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11 provisions
Art. 1 I. Zweck, Anwendungsbereich
Dieses Reglement ordnet den Vollzug der nach kantonalem Recht der
Einwohnergemeinde Thun obliegenden Wasserbauaufgaben und die Erhebung von GrundeigentÄmerbeitrÅgen an die Kosten von GewÅsserverbauungen.
Propose a changeArt. 2
1 Diesem Reglement unterstehen unter Vorbehalt von Abs. 2 alle fliessenden GewÅsser auf dem Gebiet der Einwohnergemeinde Thun.
2 Soweit auf GewÅsserstrecken die Wasserbaupflicht dem Staat obliegt
(Art. 9 Abs. 3 WBG) oder mittels Konzession (Art. 9 Abs. 4 WBG) oder
Vertrag (Art. 10 Abs. 2 WBG) Dritten Äbertragen ist, findet dieses Reglement keine Anwendung.
Propose a changeArt. 3
1 Die Kosten fÄr Erstellung und Unterhalt von nicht wasserbaubedingten Bauten, Anlagen und Vorkehren Dritter (wie BrÄcken, Mauern, Leitungen, TerrainverÅnderungen, Bestockungen, usw.) im GewÅsserbereich sind vollumfÅnglich von den jeweiligen EigentÄmern und EigentÄmerinnen zu tragen.
2 Werden durch solche Einrichtungen Mehraufwendungen fÄr den GewÅsserunterhalt und Wasserbau verursacht, tragen die EigentÄmer und
EigentÄmerinnen die Mehrkosten.
3 GefÅhrden unvollendete, mangelhaft unterhaltene oder sonst wie ordnungswidrige private Einrichtungen die GewÅssersicherheit, veranlasst
das Tiefbauamt der Stadt Thun die nÇtigen baupolizeilichen Schritte
(Art. 45 ff. BauG3).
1 BSG 751.11
2 Neu: Stadtverfassung vom 23.9.2001; SSG 101.1
3 BSG 721.0
Zweck
Betroffene
GewÅsser
Private
Einrichtungen im
GewÅsserbereich
2 751.1
Propose a changeArt. 4
Die anstossenden GrundeigentÄmer und GrundeigentÄmerinnen sind
verpflichtet, neu aufgetretene Gefahrenherde und SchÅden an GewÅssern sofort dem stÅdtischen Tiefbauamt zu melden. Dieses orientiert unverzÄglich den Oberingenieurkreis und das Regierungsstatthalteramt.
Propose a changeArt. 5 II. GrundeigentÄmerbeitrÅge
1 Die Gemeinde erhebt GrundeigentÄmerbeitrÅge von den GrundeigentÄmern und -eigentÄmerinnen bzw. Baurechtsinhabern und -inhaberinnen, denen aus Massnahmen des aktiven Hochwasserschutzes
(wie Gerinneausbau, RÄckhaltemassnahmen, Ableitung von Hochwasserspitzen, Umleitung eines GewÅssers, Erneuerung oder Ersatz vorhandener Schutzbauten, Hangstabilisierungen; vgl. Art. 7 Abs. 3 und 4
WBG) ein besonderer Vorteil zukommt.
2 Als besonderer Vorteil gilt namentlich der Schutz des GrundstÄcks
selbst und der zu ihm fÄhrenden Erschliessungsanlagen vor der Gefahr
des Wassers.
Propose a changeArt. 6
1 Massgebend fÄr die Beitragsberechnung sind die gesamten Kosten
fÄr die Projektierung, die Wasserbauplanung oder -bewilligung, die AusfÄhrung der aktiven Hochwasserschutzmassnahmen mit Bauleitung und
Bauzinsen sowie fÄr den allfÅlligen Erwerb dinglicher Rechte inkl. Verschreibungs-, Vermessungs- und Grundbuchkosten. Subventionen und
BeitrÅge Dritter sind abzuziehen.
2 Werden die Wasserbaumassnahmen auf dem Gebiet einer Ober-
oder Unterliegergemeinde ausgefÄhrt, bildet der nach Art. 37 Abs. 4
WBG der Einwohnergemeinde Thun obliegende Kostenanteil Grundlage fÄr die Beitragsberechnung.
Propose a changeArt. 7
1 Von den massgebenden Kosten gemÅss Art. 6 werden 80 % den Beitragspflichtigen auferlegt.
2 Das finanzkompetente Gemeindeorgan kann mit dem Kreditbeschluss einen abweichenden Kostenanteil festlegen:
- bis 100 %, wenn die Hochwasserschutzmassnahmen praktisch ausschliesslich im Interesse der Beitragspflichtigen liegen;
- bis 0 %, wenn die Hochwasserschutzmassnahmen in ausserordentlichem Mass der Allgemeinheit dienen oder wenn bei geringfÄgigen
Vorhaben der Bezugsaufwand in keinem VerhÅltnis zur Gesamtsumme aller GrundeigentÄmerbeitrÅge steht.
Ist kein Kreditbeschluss nÇtig, legt der Gemeinderat den abweichenden
Kostenanteil fest.
Meldepflicht
Grundsatz
Massgebende
Kosten
Kostenanteil der
GrundeigentÄmer
3 751.1
3 BeschlÄsse Äber abweichende Kostenanteile sind zu verÇffentlichen.
Gegen sie kann Gemeindebeschwerde beim Regierungsstatthalter gefÄhrt werden.
Propose a changeArt. 8
1 Die einzelnen GrundeigentÄmerbeitrÅge werden nach dem amtlichen
Wert festgelegt.
2 Fehlt ein amtlicher Wert oder sind GrundstÄcke in der Bauzone nicht
mindestens zur HÅlfte baulich genutzt, legt die Gemeindeschatzungskommission 1 einen Schatzungswert fest.
Propose a changeArt. 9
Das Beitragsverfahren richtet sich nach dem Dekret Äber die BeitrÅge
der GrundeigentÄmer an Erschliessungsanlagen und an weitere Çffentliche Werke und Massnahmen (GrundeigentÄmerbeitragsdekret)2, das
auch im Ébrigen sinngemÅss anwendbar ist.
Propose a changeArt. 10 III. ZustÅndigkeiten, Inkrafttreten
1 Soweit nicht etwas anderes bestimmt ist, ist das Tiefbauamt der
Stadt Thun fÄr die ErfÄllung der Wasserbaupflicht und den Vollzug dieses Reglements zustÅndig.
2 Die ZustÅndigkeit fÄr FinanzbeschlÄsse richtet sich nach der Gemeindeordnung3.
3 Éber WasserbauplÅne beschliesst der Stadtrat endgÄltig. Werden jedoch Wasserbaumassnahmen als Nebensache eines Vorhabens geplant, das anderem Recht untersteht, beschliesst das nach dem anderen Recht zustÅndige Organ auch Äber den Wasserbau.
4 GeringfÄgige Ñnderungen von WasserbauplÅnen beschliesst der Gemeinderat.
Propose a changeArt. 11
Dieses Reglement tritt mit der kantonalen Genehmigung in Kraft.
Thun, 22. April 1994 Namens des Stadtrates
Der StadtratsprÅsident: Rupp
Der Stadtschreiber: Bietenhard
Genehmigung
Vom Tiefbauamt des Kantons Bern am 12. April 1995 genehmigt.
1 Mit Aufhebung der Verordnung Äber die Organisation des Steuerwesens der Stadt
Thun vom 21.9.2001 ist die Gemeindeschatzungskommission abgeschafft worden.
2 BSG 732.123.44
3 Jetzt Stadtverfassung
Bemessung
Anwendbarkeit
des GrundeigentÄmerbeitragsdekrets
Vollzug, ZustÅndigkeiten
Inkrafttreten
Propose a change