Art. 1
Gegenstand 1 Diese Verordnung regelt den Vollzug der Lebensmittelkontrolle durch die kantonalen Kontrollorgane. 2 Vorbehalten bleiben die Vorschriften über die Lebensmittelkontrolle im Bereich der Tierhaltung und der Schlachtung3).
Appenzell Ausserrhoden · 815.11 · decree
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Gegenstand 1 Diese Verordnung regelt den Vollzug der Lebensmittelkontrolle durch die kantonalen Kontrollorgane. 2 Vorbehalten bleiben die Vorschriften über die Lebensmittelkontrolle im Bereich der Tierhaltung und der Schlachtung3).
Kontrollorgane 1 Kontrollorgane sind: a) der Kantonschemiker; b) der Lebensmittelinspektor; c) die Lebensmittelkontrolleure. 2 Die Kontrollorgane werden vom Regierungsrat gewählt und stehen unter der Aufsicht des Departements Gesundheit und Soziales. * 3 Das Departement Gesundheit und Soziales sorgt für die Aus- und Weiterbildung der Kontrollorgane. * 1) LMG (SR 817.0) 2) KV (bGS (111.1) 3) Vgl. V über die Fleischkontrolle (bGS 815.13) * vgl. Änderungstabelle am Schluss des Erlasses Lf. Nr. / Abl. 607 1 815.11 Ausserrhodische Gesetzessammlung
Aufgaben der Kontrollorgane 1 Der Kantonschemiker leitet die Lebensmittelkontrolle. Er führt das kantonale Laboratorium und koordiniert die Tätigkeit der Kontrollorgane. 2 Der Lebensmittelinspektor und die ihm unterstellten Lebensmittelkontrolleure führen Inspektionen durch, erheben Proben und verfügen die notwendigen Massnahmen nach Massgabe des Bundesrechts und den Weisungen des Kantonschemikers. 3 Die Kontrollorgane orientieren die Gemeinden jährlich über die Tätigkeit der Lebensmittelkontrolle auf ihrem Gemeindegebiet.
Gebühren 1 Die kantonalen Vollzugsorgane erheben für ihre Vollzugstätigkeit Gebühren, soweit das eidgenössische Lebensmittelrecht dies zulässt. 2 Der Regierungsrat erlässt hierüber einen Gebührentarif.
Probenvergütung 1 Der Kanton vergütet den Wert nicht beanstandeter Proben, sofern ihr Ankaufswert den vom Bund festgelegten Mindestwert4) erreicht. 2 Der Eigentümer der Probe hat bei der Probenerhebung zu erklären, ob er eine Vergütung wünscht.
Information der Öffentlichkeit 1 Der Kantonschemiker informiert in Absprache mit dem Departement Gesundheit und Soziales die Öffentlichkeit über den Umlauf gesundheitsgefährdender Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände und gibt ihr Verhaltensempfehlungen5). * 2 Die Betreiber öffentlicher Wasserversorgungsanlagen informieren ihre Bezüger mindestens einmal im Jahr über die Qualität des Trinkwassers. 4) Vgl. Art. 15a V über die Probenerhebung von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen (SR 817.94) 5) Vgl. Art. 43 LMG
Pilzkontrolle 1 Die Gemeinden können für die Kontrolle nicht gewerbsmässig verwerteter Pilze amtliche Pilzkontrolleure bestellen. Die Pilzkontrolleure müssen den bundesrechtlichen Anforderungen genügen6).
Strafverfolgung 1 Die Kontrollorgane zeigen Widerhandlungen gegen Vorschriften des Lebensmittelrechts der Staatsanwaltschaft an. In leichten Fällen können sie von einer Strafanzeige absehen und den Verantwortlichen verwarnen. 2 Die Kontrollorgane beschlagnahmen zuhanden der Staatsanwaltschaft die als Beweismittel geeigneten Gegenstände und sind zu diesem Zwecke befugt, Räume und Behältnisse zu durchsuchen. Sie können die Mitwirkung der Kantonspolizei verlangen.
Rechtsschutz 1 Gegen Verfügungen über Massnahmen nach Art. 28 bis 30 LMG kann innert fünf Tagen beim Kantonschemiker Einsprache geführt werden. Gegen den Einspracheentscheid steht innert zehn Tagen der Rekurs an das Departement Gesundheit und Soziales offen. * 2 Gegen andere Verfügungen der Kontrollorgane kann innert zwanzig Tagen
Interkantonale Verträge 1 Der Regierungsrat kann mit anderen Kantonen Verträge über die Bestellung gemeinsamer Kontrollorgane und den Betrieb gemeinsamer Laboratorien schliessen.7)8) 6) Vgl. Pilzfachleute-Verordnung (SR 817.49) 7) Vgl. Vertrag vom 4. Juli 1991 zwischen Kanton Appenzell A.Rh. und Kanton Appenzell l.Rh. betreffend Tätigkeit des Lebensmittelinspektors auf dem Gebiet des Kantons Appenzell l.Rh. 8) Vgl. Vereinbarung vom 4. Juli 1995 über eine gemeinsame Lebensmittelkontrolle der Kantone Appenzell A.Rh., Appenzell l.Rh., Glarus und Schaffhausen 815.11 Ausserrhodische Gesetzessammlung
Aufgehobene Erlasse 1 Es treten ausser Kraft: a) die Verordnung vom 1. Oktober 1931 zum Bundesgesetz betreffend den Verkehr mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen9); b) die Verordnung vom 3. Juni 1911 über den kantonalen Lebensmittelinspektor10); c) die Verordnung vom 1. April 1946 zum Bundesratsbeschluss vom 12. Juli 1944 über die Ausübung des Handels mit Wein11).
Geänderte Erlasse 1 Die Verordnung vom 8. Dezember 1986 zum Gesundheitsgesetz12) wird wie folgt geändert:13) 2 Die Verordnung vom 20. November 1989 zum Gastgewerbegesetz14) wird wie folgt geändert:15) 9) bGS 815.11 (aGS II/261) 10)bGS 815.111 (aGS II/265) 11)bGS 815.15 (aGS II/263) 12)bGS 811.11 13)Die Änderungen wurden im betreffenden Erlass eingefügt. 14)bGS 955.111 15)Die Änderungen wurden im betreffenden Erlass eingefügt. Ausserrhodische Gesetzessammlung 815.11 Änderungstabelle - Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Lf. Nr. / Abl. 11.05.2015 01.01.2016 Art. 2 Abs. 2 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 2 Abs. 3 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 6 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 9 Abs. 1 geändert 1287 / 2015, S. 588 11.05.2015 01.01.2016 Art. 9 Abs. 2 geändert 1287 / 2015, S. 588 815.11 Ausserrhodische Gesetzessammlung Änderungstabelle - Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Lf. Nr. / Abl. Art. 2 Abs. 2 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 2 Abs. 3 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 6 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 9 Abs. 1 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588 Art. 9 Abs. 2 11.05.2015 01.01.2016 geändert 1287 / 2015, S. 588