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10 provisions
Art. 1
Aufgaben
1 Die Planung und die Umsetzung der Wasserbaumassnahmen an der
Sarneraa flussabwärts der Etschischwelle (Flusskilometer 2.750) bis zum
Alpnachersee (Flusskilometer 0), die das Sarneraatal vor den Gefahren
des Wassers schützen und die Sarneraa zweckmässig2) gestalten, obliegen dem Kanton.
2 Die Planung und die Umsetzung der Wasserbaumassnahmen an der
Grossen Schliere flussabwärts des Auslaufs Geschiebesammler Schlierenrüti (Bachkilometer 0.258) bis zur Mündung in die Sarneraa (Bachkilometer 0), die das Sarneraatal vor den Gefahren des Wassers schützen
und die Grosse Schliere zweckmässig3) gestalten, obliegen dem Kanton.
3 Für die Planung und die Umsetzung der Wasserbaumassnahmen an
den anderen Zuflüssen zur Sarneraa und für die übrigen Abschnitte der
Grossen Schliere gilt die ordentliche Zuständigkeit und Trägerschaft gemäss den Bestimmungen des Wasserbaugesetzes4) und der Wasserbauverordnung5).
1) GDB 101.0
2) Änderung des Ausdrucks "naturnaher" in "zweckmässig" aufgrund der Berichtigung
der Redaktionskommission vom 12. Juni 2017 (OGS 2017, 38 = ABl 2017, 1016)
3) Änderung des Ausdrucks "naturnaher" in "zweckmässig" aufgrund der Berichtigung
der Redaktionskommission vom 12. Juni 2017 (OGS 2017, 38 = ABl 2017, 1016)
4) GDB 740.1
5) GDB 740.11
Art. 2 OGS 2015, 29
Umfang Gesamtprojekt Sarneraa Alpnach
1 Das Gesamtprojekt Sarneraa Alpnach umfasst:
a. die Massnahmen an der Sarneraa flussabwärts der Etschischwelle
(Flusskilometer 2.750) bis zum Alpnachersee (Flusskilometer 0);
b. die Massnahmen an der Grossen Schliere flussabwärts des Auslaufs Geschiebesammler Schlierenrüti (Bachkilometer 0.258) bis zur
Mündung in die Sarneraa (Bachkilometer 0).
2 Für die Sarneraa Alpnach wird ein gesamthaftes Massnahmenkonzept
erstellt. Die weiteren Planungsphasen und die Ausführung erfolgen in
zwei Wasserbauprojekten:
a. Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach I: Flussabschnitt Etschischwelle (Flusskilometer 2.750) bis oberhalb Wasserrückgabe Kraftwerk
Sarneraa (Flusskilometer 1.100) und zwischen Auslauf Geschiebesammler Schlierenrüti (Bachkilometer 0.258) bis zur Mündung in die
Sarneraa (Bachkilometer 0);
b. Wasserbauprojekt Sarneraa Alpnach II: Flussabschnitt Wasserrückgabe Kraftwerk Sarneraa (Flusskilometer 1.100) bis zum Alpnachersee (Flusskilometer 0).
Art. 3
Zuständigkeit
1 Nach der Umsetzung des Gesamtprojekts Sarneraa Alpnach gelten
betreffend Trägerschaft des Wasserbaus und des Gewässerunterhalts
Art. 16 des Wasserbaugesetzes sowie die Konzession zur Ausnützung
der Wasserkraft der Sarneraa in Sarnen und Alpnach (Kraftwerk Sarneraa)6).
Art. 4
Unterhalt
a. Sarneraa: ab Wehr Wichelsee bis Einmündung Grosse
Schliere
1 Die Konzessionsnehmerin der Konzession zur Ausnützung der Wasserkraft der Sarneraa in Sarnen und Alpnach (Kraftwerk Sarneraa) ist zuständig für den Unterhalt von Ufer und Sohle der Sarneraa (nicht überbauter Gewässerraum) sowie der Zufahrtsstrasse Abschnitt Abzweiger
Etschistrasse bis zum Stauwehr / Auslaufbauwerk.
2 Die Konzessionsnehmerin hört die Gemeinde Alpnach und das Bau- und
Raumentwicklungsdepartement an.
6) Konzession zur Ausnützung der Wasserkraft der Sarneraa in Sarnen und Alpnach
(Kraftwerk Sarneraa) vom 21. Dezember 2004 (GDB 752.52)
3 Die Unterhaltskosten der Sarneraa ab Wichelsee bis zur Einmündung
Grosse Schliere sowie der Zufahrtsstrasse Abschnitt Abzweiger Etschistrasse bis zum Stauwehr / Auslaufbauwerk werden durch die Konzessionsnehmerin und den Kanton je zur Hälfte getragen. Abweichend
gilt:
a. Kosten aus Schäden, welche allein aufgrund der Einleitung von
grossen Wassermengen aus dem Hochwasserentlastungsstollen
entstehen, werden durch den Kanton getragen;
b. Kosten aus Schäden, welche allein durch grosse Wassermengen
aus dem Wichelsee entstehen, werden von der Konzessionsnehmerin getragen;
c. Instandstellungskosten für Schäden an der Zufahrtsstrasse
Abschnitt Abzweiger Etschistrasse bis zum Stauwehr / Auslaufbauwerk infolge grösserer Bau- oder Montagetätigkeiten werden durch
die projektverantwortliche Partei getragen.
Art. 5b
Sarneraa: ab Einmündung Grosse Schliere bis Wasserrückgabe des Kraftwerks
1 Die Gemeinde Alpnach ist zuständig für den Unterhalt der Sarneraa
(ganzer Gewässerraum soweit nicht überbaut und Wuhrwege) sowie an
der Etschistrasse Abschnitt ab Polenstrasse bis Verzweigung Etschistrasse / Zufahrt Stauwehr und Auslaufbauwerk.
2 Die Gemeinde Alpnach hört das Bau- und Raumentwicklungsdepartement und die Konzessionsnehmerin an.
3 Die Unterhaltskosten der Sarneraa ab Einmündung Grosse Schliere bis
zur Wasserrückgabe des Kraftwerks werden durch die Gemeinde Alpnach
(45%) den Kanton (40%) und die Konzessionsnehmerin (15%) getragen.
4 Die Unterhaltskosten an der Etschistrasse Abschnitt ab Polenstrasse bis
zur Verzweigung Etschistrasse / Zufahrt Stauwehr und Auslaufbauwerk
werden durch die Gemeinde Alpnach getragen. Abweichend gilt:
a. Instandstellungskosten für Schäden an der Etschistrasse Abschnitt
ab Polenstrasse bis Verzweigung Etschistrasse / Zufahrt Stauwehr
und Auslaufbauwerk infolge grösserer Bau- oder Montagetätigkeiten
werden durch die projektverantwortliche Partei getragen.
Art. 6c
Sarneraa: ab Wasserrückgabe des Kraftwerks bis Alpnachersee
1 Die Gemeinde Alpnach ist zuständig für den Unterhalt der Sarneraa
(nicht überbauter Gewässerraum und Wuhrwege).
2 Die Gemeinde Alpnach hört das Bau- und Raumentwicklungsdepartement an.
3 Die Unterhaltskosten der Sarneraa ab Wasserrückgabe des Kraftwerks
bis Mündung in den Alpnachersee werden durch die Gemeinde Alpnach
(60%) und den Kanton (40%) getragen.
Art. 7d
Übrige Unterhaltsbestimmungen
1 Im Übrigen richtet sich der Unterhalt nach den Bestimmungen des
Wasserbaugesetzes7) und der Wasserbauverordnung8).
2 Erlischt die Konzession, so trägt die Gemeinde Alpnach den Anteil der
Konzessionsnehmerin, sofern und soweit eine künftige Konzessionsnehmerin nicht wiederum eine Unterhaltspflicht trägt.
3 Die Regelungen der Instandstellungskosten gemäss Art. 4 Abs. 3 Bst. a,
b und c dieses Gesetzes gelten sinngemäss auch für die anderen Flussabschnitte.
Art. 8
Kostentragung Gesamtprojekt Sarneraa Alpnach
1 Die anrechenbaren Projektkosten des Gesamtprojekts Sarneraa Alpnach, ausgenommen die Kosten des Wasserbauprojekts Aufwertung Südufer Alpnachersee, Teilprojekt Mündungsbucht, werden nach Abzug des
Bundesbeitrags, des Beitrags des Kraftwerks Sarneraa und allfälliger Beiträge Dritter durch den Kanton (60%) und die Gemeinde Alpnach (40%)
getragen. *
2 Die Höhe des Beitrags des Kraftwerks Sarneraa legt der Kantonsrat fest.
3 Die nicht anrechenbaren Projektkosten, welche nach Inkrafttreten dieses
Gesetzes anfallen, werden durch den Bauherrn (Kanton) beziehungsweise durch die Werkeigentümer getragen.
4 Die nicht anrechenbaren Projektkosten, welche vor Inkrafttreten dieses
Gesetzes angefallen sind, werden durch die Gemeinde Alpnach getragen.
Art. 9 Kredit
1 Die für die Planung und Realisierung des Gesamtprojekts Sarneraa Alpnach notwendigen Kredite beschliesst der Kantonsrat abschliessend.
7) GDB 740.1
8) GDB 740.11
Art. 10 Projektänderungen
1 Der Regierungsrat wird ermächtigt, im Rahmen des Kostenvoranschlags
bauliche Änderungen zu beschliessen, soweit sie aus betrieblichen oder
anderen Gründen notwendig sind.
Art. 10a * Finanzierung
1 Die Finanzierung des Gesamtprojekts Sarneraa Alpnach erfolgt aus den
Mitteln, welche mit der zweckgebundenen Staatssteuer von 0,1 Einheiten
Art. 8des
Gesetzes über die Planung, den Bau und die Finanzierung des
Projekts Hochwassersicherheit Sarneraatal9) gilt sinngemäss auch für die
Finanzierung der Wasserbaumassnahmen an der Sarneraa Alpnach.
2 Die Finanzierungskosten richten sich nach Art. 8 Abs. 3 des Gesetzes
über die Planung, den Bau und die Finanzierung des Projekts Hochwassersicherheit Sarneraatal.
Art. 11
Ergänzendes Recht
1 Für die Durchführung des Gesamtprojekts gelten die Bestimmungen des
Wasserbaugesetzes10) und der Wasserbauverordnung11) sinngemäss.
2 Der Regierungsrat regelt die erforderlichen Einzelheiten in Ausführungsbestimmungen.
9) GDB 740.2
10) GDB 740.1
11) GDB 740.11
Informationen zum Erlass
Botschaft und Antrag des Regierungsrats vom 3. Februar 2015
Kantonsratsprotokoll vom 23. April und 27. Mai 2015 (22.14.07)
Ursprüngliche Fundstelle: OGS 2015, 29
Ursprüngliches Inkraftreten: 1. Januar 2016 (OGS 2015, 40)
Berichtigung von Art. 1 Abs. 1 und 2 gestützt auf Art. 11b des Publikationsgesetzes durch die Redaktionskommission vom 12. Juni 2017 (OGS
2017, 38)
Geändert durch:
- Nachtrag vom 27. Dezember 2018 (OGS 2018, 50), Botschaft und Vorlage des Regierungsrats vom 13. November 2018, Kantonsratssitzungen
vom 5. und 17. Dezember 2018 (22.18.12), in Kraft seit 1. Januar 2019
(OGS 2019, 8),
- Nachtrag vom 3. Dezember 2020 (OGS 2020, 52), Botschaft und Vorlage des Regierungsrats vom 24. August 2020, Kantonsratssitzungen vom
22. Oktober und 3. Dezember 2020 (22.20.07), in Kraft seit 1. Januar
2021 (OGS 2021, 7)
Änderungstabelle - Nach Beschluss
Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
27.05.2015 01.01.2016 Erlass Erstfassung OGS 2015, 29
27.12.2018 01.01.2019 Art. 10a eingefügt OGS 2018, 50
03.12.2020 01.01.2021 Art. 8 Abs. 1 geändert OGS 2020, 52
Änderungstabelle - Nach Artikel
Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 27.05.2015 01.01.2016 Erstfassung OGS 2015, 29
Art. 8 Abs. 1 03.12.2020 01.01.2021 geändert OGS 2020, 52
Art. 10a 27.12.2018 01.01.2019 eingefügt OGS 2018, 50