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Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine

Luzern · 917 · ordinance

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Contents: 11 provisions
  1. § 1
  2. § 2
  3. § 3
  4. § 4
  5. § 5
  6. § 9
  7. § 10 Verbraucherschutz mit. *
  8. § 11
  9. § 12
  10. § 13
  11. § 14

11 provisions

§ 1

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung 1 Die Bezeichnungen «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung» (KUB) oder «Appellation d’Origine Contrôlée» (AOC) dürfen nur verwendet werden, wenn die Voraussetzungen gemäss den §§ 2–9 erfüllt sind.

§ 2

Abgrenzung des Produktionsgebietes 1 Im Kanton Luzern bestehen die Weinregionen Seetal, Surental/Sempachersee, Vierwaldstättersee und Wiggertal. 2 Rebflächen, aus denen Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB-/AOC- Weine) gewonnen werden sollen, müssen sich in einer Weinregion befinden. 1 SR 910.1 2 SR 916.140 3 SR 817.022.12 4 SRL Nr. 903 * Siehe Tabellen mit Änderungsinformationen am Schluss des Erlasses. G 2009 241 2 Nr. 917

§ 3

Weinbezeichnungen 1 Auf der Hauptetikette der Weinflaschen muss die Bezeichnung «KUB Luzern» oder «AOC Luzern» aufgeführt werden. 2 Als zusätzliche Weinbezeichnungen dürfen der Kanton, die Weinregion, die Gemeinde oder der Gemeindeteil und die Reblage verwendet werden. 3 Für Mischungen von Weinen aus verschiedenen Weinregionen darf nur der Kanton, für Mischungen von Weinen aus verschiedenen Gemeinden oder Gemeindeteilen dürfen nur der Kanton und die Weinregion und für Mischungen von Weinen aus verschiedenen Reblagen nur der Kanton, die Weinregion und die Gemeinde oder der Gemeindeteil als zusätzliche Weinbezeichnungen verwendet werden.

§ 4

Rebsorten 1 KUB-/AOC-Weine dürfen nur aus den Rebsorten, die im Anhang 1 aufgeführt sind, sowie deren Mischungen hergestellt werden. 2 Auf dem Flaschenetikett sind die Rebsorten anzugeben, aus denen der Wein zu mindestens 85 Prozent zusammengesetzt ist. Die Rebsorten sind in absteigender Reihenfolge ihres Mengenanteils aufzuführen. Ausgenommen davon sind Schaumweine. *

§ 5

Anbaumethoden 1 Die Trauben, die für die Herstellung von KUB-/AOC-Weinen verwendet werden, müssen aus Rebflächen stammen, die nach einer der im Anhang 2 aufgeführten Anbaumethoden bewirtschaftet werden. § 6 * Mindestzuckergehalt 1 Für KUB-/AOC-Weine gilt der von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald jährlich für die einzelnen zugelassenen Rebsorten festgelegte natürliche Mindestzuckergehalt. 2 Die Dienststelle veröffentlicht ihre Verfügung über die Mindestzuckergehalte im Luzerner Kantonsblatt. § 7 * Maximale Flächenerträge 1 Für KUB-/AOC-Weine gilt der von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald jährlich für die einzelnen zugelassenen Rebsorten festgelegte Höchstertrag pro Flächeneinheit. 2 Die Dienststelle veröffentlicht ihre Verfügung über die Höchsterträge im Luzerner Kantonsblatt. Nr. 917 3 § 8 * Methoden der Weinbereitung 1 KUB-/AOC-Weine müssen nach den anerkannten Methoden der guten önologischen Herstellungspraxis gemäss der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 20165 bereitet sein. * 2 Die Anreicherungsverfahren dürfen keine Anhebung des Gesamtalkohols der frischen Weintrauben, des Traubenmostes, des teilweise vergorenen Traubenmostes, des Jungweins oder des Weins auf über 15 Volumenprozente zur Folge haben.

§ 9

Analyse und sensorische Prüfung 1 Die Produzentinnen und Produzenten sind verpflichtet, ihre KUB-/AOC-Weine der Dienststelle Landwirtschaft und Wald stichprobenweise für eine Analyse und eine sensorische Prüfung zur Verfügung zu stellen. 2 Die analytische Prüfung umfasst mindestens die Kriterien Alkoholgehalt und gesamte schweflige Säure. 3 Die sensorische Prüfung umfasst die Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck. 4 Für die Durchführung der analytischen und der sensorischen Prüfung zieht die Dienststelle Landwirtschaft und Wald Fachleute sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz6 bei und erlässt die nötigen Weisungen. * 5 Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald teilt den Entscheid über das Ergebnis der analytischen und der sensorischen Prüfung der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und

§ 10 Verbraucherschutz mit. *

Kosten 1 Die Kosten für die analytische und die sensorische Prüfung sowie die administrativen Aufwendungen gehen zulasten der Produzentinnen und Produzenten.

§ 11

Weinspezifische Begriffe 1 Es gelten die folgenden Begriffsbestimmungen: a. Auslese/Sélection/Selezione: KUB-/AOC-Wein, der aus Trauben überdurchschnittlicher Qualität stammt oder einem speziellen Kelterungsverfahren unterzogen wurde. b. Schloss/Château/Castello: repräsentatives Gebäude im Anbaugebiet, das traditionsgemäss als Schloss bezeichnet wird, mit Reben und Verarbeitungsräumen. c. * … 5 SR 817.022.12 6 Gemäss Änderung vom 22. Oktober 2013, in Kraft seit dem 1. Januar 2014 (G 2013 563), wurde in § 9 die Bezeichnung «Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen» durch «Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz» ersetzt. 4 Nr. 917 d. * Roséwein: darf höchstens 10 Prozent Weisswein enthalten. e. * Reserve/Riserva: KUB-/AOC-Rotwein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 18 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahrs auf den Markt gelangt. KUB-/ AOC-Weisswein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 12 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahrs auf den Markt gelangt. f. * Spätlese: KUB-/AOC-Wein aus Trauben, deren natürliches Mostgewicht mindestens 3 °Oe über dem Betriebsdurchschnitt des bezeichneten Gebietes (Weinbezeichnung) und der verwendeten Rebsorten liegt. g. * Beerenauslese: KUB-/AOC-Wein aus Trauben mit Edelfäulebefall und einem natürlichen Mindestzuckergehalt von mindestens 110 °Oe, ohne Anreicherung bzw. Konzentration. h. * Strohwein: KUB-/AOC-Wein aus weissen oder roten, auf Stroh, Horden, Lattenkisten oder nach einer anderen geeigneten Methode getrockneten Trauben, ohne Anreicherung bzw. Konzentration.

§ 12

Rechtsschutz 1 Die Entscheide der Dienststelle Landwirtschaft und Wald können nach den Vorschriften des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 19727 angefochten werden.

§ 13

Aufhebung eines Erlasses 1 Die Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine vom 19. Oktober 20048 wird aufgehoben.

§ 14

Inkrafttreten 1 Die Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft. Sie ist zu veröffentlichen. 7 SRL Nr. 40 8 G 2004 453 (SRL Nr. 917) Nr. 917 5 Änderungstabelle - nach Paragraf Element Beschlussdatum Inkrafttreten Änderung Fundstelle G Erlass 07.07.2009 01.08.2009 Erstfassung G 2009 241 Ingress 28.11.2014 01.01.2015 geändert G 2014 408 Ingress 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042 § 4 Abs. 2 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042 § 6 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230 § 7 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230 § 8 28.11.2014 01.01.2015 geändert G 2014 408 § 8 Abs. 1 15.04.2025 01.06.2025 geändert G 2025-042 § 9 Abs. 4 21.09.2010 01.10.2010 geändert G 2010 230 § 9 Abs. 5 21.09.2010 01.10.2010 eingefügt G 2010 230 § 11 Abs. 1, c. 21.09.2010 01.10.2010 aufgehoben G 2010 230 § 11 Abs. 1, d. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408 § 11 Abs. 1, e. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408 § 11 Abs. 1, f. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408 § 11 Abs. 1, g. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408 § 11 Abs. 1, h. 28.11.2014 01.01.2015 eingefügt G 2014 408 Anhang 1 28.11.2014 01.01.2015 Inhalt geändert G 2014 408 Anhang 3 28.11.2014 01.01.2015 Inhalt geändert G 2014 408 Anhang 3 15.04.2025 01.06.2025 aufgehoben G 2025-042 6 Nr. 917 Änderungstabelle - nach Beschlussdatum Beschlussdatum Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle G 07.07.2009 01.08.2009 Erlass Erstfassung G 2009 241 21.09.2010 01.10.2010 § 6 geändert G 2010 230 21.09.2010 01.10.2010 § 7 geändert G 2010 230 21.09.2010 01.10.2010 § 9 Abs. 4 geändert G 2010 230 21.09.2010 01.10.2010 § 9 Abs. 5 eingefügt G 2010 230 21.09.2010 01.10.2010 § 11 Abs. 1, c. aufgehoben G 2010 230 28.11.2014 01.01.2015 Ingress geändert G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 8 geändert G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, d. eingefügt G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, e. eingefügt G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, f. eingefügt G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, g. eingefügt G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 § 11 Abs. 1, h. eingefügt G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 Anhang 1 Inhalt geändert G 2014 408 28.11.2014 01.01.2015 Anhang 3 Inhalt geändert G 2014 408 15.04.2025 01.06.2025 Ingress geändert G 2025-042 15.04.2025 01.06.2025 § 4 Abs. 2 geändert G 2025-042 15.04.2025 01.06.2025 § 8 Abs. 1 geändert G 2025-042 15.04.2025 01.06.2025 Anhang 3 aufgehoben G 2025-042 Nr. 917-A1 1 Anhang 1 (Stand 01.01.2015) Verzeichnis der zugelassenen Rebsorten (§ 4 Abs. 1) Für die Produktion von Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC) sind folgende Rebsorten zugelassen: 1. Weisswein-Sorten 1. Auxerrois 11. Pinot gris / Grauburgunder 2. Birstaler Muscat 12. Pinot blanc / Weissburgunder 3. Chardonnay 13. Riesling 4. Gewürztraminer 14. Sauvignon blanc 5. Grüner Veltliner 15. Scheurebe 6. Johanniter 16. Seyval blanc 7. Kerner 17. Silvaner 8. Müller-Thurgau / Riesling-Silvaner 18. Solaris 9. Muscaris 19. Souvignier gris 10. Muscat Oliver 20. Viognier 2. Rotwein-Sorten 1. Baron 15. Garanoir 2. Blaufränkisch 16. Léon Millot 3. Cabernet Carbon 17. Malbec 4. Cabernet Cortis 18. Mara 5. Cabernet Dorsa 19. Maréchal Foch 6. Cabernet Franc 20. Merlot 7. Cabernet Jura 21. Monarch 8. Cabernet-Sauvignon 22. Muscat bleu 9. Caberneuf 23. Pinotage 10. Diolinoir 24. Pinot noir / Blauburgunder / Clevner 11. Divico 25. Prior 12. Dornfelder 26. Regent 13. Galotta 27. St. Laurent 14. Gamaret 28. Zweigelt Nr. 917-A2 1 Anhang 2 (Stand 01.08.2009) Verzeichnis der zugelassenen Anbaumethoden (§ 5) Für die Produktion von Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (KUB/AOC) sind folgende Anbaumethoden zugelassen: 1. Stickelbau 2. Drahtbau im Direktzug 3. Drahtbau in Querterrassenlagen

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