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Asylgesetz

Confederation · 142.31 · statute

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Contents: 214 provisions
  1. Art. 1 Gegenstand
  2. Art. 2 Asyl
  3. Art. 3 Flüchtlingsbegriff
  4. Art. 4 Gewährung vorübergehenden Schutzes
  5. Art. 5 Rückschiebungsverbot
  6. Art. 5a Zusammenarbeit und Koordination mit fedpol
  7. Art. 5b Sicherheitsaufgaben der Migrationsbehörden
  8. Art. 6 Verfahrensgrundsätze
  9. Art. 6a Zuständige Behörde
  10. Art. 7 Nachweis der Flüchtlingseigenschaft
  11. Art. 8 Mitwirkungspflicht
  12. Art. 8a Bearbeitung von Personendaten aus elektronischen Datenträgern
  13. Art. 8b Weitere Pflichten im Dublin-Verfahren
  14. Art. 9 Durchsuchung
  15. Art. 10 Sicherstellung und Einziehung von Dokumenten
  16. Art. 11 Beweisverfahren
  17. Art. 12 Eröffnung und Zustellung bei einem Aufenthalt im Kanton
  18. Art. 12a Eröffnung und Zustellung in den Zentren des Bundes
  19. Art. 13 Eröffnung und Zustellung in Verfahren am Flughafen und in dringlichen Fällen
  20. Art. 14 Verhältnis zum ausländerrechtlichen Verfahren
  21. Art. 15 Interkantonale Stellen
  22. Art. 16 Verfahrenssprache
  23. Art. 17 Besondere Verfahrensbestimmungen
  24. Art. 17a Gebühren für Dienstleistungen
  25. Art. 17b
  26. Art. 18 Asylgesuch
  27. Art. 19 Einreichung
  28. Art. 20 Ergebnis der Sicherheitskontrolle im Dublin-Verfahren
  29. Art. 21 Asylgesuch an der Grenze, nach Anhaltung im grenznahen Raum bei der illegalen Einreise oder im Inland
  30. Art. 21a Überprüfung bei einem Asylgesuch am Flughafen
  31. Art. 22 Asylverfahren am Flughafen
  32. Art. 23 Entscheide am Flughafen
  33. Art. 24 Zentren des Bundes
  34. Art. 24a Besondere Zentren
  35. Art. 24b
  36. Art. 24c Vorübergehende Nutzung von militärischen Bauten und Anlagen des Bundes
  37. Art. 24d Kantonale und kommunale Zentren für die Unterbringung
  38. Art. 24e Zusätzliche Vorkehrungen
  39. Art. 25 Betrieb der Zentren des Bundes und der Unterkünfte an den Flughäfen
  40. Art. 25a Disziplinarmassnahmen
  41. Art. 25b Vorübergehende Festhaltung zur Abwendung unmittelbarer Gefahr in den Zentren des Bundes
  42. Art. 25c Übertragung von Aufgaben an Dritte
  43. Art. 25d Übertragung von Aufgaben an die Kantone
  44. Art. 25e Generelle Ausführungsbestimmungen
  45. Art. 26 Vorbereitungsphase
  46. Art. 26a Feststellung des medizinischen Sachverhalts
  47. Art. 26b Dublin-Verfahren
  48. Art. 26c Beschleunigtes Verfahren
  49. Art. 26d Erweitertes Verfahren
  50. Art. 27 Verteilung und Zuweisung auf die Kantone
  51. Art. 28 Zuweisung eines Aufenthaltsortes und Unterbringung
  52. Art. 29 Anhörung zu den Asylgründen
  53. Art. 29a Prüfung der Vertrauenswürdigkeit
  54. Art. 29b Zusammenarbeit bei der Ermittlung des Sachverhalts
  55. Art. 30
  56. Art. 31 Entscheidvorbereitung durch die Kantone
  57. Art. 31a Entscheide des SEM
  58. Art. 31b Anerkennung von Asyl- und Wegweisungsentscheiden der Dublin-Staaten
  59. Art. 32–35
  60. Art. 35a Wiederaufnahme des Asylverfahrens im Rahmen des Dublin‑Verfahrens
  61. Art. 36 Verfahren vor Entscheiden
  62. Art. 37 Erstinstanzliche Verfahrensfristen
  63. Art. 37a Begründung
  64. Art. 37b Behandlungsstrategie des SEM
  65. Art. 38
  66. Art. 39 Gewährung vorübergehenden Schutzes
  67. Art. 40 Ablehnung ohne weitere Abklärungen
  68. Art. 41
  69. Art. 41a Koordination mit dem Auslieferungsverfahren
  70. Art. 42 Aufenthalt während des Asylverfahrens
  71. Art. 43 Bewilligung zur Erwerbstätigkeit
  72. Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme
  73. Art. 44a
  74. Art. 45 Wegweisungsverfügung
  75. Art. 45a Ausschreibung im Schengener Informationssystem
  76. Art. 46 Vollzug durch die Kantone
  77. Art. 47 Mitwirkungspflicht im Rahmen des Wegweisungsverfahrens und Massnahmen bei unbekannten Aufenthalt
  78. Art. 48 Zusammenarbeit der Kantone
  79. Art. 49 Grundsatz
  80. Art. 50 Zweitasyl
  81. Art. 51 Familienasyl
  82. Art. 52
  83. Art. 53 Asylunwürdigkeit
  84. Art. 54 Subjektive Nachfluchtgründe
  85. Art. 55 Ausnahmesituationen
  86. Art. 56 Entscheid
  87. Art. 57 Verteilung und Erstintegration
  88. Art. 58 Grundsatz
  89. Art. 59 Wirkung
  90. Art. 60 Regelung der Anwesenheit
  91. Art. 61 Erwerbstätigkeit
  92. Art. 62 Medizinalprüfungen
  93. Art. 63 Widerruf
  94. Art. 64 Erlöschen
  95. Art. 65 Weg- oder Ausweisung
  96. Art. 66 Grundsatzentscheid des Bundesrates
  97. Art. 67 Aussenpolitische Massnahmen
  98. Art. 68 Schutzbedürftige im Ausland
  99. Art. 69 Schutzbedürftige an der Grenze und im Inland
  100. Art. 70 Wiederaufnahme des Verfahrens um Anerkennung als Flüchtling
  101. Art. 71 Gewährung vorübergehenden Schutzes an Familien
  102. Art. 72 Verfahren
  103. Art. 73 Ausschlussgründe
  104. Art. 74 Regelung der Anwesenheit
  105. Art. 75 Bewilligung zur Erwerbstätigkeit
  106. Art. 76 Aufhebung des vorübergehenden Schutzes und Wegweisung
  107. Art. 77 Rückkehr
  108. Art. 78 Widerruf
  109. Art. 79 Erlöschen
  110. Art. 79a Eingetragene Partnerschaft
  111. Art. 80 Zuständigkeit in den Zentren des Bundes
  112. Art. 80a Zuständigkeit in den Kantonen
  113. Art. 81 Anspruch auf Sozialhilfeleistungen oder auf Nothilfe
  114. Art. 82 Sozialhilfeleistungen und Nothilfe
  115. Art. 82a Krankenversicherung für Asylsuchende und Schutzbedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung
  116. Art. 83 Einschränkungen der Sozialhilfeleistungen
  117. Art. 83a Voraussetzungen für die Ausrichtung der Nothilfe
  118. Art. 84 Kinderzulagen
  119. Art. 85 Rückerstattungspflicht
  120. Art. 86 Sonderabgabe auf Vermögenswerten
  121. Art. 87 Offenlegung der Vermögenswerte und Verfahren bei Ausreise
  122. Art. 88 Pauschalabgeltung
  123. Art. 89 Festsetzung der Pauschalen
  124. Art. 89a Mitwirkungspflicht der Subventionsempfänger
  125. Art. 89b Rückforderung und Verzicht auf die Ausrichtung von Pauschalabgeltungen
  126. Art. 90 Finanzierung von Kollektivunterkünften
  127. Art. 91 Weitere Beiträge
  128. Art. 92 Kosten für die Ein- und Ausreise
  129. Art. 93 Rückkehrhilfe und Prävention irregulärer Migration
  130. Art. 93a Rückkehrberatung
  131. Art. 93b Beiträge an die Rückkehrberatung
  132. Art. 94
  133. Art. 95 Aufsicht
  134. Art. 95a Grundsatz
  135. Art. 95b Enteignungsrecht und anwendbares Recht
  136. Art. 95c Einleitung des ordentlichen Plangenehmigungsverfahrens
  137. Art. 95d Aussteckung
  138. Art. 95e Anhörung, Publikation und Auflage
  139. Art. 95f
  140. Art. 95g Einsprache
  141. Art. 95h Bereinigung in der Bundesverwaltung
  142. Art. 95i Geltungsdauer
  143. Art. 95j Vereinfachtes Plangenehmigungsverfahren
  144. Art. 95k
  145. Art. 95l
  146. Art. 96 Bearbeiten von Personendaten
  147. Art. 97 Bekanntgabe von Personendaten an den Heimat- oder Herkunftsstaat
  148. Art. 98 Bekanntgabe von Personendaten an Drittstaaten und internationale Organisationen
  149. Art. 98a Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden
  150. Art. 98b Biometrische Daten
  151. Art. 99 Abnahme und Auswertung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern
  152. Art. 99a Grundsätze
  153. Art. 99b Datenbearbeitung in MIDES
  154. Art. 99c Beauftragte Dritte
  155. Art. 99d Aufsicht und Vollzug
  156. Art. 100 Informationssystem der Beschwerdebehörden
  157. Art. 101
  158. Art. 102 Informations- und Dokumentationssystem
  159. Art. 102a Statistik über Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger
  160. Art. 102abis Informationssystem Eurodac
  161. Art. 102ater Erfassung, Abfrage und Bearbeitung der Daten in Eurodac
  162. Art. 102aquater Abgleich in Eurodac zum Zweck der Strafverfolgung
  163. Art. 102aquinquies Überprüfung der Fingerabdrücke und Gesichtsbilder von Eurodac
  164. Art. 102b Bekanntgabe von Personendaten an einen Dublin-Staat
  165. Art. 102c Bekanntgabe von Personendaten an einen Nicht-Dublin-Staat
  166. Art. 102cbis Ausführungsbestimmungen zu Eurodac
  167. Art. 102d Aufsicht über die Datenbearbeitung im Rahmen der Zusammenarbeit von Dublin
  168. Art. 102e Auskunftsrecht
  169. Art. 102ebis
  170. Art. 102f Grundsatz
  171. Art. 102g Beratung über das Asylverfahren
  172. Art. 102h Rechtsvertretung
  173. Art. 102i Aufgaben des Leistungserbringers
  174. Art. 102j Teilnahme der Rechtsvertretung
  175. Art. 102k Entschädigung für die Beratung und Rechtsvertretung
  176. Art. 102l
  177. Art. 102m
  178. Art. 103
  179. Art. 104
  180. Art. 105 Beschwerde gegen Verfügungen des SEM
  181. Art. 106 Beschwerdegründe
  182. Art. 107 Anfechtbare Zwischenverfügungen
  183. Art. 107a Verfahren für die Dublin-Fälle
  184. Art. 108 Beschwerdefristen
  185. Art. 108a Koordination mit dem Auslieferungsverfahren
  186. Art. 109 Behandlungsfristen
  187. Art. 109a Informationsaustausch
  188. Art. 109b Behandlungsstrategie des Bundesverwaltungsgerichts
  189. Art. 110 Verfahrensfristen
  190. Art. 110a
  191. Art. 111 Einzelrichterliche Zuständigkeit
  192. Art. 111a Verfahren und Entscheid
  193. Art. 111abis Instruktionsmassnahmen und mündliche Urteilseröffnung
  194. Art. 111ater Parteientschädigung
  195. Art. 111aquater
  196. Art. 111b Wiedererwägung
  197. Art. 111c Mehrfachgesuche
  198. Art. 111d Gebühren
  199. Art. 112
  200. Art. 112a
  201. Art. 112b
  202. Art. 113 Grundsätze
  203. Art. 114 Internationale Verträge
  204. Art. 115 Vergehen
  205. Art. 116 Übertretungen
  206. Art. 116a
  207. Art. 117
  208. Art. 117a Zweckwidriges Bearbeiten von Personendaten
  209. Art. 118 …
  210. Art. 119 Vollzug
  211. Art. 120 Aufhebung bisherigen Rechts
  212. Art. 121 Übergangsbestimmungen
  213. Art. 122 Verhältnis zum Bundesbeschluss vom 26. Juni 1998 über dringliche Massnahmen im Asyl- und Ausländerbereich
  214. Art. 123 Referendum und Inkrafttreten

214 provisions

Art. 112b

Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012 (Dringliche Änderungen des Asylgesetzes), in Kraft vom 29. Sept. 2012 bis zum 28. Sept. 2015 (AS 2012 5359; BBl 2010 4455, 2011 7325) und verlängert bis 28. Sept. 2019 durch Ziff. II des BG vom 26. Sept. 2014 (AS 2015 2047; BBl 2014 2087).

Art. 113 Grundsätze

1 Zur Sicherung fairer Verfahren unter Einhaltung der Grundrechte beteiligt sich der Bund an der Harmonisierung der europäischen Flüchtlingspolitik auf internationaler Ebene sowie an der Lösung von Flüchtlingsproblemen im Ausland. 2 Er kann insbesondere: a. die Europäische Union im Rahmen der in Teil IV der Verordnung (EU) 2024/1351 vorgesehenen Solidarität unterstützen; b. die Tätigkeit internationaler Hilfswerke unterstützen; c. mit dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für die Flüchtlinge zusammenarbeiten. 3 Unter der Bedingung, dass das Dublin-System gegenüber der Schweiz im Wesentlichen funktioniert, leistet der Bund Solidaritätsmassnahmen nach Absatz 2 Buchstabe a. Bei der Entscheidung berücksichtigt er namentlich: a. ob alle für die Schweiz wesentlichen Dublin-Staaten sich ihr gegenüber an die Zuständigkeitsregelung der Verordnung (EU) 2024/1351 und die daraus fliessenden Übernahme- und Rückübernahmeverpflichtungen halten; b. die gesamteuropäische und nationale Migrationslage; c. die finanziellen Auswirkungen der zu treffenden Massnahmen. 4 Vor seiner Entscheidung konsultiert er die Kantone und andere interessierte Kreise. Er stellt sicher, dass Artikel 121a Absatz 2 der Bundesverfassung eingehalten wird. Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. 2 des BB vom 26. Sept. 2025 über die Genehmigung und die Umsetzung der Notenaustausche zwischen der Schweiz und der EU betreffend die Übernahme der Verordnung (EU) 2024/1351 über das Asyl- und Migrationsmanagement und der Verordnung (EU) 2024/1359 über die Bewältigung von Krisensituationen und Situationen höherer Gewalt im Bereich Migration und Asyl, in Kraft seit 12. Juni 2026 (AS 2026 229; BBl 2025 1478). Siehe Fussnote zu Art. 8b.

Art. 114 Internationale Verträge

Der Bundesrat kann zur Umsetzung eines Rahmenkredits Migration, der auf der Grundlage von Artikel 91 Absatz 7 in Verbindung mit Artikel 113 oder Artikel 93 Absatz 1 Buchstabe c und Absatz 2 bewilligt wurde, völkerrechtliche Verträge abschliessen über die Ausrichtung von Beiträgen an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten oder an internationale Organisationen. Er konsultiert vorgängig die zuständigen Kommissionen. Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. Dez. 2019, in Kraft seit 1. Nov. 2020 (AS 2020 3989; BBl 2018 6565).

Art. 115 Vergehen

Mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen wird bestraft, sofern nicht ein mit einer höheren Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen des StGB vorliegt, wer: a. durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise aufgrund dieses Gesetzes für sich oder einen anderen einen geldwerten Vorteil erwirkt, der ihm nicht zukommt; b. sich durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise der Pflicht zur Leistung der Sonderabgabe nach Artikel 86 ganz oder teilweise entzieht; c. … d. in der Absicht, sich zu bereichern, zu einer Straftat im Sinne von Artikel 116 Buchstabe c Hilfe geleistet hat, insbesondere durch Planung oder Organisation. SR 311.0. Ausdruck gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2015 (Umsetzung von Art. 121 Abs. 3–6 BV über die Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer), in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2016 2329; BBl 2013 5975). Fassung gemäss Art. 333 des Strafgesetzbuches in der Fassung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979). Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2006 4745, 2007 5573; BBl 2002 6845). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 16. Dez. 2016 (Integration), mit Wirkung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 6521; BBl 2016 2821, 2013 2397). Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Febr. 2014 (AS 2013 4375, 5357; BBl 2010 4455, 2011 7325).

Art. 116 Übertretungen

Mit Busse wird bestraft, sofern nicht ein Tatbestand nach Artikel 115 vorliegt, wer: a. die Auskunftspflicht verletzt, indem er wissentlich unwahre Angaben macht oder eine Auskunft verweigert; b. sich einer von der zuständigen Stelle angeordneten Kontrolle widersetzt oder diese in anderer Weise verunmöglicht; c. als asylsuchende Person einzig mit der Absicht, subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Artikel 54 zu schaffen, öffentliche politische Tätigkeiten in der Schweiz entfaltet; d. zu einer Straftat im Sinne von Buchstabe c Hilfe geleistet hat, insbesondere durch Planung und Organisation. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Febr. 2014 (AS 2013 4375, 5357; BBl 2010 4455, 2011 7325). Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Febr. 2014 (AS 2013 4375, 5357; BBl 2010 4455, 2011 7325).

Art. 116a

Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2005 (AS 2006 4745; BBl 2002 6845). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 16. Dez. 2016 (Integration), mit Wirkung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 6521; BBl 2016 2821, 2013 2397).

Art. 117

Aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 16. Dez. 2016 (Integration), mit Wirkung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 6521; BBl 2016 2821, 2013 2397).

Art. 117a Zweckwidriges Bearbeiten von Personendaten

Wer in Eurodac gespeicherte Personendaten für einen anderen Zweck bearbeitet als zur Feststellung, welcher Staat für die Prüfung des von einem Drittstaatsangehörigen in einem Staat des Geltungsbereichs der Dublin-Assoziierungsabkommen gestellten Asylgesuchs zuständig ist, wird mit Busse bestraft.

Art. 118 …

Die Strafverfolgung ist Sache der Kantone. Aufgehoben durch Art. 3 Ziff. 2 des BB vom 17. Dez. 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin, mit Wirkung seit 12. Dez. 2008 (AS 2008 447 5405 Art. 1 Bst. a; BBl 2004 5965).

Art. 119 Vollzug

Der Bundesrat wird mit dem Vollzug beauftragt. Er erlässt die Ausführungsbestimmungen.

Art. 120 Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben: a. das Asylgesetz vom 5. Oktober 1979; b. der Bundesbeschluss vom 16. Dezember 1994 über Sparmassnahmen im Asyl- und Ausländerbereich. [AS 1980 1718; 1986 2062; 1987 1674; 1990 938, 1587 Art. 3; 1994 1634 Ziff. I 8.1, 2876; 1995 146 Ziff. II, 1126 Ziff. II 1, 4356; 1997 2372, 2394; 1998 1582] [AS 1994 2876]

Art. 121 Übergangsbestimmungen

1 Für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes hängigen Verfahren gilt das neue Recht. 2 Hängige Verfahren um Erteilung einer fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung nach dem bisherigen Artikel 17 Absatz 2 werden gegenstandslos. 3 Die Rekurskommission und das EJPD bleiben zuständig für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bei ihnen hängigen Beschwerden. Vorbehalten bleibt Absatz 2. 4 Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes werden auf die nach dem bisherigen Artikel 14a Absatz 5 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Auslänger gruppenweise vorläufig aufgenommenen Ausländerinnen und Ausländer die Bestimmungen des 4. Kapitels angewendet. Die Anwesenheitsdauer als gruppenweise vorläufig aufgenommene Person wird auf die Fristen nach Artikel 74 Absätze 2 und 3 angerechnet. 5 Für die Ausrichtung von Fürsorgeleistungen an Flüchtlinge mit Aufenthaltsbewilligung gilt bis zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes das bisherige Recht. [BS 1 121; AS 1949 221; 1987 1665; 1988 332; 1990 1587 Art. 3 Abs. 2; 1991 362 Ziff. II 11, 1034 Ziff. III; 1995 146; 1999 1111; 2000 1891 Ziff. IV 2; 2002 685 Ziff. I 1, 701 Ziff. I 1, 3988 Anhang Ziff. 3; 2003 4557 Anhang Ziff. II 2; 2004 1633 Ziff. I 1, 4655 Ziff. I 1; 2005 5685 Anhang Ziff. 2; 2006 979 Art. 2 Ziff. 1, 1931 Art. 18 Ziff. 1, 2197 Anhang Ziff. 3, 3459 Anhang Ziff. 1 4745 Anhang Ziff. 1, 2007 359 Anhang Ziff. 1. AS 2007 5437 Anhang Ziff. I]. Siehe heute: das Ausländer- und Integrationsgesetz vom 16. Dez. 2005 (SR 142.20).

Art. 122 Verhältnis zum Bundesbeschluss vom 26. Juni 1998 über dringliche Massnahmen im Asyl- und Ausländerbereich

Wird gegen den Bundesbeschluss vom 26. Juni 1998 über dringliche Massnahmen im Asyl- und Ausländerbereich das Referendum ergriffen und wird er in einer Volksabstimmung abgelehnt, so gelten die nachstehend aufgeführten Bestimmungen als gestrichen: a. Artikel 8 Absatz 4 (Mitwirkungspflicht bei der Beschaffung von gültigen Reisepapieren); b. Artikel 32 Absatz 2 Buchstabe a (Nichteintreten bei Nichtabgabe von Reise-papieren oder Identitätsausweisen); c. Artikel 33 (Nichteintreten bei missbräuchlicher Nachreichung eines Gesuchs); d. Artikel 32 Absatz 2 Buchstabe b (Nichteintreten bei Identitätstäuschung); in diesem Fall wird der Inhalt von Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe b in der Fassung gemäss Ziffer I des Bundesbeschlusses vom 22. Juni 1990 über das Asylverfahren anstelle der gestrichenen Bestimmung von Artikel 32 Absatz 2 Buchstabe b eingefügt; und e. Artikel 45 Absatz 2 (Sofortiger Vollzug bei Nichteintretensentscheiden); in diesem Fall wird der Inhalt von Artikel 17a Absatz 2 in der Fassung gemäss Ziffer II des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht anstelle der gestrichenen Bestimmung von Artikel 45 Absatz 2 unter Anpassung der Artikelverweise eingefügt. AS 1998 1582 Ziff. III. Aufgrund der Annahme dieses BB in der Volksabstimmung vom 13. Juni 1999 ist dieser Art. gegenstandslos. AS 1990 938 AS 1995 146 151

Art. 123 Referendum und Inkrafttreten

1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum. 2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten. Datum des Inkrafttretens: 1. Oktober 1999 BRB vom 11. Aug. 1999

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