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13 provisions
Art. 1
Ausnahmen von der Bewilligungspflicht
1 Von der Bewilligungspflicht sind ausgenommen:
a. * …
b. gemeinnützige sowie auf gemeinnütziger Basis betriebene alkoholfreie Verpflegungsstätten;
c.–d. * …
e. * die Abgabe von Speisen und Getränken über die Gasse und im Zustelldienst;
f. Automaten für Speisen und alkoholfreie Getränke;
g. * Alp- und Berghütten, die nur einzelne Getränke und einzelne Speisen abgeben und nur saisonal in Betrieb sind.
Art. 2
Festlegen der Voraussetzungen
1 Die Einwohnergemeinden bestimmen im Rahmen der Bewilligungserteilung, welche betrieblichen und persönlichen Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sein müssen.
1) GDB 971.1
OGS 1997, 85
971.11
Art. 3
Meldepflicht
1 Die Einwohnergemeinden melden dem zuständigen kantonalen Departement die von ihnen erteilten Bewilligungen, die Entzüge sowie die verfügten Massnahmen oder betrieblichen Auflagen.
1.2. Bewilligungsvoraussetzungen
Art. 4
Betriebliche Voraussetzungen *
1 Alle Räume und Einrichtungen, die für die Bewirtung von Gästen bestimmt sind oder Räume, in denen öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden, müssen den Vorschriften der Gesundheits- und Lebensmittelgesetzgebung sowie den Brandschutzvorschriften2) entsprechen. *
2 … *
Art. 5–7 * …
Art. 8 e. Gelegenheitswirtschaften
1 Für Gelegenheitswirtschaften gelten die betrieblichen Vorschriften dieser
Verordnung sinngemäss.
Art. 9
Persönliche Voraussetzungen
1 Die Voraussetzungen für eine einwandfreie Führung der Gastwirtschaft
erfüllt insbesondere, wer:
a. über hinreichende Fachkenntnisse zur Führung einer Gastwirtschaft
verfügt;
b. * in den letzten fünf Jahren vor Gesuchseinreichung nicht wiederholt
oder in schwerwiegender Weise Vorschriften der Gesundheits-, der
Lebensmittel-, der Betäubungsmittel-3), der Ausländergesetzgebung
oder des Arbeitsrechts verletzt hat und mittels aktuellem Betreibungsregisterauszug der Wohnsitzgemeinde belegt, dass den Zahlungsverpflichtungen in den letzten fünf Jahren vor Gesuchseinreichung nachgekommen wurde.
2) Art. 3 Feuerwehrgesetz (GDB 546.1)
3) SR 812.2
971.11
2 Hinreichende Fachkenntnisse können namentlich nachgewiesen werden
durch:
a. * ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder einen gleichwertigen
Fachausweis in den Bereichen Gastwirtschaft, Hauswirtschaft, Nahrung oder Getränke;
b. wenigstens drei Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet der Lebensmittelhygiene;
c. * ein Diplom oder Zertifikat einer vom zuständigen Departement anerkannten gastgewerblichen Fachschule mit Ausbildungsschwerpunkten in Hygiene, Lebensmittelverarbeitung, gastgewerblichem Recht
und Betriebsführung;
d. einen andern vom zuständigen Departement anerkannten Fachausweis der Kantone.
3 Bei Gelegenheitswirtschaften hat eine geeignete Person die Verantwortung für die Überwachung und Ordnung des Wirtschaftsbetriebes zu übernehmen.
2. Bewilligungsgebühren und Abgaben
Art. 10
Gebühren
1 Für die Erteilung von Bewilligungen werden einmalige Gebühren in
nachstehendem Rahmen erhoben (Gebühren in Fr.):
a. Gastwirtschaftsbewilligung 200.– bis 2 000.–
b. Gelegenheitswirtschaft 0.– bis 500.–
c. Kleinhandel mit gebrannten Wassern 200.– bis 800.–
d. übrige Verrichtungen 50.– bis 800.–
2 Für die Verweigerung oder den Entzug von Bewilligungen wird eine Behandlungsgebühr von Fr. 200.– bis Fr. 1 000.– erhoben.
Art. 11
Abgabe
1 Für den Kleinhandel und den Ausschank von gebrannten Wassern wird
eine einmalige Abgabe bis Fr. 3 000.– erhoben.
2 Die Abgabe wird nach Art und Bedeutung des Betriebes oder Anlasses
festgesetzt.
3 Wird die Bewilligungsgebühr für Gelegenheitswirtschaften erlassen, so
kann auch auf die Abgabe verzichtet werden.
971.11
3. Verfahren
Art. 12
Gesuchseinreichung
1 Gesuche um die Erteilung von Bewilligungen sind mit den erforderlichen
Unterlagen beim Einwohnergemeinderat einzureichen.
Art. 13
Rechtsschutz
1 … *
2 Beschwerden gegen Sofortmassnahmen kommt keine aufschiebende
Wirkung zu.
4. Übergangs- und Schlussbestimmungen
Art. 14
Anpassung bisheriger Patente und Bewilligungen
1 Für die Ersetzung bisheriger Patente und Bewilligungen werden in der
Regel keine Gebühren erhoben. Das zuständige kantonale Departement
stellt zusammen mit den Einwohnergemeinden die Anpassung sicher.
Art. 15
Anpassung bisheriger Betriebe
1 Bestehende Betriebe, welche die baulichen Voraussetzungen nicht in allen Teilen erfüllen (z.B. Raumhöhe), können im Sinne der Besitzstandswahrung weitergeführt werden. Anpassungen an die neuen Bestimmungen sind dann vorzunehmen, wenn wesentliche An- und Umbauten vorgenommen werden oder es die Sicherheit der Gäste erfordert.
Art. 16
Aufhebung und Anpassung bisherigen Rechts
1 Die dieser Verordnung widersprechenden Bestimmungen werden aufgehoben, insbesondere:
a. die Vollziehungsverordnung zum Gastwirtschaftsgesetz vom 27. Oktober 19714), ausgenommen die Artikel 16a bis 16f; diese Bestimmungen5) gelten bis zum Erlass einer entsprechenden Verordnung
als «Tourismusverordnung»;
4) OGS 1973, 17, OGS 1976, 40, OGS 1986, 120
5) Art. 16a bis 16f aufgehoben durch Art. 8 der Tourismusverordnung vom 3. Juli 1997
(OGS 1997, 87)
971.11
b. der Regierungsratsbeschluss über die Ausübung des Weinhandels
vom 20. November 19456),
Art. 17 c. ...7)
Inkrafttreten
1 Der Regierungsrat bestimmt, wann diese Verordnung in Kraft tritt.8) Sie
unterliegt dem fakultativen Referendum.
Informationen zum Erlass
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 1997, 85
geändert durch
- das Gesetz über die Bereinigung der amtlichen Gesetzessammlung
(Bereinigungsgesetz II) vom 15. März 2007, in Kraft seit 1. August 2007
(OGS 2007, 13),
- Nachtrag zum Gastgewerbegesetz vom 29. Juni 2018 (OGS 2018, 25),
Botschaft und Vorlage des Regierungsrats vom 13. März 2018, Kantonsratssitzungen vom 25. Mai und 29. Juni 2018 (22.18.03), in Kraft seit 1.
September 2018 (OGs 2018, 27)
6) OGS 1950, 31
7) Die Änderung bisherigen Rechts ist im entsprechenden Erlass nachgeführt und
kann unter OGS 1997, 85 konsultiert werden
8) Vom Regierungsrat auf 1. November 1997 in Kraft gesetzt
971.11
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
03.07.1997 01.11.1997 Erlass Erstfassung OGS 1997, 85
15.03.2007 01.08.2007 Art. 13 Abs. 1 aufgehoben OGS 2007, 13
29.06.2018 01.09.2018 Art. 1 Abs. 1, a. aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 1 Abs. 1, c. aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 1 Abs. 1, d. aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 1 Abs. 1, e. geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 1 Abs. 1, g. geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 4 Titel geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 4 Abs. 1 geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 4 Abs. 2 aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 5 aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 6 aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 7 aufgehoben OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 9 Abs. 1, b. geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 9 Abs. 2, a. geändert OGS 2018, 25
29.06.2018 01.09.2018 Art. 9 Abs. 2, c. geändert OGS 2018, 25
971.11
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 03.07.1997 01.11.1997 Erstfassung OGS 1997, 85
Art. 1 Abs. 1, a. 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 1 Abs. 1, c. 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 1 Abs. 1, d. 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 1 Abs. 1, e. 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 1 Abs. 1, g. 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 4 29.06.2018 01.09.2018 Titel geändert OGS 2018, 25
Art. 4 Abs. 1 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 4 Abs. 2 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 5 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 6 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 7 29.06.2018 01.09.2018 aufgehoben OGS 2018, 25
Art. 9 Abs. 1, b. 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 9 Abs. 2, a. 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 9 Abs. 2, c. 29.06.2018 01.09.2018 geändert OGS 2018, 25
Art. 13 Abs. 1 15.03.2007 01.08.2007 aufgehoben OGS 2007, 13