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Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel

Appenzell Ausserrhoden · 813.21 · statute

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Contents: 11 provisions
  1. Art. 1 I. Allgemeine Bestimmungen (1.)
  2. Art. 2
  3. Art. 3
  4. Art. 4 II. Ambulante Drogenberatung (2.)
  5. Art. 5 Ausserrhodische Gesetzessammlung 813.21
  6. Art. 6
  7. Art. 8 Art. 7 * …
  8. Art. 9
  9. Art. 10
  10. Art. 11 III. Schlussbestimmungen (3.)
  11. Art. 12

11 provisions

Art. 1 I. Allgemeine Bestimmungen (1.)

Departement Gesundheit und Soziales * 1 Der Vollzug des Betäubungsmittelgesetzes ist Sache des Departements Gesundheit und Soziales, soweit dieses Gesetz nichts anders vorsieht. * 2 Das Departement Gesundheit und Soziales ist namentlich zuständig für die Erteilung und den Entzug von Bewilligungen2) und für die Kontrolle des Verkehrs mit Betäubungsmitteln3). *

Art. 2

Kantonsarzt 1 Der Kantonsarzt ist zuständig für: a) die Entgegennahme von Meldungen über Fälle von Drogenabhängigkeit4), b) die Anordnung von Massnahmen gegenüber Abhängigen und Gefährdeten5), 1) Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121) 2) Vgl. insbes. Art. 4, 9, 12, 14 BetmG 3) Art. 16–18 BetmG 4) Art. 15 BetmG 5) Art. 15a und 15b BetmG * vgl. Änderungstabelle am Schluss des Erlasses Lf. Nr. / Abl. 309 1 813.21 Ausserrhodische Gesetzessammlung c) die Bewilligung zur Verschreibung, Abgabe und Verabreichung von Betäubungsmitteln zur Behandlung von Drogenabhängigen6).

Art. 3

Bewilligungen7) * 1 Gesuche um Erteilung von Bewilligungen sind schriftlich beim Departement Gesundheit und Soziales einzureichen. * 2 Medizinalpersonen und ihnen gleichgestellte Personen8) bedürfen keiner besonderen Bewilligung für den Bezug, die Lagerung, die Verwendung und die Abgabe von Betäubungsmitteln. Sie führen eine laufende Lagerkontrolle für jede einzelne Art von Betäubungsmitteln9). 3 Das Departement Gesundheit und Soziales kann Richtlinien über die Anwendung von Betäubungsmitteln durch kantonal approbierte Zahnärzte10) erlassen. *

Art. 4 II. Ambulante Drogenberatung (2.)

Begriff 1 Die ambulante Drogenberatung umfasst die fachkundige Beratung, Betreuung und Nachbetreuung von Drogengefährdeten und Drogenabhängigen und die Vermittlung von Therapien. 2 Zur Drogenberatung gehören auch die Beratung von Eltern und privaten Betreuern sowie die Mitarbeit in der vorbeugenden Drogenbekämpfung. 3 Als drogengefährdet oder drogenabhängig gelten Personen, welche Betäubungsmittel oder ihnen gleichgestellte Stoffe und Präparate im Sinne des Bundesrechts11) konsumieren oder von solchen abhängig sind. 6) Art. 15a Abs. 5 BetmG 7) Vom Bundesrat nur teilweise genehmigt. Entgegen Abs. 2 können die den Medizinalpersonen gleichgestellten Personen nur individeull von der Bewilligungspflicht befreit werden (Art. 9 Abs. 2a BetmG). Aus dem gleichen Grund widersprächen allfällige Richtlinien des Departements Gesundheit und Soziales über die Anwendung von Betäubungsmitteln im Sinne von Abs. 3 dem Bundesrecht, welches nur eine Befreiung im Einzelfall für Inhalber eines Hochschuldiploms vorsieht. 8) Art. 2 des Gesundheitsgesetzes (bGS 811.1) 9) Art. 55 Abs. 1 lit. c der eidg. Betäubungsmittelverordnung (BetmV; SR 812.121.1) 10)Art. 10 des Gesundheitsgesetzes (bGS 811.1) 11)Art. 1 BetmG sowie Verordnung über die Betäubungsmittel und andere Stoffe und- Präparate (SR 812.121.2)

Art. 5 Ausserrhodische Gesetzessammlung 813.21

Kantonale Beratungsstellen a) Grundsatz 1 Der Kanton betreibt eine oder mehrere Drogenberatungsstellen. 2 Die kantonalen Beratungsstellen sind verantwortlich für die Beratung von Drogengefährdeten und Drogenabhängigen mit Wohnsitz im Kanton. Sie koordinieren die präventive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. 3 Der Regierungsrat kann mit anderen Kantonen Vereinbarungen über die Beratung und Betreuung von Drogengefährdeten und Drogenabhängigen abschliessen.

Art. 6

b) Organisation 1 Die Beratungsstellen werden durch speziell ausgebildetes Personal geleitet. Sie unterstehen der Aufsicht durch das Departement Gesundheit und Soziales. * 2 Das Departement Gesundheit und Soziales erlässt die erforderlichen organisatorischen Vorschriften. Es kann Betriebskommissionen einsetzen und deren Aufgaben regeln. *

Art. 8 Art. 7 * …

Andere Einrichtungen a) Anerkennung 1 Der Regierungsrat kann öffentliche oder private Fürsorgeeinrichtungen und Drogenberatungsstellen anerkennen, sofern sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen: a) Gewährleistung einer fachkundigen Beratung durch ausgebildetes Personal, b) Zusammenarbeit mit den kantonalen Beratungsstellen und dem ambulanten psychiatrischen Dienst der Kantonalen Psychiatrischen Klinik.

Art. 9

b) Aufsicht 1 Die anerkannten Drogenberatungsstellen unterstehen in dieser Funktion der Aufsicht durch das Departement Gesundheit und Soziales. Sie legen ihr jährlich Rechenschaft ab. * 813.21 Ausserrhodische Gesetzessammlung

Art. 10

c) Beiträge 1 Der Kanton entrichtet den anerkannten Beratungsstellen Beiträge in der Höhe von bis zu 50 Prozent der auf die Beratung von Kantonseinwohnern entfallenden Kosten.

Art. 11 III. Schlussbestimmungen (3.)

Kantonsrat 1 Der Kantonsrat ist befugt, dieses Gesetz geändertem Bundesrecht anzupassen.

Art. 12

Inkrafttreten 1 Dieses Gesetz tritt nach seiner Genehmigung durch den Bundesrat12) am 1. Januar 1990 in Kraft. 2 Mit seinem Inkrafttreten werden aufgehoben: 1. die Verordnung vom 16. Februar 195413) zum Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel, 2. die Verordnung vom 29. Oktober 198414) über die ambulante Beratung von Drogengefährdeten und Drogenabhängigen. Vom Bundesrat genehmigt am 18. Oktober 1989 (mit Vorbehalten zu Art. 3 Abs. 2 und 3) 12)18. Oktober 1989 13)bGS 813.21 (aGS II/240) 14)bGS 813.23 (lfd. Nr. 157) Ausserrhodische Gesetzessammlung 813.21 Änderungstabelle - Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Lf. Nr. / Abl. 25.11.2007 01.01.2008 Art. 7 aufgehoben 1051 / 2007, 634, 934 11.05.2015 01.01.2016 Art. 1 Titel geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 1 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 1 Abs. 2 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 3 Titel geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 3 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 3 Abs. 3 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 6 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 6 Abs. 2 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 9 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 813.21 Ausserrhodische Gesetzessammlung Änderungstabelle - Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Lf. Nr. / Abl. Art. 1 11.05.2015 01.01.2016 Titel geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 1 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 1 Abs. 2 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 3 11.05.2015 01.01.2016 Titel geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 3 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 3 Abs. 3 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 6 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 6 Abs. 2 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 7 25.11.2007 01.01.2008 aufgehoben 1051 / 2007, 634, 934 Art. 9 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588

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