelle Bauherrschaften geschaffen. • Altersgerechtes Wohnen im Rahmen raum planerischer Instrumente und Planungs verfahren berücksichtigen und fördern • Anliegen des altersgerechten Wohnens in Planungs und Entwicklungsprozesse (auch bei gemeindeeigenen Grundstücken) einbinden und fördern Betreuung und Pflege Ältere Menschen sollen möglichst lange selbst über ihr Leben und ihre Lebensform bestimmen können. Dafür gibt es flexible Angebote, die Unterstützung und Pflege zu Hause ermöglichen. Wenn jemand umfassen de Betreuung und Pflege benötigt, kann ein Umzug in eine Altersinstitution die sinn vollste und sicherste Lösung sein. Eine gut organisierte ambulante und statio näre Versorgung ermöglicht älteren Men schen, ihren Alltag trotz gesundheitlicher Ein schränkungen nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie erhalten die Unterstützung, die ihren Bedürfnissen entspricht. Gleich zeitig werden Angehörige, die viel Pflege und Unterstützung leisten, spürbar entlastet. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Bedarfsgerechter Ausbau von Pflegebetten Das Angebot soll sich am Bedarf orientieren, damit ältere Menschen aus Steinhausen verlässlich betreut sind. • Den Ausbau der Pflegebetten planen • Machbarkeit zusätzlicher Pflegebetten im Seniorenzentrum Weiherpark klären • Alternativ Pflegeplätze inner und ausser halb des Kantons prüfen Betreuende und pflegende Angehörige stärken Entlastungs , Informations und Unterstüt zungsangebote für Angehörige aufbauen. • Mit Information und Beratung helfen, Belastungen besser zu bewältigen • Kurzfristige Entlastungsangebote schaffen • Ausbildung und Bezahlung über die Spitex und anderer Trägerschaften ausbauen • Notfallbetreuung auf die Bedürfnisse pflegender Angehöriger abstimmen Alleinstehende Pflegebedürftige unterstützen Die betroffenen Menschen aktiv ansprechen und ihnen ein passendes Angebot ermöglichen. • Für alleinstehende verletzliche und fragile Personen wird passende Unterstützung gesucht und vermittelt Angebote zur Sensibilisierung für den Grundsatz «ambulant vor stationär» Die Bevölkerung soll über Hilfe und Pflege zu Hause informiert werden und einfachen Zugang zu diesen Angeboten erhalten. • Vereinbarungen mit Anbietern von Hilfe und Pflege zu Hause regelmässig prüfen und an den künftigen Bedarf anpassen • Die Bevölkerung informieren, wie diese Angebote den Alltag erleichtern und ein längeres Leben zu Hause ermöglichen Mobilität im Alter Mobilität wird im Alter besonders wichtig, denn sie ermöglicht Selbstbestimmung und soziale Kontakte. Doch viele ältere Menschen können den öffentlichen Verkehr nicht mehr problemlos nutzen. Oft stehen Billette und Fahrpläne nur noch digital zur Verfügung, Bahnhöfe sind unübersichtlich, und die Barrierefreiheit ist noch längst nicht überall gewährleistet. Deshalb gewinnen ergänzende Mobilitätsformen, die das ÖVNetz erweitern, zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, dass sich ältere Menschen im öffentlichen Raum selbstständig und sicher bewegen können und diesen auch nutzen. Wichtige Dienstleistungs und Begegnungs orte sollen auch erreichbar sein, wenn man nicht mehr so gut zu Fuss ist. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Kleinräumige Mobilität ausbauen Die Wege im Alltag werden sicher und gut zugänglich gestaltet, damit ältere Menschen selbstständig unterwegs sein können. • Abklären, welche Unterstützung ältere Menschen unterwegs brauchen • Prüfen, wer Angebote für alternative Mobilitätsformen betreiben könnte • Prüfen, ob ein Ortsbus gebraucht wird und umsetzbar ist. Die Ergebnisse als Grundlage für den Entscheid festhalten Altersgerechten öffentlichen Raum weiterentwickeln Ältere Menschen sollen sich im öffentlichen Raum orientieren, damit sie diesen sicher und selbständig nutzen können. • Erfassen, was Menschen mit einge schränkter Mobilität brauchen, um sich im öffentlichen Raum gut bewegen zu können. Mitwirkungs und Beteiligungs möglichkeiten planen Entsorgungsmöglichkeiten verbessern Schaffung von Möglichkeiten zur Abfall entsorung, damit ältere Menschen diese mühelos nützen können. • Vorhandene Unterstützungsdienste prüfen, ergänzen und diese nutzen Gesundheit und Prävention Was ist geplant? Prävention und Gesundheitsförderung im Alter helfen, chronische Krankheiten wie Diabetes oder HerzKreislauf Probleme zu vermeiden. Sie reduzieren typische Alters risiken, beugen dem Abbau von Muskelkraft vor und fördern die geistige Fitness. Das trägt dazu bei, dass ältere Menschen länger selbstständig zu Hause leben und mobil bleiben können. Wichtig sind ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung, Sturz prävention und soziale Kontakte. Diese einfachen, wirksamen Faktoren stärken Gesundheit und Wohlbefinden im Alltag. Die Gemeinde als Unterstützerin spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie der Bevöl kerung nah sind und auf vielen Ebenen aktivieren können. So lassen sich Gesund heitsrisiken früher erkennen und besser bewältigen. Ziele Massnahmen Prävention ausbauen Einfach zugängliche Angebote sollen die Gesundheit fördern und helfen, Belastungen frühzeitig zu erkennen. • Treffpunkte für Bewegungsangebote schaffen (z. B. Tanz) • Informationsanlässe und Angebote zu präventiven Themen unterstützen Angebote im öffentlichen Raum Gut zugängliche Bewegungs und Erlebnis orte sollen die körperliche und geistige Aktivität fördern. • Möglichkeiten für gesundheitsfördernde Elemente im öffentlichen Raum prüfen • Gesundheitsfördernde Bewegungs und Erlebnisorte planen und umsetzen Sensibilisieren Durch Impulse wird das Bewusstsein gefördert, was das eigene Wohlbefinden fördert. • Aktivitäten und Veranstaltungen unter dem Titel «Was tut mir gut?» entwickeln Demenzfreundliche Gemeinde Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen leben in Steinhausen möglichst selbst bestimmt, sicher und sozial eingebunden. • Leitfaden «Demenzfreundliche Gemeinde» entwickeln • Sensibilisierungs und Schulungsangebot für Dienstleistende aufbauen • Niederschwellige Unterstützungs und Sensibilisierungsangebote im Alltag für die allgemeine Bevölkerung entwickeln Begegnung und Gemeinschaft Viele ältere Menschen treffen im Alltag eher selten spontan andere Leute. Gründe dafür können sein, dass man nicht mehr so mobil ist, gesundheitliche Einschränkungen hat oder frühere Freundeskreise und vertraute Kontakte weggefallen sind. Dadurch ent stehen weniger Gelegenheiten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies kann zu Einsamkeit oder zum Gefühl führen, nicht mehr dazuzugehören. Durch gezielte Förderung von Begegnung und gemeinsamen Anlässen entsteht ein soziales Netz, das Sicherheit, Freude und Sinn vermittelt. Menschen tauschen sich aus, bleiben eingebunden, können ihre Erfahrungen weitergeben und erleben Wert schätzung. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Treffpunkte im Innen- und Aussenraum gestalten Durch unkompliziert zugängliche Begeg nungsorte werden soziale Kontakte zwischen den Generationen gefördert. • Standorte für altersfreundliche Innen und Aussenraum Treffpunkte unter Mitwirkung der Bevölkerung analysieren • Temporäre, mobile, saisonale oder perma nente Elemente als Begegnungsorte nutzen Dorfkern/Dorfplatz gestalten Durch einen einladenden Begegnungsort im Zentrum von Steinhausen werden soziale Kontakte und Zugehörigkeitsgefühl gefördert. • Temporäre und stationäre Projekte entwickeln • Dorfplatz baulich und gestalterisch auf werten und dabei Sicherheits, Zugäng lich keits und Aufenthaltsaspekte berück sichtigen Freiwilligenarbeit ausbauen und unterstützen Die soziale Teilhabe wird gefördert und Mög lichkeiten geschaffen. • Bestehende Vereine, Freiwilligenorganisa tionen sowie informelle Gruppen gezielt und bedarfs orientiert unterstützen Für die Umsetzung der Altersstrategie ist primär die Gemeinde verantwortlich. Die Abteilung Soziales und Gesundheit arbeitet die einzelnen Massnahmen aus und setzt sie um. Wir haben die Massnahmen nach ihrer Wichtigkeit geordnet und gehen sie schrittweise an. Dabei legen wir fest, was zu tun ist, wer welche Aufgaben übernimmt und welche Schritte als Nächstes folgen. Wir verstehen die Altersstrategie als rollenden Prozess. Das bedeutet, dass wir die Massnahmen und das Vorgehen regelmässig überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vor nehmen. Dabei berücksichtigen wir aktuelle Bedürfnisse und Entwicklungen. So bleibt die Altersstrategie eine stets aktuelle Grundlage für die Alterspolitik in Steinhausen. Und wie geht es weiter? Gemeinde Steinhausen Abteilung Soziales und Gesundheit Bereich Alter Bahnhofstrasse 3 6312 Steinhausen Telefon 041 748 11 10 sug@steinhausen.ch www.steinhausen.ch

Your change, as a redline

Kurzfassung Altersstrategie 2026–2036 IMPRESSUM Titel Altersstrategie 2026–2036, Kurzfassung Ausgabe 1. Ausgabe, Oktober 2026 Herausgeberin Gemeinde Steinhausen, Abteilung Soziales und Gesundheit, Bahnhofstrasse 3, 6312 Steinhausen Kontakt sug@steinhausen.ch Interne Projektleitung Sophie Kilian, Altersbeauftragte Martin Amacher, Leiter Soziales und Gesundheit Externe Projektleitung Christiana Brenk, BRENK Beratung, Thalwil Lektorat Apostroph Switzerland, Luzern Druck Kalt Medien, Zug Bilder © Christof Möri, moeri Photo Grusswort LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER Mit der vorliegenden Altersstrategie verfügt Steinhausen über eine klare, gemeinsame Grundlage für den Umgang mit den Heraus forderungen und Chancen einer älter wer denden Bevölkerung. Sie ist das Ergebnis eines sorgfältigen Prozesses, in den Fach stellen, Institutionen und nicht zuletzt die Bevölkerung selbst eingebunden waren. Das Älterwerden betrifft uns alle, sei es heute oder in Zukunft. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingun gen zu schaffen: für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, für soziale Teilhabe und für eine verlässliche Unterstützung, wenn sie benötigt wird. Die Altersstrategie zeigt auf, wie Steinhausen diesen Weg konkret gestalten will. Dabei steht nicht nur die Versorgung im Fokus, sondern vor allem auch die Lebens qualität. Es geht darum, Strukturen zu stärken, die ein möglichst langes Wohnen im gewohnten Umfeld ermöglichen, Be gegnungen zu fördern und Isolation vor zubeugen. Gleichzeitig entwickeln wir als Gemeinde die bestehenden Angebote weiter und stimmen sie besser aufeinander ab. Die Umsetzung dieser Strategie ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie verlangt Engage ment, Koordination und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, von Seiten der Gemeinde ebenso wie von Institutionen, Organisationen und der Bevölkerung. Die Altersstrategie bildet dafür den Orientie rungsrahmen. Ein besonderer Dank gilt allen, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Einsatz haben wesentlich dazu beigetragen, diese Strategie breit abzustützen und praxisnah zu gestalten. Hiermit laden wir Sie ein, sich mit den In halten der Altersstrategie auseinander zusetzen und den eingeschlagenen Weg mitzutragen, denn eine lebenswerte Gemeinde für ältere Menschen ist letztlich eine lebenswerte Gemeinde für alle. Esther Rüttimann Sozialvorsteherin Ausgangslage WORAUF STÜTZT SICH DIE ALTERSSTRATEGIE? Um die Altersstrategie Steinhausen zu erarbeiten, haben wir als Gemeinde uns zunächst einen Überblick über die aktuelle Situation in der Gemeinde und die zu erwartenden Entwicklungen verschafft. Dafür haben wir uns unter anderem auf Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung, zur Kostenentwicklung im Pflege bereich und zur Zunahme von Demenzerkrankungen gestützt. Zudem haben wir das bestehende Angebot systematisch geprüft und dabei sowohl bestehende Stärken als auch Lücken identifiziert. Weitere wichtige Grundlagen waren die Bevölkerungsumfrage «55plus» des Kantons Zug, der Mit wirkungsanlass in unserer Gemeinde vom September 2025 sowie gesellschaftliche Trends. Auf dieser Basis konnten wir sechs Handlungsfelder definieren und für jedes Handlungsfeld konkrete Ziele und entsprechende Massnahmen ableiten. Information und Beratung Begegnung und Gemeinschaft Wohnen im Alter Betreuung und Pflege Mobilität im Alter Gesundheit und Prävention Die 6 Handlungsfelder Altersstrategie 2026 – 2036 Information und Beratung Wenn ältere Menschen frühzeitig gut infor miert sind und passende Beratung erhalten, können sie Entscheidungen treffen, die wirk lich zu ihrem Leben passen. Das wird immer wichtiger, auch weil relativ viele Menschen im Alter ohne enge Angehörige oder vertrau te Bezugspersonen auskommen müssen. Damit Information und Beratung wirklich hilfreich sind, müssen die verschiedenen Anbieter gut miteinander vernetzt sein und sich regelmässig austauschen. Nur so ent steht ein Überblick, der älteren Menschen Orientierung ermöglicht und ihnen den Zu gang zu passenden Angeboten erleichtert. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Aufbau einer Informationsstelle Ältere Einwohnerinnen und Einwohner von Steinhausen und ihre Angehörigen können sich einfach informieren und beraten lassen. • Eine zentrale Informationsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen aufbauen • Koordinierte Beratungsstelle aufbauen und dabei externe Fachstellen einbeziehen Informationen verständlich und leicht zugänglich aufbereiten Ein übersichtliches Informationsangebot hilft älteren Einwohnerinnen und Einwohnern von Steinhausen und ihren Angehörigen, passende Angebote rechtzeitig zu finden und zu nutzen. • Übersicht über bestehende Angebote erstellen und über verschiedene Kanäle (Broschüre, Website etc.) zugänglich machen Netzwerk aufbauen Die verschiedenen Fachstellen und Organisationen kennen sich, koordinieren ihre Angebote und entwickeln sie weiter. • Klare Strukturen schaffen und so die Zusammenarbeit der Akteure im gesamten Alters und Unterstützungsnetz erleichtern und koordinieren Hilfe im Umgang mit der Digitalisierung Ältere Menschen haben die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen auszubauen. • Bestehende Angebote überprüfen und bei Bedarf gezielt ergänzen und fördern Wohnen im Alter Ein Zuhause soll Geborgenheit, Sicherheit und Selbstbestimmung ermöglichen. Im Alter wird das zunehmend wichtiger. Mehr als 90 Prozent der über 65jährigen Menschen leben in der Schweiz zu Hause und möchten dies so lange wie möglich tun. Je älter die Menschen werden, desto schwerer fällt es ihnen, die vertraute Umgebung zu verlassen und an einen neuen Ort umzuziehen: Die Wohnmobilität nimmt mit dem Alter ab. Wohnformen müssen so konzipiert sein, dass sie die Selbständigkeit und die Sicher heit gewährleisten. Der Wohnraum soll für unterschiedliche Lebenssitua tionen geeig net sein, damit nicht eines Tages der Auszug aus dem Zuhause nötig wird, weil die Wohn form nicht «altersgerecht» ist. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Angebot an Alterswohnungen ausbauen Mit diesem sogenannten intermediären Angebot soll die Nachfrage nach Langzeit pflegeplätzen reduziert werden. • Möglichkeiten im Rahmen der Weiterent wicklung des örtlichen Seniorenzentrums prüfen • Neue Angebote für selbstständiges Wohnen prüfen (Wohnen mit Service, Wohnen mit Betreuung) Wohnen in der vertrauten Umgebung unterstützen Die Bevölkerung wird über altersgerechte bauliche Anpassungen informiert. • Informationsveranstaltung mit Präsentation von Hilfsmitteln und Fachstellen durchführen • Wohnberatungsangebot ausbauen Bau altersgerechter Wohnräume fördern Durch gute Rahmenbedingungen werden Anreize für private, genossenschaftliche und institutionelle Bauherrschaften geschaffen. • Altersgerechtes Wohnen im Rahmen raum planerischer Instrumente und Planungs verfahren berücksichtigen und fördern • Anliegen des altersgerechten Wohnens in Planungs und Entwicklungsprozesse (auch bei gemeindeeigenen Grundstücken) einbinden und fördern Betreuung und Pflege Ältere Menschen sollen möglichst lange selbst über ihr Leben und ihre Lebensform bestimmen können. Dafür gibt es flexible Angebote, die Unterstützung und Pflege zu Hause ermöglichen. Wenn jemand umfassen de Betreuung und Pflege benötigt, kann ein Umzug in eine Altersinstitution die sinn vollste und sicherste Lösung sein. Eine gut organisierte ambulante und statio näre Versorgung ermöglicht älteren Men schen, ihren Alltag trotz gesundheitlicher Ein schränkungen nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie erhalten die Unterstützung, die ihren Bedürfnissen entspricht. Gleich zeitig werden Angehörige, die viel Pflege und Unterstützung leisten, spürbar entlastet. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Bedarfsgerechter Ausbau von Pflegebetten Das Angebot soll sich am Bedarf orientieren, damit ältere Menschen aus Steinhausen verlässlich betreut sind. • Den Ausbau der Pflegebetten planen • Machbarkeit zusätzlicher Pflegebetten im Seniorenzentrum Weiherpark klären • Alternativ Pflegeplätze inner und ausser halb des Kantons prüfen Betreuende und pflegende Angehörige stärken Entlastungs , Informations und Unterstüt zungsangebote für Angehörige aufbauen. • Mit Information und Beratung helfen, Belastungen besser zu bewältigen • Kurzfristige Entlastungsangebote schaffen • Ausbildung und Bezahlung über die Spitex und anderer Trägerschaften ausbauen • Notfallbetreuung auf die Bedürfnisse pflegender Angehöriger abstimmen Alleinstehende Pflegebedürftige unterstützen Die betroffenen Menschen aktiv ansprechen und ihnen ein passendes Angebot ermöglichen. • Für alleinstehende verletzliche und fragile Personen wird passende Unterstützung gesucht und vermittelt Angebote zur Sensibilisierung für den Grundsatz «ambulant vor stationär» Die Bevölkerung soll über Hilfe und Pflege zu Hause informiert werden und einfachen Zugang zu diesen Angeboten erhalten. • Vereinbarungen mit Anbietern von Hilfe und Pflege zu Hause regelmässig prüfen und an den künftigen Bedarf anpassen • Die Bevölkerung informieren, wie diese Angebote den Alltag erleichtern und ein längeres Leben zu Hause ermöglichen Mobilität im Alter Mobilität wird im Alter besonders wichtig, denn sie ermöglicht Selbstbestimmung und soziale Kontakte. Doch viele ältere Menschen können den öffentlichen Verkehr nicht mehr problemlos nutzen. Oft stehen Billette und Fahrpläne nur noch digital zur Verfügung, Bahnhöfe sind unübersichtlich, und die Barrierefreiheit ist noch längst nicht überall gewährleistet. Deshalb gewinnen ergänzende Mobilitätsformen, die das ÖVNetz erweitern, zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, dass sich ältere Menschen im öffentlichen Raum selbstständig und sicher bewegen können und diesen auch nutzen. Wichtige Dienstleistungs und Begegnungs orte sollen auch erreichbar sein, wenn man nicht mehr so gut zu Fuss ist. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Kleinräumige Mobilität ausbauen Die Wege im Alltag werden sicher und gut zugänglich gestaltet, damit ältere Menschen selbstständig unterwegs sein können. • Abklären, welche Unterstützung ältere Menschen unterwegs brauchen • Prüfen, wer Angebote für alternative Mobilitätsformen betreiben könnte • Prüfen, ob ein Ortsbus gebraucht wird und umsetzbar ist. Die Ergebnisse als Grundlage für den Entscheid festhalten Altersgerechten öffentlichen Raum weiterentwickeln Ältere Menschen sollen sich im öffentlichen Raum orientieren, damit sie diesen sicher und selbständig nutzen können. • Erfassen, was Menschen mit einge schränkter Mobilität brauchen, um sich im öffentlichen Raum gut bewegen zu können. Mitwirkungs und Beteiligungs möglichkeiten planen Entsorgungsmöglichkeiten verbessern Schaffung von Möglichkeiten zur Abfall entsorung, damit ältere Menschen diese mühelos nützen können. • Vorhandene Unterstützungsdienste prüfen, ergänzen und diese nutzen Gesundheit und Prävention Was ist geplant? Prävention und Gesundheitsförderung im Alter helfen, chronische Krankheiten wie Diabetes oder HerzKreislauf Probleme zu vermeiden. Sie reduzieren typische Alters risiken, beugen dem Abbau von Muskelkraft vor und fördern die geistige Fitness. Das trägt dazu bei, dass ältere Menschen länger selbstständig zu Hause leben und mobil bleiben können. Wichtig sind ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung, Sturz prävention und soziale Kontakte. Diese einfachen, wirksamen Faktoren stärken Gesundheit und Wohlbefinden im Alltag. Die Gemeinde als Unterstützerin spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie der Bevöl kerung nah sind und auf vielen Ebenen aktivieren können. So lassen sich Gesund heitsrisiken früher erkennen und besser bewältigen. Ziele Massnahmen Prävention ausbauen Einfach zugängliche Angebote sollen die Gesundheit fördern und helfen, Belastungen frühzeitig zu erkennen. • Treffpunkte für Bewegungsangebote schaffen (z. B. Tanz) • Informationsanlässe und Angebote zu präventiven Themen unterstützen Angebote im öffentlichen Raum Gut zugängliche Bewegungs und Erlebnis orte sollen die körperliche und geistige Aktivität fördern. • Möglichkeiten für gesundheitsfördernde Elemente im öffentlichen Raum prüfen • Gesundheitsfördernde Bewegungs und Erlebnisorte planen und umsetzen Sensibilisieren Durch Impulse wird das Bewusstsein gefördert, was das eigene Wohlbefinden fördert. • Aktivitäten und Veranstaltungen unter dem Titel «Was tut mir gut?» entwickeln Demenzfreundliche Gemeinde Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen leben in Steinhausen möglichst selbst bestimmt, sicher und sozial eingebunden. • Leitfaden «Demenzfreundliche Gemeinde» entwickeln • Sensibilisierungs und Schulungsangebot für Dienstleistende aufbauen • Niederschwellige Unterstützungs und Sensibilisierungsangebote im Alltag für die allgemeine Bevölkerung entwickeln Begegnung und Gemeinschaft Viele ältere Menschen treffen im Alltag eher selten spontan andere Leute. Gründe dafür können sein, dass man nicht mehr so mobil ist, gesundheitliche Einschränkungen hat oder frühere Freundeskreise und vertraute Kontakte weggefallen sind. Dadurch ent stehen weniger Gelegenheiten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies kann zu Einsamkeit oder zum Gefühl führen, nicht mehr dazuzugehören. Durch gezielte Förderung von Begegnung und gemeinsamen Anlässen entsteht ein soziales Netz, das Sicherheit, Freude und Sinn vermittelt. Menschen tauschen sich aus, bleiben eingebunden, können ihre Erfahrungen weitergeben und erleben Wert schätzung. Was ist geplant? Ziele Massnahmen Treffpunkte im Innen- und Aussenraum gestalten Durch unkompliziert zugängliche Begeg nungsorte werden soziale Kontakte zwischen den Generationen gefördert. • Standorte für altersfreundliche Innen und Aussenraum Treffpunkte unter Mitwirkung der Bevölkerung analysieren • Temporäre, mobile, saisonale oder perma nente Elemente als Begegnungsorte nutzen Dorfkern/Dorfplatz gestalten Durch einen einladenden Begegnungsort im Zentrum von Steinhausen werden soziale Kontakte und Zugehörigkeitsgefühl gefördert. • Temporäre und stationäre Projekte entwickeln • Dorfplatz baulich und gestalterisch auf werten und dabei Sicherheits, Zugäng lich keits und Aufenthaltsaspekte berück sichtigen Freiwilligenarbeit ausbauen und unterstützen Die soziale Teilhabe wird gefördert und Mög lichkeiten geschaffen. • Bestehende Vereine, Freiwilligenorganisa tionen sowie informelle Gruppen gezielt und bedarfs orientiert unterstützen Für die Umsetzung der Altersstrategie ist primär die Gemeinde verantwortlich. Die Abteilung Soziales und Gesundheit arbeitet die einzelnen Massnahmen aus und setzt sie um. Wir haben die Massnahmen nach ihrer Wichtigkeit geordnet und gehen sie schrittweise an. Dabei legen wir fest, was zu tun ist, wer welche Aufgaben übernimmt und welche Schritte als Nächstes folgen. Wir verstehen die Altersstrategie als rollenden Prozess. Das bedeutet, dass wir die Massnahmen und das Vorgehen regelmässig überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vor nehmen. Dabei berücksichtigen wir aktuelle Bedürfnisse und Entwicklungen. So bleibt die Altersstrategie eine stets aktuelle Grundlage für die Alterspolitik in Steinhausen. Und wie geht es weiter? Gemeinde Steinhausen Abteilung Soziales und Gesundheit Bereich Alter Bahnhofstrasse 3 6312 Steinhausen Telefon 041 748 11 10 sug@steinhausen.ch www.steinhausen.ch

One line that says what changes, such as "Halve the dog tax".

Who it helps, what it costs, what it fixes. It is what persuades people to support it.

A proposal here is not law. Support on Solon is evidence that people want the change; the official route says what it takes to make it law.

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