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Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung

Confederation · 831.10 · statute

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Contents: 169 provisions
  1. Art. 1
  2. Art. 1a Obligatorisch Versicherte
  3. Art. 2 Freiwillige Versicherung
  4. Art. 3 Beitragspflichtige Personen
  5. Art. 4 Bemessung der Beiträge
  6. Art. 5 Beiträge von Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 1. Grundsatz
  7. Art. 6 2. Beiträge der Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber
  8. Art. 7 3. Globallöhne
  9. Art. 8 Beiträge von Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit 1. Grundsatz
  10. Art. 9 2. Begriff und Ermittlung
  11. Art. 9bis Anpassung der sinkenden Beitragsskala und des Mindestbeitrages
  12. Art. 10
  13. Art. 11
  14. Art. 12 Beitragspflichtige Arbeitgeber
  15. Art. 13 Höhe des Arbeitgeberbeitrages
  16. Art. 14 Bezugstermine und -verfahren
  17. Art. 14bis Zuschläge
  18. Art. 15 Vollstreckung von Beitragsforderungen
  19. Art. 16 Verjährung
  20. Art. 17
  21. Art. 18 Rentenberechtigung
  22. Art. 19
  23. Art. 20 Zwangsvollstreckung und Verrechnung bei Renten
  24. Art. 21 Referenzalter und Altersrente
  25. Art. 22
  26. Art. 22bis Zusatzrente
  27. Art. 22ter Kinderrente
  28. Art. 23 Witwen- und Witwerrente
  29. Art. 24 Besondere Bestimmungen
  30. Art. 24a Geschiedene Ehegatten
  31. Art. 24b Zusammentreffen von Witwen- oder Witwerrenten mit Alters- oder Invalidenrenten
  32. Art. 25 Waisenrente
  33. Art. 26–28
  34. Art. 28bis Zusammentreffen von Waisenrenten mit anderen Renten
  35. Art. 29 Bezügerkreis. Voll- und Teilrenten
  36. Art. 29bis Allgemeine Bestimmungen für die Rentenberechnung
  37. Art. 29ter Vollständige Beitragsdauer
  38. Art. 29quater Durchschnittliches Jahreseinkommen 1. Grundsatz
  39. Art. 29quinquies 2. Erwerbseinkommen sowie Beiträge nichterwerbstätiger Personen
  40. Art. 29sexies 3. Erziehungsgutschriften
  41. Art. 29septies 4. Betreuungsgutschriften
  42. Art. 30 5. Ermittlung des durchschnittlichen Jahreseinkommens
  43. Art. 30bis Berechnungsvorschriften
  44. Art. 30ter Individuelle Konten
  45. Art. 31 Neufestsetzung der Rente
  46. Art. 32
  47. Art. 33 Hinterlassenenrente
  48. Art. 33bis Ablösung einer Invalidenrente
  49. Art. 33ter Anpassung der Renten an die Lohn- und Preisentwicklung
  50. Art. 34 Berechnung und Höhe der Vollrenten 1. Die Altersrente
  51. Art. 34bis 1a. Ausgleichsmassnahme für Frauen der Übergangsgeneration, die ihre Altersrente nicht vorbeziehen
  52. Art. 34ter 1b. 13. Altersrente
  53. Art. 35 2. Summe der beiden Renten für Ehepaare
  54. Art. 35bis 3. Zuschlag für verwitwete Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten
  55. Art. 35ter 4. Kinderrente
  56. Art. 36 5. Witwen- oder Witwerrente
  57. Art. 37 6. Waisenrente
  58. Art. 37bis 7. Zusammentreffen von Waisen- und Kinderrenten
  59. Art. 38 Berechnung
  60. Art. 39 Aufschub des Bezugs der Altersrente
  61. Art. 40 Vorbezug der Altersrente
  62. Art. 40a Kürzung bei Vorbezug der Altersrente
  63. Art. 40b Kombination von Vorbezug und Aufschub der Altersrente
  64. Art. 40c Kürzungssätze für Frauen der Übergangsgeneration bei der vorbezogenen Altersrente
  65. Art. 41 Kürzung wegen Überversicherung
  66. Art. 42 Bezügerkreis
  67. Art. 43 Höhe der ausserordentlichen Renten
  68. Art. 43bis Hilflosenentschädigung
  69. Art. 43ter Assistenzbeitrag
  70. Art. 43quater Hilfsmittel
  71. Art. 43quinquies Überwachung des finanziellen Gleichgewichtes
  72. Art. 44 Auszahlung von Renten und Hilflosenentschädigungen
  73. Art. 45
  74. Art. 46 Nachzahlung nicht bezogener Renten und Hilflosenentschädigungen
  75. Art. 47
  76. Art. 48
  77. Art. 48bis–48sexies
  78. Art. 49 Grundsatz
  79. Art. 49a Informationssysteme und Anforderungen
  80. Art. 49b Informationssysteme für die Durchführung internationaler Abkommen
  81. Art. 49c Register der laufenden Geldleistungen
  82. Art. 49d Versichertenregister
  83. Art. 49e Ausführungsbestimmungen zum Register der laufenden Geldleistungen und zum Versichertenregister
  84. Art. 49f Bearbeiten von Personendaten
  85. Art. 50
  86. Art. 50a Datenbekanntgabe
  87. Art. 50b Abrufverfahren
  88. Art. 50c AHV-Nummer
  89. Art. 50d–50g
  90. Art. 51 Aufgaben
  91. Art. 52 Haftung
  92. Art. 53 1. Voraussetzungen a. Errichtung von Ausgleichskassen der Arbeitgeber
  93. Art. 54 b. …
  94. Art. 55 2. Sicherheitsleistung
  95. Art. 56 3. Verfahren
  96. Art. 57 4. Kassenreglement
  97. Art. 58 Organisation 1. Der Kassenvorstand
  98. Art. 59 2. Der Kassenleiter
  99. Art. 60 Auflösung
  100. Art. 61 Kantonale Erlasse
  101. Art. 62 Errichtung und Aufgaben
  102. Art. 63 Aufgaben der Ausgleichskassen
  103. Art. 63a Übertragung weiterer Aufgaben auf die Ausgleichskasse
  104. Art. 63b Übertragung von Kassenaufgaben auf Dritte
  105. Art. 64 Kassenzugehörigkeit und Meldepflicht
  106. Art. 64a Zuständigkeit für die Festsetzung und Auszahlung der Renten von Ehepaaren
  107. Art. 65 Zweigstellen
  108. Art. 66 Risiko- und Qualitätsmanagement, internes Kontrollsystem
  109. Art. 66a Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit
  110. Art. 66b Berichterstattung der Ausgleichskasse
  111. Art. 67 Rechnungslegung
  112. Art. 68 Anforderungen an die Revisionsstelle und den leitenden Revisor
  113. Art. 68a Aufgaben der Revisionsstelle
  114. Art. 68b Arbeitgeberkontrolle
  115. Art. 69 Deckung der Verwaltungskosten
  116. Art. 70 Haftung für Schäden
  117. Art. 71 Errichtung und Aufgaben
  118. Art. 71a Haftung
  119. Art. 72 Aufsichtsbehörde
  120. Art. 72a Aufgaben der Aufsichtsbehörde
  121. Art. 72b Massnahmen der Aufsichtsbehörde
  122. Art. 73 Eidgenössische Kommission für die Alters‑, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
  123. Art. 74–83
  124. Art. 84 Besondere Zuständigkeit
  125. Art. 85
  126. Art. 85bis Eidgenössische Rekursbehörde
  127. Art. 86
  128. Art. 87 Vergehen
  129. Art. 88 Übertretungen
  130. Art. 89
  131. Art. 90 Zustellung von Urteilen und Einstellungsverfügungen
  132. Art. 91 Ordnungsbussen
  133. Art. 92
  134. Art. 92a
  135. Art. 93 Meldungen an die Arbeitslosenversicherung
  136. Art. 93bis Meldungen an das Staatssekretariat für Migration
  137. Art. 94
  138. Art. 95 Vergütung und Übernahme der Kosten
  139. Art. 95a Vergütung weiterer Kosten
  140. Art. 96
  141. Art. 97
  142. Art. 98
  143. Art. 99
  144. Art. 100
  145. Art. 101
  146. Art. 101bis Beiträge zur Förderung der Altershilfe
  147. Art. 101ter
  148. Art. 102 Grundsatz
  149. Art. 103 Bundesbeitrag
  150. Art. 104 Finanzierung des Bundesbeitrags
  151. Art. 105 und 106
  152. Art. 107 Bildung
  153. Art. 108
  154. Art. 109 Verwaltung
  155. Art. 110
  156. Art. 111
  157. Art. 112
  158. Art. 113–153
  159. Art. 153a
  160. Art. 153b Begriff
  161. Art. 153c Berechtigte
  162. Art. 153d Technische und organisatorische Massnahmen
  163. Art. 153e Risikoanalyse
  164. Art. 153f Mitwirkungspflichten
  165. Art. 153g Bekanntgabe der AHV-Nummer beim Vollzug von kantonalem oder kommunalem Recht
  166. Art. 153h Gebühren
  167. Art. 153i Strafbestimmungen des vierten Teils
  168. Art. 154 Inkrafttreten und Vollzug
  169. Art. 155

169 provisions

Art. 153c Berechtigte

1 Nur folgende Behörden, Organisationen und Personen sind berechtigt, die AHV-Nummer systematisch zu verwenden: a. soweit sie zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben erforderlich ist:1. die eidgenössischen Departemente und die Bundeskanzlei, 2. die dezentralisierten Einheiten der Bundesverwaltung, 3. die Einheiten der Kantons- und Gemeindeverwaltungen, 4. die Organisationen und Personen des öffentlichen oder privaten Rechts, die nicht den Verwaltungen nach den Ziffern 1–3 angehören und die durch Bundesrecht, kantonales Recht oder kommunales Recht oder durch Vertrag mit Verwaltungsaufgaben betraut sind, sofern das anwendbare Recht die systematische Verwendung der AHV-Nummer vorsieht, 5. die Bildungsinstitutionen; b. die privaten Versicherungsunternehmen in Fällen nach Artikel 47a des Versicherungsvertragsgesetzes vom 2. April 1908; c. die Organe, die beauftragt sind, die in einem allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag vorgesehenen Kontrollen durchzuführen. 2 Sie dürfen die AHV-Nummer nicht systematisch verwenden in den Bereichen, in denen das anwendbare Recht dies ausdrücklich ausschliesst. SR 221.229.1

Art. 153d Technische und organisatorische Massnahmen

Die zur systematischen Verwendung der AHV-Nummer berechtigten Behörden, Organisationen und Personen dürfen diese Nummer nur verwenden, wenn sie folgende technische und organisatorische Massnahmen getroffen haben: a. Sie beschränken den Zugang zu Datenbanken, welche die AHV-Nummer enthalten, auf die Personen, welche die AHV-Nummer zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen und schränken bei elektronischen Datenbanken die Lese- und Schreibrechte entsprechend ein. b. Sie bezeichnen eine für die systematische Verwendung der AHV-Nummer zuständige Person. c. Sie sorgen dafür, dass die zugangs- und zugriffsberechtigten Personen in Aus- und Weiterbildung darin geschult werden, dass die AHV-Nummer nur aufgabenbezogen verwendet und nur entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bekannt gegeben werden darf. d. Sie treffen Massnahmen zur Wahrung der Informationssicherheit und des Datenschutzes, die der Risikolage angepasst sind und dem Stand der Technik entsprechen; sie sorgen insbesondere für eine dem Stand der Technik entsprechende Verschlüsselung von Datensätzen, welche die AHV-Nummer enthalten und über ein öffentliches Netz übertragen werden. e. Sie legen fest, wie im Falle eines missbräuchlichen Zugriffs auf Datenbanken oder einer missbräuchlichen Nutzung derselben vorzugehen ist. Siehe auch die SchlB Änd. 18.12.2020 am Ende des Textes.

Art. 153e Risikoanalyse

1 Die folgenden Einheiten führen periodisch eine Risikoanalyse durch, die insbesondere dem Risiko einer unerlaubten Zusammenführung von Datenbanken Rechnung trägt: a. die eidgenössischen Departemente und die Bundeskanzlei für Datenbanken, die sie selber führen, und für Datenbanken, welche die Behörden, Organisationen und Personen nach Artikel 153c Absatz 1 Buchstabe a Ziffern 2 und 4, die Bildungsinstitutionen in ihrem Zuständigkeitsbereich und die privaten Versicherungsunternehmen nach Artikel 153c Absatz 1 Buchstabe b führen; b. die Kantone für Datenbanken, die von Einheiten der kantonalen und kommunalen Verwaltung und von Organisationen und Personen nach Artikel 153c Absatz 1 Buchstabe a Ziffern 4 und 5 geführt werden, sofern das kantonale oder kommunale anwendbare Recht die systematische Verwendung der AHV-Nummer vorsieht. 2 Sie führen im Hinblick auf die Risikoanalyse ein Verzeichnis der Datenbanken, in denen die AHV-Nummer systematisch verwendet wird.

Art. 153f Mitwirkungspflichten

Die Behörden, Organisationen und Personen, welche die AHV-Nummer systematisch verwenden, müssen der Zentralen Ausgleichsstelle bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben behilflich sein. Sie haben insbesondere folgende Mitwirkungspflichten: a. Sie erstatten der Zentralen Ausgleichsstelle Meldung über die systematische Verwendung der AHV-Nummer. b. Sie lassen Kontrollen durch die Zentrale Ausgleichsstelle zu, stellen dieser die für die Verifizierung der AHV-Nummer notwendigen Daten zur Verfügung und erteilen ihr die diesbezüglich benötigten Auskünfte. c. Sie nehmen die von der Zentralen Ausgleichsstelle angeordneten Korrekturen bei der AHV-Nummer vor.

Art. 153g Bekanntgabe der AHV-Nummer beim Vollzug von kantonalem oder kommunalem Recht

Die Behörden, Organisationen und Personen, die beim Vollzug von kantonalem oder kommunalem Recht die AHV-Nummer systematisch verwenden, dürfen die AHV-Nummer bekannt geben, wenn keine offensichtlich schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person entgegenstehen und: a. die Bekanntgabe für die Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere zur Verifizierung der AHV-Nummer, erforderlich ist; b. die Bekanntgabe für die Empfängerin oder den Empfänger für die Erfüllung ihrer oder seiner gesetzlichen Aufgaben unentbehrlich ist; oder c. die betroffene Person im Einzelfall der Bekanntgabe zugestimmt hat.

Art. 153h Gebühren

Der Bundesrat kann Gebühren vorsehen für die Dienstleistungen, welche die Zentrale Ausgleichsstelle im Zusammenhang mit der systematischen Verwendung der AHV-Nummer ausserhalb der AHV erbringt.

Art. 153i Strafbestimmungen des vierten Teils

1 Wer die AHV-Nummer systematisch verwendet, ohne dazu nach Artikel 153c Absatz 1 berechtigt zu sein, wird mit Geldstrafe bestraft. 2 Wer die AHV-Nummer verwendet, ohne die technischen und organisatorischen Massnahmen nach Artikel 153d zu treffen, wird mit Busse bestraft. 3 Artikel 79 ATSG ist anwendbar. SR 830.1

Art. 154 Inkrafttreten und Vollzug

1 Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1948 in Kraft. Der Bundesrat ist befugt, nach Aufnahme des Gesetzes in die eidgenössische Gesetzessammlung einzelne Bestimmungen organisatorischer Natur schon vor dem 1. Januar 1948 in Kraft zu setzen. 2 Der Bundesrat ist mit dem Vollzug beauftragt und erlässt die hiezu erforderlichen Verordnungen. Die Art. 9, Abs. 4, 17, 50, 51, Abs. 4, 53–58, 61–69, 71–73, 75, 77, Abs. 1, letzter Satz, 80, Abs. 1, 82, 85, 91, 93, 94, 96, 97, 100, 101 und 109 traten am 1. Aug. 1947 in Kraft (BRB vom 28. Juli 1947; AS 63 895).

Art. 155

Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737). Aufgehoben durch Ziff. II 39 des BG vom 20. März 2008 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

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