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4 provisions
§ 1
Zuständigkeit
1 Der Vollzug des Opferhilfegesetzes obliegt der Sicherheitsdirektion. *
2 Der Regierungsrat ist um die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kantonen und insbesondere dem Kanton Basel-Stadt im Bereich der Beratungsstellen (Artikel 9 OHG) bestrebt und schliesst die dafür notwendigen Verträge ab. *
3 ... *
2 Gemeinsame Kommission
§ 2
Grundsatz
1 Der Regierungsrat setzt zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt eine
gemeinsame Kommission ein, welche die Umsetzung und Anwendung des
OHG begleitet und überwacht. *
2 In die gemeinsame Kommission wählt der Regierungsrat 3 Vertreterinnen und
Vertreter fachspezifischer Organisationen sowie Fachleute im Bereich der Opferhilfe im Besonderen und auf psychosozialem und juristischem Gebiet im Allgemeinen. Mindestens die Hälfte der Mitglieder sollen weiblichen Geschlechts
sein. *
3 Den Vorsitz der Kommission hat zweijährlich abwechselnd einer der beiden
Kantone inne. Im übrigen konstituiert sich die Kommission selbst.
1) SR 312.51
2) GS 29.276, SGS 100
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS 31.186
2 252.11
§ 3 * Auftrag
1 Die Kommission hat insbesondere folgende Aufgaben:
a. Ausarbeiten von Richtlinien für die Beratungstätigkeit und für finanzielle
Belange;
b. Erteilen von Kostengutsprachen und Erlass von Verfügungen für längerfristige Hilfe gemäss Artikel 13 Absatz 2 OHG in Verbindung mit Artikel 14
OHG im Auftrag der Kantone;
c. Aufsicht über die Beratungsstellen im Bereich der finanziellen Leistungen.
3 Beratungsstellen
§ 4 * Grundsatz
1 Der Regierungsrat sorgt für Einrichtung und Betrieb von Opferberatungsstellen gemäss Artikel 9 OHG. Er stützt sich dafür in erster Linie auf bestehende
Fachstellen und -organisationen.
2 Er kann diese Aufgabe gemeinsam mit benachbarten Kantonen wahrnehmen
und sie an private Organisationen übertragen.
§ 5 * Aufgaben
1 Die Beratungsstellen sind verantwortlich für die fachgerechte, umfassende
und effiziente Erfüllung der übertragenen Aufgabe.
§ 6 * Vergütung
1 Der Regierungsrat erlässt nach Anhörung der Kommission Bestimmungen
über die Vergütung der Beratungsstellen. Er bestimmt die pauschal oder nach
Einzelfällen an die Beratungsstellen auszurichtenden Vergütungen und kann
sie mit einem Leistungsauftrag sowie anderen Auflagen verbinden.
§ 7 * Mitwirkungspflicht
1 Personen, welche Beratungsleistungen oder finanzielle Beiträge gemäss Artikel 13 in Verbindung mit Artikel 14 Absatz 1 OHG beanspruchen, haben alle
dafür erforderlichen Informationen und Unterlagen über ihre persönlichen und
wirtschaftlichen Verhältnisse zur Verfügung zu stellen.
§ 8 * Kostengutsprache
1 Die Opferhilfekommission erlässt gestützt auf Artikel 12ff. OHG Richtlinien für
die Kostenübernahme durch die Beratungsstellen.
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS 31.186
3 252.11
§ 5
Buchstabe b des Vertrags
über die Opferberatungsstellen beider Basel kann das Opfer innert 10 Tagen
ab Zustellung schriftlich und begründet wie folgt Beschwerde erheben:
a. bei Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht;
b. bei Wohnsitz ausserhalb, aber Tatort im Kanton Basel-Landschaft beim
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht;
c. bei allen übrigen Fällen beim Verwaltungsgericht am Sitz der ersuchenden Beratungsstelle.
4 Entschädigung und Genugtuung
§ 9 * Zuständigkeit
1 Zuständige Behörde für die Ausrichtung von Entschädigungs- und Genugtuungsleistungen gemäss Artikel 19ff. OHG ist die Sicherheitsdirektion.
2 Die gesuchstellende Person ist verpflichtet, alle zur Beurteilung des Gesuchs
erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Die Verletzung der Mitwirkungspflicht kann zur Sistierung des Verfahrens oder Verweigerung der Entschädigungs- oder Genugtuungsleistungen führen.
§ 10 * Beschwerde
1 Rechtsmittelinstanz nach Artikel 29 Absatz 3 OHG ist das Kantonsgericht.
Das Verfahren richtet sich nach dem Gesetz vom 16. Dezember 19933) über
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO).
5 Inkrafttreten
§ 11
1 Diese Verordnung tritt am 16. Februar 1993 in Kraft.
3) GS 31.847, SGS 271
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS 31.186
4 252.11
Änderungstabelle - Nach Beschlussdatum
Beschlussdatum Inkraft seit Element Wirkung Publiziert mit
16.02.1993 16.02.1993 Erlass Erstfassung GS 31.186
04.11.2008 01.01.2009 § 1 Abs. 1 geändert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 1 Abs. 2 geändert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 2 Abs. 1 geändert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 2 Abs. 2 geändert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 3 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 4 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 5 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 6 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 7 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 8 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 9 totalrevidiert GS 36.797
04.11.2008 01.01.2009 § 10 totalrevidiert GS 36.797
08.11.2011 01.01.2012 § 1 Abs. 3 aufgehoben mit GS 37.681
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS 31.186
5 252.11
Änderungstabelle - Nach Paragraf
Element Beschlussdatum Inkraft seit Wirkung Publiziert mit
Erlass 16.02.1993 16.02.1993 Erstfassung GS 31.186
§ 1 Abs. 1 04.11.2008 01.01.2009 geändert GS 36.797
§ 1 Abs. 2 04.11.2008 01.01.2009 geändert GS 36.797
§ 1 Abs. 3 08.11.2011 01.01.2012 aufgehoben mit GS 37.681
§ 2 Abs. 1 04.11.2008 01.01.2009 geändert GS 36.797
§ 2 Abs. 2 04.11.2008 01.01.2009 geändert GS 36.797
§ 3 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 4 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 5 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 6 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 7 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 8 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 9 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
§ 10 04.11.2008 01.01.2009 totalrevidiert GS 36.797
* Änderungstabellen am Schluss des Erlasses GS 31.186