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G vom 2. März 2023 über Postdienste und Paketzustelldienste (Postdienste- und Paketzustelldienstegesetz; PPG)

Liechtenstein · 783.0 · statute

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Contents: 45 provisions
  1. Art. 1 Gegenstand
  2. Art. 2 Geltungsbereich
  3. Art. 3 Begriffsbestimmungen und Bezeichnungen
  4. Art. 4 Postgeheimnis
  5. Art. 5 Meldepflicht
  6. Art. 6 Pflichten der Postdiensteanbieter
  7. Art. 7 Pflichten der Paketzustelldienstanbieter
  8. Art. 8 Zugang zu Adressdaten
  9. Art. 9 Zugang zu Zugangspunkten
  10. Art. 10 Begriff und Umfang
  11. Art. 11 Universaldiensteanbieter
  12. Art. 12 Erbringung des Universaldienstes
  13. Art. 13 Benützung öffentlichen Grundes
  14. Art. 14 Preisregulierung
  15. Art. 15 Kostenrechnungssystem und getrennte Buchführung
  16. Art. 16 Grundsatz
  17. Art. 17 Finanzieller Ausgleich der Nettokosten des Universaldienstes
  18. Art. 18 Ausgleichsfonds für Dienste im Universaldienstbereich
  19. Art. 19 Haftungsgrundsätze
  20. Art. 20 Betreiber gemäss Weltpostvertrag und Abschluss von Vereinbarungen
  21. Art. 21 Postwertzeichen
  22. Art. 22 Aufgaben
  23. Art. 23 Anweisungen in besonderen Fällen
  24. Art. 24 Organisation
  25. Art. 25 Aufgaben
  26. Art. 26 Informationsaustausch
  27. Art. 27 Transparenz
  28. Art. 28 Gebühren, Kosten und Aufsichtsabgabe
  29. Art. 29 Grundsatz
  30. Art. 30 Erhebung von Daten und Informationen
  31. Art. 31 Anordnungen
  32. Art. 32 Herstellung des rechtmässigen Zustandes
  33. Art. 33 Ungehorsamsstrafen
  34. Art. 34 Anzeigen
  35. Art. 35 Beschwerde
  36. Art. 36 Schlichtung von Streitigkeiten
  37. Art. 37 Verletzung des Post- und Briefgeheimnisses
  38. Art. 38 Verwaltungsübertretungen
  39. Art. 39 Verantwortlichkeit
  40. Art. 40 Vorteilsabschöpfung
  41. Art. 41 Übergangsbestimmungen
  42. Art. 42 Anwendbarkeit von EU-Rechtsvorschriften
  43. Art. 43 Änderung von Bezeichnungen
  44. Art. 44 Aufhebung bisherigen Rechts
  45. Art. 45 Inkrafttreten

45 provisions

Art. 41 Übergangsbestimmungen

1) Die nach dem bisherigen Recht von der Regierung erlassenen Anordnungen und Preisgenehmigungen bleiben so lange gültig, bis sie durch entsprechende, auf der Grundlage dieses Gesetzes erlassene Massnahmen der Regulierungsbehörde ersetzt oder aufgehoben werden. 2) Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes in Liechtenstein tätigen Postdiensteanbieter haben innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes der Meldepflicht nach Art. 5 nachzukommen. 3) Die Erbringung von Universaldienstleistungen obliegt bis zur Bezeichnung eines Universaldiensteanbieters durch die Regierung nach Art. 11 Abs. 1 der Liechtensteinischen Post Aktiengesellschaft. 4) Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes in Liechtenstein tätigen Paketzustelldienstanbieter haben innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes der Informationspflicht nach Art. 4 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2018/644 nachzukommen. 5) Die Pflichten nach Art. 15 gelten ab dem auf das Inkrafttreten dieses Gesetzes folgenden Geschäftsjahr. 6) Auf bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verwaltungsverfahren findet das neue Recht Anwendung.

Art. 42 Anwendbarkeit von EU-Rechtsvorschriften

1) Bis zu ihrer Übernahme in das EWR-Abkommen gilt die Verordnung (EU) 2018/644 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. April 2018 über grenzüberschreitende Paketzustelldienste (ABl. L 112 vom 2.5.2018, S. 19) als nationale Rechtsvorschrift. 2) Der vollständige Wortlaut der in Abs. 1 genannten Rechtsvorschrift ist im Amtsblatt der Europäischen Union unter http://eur-lex.europa.eu veröffentlicht.

Art. 43 Änderung von Bezeichnungen

In Art. 2 Abs. 1 Bst. f des Gesetzes vom 22. Oktober 2008 über die Zustellung behördlicher Dokumente (Zustellgesetz; ZustG), LGBl. 2008 Nr. 331, und Art. 21 Abs. 2 Ziff. 1 des Gesetzes vom 22. Oktober 2009 über die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz; MWSTG), LGBl. 2009 Nr. 330, ist die Bezeichnung "Postgesetz" durch die Bezeichnung "Postdienste- und Paketzustelldienstegesetz" zu ersetzen.

Art. 44 Aufhebung bisherigen Rechts

Das Gesetz vom 18. Dezember 1998 über das liechtensteinische Postwesen (Postgesetz, PG), LGBl. 1999 Nr. 35, in der geltenden Fassung, wird aufgehoben.

Art. 45 Inkrafttreten

1) Dieses Gesetz tritt unter Vorbehalt des ungenutzten Ablaufs der Referendumsfrist am 1. Mai 2023 in Kraft, andernfalls am Tag nach der Kundmachung. 2) Art. 1 Abs. 3 Bst. b tritt gleichzeitig mit dem Beschluss des Gemeinsamen EWR-Ausschusses Nr. 246/2021 vom 24. September 2021 zur Änderung von Anhang XI (Elektronische Kommunikation, audiovisuelle Dienste und Informationsgesellschaft) des EWR-Abkommens in Kraft. In Stellvertretung des Landesfürsten: gez. Alois Erbprinz gez. Dr. Daniel Risch Fürstlicher Regierungschef

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