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Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium

Aargau · 423.152 · ordinance

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Contents: 6 provisions
  1. § 1
  2. § 2
  3. § 4
  4. § 5 das jeweils vorausgegangene Schuljahr. *
  5. § 5a
  6. § 6

6 provisions

§ 1

Geltungsbereich 1 Diese Verordnung regelt die Beurteilungen, die Promotionsentscheide, die Maturitätsprüfung, die Erlangung der Maturität an den aargauischen Mittelschulen und den Übertritt von der Fachmittelschule an das Gymnasium. * § 1a * Stundentafeln und Lehrpläne 1 Die Stundentafeln und die Lehrpläne sind in den Anhängen geregelt.

§ 2

Beurteilung 1 Die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt lehrplanbezogen und umfasst alle Leistungskomponenten. * 2 Das Ergebnis der Beurteilung wird in jedem Fach mit einer ganzen oder halben Note ausgedrückt. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen. 3 Die Fachlehrpersonen nehmen die Beurteilungen vor. § 3 * Probezeit 1 Eine allfällige Probezeit dauert bis zum Ende des 1. Semesters. 1) SAR 423.100 § 3a * Nachteilsausgleich 1 Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, bei denen die damit verbundenen Funktionsstörungen ärztlich beziehungsweise fachpsychologisch nachgewiesen sind, haben Anspruch auf einen angemessenen Nachteilsausgleich. Hierbei müssen die allgemeinen Bildungsziele und Kompetenzen gemäss Lehrplan ohne Reduktion der Leistungsanforderungen erreicht werden. * 2 Die betreffenden Nachweise sind rechtzeitig vor Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs im Hinblick auf Promotionsentscheide und Prüfungen zu erbringen. 3 Über Art und Umfang der Massnahmen zum Nachteilsausgleich entscheidet die Schulleitung nach Vorgaben des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS). * 2. Promotionsentscheide, Zwischenbeurteilung und Übertritt *

§ 4

Promotionsentscheide 1 Promotionsentscheide dienen der Zuordnung der Schülerinnen und Schüler in diejenigen Klassen, die ihren Fähigkeiten entsprechen, sowie der Entlassung derjenigen Schülerinnen und Schüler, die den schulischen Anforderungen nicht zu genügen vermögen. * 2 Promotionsentscheide sind die definitive Zulassung nach der Probezeit, die Beförderung, die Nichtbeförderung und die Entlassung aus der Schule. Sie basieren auf den Beurteilungen gemäss § 2. * 3 Promotionsentscheide werden am Ende der Probezeit und am Ende des 1., 2. und 3. Schuljahrs sowie im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler am Ende des 4. Schuljahrs getroffen. Beurteilungsperiode ist die Probezeit beziehungsweise

§ 5 das jeweils vorausgegangene Schuljahr. *

Promotionsfächer 1 Promotionsfächer bis Ende der 2. Klasse sind: a) * die Grundlagenfächer beziehungsweise die Fachbereiche Deutsch, Französisch (oder in der 2. Klasse das Freifach Italienisch), Englisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten oder Musik (mit Instrumentalunterricht), Physik (nur in der 2. Klasse), Chemie, Biologie, Geschichte, Geografie, die obligatorischen Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht (zählt nicht für den Promotionsentscheid am Ende der Probezeit) sowie Informatik, und b) das Akzentfach. 2 Promotionsfächer in der 3. Klasse sind: * a) * die Grundlagenfächer bzw. die Fachbereiche Deutsch, Französisch oder Italienisch, Englisch oder Griechisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten oder Musik (mit Instrumentalunterricht), Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Geografie, b) das Schwerpunktfach und c) der Projektunterricht. 3 Schülerinnen und Schüler ohne entsprechende Vorbildung im Französischen können an Stelle von Französisch Italienisch als Grundlagenfach ab der 1. Klasse zählen lassen. * 4 Die Zeugnisnote im Grundlagen-, im Schwerpunkt- und im Ergänzungsfach Musik wird aus dem Mittel der Note des Musikunterrichts und der Note des Instrumentalunterrichts gebildet. Ergibt das Mittel der Noten einen Viertelswert, wird bei der Zeugnisnote auf die nächsthöhere halbe oder ganze Zahl gerundet. * § 5a * Promotionsfächer im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler * 1 Promotionsfächer bis Ende der 2. Klasse sind: a) * die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Bildnerisches Gestalten, Chemie, Biologie (nur in der 2. Klasse), Geografie (nur in der 2. Klasse) sowie das obligatorische Fach Einführung in Wirtschaft und Recht (nur in der 1. Klasse), und b) das Akzentfach. 2 Promotionsfächer in der 3. Klasse sind: a) * die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Biologie, Physik, Geschichte, Geografie und das obligatorische Fach Informatik. b) * … 3 Promotionsfächer in der 4. Klasse sind: a) die Grundlagenfächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Physik, Geschichte, b) das Schwerpunktfach, und c) der Projektunterricht. § 6 Definitive Zulassung, Beförderung * 1 Schülerinnen und Schüler werden nach der Probezeit definitiv zugelassen beziehungsweise am Ende des Schuljahrs in die nächsthöhere Klasse befördert, wenn in den Promotionsfächern * a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben und b) * nicht mehr als 4 Noten beziehungsweise im Falle der Schülerinnen und Schüler im Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler nicht mehr als 3 Noten unter 4 erzielt wurden. 2 Liegen wichtige Gründe vor, können Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen von Absatz 1 nicht erfüllen, definitiv zugelassen beziehungsweise befördert werden, wenn ihnen für das Erreichen der Lernziele der entsprechenden Klasse eine günstige Prognose gestellt werden kann. * § 7 Nichtbeförderung 1 Wer am Ende eines Schuljahres die Voraussetzungen von § 6 erstmals nicht erfüllt, wird nicht befördert. 2 Eine freiwillige Repetition gilt als Nichtbeförderung. § 8 Entlassung 1 Wer am Ende der Probezeit oder nach bereits einmal erfolgter Nichtbeförderung die Voraussetzungen von § 6 nicht bzw. wiederum nicht erfüllt, wird aus der Schule ent- § 9 Zeugnis 1 Zeugnisse werden an den Promotionsterminen und am Ende des 4. beziehungsweise des 5. Schuljahrs (Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler) ausgestellt. * 2 Das Zeugnis enthält die Noten sämtlicher Fächer, an den Promotionsterminen den Promotionsentscheid und gegebenenfalls einen Hinweis auf § 6 Abs. 2. * § 10 Zwischenbeurteilung 1 Die Zwischenbeurteilung ist eine Standortbestimmung. Sie wird jeweils am Ende des 1. Semesters vorgenommen. * 2 Die Promotionskonferenz nimmt die Zwischenbeurteilungen vor. 3 In den Promotions- beziehungsweise Maturitätsfächern werden den Schülerinnen und Schülern die Noten der Beurteilung mitgeteilt. * § 11 * Gespräch 1 Ergibt die Zwischenbeurteilung eine für den weiteren Ausbildungsverlauf ungünstige Prognose, führt die zuständige Abteilungslehrperson mit der Schülerin oder dem Schüler ein Gespräch zur Klärung der Gründe und über die allenfalls zu treffenden Massnahmen. 3. Maturitätsprüfung 3.1. Prüfung § 12 Prüfungstermin, Zulassung 1 Die Maturitätsprüfung findet am Ende des Lehrgangs statt. * 2 Die Zulassung zur Prüfung setzt den Besuch des letzten Schuljahrs in der Regel an derjenigen Mittelschule, an welcher die Prüfung abgelegt wird, sowie die fristgerechte Abgabe der Maturaarbeit und deren Präsentation voraus. * § 13 Prüfungsziel, Inhalte und Anforderungen 1 Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch die Maturitätsprüfung über die von der Schule vermittelten Kenntnisse, über allgemeine Bildung und Hochschulreife auszuweisen. * 2 Es sind die Fachkenntnisse und die Selbstständigkeit im Denken zu prüfen. 3 Inhalte und Anforderungen in den einzelnen Prüfungsfächern entsprechen den Lehrplanzielen. § 14 * Prüfungsfächer 1 Prüfungsfächer sind: a) das Grundlagenfach Deutsch, b) das Grundlagenfach 2. Sprache (Französisch oder Italienisch), c) das Grundlagenfach 3. Sprache (Englisch oder Griechisch), d) das Grundlagenfach Mathematik, e) das Schwerpunktfach und f) das Ergänzungsfach. § 15 * Art und Dauer der Prüfungen 1 Die Prüfungsfächer werden schriftlich und mündlich geprüft. Die schriftlichen Prüfungen dauern 4 Stunden und sind innerhalb einer Schule einheitlich. Die mündlichen Prüfungen dauern 15 Minuten. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen in den Absätzen 2–4. * 2 Die Grundlagenfächer 2. und 3. Sprache werden schriftlich geprüft. Die jeweilige Schulleitung legt je Abteilung fest, ob das Grundlagenfach 2. oder 3. Sprache mündlich geprüft wird. * 3 Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten wird sowohl schriftlich beziehungsweise praktisch als auch mündlich geprüft. Das Schwerpunktfach Musik wird sowohl schriftlich als auch mündlich beziehungsweise praktisch geprüft. Die Maturitätsprüfungskommission legt Art und Dauer der einzelnen Prüfungen fest. * 4 Das Ergänzungsfach wird mündlich oder praktisch geprüft. Die Maturitätsprüfungskommission legt Art und Dauer der einzelnen Prüfungen fest. * 5 … * § 16 Prüfungsnoten 1 Die Ergebnisse in den einzelnen schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen sind in ganzen und halben Noten auszudrücken. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen. 2 Werden schriftliche und mündliche bzw. praktische Noten gesetzt, entspricht die Prüfungsnote dem arithmetischen Mittel der beiden Noten. * § 17 Verstösse gegen die Prüfungsordnung 1 Das BKS erklärt die ganze Maturitätsprüfung für ungültig, wenn unredliche Handlungen begangen, insbesondere wenn unerlaubte Hilfsmittel mitgeführt werden, sowie bei unentschuldigtem Nichterscheinen zu einer der Prüfungen. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind vor Beginn der Maturitätsprüfung von der Schulleitung darauf aufmerksam zu machen. * 2 Die Prüfung kann am nächsten Prüfungstermin wiederholt werden, sofern es sich bei der für ungültig erklärten Prüfung um den ersten Versuch gehandelt hat. * 3 Auf Gesuch kann das letzte Schuljahr wiederholt werden. In diesem Fall zählen die Zeugnisnoten des Wiederholungsjahres für die Maturität. 3.2. Organisation § 18 * Maturitätsprüfungskommission 1 Der Erziehungsrat ernennt auf die Dauer von vier Jahren eine Maturitätsprüfungskommission, bestehend aus a) zwei Mitgliedern des Erziehungsrats, welche das Präsidium und Vizepräsidium innehaben, b) 12 bis 16 Mitgliedern als Ressortleiterinnen beziehungsweise Ressortleiter, c) * je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren und des BKS mit beratender Stimme. 2 Die Maturitätsprüfungskommission ist insbesondere zuständig für a) den Erlass von einheitlichen überfachlichen und fachspezifischen formalen Rahmenvorgaben für die Maturitätsprüfungen, b) die Ressortzuteilung der einzelnen Fächer und Fachbereiche, c) die Genehmigung der von den Schulleitungen vorgeschlagenen Expertinnen und Experten. 3 Präsidium und Vizepräsidium sind insbesondere zuständig für die a) Koordination der Ressortleiterinnen und Ressortleiter, b) Genehmigung der Prüfungsprogramme der Schulen, c) * Berichterstattung über die Prüfungsleistungen zuhanden des Erziehungsrats, des BKS und der Schulleitungen, d) Vertretung der Maturitätsprüfungskommission nach aussen. 4 Die Ressortleiterinnen und Ressortleiter sind in ihrem Ressort insbesondere zuständig für die a) Sicherstellung eines einheitlichen Prüfungsniveaus und Prüfungsverfahrens an sämtlichen Schulen, b) Genehmigung der Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen an den einzelnen Schulen, c) Berichterstattung über den Verlauf der Prüfungen an den einzelnen Schulen zuhanden der Maturitätsprüfungskommission. § 19 * Fachschaften der Schulen 1 Die Fachschaften der Schulen a) erarbeiten die Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen, b) haben ein Vorschlagsrecht bei der Ernennung ihrer oder ihres Fachschaftsverantwortlichen. 2 Die Fachschaftsverantwortlichen der Schulen unterstützen die Ressortleiterinnen und Ressortleiter bei der Sicherstellung eines einheitlichen Prüfungsniveaus und Prüfungsverfahrens. § 20 * Schulleitungen 1 Die Schulleitungen sind an ihrer Schule insbesondere zuständig für die a) Erstellung des Prüfungsprogramms, b) Auswahl und den Einsatz der Expertinnen und Experten, c) Überwachung des Prüfungsablaufs, d) Ernennung und Abberufung der Fachschaftsverantwortlichen. § 20a * Maturitätskonferenz 1 Die Maturitätskonferenz setzt sich jeweils aus drei Mitgliedern der Maturitätsprüfungskommission und zwei Mitgliedern der Schulleitung zusammen. 2 An den Sitzungen der Maturitätskonferenz nehmen die Expertinnen und Experten sowie alle Lehrpersonen, die Prüfungen abgenommen oder den abschliessenden Unterricht in den nicht geprüften Fächern erteilt haben, nach Bedarf mit beratender Stimme teil. 3 Die Maturitätskonferenz erarbeitet die Grundlagen für die Maturitätsentscheide zuhanden des BKS. * 4. Maturität § 21 Maturaarbeit * 1 Die Schülerinnen und Schüler müssen im letzten Ausbildungsjahr vorzugsweise in einer Gruppe oder alleine eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren. * 2 Die erbrachten schriftlichen und mündlichen Leistungen werden mit einer Note bewertet. 3 … * § 22 * Maturitätsfächer 1 Maturitätsfächer sind die zehn Grundlagenfächer, das Schwerpunktfach, das Ergänzungsfach und die Maturaarbeit. § 23 Maturitätsnoten 1 In den Prüfungsfächern wird die Maturitätsnote aus dem Mittel von Vorschlags- und Prüfungsnote gebildet. Die Vorschlagsnote ist die Zeugnisnote der letzten Klasse, in der das betreffende Fach unterrichtet wird. * 2 In den prüfungsfreien Fächern entspricht die Maturitätsnote der Zeugnisnote in der letzten Klasse, in der das betreffende Fach unterrichtet wird. * 3 Im Grundlagenfach Geografie ist das Mittel der Noten der letzten zwei Klassen, in denen das Fach unterrichtet wird, massgebend. Bei Schülerinnen und Schülern, welche die 2. Klasse nicht an der Stammschule besucht haben, ist die Note der 3. Klasse massgebend. Bei Schülerinnen und Schülern, die den Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler absolvieren, entspricht die Maturitätsnote der Zeugnisnote der letzten Klasse, in der das Fach unterrichtet wird. * 4 Die Bewertung der Maturaarbeit erfolgt aufgrund des Arbeitsprozesses, der schriftlichen oder schriftlich kommentierten Arbeit und ihrer Präsentation. * 5 Die Maturitätsnoten werden auf halbe oder ganze Zahlen gerundet. Bei einem exakten Viertelswert wird auf die nächste höhere halbe oder ganze Zahl gerundet. * § 24 * … § 25 * Bestehensnormen 1 Die Maturität ist bestanden, wenn in den 13 Maturitätsfächern a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben und b) nicht mehr als vier Noten unter 4 erzielt wurden. § 26 * Maturitätsentscheid 1 Das BKS entscheidet über das Bestehen der Maturität und stellt den Maturitätsausweis aus. * § 27 Wiederholung bei Nichtbestehen, Dispensation 1 Schülerinnen und Schüler, welche die Maturität im ersten Versuch nicht bestehen, müssen bei einem zweiten Versuch das letzte Schuljahr und die Maturitätsprüfung wiederholen. Schülerinnen und Schüler des Lehrgangs für Leistungssportlerinnen und -sportler absolvieren das Repetitionsjahr in einer 4. Regelklasse. * 2 Sie können sich vom Unterrichtsbesuch und der Prüfung in denjenigen Maturitätsfächern und Fachbereichen dispensieren lassen, in welchen sie beim ersten Versuch mindestens die Note 5 erzielt haben. Diese Noten zählen auch beim zweiten Versuch. * 2bis Den Schülerinnen und Schülern steht es frei, eine zweite Maturaarbeit zu verfassen. Nachbesserungen an der zuerst erstellten Maturaarbeit sind nicht zulässig. Im Falle des Verfassens einer zweiten Maturaarbeit zählt die für diese Arbeit erzielte Note als Maturitätsnote. * 3 Eine dritte Maturitätsprüfung ist nicht gestattet. § 28 Maturitätsausweis 1 Der Maturitätsausweis wird vom BKS ausgestellt, wenn die Maturität bestanden ist. * 2 Der Maturitätsausweis enthält: a) die Überschrift «Schweizerische Eidgenossenschaft» und den Untertitel «Kanton Aargau»; b) den Vermerk «Maturitätsausweis, ausgestellt nach den Erlassen des Bundesrates und der EDK über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen vom 16. Januar/15. Februar 1995»; c) den Namen der Schule, die ihn ausstellt; d) den Namen, Vornamen, Heimatort (für Ausländerinnen und Ausländer: Staatsangehörigkeit und Geburtsort) und das Geburtsdatum der Inhaberin oder des Inhabers; e) * die Angaben der Zeit, während der die Inhaberin beziehungsweise der Inhaber die aargauische Mittelschule besucht hat; f) * die Maturitätsnoten der 13 Maturitätsfächer nach § 22; g) * das Thema der Maturaarbeit; h) * gegebenenfalls einen Hinweis auf die Zweisprachigkeit der Maturität mit Angabe der zweiten Sprache; i) * die Unterschrift der Vorsteherin beziehungsweise des Vorstehers des BKS und der Rektorin beziehungsweise des Rektors der Schule. 3 Zusätzlich werden im Maturitätsausweis folgende Noten aufgeführt: * a) * … b) * die Note im obligatorischen Fach Sport (ausser bei Schülerinnen und Schülern, die den Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler absolviert haben); c) die Note im obligatorischen Fach Englisch, sofern dieses nicht Maturitätsfach ist; d) die Noten in den Freifächern Französisch, Italienisch und Griechisch, sofern sie bis zur Maturität besucht wurden. 5. Übergangs- und Schlussbestimmungen § 29 Aufhebung bisherigen Rechts 1 Die Verordnung über die Maturitätsprüfungen an den Aargauischen Mittelschulen vom 27. Oktober 1975 2) ist aufgehoben. 2 Die Verordnung über den Erwerb eines eidgenössisch anerkannten Maturitätszeugnisses am Pädagogisch-sozialen Gymnasium vom 15. Mai 1996 3) wird aufgehoben. * 2) AGS Bd. 9 S. 185, 422, 593; Bd. 11 S. 429, 448; Bd. 13 S. 79; Bd. 14 S. 41; 1995 S. 1 3) AGS 1996 S. 116 § 30 Änderung bisherigen Rechts 1 Die Verordnung über die Promotion an den Mittelschulen vom 18. März 1974 4) wird wie folgt geändert: Text im betreffenden Erlass eingefügt. § 31 Übergangsbestimmungen 1 … * 2 … * 3 … * 4 … * 5 … * 6 … * 7 … * 8 … * 9 … * 10 Für Schülerinnen und Schüler, die den Lehrgang für Spitzensportlerinnen und -sportler vor dem Schuljahr 2022/23 begonnen haben, gelten die Bestimmungen des bisherigen Rechts. Im Falle der Repetition gelten für Schülerinnen und Schüler, die den Lehrgang im Schuljahr 2021/22 begonnen haben, die Bestimmungen des neuen Rechts. Falls während oder nach der Repetition keine Zeugnisnoten erlangt werden, aus denen Maturitätsnoten gemäss § 23 gebildet werden können, sind die Zeugnisnoten des letzten Schuljahrs massgebend, in dem die betroffenen Fächer vor der Repetition belegt wurden. * § 31a * Übertritt von der Fachmittelschule an das Gymnasium 1 Schülerinnen und Schüler, deren Abschlussnoten nach Berechnung gemäss § 20 der Verordnung über die Promotion, den Fachmittelschulabschluss und die Fachmaturität an der Fachmittelschule (V FMS) vom 19. Mai 2010 5) in den Abschlussfächern einen arithmetisch auf eine Dezimalstelle gerundeten Notendurchschnitt von mindestens 5 erreichen, sind berechtigt, in die 3. Klasse des Gymnasiums überzutreten. 2 Der Notendurchschnitt berechtigt zum einmaligen Übertritt in die 3. Klasse des Gymnasiums auf Beginn eines der beiden Schuljahre, die im Anschluss an die 3. Klasse der Fachmittelschule folgen. Vor dem Übertritt an das Gymnasium darf keine Fachmaturität erworben werden. 3 Schülerinnen und Schüler, die ab dem Schuljahr 2026/27 in eine 1. Klasse der Fachmittelschule zugelassen werden, können ab Ende des Schuljahrs 2028/29 nicht mehr von der Fachmittelschule in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten. 4) AGS Bd. 8 S. 689; aufgehoben (AGS 2000 S. 101) 5) SAR 423.332 4 Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2025/26 in die Fachmittelschule zugelassen wurden, können auf Beginn des Schuljahrs 2028/29 letztmalig in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten. § 32 Publikation und Inkrafttreten 1 Diese Verordnung ist in der Gesetzessammlung zu publizieren. Sie tritt am 1. August 1999 in Kraft. Aarau, 23. Juni 1999 Regierungsrat Aargau Landammann PFISTERER Staatsschreiber PFIRTER Änderungstabelle - Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle 23.06.1999 01.08.1999 Erlass Erstfassung 1999 S. 141 22.05.2002 01.08.2002 § 14 totalrevidiert 2002 S. 173 22.05.2002 01.08.2002 § 15 totalrevidiert 2002 S. 173 22.05.2002 01.08.2002 § 16 Abs. 2 geändert 2002 S. 173 22.05.2002 01.08.2002 § 23 Abs. 1 geändert 2002 S. 173 16.04.2003 01.07.2003 § 27 Abs. 2 geändert 2003 S. 129 16.04.2003 01.07.2003 § 28 Abs. 3 eingefügt 2003 S. 129 16.04.2003 01.07.2003 § 29 Abs. 2 eingefügt 2003 S. 129 02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 3 geändert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 4 geändert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 15 Abs. 5 eingefügt 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 17 Abs. 1 geändert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 18 totalrevidiert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 19 totalrevidiert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 20 totalrevidiert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 24 totalrevidiert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 26 totalrevidiert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 28 Abs. 2, lit. h) geändert 2007 S. 67 02.05.2007 01.08.2007 § 28 Abs. 2, lit. i) geändert 2007 S. 67 13.02.2008 01.08.2008 § 3 totalrevidiert 2008 S. 101 13.02.2008 01.08.2008 § 10 Abs. 1 geändert 2008 S. 101 14.05.2008 01.08.2008 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 5 Abs. 2 geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 21 Titel geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 21 Abs. 3 aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 22 totalrevidiert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 2 geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 4 geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 23 Abs. 5 eingefügt 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 25 totalrevidiert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 27 Abs. 2bis geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 1 geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 2, lit. f) geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 2, lit. g) geändert 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 28 Abs. 3, lit. a) aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 1 aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 2 aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 3 aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 4 aufgehoben 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 5 eingefügt 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 6 eingefügt 2008 S. 158 14.05.2008 01.08.2008 § 31 Abs. 7 eingefügt 2008 S. 158 19.05.2010 01.08.2010 Ingress geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 2 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 4 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 4 Abs. 3 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 5 Abs. 3 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 5a eingefügt 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 6 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 6 Abs. 2 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 9 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 10 Abs. 3 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 11 totalrevidiert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 12 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 13 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 21 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 23 Abs. 3 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 27 Abs. 1 geändert 2010 S. 152 19.05.2010 01.08.2010 § 28 Abs. 3, lit. b) geändert 2010 S. 152 20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 1 geändert 2011/3-14 20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 2 geändert 2011/3-14 20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 3 geändert 2011/3-14 20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 4 geändert 2011/3-14 20.10.2010 01.08.2011 § 15 Abs. 5 aufgehoben 2011/3-14 Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle 11.05.2011 01.08.2013 § 23 Abs. 3 geändert 2013/1-05 11.05.2011 01.08.2013 § 31 Abs. 8 eingefügt 2013/1-05 25.09.2013 01.01.2014 § 3a eingefügt 2013/7-16 28.10.2015 01.08.2016 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 5a Abs. 1, lit. a) geändert 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 20a eingefügt 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 24 aufgehoben 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 5 aufgehoben 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 6 aufgehoben 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 7 aufgehoben 2016/3-03 28.10.2015 01.08.2016 § 31 Abs. 9 eingefügt 2016/3-03 03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 1, lit. a) geändert 2017/5-21 03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 2, lit. a) geändert 2017/5-21 03.05.2017 01.08.2017 § 5 Abs. 4 eingefügt 2017/5-21 09.05.2018 01.08.2018 § 12 Abs. 2 geändert 2018/4-18 09.05.2018 01.08.2018 § 17 Abs. 1 geändert 2018/4-18 09.05.2018 01.08.2018 § 17 Abs. 2 geändert 2018/4-18 15.05.2019 01.08.2019 § 27 Abs. 2bis geändert 2019/3-14 04.05.2022 01.08.2022 § 4 Abs. 3 geändert 2022/12-05

§ 5a

Titel geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 1, lit. a) geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 2, lit. a) geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 5a Abs. 2, lit. b) aufgehoben 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 6 Abs. 1, lit. b) geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 9 Abs. 1 geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 23 Abs. 3 geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 27 Abs. 1 geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 28 Abs. 3, lit. b) geändert 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 8 aufgehoben 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 9 aufgehoben 2022/12-05 04.05.2022 01.08.2022 § 31 Abs. 10 eingefügt 2022/12-05 17.05.2023 01.08.2023 § 9 Abs. 2 geändert 2023/05-04 13.05.2026 01.08.2026 Erlasstitel geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Ingress geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 1 Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 1a eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 3a Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 3a Abs. 3 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Titel 2. geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 4 Abs. 2 geändert 2026/05-11

§ 6

Titel geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 6 Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 6 Abs. 2 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 17 Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 18 Abs. 1, lit. c) geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 18 Abs. 3, lit. c) geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 20a Abs. 3 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 26 Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 1 geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 2, lit. e) geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 28 Abs. 2, lit. i) geändert 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 § 31a eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 01 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 02 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 03 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 04 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 05 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 06 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 07 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 08 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 09 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 10 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 11 eingefügt 2026/05-11 13.05.2026 01.08.2026 Anhang 12 eingefügt 2026/05-11 Änderungstabelle - Nach Paragraph Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle Erlass 23.06.1999 01.08.1999 Erstfassung 1999 S. 141 Erlasstitel 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 Ingress 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 Ingress 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 1 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 1a 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 § 2 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 3 13.02.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 101 § 3a 25.09.2013 01.01.2014 eingefügt 2013/7-16 § 3a Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 3a Abs. 3 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 Titel 2. 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 4 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 4 Abs. 2 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 4 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 4 Abs. 3 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 5 Abs. 1, lit. a) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 5 Abs. 1, lit. a) 28.10.2015 01.08.2016 geändert 2016/3-03 § 5 Abs. 1, lit. a) 03.05.2017 01.08.2017 geändert 2017/5-21 § 5 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 5 Abs. 2, lit. a) 03.05.2017 01.08.2017 geändert 2017/5-21 § 5 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 5 Abs. 4 03.05.2017 01.08.2017 eingefügt 2017/5-21 § 5a 19.05.2010 01.08.2010 eingefügt 2010 S. 152 § 5a 04.05.2022 01.08.2022 Titel geändert 2022/12-05 § 5a Abs. 1, lit. a) 28.10.2015 01.08.2016 geändert 2016/3-03 § 5a Abs. 1, lit. a) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 5a Abs. 2, lit. a) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 5a Abs. 2, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05 § 6 13.05.2026 01.08.2026 Titel geändert 2026/05-11 § 6 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 6 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 6 Abs. 1, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 6 Abs. 2 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 6 Abs. 2 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 9 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 9 Abs. 1 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 9 Abs. 2 17.05.2023 01.08.2023 geändert 2023/05-04 § 10 Abs. 1 13.02.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 101 § 10 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 11 19.05.2010 01.08.2010 totalrevidiert 2010 S. 152 § 12 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 12 Abs. 2 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18 § 13 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 14 22.05.2002 01.08.2002 totalrevidiert 2002 S. 173 § 15 22.05.2002 01.08.2002 totalrevidiert 2002 S. 173 § 15 Abs. 1 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14 § 15 Abs. 2 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14 § 15 Abs. 3 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67 § 15 Abs. 3 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14 § 15 Abs. 4 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67 § 15 Abs. 4 20.10.2010 01.08.2011 geändert 2011/3-14 § 15 Abs. 5 02.05.2007 01.08.2007 eingefügt 2007 S. 67 § 15 Abs. 5 20.10.2010 01.08.2011 aufgehoben 2011/3-14 § 16 Abs. 2 22.05.2002 01.08.2002 geändert 2002 S. 173 § 17 Abs. 1 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67 § 17 Abs. 1 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18 § 17 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 17 Abs. 2 09.05.2018 01.08.2018 geändert 2018/4-18 § 18 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67 § 18 Abs. 1, lit. c) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 18 Abs. 3, lit. c) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 19 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67 § 20 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67 Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle § 20a 28.10.2015 01.08.2016 eingefügt 2016/3-03 § 20a Abs. 3 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 21 14.05.2008 01.08.2008 Titel geändert 2008 S. 158 § 21 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 21 Abs. 3 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 22 14.05.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 158 § 23 Abs. 1 22.05.2002 01.08.2002 geändert 2002 S. 173 § 23 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 23 Abs. 3 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 23 Abs. 3 11.05.2011 01.08.2013 geändert 2013/1-05 § 23 Abs. 3 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 23 Abs. 4 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 23 Abs. 5 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158 § 24 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67 § 24 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03 § 25 14.05.2008 01.08.2008 totalrevidiert 2008 S. 158 § 26 02.05.2007 01.08.2007 totalrevidiert 2007 S. 67 § 26 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 27 Abs. 1 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 27 Abs. 1 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 27 Abs. 2 16.04.2003 01.07.2003 geändert 2003 S. 129 § 27 Abs. 2bis 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 27 Abs. 2bis 15.05.2019 01.08.2019 geändert 2019/3-14 § 28 Abs. 1 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 28 Abs. 1 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 28 Abs. 2, lit. e) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 28 Abs. 2, lit. f) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 28 Abs. 2, lit. g) 14.05.2008 01.08.2008 geändert 2008 S. 158 § 28 Abs. 2, lit. h) 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67 § 28 Abs. 2, lit. i) 02.05.2007 01.08.2007 geändert 2007 S. 67 § 28 Abs. 2, lit. i) 13.05.2026 01.08.2026 geändert 2026/05-11 § 28 Abs. 3 16.04.2003 01.07.2003 eingefügt 2003 S. 129 § 28 Abs. 3, lit. a) 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 28 Abs. 3, lit. b) 19.05.2010 01.08.2010 geändert 2010 S. 152 § 28 Abs. 3, lit. b) 04.05.2022 01.08.2022 geändert 2022/12-05 § 29 Abs. 2 16.04.2003 01.07.2003 eingefügt 2003 S. 129 § 31 Abs. 1 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 31 Abs. 2 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 31 Abs. 3 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 31 Abs. 4 14.05.2008 01.08.2008 aufgehoben 2008 S. 158 § 31 Abs. 5 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158 § 31 Abs. 5 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03 § 31 Abs. 6 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158 § 31 Abs. 6 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03 § 31 Abs. 7 14.05.2008 01.08.2008 eingefügt 2008 S. 158 § 31 Abs. 7 28.10.2015 01.08.2016 aufgehoben 2016/3-03 § 31 Abs. 8 11.05.2011 01.08.2013 eingefügt 2013/1-05 § 31 Abs. 8 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05 § 31 Abs. 9 28.10.2015 01.08.2016 eingefügt 2016/3-03 § 31 Abs. 9 04.05.2022 01.08.2022 aufgehoben 2022/12-05 § 31 Abs. 10 04.05.2022 01.08.2022 eingefügt 2022/12-05 § 31a 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 01 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 02 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 03 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 04 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 05 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 06 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 07 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 08 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 09 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 10 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 11 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 12 13.05.2026 01.08.2026 eingefügt 2026/05-11 Anhang 1 1 (Stand 1. August 2026) 1. Stundentafel Maturitätslehrgänge A. Obligatorische Fächer Klasse 1. 2. 3. 4. 1. Grundlagenfächer Deutsch 4 3 3 4 Französisch oder (ab 3. Klasse) Italienisch 3 3 3 3 Englisch oder (ab 3. Klasse) Griechisch 3 3 3 3 Mathematik 4 3 3 4 Physik - 2 2 2 Chemie 2 2 2 - Biologie 2 2 2 - Geschichte 2 2 2 2 Geografie 2 2 1 - Bildnerisches Gestalten oder Musik 2 3 2 - 2. Schwerpunktfach - - 6 6 3. Ergänzungsfach - - - 4 4. Maturaarbeit - - - 2 5. Weitere obligatorische Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht 1 2 - - Akzentfach 3 3 - - Informatik 2 1 - - Projektunterricht - - 2,5 - Sport 3 3 3 3 Total Wochenlektionen 1) 33 34 34,5 33 B. Freifächer Klasse 1. 2. 3. 4. Griechisch 4 4 4 4 Latein 3 3 3 2) 3/- Italienisch 3 3 - - 1) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest. 2) Zwei Lektionen nach dem Besuch des Akzentfachs Alte Sprachen. 1 Anhang 1 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium (V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152) 2. Fächerangebot 2.1. Grundlagenfächer und weitere obligatorische Fächer Sämtliche Grundlagenfächer sowie die weiteren obligatorischen Fächer mit Ausnahme des Grundlagenfachs Griechisch werden an allen Kantonsschulen (KS) geführt. Das Grundlagenfach Griechisch wird an mindestens einer KS geführt. Besonderheiten: Wer Griechisch ab der 3. Klasse als Grundlagenfach wählt, besucht weiterhin das Grundlagenfach Englisch. Zum Grundlagenfach Musik gehört Instrumentalunterricht. 2.2 Akzentfächer Alte Sprachen, Moderne Sprachen, Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/ Informatik und Geistes- und Sozialwissenschaften werden an allen KS ausgeschrieben. Davon ausgenommen ist die Kantonsschule Stein, an der das Akzentfach Alte Sprachen nicht ausgeschrieben wird. Welche der ausgeschriebenen Akzentfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.3. Schwerpunktfächer Latein, Französisch, Italienisch, Spanisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/ Psychologie, Bildnerisches Gestalten sowie Musik (mit Instrumentalunterricht) werden an allen KS ausgeschrieben. Davon ausgenommen ist die Kantonsschule Stein, an der die Schwerpunktfächer Französisch, Latein, Italienisch, Bildnerisches Gestalten sowie Musik (mit Instrumentalunterricht) nicht ausgeschrieben werden. Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.4. Ergänzungsfächer Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte, Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht, Pädagogik/Psychologie, Bildnerisches Gestalten, Musik (mit Instrumentalunterricht) und Sport werden an allen KS ausgeschrieben. Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.5. Freifächer Latein und Italienisch werden an allen KS ausgeschrieben. Griechisch wird an mindestens einer KS geführt. Die einzelnen KS können weitere Freifächer im Rahmen ihres Lektionenkontingents anbieten. Welche der ausgeschriebenen Freifachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 3. Wahlvoraussetzungen und Unvereinbarkeiten 3.1. Grundlagenfach Wahlvoraussetzung für Italienisch beziehungsweise Griechisch als Grundlagenfach ab der 3. Klasse ist der Besuch des entsprechenden Freifachs in der 1. und. 2. Klasse. 3.2. Unvereinbarkeiten Die gleichzeitige Wahl von Französisch beziehungsweise Italienisch als Grundlagen- und Schwerpunktfach ist ausgeschlossen. Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist ausgeschlossen. Die Wahl von Musik oder Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Musik, Bildnerischem Gestalten oder Sport als Ergänzungsfach aus. Anhang 2 1 (Stand 1. August 2026) 1. Stundentafel Maturitätslehrgänge mit International Baccalaureate (IB) Diploma Programme in der 3. und 4. Klasse A. Obligatorische Fächer Klasse 1. 2. 3. 4. 1. Grundlagenfächer 1) Deutsch 2) 4 3 4 4 Französisch oder (ab 3. Klasse) Italienisch 3 3 3 3 Englisch oder (ab 3. Klasse) Griechisch 3 3 3 3 Mathematik 4 3 3/3,5 * 5/4,5 * Physik - 2 2 1 Chemie 2 2 1/2 - Biologie 2 2 3 3) 2 Geschichte 2 2 3 - Geografie 2 2 1 - Bildnerisches Gestalten oder Musik 2 3 2 - 2. Schwerpunktfach - - 6 6 3. Ergänzungsfach - - - 4 4. Maturaarbeit - - - 2 5. Weitere obligatorische Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht 1 2 - - Akzentfach 3 3 - - Informatik 2 1 - - Projektunterricht - - 1,5/- * - Sport 3 3 3 3 Total Wochenlektionen 4) 33 34 35,5 33/32,5 * 6. Zusätzliche IB-Fächer Higher Level-Kurse 5) x x Theory of Knowledge 6) x x Creativity, Action, Service 7) x x B. Freifächer Klasse 1. 2. 3. 4. Griechisch 4 4 4 4 Latein 3 3 3 7) 3/- Italienisch 3 3 - - 1 Anhang 2 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium (V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152) * Die Lektionenaufteilung Neue Kantonsschule Aarau beziehungsweise Kantonsschule Wettingen 1) Gewisse Grundlagenfächer werden in einer Fremdsprache angeboten. Die Rektorin oder der Rektor legt die Anzahl der Grundlagenfächer, diejenige der immersiv erteilten Lektionen und die Fremdsprache fest. 2) Mit Essay und Weltliteratur 3) Halbklassenunterricht 4) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin 5) 3. und 4. Klasse gemeinsam; an der Neuen Kantonsschule Aarau insgesamt mit 2,5 Jahreslektionen, an der Kantonsschule Wettingen mit 3 Jahreslektionen dotiert; wahlweise drei der Wahlpflichtfächer auf Higher Level-Niveau. 5) Pro Schuljahr mit einer Jahreslektion Lehrpensum dotiert, wird in Form von Projekthalbtagen, Projektwochen oder Exkursionen erteilt. 6) Pro Schuljahr mit einer Jahreslektion Lehrpensum dotiert; die Schülerinnen und Schüler leisten 150 Stunden kreative, sportliche oder gemeinnützige Tätigkeiten in Freifächern und in der Freizeit. 7) Zwei Lektionen nach dem Besuch des Akzentfachs Alte Sprachen. 2. Fächerangebot und 3. Wahlvoraussetzungen Für das Fächerangebot und die Wahlvoraussetzungen gilt Anhang 1 mit Ausnahme von 2.4. Ergänzungsfach Als Ergänzungsfach wird nur Geschichte angeboten. Anhang 3 1 (Stand 1. August 2026) Dieser Anhang gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Lehrgang vor dem Schuljahr 2022/23 begonnen haben. 1. Stundentafel Lehrgang für Spitzensportlerinnen und -sportler 1) A. Obligatorische Fächer Klasse 1. 2. 3. 4. 5. 1. Grundlagenfächer Deutsch 3 3 4 4 - Französisch 3 3 3 3 - Englisch 3 2 2 2 3 Mathematik 3 3 2 3 3 Physik - - 2 2 2 Chemie - 3 3 - - Biologie 2 2 2 - - Geschichte - - 3 3 2 Geografie 2 3 - - - Bildnerisches Gestalten 2 3 2 - - 2. Schwerpunktfach - - - 6 6 3. Ergänzungsfach - - - - 4 4. Maturaarbeit - - - - 2 5. Weitere obligatorische Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht 3 - - - - Akzentfach 2 2 2 - - Informatik 2 1 - - - Projektunterricht - - - 2,5 - Total Wochenlektionen 2) 25 25 25 25,5 22 1) Dieser Lehrgang wird nur an der Alten Kantonsschule Aarau geführt. 2) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest. 1 Anhang 3 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium (V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152) 2. Fächerangebot 2.1. Grundlagenfach Als musisches Grundlagenfach wird nur Bildnerisches Gestalten angeboten. 2.2. Schwerpunktfach Spanisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/Psychologie sowie Bildnerisches Gestalten werden ausgeschrieben. Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.3. Ergänzungsfach Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte, Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht, Pädagogik/ Psychologie, Bildnerisches Gestalten und Sport werden ausgeschrieben. Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.4. Akzentfach Als Akzentfach haben die Schülerinnen und Schüler aus den Fächern Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften ein Fach auszuwählen. 2.5. Freifächer Aus stundenplantechnischen Gründen ist die Auswahl an Freifächern, welche in abteilungsübergreifenden Kursgruppen erteilt werden, eingeschränkt. Der Besuch kann nicht garantiert werden (davon ausgenommen ist der Instrumentalunterricht). In Absprache mit den Schülerinnen und Schülern einer Abteilung für Spitzensportlerinnen und -sportler können ausgewählte Freifächer angeboten werden. 3. Unvereinbarkeiten Die gleichzeitige Wahl von Französisch als Grundlagen- und Schwerpunktfach ist ausgeschlossen. Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist ausgeschlossen. Die Wahl von Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Sport als Ergänzungsfach aus. Anhang 4 1 (Stand 1. August 2026) 1. Stundentafel Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler 1) A. Obligatorische Fächer Klasse 1. 2. 3. 4. 5. 1. Grundlagenfächer Deutsch 3 3 4 4 - Französisch 3 3 3 3 - Englisch 3 2 2 2 3 Mathematik 3 3 2 3 3 Physik - - 2 2 2 Chemie 3 3 - - - Biologie - 3 3 - - Geschichte - - 3 3 2 Geografie - 2 3 - - Bildnerisches Gestalten 4 3 - - - 2. Schwerpunktfach - - - 6 6 3. Ergänzungsfach - - - - 4 4. Maturaarbeit - - - - 2 5. Weitere obligatorische Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht 3 - - - - Akzentfach 3 3 - - - Informatik - - 3 - - Projektunterricht - - - 2,5 - Total Wochenlektionen 2) 25 25 25 25,5 22 1) Dieser Lehrgang wird nur an der Alten Kantonsschule Aarau geführt. 2) Die Aufteilung der Jahreslektionen kann unterschiedlich erfolgen. Die Rektorin beziehungsweise der Rektor setzt die Aufteilung fest. 1 Anhang 4 zur Verordnung über die Promotion und die Maturität am Gymnasium (V Gymnasium) vom 23. Juni 1999 (SAR 423.152) 2. Fächerangebot 2.1. Grundlagenfach Als musisches Grundlagenfach wird nur Bildnerisches Gestalten angeboten. 2.2. Akzentfach Als Akzentfach haben die Schülerinnen und Schüler aus den Fächern Mathematik/Naturwissenschaften/Technik/Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften ein Fach auszuwählen. 2.3. Schwerpunktfach Spanisch, Italienisch, Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht, Philosophie/Pädagogik/Psychologie sowie Bildnerisches Gestalten werden ausgeschrieben. Welche der ausgeschriebenen Schwerpunktfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.4. Ergänzungsfach Physik, Chemie, Biologie, Anwendungen der Mathematik, Informatik, Geschichte, Geografie, Philosophie, Religionslehre, Wirtschaft und Recht, Pädagogik/ Psychologie, Bildnerisches Gestalten und Sport werden ausgeschrieben. Welche der ausgeschriebenen Ergänzungsfachkurse durchgeführt werden, entscheidet die Rektorin beziehungsweise der Rektor. 2.5. Freifächer Aus stundenplantechnischen Gründen ist die Auswahl an Freifächern, welche in abteilungsübergreifenden Kursgruppen erteilt werden, eingeschränkt. Der Besuch kann nicht garantiert werden (davon ausgenommen ist der Instrumentalunterricht). In Absprache mit den Schülerinnen und Schülern einer Abteilung für Leistungssportlerinnen und -sportler können ausgewählte Freifächer angeboten 3. Unvereinbarkeiten Die gleichzeitige Wahl von Französisch als Grundlagen- und Schwerpunktfach ist ausgeschlossen. Die gleichzeitige Wahl eines Fachs als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ist ausgeschlossen. Die Wahl von Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Sport als Ergänzungsfach aus. DEPARTEMENT BILDUNG, KULTUR UND SPORT Abteilung Berufsbildung und Mittelschule Fächerbezogene Kantonale Lehrplanteile der Aargauischen Kantonsschulen Dezember 2011 Anhang 5 (Stand 1. August 2026) 423.152 Inhaltsverzeichnis (alphabetisch) FB KLT Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 3 FB KLT Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten ................................................................................................................ 6 FB KLT Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 8 FB KLT Grundlagenfach Biologie ......................................................................................................................................... 10 FB KLT Ergänzungsfach Biologie ......................................................................................................................................... 13 FB KLT Grundlagenfach Chemie .......................................................................................................................................... 15 FB KLT Ergänzungsfach Chemie ......................................................................................................................................... 18 FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Biologie und Chemie ....................................................................................................... 21 FB KLT Grundlagenfach Deutsch ......................................................................................................................................... 25 FB KLT Grundlagenfach Englisch ........................................................................................................................................ 28 FB KLT Grundlagenfach Französisch .................................................................................................................................... 31 FB KLT Schwerpunktfach Französisch .................................................................................................................................. 34 FB KLT Grundlagenfach Geografie ....................................................................................................................................... 37 FB KLT Ergänzungsfach Geografie ....................................................................................................................................... 39 FB KLT Grundlagenfach Geschichte ..................................................................................................................................... 41 FB KLT Ergänzungsfach Geschichte ..................................................................................................................................... 43 FB KLT Grundlagenfach Griechisch ...................................................................................................................................... 45 FB KLT Obligatorisches Fach Informatik (bisher) .................................................................................................................. 48 FB KLT Obligatorisches Fach Informatik (neu) ...................................................................................................................... 51 FB KLT Ergänzungsfach Informatik ....................................................................................................................................... 54 FB KLT Grundlagenfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................... 56 FB KLT Schwerpunktfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................. 59 FB KLT Ergänzungsfach Instrumentalunterricht .................................................................................................................... 62 FB KLT Grundlagenfach Italienisch ....................................................................................................................................... 65 FB KLT Schwerpunktfach Italienisch ..................................................................................................................................... 68 FB KLT Schwerpunktfach Latein ........................................................................................................................................... 71 FB KLT Grundlagenfach Mathematik .................................................................................................................................... 74 FB KLT Ergänzungsfach Mathematik .................................................................................................................................... 77 FB KLT Grundlagenfach Musik .............................................................................................................................................. 79 FB KLT Schwerpunktfach Musik ............................................................................................................................................ 83 FB KLT Ergänzungsfach Musik ............................................................................................................................................. 86 FB KLT Ergänzungsfach Pädagogik/Psychologie ................................................................................................................. 88 FB KLT Ergänzungsfach Philosophie .................................................................................................................................... 91 FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Pädagogik/Psychologie/Philosophie ................................................................................. 94 FB KLT Grundlagenfach Physik .......................................................................................................................................... 100 FB KLT Ergänzungsfach Physik .......................................................................................................................................... 103 FB KLT Kombi-Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik .................................................................... 105 FB KLT Ergänzungsfach Religionslehre .............................................................................................................................. 109 FB KLT Schwerpunktfach Spanisch .................................................................................................................................... 111 FB KLT Obligatorisches Fach Sport .................................................................................................................................... 114 FB KLT Ergänzungsfach Sport ............................................................................................................................................ 117 FB KLT Einführung in Wirtschaft und Recht ........................................................................................................................ 119 FB KLT Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht .................................................................................................................. 121 FB KLT Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ................................................................................................................... 124 Richtlinien für den Projektunterricht ..................................................................................................................................... 126 Richtlinien für die Maturaarbeit ............................................................................................................................................ 128 Anhang 1: Kompetenzraster Instrumentalunterricht ........................................................................................................... 131 Anhang 2: Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Deutsch.......................................................................145 Anhang 3: Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik.................................................................147 FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 3 2 Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglichen den Menschen, sich in der visuellen Welt zu orientieren. Bilder sind in unserer Multimedia-Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere Kommunikations- als auch Wahrnehmungsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, Bilder Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst, sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen wie auch sinnlichkörperliche Empfindungen zuzulassen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart. Im Rahmen eigenen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Ein Bild entsteht in einem komplexen Prozess, in dessen Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbstständig vorgehen • Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren • Bildersammlungen und Medienangebote nutzen • Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln 1. Bild Die Schüler und Schülerinnen können 1.1 Wahrnehmen und verstehen • Wirklichkeit und Bilder bewusst wahrnehmen beschreiben. • das Bild als geordnetes Gefüge erkennen, analysieren und bildnerische Mittel sowie deren Wirkung • den Zweck von Bildern erkennen und das Bedürfnis nach Bildern verstehen. 1.2 Planen und realisieren • Bilder als Instrument der Gedankenstrukturierung, zur Ideenfindung, zum Entwickeln und Visualisieren einsetzen. • bildnerische Mittel nach einer formulierten Absicht anwenden. • Strategien wie Assoziation oder Zufallsverfahren für kreative Prozesse nutzen. • Motive nach der Anschauung und aus der Vorstellung entwickeln. • verschiedene bildnerische Techniken und Materialien zielgerichtet einsetzen. 1.3 Sich orientieren und sich definieren • Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erkennen und einsetzen. • Vertrauen in die eigene Bildsprache entwickeln. • sich gegenüber ungewohnten ästhetischen Ausdrucksformen offen zeigen. 2. Farbe Die Schüler und Schülerinnen können 2.1 Wahrnehmen und verstehen • sinnliche Qualitäten von Farbe erfassen. • Farbsysteme als Modelle zur Erklärung von Farbphänomenen begreifen. • additive und subtraktive Farbmischung als Grundlage der digitalen und analogen Medien verstehen. 2.2 Planen und realisieren • Wirkung erzeugen durch das gezielte und intuitive Einsetzen von Farbe. • Materialqualitäten von Farbe und Farbauftrag gezielt auswählen und anwenden. 2.3 Sich orientieren und sich definieren • Farbe als Mittel individuellen Ausdrucks verstehen. • funktionale und symbolische Aspekte von Farbe in ihrer kulturellen Bedeutung erkennen. 3. Raum und Körper Die Schüler und Schülerinnen können 3.1 Wahrnehmen und verstehen • Zusammenhänge zwischen Form, Funktion, Material und Wirkung sinnlich und analytisch wahrnehmen und verstehen. • bildnerische Mittel der Raumdarstellung erkennen, lesen und erklären. 3.2 Planen und realisieren • Materialien im dreidimensionalen Gestalten zielorientiert und sinnvoll einsetzen und verarbeiten. • unterschiedliche bildnerische Mittel der Raumdarstellung in der Bildfläche wirkungsorientiert anwen- • den menschlichen Körper performativ einsetzen. 3.3 Sich orientieren und sich definieren • eine eigene Meinung in Bezug auf ihre gestaltete und gebaute Umwelt entwickeln. 4. Visuelle Kommunikation und Medien Die Schüler und Schülerinnen können 4.1 Wahrnehmen und verstehen • Bilder im Sinn von sichtbar gemachter Information verstehen. • Medien in Bezug auf ihre Wirkung und ihren Einfluss einschätzen. 4.2 Planen und realisieren • eine Aussage verständlich visualisieren. • digitale Medien kombiniert mit analogen Verfahren einsetzen. • Bild und Text inhaltlich und formal in Beziehung setzen. 4.3 Sich orientieren und sich definieren • Bildmanipulation kritisch beurteilen und sich mit ethischen Fragen rund um das Bild befassen. • sich mit neuen Formen medialer Selbstdarstellung kritisch auseinandersetzen. 5. Kunst Die Schüler und Schülerinnen können 5.1 Wahrnehmen und verstehen • die wichtigsten Kunstepochen und Stilrichtungen chronologisch einordnen und Zusammenhänge • sich mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen. • Kunstwerke im Original betrachten. 5.2 Handeln und anwenden • Methode der Bildbetrachtung mit Bestandesaufnahme, Analyse und Interpretation als kunst- und kulturgeschichtliches Untersuchungsverfahren nutzen. • Bilder nach formalen und inhaltlichen Kriterien zueinander in Beziehung setzen. 5.3 Sich orientieren und sich definieren • der eigenen und auch anderen Kulturen bewusst und offen begegnen und persönliche Werthaltungen überdenken und bilden. FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (SCHWERPUNKTFACH) Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft. Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner Bildsprache kommunizieren zu können, ermöglicht ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen Welten. Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. • Die Umwelt sowie eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen • Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen • Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Eigene Arbeiten aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln 1. Wahrnehmen und verstehen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Wahrnehmung • durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden und diese mit Erfahrungen, Erinnerungen und Wissen verknüpfen. • erkennen und beschreiben, inwiefern der Inhalt die Form und die Form den Inhalt bedingt. • Werke im Original betrachten. 1.2 Theorie • Wirkungsabsichten und funktionale Aspekte von Kunst, Architektur und Design erkennen und be- • sich vertieft mit Zeitgenössischem aus Kunst, Architektur, Design, Medien und der Bildforschung • Gestaltung als kultur- und zeitbedingt erkennen und Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen. • eine differenzierte Fachsprache verwenden. 2. Planen und realisieren Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Techniken und Verfahren • Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen. • digitale Medien an sich und in Kombination mit analogen Verfahren anwenden. • Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren. 2.2 Methode und Prozess • Experimentierfreude mit analytischem Vorgehen, Intuition mit Reflexion verknüpfen und dabei eigene Lösungswege entdecken und erproben. • längere, komplexe und mehrstufige Projekte eigeninitiativ durchführen. • die praktische Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen. 3. Sich orientieren und sich definieren Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbstständig Schwerpunkte setzen. • eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren. 3.2 Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck erweitern. 3.3 Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. • eigene Fortschritte erkennen. • Zugänge zu ungewohnten oder fremden Bildwelten finden und diese mit eigenen Überzeugungen in FB KLT FÜR DAS FACH BILDNERISCHES GESTALTEN (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch angegangen. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie „Film und Fotografie“, „thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch „Design und Architektur“ sind möglich. Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlichkörperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und Wissenschaft und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch. Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. • Die Umwelt sowie eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen • Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen • Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Eigene Arbeiten aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln 1. Wahrnehmen und verstehen Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • erkennen, dass der Inhalt die Form und die Form den Inhalt bedingt. • eine entwickelte Fachsprache verwenden. • theoretische Grundlagen ausgewählter Themengebiete vertieft verstehen und in Beziehung zur eigenen Arbeit setzen. 1.1 Kunst 1.2 Architektur 1.3 Design 1.4 Visuelle Kommunikation 1.5 Medienkunde 2. Planen und realisieren Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • selbstständig originelle Ideen zu bildnerischen Aufgabenstellungen finden und dabei Experimentierfreude mit analytischem Vorgehen, Intuition mit Reflexion verknüpfen. • bildnerische Mittel und Techniken exemplarisch vertieft sowohl in experimenteller, spielerischer wie auch in zielgerichtet reflektierter Form nutzen. 2.1 Themenbezogene Projekte 2.2 Techniken und Verfahren 3. Sich orientieren und sich definieren Die Schülerinnen und Schüler können • in der eigenen Arbeit Bezüge zu Werken aus Kunst und angewandter Gestaltung schaffen und nachvollziehbar darstellen. • die eigene Vorgehensweise und Resultate in passender Form präsentieren, erläutern, begründen und bewerten. • das Selbstbewusstsein in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck ausbauen. FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 2 Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der Natur erlebt, Neugierde und Entdeckungsfreude geweckt sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen. Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt gegenüber. Im Biologieunterricht werden Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und dazu entscheidende Fragen formuliert. Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen. Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen, Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren. In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüp- • Respektvoll mit Lebewesen umgehen • Eigenständig, differenziert und kritisch denken • Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten • Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden • Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen • Experimente planen und durchführen, Resultate auswerten sowie die Hypothesen überprüfen und diskutieren • Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche • Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen 1. Erforschung des Lebens Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Merkmale des Lebens • die Merkmale des Lebens erklären. • die Faszination des Lebens erfahren. 1.2 Organisationsebenen • anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen. 1.3 Arbeitsweisen • die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler (Informationsbeschaffung, Durchführen von Experimenten, Publizieren, Umgang mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) anwenden. 2. Zellbiologie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Aufbau einer Zelle • Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren. • Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen beschreiben. 2.2 Transport • die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen. 2.3 Zellteilung • Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären. • die Bedeutung des Zellzyklus erklären. • die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen. 2.4 Inhaltsstoffe • den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) erläutern. 2.5 Stoffwechsel • die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege erklären. • die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen. 3. Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch 3.1 Übersicht Organsysteme • die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitigen Abhängigkeiten erläutern. 3.2 Fortpflanzung und Entwicklung • Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erkennen. • die Entwicklung ausgewählter Lebewesen darstellen. 3.3 Interne und externe Kommunikation • die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen. 4. Allgemeine Botanik Die Schülerinnen und Schüler können Organe der Pflanze • die Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane miteinander in Beziehung bringen. 5. Ökologie Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Grundlagen der Ökologie • die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären. 5.2 Ausgewählte Ökosysteme • grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären. • mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen. 6. Systematik Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Vielfalt der Lebewesen • die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen. 6.2 Systematische Kategorien • die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge erkennen. 6.3 Ausgewählte Vertreter der drei Domänen • exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenlernen. • sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen. 7. Genetik Die Schülerinnen und Schüler können 7.1 Klassische Genetik • Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen. 7.2 Molekulargenetik • die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang bringen. • die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen. 7.3 Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern. • Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren. 8. Evolution Die Schülerinnen und Schüler können 8.1 Evolutionstheorie • die Bedeutung der Darwinschen Evolutionstheorie erfassen. 8.2 Evolutionsmechanismen • die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen. • die Ergebnisse einordnen und beurteilen. 8.3 Entwicklung des Lebens • die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen. • die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich einordnen. FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie. Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schüler Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Biologie des Menschen zu beschäftigen und dabei mehr über sich selber zu erfahren. Neben experimentellen Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung mit ausgewählten Lerngebieten. Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie Fragen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte Ernährung sowie problematischer Umgang mit Suchtmitteln können im Rahmen des Ergänzungsfachs vertieft diskutiert werden. • Eigenständig, differenziert und kritisch denken • Respektvoll mit Mitmenschen umgehen • Sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • Sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen • Hypothesen selbstständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen (z.B. Internetrecherche) • Eigene Neugier wecken • Ermutigen, eigene Fragestellungen zu entwickeln 1. Mensch und Umwelt Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Anthropologie • über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren. • die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie). 1.2 Suchtmittel • die Mechanismen der biochemischen und physiologischen Auswirkungen ausgewählter Suchtmittel • die gesellschaftliche Relevanz ausgewählter Suchtmittel erkennen. 1.3 Ernährung • vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen. • verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einordnen. 1.4 Krankheiten • die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten verstehen. 1.5 Gehirn • verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen. • spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine Beziehung bringen. 1.6 Sinnesorgane • über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben. • das gemeinsame übergeordnete Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen) verstehen. 1.7 Immunologie • vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen. 1.8 Ökologie • Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und beurteilen. 2. Genetik Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Molekulargenetik • sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen. • die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren Resultate beurteilen. 2.2 Medizinische Genetik • Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen. 3. Verhaltensbiologie Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Lern- und Sozialverhalten • historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen. • anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären. 3.2 Humanethologie • ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen. FB KLT FÜR DAS FACH CHEMIE (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 2 Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Stoffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwendung allgemein akzeptierter mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zugleich Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken. Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beeinflussen, und soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren. Dabei sollen sie zu einer kritischen Fragehaltung geführt werden. Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich begründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energieversorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft leistet der Chemieunterricht einen Beitrag zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt. Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen einarbeiten zu können. • Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den Alltag beurteilen • Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen • Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen • Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben • Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch auswerten • Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 1. Stoffe und ihre Eigenschaften Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Stoffeigenschaften • Stoffe und deren Eigenschaften als zentrale Forschungsgegenstände der Chemie beschreiben. 1.2 Konzept der kleinsten Teilchen • das Teilchenmodell beschreiben und damit die Aggregatszustände und deren Änderungen erklären. 2. Atombau und Periodensystem Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz • das Coulomb-Gesetz qualitativ anwenden. 2.2 Kern/Hülle-Modell • die Anzahl Elementarteilchen für Atome angeben. • die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren. • das Kern/Hülle-Modell von Rutherford beschreiben. 2.3 Modell der Atomhülle • für einfache Atomarten ein Modell der Atomhülle skizzieren und begründen. 2.4 Periodensystem • den Aufbau des Periodensystems mit einem geeigneten Modell erklären. • die Eigenschaften der Elemente mit der Struktur ihrer Atome begründen. 3. Chemische Bindung und Stoffklassen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe • die Elektronenpaarbindung mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die Eigenschaften molekular aufgebauter Stoffe erklären. • die zwischenmolekularen Kräfte von Molekülen begründen. • die Schmelz- und Siedetemperatur sowie die Mischbarkeit von molekular aufgebauten Stoffen als Folge der Kräfte zwischen Teilchen interpretieren. 3.2 Ionenbindung und Salze • Formeln und Namen von Salzen aus einatomigen und einfachen mehratomigen Ionen herleiten. • die Ionenbindung mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die Eigenschaften von Salzen • den energetischen Verlauf bei der Bildung von Salzen aus den Elementen deuten. • den Lösevorgang von Salzen beschreiben und mit Hilfe eines einfachen Modells deuten. 3.3 Metallbindung und Metalle • die Metallbindung und den Aufbau der Metalle mit einem einfachen Modell beschreiben und damit die Eigenschaften der Metalle erklären. • charakteristische Unterschiede zwischen reinen Metallen und Legierungen erklären. 4. Stoffumwandlungen Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen • Reaktionsgleichungen aufstellen. • stöchiometrische Berechnungen durchführen. 4.2 Energetik/Triebkräfte chemischer Reaktionen • abschätzen, ob Reaktionen exotherm oder endotherm verlaufen. • für einfache Beispiele die Reaktionsenthalpie berechnen. • die Bedeutung der Enthalpie und Entropie als Triebkräfte für chemische Reaktionen erklären. 4.3 Reaktionsgeschwindigkeit • die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit für chemische Abläufe erklären. • die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration sowie vom Einsatz eines Katalysators erklären. 4.4 Gleichgewichtsreaktionen • das Prinzip des chemischen Gleichgewichts erklären. • Gleichgewichtsreaktionen mit dem Massenwirkungsgesetz beschreiben. • voraussagen, wie sich Konzentrations-, Temperatur- und Druckveränderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. 4.5 Säure/Base-Reaktionen • Säure/Base-Reaktionen mit der Übertragung von Wasserstoff-Ionen erklären. • Protolysereaktionen formulieren. • den pH-Wert definieren. • erklären, wie pH-Werte gemessen und anhand der Säurestärke berechnet werden können. • die Bedeutung von Säure/Base-Reaktionen anhand ausgesuchter Anwendungen verstehen. 4.6 Redoxreaktionen • Reaktionsgleichungen für einfache Redoxreaktionen formulieren. • Redoxreaktionen mit der Übertragung von Elektronen erklären. • die Bedeutung von Redoxreaktionen anhand der elektrochemischen Stromerzeugung und Elektrolyse 5. Organische Chemie Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe • die für organische Stoffe typischen Eigenschaften beschreiben und diese mit Hilfe der chemischen Struktur erklären. • ausgewählte Beispiele organischer Stoffklassen nennen und deren typisches Verhalten erklären. 5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe • ausgewählte Beispiele von Reaktionstypen der organischen Chemie nennen und beschreiben. 6. Experimentieren Die Schülerinnen und Schüler können • unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften einfache Experimente anhand einer ausformulierten Arbeitsvor-schrift sachgerecht ausführen. • die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen. • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. FB KLT FÜR DAS FACH CHEMIE (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre chemischen Fachkompetenzen weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden. Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein. Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei. • In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen • Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen • Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden • Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen • Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen) • Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 1. Praktische Laborarbeit Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Durchführung von Experimen- • unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch komplexere chemische Experimente sachgerecht • gängige technische Labor- bzw. Analyse-Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen. 1.2 Sicherheit 1.3 Auswertung von Experimenten • Warnhinweise zu Gefahrenstoffen verstehen. • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. • ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren bzw. fachgerecht darstellen. 2. Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • vertiefte chemische Kenntnisse aus den behandelten Teilgebieten erklären und anwenden. • das Wissen aus dem GLF mit dem neuen Fachwissen verknüpfen. • ausgewählte Phänomene des Alltags mit Hilfe des neuen Fachwissens auf der nicht-sichtbaren Ebene kleinster Teilchen beschreiben und deuten. • den Zusammenhang zwischen den physikalischen Eigenschaften von Stoffen und ihrer Struktur • für das Teilgebiet typische Experimente beschreiben und den damit verbundenen Erkenntnisgewinn • für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln. • Zusammenhänge zwischen Gestalt/Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären. • die chemische Fachsprache in den ausgewählten Teilgebieten korrekt anwenden. • für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln. 2.1 Physikalische Chemie (z.B. quantenchemische Aspekte des Atoms und der Atombindung, Fotochemie) 2.2 Anorganische Chemie (z.B. Komplexchemie, Protolysengleichgewichte in der Natur, Halbleiterchemie) 2.3 Organische Chemie (z.B. Struktur organischer Stoffe, Nomenklatur, Beispiele mehrstufiger Synthesen) 2.4 Biochemie (z.B. Voraussetzungen der Entstehung von Leben, Beispiele enzymatisch katalysierter Reaktionen, Fotosynthese) 2.5 Toxikologie/Pharmakologie (z.B. Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung von Stoffen im Körper, Mechanismen der Toxizität) 2.6 Analytische Chemie (z.B. Analysemethoden wie Titration oder Gravimetrie, Instrumentelle Analytik wie UV/VIS- und IR-Spektroskopie, NMR, MS) 2.7 Umweltchemie (z.B. Emission, Transport und Immission von Umweltchemikalien, Probleme der Abfallentsorgung, Bioakkumulation) 3. Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und verstehen. • Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. • Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie anhand relevanter Beispiele verstehen. • Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären. 3.1 Anwendungen in der Technik (z.B. Bau und Funktionsweise von Solarzellen, Kriminalistik, Anwendungen der Nanotechnologie) 3.2 Anwendungen im Alltag (z.B. Farbigkeit chemischer Stoffe, Chemie in der Küche) FB KLT FÜR DAS FACH BIOLOGIE UND CHEMIE (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH) 1. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt wurden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftliche Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life Sciences ein. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie aus Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbstständig in chemische und biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie und Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN TEIL BIOLOGIE Die Schülerinnen und Schüler sollen Biologie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN TEIL CHEMIE Die Schülerinnen und Schüler sollen Chemie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. • In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen • Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen • Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen • Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären • Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen • Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Hypothesen formulieren • Hypothesen von Spekulationen unterscheiden • Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen) • Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 3. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE 1. Ökologie* Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Praktische Ökologie • die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben. 1.2 Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren. 2. Anatomie und Physiologie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Lebewesen • praktische Untersuchen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten. • evolutive Entwicklungen erkennen und diskutieren. 2.2 Anabole und katabole Prozesse* • Stoffwechselwege und deren Bedeutung für verschiedene Organismengruppen verstehen. 3. Molekularbiologie* Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Makromoleküle • Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen durchführen. • sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen. Ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten: 3.2 Gentechnik • sich mit Technologien der modernen Biologie vertraut machen. • die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen. 3.3 Cytogenetik 3.4 Phylogenie 4. Verhaltensbiologie Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Lernverhalten • die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten erklären. 4.2 Sozialverhalten • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und * Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. 3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE 1. Praktische Laborarbeit Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Durchführung von Experimen- • unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische Experimente sachgerecht ausführen. • gängige technische Labor- bzw. Analyse-Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen. • die Warnhinweise zu Gefahrenstoffen verstehen. • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. • ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren bzw. fachgerecht darstellen. 1.2 Sicherheit 1.3 Auswertung von Experimen- 2. Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten: 2.1 Organische Chemie • typische Reaktionstypen nennen und beschreiben. • an ausgewählten Beispielen Synthesewege von Stoffen erklären. • mit Hilfe von Modellen der kleinsten Teilchen die Stoffeigenschaften beschreiben und erklären. 2.2 Biochemie Mindestens zwei Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten: 2.3 Physikalische Chemie • vertiefte chemische Kenntnisse aus den zwei behandelten Teilgebieten anwenden. • das Wissen aus dem GLF mit dem neuen Fachwissen verknüpfen. • die Zusammenhänge zwischen realen Phänomenen und deren Beschreibung und Deutung auf der nicht-sichtbaren Ebene kleinster Teilchen erkennen. • komplexe chemische Modelle anwenden und deren Grenzen erkennen. • Wege, die in der Chemie zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen führen, und die Bedeutung des experimentellen Vorgehens erklären. • den Zusammenhang zwischen den physikalischen Eigenschaften von Stoffen und deren Struktur • Zusammenhänge zwischen Gestalt/Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären. • die chemische Fachsprache in den ausgewählten Teilgebieten korrekt anwenden. • für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwickeln. 2.4 Anorganische Chemie 2.5 Umweltchemie/Toxikologie/ Pharmakologie 3. Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Die Schülerinnen und Schüler können Ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten: 3.1 Anwendungen in der Technik • für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen in der Technik oder im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären. 3.2 Anwendungen im Alltag 3.3 Gesellschaftliche Verantwortung • Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären. • Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären. 4. Chemie und Umwelt* Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Stoffe in der Umwelt • Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt 4.2 Wirkung von Stoffen auf Lebewesen • anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. * Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. FB KLT FÜR DAS FACH DEUTSCH (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 4 3 3 4 Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachigen Literaturen und Medien sind der Gegenstand des Deutschunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit geschriebener und gesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Rezeption und Produktion wechselweise aufeinander beziehen. So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben, anderen zuzuhören und vor beziehungsweise mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser Wechselwirkung von Textanalyse und Textproduktion eignen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine eigene Schreib-, Lese-, Zuhör-, Sprech- und Reflexionskompetenz an. Eine Kultur der kritischen Rückmeldung sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstbeurteilung unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern. Die Beschäftigung mit Literatur und deren medialen Umsetzungen konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres Erfahrungsbereichs. Diese Horizonterweiterung fordert und fördert den Aufbau einer sprachlich-kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche Überprüfung. In einer Epoche des exponentiellen Wachstums medial verbreiteter Texte sorgt der Deutschunterricht ausserdem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler verlässliche Informationen effizient suchen, abwägen und weiterverarbeiten sowie sich kompetent und selbstständig in der sich stets wandelnden Medienlandschaft bewegen können. Die Auseinandersetzung mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständigt diese sprachliche Persönlichkeitsbildung. Damit legt der Deutschunterricht wichtige Grundlagen für die allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen und Schüler auf die zentralen mündlichen wie schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie vertraut mit der Analyse komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens. • Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen • Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen • Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten • Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten • Verfahren der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung in Grundzügen kennen (z.B. Plagiatsproblematik) • Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten • In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten • Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen • Sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren • Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben • Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden • Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen • Effizient recherchieren • Computer als Schreibmedium versiert einsetzen • Sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren • Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen • Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen • Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen • Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb 1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen. • unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden. • Texte zur Ausbildung ihrer Persönlichkeit und zur Orientierung in der Welt nutzen. 1.2 Literarische Texte • literarische Werke (Lyrik, Epik, Dramatik) in sinnstiftenden Bezug zueinander, zur Epoche oder zur Gegenwart setzen und die Rolle der Literatur für die Gesellschaft reflektieren. • Epochen der deutschen Literatur- und Geistesgeschichte von der Aufklärung bis zur Gegenwart unterscheiden und literarische Werke einordnen. • literarische Texte als ›gemachte‹, strategisch gestaltete Kunstwerke erkennen. • grundlegende literarische Fachbegriffe für die Analyse von lyrischen, epischen und dramatischen Texten verwenden. • literarische Texte gestützt auf Thesen deuten und literaturwissenschaftliche Interpretationsverfahren • literarische Texte sowie deren medialen Umsetzungen als ästhetisches Ereignis erkennen und sie in Form eines begründeten Werturteils würdigen. 1.3 Sachtexte • Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht anwenden. • den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben. • die Argumentationsstruktur von Sachtexten analysieren und ihre Qualität beurteilen. 2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Grundlagen • ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion). • die Vielfalt von Wörterbüchern, Informationskanälen und Schreibmedien nutzen. • stilistische Varianten in ihrer Wirkung unterscheiden und adäquat umsetzen. • das Regelwerk von Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt anwenden. 2.2 Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) • überzeugend argumentieren (z.B. Erörterung, Essay, Kommentar). • Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden. 2.3 Literarische Texte • Besonderheiten und Regeln literarischer Textsorten (z.B. Kurzgeschichte, Parabel, Gedicht, autobiografischer Text) wirkungsvoll umsetzen. • Form und Inhalt eigener Texte aufeinander abstimmen. 3. Zuhören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Grundlagen • deutlich artikulieren. • sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken. • literarische Texte sowie Sachtexte gestaltend vorlesen. • mit Hilfe von Kriterien konstruktive und kritische Rückmeldungen geben. 3.2 Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement). • rhetorische Mittel benennen und wirkungsvoll einsetzen. • Streitgespräche sachorientiert gestalten. • Diskussionen partner- und ergebnisorientiert führen. 3.3 Zuhören • aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören. • das Gehörte verstehen und in wesentlichen Zügen wiedergeben. 4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Grundlagen • ihre Sprach- und Medienbiografie reflektieren. • Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit erkennen. 4.2 Sprachwissenschaft • Kommunikationsprozesse analysieren (z.B. Störungen, Missverständnisse, Sprache als Machtmittel). • grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen. • exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme erörtern (z.B. Zeichentheorie, Gruppensprachen, geschlechtsspezifischer Sprachgebrauch, Dialekte, Diglossie, Spracherwerb, Sprachphilosophie). • Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern. 4.3 Medien • Mechanismen, Erscheinungsformen und den Wandel der Medienlandschaft verstehen. • die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. FB KLT FÜR DAS FACH ENGLISCH (GRUNDLAGENFACH) Gegenstand des Englischunterrichts sind die englische Sprache sowie die Literatur und Kultur der englischsprachigen Welt. Der Englischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöglicht eine situationsgerechte Interaktion auf Englisch. Der Unterricht entwickelt ein Bewusstsein für unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt gezielt den Erwerb der Grundfertigkeiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Englisch ist eine Lingua franca und das Erlernen dieser Fremdsprache hilft, Strategien zu entwickeln, mit denen man sich in einer zunehmend mehrsprachigen, globalisierten Welt orientieren kann. Die englische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der Werbung, im Sport, in den Unterhaltungsmedien und in der Jugendkultur und bietet daher für Jugendliche ein grosses Identifikationspotential. Zudem hat Englisch eine zentrale Stellung in den Wissenschaften, in der modernen Berufswelt und in den neuen Informationstechnologien. So schafft der Englischunterricht wichtige sprachliche Grundlagen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler später den Anforderungen in Studium und Beruf gerecht werden können. Durch die Auseinandersetzung mit einer Vielfalt von Texten und Medienbeiträgen aus dem angelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische Wahrnehmung sowie den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem begegnen sie Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eigene Welt und die eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren und sie als historisch und kulturell bedingt zu erfahren. • Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern • Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen • Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen • Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen • Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen • Kreativ mit Sprache umgehen • Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden • Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren • Ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen • Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen • Mit verschiedenen Medien kompetent umgehen • Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth • Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen 1. Sprachreflexion und Sprachtraining Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • grammatische Grundbegriffe verstehen und anwenden. • syntaktische und morphologische Phänomene der englischen Sprache erkennen und verstehen. • grammatische Kenntnisse im eigenen Sprachgebrauch selbstständig und sicher anwenden. 1.2 Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden. • die phonetische Schrift lesen. • lexikalische Strukturen erkennen und anwenden. • sich neuen Wortschatz selbstständig aneignen. 1.3 Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion • die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen Beiträgen (z.B. politische Reden und Werbesprache) reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen. • Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären. 2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören (Authentische Hörtexte mit/ohne Bildunterstützung) • Hörtexte (z.B. Vorlesungen, Reden, TV- und Radiosendungen) zu vertrauten Themen weitgehend • die Hauptpunkte von Hörtexten zu weniger vertrauten Themen verstehen. • Hörtexte mit markanten regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob einordnen und weitgehend verstehen. 2.2 Sprechen • sich frei und spontan äussern. • die Sprache weitgehend korrekt und situationsgerecht anwenden. • ein Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren. • an Diskussionen zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie leiten. 2.3 Lesen • authentische Texte verschiedener Wissensgebiete und Quellen (z.B. Reportagen, Studien, Interviews, Reden, Blogs) lesen und ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen. • einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien selbständig erarbeiten. • Sachtexte und literarische Texte aufgrund gegebener Kriterien (z.B. Hauptargumente, Adressatenbezug, Stilmittel) beurteilen und interpretieren (je nach Text mit entsprechenden Hilfsmitteln). 2.4 Schreiben • sich schriftlich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel). • zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen kritisch und überzeugend Stellung nehmen. • Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie klar strukturiert und kohärent darlegen. • klar gegliederte, argumentativ überzeugende längere Texte schreiben (inkl. five-paragraph essay). • Unterschiedliche, auch kürzere Textsorten verfassen (z.B. formelle Briefe, Berichte, fiktionale Texte). 3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Literaturanalyse und Interpretation • literarische Originaltexte selbstständig analysieren und interpretieren (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln). • in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben. • zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen. 3.2 Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen (vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart) lesen und verstehen. • Texte anhand literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Merkmale interpretieren. 3.3 Kultur • gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder der englischsprachigen Welt, auch im Vergleich, verstehen. • authentische englischsprachige Medienbeiträge sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren. FB KLT FÜR DAS FACH FRANZÖSISCH (GRUNDLAGENFACH) Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, Menschen heranzubilden, die kompetent mit Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können. Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompetenzen in den Lerngebieten Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die Auseinandersetzung mit Sprache fördert das formale Bewusstsein und hilft, das sprachgebundene Denken zu systematisieren und zu verfeinern. Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) ermöglicht, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur kommt im Französischunterricht eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler Normen und Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Handelns, was ihnen ermöglicht, über ihre eigene Welt, ihre Identität und ihre Werte nachzudenken. Auch vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Geschichte und Gesellschaft. Der vielfältige Umgang mit Sprache und Literatur fördert die Kreativität. Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit. Gute Französischkompetenzen erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. • Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • Das eigene Lernen planen • Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen • Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen • Die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern • Ein Sprachbewusstsein entwickeln • Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen • Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) • Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen • Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen • Wörterbücher und Lexika nutzen • Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen • Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln • Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren 1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen sicher und korrekt anwenden. 1.2 Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 1.3 Sprachreflexion • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und selbstständig verbessern. • verschiedene Register (Standard- und Umgangssprache) erkennen. • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. 2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören • authentische, längere Redebeiträge und komplexere Sprechsituationen weitgehend verstehen. • Ton- und Filmdokumente weitgehend verstehen. • Verstehensstrategien anwenden. 2.2 Sprechen • sich mündlich frei, spontan und weitgehend korrekt ausdrücken. • sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken und reagieren. • argumentieren und zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen. • an einer Diskussion zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie • klar, strukturiert und überzeugend präsentieren. 2.3 Lesen • literarische und andere Originaltexte (z.B. Medien- und Sachtexte) verstehen, zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren. • einen Text mit Hilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen und selbstständig erarbeiten. • fliessend und sinngebend vorlesen. 2.4 Schreiben • sich schriftlich sprachlich differenziert und weitgehend korrekt ausdrücken. • einen verständlichen und klar strukturierten Text zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen verfassen. • unterschiedliche Textsorten (argumentative und fiktionale Texte) verfassen. • kreativ mit Sprache und Texten umgehen. 3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Literaturanalyse und Interpretation • literarische Texte selbstständig lesen und interpretieren. • die wesentlichen Grundbegriffe der Literaturanalyse anwenden. • Texte verschiedener Gattungen analysieren und interpretieren. 3.2 Literaturgeschichte • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert lesen und verstehen. • Texte anhand literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Merkmale interpretieren. 3.3 Civilisation und Kultur • die Bedeutung der französischen Sprache, Kultur und Gesellschaft in der Schweiz verstehen. • ausgewählte Themen der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur verstehen. • literatur- und kulturgeschichtliche Aspekte der Frankophonie verstehen. FB KLT FÜR DAS FACH FRANZÖSISCH (SCHWERPUNKTFACH) Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im Schwerpunktfach Französisch erhalten die Schülerinnen und Schüler einen vertieften Einblick in die Literatur, Kultur und Gesellschaft der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und Kulturraum, über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren. Der Französischunterricht im Schwerpunktfach vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die intensive Auseinandersetzung mit der französischen Sprache fördert das formale Bewusstsein sowie die Fähigkeit über Sprache nachzudenken. Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheiten der französischen Sprache und in die grossen kulturhistorischen Epochen Frankreichs. Sie erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur und ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, sie kritisch zu reflektieren. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und ihre Kreativität. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Vergleiche anzustellen und ihre eigene Sprach- und Lebensrealität zu überdenken. Der Französischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schüler die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. • Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • Das eigene Lernen planen • Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • Sich im Unterricht aktiv einbringen • Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen • Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln • Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln • Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) • Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen • Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen • Wörterbücher und Lexika nutzen • Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen • Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln • Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung pflegen 1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau • die morphosyntaktischen Strukturen mittels der entsprechenden Terminologie beschreiben. 1.2 Wortschatz • einen differenzierten, erweiterten Wortschatz situationsgerecht und präzis aktiv anwenden. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 1.3 Sprachreflexion • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und selbstständig verbessern. • verschiedene Register (Standard- und Umgangssprache) erkennen und erklären. • sich stilistisch angemessen und variiert ausdrücken. • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. 2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören • authentische, längere Redebeiträge und komplexe Sprechsituationen verstehen. • Ton- und Filmdokumente verstehen. • Verstehensstrategien anwenden. 2.2 Sprechen • sich mündlich spontan, fliessend, frei und korrekt ausdrücken. • sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken und reagieren. • argumentieren und zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen. • an einer Diskussion zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen teilnehmen und sie • klar, strukturiert und überzeugend präsentieren. 2.3 Lesen • anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte (z.B. Medien- und Sachtexte) verstehen, zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren. • einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen und selbstständig erarbeiten. • korrekt und sinngebend vorlesen. 2.4 Schreiben • sich schriftlich sprachlich korrekt, präzise und stilistisch differenziert ausdrücken. • einen komplexeren Text zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen verfassen und logisch gliedern. • argumentieren und zu anspruchsvollen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Stellung nehmen. • unterschiedliche Textsorten (argumentative und fiktionale Texte) verfassen. • kreativ mit Sprache und Texten umgehen. 3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Literaturanalyse und Interpretation • die Grundbegriffe der Literaturanalyse anwenden. • anspruchsvolle literarische Texte der drei traditionellen Gattungen detailliert analysieren und interpre- • die fiktionale Dimension eines Textes reflektieren. • Stilmittel eines literarischen Textes erkennen und ihre Wirkung beschreiben. 3.2 Literaturgeschichte • anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert lesen und interpretieren. • die literatur- bzw. kulturgeschichtliche Bedeutung eines Textes anhand von Merkmalen erklären. • die Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert im groben Überblick erklären. • die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen erklären. 3.3 Civilisation und Kultur • die Bedeutung der französischen Sprache, Kultur und Gesellschaft in der Schweiz verstehen. • ausgewählte Themen aus der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur fundiert erläutern und dazu kritisch Stellung nehmen. • Aspekte der Frankophonie in ihrer aktuellen und historischen Dimension begreifen. FB KLT FÜR DAS FACH GEOGRAFIE (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 1 Unterricht in Geografie vermittelt ein Verständnis für die räumlichen Strukturen und Prozesse in Gesellschaft und Natur. Das Fach führt insbesondere in die vielfältigen Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft ein. Damit nimmt die Geografie eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Natur- und den Sozialwissenschaften ein. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, naturwissenschaftliche Wirkungszusammenhänge und gesellschaftliche Handlungszusammenhänge zu analysieren. Darauf aufbauend lernen sie Folgen abzuschätzen, Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und lösungsorientiert Probleme zu beurteilen. Sie sollen dabei auch selbstständig Fragestellungen entwickeln und untersuchen. Unter Verwendung verschiedenster Informationsmitteln und auf Exkursionen vermittelt der Geografieunterricht ebenso systematisches Grundlagenwissen in Natur- und Sozialwissenschaften wie auch räumliches und sachliches Orientierungswissen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei ihre Lebenswelt bewusst wahrnehmen und sich ebenso mit ihren schönen wie mit ihren problematischen Seiten auseinandersetzen. Der Unterricht in Geografie fördert die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, regt zur Reflexion der eigenen Ansichten und zu verantwortungsbewusstem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt an. • Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen Analytische Fähigkeit • Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen • Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln • Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen • Kartographische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren • Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen 1. Physische Geografie Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Die Erde als Himmelskörper • die Stellung und die Bewegung der Erde im Weltraum beschreiben und ihre Bedeutung für die Lebensräume und Lebewesen auf der Erde erklären. 1.2 Geologie und Oberflächenprozesse • zentrale Prozesse im Erdinneren, im Boden und an der Erdoberfläche beschreiben. • die Entstehung der Erdoberfläche, der Mineralien und der Gesteine erklären. • die Bedeutung der natürlichen Ressourcen für die Menschen beurteilen. 1.3 Meteorologie und Klimatologie • meteorologische und klimatische Zusammenhänge in der Atmosphäre verstehen. • Wechselwirkungen zwischen Klima und Vegetation erläutern. • Auswirkungen von Klimaschwankungen darstellen und beurteilen. • unterschiedliche Lebensräume der Erde charakterisieren. 2. Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Gesellschaft und Raum • räumliche Strukturen der Gesellschaft analysieren. • Ursachen und Folgen der Bevölkerungsdynamik erklären und beurteilen. • unterschiedliche Kulturen charakterisieren. • Zusammenhänge zwischen Kultur und Nutzung von Lebensräumen kennen. 2.2 Wirtschaft und Ressourcen • die Wirtschaftsweisen unterschiedlicher Kulturen oder Regionen charakterisieren. • räumliche Aspekte von Produktion, Verteilung, Konsum und Entsorgung analysieren und beurteilen. • Zusammenhänge zwischen Ressourcen- bzw. Energienutzung und Umweltveränderungen erkennen. • wirtschafts- und umweltpolitische Massnahmen verstehen und beurteilen. 2.3 Siedlung und Mobilität • Prozesse des Landschaftswandels, der Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung erklären und beurteilen. • politische und planerische Steuerungsmöglichkeiten verstehen und beurteilen. 2.4 Entwicklung der Weltgesell- • räumliche und soziale Unterschiede erfassen, vergleichen und beurteilen. • wirtschafts-, gesellschafts- und entwicklungspolitische Einflussmöglichkeiten analysieren und beurtei- 3. Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur • ausgewählte Fälle des Zusammenwirkens von Gesellschaft und Natur auf lokalem bis globalem Massstab analysieren und beurteilen. 4. Geografische Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können Methoden und Informationsmittel • Methoden der geografischen Feldforschung anwenden. • räumliche Daten interpretieren, weiterverarbeiten und darstellen. • geografische Informationsmittel wie beispielsweise Karten, Luft- und Satellitenbilder, Web-GIS oder GIS handhaben. FB KLT FÜR DAS FACH GEOGRAFIE (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Geografie vertieft Bildungsziele des Grundlagenfachs. Es werden ausgewählte Themen und Fragestellungen aus den Bereichen der physischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder bearbeitet. Das Ergänzungsfach führt die Schülerinnen und Schüler näher an die wissenschaftliche und fachspezifische Methodik heran. Die Schülerinnen und Schüler erhalten vermehrt Freiräume für die selbstverantwortliche, durch die Lehrperson begleitete Auseinandersetzung mit geografischen Fragestellungen. Besonderes Gewicht soll dem Bezug zu aktuellen Themen und der Vermittlung methodischer Kompetenzen beigemessen werden. • Wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren sowie Lösungen abwägen Analytische Fähigkeit • Räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln • Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen • Theoriebezogen analysieren und argumentieren • Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und interpretieren • Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen 1. Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Teilgebiete zur Auswahl: • geografische Informationsmittel anwenden. • die Umwelt gezielt beobachten und Wahrnehmungen ausdrücken. • naturwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Messung, Bildanalysen) begründet einsetzen. • naturwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. Ökosysteme, geomorphologische Systeme) • physische Zusammenhänge mit Bezug zu Theorien erklären. • Folgen von natürlichen Prozessen (z.B. Permafrostbildung, atmosphärische Zirkulation) abschätzen • Lösungsansätze für ökologische Probleme erarbeiten. 1.1 Naturräumliche Strukturen 1.2 Naturräumliche Prozesse und Wechselwirkungen 1.3 Umwelt und Gesellschaft 1.4 Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie 2. Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • geografische Informationsmittel anwenden. • menschliche Handlungsweisen gezielt beobachten und Wahrnehmungen ausdrücken. • sozialwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Befragung, Textanalysen) begründet einsetzen. • sozialwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. politische Systeme, Stadttypen) erfassen. • gesellschaftliche Zusammenhänge mit Bezug zu Theorien erklären. • eigene und fremde Standpunkte hinterfragen und beurteilen. • Folgen von gesellschaftlichen Prozessen (z.B. demografische Entwicklung, Massentourismus) abschätzen und beurteilen. • Lösungen für Entwicklungsprobleme und Konflikte erarbeiten. 2.1 Räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen 2.2 Wechselwirkungen menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen 2.3 Kulturelle Vielfalt 2.4 Gesellschaft und Umwelt 2.5 Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie FB KLT FÜR DAS FACH GESCHICHTE (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 2 2 Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität) in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein und sind in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen. Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten • Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln • Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen • Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln • Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen • Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können • Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen • Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten 1. Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit • die wichtigsten Quellengattungen nennen und deren Merkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation darlegen. • den Informationsstand, den Ideologie- und Bildungshintergrund sowie die Absicht der Quellenautorinnen und Quellenautoren kritisch hinterfragen (Quellenkritik). • aus Quellen durch eigene Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbstständig Bezüge zum weiteren historischen Kontext herstellen (Quelleninterpretation). • durch historisches Lernen vor Ort, im öffentlichen Raum, im Museum, am Objekt die eigene Umwelt als historisch geprägten Raum verstehen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen. 1.2 Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher) • aus den verschiedenen Darbietungsformen (z.B. Text, Diagramm, Schaubild, Karten) die relevanten Informationen beziehen und nach Prioritäten ordnen. • selbstständig Materialien finden und deren Informationsgehalt auf eine bestimmte Fragestellung (z.B. Geschlechter-, Technik-, Umwelt- oder Kulturgeschichte) hin beurteilen. 1.3 Nicht wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Spiele, Comics, Games) • deren Aussage zu historischen Gegebenheiten einstufen. • deren Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Geschichtsbildes reflektieren. 2. Fakten und Zusammenhänge Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Orientierung in Raum und Zeit • wichtige Ereignisse und Entwicklungen auf der Zeitachse und im geografischen Raum zuordnen und • die Bedingtheit historischer Prozesse in Abhängigkeit von räumlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten erkennen. 2.2 Kenntnisse der wichtigen gegenwartsrelevanten Prozesse, Ereignisse und Strukturen • historische Veränderungen anhand verschiedener Ursachen erklären (Multikausalität) und die gegenseitige Beeinflussung der Teilursachen erläutern (Interdependenz). • historische Strukturen, Prozesse und Denksysteme auf bestimmte Fragestellungen hin (z.B. Ideengeschichte, Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte, Migrationsgeschichte) analysieren, vergleichen und exemplarisch vertiefen. 2.3 Macht und Herrschaft • Formen und Probleme von Macht und Machtbegrenzung erkennen. • den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten und politischer Macht analysieren. • die Bedeutung von Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Wohlstand ein- 2.4 Geschichte der Schweiz und Politische Bildung • die für die Schweiz spezifischen historischen Entwicklungen darlegen und mit den historischen Entwicklungen anderer Staaten vergleichen. • die politischen Strukturen und Prozesse der Schweiz analysieren und exemplarisch vertiefen. • die eigene Rolle bei der Mitgestaltung unserer Gesellschaft und unserer Demokratie reflektieren. 3. Nachdenken über Geschichte Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Geschichtsschreibung allgemein • verschiedene thematische Zugänge (z.B. Ereignis- und Strukturgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte, Migrationsgeschichte) erken- • Möglichkeiten und Grenzen der historischen Forschung beurteilen. 3.2 Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft • die Bedeutung der Geschichte für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und ihrer Abgrenzung nach aussen darlegen. • an Beispielen aufzeigen, wie die Geschichte politisch instrumentalisiert werden kann. • die Wirkung von Geschichtsbildern auf das politische Handeln analysieren. FB KLT FÜR DAS FACH GESCHICHTE (ERGÄNZUNGSFACH) Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt. Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen. • Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen • Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen Analytische Fähigkeit • Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren • Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden • Vernetzt und interdisziplinär denken • Argumentationsstrategien dekonstruieren • Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln • Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten • Elektronische Informationsmittel nutzen 1. Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • Quellenbestände auf selbstständig entwickelte Fragestellungen hin analysieren und historische Schlüsse ableiten. • die Hintergründe der Entstehung, die spezifischen Merkmale und die Wirkungsgeschichte ausgesuchter historischer Materialien (z.B. Texte, Bilder, Filme) analysieren. • die besonderen Eigenheiten ausgewählter historischer Materialien (z.B. Texte, Bilder, Tondokumente, Filmdokumente, Zeitzeugenbefragungen) diskutieren und deren Potential und Grenzen für die historische Analyse beurteilen. • die Geschichtsschreibung auf Grund der Umstände ihrer Entstehung analysieren und beurteilen, welchen Einfluss die politischen Rahmenbedingungen, die kulturellen Traditionen, die wissenschaftlichen Strömungen sowie das Vorhandensein und die Verfügbarkeit von Quellen auf die Geschichtsschreibung haben. 1.1 Methodische Quellenanalyse 1.2 Geschichte als Konstrukt 2. Macht und Herrschaft Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • Ursachen und Ablauf historischer Entwicklungen, strukturelle Muster und deren Folgen in ihrer Komplexität analysieren. • Vergleiche zwischen verschiedenen historischen Situationen und Entwicklungen ziehen. • Kontinuitäten und Brüche historischer Entwicklungen diskutieren. • die Bedeutsamkeit von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien beurteilen. • historische Situationen und Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen. 2.1 Politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen seit 1945 (Zeitgeschichte) 2.2 Geschichte aussereuropäischer Regionen und Kulturen 3. Kontinuität und Wandel Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl: • Triebkräfte historischen Wandels erläutern und einordnen. • diesen Wandel und dessen Auswirkungen anhand von Zeitdokumenten analysieren. • Kontinuitäten, Brüche und deren Auswirkungen auf die heutige Zeit diskutieren. • die Auswirkungen kultur- bzw. mentalitäts- und alltagsgeschichtlicher Entwicklungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft beurteilen. 3.1 Historische Längsschnitte über längere Zeiträume zu ausgewählten Fragestellun- 3.2 Alltags-, kultur- und mentalitätsgeschichtliche Themen (Historische Anthropologie) FB KLT FÜR DAS FACH GRIECHISCH (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 4 (Freifach) 4 (Freifach) 4 4 Die Schülerinnen und Schüler lernen durch den Sprachunterricht im Griechisch eine Vielfalt an Substantiv- und noch mehr an Verbformen kennen, die in den modernen Sprachen oft nur noch in Spuren vorhanden sind. Der Griechischunterricht lässt die Geschichtlichkeit von Sprache begreifen und macht die Entwicklung von Sprachstrukturen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler erkennen daraus, dass jede Sprache und jede Zeit die Wirklichkeit auf ihre eigene Weise fasst und somit jede Übersetzung bereits eine Interpretation ist. Im Griechischunterricht erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie die griechische Kultur in Literatur Philosophie, Kunst und Religion als Grundlage der europäischen Kultur bis heute nachwirkt. Dadurch gewinnen sie ein besseres Verständnis der modernen Welt und gleichzeitig eine kritische Distanz zu ihrer eigenen Zeit. Insbesondere der Mythos hat in allen Zeiten der griechischen Kulturgeschichte eine wichtige Bedeutung gehabt. Über die Vermittlung der Römer sind viele griechische Mythen und mythologische Motive bis heute wichtig geblieben, wenn auch oft ohne Kenntnis ihres ursprünglichen Zusammenhangs. In der Lektüre griechischer Texte können einzelne bekannte, aber auch unbekannte Mythen in ihrer Ursprünglichkeit erfasst werden. Durch die Auseinandersetzungen mit griechischen Texten werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, die eigenen Traditionen, Haltungen und Errungenschaften kritisch in Frage zu stellen. Die verschiedenen Wissensbereiche, die sich heute auseinanderentwickelt haben, waren bei den Griechen noch eng verbunden. Der Griechischunterricht schärft durch das Denken über die Fachgrenzen hinaus und durch Zusammenarbeit mit anderen Fächern das Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Der Griechischunterricht vermittelt einen Überblick über schriftliche Erzeugnisse mehrerer Jahrhunderte, von der vorhomerischen Zeit, den Werken Homers, der klassischen und nachklassischen Periode und des Christentums bis in die byzantinische und frühe Neuzeit. Aufgrund der Lektüre von griechischen Originaltexten, Übersetzungen oder Zusammenfassungen kennen die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Inhalte und können die Texte in ihrem historischen Kontext einordnen, sie durch Entsprechungen und Differenzen in Bezug setzen zu ihrer eigenen Lebenswelt und daraus Erkenntnisse zu ihrer Lebensgestaltung ableiten. • Ein unterschiedliches Verständnis der Welt – vom stärker mythologisch geprägten, über das mystische bis hin zum analytischen – erfassen • Erkennen, wie aufgrund einer sich verändernden Fragestellung die Griechen begannen, das Wesentliche in den Phänomenen zu suchen • Sich bewusst sein, wie weit auch geografisch gestreut (von Kleinasien über das griechische Kernland bis Süditalien) griechische literarische Werke hervorgebracht wurden • Nach den Leitgedanken „Nichts zuviel“ und „Erkenne dich selbst“ oder dem Begriff der Hybris nach Mass, Mitte und Zurückhaltung streben • Gegenüber Fremden tolerant sein durch vorurteilsfreie Auseinandersetzung (humanistische Grundhaltung) • Mit der Kenntnis des Grundwortschatzes und der Wortbildungslehre wissenschaftliche Fachsprachen besser verstehen • Durch analytische Auseinandersetzung mit Sprache und ständiger Übung in Übersetzungstechnik leichter mit System Fremdsprachen ler- • Besseres Verständnis insbesondere für die osteuropäischen Sprachen mit ihren teilweisen Parallelen gewinnen • Mit Online-Datenbanken durch den Gebrauch von webbasierten Wörterbüchern, Texten und Sachinformationen sicher umgehen • Bei der Erkundung der Welt staunen und intellektuelle Neugier entwickeln • In der Begegnung mit der sprachlich-formalen Vielfalt Freude gewinnen an einer eigenen vielfältigen sprachlichen Ausdrucksform • Gegenüber anderen Weltanschauungen durch den Vergleich antiker und moderner Wertvorstellungen offen und tolerant sein • Exaktes, konzentriertes und ausdauerndes Arbeiten an Texten pflegen 1. Sprach- und Textarbeit Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Wortschatz • die enorme Vielfalt der Formen und starken dialektalen Ausprägungen auch als frühzeitliche Spracherscheinung würdigen. • mit der vergleichsweise geringeren sprachlichen Formenstrenge umgehen. • nach den Prinzipien der Wortbildungslehre Wörter formal einordnen und ihre Bedeutung erschlies- • Wortbedeutungen analysieren oder aufgrund von Metonymie und Metapher erweitern. • die Bedeutungen moderner wissenschaftlicher Fachbegriffe in Technik und Medizin im Deutschen und in den gängigen Fremdsprachen erschliessen und erklären. 1.2 Funktion sprachlicher Ausdrucksformen • die Gesetzmässigkeiten verschiedener gängiger metrischer Schemata erkennen und ihre Wirkungen • die gängigen Versmasse rhythmisch korrekt lesen. • die wichtigsten Tropen und Figuren identifizieren und ihre Wirkung für die Textaussage formulieren. 1.3 Übersetzungstechnik • einen Text inhaltlich verstehen und seinen Aufbau sprachlich-formal und syntaktisch analysieren. • einen Originaltext sachrichtig und präzise in angemessenes Deutsch übertragen. • anhand ihrer Kenntnisse in einer Übersetzung gezielt inhaltliche Akzente setzen. • verschiedene Übersetzungen eines griechischen Originals beurteilen. 1.4 Umgang mit Texten • auch längere Texte in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und Original mithilfe von Wörterbüchern und Kommentaren in ihrem wesentlichen Inhalt überblicken und den spezifischen Einzelheiten • die Textsorte aufgrund des durch die erstmalige sprachliche Ausprägung unterschiedlicheren Wortschatzes (z.B. für Epos, Philosophie und Drama) identifizieren. • einen Text aus der weit mehr als 1'000 Jahre umfassenden literarischen Produktion seiner Epoche grob zuordnen. 2. Thematische Arbeit Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Mythenrezeption • die wichtigen auch heute noch bekannten Mythen motivgeschichtlich und inhaltlich erklären. • bildliche Darstellungen auf Vasen oder durch Plastiken den entsprechenden Mythen zuordnen. 2.2 Alltag und Gesellschaft • verschiedene Aspekte des griechischen und, wenn möglich, byzantinischen Alltags (z. B. Erziehung, Bewältigung der Arbeit, Stellung der Frau, Wohn- und Esskultur) aufzeigen. • mit Übersetzungen, bildlichen Darstellungen und archäologischem Material einen Bezug herstellen zur eigenen heutigen Lebenswelt. • Fragen des menschlichen Zusammenlebens in verschiedenen Situationen und Zeiten im Hinblick auf ihre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Ursachen analysieren und beurteilen. • die zeitgeschichtliche Verankerung von Lebensverhältnissen (etwa der bei Homer beschriebenen Gesellschaftsstruktur gegenüber der Menanders) und die daraus resultierenden Chancen und Beschränkungen beschreiben und beurteilen. 2.3 Existenzielle Grundfragen • die menschlichem Handeln zugrunde liegenden Wertvorstellungen beschreiben und die sich daraus ergebenden Motive für einzelne Handlungen analysieren und beurteilen. • den Wertewandel beschreiben und dessen Ursachen aufzeigen. • verstehen, dass die Grundfragen menschlicher Existenz bedingt sind durch die spannungsreichen Beziehungen des Menschen zum Kosmos, zur Religion und zu den Mitmenschen. 2.4 Weltverständnis • Elemente erkennen, die zur Konstruktion der Welt- bzw. Jenseitsvorstellungen notwendig sind und deren zeitliche Veränderbarkeit verstehen. • den Zusammenhang zwischen Religion und Weltverständnis beschreiben und zur eigenen Lebenssituation in Bezug setzen. • die Auswirkungen neuer Erkenntnis oder eines sich wandelnden Selbstbildes abschätzen und die dadurch entstehenden Veränderungen und Ausdrucksformen in der Entwicklung von Wissenschaft und Kunst skizzieren. FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (OBLIGATORISCHES FACH)1 Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. • Strukturiert denken • Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen • Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren • Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt • Lösungen in Gruppen erarbeiten • Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen • Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen • Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen • Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen • Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden • Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen • Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden 1 Der fb KLT für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben. • Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren • Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen 1. Algorithmen und Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können 1.1. Algorithmen • definieren, was ein Algorithmus ist. • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben. • einfache Algorithmen interpretieren. • einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen. 1.2. Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen verstehen. • für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden. 1.3. Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. • Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren. • modular programmieren. • syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 2. Daten, Information, Wissen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1. Repräsentation von Informa- • digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden. • Information und Daten voneinander abgrenzen. • Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. • verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären. 2.2. Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen. • verschiedene Codierungen verstehen und anwenden. 2.3. Datenbanken • eine Datenbankabfragesprache einsetzen. • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. 3. Systeme, Vernetzung und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler können 3.1. Computersystem • die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben. • das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. 3.2. Computernetzwerke • den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären. • verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden. • die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben. • eine Netzwerkumgebung analysieren. 3.3. Verschlüsselung • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären. • die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. • geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden. 3.4. Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären. • geeignete Schutzmassnahmen treffen. 4. Modellierung und Simulation Die Schülerinnen und Schüler können 4.1. Modellierung • einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln. 4.2 Simulation und Visualisierung • Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren. 5. Aspekte der Informationsgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können 5.1. Projektentwicklung • kleine Informatiklösungen planen und umsetzen. • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. 5.2. Kollaboration • verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen. • die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären. 5.3. Recht und Wirtschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern. • Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (OBLIGATORISCHES FACH) Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. • Strukturiert denken • Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen • Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren • Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt • Lösungen in Gruppen erarbeiten • Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen • Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt • Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen • Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen • Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen • Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden • Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen • Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden • Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren 1. Algorithmen und Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können 1.1. Algorithmen • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben. • einfache Algorithmen interpretieren. • Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren. 1.2. Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen einsetzen. • für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden. 1.3. Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. • Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren. • modular programmieren. • syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 2. Daten, Information, Wissen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1. Repräsentation von Informa- • digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden. • Information und Daten voneinander abgrenzen. • Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. • verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären. 2.2. Codierung • Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Umwandlungen durchführen. 2.3. Datenbanken • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. • eine Datenbankabfragesprache einsetzen. 3. Systeme, Vernetzung und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler können 3.1. Computersystem • die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben. • das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. 3.2. Computernetzwerke • eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren. • das Zusammenspiel von Netzwerken erklären. • verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden. • die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben. 3.3. Verschlüsselung • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären. • die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. • Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden. 3.4. Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären. • geeignete Schutzmassnahmen treffen. 4. Modellierung und Simulation Die Schülerinnen und Schüler können 4.1. Modellierung • Unterschiede und Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären. 4.2 Simulation • einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren. 5. Aspekte der Informationsgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können 5.1. Automatisierung • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. 5.2. Kollaboration • ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen. • die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären. 5.3. Recht, Wirtschaft, Gesell- • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern. • Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. FB KLT FÜR DAS FACH INFORMATIK (ERGÄNZUNGSFACH) Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen. Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar. Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind. Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt. • Probleme analysieren, strukturieren und modellieren • Zu Team- und Projektarbeit bereit sein • Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich verständlich formulieren • Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen • Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen • Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragen 1. Grundlagen und Konzepte Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): 1.1 Theoretische Informatik • aus den behandelten Themen die Bedeutung von fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register). • aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke, Automaten, Client-Server, von-Neumann-Architektur). • aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen. 1.2 Netzwerke 1.3 Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme, Expertensysteme) 1.4 Digitaltechnik und Rechnerstruktur 2. Information Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): 2.1 Informationsrepräsentation • Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert). • für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen). • die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit • Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur). 2.2 Datenstrukturen 2.3 Datenbanken 2.4 Datensicherheit 3. Automation Die Schülerinnen und Schüler können Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): 3.1 Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Graphentheorie, Kryptologie, Komprimierung, Betriebssysteme, Kommunikation) • Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren. • gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren. • die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn anwenden. 3.2 Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen • Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung). • exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren, Suchen). 3.3 Projektentwicklung • Informatiklösungen planen und umsetzen. FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 0.5 0.5 0.5 Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das Eintrittsniveau der Schülerinnen und Schüler im Instrumentalunterricht ist aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung sehr divergent. Das Grundlagenfach Musik spielt im schulischen Fächerkanon eine wichtige Rolle bei der Herausbildung und Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Seine Ziele sind die Erweiterung des künstlerischen Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit, die Entwicklung reflektierter, kritischer Offenheit und Toleranz gegenüber der Vielfalt kultureller Erscheinungsformen sowie einer differenzierten Hörfähigkeit. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken sowie den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der Atmung. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Der Instrumentalunterricht schafft damit die musikalischen und instrumentaltechnischen Voraussetzungen für nachhaltige und selbstständige musikalische Aktivität in Familie und Gesellschaft. Erreicht werden diese Ziele durch die musikalische und technische Grundausbildung auf dem Instrument beziehungsweise im Sologesang, die Erarbeitung und Pflege eines Repertoires von Musikstücken aus allen für das jeweilige Instrument relevanten Stilen und Epochen der Musik der Neuzeit sowie den Aufbau grundlegenden instrumentalspezifischen Wissens in Ergänzung zu den vom Fach Musik vermittelten Inhalten. • Über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausü- • In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • Die emotionale Ausdrucksfähigkeit sowie die kreative und intellektuelle Neugier entwickeln • Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren • Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln • Sich in reflektierter Form über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken • Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbstständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument auf einem gegenüber ihrem Eintrittsniveau technisch fortgeschrittenen Stand spielen (Fortschritt mindestens zwei Stufen gemäss Kompetenzraster Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau). • ein grundlegendes Repertoire an wirksamen Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. 1.2 Körper und Atmung • ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen. • ihren Körper und ihre Atmung bewusst zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen. 1.3 Interpretation • einen musikalischen Text von erreichbarem Schwierigkeitsgrad selbstständig lesen und stilbewusst • für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Ideen formulieren. • bei dessen Umsetzung einen individuellen und auf ein Publikum gerichteten Ausdruck einfliessen 1.4 Selbstwahrnehmung • die Differenz zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren bewusst wahrnehmen. • eine eigene Leistung beschreiben und einordnen. 2.1 Individuelles Musizieren • Musik aus möglichst allen für das jeweilige Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen erarbei- • ein aktives Repertoire von Musikstücken aus verschiedenen Stilen und Epochen vorweisen. • über ihre individuellen musikalischen Zukunftsperspektiven nach der Schulzeit Auskunft geben (z.B. Fortsetzung des Unterrichts, Musizieren in möglichen Ensembles). 2.2 Gemeinsames Musizieren • mit anderen Menschen zusammen musizieren. 2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie einfachen Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen. • ihnen bekannte einfache Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif spielen. • verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze praktizieren. 2.4 Vorspielen • in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten Werke vortragen. • kürzere Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau auswendig vortragen. 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen* Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf dem Instrument realisieren. • Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren. 3.2 Rhythmik • die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden. • dem erreichten instrumentalen Niveau entsprechende Rhythmen erkennen und realisieren. 3.3 Klang • Klangfarben unterscheiden und beschreiben. 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • über elementare biografische Angaben zu den für ihr Instrument wichtigsten Komponisten Auskunft • sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen. • verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen. 4.2 Instrumentenkunde und - • die Entstehung, Entwicklung, Bauweise und die physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments beschreiben. • ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen. • die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwen- *Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik. FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (SCHWERPUNKTFACH) Wochenlektionen 1 1 Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das erwartete Eintrittsniveau im Fach Instrumentalunterricht entspricht mindestens der Kompetenzstufe IU Gym AG 2. Das Schwerpunktfach Musik leistet einen substanziellen Beitrag zur Studierfähigkeit und zur Wissenschaftspropädeutik. Im Gegensatz zum Grundlagenfach sind im Schwerpunktfach für die Kompetenzen in den Lerngebieten 1 (Instrumentalspiel) und 2 (Musizierpraxis) Standards zu erreichen. Anders als im Grundlagenfach bereitet der Instrumentalunterricht verstärkt auf ein Studium im Instrumentalfach vor. Der Instrumentalunterricht fördert im Schwerpunktfach die Erweiterung des künstlerischen Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit sowie die Selbstständigkeit und Kreativität in der Anwendung entwickelter Erarbeitungs- und Übtechniken. Erreicht werden diese Ziele durch eine erhebliche Weiterentwicklung und Vertiefung der instrumentaltechnischen Fertigkeiten, die Pflege und Erweiterung eines aktiven und sich dynamisch weiterentwickelnden Repertoires mit Werken aus mindestens drei verschiedenen Stilen/Epochen sowie die Erfahrung authentischer musikalischer Erlebnisse durch Konzertbesuche, aktives Musizieren und eigene Auftritte. • Über ein Verständnis des ganzheitlichen Zusammenhangs von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen • Mit anderen Menschen gemeinsame Projekte erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen beziehungsweise in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • In einen Team und mit dem Publikum kommunizieren • Sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachsprachlichen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können • Die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken • Die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln • Einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln Erarbeitungs- und Auftrittskompetenz • Länger dauernde Lernprozesse selbstständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen vertiefen • Erarbeitetes vor Publikum vortragen • Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen • Mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert umgehen • Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzraster IU Gym AG 4) spielen. • ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. 1.2 Körper und Atmung • ihren Körper und ihre Atmung kompetent und physiologisch angemessen zugunsten einer vertieften musikalischen Aussage einsetzen. 1.3 Interpretation • die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Leitideen formulieren. • der von ihnen gespielten Musik individuellen musikalischen Ausdruck verleihen. • ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad aus dem Notentext selbstständig und stilbewusst erarbeiten. 1.4 Selbstwahrnehmung • sich objektivierend zuhören und das eigene Spiel kritisch reflektieren. • eine eigene Leistung angemessen sowie unter Verwendung der korrekten Fachterminologie beurtei- 2.1 Individuelles Musizieren • Werke aus mindestens drei für ihr Instrument relevanten Stilen/Epochen vortragen. • ein aktives Repertoire von anspruchsvolleren Musikstücken aus verschiedenen Stilen/Epochen pflegen und weiter entwickeln. • über ihre individuellen instrumentalen Entwicklungsperspektiven Auskunft geben (z. B. Musizieren in möglichen Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen). 2.2 Gemeinsames Musizieren • auf fortgeschrittenem Niveau mit anderen Menschen zusammen musizieren. 2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen. • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument in verschiedenen Tonarten aus dem Stegreif musizieren und variieren. • verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze benennen und praktizieren. 2.4 Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung • mindestens ein Werk ihres Repertoires auswendig vortragen. 3. Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen* 3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf dem Instrument realisieren. • Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren. • die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen. • sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige harmonische Kenntnisse ausweisen. 3.2 Rhythmik • kompetent mit Metrum, Rhythmus und Taktarten umgehen. • dem erreichten instrumentalen Niveau und Repertoire entsprechende Rhythmen erkennen und reali- 3.3 Klang • eine Vielfalt von Klangfarben unterscheiden, adäquat beschreiben sowie die Instrumente des Symphonieorchesters und der gängigsten Formationen in anderen stilistischen Bereichen hörend erken- • über die Techniken zur Erzeugung verschiedener Klangfarben auf ihrem Instrument Auskunft geben. 4. Vertiefte instrumentenspezifische Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • über die wesentlichen biografischen Angaben zu den für ihr Instrument wichtigsten Komponisten • sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von Hauptwerken für ihr Instrument sowie über ein grundlegendes historisches Umfeldwissen zu diesen und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen. • die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen benennen und musikhistorisch richtig einordnen. 4.2 Instrumentenkunde und • über die Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise ihres Instruments vertieft Auskunft geben. • ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen. • die instrumentenspezifische Fachterminologie korrekt anwenden. • in Bezug auf ihr Instrument differenzierte Auskunft über Theorie und Praxis der Klangerzeugung erteilen. *Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik. FB KLT FÜR DAS FACH INSTRUMENTALUNTERRICHT (ERGÄNZUNGSFACHFACH) Wochenlektionen 1 Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektueller Kompetenz), Herz (emotionaler Kompetenz) und Hand (instrumentaltechnischer Kompetenz). Die musikalische Praxis erfolgt zu einem gewichtigen Teil im instrumentalen Einzelunterricht und im Ensemblespiel, während ein reflektiertes Verhältnis zum Phänomen Musik prioritär im Fach Musik herausgebildet wird. Das erwartete Eintrittsniveau im Fach Instrumentalunterricht entspricht mindestens der Kompetenzstufe IU Gym AG 2. Das Ergänzungsfach Musik vertieft und ergänzt die fachliche Grundausbildung mit besonderem Fokus auf zwei selbst gewählte thematische Schwerpunktbereiche. Im Gegensatz zum Grundlagenfach sind im Ergänzungsfach für die Kompetenzen in den Lerngebieten 1 (Instrumentalspiel) und 2 (Musizierpraxis) Standards zu erreichen. Der Instrumentalunterricht fördert im Ergänzungsfach die Erweiterung des künstlerischen Erfahrungshorizontes und die Vertiefung der ästhetischen und sozialen Erlebnisfähigkeit sowie die Selbstständigkeit und Kreativität in der Anwendung entwickelter Erarbeitungs- und Übtechniken. Erreicht werden diese Ziele durch die Weiterentwicklung und Vertiefung der instrumentaltechnischen Fertigkeiten, die Pflege und Erweiterung eines aktiven und sich dynamisch weiterentwickelnden Repertoires mit Werken aus mindestens zwei verschiedenen Stilen/Epochen sowie die Erfahrung authentischer musikalischer Erlebnisse durch Konzertbesuche, aktives Musizieren und eigene Auftritte. Reflexive Kompetenz • Über ein vertieftes Verständnis des ganzheitlichen Zusammenhangs von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen • Mit anderen Menschen gemeinsame Projekte erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen beziehungsweise in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • In einen Team und mit dem Publikum kommunizieren • Sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachsprachlichen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken • Die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken • Die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln • Einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln Erarbeitungs- und Auftrittskompetenz • Lernprozesse selbstständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen vertiefen • Erarbeitetes vor Publikum vortragen • Die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen • Mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent umgehen • Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen • Eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Instrumentaltechnik • ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzraster IU Gym AG 3) spielen. • ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. 1.2 Körper und Atmung • ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten einer vertieften musikalischen Aussage einsetzen. 1.3 Interpretation • die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Leitideen formulieren. • der von ihnen gespielten Musik individuellen musikalischen Ausdruck verleihen. • ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad aus dem Notentext selbstständig und stilbewusst erarbeiten. 1.4 Selbstwahrnehmung • sich objektivierend zuhören und das eigene Spiel kritisch reflektieren. • eine eigene Leistung angemessen und unter Verwendung fachterminologischer Begriffe beschreiben. 2.1 Individuelles Musizieren • Musikstücke aus mindestens zwei selbst gewählten Schwerpunktgebieten unterschiedlicher Stilrichtung vortragen. • ein aktives Repertoire von anspruchsvolleren Musikstücken aus verschiedenen stilistischen Bereichen pflegen und weiter entwickeln. • über ihre individuellen instrumentalen Entwicklungsperspektiven Auskunft geben (z. B. Musizieren in möglichen Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen). 2.2 Gemeinsames Musizieren • mit anderen Menschen zusammen musizieren. 2.3 Spielformen • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt spielen bzw. singen. • ihnen bekannte einfachere Melodien auf ihrem Instrument in mehreren Tonarten aus dem Stegreif musizieren und variieren. • verschiedene instrumental- bzw. stimmspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze benennen und praktizieren. 2.4 Vorspielen • in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen. • mindestens ein Werk ihres Repertoires auswendig vortragen. 3. Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen* 3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, halbtonlos-pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen, singen und auf dem Instrument realisieren. • Intervalle, Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge erkennen, singen und instrumental realisieren. • die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen. • sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige harmonische Kenntnisse zum Verständnis der von ihnen erarbeiteten Literatur ausweisen. 3.2 Rhythmik • kompetent mit Metrum, Rhythmus und Taktarten umgehen. • dem erreichten instrumentalen Niveau und Repertoire entsprechende Rhythmen erkennen und reali- 3.3 Klang • Klangfarben unterscheiden, beschreiben sowie die Instrumente des Symphonieorchesters und der gängigsten Formationen in anderen stilistischen Bereichen hörend erkennen. • über die Techniken zur Erzeugung verschiedener Klangfarben auf ihrem Instrument Auskunft geben. 4. Vertiefte instrumentenspezifische Kenntnisse* Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • sich über vertieftes Hintergrundwissen in mindestens zwei selbst gewählten Schwerpunktbereichen • sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von Hauptwerken für ihr Instrument sowie über ein grundlegendes historisches Umfeldwissen zu diesen und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen. • die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen musikhistorisch richtig 4.2 Instrumentenkunde und • über die Entstehung und Entwicklung ihres Instruments Auskunft geben. • ihr Instrument selbstständig und sachgerecht pflegen. • die instrumentenspezifische Fachterminologie korrekt anwenden. • in Bezug auf ihr Instrument Auskunft über Bauweise und Klangerzeugung geben. *Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik. FB KLT FÜR DAS FACH ITALIENISCH (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 3 3 Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesregionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache. Sie tragen so zur allgemeinen Studierfähigkeit bei. Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnismittel, als Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren, sich adäquat auszudrücken und andere zu verstehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen; mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. • Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen • Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen • Die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern • Das vergleichende Sprachdenken vertiefen • Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen • Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen • Umgang mit Multimediatechnologien (z. B. Video, Audio) verfeinern • Bibliotheks- und Feldrecherchen anstellen und Hilfsmittel bewusst einsetzen • Mit Quellen korrekt umgehen • Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen 1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen sicher anwenden. • einzeln und in Lerngruppen grammatikalische Probleme erkennen, erarbeiten und präsentieren. 1.2 Wortschatz • den bestehenden Wortschatz festigen. • sich neuen Wortschatz aneignen. • sich mit einem differenzierten Wortschatz situationsgerecht und angemessen ausdrücken. 1.3 Sprachreflexion • unterschiedliche Sprachebenen erkennen. • wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. • ausgewählte Textpassagen in die Ziel- und Muttersprache übersetzen. 2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören • korrektem Standarditalienisch folgen (z.B. Nachrichtensendungen, Spielfilme). • offen und kritisch zuhören. • das Sprechen anderer im Wesentlichen reflektieren und beurteilen. 2.2 Sprechen • korrektes Standarditalienisch sprechen. • eigene Gefühle, Bedürfnisse, Ideen und Ansichten sach- und situationsgerecht äussern. • im Klassenverband, in Kleingruppen und in Partnerarbeit diskutieren und komplexere Ergebnisse vortra- • Referate zu verschiedenen Themen halten. 2.3 Lesen • mittelschwere nicht literarische Texte verstehen und einordnen (z.B. Textsortenzugehörigkeit). • einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen. • einen Text selbstständig und kritisch lesen sowie sinngemäss interpretieren. • die Struktur und Argumentationsweise eines Textes analysieren. • sinngebend vorlesen. 2.4 Schreiben • verständliche und logisch gegliederte Texte verfassen. • verschiedene Textsorten verfassen (z.B. Bericht, Erörterung, Rede, Zusammenfassung, Feedback). 3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • literarische Texte selbstständig lesen und kritisch interpretieren. • ausgewählte Grundbegriffe der Interpretation sinnvoll anwenden (z.B. aus Erzählforschung, Gattungstheorie, Psychoanalyse). • Sekundärliteratur sinnvoll nutzen. • die für ein globales Textverständnis erforderlichen Informationen beschaffen. 3.2 Literaturgeschichte • ausgewählte Texte aus der modernen und zeitgenössischen Literatur Italiens und der Schweiz (20./21. Jahrhundert) verstehen. • ausgewählte Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert als solche erkennen und verstehen. 3.3 La civiltà italiana • wichtige geopolitische Gegebenheiten verstehen (z.B. Tessin und Südbünden; das Nord-Süd-Gefälle in Italien). • Hauptmerkmale der Italianità (z.B. Kunst/Architektur, Musik, Film, Design, Mode, La cucina italiana) auf ihre jeweilige regionale Herkunft und globale Relevanz hin einordnen. • Italiens Rolle als Auswanderungsnation historisch begreifen und Querverbindungen zu aktuellen Gegebenheiten ziehen (z.B. späte Einheit, Rolle der Mafia in den USA). FB KLT FÜR DAS FACH ITALIENISCH (SCHWERPUNKTFACH) Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag an die mehrsprachige und kulturell vielfältige Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesregionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein vertieftes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und eines historisch gewachsenen Europas, indem sie die historisch bedeutsame Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache sichtbar machen. Sie bereiten überdies auf ein anschliessendes Fachstudium des Italienischen vor. Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen und baut auf den im Freifach/Grundlagenfach Italienisch vorgängig erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache gekonnt zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnismittel, als Kommunikationsmittel, als Machtmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren sowie sich adäquat auszudrücken bzw. andere zu verstehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen resp. nichtliterarischen Texten aus verschiedenen Epochen sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Dabei begegnen sie Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens, die als Basis für das Hinterfragen der eigenen Welt und Wertvorstellungen dienen. Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. • Vertiefte Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen • Sensibilität für Einflüsse (z.B. historische, geographische, soziale) auf Sprache als Medium erwerben • Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen • Unterricht aktiv und kreativ mitgestalten • Die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern • Das vergleichenden Sprachdenken vertiefen • Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen • Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen • Umgang mit Multimediatechnologien (z.B. Video, Audio) verfeinern • Bibliotheks- und Feldrecherchen anstellen und Hilfsmittel bewusst einsetzen • Mit Quellen korrekt umgehen • Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge darlegen • Verständnis für die Besonderheiten der mehrsprachige Schweiz zeigen 1. Sprache und Sprachreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher • einzeln und in Lerngruppen grammatikalische Probleme erkennen, erarbeiten und präsentieren. 1.2 Wortschatz • den bestehenden Wortschatz festigen. • bestehendes Vokabular gezielt zur Erschliessung neuen Wortschatzes nutzen. • sich mit einem differenzierten, breiten Wortschatz situationsgerecht und präzise ausdrücken. 1.3 Sprachreflexion • unterschiedliche Sprachebenen erkennen. • stilistische und rhetorische Mittel erkennen und zuordnen. • anspruchsvollere Textpassagen (auf fortgeschrittenem Niveau) in die Ziel- und Muttersprache überset- 2. Kommunikation Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören • korrektes Standarditalienisch mühelos verstehen (z.B. Nachrichtensendungen, Spielfilme). • einer regionalsprachlich gefärbten Unterhaltung im Grossen und Ganzen folgen. • offen und kritisch zuhören. • das Sprechen anderer reflektieren und beurteilen. 2.2 Sprechen • korrektes Standarditalienisch sprechen. • eigene Gefühle, Bedürfnisse, Ideen und Ansichten sach- und situationsgerecht äussern. • im Klassenverband, in Kleingruppen und in Partnerarbeit diskutieren und komplexere Ergebnisse sicher • inhaltlich und sprachlich anspruchsvolle Referate zu komplexen Themen halten. 2.3 Lesen • anspruchsvollere nicht literarische Texte verstehen und einordnen (z.B. Textsortenzugehörigkeit). • einen Text mit Hilfe von verschiedenen Lesestrategien erschliessen. • einen Text selbstständig und kritisch lesen sowie sinngemäss interpretieren. • die Struktur und die Argumentation eines Textes analysieren. • sinngebend korrekt vorlesen. 2.4 Schreiben • verständliche und logisch gegliederte Texte verfassen. • verschiedene Textsorten verfassen (z.B. Bericht, Erörterung, Rede, Zusammenfassung, Feedback). 3. Literatur und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • anspruchsvolle literarische Texte selbstständig lesen und kritisch interpretieren. • wichtige Grundbegriffe der Interpretation sinnvoll anwenden (z.B. aus Erzählforschung, Gattungstheorie, Psychoanalyse). • Sekundärliteratur sinnvoll nutzen. • die für ein vertieftes Textverständnis erforderlichen Informationen beschaffen. 3.2 Literaturgeschichte • Texte aus der modernen und zeitgenössischen Literatur Italiens und der italienischen Schweiz (20./21. Jahrhundert) verstehen. • Exemplarische Texte aus dem 14. Jahrhundert sowie aus mindestens einer weiteren Epoche vor dem 20. Jahrhundert verstehen und literaturgeschichtlich einordnen. 3.3 La civiltà italiana • wichtige soziolinguistische, geographische und politische Gegebenheiten benennen und bewerten (z.B. Tessin und Südbünden; das Nord-Süd-Gefälle in Italien; das italienische Mehrparteiensystem). • die Rolle, Bedeutung und den substantiellen Beitrag des Italienischen zur kulturellen Vielfalt der Schweiz verstehen und einordnen (z.B. in Kunst/Architektur, Literatur, Musik, Theater). • Hauptmerkmale der Italianità (z.B. Kunst/Architektur, Musik, Film, Design, Mode, La cucina italiana) auf ihre jeweilige regionale Herkunft und globale Relevanz hin einordnen. • Italiens Rolle als Auswanderungsnation historisch begreifen und Querverbindungen zu aktuellen Gegebenheiten ziehen (z.B. späte Einheit, Rolle der Mafia in den USA). • Zeitgenössische (Geschlechter-)Rollen- und Medienbilder kritisch hinterfragen (z.B. italienisches Fernsehen). FB KLT FÜR DAS FACH LATEIN (SCHWERPUNKTFACH) Die Schülerinnen und Schülern setzen sich aufgrund von Originaltexten und Übersetzungen mit der Denkweise und Lebenswelt verschiedener historischer Epochen auseinander, die Latein als Schriftsprache verwendet haben. Sie erfahren, dass jede Epoche aufgrund des Erlebten zentrale Themen formuliert, die für ihre Auseinandersetzung mit den Bedingungen menschlicher Existenz, der condicio humana, charakteristisch sind; andererseits reflektiert jede Epoche die ihr zugänglichen bestehenden Traditionen und führt diese weiter. Daher hat die antike und christliche Suche nach Antworten auf die Grundfragen menschlicher Existenz die europäische Denktradition bis heute wesentlich geprägt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihr auseinander, hinterfragen sie kritisch und leiten daraus Erkenntnisse über verschiedene Lebensgestaltungen ab. Diese bilden den Hintergrund für Reflexionen über ihre eigene Lebensgestaltung. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz, vertiefen ihre Sprachkenntnisse und verfeinern ihre Ausdrucksmöglichkeiten in der Zielsprache Deutsch, um die Originaltexte sprachlich zu durchdringen und dem Inhalt in einer Übersetzung gerecht zu werden. Sie ordnen die Texte in ihren literarischen und historischen Zusammenhang ein und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Auf diese Weise erkennen sie, dass heute getrennte Lebensbereiche eng miteinander verflochten waren, und lernen die daraus entstandenen Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen kennen. Auf diesem Hintergrund verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass jede Übersetzung bereits eine Interpretation darstellt, da der eigene historische und kulturelle Kontext nicht ausgeschaltet und der fremde nie völlig durchdrungen werden kann. Die Schülerinnen und Schüler stellen Themen und Motive in einen Zusammenhang mit literarischen Werken und Kunstformen verschiedener Epochen und erkennen, wie die Auseinandersetzung mit diesen Themen und Motiven für deren Rezeption und Weiterentwicklung gesorgt hat. Sie lernen Fragestellungen entwickeln, die der literarischen und geschichtlichen und sprachlichen Situation der Texte angemessen sind. • Sich in fremde Lebenswelten mit klaren Bezügen zur eigenen, aber auch wichtigen Unterschieden hineindenken • Die ausgeprägte Struktur der lateinischen Sprache und die systematische Argumentationsweise für den Aufbau eigener präziser Denkkategorien nutzen • Persönliche Ansichten und Meinungen aufgrund der Auseinandersetzung mit zeitlich zurückliegenden Werten und Ideen überprüfen und neuen Kontexten und Kenntnissen anpassen • Wichtige Ergebnisse von synchroner und diachroner Sprachbetrachtung im Latein und in anderen Sprachen anwenden • Die eigenständige Entwicklungen sowohl geschriebener als auch gesprochener Sprache kennen und den historischen oder gesellschaftlichen Kontext als Hintergrund und Ursache für sprachliche Veränderungen begreifen • Für sprachliche Veränderungen des Lateins und für solche innerhalb der modernen Fremdsprachen mehrere denkbare Erklärungen finden • Eine hohe Flexibilität und Präzision in der Ausdrucksweise der Zielsprache Deutsch entwickeln • Komplexe inhaltliche und sprachliche Zusammenhänge dekodieren, ihre Übertragbarkeit in die Zielsprache Deutsch prüfen und stringente, präzise Texte formulieren • Informationen zu Autoren und Themen nutzen und den Gebrauch von Textsammlungen für die Zusammenstellung von Texten zu einem Thema lernen • Das greifbare Wissen zu einem Sachverhalt kritisch sichten und dessen Qualität aufgrund von selber definierten Kriterien prüfen • Online-Wörterbücher benützen • Offenheit und Neugier in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Werthaltungen pflegen 1. Sprach- und Textarbeit Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Wortschatz • nach den Prinzipien der Wortbildungslehre Wörter formal einordnen und ihre Bedeutungen mit Hilfe von Metonymie und Metapher erschliessen. • Zusammenhänge zwischen formalen und inhaltlichen Aspekten lateinischer Begriffe und ihrer Abwandlung in modernen Fremdsprachen beschreiben und erklären. 1.2 Funktion sprachlicher Ausdrucksformen • die rhetorischen und stilistischen Merkmale eines Textes auf verschiedenen Ebenen erkennen, beschreiben und auf deren Funktion hin analysieren. • die Gesetzmässigkeiten verschiedener gängiger metrischer Schemata erkennen und deren Wirkung 1.3 Übersetzungstechnik • mit Hilfe der gelernten Instrumente einen Text inhaltlich verstehen und seinen Aufbau sprachlich (formal und syntaktisch) analysieren. • einen Originaltext sachrichtig und präzise ins Deutsche übertragen. • anhand ihrer Kenntnisse in einer Übersetzung gezielt Akzente setzen. 1.4 Textformen und sprachliche Entwicklungen • Texte verschiedener literarischer Gattungen selbstständig und mit angemessenen Fragestellungen bearbeiten. • sprachliche Eigenheiten von Texten synchron bzw. diachron beschreiben und die Ergebnisse korrekt auswerten. • Texte und Textausschnitte zu relevanten Werken der entsprechenden Gattung in Bezug setzen und den Umgang bzw. die Auseinandersetzung mit den Vorgängerwerken beschreiben. • spätere Formen der Rezeption von Texten und Textausschnitten kennen. 2. Thematische Arbeit Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Alltag und Gesellschaft • verschiedene Aspekte des römischen und mittelalterlichen Alltags aufzeigen. • die Mobilität und Statik einer Gesellschaft beschreiben. • Fragen des menschlichen Zusammenlebens in verschiedenen Situationen und Zeiten im Hinblick auf ihre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Ursachen analysieren und beurteilen. • die zeitgeschichtliche Verankerung von Lebensverhältnissen und die daraus resultierenden Chancen und Beschränkungen beschreiben und beurteilen. 2.2 Existenzielle Grundfragen • die menschlichem Handeln zugrunde liegenden Wertvorstellungen beschreiben analysieren und beur- • erkennen, dass Wertvorstellungen einem Wandel unterworfen sind, diesen beschreiben und Ursachen dafür aufzeigen. • verstehen, dass die Grundfragen menschlicher Existenz durch die spannungsreichen Beziehungen des Menschen zum Kosmos, zur Religion und zu den Mitmenschen bedingt sind und aus diesen Zusammenhängen ihre Antwort erfahren. 2.3 Weltverständnis • Elemente erkennen, die zur Konstruktion der Welt- bzw. Jenseitsvorstellungen notwendig sind, und ihre zeitliche Veränderbarkeit verstehen. • den Zusammenhang zwischen Religion und Weltverständnis beschreiben und zur eigenen Lebenssituation in Bezug setzen. • die Auswirkungen neuer Erkenntnis oder eines sich wandelnden Selbstbildes auf sein Weltverständnis abschätzen und die dadurch entstehenden Veränderungen skizzieren. 2.4 Das Individuum in historischen Konfliktsituationen • Ursachen und Problembereiche historischer Umbruchsituationen beschreiben und ihre Auswirkungen auf die Menschen aufzeigen. • den Beitrag von Konfliktsituationen zu Veränderungen auf politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, sozialer und persönlicher Ebene formulieren, analysieren und beurteilen. • durch Konfliktsituationen herbeigeführte Veränderungen des Weltverständnisses und des Selbstbilds der Menschen beschreiben und die Auswirkungen auf die geistige Tradition aufzeigen und beurteilen. • die Reaktionen von Menschen in Bedrohungssituationen analysieren und in einen historischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhang stellen. FB KLT FÜR DAS FACH MATHEMATIK (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 4 3 3 4 Charakteristisch für die Mathematik ist es, aufgrund von allgemein anerkannten Grundlagen durch strenges Beweisen immer neues gesichertes Wissen zu erzeugen. Der Mathematikunterricht schult das exakte Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit, präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene Denken. Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung von Modellen für Vorgänge insbesondere in Naturwissenschaft und Technik, aber auch in Wirtschaft, Psychologie und weiteren Bereichen. Sie hat entscheidenden Anteil bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt und eignet sich darum vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in viele Wissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger Arbeit. Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für sehr viele Studiengänge Voraussetzung sind, zum Beispiel für naturwissenschaftliche, technische und zunehmend auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge. Der Mathematikunterricht fördert verschiedene Kompetenzen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. • In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken • Einsehen, dass ausdauerndes und kontinuierliches Arbeiten eine grosse Aussicht auf Erfolg hat und dass schnelles Schliessen von Wissenslücken die Weiterarbeit erleichtert • Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen • Mit der Sprache und der Fachsprache präzise umgehen • Umgangssprache in Formelsprache umsetzen und umgekehrt • Über abstrakte Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen • Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll nutzen • Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen • Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein • Vereinfachende Modelle für die Wirklichkeit betrachten • Probleme mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen lösen 1. Zahlen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Zahlbereiche • Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. • natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen korrekt charakterisieren und unterscheiden. 1.2 Zahlenfolgen • explizite und rekursive Beschreibungen von Zahlenfolgen erkennen und an einfachen Beispielen • definieren, was man unter arithmetischen und geometrischen Folgen und Reihen versteht und ihnen geeignete Funktionstypen zuordnen. 2. Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Begriff der Funktion • erklären, was man unter einer Funktion und einer Umkehrfunktion versteht. • erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. 2.2 Funktionstypen • funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. • einige wichtige Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren. 3. Gleichungen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Gleichungen • erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung versteht und Lösungen rechnerisch nachprü- • geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren. • lineare und quadratische Gleichungen lösen. • einfache Exponentialgleichungen und einfache trigonometrische Gleichungen lösen. • den Unterschied zwischen algebraischen und numerischen Lösungsverfahren erklären. 3.2 Lineare Gleichungssysteme • Methoden erläutern, mit denen ein lineares Gleichungssystem gelöst werden kann und diese anwen- • lineare Gleichungssystemen und ihre Lösungsmengen geometrisch interpretieren. 4. Geometrie Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Ähnlichkeit • den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. • in typischen Situationen die Ähnlichkeitssätze oder Strahlensätze anwenden. 4.2 Trigonometrie • die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck und im Einheitskreis definieren. • Seitenlängen und Winkel von allgemeinen Dreiecken berechnen. 5. Analysis Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Grenzwerte • erklären, was man unter einem Grenzwert versteht, und die in diesem Zusammenhang wichtigsten Notationen anwenden. • Methoden erläutern, um in einfachen Situationen den Grenzwert einer Folge, einer Reihe oder einer Funktion rechnerisch zu bestimmen. • erklären, wie es möglich ist, dass die Summe unendlich vieler Glieder einer Folge endlich sein kann. 5.2 Ableitung • die Ableitung definieren und kennen ihre Interpretationen als momentane Änderungsrate und als Tangentensteigung. • elementare Funktionen und deren Summen, Produkte und Quotienten sowie zusammengesetzte Funktionen ableiten. 5.3 Integral • das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren. • mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen. • die Stammfunktionen elementarer Funktionen nennen und die wichtigsten Integrationsregeln anwen- • die Aussage und die Bedeutung des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung erläutern. 5.4 Anwendungen • erklären, wie sich das Konzept der Ableitung benutzen lässt, um Kurven bezüglich Steigung und Krümmungssinn zu analysieren. • die Differential- und Integralrechnung in Anwendungen aus Geometrie, Physik und anderen Wissenschaften benützen. 6. Vektorgeometrie Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Vektoren • den Begriff des Vektors erklären. • Summen und Produkte von Vektoren berechnen. • Vektoren graphisch addieren und zerlegen. 6.2 Anwendung • die wichtigsten geometrischen Objekte in der Ebene oder im Raum mittels Gleichungen beschreiben. • die gegenseitige Lage der Objekte beschreiben. • Schnitt-, Abstands- und Winkelprobleme lösen. • einfache Flächen- und Rauminhalte berechnen. • aussagekräftige Skizzen erstellen. 7. Stochastik Die Schülerinnen und Schüler können 7.1 Kombinatorik • kombinatorische Zählprinzipien erläutern. • einfache kombinatorische Fragestellungen beantworten. 7.2 Statistik • die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken beschreiben. • die gängigen Lage- und Streumasse nennen und sie interpretieren und anwenden. 7.3 Wahrscheinlichkeitsrechnung • charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht. • erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. • Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen. • erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. • die Binominalverteilung erklären und anwenden. • den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben. • Vertrauensintervalle beschreiben. FB KLT FÜR DAS FACH MATHEMATIK (ERGÄNZUNGSFACH) Charakteristisch für die Mathematik ist es, aufgrund von allgemein anerkannten Grundlagen durch strenges Beweisen immer neues gesichertes Wissen zu erzeugen. Der Mathematikunterricht schult das exakte Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit, präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene Denken. Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie hat entscheidenden Anteil bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt und eignet sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die Naturwissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger Arbeit. Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche, technische und zunehmend auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und erzeugt Verständnis für Technik und Naturwissenschaft. Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als ideale Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch-naturwissenschaftlicher oder in ökonomischer oder sozialwissenschaftlicher Richtung. Deshalb soll die Möglichkeit bestehen, nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und Lineare Algebra auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen. • In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken • Einsehen, dass ausdauerndes und kontinuierliches Arbeiten eine grosse Aussicht auf Erfolg hat und dass schnelles Schliessen von Wissenslücken die Weiterarbeit erleichtert • Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen • Mit der Sprache und der Fachsprache präzise umgehen • Umgangssprache in Formelsprache umsetzen und umgekehrt • Über abstrakte Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen • Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll nutzen • Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen • Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein • Vereinfachende Modelle für die Wirklichkeit betrachten • Probleme mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen lösen 1. Differentialgleichungen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Definition und Interpretation • erklären, was eine Differentialgleichung ist. • einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. • erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. 1.2 Lösungsverfahren • lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen. • geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben. • einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. 1.3 Modellbildung • einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. • einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen. 2. Lineare Algebra Die Schülerinnen und Schüler können Matrizenrechnung • erklären, was Matrizen sind. • Matrizen addieren, multiplizieren und invertieren. • Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. • Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen und angewandten Aufgaben einsetzen. 3. Ausgewählte Themen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Analysis (z.B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, Dynamische Systeme) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Analysis. 3.2 Geometrie (z.B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie, Bézierkurven) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Geometrie. 3.3 Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-Carlo-Tests) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Stochastik. 3.4 Algebra (z.B. Boolesche Algebra, Logik, Gruppentheorie) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Algebra. FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 2 Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitlicher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle. Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme. Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. • Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen • Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen • Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit entwickeln • Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern • Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen • Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten • Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen • In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern • Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern • Methoden begründet auswählen • Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen • Die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe bewusst wahrnehmen und beschreiben. • alle Intervalle innerhalb einer Oktave erkennen und benennen. • die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen. • Pentatonik, Modi (Kirchentonarten), Chromatik, Ganztonleiter und freie Tonleitern unterscheiden. • Dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. • Dreiklänge sowie den Dominantsepktakkord in Grundstellung erkennen. • einfache harmonische Modelle erkennen. • akkordfremde Töne erkennen. • nicht dur-moll-tonale harmonische Phänomene unterscheiden. • Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo unterscheiden. • rhythmische und artikulatorische Phänomene unterscheiden. • dynamische Abstufungen unterscheiden. • Instrumente und vokale Stimmlagen sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen erken- 1.2 Formverläufe und Formmo- • Musikstücke unter Berücksichtigung formbildender Aspekte wie rhythmischer, melodischer und harmonischer Motive sowie Wiederholung, Variation und Kontrast wahrnehmen. • grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen erkennen und benennen. • kleinere Formverläufe wie elementare Liedformen erkennen und benennen. • grössere standardisierte und freie Formverläufe erfassen. 1.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Werke verschiedener Musikarten (Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Pop und Rock), Musikkulturen und Stilrichtungen (auch nicht dur-moll-tonaler Musik) bewusst wahrnehmen und auf eine angemessene Anzahl repräsentativer Kompositionen zurückgreifen. 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Klangerscheinungen • elementare akustische Phänomene wie Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch sowie grundlegende europäische Stimmungssysteme verstehen und einordnen. • alle Intervalle innerhalb einer Oktave orthographisch korrekt in Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen. • die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten orthographisch korrekt im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und definieren. • Pentatonik, Modi (Kirchentonarten), Chromatik, Ganztonleiter und freie Tonleitern nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen. • Dreiklänge und den Dominantseptakkord in Grund- und Umstellungen im Violin- und Bassschlüssel lesen, benennen und schreiben. • weitere terzengeschichtete Vierklänge wie mollkleinen und durgrossen Septakkord in Grundstellung ableiten, benennen und verstehen. • einen vierstimmigen Satz nach den Stimmführungsregeln schreiben. • akkordfremde Töne im Notat erkennen und benennen. • das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und anwenden. • die Akkordsymbolschrift der Jazz- und Popschreibweise nachvollziehen und anwenden. • nicht dur-moll-tonale harmonische Phänomene unterscheiden. • Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben. • Noten und Pausenwerte lesen und schreiben. • rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen. • dynamische Abstufungen erkennen und benennen. • stimm- und gehörphysiologische Phänomene verstehen. • Instrumente systematisch erfassen und instrumentenkundliches Basiswissen abrufen. 2.2 Formverläufe und Formmo- • Musikstücke unter Berücksichtigung formbildender Aspekte wie rhythmischer, melodischer und harmonischer Motive sowie Wiederholung, Variation und Kontrast beschreiben. • grössere standardisierte und freie Formverläufe angemessen protokollieren oder als graphische Hörpartituren notieren. • kleinere standardisierte Formverläufe wie elementare Liedformen erkennen und benennen. 2.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Musikstücke verschiedenster Stilrichtungen, auch nicht dur-moll-tonale Musik und musikalische Erscheinungsformen aus anderen Kulturen, adäquat beschreiben. • dank ihrer Kenntnis repräsentativer Musikwerke und Gattungen für sie neue Musikstücke ansatzweise Epochen und Stilen zuordnen. • ihre musikspezifischen Kenntnisse mit einem elementaren historischen Umfeldwissen verknüpfen. 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Klangerscheinungen • mit der eigenen Stimme dank stimmphysiologischen Kenntnissen sowie grundlegender Haltungs- und Atmungsschulung bewusster umgehen. • Dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen singen bzw. nachsingen. 3.2 Formverläufe und Formmo- • einfache Melodien vom Blatt lesen und nach Gehör singen bzw. nachsingen. • Rhythmische Patterns ab Notat und Gehör mit geeignetem Instrumentarium oder Bodypercussion • beim eigenen vokalen und instrumentalen Musizieren ihr Bewusstsein für formbedingte Phrasierung und Spannungsverläufe schärfen. 3.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Stücke beim Musizieren in der Kursgruppe oder Kleingruppen adäquat interpretieren. • ein angemessen umfangreiches aktives Repertoire an Vokalmusik in grosser stilistischer Breite, auch mit Literatur in den Landessprachen, abrufen. • im Fach Musik erworbene grundlegende Kenntnisse über stilspezifische Interpretationsmerkmale auf ihr eigenes Instrument übertragen. 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Klangerscheinungen • Geräusche und Klänge bewusst in einfachen kompositorischen Prozessen einbauen. • einfache Melodien selbstständig harmonisieren. 4.2 Formverläufe und Formmo- • formale Spannungsverläufe in einfachen kompositorischen Prozessen bewusst ausgestalten. • eigene Rhythmen wie Patterns, Sprechstücke und andere Formen ohne Notat wie auch als adäquates Notat entwerfen. • einfache Melodien erfinden und notieren. • mit Hilfe von Patterns einfache Liedbegleitungen schreiben. 4.3 Werkkenntnis und Stilkunde • grundlegende stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen. FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (SCHWERPUNKTFACH) Wochenlektionen 4 4 Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor, Orchester oder Ensembles. Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht - erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumentalunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt. Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterzuentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet. Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifische Hochschulreife) vor. 2. BEITRAG ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN • Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext von Traditionen und Brüchen einordnen • Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln • Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen • Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern • Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen • Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen • In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern • Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern • Verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden • Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen. • Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe differenziert wahrnehmen und mit angemessener Terminologie beschreiben. • sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen wie freitonalen Stücken, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Cluster usw. angemessen auseinandersetzen. • komplexere dur-moll-tonale wie auch nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. • Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen. • gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Trugschluss, Neapolitaner, Zwischendominanten sowie einfache Modulationsprozesse erfassen. • ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern. • Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen. 1.2 Formverläufe und Formmo- • grössere standardisierte und freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren. • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen, auch in nicht dur-moll-tonaler Musik, als formbildende Strukturen erfassen. • motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution erkennen. • polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysieren. • motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien z.B. in Sonatenhauptsatzformen erfassen. • im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt notieren. 1.3 Werkkenntnis und Stilkunde • Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahr- • auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur zurückgreifen, von der Musik des Mittelalters bis in die Gegenwart. 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Klangerscheinungen • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren. • Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und notieren. • bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbole anwenden. • die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-moll-tonaler Musik wie Modulationen, Umdeutungsakkorde, Trugschluss, Neapolitaner, Medianten an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater Fachterminologie beschreiben. • Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben sowie ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten entwickeln. • ein Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen abrufen. 2.2 Formverläufe und Formmo- • für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie beschreiben. • auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Kompositionsprinzipien sowie Klein- und Grossformen zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorische Kernpunkte wie auch spezifische Besonderheiten beschreiben. 2.3 Werkkenntnis und Stilkunde • durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben und angemessen beurteilen. • die bedeutenden musikgeschichtlichen Umbrüche, ihre Voraussetzungen und Auswirkungen abrufen. • verschiedene Analysemethoden mit adäquater Terminologie anwenden. 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen lassen. • melodische und harmonische Wendungen auch singend nachvollziehen. • Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom Notat singen. 3.2 Formverläufe und Formmo- • ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen lassen. • im Schwierigkeitsgrad angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. • im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. 3.3 Werkkenntnis und Stilkunde • ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst anwenden und nachvollziehen. 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. 4.2 Formverläufe und Formmo- • in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst gestalten. • Rhythmen in Kleinkompositionen, Stilstudien, Patterns, Sprechstücken und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren. • melodische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Stilstudien, Songs und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren. • harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen Formen stilgerecht aussetzen. 4.3 Werkkenntnis und Stilkunde • in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen FB KLT FÜR DAS FACH MUSIK (ERGÄNZUNGSFACH) Wochenlektionen 3 Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht - erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft. Hierfür werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet. Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „untersuchen“ und / oder „komponieren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. • Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden • Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln • Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen • Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern • Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen • In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern • Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern • Verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden • Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen • Die Hauptfunktionen von spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen 1. Werkkenntnis und Stilkunde Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Werkkenntnis • musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und -modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden. • ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. • die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche) erkennen und beschreiben. • für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläutern. 1.2 Stilkunde 2. Projekt Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Untersuchen • sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinandersetzen. • ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen. • eine fundierte selbstständige Recherche durchführen. • eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren. 2.2 Komponieren • ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren. • sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen und Klängen auseinandersetzen. • einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden. FB KLT FÜR DAS FACH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE (ERGÄNZUNGSFACH) Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“ und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich in für sie neuen Disziplinen mit grundlegenden Fragestellungen, die den Menschen in einer besonderen Weise ins Zentrum setzen, zu beschäftigen. Der Unterricht leistet somit einen Beitrag, die menschliche Existenz unter neuen Perspektiven zu betrachten, was im beruflichen und privaten Alltag hilfreich ist. Gegenstand des Unterrichts in Pädagogik und Psychologie sind einerseits bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen im Erziehungsalltag, andererseits das menschliche Erleben und Verhalten. Dabei wird der Mensch als „weltoffenes Wesen“ sowohl in seiner Individualität als auch eingebunden in seiner sozialen Lebenswirklichkeit verstanden. Der Unterricht umfasst verschiedene Lerngebiete, welche einerseits an die aktuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und andererseits ein breites und vertieftes Orientierungswissen vermitteln. Das Ziel ist es, kompetente, verantwortungsbewusste und kritische Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre Sensibilität für die pädagogische und psychologische Realität weiterzuentwickeln. Dazu gehören begriffliche und methodische Instrumente, die befähigen, eigene und fremde Lebenserfahrungen zu thematisieren, Aussagen und Geschehnisse kritisch zu analysieren, zwischen Fakten und deren Bewertung zu trennen und selber begründete Vorschläge für Problemlösungen zu erarbeiten. Der Unterricht fördert die Fähigkeit, eindimensionale Denkmuster und Urteile zu erkennen und unter Umständen zurückzuweisen sowie Alltagskonzepte und -rezepte durch verschiedene wissenschaftlich angemessene Erklärungs- und Vorgehensweisen neu einzuordnen oder auch zu ersetzen. Somit soll der Unterricht auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit entwickeln, pädagogische und psychologische Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers diskutiert werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten grundlegend. • Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen • Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren 1. Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Modellvorstellungen • theoretische Modellvorstellungen zur Erziehungswirklichkeit in Familien, Schule und ausserschulischen Einrichtungen und zum psychischen Geschehen (Person-Situation; aktuelle Prozesse wie Wahrnehmung, Denken, Emotion und Motivation) skizzieren und auf geeignete Beispiele anwenden. 1.2 Methoden • verschiedene Methoden der Pädagogik und Psychologie (geisteswissenschaftliche Verfahren für das Verstehen von Sinn und Bedeutung; sozialwissenschaftliche Verfahren wie z.B. Experiment, Test, Befragung) darstellen und Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen kritisch reflektie- 2. Allgemeine Psychologie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Wahrnehmung • Grundlegende Funktionen der Wahrnehmung, insbesondere selektive und konstruktive, erläutern, deren Anwendungen (z.B. Werbung) erklären und sich mit entsprechenden Konsequenzen auseinandersetzen. 2.2 Kognition • Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Fähigkeiten (z.B. Sprache, Denken, Gedächtnis, Intelligenz) erläutern und sich mit entsprechenden Erkenntnissen auseinandersetzen (z.B. Lernstrategien entwerfen). 2.3 Emotion/Motivation • ausgewählte emotionale und motivationale Prozesse (z.B. Neid, Glück; Stress, Aggression) anhand theoretischer Grundlagen analysieren. • sich vor diesem Hintergrund exemplarisch mit gesellschaftlich bedeutsamen pädagogischen und / oder psychosozialen Themen (z.B. Medien und Gewalt, Mobbing) auseinandersetzen. 3. Erziehungstheorie und Erziehungspraxis Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung • sich mit basalen Aufgaben und unterschiedlichen Bereichen der Erziehung (z.B. Familie, Schule, Heim, Erwachsenenbildung) exemplarisch auseinandersetzen. • Erziehungsziele und -inhalte (z.B. im Kontext von Personalisation, Sozialisation, Mündigkeit, Bildung) in Bezug auf deren Funktionen und deren historische, gesellschaftliche und individuelle Bedingtheit analysieren und kritisch hinterfragen. 3.2 Massnahmen in der Erziehung und Erziehungsstile • unterschiedliche Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile erläutern und • Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwi- 4. Individuum und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Entwicklung • verschiedene Entwicklungsstadien des menschlichen Erlebens und Verhaltens hinsichtlich unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Sprache, Denken) beschreiben und zu entsprechenden Theorien in Beziehung setzen. • sich mit Faktoren auseinandersetzen, welche die Entwicklung des Menschen in pädagogischer und psychologischer Hinsicht bedingen und beeinflussen (z.B. Anlage-Umwelt-Selbst; Reifung, Lernen). • anhand von Beispielen pädagogische und psychologische Lernsituationen analysieren und fachlich begründete Veränderungsvorschläge konzipieren. 4.2 Persönlichkeit • verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B. Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz, sozial-kognitive Theorie) in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwä- • Lebenssituationen auf dem Hintergrund dieser Theorien untersuchen. 4.3 Soziale Interaktion • exemplarisch soziale Phänomene (z.B. Beeinflussung, Einstellungen, gruppenspezifische oder kommunikative Prozesse) erläutern und in verschiedenen Lebenssituationen (z. B. Umgang mit Medien, Umgang mit dem Fremden) analysieren. 4.4 Psychische Gesundheit und psychische Störungen • psychische Auffälligkeiten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung erläutern und reflektieren. • verschiedene psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) unterscheiden und mögliche Faktoren bei deren Entstehung darstellen. • verschiedene Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von psychischen Störungen erläutern und / oder die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren (z.B. Stress, soziale Vernetzung) und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung erläutern. FB KLT FÜR DAS FACH PHILOSOPHIE (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren. Gegenstand des Philosophieunterrichts ist einerseits die Philosophie, die in Texten der philosophischen Tradition Grundfragen wie etwa „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“, „Was kann ich erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philosophierenden geschieht. Die Texte, die im Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplarischen Wert. Bei der Auseinandersetzung mit der Philosophie und beim Philosophieren werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, selbstständigen, engagierten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Philosophieunterricht vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Er vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine Orientierungskompetenz, um in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und vor der ganzen Person verantwortete Position zu finden. Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Frage nach alternativen Modellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Grenzen des durch Vernunft Erfassbaren gelangen. Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen. Reflexive, metakognitive Fähigkeit • Sich wundern und offene Fragen sehen • Kritisch-forschend denken • Sich ein Urteil bilden und es begründen • Nach den Möglichkeitsbedingungen von Erkenntnis fragen • Im Sinne einer guten Gesprächskultur den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren • Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • Präzise formulieren und Begriffe klar unterscheiden • Argumentieren und erörtern • Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte • Sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein • Sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen stellen und ihnen beharrlich nachgehen • Während der geistigen Tätigkeit den eigenen Denkvorgang reflektieren (Methodenbewusstsein) • Verantwortungsvoll und kritisch mit den IK-Technologien umgehen • Sich für menschliche Grundfragen interessieren • Erkenntnisse und Standpunkte hinterfragen und Zweifel zur Sprache bringen 1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können „Was ist das...?“: die philosophische Frage • Anlässe für das Philosophieren (Staunen, Zweifeln) nachvollziehen. • wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. • die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. • die Problematik einer Fragestellung entfalten. • hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. 2. Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Grundfragen der philosophischen Anthropologie und der Philosophie des Geistes • die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen. • den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. • verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele- Problem) erklären. • über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken. 2.2 Grundfragen der praktischen Philosophie • ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. • hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen. • grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Legitimität, Glück) erfassen. 2.3 Grundfragen der Theorie und der Geschichte des Wissens • die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. • sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. • die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. • Funktionsweisen von Sprache verstehen. • über mögliche Kriterien des Empfindens von Schönheit nachdenken. 3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Lektüre philosophischer Texte vorzugsweise aus dem abendländischen Kulturkreis von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart • den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. • ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. 3.2 Methoden der Textinterpreta- • grundlegende Methoden der Texterschliessung anwenden und weiterentwickeln. 4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Philosophischer Dialog • die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden. • philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. 4.2 Philosophischer Essay und Erörterung • philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und • philosophische Fragen in einer Erörterung klären. 5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Anwendung des Gelernten auf konkrete Fälle und andere Lebensbereiche • grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden. • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen, vergleichen. • philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. • den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen. 5.2 Beurteilung des Gelernten und selbstständiges Weiterdenken • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen. • Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. • einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen. FB KLT FÜR DAS FACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH) ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie “Persönliche Reife” und “Studierfähigkeit” besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, ethischen, politischen, kommunikativen, ästhetischen, intellektuellen, wissenschaftstheoretischen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Die drei Disziplinen Philosophie, Pädagogik und Psychologie sind für deren Entwicklung vor allem deshalb geeignet, weil sie einen gemeinsamen Fokus haben: Den Menschen in und mit seiner Welt. Der Unterricht vermittelt ein breites und vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und von der ganzen Person verantwortete Position zu finden. In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHILOSOPHIE Der Fachbereich Philosophie vermittelt eine gewisse Bandbreite der philosophischen Disziplinen, leitet eigenes Philosophieren an und zeigt Bezüge zu den Fachbereichen Psychologie und Pädagogik auf. Gegenstand des Philosophieunterrichts ist einerseits die Philosophie, die in Texten der philosophischen Tradition Grundfragen wie zum Beispiel „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“ oder „Was kann ich erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philosophierenden geschieht. Die Texte, die im Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplarischen Wert. Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Frage nach alternativen Modellen. Insbesondere soll der Blick dafür geschärft werden, inwiefern die Philosophie die Bereiche Pädagogik und Psychologie ergänzen kann oder ihnen widerspricht. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Grenzen des durch Vernunft Erfassbaren gelangen. Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Im Pädagogik-/ Psychologie-Unterricht werden Themen und Fragen behandelt, die das Verständnis für die Vielfältigkeit des menschlichen Daseins erweitern. Es geht einerseits um bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen in der Erziehung, andererseits um das menschliche Erleben und Verhalten. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, pädagogische und psychologische Sachverhalte theoriegeleitet zu beschreiben, zu erklären und zu verstehen, aber auch Lösungen von individuellen und sozialen Problemen oder bessere Möglichkeiten des Handelns zu suchen. Damit wird auf gymnasialer Stufe gesellschaftlichen Ansprüchen nach pädagogisch und psychologisch kompetenten Personen Rechnung getragen. Im Fachbereich Pädagogik / Psychologie können Themen zur Sprache kommen, zu welchen die Schülerinnen und Schüler ein bereits beachtliches Vorwissen mitbringen. Dieses wird in der Beschäftigung mit Erkenntnissen der beiden Wissenschaften ergänzt, systematisch vertieft, aber auch kritisch hinterfragt. Dabei lassen sich exemplarisch auch Bezüge zwischen Pädagogik und Psychologie als eher praxisorientierte Wissenschaften und der Philosophie – vor allem der anthropologischen und praktischen Philosophie – mit ihrer reflexiven Funktion herstellen. Der Unterricht soll auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit entwickeln, pädagogische und psychologische Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers diskutiert werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten grundlegend. • Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen • Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen • Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren • Im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte usw.) diskutieren • Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • Sich differenziert und präzise ausdrücken • Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören • Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • Das Selbstkonzept reflektieren • Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden • Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen • Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Maturaarbeiten erfüllen • Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen • Das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen 3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PHILOSOPHIE 1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können „Was ist das...?“: Die philosophische Frage • Anlässe für das Philosophieren (z.B. Staunen, Zweifeln) nachvollziehen. • wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. • die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. • die Problematik einer Fragestellung entfalten. • hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. 2. Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie* Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens zwei Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten: 2.1 Grundfragen der philosophischen Anthropologie und der Philosophie des Geistes • die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen. • den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. • verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele- Problem) erklären. • über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken. • den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Menschenbilder, Glücksvorstellungen). 2.2 Grundfragen der praktischen Philosophie • ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. • hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen. • grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Legitimität, Glück) erfassen. • den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Erziehung, das Fremde). 2.3 Grundfragen der Theorie und der Geschichte des Wissens • die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. • sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. • die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. • Funktionsweisen von Sprache verstehen. • über mögliche Kriterien des Empfindens von Schönheit nachdenken. • den Bezug zu Lerngebieten aus dem Bereich Pädagogik und Psychologie herstellen (z.B. Wahrnehmung). 3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Lektüre philosophischer Texte vorzugsweise aus dem abendländischen Kulturkreis von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart • den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. • ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. 3.2 Methoden der Textinterpreta- • grundlegende Methoden der Texterschliessung anwenden und weiterentwickeln. 4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Philosophischer Dialog • die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden. • philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. 4.2 Philosophischer Essay und Erörterung • philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und • philosophische Fragen in einer Erörterung klären. 5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Anwendung des Gelernten auf konkrete Fälle und andere Lebensbereiche • grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden. • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen, vergleichen. • philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. • den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen. 5.2 Beurteilung des Gelernten und selbstständiges Weiterdenken • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen. • Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. • einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen. 3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE 1. Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie* Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften • theoretische Modellvorstellungen zur Erziehungswirklichkeit in Familien, Schule und ausserschulischen Einrichtungen und zum psychischen Geschehen (Person-Situation; aktuelle Prozesse wie Wahrnehmung, Denken, Emotion und Motivation) skizzieren und auf geeignete Beispiele anwenden. • verschiedene Methoden der Pädagogik und Psychologie (geisteswissenschaftliche Verfahren für das Verstehen von Sinn und Bedeutung; sozialwissenschaftliche Verfahren wie z.B. Experiment, Test, Befragung) darstellen und Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen kritisch (z.B. auch unter Berücksichtigung der philosophischen Erkenntnistheorie) reflektieren. 1.2 Verschiedene Strömungen und Richtungen in Pädagogik und Psychologie • Leitideen verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Epochen (z.B. Rousseau, Pestalozzi, Montessori; Vertreter aktueller Strömungen) wiedergeben und miteinander vergleichen (z.B. auch durch Bezugnahme auf Grundfragen der philosophischen Anthropologie). • einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen und Menschenbilder (z.B. auch im Kontext von Grundfragen der philosophischen Anthropologie) zueinander in Beziehung set- 2. Allgemeine Psychologie* Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens zwei Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten: 2.1 Wahrnehmung • grundlegende Funktionen der Wahrnehmung, insbesondere selektive und konstruktive, erläutern, deren Anwendungen (z.B. Werbung) erklären und sich mit entsprechenden Konsequenzen (z.B. im * Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. Rahmen erkenntnistheoretischer Überlegungen) auseinandersetzen. 2.2 Kognition • Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Fähigkeiten (z.B. Sprache, Denken, Gedächtnis, Intelligenz) erläutern und sich mit entsprechenden Erkenntnissen auseinandersetzen (z.B. Lernstrategien entwerfen, Bezüge zwischen pädagogischen, psychologischen und philosophischen Beiträgen zum Thema „Gehirn und Geist“ herstellen). 2.3 Emotion/Motivation • ausgewählte emotionale und motivationale Prozesse (z.B. Neid, Glück; Stress, Aggression) anhand theoretischer Grundlagen analysieren. • sich vor diesem Hintergrund exemplarisch mit gesellschaftlich bedeutsamen pädagogischen, psychosozialen und / oder philosophischen Themen (z.B. Medien und Gewalt, Mobbing, Gerechtigkeit als Begriff der politischen Philosophie) auseinandersetzen. 3. Erziehungstheorie und Erziehungspraxis* Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Grundlagen der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen und Bedingungen von Erziehung darstellen und / oder analysie- 3.2 Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung • sich mit basalen Aufgaben und unterschiedlichen Bereichen der Erziehung (z.B. Familie, Schule, Heim, Erwachsenenbildung) exemplarisch auseinandersetzen. • Erziehungsziele und -inhalte (z.B. Personalisation, Sozialisation, Mündigkeit, Bildung) in Bezug auf deren Funktionen und deren historische, gesellschaftliche und individuelle Bedingtheit analysieren und kritisch (z.B. auch im Hinblick auf ethische Grundpositionen) hinterfragen. 3.3 Massnahmen in der Erziehung und Erziehungsstile • unterschiedliche Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile erläutern und • Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwi- 4. Entwicklung und Persönlichkeit Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Entwicklung • verschiedene Entwicklungsstadien des menschlichen Erlebens und Verhaltens hinsichtlich unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Sprache, Denken) beschreiben und zu entsprechenden Theorien in Beziehung setzen. • sich mit Faktoren auseinandersetzen, welche die Entwicklung des Menschen in pädagogischer und psychologischer Hinsicht bedingen und beeinflussen (z.B. Anlage-Umwelt-Selbst; Reifung, Lernen). • anhand von Beispielen pädagogische und psychologische Lernsituationen analysieren und fachlich begründete Veränderungsvorschläge konzipieren. 4.2 Persönlichkeit • verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B. Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz, sozial-kognitive Theorie) in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwä- • Lebenssituationen auf dem Hintergrund dieser Theorien untersuchen. 5. Psychische Gesundheit und psychische Störungen Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Psychische Auffälligkeiten und Störungen • psychische Auffälligkeiten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung erläutern und reflektieren. • verschiedene psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) unterscheiden und mögliche Faktoren bei deren Entstehung darstellen. Mindestens ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten: 5.2 Prävention und Behandlung • verschiedene Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von psychischen Störungen erläutern. 5.3 Psychische Gesundheit • die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren (z.B. Stress, soziale Vernetzung) und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung erläutern. 6. Soziale Interaktion* Die Schülerinnen und Schüler können Soziale Interaktion • exemplarisch soziale Phänomene (z.B. Beeinflussung, Einstellungen, gruppenspezifische oder kommunikative Prozesse) erläutern und in verschiedenen Lebenssituationen (z.B. Umgang mit Medien, Umgang mit dem Fremden) analysieren, beispielsweise auch unter Einbezug von ethischen Fragestellungen der praktischen Philosophie. * Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK (GRUNDLAGENFACH) Wochenlektionen 2 2 2 Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur. Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die technischen Anwendungen der Physik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, die Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und das Denken in kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzusetzen. Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen. • Hypothesen bilden und überprüfen • Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen • Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken • Experimente planvoll aufbauen und durchführen • Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten • Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene • Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik 1. Grundlegende Methoden und Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik • eine Problemstellung aus Natur oder Technik analysieren und sie mithilfe der Mathematik formalisie- • formale Lösungen erstellen, die nur noch von gegebenen Grössen abhängen. 1.2 Experimente und Datenanalyse • die kulturelle Bedeutung des Experimentes zur Überprüfung einer Hypothese verstehen. • Experimente planen und durchführen. • die Genauigkeit einer Messung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben. • Daten zweckmässig darstellen (z.B. Tabellen, Graphen). 2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Bewegungen und ihre Ursachen • gleichförmige und beschleunigte Bewegungen mathematisch beschreiben. • die Kreisbewegung erklären. • bei mechanischen Abläufen die wirkenden Kräfte erkennen, quantifizieren und deren Wirkung bestimmen. • Alltagssituationen auf physikalisch Relevantes reduzieren. 2.2 Erhaltungssätze • Zusammenhänge zwischen Arbeit, Energie und Leistung aufzeigen. • die Bedeutung der Energieerhaltung erklären und auf konkrete Beispiele anwenden. 3. Elektromagnetismus Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Elektrizität • Begriffe Ladung, Stromstärke, Spannung, el. Leistung und Widerstand erklären und Zusammenhänge zwischen diesen Grössen formulieren. • Schaltungen aufbauen, ausmessen und berechnen. • die tiefgreifenden Umwälzungen der Elektrifizierung und die daraus entstehenden Abhängigkeiten 3.2 Magnetismus • die magnetische Wirkung von Strömen beschreiben. • ausgewählte Anwendungen erklären. • Kräfte auf bewegte Ladungen im Magnetfeld bestimmen. 4. Wärmelehre Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Thermisches Verhalten der Materie • Fragestellungen in Bezug auf Temperaturänderung und Phasenübergänge bearbeiten. • die charakteristischen Grössen eines idealen Gases in Beziehung setzen2. 4.2 Energie und Gesellschaft • die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen (z.B. Wärmearbeitsmaschinen, Wärmepumpen) erklären. • die kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen aufzeigen. • ihr physikalisches Wissen nutzen, um verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen. 5. Periodische Vorgänge Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Theoretische Grundlagen • charakteristische Grössen der periodischen Bewegungen erklären (z.B. Kreisbewegung, Schwingungen, Wellen). 5.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene (z.B. Resonanz, Interferenz) erklären und in praktischen Situationen erken- 6. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Theoretische Grundlagen • Grenzen der klassischen Physik verstehen. • grundlegende Zusammenhänge (z.B. in der Relativitätstheorie oder der Quantenphysik) mathematisch oder mit Worten formulieren. 6.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene der neueren Physik erklären. 2 Bei der Behandlung der Gasgesetze muss die Koordination mit der Fachschaft Chemie der Schule stattfinden. 7. Technik Die Schülerinnen und Schüler können 7.1 Theoretische Grundlagen • grundlegende Zusammenhänge (z.B. im Gebiet Elektronik, Optik, Nanotechnologie, erneuerbare Energien) mathematisch oder mit Worten formulieren. 7.2 Anwendungen • ausgewählte technische Phänomene und Geräte erklären. FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK (ERGÄNZUNGSFACH) Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur. Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbstständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden. • Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen • Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten • Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten • Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen • Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene 1. Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Experimentelle Physik • Experimente von der Planung bis zur Auswertung durchführen. • die Unsicherheit eines Resultates mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. 1.2 Mathematische Werkzeuge • Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen berechnen. • Verfahren zum Lösen von Differenzialgleichungen anwenden. 2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Fluidmechanik • physikalische Anwendungen und Phänomene erklären (z.B. im Bereich der Medizin). • technische Berechnungen aus der Fluiddynamik durchführen. • das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden. • die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung bestimmen. 2.2 Starrer Körper 3. Elektrizität Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Elektrisches Potenzial • den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial erklären. • das Induktionsphänomen erklären. • technische Anwendungen der Elektrizität erklären (z.B. im Bereich der Medizin). • elektronische Schaltungen analysieren. 3.2 Induktion 3.3 Elektronik 4. Wärmelehre Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Wärmetransport • die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären. • Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur erklären. • technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik). 4.2 Kinetische Gastheorie 5. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Quantenphysik • exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeigen. • grundlegende Zusammenhänge in den Teilgebieten in Worten und mathematisch formulieren. • ausgewählte Anwendungen erklären. 5.2 Astronomie/-physik 5.3 Relativitätstheorie 5.4 Kern- und Teilchenphysik 5.5 Simulation und Modellbildung 5.6 Aktuelle Entwicklungen in der Physik 6. Technik Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Schwingungen und Wellen • grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren. • ausgewählte Anwendungen erklären. 6.2 Aktuelle Entwicklungen in der Technik FB KLT FÜR DAS FACH PHYSIK UND ANWENDUNG DER MATHEMATIK (KOMBI-SCHWERPUNKTFACH) ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der Physik gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische Theorien fanden in der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik insbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in den Grundlagenfächern wird die Möglichkeit geboten, selbstständig zu lernen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHYSIK Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik des 20. Jahrhunderts und führt so an offene Fragen heran und an die Denkweise der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er gibt Einblick in den Wandel der Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis. Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler zudem auch den Umgang mit Messgeräten und das Planen, Durchführen und Auswerten anspruchsvoller Experimente. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen, der linearen Algebra und der komplexen Zahlen, bieten ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Physikalische Phänomene können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden. Auch eigenständige Aspekte der Mathematik, unabhängig von den Anwendungen in der Physik, werden im Schwerpunktfach behandelt. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht nämlich bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger Arbeit. • In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken • Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten • Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen • Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen • Problemstellungen formalisieren • Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen • Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung einsetzen • Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen • Neugierig für Naturphänomene sein • Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein • Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen 3.1 LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL PHYSIK 1. Grundlegende Methoden und Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik • eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren. 1.2 Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien • sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. 1.3 Experimente und Datenanalyse • anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen. • Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). • Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll anwenden. • die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. 2. Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Impuls und Stösse • die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen. 2.2 Starrer Körper • Drehbewegungen und deren Ursachen in ausgewählten Situationen erklären. Teilgebiet zur Wahl: 2.3 Mechanische Schwingungen* ( Differentialgleichungen) • die funktionalen Abhängigkeiten zwischen Schwingungsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators erklären. 3. Elektromagnetismus Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Vertiefung Elektrizitätslehre* ( Matrizenrechnung) • elektrische Netzwerke berechnen. • den Aufbau und die Funktionsweise von Kondensatoren erklären. 3.2 Vertiefung Magnetismus • das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen anwenden. 3.3 Wechselströme* ( Differentialgleichungen, komplexe Zahlen) • das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen. 3.4 Elektronik • das Verhalten von elektronischen Bauteilen beschreiben. • einfache elektronische Schaltungen analysieren. 4. Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Theoretische Grundlagen • die Grenzen der klassischen Physik verstehen und den Wandel des wissenschaftlichen Verständnisses der Natur aufzeigen. • anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen mathematisch und mit Worten 4.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Chaostheorie, Atom- und Teilchenphysik) erklären. 5. Technik Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Theoretische Grundlagen • anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen (z.B. in der Wellenlehre, Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und mit Worten formulieren. 5.2 Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären. 3.2 LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL MATHEMATIK 1. Differentialgleichungen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Definition und Interpretation • erklären, was eine Differentialgleichung ist. • einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. • erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. 1.2 Lösungsverfahren* ( Elektrizitätslehre, Strömungslehre) • lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten und einige lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung lösen. • geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben. • einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. 1.3 Modellbildung • einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. • einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen. 2. Lineare Algebra Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Matrizenrechnung* ( Elektrizitätslehre, Relativitätstheorie) • erklären, was Matrizen sind. • Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben. • Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. • Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen und von angewandten Aufgaben einsetzen. 2.2 Affine Abbildungen • erklären, was eine affine Abbildung ist. • Affinitätsabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben. • Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten bestimmen. • affine Abbildungen in Anwendungen einsetzen. 3. Komplexe Zahlen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Darstellung • die Definition der komplexen Einheit und verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen erläutern. • komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen. 3.2 Berechnungen* ( Wechselströme) • die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren. • im Komplexen Wurzeln berechnen. 4. Weitere Anwendungen Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten: 4.1 Analysis (z.B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, Dynamische Systeme) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Analysis. 4.2 Geometrie (z.B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie, Bézierkurven) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Geometrie. 4.3 Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte-Carlo-Tests) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Stochastik. 4.4 Algebra (z.B. Boolesche Algebra, Logik, Gruppentheorie) • vertieft Auskunft geben über einige ausgewählte Konzepte und Methoden aus der Algebra. * Die mit einem Stern markierten Teilgebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. FB KLT FÜR DAS FACH RELIGIONSLEHRE (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Religionslehre ist einem überkonfessionellen, interreligiösen und religionswissenschaftlichen Ansatz verpflichtet und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine vertiefte intellektuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen. Das Fach fördert im Besonderen die Fähigkeit, religiöse Phänomene als wesentliche Dimensionen des menschlichen Lebens und Handelns wahrzunehmen und zu verstehen. Es weckt bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Religionsverständnis sowie mit fremden Religionen und Kulturen sowie deren Welt- und Lebensdeutungen auseinanderzusetzen. Das Fach Religionslehre erschliesst die religiöse Symbolsprache in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und verbindet sie mit rationalem Denken und verantwortlichem Handeln. Der Unterricht vergegenwärtigt und erklärt die religiöse Überlieferungen und Institutionen, die in unserem Kulturkreis wirksam sind. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit Religionen hilft den Schülerinnen und Schülern ihre eigene religiöse Sozialisation zu klären, Vorurteile abzubauen und eine eigene Stellungnahme zu Religion und Glauben zu verantworten. Das Fach hält die Schülerinnen und Schüler dazu an, anhand von aktuellen ethischen Problemstellungen Religionen und ihre Normen kritisch zu hinterfragen. Der Unterricht fördert die Haltung der religiösen Toleranz in einem multikulturellen und pluralistischen Staat und erschliesst Dimensionen von Religion in Politik und Gesellschaft. Reflexive Kompetenz • Motive und Ziele von religiösen Handlungen verstehen • Religiöse Texte, Bilder und Traditionen in ihrem gesellschaftlichen Kontext interpretieren • Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen • Texte analysieren und einordnen • Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen • Sich auf unterschiedliche Lebensdeutungen und -praxen einlassen 1. Religion und Kultur Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Religionsbegriff(e) • Religionen als Phänomen der Menschheitsgeschichte erfassen und auf deren Ursachen und Wirkungen hin befragen. • religiöse Fragen in unterschiedlichen Bereichen menschlicher Kultur erkennen, klären, analysieren und einordnen. • klassische Positionen der Religionskritik einschätzen und hinterfragen. • Menschen- Götter- und Weltbilder differenziert betrachten und beschreiben. 1.2 Rituale, Brauchtum und Alltagsreligiosität • religiöse Symbolsprache verstehen und sie im eigenen Alltag erkennen. • religiöse, kulturelle oder säkularisierte religiöse Denkmäler und Gegenstände (Manifestationen) im öffentlichen Raum als solche wahrnehmen und einordnen. 1.3 Religion in der Gesellschaft • die Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft analysieren und beurteilen. • religiöse Hintergründe politischer Konflikte und deren prägende Wirkung auf Gesellschaft und Kultur • die religiöse Dimension aktueller gesellschaftlicher und historischer Themen erfassen. • wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und -formen anwenden. 1.4 Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der Gesellschaft • religiöse Elemente in literarischen und künstlerischen Werken primär der europäischen Kultur • Chancen und Gefahren heiliger Texte einschätzen. • die Unterschiede religiöser, philosophischer und naturwissenschaftlicher Sprache beschreiben sowie Modelle für eine integrierende Zusammenschau beurteilen. 1.5 Ethische Entwürfe in der • Beiträge der Religionen zu aktuellen ethischen Fragestellungen im Austausch mit philosophischen Entwürfen beurteilen. • sich in ausgewählten Fragen ein eigenes, reflektiertes Urteil bilden. 2. Weltreligionen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Sinn-/Existenzfragen • elementare Aussagen religiöser Traditionen in heutigen Denkkategorien ausdrücken und auf die eigene Erfahrung anwenden. • religiöse Traditionen und Riten in deren historischen, aktuellen, sozialen und politischen Bezügen 2.2 Heilige Schriften • religiöse Texte deuten und auf dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese). 2.3 Interreligiöser Dialog • sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen und eine Gesprächskultur pflegen. FB KLT FÜR DAS FACH SPANISCH (SCHWERPUNKTFACH) Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der Spanischunterricht die dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen Beziehungen. Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen, aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult; dabei werden ihnen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium. Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten. • Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren • Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren • Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten • Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern • Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen • Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen • Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären • Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen • Online-Wörterbücher gezielt nutzen • Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen • Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen 1. Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau • eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollie- 1.2 Wortschatz • einen erweiterten aktiven Wortschatz situationsgerecht anwenden. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 2. Verstehen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Hören • längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen. • authentische mediale Beiträge (z.B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend verstehen. 2.2 Lesen • selbstständig komplexe literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit). 3. Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können Mündliche Kommunikation • mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen. • sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten. • zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben. • differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. 4. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können Verfassen von Texten • über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben. • Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen. • literarische Analysen verfassen. • fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren. 5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Literatur • komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen. • Literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten. • historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die Autorin zur Textanalyse beiziehen. • ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen. • literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. • anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren. 5.2 Kultur • verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren. • unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. 5.3 Film • Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben. • Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren. • Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. • Literaturverfilmungen mit dem literarischen Original vergleichen, Unterschiede beschreiben und die filmische Umsetzung kritisch beurteilen. FB KLT FÜR DAS FACH SPORT (OBLIGATORISCHES FACH) Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler in deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung dient er der Gesundheitserziehung. Der Sportunterricht regt weiter führende sportliche Aktivitäten an: Mit übergreifenden Anlässen prägt er die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen. • Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen • Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen • Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen • Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten • Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden • Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben • In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren • Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten • Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern • Sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten • Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten • Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen • Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden • Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen • Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen GRUNDLAGEN 1. Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Ausdauer • ihre Ausdauerleistungsfähigkeit erhalten oder verbessern. • sich selbstständig auf einen Ausdauertest vorbereiten. 1.2 Kraft • das eigene Körpergewicht hängend und stützend halten und zielgerichtet einsetzen. • Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und an Kraftgeräten korrekt ausführen. 1.3 Schnelligkeit • Reaktions-, Beschleunigungs-, Aktions- und Handlungsschnelligkeit adäquat einsetzen. 1.4 Beweglichkeit • ihre Beweglichkeit erhalten oder verbessern. • Beweglichkeitsübungen korrekt ausführen. 1.5 Koordination • ihre Bewegungen präzise, spezifisch und ökonomisch steuern. 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen • durch gezielte Analysen die eigene Bewegungs-qualität verbessern. 2.2 Beobachten, beurteilen, beraten • bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben. BEWEGUNGSBEREICHE 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Tanzen • Rhythmische Folgen und/oder Tanzstile angeleitet und selbstständig umsetzen. 3.2 Darstellen • den eigenen Körper als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel einsetzen. • im Team eine Gestaltung erarbeiten und vorstellen. 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 An und mit Geräten • spezifische Bewegungen an verschiedenen Geräten ausführen (z.B. Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen, Klettern) und so das eigene Bewegungsrepertoire mit grundlegenden Bewegungsmustern erweitern. 4.2 Helfen und Sichern • Verantwortung bei Bewegungsaufgaben übernehmen. • die richtigen Hilfestellungen anwenden. 5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Grundfertigkeiten und -fähigkeiten • in den Bereichen Laufen, Springen, Werfen ihre Grundfertigkeiten und -fähigkeiten erweitern. 5.2 Anwendungen in verschiedenen Disziplinen • ihre Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen. 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Techniken und Regeln • in ausgewählten grossen Sportspielen korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. 6.2 Spieltaktik • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. 6.3 Spielrepertoire • neue und/oder fremde Spiele korrekt spielen. 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können Wassersportarten • Grobformen von ausgewählten Disziplinen anwenden. 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können 8.1 Sportarten • ein ausgewähltes Set von Trendsportarten ausüben. 8.2 Anforderungen und Risiken • verantwortungsvoll mit den entsprechenden Anforderungen und Risiken umgehen. 9. Outdoor-Sport Die Schülerinnen und Schüler können Sich im Freien bewegen und aufhalten • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten. • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. FB KLT FÜR DAS FACH SPORT (ERGÄNZUNGSFACH) Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden erweitert. Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder. • Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen • Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten • Sportpraktische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln • In Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen • Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden • Fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen • Körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen • Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben • Bewegungen analysieren, korrigieren und festigen • Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern • Die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern • Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen • Sportliche Leistungstests selbstständig durchführen und auswerten • Sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten 1. Trainingslehre Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Sportanatomie und - physiologie • den menschlichen Körper in seinen sportanatomisch und sportphysiologisch relevanten Bereichen beschreiben und analysieren. 1.2 Energetische Faktoren und Steuerung der Motorik • die konditionellen Fähigkeiten beschreiben und deren Trainierbarkeit erkennen. • die konditionellen Fähigkeiten zielgerichtet verbessern und so die Anpassungsprozesse durch sportliches Training verstehen. • die koordinativen Fähigkeiten beschreiben und zielgerichtet verbessern. 1.3 Trainingssteuerung • verschiedene Methoden des Trainings beschreiben und anwenden. • Formen der Diagnostik, Planung, Durchführung und Auswertung in praktischen Beispielen anwenden (z.B. Ausdauertraining, Krafttraining). Teilgebiet zur Wahl: • die kognitiven Faktoren der sportlichen Leistung nennen und sie gezielt einsetzen. • die emotionalen Aspekte der sportlichen Leistung erkennen.1.4 Kognitive und emotionale Aspekte 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Erwerben, Anwenden, Gestalten • ein Bewegungsgefühl für neue Bewegungen entwickeln. • den Bewegungsfluss optimieren. • Bewegungsabläufe bezüglich Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und vorführen. 2.2 Analysieren • die Grundlagen der Bewegungslehre erläutern. • Bewegungen analysieren, kommunizieren und Bewegungsvorstellungen präzisieren. 3. Sportspiele Die Schülerinnen und Schüler können Technik, Taktik, Regeln • die Grundregeln ausgewählter Sportspiele nennen und korrekt anwenden. • technische und taktische Elemente ausgewählter Sportspiele korrekt anwenden und so die Spielfähigkeit verbessern. • Spiele analysieren, Spielsysteme erkennen und anwenden. 4. Sport und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Wechselwirkungen, Leitmotive, Umfeld • die Bedeutung des Sports in der Gesellschaft verstehen. • die Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit erklären. • Leitmotive für sportliches Handeln benennen. Teilgebiet zur Wahl: • grundsätzliche Zusammenhänge erkennen und Problembereiche erfassen. 4.2 Aktuelle Themen (z.B. Sport und Gewalt, sportliche Grossanlässe, Sport und Umwelt) FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (EINFÜHRUNG) Wochenlektionen 1 2 Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegenstand der Mikroökonomie und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen. Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht insbesondere auf aktuelle Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren. Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen Entscheidungen eines Haushaltes beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind und auf Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen. Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach. • Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen • Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben • Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen • Unterschiedliche Perspektiven einnehmen • Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten • Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen 1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Haushalte • wichtige Elemente des Budgets erklären (z.B. Lohnabrechnung und Sozialversicherungsbeiträge, Haushaltsversicherungen, Krankenkassenprämien, Sparen und Finanzanlagen, Schulden und Betreibung, Steuern, Telekom- und Verkehrsmittelkosten). • ein klar strukturiertes Haushaltsbudget aufstellen und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. 1.2 Unternehmensmodell • die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens beschreiben und Zielkonflikte aufzeigen. 1.3 Unternehmensfunktionen • Problemstellungen aus einer ausgewählten Unternehmensfunktion wie Finanzierung, Marketing, Personal, Organisation, Produktion oder Verkauf bearbeiten. 1.4 Finanzbuchhaltung • finanzielle Vorgänge in Betrieben abbilden. • einen einfachen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen. 2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Mikroökonomie • die Handlungsweise des Menschen modellhaft beschreiben und beurteilen. • den Marktmechanismus erklären. • Rechtfertigung und Grenzen staatlicher Eingriffe bei externen Effekten und Wettbewerbsbeschränkungen aufzeigen. • aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen unter ökonomischen Gesichtspunkten analysieren. 2.2 Makroökonomie • das Vorgehen zur Messung der gesamtwirtschaftlichen wirtschaftlichen Aktivität und des Wohlstandes sowie der Preise beschreiben. • Problemstellungen aus einem makroökonomischen Gebiet wie Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen oder Aussenhandel analysieren. 3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Einführung ins Recht • im Rahmen der jeweiligen Sachgebiete auf privat- und öffentlich-rechtliche Grundsätze zurückgreifen. 3.2 Personenrecht • Grundbegriffe zur Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit anwenden. • zwischen natürlichen und juristischen Personen unterscheiden und Beispiele dazu nennen. 3.3 Obligationenrecht • Begriff und Entstehung von Obligationen erklären. • Grundsätze der Vertragslehre anwenden und einen wichtigen Vertragstyp wie Kauf, Miete oder Arbeitsvertrag erklären. • Voraussetzungen der Haftpflicht prüfen. 3.4 Weitere Rechtsgebiete • Ziele und Kerngedanken aus einem der folgenden Rechtsgebiete (Ehe-/ Erbrecht, Kindesrecht, Grundrechte/ Rechtsstaat, Völkerrecht, Immaterialgüterrecht, Ausländer-/ Asylrecht, Bürgerrecht, Strafrecht oder Schuldbetreibungs-/ Konkursrecht) beschreiben und dabei eigene und fremde Werte • Handlungsmöglichkeiten für einen sinnvollen Umgang mit wichtigen Elementen des jeweiligen Rechtgebietes entwickeln. FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (SCHWERPUNKTFACH) Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und derer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einsicht in die normativen Grundlagen unserer Rechtsordnung, systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen erhalten sie dabei Einblicke in reale Institutionen und Abläufe. • Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden • Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren • Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden • Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen • Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen • Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen • Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwickeln • Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen • Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) • Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden 1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Unternehmensmodell • Betriebe nach Kriterien gliedern (z.B. nach Grösse, Trägerschaft, Rechtsform, Branchen und Sektoren). • Betriebe als produktive soziale Systeme verstehen und deren Wechselwirkungen zur Umwelt analy- 1.2 Leistungswirtschaft • strategische und operative Konzepte des Marketings beschreiben und anwenden. • Ablauf- und Aufbau-Organisation eines Betriebs darstellen und optimieren. • Aufgaben der Personalwirtschaft beschreiben. 1.3 Finanzwirtschaft • Finanzierungsarten und -vorgänge erläutern. • Finanzierungsgrundsätze anhand von Kennzahlen überprüfen. • Investitionsentscheide vorbereiten. 1.4 Finanzielles Rechnungswesen • finanzielle Vorgänge in Betrieben mit Hilfe der Finanzbuchhaltung abbilden. • Probleme des Jahresabschlusses, wie Abschreibungen, Rechnungsabgrenzungen und Bestandesänderungen, bewältigen. • Abschlussrechnungen (Bilanz und Erfolgsrechnung) aufstellen und interpretieren. 1.5 Finanzintermediäre • die Funktionsweise und strukturellen Merkmale von Finanzintermediären (Banken, Versicherungen) • ausgehend von der Risikoanalyse eines Betriebes Versicherungslösungen vorschlagen. • ausgehend von der Risikofähigkeit für einen Sparer sinnvolle Anlagevorschläge ausarbeiten. 2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Mikroökonomie • die Funktionsweise von Märkten analysieren. • psychologische Grundlagen der Ökonomie für die Beurteilung von menschlichem Verhalten berücksichtigen. • Wirtschaftssysteme unterscheiden. • Ursachen und Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung erklären. 2.2 Makroökonomie • Geldwertstörungen analysieren und Mechanismen der Geldpolitik erklären. • Ursachen und Auswirkungen von konjunkturellen Schwankungen darstellen. • Ursachen des Aussenhandels erklären und dessen Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz und das Währungssystem aufzeigen. • Probleme und Lösungsansätze aus einem weiteren der folgenden makroökonomischen Gebieten (Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, Wachstum, Strukturwandel, soziale Sicherheit, Staatsfinanzen) darstellen und vergleichen. 2.3 Wirtschaftspolitik • Rechtfertigung und Auswirkungen von Staatseingriffen beurteilen. • konjunkturpolitische Konzepte vergleichen. • aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren. 3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Vertragsrecht • Entstehung, Erfüllung, Erlöschen sowie Verjährung von Obligationen analysieren. • Die wichtigsten Vertragstypen (Veräusserungsverträge, Verträge auf Gebrauchsüberlassung, Verträgen auf Arbeitsleistung, Sicherungsmittel der Vertragserfüllung) darstellen und voneinander abgrenzen sowie deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung erklären. • sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren. 3.2 Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse • über die Wahl der Rechtsform von Betrieben und Nonprofit-Organisationen anhand der fachlich einschlägigen Kriterien entscheiden. • Ursachen und Ausprägungen von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern. Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus den folgenden Teilgebieten: 3.3 Sachenrecht • Ziele und Kerngedanken des jeweiligen Rechtsgebietes beschreiben. • einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen und alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und -prävention vorschlagen. 3.4 Immaterialgüterrecht 3.5 Strafrecht 3.6 Betreibungs- und Konkursrecht 3.7 Staatsrecht 3.8 Steuerrecht 3.9 Wettbewerbsrecht FB KLT FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (ERGÄNZUNGSFACH) Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven der drei Teilgebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier geht es unter anderem um Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen). Wohnen: Hier werden beispielsweise soziale Bedürfnisse des Wohnens, Formen und Finanzierung von Wohneigentum, Mietrecht, Formen des Zusammenlebens und deren rechtliche Ausgestaltung thematisiert. Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse sind weitere Stichworte für mögliche Themen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. • Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren • In Alternativen denken und abwägend entscheiden • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen • Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen • Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen • Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen • Widersprüche und Kompromisse aushalten • Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen • Die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) 1. Betriebswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Arbeit • Betriebe als produktive soziale Systeme verstehen und deren Wechselwirkungen zur Umwelt analy- • Entscheidungen privater Haushalte in ihren Rollen als Arbeitnehmer, Mieter, Eigentümer, Steuerzahler und Konsument fällen. • öffentliche Haushalte in Bezug auf deren Dienstleistungen, Einnahmen, Ausgaben und Verschuldung 1.2 Wohnen 1.3 Steuern 1.4 Konsum 2. Volkswirtschaftslehre Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Arbeit • die Funktionsweise und Besonderheiten der spezifischen Märkte untersuchen. • die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Massnahmen beurteilen und zwischen Staats- und Marktversagen unterscheiden. • aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren. 1.2 Wohnen 1.3 Steuern 1.4 Konsum 3. Recht Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Arbeit • Ziele und Kerngedanken der betreffenden Rechtsgebiete beschreiben. • typische Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen und alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und -prävention vorschlagen.3.2 Wohnen 3.3 Steuern 3.4 Konsum RICHTLINIEN FÜR DEN PROJEKTUNTERRICHT Wochenlektionen 2.5* * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lehrpersonenlektionen pro Abteilung. Die Zuteilung auf Abteilungen oder Kursgruppen sowie auf die Klassen liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Schulen. Im Projektunterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem längeren Projekt. Sie vertiefen eine gesellschaftlich relevante Thematik mit geeigneten Methoden auf einem angemessenen Niveau. Das Projekt zeichnet sich durch einen Anteil an originalen Elementen und einer stufengerechten Komplexität aus. Mit der Projektarbeit wird innerhalb eines inhaltlichen Rahmens eine Thematik, eine Problem- oder Fragestellung oder ein Phänomen vertieft untersucht, bearbeitet oder gestaltet. Die Projektarbeit, die im Rahmen des Projektunterrichts erarbeitet wird, schafft den unterrichtlichen Zusammenhang für die Einführung und die Anwendung der Projektmethoden. Sie bildet ein „Übungsstück“ für den Aufbau von Erfahrungen mit Instrumenten und Methoden des Projektmanagements wie die Zeitplanung, die Dokumentation und die Präsentation von Ergebnissen oder Produkten. Im Projektunterricht werden die Schülerinnen und Schüler mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut. Der Projektunterricht bereitet auf die Maturaarbeit vor, wobei der Themen- und Sachbezug bei der Maturaarbeit verstärkt im Zentrum steht und die inhaltliche Komplexität bei der Maturaarbeit grösser ist. Die Lehrperson betreut die Schülerinnen und Schüler im Projektunterricht intensiver als bei der Maturaarbeit. 2. BEITRAG DES PROJEKTUNTERRICHTS ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN • Möglichkeiten und Grenzen der Planung erkennen • Zielgerichtet vorgehen • Mit dem eigenen Produkt kritisch umgehen • Mit Lehrpersonen sowie mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten • Sich auf den Grundlagen wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens sachgemäss und korrekt ausdrücken • Grössere Arbeitsgegenstände über längere Zeit bearbeiten • Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen • Fragestellungen entwickeln • Sich bei der Herstellung eines Produkts engagieren 1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • aus ersten Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln. • einen Projektplan mit Zeitplan erstellen. 2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können • Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. 3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode einsetzen. • den Arbeitsprozess möglichst selbstständig steuern. • den Arbeitsprozess reflektieren und dokumentieren. • Instrumente einsetzen, mit denen die Durchführung eines Projektes gesteuert wird (z.B. Arbeitsprotokolle, Journale). • ein Projekt evaluieren. 4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können • die Ergebnisse schriftlich präzise darstellen. • Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden. • Regeln des Quellennachweises anwenden. 5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können • die Ergebnisse und ihre Entstehung auf angemessene Weise präsentieren und vertreten. 6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können • wichtige Grundsätze der Zusammenarbeit beschreiben. • gemeinsam planen, organisieren und darstellen. • im Team effizient arbeiten. • konstruktives Feedback geben. 4. UMSETZUNG AN DEN KANTONSSCHULEN Die einzelnen Schulen legen in ihren schulischen Richtlinien fest, wie die vorliegenden Rahmenvorgaben für den Projektunterricht umgesetzt RICHTLINIEN FÜR DIE MATURAARBEIT Wochenlektionen 2* * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lehrpersonenlektionen pro Abteilung. Die Zuteilung auf die Klassen liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Schulen. Die Maturaarbeit steht am Schluss einer umfassenden Ausbildung: Sie baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf und erweitert diese. Als eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist. Die Maturaarbeit baut auf den im Projektunterricht erworbenen Fähigkeiten auf. Sie hat als Grundlage eine eigenständige, anspruchsvolle und klar strukturierte Fragestellung oder Gestaltungsidee in einem eingegrenzten Themengebiet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Fragestellung oder der Gestaltungsidee über eine längere Zeitdauer auseinander und wenden dabei Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens an. Sie planen und reflektieren ihr Vorgehen sowie ihre Zusammenarbeit mit externen Stellen und bei Gruppenarbeiten mit den anderen Schülerinnen und Schülern. Sie stellen die Ergebnisse als schriftliche Arbeit beziehungsweise als technisches oder gestalterisches Produkt mit einem schriftlichen Kommentar dar und präsentieren sie vor Publikum in mündlicher Form. Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen, verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative Fähigkeiten integriert. Die Schülerinnen und Schüler können in der Wahl ihrer Arbeitsgebiete eigene Interessen verfolgen. Die Themen- und Arbeitsbereiche werden so gewählt, dass originale Beiträge der Studierenden gewährleistet sind. Die Maturaarbeit zielt auf inhaltliche Vertiefung, methodische Klarheit, selbstständiges Arbeiten und auf das Reflektieren darüber. 2. BEITRAG DER MATURAARBEIT ZU DEN ÜBERFACHLICHEN KOMPETENZEN • Möglichkeiten und Grenzen der gewählten Methoden beurteilen • Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens anwenden • Zielgerichtet und kooperativ vorgehen • Mit Lehrpersonen, externen Stellen sowie mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten • Sich gemäss den Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens sachgerecht und korrekt ausdrücken • Komplexere Arbeitsgegenstände über längere Zeit bearbeiten Informationsbeschaffung • Informationsbedürfnis bestimmen und Informationsquellen auswählen • Informationen gezielt suchen, gewichten und auswählen • Grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten • Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen • Eine Fragestellung entwickeln • Sich in einem selbstgewählten Spezialgebiet vertiefen 1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • aus ersten eigenen Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln. • auf die Fragestellung bezogen geeignete fachliche Verfahren wählen. • die Instrumente zur Projektplanung (z.B. Projektvertrag, Projektplan) selbstständig anwenden. 2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können • Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen und auswählen. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. • grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten. 3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren) grösstenteils selbstständig einsetzen. • den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern. • ein Projekt evaluieren. 4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können • Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und nachvollziehbar darstellen. • Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden. • korrekt mit Quellen umgehen. 5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können • die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert, sachlich richtig und wirkungsvoll darlegen und in der Diskussion kompetent vertreten. 6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können • mit der Betreuungsperson konstruktiv zusammenarbeiten und bei Bedarf Unterstützung einholen. • Kontakte mit externen Stellen herstellen und nutzen. 4. GRUNDSÄTZE FÜR DIE UMSETZUNG AN DEN KANTONSSCHULEN • Die einzelnen Schulen legen in ihren schulischen Richtlinien beziehungsweise in ihrem Schulprogramm fest, wie die vorliegenden Rahmenvorgaben für die Maturaarbeit umgesetzt werden. • Die Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich frei in der Wahl des Themas und des Fachs beziehungsweise der Fächer, in denen sie ihre Maturaarbeit schreiben oder gestalten. Eine Maturaarbeit kann in allen Fachbereichen, die an der Kantonsschule unterrichtet werden, geleistet und in allen Unterrichtssprachen verfasst werden. • Themen sind aus allen Fach- und Lebensbereichen möglich. Dabei stehen allerdings die an der Kantonsschule erworbenen Fähigkeiten im Vordergrund, denn um ein angemessenes Niveau zu erreichen, ist im gewählten Themengebiet ein gutes Vorwissen von Vorteil. • Die genaue Themenfindung erfolgt im Konsens zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie der betreuenden Lehrperson. Es steht den Lehrpersonen zu, Themen abzulehnen. Letzte Instanz ist die Schulleitung. • Für die Betreuung einer Maturaarbeit ist eine einzige Lehrperson verantwortlich (Betreuungsperson). Sie unterstützt die Entwicklung der persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige Durchführung (Plagiatsvermeidung). Die Schulleitung bestimmt die Art der Wahl oder die Zuteilung der Betreuungspersonen. 5. GRUNDSÄTZE ZUR BEWERTUNG • Die Bewertung der Maturaarbeiten erfolgt nach vorgängig festgelegten Kriterien. • Die Bewertungskriterien werden im Rahmen der schulischen Vorgaben zwischen den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern vereinbart. • Die Gewichtung der Teilleistungen wird ausgewiesen. • Die Bewertung der Arbeit erfolgt durch die Betreuungsperson und eine zweite Lehrperson. Gemeinsam mit der Betreuungsperson sorgt die zweite bewertende Lehrperson für eine angemessene Bewertung, die den Ansprüchen und Kriterien des Fachunterrichts folgt. • Die Betreuungsperson beurteilt und bewertet das Produkt (Inhalt und Form), den Arbeitsprozess und die Präsentation, die zweitbewertende Lehrperson nur das Produkt und die Präsentation. • Die Schulen regeln im Rahmen der rechtlichen Grundlagen den Umgang mit Plagiaten. Instrument: Blockflöte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Intonation elementares Intonationsbewusstsein im Duospiel elementares Intonationsbewusstsein im Zusammenspiel mit Cembalo aktuellen Stoff sauber intonieren; Intonation im Ensemble. Kenntnisse über historische Stimmsysteme anwenden können. aktuellen Stoff sauber intonieren; Intonation im Ensemble. Intonation eines Ensembles korrigieren (leiten) können. Griffe alle Primärgriffe über zwei Oktaven kennen auch Spezialgriffe, z.B. für Triller, kennen. Erste Kenntnisse neuer Spieltechniken (Akkorde, Flageolets, Geräusche, Flattements etc.) unterschiedliche Griffe kennen für b oder Kreuz historische Griffweisen kennen. Mehrklänge. Trillergriffe, Pianogriffe Tonleitern Dur: C,G,D,F,B, dazu die parallelen Molltonarten (rein) Dur- und Molltonarten bis drei Vorzeichen und deren Dreiklänge Dur- und Molltonarten bis vier Vorzeichen und deren Dreiklänge Dur- und Molltonarten bis fünf Vorzeichen und deren Dreiklänge alle Tonarten spielen können, auch melodische und harmonische Moll-Tonleitern Kirchentonarten Variantinstrumente normalerweise Altblockflöte zusätzliche Variantinstrumente zusätzliche Variantinstrumente Renaissance-Blockflöten Evtl. auch G- und D-Instrumente. Motorik lockere Finger lockere Finger, Zunge und Arme Kontrolle der Spielwerkzeuge gute Kontrolle der Spielwerkzeuge, auf den ganzen Körper bezogen. gutes Körpergefühl in der Balance von Spannung und Lockerheit Virtuosität entwickeln Artikulation Artikulationssilben (z.B. te-re) deutlich artikulieren können differenzierte Artikulation nach Charakter des Stückes stilistisch korrekte Artikulation anwenden differenzierte Artikulation bewusst Artikulation mit historischen Silbenkombinationen stilgerecht anwenden variantenreich artikulieren können Atmung, Körperhaltung, Motorik Vermeidung von Hochatmung, sinnvolle Atemstellen erkennbare Atemstütze gut funktionierende Atmung, mühelos wirkende Atemstütze selbstverständlich funktionierende Atmung Atmung als wichtigen Teil der Interpretation einsetzen und lange Phrasen durchhalten Haltung (Körper - Instrument) aufrechte, lockere Körperhaltung Körperbalance bewusst wahrnehmen und kontrollieren können Haltung und Körperbewegung; bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung dynamische, musikalisch adäquate Körperhaltung; Vermeidung von Fehlbewegungen Bewusster Körpereinsatz im Ensemble Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar realisieren verfeinertes Dynamikbewusstsein Dynamik im Ensemble Verhältnis von Grunddynamik und dynamischer Melodiegestaltung (Binnendynamik, Ausdrucksdynamik) feine Nuancierungen; Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld zwischen Vorgaben, Ausdruckswille und Ensemble-Kontext. Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in Teilen üben bewusstes, ökonomisches Üben selbständig üben können, verschiedene Methoden selbständig anwenden (rhythmisieren, verschidene Tempi, unterteilen etc.) regelmässig, lustvoll und selbständig üben können, eigene Methoden entwickeln übend selbständig technische Probleme lösen können Stil, Verzierungen einfache Stücke des Hochbarock stilgerecht realisieren (Tempo, Artikulation) Hochbarock stilgerecht mit einfachen Verzierungen (Trillern) Renaissance und Zeitgenössische Musik adäquat realisieren verschiedene barocke Stile unterscheiden können. Französische Verzierungen. Einfachere neue Musikstücke mit neuen Spieltechniken realisieren originale und eigene Verzierungen fliessend und ausdrucksvoll spielen können. Neue Musik mit neuen Spieltechniken vertraut sein mit den Verzierungsstilen verschiedener Epochen (z.B. Mittelalter, Renaissance, Frühbarock, Hochbarock etc.) Komplexe neue Stücke realisieren können Anhang 1: Kompetenzraster Instrumentalunterricht Instrument: E-Bass Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät nach Gehör (Primen, Oktaven, Quinten, Quarten) nach Gehör (Intervalle, Flageolets) und nach Referenzinstrument Vertiefung Stufe 3, einfache Skordatur sicheres Stimmen nach Referenz-instrument, komplexere Skordaturen sicheres Stimmen nach Referenz-instrument auch vor Publikum Haltung (Körper-Instrument) Gurteinstellung vornehmen können, stehend und sitzend. Vor- und Nachteile der Haltungsvarianten kennen Fähigkeit, verschiedene Haltungen auszuprobieren und zu vergleichen vertieftes Körperbewusstsein. Haltung den unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen flexible Anpassung der Haltung an die musikalische Situation Entwicklung des Bewusstseins für eine persönliche Haltung Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Notentext lesen und wiedergeben Kenntnis des Bass-Schlüssels und der Notenwerte einfache Akkordsymbole (Dreiklänge) umsetzen können komplexere Akkordsymbole (Vierklänge) umsetzen können komplexe Akkordsymbole (mit Tensions) umsetzen können, basale Lesekenntnis im Violinschlüssel Blattspiel von einfachen Grooves und Melodien, fortgeschrittene Lesekompetenz im Violinschlüssel Transponieren von Bassbegleitungen, Blattspiel von Leadsheets Timing (Metronom) Wiedergabe von einfachen 1/8- Begleitungen (binär) Wiedergabe von 1/8-Grooves (ternär) Wiedergabe von 1/16-Grooves in verschiedenen Stilen (Rock, Funk, Latin, Jazz) Wiedergabe von komplexeren Rhythmen, Schwerpunkt-verschiebungen Wiedergabe ungerader Taktarten sichere und selbstständige Anwendung aller Taktarten Spielhand Sicherheit bei Wechselschlag / Plektrumtechnik auf einer Saite Sicherheit bei Wechselschlag / Plektrumtechnik über mehrere Saiten Erweiterungen der Spieltechnik Ghostnotes, Slapping und Tapping erweitertes Repertoire an Spielformen, sichere Anwendung von Ghostnotes und Formen des Tapping- oder Slappingspiels Einsatz von virtuosen Spielformen wie Double-Thumbing oder Machinegun-triplets erweitertes Repertoire an verschiedenen virtuosen Spieltechniken Greifhand einfache Tonfolgen mit verschiedenen Fingerkombinationen in einer Lage komplexere Tonfolgen mit Lagenwechsel, einfache Bindungsübungen (Hammeron-Pulloff) fortgeschrittenes Lagenspiel, komplexere Bindungen und deren Anwendung im Spielmaterial Flageoletanwendung im Spiel, einfaches Akkordspiel komplexere Anwendung des Akkordspiels, extended Fingerings, alternative Fingersätze Beherrschung virtuoser Greifaufgaben Skalen Kenntnis der Stammtöne in den tiefen Lagen, einfache Dur-und Molltonleitern Kenntnis der Stammtöne auf dem ganzen Griffbrett. Tonleitern mit Vorzeichen, Kirchentonleitern Anwendung neuer Tonreihen wie Pentatonik oder Bluesskala Anwendung aller Molltonleitern symmetrische Skalen, alternative Modi vertiefte Kenntnis und selbstständiger Einsatz aller gebräuchlichen Skalen Elektronik Klangveränderungen am Instrument und am Verstärker Equalizereinstellungen vornehmen Einsatz von Effektgeräten, erfolgreiche Anwendung im Solo- oder Zusammenspiel Entwicklung eines persönlichen Sounds im Bandkontext Entwicklung eines persönlichen Sounds in unkonventionellen Besetzungen vertieftes Klangbewusstsein und Wissen um elektronische Klangveränderung Improvisation einfache Melodien erfinden eigene Bassbegleitungen erfinden, improvisieren im Bluesschema improvisieren mit Skalenfiguren motivische Improvisation freie Improvisation, vertiefte Anwendungen aller Improvisations-arten Uebtechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in Teilen üben in verschiedenen Tempi mit Metronom üben können bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungs-phasen und grösserer Quantitäten vollständigen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten; verschiedene Modi des Übens bewusst praktizieren Instrument: E-Gitarre Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät nach Gehör (Primen, Quarten, Quinten, Oktaven) nach Gehör (Intervalle, Flageolets) stilbedingtes Umstimmen (Es, D, Des, C, Drop D), auch nach Gehör sicheres Stimmen zum Referenzinstrument (z.b. Piano) sicheres Stimmen nach Referenzinstrumenten auch vor Publikum Intonation korrekter Fingeraufsatz, Haltung der linken Hand so anpassen, dass Saiten nicht durch eine "verkrampfte" Haltung automatisch aus der Stimmung gedrückt oder gezogen werden Bending (Halb-Ganzton) auf verschiedenen Saiten saubere Intonation beim Bending und generell beim Einsatz von komplexen Bindungen (HO/PO-Kombinationen) saubere Intonation bei sämtlichen Arten von Bendings und generell bei für die linke Hand schwierigen Passagen (komplexe, weite Akkorde etc.) sichere Intonation auch bei Bendings, die in einem improvisierten Kontext stattfinden ( Solo) Oktavreinheit und sonstige intonationsrelevante Parameter am Instrument einstellen können Haltung (Körper - Instrument) richtige Einstellung des Gitarrengurts für verschiedene Situationen vornehmen können (stehend-sitzend), Vor- und Nachteile kennen bei Hilfsmittel wie Fussbank und Gitarrengurt Körperhaltung der verschiedenen Gegebenheiten von unterschiedlichen Stücken anpassen Körperbewusstsein vertiefen. Verschiedene "Haltungen" vergleichen und ausprobieren die eigene Haltung so anpassen, dass sie auch innerhalb eines Stückes flexibel an die musikalische Situation angepasst werden kann Bewusstsein für eine "persönliche" Haltung Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Übetechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in Teilen üben bewusstes Üben in verschiedenen Tempi, üben mit Metronom. Selbstständiges Aufteilen von komplexen Übeinhalten in sinnvolle Teilabschnitte, Isolieren von Inhalten, die nur eine Hand betreffen bewusstes, ökonomisches Üben. Die verschiedenen Übeinhalte der Stufen 1 und 2 so kombinieren können, dass ein Üben im Fluss möglich wird und der Lernerfolg erreicht wird diverse Übetechniken für schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) und selbstständig einteilen können, was auf welche Weise geübt werden soll Den vollständigen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten; verschiedene Modi des Übens bewusst praktizieren selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen und grösserer Quantitäten, eigenes Übprogramm auch bei zuvor unbekanntem Material über einen längeren Zeitraum selbstständig erstellen Rechte Hand Ab- bzw. Aufschlag für Begleitmuster und Solospiel unter Berücksichtigung der rhythmischen Phrasierung und gleichzeitig Synchronisation mit dem Fuss als körpereigenes Metronom mehrstimmiger Anschlag (Akkorde), Palm-muting, einfaches Sweeppicking (Arpeggien), Dämpftechnik erweiterte Dämpftechnik, stilangepasste Pickhaltung, staccato, komplexere Arpeggien Sweep und Economic-Picking, erweiterte Dämpftechnik auch bei stark verzerrten Sounds Erweiterte Pickingtechnik, String skipping, Einführung Fingerpicking, Tapping Stücke mit virtuosem Charakter, Tapping, Hybrid Picking, Gespür für geeignete Pickingvariante entwickeln Linke Hand Tonleiterspiel in 1. und 2. Lage mit Lagenwechsel-varianten. Akkordspiel (offene Grundakkorde). Koordinationsübungen in den höheren Lagen Tonformung, Hammer-on, Pull-off, Slide, Bending, Vibrato, Dämpftechnik, Fingeraufsatz Handhaltung (Position des Daumens bei unterschiedlicher Spieltechnik), erweiterte Bendingtechnik, Harmonics Oktavenspiel, Dezimenspiel mit Dämpftechnik (dead notes) Abrolltechnik, komplexe Akkordformen, Modi, Lagenspiel Beherrschen der Lagen, sowohl im Melodiewie auch im Akkordspiel, Lagenspiel im Dienste der melodischen und klanglichen Gestaltung Notentext lesen Grundwissen zu Notensystem, Tabulatur, Akkordsymbolik einfachen Notentext in 1. und 2. Lage lesen und korrekt wiedergeben können Blattspielerfahrung, einfache Konstellationen in 3., 4. und 5. Lage, Akkordsymbole, Tabulatur allgemeine Griffbrettkenntnis (Pattern) Entscheidungen für richtige Spiellage treffen können unter Berücksichtigung melodischer und klanglicher Aspekte fliessendes Lesen komplexerer Texte; alle Textparameter einbeziehen. Tabulaturen, Leadsheets Intervalle/Akkorde offene Akkorde spielen und wechseln Vorbereitung Barréegriffe, erweiterte offene Akkorde Barréegriffe (Stufentheorie) und Vierklänge, die über das gesamte Griffbrett verteilt sind (Drop-2-Voicings) komplexe Akkorde, Quartvoicings Akkorde können unter Berücksichtigung des Kontexts frei ausgewählt werden Upper-Structure-Triads Improvisation Einführung Pentatonik, Improvisation mit Tetrachords Pentatonik und Durtonleiter innerhalb eines Patterns Pentatonik in allen Positionen, Bluesscale und Durtonleiter in drei verschiedenen Positionen Pentatonik, Bluesscale, Durtonleiter über das gesamte Griffbrett, HM5 und Vierklangsarpeggien in 3 Positionen HM5 und Vierklangsarpeggien über das gesamte Griffbrett, Upper-Structure-Triads und Melodisch Moll in drei Positionen Upper-Structure-Triads und Melodisch Moll über das gesamte Griffbrett Rhythmik binäre Rhythmen bis zu zusammengesetzten Achtelrhythmen spielen können binäre Rhythmen bis zu Sechzehntelnotenwerten sowie Triolen spielen können ternäre Rhythmen inklusive Pausen spielen binäre und ternäre Rhythmik stilbedingt "richtig" phrasieren können, Metric Modulation umfassende rhythmische Kompetenz für binäre und ternäre Musik jeglicher Art und Weise Timingtechnische Flexibilität, so dass man einen vorgegeben Notentext auf drei mögliche Arten je nach Anwendung umsetzen und dies auch in den Soli anwenden kann: "Vor dem Beat", "auf dem Beat", "hinter dem Beat" Equipmenttechnik Verstärkereinstellung verstehen und selber vornehmen können verschiedene Grade an Distortionsounds selbst einstellen mit verschiedenen Verstärkern individuell auf die musikalische Situation angepasste Clean- und Distortionsounds einstellen können Peripheriegeräte wie z.b. Volume-Pedals, Delay- und Distortionpedals in das eigene Soundsetup integrieren können Gitarrensound als Einheit von Gitarrist, Effektgeräten und Verstärker begreifen und einen individuellen, verschiedenartigen Sound innerhalb eines Bandsettings finden Durch den kreativen Einsatz aller Soundparameter "neue" Klänge und Strukturen erfinden und in der musikalischen Praxis einsetzen können Instrument: Gitarre Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes mit Stimmgerät Umgang mit Stimmgabel vermehrt nach Gehör: mit Primen, Quarten, Quinten, Oktaven Vertiefung von Stufe 2 temperiertes Stimmen des Instruments Stimmen mit Flageoletttönen Skordaturanwendungen Stimmen in Vorspielsituation (Stimmen bei Nervosität) Intonation korrektes Platzieren der Finger ohne Intonationstrübungen Vertiefung der Stufe 1 und erfolgreiche Anwendung bei anspruchsvolleren Greifkonstellationen Sauberkeit im Lagenspiel, insbesondere bei Akkorden. Vibratotechnik bei Einzeltönen und einfachen Griffen Sauberkeit in hohen Lagen und bei Spannungsgriffen, bewusster Vibratoeinsatz im Melodiespiel saubere Intonation und Vibratoanwendung im Akkordspiel Sauberkeit in schwierigen Positionen, vertiefte und ausdrucksstarke Vibratoanwendung Haltung (Körper - Instrument) Kenntnis der Haltungsvarianten und Hilfsmittel sowie der idealen Sitzhöhe Vertrautheit mit der gewählten Haltungsvariante Vertiefung des Körperbewusstseins und Entwicklung des Körpereinsatzes Haltung und Körperbewegung: bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung Bewusstsein für förderliche Bewegungsabläufe des Körpers und angemessenenTonus bewusster Einsatz der Körpersprache als Teil der musikalischen Kommunikation Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen vorgegebene Artikulation in Stücken selbständig umsetzen Erweiterung der verfügbaren Artikulationsarten (staccato, portato, tenuto, legato…) stilsichere Anwendung von Artikulationen in verschiedenen Musikrichtungen adäquater Einsatz von differenzierten Artikulationen feine Nuancierungen in möglichst vielen Stilbereichen Dynamik primäre Differenzierung p – mf – f crescendo, decrescendo und Akzent in verschiedenen Anschlagsarten verfeinertes Dynamikbewusstsein, Erweiterung der verfügbaren Abstufungen Anwendung im Zusammenspiel bewusstes Erleben des Spektrums extreme Dynamikanwendungen feinste Nuancierungen Intervalle / Akkorde produzieren Verständnis des Griffbretts, erste Intervallanwendungen, Kenntnis der Stammtöne und naheliegendsten Versetzungen in den tiefen Lagen Terzen und Dreiklänge auf einer wie über mehrere Saiten Terzen, Sexten, Akkorde alle Intervalle alle Dreiklänge sowie ausgewählte Vierklänge Realisation von harmonisch anspruchsvollen Begleitungen Spielhand Wechselschlagformen und Daumenanschlag legato und staccato, einfache Arpeggioformen unechte und echte Zweistimmigkeit, erweiterte Arpeggiotechnik, Klangfarben (sul ponticello – sul tasto) erweitertes polyphones Spiel, komplexere Arpeggioformen, erweitertes Klangfarbenspektrum staccato und pizzicato, ein- und mehrstimmig deutliche Unterscheidungen beim Einsatz von Klangfarben Eigenständigkeit in der Wahl der geeigneten Fingersätze und Anschlagsvarianten fliessende Übergänge bei Kombinationen diverser Anschlagsarten, stil- und ausdrucksbewusstes Anwenden der Anschlagsformen Schlagtechniken einfache Schlagformen bei Akkorden erweiterte Schlagvarianten (Auf- und Abschlag, erste Rasgueadotechnik) Rhythmustechniken in verschiedenen Musikstilen, verschiedene Perkussionseffekte komplexere Rhythmustechniken, erweiterte Stilkenntnisse zu Schlagtechniken virtuose Schlagformen in vielen Stilbereichen verfeinerte Nuancierungen Greifhand ein- und mehrstimmiges Melodiespiel, erste offene Grundakkorde anspruchsvollere Doppelgriffe, Lagenwechsel, Akkordspiel, einfache Barré-und Bindungsformen, Tonleiterspiel, erweitertes Akkordrepertoire Beherrschung komplexerer Greifaufgaben, erweitertes Lagenspiel und Tonleiterrepertoire, anspruchsvollere Barréformen, Bindungen auch in einfachen Verzierungen Gleichwertigkeit der Greiffinger, grössere Lagensprünge, entwickelte Barrétechnik, Bindungen kombiniert mit liegenbleibenden Fingern, erweitertes Verzierungsrepertoire, Spezialformen wie Glissandi etc. gesteigerte Unabhängigkeit der Greiffinger, Mehrfachbindungen auch bei Griffen, Akkordglissando, Erweiterung der polyphonen Möglichkeiten Melodie- und Akkordspiel in allen Lagen im Dienste der musikalischen Gestaltung, Anwendung unkonventioneller Klanggebungen der Greifhand Abdämpfen, Flageoletttechnik natürliche Flageoletts in den einfachen Positionen einfaches Abdämpfen der Bässe im polyphonen Spiel Flageolett-Mehrklänge erweitertes Repertoire an Dämpftechniken , auch in Kombination von linker und rechter Hand, anspruchsvollere Flageolettmehrklänge Kontrollierter Einsatz verschiedener Abdämpftechniken, erweiterte Flageoletttechnik künstliche Flageoletts Selbständigkeit in der Wahl der Dämpftechniken, künstliche Flageoletts auch in Kombination mit normalen Tönen Instrument: Klarinette Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Intonation stabiles Intonieren der Töne von e bis b`, Einstimmen auf eine vorgegebene Tonhöhe Töne intonationsrein überblasen (Duodezimklappe), selbstständiges Erkennen der Tonhöhendifferenz zweier Instrumente beim Einstimmen stabil bis e```, Intonationskorrektur in Abhängigkeit von der Dynamik bewusstes Intonieren eines Tones, bezogen auf seine Funktion im Akkord (Dreiklänge) Bewusstes Intonieren eines Tones, bezogen auf seine Funktion im Akkord (Septakkorde) intonieren in Abhängigkeit zur Funktion im Akkord, das Intonationsprofil des eigenen Instrumentes kennen Körperhaltung Grundlagen einer korrekten Körperhaltung kennen vertiefte Kenntnisse der Ansatztechnik, Hand- und Fingerhaltung Selbstbeurteilung der eigenen Körperhaltungen bewusstes Herbeiführen von Spannung und Entspannung der Muskulatur bewusste Steuerung des Muskeltonus in Abhängigkeit von musikalischen Abläufen Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Atmung physiologische Grundkenntnisse der Atemtechnik gestalten von Atembögen in Abhängigkeit von musikalischen Phrasen Kenntnis von Brust- und Zwerchfellatmung kontrollierte Atemführung durch bewusste Atemstütze praktische Anwendung verfeinerter Atemführung im dynamischen Bereich Atmung als integraler Bestandteil differenzierten Musizierens Artikulation korrekt ausgeführter Zungenstoss bei kontrollierter Ansatzmuskulatur, staccato und legato Akzent, marcato vorgegebene Artikulation in Stücken selbständig umsetzen kontrollierte Artikulation sauber und stabil bis e``` differenzierte Artikulation bewusst differenziertere Artikulation adäquat feine Nuancierungen Dynamik einfache Dynamik: p / mf / f pp/ m/, ff, crescendo, diminuendo "messa di voce" mit kontrollierter Intonation Abphrasierung einzelner Töne längere dynamische Spannungsbögen feinste Nuancierungen Tonumfang e bis a` e bis c``` e bis g``` e bis c```` Rhythmus Ganze bis 16tel einfache Punktierungen, kombinierte Rhythmen, einfache Synkopen, Triolen komplexere Rhythmen, Hemiolen komplexe Rhythmen, off beat schwierigere Taktwechsel, komplexe Rhythmen komplexe Rhythmen in Neuer Musik, Rhythmen mit valeurs ajoutées Taktart 2/4, 3/4, 4/4 (6/8 langsam) 2/2 alla breve, 6/8 unregelmässige Taktarten 5/4, 7/8 etc. Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in Teilen üben üben in verschiedenen Tempi, üben mit Metronom bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für Läufe und schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) Verfeinerung der Übtechniken selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen Skalen-und Akkordspiel Dur-Tonarten bis 3 Vorzeichen Dur- und Moll-Tonarten bis 3 Vorzeichen (Skalen und Dreiklänge) Dur- und Moll-Tonarten bis 4 Vorzeichen, dazugehörende Dreiklänge, Grundstellung Dominantseptakkord, Pentatonik Tonarten bis 4 Vorzeichen Dur und Moll, Chromatik, Ganztonleiter, Grundstellung verminderter Septakkord, Bluestonleitern, Alle Dur- und Molltonarten, modale Skalen, Ganztonleiter, alle Dur- und Molltonleitern, Dreiklänge, Septakkorde, Chromatik. Phrasierung musikalisch sinnvolle Atemzäsuren Phrasierung durch Atemzäsuren, selbständige Einteilung Jazz-Phrasierung stilsichere Phrasierung Phrasierung in allen Stilen adäquat einsetzen Stilsicherheit Tonbildung regelmässig geführte lange Töne regelmässige lange Töne in verschiedener Dynamik Ton möglichst frei von Nebengeräuschen sauberer Registerwechsel c```-d``` voller, runder Ton, Bewusstsein für einen freischwingenden, klaren und vollen Klang Glissando, Doppelzunge, Flatterzunge, modulierfähige Klanggebung moderne Spieltechniken, Bewusstsein für eigenes Klangideal Klarinettenblatt / Instrumentenbehandlung korrekter Zusammenbau des Instrumentes, korrektes Positionieren des Blattes Kenntnis über Massnahmen zur Optimierung des Blattes einfache Blattkorrekturen komplexe Blattbearbeitung einfache Reparaturen am Instrument Selbständigkeit in Blattauswahl und Bearbeitung Transpositionen einfache Melodie nach C transponieren vom Blatt Ganztontransposition einfacher Stücke (z.B. Volkslieder) schwierigere Stücke nach C transponieren (z.B. Orchesterstellen) Fingertechnik Koordination der Finger bis b Koordination der Finger bis c``` Kenntnis der gängigen Hilfs- und Trillergriffe Kenntnis und Anwendung der gängigen Hilfsgriffe bis c``` Kenntnis der gängigen Hilfs-und Trillergriffe bis e``` Kenntnis und Anwendung der Hilfs - und Trillergriffe bis g``` Instrument: Klavier Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Haltung (Körper - Instrument) korrekte Sitz- und Handhaltung korrektes Einsetzen des Spielapparates korrektes und bewusstes Einsetzen des gesamten Spielapparates ganzen Körper beim Spielen bewusst Haltung und Körperbewegung; Bewusstsein für förderliche Bewegungsabläufe Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Notentext lesen Kenntnisse Bass- und Violinschlüssel, erste Erfahrungen mit Hilfslinien erste Kenntnisse alternativer Notationsformen, Flexibilität mit Notenschlüsselwechseln erweiterte Kenntnisse moderner Notationsformen erste Erfahrungen mit einfachen Klavierauszügen Bewusster und kritischer Umgang mit dem Urtext und der Quellenlage, sinnvoller Umgang mit Klavierauszügen Kenntnisse verschiedener Schlüssel (Alt- und Tenorschlüssel), Partiturlesen, Transponieren Übtechnik regelmässig und langsam üben, Parameter isolieren, Metronom, in Teilen üben können, erste Erfahrung mit Auswendigspiel eigenen Lernmodus entwickeln, üben in verschiedenen Tempi Schwierigkeiten genau erkennen und eingrenzen, sinnvolle Fingersätze selbständig einsetzen ungefähres Einschätzen des Übaufwandes für ein Stück, fantasievolle Übmethoden selbständig erfinden verbessertes Einschätzen des Übaufwandes für ein Stück, mentales Üben und selbstverständliches Auswendigspiel genaues Einschätzen des Lerntempos, verschiedenste Übmethoden anwenden, formales Bewusstsein beim Üben Intervalle, Tonleitern, Dreiklänge Intervalle, Dreiklänge mit Umkehrungen über 2 Oktaven, einzelne Hände und Tonleitern einzeln über 2 Oktaven, zusammen 1 Oktave Tonleitern beidhändig über 2 Oktaven, parallel, gegenläufig Chromatische Tonleitern einzeln, Tonleitern mit beiden Händen über die gesamte Klaviatur, Doppelgriffe Oktaven, gebundene Terzen Chromatische Tonleitern zusammen, Doppelgriffe Sexten, Überschlagen von 4 über 5 und 3 über 4, schnelle Tonleitern beidhändige Doppelgriffpassagen Oktaven-, Sext- und Terzentonleitern Akkordspiel / Arpeggien Doppelgriffe, einfache Akkorde in enger Lage Kadenzen Dur/Moll I-IV-V bis 3 Vorzeichen in allen Lagen Arpeggien über zwei Oktaven einzeln, Kadenzen mit Stufen I-IV-V in allen Tonarten und Lagen Arpeggien beidhändig gegenläufig über die gesamte Klaviatur, Kadenzen mit Nebenstufen Arpeggien beidhändig parallel und gegenläufig über die gesamte Klaviatur vollgriffiges Akkordspiel, schnelle Akkordwechsel, Arpeggien über die ganze Klaviatur beidhändig, auch in unterschiedlichen Lagen rechts-links in schnellem Tempo Fingerfertigkeit Fortschreitende Fünftonraumübungen einfache Verzierungen (Pralltriller, Mordent, Doppelschlag) schnelle Tonrepetitionen mit Fingerwechsel schnelle Geläufigkeit in beiden Händen, Oktavenlegato schnelles Umstellen von Akkord- und Passagenspiel; schnelle Tempi Terzentriller, Tremoli, Triller mit allen Fingern motorische Koordination sauberes Ablösen beider Hände, unterschiedliche Artikulationen rechts und links Unabhängigkeit der Finger, zweistimmige Fesselübungen Unabhängigkeit der Hände, zweistimmiges polyphones Spiel, Alberti- Bässe, Triller mit einer anderen Stimme koordinieren Dreistimmiges polyphones Spiel, Sprungtechnik Mehrstimmiges polyphones Spiel Tremoli mit beiden Händen; schnelle Sprungtechnik Artikulation sauberes Ablösen der Finger sowie Staccato-Spiel vorgegebene Artikulation in Stücken selbständig wiedergeben, Legato-Spiel Artikulationskenntnisse: staccato, legato, non legato, portato, tenuto Artikulation selbständig und bewusst stilgerechter Einsatz der Artikulation verfeinertes Empfinden und selbständiges Anwenden von Artikulationsnunancen (molto legato, staccatissimo, non legato) Dynamik / Klanggebung einfache Dynamik: p / mf / f, Hörübungen cresc., decresc., Akzente, Arbeit am Klavierklang dynamische Balance zwischen den Händen grosse dynamische Bandbreite (fff bis ppp) Anpassung des Gesamtklangs an das jeweilige Instrument; extreme Dynamik, erweiterte Klangerzeugung (Geräusche, Obertöne, Innenraum) Kenntnis von Päparierungsmöglichkeiten des Klaviers, differenzierter Umgang mit dem gesamten dynamischen Spektrum Rhythmus / Agogik Ganze bis 32tel (auch Pausen) unterschiedliche Rhythmen rechts und links ritardando, ritenuto, accelerando, alle Notenwerte, Synkopen komplexere Rhythmen (2 gegen 3), 5/8 Takt, 7/8 Takt selbstverständlicher Umgang mit Taktwechseln Rhythmen 3 gegen 4; Rhythmus im Charakter des Stückes angemessen interpretieren, Verzierungs-melismen frei gestalten (z.B. Chopin), rubato komplexe Rhythmen, additive Rhythmen (z.B. Messiaen) Pedal Funktionsweise des Pedals, einfache Pedalisation von Akkorden harmoniebezogener Pedalwechsel im langsamen Tempo eigenständiges bewusstes Einsetzen des Pedals schneller Pedalwechsel, linkes Pedal bewusst einsetzen differenzierter Einsatz des Pedals, Kenntnis möglicher Pedaleffekte (halbes Pedal, Pedalvibrato) differenzierter Einsatz des Pedals in allen Stilen (Halbpedal, Pedalvibrato, 3. Pedal, una corda) Liedbegleitung Bordunbegleitung Begleiten mit Kadenzakkorden einfache zweihändige Begleitmuster in Stufen komplexere Begleitmuster mit verschiedenen Stufen Akkorde und Melodie in rechter Hand, Basslinien links stilistisch passende Begleitmuster finden Instrument: Querflöte Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes Flöte auf Kammerton einstimmen sauberes Einstimmen sauberes Einstimmen sauberes Einstimmen auch in Gruppen müheloses Stimmen im Orchester/ Ensemble Stimmung und öffentlicher Auftritt (sauberes Stimmen auch bei Nervosität und div. Temperaturen) Intonation unisono spielen können saubere Intonation der gespielten Literatur (gleichschwebend temperierte Intonation) aktuelle Literatur sauber intonieren; flötenspezifische Intonationproblemquellen kennen und möglichst korrigieren aktuelle Literatur sauber intonieren; eigene Intonation in einem Ensemble kontrollieren aktuelle Literatur sauber intonieren; Differenzierung zwischen melodischer, harmonischer und gleichschwebend temperierter Intonation kennen und im Ensemblespiel bewusst einsetzen aktuelle Literatur sauber spielen können; Zusammenhang von Stil und Intonation, Zusammenhang von Ausdruck und Intonation; sauberes Spiel auch auf leicht verstimmtem Instrument möglich Tonqualität sichere Ansprache stabile Tongebung, bewusste Registerwechsel Klangfarben gepflegte, sichere Tongebung in allen Registern bis g’’’; saubere Registerwechsel über zwei Oktaven flexible, sichere Tongebung in allen Registern bis a’’’/b’’’ auf dem Weg sein zu einem persönlichen Ton Haltung (Körper - Instrument) korrekte Hand- und Körperhaltung vertraute Haltung des Instrumentes; offene Klappen ohne Zapfen einzelne Körperteile und Bewegungsabläufe beim Spielen bewusst spüren; offene Klappen ohne Zapfen vertraute Haltung des Instrumentes, geschmeidige Fingerbewe-gungen, bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung. geschmeidige und präzise Fingerbewegungen; Bewusstsein für förderliche Bewegungsabläufe Flexibilität, Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Kommunikation (Kontakt, funktionelle Bewegungen) Atmung / Atemeinteilung natürliches, bewusstes Atmen / kurze Phrasen einhalten bewusste Atemführung, Zwerchfellstützetiefes Atemholen, gute Atemführung, Zwerchfellstütze adäquates Atemholen, gute Atemführung (Phrasierung) sichere Zwerchfellstütze, adäquates Atemholen, gute Atemführung Atmung und Atemtechnik im Sinne musikalischen Ausdrucks einsetzen Artikulation Zungenstoss und legato non legato, legato, staccato staccato, tenuto, marcato und legato, AkzenteDoppelzunge; staccato, portato, tenuto, marcato und legato Tripelzunge; differenziertere Artikulation adäquat einsetzen feine Nuancierungen; differenzierte Artikulation als Aspekt persönlicher Dynamik forte, piano zwei dynamische Stufen, crescendo – decrescendo, Akzente drei dynamische Stufen, crescendo – diminuendo pp bis ff, crescendo – diminuendo, Sforzato extreme Dynamiken; Verhältnis von Grunddynamik und dynamischer Melodiegestaltung (Ausdrucksdynamik) feine Nuancierungen; Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld zwischen Vorgaben, Ausdruck und Ensemblekontext Intervalle / Akkorde produzieren (am Instrument) Oktavlage und Register treffen (voraushören und -fühlen) chromatische Tonleiter, Oktaven chromatische und Ganztonleitern, gebrochene Akkorde Terz-, Quint-, Oktavübungen; verminderte Drei- und Vierklänge in Arpeggien Intervallketten, Terzen, Quarten, Quinten, Oktaven Intervallketten abrufen Rhythmus / Notation Ganze bis 16tel (auch Pausen), 2/4, 3/4, 4/4. Einfache Space-Notation rhythmische Werte, Pausen und Figuren bis 16tel, 3/8, 6/8, 9/8, 12/8. Punktierung, Triole Überhalten, Triole, einfache Synkope einfache Taktwechsel; Triolenfiguren, Sextolen; mehrfache Synkopen; Space- Notation in komplexeren Zusammenhängen komplexe Taktarten und Taktwechsel, weitere X-tolen; unkonventionelle Notationsarten Valeurs ajoutées; komplexe X-tolen Figuren Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, in Teilen üben können üben in verschiedenen Tempi, Parameter isolieren, üben mit Metronom; sequenzieren bewusstes, ökonomisches Üben. Improvisation mit Inhalten schwieriger Stellen diverse Übtechniken für Läufe und schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, sequenzieren etc.). vollständigen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten; verschiedene Modi des Übens bewusst praktizieren selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen und grösserer Quantitäten Umfang / Tonleitern und Dreiklänge d' bis d''' / bis 2 Vorzeichen c' bis e''' / bis 3 Vorzeichen c' bis g''' / Dur, reines, melodisches und harmonisches Moll bis 3 Vorzeichen Sicherheit in hoher (> g''') und tiefer Lage (<e'). bis 4 Vorzeichen gesichert c' (h) bis h''' / alle Dreiklänge Dur / Moll / vermindert / übermässig; Dominant- und andere Septakkorde über 3 Oktaven, Tonarten bis 5 Vorzeichen gesichert c' (h) bis c''''<. Geläufiges Spiel in der 3. Oktave / Tonleitern und Dreiklänge über 3 Oktaven abrufen Vibrato ohne ohne Vibrato Vorübungen Vibrato anwenden; Vibrato und Stil Vibrato und Non-Vibrato natürliches, persönliches Vibrato, Non- Vibrato Verzierungen einfache Übungen, Praller, Mordent Triller, Praller, Mordent, Vor- und Nachschlag Doppelschlag Trillerketten persönliche Verzierungsideen (Bsp. Glissando, Approach-Notes) Spezifische Techniken Keyclicks, Bending Obertonreihe und Obertonblasübungen Obertonspiel, erste Multiphonics, FlatterzungErweiterte Spieltechniken wie Mulitphonics, Glissandi, Vierteltöne (Bending und Griffe) u.ä. weitere Techniken wie pizz, tongue-ram, usw. Klangfarbengriffe, Whistletones Instrument: Saxophon Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Haltung Instrument an Körper anpassen Haltung mit Spiegel kontrollieren Bewusstes Kontrollieren mit Spiegel Haltung und Körperbewusstsein am Instrument, bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung Bewusstsein für förderliche Bewegungsabläufe, mit Spiegel kontrollieren Ausdruck und Bewegung, bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Atmung durch den Mund, Zwerchfell Atembewusstsein, Zwerchfell Zwerchfelldruck erhöhen und erweitern Vibrato, Intonation von heiklen Tönen, Timbre möglichst permanentes Atembewusstsein, Atmung und Phrasierung, Luftattack Atmung weitgehend im Dienste des musikalischen Ausdrucks, Zirkularatmung Klang einfache Tonübungen Oktavübungen, komplexere Tonübungen Klangeffekte, Kehlkopfübungen, Obertonübungen, Mundstückübungen einfache Oberton- und Kehlkopfübungen, Mundstückübungen, Klangeffekte, False Fingering, Altissimo, Subtone komlexere Oberton- und Kehlkopfübungen, Altissimo Vierteltöne, Multiphonics, Timbre Grifftabelle, Slaptechnik, Fluttertone, Doppelzunge Intonation durch Mundstück adjustieren, Tonhöhen nachahmen mit Feinstimmer adjustieren Korrektur während des Spielens, Schwingungen ausgleichen Differenztöne, sichere Korrektur während des Spielens unterschiedliche Intonation erkennen (rein, temperiert etc.), melodische und harmonische Intonation anwenden bewusste persönliche Klang- und Intonationsgebung, Stimmen bei Nervosität Dynamik p-mf-f, Dynamik einschätzen crescendo, decrescendo, Akzente verfeinertes Dynamikbewusstsein über Zwerchfell Dynamik und Blending im Ensemble extreme Dynamik (ppp-fff) feine Nuancierungen Rhythmus Pulsübungen, Ganze bis Achtel, Taktart, Ton und Pause, bis Viertel 72 Synkope, Triolen, Punktierungen bis Viertel 120 Sechzehntel, Synkopen, Punktierungen bis Viertel 160 Taktartwechsel, ungerade Rhythmen, Mischen von Achtel-Triolen-Sechzehntel, Rubato/Agogik bis Viertel 200 komplexe Taktwechsel und Rhythmen, Quintolen etc. bis Viertel 240 komplexe Taktwechsel und Rhythmen, Viertel grösser 240 und kleiner als 50, rhythmische Patterns verschieben Artikulation Anstossen und Binden Zunge selbstständig verschieden anwenden, Staccato-Legato verschiedene Stilrichtungen differenziert spielen können differenzierte Artikulation selbst anwenden, Ghostnotes stilsicheres und differenziertes Anwenden feine Nuancierungen Finger/Wissen links-rechts koordinieren, h-c, Fingerhaltung, alle Durtonleitern Fingerhaltung, alle Töne spielen können, Modi spielen Tonleitern in Terzen, Sicherheit in extremer Lage, alle Hilfsgriffe alle Dreiklänge der Tonleiter in verschiedenen Zirkeln spielen können, grosse Intervalle extreme Rangesprünge bewältigen, technisch schwierige Stücke wie Transkriptionen, klassische Etüden etc. spielen können anspruchsvolle Literatur (Transkriptionen, klassische Konzertstücke etc.) umsetzen und spielen können Improvisation Frage-Antwort, frei, Blues und Pentatonik einfache Melodien verändern, freie 1- Minutenlieder einfache Kadenzen, Sekundärdominanten, Melodic Pattern Jazzimprovisationen in verschiedenen Tempi, Continous Line tonale und nicht tonale Improvisation, Akkorde ausdehnen, Arpeggios modale, freie und tonale Improvisation Noten lesen/schreiben alle Noten kennenlernen, einfache Übungen schreiben enharmonische Verwechslung, komplexere Übungen schreiben aus Problemen Übungen ableiten und aufschreiben Motivstücke schreiben (Riffs) Zufallskomposition Ideen sequenzieren, harmonischen Kontext umsetzen Ornamentik Ornamentik, eigene Ideen entwickeln Jazzphrasierung, eigene Ideen umsetzFinger Glissando, Pitchbending, eigene Ideen umsetzen und vergleichen verschiedene Triller, Mordent, Doppelschlag, Lip Glissando aus dem erweiterten Ornamentikrepertoire eigene Ideen entwickeln, umsetzen und vergleichen reichhaltiges Ornamentikrepertoire selbständig und sicher anwenden Übetechnik regelmässig und langsam üben, in Teilen üben verschiedene Tempi, mit Metronom bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übetechniken für schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) selbständiges Üben, bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen vollständigen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten Technik Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Notentext lesen Eckehardt Keune Ein Schulwerk für Kleine Trommel Bärenreiter Erlernen von Rhythmen nach Gehör einfache, Technik-orientierte Serien Technik-orientierte Serien in ungeraden Taktarten Serien mit Polymetrik Serien mit diversen Spieltechniken Heraushören nach einer Aufnahme --- Unabhängigkeit Garry Chester Basic Exercices (1-A; 1-B) Basic Exercices (1-A; 1-B) Basic Exercices (1-A; 1-B) Advanced Exercices Advanced Exercices Advanced Exercices The New Bread Read/Count Read/Ostinato Read/Double Ostinato Read/Ostinato Read/Double Ostinato Advanced Reading Concepts Haltung (Körper - Instrument) Aufstellung der Instrumente nach ergonomischen Gesichtspunkten Überdenken der Aufstellung --- --- --- --- Haltung Schlägel Theoretische Kenntnis der Stockhaltung Stockhaltung soll etabliert sein Stockhaltung anhand des Standes der Technik verbessern --- standartisierte Stockhaltung entsprechend der Anforderungen der Technik --- Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in Teilen üben üben in verschiedenen Tempi, üben mit Metronom bewusstes, ökonomisches Üben diverse Übtechniken für schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) vollständigen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen Technik Snare Drum Single Strokes/Diddles Diddles/Accents Double Strokes Double Stroke Rolls Tripple Strokes Tripple Stroke Rolls Füsse --- Double Strokes continuos Double Stroke --- Double Bass Single Strokes Double Bass Double Strokes Djembé low/mid/high Basic Strokes Double Strokes Fingernail Strokes Rolls Snaps Mixed Techniques Mallets Single Strokes/Diddles doubles rolls 4 Mallet Basics Permutations Independence Roll Mallet Pedaltechnik no Pedal Pedal Mallet Damping no Pedal Pedal Mallet Damping Instrumentenspezifische Spieltechniken: Drumset --- Rim Shots/ Ghost Notes Hi-Hat Phrasings/Ostinatos Brushes div. Soundeffects in Grooves integrieren div. Soundeffects stilsicher in Grooves integrieren Tonleitern, Dreiklänge Mallets Dur Tonleitern Moll Tonleitern Dreiklänge Arpeggio Dreiklänge in div Lagen Kadenzen erweiterte Kadenzen Praxis Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Improvisation Drums/Djembé einfache Fillins Groove-Improvisation inerhalb eines einfachen Taktschemas Improvisation eines Solos über ein Ostinato Improvisation/Variation innerhalb einer Musikalische Form Improvisation eines Solos innerhalb einer Musikalischen Form eigenes Solo erarbeiten einfache Songstrukturen einfache Ostinato orientierte Techniken erweiterte Ostinato orientierte Techniken komplexeres Timing erweiterte formale Gliederung einfache Instrumentation Phasing Polymetrik Takt- und Tempowechsel konzeptuelle Verfahren Instrumentation Agogik/Freies Spiel Musikalischer Ausdruck insbesondere Mallet Instrumente einfache Dynamik und Prasierung bewusstes und wahrnehmbares Phrasieren Klangfarben verwenden, verfeinertes formal bewusst spielen persönl. Ausdruckswille, auch verbalisieren persönlicher , bewusster Ausdruckswille klassisches Schlagzeug (Keune); Pauken für Orchesterprojekte stilistisch adäquat spielen Spielen / Begleiten von mind. drei Musikstilen Spielen / Begleiten von Musikstilen in diversen Metren Spielen / Begleiten / Wechseln von Musikstilen Stilistisch diffrenziertes Spiel Adaption von Stilelementen in andere Musikstile Bewustes Mischen von Stilen Einbezug klanglicher Nuancen Crossover Zusammenspiel / Ensemble Zusammenspiel mit LehrerIn, ev. MitschülerInnen Zusammenspiel mit LehrerIn, ev. MitschülerInnen Zusammenspiel mit LehrerIn, MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles Zusammenspiel mit LehrerIn, MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles Zusammenspiel mit LehrerIn, MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles, Bandprojekte Zusammenspiel mit LehrerIn, MitschülerInnen, Mitwirkung in Ensembles, Bandprojekte Vorspielen / Auftreten --- mind. ein Auftritt vor Publikum pro Jahr (z.B. Klassenstunde) mind. ein Auftritt vor Publikum pro Jahr (z.B. Klassenstunde). mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr mind. zwei Auftritte vor Publikum pro Jahr Auswendigspiel die nach Gehör gelernten Serien die nach Gehör gelernten Serien die nach Gehör gelernten Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien mehrere nach Gehör gelernte Serien kurzes, einfaches Stück (Typ Kinderlied) auswendig kurze, einfache Stücke, ausgewählte Tonleitern kleine Stücke und ausgewählte Tonleitern/Dreiklänge kürzere Sätze aus dem geübten Repertoire im Unterricht auswendig vortragen Auswendigspiel einzelner Sätze des geübten Repertoires, ggf. vor Publikum (Musizierstunde) Auswendigspiel längerer Sätze oder ganzer Werke Aufbau eines Repertoires einige Stücke, die immer verfügbar sein sollten einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen einige Stücke aus versch. Epochen / Stilen mind. ein Werk aus jeder Epoche / Stil im Repertoire ausgewogenes Repertoire in Bezug auf Epochen und Stile Prima Vista-Spiel --- einfachs Stücke Grooves ab Blatt spielen Stücke aus Stufe 2 Stücke aus Stufe 3 Chart Reading Stücke aus den Stufen 4-5 Beherschen aller Verfahren und die Fähigkeit sie je nach musikalischem Kontext sinnvoll und Variantenreich einzusetztn Nr. 125-150 Verfahren / Techniken zur Entwicklung Musikalischer Themen in der Improvisation Nr 75-100 Nr. 100-125 Instrument: Schlagzeug / Perkussion Nr. 0-30 Nr 25-50 Nr 50-75 Reflexion Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Interdisziplinäre Vernetzung Einfache Vergleiche mit bildender Kunst Musik und Kulturgeschichte Physik: Akustik (Klangerzeugung, Raumakustik) Biologie: Grundlagen des Lernprozesses und der Hörphysiologie Musik und Literatur Musik und Psychologie Körperbewusstsein Selbstbeurteilung korrekte grobe Beurteilung der eigenen Leistung (z.B. Aufgaben) adäquate Beurteilung einer konkreten Leistung eigenes Lernverhalten adäquat beurteilen eigenen Auftritt beurteilen eigene musikal. Entwicklung beurteilen eigenes Potential angemessen beurteilen Sebständigkeit selbständig Üben einfaches Stück selbständig erarbeiten ein Musikstück stilgerecht erarbeiten ein Musikstück vorspielreif erarbeiten ein Werk konzertreif erarbeiten Selbständige Erarbeitung ganzer Werke Musik hören (Bereiche Klassik /Jazz) pro Semester mind. 2 musikal. Anlässe (z.B. Musizierstd.) besuchen pro Semester 1-2 Aufnahmen finden pro Semester mehrere Aufnahmen finden Hören und beurteilen grobe Fehlleistungen (Intonation, Tempo, Charakter) erkennen adäquate Beurteilung einer konkreten Leistung unterschiedliche Interpretationen vergleichen eine Interpretation stilkundlich fundiert beurteilen ein Werk musikgeschichtlich einordnen differenziertes Urteilsvermögen betr. unterschiedlicher Interpretationen Wissen Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Allgemeine Musiklehre Notationskunde Terminologie Formenlehre Stilkunde Musikgeschichte allgemein Flams (einfacher Vorschlag), elementare B t h ikBasic Rock Patterns, vorwiegend Binär (8tel, 16tel) Einfache Integration vom Bassdrum Pedal Basic Blues Patterns, ternär, 8-Triolen, Shuffle, 12/8; Basic Funk Patterns, einfache Integration des Hi Hat-Pedals Half Time Shuffle, Single Ghoststroke Technik, einfache Latin Patterns Mainstream Jazz, Odd Meters, Latin & Polyrhythmik Mallets Durtonleitern Molltonleitern Drei- / Vierklänge Arpeggio Drei- / Vierklänge in div. Lagen Independent Roll Pedal Dampening, phrasenbezogen Basic Mallet Dampening Pedal Dampening, pulsbezogen Mallet Dampening, pulsbezogen Dampenings, kombiniert Koordination/Stick Control Basic Stickings über zwei Pauken Kombinierte Stickings über zwei Pauken Basic Stickikngs über drei Pauken Kombinierte Stickings über drei Pauken Basic Stickings über vier Pauken Kombinierte Stickings über vier Pauken Intonation Intonieren der grundlegenden Paukenstimmungen ab Stimmgabel Verkrampfungen / falsche Haltungen wahrnehmen, Bewegungsabläufe beschreiben können dynamisches Körpergefühl beim Spielen pro Semester mind. 2 musikal. Anlässe besuchen und Hintergrundwissen zu den Bands / gespielten Werken recherchieren gemäss den Anforderungen des Schulmusik- Unterrichts gemäss den Anforderungen des Schulmusik- Unterrichts gemäss den Anforderungen des Schulmusik-Unterrichts gemäss den Anforderungen des Schulmusik- Unterrichts gemäss den Anforderungen des Schulmusik- Unterrichts gemäss den Anforderungen des Schulmusik- Unterrichts Beherrschen aller Verfahren und die Fähigkeit, sie je nach musikalischem Kontext sinnvoll und variantenreich einzusetzen Pauken Improvisation: Verfahren/Techniken zur Entwicklung musikalischer Themen Instrument: Schlagzeug / Perkussion Instrument: Sologesang Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Körperhaltung Körperwahrnehmung Entwicklung eines bewussten Körpergefühls Aufrechte, lockere Haltung Körper als Instrument erfahren Gleichgewicht von Spannung - Entspannung Der jeweiligen Lage angepasste Körperspannung Dem jeweiligen Stück angepasste Körperspannung In sich stimmige Körperspannung Atmung Bewusstes Erleben der Ruheatmung Abspannen Tiefenatmung Automatische Einatmung Bewusstes Erleben von Rücken- /Flankenatmung Körper als Instrument erfahren Aufbau der Stützspannung Beibehaltung der Einatmungstendenz (Stütze) Erweitern der Atembögen Lockere Anwendung der Atemtechnik Ausgeglichenes Legato Tiefatmung auch bei Kürzestpausen Technik Physiologische Grundkenntnisse und Stimmpflege Einsatz Randstimmme Resonanzen erfahren Kehlkopfstellung Registerwahrnehmung Artikulation Abspannübungen an kurzen Liedern Offene Bruststimme (Jazz) Ansatzrohr Einsatz Randstimme Erweiterung und bewusstes Einsetzen des Resonanzempfindens Offene Kehle Kehlkopf hängen lassen Grundregeln der deutschen Bühnensprache Wahrnehmung Intonation Physiologische Platzierung der Vokale und Konsonanten Ansatzrohr Stimmsitz Tiefe Kehle Leichtes Parlando und lockerer Kiefer Vokalausgleich in Verbindung mit der Stütze Bewusster Registerübergang Stabile Intonation Mikrofontechnik (Jazz) Lockeres Parlando Vokalausgleich stabilisieren Fliessenden Registerübergang herstellen Sichere Intonation Bewusstes Höherführen der brustlastigen Mischstimme (Jazz/Pop) Messa di voce Koloraturen (Klassik) Soul/Pop Verzierungen Leichtigkeit in schnellen Stücken oder Improvisation (Jazz) Leichtigkeit im Registerwechsel Ausgeglichenes Timbre über den gesamten Stimmumfang Variieren der Klangfarben Rhythmus / Phrasierung Körperliches Umsetzen des Pulses Unterscheidung binär-ternär (Jazz) Erkennung richtiges Time Einzählen (Jazz) Angemessener Atembogen Phrasierung nach Textinhalt (Jazz) Platzieren der Vokale und Konsonanten Stilistische Phrasierung und Variationen (Jazz, Swing, Latin) Metallische Overdriveklänge (Jazz/Pop) Stilistische Phrasierung und Variationen (Ballade) Verzierungen, Doubletime-feeling (Jazz) Ausgeglichenes Legato verbunden mit Artikulation Interpretation / Ausdruck Kennenlernen von dynamischen und agogischen Möglichkeiten Dynamik erfahren unter Einsatz der Stützspannung von Flanken und Rücken Texte interpretieren Klangvorstellung und stimmliche Umsetzung Persönlichen Ausdruck entwickeln Stimmliche Umsetzung verschiedener Stile Persönlicher Gesamtausdruck Übtechnik Selbstreflexion Regelmässige Übungsstruktur Bewusstes ökonomisches Üben Selbständiges Übprogramm umsetzen Selbständiges Übprogramm umsetzen Mentale Übeeinheiten im Übeprozess anwenden können Improvisation (Jazz / Pop) Improvisation mit der Melodie Improvisation ausgehend von Akkordgrundtönen Entwickeln einer einfachen Silbensprache Improvisation ausgehend von Guidelines über einfache Tunes Improvisation über Modale Stücke (singen können der geläufigsten Modi im Jazz) Dramaturgie der Improvisation Improvisation ausgehend von Guidelines über komplexere Tunes Gesteigerte Fähigkeit, über modale Stücke improvisieren zu können Gesteigert Improvisation mit chromatischen Umspielungen Improvisieren über Level 5-Stücke, Tempo und Stil angepasst Improvisieren über Level 6-Stücke, Tempo und Stil angepasst. Singen von Alterierter-, Ganzton-, Ganzton/Halbtonskala und Einbauen in einzelnen Phrasen Bandleading (Jazz / Pop) Bereitstellen der Leadsheets (transponieren) Bestimmen der Geschwindigkeit und Einzählen Stop, Wiederholung, Ritardando, Schluss anzeigen Instrument: Trompete Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes vergleichend Tonhöhe beschreiben Grundstimmung finden selbstständig müheloses Stimmen, Instrument kennen Stimmung bewusst einsetzen: Naturtöne, Lufttemperatur Variantinstrumente Intonation 3. Zug stabil, korrigiert für d' Korrektur 3. Zug. Intonation mit Klavierbegleitung Intonation der Naturtöne kennen. Akkordtöne genau intonieren sichere Intonation im Zusammenspiel melod. und harmon. Intonation im Zusammenspiel beherrschen Intonation im gesamten Dynamik- und Tonumfangspektrum Haltung (Körper - Instrument) korrekte Haltung im Sitzen und Stehen korrekte Haltung, Handhaltung Musikalische Kommunikation Körperbewegung. Spannung-Entspannung (musikalisch) Bewusstsein für förderliche Bewegungsabläufe Ausdruck und Bewegung Atmung bewusstes Atmen Atembewusstsein beim Spielen Spannung-Entspannung längere Phrasen, kombinierte Atmung permanentes Atembewusstsein; Atmung und Phrasierung Zirkuläratmung Artikulation legato, tenuto staccato, marcato Dreifacher Zungenschlag, Doppelzungenschlag Flatterzunge differenziertere Artikulation adäquat Nuancierung Phrasierung musikalisch sinnvolle Atemzäsuren musikalisch sinnvolle Atemzäsuren, selbstständig binaire / ternaire stilsichere Phrasierung Phrasierung in allen Stilen adäquat einsetzen Stilsicherheit in Klassik und Pop/Jazz Dynamik einfache Dynamik: p / f crescendo, diminuendo erweitern Dynamik im Ensemble Dynamik in hoher und tiefer Lage ausbauen Dynamik den Anforderungen z. B. eines Blasorchesters anpassen Tonumfang individuell, gemäss den Anforderungen der Literatur individuell, gemäss den Anforderungen der Literatur individuell erweitern erweitern erweitern Rhythmus/Taktart gemäss Literatur gemäss Literatur gemäss Literatur gemäss Literatur schwierigere Taktwechsel, komplexe Rhythmen schwierigere Taktwechsel, komplexe Rhythmen Übetechnik Lippen, Mundstück, Instrument Effizienz, Trockenüben, Chunks Ansatzübungen für grösseren Tonumfang/bessere Kondition Literatur analytisch üben/praxisbezogen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten Einteilen, Vorbereitung auf Konzerte Motorische Koordination Koordination von Atmung, Zungenposition, Finger. Buzzing, Mundstückspiel Koordination von Atmung, Luftführung, Zungenposition, Artikulation,Mimik, Finger. Buzzing, Mundstückspiel Flexibilität verbessern Virtuosität mit schnellerer Zunge ausbauen erhöhte Geläufigkeit der Finger und der Zunge Sicherheit in Technik und Gestaltung. Zungentriller, Shake Mundstück Einsatzmöglichkeiten kennen Selbstständigkeit in der Auswahl Dämpfer Spitzdämpfer anwenden mehrere Typen kennen zweckmässig einsetzen, Growling Transposition einfaches Stück in C weitere Transpositionen kennen, im Orchester anwenden erste Orchesterstudien Sichere Kenntnisse der Transpositionen in der Literatur Instrument: Violine Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes alle Saiten an Vorgabe (Klavier, Stimmgerät) anpassen (mit Feinstimmer) Quinten nach Gehör stimmen (mit Feinstimmern). Saiten aufziehen. Stimmen mit Umgebungsgeräuschen (Ensemble) reine Quinten vs. temperierte Quinten Stimmen mit Wirbeln, mühelos stimmen im Orchester erfolgreich stimmen auch bei Nervosität (vor Publikum) Intonation vorgegebene Tonhöhen nachspielen; deutl. Unterschied Ganz- /Halbton in der Musizierpraxis; Vergleich mit leeren Saiten Intonation auf leere Saiten beziehen (Resonanzphänomene beachten); aktuelle Literatur sauber intonieren (gleichstufig temperierte Intonation) aktuelle Literatur sauber intonieren; Intonation im Zusammenspiel mit Klavier oder einem anderen Melodieinstrument kontrollieren; einfache Mehrklänge und einfache Flageoletts sauber intonieren aktuelle Literatur sauber intonieren (erweiterter Tonumfang); eigene Intonation in einem Ensemble kontrollieren; einfachere künstliche Flageoletts sauber intonieren aktuelle Literatur sauber intonieren (erweiterter Tonumfang); Differenzierung zwischen melodischer, harmonischer und gleichstufig temperierter Intonation kennen und im Ensemblespiel bewusst einsetzen aktuelle Literatur sauber spielen können; Zusammenhang von Stil und Intonation; sauberes Spiel auch auf leicht verstimmtem Instrument möglich Haltung von Violine und Bogen korrekte Haltung von Violine und Bogen kennen und ausführen korrekte Haltung von Violine und Bogen während des Spiels beibehalten Haltung beim Spielen bewusst wahrnehmen und kontrollieren können; einzelne Körperteile und Bewegungsabläufe beim Spielen bewusst spüren Haltung und Körperbewegung: bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung Musik und Bewegung: Bewusstsein für musikalisch förderliche und hinderliche Bewegungsabläufe Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen; Wechsel détaché und legato nach Notentext korrekt ausführen vorgegebene Artikulation in Stücken selbständig umsetzen Stil und Artikulation (Grundlagen: Wandel um 1800) differenzierte Artikulation bewusst anwenden; Artikulation und Raumakustik differenziertere Artikulation adäquat einsetzen; Artikualtion und Stil (z.B. Artikulation als Aspekt barocker "Klangrede" u.a.) feine Nuancierungen; differenzierte, abwechslungsreiche Artikulation als Aspekt persönlicher Interpretation Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar realisieren: p / mf / f erweiterte Dynamik: pp bis ff, crescendi, decrescendi, Akzente verfeinertes Dynamikbewusstsein Dynamik im Ensemble extreme Dynamiken; Verhältnis von Grunddynamik und dynamischer Melodiegestaltung (Binnendynamik, Ausdrucksdynamik) feine Nuancierungen; Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld zwischen Vorgaben, Ausdruck und Ensemblekontext Übtechnik regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in bewusst gewählten Segmenten üben in verschiedenen Tempi üben bewusstes, ökonomisches Üben, mit Metronom üben diverse Übtechniken für Läufe und schwierige Stellen (rhythmisieren, beschleunigen, segmentieren etc.) einen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten; verschiedene Modi des Übens bewusst praktizieren selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen und grösserer Quantitäten rechte Hand: Bogenhaltung, Bogenführung Bogen korrekt halten; gerader Strich auf allen Saiten; m.B., o.H., u.H., g.B. realisieren, bewusster Saiten- und Bogenwechsel; Strichebenen treffen Bogenansatz differenzieren ("Vokale und Konsonanten"); Zusammenhang zwischen Strichgeschwindigkeit / Gewicht / Kontaktstelle bewusst einsetzen; differenziertere Bogeneinteilung gemäss Vorgaben umsetzen; kontrollierte, zuverlässige Saitenwechsel Bogen korrekt führen, geschmeidiger Bogen- und Saitenwechsel; son filé; Bogenverwendung und Dynamik; Bogenstriche und Bogeneinteilung selbständig einrichten können; Bogen und Flageolett Zusammenhang von Kontaktstelle und Lage; Bogentechnik (Ansatz/Einteilung / Strichgeschwindigkeit / Gewicht / Kontaktstelle) als musikalisches Gestaltungsmittel erkennen und nach Vorgaben einsetzen (Dynamik, Klangfarbe, Ausdruck); bewusste Bogenverwendung Zusammenhang von Kontaktstelle und Klangfarbe; Bogenstriche und Bogeneinteilung selbständig einrichten; Bogentechnik (Ansatz / Einteilung / Strichgeschwindigkeit / Gewicht / Kontaktstelle) als musikalisches Gestaltungsmittel bewusst und selbständig eins Bogentechnik (Ansatz / Einteilung / Strichgeschwindigkeit / Gewicht / Kontaktstelle nach künstlerischen Gesichtspunkten einsetzen; persönliche Bogenverwendung, persönlicher Klang; extreme Klanggestaltung in Neuer Musik rechte Hand: Stricharten détaché, legato, portato, pizzicato collé, staccato, martelé; einfaches spiccato; pizzicato ohne Daumenstütze; Bogenvibrato spiccato in verschiedenen Tempi und in Kombination mit détaché; fouetté, tremolo, komplexere (verschobene) Bindungen, komplexere Saitenwechsel sautillé, Kombination aller bisherigen Stricharten; einfachere Techniken in Neuer Musik spiccato und sautillé in unterschiedlichsten Geschwindigkeiten; rascher Wechsel unterschiedlicher Stricharten, Fingerpizzicato, ricochet; erweiterte Techniken in Neuer Musik virtuose Stricharten (z.B. fliegendes staccato und fliegendes spiccato), feine Nuancierungen, bogentechnische Extremwerte linke Hand: Griffarten / Lagen 1. Lage: Sicherheit in zwei Griffarten (spielen und Noten lesen), weitere Griffarten in Erarbeitung, Glissandobewegungen über das ganze Griffbrett 1. Lage: Sicherheit in allen Griffarten / Tonarten (spielen und Noten lesen), 3. Lage in Erarbeitung Sicherheit in 1. und 3. Lage (spielen und Noten lesen); korrekte und sichere Lagenwechsel 1./3. Lage; halbe und 2. Lage in Erarbeitung Sicherheit in 1/2., 1., 2. und 3. Lage (spielen und Noten lesen); korrekte und sichere Lagenwechsel 1/2. bis 3. Lage; 4./5. Lage in Erarbeitung; Anfangs- und Endportamento; kontrolliertes Glissando; Geläufigkeit Sicherheit bis 5. Lage (spielen und Noten lesen); höheres Lagenspiel eingeführt Routine bis 5. Lage; höhere Lagen in Musizierpraxis verfügbar; persönliche, bewusste Lagentechnik, chromatisches Glissando linke Hand: Fingersatz Fingersatz (Lagenwechsel) bewusst wahrnehmen Fingersatz und Klang bewusste Wahl zwischen den verfügbaren Lagen Fingersatz und Stil, Fingersatz und Ausdruck persönliche Fingersatztechnik; Selbständigkeit linke Hand: Vibrato erste Vibrato-Übungen Hand- und/oder Armvibrato in Erarbeitung Vibrato und Stil Vibrato und Nonvibrato kontrolliert anwenden; Vibrato und Ausdruck persönliches, bewusst eingesetztes Vibrato linke Hand: Triller, Verzierungen, Flageolett einfache Triller, Oktavflageolette Triller mit allen Fingern, bewusst von Haupt- und Nebennote; kurze und lange Vorschläge Praller und Mordent, Triller mit Nachschlag, unterschiedliches Trillertempo; einfache natürliche Flageoletts Trillerketten, Doppelschlag; einfachere künstl. Flageoletts Triller und Stil, Triller und Ausdruck; künstliche Flageoletts einfache Doppelgrifftriller; künstl. Flageoletts, einfache Flageolett-Doppelgriffe Doppelgriffe und Akkorde Doppelgriffe mit einer leeren Saite einfachere Doppelgriffe in der 1. Lage, einfache Mehrklänge konsolidierte Doppelgriff- und Akkordtechnik in der 1. Lage fortgeschrittene Doppelgrifftechnik und Akkordtechnik (1.bis 3. Lage) Doppelgriff- und Akkordtechnik für romantisches und modernes Repertoire (Sicherheit in 1.-5. Lage) Instrument: Violoncello Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stimmen des Instrumentes alle Saiten an Vorgabe (Klavier, Stimmgerät) anpassen Quinten beurteilen selbständiges Stimmen in Quinten oder mit Flageoletts stimmen auch bei Umgebungsgeräuschen (Ensemble) mühelos stimmen im Orchester erfolgreich stimmen auch bei Nervosität (vor Publikum) Intonation vorgegebene Tonhöhen nachspielen; bewusster Unterschied Ganz- / Halbton; Vergleich mit leeren Saiten Intonation auf leere Saiten beziehen (Resonanzphänomene beachten); aktuelle Literatur sauber intonieren aktuelle Literatur sauber intonieren; Intonation im Zusammenspiel mit Klavier oder einem anderen Melodieinstrument kontrollieren; einfache Mehrklänge aktuelle Aufgaben sauber intonieren, Resonanztöne, Intonation im Ensemble, tiefe Dur-Terz erleben und realisieren aktuellen Stoff sauber intonieren; melodiche und harmonische Intonation im Ensemblespiel bewusst einsetzen aktuelle Literatur sauber spielen können; "expressive Intonation" bewusst einsetzen; sauberes Spiel auch auf leicht verstimmtem Instrument möglich Haltung von Violoncello und Bogen korrekte Haltung von Cello und Bogen kennen und ausführen korrekte Haltung von Cello und Bogen während des Spiels beibehalten Haltung beim Spielen bewusst wahrnehmen und kontrollieren können; einzelne Körperteile und Bewegungsabläufe beim Spielen bewusst spüren Haltung und Körperbewegung; bewusstes Erleben von Spannung und Entspannung, Unabhängigkeit links/rechts Musik und Bewegung: Bewusstsein für musikalisch förderliche und hinderliche Bewegungsabläufe Ausdruck und Bewegung: bewusste Körpersprache als Teil der musikalischen Artikulation breit vs. kurz, einfache Bindungen; Wechsel détaché und legato nach Notentext korrekt ausführen; weicher vs. akzentuierter Tonansatz vorgegebene Artikulation in Stücken selbständig umsetzen siehe Stricharten Stufe 2 und 3; Grundlagen barocker Artikulation differenzierte Artikulation bewusst anwenden; Artikulation und Raumakustik differenziertere Artikulation adäquat einsetzen; Artikulation und Stil feine Nuancierungen; differenzierte, abwechslungsreiche Artikulation als Aspekt persönlicher Interpretation Dynamik einfache Dynamik wahrnehmbar realisieren: p / mf / f cresc., decresc., Akzente verfeinertes Dynamikbewusstsein, verschieden steile cresc.- und dim.-Verläufe darstellen können Dynamik im Ensemble extreme Dynamiken; Verhältnis von Grunddynamik und dynamischer Melodiegestaltung feine Nuancierungen; Dynamikentscheidungen im Spannungsfeld zwischen Vorgaben, Ausdruck und Ensemblekontext Übetechnik / Notenlesen regelmässig üben, langsam üben, Parameter isolieren, in bewusst gewählten Segmenten üben; Bassschlüssel üben in verschiedenen Tempi, üben mit Metronom bewusstes, ökonomisches Üben; Tenorschlüssel diverse Übtechniken für Läufe und schwierige Stellen kennen und anwenden; Tenorschlüssel auch vom Blatt; Violinschlüssel kennen einen Erarbeitungsprozess selber steuern und verantworten; mentales Üben; Violinschlüssel sitzt; oktavierenden Violinschlüssel kennen selbständiges Üben; bewusstes Einteilen längerer Erarbeitungsphasen und grösserer Quantitäten rechte Hand: Bogenhaltung, Bogenführung korrekte Bogenhaltung; gerader Strich auf allen Saiten; bewusster Saiten- und Bogenwechsel; Strichebenen treffen Bogenansatz differenzieren ("Vokale und Konsonanten"); Zusammenhang zwischen Strichgeschwindigkeit / Gewicht / Kontaktstelle bewusst einsetzen; differenziertere Bogeneinteilung gemäss Vorgaben umsetzen; kontrollierte, zuverlässige Saitenwechsel geschmeidiger Bogen- und Saitenwechsel; Bogenverwendung und Dynamik; Bogenstriche und Bogeneinteilung selbständig einrichten können Zusammenhang von Kontaktstelle und Lage; Bogentechnik als musikalisches Gestaltungsmittel erkennen und nach Vorgaben einsetzen; bewusste Bogenverwendung im Lagenwechsel Zusammenhang von Kontaktstelle und Klangfarbe; Bogenstriche und Bogeneinteilung selbständig einrichten; Bogentechnik als musikalisches Gestaltungsmittel bewusst und selbständig Bogentechnik nach künstlerischen Gesichtspunkten einsetzen; persönliche Bogenverwendung, persönlicher Klang; extreme Klanggestaltung in Neuer Musik rechte Hand: Stricharten détaché, legato, portato, staccato (- Ansatz), pizzicato collé, staccato, martelé; spiccato kennenlernen; alle pizzicato-Arten und - Techniken kennen; Bogenvibrato spiccato sicher, sautillé kennen, bisherige Stricharten mit Saitenübergängen sautillé sicher, ricochet, tremolo; Kombinationen aller bisherigen Stricharten; einfachere Techniken Neuer Musik spiccato und sautillé in unterschiedlichen Geschwindigkeiten; rascher Wechsel verschiedener Stricharten; erweiterte Techniken Neuer Musik virtuose Stricharten (z.B. fliegendes Staccato); Stricharten klanglich nuanciert linke Hand: Griffarten / Lagen 1. Lage, enge Griffart; 1. Lage, Weitgriff nach unten sicher; Weitgriff nach oben und 4. Lage kennen 1. und 4. Lage alle Griffarten sicher, 2. und 3. Lage sowie D-Daumenlage kennen alle Halslagen sicher, D-Daumenlage im Stück sicher, 5. - 7. Lage kennen; Geschmeidigkeit der Lagenwechsel- Bewegung Daumenlagen mit Lagenwechsel, 5. - 7. Lage sicher Sicherheit auf dem ganzen Griffbrett, "Griffbrettgeografie", imaginäre Klaviatur linke Hand: Fingersatz Zusammenhang zwischen Ganz- und Halbtönen und dem Fingersatz Fingersatz und Griffarten ausgewählte Stellen mit verschiedenen Fingersätzen realisieren können Fingersatz und Klang Fingersatz und Stil, Fingersatz und Ausdruck persönliche Fingersatztechnik, Selbständigkeit linke Hand: Vibrato Glissandi mit variabler Frequenz und Amplitude regelmässiges Vibrato auf langen Tönen systematische Vibratostudien, Vibrato in allen Halslagen Vibrato unabhängig von Bogen- und Lagenwechseln Vibrato und Stil persönliches, bewusst eingesetztes Vibrato linke Hand: Intervalle, Doppelgriffe und Akkorde Ganzton- und Halbtonschritte adäquat wiedergeben Doppelgriffe mit einer leeren Saite Doppelgriffe ohne leere Saiten; Doppelgriffe in enger Griffart durch die Halslagen Doppelgriffe auch in der weiten Griffart durch die Halslagen; drei- und vierstimmige Akkorde; gebrochene Dreiklänge über zwei Oktaven Doppelgriffe in allen Halslagen und Griffarten sowie in der D-Daumenlage Doppelgriffe und gebrochene Dreiklänge durch vier Oktaven linke Hand: Triller, Verzierungen, Flageolett einfache Triller, bzw. rasche Tonwechsel Triller mit allen Fingern, bewusst von Haupt- oder Nebennote beginnen; kurze und lange Vorschläge natürliche Flageoletts auf ersten drei Teiltönen natürliche Flageoletts auf höheren Teiltönen Quart- und Quintflageoletts kennenlernen natürliche und künstliche Flageoletts im Stück realisieren Anhang 2 Anhang zum FB KLT Deutsch der Aargauischen Kantonsschulen Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Deutsch Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können 1. Lesen 1.1 Grundlagen Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen. unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden. die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen. den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen. 1.2 Literarische Texte verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen und eigene Interpretationsansätze entwickeln. ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln. den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltung 1.3 Sachtexte Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben. die Argumentationsstruktur von Sachtexten 2. Schreiben 2.1 Grundlagen ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion). Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt anwenden. zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen. 2.2 Sachtexte Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen. überzeugend argumentieren. Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden. 3. Zuhören und 3.1 Grundlagen aktiv und kritisch zuhören. sich deutlich artikulieren. sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffen 3.2 Sprechen komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement). 3.3 Zuhören einem längeren Beitrag inhaltlich folgen. die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und verstehen. 4. Sprach- und Medienreflexion 4.1 Grundlagen Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen. die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen. 4.2 Sprachwissenschaft grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen. 4.3 Medien Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektieren. die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. Anhang 3 Anhang zum FB KLT Mathematik der Aargauischen Kantonsschulen Basale fachliche Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können 1. Zahlen 1.1 Zahlbereiche Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unterscheiden. einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen ( ) durchführen. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. einfache mathematische Symbole korrekt verwenden. 1.2 Zahlenfolgen die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erkennen. Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden. 2. Funktionen 2.1 Begriff der Funktion erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere die Notation korrekt. das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle). die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, - Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien). erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. 2.2 Funktionstypen funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen. Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren. 3. Gleichungen 3.1 Gleichungen erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden. lineare Gleichungen lösen. quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz. einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen erkennen. einfache Gleichungen lösen (Exponential- und Logarithmusgleichungen, trigonometrische Gleichungen). geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. 3.2 Lineare Gleichungssysteme erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen erläutern. lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen. lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen. 4. Geometrie 4.1 Ähnlichkeit in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden. den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. 4.2 Trigonometrie Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen. die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen. die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären. die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen. die Beziehungen und erklären und in entsprechenden Situationen anwenden. die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären. den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären. 5. Analysis 5.1 Grenzwerte den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern. einfache divergente Zahlenfolgen erkennen. 5.2 Ableitung die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren. die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren. die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel auf einfache Funktionen anwenden. Polynome mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel ableiten. die allgemeine Exponentialfunktion mit Hilfe der Kettenregel ableiten. Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen. 5.3 Integral Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren. den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale einsetzen. mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen. 5.4 Anwendungen die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion. einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung lösen. endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen. 6. Vektorgeometrie 6.1 Vektoren einen Vektor des bzw. als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten. die Norm eines Vektors im bzw. berechnen und geometrisch deuten. Vektoren im bzw. rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des bzw. mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten. das Skalarprodukt zweier Vektoren im bzw. berechnen. einen Vektor im rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen. 6.2 Anwendung den Abstand zwischen zwei Punkten im bzw. berechnen. den Winkel zwischen zwei Vektoren des bzw. mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen. in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. 7. Stochastik 7.1 Kombinatorik das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden. 7.2 Statistik die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen. die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze Summenzeichen benutzen. Fakultäten benutzen. 7.3 Wahrscheinlichkeitsrechnung charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht. erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. die Binomialverteilung erklären und anwenden. den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben. Vertrauensintervalle beschreiben. Allgemeine Bildungsziele Beweisen/ Argumentieren mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben. einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu beweisen. Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren. das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung- Behauptung-Beweis an einfachen Beispielen erläutern. Beschreibung von Modellen die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells erkennen. zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells unterscheiden. Die unten aufgeführten Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule erworben. Sie sind der Vollständigkeit halber oben auch aufgelistet. Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können Zahlen Zahlbereiche natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen ( ) durchführen. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. Funktionen Begriff der Funktion das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt Geometrie Ähnlichkeit den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE & CHE- MIE (KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH) Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt wurden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biolo- gie als naturwissenschaftliche Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life Sciences ein. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie aus Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammen- arbeiten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenar- beit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbständig in chemische und biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus den Berei- chen Biologie und Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. 2AKSA, Biologie & Chemie (SPF) Das Schwerpunktfach Biologie & Chemie fördert besonders • In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen • Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen • Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen • Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären • Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen • Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Hypothesen formulieren • Hypothesen von Spekulationen unterscheiden • Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren • Naturwissenschaftliche Modelle anwenden • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umzugehen und die Experimente entsprechend planen und ausführen • Sicherheit haben im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbeiten biologisch-chemischer Fragestellungen sinnvoll einsetzen (grundlegende experimentelle Ar - beitsweise und Labortechniken) • Vertieftes Wissen der beiden Disziplinen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen • Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren • Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten • Die Anwendung einfacher statistischer Methoden • Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, ein Molekülzeichnungsprogramm benützen) • Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 3AKSA, Biologie & Chemie (SPF) 3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Biologie 1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie (Ethologie)  Elemente des Verhaltens und Lernens  Verhaltensökologie  Selbständige Arbeit  die Grundelemente des Verhaltens und Lernens formulieren und in ihren wesentlichen Punkten unterscheiden.  Verhaltensweisen auf Basis von ethologischen Untersuchungsmethoden (Etho-, Akto- und Soziogramm) anwenden und deuten.  verschiedene Verhaltensweisen mithilfe von Kosten-Nutzen-Analysen sowie Inhalten der Soziobiologie erklären und interpretieren.  anhand von kausalen und funktionalen Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären.  evolutive Entwicklungen erkennen und  einfache ethologische Versuche durchführen, auswerten und dokumentieren. 2. Lerngebiet: Anatomie & Physiologie  Anabole und katabole Prozesse  Medizinische Diagnostik  die aeroben und anaeroben Energiebereitstellungen am Beispiel des Menschen  Blutwerte wie Glukose, Laktat, Hämoglobin messen und Werte interpretieren.  die Bedeutung für diagnostische Zwecke erkennen und selber EKG-Messungen durchführen und interpretieren. 4AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Steuerung  Histologie & Pathologie  Immunbiologie  die Wirkungsweise von fettlöslichen und fettun-löslichen Hormonen unterscheiden.  die Steuerung von Regelgrössen (z.B. Blutzucker) mithilfe eines Regelkreisschemas  ausgewählte Hormonerkrankungen  die Funktion und die physiologischen Hintergründe zum Stress (kurzfristigen und langfristigen) schildern.  die Rolle des Nervensystems bezüglich Schmerzleitung verstehen.  die Wirkungsweise von schmerzstillenden Mitteln (z.B. Morphin und Aspirin)  die Wirkungsweise von Drogen (Alkohol, Koffein) auf Körper und Gehirn verstehen und erläutern.  mikroskopische Präparate eines Organs herstellen und interpretieren.  ausgewählte Pathologien ausgewählter Organe erarbeiten und präsentieren.  die molekularen Mechanismen der Immunabwehr erklären. 3. Lerngebiet: Ökologie  Praktische Ökologie  die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben.  exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und  pflanzensoziologische Untersuchungen durchführen und gewonnene Daten mit Ergebnissen früherer Jahre diskutieren.  Daten der Meeres- und Küstenökologie gewinnen und diskutieren.  den anatomischen und ökologischen Zusammenhang zwischen den Organismen und ihrem entsprechendem Lebensraum 5AKSA, Biologie & Chemie (SPF) 3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit  Korrekter Umgang mit Glaswaren und Apparaten  Sicherheit im Labor  Korrekte Handhabung von Chemikalien  Sorgfältige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten  Führung eines Laborjournals und Erstellung von Laborberichten  Teamarbeit  Praktische Anwendung und Erweiterung der im Theorieunterricht behandelten Themen  die wichtigsten Glaswaren und Labor- Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck  Apparaturen selber zusammenbauen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren, und entsprechend handeln.  Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen, und sich über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe informieren.  ein Experiment gemäss einer Vorschrift erfolgreich durchführen.  Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden kann und mittels Vorkenntnissen und unter Einbezug von chemischer Literatur konkrete Versuche dazu planen.  sorgfältig beobachten und die Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.  aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.  ihre praktische Arbeit im Laborjournal protokollieren und daraus einen Laborbericht über ihre praktische Arbeit verfassen.  in einem Team arbeiten und dort einen vorher vereinbarten Beitrag zum Gesamtergebnis leisten.  anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. 6AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Modellvorstellungen umsetzen  auf der Beobachtungsebene auftretende Phänomene anhand von Modellen erklären.  anhand von modellhaften Vorstellungen Phänomene auf der Beobachtungsebene prognostizieren.  die räumliche Gestalt von Teilchen  die Grenzen der angewandten Modelle erfahren.  vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der anorganischen Chemie  über einige ausgewählte Beispiele von anorganischen Reaktionen Auskunkt geben.  die Verbindung zu Vorgängen in der Natur, Alltag und Technik herstellen.  Stoffgemische mit ausgewählten Methoden qualitativ und quantitativ untersuchen.  das chemische Gleichgewicht mathematisch herleiten und anwenden.  auf der Beobachtungsebene auftretende Phänomene anhand von Modellen erklären.  anhand von modellhaften Vorstellungen Phänomene auf der Beobachtungsebene prognostizieren.  die räumliche Gestalt von Teilchen  die Grenzen der angewandten Modelle erfahren.  mit stöchiometrischen Berechnungen gewandt umgehen.  Grundkonzept der Reaktionstypen in der anorganischen Chemie  Qualitative und quantitative Analytik  Thermodynamische und kinetische Aspekte  Modellvorstellungen umsetzen  Quantitative Aspekte der Chemie 3. Lerngebiet: Anwendung der Chemie in Alltag und in der Technik  Prinzipien der Spektroskopie (physikalische Chemie)  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible- und Massenspektroskopie erklären.  Spektren von Stoffen interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung bzw. Identifikation. 7AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Anwendungen in der Technik und im Alltag (optional)  Gesellschaftliche Verantwortung  Stoffkreisläufe  Enstehung und Ausbreitung von problematischen Stoffen  Gesellschaftliche Aspekte der Chemie im Alltag (optional)  für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen in der Technik oder im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären.  Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären und kritisch  Stoffkreisläufe an ausgewählten Beispielen skizzieren und erläutern.  Ausbreitung und Wirkungsweise von umweltrelevanten Stoffen verstehen.  Schad- und Gefahrenstoffquellen erkennen.  das Gefahrenpotential antropogen verursachter Belastungen abschätzen.  ihr eigenes Handeln auf eine Minimierung der Umweltbelastung ausrichten. 3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Biologie & Chemie 1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt  Gewässerökologie (optional)  Bodenanalyse (optional)  exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer) die chemische und biologische Gewässergüte bestimmen sowie die gesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.  mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoffe (wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Posphat) selber bestimmen.  die Funktion einer Abwasserreinigungsanlage erklären.  den Aufbau und die Funktion von Böden  Boden aufgrund biologischer Methoden (Bestimmung von Bodenorganismen, Katalase- Versuch) und chemischer Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren. 8AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Biochemisch relevante Stoffe  Qualitative und quantitative Analytik  Vitamine und Spurenelemente  strukturelle und energetische Aspekte der für den menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoffe, wie zum Beispiel Zucker, Fette, Proteine erläutern.  Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen (wie Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und Porphyrine) im Stoffwechsel des Menschen beschreiben.  die Funktion von biochemisch relevanten Stoffen der zugehörigen Struktur derselben  Standardmethoden zur qualitativen und quantitativen Analyse von biologisch relevanten Stoffen anwenden und deren Chemismus verstehen.  die Messwerte des Blutzuckers in Abhängigkeit verschiedener Kohlenhydratquellen interpretieren.  exemplarisch einzelne Stoffgruppen in verschiedenen Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. versteckte Fette oder Zucker).  den respiratorischen Quotienten bei Tieren (z.B. Fauchschabe) bestimmen und diesen hinsichtlich unterschiedlicher Energiequellen (Kohlenhydrate, Fette und Zucker) werten.  Vorkommen und Bedeutung von Vitaminen und Spurenelementen erfassen.  Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin C-Gehalt).  Eigenschaften (z.B. Löslichkeit, Hitze- und Lichtempfindlichkeit und antioxidative Wirkung) untersuchen. 4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Biologie 1. Lerngebiet: Mikrobiologie  Steriltechnische Grundlagen  wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie 9AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Mikrobiologische Untersuchungen  Experimente zur Beeinflussung des Bakterienwachstums planen, durchführen, auswerten und diskutieren.  die Wirkung von Antibiotika testen und deren Risiken abschätzen.  die Bedeutung der Gärung experimentell erfahren.  naturwissenschaftliche Berichte verfassen.  sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen. 2. Lerngebiet: Molekularbiologie  Gentechnik  Klassische Genetik (optional)  sich mit Technologien der modernen Biologie (Restriktionsenzyme, PCR, Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.  die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Profiling, GMO)  biotechnologisch hergestellte Proteine aus Bakterien gewinnen und aufreinigen.  Einfache Erbgänge der Drosophila (Kreuzungsversuche) auswerten und 3. Lerngebiet: Ökologie  Meeres- und Küstenbiologie  marine Pflanzen und Tiere als Organismen verstehen, die ihrer abiotischen Umwelt (Licht, Temperatur, Nährstoffe etc.) angepasst sind.  marine Organismen erkennen und bestimmen und aufgrund von deren Anatomie und Physiologie dem richtigen Lebensraum (Benthal, Pelagial) zuordnen.  die Lebensweise (Strudler, Filtrierer) von ausgewählten Tieren erklären.  zu aktuellen meeres-ökologischen Umweltproblemen Stellung nehmen.  zeitliche und räumliche Produktivität der Meere verstehen. 10AKSA, Biologie & Chemie (SPF) 4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie 1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen  Struktur ausgewählter funktionieller Gruppen und Eigenschaften ausgewählter organischer Stoffklassen  Vertiefung der Nomenklatur an ausgewählten organischen Verbindungen  Struktur ausgewählter organischer Moleküle und das Wesen der Isomerie  Delokalisierte Elektronen  Mesomerie  Emission und Absorption elektromagnetischer Energie  Reaktionstypen  wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen, z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Aminogruppe.  die unterscheidlichen Eigenschaften von organischen Stoffklassen mit der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden funktioniellen Gruppen in Zusammenhang bringen.  organische Moleküle systematisch  zwischen Konstitution, Konfiguration und Konformation eines organischen Moleküls  die Bedeutung der Isomerie für Biologie, Medizin und Pharmakologie nachvollziehen.  die unterschiedliche Wirkung von Isomeren  das Phänomen delokalisierter Elektronen auf der Modell- und der Beobachtungsebene  das Konzept der Mesomerie beschreiben.  mesomere Grenzstrukturen zeichnen.  den energetischen Zustand unterschiedlicher Grenzstrukturen abschätzen.  strukturelle Einflüsse von funktionellen Gruppen auf ein mesomeres System bewerten.  energieabhängige Elektronenübergänge mit geigneten Modellen nachvollziehen und  wichtige organische Reaktionstypen an Beispielen erklären.  Mechanismen ausgewählter Reaktionstypen verstehen oder postulieren. 11AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Reaktionssteuerung (optional)  das Konzept der Schutzgruppe und der sterischen Hinderung theoretisch und praktisch umsetzen.  Reaktionen durch Wahl der äusseren Bedingungen beeinflussen.  Verwendung organischer Stoffe in Natur, Alltag und Technik beschreiben.  die Funktionsfähigkeit anhand der räumlichen Gestalt erkennen.  die Aktivität von biochemisch relevanten Stoffen der zugehörigen Struktur derselben  die Wechselwirkung zwischen Substraten und biochemisch aktiven Substanzen analysieren und/oder modellieren.  katalytische Effekte qualitativ und quantitativ untersuchen.  Nachweis bzw. Identifikation von aktiven Biosubstanzen und/oder deren funktionellen Gruppen.  Anwendungen organischer Stoffe  Strukturelle Aspekte biochemischer Stoffe  Reaktivität in der Biochemie  Vertiefte Sicht auf die Funktionsweise von biochemisch relevanten Stoffen  Kinetische Aspekte von biochemisch aktiven Stoffen  Qualitative Analytik in der Biochemie 4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Biologie & Chemie 1. Lerngebiet: Farbstoffe und Pigmente  Ursachen von Farbigkeit bei organischen Stoffen  Ausgewählte Farbstofftypen  Synthese von Farbstoffen  Färbeverfahren  Photosynthesepigmente  für die Farbigkeit relevante Strukturelemente erkennen und deren Funktion erklären.  Wechselwirkung zwischen Licht und Farbstoff beschreiben.  ausgewählte Farbstofftypen anhand der Struktur unterscheiden.  Farbstoffe im Labor herstellen und mit den gängigen spektralen Verfahren identifizieren.  aufgrund der zu färbenden Faser ein passendes Färbeverfahren konzipieren.  den Vorgang der Photosynthese beschreiben und in den wesentlichen Punkten mit der Zellatmung vergleichen.  eine Grätzelzelle gemäss Anleitung herstellen und deren Prinzip verstehen. 12AKSA, Biologie & Chemie (SPF)  Naturfarbstoffe  die Bedeutung und Funktion von Rhodopsin im Zusammenhang mit dem Sehvorgang 2. Lerngebiet: Aminosäuren & Proteine  Biosynthese von Proteinen  Aufbau von Proteinen  Qualitative Analytik  Biologische Aktivität von Proteinen  den Weg vom Gen zum funktionsfähigen Protein in seiner räumlichen Struktur  den Schweregrad einer Mutation und die Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit eines Enzyms erkennen.  anhand des GFP zeigen, wie ein biotechnologisch hergestelltes Protein aufgereinigt wird.  Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen  Eigenschaften der Aminosäuren anhand der zugehörigen Seitenkette einschätzen.  in der Raumstruktur eines Proteins primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.  die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklären.  verschiedene Proteinnachweismethoden erklären und im Labor anwenden.  Enzymaktivität messen.  Experimente zur Enzymaktivität planen. 3. Lerngebiet: Antibiotika  Wirkungsweise von Antibiotika  Herstellung von Antibiotika  die Wirkungsweise von Antibiotika erklären, modellieren und überprüfen.  die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb der Sulfonamideinsatz für den Menschen unschädlich ist.  ein Antibiotikum im Labor synthetisieren. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Im Ergänzungsfach werden die Lerngebiete Wahrnehmen und Verstehen, Planen und Realisieren sowie Sich orientieren und sich definieren verknüpft. In ausgewählten Themenbereichen werden Pro- jekte geplant, entwickelt und realisiert. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen und gestalterischen Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildideen einzusetzen. Es besteht Raum für eigenständiges Experimentieren, spielerisches und forschendes Lernen. Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders • Eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen • Den kulturellen Horizont erweitern • Werte und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • Eigene und fremde Konzepte kritisch hinterfragen Arbeits- und Methodenkompetenz • Durch Anwenden kreativer Strategien und Methoden Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und selbständig vorgehen • Eigene Fragestellungen entwickeln • Geschicktes Agieren innerhalb von Vorgaben und Rahmenbedingungen • Bilder bewusst lesen, ihre Funktionen und Strategien verstehen und hinterfragen • In unserer visuellen Welt kompetent agieren AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 2 • Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen • Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation sachzentriert • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Resultate aufbereiten, präsentieren und kommunizieren Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt aufgrund der gestalterischen Produkte (Konzept, Umsetzung, Ausführung) und/oder des Arbeitsprozesses (Methode, Variationsbreite Ansätze, Vertiefungsgrad). Als Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen und Ein- träge im Arbeits- /Skizzenbuch. Hausaufgaben können in die Bewertung mit einfliessen. Theoretische Kenntnisse und sprachlich-reflexive Fähigkeiten können anhand schriftlicher oder mündlicher Beiträge (z.B. Werkanalyse, Kommentar zur eigenen Arbeit, Kurzreferat) bewertet werden. AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 3 C. Klassen-Lehrplan Im Sinne von Pflichtoptionen werden von den unter Planen und Realisieren aufgelisteten Medien- und Anwendungsbereichen mindestens zwei eingehender behandelt (siehe Hinweis kursiv). Bei der Auswahl wird auf ein ausgewogenes mediales Spektrum geachtet (z.B. 2D und 3D, analog und digital). Weitere Optionen sind vermerkt. 1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen  Kunstbetrachtung,  Wirkungen von Bildern und Objekten differenziert beschreiben.  das Zusammenspiel von Form und Inhalt in Bezug auf die Botschaft erkennen.  ihr Epochenwissen aus dem Grundlagenfach punktuell vertiefen und erweitern.  stilistische Unterschiede und verschiedene künstlerische Absichten benennen.  anhand aktueller Beispiele einen Zugang zu zeitgenössischen Positionen und Ausdrucksformen finden.  Kunstwerke in Abhängigkeit ihres Ausstellungskontextes begreifen.  Ausstellungskonzepte beschreiben und  sich Sachtexte erschliessen.  eine verfeinerte Fachsprache verwenden. visuelle Kommunikation  Kunst- und  Zeitgenössische Kunst und Kultur  Begegnung mit dem Original  Begrifflichkeiten 2. Lerngebiet: Planen und Realisieren  verschiedene Medien- und Anwendungsbereiche (optional zwei davon) o Malerei, Zeichnung o Originaldruckgrafik o Typografie, Layout o Plastik/Skulptur o Architektur, Produktedesign o Digitale Bildmedien  eine Bild- oder Objektgestaltung gezielt in Bezug auf eine Aussage hin entwickeln.  bildnerische Mittel und Techniken ausschöpfend erproben und Wirkungen gezielt herbeiführen.  ihre sachspezifischen Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Grundlagenfach vertiefen und erweitern. AKSA, Bildnerisches Gestalten (EF) 4 o Fotografie, Film/Video o Installation, Aktion/Performance  Kreativer Prozess  Gestalterischer Ausdruck  Projektarbeit  Präsentation  experimentelle Verfahrensweisen im Entwurfsprozess nutzen.  die eigene Vorgehensweise bewusst steuern.  innerhalb eines Mediums die Ausdruckskraft und darstellerische Differenziertheit steigern.  zu inhaltlichen, formalen und zeitlichen Vorgaben selbständig eine Arbeit entwickeln, planen und umsetzen.  den gestalterischen Prozess angemessen dokumentieren und reflektieren.  die Präsentationsform (z.B. Anordnung, Rahmung) als Teilaussage begreifen.  Beurteilen und Bewerten  Gestalterische Praxis  Ausstellung, Aktion, Performance (optional)  Mappe/Portfolio  eigene Fortschritte erkennen und sich gezielt weiterbringen.  eigene und fremde Arbeiten nach fachlichen Kriterien beurteilen.  Darstellungskonventionen und Präsentationsformen kritisch befragen.  eigene bildnerische Präferenzen und Ziele  thematische und mediale Schwerpunkte  die eigene Bildsprache weiterentwickeln.  ihre Ergebnisse hinsichtlich einer Ausstellung, Aktion oder Performance aufbereiten und einem breiteren Publikum zugänglich machen.  sich an der Vorbereitung und Durchführung eines öffentlichen Anlasses oder Ereignisses aktiv einbringen.  geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Vorkursen oder Studiengängen im Bereich Kunst & Design erstellen. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Wochenstunden 2 3 2 Bildnerisches Gestalten und Kunstbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, sich in der visuellen Welt zu orientieren. In den Lerngebieten Bild, Farbe, Körper und Raum, Visuelle Kommunikation, Medien und Kunst entwic - keln sie die Fähigkeit, visuelle Phänomene sowohl analytisch wie auch sinnlich wahrzunehmen. Sie erweitern ihr Wissen über kunsthistorische Epochen, Kulturen und Bildsprachen. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart. Die Lernenden vertiefen ihre Fähigkeit, aus der Anschauung und aus der Vorstellung mit passenden Methoden Bilder zu produzieren und visuell zu kommunizieren. Bildnerisches Gestalten trägt zur per - sönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler lernen, zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu unterscheiden und Andersartigkeiten zu respektieren. Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizontes das eigene Werk, eigene Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen Arbeits- und Methodenkompetenz • In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen • Durch kreative Verfahrensweisen eigene Fragestellungen und Lösungen entwickeln • Bilder bewusst lesen und selber bildnerisch Aussagen produzieren • Sich in unserer Multimediagesellschaft orientieren AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 2 • Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Bildersammlungen und Medienangebote nutzen • Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien und Infrastruktur entwickeln Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt zunächst aufgrund der gestalterischen Produkte (Idee, Umsetzung, Ausführung). Im Verlaufe der Ausbildung wird vermehrt auch der Arbeitsprozess (Variationsbreite Ansätze, Vertiefungsgrad) in die Bewertung mit einbezogen. Als Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen und Einträge im Arbeits-/Skizzenheft sowie schriftliche Kommentare. Hausaufgaben und mündliche Beiträge können in die Bewer- tung mit einfliessen. Im Theoriebereich finden schriftliche Prüfungen (z.B. in Kunstgeschichte, Farbenlehre) und mündliche Beurteilungsanlässe (z.B. Kurzreferate) statt. Die thematischen Bezüge zu anderen Fächern sind vielfältig. Im Lerngebiet Farbe ergeben sich Verbindungen zu den Fächern Biologie, Chemie und Physik (z.B. Wahrnehmungsprozesse, Farbraummodelle). Im Lerngebiet Kunst drängen sich in der zweiten Klasse Bezüge zum Fach Geschichte auf (Betrachtung von Kunst in ihrem historischen Kontext). Im Bereich Visuelle Kommunikation und Medien gibt es starke Bezüge zum Fach Informatik und sämtlichen Sprach- fächern (z.B. Kommunikationsmodelle, digitale Bild- und Textverarbeitung). Ausdauer und Eigeninitiative sind gefragte Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen Projekten besonders gefördert werden. Eine solide Bildkompetenz und Kenntnisse aus dem Lerngebiet Visuelle Kommunikation und Medien (Bildsprache, Typographie, Layout) dienen der gezielten Auswahl und kritischen Bewertung von Bildquellen sowie der anschaulichen Darstel- lung eigener Resultate. AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 3  Bildnerische Grundelemente  Komposition  Abstraktion  Malerei, Zeichnung  Entwurf und Experiment  bildnerische Grundlelemente (Punkt, Linie, Fläche, Form, Tonwert) benennen und in ihren Qualitäten unterscheiden.  Gesehenes sachorientiert und differenziert  elementare Ordnungen im Bild (Proportionen, Lage, Ausrichtung, Symmetrien) erkennen und  Ausschnitte gezielt wählen, einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche  einfache Abstraktionsprozesse durchführen.  Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und tonal darstellen.  innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken.  Assoziation und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.  offen, neugierig und zielgerichtet experimentieren.  Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erfahren.  Farbwahrnehmung  Farbsysteme  Wirkungen von Farbkombinationen beschreiben und selber erzielen.  eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung von Farben erfahren.  die verschiedenen Farbkontraste erkennen  Farben nach Farbrichtung, Sättigung und Helligkeit benennen und ordnen.  Farbraummodelle wie CMYK und RGB AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 4  Farbe als Material  eine Farbenlehre erklären.  verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend, lasierend anwenden.  mit verschiedenen Malmitteln sachgerecht  Raumdarstellung  Plastik/Skulptur  elementare raumbildende Mittel auf der Bildfläche benennen und anwenden.  Pläne und parallelperspektivische Darstellungsarten lesen und einsetzen.  mit einer additiven oder subtraktiven Technik ein einfaches Objekt nach formalen Vorgaben realisieren.  elementare Formprinzipien unterscheiden.  Bildsprache  Typografie  Digitale Bildmedien  inhaltliche und formale Aspekte in Bildern sowie bildnerische Darstellungsarten  Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch erforschen und wirkungsorientiert einsetzen.  digitales Bildmaterial in der eigenen Arbeit  Kunstbetrachtung  beim Betrachten von Bildern und Objekten ihre visuellen und emotionalen Eindrücke  beim Betrachten von Werkbeispielen konkrete Bezüge zwischen Kunst und Unterricht erfahren. AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 5  Bildnerische Mittel  Bildnerische Techniken  Bildnerische Materialien  Kreativer Prozess  Gestalterischer Ausdruck  Bezüge zwischen Inhalt und Form erkennen und Begriffe aus der Fachsprache verwenden.  Figur-Grund-Beziehungen benennen.  komplexere Techniken (z.B. Tief-/Hochdruck) und experimentelle Verfahren einsetzen.  Bildwirkungen gezielt steuern.  Materialwirkungen unterscheiden, benennen und gezielt herbeiführen.  eine Arbeit in Einzelschritte wie Suchen, Ordnen, Beurteilen, Kombinieren, Ausführen und Reflektieren unterteilen.  Vertrauen in die eigene Bildsprache  Funktionen von Farbe  Farbauftragsarten differenzieren und gezielt  Gegenstandsfarbe, Erscheinungsfarbe, Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonome Farbe voneinander unterscheiden.  Raumdarstellung  Plastik/Skulptur, Architektur  eine räumliche Situation in Linearperspektive auf der Bildfläche wiedergeben.  Objekte und räumliche Situationen nach Funktion, Form, Dimension und Material befragen und Wirkungsabsichten erkennen.  erweiterte Verfahren (z.B. Konstruktion/Dekonstruktion) und verschiedene Darstellungsformen (z.B. Modell, Abwicklung) anwenden. AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 6  Bildsprache  Digitale Bildmedien  Wirkungsabsichten von Bildmedien einschätzen.  eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren.  digitale Grundeinstellungen (Bildformat, Dateigrösse, Speicherformat) und einfache Bildbearbeitungen (z.B. Freistellen) vornehmen.  Kunstbetrachtung  Kunstgeschichte  Funktionen von Kunst  Begegnung mit dem Original Kunstwerke durch Beschreibung, Analyse und Interpretation methodisch erfassen.  Bilder, Skulpturen und Architektur zwischen Romanik und 20. Jahrhundert einer Epoche zuordnen und ihren Entscheid begründen. sich in eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts vertiefen und diese zu weiteren in Beziehung  künstlerische Erzeugnisse nach ihrer Funktion befragen und Wirkungsabsichten erkennen. ihre Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren.  ausgewählte Werke vergangener Epochen und zeitgenössischer Kunst im Original betrachten. sich in Kunstausstellungen zurechtfinden und vorhandenen Informationsquellen (z.B. Saaltexte, Werkangaben) entsprechend nutzen. 1. Lerngebiet: Bild, Farbe, Raum und Körper (Erweiterte Gestaltungsprozesse) In der dritten Klasse steht das prozesshafte Entwickeln im Vordergrund. Die gestalterischen Grundlagen in den Bereichen Bild, Farbe, Raum und Körper werden themenspezifisch vertieft und das Gelernte in die Projektarbeit transferiert. Die Grobinhalte gelten für alle drei Bereiche gleichermassen.  Gestaltungskonzepte  bildnerische Mittel in der eigenen Gestaltung reflektiert anwenden.  verschiedene bildnerische Techniken und AKSA, Bildnerisches Gestalten (GLF) 7  Entwurf und Entwicklung  Projektarbeit  Präsentation Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen, sachgerecht und zielgerichtet einsetzen.  durch Sammeln, Beobachten, Erproben, Vergleichen eigene gestalterische Themen eröffnen und Fragestellungen entwickeln.  Vertrauen in die eigenen gestalterischen Fähigkeiten erwerben und diese in konkreten Situationen produktiv einsetzen.  zu thematischen und zeitlichen Rahmenvorgaben selbständig eine Gestaltungsidee entwickeln und umsetzen.  den gestalterischen Prozess anschaulich dokumentieren und angemessen reflektieren.  ihre Ergebnisse in passender Form vor Publikum präsentieren. 2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien  Fotografie  Analoge oder digitale Bildbearbeitung  die Grundfunktionen des Fotoapparates erklären (Blende, Brennweite, Schärfe, Verschlusszeit, Lichtempfindlichkeit) und bildnerisch verwerten (z.B. Schärfentiefe).  Menschen und Objekte mit bestimmten Wirkungsabsichten inszenieren und abbilden.  fotografische Aufnahmen optimieren (Gradation, Tonwert, Kontrast, partielle Nachbelichtung, Anpassung Ausschnitt, Bild- und Dateiformate).  Bildmanipulationen und Sehkonventionen kritisch befragen. 3. Lerngebiet: Kunst  Zeitgenössische Kunst und Kultur  sich differenziert zu inhaltlichen und formalen Gesichtspunkten zeitgenössischer Werke äussern.  eigene Interessen und Standpunkte in Bezug auf künstlerische und kulturelle Erzeugnisse entwickeln und formulieren.  Möglichkeiten der eigenen aktiven Mitgestaltung des Lebensumfeldes entdecken. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mit - teilen werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Die Schülerinnen und Schüler erweitern und verfeinern die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich als auch analytisch-reflektiv wahrzunehmen. Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungs- und Ausdrucksfähigkeit, fördert die persönliche Bildsprache und erweitert das Fachwissen. Der kompetente Umgang mit analo- gen und digitalen Medien ermöglicht ein kritisches Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen Welten. Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen, Stärken und Schwä- chen und hilft den Schülerinnen und Schülern somit auch bei der Berufs- oder Studienwahl. Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders • Eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • Den kulturellen Horizont erweitern • Werte und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • Eigene und fremde Konzepte kritisch hinterfragen Arbeits- und Methodenkompetenz • Durch Anwenden kreativer Strategien und Methoden Vorgehensweisen • Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und selbständig vorgehen • Eigene Fragestellungen entwickeln AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 2 • Geschicktes Agieren innerhalb von Vorgaben und Rahmenbedingungen • Bilder bewusst lesen, ihre Funktionen und Strategien verstehen und hinterfragen • In unserer visuellen Welt kompetent agieren • Durch eigenes Tun Neugierde, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit bildender Kunst, Architektur und Design ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen • Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation sachzentriert • Manuelles Geschick und technisches Können verbessern • Resultate aufbereiten, präsentieren und kommunizieren Die Leistungsbewertung im praktischen Bereich erfolgt aufgrund der gestalterischen Produkte (Konzeption, Umsetzung, Ausführung) und/oder des Arbeitsprozesses (Methode, Variationsbrei- te Ansätze, Vertiefungsgrad). Als Bewertungsgrundlage dienen Übungen, Arbeitsreihen, Einträ- ge im Arbeits-/Skizzenbuch sowie schriftliche Kommentare und mündliche Präsentationen. Hausaufgaben können in die Bewertung mit einfliessen. Im Theoriebereich finden schriftliche Prüfungen und mündliche Beurteilungsanlässe (z.B. Kurzreferate) statt. Querverbindungen sind zu zahlreichen Lebensbereichen und Unterrichtsfächern möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geografie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergi- en mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater-, Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Schwerpunkte zu setzen und Fragestellungen zu entwickeln. Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen werden besonders geför- dert. AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 3 Im Sinne einer Wahlpflicht wird im 1. und 2. Lerngebiet beider Klassen aus einem Angebot verschiedener Themen-, Medien- und Anwendungsbereiche ein vorgegebenes Minimum erarbeitet (siehe Hinweise kursiv). Weitere Optionen sind vermerkt.  Kunstbetrachtung,  die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Medium (analog, digital, statisch, bewegt), das Motiv, die Darstellungsweise und den Kontext  Bilder und Bildmanipulationen differenziert und kritisch betrachten.  in Bauten oder Designobjekten Wirkungsabsichten  verschiedene Gattungen, Funktionen und Konzepte von Bauten oder Designobjekten resp. verschiedene Einsatzbereiche, Gattungen oder Genres von Filmen/Videos oder Fotos unterscheiden.  elementare medienspezifische Analysemethoden exemplarisch anwenden.  ihre Kenntnisse aus dem Grundlagenfach vertiefen.  ausgewählte thematische Aspekte epochenübergreifend vergleichen (z.B. Gattungen, Genres, Darstellungsweisen).  anhand aktueller Beispiele einen Zugang zu zeitgenössischen Positionen und Ausdrucksformen fin-  heutige Erzeugnisse unter kunsthistorischen und gesellschaftlichen Aspekten betrachten.  Konzepte verschiedener Institutionen (z.B. Museum, Kunsthaus, Galerie) vergleichen.  Veranstaltungen und Vermittlungsangebote im Kunstbereich aktiv nutzen.  vor Originalwerken differenziert sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte diskutieren.  sich Sachtexte erschliessen.  ihr fachspezifisches Vokabular themenbezogen erweitern. visuelle Kommunikation,  Architektur, Produktedesign oder Fotografie, Film/Video (ein Thema zur Wahl)  Kunst- und Kultur-  Zeitgenössische Kunst und Kultur  Institutionen der Kunst  Begegnung mit dem Original  Begrifflichkeiten AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 4  verschiedene Medienbereiche (ein Bereich zur Wahl) o Malerei, Zeichnung o Originaldruckgrafik o Plastik/Skulptur  verschiedene Anwendungsbereiche I (ein Bereich zur Wahl) o Typografie o Layout o Digitale Bildmedien  verschiedene Anwendungsbereiche II (ein Bereich zur Wahl) o Architektur, Produktedesign o Installation, Aktion/Performance  eine Bild- oder Objektgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine Aussage hin entwickeln.  spezifischere Mittel, Techniken oder Verfahren erproben (z.B. Eitempera, Kaltnadelradierung, Negativabguss).  Werkzeuge, Materialien, Mittel und Techniken versiert und wirkungsorientiert einsetzen.  verschiedene Techniken und Verfahren kombinieren und ergänzen.  mit der Wechselwirkung von Form und Inhalt spielen.  typografische Elemente in Bezug auf eine bestimmte Aussage oder Wirkung gezielt einsetzen.  die Lesbarkeit von Schriftbildern bewusst steuern.  die wichtigsten Schriftklassen und Schriftschnitte unter-  Inhalte durch die gezielte Kombination von Bild und Text transportieren.  elementare Gliederungsprinzipien (z.B. Satzspiegel) exemplarisch anwenden.  die wichtigsten Papierformate unterscheiden.  bereichsspezifische Entwurfsmethoden einsetzen.  digitale Bilder in ihren grundlegenden Eigenschaften verstehen (z.B. Farbmodus, Pixel-/Vektorgrafiken).  sachzentriert mit digitalen Daten, Bildern und Effekten  mit Gestaltungsprogrammen eine einfache Drucksache konzipieren und realisieren.  eine Objekt- oder Raumvorstellung in geeignetem Massstab und Präzisionsgrad veranschaulichen und mit adäquaten Mitteln umsetzen.  sachspezifische Darstellungen und Entwurfsmethoden  einen temporären Eingriff oder ein performatives Ereignis innerhalb eines thematischen oder räumlichen Kon- AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 5 o Fotografie, Film/Video  Kreativer Prozess  Gestalterischer Ausdruck  Präsentation textes konzipieren, planen und durchführen.  in der Gruppe Ideen und Lösungen diskutieren, arbeitsteilig vorgehen und Verantwortung übernehmen.  eine Fotostrecke oder einen Kurzfilm in Bezug auf eine Aussage hin konzipieren, vorbereiten und umsetzen.  zeitliche oder dramaturgische Aspekte medienspezifisch darstellen.  ihre Kenntnisse aus dem Bereich Fotografie des Grundlagenfachs festigen und erweitern.  zu thematischen und medialen Vorgaben eigene gestalterische Fragestellungen und Konzepte  Methoden wie das Recherchieren, Sammeln, Beurteilen, Entwerfen, Experimentieren und Dokumentieren sachzentriert anwenden.  einen selbstverständlichen Umgang mit dem Arbeits- /Skizzenbuch pflegen.  innerhalb eines Mediums die Ausdruckskraft und darstellerische Differenziertheit steigern.  eigene gestalterische Fragestellungen und Konzepte verständlich darlegen.  die Präsentationsform (z.B. Anordnung, Rahmung) als Teilaussage begreifen.  Beurteilen und Bewerten  Gestalterische Praxis  Berufsfeld Kunst & Design  offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.  eigene gestalterische Entscheide, Vorgehensweisen und Resultate begründen und beurteilen.  sachliche Kritik von aussen annehmen.  sachbezogen Kritik üben und Position beziehen.  selbständig inhaltliche, formale und materielle Schwerpunkte setzen.  das eigene gestalterische Repertoire erweitern und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken.  in der Begegnung mit Fachpersonen ihre Vorstellung von künstlerischer Arbeit erweitern.  sich professioneller Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen bewusst werden. AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 6  Kunstbetrachtung,  sinnstiftende Bezüge zwischen Inhalt, Form, Funktion und Aussage herstellen.  Seh- und Darstellungskonventionen kritisch befragen.  den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff im 20. Jahrhundert nachvollziehen und die Besonderheiten neuer Erscheinungen wie Konzeptkunst, Aktion oder Installation erläutern.  spezielle Merkmale und Strategien aktueller Werke und Positionen nennen.  Gestaltungskonzepte als kultur- und zeitbedingt aner-  Kunstwerke in Abhängigkeit des Ausstellungskontextes und ihrer Darbietungsform begreifen.  sich selbständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten und gezielt recherchieren.  die eigene Projektarbeit in einen sinnvollen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen. visuelle Kommunikation,  Kunst- und  Zeitgenössische Kunst und Kultur  Begegnung mit dem Original  Schriftliche Theoriearbeit  verschiedene Anwendungsbereiche (ein Bereich zur Wahl) o Malerei, Zeichnung o Originaldruckgrafik o Typografie, Layout o Plastik/Skulptur o Installation o Architektur o Produktedesign o Digitale Bildmedien o Fotografie o Film/Video o Aktion/Performance  Transferleistung  unter Anleitung einen weiteren Schwerpunkt aus den Grobinhalten der 3. Klasse erarbeiten (fachliche Kompetenzen siehe dort).  ihre sachspezifischen Kenntnisse aus der 3. Klasse unter veränderten Rahmenbedingungen differenziert AKSA, Bildnerisches Gestalten (SPF) 7  Kreativer Prozess  Gestalterischer Ausdruck  Projektarbeit  Präsentation  analoge und digitale Verfahren zielgerichtet einsetzen und miteinander kombinieren.  kreative Methoden situationsbezogen anwenden.  die eigenen Methoden und Ergebnisse durch kritische Reflexion optimieren.  ihre Ausdrucksmittel und Darstellungsweisen variieren.  zu strukturellen und zeitlichen Vorgaben selbständig ein eigenes Projekt konzipieren und realisieren.  den gestalterischen Prozess angemessen dokumentieren und reflektieren.  Aussage und Wirkung einer Arbeit durch die Darbietungsform (z.B. Art der Aufhängung) unterstützen. 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren  Beurteilen und Bewerten  Gestalterische Praxis  Ausstellung, Aktion, Performance  Mappe/Portfolio  eigene Fortschritte erkennen und sich gezielt weiter-  fachlich differenziert zu eigenen und fremden Arbeiten Stellung beziehen.  eigene bildnerische Präferenzen und Ziele formulie-  thematische und mediale Schwerpunkte setzen.  die eigene Bildsprache weiterentwickeln.  ihre Ergebnisse hinsichtlich einer Ausstellung, Aktion oder Performance aufbereiten und einem breiteren Publikum zugänglich machen.  sich an der Vorbereitung und Durchführung eines öffentlichen Anlasses oder Ereignisses aktiv einbringen.  geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Vorkursen oder Studiengängen im Bereich Kunst & Design erstellen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BIOLOGIE Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie. Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Bio- logie des Menschen zu beschäftigen und dabei mehr über sich selber zu erfahren. Neben expe- rimentellen Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung mit ausgewählten Lerngebieten. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus dem Fach Biologie. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor und Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und - sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selb- ständig in biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie kom- munizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Biologie als Wissenschaft mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders • In der Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen • Eigenständig, differenziert und kritisch denken 2AKSA, Biologie (EF) • Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen • Sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem Hintergrund beteiligen • Sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen • Biologische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären • Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen • Laien biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten, dokumen - tieren und interpretieren • Vertieftes Wissen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • Mit Lebewesen respektvoll umgehen und die Experimente entsprechend planen und ausfüh- • Sicherheit gewinnen im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbei- ten biologischer Fragestellungen sinnvoll einsetzen können (grundlegende experimentelle Arbeitsweisen und Labortechniken) • Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren • Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten • Anwendung einfacher statistischer Methoden • Informationen zu biologischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen) • Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Eigene Fragestellungen entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 3AKSA, Biologie (EF) Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie  Lern- und Sozialverhalten  Verhaltensökologie  Humanethologie  die Grundelemente des Verhaltens und Lernens formulieren und in ihren wesentlichen Punkten unterscheiden.  Verhaltensweisen auf Basis von ethologischen Untersuchungsmethoden (Etho-, Akto- und Soziogramm) anwenden und deuten.  verschiedene Verhaltensweisen mithilfe von Kosten-Nutzen-Analysen sowie Inhalten der Soziobiologie erklären und interpretieren.  anhand von kausalen und funktionalen Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären.  evolutive Entwicklungen erkennen und  im Rahmen einer selbstsrtsändigen Arbeit einfache ethologische Versuche durchführen, auswerten und dokumentieren.  Geruch und MHC-Muster mit der Partnerwahl in Verbindung bringen.  ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext (inklusive evolutive Aspekte) stellen. 2. Lerngebiet: Mensch & Umwelt  Anthropologie  über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren.  die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie). 4AKSA, Biologie (EF)  Sinnesorgane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane  das gemeinsame übergeordnete Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen)  Experimente durchführen und auswerten.  die Verbindung zur Neurologie anhand von Sinnestäuschungen erfahren.  Ernährung  Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen (wie Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und Porphyrine) im Stoffwechsel des Menschen beschreiben.  die aeroben und anaeroben Energiebereitstellungen am Beispiel des Menschen  vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen.  verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einordnen.  Medizinische Diagnostik  Blutwerte wie Glukose, Laktat und Hämoglobin messen und Werte  die Bedeutung für diagnostische Zwecke erkennen und selber EKG-Messungen durchführen und interpretieren.  Blut & Immunbiologie  die molekularen Mechanismen der Immunabwehr erklären.  Experimente zur Immunologie (Blutausstrich und Blutgruppenbestimmung) durchführen.  Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang  spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Ver-halten in Beziehung setzen.  die molekularen Grundlagen der Gedächtnisbildung nachvollziehen.  Hormonelle Steuerung  die Wirkungsweise von fettlöslichen und fettunlöslichen Hormonen unterscheiden.  die Steuerung von Regelgrössen (z.B. Blutzucker) mithilfe eines Regelkreisschemas 5AKSA, Biologie (EF)  Suchtmittel  Histologie & Pathologie  Ökologie  ausgewählte Hormonerkrankungen  die Funktion und die physiologischen Hintergründe zum Stress (kurzfristigen und langfristigen) schildern.  die Rolle des Nervensystems bezüglich Schmerzleitung verstehen.  die Wirkungsweise von schmerzstillenden Mitteln (z.B. Morphin und Aspirin)  die Wirkungsweise von Drogen (Alkohol, Koffein) auf Körper und Gehirn verstehen und erläutern.  mikroskopische Präparate eines Organs herstellen und interpretieren.  ausgewählte Pathologien ausgewählter Organe erarbeiten und präsentieren.  die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten (z.B. Krebs) verstehen.  Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren 3. Lerngebiet: Mikrobiologie  Steriltechnische Grundlagen  Wirkungsweise von Antibiotika  Mikrobiologische Untersuchungen  wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie  die Wirkungsweise von Antibiotika erklären und überprüfen.  die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb der Sulfonamideinsatz für den Menschen unschädlich ist.  Experimente zur Beeinflussung des Bakterienwachstums planen, durchführen, auswerten und diskutieren.  die Wirkung von Antibiotika testen und deren Risiken abschätzen.  den Prozess der Gärung experimentell erfahren.  den Einfluss von DNA auf das Bakterienwachstum praktisch aufzeigen.  die Wirkungsweise von Bakteriophagen als „Bakterienkiller“ mithilfe entsprechender Messtechniken (Lumimeter, Plaque-Bildung 6AKSA, Biologie (EF) und/oder Photometer) nachweisen.  naturwissenschaftliche Berichte verfassen.  sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen. 4. Lerngebiet: Genetik  Molekulargenetik  Gentechnik  Medizinische Genetik  Klassische Genetik  sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse  den Weg vom Gen zum funktionsfähigen Protein in seiner räumlichen Struktur  den Schweregrad einer Mutation und die Auswirkung auf die Funktionstüchtigkeit eines Enzyms erkennen.  Genregulationsmodelle erklären, z.B. anhand des GFP zeigen, wie ein molekularer Schalter funktioniert.  sich mit Technologien der modernen Biologie (Restriktionsenzyme, PCR, Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.  die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Profiling)  die Grundlagen der medizinischen Genetik  Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen.  einfache Erbgänge der Drosophila (Kreuzungs-versuche) auswerten und LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BIOLOGIE Wochenstunden 2 2 2 Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der Natur erlebt, Neugierde und Entdeckungsfreude geweckt sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen. Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt ge - genüber. Im Biologieunterricht werden Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und dazu entscheidende Fragen formuliert. Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen. Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen für das Abschätzen von Risiken und für die Diskussion möglicher Alternativen. In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen. Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders • Respektvoll mit Lebewesen umgehen • Die Natur als etwas Einmaliges kennen- und schätzen lernen • Freude an der Formenvielfalt haben • Eigenständig, differenziert und kritisch denken AKSA, Biologie (GLF) 2 • Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten • Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden • Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbständig bedienen • Ordnungsprinzipien und Systematiken aufstellen • Einfache Fragestellungen bearbeiten, in Experimenten prüfen, protokollieren und auswerten • Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche • Die Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen (3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit (PRO-Modul 2. MAR) • Beobachtungen und Experimente unterscheiden • Das Protokollieren von Daten aus Beobachtungen und Experimenten • Das Interpretieren der gewonnenen Daten AKSA, Biologie (GLF) 3 1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens  Merkmale des Lebens  Organisationsebenen  Arbeitsweisen  die Merkmale des Lebens erklären.  anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen.  die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler (Informationsbeschaffung, Beobachtung und Dokumentation) anwenden. 2. Lerngebiet: Zellbiologie  Aufbau einer Zelle  Transport  Zellteilung  Inhaltsstoffe  Stoffwechsel  mikroskopische Präparate von tierischen und pflanzlichen Zellen herstellen, erkennen, dokumentieren und  Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen beschreiben.  die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen.  den Ablauf der Mitose verstehen und beschreiben, sowie die verschiedenen Phasen der Mitose (unter dem Mikroskop)  die Bedeutung des Zellzyklus erklären.  Die Grundstruktur und die wesentlichen Funktionen wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate und optional Fette und Eiweisse) erläutern.  die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege (Fotosynthese, Zellatmung, Gärung) erklären. AKSA, Biologie (GLF) 4 3. Lerngebiet: Systematik  Vielfalt der Lebewesen  Systematische Kategorien (Ordnungsprinzip)  System der drei Domänen  Mikroorganismen  die Vielfalt der Lebewesen erkennen und den Zusammenhang zwischen Ordnungsprinzip und Verwandtschaft  die wichtigsten systematischen Kategorien sowie deren historische Entwicklung  exemplarisch einzelne Vertreter der drei Domänen nennen und gegeneinander  Viren und Bakterien differenzieren und deren Bedeutung als Krankheitserreger  Aufbau und Vermehrungszyklen von verschiedenen Mikroorganismen erklären.  die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden. 4. Lerngebiet: Allgemeine Botanik  Organe der Pflanze  Systematische Botanik  einfache Präparate selber herstellen.  Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse, Blatt, Blüte) miteinander in Beziehung  verschiedene Gruppen der klassischen, systematischen Einteilung (z.B. Pilze, Algen, Moose, Farne, Blütenpflanzen) hinsichtlich Anatomie und Fortpflanzungszyklus charakterisieren.  eine Pflanzenfamilie anhand eines bestimmten Vertreters charakterisieren und dokumentieren.  verschiedene Pflanzenarten erkennen und sie der entsprechenden Pflanzengesellschaft zuordnen. AKSA, Biologie (GLF) 5 1. Lerngebiet: Ökologie  Grundlagen der Ökologie  Ausgewählte Ökosysteme  die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.  Beziehungen zwischen Organismen wie Konkurrenz, Parasitismus oder Symbiose  grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären.  populationsdynamische Prozesse wie Populationswachstum, dichteabhängige Faktoren oder Räuber-Beute-System  Fortpflanzungsstrategien deuten.  mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen.  einzelne Pflanzengesellschaften unterscheiden (z.B. mithilfe von Zeigerwerten). 2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch  Übersicht Tierstämme  Übersicht Organsysteme  exemplarisch einzelne Stämme systematisch, anatomisch und physiologisch kategorisieren.  die wichtigsten Vertreter der einheimischen Wirbeltiere erkennen.  die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitige Abhängigkeiten erläutern.  Anatomie, Physiologie und Pathologie der folgenden Organe/Organsysteme in Zusammenhang bringen: Skelett und Muskulatur, Herz-Kreislauf-System, Atmung, Verdauung und Ausscheidung.  anhand einfacher Verdauungsversuche die Nachweismethoden für Kohlenhydrate und AKSA, Biologie (GLF) 6  Fortpflanzung und Entwicklung Eiweisse anwenden und die Resultate richtig interpretieren.  Funktion und Bedeutung der Enzyme im Zusammenhang mit Stoffwechselreaktionen  im Rahmen des Pro-Moduls „Blutdruck“ anhand eigener Beobachtungen Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen.  die sexuelle und asexuelle Fortpflanzung vergleichend analysieren.  die Entwicklung ausgewählter Lebewesen (Amphibien und Mensch) darstellen.  den Ablauf der Meiose beschreiben und deren biologischen Sinn erkennen sowie einen Vergleich zur Mitose herstellen (optional, andernfalls in 3. Klasse im Bereich „klassische Genetik“).  das Prinzip der Hormonregulation anhand des weiblichen Zyklus erläutern (Regelkreis).  verschiedene Verhütungsmittel unterscheiden und deren Prinzip verstehen. 1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch  Interne und externe  den Bau von Nervenzellen und die Erregungsleitung erklären.  die verschiedenen Bereiche des Nervensystems (ZNS, PNS und VNS) gegeneinander abgrenzen und deren jeweilige Funktion erfassen.  Bau und Funktion des Nervensystems verstehen (z.B. Gedächtnis, Schlaf, Aufmerksamkeit, Wirkung & Wirkungsweise psychoaktiver Stoffe etc.).  anhand ausgewählter Hormone die Regulation bestimmter Parameter des inneren Milieus diskutieren. AKSA, Biologie (GLF) 7 2. Lerngebiet: Genetik  Klassische Genetik  Molekulargenetik  Gentechnologie  Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen (Mendel).  den Ablauf der Meiose beschreiben, deren biologischen Sinn erkennen und die Meiose als Voraussetzung für die Neukombination von Erbmerkmalen erkennen.  einfache Stammbäume analysieren und Erbgänge erkennen (autosomal, gonosomal, rezessiv, dominant, intermediär).  Genkarten lesen und verstehen (z.B. den Zusammenhang zwischen Cross-over- Frequenz und Genabstand erkennen).  Aufgaben zur Vererbung der Blutgruppen verstehen und lösen.  Mutationen und Modifikationen  anhand von Krankheiten (Krebs und Erbkrankheiten) die gesellschaftliche Relevanz von Mutationen aufzeigen.  die pränatale Diagnostik als Mittel zur Früherkennung von Erbkrankheiten ethisch  epigenetische Vorgänge verstehen und deren Bedeutung hinsichtlich der Vererbung erworbener Eigenschaften diskutieren.  den Bau von DNA, Chromosom und Genom verstehen und die verschiedenen Formen gegeneinander abgrenzen.  die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen.  Proteine als Produkte der Genexpression erkennen und den Zusammenhang zwischen Bau und Funktion verstehen (Primär- bis Quartärstruktur).  die Regulation der Genaktivität beschreiben (Induktion und Repression).  die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern.  die Methoden der Gentechnik verstehen und beschreiben (PCR, Profiling und optional Sequenzierung).  Chancen und Risiken der Gentechnologie AKSA, Biologie (GLF) 8 (transgene Tiere und Pflanzen, Genfood, Gentherapie) abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren und zur Meinungsbildung ethisch werten. 3. Lerngebiet: Evolution  Evolutionstheorie  Evolutionsmechanismen  Humanevolution  die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie erfassen.  die groben Züge der historischen Entwicklung der Evolutionstheorien beschreiben (Cuvier, Lamarck, Darwin).  Fakten und Meinungen gegeneinander  wesentliche Fakten auflisten, welche der Evolutionstheorie als Grundlage dienen.  die Prinzipien der Evolutionsmechanismen (Mutation, Selektion, Separation, Drift etc.)  die Artbildung beschreiben und die verschiedenen Mechanismen unterscheiden.  paläoanthropologische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise der Menschwerdung in Verbindung bringen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH CHEMIE Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden. Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisge - winns sein. Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theo - rie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei. Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders • In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen • Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfahren • Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens • Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen • Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen • Chemische Fachsprache korrekt anwenden AKSA, Chemie (EF) 2 • Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden • Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären • Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen • Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen • Hypothesen formulieren • Hypothesen von Spekulationen unterscheiden • Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren • Naturwissenschaftliche Modelle anwenden • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umgehen und die Experimente ent - sprechend planen und ausführen • Sicherheit haben im Umgang mit gängigen technischen Geräten und diese beim Bearbeiten chemi - scher Fragestellungen sinnvoll einsetzen (grundlegende experimentelle Arbeitsweisen und Labortechniken) • Das vertiefte Wissen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen • Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen und diskutieren können • Sicherheit zeigen im selbständigen Verfassen von kleinen wissenschaftlichen Arbeiten • Anwendung statistischer Methoden • Informationen zu chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen und fachgerecht in einer wissenschaftlichen Arbeit integrieren) • Versuchsauswertung mit einer Fehlerrechnung durchführen • Simulationsprogramme anwenden • Online-Römpp (Chemie-Lexikon) benützen • Molekülzeichenprogramm Chem Draw anwenden • Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln • Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken AKSA, Chemie (EF) 3 Die Lerngebiete 1 bis 4 sind verbindlich. Aus den Lerngebieten 5-9 müssen mindestens 2 gewählt werden. Die Grobinhalte sind Pflichtoptionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Aus- wahl treffen. 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit  Korrekter Umgang mit  die wichtigsten Glaswaren und Labor- Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck  Apparaturen selber zusammenbauen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren, und entsprechend handeln.  Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und sich über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe informieren.  ein Experiment gemäss einer Vorschrift erfolgreich durchführen.  Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden kann und mittels Vorkenntnissen und unter Einbezug von chemischer Literatur konkrete Versuche dazu planen.  sorgfältig beobachten und die Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.  aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.  ihre praktische Arbeit im Laborjournal protokollieren und daraus einen Laborbericht über ihre praktische Arbeit  in einem Team arbeiten und dort einen vorher vereinbarten Beitrag zum Gesamtergebnis leisten.  anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. Glaswaren und Apparat  Sicherheit im Labor  Korrekte Handhabung von Chemikalien  Sorgfältige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten  Führung eines Laborjournals und Erstellung von Laborberichten  Teamarbeit  Praktische Anwendung der Theorie AKSA, Chemie (EF) 4 2. Lerngebiet: Modelle (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Modellvorstellungen umsetzen  auf der Beobachtungsebene auftretende Phänomene anhand von Modellen erklären.  anhand von modellhaften Vorstellungen Phänomene auf der Beobachtungsebene prognostizieren.  die räumliche Gestalt von Teilchen  die Grenzen der angewandten Modelle erfahren. 3. Lerngebiet: Analytische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Anorganische Analytik Organische Analytik Strukturaufklärung  qualitative und quantitative Analyse im Labor durchführen.  chemische Analysemethoden erklären.  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible- und Massenspektroskopie erklären.  Spektren von Stoffen interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung resp. Identifikation. 4. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik  Elektrochemie Verfahrenstechnik Nanochemie Bauchemie Polymerchemie Textilchemie Metallurgie Katalyse Agrochemie Klebstoffchemie Waschmittelchemie Lebensmittelchemie  vertiefte Zusammenhänge der behandelten Teilgebiete erklären und anwenden.  für das Teilgebiet typische Experimente durchführen und erklären.  Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. AKSA, Chemie (EF) 5 Kosmetik 5. Lerngebiet: Anorganische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Allgemeine Chemie Säure-Base-Chemie Redoxchemie Festkörperchemie Radiochemie Komplexchemie Fotochemie  vertiefte Zusammenhänge der behandelten Teilgebiete erklären und anwenden.  für das Teilgebiet typische Experimente durchführen und erklären.  über einige ausgewählte Beispiele von anorganischen Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunft geben.  die Verbindung zu Vorgängen in der Natur und Technik herstellen. 6. Lerngebiet: Organische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Organische Synthese Stereochemie Biochemie Naturstoffchemie Petrochemie Farbstoffchemie  vertiefte Zusammenhänge der behandelten Teilgebiete erklären und anwenden.  für das Teilgebiet typische Experimente durchführen und erklären.  die Bedeutung der organischen Chemie für die Biologie und Pharmazie erläutern. 7. Lerngebiet: Physikalische Chemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Reaktionskinetik Thermodynamik Kristallographie Quantenchemie  vertiefte Zusammenhänge der behandelten Teilgebiete erklären und anwenden.  für das Teilgebiet typische Experimente durchführen und erklären.  die Bedeutung der behandelten Teilgebiete für das Verständnis natürlicher Phänomene AKSA, Chemie (EF) 6 8. Lerngebiet: Pharmakologie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Pharmazeutische Chemie Toxikologie Arzneimittelchemie Drogen und Doping  vertiefte Zusammenhänge der behandelten Teilgebiete erklären und anwenden.  für das Teilgebiet typische Experimente durchführen und erklären.  anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und Toxikologie 9. Lerngebiet: Umweltchemie (Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen)  Atmosphärenchemie Gewässerchemie Bodenchemie  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien der umweltchemischer Teilgebiete wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH CHEMIE Wochenstunden 2 2 2 Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Stoffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorg- falt auf die Anwendung allgemein akzeptierter mechanistischer und bindungstheoretischer Mo- delle gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zu- gleich Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzuden- ken. Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Pro- dukte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhal- tig beeinflussen, und soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Res- sourcen sensibilisieren. Dabei sollen sie zu einer sachlich kritischen Haltung geführt werden. Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich be- gründetes Weltbild aufzubauen. Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen einarbeiten zu können. Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders  Den naturwissenschaftlichen Ansatz der Problemanalyse und -lösung erlernen 2AKSA, Chemie (GLF)  Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens Im Team einen Sachverhalt praktisch erarbeiten, beschreiben und diskutieren Chemische Fachsprache korrekt anwenden Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben  Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournale, eigenständige Arbeiten) erstellen Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen Mit einem Tabellenkalkulationsprogramm Daten grafisch auswerten und interpolieren (lineare Regression) Simulationsprogramme anwenden  Online-Römpp (Chemie-Lexikon) benützen  Molekülzeichenprogramm Chem Draw anwenden  Intellektuelle Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 3AKSA, Chemie (GLF) 1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften  Chemie im  die Chemie als naturwissenschaftliche Disziplin situieren.  den Stellenwert der Chemie in der Gesellschaft abschätzen.  die nötigen Schritte von der Beobachtung zur Theorie umsetzen.  chemische Reaktionen von physikalischen Prozessen unterscheiden.  die Bedeutung naturwissenschaftlicher Modelle verstehen.  für das zu erklärende Phänomen das passende Modell auswählen.  entscheiden, auf welcher Ebene (Beobachtungsebene/Modellebene) welche fachlichen Begriffe verwendet werden dürfen.  das Konzept der kleinsten Teilchen  Stoffe mit ihren spezifischen Eigenschaften  Stoffsysteme definieren, beschreiben und  Stoffgemische aufgrund ihrer Eigenschaften bzw. Zustandsunterschiede mit geeigneten Trennmethoden fraktionieren. naturwissenschaftlichen Kontext  Naturwissenschaftlicher Lösungsansatz  Chemie-Physik  Modelle  Konzept der kleinsten Teilchen  Spezifische Eigenschaften zur Charakterisierung von Reinstoffen  Stoffsysteme  Fraktioniermethoden 2. Lerngebiet: Atombau (Atombau und Periodensystem)  Dalton-Modell  das Modell-Konzept von Dalton verstehen  die Chemische Reaktion als 4AKSA, Chemie (GLF)  Elektrische Ladung und Umgruppierung von Atomen, die Massenerhaltung, das Gesetz der konstanten Proportionen mit dem Dalton- Modell erklären.  die elektrostatische Wechselwirkung als grundlegendes Konzept in der Chemie anerkennen.  Anziehungs- und Abstossungskräfte mithilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen.  die Elementarteilchen und deren Eigenschaften aufzählen.  die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford  die Begriffe Nucleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren.  das Konzept des Bohr- bzw. Schalen- Modells verstehen und anwenden.  das energetische Konzept des Atoms mit dem Bohr- bzw. Schalen-Modell in Zusammenhang bringen.  ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken dargestellt werden, beschreiben und  das Konzept der Lewis-Formel verstehen  die Gestalt von kleinsten Teilchen mit der Keil/Strich-Schreibweise dreidimensional  Strukturen von kleinsten Teilchen mit der Skelettformel darstellen.  Systeme erkennen, die delokalisierte Elektronen enthalten.  Grenzstrukturen von Teilchen mit delokalisierten Elektronen zeichnen. Coulomb-Gesetz  Kern-Hülle-Modell  Bohr- bzw. Schalen-Modell  Kugelwolken-Modell  Lewis-Formel  Keil-Strich-Formel  Skelettformel und Keil-Strich- Skelettformel  Mesomerie 3. Lerngebiet: Periodensystem der Elemente (Atombau und Periodensystem)  Aufbau  die Systematik im Periodensystem verstehen und anwenden.  die Begriffe Metalle, Halbmetalle und 5AKSA, Chemie (GLF)  Regelmässigkeiten im Periodensystem  Zusammenhang Schalenmodell- Periodensystem Nichtmetalle definieren.  den Verlauf ausgewählter Eigenschaften in Bezug zur Stellung im Periodensystem  ausgewählte Eigenschaften innerhalb einer Periode oder Gruppe extrapolieren.  die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im Periodensystem der Elemente in Beziehung setzen. 4. Lerngebiet: Quantitative Aspekte der Chemie (Stoffumwandlungen)  Formelsprache  Masse und Stoffmenge  Ideales Gasgesetz  Konzentrationen  die chemische Formelsprache lesen und chemische Begebenheiten in Formelsprache ausdrücken.  Reaktionsgleichungen verstehen und korrekt formulieren.  für gegebene Stoffe relative Massen und molare Massen mithilfe des PSE  die Begriffe Stoffmenge und molare Masse  die Gleichung für die molare Masse  das ideale Gasgesetz verstehen und  den Begriff des molaren Volumens  die Gleichung für das molare Volumen  die gängigen Konzentrationen definieren und mit den entsprechenden Gleichungen 5. Lerngebiet: Chemische Bindung I (Chemische Bindung und Stoffklassen)  Elektronenpaarbindung  mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung  Formeln anhand der Edelgasregel, 6AKSA, Chemie (GLF)  Elektronegativität  Polarität der Bindung  Molekülgeometrie  Polarität der Verbindung Bindigkeitsregel und Mehrfachbindungsregel selbständig herleiten.  das Konzept der Elektronegativität nach Pauling verstehen und anwenden.  die Polarität einer Bindung anhand von EN- Werten abschätzen.  Partialladungen innerhalb einer Bindung  aufgrund des Elektronenpaarabstossungskonzepts die gängigsten Molekülgeometrien inklusive Bindungswinkel erklären und darstellen.  die Polarität einer Verbindung in der Modellebene bestimmen. 6. Lerngebiet: Chemische Bindung II (Chemische Bindung und Stoffklassen)  Ionenbindung  mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionenbindung und des Ionenverbands  die korrekte Reaktionsgleichung einer Salzbildungsreaktion herleiten.  Eigenschaften salzartiger Stoffe mit einem geeigneten Modell erklären.  die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen und deren Strukturformeln mit geeigneten Modellen zeichnen.  die systematische Nomenklatur der Salze  den Löseprozess auf der Modellebene  die elektrolytische Leitfähigkeit erklären.  das Prinzip der Elektrolyse erläutern.  Herleiten von Reaktionsgleichungen  Eigenschaften salzartiger Stoffe  Ein- und mehratomige Ionen  Nomenklatur der Salze  Lösen von Salzen  Ionenwanderung und Elektrolyse 7AKSA, Chemie (GLF) 1. Lerngebiet: Experimentieren  Sicherheitsaspekte  sich im Labor korrekt verhalten.  im Notfall das Sicherheitskonzept richtig  die Warnhinweise zu Gefahrstoffen  mit Chemikalien angemessen umgehen.  Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.  Glaswaren und Labor-Hilfsmittel problemgerecht einsetzen.  die gängigen Laborgeräte wie Bunsenbrenner, Waage, Magnetheizrührer, Pipetten fachgerecht einsetzen bzw. bedienen.  eine chemische Apparatur regelkonform aufbauen.  ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen.  aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.  die Genauigkeit von Messwerten  zwischen den Fehlerquellen unterscheiden.  die Fehlerfortpflanzungsrechnung  aufgrund der experimentellen Anforderungen entscheiden, welche Genauigkeit die eingesetzten Messgeräte aufweisen müssen.  ein den Vorgaben entsprechendes Laborjournal führen.  vorgabengetreue Laborberichte verfassen.  Daten über Stoffe in Printmedien und in elektronischen Referenzwerken nachschlagen.  Kenntnis von Glaswaren  Grundlegende Arbeitstechniken  Experimente  Messwerte, Fehler und Fehlerrechnung  Dokumentation  Chemielexika und Tabellenwerke 8AKSA, Chemie (GLF) 2. Lerngebiet: Chemische Bindung III (Chemische Bindung und Stoffklassen)  Metallbindung  Eigenschaften von Metallen  Legierungen  die Metallbindung als elektrostatische Wechselwirkung zwischen Atomrümpfen und frei beweglichen Valenzelektronen  ausgewählte Eigenschaften anhand des Metallbindungs-Modells erklären.  den Begriff „Legierung“ definieren.  ausgewählte Eigenschaften anhand der Struktur erklären. 3. Lerngebiet: Energetik (Stoffumwandlungen)  Energieformen  Energieerhaltung und -umwandlung  Enthalpie  Lösen von Salzen  thermische, chemische und nukleare Energie als innere Energieformen, potentielle und kinetische als äussere Energieformen beschreiben.  die Umwandlung von chemischer Energie in andere Energieformen und umgekehrt  den Energieerhaltungssatz nachvollziehen.  den Begriff Enthalpie/Reaktionsenthalpie  qualitative Enthalpiediagramme für ausgewählte Prozesse darstellen.  energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschätzen und mithilfe von Tabellenwerten berechnen.  den Begriff Gitterenthalpie definieren.  Gitterenthalpien aufgrund der strukturellen Daten der beteiligten Ionen abschätzen.  die Begriffe Hydratationsenthalpie und Lösungsenthalpie definieren.  den Lösungsprozess vom enthalpischen Gesichtspunkt aus untersuchen.  die Löslichkeit eines Salzes abschätzen.  den Begriff „schwerlösliches Salz“ erklären.  Gleichungen für Fällungsreaktionen 9AKSA, Chemie (GLF)  Entropie  Gibbs-Helmholtz-Beziehung herleiten.  den Begriff Entropie als Zustandsgrösse  den Zusammenhang zwischen Enthalpie und Entropie verstehen.  Entropieänderungen an Beispielen  die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge verwenden. 4. Lerngebiet: Struktur und Eigenschaft (Chemische Bindung und Stoffklassen)  Zwischenmolekulare Kräfte  Van-der-Waals-Kräfte  Dipol/Dipol-Wechselwirkungen  Wasserstoffbrücken  Zwischenmolekulare Kräfte und Eigenschaften der Stoffe  Strukturabhängigkeit der Stoffeigenschaften Die Schülerinnen und Schüler können.  zwischen Bindung und zwischenmolekularen Wechselwirkungen  den Siedepunkt als Mass der Stärke der zwischenmolekularen Kräfte erfahren.  die Entstehung der Van-der-Waals- Wechselwirkung erklären.  die Dipolarität von gegebenen Stoffen  die Dipol/Dipol-Wechselwirkung erklären.  die strukturellen Bedingungen, die zu Wasserstoffbrücken führen, verstehen.  Schmelz- bzw. Siedepunkte gegebenerer Stoffe voraussagen und/oder interpretieren.  die Löslichkeit gegebener Stoffe voraussagen und/oder interpretieren.  Eigenschaften von Stoffen anhand der Struktur (Modellebene) voraussagen.  aufgrund von Eigenschaften (Beobachtungsebene) die Struktur der kleinsten Teilchen postulieren. 5. Lerngebiet: Quantitative Aspekte der Chemie II (Stoffumwandlungen)  Stöchiometrie  stöchiometrische Berechnungen auf Basis der Kompetenzen des LG 4 1. Klasse 10AKSA, Chemie (GLF) 6. Lerngebiet: Kinetik (Stoffumwandlungen)  Teilchenkinetik  Reaktionsgeschwindigkeit  Katalytik  Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen  Dynamisches Gleichgewicht chemischer Reaktionen  Massenwirkungsgesetz  Le Châtelier-Prinzip  das Wesen der Teilchenbewegung in der Gasphase erklären.  Maxwell-Boltzmann-Verteilungsdiagramme nachvollziehen und für ausgewählte Beispiele skizzieren.  Bedingungen, unter welchen ein wirksamer Zusammenstoss stattfinden kann, aufzählen und beschreiben.  den Begriff der Reaktionsgeschwindigkeit  die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad  die RGT-Regel schildern und anwenden.  die Reaktionsgeschwindigkeitsgleichungen aufstellen.  das Funktionsprinzip Katalytik erklären.  anerkennen, dass chemische Reaktionen grundsätzlich umkehrbar sind.  das dynamische chemische Gleichgewicht auf Modellebene und mathematisch  den Reaktionsverlauf einer Gleichgewichtsreaktion graphisch  das Massenwirkungsgesetz qualitativ und quantitativ anwenden.  voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. 1. Lerngebiet: Chemische Reaktionen I (Stoffumwandlungen)  Säuren und Basen  die Begriffe Säure und Base sowie saure bzw. basische (alkalische) Lösung 11AKSA, Chemie (GLF)  Säure/Base-Reaktionen  Autoprotolyse  pH-Wert  Säurestärke  Pufferung  Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen von Protonen (Wasserstoffkationen)  das Pänomen der Autoprotolyse erfassen  den pH-Wert definieren.  pH-Berechnungen durchführen.  strukturelle Abhängigkeit der Säurestärke  die Säurekonstante als Mass für die Säurestärke herleiten.  die Gleichgewichtslage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben.  die Wirkungsweise eines Säure/Base- Puffers erklären. 2. Lerngebiet: Chemische Reaktionen II (Stoffumwandlungen)  Begriffe Reduktion und Oxidation  Redox-Reaktionen  Redoxreihe  Oxidationszahlen  Elektrochemische Prozesse  die Redoxreaktion als Elektronenübertragung definieren.  Teilgleichungen und Bruttoreaktionsgleichung von Redox- Reaktionen herleiten.  die Begriffe Oxidationsmittel und Reduktionsmittel definieren.  mithilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen voraussagen.  die Oxidationszahlen von Atomen in kleinsten Teilchen ermitteln.  mithilfe von Oxidationszahlen chemische Prozesse als Redox-Reaktionen identifizieren und Oxidation bzw. Reduktion kennzeichnen.  das Prinzip der elektrochemischen Stromerzeugung (Batterie, Akkumulator, Brennstoffzelle) erklären und anwenden.  mithilfe der Halbzellenpotentiale die Spannung von galvanischen Elementen 12AKSA, Chemie (GLF) 3. Lerngebiet: Organische Chemie  Definition der Disziplin der  den Begriff organische Chemie definieren.  die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms  funktionelle Gruppen erkennen und  organische Verbindung aufgrund der funktionellen Gruppen in die Verbindungsklassen einordnen.  die Begriffe Konstistutionsisomerie, Konfigurationsisomerie und Konformationsisomerie unterscheiden sowie deren jeweilige Unterkategorien  Chiralitätszentren bestimmen.  die Systematik der Benennung ausgewählter Verbindungen nach IUPAC (ohne CIP-Regeln) anwenden.  an ausgewählten Verbindungsklassen den Zusammenhang zwischen funktionellen Gruppen und Eigenschaften erklären.  Reaktionsgleichungen für ausgewählte organochemische Reaktionstypen herleiten. organischen Chemie  Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff  Funktionelle Gruppen und Verbindnungsklassen  Räumliche Struktur organischer Verbindungen  Nomenklatur in der organischen Chemie  Verbindungsklassen und Eigenschaften  Reaktionstypen Alte Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91, CH-5001 Aarau Telefon +41 62 834 67 00, info@altekanti.ch, www.altekanti.ch LEHRPLAN GYMNASIUM Grundlagenfach Deutsch Version August 2013 (Stand August 2022) Herausgeber Schulleitung Durch die Beschäftigung mit Literatur und Sprache begegnen die Schülerinnen und Schüler Welten, Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres Erfahrungsbereiches. Diese Horizonterweiterung unterstützt die Schülerinnen und Schüler in der Entfaltung und Erfahrung ihrer Persönlichkeit und ihrer sprachlich-kulturellen Identität. Der Deutschunterricht fördert die Verwendung der Sprache als Mittel der Verständigung, der Erkenntnis und des schöpferischen Ausdrucks. Er leistet in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Sprach- und Medienreflexion einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung kompetenter, verantwortungsbewusster, kritik- und genussfähiger Menschen. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler auf die zentralen mündlichen und schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums vorbereitet, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit komplexen Texten, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens. In diesem Sinne leistet der Deutschunterricht einen wichtigen Beitrag für die allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen. Die basalen fachlichen Kompetenzen (bfK) werden im Anhang ausgewiesen. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 2 / 12 Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders • Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen und deren Bedeutung für die zwischenmenschliche Interaktion sowie das gesamtgesellschaftliche Miteinander erkennen • Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen • Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten • Die eigenen Sprachkompetenzen realistisch einschätzen und Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung finden • Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten • In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten • Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umge¬hen • Sich in unterschiedlichen Situationen formal korrekt und kompetent äussern sowie überzeugend präsentieren • Adressaten-, situations- und mediengerecht sprechen und • Grundformen der Wissenschaftssprache verstehen und • Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen • Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen • Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen • Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen • Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb (3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Der Deutschunterricht vermittelt folgende Kompetenzen • Verschiedene Analyseverfahren für literarische Texte und Sachtexte kennen und anwenden • Texte verstehen, interpretieren und beurteilen • Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 3 / 12 Mit * versehene Punkte dienen in besonderem Masse der unter B (3) erwähnten Vorbereitung auf die Maturitätsarbeit. Textarten • Gebrauchstexte / Sachtexte verstehen und von literarischen Texten unterscheiden.* Gattungen • literarische Gattungen unterscheiden und charakterisieren sowie grundlegende literarische Fachbegriffe für die Analyse von lyrischen, epischen und dramatischen Texten Lesetechnik • verschiedene Lesetechniken und Strategien zum Leseverstehen anwenden.* Lesehaltung • Lesehaltungen bewusst wählen (Identifikation, Information, Unterhaltung, Analyse). Literaturgeschichte • die geschichtliche Dimension von Texten (Historizität) Interpretation • grundlegende Interpretationsverfahren unterscheiden (textimmanente und textübergreifende Verfahren).* Schreiben als Lernmittel • für das Lernen relevante Schreibtechniken anwenden (z.B. Mitschrift, Protokoll, Zusammenfassung). Schreibplanung • Schreiben als strukturierten Prozess gestalten. Schreiben als Kommunikationsmittel • ich-, sach- und adressatenbezogene Ebenen des Schreibens unterscheiden. Schreiben als Mittel der Reflexion • das eigene Schreiben einsetzen, um über Sachverhalte, Zusammenhänge und Prozesse nachzudenken und sie zu Argumentierendes Schreiben • zu altersgerechten Themen Pro- und Kontra-Argumente entwickeln und gewichten. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 4 / 12 Fiktionales Schreiben • Kriterien für fiktionales Schreiben umsetzen (z.B. Figuren entwickeln, Spannung aufbauen). • Erzählperspektiven bewusst wählen und gestalten. Nachschlagewerke • analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen.* Aktives Zuhören • aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören und Gehörtes wiedergeben. Sprechen • sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch • die Sprache durch paraverbale und nonverbale Mittel unterstützen. Gestaltendes Lesen / szenisches Umsetzen • Texte gestaltend lesen. • Texte szenisch umsetzen. Stellungnahme • kurze Redebeiträge prägnant formulieren. Diskussion • sich in eine Diskussion einbringen. Präsentieren • kleinere inhaltliche Einheiten adressatengerecht aufbereiten und präsentieren. Feedback • eine konstruktive, auf Kriterien basierende Rückmeldung geben und entgegennehmen. Grammatik • grundlegende Regeln in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik korrekt anwenden und auf ein Repertoire an grammatikalischen Begriffen zurückgreifen. Kommunikation • mündliche und schriftliche Kommunikationsprozesse Medien • eigene und gesellschaftliche Mediengewohnheiten erkennen und reflektieren. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 5 / 12 Textarten • die Argumentationsstruktur von Texten analysieren.* Gattungen • literarische (lyrische, epische und/oder dramatische) Ausdrucksformen vertieft analysieren. Literaturgeschichte • mindestens eine literarische Epoche in ihrer literaturgeschichtlichen Dimension erfassen. Interpretation • Interpretationsverfahren an komplexeren Texten anwenden.* • wesentliche Inhalte, thematische Schwerpunkte und Absichten erkennen und in Bezug auf das Textganze erschliessen und interpretieren.* • Stoffe / Motive erkennen und deren Ausprägung in verschiedenen Texten verfolgen. Literatur und Welt • Gelesenes zu sich und der Welt in einen bewussten Bezug Schreibprozess • eigene und fremde Texte kriteriengeleitet überarbeiten. Schreiben als Kommunikationsmittel • Texte wirkungsorientiert und publikumsbezogen Textarten • journalistische Textsorten unterscheiden und realisieren. Argumentierendes Schreiben • erörternde Texte bezüglich Inhalt, Aufbau und Form überzeugend gestalten. Fiktionales Schreiben • Merkmale der Kurzgeschichte erkennen und umsetzen. Wissenschaftliches Schreiben • Grundtechniken des wissenschaftlichen Schreibens anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese).* Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 6 / 12 Argumentieren • differenziert argumentieren und fremde sowie eigene Argumente kritisch würdigen. Diskussion, Gespräch, Debatte • Diskussionen problemorientiert führen und das Gespräch weiterbringen. Kommunikation • Kommunikationssituationen erfassen und bewusst gestalten. Rhetorik • grundlegende rhetorische Mittel benennen und wirkungsvoll einsetzen. Grammatik • Sätze analysieren und die Interpunktion korrekt Stil • stilistische Varianten in ihrer Wirkung unterscheiden und mündlich und schriftlich gezielt einsetzen. Sprachreflexion • sprachwissenschaftliche Probleme exemplarisch analysieren (z.B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie). • ihre Sprachbiographie reflektieren. • Merkmale journalistischer Textsorten erfassen. Medienkunde • sich in der Medienlandschaft orientieren (Produktionsbedingungen, Sprache und politische Tendenz von Medien einschätzen). Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 7 / 12 Literaturgeschichte • mehrere literarische Epochen exemplarisch in ihrer literaturgeschichtlichen Dimension erfassen. Interpretation • literarische Werke selbständig erarbeiten und anhand eigener Thesen deuten. Literarizität • Literatur als Konstrukt mit bestimmten Wirkungsabsichten erkennen. Wertung • ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text abgeben. Leseförderung und literarisches Gespräch • eine Lektüre selbständig erarbeiten und in geeigneter Form (z. B. Klassendiskussionen, Literaturclubs) in die Klasse einbringen. Schreibprozess • komplexere Texte planen, umsetzen und überarbeiten. Argumentierendes Schreiben • Fertigkeiten im erörternden Schreiben gezielt vertiefen. Fiktionales Schreiben • weitere Formen des fiktionalen Schreibens (z.B. innerer Monolog, Figurenrede, Dialog) themenbezogen und wirkungsvoll einsetzen. Diskussion, Gespräch, Debatte • verschiedene Redestrategien situations- und adressatenorientiert anwenden. Präsentieren • komplexe Inhalte situations- und adressatenorientiert aufbereiten und präsentieren. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 8 / 12 Sprachreflexion • sprachwissenschaftliche Probleme exemplarisch analysieren (z.B. Spracherwerb, Sprachwandel, Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimension der Sprachverwendung). Medienkunde • Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. Filme • Filme als eigenständige Kunstwerke verstehen und Elemente der Filmanalyse anwenden. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 9 / 12 Textarten • verschiedene Textarten (literarische und Sachtexte) selbständig und zielgerichtet erfassen und Literaturgeschichte • literaturgeschichtliche Epochen von der Aufklärung bis zur Gegenwart überblicken und charakterisieren. • Intertextuelle und interdisziplinäre Bezüge herstellen. Interpretation • formale und inhaltliche Aspekte (z.B. Gattungen, Motive, sprachlich-stilistische Eigenheiten oder thematische Schwerpunkte) in Bezug auf das Textganze erschliessen Wertung • die Relevanz literarischer Texte erkennen. Literatur und Welt • ausgehend von der Begegnung mit literarischen Texten eigene Positionen und Werte entwickeln und diese im persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld einbringen. Leseförderung und literarisches Gespräch • eigene Lektüreinteressen gezielt und eigenständig verfolgen sowie in geeigneter Form (z.B. Klassendiskussionen, literarische Clubs) in die Klasse einbringen. Schreibprozess • das eigene Schreiben bewusst gestalten, die eigenen Texte überarbeiten und reflektieren. Argumentierendes Schreiben • freiere Erörterungsformen umsetzen (z.B. Essay, Kolumne). • zu einem Kunstwerk ein fundiertes Werturteil abgeben (z.B. literarische Erörterung, Rezension). Fiktionales Schreiben • Form und Inhalt eigener Texte wirkungsvoll aufeinander abstimmen. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 10 / 12 Diskussion, Gespräch, Debatte • Diskussionen moderieren. • unmoderierte Gespräche über komplexe Sachverhalte • das eigene Sprechverhalten reflektieren. • ein (Prüfungs-)Gespräch kompetent und fachsprachlich adäquat gestalten. Medienkunde • Bedeutung, Wirkung und Wandel von Medien kritisch betrachten (Einfluss auf politische Debatten; Sprache und Macht). Sprachphilosophie • Einblick in das Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeit gewinnen. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 11 / 12 D.ANHANG 1 BASALE FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH DEUTSCH Lerngebiete Die Schülerinnen und Schüler können 1. Lesen 1.1 Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis • unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden. • die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte • den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen. 1.2 Literarische Texte • verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzenund eigene Interpretationsansätze entwickeln. • ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln. • den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltunganalysieren. 1.3 Sachtexte • Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerechtanwenden. • den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeitenund korrekt wiedergeben. • die Argumentationsstruktur von Sachtextenanalysieren. 2. Schreiben 2.1 Grundlagen • ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozessorganisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion). • Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht • das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt anwenden. • zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen. Alte Kantonsschule Aarau | Lehrplan Gymnasium | Deutsch (Grundlagenfach) 12 / 12 2.2 Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen. • überzeugend argumentieren. • Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden. 3. Zuhören und Sprechen 3.1 Grundlagen • aktiv und kritisch zuhören. • sich deutlich artikulieren. • sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch • sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffenausdrücken. 3.2 Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, • Rede, Statement). 3.3 Zuhören • einem längeren Beitrag inhaltlich folgen. • die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und 4. Sprach- und Medienreflexion 4.1 Grundlagen • Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen. • die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen. 4.2 Sprachwissenschaft • grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexionoder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen. 4.3 Medien • Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennenund reflektieren. • die Nutzung und Wirkung analoger und digitalerMedien kritisch hinterfragen. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ENGLISCH Gegenstand des Englischunterrichts sind die englische Sprache sowie die Literatur und Kultur der englischsprachigen Welt. Der Englischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöglicht eine situationsgerechte Interaktion auf Englisch. Der Unterricht entwickelt ein Bewusstsein für unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt gezielt den Erwerb der Grundfertig- keiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Englisch ist eine Lingua franca und das Erlernen die- ser Fremdsprache hilft, Strategien zu entwickeln, mit denen man sich in einer zunehmend mehrspra- chigen, globalisierten Welt orientieren kann. Die englische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der Werbung, im Sport, in den Unterhaltungsmedien und in der Jugendkultur und bietet daher für Jugendliche ein grosses Identifikationspotential. Zudem hat Englisch eine zentrale Stellung in den Wissenschaften, in der modernen Berufswelt und in den neuen Informationstechnologien. So schafft der Englischunterricht wichtige sprachliche Grundlagen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler später den Anforderungen in Studium und Beruf gerecht werden können. Durch die Auseinandersetzung mit einer Vielfalt von Texten und Medienbeiträgen aus dem angelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische Wahrnehmung sowie den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem begegnen sie Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eigene Welt und die eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren und sie als historisch und kulturell bedingt zu erfahren. Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern  Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen  Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen  Mitverantwortung für den Verlauf einer sprachlichen Interaktion übernehmen 2AKSA, Englisch (GLF) Respektvoll miteinander umgehen  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Bereitschaft, die Fremdsprache selbstverständlich und situationsgereicht einzusetzen  Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur mündlichen und schriftli - chen Verständigung einsetzen  Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen Kreativ mit Sprache umgehen Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren  Ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen  Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen Mit verschiedenen Medien kompetent und kritisch umgehen  Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der englischsprachigen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen (3) Querverbindung zu anderen Fächern In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer «lingua franca» zu. Das Fach kann deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für fächer - übergreifendes Arbeiten. Mögliche Vernetzungen: Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen Moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel Musische Fächer: z.B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien 3AKSA, Englisch (GLF) Niveau: A2-B1* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion  Grammatik der Stufe intermediate (z.B. tenses, state verbs, irregular verbs, passives, adjectives and adverbs)  grammatikalische Strukturen erkennen und  grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem).  Wortschatz des Lehrmittels mit punktuellen Ergänzungen  Phonetik  den bereits erworbenen Wortschatz anwen-  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes steigern.  Wörterbücher benutzen (gedruckt und online).  die phonetische Schrift als Instrument für die genaue Aussprache nutzen.  punktuelle Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären. 4AKSA, Englisch (GLF)  Unterrichtsgespräche und Redebeiträge von Schülerinnen und Schülern auf Englisch  Einfache bis mittelschwere (authentische) Hörbeispiele (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte)  den Unterrichtsgesprächen und Redebeiträgen weitgehend folgen.  die Hauptpunkte von Hörbeispielen verstehen, insbesondere wenn diese durch Bilder, Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt wer-  Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen, Gespräche über literarische Werke)  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  sich, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt, ausdrücken.  sich selbständig an einfachen, verschiedenartigen Gesprächen (z.B. in Alltagssituationen) beteiligen.  einen längeren Redebeitrag über ein vertrautes Thema machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).  Einfache literarische und nicht literarische Originaltexte  Lesestrategien (z.B. Inhalte vorhersagen, Globalverstehen, Mindmap)  Vorlesen  Texte verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.  verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden.  korrekt und sinngemäss vorlesen.  Kohärente, einfache, auch kreative Texte verfassen (z.B. persönliche Briefe, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare)  Notizen  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und  einfache kürzere Texte schreiben.  Notizen erstellen. 5AKSA, Englisch (GLF)  Textanalyse und Interpretation anhand von Lehrmitteltexten und stufengerechten Originaltexten (z.B. Jugendliteratur, kürzere Romane, Kurzgeschichten, Artikel)  Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. Erzähler, Handlung, Schauplatz)  einfache Originaltexte lesen und verstehen.  relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen, interpretieren und kommentieren.  zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen.  einfache Grundbegriffe der Literaturanalyse verstehen und anwenden anhand der jeweiligen Lektüre.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  einfache Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu  über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen sprechen. Niveau: B1 1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion  Grammatik der Stufe intermediate: Vertiefung und Erweiterung (z.B. conditionals / mixed conditionals, relative clauses, reported speech, modals, phrasal verbs, verb patterns (gerund / infinitive))  grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen.  Wortschatz des Lehrmittels mit punktuellen Ergänzungen  Lexikalische und morphologische Strukturen (z.B. verb patterns, word formation)  Idiomatische Strukturen (z.B. collocations, phrasal verbs)  ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes erweitern.  Wörterbücher benützen.  lexikalische und morphologische Strukturen erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.  idiomatische Strukturen erkennen und an- 6AKSA, Englisch (GLF)  Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion  die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten und mündlichen Beiträgen (z.B. politische Reden und Werbesprache) ansatzweise reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen.  punktuelle Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.  Unterrichtsgespräche auf Englisch  Mittelschwere (authentische) Hörbeispiele gemäss Lehrmittel und andere (z.B. Nachrichtensendungen für Sprachlernende, Songs, Ausschnitte aus TV- Shows)  dem Unterrichtsgespräch folgen.  Hörbeispiele des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.  die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörbeispiele verstehen, wenn Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird.  Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen über Literatur und andere Themen, Präsentationen, längere Redebeiträge)  relativ fliessend frei sprechen.  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen.  sich an einfachen (Unterrichts-)Gesprächen beteiligen.  längere Redebeiträge halten.  Mittelschwere Texte im Rahmen des Lehrmittels, mittelschwere authentische Sach- und literarische Texte  Lesestrategien (z.B. Überschriften, Schlüsselwörter)  Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen. 7AKSA, Englisch (GLF)  Kohärente, mittelschwere, auch kreative Texte (z.B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen, Berichte über Umfragen)  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  unterschiedliche Textsorten schreiben.  Textanalyse und Interpretation anhand von stufengerechter Originalliteratur (z.B. kürzere Romane, Theaterstücke)  Vertiefung der Begriffe der Literaturanalyse (z.B. Erzählperspektive)  mittelschwere Originaltexte lesen und ver-  relevante Aspekte des Werkes verstehen, interpretieren und kommentieren.  zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen.  Begriffe der Literaturanalyse verstehen und  einfache stilistische Mittel erkennen.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  Eigenheiten anderer Kulturen anhand englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benennen.  ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit ‚Andersartigkeit’ pflegen. Niveau: B2 1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion 8AKSA, Englisch (GLF)  Ergänzung und Vertiefung der Grammatik der ersten zwei Jahre / Grammatikthemen der Stufe upper-intermediate / advanced (z.B. participle clauses, nonfinite verb forms, articles, adverbs and their position)  grammatikalische Strukturen erkennen und  Wortschatz eines allenfalls vorhandenen Lehrmittels und im Zusammenhang mit Klassenlektüren und behandelten Themen  ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden.  einsprachige Wörterbücher benutzen (z.B. OALD).  Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion  Register (z.B. Verwendung des Passivs in formellen Briefen, Gebrauch phrasal verbs)  die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten und mündlichen Beiträgen (z.B. politische Reden und Werbesprache) reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen.  Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.  verschiedene sprachliche Register unter-  Unterrichtsgespräche auf Englisch  Längere authentische, auch schwierigere, Hörbeispiele aus Lehrmittel und anderen Quellen (z.B. Nachrichtensendungen, Ausschnitte aus TV-Beiträgen, Bild- und/oder Tonmaterial)  dem Unterrichtsgespräch folgen.  Redebeiträge verstehen und komplexer Argumentation zu weniger vertrautem Thema folgen.  die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörbeispielen zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen. 9AKSA, Englisch (GLF)  Längere Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen über ein literarisches Werk oder gesellschaftliches Thema, Präsentationen, längere Redebeiträge)  relativ fliessend sprechen.  ein ausreichend breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen.  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über im Unterricht gelesene Texte beteiligen.  Redebeiträge klar strukturiert und überzeugend präsentieren.  die eigene Argumentation auf die Zuhörerschaft abstimmen, auf Rückfragen adäquat reagieren und die eigene Meinung auf einfache, aber schlüssige Art begründen.  Aktuelle Medienbeiträge (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews)  Mittelschwere bis anspruchsvolle Sach- und literarische Texte  Lesestrategien (z.B. genaues Lesen)  aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien (wie Hauptargumente) analysieren und kritisch reflektieren.  Informationen aus verschiedenen Sachtexten und literarischen Texten weitgehend selbständig zu neuen Zusammenhängen verbin-  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen.  Kohärente, eher formelle mittelschwere bis anspruchsvolle Texte (z.B. Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe, Aufsätze)  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  verschiedene Textsorten produzieren.  klar aufgebaute, längere Texte adressaten- und situationsgerecht schreiben. 10AKSA, Englisch (GLF)  Weitgehend eigenständige Literaturanalyse und Interpretation anhand von stufengerechter Originalliteratur (aus verschiedenen Epochen und/oder Genres) oder thematischer Literatur  Weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. stilistische Mittel)  literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verste-  sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen.  in verschiedenen Sozialformen für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes  literarische Texte verstehen und literaturanalytische Aspekte erkennen und erklären kön-  Begriffe der Literaturanalyse verstehen und Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen  Literatur im Kontext  in einem literarischen Text verschiedene interpretationsrelevante Aspekte erkennen, benennen und beschreiben.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen.  englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflek- Niveau: B2/C1 1. Lerngebiet: Sprachtraining und Sprachreflexion  Grammatik im Kontext / Grammatikthemen der Stufe advanced (z.B. inversion, complex passive structures)  ihre Kenntnisse der englischen Grammatik vertiefen und anwenden. 11AKSA, Englisch (GLF)  Wortschatz eines allenfalls vorhandenen Lehrmittels / im Zusammenhang mit Klassenlektüren und behandelten Themen  individuell ihren Wortschatz erweitern.  einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht anwenden.  Gesellschaftliche, sprachvergleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion  die Wirkung der englischen Sprache in literarischen und nicht literarischen Texten sowie mündlichen Beiträgen reflektieren und kritisch betrachten.  Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der englischen Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.  Unterrichtsgespräche auf Englisch  Anspruchsvolle, authentische Hörbeispiele  dem Unterrichtsgespräch folgen.  längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind.  Hörbeispiele mit regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob einordnen und in den Hauptpunkten  Längere Redebeiträge (z.B. Unterrichtsgespräche, Rollenspiele, Diskussionen über ein literarisches Werk oder ein aktuelles kontroverses Thema, Präsentationen, längere Redebeiträge)  sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation entsprechend relativ stilsicher  eine breite Palette an Redemitteln klar und ohne sich stark einzuschränken einsetzen.  ein Thema mit hohem Informationsgehalt selbständig planen, klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantwor-  ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen. 12AKSA, Englisch (GLF)  Anspruchsvolle, authentische Sachtexte (z.B. Zeitungen, Fachmagazine oder Internetseiten)  Anspruchsvolle, authentische literarische Texte  Lesestrategien (z.B. Feinheiten)  authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen.  anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen.  Kohärente, anspruchsvolle, auch kreative Texte (z.B. Aufsätze, Rezensionen, Erörterungen, fiktionale Texte)  umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel).  sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken.  überzeugend argumentieren.  Informationen verarbeiten, um sie in klar strukturierter, kohärenter Form darzustellen.  unterschiedliche längere Texte schreiben.  Stilmittel und Register anwenden.  Eigenständige Literaturanalyse und Interpretation anhand von komplexen Originaltexten (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen oder Themengebieten  Begriffe der Literaturanalyse  literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verste-  Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen, interpretieren und verschiedene Interpretationen zulassen und einen Bezug zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt schaffen.  selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten.  literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen.  die für die Literaturanalyse relevanten Fachbegriffe sicher auf den literarischen Text an- 13AKSA, Englisch (GLF) Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen  Literatur im Kontext  Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums, auch im Vergleich, verstehen.  authentische englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH FRANZÖSISCH Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, Menschen heranzubilden, die kompetent mit Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können. Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompe - tenzen in den Lerngebieten Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) fördert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur kommt im Französischunter - richt eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Handelns, was ihnen erlaubt, über ihre eigene Welt, ihre Identität und ihre Werte nachzudenken. Auch vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieser vielfältige Umgang mit Sprache und Literatur lässt den Schülerinnen und Schülern auch Freiraum für das Er - kunden kreativer Aspekte der Sprache. Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit. Gute Französischkom - petenzen erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusam - menarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen 2AKSA, Französisch (GLF) Kreativ mit Sprache umgehen Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren  Ein- und zweisprachige Wörterbücher und andere Nachschlagewerke gezielt einsetzen Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren  Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache sowie für gesellschaftspolitische Fragen und Entwicklungen in der frankophonen Welt entwickeln 3AKSA, Französisch (GLF) Niveau: A2-B1* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen  Morphologische und syntaktische Grundstrukturen (Verben, Zeiten, Satzbau, Objekt- und Adverbialpronomen, Adjektive/Adverbien, hypothetische Sätze)  bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.  neu erlernte Grundstrukturen in Schrift und Sprache anwenden. (Grundwortschatz)  den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt-  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachvergleiche  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Französisch und anderen Schulsprachen erkennen und nutzen.  Deutlich und relativ langsam  einen Redebeitrag global verstehen. gesprochene einfache Redebeiträge und Standardsprache (z.B. Alltagsgespräch, Diskussionen, 4AKSA, Französisch (GLF) didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufgebaute Präsentationen)  Verstehensstrategien (z.B. W- Fragen, Vorkenntnisse)  das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in stufengerechtem Französisch verstehen.  einfache Verstehensstrategien anwenden.  Redebeiträge mit weitgehend bekannten Vokabeln und Strukturen (z.B. vorbereitete Rollenspiele, vorbereitete Diskussionen, vorbereitete Präsentationen und Kurzreferate, einfache Stellungnahmen,  Regeln der französischen Aussprache anwen-  sich in vorbereiteten Beiträgen (zu Gegenständen, Personen, Bildern und einfachen Sachverhalten) verständlich ausdrücken.  an Diskussionen teilnehmen und sich in einfachen Stellungnahmen weitgehend spontan  einen strukturierten Redebeitrag halten.  am Unterrichtsgespräch teilnehmen.  Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, einfache Medientexte, private Briefe)  Lesestrategien (z.B. Globalverstehen, Mindmap)  Texte global verstehen.  die explizite Struktur eines Textes erkennen.  weitgehend korrekt vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext  Texte grob zusammenfassen.  Einfache Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Themen (z.B. Beschreibungen, kurze Kommentare, Interview, innerer Monolog, Dialog)  Texte auf dem Zielniveau A2-B1 weitgehend korrekt schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten 5AKSA, Französisch (GLF)  Textanalyse  Grundbegriffe der Literaturanalyse  Literaturgeschichte (20. und 21. Jahrhundert)  die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben und  die Entwicklung der Figuren und der Handlung erläutern.  die Themen erkennen und diskutieren.  Autor, Erzähler und Figuren unterscheiden.  vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit  den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eigenen Worten Grobinhalt: Civilisation und  Einfache Themen aus der Frankreichs bzw. der Frankophonie, (z.B. Regionen und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit französischsprechender Jugendlicher) anhand von einfachem Bild- und/oder Tonmaterial (z.B. Chansons, Filme, Medientexte)  ausgewählte Themen erarbeiten und mit eigenen Worten wiedergeben.  gesellschaftliche Themen in verschiedenen Medienerzeugnissen erkennen und  alltägliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der eigenen und der fremden Erfahrungswelt erkennen. Niveau: B1  Morphologische und syntaktische Grundstrukturen (subjonctif, Relativpronomen, Verneinung, indirekte Rede, gérondif)  bereits erworbene morphologische und syntaktische Strukturen anwenden.  neu erlernte Strukturen in Schrift und Sprache anwenden. 6AKSA, Französisch (GLF) (Grundwortschatz)  den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt-  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachvergleiche  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  die Ziele des Übens erkennen und das Lernen entsprechend gestalten.  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Französisch und anderen Schulsprachen erkennen und nutzen.  Deutlich gesprochene  die Hauptpunkte eines Redebeitrags  das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in stufengerechtem Französisch verstehen.  verschiedene Verstehensstrategien authentische Redebeiträge und Standardsprache (z.B. didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufgebaute Präsentationen)  Verstehensstrategien (z.B. Vorkenntnisse, Themen definieren, Struktur, Hypothesen)  Redebeiträge mit weitgehend bekanntem Wortschatz und weitgehend bekannten  sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken.  an Diskussionen teilnehmen und ihre 7AKSA, Französisch (GLF) Strukturen (z.B. Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen, Meinung ausdrücken und begründen.  Wünsche, Perspektiven und Erfahrungen  Referate zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades halten.  am Unterrichtsgespräch teilnehmen.  Literarische und nicht literarische Texte einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrades (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, Medientexte)  Lesestrategien (z.B. Textscanning, Schlüsselwörter, Überschrift)  Texte weitgehend verstehen.  längere Lesepensen bewältigen.  weitgehend korrekt, fliessend und sinngebend vorlesen.  die Struktur eines Textes erkennen und  Unverstandenes durch den Kontext  Texte sinnvoll zusammenfassen.  Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Strukturen (z.B. Stellungnahme, Kommentar, Brief, innerer Monolog, Dialog, cahier de lecture)  Schreibstrategien (z.B. Schreibhilfen, Versatzstücke, Mustertexte)  Texte verständlich und kohärent schreiben.  Texte strukturieren.  schreibend kommunizieren.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  einfache Schreibstrategien anwenden.  Textanalyse  einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen.  die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und  Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung  Bezug zur eigenen Lebenswelt herstellen. 8AKSA, Französisch (GLF)  Grundbegriffe der Literaturanalyse  Literarische Formen  Literaturgeschichte (20. und 21. Jahrhundert)  Eigenheiten in der Textgestaltung sowie in der Zeichnung von Erzähler und Figuren  Erzählung, Poesie und Theater  elementare Informationen zum Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten  das Werk geschichtlich und gesellschaftlich grob einordnen. Grobinhalt: Civilisation und  Themen aus der Gesellschaft und Kultur der Frankreichs bzw. der Frankophonie, (z.B. die Lebenswirklichkeit französischsprechender Menschen) anhand von einfachem Bild- und/oder Tonmaterial (z.B. Chansons, Filme, Medientexte)  ausgewählte Aspekte der Kultur in eigenen Worten beschreiben und dazu Stellung nehmen.  gesellschaftliche Themen in Spielfilmen / anderen Medienerzeugnissen erkennen und  Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der eigenen und der fremden Erfahrungswelt erkennen und gegenüberstellen. Niveau: B1-B2  Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen (Nebensatzsyntax, finite und infinite Formen, Verbergänzung, Passiv)  die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Strukturen sicher anwenden.  neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen in Schrift und Sprache anwenden.  Wortfeldarbeit (Grund- und Aufbauwortschatz)  den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu 9AKSA, Französisch (GLF) Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Vokabular in einen passenden Kontext  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachregister  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  die Ziele des Übens erkennen und das Lernen entsprechend gestalten.  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  verschiedene Sprachregister wie français familier, argot, langage des jeunes  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.  Authentische, klar strukturierte längere Redebeiträge und Standardsprache (z.B. Bild- und/oder Tonmaterial, längere  Redebeiträge weitgehend verstehen.  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen weitgehend  Redebeiträge zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen,  sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken.  sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten. 10AKSA, Französisch (GLF)  Präsentationen zu komplexeren Themen halten.  Literarische und nicht literarische Texte (z.B. Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke, Medientexte)  Lesestrategien (z.B. Struktur)  Texte und Textpassagen analysieren und  Texte selbständig lesen und erarbeiten.  sinngebend vorlesen.  anhand von Lesestrategien Unverstandenes  Texte präzis zusammenfassen.  Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen  Textsorten  Schreibstrategien (z.B. Text anpassen, Frageraster, Gliederung, Strukturwörter)  Texte verständlich und sprachlich weitgehend korrekt schreiben.  Texte strukturieren.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  die Textsortenmerkmale für fiktionale oder argumentative Texte auf den eigenen Text  Schreibstrategien benutzen.  Textanalyse  Grundbegriffe der Literaturanalyse  Literarische Formen  einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen.  einen literarischen Text unter verschiedenen Aspekten analysieren und interpretieren.  Erzählperspektiven unterscheiden.  elementare rhetorische Figuren benennen.  die für die Literaturanalyse relevanten Fachbegriffe auf den literarischen Text  Erzählung, Poesie, Theater und Roman 11AKSA, Französisch (GLF)  Literaturgeschichte (17. bis 21. Jahrhundert)  den literaturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben.  literarische Werke verschiedener Epochen unter Berücksichtigung des geschichtlichen und kulturellen Umfelds lesen und Grobinhalt: Civilisation und Frankreichs bzw. der Frankophonie (z.B. nordafrikanische Kultur, Einwanderung, Identität, Religion, Banlieue) anhand von Bild- und/oder Tonmaterial (z.B. Chansons, Filme, Medientexte usw.)  ausgewählte Themen der Kultur analysieren und dazu kritisch Stellung  die spezifischen Eigenheiten der jeweiligen Kultur zuordnen.  die Bedeutung der aussereuropäischen Literatur wahrnehmen.  gesellschaftliche Themen in Spielfilmen / anderen Medienerzeugnissen erkennen und Niveau: B2  Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen  Grammatik im Kontext  Wortarten (z.B Konjunktionen und Präpositionen)  die bereits erworbenen morpho- syntaktischen Grundstrukturen sicher und korrekt  die Grammatik kontextkonform anwenden (z.B. Übersetzen).  die Wortarten als Strukturwörter in ihre sprachliche Produktion einbauen. 12AKSA, Französisch (GLF)  Wortfeldarbeit (Grund- und Aufbauwortschatz)  den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu sicher  den Wortschatz differenzieren und den neu  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Vokabular in einen passenden Kontext setzen.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachregister  Sprachbewusstsein  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  die Ziele des Übens erkennen und das Lernen im Hinblick auf die Maturitätsprüfung selbständig gestalten.  verschiedene Sprachregister wie français familier, argot, langage des jeunes unterscheiden und sich selbst stilsicher  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.  anhand des zunehmenden Wissens über die Sprache das praktische Sprachhandeln unterstützen.  das Sprachbewusstsein zur Analyse und Erschliessung von Texten einsetzen.  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und/oder Tonquellen, komplexere  Redebeiträge weitgehend umfassend 13AKSA, Französisch (GLF)  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle Themen verstehen.  Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen,  sich sach-, adressaten- und situationsgerecht  sich kritisch äussern und überzeugend argumentieren.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.  Präsentationen zu komplexen Themen halten.  Literarische und nicht literarische Texte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades (z.B. Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  Lesestrategien (z.B. Kontext, Struktur, Verknüpfungen)  die Struktur und die Argumentation in einem Text analysieren.  Texte interpretieren bzw. kritisch reflektieren.  Texte selbständig lesen und erarbeiten.  sinngebend vorlesen.  anhand von verschiedensten Lesestrategien unbekannte Inhalte erschliessen.  Längere Texte zu allgemeinen  Texte verständlich und logisch und sprachlich  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  Texte der Textsorte angemessen schreiben.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen. und literarischen bzw. kulturellen Themen  Textsorten  Schreibstrategien (z.B. Texte anpassen, Darstellungsformen vertexten, Schreibplan)  Textanalyse  einen literarischen Text unter verschiedenen Aspekten analysieren und interpretieren. 14AKSA, Französisch (GLF)  Begriffe der Literaturanalyse  Literarische Formen  Literaturgeschichte (17. bis 21. Jahrhundert)  die für die Literaturanalyse relevanten Fachbegriffe sicher auf den literarischen Text  literarische Formen erkennen und verwenden.  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text  den Text als Ausdrucksmittel eines Autors und als Dokument einer Epoche bzw. einer kulturellen Identität erkennen. Grobinhalt: Civilisation und Frankreichs bzw. der Frankophonie (z.B. 2. Weltkrieg, Französische Revolution, Jugendkultur) anhand von Bild- und/oder Tonmaterial (z.B. Chansons, Filme, Medientexte, Poetry Slam usw.)  ausgewählte Themen der Kultur analysieren und dazu kritisch und fundiert Stellung nehmen.  die spezifische Eigenheiten der jeweiligen Kultur zuordnen und vergleichen.  die Bedeutung der aussereuropäischen Literatur erkennen und analysieren.  gesellschaftliche Themen in Spielfilmen / anderen Medienerzeugnissen kritisch beleuchten. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH FRANZÖSISCH Das Schwerpunktfach Französisch vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Der Unterricht fördert den breit angeleg - ten Kontakt zu Gesellschaft, Literatur und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie, insbesondere des Maghreb. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur, ergrün- den deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext und lernen die wesentlichen kulturhistorischen Epochen Frankreichs kennen. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen, wie Film und Malerei, schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und kreati - ver Umsetzung. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, das eigene Weltverständnis zu relativieren. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie führt die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Anteilnahme und zum Überdenken der eigenen Lebensrealität, d.h. zu einem umfassenderen und umsichtigeren Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung. Im Laufe der zwei Kursjahre erlangen die Schülerinnen und Schüler ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und Kulturraum, fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren. Somit unterstützt der Französischunterricht im Schwerpunktfach die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompeten - zen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schülern folglich die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. Das Schwerpunktfach Französisch fördert besonders  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen erkennen AKSA, Französisch (SPF) 2  Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren  Die eigene Fremdsprachenkompetenz einschätzen und das eigene Lernen planen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen und tolerant sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Sich im Unterricht aktiv einbringen und die eigene Kommunikationsfähigkeit erweitern  Mit der französischen Sprache kreativ umgehen Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren  Ein- und zweisprachige Wörterbücher und Nachschlagewerke gezielt nutzen Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen  Kompetent online recherchieren (z.B. Wörterbücher, Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Arbeits- und Kommunikationsmedium versiert einsetzen Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen  Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln  Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung verstehen und schätzen  Betroffenheit und Anteilnahme gegenüber gesellschaftlichen Fragen und Veränderungen in der frankophonen Welt entwickeln  Werke und Epochen der französischen Kulturgeschichte in ihrer Bedeutung und Beispielhaftigkeit erleben AKSA, Französisch (SPF) 3 Niveau: B2* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen  Morphologische und syntaktische Grund-und Aufbaustrukturen (z.B. Nebensatzsyntax, finite und infinite Formen, Verbergänzung, Passiv)  Vervollständigung der Grammatikkentnisse  Wortarten (z.B. Konjunktionen und Präpositionen)  die bereits erworbenen Grundstrukturen  neue, komplexere syntaktische Aufbaustrukuren bilden und anwenden.  ihr morphosyntaktisches Repertoire differenzieren und festigen.  verschiedene Wortarten unterscheiden.  die Wortarten als Strukturwörter gewandt in ihre sprachliche Produktion einbauen.  Wortfeldarbeit (Grund- und Aufbauwortschatz)  den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Vokabular in einen passenden Kontext  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  die Ziele des Übens erkennen und das Lernen entsprechend gestalten.  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen. AKSA, Französisch (SPF) 4  Verschiedene Sprachregister  verschiedene Sprachregister wie français familier, argot, langage des jeunes differenziert unterscheiden.  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen (z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen aus Latein, Italienisch, Spanisch).  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Standardsprache (z.B. Bild- und/oder Tonmaterial, längere  Verstehensstrategien (z.B. Globalverständnis anhand von Leitfragen)  Redebeiträge weitgehend verstehen.  in längeren Redebeiträgen und Präsentationen auch komplexerer Argumentationen folgen.  Verstehensstrategien zur Erschliessung des gesamten Redebeitrages nutzen.  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen weitgehend  Längere und ausführliche Redebeiträge mit erweitertem Wortschatz und komplexeren Strukturen zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, szenische Darbietungen,  sich spontan, fliessend und weitgehend korrekt äussern.  argumentieren und Stellung nehmen.  an einer Diskussion teilnehmen und sie  klar und strukturiert präsentieren.  szenische Beiträge leisten.  sich aktiv am Unterrichtsgespräch beteiligen.  Literarische und andere Texte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades (z.B. Theaterstücke, Medientexte, Sekundärliteratur)  Lesestrategien (z.B. Vorwissen,  Texte und Textpassagen analysieren und  das selbständige Lesen planen.  sinngebend vorlesen.  Texte selbständig erarbeiten.  anhand von Lesestrategien Unverstandenes AKSA, Französisch (SPF) 5 Struktur, Verknüpfungen) erschliessen.  Texte präzis zusammenfassen.  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen  Textsorten  Schreibstrategien (z.B. Text anpassen, Frageraster vervollständigen, Gliederung vorbereiten, sich geeigneter Strukturwörter bedienen)  Texte verständlich, strukturiert und sprachlich weitgehend korrekt schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  die Textsortenmerkmale für fiktive, argumentative oder persönliche Texte auf den eigenen Text anwenden.  Schreibstrategien sinnvoll anwenden.  Textanalyse  Begriffe der Literaturanalyse  Literarische Formen (Poesie, Theater, narrative Texte)  Grundbegriffe der Filmanalyse  Querverbindungen zu Film, Kunst und Musik  einen literarischen Text analysieren und  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich  die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe wie Figur, Erzählsituation, narrative Struktur, Dramaturgie, rhetorische Figuren auf den literarischen Text anwenden.  Stilmerkmale und rhetorische Figuren erkennen und beschreiben.  einen literarischen Text auf seine  die für die Filmanalyse relevanten Grundbegriffe wie Einstellung, Perspektive, Erzählweise anwenden.  die Wirkung des Musikeinsatzes in Filmen erkennen und diskutieren.  ausgewählte Werke des Films, der Kunst und der Musik als kulturellen Kontext der AKSA, Französisch (SPF) 6 Literatur erkennen und interpretieren. Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades unter Berücksichtigung literarischer Epochen und Strömungen seit dem 17. Jahrhundert (z.B. Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des Lumières, Flaubert et le réalisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Camus / Sartre et l’existentialisme, le roman actuel / Neuerscheinungen)  ausgewählte literarische Epochen und Strömungen beschreiben und einordnen.  die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erkennen.  selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten. Grobinhalt: Civilisation und Frankreichs bzw. der Frankophonie (z.B. nordafrikanische Kultur und Einwanderung, Religion und Identität, Politik der Banlieue, Frankreich im 2. Weltkrieg, actualité politique et sociale)  Chansons, Filme, Medien- und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam  ausgewählte Themen aus der Kultur analysieren, kritisch hinterfragen, verstehen und präsentieren.  eine differenzierte und offene Beziehung zur Gegenwart und zur Vergangenheit der Romandie, Frankreichs und der frankophonen Welt aufbauen.  Filme und andere Medienerzeugnisse aufgrund ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz interpretieren und Niveau: B2-C1  Morphologische und  die bereits erworbenen Grundstrukturen AKSA, Französisch (SPF) 7 syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen  Grammatik im Kontext  neue komplexere syntaktische Aufbaustrukuren bilden und sicher und  die Grammatik kontextkonform anwenden (z.B. beim Übersetzen).  Wortfeldarbeit (Grund- und Aufbauwortschatz)  einen breiten Wortschatz sicher und situationsgerecht anwenden.  den Wortschatz stetig verfeinern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  ausgewählte idiomatische Strukturen Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Vokabular in einen passenden Kontext  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Verschiedene Sprachregister  Sprachbewusstsein  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  die Ziele des Übens erkennen und das Lernen im Hinblick auf die Maturitätsprüfung selbständig gestalten.  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  verschiedene Sprachregister wie français familier, argot, langage des jeunes unterscheiden und sich selbst stilsicher  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen (Deutsch, Latein, Italienisch, Spanisch) herstellen.  anhand des zunehmenden Wissens über die Sprache das praktische Sprachhandeln unterstützen.  das Sprachbewusstsein zur Analyse und Erschliessung von Texten einsetzen. AKSA, Französisch (SPF) 8  Authentische, komplexe Redebeiträge und Sprechsituationen nicht nur in Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und/oder Tonquellen, komplexe  Verstehensstrategien (z.B. zentrales Thema und Aufbau der Argumentation erfassen, Schlüsselwörter identifizieren)  Redebeiträge umfassend verstehen.  in längeren Redebeiträgen und Präsentationen auch komplexer Argumentationen folgen.  Verstehensstrategien anwenden.  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle Themen verstehen.  Längere und ausführlichere Redebeiträge mit erweitertem Wortschatz und komplexen Strukturen zu anspruchsvolleren literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, szenisches Arbeiten, Unterrichtsgespräch)  sich spontan, fliessend, frei und korrekt  sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken.  argumentieren, ihren Standpunkt begründen und vertreten.  an einer Diskussion teilnehmen und sie  klar, strukturiert und überzeugend  sich aktiv und stichhaltig am Unterrichtsgespräch beteiligen.  Anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte (z.B. Theaterstücke, Medientexte, Sekundärliteratur, Sachtexte)  Lesestrategien (z.B. Kontext, Rekapitulation, Formulieren von Fragen an den Text)  Texte zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren.  Texte selbständig lesen, erarbeiten und  korrekt und sinngebend vorlesen.  verschiedene Lesestrategien sinnvoll und kompetent anwenden. AKSA, Französisch (SPF) 9  Komplexere Texte zu anspruchsvollen allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen  Unterschiedliche Textsorten  Schreibstrategien (z.B. einen Text anpassen, Darstellungsformen vertexten, Schreibplan)  Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich weitgehend korrekt schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  Texte der Textsorte angemessen schreiben.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.  Schreibstrategien sinnvoll und kompetent  Texte sicher und gewandt verfassen.  Textanalyse  Begriffe der Literaturanalyse  Literarische Formen (Posie, Theater, narrative Texte)  Querverbindungen zu Film, Kunst und Musik  die fiktionale Dimension eines Textes  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich überzeugend darlegen.  wichtige Begriffe der Literaturanalyse wie Figur, Erzählsituation, narrative Struktur, Dramaturgie, rhetorische Figuren am Beispiel eines Textes erläutern.  einen literarischen Text mit den relevanten Grundbegriffen der Literaturanalyse  Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben.  einen literarischen Text auf seine gattungs- und formspezifischen Merkmale hin  ausgewählte Werke des Films, der Kunst und der Musik als kulturellen Kontext der Literatur erkennen und interpretieren. Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert unter Berücksichtigung literarischer Epochen und Strömungen seit dem 17. Jahrhundert (z.B. Molière et le classicisme,  die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen erklären.  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text AKSA, Französisch (SPF) 10 Voltaire et le siècle des Lumières, Flaubert et le réalisme, Baudelaire et le romantisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Camus / Sartre et l’existentialisme, le roman actuel / Neuerscheinungen)  Überblick ab dem 16. Jahrhundert  die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläutern.  selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten und präsentieren.  einen groben Überblick über die Literaturgeschichte ab dem 16. Jahrhundert Grobinhalt: Civilisation und Schweiz, Frankreichs bzw. der Frankophonie (z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, philosophisches Gedankengut des Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19. Jahrhunderts, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs, wichtige Werke der Kunst und Architektur Frankreichs, actualité politique et sociale)  Chansons, Filme, Medien- und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam, Satire  ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Themen der französischsprachigen Welt fundiert erläutern und dazu differenziert  die differenzierte und offene Beziehung zur Gegenwart und zur Vergangenheit der Romandie, Frankreichs und der frankophonen Welt erweitern.  Filme und andere Medienerzeugnisse aufgrund ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz interpretieren und LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GEOGRAFIE Das Ergänzungsfach Geografie vertieft Bildungsziele des Grundlagenfachs. Es werden ausgewählte Themen und Fragestellungen aus den Bereichen der physischen Geografie, der methodischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder interdisziplinär bearbeitet. Das Ergänzungsfach führt die Schülerinnen und Schüler näher an die wissenschaftliche und fachspezifische Methodik her- an. Die Schülerinnen und Schüler erhalten vermehrt Freiräume für die selbstverantwortliche, durch die Lehrperson begleitete Auseinandersetzung mit geografischen Fragestellungen. Besonderes Gewicht soll dem Bezug zu aktuellen Themen und der Vermittlung methodischer Kompetenzen beigemessen werden. Exkursionen, Expertengespräche, Besichtigungen usw. vermitteln den Praxisbezug zum zu - vor erworbenen theoretischen Wissen. Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders Reflexive und analytische Fähigkeiten • Räume und Prozesse analysieren unter Einbezug von Theorien • Naturräumliche und gesellschaftliche Zusammenhänge bewerten • Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen • Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen und bezüglich Handlungsmotivation analysieren • Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen • Wertende Ansichten systematisch begründen, kritisieren sowie Lösungen abwägen • Die eigene Rolle und die Konsequenzen des eigenen Handelns reflektieren und Handlungsalternativen entwickeln AKSA, Geografie (EF) 2 Medien-/IKT-Kompetenzen • Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B. Luft- und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten) • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film, Diagramme) erfassen, verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten • Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, spezifisch auch geoinformatische Programme (z.B. Google Earth, Web-GIS, Atlas der Schweiz) • Zusammenhänge mittels Wirkungsgefügen, Flussdiagrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen • Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln • Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen • Sich bei der Lösung der Schlüsselprobleme der modernen Welt engagieren (3) Querverbindung zu anderen Fächern Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, Biologie und Chemie verbindet die Geographie wichtige Bezüge der physischen Welt mit jenen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese integrative, systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert. AKSA, Geografie (EF) 3 Die Interdisziplinarität des Faches Geografie führt dazu, dass die Aspekte der verschiedenen Lerngebiete (physische, methodische und Humangeografie) nicht strikte getrennt werden kön- nen. 1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Vertiefung ausgewählter Themen wie z.B.  Meteorologie  Klimazonen und Vegetationszonen  Klimawandel  Ressourcengewinnung  Geomorphologie  Glaziologie  Geologie der Schweiz  Bodenkunde  Wassermanagement und Hydrologie  Ozeanographie  Naturkatastrophen  Luftverschmutzung und Lärmbelastung  Fernerkundung  GIS  geografische Informationsmittel anwen-  die Umwelt gezielt beobachten, Wahrnehmungen ausdrücken und Schlussfolgerungen ziehen.  naturwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Messung, Bildanalysen) begründet einsetzen.  naturwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. Ökosysteme, geomorphologische Systeme) erfassen und damit argumentieren.  den Gehalt von Aussagen, Argumenten und Modellen kritisch beurteilen.  physische Zusammenhänge mit Bezug zu naturwissenschaftlichen Theorien erklä-  Folgen von natürlichen Prozessen (z.B. Permafrostbildung, atmosphärische Zirkulation) abschätzen und beurteilen.  Lösungsansätze zu geoökologischen Fragestellungen erkennen und 2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Vertiefung ausgewählter Themen wie z.B.  Ressourcenmanagement (z.B. Fischerei, Bergbau, Wasser)  geografische Informationsmittel situationsgerecht nutzen. AKSA, Geografie (EF) 4  Landnutzung, Land- und Forstwirtschaft  Landschaftsökologie und -wandel  Stadt- und Raumplanung  Aktuelle geopolitische Aspekte  Länderkunde ausgewählter Räume  Energieperspektiven  Stoffflussanalysen und Ökobilanzen  Nachhaltige Entwicklung  Welthandel und Globalisierung  Tourismus, Freizeit und Verkehr  Entwicklungsländerforschung  Migration und multikulturelle Gesellschaften  Fernerkundung  GIS  menschliche Handlungsweisen gezielt beobachten und Wahrnehmungen  sozialwissenschaftliche Methoden (z.B. Formen der Beobachtung und Befragung, Textanalysen und Fallstudien) begründet  sozialwissenschaftliche Sachverhalte durch Modelle (z.B. politische Systeme, Stadttypen) erfassen.  gesellschaftliche Zusammenhänge mit Bezug zu sozialwissenschaftlichen und ökonomischen Theorien erklären.  eigene und fremde Standpunkte hinterfragen und beurteilen.  Folgen von gesellschaftlichen Prozessen (z.B. demografische Entwicklung, Massentourismus) abschätzen und beurteilen.  Lösungen für Entwicklungsprobleme und Konflikte erarbeiten. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GEOGRAFIE Wochenstunden 2 1 2 Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt sowohl Zugänge zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch Orientierungswissen. Es bietet darüber hinaus Raum zur Reflexion der eigenen Einbindung in die Welt und zur Entwicklung emotionaler Bezüge zu dieser Welt. Die Geografie fördert damit die Verantwortung gegenüber der physischen Um - welt, aber auch Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Sensibilität in ethischen Belangen. Diese raumbezogene Verhaltenskompetenz befähigt die Schülerinnen und Schüler, zu erkennen, dass Lebensansprüche, Normen und Haltungen der Menschen raumprägend sind und wir Menschen für den Erhalt der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen verantwort- lich sind. Mithilfe des vernetzten Denkens werden die Schlüsselprobleme der modernen Welt erfahr- bar gemacht und naturwissenschaftliche Themen mit sozialwissenschaftlichen Fragen verbunden. Damit trägt die Geografie als Querschnittfach Wesentliches zur gymnasialen Allgemeinbildung bei und fördert damit die Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders Reflexive und analytische Fähigkeiten: • Theoriebezogen Räume und Prozesse analysieren • Naturräumliche und gesellschaftliche Zusammenhänge analysieren und bewerten • Komplexe Zusammenhänge mithilfe von Modellen verstehen • Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Abhängigkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • Die Schlüsselprobleme der modernen Welt erkennen und in ihrer Tragweite erfassen • Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen • Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen AKSA, Geografie (GLF) 2 • Wertende Ansichten systematisch begründen, kritisieren sowie Lösungen abwägen • Die eigene Rolle und die Konsequenzen des eigenen Handelns reflektieren und Handlungsalternativen entwickeln Medien-/IKT-Kompetenz: • Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B. Luft- und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten) • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film, Diagramme) erfassen, verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten • Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, insbesondere spezifische Programme der Geoinformatik • Zusammenhänge mittels Wirkungsgefügen, Flussdiagrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen Sozialkompetenz: • Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln • Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen (3) Querverbindung zu anderen Fächern Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, Biologie und Chemie verbindet die Geographie wichtige Bezüge der physischen Welt mit jenen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese integrative, systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert. AKSA, Geografie (GLF) 3 1. Lerngebiet: Die Erde als Himmelskörper (Physische Geografie)  System Erde–Mond–Sonne  Gestalt der Erde  Orientierung auf der Erde  die Bewegung der Erde und des Mondes im Sonnensystem (Rotation und Revolution) beschreiben und die Konsequenzen für die Erde (Jahreszeiten, Gezeiten) erklären.  die verschiedenen Annäherungen an die Gestalt der Erde vergleichen.  das Koordinatensystem der Erde anwenden und verschiedene Navigationsmittel  sich auf der Erde orientieren und mithilfe geografischer Informationsmittel referenzieren. 2. Lerngebiet: Geologie und Oberflächenprozesse (Physische Geografie)  Erdgeschichte  die geologische Zeitskala lesen und  den Aufbau der Erde beschreiben und die daraus resultierenden Konsequenzen  die plattentektonischen Prozesse nachvollziehen und den Zusammenhang mit Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären.  den Kreislauf der Gesteine beschreiben und den Prozess der Gesteinsbildung  ausgewählte Mineralien und Gesteine mit besonderer Berücksichtigung des schweizerischen Raumes bestimmen.  Aufbau der Erde  Plattentektonik, Vulkanismus und Erdbeben  Kreislauf der Gesteine, Gesteinsbildung, Mineralien und Gesteine AKSA, Geografie (GLF) 4 3. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum (Humangeografie)  Bevölkerungsgeografie  Migration  wichtige demografische Prozesse analysieren, erklären, Folgen abschätzen und Massnahmen beurteilen.  wichtige demografische Grafiken, Modelle und Karten entwerfen, interpretieren und auswerten.  Ursachen und Folgen von Migration erkennen sowie Massnahmen beurteilen. 4. Lerngebiet: Ressourcen (Humangeografie)  Ressourcen und Rohstoffe  Energie  die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Ressourcen erkennen, analysieren und bewerten. Formen der Energienutzung und ihre Potentiale benennen, sowie die ökologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Nutzung abschätzen. 5. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)  Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen (z.B. Texte, Karten-, Luft- und Satellitenbilder)  räumliche Daten zur Beantwortung von Fragen anwenden und die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken  einen anspruchsvollen Zeitungsartikel verstehen und zusammenfassen. 1. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie (Physische Geografie)  Aufbau und Prozesse der Atmosphäre  den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima AKSA, Geografie (GLF) 5  Klimaelemente und Klimafaktoren  Wetterlagen Europas  Globale Zirkulation  die Klimaelemente und –faktoren in ihrem Zusammenwirken beschreiben.  die physikalischen Grundlagen atmosphärischer Prozesse verstehen.  Wetterphänomene erklären und interpretieren sowie mit Grosswetterlagen in Verbindung bringen.  eine Wetterkarte lesen und interpretieren, sowie die Entstehung einer Wettervorhersage nachvollziehen.  die sich jahreszeitlich verändernde globale Windzirkulation erklären und die Konsequenzen aufzeigen. 2. Lerngebiet: Geoökosysteme (Schnittfelder physische Geografie / Humangeografie)  Naturgefahren  Umweltprobleme und Umweltpolitik  die Entstehung ausgewählter Naturgefahren erklären.  den Umgang mit Naturgefahren nachvollziehen und Beispiele beurteilen.  die Entstehung von Umweltproblemen untersuchen und als vernetztes System wahrnehmen und darstellen.  zu Umweltproblemen Lösungsansätze entwickeln und beurteilen.  Konzepte der nachhaltigen Entwicklung und ihre räumlichen Bezüge verstehen. 3. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)  Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen (z.B. Karten-, Luft- und Satellitenbilder)  räumliche Daten zur Beantwortung von Fragen analysieren und interpretieren sowie die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.  den Aufbau geografischer Informationssysteme sowie die dazugehörige Datengewinnung AKSA, Geografie (GLF) 6 1. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie (Physische Geografie)  Klimawandel  die verschiedenen Treibhausgase und ihre Bedeutung benennen.  den Treibhauseffekt (natürlich und anthropogen) und die damit verbundenen möglichen Rückkoppelungsprozesse  lokale und globale Folgen (ökologisch und gesellschaftlich) des Klimawandels untersuchen und beurteilen.  Lösungsansätze formulieren und ihre eigene Rolle reflektieren. 2. Lerngebiet: Wirtschaft (Humangeografie)  Räumliche Aspekte wirtschaftlicher Tätigkeiten  Landnutzung und Ernährung  Welthandelsbeziehungen  die räumliche Anordnung wirtschaftlicher Tätigkeiten durch Standortfaktoren  den Strukturwandel an einem regionalen Beispiel aufzeigen.  die globale Verteilung landwirtschaftlicher Wirtschaftsweisen an ausgewählten Beispielen erklären und deren Bedeutung für die Ernährungssicherung beurteilen.  die Beziehungen zwischen regionaler Produktion und globalen Märkten  die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung aufzeigen und beurteilen. 3. Lerngebiet: Siedlung und Mobilität (Humangeografie)  Landflucht und Verstädterung  die Prozesse von Landflucht und Verstädterung erklären. AKSA, Geografie (GLF) 7 Stadtgeografie  Räumliche Nutzungskonflikte Raumplanung in der Schweiz Landschaftswandel  ausgewählte Modelle der Stadtentwicklung nachvollziehen und typische Siedlungsmuster beschreiben.  die Siedlungsentwicklung der Schweiz beschreiben und die Folgen beurteilen.  räumliche Nutzungskonflikte erkennen und  die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen beurteilen.  die Strukturveränderungen der Landschaft in der Schweiz beschreiben und die Folgen 4. Lerngebiet: Globale Disparitäten (Humangeografie) Globale Verteilung von Wohlstand und Armut  Klassifikation von Disparitäten Entwicklungstheorien Entwicklungszusammenarbeit  räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene beschreiben  verschiedene Indikatoren zur Klassifikation von Disparitäten nennen und vergleichen.  ausgewählte Entwicklungstheorien erläutern und kritisch beurteilen.  unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Projektbeispiele vergleichen und bewerten.  die Rolle verschiedener Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit bestimmen und kritisch hinterfragen. 5. Lerngebiet: Methoden und Informationsmittel (Geografische Arbeitsmethoden)  Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen (z.B. Karten-, Luft- und Satellitenbilder)  räumliche Daten zur Beantwortung von Fragen vergleichen, kritisch beurteilen und daraus Handlungsalternativen ableiten, sowie die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken darstellen. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GRIECHISCH Wochenstunden (Freifach) (Freifach) 4 4 Die Schülerinnen und Schüler lernen durch den Sprachunterricht im Griechisch eine Vielfalt an sprachlichen Phänomenen und Wortformen kennen, die in den modernen Sprachen oft nur noch in Spuren vorhanden sind. Der Griechischunterricht lässt die Geschichtlichkeit von Sprache begreifen und macht die Entwicklung von Sprachstrukturen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler erkennen daraus, dass jede Sprache und jede Zeit die Wirklichkeit auf ihre eigene Weise erfasst und somit jede Übersetzung bereits eine Interpretation ist. Im Griechischunterricht erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie die griechische Kultur in Literatur, Philosophie, Kunst und Religion als Grundlage der europäischen Kultur bis heute nachwirkt. Dadurch gewinnen sie ein besseres Verständnis der modernen Welt und gleichzeitig eine kritische Distanz zu ihrer eigenen Zeit. Insbesondere der Mythos hatte in allen Zeiten der griechischen Kulturgeschichte eine wichtige Bedeutung. Über die Vermittlung der Römer sind viele griechische Mythen und mythologische Motive bis heute wichtig geblieben, wenn auch oft ohne Einbettung in ihren ursprünglichen Zusammenhang. In der Lektüre griechischer Texte können einzelne bekannte, aber auch unbekannte Mythen in ihrer Ursprünglichkeit erfasst werden. Durch die Auseinandersetzung mit griechischen Texten werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, die eigenen Traditionen, Haltungen und Errungenschaften kritisch in Frage zu stellen. Die verschiedenen Wissensbereiche, die sich heute auseinanderentwickelt haben, waren bei den Griechen noch eng verbunden. Der Griechischunterricht schärft durch das Denken über die Fachgrenzen hinaus das Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Der Griechischunterricht vermittelt einen Überblick über schriftliche Erzeugnisse mehrerer Jahrhunderte, von der vorhomerischen Zeit, den Werken Homers, der klassischen und nachklassischen Periode und des Christentums bis in die byzantinische und frühe Neuzeit. Aufgrund der Lektüre von griechischen Originaltexten, Übersetzungen oder Zusammenfassungen kennen die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Inhalte und können die Texte in ihrem historischen Kontext einordnen, sie durch Entsprechungen und Differenzen in Bezug setzen zu ihrer eigenen Lebenswelt und daraus Erkenntnisse zu ihrer Lebensgestaltung ableiten. Das Grundlagenfach Griechisch fördert besonders AKSA, Griechisch (GLF) 2 • Die historische Tiefenschärfe, d.h. vor allem in der durch die modernen Medien enorm verstärkten "Halbwertszeit" von Wissen das Bewusstsein, dass viele aktuelle Phänomene auf gleichbleibenden allgemeinen Erkenntnissen beruhen • Humanistische Grundhaltung: Vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Fremdem und Fremden • Die Fertigkeit in der Anwendung einzelner Begriffe, um den Sinn eines ursprünglichen Ausdrucks möglichst passend wiederzugeben • Mithilfe etymologischer Kenntnisse Fremdwörter und die komplexe Terminologie aus Natur- und Geisteswissenschaften erschliessen • Interesse für die Entwicklung und die Zusammenhänge verschiedener Gebiete der Kultur, Geschichte, Psychologie, Mythologie etc. • Intellektuelle Neugier • Freude an der Ästhetik literarischer Ausdrucksmöglichkeiten AKSA, Griechisch (GLF) 3  Wortschatz  Fremdwörter  Morphologie und Semantik  Wortbildung  Bedeutungserweiterung  Übersetzungstechnik  die deutschen Bedeutungen eines definierten Grundwortschatzes wiedergeben.  gängige Fremdwörter auf ihre griechische Grundbedeutung zurückführen.  die Funktion der Wortformen in einem Text  nach den Regeln der Wortbildungslehre Wörter ableiten und ihre Bedeutung herleiten.  die jeweilige metaphorische oder metonymische Bedeutung eines Wortes  einen einfacheren Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen.  Mythologie  Kunst- und Kulturgeschichte  Gesellschaftsgeschichte  Archäologie  Philosophie  wichtige auch heute noch bekannte Mythen zusammenfassen und in ihren ursprünglichen Zusammenhang einordnen.  bekannte Motive der bildenden Kunst (v.a. der Vasenmalerei), von Plastiken und anderen Kunstwerken erkennen, kulturgeschichtlich einordnen und ihre spezifischen Merkmale erklären.  verschiedene Lebensumstände von der griechischen Frühzeit bis in die Spätantike unterscheiden und dabei ein Bewusstsein für die griechische Literaturgeschichte und ihre verschiedenen Gattungen entwickeln.  als Ergänzung zu der in Texten beschriebenen Wirklichkeit Erkenntnisse der Archäologie einsetzen.  die Entwicklung der Philosophie von ihren AKSA, Griechisch (GLF) 4  Intertextualität Anfängen bis in die Spätantike in groben Zügen überblicken.  Texte mit möglichen Prätexten vergleichen und Unterschiede beschreiben.  Dialekte  die wichtigsten dialektalen Merkmale (v.a. Attisch und Ionisch) unterscheiden und  einzelne Unterschiede archaischer bis hellenistischer Wortformen identifizieren.  Hexameter rhythmisch lesen.  gängige Tropen und Figuren mit ihrer Wirkung im Text identifizieren.  die Elemente der Beeinflussung und Steuerung der Rezipienten erkennen und kritisch hinterfragen.  einen formal anspruchsvolleren Text syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen.  ein ganzes Werk (z.B. Tragödie oder Komödie) oder grosse Teile davon (z.B. eines Epos oder Geschichtswerkes) in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und spezifischen Abschnitten im Original in ihrem wesentlichen Inhalt erfassen.  aufgrund des Wortgebrauchs und der Merkmale der Textstruktur einen Text zeitlich (archaisch bis hellenistisch) einordnen und typenspezifisch (wie Epos oder Drama)  Sprachgeschichte  Metrik  Stilistik  Rhetorik  Übersetzungtechnik  Werküberblick  Epoche und Gattung  Mythologie  wichtige Mythen aus heutiger Sicht deuten und heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen sowie deren Zweck AKSA, Griechisch (GLF) 5  Motivgeschichte  Wertvorstellungen  Weltverständnis  Intertextualität  die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher Motive in verschiedenen Medien (Texten, Bildern, Skulpturen, Film) wiedererkennen und analysieren und dabei allgemeine und spezifische Elemente herausarbeiten, zuordnen und beurteilen.  durch exemplarische Lektüre einzelner Werke (Tragödie, Epos etc.) deren zugrundeliegende Werte identifizieren und in Bezug setzen zu heutigen Wertvorstellungen.  verschiedene griechische Texte in Original bzw. Übersetzung und kunstgeschichtliche Bilder vergleichen und Unterschiede in deren religiösen und philosophischen Hintergründen erfassen und beurteilen.  die Verarbeitung möglicher Prätexte in ihre Textinterpretation miteinbeziehen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GESCHICHTE Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grund - lagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt. Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und historiographischer Aspekte. Es vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen. Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen  Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen. Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren  Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden  Vernetzt und interdisziplinär denken Argumentationsstrategien dekonstruieren Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln  Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten Elektronische Informationsmittel nutzen AKSA, Geschichte (EF) 2 Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Egsc ausgewählten und behandelten Themen (schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die mündli- che Maturaprüfung stützt sich auf mindestens zwei Themen aus unterschiedlichen Lerngebie- ten, wobei eines davon als Schwerpunkt gewählt werden kann. AKSA, Geschichte (EF) 3  Film als historische Quelle  Malerei und Fotografie als historische Quellen  Entstehung historischer Mythen  Heranführung an die Arbeit mit Archivalien  Geschichtsbilder, -diskurse und -debatten  Geschichtstheorien  das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten.  historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eigene Fragestellung hin bearbeiten und die gezogenen Schlüsse reflektieren.  erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe von Menschen beeinflusst haben.  geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.  den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurtei- AKSA, Geschichte (EF) 4 2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft  Aktuelle Konflikte  die komplexen Ursachen historischer und aktueller Entwicklungen erklären und deren Interdependenzen aufzeigen.  die Eigenheiten nationaler und evt. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.  die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur diskutieren.  die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar machen.  den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen.  Globalisierung und neue Weltordnung  Aktuelle Schweizer Politik und  Aussereuropäische Geschichte (z.B. Volksrepublik China, Indien, Lateinamerika, Afrika)  Totalitäre Systeme  Internationale Organisation und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts  Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz  Protestbewegungen  Religions- und Philosophiegeschichte  Selbstwahrnehmung im Speigel der Fremdbegegnung  Weltbilder  Mediengeschichte  Struktur, Dynamik und Bruchstellen von Gesellschaften im geschichtlichen Überblick. AKSA, Geschichte (EF) 5 3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel  Geschichte des Völkerrechts, der Menschenrechte und der Demokratie  Längsschnitt Orient - Okzident  Entkolonialisierung und Neokolonialismus  Wirtschafts-, Technik- und Unternehmensgeschichte  Freizeit, Bildung, Kultur und Sport  Armut und Wohlstand  Ernährungsgeschichte  Umwelt- und Klimageschichte  Gesundheit und Krankheit  Gender  Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkungen erklä-  die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen Prozess darlegen und beurteilen.  Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und  politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart auf ihre historische Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung beurteilen. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GESCHICHTE Wochenstunden 2 2 2 2 Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Ge - neration neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen. Die Schülerinnen und Schüler können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie sind fähig, differenziert persönliche und kollektive Haltungen gegenüber Fragen im politischen und gesellschaftli - chen Leben nachzuvollziehen und zu beurteilen. Sie erlernen einen reflektierten Umgang mit Informa - tionen aus der und über die Vergangenheit, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Der Geschichtsunterricht ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihre Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit zu richten, diese wahrzunehmen und zu rekonstruieren mit dem Ziel, ihr Geschichtsbewusst - sein weiterzuentwickeln und eine Basis zu haben, um in der Zukunft anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft übernehmen zu können. Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders • Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen • Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen • Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten • Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln • Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen AKSA, Geschichte (GLF) 2 • Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln • Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen • Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können • Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen • Informationen in einen grösseren historischen Zusammenhang einordnen • Informationen hinsichtlich der Interessenlage der beteiligten Akteure kritisch beurteilen • Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten (3) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit PU-Modul in der 1. Klasse zum Umgang mit Quellen sowie eine Zusammenstellung zur Quellenanalyse im PU-Handbuch. AKSA, Geschichte (GLF) 3  Klassifizierung von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Umgang mit Information  den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern.  aus Materialien (Quellen und Darstellungen) die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten ordnen.  die Absicht des Verfassers kritisch  aus vorgegebenen Fragestellungen historisch relevante Schlüsse ziehen.  Vormodernes Denken und  Eigenheiten vormoderner Welterklärungsansätze darlegen.  den Wandel des Welt- und Menschenbildes  die gesellschaftspolitische Bedeutung der Religion begründen.  vorindustrielle Formen der Produktion, Arbeitsteilung und Technik in ihrem weiteren historischen Kontext erklären.  grundlegende Formen sozialer Ordnungen  Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung evaluieren.  Formen vormoderner Staatlichkeit im Hinblick auf Ursachen, Merkmale, Stärken und Schwächen vergleichen.  vormoderne Herrschaftslegitimation erläutern und werten.  politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Wurzeln aktueller Probleme und Schauplätze in Zusammenhängen Handeln  Wirtschaft und Gesellschaft in der vormodernen Welt  Vormoderne Herrschaftsformen im Wandel  Historische Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze AKSA, Geschichte (GLF) 4  Funktionsweise der  Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung  Methodische Zugänge der  erklären, wie die Geschichtswissenschaft verschiedene Themen erschliesst.  aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur prägt.  durch Perspektivenwechsel die Bedeutung einer historischen Epoche kritisch  den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte darlegen.  Klassifizierung von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Umgang mit Information  die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation  die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen kritisch  aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen Themen  Materialien selbständig finden, die zentralen Informationen herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen.  Aufklärung  Bürgerliche Revolutionen  die zentralen Errungenschaften der Aufklärung darstellen und deren Chancen und Gefahren diskutieren.  die historischen Hintergründe der bürgerlichen Revolutionen lokalisieren. AKSA, Geschichte (GLF) 5  Industrialisierung und soziale  die von den bürgerlichen Revolutionen ausgelösten gesellschaftlichen und kulturellen Umwälzungen kategorisieren.  das Wesen der Industrialisierung veranschaulichen.  Antworten auf die soziale Frage kategorisieren und werten.  das historische Umfeld, in dem der Nationalismus gedeihen konnte,  das Wesen der bürgerlichen Gesellschaft  den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848 analysieren.  die Herausforderungen der modernen Schweiz in der Vergangenheit evaluieren.  Ursachen aktueller Probleme und Schauplätze analysieren und deren Wechselwirkung aufzeigen.  die zentralen Grundvorausetzungen einer Demokratie am Beispiel der Schweiz  die Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren. Frage  Nationalismus und Nationalstaatenbildung  Das Werden der modernen Schweiz  Poltitische Bildung  Historische Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze  Möglichkeiten und Grenzen der  Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung  Methodische Zugänge der  erläutern, wie die Quellenlage die Geschichtswissenschaft beeinflusst.  darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann.  die Besonderheiten der Verfassungsgeschichte, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte AKSA, Geschichte (GLF) 6  Klassifizierung von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Informationen finden  Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern.  die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie des Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen.  aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen.  selbständig umfassende Materialien finden, die wesentlichen Informationen herausarbeiten und deren Gehalt 2. Fakten und Zusammenhänge  Imperialismus  Ursachen, Wesen und Auswirkungen des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen formulieren.  Ursachen, Merkmale und Verlauf des Ersten Weltkriegs erläutern.  die Neuordnung der internationalen Beziehungen nach dem Ersten Weltkrieg erläutern, deren Chancen und Gefahren  die ideologischen, poltitischen und gesellschaftlichen Wurzenln des Totalitarismus analysieren.  die Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen totalitärer Systeme beurteilen.  Verlauf, Merkmale und Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges erklären.  Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung des Holocaust darstellen und beurteilen.  Erster Weltkrieg und Neuordnung der internationalen Beziehungen  Wurzel und Wesen des Totalitarismus  Zweiter Weltkrieg  Holocaust AKSA, Geschichte (GLF) 7  Historische Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze  aktuelle politische Herausforderungen analysieren, mögliche Handlungsoptionen  Möglichkeiten und Grenzen der  Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung  Methodische Zugänge der  erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler die Geschichtswissenschaft beeinflussen.  darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet.  die Besonderheiten und die Bedeutung der Geschlechter-, Umwelt-, und Migrationsgeschichte formulieren.  Klassifizierung von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Informationen finden  Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Einfluss auf das eigene Geschichtsbild reflektieren.  die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und den Bildungsstand des Verfassers von Materialien kritisch  selbständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zu historischen Kontexten  selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten und evaluieren. AKSA, Geschichte (GLF) 8  Kalter Krieg  Längsschnitt aussereuropäischer Regionen  Herausforderungen um die Jahrtausendwende  Gesellschaftliche Umbrüche im Zwanzigsten Jahrhundert  Historische Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze  die zentralen Ereignisse, Strukturen und Ideolgien des Kalten Krieges erläutern.  Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks analysieren.  die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur  Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten Entwicklungsphasen illustrieren.  aktuelle Herausforderungen der Region analysieren und Lösungsansätze  einige zentrale globale Herausforderungen analysiern, Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen.  Hintergründe, Wesen und Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche diskutieren.  die Hintergründe aktueller Probleme und Schauplätze analysieren, Lösungsvorschläge erarbeiten und diese bewerten.  Möglichkeiten und Grenzen der  Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung  Methodische Zugänge der  formulieren, wie Quellenlage, die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaft sowie die beschränkte Informationsbewältigungskapazität des Menschen die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.  die Eckwerte des eigenen Geschichtsbewusstseins reflektieren.  die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelts- oder geschlechtergeschichtlicher) Perspektive befragen. AKSA Informatik (Oblig. Fach) LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH INFORMATIK1 Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. • Reflexive Fähigkeiten: - Strukturiert denken - Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen - Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren - Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt 1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben.". 2AKSA Informatik (Oblig. Fach) • Sozialkompetenz: - Lösungen in Gruppen erarbeiten - Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen • Sprachkompetenz: - Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen - Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Interessen - Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen - Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen - Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden - Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen • IKT-Kompetenzen: - Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden - Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren - Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen • Methodenkompetenz: - Ein einfaches Problem anhand von einem Algorithmus lösen können - Mittels der Kenntnisse Datenschutzrechten den Alltag gestalten - Bestimmte Informationen in einer Datenbank finden • Mindestens fünf Leistungsüberprüfungen im ersten Jahr • Mindestens drei Leistungsüberprüfungen im zweiten Jahr • Mathematik: z.B. Codierung (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), Algorithmen, Datenstrukturen, Programmieren, Verschlüsselung und Sicherheit • Recht und Wirtschaft: z.B. Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren • Entwicklung eines Programms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine Optimie- rung der realen Welt darstellt • Bestehende Literatur, Texte und Programme kritisch hinterfragen und zu Rate ziehen können • Fachbegriffe der Informatik kennen und anwenden können (6) Präzisierung zu den Lerngebieten • Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der Kantonsschule und deren Nutzung. • Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht einen Drittel der Unterrichtslektionen aus. 3AKSA Informatik (Oblig. Fach)  Algorithmen  Datenstrukturen  Programmieren I  Programmieren II  definieren, was ein Algorithmus ist.  einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.  einfache Algorithmen wie Greedy-, Such- oder Sortieralgorithmen interpre-  einfache Probleme wie kürzester Weg mit eigenen Algorithmen lösen.  elementare und strukturierte Datentypen verstehen, wie zum Beispiel Arrays, Graphen oder Bäume.  für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.  die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache wie Python oder Java anwenden.  Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren.  modular und objektorientiert programmieren  syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.  Repräsentation von Information  Codierung  digitale und analoge Datenverarbeitung  Information und Daten voneinander abgrenzen.  Code, Syntax, Semantik voneinander  verschiedene Dateiformate wie z.B. JPEG oder PNG anhand einfacher Beispiele erklären.  binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Ope- 4AKSA Informatik (Oblig. Fach) rationen (Addieren und Subtrahieren)  verschiedene Codierungen wie Pixel- und Zeichencodierung verstehen und  Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können  die Architektur (z.B. die Von-Neumann- Architektur) eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.  das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…  Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können  einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.  Programmieren III Die Schülerinnen und Schüler können  ein kleines Projekt programmieren.  persistent speichern. 5AKSA Informatik (Oblig. Fach) Lerngebiet: Daten, Information, Wissen  Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können  eine Datenbankabfragesprache (SQL)  Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. 2. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und Sicherheit  Computernetzwerke  Verschlüsselung  Sicherheit  den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären.  verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.  die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken be-  eine Netzwerkumgebung analysieren.  Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (ohne auf die mathematischen Hintergründe einzugehen).  die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern kennen.  geeignete Verschlüsselungsmethoden wie z.B. Diffie-Hellmann, OTP, AES  Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren, Spoofing, DoS usw.) erkennen und er-  geeignete Schutzmassnahmen (Stärke von Passwörtern beurteilen, digitale Zertifikate anwenden etc.) treffen. 3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…  Simulation und Visualisierung Die Schülerinnen und Schüler können  Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisie- 6AKSA Informatik (Oblig. Fach) 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft  Projektentwicklung  Kollaboration  Recht und Wirtschaft  kleine Informatiklösungen planen und  Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.  verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.  die Bedeutung von Metadaten (z.B. eines Browsers etc.) in Kommunikationssystemen erklären.  wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz- Rechte einfordern.  Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. 6AKSA Informatik (Oblig. Fach) LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH INFORMATIK Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. • Reflexive Fähigkeiten: - Strukturiert denken - Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen - Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren - Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt 6AKSA Informatik (Oblig. Fach) • Sozialkompetenz: - Lösungen in Gruppen erarbeiten - Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen • Sprachkompetenz: - Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt - Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Interessen - Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen - Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen - Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden - Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen • IKT-Kompetenzen: - Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden - Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren • Methodenkompetenz: - Ein einfaches Problem anhand von einem Algorithmus lösen können - Mittels der Kenntnisse Datenschutzrechten den Alltag gestalten - Bestimmte Informationen in einer Datenbank finden • Mindestens fünf Leistungsüberprüfungen im ersten Jahr • Mindestens drei Leistungsüberprüfungen im zweiten Jahr • Mathematik: z.B. Codierung (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), Algorithmen, Datenstrukturen, Programmieren, Verschlüsselung und Sicherheit • Recht und Wirtschaft: z.B. Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren • Entwicklung eines Programms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine Optimierung der realen Welt darstellt • Bestehende Literatur, Texte und Programme kritisch hinterfragen und zu Rate ziehen können • Fachbegriffe der Informatik kennen und anwenden können (6) Präzisierung zu den Lerngebieten • Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der Kantonsschule und deren Nutzung. • Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht einen Drittel der Unterrichtslektionen aus. • Die Lerngebiete Daten, Information, Wissen und Systeme, Vernetzung und Sicherheit weisen dieselbe Gewichtung auf. 6AKSA Informatik (Oblig. Fach)  Algorithmen  Datenstrukturen  Programmieren I  Programmieren II  einen Algorithmus auf verschiedene Arten  einfache Algorithmen wie Greedy-, Such- oder Sortieralgorithmen interpretieren.  einfache Probleme wie kürzester Weg mit eigenen Algorithmen lösen.  elementare und strukturierte Datentypen verstehen, wie zum Beispiel Arrays, Graphen oder Bäume.  für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.  die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache wie Python anwenden.  Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren.  modular programmieren (Verwendung von Objekten).  syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren.  Repräsentation von Information  Codierung  digitale und analoge Datenverarbeitung  Information und Daten voneinander  Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen, (z.B. Syntaxdiagramme)  verschiedene Dateiformate wie z.B. JPEG oder PNG anhand einfacher Beispiele  Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Umwandlungen durchführen (Addieren und Subtrahieren). 6AKSA Informatik (Oblig. Fach)  Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können  die Architektur (z.B. die Von-Neumann- Architektur) eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben (z.B. CPU und Caches).  das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation…  Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können  Unterschiede und Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären.  Programmieren III Die Schülerinnen und Schüler können  ein kleines Projekt programmieren.  persistent speichern.  Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können  Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen.  eine Datenbankabfragesprache (SQL) 6AKSA Informatik (Oblig. Fach)  Computernetzwerke  Verschlüsselung  Sicherheit  eine einfache Netzwerkumgebung  das Zusammenspiel von Netzwerken  verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden und sie benennen (Vierschichtenmodell).  die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben.  Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (ohne auf die mathematischen Hintergründe einzugehen).  die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern  geeignete Verschlüsselungsmethoden wie z.B. Diffie-Hellmann, OTP, AES verwenden.  Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren, Spoofing, DoS usw.) erkennen und erklären.  geeignete Schutzmassnahmen (Stärke von Passwörtern beurteilen, digitale Zertifikate anwenden etc.) treffen. 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation  Simulation Die Schülerinnen und Schüler können  einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren. 6AKSA Informatik (Oblig. Fach) 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft  Automatisierung  Kollaboration  Recht und Wirtschaft  Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.  ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen.  die Bedeutung von Metadaten (z.B. eines Browsers etc.) in Kommunikationssystemen  wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.  Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. 5AKSA, Informatik (EF) LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH INFORMATIK Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen. Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar. Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind. Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt. Das Ergänzungsfach Informatik fördert besonders  Probleme analysieren, strukturieren und modellieren  Zu Team- und Projektarbeit bereit sein  Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich verständlich formulieren 5AKSA, Informatik (EF)  Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen  Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren A uswirkungen im Alltag auseinandersetzen  Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragen 5AKSA, Informatik (EF) Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte  Theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten, reguläre Ausdrücke, Graphen, Grenzen der Berechenbarkeit)  Netzwerke (z.B. Netzwerkarten, Routing, Protokolle der TCP/IP-Suite, synchrone vs. asynchrone Kommunikation)  Logik (z.B. Boole‘sche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme)  Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. elementare Schaltalgebra, Aufbau eines Prozessors, Logikschaltungen)  aus den behandelten Themen die Bedeutung von fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register).  aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke, Automaten, Client-Server, von-Neumann- Architektur).  aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen. 2. Lerngebiet: Information  Informationsrepräsentation (z.B. Informationsgehalt, Komprimierung, Kodierung)  Datenstrukturen (z.B. elementare Datentypen, struktierte und dynamische Datentypen, Bäume)  Datenbanken (z.B. Entity- Relationship-Modell, Skalierbarkeit, Effizienz)  Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und fehlkorrigierende Codes, Prüfsummen)  Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert).  für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen).  die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurteilen.  Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur). 5AKSA, Informatik (EF) 3. Lerngebiet: Automation  Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Shortest Path, Minimum Spanning Tree, Minimax, MD4/5, RSA, LZW, Scheduling, Paging)  Programmieren, Lösen von angemessenen Aufgabenstellungen mit gegebenen Werkzeugen, ev. exemplarische Implementierung von Algorithmen (z.B. Sortieren, Rekursion, Suchbäume, Client- Server-Applikationen)  Projektentwicklung (z.B. Realisierung einer kleineren Applikation)  Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.  gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren.  die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn anwenden.  Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung).  exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren, Suchen).  Informatiklösungen planen und umsetzen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden 1 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin - sicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh- mung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders • Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln AKSA, Instrumentalunterricht (EF) • Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können • Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln • Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren • Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus dekla- rierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am indi- viduellen Lernfortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenz- stufe 3 zu erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transpa- renten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst. AKSA, Instrumentalunterricht (EF) Die Lerngebiet 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instru - mentenspezifischem Bedarf.  über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3) verfügen.  verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken einsetzen.  ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen  einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) fehlerfrei lesen, verstehen und umsetzen.  sich über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.  Klangvorstellungen differenziert umsetzen  die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter formulieren.  einen musikalischen Text stilbewusst umsetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vortragen.  Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung beschreiben und  Selbständigkeit,  auf die Vertiefung in zwei ausgewählten AKSA, Instrumentalunterricht (EF) Epochen und Stilbereichen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen  sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.  an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitwirken.  sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum richten.  Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken erfolgreich anwenden.  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen Tonarten spielen.  einen Teil ihres Repertoires auswendig  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Fortsetzung des Unterrichts, Ensembletätigkeit, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Auskunft geben.  Zusammenspielen  Zukunftsperspektiven  Melodik  Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental  die harmonischen Hauptstufen erkennen.  komplexere rhythmische Muster erkennen AKSA, Instrumentalunterricht (EF)  Klang  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen.  Instrumentenkunde und - einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen und ihre Hauptcharakteristika benennen.  die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten). LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin- sicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh - mung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders • Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln • Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können • Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln • Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren • Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsan- forderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewer- tung ein. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormba- siert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau aufgrund unter- schiedlich langer Vorbildung sehr unterschiedlich ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Zur Beurteilung des individuellen Lernfortschritts im Bereich des Instrumenalspiels wird im Lauf des 1. Semesters sowie im letzten Semester des Grundlagenfachs je eine Standortbestimmung (Stufentest) durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG durchgeführt. Es wird ein kurzer schriftlicher Bericht abgegeben. Die Standort- bestimmung wird nicht bewertet. Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst. Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, werden nach Möglichkeit im Gruppenunter- richt vermittelt (verschiedene Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen). Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instrumentenspezifischem Bedarf.  auf eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis zurückgreifen.  elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwenden.  Körper und Atmung bewusst einsetzen.  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und stilistisch angepasst auf dem Instrument wiedergeben.  ihrem eigenen Spiel aufmerksam zuhören und es beurteilen.  über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft  Erarbeitungs- und Übtechniken  Textumsetzung, Stilbewusstsein, Interpretation, Ausdrucksfähigkeit  auf die Erarbeitung von Musikstücken aus zurückblicken.  ein Repertoire von mindestens zwei erarbeiteten Musikstücken vorweisen.  Zusammenspiel  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammen spielen.  Musikstücke in einem passenden Rahmen (z.B. Klassenstunde, Musizierstunde)  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.  niveaugerecht improvisierend musizieren.  einfache Melodien nach Gehör spielen.  kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendig  Melodik  Harmonik  einfache Melodien ab Notentext  Intervalle und Tonleitern nach instrumentenspezifischem Bedarf hören, erkennen und spielen.  Dur/moll/verminderte/übermässige Dreiklänge erkennen.  einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument  Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen. 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen.  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen  Instrumentenpflege  Instrumentenkunde sowie die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  ihr Instrument sachgerecht pflegen die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären.  über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instrumentes  einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe gegenüber dem Beginn der 1. Klasse  die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess anwenden.  ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen.  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und auf dem Instrument  die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse in ihr Spiel einfliessen  die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement spielen.  ihrem eigenen Spiel aufmerksam zuhören und Differenzen zwischen Intention und Realisierung wahrnehmen.  über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft  Erarbeitungs- und Übtechniken  Stilbewusstsein, 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  auf die Erarbeitung von Werken aus zurückblicken.  ein Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken vorweisen.  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen SchülerInnen von mindestens gleichem technischem Niveau zusammen spielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  vor einer schulinternen Gruppe von ZuhörerInnen auftreten.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen.  fortgeschrittenere Improvisationsaufgaben  komplexere ihnen bekannte Melodien nach Gehör spielen.  kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen.  Zusammenspiel 3. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Grundlagen  Melodik  Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen bzw. spielen.  Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen und auf ihrem Instrument  Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen und auf ihrem Instrument bzw. dem Klavier realisieren.  Dreiklänge erkennen und auf ihrem Instrument realisieren.  komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument  Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse  Gattungen  Instrumentenkunde und - einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen.  verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instrumentes  zentrale Fakten der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden Kunst und Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.  die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen und korrekt anwenden.  die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären.  Erarbeitungs- und Übtechniken  über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse) verfügen.  Verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.  ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten  Selbstwahrnehmung, Selbständigkeit der musikalischen Aussage einsetzen.  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und auf dem Instrument  über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen verfügen.  für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen formulieren.  Klangvorstellungen differenziert  einen musikalischen Text mit persönlichem Ausdruck und Engagement  Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung beschreiben und einordnen. 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  Zusammenspiel  auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst allen folgenden Epochen und Stilbereichen zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Neuere Musik in klassischromantischer Tradition“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Neue Musik nach 1945“ 7. „Jazz/Blues“ 8. „Rock/Pop“ 9. „Folk/Volksmusik“  ein Repertoire von mindestens drei früher erarbeiteten Musikstücken aus  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen spielen.  Zukunftsperspektiven  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) an öffentlichen Veranstaltungen ihrer Schule auftreten.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen.  komplexere Improvisationsaufgaben  ihnen bekannte Melodien in den ihnen technisch möglichen Tonarten nach Gehör spielen und einfachere Melodien nachspielen.  Musikstücke im Unterricht auswendig  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft geben.  Melodik  Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen bzw. spielen.  Dreiklänge und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren.  die harmonischen Hauptstufen erkennen.  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigsten  Interdisziplinäre Anknüpfung  Grundlagen der Klangerzeugung Komponisten benennen.  sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen.  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.  zentrale Fakten der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik  in Bezug auf ihr eigenes Instrument über mathematische Grundlagen der Musik (z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett etc.) LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden 1 1 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hin- sicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrneh - mung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fä- higkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders • Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln AKSA, Instrumentalunterricht (SPF) • Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können • Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln • Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren • Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten • Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhal- tung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus dekla- rierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am indi- viduellen Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3 und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompe- tenzstufe 4 zu erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Bewer- tung ein. Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Re- ligion. Als Beispiel möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst. AKSA, Instrumentalunterricht (SPF) Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instrumentenspezifischem Bedarf.  ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3) beherrschen.  ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken erfolgreich anwenden.  ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen.  einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad (mindestens Kompetenzstufe 3) selbständig lesen, verstehen und umsetzen.  sich über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.  Klangvorstellungen differenziert umsetzen.  für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Parameter formulieren und  die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement  Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung beschreiben und  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten  Ausdrucksfähigkeit, Selbständigkeit AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)  auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst allen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Neue Musik nach 1945“ 7.„Jazz/Blues“ 8. „Rock/Pop“ 9. „Folk/Volksmusik“  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens drei früher erarbeiteten Musikstücken aus  in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation kompetent  an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer Schule auftreten.  Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken anwenden.  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen Tonarten spielen und einfachere Melodien nachspielen.  einen Teil ihres Repertoires auswendig  Zusammenspiel AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)  Melodik  Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren.  Die harmonischen Hauptstufen erkennen.  komplexere rhythmische Muster erkennen  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen.  Instrumentenkunde und - Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten  sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt  die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen sowie ihre Hauptcharakteristika benennen.  die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)  Grundlagen der Klangerzeugung  Interdisziplinäre Anknüpfung  sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument  zentrale Fakten der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.  ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe 4) beherrschen.  ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken sinnvoll anwenden.  ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage  einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 4) selbständig lesen, verstehen und umsetzen.  die von ihnen erarbeiteten Werke stilistisch adäquat interpretieren.  ein zu erarbeitendes Musikstück mit den notwendigen interpretatorischen Mitteln formulieren und umsetzen.  die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement  Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung beschreiben und  ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand) selbständig einstudieren.  Selbständigkeit AKSA, Instrumentalunterricht (SPF) 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst allen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Neue Musik nach 1945“ 7. „Jazz/Blues“ 8. „Rock/Pop“ 9. „Folk/Volksmusik“  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens fünf früher erarbeiteten Musikstücken aus  sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder Kammermusikformation ausweisen.  an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum richten.  Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen.  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken anwenden.  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen Tonarten spielen.  einen Teil ihres Repertoires auswendig  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Auskunft geben.  Zusammenspiel  Zukunftsperspektiven AKSA, Instrumentalunterricht (SPF)  Melodik  Harmonik  komplexe Melodien ab Notentext singen und spielen  die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord, Trugschluss etc.) erkennen  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren  komplexe rhythmische Muster erkennen und umsetzen  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen  Interdisziplinäre Anknüpfung  Instrumentenkunde und -  die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt  die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen sowie ihre Hauptcharakteristika benennen.  die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  zentrale Fakten der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.  sich über ein vertieftes historisches Umfeldwissen zu den Hauptwerken ihres Instruments und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ITALIENISCH Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Lan- des. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landes- regionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Men- schen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache. Sie tragen so zur allgemeinen Studierfähigkeit bei. Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnis-, Kommunikationsmittel und künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren, sich adäquat auszudrücken und andere zu verstehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen; mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nicht sprachlichen Mitteln erlangen  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen Kreativ mit Sprache umgehen Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln Methodenkompetenz: Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren  Ein- und zweisprachige Wörterbücher und andere Nachschlagewerke gezielt einsetzen Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen  Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren  Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen Niveau: A1-A2* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. Lerngebiet: Sprache und Sprachreflexion (A1-A2)  Elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln: Substantiv, Artikel, Adjektiv, Adverb, Pronomen, Präpositionen, Konjunktionen, Verb: Präsens, Perfekt, Imperfekt  das grammatikalische Basiswissen  Grundwortschatz und Lehrbuchwortschatz (Begriffe aus der Unterrichtssprache, Wortschatz aus dem Alltag)  Alltagssituationen mithilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars meistern.  ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen.  einen Grundwortschatz von ca. 1000 Wörtern (A1-A2) ausweisen.  Soziolinguistische Normen  Vergleichende Sprachanalyse  die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen.  kurze einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.  relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen.  Einfache Texte, Anweisungen der Lehrkraft, Dialoge, Lieder  einfache Texte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt  Lehrbuchtexte, Texte aus dem Alltag, Dialoge  sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen. Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Lehrbuchtexte (z.B. Speisekarten, Fahrpläne, Mitteilungen und Wetterbericht), einfache literarische Texte (z.B. Mafia, amore e polizia), Texte aus dem Alltag, Lieder  einfache Texte phonetisch korrekt vorlesen.  Einfache Karten (z.B. Postkarten und Dialoge) und E-Mails, kurze Beschreibungen  kurze Texte verfassen.  Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben.  Textanalyse  die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben und  die Themen erkennen und diskutieren. Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen  Ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt  die italienischsprachigen Gebiete der Schweiz benennen und die Wichtigkeit dieser Gebiete resp. Sprache für die Schweiz erklären.  Gegenwartsbezüge herstellen.  elementare geographische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens (Regionen, Provinzen, Städte, Flüsse usw.) anwenden.  Einfache Zeitungsausschnitte, Lieder, Videosequenzen  sich je nach persönlichem Interesse für unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geographie, Land und Leute usw.) begeistern.  den Inhalt ausgewählter, stufengerechter Canzoni und Filmsequenzen im Grossen und Ganzen verstehen und Niveau: A2  Weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln: komplexere nominale und verbale Strukturen, Futur I und II, Plusquamperfekt, Konditional, Imperativ, Gerundium, Präpositionen  anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse  Grund- und Aufbauwortschatz  Klassenvokabular (besonders im Zusammenhang mit Lektüre)  einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis  Begriffe einfach umschreiben.  gewisse typische Redewendungen verwenden  ihren Wortschatz auf ca. 2000 Wörter (A2) erweitern und diesen aktiv und korrekt anwenden.  Gebrauch von Hilfsmitteln  Sprachvergleiche  Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Italienisch und anderen Schulsprachen erkennen und nutzen.  Übersetzen  einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.  Dialoge und Aussagen Italienischsprechender, komplexere Unterrichtssprache, Tondokumente, Videos verschiedenen Schwierigkeitsgrades  Dialoge und Originalaussagen oder auch ausgewählte Canzoni bzw. Filme im Wesentlichen verstehen.  Szenische Spiele (Diskussionen nach Rollenvorgaben)  Kurze Präsentationen oder Referate  zunehmend zusammenhängend sprechen  sich spontan unterhalten  sich vorstellen  über Hobbies, Interessen und Erfahrungen sprechen  kurze Geschichten erzählen.  erste (vorbereitete) Vorträge/Referate zu verschiedenen Themen, u.a. zu wichtigen Namen und Begriffen der italienischsprachigen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.) halten.  den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und ihre Meinung dazu äussern.  Stellung nehmen zu verschiedenen Aspekten dieser Texte und ihre Meinung dazu äussern (Personenbeziehungen; kausale Zusammenhänge).  Vereinfachte Belletristik (wie Kurzgeschichten, kleine Romane, Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften) oder didaktisch bearbeitete Ausschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften, Gedichte, Lieder  vereinfachte oder einfache Texte verstehen.  Texte im Zusammenhang mit der Lektüre, Briefe  Briefe und E-Mails (Privatkorrespondenz) sowie erste längere Texte (Zusammenfassungen und Stellungnahmen) zu vertrauten Themen  Erste Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. Textgattungen, Erzählperspektive usw.)  literarische Grundbegriffe korrekt Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem Schwierigkeitsgrad (z.B. von N. Ginzburg, La strada che va in città, N. Ammaniti, Io e te)  Ausgewählte literaturgeschichtliche Kenntnisse (z.B. über Dante, Ungaretti)  elementare Informationen zum Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten  erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur einordnen. Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen  Typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt, Lebenseinstellungen, soziokultureller Austausch (Schweiz/italienischsprachige Regionen: z.B. Traditionen, Feste, Stadt/Land, Immigranten)  Italienische Musik und italienisches Kino  gesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu ihre Meinung äussern.  zu einigen bedeutenden Vertretern und Vertreterinnen der italienischen Musik und des italienischen Filmes einen persönlichen Bezug herstellen. Niveau: A2-B1  Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, Konjunktiv, Passiv, Bedingungssatz, Zeitenfolge, indirekte Rede  vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwen-  neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und anwenden.  Themen- und textbezogener  nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen (z.B. der menschliche Körper, Psyche, Geist, Verhalten) anwenden und diesen selbständig festigen. Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  ihren Wortschatz auf ca. 2500 (B1) Wörter erweitern und diesen aktiv und korrekt  Stil und Register  Sprachfamilien  Selbstkorrektur  Verwendung von Hilfsmitteln  verschiedene Sprachebenen identifizieren  gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen.  Querverweise auf andere (lateinische) Sprachen erstellen.  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.  Authentische Dokumente (z.B.  den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen im Wesentlichen folgen, Originalbeiträge sinngemäss verstehen (Globalverständnis).  am Unterrichtsgespräch teilnehmen und die Anweisungen der Lehrperson in stufengerechtem Italienisch verstehen. Filme, Theater, Radio- und Fernsehreportagen und Nachrichten)  Lektürebesprechungen, Diskussionen zu aktuellen Themen, Kurzpräsentationen, Vorträge, authentische Dokumente  einem Gespräch unter Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen.  in Diskussionen spontan und klar ihre Meinung äussern.  sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Werken sowie zu anderen Themen äussern.  Literarische und andere Originaltexte mittleren Schwierigkeitsgrades (z.B. Novelle, Kurzgeschichte, Roman, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti, Medientexte)  Lesestrategien (z.B. Selektives Lesen, Hypothesen bilden)  Texte aus verschiedenen Textgattungen lesen, verstehen und präzis  sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen.  sinngebend vorlesen.  Leseintentionen planen.  verschiedene Lesestrategien kompetent  Längere Texte zu allgemeinen  Briefe, Buchbesprechungen, kürzere Aufsätze und unterschiedliche Textsorten (z.B. argumentative und fiktionale Texte )  schreibend kreativ mit Sprache und Texten  verschiedene Schreibstrategien kompetent und literarischen bzw. kulturellen Themen  Schreibstrategien (z.B. Clustern, Mindmaps) Grobinhalt: Literaturanalyse und Interpretation  Methoden der Literaturanalyse und -interpretation  Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren)  verschiedene Gattungen (z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Poesie)  Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung  einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu  einen literarischen Text auf seine Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte vom 20. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades (z.B. von F. Volo, È una vita che ti aspetto, A. Baricco, Seta, G. Carofiglio, Testimone inconsapevole)  sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.  einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und einordnen. Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen  Typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt (z.B. Stereotypen der italianità, Einwanderung, Fascismo)  Zeitungsartikel, Canzoni, Filme, fumetti  gesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu ihre Meinung äussern.  zu einigen bedeutenden Vertretern und Vertreterinnen der italienischen Musik und des italienischen Filmes einen persönlichen Bezug herstellen. Niveau: B1-B2 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion  Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und das Verb und seine Ergänzungen  die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Grundstrukturen sicher  selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.  Erweiterter themen- und textbezogener Grund- und  Vernetzung des Wortschatzes (z.B. Wortfamilien, Synonyme und Antonyme, Vokabular im Kontext, Definitionen, Paraphrasen, idiomatische Wendungen)  ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.  den Wortschatz differenzieren und den neu Wörter der gleichen Wortfamilie  ihren Wortschatz auf ca. 3000 (B2) Wörter erweitern und diesen aktiv und korrekt  Selbstkorrektur  Stil und Register (z.B. italiano formale aulico, italiano parlato colloquiale, italiano popolare, italiano gergale)  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und  unterschiedliche Sprachebenen identifizieren  gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der Standardsprache erkennen.  Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Standardsprache (z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Bild- und/oder Tonquellen, Diskussionen)  Komplexere Präsentationen in  authentische Redebeiträge weitgehend  regional oder dialektal gefärbtes Italienisch  längere komplexere Präsentationen Standardsprache  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.  Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen,  sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken.  sich kritisch äussern und überzeugend argumentieren.  Präsentationen zu anspruchsvolleren Themen halten.  an einem Gespräch unter Italienischsprachigen teilnehmen  ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend äussern.  Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z.B. Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  ausgewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen und  individuelle Lektüren selbständig lesen und  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen  Unterschiedliche Textsorten (z.B. argumentative und fiktionale Texte)  Schreibstrategien  Texte verständlich und logisch gestalten.  Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen und Briefe verfassen.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.  Methoden der Literaturanalyse und -interpretation  ausgewählte Ansätze der Textinterpretation anwenden.  wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades  Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext von Werken (z.B. von Dante Alighieri, G. Boccaccio, N. Machiavelli, C. Goldoni, U. Foscolo, A. Manzoni, G. Leopardi, G. Verga u.a.)  anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert erkennen und  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text Grobinhalt: La civiltà italiana Fachliche Kompetenzen  typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt (z.B. Stereotypen der italianità, Einwanderung,Gleichstellung)  wichtige Epochen der italienienischen Geschichte (z.B. Rinascimento, Risorgimento, Questione Meridionale, Fascimo, Resistenza, Miracolo economico, Mani pulite, Terza Repubblica, Berlusconismo)  Kunstströmungen  Filme (Fellini, Tornatore, Benigni)  Musica (leggera, classica e lirica)  ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt kontextualisieren und erörtern.  für die Gegenwart besonders relevante politische, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte der italienischen Geschichte weitgehend darlegen.  allgemeine Aussagen zu ausgewählten Strömungen machen, sowie einige dazugehörige Hauptwerke in ihrem visuellen Befund grob analysieren und  die soziokulturelle Dimension ausgewählter Hauptwerke der italienischen Filmgeschichte unter bestimmten Fragestellungen weitgehend darlegen.  anhand von wichtigen Komponisten, cantautori und Werken der verschiedensten Genres die italienische Musiktradition grob charakterisieren und kontexualisieren. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH ITALIENISCH Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Der Italienischunterricht leistet somit einen wesentlichen Beitrag an die mehrsprachige und kulturell vielfältige Identität unseres Lan- des. Er fördert das Interesse, die Neugier und die Sensibilität für die italienischsprachigen Landesre- gionen (Südschweiz) und die in der gesamten Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Menschen. Der Sprach- und Literaturunterricht im Schwerpunktfach Italienisch legt überdies den Grundstein für ein vertieftes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und eines historisch gewachsenen Euro- pas, indem sie die historisch bedeutsame Rolle des Italienischen als europäische Kultursprache sicht - bar machen. Sie bereiten überdies auf ein anschliessendes Fachstudium des Italienischen vor. Der Unterricht umfasst die Lerngebiete Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen und baut auf den im Freifach/Grundlagenfach Italienisch vorgängig erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf. Am Ende des Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen italienischer Sprache gekonnt zu kommunizieren. Diese Kompetenzen erleichtern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landes- grenzen. Der Italienischunterricht macht Sprache als Erkenntnis-, Kommunikations-, Macht- und künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er fördert die Fähigkeit, eine persönliche sprachlich-kulturelle Identität in der Begegnung mit der Südschweiz und Italien aufzubauen, das individuelle, sprachgebundene Denken zu systematisieren sowie sich adäquat auszudrücken bzw. andere zu verstehen. Der Italienischunter- richt vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler tauchen ein in die Schönheit der italienischen Sprache und schulen ihre ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit in der kreati- ven Auseinandersetzung mit literarischen resp. nicht literarischen Texten aus verschiedenen Epochen sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Dabei begegnen sie Möglichkeiten der künstle- rischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens, die als Basis für das Hinterfragen der eigenen Welt und Wertvorstellungen dienen. Italienisch eignet sich besonders zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Sprachfächern, den musischen Fächern (Musik, Film, Kunst/Architektur) sowie den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders • Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nicht sprachlichen Mitteln erlangen • Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen • Kreativ mit Sprache umgehen • Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • Ein differenziertes und vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln • Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) • Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen • Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen • Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln • Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren • Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen Niveau: B1-B2* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion B1-B2  Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, Konjunktiv Präsens und Imperfekt, Passiv, Bedingungssatz, Zeitenfolge, indirekte Rede  vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwenden (je nach Lehrmittel).  neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und anwenden.  Themen- und textbezogener  nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz (zu Themen aus Literatur und Kunstgeschichte) anwenden und diesen selbständig festigen.  ihren Wortschatz auf ca. 2500 (B1) Wörter erweitern und können diesen aktiv und Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  Stil und Register  Soziolinguistik (optional)  Selbstkorrektur und Fremdkorrektur  Verwendung von Hilfsmitteln  verschiedene Sprachebenen  gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.  einfache soziolinguistische Probleme  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen entdecken und korrigieren.  sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.  ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen. 2. Lerngebiet: Kommunikation (B1-B2)  Authentische Dokumente (z.B. Filme, Theater, Radio-und Fernsehreportagen und Nachrichten)  den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen weitgehend folgen.  Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) weitgehend verstehen.  das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Italienisch  Alltagsgespräche  Lektürebesprechungen, Diskussionen zu aktuellen Themen, Kurzpräsentationen, Vorträge  einem angeregten Gespräch unter Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen.  in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung äussern.  sich in Vorträgen zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern.  Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z.B. Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti, Medientexte)  Lesestrategien (z.B. Selektives Lesen, Hypothesen bilden)  Texte aus verschiedenen Textgattungen lesen, verstehen und präzis  sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen.  Unbekanntes aus dem Kontext erschliessen.  eigene Verständnislücken erkennen.  verschiedene Lesestrategien kennen und  Unterschiedliche Textsorten (z.B. Briefe, Emails, Berichte Kommentare, Beschreibungen)  über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache zusammenhängende Texte schreiben.  Briefe und Emails schreiben und darin persönliche Ansichten und Meinungen  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. argumentative und fiktionale Texte: Erörterungen, Stellungnahmen, Kurzgeschichten, Märchentexte, Gedichte)  Schreibstrategien (z.B. Clustern, Mindmaps)  die Handlung eines Films oder eines Buches erzählen.  Buchbesprechungen und kurze Aufsätze  verschiedene Schreibvorgaben für argumentative und fiktionale Texte  Kurzgeschichten bzw. Minigedichte nach einem gewählten Muster gestalten.  verschiedene Schreibstrategien kompetent  Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren)  Verschiedene Gattungen (z.B. Komödie, Fabel, Erzählung, Roman, Poesie)  einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu  Handlungsablauf, Figurenkonstellation und Erzählsituation eines literarischen Textes tief greifend analysieren und deren Bedeutung erklären.  einen literarischen Text auf seine Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Kurze literarische Originaltexte mittleren Schwierigkeitsgrades vor dem 20. Jahrhundert (z.B. G. Boccaccio, F. Petrarca, C. Goldoni)  Literarische Originaltexte vom 20. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z.B. A. Baricco, G. Carofiglio, N. Ginzburg, L. Pirandello)  einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben.  den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eigenen Worten  einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts nach inhaltlichen, thematischen und soziokulturellen Aspekten erarbeiten und  sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen. Grobinhalt: Civiltà Italiana Fachliche Kompetenzen  Typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt (z.B. Stereotypen der italianità, Einwanderung, Fascismo)  Zeitungsartikel, canzoni, Filme, fumetti  wichtige Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens (Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia usw.) erklären und gewichten.  sich die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft bewusst machen.  sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, canzoni, Filmen etc. äussern und kritisch und differenziert Stellung nehmen. Niveau: B2-C1 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion (B2)  Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und das Verb und seine Ergänzungen  die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Grundstrukturen sicher  selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren und vertiefen.  Erweiterter themen- und textbezogender Grund- und  Vernetzung des Wortschatzes  ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen.  den Wortschatz differenzieren und den neu  ihren Wortschatz auf ca. 3000 (B2) Wörter erweitern und diesen aktiv und korrekt Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Selbstkorrektur  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und  Stil und Register (z.B. italiano formale aulico, italiano parlato colloquiale, italiano popolare, italiano gergale)  unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.  gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der Standardsprache erkennen.  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. Grobinhalt: Hören (B2-C1) Fachliche Kompetenzen  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Standardsprache (z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Diskussionen)  Komplexere Präsentationen in Standardsprache  authentische Redebeiträge verstehen.  regional oder dialektal gefärbtes Italienisch  längere komplexere Präsentationen  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen. Grobinhalt: Sprechen (B2) Fachliche Kompetenzen  Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen,  sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken.  sich kritisch äussern und überzeugend argumentieren.  Präsentationen über komplexe Themen halten.  an einem Gespräch unter Italienischsprachigen teilnehmen.  ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend äussern. Grobinhalt: Lesen (B2-C1) Fachliche Kompetenzen  Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z.B. Theaterstücke, Lyrik, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  Lesestrategien  Originaltexte selbständig lesen, analysieren und zusammenfassen.  sich mittels individueller Lektüren selbständig auf die Maturitätsprüfungen vorbereiten.  sinngebend vorlesen  verschiedene Lesestrategien kompetent  das Nicht-Verstandene exakt definieren und paraphrasieren. Grobinhalt: Schreiben (B2) Fachliche Kompetenzen  Längere und komplexere Texte zu allgemeinen und literarischen  Unterschiedliche Textsorten (z.B. argumentative und fiktionale Texte)  Schreibstrategien  Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe pointiert und facettenreich verfassen (auch als Vorbereitung auf die schriftlichen Maturitätsprüfungen).  Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen.  fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.  Methoden der Literaturanalyse und -interpretation  verschiedene Ansätze der Textinterpretation  stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.  Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen.  ausgewählte Textpassagen aus Prosa und Theatertexten szenisch umsetzen. Grobinhalt: Literaturgeschichte Fachliche Kompetenzen  Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z.B. von Dante Alighieri, G. Boccaccio, N. Machiavelli, C. Goldoni, U. Foscolo, A. Manzoni, G. Leopardi, G. Verga)  Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext (z.B. Trecento, Sette und Ottocento: Dante Alighieri, F. Petrarca, G. Boccaccio, C.  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text  anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus diversen Epochen und literarischen Strömungen erkennen, einordnen und analysieren. Goldoni, A. Manzoni, G. Verga usw.) Grobinhalt: Civiltà Italiana Fachliche Kompetenzen  Typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt (z.B. Stereotypen der italianità, Einwanderung, Gleichstellung)  Kunstströmungen (z.B. Architektur, Kunststädte)  Studienreisen (optional)  Wichtige Epochen der italienienischen Geschichte (z.B. Rinascimento, Risorgimento, Questione Meridionale, Fascismo, Resistenza, Miracolo economico, Mani pulite, Terza Repubblica, Berlusconismo)  Musica (leggera, classica e lirica) (optional)  Filme (Fellini, Tornatore, Benigni)  verschiedenste Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und erörten.  Bilder aufgrund von Fachkriterien analysieren (z.B. Fläche, Farben, Tonwerte. Raumwirkung) und interpretieren (z.B. biographischer und gesellschaftlicher Aspekt)  Studienreisen (Spezialschulwochen u.ä.) weitgehend selbständig organisieren.  anlässlich von Studienreisen kompetent durch Ausstellungen o.ä. führen.  für die Gegenwart besonders relevante politische, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte der italienischen Geschichte präzis darlegen.  einige ausgewählte Hauptwerke der italienischen Musiktradition verschiedener Epochen unter bestimmten Fragestellungen charakterisieren und kontextualisieren.  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Schnitt, Montage, Kamera, Inszenierung) LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH LATEIN Die antike Suche nach Antworten auf die Grundfragen menschlicher Existenz hat die europäische Denktradition bis heute wesentlich geprägt. Mit dieser setzen sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Originaltexten und Übersetzungen auseinander, hinterfragen sie kritisch und leiten daraus Erkenntnisse über verschiedene Lebensgestaltungen ab. Auf diesem Hintergrund können die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Lebensgestaltung reflektieren und weiterentwickeln. Um die Originaltexte sprachlich zu verstehen und dem Inhalt in einer Übersetzung gerecht zu werden, erweitern die Schülerinnen und Schüler ihren Wortschatz, vertiefen ihre Sprachkenntnisse und verfeinern ihre Ausdrucksmöglichkeiten in der Zielsprache Deutsch. Sie ordnen die Texte in ihren literarischen und historischen Zusammenhang ein und stellen Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Auf diese Weise erkennen sie, dass heute getrennte Lebensbereiche eng miteinander verflochten waren, und lernen die daraus entstandenen Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen kennen. Auf diesem Hintergrund verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass jede Übersetzung bereits eine Interpretation darstellt, da der eigene historische und kulturelle Kontext nicht ausgeschaltet und der fremde nie völlig durchdrungen werden kann. Die Schülerinnen und Schüler stellen Themen und Motive in einen Zusammenhang mit literarischen Werken und Kunstformen verschiedener Epochen und erkennen, wie die Auseinandersetzung mit diesen Themen und Motiven für deren Rezeption und Weiterentwicklung gesorgt hat. Sie lernen Fragestellungen zu entwickeln, die der literarischen, geschichtlichen und sprachlichen Situation der Texte angemessen sind. Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders • Sich in fremde Lebenswelten hineindenken und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur eigenen Lebenswelt erkennen • Die logische Struktur der lateinischen Sprache und die systematische Argumentationsweise antiker Autoren für den Aufbau eigener Denkkategorien nutzen 2AKSA, Latein (SPF) • Persönliche Ansichten aufgrund der Auseinandersetzung mit antiken Werten und Ideen überprüfen und weiterentwickeln • In Einzel- oder Teamarbeit lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten • Wichtige Ergebnisse synchroner und diachroner Sprachbetrachtung innerhalb der lateinischen Sprache auch in anderen Sprachen anwenden • Sich der eigenständigen Entwicklungen sowohl geschriebener als auch gesprochener Sprache bewusst sein und dadurch den historischen oder gesellschaftlichen Kontext als Hintergrund und Ursache für sprachliche Veränderungen begreifen • Eine angemessene Übertragung komplexer inhaltlicher und sprachlicher Zusammenhänge lateinischer Texte in die Zielsprache Deutsch vornehmen, um gut verständliche deutsche Texte zu formulieren • Eine hohe Flexibilität und Präzision in der Ausdrucksweise der Zielsprache Deutsch • Virtuelle Informationen zu Autoren und Themen kritisch sichten, deren Qualität aufgrund von definierten Kriterien prüfen und die Ergebnisse sinnvoll anwenden • Online-Wörterbücher sinnvoll bei der Übersetzungsarbeit einsetzen • In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Werthaltungen offen und neugierig sein 3AKSA, Latein (SPF)  Wortschatz  Metrik  Stilistik  Übersetzungstechnik  von ca. 50% eines definierten Wortschatzes, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.  gängige Ableitungen mit Prä- und Suffixen durchführen und verschiedene Wortarten bilden.  die wichtigsten metrischen Schemata erkennen, skandieren und lesen.  gängige Stilmittel im Text erkennen, benennen und deren Verwendung  einen Text aufgrund der Wortwahl und der verwendeten Rhetorik und Stilistik  die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation der Rezipienten herausarbeiten und kritisch hinterfragen.  einen Text sprachlich formal und syntaktisch  die nötigen Hilfsmittel sinnvoll und gezielt  Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch erkennen, die daraus resultierenden Konsequenzen für eine Übersetzung abschätzen und inhaltlich präzise und adäquate deutsche Formulierungen finden. 4AKSA, Latein (SPF)  Alltag und menschliches Zusammenleben  Mythologie  Rezeption antiker Texte und Motive  Intertextualität  Merkmale des Alltags von Menschen aus verschiedenen Zeiten und sozialen Schichten aus lateinischen Originaltexten herausarbeiten und beschreiben, deren Bedürfnisse und Probleme aufzeigen und zum zeitgeschichtlichen Hintergrund in Bezug setzen.  anhand von Beispielen aus der lateinischen Literatur aufzeigen, inwiefern selbstbestimmtes Denken und Handeln auch unter schwierigen Umständen möglich ist.  erklären, auf welche Weise eine befriedigende Lebensgestaltung möglich ist, wenn Einschränkungen bewusst wahrgenommen und kreativ interpretiert  die spezifischen Merkmale eines Mythos im lateinischen Original erkennen und  mythische Weltvorstellungen und die Funktion und Bedeutung von Mythen für die Menschen an Beispielen erklären.  heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen, mit den antiken Mythen vergleichen und ihren Zweck erläutern.  berühmte Motive in Texten verschiedener Epochen der Latinitas und in verschiedenen Medien (Bilder, Skulpturen, filmische Umsetzungen etc.) zusammenstellen und die vorhandenen Grundelemente und Varianten  den Begriff „Intertextualität“ erklären.  lateinische Texte mit möglichen Prätexten (lateinische, evtl. griechische Texte, archäologische Zeugnisse) vergleichen und Unterschiede beschreiben. 5AKSA, Latein (SPF)  Wortschatz  Übersetzungstechnik  Literarische Gattungen  von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen.  Veränderungen lateinischer Wörter in den modernen Fremdsprachen in lautlicher und formaler Hinsicht beschreiben und daraus Gesetzmässigkeiten ableiten.  mit den Möglichkeiten des Deutschen dem lateinischen Original angemessene witzige, paradoxe, ironische und andere stilistische Merkmale in die Übersetzung einbauen.  Texte den verschiedenen literarischen Gattungen (z.B. Brief, Erörterung, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der Textmerkmale zuordnen und in einen gattungsspezifischen Zusammenhang  Parallelen und autorenspezifische Abweichungen gegenüber den Grundmerkmalen einer Gattung beschreiben und Ursachen für die Abweichungen  Politik und Gesellschaft  Wert- und Weltvorstellungen  anhand von lateinischen Originaltexten die Wechselwirkungen zwischen Politik und Gesellschaft und das dadurch entstehende Spannungsfeld beschreiben.  bei einzelnen Autoren fremde Einflüsse in der römischen Kultur erkennen und deren Auseinandersetzung mit diesen beschreiben.  nachvollziehen, dass persönliche und ethische Grundhaltungen mit religiösen, 6AKSA, Latein (SPF)  Philosophie  Rezeption antiker Texte und Motive Intertextualität moralischen und gesetzlichen Normen in Konflikt geraten können, so dass Recht und Gerechtigkeit auseinanderklaffen.  erkennen, dass gesetzliches oder gerechtes Handeln nicht immer möglich ist, und sind fähig, Lösungsansätze für das Individuum zu  Werte des menschlichen Handelns unterscheiden; von Handlungsträgern getroffene Entscheidungen analysieren, diskutieren und beurteilen.  verschiedene Wertsysteme und -vorstellungen beschreiben, zueinander und zu den eigenen Werten in Bezug setzen und ihre Gültigkeit damals und heute herausarbeiten.  unterschiedliche Funktionen von Religionen erkennen, beschreiben und in einen Zusammenhang mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund setzen.  den Umgang der Römer mit den griechischen philosophischen Schulen und Schriften beschreiben.  die römischen philosophischen Traditionen kennen und die Parallelen und Weiterführungen der griechischen Werke  die rezeptive Ausgestaltung antiker Motive mit verschiedenen Merkmalen der jeweiligen Entstehungsepoche und deren geistesgeschichtlichen Strömungen in  die allgemeingültigen und die zeitabhängigen Elemente eines Motivs herausarbeiten und die Motiventwicklung beurteilen.  aus ihrer Lektüreerfahrung mögliche Prätexte selbst erkennen.  die Verarbeitung möglicher Prätexte in ihre Interpretation miteinbeziehen. Alte Kantonsschule Aarau, Bahnhofstrasse 91, CH-5001 Aarau Telefon +41 62 834 67 00, info@altekanti.ch, www.altekanti.ch LEHRPLAN GYMNASIUM Grundlagenfach Mathematik Version August 2013 (Stand August 2021) Herausgeber Schulleitung Die basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit vom 17. März 2016 gemäss Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK vom 9. Juni 1994 sind kursiv und rot gefärbt. Mathematik als Denkschule: Der Mathematikunterricht schult das exakte Denken und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit, präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Der Mathematikunterricht fördert dadurch das Vertrauen ins eigene Denken und die Eigenständigkeit im Urteil. Mathematik als Modell der Welt: Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne jedes Nützlichkeitsdenken, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt die Freude an geistiger Arbeit. Mathematik als Sprache der Natur: Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie hat entscheidenden Anteil bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die Naturwissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich. Mathematik als Basiskompetenz: Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und festigt Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche, technische und auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und fördert das Verständnis für Technik und Naturwissenschaft. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 2 / 14 Allgemeine Bildungsziele Beweisen/ Argumentieren mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben. einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) nachvollziehen. anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu beweisen. Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren. das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-Behauptung-Beweis an einfachen Beispielen erläutern. Beschreibung von Modellen • die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells unterscheiden. Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders Reflexive Fähigkeiten • Probleme und Aufgaben bewusst analysieren und die Zweckmässigkeit der eingesetzten Mittel und die erzielten Resultate kritisch überprüfen Selbstkompetenz • Erfahren, dass auch anspruchsvolle Probleme mit Engagement, Anstrengung und Ausdauer lösbar sind Sprachkompetenz • Erfahren, dass der präzise Sprachgebrauch eine Voraussetzung für korrektes logisches Schliessen ist Methodenkompetenz • Verstehen, dass jeder Erkenntnisgewinn auf Verinnerlichung, Abstraktionsvermögen und dem spielerischen Umgang mit den gewonnenen geistigen Abbildern der Realität beruht ICT-Kompetenzen • Technische Hilfsmittel wie Taschenrechner oder Computer sinnvoll nutzen Interessen • Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein Charakteristisch für die Mathematik ist ihre präzise Begriffswelt, diese ermöglicht eine hohe Transparenz in der Leistungsbeurteilung. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 3 / 14 Die Fortentwicklung vieler wissenschaftlicher Disziplinen geht einher mit einer zunehmenden Betonung des quantitativen Charakters der Begriffsbildungen. Die Mathematik wird dadurch zu jener universellen Wissenschaftssprache, ohne die tiefere Erkenntnisse kaum erfasst und vermittelt werden können. Der Mathematikunterricht stellt hohe Anforderungen an die Eigenständigkeit im Denken und fördert diese in hohem Masse. Dadurch wird er zu einem tragenden, vorbereitenden Element für die Maturitätsarbeit. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 4 / 14 Zahlbereiche • die Zahl als Mittel zur quantitativen Erfassung von physikalischen Grössen sinnvoll einsetzen. • natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen charakterisieren. Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unterscheiden. einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen (+, −,∙,÷ ) durchführen. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. einfache mathematische Symbole korrekt verwenden. Potenzen • mit Wurzeln und Potenzen mit ganzzahligen und rationalen Exponenten sicher umgehen. • Zahlen in wissenschaftlicher Form darstellen. • mit Potenzen von Summen rechnen: Pascal-Dreieck. 2. Lerngebiet: Gleichungen Die Schülerinnen und Schüler könnenGleichungen allgemein • erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. Lineare Gleichungssysteme • mit den Begriffen Aussage, Aussageform, Lösungsmenge, Äquivalenzumformung, Gewinn- und Verlustumformung Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 5 / 14 • Gleichungssysteme, auch mit Parametern, mit zwei und mehr Variablen mittels unterschiedlicher Methoden lösen. • Realprobleme in Form von Gleichungssystemen erfassen und • Lösungsmengen von linearen Gleichungen und Gleichungssystemen geometrisch interpretieren. lineare Gleichungen lösen. erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen erläutern. lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen. lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen. Quadratische Gleichungen • Terme quadratisch ergänzen. • die Lösungsformel für die quadratische Gleichung, auch mit Parametern, sicher anwenden und die Diskriminante • Realprobleme in Form von quadratischen Gleichungen erfassen und lösen. • Gleichungen, die auf quadratische Gleichungen führen, lösen: Bruchgleichungen, biquadratische Gleichungen, Wurzelgleichungen und Gleichungssysteme mit quadratischen Gleichungen. • den Taschenrechner zum Lösen von quadratischen Gleichungen und Gleichungssystemen einsetzen. quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz. einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen erkennen. 3. Lerngebiet: Funktionen Funktionsbegriff • mit dem Funktionsbegriff umgehen: Funktion, Verkettung, Umkehrfunktion. • Funktionen graphisch darstellen, auch mit dem Taschenrechner. • funktionale Zusammenhänge im inner- und aussermathematischen Kontext erkennen und als Funktionsgleichung formulieren. erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere die Notation 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥) korrekt. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 6 / 14 das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle). die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, 𝑦𝑦 - Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien). die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen. Lineare Funktionen • mit der linearen Funktion 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑚𝑚𝑥𝑥 + 𝑞𝑞 und deren Graph sicher umgehen. • Geraden mit der Gleichung 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑚𝑚𝑥𝑥 + 𝑞𝑞 erfassen. • Schnittpunkte von Geradenpaaren berechnen. • orthogonale Geradenpaare bestimmen. Trigonometrische Funktionen • mit dem Grad- und Bogenmass umgehen. • die Winkelfunktionen am Einheitskreis definieren und deren Graphen darstellen. • einige grundlegende Zusammenhänge zwischen den Winkelfunktionen formulieren. • mit den Umkehrungen der Winkelfunktionen umgehen. 4. Lerngebiet: Geometrie Ähnlichkeit • die Strahlensätze sicher anwenden. • mit dem Ähnlichkeitsbegriff umgehen und diesen zweckmässig • die Aussagen der Satzgruppe von Pythagoras sicher anwenden. in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden. den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. Berechnungen am rechtwinkligen und allgemeinen DreieckTrigonometrie • Berechnungen am rechtwinkligen Dreieck durchführen. • mit dem Sinus- und Cosinussatz sicher umgehen und diese bei der Berechnung von allgemeinen Dreiecken einsetzen. Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen. die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen. die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären. die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 7 / 14 die Beziehungen sin2(𝑥𝑥) + cos2(𝑥𝑥) = 1 und tan(𝑥𝑥) = sin(𝑥𝑥) cos(𝑥𝑥) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden. die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären. den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären. einfache trigonometrische Gleichungen lösen. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 8 / 14 1. Lerngebiet: Funktionen Quadratische Funktion • die Parabel als Graph der quadratischen Funktion interpretieren und sind vertraut mit Anwendungen. • mit der Normalform 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓(𝑥𝑥) = 𝑎𝑎𝑥𝑥2 + 𝑏𝑏𝑥𝑥 + 𝑐𝑐 und der Scheitelpunktform 𝑦𝑦 = 𝑎𝑎(𝑥𝑥 – 𝑢𝑢)2 + 𝑣𝑣 der Parabelgleichung sicher umgehen. • Tangenten an Parabeln in analytischer Form bestimmen. Potenzfunktionen • Eigenschaften der Graphen einiger Potenzfunktionen nennen und erläutern. Exponential- und Logarithmusfunktion Funktionstypen • Exponential- und Logarithmusfunktionen algebraisch charakterisieren und deren Rechengesetze sicher anwenden. • die Graphen der beiden Funktionstypen erkennen und diese • mit der Eulerzahl e und der natürlichen Exponential- und Logarithmusfunktion umgehen. • die Exponentialfunktion bei der Beschreibung von Wachstums- und Zerfallsphänomenen einsetzen. • Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen. einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen. Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren. funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. Folgen und Reihen • mit dem Folgenbegriff umgehen. • den Zusammenhang zwischen Folgen und Reihen erläutern. • mit arithmetischen und geometrischen Folgen sicher umgehen: explizite und rekursive Darstellung, Endglied- und Summenformel, Anwendungen. die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erkennen. Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 9 / 14 Summenzeichen benutzen. Fakultäten benutzen. 2. Lerngebiet: Geometrie Analytische Geometrie der Ebene • mit dem Begriff des Vektors und dessen Darstellung in Koordinatenform sicher umgehen. • können mit der Koordinatendarstellung von Vektoren rechnen: Summe, skalares Vielfaches, Betrag, Streckenmittelpunkt, Schwerpunkt von Dreiecken. • den Begriff des Skalarprodukts erläutern und dieses anwenden: Zwischenwinkelformel, Orthogonalität. • die unterschiedlichen analytischen Darstellungsformen von Geraden erläutern: Parameterdarstellung, Koordinatengleichung und Normalenvektor. einen Vektor des ℝ2 als geordnetes Zahlenpaar verstehen und geometrisch in der Ebene deuten. die Norm eines Vektors im ℝ2 berechnen und geometrisch Vektoren im ℝ2 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des ℝ2 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten. das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2 einen Vektor im ℝ2 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen. den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2 den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2 mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen. in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. 3. Lerngebiet: Stochastik Beschreibende Statistik • Datenmengen erfassen und graphisch darstellen. • mit den gängigen Lage- und Streumassen von Datenmengen umgehen und diese korrekt interpretieren: Mittelwert, Median, Standardabweichung. • den Taschenrechner zur Darstellung von Datenmengen und zur Berechnung von statistischen Grössen einsetzen. die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 10 / 14 die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 11 / 14 1. Lerngebiet: Geometrie Analytische Geometrie am Kreis • Kreisgleichungen bestimmen. • Beziehungsaufgaben zwischen Kreisen und Geraden behandeln. • Tangenten an Kreise in analytischer Form bestimmen. 2. Lerngebiet: Analysis Differentialrechnung • mit dem Grenzwertbegriff bei Zahlenfolgen intuitiv umgehen und Grenzwerte von unendlichen geometrischen Reihen den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern. einfache divergente Zahlenfolgen erkennen. • den Begriff des Differenzenquotienten und dessen Beziehungen zum Differentialquotienten, zur Steigung von Funktionsgraphen und der Änderungsrate von Funktionen erläutern. • die wichtigen Funktionsklassen ableiten: Polynomfunktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen, Winkelfunktionen. • die Ableitungsregeln sicher anwenden: Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel. • mit den Methoden der Differentialrechnung Beziehungen zwischen Funktionstermen und zugehörigen Funktionsgraphen • Extremalprobleme lösen. • die grundlegende Bedeutung des Ableitungsbegriffs in den Naturwissenschaften anhand von Beispielen dokumentieren und begründen. • den Taschenrechner zur Berechnung von Ableitungen die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren. die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren. die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥) die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel auf einfache Funktionen anwenden. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 12 / 14 Polynome 𝑎𝑎𝑛𝑛𝑥𝑥𝑛𝑛 + ⋯ + 𝑎𝑎1𝑥𝑥 + 𝑎𝑎0 mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel ableiten. die allgemeine Exponentialfunktion 𝑎𝑎𝑥𝑥 = eln(𝑎𝑎)𝑥𝑥 mit Hilfe der Kettenregel ableiten. Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen. Integralrechnung • die Stammfunktionen für die bekannten Funktionsklassen bestimmen: Polynomfunktionen, Exponential- und Logarithmus-funktionen, Winkelfunktionen. • in einfachen Fällen Integrale als Grenzwert von Riemannschen Summen bestimmen. • den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung erläutern und bei der Berechnung von eigentlichen und uneigentlichen Integralen einsetzen. • Flächen zwischen Graphen und Volumina von Rotationskörpern bei Drehung um die x-Achse berechnen. • die grundlegende Bedeutung des Integralbegriffs in den Naturwissenschaften anhand von Beispielen dokumentieren. • den Taschenrechner zur Bestimmung von Integralen einsetzen. Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, 𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥) einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren. mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen. die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑛𝑛 , 𝑥𝑥−𝑛𝑛, e𝑥𝑥, ln(𝑥𝑥), sin(𝑥𝑥) 𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜𝑜 cos(𝑥𝑥) die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion. einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung lösen. endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 13 / 14 1. Lerngebiet: Geometrie Analytische Geometrie im Raum • das Vektorprodukt als geometrische Operation deuten, dieses in Koordinatenform berechnen und anwenden: Flächenberechnung, Normalenvektoren. • Geraden in Parameterform darstellen. • Ebenen in Parameterform und als Koordinatengleichung • Schnittpunkte und Schnittwinkel zwischen Geraden und Ebenen bestimmen. • Schnittgeraden und Schnittwinkel zwischen Ebenenpaaren • Abstände zwischen Punkten und Geraden sowie zwischen Punkten und Ebenen berechnen: Vektorproduktmethode, Hessesche Normalform. einen Vektor des ℝ3 als geordnetes Zahlentripel verstehen und geometrisch im Raum deuten. die Norm eines Vektors im ℝ3 berechnen und geometrisch Vektoren im ℝ3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des ℝ3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten. das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ3 den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3 den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3 mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen. 2. Lerngebiet: Stochastik Kombinatorik • die Summen- und Produktregel auf Zählprozesse anwenden. • mit den grundlegenden Zählformeln der Kombinatorik sicher • den binomischen Lehrsatz begründen und anwenden. das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden. Alte Kantonsschule Aarau, Lehrplan Mathematik (Grundlagenfach) 14 / 14 Wahrscheinlichkeitsrechnung • die Begriffe Zufallsexperiment, Ergebnis, Ereignis, Wahrscheinlichkeitsverteilung erläutern. • die Zählprinzipien der Kombinatorik und die Methoden der Integralrechnung zur Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten einsetzen: Laplace-Regel. • mehrstufige Zufallsexperimente bearbeiten: Baumdiagramm, Produkt- und Summenregel, Bernoullikette. • mit bedingten Wahrscheinlichkeiten umgehen. • den Begriff der Zufallsvariablen erläutern und in einfachen Fällen deren Charakteristika bestimmen: Beispiele von diskreten Verteilungen, Normalverteilung als Grenzwert der Binomialverteilung. charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht. erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. die Binomialverteilung erklären und anwenden. den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben. Vertrauensintervalle beschreiben. Die unten aufgeführten Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule erworben. Sie sind der Vollständigkeit halber oben auch aufgelistet. Lerngebiete Zahlen Zahlbereiche • natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und unterscheiden. einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen (+, −,∙,÷ ) durchführen. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden. einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) Funktionen Begriff der Funktion • das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt Geometrie Ähnlichkeit • den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH MUSIK Wochenstunden 3 Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft. Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet. Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzent - setzung in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und / oder „Komponie- ren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesell- schaft. Das Ergänzungsfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl weiterentwickeln  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern  Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen 2AKSA, Musik (EF) Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern  Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen  Die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis vier Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Prä - sentationen etc. statt. Grössere Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ und / oder Ergebnisse aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewer- ten“) herangezogen werden. Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwis - sen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte). 1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde 3AKSA, Musik (EF)  musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und -modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden.  ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen  die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der durmolltonalen Epoche) erkennen und  für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläutern. 2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren  Untersuchen  Komponieren  sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinandersetzen.  ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen.  eine fundierte selbstständige Recherche  eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und  ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren.  sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen und Klängen auseinandersetzen. 4AKSA, Musik (EF)  einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MUSIK Wochenstunden 2 2 2 Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emo - tionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitli - cher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle. Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme. Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von mas - senmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musi- kalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Das Grundlagenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders die Fähigkeiten  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl entwickeln  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen 2AKSA, Musik (GLF)  Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern  Die eigene Stimme bewusst im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation einsetzen  Methoden begründet auswählen  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen  Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern Das Grundinteresse stringent weiterverfolgen  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis drei Prüfungsanlässen pro Semester. Diese finden in Form von schriftlichen Prüfungen (z.B. Tests, Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen etc.) wie auch mündlichen oder praktischen Prüfungen (z.B. Präsentationen, Vorsingen, Wiedergabe rhythmischer Verläufe etc.) statt. Das Engagement bzw. die mündliche Beteiligung im Unterricht kön - nen ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte). Im Hinblick auf einen angemessen kritischen Umgang mit Quellen eignen sich Vergleiche und Recherchen in der Fachliteratur mit angemessener Aufbereitung und Präsentation. Für kreative Arbeiten (z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis gelegt. 3AKSA, Musik (GLF) Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert, exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden.  Klangerscheinungen Tonhöhe  Klangerscheinungen Dauer  Klangerscheinungen Intensität  Klangerscheinungen Farbe  Dur- und Moll-Skalen (mit Varianten) und Dreiklänge erkennen und benennen.  Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend unterscheiden.  die Eigenschaften Konsonanz und Dissonanz unterscheiden.  Leittöne und ihre (dominantische) Auflösungsbestrebung bewusst  Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo und artikulatorische Aspekte unterscheiden.  dynamische Aspekte unterscheiden.  vokale Stimmlagen erkennen und die wichtigsten Instrumente der gängigsten Formationen hörend unterscheiden.  polyphone und homophone Satztypen sowie elementare Formprinzipien bewusst mitverfolgen, als Hörpartitur skizzieren und  Betonungsverhältnisse und Phrasierungsarten bestimmen.  Musikwerke den verschiedenen Musikarten Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und Pop zuordnen.  einfache stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen.  Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke etc.) in ihr Hörrepertoire  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ 4AKSA, Musik (GLF)  Klangerscheinungen Tonhöhe  Klangerscheinungen Dauer  Klangerscheinungen Intensität  Klangerscheinungen Farbe  absolute Tonhöhen fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen und notieren.  Dur und Moll mit Varianten, Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik lesen und  anhand des Quintenzirkels Grundtöne, Vorzeichen und Hauptstufen eruieren.  alle Dreiklänge sowie die Intervalle innerhalb einer Oktave lesen und  Akkordsymbolschrift, Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen.  Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben.  Noten- und Pausenwerte lesen und  rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen.  dynamische Abstufungen erkennen und  die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen.  gehörphysiologische Grundsätze verstehen und in ihrem Hörverhalten mitberücksichtigen.  polyphone und homophone Satztypen sowie elementare Formprinzipien  musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung begründen.  ihr Musikrepertoire Musikarten, Stilen und Epochen zuordnen.  sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik verschaffen.  die Systematisierung in Epochen und Stile als Orientierungshilfe sowie unterschiedliche Arten von Werkverständnis nachvollziehen.  Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen verknüpfen. 5AKSA, Musik (GLF)  Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten nachvollziehen.  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  wichtige melodisch-harmonische Bausteine durmolltonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen.  ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst einsetzen.  einfachere rhythmische Notate umsetzen.  ein angemessenes Repertoire von Vokalstücken unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten mit angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen und adäquat  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln.  kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren.  einfache pentatonische und durmolltonale melodische Verläufe entwerfen.  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi unterscheiden.  Intervalle innerhalb einer Oktave  Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster, freitonale Phänomene etc. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur 6AKSA, Musik (GLF)  formale Einschnitte in grösseren Musikstücken erkennen.  motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und benennen.  in einem mehrstimmigen Stück einen Randstimmensatz gehörsmässig mitverfolgen.  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi lesen und schreiben.  Umstellungen von Dreiklängen lesen und  Materialien und Strukturen von nicht durmolltonaler Musik nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen.  grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen.  Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden.  Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen (z.B. bezüglich Musikart, Stil, Gattung, Form, KomponistIn oder des historischen Kontexts)  sich vertieft mit Aspekten der durmolltonalen Epoche auseinandersetzen (z.B. Stilwechsel um 1600, Auflösung der Dur-Moll-Tonalität Ende 19. Jahrhundert, Unterscheidung von sogenannter „E- und U- Musik“).  weitere musikalische Konzepte vor und nach der durmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters, frei- und atonale Musik, Klangflächenkompositionen etc.) sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext 7AKSA, Musik (GLF)  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen.  Dreiklänge in der Grundstellung singen.  einfache rhythmische und melodische Verläufe stimmlich bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.  auf ihr erweitertes Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten zurückgreifen.  vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln schreiben.  kurze Melodieverläufe mit Skalen- und Dreiklangsmelodik entwerfen.  einfache vokale Begleitstimmen zu Ostinati und Kadenzmodellen entwickeln.  Klangerscheinungen Tonhöhe  Klangerscheinungen Farbe  die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde unterscheiden.  den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen.  Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend erkennen.  die unterschiedlichen Qualitäten verschiedener Stimmungssysteme hörend  einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Musikrepertoire hörend erkennen. 8AKSA, Musik (GLF)  musikalische Verläufe aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte bewusster  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  Septakkorde mit Umstellungen notieren, lesen und benennen.  weitere Terzschichtungen nachvollziehen.  elementare akustische Phänomene (Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch, verschiedene Stimmungssysteme) verstehen und  Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen.  den Dominantseptakkord im vierstimmigen Satz einbauen.  Zwischendominanten erkennen und  akkordfremde Töne erkennen und  die wichtigsten musikalischen Veränderungen und Entwicklungen nachvollziehen und in einen grösseren Kontext einordnen (Verschriftlichung im 9. Jahrhundert, Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis / bürgerliche Musizierpraxis um 1800, Aufbruch in die Moderne ab 1880er-Jahre, Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Neue Musik ab 1945, Postmoderne, Unterscheidung von sogenannter „E- und U-Musik“, Wurzeln und wichtigste Entwicklungslinien der Jazz- und Popmusik).  Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und Werkverständnis etc. mit ausgewählten Schlüsselwerken in Verbindung bringen. 9AKSA, Musik (GLF)  Septakkorde nachsingen.  in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbstständig singen.  unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus den Grobinhalten „Klangstrukturen“ (Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge, Kadenzen) einfache durmolltonale Melodien vom Blatt singen.  ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern erweitern.  auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln.  eine einfache Melodie harmonisieren.  unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mithilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH MUSIK Wochenstunden 4 4 Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumen- talunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt. Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung wei - terzuentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet. Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten geför- dert. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die ei- gene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifi- sche Hochschulreife) vor. Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext einordnen  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern 2AKSA, Musik (SPF)  Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen  Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern  Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden  Während grösserer Zeitgefässe und über längere Zeiträume konzentriert und selbstständig arbeiten  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen  Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit drei bis fünf Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen etc. statt. Grössere Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewer- ten“) herangezogen werden. Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), zu Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte). Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen, welche Themen für eine Maturitätsarbeit geeignet sind. Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbstständige Recherche und Materialsu- che mit exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV- Atlas der Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren angemessene Aufar- beitung (z.B. in Handouts und Präsentationen). 3AKSA, Musik (SPF)  komplexere Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen.  Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen.  gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfachen Modualtionsprozessen, Trugschluss und Neapolitaner erfassen.  ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern.  Instrumente differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen.  grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.polyphone und homophone Satztypen.  Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen.  melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Struktur  Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution erkennen und benennen.  polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen  motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien z.B. in Sonatenhauptsatzformen erfassen.  im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie Melodiediktate memorieren und korrekt notieren. 4AKSA, Musik (SPF)  Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.  auf eine angemessene Anzahl repräsentativer, anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart, zurückgreifen.  ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten  Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben.  melodische, harmonische und rhythmische Phänomene im Notentext erfassen, korrekt notieren und adäquat beschreiben.  Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und korrekt notieren.  bei harmonischen Analysen den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbolschrift  die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene durmolltonaler Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und  auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonate, Sonatenhauptsatzform, Rondo, etc. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorische Kernpunkte wie auch spezifische Besonderheiten beschreiben.  musikalische Phänomene, auch ohne durmolltonale Bezüge, in ihrem historischen Kontext sehen, Epochen und Stilen zuordnen und adäquat beschreiben.  ihre musikspezifischen Kenntnisse an 5AKSA, Musik (SPF) standardisierten Formen in einen grösseren kulturhistorischen Kontext einordnen.  ein exemplarisches Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten anwenden.  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren bewusst einfliessen  rhyhtmische, melodische und harmonische Wendungen auch klopfend bzw. singend  Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom Notat singen.  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes Musizieren bewusst einfliessen lassen.  in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör als auch vom Notat wiedergeben bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.  Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nach- als auch vom Blatt singen.  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen.  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst ausgestalten.  harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen usw. stilgerecht aussetzen.  formale Verläufe bewusst gestalten.  Rhythmen, melodische und harmonische 6AKSA, Musik (SPF) Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen etc. entwerfen und adäquat notieren.  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen lassen.  sich mit nicht durmolltonalen musikalischen Phänomenen wie Freitonalität, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Klangflächenkompositionen etc. angemessen auseinandersetzen.  Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen.  auch freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.  Musikstücke auch in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen.  formbildende Strukturen auch in nicht durmolltonaler Musik erfassen.  einfache Stufendiktate memorieren und korrekt notieren.  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen.  auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vordurmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, „Klassische“ Moderne, Neue Musik ab 1945, Postmoderne, Stilpluralismus etc.) zurückgreifen. 7AKSA, Musik (SPF)  ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwickeln.  komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren.  für sie neue, auch freie Formtypen, unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und angemessen  durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren.  ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern.  verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwenden.  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren einfliessen lassen.  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion in ihr eigenes Musizieren einfliessen lassen.  komplexere rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör als auch vom Notat wiedergeben bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.  im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nach- als auch vom Blatt singen.  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen. 8AKSA, Musik (SPF)  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst ausgestalten.  formale Verläufe bewusst gestalten.  Rhythmen, melodische und harmonische Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen etc. weiterentwickeln und adäquat notieren.  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten auch neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND AN- WENDUNGEN DER MATHEMATIK (KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH) Mathematik und Physik haben sich seit je gegenseitig voran getrieben. Offene Fragen der Physik führten zu mathematischen Entdeckungen, mathematische Theorien fanden überraschende Anwendun - gen in der Physik. Die Verwobenheit von Mathematik und Physik prägt das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Dadurch wird das allgemein bildende Hintergrundwissen in Physik und Mathematik bereichert und markant vertieft. Ganz speziell wird das abstrakte Denken geschult, das Vertrauen in das eigene Denken gefestigt. Stärker noch als in den Grundlagenfächern wird die Fähigkeit, eigenständig zu arbeiten, gefördert und gefordert. Die Schülerinnen und Schüler erwerben dadurch jene Kompetenzen, die sie für Studien in den Bereichen Physik, Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften befähigt. PHYSIK Der Unterricht gewährt Einblicke in die Errungenschaften der Physik, führt an offene Fragen heran und vermittelt Einblicke in die Denkweisen der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er fördert das Verständnis für den andauernden Wandel der geistigen Bilder der Wirklichkeit und die Begrenztheit und Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis. ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK Mathematik ist die Basis der naturwissenschaftlichen Begriffsbildungen. Gründliche und vielfältige mathematische Kenntnisse und Erfahrungen werden dadurch zur Voraussetzung für jedes tiefere Verständnis von Technik und Naturwissenschaft. (2) überfachliche Kompetenzen Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders  In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken  Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten 2AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen  Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen Problemstellungen formalisieren  Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung einsetzen Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen  Naturphänomene mit Neugier und Freude beobachten  Für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen 3AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF) 3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge  Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik  Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien  Experimente und Datenanalyse  eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren.  sich selbständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.  anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.  Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).  Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll anwenden.  die Unsicherheit eines Resultates mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. 2. Lerngebiet: Impuls und Stösse (Mechanik)  Impuls, Impulserhaltung  Kraftstoss  Elastische und inelastische Stösse  die Impulserhaltung benützen, um zentrale und nicht zentrale Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen.  den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten und mathematisch formulie-  die physikalischen Gesetze bei Stossvorgängen experimentell überprüfen. 3. Lerngebiet: Relativitätstheorie (Neuere Physik)  Relativität der Gleichzeitigkeit  erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt. 4AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Zeitdilatation und Längenkontraktion  Minkowski-Diagramme  Lorentz-Transformation  Relativistische Beschreibung von Energie und Impuls  Relativistischer Dopplereffekt  Allgemeine Relativitätstheorie  die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen.  Minkowski-Diagramme zeichnen und inter-  die kausale Verkettung von Ereignissen mithilfe des Viererabstandsquadrates analysie-  die historische und kulturelle Bedeutung der Formel E = mc2 verstehen.  die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie verstehen.  das Konzept der Raumkrümmung an einem einfachen Beispiel erklären. 4. Lerngebiet: Elektromagnetismus  Potenzial/Gauss-Gesetz/ Kondensatoren  Kirchhoff-Gesetze  Induktion, Selbstinduktion  Wechselströme/Schwingkreise/ Halbleiterelemente  erklären, wie ein Kondensator Ladung bzw. Energie speichert.  mithilfe von Diagrammen und Differenzialgleichungen berechnen, wie sich ein Kondensator auf- und entlädt.  elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff- Gesetze berechnen.  in konkreten Situationen induzierte Ströme und Spannungen berechnen.  das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.  Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen messen.  Schaltungen planen, aufbauen und analysie- 3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik Im Verlauf der beiden Ausbildungsjahre sind nebst den obligatorischen Lerngebieten zusätzlich optionale Grobinhalte aus mindestens zwei der unter 4.2. aufgeführten Lerngebiete 3 bis 6 zu bearbeiten. 1. Lerngebiet: Komplexe Zahlen 5AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Komplexe Zahlen  mit komplexen Zahlen umgehen und sind vertraut mit ihren verschiedenen Darstellungsformen: kartesische Darstellung, Polarform, Gausssche Zahlenebene.  die Grundrechenoperationen in C sicher ausführen und diese geometrisch  die Formel von Euler-Moivre anwenden: n-te Wurzeln.  Nullstellen von komplexen Polynomen bestimmen: Lösungsformel für die quadratische Gleichung, Gradreduktion durch Polynomdivision, Lösungsformel für die Gleichung dritten Grades.  einige komplexe Abbildungen geometrisch interpretieren, wie zum Beispiel f(z) = az + b, f(z) = 1/z. 2. Lerngebiet: Lineare Algebra  Matrizen  Gleichungssysteme  Lineare Abbildungen  den Begriff der Matrix erläutern und die zugehörigen Rechenoperationen Addition, Multiplikation und Inversion sicher  die Determintante von 2x2- und 3x3- Matrizen berechnen und diese  elementare Zeilenumformungen an Matrizen  den Gaussalgorithmus, auch bei grösseren Gleichungssystemen, sicher durchführen und die Lösungsmengen der unterschiedlichen Endformen geometrisch  Anwendungen für lineare Gleichungssysteme nennen und erläutern: Ströme in Netzen, geometrische Anwendungen.  mit dem Begriff der linearen Abbildung umgehen: Abbildung und Abbildungsmatrix, 6AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Abbildungsverkettung und Matrixmultiplikation, Umkehrabbildung und Inverse der Abbildungsmatrix, Kern und Bild.  Eigenwerte und Eigenvektoren von linearen Abbildungen berechnen und interpretieren.  Beispiele von linearen Abbildungen nennen und erläutern: Rotationen, Spiegelungen, Projektionen, Ähnlichkeitsabbildungen. 3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Physik und Anwendungen der Mathematik 1. Lerngebiet: Koordinatentransformationen und Spezielle Relativitätstheorie  Matrizen-Arithmetik  Lorentz-Transformation  die Matrixmultiplikation als Koordinatentransformation interpretieren.  Raum-Zeit-Koordinaten von bewegten Objekten in verschiedenen Inertialsystemen berechnen und interpretieren. 4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik 1. Lerngebiet: Starrer Körper (Mechanik)  Drehmoment  Drehimpuls, Drehimpulserhaltung/Rotationsenergie  Kreisel  den Schwerpunkt eines starren Körpers  Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und be-  die Bewegungen von Kreiseln erklären und experimentell untersuchen. 2. Lerngebiet: Schwingungen (Mechanik)  Differenzialgleichung des har-  Pendelschwingungen mathematisch be- 7AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF) monischen Oszillators  Überlagerung von Schwingungen/Fourieranalyse und - synthese  von komplizierteren Schwingungen eine Fourieranalyse durchführen und diese inter-  die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen. 3. Lerngebiet: Wellen (Technik)  Wellenphänomene  Wellen mathematisch beschreiben.  Beugung und Interferenz in korrekter Fachsprache erklären.  ausgewählte Phänomene aus der Technik  die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen. 4. Lerngebiet: Quantenphysik (Neuere Physik)  Strahlungsgesetze  Photoeffekt und Wirkungsquantum  Comptoneffekt/Materiewellen  Unschärferelation  die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien be-  die wissenschaftshistorische und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.  die Elektronenbeugung mittels der Hypothese von De Broglie erklären.  die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen.  die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen. 4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik 1. Lerngebiet: Differentialgleichungen  Definition und Interpretation  den Begriff der Differentialgleichung 8AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Lösungsverfahren  Modellbildung erläutern: Differentialgleichung und Lösung, Richtungsfeld und Graph der Lösungsfunktion.  einige Typen von Differentialgleichungen analytisch lösen: lineare Differentialgleichungen erster Ordnung, Differentialgleichungen mit getrennten Variablen, lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung mit konstanten Koeffizienten.  mit dem Euler-Verfahren Näherungslösungen von Differentialgleichungen bestimmen.  in einfachen Fällen Vorgänge der Wirklichkeit als Differentialgeichung erfassen und bearbeiten: Mischungs- und Abkühlungsvorgänge, Schwingungen, Zerfalls- und Wachstumsvorgänge. 2. Lerngebiet: Analysis  Integrationsmethoden  Potenzreihen  die Methoden der partiellen Integration, der Substitution und der Partialbruchzerlegung sicher anwenden.  einige numerische Integrationsmethoden erläutern und durchführen: Riemannsche Summen, Trapezsummen.  die Integralrechnung in verschiedenen Gebieten anwenden, zum Beispiel: Kurvenlänge, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Volumen und Oberfläche von Rotationskörpern.  den Potenzreihenbegriff erläutern.  mit Potenzreihen rechnen: Summe, Produkt, Ableitung und Integration.  analytische Funktionen in Potenzreihen 3. Lerngebiet: Geometrie (optionale Grobinhalte) 9AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF)  Kegelschnitte  Kurven  Ellipsen, Hyperbeln und Parabeln als Kegelschnitte beschreiben und analytisch  die Brennpunkteigenschaften der Kegelschnitte nennen und erläutern.  Beziehungsaufgaben zwischen Kegelschnitten und Geraden lösen: Schnittprobleme, Tangenten.  mit Parameterdarstellungen von ebenen und räumlichen Kurven umgehen.  die Methoden der Differentialrechnung auf Kurven anwenden: Ableitung, Tangenten, Krümmung.  Längen von Kurven berechnen. 4. Lerngebiet: Analysis (optionale Grobinhalte)  Funktionen von mehreren Variablen  Fourierreihen  mit skalarwertigen Funktionen von mehreren Variablen umgehen: Skalarfeld.  Die Methoden der Differentialrechnung auf Skalarfelder anwenden: Richtungsableitung, Gradient, Tangentialebene, Differenzierbarkeit.  die Eigenschaften des vollständigen Orthonormalsystems der Winkelfunktionen  periodische Funktionen als Fourierreihen 5. Lerngebiet: Algebra (optionale Grobinhalte)  Gruppen  die Gruppenstruktur gedanklich erfassen und damit umgehen: Definition, Beispiele, Untergruppen.  den Homomorphismus-Begriff erklären: Isomorphismus, Kern und Bild unter Homomorphismen. 10AKSA, Physik und Anwendungen der Mathematik (SPF) 6. Lerngebiet: Numerik (optionale Grobinhalte)  Numerische Algorithmen  Programmieren  Algorithmen zur Bestimmung von Lösungen nicht linearer Gleichungen erläutern und anwenden: Bisektion, Iterationsverfahren, Newtonverfahren.  einige diskrete Algorithmen erläutern und diese anwenden, wie zum Beispiel Sortieralgorithmen, optimale Routen, zahlentheoretische Algorithmen.  die behandelten Algorithmen in eine höhere Programmiersprache übersetzen. 4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Physik und Anwendungen der Mathematik 1.Lerngebiet: Wechselstromtheorie mit komplexen Zahlen  Komplexe Zahlen  Wechselströme, kapazitive und induktive Widerstände  komplexe Zahlen in verschiedenen Formen darstellen und damit rechnen.  aus Spulen und Kondensatoren bestehende Netzwerke mithilfe von komplexen Zahlen beschreiben und berechnen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHILOSOPHIE Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren. Gegenstand des Philosophieunterrichts ist einerseits die Philosophie, die in Texten der philosophi - schen Tradition Grundfragen wie etwa „Was ist der Mensch?“, „Wie soll ich handeln?“, „Was k ann ich erkennen?“ nachgeht, andererseits das Philosophieren, das als aktueller Dialog zwischen den Philo - sophierenden geschieht. Die Texte, die im Philosophieunterricht vermittelt werden, haben exemplari - schen Wert. Bei der Auseinandersetzung mit der Philosophie und beim Philosophieren werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordne- ten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, selbständigen, engagierten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Philosophieunterricht vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertset - zungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Er vermittelt den Schülerin - nen und Schülern eine Orientierungskompetenz, um in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und von der ganzen Person verantwortete Position zu fin- den. Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber andern Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Frage nach alternativen Modellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen, auch wenn sie dabei bisweilen an die Gren - ze des durch Vernunft Erfassbaren gelangen. Schliesslich sollen die Schülerinnen und Schüler im Philosophieunterricht ein Bewusstsein vom Zusammenhang von Denken und Sprache entwickeln und überlegt und sensibel mit Sprache umgehen. Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders • Kritisch-forschendes Denken (Analytik) AKSA, Philosophie (EF) • Kritik- und Urteilsfähigkeit (Argumentation) • Fähigkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Zusammenhänge zu stellen • Intellektuelle Kreativität, Selbständigkeit und Verantwortung • Sich eine eigene Meinung bilden, die nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat • Den eigenen Standpunkt vertreten, sich für Anliegen einsetzen • Offen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen • Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren • Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Präzision in Formulierung und Begrifflichkeit • Fähigkeit zu argumentieren und zu erörtern • Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte • Bewusstsein für den komplexen Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Sprache • Kritischer Umgang mit der Informations- und Bilderflut der IK-Technologien • Bewusstsein für die Auswirkungen der IK-Technologien auf die Gesellschaft (Politik und Wirtschaft) und auf die Wahrnehmung der Welt • Interesse an menschlichen Grundfragen, intellektuelle Neugier • Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren Fragen so weit wie möglich auf den Grund zu gehen • Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen • Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen • Fähigkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen zu stellen und ihnen nachzugehen • Fähigkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in Bezug zu stellen • Methodenbewusstsein In der Regel werden mindestens drei schriftliche Bewertungsanlässe durchgeführt. Es sollen ver - schiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen. AKSA, Philosophie (EF)  Die philosophische Frage  Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition  die Eigenart des philosophischen Fragens  Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln) nachvollziehen.  wichtige philosophische Fragestellungen  hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.  Ethik (Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Relativismus usw.)  Erkenntnistheorie (Ideenlehre, Rationalismus, Empirismus usw.)  sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe und -positionen.  ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.  hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen.  sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen.  die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen.  sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.  die logische Gültigkeit von Argumenten  sich ausweisen in der Kenntnis von Grundbegriffen und -positionen zum festgelegten Grobinhalt. AKSA, Philosophie (EF)  Texte von der Antike bis zur Gegenwart  Methoden der Textinterpretation  den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.  ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch  verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander  mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten.  mit verschiedenen Methoden Texte  Der philosophische Dialog  Die Erörterung  die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden.  philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln.  Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit prüfen und gegeneinander abwägen.  Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden. 5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren  Anwenden  grundlegende philosophische Begriffe sachgemäss verwenden.  ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und  philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. AKSA, Philosophie (EF)  Beurteilen  Selbständiges Weiterdenken  den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen.  ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen.  Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.  einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHYSIK Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erschei- nungen in der Natur. Das Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und ver- tiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden. Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders • Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen Methoden- und IKT-Kompetenzen • Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten • Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten • Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen • Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene AKSA, Physik (EF) 2 Die Lerngebiete 1 – 5 sind verbindlich. Aus den Lerngebieten 6 und 7 muss mindestens eines ausgewählt werden. Die Grobinhalte sind Pflichtoptionen, aus denen die Lehrpersonen die defi- nitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik (Dieses Lerngebiet kommt in allen anderen Lerngebieten zur Anwendung.)  Genauigkeit von Messungen, Fehlerfortpflanzung  Planung, Durchführung von Experimenten  Auswertung von Daten, Darstellung von Resultaten  Messgeräte korrekt handhaben.  die Unsicherheit eines Resultates ermitteln.  moderne Messgeräte (Interfaces, Sensoren) sinnvoll einsetzen.  Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll anwenden. 2. Lerngebiet: Mechanik  Druck und Auftrieb/ Strömungen/Luftwiderstand  den statischen und den dynamischen Auftrieb in konkreten Situationen berechnen.  technische Anwendungen und physiologische Phänomene aus der Fluiddynamik verstehen und berechnen. 3. Lerngebiet: Elektrizität  Elektrisches Potenzial  Kondensatoren  Kirchhoff’sche Gesetze  den Begriff erklären und in einer konkreten Situation anwenden.  den Kondensator als Bauteil zur Speicherung von Ladung bzw. Energie erklären und Berechnungen ausführen.  den Vorgang der Auf- und Entladung mithilfe von Diagrammen erklären und die entsprechenden Differenzialgleichungen lösen.  elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen. AKSA, Physik (EF) 3 4. Lerngebiet: Schwingungen und Wellen (Technik)  Interferenz und Beugung  Stehende Wellen/Musikinstrumente  Schall  ausgewählte Interferenz- und Beugungsphänomene erklären.  die Funktionsweise von Musikinstrumenten  akustische Wahrnehmungen mithilfe von Schallstärke und -pegel erklären. 5. Lerngebiet: Wärmelehre  Kinetische Gastheorie/Molare Wärmekapazität/Freiheitsgrade/Adiabate  Van der Waals-Gleichung  den Zusammenhang zwischen den atomistischen Grössen der Vielteilchentheorie und den makroskopischen Grössen in der Gasgleichung verstehen.  Aufgabenstellungen aus der Wärmelehre berechnen und die Resultate experimentell  Zustandsänderungen von realen Gasen be- 6. Lerngebiet: Quantenphysik (Neuere Physik)  Strahlungsgesetze  Photoeffekt und Wirkungsquantum  Materiewellen  Unschärferelation  die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien be-  die wissenschaftshistorische und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.  die Elektronenbeugung mittels der Hypothese von De Broglie erklären.  die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen. 7. Lerngebiet: Aktuelle Entwicklungen in Physik und Technik  Theoretische Grundlagen  Anwendungen  grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren.  ausgewählte Anwendungen erklären. LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH PHYSIK Wochenstunden 2 2 2 Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die techni- schen Anwendungen der Physik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen mit Modellvorstellungen umzugehen, in kausalen Zusammenhängen zu denken und Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzuset- zen. Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei techni- schen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen. Das Grundlagenfach Physik fördert besonders • Hypothesen bilden und überprüfen • Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen • Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken AKSA, Physik (GLF) 2 Methoden- und IKT-Kompetenzen • Experimente planvoll aufbauen und durchführen • Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten • Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene • Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik AKSA, Physik (GLF) 3 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge  Zehnerpotenzen und Dezimal-  Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt.  die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.  physikalische Grössen und Einheiten unter-  die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären.  die Definitionsgleichung der Dichte ange-  die Dichte einiger wichtiger Stoffe (z.B. Wasser, Luft) auswendig angeben. vorsätze  Signifikante Ziffern  Physikalische Grössen und Einheiten  Naturwissenschaftliche Methode zur Erkenntnisgewinnung  Dichte 2. Lerngebiet: Geometrische Optik (Technik)  Reflexion  Brechung  Linsen  Abbildungen  Anwendungen (optische Geräte)  das Reflexionsgesetz in einer Konstruktion sinnvoll anwenden.  den Weg des Lichts bei Brechung an einer Grenzfläche bestimmen.  die Ausbreitung von Lichtstrahlen durch Sammel- und Streulinse mithilfe von Brennweite/Brennpunkt konstruieren.  das Bild eines Objektes konstruieren und  das Bild eines Objektes berechnen.  die Funktionsweise optischer Geräte erklä- 3. Lerngebiet: Bewegungslehre (Mechanik) AKSA, Physik (GLF) 4  Geradlinige Bewegung (gleichförmig und beschleunigt)  t-s-, t-v- und t-a-Diagramme/ Mittlere Geschwindigkeit und Momentangeschwindigkeit  Freier Fall und Fallbeschleunigung  Bewegungen mathematisch beschreiben.  Bewegungen messtechnisch erfassen.  aus einer Aufgabenstellung Gleichungen ableiten und lösen.  Diagramme erstellen, korrekt beschriften und sinnvoll skalieren.  die Bedeutung der Steigung und der Fläche im t-v-Diagramm erklären.  den freien Fall als vertikal beschleunigte Bewegung mathematisch und mit Diagrammen beschreiben.  kennen die Stärke der Fallbeschleunigung auf der Erdoberfläche auswendig. 4. Lerngebiet: Ursachen der Bewegung (Mechanik)  Masse und Trägheit  den Effekt der Trägheit in Alltagssituationen  den Zusammenhang zwischen dem Bewegungszustand und den wirkenden Kräften  den Zusammenhang zwischen der Verformung und der wirkenden Kraft erklären.  Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.  in Experimenten Kräfte und ihre Wirkungen untersuchen.  Newton’sche Gesetze/ Gewichtskraft und Schwerelosigkeit/Normalkraft/Reibung  Kräfte als Vektoren  Statische und dynamische Anwendungen im Alltag 5. Lerngebiet: Erhaltungssätze (Mechanik)  Arbeit, Leistung, Energie  Wirkungsgrad  Energieerhaltung im abgeschlossenen System  die drei Begriffe definieren.  die Energie in verschiedene Einheiten (J und kWh) umrechnen.  den Wirkungsgrad eines Gerätes ermitteln.  die Erhaltung der Energie in konkreten Situationen formulieren. AKSA, Physik (GLF) 5 1. Lerngebiet: Kreisbewegung (Mechanik)  Kinematische Grössen der Kreisbewegung  Zentripetalbeschleunigung und -kraft  Fachbegriffe wie Frequenz und Winkelgeschwindigkeit korrekt verwenden.  die Bewegung eines Körpers auf einer Kreisbahn beschreiben.  die Dynamik einer Kreisbewegung mithilfe der Zentripetalkraft erklären.  die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen. 2. Lerngebiet: Gravitation (Mechanik)  Weltbilder  Fallbeschleunigung g(r)  Planetenbewegung, (Kreisbahnen), Keplergesetze  Gravitationsgesetz  die Entwicklung des Weltbildes in unserem Kulturkreis beschreiben.  die 1/r2-Abhängigkeit qualitativ und quantitativ erklären.  die Kepler’schen Gesetze in Fragestellungen anwenden.  das Gravitationsgesetz anwenden, um Bewegungsgrössen von Himmelskörpern zu 3. Lerngebiet: Elektrizitätslehre (Elektromagnetismus)  Ladung  bestimmen, ob ein Körper geladen ist.  die Bedeutung von Spannung und Strom anhand einer Analogie erklären.  die historische und kulturelle Bedeutung der Elektrifizierung verstehen.  erklären, was eine Kennlinie ist.  Schaltungen aufbauen und ausmessen.  die Ersatzwiderstände und die umgesetzte Leistung berechnen.  die Kräfte zwischen Punktladungen mithilfe des Coulombgesetzes berechnen.  Spannung, Stromstärke  Ohm’scher Widerstand / Serie- und Parallelschaltung  Elektrische Leistung  Elektrisches Feld und Coulombgesetz AKSA, Physik (GLF) 6  den Feldbegriff erklären.  das elektrische Feld grafisch darstellen. 4. Lerngebiet: Magnetismus (Elektromagnetismus)  Permanentmagnet, Erdfeld  Durch Ströme verursachte magnetische Felder, Rechte- Hand-Regel  Kraft auf bewegte Ladungen und Ströme, Drei-Finger-Regel  Induktion  das Erdmagnetfeld skizzieren.  das Magnetfeld um einen stromführenden Draht bzw. in einer Spule darstellen und quantifizieren.  Betrag und Richtung der Lorentzkraft bestimmen.  ausgewählte Phänomene und technische Anwendungen (z.B. Elektromotor) qualitativ 5. Lerngebiet: Schwingungen (Periodische Vorgänge)  Grundbegriffe  Bewegungsgleichung des harmonischen Oszillators  Federpendel/Fadenpendel  Gedämpfte und erzwungene Schwingung  Fachbegriffe wie Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude, Phase korrekt  Schwingungen in Diagrammen darstellen.  Extrema für y, v und a in Diagrammen identifizieren und den Zusammenhang zur Differenzialrechnung verstehen.  die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen Grössen eines Oszillators angeben.  das Resonanzphänomen erklären.  die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprüfen. AKSA, Physik (GLF) 7 1. Lerngebiet: Wellen (Periodische Vorgänge)  Grundbegriffe  Wellengeschwindigkeit  Wellenphänomene  Begriffe wie Wellenlänge, Frequenz, Longitudinalwelle, Transversalwelle anwenden.  den Unterschied zwischen Wellen und Schwingungen erklären.  die Licht- und die Schallgeschwindigkeit  ausgewählte Wellenphänomene mathematisch oder mit Worten beschreiben. 2. Lerngebiet: Wärmelehre  Temperatur und deren mikroskopische Interpretation  Wärme/Innere Energie/ Hauptsätze der Wärmelehre  Druck und Ideale Gase  Wärmekapazität und Phasenübergänge  Wärmearbeitsmaschinen und thermodynamischer Wirkungsgrad  Methoden zur Temperaturmessung benen-  Temperaturangaben von Celsius in Kelvin umrechnen und umgekehrt.  die Begriffe Wärme und Temperatur unter-  die Hauptsätze der Wärmelehre in Worten oder mathematisch formulieren und in einer konkreten Situation anwenden.  p, V und T eines idealen Gases in Beziehung setzen und Zustandsänderungen in Diagrammen darstellen.  die Grössenordnungen der Wärmemengen für Schmelzen, Erwärmen und Verdampfen von Wasser benennen.  die kulturelle und historische Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen verstehen.  die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen erklären.  ihr physikalisches Wissen nutzen, um verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen. AKSA, Physik (GLF) 8 3. Lerngebiet: Neuere Physik  Kernphysik  Halbleiterphysik  die 3 Strahlungsarten sowie die Einheiten für die wichtigsten Messgrössen in der Dosimetrie erklären.  die Grenzen der klassischen Physik  die besonderen Eigenschaften der Halbleiter benennen und ihren Nutzen erklären. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PÄDAGOGIK / PSY- CHOLOGIE Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“ und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich in für sie neuen Disziplinen mit grundlegenden Fragestellungen, die den Menschen in einer besonderen Weis e ins Zentrum setzen, zu beschäftigen. Der Unterricht leistet somit einen Beitrag, die menschliche Existenz unter neuen Perspektiven zu betrachten, was im beruflichen und privaten Alltag hilfreich ist. Gegenstand des Unterrichts in Pädagogik und Psychologie sind einerseits bestimmte soziale Interaktionen, Einstellungen und Haltungen im Erziehungsalltag, andererseits das menschliche Erleben und Verhalten. Dabei wird der Mensch als „weltoffenes Wesen“ sowohl in seiner Individualität als auch eingebunden in seiner sozialen Lebenswirklichkeit verstanden. Der Unterricht umfasst verschiedene Lerngebiete, welche einerseits an die aktuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und andererseits ein breites und vertieftes Orientierungswissen vermitteln. Das Ziel ist es, kompeten- te, verantwortungsbewusste und kritische Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre Sensibilität für die pädagogische und psychologische Realität weiterzuentwickeln. Dazu gehören begriffliche und methodische Instrumente, die befähigen, eigene und fremde Lebenserfahrungen zu thematisieren, Aussagen und Geschehnisse kritisch zu analysieren, zwischen Fakten und deren Bewertung zu trennen und selber begründete Vorschläge für Problemlösungen zu erarbeiten. Der Unterricht fördert die Fähigkeit, eindimensionale Denkmuster und Urteile zu erkennen und unter Umständen zurückzuweisen sowie Alltagskonzepte und -rezepte durch verschiedene wissenschaftlich angemessene Erklärungs- und Vorgehensweisen neu einzuordnen oder auch zu ersetzen. Somit soll der Unterricht auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit ent - wickeln, pädagogische und psychologische Fragen, die zunehmend öffentlich und kontrovers disku- tiert werden, zu beurteilen, dazu Stellung zu beziehen und sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber jedem Menschen mit seinen Kompetenzen und Ent - wicklungsmöglichkeiten grundlegend. AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 2 Das Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie fördert besonders • Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen • Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren In der Regel werden mindestens vier Bewertungsanlässe durchgeführt. Es sollen verschiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen. Die zwei Disziplinen des Ergänzungsfachs PP sind für die Schülerinnen und Schüler neu. Deswegen stehen die Querverbindungen unter den beiden Fachbereichen Pädagogik und Psychologie im Vordergrund. Elementare Bezüge zu andern Fächern sind von vorneweg gegeben. AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 3  Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und Psychologie  Modellvorstellungen  Methoden  erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen und Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.  mithilfe von einfachen Modellvorstellungen psychische Prozesse und Aspekte der Erziehung beschreiben und analysieren.  Methoden empirischer und geisteswissenschaftlicher Forschung erläutern, entsprechende Fachbegriffe (z.B. „Operationalisierung“, „Validität“) erklären und diese auf einfache Beispiele  Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen analysieren und dazu  Wahrnehmung  Kognition  Emotion/Motivation  Wahrnehmung als selektiven und konstruktiven Prozess mit spezifischen Bedingungen beschreiben und entsprechende Praxisbeispiele erörtern.  kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Lernen, Sprache, Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen ableiten.  ausgewählte emotionale Zustände und motivationale Prozesse anhand theoretischer Grundlagen (z.B. dimensionsorientiertes Konzept, Attributionen) bestimmen. gesellschaftlich relevante Beispiele (z.B. AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 4 Stress, Mobbing) analysieren und daraus alternative Handlungsmöglichkeiten ableiten. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis Aufgaben der Erziehung Erziehungsziele und -inhalte Massnahmen in der Erziehung Erziehungsstile  Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen und in diesem Zusammenhang auch das Konzept der Bildung reflektieren.  sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene persönliche Entwicklung auseinander-  den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z.B. Pädagogische Mündigkeit) und -inhalten, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren untersuchen und kritisch reflektieren.  verschiedene unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmassnahmen aufzeigen und bezüglich Vor- und Nachteile personen- und situationsbezogen evaluieren.  entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln.  verschiedene Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin, das dimensionsorientierte Konzept nach Tausch/Tausch, die elterlichen Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen und dazu fundiert Stellung nehmen. 4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft Grobinhalt: Entwicklung Fachliche Kompetenzen  Die Entwicklung bedingende und beeinflussende Faktoren  Lerntheorien  Entwicklungsstadien und  das Zusammenspiel von Anlage, Umwelt und Selbst sowie von Reifung und Lernen illustrie-  die zentralen Aussagen und Begriffe des Klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und miteinander vergleichen.  anhand von mindestens zwei Theorien (z.B. AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 5 Entwicklungstheorien Tiefenpsychologie, Lerntheorien, Theorie der kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie) Entwicklungsstadien beschreiben, Entwicklungsverläufe analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten. Grobinhalt: Persönlichkeit Fachliche Kompetenzen  Persönlichkeitstheorien  mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle (z.B. tiefenpsychologisches, kognitives, faktorenanalytisches, humanistisches) in den Grundzügen erläutern, zu Fallbeispielen in Beziehung setzen und gegeneinander abwägen. Grobinhalt: Soziale Interaktion Fachliche Kompetenzen  Soziale Beeinflussung und/oder soziale Einstellungen  Gruppenphänomene  Kommunikation  Umsetzung des theoretischen Wissens  sozialpsychologische Erkenntnisse zu Themen wie z.B. Konformität, Gehorsam, Hilfeleistung oder soziale Einstellung präsentieren.  gruppenspezifische Phänomene (z.B. Normen, Rollen) erläutern.  verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawick, Schulz von Thun) darstellen und miteinander vergleichen.  im Rahmen des gewählten Themas Fallbeispiele analysieren und sich mit pädagogischen und psychologischen Methoden zur Förderung des Zusammenlebens auseinandersetzen. Grobinhalt: Psychische Gesundheit und psychische Störungen  Begriffliche Grundlagen  Psychische Störungen  Prävention und Behandlung  Kriterien für eine psychische Störung nennen und konkretisieren, sich aber auch mit den Schwierigkeiten im Gebrauch dieses Begriffs (z.B. Normenrelativität, Etikettierung) auseinandersetzen.  die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen (z.B. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen und Schizophrenie) erläutern.  mögliche Faktoren bei der Entstehung von psychischen Störungen darstellen.  Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung bzgl. Magersucht) ableiten und mindestens zwei Behandlungsansätze (z.B. Verhaltenstherapie, AKSA, Pädagogik / Psychologie (EF) 6  Psychische Gesundheit kognitive, tiefenpsychologische oder systemische Psychotherapie) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.  die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren erläutern (z.B. chronisch erhöhtes Erregungsniveau aufgrund von Stress, Puffereffekt bei guten sozialen Beziehungen) und fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE (KOMBINIERTES SCHWERPUNKTFACH) Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie “Persönliche Reife” und “Studierfähigkeit” besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, ethischen, politischen, kommunikativen, ästhetischen, intellektuellen, wissenschaftstheoretischen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Die drei Diszipli- nen Philosophie, Pädagogik und Psychologie sind für deren Entwicklung vor allem deshalb geeignet, weil sie einen gemeinsamen Fokus haben: Den Menschen in und mit seiner Welt. Der Unterricht vermittelt ein breites und vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, in einer Welt der vielfach zersplitterten Informationen und Sinnangebote eine kohärente und von der ganzen Person verantwortete Position zu finden. In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die unten aufgeführten überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie vermittelt deshalb begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen. Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders • Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen • Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 2 • Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren • Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren • Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • Sich differenziert und präzise ausdrücken • Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören • Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • Das Selbstkonzept reflektieren • Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z.B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden • Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen • Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • Die fachlichen und methodischen Standards für geistes- und sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten erfüllen • Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen • Dem Willen Folge leisen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen In der Regel werden in der 3. Klasse mind. acht Bewertungsanlässe, in der 4. Klasse mind. sechs durchgeführt. Es sollen verschiedene Prüfungs- und Bewertungsformen zum Zug kommen. Alle drei Disziplinen des Kombischwerpunktfachs PPP sind für die Schülerinnen und Schüler neu. Deswegen stehen die Querverbindungen unter den drei Fachbereichen Philosophie, Pädagogik und Psychologie im Vordergrund. Elementare Bezüge zu andern Fächern sind von vorneweg gegeben. AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 3 3.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie  Die philosophische Frage  Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition  die Eigenart des philosophischen Fragens ver-  Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln) nachvollziehen.  wichtige philosophische Fragestellungen ver-  hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen.  Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Relativismus  Erkenntnistheorie: Ideenlehre, Rationalismus, Empirismus, Kantsche Erkenntnistheorie  Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (optional)  sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe und -positionen.  ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln.  hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen.  sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen.  die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen.  sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen.  die logische Gültigkeit von Argumenten überprü-  die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen.  verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch einordnen.  den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 4 Texte von der Antike bis zur Gegenwart Methoden der Textinterpretation  den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.  ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.  verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander setzen.  mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantre-  mit verschiedenen Methoden Texte  Der philosophische Dialog  die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden.  philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. 3.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / Psychologie  Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und Psychologie  Modellvorstellungen  Methoden  erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen. Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden und die entsprechenden Funktionen und Zielsetzungen erkennen. mithilfe von einfachen Modellvorstellungen psychische Prozesse und Aspekte der Erziehung beschreiben und analysieren.  Methoden empirischer und geisteswissenschaftlicher Forschung erläutern, entsprechende Fachbegriffe (z.B. „Operationalisierung“, „Validi- AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 5 tät“) erklären und diese auf einfache Beispiele  Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen analysieren und dazu * = mind. zwei der drei Teilgebiete  Wahrnehmung (optional*)  Kognition (optional*)  Emotion/Motivation (optional*)  Wahrnehmung als selektiven und konstruktiven Prozess mit spezifischen Bedingungen beschreiben und entsprechende Praxisbeispiele erörtern.  kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Lernen, Sprache, Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen ableiten.  ausgewählte emotionale Zustände und motivationale Prozesse anhand theoretischer Grundlagen (z.B. dimensionsorientiertes Konzept, Attributionen, Erwartungs-mal-Wert- Hypothese) bestimmen.  gesellschaftlich relevante Beispiele (z.B. Stress, Mobbing) analysieren und daraus alternative Handlungsmöglichkeiten ableiten. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis  Grundlagen der Erziehung  Aufgaben der Erziehung (kann auch in der 4. Klasse behandelt werden)  Erziehungsziele und -inhalte (kann auch in der 4. Klasse behandelt werden)  Argumente aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zur Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit des Menschen zueinander in Beziehung setzen. Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen und in diesem Zusammenhang auch das Konzept der Bildung reflektieren.  sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene persönliche Entwicklung auseinandersetzen.  den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z.B. Pädagogische Mündigkeit) und -inhalten, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren untersuchen und kritisch reflektieren. AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 6 4. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit  die Entwicklung bedingende und beeinflussende Faktoren  Lerntheorien  Entwicklungsstadien und Entwicklungstheorien das Zusammenspiel von Anlage, Umwelt und Selbst sowie von Reifung und Lernen illustrieren. die zentralen Aussagen und Begriffe des Klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und miteinander vergleichen. anhand von mindestens zwei Theorien (z.B. Tiefenpsychologie, Lerntheorien, Theorie der kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie) Entwicklungsstadien beschreiben, Entwicklungsverläufe analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten. 3.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Philosophie / Pädagogik / Psychologie 1. Lerngebiet: zwischen den Lehrpersonen zyklisch festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den verschiedenen Lerngebieten der Philosophie und Pädagogik / Psychologie  Planung interdisziplinäre SF- Woche im ersten Semester/4. Klasse  sich in der Themenfindung und Planung der SF-Woche aktiv einbringen; selbständig Projekte in die Diskussion einbringen, am Entscheidungsfindungsprozess teilnehmen. AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 7 4.1. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie 1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie  Politische Philosophie  Sprachphilosophie (optional)  Ästhetik (optional)  Philosophie des Geistes (optional)  verschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären.  grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (Gerechtigkeit, Macht, Glück usw.) erfas-  die Grundlagen der Hermeneutik anwenden.  den „linguistic turn“ im 20. Jahrhundert nachvollziehen.  klassische und moderne Kommunikationsmodelle interpretieren.  objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit finden und prüfen.  die gesellschaftliche Bedingtheit des Schönheitsempfindens durchschauen.  verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele-Problem) erklären.  über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft) 2. Lerngebiet: Philosophische Texte  Texte von der Antike bis zur Gegenwart  Methoden der Textinterpretation  ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren.  verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander setzen.  mit der in der 3. Klasse erarbeiteten Fachtermoninologe an Texte herantreten.  anhand der in der 3. Klasse erlernten Methoden Texte erschliessen. AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 8 3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung  Der philosophische Essay  Die Erörterung  philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbständig entwickeln und vertiefen.  Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen.  Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme 4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren  Anwenden  Beurteilen  Selbständiges Weiterdenken  grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden.  ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen.  philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen.  den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt herstellen.  ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen.  Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen.  einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. 4.2. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / Psychologie 1. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis  Massnahmen in der Erziehung  verschiedene unterstützende und AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 9  Erziehungsstile gegenwirkende Erziehungsmassnahmen aufzeigen und bezüglich Vor- und Nachteile personen- und situationsbezogen evaluieren.  entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln.  verschiedene Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin, das dimensionsorientierte Konzept nach Tausch/Tausch, die elterlichen Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen und dazu fundiert Stellung nehmen. 2. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit  Persönlichkeitstheorien  Menschenbild  mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle (z.B. tiefenpsychologisches, kognitives, faktorenanalytisches, humanistisches) in den Grundzügen erläutern, zu Fallbeispielen in Beziehung setzen und gegeneinander abwägen.  Zusammenhänge zwischen der jeweiligen Persönlichkeitstheorie und dem dahinter stehenden Menschenbild erkennen und entsprechende Implikationen für den pädagogischen und psychologischen Zugang kritisch reflektieren. 3. Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie  Überblick über die verschiedenen Strömungen in Pädagogik und  Leitideen verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen wie z.B. Rousseau, Pestalozzi, Montessori und aktuellen Vertreter/-innen in den Grundzügen erläutern, miteinander vergleichen und zu bisher behandelten PP-Themen (z.B. Erziehungsziele) in Beziehung setzen.  einen Überblick geben über verschiedene – durch die bisher behandelten PP-Themen bereits bekannte und in Bezug auf die zugrunde liegenden Menschenbilder bereits reflektierte – Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie). AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 10 4. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen  Begriffliche Grundlagen  Psychische Störungen  Prävention und Behandlung  Psychische Gesundheit (optional)  Kriterien für eine psychische Störung nennen und konkretisieren, sich aber auch mit den Schwierigkeiten im Gebrauch dieses Begriffs (z.B. Normenrelativität, Etikettierung) auseinandersetzen.  die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen (z.B. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen und Schizophrenie) erläutern.  mögliche Faktoren bei der Entstehung von psychischen Störungen darstellen.  Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung bzgl. Magersucht) ableiten.  mindestens zwei Behandlungsansätze (z.B. Verhaltenstherapie, kognitive, tiefenpsychologische oder systemische Psychotherapie) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.  die psychische Gesundheit beeinflussende Faktoren erläutern (z.B. chronisch erhöhtes Erregungsniveau aufgrund von Stress, Puffereffekt bei guten sozialen Beziehungen).  fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln. 5. Lerngebiet: Soziale Interaktion  Soziale Beeinflussung und/oder soziale Einstellungen (optional)  Gruppenphänomene (optional)  Kommunikation (optional)  Umsetzung des theoretischen Wissens  sozialpsychologische Erkenntnisse zu Themen wie z.B. Konformität, Gehorsam, Hilfeleistung oder soziale Einstellung präsentieren.  gruppenspezifische Phänomene (z.B. Normen, Rollen) erläutern.  verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawick, Schulz von Thun) darstellen und miteinander vergleichen.  im Rahmen des gewählten Themas Fallbeispiele analysieren und sich mit pädagogischen und psychologischen Methoden zur Förderung des Zusammenlebens AKSA, Philosophie / Pädagogik / Psychologie (SPF) 11 4.3. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfachs Philosophie / Pädagogik / Psychologie 1. Lerngebiet: Interdisziplinäre Themen  zwischen den Lehrpersonen zyklisch festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den verschiedenen Lerngebieten der Philosophie und Pädagogik /  sich anhand ausgewählter Texte dem interdisziplinären Thema substantiell annähern, über erste interdisziplinäre Zusammenhänge reflektie-  sich kritisch und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem interdisziplinären Thema auseinandersetzen, eigene Überlegungen in den Diskurs einbringen und vertreten und zu einem differenzierten Urteil finden. Hinweis: Das interdisziplinäre Thema bzw. der dazu erarbeitete Stoff stellt die Grundlage für den interdisziplinären schriftlichen Prüfungsteil der PPP-Matura dar. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH RELIGIONSLEHRE Das Ergänzungsfach Religionslehre ist einem überkonfessionellen, interreligiösen und religionswissenschaftlichen Ansatz verpflichtet und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine vertiefte intellektuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen. Das Fach fördert im Besonderen die Fähigkeit, religiöse Phänomene als wesentliche Dimensionen des menschlichen Lebens und Handelns wahrzunehmen und zu verstehen. Es weckt bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Religionsverständnis, mit fremden Religio- nen und Kulturen sowie deren Welt- und Lebensdeutungen auseinanderzusetzen. Das Fach Religionslehre erschliesst die religiöse Symbolsprache in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und verbindet sie mit rationalem Denken und verantwortlichem Handeln. Der Unterricht vergegenwärtigt und erklärt die religiöse Überlieferungen und Institutionen, die in unse- rem Kulturkreis wirksam sind. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit Religionen hilft den Schulerinnen und Schülern ihre eigene religiöse Sozialisation zu klären, Vorurteile abzubauen und eine eigene Stellungnahme zu Religion und Glauben zu verantworten. Das Fach hält die Schülerinnen und Schüler dazu an, anhand von aktuellen ethischen Problem - stellungen Religionen und ihre Normen kritisch zu hinterfragen. Der Unterricht fördert die Haltung der religiösen Toleranz in einem multikulturellen und pluralistischen Staat und erschliesst Dimensionen von Religion in Politik und Gesellschaft. Um diese Ziele zu erreichen, ist der Besuch einer Synagoge, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual vorgesehen. Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert  Kritik- und Urteilsfähigkeit • Toleranz und Dialogbereitschaft • mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit • Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit 2AKSA, Religionslehre (EF) • Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen • Inhaltlich und formal korrekte und differenzierte Präsentation umfangreicher Informationen mit Hilfe elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung des Copy- rights • Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier • Mindestens ein grosser schriftlicher Leistungsnachweis pro Semester. • Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung miteinzubeziehen: mündlicher Vortrag, kleinere schriftliche Arbeiten, Projekt- und Gruppenarbeiten etc. Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der Semesternote ausmachen. • Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag zu einer selbstgewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden. • Bildnerisches Gestalten: Interpretation religiöser Inhalte in Kunst und Architektur • Psychologie: Freud’sche Religionskritik • Geschichte: Macht religiöser und weltanschaulicher Symbole in der Politik 3AKSA, Religionslehre (EF) C. Klassen-Lehrplan 1. Religion und Kultur Grobinhalt: Religionsbegriff(e) Fachliche Kompetenzen  Wesen der Religion  Wirkung der Religion  Herkunft der Religion  den Begriff Religion herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis bedenken.  die verschiedenen Dimensionen von Religion und die verschiedenen Auffassungen von weltanschaulichen Konzepten (z.B. Atheismus, Monismus, Deismus) unterscheiden.  negative wie positive Funktionen und Wirkungen von Religion darlegen.  die geografische und numerische Verbreitung der Religionen einschätzen.  den eigenen religiösen/weltanschaulichen Standpunkt begründen und vertreten.  die Positionen der Religionskritik (z.B. von Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen und hinterfragen.  die eigene religiöse/weltanschauliche Sozialisierung sowie positive und negative Erfahrungen mit Religion kritisch Grobinhalt: Rituale, Brauchtum und Alltagsreligiosität  Religion im Alltag  Religion im öffentlichen Raum  Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz erkennen.  religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen Raum als solche erkennen und 4AKSA, Religionslehre (EF) Grobinhalt: Religion in der  Verhältnis von Religion und Staat  Verhältnis von Religion und Individuum  die Verschränkung von Religion und Staat im globalen Wettstreit der Religionen erfassen, analysieren und beurteilen.  den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten abwägen.  die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus; konfessionelle Prägungen in der Schweiz).  stereotype Vorurteile gegenüber Religionen (Bsp. Antisemitismus) hinterfragen.  wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und –formen («Sekten») anwenden.  die Mechanismen von totalitären religiösen Gruppierungen erkennen und die Eigenheiten von Fundamentalismus Grobinhalt: Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der  Religion in Kultur und Texten  Religion und Sprache  religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag erkennen und im religiösen, künstlerischen oder psychologischen Kontext verstehen, deuten und interpretieren.  Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch gefährlichen Traditionen  begründen, warum Religion symbolische Sprache verwendet.  die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden. 5AKSA, Religionslehre (EF) Grobinhalt: Ethische Entwürfe in der Gesellschaft  Grundlagen der Ethik  Ethische Argumentation  Eigenes ethisches Urteil  die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen (z.B. Organtransplantation, Gentech, u.a.) für die Religionen benennen.  Grundbegriffe wie Ethik und Moral, normative und deskriptive Ethik  Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik  Begründungsmodelle ethischer Argumentation erläutern und ethische Argumentationsmuster erkennen.  die Zusammenhänge zwischen ethischen Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild  ethische Fragen mit der eigenen Erfahrung und mit religiösen und philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen.  aktuelle ethische Debatten führen und ein Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit verbundenen Grundwerten Rechnung trägt. 2. Lerngebiet: Weltreligionen Grobinhalt: Sinn-/Existenzfragen Fachliche Kompetenzen  Bedeutung religiöser Traditionen heute  Religiöse Traditionen in deren Bezügen  Religionsstifter  menschliche Urfragen selbst formulieren und auf mögliche Relevanz für das eigene Leben überprüfen.  mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der Weltdeutung und religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und eine eigene Position  wesentliche Elemente religiöser Tradition im Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, und Buddhismus wiedergeben.  die Person der Religionsstifter in deren historischen Kontext einbetten, daraus deren Bedeutung erschliessen und von deren eigenen theologischen Deutung 6AKSA, Religionslehre (EF)  Religiöse Riten in deren Bezügen  ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und ihren ursprünglichen Sinn verstehen.  die spezifische Architektur religiöser Heiligtümer darlegen. Grobinhalt: Heilige Schriften Fachliche Kompetenzen  Unterschiedliche Deutung Heiliger Schriften  Historischer Hintergrund Heiliger Schriften  wichtige Texte den jeweiligen Religionen zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden.  verschiedene Übersetzungskriterien und methodische Zugänge beschreiben.  die Situationsbezogenheit religiöser Texte erkennen und die Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen. Grobinhalt: Interreligiöser Dialog Fachliche Kompetenzen  Wahrnehmung im interreligiösen Dialog  Methode des interreligiösen Dialogs  Konsequenzen des interreligiösen Dialogs  Übereinstimmungen, Parallelen und Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen.  Stärken und Schwächen der verschiedenen Religionen für die Verbreitung in der globalen Welt beurteilen.  sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen und eine Gesprächskultur pflegen.  Regeln für einen sinnvollen Vergleich von Religionen formulieren und anwenden.  aus religiösen Vorstellungen persönliche Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit Leuten aus andern Kulturen ableiten. 7AKSA, Religionslehre (EF)  Religiöse Riten in deren Bezügen  ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und ursprünglichen Sinn  die spezifische Architektur religiöser Heiligtümer darlegen. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH SPANISCH Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kultur - raum spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisier- ten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der Spanischunterricht die dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachli- che Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen Beziehungen. Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen, aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult; dabei werden ihnen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium. Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten. Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders  Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren  Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren  Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten AKSA, Spanisch (SPF) 2  Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen  Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen  Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären  Online-Wörterbücher gezielt nutzen Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen  Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens entwickeln Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren AKSA, Spanisch (SPF) 3 Niveau: B1-B2* * gemäss dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2)  Grammatikalische Grundstrukturen o Verbalkonjugation in allen Zeiten und Modi (Indikativ, Konditional I und II, Subjuntivo, Imperativ) o Einfache Verbalperiphrasen mit Gerundio und Infinitiv o Vergangenheitszeiten im Indikativ o Subjuntivo in Hauptsätzen und in adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal) sowie in Relativsätzen o Adjektiv und Adverb o Passiv  bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.  neu erlernte Grundstrukturen anwenden. (ca. 2500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz anwen-  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz  der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachvergleiche  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Spanisch und anderen Fremdsprachen erkennen und nutzen. AKSA, Spanisch (SPF) 4 2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2)  Kürzere, einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen, didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufgebaute Präsentationen)  Relativ langsam gesprochene authentische mediale Beiträge (Radio- und Fernsehsendungen) sowie Filme über Themen aus dem Interessengebiet der Schülerinnen und Schüler  Verstehensstrategien (z.B. W- Fragen, Vorkenntnisse)  einen Redebeitrag global verstehen.  authentischen medialen Beiträgen sowie Filmen über Themen aus ihrem Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen.  das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Spanisch  einfache Verstehensstrategien anwenden.  Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, stufengerechte Originallektüren, Medientexte, Briefe)  Lesestrategien (z.B. Globalverstehen, Mindmap)  einfache literarische und nicht literarische Texte global verstehen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).  weitgehend korrekt vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext  Texte grob zusammenfassen. 3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2) Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Alltagsgespräche  Verschiedene Sprechsituationen und einfachere Redebeiträge (z.B.  die meisten Alltagssituationen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet, angemessen bewältigen.  ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, AKSA, Spanisch (SPF) 5 Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen und Kurzreferate, einfache Stellungnahmen, Inhaltswiedergaben bei Texten und Filmen, Unterrichtsgespräch) die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags beziehen.  in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu  kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen.  eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben und ihre Reaktionen beschreiben. 4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2) Grobinhalt: schriftl.  Verschiedene Textsorten (z.B. Beschreibungen, kurze Kommentare, Interviews, innere Monologe, Dialoge, Briefe, Emails, Erörterungen, kreative Texte wie Gedichte und Kurzgeschichten)  über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben.  einfache kreative Texte verfassen.  persönliche Briefe und Emails schreiben und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.  Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben.  zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung  eine einfache Bildbeschreibung verfassen. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika  einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich AKSA, Spanisch (SPF) 6  Verschiedene Themen aus der spanischsprachigen Welt (z.B. Regionen Spaniens oder Länder Lateinamerikas und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit spanischsprachiger Jugendlicher)  gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben.  einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren. Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. Niveau: B2-C1 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2)  Komplexere grammatikalische Grundstrukturen o Konkordanz der Zeiten o Indirekte Rede o Komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen o Relativsätze, Adverbialsätze  die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.  eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren. (ca. 3500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu sicher  den Wortschatz differenzieren und den neu AKSA, Spanisch (SPF) 7 Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten. Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachregister  Sprachbewusstsein  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  verschiedene Sprachregister unterscheiden und sich selbst stilsicher ausdrücken.  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.  das Sprachbewusstsein zur Analyse und Erschliessung von Texten einsetzen. 2. Lerngebiet: Verstehen (B2-C1)  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und / oder Tonquellen, komplexere Präsentationen)  Redebeiträge weitgehend umfassend  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle Themen verstehen.  Literarische und nicht literarische Originaltexte (z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  Lesestrategien (z.B. Kontext, Struktur, Verknüpfungen)  selbständig literarische und nicht literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).  sinngebend vorlesen.  anhand von verschiedensten Lesestrategien unbekannte Inhalte erschliessen. AKSA, Spanisch (SPF) 8 3. Lerngebiet: Sprechen (B2) Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Alltagsgespräche  Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen,  mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen.  sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten.  zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen an-  differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. 4. Lerngebiet: Schreiben (B2) Grobinhalt: schriftl.  Verschiedene Textsorten (z.B. Berichte, Kommentare, Interview, innerer Monolog, Dialog, Briefe, Emails, Erörterungen, kreative Texte wie Gedichte und Kurzgeschichten)  über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte  Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen.  literarische Analysen verfassen.  fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen. literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die AKSA, Spanisch (SPF) 9 Autorin zur Textanalyse beiziehen.  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.  literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.  anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren.  Exemplarische Begegnungen mit der spanischsprachigen Welt (z.B. Kubanische Revolution, Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Grenzkonflikt USA – Mexiko)  verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysie-  unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben.  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren. Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH SPORT Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkei - ten werden erweitert. Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwir- kungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder. Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und auf dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse hinterfragen  Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten  Praktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln  In Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen  Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen AKSA, Sport (EF) 2  Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern  Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen  Sportliche Leistungstests selbständig durchführen und Daten von Pulsuhren am Computer einlesen und auswerten Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten  Verknüpfung von theoretischen und praktischen Inhalten  Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit  Erweiterung sportmotorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport 30% nicht überschreiten. Bei einer Verletzung oder Dispensation können praktische Prüfungen alternativ gete- stet Lerngebietsspezifische Tests: Trainingslehre: schriftlicher Test, evtl. Bewertung einer schriftlichen/praktischen Trainingsarbeit  Bewegungslernen: praktischer Test (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt etc.) Sportspiele: zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit technischen und taktischen Anteilen)  Sport und Gesellschaft: schriftlicher oder mündlicher Test  Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung etc.) Physik (Kraft, Geschwindigkeit etc.) Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings etc.)  Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse etc.)  Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport etc.)  Geografie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen etc.) Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen etc.) Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlechterspezifi - sche Unterschiede. AKSA, Sport (EF) 3 1. Lerngebiet: Trainingslehre drei oder vier der folgenden Die Schülerinnen und Schüler können  im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates analysieren.  die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.  verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten.  im Zusammenhang mit Koordination das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik verknüpfen.  verschiedene Methoden des Trainings nennen und zielgerichtet anwenden.  in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verbessern.  kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen- Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).  den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen  die bedarfsangepasste Ernährung  Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen ergreifen können. Themenbereiche:  Sportanatomie und Sportphysiologie  Energiebereitstellung  Steuerung der Motorik  Trainingssteuerung  Sportpsychologie  Sporternährung  Sportverletzungen  Bewegungsabläufe erwerben,  über unterschiedliche AKSA, Sport (EF) 4 anwenden, gestalten und analysieren Wahrnehmungskanäle Bewegungen erlernen.  Bewegungsabläufe in verschiedenen Sportarten erwerben, anwenden, gestalten  Feedbacks geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten.  ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern.  Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren.  in Gruppen Bewegungsabfolgen entwickeln. 3. Lerngebiet: Sportspiele Mindestens zwei ausgewählte Sportspiele:  Korrekte Techniken  Taktische Elemente  Spielregeln  die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ  taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten.  ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten. 4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft Zwei der folgenden Themenbereiche:  Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit  Leitmotive für sportliches Handeln  Umfeldeinflüsse auf sportliche Handlungsfelder  Wenn möglich ein aktuelles Themenfeld (z.B. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt, Doping im Spitzensport)  die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären.  Leitmotive für das Sporttreiben nennen und  soziale, wirtschaftliche, poltische Aspekte und Einflüsse im Handlungsfeld Sport  einen gewählten aktuellen Themenbereich aufarbeiten und kritisch Stellung nehmen. AKSA, Sport (EF) 5 LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH SPORT Wochenstunden 4 4 2 2 Anmerkung: In Abweichung von der kantonalen Stundendotation aufgrund infrastrukturellen Gegebenheiten. Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler in deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Durch vielseitige Beanspru- chung dient er der Gesundheitserziehung. Der Sportunterricht regt zu weiter führender sportlicher Aktivität an: Mit übergreifenden Anlässen prägt er die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendli- chen Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen. Durch ein breites Wahlangebot in der dritten und vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen. Das obligatorische Fach Sport fördert besonders  Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen  Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen  Sich in ein Team integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen  Sich gegenüber anderen fair verhalten  Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben In Sport- und Spielhandlungen situativ korrekt kommunizieren AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 2  Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten und zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern  Sich selbständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen  Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen  Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen Pro Jahr mind. 8 Noten aus mind. 4 verschiedenen Lerngebieten (1.-2. Klasse)  Pro Jahr mind. 5 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen (3. Klasse)  Pro Jahr mind. 4 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen (4. Klasse)  Für normierbare Leistungen (quantitativ und qualitativ) gelten die gemeinsam entwickelten Leistungstabellen  Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training, Zusammenhang Bewegung - Ernährung - Übergewicht etc. Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen, Tanz, Rhythmusschulung etc. Physik: Kraft, Geschwindigkeit, Flugbahnen etc. Projektunterricht: Rahmenthema Bewegungslehre AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 3 GRUNDLAGEN  Trainingslehre  Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen fördern und weiterentwickeln.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Grundsätze der Trainingslehre im Bereich der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten verstehen und praktisch  Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung von Bewegungsaufgaben  durch gezieltes Zuhören und Beobachten Bewegungsaufgaben beschreiben und  Rückmeldungen zur Ausführung von Bewegungen differenzieren und gezielt BEWEGUNGSBEREICHE  Einfache Tanzschritte und/oder Bewegungsformen (Ropeskipping, Aerobic, Gymnastik)  eine vorgegebene Bewegungschoreographie in der Gruppe wiedergeben. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 4  Rhythmische Bewegungsabfolge mit oder ohne Requisiten  Bewegung zur Musik  die Bewegungsabfolge im Takt vorzeigen.  den Anfang jedes Musikbogens hören.  die Choreographie richtig auf einen „Achter“ einsetzen.  Bodenkombination  Minitramp-Kasten  Schaukelringe  Bewegungsverwandtschaften  am Boden einzelne Elemente in möglichen Verbindungen am Stück vorzeigen.  Bei der Gerätekombination Minitramp- Kasten einzelne Stützsprünge ausführen.  an den Schaukelringen die Grundelemente reproduzieren.  Bewegungsverwandtschaften beobachten  Laufschulung  Speer und Weitsprung  die disziplinspezifischen Grundfertigkeiten in den Bereichen Sprint, Hürdenlaufen und Staffellaufen praktisch einsetzen.  die disziplinspezifischen Fertigkeiten praktisch einsetzen.  Volleyball, Handball, Unihockey  im entsprechenden Sportspiel technisch korrekt und regelkonform mitspielen.  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 5  Crawl  Mindenstens ein weiterer Stil aus Brustgleichschlag / Rückencrawl / Delfin  Staffelschwimmen (50m Freistil)  Distanzschwimmen  Wasserspringen  Crawl in einer Feinform demonstrieren und Fehlerbilder davon erkennen.  einen weiteren Schwimmstil in der Grobform demonstrieren.  einen Startsprung und eine Kippwende im Wettkampf anwenden.  mindestens 12 Minuten am Stück schwimmen.  mindestens drei ausgewählte Basissprünge demonstrieren, wovon mindestens zwei Kopfsprünge sein müssen.  Mindestens ein Spiel aus: Baseball / Ultimate / Intercrosse / Tchoukball / Touchrugby  im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt und fair mitspielen.  im ausgewählten Sportspiel die Spielregeln verstehen und sich regelkonform verhalten. 9. Lerngebiet: Outdoor-Sport  Ausdauerlaufen (Geländelauf)  Nach Möglichkeit eine weitere Outdoor-Aktivität: OL, Slackline, Eislaufen, Eishockey etc.  ihre individuelle Grundlagenausdauer trainieren.  ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit auch im Hinblick auf andere Sportdisziplinen trainieren.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und der Sportart entsprechend verhalten.  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 6 GRUNDLAGEN  Trainingslehre  Ausdauer und Schnelligkeit mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen weiterentwickeln und verbessern.  Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und Beweglichkeitstraining zielgerichtet und korrekt ausführen.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Grundsätze der Trainingslehre im Bereich der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten praktisch anwenden.  Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung von Bewegungsaufgaben  bei Beobachtungsaufgaben differenzierte Rückmeldungen formulieren.  Rückmeldungen zur Ausführung von Bewegungen differenzieren und gezielt BEWEGUNGSBEREICHE  Fortgeschrittene Tanzschritte und/oder Bewegungsformen (Ropeskipping, Aerobic, Gymnastik)  Rhythmische Bewegungsabfolge mit oder ohne Requisiten  aus bekannten Tanzschritten / Bewegungsformen in der Gruppe eine Choreographie nach vorgegebenen Kriterien gestalten.  ihre Choreographie zur Musik (synchron und im Takt) vorzeigen. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 7  Schaukelringe  Minitramp  Bewegungsverwandtschaften  an den Schaukelringen Elemente verbinden und eine Demoform konzipieren.  mindestens eine Rotationsform mit Absprung aus dem Minitramp demonstrieren.  Bewegungsverwandtschaften erkennen und  Laufschulung  Hochsprung  die disziplinspezifischen Fertigkeiten in den Bereichen Sprint, Hürdenlaufen und Staffellaufen verbessern.  die disziplinspezifischen Fertigkeiten praktisch einsetzen.  Futsal / Fussball, Basketball, Badminton  im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt und regelkonform mitspielen.  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln.  Mindestens 1 weiteren Stil aus Brustgleichschlag / Rückencrawl / Delfin  Rollwende  Distanzschwimmen  die Grob- oder Feinform des entsprechenden Schwimmstils demonstrieren und grobe Fehlerbilder davon erkennen.  zwei Längen Crawl mit einer Rollwende verbinden.  mindestens 12 Minuten am Stück in einem vorgegebenen Stil schwimmen. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 8  Wasserspringen  mindestens drei weitere Basissprünge demonstrieren, wovon mindestens einer ein Salto sein muss.  Mindestens ein weiteres Spiel aus: Baseball / Ultimate / Intercrosse / Tchoukball / Touchrugby  im ausgewählten Sportspiel korrekt und fair mitspielen.  im ausgewählten Sportspiel die Spielregeln verstehen und sich regelkonform verhalten.  im ausgewählten Sportspiel die anzuwendende Technik / Taktik verstehen 9. Lerngebiet: Outdoor-Sport  Ausdauerlaufen (Geländelauf)  Nach Möglichkeit eine weitere Outdoor-Aktivität: OL, Slackline, Eislaufen, Eishockey etc.  ihre individuelle Grundlagenausdauer weitertrainieren und verbessern.  ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit auch im Hinblick auf andere Sportdisziplinen trainieren und verbessern.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und der Sportart adäquat verhalten.  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 9 Der Sportunterricht in der dritten Klasse findet koedukativ und abteilungsübergreifend als Wahlsport statt. GRUNDLAGEN Schwerpunkte setzen in den Die Schülerinnen und Schüler können  Ausdauer und Schnelligkeit mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen trainieren und erhalten.  Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und Beweglichkeitstraining selbständig und korrekt ausführen.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Grundsätze der Trainingslehre im Bereich der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten eigenständig in der Praxis Bereichen:  Trainingslehre  Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung von Bewegungsaufgaben  mediengestützt Bewegungsaufgaben analysieren, beschreiben und ausführen.  mediengestützt Fehlerbilder erkennen, analysieren und beschreiben.  Rückmeldungen zur Ausführung von Bewegungen differenzieren und gezielt BEWEGUNGSBEREICHE  Nach Möglichkeit  in verschiedenen Raum- und AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 10 weiterführende, fortgeschrittene Tanzschritte und/oder Bewegungsformen (Ropeskipping, Aerobic, Gymnastik)  Nach Möglichkeit vorgegebene, weiterführende Bewegungsabfolgen mit oder ohne Requisiten Bewegungsebenen (Spiegelungen, zeitlich versetzt) gestaltend arbeiten.  ein vorgegebenes Bewegungsmuster mit oder ohne Requisiten in Kraft, Raum und Zeit variierend gestalten.  Nach Möglichkeit mindestens ein weiteres Thema aus den Bereichen Gerätebahn, grosses Trampolin, Parkour  Nach Möglichkeit Einführung ins Sportklettern (indoor)  einzelne Elemente selbständig zu einer Verbindung zusammenstellen.  Bewegungsaufgaben situationsangepasst  sich gegenseitig korrekt sichern und die Grundtechniken des Sportkletterns  Nach Möglichkeit 3-Kampf aus je einer Disziplin der drei Disziplinengruppen: Sprint / Hürden Hoch- / Weitsprung Speer / Kugel  die disziplinspezifischen Fertigkeiten unter Wettkampfbedingungen differenziert  Nach Möglichkeit ein Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Futsal / Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton  im ausgewählten Sportspiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten verbessern.  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 11  Nach Möglichkeit weitere  ihre Bewegungserfahrungen in den bekannten Schwimmstilen und im Wasserspringen erweitern und vertiefen.  ihr Bewegungsrepertoire auf die ergänzenden Wassersportarten übertragen. Schwimmstile oder Sprünge  Nach Möglichkeit ergänzende Wassersportarten wie Wasserball, Tauchen, Synchronschwimmen, Rettungsschwimmen  Nach Möglichkeit ein Spiel aus den bereits erworbenen vertiefen: Baseball / Ultimate / Intercrosse / Tchoukball / Touchrugby  anhand ihrer Fähigkeiten die verlangten technischen und taktischen Kompetenzen anwenden und zu einem gelungen Spielerlebnis beitragen. 9. Lerngebiet: Outdoor-Sport  Ausdauerlaufen (Geländelauf)  Nach Möglichkeit eine weitere Outdoor-Aktivität: OL, Slackline, Eislaufen, Eishockey etc.  ihre individuelle Grundlagenausdauer weitertrainieren und erhalten.  ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit auch im Hinblick auf andere Sportdisziplinen trainieren und erhalten.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und der Sportart adäquat  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 12 Der Sportunterricht in der 4. Klasse findet koedukativ und abteilungsübergreifend als Wahlsport statt. GRUNDLAGEN in selbst gewählten Bereichen  Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder weiterentwickeln.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten oder weiterentwickeln.  Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung von Bewegungsaufgaben in selbst gewählten Sportarten  die Bewegungsausführung analysieren  Rückmeldungen zur Ausführung von Bewegungen differenzieren und gezielt BEWEGUNGSBEREICHE  Nach Möglichkeit weiterführende, fortgeschrittene Tanzschritte und/oder Bewegungsformen (Ropeskipping, Aerobic, Gymnastik)  Nach Möglichkeit teilweise  in verschiedenen Raum- und Bewegungsebenen (Spiegelungen, zeitlich versetzt) gestaltend arbeiten.  ein teilweise vorgegebenes AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 13 vorgegebene Bewegungsabfolge mit oder ohne Requisiten Bewegungmuster mit oder ohne Requisiten in Kraft, Raum und Zeit variierend gestalten.  Nach Möglichkeit Gerätebahn / Parkour / Freerunning  Nach Möglichkeit Sportklettern (indoor)  in der Gruppe selbständig eine Bewegungsabfolge zusammenstellen.  sich gegenseitig korrekt sichern und die Grundtechniken des Sportkletterns  Nach Möglichkeit Stabhochsprung  die disziplinspezifischen Fertigkeiten praktisch einsetzen.  Schwerpunktspiele aus: Basketball, Handball, Futsal / Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton  ihren Interessen entsprechend in gewählten Spielsportarten im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln.  Nach Möglichkeit weitere  ihre Bewegungserfahrungen in den bekannten Schwimmstilen und im Wasserspringen erweitern und vertiefen.  ihr Bewegungsrepertoire auf die ergänzenden Wassersportarten übertragen. Schwimmstile oder Sprünge  Nach Möglichkeit ergänzende Wassersportarten wie Wasserball, Tauchen, Synchronschwimmen, Rettungsschwimmen AKSA, Sport (obligatorisches Fach) 14  Trendsportarten mit aktuellem und gesellschaftlichem Bezug  Sportarten anderer Kulturen  die notwendigen Grundfertigkeiten in der gewählten Sportart erlernen und  während der Ausübung die Eigenheiten der Sportart erleben und erfahren. 9. Lerngebiet: Outdoor-Sport  Ausdauerlaufen (Geländelauf)  Nach Möglichkeit eine weitere Outdoor-Aktivität: OL, Slackline, Eislaufen, Eishockey, Golf, Tennis etc.  ihre individuelle Grundlagenausdauer weitertrainieren und erhalten.  ihre kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit auch im Hinblick auf andere Sportdisziplinen trainieren und erhalten.  ihr Ausdauertrainingsprogramm selbständig absolvieren.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und der Sportart adäquat  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH WIRTSCHAFT UND RECHT Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Die Lerninhalte sollen Themen aus der Erfahrungswelt der Schüler beinhalten. Die Grobinhalte bieten einen unterschiedlichen Blickwinkel auf diese Themen. So gibt es bei den Grobinhalten den Blickwinkel der Volkswirtschaft, der Betriebswirtschaft, des Rechts und der Politik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, selbst aufzuzeichnen und begründet zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene differenzierte Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt. Sie gewinnen dabei Einsicht in Ent - scheidungsprozesse und Zielkonflikte, damit sie selbst befähigt werden, eigene zukunftsgerichtete Entscheidungsgrundlagen mit Vor- und Nachteilen auszuarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben, selbst erstellen und analysieren  In Alternativen denken und aufgrund sachlicher Überlegungen abwägen und entscheiden zu können  Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 2  Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen  Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes, effektives und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen Kompromisse aushandeln und mittragen  Fach- und Gesetzestexte sowie anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen, schriftlich zusammenfassen und mit eigenen Beispie- len zu ergänzen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen  Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen  Die Beteiligung an wirtschaftlichen, rechtlichen und/oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, diskutieren, Regeln ausarbeiten und konsequent einhalten) (3) Querverbindung zu anderen Fächern Mathematik, z.B. Gleichgewichtsberechnungen und Kurvendiskussion Geschichte, z.B. historische Aufarbeitung der Arbeiterbewegung  Geografie, z.B. globale Sicht auf unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Arbeitsproduktivität AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 3 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum Thema Arbeit  BWL  VWL  Recht  Politik  die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein Unternehmen einschätzen.  Massnahmen zur Motivation und Honorierung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext ausarbeiten und z.B. der Geschäftsleitung und/oder den Mitarbeitenden vorschlagen.  den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen erklären.  Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben und Methoden zu deren Messung aufzeigen.  wichtige privat- und öffentlich-rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen  das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im gesellschaftlichen Kontext beurteilen.  arbeitsrechtliche Streitigkeiten anhand von Bundesgerichtsurteilen zusammenfassen und eine eigene sachliche Beurteilung abgeben.  neue, politische Vorstösse und Ideen zu Arbeitszeitregelung, Ferien, Entlöhnung, etc. aus der Perspektive von unterschiedlichen Interessengruppen betrachten und diskutieren. 2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum Thema Konsum  BWL  für ein Produkt einen Marketingmix auf AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 4  VWL  Recht  Politik Basis des 4P-Modells gestalten und evtl. mit weiteren P‘s, wie Personal, ergänzen.  Konsumentscheidungen mithilfe eines Budgets planen.  externe Effekte des Konsums mikroökonomisch analysieren.  unterschiedliche Nachfragerverhalten  Darlehensvertrag und Konsumkreditverträge vergleichen.  Vor- und Nachteile von Konsumentenschutzmassnahmen abwägen.  Auswirkungen von politischen Entscheiden auf das Konsumverhalten und die anbietenden Unternehmungen aufzeigen und erläutern. 3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum Thema Wohnen  BWL  VWL  Recht  Politik  Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes (Miete, Kauf)  Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum vergleichen.  die Auswirkungen des Mietrechts auf Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt analysieren.  die aktuelle Wohnmarktsituation analysieren und wenn nötig politische Lösungsvorschläge ausarbeiten.  mietrechtliche Konflikte mithilfe des Gesetzes und weiteren Quellen (z.B. Bundesgerichtsentscheide) lösen.  staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt (z.B. Änderungen des Eigenmietwertes, Wohnbauförderungen und Bausparen) aufzeigen und kritisch diskutieren. AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 5 4. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum Thema Sparen und Anlegen  BWL  VWL  Recht  Politik  unterschiedliche Anlage- und Sparmöglichkeiten mit entsprechenden Risikoprofilen beurteilen und eine Drittperson beraten.  Bestandes (Vermögen unter Einschluss der Pensionskassengelder)- und Stromgrössen (Einkommen)  Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher Beispiele berechnen.  Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von verschiedenen Steuermodellen  Föderalismus und Steuerwettbewerb in einen Zusammenhang bringen.  rechtliche Einflüsse auf die Vermögensbildung und das Einkommen mit Vor- und Nachteilen für natürliche Personen aufzeigen.  Steuerdelikte im internationalen Kontext  eine kritische Diskussion über das schweizerische Bankgeheimnis führen. 5. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zum Thema Globalisierung  BWL  VWL  logistische und führungstechnische Lösungen für aktuelle Herausforderungen von Schweizer Unternehmen ausarbeiten.  Produktionsabläufe im In- und Ausland anhand von Flow-Charts aufzeigen und kommentieren.  den komperativen Vorteil anhand eines selbstgewählten Beispieles erklären.  geld- und währungspolitische Auswirkungen in Kausalkettenen AKSA, Wirtschaft und Recht (EF) 6  Recht  Politik  länderspezifische rechtliche Bestimmungen (z.B. Umweltschutzbestimmungen, arbeitsrechtliche Bestimmungen etc.) mit deren Chancen und Risiken analysieren.  Einflüsse unterschiedlicher politischer Systeme auf die Wirtschaft erklären. LEHRPLAN FÜR DAS FACH WIRTSCHAFT UND RECHT (EIN- FÜHRUNG) Wochenstunden 1 2 Das Fach „Einführung in Wirtschaft und Recht“ untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen. Würden wir im Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegen- stand der Mikroökonomie und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schü- ler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen. Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht insbesondere auf aktuelle Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechts - fragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren. Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen Entscheidungen eines Haushaltes, beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen mit- einander verflochten sind und auf Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen. Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach. Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit erkennen AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 2  Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden Datenmaterial kritisch auswerten und Ergebnisse hinterfragen Unterschiedliche Perspektiven einnehmen Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen Entscheidungen auf der Basis einer Nutzwertanalyse treffen Einen Prozess anhand eines Flussdiagrammes nachvollziehen Komplexere Beziehungen in einem Mindmap entwickeln Diagramme und Tabellen anhand von wirtschaftlichen Modellen erstellen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen (3) Querverbindung zu anderen Fächern Geschichte: z.B. Staatskunde Informatik: z.B. Erstellen und Auswerten von Diagrammen, praktische IT-Arbeit Mathematik: z.B. Berechnungen von Marktgleichgewichten (4) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Sichten und Bewerten von Quellen Verfassen von Texten unter Anwendung von Fachbegriffen Arbeit mit einfachen wirtschaftlichen Modellen AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 3 1. Lerngebiet: Recht  Einführung Rechtskunde  Personenrecht  Allgemeine Vertragslehre und Kaufvertrag  Familienrecht  Erbrecht  Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung beschreiben (Recht, Sitte und Moral / Legalitätsprinzip, Gewaltentrennung, Freiheitsrechte der Bürger) und auf aktuelle gesellschaftliche Fragen  Artikel von Erlassen korrekt zitieren und anhand eines Falllöseschemas anwenden.  die drei Prozessarten unterscheiden und Merkmale wie die Parteien, den Gerichtsstand, den Ablauf und die Instanzen richtig benennen.  Voraussetzungen und Wirkungen der Rechts- und Handlungsfähigkeit bei natürlichen und juristischen Personen  Persönlichkeitsrechte und deren Schutz beschreiben und unter dem besonderen Aspekt der neuen Medien diskutieren.  unterschiedliche Entstehungsgründe von Obligationen unter Einbezug der Tatbestandsmerkmale unterscheiden und alltägliche Probleme im Zusammenhang mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen.  Voraussetzungen und Wirkungen der Ehe, des Konkubinates und der eingetragenen Partnerschaft unterscheiden und die finanziellen Folgen ermitteln.  eine Erbteilung rechnerisch vornehmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen und gewillkürten Erbfolge. 1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 4  Bedürfnisse und Güter  Bedürfnisse des Menschen der richtigen Stufe der Maslow-Pyramide und die Güterarten den entsprechenden Stufen  das ökonomische Prinzip auf praktische Beispiele anwenden.  den einfachen und den erweiterten Wirtschaftskreislauf aufzeichnen.  Angebots- und Nachfragekurven darstellen, deren Verlauf begründen und das Marktgleichgewicht und dessen Veränderung unter Einbezug der Elastizitäten analysieren.  unterschiedliche Arten von Marktversagen (z.B. öffentliche Güter, Monopol und Kartelle, externe Effekte etc.) und die Wirkung von staatlichen Eingriffen (z.B. Mindestpreise, Höchstpreise und Steuern) erklären und interpretieren.  Veränderungen und Aussagekraft des realen und nominalen Bruttoinlandprodukts unter Berücksichtigung des Landesindex der Konsumentenpreise analysieren.  die aktuelle wirtschaftliche Lage mithilfe des Konjunkturzyklusmodells erklären.  die Bedeutung und Aufgaben der Geschäftsbanken und der Zentralbanken  Geldmengen unterscheiden und das Prinzip der Geldschöpfung erklären.  den Wirkungszusammenhang zwischen Geldpolitik und Inflation aufzeigen.  Marktmechanismus  Staats- und Marktversagen  Messung gesamtwirtschaftlicher Grössen und Aktivitäten  Konjunktur  Geldpolitik 2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre  Budget: Einnahmen und Ausgaben eines privaten Haushaltes  Neues St. Galler  finanzielle Risiken anhand des eigenen Monatsbudget abschätzen und beurteilen (Schuldenproblematik).  eine Lohnabrechnung lesen und die Lohnnebenkosten und ihre Bedeutung  anhand des Unternehmensmodells die AKSA, Einführung in Wirtschaft und Recht (GLF) 5 Unternehmensmodell  Marketing  Finanzbuchhaltung einzelnen Bestandteile des Unternehmens beschreiben und den Zusammenhang  die einzelnen Anspruchsgruppen, Umweltsphären und Interaktionsthemen nennen und mögliche Zielbeziehungen (z.B. Zielkonflikte, Zielharmonien) eines Unternehmens aufzeigen.  einen bestehenden Markt analysieren und mit Fachbegriffen erklären.  den Aufbau eines Marketingkonzepts beschreiben und interpretieren.  den Marketingmix an einem konkreten Beispiel anwenden.  finanzielle Vorgänge in einem Betrieb abbilden.  die wichtigsten Grössen einer Bilanz und Erfolgsrechnung erklären und 3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht zu aktuellen Themen  Abstimmungsvorlagen  Aktuelle Wirtschaftsthemen  Steuern  sich eine differenzierte Meinung zu einer aktuellen Abstimmungsvorlage bilden und diese vertreten.  sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen eine eigene Meinung bilden und diese ausformulieren.  eine einfache Steuererklärung korrekt ausfüllen. LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH WIRTSCHAFT UND RECHT Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut teilweise auf den im Fach „Einführung in Wirtschaft und Recht“ erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusam - menhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und deren Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schüle- rinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren  Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen Sozial- und Selbstkompetenz  Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 2  Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwickeln Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen Entscheidungen auf der Basis einer Nutzwertanalyse treffen Einen Prozess anhand eines Flussdiagrammes nachvollziehen, erarbeiten und beurteilen Komplexere Beziehungen in einem Mindmap entwickeln Eine SMARTe-Zielsetzung formulieren  Grafiken (Kreis-, Balken-, Säulen-, Linien- und Punktdiagramme) erstellen  Einen Netzplan erstellen können  ABC-Analyse erstellen können  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen  Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen  Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)  Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden (3) Querverbindung zu anderen Fächern Mathematik: z.B. statistische Auswertungen und Kurvendiskussionen sowie einfache Kalkulationen. Geschichte: z.B. Wirtschaftsgeschichte Psychologie: z.B. Motivations- und Arbeitspsychologie Englisch: Lesen von Originaltexten (4) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  Erlernen von wirtschaftsspezifischen Methoden wie Kreativitätstechniken, Nutzwertanalyse, SWOT-Analyse, Projektmanagement und SMARTe-Zielsetzungen  Förderung der Teamarbeit AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 3 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre  Unternehmen und Betriebe  Betriebe nach folgenden Kriterien unterscheiden: Grösse, Trägerschaft, Rechtsform, Branchen und Sektoren und allfällige volks- und betriebswirtschaftliche Probleme diskutieren.  die wichtigen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Eigenschaften eines erfolgreichen Unternehmers beschreiben.  das St. Galler Unternehmensmodell (Prozesse, Ordnungsmomente, Entwicklungsmodi) auf ein eigenes Unternehmensbeispiel anwenden.  Umweltsphären identifizieren und deren Einfluss auf einen Betrieb an einem Beispiel analysieren.  Interessen- und Zielbeziehungen (Konflikte, Harmonien, Indifferenzen) verschiedener Anspruchsgruppen erkennen und Lösungs-ansätze aufzeigen.  Aufbau- (Ordnungsmoment) und Ablauforganisation (Prozess)  ein Organigramm nach unterschiedlichen Kriterien erstellen, sachgerecht interpretieren und mögliche Verbesserungen vorschlagen.  einen Unternehmensprozess mittels eines gängigen Instrumentes grafisch darstellen.  den Prozess von der Personalbedarfsplanung bis zur Freisetzung des Personals analysieren und aufzeigen.  Systeme der Motivation und Entlöhnung untersuchen.  unterschiedliche Führungsstile mit Vor- und Nachteilen beschreiben und  Neues St. Galler Unternehmensmodell  Organisation  Personal und Führung AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 4  Strategisches Marketing  ein Marketingkonzept erstellen und  eine Kunden- und Produktanalyse eines Unternehmens erstellen.  die Lebenszyklus-Analyse und die BCG- Matrix am Beispiel anwenden.  zwischen Marktforschung und Markterkundung unterscheiden.  Wettbewerbsvorteile und USP eines Produktes erarbeiten.  Operatives Marketing (Marketing-Mix) (optional)  eine Ware oder Dienstleistung mit allen wichtigen Eigenschaften zielgruppenorientiert ausgestalten (z.B. Branding, Designe, Verpackung, Serviceleistungen etc.).  mit den vier P’s Preisstrategien erarbeiten, Vertriebskanäle aufzeigen und die Kommunikationspolitik für ein Produkt  die vier P‘s um mindestens ein P (Personal, Prozess etc.) sinnvoll erweitern.  Logistik (optional)  einen Beschaffungsprozess unter unterschiedlichen Bedingungen erarbeiten.  Doppelte Buchhaltung  typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen festhalten.  die Nettoverbuchung der Mehrwertsteuer  eine Lohnabrechnung korrekt verbuchen und die volkswirtschaftlichen Sozialkosten  eine Bilanz und Erfolgsrechnung korrekt aufstellen.  Probleme des Jahresabschlusses  folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, Debitorenverlust und Delkredere, aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen.  einen Gewinn/Verlust beim Jahresabschluss der Aktiengesellschaft und der Einzelunternehmung korrekt verbuchen.  Bewertung  Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven berechnen. AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 5  Kalkulation  eine mehrstufige Kalkulation im Handelsbetrieb vornehmen. 2. Lerngebiet: Recht  Rechtsformen  Rechtsformen unterscheiden und systematisch gliedern.  Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des Eigentümers aufstellen und ihre Wahl begründen.  einen Handelsregisterauszug lesen und  Motive für Unternehmenszusammenschlüsse anhand von Beispielen untersuchen.  rechtliche Verflechtungen von Unternehmungen beschreiben.  Eigentum und Besitz unterscheiden und erklären und in eine Falllösung einbeziehen.  zwischen absoluten und relativen subjektiven Rechten unterscheiden.  dingliche Rechte von obligatorischen Rechten unterscheiden.  die Regeln zur Vertragsentstehung und Vertrags- (Schlecht-/Nicht-) erfüllung anhand von Beispielen aufzeigen.  die Verschuldens- und Kausalhaftung unterscheiden und die Rechtsfolgen  Fälle zur ungerechtfertigten Bereicherung Auswirkungen von Erlöschen bzw. Verjährung von Obligationen beschreiben.  geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen.  zwischen Kauf, Tausch und Schenkung  die wesentlichen Regeln der Vertragserfüllung anwenden.  die rechtlichen Möglichkeiten bei den Verletzungen des Kaufvertrages am  Unternehmenszusammenschlüsse (optional)  Eigentum und Besitz  Obligationen  Sicherungsmittel (optional)  Vertragstypen AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 6  Falllösungsmethodik konkreten Fall prüfen.  beim Lösen von Rechtsfällen systematisch vorgehen. 3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre  Preisbildungsmechanismus  Psychologische Grundlagen der Ökonomie (optional)  Unvollkommene Märkte  Wirtschaftssysteme  den Verlauf von Angebots- und Nachfragefunktionen darstellen und  die Elastizität einer Angebots- und einer Nachfragekurve berechnen und  Renten und Wohlfahrtsveränderungen bei staatlichen Markteingriffen analysieren und  Verschiebungen des Marktgleichgewichtes  Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz anhand realer Märkte  die Handlungsweise des Menschen am Modell des „homo oeconomicus“ kritisch  Einzel- und Kollektiventscheidungen  unterschiedliche Ursachen für ein Marktversagen erklären.  marktkonforme und nicht marktkonforme staatliche Eingriffe (z.B. Lenkungszertifikate) beurteilen und  Wirtschaftssysteme anhand von Kriterien unterscheiden und neue Modelle für die Schweiz entwickeln. AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 7 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre  Finanzintermediäre (Banken, Versicherungen)  Börse (optional)  Bilanz- und Erfolgsanalyse  Finanzierung und Investition  Teilkostenrechnung (optional)  Merkmale und Funktionsweise von Banken und Versicherungen im wirtschaftlichen Umfeld analysieren.  Fristen-, Risiko- und Betrags- Transformation als volkswirtschaftliche Aufgabe von Banken als Schnittstellenfunktion beschreiben.  in einem Kundengespräch die Risikofähigkeit ermitteln und entsprechende Anlagevorschläge unterbreiten.  zwischen verschiedenen Arten von Privatversicherungen unterscheiden.  mögliche Risiken eines Betriebes identifizieren und Versicherungslösungen vorschlagen.  wichtige Wertpapiere mit ihren Eigenheiten  unterschiedliche börsengehandelte Produkte nennen und Risikoprofile für diese Produkte erstellen.  in einem Kundengespräch die Risikofähigkeit ermitteln und entsprechende Anlagevorschläge unterbreiten.  eine Bilanz- und Erfolgsrechnung aufstellen, analysieren und interpretieren.  eine Kennzahlenanalyse vornehmen.  Finanzierungsarten unterscheiden und geeignete Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten vorschlagen.  die Kapitalwertmethode anwenden und nicht-quantitative Faktoren der Investitionsentscheidung beurteilen.  fixe und variable Kosten unterscheiden, berechnen und grafisch darstellen.  Nutzschwellen berechnen und grafisch AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 8 2. Lerngebiet: Recht  Verträge auf  zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen und Leasing unterscheiden.  die besonderen Kündigungsregeln bei der Miete von Wohnungen aus Sicht von Mieter und Vermieter anwenden.  zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag unterscheiden.  prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag mit den gesetzlichen Bestimmungenkonform  Fälle mit der Falllösungsmethode bearbeiten.  den Zweck von Sanktionen im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht erklären und unterschiedliche Sanktionen nennen.  objektive und subjektive Voraussetzungen der Strafbarkeit mithilfe des StGB prüfen.  Grundsätze und Ablauf der Strafverfahren (Strafbefehlsverfahren und Strafprozess)  Betreibung auf Pfändung, Pfandverwertung und Konkurs unterscheiden und die Verfahrensschritte bei der Betreibung auf Pfändung aus Sicht von Gläubiger und Schuldner erläutern.  Kompetenzstücke und Existenzminimum  einen einfachen Kollokationsplan erstellen.  alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und Prävention im Schuldverhältnis vorschlagen.  die wichtigsten Bestimmungen zum Immaterialgüterrecht (z.B. Markenschutz, Patente etc.) auf praktische Beispiele  Fälle zum unlauteren Wettbewerb und zum Kartellrecht mit der Falllösungsmethode bearbeiten und diskutieren.  internationale Abkommen über den Wettbewerb (Parallelimporte, Gebrauchsüberlassung  Verträge auf Arbeitsleistung  Strafrecht (optional)  Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (optional)  Immaterialgüterrecht und Wettbewerbsrecht (optional) AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 9 Meistbegünstigungsklausel etc.) recherchieren und Auswirkungen auf den Schweizer Markt aufzeigen. 3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre  Bruttoinlandprodukt  Geldwertstörungen und Geldpolitik  Konjunktur  Aussenhandel und Währungssysteme  das reale, das nominale BIP und das Bruttonationaleinkommen unterscheiden.  das BIP von der Entstehungs-, Verwendungs- und Verteilungsseite her  das BIP im erweiterten Wirtschaftskreislauf  Messverfahren für das Preisniveau  andere Berechnungen für den Reichtum, Wohlstand oder das Glück einer Volkswirtschaft analysieren und die Verteilung des Reichtums kritisch  die Entstehung des Geldes und dessen Funktionen beschreiben.  Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären.  die Entstehung einer Inflation/Deflation sowie die Folgen und Wirkungen im Zusammenhang mit der Geldpolitik  einen idealtypischen Konjunkturzyklus aufzeichnen und die Veränderungen der einzelnen Parametern in jeder Phase  volkswirtschaftliche Daten einem Konjunkturindikator zuordnen.  auf der Basis von aktuellen Konjunkturdaten die wirtschaftliche Lage der Schweiz abschätzen und  den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen und rechnerisch überprüfen.  das Gesetz der komparativen Kosten anwenden und dessen Grenzen aufzeigen, AKSA, Wirtschaft und Recht (SPF) 10  Wachstum (optional) sowie mit der Theorie der „Terms of Trade“  Auswirkungen von Zöllen und anderen Freihandelsverzerrungen (z.B. Exportförderungen, Subventionen) in Zusammenhang mit der Wohlfahrtsökonomie aufzeigen.  zwischen Wachstum und Konjunktur  Wachstumsfaktoren nennen und deren unterschiedliche Auswirkungsmöglichkeiten aufzeigen.  unterschiedliche Wachstumsszenarien für eine Volkswirtschaft erstellen und kommentieren.  Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben und deren Messung erklären.  Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen und ihre Wirksamkeit beurteilen.  Ein- und Ausgaben des Staates nennen und ihre künftige Entwicklung aufzeigen.  Auswirkungen der aktuellen Gesetzgebung auf den Staatshaushalt erläutern.  Grenzen staatlicher Eingriffe aufzeigen und die Folgen von Staatsversagen  das magische Vieleck der Wirtschaftspolitik beschreiben.  Möglichkeiten und Grenzen der keynesianischen Konjunkturpolitk aufzeigen und mit Alternativen  regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen  Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (optional)  Staatsfinanzen (optional)  Staatseingriffe (optional)  Konjunkturpolitik  aktuelle Themen Überarbeitete Fassung vom Februar 2012 1. Bestimmungen Maturaarbeit Seite 1.1 Begriff und Zielsetzung 2 1.2 Grundsätze 2 1.2.1 Wahl des Themas und der betreuenden Lehrperson 2 1.2.2 Betreuung 3 1.2.3 Koreferate 3 1.2.4 Zeitlicher Rahmen 3 1.2.5 Präsentation 3 1.2.6 Bewertung 4 1.2.7 Besoldung der Lehrpersonen 4 2. Ausführungsbestimmungen 2.1 Zeitplan 4 2.2 Verantwortlichkeiten 5 2.2.1 Studierende 5 2.2.2 Abteilungslehrperson 5 2.2.3 Betreuende Lehrperson 5 2.2.4 Koreferenten bzw. Koreferentinnen 6 2.2.5 Fachschaften 6 2.2.6 Schulleitung 6 2.3 Disposition 7 2.4 Projektvertrag 7 2.5 Titelblatt 7 3. Beurteilungskriterien 3.1 Produkt: Inhalt 8 3.2 Produkt: Form 8 3.3 Präsentation 9 3.4 Arbeitsprozess 10 3.5 Gewichtung der einzelnen Beurteilungsfelder 11 4. Hinweise für die Studierenden 12 5. Schlussbemerkungen 12 Die Maturaarbeit an der Alten Kantonsschule Aarau Wegleitung und Bestimmungen 1. Bestimmungen Maturaarbeit 1.1 Begriff und Zielsetzung Kantonale Vorgaben: „Die Maturaarbeit steht am Schluss einer umfassenden Ausbildung; sie baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf und erweitert sie. Als eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist. Die Maturaarbeit hat als Grundlage eine eigenständige anspruchsvolle Fragestellung in einem eingegrenzten Themengebiet. Sie ist klar strukturiert. Sie baut auf den im Projektunterricht erworbenen Fähigkeiten auf. Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen, verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative Fähigkeiten integriert. Die Studierenden können in der Wahl ihrer Arbeitsgebiete eigene Interessen verfolgen. Die Maturaarbeit zielt auf inhaltliche Vertiefung, methodische Klarheit, selbständiges Arbeiten und auf das Reflek- tieren darüber. Die Themen- und Arbeitsbereiche werden so gewählt, dass originale Beiträge der Studierenden gewährleistet sind. Die Maturaarbeit bietet die Möglichkeit, ein eigenes Produkt schulintern oder öffentlich zu präsentieren.“ Die Maturaarbeit baut inhaltlich auf dem erworbenen Fachwissen, methodisch auf dem Projektunterricht auf. Sie ist eine selbständige, schriftlich verfasste oder schriftlich kommentierte Arbeit, die eine persönliche Auseinandersetzung mit einem selbst gewählten Thema oder einer Problemstellung dokumentiert und die mündlich präsentiert wird. Damit bereitet sie auf die Anforderungen der Hochschule vor. Die im Projektunterricht gelehrten Methoden sowie das dort verwendete Hand- buch sind für die Maturaarbeit verbindlich. Die Studierenden verfassen in der Regel in einem Team von zwei bis drei Personen (Einzelarbeiten sind die Ausnahme) eine grössere eigenständige Arbeit, die logisch aufgebaut und klar strukturiert ist. Sie gehen von einer anspruchsvollen Fragestellung aus, wenden angemessene fachspezifische Methoden und Hilfsmittel an und folgen formal den Grundsätzen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens. Künstlerische Arbeiten werden durch einen schriftlichen Kommentar ergänzt. Bei der mündlichen Präsentation geht es um die Fähigkeit, Thesen und Erkenntnisse darzulegen sowie die gewählten Vorgehensweisen zu beschreiben und zu begründen. Damit zeigen die Studierenden, dass sie sich in die Thematik gebührend vertieft haben und diese in einem grösseren Kontext erörtern können. 1.2 Grundsätze 1.2.1 Wahl des Themas und Wahl der betreuenden Lehrperson Die Wahl des Themas und der betreuenden Lehrperson liegt in der Verantwortung der Studierenden. Maturaarbeiten sollen nach Möglichkeit als Gruppenarbeiten verfasst werden. Die Studierenden sind grundsätzlich frei in der Wahl des Themas und des Fachs bzw. der Fächer, in denen sie ihre Maturaarbeit schreiben oder gestalten. Eine Maturaarbeit kann in allen Fachbereichen, die an der AKSA unterrichtet werden, geleistet und in allen Unterrichtssprachen verfasst werden. Auch interdisziplinäre Themen können gewählt werden. Arbeiten gelingen gewöhnlich dann am besten, wenn Inhalte und Methoden an den Fachunterricht anschliessen bzw. aus dem Projektunterricht herauswachsen. Die genaue Themenfindung erfolgt im Konsens zwischen den Studierenden und der betreuenden Lehrperson. Die Schulleitung behält sich vor, ein Thema abzulehnen. Die Studierenden fragen die Lehrpersonen an, bei denen sie ihre Maturaarbeit verfassen wollen und stellen diesen ihre Disposition vor. Ist die Lehrperson bereit, das Projekt zu betreuen, wird die Disposition bei der Schulleitung eingereicht und ein Projektvertrag formuliert. 1.2.2 Betreuung Aufgabe der betreuenden Lehrperson ist es, die Studierenden zu beraten, zu begleiten und die Maturaarbeit gemäss Punkt 3.5 zu bewerten. Sie unterstützt die Entwicklung der persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige Durchführung (Plagiatsvermeidung). Die Lehrperson entscheidet, welche und wie viele Arbeiten sie betreuen kann. In der Regel übernimmt eine Lehrperson nicht mehr als vier Maturaarbeiten. Wenn besondere Gründe vorliegen, kann eine Lehrperson zur Betreuung einer Maturaarbeit verpflichtet werden. 1.2.3 Koreferate Die Koreferentin bzw. der Koreferent beurteilt die Maturaarbeit und deren Präsentation in Zusammenarbeit mit der betreuenden Lehrperson. Die Schulleitung teilt den Lehrpersonen die Koreferate zu. 1.2.4 Zeitlicher Aufwand Für die Maturaarbeit haben die Studierenden mit einem Arbeitsaufwand von ca. 120 Stunden zu rechnen, einschliesslich der Präsentation. Bei Gruppenarbeiten ist der gesamte Arbeitsaufwand entsprechend höher als bei Einzelarbeiten. 1.2.5 Präsentation Die mündliche Präsentation stellt den Abschluss der Maturaarbeit dar. Sie ist öffentlich. In einem Referat von 15 Minuten erläutern die Studierenden ihre Fragestellung sowie das methodische Vorgehen und präsentieren die Ergebnisse der Arbeit auszugsweise. Künstlerische Produkte wie Film, Video etc. werden an der Präsentation nur auszugsweise vorgeführt. Die vollständige Vorführung kann in Absprache mit der Betreuungsperson zu einem andern Zeitpunkt geschehen, losgelöst von der Prüfungssituation. Im an die Präsentation anschliessenden Abschlussgespräch von 15 Minuten beantworten die Studierenden die Fragen der Koreferentin bzw. des Koreferenten und des Publikums. Den Fragen der Koreferentin bzw. des Koreferenten kommt Prüfungscharakter zu (vgl. Punkt 2.2.4). Sie werden gestellt, bevor das Publikum zu Wort kommt. Die Betreuer informieren das Publikum vorgängig. Bei Gruppen von zwei und mehr Schülern wird die zur Verfügung stehende Zeit entsprechend erhöht (maximal 45 Minuten). Die Besprechung der Präsentation erfolgt nicht unmittelbar nach deren Ende, sondern im Rahmen der Schlussbesprechung. 1.2.6 Bewertung Die Note berücksichtigt sowohl die schriftliche bzw. schriftlich kommentierte Arbeit wie auch die mündliche Präsentation. Thema und Note der Maturaarbeit werden im Maturitätszeugnis eingetragen. Die Note zählt für das Erreichen der Bestehensnorm. Gruppenarbeiten werden in der Regel als Gesamtheit beurteilt, d.h. alle Schüler erhalten die gleiche Note. In besonderen Fällen kann die betreuende Lehrperson aber von diesem Grundsatz Abstand nehmen und jedem Gruppenmitglied eine separate Note erteilen. 1.2.7 Besoldung der Lehrpersonen Folgende Entschädigungen sind vorgesehen (Anrechnung via Selbstdeklaration BaJaz): Pro Betreuung einer Maturaarbeit (Einzel- oder Gruppenarbeit): 20 Stunden Pro Koreferat: 6 Stunden 2. Ausführungsbestimmungen 2.1 Zeitplan 3. Klasse, Mitte Februar Information der Studierenden durch die Schulleitung Abgabe der Wegleitung, Start der Themenfindung 3. Klasse, anfangs April Themen (bzw. Themenbereich, Grobthema) und Betreuer bzw. Betreuerin sind festgelegt. Evaluation der Themen durch Fachschaften bzw. Schulleitung Im Folgenden geht es darum, die Idee konkret auszugestalten und das Thema einzugrenzen. 3. Klasse, Mitte Mai Die definitive Disposition liegt vor. Projektverträge werden vorbereitet. 3. Klasse, anfangs Juni Abschluss der Projektverträge. Diese liegen bei Studierenden und Betreuer vor. Sie können von der Schulleitung eingefordert Vollzugsmeldung der Studierenden an Schulleitung via Abteilungslehrperson (Arbeitstitel, Mitverfasser, Betreuer mit Unterschrift, Bestätigung Vorliegen Projektvertrag) 4. Klasse, bis Ende November Verfassen der Maturaarbeit 4. Klasse, 1. Freitag im Dezember Die Maturaarbeit liegt abgeschlossen vor. Abgabe an die betreuende Lehrperson in drei Exemplaren (je eines für betreuende Lehrperson, Koreferent und Medienzentrum) 4. Klasse, Januar Präsentationen 4. Klasse, bis Ende Februar Besprechung der Arbeit mit den Studierenden und Bekanntgabe der Noten durch die betreuenden Lehrpersonen 2.2 Verantwortlichkeiten 2.2.1 Studierende Die Studierenden gehen gemäss Zeitplan (2.1) vor:  Sie suchen Ideen für ihre Maturaarbeit, besprechen sie mit Fachlehrpersonen und entwickeln sie weiter (3. Klasse, Februar/März).  Sie entscheiden sich für ein Thema und suchen eine betreuende Lehrperson (3. Klasse, bis anfangs April). Danach müssen sie die Idee konkretisieren, das Thema eingrenzen und die Disposition erarbeiten (bis Mitte Mai, 3. Klasse). Sie schliessen den Projektvertrag ab (3. Klasse, bis anfangs Juni). Sie verfassen die Maturaarbeit und reichen die schriftliche Dokumentation ein (anfangs Dezember).  Sie unterschreiben den Vertrag betreffend Docoloc-Kontrolle (Plagiatsprävention).  Sie verfassen ein Arbeitsjournal, in welchem sie ihr Vorgehen (Methoden, Termine etc.) festhalten. Das Arbeitsjournal liegt bei Besprechungen mit der Betreuungsperson vor und wird nach Beendigung der Arbeit mit dieser abgegeben. Es dient der Dokumentation, Reflexion und Planung des Arbeitsprozesses und kann als eine Grundlage für die Bewertung herangezogen werden.  Sie erklären schriftlich, die Arbeit selbständig verfasst und alle Zitate, verwendete Literatur und Quellen vorschriftsgemäss angegeben zu haben (Redlichkeitsbestätigung). Diese Erklärung ist Bestandteil der Arbeit.  Sie präsentieren die Arbeit im von der Schule vorgegebenen Rahmen. 2.2.2 Abteilungslehrperson Die Abteilungslehrperson legt der Schulleitung Mitte Juni eine Liste mit den Namen der Studierenden, ihren Betreuern oder Betreuerinnen sowie den Themen der Maturaarbeiten (Arbeitstitel) zur definitiven Geneh- migung vor. 2.2.3 Betreuende Lehrperson Die betreuende Lehrperson hilft bei der Themenwahl,  bestätigt mit ihrer Unterschrift, dass sie ein Thema mit der vorgelegten Disposition zur Betreuung akzeptiert, legt das Thema der Fachschaft bzw. der Schulleitung zur Begutachtung vor (anfangs April), erarbeitet mit den Studierenden einen Projektvertrag, hilft bei der Materialsuche,  unterstützt die Entwicklung der persönlichen Projektkompetenz, begleitet den Entstehungsprozess und ist verantwortlich für eine eigenständige Durchführung (Plagiatsvermeidung),  bespricht mit den Studierenden in bestimmten zeitlichen Abständen die Arbeit und hält Zwischenergebnisse als Bewertungsgrundlage schriftlich fest,  nimmt nach Abgabe der Arbeit die Docoloc-Kontrolle zwecks Plagiatsprävention vor,  beurteilt die fertig vorliegende Maturaarbeit (Produkt: Inhalt und Form), den Arbeitsprozess und die Präsentation und legt zusammen mit der Koreferentin oder dem Koreferenten die Endnote fest, erstellt zuhanden der Studierenden einen Bericht zur Arbeit, mit Note,  führt das Schlussgespräch mit den Studierenden (ungefähr innerhalb zweier Wochen nach der Präsentation) und teilt ihnen die Note mit. 2.2.4 Koreferenten bzw. Koreferentinnen Der Koreferent bzw. die Koreferentin  beurteilt die fertig vorliegende Maturaarbeit (Produkt: Inhalt und Form) und deren Präsentation und legt zusammen mit der betreuenden Lehrperson die Endnote fest,  stellt den Studierenden im Anschluss an die Präsentation Fragen, die ihnen Gelegenheit geben, ihr Hintergrundwissen zum Thema auszuweisen. 2.2.5 Fachschaften Die Fachschaften machen die Studierenden auf geeignete Themenbereiche aufmerksam, legen fachspezifische Beurteilungskriterien fest, begutachten Problemstellung und Leitfragen der in ihrem Fachbereich geplanten Arbeiten sowie deren konkreten Untersuchungsgegenstand, evaluieren periodisch die in ihrem Fach verfassten Arbeiten. 2.2.6 Schulleitung Die Schulleitung legt die notwendigen Termine fest, organisiert die Information der Studierenden,  sorgt dafür, dass die Studierenden eine Wegleitung erhalten,  entscheidet in Konfliktfällen,  entscheidet nach Rücksprache mit den betroffenen Lehrpersonen definitiv über die Betreuung,  genehmigt und veröffentlicht die Themenliste, bestimmt die Koreferenten bzw. die Koreferentinnen,  organisiert die Präsentationen,  sorgt für ausgeglichene Anforderungen,  sorgt in bestimmten zeitlichen Abständen für die Evaluation des Verfahrens,  teilt den Studierenden notfalls, unter Berücksichtigung der vorliegenden Disposition, eine betreuende Lehrperson zu, bestimmt im Fall von Betrug die zu ergreifenden Massnahmen. 2.3 Disposition Die Disposition enthält Arbeitstitel Thematische Beschreibung, Eingrenzung  Wissensstand, mögliche Quellen Begriffsbestimmungen Projektziele und Arbeitshypothesen Methode und Vorgehen Voraussetzungen und Ressourcen 2.4 Projektvertrag Ein Projektvertrag enthält die Disposition als integrierten Bestandteil Minimalziele  mögliche Erweiterungen des Themas die Sprache, in der die Arbeit verfasst wird, sofern es nicht Deutsch ist  einen Terminplan mit Zeitpunkten für Zwischenbeurteilungen Hinweis auf die Beurteilungskriterien, insbesondere auf die themenspezifischen  Vereinbarung über die Darstellung von Zitaten, Literatur- und Quellenangaben Ein Projektvertrag kann in begründeten Fällen im Verlauf der Arbeit abgeändert werden, wenn beide Seiten einverstanden sind. 2.5 Titelblatt Das Titelblatt der fertigen Arbeit muss folgende Angaben enthalten: Titel der Arbeit mit Untertitel Name und Abteilung der Verfasserin / des Verfassers bzw. der Verfasserinnen / der Verfasser Name der Schule Name der betreuenden Lehrperson / eingereicht bei ... Datum der Abgabe: Monat, Jahr 3. Beurteilungskriterien 3.1 Produkt: Inhalt 3.1.1 Fragestellung und Methodenwahl Wird das eigene Erkenntnisinteresse klar dargelegt?  Wird die Fragestellung bzw. die gestalterische Problemstellung verständlich dargestellt? Ist die Untersuchungsmethode dem Thema angemessen?  Wird die gewählte Methode konsequent durchgeführt? 3.1.2 Bewältigung des Themas  Wird das Thema eingegrenzt und erläutert? Wird das eingegrenzte Thema in einer angemessenen Breite, jedoch mit eindeutigen Schwerpunkten behandelt? Ist ein logischer Aufbau der Arbeit ersichtlich?  Bei künstlerischen Arbeiten: Wird die Absicht oder Fragestellung konsequent verfolgt und sichtbar gemacht (Visualisierung)? 3.1.3 Nutzung von Wissen  Werden Quellen, Daten, Versuchsergebnisse und andere Wissensbestände sorgfältig und sachrichtig verarbeitet?  Wird Sekundärliteratur in angemessenem Umfang und mit Sorgfalt genutzt? Werden fremde Gedanken als solche ausgewiesen (Quellen- und Literaturangaben, Zitate)? 3.1.4 Sachliche Qualität Sind die Aussagen fachlich-inhaltlich richtig bzw. angemessen? Werden Tatsachenaussagen und eigene Meinung unterschieden?  Sind die Ergebnisse der Untersuchung überzeugend?  Bei künstlerischen Arbeiten: Stehen Inhalt und Form in einer sich gegenseitig steigernden Wechselbeziehung? 3.1.5 Eigenständigkeit und Originalität  Zeichnen sich Themenwahl und Methode durch Selbständigkeit aus?  Werden persönliche Schlussfolgerungen gezogen?  Enthält die Arbeit originelle Gedanken bzw. eine originelle Gestaltungsidee?  Bei künstlerischen Arbeiten: Führt eine Vielfalt von Lösungswegen zu originalen Lösungen? 3.1.6 Themenspezifisches Kriterium  Bei künstlerischen Arbeiten führt ein Prozess zum Produkt. Sind alle Vorstudien, planerischen Unterlagen und Entscheide vorhanden und nachvollziehbar? 3.2 Produkt: Form 3.2.1 Darstellung  Ist die Arbeit übersichtlich gegliedert?  Weist die Arbeit ein sorgfältiges Layout auf?  Sind die Illustrationen (Grafiken, Zeichnungen, Foto-Reproduktionen usw.) von guter Qualität? 3.2.2 Sprache  Ist die Sprache korrekt und verständlich?  Werden die Schlüsselbegriffe definiert oder umschrieben (z.B. durch Aufzählung von Merkmalen)? 3.2.3 Zitate, Quellenangaben  Wird korrekt zitiert (z.B. nach der Wegleitung der Schule, gemäss Vereinbarung mit der betreuenden Lehrperson)?  Sind die Quellenangaben vollständig und korrekt? 3.2.4 Fachspezifische Kriterien  Künstlerische Arbeiten: Wie ist die Qualität der gestalterischen Formulierungen? Stehen Prozess und Produkt in einem nachvollziehbaren Bezug? Sind Medien, Materialien und Mittel sinnvoll eingesetzt?  Naturwissenschaften: Ermöglicht die Dokumentation der Experimente deren Wiederholung? 3.3 Präsentation 3.3.1 Inhalt Wird die Fragestellung der Arbeit deutlich?  Wird die Methode erklärt? Werden die Ergebnisse klar dargestellt? 3.3.2 Struktur  Wird die Präsentation übersichtlich und logisch gegliedert? 3.3.3 Sprache  Ist die Sprache verständlich und korrekt?  Wird flüssig und anregend gesprochen?  Ist die Sprache differenziert (Schlüsselbegriffe, Hauptaussagen)? 3.3.4 Mittel  Werden Medien und Hilfsmittel passend ausgewählt?  Werden Medien und Hilfsmittel veranschaulichend und ökonomisch eingesetzt? Werden die Medien gewandt gehandhabt? 3.3.5 Reflexion Werden sachliche Erkenntnisse und methodische Erfahrungen dargelegt? 3.3.6 Interaktion Tritt der / die Studierende gewandt und sicher auf?  Kann der / die Studierende das Publikum für sein / ihr Thema interessieren? 3.3.7 Kompetenz und Sicherheit in der Materie Beantwortet der / die Studierende Fragen der Koreferentin bzw. des Koreferenten und des Publikums kompetent? 3.3.8 Fach- bzw. themenspezifisches Kriterium  Künstlerische Arbeiten: Stehen Produkt und Prozessdokumentation in einem sinnvollen Verhältnis? 3.4 Arbeitsprozess 3.4.1 Disposition  Ist sie verständlich und übersichtlich?  Ist sie sachlogisch vertretbar? 3.4.2 Methode  Wendet der/die Studierende in der Untersuchung eine plausible themenspezifische Methode an?  Wie erklärt der/die Studierende sein/ihr methodisches Vorgehen in der Arbeit selbst?  Überprüft und revidiert der/die Studierende wenn nötig das Vorgehen? Schüler/in:  schriftl. Disposition  Arbeitsprotokoll  Maturaarbeit Lehrperson:  Protokolleintrag  Spontannotizen 3.4.3 Fortschritte  Wie sind die Fortschritte bezüglich Sache und Methode im Verlauf der Arbeit zu beurteilen?  Entwickelt der/die Studierende im Verlauf des Arbeitsprozesses ein differenziertes Problembewusstsein? 3.4.4 Zuverlässigkeit  Hält der/die Studierende den Vertrag, andere Vereinbarungen und Termine ein? Lehrperson / Schüler/in:  Projektvertrag  Terminvorgaben der Schule 3.4.5 Selbständigkeit  Wie selbständig steuert der/die Studierende den Arbeitsprozess?  Kann der/die Studierende Impulse der Lehrperson selbständig verarbeiten?  Kann der/die Studierende sein/ihr Produkt und sein/ihr Vorgehen realistisch beurteilen? Lehrperson:  Protokolleintrag  Spontannotizen Schüler/in:  Arbeitsprotokoll  Arbeit Zusätzliche Kriterien für den Arbeitsprozess bei Gruppenarbeiten: 3.4.6 Wie wird die Arbeit organisiert?  Geht die Gruppe nach einem Arbeitsplan vor?  Wird die Arbeit innerhalb der Gruppe sinnvoll organisiert (z.B. Einsatz von Computer, Schneidetisch; Suchen und Bestellen von Büchern?)  Weist die Maturaarbeit eine einheitliche Form auf (z.B. Zitierweise, Quellenangaben, Computer-Einstellungen) Schüler/in:  Arbeitstagebuch  Zeitplan  Projektvertrag Lehrperson:  Protokoll-Eintrag  Spontannotizen 3.4.7 Wie arbeitet die Gruppe zusammen?  Sind die Arbeitsanteile der Gruppenmitglieder ausgewogen (keine Chauffeur/Trittbrettfahrer-Situation)?  Sind die Rollen und Arbeitsanteile in der Gruppe geklärt (Wer ist für welche Fragestellung, welchen Arbeitsschritt, welchen Teil der Arbeit verantwortlich, wer übernimmt Leitungs- und Koordinationsfunktion)? Schüler/in:  Arbeitstagebuch Lehrperson:  Protokoll-Eintrag  Spontannotizen Die Gewichtung der Kriterien innerhalb der einzelnen Beurteilungsfelder Produkt Inhalt, Produkt Form, Prozess und Präsentation ist abhängig vom jeweiligen Thema. 3.5 Gewichtung der einzelnen Beurteilungsfelder Produkt: Inhalt 40 – 50 % Produkt: Form 10 – 20 %  Produkt total: 60 % Präsentation 20 % Arbeitsprozess 20 % Notenskala: Prozente Note 95 – 100 6 85 – 94 5,5 75 – 84 5 65 – 74 4,5 55 – 64 4 45 – 54 3,5 35 – 44 3 25 – 34 2,5 15 – 24 2 5 – 14 1,5 0 – 4 1 Bei Arbeiten aus dem künstlerischen Bereich kann eine andere Gewichtung sinnvoll sein. Abweichungen müssen im Projektvertrag festgehalten werden. 4. Hinweise für die Studierenden  Der Umfang der schriftlichen Maturaarbeit beträgt in der Regel 20 bis 25 computergeschriebene Seiten. Bei Gruppenarbeiten ist der Umfang entsprechend grösser. Wenn ein anderes Produkt den Schwerpunkt bildet, kann der schriftliche Teil reduziert werden. In jedem Fall entscheidet die betreuende Lehrperson, ob die Arbeit in Bezug auf den Umfang genügt.  Die äussere Form der schriftlichen Arbeit muss den Vorgaben aus dem Projektunterricht entsprechen. Dies gilt insbesondere für Quellenangaben und Zitate. Grundlage ist das Handbuch für den Projektunterricht und die Maturaarbeit. 5. Schlussbemerkungen Im Rahmen dieser Wegleitung können die einzelnen Fachschaften zusätzliche fachspezifische Bestimmungen erlassen. Sie müssen von der Schulleitung genehmigt werden. Im Februar 2012 Die Schulleitung Der Rektor: Dr. M. Burkard Konzept „Projektmethoden und Projektarbeit“ (Stand 1. Juni 2012) 1. Ziele Im Unterrichtsgefäss Projektmethoden werden wesentliche Projektkompetenzen vermittelt, angewendet und geübt (vgl. dazu Beilage 1 „Kompetenzen im Bereich der Projektmethoden“). Im Zentrum steht ein längeres Projekt, mit dem erstmals Projektmethoden über eine längere Zeit angewendet und die Erfahrungen damit ausgewertet werden können. Das Unterrichtsgefäss dient vor allem als Vorbereitung auf die Maturaarbeit. 2. Umsetzung Die Theorieteile werden aufgeteilt und entweder in der 1. und 2. Klasse einzelnen Fächern oder speziellen Unterrichtsgefässen oder der Projektarbeit in der 3. Klasse zugeteilt (vgl. dazu Beilage 2 „Übersicht über die Projektmethoden und die Projektarbeit“). Wichtigstes Kriterium ist die Frage, ob die jeweilige Projektmethode methodisch an die längere Projektarbeit gebunden ist oder nicht. Beispielsweise können Grundsätze des Zeitmanagements bereits früher vermittelt werden, eine längerfristige konkrete Zeitplanung bezogen auf eine grössere selbständige Arbeit kann jedoch erst mit der Projektarbeit erfolgen. In der 3. Klasse wird eine längere Projektarbeit in Gruppen geschrieben. Innerhalb des Rahmenthemas wird ein Teilbereich bearbeitet. In der 1. und 2. Klasse werden ausgewählte Techniken und Methoden vermittelt und angewendet beziehungsweise umgesetzt. 3. Projektmethoden in der 1. und 2. Klasse In der 1. und 2. Klasse werden verschiedene Projektmethoden in bestimmten bestehenden oder neuen Unterrichtsgefässen vermittelt und zum Teil angewendet beziehungsweise geübt. 3.1. Einführung in die Projektmethoden Es werden zwei Veranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Klasse durchgeführt. Die Schulleitung informiert im 1. Semester der 1. Klasse über die Projektmethoden, deren Bedeutung, die Unterrichtsziele sowie die verschiedenen Unterrichtsgefässe. Die Projektleitung informiert im 2. Semester der 2. Klasse über die Projektarbeit, den Projektzyklus sowie den Zeitplan. 3.2. Persönliche Arbeitstechnik Die Abteilungslehrperson führt während des 2. oder 3. Quartals der 1. Klasse in Formen der Arbeitstechnik, die Instrumente des Arbeitsprotokolls und Lernjournals sowie die Grundsätze des Zeitmanagements ein. Zudem führt sie in die Grundsätze der Teamarbeit sowie der Feedbackregeln ein. Beides wird während der Abteilungswoche geübt. 3.3. Umgang mit Informationen Das Medienzentrum führt die Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse im 2. Quartal in das Angebot und die grundlegenden Methoden des Recherchierens ein. Dabei werden erste Elemente zur Erlangung von Informationskompetenz vermittelt. Organisiert wird der Anlass durch das zuständige Mitglied der Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum. Er findet in der Regel während der Abteilungslektion sowie der Lektion davor oder danach und in Begleitung der Abteilungslehrperson statt. Im Fach Deutsch werden Methoden zur Textanalyse eingeführt und geübt. Zudem werden in der 1. Klasse die Grundsätze des Zitierens und Bibliografierens, insbesondere auch deren Bedeutung, vermittelt. 3.4. Methoden und fachliche Verfahren Fachliche Verfahren sind „Strategien, nach denen ein Thema in Übereinstimmung mit fachlichen Anforderungen bearbeitet wird. Fachliche Verfahren stellen das disziplinäre Gegenstück zu überfachlichen Methoden wie der Lernstrategie und der Arbeitstechnik dar.“ (Bonati/Hadorn 2009, S. 86). In verschiedenen Fächern werden in der 1. und 2. Klasse bestimmte fachliche Verfahren eingeführt und geübt, zum Beispiel: - Quellenanalyse: Kritisches Umgehen mit Überlieferungen inklusive der einzelnen Schritte beim Analysieren von Quellen. Fach: Geschichte. - Beobachtung und Experiment: Fach Biologie. Die Methoden Interviewtechnik und Umfrage werden von dafür spezialisierten Lehrpersonen im Abteilungsverband durchgeführt (Pool von Lehrpersonen je Methode). Die Durchführung erfolgt an dafür geeigneten Terminen. Die beteiligten Lehrpersonen sollten wenn möglich die Abteilung in ihrem Unterrichtsfach unterrichten. Die Durchführung erfolgt in der Halbabteilung oder mit zwei Lehrpersonen pro Abteilung. 3.5. Auswertung und Darstellung von Daten Im Grundkurs Informatik in der 1. Klasse werden verschiedene Formen der Darstellung von Daten vermittelt und geübt. Zudem werden die Möglichkeiten der Manipulation durch Darstellungsformen thematisiert. 3.6. Schriftliche Arbeit Im Grundkurs Informatik in der 1. Klasse werden die Grundsätze und Techniken vermittelt, wie ein Dokument erstellt und gestaltet werden kann (Layout, Struktur, automatisches Inhalts- und Quellenverzeichnis etc.). Dazu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Anwendungen selbständig einzusetzen (Konzeptdenken). 3.7. Präsentationstechnik Es werden die Grundsätze des Präsentierens vermittelt und Übungen dazu durchgeführt. Dazu gehören Techniken der Visualisierung, Instrumente wie Powerpoint-Präsentation, Transparentfolie, Poster sowie Flipchart und das Vortragen selber. Die Durchführung erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie bei den Methoden Umfrage und Interviewtechnik. 4. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse In der 3. Klasse wird von den Schülerinnen und Schülern eine längere Projektarbeit erarbeitet. Die Lehrpersonen vermitteln die dafür im engeren Sinne notwendigen Projektmethoden. 4.1. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse: Inhalte Es werden neue Projektmethoden vermittelt und bereits vermittelte aufgefrischt und angewendet. Zu den neuen überfachlichen Verfahren gehören die Projektplanung (mit dem Erstellen der Disposition und des Projektvertrags) sowie das Eingrenzen der Fragestellung und des Themas. Es muss entschieden werden, welches fachliche Verfahren zum Thema passt, und dieses muss durchgeführt werden (und eventuell zuerst entwickelt oder gelernt werden). Aufgefrischt und an der längeren Projektarbeit projektspezifisch angewendet und geübt werden unter anderem die Recherche, das Zitieren und Bibliografieren sowie das Präsentieren. 4.2. Projektmethoden und Projektarbeit in der 3. Klasse: Organisation Die Projektarbeit beginnt nach den Sommerferien und wird vor den Sportferien abgegeben. Die Präsentationen erfolgen bis Ende März des Schuljahres. Im Stundenplan stehen 2 Unterrichtslektionen zur Verfügung. Alle Abteilungen einer Klasse haben das gleiche Stundenplanfenster. Die am Projektunterricht interessierten Lehrpersonen können bis Mitte Januar zu zweit oder alleine bei der Schulleitung ein Rahmenthema (Titel, Beschreibung, mögliche Themen) eingeben. Das Rahmenthema ist offen genug für verschiedene Projektthemen und Fragestellungen, mit dem Rahmenthema wird für die Sachkompetenz der Lehrpersonen und das Interesse der Schülerinnen und Schüler gesorgt. Die Schulleitung bestimmt bis Ende Januar, welche Rahmenthemen ausgeschrieben werden. Die Zahl der Rahmenthemen liegt etwa 3 bis 4 höher als diejenige der Abteilungen. Es wird darauf geachtet, dass alle Fachbereiche angemessen vertreten sind. Die Rahmenthemen werden im Februar ausgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse bilden (evtl. auch abteilungsübergreifende) Dreier- und Vierergruppen und melden sich im März als Gruppe für drei Rahmenthemen an. Die Projektleitung teilt die angemeldeten Gruppen den Rahmenthemen beziehungsweise den Lehrpersonen zu und achtet auf eine angemessene Verteilung. Zwei Lehrpersonen betreuen etwa 24 Schülerinnen und Schüler oder eine Lehrperson etwa 12 Schülerinnen und Schüler. Bei sehr hohen Anmeldezahlen für ein Rahmenthema wird dieses eventuell doppelt geführt, Rahmenthemen mit sehr kleinen Anmeldezahlen werden eventuell nicht geführt. Die Lehrpersonen führen zu Beginn des Unterrichts während etwa 2 bis 4 Lektionen in das Rahmenthema ein. Anschliessend beginnt die Arbeit am Projekt mit der Entwicklung der Fragestellung und der dem Thema angepassten Methode. Die Lehrpersonen vermitteln neue Projektmethoden oder frischen bekannte auf und betreuen die ihnen zugeteilten Gruppen beim Verfassen der Projektarbeit. Sie bewerten die von ihnen betreuten Arbeiten und deren Präsentationen in Zusammenarbeit mit einer weiteren am Projektunterricht beteiligten Lehrperson. Das Medienzentrum führt die am Projektunterricht beteiligten Lehrpersonen nach den Frühlingsferien der 2. Klasse in das Medienzentrum ein und baut mit ihnen zusammen einen Apparat zum Projektthema auf. Die Schülerinnen und Schüler werden in der 3. oder 4. Woche der 3. Klasse vom Medienzentrum projektbezogen in der Informationsrecherche instruiert. Ziel ist die Erweiterung und Vertiefung von Informationskompetenz. Basis bildet das Kapitel 4 des Handbuchs Projekte. 5. Lehrmittel Das „Handbuch Projekte“ wird den Schülerinnen und Schülern der 1. Klasse abgegeben und ist verbindlich für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen, die grössere selbständige Arbeiten betreuen. Beilage 1: Kompetenzen im Bereich der Projektmethoden Persönliche Arbeitstechnik  sich Ziele und Prioritäten setzen,  sich motivieren und effizient arbeiten,  in einem Team zielorientiert und konstruktiv mitarbeiten. Projektplanung  eine sinnvolle Fragestellung entwickeln,  für die Beantwortung der Fragestellung geeignete Methoden und Verfahren wählen,  die Instrumente zur Projektplanung selbständig anwenden,  den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern. Umgang mit Informationen  gezielt nach Informationen suchen, sie gewichten, kritisch prüfen und auswählen,  verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung an- Methoden und fachliche Verfahren  entscheiden, welche Methode bzw. welches fachliche Verfahren sich am besten zur Beantwortung der Fragestellung eignet,  das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren, etc.) grösstenteils selbstständig einsetzen. Auswertung und Darstellung von Daten  grosse Datenmengen effizient verarbeiten und auswerten sowie adäquat darstellen. Schriftliche Arbeit  Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und nachvollziehbar darstellen,  Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden,  mit Informationen verantwortungsbewusst umgehen und die Quellen korrekt deklarieren. Präsentationstechnik  die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert, sachlich richtig und wirkungsvoll darlegen,  die Ergebnisse in der Diskussion kompetent vertreten,  Fragen adäquat und fundiert beantworten. Beilage 2: Übersicht über die Projektmethoden und die Projektarbeit Modul und Themen L (ca.) Gefäss / Zeitpunkt Zuständige Personen 1 Einführung - Info zu PRO und MAR - Unterrichtsziele - Projektzyklus - Abgabe Lehrmittel 2 x 1.5 2 Veranstaltungen, 1. Kl. 1. Q., 2. Kl. 4. Q. SL, PL 2 Persönliche Arbeitstechnik - Arbeitstechnik - Arbeitsprotokoll - Zusammenarbeit im Team - Feedback-Regeln 10 Septemberwoche oder Abteilungsstunde, 1. Kl., 2. oder 3. Q. bis Frühlingsferien Mit Übungen Abteilungs-LP 4 Umgang mit Informationen - Informationsbeschaffung/ Recherche 2 Medienzentrum, 1. Kl., 2. Quartal Medienzentrum, SL (Org.) und Abt.LP - Textanalyse, Informationen bewerten 4 GLF Deutsch, 1. Kl. Fach-LP deu - Zitieren/Bibliografieren, Nachweise, Plagiate 2 GLF Deutsch, 1. Kl. Fach-LP deu 5 Fachliche Verfahren und Methoden (Beispiele) - Quellenanalyse - Beobachtung, Experiment GLF Geschichte, 1. Kl. GLF Biologie, 2. Kl. Fach-LP gsc Fach-LP bio - Umfrage - Interview 2. KL., Spezialgefäss Lehrpersonen 6 Auswertung und Darstellung von Daten - Darstellung von Daten: Grafik, Diagramm 2 GK Informatik, 1. Kl. Fach-LP inf 7 Schriftliche - Dokumentation/Layout 4 GK Informatik, 1. Kl. Fach-LP inf 8 Präsentationstechnik - Powerpoint - Präsentationstechnik 1. Kl. GK Informatik 1. Kl., Spezialgefäss Fach-LP inf Lehrpersonen Unterrichtsgefässe in der 1. und 2. Klasse Modul und Themen Aug.– April Projektunterricht Zuständige Personen 1 Einführung - Projektzyklus (A) 2 Lektionen pro Woche Projektarbeit Lehrpersonen Projektunterricht 2 Persönliche Arbeitstechnik - Teamarbeit (A) - Feedbackregeln (A) 3 Projektplanung - Thema wählen, Fragestellung eingrenzen (E) - Disposition (E) - Zeitplan (E) - Projektvertrag (E) - Arbeitsprotokoll (A) - Lernbericht (E) 4 Umgang mit Informationen (projektbezogene Vertiefung) - Beschaffung und Beurteilung von Informationen (A) In Zusammenarbeit mit Mediothek Medienzentrum - Zitieren/Bibliografieren, Nachweise (spezifisch) Projektarbeit Lehrpersonen Projektunterricht - Plagiat (A) 5 Methoden und fachliche Verfah- - Fachliche Verfahren im Überblick, Auswahl (A) - Hypothesenbildung (E) - Spezifische fachliche Verfahren der Projektarbeit (E) 6 Auswertung und Darstellung von Daten - Auswertung und Darstellung von Daten (z.B. Grafik, Diagramm) (A) 7 Schriftliche - Aufbau einer Arbeit (E) - Dokumentation/Layout (A) Support durch Schülerinnen und Schülern für konkrete Fragen („Hotline“) 8 Präsentationstechnik - Präsentation (A) LP Projektunterricht E Einführung, A Anwendung 3. Klasse: Projektarbeit zu gewählten Rahmenthemen Fachlehrpläne | 2 Inhaltsverzeichnis Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten ...................................................................................................................... 3 Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................. 10 Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................................................... 17 Grundlagenfach Biologie ............................................................................................................................................. 20 Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Biologie.................................................................................................. 27 Ergänzungsfach Biologie ............................................................................................................................................. 35 Grundlagenfach Chemie .............................................................................................................................................. 39 Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Chemie .................................................................................................. 51 Ergänzungsfach Chemie ............................................................................................................................................. 60 Grundlagenfach Deutsch ............................................................................................................................................. 63 Grundlagenfach Englisch ............................................................................................................................................ 73 Grundlagenfach Französisch ....................................................................................................................................... 86 Schwerpunktfach Französisch ................................................................................................................................... 100 Grundlagenfach Geografie ........................................................................................................................................ 108 Ergänzungsfach Geografie ........................................................................................................................................ 115 Grundlagenfach Geschichte ...................................................................................................................................... 117 Ergänzungsfach Geschichte ...................................................................................................................................... 127 Ergänzungsfach Informatik ........................................................................................................................................ 131 Grundlagenfach Italienisch ........................................................................................................................................ 134 Schwerpunktfach Italienisch ...................................................................................................................................... 145 Grundlagenfach Mathematik...................................................................................................................................... 153 Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Teil Mathematik ........................................................ 162 Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik ....................................................................................................... 169 Grundlagenfach Musik ............................................................................................................................................... 173 Schwerpunktfach Musik ............................................................................................................................................. 182 Ergänzungsfach Musik .............................................................................................................................................. 189 Grundlagenfach Instrumentalunterricht ..................................................................................................................... 193 Schwerpunktfach Instrumentalunterricht ................................................................................................................... 208 Ergänzungsfach Instrumentalunterricht ..................................................................................................................... 219 Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie ................................................................................................................ 225 Ergänzungsfach Philosophie ..................................................................................................................................... 229 Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie ......................................................................................... 232 Grundlagenfach Physik ............................................................................................................................................. 244 Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Teil Physik ................................................................ 252 Ergänzungsfach Physik ............................................................................................................................................. 259 Ergänzungsfach Religionslehre ................................................................................................................................. 265 Schwerpunktfach Spanisch ....................................................................................................................................... 270 Obligatorisches Fach Sport ....................................................................................................................................... 279 Ergänzungsfach Sport ............................................................................................................................................... 293 Einführung in Wirtschaft und Recht ........................................................................................................................... 298 Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht ..................................................................................................................... 303 Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ...................................................................................................................... 311 Anhang 1: Lehrmittel für den Projektunterricht Anhang 2: Richtlinien für die Abschlussarbeiten (Maturitätsarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit) Anhang 3: Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik (bisher) Anhang 4: Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik (neu) Fachlehrpläne | 3 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Wochenstunden 2 3 2 - Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglichen den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Bilder sind in unserer Multimedia-Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere Kommunikationsals auch Wahrnehmungsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, Bilder, Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst, sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen wie auch sinnlich-körperliche Empfindungen zuzulassen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart. Im Rahmen eigenen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Lernenden ihre Fähigkeiten, Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Ein Bild entsteht in einem komplexen Prozess, in dessen Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Fachlehrpläne | 4 Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders: • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen • Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Bildersammlungen und Medienangebote nutzen • Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen  Manuelles Geschick und technisches Können verbessern  Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schüleri nnen und Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese . In der dritten Klasse wird eine selbständige Arbeit durch zwei Lehrpersonen bewertet. Die Anzahl Bewe rtungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den We isungen der Schule. Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusamme narbeit in der ersten Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünsc hbar. In der zweiten Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach G eschichte auf. Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der visuellen Kommunikation (Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Maturitätsarbeit vor. Ausdauer und Eigeninitiative sind Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen Proje kten besonders gefördert werden. Fachlehrpläne | 5 1. Lerngebiet: Bild und Farbe  Formale Grundelemente: Punkt, Linie, Fläche, Form, Tonwert  innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken.  Entwerfen  Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und mit Tonwerten differenziert wiedergeben.  Komposition  Assoziation und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.  einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden.  digitale Medien in einfachen Gestaltungsprozessen einbinden.  Farbsysteme  verschiedene Farbsysteme voneinander unterscheiden.  Farbwahrnehmung  Wirkungen von Farbkombinationen beschreiben und selber erzielen.  Farbkontraste  Farben nach Farbrichtung, Sättigung und Helligkeit erkennen, ordnen und anwenden.  Farbe als Material  verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend, lasierend  Farbe als Funktion  Gegenstands- von Erscheinungs- und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden.  eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung von Farben erfahren. Farben in Physik und Chemie, Farbwahrnehmung in Biologie Fachlehrpläne | 6 2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation  Bildsprache  inhaltliche Bedeutungen von Motiven, formale Ordnungsprinzipien und bildnerische Darstellungsarten benennen und anwenden.  Gestaltungsprozess  einfache Gestaltungsprozesse durchführen.  adäquate Umsetzungsmittel finden.  Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erfahren.  Bildbetrachtung  Gesehenes sachorientiert und differenziert beschreiben.  Bezüge zwischen Kunst und Unterricht erkennen.  Ausstellungskonzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke Fachlehrpläne | 7 1. Lerngebiet: Raum und Körper  Bild und Raum  Bilder in Assemblage und Relief erweitern.  Raumdarstellungsmodelle  eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche  Körper und Raum  Raumkonstruktion nach Funktion, Form, Dimension und M aterial hinterfragen; Wirkungsabsichten erkennen und anwenden.  die eigene Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren.  performativ auf eine räumliche Situation reagi eren. 2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien  Bildsprache  Wirkungsabsichten von Bildmedien einschätzen.  Fotografie  Grundlagen der Fotografie (Belichtung, Komposition) anwenden.  Typografie und Layout  digitale Bilder bearbeiten und formatieren.  eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulie-  Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in der praktischen Arbeit  Schrift differenziert und gezielt als Gestaltungsmittel einsetzen. 3. Lerngebiet: Gestaltungsprozesse  Abstraktion  sich vom Gegenständlichen lösen und sich in einer abstrakten Bildsprache ausdrücken.  Assoziation  unterschiedliche Bildwelten verknüpfen.  Transformation  unterschiedliche Umsetzungs-, Verfremdungs- und Verwandlungsarten anwenden.  Serie  Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen.  mehrteilige Bildkonzepte erstellen. Fachlehrpläne | 8 4. Lerngebiet: Kunst  Methoden der Bildbetrachtung  Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen.  Kunstgeschichte  Bilder, Skulpturen und Architektur einer Epoche zuordnen und den Entscheid begründen.  Kunst und Kultur der Gegenwart  sich in eine Kunstrichtung vertiefen und diese zu weiteren in Beziehung setzen.  Ausstellungsbesuche  Bilder vergangener Epochen mit zeitgenössischer Kunst vergleichend beurteilen.  sich offen auf Kunst und Kultur einlassen. Fachlehrpläne | 9 1. Lerngebiet: Gestaltungsprozesse Die Schülerinnen und Schüler sollen die gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können.  Arbeit an komplexen Projekten  durch Sammeln, Beobachten, Recherchieren, Vergleichen ein Thema erschliessen.  eine selbständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren und reflek-  Gestaltungskonzepte  Gestaltungsstrategien sach- und materialgerecht einsetzen.  Experiment  offen und neugierig experimentieren.  Individueller Ausdruck  Vertrauen in die eigenen gestalterischen Fähigkeiten und in die persönliche Ausdrucksweise gewinnen und diese in konkreten Situationen produktiv anwenden. 2. Lerngebiet: Kunst  Kunst und Kultur der Gegenwart  einen Zugang zu ausgewählter zeitgenössischer Kunst und Kultur gewinnen.  Ausstellungsbesuche  sich vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte äussern. Fachlehrpläne | 10 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft. Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf der Basis einer allgemeinen Bildsprache kommunizieren zu können, ermöglichen ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen Welten. Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Fachlehrpläne | 11 Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders: • Die eigene Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen • Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und in Eigeninitiative vorgehen • Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren. • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln. • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen • Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen  Manuelles Geschick und technisches Können verbessern  Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert. Das Zusta ndekommen und die Bewertung mündlicher Noten sowie die Beurteilung des Arbeitsverhaltens werden zu Beginn des Jahres kommuniziert. Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbere ichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanu ng oder Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch - oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenograf ische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen. Selbs tsteuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen, die im SPF BiG besonders gefördert werden. Fachlehrpläne | 12  Wahrnehmung  durch Wahrnehmung über mehrere Sinne sich eine Vorstellung bilden und diese mit Erfahrungen, Erinnerungen und Wissen verknüpfen.  Visuelle Kommunikation  die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv, die Darstellungsweise und den Kontext erfassen.  Bildbetrachtung  mediale Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie Werbebereich differenziert und kritisch betrachten.  Kunst- und Kulturgeschichte  das kunstgeschichtliche Epochenwissen aus dem Grundlagenfach vertiefen.  sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken.  einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem kunsthistorischen Kontext verstehen.  Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20. Jh. zueinander in Beziehung setzen.  Fotografie  unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen.  Fotografie exemplarisch in einem historischen Kontext ver-  Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen  vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren. Fachlehrpläne | 13 Eine Auswahl aus folgenden analogen Techniken und Verfahren:  Malerei  Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen.  Zeichnung  den eigenen gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern.  Drucktechniken  analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren.  Werkzeug und Techniken  Werkstoffe ihren Eigenschaften entsprechend adäquat bearbeiten.  sicher und selbständig im Werkraum arbeiten.  Visuelle Kommunikation  eine Bildgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine allgemein verständliche Aussage entwickeln.  Installation und Performance  eine Installation, Aktion oder Performance in Bezug auf eine Aussage planen oder auch experimentell durchführen  Digitales Bild  digitale Bilder in ihren Eigenschaften verstehen und den Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse, Dateigrösse und Qualität nachvollziehen.  Digitale Bildbearbeitung  ein Bild digital bezüglich Tonwert, Kontrast und Schärfe optimieren.  eine Ebenenkombination sachgerecht durchführen.  Retuschearbeiten vornehmen.  Fotografie  den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite und Empfindlichkeit auf die Bildgestaltung verstehen.  eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht und Raum bewusst gestalten.  Projektarbeit  durch Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren eine Arbeit  Methode und Prozess  durch kritische Reflexion die eigene Arbeit optimieren. Fachlehrpläne | 14 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren  Selbstreflexion  Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen.  die eigene Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen und reflektieren.  offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren.  Individuelle Interessen  eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setzen.  Individueller Ausdruck  eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. Fachlehrpläne | 15  Zeitgenössische Kunst  ihr kunsthistorisches Wissen über das 20. Jahrhundert festigen und erweitern.  Kunstbegriff  den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder Installation benennen.  Kulturgeschichte  Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen; Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen.  sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten.  Architektur und Design  Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur und Design erkennen und beschreiben.  Architektur und Design exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen.  eine differenzierte Fachsprache verwenden.  Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen  in der Begegnung mit Fachpersonen die eigene Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erwei-  vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren.  Filmanalyse  Filme nach Kriterien der Filmanalyse betrachten. Eine Auswahl aus folgenden Gestaltungsbereichen:  Malerei  Zeichnung  in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und Material herstellen.  Drucktechniken  unterschiedliche Druckverfahren unterscheiden und zielorientiert einsetzen.  Design und Architektur  Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur und Design erkennen; materialgerecht Modelle bauen.  Typografie, Layout  Inhalte durch Anordnung von Bild und Text verständlich, übersichtlich und ansprechend transportieren.  einen spielerischen, experimentellen Umgang mit Typografie und Bild-Text-Kombinationen finden.  Bild und Text in einem Layout-Programm logisch und verständlich verknüpfen.  Video und Film  ein bewegtes Bild durch Einstellungsgrösse und Kameraführung bewusst gestalten.  eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen. Fachlehrpläne | 16  Projektarbeit  mit inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen (Abschlussarbeit).  Methode und Prozess  gezielt recherchieren und die eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen.  Eigenes Projekt  eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimie-  Präsentieren  Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren. 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren  Selbstreflexion  Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen.  eigene Fortschritte erkennen.  Individuelle Interessen  selbständig Schwerpunkte setzen.  eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.  sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten.  eine geeignete Dokumentation für Aufnahmeverfahren für Gestalterische Vorkurse bzw. Propädeutika erstellen.  Individueller Ausdruck  die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. Fachlehrpläne | 17 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BILDNERISCHES GESTALTEN Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch angegangen. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie „Film und Fotografie“, „ thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch „Design und Architektur“ sind möglich. Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und Wissenschaft und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch. Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdrin- Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Fachlehrpläne | 18 Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders:  Die eigene Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen  Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Werthaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen  Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben  Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren  Ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und in Eigeninitiative vorgehen  Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimedia-Gesellschaft orientieren  Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken  Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln  Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen  Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen  Manuelles Geschick und technisches Können verbessern  Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler n sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Fachlehrpläne | 19 Auswahl von Arbeiten aus folgenden Bereichen:  Bildende Kunst  Architektur  Design  Visuelle Kommunikation  die Wirkung von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf deren Inhalte ziehen.  vor Originalwerken differenziert über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren.  sich einen Sachtext erschliessen und darüber fundiert argumen-  eine korrekte Fachsprache anwenden.  Ausstellungskonzepte erkennen und beschreiben. Exemplarische Arbeiten aus folgenden Bereichen:  Malerei und Zeichnung, Druckgrafik  Grafik, Design und visuelle  Film und Fotografie  Architektur und Design  Installation und Performance  bildnerische Mittel und Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen.  eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln und den Prozess dokumentieren und reflektieren.  eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster erfüllen.  digitale Medien adäquat einsetzen.  Individueller Ausdruck  ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken der Kunst oder angewandter Gestaltung setzen.  Persönliche Positionierung und Reflexion  eigene und fremde Arbeiten bewerten und Lernfortschritte er-  Präsentation, Ausstellung  eigene Resultate in passender Form präsentieren.  Portfolio  eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren.  sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. Fachlehrpläne | 20 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH BIOLOGIE Wochenstunden 2 2 2 -  Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen.  Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen.  Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt gegenüber.  Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) in verschiedenen Lerngebieten ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verste-  Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen, um Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.  In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen. Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders:  Respektvoll mit Lebewesen umgehen  Eigenständig, differenziert und kritisch denken  Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden  Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbständig bedienen  Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche  Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln Fachlehrpläne | 21 (3) Querverbindungen zu anderen Fächern  Vorbereitung auf die Maturitätsarbeit (beobachten, experimentieren, protokollieren und interpretieren von gewonnenen Daten)  Chemie: Stoffgruppen, Biomoleküle, Diffusion und Osmose  Geographie: Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Geobotanik  Geschichte: Wissenschaftstheorie, Stammbäume, Entwicklungen über grössere Zeiträume  Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung  Physik: Optik, Akustik, Biomechanik Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel Fachlehrpläne | 22 1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens 1.1 Merkmale des Lebens  die Merkmale des Lebens erklären.  die Faszination des Lebens erfahren. 1.2 Organisationsebenen  anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen. 1.3 Arbeitsweisen  die Arbeitsweisen der Naturwissenschaft (Informationsbeschaffung, Durchführung von Experimenten, Umgang mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) anwenden.  verschiedene technische Hilfsmittel selbständig bedienen sowie einfache Präparate selber herstellen.  Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren. 2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch 2.1 Übersicht Organsysteme  die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitige Abhängigkeiten  Anatomie und Physiologie der folgenden Organe/Organsysteme in Zusammenhang bringen: Herz/Kreislauf, Atmung, Verdauungsorgane, Bewegungsapparat.  anhand eigener Beobachtungen Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen.  biologische Grundlagen ausgewählter Krankheiten erklären. 2.2 Mikroorganismen und Immunsystem  Viren und Bakterien differenzieren.  Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Mikroorganismen verknüpfen.  die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden und die Abwehrmechanismen erläutern. Fachlehrpläne | 23 2.3 Fortpflanzung und Entwicklung  Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erken-  die Entwicklung von Lebewesen am Beispiel des Menschen darstel- 3. Lerngebiet: Zellbiologie 3.1 Aufbau einer Zelle  Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen beschreiben. 3.2 Transport  die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen. 3.3 Inhaltsstoffe (Stoffe des Lebens)  den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) erläutern.  das Basiskonzept von Form und Funktion anwenden. 3.4 Stoffwechsel  die zentralen katabolen Stoffwechselwege (Zellatmung, Gärung) er-  die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen. 3.5 Zellteilung  Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären.  die Bedeutung des Zellzyklus erklären.  die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen. 4. Lerngebiet: Evolution 4.1 Entwicklung des Lebens  die Entstehung der ersten Zelle erläutern. Fachlehrpläne | 24 5. Lerngebiet: Systematik 5.1 Vielfalt der Lebewesen  die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen 5.2 Systematische Kategorien  die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge erkennen. 5.3 Ausgewählte Vertreter der Eukaryoten  exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenler-  sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen. 6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch 6.1 Fortpflanzung und Entwicklung  die Entwicklung von Lebewesen darstellen (z.B. Amphibien). 7. Lerngebiet: Allgemeine Botanik 7.1 Organe der Pflanzen  Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung bringen. 7.2 Stoffwechsel, Fotosynthese  die zentralen anabolen Stoffwechselwege (Fotosynthese) erklären. 8. Lerngebiet: Evolution 8.1 Evolutionstheorie  die Bedeutung der darwinschen Evolutionstheorie erfassen.  Sichtweisen von Cuvier und Lamarck gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar abgrenzen. 8.2 Evolutionsmechanismen / Methoden  die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen.  die Ergebnisse derselben einordnen und beurteilen. Fachlehrpläne | 25 8.3 Entwicklung des Lebens  die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich einordnen.  paläoanthropologische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise der Menschwerdung in Verbindung bringen. 9. Lerngebiet: Ökologie 9.1 Grundlagen der Ökologie  die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären. 9.2 Ausgewählte Ökosysteme  grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären.  populationsdynamische Prozesse diskutieren.  Fortpflanzungsstrategien (z.B. r-/K-Strategie) deuten.  mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme er- Fachlehrpläne | 26 10. Lerngebiet: Genetik 10.1 Klassische Genetik  Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen.  die Bedeutung der Meiose als Voraussetzung für die Neukombination von Erbmerkmalen erkennen.  einfache Stammbäume analysieren und Erbgänge erkennen. 10.2 Molekulargenetik  die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang  die Abläufe und die Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen.  Aufbau, Funktion und Bedeutung von Proteinen (insbesondere von Enzymen) erläutern. 10.3 Gentechnologie  die gentechnischen Abläufe zur Herstellung eines transgenen Organismus erläutern.  Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren. 12. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie, Pathologie der Tiere, Schwergewicht Mensch 12.1 Interne und externe  die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen.  den Bau von Nervenzellen und die Erregungsleitung erklären.  am Beispiel von Zuckerregulation und Sexualhormonen die Wirkung von Hormonen erklären.  das Prinzip der Hormonregulation erläutern. 13. Lerngebiet: Evolution 13.1 Entwicklung des Lebens / Mechanismen  die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen.  Mechanismen der Artbildung unterscheiden. Fachlehrpläne | 27 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE. TEIL BIOLOGIE Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die sog. Life Sc iences ein. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissen sausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedi ngen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Ve rständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu en t- Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbe iten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zw ischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahre n. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbstä ndig in chemische und biologische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen Biologie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorienti erung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit i hren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. Fachlehrpläne | 28 Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders:  Respektvoll mit Lebewesen umgehen  Eigenständig, differenziert und kritisch denken  In Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen  Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Das Fachwissen in einer Gruppe zielorientiert einbringen  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden  Sicherheit zeigen beim Erstellen von naturwissenschaftlichen Texten (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten)  Komplexere biologische und chemische Fachartikel, auch fremdsprachige, verstehen, in eigenen Worten erklären und diskutieren  Chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Naturwissenschaftliche Modelle anwenden  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Diverse biologische, chemische und biochemische Methoden anwenden und die technischen Hilfsmittel selbständig bedienen  Mit Chemikalien sachgerecht und mit Lebewesen respektvoll umgehen  Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren  Das vertiefte Wissen der beiden Disziplinen bei der Formulierung, Prüfung und Diskussion von Hypothesen beiziehen  Eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Die Anwendung einfacher statistischer Methoden kennen  Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet recherchieren, darstellen und kritisch auswerten  Experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen  Computer-unterstützt experimentieren  Elektronische Apparaturen korrekt bedienen  Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln Fachlehrpläne | 29 3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE 1. Lerngebiet: Verhaltensbiologie 1.1 Lernverhalten  die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten er-  die Grundelemente des Verhaltens und Lernens formulieren und in ihren wesentlichen Punkten unterscheiden.  die Verhaltensweisen auf Basis von ethologischen Untersuchungsmethoden (z.B. Ethogramm) anwenden und deuten. 1.2 Sozialverhalten  anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären. 2. Lerngebiet: Ökologie 2.1 Praktische Ökologie  die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben.  exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutie-  den anatomischen und ökologischen Zusammenhang zwischen den Organismen und ihrem entsprechenden Lebensraum erken- Fachlehrpläne | 30 3. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie 3.1 Lebewesen  praktische Untersuchungen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten.  evolutive Entwicklungen erkennen und diskutieren. 3.2 Stoffwechsel  Stoffwechselwege und deren Bedeutung für verschiedene Organismengruppen verstehen. 3.3 Regulation und Steuerung (optional)  die Steuerung von Regelgrössen mit Hilfe eines Regelkreisschemas erläutern.  die Funktion von Stress und die beteiligten physiologischen Vorgänge schildern.  die Rolle des Nervensystems bezüglich Schmerzleitung verstehen und Wirkungsweisen von schmerzstillenden Mitteln vergleichen.  die Wirkungsweisen von Drogen und Giften auf Körper und Gehirn verstehen und erläutern.  die Zusammenhänge zwischen Gen, Genregulation, Proteinherstellung und Hormonregulation verstehen. 3.3 Medizinische Diagnostik  die aeroben und anaeroben Energiebereitstelllungen am Beispiel des Menschen diskutieren.  diagnostische Methoden wie z.B. EKG-Messungen durchführen und interpretieren und ihre Bedeutung für diagnostische Zwecke 3.4 Immunbiologie  die molekularen Mechanismen der Immunabwehr erklären.  die Methoden der Immunbiologie erläutern und anwenden. 3.5 Histologie  mikroskopische Präparate eines Organs herstellen und interpretie- 4. Lerngebiet: Molekularbiologie 4.1 Makromoleküle  Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen durchführen. 4.2 Gentechnik (optional)  sich mit Technologien der modernen Biologie (biotechnologischen Anwendungen, Restriktionsenzymen, PCR, Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.  die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Lebensmittelkontrollen, genetisch veränderte Organismen (GVO)) verstehen.  die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevan- Fachlehrpläne | 31 4.3 Phylogenie (optional) ter Fragen (z.B. Artbildung, Völkerwanderung) verstehen.  Methoden der Phylogenie anwenden. 4.4 Cytogenetik (optional)  die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten) verstehen.  Methoden der Cytogenetik anwenden, z.B. Karyogramme erstellen und auswerten. 4.5 Klassische Genetik  einfache Erbgänge der Drosophila (Kreuzungsversuche) auswerten und interpretieren. 5. Lerngebiet: Mikrobiologie 5.1 Mikrobiologische Untersuchungen (optional)  wesentliche Sterilschritte der Mikrobiologie anwenden.  die Wirkung von Antibiotika testen und deren Risiken ab-  die Bedeutung der Gärung experimentell erfahren.  sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut ma-  Experimente mit Bakterien (z.B. Beeinflussung des Bakterienwachstums) planen, durchführen, auswerten und disku- Fachlehrpläne | 32 3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE (Vgl. Lehrplan für das Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Chemie.) 3.3 GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN Lerngebiet: B1. Ökologie / C4. Chemie und Umwelt Gewässerökologie (optional)  die chemische und biologische Gewässergüte bestimmen sowie die gesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.  mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoffe (wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.  die Funktion einer Abwasserreinigungsanlage erklären. Bodenanalyse (optional)  den Aufbau und die Funktion von Böden beschreiben.  Boden aufgrund biologischer Methoden (Bestimmung von Bodenorganismen, Katalase-Versuch) und chemischer Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren. Qualitative und quantitative Analytik  Standardmethoden zur qualitativen und quantitativen Analyse von biologisch relevanten Stoffen anwenden und deren Chemismus verstehen.  Blutwerte interpretieren (z.B. Hämoglobin, Blutzucker in Abhängigkeit verschiedener Kohlenhydratquellen, Messwerte des Laktats in Abhängigkeit unterschiedlicher Leistung).  exemplarisch einzelne Stoffgruppen in verschiedenen Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. versteckte Fette oder Zucker, Proteine).  Enzymaktivität messen.  Experimente zur Enzymaktivität planen. Vitamine und Spurenelemente (opti-  Vorkommen und Bedeutung der Vitamine und Spurenelemente erfassen.  Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin-C- Gehalt).  Eigenschaften untersuchen (z.B. Löslichkeit, Hitze- und Lichtempfindlichkeit, antioxidative Wirkung). Fachlehrpläne | 33 Lerngebiet: B3.1 Makromoleküle / B3.2 Gentechnik / C2.2 Biochemie Biochemisch relevante Stoffe  strukturelle und energetische Aspekte der für den menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoffe erläutern (z.B. Zucker, Fette, Proteine).  Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen im Stoffwechsel des Menschen beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und Porphyrine).  die Funktion von biochemisch relevanten Stoffen der zugehörigen Struktur derselben zuordnen. Aufbau und Biosynthese von Protei-  Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen erkennen.  Eigenschaften der Aminosäuren anhand der zugehörigen Seitenkette einschätzen. (optional)  in der Raumstruktur eines Proteins primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unter-  die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklä-  den Weg vom Gen zum funktionsfähigen Protein in seiner räumlichen Struktur erklären.  die Mechanismen der Proteinfaltung in der Zelle erläutern (u.a. Chaperone). (optional)  die Auswirkung einer Mutation auf die Funktionstüchtigkeit eines Enzyms erkennen. (optional) Molekularbiologie und Gentechnik  aus Proben (z.B. von Lebensmitteln) DNA extrahieren.  mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion-(PCR)-Geräts gewünschte DNA-Sequenzen amplifizieren (optional)  die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern und diese zur Analytik oder Herstellung gewünschter DNA-Fragmente verwenden. (optional)  eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät auftragen und das Resultat korrekt auswerten.  biotechnologisch hergestellte Proteine aus Bakterien gewinnen und aufreinigen. (optional)  die Vor- und Nachteile von verschiedenen Modellorganismen aufzeigen.  exemplarisch an einem Modellorganismus gentechnische Experimente durchführen. (optional) Fachlehrpläne | 34 Lerngebiet: B2.2 Anabole und katabole Prozesse / C2.5 Pharmakologie Wirkungsweise von Antibiotika  die Wirkungsweise von Antibiotika erklären, modellieren und überprüfen.  die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb der Sulfonamid-Einsatz für den Menschen unschädlich ist. Herstellung von Antibiotika (optional)  ein Antibiotikum im Labor synthetisieren. Fachlehrpläne | 35 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH BIOLOGIE Das Ergänzungsfach Biologie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die im Grundlagenfach vermi ttelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit bestimmten Teilgebieten der Biologie. Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, sich intensiv mit der Biologie des Menschen zu beschäftigen und dabei mehr über sich selber zu erfahren. Neben exper imentellen Ansätzen wird genügend Raum gelassen für eine intensive Auseinandersetzung mit ausgewählten Lerngebieten. Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie Fragen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte E rnährung sowie problematischer Umgang mit Suchtmitteln können im Rahmen des Ergänzung sfachs vertieft diskutiert werden. Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders:  Respektvoll mit Lebewesen umgehen  Eigenständig, differenziert und kritisch denken  Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie Fachbegriffe korrekt verwenden  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen  Fachartikel verstehen und diskutieren  Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte, Gelelektrophorese, PCR) selbständig bedienen  Hypothesen selbständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren  Eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren  Modelle und Theorien kritisch beurteilen Fachlehrpläne | 36  Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche  Computer-unterstützt experimentieren  Elektronische Messgeräte korrekt bedienen  Neugier und den Mut haben, eigene Fragestellungen zu entwickeln  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln Fachlehrpläne | 37 1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt Teilgebiete zur Auswahl: 1.1 Anthropologie  über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren.  die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie). 1.2 Suchtmittel  die biochemischen und physiologischen Wirkungen ausgewählter Suchtmittel 1.3 Ernährung  vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen.  verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einord- 1.4 Krankheiten  die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten verstehen. 1.5 Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen.  spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine Beziehung brin- 1.6 Sinnesorgane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben.  das gemeinsame Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine Folge von Aktionspotenzialen) verstehen. 1.7 Immunologie  vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen. 1.8 Ökologie  Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und beurteilen. Fachlehrpläne | 38 2. Lerngebiet: Genetik 2.1 Molekulargenetik  ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen.  die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren Resultate beurteilen. 2.2 Medizinische Genetik  Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen. 3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie 3.1 Lern- und Sozialverhal-  historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beur-  anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären. 3.2 Humanethologie  ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen. Fachlehrpläne | 39 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH CHEMIE Wochenstunden 2 2 2 - Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigen schaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentr ale Bedeutung zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Sto ffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf der Teilchenebene. Damit sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwe ndung allgemein akzeptierter, mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Ei nblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zugleich Anlass, über Mö glichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken. Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beei nflussen, und soll für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren. Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwi ssenschaftlich begründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energiever - sorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft , leistet der Chemieunterricht einen Beitrag zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt. Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren wollen, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermi tteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fac hlich zu kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen ein zuarbeiten. Fachlehrpläne | 40 Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders:  Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den Alltag beurteilen  Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen  Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen  Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben  Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch auswerten  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Fachlehrpläne | 41 1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften  Spezifische Eigenschaften zur Charakterisierung von Reinstoffen  Konzept der kleinsten Teilchen: - Stoffe und ihre Eigenschaften - Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und Elemente - Aggregatzustände und ihre Änderungen  Atomsymbole, Summenformeln  Masse von Atomen und Molekülen  Stoffe mit ihren Eigenschaften charakterisieren: Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur …  erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedin-  das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge zu  die Aggregatzustände und ihre Änderungen mit dem Teilchenmodell beschrei-  im Periodensystem der Elemente (PSE) Namen und Atomsymbol bekannter Elemente einander zuordnen.  von einigen ausgewählten Beispielen Summenformeln und Namen angeben.  für gegebene Atome und Summenformeln die Masse mit Hilfe des PSE be- 2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem  Elektrische Ladung und Coulomb- Gesetz  Atom-Modelle  Kern-Hülle-Modell: - Die Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron - Rutherford-Experiment - Bildung von einatomigen Ionen - Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope  die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft be-  Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen.  sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern.  die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften aufzählen.  die Entwicklung des Kern-Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford verstehen.  die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus der Atomhülle beschrei- Fachlehrpläne | 42  Schalen-Modell der Atomhülle: - Atomrumpf und Valenzschale - Ionisierungsenergien - Energieniveauschema - Elektronenkonfiguration  Periodensystem der Elemente (PSE): - Aufbau des PSE - Regelmässigkeiten innerhalb des PSE - PSE als Datensammlung  die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren.  für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa.  mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms beschreiben und zeichnen, unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen.  die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im PSE in Beziehung setzen.  die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen.  die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren und deren Bedeutung für das chemische Verhalten von Elementen  erklären, dass die Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen für das Verhalten eines Atoms als Metall oder Nichtmetall entscheidend sind.  den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten. 3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen 3.1 Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe  Kugelwolken-Modell: - Elektronen als Ladungswolke - Räumliche Anordnung der Ladungswolken - Lewis-Formel für Atome  Elektronenpaarbindung  Lewis-Formeln von Molekülen  Keil-Strich-Schreibweise  Skelettschreibweise  Molekülgeometrien  ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken dargestellt werden, beschreiben.  für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben.  mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung  mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten.  die Gestalt von Molekülen mit der Keil- Strich-Schreibweise dreidimensional  für gegebene Moleküle die Skelettformel aufzeichen bzw. aufgrund Fachlehrpläne | 43  Elektronegativität (EN) und Polarität von kovalenten Bindungen  Dipol-Charakter von Molekülen  Zwischenmolekulare Kräfte: - Van-der-Waals-Kräfte - Wasserstoffbrücken - Dipol-Dipol-Wechselwirkungen einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls in der Lewis- bzw. Keil-Strich-Schreibweise angeben.  die Polarität einer Bindung anhand von EN-Werten beurteilen.  die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischenmolekularen Kräften erklären.  mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräfte bzw. Wechselwirkungen die Siedetemperaturen von molekularen Reinstoffen interpretieren.  die Mischbarkeit verschiedener molekular aufgebauter Stoffe Fachlehrpläne | 44 3.2 Ionenbindung und Salze  Bildung einatomiger Ionen  Ermitteln von Ionen-Ladungen  Einatomige und mehratomige Ionen  Ionen-Bindung  Ionen-Gitter und Verhältnisformel  Nomenklatur von Salzen  Eigenschaften von Salzen  Lösevorgang von Salzen in Wasser  die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären.  mit Hilfe des PSE für Hauptgruppenelemente die Ladungen des häufigsten Ions ableiten.  bei Nebengruppenelementen mit Hilfe der im PSE verzeichneten Oxidationszahlen mögliche Ionen- Ladungen ableiten.  die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen.  mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionen-Bindung und des Ionen-Verbands beschreiben.  bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel eines Salzes ableiten.  Reaktionsgleichungen für die Bildung von Salzen aus den Elementen fachlich korrekt aufstellen.  Salze systematisch benennen.  Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären.  den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchenebene Fachlehrpläne | 45 3.3 Metallische Bindung und Metalle  Metallbindung  Eigenschaften von Metallen  Legierungen  das für diesen Bindungstyp charakteristische Modell von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären.  Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellen Modells erklären.  den Begriff Legierungen erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen nennen. 4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen 4.1 Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen  Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen  folgende Begriffe definieren: Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen, Stoffmengenkonzentration.  Massen in Stoffmengen und Teilchenzahlen umrechnen und umgekehrt.  Reaktionsgleichungen aufstellen und für einfache Beispiele stöchiometrische Berechnungen anstellen.  stöchiometrische Fragestellungen bearbeiten. Fachlehrpläne | 46 4.2 Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen  Enthalpie  Entropie  Gibbs-Helmholtz-Beziehung  energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschätzen.  die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen.  Energieinhalte von Treibstoffen  die Begriffe „Heizwert“ und „Brennwert“ definieren und die Unterschiede  Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären.  die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge 4.3 Reaktionsgeschwindigkeit  Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung  Katalysatoren  den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit  die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad erklären.  die Reaktionsgeschwindigkeit- Temperatur-Regel (RGT-Regel)  erklären, dass eine Reaktion auf unterschiedlichen Reaktionswegen ablaufen kann.  das Funktionsprinzip von Katalysatoren  die Funktions- und Wirkweise eines Autoabgas-Katalysators erklären. Fachlehrpläne | 47 4.4 Gleichgewichtsreaktionen  Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen  Das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktionen  Das Massenwirkungsgesetz  Le-Châtelier-Prinzip  erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können.  den Zusammenhang zwischen typischen Gleichgewichtsreaktionen und den Triebkräften chemischer Reaktionen erklären.  das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene  aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz  voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. Fachlehrpläne | 48 4.5 Säure-Base-Reaktionen  Säuren und Basen; potentielle Säure und potentielle Base  Die Stärke potentieller Säuren  Der pH-Wert  Der pH-Wert von Salzlösungen  Die Bedeutung von Säure-Base- Reaktionen  Säure-Base-Reaktionen als Übertragungen von Wasserstoff-Ionen  die Begriffe Säure und Base definieren.  für eine gegebene Säure und Base die Protolyse-Reaktion formulieren.  die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure nennen.  die Gleichgewichtslage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben.  den pH-Wert definieren.  für wässrige Lösungen einfache pH- Wert-Berechnungen durchführen.  den pH-Wert von Salzlösungen qualitativ interpretieren.  die Wirkweise von sauren bzw. alkalischen Reinigern erklären.  den Kalkkreislauf in der Natur erklären. Fachlehrpläne | 49 4.6 Redox-Reaktionen  Begriffe Reduktion und Oxidation  Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel  Oxidationszahlen  Redox-Reaktionen  Galvanische Elemente / Elektrolyse  Brennstoffzelle  die Redox-Reaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung definieren.  die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen.  die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen  mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redox-Vorgängen unter Standardbedingungen qualitativ voraussagen.  die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären.  die Funktionsweise zweier konkreter Beispiele gängiger Batterien erklären.  die Funktionsweise und Bedeutung von Brennstoffzellen erklären. 5. Lerngebiet: Organische Chemie 5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe  Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff  Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle  Stoffklassen und funktionelle Gruppen  Eigenschaften organischer Stoffe  die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären.  die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffe (KW) mit Namen und Formeln aufzählen.  einige wichtige Stoffklassen mit deren funtionellen Gruppen, z.B. Alkohole, Carbonsäuren, ... aufzählen.  typische Eigenschaften von organischen Stoffen aufgrund der Teilchenstruktur erklären, z.B. Fettlöslichkeit und hohen Energiegehalt. Fachlehrpläne | 50 5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe  Umwandlungen organischer Stoffe  einfache Beispiele von Reaktionen organischer Stoffe beschreiben. 6. Lerngebiet: Experimentieren Die folgenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen gelten exemplarisch, falls im GLF ein Halbklassenpraktikum durchgeführt werden kann:  Kenntnis von Glaswaren und Geräten  Sicherheit  Korrekte Handhabung von Chemikalien  Durchführung und Auswertung von einfachen Experimenten  die einfachsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck  die Warnhinweise zu Gefahrstoffen  auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtig umgehen.  ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen.  sorgfältig beobachten und die eigenen Beobachtungen festhalten.  aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen. Fachlehrpläne | 51 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH BIOLOGIE UND CHEMIE. TEIL CHEMIE Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglic ht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die sog. Life Sciences ein. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissen sausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Ve rständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu en t- Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbe iten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdi sziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sic h später im Berufsleben selbständig in chemische und biologische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen Biologie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorienti erung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit i hren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. Fachlehrpläne | 52 Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders:  In Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen  Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen  Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen  Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen  Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Hypothesen formulieren  Hypothesen von Spekulationen unterscheiden  Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Fachlehrpläne | 53 3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL BIOLOGIE (Vgl. Lehrplan für das Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Teil Biologie.) 3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN FÜR DEN TEIL CHEMIE 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit  Korrekter Umgang mit Glaswaren und Apparaturen  Sicherheit  Korrekte Handhabung von Chemikalien  Sorgfältige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten  Führung eines Laborjournals und Erstellung von Laborberichten  Praktische Anwendung und Erweiterung der im Theorieunterricht behandelten Themen  die wichtigsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.  einfache Apparaturen selber zusammenbauen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln.  Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und sich über das Gefahrenpotenzial der verwendeten Stoffe informieren.  auch mit leicht entzündlichen oder gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen.  auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein chemisches Problem experimentell gelöst werden kann.  Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden könnte.  sorgfältig beobachten und die eigenen Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren.  aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen.  die eigene praktische Arbeit angemessen protokollieren und daraus einen Laborbericht anferti-  anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. Fachlehrpläne | 54 Physikalische Chemie – Quantenchemie  Welle-Teilchen-Dualismus  Orbitalmodell  Hybridisierung  Mesomerie  MO-Modell  Licht und Elektronen als Teilchen- und Wellenerscheinungen deuten.  die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären.  die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären.  die Anwendungsbereiche und Grenzen des Hybridisierungsmodells kennen und es an einfachen Beispielen erklären undanwenden.  die Anwendungsbereiche und Grenzen des Modells der Mesomerie an einfachen Beispielen erklären.  die Bedeutung der Mesomerie für organische Farbstoffe erklären.  die Anwendungsbereiche und Grenzen des MO-Modells kennen und es an einfachen Beispielen erklären und 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lerngebiete und deren Teilgebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.  Anwendungen in der Technik  Anwendungen im Alltag  Gesellschaftliche Verantwortung  komplexe Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären, die für Anwendungen in der Technik oder im Alltag relevant sind.  Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären. Fachlehrpläne | 55 4. Lerngebiet: Chemie und Umwelt Das Ausmass und die Bedeutung der Emission und Immission von Stoffen in der Umwelt sind grossen und raschen Veränderungen unterworfen. Waren beispielsweise vor einigen Jahren die Themen saurer Regen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie Ozon oder Klimawandel wesentlich dringlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.  Stoffe in der Umwelt  Wirkung von Stoffen auf Lebewesen  Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären.  anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen Organische Chemie  Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff  Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle  Funktionelle Gruppen  Struktur funktioneller Gruppen und Eigenschaften organischer Stoffklassen  erklären, warum sich Kohlenstoffatome fast beliebig oft „mit sich selbst“ verbinden können.  die wichtigsten Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffe mit Namen und Formel angeben.  Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander unterscheiden.  wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen, z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Amino- Gruppe.  anhand geeigneter Beispiele die unterschiedlichen Eigenschaften von organischen Stoffklassen mit der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden funktionellen Gruppen Fachlehrpläne | 56  Nomenklatur organischer Verbindungen  Struktur organischer Moleküle und das Wesen der Isomerie  Grundkonzept der Reaktionstypen  Anwendungen  organische Moleküle systematisch  zwischen Konstitution, Konfiguration und Konformation eines organischen Moleküls unterscheiden.  die Bedeutung der Isomerie für Biologie, Medizin und Pharmakologie  den Sinn der Einteilung organischer Reaktionen in Reaktionstypen  wichtige organische Reaktionstypen an einfachen Beispielen erklären.  Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion wichtiger Anwendungen organischer Stoffe aus Natur und Technik erklären, z.B. bei Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Kunststoffen. Physikalische Chemie – Spektroskopie  Prinzipien der Spektroskopie  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. der NMR-, IR- UV/Vis- und der Massenspektroskopie  Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung. Fachlehrpläne | 57 3.3 GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN Lerngebiet: B1. Ökologie / C4. Chemie und Umwelt  Gewässerökologie (optional)  Bodenanalyse (optional)  Qualitative und quantitative Analytik  Vitamine und Spurenelemente (optional)  die chemische und biologische Gewässergüte bestimmen sowie die gesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und  mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoffe (wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.  die Funktion einer Abwasserreinigungsanlage erklären.  den Aufbau und die Funktion von Böden  Boden aufgrund biologischer Methoden (Bestimmung von Bodenorganismen, Katalase-Versuch) und chemischer Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren.  Standardmethoden zur qualitativen und quantitativen Analyse von biologisch relevanten Stoffen anwenden und deren Chemismus verstehen.  Blutwerte interpretieren (z.B. Hämoglobin, Blutzucker in Abhängigkeit verschiedener Kohlenhydratquellen, Messwerte des Laktats in Abhängigkeit unterschiedlicher Leistung).  exemplarisch einzelne Stoffgruppen in verschiedenen Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. versteckte Fette oder Zucker, Proteine).  Enzymaktivität messen.  Experimente zur Enzymaktivität planen.  Vorkommen und Bedeutung der Vitamine und Spurenelemente erfassen.  Vitamine in Nahrungsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin-C-Gehalt).  Eigenschaften von Vitaminen und Spurenelementen untersuchen (z.B. Löslichkeit, Hitze- und Lichtempfindlichkeit, antioxidative Wirkung). Fachlehrpläne | 58 Lerngebiet: B3.1 Makromoleküle / B3.2 Gentechnik / C2.2 Biochemie  Biochemisch relevante Stoffe  Aufbau und Biosynthese von Proteinen  Molekularbiologie und Gentechnik  strukturelle und energetische Aspekte der für den menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoffe erläutern (z.B. Zucker, Fette, Proteine).  Funktion und Stellung von diversen Stoffgruppen im Stoffwechsel des Menschen beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und Porphyrine).  die Funktion von biochemisch relevanten Stoffen der zugehörigen Struktur derselben  Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen  Eigenschaften der Aminosäuren anhand der zugehörigen Seitenkette einschätzen.  in der Raumstruktur eines Proteins primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.  die zur Raumstruktur führenden Wechselwirkungen erklären.  den Weg vom Gen zum funktionsfähigen Protein in seiner räumlichen Struktur erklä-  die Mechanismen der Proteinfaltung in der Zelle erläutern (u.a. Chaperone). (optional)  die Auswirkung einer Mutation auf die Funktionstüchtigkeit eines Enzyms erkennen. (optional)  aus Proben (z.B. Lebensmitteln) DNA extrahieren.  mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion- (PCR)-Geräts gewünschte DNA- Sequenzen amplifizieren (optional)  die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern und diese zur Analytik oder Herstellung gewünschter DNA-Fragmente verwenden. (optional)  eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät auftragen und das Resultat korrekt auswerten.  biotechnologisch hergestellte Proteine aus Fachlehrpläne | 59 Bakterien gewinnen und aufreinigen. (opti-  die Vor- und Nachteile von verschiedenen Modellorganismen aufzeigen.  exemplarisch an einem Modellorganismus gentechnische Experimente durchführen. Lerngebiet: B2.2 Anabole und katabole Prozesse / C2.5 Pharmakologie  Wirkungsweise von Antibiotika (optional)  Herstellung von Antibiotika  die Wirkungsweise von Antibiotika erklären, modellieren und überprüfen.  die kompetitive Hemmung erklären und zeigen, weshalb der Sulfonamid-Einsatz für den Menschen unschädlich  ein Antibiotikum im Labor synthetisieren. Fachlehrpläne | 60 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH CHEMIE Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden. Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein. Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie, weitere Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei. Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders:  In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen  Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen  Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden  Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen  Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabe llenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Fachlehrpläne | 61 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit 1.1 Durchführung von Experimenten 1.2 Sicherheit 1.3 Auswertung von Experimenten  Experimente sachgerecht durchführen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln.  die eigene praktische Arbeit richtig protokollie- 2.1 Physikalische Chemie (z.B. spektroskopische Verfahren, Grenzflächen, Kalorimetrie)  über Grundkenntnisse der physikalischen Chemie referieren.  die Bedeutung ausgewählter Themen für das Verständnis natürlicher Phänomene 2.2 Anorganische Chemie (z.B. Komplexe, Leitfähigkeit von Lösungen, Mineralien, Erze, Gewinnung von Metallen)  vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der anorganischen Chemie  über einige ausgewählte Beispiele von anorganischen Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunkt geben.  die Verbindung zu Vorgängen in Natur und Technik herstellen. 2.3 Organische Chemie (z.B. ausgewählte Reaktionsmechanismen, metallorganische Verbindungen, Chiralität)  vertiefte fachliche Kenntnisse der organischen Chemie referieren.  die Bedeutung der organischen Chemie für Biologie und Pharmazie erläutern. Fachlehrpläne | 62 2.4 Toxikologie/Pharmakologie (z.B. Pharmakokinetik, Wirkung, Nebenwirkung und therapeutische Breite, Toxizität von Schwermetallen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder anderen Stoffgruppen)  die Grundlagen der Toxikologie / Pharmakologie erklären.  anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und Toxikologie 2.5 Analytische Chemie (z.B. Instrumentalanalyse wie UV-, IR-, NMR- Spektrometrie, quantitative Analyse mittels Redox- Titration)  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/Vis- und Massenspektroskopie erklären.  Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung. 2.6 Umweltchemie (z.B. Verhalten von ausgewählten Chemikalien in Boden, Wasser und Luft, Anreicherung von Schadstoffen in der Nahrungskette, Abgasreinigung)  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären.  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in der Unterrichtsgestaltung eine Rolle spielen, damit inhaltlich aktuelle Lerngebiete und Teillerngebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. 3.1 Anwendungen in der Technik (z.B. Brennstoffzelle, Halbleiter) 3.2 Anwendungen im Alltag (z.B. Textilfärbung, Kunstfasern)  Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und ver-  Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. Fachlehrpläne | 63 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH DEUTSCH Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders:  Reflexive Fähigkeiten - Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen - Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen - Fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten - Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten  Sozialkompetenz - Das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten - In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten - Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen  Sprachkompetenz - Sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren - Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben - Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen - Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen  Interessen - Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen - Ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen - Eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen - Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb  IKT-Kompetenzen - Effizient recherchieren - Computer als Schreibmedium versiert einsetzen - Sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren Fachlehrpläne | 64 (3) Querverbindungen zu anderen Fächer - Wissenschaftssprache > alle Fächer: Grundregeln wissenschaftlichen Schreibens vermitteln, insbesondere die fachlichen Besonderheiten, und auf deren Einhaltung achten - Textverständnis > alle Fächer: möglichst viele wissenschaftliche Fachtexte lesen - Thesenbildung > Naturwissenschaften: Thesenbildung üben - Sprachrichtigkeit > alle Fächer: auf korrekten Sprachgebrauch achten und Einhaltung der Regeln belohnen - Standardsprache > alle Fächer: Unterricht konsequent in Standardsprache abhalten (auch in Gruppenarbeiten, Einzelgesprächen usw.) - Medientheorie > Wirtschaft und Recht: rechtliche Unsicherheiten klären (z.B. Urheberrecht) - Präsentationstechnik > alle Fächer: Grundanforderungen der Präsentationstechnik anwenden, > Informatik: Themen für Präsentationen mit einzelnen Fächern vereinbaren (4) Basale fachliche Kompetenzen - Alle basalen fachlichen Kompetenzen sind mit der Abkürzung (bfK) gesondert gekennzeichnet. Fachlehrpläne | 65  Epik  Lesehaltung  Lesetechnik  Erzähltheorie  Sachtexte  epische Ausdrucksformen bestimmen.  die eigene Lesehaltung bewusst wählen (Identifikation, Information, Unterhaltung, Analyse).  Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen. (bfK)  Lesetechniken unterscheiden sowie situations- und textsortengerecht für fiktionale und Sachtexte einsetzen. (bfK)  Grundbegriffe der Erzähltheorie anwenden.  ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln. (bfK)  Texte verstehen und einfache Interpretationsverfahren umsetzen. (bfK)  einfache Sachtexte verstehen. (bfK)  Sachtextsorten  Literarische Textsorten  Schreibplanung  Inspirationstechniken  Nachschlagewerke  einfache fürs Gymnasium relevante Textsorten (z.B. Mitschrift, Exzerpt) unterscheiden und umsetzen. (bfK)  überzeugend argumentieren. (bfK)  kurze erzählende Texte (z.B. Kurzgeschichte) verfassen.  das eigene Schreiben als strukturierten Prozess organisieren. (bfK)  die eigene Kreativität durch Inspirationstechniken gezielt erweitern.  analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen. Fachlehrpläne | 66 3. Lerngebiet: Hören und Sprechen  Zuhören  Stellungnahme  Diskussion  Präsentieren  Feedback  aktiv und kritisch zuhören. (bfK)  mündlicher Rede folgen und das Gesagte knapp wiedergeben. (bfK)  sich deutlich artikulieren. (bfK)  sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken. (bfK)  einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten.  sich differenziert und lösungsorientiert in eine Diskussion einbringen.  komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement). (bfK)  eine konstruktive, auf Kriterien basierende Rückmeldung geben.  Grammatik  Medientheorie  die grundlegenden Regeln in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik korrekt anwenden. (bfK)  die eigene Sprach- und Medienbiografie Fachlehrpläne | 67  Dramatik  Lyrik  Literarizität  Literatur und Medien  Sachtexte  dramatische Ausdrucksformen bestimmen (antikes, klassisches, modernes Theater) und Grundbegriffe der Dramatik erläutern.  lyrische Ausdrucksformen bestimmen sowie Grundbegriffe der Lyrik erläutern.  sprachliche Verdichtung lyrischer Texte analysieren und ihre Wirkung beurteilen.  komplexere Interpretationsverfahren umsetzen. (bfK)  Literatur als Konstrukt mit bestimmten Wirkungsabsichten erkennen.  Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren medialen Adaptionen herausarbeiten.  anspruchsvolle Sachtexte verstehen. (bfK)  Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht anwenden. (bfK)  den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen. (bfK)  den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben. (bfK)  die Argumentationsstruktur von Sachtexten analysieren. (bfK)  Sachtextsorten  Argumentierende Textsorten  Literarische Textsorten  Schreibplanung  Schreibprozess  komplexere fürs Gymnasium relevante Textsorten (z.B. Rezension, Abstract) unterscheiden und umsetzen. (bfK)  einen Sachverhalt schriftlich erörtern.  literarische Texte umschreiben, parodieren, adaptieren (z.B. Theaterszene).  eigene wie fremde Texte schrittweise überarbeiten.  den Computer und digitale Hilfsmittel für das Schreiben nutzen. Fachlehrpläne | 68 3. Lerngebiet: Hören und Sprechen  Zuhören  Argumentieren  Debatte  Vorlesen  mündlicher Rede (auch längeren Beiträgen) folgen und zum Gesagten knapp Stellung nehmen. (bfK)  die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und verstehen. (bfK)  differenziert argumentieren und fremde wie eigene Argumente analysieren. (bfK)  Streitgespräche sachorientiert gestalten.  literarische sowie Sachtexte gestaltend und publikumsorientiert vorlesen.  Grammatik  Sprachwissenschaft  grammatische Probleme am Einzelfall reflektieren und bewältigen. (bfK)  exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme (z.B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie) erörtern. Fachlehrpläne | 69  Literaturgeschichte  Medientexte  literarische Epochen ab der Aufklärung in ihren Grundzügen charakterisieren und Texte literaturgeschichtlich einordnen.  ein literarisches Werk mit Hilfe von Thesen deuten. (bfK)  journalistische Texte erarbeiten und kritisch hinterfragen. (bfK)  Wissenschaftssprache  Argumentierendes Schreiben  Journalistische Textsorten  Literarische Textsorten  Schreibplanung  einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden. (bfK)  zu einem Sachverhalt wertend Stellung nehmen (z.B. Rezension, Kommentar).  journalistische Textsorten charakterisieren  einen Poetry-Slam-Beitrag oder eine Rede  das eigene Schreiben stilistisch variieren und rhetorische Figuren gezielt einsetzen. 3. Lerngebiet: Hören und Sprechen  Kommunikationstheorie  Vortragen  Rhetorik  Kommunikationsprozesse analysieren und  einen Poetry-Slam-Text vortragen oder eine Rede halten.  rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt einsetzen. Fachlehrpläne | 70  Spachwissenschaft  Medientheorie  exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme (z.B. Spracherwerb, Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimensionen der Sprachverwendung) erörtern.  die Phänomene und Erscheinungsformen der Medienlandschaft verstehen. (bfK)  die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen. (bfK) Fachlehrpläne | 71  Literaturgeschichte  Wertung  Literatur und Gesellschaft  Essayistik  literarische Epochen bis zur Gegenwart in ihren Grundzügen charakterisieren und Texte literaturgeschichtlich einordnen.  ein literarisches Werk selbständig erarbeiten und interpretieren sowie den Leseprozess reflektieren. (bfK)  ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text abgeben.  literarische Texte als Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten wahrnehmen.  die Struktur eines Essays analysieren.  Wissenschaftssprache  Argumentierendes Schreiben  Textsorten für Studium und Beruf  Schreibplanung  komplexere Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden.  einen Essay verfassen.  für Studium und Beruf relevante Textsorten (z.B. Bewerbungsschreiben) charakterisieren und umsetzen. (bfK)  das eigene Schreiben reflektieren. Fachlehrpläne | 72 3. Lerngebiet: Hören und Sprechen  Kommunikation  Prüfungsgespräch  Vorstellungsgespräch  konkrete Kommunikationsprozesse analysieren (z.B. Sprache als Macht- und Manipulationsmittel). (bfK)  ein Prüfungsgespräch kompetent und fachsprachlich adäquat gestalten.  sich in einem Vorstellungsgespräch überzeugend präsentieren.  Sprachphilosophie  Sprachwissenschaft  Medientheorie  Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit kritisch reflektieren.  Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern.  sich kompetent in der Medienlandschaft bewegen.  Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektieren. (bfK)  die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. (bfK) Fachlehrpläne | 73 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ENGLISCH Vgl. Kantonaler Lehrplanteil. Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.).  Kontinuierlich die eigene Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern  Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen  Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Weltansichten, Überzeugungen und Interessen nutzen  Sich in einem fremdsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständig ung einsetzen  Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen En glisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen  situativ angemessene Ausdrucksformen anwenden  Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden  Das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren  sprachrelevante Lehrmittel gezielt einsetzten (z.B. Wörterbuch, Thesaurus etc.)  Computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen  verschiedene Medien adäquat einsetzten (z.B. Recherche, Vorträge, Wörter etc.)  Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt  Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen Fachlehrpläne | 74 Wir haben das Programm für die vier Jahre Grundlagenfach Deutsch mit dem Aufbau in den anderen Fächern verglichen und dabei festgestellt, dass die folgenden Lerngebiete parallel in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch vermittelt werden können: • Literaturwissenschaftliche Fachbegriffe • Textsorten • Literaturgeschichte: Epocheneinteilung Fachlehrpläne | 75 Niveau: A2 – B1  Grammatik der Bezirksschule (Wiederholung): (Snapshot starter/pre-intermediate, Pearson/Longman, demnächst neu Top Deck 2, Macmillan) - Verb Tenses - Passives - Modals - Going to / will future - Irregular Verbs - Question Tags etc.  Grammatik der intermediate Stufe* (Vertiefung und Erweiterung): - Present Perfect Simple/Continuous - Past Perfect Simple/Continuous - Introductory Verbs for Reported Speech/Indirect Questions - Relative clauses etc. * Die Reihenfolge der Themen der Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in Abhängigkeit des Lehrmittels Beispiele für Lehrmittel: English in Mind 4 (Cambridge), New Headway Intermediate/Upper-Intermediate (Oxford), New English File Intermediate/Upper-Intermediate (Oxford)  Wortschatz des Lehrmittels, evt. eines Grund- und Aufbauwortschatzes (z.B. Klett)  Phonetik  der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden.  grundlegende Strukturen und Regeln verste-  ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern.  der Stufe entsprechende Wörterbücher benutzen (gedruckt und online).  die phonetische Schrift als Instrument für die genaue Aussprache nutzen.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen (z.B. Reported Speech/le discours indirect, Internationalismen, Lehnwörter) Fachlehrpläne | 76  Hören  stufengerechte Hörtexte im Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte).  die Hauptpunkte von einfachen/mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen, insbesondere wenn diese durch Bilder, Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt werden.  Sprechen  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.  sich mit weitgehend korrekter Aussprache  sich in den meisten häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen sprachlichen Mitteln verständigen.  sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen.  eine geübte Präsentation eines vertrauten Themas machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).  Lesen  einfache/mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels oder einfache literarische Werke) verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern.  verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. predicting content, reading for gist, summarizing).  Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.  einfache kürzere Texte schreiben (z.B. persönlicher Brief, kurze Mitteilung, kurze Zusammenfassung, Kommentar). Fachlehrpläne | 77  Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (Jugendliteratur, short novels, short plays, z.B. - Harold and Maude (C. Higgins) - The Curious Incident of the Dog in the Night-Time (M. Haddon) - Tenderness (R. Cormier))  Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse  einfache/mittelschwere Originaltexte lesen und verstehen.  relevante Aspekte eines Werks zusammenfassen und kommentieren.  Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. plot, character, setting etc.) verstehen und  Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte  einfache/mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Festivals, Traditions, School systems).  über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen sprechen. Fachlehrpläne | 78 Niveau: B1  Grammatik der intermediate/upperintermediate Stufe* (Vertiefung und Erweiterung): - Conditionals/Mixed Conditionals - Reported Speech - Phrasal Verbs - Verb patterns (gerund/infinitive) * Die Reihenfolge der Themen der Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in Abhängigkeit des Lehrmittels  Wortschatz (Erweiterung)  stufengerechte grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen.  lexikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns, Word Formation) erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.  ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal Verbs).  bei Schreibanlässen das Wörterbuch gezielt einsetzen.  Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen (z.B. Conditional Clauses/la proposition conditionnelle)  Hören  mittelschwere bis anspruchsvolle Hörbeiträge des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.  die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörtexte verstehen, wenn Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird (z.B. Nachrichtensendungen für Sprachlernende, Songs, Ausschnitte aus TV-Shows). Fachlehrpläne | 79  Sprechen  relativ fliessend frei sprechen  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke  sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen  sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen  ein selbst gewähltes, vertrautes Thema präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und weitgehend führen  Lesen  mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern  einfache authentische Sachtexte und längere einfache literarische Werke erschliessen  Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke  unterschiedliche kürzere Textsorten schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen)  Interpretation stufengerechter Originalliteratur (z.B. Short Novels, 3-Act Plays) - Of Mice and Men (J. Steinbeck) - Lies of Silence (B. Moore) - Animal Farm (G. Orwell)  Vertiefung der Literaturanalyse  mittelschwere Originaltexte lesen und ver-  weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. point of view, theme, motif etc.) verstehen  stilistische Mittel erkennen.  Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte  Eigenheiten anderer Kulturen anhand englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benennen (z.B. No Turning Back, Tsotsie und Post- Apartheid, South Africa).  ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit ‚Andersartigkeit’ pflegen. Fachlehrpläne | 80 Niveau: B1 – B2  Grammatikthemen der upperintermediate/advanced Stufe  Wortschatz  Sprachreflexion  anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden (z.B. Inversion, have sth done etc).  ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden.  verschiedene Quellen sinnvoll zur Wortschatzarbeit einsetzen.  verschiedene sprachliche Register unterscheiden (z.B. Verwendung des Passivs in formellen Briefen, Gebrauch Phrasal Verbs).  sich zur Wirkung der englischen Sprache (z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische Reden) äussern.  Vergleiche zwischen Englisch und anderen Schulsprachen herstellen.  Hören  zentrale Punkte authentischer Redebeiträge und Vorträge verstehen, wenn das Thema vertraut ist.  die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten wie Vorlesungen, Reden, TV-Beiträge zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen.  Sprechen  relativ fliessend sprechen.  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.  sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen.  ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren.  beim Vortragen die eigene Argumentation auf die Zuhörer abstimmen, auf Rückfra- Fachlehrpläne | 81 gen adäquat reagieren und die eigene Meinung auf einfache, aber schlüssige Art  Lesen  aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien (wie Hauptargumente) analysieren und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews).  verschiedene Quellen auswerten und Ergebnisse darstellen (z.B. Tabelle, Mind- Map, Vortrag).  Schreiben  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden.  stärker strukturierte Textsorten produzieren (z.B. Bericht, Rezension, formeller Brief, Leserbrief).  klar aufgebaute, längere Texte schreiben (z. B. five-paragraph essay).  Interpretation stufengerechter Originalliteratur (wenn möglich aus verschiedenen Epochen), z.B. - A Streetcar Named Desire (T. Williams) - The Importance of Being Earnest (O. Wilde) oder thematischer Literatur, z.B.: - Postcolonial Literature - Indian Literature - Contemporary Short Stories - Science Fiction  Weitgehend eigenständige Literaturanalyse  sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen.  mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben über Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Personen.  mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken, wie z.B. Perspektivenwechsel oder innere Monologe, erkennen und in ihrer Funktion verstehen.  In Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten.  Literatur im Kontext  Literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und  Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. 19th century novels und ihre Filmadaptionen). Fachlehrpläne | 82  Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte  gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen.  englischsprachige Sachbeiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren (z.B. US elections, current affairs, global issues). Fachlehrpläne | 83 Niveau: B2 – C1  Grammatikthemen der advanced Stufe  Wortschatz  Sprachreflexion  Kenntnisse der englischen Grammatik vertiefen und anwenden.  einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden.  lexikalische Strukturen erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.  selbständig ihren Wortschatz erweitern.  die Wirkung der englischen Sprache in Texten und mündlichen Beiträgen reflektieren (z.B. Register, Stylistics).  Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen.  Hören (Authentische Hörtexte mit/ohne Bildunterstützung)  längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind.  ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen.  Hörtexte mit markanten, regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob einordnen und in den Hauptpunkten verstehen (z.B. African American Vernacular English, Australian English, Slang). Fachlehrpläne | 84  Sprechen  sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation entsprechend relativ stilsicher ausdrücken.  eine breite Palette an Redemitteln klar und ohne sich stark einzuschränken ein-  ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantworten.  in Gruppen Diskussionen selbständig planen und durchführen (z.B. zu aktuellen kontroversen Themen).  ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen.  Lesen  authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen, wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten, ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und  anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit auseinandersetzen.  Schreiben  umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel).  Stilmittel und Register anwenden.  sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken.  überzeugend argumentieren.  Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten, um sie in klar strukturierter, kohärenter Form darzustellen.  unterschiedliche längere Textsorten schreiben, z.B. five-paragraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionale Texte. Fachlehrpläne | 85  Interpretation stufengerechter Originaltexte (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen, z.B. - Macbeth (W. Shakespeare) - Frankenstein (M. Shelley) oder thematischer Literatur, z.B. - African American Literature - 19th century novels - Romantic Poetry  Eigenständige Literaturanalyse  anspruchsvolle literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln).  vielschichtige Texte verstehen.  in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben.  zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen.  selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbei-  Literatur im Kontext  Literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen (vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart) lesen und  Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. Merkmale romantischer Lyrik).  Kultur: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische Aspekte  gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums, auch im Vergleich, verstehen.  authentische englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.  sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre Kompetenz zur Selbstreflexion fördern (z.B. current affairs, native populations, colonialism). Fachlehrpläne | 86 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH FRANZÖSISCH Der Französischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismitte l, Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persö nlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Französischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schüleri nnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen respektive nichtliterarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrgangs verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglichen, mit Menschen französischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Französisch ist die zweite Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der Französischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die fra nzösischsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften französischsprachigen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Frankreichs und der historisch bedeuts amen Rolle des Französischen als europäische Kultursprache. Somit trägt der Französischunterricht zur allgemeinen Studierfähigkeit bei.  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Das eigene Lernen planen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen  Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen  Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern  Ein Sprachbewusstsein entwickeln  Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen  Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen Fachlehrpläne | 87  Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen  Wörterbücher und Lexika nutzen  Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen  Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln  Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren Fachlehrpläne | 88 Niveau; A2 – B1  Repetition und Vertiefung der bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten (présent, passé composé, imparfait, futur composé), Satzbau (la place des adjectifs), Wortarten (adjectif/adverbe)  Erwerb neuer Zeiten (plus-que-parfait, futur simple)  bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.  neu erlernte Grundstrukturen bilden und Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  themen- und textbezogener Grundwortschatz  Wortfamilien  den bereits erworbenen Wortschatz anwen-  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden. Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-  2000 Wörter (A2) anwenden.  Soziolinguistische Normen, z.B. Diskursanalyse, Konversationsanalyse  sprachspezifische Eigenheiten der französischen Sprache erkennen und damit umgehen.  relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache und anderen Fremdsprachen  einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Französische übersetzen. Fachlehrpläne | 89 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Deutlich und relativ langsam gesprochene einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen, didaktisierte Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts  einfache, klar aufgebaute  die Hauptpunkte eines Redebeitrags ver- Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Redebeiträge mit einem weitgehend bekannten Wortschatz und weitgehend bekannten Strukturen  Rollenspiele  Diskussionen  Präsentationen, Kurzreferate  Phonetik  sich spontan und verständlich ausdrücken.  in Rollenspielen sprechen.  an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken.  eine erste strukturierte Präsentation hal-  am Unterrichtsgespräch teilnehmen.  weitgehend korrekt vorlesen.  Regeln der französischen Aussprache Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Einfache literarische und andere Originaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte  Lesestrategien  Texte verstehen und global  die explizite Struktur eines Textes  Unverstandenes durch den Kontext Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Einfache Texte zu bekannten Themen  Verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar, Interview, innerer Monolog, Dialoge  kurze, kohärente Texte schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen. Fachlehrpläne | 90 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Handlungsebene eines literarischen Textes  Themenanalyse  die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben und erklären.  die Entwicklung der Figuren und der Handlung beschreiben.  die Themen erkennen und beschreiben. Grobinhalte: Littérature et Civilisation Fachliche Kompetenzen  Einfache literarische Texte aus dem 20. und 21. Jahrhundert  Situierung des Text in den historischen, kulturellen und politischen Kontext  Einfache Themen aus der Gesellschaft und Kultur der Romandie und Frankreichs  vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit  den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eigenen Worten wiedergeben.  ausgewählte Themen erarbeiten und mit eigenen Worten wiedergeben.  einfache Chansons, Filme, Medientexte, Beiträge aus Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips verstehen und analysieren. Fachlehrpläne | 91 Niveau: B1  Weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen, z.B. Zeiten und Modi (subjonctif, conditionnel), Wortarten, Satzbau (proposition conditionnelle), Äusserungsarten (discours indirect)  bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen korrekt anwen-  neu erlernte Strukturen bilden und anwen- Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Themen- und textbezogener Grundwortschatz  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  den bereits erworbenen Wortschatz sicher  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen. Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-  mithilfe von Synonymen und Antonymen den Wortschatz erweitern und verfeinern.  Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln  Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.  semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien etc.) zur Festigung und Erweiterung ihren Wortschatzes entwickeln und einsetzen.  anspruchsvollere Sätze aus ihrer Muttersprache ins Französische übersetzen. Fachlehrpläne | 92 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Deutlich gesprochene authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen, Hörverständnisübungen, Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts  Klar aufgebaute Präsentationen  einen Redebeitrag weitgehend Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Redebeiträge mit weitgehend bekanntem Wortschatz und weitgehend bekannten Strukturen  Rollenspiele  Diskussionen  Präsentationen  sich spontan und zusammenhängend  in anspruchsvolleren und komplexen Rollenspielen sprechen.  an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung verständlich ausdrücken.  Referate zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades halten.  am Unterrichtsgespräch teilnehmen. Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Literarische und andere Originaltexte einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrades  Lesestrategien  Texte sinnvoll zusammenfassen.  die Struktur eines Textes erkennen  Unverstandenes durch den Kontext  längere Lesepensen bewältigen.  weitgehend korrekt und fliessend vorlesen. Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Strukturen  Verschiedene Textsorten, z.B. Stellungnahme, Kommentar, Journal, Brief, innerer Monolog, Dialog, cahier de lecture  Einfache Schreibstrategien  Texte verständlich und kohärent  Texte strukturieren.  schreibend kommunizieren.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen.  Fachlehrpläne | 93 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Handlungsebene eines literarischen Textes  Erste Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler, narrative Struktur  Themenanalyse  die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern  Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung  den Erzähler erkennen.  die Themen erkennen und beschreiben.  einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen. Grobinhalte: Littérature et Civilisation Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad  Elementare literaturgeschichtliche Kenntnisse  Themen aus der Gesellschaft und Kultur der Romandie, Frankreichs und der Francophonie, z.B. die Lebenswirklichkeit französischsprachiger Menschen, Themen wie Familie und Jugend, Schule und Beruf, Maghreb  Filme, Chansons, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips  vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit  elementare Informationen zum Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten wiedergeben und dazu Stellung  ausgewählte Aspekte der Kultur in eigenen Worten beschreiben und dazu Stellung nehmen. Fachlehrpläne | 94 Niveau: B1 – B2  Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und compléments du verbe, Passiv, gérondif, concordance des temps  neu erlernte komplexere Strukturen bilden und anwenden.  die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Strukturen sicher anwenden. Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen anwenden und diesen selbständig festigen.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen und selber Wörter bilden.  den Wortschatz permanent verfeinern.  Verschiedene Sprachregister, z.B. français familier, l’argot, le langage des jeunes  Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und  Verwendung von Hilfsmitteln  Stil und Register  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  verschiedene Sprachregister  Bezüge zu anderen Sprachen  sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.  verschiedene Sprachebenen identifizie-  komplexe Sätze aus ihrer Muttersprache ins Französische übersetzen. Fachlehrpläne | 95 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Authentische, längere Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Nachrichten, Reportagen, Diskussionen, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts  Längere Präsentationen in Standardsprache  Verstehensstrategien, z.B. Rückfragen, Verknüpfung mit Bekanntem  authentische Redebeiträge in der Standardsprache weitgehend  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.  Verstehensstrategien anwenden. Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Redebeiträge zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen  Diskussionen  Präsentationen  sich spontan, zusammenhängend und fliessend ausdrücken.  sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.  Präsentationen halten.  sich am Unterrichtsgespräch aktiv und formal korrekt beteiligen. Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Texte verschiedener literarischer Gattungen mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades (Novellen, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik)  Medienerzeugnisse  Lesestrategien  Texte präzis zusammenfassen.  Texte und Textpassagen analysieren  Texte selbständig lesen und  Sinn gebend vorlesen. Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen  Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte, Journalismus, Werbung  Schreibstrategien  Texte verständlich und sprachlich  Texte strukturieren.  die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text anwenden.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen. Fachlehrpläne | 96 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Methoden der Literaturanalyse und - interpretation, z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren  Themenanalyse  Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Lyrik  Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung erklären.  die für die Literaturanalyse relevanten Begriffe auf den literarischen Text  einen literarischen Text auf seine  einen literarischen Text selbständig lesen. Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière et le classicisme, Camus, Sartre et l’existentialisme, le théâtre absurde  Literaturgeschichtlicher Kontext Gesellschaft, z. B. Armut, Fanatismus, Mehrsprachigkeit, Familie, Religon etc.(für IB)  Komplexere Themen aus Kultur und Geschichte der Francophonie, z.B. französische Kunst, Absolutismus, Kolonialismus, Maghreb, Einwanderung, Banlieue, 2. Weltkrieg  Komplexere Themen aus Umwelt und Natur, z.B. Nachhaltigkeit, Migration, Naturkatastrophen, Klimawandel (für IB)  Medienerzeugnisse, Chansons, Rap, Radio, Fernsehen und Internet  Film und filmische Umsetzung literarischer Werke  einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu  sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.  den literaturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten  ausgewählte Themen der Kultur analysieren und dazu kritisch Fachlehrpläne | 97 Niveau: B2  Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen  die bereits erworbenen morphosyntaktische Strukturen sicher und  neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden sowie  selbständig die erworbenen Strukturen repetieren und vertiefen. Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Erweiterter Wortschatz  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  den bereits erworbenen Wortschatz sicher anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen.  den Wortschatz permanent verfeinern.  Verschiedene Sprachregister, z.B. français familier, l’argot, le langage des jeunes  Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und  Verwendung von Hilfsmitteln  Perfectionnement  verschiedene Sprachregister  Bezüge zu anderen Sprachen  sich selbständig relevante Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.  ihre Ausdrucksweise gezielt verbessern und verfeinern. Fachlehrpläne | 98 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Authentische, schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen  Komplexere Präsentationen in Standardsprache  authentische Redebeiträge weitgehend verstehen.  längere komplexere Präsentationen  Redebeiträgen weitgehend mühelos folgen. Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Redebeiträge zu allgemeinen, literarischen und kulturellen Themen  Diskussionen  Präsentationen  sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken.  sich kritisch äussern und überzeugend argumentieren.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.  komplexe Themen präsentieren.  sich am Unterrichtsgespräch beteiligen.  das eigene Repertoire erweitern und Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte  Lesestrategien  die Struktur und die Argumentation in einem Text analysieren.  Texte interpretieren bzw. kritisch  Texte selbständig lesen und Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen  Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte, Journalismus, Werbung  Schreibstrategien  Texte verständlich und logisch, der Textsorte angemessen und sprachlich weitgehend korrekt  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen. Fachlehrpläne | 99 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Methoden der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, rhetorische Figuren  Themenanalyse  Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Sonett, Autobiografie  einen literarischen Text inhaltlich und formal analysieren und interpretieren.  einen literarischen Text auf seine gattungs- und formspezifischen Merkmale hin analysieren.  einen längeren literarischen Text selbständig lesen. Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Voltaire et le siècle des Lumières, Zola et le naturalisme, les poètes du romantisme, le roman actuel  Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext Francophonie, z.B. Afrique noire, Migrationen, Banlieue, Jugendkultur, Politik, Religion  Komplexere Themen zu historischen Ereignissen, z.B. Französische Revolution, 2. Weltkrieg (vor allem für IB)  Medienerzeugnisse, Chansons, Rap, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam  Film und filmische Umsetzung literarischer Werke  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern.  ausgewählte Themen der Kultur verstehen und erklären.  ausgewählte Aspekte der französischsprachigen Welt kontextualisieren und erörten, z.B. im Bereich Kunst, Architektur, Film (bedeutende Regisseure), Musik. Fachlehrpläne | 100 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH FRANZÖSISCH Das Schwerpunktfach Französisch vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs: Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Der Unterricht fördert den breit angelegten Kontakt zu Gesellschaft, Literatur und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie, insbesondere des Maghreb. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich wichtige französische Werke der Weltliteratur, ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext und lernen die wesentlichen kulturhistorischen Epochen Frankreichs kennen. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen, wie Film und Malerei, schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und kreativer Umsetzung. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, das eigene Weltverständnis zu relativieren. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie führt die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischer Anteilnahme und zum Überdenken der eigenen Lebensrealität, d.h. zu einem umfassenderen und umsichtigeren Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung. Im Laufe der zwei Kursjahre erlangen die Schülerinnen und Schüler ein breites Wissen über den frankophonen Sprach- und Kulturraum, fortgeschrittene Sprachkenntnisse sowie eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöglicht, mit Menschen französischer Sprache differenziert zu kommunizieren. Somit unterstützt der Französischunterricht im Schwerpunktfach die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schülern folglich die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum.  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Das eigene Lernen planen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Sich im Unterricht aktiv einbringen  Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen  Die allgemeine Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen  Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln Fachlehrpläne | 101  Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln  Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen  Wörterbücher und Lexika nutzen  Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen  Ein ausgeprägtes Interesse für Sprache, Literatur und Kultur entwickeln  Die Literatur als intellektuelle und ästhetische Bereicherung pflegen Fachlehrpläne | 102 Niveau: B1 – B2  Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen, z.B. Nebensatzsyntax  Infinitivstrukturen und compléments du verbe  Passiv  Participe présent und Gérondif  Wortarten, z.B. Konjunktionen und Präpositionen  Anwendung von Strukturwörtern  Repetition der Grammatik  die bereits erworbenen Grundstrukturen  neue komplexere syntaktische Aufbaustrukuren bilden und anwenden.  morphosyntaktische Strukturen mittels der entsprechenden Terminologie Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Themen- und textbezogener  Idiomatische Strukturen  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  einen breiten Grundwortschatz sicher  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  ausgewählte idiomatische Strukturen Wörter der gleichen Wortfamilie  Perfectionnement  Verschiedene Sprachregister, z.B. le français familier, l’argot, le langage des jeunes  Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen  Vergleich mit anderen Sprachen  Textgattungen  ihre Ausdrucksweise gezielt verbessern und verfeinern.  verschiedene Sprachregister  ihre Ausdrucksweise situativ angemessen anpassen.  Bezüge zu anderen Sprachen  das Lesen als Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz  Merkmale verschiedener Textsorten Fachlehrpläne | 103 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Radio- und Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts, Musikclips  Komplexere Präsentationen in Standardsprache  Verstehensstrategien, z.B. Rückfragen, Verknüpfung mit Bekanntem  Redebeiträge weitgehend verstehen.  in längeren Redebeiträgen und Präsentationen auch einer komplexeren Argumentation folgen.  Verstehensstrategien anwenden. Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Längere und ausführliche Redebeiträge mit erweitertem Wortschatz und komplexeren Strukturen zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen  Diskussionen  Präsentationen  sich spontan, fliessend und weitgehend korrekt äussern.  argumentieren und Stellung nehmen.  an einer Diskussion teilnehmen und sie  klar und strukturiert präsentieren.  sich am Unterrichtsgespräch beteiligen. Grobinhalte: Lesen fachliche Kompetenzen  Literarische und andere Texte mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte,  Lesestrategien  Texte präzis zusammenfassen.  die Struktur und die Argumentation in einem Text analysieren.  Texte interpretieren bzw. kritisch  Texte selbständig lesen und erarbeiten.  das selbständige Lesen planen.  Sinn gebend vorlesen. Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Längere Texte zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen  Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte  Schreibstrategien  Texte verständlich, strukturiert und sprachlich weitgehend korrekt  die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text anwenden.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen. Fachlehrpläne | 104 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, narrative Struktur, Dramaturgie, rhetorische Figuren  Die drei traditionellen Gattungen (Poesie, Theater, narrative Texte)  Grundbegriffe der Filmanalyse  die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe auf den literarischen Text  einen literarischen Text/einen Film  einen literarischen Text auf seine  Stilmerkmale und rhetorische Figuren erkennen und beschreiben.  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich Grobinhalte: Littérature und Civilisation fachliche Kompetenzen  Literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades  Literarische Epochen und Strömungen seit dem 16. Jahrhundert, z.B. Ronsard et la renaissance, Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des Lumières, Flaubert et le réalisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Camus, Sartre et l’existentialisme Frankreichs und der Francophonie, Stereotypen der Romandie, Québec, Maghreb, Einwanderung und Identität, Religion, Banlieue, 2. Weltkrieg, Absolutismus, Französische Revolution, Jugendkultur, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs  Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam  die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung  ausgewählte literarische Epochen und Strömungen einordnen.  Bezüge zu anderen Kulturerzeugnissen (z.B. Malerei, Musik) herstellen.  ausgewählte Themen aus der Kultur analysieren sowie verstehen und Fachlehrpläne | 105 Niveau: B2 – C1 Grobinhalte: Grammatik fachliche Kompetenzen  Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen  Repetition der Grammatik  Anwendungsorientiertes Üben (Übersetzen, Verfassen von Texten etc.)  die bereits erworbenen Grundstrukturen  neue komplexere syntaktische Strukuren bilden sowie sicher und Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Themen- und textbezogener  Idiomatische Strukturen  Wortfelder  Synonyme und Antonyme  einen breiten Wortschatz sicher und situationsgerecht anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  können ausgewählte idiomatische Strukturen anwenden. Wörter der gleichen Wortfamilie  Verschiedene Sprachregister, z.B. le français familier, le français soutenu  Verschiedene Stilebenen  Einblicke in die Etymologie (Phänomene des Sprachwandels, Anglizismen, neue Worterscheinungen) und linguistische Methoden, z.B. Varietätenlinguistik (Herausarbeitung sprachlicher Varietäten wie Dialekte, Soziolekte, Fachsprachen)  können ihre Ausdrucksweise gezielt verbessern und verfeinern.  können verschiedene Sprachregister erkennen und erklären.  sich stilistisch angemessen und variiert  ihre Ausdrucksweise situativ angemessen anpassen.  fehlende Kenntnisse selbständig aufarbeiten. Fachlehrpläne | 106 Grobinhalte: Hören Fachliche Kompetenzen  Authentische, komplexe Redebeiträge und Sprechsituationen nicht nur in Standardsprache, z.B. Film, Radio- und Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts  Komplexe Präsentationen  Verstehensstrategien  Redebeiträge verstehen.  in längeren Redebeiträgen und Präsentationen auch einer komplexeren Argumentation folgen.  Verstehensstrategien anwenden. Grobinhalte: Sprechen Fachliche Kompetenzen  Längere und ausführliche Redebeiträge mit erweitertem Wortschatz und komplexeren Strukturen zu allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen  Diskussionen  Präsentationen  sich spontan, fliessend, frei und korrekt  sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken.  argumentieren, ihren Standpunkt begründen und vertreten.  an einer Diskussion teilnehmen und sie  klar, strukturiert und überzeugend Grobinhalte: Lesen Fachliche Kompetenzen  Anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte, z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte,  Lesestrategien  Texte zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch  Texte selbständig lesen, erarbeiten und  korrekt und Sinn gebend vorlesen. Grobinhalte: Schreiben Fachliche Kompetenzen  Komplexere Texte zu anspruchsvollen allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen  Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte  Schreibstrategien  Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich  argumentieren und Stellung nehmen.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen.  Hilfsmittel effizient einsetzen. Fachlehrpläne | 107 Grobinhalte: Literaturanalyse und  Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, narrative Struktur, Dramaturgie, rhetorische Figuren  Die drei traditionellen Gattungen (Poesie, Theater, narrative Texte)  Analyse von Filmen/literarischen Verfilmungen  einen literarischen Text mit den relevanten Grundbegriffen der Literaturanalyse analysieren und  einen literarischen Text/ Film auf seine gattungs- und formspezifischen Merkmale hin analysieren.  die fiktionale Dimension eines Textes  Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung Grobinhalte: Littérature und Civilisation Fachliche Kompetenzen  Anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert  Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert  Literarische Epochen und Strömungen seit dem 16. Jahrhundert, z.B. Ronsard et la renaissance, Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des Lumières, Flaubert et le réalisme, Baudelaire et le romantisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Sarte, Camus et l’existentialisme Gesellschaft und Kultur der Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. Stereotypen der Romandie, Maghreb, Afrique Noire, Einwanderung und Identität, Religion, Banlieue, 2. Weltkrieg, Absolutismus, Französische Revolution, Jugendkultur, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs, Kino, Kunst, Architektur  Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Rap, Poetry Slam, Satire  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern.  einen groben Überblick über die Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert geben.  die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen erklären.  ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Themen der französischsprachigen Welt fundiert erläutern und dazu kritisch Stellung Fachlehrpläne | 108 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GEOGRAFIE Wochenstunden 2 1.5 1.5 0 Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund (regional, national, global). Das Fach vermittelt sowohl Zugänge zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse als auch Orientierungswissen. Es bietet darüber hinaus Raum zur Reflexion der eigenen Einbindung in die Welt und zur Entwicklung emotionaler Bezüge zu dieser Welt. Die Geografie fördert damit die Ve rantwortung gegenüber der physischen Umwelt sowie Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Die Geografie ist das einzige Fach, das sozial - und naturwissenschaftliche Schwerpunkte setzt und diese miteinander in Verbindung bringt. Das Fach vermittelt Grundlagenwissen zu aktuellen globalen Fragen. Originale Begegnungen (z.B. Exkursionen, Besichtigungen, Treffen mit Experten) konkretisieren den theoretischen Teil des Unterrichts. Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.). Analytische Fähigkeiten  Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen  Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftl ichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen  Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen  Die Interessen hinter politischen Entscheidungen erkennen (z.B. wirtschaftliche Interessen in den Bereichen Klimaschutz, Siedlungsentwicklung, Verkehrsinfrastruktur)  Karten, Grafiken, Statistiken, Bilder lesen und interpretieren  Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen  Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren  Elektronische Informationsmittel nutzen  Populäre von wissenschaftlichen Informationsquellen unterscheiden  Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln und gleichzeitig die eigene und andere Kulturen kritisch hinterfragen, z.B. in den Bereichen Nachhaltigkeit, Chancengleichheit, Partizipation  Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen  Eine offene Haltung gegenüber unterschiedlichen Gruppen in einer Gesellschaft entwickeln Politische Kompetenz Fachlehrpläne | 109  Vertieftes Verständnis für aktuelle politische Themen gewinnen (z.B. Energieversorgung, V erkehr, Siedlungsentwicklung, Landschaftswandel, Klimaerwärmung, Landwirtschaft, Migrat ion/Integration) Fachlehrpläne | 110 Die Zuordnung der nachfolgenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen auf konkrete Schu ljahre ist als Richtschnur zu verstehen. Die Unterbringung in regionalen Beispielen oder im Akzen tfach Geistes- und Sozialwissenschaften ist möglich. 1. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Räumliche Orientierung  Orientierung auf der Erde  Topografisches Grundwissen  Kartografie  können sich auf der Erde orientieren und aktuelle Ereignisse räumlich einordnen.  können topografische und thematische Karten lesen und  kennen und verstehen aktuelle Methoden der exakten Positionsbestimmung (Global Positioning System). Querverbindungen zu Geschichte 2. Lerngebiet: Humangeografie Gesellschaft und Raum  Bevölkerungsstatistik und demografische Transforma-  Migration und Integration  können wichtige demografische Prozesse analysieren, ursächlich erklären, Folgen abschätzen und Massnahmen  erkennen soziale Ursachen und Folgen von Migration und kennen darauf bezogene Massnahmen. Querverbindungen zu Geschichte, Mathematik, Wirtschaft und Recht 3. Lerngebiet: Physische Geografie Die Erde als Himmelskörper  Rotation und Revolution der Erde  Gezeiten  können Achsenstellung, Rotation und Revolution der Erde beschreiben und verstehen die sich daraus ergebenden Folgeerscheinungen (Jahreszeiten, Tages- und Nachtlängen, Polartag/Polarnacht).  verstehen die Ursachen der Gezeiten und kennen die damit verbundenen Erscheinungen an der Küste. Querverbindungen zu Physik Fachlehrpläne | 111 4. Lerngebiet: Physische Geografie Geologie und Oberflächenprozesse  Aufbau der Erde  Plattentektonik, Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben  Kreislauf der Gesteine, Lagerstätten und Rohstoffe  Verwitterung, Erosion, Akkumulation  Naturgefahren  können den Aufbau der Erde beschreiben.  können die plattentektonischen Prozesse nachvollziehen und den Zusammenhang mit Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären.  verstehen die gesteinsbildenden Prozesse und den Kreislauf der Gesteine.  erkennen Landschaftsformen an der Erdoberfläche und verstehen die sie formenden Prozesse. Querverbindungen zu Biologie Fachlehrpläne | 112 1. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie Wirtschaft und Ressourcen  Voraussetzungen und Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten  Strukturwandel in der Gesamtwirtschaft und in einzelnen Sektoren  Regionale Entwicklung und weltwirtschaftliche Beziehungen  erkennen die räumlichen Voraussetzungen (Standortfaktoren) wirtschaftlicher Tätigkeiten.  kennen potenzielle und tatsächliche Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf Gesellschaft und Umwelt.  können die globale und regionale Ernährungssituation ein-  verstehen die Beziehungen zwischen regionaler Produktion und globalen Märkten. Querverbindungen zu Wirtschaft 2. Lerngebiet: Humangeografie Siedlung und Mobilität  Landschaftswandel  Urbanisierung, Entstehung von Agglomerationen  Bedeutung der Städte  Räumliche Nutzungskonflikte  Raumplanung in der Schweiz  können den Landschaftswandel und die Siedlungsentwicklung in der Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben, deren Ursachen nachvollziehen und deren Folgen beurtei-  können räumliche Nutzungskonflikte erkennen und analy-  verstehen die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung.  können die Bedeutung der Städte für Gesellschaft und Wirtschaft einordnen (zentrale Funktionen). Querverbindungen zu Geschichte, Wirtschaft und Recht Fachlehrpläne | 113 3. Lerngebiet: Physische Geografie Meteorologie und Klimatologie  Klimaelemente und Klimafaktoren  Physikalische Grundlagen atmosphärischer Prozesse  Globale Zirkulation  Wetterlagen in der Schweiz  Jahreszeiten und Klimazo-  Natürlicher und anthropogener Treibhauseffekt  Klimaerwärmung  können den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima erklären.  verstehen die Grundzüge der globalen Zirkulation.  können Wetterphänomene interpretieren und mit Grosswetterlagen in Verbindung bringen.  kennen die Klimaelemente und verstehen, wie Klimafaktoren das Klima beeinflussen.  verstehen den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung.  verstehen die Funktionsweise des Treibhauseffekts in der Atmosphäre und die daraus entstehenden Rückkoppelungen.  können die Folgen des Klimawandels auf globaler und regionaler Ebene abschätzen.  kennen die Stossrichtungen der nationalen und internationalen Klimapolitik. Querverbindungen zu Chemie, Physik und Wirtschaft Fachlehrpläne | 114 Die Lerngebiete der 3. Klasse befassen sich mit ausgewählten Aspekten der Globalisierung. 1. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie Entwicklung der Weltgesell-  Globale Verteilung von Wohlstand und Armut  Entwicklungstheorien  Entwicklungszusammenarbeit  Welthandelsbeziehungen und Weltwirtschaftspolitik  können räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene beschreiben und deren Ursachen ver-  können Entwicklungstheorien vergleichend erläutern.  können unterschiedliche Entwicklungswege auf ihre ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit hin beur-  kennen Formen der Entwicklungszusammenarbeit und können Projektbeispiele vergleichen.  können die Stellung von ausgewählten Ländern in globalen Märkten beschreiben. Querverbindungen zu Geschichte und Wirtschaft 2. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie Regionales Fallbeispiel Regionales Fallbeispiel, z.B. Brasilien, USA, Indien, China  können die bisher erworbenen Kompetenzen aus physischgeografischen und humangeografischen Bereichen an einem regionalen Beispiel anwenden. Querverbindungen zu Geschichte, Wirtschaft und Recht 3. Lerngebiet: Schnittstelle Humangeografie/Physische Geografie Rohstoffe und Energie  Rohstoffe, Reserven, Recycling  Energie  Energie- und Rohstoffpolitik  können die Entstehung und Endlichkeit fossiler Energieträger nachvollziehen.  können Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung beurteilen.  können die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Rohstoffen analysieren und bewerten. Querverbindungen zu Chemie, Physik, Wirtschaft und Recht Fachlehrpläne | 115 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GEOGRAFIE Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfachs. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich sowohl mit Fragestellungen aus der physischen Geografie als auch aus der Humangeografie intensiv auseinander. Sie arbeiten häufig selbständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet und üben dadurch akademische Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen, aber auch der Vermittlung methodischer Kompetenzen soll dabei besonderes Gewicht beigemessen werden. Originale Begegnungen (z.B. Exkursionen, Besichtigungen, Treffen mit Experten) konkretisieren den theoretischen Teil des Unterrichts. Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders die nachfolgenden Bereiche und Kompetenzen (o.Ä.). Analytische Fähigkeiten  Räumliche Informationen in konkreter und abstrahierter Form verstehen  Komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen  Theoriebezogen analysieren und argumentieren  Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftl ichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen  Wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen  Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfragen  Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und inte rpretieren  Elektronische Informationsmittel nutzen (3) Querverbindung zu anderen Fächern Physik, Chemie, Biologie, Wirtschaft und Recht, Geschichte Fachlehrpläne | 116 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. Sowohl physisch-geografische als auch humangeografische Themen sollen behandelt werden. 1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie  Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie, z.B. Naturgefahren, Ressourcen, Energie, Geologie der Schweiz (nicht abschliessend)  Vertiefung ausgewählter Analysemethoden  können in Zusammenhängen denken, Modelle bilden und damit argumentieren.  können geografische Informationsmittel und Forschungsmethoden anwenden.  können Folgen von Prozessen abschätzen  können Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen.  können quantitative und qualitative Methoden der Geografie auf ausgewählte Fragestellungen anwenden (z.B. Ökobilanzen, Stoffflussanalysen, Risikoanalysen). 2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie  Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie, z.B. Stadtgeografie, Tourismus, aktuelle politische Konflikte, Raumplanung (nicht abschliessend)  Schnittfelder zwischen verschiedenen Teilgebieten  können aktuelle weltpolitische Ereignisse – insbesondere raumbezogen – analysieren.  können in Zusammenhängen denken, Modelle bilden und damit argumentieren.  können Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen.  können eigene und fremde Standpunkte hinterfragen und beurteilen.  können geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder, Texte oder Grafiken interpretieren. Fachlehrpläne | 117 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH GESCHICHTE Wochenstunden 2 2 2 2 Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität) in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein und sind in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen. Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 41 Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders:  Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen  Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen  Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten  Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln  Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen  Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln  Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen  Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können  Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen  Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 41 Fachlehrpläne | 118 Pro Semester werden mindestens zwei schriftliche Arbeiten bewertet. Die mündliche Mitarbeit wird in die Leistungsbeurteilung einbezogen. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts werden Einsichten, Materialien, Medien und fachspezifische Methoden anderer Fächer zu vertiefter Einsicht in historische Fragestellungen genutzt. In den schulinternen Spezialwochen wird fächerverbindender Unterricht gepflegt, dessen Leitfrage zum einen aus einer historischen Fragestellung erwächst oder der zum anderen von zentralen Problemen der Gegenwart ausgeht und Sinn- und Ursachenzusammenhänge zur Geschichte herstellt. Geschlechterspezifische Fragestellungen werden an geeigneten Beispielen explizit thematisiert, damit ein Mitbedenken von Geschlecht in historischen Zusammenhängen zur Selbstverständlichkeit wird. (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Die Lernenden sollen den kritischen Umgang mit eigen- und fremdsprachlichen Quellen und Informationen erlernen. Der Vorgang des Recherchierens, Bibliographierens und Zitierens soll entsprechend wissenschaftlichen historischen Methoden propädeutisch geübt werden. Fachlehrpläne | 119  Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit  Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher)  Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder, Spiele, Comics, Games)  den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern.  die Absicht des Verfassers kritisch hinterfra-  Aussagen nicht wissenschaftlicher Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Spiele, Comics, Games) systematisch analysieren, interpretieren und deren Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Geschichtsbildes reflektieren. (IB-Klasse Anpassung dieses Lerngebietes an "course outline" vom Mai 2010)  Ursachen, Auswirkungen und Ende des Kalten Krieges  Annäherungen und Kollisionen in der Welt 1989–2001  Geschichte der islamischen Welt  Kennzeichen, Probleme und zeitliche Strukturen des Prozesses der weltweiten Blockbildung (politisch-ideologisch, ökonomisch, kulturell-sozial, technologisch-wissenschaftlich) aus verschiedenen Perspektiven analysieren und darstellen.  die Neuordnung der Welt nach 1989 verstehen und neue politische, gesellschaftliche, ökonomische und technologischwissenschaftliche Herausforderungen be-  Deutungen der muslimischen Tradition und Islamwissenschaft zur Entstehung und Ausbreitung des Islam nennen und diskutieren.  Diskussionen von ökonomischen, kulturellen und politischen Ursachen für die Stagnation eines einst blühenden Kulturraumes zusammenfassen und reflektieren.  verschiedene Themen des aktuellen Umgangs mit dem Islam in der Schweiz darlegen und diskutieren.  allgemein das Verhältnis von Religion und Staat reflektieren. Fachlehrpläne | 120  Geschichtsschreibung allgemein  Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft  Methodische Zugänge der Geschichtswissen-  die Bedeutung der Geschichte für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und ihre Abgrenzung nach aussen darlegen.  an Beispielen aufzeigen, wie die Geschichte politisch instrumentalisiert werden kann.  eigene Vorurteils- und Urteilsstrukturen reflek- Fachlehrpläne | 121  Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit  Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher)  Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder, Spiele, Comics, Games)  die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern.  aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen.  eigen- wie fremdsprachliche Materialien jeglicher Art vergleichen und Aspekte dieser Deutungen an Beispielen zeitgenössischer Quellen diskutieren (IB-Klasse Anpassung dieses Lerngebietes an "course outline" vom September 2010)  Tradition und Revolution in China  Grundzüge indischer Geschichte  Grundzüge afrikanischer Geschichte  wichtige Phasen und Charakterisierungen der historischen Entwicklung Chinas und Indiens anand von Auszügen aus Darstellungen populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Art unterscheiden und ihre Bedeutung für den weiteren Verlauf der jeweiligen Geschichte einschätzen.  Einschätzungen der Bedeutung Chinas und Indiens in der aktuellen weltpolitischen Konstellation beschreiben und reflektieren.  Aspekte der aktuellen und grundsätzlichen Problematik im Umgang der Schweiz mit China und Indien darlegen.  erläutern, wie eine Persönlichkeit die Geschicke Chinas und Indiens nachhaltig prägen konnte.  Deutungen des transatlantischen Sklavenhandels und des Kolonialsystems nennen und vergleichen sowie auf Fragestellungen und Orientierungen befragen.  den Vorgang und die Problematik der Dekolonisation an ausgewählten Beispielen aus Afrika beschreiben und reflektieren.  europäische Afrikabilder anhand von Auszügen aus Darstellungen verschiedenster Art Fachlehrpläne | 122 analysieren und reflektieren.  Formen und Bedingungen eines Kulturkontaktes darlegen und diskutieren.  Geschichtsschreibung allgemein  Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft  Methodische Zugänge der Geschichtswissen-  darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann.  klassische eurozentrische Sichtweisen relativieren.  durch den vergleichenden Blick mit der europäischen Geschichte Besonderheiten ableiten, welche durch die sozialräumlichen Lebensbedingungen, v.a. durch Klima, Bodenbeschaffenheit, Bevölkerungsentwicklung, verursacht sind. Fachlehrpläne | 123 (IB-Klasse gemäss "course outline" vom Mai 2010)  Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit  Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher)  Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder, Spiele, Comics, Games)  eine umfassende Quellenkritik leisten.  aus dem eigenen Erkenntnisinteresse begründete Fragen an Quellen formulieren.  selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten.  Grundlegung Europas in Antike und Mittelalter  Das Ende „Alteuropas“ und der Beginn der Moderne  Europäisierung der Welt  Kampf der Ideologien  erkennen, dass in der griechisch-römischen Antike diverse Grundlagen der europäischen Kultur gelegt wurden, sowie die Rezeption der griechisch-römischen Antike an ausgewählten Beispielen erläutern und kritisch re-  Erklärungsmodelle mittelalterlicher Grundlagen eines europäischen Sonderweges referieren.  die Bedeutung der sogenannten Epochenwenden um 1500 sowie um 1800 anhand von Primär- und Sekundärliteratur darlegen und problematisieren sowie deren Folgen auch weltweit erläutern.  mit Hilfe von wissenschaftlicher Literatur einen Überblick über den Industrialisierungsprozess geben, nach regionalen Ausbreitungsgebieten, sektoralen Bereichen und Intensitätsgraden.  den Begriff “Nation” diskutieren, den Prozess der Nationsbildung verstehen und mit Beispielen aus anderen Weltregionen verglei-  Ursachen, Hintergründe und Folgen der imperialistischen Bestrebungen analysieren.  die Vorgehensweise und die Mittel totalitärer Diktaturen erkennen und diskutieren.  Individualschuld, Kollektivschuld und histori- Fachlehrpläne | 124 sche Verantwortung problematisieren.  Geschichtsschreibung allgemein  Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft  Methodische Zugänge der Geschichtswissen-  mehrere gängige Periodisierungen europäischer Geschichte samt ihren Charakteristika erläutern und die ihnen zugrunde liegenden Kriterien, Perspektiven und Probleme diskutie-  darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet.  wesentliche bei der historischen Forschungsarbeit verwendete Methoden und Arbeitstechniken sowie die ihnen zugrunde liegenden erkenntnistheoretischen Prämissen erläutern, reflektieren und partiell selbst anwenden. Fachlehrpläne | 125 (IB-Klasse gemäss "course outline" vom Mai 2010)  Quellen und Zeugnisse der Vergangenheit  Darstellungen (wissenschaftliche Werke und Schulbücher)  Nicht-wissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte (z.B. Spielfilme, Belletristik, Lieder, Spiele, Comics, Games)  eine umfassende Quellenkritik leisten und die doppelte Perspektivität von Quellen theoretisch  selbständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zu historischen Kontexten herstellen.  den Prozess der fachwissenschaftlichen Erstellung historischen Wissens skizzieren und nachvollziehen sowie an begrenzten ausgewählten Beispielen auch selbst durchführen und die Ergebnisse derartiger Forschungsarbeit hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und Relevanz reflektie-  Kulturelle und soziale Gräben: Die Schweiz im kurzen 20. Jahrhundert  Aufstieg der Vereinigten Staaten zur Weltmacht  Nord- und Südamerika im Vergleich  Amerikanisierung der Alltagskultur  ausgehend von aktuellen Fragestellungen wichtige Entwicklungslinien der Schweizer Geschichte im 20. Jahrhundert nachzeichnen und unter Einbezug neuer Forschungsergebnisse diskutieren.  anhand jüngster Publikationen und Ausstellungen (z.B. Landesmuseum) den Prozess der Mythenbildung nachvollziehen und ver-  den gesellschaftlichen Wandel seit dem 19. Jahrhundert nachzeichnen sowie den Kampf um politische wie auch wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung nachvollziehen.  die Entstehung und Entwicklung eines freiheitlich-demokratischen Staates verfolgen  die Entwicklung der ethnischen Vielfalt und des ethnischen Bewusstseins sowie der verschiedenen Wege ihrer politischen Bewältigung im Laufe der Jahrhunderte darlegen.  anhand vielfältiger Aspekte Anregung, Austausch und Rückkopplung zwischen ameri- Fachlehrpläne | 126 kanischer und europäischer Alltagskultur  Entwicklungsdivergenzen zwischen Nord- und Südamerika vergleichen.  Geschichtsschreibung allgemein  Funktionen der Geschichte in Politik und Gesellschaft  Methodische Zugänge der Geschichtswissen-  erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschafter die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen.  die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit reflektieren.  die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder geschlechtergeschichtlichen) Perspektiven befragen.  vergangene und aktuelle Diskussionen und Bestimmungen über den Bildungswert des Faches sowie Ziele und Inhalte historischen Lernens mit- und nachvollziehen und ein eigenes Urteil zu diesen Fragen begründen. Fachlehrpläne | 127 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH GESCHICHTE Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt. Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen. Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 43 Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders:  Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen  Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen  Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten  Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln  Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen  Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln  Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen  Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können  Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen  Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten Zitat: FB KLT 2011, Dez 2011, S. 43 Fachlehrpläne | 128 Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Ergänzungsfach Geschichte ausgewählten und behandelten Themen (mindestens drei schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die mündliche Mitarbeit wird in die Leistungsbeurteilung einbezogen. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts werden Einsichten, Materialien, Medien und fachspezifische Methoden anderer Fächer zu vertiefter Einsicht in historische Fragestellungen genutzt. Fächerverbindender Unterricht wird nach Bedarf und institutionellen Möglichkeiten gepflegt. Geschlechterspezifische Fragestellungen werden an geeigneten Beispielen explizit thematisiert, damit ein Mitbedenken von Geschlecht in historischen Zusammenhängen zur Selbstverständlichkeit wird. Fachlehrpläne | 129 1 Pflichtoption:  Einführung in die Archivarbeit  Braucht die Geschichte Theorie?  Geschichtsvermittlung ausserhalb des Geschichtsunterrichts  erworbenes theoretisches Wissen der Archivarbeit bei praktischen Übungen erproben und Erfahrungen mit einer kleinen eigenständigen Archivarbeit machen.  Quellenbestände auf selbständig entwickelte Fragestellungen hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und historische Schlüsse  ausgewählte wichtige Positionen historischen Denkens vorstellen und verständlich machen, was Historiker tun, wenn sie Geschichte(n)  geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen.  den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen.  an konkreten selbstgewählten Beispielen der Geschichtsvermittlung ausserhalb des Geschichtsunterrichts (z.B. historische Museen und Ausstellungen; Selbstdarstellung von Gemeinden; historische Belletristik; Geschichte in der Zeitungs- und Zeitschriftenpresse; Geschichte in Film, Funk und Fernsehen) Eigenheiten darlegen und beeinflussende Faktoren Fachlehrpläne | 130 2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft 1 Pflichtoption:  Diskussion und historische Aufarbeitung aktueller politischer und gesellschaftlicher Fragen von nationaler oder internationaler Bedeutung  Historische Wurzeln der Globalisierung  Protestbewegungen  die komplexen Ursachen und Folgen historischer und aktueller Entwicklungen darlegen und aus verschiedenen Blickwinkeln beurtei-  Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur  Eigenheiten nationaler und ev. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.  die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar machen.  den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen. 3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel  Der Mensch in elementaren Situationen 1 Pflichtoption: Geburt und Tod Gruppe und Einzelner Arbeit und Freizeit Mangel und Überfluss Technik und Natur Ordnung und Freiheit Das Fremde und das Eigene  Quellen, die dokumentieren, wie in früheren Zeiten grundlegende Lebensprobleme gelöst wurden, auf ihre Aussagekraft hin beurteilen.  Grundformen wirtschaftshistorischer Statistiken  Kontinuität und Wandel historischer Prozesse des Menschen in elementaren Situationen beispielhaft beschreiben.  die historische und kulturelle Bedingtheit der Verhältnisse des Menschen in elementaren Situationen aus Vergleichen mit anderen historischen Epochen, anderen Gesellschaftsformen und anderen Kulturen herleiten.  Auswirkungen ausgewählter kultur- bzw. mentalitäts- und alltagsgeschichtlicher Entwicklungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft diskutieren. Fachlehrpläne | 131 Lehrplan für das Fach Informatik (ERGÄNZUNGSFACH) Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen. Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar. Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind. Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt. • Probleme analysieren, strukturieren und modellieren • Zu Team- und Projektarbeit bereit sein • Erklärungen und Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich verständlich formulieren • Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen • Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen • Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragen Fachlehrpläne | 132 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte 1.1 Theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten, formale Sprachen, Berechenbarkeit, Komplexitätsklassen) 1.2 Netzwerke (z.B. Netzwerktopologie, synchrone- asynchrone Kommunikation, IPv4 vs. IPv6, Routing, TCP/IP-Stack, Client-Server-Modell) 1.3 Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme, Expertensysteme) 1.4 Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. elementare Schaltalgebra, Funktionsweise eines Prozessors, Logikschaltungen)  aus den behandelten Themen die Bedeutung von fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Komplexität, Deterministik, Protokoll, Subnetz, Register).  aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. Schichtenmodell, Automaten, Client-Server, von- Neumann-Architektur).  aus den behandelten Themen einzelne Beispiele 2. Lerngebiet: Information 2.1 Informationsrepräsentation (z.B. Informationsmenge, Entropie, Komprimierung, Huffman-Code, Format) 2.2 Datenstrukturen & Datenbanken (z.B. strukturierte und dynamische Datentypen, Bäume, Heap, Stack, Datenmodellierung, ER- Modell, Redundanz, Persistenz) 2.3 Datensicherheit (z.B. fehlererkennende bzw. fehlkorrigierende Codes, Prüfziffer, Verschlüsselung)  Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, verschlüsselt).  für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen).  die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurtei-  Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur). Fachlehrpläne | 133 3. Lerngebiet: Automation 3.1 Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Dijkstra, Minimum Spanning Tree, RSA, Huffman, Quicksort, neuronale Netze) 3.2 Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen (z.B. Suchen & Sortieren, Iteration versus Rekursion, Sudoku lösen mit Backtracking) 3.3 Projektentwicklung (z.B. Planung und Entwicklung von kleineren Programmen, Applikationssteuerung durch LeapMotion oder Kinect)  Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren.  gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren.  die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn anwenden.  Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung).  exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren, Suchen).  Informatiklösungen planen und umsetzen. Fachlehrpläne | 134 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH ITALIENISCH ERSTE ZWEI JAHRE FREIFACH Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel, Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persö nlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und mit Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen respektive nicht-literarischen Texten sowie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrganges verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermögl ichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Z usammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes - und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der Italienischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienisc hsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften italienischsprachigen Me nschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Ital ienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit trägt der Italienischunterricht zur allgeme inen Studierfähigkeit bei. Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders: • Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • Das eigene Lernen planen • Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen  Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen  Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen  Ein Sprachbewusstsein entwickeln  Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen Fachlehrpläne | 135  Wörterbücher und Lexika nutzen  Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen  Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen  Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen  Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln  Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln (3) Querverbindungen zu verschiedenen Fächern, wie Geschichte, Geographie, Deutsch, andere Fremdsprachen, Musik Fachlehrpläne | 136 Niveau: A1-A2  Elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Verbformen des Präsens, des passato prossimo und des imperfetto, Pluralbildung der Artikel, Nomen und Adjektive  diese grundlegenden Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden.  Grundwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können  Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars problemlos meistern.  ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und  1000 Wörter (A1-A2) anwenden.  Soziolinguistische Normen  Vergleichende Sprachanalyse  die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen, mit Ausnahme des höflichen Imperativs, usw.) in Alltagssituationen adäquat um-  einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.  relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache Fachlehrpläne | 137  Hören: einfache Texte, Alltagssituationen, Unterricht  Lesen: einfache Texte, Alltagssituationen  Sprechen: Rollenspiele, Unterrichtsgespräch  Schreiben: z.B. Dialoge, Postkarten  einfache Texte (im Lehrmittel) verstehen und deren Inhalt  einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen folgen.  einfache Texte (Speisekarten, Fahrpläne, Mitteilungen und Wetterbericht, einfache literarische Texte, z.B. Mafia, amore e polizia) phonetisch korrekt vorlesen und  sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen.  Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben.  kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und Dialoge); Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen  Lesestrategien: einfache zeitgenössische Texte aus dem Lehrmittel und didaktisierte Texte  La civiltà italiana  einfache Texte verstehen und deren Inhalt wiedergeben; s. auch 2. Lerngebiet, Lesen.  die italienischsprachigen Gebiete der Schweiz benennen und die Wichtigkeit dieser Gebiete resp. der italienischen Sprache für die Schweiz erkennen.  elementare geographische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens (Regionen, Provinzen, Städte, Flüsse usw.)  je nach persönlichem Interesse über unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geographie, Land und Leute usw.) elementar Auskunft  den Inhalt ausgewählter stufengerechter Canzoni und Filmsequenzen im Grossen und Ganzen verstehen. Fachlehrpläne | 138 Niveau: A1-A2  Weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Anwendung des imperfetto, passato prossimo und trapassato prossimo, Formen und Gebrauch des futuro und des condizionale, Passiv, Pronomen, Adjektiv und Adverb  anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden.  Grund- und Aufbauwortschatz  Klassenvokabular (besonders im Zusammenhang mit Lektüre)  einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen.  Begriffe einfach umschreiben.  ausgewählte typische Redewendungen  2000 Wörter aktiv und korrekt anwenden.  Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln  Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.  semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und einsetzen.  anspruchsvollere Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Fachlehrpläne | 139  Hören: Dialoge und Originalaussagen oder ausgewählte Canzoni bzw. Filme, komplexere Unterrichtssprache  Sprechen: Rollenspiele, Unterrichtsgespräch, erste einfache Vorträge  Lesen: vereinfachte und einfache Texte  Schreiben: Briefe, E-Mails (Privatkorrespondenz) sowie Zusammenfassungen und Stellungnahmen  ausgewählte einfachere Dokumente im Wesentlichen verstehen.  zunehmend zusammenhängend sprechen, sich spontan unterhalten, sich vorstellen, über Hobbys, Interessen und Erfahrungen sprechen, kurze Geschichten erzählen.  einfachere Referate zu verschiedenen Themen halten, u.a. zu wichtigen Namen und Begriffen der italienischsprachigen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.).  den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und die eigene Meinung dazu äussern.  Kurzgeschichten, kleine Romane, Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften  Texte zu vertrauten Themen verfassen.  Literaturgeschichte: didaktisierte Texte und Kurzgeschichten in Originalfassung, z.B. Calvino  Ausgewählte literaturgeschichtliche Kenntnisse  La civiltà italiana  Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren, Handlungsmotive und deren Konsequenzen für die Handlung  erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur  gesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu eine eigene Meinung äussern.  zu einigen bedeutenden Vertretern der italienischen Musik und des italienischen Films einen persönlichen Bezug herstellen und zum Ausdruck Fachlehrpläne | 140 Niveau: A2-B1  Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Formen und Anwendung des congiuntivo und concordanza dei tempi  vertiefte grammatikalische Kenntnisse an-  Themen- und textbezogener  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  nebst dem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen anwenden und diesen selbständig festigen.  2500 Wörter (B1) aktiv und korrekt anwen-  Stil und Register  Verwendung von Hilfsmitteln  verschiedene Sprachebenen identifizieren.  gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen.  sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen.  komplexe Sätze aus der Muttersprache ins Italienische übersetzen. Fachlehrpläne | 141  Hören: Originalbeiträge (Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme  Sprechen: Diskussionen, Vorträge zu literarischen und nicht-literarischen  Lesen: verschiedene Textgattungen (Novellen, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti)  Schreiben: unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte, Schreibstrategien  den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachlichen im Wesentlichen folgen und sie sinngemäss verstehen.  spontan und klar die eigene Meinung  sich zu diversen Themen äussern (Vorbereitung auf eine allfällige Maturitätsprüfung).  Texte lesen und verstehen.  sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen (Vorbereitung auf eine allfällige Maturitätsprüfung).  Briefe, Buchbesprechungen und kürzere Aufsätze verfassen.  Methoden der Literaturanalyse und -  Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren  Literaturgeschichte: Kurztexte, Erzählungen, Romane des 20. bis 21. Jahrhunderts mittleren Schwierigkeitsgrades z.B. Ginzburg, Moravia, Benni, Pirandello, Baricco  La civiltà italiana  einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu analysieren und zu interpretieren.  Handlungsablauf, Figurenkonstellation, Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung erklären.  sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.  einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und  ausgewählte Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens erklären.  sich die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft bewusst machen.  sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu Fachlehrpläne | 142 Niveau: B1-B2  Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen, das Verb und seine Ergänzungen  selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.  Erweiterter Wortschatz  Vernetzung des Wortschatzes, z.B. in Wortfamilien, Synonyme und Antonyme, Definitionen, Paraphrasen etc.  ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.  den Wortschatz differenzieren und den neu  mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschlies-  mindestens 3000 Wörter (B2) aktiv und korrekt anwenden.  Stil und Register  Selbstkorrektur  Rhetorik  unterschiedliche Sprachebenen identifizie-  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen  gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der Standardsprache erkennen.  Sätze auf dem Schwierigkeitsniveau einer Maturitätsprüfung aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Fachlehrpläne | 143  Hören: authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge, komplexe  Sprechen: Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen, z.B. Gespräch mit Italienischsprachigen, komplexere Vorträge zu literarischen (Maturalektüre) und nicht-literarischen  Lesen  Schreiben: Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe  regional oder dialektal gefärbtes Italienisch identifizieren.  authentischen Redebeiträgen weitgehend mühelos folgen.  längere, komplexe Präsentationen  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.  sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken.  die eigene Meinung und Gefühle spontan und fliessend äussern.  sich zu diversen Themen gewandt und kompetent äussern.  sich mittels individueller Lektüren selbständig auf allfällige Maturitätsprüfungen vorbereiten.  ausgewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen und  komplexe, längere Texte verfassen, auch als Vorbereitung auf die schriftlichen Maturitätsprüfungen.  Methoden der Literaturanalyse und -  Literaturgeschichte: Texte aller Gattungen, auch aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert (exemplarisch), z.B. Dante, Goldoni, Manzoni  Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext  La civiltà italiana: typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt, z.B. Stereotypen der italianità,  ausgewählte Ansätze der Textinterpretation anwenden.  wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.  Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln erkennen und  den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern.  ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt kontextualisieren und erörtern, z.B. in Fachlehrpläne | 144 Einwanderung; wichtige Epochen der italienischen Geschichte, z.B. Rinascimento, Risorgimento, Questione Meridionale, Fascismo, Berlusconismo den Bereichen Kunst, Architektur, Film (bedeutende Regisseure), Musik. Fachlehrpläne | 145 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH ITALIENISCH Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel, Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er trägt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortungsbewusst mit Sprache und Menschen fremder Kulturen umgehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier Grundfertigkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schüleri nnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische Wahrnehmungs - und Urteilsfähigkeit in der kreativen Auseinandersetzung mit literarischen respektive nicht literarischen Texten s owie im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des Lehrganges verfügen sie über erweiterte Sprac hkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermögl ichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Bildung und Arbeit innerhalb und ausserhalb der La ndesgrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes - und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der Italienischunterricht einen wesentlichen Beitrag zur mehrsprachigen und kulturell vielfältigen Ident ität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die Neugierde und die Sensibilität für die italienisc hsprachigen Landesregionen und die in der ganzen Schweiz wohnhaften italienischsprach igen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht legen überdies den Grundstein für ein angemess enes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Ital ienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit trägt der Italienischunterricht zur allgemeinen Studierfähigkeit bei. Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders:  Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkenn en  Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Das eigene Lernen planen  Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen  Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein  Sich im Unterricht aktiv einbringen  Sich in einer Fremdsprache differenziert ausdrücken und verständigen  Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen  Ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln  Das vergleichende Sprachdenken weiterentwickeln Fachlehrpläne | 146  Wörterbücher und Lexika nutzen  Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen  Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen  Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen  Zu Kreativität und intellektueller Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge gelangen  Ein ausgeprägtes Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Fachlehrpläne | 147 Niveau: B1 – B2  Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln, z.B. Formen und Anwendung des congiuntivo, concordanza dei tempi, passivo, gerundio  vertiefte grammatikalische Kenntnisse an-  Erweiterter Aufbauwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können  nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz (zu Themen aus Literatur und Kunstgeschichte) anwenden und diesen selbständig ausbauen.  Stil und Register  Verwendung von Hilfsmitteln  Übersetzen (optional)  verschiedene Sprachebenen unterscheiden.  gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.  einfache soziolinguistische Probleme erkennen (optional).  sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.  ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens  ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens Fachlehrpläne | 148 Niveau: B1 – B2  Hören: Originalbeiträge (Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme  Sprechen: Diskussionen, Vorträge zu literarischen und nicht-literarischen  Lesen: verschiedene Textgattungen (Novellen, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und Opernlibretti)  Schreiben: Briefe, Film- und Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays  den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen folgen und Spielfilme verstehen (Globalverständnis).  einem angeregten Gespräch unter Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen.  in Diskussionen klar und nuanciert die eigene Meinung äussern.  sich in Vorträgen zu literarischen und nicht-literarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern (Vorbereitung auf die Maturitätsprüfungen).  Texte lesen und verstehen.  sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen (Vorbereitung auf die Maturitätsprüfungen).  Texte zu komplexeren Themen  Methoden der Literaturanalyse und -  Literaturgeschichte: verschiedene Textgattungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert sowie exemplarisch aus früheren Jahrhunderten  La civiltà italiana: Dokumente zu Momenten der Geschicht der Südschweiz und Italiens (Staatsgründung, Nord-Süd- Problematik, Mafia)  einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu analysieren und zu interpretieren.  sich selbständig mit einem literarischen Werk beschäftigen.  einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben.  einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und  wichtige Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens erklären und gewichten.  sich die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft bewusst machen (optional).  sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu Fachlehrpläne | 149 kritisch sowie differenziert Stellung Fachlehrpläne | 150 Niveau: B2  Morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln für fortgeschrittene Lernende  selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen.  Wortschatz für fortgeschrittene Lernende  ihren Wortschatz selbständig vertiefen und erweitern, auch im Hinblick auf die Maturitätsprüfungen (und eventuell auf Sprachdiplome wie PLIDA, CELI B2, evtl. C1).  Stil und Register  Verwendung von Hilfsmitteln  Übersetzen (optional)  bewusst verschiedene Sprachebenen unter-  wichtige Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen.  soziolinguistische Probleme erkennen und bewerten (optional).  sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen.  ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens  Sätze auf Schwierigkeitsniveau einer Maturitätsprüfung aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Fachlehrpläne | 151  Hören: authentische, schnell gesprochene Redebeiträge, komplexe Präsentationen (PLIDA, CELI B2 – C1)  Sprechen B2: Gespräch mit Italienischsprachigen, anspruchsvollere Vorträge zu literarischen (Maturalektüren) und nicht-literarischen  Lesen B2 – C1  Schreiben B2: Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe  Besonderheiten eines regional oder dialektal gefärbten Italienisch erkennen.  Redebeiträgen mühelos folgen.  aktiv an einem Gespräch unter Italienischsprachigen teilnehmen, Meinungen und Gefühle recht flüssig und grammatikalisch weitgehend korrekt äussern, ohne lange nach Worten ringen zu müssen.  sich zu anspruchsvollen Themen weitgehend fehlerfrei und kompetent  sich mittels individueller Lektüren selbständig auf die Maturitätsprüfungen vorbereiten.  auch Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen, zusammenfassen und analysieren.  komplexe, längere Texte weitgehend fehlerfrei verfassen, auch als Vorbereitung für die schriftlichen Maturitätsprüfungen (PLIDA, CELI).  Methoden der Literaturanalyse und -  Literaturgeschichte: Texte aller Gattungen, auch aus früheren Epochen, literarische Strömungen (z.B. trecento, sette- e ottocento: Dante, Petrarca, Boccaccio, Goldoni, Manzoni, Verga)  La civiltà italiana  verschiedene Ansätze der Textinterpretation anwenden.  stilistische und rhetorische Mittel  Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen.  ausgewählte Textpassagen aus Prosa und Theatertexten szenisch umsetzen  Texte aus diversen Epochen anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln erkennen, einordnen  verschiedenste Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und erörtern: Kunst, Fachlehrpläne | 152 Architektur, Film (bedeutende Regisseure), Musik.  Studienreisen (Spezialschulwochen u.Ä.) weitgehend selbständig organisieren (optional).  anlässlich von Studienreisen kompetent durch Ausstellungen o.Ä. führen Fachlehrpläne | 153 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MATHEMATIK (1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach) 1. Klasse:  Nachfrage, Angebot (lineare Funktionen; WIR)  Wurfparabel (Quadratische Funktionen; Sport)  Optimierung (Quadratische Funktionen; WIR)  Vergrössern, verkleinern (Strahlensätze, Ähnlichkeit; BIG, BIO) 2. Klasse:  Optik (Trigonometrie; PHY)  Schwingungen (Trigonometrie; PHY)  Druck, Temperatur, Bevölkerungswachstum (Exponentialfunktionen; GEO)  Radioaktivität, Temperaturveränderungen (Exponentieller Zerfall; PHY)  Kräfte, Geschwindigkeit (Vektoren; PHY)  Arbeit (Vektoren, Skalarprodukt; PHY)  Rentenrechnung (Zahlenfolgen, Finanzmathematik; WIR)  Häufigkeitsanalyse (beschreibende Statistik; Sprachfächer) 3. Klasse:  Ort-Zeit, Geschwindigkeit-Zeit (Differentialrechnung; PHY)  Optimierung (Differentialrechnung; WIR, PHY)  Nachvollziehbares Begründen (Differentialrechnung; DEU) 4. Klasse:  Arbeit (Integralrechnung; PHY)  Spielpläne (Kombinatorik; Sport)  Problemlösung durch Ausprobieren aller Möglichkeiten (Kombinatorik; INF)  Fehlerrechnungen (Stochastik; BIO, PHY)  Räumliche Studien (z.B. Projektionen, Spiegelungen) (Vektoren; BIG) (2) ICT-Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme, usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in vielen mathematischen Themen integrierender Bestandteil.  in einfachen Situationen die Berechnungen von Hand durchführen.  den Taschenrechner sinnvoll einsetzen. (3) Basale fachliche Kompetenzen Alle basalen fachlichen Kompetenzen sind mit der Abkürzung (bfK) gesondert gekennzeichnet. Fachlehrpläne | 154  Zahlbereiche  Irrationalität  Potenzen  Wurzeln  Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.  natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)  aus unlösbaren Gleichungen in einem Zahlbereich die Notwendigkeit zur Erweiterung der Zahlbereiche herleiten.  mit einem indirekten Beweis zeigen, dass z.B. √2 eine irrationale Zahl ist.  den natürlichen Potenzbegriff auf Potenzen mit ganzen und rationalen Exponenten erweitern.  die Potenzgesetze herleiten und zur Umformung von Termen anwenden.  die Wurzelgesetze begründen und zur Umformung von Termen anwenden. 2. Lerngebiet: Funktionen  Begriff der Funktion  Lineare Funktionen  Quadratische Funktionen  Potenzfunktionen  erklären, was eine Funktion ist. (bfK)  unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen.  Funktionen auswerten und grafisch darstellen. (bfK)  spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)  Graphen linearer Funktionen zeichnen.  die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt und die Steigung gegeben sind. (bfK)  Funktionsgleichungen für das lineare Wachstum aufstellen.  das lineare Wachstum in verschiedenen Bereichen anwen-  einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind.  Graphen quadratischer Funktionen zeichnen. (bfK)  den Scheitelpunkt einer Parabel bestimmen. (bfK)  die Gleichungen verschobener und horizontal oder vertikal gespiegelter Parabeln aufstellen. (bfK)  Potenzfunktionen an ihrer grafischen Darstellung erkennen. (bfK) 3. Lerngebiet: Gleichungen  Lineare Gleichungen  Lineare Gleichungssysteme  Quadratische Gleichungen  geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren. (bfK)  Gleichungen und Gleichungssysteme äquivalent umformen. Fachlehrpläne | 155  Äquivalenz-, Gewinn-, und Verlustumformungen unterscheiden. (bfK)  lineare Gleichungen auflösen. (bfK)  Gleichungen mit einem Parameter durch Fallunterscheidung  typische Gleichungen mit Hilfe von sinnvollen Substitutionen  Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme erklären.  lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten auflösen sowie solche mit zwei Unbekannten geometrisch erklären. (bfK)  die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersu-  die Auflösungsformel für quadratische Gleichungen anwenden und ihre Herleitung erklären. (bfK)  die Anzahl der Lösungen quadratischer Gleichungen bestimmen.  einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen. (bfK)  die Lösungen der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den Nullstellen der quadratischen Funktion bringen. (bfK) 4. Lerngebiet: Geometrie  Geraden in der Ebene  Strahlensätze  Ähnlichkeit  die gegenseitige Lage von Geraden aufgrund der Koordinatengleichung bestimmen (Orthogonalität, Parallelität).  den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. (bfK)  die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung  die Herleitung der Strahlensätze erklären. (bfK)  Strahlensätze in typischen Situationen anwenden. (bfK)  eine Implikation eines Satzes und seine Umkehrung auseinanderhalten (z.B. Satz des Pythagoras, 1. und 2. Strahlensatz). (bfK) Fachlehrpläne | 156  Zahlbereiche  Logarithmen  Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.  natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK)  erklären, wie der Logarithmus einer Zahl zu einer gegebenen Basis definiert ist. (bfK)  die Logarithmusgesetze herleiten und zur Umformung von Termen anwenden.  Logarithmen zu beliebigen Basen berechnen. 2. Lerngebiet: Funktionen  Umkehrfunktion  Exponentialfunktionen  Logarithmusfunktionen  Trigonometrische Funktio-  Funktionstransformationen  spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK)  angeben, wann die Umkehrung einer Funktion wieder eine Funktion ist.  zu gegebenen Funktionen Umkehrfunktionen bestimmen.  die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklären.  Exponential- und Logarithmusfunktionen an ihrer graphischen Darstellung erkennen. (bfK)  Funktionsgleichungen für das exponentielle Wachstum und den exponentiellen Zerfall aufstellen. (bfK)  das exponentielle Wachstum in verschiedenen Bereichen anwenden. (bfK)  die Äquivalenz von prozentualem Wachstum und exponentiellem Wachstum erklären.  erklären, welcher Zusammenhang zwischen den Graphen von f(x) und f(x-a), f(x)+a, a·f(x), f(a·x), f(-x), -f(x) besteht.  die grafischen Darstellungen der trigonometrischen Funktionen erklären, insbesondere Periodizität und Symmetrien.  einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. 3. Lerngebiet: Gleichungen  Exponentialgleichungen  Trigonometrische Gleichun-  geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren. (bfK)  Äquivalenz-, Gewinn-, und Verlustumformungen unterscheiden. (bfK)  Gleichungen mit einem Parameter durch Fallunterscheidung  typische Gleichungen mit Hilfe von sinnvollen Substitutionen  einfache Exponentialgleichungen mit Hilfe von Logarithmen Fachlehrpläne | 157 lösen und insbesondere Halbwerts- und Verdoppelungszeiten berechnen. (bfK)  alle Winkel zum vorgegebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden, und z.B. Gleichungen der Form sin(a·x+b)=c lösen. (bfK) 4. Lerngebiet: Geometrie  Trigonometrie  die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck und im Einheitskreis definieren. (bfK)  Seitenlängen und Winkel von Dreiecken berechnen und die Herleitung der verwendeten Formeln erklären. (bfK)  das Bogenmass verwenden. (bfK) 5. Lerngebiet: Vektorgeometrie  Vektoren  den Begriff des Vektors erklären. (bfK)  Vektoren rechnerisch und grafisch addieren, subtrahieren und mit einer Zahl multiplizieren. (bfK)  zweidimensionale Vektoren rechnerisch und grafisch nach zwei vorgegebenen Richtungen zerlegen. (bfK)  räumliche Situationen anschaulich darstellen.  dreidimensionale Darstellungen interpretieren.  das Skalarprodukt zweier Vektoren ausrechnen und zur Berechnung von Zwischenwinkeln und zur Lösung von Orthogonalitätsproblemen einsetzen. (bfK) 6. Lerngebiet: Zahlen Zahlenfolgen  Zahlenfolgen  Arithmetische Folgen  Geometrische Folgen  Grenzwerte von Zahlenfol-  die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen aufschreiben.  mit dem Summenzeichen umgehen. (bfK)  erklären, was eine Reihe ist. (bfK)  arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. (bfK)  geometrische Folgen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. (bfK)  den Barwert bei periodischen Zahlungen in der Finanzmathematik berechnen.  an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden endlich sein kann.  die Begriffe konvergent, divergent und Grenzwert erklären.  die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen berech- Fachlehrpläne | 158 7. Lerngebiet: Stochastik Beschreibende Statistik  Statistiken  Lage- und Streumasse  die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken lesen.  die gängigen Lage- und Streumasse interpretieren und anwenden. (bfK) Fachlehrpläne | 159  Zahlbereiche Die Schülerinnen und Schüler können  Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.  natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK) 2. Lerngebiet: Funktionen  Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können  erklären, was eine Funktion ist. (bfK)  spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK) 3. Lerngebiet: Analysis Differentialrechnung  Grenzwerte von Funktionen  Begriff der Ableitung  Rechnen mit Ableitungen  Ausgezeichnete Kurvenpunkte  Extremwertprobleme  Anwendungen  Grenzwerte von Funktionen berechnen.  die im Zusammenhang mit Grenzwerten wichtigsten Notationen anwenden.  Erkennungsmerkmale für stetige Funktionen angeben.  Ableitung als momentane Änderungsrate erklären. (bfK)  die Ableitung an einer Stelle grafisch als Tangentensteigung erklären. (bfK)  Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen.  zu einem gegebenen Funktionsgraph qualitativ richtig den Graph der Ableitungsfunktion zeichnen.  elementare Funktionen ableiten und die zugrundeliegenden Überlegungen erklären. (bfK)  Summen, Produkte und Quotienten von Funktionen sowie zusammengesetzte Funktionen ableiten und die Herleitung der verwendeten Regeln erklären. (bfK)  die Gleichung einer Tangente und einer Normale an einen Funktionsgraphen aufstellen. (bfK)  Schnittwinkel von Funktionsgraphen berechnen.  die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema und Wendepunkte von Funktionsgraphen nennen und begründen.  Intervalle berechnen, auf denen der Funktionsgraph monoton wächst oder fällt bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist.  Kurvendiskussionen mit Parametern durchführen (Fokus: Polynome).  Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen.  in angewandten Aufgaben Extremwerte bestimmen. (bfK)  die Differentialrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen, z.B. Kinematik, Wirtschaft.  einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. Fachlehrpläne | 160  Zahlbereiche Die Schülerinnen und Schüler können  Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen.  natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. (bfK) 2. Lerngebiet: Funktionen  Funktionen Die Schülerinnen und Schüler können  erklären, was eine Funktion ist. (bfK)  spezielle Punkte eines Funktionsgraphen benennen. (bfK) 3. Lerngebiet: Analysis Differentialrechnung  Grenzwerte von Funktionen  Begriff der Ableitung  Rechnen mit Ableitungen  Ausgezeichnete Kurvenpunkte  Extremwertprobleme  Anwendungen  Kurvendiskussionen mit Parametern durchführen (Fokus: gebrochenrationale Funktionen, Exponentialfunktion).  Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen (Fokus: Polynome, gebrochenrationale Funktionen, Exponentialfunktion).  in angewandten Aufgaben Extremwerte bestimmen. (bfK)  die Differentialrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen, z.B. Kinematik, Wirtschaft.  einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. Integralrechnung  Begriff des Integrals  Rechnen mit Integralen  Näherungsverfahren  Flächen- und Rauminhalte  Anwendungen  das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren. (bfK)  mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen.  das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren. (bfK)  die Aussage, die Bedeutung und die Beweisidee für den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung angeben und den Beweis erklären. (bfK)  die Stammfunktionen elementarer Funktionen angeben.  einen Algorithmus angeben und erklären, der bestimmte Integrale approximativ berechnet.  die Integralrechnung zur Problemlösung in der Physik und anderen Wissenschaften anwenden, z.B. Kinematik, Arbeit.  einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. Fachlehrpläne | 161 4. Lerngebiet: Stochastik Kombinatorik  Kombinatorische Figuren  Anwendungen  die Multiplikationsregel bei mehrstufigen Versuchen anwenden. (bfK)  die Anzahl Möglichkeiten berechnen, wenn eine Anzahl von Elementen auf eine Anzahl von Plätzen angeordnet wird, mit oder ohne Berücksichtigung der Reihenfolge, mit oder ohne Wiederholung.  angewandte Aufgaben lösen. Wahrscheinlichkeitsrechnung  Begriff der Wahrscheinlichkeit  Bedingte Wahrscheinlichkeit  Wahrscheinlichkeitsverteilungen  erklären, was man unter einem Zufallsexperiment, einem Ereignis sowie der relativen Häufigkeit und der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. (bfK)  bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen oder Mehrfeldertafeln einsetzen.  Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten errechnen. (bfK)  abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden  erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. (bfK)  in angewandten Aufgaben Erwartungswerte von Zufallsgrössen bestimmen (z.B. in Spielen).  die Binomialverteilung erklären und anwenden. (bfK)  den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gauss‘sche Glockenkurve beschreiben. (bfK) 5. Lerngebiet: Vektorgeometrie  Punkt, Gerade, Ebene  Gegenseitige Lage  Schnittprobleme  Skalar- und Vektorprodukt  Abstandsprobleme  Kreis und Kugel (optional)  mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und Ebenen be-  räumliche Situationen anschaulich darstellen.  dreidimensionale Darstellungen interpretieren.  die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung  die gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen beschrei-  Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden und Ebenen berechnen. (bfK)  Normalen und Normalebenen angeben.  das Skalarprodukt und das vektorielle Produkt definieren und berechnen sowie Eigenschaften nennen und begründen. (bfK)  Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen berechnen. (bfK)  Kreise in der Grundebene und Kugeln im Raum mit Koordinatengleichungen beschreiben. (optional)  eine Tangentialebene an eine Kugel in einem Kugelpunkt berechnen. (optional) Fachlehrpläne | 162 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK. TEIL MATHEMATIK (1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach) Die Querverbindungen der Anwendungen der Mathematik zur Physik sind in den einzelnen Ler ngebieten aufgeführt. Treffpunkte mit anderen Fächern sind aufgrund der Kursgrup penstruktur der Schwerpunktfächer nicht zu bewerkstelligen. (2) ICT-Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Alg ebra Systeme, usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren oder zu Simulat ionszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil. Fachlehrpläne | 163 A Teilfach Physik B Teilfach Anwendungen der Mathematik 1. Lerngebiet: Lineare Algebra  Matrizen  Matrixoperationen  Determinanten  Eigenwerte und Eigenvekto-  Affine Abbildungen  Fixpunkte und Fixgeraden  Lineare Gleichungssysteme  erklären, was Matrizen sind.  Einheits-, Diagonal-, quadratische, transponierte, symmetrische, invertierbare, reguläre und singuläre Matrizen erkennen und unterscheiden.  mit dem Taschenrechner und bei kleineren Dimensionen von Hand Matrizen addieren, skalar multiplizieren, multiplizieren, invertieren und den Rang einer Matrix bestimmen.  die Rolle der Determinanten bei der Matrizeninversion er-  Eigenwerte und Eigenvektoren – insbesondere zum Eigenwert 1 - von Matrizen bestimmen und anwendungsbezogen deuten.  Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben (z.B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen) einsetzen. (*)  erklären, was eine affine Abbildung der Form ist.  erklären, was eine affine Abbildung der Form ist. (optional)  ebene Affinitätsabbildungen (z.B. Drehstreckungen, Achsenspiegelungen, Projektionen) mit Hilfe von Matrizen beschreiben und deren Fixpunkte bzw. Fixgeraden bestim-  räumliche Affinitätsabbildungen (z.B. Drehstreckungen, Achsenspiegelungen, Ebenenspiegelungen, Projektionen) mit Hilfe von Matrizen beschreiben. (optional)  die geometrische Interpretation der Determinanten für Flächeninhalte oder Volumeninhalte begründen und verwenden. (optional)  Matrizen zum Lösen linearer Gleichungssysteme einsetzen. (optional) 2. Lerngebiet: Komplexe Zahlen  i  Kartesische, Polar- und Exponentialdarstellung  Gauss‘sche Zahlenebene  Grundoperationen  Gleichungen (optional)  Fundamentalsatz (optional)  Folgen und Iterationen (opti-  Geometrie (optional)  die komplexe Einheit definieren.  die Problematik der Schreibweise beschreiben.  die Begriffe „reell“, „imaginär“ und „komplex“ unterschei-  Darstellungen (die kartesische, die Polar- und die Exponentialdarstellung) komplexer Zahlen beschreiben und ineinander umwandeln.  die Grundoperationen (Addition, Multiplikation, Division) anwenden und geometrisch interpretieren. (*)  komplexe Potenzen (Regel von de Moivre) und Wurzeln Fachlehrpläne | 164 berechnen und erklären, wieso sich komplexes Radizieren von reellem Radizieren unterscheidet.  komplexe Zahlenmengen in der Gauss’schen Ebene zeichnerisch darstellen.  Gleichungen (z.B. quadratische, polynomiale, exponentielle, trigonometrische) in der Grundmenge der komplexen Zahlen lösen. (optional)  die Aussage des Fundamentalsatzes erklären. (optional)  komplexe Folgen und Iterationen berechnen und untersuchen. (optional)  reelle, zweidimensionale geometrische Probleme mit Hilfe komplexer Zahlen bearbeiten. (optional) 3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der folgenden Liste 3.1 Kegelschnitte (Pflicht-Option)  Ellipse, Hyperbel, Parabel  Brennpunkte  Koordinatengleichungen  Tangentenprobleme  Konstruktionen (optional)  Polarkoordinaten (optional)  verschiedene Beschreibungen der Kegelschnitte erklären und die Äquivalenz der Beschreibungen in einigen Fällen  Kegelschnitte mit Koordinatengleichungen beschreiben und mit diesen algebraisch umgehen.  die allgemeine Gleichung zweiten Grades untersuchen und insbesondere Punkte und Geraden als Grenzfälle von Kegelschnitten erkennen. (optional)  die Gleichungen von Tangenten an Kegelschnitte berech-  die Brennpunkteigenschaften erklären und deren Anwendungen beschreiben. (*)  Kegelschnitte und Tangenten an Kegelschnitte konstruieren. (optional)  Kegelschnitte in Polarkoordinaten darstellen, um z.B. die Kepler’schen Gesetze herzuleiten. (*) (optional) 3.2 Sphärische Geometrie (Pflicht-Option)  Kugelgeometrie  Sphärische Abstände  Sphärische Dreiecke  Astronomie (optional)  Konstruktionen (optional)  die Unterschiede zwischen sphärischer und Euklidischer Geometrie benennen.  den Sinussatz, den Seitenkosinussatz und Winkelkosinussatz verwenden und deren Herleitung erklären.  Längen und Winkel von Kugeldreiecken berechnen  einige navigatorische Probleme lösen, z.B. Abstandsberechnungen, Kurswinkel, Zielkoordinaten, Fahrtdauer.  Winkelsumme und Flächeninhalte sphärischer Dreiecke berechnen. (optional)  die sphärische Trigonometrie in der astronomischen Orts- und Zeitbestimmung nutzen. (*) (optional)  sphärische Konstruktionen durchführen. (optional) Fachlehrpläne | 165 3.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)  Integrationsmethoden  Numerische Integration  Anwendungen der Integralrechnung  unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder Substitution berechnen.  einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.  einige Anwendungen der Integralrechnung erklären. (z.B. Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen). (*) C Gemeinsame Lerngebiete und Fachliche Kompetenzen Die fächerübergreifenden Lerngebiete und die entsprechenden fachlichen Kompetenzen sind unter A und B mit (*) markiert. Fachlehrpläne | 166 A Teilfach Physik B Teilfach Anwendungen der Mathematik 1. Lerngebiet: Differentialgleichung (Wichtig: Das Lerngebiet kann und soll bereits in der 3. Klasse angegangen werden.)  Gewöhnliche Differentialgleichung  Modellbildung  Analytische Lösungsverfah-  Richtungsfeld  Approximative Lösungsverfahren  erklären, was eine Differentialgleichung ist und die Unterschiede zu normalen Gleichungen und Funktionalgleichungen beschreiben.  bei einer gegebenen Differentialgleichung die Ordnung bestimmen.  an Hand konkreter Beispiele erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. (*)  erklären, wieso bei der Modellbildung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind und die Realitätsnähe von konkreten Vereinfachungen beurteilen. (*)  in einigen Problemsituationen Differentialgleichungen herleiten (z.B. mittels Linearisierung, Newton’sche Gesetze) oder gegebene Differentialgleichungen erklären. (*)  separierbare Differentialgleichungen lösen. (*)  lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit der Methode der Variation der Konstanten lösen. (*)  Beispiele von Differentialgleichungen zweiter Ordnung (z.B. Federpendel, Fadenpendel, RCL-Schaltkreis) und deren Lösung erklären. (*)  Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern beschreiben  das Eulerverfahren zur Lösung eines Anfangswertproblems verwenden und die Idee des Algorithmus‘ beschreiben. (*) 2. Lerngebiet: Reihenentwicklung  Potenzreihen  Taylorreihen  Konvergenzbereich  Näherungspolynome  Resttermabschätzung  Fourierreihen (optional)  Potenzreihen definieren, darstellen und auswerten.  Funktionen in Potenzreihen entwickeln. (*)  Taylorpolynome und -reihen mithilfe der Taylor-Formel herleiten und in aufzählender Schreibweise korrekt aufschrei-  Beispiele aus der Physik nennen, bei denen Näherungen mittels Polynomen verwendet werden (z.B. Fadenpendel, klassische und relativistische Mechanik). (*)  eine Herleitung der Taylor-Formel erklären.  aus bekannten Potenzreihen (z.B. geometrische Reihe, Exponential-, Sinus-, Kosinus- und Logarithmusreihe) Potenzreihen für Summen, Produkte, lineare Substitutionen  Potenzreihen mittels Koeffizientenvergleich bestimmen.  in einfachen Fällen Konvergenzbereiche von Potenzreihen Fachlehrpläne | 167  den Restterm als Integral als auch mittels eines Funktionswerts der n+1. Ableitung angeben.  mittels einer Resttermanalyse a priori und a posteriori Fehlerabschätzungen durchführen.  die Regel von de l’Hôpital herleiten und anwenden zur Berechnung unbestimmter Ausdrücke.  das Prinzip der Fourierreihen zur Beschreibung periodischer Bewegungen erläutern. (*) (optional)  Fourierkoeffizienten einiger Signale berechnen (z.B. Dreiecks- oder Rechtecksspannung). (*) (optional) 3. Lerngebiet: Stochastik  Diskrete Zufallsvariablen  Erwartungswert  Standardabweichung  Stetige Zufallsvariablen  Normalverteilung  Standardisierung  Hypothesentests  Vertrauensintervalle  den Begriff der diskreten bzw. stetigen Zufallsvariablen er-  die Begriffe Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung und ihre Bedeutungen bei diskreten Zufallsvariablen erklären und diese Werte berechnen.  mit einigen Verteilungen und ihren Kennzahlen umgehen, insbesondere Gleich-, Binomial- und Normalverteilung.  Rechenregeln für den Erwartungswert und die Varianz verwenden und einige dieser Regeln begründen. (optional)  am exemplarischen Beispiel Normalverteilung die Begriffe Dichtefunktion, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung für stetige Zufallsvariablen erklären.  normalverteilte Zufallsvariablen standardisieren.  die Wahrscheinlichkeiten im Zusammenhang mit normalverteilten Zufallsvariablen mit Hilfe eines Rechners oder einer Tabelle bestimmen. (*)  Hypothesen unter Annahme binomialverteilter oder normalverteilter Prüfvariablen einseitig oder zweiseitig testen.  Fehler 1. und 2. Art beschreiben und beurteilen.  Fehler 1. und – falls möglich – Fehler 2. Art berechnen.  die Formulierungen Hypothesen „beibehalten“, „verwerfen“, „beweisen“ und „widerlegen“ exakt unterscheiden und die zugrunde liegende Erkenntnistheorie beurteilen.  Vertrauensintervalle bei normalverteilten oder binomialverteilten Zufallsvariablen berechnen. 4. Lerngebiet: Weitere Anwendungen Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der folgenden Liste 4.1 Funktionen mehrerer Variablen (Pflicht-Option)  Darstellung  Differentialrechnung  Gradient  Hesse-Matrix  Tangentialebenen  Integration  Funktionen zweier Variablen als Flächen im Raum oder mit Niveaulinien darstellen.  die Definition partieller Ableitungen erklären, partielle Ableitungen beliebiger Ordnung berechnen und korrekt notieren.  die Formeln zur Berechnung von Richtungsableitungen und Tangentenneigungswinkel verwenden und erklären.  die geometrische Bedeutung des Gradientenvektors ver- Fachlehrpläne | 168 wenden und begründen.  Gleichungen von Tangentialebenen berechnen.  die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremal- und Sattelpunkte nennen und zur Berechnung solcher Punkte verwenden.  Extremalprobleme unter Nebenbedingungen lösen. (optio-  Funktionen von mehr als zwei Variablen analytisch untersuchen. (optional)  Integrale mit mehreren Variablen berechnen und anwenden. (optional) 4.2 Numerische Methoden (Pflicht-Option)  Gauss-Elimination  Iterationsverfahren  Numerische Integration  Simulation (optional)  Algorithmen (optional) Die Schülerinnen und Schüler können.  lineare Gleichungssysteme numerisch lösen und den entsprechenden Algorithmus erklären.  Gleichungen oder Gleichungssysteme iterativ lösen und die entsprechenden Algorithmen erklären.  bestimmte Integrale approximativ berechnen und die entsprechenden Algorithmen erklären.  weitere Algorithmen zur Lösung mathematischer Probleme anwenden und erklären. (optional)  Simulationen verwenden und ihre zugrundeliegenden Ideen erklären. (*) (optional) 4.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)  Integrationsmethoden  numerische Integration  Anwendungen der Integralrechnung  unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder Substitution berechnen.  einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.  einige Anwendungen der Integralrechnung erklären (z.B. Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen). (*) C Gemeinsame Lerngebiete und Fachliche Kompetenzen Die fächerübergreifenden Lerngebiete und die entsprechenden fachlichen Kompetenzen sind unter A und B mit (*) markiert. Fachlehrpläne | 169 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH ANWENDUNGEN DER MATHEMA- TIK (1) Querverbindungen zu anderen Fächern (= pro Klasse 1-2 Treffpunkte mit einem anderen Fach) Treffpunkte mit anderen Fächern sind aufgrund der Kursgruppens truktur der Ergänzungsfächer nicht zu bewerkstelligen. (2) ICT-Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme, usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren oder zu Simulat ionszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil. Fachlehrpläne | 170 Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als ideale Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch -naturwissenschaftlicher Richtung. Deshalb soll die Möglichkeit bestehen, nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und Lineare Algebra auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen. 1. Lerngebiet: Lineare Algebra  Matrizen  Matrixoperationen  Determinanten  Eigenwerte und Eigenvekto-  Lineare Gleichungssysteme  erklären, was Matrizen sind.  Einheits-, Diagonal-, quadratische, transponierte, symmetrische, invertierbare, reguläre und singuläre Matrizen erkennen und unterscheiden.  mit dem Taschenrechner und bei kleineren Dimensionen von Hand Matrizen addieren, skalar multiplizieren, multiplizieren, invertieren und den Rang einer Matrix bestimmen.  die Rolle der Determinanten bei der Matrizeninversion er-  Eigenwerte und Eigenvektoren – insbesondere zum Eigenwert 1 - von Matrizen bestimmen und anwendungsbezogen deuten.  Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben (z.B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen) einsetzen.  Matrizen zur Lösung linearer Gleichungssysteme einset- 2. Lerngebiet: Differentialgleichung  Gewöhnliche Differentialgleichung  Modellbildung  Analytische Lösungsverfah-  Richtungsfeld  Approximative Lösungsverfahren  erklären, was eine Differentialgleichung ist und die Unterschiede zu normalen Gleichungen und Funktionalgleichungen beschreiben.  an Hand konkreter Beispiele erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind.  erklären, wieso bei der Modellbildung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind und die Realitätsnähe von konkreten Vereinfachungen beurteilen.  in einigen Problemsituationen Differentialgleichungen herleiten (z.B. mittels Linearisierung, Newton’sche Gesetze) oder gegebene Differentialgleichungen erklären.  separierbare Differentialgleichungen lösen.  Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern beschreiben.  das Eulerverfahren zur Lösung eines Anfangswertproblems verwenden und die Idee des Algorithmus‘ beschreiben. Fachlehrpläne | 171 3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen Mindestens zwei weitere Teilgebiete aus der folgenden Liste 3.1 Funktionen mehrerer Variablen (Pflicht-Option)  Darstellung  Differentialrechnung  Gradient  Hesse-Matrix  Tangentialebenen  Funktionen zweier Variablen als Flächen im Raum oder mit Niveaulinien darstellen.  die Definition partieller Ableitungen erklären, partielle Ableitungen beliebiger Ordnung berechnen und korrekt notieren.  die Formeln zur Berechnung von Richtungsableitungen und Tangentenneigungswinkel verwenden und erklären.  die geometrische Bedeutung des Gradientenvektors verwenden und begründen.  Gleichungen von Tangentialebenen berechnen.  die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremal- und Sattelpunkte nennen und zur Berechnung solcher Punkte verwenden. 3.2 Stochastik (Pflicht-Option)  Diskrete Zufallsvariablen  Erwartungswert  Standardabweichung  Stetige Zufallsvariablen  Normalverteilung  Standardisierung  Hypothesentests  Vertrauensintervalle  den Begriff der diskreten bzw. stetigen Zufallsvariablen er-  die Begriffe Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung und ihre Bedeutungen bei diskreten Zufallsvariablen erklären und diese Werte berechnen.  am exemplarischen Beispiel Normalverteilung die Begriffe Dichtefunktion, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung für stetige Zufallsvariablen erklären.  normalverteilte Zufallsvariablen standardisieren.  die Wahrscheinlichkeit normalverteilter Zufallsvariablen mit Hilfe eines Rechners oder einer Tabelle bestimmen.  Hypothesen unter Annahme binomialverteilter oder normalverteilter Prüfvariablen einseitig oder zweiseitig testen.  Fehler 1. und 2. Art beschreiben und beurteilen.  Fehler 1. und – falls möglich – Fehler 2. Art berechnen.  die Formulierungen Hypothesen „beibehalten“, „verwerfen“, „beweisen“ und „widerlegen“ exakt unterscheiden und die zugrunde liegende Erkenntnistheorie beurteilen.  Vertrauensintervalle bei normalverteilten oder binomialverteilten Zufallsvariablen berechnen. 3.3 Weiterführung und Anwendung der Integralrechnung (Pflicht-Option)  Integrationsmethoden  Numerische Integration  Anwendungen der Integralrechnung  unbestimmte Integrale mittels partieller Integration oder Substitution berechnen.  einige Methoden zur approximativen Berechnung von bestimmten Integralen erklären und verwenden.  einige Anwendungen der Integralrechnung erklären (z.B. Arbeit, Schwerpunkt, Trägheitsmoment, Rotationsvolumina, Volumina, Kurvenlängen). 3.4 Komplexe Zahlen (Pflicht-Option) Fachlehrpläne | 172  i  Kartesische, Polar- und Exponentialdarstellung  Gauss‘sche Zahlenebene  Grundoperationen  Gleichungen  die komplexe Einheit definieren.  die Problematik der Schreibweise beschreiben.  imaginäre und komplexe Zahlen unterscheiden.  die drei Darstellungen (kartesische, die Polar- und die Exponentialdarstellung) komplexer Zahlen beschreiben und ineinander umwandeln.  die Grundoperationen (Addition, Multiplikation, Division) anwenden und geometrisch interpretieren.  komplexe Potenzen (Regel von de Moivre) und Wurzeln berechnen und erklären, wieso sich komplexes Radizieren von reellem Radizieren unterscheidet.  komplexe Zahlenmengen in der Gauss’schen Ebene zeichnerisch darstellen.  einige nicht-lineare Gleichungen (z.B. quadratische, polynomiale, exponentielle, trigonometrische) in der Grundmenge der komplexen Zahlen lösen. 3.5 Reihenentwicklung (Pflicht-Option)  Potenzreihen  Taylorreihen  Konvergenzbereich  Näherungspolynome  Resttermabschätzung  Potenzreihen definieren, darstellen und auswerten.  Funktionen in Potenzreihen entwickeln.  Taylorpolynome und -reihen mithilfe der Taylor-Formel herleiten und in aufzählender Schreibweise korrekt aufschrei-  eine Herleitung der Taylor-Formel erklären.  aus bekannten Potenzreihen (z.B. geometrische Reihe, Exponential-, Sinus-, Kosinus- und Logarithmusreihe) Potenzreihen für Summen, Produkte, lineare Substitutionen  in einfachen Fällen Konvergenzbereiche von Potenzreihen  den Restterm angeben.  mittels einer Resttermanalyse a priori und a posteriori Fehlerabschätzungen durchführen. Fachlehrpläne | 173 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH MUSIK Wochenstunden 2 2 2 - Das Grundlagenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitlicher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der Weckung und Entwicklung von wesentlichen Bildungselementen wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen eine wichtige Rolle. Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Stimme. Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik. Es zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Das Grundlagenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besond ers folgende Fähigkeiten:  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit überlieferten Kuns twerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen .  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl entwickeln.  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen.  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern .  Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen. Fachlehrpläne | 174  Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten.  Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen.  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichti gen nonverbalen Aspekte äussern.  Die eigene Stimme bewusst im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation einsetzen .  Methoden begründet auswählen.  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen.  Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen.  Den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern.  Das Grundinteresse stringent weiterverfolgen.  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten. Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis drei Prüfungsanlässen pro Semester. Diese finden in Form von schriftlichen Prüfungen (z.B. Tests, Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen usw.) wie auch mündlichen oder praktischen Prüfungen (z.B. Präsentationen, Vorsingen, Wiedergabe rhythmischer Verläufe usw.) statt. Das Engagement bzw. die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben. (5) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Im Hinblick auf einen angemessen kritischen Umgang mit Quellen eignen sich Vergleiche und Recherchen in Fachliteratur mit angemessener Aufbereitung und Präsentation. Für kreative Arbeiten (z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis gelegt. Fachlehrpläne | 175 Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert, exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden.  Klangerscheinungen Tonhöhe  Dur- und Moll-Skalen (mit Varianten) und Dreiklänge erkennen und benennen.  Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend unterscheiden.  die Eigenschaften Konsonanz und Dissonanz  Leittöne und ihre (dominantische) Auflösungsbestrebung bewusst wahrnehmen.  Klangerscheinungen Dauer  Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo und artikulatorische Aspekte unterscheiden.  Klangerscheinungen Intensität  dynamische Aspekte unterscheiden.  Klangerscheinungen Farbe  vokale Stimmlagen erkennen und die wichtigsten Instrumente der gängigsten Formationen hörend unterscheiden.  Formverläufe und Formmodelle  polyphone und homophone Satztypen sowie elementare Formprinzipien bewusst mitverfolgen, als Hörpartitur skizzieren und beschreiben.  Betonungsverhältnisse und Phrasierungsarten  Werkkenntnis und Stilkunde  Musikwerke den verschiedenen Musikarten Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und Pop  einfache stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend  Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke usw.) in ihr Hörrepertoire einordnen.  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. Fachlehrpläne | 176  Klangerscheinungen Tonhöhe  absolute Tonhöhen fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen und notieren.  Dur und Moll mit Varianten, Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik lesen und schreiben.  anhand des Quintenzirkels Grundtöne, Vorzeichen und Hauptstufen eruieren.  alle Dreiklänge sowie die Intervalle innerhalb einer Oktave lesen und schreiben.  Akkordsymbolschrift, Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen.  Klangerscheinungen Dauer  Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben.  Noten- und Pausenwerte lesen und schreiben.  rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen.  Klangerscheinungen Intensität  dynamische Abstufungen erkennen und benen-  Klangerscheinungen Farbe  die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen.  gehörphysiologische Grundsätze verstehen und in ihrem Hörverhalten mitberücksichtigen.  Formverläufe und Formmodelle  polyphone und homophone Satztypen sowie elementare Formprinzipien unterscheiden.  musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung begründen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ihr Musikrepertoire Musikarten, Stilen und Epochen zuordnen.  sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik verschaffen.  die Systematisierung in Epochen und Stile als Orientierungshilfe sowie unterschiedliche Arten von Werkverständnis nachvollziehen.  Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen verknüpfen.  Beispiele mit nicht durmolltonalen Klanglichkeiten nachvollziehen. Fachlehrpläne | 177  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  wichtige melodisch-harmonische Bausteine durmolltonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen.  ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst einsetzen.  Formverläufe und Formmodelle  einfachere rhythmische Notate umsetzen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ein angemessenes Repertoire von Vokalstücken unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten mit angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen und adäquat inter-  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln.  Formverläufe und Formmodelle  kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreie-  einfache pentatonische und durmolltonale melodische Verläufe entwerfen. Fachlehrpläne | 178  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi unterscheiden.  Intervalle innerhalb einer Oktave bestimmen.  Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster, freitonale Phänomene usw. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur skizzieren.  Formverläufe und Formmodelle  formale Einschnitte in grösseren Musikstücken  motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und  in einem mehrstimmigen Stück einen Randstimmensatz gehörsmässig mitverfolgen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Modi lesen und schreiben.  Umstellungen von Dreiklängen lesen und  Materialien und Strukturen von nicht durmolltonaler Musik nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen.  Formverläufe und Formmodelle  grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen.  Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden.  Werkkenntnis und Stilkunde  Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen (z.B. bezüglich Musikart, Stil, Gattung, Form, KomponistIn oder des historischen Kontexts) verknüpfen.  sich vertieft mit Aspekten der durmolltonalen Epoche auseinandersetzen (z.B. Stilwechsel um 1600, Auflösung der Dur-Moll-Tonalität Ende 19. Jahrhundert, Unterscheidung von sogenannter „E- und U-Musik“).  weitere musikalische Konzepte vor und nach der durmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters, frei- und atonale Musik, Klangflä- Fachlehrpläne | 179 chenkompositionen usw.) sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext einordnen.  Klangerscheinungen Tonhöhe  die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen.  Dreiklänge in der Grundstellung singen.  Formverläufe und Formmodelle  einfache rhythmische und melodische Verläufe stimmlich bzw. auf einem Instrumentarium um-  Werkkenntnis und Stilkunde  auf ihr erweitertes Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten zurückgreifen.  Formverläufe und Formmodelle  vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln schreiben.  kurze Melodieverläufe mit Skalen- und Dreiklangsmelodik entwerfen.  einfache vokale Begleitstimmen zu Ostinati und Kadenzmodellen entwickeln. Fachlehrpläne | 180  Klangerscheinungen Tonhöhe  die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde unterscheiden.  den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen.  Klangerscheinungen Farbe  Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend erkennen.  die unterschiedlichen Qualitäten verschiedener Stimmungssysteme hörend nachvollziehen.  Formverläufe und Formmodelle  einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Musikrepertoire hörend erkennen.  musikalische Verläufe aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte bewusster wahrnehmen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus den Grobinhalten „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen.  Klangerscheinungen Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe  Septakkorde mit Umstellungen notieren, lesen und benennen.  weitere Terzschichtungen nachvollziehen.  elementare akustische Phänomene (Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch, verschiedene Stimmungssysteme) verstehen und einord-  Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen.  Formverläufe und Formmodelle  den Dominantseptakkord im vierstimmigen Satz einbauen.  Zwischendominanten erkennen und benennen.  akkordfremde Töne erkennen und benennen.  Werkkenntnis und Stilkunde  die wichtigsten musikalischen Veränderungen und Entwicklungen nachvollziehen und in einen grösseren Kontext einordnen (Verschriftlichung im 9. Jahrhundert, Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis / bürgerliche Musizierpraxis um 1800, Aufbruch in die Moderne ab 1880er- Jahre, Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Neue Musik ab 1945, Post- Fachlehrpläne | 181 moderne, Unterscheidung von sogenannter „E- und U-Musik“, Wurzeln und wichtigste Entwicklungslinien der Jazz- und Popmusik).  Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und Werkverständnis usw. mit ausgewählten Schlüsselwerken in Verbindung bringen.  Klangerscheinungen  Septakkorde nachsingen.  in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbstständig singen.  Formverläufe und Formmodelle  unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus den Grobinhalten „Klangstrukturen“ (Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge, Kadenzen) einfache durmolltonale Melodien vom Blatt sin-  Werkkenntnis und Stilkunde  ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern erweitern.  Formverläufe und Formmodelle  auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln.  eine einfache Melodie harmonisieren.  unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mithilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze schreiben. Fachlehrpläne | 182 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH MUSIK Wochenstunden - - 4 4 * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor, Orchester oder Ensembles. Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunte rricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft d ie Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltu n- Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumenta lunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt. Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und Analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterz uentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistor ischen Kontext eingeordnet. Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu u nüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgesta ltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezif ische Hochschulreife) vor. Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders die folgenden Fähigkeiten:  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit überliefe rten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext einord-  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflekti erten Wahlmöglichkeit weiterentwickeln.  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen.  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfe inern.  Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen. Fachlehrpläne | 183  Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten.  Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen .  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonve rbalen Aspekte äussern.  Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden .  In grösseren Zeitgefässen und über längere Zeiträume hinweg konzentriert und selbstständig arbeiten.  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen  Die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign -, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen.  Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern .  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten. Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit drei bis fünf Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen usw. statt. Grössere Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben. (5) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbstständige Recherche und Materialsuche mit exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV-Atlas der Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren angemessene Aufarbeitung (z.B. in Handouts und Präsentationen). Fachlehrpläne | 184  Klangerscheinungen  komplexere Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen.  Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen.  gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfache Modulationsprozesse, Trugschluss und Neapolitaner erfassen.  ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern.  Instrumente differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend er-  Formverläufe und Formmodelle  grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren; polyphone und homophone Satztypen.  Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen.  melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Struktur erfassen.  Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution erkennen und benennen.  polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysie-  motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien (z.B. in Sonatenhauptsatzformen) erfas-  im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie Melodiediktate memorieren und korrekt notieren.  Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert  auf eine angemessene Anzahl repräsentativer, anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart, zurückgreifen. Fachlehrpläne | 185  Klangerscheinungen  ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten entwickeln.  Klänge und Klangerscheinungen differenziert  melodische, harmonische und rhythmische Phänomene im Notentext erfassen, korrekt notieren und adäquat beschreiben.  Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und korrekt notieren.  bei harmonischen Analysen den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbolschrift anwenden.  die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene durmolltonaler Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und benennen.  Formverläufe und Formmodelle  auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonate, Sonatenhauptsatzform, Rondo, usw. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorische Kernpunkte wie auch spezifische Besonderheiten beschreiben.  Werkkenntnis und Stilkunde  musikalische Phänomene, auch ohne durmolltonale Bezüge, in ihrem historischen Kontext sehen, Epochen und Stilen zuordnen und adäquat beschreiben.  ihre musikspezifischen Kenntnisse an standardisierten Formen in einen grösseren kulturhistorischen Kontext einordnen.  ein exemplarisches Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten Fachlehrpläne | 186  Klangerscheinungen  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren bewusst einfliessen lassen.  rhythmische, melodische und harmonische Wendungen auch klopfend bzw. singend nachvollziehen.  Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom Notat singen.  Formverläufe und Formmodelle  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes Musizieren bewusst einfliessen lassen.  in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör als auch vom Notat wiedergeben bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.  Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nachals auch vom Blatt singen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen.  Klangerscheinungen  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst ausgestalten.  Formverläufe und Formmodelle  harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen usw. stilgerecht aussetzen.  formale Verläufe bewusst gestalten.  Rhythmen, melodische und harmonische Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen usw. entwerfen und adäquat notieren.  Werkkenntnis und Stilkunde  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. ei nfliessen lassen. Fachlehrpläne | 187  Klangerscheinungen  sich mit nicht durmolltonalen musikalischen Phänomenen wie Freitonalität, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Klangflächenkompositionen usw. angemessen auseinandersetzen.  Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen.  Formverläufe und Formmodelle  auch freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren.  Musikstücke auch in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen.  formbildende Strukturen auch in nicht durmolltonaler Musik erfassen.  einfache Stufendiktate memorieren und korrekt  Werkkenntnis und Stilkunde  Musik verschiedenster Arten und Stilrichtungen, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert  auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vordurmolltonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, „Klassische“ Moderne, Neue Musik ab 1945, Postmoderne, Stilpluralismus usw.) zurückgreifen.  Klangerscheinungen  ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwickeln.  komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notie-  Formverläufe und Formmodelle  für sie neue, auch freie Formtypen, unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und angemessen beschreiben.  Werkkenntnis und Stilkunde  durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsicht- Fachlehrpläne | 188 lich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren.  ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern.  verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwen-  Klangerscheinungen  ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ beim Musizieren einfliessen lassen.  Formverläufe und Formmodelle  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ in ihr eigenes Musizieren einfliessen lassen.  komplexere rhythmische Verläufe sowohl nach Gehör als auch vom Notat wiedergeben bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen.  im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nach- als auch vom Blatt singen.  Werkkenntnis und Stilkunde  ihre Kenntnisse aus den Lerngebieten „Rezeption“ und „Reflexion“ bewusst in ihre Musizierpraxis einbeziehen.  Klangerscheinungen  für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst ausgestalten.  Formverläufe und Formmodelle  formale Verläufe bewusst gestalten.  Rhythmen, melodische und harmonische Verläufe in Stilstudien, Kleinkompositionen usw. weiterentwickeln und adäquat notieren.  Werkkenntnis und Stilkunde  in Arrangements und kompositorischen Übungen stilistische Eigenheiten auch neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen lassen. Fachlehrpläne | 189 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH MUSIK Wochenstunden - - - 3 Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eig ene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiteren twickelt und exemplarisch vertieft. Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und - modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet. Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und / oder „Komponieren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Das Ergänzungsfach Musik fördert besonders die Fähigkeiten  Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit überlieferten Kuns twerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden.  Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl weiterentwickeln.  Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen.  Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern.  Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen.  Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen .  In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben .  Sich überlegt und sprachlich angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonve rbalen Aspekte äussern. Fachlehrpläne | 190  Verschiedene Analyseansätze kennen lernen und anwenden  Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen .  Die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand Audiodesign -, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen.  Den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern .  Eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten. Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit zwei bis vier Prüfungsanlässen. Diese finden in Form von schriftlichen Arbeiten, Handouts und Dossiers, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen usw. statt. Grössere Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ und / oder Ergebnisse aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Bezüge sind möglich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Epochenbegriffe, Wortschatz, Diktion, Stimmhygiene), zu Geschichte, Philosophie, Psychologie und Religion (u.a. historisches Kontextwissen, Epochenbegriffe, Weltanschauungsmodelle, Funktionen von Musik), Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), Mathematik und Physik (u.a. systematischer Aufbau der Grundlagen, Akustik), Biologie und Sport (u.a. Körperhaltung, Gehör, Stimme) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, Epochenbegriffe, spartenübergreifende Kunstgattungen und -projekte) ergeben. Fachlehrpläne | 191 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde  Werkkenntnis und Stilkunde  musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und -modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden.  ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüp-  die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der durmolltonalen Epoche) erkennen und beschreiben.  für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläu- 2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren  Untersuchen  sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten  ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen.  eine fundierte selbstständige Recherche durch-  eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren.  Komponieren  ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat  sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eige- Fachlehrpläne | 192 nen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen und Klängen auseinandersetzen.  einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden. Fachlehrpläne | 193 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 -  Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnis se des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.  Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.  Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Ro lle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.  Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.  Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitung sprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.  Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrne hmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.  Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse s elbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.  Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.  Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, Konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.  Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizei tgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Fachlehrpläne | 194 Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders  Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .  Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen.  Lernprozesse selbstständig steuern.  Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.  Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende  Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organ isierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.  In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.  Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotiona le Inhalte ausdrücken können.  Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-  Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .  Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren.  Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.  Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .  Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln. Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarier barer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfäch ern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowohl auf körperlicher wie auf verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst. Fachlehrpläne | 195 (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen und methodologischen Zugängen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem Coaching. Fachlehrpläne | 196  Publikumsorientierung  verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. Allfällige Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen usw.) sind soweit wie möglich ausgeräumt.  können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwenden.  sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung bewusst.  sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.  verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.  bemühen sich beim Spielen der geübten Werke um einen persönlichen musikalischen Ausdruck.  sind offen für die kommunikative Dimension des Musizierens und bereit, in einem geschützten Rahmen aufzutreten (z.B. Klassenstunde).  sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen.  können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft Fachlehrpläne | 197  Zusammenspielen  soweit instrumentaltechnisch möglich auf die Erarbeitung von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens zwei erarbeiteten Musikstücken vorweisen.  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammenspielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nicht-öffentlichen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-  einfache Improvisationsaufgaben lösen (z.B. variieren einer einfachen Melodie, Frage-Antwort-Spiele usw.).  einfache Melodien aus dem Stegreif in den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen.  kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendig vortragen. Fachlehrpläne | 198  Melodik und Harmonik  einfache Melodien ab Notentext singen und spielen.  Intervalle aufwärts und abwärts lesend erkennen und spielen.  Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen und spielen.  Dreiklangsstrukturen erkennen und auf dem Instrument umsetzen.  einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument  Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen.  die Instrumente des Symphonieorchesters bzw. die wichtigsten Instrumente der gebräuchlichsten Formationen anderer Stilrichtungen an ihrem Klang erkennen und richtig benennen. Fachlehrpläne | 199 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse  Gattungen  Instrumentenpflege einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen.  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen sowie die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  ihr Instrument sachgerecht pflegen. Leistungsbewertung 1. Klasse Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf der Beurteilung des individuellen Lernfortschritts. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Im Laufe des 1. Semesters findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Es wird dem Schüler ein kurzer schriftlicher Bericht abgegeben. Die Standortbestimmung wird nicht bewertet. Fachlehrpläne | 200  Publikumsorientierung  weisen sich gegenüber dem Beginn der 1. Klasse über einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus.  können die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.  können ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen.  sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.  verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke.  sind fähig, in einem schulinternen Rahmen (z.B. Musizierstunde) aufzutreten.  sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu spielen.  sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzuneh-  können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft Fachlehrpläne | 201 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  Zusammenspielen  auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens drei Musikstücken vorweisen.  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen SchülerInnen von mindestens gleichem technischem Niveau zusammenspielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. vor einer schulinternen Gruppe von ZuhörerInnen vortragen.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-  anspruchsvollere Improvisationsaufgaben lösen (z.B. Improvisation über eine einfache Bassfigur, Umsetzen einer einfachen aussermusikalischen Vorlage - z.B. Bild, kleine Geschichte, Gedicht - in Musik).  komplexere, ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif in den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen und Melodiefragmente nach Gehör aus dem Stegreif nachspielen.  kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. Fachlehrpläne | 202  Melodik und Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen sowie singend und auf ihrem Instrument bzw. dem Klavier realisieren.  Alle Dreiklänge hörend erkennen und auf dem Instrument realisieren.  Modi kennen und auf dem Instrument  komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.  Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen.  Gattungen  Instrumentenkunde und -geschichte  Instrumentenpflege einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen.  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen. Fachlehrpläne | 203  verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments  zentrale Tatbestände der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden Kunst und Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benen-  die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen und korrekt an-  die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären.  die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären.  über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments kompetent Auskunft geben.  in Bezug auf ihr eigenes Instrument über mathematische Grundlagen der Musik (z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett usw.) Auskunft geben.  ihr Instrument sachgerecht pflegen. Leistungsbewertung 2. Klasse Die in der 1. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf der Beurteilung des individuellen Lernfortschritts. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Fachlehrpläne | 204  Publikumsorientierung  Selbstständigkeit  verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse).  können verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden.  setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein.  sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben.  verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.  sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren.  sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.  sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer Schule aufzutreten und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.  sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.  sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand) selbstständig einzustudieren. Fachlehrpläne | 205 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  Zusammenspielen  Zukunftsperspektiven  auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für ihr Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken, wie z.B. Renaissance, Barock, Klassik, Romantik, Spätromantik, Klassische Moderne, Avantgarde/ nach 1945, Postmoderne, Jazz, Blues, Rock, Pop, World, Volksmusik usw..  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens vier Stücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson, anderen InstrumentalpartnerInnen unterschiedlichen Niveaus spielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  Musikstücke im Schulrahmen öffentlich  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. sin-  komplexere Improvisationsaufgaben lösen (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben, zu Harmonien, Erfinden von Begleitungen, freie Improvisation usw.).  ihnen bekannte Melodien in den ihnen technisch möglichen Tonarten aus dem Stegreif spielen und einfachere Melodien nachspielen.  Musikstücke im Unterricht auswendig  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles usw.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft Fachlehrpläne | 206  Melodik und Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren.  die harmonischen Hauptstufen lesend und hörend erkennen.  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen  Gattungen  Instrumentenkunde und -geschichte  Grundlagen der Klangerzeugung  Interdisziplinäre Anknüpfung  Instrumentenpflege einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen.  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.  zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik Fachlehrpläne | 207 Leistungsbewertung 3. Klasse Die in der 1. und 2. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Am Ende der 3. Klasse findet eine standardisierte Grundlagenfach-Schlussprüfung auf Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Die Resultate dieser Prüfung fliessen in die Jahresnote ein. Fachlehrpläne | 208 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden - - 1 1  Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.  Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und histor ischen Bewusstseins.  Gemeinsam mit dem Fach Schulmusik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen.  Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer W eise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.  Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitung sprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.  Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrne hmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.  Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse s elbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.  Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.  Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble f ördert soziale Kompetenzen wie Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.  Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizei tgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen.  Die Schülerinnen und Schüler werden verstärkt auf ein mögliches Studium im Instrumentalfach vorbereitet. Fachlehrpläne | 209 Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders  Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .  Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen.  Lernprozesse selbstständig steuern.  Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.  Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende  Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organ isierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.  In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.  Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale I nhalte ausdrücken können.  Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-  Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .  Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren.  Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.  Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .  Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln. Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbare r individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels orientiert sich am individuellen Fortschritt, wobei bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3 und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 4 zu erreichen ist. Fachlehrpläne | 210 Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Sc hulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowohl auf körperlicher wie verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst. (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen zu geeigneten Themen und methodologischen Zugängen für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem Coaching. Fachlehrpläne | 211  Publikumsorientierung  Selbstständigkeit  beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3).  verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken.  setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein.  sind in der Lage, einen musikalischen Text von anspruchvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) selbstständig zu lesen, zu verstehen und umzuset-  verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.  sind befähigt, für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Parameter zu formulieren und umzusetzen.  sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren.  sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.  sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.  sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand) selbstständig einzustudieren. Fachlehrpläne | 212  Zusammenspielen  Zukunftsperspektiven  auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für ihr Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.  sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation  im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.  Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation usw.).  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.  einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.  Sind sich ihres aktuellen technischen Standes, ihrer Stärken und Schwächen sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst. Fachlehrpläne | 213  Melodik und Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren.  komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-  Gattungen  Instrumentenkunde und -geschichte  Grundlagen der Klangerzeugung  Interdisziplinäre Anknüpfung  Instrumentenpflege  die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten be-  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.  die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen be-  die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Fachlehrpläne | 214 Grundzügen erklären.  sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument  zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik Leistungsbewertung 3. Klasse Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Fachlehrpläne | 215  Publikumsorientierung  Selbstständigkeit  können auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für ihr Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken.  beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe 4).  verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken.  setzen ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage ein.  sind in der Lage, einen musikalischen Text von anspruchsvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 4) selbstständig zu lesen, zu verstehen und umzusetzen.  sind befähigt, die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen Parameter zu formulieren und mit persönlichem Ausdruck und Engagement stilgerecht zu interpretieren.  sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.  sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen. Fachlehrpläne | 216 2. Lerngebiet: Formen des Musizierens  Zusammenspielen  Zukunftsperspektiven  ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.  sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder Kammermusikformation ausweisen.  im Rahmen öffentlicher Auftritte die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.  Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation usw.).  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in den gängigsten Tonarten spielen.  einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.  ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (nach Austritt aus der Mittelschule) einschätzen (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen, usw.). Fachlehrpläne | 217 3. Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische G rundlagen  Melodik und Harmonik  die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord, Trugschluss usw.) erkennen.  komplexe rhythmische Muster erkennen  komplexe Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren.  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- Fachlehrpläne | 218  Gattungen  Instrumentenkunde und -geschichte  Grundlagen der Klangerzeugung  Interdisziplinäre Anknüpfung  Instrumentenpflege  die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten be-  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.  die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik  sich über ein vertieftes historisches Umfeldwissen zu den Hauptwerken ihres Instruments und zu den von ihnen erarbeiteten Kompositionen ausweisen. Leistungsbewertung 4. Klasse Die im Grundlagenfach und in der 3. Klasse des Schwerpunktfachs erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Fachlehrpläne | 219 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH INSTRUMENTALUNTERRICHT Wochenstunden - - - 1  Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumenta lspezifischer Akzentuierung.  Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins.  Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativ ität und Urteilsvermögen.  Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu i ntegrieren und harmonisch zu entwickeln.  Dabei erweist er sich als leistungsorientiertes Fach, indem Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident wird.  Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hi nsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg usw.  Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs - und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernpr ozesse selbstständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen.  Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum.  Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie Aufeinander hören, Führen, Sich einordnen, Gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen usw.  Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Fachlehrpläne | 220 Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders  Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inha lten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln .  Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen .  Lernprozesse selbstständig steuern.  Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln.  Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende  Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einord nen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben.  In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren.  Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken können .  Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weite r-  Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln .  Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontr ollieren.  Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwic klung arbeiten.  Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen .  Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln.  Mit technischen und elektronischen Medien kompetent umgehen können.  Über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen. • Eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen . Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), lä nger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins usw.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels beruht auf dem individuellen Lernfortschritt, wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist. Fachlehrpläne | 221 Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Ge ografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von KomponistInnen und InterpretInnen ein. Sie sind sich im Unterricht sowo hl auf körperlicher wie verbaler Ebene in besonderem Masse der Problematik von Distanz und Nähe bewusst. Fachlehrpläne | 222  Publikumsorientierung  Selbstständigkeit  verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3).  verfügen über verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken.  setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein.  sind in der Lage, einen musikalischen Text von anspruchsvollerem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) zu lesen, zu verstehen und umzusetzen.  verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen.  sind fähig, die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter zu formulieren.  sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen.  sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten.  sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen.  sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand) selbstständig einzustudieren. Fachlehrpläne | 223  Zusammenspielen  Zukunftsperspektiven  auf die Vertiefung in zwei ausgewählten Epochen oder Stilbereichen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.  sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen.  bei musikalischen Auftritten die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen.  Musikstücke von einem für sie adäquaten Anforderungsniveau vom Blatt vortragen.  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und – techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation usw.).  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen.  einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen.  ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (nach Austritt aus der Mittelschule) einschätzen (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen usw.) nach Austritt aus der Mittelschule bewusst. Fachlehrpläne | 224  Melodik und Harmonik  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  vermehrt Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen  komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.  Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In-  Gattungen  Instrumentenkunde und -geschichte  Grundlagen der Klangerzeugung  Interdisziplinäre Anknüpfung  Instrumentenpflege einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten be-  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen.  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen. Leistungsbewertung 4. Klasse Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung im instrumentalen Bereich beruht auf dem individuellen Lernfortschritt. Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Fachlehrpläne | 225 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen.  Einführung (obligatorisch)  Modellvorstellungen (optional)  Wissenschaftliches Arbeiten  erläutern, mit welchem Gegenstand sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen (inkl. der dazugehörigen Terminologie).  Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterschei-  mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen (z.B. das Modell des psychischen Geschehens nach Nolting) psychische Prozesse und die Erziehungswirklichkeit beschreiben und analysieren.  hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren.  Aggression/Anti- und prosoziales Verhalten (obligato-  Wahrnehmung (optional)  Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen aufzeigen und an Fallbeispielen exemplarisch  Möglichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhaltens/Förderung von prosozialem Verhalten aufzeigen.  grundlegende Prozesse der Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf Erleben und Verhalten erläutern.  typische Phänomene der sozialen Wahrnehmung theorie- Fachlehrpläne | 226  Emotionstheorien (optional)  Kognition (optional) geleitet (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der Wahrnehmung oder Self-Fulfilling Prophecy) analysieren.  die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler Prozesse erläutern.  exemplarisch wichtige Funktionsweisen von kognitiven Prozessen aufzeigen (z.B. an Gedächtnis, Intelligenz, Entscheiden, Problemlösen, Sprache) und ihre Bedeutung für das menschliche Erleben und Verhalten darlegen.  Gesellschaftliche Relevanz  durch ihr Wissen aktuelle gesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. Mobbing/Cybermobbing, Jugendgewalt, häusliche Gewalt) und Handlungsvorschläge einbringen. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis  Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung (optional)  Pädagogische Anthropologie  Pädagogische Strömungen (optional, Auswahl)  Erziehungsstile und Erziehungsmassnahmen (optio-  Pädagogische Institutionen  Pädagogische Aufgabenfelder (optional)  Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung als System begreifen und zueinander in Beziehung setzen.  den gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf genannte Bereiche der Erziehung erkennen und  anthropologische Voraussetzungen (Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit) der Erziehung erläutern, auf historische und aktuelle Beispiele anwenden und damit die Notwendigkeit von Erziehung begründen.  Konzepte verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller Strömungen) darlegen und miteinander vergleichen.  verschiedene Erziehungsstile und/oder Erziehungsmassnahmen bezüglich ihrer Wirkung beurteilen.  entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und kritisch reflektieren.  pädagogische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, Kindertagesstätten, Hochschulen) miteinander vergleichen und im Bezug auf ihren, von der Gesellschaft gegebenen Auftrag beurtei-  exemplarisch pädagogische Aufgabenfelder (z.B. Casemanagement, Integration, Elternberatung) erläutern und in ihrem gesellschaftlichen Wandel begreifen.  Gesellschaftliche Relevanz  aktuelle, gesellschaftlich relevante pädagogische Fragen  eine zeitgenössische Entwicklung in der Pädagogik erarbeiten (z.B. durch Lektüre). Fachlehrpläne | 227 4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft  Entwicklung (optional, Auswahl)  für ausgewählte Entwicklungsstadien (Altersbereiche) exemplarisch wichtige Entwicklungsbereiche (z.B. Bindung, kognitive Entwicklung, moralische Entwicklung, Identitätsentwicklung, intime Beziehungen, Pension) mit Hilfe der entsprechenden Entwicklungstheorien (z.B. Bowlby, Piaget, Kohlberg, Erikson) darstellen.  die Entwicklung beeinflussende Faktoren (z.B. Anlage, Umwelt, Selbstbestimmung oder Reifung und Lernen) auf verschiedene Entwicklungsstadien anwenden.  die Bedeutung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse für andere Lerngebiete (z.B. Erziehung, Persönlichkeit)  Sozialpsychologie (obligatorisch, Auswahl)  verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der Gruppenbildung nach Tuckman) darlegen.  theoretisches Wissen im Bezug auf eigene Gruppenerfahrungen reflektieren.  wichtige sozialpsychologische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, Milgram, Zimbardo) anhand ihrer Fragestellung, Ergebnissen und Schlussfolgerungen darstellen und kriti-  Psychologische Schulen (optional, Auswahl)  einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, kognitive Psychologie, Neuropsychologie, aktuelle Strömungen) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in  psychologische Schulen adäquat zur Erklärung von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.  Psychische Gesundheit und psychische Störungen (obligatorisch, Auswahl)  menschliches Erleben und Verhalten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung beurteilen.  die Grundlagen von Diagnostik darstellen.  die zentralen Symptome ausgewählter psychischer Störungen (z.B. Angststörungen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie, Essstörungen, Sucht) darlegen und in Fallbeispielen erkennen.  verschiedene Einflüsse auf die Entstehung dieser psychischen Störungen sowie deren Wechselwirkung exemplarisch erklären. Fachlehrpläne | 228  verschiedene störungsspezifische Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei Angststörungen, kognitive Verfahren bei Depressionen) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.  die störungsspezifische und allgemeine Wirksamkeit der Therapiekonzepte beurteilen  die Bedeutung der verschiedenen Schulen der Psychologie für die Therapiekonzepte verstehen.  Gesellschaftliche Relevanz  die Relevanz der Entwicklungspsychologie für gesellschaftliche und politische Entscheidungen (z.B. Schulpolitik) ver-  die Bedeutung der Sozialpsychologie für gesellschaftliche Phänomene und die weitere Forschung erkennen.  ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im Umgang mit sich selbst und Anderen verantwortungsvoll Fachlehrpläne | 229 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHILOSOPHIE Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen. Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. Philosophische Fragen und Disziplinen im Überblick  die Eigenart philosophischen Fragens und Reflektierens erklären.  grundlegende Fragestellungen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. Anthropologie: Worin unterschieden sich Menschen von Tieren und tec hnischen Apparaten?).  Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn fragen) nachvollziehen. Entstehung der Philosophie in der Antike  die Anfänge philosophischen Denkens in Indien, China und Griechenland im Vergleich würdigen. Praktische Philosophie: Ethik  Grundbegriffe der Ethik erklären und sachgerecht anwenden (z.B. Moral vs. Ethik, Freiheit).  Grundpositionen der Ethik erklären und zur Beurteilung moralischer Fragen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik). einen eigenen ethischen Standpunkt differenziert Fachlehrpläne | 230 Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie  Grundbegriffe der Erkenntnistheorie erklären und sachgerecht anwenden (z.B. Wissen, Wahrheit).  Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären (z.B. Rationalismus, Empirismus).  die Gültigkeit von Argumentationen überprüfen. Ein weiteres Grundthema der Philosophie: (z.B. politische Philosophie, Sprachphilosophie, Ästhetik)  einschlägige Grundbegriffe und -positionen erklären, auf Phänomene der Lebenswelt anwenden und einen begründeten eigenen Standpunkt einneh- Textauszüge von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart (mit epochentypischer Fragestellung oder mit gemeinsamem Thema)  philosophischen Texten in beharrlicher Analyse nachgehen und Verständnisschwierigkeiten überwinden.  den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert  den Argumentationszusammenhang eines Textes herausarbeiten. Philosophischer Dialog  Sokrates‘ Methode der Dialogführung verstehen  philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. Philosophischer Essay  eine Frage bzw. ein Thema der Philosophie in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und (so weit wie möglich) klären.  Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen, zu einem (vorläufigen) Ergebnis gelangen. Fachlehrpläne | 231 5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophischer Inhalte auf konkrete Fälle und Lebensbereiche  philosophische Inhalte (Theorien, Begriffe, Methoden) sachgerecht gebrauchen.  Fragen und Phänomene der Lebenswelt, auch der persönlichen Lebenswelt, mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und einordnen.  eigenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten Beurteilung des Gelernten und selbstständiges Weiterdenken  Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien würdigen.  eine eigenständige Reflexion an einen philosophischen Gedanken anknüpfen. Fachlehrpläne | 232 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Vergleiche fächerbezogene kantonale Lehrplanteile der aargauischen Kantonsschulen. Im Unterricht der Teilfächer Pädagogik / Psychologie können die im Lehrplan genannten Grobi nhalte auch gemeinsam mit Grobinhalten aus anderen Lerngebieten behandelt werden. Zum Be ispiel kann der Grobinhalt „Kognition“ aus der Allgemeinen Psychologie auch im Rahmen der En twicklungspsychologie (kognitive Entwicklung) oder der Schulen der Psych ologie (kognitive Wende) behandelt oder der Grobinhalt „Aggression/Anti - und prosoziales Verhalten“ anhand der Sozialps ychologie erarbeitet werden. Die mit einem Stern (*) markierten Grobinhalte eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der Teilfächer Philosophie und Pädagogik bzw. Psychologie. 3.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE Philosophische Fragen und Disziplinen im Überblick  die Eigenart philosophischen Fragens und Reflektierens erkl ären.  grundlegende Fragestellungen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. Anthropologie: Worin unterschieden sich Menschen von Tieren und technischen Apparaten?).  Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn fragen) nachvollziehen. Entstehung der Philosophie in der Antike (obligatorisch)  die Anfänge philosophischen Denkens in Indien, China und Gri echenland im Vergleich würdigen. Fachlehrpläne | 233 Praktische Philosophie: Ethik*  Grundbegriffe der Ethik erklären und sachgerecht anwenden (z.B. Moral vs. Ethik, Freiheit).  Grundpositionen der Ethik erklären und zur Beurteilung moral ischer Fragen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).  einen eigenen ethischen Standpunkt differenziert begründen. Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie*  Probleme der Erkenntnis und der Begründung von Wissen ve rstehen (z.B. Woher wissen wir, dass unser Wissen der Welt entspricht? Was zeichnet wissenschaftliches Wissen aus?).  Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären und auf konkrete Begründungen von Wissen anwenden (z.B. Rationalismus, Empirismus, Kohärenztheorie). Theoretische Philosophie: Sprachphilosophie (optional)  verschiedene Erklärungsansätze zur Funktionsweise der Sprache erklären (z.B. Sprache als Zeichensystem, Gebrauchstheorie der Bedeutung).  das komplexe Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit verst ehen (z.B. Inwieweit sind Denken und Erkennen durch Strukturen der Sprache determiniert?). Textauszüge von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart (mit epochentypischer Fragestellung oder mit gemeinsamem Thema)  philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse nachgehen und Verständnisschwierigkeiten überwinden.  den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert zusamme nfassen.  den Argumentationszusammenhang eines Textes herausarbeiten . Fachlehrpläne | 234 Der philosophische Dialog  Sokrates‘ Methode der Dialogführung verstehen und a nwenden.  philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwi- Fachlehrpläne | 235 3.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER PÄDAGOGIK / PSYCHO- LOGIE 1. Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie (KLT 1. Lerngebiet)  Einführung* (obligatorisch)  erläutern, mit welchem Gegenstand und mit welchen Zielen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen (inkl. der dazugehörigen Terminologie).  Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.  Modellvorstellungen (obligatorisch)  mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen (z.B. das Modell des psychischen Geschehens nach Nolting) psychische Prozesse und die Erziehungswirklichkeit beschreiben und analysieren.  Wissenschaftliches Arbeiten* (obligatorisch)  hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren. 2. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (KLT 3. Lerngebiet)  Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung* (obligato-  Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung als System begreifen und zueinander in Beziehung setzen.  den gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf genannte Bereiche der Erziehung erkennen und analysieren.  Pädagogische Anthropologie* (obligatorisch)  anthropologische Voraussetzungen (Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit) der Erziehung erläutern, auf historische und aktuelle Beispiele anwenden und damit die Notwendigkeit von Erziehung begründen.  Erziehungsmassnahmen  verschiedene Erziehungsmassnahmen bezüglich ihrer Wirkung  entsprechende Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und kritisch reflektieren.  Erziehungsstile (obligato-  die historische Entwicklung der Erziehungsstile (z.B. Lewin, Tausch und Tausch) aufzeigen und Erziehungsstile kritisch re-  Übergreifend (obligatorisch)  verschiedene Merkmale der Erziehung aufeinander beziehen und an Beispielen anwenden.  fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln. Fachlehrpläne | 236 3. Lerngebiet: Allgemeine Psychologie (KLT 2. Lerngebiet)  Aggression/Antisoziales Verhalten* (obligatorisch), Prosoziales Verhalten* (optional)  Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen aufzeigen und an Fallbeispielen exemplarisch analysieren.  Möglichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhaltens/Förderung von prosozialem Verhalten aufzeigen.  durch ihr Wissen aktuelle gesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. Mobbing/Cybermobbing, Jugendgewalt, häusliche Gewalt) und Handlungsvorschläge einbringen.  Wahrnehmung* (obligato-  grundlegende Prozesse der Wahrnehmung erläutern.  die Tatsache, dass Wahrnehmung nicht eine tatsächliche Wirklichkeit abbildet (sondern selektiv und konstruktiv wirkt) erkennen und die Konsequenzen auf die soziale Wahrnehmung be-  die Entstehung, Funktion und Beeinflussbarkeit von Vorurteilen und Stereotypen (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der Wahrnehmung oder Self-Fulfilling Prophecy) in der sozialen Wahrnehmung diskutieren.  Emotionstheorien* (optional)  zentrale Aspekte psychologischer Emotionstheorien erläutern.  die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler Prozesse erläutern.  die emotionale Entwicklung im Verlauf des Lebens aufzeigen und die Auswirkungen von Fehlentwicklungen beschreiben.  Kognition* (optional)  exemplarisch wichtige Funktionsweisen von kognitiven Prozessen aufzeigen (z.B. an Gedächtnis, Intelligenz, Entscheiden, Problemlösen, Sprache).  dieses Wissen zu anderen Lernbereichen (z.B. Testpsychologie, kognitive Entwicklung, Lerntheorien) in Beziehung setzen.  Übergreifend (obligatorisch)  ihr theoretisches Wissen über Kognition und Emotion zueinander in Beziehung setzen.  Erkenntnisse aus der allgemeinen Psychologie zur adäquaten Erklärung von Erleben und Verhalten des Menschen beiziehen. Fachlehrpläne | 237 4. Lerngebiet: Soziale Interaktion (KLT 6. Lerngebiet)  Psychologie der Gruppe*  verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der Gruppenbildung nach Tuckman) darle-  theoretisches Wissen im Bezug auf eigene Gruppenerfahrungen reflektieren.  Sozialpsychologische Experimente* (obligatorisch)  wichtige sozialpsychologische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, Milgram, Zimbardo) anhand ihrer Fragestellung, Ergebnissen und Schlussfolgerungen darstellen und in Bezug auf gruppendynamische Prozesse analysieren.  die sozialpsychologischen Experimente kritisieren aber auch deren Bedeutung für gesellschaftliche Phänomene und die weitere Forschung erkennen.  Kommunikationstheorien*  Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawick, Schulz von Thun) erläutern und diese miteinander vergleichen.  ihr theoretisches Wissen über Kommunikation praktisch umset-  Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung der sozialen Interaktion für das Erleben und Verhalten erkennen. 5. Lerngebiet: Entwicklung (KLT 4. Lerngebiet), kann vollständig oder in Teilen auch in der 4. Klasse behandelt werden  Entwicklungsstadien und Entwicklungstheorien* (obligatorisch, Auswahl)  das Konzept der Entwicklungsaufgaben (z.B. nach Havighurst oder Erikson) darlegen und zu verschiedenen Lebensphasen in  für ausgewählte Entwicklungsstadien exemplarisch wichtige Entwicklungsbereiche (z.B. Bindung, kognitive Entwicklung, moralische Entwicklung, Identitätsentwicklung, intime Beziehungen, Pension) mit Hilfe der entsprechenden Entwicklungstheorien (z.B. Bowlby, Piaget, Kohlberg, Erikson) darstellen.  Die Entwicklung bedingende und beeinflussende Faktoren (obligatorisch)  die Entwicklung beeinflussende Faktoren (z.B. Anlage, Umwelt, Selbstbestimmung oder Reifung und Lernen) auf verschiedene Entwicklungsstadien anwenden.  Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse für andere Lerngebiete (z.B. Erziehung, Persönlichkeit) diskutieren. Fachlehrpläne | 238 3.3. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN VON PHILOSOPHIE, PÄDA- GOGIK UND PSYCHOLOGIE Eine grundlegende Fragestellung oder ein Phänomen der Lebenswelt (z.B. Warum soll man überhaupt moralisch handeln? Willensschwäche)  eine Frage oder ein Phänomen mit Hilfe von Ansätzen d er Philosophie, Pädagogik und Psychologie untersuchen (= analytischer Gesichtspunkt).  die spezifische Perspektive der drei Teildisziplinen auf eine Fr age oder ein Phänomen mit Hilfe entsprechender Theorien und Begri ffe würdigen. Fachlehrpläne | 239 4.1. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE 1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Philosophische Anthropologie*  die Stellung der menschlichen Existenz im Spannungsfeld von Natur, Kultur, Technik und Transzendenz bedenken (z.B. Handeln vs. instinktives Verhalten, Leib-Seele-Problem, Vernunft und Gefühl, technische „Verbesserung“ des Menschen).  das eigene Menschsein im Lichte anthropologischer Perspektiven Ein grundlegendes Thema der Philosophie, gekoppelt mit der Lektüre einer Ganzschrift (vgl. 2. Lerngebiet „Philosophische Texte“) (obligatorisch)  einschlägige Begriffe und Gedanken erklären, auf Phänomene der Lebenswelt beziehen und einen begründeten Standpunkt dazu einnehmen. 2. Lerngebiet: Philosophische Texte Ein längeres Werk der philosophischen Tradition oder eine aktuelle Gesamtdarstellung eines philosophischen Themas (z.B. Demokratie*, Gefühle*, Das Böse*) (obligatorisch)  Inhalt und Argumentationszusammenhang einen anspruchsvollen philosophischen Langtextes selbständig verstehen .  die Erklärungsleistung eines Textes differenziert würdigen. 3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Der philosophische Essay  eine Frage bzw. ein Thema der Philosophie in einem argumenti erenden Essay selbständig entwickeln und (so weit wie möglich)  Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überze ugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen, zu einem (vorlä ufigen) Ergebnis gelangen. Fachlehrpläne | 240 4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophischer Inhalte auf konkrete Fälle und Lebensbereiche* (obligatorisch)  philosophische Inhalte (Theorien, Begriffe, Methoden) sachgerecht gebrauchen.  Fragen und Phänomene der Lebenswelt – auch der persönliche Lebenswelt –]mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und  eigenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen. Beurteilung des Gelernten und selbständiges Weiterdenken  Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien würd igen / abschätzen.  eine eigenständige Reflexion an einen philosophischen Geda nken anknüpfen. Fachlehrpläne | 241 4.2. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER PÄDAGOGIK / PSYCHO- LOGIE 1. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (KLT 4. Lerngebiet)  Lernen* (obligatorisch)  Lern- und Veränderungsprozesse (z.B. Lerntheorien: Klassisches und operantes Konditionieren, sozial-kognitives Lernen, Lernen durch Einsicht) beschreiben sowie Möglichkeiten zu deren Beeinflussung (z.B. Lernstrategien) aufzeigen.  Persönlichkeitstheorien*  verschiedene Persönlichkeitstheorien in den Grundzügen erläutern und gegeneinander abwägen. 2. Lerngebiet: Grundlagen des Fachgebietes Pädagogik (KLT 1. Lerngebiet)  Pädagogische Strömungen*  Konzepte verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller Strömungen) darlegen und miteinander  eine zeitgenössische Entwicklung in der Pädagogik erarbeiten (z.B. durch Lektüre).  Pädagogische Institutionen  pädagogische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, Kindertagesstätten, Hochschulen) miteinander vergleichen und im Bezug auf ihren, von der Gesellschaft gegebenen Auftrag beurteilen.  Pädagogische Aufgabenfelder (optional)  exemplarisch pädagogische Aufgabenfelder (z.B. Casemanagement, Integration, Elternberatung) erläutern und in ihrem gesellschaftlichen Wandel begreifen.  Übergreifend (obligatorisch)  die historische Entwicklung von Theorien und Strömungen im gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.  pädagogische Konzepte adäquat zur Erklärung von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen. Fachlehrpläne | 242 3. Lerngebiet: Grundlagen des Fachgebietes Psychologie (KLT 1. Lerngebiet)  Psychologische Schulen*  einen Überblick geben über wichtige Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, kognitive Psychologie, Neuropsychologie, aktuelle Strömungen) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in Beziehung set-  die historische Entwicklung von Theorien und Strömungen im gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.  psychologische Schulen adäquat zur Erklärung von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beizie- 4. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen (KLT 5. Lerngebiet)  Grundlagen* (obligatorisch)  menschliches Erleben und Verhalten unter Berücksichtigung der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen Störung beurteilen.  die Grundlagen von Diagnostik darstellen.  Psychische Störungen (obligatorisch, Auswahl)  die zentralen Symptome ausgewählter psychischer Störungen (z.B. Angststörungen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie, Essstörungen, Sucht) darlegen und in Fallbeispielen erkennen.  verschiedene Einflüsse auf die Entstehung dieser psychischen Störungen sowie deren Wechselwirkung exemplarisch erklären.  Behandlung psychischer Störungen (obligatorisch)  verschiedene störungsspezifische Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei Angststörungen, kognitive Verfahren bei Depressionen) in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander vergleichen.  die Therapiekonzepte betreffend ihrer störungsspezifischen und allgemeinen Wirksamkeit beurteilen.  Prävention psychischer Störungen (optional)  Präventionsansätze psychischer Störungen aufzeigen.  Resilienz / Psychische Gesundheit (optional)  Schutzfaktoren/Ressourcen für die psychische Gesundheit aufzeigen und begründete Handlungsvorschläge entwickeln.  Übergreifend (obligatorisch)  die Bedeutung der verschiedenen Schulen der Psychologie für die Therapiekonzepte verstehen.  ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im Umgang mit sich selbst und Anderen verantwortungsvoll einsetzen. Fachlehrpläne | 243 4.3. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN VON PHILOSOPHIE, PÄDA- GOGIK UND PSYCHOLOGIE  Eine grundlegende Fragestellung oder ein Phänomen der Lebenswelt, nach Möglichkeit anknüpfend an den Gemeinsamen Inhalt der 3. Klasse (z.B. Der Mensch zwischen Gut und Böse, Was sind Emotionen? Was ist Glück? Krankheit und Gesundheit, Geist und Gehirn, Identität)  Theorien / Überlegungen / Begriffe aus Philosophie, Pädagogik und Psychologie verknüpfen, um eine lebensweltliche Fragestellung oder ein Fallbeispiel besser zu verstehen und Lösungsa nsätze zu formulieren (= synthetischer Gesichtspunk).  die Leistungen und Grenzen der drei Teildisziplinen im Bezug auf wissenschaftstheoretische Grundbegriffe beschreiben.  die Vorzüge der Verknüpfung der drei Teildisziplinen bei der Auseinandersetzung mit lebensweltlichen Fragen würdigen. Fachlehrpläne | 244 LEHRPLAN FÜR DAS GRUNDLAGENFACH PHYSIK Wochenstunden - 2 2 2 1. BEITRAG DES FACHES ZUR GYMNASIALEN BILDUNG Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibba ren Erscheinungen in der Natur. Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die exper imentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die techni schen Anwendungen der Physik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, die Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und das Denken in kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnu ng einzusetzen. Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Hoc hschulstudium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilz unehmen. Schliesslich gibt der Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu er ken- 2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN  Hypothesen bilden und überprüfen  Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren  Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen  Sachverhalte verständlich formulieren und erklären  Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen  Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken  Experimente planvoll aufbauen und durchführen  Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten  Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene  Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik Fachlehrpläne | 245 Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es können aber auch andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Prakt ikums- Experimente mit Bericht, etc. Der Physikunterricht im Rahmen des Grundlagenfachs weist zahlreiche Querve rbindungen zu den Fächern auf. Zum Beispiel: Geographie (Energienutzung), Sport (Kraft, Muskelarbeit, p otentielle Energie und Spannungsenergie einer Feder), Musik (Akkustik, Schwingungen und Wellen), Biol ogie (Abbildungen im Auge), Chemie (Grössen und Einheiten). Mathematik (Funktionen, Trigon ometrie, Vektoren). Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen Schülergerechten Unterricht beider Geschlechter gelegt werden. Der Physikunterricht gibt Anregungen zu möglichen Themen für Maturitätsarbeiten. Er schafft Grundlagen und zeigt Methoden auf, die bei der Durchführung von technisch und von naturwisse nschaftlich orientierten Maturitätsarbeiten benötigt werden. Fachlehrpläne | 246 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge  Zehnerpotenzen & Dezimalvorsätze  Signifikante Ziffern  Phys. Grössen und Einheiten  Naturwissenschaftliche Methode zur Erkenntnisgewinnung  Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt.  die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben.  bei Messungen den Messfehler abschätzen bzw. berechnen.  physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden (z.B. Masse - Kilogramm).  die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären. 2. Lerngebiet: Technik Anwendungen: Geometrische Optik  Reflexion  Brechung  Linsen  Abbildungen  Anwendungen (optische Geräte)  das Reflexionsgesetz in einer Konstruktion sinnvoll anwenden.  den Weg des Lichts bei Brechung an einer Grenzfläche bestimmen.  die Ausbreitung von Lichtstrahlen durch Sammel- und Streulinse mithilfe von Brennweite/Brennpunkt konstruieren.  das Bild eines Objektes konstruieren und charakterisieren.  das Bild eines Objektes berechnen.  die Funktionsweise optischer Geräte Fachlehrpläne | 247 3. Lerngebiet: Mechanik Bewegungen  Gleichförmige Bewegung  Gleichmässig beschleunigte geradlinige Bewegung  Mittlere Geschwindigkeit und Momentangeschwindigkeit.  t-s-, t-v- und t-a-Diagramme  Freier Fall und Fallbeschleunigung  Bewegungen mathematisch beschreiben.  Bewegungen messtechnisch erfassen.  Diagramme erstellen, korrekt beschriften und sinnvoll skalieren.  die Bedeutung der Steigung und der Fläche des Graphen einer Funktion erklären.  aus einer Aufgabenstellung Gleichungen ableiten und lösen. Ursachen der Bewegung  Masse / Trägheit  Newton’sche Gesetze  Kräfte als Vektoren  Statische und dynamische Anwendungen im Alltag  den Effekt der Trägheit in Alltagssituationen erklären.  den Zusammenhang zwischen dem Bewegungszustand und den wirkenden Kräften herstellen.  Aufgaben zu verschiedenen Kraftarten lösen (z.B. Gewichtskraft, Federkraft, Reibungskraft).  Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.  in Experimenten Kräfte und ihre Wirkungen untersuchen. Erhaltungssätze  Arbeit  Leistung  Energie  Wirkungsgrad  Energieerhaltung  die Begriffe Arbeit, Leistung, Energie definieren.  verschiedene Arten der Arbeit und Energie benennen.  die verschiedenen Einheiten der Energie (J und kWh) ineinander umrechnen.  den Wirkungsgrad einer Maschine  die Erhaltung der Energie in konkreten Situationen formulieren und entsprechende Aufgaben lösen. Fachlehrpläne | 248 1. Lerngebiet: Mechanik Kreisbewegung  Kinematische Grössen der Kreisbewegung  Zentripetalbeschleunigung und -kraft  die Bewegung eines Körpers auf einer Kreisbahn beschreiben.  die Dynamik einer Kreisbewegung mithilfe der Zentripetalkraft erklären. 2. Lerngebiet: Elektromagnetismus Elekrizität  Ladung  Spannung, Stromstärke  Elektrische Leistung  Ohm’scher Widerstand  Serie- und Parallelschaltung  Elektostatik: Elektrisches Feld und Coulombgesetz  bestimmen, ob ein Körper geladen ist.  die Bedeutung von Spannung und Stromstärke anhand einer Analogie  die historische und kulturelle Bedeutung der Elektrifizierung verstehen.  Schaltungen aufbauen und ausmessen.  die Ersatzwiderstände und die konsumierte Leistung berechnen.  die Kräfte zwischen Punktladungen mit Hilfe des Coulombgesetzes berechnen.  den Feldbegriff erklären.  ein Feld grafisch darstellen. Magnetismus  Permanentmagnet, Erdmagnetfeld  Magnetisches Feld um einen stromführenden Draht und in einer Spule, Rechte-Hand-Regel  Kraft auf bewegte Ladungen und Ströme, Drei-Finger-Regel  Elektromagnetische Induktion  das Erdmagnetfeld skizzieren.  das Magnetfeld um einen stromführenden Draht bzw. in einer Spule darstellen und quantifizieren.  Betrag und Richtung der Lorentzkraft  ausgewählte Phänomene/technische Anwendungen (z.B. Elektromotor) qualitativ erklären.  die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von el. und magnet. Feldern angeben  gefundene Gesetzmässigkeiten Fachlehrpläne | 249 3. Lerngebiet: Periodische Vorgänge Schwingungen  Grundbegriffe  Differentialgleichung des harmonischen Oszillators und ihre Lösung  Federpendel  Fadenpendel  Fachbegriffe wie Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude, Phase korrekt verwenden.  Schwingungen in Diagrammen dar-  die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen Grössen eines Oszillators angeben.  das Resonanzphänomen erklären. Fachlehrpläne | 250 1. Lerngebiet: Periodische Vorgänge Wellen  Longitudinal- und Transversalwellen  Wellengeschwindigkeit  Wellenphänomene: Interferenz, Beugung und stehende Wellen  Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz  die Licht- und die Schallgeschwindigkeit  den Unterschied zwischen Wellen und Schwingungen erklären.  Wellen mathematisch beschreiben.  Beugung, Interferenz und stehende Wellen mit korrekter Fachsprache  gefundene Gesetzmässigkeiten 2. Lerngebiet: Wärmelehre  Druck  Temperatur  Innere Energie und Wärme  Ideale Gase  Wärmekapazität & Phasenübergänge  Hauptsätze der Wärmelehre  Wärmearbeitsmaschinen und thermodynamischer Wirkungsgrad  Methoden zur Temperaturmessung  Temperaturangaben von Celsius in Kelvin umrechnen und umgekehrt  die Begriffe Innere Energie, Wärme und Temperatur unterscheiden.  Druck p, Volumen V und Temperatur T eines idealen Gases in Beziehung setzen und Zustandsänderungen in Diagrammen darstellen.  die Grössenordnungen der Wärmemengen für Schmelzen, Erwärmen und Verdampfen von Wasser benennen.  die kulturelle und politische Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen verstehen.  die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen erklären.  Konsequenzen der beiden Hauptsätze der Wärmelehre verstehen.  den 1. Hauptsatz anwenden.  gefundene Gesetzmässigkeiten Fachlehrpläne | 251 3. Lerngebiet: Neuere Physik  Theoretische Grundlagen und ihre  Grenzen der klassischen Physik ver-  grundlegende Zusammenhänge (z.B. in der Relativitätstheorie oder der Quantenphysik) mathematisch oder mit Worten formulieren.  ausgewählte Phänomene der neueren Physik erklären.  ein grundlegendes Experiment zur Quantenphysik erklären, z.B. der äussere Photoeffekt. 4. Lerngebiet: Mechanik Gravitation  Gravitationsgesetz  Planetenbewegung (Kreisbahnen)  Gravitationsbeschleunigung g(r)  die 1/r2-Abhängigkeit der Gravitation qualitativ und quantitativ erklären.  die Abhängigkeit der Gravitationsbeschleunigung vom Erdradius verstehen.  die Kepler’schen Gesetze in Fragestellungen anwenden.  das Gravitationsgesetz anwenden, um Bewegungsgrössen von Himmelskörpern zu berechnen.  die Integralrechnung zur Berechnung von Fluchtgeschwindigkeiten einsetzen. Fachlehrpläne | 252 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK. TEIL PHYSIK Wochenstunden - - 3 3 ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH PHYSIK UND ANWENDUNGEN DER MATHEMATIK Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der Physik gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische The orien fanden in der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemei nbildende Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Ver - trauen in das eigene Denken gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik in sbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in den Grundlagenfächern wird die Möglichkeit geboten, selbständig zu lernen. ALLGEMEINE BILDUNGSZIELE FÜR DEN BEREICH PHYSIK Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik des 20. Jahrhunderts und führt so an offene Fragen heran und an die Denkweise der Ingenieur - und Naturwissenschaften. Er gibt Einblick in den Wandel der Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis. Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler z udem auch den Umgang mit Messgeräten und das Planen, Durchführen und Auswerten anspruchsvoller Experimente. 2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN  In abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken  Mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten  Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen  Über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich spr echen  Problemstellungen formalisieren Fachlehrpläne | 253  neugierig für Naturphänomene sein  für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein  Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen b egegnen  Mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umg ehen  Mit Computern/Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simul ation und Modellbildung einsetzen  Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es können aber auch andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Prakt ikums- Experimente mit Bericht, etc. Der Physikunterricht im Rahmen des Schwerpunktfachs weist zahlreiche Que rverbindungen zu den Fächern Mathematik (Mathematische Methoden der Physik), Sport (Drehbewegungen, I mpuls), Musik (Schwingungen und Wellen, Akustik) und Chemie (Qua ntenphysik) auf. Gemeinsame Lerngebiete mit dem Mathematikteil des Schwerpunktfaches werden au s organisatorischen Gründen nicht als eigene Lerngebiete aufgeführt, sondern sind im Nachfolgenden mit (*) gekennzeichnet. Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen schülergerechten Unterricht beider Geschlechter gelegt werden. Der Physikunterricht gibt Anregungen zu möglichen Themen für Maturitätsarbeiten. Er schafft Grundlagen und zeigt Methoden auf, die bei der Durchführung von technisch und von naturwissenschaftlich orientierten Maturitätsarbeiten benötigt werden. Fachlehrpläne | 254 0. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Bemerkung: Dieses Lerngebiet wird nicht als Einheit unterrichtet. Seine Inhalte und Kompetenzen fliessen über die 3. Und 4. Klasse in alle Lerngebiete ein. Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik  eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren. Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien  sich selbständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. Experimente und Datenanalyse Die Schülerinnen und Schüler können  anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.  Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).  Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll anwenden. 1. Lerngebiet: Mechanik Überlagerungsprinzip  Überlagerungen von Bewegungen  Horizontaler und schiefer Wurf  das Überlagerungsprinzip zur Lösung von Aufgaben anwenden.  Bewegungsgrössen als Vektoren betrach-  horizontaler und schiefer Wurf in zwei Raumrichtungen. (*) Fachlehrpläne | 255 Impuls und Stösse  Impuls, Impulserhaltung  Kraftstoss  Elastische und inelastische Stösse  die Impulserhaltung benutzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berech-  den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten und mathematisch formulieren.  die physikalischen Gesetze bei Stossvorgängen experimentell überprüfen. Starrer Körper  Drehmoment  Drehimpuls, Drehimpulserhaltung  Rotationsenergie  Kreisel  Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und  Die Bewegungen von Kreiseln erklären und experimentell untersuchen. 2. Lerngebiet: Neuere Physik Relativitätstheorie  Relativität der Gleichzeitigkeit  Zeitdilatation und Längenkontraktion  Minkowski-Diagramme  Lorentztransformation  erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt.  die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen (*).  Minkowskidiagramme zeichnen und  die historische und kulturelle Bedeutung der Formel E = mc2 verstehen. 3. Lerngebiet: Elektromagnetismus  Elektrisches Potenzial  Gauss’scher Satz  Kondensatoren  Induktion, Selbstinduktion  Wechselströme, kapazitive und induktive Widerstände  erklären, wie ein Kondensator Ladung bzw. Energie speichert.  mithilfe von Diagrammen und Differenzialgleichungen berechnen, wie sich ein Kondensator auf- und entlädt.(*)  in konkreten Situationen induzierte Ströme und Spannungen berechnen  das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen.(*)  Spannungen und Ströme in Wechsel- Fachlehrpläne | 256 stromschaltungen messen.  Schaltungen planen, aufbauen und Fachlehrpläne | 257 1. Lerngebiet: Mechanik Mechanische Schwingungen  Differenzialgleichung des harm. Oszill.  Physisches Pendel  Gedämpfte und erzwungene Schwingungen, Resonanz  Pendelschwingungen mathematisch beschreiben.(*)  das Resonanzphänomen erklären. 2. Lerngebiet: Technik Wellen  Wellenphänomene: Interferenz und Beugung  die Licht- und die Schallgeschwindigkeit  Wellen mathematisch beschreiben. (*)  Beugung und Interferenz mit korrekter Fachsprache erklären. Akkustik  Stehende Wellen  Schall  die Funktionsweise ausgewählter Musikinstrumente erklären. Strömungslehre  Laminare und turbulente Strömung  Gleichung von Bernoulli  Aerodynamischer Auftrieb  bestimmen, ob eine Strömung laminar oder turbulent ist.  den Druck und die Geschwindigkeit in einer Strömung berechnen.  das Phänomen des dynamischen Auftriebs erklären. Fachlehrpläne | 258 3. Lerngebiet: Neuere Physik Quantenphysik  Strahlungsgesetze  Lichtquanten  Materiewellen  Unschärferelation  die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien beschreiben.  die kulturelle und physikalische Bedeutung der Quantenphysik erklären.  die Elektronenbeugung mittels der Hypothesen von De Broglie erklären.(*)  die Unbestimmtheit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen. Fachlehrpläne | 259 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH PHYSIK Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinu ngen in der Natur. Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erwe itern und vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt we rden. 2. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN  Komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren  Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen  Sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen  Planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten  Komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären  Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten  Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen  Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene Die Bewertung der Leistung erfolgt vor allem durch schriftliche Prüfungen. Es k önnen aber auch andere Bewertungsformen zum Einsatz kommen: Mündliche Prüfungen, Vorträge, Praktikums - Experimente mit Bericht, etc. Fachlehrpläne | 260 Der Physikunterricht im Rahmen des Schwerpunktfachs weist zahlreiche Querverbindunge n zu den Fächern Mathematik (Mathematische Methoden der Physik), Sport (Drehbewegungen), Musik (Schwingungen und Wellen) und Chemie (Quantenphysik) auf. Physik gilt als sehr anspruchsvolles Fach. Es soll daher grossen Wert auf einen Schülergerechten Unterricht beider Geschlechter gelegt werden. Fachlehrpläne | 261 1. Lerngebiet: Mechanik  Strömungen  Drehmoment und starrer Körper  den statischen und den dynamischen Auftrieb in konkreten Situationen berechnen.  technische Anwendungen und physiologische Phänomene aus der Fluiddynamik verstehen und berechnen.  Drehbewegungen berechnen und ihre Ursachen bestimmen. experimentell überprüfen 2. Lerngebiet: Elektrizität  Spannung, Potenzial  Kondensatoren  Auf- und Entladung des Kondensators  Kirchhoff’sche Gesetze  Induktion, Selbstinduktion  Wechselstrom, kapazitive und induktive Widerstände  den Kondensator als Bauteil zur Speicherung von Ladung bzw. Energie erklären und Berechnungen ausführen.  den Vorgang der Auf- und Entladung mithilfe von Diagrammen erklären und die entsprechenden Differenzialgleichungen  elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen.  das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen erklären.  einfache Wechselstromschaltungen be-  Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen messen.  die Differenzialrechnung und die Vektorgeometrie auf die Elektrizitätslehre Fachlehrpläne | 262 3. Lerngebiet: Technik - Schwingungen und Wellen  Erzwungene Schwingungen  Gedämpfte Schwingungen  Resonanz  Gekoppelte Pendel  Stehende Wellen  die Differenzialrechnung auf Schwingungen und Wellen anwenden. experimentell überprüfen 4. Lerngebiet: Wärmelehre  Kinetische Gastheorie  Molare Wärmekapazität  Freiheitsgrade  Wärmeleitung  Adiabate  Van der Waals-Gleichung  den Zusammenhang zwischen den atomistischen Grössen der Vielteilchentheorie und den makroskopischen Grössen in der Gasgleichung ver-  Aufgabenstellungen aus der Wärmelehre berechnen und die Resultate  Anwendungen über die Wärmedämmung von Bauten berechnen.  die Analogie zwischen Grössen aus der Wärmeleitung und der elektrischen Leitung verstehen.  Zustandsänderungen von realen Gasen Fachlehrpläne | 263 5. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik - Experimentelle Physik  Genauigkeit von Messungen, Fehlerfortpflanzung  Planung, Durchführung von Experimenten  Auswertung von Daten, Darstellung von Resultaten  Statistische Methoden  Messgeräte korrekt handhaben.  die Unsicherheit eines Resultates  Methoden zur Datenauswertung und – darstellung sinnvoll anwenden.  moderne Messgeräte (Interfaces, Sensoren) sinnvoll einsetzen. 6. Lerngebiet: Neuere Physik - Quantenphysik  Strahlungsgesetze  Photoeffekt & Wirkungsquantum  Comptoneffekt  Materiewellen  Unschärferelation  die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien beschreiben.  die kulturelle und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären.  die Elektronenbeugung mittels der Hypothesen von De Broglie erklären.  die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation ab-  das Verhalten von Quantenobjekten 7. Lerngebiet: Neuere Physik – Relativitätstheorie  Relativität der Gleichzeitigkeit  Zeitdilatation und Längenkontraktion  Relativistische Beschreibung von Energie und Impuls  erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt.  die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen.  die historische und kulturelle Bedeutung der Formel E = mc2 verstehen. Fachlehrpläne | 264 8. Lerngebiet: Neuere Physik - ausgewählte Themen Vertiefung in ausgewählten Themen aus den Bereichen:  Astronomie  Chaostheorie  Atom- und Teilchenphysik  Simulation und Modellbildung  Die Aufzählung ist nicht vollständig.  anspruchsvolle Aufgaben für einen ausgewählten Inhalt lösen.  sich selbständig theoretische Grundlagen zu einem Themenkreis erarbeiten. Fachlehrpläne | 265 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH RELIGIONSLEHRE Das Ergänzungsfach Religionslehre an unserer Schule stützt sich auf die im fächerbezogenen kantonalen Lehrplanteil formulierten allgemeinen Bildungsziele des Faches. Um diese Ziele zu erreichen, ist der Besuch einer Synagoge, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual vorgesehen. Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert Reflexive Fähigkeiten:  Kritik- und Urteilsfähigkeit Sozialkompetenz:  Toleranz und Dialogbereitschaft Sprachkompetenz:  mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit IKT-Kompetenzen:  Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit  Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen  Inhaltlich differenzierte und formal korrekte Präsentation umfangreicher Informationen mit Hilfe elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung der cop yrights Interessen:  Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier  Mindestens ein grosser schriftlicher Leistungsnachweis pro Semester.  Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung miteinzub eziehen: mündlicher Vortrag, kleinere schriftliche Arbeiten, Projekt - und Gruppenarbeiten etc. Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der Semesternote ausmachen.  Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag zu einer selbstgewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden.  Bildnerisches Gestalten: Interpretation religiöser Inhalte in Kunst und Architektur  Psychologie: Freud’sche Religionskritik  Geschichte: Macht religiöser und weltanschaulicher Symbole in der Politik Fachlehrpläne | 266 Die Lerngebiete sind verbindlich und nicht chronologisch aufgeführt. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Religion und Kultur Religionsbegriff(e)  Wesen der Religion  Wirkung der Religion  Herkunft der Religion  den Begriff Religion herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis bedenken.  die verschiedenen Dimensionen von Religion und die verschiedenen Auffassungen von weltanschaulichen Konzepten (z.B. Atheismus, Monismus, Deismus) unterscheiden.  negative wie positive Funktionen und Wirkungen von Religion darlegen.  die geografische und numerische Verbreitung der Religionen einschätzen.  den eigenen religiösen / weltanschaulichen Standpunkt begründen und vertreten.  die Positionen der Religionskritik (z.B. von Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen und hinterfragen.  die eigene religiöse / weltanschauliche Sozialisierung sowie positive und negative Erfahrungen mit Religion kritisch reflektieren. Rituale, Brauchtum und Alltagsreligiosität  Religion im Alltag  Religion im öffentlichen Raum  Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz erkennen.  religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen Raum als solche erkennen und Fachlehrpläne | 267 Religion in der Gesellschaft  Verhältnis von Religion und Staat  Verhältnis von Religion und Individuum  die Verschränkung von Religion und Staat im globalen Wettstreit der Religionen erfassen,  den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten abwägen.  die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus, konfessionelle Prägungen in der Schweiz).  stereotype Vorurteile gegenüber Religionen (Bsp. Antisemitismus) hinterfragen.  wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und –formen («Sekten») anwenden.  die Mechanismen von totalitären religiösen Gruppierungen erkennen und die Eigenheiten von Fundamentalismus beschreiben. Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der  Religion in Kultur und Texten  Religion und Sprache  religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag erkennen und im religiösen, künstlerischen oder psychologischen Kontext verstehen, deuten und interpretieren.  Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch gefährlichen Traditionen darlegen.  begründen, warum Religion symbolische Sprache verwendet.  die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden. Fachlehrpläne | 268 Ethische Entwürfe in der Gesellschaft  Grundlagen der Ethik  Ethische Argumentation  Eigenes ethisches Urteil  die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen (z.B. Organtransplantation, Gentech, u.a.) für die Religionen benennen.  Grundbegriffe wie Ethik und Moral, normative und deskriptive Ethik unterscheiden.  Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik  Begründungsmodelle ethischer Argumentation erläutern und ethische Argumentationsmuster erkennen.  die Zusammenhänge zwischen ethischen Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen.  ethische Fragen mit der eigenen Erfahrung und mit religiösen und philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen.  aktuelle ethische Debatten führen und ein Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit verbundenen Grundwerten Rechnung trägt. 2. Lerngebiet: Weltreligionen Sinn-/Existenzfragen  Bedeutung religiöser Traditionen heute  Religiöse Traditionen in deren Bezügen  Religionsstifter religiöser Traditionen  Religiöse Riten in deren Bezügen  menschliche Urfragen selbst formulieren und auf mögliche Relevanz für das eigene Leben  mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der Weltdeutung und religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und eine eigene Position formulieren.  wesentliche Elemente religiöser Tradition im Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, und Buddhismus wiedergeben.  die Person der Religionsstifter in deren historischen Kontext einbetten, daraus deren Bedeutung erschliessen und von deren eigenen theologischen Deutung abgrenzen.  ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und ursprünglichen Sinn verstehen.  die spezifische Architektur religiöser Heiligtümer darlegen. Fachlehrpläne | 269 Heilige Schriften  Unterschiedliche Deutung Heiliger Schriften  Historischer Hintergrund Heiliger Schriften  wichtige Texte den jeweiligen Religionen zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden.  verschiedene Übersetzungskriterien und methodische Zugänge beschreiben.  die Situationsbezogenheit religiöser Texte erkennen und die Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen. Interreligiöser Dialog  Wahrnehmung im interreligiösen Dialog  Methode des interreligiösen Dialogs  Konsequenzen des interreligiösen Dialogs  Übereinstimmungen, Parallelen und Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen.  Stärken und Schwächen der verschiedenen Religionen für die Verbreitung in der globalen Welt beurteilen.  sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen und eine Gesprächskultur pflegen.  Regeln für einen sinnvollen Vergleich von Religionen formulieren und anwenden.  aus religiösen Vorstellungen persönliche Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit Leuten aus andern Kulturen ableiten. Fachlehrpläne | 270 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH SPANISCH Der Spanischunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Die spanische Sprache öffnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und globalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schafft der Spanischunterricht die dafür notwendigen sprachlich-kulturellen Grundlagen. Gefördert werden im Besonderen die allgemeine Kommunikationsfähigkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die Internationalen Beziehungen. Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher Gattungen, aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst geschult; dabei werden ihnen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung menschlichen Erlebens und Verhaltens gezeigt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen Lebensgestaltung beiträgt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium. Insgesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten. Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders Reflexive Fähigkeiten:  Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren  Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren  Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten Sozialkompetenz:  Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern Sprachkompetenz:  Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen  Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen  Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären Fachlehrpläne | 271 IKT-Kompetenzen:  Online-Wörterbücher gezielt nutzen  Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge)  Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Die neuen Medien und Informationstechnologien kritisch und bewusst nutzen Interessen:  Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens entwickeln  Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren (3) Querverbindungen zu anderen Fächern Beim Vergleich des Programms für die vier Jahre Grundlagenfach Deutsch mit dem Aufbau in den anderen Fächern kann festgestellt werden, dass die folgenden Lerngebiete parallel in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch vermittelt werden können: • Literaturwissenschaftliche Fachbegriffe • Textsorten • Literaturgeschichte: Epocheneinteilung Fachlehrpläne | 272 Niveau: B1-B21 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2)  Grammatikalische Grundstrukturen - Verbalkonjugation in allen Zeiten und Modi (Indikativ, Konditional I und II, Subjuntivo, Imperativ) - Einfache Verbalperiphrasen mit Gerundio und Infinitiv - Vergangenheitszeiten im Indikativ - Subjuntivo in Hauptsätzen und in adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal) sowie in Relativsätzen - Adjektiv und Adverb - Passiv  bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.  neu erlernte Grundstrukturen anwenden. (ca. 2500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden.  der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachvergleiche  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Spanisch und anderen Fremdsprachen erkennen und nut- 1 Niveaus nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen GER Fachlehrpläne | 273 2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2)  Kürzere, einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen, didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufgebaute  Relativ langsam gesprochene authentische mediale Beiträge (Radio- und Fernsehsendungen) sowie Filme über Themen aus dem Interessengebiet der Schülerinnen und Schüler  Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache  Verstehensstrategien (z.B. W-Fragen, Vorkenntnisse)  einen Redebeitrag global verstehen.  authentischen medialen Beiträgen sowie Filmen über Themen aus ihrem Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen.  das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Spanisch verstehen.  einfache Verstehensstrategien anwenden.  Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, stufengerechte Originallektüren, Medientexte, Briefe)  Lesestrategien (z.B. Globalverstehen, Mindmap)  einfache literarische und nicht literarische Texte global verstehen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).  weitgehend korrekt vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext erschliessen.  Texte grob zusammenfassen. 3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2) Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Alltagsgespräche  Verschiedene Sprechsituationen und einfachere Redebeiträge (z.B. Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen und Kurzreferate, einfache Stellungnahmen, Inhaltswiedergaben bei Texten und Filmen, Unterrichtsgespräch)  die meisten Alltagssituationen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet, angemessen bewältigen.  ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags beziehen.  in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben.  kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen.  eine Geschichte erzählen oder die Handlung ei- Fachlehrpläne | 274 nes Buches oder Films wiedergeben und ihre Reaktionen beschreiben. 4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2) Grobinhalt: schriftl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Textsorten (z.B. Beschreibungen, kurze Kommentare, Interviews, innere Monologe, Dialoge, Briefe, Emails, Erörterungen, kreative Texte wie Gedichte und Kurzgeschichten)  über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben.  einfache kreative Texte verfassen.  persönliche Briefe und Emails schreiben und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.  Zusammenfassungen von einfachen Texten  zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung neh-  eine einfache Bildbeschreibung verfassen. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika  einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander verglei-  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.  Verschiedene Themen aus der Gesellschaft und Kultur der spanischsprachigen Welt (z.B. Regionen Spaniens oder Länder Lateinamerikas und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit spanischsprachiger Jugendlicher)  gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen  einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Fachlehrpläne | 275 Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunstwerke  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht)  Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. Fachlehrpläne | 276 Niveau: B2-C1 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2)  Komplexere grammatikalische Grundstrukturen  Konkordanz der Zeiten  Indirekte Rede  Komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen  Relativsätze, Adverbialsätze  die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.  eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren. (ca. 3500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz und ausgewählte Idiomatismen dazu sicher anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  Sprachregister  Sprachbewusstsein  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und  das Lesen zur Erweiterung und Festigung der Sprachkompetenz nutzen.  verschiedene Sprachregister unterscheiden und sich selbst stilsicher ausdrücken.  lexikalische und strukturelle Bezüge zu anderen Sprachen herstellen.  das Sprachbewusstsein zur Analyse und Erschliessung von Texten einsetzen. Fachlehrpläne | 277 2. Lerngebiet: Verstehen (B2-C1)  Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und / oder Tonquellen, komplexere  Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache  Redebeiträge weitgehend umfassend verstehen.  das Unterrichtsgespräch über anspruchsvolle Themen verstehen.  Literarische und nicht literarische Originaltexte (z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  Lesestrategien (z.B. Kontext, Struktur, Verknüpfungen)  selbständig literarische und nicht literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit).  sinngebend vorlesen.  anhand von verschiedensten Lesestrategien unbekannte Inhalte erschliessen. 3. Lerngebiet: Sprechen (B2) Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Alltagsgespräche  Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, Unterrichtsgespräch)  mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen.  sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten.  zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben.  differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. 4. Lerngebiet: Schreiben (B2) Grobinhalt: schriftl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Textsorten (z.B. Berichte, Kommentare, Interview, innerer Monolog, Dialog, Briefe, Emails, Erörterungen, kreative Texte wie Gedichte und Kurzge-  über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben.  Argumente und Gegenargumente zu einem be- Fachlehrpläne | 278 schichten) stimmten Problem darlegen.  literarische Analysen verfassen.  fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen  komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.  literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die Autorin zur Textanalyse beiziehen.  ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen.  literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen.  anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren.  Exemplarische Begegnungen mit der Gesellschaft und Kultur der spanischsprachigen Welt (z.B. Kubanische Revolution, Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Grenzkonflikt USA – Mexiko)  verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren.  unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunstwerke  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) analysieren und interpretieren.  Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. Fachlehrpläne | 279 LEHRPLAN FÜR DAS OBLIGATORISCHE FACH SPORT Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler in deren Persönlichkeitsentwicklung und in deren sozialem Verhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung dient er der Gesundheitserziehung. Der Sportunterricht regt weiter führende sportliche Aktivitäten an: Mit übergreifenden Anlässen prägt er die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen. Durch ein breites Wahlangebot in der vierten Klasse werden die Schülerinnen dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen. Das Grundlagenfach Sport fördert besonders  Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen  Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen  Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle überneh-  Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten  Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden  Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben  In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren  Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten  Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern  Sich selbständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten  Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten  Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen  Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden  Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können Fachlehrpläne | 280  Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen  Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen Pro Semester mind. 1 Note aus dem Lerngebiet 1 und mind. 2 Noten aus 2 weiteren Lerngebieten. Für normierbare Leistungen gelten die gemeinsam entwickelten Leist ungstabellen. Pro Jahr mind. 1 Note aus einer gesamtschulischen Prüfung: Echolauf, Aarelauf (2.4 km), Aarelauf (5 km), OL, Distanzschwimmen, etc. Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang Bewegung - Gesundheit. Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen/ Tanz; Rhythmusschulung. Grundsätzlich geschlechtergetrennter Unterricht; koeduzierter Unterricht in sinnvollen Bereichen (Gesellschaftstanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball, etc.). (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen einer Maturitätsarbeit. Fachlehrpläne | 281 Vorbemerkung: eine präzisere Zuordnung der Inhalte (z. B. Laufen, Springen, Werfen, Spielen und Schwimmen) auf die einzelnen Klassenstufen muss auf die geplanten Anlässe (Sporttag, Spieltag) abgestimmt werden und ist abhängig von der Verfügbarkeit der Aussenanlagen und den Witterungsverhältnis-  Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder entwickeln.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  Beobachten, beurteilen , beraten  durch bewusstes Verarbeiten verschiedener Inputs (auf verschiedenen Wahrnehmungskanälen) ihr Bewegungsrepertoire erweitern und die Bewegungsqualität verbessern.  durch gezieltes Beobachten und Selbstbeurteilung die eigene Bewegungsqualität verbessern.  Einfache Tanzschritte und –formen  Einfache Darstellungen mit und ohne Handgeräte (z.B. Rope-Skipping)  ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erwerben.  alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. Fachlehrpläne | 282  Mehrere Geräte aus: Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren, Minitramp-Kasten/ Ringe  Bewegungsverwandtschaften  Helfen und Sichern  einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern.  Bewegungsverwandtschaften erkennen  Mitschülerinnen und Mitschüler beim Erwerben unterstützen.  Mehrere Disziplinen aus: Schnelllauf/ Weit-/Hochsprung/ Hürden/ Speerwurf/ Kugelstossen/ Langstreckenlauf  ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und ein-  Mindestens 1 Schwerpunktspiel aus: Basketball/ Handball/ Fussball/ Volleyball/ Unihockey Die Schülerinnen und Schüler können.  im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten.  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. Fachlehrpläne | 283  Mindestens 1 Stil aus: Brustcrawl/ Brustgleichschlag/ Rückencrawl  Dauerschwimmen  die Grobform des entsprechenden Schwimmstils erwerben oder anwen-  eine 20 Minuten ohne Unterbruch schwimmen.  1 Spiel aus: Baseball/ Ultimate/ Smolball/ Beachvolley/ Intercrosse/ Tchoukball  im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich 9. Lerngebiet: Outdoor Sport  Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie Aareschwimmen, OL, Biken, Inline, Klettern, Eislaufen etc.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. Fachlehrpläne | 284  Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.  ihre koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Grundsätze der Trainingslehre anwenden.  Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  Beobachten beurteilen beraten  bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen.  Weitere Tanzschritte und –formen  Erweiterte Darstellungen mit und ohne Handgeräte oder:  Aerobic  ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire anwenden und  alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. Fachlehrpläne | 285  Mindestens ein weiteres Gerät aus: Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren, Minitramp-Kasten/ Ringe, grosses Trampolin  Bewegungsverwandtschaften  Helfen und sichern  einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das Bewegungsrepertoire erweitern.  Bewegungsverwandtschaften erkennen  Mitschülerinnen und Mitschüler beim Erwerben unterstützen.  Mehrere weitere Disziplinen aus: Schnelllauf/ Weit-/Hochsprung/ Hürdenlauf/ Speerwurf/ Kugelstossen/ Diskuswerfen/ Langstreckenlauf  ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und ein-  Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus: Basketball/ Handball/ Fussball/ Volleyball/ Unihockey/ Eishockey/ Badminton  im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. Fachlehrpläne | 286  Mindestens 1 weiterer Stil aus: Brustcrawl/ Brustgleichschlag/ Rückencrawl/ Delphin  Dauerschwimmen  die Grobform des entsprechenden Schwimmstils erwerben oder anwen-  20 Minuten ohne Unterbruch schwim-  1 weiteres Spiel aus: Baseball/ Ultimate/ Smolball/ Beachvolleyball/ Intercrosse  im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen und sich regelkonform 9. Lerngebiet: Outdoor Sport  Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie Aareschwimmen, OL, Biken, Inline, Klettern, Eislaufen etc.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. Fachlehrpläne | 287 Schwerpunkte setzen in den Bereichen  spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Grundsätze der Trainingslehre anwenden.  sich selbständig auf einen Ausdauertest vorbereiten.  Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  Beobachten, beurteilen, beraten  durch mediengestützte Analysen die Bewegungsqualität verbessern.  bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten  Weitere Tanzschritte und –formen oder:  Aerobic  1 Darstellung als Team, z. B. im Bereich: Hip-Hop, Partnerakrobatik, Double- Dutch  ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erweitern und  in einer Gruppe eine Bewegungskombination gestalten. Fachlehrpläne | 288  Mindestens 1 Gerät aus: Boden/ Reck/ (Stufen-)Barren, Minitramp-Kasten/ Ringe/ grosses Trampolin oder: Gerätebahn/ Parkour  Helfen und sichern  einzelne Elemente selbständig zu einer Verbindung zusammenstellen und so das eigene Bewegungsrepertoire  Bewegungsverwandtschaften erkennen  Mitschülerinnen und Mitschüler beim Erwerben unterstützen.  Vertiefen der erlernten Disziplinen  Erweitern des Repertoires mit weiteren Disziplinen  ihre leichtathletischen Fertigkeiten differenziert anwenden.  Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus: Basketball/ Handball/ Fussball/ Volleyball/ Unihockey/ Eishockey/ Badminton  im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. Fachlehrpläne | 289  Mindestens 1 Stil aus: Brustcrawl/ Brustgleichschlag/ Rückencrawl  Dauerschwimmen  die Grobform des entsprechenden Schwimmstils erwerben oder anwen-  20 Minuten ohne Unterbruch schwim-  mindestens 1 Sportart aus: Touchrugby/ Flagball/ Rugby/ Intercrosse  im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen und sich regelkonform 9. Lerngebiet: Outdoor Sport  Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie Aareschwimmen, OL, Biken, Inline, Klettern, Eislaufen etc.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten.  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen. Fachlehrpläne | 290 Vorbemerkung: Doppelstunde nicht mehr im Klassenverband, sondern blockweise in Sportarten nach Wahl In selbst gewählten Bereichen:  Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten.  ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.  Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  Beobachten, beurteilen, beraten  bei Wahl einer entsprechenden Sportart die gezielte Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen.  Anspruchsvolle Tanzschritte und – formen (z.B. Gesellschaftstänze)  ihr tänzerisches Repertoire gezielt vertiefen und erweitern.  Attraktive Geräte und Formen wie: Grosses Trampolin, Slackline, etc.  ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und erweitern. Fachlehrpläne | 291  Ausgewählte leichtathletische Disziplinen und Wettkampfformen, z.B. Stabhochsprung  ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt vertiefen und anwenden.  Schwerpunktspiele aus: Basketbal/ Fussball/ Volleyball/ Unihockey/ Eishockey/ Badminton/ Squash/ Curling, usw…  im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden.  ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen.  Wasserspringen, Wasserball, Rettungsschwimmen, ABC-Tauchen, Vertiefen der Schwimmstile  die Grob- oder Feinformen der entsprechenden Wassersportdisziplinen erwerben und anwenden. Fachlehrpläne | 292  Trendsportarten, die sich an der gesellschaftlichen Aktualität orientieren  ‚Exotische‘ Sportarten ausserhalb des regulären Schulsportbetriebes  die Philosophie der gewählten Sportart(en) in der Ausübung erleben und erfahren.  die nötigen Grundfertigkeiten in den gewählten Sportart(en) erwerben. 9. Lerngebiet: Outdoor Sport  Mindestens 1 Outdoor-Aktivität wie Aareschwimmen, OL, Biken, Inline, Klettern, Eislaufen etc.  sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten  gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung über- Fachlehrpläne | 293 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH SPORT 1) Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden erweitert. Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder. 2) Überfachliche Kompetenzen Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders  Reflexive Fähigkeiten: - Die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen - Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet ve r-  Sozialkompetenz: - Sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen.  Sprachkompetenz: - Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und M odelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwe nden  Arbeits- und Lernverhalten: - Fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen - Körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen  Methodenkompetenz: - Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben - Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen - Persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern Fachlehrpläne | 294 • Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: - Die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern - Sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen - Sportliche Leistungstests selbständig durchführen und auswerten  Interessen: - Sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten 3) Leistungsbewertung Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile (schriftlich und/oder mündlich) für die Vorschlagsnote im EF Sport, 30% nicht überschreiten. Mögliche Lerngebietspezifische Test:  Trainingslehre: schriftlicher Test und/oder Volkslauf  Bewegungslernen: Praktischer (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.) und schriftlicher oder mündlicher Test  Sportspiele: Zwei praktische Tests (Umfassende Spieltests mit technischen und taktischen Anteilen)  Sport und Gesellschaft: Schriftlicher oder mündlicher Test zu entsprechendem Inhalt 4) Querverbindungen zu anderen Fächern Zu folgenden Fachbereichen sind Querverbindungen denkbar: Biologie (Sportanatomie, Sportph ysiologie, Ernährung usw.), Physik (Kraft, Geschwindigkeit usw.), Psychologie (Entwicklungsps ychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hi ntergründe, soziokulturelle Einflüsse usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Z usammenhänge im Themenfeld Sport usw.), Geographie (ökologische Auswirkun gen von Sport- Grossanlässen usw.), Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.). 5) Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei pr ojektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlec hterspezifische Unterschiede. Fachlehrpläne | 295 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflichtopti onen, aus denen die Lehrperson die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Trainingslehre  Sportanatomie und -physiologie  Energetische Faktoren und Steuerung der Motorik  Trainingssteuerung  Sportpsychologie  Sporternährung  im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben.  die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären.  im Zusammenhang mit Koordination das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik platzieren sowie die koordinativen Fähigkeiten nennen.  verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik erklären und interpretieren, evtl. durchführen.  verschiedene Methoden des Trainings nennen und zielgerichtet anwenden.  in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verbessern. in ausgewählten Bereichen  kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen- Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).  den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen  die bedarfsangepasste Ernährung erläutern. Fachlehrpläne | 296  Erwerben, Anwenden, Gestalten  Analysieren,  Beobachten, beurteilen und beraten  Helfen und sichern  Modelle der Bewegungslehre erklären.  die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden.  Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren.  Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten.  ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen und gegenseitiger Unterstützung  Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren. 3. Lerngebiet: Sportspiele In mindestens 2 ausgewählten Sportspielen  Korrekte Techniken anwenden  Taktische Elemente anwenden  Spielregeln vertiefen  die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden.  taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen analysieren und anwenden mitgestalten.  ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten. Fachlehrpläne | 297 4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft  Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit  Leitmotive für sportliches Handeln  Umfeldeinflüsse auf sportliches Handeln  Wenn möglich ein aktuelles Themenfeld aufarbeiten (z.Bsp. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt) Die Schülerinnen und Schüler können in ausgewählten Themenbereichen  die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären.  Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen.  zum gewählten aktuellen Themenbereich kritisch Stellung nehmen.  soziale, wirtschaftliche, politische Aspekte und einflüsse im Handlungsfeld Sport erkennen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Siehe unter 4) Fachlehrpläne | 298 LEHRPLAN FÜR DAS FACH EINFÜHRUNG IN WIRTSCHAFT UND RECHT Wochenstunden 1 2 - - Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen bilden einen zentralen Ansatzpunkt der Mikroökonomie und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen. Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren. Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte hinsichtlich wirtschaftspolitischer Probleme zu charakterisieren. Aktuelle Beiträge und anschauliche Beispiele ergänzen die erarbeitete Theorie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind und auf unterschiedlichen Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen. Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach. Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders:  Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen  Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit verstehen und anwenden  Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen Fachlehrpläne | 299  Unterschiedliche Perspektiven einnehmen  Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten  Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen  Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen  Geographie  Chemie  Physik  Mathematik  Im Rahmen des Projektunterrichtes Fachlehrpläne | 300 1. Lerngebiet: Recht Einführung ins Recht  die Grundlagen des Rechtssystems und ihre Rolle darin verstehen und erkennen.  mit unterschiedlichen Rechtsquellen arbeiten.  rechtliche Problemstellungen einem bestimmten Rechtsbereich zuordnen.  einfache Rechtsfälle aus ihrem Lebensbereich lösen.  staatsrechtliche Grundlagen (beispielsweise Menschenrechte, Gewaltentrennung, Stimm- und Wahlrecht) und den Entstehungsprozess von Gesetzen verstehen und anwenden. Zivilrecht: Personenrecht/Obligationenrecht  Verknüpfungspunkte zwischen ihrem Lebenslauf und den Gesetzgebungen des Zivilrechts erkennen und analysieren.  mit Hilfe ihres erworbenen Wissens ihr Leben in rechtlichen Belangen aktiv steuern. Weitere Rechtsgebiete  aktuelle Geschehnisse verstehen, einordnen und beurteilen. Aktualitäten  anhand von aktuellen Rechtsfällen, Abstimmungsvorlagen oder Rechtsänderungen etc. eine eigene Meinung bilden und Diskussionen führen. Fachlehrpläne | 301 2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Mikroökonomie  die Handlungsweisen der Menschen anhand ökonomischer Modelle erkennen, beschreiben und beurteilen.  die wirtschaftlichen Konsequenzen des eigenen Handelns erkennen und kritisch  Marktmechanismen, Preisbildung und Staatseingriffe erklären, verstehen und deren Folgen beurteilen.  die wichtigsten Marktversagen erkennen, erklären und adäquate Gegenmassnahmen nennen.  aktuellen Geschehnisse ökonomisch  die gewonnenen wirtschaftlichen Erkenntnisse anwenden und aktiv vertiefen. Makroökonomie  gesamtwirtschaftliche Daten und Fakten kennen, erklären und anwenden.  Problemstellungen und Konzepte wie beispielsweise aus den Bereichen Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen, Globalisierung oder Aussenhandel erfassen, analysieren und beurteilen.  Tabellen und Graphiken lesen, analysieren, kommentieren und interpretieren. Fachlehrpläne | 302 3. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Unternehmensfunktionen  unternehmerische Aktivitäten wie beispielsweise Budgetierung, Marketing oder Organisation verstehen und aktiv Unternehmensmodell  Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens kennen und identifizieren sowie anhand aktueller Beispiele mögliche Zielkonflikte aufzeigen. Haushalte  einfache Budgets erklären und erstellen.  die wichtigsten Positionen der Einkommens- und Ausgabenseite eines Haushalts verstehen und analysieren. Hinweis: Die Finanzbuchhaltung ist ausführlicher Bestandteil des Lehrplans Schwerpunktfach Fachlehrpläne | 303 LEHRPLAN FÜR DAS SCHWERPUNKTFACH WIRTSCHAFT UND RECHT Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und deren Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen und einer Schwerpunktfachwoche erhalten sie dabei vertiefte Einblicke in reale Institutionen und Abläufe. Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:  Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden  Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren  Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden  Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen  Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-  Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen  Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwi- Fachlehrpläne | 304  Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen  Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen  Die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)  Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden  Geographie  Chemie  Physik  Mathematik  Geschichte  Im Rahmen des Projektunterrichts Fachlehrpläne | 305 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Finanzielles Rechnungswesen  finanzielle Vorgänge in Unternehmen unter Zuhilfenahme der Finanzbuchhaltung abbilden.  spezielle Vorgänge wie beispielsweise Abschreibungen, Bestandesänderungen, Mehrwertsteuer oder fremde Währungen bearbeiten.  eine Erfolgsrechnung und eine Bilanz aufstellen, analysieren und interpretieren. Unternehmensmodell  Betriebe unterschiedlicher Sektoren, Branchen, Grösse, Rechtsform, Trägerschaft etc. unterscheiden und zuordnen.  verschiedene Umweltsphären der Unternehmung beschreiben und Wechselbeziehungen aufzeigen.  Interessen- und Zielkonflikte unterschiedlicher Anspruchsgruppen aufzeigen und Lösungsoptionen erarbeiten.  Grundstrategie, Leitbild und Unternehmungskonzept anhand praktischer Beispiele unterscheiden und anwenden. 2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Grundlagen der Volkswirtschaftslehre  die Notwendigkeit des Wirtschaftens er-  Massstäbe des ökonomischen Handelns verstehen, anwenden und kritisch reflek-  Kosten-Nutzen-Analysen durchführen.  verschiedene Aspekte der Arbeitsteilung beleuchten und deren Konsequenzen unter moralisch-ethischen Gesichtspunkten hinterfragen sowie alternative Konzepte Fachlehrpläne | 306 Produktionsfaktoren und Kapitalbildung  die verschiedenen Produktionsfaktoren und deren Eigenschaften beschreiben sowie Implikationen derselben erläutern.  die besondere Bedeutung des Humankapitals erkennen und begründen.  verschiedene Prozesse der Kapitalbildung beschreiben und anwenden. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung  die Inhalte und die Entstehung des BIP und des VE verstehen und anwenden sowie einen Bezug zwischen diesen Grössen herstellen.  Probleme der Einkommens-verteilung erkennen, beschreiben und eine eigene Meinung dazu bilden.  sich zur Frage der Grenzen des Wachstums kritisch äussern. Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen und deren Charakteristika identifizieren.  den Verlauf und Besonderheiten der Nachfrage- und Angebotsfunktionen darstellen sowie begründen.  die Preisbildung auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und  Formen der Elastizitäten unterscheiden, berechnen und deren Konsequenzen  Kennzahlen berechnen und diese im Hinblick auf ihre Aussagekraft beurteilen.  Marktversagen und deren Konsequenzen erkennen sowie Lösungsstrategien erarbeiten.  Markteingriffe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen. Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen, diskutieren und  eine eigene Meinung zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertreten. Fachlehrpläne | 307 3. Lerngebiet: Recht Vertragsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren.  Entstehung, Erfüllung, Erlöschen sowie Verjährung von Obligationen erkennen und analysieren.  die wichtigsten Haftungsbestimmungen und deren Tatbestandsmerkmale kennen, analysieren und in konkreten Fallbeispielen anwenden.  praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus anderen Rechtsgebieten, so beispielsweise: - Sachenrecht - Immaterialgüterrecht - Strafrecht - Schuldbetreibungs- und Konkursrecht - Staatsrecht - Steuerrecht - Wettbewerbsrecht  Ziele und Kerngedanken des Rechtsgebietes beschreiben und hinterfragen.  einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen. Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (Abstimmungsvorlagen, Gesetzesänderungen, wegweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten etc.) verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.  sich in Bezug auf allenfalls vorzunehmende Gesetzesänderungen oder neue rechtliche Regelungen eine eigene Meinung bilden und diese auch vertreten. Fachlehrpläne | 308 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Leistungswirtschaft  strategische und operative Konzepte der Unternehmensführung beschreiben, analysieren und anwenden.  Aufbau- und Ablauforganigramme interpretieren und für einen gegebenen Sachverhalt aufstellen.  verschiedene Aspekte der Personalmanagements beschreiben, anwenden sowie sich zu den Folgen des Umgangs mit Mitarbeitern eine eigene Meinung bilden. Finanzwirtschaft  verschiedene Aspekte unterschiedlicher Finanzierungsarten und –modelle kennen, verstehen und anwenden.  verschiedene Kennzahlen der Unternehmungsführung und zugrundeliegende Konzepte verstehen und interpretieren. Finanzintermediäre  grundlegende Funktionsweisen sowie die wichtigsten Charakteristika von Finanzintermediären verstehen und erklären.  verschiedene Versicherungslösungen in ihren Grundzügen erklären und applizieren können.  Anlagegrundsätze und Anlagestrategien verstehen und anwenden. 2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen und deren Charakteristika identifizieren.  Verläufe und Besonderheiten der Nachfrage- und Angebotskurve erklären sowie die beiden Kurven anwenden.  die Preisbildung auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und  Formen der Elastizitäten unterscheiden und berechnen.  Kennzahlen berechnen und diese im Hinblick auf ihre Aussagekraft beurteilen. Fachlehrpläne | 309  Marktversagen und deren Konsequenzen erkennen sowie Lösungsstrategien erarbeiten.  Markteingriffe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen und sich eine eigene Meinung dazu bilden. Geld und Währung  verschiedene Arten von Geld unterscheiden und Implikationen beschreiben sowie  Geldmengenaggregate definieren und  den Prozess der (multiplen) Geldschöpfung beschreiben und Folgen herleiten.  Vor- und Nachteile unterschiedlicher Wechselkursregime und deren Probleme kennen sowie Lösungsansätze entwi-  Geldwertänderungen analysieren und Konsequenzen ableiten. Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus der (mögliche Beispiele rechts): - Konjunkturpolitik - Wirtschaftspolitik - Umweltpolitik - Geldpolitik - Fiskalpolitik - Aussenwirtschaftspolitik - Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik - Wachstums- und Strukturpolitik  den Konjunkturzyklus sowie dazugehörige Indikatoren beschreiben und anwen-  verschiedene Bereiche der Wirtschaftspolitik identifizieren und Wege zur Zielerreichung aufzeigen.  verschiedene Aspekte und Elemente der Aussenwirtschafts-politik beschreiben, analysieren sowie vor- und nachteilige Entwicklungen identifizieren.  die Gefährdung der Umwelt als Folge des wirtschaftlichen Handelns erkennen und Instrumente der Umweltpolitik an-  eigenes ethisches Handeln anhand umweltbewussten Agierens identifizieren, kritisch reflektieren und bewerten. Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen, diskutieren und  eine eigene Meinung zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertreten. Fachlehrpläne | 310 3. Lerngebiet: Recht Vertragsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer Falllösungsmethodik orientieren.  die wichtigsten Vertragstypen (v.a. Kaufvertrag, Mietvertrag und Arbeitsvertrag) (er-)kennen und voneinander abgrenzen.  wichtige Fakten und Verhaltensweisen erkennen, analysieren und reflektieren, die für Abschlüsse solcher Verträge in der persönlichen Zukunft der Schülerinnen und Schüler von Bedeutung sein können.  praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse  die verschiedenen Rechtsformen voneinander unterscheiden und systematisieren sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen erfassen.  über die Wahl der Rechtsform von Betrieben anhand der fachlich einschlägigen Kriterien entscheiden.  Ziele, Ursachen und Ausprägungen von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern und realen Beispielen zuordnen. Mindestens ein weiteres Teilgebiet aus anderen Rechtsgebieten, so beispielsweise: - Sachenrecht - Immaterialgüterrecht - Strafrecht - Schuldbetreibungs- und Konkursrecht - Staatsrecht - Steuerrecht - Wettbewerbsrecht  Ziele und Kerngedanken des Rechtsgebietes beschreiben und hinterfragen.  einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen. Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (Abstimmungsvorlagen, Gesetzesänderungen, wegweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten etc.) verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.  sich in Bezug auf allenfalls vorzunehmende Gesetzesänderungen oder neue rechtliche Regelungen eine eigene Meinung bilden und diese auch vertreten. Fachlehrpläne | 311 LEHRPLAN FÜR DAS ERGÄNZUNGSFACH WIRTSCHAFT UND RECHT Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei vorwiegend themenzentriert und legt besonderen Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den Perspektiven der drei Teilgebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier geht es unter anderem um Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen). Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse, Unternehmensmodell, betriebliche Leistungserstellung, Marketing, Marktforschung, Preisbildung, Marktversagen, staatliche Eingriffe in den Markt, Handels- und Gesellschaftsrecht, allgemeines und spezielles Vertragsrecht sind weitere mögliche The- Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:  Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren  In Alternativen denken und abwägend entscheiden  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen  Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen  Das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra-  Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen  Widersprüche und Kompromisse aushalten Fachlehrpläne | 312  Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen  Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen  Die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen)  Geographie  Chemie  Physik  Mathematik  Geschichte Fachlehrpläne | 313 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Arbeit  verschiedene Märkte und Marktformen beschreiben, verstehen und analysieren. Wohnen  wirtschaftspolitische Massnahmen am Beispiel des Wohnungsmarktes verstehen, erklären und anwenden. Steuern  verschiedene Aspekte der öffentlichen Haushalte verstehen, erklären und analysieren. Konsum  die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf verschiedene volkswirtschaftliche Funktionen verstehen, erklären, analysieren und anhand von Fallbeispielen vertie- 2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Arbeit  Betriebe als Arbeitgeber mit den zusammenhängenden Elementen beschreiben, erklären, verstehen und analysieren. Wohnen  Entscheidungen privater Haushalte als Mieter oder Wohneigentümer verstehen, erklären und mit Hilfe von Fallbeispielen Steuern  verschiedene Aspekte der privaten Haushalte und Unternehmen verstehen, erklären und analysieren. Konsum  die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf verschiedene betriebswirtschaftliche Funktionen verstehen, erklären, analysieren und in Fallbeispielen anwenden. Fachlehrpläne | 314 3. Lerngebiet Recht Arbeit  rechtliche Elemente des Anstellungsverhältnisses mit den verbundenen Elementen beschreiben, erklären und verstehen. Wohnen  rechtliche Aspekte der Miete oder des Hauskaufs verstehen, erklären und an- Steuern  verschiedene Aspekte der Steuergesetzgebung verstehen, begründen und analysieren. Konsum  rechtliche Konsequenzen des Konsums verstehen, erklären, analysieren und an- Wie!schreibe!ich!eine!Abschlussarbeit?! Lehrmittel!für!den!Projektunterricht! Ausgabe!2018/19! 2! https://creativecommons.org/licenses/byIncIsa/3.0/ch/! Abbildung!1:!Zwei!Schüler!in!der!Mediothek!der!NKSA,!Foto:!Mélanie!Locher! 3! Vorwort& Als! Schülerin! oder! Schüler! des! Gymnasiums! verfolgen! Sie! im! Rahmen! des! Projektunterrichtes! (PU)! während! eines! halben! Jahres! ein! erstes,! längeres! Vorhaben.! Die! Eigeninitiative! steht! bei! diesem!Prozess!im!Zentrum.!In!ZweierI!oder!Dreiergruppen!stecken!Sie!sich!selber!Ziele!und!stelI len!einen!Projektplan!auf,!der!mit!den!betreuenden!Lehrpersonen!verhandelt!wird!(ProjektvereinI barung).!Über!eine!längere!Zeit!arbeiten!Sie!etwa!einen!Nachmittag!pro!Woche!systematisch!an! ihrem!Projekt.!Am!Schluss!liegen!je!nach!Projekttyp!Untersuchungsresultate,!ein!kreatives!oder! technisches! Produkt! oder! eine! durchgeführte! Veranstaltung! vor,! welche! in! jedem! Fall! in! einer! schriftlichen!Dokumentation!ebenso!systematisch!erläutert!und!reflektiert!werden.!Produkt(e)!und! Dokumentation!werden!anschliessend!von!den!betreuenden!Lehrpersonen!nach!klaren,!zum!VornI herein!bekannten!Kriterien!bewertet.!Im!Anschluss!an!den!Projektunterricht!Gymnasium!nehmen! Sie!ein!zweites!grösseres!Projekt!in!Angriff:!Ihre!Maturarbeit!(MA).! Als!Schülerin!oder!Schüler!der!Fachmittelschule!(FMS)!schreiben!Sie!im!Übergang!von!der!2.!in! die! 3.! Klasse! in! ZweierI! oder! Dreiergruppen! Ihre! Selbständige! Arbeit! (SAR).! In! der! Startphase! werden!Sie!von!PUILehrpersonen!unterstützt.!Falls!Sie!nach!Ihrem!FMSIAbschluss!eine!FachmaI turität!anstreben,!so!nehmen!Sie!ein!zweites!Projekt!in!Angriff:!Ihre!Fachmaturitätsarbeit!(FMA).! Das!vorliegende!Lehrmittel!soll!es!Ihnen!erleichtern,!Ihre!Projektwege!zu!verfolgen.!Ziele,!Typen,! wichtige!Schritte,!formale!Richtlinien!und!praktische!Tipps!für!das!projektartige!Arbeiten!stehen!im! Zentrum.!Den!betreuenden!und!bewertenden!Lehrpersonen!des!PU,!von!MA!und!SAR!sowie!von! FMA!sollen!die!folgenden!Seiten!eine!Unterstützung!und!Richtlinie!für!den!Projektunterricht!sowie! für!die!Betreuung!und!Bewertung!sein.! Das!Lehrmittel!basiert!auf!der!Arbeit!von!Johannes!Gerber!(2002)a!Beatrice!Müller,!Daniel!SiegentI haler!und!Benno!Zimmermann!(2003)a!Thomas!Müller,!Richard!Heimgartner!und!Fritz!Wenzinger! (2006).!Es!wurde!im!April!2009!von!Richard!Heimgartner,!Mélanie!Locher!und!Daniel!Siegenthaler! überarbeitet.!Im!Mai!2010,!Juni!2011!sowie!im!Juni!2012!wurden!von!Richard!Heimgartner,!Mélanie! Locher!und!Thomas!Müller!kleinere!Anpassungen!vorgenommen.!Im!Juni!2013!wurde!der!Anhang! A3!(Bewertungskriterien)!überarbeitet.!Die!neuen!Bewertungskriterien!wurden!von!zwei!ArbeitsI gruppen!erstellt!(Pascal!Frey,!Christian!Wüst,!Esther!Schwarz,!Otto!Grimm,!Richard!Heimgartner,! Thomas!Müller,!Silvia!Wüest).!Im!Juli!2016!erfolgten!kleinere!Anpassungen!durch!Stephan!BaumI gartner!und!Christoph!Steiner.!Im!Rahmen!einer!Fachschaftsweiterbildung!der!Fachschaft!Deutsch! (März!2016)!wurden!diverse!Präzisierungen!und!Erweiterungen!zum!wissenschaftlichen!Schreiben! vorgeschlagen.!Ergänzungen!zu!den!Zitierregeln!formuliert!hat!Matthias!Friedli.!Einen!umfangreiI chen!Katalog!an!Stilregeln!zusammengestellt!hat!Mirjam!Caspers.!Für!die!Integration!dieser!VorI arbeiten!und!kleinere!Anpassungen!verantwortlich!war!Stephan!Baumgartner!(2017),!ebenso!für! kleinere!Korrekturen!(2018).! 4! Inhaltsverzeichnis& 1! Ziele!des!Projektunterrichts.......................................................................................................!6! 2! Verschiedene!Typen!von!Projektarbeiten!.................................................................................!7! 2.1! Die!Untersuchung!..............................................................................................................!7! 2.2! Die!kreative!Produktion!......................................................................................................!8! 2.3! Die!technische!Produktion!.................................................................................................!8! 2.4! Die!Organisation!einer!Veranstaltung!................................................................................!9! 3! Ablauf!eines!Projektes!..............................................................................................................!9! 3.1! Übersicht!über!den!Ablauf!eines!Projektes!.......................................................................!9! 3.2! Projektinitiative!und!Vorprojekt!........................................................................................!13! 3.3! Projektvereinbarung:!Klärung!von!Zielen,!Methoden,!Ressourcen.................................!13! 3.4! Projektdurchführung.........................................................................................................!15! 3.4.1! Übersicht!über!den!Ablauf!der!Projektdurchführung!.............................................!15! 3.4.2! Ethische!Richtlinien,!Datenschutz!.........................................................................!17! 3.5! Präsentation!.....................................................................................................................!18! 4! Die!Form!der!Projektdokumentation!.......................................................................................!19! 4.1! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!Untersuchung!..............................................!19! 4.1.1! Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!......................!19! 4.1.2! Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!......................................!21! 4.2! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion!.................................!22! 4.3! Aufbau!der!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!......................................!23! 4.4! Aufbau!der!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer!Veranstaltung!..............!24! 4.5! Vorbereitungsarbeiten......................................................................................................!26! 4.6! Sprache!und!Rechtschreibung!........................................................................................!26! 4.6.1! Sachlichkeit!............................................................................................................!27! 4.6.2! Verbindlichkeit!........................................................................................................!28! 4.6.3! Einfachheit..............................................................................................................!30! 4.7! Einsatz!der!Informatikkenntnisse!zur!Textverarbeitung!..................................................!31! 4.8! Weitere!formale!Richtlinien!..............................................................................................!32! 4.9! Grundsätze!für!Zitate!und!Literaturverzeichnisse............................................................!33! 4.9.1! Zitieren!...................................................................................................................!33! 5! 4.9.2! Verzeichnisse!.........................................................................................................!37! 5! Unterstützende!Massnahmen!.................................................................................................!40! 5.1! Zeitmanagement!..............................................................................................................!40! 5.2! Projektjournal!...................................................................................................................!41! 6! Verzeichnisse!..........................................................................................................................!42! 6.1! Literaturverzeichnis!..........................................................................................................!42! 6.2! Abbildungsverzeichnis!.....................................................................................................!43! 6.3! Tabellenverzeichnis!.........................................................................................................!43! Anhang............................................................................................................................................!44! A1! Stolpersteine:!Was!alles!den!Arbeitsfluss!hemmen!kann.......................................................!45! A2! Projektjournal:!Gliederungsvorschlag!.....................................................................................!46! A3! Bewertungskriterien!für!ProjektI!und!Abschlussarbeiten!........................................................!47! A3.1! Gewichtung!der!Bewertungsbereiche!..............................................................................!47! A3.2! RückmeldungsI/Bewertungsbogen!für!PU!Gym,!MA!und!FMA!......................................!48! A3.3! RückmeldungsI/Bewertungsbogen!für!SAR!FMS!...........................................................!48! A3.4! Leitfaden!für!die!Bewertung!von!AbschlussI!und!Projektarbeiten!..................................!48! A3.5! Notenskala!(für!alle!Abschlussarbeiten!gültig)!................................................................!48! A3.6! Notenskala!(für!alle!PU!GymIArbeiten!gültig)!.................................................................!48! A4! Methoden!................................................................................................................................!65! A4.1! Beschaffung!bereits!bestehender!Informationen.............................................................!65! A4.2! Befragungen!....................................................................................................................!65! A4.2.1! VorI!und!Nachteile!.................................................................................................!66! A4.2.2! Ethische!Überlegungen!..........................................................................................!67! A4.2.3! Entwicklung!und!Durchführung!von!Befragungen!.................................................!67! A4.2.4! Was!ist!wichtig!bei!der!Entwicklung!der!Fragen?!..................................................!68! A4.2.5! Was!ist!wichtig!bei!der!Entwicklung!eines!Fragebogens?.....................................!68! A4.2.6! Massnahmen!zur!Steigerung!des!Rücklaufs!.........................................................!68! A4.2.7! Durchführung!der!Befragung!.................................................................................!69! A4.3! Beobachten!und!untersuchen!..........................................................................................!69! A4.4! Experimentieren!und!messen!..........................................................................................!70! 6! 1& Ziele&des&Projektunterrichts& Im!Projektunterricht!sollen!die!Kompetenzen!geübt!und!gefördert!werden,!die!Sie!dazu!befäI higen,!ein!eigenständiges!Projekt!durchzuführen!und!zu!dokumentieren.!Folgende!Ziele!steI hen!im!Zentrum:! 1.& Ein&Projektziel&formulieren& Im! Projektunterricht! lernen!Sie,! sich!eigenständig! ein!anspruchsvolles! Projektziel! zu! setzen! und!methodisch!sicher!auf!dieses!hinzuarbeiten.! 2.& Eine&Projektvereinbarung&verfassen& Im!Projektunterricht!erlangen!Sie!Kenntnisse!darüber,!wie!eine!Projektvereinbarung!verfasst! wird,!welche!das!Fundament!der!Projektarbeit!bildet.!! 3.& Die&zur&Verfügung&stehende&Zeit&planen&und&einsetzen& Der! Projektunterricht! fördert! die! realistische! Zeitplanung! einer! Arbeit!sowie! deren! zielorienI tierte!Umsetzung.! 4.& Verschiedene&Methoden&gezielt&einsetzen& Der!Projektunterricht!hat!zum!Ziel,!Ihre!Fähigkeiten!der!Recherche!zu!fördern.!Dazu!gehören! selbstständiges!Fragen,!das!Suchen,!Ordnen,!Bearbeiten!und!Analysieren!von!Informationen! und!die!Anwendung!spezifischer!Methoden!und!Techniken!zur!Beantwortung!einer!speziellen! Fragestellung.! 5.& Eine&schriftliche&Arbeit&bzw.&eine&Dokumentation&korrekt&verfassen& Der!Projektunterricht!fördert!die!korrekte!Erstellung!von!schriftlichen!Arbeiten!bzw.!DokumenI tationen!unter!Einhaltung!von!formalen!Regeln!(z.B.!fremde!Textstellen!zitieren!und!LiteraturI verzeichnis!erstellen).! 6.& Das&eigene&Vorgehen&überdenken&und&diese&Überlegungen&umsetzen& Der!Projektunterricht!schult!Ihre!Fähigkeiten!zur!Reflexion!über!Ziele,!Wege!und!Steuerung! des!eigenen!Arbeitens.! 7.& Die&SelbstL&und&Sozialkompetenz&fördern& Der! Projektunterricht! fördert! Verantwortungsgefühl,! die! Fähigkeit,! Entscheide! zu! fällen! und! Konflikte!zu!meistern,!und!die!Bereitschaft,!in!einem!Team!zu!arbeiten,!gemeinsame!Ziele!zu! verfolgen!sowie!innerhalb!einer!Gemeinschaft!eigene!Auffassungen!zu!vertreten.! 7! 2& Verschiedene&Typen&von&Projektarbeiten& Was! müssen! Sie! sich! eigentlich! genau!unter! einem! Projekt! vorstellen?! Bonati! und! Hadorn! (2009)!unterscheiden!grundsätzlich!die!vier!folgenden!Typen!von!Projektarbeiten:! !! Die!Untersuchung! !! Die!kreative!Produktion! !! Die!technische!Produktion! !! Die!Organisation!einer!Veranstaltung! Diese!unterschiedlichen!Typen!werden!im!Folgenden!kurz!beschrieben.!Des!Weiteren!werden! für!jeden!Projekttyp!Beispiele!aus!den!unterschiedlichen!Fachbereichen!vorgestellt!(Bonati!&! Hadorn,!2009,!S.!89I98).! 2.1& Die&Untersuchung& Bei!einer!Untersuchung!geht!es!im!weitesten!Sinne!darum,!etwas!zu!erforschen.!Dabei!stuI dieren!Sie!einen!Sachverhalt,!ein!Phänomen,!einen!Zusammenhang,!ein!Naturgesetz,!eine! Theorie!oder!eine!Entwicklung.!Wichtige!Tätigkeiten!sind!das!Beobachten,!Beschreiben,!VerI stehen,!Erklären,!Begründen,!Beurteilen!und!Werten!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!89I90).!TaI belle!1!zeigt!einige!Verfahren,!welche!Sie!bei!einer!Untersuchung!anwenden!können:! ! ! ! GeistesL&und&& Sozialwissenschaften& Mathematik&und&NaturwissenL schaften&(inkl.&Sport)& MusischLgestalterischer&Bereich& & & & !! Dokumente!analysieren,!z.B.!BrieI fe!aus!der!Familiengeschichte,!poI litische!Reden!auf!Tonträgern! !! Texte!vergleichen,!z.B.!PressebeI richte!zu!einem!Thema,!zwei!RoI mane!aus!derselben!Epoche! !! Ein!Interview!durchführen,!z.B.!eiI nen!Personenkreis!zu!DrogenI problemen!befragen! !! Eine!schriftliche!Befragung!planen! und!durchführen,!z.B.!die!EinstelI lung!zur!Fahrgeschwindigkeit!auf! Quartierstrassen!einer!Siedlung! !! Ein!ethisches!oder!rechtliches! Problem!untersuchen,!z.B.!die!EinI stellung!von!Jugendlichen!zur!ReliI gion! !! Medienbeiträge!analysieren,!z.B.! verschiedene!Presseartikel!zu!eiI nem!Thema! !! Eine!Messreihe!planen,!durchfühI ren!und!auswerten,!z.B.!zur!WasI serqualität!eines!Baches! !! Eine!Untersuchung!planen,!durchI führen!und!auswerten,!z.B.!FütteI rungsversuche!mit!Wasservögeln! !! Einen!chemischen!Nachweis!plaI nen,!durchführen!und!auswerten,! z.B.!vom!Sauerstoffgehalt!in! Schulräumen! !! Die!Biographie!eines!GebrauchsI gegenstandes!beschreiben,!z.B.! eines!Kühlschranks! !! Einen!Trainingsplan!erstellen,! Messungen!durchführen!und!ausI werten!und!Resultate!interpretieI ren! !! Künstlerische!Ausdrucksformen! vergleichen,!z.B.!einen!Film!mit! dem!entsprechenden!Buch! !! Eine!Formensprache!untersuchen,! z.B.!gemalte!Motive!an!BauernI häusern! !! Medienbeiträge!analysieren,!z.B.! die!Werbung!für!einen!neuen!Film! Tabelle!1:!Verfahren!der!Untersuchung! 8! 2.2& Die&kreative&Produktion& In!einer!kreativen!Produktion!schaffen!Sie!aus!einem!schöpferischen!Einfall!ein!künstlerisches! Werk.!Dies!kann!als!eine!eigene!Erfindung!betrachtet!werden.!Aus!Ideen,!Elementen!und!EinI flüssen!schaffen!Sie!etwas!Neues!mit!persönlicher!Prägunga!es!geht!dabei!um!das!Erfinden,! Ausprobieren,! SichIAusdrücken! und! gleichzeitig! um! die! Auseinandersetzung! mit! einem! Thema!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!90I91).!Wie!Tabelle!2!zeigt,!gibt!es!auch!hier!viele!VorgeI hensmöglichkeiten!für!die!unterschiedlichen!Fachbereiche:! ! ! ! GeistesL&und&& Sozialwissenschaften& Mathematik&und&NaturwissenL schaften&(inkl.&Sport)& MusischLgestalterischer&Bereich& & & & !! Einen!literarischen!Text!schreiben,! z.B.!eine!Kurzgeschichte,!GeI dichte! !! Eine!TextICollage!herstellen,!z.B.! eine!literarische!TextICollage,!ein! Umschlagbild!und!Text!für!ein!ProI grammheft! !! Mathematische!Kurven!künstleI risch!darstellen! !! Etwas!färben,!z.B.!einen!WandbeI hang!aus!natürlichen!Farben! !! Bewegung!mit!photographischen! Mitteln!künstlerisch!gestalten! !! Eine!Tanzsequenz!choreografieI ren! !! Formenreichtum!der!Kristalle! künstlerisch!umsetzen! !! Ein!Musikstück!komponieren,!z.B.! eine!Schlagzeugbegleitung! !! Etwas!zeichnen,!z.B.!Portraits!mit! verschiedenen!Techniken! !! Eine!kurze!Filmszene!herstellen,! z.B.!einen!Videoclip!oder!einen! Trickfilm! !! Eine!Choreografie!entwerfen,!einI studieren!und!aufführen! !! Literatur!in!einen!Kurzfilm!umsetI zen,!z.B.!Verfilmung!einzelner!liteI rarischer!Szenen! Tabelle!2:!Verfahren!der!kreativen!Produktion! 2.3& Die&technische&Produktion& Bei!einer!technischen!Produktion!stellen!Sie!aus!einer!konstruktiven!Idee!ein!funktionsfähiges! Erzeugnis!her.!Hierbei!geht!es!darum,!etwas!zu!planen!und!zu!konstruieren,!Abläufe!und!ZuI sammenhänge!zu!untersuchen,!etwas!auszutüfteln!und!exakt!zu!arbeiten!(Bonati!&!Hadorn,! 2009,!S.!91I92).!In!Tabelle!3!werden!einige!Verfahren!vorgestellt,!wie!eine!technische!ProdukI tion!angegangen!werden!könnte:! ! ! ! GeistesL&und&& Sozialwissenschaften& Mathematik&und&NaturwissenL schaften&(inkl.&Sport)& MusischLgestalterischer&Bereich& & & & !! Aus!einer!Fremdsprache!übersetI zen,!z.B.!einen!Rap!aus!dem!FranI zösischen! !! Eine!Vermarktungsstrategie!entwiI ckeln,!z.B.!weniger!Abfall!auf!dem! Schulareal! !! Ein!Produkt!über!das!Internet!verI markten,!z.B.!eine!Börse!für!geI brauchte!Schulbücher!aufbauen! !! Ein!PCIProgramm!entwickeln,!z.B.! ein!Ordnungssystem!für!alle! Schulunterlagen! !! Ein!Modell!herstellen,!z.B.!für!die! künftige!Entwicklung!von!SchülerI zahlen!und!den!Bedarf!an!SchulI raum!in!einer!Gemeinde! !! Ein!technisches!Produkt!planen! und!herstellen,!z.B.!ein!FortbeweI gungsmittel! !! Eine!Innenfassade!des!SchulhauI ses!bemalen! !! Filmen! !! Vertonen! !! Neue!Farben!mischen! Tabelle!3:!Verfahren!der!technischen!Produktion! 9! 2.4& Die&Organisation&einer&Veranstaltung& Bei!der!Organisation!einer!Veranstaltung!planen!und!organisieren!Sie!systematisch!TätigkeiI ten,!einen!Handlungsverlauf!oder!einen!Prozess.!Hierbei!spielt!die!Berücksichtigung!der!ZeitI planung!eine!zentrale!Rolle,!da!die!Veranstaltung!zu!einem!bestimmten!Zeitpunkt!stattfinden! und!gelingen!soll.!Sie!müssen!mitarbeitende!Personen!führen!und!motivieren!sowie!das!PubI likum! zufrieden! stellen.! Auch! muss! beachtet! werden,! dass! die! Finanzierung! des! Projektes! gewährleistet!ist!(Bonati!&!Hadorn,!2009,!S.!92I94).! In!Tabelle!4!werden!Verfahren!für!die!Organisation!einer!Veranstaltung!aufgezeigt:! ! ! ! GeistesL&und&& Sozialwissenschaften& Mathematik&und&NaturwissenL schaften&(inkl.&Sport)& MusischLgestalterischer&Bereich& & & & !! Eine!GoodwillIAktion!durchführen,! z.B.!für!ein!humanitäres!Projekt! !! Eine!Aufklärungskampagne!durchI führen,!z.B.!über!ein!aktuelles!AnI liegen!der!Schülerschaft! !! Eine!öffentliche!Versammlung! durchführen,!z.B.!über!ein!städtiI sches!Bauvorhaben! !! Eine!öffentliche!Orientierung!vorI bereiten!und!durchführen,!z.B.! über!Energiefragen! !! Ein!grösseres!Konzept!ausarbeiI ten!und!vorstellen,!z.B.!zur!VerI kehrsführung!im!Bahnhofquartier! !! Eine!Evakuationsübung!(Brandfall! im!Schulgebäude)!planen,!durchI führen!und!evaluieren! !! Eine!Sportveranstaltung!durchfühI ren,!z.B.!ein!Trainingslager! !! Eine!künstlerische!Veranstaltung! planen!und!durchführen,!z.B.!ein! Musical!mit!schuleigenen!Kräften!! !! Eine!Ausstellung!planen!und!realiI sieren,!z.B.!„Künstler!unter!uns“:! Lehrpersonen,!Schülerinnen!und! Schüler!präsentieren!ihr!KunstI schaffen! !! Eine!kulturelle!Führung!planen! und!durchführen,!z.B.!eine!ExkurI sion!in!die!Jugendszene! Tabelle!4:!Verfahren!der!Organisation!einer!Veranstaltung! 3& Ablauf&eines&Projektes& Im!Folgenden!werden!einzelne!Schritte!des!Projektablaufes!näher!betrachtet.!Dabei!wird!auf! die!Frage!eingegangen,!was!ein!gutes!Projektthema!bzw.!eine!gute!Fragestellung!ausmacht! (Projektinitiative),!was!der!Sinn!der!Projektvereinbarung!sowie!deren!Aufbau!ist!und!wie!Sie! am!besten!zu!bestehenden!Informationen!zum!Thema!gelangen,!wenn!Sie!sich!für!ein!Thema! entschieden!haben.! 3.1& Übersicht&über&den&Ablauf&eines&Projektes& Es!gibt!viele!verschiedene!Formen!von!Projektabläufen.!Kleinprojekte!dauern!in!etwa!zwei!bis! sechs! Stunden,! mittelgrosse!Projekte! ein! bis! zwei! Tage,! vielleicht! sogar! mehrere! Wochen.! Grossprojekte! dauern! länger,! manchmal! mehrere! Jahre.! Im! Projektunterricht! und! bei! einer! Abschlussarbeit!verfolgen!Sie!mittelgrosse!Projekte.! So! verschieden! lang! ein! Projekt! dauern! kann,! so! ähnlich! ist! in! den! meisten! Fällen! dessen! Ablauf.!Frey!(2012)!beschreibt!den!typischen!Ablauf!eines!Projektes,!welcher!im!Folgenden! vorgestellt!wird!(siehe!auch!Abbildung!2,!Seite!11).! 10! 1.& Die&Projektinitiative& Die!Ausgangssituation!ist!offen.!Alle!Beteiligten!können!Bedürfnisse!und!Interessen!einbrinI gen.!Diese!werden!beispielsweise!durch!ein!Brainstorming,!einen!Ideenwettbewerb!oder!durch! offene!Fragen!konkretisiert.!Im!PUIUnterricht!für!das!Gymnasium!werden!die!Projekte!durch! den!Aushang!der!Rahmenthemen!initiiert.!Bei!Abschlussarbeiten!(MA,!SAR!und!FMA)!können! sowohl!Sie!als!Schülerinnen!und!Schüler,!als!auch!die!Lehrpersonen!Projekte!initiieren!(DeI tails!zur!Projektinitiative!siehe!Kapitel!3.2).! 2.& Das&Vorprojekt& Das!Vorprojekt!ist!das!Ergebnis!dieser!Auseinandersetzung:!Sie!halten!in!Kürze!fest,!was!geI tan!werden!soll!(Leitfrage,!Konstruktionsidee,!Gestaltungsidee!oder!organisatorische!Absicht),! welche!Ziele!Sie!verfolgen,!mit!welchen!Methoden!und!mit!welchen!Ressourcen.!Das!VorproI jekt!beschreibt!noch!nicht!in!allen!Einzelheiten!die!Schrittfolge!oder!ein!detailliertes!Bild!des! Endprodukts.! 3.& Die&Projektvereinbarung& Aus!den!ersten!Ideen!und!Vorstellungen!entwickeln!Sie!ein!realisierbares!Vorhabena!alle!ProI jektteilnehmer/innen!äussern!nun!klare!Vorstellungen!bezüglich!der!Fragestellung,!KonstrukI tionsidee,!Gestaltungsidee! oder! organisatorischen!Absicht,! der! Methoden,!der! Ressourcen,! der!Ergebnisse!sowie!der!Bewertungskriterien.!Sie!planen!Abläufe,!klären!RealisierungsbeI dingungen!ab!und!verteilen!die!Aufgaben!unter!sich.!Zuletzt!steht!fest,!wer!im!weiteren!Verlauf! des!Projekts!welche!Art!von!Tätigkeiten!mit!welchen!Methoden!und!welchen!Mitteln!intensiv! für! eine! längere! Zeit!ausführen! wird,! und! nach! welchen!Kriterien!die! Projektarbeit! bewertet! werden!soll!(Details!zur!Projektvereinbarung:!Kap.!3.3).! 4.& Die&Projektdurchführung& Sie!setzen!nun!die!Projektidee!in!die!Tat!um,!indem!Sie!die!Aktivitäten!sorgfältig!organisieren! und!aufeinander!abstimmen!und!innerhalb!Ihrer!Gruppe!eine!sinnvolle!Arbeitsteilung!vornehI men.!Selbst!gut!organisierte!Projekte!laufen!in!der!Regel!aber!nicht!so!ab,!dass!bloss!Abläufe! abgearbeitet! werden,! wie! sie! in! der! Projektvereinbarung! geplant! wurden.! Planung! begleitet! das!ganze!Projekt,!denn!immer!wieder!kann!Unvorhergesehenes!eintreten.!Dies!hat!zur!Folge,! dass!Sie!den!Projektablauf!unter!Umständen!mehrere!Male!überprüfen!und!anpassen!müssen! (Details!zur!Projektdurchführung!siehe!Kapitel!3.4).! 5.& Das&Ergebnis&und&die&Präsentation& Am!Ende!eines!Projektes!steht!ein!Ergebnis!(schriftliche!Arbeit,!oder!andere!Produkte!mit!einer! Dokumentation),!welches!Sie!vor!einem!Publikum!präsentieren!(ausgenommen!PU).!Möglich! ist!die!Ausweitung!des!Projekts!im!Rahmen!der!(FachI)Maturitätsarbeit!(Details!zur!PräsentaI tion:!Kap.!3.5).! 11! 6.& StandortL&und&Zwischengespräche& Während!des!ganzen!Arbeitsprozesses!sollten!immer!wieder!StandortI!und!ZwischengespräI che!eingebaut!werden:! !! Standortgespräche!werden!für!die!konkrete!Planung!genutzt:!Als!Projektbeteiligte!informieI ren!Sie!sich!hierbei!gegenseitig!über!die!letzten!Tätigkeiten!sowie!den!aktuellen!Stand!der! Arbeiten!und!organisieren! die! nächsten! Schritte.!Wenn!ein!oder! mehrere! Mitglieder! den! Eindruck!haben,!sie!wüssten!nicht!ausreichend,!was!die!anderen!tun,!oder!was!sie!selbst! tun!sollen,!ist!ein!Standortgespräch!angezeigt.! !! In!Zwischengesprächen!sprechen!alle!Beteiligten!über!das!Projektgeschehen.!Sie!versuI chen!dabei!Abstand!zur!Projekttätigkeit!zu!gewinnen,!um!die!Lage!aus!einer!übergeordneI ten!Position!zu!beurteilen.!Sie!legen!über!den!Stand!des!Projektes!Rechenschaft!ab!und! arbeiten!auch!allenfalls!an!Beziehungsproblemen!innerhalb!der!Gruppe.! !! Mit! Ihrer! Betreuungsperson! führen! Sie! im! Minimum! fünf! Gespräche! zu! Ihrer! Arbeit:! ein! Startgespräch!zum!Vorprojekt,!ein!zweites!Gespräch!zur!Projektvereinbarung,!eine!StandI ortbestimmung!bis!etwa!einen!Monat!vor!der!Projektabgabe,!eine!weitere!StandortbestimI mung!vor!der!Abgabe!sowie!eine!Schlussbesprechung!nach!der!Abgabe.! Abbildung!2:!Übersicht!über!den!Projektverlauf! Anpassung!der!Planung! Zwischengespräche! Standortgespräche! Kontakte!mit!Externen! Projektinitiative! Vorprojekt! Projektvereinbarung! Projektdurchführung! Ergebnis! Präsentation! Bewertung! 12! 7.& Kontakte&mit&Externen& Wer!an!einem!Projekt!arbeitet,!darf!nicht!vergessen,!dass!dabei!sehr!oft!der!Kontakt!mit!ExI ternen!nötig!ist.!In!einer!frühen!Phase!klären!Sie!deshalb!folgende!Fragen:! !! Wer!hat!mit!dem!Projekt!zu!tun!oder!erfährt!von!ihm?! !! Wessen!Mithilfe,!Erlaubnis!oder!Duldung!benötigen!wir?! !! Wem!wollen!wir!direkt!oder!indirekt!etwas!nahebringen?! Im!Kontakt!mit!Unternehmen!und!Betrieben,!aber!auch!mit!Behörden,!Vereinen!und!InstitutioI nen!sind!folgende!Regeln!zu!respektieren:! !! Anfragen!und!Kontakte!laufen!möglichst!über!eine!Person.! !! Die!Anfrage!erfolgt!rechtzeitig,!möglichst!erst!mündlich!(telefonisch)!und!dann!schriftlich.! !! Die!Absichten!des!Projekts!werden!offen!mitgeteilt.!Sie!bieten!an,!Ihre!Ergebnisse!nachher! vorzulegen.! !! Es!muss!geklärt!werden,!mit!welchen!Geräten!man!die!Arbeit!eines!Betriebs,!die!Tätigkeit! eines!Vereins!oder!einer!Institution!dokumentieren!darf!(FotoI,!TonI,!Videoaufnahmen).! 8.& Anpassung&der&Planung& Es!kann!nötig!sein,!dass!Sie!sich!während!des!Projektes!neu!orientieren!müssen,!denn!ProI jekte!sind!meist!so!angelegt,!dass!der!Verlauf!nicht!bis!ins!Detail!absehbar!ist!und!es!dementI sprechend!zu!Abweichungen!zu!den!ursprünglichen!Fragestellungen!und!Hypothesen!komI men!kann.!Sollte!dieser!Fall!eintreten,!so!ist!es!entscheidend,!wie!Sie!dies!in!Ihrer!Arbeit!reI flektieren:!Wo!liegen!die!Ursachen!für!die!Neuorientierung?!Wurden!Fehler!gemacht!oder!lieI gen!neue!Erkenntnisse!vor?!Welche!Lehren!ziehen!wir!daraus?!Gelingt!dies,!so!können!Sie! im!Endeffekt!möglicherweise!mehr!lernen,!als!wenn!Ihr!Projekt!reibungslos!verlaufen!wäre.! Die!Anpassung!der!Planung!müssen!Sie!mit!der!Betreuungsperson!absprechen.! 9.& Bewertung& Für!die!Bewertung!wird!ein!Projekt!von!unterschiedlichen!Perspektiven!aus!betrachtet.!BewerI tet!werden!der!Inhalt!und!die!Form!der!schriftlichen!Arbeit!und!des!Produkts!(sofern!dieses! vorhanden!ist),!der!Arbeitsprozess!und!die!Präsentation!(diese!entfällt!bei!PU!GymIProjekten).! Die!Bewertungskriterien!sind!im!Anhang!dieses!Dokuments!abgedruckt.!Es!müssen!jeweils! noch! drei! zusätzliche! projektspezifische! „Spezialkriterien“! zwischen! Ihnen! und! den! BetreuI ungspersonen!vereinbart!werden.!Für!die!betreuenden!Lehrpersonen!stehen!als!BewertungsI hilfen! eine! Exceldatei! (RückmeldungsI! und! Bewertungsbogen)! sowie! ein! „Leitfaden! für! die! Bewertung! von!AbschlussI!und!Projektarbeiten“!zur! Verfügung! (siehe!Anhang! A3).! Wie!die! verschiedenen! Teilbereiche! des! Projekts! bei! der! Benotung! gewichtet! werden,! können! Sie! ebenfalls!dem!Anhang!sowie!den!Richtlinien!für!die!Abschlussarbeiten!entnehmen.! 13! 3.2& Projektinitiative&und&Vorprojekt& Wie!bereits!in!Kapitel!3.1!beschrieben,!steht!am!Anfang!eines!Projektes!die!Suche!nach!einem! geeigneten!Thema.!Bereits!in!dieser!Phase!kann!es!von!Vorteil!sein,!dass!Sie!Ihre!Interessen! und!Ideen!soweit!als!möglich!auf!den!Punkt!bringen!(siehe!Kapitel!3.3,!geeignete!FragestelI lungen,!KonstruktionsI!oder!Gestaltungsideen,!organisatorische!Absichten).! Wichtig!ist!auch,!die!eigenen!Ziele!so!zu!stecken,!dass!sie!erreichbar!sind!und!trotzdem!eine! Herausforderung!darstellen.!Dieser!Prozess!nimmt!einen!längeren!Zeitraum!in!Anspruch.!InI nerhalb!des!Projektunterrichts!Gymnasium!wird!er!dadurch!verkürzt,!dass!die!Rahmenthemen! für!die!Projekte!von!den!Lehrpersonen!vorgegeben!werden.! Ein! gutes! Projekt! erfordert! eine! klare! FrageI! oder! Problemstellung.! Diese! erweist! sich! aus! folgendem!Grund!als!hilfreich:!Sie!wissen!genau,!was!Sie!zu!tun!haben,!welches!Ziel!Sie!verI folgen!und!verlieren!sich!nicht!in!den!vielen!Möglichkeiten.! 3.3& Projektvereinbarung:&Klärung&von&Zielen,&Methoden,&Ressourcen& Die!Projektvereinbarung!kann!als!Grundlage!des!Projektes!betrachtet!werden.!Hier!halten!Sie! fest,!welche!Ziele!Sie!mit!dem!Projekt!erreichen!wollen,!welche!Methoden!vorgesehen!sind! und!welche!Schritte!Sie!in!welchem!Zeitraum!erledigen!möchten.!In!der!Projektvereinbarung! formulieren!Sie!klare!Vorstellungen!dessen,!was!Sie!erreichen!wollen!und!legen!die!drei!„SpeI zialkriterien“!für!die!Bewertung!in!Absprache!mit!der!betreuenden!Lehrperson!fest.! Wie& formuliert& man& geeignete& Fragestellungen,& GestaltungsL& oder& konstruktive& Ideen& oder&eine&geeignete&organisatorische&Absicht?& Aus!all!Ihren!vielfältigen!Ideen!und!Möglichkeiten!verfolgen!Sie!einzelne!weiter,!prüfen!diese! und!entwickeln!daraus!präzise!Fragestellungen,!eine!GestaltungsI!bzw.!konstruktive!Idee!oder! eine!organisatorische!Absichta!das!heisst!aber!auch,!dass!Sie!einen!Grossteil!der!MöglichkeiI ten!wieder!verwerfen!müssen.!Eine!präzise!Fragestellung!hilft!Ihnen!beispielsweise!dabei,!geI nau!zu!definieren,!was!Sie!untersuchen!wollen.!Die!folgenden!Beispiele!illustrieren!den!UnterI schied! zwischen! geeigneten! und! ungeeigneten! Fragestellungen! für! eine! Untersuchung! (Schweizer!Jugend!forscht,!2013,!S.!4I5):! Geeignete&Fragestellungen& Ungeeignete&Fragestellungen& & & !! Welche!Verhaltensweisen!dienen!der!Aufrechterhaltung!der!RangordI nung!bei!der!Steinbockgruppe!im!Wildpark!Roggenhausen?! !! Wie!lebt!der!Steinbock?! !! Wie!ist!die!chemische!Zusammensetzung!von!römischem!Glas!aus! Augusta!Raurica?! !! Was!ist!mit!römischem!Glas!gemeint?! !! Welchen! Einfluss! hat! die! regelmässige! Konsumation! (drei! Mal! wöI chentlich)!von!Fastfood!auf!die!aerobe!Ausdauerfähigkeit!im!Vergleich! mit!konsequenter!vegetarischer!Ernährung?! !! Bleibt!man!fit,!wenn!man!Fastfood!isst?! Tabelle!5:!Geeignete!vs.!ungeeignete!Fragestellungen!für!Untersuchungen! 14! Wie!Sie!in!Tabelle!5!erkennen!können,!lassen!sich!anhand!der!präzisen!Fragestellungen!beI reits!Ideen!ableiten,!was!zu!tun!ist!(z.B.!die!Verhaltensweisen!des!Steinbocks!im!Wildpark!zu! beobachten)!–!die!ungeeigneten!Fragestellungen!sind!hingegen!so!offen,!dass!im!Prinzip!alles! darüber!geschrieben!werden!könnte.! Wenn!Sie!eine!technische/kreative!Produktion!oder!die!Organisation!einer!Veranstaltung!plaI nen,!sollte!Ihre!konstruktive!Idee,!Gestaltungsidee!oder!organisatorische!Absicht!so!eng!wie! möglich,!aber!auch!so!ausführlich!wie!nötig!formuliert!werden,!damit!ersichtlich!wird,!was!Sie! genau!tun!wollen.!Tabelle!6!zeigt!Beispiele!guter!Ideen!oder!organisatorischer!Absichten!auf:! ! ! ! Technische&Produktion& Kreative&Produktion& Organisation&einer&Veranstaltung& & & & !! Bau!einer!funktionstüchtigen!FootI ballIWurfmaschine,!welche!den! Football!mit!Drall!mindestens! 20!Meter!weit!schiesst.! !! Bau!einer!elektrisch!angetriebenen! FirmenlogoIThermostanzIMaI schine!für!den!automatischen!EinI zug!von!A4IBlättern.! !! Elemente!der!beiden!Tanzstile! Streetdance!und!Jazztanz!sollen!in! einer!Choreografie!vereint!werden.! !! Eine!appetitanregende!und!zum! Bestellen!animierende!DessertI karte!gestalten.! !! Eine!Evakuationsübung!im!NeuI bau!der!NKSA!unter!Einbezug!der! Schulleitung!und!der!Feuerwehr! planen,!durchführen!und!evaluieI ren.! Tabelle!6:!Geeignete!Ideen!und!organisatorische!Absichten! Eine!gut!durchdachte!Vereinbarung!zu!schreiben!erleichtert!die!Arbeit!am!Projekt!ungemein,! deshalb!lohnt!es!sich,!einige!Zeit!in!sie!zu!investieren,!um!die!verschiedenen!Punkte!genau!zu! überlegen.!Auf!der!folgenden!Seite!wird!die!Struktur!einer!Projektvereinbarung!in!Kürze!vorI gestellt.! 15! Projektvereinbarung& 1.& Arbeitstitel& Der!Titel!der!Arbeit,!Namen,!Vornamen!und!Abteilungen!der!Schüler/innen,!Name(n)!und!Vorname(n)!der!betreuenden! Lehrperson(en),!Name!der!Schule!sowie!das!Datum.! 2.& Thematische&Beschreibung,&Eingrenzung,&LeitL&und&Teilfragen&oder&Idee&/&Absicht&mit&Teilaspekten& Hierbei!wird!das!Thema!einI!und!von!anderen!Themen!abgegrenzt:!Welches!Thema!will!ich!bearbeiten?!Welche!Fragen,! Ideen!oder!Absichten!möchte!ich!mit!meiner!Arbeit!verfolgen?!Wie!lauten!die!genauen!LeitI!und!Teilfragen!(bei!einer! Untersuchung)?! Welche!organisatorische! Absicht,! welche! technische! oder! kreative! Gestaltungsidee! verfolge! ich! (jeI weils!inklusive!den!Teilaspekten!oder!Teilzielen)?! 3.& Wissensstand,&mögliche&Quellen& Was!ist!zum!Thema!bekannt!(Fachliteratur)?!Was!habe!ich!gelesen!oder!gehört?!Was!muss!ich!noch!herausfinden?! Welche!Hypothesen!kann!ich!formulieren?! 4.& Methode& Wie!beantworte!ich!meine!Fragen?!Welche!Methode!wähle!ich?!Wie!werde!ich!meine!Daten!auswerten?!Welche!KonI takte!werde!ich!aufnehmen?!Welche!Trainings,!Vorarbeiten!etc.!muss!ich!absolviert!haben,!um!das!Projekt!zu!realisieI ren?! 5.& Ressourcen& Welche!finanziellen!Mittel!benötige!ich?!Mit!welchen!Materialien!arbeite!ich?!Welche!externen!Personen!muss!ich!konI taktieren?! 6.& Ergebnis& Welche!Ergebnisse!will!ich!mit!meiner!Arbeit!erreichen?!Wie!soll!meine!Arbeit!aussehen!(schriftliche!Arbeit,!Produkt!mit! Dokumentation)?! 7.& Zeitplan& Meilensteine:!Bis!wann!mache!ich!was?!Wann!finden!Standortgespräche!statt?!Bei!Teamarbeiten:!Was!wird!gemeinsam! getan,!was!allein?! 8.& Bewertungskriterien& Die!drei!projektspezifischen!„Spezialkriterien“!legen!Sie!zusammen!mit!der!betreuenden!Lehrperson!fest!(siehe!dazu! den!Anhang!des!Lehrmittels!und!auch!die!Richtlinien!für!die!Abschlussarbeiten).! 9.& Bestätigung& Mit!Ort,!Datum,!Unterschriften!der!Schülerinnen!und!Schüler!sowie!der!Unterschrift!der!betreuenden!Lehrperson!wird! die!Projektvereinbarung!abgeschlossen.! Tabelle!7:!Struktur!einer!Projektvereinbarung! 3.4& Projektdurchführung& 3.4.1& Übersicht&über&den&Ablauf&der&Projektdurchführung& Nachdem!Sie!in!der!Projektvereinbarung!ein!ausreichend!eingegrenztes!Projektthema!gewählt! haben!und!genügend!präzise!Fragestellungen!oder!Ziele!formuliert!sind,!gilt!es!nun,!das!ProI jekt!in!Angriff!zu!nehmen.! 16! Eine!der!wichtigsten!Fragen!dabei!ist!diejenige!nach!dem!methodischen!Vorgehen.!Je!nach! Projekttyp,!Fachdisziplin!und!Stufe!des!Projektes!gibt!es!unterschiedliche!Methoden!oder!VerI fahren,!die!zur!Anwendung!kommen!können1.!Ein!Grundsatz!sollte!aber!immer!wie!folgt!lauten:! Jede!Überlegung!und!jeder!Arbeitsschritt!ist!so!darI zustellen,! dass! ihn! Aussenstehende! nachvollziehen! können.! Forschungsprozeduren! müssen! grundsätzI lich! wiederholt! werden! können.! Bei! gestalterischen!! Arbeiten,! technischen! Konstruktionen! oder! bei! der! Organisation! von! Veranstaltungen! muss! der! Weg! zum!Produkt!plausibel!sein.! Dieser! Grundsatz! erfordert! einen! logischen! Aufbau! der!methodischen!Vorgehensweise!sowie!eine!detailI lierte!Beschreibung!der!einzelnen!Schritte.!Neben!der! Darstellung! des!Vorgehens! ist! es! zentral,! Mittel!wie! benutzte! Geräte,! Kameras,! Laboreinrichtungen! und! Materialien,!Fragebogen,!Briefe!usw.!zu!dokumentieI ren.! In!der!Regel!beschaffen!Sie!sich!zu!Beginn!Ihres!ProI jekts!bereits!vorhandene!Informationen!zum!gewählI ten!Thema!(Auskünfte!von!Fachpersonen,!Literatur,! Internetbeiträge,!bereits!durchgeführte!UntersuchunI gen! etc.).! Ausführungen! dazu! befinden! sich! im! AnI hang!des!Lehrmittels.! In!einem!zweiten!Schritt!erheben!Sie!auf!Grund!dieser!Informationen!neue!Daten!(z.B.!durch! eine! Befragung,!Beobachtungen! oder! Experimente),!oder!Sie! verarbeiten! Vorhandenes! zuI sammen!mit!eigenen!Ideen,!Entwürfen!und!Skizzen!zu!einem!kreativen!oder!technischen!ProI dukt!(zum!Beispiel!entsteht!ein!Theaterstück,!das!in!einer!bestimmten!Zeitepoche!spielt).!Die! Methoden!dazu!sind!vielfältig,!einige!davon!sind!im!Anhang!dieses!Lehrmittels!beschrieben.! Nach!der!Auswertung!der!eigenen!Untersuchung!(oder!der!kreativen!Produktion,!etc.)!formuI lieren!Sie!für!Ihre!schriftliche!Arbeit,!bzw.!für!Ihre!Dokumentation!die!Einleitung,!die!Ergebnisse! und!deren!Diskussion!sowie!den!Abstract!(siehe!Kapitel!4).! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 1&&In!Kapitel!2!werden!Möglichkeiten!vorgestellt,!wie!innerhalb!der!unterschiedlichen!Fachgebiete!ein!Thema!meI thodisch!angegangen!werden!kann.& Abbildung! 3:! Übersicht! über! den! Ablauf! der! Projektdurchführung! ! Projektdurchführung! Überlegungen!zum! methodischen!Vorgehen:! !!Detaillierte!Beschreibung!der! einzelnen!Schritte! Erhebung!und!Verarbeitung!neuer! Daten,!Ideen,!Entwürfe,!Skizzen! Beschaffung!bereits!! vorhandener!Informationen! Einleitung,!Abstract,! Ergebnisse!und!deren!Diskussion! 17! 3.4.2& Ethische&Richtlinien,&Datenschutz& 1.! Anonymisierung! Die! Anonymität! derjenigen!Personen,!die! in! einer! Untersuchung! mitmachen,! muss!gewährI leistet!bleiben2.!Wer!eine!Untersuchung!durchführt,!muss!dafür!Sorge!tragen,!dass!die!Identität! der!Untersuchten!nicht!erschlossen!werden!kann!(Huber,!2005,!S.!209).!Gerade!bei!heiklen! Daten!(z.B.!zum!Thema!Intelligenz)!soll!die!Identität!sogar!den!Versuchsleitern!verborgen!bleiI ben.!Dies!kann!beispielsweise!durch!die!Zuteilung!von!Nummern!sichergestellt!werden!(allenI falls!durch!eine!neutrale!Drittperson).! 2.! Information/Einwilligung!der!Teilnehmenden! Bevor! eine! Untersuchung!durchgeführt! werden! kann,! müssen!die!Beteiligten!darüber! inforI miert!werden,!was!getestet!werden!soll!(z.B.!durch!einen!Informationsbrief,!der!vorgängig!abI gegeben!wird).!Sie!müssen!gegebenenfalls!auf!negative!Aspekte!hingewiesen!werden.!! Bei!Teilnehmern,!welche!noch!nicht!16!Jahre!alt!sind,!müssen!Einwilligungen!der!Eltern!einI geholt!werden!(d.h.!die!Eltern!bestätigen!mit!Ihrer!Unterschrift,!dass!Ihr!Kind!an!der!UntersuI chung!teilnehmen!darf).! Den!Untersuchten!muss!auch!die!Möglichkeit!gegeben!werden,!die!Untersuchung!jederzeit! abzubrechen,!ohne!dass!es!für!sie!einen!Nachteil!ergibt!(ebenda,!S.!210).! Mindestinhalt!der!Information!(vgl.!EthikIKommission!Universität!Bern):! I! Titel!der!Untersuchung! I! Kurzbeschreibung!von!Ablauf!(Dauer,!Aufgaben)!und!evtl.!auch!Nutzen!der!Studie! I! Mögliche!Unannehmlichkeiten!oder!Risiken! I! Angaben!zur!Anonymisierung!der!Daten! I! Hinweis!auf!die!Freiwilligkeit!und!auf!das!Recht,!jederzeit,!ohne!Angabe!von!Gründen!und! ohne!Entstehen!von!Nachteilen!die!Zustimmung!zur!Teilnahme!zu!widerrufen! I! Angaben!zur!Kontaktperson!für!weitere!Fragen!oder!Beschwerden! Sollte! eine! vorgängige! Information! aus! irgendeinem! Grund! nicht! möglich! sein,! müssen! die! Teilnehmenden!wenigstens!nachträglich!darüber!informiert!werden!–!hierbei!muss!die!MögI lichkeit!bestehen!dass!sie!verlangen!können,!ihre!Daten!zu!löschen!(Huber,!2005,!S.!211).! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 2& Wird!der!Anonymität!der!untersuchten!Personen!keine!Sorge!getragen,!kann!dies!einen!Konflikt!mit!den!Gesetzen! des!Datenschutzes!zur!Folge!haben.! 18! 3.5& Präsentation& Präsentieren!heisst,!jemandem!etwas!zeigen!oder!vorstellen.!Es!heisst!aber!auch,!jemandem! etwas!zu!übergeben,!näher!zu!bringen!oder!mitzugeben.!Wenn!Sie!eine!Präsentation!vorbeI reiten,!sollten!Sie!sich!folgende!Fragen!stellen:! 1.& Wer&sind&unsere&Zuhörerinnen&und&Zuhörer?& Sie!müssen!sich!überlegen,!wie!Sie!Ihre!Arbeit!in!der!kurzen!Zeit!einem!Publikum,!das!keine! Vorkenntnisse!hat,!näher!bringen.! 2.& Was&kann&das&Publikum&mitnehmen?& Denken!Sie!darüber!nach,!was!Sie!beim!Publikum!erreichen!wollen!und!wovon!die!Zuhörer! profitieren!können.! 3.& Welches&sind&die&wichtigen&inhaltlichen&und&methodischen&Erkenntnisse?&& Hier!geht!es!darum,!Prioritäten!zu!setzen!und!auszuwählen.! 4.& Wo&findet&die&Präsentation&statt,&welche&Mittel&kann&ich&dort&einsetzen?& Reservieren! Sie! die! benötigten! Geräte! möglichst! frühzeitig! und! machen! Sie! sich! mit! ihnen! auch!vertraut.! 5.& Wann&und&wo&können&wir&die&Präsentation&einüben?& Dabei!können!Sie!die!Hauptschwierigkeiten!ausmerzen!und!feststellen,!ob!Sie!den!zeitlichen! Rahmen!einhalten.! Eine!Präsentation!sollte!einem!bestimmten!Aufbau!folgen,!der!den!roten!Faden!des!Vortrages! darstellt.!Üblich!ist!eine!Einleitung,!welcher!der!Hauptteil!und!dann!der!Schluss!folgen.!Diese! drei!Teile!werden!in!Tabelle!8!kurz!beschrieben:! ! ! ! Einleitung& Hauptteil& Schluss& & & & !! Kurze!Begrüssung.! !! Bekanntgabe!des!Themas! und!Begründung!der!TheI menwahl.! !! Bekanntgabe!der!Struktur! bzw.!des!Inhalts!Ihres!ReI ferats!(Projektion!einer!InI haltsübersicht,!einer!MindI Map).! !! Erzeugen!Sie!Spannung! durch!erstaunliche!FestI stellungen,!provozierende! Ansichten.! !! Sie!präsentieren!ausgewählte!Teile!Ihrer!Arbeit:! Wie!sind!Sie!vorgegangen?!Was!haben!Sie!herI ausgefunden?!Vergleichen!Sie!mit!ähnlichen!ArI beiten!und!reflektieren!Sie!Ihr!Vorgehen.! !! Vermeiden!Sie!Gedankensprünge,!achten!Sie!auf! einen!logischen!und!systematischen!Aufbau.! !! Fassen!Sie!Ihre!Ausführungen!immer!wieder!in!eiI nem!Satz!zusammen,!welchen!Sie!an!die!LeinI wand!projizieren!oder!in!anderer!Art!schriftlich! festhalten!und!für!alle!sichtbar!zeigen.! !! Beispiele!veranschaulichen!Ihre!Ausführungen:! Zeigen!Sie!Bilder,!Filmsequenzena!spielen!Sie! Tonbeispiele!ab,!präsentieren!Sie!Ihre!technische! Produktion!und!berichten!Sie!von!persönlichen!ErI fahrungen!etc.! !! Fassen!Sie!Ihr!Referat!in! wenigen!Sätzen!zusamI men.! !! Fordern!Sie!mit!einem! Schlusssatz!zum!Handeln! auf!oder!geben!Sie!einer! persönlichen!ÜberzeuI gung!Ausdruck.! Tabelle!8:!Aufbau!einer!Präsentation!! 19! Tipps:! !! Geräte!vorher!ausprobieren.! !! Den!Ablauf!der!Präsentation!visualisieren!(z.B.!Plakat,!Folie,!Powerpoint).! !! Folien!nicht!überfrachten,!grosse!Schrift!wählen!(mindestens!Schriftgrösse!16!Pt.),!nie!diI rekt!aus!der!Arbeit!kopieren.! !! Frei!und!nicht!zu!schnell!sprechen!(hochdeutsch).! !! Blickkontakt!zum!Publikum!halten!und!mit!einbeziehen!(nicht!die!Leinwand!anschauen).! 4& Die&Form&der&Projektdokumentation& Eine!Projektdokumentation!ist!eine!geordnete!Zusammenstellung!der!Unterlagen!und!eine!BeI richterstattung!über!den!Projektprozess.!Sie!informiert!über!die!Ausgangssituation,!kommenI tiert!die!FrageI!beziehungsweise!Problemstellung,!stellt!theoretische!Grundlagen!in!knapper! Form!vor,!beschreibt!die!Praxisarbeit!mit!ihren!Forschungen!und!Untersuchungen,!respektive! beschreibt!die!verschiedenen!kreativen!oder!technischen!Entwürfe!oder!Prototypen,!oder!doI kumentiert! die! Planung! und! Durchführung! der! Veranstaltung.! Die! Dokumentation! stellt! das! allfällige!Produkt!mit!seinen!VorI!und!Nachteilen!vor,!oder!fasst!im!Falle!einer!Untersuchung! die!Ergebnisse!zusammen.!Ein!sehr!wichtiger!Bestandteil!einer!Dokumentation!ist!zudem!die! kritische!Diskussion!der!Ergebnisse.! 4.1& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&Untersuchung& Für!die!Projektdokumentation!einer!Untersuchung!werden!je!nach!fachlicher!Ausrichtung!zwei! Strukturen!vorgeschlagen!(vgl.!Tabellen!9!und!10!weiter!unten).! 4.1.1& Aufbau&einer&naturL&oder&sozialwissenschaftlich&orientierten&Arbeit& Dieser!Aufbau!eignet!sich!für!Arbeiten,!in!denen!mit!naturwissenschaftlichen!oder!vorwiegend! statistischen!Methoden!einer!Fragestellung!nachgegangen!wird:! 20! Titelblatt& Folgende! Angaben! müssen! vorhanden! sein:! Titel! (in! der! Mitte!des! Blatts),! Typ! der! Arbeit! (z.B.! Selbständige! Arbeit!! FMS),!Namen!der!Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der! betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.! Abstract& Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Fragestellungen,!die!Vorgehensweise! und!die!Ergebnisse!Ihrer!Untersuchung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.! Vorwort& Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie! unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.! Inhaltsverzeichnis& !! Mit!Seitenangaben.! !! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis! dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.! Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.! 1& Einleitung& Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema! abgegrenzt!haben!und!wie!die!Problemstellung!lautet.!Sie!formulieren!die!Leitfrage!bzw.!Hypothesen,!die!Sie!beantI worten!bzw.!überprüfen!wollen.!Es!ist!sinnvoll,!die!Leitfrage!in!weitere!Teilfragen!aufzuspalten.! 2& Theoretische&Grundlagen& Sie!fassen!im!Theorieteil!alles!Wissen!und!Material!zusammen,!welches!für!die!Beantwortung!Ihrer!Fragestellung!von! Nutzen!war.!Der!Theorieteil!sollte!so!ausführlich!sein,!dass!alle!Personen,!welche!die!Arbeit!lesen,!wissen,!worum!es! geht.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das!Zitieren).! 3& Methode& In!diesem!Kapitel!beschreiben!Sie!genau,!welche!Methoden!Sie!gewählt!haben,!um!auf!Ihre!Leitfrage!eine!Antwort!zu! finden.!Sie!beschreiben!z.B.!die!Versuchsanordnung!oder!die!Gedanken,!die!zur!Formulierung!Ihres!Fragebogens!oder! zur!Auswahl!Ihrer!Interviewpartner!geführt!haben.!Des!Weiteren!sollten!Sie!beschreiben,!wie!Sie!Ihre!Ergebnisse!ausI werten!(Verfahren,!Hilfsmittel!etc.).! 4& Darstellung&der&Ergebnisse& Sie!werten!das!Material!(Daten,!Protokolle,!Fragebogen,!etc.)!aus!und!beschreiben!die!Ergebnisse!(ohne!sie!bereits!zu! interpretieren).!Wünschenswert!sind!grafische!Darstellungen!sowie!Angaben!zur!Sicherheit!und!Genauigkeit!der!ErI gebnisse.! 5& Diskussion&der&Ergebnisse& An! dieser! Stelle! interpretieren! Sie! Ihre! Ergebnisse! im! Hinblick!auf! die! Fragestellungen:! welche! Fragen!konnten! Sie! teilweise! oder! vollständig!beantworten,! welche! nicht?! Welche! Ziele!konnten! Sie! erreichen,! welche! nicht?! Weshalb?! Zudem!nehmen!Sie!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und!vergleichen!Ihre!Ergebnisse!mit!anderen!Studien.!Auch!Ihr!methoI disches! Vorgehen!sollte! mit! einem! kritischen! Blick! betrachtet! und! dessen! Bedeutung! für! die! Ergebnisse!aufgezeigt! werden.!Abschliessend!ziehen!Sie!ein!Fazit!und!überlegen!sich,!welche!weiterführenden!Fragestellungen!sich!aus!Ihrer! Arbeit! ableiten! lassen! (möglicher! Aufbau! der! Diskussion:! 5.1! Interpretation! der! Ergebnisse,! 5.2! Methodenkritik,! 5.3! Schlussfolgerungen!aus!den!Ergebnissen).! 6& Zusammenfassung& In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!Fragestellung,!die!Methode!bzw.!das! Vorgehen!und!die!wichtigsten!Ergebnisse.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang! Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.! 7& Quellenverzeichnisse& In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet! haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.! Anhang& Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht!vollstänI dig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.!Hier!können!Sie!auch!die!leeren!und!–!exemplarisch! –!einige!ausgefüllte!Fragebogen,!Abschriften!von!Experteninterviews,!Datenbanken!oder!umfangreiche!Protokolle!von! Messreihen,!Entwürfe!usw.!beifügen!oder!in!elektronischer!Form!zugänglich!machen.! Tabelle!9:!Möglicher!Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!Untersuchung)! 21! 4.1.2& Aufbau&einer&geisteswissenschaftlich&orientierten&Arbeit& Dieser!Aufbau!eignet!sich!für!Arbeiten,!in!denen!vor!allem!in!einem!längeren!Text!eine!ArguI mentation!verfolgt!und!dieselbe!auf!Quellen!und!Fachliteratur!etc.!gestützt!wird:! Titelblatt& Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Maturarbeit),!Namen!der! Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!betreuenden!LehrI person(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.! Abstract& Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Fragestellungen,!die!Vorgehensweise! und!die!Ergebnisse!Ihrer!Untersuchung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.! Vorwort& Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie! unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.! Inhaltsverzeichnis& !! Mit!Seitenangaben.! !! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis! dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.! Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.! 1& Einleitung& In!der!Einleitung!geben!Sie!einen!ersten!Einblick!in!das!Thema,!das!Sie!bearbeiten.!Zeigen!Sie!auf,!warum!das!Thema! interessant!ist,!wie!Sie!es!definieren!und!gegenüber!anderen!Themengebieten!abgrenzen.!Sie!sollten!in!der!Einleitung! die!Leitfrage!bzw.!Hypothesen!nennen!und!erklären.!Auch!die!Teilfragen!sollten!Sie!in!der!Einleitung!aufführen!und! erklären.!Die!Einleitung!hat!die!Funktion,!die!Leser!an!ihr!Thema!heranzuführen.! 2& Hauptteil& In!diesem!Teil!entwickeln!Sie!Ihre!Argumentation.!Sie!stützen!sich!dazu!auf!Quellen!(TonI,!SchriftI!oder!Bilddokumente! etc.),! auf! Fachliteratur! oder! eigene! Erhebungen.! Wichtig! ist,! dass! Sie! hier! Ihre! LeitI! und! Teilfragen! behandeln! und! beantworten.!Zudem!legen!Sie!dar,!wie!Sie!dabei!methodisch!vorgehen.!Welche!Definitionen!und!Begriffe!verwenden! Sie?!Auf!welche!Konzepte!stützen!Sie!sich?!Ist!Ihr!Vorgehen!von!einer!bestimmten!Theorie!geleitet?!Sie!belegen!hier! Ihre!Thesen,!schränken!sie!allenfalls!ein!oder!widerlegen!diese.!Der!Hauptteil!ist!auch!der!Ort,!an!dem!Sie!Ihre!gedankI lichen!Schlussfolgerungen!platzieren.! Sie!können!den!Hauptteil!auch!in!Unterkapitel!untergliedern.!Orientieren!Sie!sich!dafür!an!einem!inhaltlich!sinnvollen! Ablauf.!Es!macht!beispielsweise!durchaus!Sinn,!theoretische!Grundlagen!wie!Definitionen!und!Schlussfolgerungen!Ihrer! Argumentation!voneinander!zu!trennen.!Suchen!Sie!hinsichtlich!der!Gliederung!das!Gespräch!mit!Ihrer!BetreuungsperI son.! 3& Zusammenfassung& In!diesem!Teil!fassen!Sie!Ihre!Erkenntnisse!und!Ergebnisse!zusammen.!Es!geht!aber!nicht!darum,!neue!SchlussfolgeI rungen!oder!Ergebnisse!zu!gewinnen.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten!sein.! 4& Quellenverzeichnisse& In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet! haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.! Anhang& Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht!vollstänI dig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.!Hier!können!Sie!auch!die!leeren!und!–!exemplarisch! –!einige!ausgefüllte!Fragebogen,!Abschriften!von!Experteninterviews,!Datenbanken!oder!umfangreiche!Protokolle!von! Messreihen,!Entwürfe!usw.!beifügen!oder!in!elektronischer!Form!zugänglich!machen.! Tabelle!10:!Möglicher!Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ!Untersuchung)! 22! 4.2& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&technische&Produktion& Die!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion!ist!wie!folgt!aufgebaut:! Titelblatt& Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Maturarbeit),!Namen!der! Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der!betreuenden!LehrI person(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.! Abstract& Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Konstruktionsidee,!die!VorgehensI weise!und!die!Ergebnisse!Ihrer!technischen!Produktion.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.! Vorwort& Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie! unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.! Inhaltsverzeichnis& !! Mit!Seitenangaben.! !! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis! dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.! Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.! 1& Einleitung& Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema! abgegrenzt!haben!und!wie!ihre!Konstruktionsidee!lautet.!Sie!beschreiben!die!genaue!Konstruktionsidee!als!Hauptziel! und!formulieren!gegebenenfalls!dazu!passende!Hypothesen.!Es!ist!sinnvoll,!das!Hauptziel!in!passende!Teilziele!oder! Teilaspekte!aufzuspalten.! 2& Theoretische&Grundlagen& Sie!fassen!im!Theorieteil!alle!theoretischen!und!praktischen!Grundlagen!zusammen,!die!zur!Umsetzung!Ihrer!techniI schen!Produktionsidee!von!Nutzen!waren.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die!Leserin/!der!Leser! das!Produkt!in!einen!kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.! Kap.!4.9!über!das!Zitieren).! 3& Methode& In! diesem! Kapitel! beschreiben! Sie! genau,! welche! Methoden! und! technischen! Verfahren! Sie!gewählt!haben,!um! Ihr! technisches!Produkt!zu!realisieren.!Sie!beschreiben!z.B.!die!notwendigen!Trainings!(etwa!das!Erlernen!einer!ProgramI miersprache,!einer!handwerklichen!Technik!usw.)!und!die!grundsätzliche!Vorgehensweise!vom!ersten!Entwurf,!ProtoI typen! oder! Konzept!bis!zum! Endprodukt! (z.B.! „TrialI! &! ErrorIMethode“).! Des! Weiteren!beschreiben! Sie,! wie! Sie! Ihr! Produkt!testen!und!evaluieren!werden.! 4& Darstellung&der&Ergebnisse& Sie!beschreiben!sämtliche!Ergebnisse!(vom!ersten!Entwurf,!Konzept!bis!zum!Endprodukt!und!den!Tests),!jedoch!noch! ohne!Interpretationen!und!Schlussfolgerungen.!Andere!Personen!müssen!alles!nachvollziehen!können,!auch!ohne!die! Entwürfe!und!das!Produkt!vor!sich!zu!haben.!Wünschenswert!sind!Abbildungen,!Fotographien,!Tabellen!usw.!Längere! Ergebnisse!(z.B.!der!vollständige!ProgrammierICode)!gehören!in!den!Anhang.! 5& Diskussion&der&Ergebnisse& An!dieser!Stelle!klären!Sie,!inwieweit!und!aus!welchen!Gründen!Ihre!Konstruktionsidee!mit!den!zugehörigen!Teilzielen! (und!Hypothesen)!verwirklicht/bestätigt!werden!konnten!oder!auch!nicht.!Sie!nehmen!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und! vergleichen! Ihr! Produkt! mit! ähnlichen! Arbeiten! aus! der! Literatur.! Auch! Ihr! methodisches! Vorgehen! sollte! mit! einem! kritischen!Blick!betrachtet!werden,!insbesondere!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!technischen!ProdukI tion.! 23! 6& Zusammenfassung& In! diesem! Kapitel! fassen! Sie! Ihre! Arbeit! noch!einmal! in! Kürze!zusammen:! Die! Konstruktionsidee,! die! Methode!und! technischen!Verfahren!und!die!Ergebnisse!Ihrer!technischen!Produktion.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei!Seiten! sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.! 7& Quellenverzeichnisse& In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet! haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.! Anhang& Nicht!jede!Dokumentation!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!wichtige!Daten,!Entwurfsskizzen,! Pläne,!den!vollständigen!Programmiercode!usw.,!die!nicht!vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs! hinten!anzufügen.! Tabelle!11:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion! 4.3& Aufbau&der&Projektdokumentation&für&eine&kreative&Produktion& Die!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!ist!wie!folgt!aufgebaut:! Titelblatt& Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Projektarbeit!GymnaI sium),!Namen!der!Autoren!bzw.!Autorinnen!(ausgeschriebener!Vorname,!Familienname),!Abteilung,!Schule,!Name!der! betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!Datum.! Abstract& Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!Gestaltungsidee,!die!Vorgehensweise! und!die!Ergebnisse!Ihres!kreativen!Prozesses.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger!als!eine!halbe!Seite!sein.! Vorwort& Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie! unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.! Inhaltsverzeichnis& !! Mit!Seitenangaben.! !! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis! dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.! Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.! 1& Einleitung& Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!beschreiben!die!genaue!GestalI tungsidee!und!die!Teilaspekte!oder!Teilziele!davon!und!legen!fest,!wo!oder!wie!das!Endprodukt!gezeigt!oder!aufgeführt! werden!soll.! 2& Theoretische&Grundlagen& Sie!fassen!im!Theorieteil!alles!Material!zusammen,!welches!für!die!Gestaltung!Ihres!Produktes!von!Nutzen!war.!BeiI spielsweise!beschreiben!Sie!klar!definierte!Tanzschritte!oder!Ifiguren,!welche!Sie!in!Ihrer!Arbeit!abgeändert!oder!weiI terentwickelt!haben.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die!Leserin/!der!Leser!das!Produkt!in!einen! kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!Umgang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das! Zitieren).! Len!I hre! ! 24! 3& Methode& In!diesem!Kapitel!beschreiben!Sie!genau,!welche!Methoden!(Arbeitsschritte)!Sie!gewählt!haben,!um!Ihre!GestaltungsI idee!zu! entwickeln! und! zu! realisieren.! Sie! beschreiben!z.B.! die! technischen! Fertigkeiten,! welche! Sie! sich! aneignen! mussten,!stellen!die!Analysen!der!verwendeten!Musikstücke!dar!oder!zeigen!das!Vorgehen,!wie!Sie!die!einzelnen!Ideen! evaluierten.! 4& Darstellung&der&Ergebnisse& Sie!stellen!die!Ergebnisse!in!geeigneter!Weise!dar.!Wünschenswert!sind!Abbildungen,!Fotografien!oder!auch!FilmI!oder! Tonaufnahmen.! 5& Diskussion&der&Ergebnisse& An!dieser!Stelle!klären!Sie,!inwieweit!und!aus!welchen!Gründen!Ihre!Gestaltungsidee!mit!den!zugehörigen!Teilaspekten! verwirklicht!werden!konnte!oder!auch!nicht.!Sie!nehmen!Bezug!auf!Ihren!Theorieteil!und!vergleichen!Ihr!Produkt!evtl.! mit!ähnlichen!Arbeiten.!Auch!Ihr!methodisches!Vorgehen!sollte!mit!einem!kritischen!Blick!betrachtet!werden,!insbesonI dere!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!kreativen!Produktion.! 6& Zusammenfassung& In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!Gestaltungsidee,!die!Methode!bzw.!das! kreative!Vorgehen!und!die!wichtigsten!Ergebnisse!des!Gestaltungsprozesses.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als!zwei! Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.! 7& Quellenverzeichnisse& In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet! haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.! Anhang& Nicht!jede!Arbeit!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!Entwürfe,!Pläne! etc.,!die!nicht!vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln.! Tabelle!12:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion! 4.4& Aufbau&der&Projektdokumentation&bei&einer&Organisation&einer&VeranL staltung& Die!Projektdokumentation!der!Organisation!einer!Veranstaltung!umfasst!verschiedene!Teile,! deren!Aufbau!in!Tabelle!13!dargestellt!wird:! Titelblatt& Folgende!Angaben!müssen!vorhanden!sein:!Titel!(in!der!Mitte!des!Blatts),!Typ!der!Arbeit!(z.B.!Fachmaturitätsarbeit! Pädagogik),! Namen! der! Autoren! bzw.! Autorinnen! (ausgeschriebener! Vorname,! Familienname),! Abteilung,! Schule,! Name!der!betreuenden!Lehrperson(en)!sowie!bei!Abschlussarbeiten!Name!der!zweiten!beurteilenden!Lehrperson,!DaI tum.! Abstract& Hier!wird!der!Inhalt!der!Arbeit!kurz!und!prägnant!dargestellt.!Sie!beschreiben!ihre!organisatorische!Absicht,!die!VorgeI hensweise!und!die!Ergebnisse!und!Schlussfolgerungen!in!Bezug!auf!Ihre!Veranstaltung.!Das!Kapitel!darf!nicht!länger! als!eine!halbe!Seite!sein.! Vorwort& Sie!schildern!kurz,!weswegen!Sie!sich!für!Ihr!Thema!entschieden!haben.!Alle!Personen!und!Institutionen,!welche!Sie! unterstützt!haben,!werden!aufgeführt!und!verdankt.! 25! Inhaltsverzeichnis& !! Mit!Seitenangaben.! !! Abstract,!Vorwort!und!Inhaltsverzeichnis!gehören!nicht!im!Inhaltsverzeichnis!aufgelistet!(vgl.!das!Inhaltsverzeichnis! dieses!Lehrmittels!).!Die!KapitelINummerierung!beginnt!erst!nach!dem!Inhaltsverzeichnis!mit:!1!Einleitung.! Tipp:!Automatisch!durch!Textverarbeitungsprogramm!erstellen!lassen.! 1& Einleitung& Sie!geben!einen!kurzen!Einblick!in!das!Umfeld!des!Themas!und!dessen!Relevanz.!Sie!zeigen!auf,!wie!Sie!das!Thema! abgegrenzt!haben!und!wie!die!organisatorische!Absicht!lautet.!Sie!formulieren!das!Hauptziel!der!Veranstaltung.!Es!ist! sinnvoll,!dieses!Hauptziel!in!passende!Teilziele!oder!Teilfragen!aufzuspalten.! 2& Theoretische&Grundlagen& Sie!fassen!im!Theorieteil!alle!theoretischen!und!praktischen!Grundlagen!zusammen,!welche!für!die!Planung,!DurchfühI rung!und!Auswertung!Ihrer!Veranstaltung!von!Nutzen!waren.!Der!Theorieteil!liefert!Hintergrundinformationen,!damit!die! Leserin/!der!Leser!die!Veranstaltung!in!einen!kulturellen!Kontext!einordnen!kann.!Wichtig!ist!zudem!der!korrekte!UmI gang!mit!Fremdwissen!(vgl.!Kap.!4.9!über!das!Zitieren).! 3& Methode& In!diesem!Kapitel!erläutern!Sie!genau,!welche!Methoden!Sie!gewählt!haben,!um!Ihre!organisatorische!Absicht!umsetzen! zu!können.!Sie!beschreiben!die!grundsätzliche!Vorgehensweise!bei!der!Planung!und!Durchführung!der!Veranstaltung.! Des!Weiteren!sollten!Sie!beschreiben,!wie!Sie!das!Gelingen!Ihrer!Veranstaltung!beurteilen!werden.! 4& Darstellung&der&Ergebnisse& Sie! beschreiben! im! Detail! den! gesamten! Prozess! von! der! Planung!über! die! Durchführung!bis! zur! Auswertung!Ihrer! Veranstaltung!und!dokumentieren!dies!mit!Hilfe!von!vorliegenden!Konzepten,!Planungsunterlagen,!Bewilligungen,!WerI beunterlagen,!Protokolle,!Fragebogen,!etc.!Sie!interpretieren!noch!nichtsa!es!geht!vorerst!um!eine!nüchterne!DokumenI tation!im!Detailgrad!so,!dass!Personen,!die!die!Veranstaltung!nicht!besucht!haben,!alles!nachvollziehen!können.! 5& Diskussion&der&Ergebnisse& An! dieser! Stelle! klären! Sie,!inwieweit!und! aus! welchen! Gründen! Ihre! organisatorische! Absicht! erfolgreich! in!die! Tat! umgesetzt!werden!konnte!und!die!Teilziele!erreicht!werden!konnten!oder!auch!nicht.!Dabei!nehmen!Sie!auch!Bezug! auf!Ihren!Theorieteil!und!beurteilen!die!Grundlagen!in!Bezug!auf!das!Gelingen!oder!Misslingen!Ihrer!Veranstaltung.! Insbesondere!sollten! Sie! Ihr! methodisches! Vorgehen! mit! einem! kritischen! Blick! betrachten!und! Schlussfolgerungen! ziehen!z.B.!im!Hinblick!auf!eine!ähnliche!Veranstaltung!in!der!Zukunft.! 6& Zusammenfassung& In!diesem!Kapitel!fassen!Sie!Ihre!Arbeit!noch!einmal!in!Kürze!zusammen:!Die!organisatorische!Absicht,!die!VorgehensI weise!und!die!Ergebnisse!und!Schlussfolgerungen!in!Bezug!auf!Ihre!Veranstaltung.!Dieser!Teil!sollte!nicht!länger!als! zwei!Seiten!sein.!Der!Abstract!am!Anfang!Ihrer!Arbeit!ist!somit!eine!gekürzte!Form!der!Zusammenfassung.! 7& Quellenverzeichnisse& In!einem!LiteraturI,!AbbildungsI!und!Tabellenverzeichnis!führen!Sie!alle!Quellen!und!Darstellungen,!die!Sie!verwendet! haben,!in!alphabetischer!Reihenfolge!aufa!dazu!gehören!auch!Auskunftspersonen.! Anhang& Nicht!jede!Dokumentation!muss!einen!Anhang!haben,!es!kann!aber!angebracht!sein,!gewisse!wertvolle!Daten,!die!nicht! vollständig!in!der!Arbeit!Platz!finden,!in!Form!eines!Anhangs!zu!sammeln,!z.B.!mehrseitige!Konzepte,!Pläne,!Protokolle,! etc.! Tabelle!13:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer!Veranstaltung! 26! 4.5& Vorbereitungsarbeiten& Bevor!Sie!mit!der!eigentlichen!Projektdokumentation!beginnen,!macht!es!Sinn,!einige!VorbeI reitungsarbeiten! zu!erledigena!diese!helfen,! die!Übersicht! zu! behalten! sowie!die!Arbeit! von! Anfang!an!strukturiert!anzugehen:! !! Erstellen!Sie!auf!dem!Computer!als!erstes!ein!grafisches!Gesamtkonzept:!Grundschriftart,! Schriftgrösse,! Zeilenabstand,! Titelarten! und! Igrössen,! KopfI! und! Fusszeilen,! Fussnoten! etc.!Setzen!Sie!dazu!im!Textverarbeitungsprogramm!Formatvorlagen!ein!(vgl.!Kap.!4.7).! !! Stellen!Sie!ein!Inhaltsverzeichnis!auf!und!legen!Sie!fest,!wer!für!welches!Kapitel!verantI wortlich! ist.! Umschreiben! Sie! den! Inhalt! der! Kapitel! stichwortartig! und! legen! Sie! einen! „Fahrplan“!fest!(Schreibreihenfolge,!Termine!für!RohI,!EndI!und!korrigierte!Fassungen).! !! Schreiben! Sie! die! Texte! laufend,! setzen! Sie! neue! Teile! in! die! Hauptdatei! ein.! Nur! eine! Person!sollte!die!Arbeit!zusammensetzen,!wenn!möglich!immer!am!selben!Computer.!! !! Machen!Sie!fortlaufend!Sicherungskopien!(z.B.!auf!Ihren!USBIStick)!!Drucken!Sie!auch!ab! und!zu!bereits!geschriebene!Seiten!aus,!um!nicht!nochmals!alles!neu!formulieren!zu!müsI sen,!sollte!etwas!passieren.! !! Planen! Sie! viel! Zeit! für! Überarbeitungsschritte! ein:! Grammatik,! Verständlichkeit,! RechtI schreibung,!inhaltliche!Richtigkeit,!Ausdruck,!Prägnanz,!grafische!Feinarbeit.! 4.6& Sprache&und&Rechtschreibung& Eine!gute!Projektdokumentation!zeichnet!sich!durch!Verständlichkeit,!Anschaulichkeit!und!GeI nauigkeit!aus.!Begründen!Sie!deshalb!Entscheidungen!und!Stellungnahmen.!Vermeiden!Sie! blosse!Behauptungen.!Achten!Sie!auf!Rechtschreibfehler!und!korrigieren!Sie!Ihre!Arbeit!sorgI fältig.! Beachten! Sie! zudem,!dass!die!sprachliche! Qualität! Ihrer!Projektdokumentation! eines! der!beiden!„Schwellenkriterien“!in!der!Bewertung!ist!(vgl.!Anhang!A3).! Besonders! wichtig! ist! es! ebenfalls,! auf! die! stilistischen! Eigenheiten! der! wissenschaftlichen! Textsorte!zu!achten.!Die!wichtigsten!Regeln!sind!nachfolgend!zusammengefasst.! Wissenschaftliches&Schreiben&muss&drei&Stilprinzipien&genügen:& & 1.&Sachlichkeit:!Ich!stelle!den!Sachverhalt!so!objektiv!wie!möglich!und!ohne!persönliche!FärI bung!dar!(Details!in!Kap.!4.6.1).! 2.& Verbindlichkeit:! Ich! sage!das,! was! ich! meine,! unmissverständlich!und! möglichst! genau! (Details!in!Kap.!4.6.2).! 3.&Einfachheit:!Ich!drücke!mich!einfach!aus!und!vermeide!unnötig!komplizierte!FormulierunI gen.!Zu!jedem!Prinzip!gibt!es!ein!paar!einfache!Regeln,!die!im!Folgenden!erläutert!werden! (Details!in!Kap.!4.6.3).!! 27! 4.6.1& Sachlichkeit&& Regel&1:!Schreiben!Sie!sachlichIobjektiv.!! Erläuterung:!Halten!Sie!die!Wortwahl!nüchtern!und!eher!distanzierta!verzichten!Sie!auf!EmoI tionen!und!persönliche!Wertungen.!Am!sachlichsten!wirkt!ein!Text,!der!konsequent!in!StanI dardsprache!formuliert!ist.!Vermeiden!Sie!!! •! umgangssprachliche,!jugendsprachliche!oder!saloppe!Ausdrücke!!! •! Werbesprache,!Boulevardstil!! •! Redewendungen,!Sprichwörter!! •! blumige!Vergleiche/Metaphern,!Pathos!!! •! Ironie,!Übertreibung!! Viele% junge% Erwachsene% drücken% gern% mal% auf% die% Tube.!(umgangssprachlich,!salopp)!! Viele% junge% Erwachsene%fahren% gern% mit% überhöhtem% Tempo.!! Dieses% Gedicht% von%Georg% Trakl%bietet% Emotio@ nen%pur.%(Werbesprache,!Boulevardstil)!! Dieses%Gedicht%von%Georg%Trakl%bringt%intensive%Gefühle% zum%Ausdruck.!! Heine%hat%einen%genialen%Stil!(ugs.,!persönl.!wertend)!! Heine%ist%für%seinen%eleganten%Stil%bekannt.!! Die% Forschung% auf% diesem% Gebiet% war%jahrelang%auf% dem% Holzweg.%(Redewendung)!! Die%Forschung%auf% diesem% Gebiet%konnte%jahrelang% keine%Erfolge%vermelden.!! Friedemann% Schulz% von% Thun,% ein% Stern% am% Himmel% der% Kommunikationsforschung,%...%(pathetisch,!blumig)!! Friedemann%Schulz%von%Thun,%ein%bedeutender%Kommu@ nikationsforscher,%...!! Erst% nach%einer% gefühlten% Ewigkeit%hatte%sich% das% Magne@ sium%aufgelöst.%(Ironische!Übertreibung)!! Erst%nach%62%Sekunden%hatte%sich%das%Magnesium%auf@ gelöst.!! Regel&2:!Vermeiden!Sie!erlebnishaftes!Nacherzählen.! Erläuterung:!Eine!wissenschaftliche!Arbeit!ist!kein!Erlebnisbericht.!Es!geht!darum,!das!VorI gehen! und!die!Ergebnisse!systematisch!darzustellen,!so!dass! Sie! für! jeden! nachvollziehbar! sind.!In!diesem!Sinne!ist!wissenschaftliches!Schreiben!unpersönlich.! Beispiel&(nicht&so):&& Kommentar:&& Zuerst%habe% ich%mich% mit%den%Theoriebüchern%beschäf@ tigt.%Danach%musste%ich%die% Theorie%auf% die% ausgewählten% Bilder%anwenden.%(...)!Zum%Schluss%telefonierte%ich%mit%der% Druckerei%Maxi%Druck%AG.!! Grundsatz:%Schreiben%Sie%über%das% Thema,% nicht% über% sich.%Wie% Sie%persönlich%sich% die% Arbeitsschritte%der% Reihe%nach%organisiert%haben,%gehört%nicht%in%die%schrift@ liche%Arbeit.%% Zunächst%wurden%die%Ergebnisse%in%Excel%übertragen.%Hier% hatten%wir%mehrere%Probleme%mit%der%Formatierung.%Diese% konnten%wir%dank%der%Hilfe%von%Evas%Schwester%schnell%lö@ sen.%Dann%haben%wir%die%Mittelwerte%mit%Hilfe%der%Formel% „Mittelwert“%berechnet.%Dabei%stellte%sich%heraus,%dass%der% Unterschied%0.25%beträgt%(was%uns%sehr%überraschte!).!! Im%Schnitt%ist%die%BiG@Note%der%weiblichen%Studierenden% der%NKSA%0.25%Notenpunkte%höher%als%die%der%männli@ chen%(Standardabweichung:%0.32).!! 28! Regel&3:!Verwenden!Sie!grundsätzlich!Präsens.!! Erläuterung:!Sie!sollen!nicht!einen!vergangenen!Prozess!nacherzählen,!sondern!EndergebI nisse,! sachliche! Argumente! und! Sachverhalte! präsentieren.! Dafür! braucht! es! in! der! Regel! keine!zeitliche!Reihenfolge,!daher!auch!kein!anderes!Tempus!als!das!Präsens.!! Die% Autorin%stellte% den% Protagonisten% des% Romans% als% wei@ nerlichen%Versager%dar..!! Die%Autorin%stellt%den%Protagonisten%des%Romans%als%wei@ nerlichen%Versager%dar..!! Die%Ergebnisse%zeigten%uns%…!! Die%Ergebnisse%zeigen/sind/lassen%den%Schluss%zu%…!! Regel&4:&Verwenden!Sie!die!IchIForm!nur!in!Ausnahmefällen.!! Erläuterung:&Am!ehesten!zulässig!ist!die!IchIForm!in!der!Einleitung!(z.B.!Motivation,!VorgeI hensweise)!oder!in!einem!persönlichen!Fazit.!Nichts!verloren!hat!sie!hingegen!im!Abstract,!im! MethodenIKapitel!oder!bei!den!Schlussfolgerungen!aus!Ihrer!Untersuchung.!!! Vermeiden!Sie!aber!nach!Möglichkeit!auch!Formulierungen!mit!man,!den!Pluralis!majestaI tis!(Wir%meinen)!und!die!dritte!Person!singular!(Die%Verfasserin%meint).!Bei!Gruppenarbeiten! ist!das!wir!gegebenenfalls!zulässig.!! Ich% denke,% dass%man%aus% diesen% Daten% mehrere% Schlüsse%ziehen%kann.!! Aus%diesen%Daten%lassen%sich%mehrere%Schlüsse%ziehen.!! Regel&5:&Sprechen!Sie!die!Lesenden!nicht!explizit!an.!! Erläuterung:!Eine!wissenschaftliche!Arbeit!ist!weder!ein!Brief!noch!eine!launige!GeburtstagsI rede!–!und!schon!gar!keine!Werbung.!Direkte!Anrede!der!Lesenden!oder!ein!kumpelhaftes! „Wir“!sind!unpassend.!! Das%verrate%ich%Ihnen%weiter%unten.!! Diese%Frage%beantwortet%das%folgende%Kapitel.!! 4.6.2& Verbindlichkeit&& Regel&1:!Bezeichnen!Sie!eine!Sache!immer!mit!demselben!Begriff.!Benutzen!Sie!die!treffenI den!Fachbegriffe.!! Erläuterung:!In! wissenschaftlichen! Texten! ist!Genauigkeit!wichtiger! als! sprachliche! VielI falt.!Schreiben! Sie! lieber!immer!„die!rotblühende! Blaualge“! (Fachbegriff),! statt!angeI strengt!nach!Synonymen!zu!suchen.!!! 29! Nicht&so:&& Sondern&so:&& Die%Eringer%Kuh% ist% für% ihr% hohes% Aggressionspotenzial% bekannt.% (...)% Auch% die% Kämpfe% des%schwarzen% Rind@ viehs%sind%eine%Touristenattraktion.!! Die%Eringer%Kuh%ist% für% ihr% hohes% Aggressionspotenzial% bekannt.% (...)%Auch% die%Kämpfe%der%Eringer%Kühe%sind% eine%Touristenattraktion.!! Regel& 2:&Machen!Sie! eindeutige! Aussagen,! ohne! überflüssige!Füllwörter! und! RelativierunI gen.!!! Erläuterung:&Relativierende!Formulierungen!/!abschwächende!Füllwörter!verraten,!dass!der/! die!Schreibende!einen!Sachverhalt!nicht!so!genau!durchschaut!und!sich!deshalb!nicht!traut,! eindeutige!Aussagen! dazu! zu! machen.!Hier!eine! Auswahl!solcher! typischen! „Angstwörter“,! die!Sie!vermeiden!sollten:!!! irgendwo,%irgendwie,%irgendwas,%irgendein,%in%etwa,%nun,%selbstverständlich,%quasi,%an%und%für%sich,%ab% und% zu,% vielleicht,% leider,% gewissermaßen,% ziemlich,% eigentlich,% im% Grunde% genommen,%grundsätzlich,% im%Grossen%und%Ganzen,%unter%Umständen,%letztendlich,%wohl,%fast,%...!! Falls!Sie!Zweifel!gegenüber!einem!Sachverhalt!zum!Ausdruck!bringen!oder!etwas!nur!als!VerI mutung!äussern!wollen,!formulieren!Sie!dies!klar!erkennbar.!! Nicht&so:&& Sondern&so:!! Heute%ist%man%sich%allgemein%sicher,%dass%das%Rotkäppchen% sich%wie%auch%allgemein%viele%Märchen%auf%Mythen%der%Ver@ gangenheit,%Religionen%oder%Rituale%bezieht.!! Viele%Märchen%gehen%auf%uralte%Mythen%und%Rituale% zurück.!! Regel&3:!Vermeiden!Sie!Allgemeine!Aussagen!und!Phrasen!aller!Art.!! Erläuterung:&Allgemeine!Aussagen!sind!Ausdrücke,!Aussagen,!Sätze,!die!nicht!offenkundig! falsch!sind,!aber!so!allgemein!oder!relativistisch!formuliert,!dass!sie!entweder!nicht!stimmen! können!oder!ohne!Aussagekraft!sind.!! !! Beispiel&(nicht&so):!! Kommentar:!! Es% dreht% sich% immer% alles% nur%ums%Geld.!! Selbstverständlich%gibt%es%Situationen,%in%denen%Geld%die%Hauptsache%ist.%Das%bedeutet% aber%nicht,%dass%sich%„alles“%„immer“%ums%Geld%dreht.%% Heutzutage% wird% viel%über% X%gesprochen.!! Zu!jeder!Zeit%wird%viel%geredet,%u.a.%auch%über%X.%Doch%auch%über%andere%Themen%wird% geredet,% so% dass% die% Aussagekraft% dieses% Satzes% arg% in% Frage% gestellt% ist.%Ausser@ dem%sagt%der%Satz,%dass%nur%heute%viel%über%X%gesprochen%wird,%nicht%aber%früher%auch.% Will%der%Autor%diesen%Unterschied%aber%überhaupt%machen?%% Zu&den&Allgemeinen&Aussagen&zählen&alle&Arten&von&Plattitüden,!Halbwahrheiten,!PauI schalitäten,!Klischees,!Allgemeinplätze!und!andere!Besserwissereien:!! Die%Toleranz%in%unserer%Gesellschaft%nimmt%ab.!! ...%ist%ein%grosses%Problem%der%heutigen%Zeit.!! ...%bezieht%sich%auf%ein%gesellschaftliches%Phänomen.%!! 30! Wie%man%mit%xy%umgeht,%ist%von%Mensch%zu%Mensch%verschieden.!! Xy%bedeutet%für%jeden%etwas%anderes.!! Es%kommt%immer%drauf%an,%wie%man%xy%beurteilt.!! !! 4.6.3& Einfachheit&& Regel&1:&Verwenden!Sie!nur!Fremdwörter,!wenn!es!nötig!und!sinnvoll!ist.!! Erläuterung:!Solange! Sie!den! Sachverhalt! mit! den! üblichen! standardsprachlichen! Wörtern! genau!und!allgemeinverständlich!darstellen!können,!sind!Fremdwörter!nicht!nötig.!Setzen!Sie! sie!nur!ein,!wenn!Sie!dadurch!klarer!und!präziser!vermitteln!können,!was!Sie!sagen!wollen.! (Achtung:!Natürlich!sind!Fachbegriffe,!die!für!Ihr!Thema!relevant!sind,!immer!nötig!und!sinnI volla! siehe! oben.)! Nachsatz:! Verwenden! Sie! nur! Fremdwörter,! deren! Bedeutung! Sie! selbst! kennen!und!im!Zweifelsfall!überprüft!haben.!! Beispiel:!! Kommentar:!! Sie%hofft,%dass%sie%sich%trotz%ihrer%Lernbehinderung%gut%in% die%Regelklasse%intrigieren%kann.!! Mit% falsch% verwendeten% Fremdwörtern% macht% man% sich% unglaubwürdig.%% Anstelle%eines%Eintritts%ist%bei%unserem%Konzert%eine%Kol@ lekte%für%karikative%Zwecke%geplant.!! Regel&2:&Verstecken!Sie!wichtige!Aussagen!nicht!in!Nebensätzen.!! Erläuterung:!Bilden!Sie!übersichtliche! Sätze!mit!wenigen! Nebensätzen.!Gliedern!Sie! SatzI monster!in!kleinteiligere!Sätze!auf.!Das!dient!der!Klarheit!und!hilft!auch!Ihnen,!den!Überblick! zu!bewahren.!Halten!Sie!sich!an!die!zeitliche!und!logische!Reihenfolge!der!Ereignisse.!! Es%geht%darum,%herauszufinden,%was%Sprayer,%die%Graffiti% sprayen,%antreibt%und%an%welche%Adressaten%sich%Graffiti% richten%und%welche%Botschaften%vermittelt%werden.!! Graffiti% richten% sich% an% Adressaten% und% vermitteln% Bot@ schaften.%Mit%welcher%Absicht%und%aus%welchem%Anlass% sprühen%die%Sprayer%ihre%Graffiti?%Das%untersucht%vorlie@ gende%Arbeit.!! Die%Ufervegetation%veränderte%sich,%nachdem%die%Berg@ bäche% aufgrund% der% starken% Regenfälle% angeschwollen% waren,%markant.!! Nach%den%starken%Regenfällen%schwollen%die%Bergbäche% an.%In%der%Folge%veränderte%sich%die%Ufervegetation%mar@ kant.!!  ! Regel&3:&Vermeiden!Sie!Nominalstil.!!! Erläuterung:&Nominalisierungen!im!Stil!von!„das!Hervorrufen“,!„das!Aufzeigen“!oder!„die!VerI ursachung“!machen! einen! Text! schwer! lesbar.!Meist!gibt! es! einfachere!Formulierungen,!die! mehr!mit!Verben!arbeiten!und!den!Lesefluss!beschleunigen.!!! 31! Ich%wählte%das%Schweizerdeutsche%als%Mittel%des%Näher@ bringens%ans%Publikum.!! Ich%wählte%das%Schweizerdeutsche,%um%mein%Thema%dem% Publikum%näherzubringen.!!  ! Regel&4:&Lösen!Sie!attributive!Partizipien!in!Relativsätze!auf.!! Erläuterung:&Attributive! Partizipien! erschweren! das! Verständnis,! weshalb! sich! die! UmforI mung!in!Relativsätze!empfiehlt.! Gemäss%im% 19.% Jh.% erstmals% unter% der% Leitung% schotti@ scher% Wissenschaftler%durchgeführten%Untersuchun@ gen%...!! Gemäss%Untersuchungen,%die%erstmals%schottische%Wis@ senschaftler%im%19.%Jh.%durchführten%...!!  ! Regel&5:&Ersetzen!Sie!Passiv!(wenn!möglich)!durch!Aktiv.!! Erläuterung:&Passivkonstruktionen!verbergen!oft,!wer!der!„Täter“!/!Urheber!einer!Handlung! ist.!Sie!sind!aber!auch!stilistisch!schwerfällig.!!! Der%Fragebogen%wurde%von%uns%ausgefüllt.!! Wir%füllten%den%Fragebogen%aus.!! In%diesen%Studien%wird%nicht%auf%die%Frage%der%Gerechtig@ keit%eingegangen.%!! Diese%Studien%gehen%nicht%auf%die%Frage%der%Gerechtig@ keit%ein.!! Im%14.%Jahrhundert%wurde%die%Dreifelderwirtschaft%ausge@ führt.!! Im%14.%Jahrhundert%arbeiteten%die%Bauern%nach%dem%Sys@ tem%der%Dreifelderwirtschaft.!! Regel&6:&Das!Thema!des!Satzes!bildet!nach!Möglichkeit!das!Subjekt.!! Erläuterung:&Die!Sache!steht!im!Zentruma!verwenden!Sie!deshalb!statt!ich,%wir,%es%oder!eine! Passivkonstruktion!das!Thema!des!Satzes!als!Subjekt.!!! Wir%liessen%25%Probanden%den%Fragebogen%ausfüllen.!! 25%Probanden%füllten%den%Fragebogen%aus.!! Es% stellt% sich% heraus,% dass% die% Mittelwerte% der% beiden% Gruppen%nicht%signifikant%unterschiedlich%sind.%!! Die% Mittelwerte% der%beiden% Gruppen%unterschieden%sich% nicht%signifikant.!! Bei%der%Postproduktion%eines%Films%kann%man%Fehler,%die% beim%Dreh%entstanden%sind,%noch%korrigieren.%!! Filmfehler%lassen% sich%in% der% Postproduktion%noch% korri@ gieren.!! 4.7& Einsatz&der&Informatikkenntnisse&zur&Textverarbeitung& Eine!Projektdokumentation!soll!nicht!nur!inhaltlich,!sondern!auch!auf!der!formalen!Ebene!leI serfreundlich!aufgebaut!sein.!Aus!diesem!Grund!sollen!Sie!für!die!Gestaltung!der!Arbeit!die! 32! im!Informatikunterricht!erworbenen!Kenntnisse!zur!Textverarbeitung!einsetzen.!Folgende!KriI terien!sind!hierbei!zu!beachten:! !! Die!Arbeit!ist!grafisch!klar!gestalteta!es!gibt!eine!eindeutige!Zuordnung!von!Schrifttyp,!Ebene!und!Funktion!(UnterI scheidet!sich!z.B.!der!Titel!eines!Kapitels!vom!Titel!eines!Unterkapitels?).! !! Die!Formatierung!ist!einheitlich!(ist!z.B.!die!Schrift!für!Bildlegenden!immer!die!gleiche?).! !! Die!Formatierung!benutzt!klare!Linien!und!Strukturen!(sind!z.B.!vergleichbare!Bilder!gleich!ausgerichtet?).! !! Es!werden!keine!Leerzeichen!zur!Formatierung!verwendet.! !! Zur!Formatierung!der!Überschriften!und!zur!allfälligen!Nummerierung!werden!Formatvorlagen!definiert!und!eingeI setzt.! !! Die!Verzeichnisse!(Inhalt,!Literatur!und!Abbildungen)!werden!automatisch!erstellt.! Tabelle!14:!Textverarbeitungskriterien! Die!Arbeit!muss!der!Lehrperson!auch!in!digitaler!Form!überreicht!werden!(z.B.!per!Mail!oder! auf!einem!USBIStick).!Damit!die!Vorgaben!überprüft!werden!können,!muss!eine!bearbeitbare! Form!gewählt!werden!(z.B.!WordI,!WriterI!oder!LaTeXIDatei,!keine!PDFIDateien).! 4.8& Weitere&formale&Richtlinien& Die!folgenden!Richtlinien!sind!Empfehlungen!und!können!allenfalls,!nach!Absprache!mit!der! betreuenden!Lehrperson,!den!eigenen!Vorstellungen!angepasst!werden:! !! Eine!PUIDokumentation!Gymnasium!darf!in!der!Regel!(ohne!Anhang)!max.!15!voll!beschriebene!Seiten!à!2'000! Zeichen!(inkl.!Leerschläge),!d.h.!30'000!Zeichen!pro!Person!lang!sein.!Bei!einer!Maturarbeit,!Selbständigen!Arbeit! FMS!oder!einer!Fachmaturitätsarbeit!liegt!der!Richtwert!bei!max.!20!Seiten!pro!Person,!d.h.!40'000!Zeichen!pro! Person.! !! Die!Seitenränder!sollten!nicht!zu!knapp!sein.!Empfehlenswert!sind!unten!und!oben!etwa!2,5!cm,!links!2,5!bis!5!cm! (für!Korrekturen!und!Bemerkungen),!rechts!mindestens!2,5!cm.!KopfI!und!Fusszeilen!sollten!1,5!bis!2!cm!vom!Rand! entfernt!sein.! !! Kopfzeilen!ermöglichen!es!z.B.,!die!Titel!der!Kapitel!auf!jeder!Seite!nachzuführen.!! !! Seitenzahlen!sind!nötig!und!müssen!mit!jenen!im!Inhaltsverzeichnis!übereinstimmen.!Die!der!Titelseite!nächstfolI gende!Seite!trägt!die!Seitenzahl!2,!die!Seitenzahl!1!auf!der!Titelseite!wird!unterdrückt.! !! Grafiken!und!Tabellen!können!viel!Text!ersparen.!Setzen!Sie!diese!eher!sparsam!eina!eine!Ansammlung!von!GraI fiken!und!Tabellen!erschwert!den!Lesefluss.!Beachten!Sie:!Es!gehört!eine!fortlaufend!nummerierte!Legende!dazu.! Nehmen!Sie!im!Text!Bezug!auf!die!Darstellungen.! !! Die!Schrift!soll!leserfreundlich!sein.!Empfohlen!wird!eine!Serifenschrift!(z.B.!Times!New!Roman)!oder!eine!serifenI lose!Schrift!(z.B.!Arial).!Die!Schriftart!sollte!einheitlich!seina!für!Zitate!oder!Titel!können!andere!Schriften!verwendet! werden.! Die! ganze! Arbeit! sollte! mit! wenigen! Schrifttypen! auskommen,! sonst! wirkt! sie! wie! eine! Spielerei.! KAPITÄLCHENSCHRIFT!IST!IN!LANGEN!TEXTEN! SEHR!MÜHSAM!ZU!LESEN.!Die!Schriftgrösse!für!den!Text! sollte!11!oder!12!Punkte!gross!sein,!Titel!abgestuft!nach!Wichtigkeit!grösser.! !! Der!Zeilenabstand!von!1,5!Zeilen!muss!eingehalten!werden.! !! Bei!Silbentrennung!und!Rechtschreibung!hilft!Ihnen!Ihr!Textverarbeitungsprogramm.! !! Hervorhebungen!können!mit!Rahmen,!Schattierungen,!Aufzählpunkten,!fetter!und/oder!kursiver!Schrift!gesetzt!werI den.!Vermeiden!Sie!Unterstreichungen!und!g!e!s!p!e!r!r!t!schreiben.!Andere!HERVORHEBUNGEN!oder!exotische Schriften!wirken!zu!verspielt.! !! Bei!den!Abkürzungen!dürfen!nur!die!allgemein!gängigen!verwendet!werden,!wie!z.B.,!d.h.,!vgl.,!etc.!Alle!anderen! Wörter!werden!ausgeschrieben.! !! Die!Arbeit!wird!mit!DrahtI,!Plastikspirale!oder!Thermobinder!geheftet.!Nicht!zulässig!sind!Ordner,!überdimensionierte! Ringheftung,!Sichtmäppchen,!Zeigetaschen.! Tabelle!15:!Formale!Richtlinien!für!eine!schriftliche!Arbeit! 33! 4.9& Grundsätze&für&Zitate&und&Literaturverzeichnisse& Meist!werden!einem!für!eine!Arbeit!Richtlinien!für!das!Zitieren!vorgegeben.!Diese!können!–!je! nach! Betreuungsperson! –!unterschiedlich!ausfallen.! Die! folgenden! Richtlinien! sind!als! VorI schlag!zu!betrachten!und!entsprechen!den!Standards!der!American!Psychological!Association! (APA).!Sie!sind!dem!Werk!von!Metzger!(2007)!entnommen!(ebenda,!S.!135ff.).!Die!betreuI ende!Lehrperson!kann!andere!verbindliche!Vorgaben!zum!Zitieren!und!zu!Literaturverweisen! machen.!Wichtig!ist,!dass!die!gewählte!Zitierweise!in!der!ganzen!Arbeit!beibehalten!wird.! In!Ihrer!Arbeit!(insbesondere!im!Theorieteil)!dürfen!respektive!müssen!Sie!auf!Aussagen!und! Erkenntnisse!anderer!Autoren!zurückgreifena!vermeiden!Sie!jedoch!zu!lange!Zitate!und!formuI lieren!Sie!das!Gelesene!sinngemäss!in!eigenen!Worten.!Wichtig!ist,!dass!Sie!alles,!was!Sie! aus! anderen! Quellen! übernehmen,! in! Ihrer! Arbeit! korrekt! kennzeichnen.! Der! Umgang! mit! Fremdwissen!ist!ein!„Schwellenkriterium“!in!der!Bewertung!Ihrer!Arbeit!(vgl.!Anhang!A3).! Tipps:! !! In!Textverarbeitungsprogrammen!(z.B.!MS!Word!2007!und!neuere!Versionen)!gibt!es!die! Möglichkeit,! Zitate! und!Literatur!nach! dem! APAIStandard!automatisch! zu! verwalten! (bei! MS!Word!2016!im!Menü!„Verweise“,!unter!„Zitate!und!Literaturverzeichnis“).!Falls!Sie!in! Ihrer! ProjektI/Abschlussarbeit! diese! SoftwareIFunktion! anwenden,! weichen! die! automaI tisch!erstellten!Kurzbelege!und!LiteraturlistenIEinträge!von!der!unten!beschriebenen!Norm! in! einigen! Details! ab! –!dies! ist! selbstverständlich! erlaubt! (sofern! Ihre! Betreuungsperson! ebenfalls!einverstanden!ist).! !! Kennzeichnen!Sie!Zitate!und!Verweise!schon!bei!Ihren!ersten!Entwürfen!und!fügen!Sie!die! dazugehörende!Quelle!ins!Literaturverzeichnis!ein.! !! Zu!jedem!Kurzbeleg!(vgl.!Beispiele!unter!4.9.1)!im!Text!gehört!ein!Eintrag!im!LiteraturverI zeichnis.!Umgekehrt!gehört!zu!jedem!Eintrag!im!Literaturverzeichnis!mindestens!ein!KurzI beleg!in!Ihrem!Text.! 4.9.1& Zitieren& Warum!wird!in!wissenschaftlichen!Texten!überhaupt!zitiert?!Die!Wissenschaft!ist!darauf!angeI wiesen,!dass!Aussagen,!Daten!oder!Fakten!zwecks!Überprüfbarkeit!nachverfolgt!werden!könI nen.! Die! Fremdleistung! muss!also! klar! abgegrenzt! und!ausgewiesen! werden,!auch!um! die! Eigenleistung!klar!auszuweisen.!Man!darf!fremdes!Gedankengut!nicht!als!eigenes!ausgeben.! Es!sollte!in!einem!wissenschaftlichen!Text!deshalb!klar!ersichtlich!sein,!was!eigene!Gedanken! oder!Erhebungen!sind!und!was!auf!bereits!in!der!Forschung!bekannte!Erkenntnisse!zurückI geht.!Wissenschaft!als!System!lebt!von!dieser!Überprüfbarkeit,!weil!Fortschritte!im!ErkenntI nisprozess!ersichtlich!sein!müssen.! 34! Es!gibt!zwei!Möglichkeiten,!eine!Textstelle!aus!einem!anderen!Text!zu!übernehmena!entweder! Sie!zitieren!diese!wortwörtlich!(direktes!Zitat)!oder!Sie!übernehmen!diese!sinngemäss!(indiI rektes!Zitat,!Paraphrase).!Es!gilt!grundsätzlich!die!Regel,!dass!Sie!direkt!zitieren,!wenn!die! Stelle!eine!besonders!prägnante!oder!pointierte!Formulierung!beinhaltet,!die!nur!unzureichend! paraphrasiert!werden!kann.!Das!bedeutet!aber!umgekehrt,!dass!Sie!nach!Möglichkeit!eigenen! Formulierungen!den!Vorzug!geben!sollten.!Ihr!Text!soll!kein!Flickwerk!aus!direkten!Zitaten,! sondern!ein!eigener!Text!sein.!Und!auch!die!direkten!Zitate!sollen!angemessen!in!den!Text! integriert!sein.! Beide!Zitierweisen!verlangen!einen!Kurzbeleg,!der!aus!Autor,!Erscheinungsjahr!(des!Buches,! des!Artikels!etc.)!sowie!der!Seitenzahl!besteht.!Dieser!Kurzbeleg!dient!dazu,!platzsparend!die! entsprechende!Quelle!im!Literaturverzeichnis!identifizieren!zu!können.!Sie!können!die!KurzI belege!entweder!immer!in!den!Text!einfügen!(s.!unten)!oder!immer!in!die!Fussnoten!setzen.! Wörtlich&übernommene&Textstellen& Wenn!Sie!ein!Zitat!in!Ihre!Arbeit!einfügen,!setzen!Sie!dieses!in!AnführungsI!und!SchlusszeiI chen.!Am!Schluss!des!Zitats!steht!in!Klammern!der!Kurzbeleg!mit!dem!Autor,!dem!ErscheiI nungsjahr!(des!Buches,!etc.)!sowie!der!Seitenzahl.! „[D]ie!Fragen![sind]!durchweg!mit!einem!kleinen!Kontext!eingeleitet!worden,!der!einerseits!dazu!diente,!das!Verständnis!der!abI gefragten!Sätze!zu!sichern,!der!aber!auch!von!der!grammatischen!Fragestellung!ablenkte.“!(Glaser!2006,!S.w87)! Kürzere,!wörtliche!Zitate!werden!mit!doppelten!AnführungsI!und!Schlusszeichen!in!den!fortI laufenden!Text!integriert,!längere!Zitate!(mehr!als!3!Lauftextzeilen)!werden!durch!einen!AbI satz!und!Einrückung,!allenfalls!durch!kleineren!Schriftgrad!vom!Lauftext!abgehoben.!!! Steht!im!zu!zitierenden!Text!bereits!ein!Zitat!resp.!ein!Begriff!in!doppelten!AnführungsI!und! Schlusszeichen,!so!werden!diese!zu!einfachen!AnführungsI!und!Schlusszeichen:% „Im! vorliegenden! Band! werden! nun! […]! einige! Phänomene! […]! in! Bezug! auf! das! Rahmenthema! ‚Sprachgeographie’! vorgeI stellt.“!(Glaser!2006,!S.!85)!! % Wörtliche!Zitate!müssen!in!Wortlaut,!Orthografie!und!Interpunktion!genau!sein.!VeränderunI gen!werden!kenntlich!gemacht:!!! Auslassungen!werden!in!Klammern!mit!drei!Pünktchen!markiert![…],!z.B.!!! „Die!Antworten!der!Gewährspersonen!wurden![…]!in!eine!Datenbank!übertragen.“!(im!Original!steht:!„Die!Antworten!der!GewährI spersonen!wurden!in!kodierter!Form!in!eine!Datenbank!übertragen.“)!! Vor!oder!nach!dem!direkten!Zitat!brauchen!Sie!keine!Klammern!zu!setzen.!Man!weiss,!dass! Sie!aus!einem!grösseren!Text!zitieren!und!davor/danach!noch!etwas!kommt.!Wichtig!ist!auch,! dass!trotz!Auslassungen!und!Veränderungen!ein!vollständiger!und!korrekter!Satz!vorliegt.! 35! Eigene!Einschübe!in!das!Zitat!werden!in!Klammern!gesetzt,!z.B.!!! „Sie![=Die!Gewährspersonen]!gehören!unterschiedlichen!sozialen!Schichten!an.“!! Einschübe!empfehlen!sich!dann,!wenn!der!zitierte!Textausschnitt!sich!nicht!von!selbst!erklärt.!! Werden!Teilsätze!zitiert,!müssen!sich!diese!syntaktisch!korrekt!in!den!Text!einfügen.!AnpasI sungen!werden!ebenfalls!kenntlich!gemacht,!z.B.!!! Glaser!(2006)!schreibt,!dass!„für!den!Kanton!Bern!sowie!das!Wallis!allerdings![…]!eine!angepasste!Variante!erstellt![wurde].“!(S.! 85)!(Im!Original!steht:!„Für!den!Kanton!Bern!sowie!das!Wallis!wurde!allerdings!eine!lautlich!und!lexikalisch!angepasste!Variante! erstellt.“)! % Sinngemäss&übernommene&Textstellen& Textstellen,!die!Sie!nicht!wörtlich!zitieren,!sondern!in!eigenen!Worten!wiedergeben!(paraphraI sieren),!werden!nicht!in!AnführungsI!und!Schlusszeichen!gesetzt:! Um!die!Sätze!in!den!richtigen!Zusammenhang!zu!bringen,!wurde!einleitend!ein!kleiner!Kontext!präsentiert,!der!gleichzeitig!dazu! diente,!den!Blick!weg!von!der!eigentlichen!grammatischen!Fragestellung!zu!lenken!(Glaser!2006,!S.w87).!! Sie!können!aber!die!Quelle!auch!direkt!in!Ihren!Satz!einfügen:! Um!die!Sätze!in!den!richtigen!Zusammenhang!zu!bringen,!schreibt!Glaser!(2006),!wurde!einleitend!ein!kleiner!Kontext!präsentiert,! der!gleichzeitig!dazu!diente,!den!Blick!weg!von!der!eigentlichen!grammatischen!Fragestellung!zu!lenken!(S.!87).! In! der! Regel! sollten! Sie! vermeiden,! über! längere! Zeit! nur! eine! Quelle! zu! zitieren.!Dies! ist! manchmal! unabdingbar,! wenn! es! darum! geht,! das! zentrale! Werk! eines!Autors!vorzustellen! oder!zwei!Modelle!miteinander!zu!vergleichen.!Wichtig!bei!solchen!längeren!Paraphrasen!ist! ebenfalls,! dass! Sie! kenntlich! machen,!von! wo! bis! wo! Sie! paraphrasieren.!Das! lässt! sich! sprachlich!lösen,!indem!Sie!explizit!darauf!hinweisen,!dass!sich!die!folgenden!Ausführungen! auf!den!Autor!XY!beziehen,!z.B.!! Die!schriftliche!Erhebungsmethode!zum!„Syntaktischen!Atlas!der!Deutschen!Schweiz“,!an!der!ich!mich!in!meiner!eigenen!Arbeit! orientiere,!wird!in!Glaser!2006!ausführlich!beschrieben.!Folgende!vier!Fragetypen!stellt!Glaser!darin!vor!…!! Alle!Zitate!müssen!mit!geeigneten!Formulierungen!in!Ihren!Text!integriert!sein,!z.B.!!! Der!Artikel!kann!auch!als!Einleitung!für!die!weiteren!Beiträge!gesehen!werden,!wie!das!nachfolgende!Zitat!klar!macht:!„Die!bisI herigen!Auswertungen!der! Projektdaten!haben! die!verschiedensten!Arten!von! Variantenverteilungen! ergeben,!wie!sie! auch!in! den!folgenden!Beiträgen!dargestellt!werden.“!(Glaser!2006,!S.!89)!! Variieren!Sie!in!der!Art!und!Weise,!wie!Sie!indirekt!formulieren,!z.B.!! •!Wie!Glaser!(2006,!S.!89)!feststellt,!gibt!es!syntaktische!Phänomene,!die!raumbildend!sind,!und!solche,!die!nicht!raumbildend! sind.!! •!Glaser!(2006,!S.! 89)!zeigt! in!ihrem!Beitrag,!dass!es!syntaktische! Phänomene!gibt,!die!raumbildend!sind,! dass!es!aber!auch! solche!gibt,!die!nicht!raumbildend!sind.! •!Nach!Glaser!(2006,!S.!89)!gibt!es!raumbildende!und!nicht!raumbildende!syntaktische!Phänomene.! •!Es!gibt!syntaktische!Phänomene,!bei!denen!sich!ein!Raumbild!ergibt,!andere!syntaktische!Phänomene!zeigen!kein!Raumbild! (Glaser!2006,!S.!89).! 36! Wenn! Sie!ein!Zitat! relativieren! wollen,!dann! verwenden!Sie! die! indirekte! Rede!oder!andere! sprachliche!Mittel,!die!Distanz!zum!Gesagten!markieren,!z.B.!!! Laut!Glaser!(2006,!S.!89)!soll!es!auch!syntaktische!Phänomene!geben,!die!raumbildend!seien.! Weitere&Punkte&zum&Zitieren& Wenn!mehrere%Autoren!das!Werk!geschrieben!haben,!wird!wie!folgt!zitiert:! !! Zwei!Autoren:!(Wenzel!&!Müller!1990,!S.!18).! !! mehr!als!zwei!Autoren:!Das!erste!Mal!werden!alle!Autoren!genannt,!danach!wird!nur!noch! der!Name!des!ersten!Autors!erwähnt!und!„et!al.“!nachgestellt!(Wenzel!et!al.!2003,!S.!38).! Wird!ein!Werk!ohne%Autor!zitiert,!geben!Sie!nach!dem!Zitat!das!gleiche!Stichwort!an,!das!Sie! im!Literaturverzeichnis!verwenden.! 62%!der!Lernenden!an!der!NKSA!sind!weiblich!(Statistisches!Jahrbuch!des!Kantons!Aargau!2007).! Wird!ein!Artikel%aus%einem%Sammelwerk!verwendet,!dann!nennen!Sie!den!Verfasser!des!beI treffenden!Artikels!und!nicht!den!Herausgeber.! Besitzen!zwei!Autoren!den!gleichen%Nachnamen,!werden!neben!den!Namen!auch!die!Initialen! angegeben:! W.!Müller!(1999)!beschreibt,!dass!Schüler!mehr!Schlaf!bräuchten!als!Schülerinnen!(S.!67)a!dies!wurde!jedoch!in!mehreren!UnI tersuchungen!widerlegt!(A.!Müller!2009,!S.!123ff.).! Übernehmen!Sie!Stellen!aus!dem!Internet,!gehen!Sie!folgendermassen!vor:! !! Sind!der!Autor!oder!die!Körperschaft!und!das!Publikationsjahr!des!Textes!bekannt,!werden! diese!genannt:!(Meier!2008)!oder!(Bundesamt!für!Statistik!2013).! !! Ist!nur!der!Autor!des!Textes!bekannt,!nennen!sie!diesen!und!das!Datum,!an!welchem!sie! den!Text!gefunden!haben:!(Meier,!gefunden!am!13.4.2009).! !! Wird!eine!Textstelle!aus!dem!Internet!mit!unbekanntem!Autor/Körperschaft!zitiert,!so!setI zen!Sie!im!Kurzbeleg!den!Titel!der!Textstelle!in!Anführungszeichen!ein:!(„Schweiz!–!EU:! Wie!weiter?“,!1995).!Die!vollständigen!Angaben!machen!Sie!erst!im!Literaturverzeichnis.! !! Entsprechend!wird!bei!unbekanntem!Autor!und!fehlender!Datumsangabe!folgendermasI sen!verfahren:!(„Schweiz!–!EU:!Wie!weiter?“,!gefunden!am!13.4.2009).! !! Wenn!Sie!aus!Wikipedia!Textstellen!übernehmen!(ohne!den!Autor!eruieren!zu!können),! dann!verwenden!Sie!innerhalb!des!Textes!nach!dem!Zitat!einen!Kurzbeleg!und!geben!die! vollständige!Quellenangabe!im!Literaturverzeichnis!an!(vgl.!weiter!unten):! Tsunami!leitet!sich!von!den!japanischen!Wörtern!tsu!(für!Hafen)!und!nami!(für!Welle)!ab!(Wikipedia,!Tsunami,!2011).! & Zitieren! Sie!aus!einem!Interview,!das! Sie! geführt! haben,!so! geben! Sie!auch! bei! diesem!ZiI tat!einen!Kurzverweis!an,!z.B.! Die!Dialektologin!Elvira!Glaser!meint!dazu:!„Lange!Zeit!wurde!die!Dialektsyntax!stiefmütterlich!behandelt.“!(Glaser!2016,!S.!II)! 37! Das!vollständige!Interview!wird!im!Anhang!wiedergegeben.!Die!Quelle!ist!im!LiteraturverzeichI nis!wie!folgt!aufgelistet!(vgl.!Kap.!4.9.2):! Glaser,!Elvira!(2016).!Professorin!für!Germanische!Philologie!an!der!Universität!Zürich.!Persönliches!Interview,!geführt!vom!VerI fasser.!Zürich,!16.6.!2016.! Kurzverweise! können! in! Klammern!nach!dem!entsprechenden! Textabschnitt!angefügt!oder! alternativ!in!Fussnoten!gesetzt!werden.! & & Tabellen&und&Abbildungen& Unter!jeder!Tabelle!und!Abbildung!muss!eine!Beschriftung!steI hen.!Tabellen!können!mit!Tab.!und!Abbildungen!mit!Abb.!abI gekürzt!werden.!Sie!müssen!nummeriert!werden.!Jede!Tabelle! oder!Abbildung!sollte!eine!kurze!aber!prägnante!Beschreibung! aufweisen.!Auch!hier!ist!ein!Literaturverweis!nötig.! 4.9.2& Verzeichnisse& Alle!Quellen,!aus!welchen!Sie!in!Ihrer!Arbeit!Ideen!zitiert!oder!Bilder!entnommen!haben,!müsI sen!Sie!am!Ende!in!einem!Verzeichnis!aufführen.! Literaturverzeichnis& Alle!Unterlagen,!die!Sie!innerhalb!Ihrer!Arbeit!verwendet!haben,!müssen!am!Schluss!in!einem! alphabetisch!geordneten!Literaturverzeichnis!aufgeführt!werden.! Jeder!Literaturlisteneintrag!enthält!üblicherweise!folgende!Angaben,!der!Reihe!nach:! !! Autor/in!!!Nachname(n)!und!Initialen!der!Vornamen:!Meier,!A.!B.!und!Müller,!L.! !! Erscheinungsjahr!!!in!Klammern,!endet!mit!Punkt:!(2008).! !! Buchtitel!!!vollständig!und!kursiv!aufschreiben,!endet!mit!Punkt:!Aus%dem%Leben%einer% Schülerin.! !! Verlag!!!erst!der!Ort,!wo!das!Buch!gedruckt!wurde,!dann!ein!Doppelpunkt,!dann!der!VerI lag,!dann!ein!Punkt:!Aarau:!Schulverlag.! Carruso,!E.!(1950).!Die%kleine%Gesangsschule%–%Tipps%für%den%Unterricht.%Rom:!Prezioso.! Effinger,!H.!(2005).%Lernen%im%Schlaf.%Bern:!Täuscher.! Meier,!A.B.!und!Müller,!L.!(2008).!Aus%dem%Leben%einer%Schülerin.!Aarau:!Schulverlag.! Wenzel!et!al.!(2003).!Vom%Zitieren.!Zürich:!Taucher.! Wenn! ein! Buch! von! jemandem! herausgegeben! wird! (Sammelwerk),! fügt! man! zusätzlich! (Hrsg.).!ein.! Lüscher,!U.!(Hrsg.).!(2008).!Was%machen%Schüler%in%ihrer%Freizeit?!Aarau:!Schulte.! Abbildung! 4:! Motivierte! Schüler! (Brose! 2005,! S.!XY)! 38! Wird!ein!bestimmter%Artikel%aus%einem%Sammelwerk!verwendet,!dann!werden!dessen!Autor! und!Titel!zuerst!genannt!und!danach!auf!den!Titel!des!Buches!verwiesen:! !! Autor/in!des!Artikels!!!Nachname(n)!und!Initialen!der!Vornamen:!Seiler,!F.!! !! Erscheinungsjahr!!!in!Klammern,!endet!mit!Punkt:!(2008).! !! Titel!des!Artikels!!!endet!mit!Punkt:!Das!Spielverhalten!13Ijähriger!Mädchen!heute!und! vor!100!Jahren.! !! Verweis!auf!den/die!Herausgeber:!!!In:!Initialen!der!Vornamen,!Nachname!und!(Hrsg.),! endet!mit!Punkt:!In:!U.!Lüscher!(Hrsg.).! !! Buchtitel!!!vollständig!und!kursiv!aufschreiben:!Was%machen%Schüler%in%ihrer%Freizeit?% !! Seitenzahl! des! betreffenden! Artikels! !! in! Klammern,! nicht! kursiv,! endet! mit! Punkt:!! (S.!11I22).% !! Verlag!!!erst!der!Ort,!wo!das!Buch!gedruckt!wurde,!dann!ein!Doppelpunkt,!dann!der!VerI lag,!dann!ein!Punkt:!Aarau:!Schulte.! Seiler,!F.!(2008).!Das!Spielverhalten!13Ijähriger!Mädchen!heute!und!vor!100!Jahren.!In:!U.!Lüscher!(Hrsg.).!Was%machen%Schüler% in%ihrer%Freizeit?!(S.!11I22).!Aarau:!Schulte.! Bei!Artikeln%aus%Fachzeitschriften!müssen!zudem!folgende!Angaben!gemacht!werden:! Nachname,!Initiale.!(Erscheinungsjahr).!Titel.!Name%der%Zeitschrift,!Jahrgang!(Ausgabe),!SeiI tenzahl(en).! Meier,!X.Y.!(1989).!Die!Wahrheit!über!Aargauer!Kantonsschülerinnen.!Unabhängige%Zeitschrift%für%Lehrer,%27,%18I32.% Quellen,%die%online%verfügbar%sind,!werden!gleich!zitiert!wie!gedruckte!Quellen,!wenn!Autor! und! Erscheinungsdatum! bekannt! sind.! Zusätzlich! werden! das! Zugangsdatum!und!der! Pfad! (URL)!angegeben.!Der!Punkt!am!Ende!des!Textes!wird!weggelassen.! Meier,!C.D.!(2005).!Die%Macht%des%Internets.!Gefunden!am!20.10.2008!unter!http://www.bildungIpro.ch/referat.html! % Sind%Autor/Körperschaft%der%gedruckten%Quelle%oder%des%Internetartikels!unbekannt,!dann!wird! der!Titel!zuerst!gesetzt.!Es!folgen!Jahr,!Zugangsdatum!und!der!Pfad!(URL).! Schweiz!–!EU:!Wie!weiter?!(1995).!Gefunden!am!29.06.2014!unter![Pfad!(URL)!angeben]! Zitieren!Sie!aus!einer%Online@Enzyklopädie%wie%Wikipedia,!so!lautet!der!Eintrag!im!LiteraturI verzeichnis!wie!folgt!(vgl.!den!zugehörigen!Kurzbeleg!weiter!oben):% Wikipedia.!(2011).!Tsunami.!Gefunden!am!27.6.2011!unter!http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami! Bei!E@Books!wird!anstelle!der!URL!die!jeweilige!ISBN!(International!Standard!Book!Number)! oder!DOI!(Digital!Object!Identifier)!angegeben.!Falls!diese!nicht!eruierbar!sind,!ist!auch!die! Angabe! einer! sonstigen! eindeutigen! Identifikationsnummer! eines! Anbieters! zulässig! (z.B.! ASIN!bei!Amazon):! Taylor,! A.! (2011).! Single% Women% in% Popular% Culture.% The% Limits% of% Postfeminism.% Basingstoke:! Palgrave! Macmillan.! DOI:! 10.1057/9780230358607.! 39! Ältere!EIBooks!haben!unter!Umständen!keine!Seitenzahlen,!in!diesen!Fällen!reicht!die!Angabe! von!Autor!und!Jahr.! Filme!von!YouTube:! YouTube!(2009).!ItsJustSomeRandomGuy.!Hi,%I'm%a%Marvel%…%and%I'm%a%DC:%Wolverine%(Deadpool)%and%Watchmen.!Gefunden! am!01.05.2009!unter!http://www.youtube.com/watch?v=G1R5PhReY5k! Soll!auf!eine!bestimmte!Stelle!aus!einem!Video!hingewiesen!werden,!empfiehlt!es!sich,!die! Zeit!(in!Minuten:!Sekunden)!oder!ähnliche!Abschnittseinteilungen!anzugeben.! Weitere!Fälle!sind!zu!finden!im!PDF!"Zitierregeln:!Alles,!was!man!über!sie!wissen!muss"!auf! http://nksa.ch/mediothek/recherchetipps/!(oranger!Balken!rechts).! AbbildungsL&und&Tabellenverzeichnis& Alle!Abbildungen!und!Tabellen,!die!Sie!im!Text!verwendet!und!gekennzeichnet!haben,!werden! in! einem! AbbildungsI! und! Tabellenverzeichnis! aufgeführt.! Hierbei! wird! die! Nummer! der! Abbildung/Tabelle,!die!Beschreibung!und!die!Seitenzahl!aufgeführt.!Tipps:!! !! Wenn!Sie!während!des!Schreibens!die!Beschriftung!der!Tabelle!oder!Abbildung!mit!der!im! Textverarbeitungsprogramm!vorgesehenen!Funktion!machen,!können!Sie!das!Verzeichnis! am!Ende!automatisch!einfügen.! Ein! Beispiel,! wie! AbbildungsI! oder! Tabellenverzeichnisse! aussehen,! können! Sie! am! Ende! dieses!Lehrmittels!anschauen.!! 40! 5& Unterstützende&Massnahmen& Die!Zeit!gut!einzuteilen!ist!ein!zentrales!Element!für!das!Gelingen!einen!Projektes.!Aus!diesem! Grund!wird!nachfolgend!eine!Möglichkeit!aufgezeigt,!wie!Sie!das!Zeitmanagement!in!den!Griff! kriegen.!Des!Weiteren!wird!beschrieben,!was!der!Sinn!eines!Projektjournals!ist.! 5.1& Zeitmanagement& Zeitmanagement!bedeutet,!die!zur!Verfügung!stehende!Zeit!mit!Hilfe!von!ArbeitsI!und!ZeitplaI nungstechniken! optimal! zu! nutzen,! so!dass!die! eigene! Arbeit! mit! weniger!Aufwand! erledigt! wird!und!bessere!Ergebnisse!bringt.! Eine&mögliche&Form&der&Zeitplanung&(hier&für&eine&Untersuchung)& Plan!zeichnen! und!Arbeiten! sammeln! Was! Wer! Woche&(evtl.&Kalenderwochen&oder&z.B.&Donnerstagsdaten)! 1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10& Bibliothek! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Internet! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Untersuchung! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ordnen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! gliedern! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! formulieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! tippen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! gestalten! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! präsentieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Arbeiten!in! zeitlicher! Länge!und! Abfolge!plaI nen.! Was& Wer& Woche& 1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10& Bibliothek! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Internet! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Untersuchung! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ordnen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! gliedern! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! formulieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! tippen! ! ! ! ! ! ! ! ! ! gestalten! ! ! ! ! ! ! ! ! ! präsentieren! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! VerantworI tung!für!die! Arbeiten!verI teilen! Was& Wer& Woche& 1& 2& 3& 4& 5& 6& 7& 8& 9& 10& Bibliothek! A,B! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Internet! C! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Untersuchung! alle! ! ! ! ! ! ! ! ! ordnen! C! ! ! ! ! ! ! ! ! ! gliedern! A,B! ! ! ! ! ! ! ! ! ! formulieren! C! ! ! ! ! ! ! ! ! tippen! B! ! ! ! ! ! ! ! ! gestalten! A! ! ! ! ! ! ! ! ! 41! präsentieren! alle! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! Plan!verfeiI nern! Was! Wer! Woche! 2& 3& 4& Untersuchung! alle! ! ! ! !! vorbereiten! A,B!! ! ! ! !! durchführen! B,C! ! ! ! !! auswerten! A! ! ! !! Fixpunkte!einI tragen! Was! Wer! Woche! 2& 3& 4& Untersuchung! alle! ! ! ! !!vorbereiten! A,B!! ! ! ! !!durchführen! B,C! Mit!Herrn!X! Mit!Frau!Y! ! !!auswerten! A! ! ! Hilfe!von!Betreuerin! Tipp:!Passen!Sie!den!Zeitplan!immer!wieder!an!die!Realität!an!! 5.2& Projektjournal& Das! Projektjournal! ist! ein! individuelles!Arbeitsinstrument.! In!diesem! schreiben! Sie! während! jeder!Arbeitsphase!auf,!was!Sie!und!wie!Sie!es!erledigt!haben.!Der!Vergleich!mit!dem!Zeitplan! gibt!Hinweise!für!die!Planung!der!nächsten!Schritte.!Das!Projektjournal!dient!Ihnen!dazu,!den! Arbeitsprozess!zu! reflektieren!und!ermöglicht,! in!einer! nächsten!Projektphase! weitere! FortI schritte!zu!erzielen.!Die!Gliederung!eines!Projektjournals!schliesst!die!folgenden!Punkte!ein:! ! ! ! Arbeiten& Reflexion&& Planung& & & & Hier! werden! die! Tätigkeiten! notiert:!! !! Wann!wurde!was!geI macht?! !! Durch!wen!wurde!es!geI macht?! Hier!soll!das!eigene!LernI!und!ArbeitsverhalI ten!analysiert,!d.h.!bewusst!gemacht!werden:!! !! Wie!ist!es!mir!bei!diesem!Arbeitsschritt!erI gangen?! !! Welche!Lehren!und!Erkenntnisse!ziehe!ich! daraus?! Hier!werden!die!nächsten!ZwischenI ziele,!Aufträge!und!Termine!festgeI halten:!! !! Was!muss!ich!bis!wann!erledigen?! !! Gibt!es!neue!Schritte,!die!ich!festI halten!muss?! Tabelle!16:!Gliederung!eines!Projektjournals! Am!Schluss!der!Arbeit!wird!auf!der!Basis!des!Projektjournals!eine!Gesamtreflexion!des!ArI beitsprozesses!vorgenommen.!! Im!Anhang!dieses!Lehrmittels!finden!Sie!einen!Vorschlag!für!die!Gestaltung!des!ProjektjourI nals.! 42! 6& Verzeichnisse& 6.1& Literaturverzeichnis& Bonati,! P.!und! Hadorn,! R.! (2009).! Matura@%und% andere%selbständige% Arbeiten% betreuen.% Ein% Handbuch%für%Lehrpersonen%und%Dozierende%(2.!Aufl.).!Bern:!h.e.p.! Brose,!K.!(2005).!Schulkleidung%ist%nicht%Schuluniform.!Schopfheim:!Regiobuch.! Endres,!W.!und!Küffner,!M.!(2008).!Rhetorik%und%Präsentation%in%der%Sekundarstufe%II.!WeinI heim:!Beltz.! Eco,!U.!(2010).!Wie!man!eine!wissenschaftliche!Abschlussarbeit!schreibt!(13.!Auflage).!Wien:! Facultas!Universitätsverlag.! EthikIKommission!Universität!Bern,!philosophischIhumanwissenschaftliche!Fakultät.!Weglei@ tung%für%die%Antragstellung.%Erteilung%einer%Genehmigung%für%die%Durchführung%einer%Un@ tersuchung% am% Menschen.! Gefunden! am! 2.!August!2016! unter! http://www.philI hum.unibe.ch/unibe/portal/fak_humanwis/content/e66/e175661/e231604/e231677/WegI leitung111205_ger.pdf.! Frey,!K.!(2012).!Die%Projektmethode.!Der%Weg%zum%bildenden%Tun%(12.!Aufl.).%Weinheim:!Beltz.! Huber,!O.!(2005).!Das%psychologische%Experiment:%Eine%Einführung!(4.!Aufl.).!Bern:!Hans!HuI ber.! Hunziker,!A.W.!(2002).!Spass!am!wissenschaftlichen!Arbeiten.!Zürich:!SKV.! Jackob,!N.!(2010).!Die!Kunst!des!Einfachen.!Zehn!Vorschläge!für!einen!guten!wissenschaftI lichen!Schreibstil.!Gefunden!am!28.8.2016!unter!http://www.blogs.uniImainz.de/ifpIstuI dium/files/2013/11/wissenschaftliches_schreiben.pdf! Kornmeier,!M.!(2016).!Wissenschaftlich!schreiben!leicht!gemacht!(7.!Auflage).!Bern:!Haupt! Verlag.! Kruse,!O.!(2015).!Lesen!und!Schreiben.!Der!richtige!Umgang!mit!Texten!im!Studium!(2.!AufI lage).!Konstanz:!UVK!Verlagsgesellschaft.! Kunz,!C.!M.!(2004).!Geniale%Projekte%@%planen%und%präsentieren.!Zürich:!Orell!Füssli.! Lehmann,! C.! (2013).! Stil! in! wissenschaftlichen! Texten.! Gefunden! am! 28.8.2016! unter! http://www.christianlehmann.eu/ling/!epistemoloIgy/techniques/redaction/Stil.html! Metzger,!C.!(2007).!Lern@%und%Arbeitsstrategien%(9.!Aufl.).!Oberentfelden:!Sauerländer.! Schmitz,!M.!und!Zöllner,!N.!(2012).!Der%rote%Faden.%25%Schritte%zur%Fach@%und%Maturaarbeit!(2.! Aufl.).!Zürich:!Orell!Füssli.! Schweizer!Jugend!forscht!(Hrsg.).!(2013).!Leitfaden%für%innovative,%wissenschaftliche%Projekt@ arbeiten.% Sekundarstufe% II% (Gymnasien% und% Berufsbildungsschulen).! Bern:! Stiftung! Schweizer! Jugend! forscht.! Gefunden! am! 2.!August!2016! unter!! http://sjf.ch/wpIcontent/uploads/2014/Leitfaden_Projektarbeit.pdf!! 43! Stangl,!W.!(2016).!Wissenschaftliches!Schreiben.!Gefunden!am!28.8.2016!unter!http://arI beitsblaetter.stanglItaller.at/LITERATUR/!WissenschaftlichesSchreiIben.shtml! Weissflog,!A.!(2007).!Leitfaden!zur!Erstellung!wissenschaftlicher!Arbeiten.!Gefunden!am! 28.8.2016!unter!http://www.schreibenlernen.uniIjena.de/opsismedia/dokumente/techI nik_wiss_arbeitens_neu_iwk.pdf! 6.2& Abbildungsverzeichnis& Abbildung!1:!Zwei!Schüler!in!der!Mediothek!der!NKSA,!Foto:!Mélanie!Locher!.......................!2! Abbildung!2:!Übersicht!über!den!Projektverlauf!....................................................................!11! Abbildung!3:!Übersicht!über!den!Ablauf!der!Projektdurchführung.........................................!16! Abbildung!4:!Motivierte!Schüler!(Brose,!2005,!S.!XY)!...........................................................!37! 6.3& Tabellenverzeichnis& Tabelle!1:!Verfahren!der!Untersuchung!..................................................................................!7! Tabelle!2:!Verfahren!der!kreativen!Produktion........................................................................!8! Tabelle!3:!Verfahren!der!technischen!Produktion!...................................................................!8! Tabelle!4:!Verfahren!der!Organisation!einer!Veranstaltung!....................................................!9! Tabelle!5:!Geeignete!vs.!ungeeignete!Fragestellungen!für!Untersuchungen!........................!13! Tabelle!6:!Geeignete!Ideen!und!organisatorische!Absichten!................................................!14! Tabelle!7:!Struktur!einer!Projektvereinbarung.......................................................................!15! Tabelle!8:!Aufbau!einer!Präsentation!...................................................................................!18! Tabelle!9:!Möglicher!Aufbau!einer!naturI!oder!sozialwissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ! Untersuchung)!...............................................................................................................!20! Tabelle!10:!Möglicher!Aufbau!einer!geisteswissenschaftlich!orientierten!Arbeit!(Typ! Untersuchung)!...............................................................................................................!21! Tabelle!11:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!technische!Produktion...!23! Tabelle!12:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!für!eine!kreative!Produktion!.......!24! Tabelle!13:!Möglicher!Aufbau!einer!Projektdokumentation!bei!einer!Organisation!einer! Veranstaltung!................................................................................................................!25! Tabelle!14:!Textverarbeitungskriterien..................................................................................!32! Tabelle!15:!Formale!Richtlinien!für!eine!schriftliche!Arbeit....................................................!32! Tabelle!16:!Gliederung!eines!Projektjournals!.......................................................................!41! Tabelle!17:!Stolpersteine!(Kunz,!2004,!S.!129)!....................................................................!45! Tabelle!18:!Gewichtung!der!Bewertungsbereiche!................................................................!47! Tabelle!19:!Notenskala!für!Abschlussarbeiten!......................................................................!48! 44! Tabelle!20:!Notenskala!für!PU!GymIArbeiten!.......................................................................!48! Tabelle!21:!Möglichkeiten!zur!Beschaffung!bestehender!Informationen!...............................!65! Tabelle!22:!Verschiedene!Möglichkeiten!von!Fragebogen!und!Interviews!............................!66! Tabelle!23:!Entwicklung!von!Fragen!für!einen!Fragebogen!..................................................!68! Tabelle!24:!Entwicklung!eines!Fragebogens!........................................................................!68! Tabelle!25:!Beispiele!für!Fragestellungen!für!Beobachtungen!..............................................!69! Tabelle!26:!Beispiele!für!Experimente!zu!bestimmten!Hypothesen!......................................!70! & Anhang& A1! Stolpersteine! A2! Projektjournal! A3! Bewertungskriterien! A4! Methoden! 45! A1&Stolpersteine:&Was&alles&den&Arbeitsfluss&hemmen&kann& Stolpersteine!sind!Zeitfresser.!Sie!hindern!uns!am!effizienten!Arbeiten!und!müssen!aus!dem! Weg!geräumt!werden.!Nicht!jeder!Stolperstein!hat!den!gleichen!Einfluss!auf!unsere!ZeitplaI nung.! !! Motivation! durch! soziales! Umfeld! negativ! beeinI flusst!! !! Unnötige!Fernsehprogramme! !! Gruppenzwänge! !! Ablenkung!durch!Telefonanrufe,!Freunde! !! Nicht!„Nein“!sagen!können! !! Ziellosigkeit! !! Falsche!Entscheide! !! Kein!Tagesziel! !! Kein!Monatsziel! !! Kein!Jahresziel! !! Kein!Berufsziel! !! Falsche!Ernährung! !! Süchte:!Rauchen,!Süssigkeiten!etc.!! !! Müdigkeit! !! Schlafmangel! !! Nervosität! !! Überbeanspruchung!des!Körpers! !! Innere!Unruhe! !! Termindruck!durch!Hinausschieben! !! Gestörter!SchlafI/Wachrhythmus! !! Fehlende!Pausen!! !! Ungenutzte!Wartezeiten!(Bus,!Bahn)! !! Zwischenstunden! !! Missachtung!der!Tagesleistungskurve! !! Unkonzentriertheit! ! !! Fehlende!Prioritätensetzung!! !! Viele!unerledigte!Arbeiten! !! Gedächtnisprobleme! !! Wissenslücken! !! Mangelnde!Reflexionsfähigkeit! !! Mangelnde!Notizenkultur! !! Sturheit:!Ich!tue,!was!ich!will! !! Mangelnde!Selbstverantwortung! !! Fehlende!Selbstdisziplin!! !! Emotional!belastende!Probleme! !! Mangelndes!Selbstvertrauen! !! Kritik! !! Unentschlossenheit! !! Unzufriedenheit! !! Ineffiziente!Arbeitstechniken! !! Fehlende!Problemlösungsstrategie! !! Fehlende!Infoquellen! !! Chaos! !! Lärm! !! Unordnung! !! „Blättersalat“! !! Schlechtes!Ablagesystem! !! Mangelnde!Motivation! !! Mangelnde!Initiative! !! Zu!wenig!Atempausen! !! Mangelnde!Trennung!ArbeitIFreizeit! Tabelle!17:!Stolpersteine!(Kunz,!2004,!S.!129)! & Übungsvorschlag& !! Suchen!Sie!Ihre!drei!grössten!Stolpersteine,!schreiben!Sie!deren!Nachteile!auf,!und!überI legen!Sie!sich!eine!Strategie,!um!sie!auszuschalten!! !! Probieren!Sie!diese!Strategie!mindestens!eine!Woche!lang!aus.!Vielleicht!kann!sie!noch! verbessert!werden,!vielleicht!war!sie!optimal,!vielleicht!müssen!Sie!sich!eine!ganz!andere! überlegen.!Kreativität!ist!da!gefragt!! 46$ A2#Projektjournal:#Gliederungsvorschlag# Name:$$ $ $ Projekt:$ Datum/Zeit# Arbeiten# Erledigte$Arbeiten?$Eingesetzte$TechniI ken?$Wie$wurde$vorgegangen?$Wer$machI te$was?$ Reflexion# Pos./neg.$Erfahrungen?$Ursachen?$MögliI che$Lehren/Massnahmen$ Planung# Nächste$Arbeitsschritte,$Vorbereitungen$ sowie$Termine$ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ 47$ A3#Bewertungskriterien#für#Projekt4#und#Abschlussarbeiten# Die$für$alle$ProjektE$und$Abschlussarbeiten$geltenden$Bewertungskriterien$und$ihre$Gewichtung$sind$ in$A3.2$und$A3.3$ersichtlich.$In$der$Projektvereinbarung$müssen$die$drei$projektspezifischen$„SpeziE alkriterien“$verbindlich$zum$Voraus$schriftlich$festgelegt$werden.$Für$die$betreuenden$und$bewertenE den$Lehrpersonen$steht$als$Bewertungshilfe$eine$Exceldatei$zur$VerfügungV$diese$besteht$aus$zwei$ Tabellenblättern:$einem$Rückmeldungsbogen,$in$das$die$Lehrpersonen$pro$Kriterium$BewertungsE kommentare$schreiben$und$Punkte$verteilen$und$einem$Bewertungsbogen$als$Zusammenfassung,$ in$dem$nur$der$Typ$der$Arbeit$definiert$sowie$der$Titel$der$Arbeit,$die$Namen$der$SchülerInnen$und$ der$Lehrpersonen$sowie$die$Unterschriften$eingetragen$werden.$Pro$Kriterium$vergeben$die$LehrE personen$im$Rückmeldungsbogen$0,$1,$2$oder$maximal$3$Punkte$(es$sind$nur$ganze$Punkte$zuläsE sig)V$es$bedeuten:$0$Punkte$=$„schlecht$bis$ungenügend“,$1$Punkt$=$„ungenügend$bis$genügend“,$ 2$Punkte$=$„genügend$bis$gut“$sowie$3$Punkte$=$„gut$bis$sehr$gut“.$Es$gibt$einen$RückmeldungsE /Bewertungsbogen$der$für$Projektarbeiten$Gymnasium$(PU$Gym),$Maturarbeiten$(MA)$und$FachmaE turitätsarbeiten$(FMA)$gilt$(vgl.$Anhang$A3.2)$sowie$einen$RückmeldungsE/Bewertungsbogen$der$für$ Selbständige$Arbeiten$der$Fachmittelschule$(SAR)$gilt$(vgl.$Anhang$A3.3).$Letzterer$unterscheidet$ sich$in$der$Gewichtung$der$Teilkriterien$im$inhaltlichen$Bereich$vom$Ersteren.$Es$gibt$einen$separaE ten$„Leitfaden“$für$die$Bewertung,$in$dem$die$unterschiedlichen$Ansprüche$an$PU$Gym/MA/FMA$und$ an$die$ SAR$ ausformuliert$ sind,$ und$ in$dem$ die$ Bewertungskriterien$ näher$beschrieben$ und$ dazu$ passende$Bewertungsrichtlinien$formuliert$sind$(vgl.$Anhang$A3.4).# A3.1# Gewichtung#der#Bewertungsbereiche# Die$folgende$Gewichtung$der$Bewertungsbereiche$ist$verbindlich:$ $ $ $ Bereich# Gewichtung# Gewichtung#Einzelbereiche# # # # Schriftliche$Arbeit,$Produkt,$OrganisaE tion$einer$Veranstaltung,$Aufführung$ 65%$ Inhaltliche$Bewertung:$45%$ Formale$Beurteilung:$20%$ $ $ $ Arbeitsprozess$ 10%$ $ $ $ $ Präsentation$ 25%$ Entfällt#bei#Projektarbeiten#Gymnasium#(PU#Gym),#dort#ent4 sprechen#die#obigen#75%#dem#Maximum.# Tabelle$18:$Gewichtung$der$Bewertungsbereiche$ Beachten$Sie:$Innerhalb$der$formalen$Beurteilung$sind$die$sprachliche$Qualität$und$der$Umgang$mit$ Fremdwissen,$ Sekundärliteratur$ und$ Quellen$ zwei$ „Schwellenkriterien“.$ Ein$ Schwellenkriterium$ muss$mindestens$teilweise$erfüllt$sein$(1,$2$oder$3$Punkte)V$Arbeiten,$die$in$einem$der$beiden$SchwelE lenkriterien$lediglich$schlecht$bis$ungenügend$erreichen$(0$Punkte),$erhalten$pro$schlecht$bis$ungeE nügendem$Schwellenkriterium$eine$ganze$Note$Abzug$von$der$gerundeten$Schlussnote.$Der$maxiE male$Abzug$beträgt$2$ganze$Noten.$ 48$ A3.2# Rückmeldungs4/Bewertungsbogen#für#PU#Gym,#MA#und#FMA# (Zu$beachten:$bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$ (Seiten$49$bis$52)$ A3.3# Rückmeldungs4/Bewertungsbogen#für#SAR#FMS# (Seiten$53$bis$56)$ A3.4# Leitfaden#für#die#Bewertung#von#Abschluss4#und#Projektarbeiten# (Zu$beachten:$bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$ (Seiten$57$bis$64)$ A3.5# Notenskala#(für#alle#Abschlussarbeiten#gültig)## Punkte# 0E4$ 5E13$ 14E22$ 23E31$ 32E40$ 41E49$ 50E59$ 60E69$ 70E79$ 80E89$ 90E100$ Note# 1.0$ 1.5$ 2.0$ 2.5$ 3.0$ 3.5$ 4.0$ 4.5$ 5.0$ 5.5$ 6.0$ Tabelle$19:$Notenskala$für$Abschlussarbeiten$ A3.6# Notenskala#(für#alle#PU#Gym4Arbeiten#gültig)## (Bei$Projektarbeiten$Gymnasium$entfällt$die$Präsentation)$ Punkte# 0E3$ 4E10$ 11E17$ 18E23$ 24E30$ 31E37$ 38E44$ 45E52$ 53E59$ 60E67$ 68E75$ Note# 1.0$ 1.5$ 2.0$ 2.5$ 3.0$ 3.5$ 4.0$ 4.5$ 5.0$ 5.5$ 6.0$ Tabelle$20:$Notenskala$für$PU$GymEArbeiten$ Bewertungsbogen MA / FMA / PU Gym Maturarbeit FMA PU Gym 0 0.00 0.00 Titel der Arbeit Punkte 0/75 Note --- 1 1 --- 5 --- --- 5 --- --- 5 --- --- 9 --- Spezialkriterium 1 --- 7 --- Spezialkriterium 2 --- 7 --- Spezialkriterium 3 --- 7 --- Total 0 45 --- Formale Beurteilung der Dokumentation (20 von 100 Punkten) --- 4 --- --- 8 --- Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* --- 4 --- Layout --- 4 --- Total * = Schwellenkriterien 0 20 --- Arbeitsprozess (10 von 100 Punkten) Selbständigkeit --- 3 --- Fortschritte und Unterlagen --- 3 --- Zuverlässigkeit --- 4 --- Total 0 10 --- Mündliche Präsentation (25 von 100 Punkten) Sprache / Interaktion / Auftritt --- 6 --- Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien --- 6 --- Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision --- 5 --- Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit --- 8 --- Total 0 25 --- BetreuerIn Ort, Datum Unterschrift ZweitbeurteilerIn Ort, Datum Unterschrift Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse Erreichte Name(n) und Abteilung(en) Erreichte Theoretischer Hintergrund Spezialkriterien Inhaltliche Bewertung Gewichtung Gewichtung Methodenwahl und -anwendung Zielsetzung und Fragestellung (45 von 100 Punkten) Sprache* (inkl. Formulierungen) Aufbau und Textlogik (roter Faden) Gewichtung Gewichtung Erreichte Bewertung Erreichte Spezialkriterium 1 (7%) [Kurzbeschrieb] 1 Spezialkriterium 2 (7%) [Kurzbeschrieb] 1 Spezialkriterium 3 (7%) [Kurzbeschrieb] 1 Rückmeldungsbogen Maturarbeit / FMA / PU Gym [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] Inhaltliche Bewertung Theoretischer Hintergrund (5%) Methodenwahl und -anwendung (5%) Zielsetzungen und Fragestellung (5%) Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse (9%) Sprache* (inkl. Formulierungen) (8%) [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] Aufbau und Textlogik (roter Faden) (4%) Formale Beurteilung der Dokumentation Zuverlässigkeit (4%) Fortschritte und Unterlagen (3%) Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* (4%) Layout (4%) Selbständigkeit (3%) Arbeitsprozess Mündliche Präsentation [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] Weitere Kommentare Sprache / Interaktion / Auftritt (6%) Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit (8%) Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision (5%) Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien (6%) Bewertungsbogen SAR 0 0.00 0.00 Titel der Arbeit Punkte 0/75 Note --- 1 1 --- 4 --- --- 3 --- --- 3 --- --- 5 --- Spezialkriterium 1 --- 10 --- Spezialkriterium 2 --- 10 --- Spezialkriterium 3 --- 10 --- Total 0 45 --- Formale Beurteilung der Dokumentation (20 von 100 Punkten) --- 4 --- --- 8 --- Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* --- 4 --- Layout --- 4 --- Total * = Schwellenkriterien 0 20 --- Arbeitsprozess (10 von 100 Punkten) Selbständigkeit --- 3 --- Fortschritte und Unterlagen --- 3 --- Zuverlässigkeit --- 4 --- Total 0 10 --- Mündliche Präsentation (25 von 100 Punkten) Sprache / Interaktion / Auftritt --- 6 --- Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien --- 6 --- Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision --- 5 --- Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit --- 8 --- Total 0 25 --- BetreuerIn Ort, Datum Unterschrift ZweitbeurteilerIn Ort, Datum Unterschrift Sprache* (inkl. Formulierungen) Aufbau und Textlogik (roter Faden) Gewichtung Gewichtung Erreichte Bewertung Erreichte Erreichte Theoretischer Hintergrund Spezialkriterien Inhaltliche Bewertung Gewichtung Gewichtung Methodenwahl und -anwendung Zielsetzung und Fragestellung (45 von 100 Punkten) Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse Erreichte Name(n) und Abteilung(en) Spezialkriterium 1 (10%) [Kurzbeschrieb] 1 Spezialkriterium 2 (10%) [Kurzbeschrieb] 1 Spezialkriterium 3 (10%) [Kurzbeschrieb] 1 Inhaltliche Präzision: Relevanz / Logik / Analyse (5%) Rückmeldungsbogen SAR [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] Inhaltliche Bewertung Theoretischer Hintergrund (3%) Methodenwahl und -anwendung (3%) Zielsetzungen und Fragestellung (4%) noch nicht bewertet Umgang mit Fremdwissen, Sekundärliteratur und Quellen* (4%) Layout (4%) Selbständigkeit (3%) Arbeitsprozess [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] Aufbau und Textlogik (roter Faden) (4%) Formale Beurteilung der Dokumentation Zuverlässigkeit (4%) Fortschritte und Unterlagen (3%) Sprache* (inkl. Formulierungen) (8%) 1Fachgespräch / Reflexionsfähigkeit (8%) Gehalt / Vertiefung / Anschaulichkeit / Präzision (5%) Struktur / Konzept / Originelle Präsentation / Einsatz von Medien (6%) Weitere Kommentare Sprache / Interaktion / Auftritt (6%) Mündliche Präsentation [Namensfeld im Bewertungsbogen leer] [Titelfeld im Bewertungsbogen leer] $ 57$ Leitfaden) für) die) Bewertung) von) Maturarbeiten) und)Fachmaturitätsarbeiten) 1.) Zweck)des)Leitfadens) Dieser$ Leitfaden$ bezieht$ sich$ auf$ die$ Bewertung$ der$ Maturarbeiten$ und$ Fachmaturitätsarbeiten.$ Er$ beschreibt$ die$Bewertungskriterien$ und$ umreisst$ Bewertungsrichtlinien.$ Der$ Bewertungsbogen$ und$ der$ Rückmeldungsbogen$ sind$das$Instrumente$für$die$Bewertung$von$Maturarbeiten$und$FachmaturiP tätsarbeiten.$ Sie$ dienen$ ausserdem$ der$ Kommunikation$ zwischen$ beurteiP lenden$Lehrpersonen$und$Studierenden.$$ 2.))Anspruch)der)Maturarbeit)und)Fachmaturitätsarbeit)) Bei$der$Bewertung$von$Maturarbeiten$soll$berücksichtigt$werden,$dass$diese$ einem$propädeutischen$Zweck$dienen.$$ „Eine$wissenschaftliche$Arbeit$wird$charakterisiert$durch:$ !$ eine$klare,$abgegrenzte$Aufgabenstellung$ !$ einen$fairen$Umgang$mit$den$Ergebnissen$anderer$Wissenschaftler$ !$ korrektes$Zitieren$ !$ nachprüfbare$Quellen$und$Quellenangaben$ !$ eine$unvoreingenommene$Haltung$des$Autors/der$Autorin$ !$ eine$methodische$Vorgehensweise$ !$ nachvollziehbare$Schlüsse$ !$ eine$objektive$Beurteilung$von$Ergebnissen$ !$ [resultierenden$Wissenszuwachs]$ !$ eine$Beurteilung$des$Geleisteten$(vgl.$Kunz,$2004,$S.$85).“$ Die$ Maturarbeit$ soll$ zwar$ auf$ ein$ Universitätsstudium$ vorbereiten,$ muss$ für$ die$Note$6$jedoch$nicht$Hochschulniveau$aufweisen.$Maturarbeiten$müssen$ auch$ mit$ einer$ 6$ bewertet$ werden$ können,$ wenn$ sie$ in$ einzelnen$ Details$ nicht$perfekt$sind.$Insbesondere$der$Aspekt$„Wissenszuwachs“$ist$gering$zu$ gewichten.$ 3.) Teamarbeiten) Bei$Teamarbeiten$gelten$dieselben$Kriterien$für$alle$Teammitglieder.$Es$wird$ nur$eine$Note$vergeben,$die$für$alle$gleich$zählt.$ 4.) Kriterien) Der$ Beschrieb$ der$ Kriterien$ umreisst$ das$ Kriterium.$ Ergänzt$ wird$ er$ durch$ Bewertungsrichtlinien.$Die$jeweilige$Kriterienliste$ist$nicht$abschliessend.$ Einige$ Arbeiten$ generieren$ ein$ Produkt$ (kreative$ oder$ technische$ Produktion,$ Organisation$ einer$ Veranstaltung$ u.ä.).$ Der$ Prozess,$ der$ zu$ diesem$ Produkt$ führt,$ist$Teil$der$Bewertung$und$fliesst$in$diverse$Kriterien$ein.$Das$Produkt$bzw.$ der$ Prozess$ dazu$ können$ eingehen$ in$ die$ Spezialkriterien.$ Aber$ auch$ in$ den$ Kriterien$ „Zielsetzung“,$ „Theoretischer$ Hintergrund“$ und$ „Methodisches$ VorgeP hen“$kann$und$soll$der$Weg$zum$Produkt$mitbeurteilt$werden,$ebenso$im$KriteP rium$ „Inhaltliche$Präzision“,$ das$ die$Auswahl$ relevanter$ Inhalte$ beurteilt.$ So$ ist$ zum$ Beispiel$ die$ endgültige$ Auswahl$ der$ Fotos$ für$ eine$ Fotoserie$ ein$ Aspekt$ der$inhaltlichen$Präzision.$$ 5.) Spezialkriterien) Die$ Spezialkriterien$ sind$ vorgesehen$ für$ den$ individuellen$ Fokus$ der$ Arbeit$ und/oder$ typenspezifische$ Besonderheiten$ (Untersuchung,$ technische$ oder$ kreative$Produktion,$Organisation$einer$Veranstaltung).$Alle$drei$Spezialkriterien$ müssen$ zwingend$ für$ jede$ Arbeit$ gewählt$ werden.$ Sie$ werden$ in$ der$ ProjektP vereinbarung$ausformuliert.$$ 6.) Bewertung) von) Plagiaten) (Angleichung) an) Reglement) Prüfen) und) BeM werten)) 7.) Schwellenkriterien) Schwellenkriterien$sind$$ !$ die$sprachliche)Qualität$und$ P$ der$Umgang)mit)Fremdwissen,$Sekundärliteratur$und$Quellen.$ Schwellenkriterien$müssen$mindestens$teilweise$erfüllt$sein$(1,$2$oder$3$Punkte).$ Arbeiten,$ die$ eines$ oder$ beide$ Schwellenkriterien$ nicht$ erfüllen,$ erhalten$ pro$ nicht$ erfülltem$ Schwellenkriterium$ (nicht$ erfüllt$ =$ 0$ Punkte)$ eine$ ganze$ Note$ Abzug$von$der$gerundeten$Schlussnote$(inkl.$Präsentation).$Der$maximale$AbP zug$beträgt$2$Noten.$ 8.))Notensetzung)und)Begründung) !$ Pro$Kriterium$werden$0,$1,$2$oder$3$Punkte$verteilt.$(0$=$schlecht$bis$ungenüP gendj$1$=$ungenügend$bis$genügend,$2$=$genügend$bis$gut,$3$=$gut$bis$sehr$ gut)$ !$ Es$gibt$nur$ganze$Punkte.$ !$ Für$Kriterien,$die$nicht$erfüllt$worden$sind,$gilt$0$Punkte.$$ !$ Die$Punkte$werden$auf$dem$Rückmeldungsbogen$eingesetzt.$ !$ Auf$dem$Rückmeldungsbogen$wird$auch$der$schriftliche$Kommentar$eingetraP gen.$ $ 58$ Beschrieb)und)Präzisierung)der)einzelnen)Bewertungskriterien) Inhaltliche) Bewertung) Bewertungsrichtlinien$ Beschrieb)) Zielsetzung)und) Fragestellung) Dieses$Kriterium$bewertet$den$Umgang$mit$der$Fragestellung$(Gestaltungsidee,$ Konstruktionsidee,$organisatorische$Absicht)$im$Hinblick$auf$insbesondere$ P$ die$klare$und$einleuchtende$Formulierung$der$Fragestellung$ P$ die$Qualität$der$Fragestellung$(Originalität,$Vertiefung,$Praxistauglichkeit,$ Relevanz$u.ä.)$ P$ die$konsequente$Fokussierung$der$Arbeit$auf$die$Fragestellung$(GestaltungsP idee,$Konstruktionsidee,$organisatorische$Absicht)$ P$ den$sinnvollen$Zusammenhang$der$Teilfragen$zur$Leitfrage$(der$Teilaspekte$ zur$Gestaltungsidee,$zur$Konstruktionsidee,$zu$der$organisatorischen$Absicht)$ Jeder$Arbeit$liegt$eine$Idee$zugrunde.$Dieses$Kriterium$beurteilt,$ob$diese$ Idee$klar$erkennbar$wird.$Dazu$gehört$unter$anderem$die$Frage,$ob$das$ Thema$sinnvoll$und$ausreichend$eingegrenzt$ist.$Insbesondere$überprüft$ dieses$Kriterium,$ob$und$wieweit$die$Idee$(Gestaltungsidee,$KonstruktionsP idee,$organisatorische$Absicht$$oder$Leitfrage)$und$die$dazugehörigen$ Teilaspekte$sinnvoll$ausgewählt$sind,$logisch$zueinander$passen$und$ nachvollziehbar$und$überzeugend$beschrieben$werden.$$ Theoretischer) Hintergrund) Dieses$Kriterium$bewertet$die$Einbindung$von$Fremdwissen$in$die$eigene$$DoP kumentation,$insbesondere$$ P$ die$passende$Auswahl$von$Theorien$/$$Fachwissen$$ P$ die$gewinnbringende$Nutzanwendung$der$ausgewählten$Theorien$ P$ die$gewinnbringende$Anwendung$und$den$logischen$Einsatz$von$Zitaten$und$ Paraphrasen$sowie$die$Nutzbarmachung$von$Fremdwissen$für$eigene$ÜberleP gungen$ P$ die$Unterscheidung$von$fremden$und$eigenen$Meinungen$$ Für$die$Aufarbeitung$eines$Themas$resp.$die$Herstellung$eines$Produkts$ wird$auf$Fachwissen$von$Spezialisten$zurückgegriffen.$Dieses$Kriterium$ überprüft$die$Genauigkeit$und$den$Umfang$des$Umgangs$mit$FremdwisP sen.$Es$fragt,$ob$die$fachspezifische$Recherche$und$Darlegung$der$theoreP tischen$Grundlagen$in$angemessener$Breite$und$Genauigkeit$vorhanden$ist$ resp.$ob$alles$zur$Erklärung$des$Forschungsstandes$nötige$Fachwissen$ aufgearbeitet$ist.$Dabei$berücksichtigt$es$insbesondere,$dass$die$gewählten$ theoretischen$Inhalte$für$die$Dokumentation$überhaupt$relevant$sind$und$ dass$die$Quellen$angemessen$verarbeitet$und$nicht$nur$zusammenhangsP los$zitiert$oder$$paraphrasiert$werden.$$ Anmerkung:$Dieses!Kriterium!beurteilt!den!inhaltlichen!Umgang!mit! Fachwissen!(der!formale!Umgang!wird!im!Kriterium!Umgang!mit!Fremd: wissen,!Sekundärliteratur!und!Quellen!beurteilt).$ Methodenwahl) und))) Manwendung) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$$ P$ die$Auswahl$der$„Werkzeuge“$des$Wissenserwerbs$und$deren$Anwendung$ (Methoden,$Techniken,$Strategien$und$Verfahren)$ P$ die$Klarheit$des$Vorgehens$(Definitionen,$Konzepte,$Begriffe$usw.)$ P$ die$Wiederholbarkeit$(Objektivität)$des$Arbeitsprozesses$resp.$der$UntersuP chung$ P$ den$folgerichtigen$Aufbau$der$einzelnen$Schritte$ P$ den$Einsatz$von$Grafiken,$Abbildungen,$Tabellen$usw.$(z.$B.$bei$der$DarstelP lung$der$Ergebnissen$und$bei$Auswertungen)$ „Methode“$bezeichnet$das$reflektierte$Vorgehen,$das$von$der$Idee$zum$Ziel$ führt.$Dieses$Kriterium$beurteilt$die$Wahl$der$Methode$und$die$Nützlichkeit$ ihrer$Umsetzung.$Es$fragt$nach$dem$reflektierten$Einsatz$von$kreativen$ Strategien$oder$Techniken$bzw.$nach$Verfahren$des$Wissenserwerbs$und$ deren$Umsetzung.$Es$überprüft,$wie$präzis,$sinnvoll$und$gewinnbringend$ diese$eingesetzt$worden$sind.$$ Anmerkung:!Bei!der!Bewertung!soll!berücksichtigt!werden,!dass!zwar!ein! wissenschaftlicher!Anspruch!an!die!Arbeit!besteht,!dieser!jedoch!propädeu: tischer!Natur!ist,!d.h.!auf!Hochschule!vorbereitet,!nicht!aber!!Hochschulni: veau!einfordert.! $ 59$ Inhaltliche) Bewertung) Bewertungsrichtlinien$ Beschrieb) Inhaltliche)) Präzision) Relevanz)) Dieses$Teilkriterium$bewertet$$ P$ die$sinnvolle$und$nützliche$Auswahl$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$$ P$ die$Präzision$in$der$Darlegung$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$ P$ die$analytische$Tiefe$der$Reflexion$der$Ergebnisse$resp.$Resultate$ Logik)) Dieses$Teilkriterium$bewertet$$$ P$ die$Nachvollziehbarkeit,$die$Präzision$und$die$Vollständigkeit$der$ausgewählP ten$Ergebnisse$ P$ die$Entwicklung$logischer$Zusammenhänge$und$den$logischen$Aufbau$der$ einzelnen$Teile$der$Arbeit$untereinander$$ P$ die$saubere$Trennung$von$Hypothesen,$Zwischenschritten,$Annahmen$von$ Schlussfolgerungen,$Ergebnissen$usw.$$ Analyse)) Dieses$Teilkriterium$bewertet$insbesondere$$ P$ die$sachliche$Qualität,$$die$Richtigkeit$der$Schlussfolgerungen$bzw.$die$KläP rung$der$aufgeworfenen$Fragen$$ P$ die$Schlussfolgerungen$und$Reflexion$$ Im$Arbeitsprozess$werden$eine$Menge$von$Informationen,$Vorarbeiten,$ Ideen,$Entwürfen$usw.$angesammelt.$Dieses$Kriterium$beurteilt$die$Auswahl$ dieser$Inhalte$in$der$Dokumentation$und$im$fertigen$Produkt.$Dabei$geht$es$ darum,$dass$relevante$Inhalte$ausgewählt,$klar$präsentiert$und$vertiefend$ besprochen$werden.$Dieses$Kriterium$beurteilt$also$$ P$ die$Auswahl$relevanter$Inhalte$resp.$$Durchführung$und$Konzentration$ (Relevanz)$ P$ die$Dokumentation$der$Ergebnisse$(Logik)$ P$ die$Schlussfolgerung$und$Reflexion$(Analyse)$ Dieses$Kriterium$überprüft$nicht$das$Vorhandensein$von$Ergebnissen$resp.$ Resultaten,$sondern$die$Bedeutung$der$Ergebnisse$und$Resultate.$Dabei$ geht$es$um$den$Kern$der$Arbeit$resp.$des$Arbeitsprozesses.$Deshalb$lassen$ sich$die$Teilkriterien$nicht$klar$voneinander$trennen.$Es$fragt$nach$der$Tiefe$ der$Ergebnisse,$nach$der$Bedeutung$der$erhobenen$Daten,$nach$der$WichP tigkeit$der$Auswahl$der$Informationen$oder$der$Entwürfe$für$das$Ergebnis$ usw.$Es$fragt$auch$danach,$ob$die$ausgewählten$Ergebnisse$überhaupt$der$ Zielsetzung$entsprechen.$Und$es$fragt$schliesslich$danach,$ob$die$dargestellP ten$Ergebnisse$sinnvoll$und$ob$sie$richtig$resp.$im$Sinne$der$Fragestellung$ erfüllt$sind.$ Spezialkriterien)) 1,)2,)3) Diese$3$Kriterien$bewerten$Aspekte,$die$sich$aus$der$besonderen$FragestelP lung,$aus$typenspezifischen$Anforderungen$oder$aus$anderen$für$die$individuP elle$Arbeit$wichtigen$Überlegungen$ergeben.$$ Anmerkung:! Beispiele!möglicher!Formulierungen!von!Spezialkriterien!im!Anhang.! Die$Spezialkriterien$sind$vorgesehen,$um$einen$individuellen$Fokus$der$ArP beit$und/oder$typenspezifische$Besonderheiten$zu$beurteilen.$ P$ Für$jede$Arbeit$müssen$genau$drei$Spezialkriterien$formuliert$werden.$$ P$ Es$müssen$drei$unterschiedliche$Spezialkriterien$formuliert$werden.$ P$ Alle$drei$Spezialkriterien$gewichten$gleich$stark.$ P$ Es$dürfen$keine$Ja/neinP$resp.$erfüllt/nicht$erfülltPKriterien$formuliert$werP den.$$ P$ Spezialkriterien,$die$sehr$leicht$erreicht$werden$können,$sollen$vermieden$ werden.$ P$ Die$Spezialkriterien$werden$in$der$Projektvereinbarung$ausformuliert$(keine$ Stichworte).$ P$ Erwartungen,$die$mit$einem$Kriterium$verbunden$sind,$sollen$möglichst$ transparent$und$präzise$formuliert$sein.$ $ 60$ Formale)) Beurteilung) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb) Aufbau)und)TextM logik)(roter)FaM den)) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ die$Leserfreundlichkeit$(Leserführung$und$Textlogik$(roter$Faden))$ P$ Kapitelnummerierung$und$Phierarchie$ P$ klare$Strukturierung$ P$ den$Aufbau$der$einzelnen$Teile$der$Arbeit$resp.$die$Übergänge$von$einem$Teil$ zum$anderen$(schlechtes$Beispiel:$die$einzelnen$Teile$sind$untereinander$sprachP lich$und/oder$inhaltlich$nicht$verbunden)$ P$ ob$Abstract$und$Zusammenfassung$sich$voneinander$unterscheiden$ Jede$Arbeit$setzt$sich$aus$einzelnen$Kapiteln$zusammen.$Der$ZusamP menhang$dieser$Kapitel$untereinander$und$ihr$richtige$Aufbau$aufeiP nander$sind$entscheidend.$Dieses$Kriterium$fragt,$ob$die$Arbeit$klar$ strukturiert$ist$und$die$einzelnen$Teile$der$Arbeit$sinnvoll$aufeinander$ aufbauen.$Es$beurteilt$auch,$ob$die$einzelnen$Kapitel$sprachlich$miteiP nander$verknüpft$sind.$ Sprache*))(inkl.) Formulierungen))) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$$ P$ die$Rechtschreibung$und$die$Zeichensetzung$ P$ den$Wortschatz$(inkl.den$korrekten$Umgang$mit$dem$Fachvokabular)$ P$ die$Verständlichkeit$der$Texte$$ Referenzrahmen$(Der$Referenzrahmen$formuliert$das$erwünschte$Resultat):$Die$ Arbeit$ist$flüssig$zu$lesen.$Sie$ist$fehlerfrei$und$stilistisch$angemessen$abgefasst.$ Komplexe$Sachverhalte$sind$verständlich$dargestellt.$Wichtige$Punkte$werden$herP ausgehoben.$Die$Argumentationskette$ist$nachvollziehbar$und$vollständig.$$ Sprachrichtigkeit$ist$eine$entscheidende$Anforderung$an$das$Schreiben$ im$Beruf$und$an$der$Hochschule.$Von$Maturarbeiten$und$FachmaturiP tätsarbeiten$darf$erwartet$werden,$dass$sie$orthografisch$weitgehend$ fehlerfrei$und$in$einer$klaren,$verständlichen$Sprache$abgefasst$sind.$ Dieses$Kriterium$fragt$nach$der$Korrektheit$der$Sprache$und$der$QualiP tät$der$Formulierungen.$ Umgang)mit) Fremdwissen,) SekundärliteraM tur)und)Quellen)*) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ den$korrekten$formalen$Umgang$mit$Fachwissen$(der$korrekte$inhaltliche$UmP gang$mit$Fachwissen$wird$im$Kriterium$„Theoretischer$Hintergrund“$beurteilt)$ P$ die$Vollständigkeit$und$Richtigkeit$der$Quellenangaben$gemäss$den$Vorgaben$ des$PUPLehrmittels$oder$der$betreuenden$Lehrperson$ P$ den$Umgang$mit$indirekten$Zitaten$(Paraphrase)$und$Quellen$aus$dem$Internet$ Referenzrahmen$(Der$Referenzrahmen$formuliert$das$erwünschte$Resultat):$SämtP liche$direkten$und$indirekten$Übernahmen$(Zitate$und$Paraphrasen,$Abbildungen,$ Grafiken,$usw.)$$von$fremdem$Wissen$im$Text$sind$ausgewiesen.$Die$QuellenangaP ben$sind$vollständig$und$fehlerfrei.$Angaben$aus$dem$Internet$sind$ebenfalls$richtig$ zitiert$und$deren$Quelle$belegt.$ Wissenschaftliche$und$vorwissenschaftliche$Arbeiten$übernehmen$und$ diskutieren$Fachwissen.$Der$Umgang$mit$fremdem$Wissen$unterliegt$ gewissen$Standards.$Zitate$dürfen$nicht$sinnentstellend$verwendet$ werden,$sondern$sind$inhaltlich$richtig$und$im$Sinne$des$Urhebers$wieP derzugeben.$Sie$müssen$als$Zitate$gekennzeichnet$sein.$$Auch$wenn$ nicht$wörtlich$zitiert,$sondern$sinngemäss$paraphrasiert$oder$zusamP mengefasst$wird,$muss$auf$die$Quelle$verwiesen$werden.$Zitate$aus$ zweiter$Hand$sind$als$solche$zu$kennzeichnen.$Die$$ Quellenangaben$müssen$den$Vorgaben$des$PUPLehrmittels$oder$der$ betreuenden$Lehrperson$entsprechen.$ $ 61$ Layout) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ die$typografische$Gestaltung$des$Textes$(Schrift,$Silbentrennung$usw.)$und$das$ Layout$(Satzspiegel,$Spaltenbreite,$Zeilenabstand$usw.)$ P$ den$korrekten$Einsatz$der$wichtigsten$Textverarbeitungstechniken$wie$einheitliche$ Formatierungen$(Formatvorlagen,$automatische$Erstellung$von$Verzeichnissen)$ P$ die$sinnvolle$Einbindung$von$Tabellen,$Grafiken$und$Abbildungen$in$den$Text$ P$ die$Qualität$von$Tabellen,$Grafiken$und$Abbildungen$ Layout$bezeichnet$die$Qualität$und$Einheitlichkeit$des$ErscheinungsbilP des$und$die$Lesbarkeit$der$Seiten$(z.B.$Schriftbild).$Minimalstandards$ für$den$Einsatz$von$Textverarbeitungssoftware$(Formatvorlagen,$autoP matische$Erstellung$von$Verzeichnissen)$müssen$erfüllt$sein.$Das$LayP out$umfasst$ebenfalls$die$Qualität$von$Zeichnungen,$Grafiken,$AbbilP dungen,$Fotos,$Tabellen,$Diagrammen$usw.$und$deren$Integration$in$die$ Seitengestaltung.$ *Arbeiten,$die$in$diesen$Bereichen$lediglich$„schlecht$bis$ungenügend“$erreichen$(0$von$3$Punkten),$erhalten$einen$Abzug$von$einer$ganzen$Note$von$der$gerundeP ten$Endnote$(vgl.$in$den$einleitenden$Bemerkungen$„7.$Schwellenkriterien“).$$ $ 62$ ArbeitsM prozess) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb) Selbständigkeit) Dieses$Kriterium$bewertet$die$Selbstständigkeit,$das$heisst$insbesondere,$ob$$ P$ der/die$Studierende$während$des$Arbeitsprozesses$Initiative$(z.B.$Materialsuche,$ Sondierung$von$möglichen$Quellen$usw.)$entwickelt$ P$ der/die$Studierende$selbstständig$arbeitet.$ P$ den$sinnvollen$Umgang$mit$dem$Zeitplan$ Dieses$Kriterium$fragt$danach,$ob$die$Studierenden$die$Aufgaben,$die$ sie$selbstständig$erledigen$können,$auch$selbstständig$ausführen$resP pektive$bei$Bedarf$bei$der$Betreuungsperson$Hilfe$beanspruchen.$DieP ses$Kriterium$berücksichtigt$auch,$wie$sehr$die$betreuende$Lehrperson$ in$den$Arbeitsprozess$hat$eingreifen$bzw.$ihn$hat$antreiben$müssen.$ Fortschritte)und) Unterlagen) Dieses$Kriterium$bewertet$den$Arbeitsprozess$gemäss$Vorgaben,$die$in$der$ProjektP vereinbarung$getroffen$wurden,$also$z.B.$ P$ die$Studierenden$erstellen$Protokolle$der$Besprechungen$mit$der$betreuenden$ Lehrperson$ P$ die$Studierenden$geben$bis$zum$Zeitpunkt$x$einen$Entwurf$der$Fotoserie$ab$ P$ die$Studierenden$führen$ein$detailliertes$Arbeitsjournal$ Die$Maturarbeit$/$die$Fachmaturitätsarbeit$ist$ein$mehrmonatiger$ProP zess.$Dieses$Kriterium$berücksichtigt$den$Prozess$zum$fertigen$Produkt$ bzw.$zur$fertigen$Arbeit.$Es$fragt$u.a.$danach,$ob$die$in$der$ProjektverP einbarung$vereinbarten$Unterlagen$vollständig$und$fristgerecht$eingeP reicht$und$die$Abmachungen$sinnvoll$und$nutzbringend$eingehalten$ werden.$Es$beurteilt$insbesondere$die$Brauchbarkeit$von$Entwürfen,$ Unterlagen,$Plänen$u.ä.$für$die$Erreichung$des$gesetzten$Ziels.$ Zuverlässigkeit) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ die$Zuverlässigkeit$(z.B.$Rückgabe$von$Material)$ P$ die$Einhaltung$von$Terminen,$die$die$Betreuungsperson$und/oder$die$Schule$ vorschreibt$ P$ die$Vorbereitung$auf$die$Sitzungen$sowie$das$zielstrebige$Arbeiten$mit$der$BeP treuungsperson$innerhalb$der$Sitzungen$ P$ die$Einhaltung$von$Schweigepflicht$und$Anonymität$im$Umgang$mit$Drittpersonen$ P$ ob$Mails$an$externe$Personen,$Interviews$u.ä.$mit$der$betreuenden$Lehrperson$ abgesprochen$sind$ Dieses$Kriterium$fokussiert$die$Zusammenarbeit$von$Lernenden$mit$der$ betreuenden$Lehrperson.$Es$fragt$u.a.$danach,$ob$Termine$und$AbP sprachen$pünktlich$und$genau$eingehalten$werden.$$ $ 63$ P$ $ Mündliche) Präsentation) Bewertungsrichtlinien) Beschrieb) Sprache)/)InterM aktion)/)Auftritt) Dieses$Kriterium$bewertet$$ P$ die$Sprachrichtigkeit$ P$ die$Sprachkompetenz$ P$ den$Umfang$des$Wortschatzes$ P$ den$Gebrauch$des$Fachwortschatzes$ P$ die$Interaktion$mit$dem$Publikum$ P$ die$Körpersprache$des/der$Studierenden$ P$ die$Verständlichkeit$des$Gesagten$ P$ den$Gesamteindruck$der$Präsentation$ Die$Präsentation$der$Maturarbeit$/$der$Fachmaturitätsarbeit$geschieht$ für$ein$Publikum.$Dieses$Kriterium$fragt$nach$der$Güte$der$Interaktion$ mit$dem$Publikum.$Es$berücksichtigt$insbesondere$die$Verständlichkeit$ und$Angemessenheit$der$Sprache$und$die$Publikumsnähe$der$PräsenP tation.$Letzteres$meint,$wie$sehr$das$Interesse$des$Publikums$geweckt$ wird$bzw.$wie$gut$die$Fragen$des$Publikums$kompetent$und$sprachlich$ angemessen$beantwortet$werden.$Neben$der$allgemeinen$SprachkomP petenz$wird$insbesondere$der$richtige$Gebrauch$des$Fachwortschatzes$ überprüft.$ Struktur)/)KonM zept)/)Originelle) Präsentation)/) Einsatz)von)MeM dien) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ die$Originalität$der$Präsentation$ P$ deren$Klarheit$ P$ deren$logischen$Aufbau$$ P$ den$gezielten$und$bewussten$Einsatz$von$Präsentationsmedien$und$Hilfsmitteln$ Zur$Güte$der$Präsentation$gehört$eine$logisch$einsichtige$Struktur$des$ Vortrags.$$Gute$Präsentationen$zeichnen$sich$durch$einen$originellen$ Ansatz$aus.$Dazu$gehören$auch$eine$sinnvolle$Verteilung$der$Aufgaben$ im$Team$und$ein$sinnvoller$Einsatz$von$Medien,$denn$nicht$immer$ist$ Power$Point$die$beste$Wahl.$Deshalb$fragt$dieses$Kriterium$auch$daP nach,$ob$die$eingesetzten$Medien$einen$Mehrwert$(Veranschaulichung$ mittels$Visualisierung,$Grafiken,$Tabellen$usw.)$generieren.$ Gehalt)/)VertieM fung)/)AnschauM lichkeit)/)PräzisiM on) Dieses$Kriterium$bewertet$insbesondere$ P$ die$Richtigkeit$des$Gesagten$ P$ die$Anschaulichkeit$der$Präsentation$ P$ die$Angemessenheit$der$Auswahl$ P$ die$Vertiefung$der$Inhalte$ Die$Präsentation$hat$eine$Doppelaufgabe:$Sie$soll$repräsentativ$die$ geleistete$Arbeit$präsentieren$und$beispielhaft$einzelne$Inhalte$vertieP fen.$Dieses$Kriterium$berücksichtigt,$ob$die$Studierenden$für$die$PräP sentation$einzelne$für$ihre$Arbeit$repräsentative$Inhalte$auswählen$und$ an$diesen$Inhalten$konkret$das$Vorgehen,$die$Schwierigkeiten$und$die$ Ergebnisse$exemplarisch$dokumentieren$und$vertiefen.$$ Fachgespräch)/) ReflexionsfähigM keit) Dieses$Kriterium$bewertet$u.a.$ P$ die$Präzision$der$Antworten$ P$ die$Vertiefung$des$Stoffes$ P$ die$weiterführende$Reflexion$$ P$ die$Selbstreflexionsfähigkeit$ Sinn$der$Präsentation$der$Maturarbeit$/$Fachmaturitätsarbeit$ist$eine$ weiterführende$Reflexion$der$erbrachten$Leistung.$Dieses$Kriterium$ fragt$danach,$ob$die$Studierenden$in$der$Präsentation$und$im$anP schliessenden$Fachgespräch$zu$einer$weiterführenden$Reflexion$in$der$ Lage$sind.$ $ 64$ 9.) Anhang:)Beispiele)für)mögliche)Spezialkriterien) •$ Eine$gelungene$Kettenreaktion$zeichnet$sich$aus$durch$mind.$ein$Dutzend$ nicht$ zu$ banalen$ Elementen$ und$ durch$ Fantasie$ und$ Vielfältigkeit.$ Viele$ verschiedene$ physikalische$ Gesetzmässigkeiten$ sollen$ veranschaulicht$ werden.$(„Physikalische$Kettenreaktion“)$ •$ Die$ Fluchtpläne$ enthalten$die$ Fluchtwege$ für$ einen$ Brandfall$ (und$ für$ anP dere$ relevanten$ Fälle)$ von$ jedem$ Zimmer$ (von$ jedem$ Korridor)$ des$ GeP bäudes$ aus.$ Die$ Fluchtwege$ sind$ rasch$ und$ unzweideutig$ von$ allen$ BeP troffenen$ lesbar.$ („Feuer$ an$ der$ NKSA$ –$ Information,$ Fluchtpläne$ sowie$ Evakuationsübung$am$Beispiel$des$Neubaus“)$ •$ „Die$ Evakuationsübung$ ist$ (zwecks$ aussagekräftiger$ Evaluation)$ mit$ geP eigneten$ Hilfsmitteln$ beobachtet$ und$ „vermessen“$ worden$ (z.B.$ FilmP/$ FoP toaufnahmen,$ professionelle$ Beobachtung$ durch$ Feuerwehrpersonen,$ Zeitmessungen,$schriftliche$Befragung,$Beobachtung$durch$FeuerwehrleuP te$ und$ andere$ Personen$ mit$ Schiedsrichterblatt).“$ („Feuer$ an$ der$ NKSA$–$ Information,$ Fluchtpläne$ sowie$ Evakuationsübung$ am$ Beispiel$ des$ NeuP baus“)$ •$ Die$ Arbeit$ besteht$ aus$ einem$ visuell$ einsehbaren$ Entwicklungsprozess,$ der$ sich$ über$ längere$ Zeit$ erstreckt.$ Entwürfe,$ Skizzen,$ Studien,$ Pläne,$ technische$Versuche,$Fotos$etc.$sind$sorgfältig$dokumentiert.$Die$HerstelP lung$ eines$ Produktes$ ohne$ entsprechenden$ Entwicklungsprozess$ kann$ nicht$Inhalt$einer$Arbeit$sein.$$ •$ Der$ vollständige$ Programmcode$ im$ Anhang$ enthält$ Kommentarhilfen,$ die$ einem$ helfen$ sich$ zurechtzufinden$ und$ ist$ gut$ strukturiert.$ („Scarabaeus:$ Der$Code$zu$Pharaos$Grabkammer.$Remake$des$Computerspiels$aus$den$ 80er$Jahren“)$ •$ Die$Musik$wird$themengerecht$ausgewählt.$Die$Taktart$und$Charakteristik$ des$Stückes$sind$passend.$Das$Musikschema$wird$korrekt$erstellt$und$unP terstützt$die$Choreographie.$(Tanzchoreographie)$ •$ Der$ Praxisteil$ beinhaltet$ die$ aussagekräftige$ Evaluation$ von$ mindestens$ drei$Fitnesscentren$in$Aarau.$(Analyse$Fitnesscenter)$ •$ Eine$ aussagekräftige$ Evaluation$ des$ Einflusses$ der$ 3DPFiguren$ auf$ eine$ Verbesserung$ der$ räumlichen$ Wahrnehmung$ ist$ entwickelt,$ gefestigt$ und$ umgesetzt.$(Schlauchfiguren/räumliche$Wahrnehmung)$ •$ Die$ Interviewfragen$ sind$ sinnvoll,$ nützlich$ und$ relevant$ im$ Bezug$ auf$ die$ Fragestellung$ und$ erfüllen$ die$ methodischen$ Kriterien$ für$ Interviewfragen.$ („Kind$mit$Kind“$–$Der$Alltag$von$Teenagermüttern)$ •$ Theoretisches$ Wissen$ fliesst$ gemeinsam$ mit$ den$ in$ der$ Umfrage$erhobeP nen$ Erkenntnissen$ sinnvoll$ und$ angepasst$ auf$ die$ konkrete$ Institution$ in$ die$ Veränderungsvorschläge$ zur$ Angehörigenarbeit$ ein.$ („AngehörigenarP beit“$ –$ Die$ Zusammenarbeit$ mit$ Angehörigen$ von$ geistig,$ körperlich$ oder$ psychisch$Behinderten$in$der$Integra$Freiamt)$ •$ Das$ fertige$ Arbeitsheft$ wird$ in$ der$ Diskussion$ kritisch$ hinterfragt$ und$ es$ werden$ pädagogischPdidaktisch$ fundierte$ Verbesserungsvorschläge$ beP schrieben.$(„Feuer$und$Flamme“$–$ein$Arbeitsheft$für$die$dritte$Primarstufe).$ •$ Die$durchgeführten$Beobachtungen$sind$systematisch,$das$heisst,$an$vorP gängig$festgelegten$Kriterien$orientiert,$geplant,$auf$beobachtbares$VerhalP ten$beschränkt,$frei$von$Interpretationen,$schriftlich$protokolliert.$(„Das$hast$ Du$super$gemacht!“$–$Der$Lerneffekt$positiver$Verstärkung)$ Beispiel) für) drei) Spezialkriterien) zu) einer) Maturarbeit) zum) Thema)) „Laufevent“) 1.$ Vorbereitung:$ $ Die$ planerischen$ Unterlagen$ geben$ klare$ Einsicht$ in$ die$ eingesetzten$zeitlichen,$materiellen,$personellen,$finanziellen$Ressourcen.$ 2.$ Durchführung:$Die$Veranstaltung$verläuft$reibungslos,$allfällige$unvorherP sehbare$Zwischenfälle$und$ihre$Lösung$werden$dokumentiert.$$ 3.$ Nachbearbeitung:$ Die$ Veranstaltung$ wird$ mit$ geeigneten$ Hilfsmitteln$ beobachtet$und$reflektiert.$Schlussfolgerungen$werden$gezogen$und$ergeP ben$Verbesserungsvorschläge$für$eine$Neuauflage.$ 65$ A4#Methoden# Es$werden$nun$die$gängigsten$Methoden$vorgestellt,$die$innerhalb$von$Projektarbeiten$eingesetzt$ werden,$um$bestehende$oder$neue$Daten$zu$beschaffen$bzw.$zu$erheben.$ A4.1# Beschaffung#bereits#bestehender#Informationen# In$erster$Linie$ist$es$wichtig,$gezielt$und$themenorientiert$nach$Informationen$zu$suchen,$die$bereits$ zum$Thema$bekannt$sind.$Ihre$Fragestellungen$helfen$Ihnen,$mögliche$Quellen$für$Informationen$ festzulegen$und$die$gefundenen$Daten$bezüglich$ihrer$Relevanz$für$das$Projekt$zu$filtern.$ $ $ Literatursuche# Internetrecherche# # # Gute$Literatur$lässt$sich$mit$Hilfe$von$Fachleuten,$in$LiteraturE verzeichnissen$von$Fachbüchern,$in$Bibliotheken$und$im$InE ternet$finden.$ !$ Es$ist$sinnvoll,$in$dieser$Reihenfolge$vorzugehen$(nicht$zuE erst$über$das$Internet!).$ !$ Fachleute$können$einem$oft$das$Buch$angeben,$welches$ die$meisten$interessanten$Informationen$zum$Thema$entE hält.$Ältere$Bücher$sind$oft$nicht$aktuell$genug.$ !$ Bibliothekskataloge$können$über$das$Internet$abgefragt$ werden.$Damit$sieht$man$allerdings$nicht,$ob$die$Literatur$ brauchbar$istV$hierfür$sind$Bibliothekarinnen$kompetente$ Beraterinnen.$Die$Mediothek$der$Neuen$Kantonsschule$ Aarau$hat$zudem$über$www.nksa.ch$!Mediothek$RecherE chetipps$parat$und$ermöglicht$Zugriff$auf$Datenbanken$wie$ „Digithek“$oder$„Swissdox“.$ !$ Im$Internet$können$Artikel$gesucht$werden,$die$in$grossen$ Zeitungen$oder$Zeitschriften$erschienen$sind.$Diese$sind$ zum$Teil$aber$nicht$mehr$gratis$erhältlich,$sondern$müssen$ bezahlt$werden.$ Sie$können$auch$direkt$im$Internet$nach$bestehender$InforE mation$suchen.$ !$ Als$ Laie$ ist$ es$allerdings$ schwierig,$ die$ Qualität$ der$ BeiE träge$und$die$Korrektheit$des$Inhalts$zu$überprüfen.$ !$ Bei$Suchmaschinen$sind$gute$Schlagwörter$entscheiE dend.$ Tabelle$21:$Möglichkeiten$zur$Beschaffung$bestehender$Informationen$ A4.2# Befragungen# Die$Befragung$ist$eine$wissenschaftliche$Methode,$um$Informationen$über$ein$spezifisches$Thema$ zu$gewinnen.$Dabei$werden$Fragen$an$bestimmte$Personen$oder$Personengruppen$gerichtet,$welE che$diese$beantworten:$ !$ Eine$Befragung$kann$schriftlich$(mit$Hilfe$eines$Fragebogens),$aber$auch$mündlich$(in$Form$ von$Interviews)$durchgeführt$werden.$ !$ Die$Fragen$können$dabei$geschlossen$oder$offen$sein:$Bei$geschlossenen$Fragen$werden$AntE wortmöglichkeiten$ vorgegeben,$bei$offenen$ Fragen$ antworten$ die$ Befragten$ mit$ ihren$ eigenen$ Worten.$ Um#eine#geschlossene#Frage#handelt#es#sich#beispielsweise,#wenn#der#Befragte#sich#zwischen#„Ja“#und#„Nein“#entscheiden#kann# (z.B.# „Nehmen# Sie#homöopathische# Medikamente?“)# oder# auf# einer# mehrstufigen# Skala# eine# Entscheidung# treffen# muss# (z.B.# „Homöopathische#Medikamente#sind#wirksam“:#ich#stimme#völlig#zu#–#ich#stimme#teilweise#zu#–#ich#stimme#nicht#zu).# Eine#offene#Frage#wäre#z.B.#„Was#halten#Sie#von#homöopathischen#Medikamenten?“# 66$ Je$weniger$man$über$ein$Gebiet$weiss,$je$unklarere$Vorstellungen$und$Hypothesen$man$hat,$desto$ weniger$strukturiert$wird$eine$Befragung$sein,$desto$offener$sind$auch$die$Fragen:$ !$ Eine$wenig#strukturierte$Befragung$stellt$für$den$Interviewer$eine$anspruchsvolle$Aufgabe$dar,$ da$ er$ ohne$Vorlage$ (das$heisst$ohne$ Fragebogen)$ arbeitet.$ Wenn$ dem$Interviewer$ besondere$ Aspekte$als$interessant$erscheinen,$kann$er$das$Gespräch$in$die$gewünschte$Richtung$lenken.$ !$ Bei$einer$teilweise#strukturierten$Befragung$verfügt$der$Interviewer$zwar$über$eine$Vorlage$an$ Fragen,$muss$sich$jedoch$nicht$an$die$Reihenfolge$dieser$Fragen$halten.$Alle$Fragen$werden$in$ einem$Gesprächsleitfaden$zusammengefasst$und$strukturiert.$Der$Gesprächsleitfaden$muss$aber$ nicht$Punkt$für$Punkt$abgearbeitet$werden,$sondern$der$Befragte$soll$die$Freiheit$haben,$so$viel$ wie$möglich$von$sich$aus$zu$erzählen.$ !$ Eine$stark#strukturierte$Befragung$läuft$nach$bestimmten$vorgegebenen$Fragen$ab.$Hierbei$wird$ die$genaue$Reihenfolge$der$Fragen$berücksichtigt$und$der$Befragte$kann$nicht$mehr$frei$erzählen,$ sondern$muss$sich$zwischen$Antwortmöglichkeiten$entscheiden.$ $ $ $ $ # wenig#strukturiert# teilstrukturiert# stark#strukturiert# # # # # mündlich$ !$ informelles$Gespräch$ !$ Gruppendiskussion$$ !$ Expertenbefragung$$$ !$ Leitfadengespräch$ !$ Intensivinterview$ !$ Gruppenbefragung$$$ !$ Einzelinterview$ !$ telefonische$Befragung$ !$ Gruppeninterview$ # !$ $ !$ $ !$ $ schriftlich$ !$ informelle$Anfrage$ !$ Expertenbefragung$$$ !$ Befragung$via$Internet$oder$brieflich$$ !$ gemeinsam$Fragebogen$ausfüllen$ Tabelle$22:$Verschiedene$Möglichkeiten$von$Fragebogen$und$Interviews$ A4.2.1#Vor4#und#Nachteile## !$ Fragebogen$sind$einfacher,$zeitlich$weniger$aufwändig$und$billiger$als$Interviews.$Sie$eignen$sich$ zur$Überprüfung$von$Hypothesen.$ !$ Offene,$ wenig$ strukturierte$ Fragen$ sind$ dann$ besser,$ wenn$ man$ wenig$ weiss$ (Befragung$ von$ Spezialisten$etc.)$oder$viel$wissen$möchte.$$ !$ Es$gibt$Fälle,$in$denen$eine$Befragung$das$falsche$Mittel$ist,$z.B.$bei$der$Fragestellung:$Wie$kunE denfreundlich$sind$die$WSBEAutomaten?$oder:$Wie$viel$Aufmerksamkeit$schenken$Lehrkräfte$ihE ren$Schülern?$Hier$sind$Beobachtungen$objektiver.$$ !$ Manche$Leute$auf$der$Strasse$wollen$bei$einer$Befragung$nicht$mitmachen,$weil$sie$keine$Zeit$ haben,$oder$befürchten,$zu$irgendetwas$ihre$Meinung$äussern$zu$müssen.$ !$ Fragebogen$ausfüllen$zu$Hause$galt$lange$als$unzuverlässig,$weil$die$Ehrlichkeit$der$Antworten$ nicht$überprüft$werden$kann.$Meist$ist$der$Rücklauf$schlecht.$Dafür$ist$das$Verfahren$sehr$ökonoE misch$und$garantiert$bei$heiklen$Themen$die$Anonymität.$ !$ Mit$einer$Telefonumfrage$kommt$man$schnell$zu$Ergebnissen.$Man$kann$alles$zentral$erfassen,$ trotzdem$ist$persönlicher$Kontakt$möglich.$ 67$ A4.2.2#Ethische#Überlegungen# !$ Es$ist$ehrlicher,$vor$der$Befragung$bereits$die$Absichten$zu$nennen,$als$diese$zurückzuhalten,$ weil$sie$heikel$sind$und$gewisse$Personen$vom$Mitmachen$abhalten$könnten.$Die$Befragten$solE len$alles$im$Voraus$wissen,$was$ihre$Bereitschaft$zur$Teilnahme$beeinflusst.$$ !$ Untersuchungen$sollten$freiwillig$sein.$Die$Privatsphäre$muss$respektiert$werden.$Hier$sind$KonE flikte$vorprogrammiert,$wenn$man$gerade$das$Private$erforschen$will.$$ !$ Die$InterviewE$oder$Fragebogenpartner$sind$zu$schützen.$Auch$Befragungen$können$aufwühlen,$ bestimmte$Personen$sind$wenig$belastbar.$ !$ Vertraulichkeit:$Keine$Informationen$in$identifizierbarer$Weise$an$Dritte$weitergeben.$ A4.2.3#Entwicklung#und#Durchführung#von#Befragungen# Es$ist$wichtig,$dass$die$Fragen,$die$man$stellt,$Antworten$auf$das$geben,$was$man$untersuchen$will.$ Aus$diesem$Grund$sollte$man$bei$der$Entwicklung$des$Fragebogens$und$der$Leitfragen$für$ein$InterE view$wie$folgt$vorgehen:$ 1.$ Bestimmung$der$Art#der#Fragestellung:$offene$oder$geschlossene$Fragen.$ 2.$ Fragen$ formulieren,$ Fragesammlung$ anlegen.$ Nur$ notwendige$ Information$ einholen$ (Welche$ Frage$muss$ich$stellen,$um$Antworten$auf$meine$LeitE$und$Teilfragen$zu$erhalten?$Hilft$die$Frage,$ meine$eigenen$LeitE$oder$Teilfragen$zu$beantworten?)$ 3.$ Zusammenstellen$zu$einem$Ganzen:$auf$Länge$achten$(die$meisten$Fragebogen$sind$zu$lang)V$ den$Aufbau$planen$(was$fragt$man$am$Anfang,$was$am$Schluss?)$$ 4.$ Datenerfassung:$Schon$bei$der$Planung$des$Fragebogens$bzw.$des$Interviews$muss$die$Art$der$ Datenverarbeitung$klar$sein.$Entscheiden,$ob$Interviews$aufgezeichnet$werden$sollen$(z.B.$per$ Tonband)$oder$ob$Notizen$gemacht$werden,$ob$die$befragte$Person$den$Fragebogen$selber$ausE füllt$oder$ob$dies$vom$Befrager$gemacht$wird$(aufwändiger,$verkleinert$Fehlerzahl).$$ 5.$ Erarbeiten$einer$kurzen$Einleitung$und$einer$Instruktion$(Anleitung,$wie$der$Fragebogen$auszuE füllen$ist).$$ 6.$ Zusammenstellen$der$Stichprobe$(=$Personen,$die$befragt$oder$interviewt$werden):$$ -# Zufallsstichprobe$(z.B.$Mitgliederliste,$Telefonbuch)$$ -# Klumpenstichprobe$(z.B.$Schulklasse)$$ -# geschichtete$Stichprobe$(z.B.$Lesefertigkeit$der$BezESekEReal)$$ -# willkürliche$Auswahl$$ 7.$ Vortest:$Ganz$wichtig!$Fragebogen$bzw.$Interviewfragen$überprüfen/ausprobieren:$sind$meine$ Fragen$verständlich?$Bekomme$ich$die$gewünschten$Antworten?$ 8.$ Durchführung$der$Befragung$ 68$ A4.2.4#Was#ist#wichtig#bei#der#Entwicklung#der#Fragen?# $ $ Fragestellungen# Aufbau#der#Fragen# # # !$ Nicht$plump$(„Finden$Sie$nicht$auch,$dass$...”)$oder$kompliE ziert$fragen.$ !$ Keine$allgemeinen$Fragen$stellen$(„Was$denken$Sie$über$ ...”).$ !$ Bei$Antwortvorgaben:$günstig$sind$Antwortpaare$(nicht$nur$ ja/nein,$sondern$ausformuliert).$ !$ Klare$Sprache$verwendenV$Mengenbegriffe$wie$„viel“,$„oft“$ oder$„häufig“$werden$unterschiedlich$verstanden.$ !$ Bei$geschlossenen$Fragen$Kästchen$mit$gleichen$AbstänE den$machen$(z.B.$Sehr$gut$–$gut$–$neutral$–$schlecht$–$ sehr$schlecht)$ !$ Bei$vorgegebenen$Antworten$orientiert$sich$der$Befragte$ an$dem,$was$vorhanden$istV$optimal$ist$es,$4E6$AntwortE möglichkeiten$vorzugeben$ Tabelle$23:$Entwicklung$von$Fragen$für$einen$Fragebogen$ A4.2.5#Was#ist#wichtig#bei#der#Entwicklung#eines#Fragebogens?# $ $ $ Beginn# Abfolge# Gestaltung# # # # !$ Name$und$Adresse$der$ Person$oder$Institution,$ die$befragt$$ !$ Wovon$handelt$die$UnterE suchung$ !$ Sagen,$dass$jede$Antwort$ wichtig$ist$$ !$ Anonymität$garantieren$ und$um$sorgfältiges$AusE füllen$bitten$$ !$ Danken$für$das$MitmaE chen$ !$ Leichte$einleitende$Fragen,$ keine$offenen$Fragen$$ !$ Wichtige,$zentrale$Fragen$ in$der$Mitte,$heikle$Themen$ gegen$Ende$$ !$ Fragetrichter:$Fragen$fühE ren$vom$Allgemeinen$zum$ Speziellen$ !$ Umfang$2$bis$4$Seiten,$wenn$sehr$interessantes$Thema$ bis$max.$16$Seiten$(was$allerdings$1$bis$1,5$Stunden$zum$ Ausfüllen$braucht)$$ !$ Nicht$überladen,$genug$Platz$lassen$für$Antworten$bei$ofE fenen$Fragen$ !$ Fragen$durchnummerieren$(z.B.$1E15$mit$Unterfragen)$ !$ Blöcke$bilden,$die$aber$nicht$auf$2$Seiten$verteilt$sein$dürE fen$ !$ Nicht$mehr$als$zwei$Schriftarten,$z.B.$getrennt$für$AnweiE sungen$und$Fragen$ !$ Nicht$zu$viele$Auszeichnungen$(Fettdruck,$Kursivschrift,$ Farbmarkierungen$etc.)$ Tabelle$24:$Entwicklung$eines$Fragebogens$ Tipp:$ Hilfreich$für$die$Entwicklung$und$Auswertung$von$Befragungen$ist$die$Software$von$GrafStat.$Diese$ ist$unter$dem$folgenden$Link$zu$finden:$www.grafstat.de$.$Des$Weiteren$kann$unter$www.umfrageE online.com$oder$unter$www.proprofs.com$auf$einfachste$Weise$ein$Fragebogen$erstellt$oder$gratis$ eine$OnlineEUmfrage$gestartet$werden.$ A4.2.6#Massnahmen#zur#Steigerung#des#Rücklaufs# !$ Bei$Klassenbefragungen$eine$verlässliche$Person$mit$dem$Verteilen$und$Einsammeln$betrauenV$ anonymes$Verteilen$von$Fragebogen$in$Klassenfächer$bringt$nicht$viel.$ !$ Persönlich$bekannte$Befragte$antworten$schneller$und$zuverlässiger.$ !$ Bei$Postversand:$handgeschriebener,$ansprechender$Umschlag,$schöne,$farbige$MarkeV$frankierE tes,$adressiertes$Retourkuvert.$ !$ Begleitbrief,$evtl.$Präsent$ !$ Eine$Rücksendefrist$kann$den$Rücklauf$von$spät$ausgefüllten$Fragebogen$hemmen,$wirkt$sonst$ eher$beschleunigend$ !$ Mahnschreiben$(mahnen,$wie$wichtig$Untersuchung$ist,$Dank$an$diejenigen,$die$schon$geantworE tet$haben)$ 69$ A4.2.7#Durchführung#der#Befragung# !$ Ort$und$Zeitpunkt$so$wählen,$dass$die$Befragten$grundsätzlich$Zeit$haben.$ !$ Es$gibt$Leute,$die$sich$scheuen,$Fragebogen$selber$auszufüllen.$Wenn$der$Befrager$dies$tut,$ist$ es$einfacher.$ !$ Bei$gemeinsamen$Befragungen$von$Gruppen/Klassen$wird$oft$abgeschrieben.$Besser$ist$es,$BeE fragungen$in$kleinen$Gruppen$durchzuführen,$wobei$jede$Person$beaufsichtigt$werden$kann.$ !$ Schlecht$sind$Fragebogen,$welche$man$in$der$Klasse$herumgibt,$wobei$alle$bei$vorgegebenen$ Antworten$ihre$Striche$machen$können,$da$die$gegenseitige$Beeinflussung$hoch$ist.$ A4.3# Beobachten#und#untersuchen# Sie$können$Zustände$(Konsistenz,$Material,$Verhalten)$und$Prozesse$(Veränderungen)$beobachten$ und$untersuchen.$Sie$können$praktisch$alles$beobachten/untersuchen:$Menschen,$Tiere,$Pflanzen,$ Wetter,$Flüssigkeiten,$Bewegungen,$Texte,$Häufigkeiten,$etc.$Beim$Beobachten$und$Untersuchen$ muss$im$Voraus$festgelegt$werden,$wer,$was,$wo$und$wie$lange$bzw.$wie$viel$beobachten/untersuE chen$soll.$Das$können$Sie$mit$Hilfe$einer$Hypothese$entscheiden,$die$am$Schluss$bestätigt,$widerlegt$ oder$modifiziert$wird.$ Bevor$Sie$untersuchen/beobachten,$sind$viele$Vorarbeiten$notwendig:$Präparate$herstellen,$abkläE ren,$wo$Sie$Menschen$beobachten$können,$ein$Gebiet$finden,$in$dem$das$beobachtete$Tier$überE haupt$vorkommt,$Wasser$beschaffen,$das$untersucht$werden$kann,$etc.$Der$BeobachtungsE$oder$ Untersuchungsauftrag$muss$ganz$klar$formuliert$sein,$nicht$einfach:$Wir$schauen$mal.$Beobachten$ ist$anstrengend,$die$Beobachtungsdauer$darf$deswegen$nicht$zu$lange$sein.$ Denken$Sie$daran,$dass$Leute$anders$handeln,$wenn$sie$sich$beobachtet$fühlen.$Überlegen$Sie,$ob$ der$Beobachter$„draussen“$bleiben$oder$an$der$Aktivität$teilnehmen$soll.$Halten$Sie$die$BeobachE tungsergebnisse$auf$einem$Tonband,$in$einer$Tabelle,$als$fortlaufenden$Text$oder$als$Grafik$fest.$ Machen$Sie$immer$einen$Testlauf$im$Vorfeld!$Damit$können$Sie$Ihre$Versuchsanordnung$bezüglich$ Ihrer$ Tauglichkeit$testen.$ Funktioniert$ es$ nicht,$ überlegen$Sie$ sich$ eine$ Modifikation$ der$ UntersuE chung.$Mögliche$Beispiele$für$die$Themen$und$Fragestellungen$der$Beobachtung$sind$in$Tabelle$25$ dargestellt:$ $ $ Thema# Fragestellung# # # !$ Einhaltung$von$Vorschriften$im$Strassenverkehr$durch$AuE tomobilisten.$ !$ Fussgänger$im$Strassenverkehr.$ !$ Einhaltung$der$Hausordnung$an$der$NKSA.$ !$ Welcher$Prozentsatz$der$Stichprobe$blinkt$beim$Verlassen$ des$Kreisels?$ !$ Welcher$Prozentsatz$der$Stichprobe$geht$trotz$Rotsignal$ über$die$Strasse?$ !$ Wie$hoch$ist$der$Stichprobenanteil,$welcher$die$Zigaretten$ auf$den$Boden$wirft?$ Tabelle$25:$Beispiele$für$Fragestellungen$für$Beobachtungen$ 70$ A4.4# Experimentieren#und#messen# Aufgrund$einer$Hypothese$werden$Versuchsanordnungen$und$Messungen$entworfen.$Ihre$DurchE führung$ist$meist$aufwändig$und$muss$sehr$sorgfältig$vorbereitet$und$im$Voraus$getestet$werden.$ Versuchsanordnungen$müssen$erst$aufgestellt$werden,$technische$Geräte$muss$man$bedienen$könE nen,$die$nötigen$Substanzen$und$Materialien$müssen$zur$Verfügung$stehen$und$die$SicherheitsbeE stimmungen$müssen$auch$eingehalten$werden.$Durchgeführt$werden$die$Versuche/$Messungen$$im$ Labor$oder$im$Feld.$Ergebnisse,$besondere$Vorkommnisse$usw.$werden$in$einem$Journal$protokolE liert.$ Die$ Journalführung$ soll$ so$ detailliert$ sein,$dass$ die$Arbeit$ jeder$ Zeit$ rückverfolgbar$ ist.$ Zum$ Vornherein$muss$festgelegt$werden,$wie$die$Resultate$ausgewertet$werden.$Nach$der$Auswertung$ wird$die$Hypothese$bestätigt,$widerlegt$oder$modifiziert.$ Wenn$Sie$ eine$ Untersuchung$ über$ die$ Wirksamkeit$ von$ Substanzen,$ Trainings$etc.$durchführen,$ brauchen$Sie$eine$Testgruppe$und$eine$Kontrollgruppe.$Der$Vergleich$von$Anfangs$Eund$SchlussreE sultaten$bei$beiden$Gruppen$wird$zeigen,$ob$die$Wirksamkeit$nachweisbar$ist.$Selbstversuche$sind$ nicht$zu$empfehlen,$da$man$von$Vorwissen$beeinflusst$ist$und$die$Wirkung$dieser$Beeinflussung$auf$ das$Schlussresultat$nicht$gemessen$werden$kann.$ In$der$Folge$sind$zwei$Beispiele$zum$Experimentieren$und$Messen$aufgeführt:$ $ $ Hypothese# Experiment/Messung# # # !$ Chemische$Reaktionen$von$2$Farbreaktionen$laufen$verE schieden$schnell$ab.$ !$ Autofahrer$überholen$Velofahrerinnen$mit$grösserem$AbE stand$als$Velofahrer.$ !$ Photometrische$Messung$der$Farbstärke$der$beiden$ReE aktionen$nach$gleichen$Zeiten.$ !$ Messung$des$Abstandes$VeloEAuto$bei$Überholmanövern.$ Tabelle$26:$Beispiele$für$Experimente$zu$bestimmten$Hypothesen$ Richtlinien für die Abschlussarbeiten Maturaarbeit (Gymnasium) Selbständige Arbeit (Fachmittelschule) Fachmaturitätsarbeit (Fachmaturität) Inhaltsverzeichnis A. Abschlussarbeiten: Maturaarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit Pädagogik ....................................................................................................... 3 1. Begriffe ......................................................................................................................... 4 2. Ziele .............................................................................................................................. 4 3. Durchführung der Arbeiten ......................................................................................... 4 3.1. Grundsätze ............................................................................................................... 4 3.2. Bestimmen des Themas ......................................................................................... 5 3.3. Bestimmen der Sozialform ..................................................................................... 5 3.4. Bestimmen der Betreuungsperson ........................................................................ 5 3.5. Besprechungen ........................................................................................................ 6 3.5.1. Vorprojekt ............................................................................................................. 6 3.5.2. Projektvereinbarung ............................................................................................ 6 3.5.3. Standortbestimmung ........................................................................................... 6 3.5.4. Bewertung von Produkt und Arbeitsprozess ..................................................... 7 3.5.5. Bewertung der Präsentation und des Fachgesprächs ..................................... 7 4. Form ............................................................................................................................. 7 5. Präsentation ................................................................................................................. 8 6. Fachgespräch nach der Präsentation ....................................................................... 8 7. Bewertung .................................................................................................................... 9 7.1. Grundsätzliches ....................................................................................................... 9 7.2. Bewertungskriterien ................................................................................................ 9 7.3. Zweite bewertende Lehrperson .............................................................................10 7.4. Bewertung des Arbeitsprozesses .........................................................................11 8. Zeitliche und finanzielle Ressourcen .......................................................................11 9. Weiteres ......................................................................................................................12 B. Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation .................................................................................................13 10. Allgemeine Rahmenbedingungen .........................................................................14 11. Betreuung ................................................................................................................14 12. Besprechungen .......................................................................................................15 12.1. Projektvereinbarung ...............................................................................................15 12.2. Standortbestimmung ..............................................................................................15 13. Bewertung ...............................................................................................................15 13.1. Bewertungskriterien ...............................................................................................15 13.2. Präsentation und Fachgespräch ...........................................................................16 13.3. ungenügende Bewertung der Fachmaturitätsarbeit ............................................16 14. Qualitätssicherung .................................................................................................16 15. Betrug ......................................................................................................................17 16. Zeitliche und finanzielle Ressourcen ....................................................................17 17. Weiteres ..................................................................................................................17 A. Abschlussarbeiten: Maturaarbeit, Selbständige Arbeit, Fachmaturitätsarbeit Pädagogik 1. Begriffe Abschlussarbeiten sind selbständige, schriftlich verfasste oder schriftlich kommentierte Arbeiten am Ende eines Lehrgangs, die eine individuelle Auseinandersetzung mit einem selbst gewählten Thema oder einer Problemstellung dokumentieren und die mündlich präsentiert werden. Abschlussarbeiten sind Maturaarbeiten (MA), Selbständige Arbeiten (SAR) und Fachmaturitätsarbeiten (FMA). 2. Ziele In den kantonalen Vorgaben für die Maturaarbeit werden die Richtziele folgendermassen beschrieben: „Die Maturaarbeit ... baut auf bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen (Selbständigkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit kritisch zu denken und zu urteilen, Verantwortungsbewusstsein) auf und erweitert sie. Als eine Art gymnasiales Gesellenstück soll sie fachliche und persönliche Reife beweisen, welche Voraussetzung für die Studierfähigkeit ist. Die Maturaarbeit fordert eine differenzierte Leistung, welche das erworbene Fachwissen, verschiedene Arbeitsmethoden und kommunikative Fähigkeiten integriert. … Die Maturaarbeit zielt auf selbständiges Arbeiten und auf das Reflektieren darüber." Diese Richtziele gelten den Anforderungen der jeweiligen Lehrgänge entsprechend auch für die Selbständige Arbeit und für die Fachmaturitätsarbeit. 3. Durchführung der Arbeiten 3.1. Grundsätze Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbständig. Die betreuende Lehrperson unterstützt sie inhaltlich und methodisch sowie in der Entwicklung der Projektkompetenzen. Die Formulierung der Fragestellung beansprucht in der Regel einen längeren Zeitraum. Das Vorprojekt beinhaltet eine Projektskizze, die im Laufe der Arbeit weiter entwickelt wird. In der Projektvereinbarung wird eine klare und abgegrenzte Zielsetzung definiert, die gewählte Arbeitsmethode beschrieben und es werden die Ressourcen (Materialien) benannt. Die Projektvereinbarung ist ein Vertrag zwischen den Schülerinnen und Schülern und der betreuenden Lehrperson, die die Ziele, Rahmenbedingungen und Bewertungskriterien für das Produkt und den Arbeitsprozess festhält. Die Projektleitung informiert zu Beginn des Verfahrens Schülerinnen und Schüler über Zielsetzungen und Qualitätsstandards. 3.2. Bestimmen des Themas Die Themen werden so gewählt, dass eine vertiefte Auseinandersetzung mit einer Fragestellung und eigenständige Anteile der Schülerinnen und Schüler gewährleistet sind. Fachgruppen und einzelne Lehrpersonen können mögliche Themen im Vorfeld der Themenwahl publik machen. Schülerinnen und Schüler können ihre Themenwünsche ebenfalls veröffentlichen. In der Fachmaturitätsarbeit Pädagogik verfassen die Schülerinnen und Schüler eine Arbeit zu einem Thema aus der Allgemeinbildung oder zu einem spezifischen Thema des pädagogischen Bereichs. Sie können auch einen Aspekt aus der Selbständigen Arbeit erweitern oder vertiefen. Es besteht kein absoluter Anspruch auf ein Thema. Die Betreuungspersonen und die Projektleiterin können Themen ablehnen. 3.3. Bestimmen der Sozialform Die Schülerinnen und Schüler arbeiten einzeln oder in Gruppen. Gruppenarbeiten sind ausdrücklich erwünscht. Die maximale Gruppengrösse beträgt für die Maturaarbeit und die Selbständige Arbeit vier Schülerinnen und Schüler. Für die Fachmaturitätsarbeit Pädagogik beträgt die maximale Gruppengrösse zwei Schülerinnen und Schüler. 3.4. Bestimmen der Betreuungsperson Für die Betreuung einer Maturaarbeit, Selbständigen Arbeit oder Fachmaturitätsarbeit Pädagogik ist eine Lehrperson der Neuen Kantonsschule Aarau verantwortlich. Ein wesentliches Kriterium für die Annahme des Betreuungsauftrags ist der Sachbeziehungsweise Fachbezug zum Thema. Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich bei einer Lehrperson. Die Lehrperson entscheidet, ob sie das Thema betreuen kann oder nicht. Sagt die Lehrperson zu, melden dies die Schülerinnen und Schüler mit dem Formular Vorprojekt termingerecht dem Sekretariat. Eine Lehrperson betreut insgesamt nicht mehr als fünf Abschlussarbeiten (Maturaarbeiten (MA), Selbstständige Arbeiten (SAR) und Fachmaturitätsarbeiten zusammen gezählt). Die Betreuungsperson kann grundsätzlich nicht gewechselt werden. In Ausnahmefällen entscheidet die Projektleiterin/der Projektleiter nach Rücksprache mit dem zuständigen Schulleitungsmitglied. 3.5. Besprechungen 3.5.1. Vorprojekt In der ersten Besprechung wird das Thema geklärt, eingegrenzt und schriftlich festgehalten. Dabei wird vom möglichen Untersuchungs- oder Gestaltungsteil ausgegangen; es werden also auch erste Methodenüberlegungen angestellt. Das Ergebnis ist das Vorprojekt. 3.5.2. Projektvereinbarung Die Besprechung erfolgt, nachdem das Konzept und der Arbeitsplan erarbeitet worden sind. Sie beinhaltet eine Reflexion von Betreuungsperson und Schülerin zur bisherigen Arbeit, die Besprechung des schriftlichen Konzepts (z.B. je nach Fach und Thema: inhaltliche Gliederung des Beitrages, Skizzen, Grafiken, Textprobe, erste Lösungsansätze, fachmethodische Überlegungen), des Arbeitsplans und der Ressourcen. Die Beurteilungskriterien für das Produkt sowie für den Arbeitsprozess werden schriftlich festgelegt. Das Ergebnis ist die Projektvereinbarung, die von allen Beteiligten unterzeichnet wird. 3.5.3. Standortbestimmung Während des Arbeitsprozesses erfolgt eine dritte Besprechung spätestens einen Monat vor Abgabetermin der Arbeit. Im Zentrum steht die Kontrolle der Untersuchungsresultate, resp. der Schlüssigkeit der gewählten Methode. Sie beinhaltet auch eine Selbstbeurteilung durch die Schülerin bezüglich der Zielerreichung, des Zeitplans und der Arbeitsorganisation. Die Betreuungsperson gibt, gestützt auf die Selbstbeurteilung und ’Prozessfenster’, eine Rückmeldung zur laufenden Arbeit. Die betreuende Lehrperson kann vor der Abgabe der Arbeit 1 bis 2 Seiten einsehen und der Schülerin/dem Schüler Hinweise auf die Überarbeitung formaler Aspekte geben. Weitergehende Vorkorrekturen sind nicht zulässig. 3.5.4. Bewertung von Produkt und Arbeitsprozess Das vierte Gespräch beinhaltet die Bewertung des Produkts sowie des Arbeitsprozesses. Die Betreuungsperson bewertet das Produkt und den Arbeitsprozess anhand der Bewertungskriterien mit schriftlicher Begründung. Zudem kann die Schülerin eine Selbstbeurteilung des Arbeitsprozesses formulieren, die nicht in die Bewertung durch die Lehrperson einfliesst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden die Bewertungskriterien für die Präsentation festgelegt. 3.5.5. Bewertung der Präsentation und des Fachgesprächs Im fünften Gespräch erfolgt die Bewertung der Präsentation und des anschliessenden Fachgesprächs. Sie erfolgt so bald wie möglich nach der Präsentation und dem Fachgespräch. 4. Form Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten oder Fachmaturitätsarbeiten Pädagogik können in Form von schriftlichen Arbeiten oder gestalterischen Produkten oder technischen Herstellungen oder Organisationsleistungen erstellt werden. Auch Arbeiten in Form von konkreten Produkten oder Organisationsleistungen werden von einem Text begleitet, der das Konzept und den Entstehungsprozess dokumentiert. Folgende formalen Richtlinien für die schriftliche Arbeit beziehungsweise den Begleittext sind einzuhalten: • In der Regel maximal 20 Seiten Computer geschriebenen Text pro Schülerin bzw. Schüler (ohne Anhang) mit Schriftgrösse 11 oder 12 Punkte und 1.5 Zeilenabstand, Format A4, mindestens je 2 cm Seitenrand. • Die Arbeit wird mit Draht-, Plastikspirale oder Thermobinder geheftet. • Titelblatt: Titel, Autor(en), betreuende Lehrperson, zweite beurteilende Lehrperson, Neue Kantonsschule Aarau, Datum. Nicht zulässig sind Ordner, überdimensionierte Ringheftung, Sichtmäppchen, Zeigetaschen. 5. Präsentation Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten und Fachmaturitätsarbeiten bieten die Möglichkeit, ein eigenes Produkt zu präsentieren. Die Präsentation richtet sich an ein Laienpublikum. In der Regel wird nicht die Arbeit als Ganzes präsentiert, sondern nur ausgewählte Teile (z.B. ein wichtiges methodisches Problem und zentrale Ergebnisse). Bei Gruppen ist auf eine angemessene Verteilung der Redezeit auf alle Mitglieder zu achten. Die Präsentation in der Form eines Referates dauert bei Einzelarbeiten maximal 15 Minuten, bei Gruppenarbeiten maximal 30 Minuten. Die Präsentation ist öffentlich. Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse FMS respektive 3. Klasse Gym werden an den Präsentationen beteiligt. Die Projektleiterin/der Projektleiter organisiert die Präsentationen. Jeder Präsentierende hat Anspruch auf Publikum. Anträge für besondere Veranstaltungen im Rahmen der Maturaarbeit, Selbständigen Arbeit oder Fachmaturitätsarbeit Pädagogik müssen bis vor den Sommerferien durch die Schüler und Schülerinnen an die Projektleiterin bzw. den Projektleiter gestellt werden. Entsprechende Gesuche im Rahmen der Fachmaturitätsarbeit Pädagogik müssen bis Ende August an die Projektleiterin/den Projektleiter gestellt werden. 6. Fachgespräch nach der Präsentation Am an die Präsentation anschliessenden Fachgespräch von 15 Minuten Dauer nehmen die präsentierenden Schülerinnen und Schüler, die betreuende Lehrperson sowie die zweite beurteilende Lehrperson teil. Das Publikum ist während des Fachgesprächs nicht anwesend. Das Fachgespräch ist Gegenstand der Bewertung, welche in die Präsentationsnote einfliesst. Das Fachgespräch soll die erworbene Fachkompetenz spiegeln und Elemente kritischer Reflexion der eigenen Arbeit enthalten. Sinnvoll ist auch die Diskussion methodischer Aspekte. Ein Gütekriterium eines solchen Gesprächs ist es, ob es den Schülern und Schülerinnen gelingt, ihre Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang einzuordnen und eventuell auch die gesellschaftswirksame Dimension der eigenen Arbeit darzulegen. Das Fachgespräch erweist, ob die Inhalte der Arbeit nur angelesen oder wirklich angeeignet sind. Die betreuende Lehrperson informiert die Schülerinnen oder Schüler über Sinn und Zielsetzung des Fachgesprächs. 7. Bewertung 7.1. Grundsätzliches Die Bewertung soll fair sein und auf den formulierten Bewertungskriterien basieren. Die Betreuungspersonen sollen sich ihrer doppelten Rolle als Förderer und Bewertende bewusst sein und bei der Bewertung die üblichen Massstäbe und Regeln der Schule anwenden. Die Schülerinnen und Schülern bestätigen in der Antiplagiatserklärung schriftlich, dass sie alle Quellen angegeben haben. Die Antiplagiatserklärung wird zusammen mit der Arbeit abgegeben. Die Maturaarbeit zählt wie eine Erfahrungsnote für das Bestehen der Maturprüfung. Das Thema und die Bewertung der Selbständigen Arbeit (FMS) werden im Diplomzeugnis aufgeführt und die Note zählt zum FMS-Abschluss. Wird die Fachmaturitätsarbeit Pädagogik mit einer ungenügenden Note bewertet, muss diese nach der Präsentation nachgebessert werden. Die Arbeit kann nur einmal nachgebessert werden und danach höchstens mit der Note 4 bewertet werden. Falls bei Gruppenarbeiten individuelle Bewertungen vorgenommen werden, müssen diese im Voraus vereinbart werden. Die Betreuungsperson gibt das Thema und die Gesamtbewertung (erstes Tabellenblatt des Dokuments „Gesamtbeurteilung.xls“, siehe Extranet) im Sekretariat ab. 7.2. Bewertungskriterien Die Bewertungskriterien für die schriftliche Arbeit, das Produkt etc. sowie den Arbeitsprozess werden zu Beginn der Arbeit in der Projektvereinbarung festgehalten. Auf der Grundlage der allgemeinen Bewertungskriterien werden projektbezogene Bewertungskriterien formuliert. Sie werden von den betreuenden Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern gemeinsam formuliert. Die Bewertung umfasst drei Teile: a) Eine schriftliche Arbeit bzw. ein Produkt und eine Dokumentation, b) die Präsentation und das Fachgespräch sowie c) den Arbeitsprozess. Die folgende Gewichtung der Kriterien ist verbindlich: Bereich Gewichtung Gewichtung Einzelbereiche Schriftliche Arbeit, Produkt, Organisation einer Veranstaltung, Aufführung 65 % Inhalt: 45 % Form: 20 % (z. B. bei einer schriftlichen Arbeit: Layout, Illustrationen, Sprache etc., bei einer gestalterischen Arbeit technische Beherrschung des Mediums, handwerkliche Sorgfalt etc.) Arbeitsprozess 10 % Präsentation 25 % Die Bewertungskriterien für die Präsentation werden spätestens bei der Mitteilung der Note für die schriftliche Arbeit und das Produkt zwischen Schüler/Schülerin und betreuenden Lehrperson in der gleichen Art und Weise schriftlich festgelegt. 7.3. Zweite bewertende Lehrperson Für die Bewertung der schriftlichen Arbeit bzw. des Produkts sowie der Präsentation wird eine zweite Lehrperson beigezogen. Sie wird bis Mitte August durch das zuständige Mitglied der Schulleitung und die Projektleitung bestimmt. Die zweite bewertende Lehrperson sollte einen Fachbezug zum Thema aufweisen, muss jedoch keine Expertenkenntnisse mitbringen. Die zweite bewertende Lehrperson erhält von der betreuenden Lehrperson vor dem Abgabetermin der Arbeit die Projektvereinbarung (Kopie). Vor der gemeinsamen Sitzung zur Festlegung der Note für die schriftliche Arbeit setzt jede Lehrperson eine eigene Note. Es werden keine Bewertungen vorzeitig ausgetauscht. Die Note wird konsensual festgelegt, wenn nötig als arithmetisches Mittel. Bei Uneinigkeit beauftragt das zuständige Schulleitungsmitglied eine geeignete dritte Lehrperson mit einer zusätzlichen Bewertung. 7.4. Bewertung des Arbeitsprozesses Der Arbeitsprozess wird von der Betreuungsperson bewertet. Folgende Indikatoren können der Betreuungsperson Einblick in den Arbeitsprozess geben: • Besprechungen (die protokolliert werden): Wie gut ist der Schüler vorbereitet? Wie verarbeitet er Impulse aus früheren Besprechungen? • Direkte Beobachtungen: Die Betreuungsperson begleitet den Schüler bei einem Gespräch, einem Interview oder einem Versuch, beobachtet, macht Notizen und bespricht die Beobachtungen mit dem Schüler. • Die Lernschwierigkeiten erfragen (unter Berücksichtigung der Selbstbeurteilung): Liegen sie in der inhaltlichen Bewältigung des Themas, z.B. weil es immer noch unklar oder zu umfangreich ist? Werden für die Bearbeitung notwendige Verfahren nicht beherrscht? Liegen die Probleme in der Arbeitsorganisation? Liegen sie in der zeitlichen Bewältigung der Aufgabe? • Zwischenprodukte: z.B. Materialsammlung, Textprobe, Interviewprotokoll, musikalisches Arrangement usw. 8. Zeitliche und finanzielle Ressourcen Für die Schülerinnen und Schüler sind für die Maturaarbeit und die Selbständige Arbeit im 4. Quartal der vorletzten Klasse sowie im 1. Semester der letzten Klasse je 3 Lektionen vorgesehen. Zudem steht die Impulswoche der Abschlussklasse zur Verfügung. Dispensationen vom Unterricht für die Selbständigen Arbeiten werden nur in begründeten Ausnahmefällen auf Antrag der Betreuungsperson durch die Schulleitung gewährt. Im Zusammenhang mit den Abschlussarbeiten werden keine Spesen oder Beiträge geleistet. Allfällige Kreditgesuche für spezielles Material sind an die entsprechenden Fachschaften zu stellen. Die Entlöhnung für die Betreuungspersonen beträgt pro Abschlussarbeit bei einer Schülerin oder einem Schüler 0.2 Jahreslektionen, bei zwei Schülerinnen und Schülern 0.3, bei drei und bei vier 0.4 Jahreslektionen. Die zweite beurteilende Lehrperson wird mit 6 Stunden pro Arbeit und 2 Stunden pro Schülerin entschädigt (Kompensationsformular). 9. Weiteres Die Schülerinnen und Schüler geben den schriftlichen Teil der Arbeit in dreifacher Ausführung ab. Ein (Original-)Exemplar und - je nach Arbeit - das Produkt wird direkt der betreuenden Lehrperson abgegeben. Zwei weitere Exemplare und - je nach Arbeit das Produkt - werden im Sekretariat abgegeben. Davon geht eines an die zweite beurteilende Lehrperson, ein Exemplar wird in der Mediothek archiviert. Die Einzelheiten des organisatorischen Ablaufs (Zeitplan) werden jeweils frühzeitig in einer Terminübersicht festgehalten. Die Formulare findet man im Intranet unter auf dem Laufwerk Z unter „Bedienungshilfenreglemente", im Extranet unter Dokumente (PU, MA, SAR) sowie auf der Website der NKSA. Die Maturaarbeiten, Selbständigen Arbeiten und Fachmaturitätsarbeiten Pädagogik werden in der Mediothek archiviert, wobei jeweils die letzten vier Jahrgänge zur Ansicht offen stehen. Das Urheberrecht verbleibt bei dem/der Verfasser/-in der Abschlussarbeit. Die Schule ist berechtigt, die Arbeit für eigene Belange unentgeltlich zu verwenden. B. Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation 10. Allgemeine Rahmenbedingungen Die Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation werden im Anschluss an das Praktikum geschrieben. Die inhaltliche Auseinandersetzung steht in konkretem Bezug zum Praktikum. Fachmaturitätsarbeiten können in Form von schriftlichen Arbeiten, Produkten oder Organisationsleistungen erstellt werden. Arbeiten in Form von konkreten Produkten oder Organisationsleistungen werden von einem Text begleitet, der das Konzept und den Entstehungsprozess dokumentiert. Folgende formalen Richtlinien für die schriftliche Arbeit beziehungsweise den Begleittext sind einzuhalten: • In der Regel maximal 20 Seiten Computer geschriebenen Text pro Schülerin bzw. Schüler (ohne Anhang) mit Schriftgrösse 11 oder 12 Punkte und 1.5 Zeilenabstand, Format A4, mindestens je 2 cm Seitenrand. • Titelblatt: Titel, Autor(en), betreuende Lehrperson, externe Fachperson, Name der entsprechenden Fachmittelschule, Datum. 11. Betreuung Die Schülerinnen und Schüler werden durch zwei Personen begleitet und betreut: a) eine Lehrperson der Stammschule FMS: sie unterstützt das Erstellen der Fachmaturitätsarbeit methodisch, im formalen Bereich und punkto Arbeitsorganisation; sie besucht einmal die Schülerin, den Schüler am Praktikumsort. Im Unterschied zur Selbständigen Arbeit suchen die Schülerinnen und Schüler ihre betreuenden Lehrpersonen nicht selber, sie werden von der Schule gestellt. b) eine externe Fachperson aus dem Betrieb (in der Regel die Praktikumsverantwortliche bzw. Begleitperson während des Praktikums): sie unterstützt die Schülerin, den Schüler fachlich und inhaltlich. Für die Betreuung gilt das "Holprinzip". Die Schülerinnen und Schüler müssen aktiv werden, wenn Beratung und Unterstützung benötigt werden. 12. Besprechungen 12.1. Projektvereinbarung Die Besprechung erfolgt, nachdem das Konzept und der Arbeitsplan im Vertiefungsmodul im Januar erarbeitet worden sind. Sie beinhaltet eine Reflexion der Schülerin / des Schülers zur bisherigen Arbeit, die Besprechung des schriftlichen Konzepts (z.B. je nach Fach und Thema: inhaltliche Gliederung des Beitrages, Skizzen, Grafiken, Textprobe, erste Lösungsansätze, fachmethodische Überlegungen), des Arbeitsplans und der Ressourcen. Die Beurteilungskriterien für das Produkt sowie für den Arbeitsprozess werden schriftlich festgelegt. Das Ergebnis ist die Projektvereinbarung, die von allen Beteiligten (Schülerin/Schüler, betreuende Lehrperson der Fachmittelschule, externe Fachperson) am Ende des Vertiefungsmoduls im Januar unterzeichnet wird. 12.2. Standortbestimmung Während des Arbeitsprozesses erfolgt eine zweite Besprechung spätestens einen Monat vor Abgabetermin der Arbeit. Im Zentrum steht die Kontrolle der Untersuchungsresultate, resp. der Schlüssigkeit der gewählten Methode. Sie beinhaltet auch eine Selbstbeurteilung durch die Schülerin / den Schüler bezüglich der Zielerreichung, des Zeitplans und der Arbeitsorganisation. 13. Bewertung Die Bewertung erfolgt in ganzen und halben Noten durch die Betreuungsperson der Stammschule FMS und der externen Fachperson aus dem Betrieb und richtet sich nach vorgängig festgelegten Kriterien. Die externe Fachperson aus dem Betrieb überprüft die Fachmaturitätsarbeit inhaltlich auf ihre Korrektheit. 13.1. Bewertungskriterien Die Bewertungskriterien für die schriftliche Arbeit, das Produkt etc. sowie den Arbeitsprozess werden zu Beginn der Arbeit in der Projektvereinbarung festgehalten. Die Bewertung umfasst drei Teile: a) die schriftliche Arbeit bzw. das Produkt und seine Dokumentation, b) die Präsentation und das Fachgespräch sowie c) den Arbeitsprozess. Die folgende Gewichtung der Kriterien ist verbindlich: Bereich Gewichtung Gewichtung Einzelbereiche Schriftliche Arbeit, Produkt, Organisation einer Veranstaltung, Aufführung 65 % Inhalt: 45 % Form: 20 % (z. B. bei einer schriftlichen Arbeit: Layout, Illustrationen, Sprache etc., bei einer gestalterischen Arbeit technische Beherrschung des Mediums, handwerkliche Sorgfalt etc.) Arbeitsprozess 10 % Präsentation 25 % Die Bewertungskriterien für die Präsentation werden spätestens bei der Mitteilung der Note für die schriftliche Arbeit bzw. das Produkt zwischen Schülerin/Schüler und betreuenden Lehrperson in der gleichen Art und Weise schriftlich festgelegt. 13.2. Präsentation und Fachgespräch Die Präsentation der Fachmaturitätsarbeit ist öffentlich und dauert in der Form eines Referates bei Einzelarbeiten maximal 15 Minuten, bei Gruppenarbeiten maximal 30 Minuten. An die Präsentation schliesst sich das Fachgespräch an. Das Fachgespräch soll die erworbene Fachkompetenz spiegeln und Elemente kritischer Reflexion der eigenen Arbeit enthalten. Sinnvoll ist auch die Diskussion methodischer Aspekte. Ein Gütekriterium eines solchen Gesprächs ist es, ob es den Schülern und Schülerinnen gelingt, ihre Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang einzuordnen. In die Bewertung fliessen sowohl die Präsentation wie auch das Fachgespräch ein. Die Präsentation und das Fachgespräch werden von der Betreuungsperson der Stammschule FMS und der externen Fachperson geleitet. 13.3. ungenügende Bewertung der Fachmaturitätsarbeit Wird die Fachmaturitätsarbeit mit einer ungenügenden Note bewertet, muss diese nachgebessert werden. Die Arbeit kann nur einmal nachgebessert werden und danach höchstens mit der Note 4 bewertet werden. Ist auch die Nachbesserung ungenügend, so kann die Fachmaturität im laufenden Schuljahr nicht mehr erworben werden. 14. Qualitätssicherung Die Schulleitungen treffen Massnahmen zur Qualitätssicherung und sorgen für die Angleichung der Ansprüche für vergleichbare Arbeiten innerhalb der Schule. Die Schulleitungen können in begründeten Fällen Themen zurückweisen. 15. Betrug Die Schülerinnen und Schüler bestätigen in der Antiplagiatserklärung schriftlich, dass sie alle Quellen angegeben haben. Die Antiplagiatserklärung wird zusammen mit der Arbeit abgege- Wird eine Fachmaturitätsarbeit wegen Betrugs zurückgewiesen, so kann die Fachmaturität in diesem Schuljahr nicht mehr erworben werden. Die Schülerin / der Schüler erhält die Möglichkeit zu einem 2. und letzten Versuch in einem darauffolgenden Schuljahr. 16. Zeitliche und finanzielle Ressourcen Die Entlöhnung für die Betreuungspersonen der Stammschulen beträgt pro Fachmaturitätsarbeit 0.2 Jahreslektionen. Die externen Fachpersonen werden für das Bewerten der schriftlichen Arbeit und die Expertentätigkeit während der Präsentation bzw. des Fachgesprächs gemäss den kantonalen Richtlinien für die Entschädigung von Prüfungsexpertinnen und -experten entschädigt. 17. Weiteres Die Schülerinnen und Schüler geben den schriftlichen Teil der Arbeit in dreifacher Ausführung ab. Ein (Original-)Exemplar und - je nach Arbeit - das Produkt wird direkt der betreuenden Lehrperson abgegeben. Zwei weitere Exemplare und - je nach Arbeit das Produkt - werden im Sekretariat abgegeben. Davon geht eines an die externe Fachperson, ein Exemplar wird in der Mediothek archiviert. Die Einzelheiten des organisatorischen Ablaufs (Zeitplan) werden jeweils frühzeitig in einer Terminübersicht festgehalten. Die Formulare findet man im Intranet unter auf dem Laufwerk Z unter „Bedienungshilfenreglemente", im Storm unter Dokumente (PU, MA, SAR) sowie auf der Website der NKSA. Die Fachmaturitätsarbeiten in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Kommunikation werden in der Mediothek archiviert, wobei jeweils die letzten vier Jahrgänge zur Ansicht offen stehen. Das Urheberrecht verbleibt beim Verfasser der Arbeit. Die Schule ist berechtigt, die Arbeit für eigene Belange unentgeltlich zu verwenden. Aarau, den 4. November 2011 Schulleitung der Neuen Kantonsschule Aarau Fachlehrpläne | Anhang 3 Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik1 Wochenstunden 2 1 0 0 1. Beitrag des Fachs zur gymnasialen Bildung Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. 1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben. Fachlehrpläne | Anhang 3 Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:  Strukturiert denken  Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen  Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren  Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt  Lösungen in Gruppen erarbeiten  Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen  Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen  Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben  Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen  Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen  Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden  Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen  Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden  Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren  Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können in die Bewertung mit einfliessen – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien.  Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen > alle Fächer  Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen > alle Fächer  Unterscheidung von Syntax und Semantik > Sprachfächer  Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn > alle wissenschaftlichen Fächer  Verständnis informatischer Grundprinzipien > IKT Werkzeuge in allen Fächern  Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, angewandte Geometrie, Algorithmen, Funktionen, etc. > Mathematik  Datenschutz, Datennutzungsrechte, (Interesse an) Metadaten > Wirtschaft und Recht Fachlehrpläne | Anhang 3  Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung  Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen  Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen  Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz Fachlehrpläne | Anhang 3 Grundlagen des Programmierens  die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache ein-  syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. Algorithmische Problemlösung  einen Algorithmus definieren, interpretieren und auf verschiedene Arten beschreiben.  einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen.  Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren. Repräsentation von Information  elementare und strukturierte Datentypen verstehen.  für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.  digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.  Information und Daten sowie Code, Syntax und Semantik voneinander abgrenzen. Codes, Formate  verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.  binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen.  verschiedene Codierungen verstehen und anwenden. Datenbanken  eine Datenbankabfragesprache einsetzen.  Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verste- Funktionsweise eines Computers  die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben.  das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. Fachlehrpläne | Anhang 3 Kommunikation zwischen Digitalgeräten, Netzwerke, Internet  den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklä-  verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.  die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben.  eine Netzwerkumgebung analysieren. Modulares Programmieren  modular programmieren 2. Lerngebiet: Modellierung und Simulationen Modellierung nichtdeterministischer Systeme und Prozesse  einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln.  Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren. Sicherheit, Verschlüsselung  Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.  die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern  geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden.  Sicherheitsrisiken erkennen, erklären und geeignete Schutzmassnahmen treffen Fachlehrpläne | Anhang 3 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft Projektentwicklung  kleine Informatiklösungen planen und umsetzen.  verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen.  Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. Datenschutz, Metadaten  wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern  die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklä-  Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. Fachlehrpläne | Anhang 4 Lehrplan für das Obligatorische Fach Informatik Wochenstunden 2 1 0 0 1. Beitrag des Fachs zur gymnasialen Bildung Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und Umsetzung algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für den verantwortungsvollen und kompetenten Einsatz digitaler Technologien. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. Fachlehrpläne | Anhang 4 Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:  Strukturiert denken  Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen  Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren  Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt  Lösungen in Gruppen erarbeiten  Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen  Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt  Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben  Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen  Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen  Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen  Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden  Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen  Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden  Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren 3. Leistungsbewertung Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können in die Bewertung mit einfliessen – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien. Fachlehrpläne | Anhang 4 4. Querverbindungen zu anderen Fächern  Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen > alle Fächer  Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen > alle Fächer  Unterscheidung von Syntax und Semantik > Sprachfächer  Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn > alle wissenschaftlichen Fächer  Verständnis informatischer Grundprinzipien > IKT Werkzeuge in allen Fächern  Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, angewandte Geometrie, Algorithmen, Funktionen, etc. > Mathematik  Datenschutz, Datennutzungsrechte, (Interesse an) Metadaten > Wirtschaft und Recht 5. Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung  Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen  Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen  Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz Fachlehrpläne | Anhang 4 Grundlagen des Programmierens (z.B. Verzweigungen, Schleifen, Methoden).  die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einset-  syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. Algorithmische Problemlösung (z.B. ggT, Pledge- Algorithmus, Bubblesort)  einen Algorithmus definieren, interpretieren und auf verschiedene Arten  Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren.  Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren. Repräsentation von Information (z.B. Binär-und Hexadezimalsystem, Addition von Binärzahlen char, String, int, boolean)  elementare und strukturierte Datentypen verstehen.  für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden.  digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden.  Information und Daten sowie Code, Syntax und Semantik voneinander Codes, Formate (z.B. ASCII & Unicode, Farbraum und Farbtiefe, JPEG, GIF, SVG)  Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Operationen  verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären.  verschiedene Codierungen erklären und anwenden. Datenbanken (z.B. SQL)  Vor- und Nachteile von Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen erklären.  eine Datenbankabfragesprache einsetzen. Fachlehrpläne | Anhang 4 Funktionsweise eines Computers  die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben.  das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. Kommunikation zwischen Digitalgeräten, Netzwerke, Internet (z.B. OSI-Modell, Netzmaske, MAC- und IP- Adresse, ARP, DNS, Routing)  eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren, konfigurieren und analysie-  verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden.  erklären, wie ein Datenpaket vom eigenen Netzwerk in ein anderes Netzwerk geleitet wird.  die Konzepte und deren Zusammenspiel in einem dezentralisierten globalen Netz – dem Internet – beschreiben. . Modulares Programmieren  modular programmieren. 2. Lerngebiet: Modellierung und Simulationen Modellierung von Systemen und Prozessen (z.B. Nagel- Schreckenberg, Segregation, Brownian Motion, Predator-Prey).  Unterschiede und Beziehungen zwischen Wirklichkeit und Modell  einfache Systeme und Prozesse als Modell beschreiben.  Simulationen planen und durchführen sowie die Ergebnisse interpretieren und angemessen visualisieren. Fachlehrpläne | Anhang 4 Sicherheit, Verschlüsselung (z.B. symmetrische & asymmetrische Verfahren, Cäsar- und Vigenèreverschlüsselung, RSA)  Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären.  die Sicherheit von Passwörtern und Verschlüsselungsverfahren  geeignete Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden.  Sicherheitsrisiken erkennen, erklären und geeignete Schutzmassnahmen treffen. 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft Automatisierung (z.B. KI und BigData)  Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen.  Ausgewählte Methoden der automatischen Analyse von grossen Datenmengen kennen und kritisch beurteilen. Kollaboration  ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen gezielt einsetzen.  die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären und an aktuellen Onlinediensten aufzeigen. Recht, Wirtschaft, (z.B. AGBs analysieren)  wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.  aktuelle Onlinedienste in Bezug auf Datennutzungs-Rechte und Datenschutz-Rechte einschätzen.  Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. Fachlehrpläne der Kantonsschule Baden März 2013 aktualisiert: März 2019 August 2022 Kantonsschule Baden Seminarstrasse 3 5400 Baden www.kanti-baden.ch Anhang 8 (Stand 1. August 2026) 423.152 Inhalt Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten 4 Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten 14 Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten 21 Grundlagenfach Biologie 26 Ergänzungsfach Biologie 33 Schwerpunktfach Biologie und Chemie 36 Grundlagenfach Chemie 46 Ergänzungsfach Chemie 57 Grundlagenfach Deutsch 60 Grundlagenfach Englisch 72 Grundlagenfach Französisch 83 Schwerpunktfach Französisch 97 Grundlagenfach Geografie 104 Ergänzungsfach Geografie 110 Grundlagenfach Geschichte 112 Ergänzungsfach Geschichte 122 Freifach Griechisch 125 Grundlagenfach Griechisch 128 Ergänzungsfach Informatik 134 Obligatorisches Fach Informatik (neu) 138 Obligatorisches Fach Informatik (bisher) 144 Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang 152 Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang 160 Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang 166 Grundlagenfach Italienisch 169 Schwerpunktfach Italienisch 181 Schwerpunktfach Latein 186 Grundlagenfach Mathematik 192 Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik 208 Grundlagenfach Musik 211 Schwerpunktfach Musik 221 Ergänzungsfach Musik 227 Grundlagenfach Physik 229 Ergänzungsfach Physik 236 Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik 239 Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie 247 Ergänzungsfach Philosophie 259 Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie 265 Grundlagenfach Projektunterricht 270 Ergänzungsfach Religionslehre 271 Schwerpunktfach Spanisch 276 Grundlagenfach Sport 284 Ergänzungsfach Sport 298 Einführung in Wirtschaft und Recht 301 Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 306 Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 311 Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten Wochenstunden 2 3 2 – Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen In der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbstständig vorgehen Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren Bildersammlungen und Medienangebote nutzen Mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln Manuelles Geschick und technisches Können verbessern Eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in der ersten Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünschbar. In der zweiten Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach Geschichte auf. Wahrnehmung Punkt, Linie, Fläche, Tonwert Komposition Form, Tonwerte, Bildausschnitt und Bildgefüge differenziert beschreiben. innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. Objekte nach der Beobachtung linear und tonal differenziert wiedergeben. einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche Farbsysteme Farbkombination Farbauftrag Farbwirkung Farbsysteme und ihre Anwendung im analogen und digitalen Bereich verstehen und anwenden. Farbkontraste und Farbkombinationen als gestalterisches Mittel einsetzen. verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend oder lasierend anwenden. die Wirkung von Farben und Farbkombinationen Illusionistische Raumdarstellung mit bildnerischen Mitteln wie Grösse, Staffelung, Schärfe, Kontrast oder Fluchtpunktperspektive Raumillusion erzeugen. Bildkonsum Schriftstil und Aussage Digitale Bildmedien Bildmotiv und Aussage vorhandene Bildressourcen für die eigene Arbeit Schrift als digitales und analoges Gestaltungsmittel Grundfunktionen von digitalen Medien wie Kamera, Computer oder Drucker nutzen. Motive für eine visuelle Information nutzen. Bildende Kunst Bezüge zwischen Kunst und Unterricht erkennen und entsprechende Fachbegriffe verwenden. aktuelle Ausstellungen besuchen und ihre Eindrücke Assoziation und Zufall Kreativer Prozess Bildnerische Techniken Assoziation und Zufälle im Entwurfsprozess verstehen. prozesshaft arbeiten durch Assoziieren, Ordnen, Beurteilen, Kombinieren, Ausführen und Reflektieren. den kreativen Prozess in einer ausgewählten gestalterischen Technik sichtbar machen. Farbwahrnehmung Farbauftrag und Farbwirkung Gegenstandsfarbe von Erscheinungsfarbe, Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe Farbauftrag und Farbwirkung in einem Bild gezielt Begrifflichkeit Eigenheiten und Techniken des dreidimensionalen Gestaltens zwischen Plastik, Skulptur, Objekt und Installation Besonderheiten des dreidimensionalen Gestaltens (wie Materialaussage, Plastizität, Oberflächenstruktur) verstehen und in der eigenen Gestaltung einsetzen. Menschlicher Körper im Raum ein dreidimensionales Objekt materialgerecht den menschlichen Körper im Raum als Ausdrucksmittel begreifen. Bildmanipulation Mediale Begrifflichkeit Abhängigkeit von Form und Inhalt Medialer Einfluss Absichten hinter Bildaussagen und Manipulation Begriffe wie «analog», «digital», «virtuell» oder «hybrid» verstehen. Bild und Text inhaltlich und formal in Beziehung setzen und nach einer formulierten Absicht gestalten. formale und inhaltliche Kriterien unterscheiden. digitale Medien wie Kamera, Computer oder Drucker differenzierter nutzen. den Einfluss der visuellen Kommunikation und der neuen Medien reflektieren und realistisch einschätzen. Methode der Werkbetrachtung Fachwissen Kunstgeschichte: Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert Werke durch Beschreibung, Analyse und Interpretation sich einem Bild auf verschiedene Weise nähern. Werke im Original betrachten und Unterschiede zur Reproduktion benennen. die für die weitere Entwicklung der Kunst und die Gegenwart besonders relevanten historischen, inhaltlichen, formalen und technischen Aspekte der Epochen und Stilrichtungen darlegen. Fachwissen Kunstgeschichte: 20. Jahrhundert Zusammenhänge Kunstgeschichte Begrifflichkeit Kunstdefinition repräsentative Werke einer Epoche oder Stilrichtung zuordnen und ihren Entscheid begründen. das veränderte Künstlerbild der Moderne erläutern. die Entwicklung der Kunst-ismen des 20. Jahrhunderts den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzept- und Aktionskunst, Installation und Performance benennen. Zusammenhänge zwischen Kunstwerken und ihren gesellschaftlichen sowie politischen Hintergründen das Verweissystem innerhalb der Kunstgeschichte zunehmend besser lesen und verstehen. sich mündlich und schriftlich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. Definitionen von Kunst benennen und diese die persönliche Werthaltung in Bezug auf Kunst überprüfen und begründen. Abbild und Interpretation Eigenschaften des digitalen Bildes Bildoptimierung Technische Diversität (Druckwerkstatt, Werkstatt, Film oder Fotolabor) Fotografie oder Film als Ausschnitt und somit Interpretation der Realität begreifen. digitale Bilder bei der Erzeugung und in der nachträglichen Bearbeitung einem Verwendungszweck anpassen. Bildausschnitt, Helligkeit und Kontrast eines Bildes digital optimieren. ihr technisches Wissen erweitern und Materialeigenschaften gezielt nutzen. Symbolwirkung und Psychologie der Farbe Farbinformationen digital und analog Farbe in der visuellen Kommunikation und in der emotionalen Bildwirkung gezielt einsetzen. Farbe als Mittel einer persönlichen Botschaft begreifen und nutzen. mit Farbinformationen im RGB- und CMYK-Farbraum sachgerecht umgehen. Architektur und / oder Design Abhängigkeiten von Material, Form und Funktion theoretisch und / oder praktisch nachvollziehen. Layout: digitale und analoge Präsentation Layoutkriterien gezielt zur Strukturierung und Präsentation eines Inhaltes einsetzen. Präsentationsmedien sinnvoll nutzen. Transfer von Kunstgeschichtswissen zur eigenen gestalterischen Arbeit Kunst befragen, sich in ein Werk vertiefen und die Erkenntnisse für ihre gestalterische Arbeit nutzen. Interpretationen begründen. 6. Lerngebiet: Gestalterischer Prozess Die Lehrperson behandelt in einem umfassenderen Projekt ausgewählte Inhalte aus den Lerngebieten 1-6 vertieft. Ideenfindung Entwicklung und Optimierung Begründung und Reflexion eine eigene gestalterische Idee zu einem vorgegebenen Thema formulieren und dazu theoretische Grundlagen selbstständig und zielgerichtet erarbeiten. Techniken in Bezug auf die Form und den Inhalt wählen. Ideen kritisch reflektieren und modifizieren. Ideen gemäss einer formulierten Absicht technikgerecht umsetzen. inhaltliche und technische Bezüge zwischen theoretischen Grundlagen und der eigenen Arbeit reflexive Fähigkeiten in Bezug auf die eigene Arbeit Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders Die Gestaltung der Umwelt differenziert wahrnehmen und kritisch hinterfragen Durch die Erweiterung der Kenntnisse über Gestaltungsgebiete und deren Geschichte Werke, Haltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen Mittels Werkanalysen die sprachliche Präzision und den sorgfältigen mündlichen und schriftlichen Umgang mit der deutschen Sprache schulen Durch die Anwendung kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben Mittels längerer Projekte die Entwicklung von Eigeninitiative und Selbstständigkeit fördern sowie Planung, Zeitmanagement und Ausdauer üben Durch das Überprüfen von Zwischenresultaten bei prozesshaften Arbeiten Selbstkritik und Selbstreflexion einüben Sich dank Kompetenzen im Bereich von Bild-Analyse und Bild-Gestaltung in unserer Multimediagesellschaft orientieren Gezielte Literatur- und Bildrecherche betreiben Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion als auch der Präsentation kompetent einsetzen Bei der eigenen Arbeit wie auch im veränderten gesellschaftlichen Umfeld die massgebende Bedeutung digitaler Medien erkennen und diese richtig einsetzen Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude sowie das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken Durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Gestaltung ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln Das manuelle Geschick in Verbindung mit inhaltlich anspruchsvollen Verknüpfungen und Themenbereichen verbessern Eigene Arbeiten in Portfolios und Ausstellungen professionell präsentieren Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbereichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Medien, Stadtplanung oder Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug nehmen auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht. Historische, kunstgeschichtliche und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Im medialen Bereich können durch differenzierten Umgang mit Medien (z. B. Film- und Präsentationsprogramme, Infografiken, akustische Medien, Typografie) und Präsentationstechniken Bereiche wie Projektunterricht oder Maturaarbeit unterstützt werden. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. Das Bild in den Medien Geschichte der Kunst von den Anfängen bis zum 20. Jahrhundert Zeitgenössische Kunst die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf Motiv, Darstellungsweise und Kontext erfassen. mediale Bilder und Bildmanipulation im Informationssowie Werbebereich differenziert und kritisch betrachten. in einer Werkanalyse verschiedene Herangehensweisen, darunter die Analyse mittels eines Kriterienkatalogs, anwenden. ihr kunstgeschichtliches Epochenwissen aus dem Grundlagenfach vertiefen und zunehmend stärker im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext verorten. das Verweissystem innerhalb der Kunstgeschichte zunehmend besser lesen und verstehen. sich mündlich und schriftlich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. zeitgenössische Kunstwerke analysieren und sich im Angebot von wichtigen regionalen, nationalen und globalen Institutionen und Veranstaltungen im Bereich der Zeitgenössischen Kunst orientieren. Architektur- und / oder Designgeschichte Fotografiegeschichte Ausstellungen, Veranstaltungen Exkursionen Architektur oder Design exemplarisch in einem historischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen. Bezüge zur Kunstgeschichte herstellen. Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen und sich mittels einer differenzierten Fachsprache die Geschichte der Fotografie in Verbindung mit der technischen Entwicklung und im Zusammenhang mit der Kunstgeschichte verstehen. unterschiedliche Anwendungsbereiche und Genres der Fotografie erkennen und benennen. Fotografien mittels einer differenzierten und technisch korrekten Fachsprache analysieren. vor Originalwerken über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren. Eine Auswahl aus folgenden analogen Techniken und Verfahren: Malerei Zeichnung Drucktechniken 3D-Techniken Digitale Bildbearbeitung Digitales Bild Digitale Fotografie Analoge Fotografie (fakultativ) Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen. ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern. analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren. digitale Bilder in ihren Eigenschaften verstehen und den Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse, Dateigrösse und Qualität nachvollziehen. ein Bild digital bezüglich Tonwert, Kontrast und Schärfe optimieren. Ebenenkombinationen sachgerecht durchführen. den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite und Empfindlichkeit auf die Bildgestaltung verstehen. eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht und Raum bewusst gestalten. Fotolabor (analoge Fotografie) Design und Architektur Fotografien in einer dem Inhalt angemessen Form belichten, drucken lassen oder präsentieren. ein eigenes fotografisches Projekt entwickeln und Das analoge Fotolabor für Fotogramme, experimentelle Fotografie oder Vergrösserungen (optional) nutzen. aufgrund einer konkreten Aufgabenstellung ein Designobjekt oder Architekturmodell mittels zwei- und dreidimensionaler Skizzen entwerfen und realisieren. in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und Material herstellen. Selbstreflexion Individuelle Interessen Individueller Ausdruck Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen. offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren. eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbstständig Schwerpunkte setzen. eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. Zeitgenössische Kunst Kunstbegriff Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen Filmanalyse die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf Motiv, Darstellungsweise und Kontext erfassen. ihr kunsthistorisches Wissen über das 20. und 21. Jahrhundert festigen und erweitern. den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder Installation benennen. Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen. sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten. in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen Animations-, Dokumentar- und Spielfilme mit Filmanalysen kritisch reflektieren. Projektarbeit Methode und Prozess Eigenes Projekt Präsentieren zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen (Abschlussarbeit). gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen. eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimieren. Resultate in passender Form aufbereiten und ein kleines filmisches Projekt vom Drehbuch über das Storyboard bis zur Montage selbstständig herstellen. Eine Auswahl aus folgenden Gebieten des Films (Theorie und / oder Praxis) (optional im 3. oder 4. Jahr): Animationsfilm Stop-Motion Dokumentarfilm Spielfilm Layout und Typografie Visuelle Kommunikation ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse und Kameraführung bewusst gestalten. Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text verständlich, übersichtlich und ansprechend transportieren. einen spielerischen, experimentellen Umgang mit Typografie und Bildtext-Kombinationen finden. mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter Einbezug von Typografie, Bildern und grafischen Mitteln gestalten. mit typografischen Mitteln auch experimentell und im animierten Bereich gestalten (optional) Selbstreflexion Individuelle Interessen Individueller Ausdruck Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. eigene Fortschritte erkennen. selbstständig Schwerpunkte setzen. eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren. sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders Die Umwelt sowie die eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen Durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen Durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben Im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren Arbeiten selbstständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln und dokumentieren Sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen Digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken Durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln Manuelles Geschick und technisches Können verbessern Die eigene Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios Der Ergänzungsfachkurs ist vergleichsweise kurz. Daher stehen die fachspezifischen Lerninhalte klar im Zentrum. Je nach vertiefendem Lerninhalt sind punktuelle Querverbindungen denkbar. Dazu gehören: Physikalische Grundlagen der optischen Abbildung in Fotografie und Film; wirtschaftliche Prinzipien im Kunst- und Medienmarkt; literarisches Erzählen im Vergleich zu Comic und Film; mathematische Grundlagen in abstrakten Kompositionen und Ornamentik. 3. Lehrplan Die kantonal vorgegebenen Lerngebiete kombiniert der Lehrplan an der Kantonsschule Baden mit dem klaren Fokus auf jeweils eines oder eine Kombination aus fünf wählbaren Teilgebieten der Bildnerischen Gestaltung. Die exemplarisch fokussierten Teilgebiete sind: Fokus 1: Malerei, Zeichnung, Druckgrafik Fokus 2: Architektur und Design Fokus 3: Fotografie und Film Fokus 4: Medien der visuellen Kommunikation Fokus 5: Skulptur, Plastik, Rauminstallation Der jeweilige Fokus des folgenden Kurses wird zum Zeitpunkt der Ergänzungsfachwahl kommuniziert. 1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen Werkbetrachtung und -analyse anhand ausgewählter Werkbeispiele, Fachliteratur und audiovisueller Dokumentationen. Dazu gehören: Methoden und Praktiken der Werk- und Produktanalyse in Übungen, Diskussionen und schriftlichen Arbeiten Formen und Strukturen der analytischen Darlegung in schriftlichen Arbeiten und Referaten beobachtete Sachverhalte sowie die sinnliche oder analytische Wahrnehmung einer kritischen Betrachtung unterziehen und dabei Sehkonventionen und ästhetische Wertungen hinterfragen. die innerhalb des Lerngebietes relevanten Gattungen, Genres und Stilausprägungen unterscheiden und verschiedene Funktionen des Bildlichen und Gestalteten (z. B. dokumentarisch, ikonisch, narrativ, dekorativ, kommunikativ) unterscheiden und nach entsprechenden Gesichtspunkten betrachten. in Werk- und Produktbeispielen die Wechselwirkung formaler, funktionaler und inhaltlicher Aspekte erkennen und beschreiben. Sachtexte erfassen und in einer differenzierten Fachsprache diskutieren. die konkrete Ausformung von Werk- und Produktbeispielen im Kontext kultureller Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik erkennen. Betrachtungen und Analysen schriftlich wie mündlich prägnant darlegen. 2. Lerngebiet: Planen und Realisieren Werk- und Produktkonzeption gemäss inhaltlicher, formaler und / oder funktionaler Vorgaben. Dazu gehören: Experimentell angelegte Konzeptionsmodelle in Übungen und grösseren Projekten Produktorientierte Konzeptions- und Entwurfsmethoden in Übungen und grösseren Projekten Werk- und Produktrealisierung innerhalb technischer und zeitlicher Rahmenvorgaben. Dazu gehören: für das Lerngebiet relevante Materialien, Werkzeuge und Fertigungstechniken in Übungen und grösseren Projekten Methoden und Strukturen der Prozessreflexion und -dokumentation in grösseren Projekten innerhalb der Rahmenvorgaben konkrete Fragestellungen und Konzeptionsansätze entwickeln. den Fragestellungen angemessene experimentelle und produktorientierte Konzeptionsstrategien anwenden. vorbildliche Werk- und Produktkonzeptionen adaptieren und auf gegebene Fragestellungen anpassen. verschiedene Entwurfsmethoden und -werkzeuge angemessen und gezielt einsetzen. material- und fertigungstechnische Lösungsmöglichkeiten evaluieren. die Gesamtrealisierung in planbare Phasen und Teilschritte gliedern. Werk- und Produktkonzeptionen dem vorgegebenen Zeitrahmen, der verfügbaren technischen Infrastruktur und den eigenen Fertigkeiten anpassen. unter den Anforderungen der Realisierung die eigenen technischen Fertigkeiten verfeinern. wachsam das allfällige Potential unerwarteter Prozessentwicklungen erkennen und entsprechend flexibel reagieren. Realisierungsprozesse reflektiert dokumentieren. Verorten und Präsentieren selbst realisierter Werke und Produkte. Dazu gehören: Methoden und Strukturen der Werk- und Produktkritik Formen der Werk- und Produktpräsentation Resultate des eigenen Schaffens differenziert kritisieren. das eigene Schaffen als Position im Kontext exemplarischer Referenzwerke erkennen und entsprechend differenziert bewerten. für ihre Werke und Produkte geeignete Formen der Präsentation entwickeln. mit Selbstbewusstsein und Freude in die Zusammenhänge der visuellen Kultur treten. eigene Interessen bezüglich Studienrichtung oder Berufswahl definieren. bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen bei entsprechendem Interesse sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. Grundlagenfach Biologie Wochenstunden 2 2 2 – Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders Respektvoll mit Lebewesen umgehen Eigenständig, differenziert und kritisch denken Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden Verschiedene technische Hilfsmittel (z. B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen Interesse an der Natur und ihren vielfältigen Phänomenen fördern Bildnerisches Gestalten: genaues Beobachten, grafische Darstellungen, Funktionsmodelle Chemie: Stoffgruppen, Diffusion und Osmose, Lebensmittel, Schadstoffe Deutsch: Allgemeiner und fachspezifischer Sprachgebrauch Geografie: Geobotanik, Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Tourismus Geschichte: Entdeckungen und Entwicklungen über grössere Zeiträume, Epidemien, Stammbäume, Wissenschaftstheorie Informatik: Datenbanken, Bioinformatik Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung Physik: Optik, Akustik, Biomechanik, Bionik Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel Sprachfächer (vor allem Englisch): Fachwissenschaftliche Artikel Wirtschaft und Recht: Ressourcen, Biotechnologie 1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens Merkmale des Lebens Organisationsebenen Arbeitsweisen die Merkmale des Lebens erkennen. anhand der Organisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen. Arbeitsweisen der Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler (z. B. genaues Beobachten, Dokumentieren von Zuständen, Informationsbeschaffung, Durchführung von Experimenten) anwenden. 2. Lerngebiet: Zellbiologie Bau und Funktion einer Zelle Transport Zellteilung Inhaltsstoffe Stoffwechsel Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und Organellen und Membranen strukturell und funktionell in den Grundzügen beschreiben. wichtigste Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen. die Bedeutung des Zellzyklus erklären. Ablauf und Bedeutung der Mitose verstehen. die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) beschreiben. die Bedeutung zentraler anaboler und kataboler Stoffwechselwege erfassen. Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel und Ökologie 3. Lerngebiet: Systematik Vielfalt der Lebewesen und systematische Kategorien Systematische Kategorien Ausgewählte Vertreter der drei Domänen die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen. die wichtigsten systematischen Kategorien und ausgewählte evolutionsbiologische Zusammenhänge exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenlernen. sich über eine angemessene Artenkenntnis ausweisen. 4. Lerngebiet: Ökologie Grundlagen der Ökologie Ausgewählte Ökosysteme Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären. grundlegende Prinzipien (z. B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines ausgewählten Ökosystems exemplarisch erklären. mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen. 5. Lerngebiet: Evolution Evolutionstheorie nach Darwin Evolutionsmechanismus die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie die Wirkung von Rekombination, Mutation und Selektion verstehen. Entwicklung des Lebens ausgewählte evolutionsbiologische Zusammenhänge wichtige Entwicklungsschritte der Stammesgeschichte ausgewählte Methoden der Stammesgeschichtsforschung kennenlernen und die Ergebnisse einordnen 1. Lerngebiet: Allgemeine Botanik Organe der Pflanze die Anatomie und Physiologie wichtiger Pflanzenorgane miteinander in Beziehung setzen. 2. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch Übersicht Organsysteme die Anatomie und Physiologie ausgewählter Organe (z. B. Herz, Kreislauf, Atmung, Ausscheidungsorgane) resp. Organsysteme in Zusammenhang bringen. 1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch Fortpflanzung und Entwicklung Interne und externe Kommunikation die Individualentwicklung ausgewählter Lebewesen die evolutiven Vor- und Nachteile der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung diskutieren. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären und die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen. die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie das Zusammenspiel von Muskulatur und Nervensystem verstehen. 2. Lerngebiet: Genetik Klassische Genetik Molekulargenetik Gentechnologie Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren die Begriffe «DNA», «Chromosom» und «Genom» in einen Zusammenhang bringen. die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern. Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutieren. Ergänzungsfach Biologie 1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt Anthropologie Suchtmittel Ernährung über Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren. die wesentlichsten Unterschiede des modernen Menschen zu seinen nächsten Verwandten benennen. Sachtexte aus neueren Publikationen verstehen. das Wirkungsprinzip ausgewählter Drogen erklären. Wirkungen und Nebenwirkungen ausgewählter Drogen aufzählen und deren Bedeutung für die Gesellschaft vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen. verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einordnen. Krankheiten Gehirn Sinnesorgane Immunologie Ökologie die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten (z. B. Krebs) verstehen. verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen. spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine Beziehung setzen. unterschiedliche Gehirne verschiedenen Wirbeltieren über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben. das gemeinsame übergeordnete Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen) verstehen. verschiedene Sinnessysteme miteinander vergleichen. vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen. Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren und ökologisch vernetzt denken. 2. Lerngebiet: Genetik Molekulargenetik Medizinische Genetik sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen. Genregulationsmodelle erklären. die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren Resultate beurteilen. Chancen und Risiken der personifizierten Medizin 3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie Lern- und Sozialverhalten Humanethologie historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen. eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen und bewerten. anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewähltes Sozialverhalten erklären. ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen. menschliche Verhaltensmuster einordnen. Schwerpunktfach Biologie und Chemie Wochenstunden – – 3 + 3 3 + 3 Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie fördert besonders In der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen Respektvoll mit Mitschülerinnen und Mitschülern umgehen Das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und / oder chemischem Hintergrund beteiligen Biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären Naturwissenschaftliche Texte (z. B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Hypothesen formulieren Hypothesen von Spekulationen unterscheiden Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren Modelle und Theorien kritisch beurteilen Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z. B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen) Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Bildnerisches Gestalten: genaues Beobachten, grafische Darstellungen, Funktionsmodelle Chemie: Stoffgruppen, Diffusion und Osmose, Lebensmittel, Schadstoffe Deutsch: Allgemeiner und fachspezifischer Sprachgebrauch Geografie: Geobotanik, Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Tourismus Geschichte: Entdeckungen und Entwicklungen über grössere Zeiträume, Epidemien, Stammbäume, Wissenschaftstheorie Informatik: Datenbanken, Bioinformatik Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitsrechnung Physik: Optik, Akustik, Biomechanik, Bionik Sport: Bewegungsapparat, Kreislauf, Energiestoffwechsel Sprachfächer (vor allem Englisch): Fachwissenschaftliche Artikel Wirtschaftswissenschaften: Ressourcen, Biotechnologie 3. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Biologie) 1. Lerngebiet: Ökologie Praktische Ökologie Ökosysteme die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben. exemplarisch in einem Ökosystem (z. B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren. 2. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie Lebewesen anabole und katabole Prozesse Neurobiologie praktische Untersuchungen an ausgewählten Lebewesen planen, durchführen und auswerten. evolutive Anpassungen an ausgewählten Lebewesen erkennen und diskutieren. die Bedeutung des Stoffwechsels und der Stoffwechselkontrolle für ausgewählte Lebewesen verstehen und diskutieren. einen ausgewählten Sinn auf anatomischer und physiologischer Ebene verstehen. 1. Lerngebiet: Molekularbiologie1 Makromoleküle Ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten: Gentechnik (optional) Phylogenie (optional) Cytogenetik (optional) ausgewählte Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen verstehen und durchführen. sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen. sich mit Technologien der modernen Biologie vertraut machen. die Bedeutung der DNA-Analytik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z. B. Diagnose von Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen. 2. Lerngebiet: Verhaltensbiologie Lernen Sozialverhalten die für die Ethologie relevanten Lernformen definieren und deren Zusammenhang mit Verhaltensveränderungen erkennen. ausgewählte Sozialverhalten auf der ultimaten und proximaten Ebene erklären und diskutieren. 1 Besonders geeignet als gemeinsames Lerngebiet des kombinierten Schwerpunktfaches. 4. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Chemie) 1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit Korrekter Umgang mit Glaswaren und Apparaturen Sicherheit im Labor Korrekte Handhabung von Chemikalien Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten Führung eines Laborjournals und Erstellung von Laborberichten Teamarbeit Praktische Anwendung und Erweiterung der im Theorie-Unterricht behandelten Themen die wichtigsten Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen. einfache Apparaturen selber zusammenbauen. Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln. Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und sich über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe informieren. auch mit leicht entzündlichen oder gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen. auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein chemisches Problem experimentell gelöst werden kann. Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden könnte. sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren. aus experimentellen Beobachtungen selbstständig Schlussfolgerungen ziehen. ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren und daraus einen Laborbericht anfertigen. in einem Team arbeiten und einen vorher vereinbarten Beitrag zum Gesamtergebnis leisten. anhand ausgewählter Experimente die im Theorie- Unterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. Physikalische Chemie – Quantenchemie Welle-Teilchen-Dualismus Orbitalmodell Hybridisierung Mesomerie Molekülorbital-Modell (= MO-Modell) Anorganische Chemie Komplexchemie Licht und Elektronen als Teilchen- und Wellenerscheinungen deuten. die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären. die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären. die Anwendungsbereiche und Grenzen des Hybridisierungsmodells an einfachen Beispielen erklären und anwenden. die Anwendungsbereiche und Grenzen des Modells der Mesomerie an einfachen Beispielen erklären. die Bedeutung der Mesomerie für organische Farbstoffe erläutern. die Anwendungsbereiche und Grenzen des MO- Modells an einfachen Beispielen erklären und Grundlagen der Komplexchemie wie die räumliche Struktur von Komplexen und Ursachen der Entstehung von Farbigkeit bei Pigmenten erklären und anwenden. 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Anwendungen in der Technik und im Alltag Gesellschaftliche Verantwortung für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen in der Technik oder im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären. Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären. 1. Lerngebiet: Chemie und Umwelt Stoffe in der Umwelt Wirkung von Stoffen auf Lebewesen Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt mit aktuellen und gesellschaftlich relevanten Inhalten anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. (Organische Chemie) Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle Funktionelle Gruppen Struktur funktioneller Gruppen und Eigenschaften organischer Stoffklassen Nomenklatur organischer Verbindungen erläutern, warum sich Kohlenstoffatome fast beliebig oft «mit sich selbst» verbinden können. die wichtigsten Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffe mit Namen und Formel angeben. Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen (z. B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Amino- Gruppe). die Eigenschaften von organischen Stoffklassen mit der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden funktionellen Gruppen anhand geeigneter Beispiele organische Moleküle systematisch benennen. zwischen Konstitution, Konfiguration und Konformation eines organischen Moleküls Struktur organischer Moleküle und das Wesen der Isomerie Grundkonzept der Reaktionstypen Anwendungen der organischen Chemie die Bedeutung der Isomerie für Biologie, Medizin und Pharmakologie verstehen. den Sinn der Einteilung organischer Reaktionen in Reaktionstypen verstehen. wichtige organische Reaktionstypen an einfachen Beispielen erklären. Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion wichtiger Anwendungen organischer Stoffe aus Natur und Technik erklären (z. B. Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Kunststoffe). 3. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen (Physikalische Chemie – Spektroskopie) Prinzipien der Spektroskopie das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren (z. B. NMR-, IR-, UV- / Visible- und Massenspektroskopie) Spektren einfacher Moleküle interpretieren (z. B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung). Gemeinsame Lerngebiete, die sich besonders zur Zusammenarbeit zwischen Chemie und Biologie eignen Chemie und Umwelt Stoffe in der Umwelt Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung, Verhalten und Umwandlung von Stoffen in der Umwelt mit aktuellen und gesellschaftlich relevanten Inhalten erläutern. Wirkung von Stoffen auf Lebewesen Organische Chemie Anwendungen der organischen Chemie Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gesellschaftliche Verantwortung anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion wichtiger Anwendungen organischer Stoffe aus Natur und Technik erklären (z. B. Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Kunststoffe). Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele erklären. Grundlagenfach Chemie Wochenstunden 2 2 2 – Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders Die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den Alltag erfassen Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erkennen Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z. B. mit einem Textverarbeitungsprogramm; Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch auswerten Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung entwickeln Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Biologie: Toxikologie, Pharmakologie, Physiologie, Molekularbiologie, Neurologie, Umweltchemie Physik: Thermodynamik, Elektrostatik Mathematik: Logarithmen, Algebra, Differential- und Integralrechnung Geografie: Klimatologie: Luftschadstoffe und Klimabeeinflussung; Geophysik: Boden-, Mineralien- und Gesteinskunde, Rohstoffe und Energieträger Wirtschaft und Geschichte: stoffliche Basis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Sprachen: Verwendung der wissenschaftlichen Sprache, Kommunikationsfähigkeit Philosophie: Erkenntnistheorie, Weltbild der modernen Naturwissenschaften, Spannungsfeld Natur-Kultur 1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften Gemische und Reinstoffe, Verbindungen und Elemente Stoffeigenschaften Konzept der kleinsten Teilchen Atomsymbole, Summenformeln, Atom- und Teilchenmasse die Kategorien Gemische, Reinstoffe, Verbindungen und Elemente erklären und richtig anwenden. die für die Chemie zentrale Bedeutung der Reinstoffe erklären und deren Stoffeigenschaften kleinste Teilchen und ihre Funktion für die Stoffeigenschaften erläutern. das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Phänomene wie Aggregatszustände und ihre Änderungen zu beschreiben. im Periodensystem der Elemente (= PSE) Name, Atomsymbol und Atommasse bekannter Elemente für einfache Verbindungen Summenformel, Name und Teilchenmasse angeben. 2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz Elementarteilchen Kern- / Hülle-Modell Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften aufzählen. die Entwicklung des Kern- / Hülle-Modells mit Hilfe des Streuversuchs von Rutherford verstehen. Modell der Atomhülle Periodensystem der Elemente die Bedeutung der Begriffe «Nukleonenzahl», «Ordnungszahl» und «Isotope» erklären und die Begriffe richtig anwenden. anhand des PSE die ein Atom aufbauenden Elementarteilchen angeben. die Atomhülle unter Berücksichtigung der Energieniveaus ihrer Elektronen beschreiben und zeichnen. die besondere Bedeutung der Valenzschale für die Eigenschaften der Elemente erklären. die Struktur des PSE und die Eigenschaften der Elemente mit der Verteilung der Elektronen in der Atomhülle erklären. die Bedeutung der Anziehungskräfte zwischen Kern- und Valenzelektronen für das Verhalten eines Atoms als Metall oder Nichtmetall erläutern. die Bedeutung der Einteilung Metall und Nichtmetall für das chemische Verhalten von Elementen erklären. den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome erklären. 3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe Räumliches Modell der Atomhülle Elektronenpaarbindung Lewis-Formeln von Molekülen Elektronegativität und Polarität von kovalenten Bindungen ein räumliches Modell der Atomhülle beschreiben und anwenden, das geeignet ist, die Elektronenpaarbindung zwischen Nichtmetallen und ihren räumlichen Aspekten darzustellen. die in einer Elektronenpaarbindung wirkenden Kräfte mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die Lewis- Formeln von Atomen und einfachen Molekülen herleiten. die Elektronegativität erklären und für das Beurteilen der Bindungspolarität nutzen. den Zusammenhang zwischen Bindungspolarität, Bindungsstärke und Energiegehalt erklären. Molekül-Geometrie Zwischenmolekulare Kräfte (= ZMK) die räumliche Gestalt von Molekülen anhand eines geeigneten Modells herleiten und mit einer Strukturformel dreidimensional darstellen. die Entstehung der ZMK (Van-der-Waals-Kräfte, Dipolkräfte, Wasserstoffbrücken) auf der Ebene der kleinsten Teilchen erklären. anhand der beteiligten ZMK die verschiedenen Siedetemperaturen von molekularen Stoffen die Löslichkeit und Mischbarkeit von Stoffen mit Hilfe der ZMK erklären. 1. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Ionenbindung und Salze Bildung einatomiger Ionen Ionenbindung Ionengitter Namen und Formeln von Salzen Mehratomige Ionen Eigenschaften von Salzen Lösevorgang von Salzen in Wasser die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären. mit einem geeigneten Modell die wirkenden Kräfte der Ionenbindung beschreiben. die Bildung des Ionengitters und dessen Charakterisierung beschreiben. die Namen und Formeln von Hauptgruppenmetall- Salzen mit Hilfe des PSE ableiten. erklären, warum Nebengruppenmetalle mehrere stabile Ionen bilden können. die Namen von Nebengruppenmetall-Salzen aufgrund der Salzformel herleiten. darlegen, wie mehratomige Ionen entstehen können. die Namen und Formeln von wichtigen mehratomigen Ionen nennen. typische Eigenschaften von Salzen anhand des verwendeten Modells erklären. den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchen-Ebene beschreiben. 2. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen: Metallische Bindung und Metalle Metallbindung Eigenschaften von Metallen die Metallbindung anhand eines einfachen Modells mit Hilfe von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären. typische Eigenschaften von Metallen anhand des verwendeten Modells erklären. Legierungen den Begriff «Legierungen» erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen beschreiben. 3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen die Bedeutung der Grössen Mol, Molmasse und Molvolumen auf der Ebene der kleinsten Teilchen Reaktionsgleichungen aufstellen und die oben erwähnten Grössen für die Bearbeitung von einfachen stöchiometrischen Fragestellungen nutzen. 4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen Enthalpie Entropie Gibbs-Helmholtz-Beziehung energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschätzen. mit Hilfe von Tabellenwerten die Reaktionsenthalpie für einfache Anwendungen berechnen. Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären sowie bei einfachen Anwendungen abschätzen. die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge 5. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Reaktionsgeschwindigkeit Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung Katalysatoren die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit bei Reaktionen in der unbelebten und belebten Natur die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad die Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel (= RGT-Regel) anwenden. das Funktionsprinzip von Katalysatoren erläutern. die Bedeutung von Katalysatoren in der unbelebten und belebten Natur anhand von einfachen Beispielen 6. Lerngebiet: Experimentieren Kenntnis von Glaswaren Sicherheitsaspekte Korrekte Handhabung von Chemikalien Durchführung und Auswertung von einfachen Experimenten die einfachsten Glaswaren und Labor-Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen. die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen. auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtig umgehen. Einfache Experimente wie Filtration, Titration oder Destillation anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen. sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen festhalten. aus experimentellen Beobachtungen selbstständig Schlussfolgerungen ziehen. 1. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Gleichgewichtsreaktionen Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen dynamisches Gleichgewicht chemischer Reaktionen Massenwirkungsgesetz Le Châtelier-Prinzip erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können. den Zusammenhang zwischen typischen Gleichgewichtsreaktionen und den Triebkräften chemischer Reaktionen erklären. das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene die Bedeutung des Massenwirkungsgesetzes für die Beschreibung von Gleichgewichtsvorgängen erklären. aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz herleiten. voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. 2. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Säure / Base-Reaktionen Säure / Base-Reaktionen pH-Wert Säurestärke Säure / Base-Reaktionen als Übertragung von Wasserstoff-Ionen erklären. die Begriffe «Säure» und «Base» definieren. für einige Säuren und Basen Namen und Formeln einfache Protolysereaktionen formulieren. den pH-Wert definieren und seine Bedeutung für die unbelebte und belebte Natur erklären. die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben. Bedeutung von Säure / Base-Reaktionen für wässrige Lösungen einfache pH-Wert- Berechnungen durchführen. die Bedeutung von Säure / Base-Reaktionen anhand einiger wichtiger Anwendungen erklären. 3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen: Redoxreaktionen Reduktion und Oxidation Oxidationszahlen Reduktions- und Oxidationsmittel Redoxreaktionen Galvanische Elemente / Elektrolyse Redoxreaktionen als Elektronenübertragung bzw. - verschiebung definieren. die Oxidationszahlen in Molekülen und Ionen ermitteln. die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen. Reaktionsgleichungen für einfache Redoxvorgänge mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter Standard-Bedingungen qualitativ voraussagen. das Prinzip der Elektrolyse und von galvanischen Elementen (Batterien) erklären. 4. Lerngebiet: Organische Chemie2: Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären. 2 Im Sinne eines kontextorientierten und zukunftsgerichteten Chemieunterrichts ist das Lerngebiet «Organische Chemie» in besonderem Masse geeignet, um die zu erreichenden Inhalte der ersten beiden Klassen an anwendungsorientierten und modernen Themen exemplarisch zu vertiefen. Kohlenwasserstoffe (= KW) als Grundgerüste organischer Moleküle Stoffklassen und funktionelle Gruppen Eigenschaften organischer Stoffe die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten KW mit Namen und Formeln aufzählen. einige wichtige Stoffklassen mit deren funktionellen Gruppen (z. B. Alkohole, Carbonsäuren) aufzählen. typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie Fettlöslichkeit und hoher Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären. 5. Lerngebiet: Organische Chemie: Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe Umwandlungen organischer Stoffe einfache Beispiele von Reaktionen organischer Stoffe Ergänzungsfach Chemie 1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit Durchführung von Experimenten Sicherheit Auswertung von Experimenten Experimente sachgerecht durchführen. Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln. ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren. Bereiche der Physikalische Chemie wie quantenchemische Aspekte des Atoms und der Atombindung, Fotochemie Bereiche aus der anorganische Chemie wie Komplexchemie, Protolysengleichgewichte in der Natur, Halbleiterchemie Bereiche der organischen Chemie wie Struktur organischer Stoffe, Nomenklatur, Beispiele mehrstufiger Synthesen Toxikologie / Pharmakologie Analytische Chemie Umweltchemie über Grundkenntnisse der physikalischen Chemie wie quantenchemische Aspekte des Atoms und der Atombindung oder Fotochemie referieren. die Bedeutung der ausgewählten Themen für das Verständnis natürlicher Phänomene erkennen. vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der anorganischen Chemie wie Komplexchemie, Protolysengleichgewichte in der Natur oder Halbleiterchemie erklären. über Beispiele anorganischer Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunft geben. eine Verbindung der ausgewählten Bereiche zu Vorgängen in der Natur und Technik herstellen. vertiefte fachliche Kenntnisse von Bereichen der organischen Chemie wie Struktur der organischen Stoffe, Nomenklatur oder Beispiele mehrstufiger Synthesen darlegen. die Bedeutung der ausgewählten Bereiche der organischen Chemie für die Biologie und Pharmazie die Grundlagen der Toxikologie / Pharmakologie anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und Toxikologie beschreiben. das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z. B. NMR-, IR-, UV- / Visible- und Massenspektroskopie Spektren einfacher Moleküle interpretieren (z. B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung). anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären. anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Anwendungen in der Technik und im Alltag (wobei besonders auf aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte geachtet werden soll, da anhand derselben der rasante technische Fortschritt in diesen Bereichen thematisiert werden kann) Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und verstehen. Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. Grundlagenfach Deutsch Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders Die Bedeutung der Sprache für die eigene Persönlichkeit erfassen Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen Literatur in ihrer Historizität begreifen und einordnen können Kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten Sich mit Argumenten anderer kritisch auseinandersetzen und einen eigenen Standpunkt Offenes, forschendes Denken und eigene Fragen entwickeln Situationen durch Sprache bewusst gestalten In kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten Eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen Sich in fremde Lebenssituationen hineindenken Adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben, sprechen und präsentieren Grundformen der Wissenschaftssprache anwenden Anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen Zuhören und sprachlich angemessen reagieren Konzentriert, sorgfältig und ausdauernd an Texten arbeiten Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen Die ästhetische Dimension von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache erkennen Kreativität entwickeln und erweitern Mit intellektueller Neugier am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb Anteil nehmen Sinnvoll recherchieren Computer als Schreibmedium versiert einsetzen Sich in der Welt der Medien orientieren Bildnerisches Gestalten: Verbindungen von Literatur- und Kunstgeschichte, gattungsübergreifende Formen (z. B. Comics, Filme), künstlerische Inszenierung von Literatur (z. B. Bühnenbilder und Kostüme in Theateraufführungen, eigene Kurzfilme), Beschreibung, Analyse und Interpretation von Kunstwerken (z. B. Bildbetrachtung), Fragen der Ästhetik (z. B. ästhetische Theorien), Typografie (z. B. Schriftentwicklung), Mythologie und Ikonografie Geistes- und Sozialwissenschaften: historische und soziale Themen in der Literatur (z. B. historische Romane), historio- und soziolinguistische Fragestellungen (z. B. sprachliche Diskriminierung), Erschliessung von Sachtexten (z. B. Lesetechnik), philosophische Fragestellungen (z. B. nach Sinn und Bedeutung), Sprach- und Landesgrenzen Mathematik: Logik Musik: Verbindungen von Literatur- und Musikgeschichte, Sprache als akustisches Phänomen (z. B. Metrik), gattungsübergreifende Formen (z. B. Opern, vertonte Gedichte), Stimmbildung Naturwissenschaften: naturwissenschaftliche Themen in der Literatur, biologische Grundlagen der menschlichen Sprache (z. B. rhetorische Figuren und kognitive Prozesse), Erschliessung von Sachtexten (z. B. Lesetechnik), Fachsprachen Sport: körperliche Ausdrucksformen (z. B. Theaterübungen) Sprachfächer: Grammatik und Wortschatz im Vergleich (z. B. Fremdwörter), komparatistische Literaturanalyse (z. B. der Einfluss der deutschen Romantik auf die europäische Literatur), gemeinsame literaturgeschichtliche Hintergründe (z. B. antike Mythologie) Wirtschaft und Recht: wirtschaftliche und rechtliche Themen in der Literatur (z. B. Kriminalromane), amtliche Sprachregelungen (z. B. Hintergründe zum Duden), wirtschaftliche Hintergründe im Literaturbetrieb (z. B. Verlagswesen, Printmedien), Sprache und Werbung Gattungen der Literatur Literatur als Überschreitung der eigenen Lebenssituation Lesehaltungen Lesetechnik epische, dramatische und lyrische Texte als spezifische literarische Darstellungsformen eine der Gattungen mit ihren Merkmalen und Formen mittels literarischer Texte den eigenen Horizont *Lesehaltung bewusst wählen (Identifikation, Information, Unterhaltung, Analyse).3 *Lesetechniken unterscheiden sowie situations- und textsortengerecht einsetzen. *nicht Verstandenes erkennen und durch gezielte Fragen erschliessen. *einfache Sachtexte verstehen. 3 Mit * gekennzeichnete Kompetenzen bezeichnen basale fachliche Kompetenzen für die allgemeine Studierfähigkeit gemäss Eberle et al.: Kurzbericht zuhanden der EDK, Oktober 2014. Reflexive Texte Literarische Texte Schreibplanung Nachschlagewerke *Gedanken zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Ereignissen schriftlich ausdrücken. über sich schreiben. *für den Unterricht relevante Textsorten (z. B. Mitschrift, Inhaltsangabe) verfassen. kurze literarische Texte verfassen. *ihr Schreiben als strukturierten Prozess organisieren. ihre Kreativität durch Inspirationstechniken gezielt analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen. Zuhören Aussprache Statement Diskussion Präsentieren Rezitieren Feedback *mündlicher Rede folgen und das Gesagte sinnvoll *ein gepflegtes Standarddeutsch sprechen. *einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten. *sich differenziert und lösungsorientiert in eine Diskussion einbringen. *Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und literarische Texte gestaltend vorlesen. eine konstruktive, auf Kriterien basierende Rückmeldung geben. Orthografie und Interpunktion Medien Kommunikationstheorie Fachbegriffe und fachspezifischer Wortschatz *die in der Bezirksschule erworbenen Kenntnisse festigen, differenzieren und erweitern. *die in der Bezirksschule erworbenen Kenntnisse festigen, differenzieren und erweitern. *ihre Sprach- und Medienbiografie reflektieren. Kommunikationsmodelle verstehen und ihre Leistung fachspezifische Grundbegriffe anwenden. Gattungen der Literatur Texte aus verschiedenen Zeiten Arbeit an Texten Literatur und Medien eine weitere Gattung mit ihren Merkmalen und Formen erfassen. sich auf Texte einlassen und sie als Ausdruck ihrer Zeit verstehen. *Texte mit wissenschaftlicher Begrifflichkeit *Literatur als Konstrukt mit verschiedenen Wirkungsabsichten erkennen. *komplexere Sachtexte erschliessen und beurteilen. *argumentative Sachtexte analysieren. Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren medialen Adaptionen herstellen und beurteilen. Erörternde Texte Literarische Texte Stil Kohärenz produktiver Umgang mit Literatur Schreibprozess *einen Sachverhalt schriftlich erörtern. *weitere Sachtexte verfassen (z. B. Bericht). weitere literarische Texte verfassen. grammatische Varianten als Stilmittel erkennen. *Mittel der Textkohäsion und -kohärenz erkennen literarische Texte umschreiben. *eigene wie fremde Texte überarbeiten. Textverarbeitungsprogramme für das Schreiben Zuhören Argumentieren mündlicher Rede folgen und zum Gesagten Stellung *aufmerksam, wohlwollend und kritisch zuhören. *Differenziert argumentieren. verbale, paraverbale und nonverbale Aspekte der Kommunikation beachten. Synchrone Sprachwissenschaft Medientheorie *grammatische Probleme vertieft betrachten. *Bezüge zwischen grammatischen Kategorien und Textsorten herstellen. exemplarische sprachwissenschaftliche Phänomene (z. B. Gruppensprachen, Dialekte, Diglossie) erörtern. *sich sowohl konkret als auch theoretisch und kritisch mit unterschiedlichen Medien auseinandersetzen. Gattungen der Literatur Erschliessen von Texten Medientexte eine weitere Gattung mit ihren Merkmalen und Formen erfassen. ausgewählte literarische Epochen in ihren Grundzügen begreifen. *Texte als Variationen von Mustern verstehen. *rhetorische Mittel und ihre Wirkung erkennen. *Texte mittels Thesen und Fragestellungen journalistische Texte erarbeiten und kritisch Argumentative Texte Wissenschaftssprache Schreibprozess *zu einem Sachverhalt, zu einem Text oder einem anderen Medienprodukt wertend Stellung nehmen (z.B. in der Form einer Rezension oder eines Kommentars). *einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden (Definition, Hypothese). *korrekt mit fremden Texten umgehen (Paraphrase, Zitat, Quellenangabe). *das eigene Schreiben wirkungsorientiert überarbeiten. Vortragen Rhetorik Kommunikationsprozesse analysieren und gestalten. *einen grösseren Redebeitrag halten. *Redestrategien einsetzen. Synchrone Sprachwissenschaft Diachrone Sprachwissenschaft komplexere sprachwissenschaftliche Gebiete und Probleme erkunden und erörtern (z. B. Spracherwerb, Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimensionen der Sprachverwendung). Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern. Erschliessen von Texten Essay weitere literarische Epochen in ihren Grundzügen begreifen. epochenspezifische Merkmale an Texten erkennen. literarische Texte im Verhältnis zu gesellschaftlichen Debatten wahrnehmen. sich anspruchsvollen Texten stellen und ihre Fragestellungen sowie literarischen Besonderheiten unterschiedliche Interpretationsmethoden ein literarisches Werk selbstständig analysieren. Besonderheiten essayistischer Darstellungen Argumentierende Texte Schreibprozess komplexere argumentative Texte (umfangreichere Erörterung, Essay) verfassen. das eigene Schreiben reflektieren (Stärken, Schwächen, Fortschritte). Gesprächskompetenz konkrete Kommunikationsprozesse analysieren (z. B. Sprache als Macht- und Manipulationsmittel). sich in einem Prüfungsgespräch kompetent eine respektvolle Gesprächskultur pflegen. Sprachphilosophie Medientheorie Zusammenhänge von Sprache und Denken sowie Sprache und Welt kritisch reflektieren. Grammatik als Modell erkennen. spezifische Leistungen und gesellschaftliche Implikationen von Medien beurteilen. Grundlagenfach Englisch Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen Sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen Strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch und Deutsch erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen Kreativ mit Sprache umgehen Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth Mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer «lingua franca» zu. Das Fach kann deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für fächerübergreifendes Arbeiten. Mögliche Vernetzungen: Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen Moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel Musische Fächer: z. B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien Grammatik der Bezirksschule Grammatik der «Intermediate»-Stufe erweitern und vertiefen Wortschatz des Lehrmittels (und zusätzlich eines Grund- und Aufbauwortschatzes (optional)) Sprachvergleich der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden. grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z. B. Zeitensystem). ihren Wortschatz erweitern. der Stufe entsprechende analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll grundlegende Verschiedenheiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Englisch und Deutsch erkennen (z. B. present perfect vs. Perfekt). die Hörtexte des Lehrmittels verstehen (z. B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte). bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt sich ausdrücken, ohne dass die Aussprache das Verständnis beeinträchtigt. sich in häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen sprachlichen Mitteln verständigen. sich an einfachen Gesprächen über ihnen bekannte Themen beteiligen. ein ihnen geläufiges Thema mündlich präsentieren und auf Fragen eingehen (z. B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse). die Texte des Lehrmittels oder einfache literarische Werke verstehen, zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern. die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen einfache kürzere Texte schreiben (z. B. persönliche Briefe, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare). Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte oder simplified readers (z. B. young adult fiction, short stories, short novels, short plays) Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie historische Aspekte der englischsprachigen Welt einfache bis mittelschwere Originaltexte lesen und relevante Aspekte eines Werkes zusammenfassen und kommentieren. Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «plot», «character», «setting») verstehen und anwenden. einfache bis mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, zusammenfassen und kommentieren (z. B. festivals, traditions, school systems). Grammatik auf der «Intermediate / Upperintermediate»-Stufe erweitern und vertiefen Wortschatzerweiterung Sprachvergleich stufengerechte grammatikalische Strukturen anwenden sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen. lexikalische Strukturen (z. B. verb patterns, word formation) erkennen und anwenden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch und Deutsch erfassen (z. B. Konditionalsätze). mittelschwere Hörtexte des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen. verständlich und ohne viele Fehler sprechen. bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen. sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen. ein selbst gewähltes Thema präsentieren. mittelschwere Texte im Rahmen des Lehrmittels verstehen, zusammenfassen und kommentieren. verschiedene Lesestrategien unterscheiden und anwenden (z. B. predicting content, reading for gist, close reading). einfache authentische Sachtexte (z. B. kürzere Zeitungsartikel oder Artikel aus «Spotlight») und längere einfache literarische Werke verstehen. Schreiben bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt unterschiedliche kürzere Texte verfassen (z. B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen, Zusammenfassungen). Stufengerechte Originalliteratur (z. B. short novels, three-act plays) Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie historische Aspekte der englischsprachigen Welt mittelschwere Originaltexte lesen, verstehen und sich dazu äussern. weiter Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «narrator», «plot», «setting») verstehen und anwenden. Eigenheiten und Andersartigkeit englischsprachiger Kulturen anhand verschiedener Beiträge (Texte, Tondokumente, Filme) erkennen und benennen (z. B. Nordirlandkonflikt, Apartheid). ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren. Grammatikthemen der «Upper-intermediate / advanced»-Stufe Stufengerechte Originalliteratur (z. B. short novels, three-act plays). einsprachige Wörterbücher benutzen. ihren Wortschatz mit Hilfe von Wortschatzbüchern systematisch erweitern. lexikalische Strukturen (z. B. cohesive devices) erkennnen und anwenden. verschiedene sprachliche Register unterscheiden (z. B. formal / informal English). längere Redebeiträge und Vorträge im Original verstehen und einer komplexen Argumentation folgen. fliessend, verständlich und ohne viele Fehler sprechen. ein breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen. bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt sich an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen. ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren. eine überzeugende Rede zu einem selber gewählten Thema halten, die Argumentation auf die Zuhörenden abstimmen, auf Fragen adäquat reagieren und die eigene Meinung auf schlüssige Art begründen. aktuelle Medienbeiträge verstehen, auf der Grundlage vorgegebener Kriterien analysieren und kritisch reflektieren (z. B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews). bekannte Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt verschiedene, insbesondere auch formelle Textsorten produzieren (z. B. Bericht, Rezension, formeller Brief, Leserbrief). klar strukturierte längere Texte schreiben (z. B. fiveparagraph essay). Stufengerechte Originalliteratur verschiedener Länder und Genres, thematische Literatur Literaturanalyse vertiefen Literatur im Kontext Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie historische Aspekte der englischsprachigen Welt sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen. mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben über Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Personen. weitere Begriffe der Literaturanalyse (z. B. «point of view, «theme», «motif») verstehen und anwenden. literarische Originaltexte verschiedener Länder und Genres verstehen. gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen konfrontieren. englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien, Film) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren (z. B. American elections, current affairs, global issues). Grammatikthemen der «Advanced»-Stufe ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden. einen breitgefächerten Wortschatz differenziert und situationsgerecht anwenden. ihren Wortschatz selbstständig erweitern. die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen Beiträgen reflektieren. längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert und Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind. Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen. Hörtexte mit markanten regionalen oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache in den Hauptpunkten verstehen (z. B. Irish English, Slang). sich situationsgerecht und einigermassen stilsicher verschiedene Redemittel wirkungsvoll einsetzen. ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantworten. Diskussionen planen und durchführen (z. B. zu aktuellen kontroversen Themen). ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge mit anderen Sachtexte aus verschiedenen Quellen (z. B. Zeitungen, Fachmagazinen, Internet) verstehen und anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit entsprechenden Hilfsmitteln selbstständig interpretieren und kritisch reflektieren. verschiedene syntaktische Strukturen sowie ein differenziertes Vokabular benutzen. sich weitgehend korrekt und adressatengerecht überzeugend argumentieren. Informationen in klar strukturierter, kohärenter Form unterschiedliche längere Textsorten (z. B. fiveparagraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionaler Text) verfassen. Stufengerechte literarische und thematische Originaltexte unterschiedlicher Genres und aus verschiedenen Epochen Literaturanalyse Literatur im Kontext Kulturelle, soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie historische Aspekte der englischsprachigen Welt anspruchsvolle literarische Originaltexte unter Beizug von Hilfsmitteln analysieren, interpretieren und in ihrem historischen Kontext betrachten. bedeutungsrelevante Aspekte eines literarischen Textes (z. B. Handlungsablauf, Thematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen. selbstständig eine plausible Interpretation eines Textes literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen verstehen. gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums im Vergleich englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien, Film) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren. sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen (z. B. current affairs, native populations, colonialism). Grundlagenfach Französisch Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders Sprache als Mittel zur Reflexion von eigenen und anderen Identitäten und Normen erkennen Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein Sprache als Mittel zur Kommunikation nutzen Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen Die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern Ein Sprachbewusstsein entwickeln Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen Kreativ mit Sprache umgehen Kompetent online recherchieren (z. B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren Wörterbücher und Lexika nutzen Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen Aus dem Grundlagenfach Französisch ergeben sich Querverbindungen zu den meisten Fächern, besonders zu den Sprach- und den geisteswissenschaftlichen Fächern, zum Beispiel: Sprachfächer: literarische Epochen, literarische Gattungen, literarischer Transfer, Intertextualität, Literaturanalyse, Rhetorik, für mehrere Sprach- und Kulturräume gesellschaftlich oder historisch relevante Themen (z. B. Jugend, Zweiter Weltkrieg), Mehrsprachigkeit in der Schweiz, Sprachvergleich (Vokabular, Etymologie, Syntax), Filmanalyse Geschichte: Epochen und historische Ereignisse (Absolutismus, Französische Revolution, Aufklärung, Weltkriege, Kolonialismus) Geografie: Industrialisierung, Kolonialismus, Maghreb, Immigration Philosophie: Französischsprachige Philosophen, Ideengeschichte, Aufklärung, Existentialismus Psychologie: Psychologische Interpretation von literarischen Texten, Sprache und ihre Wirkung Religion: Religiöse Darstellungen und Fragestellungen in der Literatur und im Film Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Text-Bild-Beziehung, Architektur Musik: Vertonte Literatur (Libretti, z. B. Don Juan, Carmen) Wirtschaft und Recht: aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der französischsprachigen Länder, Armut, Immigration Mathematik, Physik, Chemie, Biologie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem Bezug (z. B. Fermat, Pascal, frères Lumière, Marie Curie), Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene in literarischen Texten Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturgische Struktur, Rhetorik, literarische Gattungen, kreativer Umgang mit Sprache Morphologische und syntaktische Grundstrukturen, (z. B. Verben, Zeiten und Modi, Satzbau, Wortarten) Themen- und textbezogener Grundwortschatz Sprachregister (z. B. Standard- vs. Umgangssprache) bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen festigen. neue morpho-syntaktische Strukturen bilden und den bereits erworbenen Wortschatz festigen. den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden. mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen. elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen klare umgangssprachliche Abweichungen von der Standardsprache erkennen. Deutlich und relativ langsam gesprochene einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B. Alltagsgespräch, Diskussionen, didaktisierte Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts) die Hauptpunkte eines Redebeitrags verstehen. nach wiederholtem Hören bestimmte Einzelheiten eines Redebeitrags identifizieren. Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache kürzere Redebeiträge (z. B. Rollenspiele, Diskussionen, Kurzreferate) Einfache literarische und andere Originaltexte (z. B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte) Aussprache und Intonation Einfache Texte zu bekannten Themen Textsorten (z. B. Kommentar, Interview, innerer Monolog, Dialoge) das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch verstehen. sich spontan und verständlich ausdrücken. sich mit einer Rolle identifizieren. an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken und begründen. strukturierte Kurzreferate halten. Texte verstehen und global zusammenfassen. die explizite Struktur eines Textes erkennen. Unverstandenes durch den Kontext erschliessen. weitgehend korrekt vorlesen. kurze, kohärente Texte schreiben. Texte verschiedener Textsorten verfassen. Handlungsebene eines literarischen Textes Einfache literarische Texte Textimmanentes historisches Wissen (z. B. Zweiter Weltkrieg, Paris) Einfache Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. Regionen und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit französischsprachiger Jugendlicher) die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben und erklären. die Entwicklung der Figuren und der Handlung vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen. den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext in eigenen Worten wiedergeben. ausgewählte Themen erarbeiten und in eigenen Worten ausgewählte Gegenstände erarbeiten und verstehen. Gegenstände französischsprachiger Kultur (z. B. Chansons, la B.D., Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips) Morphologische und syntaktische Grundstrukturen (z. B. Zeiten und Modi, Wortarten, Satzbau, Äusserungsarten) Themen- und textbezogener Grundwortschatz Worterschliessungsstrategien – Induktive Sprachbeobachtung bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen weitere morpho-syntaktische Strukturen bilden und den Wortschatz systematisch erweitern und den neu die Kenntnisse anderer Sprachen zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. einfache Hypothesen zu Regularitäten der morphosyntaktischen Strukturen oder des Sprachgebrauchs bilden. Deutlich gesprochene authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B. Alltagsgespräch, Diskussionen, Hörverständnisübungen, Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts) Redebeiträge zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B. Referate, Rollenspiele, Diskussionen, Debatte) die Hauptpunkte und bestimmte Einzelheiten eines Redebeitrags verstehen und die Argumentation sich zusammenhängend ausdrücken. die Struktur ihres Redebeitrags ausgestalten. Literarische und andere Originaltexte einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B. didaktisierte Lektüre, Medientexte) Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Textsorten (z. B. Stellungnahme, Kommentar, Tagebuch, Brief, innerer Monolog, Dialog, Lesejournal, literarische Texte) Texte sinnvoll zusammenfassen. die Struktur eines Textes erkennen und beschreiben. längere Lesepensen bewältigen. Texte strukturieren. Texte weiterer Textsorten verfassen. schreibend kommunizieren. schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen. Handlungsebene eines literarischen Textes Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur», «Erzähler», «narrative Struktur») Thematische Analyse Literarische Originaltexte von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. die Lebenswirklichkeit französischsprachiger Menschen, Themen wie Familie und Jugend, Schule und Beruf, Politik und Gesellschaft, Immigration, Maghreb; Filme, Chansons, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips) die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären. Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung erklären. den Erzähler erkennen. die Themen erkennen und beschreiben. elementare Informationen zum Kontext des gelesenen Textes in eigenen Worten wiedergeben. weitere ausgewählte Aspekte bzw. Gegenstände der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur in eigenen Worten beschreiben und dazu Stellung Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen (z. B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und compléments du verbe, Passiv, Wortarten) Themen- und textbezogener Grund- und Umgang mit Wörterbüchern Sprachregister (z. B. français familier, le langage des jeunes) Sprachvergleich (z. B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen) bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen festigen. weitere komplexere morpho-syntaktische Strukturen und Varianten anwenden. den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden. mit Hilfe von ein- oder zweisprachigen Wörterbüchern unbekannte Wörter erschliessen. Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessene Varianten im Sprachgebrauch erkennen und verschiedene Sprachregister unterscheiden. Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. Authentische, klar strukturierte längere Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B. Präsentationen, Filme, Nachrichten, Reportagen, Diskussionen, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts) Verstehensstrategien authentische Redebeiträge in der Standardsprache weitgehend verstehen. die Struktur eines Redebeitrags erkennen. Verstehensstrategien anwenden. längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder Überzeugungsrede, Diskussionen, Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades (z. B. Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke, Gedichte, Medientexte) Aussprache und Intonation Längere Texte Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale Texte) Schreibstrategien längere Redebeiträge leisten. sich kritisch äussern und ihre Meinung begründet vertreten. an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten. strukturierte Präsentationen halten. Texte und Textpassagen analysieren und Texte selbstständig lesen und erarbeiten. das eigene Leseverhalten reflektieren. Sinn gebend vorlesen. Texte verständlich, kohärent und sprachlich die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text die Schreibabsicht planen. Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur», «Erzählsituation», «elementare rhetorische Figuren», «Szene», «Akt») literarische Gattungen und Formen (z. B. Komödie, Fabel, Erzählung, Roman, Formen der Poesie) Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B. Molière, Maupassant, Ramuz, Camus, le théâtre absurde, le roman moderne) Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung erklären. erste für die Literaturanalyse relevante Grundbegriffe auf den literarischen Text anwenden. einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysieren. Texte literaturgeschichtlich grob einordnen. Literaturgeschichtlicher Kontext (z. B. le classicisme, le naturalisme) Komplexere Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. Stereotypen der Romandie, politische Aktualität, Maghreb, Immigration, Banlieue, Absolutismus, Zweiter Weltkrieg; Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam) den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes in eigenen Worten wiedergeben. weitere ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur analysieren und dazu kritisch Stellung nehmen. Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen Erweiterter themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz Worterschliessungsstrategien Sprachregister (z. B. le français familier, le verlan, le langage des jeunes) morpho-syntaktische Strukturen systematisch repetieren, festigen und erweitern. den Wortschatz weiter differenzieren und den neu verschiedene Strategien zur Erschliessung unbekannter Wörter und idiomatischer Strukturen Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessenen Sprachgebrauch erkennen und verbessern. weitere Sprachregister unterscheiden. Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B. Filme, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen) längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder Überzeugungsrede, Diskussionen, authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexerer Argumentation weitgehend folgen. sich sach-, adressaten- und situationsgerecht überzeugend argumentieren. längere Redebeiträge möglichst frei leisten. Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z. B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Gedichte, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte) Längere Texte Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale Texte) die Struktur und die Argumentation in einem Text Texte interpretieren bzw. kritisch reflektieren. Texte verständlich, logisch, kohärent, der Textsorte angemessen und sprachlich weitgehend korrekt Texte weiterer Textsorten verfassen. Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Erzählsituation», «rhetorische Figuren», «Szene», «Akt») literarische Gattungen und Formen (z. B. Komödie, Fabel, Erzählung, Roman, Sonnett, Autobiografie) Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades (z. B. Molière, Voltaire, Zola, les poètes du romantisme, le roman actuel) Literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext (z. B. Aufklärung, le naturalisme, Moderne) einen literarischen Text inhaltlich und formal rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung weitere gattungs- und formspezifische Merkmale in der Literaturanalyse anwenden. weitere Texte literaturgeschichtlich grob einordnen. den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext weiterer Texte in eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern. weitere ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur verstehen und erklären. Komplexere Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. Stereotypen der Romandie, Maghreb, politische Aktualität, gesellschaftliche Debatten, Immigration, Banlieue, geschichtliche Ereignisse vergangener Jahrhunderte wie Französische Revolution und Zweiter Weltkrieg, Jugendkultur; Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam) Schwerpunktfach Französisch 2. Klassen und Lehrpläne Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen (z. B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und compléments du verbe, Passiv und seine Ersatzkonstruktionen, Wortarten) Themen- und textbezogener Grund- und Idiomatische Strukturen bereits erworbene morpho-syntaktische Strukturen festigen. weitere komplexere morpho-syntaktische Strukturen bilden und anwenden. den bereits erworbenen Wortschatz festigen und systematisch erweitern. den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden. ausgewählte idiomatische Strukturen unterscheiden. Umgang mit Wörterbüchern Worterschliessungsstrategien Sprachregister (z. B. le français familier, le verlan, l’argot, le langage des jeunes) Sprachvergleich (z. B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen) mit Hilfe von ein- oder zweisprachigen Wörterbüchern unbekannte Wörter erschliessen. verschiedene Strategien zur Erschliessung unbekannter Wörter und idiomatischer Strukturen Fehler in ihren Sprachstrukturen und unangemessene Varianten in ihrem Sprachgebrauch erkennen und verschiedene Sprachregister unterscheiden und ihren Sprachgebrauch situativ anpassen. Bezüge zu anderen Sprachen herstellen und nutzen. Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache (z. B. Film, Radio- und Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts) Verstehensstrategien Längere Redebeiträge (z. B. Informations- oder Überzeugungsrede, Diskussionen, Literarische und andere Texte mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B. Gedichte, Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte) Aussprache und Intonation Redebeiträge weitgehend verstehen. in längeren Redebeiträgen auch komplexerer Argumentation folgen. Verstehensstrategien anwenden. sich möglichst, fliessend und weitgehend korrekt argumentieren und begründet Stellung nehmen. an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten. klar und strukturiert präsentieren. Texte und Textpassagen analysieren und Texte selbstständig erarbeiten. das eigene Leseverhalten reflektieren. Sinn gebend vorlesen. Längere Texte Unterschiedliche Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale Texte) Schreibstrategien Texte verständlich, strukturiert und sprachlich die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text die Schreibabsicht sinnvoll planen. Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Figur», «Erzählsituation», «narrative Struktur», «Dramaturgie», «rhetorische Figuren») Die drei traditionellen Gattungen (Lyrik, Dramatik und Epik) Literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades Literarische Epochen und Strömungen seit dem 16. Jahrhundert (z. B. Ronsard et la Renaissance, Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des lumières, Balzac et le réalisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Camus et l’absurde, le roman actuel) die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe auf den literarischen Text anwenden. einen literarischen Text interpretieren. Stilmerkmale und rhetorische Figuren erkennen und einen literarischen Text seiner Gattung zuordnen und auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin Texte literaturgeschichtlich einordnen. die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläutern. ausgewählte Themen bzw. Gegenstände der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur analysieren und verstehen. Komplexere Themen und Gegenstände aus der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. Stereotypen der Romandie, Maghreb, Immigration, Banlieue, Absolutismus, Französische Revolution, Zweiter Weltkrieg, Jugendkultur, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs, aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten; Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam) – Film (optional) – Filmsprache (z. B. Perspektive) – Literaturverfilmungen – Theater (optional) – Inszenierung elementare Grundbegriffe der Filmanalyse anwenden. den literarischen Originaltext und seine Verfilmung vergleichen und allfällige Unterschiede interpretieren. die Inszenierung und ihre Wirkungsabsicht den literarischen Originaltext und seine Inszenierung vergleichen und allfällige Unterschiede interpretieren. Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen Grammatikalische Fachbegriffe Themen- und textbezogener Aufbauwortschatz Idiomatische Strukturen Stilebenen Sprachgebrauch Wissenslücken morpho-syntaktische Strukturen systematisch repetieren, festigen und erweitern. morpho-syntaktische Strukturen mittels der entsprechenden Terminologie beschreiben. einen breiten Wortschatz situationsgerecht anwenden. den Wortschatz systematisch repetieren und weiter differenzieren. weitere ausgewählte idiomatische Strukturen unterscheiden und versiert anwenden. sich stilistisch angemessen und variiert ausdrücken. ihren Sprachgebrauch situativ anpassen. fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. Authentische, komplexe Redebeiträge und Sprechsituationen nicht nur in Standardsprache (z. B. Film, Radio- und Fernsehsendungen, Reportagen, Diskussionen, Podcasts) Ausführliche Redebeiträge zu anspruchsvollen Themen (z. B. Informations- oder Überzeugungsrede, Debatte, Präsentationen) Redebeiträge verstehen. sich sach-, situations- und adressatengerecht ihre Redebeiträge rhetorisch ausgestalten. auch komplexere Argumentation differenziert und verständlich darbieten. frei reden. Anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte (z. B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte) Komplexere Texte zu anspruchsvollen Themen Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale Texte) Textreflexion Texte fundiert analysieren und interpretieren bzw. Texte stilistisch angemessen bzw. stilistisch reizvoll ausgestalten. differenziert argumentieren und fundiert Stellung Texte weiterer Textsorten verfassen. souverän mit Textsorten umgehen. eigene und fremde Textprodukte reflektieren bzw. Grundbegriffe der Literaturanalyse (z. B. «Erzählsituation», «narrative Struktur», «Dramaturgie», «rhetorische Figuren») Die drei traditionellen Gattungen (Lyrik, Dramatik, Epik) Fiktionalität Anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 16. bis 21. Jahrhundert Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert weitere Grundbegriffe der Literaturanalyse für die differenzierte Analyse und Interpretation nutzen. weitere Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben. weitere Texte der drei traditionellen Gattungen lesen die fiktionale Dimension eines Textes reflektieren. den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes in eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern. einen groben Überblick über die Literaturgeschichte seit dem 16. Jahrhundert geben. die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen literarische Texte als Produkte ihrer Zeit verstehen. Literarische Epochen und Strömungen seit dem 16. Jahrhundert (z. B. Ronsard et la Renaissance, Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des lumières, Flaubert et le réalisme, les poètes du XIXe siècle, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, la littérature contemporaine; Tradition und Avantgarde; Moderne und Postmoderne) Komplexere Themen und Gegenstände aus der Gesellschaft und Kultur der Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie (z. B. Stereotypen der Romandie, Sprachkonflikte, Maghreb, Kolonien, Immigration, Banlieue, historische Ereignisse wie Absolutismus, Französische Revolution und Zweiter Weltkrieg, Jugendkultur, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs, Kino, Kunst, Architektur, kulturtypische Formen des Humors; Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Rap, Poetry Slam, Satire) Film (optional) Filmsprache (z. B. Perspektive, Kameraeinstellung, Schnitt, Musik) Theater (optional) Inszenierung weitere ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Themen bzw. Gegenstände der französischsprachigen Welt fundiert erläutern und dazu kritisch Stellung die Wirkungsdimension eines Films mit Hilfe der Grundbegriffen der Filmanalyse erklären. die Inszenierung eines Theaterstücks als dramaturgisch durchdachtes Konstrukt erkennen und Grundlagenfach Geografie Wochenstunden 2 2 1 – Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln Zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten Analytische Fähigkeit Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren Elektronische Informationsmittel (z. B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen Physik (z. B. Meteorologie), Chemie (z. B. Petrologie), Mathematik (z. B. Demografie), Biologie (z. B. Ökologie), Wirtschaft und Recht (z. B. Welthandelsbeziehungen), Geschichte (z. B. territoriale Konflikte) 1. Lerngebiet: Physische Geografie Die Erde als Himmelskörper Geologie und Oberflächenprozesse die Bewegung der Erde im Sonnensystem wichtige Konsequenzen aus der Stellung der Erde im All für die Erde ableiten. eigene Himmelsbeobachtungen korrekt mit den tatsächlichen Abläufen im All erklären. den Aufbau der Erde beschreiben. den Kreislauf der Gesteine erklären. Meteorologie und Klimatologie die plattentektonischen Prozesse nachvollziehen und den Zusammenhang mit Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären. die geologische Geschichte und den tektonischen Aufbau eines geografischen Grossraumes Landschaftsformen erkennen und die sie formenden Prozesse beschreiben. den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima erklären. Klimaelemente und Klimafaktoren anwenden. die planetarische Zirkulation herleiten. Wetterphänomene interpretieren und mit Grosswetterlagen in Verbindung bringen. den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung anhand ausgewählter Beispiele die natürliche und die durch den Menschen bedingte Klimaänderung verstehen und beurteilen. 2. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Methoden und Informationsmittel sich auf der Erde orientieren. Ereignisse mit geografischen Informationsmitteln verorten. Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder) zur Beantwortung von physisch-geografischen Fragen beiziehen, sie analysieren, interpretieren und in adäquater Form (z. B. Karten, Texte, Grafiken) 1. Lerngebiet: Humangeografie Wirtschaft und Ressourcen Siedlung und Mobilität Entwicklung der Weltgesellschaft ausgewählte Wirtschaftsformen in Raum und Zeit räumliche Muster des Wirtschaftens erkennen. Standortfaktoren analysieren. Wertschöpfungsketten für bestimmte Güter beurteilen. Beziehungen zwischen regionaler Produktion und globalen Märkten verstehen. die Siedlungsentwicklung seit der Industrialisierung in ausgewählten Räumen beschreiben und ihre Folgen die Verkehrsentwicklung in ausgewählten Räumen beschreiben und ihre Folgen erklären. räumliche Nutzungskonflikte anhand ausgewählter Beispiele erkennen und analysieren. die Grundzüge der Schweizer Raumplanung verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen erkennen. räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene beschreiben. die globale Verstädterung und die damit einhergehende Urbanisierung erklären. Entwicklungsfaktoren erläutern und vergleichend unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit an Projektbeispielen vergleichen und bewerten. die Handlungsweisen von Ländern, Unternehmen und internationalen Organisationen auf globaler Ebene 2. Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur die Entstehung und Wirkungsgeschichte wichtiger Nachhaltigkeitskonzepte erläutern. den eigenen ökologischen Fussabdruck ermitteln und wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Ressourcen analysieren und bewerten. Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung Umweltprobleme verstehen und Möglichkeiten der Umweltpolitik beurteilen. Aufbau und Prozesse wichtiger Bodentypen erklären. die Veränderungen der Landschaft seit der Industrialisierung in ausgewählten Räumen beschreiben und ihre Folgen beurteilen. den Umgang mit Naturgefahren nachvollziehen und 3. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Methoden und Informationsmittel Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder) zur Beantwortung von wirtschaftsgeografischen und raumplanerischen Fragen beiziehen, sie analysieren, interpretieren und in adäquater Form (z. B. Karten, Texte, Grafiken, GIS) darstellen. exemplarisch einfache Methoden der geografischen Feldforschung anwenden. 1. Lerngebiet: Humangeografie Gesellschaft und Raum unterschiedliche Lebensweisen in ihrem Kontext verstehen und Veränderungsprozesse erklären. fallbezogen Konflikte in räumlicher Hinsicht Ursachen und Folgen von Migration erkennen sowie darauf bezogene Massahmen beurteilen. wichtige demografische Prozesse analysieren und ursächlich erklären. die Folgen demografischer Prozesse abschätzen und Massnahmen beurteilen. 2. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Methoden und Informationsmittel Daten (inkl. Luft- und Satellitenbilder, Web-GIS) zur Beantwortung von kultur- und sozialgeografischen Fragen beiziehen, sie analysieren, interpretieren und in adäquater Form (z. B. Karten, Texte, Grafiken) Ergänzungsfach Geografie 1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Mögliche Teilgebiete: 1.1. Naturräumliche Strukturen 1.2 Naturräumliche Prozesse und Wechselwirkungen 1.3. Umwelt und Gesellschaft 1.4. Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie Schnittfelder zur Humangeografie physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären. Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen und beurteilen. in Zusammenhängen denken sowie Typen und Modelle bilden und damit argumentieren. Vertiefung ausgewählter Erhebungs- und Analysemethoden geografische Informationsmittel (z. B. Karten, Luft- und Satellitenbilder, Texte, Grafiken oder Datensätze) interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln. systematisch recherchieren, Daten erheben und den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch 2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Mögliche Teilgebiete: 1.1. Räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen 1.2. Wechselwirkungen menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen 1.3. Kulturelle Vielfalt 1.4. Gesellschaft und Umwelt 1.5. Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie Schnittfelder zur physischen Geographie Vertiefung ausgewählter Erhebungs- und Analysemethoden humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozial- und geisteswissenschaftlicher sowie ökonomischer Theorien erklären. Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und beurteilen. in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen denken sowie Typen und Modelle bilden und damit argumentieren. geografische Informationsmittel (z. B. Karten, Luft- und Satellitenbilder, Texte, Grafiken oder Datensätze) interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln. systematisch und zielorientiert recherchieren, Daten erheben und analysieren. den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch Grundlagenfach Geschichte Wochenstunden 2 2 2 2 Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen Die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen Die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen Differenzierungsvermögen und Respekt gegenüber anderen Kulturen beweisen Ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können Eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten Jeder gymnasiale Lerninhalt weist eine historische Dimension auf. Verweise und Inhalte befassen sich mit Stoff aus den folgenden Fächern: Alte Sprachen: kulturgeschichtliche Aspekte der Antike Philosophie: kulturelle Wurzeln europäischen und aussereuropäischen Denkens sowie Politische Philosophie Religion: Weltreligionen im Vergleich Moderne Sprachen: Verständnis der Literatur in ihrem zeitgenössischen Kontext, historischer Zugang zu Sprache und Kultur Geografie: naturräumliche Voraussetzungen für die geschichtliche Entwicklung, historische Einflüsse auf gesellschaftliche Entwicklungen Wirtschaft und Recht: Einflüsse wirtschaftlicher und rechtlicher Entwicklungen auf die politische und soziale Entwicklung Musische Fächer: Kunst und Kultur verschiedener Epochen Naturwissenschaften: Wesen und Bedeutung der Naturwissenschaften für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften in historischer Perspektive Biologie: menschliches Verhalten, Sozialdarwinismus Klassifizierung, Analyse und Interpretation von Materialien sowie Umgang mit Informationen den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen die Absicht des Verfassers/der Verfasserin kritisch aus vorgegebenen Fragestellungen historisch relevante Schlüsse ziehen. aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten ordnen. Frühe Hochkulturen (an einem Beispiel: Nil, Mesopotamien, Indus oder Huangho) Antike Aussereuropäischer Kulturbereich (an einem Beispiel eines Längsschnitts: China / Japan, Afrika, Inka / Azteken / Maya, Judentum / Islam) Einsicht gewinnen in die grundlegenden gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien und Machtstrukturen sowie Wirtschaftsordnungen. die Bedeutung des Naturraumes für die Entstehung früher Hochkulturen erkennen. die Bedeutung der Antike für die abendländische Geschichte darlegen. an exemplarischen Beispielen aufzeigen, wie das Denken und Handeln in der Antike bis in die Gegenwart weiterwirkt. die Bedeutung der Antike für die abendländische Geschichte darlegen. an exemplarischen Beispielen aufzeigen, wie das Denken und Handeln in der Antike bis in die Gegenwart weiterwirkt. Politische und staatskundliche Aktualität (Schweiz, Europa, Welt) die Ungleichzeitigkeit historischer Entwicklungen ihre Wahrnehmung schärfen für Blüte- und Krisenphasen einzelner Kulturbereiche. befassen sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die Mediennutzung herangeführt. erkennen den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die Verschränkung der drei genannten geographischen Kreise. Funktionsweise der Geschichtswissenschaft Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft die grundsätzliche Funktionsweise der Geschichtswissenschaft erklären. aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur prägt. den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte darlegen. Klassifizierung, Analyse und Interpretation von Materialien Umgang mit Information die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern. die Absicht und den Informationsstand des Verfassers/der Verfasserin von Quellen kritisch aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen. aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen. Mittelalter Frühe Neuzeit Bürgerliche Revolutionen die für die Gegenwart besonders relevanten politischen, kulturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Mittelalters die für die Gegenwart besonders relevanten politischen, kulturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Frühen Neuzeit die Grundlagen des Denksystems der «Aufklärung» zentrale Errungenschaften der «Aufklärung» darstellen und hinsichtlich der Chancen und Gefahren Ursachen, Ablauf und Folgen der bürgerlichen Revolutionen erläutern. Politische und staatskundliche Aktualität (Schweiz, Europa, Welt) sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die Mediennutzung befassen. den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die Verschränkung der drei genannten geographischen Kreise erkennen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft erläutern, wie die Quellenlage die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst. darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann. die Besonderheiten der Ereignis-, Struktur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte erläutern. Klassifizierung, Analyse und Interpretation von Materialien Informationen finden Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern. die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie des Verfassers/der Verfasserin von Materialien kritisch aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbstständig Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen. selbstständig Materialien finden und deren Informationsgehalt beurteilen. Industrialisierung Nationalstaatenbildung Imperialismus Erster Weltkrieg Schweizer Geschichte und politische Bildung die Voraussetzungen, den Ablauf und die Auswirkungen der Industrialisierung darlegen. Auswirkungen der Nationalstaatenbildung auf das gesamteuropäische Staatssystem analysieren. Ursachen, Wesen und Auswirkungen des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen Ursachen, Auslöser, Merkmale, Verlauf und Folgen des Ersten Weltkriegs erklären. den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848 die Herausforderungen der modernen Schweiz in der Vergangenheit diskutieren. Politische und staatskundliche Aktualität (Schweiz, Europa, Welt) die zentralen Grundvoraussetzungen einer Demokratie am Beispiel der Schweiz erläutern und ihre eigene Rolle darin reflektieren. aktuelle politische Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen. befassen sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die Mediennutzung herangeführt. erkennen den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die Verschränkung der drei genannten geographischen Kreise. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und Kulturgebundenheit der Historiker/innen die Geschichtswissenschaft beeinflussen. darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet. die Besonderheiten und die Bedeutung der Geschlechter-, Umwelt-, und Migrationsgeschichte Klassifizierung, Analyse und Interpretation von Materialien Informationen finden Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme einordnen und deren Einfluss auf das eigene Geschichtsbild die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und den Bildungsstand des Verfassers/der Verfasserin von Materialien kritisch hinterfragen. selbstständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zum historischen Kontexten herstellen. selbstständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten. Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg Nachkriegsgeschichte (seit 1945) Kalter Krieg die ideologischen, politischen und gesellschaftlichen Wurzeln des Totalitarismus darlegen. Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen totalitärer Systeme erläutern. Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung der Shoa die wichtigsten Strukturen, Prozesse und Akteure der Weltpolitik ab 1945 analysieren. zentrale globale Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen. die zentralen Ereignisse, Strukturen und Ideologien des Kalten Krieges darlegen. Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks Längsschnitt von aussereuropäischen Regionen Aktuelle Konflikte Europäische Integration Politische und staatskundliche Aktualität (Schweiz, Europa, Welt) die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur beschreiben. Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten Entwicklungsphasen erläutern. aktuelle Herausforderungen der Region analysieren und Lösungsansätze diskutieren. die historischen Hintergründe des Konflikts darlegen. den Ablauf und die Merkmale des Konflikts erläutern. die aktuelle Situation erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren. Perspektiven für die Konfliktlösung erarbeiten. die wichtigsten Prozesse und Strukturen der europäischen Integration darlegen. aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union beurteilen und Lösungsansätze diskutieren. die Bedeutung der Europäischen Union für Europa sich mit aktuellen Zeitfragen und werden an die Mediennutzung befassen. den Wert einer gewissen Weltläufigkeit und die Verschränkung der drei genannten geographischen Kreise erkennen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft erläutern, wie die Quellenlage, die Zeit- und Kulturgebundenheit der Historiker/innen sowie die beschränkte Kapazität des Menschen, Informationen zu bewältigen, die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst. die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit die Gegenwart aus verschiedenen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder geschlechtergeschichtlicher) Perspektive befragen. Ergänzungsfach Geschichte Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders Wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen Gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten Die Querverbindungen des Ergänzungsfachs Geschichte decken sich mit jenen des Grundlagenfachs. Grundsätzlich berührt das Fach Geschichte inhaltlich wie methodisch viele gymnasiale Lernbereiche. 3. Lehrplan Umgang mit verschiedenen Quellengattungen (z. B. materielle Überreste, Texte, (Auto)Biographien, Gemälde, Bilder, Fotografien, Karten, Film) Umgang mit Geschichtsbildern Geschichtstheorien das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten. historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eigene Fragestellung hin bearbeiten und die gezogenen Schlüsse reflektieren erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe beeinflusst haben. geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen. den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) 2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft Umgang mit verschiedenen Quellengattungen (z. B. materielle Überreste, Texte, (Auto)Biographien, Gemälde, Bilder, Fotografien, Karten, Film) Aktuelle Konflikte Globalisierung und neue Weltordnung Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft Aussereuropäische Geschichte (z.B. China, Indien, Lateinamerika, Afrika) Totalitäre Systeme Internationale Organisationen und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz (Konstanten und Diskontinuitäten) Protestbewegungen die komplexen Ursachen historischer und aktueller Entwicklungen erklären und deren Interdependenzen die Eigenheiten nationaler und eventuell regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren. die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur die Kategorien und Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar machen. den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen Entwicklungen 3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie Längsschnitt Orient – Okzident Entkolonialisierung und Neokolonialismus sowie Neoimperialismus Freizeit, Bildung, Kultur und Sport Armut und Wohlstand Ernährungsgeschichte Umwelt- und Klimageschichte Gesundheit und Krankheit Gender Kräfte von Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkungen die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen Prozess darlegen und Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und beurteilen. Politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart auf ihre historische Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung Freifach Griechisch Wochenstunden 4 4 – – 2. Klassen und Lehrpläne 1. / 2. Klasse Schrift Fremdwörter Morphologie und Syntax Wortbildung Texterfassung sowohl aktiv als auch passiv mit der griechischen Schrift umgehen. die deutsche Bedeutung eines begrenzten Grundwortschatzes wiedergeben. erste Fremdwörter und moderne wissenschaftliche Fachbegriffe auf die griechische Grundbedeutung zurückführen. mit den wichtigsten Flexionen umgehen und die Funktion der Wortformen im Text erkennen. erste Regeln und Elemente der Wortbildungslehre erkennen und anwenden. aufgrund von Schlüsselwörtern einen Text inhaltlich erfassen und paraphrasieren. Übersetzungstechnik Neugriechisch einen Lehrbuchtext mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen. die Ausspracheregeln für das Neugriechische Sich in einfachen Dialogen zurechtfinden. Mythologie Religion Kunstgeschichte Sprachvergleich Philosophie Geschichte einzelne heute noch bekannte Mythen zusammenfassen, insbesondere die mykenischen und thebanischen Sagenkreise und die Taten des Herakles, und ihr Weiterleben in der Moderne in Literatur und Film skizzieren. die wichtigsten griechischen Götter und Göttinnen aufzählen, ihre Bedeutung erklären und ihre römischen Entsprechungen benennen. über Orakelheiligtümer (insbesondere das Orakel von Delphi) und deren Funktion Auskunft geben. die wichtigsten Merkmale der einzelnen drei griechischen Stilepochen erkennen und an ausgewählten Beispielen erklären. den Einfluss des mediterranen Kulturraums (insbesondere Ägyptens und des Vorderen Orients) auf die griechische Kultur erfassen. die Entwicklung des griechischen Dramas und dessen Bedeutung bis in die moderne Literatur den Ursprung und die Bedeutung der Olympischen Spiele erfassen. die ähnlichen Strukturen von Griechisch, Latein und einzelner moderner Sprachen erkennen. die Entwicklung des Altgriechischen zum Neugriechischen an Beispielen aufzeigen und einzelne wichtige philosophische Richtungen und ihre Vertreter nennen. kulturelle Schnittstellen als Voraussetzung zur Entwicklung von Philosophie erfassen. die Bedeutung der minoischen und mykenischen Kultur erklären. Schrift wichtige Vorgänge und Personen der antiken griechischen Geschichte nennen. Auskunft geben über die wichtigsten Orte, Landschaften und deren Bedeutung für das alte Griechenland. die Entwicklung der griechischen Schrift und die Weiterentwicklung zur lateinischen Schrift nachzeichnen. Grundlagenfach Griechisch Wochenstunden – – 4 4 Das Grundlagenfach Griechisch fördert besonders die historische Tiefenschärfe, d.h. vor allem in der durch die modernen Medien enorm verstärkte «Halbwertszeit» von Wissen das Bewusstsein, dass viele unterschiedliche aktuelle Ausprägungen auf gleichbleibenden allgemeinen Erkenntnissen beruhen intellektuelle Bescheidenheit, d.h. aus seinen besonderen Erkenntnissen und Fertigkeiten kein grosses Aufsehen zu machen die Fertigkeit im Gebrauch einzelner Begriffe, um den Sinn eines ursprünglichen Ausdrucks passend wiederzugeben den Nachvollzug der begrifflichen und formalen Weiterentwicklung einzelner Wörter und syntaktischer Phänomene das Interesse für die Entwicklung und die Zusammenhänge verschiedener Gebiete der Kultur, Geschichte, Psychologie, Mythologie Latein: Kunst- und Kulturgeschichte, Motivgeschichte Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik Moderne Sprachen: Wortbildung, Theater und Dichtung Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum Philosophie: Weltverständnis, Naturphilosophie, Ethik Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Motivgeschichte Musik: Motivgeschichte Fremdwörter Morphologie und Semantik Wortbildung Bedeutungserweiterung Texterfassung Übersetzungstechnik die deutschen Bedeutungen eines definierten Grundwortschatzes wiedergeben. die gängigen Fremdwörter auf ihre griechische Grundbedeutung zurückführen. Funktion der Wortformen in einem Text bestimmen. nach der Regeln der Wortbildungslehre Wörter ableiten und ihre Bedeutung herleiten. die jeweilige metaphorische oder metonymische Bedeutung eines Wortes nachvollziehen. aufgrund von Schlüsselwörtern einen Text inhaltlich erfassen und paraphrasieren. einen einfacheren Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen. Mythologie Kunst- und Kulturgeschichte die wichtigen auch heute noch bekannten Mythen zusammenfassen, in ihren usprünglichen Zusammenhang einordnen und aus heutiger Sicht bekannte Motive der bildenden Kunst (Vasenmalerei, Plastiken, andere Kunstwerke) erkennen, kulturgeschichtlich einordnen und ihre spezifischen Merkmale erklären. Gesellschaftsgeschichte Archäologie Philosophie die verschiedenen Lebensumstände von der griechischen Frühzeit bis in die Spätantike Erkenntnisse aus der Archäologie für das Verständnis der in den Texten beschriebenen Wirklichkeit und deren Relativierung nutzen. die Entwicklung der Philosophie von ihren Anfängen bis in die Spätantike in groben Zügen überblicken. Dialekte Sprachgeschichte Metrik Stilfiguren Rhetorik Übersetzungstechnik Werküberblick Epoche und Gattung die wichtigsten dialektalen Merkmale (v.a. Attisch und Ionisch) unterscheiden und zuordnen. Unterschiede einzelner Wortformen von der archaischen bis zur hellenistischen Zeit identifizieren. Hexameter rhythmisch lesen. die gängigen Tropen und Figuren mit ihrer Wirkung im Text identifizieren. die Elemente der Beeinflussung und Manipulation der Leser erkennen und kritisch hinterfragen. einen formal anspruchsvolleren Text syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen. ein ganzes Werk (z. B. Tragödie oder Komödie) oder grosse Teile davon (z. B. eines Epos oder Geschichtswerkes) in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und spezifischen Abschnitten im Original in ihrem wesentlichen Inhalt erfassen. aufgrund des Wortgebrauchs und der Merkmale der Textstruktur einen Text zeitlich (archaisch bis hellenistisch) ein- und typenspezifisch (wie Abhandlung, Epos oder Drama) zuordnen. Mythologie Motivgeschichte heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen und deren Zweck erläutern. die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher Motive in verschiedenen Medien (Texten, Bildern, Skulpturen, Film, Musik) wiedererkennen und analysieren und dabei allgemeine und spezifische Elemente herausarbeiten, zuordnen und beurteilen. Wissenschaft Wertvorstellungen Weltverständnis Erkenntnislehre und deren grundsätzliche wissenschaftstheoretische Ansätze zuordnen und durch die exemplarische Lektüre einzelner Werke (z. B. Tragödie, Komödie, Epos) die zugrunde liegenden Werte identifizieren und in Bezug setzen zu heutigen Wertvorstellungen. verschiedene Texte und Bilder vergleichen und Unterschiede im religiösen und philosophischen Verständnis erfassen und beurteilen. Ergänzungsfach Informatik Das Ergänzungsfach Informatik fördert besonders analytisches Denken, systematisches Vorgehen bei Problemlösungen sowie die Fähigkeit zu abstrahieren und zu modellieren Querverbindungen zu anderen Fächern gibt es unzählige. Hier eine kleine, exemplarische Auswahl. Mathematik: Es können numerische Algorithmen verglichen werden, um z. B. Pi zu berechnen. Auch können Siebalgorithmen zur Primzahlsuche betrachtet werden. Schliesslich ist das Traversieren von Graphen und Bäumen ebenfalls aufschlussreich Physik: Es kann untersucht werden, wie logische Schaltkreise aufgebaut sind und wie sie sich verhalten. Weiter können wichtige physikalische Phänomene wie der freie Fall modelliert werden. Schliesslich sind Experimente mit magnetischen Graphen erhellend Biologie: In der Bioinformatik werden grosse Datenbestände nach spezifischen Gensequenzen durchsucht. Naheliegend sind auch Simulationen mit Räuber-Beute-Modellen oder Simulationen zur Ausbreitung von Viren Chemie: Chemische Reaktionen können mit dynamischen Modellen simuliert und thermodynamische Phänomene visualisiert werden Sprachen: Texte lassen sich auf charakteristische Grössen wie Wortlänge, Satzlänge und Satzkonstruktion hin untersuchen. Linguistische Modelle können implementiert werden. Mit statistischen Methoden kann die althochdeutsche Lautverschiebung rekonstruiert werden Wirtschaft und Recht: Hier drängen sich Modelle von ökonomischen Zusammenhängen auf. Auch eine Untersuchung der gegenwärtigen Börsentechnologien ist denkbar. Schliesslich können statistische Untersuchungen an grossen Datenbeständen durchgeführt werden Musik: Verfahren zur Speicherung und Kompression von akustischen Informationen können betrachtet werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bearbeitungsverfahren von Klängen, wobei das Wurlitzer-Phänomen besondere Erwähnung verdient Bildnerisches Gestalten: Auch hier drängen sich Verfahren zur Speicherung und Kompression von optischen Informationen auf. Algorithmen zur Mustererkennung sind ebenfalls denkbar Philosophie: Logik kann als fundamentale Disziplin betrachtet werden. Automatisierte Beweisverfahren und ihre Grenzen können thematisiert werden 1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte Grobinhalte zur Auswahl Mindestens 2 Themen Theoretische Informatik (z. B. Zustandsmaschinen, reguläre Sprachen, kontextfreie Sprachen, Berechenbarkeit, Komplexitätstheorie) Hardware (z. B. Architektur eines Computers, Architektur eines Prozessors, Digitaltechnik) Netzwerke (z. B. Topologien, Hardware, Protokolle) Logik (z. B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme, Expertensysteme) aus den behandelten Themen die Bedeutung der zentralen Begriffe verstehen und erklären. aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte beschreiben und anwenden sowie einzelne Beispiele umsetzen. 2. Lerngebiet: Information Grobinhalte zur Auswahl Mindestens 2 Themen Informationsrepräsentation (z. B. Darstellung von Daten und Codes, Informationsgehalt) Datenstrukturen (z. B. Elementare, strukturierte und dynamische Datentypen, Objekte) Datenbanken (z. B. Allgemeine Datenbankmodelle, Entity-Relationship-Modell, Abfragesprachen, Integrität) Datensicherheit (z. B. Fehlererkennende und fehlerkorrigierende Codes, Kryptografie, Datenintegrität) Informationen auf verschiedene Arten darstellen. für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen. die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich der Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären. 3. Lerngebiet: Automation Grobinhalte zur Auswahl Mindestens 2 Themen Algorithmen (z. B. Sortieren, Suchen, Codierung, Verschlüsselung, Kompression, Betriebsystem, Numerik, Anwendungen) Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen Projektentwicklung Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren. die Funktionsweise eines Algorithmus’ erklären und ihn anwenden. elementare und strukturierte Datentypen einsetzen. Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z. B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung). Informatiklösungen planen und umsetzen. Obligatorisches Fach Informatik (neu) Wochenstunden 2 1 – – Strukturiert denken Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt Lösungen in Gruppen erarbeiten Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen Grobinhalte zur Auswahl Mindestens 2 Themen 1.1. Algorithmen den Begriff Algorithmus beschreiben. einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben (z.B. Pseudocode, Flussdiagramm, Programmiersprache). einfache Algorithmen interpretieren. einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen. 1.2. Datenstrukturen elementare und strukturierte Datentypen (z.B. Integer, Fliesskommazahl, Boolean, String, Array, ...) einsetzen. 1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren. syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 2.1. Codierung Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Umwandlungen durchführen 3.1. Sicherheit Sicherheitsrisiken erkennen und erklären (z.B. Phishing, Malware, Trojaner). geeignete Schutzmassnahmen treffen (z.B. Email- Anhänge analysieren, Phishing-Emails, Adresse in der Adresszeile eintippen anstatt im Email anklicken, Updates installieren, Antiviren-Programme, Schutz vor Social Engineering). 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation wird im 2. Jahr behandelt. 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.1. Recht und Wirtschaft wichtige Datennutzungs-Rechte (Up- und Download, Nutzung von urheberrechtlich geschützten Daten) und deren Grenzen erklären, sowie ihre Datenschutz- Rechte (Schutz persönlicher Daten) benennen. Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen, politischen oder kriminellen Akteuren im Internet einschätzen und adäquat darauf reagieren. Lerngebiete zur Auswahl: 2.2 Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden. Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden. verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. TXT, HTML, JPG, SVG, PDF, DOC, ...). 3.2 Computersystem die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen 1.2 Datenstrukturen für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen 1.3 Programmieren modular programmieren (z.B. Aufruf von Unterprogrammen). 2.3 Datenbanken Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. eine Datenbanksprache einsetzen. 3.2. Computernetzwerke eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren. das Zusammenspiel von Netzwerken erklären. verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden. die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben. 3.3. Verschlüsselung Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären. die Sicherheit von Verschlüsselungs-verfahren und Passwörtern einschätzen. geeignete Verschlüsselungsmethoden erkennen und Lerngebiete zur Auswahl 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation 4.1 Modellierung einfache, nicht-deterministische Systeme oder Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln, z.B. ein einfaches Spiel (Tic tac toe, etc.), einen physikalischen Vorgang, einen Wachstumsprozess, das Verhältnis Kreisumfang zu Kreisdurchmesser (Monte-Carlo-Simulation). 4.2 Simulation einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.1. Automatisierung ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen 5.2. Kollaboration die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären. Obligatorisches Fach Informatik4 (bisher) Wochenstunden 2 1 – – Strukturiert denken Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt Lösungen in Gruppen erarbeiten Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben 4 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben. Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen 1.1. Algorithmen den Begriff Algorithmus beschreiben. einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben (z.B. Pseudocode, Flussdiagramm, Programmiersprache)5. einfache Algorithmen verstehen. einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen. 1.2. Datenstrukturen verschiedene Datentypen (z.B. Integer, Fliesskommazahlen, Boolean, String, Arrays,...) für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen 5 Einführung / Vorbereitung auf 2. Jahr 1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren. syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 2.1. Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden. Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden. verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. HTML, CVS, TXT, MP3, Bildformate wie SVG oder PNG, PDF, DOC, RTF ...) 2.2. Codierung verschiedene Zeichencodierungen erkennen und anwenden (z.B. Umlaute im Browser oder im Texteditor). 3.1. Computersystem die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen 3.2. Computernetzwerke den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären (z.B. WLAN-Router als Kontroll- Schnittstelle zwischen (W)LAN und WAN). 3.3. Verschlüsselung geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden (z.B. GnuPG im lokalen Email-Programm installieren und verwenden oder eine WhatsApp oder Signal-Nachricht verschicken). 3.4. Sicherheit Sicherheitsrisiken erkennen und erklären (z. B. Phishing, Malware, Trojaner). geeignete Schutzmassnahmen (auf der Ebene des Verhaltens) treffen (z.B. Email-Anhänge analysieren, Phishing-Emails, Adresse in der Adresszeile eintippen anstatt im Email anklicken, Updates installieren, Antiviren-Programme, Schutz vor Social Engeneering). 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation wird im 2. Jahr behandelt. 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.1. Projektentwicklung Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen: z.B. Börsencrash / Flugsicherung / Googlecar; Prüfung von selber geschriebenen oder erworbenen Programmen auf Herz & Nieren; 80:20-er Regel. 5.2. Kollaboration verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration (z.B. Dropbox, OneDrive, BSCW, emailen, Instantmessenger wie WhatsApp, Signal-App) nennen und gezielt einsetzen (unter Einbezug von 3.3. Verschlüsselung und 3.4. Sicherheit). die Bedeutung (Funktion) von Metadaten in Kommunikationssystemen (z.B. Emailverkehr, Handyverkehr, DNS oder Router-Algorithmen) erklären: technische Notwendigkeit vs. juristische Gegebenheit / politischer Wunsch und dadurch resultierende Möglichkeiten. 5.3. Recht und Wirtschaft wichtige Datennutzungs-Rechte (Up- und Download, Nutzung von urheberrechtlich geschützten Daten) und deren Grenzen erklären, sowie ihre Datenschutz- Rechte (Schutz persönlicher Daten) benennen. Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen, politischen oder kriminellen Akteuren im Internet einschätzen und adäquat darauf reagieren (vernetzt mit Punkt 3.4: «Sicherheit»). 1.1. Algorithmen einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben (z.B. Pseudocode, Flussdiagramm, Programmiersprache)6. einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen. 1.2. Datenstrukturen für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen 1.3. Programmieren die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren. modular programmieren (z.B. Aufruf von Unterprogrammen). syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 6 Wiederholung oder Vertiefung 2.1. Repräsentation von Information digitale und analoge Daten unterscheiden. Syntax und Semantik eines Codes unterscheiden. 2.2. Codierung binäre Zahlen verstehen und einfache Operationen durchführen (z.B. addieren, subtrahieren, AND, OR, XOR, ...). verschiedene Zeichencodierungen erkennen und anwenden (z.B. Umlaute im Browser oder im Texteditor). 2.3. Datenbanken eine Datenbankabfragesprache einsetzen (z.B. SQL). Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen (z.B. relationale Datenbank mit Primär- und Fremdschlüsseln, z.B. Personen und ihre Handynummern sowie Email-Adressen abfragen). 3.2. Computernetzwerke den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären (z.B. WLAN-Router als Kontroll- Schnittstelle zwischen (WLAN und WAN). verschiedene Ebenen der digitalen Kommunikation unterscheiden (z.B. verschiede Protokolle wie ARP auf tiefer Schicht oder HTTP und HTTPS auf höherer Schicht). die Übermittlung und Adressierung von Daten in einem einfachen Computernetzwerk beschreiben (z.B. anhand des Konzepts der IP-Adressen und Traceroute). 3.3. Verschlüsselung Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären. die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren (z.B. monoalphabetische vs. polyalphabetische Verfahren) und Passwörtern einschätzen. geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden (z.B. GnuPG im lokalen Email-Programm installieren und verwenden oder eine WhatsApp oder Signal-Nachricht verschicken). 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation… 4.1 Modellierung einfache, nicht-deterministische Systeme oder Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln, z.B. ein einfaches Spiel (Tic tac toe, etc.), einen physikalischen Vorgang, einen Wachstumsprozess, das Verhältnis Kreisumfang zu Kreisdurchmesser (Monte-Carlo-Simulation). 4.2 Simulation passend zu 4.1. entsprechende Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren. 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.1. Projektentwicklung kleine Informatiklösungen planen und umsetzen. (Konkrete Umsetzung von Punkt 1.3. «Modular programmieren»). Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen: z.B. Börsencrash / Flugsicherung / Googlecar; Prüfung von selber geschriebenen oder erworbenen Programmen auf Herz & Nieren; 80:20-er Regel. 5.2. Kollaboration die Bedeutung (Funktion) von Metadaten in Kommunikationssystemen (z.B. Emailverkehr, Handyverkehr, DNS oder Router-Algorithmen) erklären: technische Notwendigkeit vs. juristische Gegebenheit / politischer Wunsch und dadurch resultierende Möglichkeiten. Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 – Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind – neben dem Schulmusikunterricht, mit dem er eine untrennbare Einheit bildet – Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Organisationsformen des Instrumentalunterrichts Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch im Gruppenunterricht vermittelt werden. Das Zusammenspiel mit anderen Schülerinnen und Schülern soll nach Möglichkeit gefördert und praktiziert werden, sei es durch Mitwirkung in einem unserer Instrumental-Ensembles oder durch Teilnahme an unserem Kammermusik- oder am Jazzlager. Instrumentaltechnik Textumsetzung Stilbewusstsein, Interpretation und Ausdrucksfähigkeit auf eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis zurückgreifen. elementare Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. Körper und Atmung bewusst einsetzen. einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext auf dem Instrument beim Spielen der geübten Werke einen persönlichen musikalischen Ausdruck finden. 2. Lerngebiet: Musizieren Repertoireaufbau und -pflege sowie stilistische Vielfalt Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation soweit instrumentaltechnisch möglich auf die Erarbeitung von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückgreifen. Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nichtöffentlichen Rahmen (z. B. Klassenstunde) vortragen. Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt singen. einfache Improvisationsaufgaben lösen. Stegreifspiel einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Rhythmik, Melodik und Harmonik Klang einfache rhythmische und melodische Muster erkennen und auf ihrem Instrument realisieren. Klangfarben auf ihrem Instrument ansatzweise 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Instrumentenpflege einige der wichtigsten Komponistinnen und Komponisten / Interpretinnen und Interpreten für ihr Instrument benennen und einige derer Werke ihr Instrument sachgerecht pflegen. Instrumentaltechnik Textumsetzung Stilbewusstsein Interpretation und Ausdrucksfähigkeit einen instrumentaltechnischen Fortschritt gegenüber dem Beginn der 1. Klasse vorweisen. die wesentlichen Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess anwenden. ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen. einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt wiedergeben. die stilistischen Grundkenntnisse in ihr Spiel einfliessen lassen. die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement spielen. Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen. 2. Lerngebiet: Musizieren Stilistische Vielfalt Repertoireaufbau und -pflege Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückgreifen. ein kleines vorspielreifes Repertoire vorweisen. Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen Mitspielenden zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. vor einer schulinternen Gruppe von Zuhörenden vortragen. Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. Improvisationsaufgaben lösen. Stegreifspiel und Auswendigspiel einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Melodik und Harmonik Rhythmik Klang Intervalle aufwärts und abwärts auf ihrem Instrument Dreiklänge in Dur und Moll erkennen. komplexere rhythmische Muster erkennen und auf ihrem Instrument realisieren. Klangfarben auf ihrem Instrument erkennbar Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Gattungen Instrumentenkunde und -geschichte einige der für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen. die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären. Instrumentaltechnik Textumsetzung Stilbewusstsein Ausdrucksfähigkeit Selbstständigkeit eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse) ausweisen. verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden. ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen. einem ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext auf dem Instrument stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen formulieren. die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vortragen. Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in dieser Hinsicht beschreiben und einordnen. ein für sie mittelschweres Werk selbstständig einstudieren. 2. Lerngebiet: Musizieren Stilistische Vielfalt Repertoireaufbau und -pflege auf praktische Erfahrung mit Musik aus verschiedenen Epochen und Stilbereichen zurückgreifen. ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen. Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation Stegreifspiel und Auswendigspiel Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen Mitspielenden zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen. Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. Improvisationsaufgaben lösen. einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Melodik und Harmonie Klang Rhythmik einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen. komplexere rhythmische Muster erkennen und auf ihrem Instrument realisieren. 4. Lerngebiet: : Vertiefen instrumentenspezifischer Kenntnisse Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Gattungen Instrumentenkunde und -geschichte die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen. die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen Grundlagen der Klangerzeugung — über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments Auskunft geben. Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenstunden – – 17 1 2. Klassen und Lehrpläne Instrumentaltechnik Interpretation und Ausdrucksfähigkeit Stilbewusstsein ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3) beherrschen. ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen. die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement interpretieren. 7 Das Schwerpunktfach ist kombiniert mit vier Lektionen Musik sowie einer Lektion Chor. Selbstständigkeit stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen. Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in dieser Hinsicht beschreiben und einordnen. ein für sie mittelschweres Werk selbstständig einstudieren. Stilistische Vielfalt Repertoireaufbau und -pflege Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation auf praktische Erfahrung mit Musik aus einigen Epochen und Stilbereichen zurückgreifen. ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen. ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen Mitspielenden zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen. Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. Improvisationsaufgaben lösen. ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Melodik und Harmonik Rhythmik Klang einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental komplexere rhythmische Muster erkennen und auf ihrem Instrument realisieren. Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen. Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Gattungen Grundlagen der Klangerzeugung die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen benennen. sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument ausweisen. Instrumentaltechnik Textumsetzung Stilbewusstsein Interpretation und Ausdrucksfähigkeit Selbstständigkeit ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 4) beherrschen. ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen. die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter umsetzen. stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen. die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement interpretieren. Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung in dieser Hinsicht beschreiben und einordnen. ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (z. B. Fortsetzung des Unterrichts, Ensembletätigkeit, Musikstudium, Berufschancen) nach Austritt aus der Mittelschule ein für sie mittelschweres Werk selbstständig einstudieren. Stilistische Vielfalt Repertoireaufbau und -pflege Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation Stegreifspiel Auswendigspiel auf praktische Erfahrung mit Musik aus möglichst vielen Epochen und Stilbereichen zurückgreifen. ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen. ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen Mitspielenden zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen. Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. komplexere Improvisationsaufgaben lösen. ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Melodik und Harmonik Rhythmik Klang einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen erkennen. komplexe rhythmische Muster erkennen und Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen. Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Gattungen Grundlagen der Klangerzeugung die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen benennen. sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument ausweisen. Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenstunden – – – 1 Instrumentaltechnik Stilbewusstsein Interpretation und Ausdrucksfähigkeit ihr Instrument auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3) beherrschen. ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken anwenden. ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage einsetzen. stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen. die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter umsetzen. die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement interpretieren. Selbstständigkeit ein für sie mittelschweres Werk selbstständig einstudieren. ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (z. B. Fortsetzung des Unterrichts, Ensembletätigkeit, Musikstudium, Berufschancen) nach Austritt aus der Mittelschule Stilistische Vielfalt Repertoireaufbau und –pflege Zusammenspielen Vorspielen Prima-vista-Spiel Improvisation Stegreifspiel Auswendigspiel auf die Vertiefung in mindestens zwei ausgewählten Epochen und Stilbereichen zurückgreifen. ein erweitertes vorspielreifes Repertoire vorweisen. Musikstücke mit ihrer Lehrperson oder anderen Mitspielenden zusammenspielen. in einem Ensemble / Chor / Orchester der Schule Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen. Musikstücke von einem für sie mittleren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. komplexere Improvisationsaufgaben lösen. ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen. Melodik und Harmonik Rhythmik Klang einige Drei- und Vierklänge erkennen und instrumental komplexe rhythmische Muster erkennen und Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen. Komponistinnen und Komponisten und ihre Hauptwerke Gattungen Grundlagen der Klangerzeugung die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und die bedeutendsten Komponistinnen und Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen benennen. die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Grundlagen benennen. Grundlagenfach Italienisch Stundendotation Didaktische Konzeption Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen Die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen Das eigene Lernen planen Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen Gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen Ein Sprachbewusstsein entwickeln Ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen Wörterbücher und Lexika nutzen Korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen Kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Italienisch eignet sich zur Zusammenarbeit mit den meisten Fächern, besonders mit den Sprach- und den anderen geisteswissenschaftlichen Fächern. Anregende Beispiele für gemeinsame Fragestellungen oder gemeinsame Grobinhalte sind die Folgenden: Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch, moderne Sprachen, Latein, Griechisch, Russisch, Arabisch, Hebräisch: literarische Epochen, literarische Gattungen (z. B. das Sonett), literarischer Transfer, Intertextualität, für mehrere Sprach- und Kulturräume gesellschaftlich oder historisch relevante Themen (z. B. Jugend, Zweiter Weltkrieg, Industrialisierung, Emigration, Amerika, Renaissance, Medici), Mehrsprachigkeit der Schweiz, Sprachvergleich (z. B. Vokabular, Etymologie, falsi amici, Syntax), Film Geschichte: Epochen und historische Ereignisse (z. B. Römer, Kaiser und Päpste, Italienische Einigung, Aufklärung, Weltkriege, Kolonialismus) Geografie: Industrialisierung, Kolonialismus, Vulkanismus, Erdbeben, Emigration Philosophie: Italienischsprachige Philosophen, Ideengeschichte, Renaissance, Macchiavelli Psychologie: Psychologische Interpretation von literarischen Texten, Sprache und ihre Wirkung, la legge Basaglia, Svevo, Pirandello (il fu Mattia Pascal), Trieste (Freud) Religion: Kirchengeschichte, religiöse Darstellungen und Fragestellungen in der Literatur und im Film, Stellenwert der Religion in der heutigen italienischen Gesellschaft (Bräuche, Traditionen, Dante) Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Text-Bild-Beziehung, Filmgeschichte und Filmanalyse, Architektur, Design, Made in Italy Musik: Sprache und Vokabular der Musik, vertonte Literatur (Libretti (z. B. Aida, Carmen, Mozart, Don Giovanni), Musikgeschichte, Oper) Wirtschaft und Recht: Armut, Emigration, aktuelle wirtschaftliche Lage, Banksprache und italienische Konzerne (Benetton, Fiat) Mathematik, Physik, Chemie, Biologie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem Bezug (z. B. Majorana, Volta, Leonardo da Vinci), Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene in literarischen Texten Sport: Vokabular des Körpers und der Spielregeln, Calcio (Sprache, Phänomenologie und Mentalität) Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturgische Struktur, Rhetorik, literarische Gattungen, kreativer Umgang mit Sprache Niveau A1-A2 Elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. Konjugation Präsens und passato prossimo, Deklination, Possessiv- und Personalpronomen) Grundwortschatz Soziolinguistische Normen Übersetzen Vergleichende Sprachanalyse grundlegende Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden. Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten Vokabulars meistern. ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen festigen und Techniken des Vokabularlernens anwenden. die grundlegenden Regeln der Kommunikation (anreden, begrüssen, duzen und siezen, mit Ausnahme des höflichen Imperativs) in Alltagssituationen adäquat einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen. Hören (einfache Texte, Alltagssituationen, Unterricht) Lesen (einfache Texte, Alltagssituationen) Sprechen (Rollenspiele, Unterrichtsgespräch) einfache Sachtexte verstehen und deren Inhalt einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen folgen. einfache Texte (Speisekarten, Fahrpläne, Mitteilungen und Wetterbericht) verstehen. Dialoge und einfache Alltagsgespräche führen und sich kurz vorstellen. Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben. einfache literarische Texte phonetisch korrekt vorlesen. kurze Texte verfassen (z. B. Postkarten, Dialoge, Emails und SMS). Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben. Einfache zeitgenössische Texte aus dem Lehrmittel und didaktisierte Texte einfache literarische Texte (z. B. Pasta per due, Dov’è Yukio) verstehen. die italienischsprachigen Gebiete der Schweiz benennen und die Wichtigkeit dieser Gebiete und ihrer Sprache für die Schweiz erkennen. elementare geografische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens (z. B. Regionen, Provinzen, Städte, Flüsse) einsetzen. bestehende Kenntnisse über unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geografie, Land und Leute) den Inhalt ausgewählter Canzoni und / oder Filmsequenzen verstehen. Niveau A1–A2 Weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. Konjugation imperfetto, condizionale, futuro und Anwendung der Vergangenheitszeiten, Demonstrativpronomen) Grund- und Aufbauwortschatz Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln Wortfeldarbeit Übersetzen stufengerechte grammatikalische Strukturen anwenden sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen. einzelne Idiomatismen gebrauchen. einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Italienisch und Deutsch erfassen (z. B. Konditionalsätze). Begriffe einfach umschreiben. analoge und digitale Wörterbücher kompetent nutzen. semantische Strategien (z. B. Synonyme, Antonyme, Wortfamilien) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und nutzen. anspruchsvolle Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Hören (Dialoge und Originalaussagen oder ausgewählte Canzoni und Filme, komplexere Unterrichtssprache) ausgewählte einfache Dokumente verstehen. Sprechen (Rollenspiele, Unterrichtsgespräch, erste einfache Vorträge) Lesen (einfache und vereinfachte Texte) in unterschiedlichen Redesituationen (z. B. Spontanunterhaltung, Vorstellung, Alltagsgespräch) zusammenhängend und verständlich sprechen. sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Werken sowie zu anderen Themen den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und ihre Meinung dazu äussern. Kurzgeschichten, kleine Romane sowie Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften verstehen. Texte zu vertrauten Themen (z. B. Briefe, E-Mails (Privatkorrespondenz), Zusammenfassungen, Stellungnahmen) verfassen. Textanalyse (didaktisierte Texte und Kurzgeschichten in Originalfassung z. B. Ammaniti, Anche il sole fa schifo, Rossana Campo, Il matrimonio di Maria) Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung erklären. erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur einordnen. gesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens diskutieren und dazu sich zu einigen bedeutenden Vertreterinnen oder Vertretern der italienischen Musik und des italienischen Films äussern. Niveau A2–B1 Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. Formen und Anwendung congiuntivo und concordanza dei tempi) Themen- und textbezogener Synonyme und Antonyme Verwendung von Hilfsmitteln Übersetzen vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwenden. sich nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen aneignen und diesen selbstständig festigen. verschiedene Sprachebenen identifizieren. gewisse Abweichungen von der Standardsprache sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen. anspruchsvolle Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Hören (Originalbeiträge aus Radio- oder Fernsehnachrichten oder Spielfilme) Sprechen (Diskussionen, Vorträge zu literarischen und nicht literarischen Themen) den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen folgen und diese sinngemäss spontan und klar ihre Meinung äussern. sich zu diversen Themen äussern. Lesen (verschiedene Textgattungen (z. B. Novellen, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti) Unterschiedliche Textsorten (z. B. argumentative und fiktionale Texte) und Schreibstrategien selbstständig einen literarischen Text erarbeiten. Briefe, Buchbesprechungen und kürzere Aufsätze Methoden der Literaturanalyse und -interpretation Grundbegriffe der Literaturanalyse Literaturgeschichte: Kurztexte, Erzählungen, Romane des 20. bis 21. Jahrhunderts mittleren Schwierigkeitsgrades (z. B. Fenoglio, Sciascia, Benni, Baricco, Volo, Licalzi) einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu analysieren und interpretieren. Handlungsablauf, Figurenkonstellation, Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung erklären. anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln literarische Texte einordnen. einfache ausgewählte geschichtliche Aspekte der Südschweiz und Italiens erklären. die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft sich zu medialen Beiträgen (z. B. Zeitungsartikeln, Canzoni, Filme) äussern und dazu Stellung nehmen. Niveau B1-B2 Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. il ‚si’ passivante, Infinitivstrukturen, das Verb und seine Ergänzungen) Erweiterter Wortschatz Vernetzung des Wortschatzes (z. B. in Wortfamilien, Synonyme und Antonyme, Definitionen, Paraphrasen) Rhetorik selbstständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren. ihren Wortschatz selbstständig festigen und vertiefen. den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden. mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen. unterschiedliche Sprachebenen identifizieren. Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der Standardsprache erkennen. Hören (authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge, komplexe Präsentationen) Sprechen: Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z. B. Gespräch mit Muttersprachigen, authentischen Redebeiträgen weitgehend mühelos folgen. längere, komplexe Präsentationen verstehen. Vorträge über anspruchsvollere Themen verstehen. sich sach-, adressaten- und situationsgerecht komplexere Vorträge zu literarischen und nicht literarischen Themen) Schreiben (Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe) ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend sich zu diversen Themen gewandt und kompetent selbstständig individuelle Lektüren erarbeiten. mit Hilfsmitteln ausgewählte Texte früherer Epochen lesen und zusammenfassen. komplexe, längere Texte verfassen. Methoden der Literaturanalyse und – Literaturgeschichte: exemplarische Texte aller Gattungen aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert (z. B. Dante, Goldoni, Manzoni) Literatur- und kulturgeschichtlicher Kontext Wichtige Epochen der italienischen Geschichte (z. B. Rinascimento, Risorgimento, Fascismo, Mani pulite) ausgewählte Ansätze der Textinterpretation wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert erkennen und analysieren. den literatur- und kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes wiedergeben. ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt kontextualisieren und erörtern (z. B. Kunst, Architektur, Film oder Musik). typische kulturelle Gegebenheiten der italienischsprachigen Welt (z. B. Stereotypen der italianità, Einwanderung) erkunden. wichtige Epochen der italienischen Geschichte in ihren Grundzügen charakterisieren. Schwerpunktfach Italienisch Klassen und Lehrpläne Niveau B1–B2 Komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln (z. B. Formen und Anwendung des congiuntivo, concordanza dei tempi, passivo, gerundio) Erweiterter Aufbauwortschatz vertiefte grammatikalische Kenntnisse selbstständig aneignen und anwenden. nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu Themen aus Literatur und Kunstgeschichte aneignen und diesen selbstständig ausbauen. verschiedene Sprachebenen unterscheiden. Verwendung von Hilfsmitteln Übersetzen (optional) gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. einfache soziolinguistische Probleme erkennen. sich notwendige Informationen aus unterschiedlichen Quellen beschaffen. ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache und die Zielsprache übersetzen. Hören (Originalbeiträge wie Radio- oder Fernsehnachrichten oder Spielfilme) Sprechen (Diskussionen, Vorträge zu literarischen und nicht literarischen Themen) Lesen: verschiedene Textgattungen (Novellen, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und Opernlibretti) Schreiben (Briefe, Film- und Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays) den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen folgen und Spielfilme verstehen (Globalverständnis). einem angeregten Gespräch unter Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen. in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern. anspruchsvollere Texte lesen und verstehen. selbstständig individuelle Lektüren erarbeiten und unterschiedliche Textsorten zu komplexeren Themen Methoden der Literaturanalyse und -interpretation Literaturgeschichte: verschiedene Textgattungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert sowie exemplarisch aus früheren Jahrhunderten La civiltà italiana: Dokumente zu Momenten der Geschichte der Südschweiz und Italiens (z. B. Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia) italienische Emigration in die Schweiz und deren gesellschaftlichen Auswirkungen (optional) eine angemessene Fachsprache einsetzen, um literarische Werke zu analysieren und zu sich selbstständig mit einem literarischen Werk beschäftigen. einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben. einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und einordnen. wichtige Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens erklären und gewichten. sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni und Filmen äussern und dazu kritisch und differenziert die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft Niveau B2 Morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln für fortgeschrittene Lernende Wortschatz auf Stufe fortgeschrittene Lernende Sprachvergleich Verwendung von Hilfsmitteln Übersetzen (optional) die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen zentrale grammatikalische Themen selbstständig repetieren und vertiefen. einen differenzierten Wortschatz situationsgerecht ihren Wortschatz selbstständig festigen und vertiefen. unterschiedliche Sprachebenen identifizieren. Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz wichtige Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. sich notwendige Informationen aus unterschiedlichen Quellen beschaffen (z. B. einsprachiges Wörterbuch) Sätze auf Schwierigkeitsniveau einer Maturaprüfung aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Hören (authentische, schnell gesprochene Redebeiträge, komplexe Präsentationen [PLIDA, CELI B2 – C1]) Redebeiträgen mühelos folgen. Besonderheiten eines regional oder dialektal gefärbten Italienisch erkennen. Sprechen (Gespräch mit Muttersprachigen, anspruchsvollere Vorträge zu literarischen und nicht literarischen Themen) Schreiben (Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe) aktiv an einem Gespräch unter Muttersprachigen teilnehmen. Meinungen und Gefühle recht fliessend und spontan grammatikalisch korrekt äussern. sich zu anspruchsvollen Themen weitgehend fehlerfrei und kompetent äussern. mit Hilfsmitteln Texte früherer Epochen selbstständig lesen, zusammenfassen und komplexe, längere Texte weitgehend fehlerfrei Methoden der Literaturanalyse und -interpretation Literaturgeschichte: Texte aller Gattungen auch aus früheren Epochen und literarischen Strömungen (z. B. Trecento, Sette- e Ottocento: Dante, Petrarca, Boccaccio, Goldoni, Manzoni, Verga) unterschiedliche Methoden der Textinterpretation stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen. szenische Umsetzung ausgewählter Textpassagen aus Prosa und Theatertexten gestalten (optional). anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus diversen Epochen erkennen, einordnen und analysieren. ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und kritisch reflektieren (z. B. im Bereich Kunst, Architektur, Film, Musik). Schwerpunktfach Latein Stundendotation Didaktische Konzeption Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders Verständnis für Struktur und Geschichtlichkeit von Sprache und für literarische Tradition Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen Analytische Sprachbetrachtung nach Form und Funktion Genauigkeit Offenheit für die Ästhetik sprachlicher Ausdrucksmittel Interesse für Literatur und Kunstgeschichte Griechisch: Grammatik, Übersetzungstechnik, Metrik und Stilistik, literarische Gattungen, antike Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik Moderne Sprachen: Theater und Dichtung, Rezeption antiker Texte Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen, Geschichtsschreibung Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum Philosophie: Weltverständnis, Ethik Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Rezeption antiker Motive Musik: Rezeption antiker Motive Klassen und Lehrpläne Wortschatz von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen. Übersetzungstechnik Rhetorik Griechisch die Wortformen und syntaktischen Erscheinungen und ihre Funktion in einem Text identifizieren. einen Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen und inhaltlichen Hinweisen selbstständig übersetzen. Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen. inhaltlich präzise und adäquate Formulierungen in deutscher Sprache finden und dieselben inhaltlichen Schwerpunkte wie im lateinischen Text die wichtigsten Stilmittel formal und in ihrer Wirkung auf den Leser identifizieren. die Absichten eines Autors aufgrund der Wortwahl und der im Text verwendeten Rhetorik und Stilistik die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch hinterfragen. bei besonderem Interesse des Kurses einen einfachen griechischen Text auf Deutsch übersetzen oder paraphrasieren. Mythologie Kunst- und Kulturgeschichte Alltagskultur Archäologie Geschichte den Inhalt und die Funktion wichtiger Mythen umreissen, die weitere Entwicklung der Motive nachzeichnen und mit den modernen Adaptionen die Bedeutung mythischer Weltvorstellungen für die Menschen an Beispielen erklären. heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen und deren Zweck erläutern. die Entwicklung der römischen Kunst inklusive der griechischen Wurzeln und ihrer Wirkung auf die nachfolgenden Zeiten aufzeigen. die verschiedenen Ausprägungen des römischen Alltags von der Esskultur bis zur Unterhaltung (z. B. Zirkusspiele, Theater) zueinander in Verbindung idealerweise durch ein Studium vor Ort die wichtigsten archälogischen Erkenntnisse in Beziehung zu den literarischen Quellen setzen. das Selbstverständnis der Römer in ihrer Geschichtsschreibung in Relation zu den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen ihrer Zeit setzen. Metrik und Stilistik Textverständnis Übersetzungstechnik Werküberblick Literarische Gattungen durch effizienten Gebrauch eines Latein-Deutsch- Wörterbuches für eine Übersetzung die passende Bedeutung eines Begriffes finden. die metrischen und stilistischen Formen eines Gedichtes für Rückschlüsse auf seinen Inhalt mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden Kommentaren Aussage und Absicht (z. B. Ironie) eines Text verstehen und beurteilen. mit den Möglichkeiten des Deutschen stilistische Merkmale in die Übersetzung einbauen. ein ganzes Werk (z. B. ein Epos) oder grosse Teile davon in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und exemplarischen Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen. Texte aufgrund der Textmerkmale den verschiedenen literarischen Gattungen (z. B. Brief, Erörterung, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) zuordnen. Epos Rezeption antiker Texte und Motive Philosophie die Übernahme der epischen Tradition, die spezifische römische Ausprägung und die Nachwirkung auf die spätere Zeit aufzeigen. die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher Motive in verschiedenen Medien (Texten, Bildern / Malerei, Skulpturen, Film, Musik) wiedererkennen, analysieren und beurteilen. die Varianten antiker Mythen mit verschiedenen Merkmalen der Epoche des jeweiligen Autors in Verbindung bringen. die gesellschaftliche Entwicklung, ihre Umbrüche und den Wandel der Wertvorstellungen anhand von literarischen Ausprägungen (z. B. Satire, Epigramm) nachvollziehen. die römischen philosophischen Ausprägungen erkennen und die Parallelen und Fortsetzungen der griechischen Werke beschreiben. Theologie ausgewählte Grundfragen der antiken Philosophie von den Griechen über die Spätantike und das Mittelalter bis zu ihrer Wiederaufnahme in der Renaissance mit der Sichtweise heutiger philosophischer Strömungen verknüpfen. die Einflüsse des christlichen Weltbilds und der christlichen Religion auf die antike philosophische Tradition beschreiben. bei spezifischem Interesse theologisch-philosophische Grundfragen erörtern. Grundlagenfach Mathematik Stundendotation Didaktische Konzeption Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders Reflexive Fähigkeiten können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen. einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet. anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu beweisen. Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren. das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-Behauptung-Beweis an einfachen Beispielen erläutern. Sozialkompetenz gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen. Sprachkompetenz mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische Zusammenhänge stringent definieren oder beherrschen die universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache der Mathematik und tragen damit zur Vermeidung von Missverständnissen und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt bei. sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen. Praktische Fähigkeiten und setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z. B. grafikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil. Interesse die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells erkennen. zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie begegnen der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen. sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen oder Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen. Klassen und Lehrpläne Zahlbereiche Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unterscheiden. einfache mathematische Symbole korrekt Primzahlen definieren, was Primzahlen sind und die wichtigsten Eigenschaften von Primzahlen Irrationalität zeigen, dass es irrationale Zahlen gibt und diese als nichtabbrechende, nichtperiodische Dezimalzahlen charakterisieren. Aus der Bezirksschule: Zahlen einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden. Zahlen einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. 2. Lerngebiet: Funktionen Der Begriff der «Funktion» erklären, was man unter einer Funktion versteht einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, &-Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien). erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. insbesondere die Notation = ( ) korrekt unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen. das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen. eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle). Funktionen auswerten und grafisch darstellen. die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). Lineare Funktionen lineare Funktionen als Geraden grafisch die Steigung und den Steigungswinkel einer Geraden angeben. die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt und die Steigung gegeben sind. Quadratische Funktionen quadratische Funktionen als Parabeln grafisch den Scheitelpunkt einer Parabel bestimmen. die Gleichungen verschobener, axial gestreckter und gespiegelter Parabeln aufstellen. 3. Lerngebiet: Gleichungen Gleichungen und Gleichungssysteme allgemein erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. Verschiedene Typen von Gleichungen Lineare Gleichungen geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. lineare Gleichungen lösen. Lineare Gleichungssysteme Gleichungen und Gleichungssysteme äquivalent umformen. das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen erläutern. Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme erklären und anwenden. lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen. lineare Gleichungssysteme mit drei Unbekannten auflösen und geometrisch die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersuchen. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen. Quadratische Gleichungen erklären, was eine quadratische Gleichung quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz. die Anzahl der Lösungen einer quadratischen Gleichung bestimmen. einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen. die Lösungen der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den Nullstellen der quadratischen Funktion bringen. einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen 4. Lerngebiet: Geometrie Strahlensätze und Ähnlichkeit in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und Ähnlichkeit den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung nennen. in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken Beweise Aus der Bezirksschule: Satz des Pythagoras den Satz des Pythagoras erklären und Potenzgesetze die Potenzgesetze in einfachen Beispielen die Grundrechenoperationen und die Potenzgesetze zur Umformung von Termen die Wirkung von rationalen Exponenten in Potenzen erklären. Logarithmen erklären, wie der Logarithmus definiert ist. die Logarithmusgesetze in einfachen Beispielen anwenden. Logarithmusgesetze anwenden und Logarithmen zu beliebigen Basen berechnen. 2. Lerngebiet: Funktionen Funktionsbegriff allgemein funktionale Zuordnungen erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. verschiedene Darstellungsformen von Funktionen miteinander vergleichen. die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). Potenzfunktionen Potenzfunktionen an ihrer graphischen Darstellung erkennen. Exponentialfunktionen die Termdarstellung einer Exponentialfunktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren das exponentielle Wachstum in verschiedenen Bereichen anwenden (z. B. Kapitalentwicklung mit Zinseszins). die Bedeutung der Euler'schen Zahl e Umkehrfunktionen die Bedingung dafür angeben, dass die Umkehrung einer Funktion wieder eine Funktion ist. zu gegebenen Funktionen Umkehrfunktionen die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklären. Logarithmusfunktionen eine Logarithmusfunktion als Umkehrfunktion einer Exponentialfunktion erkennen. Trigonometrische Funktionen die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären. den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären. 3. Lerngebiet: Gleichungen Exponentialgleichungen einfache Exponentialgleichungen lösen. Exponentialgleichungen mit Hilfe von Logarithmen lösen. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. erklären, was man unter einer Lösung einer Exponentialgleichung versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. die Verdoppelungszeit bzw. die Halbwertszeit bei Exponentialfunktionen berechnen. Logarithmusgleichungen erklären, was man unter einer Lösung einer Logarithmusgleichung versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. einfache Logarithmusgleichungen lösen. Trigonometrische Gleichungen einfache trigonometrische Gleichungen lösen. alle Winkel zum vorgegebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden. 4. Lerngebiet: Geometrie Trigonometrie die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären sowie Längen und Winkel im rechtwinkligen Dreieck Seitenlängen und Winkel von allgemeinen Dreiecken berechnen. die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären. die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen. die Beziehungen sin2(x) + cos2(x) = 1 und tan(x)=sin(x)/cos(x) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden. Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen. Vektoren den Begriff des «Vektors» erklären. einen Vektor des R2 bzw. R3 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten. die Norm eines Vektors im R2 bzw. R3 berechnen und geometrisch deuten. Vektoren im R2 bzw. R3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des R2 bzw. R3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. einen Vektor im R2 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen. in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. das Skalarprodukt zweier Vektoren im R2 bzw. R3 berechnen. den Winkel zwischen zwei Vektoren des R2 bzw. R3 mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen. Zahlenfolgen die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge überprüfen. die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen aufschreiben. Summenzeichen benutzen erklären, was eine Reihe ist. Arithmetische Folgen Zahlenfolgen, welche eine lineare Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden. arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. Geometrische Folgen Zahlenfolgen, welche eine exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und geometrische Folgen den exponentiellen Funktionenzuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. den Barwert bei periodischen Zahlungen in der Finanzmathematik berechnen. Grenzwerte von Zahlenfolgen an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden endlich sein kann. den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern. einfache divergente Zahlenfolgen erkennen. die Begriffe «konvergent», «divergent» und «Grenzwert» erklären. in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erkennen. die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen berechnen. 2. Lerngebiet: Analysis Grenzwerte von Funktionen Grenzwerte von Funktionen berechnen. die im Zusammenhang mit Grenzwerten wichtigsten Notationen anwenden. Erkennungsmerkmale für stetige Funktionen Der Begriff der «Ableitung» die Ableitung als momentane Änderungsrate die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, zu einem gegebenen Funktionsgraphen qualitativ richtig den Graphen der Ableitungsfunktion zeichnen. Rechnen mit Ableitungen die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert v6Differenzenquotienten, definieren. Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen. die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x) die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel auf einfache Funktionen Summen, Produkte und Quotienten von Funktionen sowie zusammengesetzte Funktionen ableiten. Polynome anxn+an-1xn-1+...+a1x+a0 mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel ableiten. die allgemeine Exponentialfunktion ax=eln(a)x mit Hilfe der Kettenregel ableiten. die Gleichung einer Tangente an Funktionsgraphen aufstellen. Ausgezeichnete Kurvenpunkte die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x) skizzieren. die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion. die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema und Wendepunkte von Funktionsgraphen nennen. Intervalle berechnen, auf denen der Funktionsgraph monoton wächst oder fällt bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist. Extremwertprobleme einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung lösen. in angewandten Aufgaben Extremwerte Weitere Anwendungen der Differentialrechnung Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen. Schnittwinkel von Funktionsgraphen die Differentialrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen. 3. Lerngebiet: Vektorgeometrie Punkt, Gerade, Ebene mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und Ebenen beschreiben. räumliche Situationen anschaulich darstellen. dreidimensionale Darstellungen interpretieren. die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung beschreiben. Gegenseitige Lage die gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen Schnittprobleme Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden und Ebenen berechnen. 1. Lerngebiet: Analysis Der Begriff des «Integrals» das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren. das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren. den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale einsetzen. die Aussage, die Bedeutung und die Beweisidee für den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung angeben. mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen. Berechnungen von Integralen Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, xn, x-n, ex, ln(x), sin(x) oder cos(x) angeben. einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren. die wichtigsten Integrationsregeln anwenden. Näherungsverfahren einen Algorithmus, der bestimmte Integrale approximativ berechnet, angeben und Flächen- und Rauminhalte endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen berechnen. mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte das Volumen von Rotationskörpern Anwendungen der Integralrechnung bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen. die Integralrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen. 2. Lerngebiet: Stochastik Kombinatorik die Additionsregel und die Multiplikationsregel Statistik Summenzeichen und Fakultäten benutzen. die Anzahl Möglichkeiten berechnen, wenn eine Anzahl von Elementen auf eine Anzahl von Plätzen angeordnet wird, mit oder ohne Berücksichtigung der Reihenfolge, mit oder ohne Wiederholung. die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen. die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken beschreiben. die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze Der Begriff der «Wahrscheinlichkeit» charakterisieren, was man unter einem “Zufallsexperiment” versteht. erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. abhängige und unabhängige Ereignisse Berechnung von Wahrscheinlichkeiten Wahrscheinlichkeiten mit Gleichverteilung bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen oder Mehrfeldertafeln einsetzen. das Gegenereignis anwenden. bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen. Wahrscheinlichkeitsverteilung erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. die Binomialverteilung erklären und anwenden. den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve die Grundidee von Vertrauensintervallen 3. Lerngebiet: Vektorgeometrie Vektorprodukt Normalen und Normalebenen angeben. das vektorielle Produkt definieren und Abstandsprobleme den Abstand zwischen zwei Punkten im R2 bzw. R3 berechnen. Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen berechnen. Kreis und Kugel Kreise in der Grundebene und Kugeln im Raum mit Koordinatengleichungen beschreiben. eine Tangentialebene an eine Kugel in einem Kugelpunkt berechnen. Flächen- und Rauminhalt Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken Rauminhalte von Tetraedern berechnen. Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik Lehrplan 1. Lerngebiet: Differentialgleichungen Definition Lineare Differentialgleichung erster Ordnung erklären, was eine Differentialgleichung ist. nachvollziehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. Differentialgleichungen klassifizieren (Ordnung, gewöhnlich, homogen und inhomogen, linear und nicht-linear). erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. in einfachen Problemstellungen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden. lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen. Richtungsfeld und Kurvenschar Approximatives Lösungsverfahren Modellbildung geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben. einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. nachvollziehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen. 2. Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen Matrixoperationen Eigenwerte und Eigenvektoren Anwendungen der Matrizenrechnung Affine Abbildungen erklären, was Matrizen sind. Matrizen nach den Begriffen «Einheitsmatrix», «Dreiecksmatrix», «Diagonalmatrix», «transponierte Matrix» und «reguläre Matrix» unterscheiden. Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren Rang angeben und die Determinante berechnen. Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben einsetzen (z. B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen). Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben. 3. Lerngebiet: Komplexe Zahlen i kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten Gauss'sche Zahlenebene Grundoperationen Gleichungen Polynome Eulerformel die komplexe Einheit definieren. verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen komplexe Zahlen in der Gauss'schen Zahlenebene die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren. im Komplexen Gleichungen lösen (Einheitswurzeln, quadratische Gleichungen). reelle Polynome vollständig in reelle Faktoren zerlegen. komplexe Zahlen mit Hilfe der Euler'schen Zahl e Grundlagenfach Musik Wochenstunden 2 2 2 – Das Grundlagenfach Musik fördert besonders Aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen Die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen Massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit Das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern Mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen Authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten Ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen In einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben Sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern Das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation Mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen Die Möglichkeiten spezifischer Software z. B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie z. B. Sprachen, bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe differenziert bewusst wahrnehmen und die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen. die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave bestimmen. Dreiklänge unterscheiden. dynamische und artikulatorische Phänomene bewusst wahrnehmen und beschreiben. Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo vokale Stimmlagen erkennen und zuordnen. Die wichtigsten Instrumente der gängigsten Formationen hörend unterscheiden. grundsätzliche Aspekte in musikalischen Abläufen (z. B. Wiederholung, Variation und Kontrast, Steigerung und Rückentwicklung) bewusst hören Taktarten in metrischer Musik bestimmen. rhythmische Phänomene (z. B. Auftakt, Synkopen, binäre und ternäre Phrasierung) erkennen und Musikwerke verschiedenen Musikarten zuordnen. stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. absolute Tonhöhen in Bass- und Violinschlüssel lesen. die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und definieren. den Quintenzirkel als abstrahierte Darstellung der wichtigsten Phänomene dur-moll-tonaler Musik nachvollziehen und als Hilfsmittel anwenden. alle Intervalle innerhalb einer Oktave in Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen. Dreiklänge schreiben und im Notentext erkennen. das Prinzip der Akkordsymbolschrift verstehen. Noten- und Pausenwerte schreiben und lesen. Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben. rhythmische und artikulatorische Phänomene sowie dynamische Abstufungen erkennen und die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen. musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte hin (z. B. Wiederholung, Variation und Kontrast, Steigerung und Rückentwicklung) untersuchen und musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung musikalisch begründen. ihr vokales Repertoire aus dem Schulfach Musik wie auch das aktuelle Repertoire aus dem Instrumentalunterricht Musikarten, Stilen und Epochen zuordnen. den Nutzen und die Grenzen von musikalischen Kategorien wie Musikarten, Epochen- und Stilbegriffen abwägend nachvollziehen. ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll- Tonalität auf Epochen und Musikarten bezogen schärfen und Beispiele mit nicht-dur-moll-tonalen Klanglichkeiten nachvollziehen. die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen. wichtige melodisch-harmonische Bausteine durmoll-tonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen. ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst steuern und die eigene Stimme singend unter Berücksichtigung von Stimmbildungserfahrungen mit ihrer Stimme bewusster umgehen bzw. ihre stimmlichen Möglichkeiten kennenlernen und weiterentwickeln. einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen. ein Repertoire von mindestens 20 Liedern, Songs, Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten und in angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen. auf die Musikart bzw. den Musikstil bezogen Vokalmusik mit adäquater Stimmgebung und musikalischer Phrasierung interpretieren. mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln. kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren. einfache dur-moll-tonale melodische Verläufe entwerfen. Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend die Modi unterscheiden. in dur-moll-tonaler Musik die Dominant-Tonika- Spannung bewusst wahrnehmen. grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und benennen. in einfachen mehrstimmigen Sätzen einzelne Stimmen gehörsmässig mitverfolgen. in kleineren standardisierten Formverläufen die Proportionen bzw. Varianten und Abweichungen bewusst wahrnehmen. nicht standardisierte Formverläufe bewusst mithören und z. B. als grafische Hörpartitur skizzieren. stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. Klangerscheinungen Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und die Modi notieren und lesen bzw. in Literaturbeispielen erkennen. Umstellungen von Dreiklängen schreiben und im Notentext erkennen. das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und auf die Hauptstufen I, IV und V bzw. auf die Funktionen Tonika, Dominante, Subdominante bezogen anwenden. grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen. Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden. polyphone und homophone Faktur untersuchen musikalische Motive, Themen und Phrasen erkennen und adäquat beschreiben. Liedformen abrufen und konkrete Beispiele mit Notentext formal analysieren. Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen, Komponisten und Komponistinnen und mit einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. sich vertieft mit Aspekten der dur-moll-tonalen Epoche auseinandersetzen. weitere musikalische Konzepte vor und nach der durmoll-tonalen Epoche sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext Werkkenntnisse und Stilkunde ihre eigenen Stimmmöglichkeiten erweitern und einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen. ihr Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten erweitern. Geräusche und Klänge mit einem definierten Instrumentarium kreieren. einfach pentatonische und dur-moll-tonale melodische Verläufe entwerfen. vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln schreiben. beim Kreieren von Melodien bewusst Aspekte der Stufen- und Dreiklangsmelodik anwenden. unter Anwendung ihres harmonischen Wissens zu einer Hauptstimme aus dem Stegreif einfache Begleitstimmen entwerfen. den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen. die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde unterscheiden. einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Repertoire an Instrumental- und Vokalmusik hörend erkennen. musikalische Verläufe in tonaler Musik aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte bewusster wahrnehmen. wichtige formale Einschnitte auch in grösseren Formverläufen und Formmodellen erkennen und stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen erkennen und hörend ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus «Klangerscheinungen» und «Formverläufe und Formmodelle» verknüpfen und erweitern. Septakkorde mit Umstellungen notieren und gängige und ihnen bisher auch unbekannte Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde den Dominantseptakkord im vierstimmigen Satz einbauen. Musikstücke Stilen und Epochen zuordnen. die wichtigsten musikalischen Umbrüche nachvollziehen und in einen zeitlichen Kontext Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und Werkverständnis mit ausgewählten Schlüsselwerken in Verbindung bringen. Septakkorde nachsingen. in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme selbstständig singen. unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus «Klangstrukturen» einfache dur-moll-tonale Melodien selbstständig vom Blatt singen. auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln. ihr aktives Repertoire mit mehrstimmigen Sätzen in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern Formverläufe und Formmodelle eine einfache Melodie harmonisieren. unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z. B. mit Hilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze schreiben. Schwerpunktfach Musik Wochenstunden – – 48 4 2. Klassen und Lehrpläne Klangerscheinungen komplexere dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen sowie gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfache Modualtionsprozesse, Trugschluss und Neapolitaner erfassen. ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern und Instrumente 8 Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion im Chor. differenziert sowohl einzeln als auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen. sowohl melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen als formbildende Struktur erfassen als auch motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen (z. B. Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution) polyphon strukturierte Werke in ihren Grundzügen motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt auf eine angemessene Anzahl repräsentativer Musikwerke der abendländischen Kultur zurückgreifen. melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen als auch korrekt notieren. Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und notieren sowie bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufentheorie bzw. Akkordsymbole Durchgangs- und Wechselnote, Vorhalt, Antizipation und Orgelpunkt in konkreten Beispielen erkennen und benennen. die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-moll-tonaler Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater Fachterminologie beschreiben. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorischen Kernpunkte wie auch spezifischen Besonderheiten beschreiben. sich weitgehend selbstständig mit einem musikalischen Phänomen und dem dazugehörigen historischen Umfeldwissen auseinandersetzen und Artikel aus Fachliteratur verarbeiten. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor und auch in Ensembles bewusst einfliessen lassen. melodische und harmonische Wendungen singend Drei- und Vierklangstrukturen singen. in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium Melodien sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht bewusst anwenden und nachvollziehen. für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) einfache harmonische Verläufe stilgerecht aussetzen. in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen Formverläufe und Formmodelle (optional) sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen angemessen auseinandersetzen. auch komplexere nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen. freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren. Musikstücke in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen. in nicht dur-moll-tonaler Musik melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Strukturen erfassen. im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus-, durmoll-tonale Melodiediktate sowie einfache Stufendiktate memorieren und korrekt notieren. Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen und einordnen. auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur – mit vertiefter Betrachtung der vor-dur-molltonalen Epoche sowie von musikalischen Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert – zurückgreifen. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen als auch korrekt ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwickeln. ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern. für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie beschreiben. durch ein vertieftes Orientierungswissen (z. B. hinsichtlich Musikarten, Formen, Komponistinnen und Komponisten) sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen und angemessen verschiedene ästhetische Ansätze unterschiedlicher Epochen oder Werke diskutieren. ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor und Ensembles historisch informiert bewusst einfliessen lassen. komplexere rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor und in Ensembles bewusst einbringen. Werkkenntnis und Stilkunde (optional) für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst gestalten. Rhythmen und melodische Verläufe entwerfen und adäquat notieren. harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen Formen stilgerecht aussetzen. in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen lassen. Ergänzungsfach Musik Wochenstunden – – – 39 1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde Verknüpfung der Vorkenntnisse musikalische Aspekte aus den Lerngebieten «Klangerscheinungen» sowie «Formverläufe und Formmodelle» des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden. ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen, Komponistinnen und Komponisten sowie mit einem angemessenen historischen Umfeldwissen die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit 9 Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht. Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche) erkennen und beschreiben. für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläutern. 2. Lerngebiet: Untersuchen und / oder Komponieren Untersuchen Komponieren sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer auskomponierter Werke und deren Notaten ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen. eine fundierte selbstständige Recherche durchführen. eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren. ein eigenes Musikstück komponieren und adäquat sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen und Klängen einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik anwenden. Grundlagenfach Physik Wochenstunden – 2 2 2 Das Grundlagenfach Physik fördert besonders Hypothesen bilden und überprüfen Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen Sachverhalte verständlich formulieren und erklären Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken IKT-Kompetenz, praktische Fähigkeit Experimente planvoll aufbauen und durchführen Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik Mathematik: z. B. Trigonometrie, Vektoren, Differential- und Integralrechnung Chemie: z. B. Coulombgesetz, Energiebilanz Biologie: z. B. Auge, Gehör, Reizübermittlung, Energie Geografie: z. B. Wetter, Klimaerwärmung, Strömung, Energie Sprachen: z. B. Biografien, Literatur mit physikalischem Inhalt Geschichte: z. B. Dampfmaschine, Erdöl, Kernenergie 1. Lerngebiet: Grundlagen Naturwissenschaftliche Arbeitsmethode Physikalische Grössen und Einheiten Aufgaben lösen Experimente Datenanalyse eine Problemstellung aus Natur oder Technik analysieren und sie mit Hilfe der Mathematik formalisieren. formale Lösungen erstellen, die nur noch von gegebenen Grössen abhängen. physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden. aus Aufgabenstellungen Gleichungen ableiten und die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben. Experimente planen und durchführen. Daten interpretieren, auswerten und zweckmässig 2. Lerngebiet: Kräfte und Bewegung Unbeschleunigte und Beschleunigte Bewegung a-t-, v-t- und s-t-Diagramme Kräfte als Vektoren, Masse, Beschleunigung Bewegungen mathematisch beschreiben. Diagramme interpretieren und erstellen. ein System wählen und die Kräfte einzeichnen. Kräfte, die auf verschiedene Systeme wirken, unterscheiden und das Wechselwirkungsgesetz (drittes Newton’sches Gesetz) benennen. den Zusammenhang zwischen der Bewegung und den wirkenden Kräften herstellen (erstes und zweites Newton’sches Gesetz). Kräfte als vektorielle Grössen handhaben. 3. Lerngebiet: Energie Energieformen wie Arbeit, potentielle und kinetische Energie Energieflüsse = Leistung Energiebilanz, Erhaltung Wirkungsgrad verschiede Energieformen (z. B. Arbeit, potentielle Energie, kinetische Energie) unterscheiden und die Energiebilanz in konkreten Situationen den Wirkungsgrad einer Maschine ermitteln. 1. Lerngebiet: Elektrizität Ladung Strom Spannung, el. Energie, el. Leistung Ohm’scher Widerstand Serie- und Parallelschaltung die wichtigsten Begriffe definieren und Zusammenhänge zwischen diesen Grössen Schaltungen aufbauen und ausmessen. 2. Lerngebiet: Kreisbewegung, periodische Vorgänge Kräfte und Zentripetalbeschleunigung Gravitationskraft Periode die Dynamik einer Kreisbewegung mit Hilfe der angreifenden Kräfte und der Zentripetalbeschleunigung erklären und beschreiben. 3. Lerngebiet: Technik, Physik im Alltag Theoretische Grundlagen ausgewählte Phänomene (z. B. der Kernphysik, Solarzellen, Windenergieanlagen, Akustik oder Optik) erklären. ausgewählte Zusammenhänge mathematisch 1. Lerngebiet: Magnetismus Strom erzeugt ein Magnetfeld Lorentzkraft Induktion das Magnetfeld um einen stromführenden Draht den Betrag und die Richtung der Lorentzkraft ausgewählte technische Anwendungen und Phänomene wie Elektromotor, Generator und Wechselstrom qualitativ erklären. 2. Lerngebiet: Wärmelehre Temperatur und Ausdehnung, ideale Gasgleichung Temperatur und Energie Wärmearbeitsmaschinen, Energie und Gesellschaft p, V und T eines idealen Gases in Beziehung setzen und in Diagrammen darstellen. erklären, warum in einer Wärme-Arbeits-Maschine nicht alle zugeführte Wärme in Arbeit umgewandelt werden kann. die wirtschaftliche Bedeutung der Wärmearbeitsmaschine aufzeigen. die physikalischen Grundlagen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen 3. Lerngebiet: Neuere Physik Grundlagen grundlegende Zusammenhänge (z. B. in der Relativitätstheorie, Quanten-, Astro- oder Teilchenphysik) mathematisch oder mit Worten ausgewählte Phänomene der neueren Physik erklären. Ergänzungsfach Physik 1. Lerngebiet: Wissenschaftliche Arbeitsmethodik Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien Experimente und Datenanalyse Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen. Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren. die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen Verfahren zum Lösen von Differenzialgleichungen 2. Lerngebiet: Mechanik Fluidmechanik Starrer Körper physikalische Anwendungen und Phänomene erklären (z. B. im Bereich der Medizin). technische Berechnungen aus der Fluiddynamik das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden. die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung bestimmen. 3. Lerngebiet: Elektrizität Elektrisches Potenzial Induktion Elektronik den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial erklären. das Induktionsphänomen erklären. technische Anwendungen der Elektrizität erklären (z. B. im Bereich der Medizin). elektronische Schaltungen analysieren. 4. Lerngebiet: Technik Schwingungen und Wellen Aktuelle Entwicklungen in der Technik grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren. ausgewählte Anwendungen erklären. 5. Lerngebiet: Wärmelehre Wärmetransport Kinetische Gastheorie die verschiedenen Wärmetransportmechanismen Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur erklären. technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z. B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik). 6. Lerngebiet: Neuere Physik Quantenphysik Astronomie / -physik Relativitätstheorie Kern- und Teilchenphysik Simulation und Modellbildung Aktuelle Entwicklungen in der Physik exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeigen. grundlegende Zusammenhänge in den Teilgebieten in Worten und mathematisch formulieren. ausgewählte Anwendungen erklären. Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik Stundendotation Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen. Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet. Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen. Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von Missverständnissen bei und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt. Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen. Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z. B. grafikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie begegnen der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen. Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen oder Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen. 3. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Physik) 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien Experimente und Datenanalyse Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen. Messgeräte zweckmässig einsetzen (z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren. 2. Lerngebiet: Mechanik Impuls und Stösse Starrer Körper (Option Mathematik: Integralrechnung) Mechanische Schwingungen (Option Mathematik: Differentialgleichungen, Komplexe Zahlen) die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen. Drehbewegungen und deren Ursachen in ausgewählten Situationen erklären. (Option Mathematik: Trägheitsmoment mit Hilfe der Integralrechnung berechnen.) die funktionalen Abhängigkeiten zwischen Schwingungsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators erklären. (Option Mathematik: die Auslenkung als Funktion der Zeit aus einer Differentialgleichung bestimmen.) 3. Lerngebiet: Technik Theoretische Grundlagen anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen (z. B. in der Wellenlehre, Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und mit Worten formulieren. ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären. 1. Lerngebiet: Elektromagnetismus Vertiefung Elektrizitätslehre (Option Mathematik: Matrizenrechnung) Vertiefung Magnetismus Wechselströme (Option Mathematik: Differentialgleichungen, Komplexe Zahlen) Elektronik (optional) (Option Mathematik: Boole’sche Algebra) elektrische Netzwerke berechnen. (Option Mathematik: mit Hilfe von Matrizen Ströme berechnen.) den Aufbau und die Funktionsweise von Kondensatoren erklären. das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen. (Option Mathematik: den Strom als Funktion der Zeit aus einer Differentialgleichung bestimmen.) das Verhalten von elektronischen Bauteilen einfache elektronische Schaltungen analysieren. (Option Mathematik: mit Hilfe der Boole’schen Algebra bei logischen Schltungen die Anzahl der Gatter verringern.) 2. Lerngebiet: Neuere Physik Theoretische Grundlagen die Grenzen der klassischen Physik verstehen und den Wandel des wissenschaftlichen Verständnisses der Natur aufzeigen. ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z. B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Chaostheorie, Atom- und Teilchenphysik) erklären. 4. Klassen und Lehrpläne (Teilgebiet Mathematik) 1. Lerngebiet: Komplexe Zahlen i kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten Gauss’sche Zahlenebene Grundoperationen (Option Physik: Wechselströme, Schwingungen) Gleichungen die komplexe Einheit definieren. verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen komplexe Zahlen in der Gauss’schen Zahlenebene die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren. im Komplexen Gleichungen lösen (Einheitswurzeln, quadratische Gleichungen). 2. Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen Matrixoperationen Eigenwerte und Eigenvektoren Anwendungen der Matrizenrechnung Affine Abbildungen erklären, was Matrizen sind. Matrizen nach den Begriffen «Einheitsmatrix», «Dreiecksmatrix», «Diagonalmatrix», «transponierte Matrix» und «reguläre Matrix» unterscheiden. Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren Rang angeben und die Determinante berechnen. Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben einsetzen (z. B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen). Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben. Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten 3. Lerngebiet: Weitere Anwendungen Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten) Analysis (z. B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme) Geometrie (z. B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie, Bézierkurven) Konzepte und Methoden der Analysis. Konzepte und Methoden der Geometrie. Konzepte und Methoden der Stochastik. Stochastik (z. B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte- Carlo-Tests) Algebra (z. B. Boole’sche Algebra, Logik, Gruppentheorie) (Option Physik: Elektronik, logische Schaltungen) Konzepte und Methoden der Algebra. 1. Lerngebiet: Differentialgleichungen Definition Lineare Differentialgleichung erster und zweiter Ordnung Richtungsfeld und Kurvenschar Approximatives Lösungsverfahren Modellbildung erklären, was eine Differentialgleichung ist. nachvollziehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. Differentialgleichungen klassifizieren (Ordnung, gewöhnlich, homogen und inhomogen, linear und nicht-linear). erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. in einfachen Problemstellungen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden. lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen. einige lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung lösen und Anwendungen dazu erklären (z. B. Federpendel oder RCL-Schaltkreis). geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben. einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. nachvollziehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen. 2. Lerngebiet: Weitere Anwendungen Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein weiteres Teilgebiet aus den folgenden Teilgebieten) Analysis (z. B. Integrationsmethoden, Anwendungen der Integralrechnung, numerische Methoden, Parameterdarstellung von Kurven, Reihenentwicklungen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme) Geometrie (z. B. Kegelschnitte, Sphärische Geometrie, Bézierkurven) Stochastik (z. B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentest, Monte- Carlo-Tests) Algebra (z. B. Boole’sche Algebra, Logik, Gruppentheorie) (Option Physik: Elektronik, logische Schaltungen) Konzepte und Methoden der Analysis. Konzepte und Methoden der Geometrie. Konzepte und Methoden der Stochastik. Konzepte und Methoden der Algebra. Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders Differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen Sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen Den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren Im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (z. B. Erfahrungsaustausch, Debatte) diskutieren Sich differenziert und präzise ausdrücken Aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen Das Selbstkonzept reflektieren Sich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden Sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen Sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen Für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten erfüllen Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen Das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen Alle drei Disziplinen des Kombischwerpunktfachs PPP sind für die Schülerinnen und Schüler neu. Deswegen stehen die Querverbindungen unter den drei Fachbereichen Philosophie, Pädagogik und Psychologie im Vordergrund. Vorbereitungen der Lernenden auf die Maturaarbeit Im Unterricht werden Grundlagen für das selbstständige Arbeiten im Rahmen von Projektarbeiten geschaffen. Dazu gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler in pädagogischen und psychologischen Fachgebieten sinnvolle sozialwissenschaftliche Methoden der Datenerhebung abwägen und anwenden können und ihre spezifischen Kenntnisse bezüglich wissenschaftlicher Begriffe und Konzepte nutzen. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie Die philosophische Frage (Wesensfrage und Überwindung der Wesensfrage) Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln) wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Relativismus Ästhetik (optional) die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen. verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch einordnen. den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. ethische Grundbegriffe und Grundpositionen unterscheiden und anwenden. ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen. objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit finden und prüfen. die gesellschaftliche Bedingtheit ästhetischer Normen Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Gegenwart Methoden der Textinterpretation (exemplarisch bezogen auf Texttypen) den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in rhetorische Strategien philosophischer Texte Philosophischer Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und Modellvorstellungen Methoden Überblick über die verschiedenen Richtungen in der erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen. Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden und die entsprechenden Funktionen und Zielsetzungen erkennen. mit Hilfe von einfachen Modellvorstellungen den Erziehungsalltag bzw. psychisches Geschehen im Alltag beschreiben und analysieren. verschiedene Methoden empirischer und geisteswissenschaftlicher Art erläutern. Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen analysieren und dazu Stellung nehmen. in mindestens zwei Richtungen der Psychologie (z. B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie) die wichtigsten Grundbegriffe erläutern und diese mit alltäglichen Situationen und Anwendungsgebieten in diese Richtungen der Psychologie in Bezug auf ihre grundlegenden Menschenbilder unterscheiden sowie Trennendes und Gemeinsamkeiten benennen. Grundlagenkenntnisse in mindestens zwei Teilgebieten (optional) Umsetzung des theoretischen Wissens in konkreten Situationen grundlegende Prozesse der Wahrnehmung erläutern und alltägliche Vorstellungen von «Realität» kritisch exemplarisch Funktionsweisen von kognitiven Prozessen (z. B. Gedächtnis, Strategien bei Problemlösungen) aufzeigen. das vielfältige Konzept der Intelligenz erläutern und dieses zu praktischen Fragen (z. B. bei Hochbegabung) in Beziehung setzen. die Emotionen / Motivationen in ihrer mehrdimensionalen Bestimmung von Merkmalen und Funktionen erkennen. in ausgewählten Beispielen aus dem Alltag typische Wahrnehmungs- und Denkmuster identifizieren (z. B. in Situationen von Stress und Erleben von Erfolg / Misserfolg). ausgewählte emotionale Zustände und motivationale Prozesse auf dem Hintergrund dieser Dimensionen die Resultate eines Intelligenztests in den Grundzügen interpretieren, mögliche Störfaktoren benennen und dadurch den IQ kritisch beurteilen. die Bedeutung und Wirkung einzelner Emotionen abschätzen und verschiedene Umgangsformen davon 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (1. Teil) Grundlagen der Erziehung sich mit grundlegenden Fragen nach dem Sinn von pädagogischem Tun auseinandersetzen, indem sie verschiedene wissenschaftlich fundierte Positionen berücksichtigen. Aufgaben der Erziehung den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z. B. Pädagogische Mündigkeit), -inhalten, -stilen, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren untersuchen und kritisch reflektieren. Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen. sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene persönliche Entwicklung auseinandersetzen. Gemeinsame Lerngebiete Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den KLT-Lerngebieten 2. (Philosophie) und 1., 2. und 3. (Pädagogik / Psychologie) Menschenbilder (optional) Mass und Messbarkeit (optional) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition verschiedene anthropologische Grundannahmen zum Wesen Mensch erkennen und entsprechende Menschenbilder im ideengeschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext einordnen und einschätzen. anhand exemplarischer Texte und Phänomene verschiedene Zugänge zum Menschsein erkennen und sich mit dem kategorialen Unterschied zwischen Qualität und Quantität auseinandersetzen. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie 1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Erkenntnistheorie: Ideenlehre, Rationalismus, Empirismus, Kant’sche Erkenntnistheorie Politische Philosophie (optional) Philosophie des Geistes (optional) erkenntnistheoretische Grundbegriffe und Grundpositionen unterscheiden und anwenden. die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. verschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären. grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z. B. «Gerechtigkeit», «Macht», «Glück») erfassen. verschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele- Problem) erklären. über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z. B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken. 2. Lerngebiet: Philosophische Texte Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Gegenwart den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. Methoden der Textinterpretation (exemplarisch bezogen auf Texttypen) verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in rhetorische Strategien philosophischer Texte 3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Philosophischer Dialog Philosophischer Essay Erörterung die sokratische Methode der Dialogführung erklären philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen. 4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophischer Begriffe Beurteilen philosophischer Positionen und Theorien grundlegende philosophische Begriffe sachgemäss ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen. philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. den Zusammenhang zwischen einer philosophischer Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt Selbstständiges Weiterdenken ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Pädagogik / 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (2. Teil) Erziehungskonzepte Massnahmen in der Erziehung pädagogische Konzepte (z. B. von Rousseau, Pestalozzi und Montessori) in den Grundzügen erläutern und die darin zugrundeliegenden Menschenbilder miteinander vergleichen. verschiedene Erziehungsmassnahmen aufzeigen und deren Vor- und Nachteile personen- und situationsbezogen erörtern. 4. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit Entwicklungsstadien die Entwicklung bedingende und beeinflussende Faktoren den Entwicklungsverlauf in groben Zügen beschreiben und diese Erkenntnisse zu konkreten Fragen aus der Alltagspraxis in Beziehung setzen. illustrieren, wie die Anlage, die Umwelt und das Selbst die menschliche Entwicklung wechselseitig steuern. Lerntheorien Entwicklungstheorien Persönlichkeitstheorien die zentralen Aussagen und Begriffe des klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und miteinander vergleichen. anhand von mindestens zwei Modellen der Entwicklung Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten. mindestens zwei Persönlichkeitsmodelle in den Grundzügen erläutern. verschiedene Persönlichkeitstheorien zueinander in Beziehung setzen und sich mit den Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Ansätze 5. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen Grundlagen Psychische Störungen Prävention und Behandlung (zur Auswahl) Psychische Gesundheit (zur Auswahl) Kriterien für eine psychische Störung nennen und konkretisieren. sich mit der Problematik der Normenrelativität, Etikettierung und Krankenrolle auseinandersetzen. die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen erläutern. erkennen, dass psychische Störungen im Rahmen eines komplexen Zusammenspiels von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren entstehen. verschiedene präventive Möglichkeiten (z. B. Aufklärung bei Magersucht) aufzeigen. mindestens zwei verschiedene Behandlungsansätze in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander verschiedene Faktoren, welche die psychische Gesundheit beeinflussen, erläutern. Fallbeispiele analysieren und fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln. 6. Lerngebiet: Soziale Interaktion Grundlagenkenntnisse verschiedene Arten von Gruppen oder Formen der Kommunikation nach spezifischen Merkmalen unterscheiden und deren dynamischen Prozesse sich mit den Einflüssen der genannten Gruppen oder Formen der Kommunikation auf das Individuum Gemeinsame Lerngebiete Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte und grundsätzlich erweiterbare Fachthemen aus den KLT-Lerngebieten 2. (Philosophie) und 1., 2. und 3. (Pädagogik / Psychologie) Selbst- und Weltbezug (optional) Glücksvorstellungen (optional) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen Tradition und empirisch gewonnenen Erkenntnissen der Allgemeinen Psychologie verschiedene Arten des Selbst- und Weltbezugs im Hinblick auf deren Möglichkeiten und Grenzen kritisch einschätzen. verschiedene Glücksvorstellungen, wie sie in der Philosophie und Psychologie thematisiert sind, die Problematik der empirischen Messbarkeit von Glück und die ethischen Implikationen traditioneller Glücksvorstellungen erkennen und kritisch abwägen. Ergänzungsfach Philosophie Stundendotation Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders Fähigkeit, sich zu wundern und offene Fragen zu sehen Kritisch-forschendes Denken Kritik- und Urteilsfähigkeit Fähigkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Zusammenhänge zu stellen Intellektuelle Kreativität Selbstständigkeit und Verantwortung Sich eine eigene Meinung bilden, die nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat Den eigenen Standpunkt vertreten, sich für Anliegen einsetzen Offen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen Die eigene Meinung aufgrund begründeter Überlegungen differenzieren Im Sinne einer guten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, insbesondere Präzision in Formulierung und Begrifflichkeit Fähigkeit zu argumentieren und zu erörtern Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte Bewusstsein für den komplexen Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Sprache Quellenbewusstsein Kritischer Umgang mit der Informations- und Bilderflut der IK-Technologien Bewusstsein für die Auswirkungen der IK-Technologien auf das gesellschaftliche Zusammenleben und auf die Wahrnehmung der Welt Einsicht in die Auswirkungen der IK-Technologien auf Politik und Wirtschaft Interesse an menschlichen Grundfragen Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren Fragen so weit wie möglich auf den Grund zu gehen Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen Intellektuelle Neugier Konzentrationsfähigkeit Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen Fähigkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen zu stellen und ihnen nachzugehen Fähigkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in Bezug zu stellen Methodenbewusstsein Bildnerisches Gestalten: z. B. Ästhetik, Erkenntnistheorie Biologie, Chemie: z. B. Erkenntnistheorie, Ethik Deutsch: z. B. wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition, Methoden der Textinterpretation Geschichte: z. B. Ursprünge des Philosophierens, philosophische Texte Wirtschaft und Recht: z. B. Anthropologie, Ethik 3. Lehrplan Die philosophische Frage (Wesensfrage und Überwindung der Wesensfrage) Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifeln) wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Relativismus Erkenntnistheorie: Ideenlehre, Rationalismus, Empirismus ethische Grundbegriffe und Grundpositionen unterscheiden und anwenden. ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen. erkenntnistheoretische Grundbegriffe und Grundpositionen unterscheiden und anwenden. die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. Grundbegriffe und Grundpositionen zum festgelegten Grobinhalt unterscheiden und anwenden. Weiterer in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern festgelegter Grobinhalt (z. B. Ästhetik, politische Philosophie, Philosophie des Geistes, Sprachphilosophie) Philosophische Texte der Antike, des Mittelalter, der Neuzeit und der Gegenwart Methoden der Textinterpretation (exemplarisch bezogen auf Texttypen) den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbstständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung zueinander in rhetorische Strategien philosophischer Texte Philosophischer Dialog Philosophischer Essay Erörterung die sokratische Methode der Dialogführung erklären philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbstständig entwickeln und Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen. Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme 5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophischer Begriffe Beurteilen philosophischer Positionen und Theorien Selbstständiges Weiterdenken grundlegende philosophische Begriffe sachgemäss ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen. philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. den Zusammenhang zwischen einer philosophischer Frage oder Theorie und der persönlichen Lebenswelt ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. einen philosophischen Gedanken selbstständig weiterführen. Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie Das Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie fördert besonders Differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen Einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen Sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen Das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren Im Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie werden zwei Disziplinen unterrichtet, die für die Schülerinnen und Schüler neu sind. Deswegen steht die Verbindung von Pädagogik und Psychologie im Vordergrund. 3. Lehrplan Einführung Unterscheidung von Alltagstheorien und Wissenschaft erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen. pädagogisches und psychologisches Wissen in der eigenen Erfahrungswelt als alltagstheoretisches Wissen erkennen und von wissenschaftlichem Wissen begründet abgrenzen. mit Hilfe von einfachen Modellvorstellungen den Erziehungsalltag bzw. psychisches Geschehen im Alltag beschreiben und analysieren. (optional) einzelne empirische Vorgehensweisen (z. B. Tests in der Praxis) in den theoretischen Grundzügen erläutern und als Methode kritisch beurteilen. (optional) Grundlagen (Emotion, Motivation, Intelligenz) Umsetzung des theoretischen Wissens in konkreten Situationen ausgewählte emotionale und motivationale Zustände und Prozesse in ihrer mehrdimensionalen Bestimmung von Merkmalen und Funktionen erkennen und analysieren. den Intelligenzbegriff in seinen verschiedenen Bedeutungen zutreffend bestimmen und diese mit Fragen aus pädagogischen und psychologischen Alltagssituationen in Beziehung setzen. die Grundlagen der Intelligenzmessung erläutern. sich mit psychosozialen Themen (z. B. Stress, Mobbing, Gewalt und Aggression) mit ihren Grundlagenkenntnissen in der aktuellen Diskussion zur Intelligenz kritisch Stellung beziehen. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis Grundlagen die Erziehungsbedürftigkeit und Erziehbarkeit des Menschen aus wissenschaftlicher Sicht erläutern und zu Fragen der erzieherischen Grenzen Stellung Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen. sich mit diesen Prozessen im Hinblick auf die eigene persönliche Entwicklung auseinandersetzen. den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z. B. Pädagogische Mündigkeit), -inhalten, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren darlegen und kritisch reflektieren. Praktische Anwendung verschiedene Arten von erzieherischem Verhalten (z. B. Lob und Strafe und bestimmte Erziehungsstile) aufzeigen und deren Vor- und Nachteile erörtern. 4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft Grundlagen der Entwicklung Zusammenspiel zwischen Individuum und Überblick über psychische Gesundheit und psychische Störungen den Entwicklungsverlauf in groben Zügen beschreiben und diese Erkenntnisse zu konkreten Fragen aus der Alltagspraxis in Beziehung setzen. illustrieren, wie die Anlage, die Umwelt und das Selbst die menschliche Entwicklung wechselseitig steuern. die zentralen Aussagen und Begriffe des klassischen Konditionierens, des Operanten Konditionierens und der Sozial-kognitiven Theorie darstellen und miteinander vergleichen. Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens anhand eines Modells der Entwicklung erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen verschiedene Arten von Gruppen oder Formen der Kommunikation nach spezifischen Merkmalen unterscheiden und deren dynamischen Prozesse sich mit deren Einflüssen auf das Individuum Faktoren, welche die psychische Gesundheit beeinflussen, erläutern. Fallbeispiele analysieren und fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung entwickeln. Kriterien für eine psychische Störung nennen und konkretisieren. sich mit der Problematik der Normenrelativität, Etikettierung und Krankenrolle auseinandersetzen. die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen erläutern. erkennen, dass psychische Störungen im Rahmen eines komplexen Zusammenspiels von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren entstehen. verschiedene präventive Möglichkeiten (z. B. Aufklärung bei Magersucht) aufzeigen. mindestens zwei verschiedene Behandlungsansätze in ihren Grundzügen wiedergeben und miteinander Grundlagenfach Projektunterricht Stundendotation Wochenstunden – – 2.5 – Die Kantonsschule Baden orientiert sich bei ihrem Projektunterricht und bei der Maturaarbeit an einem eigens ausgearbeiteten Leitfaden. Einsehbar unter: http://www.kanti-baden.ch/fileadmin/Dokumente/2_Gymnasium/Gym_Allgemein/vorl_Projektarbeit__2009_100301.pdf (26.09.2012). http://www.kanti-baden.ch/fileadmin/Dokumente/2_Gymnasium/Maturaarbeit/Maturitaetsarbeit.pdf (19.12.2012). Ergänzungsfach Religionslehre Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert besonders Kritik- und Urteilsfähigkeit Sozialkompetenzen Toleranz und Dialogbereitschaft Sprachkompetenzen mündliche und schriftliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit Kritischer Umgang mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen Inhaltlich und formal korrekte und differenzierte Präsentation umfangreicher Informationen mit Hilfe elektronischer Geräte und Präsentationsprogrammen unter Einhaltung der Urheberrechte Interesse an menschlichen Grundfragen, Neugier Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, Religiöse Inhalte in der Kunstgeschichte Biologie: Genetik, Sexualität, Evolution und Schöpfung, biologische Anthropologie, Ökologie, Leben und Tod, Gehirnforschung, Fortpflanzungsmedizin, Pränatale Diagnostik, Gentechnologie, Entstehung des Lebens Deutsch: Literaturgattungen, Shoa (Holocaust) als Grundlagenwissen für deutsche Literatur nach dem 2. Weltkrieg, Mythos als literarische Form in der Religion, biblische Narration als Teil unserer Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche Menschenrechte, Befreiungsbewegungen, Ausbreitung des Islam / Osmanisches Reich / Islamismus, Israel-Palästina- Konflikt, Macht von Symbolen Musik: sakrale Musik, Inspiration, Meditation, Religiöses in der Popmusik Philosophie: Atheismus und Religionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, religiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik, Religionskritik Psychologie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Meditation, Tiefenpsychologie und Weltbilder, Sinnfrage, der Schatten und das Böse, Religionskritik, Grenzerfahrungen Physik: physikalische und religiöse Weltbilder, Galilei und Kepler, Naturgesetze und Wunder, Entstehung des Alls Sport: Körperlichkeit und Spiritualität, ethisch verantwortbarer Umgang mit Aggressionen Sprachen: religiöse Fragestellungen in der Literatur, Aufklärung, Textgattungen und Sprachformen, Symbol Wirtschaft und Recht: Dritt-Welt-Problematik, Berufsethik, Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit, Recht und Scharia, Zinsnehmen und Wirtschaft in islamischen Staaten 3. Lehrplan 1. Lerngebiet: Religion und Kultur Religionsbegriff(e) Wesen der Religion Herkunft und Wirkung von Religion Brauchtum und Alltagsreligiosität Religion im Alltag Religion im öffentlichen Raum Religion in der Gesellschaft Verhältnis von Religion und Staat Verhältnis von Religion und Individuum den Begriff «Religion» herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis bedenken. negative wie positive Funktionen und Wirkungen von Religion darlegen. die Positionen der Religionskritik (z. B. von Feuerbach, Marx und Freud) einschätzen und hinterfragen. die eigene religiöse / weltanschauliche Sozialisierung sowie positive und negative Erfahrungen mit Religion Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen Raum als solche wahrnehmen und einordnen. die Verschränkung von Religion und Staat erfassen, den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten beurteilen. die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z. B. jene der Konfessionen in der Schweiz). Diskriminierungen und stereotype Vorurteile gegenüber Religionen hinterfragen. traditionelle Religionen von religiösen Sondergruppen und -formen unterscheiden. die Problematik der Definition von «Sekten» die Mechanismen von totalitären religiösen Gruppierungen erkennen und die Eigenheiten von religiösem Fundamentalismus beschreiben. Wirkungsgeschichte religiöser Texte in der Religion in Kultur und Texten Ethische Entwürfe in der Gesellschaft Grundlagen der Ethik Ethische Argumentation Eigenes ethisches Urteil religiöse Sprache im religiösen, künstlerischen oder psychologischen Kontext erkennen und interpretieren. Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen religiöser Texte darlegen. die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden. den Unterschied zwischen religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen Grundbegriffe wie «Ethik» und «Moral», «normative» und «deskriptive Ethik» unterscheiden. Ziele, Grenzen und Auswirkungen der Ethik Begründungsmodelle ethischer Argumentation die Zusammenhänge zwischen ethischen Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen. ethische Fragen stellen und diese mit der eigenen Erfahrung und mit religiösen und philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen. 2. Lerngebiet: Weltreligionen Sinn- / Existenzfragen Religiöse Traditionen und ihre heutige Bedeutung Religiöse Riten Existenzfragen, die für sie und für andere religiöse Bedeutung haben, formulieren. Fragen des Menschseins auf mögliche Relevanz für das eigene Leben überprüfen. sich mit der eigenen Selbst- und Weltdeutung auseinandersetzen und diese in Frage stellen lassen. mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischer Distanz der religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und eine eigene Position formulieren. wesentliche Elemente religiöser Traditionen ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und Heilige Schriften Interpretation von heiligen Schriften Interreligiöser Dialog Methoden des interreligiösen Dialogs Konsequenzen des interreligiösen Dialogs den ursprünglichen Sinn verstehen. verschiedene Texte den jeweiligen Religionen zuordnen und sich in heiligen Schriften zurechtfinden. die Schwierigkeiten und Kriterien für die Übersetzung religiöser Texte einschätzen und benennen. unterschiedliche methodische Zugänge zu heiligen Schriften beschreiben und mit der eigenen subjektiven Interpretation vergleichen. die Kontextualität religiöser Texte erkennen und Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen. Parallelen und Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen. sachlich differenziert und respektvoll einen Diskussion über kontroverse religiöse Themen führen. Regeln für einen sinnvollen Vergleich von Religion formulieren und anwenden. aus religiösen Vorstellungen persönliche Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit Menschen aus andern Kulturen ableiten. Schwerpunktfach Spanisch Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders Durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren Die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren Die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen Mit der spanischen Sprache kreativ umgehen Die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen Wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen Online-Wörterbücher gezielt nutzen Mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen Bildnerisches Gestalten: namhafte Künstler und Künstlerinnen aus spanischsprachigen Ländern (z. B. Velázquez, Goya, Picasso, Botero, Kahlo) Musik: Musik, Lieder, Tanzstile (z. B. Son, Flamenco, Tango, Salsa, Rumba, Cumbia, Rancheras) Geschichte: Eroberung Amerikas, Reconquista, Spanischer Bürgerkrieg, Diktaturen in Ländern Lateinamerikas Geografie: geografische und soziale Gegebenheiten in Spanien und Lateinamerika Sprachen: Quervergleiche in der Literatur (Deutsch, Französisch, Englisch), Sprachgeschichte (Latein), Sprachkontaktphänomene wie Spanglish (Englisch) 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B1-B2) Elementare grammatikalische Grundstrukturen (z. B. Verbalkonjugation, Zeiten und Modi, Adjektiv und Adverb, doppelte Objektspronomen, Unterschied von ser und estar, voz pasiva und pasiva refleja, comparación) grammatikalische Grundstrukturen gemäss dem verwendeten Lehrmittel anwenden. einen aktiven Grundwortschatz von ca. 2500 Wörtern Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden. 2. Lerngebiet: Verstehen (B1.2) Hörverständnisübungen authentische mediale Beiträge literarische und nicht-literarische Texte mit geringem Schwierigkeitsgrad Redebeiträge verstehen, wenn deutlich gesprochene Standardsprache verwendet wird und wenn es um bekannte Themen aus Schule, Freizeit oder anderen vertrauten Lebensbereichen geht. authentischen medialen Beiträgen (Radio- oder Fernsehsendungen) sowie Filmen über Themen aus ihrem Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird. einfache literarische und nicht-literarische Texte erschliessen und analysieren. 3. Lerngebiet: Sprechen (B1.2) Mündliche Kommunikation Diskussionen, Gesprächssituationen, Kurzvorträge Erfahrungen und Ereignisse in einfachen, zusammenhängenden Sätzen beschreiben. die meisten Alltagssituationen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet, angemessen bewältigen. ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags beziehen. die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen. eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben und Stellung nehmen. 4. Lerngebiet: Schreiben (B1.2) verschiedene Textsorten (z. B. Berichte, kreative Texte, Briefe, Emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen) über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben. einfache kreative Texte verfassen. persönliche Briefe und Emails schreiben. Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben. zu einem Sachverhalt Stellung nehmen. eine Bildbeschreibung verfassen. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film, Musik Originaltexte (Lyrik, Epik, Dramatik) aus Spanien und Lateinamerika Einblicke in kulturelle und landeskundliche Gegebenheiten der spanischsprachigen Länder Filme aus Spanien und Lateinamerika Filmanalyse und Filmsprache Musik (optional) Unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze einfachere literarische Originaltexte verstehen. einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. die Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen. gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische, wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten sowie Wertvorstellungen der hispanischen Welt verstehen und beschreiben. Filme als ästhetische Kunstwerke wahrnehmen. Filme anhand einiger ausgewählter filmsprachlicher Werkzeuge beschreiben und interpretieren. Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander spanischsprachige Liedtexte verstehen und sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen. die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen. Niveau B2 1. Lerngebiet: Sprachkompetenz (B2) Komplexere grammatikalische Grund- und Aufbaustrukturen (z. B. correlación de los tiempos, estilo indirecto, komplexe Satzgefüge und perífrasis, Relativsätze und Adverbialsätze) komplexere grammatikalische Grundstrukturen gemäss dem verwendeten Lehrmittel anwenden. die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt einsetzen. einen erweiterten aktiven Wortschatz von ca. 3500 Wörtern situationsgerecht anwenden. den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 2. Lerngebiet: Verstehen (B2–C1) komplexere Hörverständnisübungen authentische mediale Beiträge Auseinandersetzung mit literarischen und nichtliterarischen Originaltexten längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen. authentische mediale Beiträge (z. B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend verstehen. komplexere literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen. 3. Lerngebiet: Sprechen (B2) Mündliche Kommunikation Diskussionen, Gesprächssituationen, längere Vorträge mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen. sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten. verschiedene Themen in längeren Sprechsequenzen differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend formulieren. 4. Lerngebiet: Schreiben (B2) verschiedene Textsorten (z. B. Berichte, kreative Texte wie Gedichte oder Erzählungen, Briefe, Emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen, Textinterpretation, Erörterungen) über eine Vielzahl von Themen klar strukturierte Texte Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen. Interpretationen zu literarischen Texten verfassen. fiktionale Texte schreiben. 5. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film, Musik Originaltexte (Lyrik, Epik, Dramatik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen exemplarische Begegnungen mit kulturellen Aspekten Spaniens und Lateinamerikas Filme aus Spanien und Lateinamerika Filmanalyse und Filmsprache Musik (optional) Unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze komplexere literarische Originaltexte (Lyrik, Epik, Dramatik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen. literarische Texte mit HIlfe einiger ausgewählter literaturwissenschaftlicher Werkzeuge deuten. historische und soziale Hintergründe zur Textanalyse beiziehen. sich eigenständig mündlich und schriftlich mit der Lektüre auseinandersetzen. literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. exemplarisch Unterschiede zwischen verschiedenen literarischen Epochen erkennen. verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren. unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Filme als ästhetische Kunstwerke wahrnehmen und Filme anhand ausgewählter filmsprachlicher Kriterien (z. B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Struktur, Musik, Kameraführung, Perspektive, Licht) Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander sich mit spanischsprachigen Liedtexten inhaltlich vertieft auseinandersetzen. die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen und diese in einen sozialen und kulturellen Kontext stellen. Grundlagenfach Sport Das Grundlagenfach Sport fördert besonders Die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen Den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen Sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen Sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten Sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben In Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten Sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten Den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen Die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden Digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen Methoden-Kompetenz Die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder Sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang von Bewegung – Ernährung – Übergewicht Physik: Kraft und Geschwindigkeit Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen / Tanz; Rhythmusschulung Sporttage gegebenenfalls mit Veranstaltungen anderer Fächer kombinieren Koordinative und konditionelle Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder entwickeln. ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und weiterentwickeln. Bewegungsanalyse Bewegungsumsetzung Bewegungsgestaltung durch gezieltes Beobachten die eigene Bewegungsqualität verbessern. Tanzen und Tanzbewegungen ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire (z. B. einfache Tanzschritte, einfache Darstellungen mit oder ohne Handgeräte, Aerobic) anwenden. in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. Geräteturnen einzelne Elemente an einem Gerät (z. B. Reck, Barren, Boden) anwenden und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern. Bewegungsverwandtschaften an verschiedenen Geräten erkennen und anwenden. Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen (z. B. Schnelllauf, Weit- / Hochsprung, Kugelstossen). Ballspiel im ausgewählten Sportspiel (z. B. Fussball, Volleyball, Unihockey, Basketball) technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. in spezifischen Spielsituationen individual- und kollektivtaktisch angemessen handeln. 7. Lerngebiet: Sport im Wasser10 Schwimmen Distanzschwimmen die Grob- oder Feinformen eines Schwimmstils 500m ohne Unterbruch schwimmen. Trendsport im ausgewählten Sportspiel (z. B. Smolball, Beachvolleyball) technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. 9. Lerngebiet: Outdoor-Sport Outdoor-Aktivität sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten. 10 Aus organisatorischen Gründen kann der Schwimmunterricht höchstens während eines Semesters in der ersten Klasse stattfinden. Schwerpunkte aus koordinativen und konditionellen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit weiterentwickeln. ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln und verbessern. Grundsätze der Trainingslehre anwenden. Bewegungsanalyse Bewegungsumsetzung Bewegungsgestaltung bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen. Tanzen, Tanzbewegungen und Performance ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erweitern. selbstständig eine Bewegungskombination gestalten (z. B. mit oder ohne Handgeräten, Aerobic, Rope Skipping). Geräteturnen weitere Elemente an verschiedenen Geräten anwenden und so das Bewegungsrepertoire weiterentwickeln an einer Gerätebahn verschiedene Elemente Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch weiterentwickeln. Ballspiel und Rückschlagspiele in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B. Handball, Badminton) technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. in spezifischen Spielsituationen individual- und kollektivtaktisch angemessen handeln. 7. Lerngebiet: Trendsportarten Trendsport in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B. Lacrosse, Baseball) korrekt mitspielen und sich regelkonform 8. Lerngebiet: Outdoor-Sport Outdoor-Aktivität sich in der jeweiligen Umgebung einer weiteren Outdoor-Aktivität orientieren und adäquat verhalten. Weitere Schwerpunkte aus konditionellen und koordinativen Fähigkeiten spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit weiterentwickeln und Grundsätze der Trainingslehre umsetzen und selbstständig anwenden. sich selbstständig auf einen Ausdauertest vorbereiten. Bewegungsanalyse Bewegungsumsetzung Bewegungsgestaltung durch mediengestützte Analysen (Videoauswertungen) die Bewegungsqualität verbessern. Tanzen, Tanzbewegungen und Performance ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire mit komplexeren Tanzschritten in einer Gruppe eine schwierigere Bewegungskombination gestalten (z. B. Hip-Hop, Salsa, Partnerakrobatik, Double Dutch). Geräteturnen einzelne Elemente selbstständig zu einer Verbindung zusammenstellen und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern. schwierigere Elemente an einer Gerätebahn vorzeigen. Leichtathletik ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert schwierigere Disziplinen der Leichtathletik bewältigen (z. B. Stabhochsprung, Diskus). Weitere Spiele, Ballspiele und Rückschlagspiele im ausgewählten Sportspiel (z. B. Fussball, Volleyball, Unihockey, Basketball) technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. in weiteren ausgewählten Sportspielen (z. B. Tischtennis, Eishockey, Curling) technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform in spezifischen Spielsituationen individual- und kollektivtaktisch angemessen handeln. 7. Lerngebiet: Trendsportarten Trendsport in weiteren ausgewählten Sportspielen (Flagball, Rugby) korrekt mitspielen und sich regelkonform sich in ein Team einfügen. 8. Lerngebiet: Outdoor-Sport Outdoor-Aktivität sich auf eine anspruchsvollere Outdoor-Aktivität (z. B. Klettergarten) einlassen und sich verantwortungsvoll 4. Klasse11 koordinative und konditionelle Fähigkeiten in selbst gewählten Bereichen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit stetig weiterentwickeln und verbessern. in selbst gewählten Bereichen ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten selbstständig erweitern Bewegungsanalyse Bewegungsumsetzung Bewegungsgestaltung bei Wahl einer entsprechenden Sportart die gezielte Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen. Tanzschritte und -formen ihr tänzerisches Repertoire gezielt mit weiteren Tanzformen vertiefen und erweitern (z. B. Salsa, Standardtänze). 11 Die Doppelstunde findet abteilungsübergreifend in Sportarten nach Wahl statt. Geräteturnen und Gleichgewichtsformen ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und erweitern (z. B. Slackline, Akrobatik). Leichtathletik schwierigere und komplexere leichtathletischen Fertigkeiten gezielt bei Wettkampfformen anwenden. Weitere Schwerpunktspiele im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt 7. Lerngebiet: Trendsportarten Trendsportarten, die sich an der gesellschaftlichen Aktualität orientieren ‚Exotische‘ Sportarten ausserhalb des regulären Schulsportbetriebes die Grundgedanken der gewählten Sportarten (z. B. Parkour) in der Ausübung erfahren. die nötigen Grundfertigkeiten in den gewählten Sportarten erwerben. 8. Lerngebiet: Outdoor-Sport Ausgewählte Outdoor-Veranstaltungen (gegebenenfalls mit Eventcharakter) sich auf eine schwierigere Outdoor-Aktivität (z. B. Schlauchbootfahrt) einlassen und für sich und andere Verantwortung übernehmen. Ergänzungsfach Sport 1. Trainingslehre Sportanatomie und -physiologie Energetische Faktoren Konditionelle Grundfaktoren Trainingssteuerung und -Planung im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben. die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären. die Bedeutung der konditionellen Grundfaktoren sportartspezifisch erkennen. in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verschiedene Methoden des Trainings beschreiben und zielgerichtet anwenden. verschiedene Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten. Sportpsychologie Sporternährung den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären. die bedarfsangepasste Ernährung erläutern. Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen Erwerben, anwenden, gestalten Analysieren Motorik ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern. Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren. Modelle der Bewegungslehre erklären. die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen gewinnbringend verarbeiten. im Zusammenhang mit der Koordination das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik einordnen sowie die koordinativen Fähigkeiten nennen. 3. Lerngebiet: Sportspiele Grobinhalte zur Auswahl Fachliche Kompetenzen Fachliche Kompetenzen In mindestens zwei ausgewählten Sportspielen: Spieltechnik Spielsysteme Taktische Elemente Spielregeln die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden. taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen der Spielsituation angepasst anwenden und mitgestalten. ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten. 4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft Sportgeschichte Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit Leitmotive sportlichen Handelns Wechselwirkung von Sport und Gesellschaft aktuelles Themenfeld historische Aspekte des Sports erklären. die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären. Leitmotive für das Sporttreiben nennen und soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte und Einflüsse im Handlungsfeld Sport erkennen. zu einem aktuellen Themenbereich (z. B. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt, Trendsport) kritisch Stellung nehmen. Einführung in Wirtschaft und Recht Wochenstunden 1 2 – – Das Grundlagenfach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z. B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit verstehen und in Bezug auf die herrschende Lehre kritisch hinterfragen Alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen Unterschiedliche Perspektiven einnehmen Die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten Aufträge im Team organisieren und durchführen Eigene Beiträge und die anderer kritisch beurteilen Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen Im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen Geschichte: z. B. Staatskunde, Parteien Informatik: z. B. Darstellung von Angebots- und Nachfragekurven, Internetrecherchen Mathematik: z. B. Berechnung von Marktgleichgewichten und Elastizitäten Englisch: z. B. Lesen von anspruchsvollen Fachtexten, Podcasts und Videos 1. Lerngebiet: Recht Einführung Personenrecht Obligationenrecht Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung erklären. Grundsätze der Rechtspflege nennen. Grundbegriffe zur Persönlichkeit sowie Rechts- und Handlungsfähigkeit erläutern und auf natürliche und juristische Personen anwenden. Begriff und Entstehung von Obligationen erklären. Grundsätze der Vertragslehre anwenden und beurteilen, ob ein Vertrag zustande gekommen ist. alltägliche Probleme im Zusammenhang mit mindestens einem der folgenden Verträge rechtlich beurteilen: Kaufvertrag Arbeitsvertrag Mietvertrag die Voraussetzungen für Verschuldens- und Kausalhaftung prüfen. 2. Lerngebiet: BWL Unternehmen Haushalte im Unternehmensmodell die relevanten Umweltsphären und Stakeholders eines Unternehmens beschreiben und deren Wechselwirkung verstehen. in der strategischen Führung ökonomische, ökologische und soziale Ziele einer Unternehmung formulieren und analysieren. ethische Aspekte der Unternehmensführung erklären, wie ein Unternehmen sich finanziert. eine einfache Bilanz und Erfolgsrechnung interpretieren und Kennzahlen zu den Bereichen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit berechnen. ein Marketingkonzept entwickeln und beurteilen. ein Monatsbudget einer Schweizer Durchschnittsfamilie aufstellen. 3. Lerngebiet: VWL Grundlagen der Ökonomie Mikroökonomie das Modell des einfachen und erweiterten Wirtschaftskreislaufs aufzeigen, die wirtschaftlichen Grössen bestimmen und die Gesamtzusammenhänge Modelle für wirtschaftliche Handlungsweisen des Menschen beschreiben und kritisch hinterfragen. die Preisbildung bei vollkommener Konkurrenz verstehen und auf verschiedene Situationen Ursachen für Marktversagen wie auch Staatsversagen erkennen und die betreffenden Massnahmen der zuständigen Akteure beurteilen. Makroökonomie Volkswirtschaftliche Aktualitäten Problemstellungen aus mindestens einem makroökonomischen Gebiet (z. B. Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen) analysieren. aussenwirtschaftliche, währungsspezifische und arbeitsmarktliche Fragestellungen verstehen und Lösungsansätze entwerfen. Abstimmungsvorlagen analysieren und eine eigene Meinung bilden. Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 2. Klassen und Lehrpläne 1. Lerngebiet: BWL und finanzielles Rechnungswesen Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre Unternehmensmodell Unternehmensfunktionen: Strategische Management Marketing Organisation Betriebe nach verschiedenen Kriterien gliedern. betriebliche Abläufe anhand der Wertschöpfungskette Umweltsphären identifizieren und deren wechselseitige Auswirkungen am konkreten Beispiel analysieren. Interessen- und Zielkonflikte verschiedener Stakeholder erkennen und Lösungsansätze aufzeigen. aus einer konkreten Unternehmensstrategie ökonomische, ökologische und soziale Ziele ableiten. ethische Aspekte der Unternehmensführung ein Marketingkonzept selbstständig entwickeln. Instrumente der Aufbau- und Ablauforganisation nennen, verstehen und anwenden. Doppelte Buchhaltung Probleme des Jahresabschlusses Bilanz, Erfolgsrechnung typische Geschäftsfälle verbuchen. folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen. Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven bilden und auflösen. Bilanz und Erfolgsrechnung anhand ausgewählter Kennzahlen interpretieren. 2. Lerngebiet: VWL Grundlagen der Ökonomie Funktionsweise von Märkten Wirtschaftssysteme Gesamtwirtschaftliche Entwicklungsprozesse (inkl. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Geldtheorie / -politik) das Modell des erweiterten Wirtschaftskreislaufs aufzeigen, die wirtschaftlichen Grössen bestimmen und die Gesamtzusammenhänge analysieren. Modelle für wirtschaftliche Handlungsweisen des Menschen beschreiben und kritisch hinterfragen. die Funktionsweise von Märkten anhand der Preistheorie herleiten. Grundlagen der Wohlfahrtsökonomie verstehen und verschiedene Formen der Marktwirtschaft anhand von ausgewählten Kriterien unterscheiden. Gründe für Marktversagen beschreiben sowie Lösungsansätze entwickeln. Konsequenzen staatlicher Eingriffe analysieren. die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aus drei Blickwinkeln nachvollziehen. Grundlagen der Geldtheorie verstehen. Geldwertstörungen und deren Auswirkungen beschreiben sowie Lösungsansätze vorschlagen. Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären. Konsequenzen geldpolitischer Entscheide nachvollziehen und kritisch hinterfragen. regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen und entsprechende Abstimmungsvorlagen analysieren. 3. Lerngebiet: Recht Allgemeine Vertragslehre Spezielle Vertragslehre Veräusserungsverträge Gebrauchsüberlassungsverträge Verträge auf Arbeitsleistung Gesellschaftsrecht das Zustandekommen eines Vertrages verstehen. Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen. geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen. Auswirkungen von Erlöschen bzw. Verjähren von Obligationen beschreiben. Grundlagen des Haftpflichtrechts erklären und auf konkrete Fälle anwenden. zwischen Kauf, Tausch und Schenkung unterscheiden. zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen und Leasing unterscheiden. zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag das Zustandekommen, die Rechte und Pflichten der Parteien sowie die Beendigung der einzelnen Vertragsarten an konkreten Fällen beurteilen. Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform entwickeln. Merkmale ausgewählter Rechtsformen miteinander vergleichen und situativ beurteilen. Regeln zur Bildung der Firma anwenden. die Bedeutung der Corporate Governance erläutern und wichtige Regelungen beschreiben. rechtliche und finanzielle Verflechtungen von Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der Fusion beschreiben. beim Lösen von Rechtsfällen systematisch vorgehen. 1. Lerngebiet: BWL und finanzielles Rechnungswesen Unternehmensfunktionen Finanzierung Investition Mindestens eines der folgenden Gebiete: Personal Logistik / Produktion Banken / Börse Versicherungen Geldflussrechnung Kalkulation im Handels- und / oder Produktionsbetrieb inklusive der grafischen Darstellung und der Berechnung der Nutzschwelle verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen unterscheiden und beurteilen. statische und dynamische Investitionsrechnungen vertiefte Kenntnisse in einem der behandelten Gebiete für eine eigene Geschäftsidee selbstständig einen Businessplan entwickeln. eine einfache Geldflussrechnung erstellen und eine Einzel- sowie eine Gesamtkalkulation eines Handelsbetriebes vornehmen. eine Betriebsabrechnung im Produktionsbetrieb aufstellen und interpretieren. Nutzschwellen berechnen und grafisch darstellen. 2. Lerngebiet: VWL – Makroökonomie Fortsetzung gesamtwirtschaftliche Entwicklungsprozesse: Konjunktur Wachstum Strukturwandel Aussenwirtschaft den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten Indikatoren beschreiben. Konjunkturkonzepte sowie deren historische Hintergründe und aktuelle Anwendung kennen. zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden. Auswirkungen des Strukturwandels erklären. den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen und rechnerisch überprüfen. Mindestens ein weiteres Gebiet aus folgenden Themen: Arbeitsmarkt Öffentliche Finanzen Soziale Sicherheit Internationale Organisationen Wechselkurssysteme Vor- und Nachteile der Globalisierung diskutieren. regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren. 3. Lerngebiet: Recht Mindestens zwei der folgenden Rechtsgebiete vertieft behandeln: Sachenrecht Ehe- und Erbrecht Strafrecht Schuldbetreibungs- und Konkursrecht Völkerrecht Die Grundzüge der einzelnen Wahlrechtsgebiete verstehen und auf konkrete Sachverhalte anwenden. Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 1. Lerngebiet: VWL Wohnen Steuern Konsum verschiedene Märkte und Marktformen beschreiben, analysieren und erklären. wirtschaftspolitische Massnahmen am Beispiel des Wohnungsmarktes verstehen, analysieren und verschiedene Aspekte der öffentlichen Haushalte verstehen, analysieren und erklären. die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf verschiedene Funktionen verstehen, analysieren und erklären und anhand von Fallbeispielen vertiefen. 2. Lerngebiet: BWL Wohnen Steuern Konsum Betriebe als Arbeitgeber mit den zusammenhängenden Elementen beschreiben, verstehen, analysieren und Entscheidungen privater Haushalte als Mieter oder Wohneigentümer verstehen, erklären und mit Hilfe von Fallbeispielen vertiefen. verschiedene Aspekte der privaten Haushalte und Unternehmen verstehen, analysieren und erklären. die Bedeutung des Konsums im Hinblick auf verschiedene betriebswirtschaftliche Funktionen verstehen, analysieren und erklären. 3. Lerngebiet: Recht Wohnen Steuern Konsum rechtliche Elemente des Anstellungsverhältnisses mit den verbundenen Elementen beschreiben, verstehen rechtliche Aspekte der Miete oder des Hauskaufs verstehen, erklären und anwenden. verschiedene Aspekte der Steuergesetzgebung verstehen, begründen und analysieren. rechtliche Konsequenzen des Konsums verstehen, erklären, analysieren und anwenden. Anhang 9 (Stand 1. August 2026) Inhaltsverzeichnis GrundlaDŽenfach Bildnerisches Gestalten 4 ErDŽänzunDŽsfach Bildnerisches Gestalten 13 GrundlaDŽenfach BioloDŽie 17 ErDŽänzunDŽsfach BioloDŽie 25 Schwerpunktfach BioloDŽie und Chemie 29 GrundlaDŽenfach Chemie 43 ErDŽänzunDŽsfach Chemie 55 GrundlaDŽenfach Deutsch 59 GrundlaDŽenfach EnDŽlisch 73 GrundlaDŽenfach Französisch 88 GrundlaDŽenfach GeoDŽrafie 102 ErDŽänzunDŽsfach GeoDŽrafie 110 GrundlaDŽenfach Geschichte 112 ErDŽänzunDŽsfach Geschichte 122 ObliDŽatorisches Fach Informatik 127 ErDŽänzunDŽsfach Informatik 135 GrundlaDŽenfach Instrumentalmusik 139 ErDŽänzunDŽsfach Instrumentalunterricht 151 GrundlaDŽenfach Italienisch 158 GrundlaDŽenfach Mathematik 172 ErDŽänzunDŽsfach Anwendungen der Mathematik 189 Schwerpunktfach Physik und AnwendunDŽ der Mathematik 192 GrundlaDŽenfach Musik 201 ErDŽänzunDŽsfach Musik 210 ErDŽänzunDŽsfach Philosophie 215 GrundlaDŽenfach Physik 220 ErDŽänzunDŽsfach Physik 231 Schwerpunktfach PsycholoDŽie / PädaDŽoDŽik / Philosophie (Kombifach) 234 ErDŽänzunDŽsfach PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik 248 ErDŽänzunDŽsfach ReliDŽionslehre 256 Schwerpunktfach Spanisch 263 ObliDŽatorisches Fach Sport 273 ErDŽänzunDŽsfach Sport 277 ObliDŽatorisches Fach Einführung in Wirtschaft und Recht 280 Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 285 ErDŽänzunDŽsfach Wirtschaft und Recht 294 Seite 1 / 9 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Bildnerisches Gestalten Wochenstunden 2 3 2 0 Bildnerisches Gestalten und BildbetrachtunDŽ verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Sie befähiDŽen die Schülerinnen und Schüler, sich in der visuellen Welt zu orientieren. Dem Lernen durch konkretes, anDŽewandtes Tun wird in der bildnerischen GestaltunDŽ eine wichtiDŽe Rolle zuDŽemessen. 2. Wahrnehmen und verstehen Bilder sind in unserer multimedial beeinflussten Gesellschaft omnipräsent und präDŽen sowohl unsere Kommunikations- als auch WahrnehmunDŽsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die FähiDŽkeit, Bilder, Architektur, DesiDŽn und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst, sich auf einen BetrachtunDŽsDŽeDŽenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen als auch sinnlich-körperliche EmpfindunDŽen zu zulassen und zu nutzen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähiDŽt, ihr differenziertes VorstellunDŽsvermöDŽen und die erworbene VisualisierunDŽskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die AuseinandersetzunDŽ mit VerDŽanDŽenem schärfen sie ihren Blick auf die GeDŽenwart. 3. Planen und realisieren Im Rahmen eiDŽenDŽestalterischen Tuns und der planerischen VorbereitunDŽ vertiefen die Lernenden ihre FähiDŽkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen komplexe Prozesse, in deren Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitiDŽ beeinflussen. Dabei spielen Ideen, EmpfindunDŽen, Fantasie, VorstellunDŽsvermöDŽen und ErinnerunDŽen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche FertiDŽkeiten und entwickeln diese weiter. Im UmDŽanDŽ mit Material und WerkzeuDŽ erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren MöDŽlichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der AnwendunDŽ unterschiedlicher Medien, dass sich analoDŽe und diDŽitale Verfahren erDŽänzen und durchdrinDŽen. Ausserdem erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie aktiv an einer BelebunDŽ und MitDŽestaltunDŽ der Schulkultur teilhaben können. 4. Sich orientieren und sich definieren Bildnerische GestaltunDŽ träDŽt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen IdentitätsbildunDŽ bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die FähiDŽkeit, sich mit GestaltunDŽ4 Seite 2 / 9 auszudrücken und dies als MöDŽlichkeit zur Kommunikation zu verstehen und DŽezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eiDŽener und fremder WahrnehmunDŽ zu differenzieren und AndersartiDŽkeit zu respektieren 5. Überfachliche Kompetenzen Das GrundlaDŽenfach Geschichte fördert besonders:  durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eiDŽene Werk, Wertehaltun- DŽen und Ansichten in einen DŽrösseren ZusammenhanDŽ stellen  in der PlanunDŽ und DurchführunDŽ eines DŽestalterischen Projekts selbständiDŽ vorDŽehen  im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reaDŽieren  Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus DŽewonnene Erkenntnisse in der eiDŽenen DŽestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine StrukturierunDŽ komplexer ZusammenhänDŽe auch im DŽesellschaftlichen Kontext.  Erfinderlust, NeuDŽier, Experimentier- und GestaltunDŽsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eiDŽene erfinderische Fantasie stärken  durch die AuseinandersetzunDŽ mit Kunst ein Interesse an persönlichen, DŽesellschaftlichen und kulturellen FraDŽen entwickeln. IKT-Kompetenzen (Informations- und KommunikationstechnoloDŽie)  BildersammlunDŽen und MedienanDŽebote nutzen  mit diDŽitalen Medien in der alltäDŽlichen AnwendunDŽ sachDŽerecht umDŽehen Praktische FähiDŽkeiten  manuelles Geschick und technisches Können verbessern  eine verantwortunDŽsbewusste HaltunDŽ in BezuDŽ auf Materialien entwickeln 6. QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern QuerverbindunDŽen sind zu vielen Fächern möDŽlich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in der ersten Klasse im LernDŽebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und BioloDŽie wünschbar. In der zweiten Klasse dränDŽt sich im LernDŽebiet Kunst eine VerbindunDŽ zum Fach Geschichte auf. In der dritten Klasse ist eine VerbindunDŽ zum Projektunterricht nahe lieDŽend in welchem viele Momente selbständiDŽer Recherchen und Realisationsphasen ebenfalls intensiv thematisiert werden 7. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit EiDŽenständiDŽe kreative Projekte über mehrere Projektphasen (Recherche, ThemeneinDŽrenzunDŽ, Idee, Entwurf, RealisierunDŽ und Reflexion) entwickeln und umsetzen. Lernen, kreative Prozesse zu dokumentieren und in einen theoretischen Kontext zu stellen5 Seite 3 / 9 1. LernDŽebiet: Bild  Zeichnerische GrundlaDŽen  Entwerfen  Komposition  Zeichnen nach der VorstellunDŽ und Objekte nach BeobachtunDŽ linear und mit Tonwerten differenziert wiederDŽe-  Assoziationen und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen.  innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene AnwendunDŽsmöDŽlichkeiten entdecken.  einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden.  GestaltunDŽ als persönliches Ausdrucksmittel erfahren. 2. LernDŽebiet: Farbe  FarbwahrnehmunDŽ  Farbenlehre und FarbordnunDŽssysteme  Farbkontraste  Maltechnik  eiDŽene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche WirkunDŽ von Farben erfahren.  unterschiedliche Farbsysteme kennenlernen (z. B. nach Johannes Itten / H. Küppers).  WirkunDŽen von Farbkombinationen und Farbkontrasten erkennen und anwen-  Maltechniken thematisch vertiefen und mindestens eine – dem Malmittel anDŽepasste – AnwendunDŽsart wie pastos, deckend, lasierend anwenden 3. LernDŽebiet: Raum und Körper  Plastik und/oder Skulptur  mit einer additiven oder subtraktiven Technik ein einfaches Objekt nach6 Seite 4 / 9  Raumbildende Mittel  UmwandlunDŽ / ÜbersetzunDŽ von 3D zu 2D oder umDŽekehrt formalen VorDŽaben realisieren.  elementare raumbildende Mittel benennen und anwenden (z.B. NeDŽativraum, Formkontraste, AnordnunDŽ im Raum).  Verschiedene DarstellunDŽsarten dreidimensionaler Situationen anwenden (z.B. Plan, FotoDŽrafie etc.) 4. LernDŽebiet: Visuelle Kommunikation und Medien  Bildsprache  TypoDŽrafie  DiDŽitale FotoDŽrafie  inhaltliche Aussage, Information und Symbolik von Bildern benennen und in Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien und bildnerische Darstellungsarten setzen.  Schrift als GestaltunDŽsmittel spielerisch und DŽezielt anwenden.  MöDŽlichkeiten der diDŽitalen BildbearbeitunDŽ erkennen, anwenden (z.B. Retuschieren, Tonwertkorrektur) und 5. LernDŽebiet: Kunst  BildbetrachtunDŽ  durch projektbezogene Beispiele aus Kunst und Design Bezüge zur eigenen gestalterischen Arbeit  aktuelle AusstellunDŽen besuchen, Konzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke formulieren.7 Seite 5 / 9 1. LernDŽebiet: Bild  Gestalterischer Prozess  Bildnerische Mitte  Zeichnerische GrundlaDŽe  Bildnerische Techniken  prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie Recherchieren, Ordnen, Auswerten, Entwerfen, Kombinieren, Realisieren, Reflektieren und Dokumentieren unter- teilen.  Anhand einer anDŽewandten Arbeit (z.B. Comic) bildnerische Mittel unterscheiden und DŽezielt anwenden (z.B. Komposition, perspektivische Standpunkte etc.)  ihre zeichnerische Kompetenz sowohl aus der VorstellunDŽ (z.B. Illustration), als auch durch Naturstudium oder fiDŽürlichem Zeichnen vertiefen  komplexere bildnerische Techniken wie z.B. Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern.  Vertrauen in die eiDŽene Bildsprache 2. LernDŽebiet: Farbe  Maltechnik  Farbenlehre  Farbfunktion  Farbe als Material  FarbauftraDŽsarten differenzieren, mit bildnerischen Mitteln kombinieren und DŽezielt einsetzen.  Aspekte der Farbenlehre (z.B. Sätti- DŽunDŽ und Kontrast, additive und subtraktive FarbmischunDŽ) an einem an- DŽewandten Beispiel vertiefen.  GeDŽenstands- von ErscheinunDŽs- und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden.  verschiedene Farbstoffe und Bindemittel unterscheiden (z.B. Öl-, Aquarell-, Gouache-, Temperafarbe).8 Seite 6 / 9 3. LernDŽebiet: Raum und Körper  Raumbildende Mittel  DarstellunDŽ des Raums  eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche wiederDŽeben.  ihre UmDŽebunDŽ als DŽestalteten Lebensraum erfahren. 4. LernDŽebiet: Visuelle Kommunikation und Medien  Bildsprache  TypoDŽrafie und Layout  DiDŽitale Bildtechniken  Bezüge zwischen Inhalt und Form erkennen und Begriffe aus der Fachsprache verwenden.  WirkunDŽsabsichten in verschiedenen Bildmedien (z.B. FotoDŽrafie, Film, Comic, Interaktives DesiDŽn) unterscheiden und einschätzen.  eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren.  Kriterien zur AnordnunDŽ von Bild und Text in der praktischen Arbeit umsetzen  WerkzeuDŽpalette eines diDŽitalen ProDŽrammes (wahlweise z.B. BildbearbeitunDŽs- / Layout- / vektororientiertes und diDŽitales Zeichnen- / FilmschnittproDŽramm) erproben. 5. LernDŽebiet: Kunst  Methoden der BildbetrachtunDŽ  KunstDŽeschichte  Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen.  ausgewählte Bilder vergangener Epochen und zeitgenössischer Kunst im Original betrachten.  kulturelle Institutionen in der UmDŽebunDŽ als Inspirationsquelle für ihre DŽestalterische und künstlerische Arbeit nutzen.9 Seite 7 / 9  sich durch das Studium von Gemälden / Fotografien / Skulpturen / Architektur exemplarisch in verschiedene Kunstepochen zwischen Renaissance und dem  21. Jh. vertiefen.  Exemplarisch ausgewählte Kunstepochen und -stile unterscheiden, zuordnen und diese Zuordnung begründen (z.B. Realismus / Impressionismus).  sich aktiv auf Kunst und Kultur einlassen.10 Seite 8 / 9 In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. Dabei finden die Lern- gebiete Bild, Farbe und Raum und Körper in der Projektauswahl gleichermassen Beachtung. Projekte werden von der Lehrperson im Jahresprogramm so geplant, dass zeichnerische Prozesse und malerische Farbanwendungen selbstverständliche und logische Bestandteile einzelner Projektarbeiten bleiben. 1. LernDŽebiet: Prozessorientierte Visuelle GestaltunDŽ: Bild, Farbe, Raum und Körper  Gestalterischer Prozess  Bildnerische Mittel  ZeichnunDŽ und Entwurf  Bildnerische Technik  Dokumentieren  inhaltliche / thematische Auseinandersetzung vertiefen und in gestalterischen Projekten umset-  verschiedene Ideenfindungsprozesse (z.B. Sammeln, Prinzip Zufall) erpro-  eine selbstständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren, reflektieren und dokumentieren.  Abstraktionsprozesse nachvollziehen und in den Entwurfsprozess integrie-  Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen  bildnerische Mittel in der eiDŽenen GestaltunDŽ adäquat und reflektiert  GestaltunDŽsideen und Entwürfe in Skizze und ZeichnunDŽ visualisieren.  verschiedene bildnerische Techniken und Materialien in ihren EiDŽenheiten ein- schätzen und anDŽemessen und zweckDŽerichtet einsetzen.  ihren GestaltunDŽsprozess für Dritte nachvollziehbar strukturieren und dokumentieren.11 Seite 9 / 9 2. LernDŽebiet: Visuelle Kommunikation und Medien  FotoDŽrafie / Film / Animation / Interaktives DesiDŽn  Aufnahmetechnik  Visuelle Kommunikation  Menschen / Objekte mit WirkunDŽsabsichten inszenieren und abbilden.  GrundlaDŽen der Aufnahmetechnik in FotoDŽrafie / Film verstehen und anwenden (Blende, Verschluss, Iso).  BildaussaDŽen erkennen, kritisch beurteilen und in der eiDŽenen Arbeit DŽezielt steuern (Semiotik). 3. LernDŽebiet: Kunst  Kunst- und BildbetrachtunDŽ  Werke aus (wahlweise) Design/ Kunst/ Film/ Architektur in ihren verschiedenen Erscheinungs-und Anwendungsformen betrachten  sich auf Kunst und Kultur einlassen und ihre HaltunDŽ reflektiert formulieren.12 Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Bildnerisches Gestalten Das ErDŽänzunDŽsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Es befähiDŽt die Schülerinnen und Schüler sich in der visuellen Welt zu orientieren. Im ErDŽänzunDŽsfach werden eiDŽene inhaltliche Schwerpunkte DŽesetzt. VertiefunDŽen in ThemenDŽebiete wie z. B. „Film und FotoDŽrafie“, „Thematische Arbeiten mit anschliessender AusstellunDŽ“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder „DesiDŽn und Architektur“ sind denkbar. Im ErDŽänzunDŽsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die FähiDŽkeit ihre alltäDŽliche UmDŽebunDŽ, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektierend wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf zeitDŽenössische und aktuelle Tendenzen in Kunst, DesiDŽn, Architektur, neuen Medien und JuDŽendkultur. Die DŽewonnenen Erkenntnisse setzen sie in BezuDŽ zur DŽestalteten Umwelt (z.B. Kunst-, DesiDŽn- und ArchitekturströmunDŽen) aus verschiedenen Zeitepochen. Im ErDŽänzunDŽsfach werden prozesshafte Projekte DŽeplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eiDŽenständiDŽes, experimentelles und spielerisches VorDŽehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen FertiDŽkeiten und lernen, diese in BezuDŽ auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im UmDŽanDŽ mit Material und WerkzeuDŽ erfahren sie die physische Beschaǹenheit der Stoǹe, deren MöDŽlichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Dabei werden die vielseitiDŽen kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller UmsetzunDŽ besonders DŽewichtet. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in der AnwendunDŽ unterschiedlicher Medien, dass sich analoDŽe und diDŽitale Verfahren erDŽänzen und durchdrinDŽen Bildnerische GestaltunDŽ träDŽt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen IdentitätsbildunDŽ als MöDŽlichkeit zur Kommunikation zu verstehen und DŽezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eiDŽener und fremder WahrnehmunDŽ zu diǹerenzieren und AndersartiDŽkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöDŽlicht eine kritische SelbstwahrnehmunDŽ eiDŽene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reaDŽieren. Zentral ist die FörderunDŽ des Selbstbewusstseins in BezuDŽ auf die eiDŽene Bildsprache und die Freude am13 Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten persönlichen Ausdruck. Reflexive FähiDŽkeiten  die Umwelt, eiDŽene und fremde WahrnehmunDŽ kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfraDŽen  durch Ausweiten ihres ästhetisch-kulturellen Horizonts das eiDŽene Werk, Wertehaltun- DŽen und An- sichten in einen DŽrösseren ZusammenhanDŽ stellen  durch Anwenden kreativer StrateDŽien konventionelle VorDŽehensweisen hinterfraDŽen und eiDŽene LösunDŽsansätze erproben  im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reaDŽieren  ausdauernd an länDŽer anDŽeleDŽten Projekten arbeiten und eiDŽeninitiativ vorDŽehen  Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus DŽewonnene Erkenntnisse in der eiDŽenen DŽestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine StrukturierunDŽ komplexer ZusammenhänDŽe auch im DŽesellschaftlichen Kontext.  Erfinderlust, NeuDŽier, Experimentier- und GestaltunDŽsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eiDŽene erfinderische Fantasie stärken  durch die AuseinandersetzunDŽ mit Kunst ein Interesse an persönlichen, DŽesellschaftlichen und kulturellen FraDŽen entwickeln IKT-Kompetenzen (Informations- und KommunikationstechnoloDŽie)  Fachliteratur, BildersammlunDŽen und MedienanDŽebote DŽezielt nutzen  diDŽitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation einsetzen Praktische FähiDŽkeiten  manuelles Geschick und technisches Können verbessern.  eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer AusstellunDŽ oder einer Dokumentation 3. LeistunDŽsbewertunDŽ Neben einzelnen AufDŽaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der BewertunDŽ entsprechend berücksichtiDŽt werden. Die LeistunDŽsbewertunDŽ soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schülern sind die BewertunDŽskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese14 Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten 1. LernDŽebiet: Wahrnehmen und Verstehen Reflektieren, Verstehen, Verbalisieren und Umsetzen von Erfahrungen aus aktuellen Ausstellungen, Fachliteratur, Exkursionen (mind. eintägig) Mögliche Schwerpunkte zur Auswahl:  Kunstgeschichte  Zeitgenössische Kunst  Architektur  Design  Visuelle Kommunikation  Film  Wirkungen von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf Inhalte ziehen.  Epochenwissen exemplarisch vertiefen.  besprochene Kunstwerke kunsthistorisch richtig zuordnen.  sich einen Sachtext erschliessen und darüber diskutieren.  eine verfeinerte Fachsprache anwenden.  vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte diskutieren.  AusstellunDŽskonzepte erkennen und be- 2. LernDŽebiet: Planen und Realisieren Es werden beispielhafte Projekte durchgeführt, die alle kreativen Projektphasen durchlaufen (Recherchieren / Thema eingrenzen / Idee definieren / Konzipieren / Realisieren / Präsentieren und Dokumentieren / Reflektieren). Folgende Bereiche stehen zur Auswahl:  Malerei / Zeichnung  Film / Fotografie  Architektur / Produkte- design  Skulptur / Installation / Performance  Visuelle Kommunikation (Grafikdesign, Typografie etc.)  DruckDŽrafik  bildnerische Mittel und handwerkliche Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen.  eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster lösen.  ein künstlerisches / gestalterisches Produkt entwickeln mit Methoden wie Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Rea- gieren.  eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln, den Prozess dokumentieren und re-  den WeDŽ von der Idee bis zur RealisierunDŽ auf unterschiedlichste Weise anDŽehen.15 Lehrplan EF Bildnerisches Gestalten 3. LernDŽebiet: Sich orientieren und sich definieren Kontextualisierung und Verordnung der eigenen Arbeit / Vorgehensweise und Standpunkte  Reflexion der eiDŽenen Arbeit  Präsentation (z.B. AusstellunDŽ, Dokumentation, Portfolio)  ihre eigene Arbeit reflektierend in Bezug zu Werken aus Kunst / Architektur / angewandter Gestaltung setzen.  eigene Arbeiten beurteilen, Lernfortschritte erkennen und Resultate wert-  eiDŽene Resultate in passender Form präsentieren.16 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach BioloDŽie Wochenstunden 2 2 2 0  Der BioloDŽieunterricht träDŽt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen.  Eine fraDŽende und experimentelle AnnäherunDŽ an bioloDŽische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der BioloDŽie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des LebendiDŽen.  Der BioloDŽieunterricht fördert das verantwortunDŽsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt DŽeDŽenüber.  Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (bioloDŽischen Prinzipien) in verschiedenen LernDŽebieten ermöDŽlicht es den Studierenden, systemische ZusammenhänDŽe zu erfassen und zu verstehen.  Der BioloDŽieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche GrundlaDŽen zum Aufbau eines persönlichen Weltbilds und OrientierunDŽshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfra- DŽen. Er liefert die GrundlaDŽen, um Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren.  In seiner InteDŽrationsfunktion fördert der BioloDŽieunterricht die FähiDŽkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen. Das GrundlaDŽenfach BioloDŽie fördert besonders:  Respektvoll mit Lebewesen umDŽehen  EiDŽenständiDŽ, diǹerenziert und kritisch denken  Effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrucken sowie FachbeDŽriffe korrekt verwenden  Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, MessDŽeräte) selbständiDŽ bedie-  Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche  NeuDŽier und den Mut haben, eiDŽene FraDŽestellunDŽen zu entwickeln17  Chemie: StoffDŽruppen, Biomoleküle, Diffusion und Osmose  GeoDŽrafie: Bodenkunde, Fossilien, Landwirtschaft, Geobotanik  Geschichte: Wissenschaftstheorie, Stammbäume, EntwicklunDŽen über DŽrössere Zeiträume  Mathematik: Wachstumsmodelle, Statistik, Kombinatorik, WahrscheinlichkeitsrechnunDŽ  Physik: Optik, Akustik, Biomechanik  Sport: BeweDŽunDŽsapparat, Kreislauf, EnerDŽiestoffwechsel 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  beobachten, experimentieren, protokollieren und interpretieren von DŽewonnenen Daten18 1. LernDŽebiet: ErforschunDŽ des Lebens  Merkmale des Lebens  Merkmale des Lebens erklären  die Faszination des Lebens erfahren  OrDŽanisationsebenen  anhand der OrDŽanisationsebenen auf die verschiedenen Arbeitsweisen der BioloDŽie rückschliessen  Arbeitsweisen  die Arbeitsweisen der Naturwissenschaft (InformationsbeschaffunDŽ, DurchführunDŽ von Experimenten, UmDŽanDŽ mit Quellen, Vermeiden von PlaDŽiaten) anwenden.  verschiedene technische Hilfsmittel selbständiDŽ bedienen sowie einfache Präparate selbst herstellen.  Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren. 2. LernDŽebiet: Anatomie, PhysioloDŽie, PatholoDŽie der Tiere, SchwerDŽewicht Mensch  Übersicht OrDŽansysteme  die wichtiDŽen OrDŽansysteme und deren DŽeDŽenseitiDŽe AbhänDŽiDŽkeiten  Anatomie und PhysioloDŽie der fol- DŽenden OrDŽane/OrDŽansysteme in ZusammenhanDŽ brinDŽen: Herz/Kreislauf, AtmunDŽ, VerdauunDŽsorDŽane, BeweDŽunDŽsapparat.  anhand eiDŽener BeobachtunDŽen o Rückschlüsse auf die physioloDŽischen o ZusammenhänDŽe ziehen.  bioloDŽische GrundlaDŽen ausDŽewählter Krankheiten erklären.  MikroorDŽanismen und Immunsystem  Viren und Bakterien differenzieren.  GrundlaDŽen der Anatomie und PhysioloDŽie der MikroorDŽanismen19  die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden und die Abwehrmechanismen erläu- 3. LernDŽebiet: ZellbioloDŽie  Aufbau einer Zelle  OrDŽanellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den GrundzüDŽen beschreiben.  Transport  die wichtiDŽsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und  Inhaltsstoffe (Stoffe des Lebens)  den Aufbau und die Funktion wichti- DŽer Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) erläutern.  das Basiskonzept von Form und Funktion anwenden.  Stoffwechsel  die zentralen katabolen StoffwechselweDŽe (ZellatmunDŽ, GärunDŽ) erklä-  die ZusammenhänDŽe zur ÖkoloDŽie aufzeiDŽen.  ZellteilunDŽ  Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erklären.  die BedeutunDŽ des Zellzyklus erklä-  die bioloDŽische BedeutunDŽ der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen. 4. LernDŽebiet: Evolution  EntwicklunDŽ des Lebens  die EntstehunDŽ der ersten Zelle erläutern.20 1. LernDŽebiet: Systematik  Vielfalt der Lebewesen  die Vielfalt der Lebewesen erkennen und VerwandtschaftsbeziehunDŽen aufzeiDŽen.  Systematische KateDŽorien  die wichtiDŽsten systematischen KateDŽorien, deren historische EntwicklunDŽ sowie deren evolutionsbioloDŽische ZusammenhänDŽe erkennen.  AusDŽewählte Vertreter der Eukaryo-  exemplarisch die Vielfalt der uns um- DŽebenden Lebewesen kennenler-  sich über eine anDŽemessene Artenkenntnis ausweisen. 2. LernDŽebiet: Anatomie, PhysioloDŽie, PatholoDŽie der Tiere, SchwerDŽewicht Mensch  FortpflanzunDŽ und EntwicklunDŽ  die EntwicklunDŽ von Lebewesen darstellen (z.B. Amphibien). 3. LernDŽebiet: AllDŽemeine Botanik  OrDŽane der Pflanzen  Anatomie und PhysioloDŽie der wichtiDŽsten PflanzenorDŽane (Wurzel, Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in BeziehunDŽ brinDŽen.  Stoffwechsel, Fotosynthese  die zentralen anabolen StoffwechselweDŽe (Fotosynthese) erklären. 4. LernDŽebiet: Evolution  Evolutionstheorie  die BedeutunDŽ der darwinschen Evolutionstheorie erfassen.  Sichtweisen von Cuvier und Lamarck DŽeDŽenüber Darwins21 Evolutionstheorie klar abDŽrenzen.  Evolutionsmechanismen / Methoden  die Methoden der StammesDŽeschichtsforschunDŽ erfassen.  die ErDŽebnisse derselben einordnen EntwicklunDŽ des Lebens  die wichtiDŽsten EntwicklunDŽsschritte zeitlich einordnen.  paläoanthropoloDŽische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise der MenschwerdunDŽ in VerbindunDŽ brinDŽen. 5. LernDŽebiet: ÖkoloDŽie  GrundlaDŽen der ÖkoloDŽie  die AuswirkunDŽen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären.  AusDŽewählte Ökosysteme  DŽrundleDŽende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, EnerDŽiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems er-  populationsdynamische Prozesse  FortpflanzunDŽsstrateDŽien (z.B. r-/K- StrateDŽie) deuten.  möDŽliche AuswirkunDŽen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen.22 1. LernDŽebiet: Genetik  Klassische Genetik  ErDŽebnisse von KreuzunDŽsversuchen interpretieren und beurteilen.  die BedeutunDŽ der Meiose als VoraussetzunDŽ für die Neukombination von Erbmerkmalen erkennen.  einfache Stammbäume analysieren und ErbDŽänDŽe erkennen.  MolekularDŽenetik  die BeDŽriffe DNA, Chromosom und Genom in einen ZusammenhanDŽ brinDŽen.  die Abläufe und die BedeutunDŽ der Replikation, Transkription und Translation aufzeiDŽen.  Aufbau, Funktion und BedeutunDŽ von Proteinen (insbesondere von Enzymen) erläutern.  GentechnoloDŽie  die DŽentechnischen Abläufe zur HerstellunDŽ eines transDŽenen OrDŽanismus erläutern.  Chancen und Risiken der GentechnoloDŽie abwäDŽen sowie DŽrundsätzliche FraDŽen diskutieren. 2. LernDŽebiet: Anatomie, PhysioloDŽie, PatholoDŽie der Tiere, SchwerDŽewicht Mensch  Interne und externe Kommunikation  die GrundlaDŽen der NeuroloDŽie und EndokrinoloDŽie erfassen.  den Bau von Nervenzellen und die ErreDŽunDŽsleitunDŽ erklären.  am Beispiel von ZuckerreDŽulation und Sexualhormonen die WirkunDŽ von Hormonen erklären.  das Prinzip der HormonreDŽulation erläutern.23 3. LernDŽebiet: Evolution  EntwicklunDŽ des Lebens / Mechanismen  die Prinzipien der Mutation und Selektion verstehen  Mechanismen der ArtbildunDŽ unterschieden.24 Lehrplan EF Biologie Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach BioloDŽie Das ErDŽänzunDŽsfach BioloDŽie ermöDŽlicht zusätzlich zu den Inhalten, die im GrundlaDŽenfach vermittelt werden, eine vertiefte AuseinandersetzunDŽ mit bestimmten TeilDŽebieten der BioloDŽie. Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern GeleDŽenheit DŽeben, sich intensiv mit der BioloDŽie des Menschen zu beschäftiDŽen und dabei mehr über sich selbst zu erfahren. Neben experimentellen Ansätzen wird DŽenüDŽend Raum DŽelassen für eine intensive AuseinandersetzunDŽ mit ausDŽewählten LernDŽebieten. Gesellschaftsrelevante Themenkreise wie FraDŽen um die Herkunft des Menschen, fehlerhafte ErnährunDŽ sowie problematischer UmDŽanDŽ mit Suchtmitteln können im Rahmen des ErDŽänzunDŽsfachs vertieft diskutiert werden.  Respektvoll mit Lebewesen umDŽehen  EiDŽenständiDŽ, diǹerenziert und kritisch denken Analytische FähiDŽkeit  Eǹektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie FachbeDŽriǹe korrekt verwenden  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eiDŽenständiDŽe Arbeiten) erstellen  Fachartikel verstehen und diskutieren  Verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, MessDŽeräte, Gelelektrophorese, PCR) selbständiDŽ bedienen25 Lehrplan EF Biologie  Hypothesen selbständiDŽ formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren  EiDŽene ProjekterDŽebnisse überzeuDŽend präsentieren  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche  Computer-unterstützt experimentieren  Elektronische MessDŽeräte korrekt bedienen  NeuDŽier und den Mut haben, eiDŽene FraDŽestellunDŽen zu entwickeln  Intellektuelle NeuDŽierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunDŽ entwickeln26 Lehrplan EF Biologie Die LernDŽebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen. 1. LernDŽebiet: Mensch und Umwelt  AnthropoloDŽie  über Grundkenntnisse der MenschwerdunDŽ (PaläoanthropoloDŽie) referieren.  die wichtiDŽsten Vertreter der Primaten einordnen (PrimatoloDŽie).  Suchtmittel  die biochemischen und physioloDŽischen WirkunDŽen ausDŽewählter Suchtmittel erklären.  ErnährunDŽ  vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, PhysioloDŽie und Biochemie der VerdauunDŽ erlanDŽen.  verschiedene Formen der FehlernährunDŽ und deren AuswirkunDŽen einord-  Krankheiten  die bioloDŽischen GrundlaDŽen ausDŽewählter Krankheiten verstehen.  Gehirn  verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in ZusammenhanDŽ brinDŽen.  spezifische Hirnfunktionen mit bestimmten Verhalten in eine BeziehunDŽ brinDŽen.  SinnesorDŽane  über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausDŽewählter Sinnesor- DŽane Auskunft DŽeben.  das DŽemeinsame Prinzip der Sinnesor- DŽane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine FolDŽe von Aktionspotenzialen) verstehen.  ImmunoloDŽie  vertiefte fachliche Kenntnisse zur PhysioloDŽie und PatholoDŽie des Immunsystems erlanDŽen.27 Lehrplan EF Biologie  ÖkoloDŽie  Umwelteinflüsse auf OrDŽanismen analysieren und beurteilen. 2. LernDŽebiet: Genetik  MolekularDŽenetik  ein fundiertes Basiswissen der wichtiDŽsten molekularbioloDŽischen Prozesse ausweisen.  die DŽesellschaftliche Relevanz der modernen DŽenetischen UntersuchunDŽsmethoden sowie deren Resultate beurteilen.  Medizinische Genetik  Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen. 3. LernDŽebiet: VerhaltensbioloDŽie  Lern- und Sozialverhalten  historische und moderne ErklärunDŽsansätze zum Lernverhalten beurteilen.  anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausDŽewählte Sozialverhalten  HumanetholoDŽie  ihr eiDŽenes Verhalten in einen verhaltensbioloDŽischen Kontext stellen28 Lehrplan für das Schwerpunktfach BioloDŽie und Chemie Das Schwerpunktfach BioloDŽie und Chemie ermöDŽlicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den GrundlaDŽenfächern vermittelt werden, eine vertiefte AuseinandersetzunDŽ mit Chemie und BioloDŽie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtiDŽe BedeutunDŽ nehmen dabei die soDŽ. Life Sciences ein. Der Unterricht zeiDŽt das theoretische und experimentelle VorDŽehen zur ErkenntnisDŽewinnunDŽ auf und ermöDŽlicht die AuseinandersetzunDŽ mit komplexen Themen aus den Fächern BioloDŽie und Chemie sowie mit Themen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder FeldbeobachtunDŽen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen AusDŽanDŽspunkt und Prüfstein der WissensausweitunDŽ und -sicherunDŽ in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche FraDŽestellunDŽen in ForschunDŽ, EntwicklunDŽ und TechnoloDŽie bedin- DŽen solide Fachkenntnisse in den beteiliDŽten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähiDŽen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortunDŽsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Oft sind FraDŽestellunDŽen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern BioloDŽie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die NotwendiDŽkeit des lebenslanDŽen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erhalten, sich später im Berufsleben selbständiDŽ in chemische und bioloDŽische Gebiete einzuarbeiten und mit Fachleuten aus den Bereichen BioloDŽie und Chemie zu kommunizieren. Zudem sollte der Unterricht auch eine BerufsfeldorientierunDŽ auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöDŽlichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl BioloDŽie als auch Chemie als Wissenschaften mit ihren eiDŽenständiDŽen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen.29  Respektvoll mit Lebewesen umDŽehen  EiDŽenständiDŽ, diǹerenziert und kritisch denken  In Chemie und BioloDŽie erworbene Kompetenzen zur BearbeitunDŽ DŽesellschaftlicher FraDŽestellunDŽen beiziehen  Eǹektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten  Das Fachwissen in einer Gruppe zielorientiert einbrinDŽen  Sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken sowie FachbeDŽriǹe korrekt verwenden  Sicherheit zeiDŽen beim Erstellen von naturwissenschaftlichen Texten (z.B. Protokolle, Laborjournal, eiDŽenständiDŽe Arbeiten)  Komplexere bioloDŽische und chemische Fachartikel, auch fremdsprachiDŽe, verstehen, in eiDŽenen Worten erklären und diskutieren  Chemische und bioloDŽische ZusammenhänDŽe fachlich korrekt erklären  Naturwissenschaftliche Modelle anwenden  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Diverse bioloDŽische, chemische und biochemische Methoden anwenden und die technischen Hilfsmittel selbständiDŽ bedienen  Mit Chemikalien sachDŽerecht und mit Lebewesen respektvoll umDŽehen  Hypothesen selbständiDŽ formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren  Das vertiefte Wissen der beiden Disziplinen bei der FormulierunDŽ, PrüfunDŽ und Diskussion von Hypothesen beiziehen  EiDŽene ProjekterDŽebnisse überzeuDŽend präsentieren  Modelle und Theorien kritisch beurteilen  Die AnwendunDŽ einfacher statistischer Methoden kennen  Informationen zu bioloDŽischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet recherchieren, darstellen und kritisch auswerten  Experimentelle Resultate in einem TabellenkalkulationsproDŽramm darstellen  Computerunterstützt experimentieren  Elektronische Apparaturen korrekt bedienen  NeuDŽier und den Mut haben, eiDŽene FraDŽestellunDŽen zu entwickeln  Intellektuelle NeuDŽierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunDŽ entwickeln30  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken31 3.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs BioloDŽie 1. LernDŽebiet: VerhaltensbioloDŽie  Lernverhalten  die spezifischen VerknüpfunDŽen von ErfahrunDŽ und Verhalten erklären.  die Grundelemente des Verhaltens und Lernens formulieren und in ihren wesentlichen Punkten unterschei-  die Verhaltensweisen auf Basis von etholoDŽischen UntersuchunDŽsmethoden (z.B. EthoDŽramm) anwenden und deuten.  Sozialverhalten (optional)  anhand von proximaten und ultimaten FraDŽestellunDŽen ausDŽewählte Sozialverhalten diskutieren und er- 2. LernDŽebiet: ÖkoloDŽie  Praktische ÖkoloDŽie  die GrundlaDŽen zur UntersuchunDŽ eines Ökosystems erwerben.  exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.  den anatomischen und ökoloDŽischen ZusammenhanDŽ zwischen den OrDŽanismen und ihrem entsprechenden Lebensraum erkennen.32 3.2. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie 1. LernDŽebiet: Praktische Laborarbeit  Korrekter UmDŽanDŽ mit Glaswaren Apparaturen  Sicherheit  Korrekte HandhabunDŽ von Chemika-  SorDŽfältiDŽe PlanunDŽ, DurchführunDŽ AuswertunDŽ von Experimenten  FührunDŽ eines Laborjournals und ErstellunDŽ von Laborberichten  Praktische AnwendunDŽ und ErweiterunDŽ der im Theorieunterricht behandelten Themen  die wichtiDŽsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.  einfache Apparaturen selber zusammenbauen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln.  Warnhinweise zu Gefahrstoǹen verstehen und sich über das Gefahrenpotenzial der verwendeten Stoǹe informieren.  auch mit leicht entzündlichen oder DŽesundheitsDŽefährdenden Stoǹen richtiDŽ umDŽehen.  auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein chemisches Problem experimentell DŽelöst werden kann.  WeDŽe vorschlaDŽen, wie eine konkrete FraDŽestellunDŽ experimentell beantwortet werden könnte.  sorDŽfältiDŽ beobachten und die eiDŽenen BeobachtunDŽen nachvollziehbar protokollieren.  aus experimentellen BeobachtunDŽen selbständiDŽ SchlussfolDŽerunDŽen ziehen.33  die eiDŽene praktische Arbeit anDŽemessen protokollieren und daraus einen Laborbericht anfertiDŽen.  anhand ausDŽewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und 2. LernDŽebiet: VertiefunDŽ der theoretischen chemischen GrundlaDŽen Physikalische Chemie Quantenchemie  Welle-Teilchen-Dualismus  Orbitalmodell  HybridisierunDŽ  Mesomerie  MO-Modell  Licht und Elektronen als Teilchen- WellenerscheinunDŽen deuten.  die BedeutunDŽ des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären.  die GrundzüDŽe des Orbitalmodells für Atome erklären.  die AnwendunDŽsbereiche und Grenzen des HybridisierunDŽsmodells kennen es an einfachen Beispielen erklären  die AnwendunDŽsbereiche und Grenzen des Modells der Mesomerie an einfachen Beispielen erklären.  die BedeutunDŽ der Mesomerie für orDŽanische Farbstoǹe erklären.  die AnwendunDŽsbereiche und Grenzen des MO-Modells kennen und es an einfachen Beispielen erklären und 3. LernDŽebiet: AnwendunDŽ der Chemie im AlltaDŽ und in der Technik Gerade bei AnwendunDŽen der Chemie im AlltaDŽ und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in die UnterrichtsDŽestaltunDŽ einfliessen, damit inhaltlich aktuelle LernDŽebiete und deren TeilDŽebiete DŽebührend berücksichtiDŽt werden können. Die Grobziele34 und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses LernDŽebietes sollen deshalb durch aktuelle und DŽesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.  AnwendunDŽen in der Technik  AnwendunDŽen im AlltaDŽ  Gesellschaftliche VerantwortunDŽ  komplexe ZusammenhänDŽe zwischen chemischen Aspekten wie Struktur, EiDŽenschaften oder chemischer Stabilität und technischen AnforderunDŽen erklären, die für AnwendunDŽen in der Technik oder im AlltaDŽ relevant sind.  Nutzen und Gefahren von AnwendunDŽsfeldern der Chemie in der Technik oder im AlltaDŽ anhand relevanter Beispiele erklären . 3.3. Gemeinsame LernDŽebiete und Fachliche Kompetenzen 1. LernDŽebiet: ÖkoloDŽie / Chemie und Umwelt  GewässerökoloDŽie (optional)  die chemische und bioloDŽische GewässerDŽüte bestimmen sowie die DŽesammelten Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren.  mit analytischen Methoden qualitätsrelevante Inhaltsstoǹe (wie z.B. Sauerstoǹ, Nitrat, Phosphat) selber bestimmen.  die Funktion einer Abwasserreini- DŽunDŽsanlaDŽe erklären.  Bodenanalyse (optional)  den Aufbau und die Funktion von Böden beschreiben.  Boden aufDŽrund bioloDŽischer Methoden (BestimmunDŽ von Bodenor- DŽanismen, Katalase-Versuch) und chemischer Methoden (wie z.B. Nitratnachweis) analysieren.  Qualitative und quantitative Analytik  Standardmethoden zur qualitativen und quantitativen Analyse von biolo- DŽisch relevanten Stoǹen anwenden35 und deren Chemismus verstehen.  Blutwerte interpretieren (z.B. Hämo- DŽlobin, Blutzucker in AbhänDŽiDŽkeit verschiedener Kohlenhydratquellen, Messwerte des Laktats in AbhänDŽiDŽkeit unterschiedlicher LeistunDŽ).  exemplarisch einzelne StoǹDŽruppen in verschiedenen NahrunDŽsmitteln nachweisen (z.B. versteckte Fette oder Zucker, Proteine).  Enzymaktivität messen.  Experimente zur Enzymaktivität pla-  Vitamine und Spurenelemente (opti-  Vorkommen und BedeutunDŽ der Vitamine und Spurenelemente erfas-  Vitamine in NahrunDŽsmitteln nachweisen (z.B. Vitamin-C Gehalt).  EiDŽenschaften untersuchen (z.B. Löslichkeit, Hitze- und Lichtempfindlichkeit, antioxidative WirkunDŽ). 4.Klasse 4.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs BioloDŽie 1. LernDŽebiet: Anatomie und PhysioloDŽie  Lebewesen  praktische UntersuchunDŽen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten.  evolutive EntwicklunDŽen erkennen und diskutieren.  Stoǹwechsel  StoǹwechselweDŽe und deren BedeutunDŽ für verschiedene OrDŽanismen- DŽruppen verstehen.  ReDŽulation und SteuerunDŽ (optional)  die SteuerunDŽ von ReDŽelDŽrössen mit Hilfe eines ReDŽelkreisschemas erläu-  die Funktion von Stress und die beteiliDŽten physioloDŽischen VorDŽänDŽe36 schildern.  die Rolle des Nervensystems bezüDŽlich SchmerzleitunDŽ verstehen und WirkunDŽsweisen von schmerzstillenden Mitteln verDŽleichen.  die WirkunDŽsweisen von DroDŽen und Giften auf Körper und Gehirn verstehen und erläutern.  die ZusammenhänDŽe zwischen Gen, GenreDŽulation, ProteinherstellunDŽ und HormonreDŽulation verstehen.  Medizinische DiaDŽnostik (optional)  die aeroben und anaeroben EnerDŽiebereitstelllunDŽen am Beispiel des Menschen diskutieren.  diaDŽnostische Methoden wie z.B. EKG-MessunDŽen durchführen und interpretieren und ihre BedeutunDŽ für diaDŽnostische Zwecke erkennen.  ImmunbioloDŽie (optional)  die molekularen Mechanismen der Immunabwehr erklären.  die Methoden der ImmunbioloDŽie erläutern und anwenden.  HistoloDŽie (optional)  mikroskopische Präparate eines Or- DŽans herstellen und interpretieren. 2. LernDŽebiet: MolekularbioloDŽie  Makromoleküle  Experimente mit Nukleinsäuren und Proteinen durchführen.  Gentechnik (optional)  sich mit TechnoloDŽien der modernen BioloDŽie (biotechnoloDŽischen AnwendunDŽen, Restriktionsenzymen, PCR, Gelelektrophorese etc.) vertraut machen.  die BedeutunDŽ der DNA-Analytik zur KlärunDŽ DŽesellschaftsrelevanter Fra- DŽen (z.B. DiaDŽnose von Krankheiten, Lebensmittelkontrollen, DŽenetisch veränderte OrDŽanismen (GVO)) ver-  PhyloDŽenie (optional)  die BedeutunDŽ der DNA-Analytik zur37 KlärunDŽ DŽesellschaftsrelevanter Fra- DŽen (z.B. ArtbildunDŽ, VölkerwanderunDŽ) verstehen.  Methoden der PhyloDŽenie anwen-  CytoDŽenetik (optional)  die BedeutunDŽ der DNA-Analytik zur KlärunDŽ DŽesellschaftsrelevanter Fra- DŽen (z.B. DiaDŽnose von Krankheiten)  Methoden der CytoDŽenetik anwenden, z.B. KaryoDŽramme erstellen und auswerten.  Klassische Genetik (optional)  einfache ErbDŽänDŽe der Drosophila (KreuzunDŽsversuche) auswerten und 3. LernDŽebiet: MikrobioloDŽie  MikrobioloDŽische UntersuchunDŽen  wesentliche Sterilschritte der MikrobioloDŽie anwenden.  die WirkunDŽ von Antibiotika testen und deren Risiken abschätzen.  die BedeutunDŽ der GärunDŽ experimentell erfahren.  sich mit biotechnoloDŽischen AnwendunDŽen vertraut machen.  Experimente mit Bakterien (z.B. BeeinflussunDŽ des Bakterienwachstums) planen, durchführen, auswerten und diskutieren. 4.2. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Chemie 1. LernDŽebiet: Chemie und Umwelt Das Ausmass und die BedeutunDŽ der Emission und Immission von Stoǹen in der Umwelt sind DŽrossen und raschen VeränderunDŽen unterworfen. Waren beispielsweise vor einiDŽen Jahren die Themen saurer ReDŽen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie Ozon oder Klimawandel wesentlich drinDŽlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen38 Kompetenzen dieses LernDŽebietes sollen deshalb durch aktuelle und DŽesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden.  Stoǹe in der Umwelt  WirkunDŽ von Stoǹen auf Lebewesen  Prinzipien der Umweltchemie wie EntstehunDŽ, AusbreitunDŽ und Verhalten von Stoǹen in der Umwelt erklä-  anhand aktueller Beispiele die WirkunDŽ von chemischen Stoǹen auf Lebewesen erklären. 2. LernDŽebiet: VertiefunDŽ der theoretischen chemischen GrundlaDŽen OrDŽanische Chemie  Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoǹ  Kohlenwasserstoǹe als Grund- DŽerüste orDŽanischer Moleküle  Funktionelle Gruppen  Struktur funktioneller Gruppen und EiDŽenschaften orDŽanischer Stoǹklassen  Nomenklatur orDŽanischer VerbindunDŽen  Struktur orDŽanischer Moleküle und das Wesen der Isomerie  Grundkonzept der Reaktionstypen AnwendunDŽen  erklären, warum sich Kohlenstoǹatome fast beliebiDŽ oft „mit sich selbst“ verbinden können.  die wichtiDŽsten Vertreter der homoloDŽen Reihe der unverzweiDŽten DŽesättiDŽten Kohlenwasserstoǹe mit Namen und Formel anDŽeben.  Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander unterscheiden.  wichtiDŽe funktionelle Gruppen erkennen und benennen, z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Amino-Gruppe.  anhand DŽeeiDŽneter Beispiele die unterschiedlichen EiDŽenschaften von orDŽanischen Stoǹklassen mit der unterschiedlichen Struktur der entsprechenden funktionellen Gruppen  orDŽanische Moleküle systematisch  zwischen Konstitution, KonfiDŽuration und Konformation eines orDŽanischen Moleküls unterscheiden.  die BedeutunDŽ der Isomerie für BioloDŽie, Medizin und PharmakoloDŽie39  den Sinn der EinteilunDŽ orDŽanischer Reaktionen in Reaktionstypenverste-  wichtiDŽe orDŽanische Reaktionstypen an einfachen Beispielen erklären.  ZusammenhänDŽe zwischen Struktur und Funktion wichtiDŽer Anwendun- DŽen orDŽanischer Stoǹe aus Natur und Technik erklären, z.B. bei Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Kunststoǹen. 3. LernDŽebiet: VertiefunDŽ der theoretischen chemischen GrundlaDŽen Physikalische Chemie - Spektroskopie  Prinzipien der Spektroskopie  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. der NMR-, IRUV/ Vis- und der Massenspektroskopie  Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren StrukturaufklärunDŽ. 4.3. Gemeinsame LernDŽebiete und Fachliche Kompetenzen 1. LernDŽebiet: Makromoleküle / Gentechik / Biochemie  Biochemisch relevante Stoǹe  strukturelle und enerDŽetische Aspekte der für den menschlichen Körper biochemisch relevanten Stoǹe erläutern (z.B. Zucker, Fette, Proteine).  Funktion und StellunDŽ von diversen StoǹDŽruppen im Stoǹwechsel des Menschen beschreiben (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, DNA und40 Porphyrine).  die Funktion von biochemisch relevanten Stoǹen der zuDŽehöriDŽen Struktur derselben zuordnen.  Aufbau und Biosynthese von Protei-  Aminosäuren anhand funktioneller Gruppen erkennen.  EiDŽenschaften der Aminosäuren anhand der zuDŽehöriDŽen Seitenkette einschätzen. (optional)  in der Raumstruktur eines Proteins primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Strukturbereiche voneinander unterscheiden.  die zur Raumstruktur führenden WechselwirkunDŽen erklären.  den WeDŽ vom Gen zum funktionsfähiDŽen Protein in seiner räumlichen Struktur erklären.  die Mechanismen der ProteinfaltunDŽ in der Zelle erläutern (u.a. Chaperone). (optional)  die AuswirkunDŽ einer Mutation auf die FunktionstüchtiDŽkeit eines Enzyms erkennen. (optional)  MolekularbioloDŽie und Gentechnik  aus Proben (z.B. von Lebensmitteln) DNA extrahieren.  mittels des Polymerase-Ketten-Reaktion-(PCR)-Geräts DŽewünschte DNA-Sequenzen amplifizieren (opti-  die Funktionsweise von Restriktionsenzymen erläutern und diese zur Analytik oder HerstellunDŽ DŽewünschter DNA-FraDŽmente verwenden. (optional)  eine Probe korrekt auf einem Gelelektrophorese-Gerät auftraDŽen und das Resultat korrekt auswerten.  biotechnoloDŽisch herDŽestellte Proteine aus Bakterien DŽewinnen und aufreiniDŽen. (optional)  die Vor- und Nachteile von verschiedenen ModellorDŽanismen aufzeiDŽen.  exemplarisch an einem ModellorDŽanismus DŽentechnische Experimente durchführen. (optional)41 2. LernDŽebiet: Anabole und katabole Prozesse / PharmakoloDŽie  WirkunDŽsweise von Antibiotika (opti-  die WirkunDŽsweise von Antibiotika erklären, modellieren und über-  die kompetitive HemmunDŽ erklären und zeiDŽen, weshalb der Sulfonamid- Einsatz für den Menschen unschädlich ist.  HerstellunDŽ von Antibiotika (optio-  ein Antibiotikum im Labor synthetisieren42 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Chemie Wochenstunden 2 2 2 0 Der Chemieunterricht vermittelt die DŽrundleDŽenden Kenntnisse über den Aufbau, die EiDŽenschaften und die UmwandlunDŽ der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen ErkenntnisDŽewinns kommt hierbei zentrale BedeutunDŽ zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen ErDŽebnisse fördern das AbstraktionsvermöDŽen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die VerknüpfunDŽ einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und StoffumwandlunDŽen mit abstrakten ModellvorstellunDŽen auf der Teilchenebene. Damit sollen alltäDŽliche ErfahrunDŽen DŽedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere SorDŽfalt auf die AnwendunDŽ allDŽemein akzeptierter, mechanistischer und bindunDŽstheoretischer Modelle DŽeleDŽt. Die Einblicke in die WechselbeziehunDŽen zwischen Empirie und Theorie sind zuDŽleich Anlass, über MöDŽlichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken. Der Chemieunterricht zeiDŽt die BedeutunDŽ der Chemie für andere Wissenschaften wie BioloDŽie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltiDŽ beeinflussen, und soll für eine nachhaltiDŽe NutzunDŽ der Ressourcen sensibilisieren. Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerüberDŽreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über DŽrundleDŽende Kenntnisse aus Chemie, BioloDŽie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich be- DŽründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller FraDŽen und Probleme, wie etwa der EnerDŽieversorDŽunDŽ, der ErnährunDŽssicherunDŽ, der ReinhaltunDŽ von Boden, Wasser und Luft, leistet der Chemieunterricht einen BeitraDŽ zur Einsicht, dass der EinbezuDŽ anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt. Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejeniDŽen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren wollen, die fachlichen GrundlaDŽen für ein erfolDŽreiches Studium liefern. Für alle anderen hinDŽeDŽen – und somit für die Mehrheit – soll der DŽymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich zu kommunizieren und sich selbst in chemische FraDŽestellunDŽen einzuarbeiten. Das GrundlaDŽenfach Chemie fördert besonders:43  Die BedeutunDŽ chemischer StoffeiDŽenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den AlltaDŽ beurteilen  Die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen  Sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem HinterDŽrund beteiliDŽen und StellunDŽ beziehen  Chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eiDŽenen Worten fachlich korrekt wiederDŽeben  Laien einfache chemische ZusammenhänDŽe fachlich korrekt erklären  Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen,  z.B. mit einem TextverarbeitunDŽsproDŽramm ZusammenfassunDŽen schreiben oder Daten DŽrafisch auswerten  Intellektuelle NeuDŽierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren ErklärunDŽ  Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken44 1. LernDŽebiet: Stoǹe und ihre EiDŽenschaften  Spezifische EiDŽenschaften zur CharakterisierunDŽ von Reinstoffen  Konzept der kleinsten Teilchen:  Stoffe und ihre EiDŽenschaften  Reinstoffe, Gemische, VerbindunDŽen und Elemente  ADŽDŽreDŽatzustände und ihre ÄnderunDŽen  Atomsymbole, Summenformeln  Masse von Atomen und Molekülen  Stoffe mit ihren Eigenschaften charakterisieren: Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur …  erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen.  das Konzept der kleinsten Teilchen an- wenden, um physikalische Vorgänge zu beschrei-  die Aggregatzustände und ihre Änderungen mit dem Teilchenmodell beschreiben.  im Periodensystem der Elemente (PSE) Namen und Atomsymbol bekannter Elemente einander zuordnen.  von einigen ausgewählten Beispielen Summenformeln und Namen angeben.  für gegebene Atome und Summenformeln die Masse mit Hilfe des PSE berechnen.45 2. LernDŽebiet: Atombau und Periodensystem 3. LernDŽebiet: Chemische BindunDŽ und Stoǹklassen Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz Atom-Modelle Kern-Hülle-Modell:  Die Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron  Rutherford-Experiment  Bildung von einatomigen Ionen  Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope Schalen-Modell der Atomhülle:  Atomrumpf und Valenzschale  Ionisierungsenergien  Energieniveauschema  Elektronenkonfiguration Periodensystem der Elemente (PSE):  Aufbau des PSE  Regelmässigkeiten innerhalb des PSE  PSE als Datensammlung  die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft beschreiben.  Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen.  sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern.  die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften aufzählen.  die Entwicklung des Kern-Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford ver-  die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus der Atomhülle beschreiben.  die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren.  für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa.  mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms beschreiben und zeichnen, unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen.  die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im PSE in Beziehung setzen.  die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen.  die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren und deren Bedeutung für das chemische Verhalten von Elementen erklären.  erklären, dass die Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen für das Verhalten eines Atoms als Metall oder Nichtmetall entscheidend sind.  den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten.46 3.1 ElektronenpaarbindunDŽ und molekular aufDŽebaute Stoǹe Kugelwolken-Modell:  Elektronen als Ladungswolke  Räumliche Anordnung der Ladungswolken  Lewis-Formel für Atome  Elektronenpaarbindung Lewis-Formeln von Molekülen Keil-Strich-Schreibweise Skelettschreibweise Molekülgeometrien Elektronegativität (EN) und Polarität von kovalenten Bindungen Dipol-Charakter von Molekülen Zwischenmolekulare Kräfte:  Van-der-Waals-Kräfte  Wasserstoffbrücken  Dipol-Dipol-Wechselwirkungen  ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken dargestellt werden, beschreiben.  für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben.  mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung beschrei-  mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten.  die Gestalt von Molekülen mit der Keil- Strich-Schreibweise dreidimensional darstel-  für gegebene Moleküle die Skelettformel aufzeichnen bzw. aufgrund einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls in der Lewis- bzw. Keil-Strich-Schreibweise an-  die Polarität einer Bindung anhand von EN- Werten beurteilen.  die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischenmolekularen Kräften  mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräfte bzw. Wechselwirkungen die Siedetemperaturen von molekularen Reinstoffen interpretieren.  die Mischbarkeit verschiedener molekular aufgebauter Stoffe interpretieren. 3.2 IonenbindunDŽen und Salze  Bildung einatomiger Ionen  die BildunDŽ einatomiDŽer Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären.47  Ermitteln von Ionen-Ladungen  Einatomige und mehratomige Io-  Ionen-Bindung  Ionen-Gitter und Verhältnisformel  Nomenklatur von Salzen  Eigenschaften von Salzen  Lösevorgang von Salzen in Wasser  mit Hilfe des PSE für HauptDŽruppenelemente die LadunDŽen des häufiDŽsten Ions ab-  bei NebenDŽruppenelementen mit Hilfe der im PSE verzeichneten Oxidationszahlen möDŽliche Ionen-LadunDŽen ableiten.  die Namen und Formeln wichtiDŽer ein- und mehratomiDŽer Ionen nennen.  mit einem DŽeeiDŽneten Modell das Wesen der Ionen-BindunDŽ und des Ionen-Verbands be-  bei DŽeDŽebenen Ionen die Verhältnisformel eines Salzes ableiten.  ReaktionsDŽleichunDŽen für die BildunDŽ von Salzen aus den Elementen fachlich korrekt aufstellen.  Salze systematisch benennen.  EiDŽenschaften wie z.B. Härte, SprödiDŽkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorDŽestellten Modells erklären.  den LösevorDŽanDŽ eines Salzes in Wasser auf der Teilchenebene beschreiben. 3.3 Metallische BindunDŽ und Metalle  Metallbindung  Eigenschaften von Metallen  Legierungen  das für diesen BindunDŽstyp charakteristische Modell von Atomrümpfen und frei beweDŽlichen Elektronen erklären.  EiDŽenschaften wie z.B. elektrische LeitfähiDŽkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorDŽestellten Modells  den BeDŽriff LeDŽierunDŽen erklären und  einiDŽe ausDŽewählte Beispiele von LeDŽierun- DŽen nennen. 4. LernDŽebiet: StoǹumwandlunDŽen 4.1 Quantitative BeschreibunDŽ von StoffumwandlunDŽen Die Schülerinnen und Schüler können48  Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen  folDŽende BeDŽriffe definieren: StoffmenDŽe, molare Masse, molares Volumen von Gasen, StoffmenDŽenkonzentration.  Massen in StoffmenDŽen und Teilchenzahlen umrechnen und umDŽekehrt.  ReaktionsDŽleichunDŽen aufstellen und  für einfache Beispiele stöchiometrische BerechnunDŽen anstellen.  stöchiometrische FraDŽestellunDŽen  bearbeiten. 4.2 EnerDŽetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen  Enthalpie  Entropie  Gibbs-Helmholtz-Beziehung  enerDŽetische VeränderunDŽen bei exothermen und endothermen VorDŽänDŽen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschät-  die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen.  EnerDŽieinhalte von Treibstoffen verDŽlei-  die BeDŽriffe „Heizwert“ und „Brennwert“ definieren und die Unterschiede erklären.  Reaktions-EntropieänderunDŽen an Beispielen erklären.  die Gibbs-Helmholtz-BeziehunDŽ zur AbschätzunDŽ der Spontaneität einfacher chemischer VorDŽänDŽe verwenden. 4.3 ReaktionsDŽeschwindiDŽkeit  Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung  den BeDŽriff ReaktionsDŽeschwindiDŽkeit definieren.  die AbhänDŽiDŽkeit der ReaktionsDŽeschwindiDŽkeit von Temperatur, Konzentration und ZerteilunDŽsDŽrad erklären.49  Katalysatoren  die ReaktionsDŽeschwindiDŽkeit- Temperatur-ReDŽel (RGT-ReDŽel) anwenden.  erklären, dass eine Reaktion auf  unterschiedlichen ReaktionsweDŽen ablaufen kann.  das Funktionsprinzip von Katalysatoren er-  die Funktions- und Wirkweise eines AutoabDŽas-Katalysators erklären. 4.4 GleichDŽewichtsreaktionen  Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen  Das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktionen  Das Massenwirkungsgesetz  Le-Châtelier-Prinzip  erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können.  den ZusammenhanDŽ zwischen typischen GleichDŽewichtsreaktionen und den Triebkräften chemischer Reaktionen erklären.  das dynamische chemische GleichDŽewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene beschreiben.  aus einer DŽeDŽebenen ReaktionsDŽleichunDŽ das MassenwirkunDŽsDŽesetz formulieren.  voraussaDŽen, wie sich Konzentrations-,  Druck- und TemperaturänderunDŽen auf ein chemisches GleichDŽewicht auswirken.50 4.5 Säure-Base-Reaktionen  Säuren und Basen; potentielle Säure und potentielle Base  Die Stärke potentieller Säuren  Der pH-Wert  Der pH-Wert von SalzlösunDŽen  Die BedeutunDŽ von Säure-Base- Reaktionen  Säure-Base-Reaktionen als ÜbertraDŽun- DŽen von Wasserstoff-Ionen erklären.  die BeDŽriffe Säure und Base definieren.  für eine DŽeDŽebene Säure und Base die Protolyse-Reaktion formulieren.  die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure nennen.  die GleichDŽewichtslaDŽe von Protolysen aufDŽrund der Säurestärke der beteiliDŽten Säuren qualitativ anDŽeben.  den pH-Wert definieren.  für wässriDŽe LösunDŽen einfache pH- Wert-BerechnunDŽen durchführen.  den pH-Wert von SalzlösunDŽen qualitativ interpretieren.  die Wirkweise von sauren bzw. alkalischen ReiniDŽern erklären.  den Kalkkreislauf in der Natur erklären.51 4.6 Redox-Reaktionen  BeDŽriffe Reduktion und Oxidation  Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel  Oxidationszahlen  Redox-Reaktionen  Galvanische Elemente / Elektrolyse  Brennstoffzelle  die Redox-Reaktion als ElektronenübertraDŽunDŽ bzw. -verschiebunDŽ definieren.  die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen.  die Oxidationszahlen von Atomen in  Molekülen und mehratomiDŽen Ionen ermitteln.  mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane RichtunDŽ von Redox-VorDŽänDŽen unter StandardbedinDŽunDŽen qualitativ voraussaDŽen.  die elektrochemische StromerzeuDŽunDŽ (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären.  die Funktionsweise zweier konkreter- Beispiele DŽänDŽiDŽer Batterien erklären.  die Funktionsweise und BedeutunDŽ von Brennstoffzellen erklären.52 5. LernDŽebiet: OrDŽanische Chemie 5.1 Systematik und EiDŽenschaften orDŽanischer Stoffe  Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff  Kohlenwasserstoffe als GrundDŽerüste or- DŽanischer Moleküle  Stoffklassen und funktionelle Gruppen  EiDŽenschaften orDŽanischer Stoffe  die Vielfalt der Kohlenstoffverbindun- DŽen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären.  die ersten zehn Vertreter der homoloDŽen Reihe der unverzweiDŽten DŽesättiDŽten Kohlenwasserstoffe (KW) mit Namen und Formeln aufzählen.  einiDŽe wichtiDŽe Stoffklassen mit deren funktionellen Gruppen, z.B. Alkohole, Carbonsäuren, ... aufzählen.  typische EiDŽenschaften von orDŽanischen Stoffen aufDŽrund der Teilchenstruktur erklären, z.B. Fettlöslichkeit und hohen EnerDŽieDŽehalt. 5.2 Charakteristische UmwandlunDŽen orDŽanischer Stoǹe  Umwandlungen organischer Stoffe  einfache Beispiele von Reaktionen orDŽanischer Stoffe beschreiben.53 LernDŽebiet: Experimentieren Die folDŽenden Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen DŽelten exemplarisch, falls im GLF ein Halbklassenpraktikum durchDŽeführt werden kann:  Kenntnis von Glaswaren und Geräten  Sicherheit  Korrekte HandhabunDŽ von Chemikalien  DurchführunDŽ und AuswertunDŽ von ein- fachen Experimenten  die einfachsten Glaswaren und Laborhilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benennen.  die Warnhinweise zu Gefahrstoffen  auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtiDŽ umDŽehen.  ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachDŽerecht ausführen.  sorDŽfältiDŽ beobachten und die ei- DŽenen BeobachtunDŽen festhalten.  aus experimentellen Beobachtun- DŽen selbständiDŽ SchlussfolDŽerun- DŽen ziehen.54 Lehrplan EF Chemie Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Chemie Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein. Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie, weitere Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei. Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders:  In der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen beiziehen  Sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen  Chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und anwenden  Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären  Naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, Berichte) erstellen55 Lehrplan EF Chemie  Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (z.B. experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben oder ein Molekülzeichnungsprogramm benützen)  Intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken56 Lehrplan EF Chemie 1. LernDŽebiet: Praktische Laborarbeit 1.1 Durchführung von Experimenten 1.2 Sicherheit 1.3 Auswertung von Experimenten  Experimente sachgerecht durchführen.  Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln.  die eigene praktische Arbeit richtig protokollie- 2. LernDŽebiet: VertiefunDŽ der theoretischen chemischen GrundlaDŽen 2.1 Physikalische Chemie (z.B. spektroskopische Verfahren, Grenzflächen, Kalorimetrie)  über Grundkenntnisse der physikalischen Chemie referieren.  die Bedeutung ausgewählter Themen für das Verständnis natürlicher Phänomene erken- 2.2 Anorganische Chemie (z.B. Komplexe, Leitfähigkeit von Lösungen, Mineralien, Erze, Gewinnung von Metallen)  vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der anorganischen Chemie erklä-  über einige ausgewählte Beispiele von anorganischen Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunft geben.  die Verbindung zu Vorgängen in Natur und Technik herstellen. 2.3 Organische Chemie (z.B. ausgewählte Reaktionsmechanismen, metallorganische Verbindungen, Chiralität)  vertiefte fachliche Kenntnisse der organischen Chemie referieren.  die Bedeutung der organischen Chemie für Biologie und Pharmazie erläutern.57 Lehrplan EF Chemie 3. LernDŽebiet: AnwendunDŽen der Chemie im AlltaDŽ und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in der Unterrichtsgestaltung eine Rolle spielen, damit inhaltlich aktuelle Lerngebiete und Teillerngebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. 2.4 Toxikologie/Pharmakologie (z.B. Pharmakokinetik, Wirkung, Nebenwirkung und therapeutische Breite, Toxizität von Schwer- metallen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder anderen Stoffgruppen)  die Grundlagen der Toxikologie / Pharmakologie erklären.  anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und Toxikologie beschreiben. 2.5 Analytische Chemie (z.B. Instrumentalanalyse wie UV-, IR-, NMR- Spektrometrie, quantitative Analyse mittels Redox- Titration)  das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/Vis- und Massenspektroskopie erklären.  Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung. 2.6 Umweltchemie (z.B. Verhalten von ausgewählten Chemikalien in Boden, Wasser und Luft, Anreicherung von Schadstoffen in der Nahrungskette, Abgasreinigung)  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären.  anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen 3.1 Anwendungen in der Technik (z.B. Brennstoffzelle, Halbleiter) 3.2 Anwendungen im Alltag (z.B. Textilfärbung, Kunstfasern)  Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und verstehen.  Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen.58 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Deutsch mit basalen Kompetenzen Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachiDŽen Literaturen und Medien sind der GeDŽenstand des Deutschunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit DŽeschriebener und DŽesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Analyse und Produktion wechselweise aufeinander beziehen. So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben, anderen zuzuhören und vor bzw. mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser WechselwirkunDŽ von Textanalyse und Textproduktion eiDŽnen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine eiDŽene Schreib-, Lese-, Sprech- und Reflexionskompetenz an. Eine Kultur der kritischen RückmeldunDŽ sowie die FähiDŽkeit zur Selbstkritik und SelbstbeurteilunDŽ unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern. Die BeschäftiDŽunDŽ mit Literatur und ihren medialen UmsetzunDŽen konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres ErfahrunDŽsbereichs. Literatur wird dabei als zentrales Medium für die Reflexion und VermittlunDŽ kulturellen Wissens verstanden. Diese HorizonterweiterunDŽ fordert und fördert den Aufbau einer sprachlich- kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche ÜberprüfunDŽ. In einer Epoche des Wachstums medial verbreiteter Texte sorDŽt der Deutschunterricht ausserdem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler relevante Informationen suchen, abwäDŽen und weiterverarbeiten so- wie sich kompetent und selbständiDŽ in der sich stets wandelnden Medienlandschaft beweDŽen können. Die AuseinandersetzunDŽ mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständiDŽt diese sprachliche PersönlichkeitsbildunDŽ. Damit leDŽt der Deutschunterricht wichtiDŽe GrundlaDŽen für die allDŽemeine StudierfähiDŽkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen und Schüler auf die wichtiDŽsten mündlichen wie schriftlichen AnforderunDŽen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie vertraut mit der Analyse komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der ArDŽumentation und des wissenschaftlichen Schreibens. Das GrundlaDŽenfach Deutsch fördert besonders:59  Sprache als Fundament der eiDŽenen Persönlichkeit erfassen  Literatur als Medium für die Reflexion und VermittlunDŽ kulturellen Wissens beDŽreifen  fremdes wie eiDŽenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten  kontinuierlich an den eiDŽenen Sprachkompetenzen arbeiten  das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitDŽestalten  in kleineren und DŽrösseren Teams lösunDŽs- und erDŽebnisorientiert arbeiten  eiDŽene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten anDŽemessen umDŽehen  sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeuDŽend präsentie-  adressaten-, situations- und medienDŽerecht schreiben  Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen  anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen  effizient recherchieren  Computer als Schreibmedium versiert einsetzen  sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren  Lektüre als Quelle von BildunDŽ und als DŽeistiDŽe HerausforderunDŽ pfleDŽen  ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen  eiDŽene Kreativität entwickeln, erweitern und DŽezielt nutzen  mit intellektueller NeuDŽier Anteil nehmen am ZeitDŽeschehen und am Kulturbetrieb Die Inhalte und die anDŽestrebten fachlichen Kompetenzen sind enDŽ und in verschiedener Weise mit anderen Fächern verbunden. Zunächst ist der wirkunDŽsvolle, korrekte und stilistisch DŽenaue Einsatz der deutschen Sprache sowohl mündlich als auch schriftlich in allen nicht-immersiv unterrichteten Fächern von entscheidender BedeutunDŽ. Aktive und passive SprachbeherrschunDŽ beeinflussen den LernerfolDŽ in DŽrossem Masse. Durch den EinbezuDŽ sprachlicher ÜberleDŽunDŽen traDŽen deshalb auch viele andere Fächer dazu bei, dass die fachlichen Kompetenzen im Fach Deutsch erlanDŽt und verbessert werden.60 Literarisch-ästhetische, kultur- und sprachwissenschaftliche, medientheoretische, psycholoDŽische und philosophische Inhalte des Faches Deutsch sind enDŽ verbunden mit einer Reihe von anderen Fächern. Zunächst ist der Sprachunterricht an der Mittelschule auch in den Fremdsprachen kulturwissenschaftlich DŽepräDŽt; so erDŽibt sich eine Reihe von ÜberlaDŽerunDŽen und VerbindunDŽen. Weiter ist die ästhetische BildunDŽ in den GrundlaDŽenfächern Bildnerisches Gestalten oder Musik zu nennen, zu denen sich wie auch zu den sozialwissenschaftlichen Fächern reichhaltiDŽe QuerverbindunDŽen erDŽeben. In BezuDŽ auf die LiteraturDŽeschichte und die sozialhistorische EinbettunDŽ von literarischen Texten sind insbesondere Transfers zum Fach Geschichte von herausraDŽender BedeutunDŽ. Durch die Sprach- und Medienreflexion träDŽt der Deutschunterricht auch zu einem pädaDŽo- DŽisch-didaktischen Verständnis des Lernens und Lehrens bei. Der vorlieDŽende Lehrplan ist thematisch verwandt mit den Inhalten und Kompetenzen des Akzentfaches Moderne Sprachen, des Schwerpunktfaches Philosophie – PädaDŽoDŽik – Psycholo- DŽie und einer Reihe von ErDŽänzunDŽsfächern (z.B. ReliDŽionswissenschaft, Geschichte, PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie, Philosophie). 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Alle Inhalte und Kompetenzen des vorlieDŽenden Lehrplans wirken sich direkt auf das Verfassen einer qualitativ hochstehenden Maturaarbeit aus.61 1. LernDŽebiet: Lesen  GrundlaDŽen  Texte DŽenau lesen, verstehen und das eiDŽene Verständnis hinterfraDŽen.  unterschiedliche LesestrateDŽien für fiktionale Texte und Sachtexte an-  die ZuDŽehöriDŽkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen.  den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtiDŽte WirkunDŽ eines Textes einschätzen.  Literarische Werke (je mindestens ein epischer, lyrischer und dramatischer Text)  den Inhalt, Aufbau und die sprachliche GestaltunDŽ eines literarischen Textes analysieren.  verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen und eiDŽene Interpretationsansätze entwickeln.  ein Bewusstsein für den Nutzen und die LeistunDŽ von FachterminoloDŽie im AllDŽemeinen entwickeln.  Sachtexte  den InformationsDŽehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiederDŽeben.  die ArDŽumentationsstruktur von Sachtexten analysieren.  Verfahren zur stufenweisen ErschliessunDŽ anspruchsvoller Sachtexte situationsDŽerecht anwen- 2. LernDŽebiet: Schreiben  GrundlaDŽen  das ReDŽelwerk von Grammatik, RechtschreibunDŽ und ZeichensetzunDŽ korrekt anwenden.62  ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess orDŽanisieren (PlanunDŽ, Entwurf, ÜberarbeitunDŽ, Schlussredaktion).  Texte für unterschiedliche Zwecke adressatenDŽerecht formulieren.  zielDŽerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen.  Sachtexte  Besonderheiten und ReDŽeln wichti- DŽer Sachtextsorten (z.B. Bericht, ZusammenfassunDŽ, Protokoll) umset-  überzeuDŽend arDŽumentieren  Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase,  QuellenanDŽabe, Definition, Hypothese) und damit PlaDŽiate vermeiden.  Kreatives Schreiben  kreative Schreibprozesse durchführen und auswerten. 3. LernDŽebiet: Zuhören und Sprechen  GrundlaDŽen  aktiv und kritisch zuhören.  sich deutlich artikulieren.  sich frei, flüssiDŽ und anDŽemessen in Standarddeutsch ausdrücken.  sich situationsDŽerecht mit adäquaten BeDŽriffen ausdrücken.  Sprechen  komplexe Sachverhalte adressaten- DŽerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement).  Zuhören  einem länDŽeren BeitraDŽ inhaltlich fol- DŽen.63  die HauptaussaDŽen und HauptarDŽumente identifizieren und verstehen.  ArDŽumentieren  ArDŽumente auf ihre Qualität prüfen und verDŽleichen.  eiDŽene ArDŽumente entwickeln und vertreten.  sprachliche Mittel analysieren und ArDŽumentationsstrateDŽien beschrei-  Präsentations- und VortraDŽstechnik  VorträDŽe und Präsentationen planen.  die WirkunDŽen verschiedener Techniken beurteilen.  das eiDŽene Auftreten und Sprechen bei Präsentationen reflektieren.  RückmeldunDŽen zu Präsentationen DŽeben.  Diskussionsteilnahme und GesprächsführunDŽ  sich in Diskussionen mit themenbezoDŽenen Voten einbrinDŽen.  ihre HaltunDŽen verständlich machen.  einfache Gesprächsformen leiten und strukturieren. 4. LernDŽebiet: Sprach- und Medienreflexion  GrundlaDŽen  die DŽrundleDŽenden DŽrammatischen ReDŽeln korrekt anwenden.  DŽrammatische Phänomene mit FachbeDŽriffen präzise beschreiben.  DŽrammatische Probleme wie KommasetzunDŽ, Flexion oder ZeitenfolDŽe mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältiDŽen.64 1. LernDŽebiet: Lesen  EinführunDŽ in die LiteraturDŽeschichte am Beispiel der AufklärunDŽ. Punktueller EinbezuDŽ von mindestens einer weiteren Epoche aus Antike, Mittelalter oder Barock.  AuszüDŽe aus theoretischen Texten  Mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei GattunDŽen  ein Verständnis für die DŽeschichtliche Dimension von Literatur entwi-  spezifische literarische und kulturDŽeschichtliche Phänomene in ihren historischen ZusammenhänDŽen verste-  ältere Texte einerseits in ihrer sprachlichen und kulturellen Fremdheit würdiDŽen und andererseits deren BezuDŽ zu Problemen der GeDŽenwart erkennen.  Texte einer ausDŽewählten GattunDŽ in ihren DŽattunDŽstheoretischen ZusammenhänDŽen einordnen und mit FachbeDŽriffen analysieren.  unterschiedliche Interpretationsverfahren anwenden. 2. LernDŽebiet: Schreiben  arDŽumentative Textsorten  fiktionale Texte  verschiedene arDŽumentative Textsorten voneinander unterscheiden und selbst hervorbrinDŽen.  einen eiDŽenen literarischen Text erarbeiten und in BezuDŽ auf den Schreibprozess und das entstandene Produkt kritisch reflektieren.  Erkenntnisse aus der AuseinandersetzunDŽ mit Stilkunde (LernDŽebiet Sprach- und Medienreflexion) in ei- DŽenen Texten anwenden.65 3. LernDŽebiet: Zuhören und Sprechen Grobinhalte Fachlich Kompetenzen  Rhetorik  rhetorische Mittel situationsDŽerecht anwenden und reflektieren.  die AnwendunDŽ und WirkunDŽ rhetorischer Mittel beurteilen.  ArDŽumentationsDŽänDŽe und -strate- DŽien analysieren.  Präsentation von literarischen Tex-  sprachlich und stilistisch schwieri- DŽere Texte lesend vortraDŽen.  Ideen zu einer szenischen Präsentation oder einer alternativen medialen UmsetzunDŽ von literarischen Texten  präzise RückmeldunDŽen auf die Präsentation von literarischen Texten DŽeben. 4. LernDŽebiet: Zuhören und Sprechen  GrundlaDŽen  Sprache und Medien als komplexe Systeme beDŽreifen.  die Vielfalt analoDŽer und diDŽitaler Medien beDŽreifen.  Medien  Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektie-  die NutzunDŽ und WirkunDŽ analoDŽer und diDŽitaler Medien kritisch hinterfraDŽen. Die Schülerinnen und Schüler können66  SprachDŽeschichte und/oder DialektoloDŽie  ein Verständnis für die DŽeschichtliche und dialektale Dimension von Sprache entwickeln.  das Verständnis eines einfacheren Textes aus einer älteren Sprachstufe oder einer ihnen nicht DŽeläufiDŽen Varietät erarbeiten.  DŽrundleDŽende Phänomene der SprachbetrachtunDŽ bezeichnen.  mit DŽrundleDŽenden Arbeitsinstrumenten (z.B. historischen Wörterbüchern, Sprachatlas) arbeiten.  Stilkunde  verschiedene Stilelemente und - merkmale voneinander unterschei-  die VerwendunDŽ verschiedener Stile hinsichtlich ihrer WirkunDŽ und möDŽlichen semantischen Bedeutsamkeit  Kommunikationstheorie  KommunikationsvorDŽänDŽe anhand eines Kommunikationsmodells be-  exemplarische Probleme der Kommunikationstheorie anhand von Beispielen erkennen.67 1. LernDŽebiet: Lesen  WeiterführunDŽ der LiteraturDŽeschichte vom Ende des 18. bis zum BeDŽinn des 20. Jahrhunderts anhand exemplarischer FraDŽestellunDŽen und Texte  AuszüDŽe aus theoretischen Werken  mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei GattunDŽen (nicht identisch mit der GattunDŽ der 2. Klasse)  ausDŽewählte literarhistorische Epochen und BeweDŽunDŽen zwischen AufklärunDŽ und Naturalismus kennen und literarische Texte und Phänomene entsprechend zuordnen.  Texte in ihren spezifischen kultur- und sozialDŽeschichtlichen ZusammenhänDŽen verstehen.  Texte sowohl von ihren jeweiliDŽen VoraussetzunDŽen her interpretieren als auch ihren BezuDŽ zu Problemen der GeDŽenwart herausarbeiten.  Texte einer weiteren ausDŽewählten GattunDŽ in ihren DŽattunDŽstheoretischen ZusammenhänDŽen einordnen  mit unterschiedlichen FraDŽestellun- DŽen an einen Text heranDŽehen und die entsprechenden Interpretationsverfahren anwenden. 2. LernDŽebiet: Schreiben  für die schriftliche AuseinandersetzunDŽ mit literarischen Texten DŽeeiDŽnete Textsorten, z.B.  Kommentar  Rezension  ErörterunDŽ  Formen des schriftlichen ZuDŽanDŽs zu literarischen Texten textsortenDŽerecht anwenden.  schriftlich Interpretationsansätze  Wissenschaftliches Schreiben  Grundprinzipien des wissenschaftlichen Schreibens verstehen und selbst anwenden.  Fachliteratur nach wissenschaftlichen Prinzipien zitieren und nachweisen.68 3. LernDŽebiet: Zuhören und Sprechen  ArDŽumentieren  ArDŽumente verDŽleichen, DŽewichten und in den ArDŽumentationsDŽanDŽ entsprechend einordnen.  eiDŽene ArDŽumentationsstrateDŽien entwickeln und rhetorisch anDŽemessen vertreten.  Rhetorik  rhetorische Mittel situationsDŽerecht anwenden und reflektieren.  die AnwendunDŽ und WirkunDŽ rhetorischer Mittel beurteilen.  ArDŽumentationsDŽänDŽe und -strate- DŽien analysieren. 4. LernDŽebiet: Sprach- und Medienreflexion  mindestens ein exemplarisches Thema aus der Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.  Semiotik  PraDŽmatik  Sprache und Gender  Filmanalyse  DiDŽitalisierunDŽ der Medien und sozialer Prozesse  einfache Fachaufsätze lesen, verstehen und bearbeiten.  theoretische Ansätze durch eiDŽene Recherchen vertiefen, kontextualisieren und hinterfraDŽen.  FachbeDŽriffe selbständiDŽ verstehen  ProblemstellunDŽen anhand von Beispielen verdeutlichen.  theoretische Ansätze zusammenfassen und mündlich oder schriftlich wiederDŽeben.  eiDŽenständiDŽ wissenschaftliche Fra- DŽen entwerfen und ihre BedeutunDŽ erörtern.69 1. LernDŽebiet: Lesen  Mindestens ein exemplarischer Text aus der literarischen Moderne (im weiten Sinne verstanden)  Auszüge aus theoretischen Werken  ein oder mehrere repräsentative Texte aus einer der drei literarischen Gattungen (nicht identisch mit der Gattung der 2. oder 3. Klasse)  literatur- und wissenschaftsDŽeschichtliche HinterDŽründe von literarischen Texten analysieren und in ei- DŽenständiDŽer Recherche vertiefen.  exemplarische ästhetische Probleme der modernen Literatur beschreiben (z.B. WertunDŽ von Literatur, Sprachkritik, moderne Subjektivität).  über BedeutunDŽ von Literatur, auch für die Wissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts nachdenken.  analytische Konzepte aus der Theorie der GattunDŽ anwenden.  analytische Konzepte aus einfachen literaturwissenschaftlichen OriDŽinaltexten entnehmen und anwenden.  VeränderunDŽen in der VerwendunDŽ der GattunDŽ durch die Autoren diachron beschreiben.  Interpretationsansätze entwickeln 2. LernDŽebiet: Schreiben  für die schriftliche AuseinandersetzunDŽ mit literarischen Texten DŽeeiDŽnete Textsorten, z.B.  ErörterunDŽ  Essay  Interpretationsaufsatz  Texte schriftlich interpretieren.  wirkunDŽsvoll über Literatur und ästhetische FraDŽestellunDŽen schreiben.  ihre Texte nach stilistischen Kriterien überarbeiten.  schriftliche Formen DŽezielt aufbauen und den Aufbau reflektieren.70 3. LernDŽebiet: Zuhören und Sprechen  ArDŽumentieren und Rhetorik  theoretische Konzepte aus ArDŽumentationslehre und Rhetorik produktiv nutzen.  ArDŽumente differenziert kritisieren und verDŽleichen.  eiDŽene ArDŽumente mündlich wirkunDŽsvoll vorbrinDŽen.  rhetorische Mittel erkennen.  wechselseitiDŽe Einflüsse von FormulierunDŽen und Inhalten erkennen und produktiv nutzen.  Diskussionsteilnahme  GesprächsführunDŽ  sich situationsanDŽepasst in Diskussionen einbrinDŽen und auch komplexe Standpunkte verständlich formulie-  Standpunkte wirkunDŽsvoll vertreten, die mit den eiDŽenen nicht übereinstimmen.  komplexere Gesprächsformate leiten und strukturieren. 4. LernDŽebiet: Sprach- und Medienreflexion  mindestens ein exemplarisches Thema aus der Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B.  Hermeneutik  Massenmedien (Brechts Radiotheorie)  Medienwandel  sprachlicher Relativismus  Semantik  noch nicht bearbeitetes Thema aus der Liste der 3. Klasse  die BedeutunDŽ von Sprache in BezuDŽ auf ausDŽewählte Aspekte theoretischer SprachbetrachtunDŽ verstehen.  einen Aspekt theoretischer Sprach- oder MedienbetrachtunDŽ in seinen DŽrundleDŽenden ZusammenhänDŽen verstehen und hinsichtlich seiner AnwendunDŽsmöDŽlichkeiten und, wenn sinnvoll, in seinen DŽesellschaftlichen AuswirkunDŽen reflektieren.  ein vertieftes Verständnis von Kommunikation auf der GrundlaDŽe theoretischer ÜberleDŽunDŽen entwickeln.  BezüDŽe zwischen sprach- und medientheoretischen Problemen und71 literarischen Verfahren oder Texten aufzeiDŽen.72 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach EnDŽlisch GeDŽenstand des EnDŽlischunterrichts sind die enDŽlische Sprache sowie die Literatur und Kultur der enDŽlischsprachiDŽen Welt. Der EnDŽlischunterricht fördert das sprachlich-kulturelle Verständnis und ermöDŽlicht eine situationsDŽerechte Interaktion auf EnDŽlisch. Der Unterricht entwickelt ein Bewusstsein für unterschiedliche Sprach- und Denkstrukturen und unterstützt DŽezielt den Erwerb der GrundfertiDŽkeiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. EnDŽlisch ist eine LinDŽua franca und das Erlernen dieser Fremdsprache hilft, StrateDŽien zu entwickeln, mit denen man sich in einer zunehmend mehrsprachiDŽen, DŽlobalisierten Welt orientieren kann. Die enDŽlische Sprache spielt eine dominierende Rolle in der WerbunDŽ, im Sport, in den UnterhaltunDŽsmedien und in der JuDŽendkultur und bietet daher für JuDŽendliche ein DŽrosses Identifikationspotential. Zudem hat EnDŽlisch eine zentrale StellunDŽ in den Wissenschaften, in der modernen Berufswelt und in den neuen InformationstechnoloDŽien. So schafft der EnDŽlischunterricht wichtiDŽe sprachliche GrundlaDŽen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler später den AnforderunDŽen in Studium und Beruf DŽerecht werden können. Durch die AuseinandersetzunDŽ mit einer Vielfalt von Texten und MedienbeiträDŽen aus dem an- DŽelsächsischen Sprachraum schulen die Schülerinnen und Schüler ihre ästhetische WahrnehmunDŽ sowie den sprachlichen Ausdruck. Ausserdem beDŽeDŽnen sie MöDŽlichkeiten menschlichen Erlebens und Verhaltens, welche ihnen helfen, die eiDŽene Welt und die eiDŽenen Wertvorstellun- DŽen zu reflektieren und sie als historisch und kulturell bedinDŽt zu erfahren. Das GrundlaDŽenfach EnDŽlisch fördert besonders:  Kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern  Das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen  Sprache als ZuDŽanDŽ zur eiDŽenen und zu anderen Identitäten, ÜberzeuDŽunDŽen und Interessen nut- zen  MitverantwortunDŽ für den Verlauf einer sprachlichen Interaktion übernehmen  Respektvoll miteinander umDŽehen  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunDŽ bereit sein73  Bereitschaft, die Fremdsprache selbstverständlich und situationsDŽereicht einzusetzen  Sich in einem mehrsprachiDŽen Umfeld zurechtfinden und StrateDŽien zur mündlichen und schriftli- chen VerständiDŽunDŽ einsetzen  Strukturelle, lexikalische und phonoloDŽische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen EnDŽ- lisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eiDŽene Lernen nutzbar machen  Kreativ mit Sprache umDŽehen  Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden  Das eiDŽene Lernen planen, steuern und evaluieren  Ein- und zweisprachiDŽe Wörterbücher DŽezielt einsetzen  ComputerDŽestützt DŽezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen  Mit verschiedenen Medien kompetent und kritisch umDŽehen  Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und DŽeschichtliche Aspekte der enDŽlischsprachiDŽen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth  Mit intellektueller NeuDŽier Anteil nehmen am internationalen ZeitDŽeschehen QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern In vielen Bereichen kommt dem EnDŽlischen heute die Rolle einer «linDŽua franca» zu. Das Fach kann deshalb in vielfältiDŽer Weise als VerbindunDŽsDŽlied zwischen den verschiedensten WissensDŽebieten anDŽesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufiDŽ Erstsprache, da MitteilunDŽen und Publikationen oft nur in EnDŽlisch verfasst werden. EnDŽlisch eiDŽnet sich daher besonders für fächerüberDŽreifendes Arbeiten. MöDŽliche VernetzunDŽen: Alte Sprachen: Literarische Texte basierend auf klassischen VorlaDŽen Moderne Sprachen, Geschichte und GeoDŽrafie: ImmiDŽrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel Musische Fächer: z.B. Jazz, zeitDŽenössische Kunst, WerbunDŽ Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science-Fiction Philosophie und ReliDŽion: Ethik, Weltbilder, Utopien74 Niveau: A2-B1* * DŽemäss dem DŽemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. LernDŽebiet: SprachtraininDŽ und Sprachreflexion  Grammatik der Stufe intermediate (z.B. tenses, state verbs, irreDŽular verbs, passives, adjectives and adverbs)  DŽrammatikalische Strukturen erkennen und  DŽrammatikalische Systeme in ihren ZusammenhänDŽen verstehen (z.B. Zeitensystem).  Wortschatz des Lehrmittels mit punktuellen ErDŽänzunDŽen  Phonetik  den bereits erworbenen Wortschatz  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes steiDŽern.  Wörterbücher benutzen (DŽedruckt und online).  die phonetische Schrift als Instrument für die DŽenaue Aussprache nutzen.  SprachverDŽleich Die Schülerinnen und Schüler können  punktuelle EiDŽenheiten und Gemeinsamkeiten der enDŽlischen Sprache im VerDŽleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.  UnterrichtsDŽespräche und RedebeiträDŽe von Schülerinnen und Schülern auf EnDŽlisch  den UnterrichtsDŽesprächen und RedebeiträDŽen weitDŽehend folDŽen.75  Einfache bis mittelschwere (authentische) Hörbeispiele (z.B. AlltaDŽssituationen, SonDŽs, einfache DialoDŽe und Informationstexte)  die Hauptpunkte von Hörbeispielen verstehen, insbesondere wenn diese durch Bilder, Grafiken, SchlüsselbeDŽriǹe etc. erDŽänzt  RedebeiträDŽe (z.B. Unterrichts- DŽespräche, Rollenspiele, Diskus- sionen, Präsentationen, Gesprä- che über literarische Werke)  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  sich, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt, ausdrücken.  sich selbständiDŽ an einfachen, verschiedenartiDŽen Gesprächen (z.B. in AlltaDŽssituationen) beteiliDŽen.  einen länDŽeren RedebeitraDŽ über ein vertrautes Thema machen und auf FraDŽen einDŽehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse).  Einfache literarische und nicht literarische OriDŽinaltexte  LesestrateDŽien (z.B. Inhalte vorhersaDŽen, Globalverstehen, Mindmap)  Vorlesen  Texte verstehen, in eiDŽenen Worten zusammenfassen und ihre MeinunDŽ dazu äussern.  verschiedene LesestrateDŽien unterscheiden und DŽezielt anwenden.  korrekt und sinnDŽemäss vorlesen.  Kohärente, einfache, auch kreative Texte verfassen (z.B. persönliche Briefe, kurze MitteilunDŽen, kurze ZusammenfassunDŽen, Kommentare)  Notizen  die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und  einfache kürzere Texte schreiben.  Notizen erstellen. Fachliche Kompetenzen76  Textanalyse und Interpretation anhand von Lehrmitteltexten und stufenDŽerechten OriDŽinaltexten (z.B. JuDŽendliteratur, kürzere Romane, KurzDŽeschichten, Artikel)  GrundbeDŽriǹe der Literaturanaly- se (z.B. Erzähler, HandlunDŽ, Schauplatz)  einfache OriDŽinaltexte lesen und verstehen.  relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen, interpretieren und kommentieren.  zwischen der fiktionalen und der eiDŽenen Welt BezüDŽe schaǹen.  einfache GrundbeDŽriǹe der Literaturanalyse verstehen und anwenden anhand der jeweiliDŽen Lektüre.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, DŽesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  einfache BeiträDŽe (Text, Tondokument, Film) über DŽesellschaftliche Aspekte der enDŽlischsprachiDŽen Welt verstehen, in eiDŽenen Worten zusammenfassen und ihre MeinunDŽ dazu äussern.  über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und ReDŽionen sprechen.77 Niveau: B1 1. LernDŽebiet: SprachtraininDŽ und Sprachreflexion  Grammatik der Stufe intermediate: VertiefunDŽ und ErweiterunDŽ (z.B. conditionals / mixed conditionals, relative clauses, reported speech, modals, phrasal verbs, verb patterns (DŽerund / infinitive))  DŽrammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie ZusammenhänDŽe im DŽrammatikalischen System erkennen. Grobinhalte: Wortschatz Fachliche Kompetenzen  Wortschatz des Lehrmittels mit punktuellen ErDŽänzunDŽen  Lexikalische und morpholoDŽische Strukturen (z.B. verb patterns, word formation)  Idiomatische Strukturen (z.B. collocations, phrasal verbs)  ihre Sprachkompetenz im Bereich des Wortschatzes erweitern.  Wörterbücher benutzen.  lexikalische und morpholoDŽische Strukturen erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden.  idiomatische Strukturen erkennen und  Gesellschaftliche, sprachverDŽleichende und literarische Aspekte der  die WirkunDŽ der enDŽlischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten und mündlichen BeiträDŽen (z.B. politische Reden und Werbesprache) ansatzweise reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen.  punktuelle EiDŽenheiten und Gemeinsamkeiten der enDŽlischen Sprache im VerDŽleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären. Grobinhalt: Hören Fachliche Kompetenzen78  UnterrichtsDŽespräche auf EnDŽlisch  Mittelschwere (authentische) Hörbeispiele DŽemäss Lehrmittel und andere (z.B. Nachrichten- sendunDŽen für Sprachlernende, SonDŽs, Ausschnitte aus TV- Shows)  dem UnterrichtsDŽespräch folDŽen.  Hörbeispiele des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen.  die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhänDŽiDŽen Hörbeispiele verstehen, wenn Standardsprache klar und eher lanDŽsam DŽesprochen wird.  RedebeiträDŽe (z.B. UnterrichtsDŽespräche, Rollenspiele, Diskussionen über Literatur und andere Themen, Präsentationen, länDŽere RedebeiträDŽe)  relativ fliessend frei sprechen.  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  sich in AlltaDŽssituationen ohne DŽrössere Probleme verständiDŽen.  sich an einfachen (Unterrichts-) Gesprächen beteiliDŽen.  länDŽere RedebeiträDŽe halten.  Mittelschwere Texte im Rahmen des Lehrmittels, mittelschwere authentische Sach- und literarische Texte  LesestrateDŽien (z.B. Überschriften, Schlüsselwörter)  Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) verstehen, in eiDŽenen Worten zusammenfassen und ihre MeinunDŽ dazu äussern.  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener LesestrateDŽien erschliessen.  Kohärente, mittelschwere, auch kreative Texte (z.B. Kurzaufsätze, persönliche StellunDŽnahmen, Berichte über UmfraDŽen)  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  unterschiedliche Textsorten schreiben. Interpretation Fachliche Kompetenzen79  Textanalyse und Interpretation anhand von stufenDŽerechter Ori- DŽinalliteratur (z.B. kürzere Romane, Theaterstücke)  VertiefunDŽ der BeDŽriǹe der Lite- raturanalyse (z.B. Erzählper- spektive)  mittelschwere OriDŽinaltexte lesen und  relevante Aspekte des Werkes verstehen, interpretieren und kommentieren.  zwischen der fiktionalen und der eiDŽenen Welt BezüDŽe schaǹen.  BeDŽriǹe der Literaturanalyse verstehen und  einfache stilistische Mittel erkennen.  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, DŽesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  EiDŽenheiten anderer Kulturen anhand enDŽlischsprachiDŽer BeiträDŽe (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benennen.  ihre eiDŽenen WertvorstellunDŽen reflektieren und so einen diǹerenzierten UmDŽanDŽ mit ‚AndersartiDŽkeit’ pfleDŽen.80 Niveau: B2 1. LernDŽebiet: SprachtraininDŽ und Sprachreflexion  ErDŽänzunDŽ und VertiefunDŽ der Grammatik der ersten zwei Jahre / Grammatikthemen der Stufe upper-intermediate / advanced (z.B. participle clauses, non- finite verb forms, articles, ad- verbs and their position)  DŽrammatikalische Strukturen erkennen und  Wortschatz eines allenfalls vor- handenen Lehrmittels und im ZusammenhanDŽ mit Klassenlektüren und behandelten Themen  ihren Wortschatz selbständiDŽ thematisch erweitern und anwenden.  einsprachiDŽe Wörterbücher benutzen (z.B. OALD).  Gesellschaftliche, sprachver- DŽleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion  ReDŽister (z.B. VerwendunDŽ des Passivs in formellen Briefen, Gebrauch phrasal verbs)  die WirkunDŽ der enDŽlischen Sprache in literarischen wie auch in nicht literarischen Texten und mündlichen BeiträDŽen (z.B. politische Reden und Werbesprache) reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen.  EiDŽenheiten und Gemeinsamkeiten der enDŽlischen Sprache im VerDŽleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.  verschiedene sprachliche ReDŽister  UnterrichtsDŽespräche auf EnDŽlisch  dem UnterrichtsDŽespräch folDŽen.81  LänDŽere authentische, auch schwieriDŽere, Hörbeispiele aus Lehrmittel und anderen Quellen (z.B. NachrichtensendunDŽen, Ausschnitte aus TV-BeiträDŽen, Bild- und/oder Tonmaterial)  RedebeiträDŽe verstehen und komplexer Ar- DŽumentation zu weniDŽer vertrautem Thema folDŽen.  die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörbeispielen zu weniDŽer vertrauten Themen weitDŽehend verstehen. LänDŽere RedebeiträDŽe (z.B. UnterrichtsDŽespräche, Rollenspiele, Diskussionen über ein literarisches Werk oder DŽesellschaftliches Thema, Präsentationen, länDŽere RedebeiträDŽe)  relativ fliessend sprechen.  in ausreichend breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen.  die behandelten Wörter, Ausdrücke und Strukturenkorrekt anwenden.  sich ohne DŽrössere Probleme an Gesprächen über im Unterricht DŽelesene Texte beteiliDŽen.  RedebeiträDŽe klar strukturiert und überzeuDŽend  die eiDŽene ArDŽumentation auf die Zuhörerschaft abstimmen, auf RückfraDŽen adäquat reaDŽieren und die eiDŽene MeinunDŽ auf einfache, aber schlüssiDŽe Art beDŽründen.  Aktuelle MedienbeiträDŽe (z.B. ZeitunDŽsartikel, ReportaDŽen, Interviews)  Mittelschwere bis anspruchsvolle Sach- und literarische T exte  LesestrateDŽien (z.B. DŽenaues Lesen)  aktuelle MedienbeiträDŽe verstehen, aufDŽrund DŽeDŽebener Kriterien (wie HauptarDŽumente) analysieren und kritisch reflektieren.  Informationen aus verschiedenen Sachtexten und literarischen Texten weitDŽehend selbständiDŽ zu neuen ZusammenhänDŽen verbinden.  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener LesestrateDŽien  Kohärente, eher formelle mittelschwere bis anspruchsvolle Texte (z.B. Berichte, Rezen-  die behandelten Wörter, Ausdrücke und  verschiedene Textsorten produzieren.82 sionen, formelle Briefe, Leserbriefe, Aufsätze)  klar aufDŽebaute, länDŽere Texte adressaten- und situationsDŽerecht schreiben. Interpretation Fachliche Kompetenzen  WeitDŽehend eiDŽenständiDŽe Lite- raturanalyse und Interpretation anhand von stufenDŽerechter Ori- DŽinalliteratur (aus verschiedenen Epochen und/oder Genres) oder thematischer Literatur  Weitere BeDŽriǹe der Literaturanalyse (z.B. stilistische Mittel)  literarische OriDŽinaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verstehen.  sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der enDŽlischsprachiDŽen Welt auseinandersetzen und einen BezuDŽ zu ihrer eiDŽenen Welt herstellen.  in verschiedenen Sozialformen für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes  literarische Texte verstehen und literaturanalytische Aspekte erkennen und erklären können.  BeDŽriǹe der Literaturanalyse verstehen und Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen  Literatur im Kontext Die Schülerinnen und Schüler können  in einem literarischen Text verschiedene interpretationsrelevante Aspekte erkennen, benennen und beschreiben. • Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, DŽesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  DŽesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eiDŽenen WertvorstellunDŽen in VerbindunDŽ setzen.  enDŽlischsprachiDŽe BeiträDŽe (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.83 Niveau: B2/C1 1. LernDŽebiet: SprachtraininDŽ und Sprachreflexion  Grammatik im Kontext / Gram- matikthemen der Stufe advanced (z.B. inversion, complex passive structures)  ihre Kenntnisse der enDŽlischen Grammatik vertiefen und anwenden.  Wortschatz eines allenfalls vor- handenen Lehrmittels / im ZusammenhanDŽ mit Klassenlektüren und behandelten Themen  individuell ihren Wortschatz erweitern  einen breiten Wortschatz diǹerenziert und situationsDŽerecht anwenden.  Gesellschaftliche, sprachver- DŽleichende und literarische Aspekte der Sprachreflexion  die WirkunDŽ der enDŽlischen Sprache in literarischen und nicht literarischen Texten sowie mündlichen BeiträDŽen reflektieren und kritisch betrachten.  EiDŽenheiten und Gemeinsamkeiten der enDŽlischen Sprache im VerDŽleich mit anderen Sprachen erkennen und erklären.84  UnterrichtsDŽespräche auf EnDŽlisch  Anspruchsvolle, authentische Hörbeispiele  dem UnterrichtsDŽespräch folDŽen  länDŽeren authentischen RedebeiträDŽen folDŽen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn ZusammenhänDŽe nicht explizit ausDŽedrückt sind.  Hörbeispiele mit reDŽional oder sozial bedinDŽten AbweichunDŽen von der Standardsprache DŽrob einordnen und in den Hauptpunkten verstehen.  LänDŽere RedebeiträDŽe (z.B. Un- terrichtsDŽespräche, Rollenspiele, Diskussionen über ein literari- sches Werk oder ein aktuelles kontroverses Thema, Präsenta- tionen, länDŽere RedebeiträDŽe)  sich ohne DŽrössere Probleme fliessend und der Situation entsprechend relativ stilsicher  eine breite Palette an Redemitteln klar und ohne sich stark einzuschränken einsetzen.  ein Thema mit hohem InformationsDŽehalt selbstständiDŽ planen, klar strukturiert präsentieren und FraDŽen dazu kompetent beantworten.  ihre Gedanken und MeinunDŽen präzise ausdrücken und in Diskussionen eiDŽene BeiträDŽe DŽeschickt mit denen anderer  Anspruchsvolle, authentische Sachtexte (z.B. ZeitunDŽen, FachmaDŽazine oder Internetseiten)  Anspruchsvolle, authentische literarische Texte  LesestrateDŽien (Feinheiten)  authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen ohne DŽrössere SchwieriDŽkeiten verstehen und zusammenfassen.  anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötiDŽen Hilfsmitteln selbstständiDŽ erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit auseinandersetzen.  authentische Sachtexte und literarische Werke mithilfe verschiedener LesestrateDŽien erschliessen.85  Kohärente, anspruchsvolle, auch kreative Texte (z.B. Aufsätze, Rezensionen, ErörterunDŽen, fiktionale Texte)  authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen ohne DŽrössere SchwieriDŽkeiten verstehen und zusammenfassen.  umfanDŽreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden (unter VerwendunDŽ der entsprechenden Hilfsmittel).  sich weitDŽehend korrekt und adressatenDŽerecht  überzeuDŽend arDŽumentieren.  Informationen verarbeiten, um sie in klar strukturierter, kohärenter Form darzustellen.  unterschiedliche länDŽere Texte schreiben.  Stilmittel und ReDŽister anwenden. Interpretation Fachliche Kompetenzen  EiDŽenständiDŽe Literaturanalyse und Interpretation anhand von komplexen OriDŽinaltexten (unter- schiedlicher Genres) aus ver- schiedenen Epochen oder The- menDŽebieten  BeDŽriǹe der Literaturanalyse  literarische OriDŽinaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und verstehen.  Texte anhand literatur- und kulturDŽeschichtlicher Merkmale verstehen, interpretieren und verschiedene Interpretationen zulassen und einen BezuDŽ zwischen der fiktionalen und der eiDŽenen Welt schaǹen.  selbständiDŽ eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten.  literarische OriDŽinaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen.  die für die Literaturanalyse relevanten FachbeDŽriǹe sicher auf den literarischen Text Grobinhalt: Literatur im Kontext Fachliche Kompetenzen  Literatur im Kontext Die Schülerinnen und Schüler können  Texte anhand literatur- und kulturDŽeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren.86  Kulturelle Aspekte (z.B. soziale, politische, DŽesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische)  DŽesellschaftliche Grundstrukturen und WertvorstellunDŽen ausDŽewählter Länder des enDŽlischsprachiDŽen Kulturraums, auch im VerDŽleich, verstehen  authentische enDŽlischsprachiDŽe BeiträDŽe (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren.87 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Französisch 1. Überfachliche Kompetenzen Das GrundlaDŽenfach Französisch fördert besonders:  Sprache als Mittel zur Reflexion der eiDŽenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  die eiDŽene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  das eiDŽene Lernen planen  DŽeDŽenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunDŽ bereit sein  MitverantwortunDŽ für den Verlauf einer Diskussion übernehmen  sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständiDŽen  die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern  ein Sprachbewusstsein entwickeln  ein verDŽleichendes Sprachdenken aufbauen  kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, BibliothekskataloDŽe)  Computer als Schreib-, Korrektur- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  kritisch und bewusst die neuen Medien und InformationstechnoloDŽien nutzen Praktische FähiDŽkeit  Wörterbücher und Lexika nutzen  korrekt mit Quellen und MedienerzeuDŽnissen umDŽehen  ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln  Literatur und Kultur als BereicherunDŽ erfahren 2. LeistunDŽsbewertunDŽ  Die mündliche LeistunDŽ anDŽemessen einbeziehen88 3. QuerverbindunDŽ zu den anderen Fächern  Vernetztes Denken und Interdisziplinarität fördern 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  Impulse zu Themenfeldern DŽeben89  Grammatik MorpholoDŽische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten und Modi, Satzbau, Wortarten (je nach Wahl des Lehrmittels)  bereits erworbene morpholoDŽische und syntaktische Grundstrukturen  neu erlernte Grundstrukturen bilden  diverse ÜbunDŽsformen erproben  Wortschatz Themen- und textbezoDŽener Grundwortschatz  den bereits erworbenen Wortschatz  den Wortschatz festiDŽen und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  selbständiDŽ ihren Wortschatz aufbauen.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der DŽleichen Wortfamilie zuordnen.  Sprachreflexion SprachverDŽleich  DŽrundleDŽende Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  wichtiDŽe strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. 2. Kommunikation  Hören Deutlich und relativ lanDŽsam DŽesprochene einfache RedebeiträDŽe und  die Hauptpunkte eines RedebeitraDŽs verstehen.90 Standardsprache, z.B. AlltaDŽsDŽespräch, Diskussionen, didaktisierte HörverständnisübunDŽen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendun- DŽen, Film, Podcasts einfache, klar aufDŽebaute Präsentationen UnterrichtsDŽespräch in der Fremdsprache  das UnterrichtsDŽespräch und die AnweisunDŽen der Lehrperson in Französisch verstehen  Sprechen RedebeiträDŽe mit einem weitDŽehend bekannten Wortschatz und weitDŽehend bekannten Strukturen Rollenspiele Präsentationen, Kurzreferate UnterrichtsDŽespräch  sich spontan und verständlich  in Rollenspielen sprechen.  an Diskussionen teilnehmen und ihre MeinunDŽ ausdrücken.  eine erste strukturierte Präsentation halten.  am UnterrichtsDŽespräch teilnehmen.  Lesen Einfache literarische und andere Ori- DŽinaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte LesestrateDŽien  Texte verstehen, zusammenfassen  die explizite Struktur eines Textes  weitDŽehend korrekt vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext  Schreiben Einfache Texte zu bekannten The- Verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar, Interview, innerer MonoloDŽ, DialoDŽe  kurze, kohärente Texte schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umDŽehen.91  Literaturanalyse und Interpretation HandlunDŽsebene eines literarischen Textes Themen- und Textanalyse  die FiDŽuren, ihre HandlunDŽen und ihre BeziehunDŽen untereinander beschreiben und erklären.  die EntwicklunDŽ der FiDŽuren und der HandlunDŽ beschreiben.  die Themen erkennen und beschrei-  LiteraturDŽeschichte Einfache literarische Texte aus dem 20. und 21. Jahrhundert: einfaches textimmanentes Kontextwissen  vom literarischen Text ausDŽehend einen BezuDŽ zur eiDŽenen Lebenswirklichkeit herstellen.  den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben. Einfache DŽesellschaftsrelevante Themen aus der Francophonie: einfache Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips  ausDŽewählte Themen erarbeiten und mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben.92  Grammatik MorpholoDŽische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Zeiten und Modi, Wortarten, Satzbau (je nach Wahl des Lehrmittels)  bereits erworbene morpholoDŽische und syntaktische Grundstrukturen  neu erlernte Strukturen bilden und  ÜbunDŽsformen erproben und an-  Wortschatz Themen- und textbezoDŽener Grundwortschatz  den bereits erworbenen Wortschatz sicher anwenden.  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  selbständiDŽ ihren Wortschatz erwei-  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der DŽleichen Wortfamilie erschliessen.  Sprachreflexion Verschiedene SprachreDŽister, z.B. français familier  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  verschiedene SprachreDŽister unter-  Hören Deutlich DŽesprochene authentische RedebeiträDŽe und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. AlltaDŽsDŽespräch, Diskussionen, HörverständnisübunDŽen, Fernseh- und RadiosendunDŽen, Film, Podcasts  die Hauptpunkte eines RedebeitraDŽs verstehen.93 einfache, klar aufDŽebaute Präsenta- UnterrichtsDŽespräch in der Fremdsprache  kurze Präsentationen verstehen.  das UnterrichtsDŽespräch und die AnweisunDŽen der Lehrperson in Französisch verstehen.  Sprechen RedebeiträDŽe mit weitDŽehend bekanntem Wortschatz und weitDŽehend bekannten und Strukturen Rollenspiele UnterrichtsDŽespräch  sich spontan, zusammenhänDŽend und weitDŽehend korrekt ausdrücken.  in Rollenspielen sprechen.  an Diskussionen teilnehmen und ihre MeinunDŽ ausdrücken.  Referate zu Themen mittleren SchwieriDŽkeitsDŽrades halten.  am UnterrichtsDŽespräch teilnehmen.  Lesen Literarische und andere OriDŽinaltexte einfachen bis mittleren SchwieriDŽkeitsDŽrades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte LesestrateDŽien  Texte zusammenfassen und analy-  die Struktur eines Textes erkennen  länDŽere Lesepensen bewältiDŽen.  weitDŽehend korrekt und fliessend vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext  Schreiben Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Strukturen Verschiedene Textsorten, z.B. StellunDŽnahme, Kommentar, Journal, Brief, innerer MonoloDŽ, DialoDŽ, cahier de lecture  Texte verständlich und kohärent  Texte strukturieren.  schreibend kommunizieren.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umDŽehen.94  Literaturanalyse und Interpretation HandlunDŽsebene eines literarischen Textes Erste GrundbeDŽriffe der Literaturanalyse, z.B. FiDŽur, Erzähler, narrative Struktur Themen- und Textanalyse KlassifizierunDŽ von Materialien  die HandlunDŽsstruktur sinnvoll DŽliedern und erklären.  FiDŽuren und ihre BeziehunDŽen untereinander analysieren und ihre HandlunDŽsmotive und deren Konsequenzen auf die HandlunDŽ erklären.  die spezifische Erzählsituation eines Textes erkennen.  die Themen erkennen und beschreiben einen literarischen Text selbständiDŽ oder in Gruppen lesen.  LiteraturDŽeschichte Literarische OriDŽinaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem SchwieriDŽkeits- DŽrad  DŽeschichtliche Informationen zum Kontext des DŽelesenen Textes mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben. Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie: Filme, Chansons, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips  ausDŽewählte DŽesellschaftliche und kulturelle Aspekte der französischsprachiDŽen Welt in eiDŽenen Worten beschreiben und dazu StellunDŽ nehmen.95  Grammatik MorpholoDŽische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen  die bereits erworbenen morpholoDŽischen  und syntaktischen Grundstrukturen sicher anwenden.  neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und anwenden.  persönlich DŽeeiDŽnete ÜbunDŽsformen  anwenden.  Wortschatz Themen- und textbezoDŽener Grund- und Aufbauwortschatz  den bereits erworbenen Wortschatz  differenziert anwenden.  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz an-  selbständiDŽ ihren Wortschatz festi-  mithilfe des bestehenden Wortschatzes  Wörter der DŽleichen Wortfamilie bil-  Sprachreflexion Verschiedene SprachreDŽister SprachverDŽleich, z.B. sprach-verwandte Wörter und Strukturen (fauxamis)  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  verschiedene SprachreDŽister unter-  BezüDŽe zu anderen Sprachen her- 2. Kommunikation  Hören Authentische, klar strukturierte  authentische RedebeiträDŽe in der96 länDŽere RedebeiträDŽe und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Nachrichten, ReportaDŽen, Diskussionen, Fernseh- RadiosendunDŽen, Podcasts LänDŽere Präsentationen in Standardsprache UnterrichtsDŽespräch VerstehensstrateDŽien Standardsprache weitDŽehend ver-  länDŽere und komplexere Präsentationen verstehen.  das UnterrichtsDŽespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.  sich VerstehensstrateDŽien nutzbar ma-  Sprechen RedebeiträDŽe zu allDŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen UnterrichtsDŽespräch  sich spontan, zusammenhänDŽend und weitDŽehend korrekt ausdrücken.  sich kritisch äussern und ihre MeinunDŽ vertreten.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.  Präsentationen halten.  sich am UnterrichtsDŽespräch beteili-  Lesen Literarische und andere OriDŽinaltexte mittleren bis anspruchsvolleren SchwieriDŽkeitsDŽrades, z.B. Erzählun- DŽen, kürzere Romane, Theaterstücke, Medientexte LesestrateDŽien  Texte zusammenfassen.  Texte und TextpassaDŽen analysieren  Sinn DŽebend vorlesen.  Texte selbständiDŽ lesen und erarbei-  Schreiben LänDŽere Texte zu allDŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Unterschiedliche Textsorten, z.B. ar- DŽumentative und fiktionale Texte  Texte verständlich und sprachlich weitDŽehend korrekt schreiben.  Texte strukturieren.  die Textsortenmerkmale auf den ei- DŽenen Text anwenden.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umDŽehen.97  Literaturanalyse und Interpretation GrundbeDŽriffe der Literaturanalyse, z.B. FiDŽur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische FiDŽuren Themen- und Textanalyse Verschiedene GattunDŽen, z.B. Komödie, Fabeln, ErzählunDŽ, Roman, Poesie  HandlunDŽsablauf, FiDŽurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren BedeutunDŽ erklären.  die für die Literaturanalyse relevanten GrundbeDŽriffe auf den literarischen Text anwenden.  einen literarischen Text selbständiDŽ lesen und interpretieren.  VerDŽleich mit weiteren bekannten Texten herstellen.  einen literarischen Text auf seine DŽattunDŽsspezifischen Merkmale hin  LiteraturDŽeschichte Literarische OriDŽinaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren SchwieriDŽkeits-DŽrades: literaturDŽeschichtlicher Kontext  den literaturDŽeschichtlichen Kontext eines Textes mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben. komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie: Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam  ausDŽewählte DŽesellschaftliche und kulturelle Aspekte der französischsprachiDŽen Welt analysieren und dazu kritisch StellunDŽ nehmen.98  Grammatik FestiDŽunDŽ und VertiefunDŽ morpholo- DŽischer und syntaktischer Grund- und Aufbaustrukturen  die bereits erworbenen morphosyntaktische Grundstrukturen sicher und korrekt anwenden.  neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und  persönlich DŽeeiDŽnete ÜbunDŽsformen  Wortschatz Erweiterter themen- und textbezo- DŽener Grund- und Aufbauwortschatz  den bereits erworbenen Wortschatz differenziert und nuanciert anwen-  den Wortschatz nuancieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  selbständiDŽ ihren Wortschatz repe-  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der DŽleichen Wortfamilie bilden.  Sprachreflexion Verschiedene SprachreDŽister und Stilebenen SprachverDŽleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  verschiedene SprachreDŽister und Stilebenen unterscheiden.  BezüDŽe zu anderen Sprachen her-  Hören Authentische, relativ schnell  authentische RedebeiträDŽe99 DŽesprochene RedebeiträDŽe und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und RadiosendunDŽen, Podcasts, Diskussionen Komplexere Präsentationen in Standardsprache UnterrichtsDŽespräch weitDŽehend verstehen.  länDŽere komplexere Präsentationen  das UnterrichtsDŽespräch über anspruchsvollere Themen verstehen  Sprechen RedebeiträDŽe zu verschiedenen all- DŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen UnterrichtsDŽespräch  sich sach-, adressaten- und situationsDŽerecht ausdrücken  sich kritisch zu Texten und aktuellen Themen äussern und überzeuDŽend arDŽumentieren.  an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten.  Präsentationen halten.  sich am UnterrichtsDŽespräch beteili-  Lesen Literarische und andere OriDŽinaltexte mittleren bis anspruchsvollen SchwieriDŽkeitsDŽrades, z.B. Erzählun- DŽen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte LesestrateDŽien  die Struktur und die ArDŽumentation in einem Text analysieren.  Texte interpretieren bzw. kritisch re-  Sinn DŽebend vorlesen.  Texte selbständiDŽ lesen und erarbei-  Schreiben LänDŽere Texte zu allDŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen Unterschiedliche Textsorten, z.B. ar- DŽumentative und fiktionale Texte SchreibstrateDŽie  Texte verständlich und loDŽisch, der Textsorte anDŽemessen und sprachlich weitDŽehend korrekt schreiben.  schreibend kreativ mit Sprache und Texten umDŽehen.  das Schreiben von Texten sinnvoll planen.100  Literaturanalyse und Interpretation GrundbeDŽriffe der Literaturanalyse, z.B. FiDŽur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische FiDŽuren Themen- und Textanalyse Verschiedene GattunDŽen, z.B. Komödie, Fabeln, ErzählunDŽ, Roman, AutobioDŽrafie  einen literarischen Text inhaltlich und formal analysieren und interpre-  einen länDŽeren literarischen Text selbständiDŽ lesen und interpretieren.  VerDŽleich mit weiteren bekannten Texten herstellen.  einen literarischen Text auf seine DŽattunDŽs- und formspezifischen Merkmale hin analysieren.  LiteraturDŽeschichte Literarische OriDŽinaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen SchwieriDŽkeitsDŽrades: literatur- bzw. kulturDŽeschichtlicher Kontext  den literatur- bzw. kulturDŽeschichtlichen Kontext eines Textes mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben und den BezuDŽ zum Text erläutern. Komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie: Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam  ausDŽewählte DŽesellschaftliche und kulturelle Aspekte der französischsprachiDŽen Welt analysieren und dazu kritisch StellunDŽ nehmen.101 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach GeoDŽrafie Wochenstunden 2 1 2 0 Die GeoDŽrafie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und DŽesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt DŽestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im VorderDŽrund. Das Fach vermittelt sowohl ZuDŽänDŽe zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch OrientierunDŽswissen. Es bietet darüber hinaus Raum zur Reflexion der eiDŽenen EinbindunDŽ in die Welt und zur EntwicklunDŽ emotionaler BezüDŽe zu dieser Welt. Die GeoDŽrafie fördert damit die VerantwortunDŽ DŽeDŽenüber der physischen Umwelt, aber auch Verständnis und Toleranz DŽeDŽenüber anderen Kulturen und Sensibilität in ethischen BelanDŽen. Diese raumbezoDŽene Verhaltenskompetenz befähiDŽt die Schülerinnen und Schüler, zu erkennen, dass Lebensansprüche, Normen und HaltunDŽen der Menschen raumpräDŽend sind und wir Menschen für den Erhalt der Umwelt und den nachhaltiDŽen UmDŽanDŽ mit den natürlichen Ressourcen verantwortlich sind. Mithilfe des vernetzten Denkens werden die Schlüsselprobleme der modernen Welt erfahrbar DŽemacht und naturwissenschaftliche Themen mit sozialwissenschaftlichen FraDŽen verbunden. Damit träDŽt die GeoDŽrafie als Querschnittfach Wesentliches zur DŽymnasialen AllDŽemeinbildunDŽ bei und fördert damit die StudierfähiDŽkeit der Schülerinnen und Schüler. Das GrundlaDŽenfach GeoDŽrafie fördert besonders: Reflexive und analytische FähiDŽkeiten:  TheoriebezoDŽen Räume und Prozesse analysieren  Naturräumliche und DŽesellschaftliche ZusammenhänDŽe analysieren und bewerten  Komplexe ZusammenhänDŽe mithilfe von Modellen verstehen  Vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere AbhänDŽiDŽkeiten zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen  Die Schlüsselprobleme der modernen Welt erkennen und in ihrer TraDŽweite erfassen  Raum- und umweltrelevantes Verhalten hinterfraDŽen  Die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen  Wertende Ansichten systematisch beDŽründen, kritisieren sowie LösunDŽen abwäDŽen  Die eiDŽene Rolle und die Konsequenzen des eiDŽenen Handelns reflektieren und HandlunDŽsalternativen entwickeln102 Medien-/IKT-Kompetenz:  KartoDŽrafische und andere raumbezoDŽene Daten lesen, interpretieren, bewerten (z.B. Luft- und Satellitenbilder) und selber erstellen (z.B. thematische Karten)  Daten in vielfältiDŽen DarstellunDŽsformen (Text, Ton, Bild, Film, DiaDŽramme) erfassen, verarbeiten, interpretieren, präsentieren und bewerten  Elektronische Informationsmittel (z.B. Web-Datenbanken) nutzen, insbesondere spezifische ProDŽramme der Geoinformatik  ZusammenhänDŽe mittels WirkunDŽsDŽefüDŽen, FlussdiaDŽrammen, Mindmaps oder Modellen darstellen Sozialkompetenz:  Verständnis für andere Kulturen und WerthaltunDŽen entwickeln • Zu verantwortunDŽsvollem UmDŽanDŽ mit Mensch und Umwelt beitraDŽen Als Fach an der Schnittstelle zwischen den klassischen Naturwissenschaften Physik, BioloDŽie und Chemie verbindet die GeoDŽrafie wichtiDŽe BezüDŽe der physischen Welt mit jenen der Sozialwissenschaften, insbesondere der Ökonomie und der Geschichte. Durch diese inteDŽrative, systemische Sichtweise schafft sie einen Mehrwert.103 1. LernDŽebiet: Methoden und Informationsmittel 1.1 TopoDŽrafisches Grundwissen 1.2 KartoDŽrafie 1.3 OrientierunDŽ auf der Erde 1.4 ErhebunDŽ, Analyse und DarstellunDŽ räumlicher Informationen  MöDŽlichkeiten der kartoDŽrafischen DarstellunDŽ beschreiben.  Karten lesen und interpretieren.  sich auf der Erde orientieren und aktuelle EreiDŽnisse mit DŽeoDŽrafischen Informationsmitteln einordnen.  Daten erheben, analysieren und die ErDŽebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren. 2. LernDŽebiet: Die Erde als Himmelskörper 2.1 EntstehunDŽ von Weltall, Sonnensystem & Erde 2.2 Rotation der Erde 2.3 Revolution der Erde  die EntstehunDŽ von Sternen und Planeten nachvollziehen.  die Rotation der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären.  die Revolution der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären. 3. LernDŽebiet: MeteoroloDŽie und KlimatoloDŽie I 3.1 Aufbau der Atmosphäre 3.2 Klimaelemente und Klimafaktoren 3.3 Wetterphänomene  den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre BedeutunDŽ für Wetter und Klima erklären.  beschreiben, welche Klimaelemente und Faktoren das Klima bestimmen.  Wetterphänomene beschreiben und104 4. LernDŽebiet: GeoloDŽie und Oberflächenprozesse I 4.1 Aufbau der Erde 4.2 Plattentektonik 4.3 Vulkanismus und Erdbeben  den Aufbau der Erde beschreiben  die plattentektonischen Prozesse erklären  Vulkanismus und Erdbeben beschreiben und erklären. 4. LernDŽebiet: Wirtschaft und Ressourcen I 5.1 Ressourcen und Reserven 5.2 Umweltprobleme und Umweltpolitik  die wirtschaftliche und DŽeopolitische BedeutunDŽ von Ressourcen analysieren und bewerten.  ausDŽewählte Umweltprobleme verstehen und MöDŽlichkeiten der Umweltpolitik beurteilen. 1. LernDŽebiet: Gesellschaft und Raum 1. Gesellschaft und Raum 1.1 Demografische Faktoren und demoDŽrafische Transformation 1.2 MiDŽration und InteDŽration 1.3 Kulturen und Raum  wichtiDŽe demoDŽrafische Prozesse analysieren, ursächlich erklären, Fol- DŽen abschätzen und Massnahmen  soziale Ursachen und FolDŽen von MiDŽration erkennen sowie darauf bezoDŽene Massahmen beurteilen.  Lebensweisen in ihren GrundzüDŽen105 verstehen und VeränderunDŽsprozesse erklären. 2. LernDŽebiet: MeteoroloDŽie und KlimatoloDŽie II 2.1 WetterlaDŽen Europas 2.2 Globale Zirkulation 2.3 Klima- und VeDŽetationszonen 2.4 Natürliche Klimaänderungen und anthropoDŽene BeeinflussunDŽ  Wetterphänomene interpretieren und mit GrosswetterlaDŽen in VerbindunDŽ brinDŽen.  die jahreszeitliche DŽlobale VerteilunDŽ von Zyklonen und Antizyklonen er-  den ZusammenhanDŽ zwischen Klima und VeDŽetation bzw. LandnutzunDŽ  die natürliche und die durch den Menschen bedinDŽte KlimaänderunDŽ verstehen und beurteilen. 3. LernDŽebiet: GeoloDŽie und Oberflächenprozesse II 3.1 Kreislauf der Gesteine, Lagerstätten und Rohstoǹe 3.2 Mineralien und Gesteine 3.3 Geologische Geschichte und tektonischer Aufbau eines Grossraumes 3.4 Verwitterung, Erosion, Akkumulation: Landschaftsformen 3.5 Bodenkunde  Wetterphänomene interpretieren und mit GrosswetterlaDŽen in VerbindunDŽ brinDŽen.  den Kreislauf der Gesteine beschreiben und den ZusammenhanDŽ mit ihrer Struktur und ZusammensetzunDŽ  ausDŽewählte Mineralien und Gesteine bestimmen.  die DŽeoloDŽische Geschichte und den tektonischen Aufbau eines Grossraumes nachvollziehen.  die Landschaftsformen der Erdoberfläche erkennen und die sie formenden Prozesse beschreiben.  Aufbau von Böden und Prozesse ihrer BildunDŽ erklären und ihre BedeutunDŽ für Natur und Landwirtschaft erkennen.106 4. LernDŽebiet: Methoden und Informationsmittel 4.1 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen 4.2 Arbeitsmethoden  Daten erheben, analysieren und die ErDŽebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.  ausDŽewählte Arbeitsmethoden an- 1. LernDŽebiet: EntwicklunDŽ der WeltDŽesellschaft 1.1 Globale Verteilung von Wohlstand und Armut 1.2 Landflucht und VerstädterunDŽ 1.3 EntwicklunDŽstheorien 1.4 EntwicklunDŽszusammenarbeit 1.5 Welthandelsbeziehungen und Weltwirtschaftspolitik  räumliche und soziale UnDŽleichheiten auf reDŽionaler bis DŽlobaler Ebene  die DŽlobale UrbanisierunDŽ erklären.  EntwicklunDŽstheorien erläutern und verDŽleichend beurteilen.  unterschiedliche Ansätze der EntwicklunDŽszusammenarbeit und Projektbeispiele verDŽleichen und bewerten.  die Aktivitäten von Ländern in DŽlobalen Märkten beschreiben und ihre Rolle in der Welthandelspolitik erklä- 2. LernDŽebiet: SiedlunDŽ und Mobilität 2.1 Landschaftswandel  die StrukturveränderunDŽen der Landschaft in der Schweiz seit der107 2.2 Urbanisierung, Entstehung von ADŽDŽlomerationen 2.3 EntwicklunDŽ der Verkehrsnetzwerke 2.4 Räumliche Nutzungskonflikte 2.5 Raumplanung in der Schweiz IndustrialisierunDŽ beschreiben und die FolDŽen beurteilen.  die SiedlunDŽsentwicklunDŽ der Schweiz seit der IndustrialisierunDŽ beschreiben und die FolDŽen beurtei-  die VerkehrsentwicklunDŽ in VerDŽan- DŽenheit, GeDŽenwart und naher Zukunft beschreiben und die FolDŽen für die SiedlunDŽsstruktur erklären.  räumliche NutzunDŽskonflikte erkennen und analysieren.  die GrundzüDŽe der schweizerischen RaumplanunDŽ verstehen sowie ihre MöDŽlichkeiten und Grenzen beurtei- 3. LernDŽebiet: Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur 3.1 Naturgefahren 3.2 UmDŽanDŽ mit NaturDŽefahren 3.3 Umweltprobleme und Umweltpolitik 3.4 Nachhaltige Entwicklung  die EntstehunDŽ ausDŽewählter Natur- DŽefahren erklären.  den UmDŽanDŽ mit NaturDŽefahren nachvollziehen und Beispiele beur-  zu Umweltproblemen LösunDŽsansätze entwickeln.  Konzepte der nachhaltiDŽen EntwicklunDŽ und ihre räumlichen BezüDŽe 4. LernDŽebiet: Wirtschaft und Ressourcen II 4.1 Fossile Energieträger 4.2 Alternativenergien  die BedeutunDŽ und Reichweite der fossilen EnerDŽieträDŽer erkennen.  die BedeutunDŽ und das Potential der  AlternativenerDŽien erkennen.  Formen der EnerDŽienutzunDŽ bezüDŽlich ihrer DŽesellschaftlichen und108 ökoloDŽischen BedeutunDŽ beurteilen. 5. Methoden und Informationsmittel 5.1 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen 5.2 Arbeitsmethoden  Daten erheben, analysieren und die Er- DŽebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren.  ausDŽewählte Arbeitsmethoden anwenden.109 Lehrplan EF Geografie Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach GeoDŽrafie 1. LernDŽebiet: AusDŽewählte Themen mit BezuDŽ zur physischen GeoDŽrafie 1.1 Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie Zum Beispiel:  Geomorphologie  Hydrologie  Klimatologie  Naturgefahren  Ressourcen 1.2 Schnittfelder zur HumanDŽeoDŽrafie  physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären.  Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen und  in Zusammenhängen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren.  Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.  LösunDŽsansätze für ökoloDŽische Probleme erarbeiten. 2. LernDŽebiet: AusDŽewählte Themen mit BezuDŽ zur HumanDŽeoDŽrafie 2.1 Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie  Humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher Theorien erklären.110 Lehrplan EF Geografie Zum Beispiel:  Tourismus  Siedlungsentwicklung  Entwicklungszusammenarbeit  Ethnologie  Demographie 2.2. Schnittfelder zur physischen GeoDŽrafie  Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und  in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren.  den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen.  Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren.111 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Geschichte Wochenstunden 2 2 2 2 Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufDŽebaut, DŽefestiDŽt und erhalten werden müssen. Der Geschichtsunterricht lässt GeDŽenwartsphänomene als FolDŽe von historischen EreiDŽnissen, Prozessen und Strukturen verstehen. Die Schülerinnen und Schüler können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurück- DŽreifen. Sie sind fähiDŽ, differenziert persönliche und kollektive HaltunDŽen DŽeDŽenüber FraDŽen im politischen und DŽesellschaftlichen Leben nachzuvollziehen und zu beurteilen. Sie erlernen einen reflektierten UmDŽanDŽ mit Informationen aus der und über die VerDŽanDŽenheit, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eiDŽene EntstehunDŽsDŽeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Der Geschichtsunterricht ermöDŽlicht Schülerinnen und Schülern, ihre Aufmerksamkeit auf die VerDŽanDŽenheit zu richten, diese wahrzunehmen und zu rekonstruieren mit dem Ziel, ihr Geschichtsbewusst-sein weiterzuentwickeln und eine Basis zu haben, um in der Zukunft anspruchsvolle AufDŽaben in der Gesellschaft übernehmen zu können. Das GrundlaDŽenfach Geschichte fördert besonders:  Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen GeDŽebenheiten unserer Ge- DŽenwart als FolDŽe einer DŽeschichtlichen EntwicklunDŽ verstehen  Die wissenschaftliche BefraDŽunDŽ und DeutunDŽ der VerDŽanDŽenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen  Die Wandelbarkeit historischer BeDŽriffe erkennen und deuten  VerantwortunDŽ übernehmen für das eiDŽene Handeln  DifferenzierunDŽsvermöDŽen und Respekt beweisen DŽeDŽenüber anderen Kulturen  Ein ethisches UrteilsvermöDŽen DŽeDŽenüber allen Formen von MachtausübunDŽ entwickeln112  Komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen TerminoloDŽie beschreiben und darstellen  Ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und BeDŽriffe manipulativ verwendet werden können  EiDŽenständiDŽe Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen  Informationen in einen DŽrösseren historischen ZusammenhanDŽ einordnen  Informationen hinsichtlich der InteressenlaDŽe der beteiliDŽten Akteure kritisch beurteilen  Bereitschaft zeiDŽen, die WeiterentwicklunDŽ von Staat und Gesellschaft aktiv mitzuDŽestalten 3. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  PU-Modul in der 1. Klasse zum UmDŽanDŽ mit Quellen sowie eine ZusammenstellunDŽ zur Quellenanalyse im PU-Handbuch.113 1. LernDŽebiet: UmDŽanDŽ mit Materialien  KlassifizierunDŽ von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  UmDŽanDŽ mit Information  den Unterschied zwischen Quellen und DarstellunDŽen erläutern.  aus Materialien (Quellen und DarstellunDŽen) die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten ordnen.  die Absicht des Verfassers kritisch hinterfraDŽen.  aus vorDŽeDŽebenen FraDŽestellunDŽen historisch relevante Schlüsse ziehen. 2. LernDŽebiet: Fakten und ZusammenhänDŽe  Vormodernes Denken und Handeln  Wirtschaft und Gesellschaft in der vormodernen Welt  Vormoderne Herrschaftsformen im Wandel  Historische HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze  EiDŽenheiten vormoderner WelterklärunDŽsansätze darleDŽen.  den Wandel des Welt- und Menschenbildes beschreiben.  die DŽesellschaftspolitische BedeutunDŽ der ReliDŽion beDŽründen.  vorindustrielle Formen der Produktion, ArbeitsteilunDŽ und Technik in ihrem weiteren historischen Kontext  DŽrundleDŽende Formen sozialer OrdnunDŽen analysieren.  Mechanismen der Ein- und AusDŽrenzunDŽ evaluieren.  Formen vormoderner Staatlichkeit im Hinblick auf Ursachen, Merkmale, Stärken und Schwächen verDŽleichen.  vormoderne HerrschaftsleDŽitimation erläutern und werten.  politische, wirtschaftliche, DŽesellschaftliche und kulturelle Wurzeln aktueller Probleme und Schauplätze114 in ZusammenhänDŽen darleDŽen. 3. LernDŽebiet: Nachdenken über Geschichte  Funktionsweise der Geschichtswissenschaft  WirkunDŽsweisen der VerDŽanDŽenheitsdeutunDŽ (Geschichtsbild)  Methodische ZuDŽänDŽe der Ge-  erklären, wie die Geschichtswissenschaft verschiedene Themen erschliesst.  aufzeiDŽen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur präDŽt.  durch Perspektivenwechsel die BedeutunDŽ einer historischen Epoche kritisch beurteilen.  den DŽrundsätzlichen Unterschied zwischen EreiDŽnis- und StrukturDŽeschichte darleDŽen.115 1. LernDŽebiet: UmDŽanDŽ mit Materialien  KlassifizierunDŽ von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  UmDŽanDŽ mit Information  die QuellenDŽattunDŽen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern.  die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen kritisch hinterfraDŽen.  aus vorDŽeDŽebenen FraDŽestellunDŽen Schlüsse ziehen und unter AnleitunDŽ BezüDŽe zu anderen historischen Themen herstellen.  Materialien selbständiDŽ finden, die zentralen Informationen herauslesen und deren InformationsDŽehalt beur- 2. LernDŽebiet: Fakten und ZusammenhänDŽe  AufklärunDŽ  BürDŽerliche Revolutionen  IndustrialisierunDŽ und Soziale FraDŽe  Nationalismus und NationalstaatenbildunDŽ  Das Werden der modernen Schweiz  die zentralen ErrunDŽenschaften der AufklärunDŽ darstellen und deren Chancen und Gefahren diskutieren.  die historischen HinterDŽründe der bürDŽerlichen Revolutionen lokalisie-  die von den bürDŽerlichen Revolutionen ausDŽelösten DŽesellschaftlichen und kulturellen UmwälzunDŽen kate- DŽorisieren.  das Wesen der IndustrialisierunDŽ veranschaulichen.  Antworten auf die soziale FraDŽe kateDŽorisieren und werten.  das historische Umfeld, in dem der Nationalismus DŽedeihen konnte, bestimmen.  das Wesen der bürDŽerlichen Gesellschaft beurteilen.  den WeDŽ zur GründunDŽ der116  Politische BildunDŽ  Historische HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze modernen Schweiz 1848 analysieren.  die HerausforderunDŽen der modernen Schweiz in der VerDŽanDŽenheit evaluieren.  Ursachen aktueller Probleme und Schauplätze analysieren und deren WechselwirkunDŽ aufzeiDŽen.  die zentralen GrundvoraussetzunDŽen einer  Demokratie am Beispiel der Schweiz  die HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analy- 3. LernDŽebiet: Nachdenken über Geschichte  MöDŽlichkeiten und Grenzen der Ge-  WirkunDŽsweisen der VerDŽanDŽenheitsdeutunDŽ (Geschichtsbild)  Methodische ZuDŽänDŽe der Ge-  erläutern, wie die QuellenlaDŽe die MöDŽlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.  darleDŽen, wie die DeutunDŽ der Ver- DŽanDŽenheit DŽezielt für DŽesellschaftliche und politische Zwecke einDŽesetzt werden kann.  die Besonderheiten der VerfassunDŽsDŽeschichte, Kultur-, Wirtschafts- und SozialDŽeschichte unterscheiden.117 1. LernDŽebiet: UmDŽanDŽ mit Materialien  KlassifizierunDŽ von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Informationen finden  Materialien (Quellen, DarstellunDŽen, nichtwissenschaftliche Annäherun- DŽen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern.  die Absicht, den Informationsstand und die IdeoloDŽie des Verfassers von Materialien kritisch hinterfraDŽen.  aus vorDŽeDŽebenen FraDŽestellunDŽen Schlüsse ziehen und selbständiDŽ BezüDŽe zu anderen historischen Themen herstellen.  selbständiDŽ umfassende Materialien finden, die wesentlichen Informationen herausarbeiten und deren Gehalt beurteilen. 2. Fakten und ZusammenhänDŽe  Imperialismus  Erster WeltkrieDŽ und NeuordnunDŽ der internationalen BeziehunDŽen  Wurzel und Wesen des Totalitarismus  Zweiter WeltkrieDŽ  Ursachen, Wesen und AuswirkunDŽen des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen formulie-  Ursachen, Merkmale und Verlauf des Ersten WeltkrieDŽs erläutern.  die NeuordnunDŽ der internationalen BeziehunDŽen nach dem Ersten WeltkrieDŽ erläutern, deren Chancen und Gefahren einschätzen.  die ideoloDŽischen, politischen und  DŽesellschaftlichen Wurzeln des Totalitarismus analysieren.  die Merkmale, WirkunDŽsweisen und FolDŽen totalitärer Systeme beurtei-  Verlauf, Merkmale und AuswirkunDŽen118  Holocaust  Historische HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze des Zweiten WeltkrieDŽes erklären.  VoraussetzunDŽen, Ablauf und BedeutunDŽ des Holocaust darstellen und  aktuelle politische Herausforderun- DŽen analysieren, möDŽliche HandlunDŽsoptionen skizzieren. 3. LernDŽebiet: Nachdenken über Geschichte  MöDŽlichkeiten und Grenzen der Ge-  WirkunDŽsweisen der VerDŽanDŽenheitsdeutunDŽ (Geschichtsbild)  Methodische ZuDŽänDŽe der Ge-  erläutern, wie die QuellenlaDŽe sowie die Zeit- und KulturDŽebundenheit der Geschichtswissenschaftler die MöDŽlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen.  darleDŽen, wie die DeutunDŽ der Ver- DŽanDŽenheit den impliziten Rahmen für politische und DŽesellschaftliche Prozesse bildet.  die Besonderheiten und die BedeutunDŽ der Geschlechter-, Umwelt-, und MiDŽrationsDŽeschichte formulieren.119 1. LernDŽebiet: UmDŽanDŽ mit Materialien  KlassifizierunDŽ von Materialien  Analyse von Materialien  Interpretation von Materialien  Informationen finden  Materialien (Quellen, DarstellunDŽen, nicht-wissenschaftliche Annäherun- DŽen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Einfluss auf das eiDŽene Geschichtsbild reflektieren.  die Absicht, den Informationsstand, die IdeoloDŽie und den BildunDŽsstand des Verfassers von Materialien kritisch hinterfraDŽen.  selbständiDŽ FraDŽestellunDŽen entwickeln und BezüDŽe zu historischen Kontexten herstellen.  selbständiDŽ Materialien finden, deren InformationsDŽehalt beurteilen und anhand eiDŽener FraDŽestellunDŽen bearbeiten und evaluieren. 2. LernDŽebiet: Fakten und ZusammenhänDŽe  Kalter KrieDŽ  LänDŽsschnitt aussereuropäischer ReDŽionen  HerausforderunDŽen um die Jahrtausendwende  die zentralen EreiDŽnisse, Strukturen und IdeoloDŽien des Kalten KrieDŽes  HinterDŽründe des Zusammenbruchs des Ostblocks analysieren.  die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur  Ursachen, Verlauf und FolDŽen der  wichtiDŽsten EntwicklunDŽsphasen illustrieren.  aktuelle HerausforderunDŽen der Re- DŽion analysieren und LösunDŽsansätze diskutieren.  einiDŽe zentrale DŽlobale HerausforderunDŽen analysieren, LösunDŽsweDŽe erarbeiten und diese beurteilen.120  Gesellschaftliche Umbrüche im ZwanziDŽsten Jahrhundert  Historische HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze  HinterDŽründe, Wesen und AuswirkunDŽen DŽesellschaftlicher Umbrüche  die HinterDŽründe aktueller Probleme und Schauplätze analysieren, LösunDŽsvorschläDŽe erarbeiten und diese bewerten. 3. LernDŽebiet: Nachdenken über Geschichte  MöDŽlichkeiten und Grenzen der Ge-  WirkunDŽsweisen der VerDŽanDŽenheitsdeutunDŽ (Geschichtsbild)  Methodische ZuDŽänDŽe der Ge-  formulieren, wie QuellenlaDŽe, die Zeit- und KulturDŽebundenheit der Geschichtswissenschaft sowie die beschränkte Informationsbewälti- DŽunDŽs-kapazität des Menschen die MöDŽlichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst.  die Eckwerte des eiDŽenen Geschichtsbewusstseins reflektieren.  die GeDŽenwart aus vielen (z.B. ereiDŽnis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder DŽeschlechterDŽeschichtlicher) Perspektiven befraDŽen.121 Lehrplan EF Geschichte Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Geschichte Die allDŽemeinen BildunDŽsziele des ErDŽänzunDŽsfachs Geschichte beruhen auf denjeniDŽen des GrundlaDŽenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die GeschichtsschreibunDŽ von Menschen verfasst und deshalb politischen, DŽesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausDŽewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt. Das ErDŽänzunDŽsfach leistet eine analytische VertiefunDŽ historischer Inhalte und historioDŽraphischen Aspekten. Es vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen. Das ErDŽänzunDŽsfach Geschichte fördert besonders: Reflexive FähiDŽkeiten  Wertende AussaDŽen diǹerenziert diskutieren und kritisch beurteilen  GeDŽenwärtiDŽe EreiDŽnisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer VorDŽänDŽe beDŽreifen  Verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren  Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden  Vernetzt und interdisziplinär denken  ArDŽumentationsstrateDŽien dekonstruieren  Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln  Daten und Informationen eiDŽenständiDŽ sammeln, verarbeiten und deuten  Elektronische Informationsmittel nutzen122 Lehrplan EF Geschichte 3. LeistunDŽsbewertunDŽ Die VorschlaDŽsnote beruht auf der LeistunDŽsbewertunDŽ der im ErDŽänzunDŽsfach Geschichte ausDŽewählten behandelten Themen (schriftliche PrüfunDŽen und/ oder Projekt- oder VortraDŽsbewertunDŽ). Die mündliche MaturaprüfunDŽ stützt sich auf mindestens zwei Themen aus unterschiedlichen LernDŽebieten, wobei eines davon als Schwerpunkt DŽewählt werden kann.123 Lehrplan EF Geschichte 1. LernDŽebiet: UmDŽanDŽ mit Materialien z.B.  Film als historische Quelle  Malerei und FotoDŽrafie als historische Quellen  EntstehunDŽ historischer Mythen  HeranführunDŽ an die Arbeit mit Archivalien  Geschichtsbilder, -diskurse und - debatten  Geschichtstheorien  das AussaDŽepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten.  historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eiDŽene FraDŽestellunDŽ hin bearbeiten und die DŽezoDŽenen Schlüsse reflektieren.  erkennen, inwieweit zeitDŽeschichtliche EreiDŽnisse Lebensläufe von Menschen beeinflusst haben.  DŽeschichtswissenschaftliche Debatten  den EntstehunDŽsprozess der GeschichtsschreibunDŽ analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische RahmenbedinDŽun- DŽen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche StrömunDŽen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen.124 Lehrplan EF Geschichte 2. LernDŽebiet: Macht und Herrschaft z.B.  Aktuelle Konflikte  GlobalisierunDŽ und neue WeltordnunDŽ  Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft  Aussereuropäische Geschichte (z.B. Volksrepublik China, Indien, Lateinamerika, Afrika)  Totalitäre Systeme  Internationale OrDŽanisationen und die HerausforderunDŽen des 21. Jahrhunderts  Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz  ProtestbeweDŽunDŽen  ReliDŽions- und PhilosophieDŽeschichte  EntdeckunDŽsDŽeschichte: SelbstwahrnehmunDŽ im SpieDŽel der FremdbeDŽeDŽnunDŽ  Weltbilder  MedienDŽeschichte  Struktur, Dynamik und Bruchstellen von Gesellschaften im DŽeschichtlichen Überblick  die komplexen Ursachen historischer und aktueller EntwicklunDŽen erklären und deren Interdependenzen aufzei-  die EiDŽenheiten nationaler und evtl. reDŽionaler EntwicklunDŽen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren.  die komplexen FolDŽen DŽlobaler EntwicklunDŽen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur  die KateDŽorien Macht und Herrschaft als DŽeschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar ma-  den Einfluss von WeltanschauunDŽen, Ideen und IdeoloDŽien auf die historischen EntwicklunDŽen beurteilen.125 Lehrplan EF Geschichte 3. LernDŽebiet: Kontinuität und Wandel z.B.  Geschichte des Völkerrechts, Menschenrechte und der Demokratie  LänDŽsschnitt Orient - Okzident  EntkolonialisierunDŽ und Neokolonialismus  Freizeit, BildunDŽ, Kultur und Sport  Armut und Wohlstand  ErnährunDŽsDŽeschichte  Umwelt- und KlimaDŽeschichte  Gesundheit und Krankheit  Gender  Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkun- DŽen erklären.  die BedeutunDŽ kultureller und sozioökonomischer PräDŽunDŽen im historischen Prozess darleDŽen und beurteilen.  Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische FraDŽestellunDŽ hin methodisch korrekt bearbeiten,  Politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der GeDŽenwart auf ihre historische EntstehunDŽ untersuchen und ihre BedeutunDŽ beurteilen.126 Lehrplan für das obliDŽatorische Fach Informatik Wochenstunden 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jeDŽliche Informationen in Form von diDŽitalen Daten repräsentiert und mithilfe proDŽrammierbarer Automaten beliebiDŽ manipuliert und weiterverarbeitet werden können. AufDŽrund der AllDŽemeinDŽültiDŽkeit dieser Grundidee und der AllDŽeDŽenwärtiDŽkeit diDŽitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen FachrichtunDŽen EinzuDŽ hält. Das obliDŽatorische Fach Informatik vermittelt ein DŽrundleDŽendes Verständnis der automatischen VerarbeitunDŽ diDŽitaler Informationen und damit die FähiDŽkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie EinsatzmöDŽlichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen. Im obliDŽatorischen Fach Informatik kommt dem ProDŽrammieren in einer höheren ProDŽrammiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als proDŽrammierbaren Automaten kennen lernen, erlanDŽen sie praktische FähiDŽkeiten im UmDŽanDŽ mit alDŽorithmischer ProblemlösunDŽ und ProjektorDŽanisation und erfahren ModellierunDŽ und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische ProblemlösunDŽsstrate- DŽien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue GestaltunDŽsmöDŽlichkeiten. Diese praktischen ErfahrunDŽen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen HinterDŽründe der modernen InformationsDŽesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und VerwaltunDŽ diDŽitaler Daten, den ZusammenhanDŽ zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen diDŽitalen Geräten, die diDŽitale ModellbildunDŽ und die OrDŽanisation und AbsicherunDŽ vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende SoftwarelösunDŽen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöDŽlichen andererseits eine fundierte BeurteilunDŽ von Chancen und Gefahren diDŽitaler TechnoloDŽien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtiDŽen BeitraDŽ sowohl zur allDŽemeinen StudierfähiDŽkeit als auch zur Gesellschaftsreife. Das Fach Informatik fördert besonders:127  Strukturiert denken  Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umDŽehen  EiDŽene LösunDŽsweDŽe formal beschreiben und kritisch analysieren  Erkennen, welche Vorteile und SchwieriDŽkeiten exaktes Arbeiten mit sich brinDŽt  LösunDŽen in Gruppen erarbeiten  Bereit sein, ProblemstellunDŽen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen  UmDŽanDŽssprache in eine formale Sprache übersetzen  Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben  Sich in InformatikanwendunDŽen selbständiDŽ und rasch zurechtfinden  Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielDŽerichtet eruieren  Mit Informatikmitteln verantwortunDŽsbewusst umDŽehen  Mathematik: z.B. CodierunDŽ (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), AlDŽorithmen, Datenstrukturen, ProDŽrammieren, VerschlüsselunDŽ und Sicherheit  Recht und Wirtschaft: z.B. DiDŽitale Ecosysteme (Kunden/LieferantenbeziehunDŽen, Produkte und DienstleistunDŽen), Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaDŽieren  Geschichte: z.B. InformationsspeicherunDŽ, GeheimhaltunDŽ und KryptoloDŽie, Einfluss der InformationstechnoloDŽie auf soziale und politische EntwicklunDŽen und EreiDŽnisse  Physik, Chemie, BioloDŽie, GeoDŽrafie: z.B. Prozesse simulieren, AlDŽorithmen, InformationsspeicherunDŽ und -übertraDŽunDŽ  Sport: z.B. AlDŽorithmen und diDŽitale Geräte in Sport und Gesundheit, Einfluss auf sportliche LeistunDŽ  Sprachen (Deutsch, Französisch, EnDŽlisch, Italienisch): z.B. Repräsentation von Information, InformationsDŽehalt von Wörtern, Syntax und Semantik, formale Sprachen  Bildnerisches Gestalten, Musik: z.B. Repräsentation von Information (woraus besteht Musik und Kunst), Muster, AlDŽorithmen, NutzunDŽ Künstlicher IntelliDŽenz für kreatives Schaffen  Projektunterricht: z.B. NutzunDŽ der Informatik in Projekten, UmsetzunDŽ von Informatik- Projekten128 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  EntwicklunDŽ eines ProDŽramms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine OptimierunDŽ der realen Welt darstellt  Bestehende Literatur, Texte und ProDŽramme kritisch hinterfraDŽen und zu Rate ziehen  FachbeDŽriffe der Informatik kennen und anwenden können129 1. LernDŽebiet: AlDŽorithmen und ProDŽrammieren  AlDŽorithmen  Datenstrukturen  ProDŽrammieren I  ProDŽrammieren II  definieren, was ein AlDŽorithmus ist.  einen AlDŽorithmus auf verschiedene Arten beschreiben.  einfache AlDŽorithmen wie Greedy-, Such- oder SortieralDŽorithmen inter-  einfache Probleme wie kürzester WeDŽ mit eiDŽenen AlDŽorithmen lösen.  elementare und strukturierte Datentypen verstehen, wie zum Beispiel Arrays, Graphen oder Bäume.  für einfache Probleme DŽeeiDŽnete Datenstrukturen verwenden.  die wesentlichen Strukturelemente einer ProDŽrammiersprache wie Python oder Java anwenden.  AlDŽorithmen in einer höheren Pro- DŽrammiersprache implementieren.  modular und objektorientiert pro- DŽrammieren.  syntaktische und semantische Fehler in einem ProDŽramm erkennen und korriDŽieren. 2. LernDŽebiet: Daten, Information, Wissen  Repräsentation von Information  diDŽitale und analoDŽe DatenverarbeitunDŽ unterscheiden.130  CodierunDŽ  Information und Daten voneinander ab-DŽrenzen.  Code, Syntax, Semantik voneinander abDŽrenzen.  verschiedene Dateiformate wie z.B. JPEG oder PNG anhand einfacher Beispiele erklären.  binäre Zahlen und andere ZeichendarstellunDŽen verstehen und einfache Operationen (Addieren und Subtrahieren) durchführen.  verschiedene CodierunDŽen wie Pixel- und ZeichencodierunDŽ verstehen und anwenden. 3. LernDŽebiet: Systeme, VernetzunDŽ und Sicherheit  Computersystem  die Architektur (z.B. die Von- Neumann-Architektur) eines Computers und die Funktionsweise der wichtiDŽsten Komponenten beschrei-  das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und AnwendunDŽsproDŽrammen erklären. 4. LernDŽebiet: ModellierunDŽ und Simulation  ModellierunDŽ  einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation DŽeeiDŽnete Methoden ermitteln.131 1. LernDŽebiet: AlDŽorithmen und ProDŽrammieren  ProDŽrammieren III  ein kleines Projekt proDŽrammieren.  persistent speichern. 2. LernDŽebiet: Daten, Information, Wissen  Datenbanken  eine DatenbankabfraDŽesprache (SQL) einsetzen.  Datenbanken als OrDŽanisationsform DŽrosser DatenmenDŽen verstehen. 3. LernDŽebiet: Systeme, VernetzunDŽ und Sicherheit  Computernetzwerke  VerschlüsselunDŽ  den Unterschied zwischen lokalen und DŽlobalen Netzwerken erklären.  verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden.  die ÜbermittlunDŽ und AdressierunDŽ von Daten in Computernetzwerken  eine NetzwerkumDŽebunDŽ analysie-  VerschlüsselunDŽsprinzipien und Zertifikate erklären (ohne auf die mathematischen HinterDŽründe einzuDŽehen).  die Sicherheit von VerschlüsselunDŽsverfahren und Passwörtern kennen.132  Sicherheit  DŽeeiDŽnete VerschlüsselunDŽsmethoden wie z.B. Diffie-Hellmann, OTP, AES verwenden.  Sicherheitsrisiken (Trojaner, Viren, SpoofinDŽ, DDoS usw.) erkennen und  DŽeeiDŽnete Schutzmassnahmen (Stärke von Passwörtern beurteilen, diDŽitale Zertifikate anwenden etc.) treffen. 4. LernDŽebiet: ModellierunDŽ und Simulation  Simulation und VisualisierunDŽ  Simulationen planen, durchführen und die ErDŽebnisse anDŽemessen visualisieren. 5. LernDŽebiet: Aspekte der InformationsDŽesellschaft  ProjektentwicklunDŽ  Kollaboration  Recht und Wirtschaft  kleine InformatiklösunDŽen planen  Grenzen, Chancen und Risiken der AutomatisierunDŽ einschätzen.  verschiedene MöDŽlichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration DŽezielt einsetzen.  die BedeutunDŽ von Metadaten (z.B. eines Browsers etc.) in Kommunikationssystemen erklären.  wichtiDŽe DatennutzunDŽs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern.  Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren133 und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaDŽieren.134 Lehrplan EF Informatik Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Informatik Informatik ist aus unserem AlltaDŽ nicht weDŽzudenken: ohne Informatik keine InformationsDŽesellschaft. Die Lernenden erhalten im ErDŽänzunDŽsfach Informatik einen Einblick in das Wesen der Informatik und in die TätiDŽkeit von Informatikern und Informatikerinnen. Dabei lernen sie einerseits theoretische Aspekte der Informatik kennen, andererseits werden konkrete FähiDŽkeiten der LösunDŽ von Informatikproblemen vermittelt. Das ErDŽänzunDŽsfach soll dabei insbesondere mit dem Vorurteil aufräumen, Informatik sei lediDŽlich proDŽrammieren und ein Gefühl für die Vielfalt der Informatik vermitteln. Das ErDŽänzunDŽsfach Informatik fördert besonders:  Probleme analysieren, strukturieren und lösen  Zu Team- und Projektarbeit bereit sein  LösunDŽsstrateDŽien unter VerwendunDŽ der korrekten FachbeDŽriǹe mündlich und schriftlich verständlich formulieren  Das Internet zur DŽezielten Suche nach DŽeeiDŽneten Informationen zur UnterstützunDŽ bei der RealisierunDŽ von eiDŽenen LösunDŽen nutzen  Bereitschaft, InformatiklösunDŽen in verschiedenen AnwendunDŽsDŽebieten DŽenau zu analysieren und zu hinterfraDŽen135 Lehrplan EF Informatik  Mathematik: z.B. CodierunDŽ (binäre Zahlen und Hexadezimalzahlen), AlDŽorithmen, Datenstrukturen, ProDŽrammieren, VerschlüsselunDŽ und Sicherheit  Recht und Wirtschaft: z.B. DiDŽitale Ecosysteme (Kunden/LieferantenbeziehunDŽen, Produkte und DienstleistunDŽen), Datenschutz-Rechte, Interessen des Staates sowie von kommerziellen Partnern und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reaDŽieren  Geschichte: z.B. InformationsspeicherunDŽ, GeheimhaltunDŽ und KryptoloDŽie, Einfluss der InformationstechnoloDŽie auf soziale und politische EntwicklunDŽen und EreiDŽnisse  Physik, Chemie, BioloDŽie, GeoDŽrafie: z.B. Prozesse simulieren, AlDŽorithmen, InformationsspeicherunDŽ und -übertraDŽunDŽ  Sport: z.B. AlDŽorithmen und diDŽitale Geräte in Sport und Gesundheit, Einfluss auf sportliche LeistunDŽ  Sprachen (Deutsch, Französisch, EnDŽlisch, Italienisch): z.B. Repräsentation von Information, InformationsDŽehalt von Wörtern, Syntax und Semantik, formale Sprachen  Bildnerisches Gestalten, Musik: z.B. Repräsentation von Information (woraus besteht Musik und Kunst), Muster, AlDŽorithmen, NutzunDŽ Künstlicher IntelliDŽenz für kreatives Schaǹen  Projektunterricht: z.B. NutzunDŽ der Informatik in Projekten, UmsetzunDŽ von Informatik- Projekten 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  EntwicklunDŽ eines ProDŽramms oder einer Simulation, welche ein Modell oder eine OptimierunDŽ der realen Welt darstellt  Bestehende Literatur, Texte und ProDŽramme kritisch hinterfraDŽen und zu Rate ziehen  FachbeDŽriǹe der Informatik kennen und anwenden können136 Lehrplan EF Informatik Die LernDŽebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen 1. LernDŽebiet: GrundlaDŽen und Konzepte  Theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten, reDŽuläre Ausdrücke, Graphen, Grenzen der Berechenbarkeit)  Informationsrepräsentation (e.B. InformationsDŽehalt, KomprimierunDŽ, KodierunDŽ)  Netzwerke (z.B. Netzwerkkarten, RoutinDŽ, Protokolle der PCP/IP-Suite, synchrone vs. Asynchrone Kommunikation)  LoDŽik (z.B. Boole‘sche AlDŽebra, Aussa- DŽeloDŽik, PrädikatenloDŽik)  DiDŽitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. elementare SchaltalDŽebra, Aufbau eines Prozessors, LoDŽikschaltunDŽen)  Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiDŽenen Worten erklären  Aus den behandelten Themen Probleme lösen 2. LernDŽebiet: Information  Datenstrukturen (z.B. elementare Datentypen, strukturierte und dynamische Datentypen, Bäume)  Datenbanken (z.B. Entity-Relationship- Modell, Skalierbarkeit, EǺzienz)  Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und fehlerkorriDŽierende Codes, Prüfsummen)  Für einfache ProblemstellunDŽen anDŽepasst Datenmodelle entwerfen  GeDŽebene komplexe Datenmodelle verstehen, erklären und anwenden  Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiDŽenen Worten erklären  Aus den behandelten Themen Probleme lösen137 Lehrplan EF Informatik 3. LernDŽebiet: Automation  AlDŽorithmen aus ausDŽewählen Bereichen (z.B. Shortest Path, Minimum SpanninDŽ Tree, Minimax, MD4/5, RSA, LZW, SchedulinDŽ, PaDŽinDŽ)  ProDŽrammieren, Lösen von anDŽemessenen AufDŽabenstellunDŽen mit DŽeDŽebenen WerkzeuDŽen, ev. exemplarische ImplementierunDŽ von AlDŽorithmen (z.B. Sortieren, Rekursion, Suchbäume, Client-Server-Applikationen)  Aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte in eiDŽenen Worten erklären  Probleme strukturieren und sinnvolle LösunDŽsweDŽe formulieren  Ein Problem mit einer ProDŽrammiersprache lösen  Ein DŽeDŽebenes ProDŽramm verstehen, auf Korrektheit prüfen, erweitern oder DŽeDŽebene ProDŽrammteile vervollständiDŽen.138 Seite 1 / 12 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Instrumentalmusik Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 0 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten und konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Das GrundlaDŽenfach Instrumentalunterricht/SoloDŽesanDŽ in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders:  Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln139 Seite 2 / 12  Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen  Lernprozesse selbständig steuern  Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln  Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen  Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben  In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren  Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken  Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln  Das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwi-  Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren  Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten  Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen  Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln Der Instrumentalunterricht fördert QuerverbindunDŽen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, GeoDŽrafie, Physik, BioloDŽie und Sport, Philosophie und ReliDŽion. Als Beispiel möDŽe die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaǹensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, AusführunDŽ), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, FraDŽen des DŽesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst.140 Seite 3 / 12 Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, werden nach Möglichkeit im Gruppenunterricht vermittelt (verschiedene Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen). Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instrumentenspezifischem Bedarf. 1. LernDŽebiet: Instrumentalspiel  Instrumentaltechnik  ErarbeitunDŽs- und Übtechniken  Körper und AtmunDŽ  TextumsetzunDŽ, Stilbewusstsein, Interpretation, AusdrucksfähiDŽkeit  SelbstwahrnehmunDŽ  auf eine entwicklunDŽsfähiDŽe instrumentaltechnische Basis zurückDŽrei-  elementare ErarbeitunDŽs- und Übtechniken beschreiben und anwen-  Körper und AtmunDŽ bewusst einset-  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und stilistisch anDŽepasst auf dem Instrument wiederDŽeben.  ihrem eiDŽenen Spiel aufmerksam zuhören und es beurteilen.  über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft DŽeben. 2. LernDŽebiet: Musizierpraxis  Stilistische Vielfalt  Repertoireaufbau und -pfleDŽe  auf die ErarbeitunDŽ von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.  ein Repertoire von mindestens zwei erarbeiteten Musikstücken141 Seite 4 / 12  Zusammenspiel  Vorspielen  Prima Vista-Spiel  Improvisation  SteDŽreifspiel  AuswendiDŽspiel  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammen spielen.  Musikstücke in einem passenden Rahmen (z.B. Klassenstunde, Musizierstunde) vortraDŽen.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren.  niveauDŽerecht improvisierend musizieren.  einfache Melodien nach Gehör spie-  kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendiDŽ vortraDŽen. 3. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaDŽen  Melodik  Harmonik  Rhythmik  KlanDŽ  einfache Melodien ab Notentext realisieren.  Intervalle und Tonleitern nach instrumentenspezifischem Bedarf hören, erkennen und spielen.  Dur/moll/verminderte/übermässiDŽe DreiklänDŽe erkennen.  einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, PunktierunDŽen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.  KlanDŽfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen. 4. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse  KomponistInnen, Hauptwerke  die wichtiDŽsten bioDŽrafischen Daten und einiDŽe Hauptwerke der von ihnen DŽespielten KomponistInnen142 Seite 5 / 12  Historisches Umfeldwissen  InstrumentenpfleDŽe  Instrumentenkunde  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der MusikDŽeschichte benennen und zeitlich einordnen, sowie die bedeutendsten KomponistInnen der richtiDŽen Epoche zuord-  ihr Instrument sachDŽerecht pfleDŽen, die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklä-  über die Funktionsweise und die wichtiDŽsten physikalischen Grundla- DŽen der KlanDŽerzeuDŽunDŽ ihres Instrumentes Auskunft DŽeben.143 Seite 6 / 12 1. LernDŽebiet: Instrumentalspiel  Instrumentaltechnik  ErarbeitunDŽs- und Übtechniken  Körper und AtmunDŽ  TextumsetzunDŽ  Stilbewusstsein, Interpretation  AusdrucksfähiDŽkeit  SelbstwahrnehmunDŽ  einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe DŽeDŽenüber dem BeDŽinn der 1. Klasse vorweisen.  die wesentlichsten ErarbeitunDŽs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess anwenden.  ihr Instrument bzw. ihre Stimme physioloDŽisch anDŽemessen betätiDŽen.  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und auf dem Instrument wiederDŽeben.  die notwendiDŽen stilistischen Grundkenntnisse in ihr Spiel einfliessen  die von ihnen DŽespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und EnDŽa- DŽement spielen.  ihrem eiDŽenen Spiel aufmerksam zuhören und Differenzen zwischen Intention und RealisierunDŽ wahrneh-  über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Auskunft DŽeben. 2. LernDŽebiet: Formen des Musizierens  Stilistische Vielfalt  Repertoireaufbau und -pfleDŽe  Zusammenspiel  auf die ErarbeitunDŽ von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken.  ein Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken vorwei-  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer144 Seite 7 / 12  Vorspielen  Prima Vista-Spiel  Improvisation  SteDŽreifspiel  AuswendiDŽspiel Lehrperson und mit anderen SchülerInnen von mindestens DŽleichem technischem Niveau zusammen spielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  vor einer schulinternen Gruppe von ZuhörerInnen auftreten.  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. sin-  fortDŽeschrittenere ImprovisationsaufDŽaben lösen.  komplexere ihnen bekannte Melodien nach Gehör spielen.  kürzere Musikstücke im Unterricht auswendiDŽ vortraDŽen. 3. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische GrundlaDŽen  Melodik  Harmonik  Rhythmik  KlanDŽ  komplexere Melodien ab Notentext sinDŽen bzw. spielen.  Dur-, Moll-, halbtonlos pentatonische, chromatische und Ganztonleitern erkennen und auf ihrem Instrument realisieren.  Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen und auf ihrem Instrument bzw. dem Klavier  DreiklänDŽe erkennen und auf ihrem Instrument realisieren.  komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, PunktierunDŽen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren.  KlanDŽfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen.145 Seite 8 / 12 4. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse  KomponistInnen, Hauptwerke  GattunDŽen  Historisches Umfeldwissen  Instrumentenkunde und -DŽeschichte  die wichtiDŽsten bioDŽrafischen Daten und einiDŽe Hauptwerke der von ihnen DŽespielten KomponistInnen  verschiedene musikalische Gattun- DŽen aus dem Repertoire ihres Instrumentes benennen.  zentrale Fakten der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden Kunst und Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benen-  die DŽeläufiDŽsten instrumentenspezifischen VortraDŽsbezeichnunDŽen und Fachtermini verstehen und korrekt  die EntstehunDŽ und WeiterentwicklunDŽ ihres Instruments in den wesentlichen GrundzüDŽen erklären.146 Seite 9 / 12 1. LernDŽebiet: Instrumentalspiel  Instrumentaltechnik  ErarbeitunDŽs- und Übtechniken  Körper und AtmunDŽ  TextumsetzunDŽ  Stilbewusstsein  Interpretation  AusdrucksfähiDŽkeit  SelbstwahrnehmunDŽ, SelbständiDŽkeit  über eine fortDŽeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu BeDŽinn der 1. Klasse) verfüDŽen.  verschiedene Üb- und ErarbeitunDŽstechniken beschreiben und im Übprozess erfolDŽreich anwenden.  ihren Körper und ihre AtmunDŽ bewusst und physioloDŽisch anDŽemessen zuDŽunsten der musikalischen AussaDŽe einsetzen.  einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt lesen, verstehen und auf dem Instrument wiederDŽeben.  über die notwendiDŽen stilistischen Grundkenntnisse der für ihr Instrument wichtiDŽsten Stile und Epochen verfüDŽen.  für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen formulieren.  KlanDŽvorstellunDŽen differenziert um- o setzen.  einen musikalischen Text mit persönlichem Ausdruck und EnDŽaDŽement vortraDŽen.  Differenzen zwischen Intention und RealisierunDŽ beim Musizieren wahrnehmen und ihre eiDŽene LeistunDŽ beschreiben und einordnen. 2. LernDŽebiet: Formen des Musizierens  Stilistische Vielfalt  auf die ErarbeitunDŽ von Musik aus möDŽlichst allen folDŽenden Epochen und Stilbereichen zurückblicken:147 Seite 10 / 12  Repertoireaufbau und -pfleDŽe  Zusammenspiel  Vorspielen  Prima Vista-Spiel  Improvisation  SteDŽreifspiel  AuswendiDŽspiel  Zukunftsperspektiven 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Neue Musik nach 1945“ 7. „Jazz/Blues“ 8. „Rock/Pop“ 9. „Folk/Volksmusik“  ein Repertoire von mindestens drei früher erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen.  ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen spielen.  in einem Ensemble/Chor/Orchester der Schule mitwirken.  an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) an öffentlichen VeranstaltunDŽen ihrer Schule auftre-  Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. sin-  komplexere ImprovisationsaufDŽaben  ihnen bekannte Melodien in den ihnen technisch möDŽlichen Tonarten nach Gehör spielen und einfachere Melodien nachspielen.  Musikstücke im Unterricht auswendiDŽ vortraDŽen.  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie über ihre weiteren MöDŽlichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach BeendiDŽunDŽ des GrundlaDŽenfachs Auskunft DŽeben.148 Seite 11 / 12 3. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaDŽen  Melodik  Harmonik  KlanDŽ  komplexere Melodien ab Notentext sinDŽen bzw. spielen.  DreiklänDŽe und ausDŽewählte VierklänDŽe und ihre UmkehrunDŽen lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren.  die harmonischen Hauptstufen er-  KlanDŽfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen. 4. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse  KomponistInnen, Hauptwerke  Historisches Umfeldwissen  Interdisziplinäre AnknüpfunDŽ  die wichtiDŽsten bioDŽrafischen Daten und einiDŽe Hauptwerke der von ihnen DŽespielten KomponistInnen sowie DŽenerell der für ihr Instrument wichtiDŽsten KomponistInnen benen-  sich über die Kenntnis einiDŽer bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen auswei-  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der MusikDŽeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten KomponistInnen der richtiDŽen Epoche zuord-  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtiDŽsten KomponistInnen nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen.  zentrale Fakten der politischen Geschichte sowie einiDŽe Werke der149 Seite 12 / 12  GrundlaDŽen der KlanDŽerzeuDŽunDŽ Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen.  in BezuDŽ auf ihr eiDŽenes Instrument über mathematische GrundlaDŽen der Musik (z.B. Intervallverhältnisse, StimmunDŽssysteme, FlaDŽeolett etc.) Auskunft DŽeben.150 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 1 / 7 Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Instrumentalunterricht Wochenstunden 0 0 0 1* Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Grundlagenfach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, emotionale und motorische Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, DŽemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten und konstruktiv mit unterschiedlichen LeistunDŽsniveaus umDŽehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen das ei- DŽene Musizieren als Teil einer sinnvollen FreizeitDŽestaltunDŽ schätzen und das Instrument in ihren AlltaDŽ einzubeziehen. Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht/Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders:  Eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln *Die Schülerinnen und Schüler beleDŽen zusätzlich drei Lektionen Musikunterricht151 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 2 / 7  Einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen  Lernprozesse selbständig steuern  Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln  Mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen  Sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben  In einem Team und mit dem Publikum kommunizieren  Sich in reflektierter Form verbal über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken kön-  Den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwickeln  Das diǹerenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln  Die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren  Die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbeiten  Eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen  Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln 3. LeistunDŽsbewertunDŽ Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die BeurteilunDŽ im Bereich des Instrumentalspiels (LernDŽebiete 1 und 2) orientiert sich am individuellen Lernfortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist. In den übriDŽen Lernbereichen orientiert sich die BewertunDŽ an transparenten ErfahrunDŽswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die BeurteilunDŽ ein.152 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 3 / 7 4. QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern Der Instrumentalunterricht fördert Querverbindungen zu Fachbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Als Beispiel möge die Bildende Kunst dienen: historische Parallelen, Schaffensprozesse von Kunstwerken (Material, Ideen, Ausführung), Formbewusstsein, Kommunikationsebenen, Farbbewusstsein, Fragen des gesellschaftlichen Stellenwertes von Kunst.153 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 4 / 7 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. Die Lerngebiete 3. und 4. ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Schulfach Musik nach instrumentenspezifischem Bedarf. 1. LernDŽebiet: Instrumentalspiel  Instrumentaltechnik  Erarbeitungs- und Übtechniken  Körper und Atmung  Textumsetzung  Stilbewusstsein  Interpretation  Ausdrucksfähigkeit  über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3) verfügen.  verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken einsetzen.  ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage  einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad (Kompetenzstufe 3) fehlerfrei lesen, verstehen und umsetzen.  sich über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen ausweisen.  Klangvorstellungen differenziert  die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter formulieren.  einen musikalischen Text stilbewusst umsetzen und die von ihnen gespielte Musik mit154 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 5 / 7  Selbständigkeit, persönlichem Ausdruck und Engagement vortragen.  Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrnehmen und ihre eigene Leistung beschreiben und 2. LernDŽebiet: Musizierpraxis  Stilistische Vielfalt  Repertoireaufbau und -pflege  Zusammenspielen  Vorspielen  Prima Vista-Spiel  Improvisation  Stegreifspiel  auf die VertiefunDŽ in zwei ausDŽewählten Epochen und Stilbereichen zurückblicken.  ein vorspielreifes Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen.  sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation  an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule  sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum richten.  Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt  verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvi-sationsansätze und - techniken erfolgreich anwenden.  ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen Tonarten spielen.155 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 6 / 7  AuswendiDŽspiel  Zukunftsperspektiven  einen Teil ihres Repertoires auswendig vortragen.  über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen EntwicklunDŽsperspektiven (FortsetzunDŽ des Unterrichts, EnsembletätiDŽkeit, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Auskunft DŽeben. 3. LernDŽebiet: Instrumentenspezifische theoretische GrundlaDŽen  Melodik  Harmonik  Rhythmik  Klang  komplexere Melodien ab Notentext singen und spielen.  Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren.  die harmonischen Hauptstufen  komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen.  KlanDŽfarben diǹerenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4. LernDŽebiet: Vertiefen instrumentenspezifischer Kenntnisse156 Lehrplan EF Instrumentalunterricht Seite 7 / 7  KomponistInnen, Hauptwerke  Historisches Umfeldwissen  Instrumentenkunde und -  die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten KomponistInnen sowie der für ihr Instrument wichtigsten KomponistInnen benennen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).  die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen und ihre Hauptcharakteristika benennen.  die bedeutendsten KomponistInnen der richtigen Epoche zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).  charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten KomponistInnen nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten).157 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Italienisch Der Italienischunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Sprache als Erkenntnismittel, Kommunikationsmittel und als künstlerisches Ausdrucksmittel bewusst. Er träDŽt dazu bei, Persönlichkeiten heranzubilden, die kompetent, selbstkritisch und verantwortunDŽsbewusst mit Sprache und mit Menschen fremder Kulturen umDŽehen. Der Italienischunterricht vermittelt mehr als die vier GrundfertiDŽkeiten (Hör- und Leseverstehen, mündlicher und schriftlicher Ausdruck). Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre ästhetische WahrnehmunDŽs- und UrteilsfähiDŽkeit in der kreativen AuseinandersetzunDŽ mit literarischen respektive nicht-literarischen Texten sowie im DialoDŽ mit anderen Kunst- und Kulturformen. Am Ende des LehrDŽanDŽes verfüDŽen sie über erweiterte Sprachkenntnisse sowie über eine interkulturelle Kompetenz, die es ihnen ermöDŽlichen, mit Menschen italienischer Sprache zu kommunizieren. Diese Kompetenz erleichtert den Austausch und die Zusammenarbeit besonders in den Bereichen BildunDŽ und Arbeit innerhalb und ausserhalb der LandesDŽrenzen. Italienisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Somit leistet der Italienischunterricht einen wesentlichen BeitraDŽ zur mehrsprachiDŽen und kulturell vielfältiDŽen Identität unseres Landes. Er fördert das Interesse, die NeuDŽierde und die Sensibilität für die italienischsprachiDŽen LandesreDŽionen und die in der DŽanzen Schweiz wohnhaften italienischsprachiDŽen Menschen. Fremdsprachen- und Literaturunterricht leDŽen überdies den Grundstein für ein anDŽemessenes Verständnis der komplexen Strukturen Italiens und der historisch bedeutsamen Rolle des Italienischen als einer europäischen Kultursprache. Somit träDŽt der Italienischunterricht zur allDŽemeinen StudierfähiDŽkeit bei. Das GrundlaDŽenfach Italienisch fördert besonders: Reflexive FähiDŽkeiten  Sprache als Mittel zu Reflexion der eiDŽenen und anderer Identitäten und Normen erkennen  Die eiDŽene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen  Das eiDŽene Lernen planen  Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen loDŽischen ZusammenhanDŽ brinDŽen158  Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen  GeDŽenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein  Zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von VerantwortunDŽ bereit sein  Sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständiDŽen  Die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen  Ein Sprachbewusstsein entwickeln  Ein verDŽleichendes Sprachdenken aufbauen Praktische FähiDŽkeiten und IKT-Kompetenzen  Wörterbücher und Lexika nutzen  Korrekt mit Quellen und MedienerzeuDŽnissen umDŽehen  Recherchen und TexterfassunDŽ mittels Computer durchführen  Den Computer als Schreib- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Kritisch und bewusst die neuen Medien und InformationstechnoloDŽien nutzen  Ein Interesse für Literatur und Kultur sowie DŽesellschaftliche und politische Aspekte und ZusammenhänDŽe entwickeln  Ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln 3. QuerverbindunDŽen zu verschiedenen Fächern, wie Geschichte, GeoDŽraphie, Deutsch, andere Fremdsprachen, Musik Deutsch, Französisch, Spanisch, EnDŽlisch, moderne Sprachen, Latein, Griechisch, Russisch: literarische Epochen, literarische GattunDŽen (z. B. das Sonett), literarischer Transfer, Intertextualität, für mehrere Sprach- und Kulturräume DŽesellschaftlich oder historisch relevante Themen (z. B. JuDŽend, Zweiter WeltkrieDŽ, IndustrialisierunDŽ, EmiDŽration, Amerika, Renaissance), MehrsprachiDŽkeit der Schweiz, SprachverDŽleich (z. B. Vokabular, EtymoloDŽie, falsi amici, Syntax), Film Geschichte: Epochen und historische EreiDŽnisse (z. B. Römer, Kaiser und Päpste, AufklärunDŽ, Italienische EiniDŽunDŽ, WeltkrieDŽe, Kolonialismus) GeoDŽrafie: IndustrialisierunDŽ, Kolonialismus, Vulkanismus, Erdbeben, EmiDŽration Philosophie: ItalienischsprachiDŽe Philosophen, Renaissance, Machiavelli PsycholoDŽie: PsycholoDŽische Interpretation von literarischen Texten, Svevo, Trieste (Freud)159 ReliDŽion: KirchenDŽeschichte, reliDŽiöse DarstellunDŽen und FraDŽestellunDŽen in der Literatur und im Film, Stellenwert der ReliDŽion in der heutiDŽen italienischen Gesellschaft (Bräuche, Traditionen, Dante) Bildnerisches Gestalten: KunstDŽeschichte, Text-Bild-BeziehunDŽ, FilmDŽeschichte und Filmanalyse, Architektur, DesiDŽn, Made in Italy Musik: Sprache und Vokabular der Musik, vertonte Literatur (Libretti (z. B. Aida, RiDŽoletto, Don Giovanni), MusikDŽeschichte, Oper Wirtschaft und Recht: Armut, EmiDŽration, aktuelle wirtschaftliche LaDŽe, Banksprache und italienische Konzerne (Benetton, Fiat) Mathematik, Physik, Chemie, BioloDŽie: Lektüre von Texten mit naturwissenschaftlichem BezuDŽ (z. B. Majorana, Volta, Leonardo da Vinci), DarstellunDŽ naturwissenschaftlicher Phänomene in literarischen Texten Sport: Vokabular des Körpers und der SpielreDŽeln, Calcio (Sprache, PhänomenoloDŽie und Mentalität) Literarisches Schreiben: Erzählsituationen, narrative und dramaturDŽische Struktur, Rhetorik, literarische GattunDŽen, kreativer UmDŽanDŽ mit Sprache160 Niveau: A1-A2  Elementare morpholoDŽische und syntaktische Strukturen und ReDŽeln, z.B. Verbformen des Präsens, des passato prossimo und des imperfetto, PluralbildunDŽ der Artikel, Nomen und Adjektive  diese DŽrundleDŽenden Bereiche des DŽrammatikalischen Basiswissens an-  Grundwortschatz  AlltaDŽssituationen mit Hilfe eines ausDŽewählten und beDŽrenzten Vokabulars problemlos meistern.  ihren Grundwortschatz zu aus- DŽewählten Wortfeldern wie AlltaDŽ, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiDŽer Arbeit festiDŽen und erweitern.  1000 Wörter (A1-A2) anwenden.  SoziolinDŽuistische Normen  Übersetzen  VerDŽleichende Sprachanalyse  die DŽrundleDŽenden ReDŽeln der Kommunikation (Anreden, BeDŽrüssen, Duzen und Siezen, mit Ausnahme des höflichen Imperativs, usw.) in AlltaDŽssituationen adäquat umsetzen.  einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.  relevante Gemeinsamkeiten und Unter- schiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen.161  Hören: einfache Texte, AlltaDŽssituationen, Unterricht  Lesen: einfache Texte, AlltaDŽssituationen  Sprechen: Rollenspiele, Unterrichts- DŽespräch  Schreiben: z.B. DialoDŽe, Postkarten  einfache Texte (im Lehrmittel) verstehen und deren Inhalt wiederDŽe-  einfache AnweisunDŽen und Erklärun- DŽen verstehen sowie AlltaDŽsDŽesprächen folDŽen.  einfache Texte (Speisekarten, Fahrpläne, MitteilunDŽen und Wetterbericht, einfache literarische Texte, z.B. Mafia, amore e polizia) phonetisch korrekt vorlesen und verstehen.  sich kurz vorstellen und einfache AlltaDŽsDŽespräche führen.  Personen und Situationen in einfachen Worten anDŽemessen beschrei-  kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und DialoDŽe); Personen und Situationen in einfachen Worten anDŽemessen beschreiben.  LesestrateDŽien: einfache zeit- DŽenössische Texte aus dem Lehrmittel und didaktisierte Texte  einfache Texte verstehen und deren Inhalt wiederDŽeben; s. auch 2. Lern- DŽebiet, Lesen.  die italienischsprachiDŽen Gebiete der Schweiz benennen und die WichtiDŽkeit dieser Gebiete resp. der italienischen Sprache für die Schweiz erkennen.  elementare DŽeoDŽraphische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens (ReDŽionen, Provinzen, Städte, Flüsse usw.) anwenden.  je nach persönlichem Interesse über unterschiedliche Aspekte der italienischsprachiDŽen Welt (Musik, Kunst, Architektur, GeoDŽraphie, Land und162 Leute usw.) elementar Auskunft DŽe-  den Inhalt ausDŽewählter stufenDŽerechter Canzoni und Filmsequenzen im Grossen und Ganzen verstehen.163 Niveau: A1-A2  Weiterführende morpholoDŽische und syntaktische Strukturen und ReDŽeln, z.B. AnwendunDŽ des imperfetto, passato prossimo und trapassato prossimo, Formen und Gebrauch des futuro und des condizionale, Passiv, Pronomen, Adjektiv und Adverb  anspruchsvollere DŽrammatikalische Kenntnisse anwenden.  Grund- und Aufbauwortschatz  Klassenvokabular (besonders im ZusammenhanDŽ mit Lektüre)  einfache ReDŽeln der WortbildunDŽ in die Praxis umsetzen.  BeDŽriffe einfach umschreiben.  ausDŽewählte typische Redewendun- DŽen verwenden.  2000 Wörter aktiv und korrekt an-  EinführunDŽ in den Gebrauch von Hilfsmitteln  Wortfeldarbeit  Übersetzen  Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden.  semantische StrateDŽien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur FestiDŽunDŽ und ErweiterunDŽ ihres Wortschatzes entwickeln und einset-  anspruchsvollere Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische über- Die Schülerinnen und Schüler können164  Hören: DialoDŽe und OriDŽinalaussa- DŽen oder ausDŽewählte Canzoni bzw. Filme, komplexere Unterrichtssprache  Sprechen: Rollenspiele, Unterrichts- DŽespräch, erste einfache VorträDŽe  Lesen: vereinfachte und einfache Texte  Schreiben: Briefe, E-Mails (Privatkorrespondenz) sowie ZusammenfassunDŽen und StellunDŽnahmen  ausDŽewählte einfachere Dokumente im Wesentlichen verstehen.  zunehmend zusammenhänDŽend sprechen, sich spontan unterhalten, sich vorstellen, über Hobbys, Interessen und ErfahrunDŽen sprechen, kurze Geschichten erzählen.  einfachere Referate zu verschiedenen Themen halten, u.a. zu wichtiDŽen Namen und BeDŽriffen der italienischsprachiDŽen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.).  den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiederDŽeben und die eiDŽene MeinunDŽ dazu äussern.  KurzDŽeschichten, kleine Romane, Artikel aus ZeitunDŽen und Zeitschriften  Texte zu vertrauten Themen verfas-  LiteraturDŽeschichte: didaktisierte Texte und KurzDŽeschichten in OriDŽinalfassunDŽ, z.B. Calvino  AusDŽewählte literaturDŽeschichtliche Kenntnisse  FiDŽuren und ihre BeziehunDŽen untereinander analysieren, HandlunDŽsmotive und deren Konsequenzen für die HandlunDŽ erklären.  erste wichtiDŽe Namen der italienischsprachiDŽen Literatur einordnen.  DŽesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu eine eiDŽene MeinunDŽ äussern.  zu einiDŽen bedeutenden Vertretern der italienischen Musik und des italienischen Films einen persönlichen BezuDŽ herstellen und zum Ausdruck brinDŽen.165 Niveau: A2-B1  Komplexere morpholoDŽische und syntaktische Strukturen und ReDŽeln, z.B. Formen und AnwendunDŽ des conDŽiuntivo und concordanza dei tempi  vertiefte DŽrammatikalische Kenntnisse anwenden.  Themen- und textbezoDŽener Aufbauwortschatz  Wortfamilien  Synonyme und Antonyme  nebst dem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu aus- DŽewählten Bereichen anwenden und diesen selbständiDŽ festiDŽen.  2500 Wörter (B1) aktiv und korrekt  Stil und ReDŽister  VerwendunDŽ von Hilfsmitteln  Übersetzen  verschiedene Sprachebenen identifizieren.  DŽewisse AbweichunDŽen von der Standardsprache erkennen.  sich notwendiDŽe Informationen aus ver-schiedenen Quellen beschaffen.  komplexe Sätze aus der Muttersprache ins Italienische übersetzen.166  Hören: OriDŽinalbeiträDŽe (Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme  Sprechen: Diskussionen, VorträDŽe zu literarischen und nicht-literarischen  Lesen: verschiedene TextDŽattunDŽen (Novellen, KurzDŽeschichten, Romane, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti)  Schreiben: unterschiedliche Textsorten, z.B. arDŽumentative und fiktionale Texte, SchreibstrateDŽien  den Gesprächen und GedankenDŽänDŽen von Muttersprachlichen im Wesentlichen folDŽen und sie sinn- DŽemäss verstehen.  spontan und klar die eiDŽene MeinunDŽ  sich zu diversen Themen äussern (VorbereitunDŽ auf eine allfälliDŽe MaturitätsprüfunDŽ).  Texte lesen und verstehen.  sich selbständiDŽ mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen (VorbereitunDŽ auf eine allfälliDŽe MaturitätsprüfunDŽ).  Briefe, BuchbesprechunDŽen und kürzere Aufsätze verfassen.  Methoden der Literaturanalyse und  GrundbeDŽriffe der Literaturanalyse, z.B. FiDŽur, Erzählsituation, elementare rhetorische FiDŽuren  LiteraturDŽeschichte: Kurztexte, ErzählunDŽen, Romane des 20. bis 21. Jahrhunderts mittleren SchwieriDŽkeitsDŽrades z.B. GinzburDŽ, Moravia, Benni, Pirandello, Baricco  einen anDŽemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu analysieren und zu inter-  HandlunDŽsablauf, FiDŽurenkonstellation, Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren BedeutunDŽ erklären.  sich selbständiDŽ mit einem literarischen Werk auseinandersetzen.  einiDŽe wichtiDŽe Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und einordnen.  ausDŽewählte Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens  sich die BedeutunDŽ der italienischen EinwanderunDŽ und deren Auswirkun- DŽen auf die Schweizer Gesellschaft167 bewusst machen.  sich zum Inhalt von ZeitunDŽsartikeln, Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu StellunDŽ nehmen.168 Niveau: B1-B2  Komplexe morpholoDŽische und syntaktische Strukturen und ReDŽeln, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen, das Verb und seine ErDŽänzunDŽen  selbständiDŽ die ReDŽeln der italienischen Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die MaturitätsprüfunDŽen.  Erweiterter Wortschatz  VernetzunDŽ des Wortschatzes, z.B. in Wortfamilien, Synonyme und Antonyme, Definitionen, Paraphrasen etc.  ihren Wortschatz selbständiDŽ festi- DŽen und vertiefen, auch im Hinblick auf die MaturitätsprüfunDŽen.  den Wortschatz differenzieren und den neu erlernten Wortschatz an-  mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der DŽleichen Wortfamilie erschliessen.  mindestens 3000 Wörter (B2) aktiv und korrekt anwenden.  Stil und ReDŽister  Selbstkorrektur  Rhetorik  Übersetzen  unterschiedliche Sprachebenen identifizieren.  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern.  DŽebräuchliche rhetorische AbweichunDŽen von der Standardsprache  Sätze auf dem SchwieriDŽkeitsniveau einer MaturitätsprüfunDŽ aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen.169  Hören: authentische, relativ schnell DŽesprochene RedebeiträDŽe, komplexe Präsentationen  Sprechen: RedebeiträDŽe zu verschiedenen allDŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen, z.B. Gespräch mit ItalienischsprachiDŽen, komplexere VorträDŽe zu literarischen (Maturalektüre) und nicht-literarischen Themen  Lesen  Schreiben: Aufsätze, ErörterunDŽen, Kommentare, StellunDŽnahmen, Briefe  reDŽional oder dialektal DŽefärbtes Italienisch identifizieren.  authentischen RedebeiträDŽen weit- DŽehend mühelos folDŽen.  länDŽere, komplexe Präsentationen  das UnterrichtsDŽespräch über anspruchsvollere Themen verstehen.  sich sach-, adressaten- und situationsDŽerecht ausdrücken.  die eiDŽene MeinunDŽ und Gefühle spontan und fliessend äussern.  sich zu diversen Themen DŽewandt und kompetent äussern.  sich mittels individueller Lektüren selbständiDŽ auf allfälliDŽe MaturitätsprüfunDŽen vorbereiten.  ausDŽewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständiDŽ lesen und zusammenfassen.  komplexe, länDŽere Texte verfassen, auch als VorbereitunDŽ auf die schriftlichen MaturitätsprüfunDŽen.  Methoden der Literaturanalyse und  LiteraturDŽeschichte: Texte aller GattunDŽen, auch aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert (exemplarisch), z.B. Dante, Goldoni, Manzoni  Literatur- bzw. kulturDŽeschichtlicher Kontext  La civiltà italiana: typische kulturelle GeDŽebenheiten der italienischsprachiDŽen Welt, z.B. Stereotypen der italianità, EinwanderunDŽ; wichtiDŽe Epochen der italienischen Geschichte, z.B. Rinascimento,  ausDŽewählte Ansätze der Textinterpretation anwenden.  wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren.  Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln erkennen und analysieren.  den literatur- bzw. kulturDŽeschichtlichen Kontext eines Textes mit eiDŽenen Worten wiederDŽeben und den BezuDŽ zum Text erläutern.  ausDŽewählte Aspekte der170 RisorDŽimento, Questione Meridionale, Fascismo, Berlusconismo italienischsprachiDŽen Welt kontextualisieren und erörtern, z.B. in den Bereichen Kunst, Architektur, Film (bedeutende ReDŽisseure), Musik.171 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Mathematik mit basalen Kompetenzen 1. Überfachliche Kompetenzen Das GrundlaDŽenfach Mathematik fördert besonders:  Können ausdauernd, konzentriert und zuverlässiDŽ arbeiten, und sie wissen um die NotwendiDŽkeit Wissenslücken immer sofort zu schliessen.  Können den Grad an Sicherheit von AussaDŽen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie VermutunDŽen entstehen und überprüft werden können, was beweisende und widerleDŽende ArDŽumente sind und dass die Sicherheit von AussaDŽen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und ReDŽeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet.  Gehen vorurteilslos auf ArDŽumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eiDŽenen Denken. Es ist überdies ihr AnlieDŽen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtiDŽen Erkenntnissen tatkräftiDŽ zu unterstützen.  Beherrschen die universelle, unzweideutiDŽe und strenDŽ formalisierte Sprache der Mathematik und traDŽen damit zur VermeidunDŽ von Missverständnissen und zur reibunDŽslosen VerständiDŽunDŽ in der wissenschaftlichen Welt bei.  Sind in der LaDŽe, UmDŽanDŽssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.  Setzen unterstützende TechnoloDŽie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z.B. DŽrafikfähiDŽe Taschenrechner, Computer AlDŽebra Systeme), von FormelsammlunDŽen und von AlDŽorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen inteDŽrierender Bestandteil.  Erleben die Mathematik als ProblemlösunDŽsmethode, als Instrument zur ModellierunDŽ172 von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur ErarbeitunDŽ von LösunDŽen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie beDŽeDŽnen der Mathematik mit Interesse, schon desweDŽen, weil sie um die BedeutunDŽ wissen.  Sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und die mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. 2. QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern Die QuerverbindunDŽen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische FormalisierunDŽen, ModellbildunDŽen, Simulationen und Berechnun- DŽen zur AnwendunDŽ. Beispiele: Datenanalyse, ReDŽression, SchwinDŽunDŽen, OptimierunDŽ, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern DŽibt es vielfältiDŽe QuerbezüDŽe. Beispiele: Töne und KlanDŽsynthese, Kunst und Architektur, DarstellunDŽ räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, LoDŽik und Philosophie, historisch-oriDŽinale BeDŽeDŽnunDŽen oder AlDŽorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen.173 1. LernDŽebiet: Zahlen Zahlbereiche  Resultate mit ÜberschlaDŽsrechnunDŽen schätzen, mit sinnvoller GenauiDŽkeit anDŽeben und auf Plausibilität prüfen.  natürliche, DŽanze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unterscheiden.  einfache mathematische Symbole Primzahlen  definieren, was Primzahlen sind und die wichtiDŽsten EiDŽenschaften von Primzahlen benennen. Irrationalität  zeiDŽen, dass es irrationale Zahlen DŽibt und diese als nichtabbrechende, nichtperiodische Dezimalzahlen charakterisie- Aus der Bezirksschule: Zahlen  einfache KopfrechnunDŽen ausführen und beherrschen die KlammerreDŽeln.  einfache RechnunDŽen mit Brüchen (+,-,∙,:) ausführen.  einfache ProzentaufDŽaben lösen und den direkten Dreisatz174  einfache loDŽische ArDŽumentationen über natürliche, DŽanze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, DŽerade/unDŽerade DŽrösser/kleiner) führen. 2. LernDŽebiet: Funktionen Der BeDŽriff der „Funktion“  erklären, was man unter einer Funktion versteht.  einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, y-Achsenabschnitt, Positivität/NeDŽativität, Monotonie, Symmetrien).  erklären, welche formalen VeränderunDŽen des Funktionsterms welche VeränderunDŽen des Graphen nach sich ziehen.  insbesondere die Notation y=f(x) korrekt verwenden.  das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benut-  eine Funktion DŽraphisch darstellen (mithilfe einer Wertetabelle).  die TermdarstellunDŽ einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).  unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnun- DŽen benutzen.  Funktionen auswerten und DŽrafisch dar- Lineare Funktionen  lineare Funktionen als Geraden DŽrafisch  die SteiDŽunDŽ und den SteiDŽunDŽswinkel einer Geraden anDŽe-  die GleichunDŽ der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt und175 die SteiDŽunDŽ DŽeDŽeben sind. Quadratische Funktionen  quadratische Funktionen als Parabeln DŽrafisch darstellen.  den Scheitelpunkt einer Parabel bestim-  die GleichunDŽen verschobener, axial DŽestreckter und DŽespieDŽelter Parabeln aufstellen. 3. LernDŽebiet: GleichunDŽen GleichunDŽen und GleichunDŽssysteme  erklären, was man unter einer LösunDŽ einer GleichunDŽ (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und LösunDŽen rechnerisch nach-  erklären, was man unter einer LösunDŽ eines GleichunDŽssystems versteht und LösunDŽen rechnerisch nachprüfen  verschiedene Typen von GleichunDŽen unterscheiden. Lineare GleichunDŽen  DŽeeiDŽnete in Texten vorlieDŽende ProblemstellunDŽen durch GleichunDŽen formalisieren und lösen.  lineare GleichunDŽen lösen. Lineare GleichunDŽssysteme  das Prinzip der Elimination von Unbekannten in GleichunDŽssysteme erläutern  lineare 2x2-GleichunDŽssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z.B. GleichsetzunDŽsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander verDŽleichen.  lineare 2x2-GleichunDŽssysteme  GleichunDŽen und GleichunDŽssysteme äquivalent umfor-  Methoden zur LösunDŽ linearer GleichunDŽssysteme erklären und anwen-  lineare176 DŽeometrisch interpretieren und ihre LösunDŽsmenDŽen DŽrafisch dar-  die Lösbarkeit von linearen GleichunDŽssystemen untersuchen.  DŽeeiDŽnete in Texten vorlieDŽende ProblemstellunDŽen durch lineare GleichunDŽssysteme formalisieren und lösen. GleichunDŽssysteme mit drei Unbekannten auflösen und DŽeometrisch interpre- Quadratische GleichunDŽen  quadratische GleichunDŽen mit verschiedenen Methoden lösen (FaktorzerleDŽunDŽ, AuflösunDŽsformel) und diese miteinander verDŽleichen in BezuDŽ auf ihre Effizienz.  die Anzahl der LösunDŽen einer quadratischen GleichunDŽ bestim-  einfache GleichunDŽen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und ScheinlösunDŽen erkennen.  erklären, was eine quadratische GleichunDŽ ist.  einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerleDŽen.  die LösunDŽen der quadratischen GleichunDŽ in ZusammenhanDŽ mit den Nullstellen der quadratischen Funktion brin- 4. LernDŽebiet: Geometrie Strahlensätze und Ähnlichkeit  in entsprechenden DŽeometrischen FiDŽuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwen- Ähnlichkeit  den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und KonDŽruenz erklären.  in entsprechenden DŽeometrischen FiDŽuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwen-  die bestimmten Elemente einer zentrischen StreckunDŽ  mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken Beweise führen.177 Aus der Bezirksschule: Satz de Pytha- DŽoras  den Satz des PythaDŽoras erklären 1. LernDŽebiet: Zahlen PotenzDŽesetze  die PotenzDŽesetze in einfachen Beispielen anwenden.  die Grundrechenoperationen und die PotenzDŽesetze zur UmformunDŽ von Termen anwenden.  die WirkunDŽ von rationalen Exponenten in Potenzen erklären. LoDŽarithmen  erklären, wie der LoDŽarithmus definiert ist.  die LoDŽarithmusDŽesetze in einfachen Beispielen anwenden.  LoDŽarithmusDŽesetze anwenden und LoDŽarithmen zu beliebi- DŽen Basen berech- 2. LernDŽebiet: Funktionen Funktionsbe- DŽriff allDŽemein  Funktionale ZuordnunDŽen erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten.178  verschiedene DarstellunDŽsformen von Funktionen miteinander ver- DŽleichen  die TermdarstellunDŽ einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). Potenzfunktio-  Potenzfunktionen an ihrer DŽrafischen DarstellunDŽ erkennen. Exponentialfunktionen  die TermdarstellunDŽ einer Exponentialfunktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen).  exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch DŽeeiDŽnete Funktionen modellieren.  das exponentielle Wachstum in verschiedenen Bereichen anwenden (z.B. KapitalentwicklunDŽ mit Zinseszins).  die BedeutunDŽ der Euler‘schen Zahl e Umkehrfunktionen  die BedinDŽunDŽen dafür anDŽeben, dass die UmkehrunDŽ einer Funktion wieder eine Funktion ist  zu DŽeDŽebenen Funktionen Umkehrfunktionen bestimmen.  die BeziehunDŽ der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklä- LoDŽarithmusfunktionen  eine LoDŽarithmusfunktion als Umkehrfunktion einer Exponentialfunktion er- TriDŽonometrische Funktio-  die triDŽonometrischen Funktionen für beliebiDŽe Winkel DŽraphisch darstellen und ihre Periodizität er-  den ZusammenhanDŽ zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der triDŽonometrischen Funktionen erklären.179 3. LernDŽebiet: GleichunDŽen Exponential- DŽleichunDŽen  einfache ExponentialDŽleichunDŽen  DŽeeiDŽnete in Texten vorlieDŽende ProblemstellunDŽen durch GleichunDŽen formalisieren und lösen.  erklären, was man unter einer LösunDŽ einer ExponentialDŽleichunDŽ versteht und LösunDŽen rechnerisch nachprüfen.  ExponentialDŽleichun- DŽen mit Hilfe von Lo- DŽarithmen lösen.  die VerdoppelunDŽszeit bzw. die Halbwertszeit bei Exponentialfunktionen be- LoDŽarithmus- DŽleichunDŽen  erklären, was man unter einer LösunDŽ einer LoDŽarithmusDŽleichunDŽ versteht und LösunDŽen rechnerisch nachprüfen.  einfache LoDŽarithmusDŽleichunDŽen TriDŽonometrische Gleichun- DŽen  einfache triDŽonometrische GleichunDŽen lösen.  alle Winkel zum vor- DŽeDŽebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden. 4. LernDŽebiet: Geometrie weitere fachliche Kompetenzen: Die Schülerinnen und Schüler können TriDŽonometrie  die triDŽonometrischen Funktionen im rechtwinkliDŽen Dreieck erklären sowie LänDŽen und Winkel im rechtwinkliDŽen Dreieck berechnen.  die DarstellunDŽ der triDŽonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären.  die triDŽonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel  SeitenlänDŽen und Winkel von allDŽemeinen Dreiecken berechnen.180  die BeziehunDŽen sinଶ(x) + cosଶ(x) = 1 und tan(x) = ୱ୧୬ (୶) ୡ୭ୱ (୶) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden.  Winkel im Gradmass und im BoDŽenmass messen und sicher damit umDŽe- Vektoren  den BeDŽriff des „Vektors“ erklären.  einen Vektor Rଶ bzw. Rଷ als DŽeordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und DŽeometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten.  die Norm eines Vektors im Rଶ bzw. Rଷ berechnen und DŽeometrisch deuten.  Vektoren im Rଶ bzw. Rଷ rechnerisch wie DŽeometrisch addieren und subtrahie-  Vektoren des Rଶ bzw. Rଷ mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat DŽeometrisch deuten.  in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in TeilDŽrössen zerleDŽen bzw. zu einer GesamtDŽrösse addieren.  einen Vektor im Rଶ rechnerisch und DŽeometrisch als Linearkombination zweier vorDŽeDŽebenen Vektoren darstellen.  in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in TeilDŽrössen zerleDŽen bzw. zu einer GesamtDŽrösse addieren.  das Skalarprodukt zwischen zwei Vektoren im Rଶ bzw. Rଷ berechnen.  den Winkel zwischen zwei Vektoren des Rଶ bzw. Rଷ mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen.181 1. LernDŽebiet: Zahlen ZahlenfolDŽen  die Korrektheit einer Formel für eine DŽeDŽebene FolDŽe überprüfen.  Summenzeichen benutzen.  die explizite und die rekursive Definition einiDŽer ZahlenfolDŽen aufschreiben.  erklären, was eine Reihe ist. Arithmetische FolDŽe  ZahlenfolDŽen, welche eine lineare EntwicklunDŽ zeiDŽen, erkennen und  arithmetische FolDŽen erster OrdnunDŽ den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. Geometrische FolDŽen  ZahlenfolDŽen, welche eine exponentielle EntwicklunDŽ zeiDŽen, erkennen und unterscheiden.  DŽeometrische FolDŽen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen be-  den Barwert bei periodischen ZahlunDŽen in der Finanzmathematik. Grenzwerte von Zahlenfol- DŽen  den Grenzwert einer konverDŽenten ZahlenfolDŽe als diejeniDŽe Zahl verstehen, welcher sich die Fol- DŽenDŽlieder beliebiDŽ DŽenau annähern.  einfache diverDŽente ZahlenfolDŽen  in einfachen Beispielen die KonverDŽenz bzw. DiverDŽenz einer ZahlenfolDŽe erkennen.  an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden endlich sein kann.  die BeDŽriffe „konver- DŽent“, „diverDŽent“ und „Grenzwert“ er-  die Grenzwerte eini- DŽer konverDŽenter ZahlenfolDŽen kennen.182 2. LernDŽebiet: Analysis Grenzwerte von Funktio-  Grenzwerte von Funktionen berech-  die im ZusammenhanDŽ mit Grenzwerten wichtiDŽsten Notationen anwenden.  ErkennunDŽsmerkmale für stetiDŽe Funktionen anDŽeben. Der BeDŽriff der „AbleitunDŽ“  die AbleitunDŽ als TanDŽentenstei- DŽunDŽ, d.h. als Grenzwert von SekantensteiDŽunDŽen interpretieren.  die AbleitunDŽ als momentane ÄnderunDŽsrate erklären.  zu einem DŽeDŽebenen FunktionsDŽraphen qualitativ richtiDŽ den Graphen der AbleitunDŽsfunktion zeich- Rechnen mit AbleitunDŽen  die AbleitunDŽ als Differenzenquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren.  die AbleitunDŽen elementarer Funktionen, wie etwa x୬, xି ୬ , e୶, ln(x), sin(x) oder cos(x) anDŽeben.  die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und KettenreDŽel auf einfache Funktionen anwenden.  Polynome a୬x୬ + a୬ିଵ x୬ିଵ + ⋯ + aଵx + a଴ mit Hilfe der Summen- und der FaktorreDŽel ableiten.  die allDŽemeine Exponentialfunktion a୶ = e୪୬(ୟ)∙୶ mit Hilfe der KettenreDŽel.  die GleichunDŽ einer TanDŽente an FunktionsDŽraphen aufstellen.  AbleitunDŽen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen.  Summen, Produkte und Quotienten von Funktionen sowie zusammenDŽesetzte Funktionen ableiten.  die notwendiDŽen und hinreichenden BedinDŽunDŽen für relative Extrema und Wendepunkte von FunktionsDŽraphen AusDŽezeichnete  die Graphen von elementaren Funktionen wie etwa x୬, xି ୬, e୶,  Intervalle berechnen, auf denen der183 Kurvenpunkte ln(x), sin(x) oder cos(x) skizzieren.  die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötiDŽ mit Elementen einer Kurvendiskussion. FunktionsDŽraph monoton wächst oder fällt bzw. links- oder rechtsDŽekrümmt ist. Extremwertprobleme  einfache OptimierunDŽsaufDŽaben ohne und mit einer Nebenbedin- DŽunDŽ lösen.  in anDŽewandten Auf- DŽaben Extremwerte weitere AnwendunDŽen der DifferentialrechnunDŽ  Parameter in FunktionsDŽleichunDŽen aus DŽeDŽebenen Bedin- DŽunDŽen bestimmen.  Schnittwinkel von FunktionsDŽraphen  die DifferentialrechnunDŽ zur ProblemlösunDŽ in verschiedenen WissensDŽebieten einsetzen. 3. LernDŽebiet: VektorDŽeometrie Punkt, Gerade, Ebene  mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und Ebenen be-  räumliche Situationen anschaulich dar-  dreidimensionale DarstellunDŽen inter-  die Ebene im Raum mit Hilfe einer KoordinatenDŽleichunDŽ GeDŽenseitiDŽe LaDŽe  die DŽeDŽenseitiDŽe LaDŽe von Geraden und Ebenen beschreiben.184 Schnittprobleme  Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden und Ebenen berechnen.185 1. LernDŽebiet: Analysis Der BeDŽriff des „InteDŽrals“  den Hauptsatz der Differential- und InteDŽralrechnunDŽ (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur BerechnunDŽ einfacher bestimmter InteDŽrale einsetzen.  mithilfe des Hauptsatzes der Differential- und InteDŽralrechnunDŽ (Fundamentalsatz der Analysis) den ZusammenhanDŽ zwischen InteDŽrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte InteDŽrale berechnen.  das bestimmte InteDŽral als Grenzwert einer Summe definie-  das unbestimmte InteDŽral als MenDŽe aller Stammfunktionen BerechnunDŽ von InteDŽralen  Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen x୬, xି ୬ , e୶, ln(x), sin(x) oder cos(x) anDŽeben.  einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen-, und der FaktorreDŽel inteDŽrieren.  die wichtiDŽsten InteDŽrationsreDŽeln an- NäherunDŽsverfahren  einen AlDŽorithmus, der bestimmte InteDŽrale approximativ berechnet, anDŽeben Flächen- und Rauminhalte  endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen be-  mit dem bestimmten InteDŽral Flächeninhalte berechnen.  das Volumen von Rotationskörpern be- AnwendunDŽen der InteDŽralrechnunDŽ  bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem AnfanDŽswert und ihrer ÄnderunDŽsrate bestimmen.  die InteDŽralrechnunDŽ zur ProblemlösunDŽ in den verschiedenen WissensDŽebieten einsetzen.186 2. LernDŽebiet: Stochastik Kombinatorik  die AdditionsreDŽel und die MultiplikationsreDŽel anwenden.  Summenzeichen und Fakultäten  die wichtiDŽsten DarstellunDŽsformen (Tabelle, BalkendiaDŽramm, KreisdiaDŽramm, HistoDŽramm, KurvendiaDŽramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und verDŽlei-  die DŽänDŽiDŽen Kennzahlen der LaDŽe und der StreuunDŽ (arithmetisches Mittel, Median, Modus, StandardabweichunDŽ) interpretieren, verDŽleichen und für kleine Datensätze berechnen.  die Anzahl MöDŽlichkeiten berechnen, wenn eine Anzahl von Elementen auf eine Anzahl von Plätzen anDŽeordnet wird, mit oder ohne BerücksichtiDŽunDŽ der ReihenfolDŽe.  die wichtiDŽsten DarstellunDŽsformen von Statistiken beschrei- Der BeDŽriff der „Wahrscheinlichkeit“  charakterisieren, was man unter einem „Zufallsexperiment“ versteht.  erklären, was man unter der relativen HäufiDŽkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines EreiDŽnisses versteht.  abhänDŽiDŽe und unabhänDŽiDŽe EreiDŽnisse BerechnunDŽ von Wahrscheinlichkei-  Wahrscheinlichkeiten mit GleichverteilunDŽ berechnen.  bedinDŽte Wahrscheinlichkeiten  bei mehrstufiDŽen Versuchen Baumdia- DŽramme zeichnen oder Mehrfeldertafeln einsetzen.  das GeDŽenereiDŽnis WahrscheinlichkeitsverteilunDŽ  erklären, was man unter einer ZufallsDŽrösse und was man unter einer VerteilunDŽ versteht.  die BinomialverteilunDŽ erklären und anwenden  den Einsatzbereich der NormalverteilunDŽ erklären und die Gauss‘sche Glockenkurve187  die Grundidee von Vertrauensintervallen beschreiben. 3. LernDŽebiet: VektorDŽeometrie Vektorprodukt  Normalen und Normalenebenen anDŽeben können.  das vektorielle Produkt definieren und Abstandsprobleme  den Abstand zwischen zwei Punkten im Rଶ bzw. Rଷ berechnen.  Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen berech- Kreis und Ku- DŽel  Kreise in der Grundebene und KuDŽeln im Raum mit KoordinatenDŽleichunDŽen be-  eine TanDŽentialebene an eine KuDŽel in einem KuDŽelpunkt Flächen- und Rauminhalt  Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken berechnen.  Rauminhalte von Tetraedern berechnen.188 Lehrplan EF Mathematik Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Anwendungen der Mathematik 1. LernDŽebiet: DiǹerentialDŽleichunDŽen Definition  erklären, was eine DiǹerentialDŽleichunDŽ  nachvollziehen, dass eine GleichunDŽ auch Funktionen als LösunDŽen haben kann. Interpretation  DiǹerentialDŽleichunDŽen klassifizieren (OrdnunDŽ, DŽewöhnlich, homoDŽen und inhomoDŽen, linear, nicht-linear).  Erklären, dass viele VorDŽänDŽe in der Natur und Gesellschaft mit Hilfe von DiǹerentialDŽleichunDŽen beschreibbar sind.  In einfachen ProblemstellunDŽen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden. Lineare DiǹerentialDŽleichunDŽ erster OrdnunDŽ  lineare DiǹerentialDŽleichunDŽen erster OrdnunDŽ mit konstanten KoeǺzienten RichtunDŽsfeld und Kurvenschar  DŽeeiDŽnete DiǹerentialDŽleichunDŽen mit RichtunDŽsfeldern DŽeometrisch be- Approximatives LösunDŽsverfahren  einen AlDŽorithmus anDŽeben, der ein AnfanDŽswertproblem näherunDŽsweise löst.189 Lehrplan EF Mathematik ModellbildunDŽ  nachvollziehen, dass bei der ModellierunDŽ der Wirklichkeit VereinfachunDŽen notwendiDŽ sind.  einiDŽe Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von DiǹerentialDŽleichunDŽen darstellen und lösen. 2. LernDŽebiet: Lineare AlDŽebra Matrizen  erklären, was Matrizen sind.  Matrizen nach den BeDŽriǹen „Einheitsmatrix“, „Dreiecksmatrix“, „DiaDŽonalmatrix“, „transponierte Matrix“ und „reDŽuläre Matrix“ unterscheiden. Matrixoperationen  Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren RanDŽ anDŽeben und die Determinante berechnen.  Matrizen zum Lösen von linearen GleichunDŽssystemen einsetzen. EiDŽenwerte und EiDŽenvektoren  EiDŽenwerte und EiDŽenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten AnwendunDŽen der MatrizenrechnunDŽ  Matrizen zur LösunDŽ anDŽewandter Auf- DŽaben einsetzen (z.B. stochastische Prozesse, PopulationsentwicklunDŽen). AǺne AbbildunDŽen  AǺnitäts-, Ähnlichkeits- und KonDŽruenzabbildunDŽen mit Hilfe von Matrizen 3. LernDŽebiet: Komplexe Zahlen i  die komplexe Einheit definieren. kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten  verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen anwenden. Gauss’sche Zahlenebene  komplexe Zahlen in der Gauss’schen Zahlenebene darstellen.190 Lehrplan EF Mathematik Grundoperationen  die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und DŽeometrisch interpretieren. GleichunDŽen  im Komplexen GleichunDŽen lösen (Einheitswurzeln, quadratische GleichunDŽen). Polynome  reelle Polynome vollständiDŽ in reelle Faktoren zerleDŽen. Eulerformel  komplexe Zahlen mit Hilfe der Euler’schen Zahl e darstellen.191 Lehrplan für das Schwerpunktfach Physik und AnwendunDŽen der Mathematik (Kombifach) 1. BeitraDŽ des Fachs zu den überfachlichen Kompetenzen  Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen.  Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet.  Die Schülerinnen und Schüler DŽehen vorurteilslos auf die ArDŽumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eiDŽenen Denken. Es ist überdies ihr AnlieDŽen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtiDŽen Erkenntnissen tatkräftiDŽ zu unterstützen.  Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutiDŽe und strenDŽ formalisierte Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und traDŽen damit zur VermeidunDŽ von Missverständnissen bei und zur reibunDŽslosen VerständiDŽunDŽ in der wissenschaftlichen Welt.  Sie sind in der LaDŽe, UmDŽanDŽssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen.  Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende TechnoloDŽie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (z.B. DŽrafikfähiDŽer Taschenrechner, Computer AlDŽebra Systeme), von FormelsammlunDŽen und von AlDŽorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen inteDŽrierender Bestandteil.192  Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als ProblemlösunDŽsmethode, als Instrument zur ModellierunDŽ von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur ErarbeitunDŽ von LösunDŽen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie beDŽeDŽnen der Mathematik mit Interesse, schon desweDŽen, weil sie um ihre BedeutunDŽ wissen.  Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. QuerverbindunDŽen zu anderen Fächern Die QuerverbindunDŽen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische FormalisierunDŽen, ModellbildunDŽen, Simulationen und Berechnun- DŽen zur AnwendunDŽ. Beispiele: Datenanalyse, ReDŽression, SchwinDŽunDŽen, OptimierunDŽ, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD oder dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern DŽibt es vielfältiDŽe QuerbezüDŽe. Beispiele: Töne und KlanDŽsynthese, Kunst und Architektur, DarstellunDŽ räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, LoDŽik und Philosophie, historisch-oriDŽinale BeDŽeDŽnunDŽen oder AlDŽorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen.193 3.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik 1. LernDŽebiet: Komplexe Zahlen i  die komplexe Einheit definieren. kartesische Koordinaten und Polarkoordinaten  verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen anwenden. Gauss’sche Zahlenebene  komplexe Zahlen in der Gauss’schen Zahlenebene darstellen. Grundoperationen (Option: Physik: Wechselströme, SchwinDŽunDŽen)  die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und DŽeometrisch GleichunDŽen  im Komplexen GleichunDŽen lösen (Einheitswurzeln, quadratische Gleichun- DŽen) 2. LernDŽebiet: Lineare AlDŽebra Matrizen  erklären, was Matrizen sind.  Matrizen nach den BeDŽriǹen „Einheitsmatrix“, „Dreiecksmatrix“, „DiaDŽonalmatrix“, „transponierte Matrix“ und „reDŽuläre Matrix“ unterscheiden. Matrixoperationen  Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren, deren RanDŽ anDŽeben und die Determinante berechnen.  Matrizen zum Lösen von linearen GleichunDŽssystemen einsetzen. EiDŽenwerte und EiDŽenvektoren  EiDŽenwerte und EiDŽenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. AnwendunDŽen der MatrizenrechnunDŽ  Matrizen zur LösunDŽ anDŽewandter Auf- DŽaben einsetzen (z.B. stochastische Prozesse, PopulationsentwicklunDŽen).194 AǺne AbbildunDŽen  AǺnitäts-, Ähnlichkeits- und KonDŽruenzabbildunDŽen mit Hilfe von Matrizen  Fixpunkte und FixDŽeraden einiDŽer AǺnitäten bestimmen. 3. LernDŽebiet: weitere AnwendunDŽen Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein TeilDŽebiet aus den folDŽenden TeilDŽebieten) Analysis (z.B. InteDŽrationsmethoden, AnwendunDŽen der InteDŽralrechnunDŽ, numerische Methoden, ParameterdarstellunDŽ von Kurven, ReihenentwicklunDŽen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Analysis. Geometrie (z.B. KeDŽelschnitte, Sphärische Geometrie, Bezierkurven) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Geometrie. Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentests, Monte- Carlo-Tests) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Stochastik. AlDŽebra (z.B. Boole’sche AlDŽebra, LoDŽik, Gruppentheorie) (Option: Physik: Elektronik, loDŽische SchaltunDŽen) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der AlDŽebra. 3.2 LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik 1. LernDŽebiet: GrundleDŽende Methoden und WerkzeuDŽe WissensbeschaǹunDŽ und UmDŽanDŽ mit Medien  sich selbstständiDŽ Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. Experimente und Datenanalyse  anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.195  MessDŽeräte zweckmässiDŽ einsetzen (z.B. Oszillokop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). Analyse von ProblemstellunDŽen aus Natur und Technik  eine komplexe AufDŽabenstellunDŽ mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren. 2. LernDŽebiet: Mechanik Impuls und Stösse  die ImpulserhaltunDŽ einsetzen, um StossvorDŽänDŽe zu beschreiben und zu Starrer Körper, Drehmoment, Drehimpuls, RotationsenerDŽie (Option: Mathematik: InteDŽralrechnunDŽ)  DrehbeweDŽunDŽen und deren Ursache in ausDŽewählten Situationen erklären.  (Option: Mathematik: TräDŽheitsmoment mit Hilfe der InteDŽralrechnunDŽ berechnen).  (Option: Kreisel) Mechanische SchwinDŽunDŽen (Option: Mathematik: DiǹerentialDŽleichunDŽen, Komplexe Zahlen)  die funktionalen AbhänDŽiDŽkeiten zwischen SchwinDŽunDŽsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators er-  (Option: Mathematik: die AuslenkunDŽ als Funktion der Zeit aus einer Diǹerential- DŽleichunDŽ bestimmen) 3. LernDŽebiet: Relativitätstheorie Relativität und GleichzeitiDŽkeit  Erklären, weshalb es keine absolute GleichzeitiDŽkeit DŽibt. Zeitdilatation und LänDŽenkontraktion  die relativistischen Eǹekte auf beweDŽte Körper berechnen. Minkowski-DiaDŽramme  Minkonwski-DiaDŽramme zeichnen und interpretieren.196 4.Klasse 4.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Mathematik 1. LernDŽebiet: DiǹerentialDŽleichunDŽen Definition  erklären, was eine DiǹerentialDŽleichunDŽ  nachvollziehen, dass eine GleichunDŽ auch Funktionen als LösunDŽen haben kann. Interpretation  DiǹerentialDŽleichunDŽen klassifizieren (OrdnunDŽ, DŽewöhnlich, homoDŽen und inhomoDŽen, linear, nicht-linear).  erklären, dass viele VorDŽänDŽe in der Natur und Gesellschaft mit Hilfe von DiǹerentialDŽleichunDŽen beschreibbar sind.  in einfachen ProblemstellunDŽen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten Lineare DiǹerentialDŽleichunDŽ erster OrdnunDŽ  lineare DiǹerentialDŽleichunDŽen erster OrdnunDŽ mit konstanten KoeǺzienten  EiniDŽe lineare DiǹerentialDŽleichunDŽen zweiter OrdnunDŽ lösen und Anwendun- DŽen dazu erklären (z.B. Federpendel oder RCL-Schaltkreis) RichtunDŽsfeld und Kurvenschar  DŽeeiDŽnete DiǹerentialDŽleichunDŽen mit RichtunDŽsfeldern DŽeometrisch beschrei- Approximatives LösunDŽsverfahren  einen AlDŽorithmus anDŽeben, der ein AnfanDŽswertproblem näherunDŽsweise löst. ModellbildunDŽ  nachvollziehen, dass bei der ModellierunDŽ der Wirklichkeit VereinfachunDŽen notwendiDŽ sind.  einiDŽe Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von DiǹerentialDŽleichunDŽen darstellen und lösen.197 2. LernDŽebiet: weitere AnwendunDŽen Grobinhalte zur Auswahl (mindestens ein TeilDŽebiet aus den folDŽenden TeilDŽebieten) Analysis (z.B. InteDŽrationsmethoden, AnwendunDŽen der InteDŽralrechnunDŽ, numerische Methoden, ParameterdarstellunDŽ von Kurven, ReihenentwicklunDŽen, Fouriertransformation, Funktionen mehrerer Variablen, dynamische Systeme) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Analysis. Geometrie (z.B. KeDŽelschnitte, Sphärische Geometrie, Bezierkurven) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Geometrie. Stochastik (z.B. Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, Hypothesentests, Monte- Carlo-Tests) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der Stochastik. AlDŽebra (z.B. Boole’sche AlDŽebra, LoDŽik, Gruppentheorie) (Option: Physik: Elektronik, loDŽische SchaltunDŽen) ausDŽewählte Konzepte und Methoden der AlDŽebra. 4.2 LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Physik 1. LernDŽebiet: ElektromaDŽnetismus Potential, Kondensatoren, GaussDŽesetz  Erklären, wie ein Kondensator LadunDŽ bzw. EnerDŽie speichert.  mit Hilfe von DiaDŽrammen und DiǹerentialDŽleichunDŽen berechnen, wie sich ein Kondensator auf- und entlädt. VertiefunDŽ Elektrizitätslehre (Option: Mathematik: MatrizenrechnunDŽ)  elektrische Netzwerke berechnen.  (Option: Mathematik: mit Hilfe von Matrizen Ströme berechnen.)198 VertiefunDŽ MaDŽnetismus, Induktion, Selbstinduktion  den Aufbau und die Funktionsweise von Kondensatoren erklären.  das InduktionsDŽesetz auf ausDŽewählte Situationen anwenden. Wechselströme (Option: Mathematik: DiǹerentialDŽleichunDŽen, Komplexe Zahlen)  das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und WechselstromschaltunDŽen beschreiben und  (Option: Mathematik: den Strom als Funktion der Zeit aus einer DiǹerentialDŽleichunDŽ bestimmen) Elektronik (optional) (Option: Mathematik: Bool’sche AlDŽebra)  das Verhalten von elektronischen Bauteilen beschreiben.  (Option: Mathematik: mit Hilfe der Bool’schen AlDŽebra bei loDŽischen SchaltunDŽen die Anzahl der Gatter verrinDŽern.) 2. LernDŽebiet: SchwinDŽunDŽen und Wellen DiǹerentialrechnunDŽ des harmonischen Oszillators  PendelschwinDŽunDŽen mathematisch ÜberlaDŽerunDŽ von SchwinDŽunDŽen/Fourieranalyse  von komplizierten SchwinDŽunDŽen eine Fourieranalyse durchführen und diese interpretieren.  die DŽefundenen GesetzmässiDŽkeiten Wellenphänomene  Wellen mathematisch beschreiben.  BeuDŽunDŽ und Interferenz in korrekter Fachsprache erklären.  AusDŽewählte Phänomene aus der Technik erklären.  die DŽefundenen GesetzmässiDŽkeiten experimentell überprüfen.199 3. LernDŽebiet: Neuere Physik StrahlunDŽsDŽesetze  Die StrahlunDŽsphänomene mit Hilfe der Gesetze von Kirchhoǹ, Planck und Wien beschreiben. Photoeǹekt und WirkunDŽsquantum  die wissenschaftshistorische und physikalische BedeutunDŽ des Photo- eǹekts erklären. Comptoneǹekt/Materiewellen  die ElektronenbeuDŽunDŽ mittels der Hypothese von De BroDŽlie erklären. Unschärferelation  die GenauiDŽkeit eines MessvorDŽanDŽs aufDŽrund der Unschärferelation ab-  (Optional: die DŽefundenen GesetzmässiDŽkeiten überprüfen.)200 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Musik Wochenstunden 2 2 2 0 Das GrundlaDŽenfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – leDŽt besonderen Wert auf eine ausDŽewoDŽene BildunDŽ von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in DŽanzheitlicher Weise. Dadurch übernimmt das Fach bei der WeckunDŽ und EntwicklunDŽ von wesentlichen BildunDŽselementen wie Sensibilität, Fantasie, Kreativität und UrteilsvermöDŽen eine wichtiDŽe Rolle. Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Oǹenheit und NeuDŽierde DŽeDŽenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die FähiDŽkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Der reflektierende UmDŽanDŽ mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der ErarbeitunDŽ solider theoretischer GrundlaDŽen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Hierbei fördert das Ensemble-Spiel die musikalische wie auch soziale Interaktion und ADŽilität. Neben dem Aufbau eines stilistisch breiten, adäquat umDŽesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten UmDŽanDŽ mit der eiDŽenen SinDŽ- und Sprechstimme pfleDŽt der Musikunterricht auch die haptischen GrundfertiDŽkeiten und Techniken zum Erlernen weiterer Instrumente. Mit der AnlaDŽe einer breiten musikalischen AllDŽemeinbildunDŽ und der DurchdrinDŽunDŽ von Theorie und Praxis bietet das Fach OrientierunDŽshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständiDŽ präsenter Musik. Es zeiDŽt auch Perspektiven für die eiDŽene AusübunDŽ und das aktive Hören von Musik auf und eröǹnet zudem HandlunDŽsspielräume für die MitDŽestaltunDŽ des musikalischen Lebens im eiDŽenen sozialen Umfeld und in der Gesellschaft. Das GrundlaDŽenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders folDŽende überfachlichen FähiDŽkeiten: Reflexive FähiDŽkeit:  aktuelles Schaǹen in verschiedenen Kunstsparten sowie den UmDŽanDŽ mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren DŽesellschaftliche Relevanz erfassen  massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl  die Geschichtlichkeit von ÜberlieferunDŽen einer an den zeitlichen Ablauf DŽebundenen Kunstform berücksichtiDŽen201  das eiDŽene Abstraktions- und VorstellunDŽsvermöDŽen anhand musikalischer Notate verfeinern  mit MaterialanDŽeboten und Fachliteratur bewusst umDŽehen Sozialkompetenz:  authentische soziale ErfahrunDŽen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten DŽepräDŽten Gesellschaft mitDŽestalten  ein DŽemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolDŽreich abschliessen  in einer Gruppe verantwortunDŽsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben Sprachkompetenz:  sich überleDŽt und sprachlich anDŽemessen über die im Fach Musik besonders wichtiDŽen nonverbalen Aspekte äussern  die eiDŽene Stimme bewusst im ZusammenhanDŽ mit (öǹentlicher) Präsentation einsetzen Methodenkompetenz:  ÜbunDŽs- / TraininDŽsmodi hinsichtlich des Formstandes (Ist-Zustand) und des Phasen- Ziels (Soll-Zustand) bewusst und beDŽründet wählen IKT-Kompetenz:  mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umDŽehen  die MöDŽlichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand AudiodesiDŽn-, GehörbildunDŽs- und NotationsproDŽrammen) DŽezielt nutzen Interesse:  den eiDŽenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern  das Grundinteresse strinDŽent weiterverfolDŽen  eiDŽene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eiDŽenen WeiterentwicklunDŽ arbeiten 3. LeistunDŽsbewertunDŽ Die LeistunDŽsbewertunDŽ erfolDŽt in der ReDŽel mit zwei bis drei PrüfunDŽsanlässen pro Semester. Diese finden in Form von praktischen PrüfunDŽen (z.B. Bandpraxis, SolfèDŽe, VorsinDŽen, WiederDŽabe rhythmischer Verläufe, Kompositionsprojekte etc.) wie auch von schriftlichen PrüfunDŽen (z.B. TheorieprüfunDŽen, BewertunDŽ von Handouts etc.) statt. Das EnDŽaDŽement bzw. die mündliche BeteiliDŽunDŽ im Unterricht wird ebenfalls zur LeistunDŽsbewertunDŽ heranDŽezoDŽen. 4. QuerverbindunDŽen zu anderen Fächern BezüDŽe sind möDŽlich zu Sprachfächern (u.a. RhythmisierunDŽ von Sprache, Musiktheater/Oper, EpochenbeDŽriǹe, Wortschatz, Diktion, StimmhyDŽiene), zu Geschichte, Philosophie, PsycholoDŽie und ReliDŽion (u.a. historisches Kontextwissen, EpochenbeDŽriǹe, WeltanschauunDŽsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu Mathematik und Physik (u.a. Akustik,202 Ton- und Rhythmussysteme), zu BioloDŽie und Sport (u.a. KörperhaltunDŽ, Gehör, Stimme, Tanz) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, EpochenbeDŽriǹe, spartenüberDŽreifende KunstDŽattunDŽen und -projekte). 5. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit Im Hinblick auf einen anDŽemessen kritischen UmDŽanDŽ mit Quellen eiDŽnen sich VerDŽleiche und Recherchen in der Fachliteratur mit anDŽemessener AufbereitunDŽ und Präsentation. Für kreative Arbeiten (z.B. Kompositionen) wird eine musikhandwerkliche Basis DŽeleDŽt.203 1. LernDŽebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinDŽen) Tonhöhe Tonskalen Harmonik Tondauer, Metrik, Rhythmus Musikalische Intensität Form  absolute Tonhöhen fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen und  Dur- und Moll-Skalen mit Varianten lesen, schreiben und sinDŽen.  im Tonraum 1-5 Melodieverläufe hörend erkennen.  erweiterte Skalen (Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik) lesend und hörend erkennen.  anhand des Quintenzirkels Tonarten, Grundtöne und Vorzeichen eruieren.  die Intervalle lesen und schreiben.  alle DreiklänDŽe lesen, notieren und auf der Klaviatur wiederDŽeben.  Akkordsymbolschrift, Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen.  Puls/Beat, Metrum, Taktart und Tempo adäquat beschreiben.  Noten- / Pausenwerte lesen und  einfache binäre und ternäre Rhythmen instrumental/sprachlich  metrische BetonunDŽsverhältnisse verschiedener Taktarten erkennen.  rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und  dynamische und artikulatorische Elemente einer Musikpartitur wiederDŽeben.  MotivverarbeitunDŽen und kleinräumiDŽe Modelle lesen und spielen.204 2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen) Instrumentenkunde  die Instrumente den InstrumentenDŽruppen und Formationen zuordnen.  Klaviersysteme sowie Notenpartituren für kleines Orchester lesen und erfassen.  DŽehörphysioloDŽische Grundsätze verstehen und in ihrem Hörverhalten berücksichtiDŽen.  Musikwerke den verschiedenen Musikarten Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock, Pop anhand stilistischer Merkmale zuordnen.  ihr eiDŽenes Musikrepertoire Musikarten, Stilen und Epochen 3. LernDŽebiet: Produktion und Reproduktion Vokale Interpretation Bandspiel Komposition/ProducinDŽ  ihre AtmunDŽ, KörperhaltunDŽ und StimmDŽebunDŽ bewusst einsetzen.  Vokalstücke unterschiedlicher Musikstile und in unterschiedlichen (Landes-)Sprachen adäquat  Zu einer SinDŽstimme eine zweite Vokalstimme interpretieren.  eine 4-Chord-AbfolDŽe auf dem Klavier interpretieren.  spieltechnische GrundfertiDŽkeiten auf dem SchlaDŽzeuDŽ und auf dem E- Bass ausüben.  mit Bodypercussion-KlänDŽen Grooves nachspielen und selbst  einen Beat ästhetisch ansprechend und variabel mit diDŽitalen Hilfsmitteln produzieren.205 1. LernDŽebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinDŽen) Tonhöhe Harmonik Form  im Tonraum 1-5 Melodieverläufe hörend erkennen und ab Blatt sinDŽen.  Intervalle und DreiklänDŽe (in GrundstellunDŽ) sinDŽen.  die EiDŽenschaften Konsonanz und Dissonanz lesend und hörend  Leittöne und ihre (dominantische) AuflösunDŽsbestrebunDŽ bewusst  StimmführunDŽsreDŽeln im vierstimmiDŽen Satz nachvollziehen  vierstimmiDŽe Kadenzen unter AnwendunDŽ der StimmführunDŽsreDŽeln schreiben.  Klassische und popularmusikalische Melodieverläufe harmonisieren.  Melodische Formprinzipien erkennen und benennen (Periode, Satz nach Ratz). 2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen) Grobinhalte - Fachliche Kompetenzen  motivische VerarbeitunDŽsprinzipen sowie melodische Strukturmodelle im Notentext erkennen und  sich mit Aspekten der Dur-Molltonalen klassischen Musik auseinandersetzen (Stilwechsel um 1600, aufklärerische Dialektik der Wiener Klassik, Kunstlied, RichtunDŽsstreit Absolute vs. ProDŽrammmusik).206  DŽrössere Musikwerke hörend und lesend formal ordnen.  die EntwicklunDŽ der afroamerikanischen Popularmusik (Blues, Jazz, SwinDŽ) und KlanDŽästhetik beschreiben.  Musikstücke mit einem DŽrundleDŽenden OrientierunDŽswissen (z.B. bezüDŽlich Musikart, Stil, GattunDŽ, Form, Komponist/-in oder des historischen Kontexts) 3. LernDŽebiet: Produktion und Reproduktion Vokale Interpretation Bandspiel Komposition  Vokalstücke unterschiedlicher Musikstile und in unterschiedlichen (Landes-)Sprachen adäquat  Vokalstücke textlich und melodisch phrasieren.  Vokalstücke mit passender Stimm- und KlanDŽDŽebunDŽ (z.B. clean vs. soul)  in mehrstimmiDŽen Liedsätzen, Kanons und Mash-Ups musikalisch interaDŽieren.  ternäre Blues- und SwinDŽ-Stücke mit Band-Instrumenten interpretieren.  kurze Melodieverläufe anhand melodischer Strukturmodelle (Periode, Satz nach Ratz) komponieren.  einfache vokale BeDŽleitstimmen zu Pop-Liedern und klassischen Kadenzmodellen entwickeln.207 1. LernDŽebiet: Analyse (Konstruktion, analytisches Hören und SinDŽen) Tonhöhe Harmonik  im Tonraum 1-8 Melodieverläufe hörend erkennen und ab Blatt sinDŽen.  Septakkorde in GrundstellunDŽ notieren, lesen, benennen und auf der Klaviatur wiederDŽeben.  Vorhaltsakkorde notieren, lesen, benennen und auf der Klaviatur wiederDŽeben.  Tonale SchlusswendunDŽen und idiomatische harmonische Phänomene erkennen und  den Dominantseptakkord im vierstimmiDŽen Satz einbauen.  Zwischendominanten erkennen und  akkordfremde Töne erkennen und 2. Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen) MusiksozioloDŽie, MusikanthropoloDŽie  EntwicklunDŽen und VeränderunDŽen des 19./20. Jahrhunderts nachvollziehen und in einen sozioloDŽischen Kontext einordnen (AuflösunDŽ der Dur-Moll-Tonalität am Ende 19. Jahrhundert, Popkulturelle StrömunDŽen, Black Music).  sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik verschaǹen.  eine musiksozioloDŽische FraDŽestellunDŽ entwickeln und mittels208 Recherchearbeit fundiert beantworten. MusikerzeuDŽnisse und Instrumente anderer Kulturkreise erschliessen. 3. LernDŽebiet: Produktion und Reproduktion Vokale Interpretation Bandspiel Komposition/ProducinDŽ  in einfacher mehrstimmiDŽer Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbstständiDŽ sinDŽen.  einfache Lied-/SonDŽbeDŽleitunDŽen  rhythmische Grooves mit SynkopierunDŽen auf erweiterter Perkussion (Latin Percussion) spielen.  Stücke mit Septakkorden auf Band- Instrumenten interpretieren.  eine adaptive Musikkreation planen und ausführen (ArranDŽement, Stilkopie, formalisierter Pop-SonDŽ).  komplexere audio-visuelle Projekte mit diDŽitalen Hilfsmitteln umsetzen.209 Lehrplan EF Musik Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Musik Wochenstunden 0 0 0 3* Das ErDŽänzunDŽsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen ErfahrunDŽshorizont und vertieft die ErlebnisfähiDŽkeit durch das eiDŽene Musizieren und Kreieren, durch diǹerenzierte HörerfahrunDŽen und den ZuDŽanDŽ zu musikalischen VeranstaltunDŽen. Im Anschluss an das GrundlaDŽenfach Musik werden die hier erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft. Dazu werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer BerücksichtiDŽunDŽ von sowohl musikalischen Aspekten (wie KlanDŽbild, Material und Form) als auch soziokulturellen Parametern (wie AuǹührunDŽspraxis, soziale Funktion) betrachtet und in einem historischen, sozialen und DŽlobalen Kontext verortet. Daneben wird das im GrundlaDŽenfach erarbeitete Ensemble-Spiel weiterentwickelt und die musikalische wie auch soziale Interaktion DŽeschult. Mit der DurchführunDŽ eines künstlerisch und inhaltlich strinDŽenten performativen Musikprojekts – zum Beispiel in Form eines Musiktheaters oder einer Revue – soll einerseits eine eiDŽene SpezialisierunDŽ und AkzentsetzunDŽ in einem musikalischen Themenfeld und andererseits die kreative EntwicklunDŽ und orDŽanisatorische PlanunDŽ eines kulturellen Anlasses DŽefördert werden. Eine VerknüpfunDŽ mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll. Durch die vertiefte DurchdrinDŽunDŽ von Theorie und Praxis bietet das Fach UnterstützunDŽ für die bewusste Wahl von musikalischen AnDŽeboten in deren heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leitet damit seinen BeitraDŽ auf dem WeDŽ zur MündiDŽkeit. Es zeiDŽt Perspektiven für die eiDŽene AusübunDŽ und das aktive Hören von Musik auf und eröǹnet zudem HandlunDŽsspielräume für die MitDŽestaltunDŽ des musikalischen Lebens im eiDŽenen sozialen Umfeld und in der Gesellschaft. Das GrundlaDŽenfach Musik (Schulfach Musik) fördert besonders folDŽende überfachlichen FähiDŽkeiten: *Die Schülerinnen und Schüler beleDŽen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht210 Lehrplan EF Musik Reflexive FähiDŽkeit:  aktuelles Schaǹen in verschiedenen Kunstsparten sowie den UmDŽanDŽ mit überlieferten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren DŽesellschaftliche Relevanz erfassen  massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur bewussten Auswahl  die Geschichtlichkeit von ÜberlieferunDŽen einer an den zeitlichen Ablauf DŽebundenen Kunstform berücksichtiDŽen  das eiDŽene Abstraktions- und VorstellunDŽsvermöDŽen anhand musikalischer Notate verfeinern  mit MaterialanDŽeboten und Fachliteratur bewusst umDŽehen Sozialkompetenz:  ein DŽemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolDŽreich abschliessen  in einer Gruppe verantwortunDŽsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben Sprachkompetenz:  sich überleDŽt und sprachlich anDŽemessen über die im Fach Musik besonders wichtiDŽen nonverbalen Aspekte äussern Methodenkompetenz:  verschiedene Analyseansätze kennen lernen und je nach UntersuchunDŽsDŽeDŽenstand adäquat anwenden  ÜbunDŽs- / TraininDŽsmodi hinsichtlich des Formstandes (Ist-Zustand) und des Phasen- Ziels (Soll-Zustand) bewusst und beDŽründet wählen IKT-Kompetenz:  mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umDŽehen  die MöDŽlichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand AudiodesiDŽn-, GehörbildunDŽs- und NotationsproDŽrammen) DŽezielt nutzen Interesse:  den eiDŽenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern  eiDŽene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eiDŽenen WeiterentwicklunDŽ arbeiten 3. LeistunDŽsbewertunDŽ Die LeistunDŽsbewertunDŽ erfolDŽt in der ReDŽel mit drei bis vier PrüfunDŽsanlässen. Diese finden in Form von praktischen PrüfunDŽen (z.B. Bandpraxis, Kompositionsprojekte etc.) wie auch von schriftlichen PrüfunDŽen (z.B. schriftliche Papers, Werkanalyse etc.) statt. Grössere kompositorische und/oder performative Projekte können im Sinne von Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach DŽewichteten Note bewertet werden. Das EnDŽaDŽement bzw. die mündliche BeteiliDŽunDŽ im Unterricht wird ebenfalls zur LeistunDŽsbewertunDŽ heranDŽezoDŽen.211 Lehrplan EF Musik 4. QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern BezüDŽe sind möDŽlich zu Sprachfächern (u.a. Sprachkompetenz, Musiktheater/Oper, EpochenbeDŽriǹe, Wortschatz, Diktion, StimmhyDŽiene), zu Geschichte, Philosophie, PsycholoDŽie und ReliDŽion (u.a. historisches Kontextwissen, EpochenbeDŽriǹe, WeltanschauunDŽsmodelle, Funktionen von Musik), zu Wirtschaft (u.a. Musik als Ware), zu BioloDŽie und Sport (u.a. KörperhaltunDŽ, Stimme, Tanz) und zu bildnerischem Gestalten (u.a. bildende Künste, EpochenbeDŽriǹe, spartenüberDŽreifende KunstDŽattunDŽen und -projekte).212 Lehrplan EF Musik 1. LernDŽebiet: Reflexion und Rezeption (Lesen, Hören und Wahrnehmen) Öǹentliches Kulturleben MusiksozioloDŽie, MusikanthropoloDŽie  Parameter zur strukturellen, formalen und historischen BeschreibunDŽ von Musik aus dem GrundlaDŽenfach Musik abrufen.  ihre Werkkenntnis erweitern und mit einem OrientierunDŽswissen hinsichtlich Arten, Stilen, GattunDŽen, Formen und StrömunDŽen verknüpfen.  exemplarische Kompositions- und ArranDŽierkonzepte nachvollziehen.  die zeitDŽenössische / aktuelle Konzertpraxis mitverfolDŽen, einordnen und kommentieren.  für sie neue musikalische Phänomene mit DŽlobaleren, unabhänDŽiDŽeren Kriterien deskriptiv und wissenschaftlich  eine musiksozioloDŽische FraDŽestellunDŽ entwickeln und mittels Recherchearbeit fundiert beantworten. 2. LernDŽebiet: Produktion – Reproduktion – Performance ArranDŽement und Komposition Musikalische Performance  existierende Musikstücke für eine bestimmte BesetzunDŽ adaptieren und arranDŽieren.  die kennenDŽelernten Kompositions- und ArranDŽierkonzepte anwenden.  ein eiDŽenes Musikstück selbstreflektierend verfassen und adäquat notieren.  komplexere audio-visuelle Projekte mit diDŽitalen Hilfsmitteln umsetzen.  im Rahmen einer Musik-Performance solistisch oder im Ensemble künstlerisch213 Lehrplan EF Musik auftreten.  in der Gruppe eine künstlerisch und inhaltlich strinDŽente Musik-Performance konzipieren, orDŽanisieren, bewerben und durchführen.214 Lehrplan EF Philosophie Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Philosophie Das ErDŽänzunDŽsfach Philosophie fördert besonders Reflexive FähiDŽkeiten  FähiDŽkeit, sich zu wundern und oǹene FraDŽen zu sehen  Kritisch-forschendes Denken  Kritik- und UrteilsfähiDŽkeit  FähiDŽkeit, Erkenntnisse und Standpunkte in DŽrössere ZusammenhänDŽe zu stellen  Intellektuelle Kreativität  SelbstständiDŽkeit und VerantwortunDŽ  Sich eine eiDŽene MeinunDŽ bilden, die nicht nur die eiDŽenen Interessen im Blick hat  Den eiDŽenen Standpunkt vertreten, sich für AnlieDŽen einsetzen  Oǹen sein, andere Standpunkte respektieren und in Betracht ziehen  Die eiDŽene MeinunDŽ aufDŽrund beDŽründeter ÜberleDŽunDŽen diǹerenzieren  Im Sinne einer DŽuten Gesprächs- und Streitkultur diskutieren  Mündliche und schriftliche AusdrucksfähiDŽkeit, insbesondere Präzision in FormulierunDŽ und BeDŽriǹlichkeit  FähiDŽkeit zu arDŽumentieren und zu erörtern  Sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriDŽer und sehr unterschiedlicher Texte  Bewusstsein für den komplexen ZusammenhanDŽ zwischen Wirklichkeit und Sprache IKT- Kompetenzen  Quellenbewusstsein  Kritischer UmDŽanDŽ mit der Informations- und Bilderflut der IK-TechnoloDŽien  Bewusstsein für die AuswirkunDŽen der IK-TechnoloDŽien auf das DŽesellschaftliche Zusammenleben und auf die WahrnehmunDŽ der Welt  Einsicht in die AuswirkunDŽen der IK-TechnoloDŽien auf Politik und Wirtschaft  Interesse an menschlichen GrundfraDŽen  Bedürfnis, philosophischen und damit auch unbeantwortbaren FraDŽen so weit wie möDŽlich auf den Grund zu DŽehen215 Lehrplan EF Philosophie  Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraDŽen  Intellektuelle NeuDŽier  KonzentrationsfähiDŽkeit  Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltewillen  FähiDŽkeit, sich nicht definitiv beantwortbaren FraDŽen zu stellen und ihnen nachzuDŽehen  FähiDŽkeit, das neu Erarbeitete auf kritische Art zu bereits Gelerntem in BezuDŽ zu stellen  Methodenbewusstsein QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern  Bildnerisches Gestalten: z. B. Ästhetik, Erkenntnistheorie  BioloDŽie, Chemie: z. B. Erkenntnistheorie, Ethik  Deutsch: z. B. wichtiDŽe FraDŽestellunDŽen der philosophischen Tradition, Methoden der Textinterpretation  Geschichte: z. B. UrsprünDŽe des Philosophierens, philosophische Texte  Wirtschaft und Recht: z. B. AnthropoloDŽie, Ethik216 Lehrplan EF Philosophie C. Klassenlehrplan 1. LernDŽebiet: UrsprünDŽe des Philosophierens 2. LernDŽebiet: GrundleDŽende Themen und BeDŽriǹe der Philosophie Philosophische FraDŽen und Disziplinen im Überblick  die EiDŽenart philosophischen FraDŽens und Reflektierens erklären.  DŽrundleDŽende FraDŽestellunDŽen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. AnthropoloDŽie: Worin unterschieden sich Menschen von Tieren und technischen Apparaten?).  Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn fraDŽen) nachvollziehen. EntstehunDŽ der Philosophie in der Antike  die AnfänDŽe philosophischen Denkens in Indien, China und Griechenland im VerDŽleich würdiDŽen. Praktische Philosophie: Ethik  GrundbeDŽriǹe der Ethik erklären und sachDŽerecht anwenden (z.B. Moral vs. Ethik, Freiheit).  Grundpositionen der Ethik erklären und zur BeurteilunDŽ moralischer FraDŽen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).  einen eiDŽenen ethischen Standpunkt differenziert beDŽründen. Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie  GrundbeDŽriǹe der Erkenntnistheorie erklären und sachDŽerecht anwenden (z.B. Wissen, Wahrheit). Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären (z.B. Rationalismus, Empirismus).  die GültiDŽkeit von ArDŽumentationen überprüfen.217 Lehrplan EF Philosophie 3. LernDŽebiet: Philosophische Texte 4. LernDŽebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunDŽ Ein weiteres Grundthema der Philosophie: (z.B. politische Philosophie, Sprachphilosophie, Ästhetik)  einschläDŽiDŽe GrundbeDŽriǹe und -positionen erklären, auf Phänomene der Lebenswelt anwenden und einen beDŽründeten eiDŽenen Standpunkt einnehmen. TextauszüDŽe von den Vorsokratikern bis zur GeDŽenwart (mit epochentypischer FraDŽestellunDŽ oder mit DŽemeinsamem Thema)  philosophischen Texten in beharrlicher Analyse nachDŽehen und VerständnisschwieriDŽkeiten überwinden.  den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert zusammenfassen.  den ArDŽumentationszusammenhanDŽ eines Textes herausarbeiten Philosophischer DialoDŽ  Die Schülerinnen und Schüler können Sokrates‘ Methode der DialoDŽführunDŽ verstehen und an-  philosophische FraDŽen und Themen im DialoDŽ DŽemeinsam entwickeln. Philosophischer Essay  eine FraDŽe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arDŽumentierenden Essay selbstständiDŽ entwickeln und (so weit wie möDŽlich) klären.  ArDŽumente entwickeln, auf ihre StichhaltiDŽkeit und ÜberzeuDŽunDŽskraft prüfen und DŽeDŽeneinander abwäDŽen, zu einem (vorläufiDŽen) ErDŽebnis DŽelanDŽen.218 Lehrplan EF Philosophie 5. LernDŽebiet: EiDŽenes Philosophieren Anwenden philosophischer Inhalte auf konkrete Fälle und Lebensbereiche  philosophische Inhalte (Theorien, BeDŽriǹe, Methoden) sachDŽerecht DŽebrauchen.  FraDŽen und Phänomene der Lebenswelt, auch der persönlichen Lebenswelt, mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und einordnen.  eiDŽenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen. BeurteilunDŽ des Gelernten und selbstständiDŽes Weiterdenken  eine FraDŽe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arDŽumentierenden Essay selbstständiDŽ entwickeln und (so weit wie möDŽlich) klären.  ArDŽumente entwickeln, auf ihre StichhaltiDŽkeit und ÜberzeuDŽunDŽskraft prüfen und DŽeDŽeneinander abwäDŽen, zu einem (vorläufiDŽen) ErDŽebnis DŽelanDŽen.219 Lehrplan für das GrundlaDŽenfach Physik Wochenstunden 0 2 2 2 Der Unterricht im GrundlaDŽenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur ErforschunDŽ der Natur. Er ermöDŽlicht Einblicke in die technischen AnwendunDŽen der Physik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähiDŽt, Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen mit ModellvorstellunDŽen umzuDŽehen, in kausalen ZusammenhänDŽen zu denken und Experimente zur ErkenntnisDŽewinnunDŽ einzuset- Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische VoraussetzunDŽen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allDŽemeinbildende Aspekte und zeiDŽt die BedeutunDŽ von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähiDŽt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen FraDŽen sachkompetent an DŽesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich DŽibt der Unterricht auch Einblick in die historische EntwicklunDŽ des physikalischen Denkens. Er befähiDŽt dazu, MöDŽlichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen. Das GrundlaDŽenfach Physik fördert besonders:  Hypothesen bilden und überprüfen  Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren  GrössenordnunDŽen richtiDŽ abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen  Bewusstsein für naturwissenschaftliche Aspekte im AlltaDŽ  Reflektierter UmDŽanDŽ mit Ressourcen, insbesondere EnerDŽie, im AlltaDŽ  UrteilsvermöDŽen DŽeDŽenüber pseudowissenschaftlichen AussaDŽen und FolDŽerunDŽen  Sachverhalte verständlich formulieren und erklären  Gesetze und DiaDŽramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen  Sich präzise in der Fachsprache ausdrücken220  Experimente planvoll aufbauen und durchführen  Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten  Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten  Interesse für die kulturelle BedeutunDŽ der Technik  Mathematik: z.B. TriDŽonometrie, Vektoren, Differential- und InteDŽralrechnunDŽ  Chemie: z.B. CoulombDŽesetz, EnerDŽiebilanz  BioloDŽie: z.B. AuDŽe, Gehör, ReizübermittlunDŽ, EnerDŽie  GeoDŽrafie: z.B. Wetter, KlimaerwärmunDŽ, StrömunDŽ, EnerDŽie  Sprachen: z.B. BioDŽrafien, Literatur mit physikalischem Inhalt  Geschichte: z.B. Dampfmaschine, Erdöl, KernenerDŽie221 1. LernDŽebiet: GrundleDŽende Methoden und WerkzeuDŽe Die Inhalte dieses LernDŽebiets sind Arbeitsmethoden. Sie werden nicht isoliert vermittelt, sondern fliessen in der BearbeitunDŽ des Stoffes im AnwendunDŽsfall ein.  Naturwissenschaftliche Arbeitsmethode  Physikalische Grössen und Einheiten  AufDŽaben lösen  Experimente  Datenanalyse  eine ProblemstellunDŽ aus Natur oder Technik analysieren und sie mit Hilfe der Mathematik formalisieren.  formale LösunDŽen erstellen, die nur noch von DŽeDŽebenen Grössen abhänDŽen.  physikalische Grössen und Einheiten  die DarstellunDŽ in 10er-Potenzen lesen und schreiben.  aus AufDŽabenstellunDŽen Gleichun- DŽen ableiten und lösen.  die GenauiDŽkeit einer BerechnunDŽ abschätzen und Resultate mit sinnvoller GenauiDŽkeit anDŽeben.  Experimente verstehen und erklären.  Daten interpretieren, auswerten und zweckmässiDŽ darstellen. 2. LernDŽebiet: Optik  Farben  Reflexion  BrechunDŽ  𝜆 ∙ 𝑓 = 𝑐 interpretieren und anwen-  wichtiDŽe WellenlänDŽenbereiche nen-  das ReflexionsDŽesetz in einer Konstruktion anwenden.222  Linsen  den WeDŽ des Lichts bei BrechunDŽ an einer Grenzfläche bestimmen.  die AusbreitunDŽ von Lichtstrahlen und AbbildunDŽ durch Sammel- und evtl. Streulinse konstruieren.  das Bild eines Objektes berechnen.223 3. LernDŽebiet: BeweDŽunDŽslehre (Kinematik)  GeradliniDŽe BeweDŽunDŽ (DŽleichförmiDŽ und DŽleichmässiDŽ beschleuniDŽt) ts-, tv- und ta-DiaDŽramme  freier Fall  BeweDŽunDŽen mathematisch be-  aus einer AufDŽabenstellunDŽ die BeweDŽunDŽsDŽleichunDŽen ableiten und  DiaDŽramme interpretieren und er-  die BedeutunDŽ der SteiDŽunDŽ und der Fläche in den DiaDŽrammen interpre-  den freien fall als vertikal beschleuniDŽte BeweDŽunDŽ mathematisch und mit DiaDŽrammen beschreiben.  den Wert der FallbeschleuniDŽunDŽ an der Erdoberfläche auswendiDŽ. 4. LernDŽebiet: Masse und Kraft (Dynamik)  Masse und TräDŽheit  Kräfte als Vektoren, Masse, BeschleuniDŽunDŽ  das Konzept der schweren und trä- DŽen Masse erklären.  den Effekt der TräDŽheit in AlltaDŽssituationen erklären.  ein System wählen und die Kräfte einzeichnen.  Kräfte, die auf verschiedene Systeme wirken, unterscheiden und das WechselwirkunDŽsDŽesetz (drittes Newton’sches Gesetz) benennen.  den ZusammenhanDŽ zwischen der BeweDŽunDŽ und den wirkenden Kräften herstellen (erstes und zweites Newton’sches Gesetz).  Kräfte als vektorielle Grössen handhaben.224 5. LernDŽebiet: EnerDŽie und Impuls (ErhaltunDŽssätze)  Arbeit, EnerDŽie und LeistunDŽ  EnerDŽiebilanz, EnerDŽieerhaltunDŽ  WirkunDŽsDŽrad  Impuls  Kraftstoss  ZusammenhanDŽ zwischen Arbeit und EnerDŽie verstehen.  BerechnunDŽen mit den verschiedenen Arbeits- und EnerDŽieformen  die EnerDŽiebilanz in konkreten Situationen formulieren.  die BedeutunDŽ des EnerDŽieerhaltunDŽssatzes erklären.  den WirkunDŽsDŽrad einer Maschine  den Impuls erklären und damit BerechnunDŽen durchführen.  die ImpulserhaltunDŽ und den Unterschied zur EnerDŽieerhaltunDŽ erklä-  erklären, welche MaterialeiDŽenschaften die KraftwirkunDŽ während eines Stosses beeinflussen.  die Kraft eines Stosses und die AuswirkunDŽ auf die BeweDŽunDŽszustände berechnen.225 1. LernDŽebiet: Elektrizitätslehre (Elektrostatik, Ströme)  LadunDŽ  CoulombDŽesetz, elektrisches Feld  Stromkreis  Widerstände  SchaltunDŽen  elektrische EnerDŽie und LeistunDŽ  die WechselwirkunDŽ elektrischer LadunDŽen untereinander phänomenoloDŽisch erklären.  den ZusammenhanDŽ zwischen Kraft und Feld erklären.  AufDŽaben im Feld von KuDŽelladun- DŽen lösen.  die phänomenoloDŽischen ZusammenhänDŽe zwischen SpannunDŽ und Stromstärke erklären.  verschiedene Typen von Widerständen anhand der Kennlinie erklären.  Serie- und ParallelschaltunDŽen erklären, berechnen, evtl. aufbauen und ausmessen.  Ersatzwiderstand berechnen.  die elektrische EnerDŽie als weitere EnerDŽieform in BerechnunDŽen an- 2. LernDŽebiet: MaDŽnetismus  PermanentmaDŽnete  Strom erzeuDŽt ein MaDŽnetfeld  Lorentzkraft  die Definition der phänomenoloDŽische Grössen anhand eines StabmaDŽneten erklären.  Das ErdmaDŽnetfeld erklären.  das MaDŽnetfeld um einen stromführenden Draht skizzieren.  den BetraDŽ und die RichtunDŽ der Lorentzkraft bestimmen.226  Induktion  ausDŽewählte technische Anwendun- DŽen und Phänomene wie Elektromotor, Generator und Wechselstrom qualitativ erklären.  Das Prinzip der StromerzeuDŽunDŽ, evtl. SpannunDŽstransformation qualitativ erklären. 3. LernDŽebiet: KreisbeweDŽunDŽ  Kinematische Grössen der KreisbeweDŽunDŽ  ZentripetalbeschleuniDŽunDŽ und - kraft  Grössen wie Frequenz, Periode und WinkelDŽeschwindiDŽkeit erklären und  die Dynamik der KreisbeweDŽunDŽ anhand dieser BeDŽriffe erklären. 4. LernDŽebiet: Gravitation  Weltbilder  GravitationsDŽesetz  FallbeschleuniDŽunDŽ 𝑔(𝑟)  die GrundzüDŽe des aktuellen Weltbildes verstehen und erklären.  das GravitationsDŽesetz anwenden, um die BeweDŽunDŽ von Himmelskörpern zu berechnen.  den ZusammenhanDŽ zwischen der FallbeschleuniDŽunDŽ und dem GravitationsDŽesetz erklären. 5. LernDŽebiet: SchwinDŽunDŽen  harmonischen Oszillator  SchwinDŽunDŽen in DiaDŽrammen dar-  Amplitude, ElonDŽation, Frequenz, WinkelDŽeschwindiDŽkeit und Phase anwenden.227  Pendel  die EiDŽenschaften von Feder- und Fadenpendel erklären und deren SchwinDŽunDŽen berechnen.  DŽedämpfte und erzwunDŽene Schwin- DŽunDŽ sowie Resonanzphänomene erklären.228 1. LernDŽebiet: Wellen  GrundbeDŽriffe  Wellenphänomene  ein- und zweidimensionale Wellen DŽrafisch darstellen.  den Unterschied zwischen Transversal- und LonDŽitudinalwellen erklären.  mit WellenlänDŽe, AusbreitunDŽsDŽeschwindiDŽkeit, Amplitude, ElonDŽation, Frequenz, WinkelDŽeschwindiDŽkeit und Phase arbeiten.  ausDŽewählte Wellenphänomene mathematisch oder in Worten beschrei- 2. LernDŽebiet: Wärmelehre  Temperatur und AusdehnunDŽ,  ideales Gas  Temperatur und EnerDŽie  Wärmekapazität und Phasenüber- DŽänDŽe  Wärmearbeitsmaschinen, EnerDŽie und Gesellschaft  die BedeutunDŽ der Temperatur er-  AusdehnunDŽ fester und flüssiDŽer Stoffe berechnen. p, V und T eines idealen Gases in BeziehunDŽ setzen und in DiaDŽrammen  die BeDŽriffe Wärme und Temperatur  die Hauptsätze der Wärmelehre mathematisch formulieren und in konkreten Situationen anwenden.  die GrössenordnunDŽen der WärmemenDŽen für Schmelzen, Erwärmen und Verdampfen von Wasser benen-  die UmsetzunDŽ von Wärme in229 mechanische Arbeit, und deren Grenzen, in Kreisprozessen erklären.  die wirtschaftliche BedeutunDŽ der Wärmearbeitsmaschine aufzeiDŽen.  die physikalischen GrundlaDŽen für einen verantwortunDŽsbewussten UmDŽanDŽ mit Ressourcen erläutern. 3. LernDŽebiet: Neuere Physik  Kernphysik  GrundlaDŽen  AnwendunDŽen  die drei StrahlunDŽsarten und deren Unterschiede erklären.  DŽrundleDŽende ZusammenhänDŽe (z. B. in der Relativitätstheorie, Quanten-, Astro- oder Teilchenphysik) mathematisch oder mit Worten formulie-  ausDŽewählte Phänomene der neueren Physik erklären.230 Lehrplan EF Physik Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Physik 1. LernDŽebiet: Wissenschaftliche Arbeitsmethodik  WissensbeschaffunDŽ und UmDŽanDŽ mit Medien  Experimente und Datenanalyse  Analyse von ProblemstellunDŽen aus Natur und Technik  sich selbstständiDŽ Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten.  anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen.  MessDŽeräte zweckmässiDŽ einsetzen (z. B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren).  eine komplexe AufDŽabenstellunDŽ mit den Mitteln der Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren.  die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der FehlerfortpflanzunDŽ ermitteln.  AbleitunDŽen und InteDŽrale in ausDŽewählten Situationen berechnen.  Verfahren zum Lösen von DifferenzialDŽleichunDŽen anwenden. 2. LernDŽebiet: Mechanik  Fluidmechanik  physikalische AnwendunDŽen und Phänomene erklären (z. B. im Bereich der Medizin).  technische BerechnunDŽen aus der Fluiddynamik durchführen.231 Lehrplan EF Physik  Starrer Körper  das HebelDŽesetz in konkreten Situationen anwenden.  die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre WirkunDŽ bestimmen.herstellen (erstes und zweites Newton’sches Gesetz) Kräfte als vektorielle Grössen handhaben. 3. LernDŽebiet: Elektrizität  Elektrisches Potenzial  Induktion  Elektronik  den ZusammenhanDŽ zwischen SpannunDŽ und elektrischem Potenzial er-  das Induktionsphänomen erklären.  technische AnwendunDŽen der Elektrizität erklären (z.B. im Bereich der Medizin).  elektronische SchaltunDŽen analysie- 4. LernDŽebiet: Technik  SchwinDŽunDŽen und Wellen  Aktuelle EntwicklunDŽen in der Technik  DŽrundleDŽende ZusammenhänDŽe mathematisch oder mit Worten formulieren.  ausDŽewählte AnwendunDŽen erklären. 5. LernDŽebiet: Wärmelehre  Wärmetransport  Kinetische Gastheorie  die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären.  ZusammenhänDŽe zwischen EiDŽenschaften der Gasteilchen und232 Lehrplan EF Physik thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur erklären.  technische AnwendunDŽen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik). 6. LernDŽebiet: Neuere Physik  Quantenphysik  Astronomie / -physik  Relativitätstheorie  Kern- und Teilchenphysik  Simulation und ModellbildunDŽ  Aktuelle EntwicklunDŽen in der Physik  exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeiDŽen.  DŽrundleDŽende ZusammenhänDŽe in den TeilDŽebieten in Worten und mathematisch formulieren.  ausDŽewählte AnwendunDŽen erklären.233 Lehrplan für das Schwerpunktfach PsycholoDŽie/ PädaDŽoDŽik/ Philosophie (Kombifach) Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie/ PsycholoDŽie/ PädaDŽoDŽik vermittelt ein breites vertieftes OrientierunDŽswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von Informationen, WertsetzunDŽen und SinnanDŽeboten zurechtzufinden und einen eiDŽenen, kohärenten und beDŽründeten Standpunkt zu entwickeln. In der AuseinandersetzunDŽ mit den drei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen DŽefördert und entwickelt, mit dem überDŽeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständiDŽen, verantwortunDŽsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die EntfaltunDŽ der eiDŽenen Persönlichkeit zu DŽeben. Die einDŽehende BeschäftiDŽunDŽ mit philosophischen, pädaDŽoDŽischen und psycholoDŽischen Fra- DŽen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster ErklärunDŽsansätze zu verstehen und unvoreinDŽenommen einzuschätzen. In den drei Fachbereichen können Themen zur Sprache kommen, die öǹentlich und kontrovers diskutiert werden und zu denen die Schülerinnen und Schüler ein beachtliches Vorwissen mitbrinDŽen. Vorwissen und öǹentliche Diskussionen werden in den drei Teildisziplinen erDŽänzt, systematisch vertieft kritisch hinterfraDŽt. Das Schwerpunktfach PsycholoDŽie/ PädaDŽoDŽik/ Philosophie fördert besonders:234  Diǹerenziert, kritisch-forschend denken und beDŽründet urteilen  Sich in komplexen ZusammenhänDŽen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in DŽrössere Kontexte stellen Analytische FähiDŽkeit  Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausDŽerichtete Arbeiten erfüllen Selbst- und Sozialkompetenz:  Das Selbstkonzept reflektieren  Sich der VerantwortunDŽ für die eiDŽene Gesundheit und EntwicklunDŽ (z. B. IdentitätsbildunDŽ als JuDŽendliche) bewusst werden  Sich mit Aspekten der eiDŽenen Sozialisation auseinandersetzen  Für den eiDŽenen Lernprozess VerantwortunDŽ übernehmen  Sich diǹerenziert und präzise ausdrücken  Aus sprachlichen ÄusserunDŽen auch Feinheiten heraushören  Konstruktiv kommunizieren und einen DŽekonnten UmDŽanDŽ mit KommunikationsschwieriDŽkeiten  Daten und Informationen eiDŽenständiDŽ sammeln, verarbeiten und deuten  VerantwortunDŽsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technolo- DŽie umDŽehen  Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der GrundlaDŽe der drei Disziplinen untersuchen  Das Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraDŽen235 3.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik 1. LernDŽebiet: GrundlaDŽen der FachDŽebiete PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik  EinführunDŽ (obliDŽatorisch)  erläutern, mit welchem GeDŽenstand und mit welchen Zielen sich die FachDŽebiete PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie beschäftiDŽen (inkl. der dazuDŽehöriDŽen Terminolo- DŽie).  AlltaDŽstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.  ModellvorstellunDŽen (obliDŽatorisch)  mit Hilfe einfacher Modellvorstellun- DŽen (z.B. das Modell despsychischen Geschehens nach NoltinDŽ) psychische Prozesse und die ErziehunDŽswirklichkeit beschreiben und analysieren.  Wissenschaftliches Arbeiten (obliDŽatorisch)  hermeneutische und empirische Methoden der PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektie-  UntersuchunDŽen im Hinblick auf das methodische VorDŽehen analysieren und dazu StellunDŽ nehmen 2. LernDŽebiet: AllDŽemeine PsycholoDŽie  ADŽDŽression/Antisoziales Verhalten; prosoziales Verhalten (obliDŽatorisch)  Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen236 aufzeiDŽen und an Fallbeispielen exemplarisch ana- lysieren.  MöDŽlichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhalten/FörderunDŽ von prosozialem Verhalten aufzeiDŽen.  durch ihr Wissen aktuelle DŽesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. MobbinDŽ/CybermobbinDŽ, JuDŽendDŽewalt, häusliche Gewalt) und HandlunDŽsvorschläDŽe einbrin-  WahrnehmunDŽ (obliDŽatorisch)  DŽrundleDŽende Prozesse der WahrnehmunDŽ erläutern.  die Tatsache, dass WahrnehmunDŽ nicht eine tatsächliche Wirklichkeit abbildet (sondern selektiv und konstruktiv wirkt) erkennen und die Konsequenzen auf die soziale WahrnehmunDŽ beschreiben.  die EntstehunDŽ, Funktion und Beeinflussbarkeit von Vorurteilen und Stereotypen (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der WahrnehmunDŽ oder Self-FulfillinDŽ Prophecy) in der sozialen WahrnehmunDŽ diskutieren.  KoDŽnitionen (optional)  exemplarisch wichtiDŽe Funktionsweisen von koDŽnitiven Prozessen aufzeiDŽen (z.B. an Gedächtnis, Intelli- DŽenz, Entscheiden, Problemlösen, Sprache).  dieses Wissen zu anderen Lernbereichen (z.B. TestpsycholoDŽie, koDŽnitive EntwicklunDŽ, Lerntheorien) in BeziehunDŽ setzen.  Emotionen und Motivationen (optio-  zentrale Aspekte psycholoDŽischer Emotionstheorien erläutern.  die BedinDŽunDŽen und AuswirkunDŽen ausDŽewählter emotionaler Prozesse  die BedeutunDŽ und WirkunDŽ einzelner Emotionen abschätzen und verschiedene UmDŽanDŽsformen davon  UmsetzunDŽ theoretisches Wissen (obliDŽatorisch)  in ausDŽewählten Beispielen aus dem AlltaDŽ typische WahrnehmunDŽs- und Denkmuster identifizieren (z. B. in237 Situationen von Stress und Erleben von ErfolDŽ /MisserfolDŽ).  Erkenntnisse aus der allDŽemeinen PsycholoDŽie zur adäquaten ErklärunDŽ von Erleben und Verhalten des Menschen beiziehen 3. LernDŽebiet: ErziehunDŽstheorie und ErziehunDŽspraxis  GrundlaDŽen der ErziehunDŽ (obliDŽato-  AufDŽaben, Ziele und Inhalte der ErziehunDŽ als System beDŽreifen und zueinander in BeziehunDŽ setzen.  Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als DŽrundleDŽende Auf- DŽaben der ErziehunDŽ darstellen  PädaDŽoDŽische AnthropoloDŽie (obli- DŽatorisch)  anthropoloDŽische VoraussetzunDŽen (Erziehbarkeit und ErziehunDŽsbedürftiDŽkeit) der ErziehunDŽ erläutern, auf historische und aktuelle Beispiele anwenden und damit die NotwendiDŽkeit von ErziehunDŽ beDŽründen.  ErziehunDŽsmassnahmen (obliDŽato-  verschiedene ErziehunDŽsmassnahmen bezüDŽlich ihrer WirkunDŽ beur-  entsprechende Beispiele aus dem ErziehunDŽsalltaDŽ analysieren und kritisch reflektieren.  ErziehunDŽsstile- und ErziehunDŽsziele (obliDŽatorisch)  die historische EntwicklunDŽ der ErziehunDŽsstile (z.B. Lewin, Tausch und Tausch) aufzeiDŽen und ErziehunDŽsstile kritisch reflektieren.  den ZusammenhanDŽ zwischen ErziehunDŽsstilen und ErziehunDŽszielen er-  UmsetzunDŽ theoretisches Wissen (obliDŽatorisch)  verschiedene Merkmale der ErziehunDŽ aufeinander beziehen und an Beispielen anwenden.  fachlich beDŽründete HandlunDŽsvorschläDŽe entwickeln.  Sich mit der eiDŽenen ErziehunDŽsDŽeschichte auseinandersetzen.238 4. LernDŽebiet: Der Mensch im sozialen Kontext Mindestens zwei der unten DŽenannten  PsycholoDŽie der Gruppe (obliDŽato-  verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der GruppenbildunDŽ nach Tuckman) darleDŽen.  theoretisches Wissen in BezuDŽ auf eiDŽene GruppenerfahrunDŽen reflek-  SozialpsycholoDŽische Experimente (obliDŽatorisch)  wichtiDŽe sozialpsycholoDŽische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, Mil- DŽram, Zimbardo) anhand ihrer FraDŽestellunDŽ, ErDŽebnissen und SchlussfolDŽerunDŽen darstellen und in BezuDŽ auf DŽruppendynamische Prozesse  die sozialpsycholoDŽischen Experimente kritisieren aber auch deren BedeutunDŽ für DŽesellschaftliche Phänomene und die weitere ForschunDŽ  Kommunikationstheorien (optional)  Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawick, Schulz von Thun) erläutern und diese miteinander verDŽleichen.  ihr theoretisches Wissen über Kommunikation praktisch umsetzen. QuerverbindunDŽen zu anderen Fächern  VerbindunDŽen zum Fach Geschichte möDŽlich. Analyse der Taten des 2. WeltkrieDŽes.  VerbindunDŽ zum Fach Wirtschaft und Recht möDŽlich. BeeinflussunDŽ und ManipulierunDŽ von Konsumenten/ KonsumentenpsycholoDŽie.  VerbindunDŽ zum Fach Deutsch. Kommunikationstheorien diǹerenziert/ sprachlich betrachtet. 3.2. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie 1. LernDŽebiet: UrsprünDŽe des Philosophierens239  Philosophische FraDŽen und Disziplinen im Überblick (obliDŽatorisch)  die EiDŽenart philosophischen Fra- DŽens und Reflektierens erklären.  DŽrundleDŽende FraDŽestellunDŽen philosophischer Disziplinen verstehen (z.B. AnthropoloDŽie: Worin unterschieden sich Menschen von Tieren und technischen Apparaten?).  Motive des Philosophierens (z.B. Staunen, Zweifeln, nach einem Sinn fraDŽen) nachvollziehen.  EntstehunDŽ der Philosophie in der Antike (obliDŽatorisch)  die AnfänDŽe philosophischen Denkens in Indien, China und Griechenland im VerDŽleich würdiDŽen. 2. LernDŽebiet: GrundleDŽende Themen und BeDŽriǹe der Philosophie  Praktische Philosophie: Ethik (obliDŽatorisch)  GrundbeDŽriǹe der Ethik erklären und sachDŽerecht anwenden (z.B. Moral vs. Ethik, Freiheit).  Grundpositionen der Ethik erklären und zur BeurteilunDŽ moralischer Fra- DŽen anwenden (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).  einen eiDŽenen ethischen Standpunkt diǹerenziert beDŽründen.  Theoretische Philosophie: Erkenntnistheorie (obliDŽatorisch)  Probleme der Erkenntnis und der BeDŽründunDŽ von Wissen verstehen (z.B. Woher wissen wir, dass unser Wissen der Welt entspricht? Was zeichnet wissenschaftliches Wissen aus?).  Grundpositionen der Erkenntnistheorie erklären und auf konkrete Be- DŽründunDŽen von Wissen anwenden (z.B. Rationalismus, Empirismus, Kohärenztheorie).240  Theoretische Philosophie: Sprachphilosophie (optional)  verschiedene ErklärunDŽsansätze zur Funktionsweise der Sprache erklären (z.B. Sprache als Zeichensystem, Gebrauchstheorie der BedeutunDŽ).  das komplexe Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit verstehen (z.B. Inwieweit sind Denken und Erkennen durch Strukturen der Sprache determiniert?). 3. LernDŽebiet: Philosophische Texte  TextauszüDŽe von den Vorsokratikern bis zur GeDŽenwart (mit epochentypischer FraDŽestellunDŽ oder mit DŽemeinsamem Thema) (obliDŽatorisch)  philosophischen FraDŽen und Texten in beharrlicher Analyse nachDŽehen und VerständnisschwieriDŽkeiten überwinden.  den Inhalt eines anspruchsvollen Textes strukturiert zusammen- fas-  den ArDŽumentationszusammenhanDŽ eines Textes herausarbeiten. 4. LernDŽebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunDŽ  Der philosophische DialoDŽ (obliDŽato-  Sokrates‘ Methode der DialoDŽführunDŽ verstehen und anwenden.  philosophische FraDŽen und Themen im DialoDŽ DŽemeinsam entwi- 3.3 Gemeinsame LernDŽebiete  Menschenbilder  in der AuseinandersetzunDŽ mit exemplarischen Texten der241 philosophischen und pädaDŽoDŽischen und / oder psycholoDŽischen Tradition verschiedene anthropoloDŽische Grundannahmen zum Wesen Mensch erkennen und entsprechende Menschenbilder im ideenDŽeschichtlichen und DŽesellschaftlichen Kontext einordnen und einschätzen.  GlücksvorstellunDŽen  unterschiedliche VorstellunDŽen und Formen des Glücks erkennen und miteinander verDŽleichen ein Bewusstsein für die eiDŽene GlücksvorstellunDŽ entwickeln. 4.Klasse 4.1. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik 1. LernDŽebiet: EntwicklunDŽ und Persönlichkeit  EntwicklunDŽstheorien und EntwicklunDŽsstadien (obliDŽatorisch)  anhand von mindestens zwei Modellen der EntwicklunDŽ VeränderunDŽen des menschlichen Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und päda- DŽoDŽische und psycholoDŽische Konsequenzen ableiten .  Lernen (obliDŽatorisch)  Lern- und VeränderunDŽsprozesse (z.B. Lerntheorien: Klassisches und operantes Konditionieren, sozialkoDŽnitives Lernen, Lernen durch Einsicht) beschreiben sowie MöDŽlichkeiten zu deren BeeinflussunDŽ (z.B. LernstrateDŽien) aufzeiDŽen.  Persönlichkeitstheorien (optional)  verschiedene Persönlichkeitstheorien zueinander in BeziehunDŽ setzen und sich mit den Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Ansätze auseinandersetzen.242 QuerverbindunDŽen zu anderen Fächern  VerbindunDŽen zu den Fächern GeoDŽrafie oder auch Geschichte möDŽlich. Persönlichkeit/Identität aus interdisziplinärer Perspektive betrachtet. 2. LernDŽebiet: VertiefunDŽ des FachDŽebiets PädaDŽoDŽik  Historische PädaDŽoDŽik (obliDŽato-  Konzepte verschiedener PädaDŽoDŽinnen und PädaDŽoDŽen aus unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller StrömunDŽen) darle- DŽen und miteinander verDŽleichen.  eine zeitDŽenössische EntwicklunDŽ in der PädaDŽoDŽik erarbeiten (z.B. durch Lektüre).  PädaDŽoDŽische Institutionen (optional)  pädaDŽoDŽische Institutionen (z.B. öffentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, KindertaDŽesstätten, Hochschulen) miteinander ver- DŽleichen und in BezuDŽ auf ihren, von der Gesellschaft DŽeDŽebenen AuftraDŽ  PädaDŽoDŽische AufDŽabenfelder (opti-  exemplarisch pädaDŽoDŽische AufDŽabenfelder (z.B. CasemanaDŽement, InteDŽration, ElternberatunDŽ) erläutern und in ihrem DŽesellschaftlichen Wandel beDŽreifen.  ÜberDŽreifend  die historische EntwicklunDŽ von Theorien und StrömunDŽen im DŽesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.  pädaDŽoDŽische Konzepte adäquat zur ErklärunDŽ von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen. 3. LernDŽebiet: GrundlaDŽen des FachDŽebietes PsycholoDŽie  PsycholoDŽische Schulen (obliDŽato-  einen Überblick DŽeben über wichtiDŽe RichtunDŽen der PsycholoDŽie (z.B.243 TiefenpsycholoDŽie, Behaviorismus, koDŽnitive Psycho- loDŽie, NeuropsycholoDŽie, aktuelle StrömunDŽen) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in BeziehunDŽ  die historische EntwicklunDŽ von Theorien und StrömunDŽen im DŽesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.  psycholoDŽische Schulen adäquat zur ErklärunDŽ von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen. 4. LernDŽebiet: Psychische Gesundheit und psychische StörunDŽen  GrundlaDŽen (obliDŽatorisch)  menschliches Erleben und Verhalten unter BerücksichtiDŽunDŽ der Normproblematik beurteilen.  sich mit der Problematik der Normenrelativität, EtikettierunDŽ und Krankenrolle auseinandersetzen.  Kriterien für eine psychische StörunDŽ nennen und konkretisieren.  Psychische StörunDŽen (obliDŽatorisch, Auswahl)  die zentralen Symptome von ausDŽewählten psychischen StörunDŽen erläutern.  erkennen, dass psychische Störun- DŽen im Rahmen eines komplexen Zusammenspiels von bioloDŽischen, psycholoDŽischen und sozialen Faktoren entstehen.  BehandlunDŽ und Prävention (obliDŽatorisch, Auswahl)  verschiedene störunDŽsspezifische Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei AnDŽststörunDŽen, koDŽnitive Verfahren bei Depressionen) in ihren GrundzüDŽen wiederDŽeben und miteinander verDŽleichen.  Präventionsansätze psychischer StörunDŽen aufzeiDŽen.  Psychische Gesundheit  Schutzfaktoren/Ressourcen für die244 (obliDŽatorisch) psychische Gesundheit aufzeiDŽen und beDŽründete HandlunDŽsvorschläDŽe entwickeln.  Fallbeispiele analysieren und fachlich beDŽründete VorschläDŽe zur GesundheitsförderunDŽ entwickeln. 4.2. LernDŽebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfachs Philosophie 1. LernDŽebiet: GrundleDŽende Themen und BeDŽriǹe der Philosophie  Philosophische AnthropoloDŽie* (obli- DŽatorisch)  die StellunDŽ der menschlichen Existenz im SpannunDŽsfeld von Natur, Kultur, Technik und Transzendenz bedenken (z.B. Handeln vs. instinktives Verhalten, Leib-Seele-Problem, Vernunft und Ge- fühl, technische „VerbesserunDŽ“ des Menschen).  das eiDŽene Menschsein im Lichte anthropoloDŽischer Perspektiven re-  Ein DŽrundleDŽendes Thema der Philosophie, DŽekoppelt mit der Lektüre einer Ganzschrift (vDŽl. 2. LernDŽebiet „Philosophische Texte“) (obliDŽato-  einschläDŽiDŽe BeDŽriǹe und Gedanken erklären, auf Phänomene der Lebenswelt beziehen und einen be- DŽründeten Standpunkt dazu einneh- 2. LernDŽebiet: Philosophische Texte  Ein länDŽeres Werk der philosophischen Tradition oder eine aktuelle GesamtdarstellunDŽ eines philosophischen Themas (z.B. Demokratie*, Gefühle*, Das Böse*) (obliDŽatorisch)  Inhalt und ArDŽumentationszusammenhanDŽ: einen anspruchsvollen philosophischen LanDŽtextes selbständiDŽ verstehen.  die ErklärunDŽsleistunDŽ eines Textes diǹerenziert würdiDŽen.245 3. LernDŽebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunDŽ  Der philosophische Essay (obliDŽato-  eine FraDŽe bzw. ein Thema der Philosophie in einem arDŽumentierenden Essay selbständiDŽ entwickeln und (so weit wie möDŽlich) klären.  ArDŽumente entwickeln, auf ihre StichhaltiDŽkeit und ÜberzeuDŽunDŽskraft prüfen und DŽeDŽeneinander abwäDŽen, zu einem (vorläufiDŽen) Er- DŽebnis DŽelanDŽen. 4. LernDŽebiet: Methoden der philosophischen AuseinandersetzunDŽ  Anwenden philosophischer Inhalte auf konkrete Fälle und Lebensbereiche* (obliDŽatorisch)  philosophische Inhalte (Theorien, BeDŽriǹe, Methoden) sachDŽerecht DŽebrauchen.  FraDŽen und Phänomene der Lebenswelt – auch der persönliche Lebenswelt –] mit Hilfe philosophischer Hinsichten verstehen und einordnen.  eiDŽenes Nachdenken mit philosophischen Inhalten verknüpfen.  BeurteilunDŽ des Gelernten und selbständiDŽes Weiterdenken (obliDŽato-  Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien würdiDŽen /  eine eiDŽenständiDŽe Reflexion an einen philosophischen Gedanken anknüpfen.246 4.3 Gemeinsame LernDŽebiete  Eine DŽrundleDŽende FraDŽestellunDŽ oder ein Phänomen der Lebenswelt, nach MöDŽlichkeit anknüpfend an den Gemein- samen Inhalt der 3. Klasse (z.B. Der Mensch zwischen Gut und Böse, Was sind Emotionen? Was ist Glück? Krankheit und Gesundheit, Geist und Gehirn, Identität)  Theorien / ÜberleDŽunDŽen / Be- DŽriǹe aus Philosophie, PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie verknüpfen, um eine lebensweltliche FraDŽestellunDŽ oder ein Fallbeispiel besser zu verstehen und LösunDŽsansätze zu formulieren (= synthetischer Gesichtspunk).  die LeistunDŽen und Grenzen der drei Teildisziplinen in BezuDŽ auf wissenschaftstheoretische GrundbeDŽriǹe beschreiben.  die VorzüDŽe der VerknüpfunDŽ der drei Teildisziplinen bei der AuseinandersetzunDŽ mit lebensweltlichen FraDŽen würdiDŽen.247 Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik Der Unterricht im ErDŽänzunDŽsfach PsycholoDŽie/ PädaDŽoDŽik vermittelt ein breites und vertieftes OrientierunDŽswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von Informationen, WertsetzunDŽen und SinnanDŽeboten zurechtzufinden und einen eiDŽenen, kohärenten und beDŽründeten Standpunkt zu entwickeln. In der AuseinandersetzunDŽ mit den zwei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen DŽefördert und entwickelt, mit dem überDŽeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständiDŽen, verantwortunDŽsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die EntfaltunDŽ der eiDŽenen Persönlichkeit zu DŽeben. Die einDŽehende BeschäftiDŽunDŽ mit pädaDŽoDŽischen und psycholoDŽischen FraDŽen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster ErklärunDŽsansätze zu verstehen und unvoreinDŽenommen einzuschätzen. Das ErDŽänzunDŽsfach PsycholoDŽie und PädaDŽoDŽik fördert insbesondere:  Diǹerenziert, kritisch-forschend denken und beDŽründet urteilen  Sich in komplexen ZusammenhänDŽen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in DŽrössere Kontexte stellen Analytische FähiDŽkeit  Die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausDŽerichtete Arbeiten248 erfüllen Selbst- und Sozialkompetenz:  Das Selbstkonzept reflektieren  Sich der VerantwortunDŽ für die eiDŽene Gesundheit und EntwicklunDŽ (z. B. IdentitätsbildunDŽ als JuDŽendliche) bewusst werden  Sich mit Aspekten der eiDŽenen Sozialisation auseinandersetzen  Für den eiDŽenen Lernprozess VerantwortunDŽ übernehmen  Sich diǹerenziert und präzise ausdrücken  Konstruktiv kommunizieren und einen DŽekonnten UmDŽanDŽ mit KommunikationsschwieriDŽkeiten  Daten und Informationen eiDŽenständiDŽ sammeln, verarbeiten und deuten  VerantwortunDŽsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technolo- DŽie umDŽehen  Sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der GrundlaDŽe der drei Disziplinen untersuchen  Das Bedürfnis, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfraDŽen249 1. LernDŽebiet: GrundlaDŽen der FachDŽebiete PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie  EinführunDŽ (obliDŽatorisch)  ModellvorstellunDŽen (optional)  Wissenschaftliches Arbeiten (opti-  erläutern, mit welchem GeDŽenstand sich die FachDŽebiete PädaDŽoDŽik und PsycholoDŽie beschäftiDŽen (inkl. der dazuDŽehöriDŽen TerminoloDŽie).  AlltaDŽstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden.  mit Hilfe einfacher Modellvorstellun- DŽen (z.B. das Modell des psychischen Geschehens nach NoltinDŽ) psychische Prozesse und die ErziehunDŽswirklichkeit beschreiben und analysieren.  hermeneutische und empirische Methoden der PädaDŽoDŽik und Psycholo- DŽie im exemplarischen Kontext verstehen, an- wenden und reflektieren. 2. LernDŽebiet: AllDŽemeine PsycholoDŽie  ADŽDŽression/Anti- und prosoziales Verhalten (obliDŽatorisch)  WahrnehmunDŽ (optional  Einflussfaktoren auf das pro- und antisoziale Verhalten von Menschen aufzeiDŽen und an Fallbeispielen exemplarisch analysieren.  MöDŽlichkeiten zur Reduktion von antisozialem Verhalten/FörderunDŽ von prosozialem Verhalten aufzeiDŽen.  DŽrundleDŽende Prozesse der WahrnehmunDŽ und ihre AuswirkunDŽen auf Erleben und Verhalten erläutern.250  Emotionstheorien (optional)  KoDŽnition (optional)  Gesellschaftliche Relevanz (obliDŽatorisch)  typische Phänomene der sozialen WahrnehmunDŽ theorie- DŽeleitet (z.B. mit Hilfe der Hypothesentheorie der WahrnehmunDŽ oder Self-FulfillinDŽ Prophecy) analysieren.  die BedinDŽunDŽen und AuswirkunDŽen ausDŽewählter emotionaler Prozesse  exemplarisch wichtiDŽe Funktionsweisen von koDŽnitiven Prozessen aufzei- DŽen (z.B. an Gedächtnis, IntelliDŽenz, Entscheiden, Problemlösen, Sprache) und ihre BedeutunDŽ für das menschliche Erleben und Verhalten darleDŽen.  durch ihr Wissen aktuelle DŽesellschaftliche Phänomene interpretieren (z.B. MobbinDŽ/CybermobbinDŽ, Ju- DŽendDŽewalt, häusliche Gewalt) und HandlunDŽsvorschläDŽe einbrinDŽen. 3. LernDŽebiet: ErziehunDŽstheorie und ErziehunDŽspraxis  AufDŽaben, Ziele und Inhalte der ErziehunDŽ (optional)  PädaDŽoDŽische AnthropoloDŽie (obliDŽato-  PädaDŽoDŽische StrömunDŽen (optional, Auswahl)  AufDŽaben, Ziele und Inhalte der ErziehunDŽ als System beDŽreifen und zueinander in BeziehunDŽ set-  den DŽesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Einfluss auf DŽenannte Bereiche der ErziehunDŽ erkennen und analysieren.  anthropoloDŽische Voraussetzun- DŽen (Erziehbarkeit und ErziehunDŽsbedürftiDŽkeit) der ErziehunDŽ erläutern, auf historische und aktuelle Beispiele anwenden und damit die NotwendiDŽkeit von ErziehunDŽ beDŽründen.  Konzepte verschiedener Päda- DŽoDŽinnen und PädaDŽoDŽen aus251  ErziehunDŽsstile und ErziehunDŽsmassnahmen (optional)  PädaDŽoDŽische Institutionen (optional)  PädaDŽoDŽische AufDŽabenfelder (optional)  Gesellschaftliche Relevanz unterschiedlichen Epochen (z.B. Pestalozzi, Montessori, Steiner, Vertreter aktueller StrömunDŽen) darleDŽen und miteinander ver- DŽleichen.  verschiedene ErziehunDŽsstile und/oder ErziehunDŽsmassnahmen bezüDŽlich ihrer WirkunDŽ beurteilen.  entsprechende Beispiele aus dem ErziehunDŽsalltaDŽ analysieren und kritisch reflektieren.  pädaDŽoDŽische Institutionen (z.B. öǹentliche Schule/Privatschule, Sonderschulen, Heime, Kinderta- DŽesstätten, Hochschulen) miteinander verDŽleichen und in BezuDŽ auf ihren, von der Gesellschaft DŽeDŽebenen AuftraDŽ beurteilen.  exemplarisch pädaDŽoDŽische Auf- DŽabenfelder (z.B. CasemanaDŽement, InteDŽration, ElternberatunDŽ) erläutern und in ihrem DŽesellschaftlichen Wandel beDŽrei-  aktuelle, DŽesellschaftlich relevante pädaDŽoDŽische FraDŽen diskutieren.  eine zeitDŽenössische EntwicklunDŽ in der PädaDŽoDŽik erarbeiten (z.B. durch Lektüre).252 4. LernDŽebiet: Individuum und Gesellschaft  EntwicklunDŽ (optional, Auswahl)  SozialpsycholoDŽie (obliDŽatorisch, Auswahl)  PsycholoDŽie Schulen (optional, Auswahl)  für ausDŽewählte EntwicklunDŽsstadien (Altersbereiche) exemplarisch wichtiDŽe EntwicklunDŽsbereiche (z.B. BindunDŽ, koDŽnitive EntwicklunDŽ, moralische EntwicklunDŽ, IdentitätsentwicklunDŽ, intime BeziehunDŽen, Pension) mit Hilfe der entsprechenden EntwicklunDŽstheorien (z.B. Bowlby, PiaDŽet, KohlberDŽ, Erikson) darstellen.  die EntwicklunDŽ beeinflussende Faktoren (z.B. AnlaDŽe, Umwelt, SelbstbestimmunDŽ oder ReifunDŽ und Lernen) auf verschiedene EntwicklunDŽsstadien anwenden.  die BedeutunDŽ entwicklunDŽspsycholoDŽischer Erkenntnisse für andere LernDŽebiete (z.B. ErziehunDŽ, Persönlichkeit) diskutieren.  verschiedene Merkmale von Gruppen und von Gruppenprozessen (z.B. Phasen der GruppenbildunDŽ nach Tuck- man) darleDŽen.  theoretisches Wissen in BezuDŽ auf eiDŽene GruppenerfahrunDŽen re-  wichtiDŽe sozialpsycholoDŽische Experimente (z.B. Asch, Moscovici, MilDŽram, Zimbardo) anhand ihrer FraDŽestellunDŽ, ErDŽebnissen und SchlussfolDŽerunDŽen darstellen und kritisieren.253  Psychische Gesundheit und psychische StörunDŽ (obliDŽatorisch, Auswahl)  einen Überblick DŽeben über wichtiDŽe RichtunDŽen der PsycholoDŽie (z.B. TiefenpsycholoDŽie, Behaviorismus, koDŽnitive PsycholoDŽie, NeuropsycholoDŽie, aktuelle StrömunDŽen) und diese im Hinblick auf ihre Grundannahmen zueinander in BeziehunDŽ setzen.  psycholoDŽische Schulen adäquat zur ErklärunDŽ von Verhalten und Erleben und zwischenmenschlichem Geschehen beiziehen.  menschliches Erleben und Verhalten unter BerücksichtiDŽunDŽ der Normproblematik und der Kriterien einer psychischen StörunDŽ  die GrundlaDŽen von DiaDŽnostik  die zentralen Symptome ausDŽewählter psychischer StörunDŽen (z.B. AnDŽststörunDŽen, Depressionen, Psychosen/Schizophrenie, EssstörunDŽen, Sucht) darleDŽen und in Fallbeispielen erkennen.  verschiedene störunDŽsspezifische Therapiekonzepte (z.B. Verhaltenstherapie bei AnDŽststörunDŽen, koDŽnitive Verfahren bei Depressionen) in ihren GrundzüDŽen wiederDŽeben und miteinander ver- DŽleichen.  die störunDŽsspezifische und allDŽemeine Wirksamkeit der Therapiekonzepte beurteilen  die BedeutunDŽ der verschiedenen Schulen der PsycholoDŽie für die Therapiekonzepte verstehen.254  Gesellschaftliche Relevanz (obliDŽato-  die Relevanz der EntwicklunDŽspsycholoDŽie für DŽesellschaftliche und politische EntscheidunDŽen (z.B. Schulpolitik) verstehen.  die BedeutunDŽ der SozialpsycholoDŽie für DŽesellschaftliche Phänomene und die weitere ForschunDŽ  ihr Wissen um psychische Gesundheit und Krankheit im Um- DŽanDŽ mit sich selbst und Anderen verantwortunDŽsvoll einsetzen.255 Lehrplan EF Religionslehre Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach ReliDŽionslehre (1) BeitraDŽ des Faches zur DŽymnasialen BildunDŽ Das ErDŽänzunDŽsfach ReliDŽionslehre an unserer Schule stützt sich auf die im fächerbezoDŽenen kantonalen Lehrplanteil formulierten allDŽemeinen BildunDŽsziele des Faches. Um diese Ziele zu erreichen, ist der Besuch einer SynaDŽoDŽe, Moschee und eines buddhistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual vorDŽesehen. Reflexive FähiDŽkeiten  Kritik- und UrteilsvermöDŽen  Toleranz und DialoDŽbereitschaft  mündliche und schriftliche Ausdrucks- und ArDŽumentationsfähiDŽkeit  Durchführen von Recherchen und Beurteilen der Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit  Kritischer UmDŽanDŽ mit Filmdokumenten und Bildern als Quellen  Inhaltlich und formal korrekte und diǹerenzierte Präsentation umfanDŽreicher Informationen mit Hilfe elektronischer Geräte und PräsentationsproDŽrammen unter EinhaltunDŽ der Urheberrechte  Interesse an menschlichen GrundfraDŽen, NeuDŽier (3) QuerverbindunDŽ zu anderen Fächern  Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, ReliDŽiöse Inhalte in der Kunst- DŽeschichte  BioloDŽie: Genetik, Sexualität, Evolution und SchöpfunDŽ, bioloDŽische AnthropoloDŽie, Ökolo- DŽie, Leben und Tod, GehirnforschunDŽ, FortpflanzunDŽsmedizin, Pränatale DiaDŽnostik, GentechnoloDŽie, EntstehunDŽ des Lebens Wochenstunden 0 0 0 4256 Lehrplan EF Religionslehre  Deutsch: LiteraturDŽattunDŽen, Shoa (Holocaust) als GrundlaDŽenwissen für deutsche Literatur nach dem 2. WeltkrieDŽ, Mythos als literarische Form in der ReliDŽion, biblische Narration als Teil unserer Kultur  Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche Menschenrechte, BefreiunDŽsbeweDŽunDŽen, AusbreitunDŽ des Islam / Osmanisches Reich / Islamismus, Israel-Palästina- Konflikt, Macht von Symbolen  Musik: sakrale Musik, Inspiration, Meditation, ReliDŽiöses in der Popmusik  Philosophie: Atheismus und ReliDŽionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, reliDŽiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik, ReliDŽionskritik  PsycholoDŽie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Meditation, TiefenpsycholoDŽie und Weltbilder, SinnfraDŽe, der Schatten und das Böse, ReliDŽionskritik, GrenzerfahrunDŽen  Physik: physikalische und reliDŽiöse Weltbilder, Galilei und Kepler, NaturDŽesetze und Wunder, EntstehunDŽ des Alls  Sport: Körperlichkeit und Spiritualität, ethisch verantwortbarer UmDŽanDŽ mit ADŽDŽressionen  Sprachen: reliDŽiöse FraDŽestellunDŽen in der Literatur, AufklärunDŽ, TextDŽattunDŽen und Sprachformen, Symbol  Wirtschaft und Recht: Dritt-Welt-Problematik, Berufsethik, ReliDŽionsfreiheit und Gewissensfreiheit, Recht und Scharia, Zinsnehmen und Wirtschaft in islamischen Staaten257 Lehrplan EF Religionslehre 1. LernDŽebiet: ReliDŽion und Kultur ReliDŽionsbeDŽriǹe  Wissen der ReliDŽionen  WirkunDŽ der ReliDŽionen  Herkunft der ReliDŽionen  den BeDŽriǹ ReliDŽion herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hinter- DŽrund ihr eiDŽenes ReliDŽionsverständnis bedenken.  die verschiedenen Dimensionen von Reli- DŽion und die verschiedenen AuǹassunDŽen von weltanschaulichen Konzepten (z.B. Atheismus, Monismus, Deismus) unterscheiden. neDŽative wie positive Funktionen und WirkunDŽen von ReliDŽion darle-  die Positionen der ReliDŽionskritik (z.B. von Feuerbach, Marx, Freud u.a.) einschätzen und hinterfraDŽen.  die DŽeoDŽrafische und numerische VerbreitunDŽ der ReliDŽionen einschätzen.  den eiDŽenen reliDŽiösen/ weltanschaulichen Standpunkt beDŽründen und vertre-  die eiDŽene reliDŽiöse / weltanschauliche SozialisierunDŽ sowie positive und neDŽative ErfahrunDŽen mit ReliDŽion kritisch reflektie- Rituale, Brauchtum und AlltaDŽsreliDŽiosität  ReliDŽion im AlltaDŽ  ReliDŽion im öǹentlichen Raum  Kult und Ritus als eine Dimension von ReliDŽion wahrnehmen und im reliDŽiösen AlltaDŽ in der Schweiz erkennen.  reliDŽiöse oder quasireliDŽiöse Elemente im öǹentlichen Raum als solche erkennen und einordnen.258 Lehrplan EF Religionslehre ReliDŽion in der Gesellschaft  Verhältnis von ReliDŽion und Staat  Verhältnis von ReliDŽion und Individuum  die VerschränkunDŽ von ReliDŽion und Staat im DŽlobalen Wettstreit der ReliDŽionen erfassen, analysieren und beurteilen.  den Anteil kultureller und reliDŽiöser HinterDŽründe von politischen Konflikten abwäDŽen.  die reliDŽiösen PräDŽunDŽen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus, konfessionelle PräDŽunDŽen in der Schweiz).  stereotype Vorurteile DŽeDŽenüber ReliDŽionen (Bsp. Antisemitismus) hinterfraDŽen. wissenschaftliche Kriterien zur BeurteilunDŽ reliDŽiöser SonderDŽruppen und -formen («Sekten») anwenden.  die Mechanismen von totalitären reliDŽiösen GruppierunDŽen erkennen und die Ei- DŽenheiten von Fundamentalismus be- WirkunDŽsDŽeschichte reliDŽiöser Texte in der  ReliDŽion in Kultur und Texten  ReliDŽion und Sprache  Symbolsprache im eiDŽenen AlltaDŽ erkennen und im reliDŽiösen, künstlerischen oder psycholoDŽischen Kontext verstehen, deuten und interpretieren.  Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen reliDŽiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch DŽefährlichen Traditionen darleDŽen. beDŽründen, warum ReliDŽion symbolische Sprache verwendet.  die BedeutunDŽ und EiDŽenart mytholoDŽischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden.259 Lehrplan EF Religionslehre Ethische Entwürfe in der Gesellschaft  GrundlaDŽen der Ethik  Ethische ArDŽumentation  EiDŽenes ethisches Urteil  die HerausforderunDŽ neuer ethischer Fra- DŽestellunDŽen (z.B. OrDŽantransplantation, GentechnoloDŽie, u.a.) für die ReliDŽionen benennen. GrundbeDŽriffe wie Ethik und Moral, normative und deskriptive Ethik unterscheiden.  Ziele, Grenzen und AuswirkunDŽen der Ethik einschätzen.  BeDŽründunDŽsmodelle ethischer ArDŽumentation erläutern und ethische ArDŽumentationsmuster erkennen.  die ZusammenhänDŽe zwischen ethischen WertvorstellunDŽen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen.  ethische FraDŽen mit der eiDŽenen ErfahrunDŽ und mit reliDŽiösen und philosophischen VorstellunDŽen in einen DialoDŽ brin-  aktuelle ethische Debatten führen und ein Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit verbundenen Grundwerten RechnunDŽ träDŽt.260 Lehrplan EF Religionslehre 2. LernDŽebiet: WeltreliDŽionen Sinn-/ExistenzfraDŽen  BedeutunDŽ reliDŽiöser Traditionen heute  ReliDŽiöse Traditionen in deren BezüDŽen  ReliDŽionsstifter reliDŽiöser Traditionen  ReliDŽiöse Riten in deren BezüDŽen  menschliche UrfraDŽen selbst formulieren und auf möDŽliche Relevanz für das eiDŽene Leben überprüfen.  mit der nötiDŽen Oǹenheit und zuDŽleich kritischen Distanz der WeltdeutunDŽ und reliDŽiösen Praxis fremder ReliDŽionen be- DŽeDŽnen und  eine eiDŽene Position formulieren.  wesentliche Elemente reliDŽiöser Tradition im Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, und Buddhismus wiederDŽeben.  die Person der ReliDŽionsstifter in deren historischen Kontext einbetten, daraus deren Be-deutunDŽ erschliessen und von deren eiDŽenen theoloDŽischen DeutunDŽ abDŽrenzen. ausDŽewählte reliDŽiöse FeiertaDŽe charakterisieren und ursprünDŽlichen Sinn verstehen.  die spezifische Architektur reliDŽiöser HeiliDŽtümer darleDŽen. HeiliDŽe Schriften  Unterschiedliche DeutunDŽ HeiliDŽer Schriften  Historischer HinterDŽrund HeiliDŽer Schrif-  wichtiDŽe Texte den jeweiliDŽen ReliDŽionen zuordnen und sich in ihnen zurechtfinden. verschiedene ÜbersetzunDŽskriterien und methodische ZuDŽänDŽe beschreiben.  die SituationsbezoDŽenheit reliDŽiöser Texte erkennen und die Schlüsse für eine zeit- DŽemässe AusleDŽunDŽ daraus ziehen.261 Lehrplan EF Religionslehre InterreliDŽiöser DialoDŽ  WahrnehmunDŽ im interreliDŽiösen DialoDŽ  Methode des interreliDŽiösen DialoDŽs  Konsequenzen des interreliDŽiösen DialoDŽs  ÜbereinstimmunDŽen, Parallelen und Unterschiede zwischen den WeltreliDŽionen feststellen und aufzeiDŽen.  Stärken und Schwächen der verschiedenen ReliDŽionen für die VerbreitunDŽ in der DŽlobalen Welt beurteilen.  sachlich diǹerenziert und respektvoll einen DialoDŽ zu kontroversen reliDŽiösen Themen führen und eine Gesprächskultur pfleDŽen. ReDŽeln für einen sinnvollen Ver- DŽleich von ReliDŽionen formulieren und an-  aus reliDŽiösen VorstellunDŽen persönliche Konsequenzen für ihren eiDŽenen UmDŽanDŽ mit Leuten aus anderen Kulturen ableiten262 Lehrplan für das Schwerpunktfach Spanisch (1) BeitraDŽ des Faches zur DŽymnasialen BildunDŽ Der Spanischunterricht ermöDŽlicht den Schülerinnen und Schülern, eine vielfältiDŽe kulturelle Welt kennenzulernen, die einen BoDŽen vom arabischen über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Die spanische Sprache öǹnet Türen zu einer immer stärker vernetzten und DŽlobalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Im Hinblick auf diese neuen Kommunikationsbedürfnisse schaǹt der Spanischunterricht die dafür notwendiDŽen sprachlich-kulturellen GrundlaDŽen. Gefördert werden im Besonderen die allDŽemeine KommunikationsfähiDŽkeit in der spanischen Sprache sowie die sprachliche Kompetenz, beispielsweise für die Wirtschaft, die Politik, die Diplomatie und die internationalen BeziehunDŽen. Als Sprachfach befasst sich der Spanischunterricht intensiv mit Texten unterschiedlicher GattunDŽen, aber auch mit verschiedenen anderen Kunstformen wie Malerei und Film. Die ästhetische WahrnehmunDŽs- und UrteilsfähiDŽkeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst DŽeschult; dabei werden ihnen MöDŽlichkeiten der künstlerischen UmsetzunDŽ menschlichen Erlebens und Verhaltens DŽezeiDŽt, was zu einem umfassenderen Verständnis der persönlichen LebensDŽestaltunDŽ beiträDŽt. Der Spanischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der ErlanDŽunDŽ der allDŽemeinen StudierfähiDŽkeit und erleichtert den EinstieDŽ ins Fachstudium. InsDŽesamt werden die Schülerinnen und Schüler durch die AuseinandersetzunDŽ mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise anDŽehalten, eiDŽene Werte und Normen kritisch zu hinterfraDŽen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten. Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders: Reflexive FähiDŽkeiten  Durch Sprache Identität, ÜberzeuDŽunDŽen und Interessen reflektieren  Die eiDŽenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eiDŽene Weltverständnis relativieren Wochenstunden 0 0 6 6263  Die eiDŽenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend DŽestalten  Die allDŽemeine KommunikationsfähiDŽkeit, Oǹenheit und Toleranz in Gesprächssituationen erweitern  Mit der spanischen Sprache kreativ umDŽehen  Die spanische Sprache als VerständiDŽunDŽsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen  Europa und dem spanischsprachiDŽen Amerika nutzen  WichtiDŽe Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären  Online-Wörterbücher DŽezielt nutzen  Kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, BibliothekskataloDŽe)  Computer als Arbeits-, Kommunikations- und Präsentationsmedium versiert einsetzen  Die neuen Medien und InformationstechnoloDŽien kritisch und bewusst nutzen  Interessen  Oǹenheit und KritikfähiDŽkeit DŽeDŽenüber der Kultur und den wichtiDŽsten DŽeschichtlichen EreiDŽnissen Lateinamerikas und Spaniens entwickeln  Literatur und Kultur als BereicherunDŽ erfahren264 Niveau: B1-B2 DŽemäss dem DŽemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen 1. LernDŽebiet: Sprachkompetenz (B1.2-B2) Grammatikalische Grundstrukturen  VerbalkonjuDŽation in allen Zeiten und Modi (Indikativ, Konditional I und II, Subjuntivo, Imperativ)  Einfache Verbalperiphrasen mit Gerundio und Infinitiv  VerDŽanDŽenheitszeiten im Indikativ  S ubjuntivo in Hauptsätzen und in  adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal) sowie in Relativsätzen  Adjektiv und Adverb  Passiv  bereits erworbene morpholoDŽische und syntaktische Grundstrukturen anwenden.  neu erlernte Grundstrukturen anwenden. Wortfeldarbeit (ca. 2500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz anwenden.  den Wortschatz erweitern und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  HerleitunDŽsstrateDŽien zur BedeutunDŽserschliessunDŽ von unbekanntem Wortschatz anwenden.  der Stufe entsprechende Wörterbücher benüt- Grobinhalt: Sprachreflexion Fachliche Kompetenzen265 2. LernDŽebiet: Verstehen (B1.2)  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  SprachverDŽleiche  elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen  erkennen und verbessern.  DŽrundleDŽende Gemeinsamkeiten in den  Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Spanisch und anderen Fremdsprachen erkennen und nutzen.  Kürzere, einfache RedebeiträDŽe und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. AlltaDŽsDŽespräche, Diskussionen, didaktisch aufbereitetes Bild- und/oder Tonmaterial, einfache, klar aufDŽebaute  Relativ lanDŽsam DŽesprochene authentische mediale BeiträDŽe (Radio- und FernsehsendunDŽen) sowie Filme über Themen aus dem InteressenDŽebiet der Schülerinnen und Schüler  UnterrichtsDŽespräch in der Fremdsprache  VerstehensstrateDŽien (z.B. W-Fra- DŽen, Vorkenntnisse)  einen RedebeitraDŽ DŽlobal verstehen.  authentischen medialen BeiträDŽen sowie Filmen über Themen aus ihrem InteressenDŽebiet die Hauptinformation entnehmen.  das UnterrichtsDŽespräch und die AnweisunDŽen der Lehrperson in Spanisch verstehen. Grobinhalt: Lesen Fachliche Kompetenzen266 3. LernDŽebiet: Sprechen (B1.2)  Einfache literarische und nicht literarische Texte (z.B. didaktisch aufbereitete Lektüren, stufenDŽerechte OriDŽinallektüren, Medientexte, Briefe)  LesestrateDŽien (z.B. Globalverstehen, Mindmap)  einfache literarische und nicht literarische Texte DŽlobal verstehen, analysieren und einordnen (TextsortenzuDŽehöriDŽkeit).  weitDŽehend korrekt vorlesen.  Unverstandenes durch den Kontext erschlies-  Texte DŽrob zusammenfassen. Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  AlltaDŽsDŽespräche  Verschiedene Sprechsituationen  einfachere RedebeiträDŽe (z.B.  Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen und Kurzreferate, einfache StellunDŽnahmen, InhaltswiederDŽaben bei Texten und Filmen, UnterrichtsDŽespräch)  die meisten AlltaDŽssituationen, denen man auf Reisen im SprachDŽebiet beDŽeDŽnet, anDŽemessen bewältiDŽen.  ohne VorbereitunDŽ an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des AlltaDŽs beziehen.  in einfachen, zusammenhänDŽenden Sätzen sprechen, um ErfahrunDŽen und EreiDŽnisse oder ihre Träume, HoǹnunDŽen und Ziele zu beschrei-  kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre MeinunDŽen dazu erklären und be- DŽründen.  eine Geschichte erzählen oder die HandlunDŽ eines Buches oder Films wiederDŽeben und ihre Reaktionen beschreiben.267 4. LernDŽebiet: Schreiben (B1.2) 5. LernDŽebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: schriftl.  Verschiedene Textsorten (z.B. BeschreibunDŽen, kurze Kommentare, Interviews, innere MonoloDŽe, DialoDŽe, Briefe, Emails, ErörterunDŽen, kreative Texte wie Gedichte und KurzDŽeschichten)  über Themen, die ihnen vertraut sind oder  die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhänDŽende Texte schreiben.  einfache kreative Texte verfassen  persönliche Briefe und Emails schreiben  und darin von ErfahrunDŽen und Eindrücken berichten.  ZusammenfassunDŽen von einfachen Texten  zu einem einfacheren Sachverhalt StellunDŽ  nehmen.  eine einfache BildbeschreibunDŽ verfassen. Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  OriDŽinaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika  einfachere literarische OriDŽinaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  einfachere literarische OriDŽinaltexte auf spezifische FraDŽestellunDŽen hin miteinander verDŽlei-  ihre eiDŽenständiDŽe AuseinandersetzunDŽ mit der Lektüre mündlich und schriftlich darleDŽen. Grobinhalt: Kultur Fachliche Kompetenzen268 Niveau: B2-C1 1. LernDŽebiet: Sprachkompetenz (B2)  Verschiedene Themen aus der Gesellschaft und Kultur der spanischsprachiDŽen Welt (z.B. ReDŽionen Spaniens oder Länder Lateinamerikas und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit spanischsprachiDŽer JuDŽendlicher)  DŽewisse soziokulturelle, historische, politische, DŽeoDŽrafische und wirtschaftliche Phänomene und GeDŽebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben.  einzelne DŽesellschaftliche Grundstrukturen und WertvorstellunDŽen sowie aktuelle StrömunDŽen in der spanischsprachiDŽen Welt verstehen. Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunst-  werke beschreiben.  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B.  HandlunDŽsablauf, FiDŽurenkonstellationen, Struktur, Musik, KameraführunDŽ, Perspektive, Licht)  Filme unter spezifischen FraDŽestellunDŽen miteinander verDŽleichen.  Komplexere DŽrammatikalische Grundstrukturen  Konkordanz der Zeiten  Indirekte Rede  Komplexe SatzDŽefüDŽe und Verbalperiphrasen  Relativsätze, Adverbialsätze  die DŽrundleDŽenden syntaktischen und morpholoDŽischen Strukturen auf fortDŽeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden.  einDŽeübte morpholoDŽische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer ÄusserunDŽen anDŽemessen kontrollieren. Grobinhalt: Wortschatz Fachliche Kompetenzen269 2. LernDŽebiet: Verstehen (B2-C1) Wortfeldarbeit (ca. 3500 Wörter)  den bereits erworbenen Wortschatz und  ausDŽewählte Idiomatismen dazu sicher anwen-  den Wortschatz diǹerenzieren und den neu erlernten Wortschatz anwenden.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes  Wörter der DŽleichen Wortfamilie erschliessen sowie Synonyme und Antonyme ableiten.  mithilfe des bestehenden Wortschatzes Paraphrasen und Definitionen formulieren.  Selbstkorrektur & Fremdkorrektur  SprachreDŽister  SprachverDŽleich  Sprachbewusstsein  Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und  das Lesen zur ErweiterunDŽ und FestiDŽunDŽ der Sprachkompetenz nutzen.  verschiedene SprachreDŽister unterscheiden und sich selbst stilsicher ausdrücken.  lexikalische und strukturelle BezüDŽe zu anderen Sprachen herstellen.  das Sprachbewusstsein zur Analyse und ErschliessunDŽ von Texten einsetzen.  Authentische, relativ schnell DŽesprochene RedebeiträDŽe und Sprechsituationen in Standardsprache (z.B. verschiedene Bild- und / oder Tonquellen, komplexere Präsentationen)  UnterrichtsDŽespräch in der Fremdsprache  RedebeiträDŽe weitDŽehend umfassend verstehen.  das UnterrichtsDŽespräch über anspruchsvolle Themen verstehen. Grobinhalt: Lesen Fachliche Kompetenzen270 3. LernDŽebiet: Sprechen (B2) 4. LernDŽebiet: Schreiben (B2)  Literarische und nicht literarische  OriDŽinaltexte (z.B. ErzählunDŽen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte)  LesestrateDŽien (z.B. Kontext, Struktur, VerknüpfunDŽen)  selbständiDŽ literarische und nicht literarische  Texte erschliessen, analysieren und einordnen (TextsortenzuDŽehöriDŽkeit).  sinnDŽebend vorlesen.  anhand von verschiedensten LesestrateDŽien unbekannte Inhalte erschliessen. Grobinhalt: mdl. Kommunikation Fachliche Kompetenzen  AlltaDŽsDŽespräche  RedebeiträDŽe zu verschiedenen all- DŽemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen (z.B. Diskussionen, Präsentationen, UnterrichtsDŽespräch)  mit einer muttersprachiDŽen Person spontan und fliessend ein AlltaDŽsDŽespräch führen.  sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiliDŽen und ihre Ansichten beDŽründen und vertreten.  zu verschiedenen Themen in länDŽeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte DarstellunDŽ DŽeben, einen Standpunkt zu einer kontroversen FraDŽe erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen anDŽeben.  diǹerenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. Grobinhalt: schriftl.  Verschiedene Textsorten (z.B. Berichte, Kommentare, Interview,  innerer MonoloDŽ, DialoDŽ, Briefe, Emails, ErörterunDŽen, kreative Texte wie Gedichte und KurzDŽeschichten)  über eine Vielzahl von Themen pointierte,  facettenreiche und klar strukturierte Texte  ArDŽumente und GeDŽenarDŽumente zu einem  bestimmten Problem darleDŽen.  literarische Analysen verfassen.  fiktionale Texte wirkunDŽsvoll schreiben und  dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren.271 5. LernDŽebiet: Literatur, Kultur, Film Grobinhalt: Literatur Fachliche Kompetenzen  OriDŽinaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen  komplexe literarische OriDŽinaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen.  literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten.  historisch-soziale HinterDŽründe und bioDŽraphische Informationen über den Autor / die Autorin zur Textanalyse beiziehen.  ihre eiDŽenständiDŽe AuseinandersetzunDŽ mit  der Lektüre mündlich und schriftlich darleDŽen.  literarische Werke auf spezifische FraDŽestellun- DŽen hin miteinander verDŽleichen.  anhand exemplarisch ausDŽewählter Lektüren  verschiedene Epochen der spanischsprachiDŽen Geistes- und LiteraturDŽeschichte charakterisie-  Exemplarische BeDŽeDŽnunDŽen mit der Gesellschaft und Kultur der spanischsprachiDŽen Welt (z.B. Kubanische Revolution, JuDŽendarbeitslosiDŽkeit in Spanien, Grenzkonflikt USA – Mexiko)  verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, DŽeoDŽrafische und wirtschaftliche Phänomene und GeDŽebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren.  unterschiedliche DŽesellschaftliche Grundstrukturen und WertvorstellunDŽen sowie aktuelle StrömunDŽen in der spanischsprachiDŽen Welt Grobinhalt: Film Fachliche Kompetenzen  Verschiedene Filme aus Spanien  und Lateinamerika  Filmanalyse, Filmsprache  Filme als authentische ästhetische Kunstwerke  Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. HandlunDŽsablauf, FiDŽurenkonstellationen, Struktur, Musik, KameraführunDŽ, Perspektive, Licht)  Filme unter spezifischen FraDŽestellunDŽen miteinander verDŽleichen.272 Lehrplan OF Sport Lehrplan für das obliDŽatorische Fach Sport Der Sportunterricht leistet einen BeitraDŽ zu einer mehrdimensionalen BildunDŽ: Er erweitert die BeweDŽunDŽserfahrunDŽ, fördert das BeweDŽunDŽslernen, verbessert die körperliche LeistunDŽs-, Ausdrucks- und SpielfähiDŽkeit und ermöDŽlicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler in deren PersönlichkeitsentwicklunDŽ und in deren sozialem Verhalten. Mit vielseitiDŽer BeanspruchunDŽ dient er der GesundheitserziehunDŽ. Der Sportunterricht reDŽt weiterführende sportliche Aktivitäten an: Mit überDŽreifenden Anlässen präDŽt er die Schulkultur mit; durch eine DŽezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die JuDŽendlichen MöDŽlichkeiten für eine lebenslanDŽe sportliche BetätiDŽunDŽ kennen  Die sportliche LeistunDŽsfähiDŽkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen  Den eiDŽenen Körper in BeweDŽunDŽssituationen einschätzen  Sich in ein Sport- oder Spielteam inteDŽrieren und eine unterstützende oder traDŽende Rolle übernehmen  Sich in Sport- und SpielhandlunDŽen fair verhalten  Sportspezifische BezeichnunDŽen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden  BeweDŽunDŽs- und SpielhandlunDŽen richtiDŽ beschreiben  In Sport- und SpielhandlunDŽen anDŽepasst kommunizieren  Zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten  Die sportliche LeistunDŽsfähiDŽkeit mit anDŽepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern  Sich selbstständiDŽ auf sportliche LeistunDŽstests vorbereiten273 Lehrplan OF Sport Praktische FähiDŽkeit und IKT-Kompetenz  Sich in orDŽanisatorische Abläufe einDŽliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitDŽestalten  Den korrekten UmDŽanDŽ mit technischen Hilfsmitteln beherrschen  Die richtiDŽen HandDŽriffe bei Geräteaufbau und HilfestellunDŽen kennen und anwenden  BeweDŽunDŽ, Sport und Spiel als Teil des DŽesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen  • VeränderunDŽen, Tendenzen und NeuerunDŽen verfolDŽen274 Lehrplan OF Sport GrundlaDŽen LernDŽebiete Fachliche Kompetenzen 1. EnerDŽetische Faktoren, SteuerunDŽ der Motorik 1.1 Ausdauer  ihre AusdauerleistunDŽsfähiDŽkeit erhalten oder verbessern.  sich selbstständiDŽ auf einen Ausdauertest vorbereiten 1.2 Kraft  das eiDŽene KörperDŽewicht hänDŽend und stützend halten und zielDŽerichtet einsetzen.  KräftiDŽunDŽsübunDŽen mit dem eiDŽenen KörperDŽewicht und an KraftDŽeräten korrekt ausführen. 1.3 SchnelliDŽkeit  Reaktions-, BeschleuniDŽunDŽs-, Aktions- und HandlunDŽsschnelliDŽkeit adäquat einsetzen. 1.4 BeweDŽlichkeit  ihre BeweDŽlichkeit erhalten oder  BeweDŽlichkeitsübunDŽen korrekt aus- 2. BeweDŽunDŽslehren Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen  durch DŽezielte Analysen die eiDŽene BeweDŽunDŽs-qualität verbessern 2.2 Beobachten, beurteilen, beraten  bei BeobachtunDŽsaufträDŽen präzise RückmeldunDŽen zur BeweDŽunDŽsausführunDŽ DŽeben. BeweDŽunDŽsbereiche 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Tanzen  Rhythmische FolDŽen und/oder Tanzstile anDŽeleitet und selbstständiDŽ 3.2 Darstellen  den eiDŽenen Körper als Ausdrucks- und GestaltunDŽsmittel einsetzen.  im Team eine GestaltunDŽ erarbeiten und vorstellen. 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 An und mit Geräten  spezifische BeweDŽunDŽen an verschiedenen Geräten ausführen (z.B.275 Lehrplan OF Sport SchwinDŽen, Stütz- und Kippbewe- DŽunDŽen, Rotationen, Klettern) und so das eiDŽene BeweDŽunDŽsrepertoire mit DŽrundleDŽenden BeweDŽunDŽsmustern 4.2 Helfen und Sichern  VerantwortunDŽ bei BeweDŽunDŽsauf- DŽaben übernehmen.  die richtiDŽen HilfestellunDŽen anwen- 5. Laufen, SprinDŽen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 GrundfertiDŽkeiten und -fähiDŽkeiten  in den Bereichen Laufen, SprinDŽen, Werfen ihre GrundfertiDŽkeiten und - fähiDŽkeiten erweitern. 5.2 AnwendunDŽen in verschiedenen Diszipli-  ihre GrundfertiDŽkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen. 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können 6.1 Techniken und ReDŽeln  in ausDŽewählten DŽrossen Sportspielen korrekt mitspielen und sich re- DŽelkonform verhalten. 6.2 Spieltaktik  in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch anDŽemessen handeln. 6.3 Spielrepertoire  neue und/oder fremde Spiele korrekt spielen. 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können Wassersportarten  Grobformen von ausDŽewählten Disziplinen anwenden. 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können 8.1 Sportarten  ein ausDŽewähltes Set von Trendsportarten ausüben. 8.2 AnforderunDŽen und Risiken  verantwortunDŽsvoll mit den entsprechenden AnforderunDŽen und Risiken umDŽehen. 9. Outdoorsport Die Schülerinnen und Schüler können Sich im Freien beweDŽen und aufhalten  sich in der jeweiliDŽen UmDŽebunDŽ orientieren und adäquat verhalten.  DŽeDŽenüber der Gruppe, der UmDŽebunDŽ und der Natur VerantwortunDŽ übernehmen.276 Lehrplan für das Ergänzungsfach Sport 1. Beitrag des Fachs zu den überfachlichen Kompetenzen Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders:  die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen  die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten  sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen  Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden  fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen  körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenz  die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern  sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen  sportliche Leitungstests selbständig durchführen und auswerten  sich in Sport-Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten277 Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen 1. Lerngebiet: Trainingslehre  Sportanatomie und -physiologie  Energetische Faktoren  Steuerung der Motorik  Trainingssteuerung  Sportpsychologie  Sporternährung und -verletzung  im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben  die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären  das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik erklären  die koordinativen Fähigkeiten im Kontext erläutern  Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten  Methoden des Trainings verstehen und zielgerichtet anwenden  in einem ausgewählten Bereich einen Trainingsplan erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit gezielt verbessern  kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmung- Entscheidung-Handeln; Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training).  Den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären.  Die bedarfsgerechte Ernährung erläutern.  Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen ergreifen können. Erwerben, Anwenden, Gestalten  Modelle der Bewegungslehre erklären278 Analysieren  die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden  Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren  Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten  ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern  Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren 3. Lerngebiet: Sportspiele In mindestens 2 ausgewählten Sportspielen  Korrekte Techniken anwenden und/ oder taktische Elemente anwenden  Spielregeln vertiefen  die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen anwenden  taktische Elemente und Spielsysteme  in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten  ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten 4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft Ausgewählte Bereiche aus:  Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit  Leitmotive für sportliches Handeln  Umfeldeinflüsse auf sportliches Handeln  Ein aktuelles Themenfeld aufarbeiten (z.B. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt)  die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären  Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen  zum gewählten Themenbereich kritisch Stellung nehmen.279 Lehrplan OF Wirtschaft und Recht Lehrplan für das obligatorische Fach Einführung in Wirtschaft und Recht Wochenstunden 1 2 0 0 Das Fach EinführunDŽ in Wirtschaft und Recht untersucht den UmDŽanDŽ des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwinDŽt uns zu EntscheidunDŽen: Würden wir im Überfluss leben, bräuchten wir uns nicht um solche FraDŽen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umDŽehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überle- DŽunDŽen bilden einen zentralen Ansatzpunkt der Mikroökonomie und befähiDŽen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu beDŽründen. Wo Menschen zusammenleben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine MöDŽlichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen RahmenbedinDŽunDŽen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen RechtsfraDŽen des AlltaDŽs umDŽehen und bei aktuellen, die RechtsordnunDŽ betreffenden DŽesellschaftlichen FraDŽen mitdiskutieren. Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähiDŽt, DŽesamtwirtschaftliche ZusammenhänDŽe zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte hinsichtlich wirtschaftspolitischer Probleme zu charakterisieren. Aktuelle BeiträDŽe und anschauliche Beispiele erDŽänzen die erarbeitete Theorie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, volkswirtschaftliche und rechtliche FraDŽestellunDŽen miteinander verflochten sind und auf unterschiedlichen WerthaltunDŽen basieren. Sie werden anDŽereDŽt, ökonomische und rechtliche Aspekte im AlltaDŽ bewusst wahrzunehmen. Die EinführunDŽ in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein DŽeschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es DŽleichzeitiDŽ die Basis für das Schwerpunkt- oder für das ErDŽänzunDŽsfach. Das Fach EinführunDŽ in Wirtschaft und Recht fördert besonders:  Sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und ArbeitDŽeber) hineinversetzen  Modelle als vereinfachte DarstellunDŽen der Wirklichkeit verstehen und anwenden  Alternative ProblemlösunDŽen finden, bewerten und abwäDŽend entscheiden  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von DiaDŽrammen und Tabellen280 Lehrplan OF Wirtschaft und Recht  Unterschiedliche Perspektiven einnehmen  Die eiDŽene Position erarbeiten und sachlich vertreten  Sprachtexte sowie auch Gesetzestexte in der GesamtaussaDŽe und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie DŽrafisch darstellen und lösen  Im eiDŽenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche FraDŽestellun- DŽen erkennen  GeoDŽrafie  Chemie  Physik  Mathematik 4. VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  Im Rahmen des Projektunterrichts281 Lehrplan OF Wirtschaft und Recht 1. LernDŽebiet: Recht EinführunDŽ ins Recht  die GrundlaDŽen des Rechtssystems und ihre Rolle darin verstehen und er-  mit unterschiedlichen Rechtsquellen arbeiten.  rechtliche ProblemstellunDŽen einem bestimmten Rechtsbereich zuordnen.  einfache Rechtsfälle aus ihrem Lebensbereich lösen.  staatsrechtliche GrundlaDŽen (beispielsweise Menschenrechte, GewaltentrennunDŽ, Stimm- und Wahlrecht) und den EntstehunDŽsprozess von Gesetzen verstehen und anwenden. Zivilrecht: Personenrecht/ObliDŽationenrecht  VerknüpfunDŽspunkte zwischen ihrem Lebenslauf und den GesetzDŽebunDŽen des Zivilrechts erkennen und analysie-  mit Hilfe ihres erworbenen Wissens ihr Leben in rechtlichen BelanDŽen aktiv steuern. Weitere RechtsDŽebiete  aktuelle Geschehnisse verstehen, einordnen und beurteilen. Aktualitäten  anhand von aktuellen Rechtsfällen, AbstimmunDŽsvorlaDŽen oder RechtsänderunDŽen etc. eine eiDŽene MeinunDŽ bilden und Diskussionen führen.282 Lehrplan OF Wirtschaft und Recht 1. LernDŽebiet: Volkswirtschaftslehre Mikroökonomie  die HandlunDŽsweisen der Menschen anhand ökonomischer Modelle erkennen, beschreiben und beurteilen.  die wirtschaftlichen Konsequenzen des eiDŽenen Handelns erkennen und kritisch beurteilen.  Marktmechanismen, PreisbildunDŽ und StaatseinDŽriffe erklären, verstehen und deren FolDŽen beurteilen.  die wichtiDŽsten MarktversaDŽen erkennen, erklären und adäquate GeDŽenmassnahmen nennen.  aktuellen Geschehnisse ökonomisch  die DŽewonnenen wirtschaftlichen Erkenntnisse anwenden und aktiv vertie- Makroökonomie  DŽesamtwirtschaftliche Daten und Fakten kennen, erklären und anwenden.  ProblemstellunDŽen und Konzepte wie beispielsweise aus den Bereichen Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, ArbeitslosiDŽkeit, Staatsfinanzen, GlobalisierunDŽ oder Aussenhandel erfassen,  Tabellen und Graphiken lesen, analysieren, kommentieren und interpretie- 2. LernDŽebiet: Betriebswirtschaftslehre Unternehmensfunktionen  unternehmerische Aktivitäten wie beispielsweise BudDŽetierunDŽ, MarketinDŽ283 Lehrplan OF Wirtschaft und Recht oder OrDŽanisation verstehen und aktiv Unternehmensmodell  Umweltsphären und AnspruchsDŽruppen eines Unternehmens kennen und identifizieren sowie anhand aktueller Beispiele möDŽliche Zielkonflikte aufzeiDŽen. Haushalte  einfache BudDŽets erklären und erstel-  die wichtiDŽsten Positionen der Einkommens- und AusDŽabenseite eines Haushalts verstehen und analysieren. Hinweis: Die FinanzbuchhaltunDŽ ist ausführlicher Bestandteil des Lehrplans Schwerpunktfach284 Lehrplan für das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach EinführunDŽ in Wirtschaft und Recht erworbenen GrundlaDŽen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im ZusammenhanDŽ mit der NutzunDŽ von knappen Ressourcen, mit der HerstellunDŽ und VerteilunDŽ von Gütern sowie mit den DŽesellschaftlichen und rechtlichen RahmenbedinDŽunDŽen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schüler werden befähiDŽt, DŽesamtwirtschaftliche ZusammenhänDŽe zu erkennen und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren LösunDŽsvorschläDŽen eine eiDŽene MeinunDŽ zu bilden. Sie analysieren die WechselwirkunDŽen zwischen Unternehmen und deren Umwelt und DŽewinnen dabei Einsicht in EntscheidunDŽsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und ZuDŽänDŽe zu ausDŽewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche ProblemstellunDŽen zu bearbeiten und in DŽesellschaftlichen Kontroversen StellunDŽ zu beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche FraDŽestellunDŽen miteinander verflochten sind. Sie werden anDŽereDŽt, in ihrem AlltaDŽ im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen und einer Schwerpunktfachwoche erhalten sie dabei vertiefte Einblicke in reale Institutionen und Abläufe. Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:  SachaussaDŽen, Werturteile sowie Ziel-/MittelaussaDŽen unterscheiden  Modelle in DŽrafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellun- DŽen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren  Alternative ProblemlösunDŽen finden, bewerten und abwäDŽend entscheiden  Einblick in die empirische SozialforschunDŽ DŽewinnen  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von DiaDŽrammen und Tabellen  Das eiDŽene Verhalten unter sozialen, ökoloDŽischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfraDŽen.285 Analytische FähiDŽkeit  Teamarbeit so orDŽanisieren, dass die spezifischen FähiDŽkeiten der TeammitDŽlieder ein eǺzientes und arbeitsteiliDŽes Arbeiten ermöDŽlichen  Exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im RechnunDŽswesen, entwickeln  Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle ZeitunDŽsartikel in der GesamtaussaDŽe und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie DŽrafisch darstellen und lösen  DatenanDŽebote wichtiDŽer Institutionen und Behörden DŽezielt nutzen  Die BeteiliDŽunDŽ an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anleDŽen, wählen, ReDŽeln setzen)  Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden  GeoDŽrafie  Chemie  Physik  Mathematik  Geschichte VorbereitunDŽ der Lernenden auf die Maturitätsarbeit  Im Rahmen des Projektunterrichts286 1. LernDŽebiet: Betriebswirtschaftslehre Finanzielles RechnunDŽswesen  finanzielle VorDŽänDŽe in Unternehmen unter Zuhilfenahme der FinanzbuchhaltunDŽ abbilden.  spezielle VorDŽänDŽe wie beispielsweise AbschreibunDŽen, Bestandesänderun- DŽen, Mehrwertsteuer oder fremde WährunDŽen bearbeiten.  eine ErfolDŽsrechnunDŽ und eine Bilanz aufstellen, analysieren und interpretie- Unternehmensmodell  Betriebe unterschiedlicher Sektoren, Branchen, Grösse, Rechtsform, TräDŽerschaft etc. unterscheiden und zuord-  verschiedene Umweltsphären der UnternehmunDŽ beschreiben und WechselbeziehunDŽen aufzeiDŽen.  Interessen- und Zielkonflikte unterschiedlicher AnspruchsDŽruppen aufzeiDŽen und LösunDŽsoptionen erarbei-  GrundstrateDŽie, Leitbild und UnternehmunDŽskonzept anhand praktischer Beispiele unterscheiden und anwenden.287 2. LernDŽebiet: Volkswirtschaftslehre Produktionsfaktoren und KapitalbildunDŽ  die verschiedenen Produktionsfaktoren und deren EiDŽenschaften beschreiben sowie Implikationen derselben erläutern.  die besondere BedeutunDŽ des Humankapitals erkennen und beDŽründen.  verschiedene Prozesse der KapitalbildunDŽ beschreiben und anwenden. Volkswirtschaftliche GesamtrechnunDŽ  die Inhalte und die EntstehunDŽ des BIP und des VE verstehen und anwenden sowie einen BezuDŽ zwischen diesen Grössen herstellen.  Probleme der Einkommens-verteilunDŽ erkennen, beschreiben und eine ei- DŽene MeinunDŽ dazu bilden.  sich zur FraDŽe der Grenzen des Wachstums kritisch äussern. Märkte und Marktformen  verschiedene Aspekte der öǹentlichen Haushalte verstehen, erklären und analysieren.  verschiedene Marktformen erkennen und deren Charakteristika identifizie-  den Verlauf und Besonderheiten der NachfraDŽe- und AnDŽebotsfunktionen darstellen sowie beDŽründen.  die PreisbildunDŽ auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären und  Formen der Elastizitäten unterscheiden, berechnen und deren Konsequenzen beurteilen.  Kennzahlen berechnen und diese im Hinblick auf ihre AussaDŽekraft beurtei-  MarktversaDŽen und deren Konsequenzen erkennen sowie LösunDŽsstrateDŽien  MarkteinDŽriǹe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen.288 Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen, diskutieren  eine eiDŽene MeinunDŽ zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertre- 3. LernDŽebiet: Recht VertraDŽsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer FalllösunDŽsmethodik orientieren.  EntstehunDŽ, ErfüllunDŽ, Erlöschen sowie VerjährunDŽ von ObliDŽationen erkennen  die wichtiDŽsten HaftunDŽsbestimmun- DŽen und deren Tatbestandsmerkmale kennen, analysieren und in konkreten Fallbeispielen anwenden.  praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und lösen. Mindestens ein weiteres TeilDŽebiet aus anderen RechtsDŽebieten, so beispielsweise:  Sachenrecht  ImmaterialDŽüterrecht  Strafrecht  SchuldbetreibunDŽs- und Konkursrecht  Staatsrecht  Steuerrecht  Wettbewerbsrecht  Ziele und KernDŽedanken des Rechts- DŽebietes beschreiben und hinterfra- DŽen  einfache Fälle aus dem jeweiliDŽen Gebiet lösen Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (AbstimmunDŽsvorlaDŽen, GesetzesänderunDŽen, weDŽweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten etc.) verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.  sich in BezuDŽ auf allenfalls vorzunehmende GesetzesänderunDŽen oder neue rechtliche ReDŽelunDŽen eine ei- DŽene MeinunDŽ bilden und diese auch vertreten.289 1. LernDŽebiet: Betriebswirtschaftslehre LeistunDŽswirtschaft  strateDŽische und operative Konzepte der UnternehmensführunDŽ beschreiben, analysieren und anwenden.  Aufbau- und AblauforDŽaniDŽramme interpretieren und für einen DŽeDŽebenen Sachverhalt aufstellen.  verschiedene Aspekte der PersonalmanaDŽements beschreiben, anwenden sowie sich zu den FolDŽen des Um- DŽanDŽs mit Mitarbeitern eine eiDŽene MeinunDŽ bilden. Finanzwirtschaft  verschiedene Aspekte unterschiedlicher FinanzierunDŽsarten und –modelle kennen, verstehen und anwenden.  verschiedene Kennzahlen der UnternehmunDŽsführunDŽ und zuDŽrundelie- DŽende Konzepte verstehen und interpretieren Finanzintermediäre  DŽrundleDŽende Funktionsweisen sowie die wichtiDŽsten Charakteristika von Finanzintermediären verstehen und er-  verschiedene VersicherunDŽslösunDŽen in ihren GrundzüDŽen erklären und applizieren können.  AnlaDŽeDŽrundsätze und AnlaDŽestrate- DŽien verstehen und anwenden. 2. LernDŽebiet: Volkswirtschaftslehre Märkte und Marktformen  verschiedene Marktformen erkennen und deren Charakteristika identifizie-  Verläufe und Besonderheiten der NachfraDŽe- und AnDŽebotskurve290 erklären sowie die beiden Kurven an-  die PreisbildunDŽ auf dem Markt für verschiedene Marktformen erklären  Formen der Elastizitäten unterscheiden und berechnen.  Kennzahlen berechnen und diese im Fachlehrpläne | 309 22. Februar 2013 Hinblick auf ihre AussaDŽekraft beur-  MarktversaDŽen und deren Konsequenzen erkennen sowie LösunDŽsstrateDŽien erarbeiten.  MarkteinDŽriǹe des Staates in verschiedener Hinsicht beurteilen und sich eine eiDŽene MeinunDŽ dazu bil- Geld und WährunDŽ  verschiedene Arten von Geld unterscheiden und Implikationen beschreiben sowie verstehen.  GeldmenDŽenaDŽDŽreDŽate definieren  den Prozess der (multiplen) GeldschöpfunDŽ beschreiben und FolDŽen herleiten.  Vor- und Nachteile unterschiedlicher WechselkursreDŽime und deren Probleme kennen sowie LösunDŽsansätze  GeldwertänderunDŽen analysieren und Konsequenzen ableiten. Mindestens ein weiteres TeilDŽebiet aus der (möDŽliche Beispiele rechts): - Konjunkturpolitik - Wirtschaftspolitik - Umweltpolitik - Geldpolitik - Fiskalpolitik - Aussenwirtschaftspolitik - BeschäftiDŽunDŽs- und Arbeitsmarktpolitik - Wachstums- und Strukturpolitik  den Konjunkturzyklus sowie dazuDŽehöriDŽe Indikatoren beschreiben und  verschiedene Bereiche der Wirtschaftspolitik identifizieren und WeDŽe zur ZielerreichunDŽ aufzeiDŽen.  verschiedene Aspekte und Elemente der Aussenwirtschafts-politik beschreiben, analysieren sowie vor- und nachteiliDŽe EntwicklunDŽen identifizieren.  die GefährdunDŽ der Umwelt als FolDŽe des wirtschaftlichen Handelns291 erkennen und Instrumente der Umweltpolitik anwenden.  eiDŽenes ethisches Handeln anhand umweltbewussten ADŽierens identifizieren, kritisch reflektieren und bewerten. Aktualitäten  aktuelle Vorfälle im Bereich der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre verstehen, einordnen, diskutieren und beurteilen.  eine eiDŽene MeinunDŽ zu aktuellen Geschehnissen bilden und diese vertreten. 3. LernDŽebiet: Recht VertraDŽsrecht  sich beim Lösen von Rechtsfällen an einer FalllösunDŽsmethodik orientieren.  die wichtiDŽsten VertraDŽstypen (v.a. KaufvertraDŽ, MietvertraDŽ und ArbeitsvertraDŽ) (er-)kennen und voneinander abDŽrenzen  wichtiDŽe Fakten und Verhaltensweisen erkennen, analysieren und reflektieren, die für Abschlüsse solcher VerträDŽe in der persönlichen Zukunft der Schülerinnen und Schüler von BedeutunDŽ sein können.  praktische und konkrete Rechtsfälle analysieren und lösen. Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse  die verschiedenen Rechtsformen voneinander unterscheiden und systematisieren sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen erfassen.  über die Wahl der Rechtsform von Betrieben anhand der fachlich einschläDŽi- DŽen Kriterien entscheiden.  Ziele, Ursachen und AuspräDŽunDŽen von Unternehmenszusammenschlüssen erläutern und realen Beispielen zuordnen.292 Mindestens ein weiteres TeilDŽebiet aus anderen RechtsDŽebieten, so beispielsweise:  Sachenrecht  ImmaterialDŽüterrecht  Strafrecht  SchuldbetreibunDŽs- und Konkursrecht  Staatsrecht  Steuerrecht  Wettbewerbsrecht  Ziele und KernDŽedanken des Rechts- DŽebietes beschreiben und hinterfra- DŽen  einfache Fälle aus dem jeweiliDŽen Gebiet lösen. Aktualitäten  aktuelle Geschehnisse im Bereich des Rechts (AbstimmunDŽsvorlaDŽen, GesetzesänderunDŽen, weDŽweisende Urteile, laufende Prozesse, aktuelle Straftaten etc.) verstehen, einordnen, diskutieren  sich in BezuDŽ auf allenfalls vorzunehmende GesetzesänderunDŽen oder neue rechtliche ReDŽelunDŽen eine ei- DŽene MeinunDŽ bilden und diese auch vertreten.293 Lehrplan EF Wirtschaft und Recht Lehrplan für das ErDŽänzunDŽsfach Wirtschaft und Recht Das ErDŽänzunDŽsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach EinführunDŽ in Wirtschaft und Recht vermittelten GrundlaDŽen auf. Der Unterricht erfolDŽt dabei vorwieDŽend themenzentriert und leDŽt besonderen Wert auf einen DŽanzheitlichen Blick auf ausDŽewählte Probleme aus den Perspektiven der drei TeilDŽebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: Arbeiten: Hier DŽeht es unter anderem um Besonderheiten und ReDŽulierunDŽen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von ArbeitslosiDŽkeit, ArbeitslosenversicherunDŽ, öǹentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource ManaDŽement (Personalwesen). Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse, Unternehmensmodell, betriebliche LeistunDŽserstellunDŽ, MarketinDŽ, MarktforschunDŽ, PreisbildunDŽ, MarktversaDŽen, staatliche EinDŽriǹe in den Markt, Handels- und Gesellschaftsrecht, allDŽemeines und spezielles VertraDŽsrecht sind weitere möDŽliche Themen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähiDŽt, DŽesamtwirtschaftliche ZusammenhänDŽe zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren LösunDŽsvorschläDŽen eine eiDŽene MeinunDŽ zu bilden. Sie analysieren die WechselwirkunDŽen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und DŽewinnen dabei Einsicht in EntscheidunDŽsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschläDŽiDŽe BestimmunDŽen anwenden. Mit diesen GrundlaDŽen besitzen sie wichtiDŽe VoraussetzunDŽen, um in der Gesellschaft verantwortunDŽsvolle AufDŽaben zu übernehmen Das ErDŽänzunDŽsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders:  Modelle in DŽrafischer und verbaler Form als vereinfachte DarstellunDŽen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren  In Alternativen denken und abwäDŽend entscheiden  Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere DiaDŽramme und Tabellen  Die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren AussaDŽekraft beurteilen  Das eiDŽene Verhalten unter sozialen, ökoloDŽischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfraDŽen294 Lehrplan EF Wirtschaft und Recht  Teamarbeit so orDŽanisieren, dass die spezifischen FähiDŽkeiten der TeammitDŽlieder ein eǺzientes und arbeitsteiliDŽes Arbeiten ermöDŽlichen  Widersprüche und Kompromisse aushalten  Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle ZeitunDŽsartikel in der GesamtaussaDŽe und in den Einzelheiten korrekt erfassen  Quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie DŽrafisch darstellen und lösen  DatenanDŽebote wichtiDŽer Institutionen und Behörden DŽezielt nutzen  Die BeteiliDŽunDŽ an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anleDŽen, wählen, ReDŽeln setzen)  GeoDŽrafie  Chemie  Physik  Mathematik  Geschichte295 Lehrplan EF Wirtschaft und Recht Die LernDŽebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind Pflicht- Optionen als Beispiele, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treǹen 1. LernDŽebiet: Volkswirtschaftslehre Arbeit  verschiedene Märkte und Marktformen beschreiben, verstehen und Wohnen  wirtschaftspolitische Massnahmen am Beispiel des WohnunDŽsmarktes verstehen, erklären und anwenden Steuern  verschiedene Aspekte der öǹentlichen Haushalte verstehen, erklären Konsum  die BedeutunDŽ des Konsums im Hinblick auf verschiedene volkswirtschaftliche Funktionen verstehen, erklären, analysieren und anhand von Fallbeispielen vertiefen. 2. LernDŽebiet: Betriebswirtschaftslehre Arbeit  Betriebe als ArbeitDŽeber mit den zusammenhänDŽenden Elementen beschreiben, erklären, verstehen und Wohnen  EntscheidunDŽen privater Haushalte als Mieter oder WohneiDŽentümer verstehen, erklären und mit Hilfe von Fallbeispielen vertiefen. Steuern  verschiedene Aspekte der privaten Haushalte und Unternehmen verstehen, erklären und analysieren Konsum  die BedeutunDŽ des Konsums im Hinblick auf verschiedene296 Lehrplan EF Wirtschaft und Recht betriebswirtschaftliche Funktionen verstehen, erklären, analysieren und in Fallbeispielen anwenden. 3. LernDŽebiet: Recht Arbeit  rechtliche Elemente des AnstellunDŽsverhältnisses mit den verbundenen Elementen beschreiben, erklären und verstehen. Wohnen  rechtliche Aspekte der Miete oder des Hauskaufs verstehen, erklären Steuern  verschiedene Aspekte der SteuerDŽesetzDŽebunDŽ verstehen, beDŽründen und analysieren Konsum  rechtliche Konsequenzen des Konsums verstehen, erklären, analysieren und anwenden.297 Inhaltsverzeichnis Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten ...................................................................................... 3 Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten .................................................................................. 11 Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten..................................................................................... 18 Grundlagenfach Biologie ............................................................................................................. 22 Ergänzungsfach Biologie ............................................................................................................. 29 Grundlagenfach Chemie ............................................................................................................. 32 Ergänzungsfach Chemie .............................................................................................................. 40 Schwerpunktfach Biologie und Chemie ...................................................................................... 43 Grundlagenfach Deutsch ............................................................................................................ 50 Grundlagenfach Englisch............................................................................................................. 61 Grundlagenfach Französisch ....................................................................................................... 69 Schwerpunktfach Französisch ..................................................................................................... 82 Grundlagenfach Geografie .......................................................................................................... 91 Ergänzungsfach Geografie .......................................................................................................... 96 Grundlagenfach Geschichte ........................................................................................................ 98 Ergänzungsfach Geschichte ......................................................................................................105 Obligatorisches Fach Informatik.………………………………..………..…………………… …………………………108 Ergänzungsfach Informatik .......................................................................................................113 Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang .............................................................115 Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang ...........................................................125 Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang ..............................................................133 Grundlagenfach Italienisch .......................................................................................................138 Schwerpunktfach Italienisch .....................................................................................................145 Akzentfach Latein......................................................................................................................149 Schwerpunktfach Latein ...........................................................................................................153 Grundlagenfach Mathematik ....................................................................................................158 Ergänzungsfach Mathematik ....................................................................................................171 Grundlagenfach Musik ..............................................................................................................173 Schwerpunktfach Musik............................................................................................................183 Ergänzungsfach Musik ..............................................................................................................191 Ergänzungsfach Pädagogik / Psychologie .................................................................................194 Ergänzungsfach Philosophie .....................................................................................................199 Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie.........................................................204 Grundlagenfach Physik .............................................................................................................211 Ergänzungsfach Physik ..............................................................................................................219 Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik .................................................222 Ergänzungsfach Religionslehre .................................................................................................232 Freifach Spanisch ......................................................................................................................233 Schwerpunktfach Spanisch .......................................................................................................235 Obligatorisches Fach Sport .......................................................................................................241 Ergänzungsfach Sport ...............................................................................................................255 Obligatorisches Fach Einführung in Wirtschaft und Recht........................................................260 Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht ...................................................................................265 Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht ......................................................................................273 Richtlinien Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)………………….…………………...277 Richtlinien Projektunterricht und Maturaarbeit .......................................................................280 Allgemeine Bildungsziele 3 Bildnerisches Gestalten Wochenlektionen 2 3 2 0 Bildnerisches Gestalten und Bildbetrachtung1 verknüpfen Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Sie befähigen die Schülerinnen und Schüler, sich in der visuellen Welt zu orientieren. Dem Lernen durch konkretes, angewandtes Tun wird in der bildnerischen Gestaltung eine wichtige Rolle zugemessen. Bilder sind in unserer multimedial beeinflussten Gesellschaft omnipräsent und prägen sowohl unsere Kommunikations- als auch Wahrnehmungsstrukturen. Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit Bilder, Architektur, Design und visuelle Phänomene bewusst wahrzunehmen. Wahrnehmen heisst, sich auf einen Betrachtungsgegenstand zu konzentrieren, sich sowohl einer Systematik des Schauens zu bedienen als auch sinnlich-körperliche Empfindungen zu zulassen und zu nutzen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erworbene Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. Sie erweitern ihr Wissen über Epochen, Kulturen und deren Bildsprache. Durch die Auseinandersetzung mit Vergangenem schärfen sie ihren Blick auf die Gegenwart. Im Rahmen eigengestalterischen Tuns und der planerischen Vorbereitung vertiefen die Lernenden ihre Fähigkeiten Beobachtetes bildnerisch umzusetzen und visuell zu kommunizieren. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen komplexe Prozesse, in deren Verlauf sich Entwickeln und Reflektieren wechselseitig beeinflussen. Dabei spielen Ideen, Empfindungen, Fantasie, Vorstellungsvermögen und Erinnerungen eine ebenso bedeutende Rolle wie das Sachwissen. 1 Der Sammelbegriff „Bild“ beinhaltet sowohl zwei- und dreidimensionale Werke als auch bewegte Bilder. Allgemeine Bildungsziele 4 Die Schülerinnen und Schüler erwerben handwerkliche Fertigkeiten und entwickeln diese weiter. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Ausserdem erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sie aktiv an einer Belebung und Mitgestaltung der Schulkultur teilhaben können. Bildnerische Gestaltung trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und dies als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen und gezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders: • durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • in der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen • im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren • Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge auch im gesellschaftlichen Kontext • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Bildersammlungen und Medienangebote nutzen • mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen • manuelles Geschick und technisches Können verbessern • eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialien entwickeln Allgemeine Bildungsziele 5 Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. In der dritten Klasse wird ein längeres angewandtes Projekt durchgeführt, während dessen die Arbeitsstufen kreativen Arbeitens beispielhaft durchlaufen werden (Recherche, Entwurf, Realisierung, Reflexion, Dokumentation). Querverbindungen sind zu vielen Fächern möglich. Im Speziellen ist eine Zusammenarbeit in der ersten Klasse im Lerngebiet Farbe mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie wünschbar. In der zweiten Klasse drängt sich im Lerngebiet Kunst eine Verbindung zum Fach Geschichte auf. In der dritten Klasse ist eine Verbindung zum Projektunterricht nahe liegend, in welchem viele Momente selbständiger Recherchen und Realisationsphasen ebenfalls intensiv thematisiert werden. 5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der visuellen Kommunikation (Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Maturaarbeit vor. Ausdauer, Eigeninitiative und Selbstorganisation sind Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen Projekten besonders gefördert werden. Lerngebiete 6 zeichnerische Grundlagen • zeichnen nach der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und mit Tonwerten differenziert wiedergeben. Entwerfen • Assoziationen und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen. • innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. Komposition • einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden. • Gestaltung als persönliches Ausdrucksmittel erfahren. Farbwahrnehmung • eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung von Farben erfah- Farbenlehre und Farbordnungssysteme • unterschiedliche Farbsysteme kennenlernen (z.B. nach Johannes Itten / H. Küppers). Farbkontraste • Wirkungen von Farbkombinationen und Farbkontrasten erkennen und anwen- Maltechnik • Maltechniken thematisch vertiefen und mindestens eine – dem Malmittel angepasste – Anwendungsart wie pastos, deckend, lasierend anwenden. Plastik und/oder Skulptur • mit einer additiven oder subtraktiven Technik ein einfaches Objekt nach formalen Vorgaben realisieren. Raumbildende Mittel • elementare raumbildende Mittel benennen und anwenden (z.B. Negativraum, Formkontraste, Anordnung im Raum). Umwandlung / Übersetzung von 3D zu 2D oder umgekehrt • verschiedene Darstellungsarten dreidimensionaler Situationen anwenden (z.B. Plan, Fotografie etc.) Lerngebiete 7 Bildsprache • inhaltliche Aussage, Information und Symbolik von Bildern benennen und in Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien und bildnerischen Darstellungsarten set- • über Bildinhalt und -gestaltung in Bezug auf das Zielpublikum reflektieren (z.B. Werbung). Typografie • Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch und gezielt anwenden. digitale Fotografie • Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung erkennen, anwenden (z.B. Retuschieren, Tonwertkorrektur) und kritisch reflektieren. Bildbetrachtung • durch projektbezogene Beispiele aus Kunst und Design Bezüge zur eigenen gestalterischen Arbeit herstellen. • aktuelle Ausstellungen besuchen, Konzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke gestalterischer Prozess • prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie Recherchieren, Ordnen, Auswerten, Entwerfen, Kombinieren, Realisieren, Reflektieren und Dokumentieren unterbildnerische Mittel • Anhand einer angewandten Arbeit (z.B. Comic) bildnerische Mittel unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. Komposition, perspektivische Standpunkte etc.) zeichnerische Grundlage • ihre zeichnerische Kompetenz sowohl aus der Vorstellung (z.B. Illustration), als auch durch Naturstudium oder figürlichem Zeichnen vertiefen. bildnerische Techniken • komplexere bildnerische Techniken wie z.B. Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern. • Vertrauen in die eigene Bildsprache entwickeln. Lerngebiete 8 Maltechnik • Farbauftragsarten differenzieren, mit bildnerischen Mitteln kombinieren und gezielt einsetzen. Farbenlehre • Aspekte der Farbenlehre (z.B. Sättigung und Kontrast, additive und subtraktive Farbmischung) an einem angewandten Beispiel vertiefen. Farbfunktion • Gegenstands- von Erscheinungs- und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden. Farbe als Material • verschiedene Farbstoffe und Bindemittel unterscheiden (z.B. Öl-, Aquarell-, Gouache-, Temperafarbe). raumbildende Mittel • eine räumliche Technik (z.B. Konstruktion, Relief, Assemblage) anwenden. Darstellung des Raums • eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche wiedergeben. • ihre Umgebung als gestalteten Lebensraum erfahren. Bildsprache • Bezüge zwischen Inhalt und Form erkennen und Begriffe aus der Fachsprache • Wirkungsabsichten in verschiedenen Bildmedien (z.B. Fotografie, Film, Comic, Interaktives Design) unterscheiden und einschätzen. Typografie und Layout • eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren. • Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in der praktischen Arbeit umsetzen. digitale Bildtechniken • Werkzeugpalette eines digitalen Programmes (wahlweise z.B. Bildbearbeitungs- / Layout- / vektororientiertes Zeichen- / Filmschnittprogramm) erpro- Lerngebiete 9 Methoden der Bildbetrachtung • Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen. • ausgewählte Bilder vergangener Epochen und zeitgenössischer Kunst im Original betrachten. • kulturelle Institutionen in der Umgebung als Inspirationsquelle für ihre gestalterische und künstlerische Arbeit nutzen. Kunstgeschichte • sich durch das Studium von Gemälden / Fotografien / Skulpturen / Architektur exemplarisch in verschiedene Kunstepochen zwischen Renaissance und dem 21. Jh. vertiefen. • Exemplarisch ausgewählte Kunstepochen und -stile unterscheiden, zuordnen und diese Zuordnung begründen (z.B. Realismus / Impressionismus). • sich aktiv auf Kunst und Kultur einlassen. Zusammenhänge Kunstgeschichte • ein Kunstwerk unter dem Gesichtspunkt seiner sozialen, kulturellen und politischer Einbettung betrachten und in seinen Wirkungsabsichten reflektieren. Begrifflichkeit • sich mündlich und schriftlich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. Dabei finden die Lerngebiete Bild, Farbe und Raum und Körper in der Projektauswahl gleichermassen Beachtung. Projekte werden von der Lehrperson im Jahresprogramm so geplant, dass zeichnerische Prozesse und malerische Farbanwendungen selbstverständliche und logische Bestandteile einzelner Projektarbeiten bleiben. 1. Lerngebiet: Prozessorientierte visuelle Gestaltung: Bild, Farbe, Raum und Körper Die Schülerinnen und Schüler können sowohl in Bild und Raum gestalterischer Prozess • inhaltliche / thematische Auseinandersetzung vertiefen und in gestalterischen Projekten umsetzen. • verschiedene Ideenfindungsprozesse (z.B. Sammeln, Prinzip Zufall) erproben. • eine selbstständig geplante Arbeit realisieren, präsentieren, reflektieren und dokumentieren. • Abstraktionsprozesse nachvollziehen und in den Entwurfsprozess integrieren. • Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen. bildnerische Mittel • bildnerische Mittel in der eigenen Gestaltung adäquat und reflektiert anwen- Zeichnung und Entwurf • Gestaltungsideen und Entwürfe in Skizze und Zeichnung visualisieren. Lerngebiete 10 bildnerische Technik • verschiedene bildnerische Techniken und Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen und angemessen und zweckgerichtet einsetzen. Dokumentieren • ihren Gestaltungsprozess für Dritte nachvollziehbar strukturieren und dokumentieren. 2. Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien Fotografie / Film / Animation / Interaktives Design • Menschen / Objekte mit Wirkungsabsichten inszenieren und abbilden. Aufnahmetechnik • Grundlagen der Aufnahmetechnik in Fotografie / Film verstehen und anwenden (Blende, Verschluss, Iso). visuelle Kommunikation • Bildaussagen erkennen, kritisch beurteilen und in der eigenen Arbeit gezielt steuern (Semiotik). 3. Lerngebiet: Kunst Kunst- und Bildbetrachtung • Werke aus (wahlweise) Design / Kunst / Film / Architektur in ihren verschiedenen Erscheinungs-und Anwendungsformen betrachten und analysieren. • sich auf Kunst und Kultur einlassen und ihre Haltung reflektiert formulieren. SPF Bildnerisches Gestalten Allgemeine Bildungsziele 11 Bildnerisches Gestalten Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen, kreativen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft. Die vielseitigen kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller Umsetzung werden besonders gewichtet. Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner Bildsprache kommunizieren können, ermöglichen ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch in realen Welten. SPF Bildnerisches Gestalten Allgemeine Bildungsziele 12 Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral sind die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Berufsfelder im Bereich Gestaltung und Kunst kennen und können sich auf das Eintrittsverfahren der Schule für Gestaltung und Kunst vorbereiten. Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders: • die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfra- • durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • in prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren • ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen • Widerstände aushalten, überwinden und daran wachsen • Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge auch im gesellschaftlichen Kontext. • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen • digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation • manuelles Geschick und technisches Können verbessern • eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios SPF Bildnerisches Gestalten Allgemeine Bildungsziele 13 Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert. Die Bewertung der mündlichen Beteiligung sowie die Beurteilung des Arbeitsverhaltens werden zu Beginn des Jahres kommuniziert. Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbereichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanung oder Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichungen spielen auch in der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. 5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen. Selbststeuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen, die im SPF BiG besonders gefördert werden. SPF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 14 Wahrnehmung • durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden. • diese Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Wissen verknüpfen und in den Ideenfindungsprozess einbringen. visuelle Kommunikation Bildbetrachtung • Sinn, Aussage und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv und die Darstellungsweise erfassen und deren Kontext einordnen. • die technische Machart elektronischer Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie Werbebereich verstehen und kritisch betrachten. Kunstgeschichte (3. und 4. Klasse) • systematische Kunstgeschichte von der Romanik bis zur Kunst der Gegenwart aufbauen und vertiefen. • Kunstwerke kunsthistorisch richtig zuordnen. • sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. zeitgenössische Kunst • im Zusammenhang mit den gestalterischen Projekten einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem kunsthistorischen Kontext verstehen. • Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20. und 21. Jh. zueinander und zu parallelen Ereignissen in Beziehung setzen. Fotografie (wahlweise 3. oder 4. Klasse) • unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen. • Fotografie exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen. Besuch von Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen • vor Originalwerken über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren. Es werden exemplarische Projekte umgesetzt. Dabei stehen folgende Bereiche zur Auswahl: • Malerei • Zeichnung • 3D-Techniken • Drucktechnik (fakultativ) • Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzen. • ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern. • analoge Gestaltung zielgerichtet und adäquat mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren. SPF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 15 Bildaussage • eine Bildgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine allgemein verständliche Aussage entwickeln. digitale Bildbearbeitung und/oder Layoutgestaltung (wahlweise 3. oder 4. Klasse) • die Kenntnisse digitaler Bildbearbeitungspaletten vertiefen und in kreativen Prozessen anwenden. (Bildoptimierung, Maskierung, Arbeiten mit Ebenen etc.) • Layout- und vektororientierte Zeichenprogramme verstehen und sachgerecht und adäquat einsetzen. Fotografie (wahlweise in der 3. oder 4. Klasse) • den Einfluss von Blende, Verschlusszeit, Brennweite und Empfindlichkeit auf die Bildgestaltung verstehen. • eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht und Raum bewusst gestal- Projektarbeit Methode und Prozess Dokumentation und Präsentation • eine Arbeit entwickeln durch Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren. • den Weg von der Idee zur Realisierung auf vielfältige Weise beschreiten. • durch kritische Reflexion ihre Arbeit optimieren. • Arbeitsprozess und Produkt für Dritte nachvollziehbar und ansprechend dokumentieren und präsentieren. Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. • ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen. • offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren. individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setindividueller Ausdruck • eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. SPF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 16 zeitgenössische Kunst Kunstbegriff • den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder Installation benennen. • Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und Seh- und Darstellungskonventionen verstehen und hinterfragen. • sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten. Architektur und Design • Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen und beschreiben. • Architektur oder Design exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen. • eine differenzierte Fachsprache verwenden. Besuch von Ausstellungen, Veranstaltungen und mehrtägige Exkursionen • in der Begegnung mit Fachpersonen ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erweitern. • vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte Filmanalyse (fakultativ, wahlweise 3. oder 4. Klasse) • Filme (Spiel-, Dokumentar- oder Animationsfilme) nach Kriterien der Filmanalyse betrachten. Design und Architektur (wahlweise 3. oder 4. Klasse) • In einem exemplarischen Entwurfsprozess die grundlegenden Arbeitsschritte von Vorgabe / Idee bis zu Produkt / Modell vollziehen. • in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und Material erkennen und gestaltend formulieren (form follows function). • Modelle materialgerecht bauen. visuelle Kommunikation Layout / Typographie (beide Themen wahlweise 3. oder 4. Klasse) • Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text verständlich, übersichtlich und ansprechend transportieren und verstärken. • einen spielerischen, experimentellen Umgang mit Typographie und Bildtext- Kombinationen finden. • mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter Einbezug von Typographie, Bildern und grafischen Mitteln gestalten. SPF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 17 Projektarbeit Methode und Prozess Persönliches Projekt • anhand von inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein persönliches Projekt selbständig durchführen (Abschlussarbeit). • gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen. • eine Arbeit entwickeln, die Realisierung planen und durch kritische Reflexion optimieren. Dokumentation und Präsentation • Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren. • Arbeitsprozess und Produkt für ein Fachpublikum, den Anforderungen entsprechend, nachvollziehbar und ansprechend (mappentauglich) dokumentieren und Film / Animation (fakultativ, wahlweise 3. oder 4. Klasse) • ein Storyboard logisch und verständlich konzipieren und visualisieren. • Filmspezifische Gestaltungsmittel (z.B. Fahrten, Einstellungsgrössen, Schnitt, Montage) gezielt anwenden. • eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen. • elementare Animationstechniken anwenden. 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. • eigene Fortschritte erkennen. individuelle Interessen • selbständig Schwerpunkte setzen. • eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren. • sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. • bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen. individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. EF Bildnerisches Gestalten Allgemeine Bildungsziele 18 Bildnerisches Gestalten Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Vermitteln. Es befähigt die Schülerinnen und Schüler sich in der visuellen Welt zu orientieren. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie z. B. „Film und Fotografie“, „Thematische Arbeiten mit anschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder „Design und Architektur“ sind denkbar. Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektierend wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf zeitgenössische und aktuelle Tendenzen in Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Die gewonnenen Erkenntnisse setzen sie in Bezug zur gestalteten Umwelt (z.B. Kunst-, Design- und Architekturströmungen) aus verschiedenen Zeitepochen. Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre handwerklichen Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnliche Qualitäten. Dabei werden die vielseitigen kreativen Prozesse zwischen Idee und materieller Umsetzung besonders gewichtet. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Bildnerische Gestaltung trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese EF Bildnerisches Gestalten Allgemeine Bildungsziele 19 als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen und gezielt zu nutzen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders: • die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfra- • durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen • durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben • im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren • ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen • Bilder formal und inhaltlich lesen und daraus gewonnene Erkenntnisse in der eigenen gestalterischen Arbeit umsetzen. Visuelle Kommunikation bedeutet eine Strukturierung komplexer Zusammenhänge auch im gesellschaftlichen Kontext. • Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken • durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln • Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen • digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation und Dokumentation • manuelles Geschick und technisches Können verbessern. • eine Arbeit aufbereiten und präsentieren, z.B. in Form einer Ausstellung oder einer Dokumentation 3. Leistungsbewertung Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schülern sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. EF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 20 1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen Reflektieren, Verstehen, Verbalisieren und Umsetzen von Erfahrungen aus aktuellen Ausstellungen, Fachliteratur, Exkursionen (mind. eintägig) mögliche Schwerpunkte zur Auswahl: • Kunstgeschichte • zeitgenössische Kunst • Architektur • Design • visuelle Kommunikation • Film • Wirkungen von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf Inhalte ziehen. • Epochenwissen exemplarisch vertiefen. • besprochene Kunstwerke kunsthistorisch richtig zuordnen. • sich einen Sachtext erschliessen und darüber diskutieren. • eine verfeinerte Fachsprache anwenden. • vor Originalwerken sowohl über inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte • Ausstellungskonzepte erkennen und beschreiben. 2. Lerngebiet: Planen und Realisieren Es werden exemplarische Projekte umgesetzt. Dabei stehen folgenden Bereiche zur Auswahl: • Malerei / Zeichnung • Film / Fotografie • Architektur / Produktedesign • Skulptur / Installation / Performance • visuelle Kommunikation (Grafikdesign, Typografie etc.) • Druckgrafik • bildnerische Mittel und handwerkliche Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch als auch in zielgerichteter Form nutzen. • eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster • ein künstlerisches / gestalterisches Produkt entwickeln mit Methoden wie Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren. • eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln, den Prozess dokumentieren und reflektieren. • den Weg von der Idee bis zur Realisierung auf unterschiedlichste Weise ange- EF Bildnerisches Gestalten Lerngebiete 21 Kontextualisierung und Verortung der eigenen Arbeit, Vorgehensweise und Standpunkte • Reflexion der eigenen Arbeit • Präsentation (z.B. Ausstellung, Dokumentation, Portfolio) • ihre eigene Arbeit reflektierend in Bezug zu Werken aus Kunst, Architektur und angewandter Gestaltung setzen. • eigene Arbeiten beurteilen, Lernfortschritte erkennen und Resultate wertschät- • eigene Resultate in passender Form präsentieren. • eigene Interessen bezüglich Studienrichtung oder Berufswahl definieren. GLF Biologie Allgemeine Bildungsziele 22 Biologie Wochenlektionen 2 2 2 0 Der Biologieunterricht trägt dazu bei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen die praktische Arbeit und die damit erworbene Erfahrung eine entscheidende Rolle. Im respektvollen Umgang mit Lebewesen sowie Lebensgemeinschaften sollen Vielfalt und Schönheiten in der Natur erlebt, Neugierde und Entdeckungsfreude geweckt, sowie der Wille gefördert werden, sich für eine intakte Umwelt einzu- Eine fragende und experimentelle Annäherung an biologische Phänomene sowie das Wissen um historische Erkenntnisse der Biologie als Wissenschaft führen zu einem vertieften Verständnis des Lebendigen. Der Biologieunterricht fördert das verantwortungsbewusste Verhalten sich selbst und der Mitwelt gegenüber. Im Biologieunterricht werden Zusammenhänge in der Natur aufgezeigt und entscheidende Fragen formuliert. Die vertiefte Diskussion von Basiskonzepten (biologischen Prinzipien) anhand verschiedener Lerngebiete ermöglicht es den Studierenden, systemische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen. Der Biologieunterricht vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen zum Aufbau eines Weltbilds und Orientierungshilfe für aktuelle Zeit- und Gesellschaftsfragen. Er liefert die Grundlagen, Risiken abschätzen zu lernen und Alternativen zu diskutieren. Der Biologieunterricht vermittelt einen vertieften Einblick in die Vorgänge im eigenen Körper und leistet damit einen Beitrag zur bewussten Erhaltung der eigenen Gesundheit. In seiner Integrationsfunktion fördert der Biologieunterricht die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen. GLF Biologie Allgemeine Bildungsziele 23 Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders: • respektvoll mit Lebewesen umgehen • eigenständig, differenziert, analytisch und kritisch denken • effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten • sich mündlich und schriftlich präzis ausdrücken • Fachbegriffe korrekt verwenden • verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen • ein Experiment planen, durchführen, auswerten und diskutieren • einen Bericht nach naturwissenschaftlichem Aufbau verfassen • moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen, z.B. Datenbankrecherche, Datenerfassung und -auswertung • grafisch ansprechende und sinnvolle Präsentationsformen für naturwissenschaftliche Inhalte einsetzen • Neugier und Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen 3 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit • Planung und Durchführung von Experimenten zur Beantwortung einer Fragestellung • Aufbau naturwissenschaftlicher Berichte GLF Biologie Lerngebiete 24 1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens / Zellbiologie Merkmale des Lebens • die Kennzeichen des Lebens beschreiben. • die Zelle als Grundeinheit des Lebens darstellen. • die biologische Bedeutung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten erklären. Mikroskopieren • fachgerecht mit optischen Geräten umgehen. • grundlegende mikroskopische Techniken nennen und einfache davon anwen- Aufbau einer Zelle • die wichtigsten licht- und elektronenmikroskopisch sichtbaren Organellen strukturell beschreiben und ihre Funktion erklären. • Unterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen erklären. Mitose • die Bedeutung der mitotischen Zellteilung im Zellzyklus erklären. • den Ablauf einer Mitose beschreiben. Stofftransport • Diffusion und Osmose erklären. • osmotische Phänomene interpretieren (z.B. Wasserhaushalt der Pflanzen). Gewebe • Aufbau und Funktion eines Gewebes beschreiben (z.B. Pflanzenblatt, Stängel, Wurzel). Physik: Optik Chemie: Diffusion, Löslichkeit AETNA: optische Geräte, Osmosekraftwerk 2. Lerngebiet: Zellbiologie / Stoffwechsel Fotosynthese • die physiologische und ökologische Bedeutung der Fotosynthese erklären. • den Prozess der Fotosynthese im Wesentlichen erklären. Atmung • die Bedeutung der Atmung für Organismen erklären. • den Prozess in der Bilanz beschreiben. Enzyme • Aufbau, Funktionsweise und Bedeutung der Enzyme erläutern. Chemie: Zwischenmolekulare Kräfte, Kohlenhydratchemie, Proteinchemie Physik: Anomalie des Wassers GLF Biologie Lerngebiete 25 3. Lerngebiet: Systematik / Allgemeine Botanik Systematik • eine systematische Ordnung in die Vielfalt der Lebewesen bringen. • das Prinzip phylogenetischer Stammbäume erklären. • Lebewesen in der freien Natur beobachten. Mikrobiologie • prokaryotische von eukaryotischen Zellen unterscheiden. • die Bedeutung von Bakterien beschreiben. • mikrobiologische Techniken anwenden. Botanik • einen systematischen Überblick über die grössten Pflanzengruppen geben. • den Aufbau von Blüten beschreiben und vergleichen (Angiospermen). Wirbellose • die Baupläne verschiedener Stämme von Wirbellosen vergleichen und in einen evolutiven Zusammenhang stellen. • sexuelle und asexuelle Fortpflanzung einander gegenüberstellen. Geografie: Erdgeschichte, Geologie, AETNA: Biotechnologie, Bionik 1. Lerngebiet: Genetik Molekulargenetik • DNA, Gen, Chromosom und Genom erläutern. • die Abläufe und Bedeutung der Replikation und Proteinbiosynthese aufzeigen. • die Bedeutung der Genregulation erläutern. • Ursachen und Folgen verschiedener Mutationstypen erläutern. klassische Genetik • Vererbungsmuster erklären und Beispiele wichtiger Erbkrankheiten nennen. Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe zur Herstellung eines transgenen Organismus erläu- • verschiedene gängige Anwendungsbereiche der Gentechnologie nennen. • Chancen und Risiken der Gentechnologie diskutieren. Chemie: Bindungstypen, zwischenmolekulare Wechselwirkungen Mathematik: Wahrscheinlichkeitsrechnung Philosophie: Ethik GLF Biologie Lerngebiete 26 2. Lerngebiet: Evolution Grundlagen der Evolution • die Prinzipien von Mutation, Rekombination und Selektion erläutern. • mögliche Mechanismen der Artentstehung erklären. • Methoden der Stammesgeschichtsforschung (insbesondere DNA-Sequenzvergleich) erläutern. Entwicklung des Lebens • wichtige Entwicklungsschritte beschreiben und zeitlich einordnen. • einen groben Überblick über die Vorfahren des Menschen geben. Geografie: Erdgeschichte 3. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch Übersicht Organsysteme • die wichtigen Organsysteme in ihrer Funktion und ihrem Zusammenspiel erläu- Herz-Kreislaufsystem, äussere Atmung • Bau und Funktionsweise des Säugerherzens beschreiben. • Kreislauf- und Atmungssysteme der Wirbeltiere vergleichen und in einen evolutiven Kontext stellen. • die bedeutendsten Herz-Kreislauf-Krankheiten benennen. Energiestoffwechsel • die Prozesse der Zellatmung und Gärung beschreiben. • die Energiebereitstellung erläutern. Fortpflanzung und Entwicklung • die Bedeutung und den Ablauf der Meiose erklären. • die hormonelle Steuerung der Fortpflanzung beim Menschen beschreiben. • die frühe Embryonalentwicklung in den Grundzügen erklären. • die Phasen der menschlichen Embryonalentwicklung beschreiben. • die Fortpflanzung von Wirbeltieren im evolutiven Kontext vergleichen. Physik: Strömungsgesetze Chemie: Redoxreaktionen AETNA: Wärmetauscher und andere Anwendungen des Gegenstromprinzips GLF Biologie Lerngebiete 27 1. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch vertiefte Zellbiologie • Bau und Funktion von Biomembranen beschreiben. • die wichtigsten Transportmechanismen durch Membranen und mittels Endomembransystem erklären. • Wahrnehmung, Weiterleitung und Wirkung von Signalen erläutern. Neurobiologie • Bau und Organisation des Nervensystems (zentrales und peripheres Nervensystem, Zelltypen, vegetatives NS) beschreiben. • die Funktionsweise eines ausgewählten Sinnesorgans erklären. • Prinzipien der Reizleitung und -verarbeitung erläutern. • die Wirkung bedeutender Drogen beschreiben. • die Funktionen verschiedener Gehirnareale erläutern. Endokrinologie • den hierarchischen Aufbau des Hormonsystems erläutern. • Regulation und Wirkungsweise eines Hormonsystems (Stress, Blutzucker usw.) Immunologie • Barrieren und Mechanismen der angeborenen Immunabwehr beschreiben. • Mechanismen der humoralen und zellulären Immunantwort erklären. • einen aktuellen immunologischen Aspekt erläutern (z.B. Pandemien, Allergie). Krankheiten des Menschen • komplexe Krankheiten des Menschen auf zellulärer, symptomatischer und gesellschaftlicher Ebene darstellen. Chemie, Physik: elektrochemische Gradienten Physik: Bildgebende Methoden der Neurologie Philosophie: Ethik bei neurologischen Experimenten Informatik: Recherchieren, Grafik-Programm 2. Lerngebiet: Ökologie Grundlagen der Ökologie • Einflüsse abiotischer und biotischer Faktoren erklären. • Strategien und Anpassungen von Lebewesen an ihre Umwelt als Selektionsvorteil beschreiben. • Energiefluss und das Prinzip der Trophiestufen in einem Ökosystem erklären • Stoffkreisläufe beschreiben. Ökosysteme • eine Ökosystemanalyse selber durchführen und die gewonnen Daten interpre- GLF Biologie Lerngebiete 28 Mensch und Umwelt • Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen: z.B. Klima, Umweltverschmutzung, Schwund der Biodiversität, Ressourcenknappheit. Geografie, Physik: Treibhausgase, Strahlungsbilanzen, Umgang mit natürlichen Ressourcen Chemie: Chemische Verbindungen und Umwandlungen bei Stoffkreisläufen Informatik: Datenauswertung und -darstellung EF Biologie Allgemeine Bildungsziele 29 Biologie 1 Überfachliche Kompetenzen Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders: • eigenständig, differenziert und kritisch denken • respektvoll mit Mitmenschen umgehen können • sich in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen • sich mündlich und schriftlich adäquat der Fachsprache bedienen • Hypothesen selbstständig formulieren, Experimente planen, durchführen, auswerten und diskutieren • eigene Projektergebnisse überzeugend präsentieren • Modelle und Theorien kritisch beurteilen • moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen (z.B. Internetrecherche) • eigene Neugier wecken • ermutigen, eigene Fragestellungen zu entwickeln EF Biologie Lerngebiete 30 1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt Anthropologie • den Stammbaum des Menschen in den Grundzügen darlegen (Paläoanthropologie). • die Wechselwirkungen zwischen Klimaveränderungen und Hominidenevolution • die Eigenschaften und Fähigkeiten des Menschen in einen grösseren evolutiven Zusammenhang stellen. • die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie). Ernährung und Verdauung • Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung vertieft erläutern. • verschiedene Verdauungssysteme (Fleischfresser, Pflanzenfresser) vergleichen und deren Angepasstheit an die Nahrung zeigen. • verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen beschreiben. • Sich kritisch mit Ernährungsempfehlungen und Diäten auseinandersetzen. Krankheiten • die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten erläutern. Gehirn • die Funktion verschiedener Hirnareale beschreiben. • spezifische Hirnfunktionen mit bestimmtem Verhalten in Beziehung setzen. • einzelne Vorgänge im Gehirn vertieft beschreiben (z.B. Gedächtnisbildung, visuelle Verarbeitung, Entstehung von Emotionen, Bewusstsein etc.) Immunologie • die Physiologie des Immunsystems vertieft erläutern. • pathologische Veränderungen des Immunsystems beschreiben. • Experimente zur Immunologie durchführen. 2. Lerngebiet: Genetik Populationsgenetik • erklären, durch welche Mechanismen und Einflüsse sich Gen- und Merkmalsfrequenzen in Populationen verändern. • genetische Verwandtschaftsanalysen als wichtigste Methode zur Erforschung evolutiver Stammbäume fundiert beschreiben. EF Biologie Lerngebiete 31 medizinische Genetik • die Grundlagen der medizinischen Genetik erläutern. • Chancen und Risiken der personalisierten Medizin beurteilen. • die gesellschaftliche Relevanz moderner genetischer Untersuchungsmethoden 3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie Lern- und Sozialverhalten • Ethogramme interpretieren. • historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen. • das Zusammenspiel von angeborenem und erlerntem Verhalten erläutern. • anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte soziale Verhaltensweisen erklären (z.B. altruistisches Verhalten, Paarungssysteme). • verschiedene Lernformen unterscheiden. • eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen und bewerten. • eigene ethologische Fragestellungen formulieren, anhand geeigneter Methoden untersuchen und die Resultate präsentieren. Humanethologie • ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen. • menschliche Verhaltensmuster einordnen. Psychologie, Philosophie Allgemeine Bildungsziele 32 Chemie Wochenlektionen 2 2 2 0 Der Chemieunterricht vermittelt die grundlegenden Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung der Stoffe der belebten und unbelebten Natur. Dem Experiment als Methode des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Das Analysieren und Deuten der erhaltenen Ergebnisse fördert das Abstraktionsvermögen. Charakteristisch für die Denkweise der Chemie ist die Verknüpfung einer erfahrbaren Ebene der Stoffe und Stoffumwandlungen mit abstrakten Modellvorstellungen auf Teilchenebene. Damit sollen alltägliche Erfahrungen gedeutet und systematisiert werden. Dabei wird besondere Sorgfalt auf die Anwendung allgemein akzeptierter mechanistischer und bindungstheoretischer Modelle gelegt. Die Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Empirie und Theorie sind zugleich Anlass, über Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nachzudenken. Der Chemieunterricht zeigt die Bedeutung der Chemie für andere Wissenschaften wie Biologie oder Physik, für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf. Er vermittelt die Kenntnis, dass Produkte der chemischen und verwandten Industrien die Lebensumstände der Menschen nachhaltig beeinflussen, und soll die Schülerinnen und Schüler für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sensibilisieren. Dabei sollen sie zu einer kritischen Fragehaltung geführt werden. Weiter hilft der Chemieunterricht bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit. Der Überblick über grundlegende Kenntnisse aus Chemie, Biologie und Physik fördert das vernetzte Denken und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, ein rationales, naturwissenschaftlich begründetes Weltbild aufzubauen. Bei der Diskussion aktueller Fragen und Probleme, wie etwa der Energieversorgung, der Ernährungssicherung, der Reinhaltung von Boden, Wasser und Luft leistet der Chemieunterricht einen Beitrag zur Einsicht, dass der Einbezug anderer Disziplinen erforderlich ist und dass die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu neuen Erkenntnissen führt. Auf diese Weise soll der Chemieunterricht für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Hochschule Chemie oder ein anderes Fach mit chemischem Schwerpunkt studieren, die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium liefern. Für alle anderen hingegen – und somit für die Mehrheit – soll der gymnasiale Chemieunterricht das Fundament für die Kompetenz vermitteln, im späteren akademischen Berufsleben mit einer Chemikerin oder einem Chemiker fachlich kommunizieren und sich selber in chemische Fragestellungen einarbeiten zu können. Lerngebiete 33 1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften Stoffeigenschaften • Stoffe mit ihren Eigenschaften wie z.B. Dichte, Farbe, Löslichkeit, Schmelztemperatur, Siedetemperatur charakterisieren. Konzept der kleinsten Teilchen • erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen. • das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge wie z.B. Aggregatszustände zu beschreiben. 2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz • die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft beschrei- • Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen. Modellbegriff • sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern. Kern/Hülle-Modell • die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften aufzählen. • die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford verstehen. • die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren. • für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa. • die Eigenschaften von a-, b-, g-Strahlung beschreiben. • einfache Kernvorgänge mit der Nuklidschreibweise formulieren. Modell der Atomhülle • mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen beschreiben und zeichnen. • die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im Periodensystem der Elemente in Beziehung setzen. Periodensystem • die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen. • die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren und deren Bedeutung für das chemische Verhalten von Elementen erklären. • den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten. Lerngebiete 34 3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe Kugelwolkenmodell • ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken beschrieben werden, beschreiben. Elektronenpaarbindung • mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung Lewis-Formeln • die Lewis-Formeln von Atomen und einfachen Molekülen selbständig herleiten. Molekül-Geometrien • die räumliche Anordnung von Molekülen mit dem Elektronenpaarabstossungsmodell herleiten. Polarität von kovalenten Bindungen • die Polarität einer Bindung anhand von Elektronegativitäts-Werten beurteilen. Dipol-Charakter von Molekülen • die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischen-molekularen Kräften erklären. zwischenmolekulare Kräfte • mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräfte die Schmelz- und Siedetemperatur sowie die Mischbarkeit von molekularen Reinstoffen interpretieren. 4. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Ionenbindung und Salze Bildung einatomiger Ionen • die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären. Ermitteln von Ionenladun- • mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen-Elemente mögliche Ionen-Ladungen ableieinatomige und mehratomige Ionen • die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen. Ionenbindung • mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionenbindung und des Ionenverbands beschreiben. Formeln und Namen von Salzen • bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel und den Namen eines Salzes ablei- Eigenschaften von Salzen • Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären. energetischer Verlauf der Salzbildung • Den energetischen Verlauf der Salzbildungen aus den Elementen beschreiben. Lösevorgang von Salzen in Wasser • den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchen-Ebene beschreiben. Lerngebiete 35 5. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen – Metallbindung und Metalle Metallbindung • das für diesen Bindungstyp charakteristische Modell von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären. Eigenschaften von Metallen • Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären. Legierungen • den Begriff „Legierungen“ erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen nennen. 6. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen • die Begriffe Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen und Stoffmengenkonzentration definieren. • Reaktionsgleichungen aufstellen. • stöchiometrische Berechnungen durchführen. 7. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktio- Enthalpie • energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen ab- • die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen. Entropie • Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären. Gibbs-Helmholtz-Beziehung • die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge verwenden. 8. Lerngebiet: Experimentieren Vorbereitung • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. • die Warnhinweise von Gefahrstoffen verstehen. Lerngebiete 36 Durchführung von Experimenten • einfache Experimente anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen. Auswertung • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. 1. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Reaktionsgeschwindigkeit Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung • den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit definieren. • die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad erklären. • die RGT-Regel anwenden. Katalysatoren • das Funktionsprinzip von Katalysatoren erklären. 2. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Gleichgewichtsreaktionen Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen • erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können. das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktio- • das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene beschreiben. das Massenwirkungsgesetz • aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz formulie- Le Châtelier-Prinzip • voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. 3. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Säure/Base-Reaktionen Protolysereaktion • Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen von Wasserstoff-Ionen erklären. • die Begriffe Säure und Base definieren. • für eine gegebene Säure und Base die Protolysereaktion formulieren. Lerngebiete 37 Stärke potentieller Säuren/ Basen • die Säure-/Basekonstante als Mass für die Stärke einer Säure/Base nennen. • die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säure-/Basestärke der beteiligten Säuren/Basen qualitativ angeben. pH-Werte messen • den pH-Wert definieren. • erklären, wie pH-Werte experimentell gemessen werden. pH-Werte berechnen • für wässrige Lösungen einfache pH-Wert-Berechnungen in Abhängigkeit der Säurestärke durchführen. die Bedeutung von Säure/ Base-Reaktionen • die Neutralisation als wichtigen Schritt in industriellen Prozessen erklären. • die Titration als Methode zur Stoffmengenbestimmung vorstellen. • Die Bedeutung von Pufferlösungen sowie deren Funktion erklären. 4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen – Redoxreaktionen Begriffe Reduktion und Oxidation • die Redoxreaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung erklären. • die Begriffe Reduktion und Oxidation definieren. Reduktions- und Oxidationsmittel • für ein gegebenes Reduktions- und Oxidationsmittel die Redoxreaktion formulieren. • die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen. Oxidationszahlen • die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen ermitteln. Redox-Reaktionen • mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter Standard-Bedingungen qualitativ voraussagen. Galvanische Elemente / Elektrolyse • die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse • die Funktionsweise von galvanischen Elementen anhand konkreter Beispiele er- 5. Lerngebiet: Experimentieren Grobinhalte und fachliche Kompetenzen analog zu 1. Klasse, 8. Lerngebiet. Lerngebiete 38 1. Lerngebiet: Organische Chemie – Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff • die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären. Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle • die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten KW mit Namen und Formeln aufzählen. • einfache organische Moleküle mit systematischem Namen benennen und zeich- • die Isomerie von Molekülen wie z.B. Konstitutionsisomerie, Konfigurations- isomerie erklären. Stoffklassen und funktionelle Gruppen • einige wichtige Stoffklassen mit ihrer funktionellen Gruppe wie z.B. Alkohole, Carbonsäuren aufzählen. Eigenschaften organischer Stoffe • typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie z.B. Fettlöslichkeit, hoher Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären. 2. Lerngebiet: Organische Chemie – Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe Umwandlungen organischer Stoffe • einfache Beispiele von Reaktionen wie z.B. Polymerisation, Substitution, Addition organischer Stoffe beschreiben. 3. Lerngebiet: Organische Chemie – Biologisch wichtige organische Verbindungen Fette • die Fette als Ester von Fettsäuren und Glycerin definieren. • die wichtigsten Eigenschaften von Fetten wie z.B. Brennbarkeit, Löslichkeit er- Kohlenhydrate • einige ausgewählte Beispiele von Kohlenhydraten nennen. • die Eigenschaften und Verwendung von Kohlenhydraten anhand ihres molekularen Aufbaus herleiten. Eiweisse • Die Eiweisse als Verknüpfung von Aminosäuren erklären. • den charakteristischen Aufbau einer Aminosäure nennen. Lerngebiete 39 Bedeutung biologisch wichtiger organischer Verbindungen • die biologische Bedeutung der genannten Naturstoffe erklären. 4. Lerngebiet: Experimentieren Grobinhalte und fachliche Kompetenzen analog zu 1. Klasse, 8. Lerngebiet. EF Chemie Allgemeine Bildungsziele 40 Chemie Das Ergänzungsfach Chemie ermöglicht interessierten Schülerinnen und Schülern, ihre Kompetenz im Fach Chemie weiterzuentwickeln sowie ein vertieftes Verständnis chemischer Phänomene und Modelle zu erlangen. Es bietet Einblicke in chemische Fragestellungen und Methoden, die im Grundlagenunterricht nicht oder nur am Rande behandelt werden. Die praktische Laborarbeit soll dabei ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg des Erkenntnisgewinns sein. Das Ergänzungsfach Chemie eignet sich als Vorbereitung für Studienrichtungen, in denen chemische Fachkompetenzen wichtig sind, wie Medizin, Pharmazie, Chemie und andere Naturwissenschaften oder manche Ingenieurwissenschaften. Es trägt aber in jedem Fall durch die Möglichkeit, sich in Theorie und praktischer Laborarbeit vertieft mit einem wissenschaftlichen Fach auseinanderzusetzen, zu einem erfolgreichen Studium bei. EF Chemie Lerngebiete 41 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit Durchführung von Experimenten • unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische Experimente sachgerecht ausführen. • gängige technische Labor- bzw. Analysegeräte korrekt benennen, sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen. • einfache Apparaturen selber zusammenbauen. • sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren. • in einem Team arbeiten. Sicherheit • Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und sich entsprechend verhalten. • die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen. • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. Auswertung von Experimenten • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. • ihre praktische Arbeit angemessen fachgerecht darstellen. • anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. 2. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Organische Chemie zur Auswahl Struktur organischer Stoffe • komplexere Strukturmerkmale wie z.B. Hybridisierung, Chiralität, Molekülorbitale erklären. • die neuen Strukturmerkmale mit ihrem Vorwissen verknüpfen. Zusammenhänge Molekülgestalt / Geometrie und Eigenschaften • Zusammenhänge zwischen Gestalt / Geometrie der Teilchen und deren Reaktionsverhalten erklären. • Zusammenhänge zwischen Struktur der Teilchen und deren physikalischen Eigenschaften erklären. EF Chemie Lerngebiete 42 3. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Physikalische Chemie zur Auswahl spektroskopische Methoden • das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR-, UV/VIS-Massenspektroskopie erklären. Auswertung • Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung. 4. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen Grundlagen – Biochemie zur Auswahl Biomoleküle • biologisch wichtige organische Stoffe wie z.B. Kohlenhydrate, Proteine, DNA be- Eigenschaften • wichtige Eigenschaften der genannten Biomoleküle erklären. Nachweismethoden • typische biochemische Nachweismethoden wie z.B. PCR, Gelelektrophorese, Chromatographie usw. beschreiben. Anwendung • ausgewählte Phänomene des Alltags mit Hilfe des neuen Fachwissens auf der nicht-sichtbaren Ebene kleinster Teilchen beschreiben und deuten. • für typische chemische Fragestellungen des Teilgebiets Lösungsansätze entwi- 5. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend berücksichtigt werden können. Die Grobinhalte und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. Anwendungen in der Technik und im Alltag • Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und • Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. • Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie anhand relevanter Bespiele verstehen. • Beiträge der Chemie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären. SPF Biologie und Chemie Allgemeine Bildungsziele 43 Biologie und Chemie Wochenlektionen 0 0 3+3 3+3 Das Schwerpunktfach Biologie und Chemie ermöglicht zusätzlich zu den Inhalten, die in den Grundlagenfächern vermittelt werden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit Chemie und Biologie als naturwissenschaftlichen Disziplinen. Eine wichtige Bedeutung nehmen dabei die Life Sciences ein. Der Unterricht zeigt das theoretische und experimentelle Vorgehen zur Erkenntnisgewinnung auf und ermöglicht die Auseinandersetzung mit komplexen Themen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie aus Bereichen, die einen interdisziplinären Ansatz erfordern. In der praktischen Arbeit (Arbeit im Labor, Freilandversuche oder Feldbeobachtungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass das Naturphänomen Ausgangspunkt und Prüfstein der Wissensausweitung und -sicherung in den Naturwissenschaften ist. Konkrete wissenschaftliche Fragestellungen in Forschung, Entwicklung und Technologie bedingen solide Fachkenntnisse in den beteiligten Disziplinen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Lebensbereichen, in denen naturwissenschaftliches und technisches Verständnis erforderlich sind, sachkompetent und verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Oft sind Fragestellungen so komplex, dass mehrere wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten müssen. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern Biologie und Chemie exemplarisch erfahren. Dabei soll auch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens deutlich werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenz erwerben, sich später im Berufsleben selbstständig in chemische und biologische Gebiete einarbeiten und mit Fachleuten aus dem Bereich Biologie und Chemie kommunizieren zu können. Zudem sollte der Unterricht auch eine Berufsfeldorientierung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sowohl Biologie als auch Chemie als Wissenschaften mit ihren eigenständigen Zielen und Methoden vertieft kennenlernen. SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 44 Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Biologie und Chemie 1. Lerngebiet: Praktische Laborarbeit Durchführung von Experimenten • unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften auch anspruchsvolle chemische und biologische Experimente sachgerecht ausführen. • gängige technische Labor- bzw. Analysegeräte korrekt benennen, sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen. • einfache Apparaturen selber zusammenbauen. • praktische Untersuchen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten. • respektvoll und angemessen mit Lebewesen umgehen. • sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren. • in einem Team arbeiten. Sicherheit • Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und sich entsprechend verhalten. • sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. Auswertung von Experimenten • aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. • die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. 2. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie und Biologie im Alltag und der Technik Anwendungen im Alltag • für gesellschaftlich relevante chemische Anwendungen im Alltag komplexe Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaften und technischen Anforderungen erklären. • Herstellung, Eigenschaften und Verwendung synthetischer Stoffe bzw. chemisch modifizierter Naturstoffe in der Ernährung darstellen. gesellschaftliche Verantwortung • Zusammenhänge zwischen Nutzen und Gefahren von Anwendungsfeldern der Chemie und Biologie in der Technik oder im Alltag anhand relevanter Beispiele • Beiträge der Chemie und Biologie zur Lösung gesellschaftsrelevanter Problemfelder erklären. SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 45 Bemerkung: Selbstverständlich werden die Lerngebiete 1 und 2 nicht nur in der dritten Klasse durchgeführt. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieser Lerngebiete werden sowohl in der dritten wie auch in der vierten Klasse erworben. 3. Lerngebiet: Chemie und Umwelt / Ökologie Stoffe in der Umwelt • die Entstehung geläufiger Substanzen in Luft, Wasser oder Boden erklären. • kritische Konzentrationen dieser Stoffe einschätzen. • Massnahmen zur Reduzierung von anthropogenen Emissionen nennen und er- Wirkung von Stoffen auf Lebewesen • die Auswirkungen dieser Substanzen auf Lebewesen und Umwelt erklären. Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren. • anthropogene Einflüsse und deren Folgen auf Ökosysteme beschreiben • technische und gesellschaftliche Lösungsansätze zur Minderung von Umweltproblemen vorschlagen und diskutieren. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie 1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen – Physikalische Chemie elektromagnetische Strahlung • das elektromagnetische Spektrum und Anwendungen / Erscheinungsformen elektromagnetischer Strahlung erklären. • Farbigkeit als elektromagnetische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge deu- • die Begriffe Absorption, Transmission, Extinktion sowie das Lamber-Beer’sche Gesetz erklären und anwenden. • das Verfahren der UV/VIS-Spektroskopie erklären und durchführen. Orbitalmodell • Elektronen als Teilchen- und Wellenerscheinungen deuten. • die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären. • die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären. • den Aufbau des Periodensystems mit Hilfe des Orbitalmodells deuten. • die Hybridisierung unterschiedlicher Orbitale erklären. • die Hybridisierungszustände von Kohlenstoffatomen in organischen Verbindungen erkennen. • Mehrfachbindungen im Orbitalmodell beschreiben. SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 46 Mesomerie • das Phänomen der Mesomerie und damit verbundene Energiezustände erklä- • mesomere Grenzformeln aufstellen. • die Auswirkungen von +/- M-Effekten von Substituenten auf die Delokalisierung und die Stabilität von Übergangszuständen erklären. • die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit delokalisierten π-Elektronensystemen und die Auswirkung auf das Farbempfinden beschreiben. 2. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen – Anorganische Chemie Komplexchemie • den prinzipiellen Aufbau von Komplexverbindungen darstellen. • Komplexverbindungen korrekt benennen. • Ligandenaustauschreaktionen aufgrund der Stabilität der Komplexe deuten. • Chelatkomplexe erkennen und ihre Stabilität erklären. • die Farbigkeit von Übergangsmetallkomplexen aufgrund der Ligandenfeldaufspaltung erklären. Löslichkeit • die Löslichkeit von Stoffen auf ihre molekulare Struktur zurückführen. • Löslichkeitsphänomene in der praktischen Laborarbeit erklären und anwenden (z.B. Chromatographie, Extraktion). • das Löslichkeitsprodukt als Sonderfall des Massenwirkungsgesetzes deuten. • einfache Rechnungen zur Löslichkeit durchführen. • Fällungsreaktionen aufgrund der Löslichkeitsprodukte der beteiligten Verbindungen interpretieren. quantitative und qualitative Analyse • aufgrund einfacher Nachweisreaktionen die Zusammensetzung unbekannter Stoffproben ermitteln. • die Konzentrationsermittlung bestimmter Ionen durch geeignete massanalytische Verfahren (z.B. Säure/Base-Titration, Komplextitration, Fällungstitration) darstellen und selbst durchführen. • die Grenzen des Erstellens von Masslösungen erklären und Verdünnungsreihen errechnen und erstellen. Säure-Base-Reaktionen • Prinzipien der Säure-Base-Chemie auf ausgewählte, anspruchsvolle Moleküle (z.B. Aminosäuren, Ascorbinsäure) anwenden. SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 47 Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie 1. Lerngebiet: Molekularbiologie / Enzymatik Enzyme • die Bedeutung von Stoffwechselwegen in verschiedenen Organismengruppen • Eigenschaften von Enzymen experimentell demonstrieren. • Enzymaktivität selber messen und kinetisch beschreiben. • Synthese, Recycling, Struktur und Regulierung von Enzymen in lebenden Zellen • Verwendungen von Enzymen im Alltag und in der Biotechnologie nennen. Gentechnik • sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Methoden ausweisen. • die Relevanz gentechnischer Methoden in unserer Gesellschaft einschätzen. • mit Hilfe entsprechender Anleitungen selbständig gentechnische Prozeduren (Genotypisierung, Transformation) durchführen. • Resultate genetischer Untersuchungen interpretieren. Mindestens eines der folgenden Teilgebiete Cytogenetik (optional) • Kreuzungsversuche mit Modellorganismen durchführen und interpretieren. • Stammbaumanalysen durchführen. Phylogenie (optional) • unterschiedliche Methoden zur systematischen Verwandtschaftsanalyse beschreiben und selber praktisch durchführen. SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 48 Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Biologie und Chemie 1. Lerngebiet: Chemie des Lebens / Anatomie und Physiologie biologisch wichtige organische Verbindungen • den Aufbau von Fetten, Kohlenhydraten, Aminosäuren, Proteinen und Vitaminen ausführlich darstellen. • die physikalisch-chemischen sowie biologischen Eigenschaften dieser Stoffe auf ihre molekulare Struktur zurückführen. • die Rolle dieser Stoffe im menschlichen Organismus darstellen. Verdauung / Ernährung • die biologische Bedeutung wichtiger Nahrungsbestandteile nennen. • Funktion und Anatomie von Organen im Zusammenhang mit Verdauung und Nährstoffaufnahme beschreiben. • Enzymatische Spaltung und Aufnahme der Nährstoffe erläutern. • Anpassungen an unterschiedliche Ernährungsweisen im Tierreich beschreiben. • aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Thema Ernährung diskutieren. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie 1. Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen – Organische Chemie Stoffklassen und ihre charakteristischen Reaktionen • wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen. • Moleküle mit diesen funktionellen Gruppen benennen. • die physikalischen Eigenschaften von organischen Molekülen anhand ihrer molekularen Struktur erklären. • charakteristische Reaktionen der funktionellen Gruppen nennen und auf entsprechende Verbindungen anwenden. • einen Reaktionsmechanismus mit entsprechenden Fachbegriffen nachvollzie- SPF Biologie und Chemie Lerngebiete 49 Chiralität • das Phänomen Chiralität allgemein beschreiben und bei entsprechenden Molekülen erkennen. • mehrere Projektionsarten (z.B. Fischer-Projektion, Keil-Strich-Schreibweise) an- • die absolute Konfiguration chiraler Kohlenstoffatome bestimmen. • das Phänomen der optischen Aktivität erklären und das Analyseverfahren der Polarimetrie anwenden. • die stereochemischen Verhältnisse bei Molekülen mit mehreren Chiralitätszentren erläutern. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie 1. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie Mindestens zwei der folgenden Teilgebiete Organsysteme (optional) • einen Zusammenhang zwischen Anatomie und Funktion von Organen erläutern. • Homöostase am Beispiel eines Organsystems erklären. • evolutive Entwicklungen eines Organsystems beschreiben. • Ursachen und Bedeutung wichtiger Krankheiten eines Organsystems erläutern. Vertiefung Immunologie • zelluläre Interaktionen bei der spezifischen Immunantwort beschreiben. • antikörperbasierte biotechnologische Methoden beschreiben und praktisch durchführen (ELISA). • einen aktuellen immunologischen Aspekt erläutern (z.B. Impfungen, Epidemien, Autoimmunkrankheiten). Pflanzenphysiologie (optio- • Experimente zur Wirkung von Phytohormonen und abiotischen Faktoren auf die Entwicklung lebender Pflanzen im Labor durchführen, dokumentieren und • wirtschaftliche Anwendungen von Phytohormonen beschreiben. • physiologische Anpassungen von Pflanzen erklären. 2. Lerngebiet: Verhaltensbiologie Ursachen für Verhalten • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Verhaltensformen diskutieren und erklären. Ethogramme • Ethogramme selber erstellen. • Verhaltensweisen auf Basis von Ethogrammen deuten. Lernverhalten • spezifische Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten erklären. • einfache Versuche zu Lernverhalten durchführen und auswerten. Allgemeine Bildungsziele 50 Deutsch Wochenlektionen 4 3 3 4 Die deutsche Sprache sowie die deutschsprachigen Literaturen und Medien sind der Gegenstand des Deutschunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit geschriebener und gesprochener Sprache auseinander, indem sie deren Analyse und Produktion wechselweise aufeinander beziehen. So lernen sie, anspruchsvolle Texte zu lesen und zu schreiben, anderen zuzuhören und vor bzw. mit anderen zu sprechen sowie die Sprache differenziert anzuwenden und zu reflektieren. In dieser Wechselwirkung von Textanalyse und Textproduktion eignen sich die Schülerinnen und Schüler allmählich eine eigene Schreib-, Lese-, Sprech- und Reflexionskompetenz an. Eine Kultur der kritischen Rückmeldung sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstbeurteilung unterstützen sie darin, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verfeinern. Die Beschäftigung mit Literatur und ihren medialen Umsetzungen konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit Welten und Werten, Verhaltensweisen und Ästhetiken innerhalb und ausserhalb ihres Erfahrungsbereichs. Literatur wird dabei als zentrales Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens verstanden. Diese Horizonterweiterung fordert und fördert den Aufbau einer sprachlich- kulturellen Identität sowie deren kontinuierliche Überprüfung. In einer Epoche des Wachstums medial verbreiteter Texte sorgt der Deutschunterricht ausserdem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler relevante Informationen suchen, abwägen und weiterverarbeiten sowie sich kompetent und selbständig in der sich stets wandelnden Medienlandschaft bewegen können. Die Auseinandersetzung mit Sprach- und Kommunikationstheorien vervollständigt diese sprachliche Persönlichkeitsbildung. Damit legt der Deutschunterricht wichtige Grundlagen für die allgemeine Studierfähigkeit in allen Fachbereichen, indem er die Schülerinnen und Schüler auf die wichtigsten mündlichen wie schriftlichen Anforderungen des Hochschulstudiums vorbereitet. Insbesondere macht er sie vertraut mit der Analyse komplexer Texte, mit anspruchsvollen Formen des mündlichen Diskurses sowie mit den Grundtechniken der Argumentation und des wissenschaftlichen Schreibens. Allgemeine Bildungsziele 51 Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders: • Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen • Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen • fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten • kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten • das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten • in kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten • eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen • sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren • adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben • Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen • anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen • Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen • ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen • eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen • mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb • effizient recherchieren • Computer als Schreibmedium versiert einsetzen • sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren Richtlinien für die Leistungsbewertung sowie Anforderungen für die Maturaprüfungen finden sich in den Fachrichtlinien. 4 Basale Kompetenzen Die Basalen Kompetenzen in der Erstsprache sind jederzeit Gegenstand des Unterrichts und Kriterium bei der Bewertung von Prüfungen und Aufsätzen. Sie werden zweimal durch Standortbestimmungen geprüft: im ersten Quartal der 1. Klasse (mit Fokus auf Rechtschreibung und Zeichensetzung) und im ersten Semester der 3. Klasse (mit Fokus auf Textrezeption und Textproduktion); bei Nichtbestehen dieser Tests muss der entsprechende Test wiederholt werden, bis er bestanden wird. Allgemeine Bildungsziele 52 5 Querverbindungen zu anderen Fächern Die Inhalte und die angestrebten fachlichen Kompetenzen sind eng und in verschiedener Weise mit anderen Fächern verbunden. Zunächst ist der wirkungsvolle, korrekte und stilistisch genaue Einsatz der deutschen Sprache sowohl mündlich als auch schriftlich in allen nicht-immersiv unterrichteten Fächern von entscheidender Bedeutung. Aktive und passive Sprachbeherrschung beeinflussen den Lernerfolg in grossem Masse. Durch den Einbezug sprachlicher Überlegungen tragen deshalb auch viele andere Fächer dazu bei, dass die fachlichen Kompetenzen im Fach Deutsch erlangt und verbessert werden. Literarisch-ästhetische, kultur- und sprachwissenschaftliche, medientheoretische, psychologische und philosophische Inhalte des Faches Deutsch sind eng verbunden mit einer Reihe von anderen Fächern. Zunächst ist der Sprachunterricht an der Mittelschule auch in den Fremdsprachen kulturwissenschaftlich geprägt; so ergibt sich eine Reihe von Überlagerungen und Verbindungen. Weiter ist die ästhetische Bildung in den Grundlagenfächern Bildnerisches Gestalten oder Musik zu nennen, zu denen sich wie auch zu den sozialwissenschaftlichen Fächern reichhaltige Querverbindungen ergeben. In Bezug auf die Literaturgeschichte und die sozialhistorische Einbettung von literarischen Texten sind insbesondere Transfers zum Fach Geschichte von herausragender Bedeutung. Durch die Sprach- und Medienreflexion trägt der Deutschunterricht auch zu einem pädagogisch-didaktischen Verständnis des Lernens und Lehrens bei. Der vorliegende Lehrplan ist thematisch verwandt mit den Inhalten und Kompetenzen des Akzentfaches Moderne Sprachen, des Schwerpunktfaches Philosophie – Pädagogik – Psychologie und einer Reihe von Ergänzungsfächern (z.B. Religionswissenschaft, Geschichte, Pädagogik und Psychologie, Philosophie). 6 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Der vorliegende Lehrplan geht von der Voraussetzung aus, dass die Inhalte und Kompetenzen des Deutschunterrichts alle Geschlechter im gleichen Masse betreffen. Das Verhältnis der Geschlechter und die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlechterrollen ist Thema im Deutschunterricht. Das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit wird sowohl in der literarischen Gestaltung dieser Themen als auch in der sprachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fragen wie der Verwendung von geschlechtergerechten Sprache entwickelt und gefördert. 7 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Alle Inhalte und Kompetenzen des vorliegenden Lehrplans wirken sich direkt auf das Verfassen einer qualitativ hoch stehenden Maturaarbeit aus. Lerngebiete 53 Aus den folgenden Lehrplänen ist keine Gewichtung der Lerngebiete ersichtlich. Die Gewichtung wird der einzelnen Lehrperson überlassen. So ist sie in der Lage, Schwerpunkte zu setzen, fachübergreifende Projekte durchzuführen, eigene Kompetenzen und Interessen gewinnbringend einzusetzen und auf Interessen und Fähigkeiten von Abteilungen einzugehen. Die Lehrpläne folgen einem Spiralprinzip: Die Kompetenzen und Inhalte werden eingeführt und in den folgenden Jahren vertieft, erweitert und verbunden. Grundlagen • Texte genau lesen, verstehen und das eigene Verständnis hinterfragen. • unterschiedliche Lesestrategien für fiktionale Texte und Sachtexte anwenden. • die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen. • den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines Textes einschätzen. Literarische Werke Je mindestens ein epischer, lyrischer und dramatischer Text • den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltung eines literarischen Textes • verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen und eigene Interpretationsansätze entwickeln. • ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung von Fachterminologie im Allgemeinen entwickeln. Sachtexte • den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiederge- • die Argumentationsstruktur von Sachtexten analysieren. • Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht anwenden. Grundlagen • das Regelwerk von Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung korrekt • ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozess organisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion). • Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht formulieren. • zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen. Lerngebiete 54 Sachtexte • Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z.B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen. • überzeugend argumentieren. • Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z.B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden. kreatives Schreiben • kreative Schreibprozesse durchführen und auswerten. Grundlagen • aktiv und kritisch zuhören. • sich deutlich artikulieren. • sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken. • sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffen ausdrücken. Sprechen • komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z.B. Referat, Rede, Statement). Zuhören • einem längeren Beitrag inhaltlich folgen. • die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und verstehen. Argumentieren • Argumente auf ihre Qualität prüfen und vergleichen. • eigene Argumente entwickeln und vertreten. • sprachliche Mittel analysieren und Argumentationsstrategien beschreiben. Präsentations- und Vortragstechnik • Vorträge und Präsentationen planen. • die Wirkungen verschiedener Techniken beurteilen. • das eigene Auftreten und Sprechen bei Präsentationen reflektieren. • Rückmeldungen zu Präsentationen geben. Diskussionsteilnahme und Gesprächsführung • sich in Diskussionen mit themenbezogenen Voten einbringen. • ihre Haltungen verständlich machen. • einfache Gesprächsformen leiten und strukturieren. Lerngebiete 55 Grundlagen • die grundlegenden grammatischen Regeln korrekt anwenden. • grammatische Phänomene mit Fachbegriffen präzise beschreiben. • grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z.B. Proben) reflektieren und bewältigen. Einführung in die Literaturgeschichte am Beispiel der Aufklärung. Punktueller Einbezug von mindestens einer weiteren Epoche aus Antike, Mittelalter oder Barock. • ein Verständnis für die geschichtliche Dimension von Literatur entwickeln. • spezifische literarische und kulturgeschichtliche Phänomene in ihren historischen Zusammenhängen verstehen. • ältere Texte einerseits in ihrer sprachlichen und kulturellen Fremdheit würdigen und andererseits deren Bezug zu Problemen der Gegenwart erkennen. • Texte einer ausgewählten Gattung in ihren gattungstheoretischen Zusammenhängen einordnen und mit Fachbegriffen analysieren. • unterschiedliche Interpretationsverfahren anwenden. Auszüge aus theoretischen Texten mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei literarischen Gattungen argumentative Textsorten • verschiedene argumentative Textsorten voneinander unterscheiden und selbst hervorbringen. • einen eigenen literarischen Text erarbeiten und in Bezug auf den Schreibprozess und das entstandene Produkt kritisch reflektieren. • Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit Stilkunde (Lerngebiet Sprach- und Medienreflexion) in eigenen Texten anwenden. fiktionale Texte Lerngebiete 56 Rhetorik • rhetorische Mittel situationsgerecht anwenden und reflektieren. • die Anwendung und Wirkung rhetorischer Mittel beurteilen. • Argumentationsgänge und -strategien analysieren. Präsentation von literarischen Texten • sprachlich und stilistisch schwierigere Texte lesend vortragen. • Ideen zu einer szenischen Präsentation oder einer alternativen medialen Umsetzung von literarischen Texten entwickeln. • präzise Rückmeldungen auf die Präsentation von literarischen Texten geben. Grundlagen • Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen. • die Vielfalt analoger und digitaler Medien begreifen. Medien • Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektieren. • die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. Sprachgeschichte und/oder Dialektologie • ein Verständnis für die geschichtliche und dialektale Dimension von Sprache • das Verständnis eines einfacheren Textes aus einer älteren Sprachstufe oder einer ihnen nicht geläufigen Varietät erarbeiten. • grundlegende Phänomene der Sprachbetrachtung bezeichnen. • mit grundlegenden Arbeitsinstrumenten (z.B. historischen Wörterbüchern, Sprachatlas) arbeiten. Stilkunde • verschiedene Stilelemente und -merkmale voneinander unterscheiden. • die Verwendung verschiedener Stile hinsichtlich ihrer Wirkung und möglichen semantischen Bedeutsamkeit erfassen. Kommunikationstheorie • Kommunikationsvorgänge anhand eines Kommunikationsmodells beschreiben. • exemplarische Probleme der Kommunikationstheorie anhand von Beispielen Lerngebiete 57 Weiterführung der Literaturgeschichte vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts anhand exemplarischer Fragestellungen und Texte • ausgewählte literarhistorische Epochen und Bewegungen zwischen Aufklärung und Naturalismus kennen und literarische Texte und Phänomene entsprechend • Texte in ihren spezifischen kultur- und sozialgeschichtlichen Zusammenhängen • Texte sowohl von ihren jeweiligen Voraussetzungen her interpretieren als auch ihren Bezug zu Problemen der Gegenwart herausarbeiten. • Texte einer weiteren ausgewählten Gattung in ihren gattungstheoretischen Zusammenhängen einordnen und analysieren. • mit unterschiedlichen Fragestellungen an einen Text herangehen und die entsprechenden Interpretationsverfahren anwenden. Auszüge aus theoretischen Texten mindestens ein repräsentativer Text aus einer der drei literarischen Gattungen (nicht identisch mit der Gattung der 2. Klasse) für die schriftliche Auseinandersetzung mit literarischen Texten geeignete Textsorten, z.B. • Kommentar • Rezension • Erörterung • Formen des schriftlichen Zugangs zu literarischen Texten textsortengerecht an- • schriftlich Interpretationsansätze entwickeln. wissenschaftliches Schrei- • Grundprinzipien des wissenschaftlichen Schreibens verstehen und selbst an- • Fachliteratur nach wissenschaftlichen Prinzipien zitieren und nachweisen. Lerngebiete 58 Argumentieren • Argumente vergleichen, gewichten und in den Argumentationsgang entsprechend einordnen. • eigene Argumentationsstrategien entwickeln und rhetorisch angemessen vertreten. Rhetorik • rhetorische Mittel situationsgerecht anwenden und reflektieren. • die Anwendung und Wirkung rhetorischer Mittel beurteilen. • Argumentationsgänge und -strategien analysieren. mindestens ein exemplarisches Thema aus der Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B. • Semiotik • Pragmatik • Sprache und Gender • Filmanalyse • Digitalisierung der Medien und sozialer Prozesse • einfache Fachaufsätze lesen, verstehen und bearbeiten. • theoretische Ansätze durch eigene Recherchen vertiefen, kontextualisieren und • Fachbegriffe selbständig verstehen und anwenden. • Problemstellungen anhand von Beispielen verdeutlichen. • theoretische Ansätze zusammenfassen und mündlich oder schriftlich wiederge- • eigenständig wissenschaftliche Fragen entwerfen und ihre Bedeutung erörtern. Lerngebiete 59 mindestens ein exemplarischer Text aus der literarischen Moderne (im weiten Sinne verstanden). • literatur- und wissenschaftsgeschichtliche Hintergründe von literarischen Texten analysieren und in eigenständiger Recherche vertiefen. • exemplarische ästhetische Probleme der modernen Literatur beschreiben (z.B. Wertung von Literatur, Sprachkritik, moderne Subjektivität). • über Bedeutung von Literatur, auch für die Wissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts nachdenken. • analytische Konzepte aus der Theorie der Gattung anwenden. • analytische Konzepte aus einfachen literaturwissenschaftlichen Originaltexten entnehmen und anwenden. • Veränderungen in der Verwendung der Gattung durch die Autoren diachron be- • Interpretationsansätze entwickeln und beurteilen. Auszüge aus theoretischen Texten ein oder mehrere repräsentative Texte aus einer der drei literarischen Gattun- (nicht identisch mit der Gattung der 2. oder 3. Klasse) für die schriftliche Auseinandersetzung mit literarischen Texten geeignete Textsorten, z.B. • Erörterung • Essay • Interpretationsaufsatz • Texte schriftlich interpretieren. • wirkungsvoll über Literatur und ästhetische Fragestellungen schreiben. • ihre Texte nach stilistischen Kriterien überarbeiten. • schriftliche Formen gezielt aufbauen und den Aufbau reflektieren. Lerngebiete 60 Argumentieren und Rhetorik • theoretische Konzepte aus Argumentationslehre und Rhetorik produktiv nut- • Argumente differenziert kritisieren und vergleichen. • eigene Argumente mündlich wirkungsvoll vorbringen. • rhetorische Mittel erkennen. • wechselseitige Einflüsse von Formulierungen und Inhalten erkennen und produktiv nutzen. Diskussionsteilnahme • sich situationsangepasst in Diskussionen einbringen und auch komplexe Standpunkte verständlich formulieren. • Standpunkte wirkungsvoll vertreten, die mit den eigenen nicht übereinstim- • komplexere Gesprächsformate leiten und strukturieren. Gesprächsführung mindestens ein exemplarisches Thema aus der Sprachwissenschaft, Medientheorie oder Sprachphilosophie, z.B. • Hermeneutik • Massenmedien (Brechts Radiotheorie) • Medienwandel • sprachlicher Relativismus • Semantik • noch nicht bearbeitetes Thema aus der Liste der • die Bedeutung von Sprache in Bezug auf ausgewählte Aspekte theoretischer Sprachbetrachtung verstehen. • einen Aspekt theoretischer Sprach- oder Medienbetrachtung in seinen grundlegenden Zusammenhängen verstehen und hinsichtlich seiner Anwendungsmöglichkeiten und, wenn sinnvoll, in seinen gesellschaftlichen Auswirkungen • ein vertieftes Verständnis von Kommunikation auf der Grundlage theoretischer Überlegungen entwickeln. • Bezüge zwischen sprach- und medientheoretischen Problemen und literarischen Verfahren oder Texten aufzeigen. Allgemeine Bildungsziele 61 Englisch B DIDAKTISCHE KONZEPTION 1 Überfachliche Kompetenzen Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders: • kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und Verbessern • das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen • Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen • sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung einsetzen • strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch und Deutsch erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen • kreativ mit Sprache umgehen • verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden • das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren • sprachrelevante Lehrmittel gezielt einsetzten (z.B. Wörterbuch, Thesaurus etc.) • computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen • verschiedene Medien adäquat einsetzten (z.B. Recherche, Vorträge, Wörter etc.) Allgemeine Bildungsziele 62 • Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth • mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen 2 Querverbindungen zu anderen Fächern In vielen Bereichen kommt dem Englischen heute die Rolle einer lingua franca zu. Das Fach kann deshalb in vielfältiger Weise als Verbindungsglied zwischen den verschiedensten Wissensgebieten angesehen werden. Auch in den elektronischen Medien ist es häufig Erstsprache, da Mitteilungen und Publikationen oft nur in Englisch verfasst werden. Englisch eignet sich daher besonders für fächerübergreifendes Arbeiten. Mögliche Vernetzungen: • alte Sprachen: literarische Texte basierend auf klassischen Vorlagen • moderne Sprachen, Geschichte und Geografie: Immigrationsproblematik, Commonwealth, Kulturwandel • musische Fächer: z.B. Jazz, zeitgenössische Kunst, Werbung • Naturwissenschaften und Mathematik: Fachliteratur, Umweltproblematik, Science Fiction • Philosophie und Religion: Ethik, Weltbilder, Utopien Lerngebiete 63 A2 – B1 Motto: Make your way – What you need is confidence Grund-Grammatik repetieren und vervollständigen mit einem Lehrmittel der Stufe intermediate oder upper-intermediate • der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwen- • grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem). Wortschatz des Lehrmittels, englisch-englisch • die Sprachkompetenz, der Lernstufe entsprechend, im Bereich des Wortschatzes steigern. • eigenes Vokabular anlegen. • einsprachige Schülerwörterbücher benützen (auch online) (® IKT-Anwendung). Phonetik • die phonetische Schrift als Instrument für die genaue Aussprache nutzen. Sprachreflexion • ausgewählte grammatikalische Strukturen mit der Struktur der deutschen Sprache vergleichen (Zeitensystem). Hören • stufengerechte Hörtexte im Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte). • die Hauptpunkte von einfachen bis mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen (Sendungen in special English wie Breaking News). Sprechen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden. • sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen. • ein vertrautes Thema vorbereiten, präsentieren und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse). Lesen • einfache bis mittelschwere Originaltexte verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und eine Meinung dazu formulieren. • verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. predicting content, reading for gist, mind map). Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden. • einfache kürzere Texte schreiben (z.B. persönliche Briefe, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare). Lerngebiete 64 Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (Short Stories, Short Novels, Short Plays) Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse • einfache bis mittelschwere Originaltexte lesen und verstehen. • relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen und kommentieren. • Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. plot, character, setting etc.) verstehen kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische • einfache bis mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und eine Meinung dazu formulieren (z.B. Festivals, Traditions, School systems). B1 – B2 Motto: Books and More Grammatik vertiefen (ev. Lehrmittel abschliessen) • stufengerechte grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen. Wortschatz (Erweiterung) • lexikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns, Word Formation) erkennen und an- • ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal Verbs). • einsprachige Wörterbücher benützen. Sprachreflexion • formelle und informelle Sprache unterscheiden. Hören • mittelschwere bis anspruchsvolle Hörtexte des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen. • Hörtexte verstehen, wenn Standardsprache klar gesprochen wird (z.B. Ausschnitte aus TV-Shows, News). Lerngebiete 65 Sprechen • relativ fliessend und frei sprechen • sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen • ein selbst gewähltes, vertrautes Thema präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und führen. Lesen • einfache authentische Sachtexte und einfache längere literarische Werke erschliessen. Schreiben • unterschiedliche kürzere Textsorten schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen). stufengerechte Originalliteratur (z.B. Short Novels, Plays, Poems, Short Stories) Vertiefung der Literaturanalyse • durch Identifikationsübungen literarische Charaktere geistig erfassen und darstellen (szenische Übungen). • weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. point of view, theme, motif etc.) verstehen und anwenden. • stilistische Mittel erkennen. kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische • Vergleiche zu anderen Kulturen herstellen. • eigene Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit „Andersartigkeit“ pflegen. B2 – C1 Motto: Do it yourself Grammatikthemen der Stufe advanced • anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden. Wortschatz • ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden. Sprachreflexion • verschiedene sprachliche Register unterscheiden. • sich zur Wirkung der englischen Sprache (z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische Reden) äussern. Lerngebiete 66 Hören • längere authentische Redebeiträge und Vorträge verstehen und einer komplexen Argumentation folgen, wenn das Thema vertraut ist. • die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten (z.B. Reden) und TV-Beiträge zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen. Sprechen • weitgehend fliessend sprechen. • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden. • sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen. • ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren. • eine Diskussion zu einem anspruchsvollen Thema leiten und auf Beiträge adäquat reagieren. Lesen • aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien (wie Hauptargumente) analysieren und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews). Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und Strukturen korrekt anwenden • verschiedene Textsorten produzieren (mehr formelle, weniger persönliche, z.B. Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe). • klar aufgebaute, längere Texte schreiben (u.a. five-paragraph essay) stufengerechte Originalliteratur weitgehend eigenständige Literaturanalyse • sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zur eigenen Welt herstellen. • mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und sich zu Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Charaktere äussern. • mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken, wie z.B. Perspektivenwechsel oder inneren Monolog, erkennen und in ihrer Funktion verstehen. • in Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und • Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. Vergleiche herstellen zu Filmadaptionen). kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische • gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen. • englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren (z.B. US elections, current affairs, global issues). Lerngebiete 67 C1 Motto: Take off – All’s well that ends well Grammatikthemen der Stufe advanced • ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden. Wortschatz • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden. • lexikalische Strukturen erkennen und anwenden. • individuell ihren Wortschatz erweitern. Sprachreflexion • Abweichungen von der Standardsprache erkennen und verstehen. Hören • längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind. • ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen, Podcasts und Spielfilme verstehen. Sprechen • sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation angemessen ausdrücken. • ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantworten. • in Gruppen Diskussionen selbständig planen und durchführen (z.B. zu aktuellen kontroversen Themen). • ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen. Lesen • authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten ohne grössere Schwierigkeiten verstehen und zusammenfassen. (® IKT-Anwendung) • anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und kritisch kommentieren. Schreiben • umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden. • Stilmittel und Register anwenden. • sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken. • überzeugend argumentieren. • Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie in klar strukturierter, kohärenter Form darstellen. • Quellen korrekt zitieren. • unterschiedliche längere Textsorten schreiben, z.B. five-paragraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionale Texte. Lerngebiete 68 stufengerechte Originaltexte unterschiedlicher Genres aus verschiedenen Epochen, 16. bis 21. Jahrhundert selbständige Literaturanalyse • anspruchsvolle literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen. • in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben. • zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen. • eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten. kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder historische • authentische englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren. • sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre Kompetenz zur Selbstreflexion fördern. Bemerkung: Es werden wohl auch in den Lehrplänen des Gymnasiums Anpassungen nötig sein, sobald die ersten Schülerinnen und Schüler mit 7 Jahren Englisch (Frühenglisch) als Vorbildung in die Kantonsschule eintreten. Allgemeine Bildungsziele 69 Französisch Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Im Französischunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Gesellschaft und in die Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Er öffnet den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler und trägt dazu bei, Menschen heranzubilden, die kompetent mit Sprache umgehen und am französischsprachigen Kulturraum teilhaben können. Der Französischunterricht im Grundlagenfach vermittelt Wissen und Kompetenzen in den Lerngebieten Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Die Schulung der vier Grundfertigkeiten der Kommunikation (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) fördert die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sich in der Fremdsprache frei auszudrücken und sich mit Menschen französischer Sprache auszutauschen. Der Literatur kommt im Französischunterricht eine grosse Bedeutung zu. In der fiktiven Welt begegnen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Möglichkeiten menschlichen Erlebens und Handelns, was ihnen erlaubt, über ihre eigene Welt, ihre Identität und ihre Werte nachzudenken. Auch vertiefen die Schülerinnen und Schüler aktuelle und historische Themen aus der französischsprachigen Kultur, Politik und Gesellschaft. Dieser vielfältige Umgang mit Sprache und Literatur fördert die Kreativität. Der Französischunterricht im Grundlagenfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit. Gute Französischkompetenzen erleichtern den Schülerinnen und Schülern die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. Allgemeine Bildungsziele 70 Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders: • Sprache als Ausdruck der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung von Kultur- und Gedankengut begreifen • gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • sich im Unterricht aktiv einbringen, auf andere eingehen und seinen Standpunkt vertreten • die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • ein vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln • verschiedene Lern- und Arbeitstechniken entwickeln und zielorientiert anwenden • kompetent und kritisch recherchieren • korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen • den Erwerb einer Fremdsprache als Schlüssel zur Eröffnung neuer Möglichkeiten und Horizonte erle- • ein Bewusstsein für gesellschaftspolitische Aspekte und Entwicklungen der frankophonen Welt entwi- • die Bedeutung französischer Werke und Epochen für die gesamte europäische Kulturgeschichte betrachten und gegenseitige Einflüsse sehen Lerngebiete 71 • morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Verbformen, Zeiten und Modi • neu erlernte Zeiten und Modi bilden und anwenden. • ihre Grammatikkenntnisse laufend repetieren, erweitern und festigen. • themen- und textbezogener Grundwortschatz • ihren Wortschatz erweitern und aktiv anwenden. • mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen. • mit Hilfe anderer Sprachen verwandte Wörter verstehen. • selbständig ein korrektes Vokabular anlegen. • Sprachregister • Wörter der Umgangssprache oder Standardsprache zuordnen. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. • Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache • Diskussionen und einfache, klar aufgebaute Präsentationen im Unterricht • didaktisierte Hörverständnisübungen oder deutlich und relativ langsam gesprochene, authentische Hördokumente in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräche, Radio- und Fernsehsendungen, Filme • das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch • den Diskussionen und Präsentationen im Unterricht folgen. • die Hauptaussagen eines authentischen Redebeitrags verstehen. Beim nochmaligen Anhören weitere Einzelheiten erfassen. Lerngebiete 72 • Redebeiträge auf der Basis des erlernten Wortschatzes und der erlernten Strukturen • Rollenspiele • Präsentationen, Kurzreferate • am Unterrichtsgespräch teilnehmen. • sich spontan und verständlich ausdrücken. • in Rollenspielen sprechen. • an Diskussionen teilnehmen und ihre eigene Meinung äussern und begründen. • eine erste strukturierte Präsentation halten. • einfache literarische und andere Originaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte • Lesestrategien • Aussprache • Texte verstehen und global zusammenfassen. • die explizite Struktur eines Textes erkennen. • Unverstandenes durch den Kontext erschliessen. • weitgehend korrekt vorlesen. • einfache Texte zu behandelten Themen • verschiedene Textsorten, z.B. Brief, Zusammenfassung, Portrait, innerer Monolog, Dialog • kurze, kohärente Texte schreiben. • ihre eigene Meinung äussern und begründen. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Literaturanalyse und Interpretation • Handlungsebene eines literarischen Textes • Themenanalyse • die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben • die Entwicklung der Figuren und der Handlung beschreiben. • die Themen erkennen und beschreiben. • einfache, literarische Texte aus dem 20. und 21. Jahrhundert • einfaches, textimmanentes Kontextwissen, z.B. la résistance • vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit • den für das Textverständnis erforderlichen Kontext mit eigenen Worten wieder- Lerngebiete 73 Zivilisation und Kultur • landeskundliche Themen und typische Aspekte der heutigen Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Frankophonie, z.B. Regionen und ihre Besonderheiten, Umwelt, Themen aus der Lebenswirklichkeit frankophoner Jugendlicher • frankophone Kulturerzeugnisse, z.B. BD, chansons, slam, cinéma • typisch landeskundliche, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte beschreiben. • die Lebenswirklichkeit frankophoner Jugendlicher mit der eigenen Lebenswirklichkeit vergleichen und dazu Stellung nehmen. • Kulturerzeugnisse verstehen. • morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Pronomen und andere Wortarten • neu erlernte Formen und Satzstrukturen bilden und anwenden. • ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen. • themen- und textbezogener Grundwortschatz • ihren Wortschatz erweitern und aktiv anwenden. • mit Hilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen. • mit Hilfe anderer Sprachen verwandte Wörter verstehen. • selbständig ein korrektes Vokabular führen. • Sprachregister, z.B. le français familier, l’argot, le langage des jeunes • verschiedene Sprachregister unterscheiden • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. Lerngebiete 74 • Diskussionen und klar aufgebaute Präsentationen im Unterricht • deutlich gesprochene, authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräche, Diskussionen, Hörverständnisübungen, Radio- und Fernsehsendungen, Filme • den Diskussionen und Präsentationen im Unterricht folgen. • die Hauptaussagen eines authentischen Redebeitrags verstehen. Beim nochmaligen Anhören weitere Einzelheiten erfassen. • Redebeiträge auf der Basis des erlernten Wortschatzes und der erlernten Strukturen • Rollenspiele • Präsentationen, Kurzreferate • sich spontan, fliessend und weitgehend korrekt ausdrücken. • in Rollenspielen sprechen. • an Diskussionen teilnehmen und ihre eigene Meinung differenziert äussern und • Referate zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades halten. • literarische und andere Originaltexte einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte • Lesestrategien • Aussprache und Intona- • Texte sinnvoll zusammenfassen. • die Struktur eines Textes erkennen und beschreiben. • Unverstandenes durch den Kontext erschliessen. • längere Lesepensen bewältigen. • korrekt und fliessend vorlesen. • Texte auf der Basis des erlernten Wortschatzes und der erlernten Strukturen • verschiedene Textsorten, z.B. Zusammenfassung, Kommentar, Aufsatz, cahier de lecture • einfache Schreibstrategien • Texte verständlich und kohärent schreiben. • Texte logisch strukturieren. • ihre eigene Meinung differenziert äussern und begründen. • schreibend kommunizieren. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Lerngebiete 75 Literaturanalyse und Interpretation • Handlungsebene eines literarischen Textes • Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler, narrative Struktur • Themenanalyse • die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären. • Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung erklären. • den Erzähler und seine Sichtweise erkennen. • die Themen erkennen und beschreiben. • einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen und ihre Gedanken dazu äussern. • literarische Originaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad • textimmanentes Kontextwissen • elementare Informationen zum soziokulturellen oder historischen Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten wiedergeben. Zivilisation und Kultur • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B. immigration, Francophonie, la vie politique en France • frankophone Kulturerzeugnisse, z.B. chansons, cinéma, théâtre, humour, arts et sciences • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu • die Lebenswirklichkeit und Kulturkonflikte junger Immigranten verstehen. • landeskundliche, geschichtliche und kulturelle Informationen zu den Ländern der Frankophonie erarbeiten und vorstellen. • sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen. • morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen, z.B. Nebensatzsyntax, Passiv, Verb und seine Ergänzung • die neu erlernten Sprachstrukturen bilden und aktiv anwenden. • ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen. Lerngebiete 76 • themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz • Wortschatz der Argumentation • einsprachiges Wörterbuch • den erlernten Wortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern. • den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden. • Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden. • ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus entnehmen. • Sprachregister • verschiedene Sprachregister unterscheiden. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. • Bezüge zu andern Sprachen herstellen. • Längere, authentische Redebeiträge und Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen, Dokumentar- und Spielfilme • Verstehensstrategien • die wesentlichen Aussagen eines authentischen Redebeitrags weitgehend ver- • Verstehensstrategien anwenden. • Beiträge zum Unterrichtsgespräch • Referate zu allgemeinen, aktuellen, literarischen • sich spontan und weitgehend korrekt ausdrücken. • strukturiert argumentieren. • sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten. • an einer Diskussion teilnehmen sowie eine Diskussion leiten. • längere, möglichst freie Referate halten. • literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Theaterstücke, Medientexte • Lesestrategien • Texte präzis zusammenfassen und strukturieren. • Texte und Textpassagen analysieren und interpretieren. • längere Texte selbständig lesen und erarbeiten. Lerngebiete 77 • längere Texte zu allgemeinen, aktuellen, literarischen, bzw. kulturellen • unterschiedliche Textsorten, z.B. Bewerbungsschreiben, Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen • Schreibstrategien • Texte verständlich, strukturiert und sprachlich weitgehend korrekt schreiben. • strukturiert argumentieren und Stellung nehmen. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Literaturanalyse und Interpretation • Texte aus verschiedenen literarischen Gattungen (narrative Texte, Theater, Poesie) • Textinterpretation • formale und stilistische Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren • einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysie- • zentrale Themen erkennen und analysieren. • Aussagen des Textes verstehen und kritisch dazu Stellung nehmen. • einen Text nach formalen und stilistischen Kriterien analysieren und interpretie- • einen längeren, literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen und inter- • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière, Voltaire, Balzac, Maupassant, Camus, Sartre, le théâtre absurde, Gedichte oder Fabeln unterschiedlicher Epochen • literatur-und kulturgeschichtlicher Kontext, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, Epochen des 19.Jh., l’existentialisme • den literatur- und kulturgeschichtlichen Hintergrund eines Textes verstehen und mit diesem in Beziehung bringen. Lerngebiete 78 Zivilisation und Kultur • typische Aspekte der heutigen und früheren frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, philosophisches Gedankengut des Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19. Jahrhunderts, actualité politique et sociale • frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik, Film, Kunst und Architektur • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu • sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen. • die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen. • sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen. • ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen. • Festigung und Erweiterung der wichtigsten Grammatikthemen • die erworbenen Grammatikkenntnisse weitgehend korrekt anwenden. • Grammatikthemen selbständig repetieren und Wissenslücken aufarbeiten. • erweiterter themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz • Wortschatz der Argumentation • einsprachiges Wörterbuch • ihren Wortschatz mit Hilfe der erlernten Strategien systematisch erweitern und aktiv anwenden. • den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden. • ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus entnehmen. • Sprachregister • verschiedene Sprachregister unterscheiden. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. Lerngebiete 79 • authentische, relativ komplexe und schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen, Dokumentar- und Spielfilme • Verstehensstrategien • die wesentlichen Aussagen eines längeren und schwierigeren Redebeitrags weitgehend verstehen. • Verstehensstrategien anwenden. • Beiträge zum Unterrichtsgespräch • Referate zu allgemeinen, aktuellen, literarischen • sich fliessend und weitgehend korrekt äussern. • sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken. • strukturiert und differenziert argumentieren und Stellung nehmen. • an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten. • längere, klar verständliche, möglichst freie Referate halten. • literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, • Lesestrategien • Texte präzis zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch re- • längere Texte selbständig lesen und erarbeiten. • längere Texte zu anspruchsvolleren allgemeinen, literarischen, • unterschiedliche Textsorten, z.B. Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen • Schreibstrategien • eine Disposition erstellen und den Text logisch gliedern. • Texte verständlich, der Textsorte angemessen und sprachlich weitgehend korrekt schreiben. • strukturiert und differenziert argumentieren und Stellung nehmen. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Lerngebiete 80 Literaturanalyse und Interpretation • literarische Texte verschiedener Gattungen und Unterformen, z.B. philosophische Erzählung, Briefroman, klassisches und modernes Theater, klassische und avantgardistische Gedichtformen • Textinterpretation • formale und stilistische Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren • einen literarischen Text auf die gattungsspezifischen Merkmale hin analysieren • zentrale Themen und Aussagen eines Textes erkennen, analysieren und kritisch dazu Stellung nehmen. • formale Merkmale, Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben. • einen längeren, literarischen Text selbständig lesen und interpretieren. • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière, Voltaire, Balzac, Maupassant, Camus, Sartre, Gedichte oder Fabeln unterschiedlicher Epochen, Neuerscheinun- • literatur-und kulturgeschichtlicher Kontext, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, Epochen des 19. Jahrhunderts, l’existentialisme • die typischen Merkmale der behandelten literarischen Texte und Epochen be- • den literatur- und kulturgeschichtlichen Hintergrund eines Textes verstehen und mit diesem in Beziehung bringen. • selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text erarbeiten. Lerngebiete 81 Zivilisation und Kultur • typische Aspekte der heutigen und früheren frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, philosophisches Gedankengut des Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19. Jahrhunderts, actualité politique et sociale • frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik, Film, Kunst und Architektur • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu • sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen. • die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen. • sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen. • ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen. Allgemeine Bildungsziele 82 Französisch Französisch ist eine der vier Landes- und Amtssprachen der Schweiz. Angesichts der Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vielfalt unseres Landes kommt dem Französischen eine grosse Bedeutung zu. Der Französischunterricht im Schwerpunktfach vertieft die Lerngebiete des Grundlagenfachs Sprache und Sprachreflexion, Kommunikation sowie Literatur und Kultur. Am Ende des zweijährigen Lehrgangs verfügen die Schülerinnen und Schüler über fortgeschrittene Sprachkenntnisse. Sie erhalten einen vertieften Einblick in die Literatur, Kultur und Gesellschaft der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs und der übrigen Frankophonie. Individuell oder in Lerngruppen erarbeiten sie wichtige französische Werke der Weltliteratur und ergründen deren Bedeutung in einem europäischen Gesamtkontext. Sie begegnen fremden Welt- und Wertvorstellungen und lernen, sie kritisch zu reflektieren. Im Dialog mit anderen Kunst- und Kulturformen schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit ästhetischer Wahrnehmung und ihre Kreativität. Die breite Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen und gesellschaftlichen Fragen Frankreichs und der übrigen Frankophonie ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Vergleiche anzustellen und ihre eigene Sprach- und Lebensrealität zu überdenken. Der Französischunterricht im Schwerpunktfach unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung der allgemeinen Studierfähigkeit und erleichtert den Einstieg ins Fachstudium oder den Studienbeginn in einem frankophonen Gebiet. Die vertieften sprachlichen, literarischen und kulturellen Kompetenzen in Französisch erleichtern den Schülerinnen und Schüler die Kommunikation, den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität in Bildung und Arbeitswelt in der Schweiz und im frankophonen Raum. Allgemeine Bildungsziele 83 Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders • Sprache als Ausdruck der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung von Kultur- und Gedankengut begreifen • gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • sich im Unterricht aktiv einbringen, auf andere eingehen und seinen Standpunkt vertreten • die allgemeine Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • ein vergleichendes Sprachbewusstsein entwickeln • verschiedene Lern- und Arbeitstechniken entwickeln und zielorientiert anwenden • kompetent und kritisch recherchieren • korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen • den Erwerb einer Fremdsprache als Schlüssel zur Eröffnung neuer Möglichkeiten und Horizonte erle- • ein Bewusstsein für gesellschaftspolitische Aspekte und Entwicklungen der frankophonen Welt entwi- • die Bedeutung französischer Werke und Epochen für die gesamte europäische Kulturgeschichte betrachten und gegenseitige Einflüsse sehen Lerngebiete 84 • morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen, z.B. Nebensatzsyntax, Passiv, Verb und seine Ergänzung • Ergänzung weiterer Grammatikthemen nach Bedarf • die erlernten Sprachstrukturen bilden und aktiv anwenden. • ihre Grammatikkenntnisse laufend erweitern und festigen. • themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz • Wortschatz der Argumentation • idiomatische Strukturen • einsprachiges Wörterbuch • einen breiten Wortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern. • Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden. • den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden. • ausgewählte idiomatische Strukturen anwenden. • ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus entnehmen. • Stilebenen • verschiedene Stilebenen unterscheiden. • sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. • Bezüge zu andern Sprachen herstellen. • Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern. • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. Lerngebiete 85 • authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen, Dokumentar- und Spielfilme • Verstehensstrategien • längere, authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren Argumentationen folgen. • Verstehensstrategien anwenden. • längere Redebeiträge mit erweitertem Wortschatz und komplexeren Strukturen zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen • längere Referate • sich spontan, differenziert und weitgehend korrekt äussern. • überzeugend argumentieren und Stellung nehmen. • an einer Diskussion teilnehmen sowie eine Diskussion leiten. • längere, klar strukturierte, möglichst freie Referate halten. • literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Theaterstücke, Medientexte, Sachtexte • Lesestrategien • Texte präzis zusammenfassen und strukturieren. • Texte und Textpassagen analysieren und interpretieren. • längere Texte selbständig lesen und erarbeiten. • längere Texte zu allgemeinen, literarischen, • unterschiedliche Textsorten, z.B. Bewerbungsschreiben, Aufsätze zu argumentativen und fiktionalen Themen • Schreibstrategien • Texte verständlich, logisch strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich • argumentieren und Stellung nehmen. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Lerngebiete 86 Literaturanalyse und Interpretation • Texte aus verschiedenen literarischen Gattungen (narrative Texte, Theater, Poesie) • Textinterpretation • formale und stilistische Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren • einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysie- • zentrale Themen erkennen und analysieren. • Aussagen des Textes verstehen und kritisch dazu Stellung nehmen. • einen Text nach formalen und stilistischen Kriterien analysieren und interpretie- • längere, literarische Texte selbständig lesen und interpretieren. • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades z.B. Molière, Voltaire, Balzac, Baudelaire, Camus, Sartre • literarische Epochen und Strömungen seit dem 17. Jahrhundert, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, le réalisme, le romantisme, le surréalisme, l’existentialisme, Neuerscheinungen • Einblicke in die Sprach- und Literaturgeschichte früherer Epochen • literaturgeschichtlicher, soziokultureller und historischer Hintergrund • die Merkmale der verschiedenen literarischen Texte und Epochen beschreiben. • die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläu- • Zusammenhänge zwischen der Literatur und dem soziokulturellen, historischen oder philosophischen Hintergrund sehen. • literarische Epochen und Strömungen der frankophonen und europäischen Literatur miteinander vergleichen und Einflüsse erkennen. • selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten. Lerngebiete 87 Zivilisation und Kultur • typische Aspekte der heutigen und früheren frankophonen Gesellschaft und Kultur z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, philosophisches Gedankengut des Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19. Jahrhunderts, actualité politique et sociale • frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik, Film, Kunst und Architektur • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu • sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen. • die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen. • sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen. • ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen. • Festigung und Erweiterung der wichtigsten Grammatikthemen • die erworbenen Grammatikkenntnisse korrekt anwenden. • verschiedene Sprachstrukturen für eine Aussage anwenden. • die Sprachstrukturen mittels der entsprechenden Terminologie beschreiben und reflektieren. • Grammatikthemen selbständig repetieren und Wissenslücken aufarbeiten. • themen- und textbezogener Aufbauwortschatz • Wortschatz der Argumentation • idiomatische Strukturen • einsprachiges Wörterbuch • einen breiten und präzisen Wortschatz anwenden und diesen systematisch erweitern. • den zur logischen Argumentation erforderlichen Wortschatz korrekt anwenden. • idiomatische Strukturen aktiv und situationsgerecht gebrauchen. • Strategien zur Erschliessung von unbekanntem Vokabular anwenden. • ein einsprachiges Wörterbuch benutzen und vielfältige Informationen daraus entnehmen. • Stilebenen • verschiedene Stilebenen unterscheiden. • sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. • Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern. • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. Lerngebiete 88 • authentische, relativ komplexe und schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Reportagen, Diskussionen, Dokumentar- und Spielfilme • Verstehensstrategien • längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren Argumentationen folgen. • Verstehensstrategien anwenden. • differenzierte Redebeiträge zu allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen • längere Referate zu anspruchsvollen Themen • sich fliessend, differenziert und weitgehend korrekt äussern. • sich sach-, situations- und adressatengerecht ausdrücken. • überzeugend argumentieren und ihren Standpunkt begründen. • an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten. • längere, klar verständliche, möglichst freie Referate halten. • anspruchsvolle, literarische und andere Originaltexte, z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Medientexte, Sachtexte, Sekundärliteratur • Lesestrategien • Texte präzis zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch re- • Werke selbständig lesen und erarbeiten. • komplexere Texte zu anspruchsvollen allgemeinen, literarischen bzw. kulturellen Themen • unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte • Schreibstrategien • eine Disposition erstellen und den Text logisch gliedern. • Texte präzis, stilistisch differenziert, und sprachlich korrekt schreiben. • argumentieren und Stellung nehmen. • schreibend kreativ mit Texten umgehen. Lerngebiete 89 Literaturanalyse und Interpretation • Texte aus verschiedenen literarischen Gattungen und ihren Unterformen, z.B. philosophische Erzählung, Briefroman, klassisches und modernes Theater, klassische und avantgardistische Gedichtformen • Textinterpretation • formale und stilistische Textanalyse, z.B. Erzählsituation, stilistische Merkmale, rhetorische Figuren • einen literarischen Text auf seine gattungsspezifischen Merkmale hin analysieren und interpretieren. • Themen und Aussagen des Textes erkennen, differenziert analysieren und kritisch dazu Stellung nehmen. • formale Merkmale, Stilmittel und rhetorische Figuren benennen und ihre Wirkung beschreiben. • literarische Werke selbständig lesen, interpretieren und Hintergrundinformationen dazu erarbeiten. • einen literarischen Text selbständig lesen und interpretieren. • anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert, z.B. Molière, Voltaire, Flaubert, Baudelaire, Breton, Beckett, Sartre, Camus • Literaturgeschichte seit dem 17. Jahrhundert • literarische Epochen und Strömungen seit dem 17. Jahrhundert, z.B. le classicisme, le Siècle des Lumières, le réalisme, le romantisme, le surréalisme, le théâtre moderne, l’existentialisme • Einblicke in die Sprach- und Literaturgeschichte früherer Epochen • die Merkmale der verschiedenen literarischen Texte und Epochen beschreiben. • die Bedeutung eines literarischen Textes für seine Epoche oder Strömung erläu- • einen groben Überblick über die Literaturgeschichte seit dem 17. Jahrhundert • Zusammenhänge zwischen der Literatur und dem soziokulturellen, historischen oder philosophischen Hintergrund erkennen. • literarische Epochen und Strömungen der frankophonen und europäischen Literatur miteinander vergleichen und Einflüsse erkennen. • selbständig Hintergrundinformationen zu einem Text, einer Textsorte oder einer Epoche erarbeiten. Lerngebiete 90 Zivilisation und Kultur • typische Aspekte der heutigen und früheren frankophonen Gesellschaft und Kultur, z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, philosophisches Gedankengut des Siècle des Lumières, Errungenschaften und Gesellschaftswandel des 19. Jahrhunderts, actualité politique et sociale • frankophone Kulturerzeugnisse aus Musik, Film, Kunst und Architektur • typische Aspekte der frankophonen Gesellschaft und Kultur verstehen und dazu • sich mit Themen der sozialen und politischen Aktualität auseinandersetzen. • die Gesellschaft vergangener Jahrhunderte verstehen. • sich mit frankophonen Kulturerzeugnissen auseinandersetzen. • ausgewählte Themen recherchieren und in einem Vortrag vorstellen. GLF Geografie Allgemeine Bildungsziele 91 Geografie Wochenlektionen 2 2 1 0 Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt sowohl Zugänge zur Analyse dieser Prozesse, Methodenkenntnisse wie auch Orientierungswissen. Es enthält Elemente natur- und humanwissenschaftlichen Denkens und verbindet die beiden Bereiche. Die Geografie fördert damit die Verantwortung gegenüber der physischen Umwelt sowie Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders: Analytische Fähigkeiten • komplexe Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen • vernetzt denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • kartografische und andere raumbezogene Daten interpretieren und bewerten • Sachtexte analysieren und Erkenntnisse sprachlich korrekt formulieren • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Grafik, Text, Ton, Bild, Film) analysieren • elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen • zum verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen • Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln GLF Geografie Lerngebiete 92 1. Lerngebiet: Die Erde als Himmelskörper Rotation, Revolution und Jahreszeiten • die Bewegung der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären und anwenden (solare Klimazonen, Jahreszeiten). 2. Lerngebiet: Wirtschaft und Ressourcen Ressourcen, Reserven, Recycling • die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Ressourcen analysieren und bewerten. fossile Energieträger, Alternativenergien • Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung beurteilen. Umweltprobleme und Umweltpolitik • Umweltprobleme verstehen, Möglichkeiten der Umweltpolitik und Lösungsansätze beurteilen. nachhaltige Entwicklung • Nachhaltigkeit erklären und Massnahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung Wirtschaft und Recht 3. Lerngebiet: Meteorologie und Klimatologie Atmosphäre • den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima erklären. Wetter • Wetterphänomene (z.B. Föhn, Fronten, Gewitter usw.) ursächlich erklären. globale Zirkulation • die globale Verteilung und jahreszeitliche Veränderungen der Windsysteme und Druckgürtel erklären. Klimazonen • die Entstehung verschiedener Klimazonen nachvollziehen (Klimaelemente, Klimafaktoren) und den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung verstehen. Bodenkunde • Aufbau von Böden und Prozesse ihrer Bildung erklären und ihre Bedeutung für Natur und Landwirtschaft erkennen. GLF Geografie Lerngebiete 93 Klimawandel • die natürliche und die durch den Menschen bedingte Klimaänderung verstehen und verschiedene Auswirkungen beurteilen. Klimawirksamkeit der Ozeane • ausgewählte Meeresströmungen beschreiben und deren Einfluss auf die Umwelt und den Menschen erläutern. Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter Naturgefahren (z.B. Tornados, Hurricanes, Hochwasser) erklären und den Umgang mit ihnen beurteilen. Physik, Biologie 4. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Darstellung geografischer Informationen • Datendarstellungen in unterschiedlichsten Formen (Atlas, Diagramme, Grafiken, Tabellen, Karten, Karikaturen) lesen und analysieren. Orientierung auf der Erde • das Gradnetz der Erde anwenden und aktuelle Ereignisse mit geografischen Informationsmitteln einordnen. Kartografie • topographische und thematische Karten beschreiben und interpretieren. 1. Lerngebiet: Geologie und Oberflächenprozesse Entstehung der Erde • die Entstehung der Erde im Sonnensystem verstehen und erklären. Aufbau der Erde • das Schalenmodell der Erde beschreiben. Plattentektonik, Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben • die plattentektonischen Prozesse entdecken und den Zusammenhang zu Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären. Gesteine • den Kreislauf der Gesteine verstehen und ausgewählte Gesteine anhand ihrer Mineralien und Struktur bestimmen. Geologie der Schweiz • die geologische Geschichte und den tektonischen Aufbau der Schweiz nachvollziehen. Geomorphologie und Oberflächenprozesse • die Landschaftsformen der Erdoberfläche erkennen und die sie formenden Prozesse beschreiben. Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter geologischer Naturgefahren (z.B. Tsunami, Erdbeben) erklären und den Umgang mit ihnen beurteilen. Physik, Chemie, Biologie GLF Geografie Lerngebiete 94 2. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum Demografie • wichtige demografische Prozesse (z.B. Bevölkerungswachstum, Demografische Transformation) anhand von Fallbeispielen analysieren, erklären, Folgen abschätzen (z.B. Überalterung) und politische Massnahmen (z.B. Familienförderung) beurteilen. Migration • soziale, politische und naturgeographische Ursachen erkennen, die Folgen der Migration verstehen sowie darauf bezogene Massnahmen beurteilen. Geschichte, Wirtschaft und Recht 3. Lerngebiet: Entwicklung der Weltgesellschaft globale Verteilung von Wohlstand und Armut • räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene be- Landflucht und Verstädterung • Ursachen und Folgen globaler Urbanisierung verstehen. Entwicklungstheorien • Entwicklungstheorien erläutern und vergleichend beurteilen. Entwicklungszusammenarbeit • unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Projektbeispiele vergleichen und bewerten. Welthandelsbeziehungen und Weltwirtschaftspolitik • die Aktivitäten von ausgewählten Ländern in globalen Märkten beschreiben und ihre Rolle in der Welthandelspolitik erklären. Geschichte, Wirtschaft und Recht 4. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Darstellung geografischer Informationen • Datendarstellungen in unterschiedlichsten Formen (Atlas, Diagramme, Grafiken, Tabellen, Karten, Karikaturen) analysieren und präsentieren. GLF Geografie Lerngebiete 95 1. Lerngebiet: Siedlung und Mobilität Raumplanung in der Schweiz • die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen beurteilen. Landschaftswandel • die Siedlungsentwicklung der Schweiz beschreiben und die Folgen (Nutzungskonflikte) beurteilen. Mobilität • die Verkehrsentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und naher Zukunft beschreiben, die Auswirkungen bezüglich Landschaftswandel und Umwelt erkennen und Lösungsansätze beurteilen. Geschichte, Wirtschaft und Recht 2. Lerngebiet: Gesellschaft und Raum Tourismus in der Schweiz • die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz beschreiben, den wirtschaftlichen Stellenwert für ausgewählte Regionen analysieren und die Folgen für Gesellschaft und Umwelt beurteilen. Ferntourismus • die sozioökonomischen Auswirkungen des Tourismus auf andere Kulturen analysieren und beurteilen. Geschichte, Wirtschaft und Recht 3. Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Recherche, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen • Daten zur Beantwortung von Hypothesen recherchieren, analysieren und die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren. EF Geografie Allgemeine Bildungsziele 96 Geografie Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfaches. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich sowohl mit Fragestellungen aus der physischen Geografie wie aus der Humangeografie intensiv auseinander. Sie arbeiten häufig selbstständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet und üben dadurch akademische Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen aber auch der Vermittlung methodischer Kompetenzen (z.B. in Exkursionen) soll dabei besonderes Gewicht beigemessen werden. Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders: Analytische Fähigkeiten • räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln • komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen • theoriebezogen analysieren und argumentieren • vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen • wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen • Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und interpretie- • elektronische Informationsmittel (z.B. Web-GIS, Web-Datenbanken) nutzen EF Geografie Lerngebiete 97 1. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie aus den Teilgebieten: • naturräumliche Struktu- • naturräumliche Prozesse und Wechselwirkungen • Umwelt und Gesellschaft • Forschungs- und Analysemethoden der physischen Geografie • physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären. • Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen und beurteilen. • in Zusammenhängen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentie- • den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen. • geografische Informationsmittel wie Karten, GIS-Datensätze, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren. • Einsatzmöglichkeiten von GIS und Fernerkundungsdaten beurteilen. • systematisch und zielorientiert Daten erheben (z.B. Recherche, Feldarbeit) und analysieren und präsentieren. 2. Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie aus den Teilgebieten: • räumliche Aspekte gesellschaftlicher Strukturen • Wechselwirkungen menschlicher Handlungsweisen und ihre Folgen • kulturelle Vielfalt • Gesellschaft und Umwelt • Forschungs- und Analysemethoden der Humangeografie • humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Theorien erklären. • Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und beurteilen. • in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren. • den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurteilen. • geografische Informationsmittel, wie Karten, GIS-Datensätze, Luft- und Satellitenbilder, verarbeiten, analysieren und interpretieren. • Einsatzmöglichkeiten von GIS und Fernerkundungsdaten beurteilen. • systematisch und zielorientiert Daten erheben (z.B. Recherche, Interview, Feldarbeit) und analysieren und präsentieren. GLF Geschichte Allgemeine Bildungsziele 98 Geschichte Wochenlektionen 2 2 2 2 Der Geschichtsunterricht befasst sich mit menschlichen Lebensformen und Verhaltensweisen sowie deren Wandel und Verweilen (Kontinuität) in Zeit und Raum. Der Geschichtsunterricht lässt Gegenwartsphänomene als Folge von historischen Ereignissen, Prozessen und Strukturen verstehen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen einen bewussten und kritischen Umgang mit Informationen, weil sie erkennen, dass alle Informationen ihre eigene Entstehungsgeschichte haben und von dieser beeinflusst sind. Sie können sich in einer komplexen Welt orientieren, indem sie auf ihre historischen Kenntnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückgreifen. Sie entwickeln ein Geschichtsbewusstsein und sind in der Lage, historische Aussagen und Deutungen kritisch zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch den Geschichtsunterricht, dass Friede, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Wohlstand nicht selbstverständlich sind und von jeder Generation neu aufgebaut, gefestigt und erhalten werden müssen. GLF Geschichte Allgemeine Bildungsziele 99 Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders: • die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen • die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen • die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten • das Verhältnis der Geschlechter in seiner historischen Bedingtheit erkennen und die Bedeutung von „Gender“ als kulturelles Konstrukt in Geschichte und Geschichtsschreibung reflektieren • Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln und die Arbeit im Team • Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen • ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln • komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen • ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können • eigenständige Recherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen • Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten GLF Geschichte Lerngebiete 100 Klassifizierung von Materia- • den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern. Analyse von Materialien • die Absicht des Verfassers kritisch hinterfragen. Interpretation von Materia- • aus vorgegebenen Fragestellungen historisch relevante Schlüsse ziehen. Umgang mit Information • aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten ordnen. Mittelalter (Feudalismus, Kloster Wettingen, Stadt) • die für die Neuzeit besonders relevanten politischen, kulturellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen des Mittelalters darlegen. Frühe Neuzeit (Renaissance, Reformation, Absolutismus) • die für die Gegenwart besonders relevanten politischen, kulturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Frühen Neuzeit darlegen. Funktionsweise der Ge- • die grundsätzliche Funktionsweise der Geschichtswissenschaft erklären. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild) • aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur prägt. methodische Zugänge der • den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte GLF Geschichte Lerngebiete 101 Klassifizierung von Materia- • die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quelleninterpretation erläutern. Analyse von Materialien • die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen kritisch hinterfragen. Interpretation von Materia- • aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen. Umgang mit Information • aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen. Aufklärung und Bürgerliche Revolutionen • die Grundlagen des Denksystems der Aufklärung erläutern. • Die zentralen Errungenschaften der Aufklärung darstellen und in Bezug auf Chancen und Gefahren diskutieren. • Ursachen, Ablauf und Folgen der bürgerlichen Revolutionen erläutern Industrialisierung und soziale Frage • die Voraussetzungen, den Ablauf und die Auswirkungen der Industrialisierung darlegen und Erklärungs- bzw. Lösungsversuche der sozialen Frage erläutern. Nationalstaatenbildung • Auswirkungen der Nationalstaatenbildung auf das gesamteuropäische Staatssystem analysieren. Schweizer Geschichte und politische Bildung • den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848 analysieren. • die Herausforderungen der modernen Schweiz in der Vergangenheit diskutie- • die zentralen Grundvoraussetzungen einer Demokratie am Beispiel der Schweiz erläutern und ihre eigene Rolle darin reflektieren. Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft • erläutern, wie die Quellenlage die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflusst. GLF Geschichte Lerngebiete 102 Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild) • darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann. Methodische Zugänge der • die Besonderheiten der Ereignis-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte erläutern. Klassifizierung von Materia- • Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik, Fotographie oder Film) einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation erläutern. Analyse von Materialien • die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie des Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen. Interpretation von Materia- • aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge zu anderen historischen Themen herstellen. Informationen finden • selbständig Materialien finden und deren Informationsgehalt beurteilen. Imperialismus und Erster Weltkrieg • Ursachen, Wesen und Auswirkungen des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens von unterschiedlichen Kulturen diskutieren. • Ursachen, Auslöser, Merkmale, Verlauf und Folgen des Ersten Weltkriegs erklä- Wurzeln und Wesen des Totalitarismus; Zweiter Weltkrieg • die ideologischen, politischen und gesellschaftlichen Wurzeln des Totalitarismus darlegen. • die Merkmale, Wirkungsweisen und Folgen totalitärer Systeme erläutern. • Voraussetzungen, Ablauf und Bedeutung des Holocaust beurteilen. Kalter Krieg • die zentralen Ursachen, Ereignisse, Strukturen und Ideologien des Kalten Krieges darlegen. • Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks analysieren. GLF Geschichte Lerngebiete 103 Funktionsweise der Ge- • erläutern, wie die Quellenlage sowie die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild) • darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den Referenzrahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet. methodische Zugänge der • die Besonderheiten und die Bedeutung der Geschlechter-, Umwelt-, Technik- und Migrationsgeschichte erläutern. Klassifizierung von Materia- • Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Annäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Einfluss auf das eigene Geschichtsbild reflektieren. Analyse von Materialien • die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und den Bildungsstand des Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen. Interpretation von Materia- • selbständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zu historischen Kontexten Informationen finden • selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten. die Schweiz seit 1945 • die Entstehung und Entwicklung des wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Modells der Nachkriegsschweiz verstehen. • den schweizerischen Entwicklungsweg mit Entwicklungen anderer europäischer Staaten vergleichen und kritisch hinterfragen („Sonderfall Schweiz“?). • aktuelle politische Herausforderungen auf dem Hintergrund dieser Entwicklungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und beurteilen. GLF Geschichte Lerngebiete 104 Längsschnitt der Geschichte von aussereuropäischen Regionen • die zentralen Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur beschrei- • Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten Entwicklungsphasen erläutern. • aktuelle Herausforderungen der Region analysieren und Lösungsansätze diskuaktuelle Konflikte • die historischen Hintergründe des Konflikts darlegen. • den Ablauf und die Merkmale des Konflikts erläutern. • die aktuelle Situation erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata analysie- • Perspektiven für die Konfliktlösung erarbeiten. Weltpolitik ab 1945 (internationale Organisationen; neue Weltordnung; Globalisierung) • wichtige Strukturen, Prozesse und Akteure der Weltpolitik ab 1945 analysieren. • zentrale globale Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen. Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft • erläutern, wie Quellenlage, die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler sowie die beschränkte Informationsbewältigungskapazität des Menschen die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung • die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit reflektieren. methodische Zugänge der • die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis-, wirtschafts-, kultur-, umwelt- oder geschlechtergeschichtlicher) Perspektiven befragen. EF Geschichte Allgemeine Bildungsziele 105 Geschichte Die allgemeinen Bildungsziele des Ergänzungsfachs Geschichte beruhen auf denjenigen des Grundlagenfachs. Es vermittelt die Einsicht, dass die Geschichtsschreibung von Menschen verfasst und deshalb politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüssen unterworfen ist (Konstruktivität historischer Narration). Aspekte von Macht und Herrschaft sowie von Kontinuität und Wandel werden in ihrer Komplexität an ausgewählten Themen und Räumen untersucht und beurteilt. Das Ergänzungsfach leistet eine analytische Vertiefung historischer Inhalte und vermittelt verstärkt methodisch-theoretische Kompetenzen. Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders: • wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen • gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen Analytische Fähigkeit • verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren • Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden • vernetzt und interdisziplinär denken • Argumentationsstrategien dekonstruieren EF Geschichte Lerngebiete 106 • eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln • Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten • elektronische Informationsmittel nutzen Die Vorschlagsnote beruht auf der Leistungsbewertung der im Ergänzungsfach Geschichte ausgewählten und behandelten Themen (schriftliche Prüfungen und/oder Projekt- oder Vortragsbewertung). Die mündliche Maturaprüfung stützt sich auf mindestens zwei Themen aus unterschiedlichen Lerngebieten, wobei eines davon als Schwerpunkt gewählt werden kann. Umgang mit verschiedenen Quellengattungen (materielle Überreste, Text, Gemälde, Bilder, Fotographien, Karten, Film etc.) • das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten. • historische Materialien (z.B. Archivquellen) auf eine eigene Fragestellung hin bearbeiten und die gezogenen Schlüsse reflektieren. • erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe von Menschen beeinflusst haben. • geschichtswissenschaftliche Debatten nachvollziehen. • den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen. Biographie als historische Quelle Entstehung historischer Mythen Geschichtstheorien EF Geschichte Lerngebiete 107 2. Lerngebiet: Macht und Herrschaft aktuelle Konflikte • die komplexen Ursachen historischer und aktueller Entwicklungen erklären und deren Interdependenzen aufzeigen. • die Eigenheiten nationaler und ev. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren. • die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen zwischen den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur diskutieren. • die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar machen. • den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen. Globalisierung und neue Weltordnung aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft Aussereuropäische Geschichte (z.B. China, Indien, Lateinamerika, Afrika) totalitäre Systeme internationale Organisationen und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz Protestbewegungen 3. Lerngebiet: Kontinuität und Wandel Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie • Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben. • die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen Prozess darlegen und beurteilen. • Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und beurteilen. • politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart auf ihre historische Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung beurteilen. Längsschnitt Orient – Okzident Entkolonialisierung und Neokolonialismus Freizeit, Bildung, Kultur und Sport Armut und Wohlstand Ernährungsgeschichte Umwelt- und Klimageschichte Gesundheit und Krankheit Gender OF Informatik Allgemeine Bildungsziele 108 Informatik Obligatorisches Fach (Gilt für Schülerinnen und Schüler des Maturitätslehrgangs ab Schuljahr 2016/17) Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. OF Informatik Allgemeine Bildungsziele 109 Reflexive Fähigkeiten: • Strukturiert denken • Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen • Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren • Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt Sozialkompetenz: • Lösungen in Gruppen erarbeiten • Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen Sprachkompetenz: • Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen • Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen • Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen • Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden • Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen IKT-Kompetenzen: (gilt nur für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang vor 2016/17 begonnen haben) • Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden • Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren • Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen • Zahlensysteme, Algorithmen: Mathematik • Datennutzungs- und Datenschutzrechte: Wirtschaft und Recht • Modellierung und Simulation: Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik • Sicherheit, Kollaboration: Akzentfach Digitale Medien und Gesellschaft OF Informatik Lerngebiete 110 Algorithmen Datenstrukturen I Programmieren I • definieren, was ein Algorithmus ist. • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben, z.B. als Flussdiagramm, Pseudocode. • einfache Algorithmen interpretieren. • einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen, z.B. Suchen, Sortieren, Turtle-Grafik. • elementare Datentypen und Arrays verstehen und anwenden. • Variablen, Alternativen, Schleifen einer Programmiersprache einsetzen. • Einfache Funktionen/Methoden selber program-mieren. • Algorithmen in einer höheren Programmierspra-che implementieren. • syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. Repräsentation von Information Codierung • digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden. • Information und Daten voneinander abgrenzen. • Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. • verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären, z.B. Bildformate, Textformate, proprietäre vs. freie Formate. • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen. • verschiedene Codierungen verstehen und anwenden, z.B. ASCII, Unicode, RGB, CMYK, Base64he Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. OF Informatik Lerngebiete 111 Computersystem Computernetzwerke Verschlüsselung Sicherheit • die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben. • das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. • den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären. • verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden, z.B. TCP/IP Suite. • die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken be- • eine Netzwerkumgebung analysieren. • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären. • die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. • geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden. • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären. • geeignete Schutzmassnahmen treffen 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation Simulation und Visualisierung • Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisie- 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft Kollaboration Recht und Wirtschaft • verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen. • die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären. • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz- Rechte einfordern OF Informatik Lerngebiete 112 Datenstrukturen II Programmieren II • strukturierte Datentypen verstehen. • für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden. • modular programmieren. • Weitere Strukturelemente einsetzen, z.B. verschiedene Schleifentypen, Auswahl. Datenbanken • eine Datenbankabfragesprache einsetzen. • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. 3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation Modellierung • einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln. 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft Projektentwicklung Recht und Wirtschaft • kleine Informatiklösungen planen und umsetzen. • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. • Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. EF Informatik Lerngebiete 113 Informatik B KLASSENLEHRPLAN 2. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten, reguläre Ausdrücke, Graphen, Grenzen der Berechenbarkeit) • aus den behandelten Themen die Bedeutung der fundamentalen Begriffe verstehen und erklären (z.B. Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, verlustfreie / verlustbehaftete Komprimierung, Schieberegister). • aus den behandelten Themen die fundamentalen Konzepte verstehen und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke, Automaten, dynamische Listen, Baumstrukturen, Client-Server, von-Neumann-Architektur). • aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen. Informationsrepräsentation (z.B. Informationsgehalt, Komprimierung, Kodierung) Netzwerke (z.B. Netzwerkarten, Routing, Protokolle der TCP/IP Suite, synchrone vs. asynchrone Kommunikation) (Gilt nur für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang vor dem Schuljahr 2016/17 begonnen haben) EF Informatik Lerngebiete 114 Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, regelbasierte Systeme, Expertensysteme) Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. Elementare Schaltalgebra, KV- Diagramme, Aufbau eines Prozessors, Logikschaltungen, zeitabhängige Schaltungen) 2. Lerngebiet: Information Datenstrukturen (z.B. elementare, strukturierte und dynamische Datentypen, Objekte, Bäume) • für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen. • Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert, unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert). • die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurteilen. • Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit verstehen und erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur). Datenbanken (z.B. Entity- Relationship-Modell, Skalierbarkeit, Effizienz) Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und fehlerkorrigierende Codes, Prüfsummen) 3. Lerngebiet: Automation Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Shortest Path, Minimum Spanning Tree, Minimax, MD4/5, RSA, LZW, Scheduling, Paging) • Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren. • gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analy- • die Struktur eines Algorithmus' verstehen und ihn anwenden. • elementare und strukturierte Datentypen einsetzen. • einen Algorithmus in einer Programmiersprache realisieren. • ein gegebenes Programm verstehen, erweitern oder gegebene Programmteile vervollständigen. Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen (z.B. Sortieren, Rekursion, Suchbäume, Client-Server Applikationen) Allgemeine Bildungsziele 115 Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenlektionen 0.5 0.5 0.5 0 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Allgemeine Bildungsziele 116 Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders: • eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln • einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön- • den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi- • das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen • die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung • eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln • mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können • über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Allgemeine Bildungsziele 117 Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch in Gruppen vermittelt und anhand transparenter Standards beurteilt werden. Instrumentenspezifische Inhalte aus diesen Bereichen können von der Instrumentallehrperson geprüft werden. Zur Beurteilung des individuellen Lernfortschritts im Bereich des Instrumentalspiels wird im Lauf des ersten Semesters ein Eintrittscheck sowie gegen Ende des Grundlagenfachs eine Standortbestimmung durchgeführt. Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. 5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein. 6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik geeignet sind. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem Coaching. Lerngebiete 118 Instrumentaltechnik • verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. Allfällige Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen etc.) sind soweit möglich ausgeräumt. Erarbeitungs- und Übtechniken • können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwen- Körper und Atmung • sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung bewusst. Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben. Stilbewusstsein • verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke. Ausdrucksfähigkeit • bemühen sich beim Spielen der geübten Werke um einen persönlichen musikalischen Ausdruck. Publikumsorientierung • sind offen für die kommunikative Dimension des Musizierens und bereit, in einem geschützten Rahmen aufzutreten (z.B. Klassenstunde). Selbstwahrnehmung • sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. • können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele stilistische Vielfalt • im Rahmen ihrer instrumentaltechnischen Möglichkeiten auf die Erarbeitung von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken. Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens zwei früher erarbeiteten Musikstücken Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammen spielen. Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken. • Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nicht-öffentlichen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen. Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren. Improvisation • einfache Improvisationsaufgaben lösen (Verzieren oder Begleiten einer Melodie, Frage-Antwort-Spiele etc.) Lerngebiete 119 Stegreifspiel • einfache Melodien nach Gehör in den ihnen technisch möglichen Tonarten spie- Auswendigspiel • kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendig vortragen. Melodik und Harmonik • einfache Melodien ab Notentext realisieren. • Intervalle aufwärts und abwärts lesend und hörend erkennen. Rhythmik • einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisie- Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen. 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der für ihr Instrument bedeutendsten Komponisten benennen. historisches Umfeldwissen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen sowie die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. Instrumentenkunde und • die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen und korrekt anwenden. • die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. • die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären. Instrumentenpflege • ihr Instrument sachgerecht pflegen. Leistungsbewertung 1. Klasse: Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung sehr unterschiedlich ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung einfliessen. Im Laufe des 1. Semesters findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Die Standortbestimmung wird nicht bewertet. Lerngebiete 120 Instrumentaltechnik • weisen sich gegenüber dem Beginn in der 1. Klasse über einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus. Erarbeitungs- und Übtechniken • können die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden. Körper und Atmung • können ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betätigen. Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext korrekt zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzuge- Stilbewusstsein • verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke. Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, die von ihnen erarbeitete Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu spielen. Publikumsorientierung • sind fähig, in einem schulinternen Rahmen (z.B. Musizierstunde) aufzutreten. Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. • können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele Stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken. Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken vorwei- Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und mit anderen Schülerinnen und Schülern von mindestens gleichem technischen Niveau zusammen spielen. Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken. • Musikstücke vor einer schulinternen Gruppe von Zuhörenden vortragen. Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren. Improvisation • fortgeschrittenere Improvisations- und Begleitaufgaben lösen. Stegreifspiel • komplexere ihnen bekannte Melodien nach Gehör in den ihnen technisch möglichen Tonarten spielen und Melodiefragmente aus dem Stegreif nachspielen. Auswendigspiel • kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. Lerngebiete 121 Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren. • Tonleitern (Dur, Moll, pentatonisch, chromatisch und ganztönig), Intervalle sowie Dreiklänge in Dur und Moll hörend erkennen sowie singend und auf ihrem Instrument bzw. dem Klavier realisieren. Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument reali- Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar umsetzen. 4. Lerngebiet: Vertiefen instrumentenspezifische Kenntnisse Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen. Gattungen • verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments historisches Umfeldwissen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. Instrumentenkunde und • sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein elementares historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen. • zentrale Tatbestände der Geschichte sowie einzelne Werke der bildenden Kunst und Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik benennen. • die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden. Grundlagen der Klangerzeugung • über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments Auskunft geben. Leistungsbewertung 2. Klasse: Die in der 1. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung einflies- Lerngebiete 122 Instrumentaltechnik • verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse). Erarbeitungs- und Übtechniken • können verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden. Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. Textumsetzung • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzu- Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen. Interpretation • sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulie- Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und (z.B. im Rahmen von Ensembles) öffentlichen Auftritten ihrer Schule aufzutreten und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten. Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen. Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk (eine Kompetenzstufe tiefer als der aktuelle Stand) selbständig einzustudieren. stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: • Renaissance / Barock • Klassik • 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition • Klassische Moderne • Neue Musik nach 1945 • Jazz / Blues • Rock / Pop • Folk / Volksmusik Lerngebiete 123 Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens drei erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen. Zusammenspielen • ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen unterschiedlichen Niveaus spielen. Vorspielen • in einem Ensemble, Chor oder Orchester der Schule mitwirken. • Musikstücke im Schulrahmen öffentlich vortragen. Prima Vista-Spiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt realisieren. Improvisation • komplexere Improvisations- und Begleitaufgaben lösen (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben, zu Harmonien, Erfinden von Begleitungen, freie Improvisation etc.) Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien in den ihnen technisch möglichen Tonarten nach Gehör spielen und einfachere Melodien aus dem Stegreif nachspielen. Auswendigspiel • Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft geben. Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren. • Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen und instrumental realisieren. Rhythmik • komplexe rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument korrekt Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen. Lerngebiete 124 historisches Umfeldwissen, Gattungen • die für ihr Instrument zentralen Stile, Epochen und Gattungen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. Instrumentenkunde und • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen. Grundlagen der Klangerzeugung • in Bezug auf ihr eigenes Instrument über mathematische Grundlagen der Musik (z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett etc.) Auskunft geben. interdisziplinäre Anknüpfung • zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be- Leistungsbewertung 3. Klasse: Die in der 1. und 2. Klasse erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen können in die Beurteilung einfliessen. Im Laufe des 2. Semesters der 3. Klasse findet eine Standortbestimmung durch die Lehrperson auf der Basis des Kompetenzrasters Instrumentalunterricht Gymnasium AG statt. Organisationsform des Instrumentalunterrichts Der Instrumentalunterricht wird grundsätzlich im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte und Kompetenzen, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichzeitig und gleichermassen zu erarbeiten sind, können auch im Gruppenunterricht vermittelt werden (verschiedene Module, die Teilnahme kann nach individuellem Bedarf erfolgen). Allgemeine Bildungsziele 125 Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenlektionen 0 0 1 1 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. Sie werden auf ein mögliches Studium im Bereich Musik vorbereitet. Allgemeine Bildungsziele 126 Das Schwerpunktfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders: • eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln • einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön- • den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi- • das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen • die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung • eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln • mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können • über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Allgemeine Bildungsziele 127 Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am individuellen Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 3. Klasse mindestens die Kompetenzstufe Instrumentalunterricht Gymnasium Aargau 3 und bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 4 zu erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. 5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein. 6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für eine Maturaarbeit im Bereich der Musik geeignet sind. Bei Arbeiten, die eine instrumentale Aufführung beinhalten, begleitet die Instrumentallehrperson den Erarbeitungsprozess der Lernenden mit angemessenem Coaching. Lerngebiete 128 Instrumentaltechnik • beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Kompetenzstufe 3). Erarbeitungs- und Übtechniken • verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. Textumsetzung • sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad selbständig zu lesen, zu verstehen und umzusetzen. Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen. Interpretation • sind befähigt, für ein zu erarbeitendes Musikstück interpretatorische Parameter zu formulieren und umzusetzen. Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren. Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten. Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen. Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: • Renaissance / Barock • Klassik • 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition • Klassische Moderne • Neue Musik nach 1945 • Jazz / Blues • Rock / Pop • Folk / Volksmusik Lerngebiete 129 Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen. Zusammenspielen • sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester, Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen. Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau vom Blatt Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und -techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation etc.) Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument nach Gehör in verschiedenen Tonarten spielen. Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen. Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren. • Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren. Rhythmik • komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- Komponisten, Hauptwerke • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten be- Gattungen • die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen historisches Umfeldwissen • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen. Lerngebiete 130 Instrumentenkunde und • die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. Grundlagen der Klangerzeugung • sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument Interdisziplinäre Anknüpfung • zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be- Leistungsbewertung 3. Klasse: Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Instrumentaltechnik • beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (Kompetenzstufe 4). Erarbeitungs- und Übtechniken • verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage ein. Textumsetzung Stilbewusstsein • sind in der Lage, ohne fremde Hilfe bzw. Hilfsmittel neue Musikstücke von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad und unterschiedlicher stilistischer Richtung aus dem Notentext zu erarbeiten. Interpretation • sind befähigt, die für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter zu formulieren und umzusetzen. Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, ein musikalisches Werk stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu interpretieren. Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten. Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen. Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. Lerngebiete 131 stilistische Vielfalt • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: • Renaissance / Barock • Klassik • 19. Jh. / Neuere Musik in klassisch-romantischer Tradition • Klassische Moderne • Neue Musik nach 1945 • Jazz / Blues • Rock / Pop • Folk / Volksmusik Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens fünf Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen. Zusammenspielen • sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester, Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen. Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen. Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und -techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation etc.) Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen. Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren. • Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren. • die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord, Trugschluss etc.) erkennen. Lerngebiete 132 Rhythmik • komplexe rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- Komponisten, Hauptwerke • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie generell der für ihr Instrument wichtigen Komponisten behistorisches Umfeldwissen • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigen Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen. Instrumentenkunde und • die für ihr Instrument relevanten Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. Interdisziplinäre Anknüpfung • zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik be- Leistungsbewertung 4. Klasse: Die im Grundlagenfach und in der 3. Klasse des Schwerpunktfachs erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts). In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. EF Instrumentalunterricht / Sologesang Allgemeine Bildungsziele 133 Instrumentalunterricht / Sologesang Wochenlektionen 0 0 0 1 Der Instrumentalunterricht vermittelt gemeinsam mit dem Fach Musik vertiefte Kenntnisse des Kulturgutes Musik, seiner theoretischen Grundlagen und seiner Geschichte mit instrumentalspezifischer Akzentuierung. Durch die Auseinandersetzung mit dem sinnlich wahrnehmbaren Medium Musik und dessen Kontextualisierung leistet er einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines kulturellen und historischen Bewusstseins. Gemeinsam mit dem Fach Musik spielt der Instrumentalunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Elementen der ästhetischen Bildung wie Wahrnehmung, Sensibilität, Kreativität und Urteilsvermögen. Der Instrumentalunterricht ist innerhalb des gymnasialen Fächerkanons in besonderer Weise in der Lage, intellektuelle, motorische und emotionale Kompetenzen (Kopf, Herz und Hand) zu integrieren und harmonisch zu entwickeln. Dabei wird Leistung sowohl im Erarbeitungsprozess als auch im Resultat (Vorspiel) unmittelbar und laufend evident. Instrumentales Üben und Musizieren fördert die persönliche Reife (Selbstkompetenz) in Hinsicht auf Haltungen wie Genauigkeit, Fleiss, Durchhaltevermögen, kritische Selbstwahrnehmung, Auftrittskompetenz, Umgang mit Erfolg und Misserfolg etc. Der Instrumentalunterricht fördert die Entwicklung wirksamer Erarbeitungs- und Übtechniken und in besonderem Masse die Fähigkeit, länger dauernde Lernprozesse selbständig zu steuern und termingerecht zu Ende zu führen. Er fördert die Selbstwahrnehmung und den bewussten, physiologisch angemessenen Umgang mit Körper und Atmung sowohl beim Lernen als auch vor Publikum. Gemeinsames Musizieren in Chor, Orchester und Ensemble fördert soziale Kompetenzen wie aufeinander hören, führen, sich einordnen, gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten, konstruktiv mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgehen etc. Die Schülerinnen und Schüler lernen das eigene Musizieren als Teil einer sinnvollen Freizeitgestaltung schätzen und das Instrument in ihren Alltag einzubeziehen. EF Instrumentalunterricht / Sologesang Allgemeine Bildungsziele 134 Das Ergänzungsfach Instrumentalunterricht / Sologesang in seiner speziellen Form des Einzelunterrichts fördert besonders: • eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit entwickeln • einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen • Lernprozesse selbständig steuern • mnemotechnische Kompetenzen entwickeln • mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen • sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen bzw. in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben • in einem Team und mit dem Publikum kommunizieren • sich in reflektierter Form verbal über sinnliche, emotionale und strukturelle Inhalte ausdrücken kön- • den eigenen Interessenshorizont erkennen und die kreative und intellektuelle Neugier weiterentwi- • das differenzierende Hören und die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln • die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und in die Arbeit einbeziehen • die eigenen Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung • eine eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen • Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln • mit technischen Mitteln und elektronischen Medien kompetent umgehen können • über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen • eigene Interessensschwerpunkte erkennen und sich vertiefend damit auseinandersetzen Der Instrumentalunterricht erlaubt und verlangt die Bewertung zweifelsfrei individuell erbrachter Leistungen auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, einer Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.) sowie Resultate (z.B. schulisch EF Instrumentalunterricht / Sologesang Allgemeine Bildungsziele 135 organisierte Vorspiele) anhand transparenter und im Voraus deklarierbarer individueller Leistungsanforderungen. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen und Haltungen fliesst in die Bewertung ein. Die im Grundlagenfach erworbenen Kompetenzen und Inhalte werden grundsätzlich vorausgesetzt. Die Beurteilung im Bereich des Instrumentalspiels (Lerngebiete 1 und 2) orientiert sich am individuellen Fortschritt (Individualnorm), wobei bis Ende 4. Klasse mindestens die Kompetenzstufe 3 zu erreichen ist. In den übrigen Lernbereichen orientiert sich die Bewertung an transparenten Erfahrungswerten (Sozialnorm). Vorspiele im Schulrahmen fliessen in die Beurteilung ein. Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Mathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. 5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Die Lehrpersonen setzen sich im Unterricht für die adäquate Wahrnehmung der Leistung von Musikerinnen und Musikern ein. EF Instrumentalunterricht / Sologesang Lerngebiete 136 Instrumentaltechnik • verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3). Erarbeitungs- und Übtechniken • verfügen über verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. Textumsetzung • sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und umzusetzen. Stilbewusstsein • verfügen über fortgeschrittene stilistische Kenntnisse bezüglich der für ihr Instrument wichtigsten Stile und Epochen. Interpretation • sind fähig, die wichtigsten der für ein zu erarbeitendes Musikstück notwendigen interpretatorischen Parameter zu formulieren. Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Publikumsorientierung • sind bereit und in der Lage, an Musizierstunden und öffentlichen Auftritten ihrer Schule mitzuwirken und sich musizierend und bei Bedarf auch verbal an das jeweilige Publikum zu richten. Selbstwahrnehmung • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen und ihre eigene Leistung zu beschreiben und einzuordnen. Selbständigkeit • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. stilistische Vielfalt • auf die Vertiefung in zwei ausgewählten Epochen und Stilbereichen zurückblicken. Repertoireaufbau und -pflege • ein aktives Repertoire von mindestens fünf Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen bzw. Epochen vorweisen. Zusammenspielen • sich über eine fortgeschrittene Zusammenspielkompetenz in Chor, Orchester, Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen • bei musikalischen Auftritten die von ihnen erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen. EF Instrumentalunterricht / Sologesang Lerngebiete 137 Prima Vista-Spiel • Musikstücke von einem für sie mittelschweren Anforderungsniveau (zwei Kompetenzstufen tiefer) vom Blatt vortragen. Improvisation • verschiedene instrumentalspezifisch sinnvolle Improvisationsansätze und -techniken anwenden (z.B. spontanes Verzieren einfacherer Kompositionen, Improvisation nach formalen Vorgaben und über Harmonien, Improvisieren von Begleitungen, freie Improvisation etc.) Stegreifspiel • ihnen bekannte Melodien auf ihrem Instrument aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. Auswendigspiel • einen Teil ihres Repertoires auch auswendig vortragen. Zukunftsperspektiven • über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium, Berufschancen etc.) nach Austritt aus der Mittelschule Melodik und Harmonik • komplexere Melodien ab Notentext realisieren. • Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental realisieren. Rhythmik • komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem In- Komponisten, Hauptwerke • die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten benennen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten). Gattungen • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen, ihre Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten). Instrumentenkunde und • charakteristische Werke der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten nach Gehör hinsichtlich Stil bzw. Epoche korrekt zuordnen (Repetition sowie Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten). GLF Italienisch Allgemeine Bildungsziele 138 Italienisch 1 Überfachliche Kompetenzen Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders: • Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • das eigene Lernen planen • Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen • Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen • gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen • die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • ein Sprachbewusstsein entwickeln • ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen • ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln • ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln GLF Italienisch Lerngebiete 139 • elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • vergleichende Sprachanalyse • ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden, z.B. • Verben / Zeiten (presente, passato prossimo, imperfetto) • Nomen • Adjektive und Adverbien • Artikel • relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen. • Grundwortschatz (gemäss Lehrmittel) • Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars problemlos meistern. • ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Schule, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen. • soziolinguistische Nor- • Übersetzen • Beschreiben • die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen. • einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. • Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben. Hören • einfache Dialoge und Texte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben. • einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen im Grossen und Ganzen folgen. Lesen • einfache Texte lesen, (phonetisch) korrekt vorlesen und verstehen. Sprechen • sich vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen. • über Hobbys und Interessen sprechen. Schreiben • kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten, E-Mails, Dialoge). GLF Italienisch Lerngebiete 140 Lesestrategien • einfache zeitgenössische Texte (Easy Readers, Texte im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben. (vgl. 2. Lerngebiet „Lesen“). La civiltà italiana • sich elementare geographische Kenntnisse der italienischsprachigen Schweiz und Italiens (Regionen, Städte, Flüsse usw.) aneignen. • sich Kenntnisse zu unterschiedlichen Aspekten der italienischsprachigen Welt (z.B. Musik, Kunst, Geographie, Land und Leute usw.) aneignen. • den Inhalt einfacher Beiträge (Texte, Tondokumente, Filme) zu gesellschaftlichen Aspekten Italiens im Grossen und Ganzen verstehen und in eigenen Worten zusammenfassen. • weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B. • direkte und indirekte Personalpronomen • Zeiten und Modi (futuro, condizionale) • unpersönlicher Ausdruck (si impersonale / si passivante) • Gerundium • Grund- und Aufbauwortschatz (je nach Lehrmittel) • einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen. • Begriffe einfach umschreiben. • einige typische Redewendungen korrekt anwenden. • Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln • Wortfeldarbeit • Übersetzen • Wörterbücher (auch elektronische) kompetent verwenden. • semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und einsetzen. • einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. GLF Italienisch Lerngebiete 141 Hören • stufengerechte Dialoge (authentische sowie aus dem Lehrmittel), ausgewählte Canzoni und Filme im Wesentlichen verstehen. Sprechen • zunehmend zusammenhängend sprechen, sich spontan unterhalten, über Erfahrungen und Vergangenes berichten, kurze Geschichten erzählen. • einfache Vorträge z.B. zu wichtigen Persönlichkeiten und Themen der italienischsprachigen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.) halten. • den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und ihre Meinung dazu äussern. Lesen • einfache Texte (Kurzgeschichten, kurze Romane, Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften) verstehen. Schreiben • Briefe und E-Mails sowie erste längere Texte (Zusammenfassungen und Stellungnahmen) zu vertrauten Themen verfassen. Lesestrategien • einfache Gegenwartsliteratur (Easy Readers und Originaltexte) verstehen und deren Inhalt wiedergeben. Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • literarische Grundbegriffe (Textgattungen, Erzählperspektive usw.) benennen und verwenden. La civiltà italiana • gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen der italienischsprachigen Schweiz und Italiens (z.B. Mafia, Palio di Siena) besprechen und dazu ihre Meinung äussern. • erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur nennen. • zu einigen bedeutenden Vertretern der italienischen Musik und des italienischen Filmes einen persönlichen Bezug herstellen. GLF Italienisch Lerngebiete 142 • komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • wesentliche grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B. • Zeiten und Modi (passato remoto, congiuntivo presente e imperfetto) • Bedingungssätze • Zeitenfolge in der indirekten Rede • Passiv • Doppelpronomen • Aufbauwortschatz • nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen anwenden und diesen selbständig festigen. • Verwendung von Hilfsmitteln • verschiedene Sprachebenen identifizieren. • gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen. • sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch. Hören • den Gesprächen und Gedankengängen von Italienischsprachigen im Wesentlichen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme sinngemäss verstehen (Globalverständnis). Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen. • in Diskussionen spontan und klar ihre Meinung äussern. • sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Werken sowie zu anderen Themen zunehmend frei äussern. Lesen • Texte aus verschiedenen Textgattungen (Kurzgeschichte, Roman, Theater, Lyrik) lesen und verstehen. • sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen. Schreiben • verschiedene Texte, z.B. formelle Briefe, Buchbesprechungen und Aufsätze verfassen. GLF Italienisch Lerngebiete 143 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • einen angemessenen Fachwortschatz verwenden, um literarische Werke zu analysieren und zu interpretieren. • sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen. Literaturgeschichte • einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen, verstehen und einordnen. • anspruchsvolle Werke, z.B. auch aus früheren Jahrhunderten, lesen, verstehen La civiltà italiana • ausgewählte Momente der Geschichte der italienischsprachigen Schweiz und Italiens erklären, z.B. Migrationsproblematik, Faschismus. • gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen der italienischsprachigen Schweiz und Italiens differenziert besprechen und dazu Stellung nehmen. • sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen usw. kritisch äussern. • komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen sicher und korrekt anwen- • zentrale grammatikalische Themen selbständig wieder aufnehmen und vertie- • erweiterter Wortschatz • einen differenzierten Wortschatz situationsgerecht anwenden. • ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen. • Verwendung von Hilfsmitteln • unterschiedliche Sprachebenen identifizieren. • Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen. • sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch. GLF Italienisch Lerngebiete 144 Hören • längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen. Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen, ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend äussern. • sich differenziert und situationsgerecht ausdrücken. Lesen • moderne und ausgewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen und zusammenfassen. Schreiben • komplexe Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfas- • kreativ mit der Sprache umgehen. Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • ausgewählte Methoden der Textinterpretation anwenden. • wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. Literaturgeschichte • wichtige Epochen der italienischen Literatur benennen und charakterisieren. • anspruchsvolle literarische Werke analysieren, interpretieren und in ihren historischen Kontext stellen (z.B. aus dem Trecento, Ottocento, Novecento). La civiltà italiana • ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt verstehen, kontextualisieren und kritisch reflektieren, z.B. im Bereich Gesellschaft, Politik, Kunst, Film, Musik. SPF Italienisch Allgemeine Bildungsziele 145 Italienisch 1 Überfachliche Kompetenzen Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders: • Sprache als Mittel zu Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen • die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen • das eigene Lernen planen • Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern in einen logischen Zusammenhang bringen • Sprache als Kommunikationsmittel sozialen Handelns erkennen • gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein • zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein • sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen • die Sprach- und Fremdsprachenkompetenz kontinuierlich erweitern und vertiefen • ein Sprachbewusstsein entwickeln • ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen • ein Interesse für Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Aspekte und Zusammenhänge entwickeln • ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln SPF Italienisch Lerngebiete 146 • komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • vertiefte grammatikalische Kenntnisse anwenden, z.B. • Zeiten und Modi (passato remoto, congiuntivo presente e imperfetto) • Bedingungssätze • Zeitenfolge in der indirekten Rede • Passiv • Doppelpronomen • erweiterter Aufbauwortschatz • nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz anwenden und diesen selbständig ausbauen und festigen. • Verwendung von Hilfsmitteln • Übersetzen • verschiedene Sprachebenen unterscheiden. • gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. • sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch. • ausgewählte Textpassagen in die Mutter- bzw. in die Zielsprache übersetzen. Hören • den Gesprächen und Gedankengängen von Italienischsprachigen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) verstehen. Sprechen • an einem Gespräch mit Italienischsprachigen aktiv teilnehmen, sich grammatikalisch weitgehend korrekt ausdrücken. • in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung äussern. • sich in Vorträgen zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern. Lesen • Texte aus verschiedenen Textgattungen (Novelle, Kurzgeschichte, Roman, Theaterstücke, Lyrik) lesen und verstehen. • sich selbständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen. Schreiben • Briefe, Film- und Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays verfassen. • kreativ mit der Sprache umgehen. SPF Italienisch Lerngebiete 147 Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • einen angemessenen Fachwortschatz anwenden, um literarische Werke zu analysieren und interpretieren. • sich selbständig mit einem literarischen Werk auseinandersetzen. Literaturgeschichte • einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben. • einige wichtige Werke aus verschiedenen Jahrhunderten lesen, verstehen und diese einordnen (z.B. Goldoni, Leopardi, Bassani, Calvino, Tabucchi). La civiltà italiana • wichtige Momente der Geschichte der italienischsprachigen Schweiz und Italiens (z.B. Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia, Migration) erklären und kritisch reflektieren. • sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen usw. äussern und dazu kritisch und differenziert Stellung nehmen. • komplexe morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • die grundlegenden morpho-syntaktischen Strukturen sicher und korrekt anwen- • zentrale grammatikalische Themen selbständig wieder aufnehmen und vertie- • erweiterter Wortschatz • ihren Wortschatz selbständig vertiefen, erweitern und situationsgerecht an- • Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen. • Verwendung von Hilfsmitteln • Übersetzen • sich mit soziolinguistischen Aspekten auseinandersetzen: bewusst verschiedene Sprachebenen unterscheiden, wichtige regionale Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. • sich mit semantischen Aspekten auseinandersetzen. • wichtige historische Entwicklungen der italienischen Sprache erläutern. • sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen, z.B. einsprachiges Wörterbuch. • ausgewählte Textpassagen in die Mutter- bzw. in die Zielsprache übersetzen. SPF Italienisch Lerngebiete 148 Hören • längere authentische Redebeiträge weitgehend verstehen und komplexeren Argumentationen folgen. • Besonderheiten eines regional oder dialektal gefärbten Italienisch erkennen. Sprechen • aktiv an einem anspruchsvollen Gespräch mit Italienischsprachigen teilnehmen, Meinungen und Gefühle flüssig und grammatikalisch weitgehend korrekt äussern. • überzeugend argumentieren und Stellung nehmen. Lesen • Texte auch früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen, zusammenfassen und analysieren. Schreiben • komplexe Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfas- • kreativ mit der Sprache umgehen. Methoden der Literaturanalyse und -interpretation • verschiedene Ansätze der Textinterpretation anwenden. • wichtige stilistische und rhetorische Mittel erkennen. • Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen. • ausgewählte Textpassagen aus Prosa und Theaterstücken szenisch umsetzen. Literaturgeschichte • anspruchsvolle literarische Werke aus verschiedenen Epochen analysieren, interpretieren und in ihren historischen Kontext stellen (z.B. Dante, Boccaccio, Petrarca, Leopardi, Manzoni, Verga, Pirandello, Buzzati). La civiltà italiana • verschiedene Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und erörtern, z.B. Gesellschaft, Politik, Kunst, Film, Musik. AF Latein Allgemeine Bildungsziele 149 Latein Akzentfach2 Wochenlektionen 3 3 0 0 • Übergang vom elementaren Lernen der Sprache zur Auseinandersetzung mit originalen Texten • Einblick in lateinische Literatur verschiedener Epochen und Genera • Einblick in die kulturelle Tradition Europas • Förderung des Erlernens von Fremdsprachen • Förderung der Sprachkompetenz in Deutsch Das Akzentfach Latein fördert besonders: • Förderung der Reflexion über Sprache • in der Auseinandersetzung mit antiken Texten Reflexion der eigenen Haltung • Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen • Ausbau des Wissens in Vokabular, Formenlehre und Syntax • Förderung der Muttersprache • Brücke zu modernen Fremdsprachen 2 Der Lehrplan für das Akzentfach Latein gilt in angepasster Form auch für das Freifach Latein. AF Latein Allgemeine Bildungsziele 150 • Genauigkeit • Verständnis der internationalen Terminologie in Natur- und Geisteswissenschaften • Förderung des Interesses für die mediterrane Welt als geographischer, geschichtlicher und kultureller Raum • Interesse an allem Sprachlichen Das Akzentfach Latein schliesst an den Lateinlehrgang der Bezirksschule an und führt zum Schwerpunktfach Latein oder zur Möglichkeit, den Lateinlehrgang mit der Latinumsprüfung abzuschliessen. Dementsprechend werden neben Übersetzung auch Grammatik und Wortschatz geprüft. • Geschichte • Philosophie, Psychologie • Französisch, Italienisch, Spanisch • Deutsch • Bildnerisches Gestalten • Religion AF Latein Lerngebiete 151 Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen. Wortbildung • anhand der gängigen Präfixe und Suffixe verschiedene neue Wortarten identifizieren und die entsprechenden Bedeutungen ableiten. Bedeutungserweiterung • Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von Metonymie und Metapher erweitern. Veränderungen hin zu den modernen Fremdsprachen • die Bedeutung einzelner Wörter moderner Fremdsprachen erschliessen. Morphologie und Semantik • die Funktion der Wortformen und syntaktischen Erscheinungen in einem Text Texterfassung • aufgrund von Schlüsselwörtern und Konnektoren Aufbau und Inhalt eines Textes erfassen und paraphrasieren. Übersetzungstechnik • einen einfacheren Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen. Individuum und Gesell- • die Auswirkung der Ausdehnung der römischen Macht und die darauf folgende Krise der Republik auf den Staat und die einzelnen Bürger nachvollziehen. • die Orientierung des Einzelnen in einer sich ändernden Gesellschaft in Bezug setzen zur heutigen Zeit. • einen differenzierten Zugang zu den verschiedenen Formen von Unterhaltung (wie Theater und Zirkus) finden. griechische Ursprünge • in der Auseinandersetzung mit lateinischen und begleitenden deutschen Texten Einsicht in die Philosophie und den Staatsgedanken der Griechen gewinnen. • die weitere Entwicklung der griechischen Stadtstaaten bis in den römischen Machtbereich nachzeichnen. Wiederentdeckung der Antike • aufgrund der Lektüre von Texten der Humanisten und dem Vergleich mit anderen Kunstwerken der Renaissance den neuen Zugang zur Antike entdecken. AF Latein Lerngebiete 152 Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen. Übersetzungstechnik • einen sprachlich anspruchsvolleren Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen Hinweisen übersetzen. • Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch und die daraus resultierenden Konsequenzen für eine Übersetzung erkennen. Metrik und Stilistik • die wichtigsten metrischen Schemata (v.a. Elfsilbler, Hexameter und Pentameter) erkennen, einzeichnen und lesen. Rhetorik • die Mittel einer bewusst geformten Ausdrucksweise und die beabsichtigte Wirkung auf das Publikum aufzeigen. Ideologie und Gesellschaftskritik • die Neuorientierung der römischen Gesellschaft im Übergang zur Kaiserzeit und die gleichzeitig stattfindende Kritik an der vorherrschenden Ideologie und an der Gesellschaft verstehen. Epos und Mythos • einzelne wichtige Mythen und ihre Hauptmotive in ihrer römischen Ausprägung in Vergleich setzen mit späteren und modernen Versionen. Kunst- und Kulturgeschichte • im Rahmen der übergeordneten Themen die relevanten Ausdrucksformen aus der Kunst- und Kulturgeschichte entsprechend zuordnen. christliche Lebensorientierung • bei besonderem Interesse die Neuorientierung der christlichen gegenüber der nicht-christlichen Orientierung herausarbeiten. SPF Latein Allgemeine Bildungsziele 153 Latein • Förderung des Erlernens von Fremdsprachen • Förderung der Sprachkompetenz in Deutsch • Auseinandersetzung mit den antiken Wurzeln (Latein als Weltkulturerbe) • Förderung der eigenen kulturellen Identität • Bewusstsein für historische Dimension gegenüber kultureller Kurzlebigkeit • modellhafte Hinführung zu Grundfragen menschlicher Existenz Das Schwerpunktfach Latein fördert neben den im Kantonalen Lehrplanteil genannten Punkten besonders: • Verständnis für Struktur und Geschichtlichkeit von Sprache und für literarische Tradition • Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber fremden Ansichten und Wertvorstellungen • Verweilen bei einer Sache • analytische Sprachbetrachtung nach Form und Funktion • Genauigkeit SPF Latein Allgemeine Bildungsziele 154 • Offenheit für die Ästhetik sprachlicher Ausdrucksmittel • Interesse für Literatur und Kunstgeschichte 3 Querverbindungen zu anderen Fächern • Geschichte: Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Staatsformen, Geschichtsschreibung • Philosophie, Psychologie: Weltverständnis, Ethik • Romanische Sprachen, Englisch: Sprachentwicklung, Theater und Dichtung, Rezeption antiker Texte • Deutsch: Fremdwörter, Theater und Dichtung, Rhetorik • Bildnerisches Gestalten: Kunstgeschichte, Rezeption antiker Motive • Religion: Weltverständnis, Mythen, Christentum • Geografie: Weltbild, Entdeckungen • Musik: Rezeption antiker Motive 4 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit • Verknüpfung aktueller Themen mit der Antike für einen Vergleich auf sprachlicher, motivgeschichtlicher oder philosophischer Ebene. SPF Latein Lerngebiete 155 Wortschatz • von einem definierten Wortschatz, bestehend aus einem Grundwortschatz und einem während der Lektüre erarbeiteten Aufbauwortschatz, die deutschen Bedeutungen nennen. Grammatik • die Wortformen und syntaktischen Erscheinungen und ihre Funktion in einem Text identifizieren. Übersetzungstechnik • einen Text formal und syntaktisch strukturieren und mit Worthilfen und grammatikalischen und inhaltlichen Hinweisen selbständig übersetzen. • Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen. • inhaltlich präzise und adäquate deutsche Formulierungen finden und dieselben inhaltlichen Schwerpunkte wie im lateinischen Text setzen. Rhetorik • die wichtigsten Stilmittel formal und in ihrer Wirkung auf den Leser identifizie- • die Absichten eines Autors aufgrund der Wortwahl und der im Text verwendeten Rhetorik und Stilistik erfassen. • die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch hinterfragen. Griechisch • bei besonderem Interesse einen einfachen griechischen Text auf Deutsch übersetzen oder paraphrasieren. Mythologie • den Inhalt und die Funktion wichtiger Mythen umreissen, die weitere Entwicklung der Motive nachzeichnen und mit den modernen Entsprechungen verknüpfen. • die Bedeutung mythischer Weltvorstellungen für die Menschen an Beispielen • heutige Vorstellungen als moderne Mythen erkennen und deren Zweck erläu- Kunst- und Kulturgeschichte • die Entwicklung der römischen Kunst inklusive der griechischen Wurzeln und ihrer Wirkung auf die nachfolgenden Zeiten aufzeigen. Alltagskultur • die verschiedenen Ausprägungen des römischen Alltags von der Esskultur bis zur Unterhaltung (wie Zirkusspiele oder Theater) zu einander in Verbindung set- SPF Latein Lerngebiete 156 Archäologie • idealerweise durch ein Studium vor Ort die wichtigsten archäologischen Erkenntnisse in Ergänzung setzen zu den literarischen Quellen. Geschichte • das Selbstverständnis der Römer in ihrer Geschichtsschreibung in Relation setzen zu den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen ihrer Zeit. Wortschatz • durch effizienten Gebrauch eines Latein-Deutsch-Wörterbuches für eine Übersetzung die passende Bedeutung eines Begriffes finden. Metrik und Stilistik • die metrischen und stilistischen Formen eines Gedichtes nutzen für Rückschlüsse auf seinen Inhalt. Textverständnis • mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden Kommentaren Aussage und Absicht (z.B. Ironie) einen Text verstehen und beurteilen. Übersetzungstechnik • mit den Möglichkeiten des Deutschen stilistische Merkmale in die Übersetzung einbauen. Werküberblick • ein ganzes Werk (z.B. ein Epos) oder grosse Teile davon in kombinierter Lektüre von Übersetzungen und exemplarischen Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen. Literarische Gattungen • Texte den verschiedenen literarischen Gattungen (z.B. Brief, Erörterung, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der Textmerkmale zuordnen. Epos • die Übernahme der epischen Tradition, die spezifische römische Ausprägung und die Nachwirkung auf die spätere Zeit aufzeigen. Rezeption antiker Texte und Motive • die Wiederaufnahme und Veränderung ursprünglicher Motive in verschiedenen Medien (Texten, Bildern / Malerei, Skulpturen, Film, Musik) wiedererkennen, • die Varianten mit verschiedenen Merkmalen der Epoche des jeweiligen Autors in Verbindung bringen. Gesellschaft • die gesellschaftliche Entwicklung, ihre Umbrüche und den Wandel der Wertvorstellungen in literarischen Ausprägungen (wie Satire oder Epigramm) nachvollziehen. SPF Latein Lerngebiete 157 Philosophie • die römischen philosophischen Ausprägungen kennen und die Parallelen und Weiterführungen der griechischen Werke beschreiben. • je nach Interesse Grundfragen der antiken Philosophie von den Griechen über die Spätantike und das Mittelalter bis zu ihrer Wiederaufnahme in der Renaissance verknüpfen mit der Sichtweise heutiger philosophischer Strömungen. Theologie • die Einflüsse des christlichen Weltbilds und der christlichen Religion auf die philosophische Tradition beschreiben. • bei spezifischem Interesse theologisch-philosophische Grundfragen erörtern. Allgemeine Bildungsziele 158 Mathematik Wochenlektionen 4 3 3 4 Der Mathematikunterricht schult das exakte Argumentieren und das Abstraktionsvermögen. Er erzieht zu Genauigkeit, präzisem Sprachgebrauch und Objektivität. Er stärkt das Durchhaltevermögen und regt die Kreativität an. Dadurch fördert er die Eigenständigkeit im Urteil und das Vertrauen in das eigene Denken. Die Mathematik ist ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge. Sie leistet entscheidende Beiträge bei der Gewinnung von Kenntnissen über unsere Umwelt. Mit dem im Mathematikunterricht erarbeiteten intellektuellen Instrumentarium wird eine vertiefte Einsicht in die Naturwissenschaften und damit in einen Teil unserer Welt möglich. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht bewusst, zu welch grossartigen gedanklichen Leistungen der Mensch fähig ist, ohne dass er sich allein am Nützlichkeitsdenken orientiert. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger Arbeit. Der Mathematikunterricht legt Grundlagen und fördert Fertigkeiten und Haltungen, die für naturwissenschaftliche und technische und zunehmend auch für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge Voraussetzung sind. Er weckt Interesse und erzeugt Verständnis für Technik und Naturwissenschaft. Allgemeine Bildungsziele 159 Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders: • Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken zu schliessen. • Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können und was beweisende und widerlegende Argumente sind. • Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen. • Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von Missverständnissen bei und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt. • Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen. • Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie und Hilfsmittel ein, wann immer das sinnvoll ist, zum Beispiel graphikfähige Taschenrechner oder Computer Algebra Systeme. • Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit und als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen. Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. Sie begegnen der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen. Nicht zuletzt haben sie wenigstens exemplarisch erfahren, was G.H. Hardy meint, wenn er sagt: „Beauty is the first test: there is no permanent place in the world for ugly mathematics.“ Allgemeine Bildungsziele 160 Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz besteht darin, Demonstrationen und Argumentationen nachzuvollziehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. Überall dort, wo quantitative Grössen bearbeitet oder sogar vorhergesagt werden sollen, ist in irgendeiner Form die Mathematik beteiligt, von statistischen Analysen im Gesundheitswesen bis hin zu industriellen Designs, die teilweise auf hochkomplexen mathematischen Modellen und Algorithmen basieren. Letztlich wird in allen Bereichen von Naturwissenschaft und Technik eine mathematische Beschreibung beobachtbarer Phänomene angestrebt und falls dies gelingt, werden typischerweise weitere mathematische Techniken benutzt, um zu (quantitativen) Vorhersagen oder Optimierungen zu gelangen. In Anwendungsbeispielen werden diese mathematischen Paradigmen im Unterricht vermittelt, was z.B. bei statistischen Methoden Querverbindungen zu Sozialwissenschaften und Medizin, bei der Modellierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen Querverbindungen zu Biologie und Physik ergibt, oder bei Optimierungsaufgaben zu Querverbindungen mit der Wirtschaft führt. Darüber hinaus werden den Schülerinnen und Schülern Perspektiven aufgezeigt, die ihnen vermitteln, wie das Gelernte zu praktisch relevanten Werkzeugen ausgebaut werden kann. Ein Beispiel unter vielen ist das Computer Aided Geometric Design (CAGD), dessen grundlegende Idee mit der Schul-Analysis verstanden werden kann. 5 Fördermassnahmen im Unterricht Der Mathematikunterricht bietet naturwissenschaftlich-technisch-mathematisch interessierten Jugendlichen – jungen Männern wie Frauen – eine Gelegenheit, im eher sprachlich ausgerichteten Gymnasium ihre Interessen zu verfolgen. Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen mathematischen Begabung werden gezielt gefördert, Jugendliche mit einer punktuellen Schwäche in Mathematik individuell unterstützt. Lerngebiete 161 Die basalen Kompetenzen entsprechen den im fächerbezogenen kantonalen Lehrplan ausgewiesenen basalen Kompetenzen für das Grundlagenfach Mathematik. 1. Lerngebiet: Geometrie Ähnlichkeit Satzgruppe des Pythagoras • in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden. • den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. • den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. • einfache Beweise (z. B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z. B. Negation einer Aussage) nachvollziehen. • Ähnlichkeit von Dreiecken nachweisen. • zentrische Streckungen konstruieren. • mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken einfache Beweise führen. • Strahlensätze, Ähnlichkeit und die Satzgruppe des Pythagoras nutzen, um geometrische Probleme rechnerisch zu lösen. Lerngebiete 162 2. Lerngebiet: Gleichungen Lineare Gleichungen Lineare Gleichungssysteme Wurzeln und Zahlbereiche Quadratische Gleichungen Einfache nichtlineare Gleichungssysteme • Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. • natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unter- • einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z. B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) füh- • einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. • einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,·,÷) durchführen. • einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden. • einfache mathematische Symbole korrekt verwenden. • erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. • verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden. • lineare Gleichungen lösen. • quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz. • einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen • geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. • das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen erläutern. • lineare 2x2-Gleichungssysteme mit verschiedenen Methoden lösen (z. B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen. • lineare 2x2-Gleichungssysteme geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen. • in Texten vorliegende Problemstellungen als Gleichungen formulieren. • mit den Grundrechenarten Gleichungen umformen und auflösen. • lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten auflösen. • einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen. • erklären, was eine Wurzel ist. • die Zahlbereiche der natürlichen, ganzen, rationalen, irrationalen und reellen Zahlen unterscheiden. • quadratische Gleichungen erkennen und lösen. • einfache nichtlineare Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten lösen. Lerngebiete 163 3. Lerngebiet: Lineare und quadratische Funktionen Lineare Funktionen Quadratische Funktionen • erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere die Notation y = f(x) korrekt. • das zweidimensionale, kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen. • eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle). • die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). • die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen. • lineare und quadratische Funktionen zur Bearbeitung von Textaufgaben nutzen. • den Einfluss der Parameter in linearen und quadratischen Funktionen auf die Graphen beschreiben. • den Scheitelpunkt einer Parabel rechnerisch bestimmen. • die Korrespondenz zwischen einer linearen bzw. quadratischen Gleichung und dem Schnittpunkt entsprechender Funktionsgraphen erklären und zur Lösung von Problemen nutzen. 4. Lerngebiet: Trigonometrie I und Vektorgeometrie I Elementare Trigonometrie Elementare Vektorgeometrie • die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen. • die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel be- • die Beziehungen sin2(x) + cos2(x) = 1 und tan(x) = !"# (&) ()!(&) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden. • einen Vektor des R2 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten. • die Norm eines Vektors im R2 berechnen und geometrisch deuten. • Vektoren im R2 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. • Vektoren des R2 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch • einen Vektor im R2 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebener Vektoren darstellen. Lerngebiete 164 • eine Definition von sin, cos und tan geben. • geometrische Probleme mit Hilfe von sin, cos und tan rechnerisch lösen. • zwischen Vektoren und Punkten unterscheiden. • die geometrische Bedeutung der Addition von Vektoren, der Multiplikation eines Skalars mit einem Vektor und des Betrags eines Vektors beschreiben. 5. Lerngebiet: Potenzen Potenzen mit ganzzahligen Exponenten Basale fachliche Kompetenzen • Potenzgesetze in einfachen Beispielen anwenden. • die Bedeutung von positiven und negativen ganzzahligen Exponenten erklären. • mit positiven und negativen ganzzahligen Exponenten rechnen. • mit der wissenschaftlichen Zahlendarstellung arbeiten. • den Zusammenhang zwischen dem Pascalschen Dreieck und dem binomischen Lehrsatz erläutern. 1. Lerngebiet: Logarithmen und exponentielles Wachstum Potenzen mit rationalen Exponenten Logarithmen Exponentialgleichungen Exponentialfunktionen • Potenz- und Logarithmengesetze in einfachen Beispielen anwenden. • exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse durch geeignete Funktionen modellieren. • einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen • mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis) und mathematische Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben. Lerngebiete 165 • die Bedeutung von rationalen Exponenten erklären und mit ihnen rechnen. • erklären, wie Logarithmen definiert sind. • die Rechenregeln für Logarithmen anwenden. • einfache Exponentialgleichungen mit Logarithmen lösen. • den Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Wachstum erklären. • diverse reale Beispiele für exponentielles Wachstum aufzählen. • Exponentialfunktionen zur Modellierung von Sachverhalten verwenden. 2. Lerngebiet: Trigonometrie II Trigonometrie am allgemeinen Dreieck • die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären. • einfache trigonometrische Gleichungen lösen • Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen. • Winkel im Bogenmass angeben und in das Gradmass umrechnen. • Erklären, wie sin und cos für Winkel grösser als 90 Grad definiert sind und damit • einfache trigonometrische Gleichungen lösen. • Sinus- und Kosinussatz anwenden. 3. Lerngebiet: Funktionen Allgemeiner Funktionsbegriff Modellieren mit verschiedenen Funktionsklassen • einfache Merkmale eines Graphen erkennen (Nullstellen, y -Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien). • erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. • funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. • die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären. • den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären. Lerngebiete 166 • die Begriffe Funktion und Umkehrfunktion erläutern und anwenden. • die charakteristischen Merkmale der wichtigsten Funktionsklassen (lineare Funktionen, quadratische Funktionen, Potenzfunktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen, trigonometrische Funktionen) erläutern und exemplarische Anwendungen aufzählen. • die Graphikwerkzeuge des Taschenrechners bedienen. • Erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. • Periodische Vorgänge mit trigonometrischen Funktionen modellieren. 4. Lerngebiet: Statistik Darstellung von Daten Statistische Kenngrössen • die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen. • die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen und für kleine Datensätze berechnen. • Daten angemessen graphisch darstellen. • Den Unterschied zwischen Mittelwert und Median erklären. • Den Begriff der Standardabweichung erläutern. • Die Statistikwerkzeuge des Taschenrechners bedienen. • Statistische Kenngrössen angemessen verwenden. 5. Lerngebiet: Vektorgeometrie II Skalarprodukt Rechnen mit Komponenten Parametergleichung von Geraden • den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2 berechnen. • das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2 berechnen. • den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2 mit Hilfe des Skalarprodukts be- • in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. Lerngebiete 167 • Probleme mit Hilfe des Skalarproduktes lösen, insbesondere Winkel berechnen und Vektoren auf Orthogonalität hin untersuchen. • Geradengleichungen aufstellen. • Einige Lage- und Schnittprobleme rechnerisch behandeln. 1. Lerngebiet: Stochastik I Elementare Kombinatorik Wahrscheinlichkeitsbegriff Pfadregeln Bedingte Wahrscheinlichkeit • das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden. • Summenzeichen benutzen. • Fakultäten benutzen. • erläutern, was man unter einem Zufallsexperiment versteht. • erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. • Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen. • mit eigenen Worten ein Zufallsexperiment stringent definieren oder beschrei- • mit elementaren Zählprinzipien (Additions- und Multiplikationsregeln, Binomialkoeffizienten) einfache kombinatorische Aufgaben lösen. • Wahrscheinlichkeiten bestimmen. • bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen. 2. Lerngebiet: Folgen und Reihen Beschreibung von Zahlenfolgen Arithmetische Folge und Reihe Geometrische Folge und Reihe • die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge überprüfen. • in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erken- • Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden. • einfache mathematische Symbole korrekt verwenden. Lerngebiete 168 • explizit und rekursiv definierte Folgen unterscheiden. • erklären, was eine arithmetische bzw. geometrische Folge und Reihe ist. • mit dem Summenzeichen umgehen. 3. Lerngebiet: Analysis I Grenzwerte Ableitungen Integrale • den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern. • Einfache, divergente Zahlenfolgen erkennen. • die Ableitung als Differentialquotient, d. h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren. • die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren. • Polynome 𝑎*𝑥* + ⋯ + 𝑎+𝑥+ + 𝑎, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel • Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen. • einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren. • Die Graphen von elementaren Funktionen wie etwa 𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) skizzieren. • die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion. • einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung lösen. • endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen berechnen. • bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen. • mit eigenen Worten das Integral und die Ableitung stringent definieren oder • die anschauliche Bedeutung eines Grenzwerts beschreiben. • einfache Grenzwerte berechnen. • eine anschauliche und formale Definition des Ableitungsbegriffs geben. • Polynome und beliebige Potenzfunktionen ableiten. • zu einem gegebenen Funktionsgraph qualitativ richtig den Graph der Ableitungsfunktion und einer Stammfunktion zeichnen. • mit Hilfe der Ableitung erste Anwendungsprobleme mit Polynom- und Potenzfunktionen lösen. • die Bedeutung des Integrals zur Flächenberechnung beschreiben. • Polynome integrieren. Lerngebiete 169 1. Lerngebiet: Vektorgeometrie III Ebenengleichungen Vektorprodukt • einen Vektor des R3 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentripel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten. • die Norm eines Vektors im R3 berechnen und geometrisch deuten. • Vektoren im R3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. • Vektoren des R3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch • einen Vektor im ℝ3 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebener Vektoren darstellen. • den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3 berechnen. • den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3 mit Hilfe des Skalarprodukts be- • Das Vektorprodukt anwenden. • Die Koordinatengleichung einer Ebene aufstellen. • Die wichtigsten Inzidenz-, Winkel-, Schnitt- und Abstandsprobleme bearbeiten. • Angewandte Aufgaben bearbeiten. 2. Lerngebiet: Analysis II Rechnen mit Ableitungen und Integralen • die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, 𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) angeben. • die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel • auf einfache Funktionen anwenden. • die allgemeine Exponentialfunktion 𝑎& = 𝑒.*(/)& mit Hilfe der Kettenregel ab- • Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, 𝑥*, 𝑥-*, 𝑒&, 𝑙𝑛(𝑥), 𝑠𝑖𝑛(𝑥) oder 𝑐𝑜𝑠(𝑥) angeben. • den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale ein- • mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen. Lerngebiete 170 • die gängigsten Funktionsklassen differenzieren und integrieren (insbesondere Exponentialfunktionen und trigonometrische Funktionen). • Produkte, Quotienten und Verkettungen von Funktionen ableiten. • Funktionen untersuchen. • Integrieren als Werkzeug für Flächen- und Volumenberechnungen verwenden. • die Bedeutung des Differenzierens und Integrierens in anderen Anwendungsbereichen erläutern. 3. Lerngebiet: Stochastik II Erwartungswerte Binomialverteilung Hypothesentesten • erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. • die Binomialverteilung erklären und anwenden. • den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gauss’sche Glockenkurve beschreiben. • Vertrauensintervalle beschreiben. • abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden. • die Begriffe Zufallsvariable, und Wahrscheinlichkeitsverteilung erklären. • Erwartungswerte berechnen. • Verschiedene Verteilungen (insbesondere Gleichverteilung und Binomialverteilung) zur Lösung von Problemen heranziehen. • eine Hypothese gegen ihre Alternative testen und bei der Entscheidung mögliche Fehler benennen. EF Mathematik Allgemeine Bildungsziele 171 Mathematik Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen und der linearen Algebra, bieten ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Phänomene aus den Natur- und Sozialwissenschaften können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden. Zwischen der Mathematik und den Naturwissenschaften bestehen zahllose Verbindungen, sei es im Bereich der Modellbildung oder der Formalisierung von Simulationen oder Berechnungen. Beispiele sind Datenanalyse und Regression, (Schwingungslehre), Bewegungsabläufe, Wachstums- und Zerfallsprozesse, zufallsgesteuerte Entwicklungen, Reaktionskinetik, Populationsentwicklung und andere dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es Querbezüge. Beispiele: statistische Analysen in Sozial- und Sprachwissenschaften, Darstellung räumlicher Objekte, (Klanganalyse und -synthe-se), Modellierung von Produktions- und Wirtschaftssystemen. Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik vertieft das allgemein bildende mathematische Hintergrundwissen. Nebst dem Anwenden mathematischer Werkzeuge wird das abstrakte und logische Denken speziell gefördert und das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. EF Mathematik Lerngebiete 172 Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik dient vielen Schülerinnen und Schülern als Vorbereitung auf ein Studium in mathematisch-naturwissenschaftlicher oder auch wirtschafts- oder sozialwissenschaftlicher Richtung. Deshalb soll die Möglichkeit bestehen, nebst den unverzichtbaren Lerngebieten Differentialgleichungen und Lineare Algebra im Rahmen eines Wahlthemas auch auf spezielle Wünsche der Schülerinnen und Schüler einzugehen. 1. Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen Eigenwerte und Eigenvektoren • erklären, was Matrizen, Eigenwerte und Eigenvektoren sind. • Matrix-Vektormultiplikationen durchführen und mit Matrizen rechnen. • die Lösbarkeit linearer Gleichungssysteme über Matrixeigenschaften charakteri- • Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. • Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be- 2. Lerngebiet: Differentialgleichungen Differentialgleichung erster Ordnung exakte und numerische Lösungsverfahren Modellierung • erklären, was eine Differentialgleichung ist und sich Differentialgleichungen mit Hilfe des Richtungsfelds veranschaulichen. • über die Separation der Variablen Anfangswertprobleme lösen. • Anfangswertprobleme mit Hilfe einer numerischen Methode näherungsweise lösen und (optional) implementieren. • einige Modellierungsansätze beschreiben und in Form von Differentialgleichungen formulieren. 3. Lerngebiet: Ausgewählte Themen (nicht verbindlich) Analysis Geometrie Stochastik diskrete Mathematik • je nach Wahlthema Allgemeine Bildungsziele 173 Musik Wochenlektionen 2 2 2 0 Das Grundlagenfach Musik, bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht, legt besonderen Wert auf eine ausgewogene Bildung von Kopf (intellektuelle Kompetenz), Herz (emotionale Kompetenz) und Hand (handelnde und umsetzende Kompetenz) und fördert sie in ganzheitlicher Weise. Wesentliche Bildungselemente wie Sensibilität, Phantasie, Kreativität und Urteilsvermögen werden durch das Fach Musik geweckt und entwickelt. Das Fach Musik schärft den Hörsinn, erzieht zur Offenheit und Neugierde gegenüber akustischen Phänomenen und entwickelt die Fähigkeit zum Verstehen, Einordnen, Werten und Auswählen von musikalischen Produkten. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau und der Pflege eines stilistisch breiten, adäquat umgesetzten, aktiven Repertoires im Vokalbereich und dem bewussten Umgang mit der eigenen Sing- und Sprechstimme. Der reflektierende Umgang mit Musik vollzieht sich im Wechselspiel von der Erarbeitung solider theoretischer Grundlagen und praktischem Musizieren in der Gruppe. Mit der Anlage einer breiten musikalischen Allgemeinbildung und der Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Orientierungshilfen in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt von massenmedial ständig präsenter Musik. Das Grundlagenfach Musik zeigt auch Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet zudem Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Allgemeine Bildungsziele 174 Das Grundlagenfach Musik fördert besonders: • aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen • die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen • massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit entwi- • das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern • mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen • authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten • ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen • in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern • das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme im Zusammenhang mit (öffentlicher) Präsentation • eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei- • den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern • Methoden begründet auswählen • mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen • die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand von Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen Allgemeine Bildungsziele 175 Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2 bis 3 schriftlichen Prüfungsanlässen pro Semester (Tests, Bewertung von Handouts, Kleinkompositionen). Je nach Unterrichtsinhalt können auch mündliche Noten (Vorsingen, Vorklopfen, Präsentationen) gesetzt werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht können ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. „Leitfaden Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Am Ende des dritten Jahres erfolgt eine schriftliche und eine künstlerische (Komposition mit praktischer Umsetzung) Schlussprüfung, die den Inhalt der drei Schuljahre zusammenfasst. Diese beiden Prüfungen werden zusammen zu 50% der Jahresnote angerechnet. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insbesondere Instrumentalunterricht, Sprachen, Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Lerngebiete 176 Die Grobinhalte sind spiralförmig angelegt. Grundsätzlich bilden die in der 1. Klasse erworbenen fachlichen Kompetenzen die Basis für die 2. und 3. Klasse, wobei einzelne Themenbereiche erweitert, exemplarisch vertieft oder in höherem Masse miteinander verknüpft werden. 1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption) Klangerscheinungen • die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe bewusst wahrnehmen • die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen. • in Hörbeispielen dur-moll-tonaler Musik den Grundton gehörsmässig eruieren. • Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter unterscheiden. • die Intervalle innerhalb eines Oktavraums unterscheiden. • in dur-moll-tonaler Musik die Hauptstufen bewusst wahrnehmen. • Leittöne und ihre Auflösungsbestrebung bewusst wahrnehmen. • Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und übermässiger Dreiklang) unterscheiden und bestimmen. • dynamische (Abstufungen von laut bis leise) und artikulatorische (legato, non legato, staccato etc.) Phänomene bewusst wahrnehmen und beschreiben. • Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo unterscheiden. • vokale Stimmlagen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) erkennen und zuordnen. • Die wichtigsten Instrumente in den gängigsten Formationen (zum Beispiel Sinfonieorchester, Big Band) hörend unterscheiden. • gehörphysiologische Grundsätze verstehen und in ihrem Hörverhalten mitberücksichtigen. • musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie Wiederholung, Variation und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung bewusst hören und beschreiben. • polyphone und homophone Faktur grundsätzlich unterscheiden. • in kleineren standardisierten Formverläufen (z.B. Liedformen) Proportionen (z.B. regelmässige Taktgruppierungen) bzw. Varianten und Abweichungen bewusst wahrnehmen. • nicht standardisierte Formverläufe bewusst mithören und z.B. als grafische Hörpartitur skizzieren. • Taktarten in metrischer Musik bestimmen. • rhythmische Phänomene wie Auftakt, Synkopen, binäre und ternäre Phrasierung etc. erkennen und beschreiben. Lerngebiete 177 • Musikwerke verschiedenen Musikarten (Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und Pop) zuordnen. • stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. • ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. 2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion) Klangerscheinungen • absolute Tonhöhen im Ambitus der grossen bis dreigestrichenen Oktave fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen. • die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten sowie Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik orthographisch korrekt im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und definie- • den Quintenzirkel als abstrahierte Darstellung der wichtigsten Phänomene durmoll-tonaler Musik nachvollziehen und als Hilfsmittel anwenden (Tonartengrundtöne, Vorzeichen, Quinttransposition mit Beziehung zwischen Subdominante, Tonika und Dominante). • alle Intervalle innerhalb einer Oktave orthographisch korrekt in Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen. • Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und übermässiger Dreiklang) und ihre Umkehrungen schreiben und im Notentext erkennen. • das Prinzip der Akkordsymbolschrift verstehen. • das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und auf die Hauptstufen I, IV und V bzw. auf die Funktionen Tonika, Dominante, Subdominante bezogen anwenden. • Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben. • Noten- und Pausenwerte schreiben und lesen. • rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen. • dynamische Abstufungen erkennen und benennen. • die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen. • musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie polyphone und homophone Faktur sowie Wiederholung, Variation und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung untersuchen und beschreiben. • musikalische Motive, Themen und Phrasen erkennen und adäquat beschreiben. • musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung musikalisch begrün- • Liedformen abrufen und konkrete Beispiele mit Notentext formal analysieren. Lerngebiete 178 • ihr vokales Repertoire aus dem Schulfach Musik wie auch das aktuelle Repertoire aus dem Instrumentalunterricht Musikarten, Stilen und Epochen zuord- • sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik in vielfältigen Verbindungen von kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen verschaf- • den Nutzen und die Grenzen von musikalischen Kategorien wie Musikarten, Epochen- und Stilbegriffen sowie dem musikalischen Werkverständnis abwägend nachvollziehen. • ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität auf Epochen und Musikarten bezogen schärfen und Beispiele mit nicht-dur-moll-tonalen Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke etc.) nachvollziehen. 3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion) Klangerscheinungen • wichtige melodisch-harmonische Bausteine dur-moll-tonaler Musik wie Skalen(ausschnitte) und Dreiklänge singen und auf Instrumente übertragen. • ihre eigene Stimme rezitierend, deklamatorisch und singend einsetzen. • unter Berücksichtigung von Stimmbildungserfahrungen mit ihrer Stimme bewusster umgehen bzw. ihre stimmlichen Möglichkeiten kennen lernen und weiterentwickeln. • ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst steuern. • einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen. • Konfliktrhythmen bzw. rhythmische Überlagerungen lesen und umsetzen. • ein Repertoire von mind. 20 Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten (Volks- und Folkmusik, Jazz, Rock- und Popmusik) und in angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen. • auf die Musikart bzw. den Musikstil bezogen Vokalmusik mit adäquater Stimmgebung und musikalischer Phrasierung interpretieren. 4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion) Klangerscheinungen • mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge entwickeln. • kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren. • einfache pentatonische und dur-moll-tonale melodische Verläufe entwerfen. Lerngebiete 179 1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption) Klangerscheinungen • die authentischen Modi unterscheiden. • nicht dur-moll-tonale Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster, freitonale Stücke etc. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur grafisch skizzieren. • wichtige formale Einschnitte auch in grösseren Formverläufen und Formmodellen erkennen und beschreiben. • grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und benennen. • in einfachen mehrstimmigen Sätzen einzelne Stimmen (auch Mittelstimmen und Bassstimme) gehörsmässig mitverfolgen. • stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. • Werkinterpretationen vergleichen und differenziert beschreiben. • ihr aktives Hörrepertoire an zentralen Werken der abendländischen Musikkultur mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. 2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion) Klangerscheinungen • die Modi notieren und lesen bzw. in Literaturbeispielen erkennen. • den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen. • die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde unterscheiden. • grundlegende Materialien und Strukturen von nicht dur-moll-tonaler Musik (Geräusche, Cluster, freie Tonleitern, freitonale Stücke etc.) nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen erkennen. • grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen. • Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden. Lerngebiete 180 • Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen, KomponistInnen und mit einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. • ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität auf Epochen und Musikarten bezogen schärfen. • weitere musikalische Konzepte vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche (mit exemplarischen Beispielen aus Musik des Mittelalters, freitonale und atonale Musik, Klangflächenkompositionen etc.) sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext einordnen. • sich unter massvoller Anleitung mit einem musikalischen Phänomen und dem dazugehörigen historischen Umfeldwissen auseinandersetzen und Artikel aus Fachliteratur (z.B. aus den Reihen Duden Basiswissen Schule, Dumont Schnellkurs Musik etc. sowie ausgewählte Artikel aus DTV-Atlas, Musik in Geschichte und Gegenwart, New Grove etc.) verarbeiten. 3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion) Klangerscheinungen • die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen. • ihre eigenen Stimmmöglichkeiten erweitern und nutzen. • in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbständig singen. • einfache rhythmische Muster lesen und umsetzen. • ihr Repertoire an Liedern, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten erweitern; Ausbau des mehrstimmigen Singens. • sich ausgehend von einem Leadsheet die Adaption nach einem sängerischen Vorbild bewusst erarbeiten oder eine eigene Interpretation entwickeln. 4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion) Klangerscheinungen • Geräusche und Klänge mit einem definierten Instrumentarium (z.B. verschiedene Materialien wie Holz, Metall, Kunststoffe etc.) und oder mit ihrem eigenen Instrument kreieren. • vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln schreiben. • beim Kreieren von Melodien bewusst Aspekte der Stufen- und Dreiklangsmelodik anwenden. • unter Anwendung ihres harmonischen Wissens zu einer Hauptstimme aus dem Stegreif einfache Begleitstimmen entwerfen. Lerngebiete 181 1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption) Klangerscheinungen • Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend erkennen. • Durchgangs- und Wechselnoten, Quart-, Sext- und Nonvorhalt, Antizipation, Trugschluss und Orgelpunkt in konkreten Beispielen erkennen und benennen. • einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Repertoire an Instrumental- und Vokalmusik hörend erkennen. • musikalische Verläufe in tonaler Musik bewusster aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte wahrnehmen. • stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. • ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. 2. Lerngebiet: Nachdenken, Äussern, Wissen (Reflexion) Klangerscheinungen • elementare akustische Phänomene verstehen und einordnen (Sinuston, Teiltonreihe, Klang und Geräusch sowie Quint- und Terzkomma im Zusammenhang mit Stimmungssystemen). • gängige und ihnen bisher auch unbekannte Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen. • den Dominantseptakkord im vierstimmigen (Klavier-)Satz einbauen. • Zwischendominanten erkennen und benennen. • formale Grundstrukturen nachvollziehen (Sonate, Fuge, Rondoformen etc.) • Musikstücke Stilen und Epochen zuordnen. • die wichtigsten musikalischen Umbrüche nachvollziehen (Schriftlichkeit im 9. Jh., Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis sowie Verlagerung der Musizierpraxis zum Bürgertum um 1800, Aufbruch in die Moderne ab 1880er-Jahre bis hin zum Bruch mit der Tonalität um 1910, Neue Musik ab 1950 und Postmoderne, Bruch und Unterscheidung von sogenannter E- und U-Musik im 20. Jh.) • Aspekte wie Stilistik, Aufführungspraxis und Werkverständnis etc. mit ausgewählten Schlüsselwerken in Verbindung bringen. Lerngebiete 182 3. Lerngebiet: Wiedergeben (Reproduktion) Klangerscheinungen • Septakkorde nachsingen. • unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus „Klangerscheinungen“ (Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge, Kadenzen) einfache durmolltonale Melodien selbständig vom Blatt singen. • auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati aus dem Stegreif Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln. • ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze in verschiedenen Musikarten sowie mit Kunstliedern erweitern. 4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion) • eine einfache Melodie harmonisieren. • unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mit Hilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen, Chorsätze oder Instrumentalstücke schreiben. Allgemeine Bildungsziele 183 Musik Wochenlektionen 0 0 4* 4* * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion Chor. Das Schwerpunktfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Der Unterricht in der Kursgruppe baut auf den Kenntnissen des Grundlagenfachs Musik auf und steht in ständigem Wechselspiel mit dem praktischen Musizieren, das vorwiegend im Instrumentalunterricht sowie im Chor beziehungsweise in Ensembles erfolgt. Besonderes Gewicht wird im Fach Musik den traditionellen Disziplinen Gehörbildung, Tonsatz, Formenlehre und -analyse sowohl als einzelnen Übungsgegenständen wie auch in ständiger Bezugnahme aufeinander beigemessen, um damit eine ganzheitliche Musikwahrnehmung weiterzuentwickeln. Musikspezifische Kenntnisse werden darüber hinaus in einen grösseren kulturhistorischen Kontext eingeordnet. Im eigenen Improvisieren und Komponieren werden kreative und produktive Fähigkeiten gefördert. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in ihrer heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. Ausserdem bereitet es verstärkt auf ein weiterführendes Studium im Bereich Musik (fachspezifische Hochschulreife) vor. Allgemeine Bildungsziele 184 Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders: • aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext von Traditionen und Umbrüchen einordnen • massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiter- • die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen • das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern • Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen • authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten • ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen • in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • sich reflektiert und terminologisch angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern • verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden • in grösseren Zeitgefässen konzentriert und selbständig arbeiten • mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen. • die Möglichkeiten spezifischer Software (z.B. anhand von Audiodesign-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen • eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei- • den eigenen Interessenhorizont bewusst und zielgerichtet erweitern Allgemeine Bildungsziele 185 Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 3 bis 5 Prüfungsanlässen (sowie zusätzlich mindestens einer schriftlichen und einer praktischen Leistungsbeurteilung pro Semester in Co-Teaching-Lektionen). Darunter subsummieren sich schriftliche Arbeiten, Abgabe von Handouts, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen etc. Kompositionsprojekte als Quartals- oder Semesterarbeiten können auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung herangezogen werden. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Religion, Geographie, Wirtschaft, Mathematik und Physik, Biologie, Bildnerisches Gestalten. 5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten im Laufe des Unterrichts Anregungen, welche Themen für eine Maturaarbeit geeignet sind. Wichtige Bestandteile des Unterrichts sind Quellenzitate, selbständige Recherche und Materialsuche mit exemplarischen Auszügen aus anspruchsvollerer Fachliteratur (Standardwerke wie z.B. DTV-Atlas der Musik, New Groves, Musik in Geschichte und Gegenwart) und deren angemessene Aufarbeitung (z.B. in Handouts und Präsentationen). Lerngebiete 186 1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption) Klangerscheinungen • die Parameter Tonhöhe, Dauer, Intensität und Farbe differenziert wahrnehmen und mit angemessener Terminologie beschreiben. • komplexere dur-moll-tonale sowie modale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. • Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen erkennen. • gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfache Modulationsprozesse, Trugschluss und Neapolitaner erfassen. • ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern. • Instrumente differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen. • grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren. • Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen. • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen als formbildende Struktur erfassen. • motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution erkennen. • polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysieren. • motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien z.B. in Sonatenhauptsatzformen erfassen. • im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt notieren. • Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen. • auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart zurückgreifen. Lerngebiete 187 2. Lerngebiet: Wissen, Nachdenken, Äussern (Reflexion) Klangerscheinungen • melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren. • Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und • bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbole anwenden. • die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-moll-tonaler Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater Fachterminologie beschreiben. • Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben sowie ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten entwi- • ein Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen abrufen. • auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonatenhauptsatzform, Rondo etc. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie ihre kompositorischen Kernpunkte und spezifischen Besonderheiten beschreiben. • musikalische Phänomene, auch ohne dur-moll-tonale Bezüge, in ihrem historischen Kontext sehen, Epochen und Stilen zuordnen und adäquat beschreiben. • ihre musikspezifischen Kenntnisse an standardisierten Formen in einen grösseren kulturhistorischen Kontext einordnen. 3. Lerngebiet: Wiedergabe (Reproduktion) Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst einfliessen lassen. • melodische und harmonische Wendungen auch singend nachvollziehen. • Drei- und Vierklangstrukturen nachsingen und vom Notat singen. • ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren bewusst einfliessen lassen. • in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. • Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. • ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst anwenden und nachvollziehen. Lerngebiete 188 Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. • harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen usw. stilgerecht aussetzen. • in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen lassen. 1. Lerngebiet: Hören und Wahrnehmen (Rezeption) Klangerscheinungen • sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen wie freitonalen Stücken, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Cluster usw. angemessen auseinandersetzen. • auch komplexere nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. • Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen. • auch freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren. • Musikstücke auch in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen. • auch in nicht dur-moll-tonaler Musik melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Strukturen erfassen. • auch einfache mehrstimmige dur-moll-tonale Melodiediktate sowie einfache Stufendiktate memorieren und korrekt notieren. • Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert wahrnehmen. • auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vor-dur-moll-tonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, Moderne, Neue Musik ab 1945, Postmoderne, Stilpluralismus, Jazz usw.) zurückgreifen. Lerngebiete 189 2. Lerngebiet: Wissen, Nachdenken, Äussern (Reflexion) Klangerscheinungen • komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren. • ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwi- • ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern. • für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie • durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stile, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze diskutieren. • verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwenden. 3. Lerngebiet: Wiedergabe (Reproduktion) Klangerscheinungen • ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst einfliessen lassen. • ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren auch mit aufführungspraktischem Basiswissen bewusst einfliessen lassen. • komplexere rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. • im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe (tonal und atonal) sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. • ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren bewusst einbrin- Lerngebiete 190 4. Lerngebiet: Erfinden (Produktion) Klangerscheinungen • für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. • in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst gestalten. • Rhythmen in Kleinkompositionen, Stilstudien, Patterns, Sprechstücken und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren. • melodische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Stilstudien, Songs und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren. • harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen Formen stilgerecht aussetzen. • in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten auch neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen lassen. EF Musik Allgemeine Bildungsziele 191 Musik Wochenlektionen 0 0 0 3* * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht. Das Ergänzungsfach Musik – bestehend aus den beiden Fächern Musik und Instrumentalunterricht – erweitert den musikalischen Erfahrungshorizont und vertieft die Erlebnisfähigkeit durch das eigene Musizieren, differenzierte Hörerfahrungen und den Zugang zu musikalischen Veranstaltungen. Im Anschluss an das Grundlagenfach Musik werden im Ergänzungsfach die erworbenen Kompetenzen weiterentwickelt und exemplarisch vertieft. Hierfür werden im Rahmen von Werkkenntnis und Stilkunde repräsentative Werke unter besonderer Berücksichtigung von musikalischen Aspekten wie Klangerscheinungen, Formverläufen und -modellen betrachtet und in ihr historisches Umfeld eingebettet. Ein angemessener Grad an Spezialisierung soll darüber hinaus mit einer individuellen Akzentsetzung in einem Projekt mit den möglichen Teilgebieten „Untersuchen“ und/oder „Komponieren“ erreicht werden. Eine Verknüpfung mit dem Instrumentalunterricht ist sinnvoll. Durch die vertiefte Durchdringung von Theorie und Praxis bietet das Fach Unterstützung für die bewusste Wahl von musikalischen Angeboten in der heute nahezu unüberschaubaren Vielfalt und leistet damit seinen Beitrag auf dem Weg zur Mündigkeit. Es zeigt Perspektiven für die eigene Ausübung und das aktive Hören von Musik auf und eröffnet Handlungsspielräume für die Mitgestaltung des musikalischen Lebens in Familie und Gesellschaft. EF Musik Allgemeine Bildungsziele 192 Das Schulfach Musik im Ergänzungsfach fördert besonders: • aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten bzw. den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden • massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit weiter- • die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen • das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern • Materialangebote und Fachliteratur gezielt auswählen und bewusst nutzen • ein gemeinsames Projekt erarbeiten und erfolgreich abschliessen • in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben • sich reflektiert und terminologisch angemessen über die im Fach Musik besonders wichtigen nonverbalen Aspekte äussern • verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden • mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen • die Hauptfunktionen von spezifischer Software (z.B. anhand von Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen) gezielt nutzen • den eigenen Interessenshorizont bewusst und zielgerichtet erweitern • eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung arbei- Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2 bis 4 Prüfungsanlässen. Darunter subsummieren sich schriftliche Arbeiten, Abgabe von Handouts, Kleinkompositionen und deren Aufführung, Präsentationen etc. Kompositionsprojekte aus dem Wahlbereich „Komponieren“ wie auch die Ergebnisse aus dem Wahlbereich „Untersuchen“ können als Quartals- oder Semesterarbeiten auch mit einer mehrfach gewichteten Note bewertet werden. Das Engagement und die mündliche Beteiligung im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung herangezogen werden. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, wie Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Religion, Geographie, Wirtschaft, Mathematik und Physik, Biologie, Bildnerisches Gestalten. EF Musik Lerngebiete 193 1. Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde Verknüpfung der Vorkenntnisse • musikalische Aspekte aus den Lerngebieten „Klangerscheinungen“ sowie „Formverläufe und -modelle“ des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden. • ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stile, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. • die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche) erkennen und beschreiben. • für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen weitgehend selbständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie erläutern. 2. Lerngebiet: Untersuchen und/oder Komponieren Untersuchen • sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinanderset- • ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen. • eine fundierte selbständige Recherche durchführen. • eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und präsentieren. Komponieren • ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren. • sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an Klangerscheinungen auseinandersetzen. • einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden. EF Pädagogik – Psychologie Allgemeine Bildungsziele 194 Pädagogik – Psychologie Der Unterricht im Ergänzungsfach Pädagogik – Psychologie legt in Bezug auf Kernziele gymnasialer Allgemeinbildung wie „Persönliche Reife“ und „Studierfähigkeit“ besondere Akzente auf die Entwicklung von Kompetenzen im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler auf gymnasialer Stufe dazu befähigt werden, sich mit grundlegenden Fragestellungen der Psychologie und Pädagogik zu beschäftigen und diese zunehmend zu vernetzen. Der Unterricht leistet somit einen Beitrag, die menschliche Existenz unter neuen Perspektiven zu betrachten. Das Ergänzungsfach Pädagogik – Psychologie fördert besonders: • differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhän- • einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen EF Pädagogik – Psychologie Allgemeine Bildungsziele 195 • das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren EF Pädagogik – Psychologie Lerngebiete 196 Modellvorstellungen • pädagogische und psychologische Modelle im Zusammenhang mit spezifischen Inhalten verstehen, anwenden und reflektieren. Methoden • hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren. Wahrnehmung • Faktoren (individuelle, soziale) und Funktionen (z.B. selektive, konstruktive und soziale) der Wahrnehmung erklären, anwenden, als auch mit anderen psychologischen und pädagogischen Inhalten in Beziehung setzen. Kognition • kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Lernprozesse, Sprache, Denken, Intelligenz) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen und ableiten. Emotion / Motivation • exemplarische Emotionen, Motive und Motivationen theoretisch analysieren, auf pädagogische, individuelle und soziale Phänomene anwenden und den eigenen Umgang damit reflektieren. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis Aufgaben der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen zur Erziehung verstehen. • Aufgaben, Ziele und pädagogisches Verhältnis als System begreifen und eigene erzieherische Prozesse planen. Erziehungsziele und -inhalte • Inhalte, Institutionen und pädagogische Konzepte exemplarisch analysieren und ihre situative und historische Bedingtheit erklären und reflektieren. EF Pädagogik – Psychologie Lerngebiete 197 Erziehungsmassnahmen • unterschiedliche unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) erläutern und personen- und situationsbezogen reflektie- • Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln. Erziehungsstile • mindestens zwei Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin oder die dimensionalen Ansätze von Tausch & Tausch oder Diana Baumrind) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen und kritisch re- 4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft Entwicklung Entwicklungsbedingungen • die Wechselwirkung von Anlage, Umwelt und Selbststeuerung darstellen und auf Beispiele anwenden. Entwicklungsprozesse • die Wechselwirkung der Entwicklungsprozesse Reifung und Lernen beschreiben und auf verschiedene Funktionsbereiche und Stadien der Entwicklung anwen- Entwicklungstheorien • anhand von mindestens zwei Modellen (z.B. Freud, Piaget, Eriksson, Bronfenbrenner) Entwicklungsverläufe analysieren und pädagogische (z.B. Massnahmen, Ziele, Stile) und psychologische (z.B. psychische Dispositionen, Persönlichkeitsentwicklung) Konsequenzen ableiten. Persönlichkeit Persönlichkeitstheorien • mindestens zwei Persönlichkeitstheorien (z.B. tiefen-psychologische, kognitive, faktoranalytische, humanistische) erklären und kritisch miteinander in Beziehung setzen. • daraus Folgerungen für den pädagogischen und psychologischen Umgang mit Menschen ableiten. • Erleben und Verhalten theoriegeleitet analysieren und entsprechend begründete Handlungsvorschläge entwerfen. • verstehen, dass Modelle der Komplexität menschlichen Erlebens und Verhaltens nie vollständig gerecht werden. Soziale Interaktion und Gruppenpsychologie • gruppenspezifische Merkmale, Strukturen und Prozesse erläutern und auf Fallbeispiele anwenden. Kommunikation • Kommunikation als soziale Interaktion in verschiedenen Modellen darstellen (z.B. Regelkreis, Schulz von Thun, Watzlawick). • Störungen (z.B. Du-Botschaften, Paradoxie, Doppelbindung) exemplarisch diagnostizieren und beheben (z.B. Ich-Botschaften, Metakommunikation, aktives Zuhören). EF Pädagogik – Psychologie Lerngebiete 198 Psychische Gesundheit und psychische Störungen begriffliche Grundlagen • Kriterien für eine psychische Störung nennen, konkretisieren und kritisch betrachten (z.B. Normenrelativität, Etikettierung, Krankenrolle). psychische Störungen • Symptome und Ursachen von ausgewählten Störungen (z.B. affektive Störungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen) erläutern. • verstehen, dass psychische Störungen in der Wechselwirkung von biologischen, individuellen und sozialen Faktoren entstehen (z.B. Schizophrenie, Magersucht). Prävention und Behandlung und/oder psychische Gesundheit • Möglichkeiten zur Prävention (z.B. Aufklärung bzgl. Magersucht) aufzeigen. • mindestens zwei therapeutische Ansätze (z.B. Verhaltenstherapie, kognitive, tiefenpsychologische, systemische oder klientenzentrierte Psychotherapie) verstehen, analytisch anwenden und kritisch vergleichen. • fachlich begründete Vorschläge zur Gesundheitsförderung an Fallbeispielen EF Philosophie Allgemeine Bildungsziele 199 Philosophie Das Ergänzungsfach Philosophie gibt exemplarisch Einblick in die Philosophie und ins Philosophieren. In der Auseinandersetzung mit der Philosophie und dem Philosophieren werden die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Philosophieunterricht vermittelt begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Im Philosophieunterricht kommen Fragen und Themen zur Sprache, die in den übrigen Einzelfächern kaum Platz finden. Philosophie hat gegenüber anderen Disziplinen immer auch die Funktion der Kritik und der Methodenreflexion. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber scheinbar Selbstverständlichem und Unergründbarem entwickeln und philosophische Grundfragen rational und argumentativ angehen. EF Philosophie Allgemeine Bildungsziele 200 Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders: • differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen • sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen • den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren • im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte usw.) diskutieren • Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • sich differenziert und präzise ausdrücken • konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte • sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein • sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen • für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • sich für menschliche Grundfragen interessieren • das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen EF Philosophie Lerngebiete 201 Begriff der Philosophie • die wichtigsten philosophischen Teildisziplinen unterscheiden. • das Verhältnis zwischen Philosophie und Wissenschaft verstehen. philosophische Grundfra- (Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? u.a.) • Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Dilemmas, Konflikte) nachvollziehen. • die Eigenart philosophischer Fragestellungen verstehen. • hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. philosophische Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (z.B. mythologisches Menschenbild, Menschenbild der Aufklärung, Menschenbild der Moderne) • verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch zuordnen. • die Dimensionen und die Problematik der menschlichen Existenz erkennen. • den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihren eigenen Erfahrungen her- • die ethischen, pädagogischen oder politischen Konsequenzen verschiedener Menschenbilder erkennen. Grundpositionen der Erkenntnistheorie (z.B. Ideenlehre, Rationalismus und Empirismus, Skeptizismus) • die Ursprünge, Grenzen und Möglichkeiten der menschlichen Erkenntnis über- • die Qualität und Gültigkeit von Meinungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen erkennen. • die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. ethische Grundfragen und -positionen (z.B. Tugendethik, Utilitarismus, deontologische Ethik, Mitleidsethik, Diskursethik, Relativismus usw.) • sich ausweisen in der Kenntnis der Möglichkeiten und Grenzen ethischer Grundpositionen. • ein Problem der angewandten Ethik aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen flexibel und angemessen beurteilen. • zu einem Problem der angewandten Ethik eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. • die ethischen Dimensionen aktueller Geschehnisse erkennen. EF Philosophie Lerngebiete 202 Lektüre eines ausgewählten, in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern festgelegten philosophischen Werkes. • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Werkes ausweisen. Lektüre ausgewählter Textpassagen eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern festgelegten Philosophen. • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Philosophen auswei- Erarbeitung eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schüler festgelegten philosophischen Themas. • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Themas ausweisen. philosophische Texte verschiedener Epochen • ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. • philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander in Beziehung setzen. philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade • philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen. Methoden und Strategien der Texterschliessung • mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen. philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln. philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären und selbständig entwickeln. EF Philosophie Lerngebiete 203 5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei- (auf konkrete Fälle, eigene Alltagserfahrungen, andere Lebensbereiche) • grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden. • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und • einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen. philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen. • Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. • einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. Allgemeine Bildungsziele 204 Philosophie – Pädagogik – Psychologie Der Unterricht im Schwerpunktfach Philosophie – Pädagogik – Psychologie vermittelt ein breites und vertieftes Orientierungswissen, das den Schülerinnen und Schülern hilft, sich in der Vielfalt von Informationen, Wertsetzungen und Sinnangeboten zurechtzufinden und einen eigenen, kohärenten und begründeten Standpunkt zu entwickeln. In der Auseinandersetzung mit den drei Disziplinen werden die überfachlichen und fachlichen Kompetenzen gefördert und entwickelt, mit dem übergeordneten Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und kritischen Menschen heranzubilden und ihnen dabei Raum für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben. Der Unterricht vermittelt begriffliche und methodische Instrumente, welche die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre persönliche und die gesellschaftliche Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen, kritisch zu beurteilen, die Folgen ihrer Wirklichkeitsannahmen, Wertsetzungen und Handlungen zu bedenken und dementsprechend zu handeln. Die eingehende Beschäftigung mit philosophischen, pädagogischen und psychologischen Fragen und Erkenntnissen unterstützt die Schülerinnen und Schüler, menschliches Verhalten und Erleben im weitesten Sinn nicht eindimensional zu beurteilen, sondern es aus dem Blickwinkel verschiedenster Erklärungsansätze zu verstehen und unvoreingenommen einzuschätzen. In den drei Fachbereichen können Themen zur Sprache kommen, die öffentlich und kontrovers diskutiert werden und zu denen die Schülerinnen und Schüler ein beachtliches Vorwissen mitbringen. Vorwissen und öffentliche Diskussionen werden in den drei Teildisziplinen ergänzt, systematisch vertieft und kritisch hinterfragt. Allgemeine Bildungsziele 205 Das Schwerpunktfach Philosophie – Pädagogik – Psychologie fördert besonders: • differenziert, kritisch-forschend denken und begründet urteilen • sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen • den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren • im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte usw.) diskutieren • Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen • sich differenziert und präzise ausdrücken • aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören • konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen • das Selbstkonzept reflektieren • sich der Verantwortung für die eigene Entwicklung (z.B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden • sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen • sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen • für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Maturaarbeiten erfüllen • verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen • das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen Lerngebiete 206 Lerngebiete des Teilbereichs Philosophie Begriff der Philosophie • die wichtigsten philosophischen Teildisziplinen unterscheiden. • das Verhältnis zwischen Philosophie und Wissenschaft verstehen. philosophische Grundfra- (Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? u.a.) • Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Dilemmas, Konflikte) nachvollziehen. • die Eigenart philosophischer Fragestellungen verstehen. • hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen. philosophische Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (z.B. mythologisches Menschenbild, Menschenbild der Aufklärung, Menschenbild der Moderne) • verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch zuordnen. • die Dimensionen und die Problematik der menschlichen Existenz erkennen. • den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihren eigenen Erfahrungen her- • die ethischen, pädagogischen oder politischen Konsequenzen verschiedener Menschenbilder erkennen. Grundpositionen der Erkenntnistheorie (z.B. Ideenlehre, Rationalismus und Empirismus, Skeptizismus) • die Ursprünge, Grenzen und Möglichkeiten der menschlichen Erkenntnis über- • die Qualität und Gültigkeit von Meinungen, Argumenten und wissenschaftlichen Erkenntnissen erkennen. Willensfreiheit und Determinismus (optional) • die Grundpositionen, die Problematik und die Konsequenzen der Frage nach der menschlichen Willensfreiheit verstehen. Sprachphilosophie (optio- • verschiedene Erklärungsansätze der Funktionsweise der Sprache erkennen und das Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit verstehen. Lerngebiete 207 philosophische Texte verschiedener Epochen • ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. • philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander in Beziehung setzen. philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade • philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen. Methoden und Strategien der Texterschliessung • mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen. philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln. philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären und selbständig entwickeln. 5. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei- (auf konkrete Fälle, eigene Alltagserfahrungen, andere Lebensbereiche) • grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden. • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und • einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen. philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen. • Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. • einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. Lerngebiete 208 Lerngebiete der Teilbereiche Pädagogik und Psychologie Einführung in den Gegenstand der Pädagogik und • erläutern, mit welchen Gegenständen sich die Fachgebiete Pädagogik und Psychologie beschäftigen, und können die dazu gehörige Terminologie anwenden. Modellvorstellungen • pädagogische und psychologische Modelle im Zusammenhang mit spezifischen Inhalten verstehen, anwenden und reflektieren. Methoden • hermeneutische und empirische Methoden der Pädagogik und Psychologie im exemplarischen Kontext verstehen, anwenden und reflektieren. Überblick über die verschiedenen Strömungen in Pädagogik und Psychologie • pädagogische Konzeptionen von verschiedenen Pädagoginnen und Pädagogen wie z.B. Rousseau, Pestalozzi und Montessori in den Grundzügen erläutern, die zugrunde liegenden Menschenbilder miteinander vergleichen und mit aktuellen Positionen in einen Zusammenhang bringen. • in verschiedenen Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Neuropsychologie) die wichtigsten Grundbegriffe erläutern und diese in alltäglichen Situationen anwenden. • diese Richtungen hinsichtlich ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten miteinander vergleichen. Mindestens zwei der folgenden Grobinhalte Wahrnehmung • Faktoren (individuelle, soziale) und Funktionen (z.B. selektive, konstruktive und soziale) der Wahrnehmung erklären, anwenden und mit anderen psychologischen und pädagogischen Inhalten in Beziehung setzen. Kognition • kognitive Prozesse und Fähigkeiten (z.B. Gedächtnis, Sprache, Denken, Intelligenz, Lernen) verstehen und daraus psychische und pädagogische Konsequenzen ableiten. • die Bedeutung der Neuropsychologie für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Prozessen verstehen und erläutern. Emotion / Motivation • exemplarische Emotionen, Motive und Motivationen theoretisch analysieren, auf pädagogische, individuelle und soziale Phänomene anwenden und den eigenen Umgang damit reflektieren. Lerngebiete 209 3. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit Entwicklungsstadien • den Entwicklungsverlauf unterschiedlicher Funktionsbereiche (z.B. Gehen, Sprache, Selbstständigkeit) beschreiben, zu entsprechenden Theorien in Beziehung setzen und hinsichtlich der Normproblematik kritisch reflektieren. • Merkmale von bestimmten Entwicklungsstadien (z.B. Jugendalter) erläutern und mit entwicklungspsychologischen Theorien in Beziehung setzen. Entwicklungsbedingungen • die Wechselwirkung von Anlage, Umwelt und Selbststeuerung darstellen und auf Beispiele anwenden. • anhand von Beispielen erläutern, inwiefern Reifung und Lernen zusammenspielen und sich gegenseitig bedingen. Entwicklungstheorien • anhand von mindestens zwei Modellen (z.B. Tiefenpsychologie, Lerntheorie, Theorie der kognitiven Entwicklung, Bindungstheorie) theoriegeleitete Erklärungen für Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens erläutern, entsprechende Fallbeispiele analysieren und pädagogische und psychologische Konsequenzen ableiten. Persönlichkeitstheorien • mindestens zwei Persönlichkeitstheorien (z.B. tiefenpsychologische, kognitive, faktoranalytische, humanistische, positive Psychologie) erklären und kritisch miteinander in Beziehung setzen. • daraus Folgerungen für den pädagogischen und psychologischen Umgang mit Menschen ableiten (z.B. Jugendalter). Menschenbild • Zusammenhänge zwischen der jeweiligen Persönlichkeitstheorie und dem dahinter stehenden Menschenbild erkennen und entsprechende Implikationen für den pädagogischen und psychologischen Zugang kritisch reflektieren. Identität • eigene und fremde Identitätsentwicklung im Zusammenhang mit den einzelnen Persönlichkeitstheorien reflektieren und Schlüsse daraus ziehen. Gemeinsames Lerngebiet des SPF Philosophie – Pädagogik – Psychologie Interdisziplinäres Lerngebiet Mindestens eines der folgenden oder ein weiteres, in gemeinsamer Absprache festgelegtes interdisziplinäres Teilgebiet • verschiedene Perspektiven der drei Einzeldisziplinen einnehmen, unterscheiden und reflektieren. Glücksvorstellungen • unterschiedliche Vorstellungen und Formen des Glücks erkennen und miteinander vergleichen. • ein Bewusstsein für die eigene Glücksvorstellung entwickeln. Menschenbilder und Erziehungsstile • Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen Menschenbildern und Erziehungsstilen erkennen. • ein Bewusstsein für das eigene Menschenbild entwickeln. Lerngebiete 210 Lerngebiete des Teilbereichs Philosophie 1. Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie ethische Grundfragen und -positionen (z.B. Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie, Mitleidsethik, Diskursethik, Relativismus usw.) • sich ausweisen in der Kenntnis der Möglichkeiten und Grenzen ethischer Grundpositionen. • ein Problem der angewandten Ethik aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen flexibel und angemessen beurteilen. • zu einem Problem der angewandten Ethik eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. • die ethischen Dimensionen aktueller Geschehnisse erkennen. freier Inhalt zur Vertiefung Lektüre eines ausgewählten, in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern festgelegten philosophischen Werkes. (optional) • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Werkes ausweisen. Lektüre ausgewählter Textpassagen eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern festgelegten Philosophen. (optional) • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Philosophen auswei- Erarbeitung eines in Absprache mit den Schülerinnen und Schüler festgelegten philosophischen Themas. (optional) • sich in der Kenntnis der Grundgedanken des ausgewählten Themas ausweisen. 2. Lerngebiet: Philosophische Texte philosophische Texte verschiedener Epochen • ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. • philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte Fragestellungen zueinander in Beziehung setzen. philosophische Texte verschiedener Schwierigkeitsgrade • philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen. Methoden und Strategien der Texterschliessung • mit verschiedenen, dem Schwierigkeitsgrad der Texte entsprechenden Methoden Texte erschliessen. Lerngebiete 211 3. Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung philosophisches Gespräch • philosophische Fragen und Positionen im Dialog gemeinsam entwickeln. philosophischer Essay • philosophische Fragen und Positionen in einem argumentierenden Essay klären und selbständig entwickeln. 4. Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwendung der philosophischen Inhalte und Fähigkei- (auf konkrete Fälle, eigene Alltagserfahrungen, andere Lebensbereiche) • grundlegende philosophische Begriffe angemessen verwenden. • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und • einen eigenen Standpunkt in Bezug zu philosophischen Fragen und Texten einnehmen und begründen. philosophische Konzepte • ausgewählte philosophische Positionen und Theorien beurteilen. • Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. • einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. Lerngebiete der Teilbereiche Pädagogik und Psychologie 1. Lerngebiet: Erziehungstheorien und Erziehungspraxis Grundlagen der Erziehung • anthropologische Voraussetzungen zur Erziehung verstehen und darstellen. Aufgaben der Erziehung • Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen, das Konzept der Bildung reflektieren und sich in diesem Zusammenhang mit der eigenen persönlichen Entwicklung auseinandersetzen. Erziehungsziele • den Zusammenhang zwischen Erziehungszielen (z.B. pädagogische Mündigkeit) und -inhalten, gesellschaftlichem Wandel und individuellen Faktoren untersuchen und kritisch reflektieren. Lerngebiete 212 Massnahmen in der Erziehung • unterschiedliche unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) erläutern und personen- und situationsbezogen reflektie- • Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln. Erziehungsstile • mindestens zwei Konzepte (z.B. das typologische Konzept nach Lewin, oder die dimensionalen Ansätze von Tausch & Tausch oder die elterlichen Erziehungsstile) beschreiben, zu Beispielen erzieherischen Handelns in Beziehung setzen und kritisch reflektieren. 2. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen begriffliche Grundlagen • Kriterien für eine psychische Störung nennen, konkretisieren und kritisch betrachten (z. B. Normenrelativität, Etikettierung, Krankenrolle). • sich im Rahmen des ausgewählten Themas mit pädagogischen und psychologischen Methoden zur Förderung des Zusammenlebens auseinandersetzen und diese auf Beispiele anwenden. psychische Störungen • Symptome und Ursachen von ausgewählten Störungen (z.B. affektive Störungen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen) erläutern. • verstehen, dass psychische Störungen in der Wechselwirkung von biologischen, individuellen und sozialen Faktoren entstehen (z.B. Schizophrenie, Magersucht). Mindestens eines der folgenden Teilgebiete Prävention und Behandlung • Möglichkeiten zur Prävention von psychischen Störungen (z.B. Aufklärung bzgl. Magersucht) aufzeigen. psychische Gesundheit • verschiedene Faktoren erläutern, welche die psychische Gesundheit beeinflussen (z.B. chronisch erhöhtes Erregungsniveau, Stress, Burnout, soziale Vernetzung). 3. Lerngebiet: Soziale Interaktion und Kommunikation Gruppenpsychologie • gruppenspezifisches Verhalten auf dem Hintergrund von Erkenntnissen der Gruppendynamik (z.B. Gruppennorm, Rolle, Hierarchie, Zielsetzung), auch wie sie sich unterscheiden erläutern. Kommunikation • verschiedene Modelle der Kommunikation (z.B. Watzlawik, Schulz von Thun) erläutern und diese miteinander vergleichen. • Kommunikationsstörungen (z.B. Du-Botschaften, Paradoxie, Doppelbindung) exemplarisch diagnostizieren und erläutern, wie man diese beheben kann (z.B. Ich-Botschaften, Metakommunikation, aktives Zuhören). Lerngebiete 213 Gemeinsames Lerngebiet des SPF Philosophie – Pädagogik – Psychologie Interdisziplinäres Lerngebiet Mindestens eines der folgenden oder ein weiteres, in gemeinsamer Absprache festgelegtes interdisziplinäres Thema • verschiedene Perspektiven der Einzeldisziplinen einnehmen, unterscheiden und Strafen • Strafbegründungen und Strafzwecke unterscheiden und reflektieren. • Verbindungen zwischen Strafen und Persönlichkeitsentwicklung und Lernprozessen erläutern und beurteilen. • Zusammenhänge zwischen Menschenbildern und Strafen erkennen. Experimente der Sozialpsychologie • Experimente und ihre Ergebnisse aus einem ethischen Standpunkt betrachten und hinterfragen. • die Methodik der Sozialpsychologie problematisieren. GLF Physik Allgemeine Bildungsziele 214 Physik Wochenlektionen 0 2 2 2 Die Physik erkundet die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur. Der Unterricht im Grundlagenfach Physik vermittelt einen Überblick über die experimentellen und theoretischen Methoden zur Erforschung der Natur. Er ermöglicht Einblicke in die technischen Anwendungen der Physik. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Naturphänomene und Prozesse der Technik mathematisch und sprachlich zu beschreiben. Sie lernen den Umgang mit Modellvorstellungen und das Denken in kausalen Zusammenhängen. Sie lernen Experimente zur Erkenntnisgewinnung einzusetzen. Der Unterricht schafft inhaltliche und arbeitstechnische Voraussetzungen, um ein Studium aufzunehmen. Er vermittelt allgemeinbildende Aspekte und zeigt die kulturelle Bedeutung von Physik und Technik für die moderne Gesellschaft auf. Er befähigt die Schülerinnen und Schüler, bei technischen Fragen sachkompetent an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen teilzunehmen. Schliesslich gibt der Unterricht auch Einblick in die historische Entwicklung des physikalischen Denkens. Er befähigt dazu, Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften zu erkennen. GLF Physik Allgemeine Bildungsziele 215 Das Grundlagenfach Physik fördert besonders: • Hypothesen bilden und überprüfen • Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • Gesetze und Diagramme als Kommunikationsmittel sinnvoll einsetzen • sich präzise in der Fachsprache ausdrücken • Experimente planvoll aufbauen und durchführen • Messwerte manuell oder mithilfe von Rechnern auswerten • Neugierde für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene • Interesse für die kulturelle Bedeutung der Technik GLF Physik Lerngebiete 216 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge physikalische Grössen und Einheiten Experimente Datenanalyse • physikalische Grössen und Einheiten unterscheiden. • Experimente planen und durchführen. • Daten interpretieren, auswerten und zweckmässig darstellen. • die Genauigkeit einer Messung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben. 2. Lerngebiet: Technik theoretische Grundlagen Brechung Abbildungen technische Anwendungen • grundlegende Zusammenhänge der Optik mathematisch oder mit Worten formulieren. • den Weg des Lichts bei Brechung an einer Grenzfläche bestimmen. • optische Abbildungen mittels Konstruktion oder Rechnung charakterisieren. • die Funktionsweise optischer Geräte erklären. 3. Lerngebiet: Mechanik Bewegungen und ihre Ursachen Bewegungsdiagramme Kräfte Newtonsche Axiome • gleichförmige und beschleunigte Bewegungen mathematisch beschreiben. • Bewegungsdiagramme erstellen und interpretieren. • Grundlagen der Kreisbewegung erklären. • bei mechanischen Abläufen die wirkenden Kräfte erkennen, quantifizieren und deren Wirkung bestimmen. • Alltagssituationen auf physikalisch Relevantes reduzieren. GLF Physik Lerngebiete 217 1. Lerngebiet: Mechanik – Erhaltungssätze Erhaltungssätze Arbeit, Energie, Leistung • verschiedene Energieformen benennen. • die beteiligten Prozesse identifizieren und quantifizieren. • Zusammenhänge zwischen Arbeit, Energie und Leistung aufzeigen. • die Bedeutung der Energieerhaltung erklären und auf konkrete Beispiele an- 2. Lerngebiet: Wärmelehre: Thermisches Verhalten von Materie Verhalten von Materie bei Temperaturänderungen ideale Gase und Wärmearbeitsmaschinen Energie und Gesellschaft • die beteiligten Prozesse identifizieren und quantifizieren (Phasenübergänge, Verhalten von Gasen, Flüssigkeiten, Festkörpern). • die Umsetzung von Wärme in Arbeit (bzw. umgekehrt) in Kreisprozessen (z.B. Wärmearbeitsmaschinen, Wärmepumpen) erklären. • die kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen aufzeigen. 3. Lerngebiet: Periodische Vorgänge theoretische Grundlagen Anwendungen in alltäglichen Phänomenen • charakteristische Grössen von periodischen Vorgängen definieren und zueinander in Beziehung setzen. • ausgewählte Phänomene erklären und in Alltagssituationen erkennen. GLF Physik Lerngebiete 218 1. Lerngebiet: Elektromagnetismus Elektrizität • die Begriffe Ladung, Stromstärke, Spannung, elektrische Leistung und Widerstand erklären und Zusammenhänge zwischen diesen Grössen formulieren. • Schaltungen aufbauen, ausmessen und die relevanten Grössen berechnen. • sich der tiefgreifenden Umwälzungen der Elektrifizierung und der daraus entstehenden Abhängigkeiten bewusst sein. Magnetismus • die magnetische Wirkung von Strömen beschreiben. • Kräfte auf bewegte Ladungen im Magnetfeld bestimmen. • elektromagnetische Erscheinungen in ausgewählten Anwendungen erklären. 2. Lerngebiet: Neuere Physik theoretische Grundlagen • an Beispielen aufzeigen, dass es Grenzen für die Gültigkeit der klassischen Physik gibt. • Experimente und Phänomene beschreiben, welche nicht mit der klassischen Physik gedeutet werden können. • an Beispielen aus dem Alltag die Bedeutung der neueren Physik erläutern. EF Physik Allgemeine Bildungsziele 219 Physik Die Physik erkundet die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen in der Natur. Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht des Grundlagenfachs Physik erweitern und vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbstständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden. Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders: • komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren • Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen • komplexe Sachverhalte verständlich formulieren und erklären • sich Rechenschaft über den eigenen Lernfortschritt verschaffen • planvoll handeln im Aufbau und der Durchführung von Experimenten • Messwerte manuell und mithilfe von Rechnern auswerten • Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen • Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene EF Physik Lerngebiete 220 1. Lerngebiet: Mechanik Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet) Fluidmechanik • physikalische Anwendungen und Phänomene erklären (z.B. im Bereich der Medizin). • technische Berechnungen auf dem Gebiet der Fluiddynamik durchführen. • das Hebelgesetz in konkreten Situationen anwenden. • die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung bestimmen. starre Körper 2. Lerngebiet: Elektrizität Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet) elektrisches Potential • den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial erklären. • das Phänomen der Induktion erläutern. • die Funktionsweise technischer Anwendungen der Elektrizität erklären (z.B. im Bereich der Medizin). • elektronische Schaltungen analysieren. Induktion Elektronik 3. Lerngebiet: Technik Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet) Schwingungen und Wellen • grundlegende Zusammenhänge mathematisch oder mit Worten formulieren. • physikalische Vorgänge in ausgewählten Anwendungen erklären. aktuelle Entwicklungen in der Technik EF Physik Lerngebiete 221 4. Lerngebiet: Wärmelehre Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet) Wärmetransport • die verschiedenen Wärmetransportmechanismen charakterisieren. • Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur beschreiben. • technische Anwendungen der Wärmelehre erklären (z.B. in den Bereichen Bauwesen oder Atmosphärenphysik). kinetische Gastheorie 5. Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik experimentelle Physik • Experimente von der Planung bis zur Auswertung durchführen. • die Unsicherheit eines Resultates mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. • Ableitungen und Integrale in ausgewählten Situationen berechnen. mathematische Werkzeuge 6. Lerngebiet: Neuere Physik Die Schülerinnen und Schüler können (je nach gewähltem Teilgebiet) Quantenphysik • exemplarisch den Wandel unseres Verständnisses der Natur aufzeigen. • grundlegende Zusammenhänge in den ausgewählten Teilgebieten in Worten und mathematisch formulieren. • Phänomene der modernen Physik in einzelnen Anwendungen erklären. Astronomie / Astrophysik Relativitätstheorie Kern- und Teilchenphysik Simulation und Modellbildung aktuelle Entwicklungen in der Physik SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Allgemeine Bildungsziele 222 Physik und Anwendungen der Mathematik Kombiniertes Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik Mathematik und Physik haben sich seit jeher gegenseitig vorangetrieben. Offene Fragen in der Physik gaben Anlass zu neuen mathematischen Entdeckungen. Bestehende mathematische Theorien fanden in der Physik überraschende Anwendungen. Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Kompetenzen, die sie optimal auf ein einschlägiges Studium vorbereiten, neben der Physik und der Mathematik insbesondere auch auf die Ingenieur- und Naturwissenschaften. Stärker als in den Grundlagenfächern wird die Möglichkeit geboten, selbstständig zu lernen. Teilbereich Physik Der Unterricht schafft eine Begegnung mit Errungenschaften der Physik und führt so an offene Fragen heran und an die Denkweise der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er gibt Einblick in den Wandel der Vorstellungen über das Verhalten der Natur und die Vorläufigkeit menschlicher Erkenntnis. Im physikalischen Praktikum üben die Schülerinnen und Schüler zudem auch den Umgang mit Messgeräten und das Planen, Durchführen und Auswerten anspruchsvoller Experimente. Teilbereich Anwendungen der Mathematik Mathematische Theorien, insbesondere die Theorien der Differentialgleichungen, der linearen Algebra und der Analysis, bieten ein wesentliches Instrument zur Beschreibung naturwissenschaftlicher Vorgänge und eignen sich damit vortrefflich, um praxisbezogene Probleme zu lösen. Physikalische Phänomene können vermehrt mit fortgeschrittenen mathematischen Mitteln beschrieben werden. Auch eigenständige Aspekte der Mathematik, unabhängig von den Anwendungen in der Physik, werden im Schwerpunktfach behandelt. Der Umgang mit der Ideenwelt und der Geschichte der Mathematik macht nämlich bewusst, zu welch grossen gedanklichen Leistungen, ohne Nützlichkeitsdenken und Spekulation, der Mensch fähig ist. Der Mathematikunterricht schult dadurch den Sinn für Ästhetik und weckt Freude an geistiger Arbeit. SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Allgemeine Bildungsziele 223 Zwischen der Mathematik und den Naturwissenschaften bestehen zahllose Verbindungen, sei es im Bereich der Modellbildung oder der Formalisierung von Simulationen oder Berechnungen. Beispiele sind Datenanalyse und Regression, Fehlerrechnung, Optimierung, Schwingungslehre, Bewegungsabläufe, Wachstums- und Zerfallsprozesse, zufallsgesteuerte Entwicklungen, Reaktionskinetik, Populationsentwicklung und andere dynamische Systeme. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es Querbezüge. Beispiele: statistische Analysen in Sozial- und Sprachwissenschaften, Darstellung räumlicher Objekte, Klanganalyse und -synthese, Modellierung von Produktions- und Wirtschaftssystemen, Wissenschaftsgeschichte, Logik, Algorithmik. Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders: • in abstrakten Begriffen eigenständig und kritisch denken • mit Modellen als Abbild der Realität arbeiten • Lösungen in der Gruppe erarbeiten und beim Auftreten von Schwierigkeiten Hilfe anfordern oder anderen helfen • über abstrakte und wissenschaftliche Sachverhalte korrekt und verständlich sprechen • Problemstellungen formalisieren • mit Messgeräten und Apparaturen kompetent und sorgfältig umgehen • mit Computern / Rechnern Daten erfassen und auswerten sowie sie als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung einsetzen • Nachschlagewerke (in Buchform und elektronisch) nutzen • neugierig für Naturphänomene sein • für die spielerische und ästhetische Komponente der Mathematik offen sein • Herausforderungen mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen begegnen SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Lerngebiete 224 Lerngebiete für den Teilbereich Physik 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Experimente und Datenanalyse Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik • Experimente planen und aufbauen. • Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll einsetzen. • Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). • eine komplexe Aufgabenstellung mit den Mitteln der Mathematik (z.B. Analysis) formalisieren. 2. Lerngebiet: Technik Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erläutern. • die technische Umsetzung von physikalischen Prinzipien erklären. 3. Lerngebiet: Mechanik Impuls und Stösse (® nichtlineare Gleichungssysteme, Integralrechnung) • Impuls- und Energieerhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen. • Drehbewegungen und deren Ursachen in ausgewählten Situationen quantifizieren.starre Körper (® Vektorgeometrie) Teilgebiet zur Auswahl mechanische Schwingungen (® Differentialgleichungen) • die funktionalen Abhängigkeiten zwischen Schwingungsdauer und charakteristischen Grössen eines Oszillators erklären. SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Lerngebiete 225 4. Lerngebiet: Neuere Physik 1 theoretische Grundlagen • die Grenzen der klassischen Physik erkennen und den Wandel des wissenschaftlichen Verständnisses der Natur aufzeigen. Anwendungen 1 • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Kosmologie, Atom- und Teilchenphysik) erklären. 1. Lerngebiet: Elektromagnetismus Vertiefung Elektrizitätslehre Kirchhoff-Gesetze (® Matrizenrechnung) Experimente Vertiefung Magnetismus • Spannungen und Ströme messen. • Parameter elektrischer Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen. • Schaltungen planen, aufbauen und analysieren. • das Induktionsgesetz auf ausgewählte Situationen anwenden. Wechselströme (® Differentialgleichungen, komplexe Zahlen) • das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen. Elektronik • das Verhalten von elektronischen Bauteilen beschreiben. 2. Lerngebiet: Neuere Physik 2 Anwendungen 2 • ausgewählte Phänomene und Konzepte aus der neueren Physik (z.B. Relativitätstheorie, Quantenphysik, Kosmologie, Atom- und Teilchenphysik) erklären. SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Lerngebiete 226 3. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien • sich selbstständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. Experimente und Datenanalyse • die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. 4. Lerngebiet: Technik theoretische Grundlagen • anspruchsvolle Zusammenhänge zwischen physikalischen Grössen (z.B. in der Wellenlehre, Strömungslehre, Halbleiterphysik) mathematisch und mit Worten Anwendungen • ausgewählte Phänomene aus der Technik erklären. SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Lerngebiete 227 Lerngebiete für den Teilbereich Anwendungen der Mathematik Die mit einem Sternchen versehen Grobinhalte erlauben einen Querbezug zur Physik. 1. Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen* • erklären, was Matrizen, Determinanten, Eigenwerte und Eigenvektoren sind. • Matrix-Vektormultiplikationen durchführen und mit Matrizen rechnen. • die Lösbarkeit linearer Gleichungssysteme über Matrixeigenschaften charakteri- • Eigenwerte (auch komplexe) und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und • erklären, was eine affine Abbildung ist. • den Zusammenhang zwischen affinen Abbildungstypen und Matrixeigenschaften erläutern. • Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be- Determinanten Eigenwerte und Eigenvektoren* ebene affine Abbildungen elektrische Stromkreise* 2. Lerngebiet: Komplexe Zahlen Darstellung • komplexe Zahlen in kartesischer und Exponentialform darstellen. • mit komplexen Zahlen rechnen und die Grundoperationen geometrisch inter- • im Komplexen Wurzeln berechnen und einfache Gleichungen lösen. • komplexe Eigenwerte und Eigenvektoren berechnen und deuten. • komplexe Funktionen auch geometrisch darstellen (optional). • Fraktale verstehen und programmieren (optional). • mit komplexen Folgen und Reihen rechnen (optional). • den Fundamentalsatz der Algebra und eine Beweisidee formulieren (optional). Berechnungen Anwendungen* SPF Physik und Anwednungen der Mathematik Lerngebiete 228 1. Lerngebiet: Differentialgleichungen Integrationstechniken • Integrale mit den Techniken der Substitution und partiellen Integration berech- • erklären, was eine Differentialgleichung ist, und Differentialgleichungen mit Hilfe des Richtungsfelds veranschaulichen. • über die Separation der Variablen Anfangswertprobleme lösen. • mindestens eine weitere exakte Lösungsmethode anwenden. • ein Anfangswertproblem mit Hilfe einer numerischen Methode näherungsweise lösen und (optional) implementieren. • einige Modellierungsansätze beschreiben und in Form von Differentialgleichungen formulieren. Differentialgleichung erster Ordnung* Richtungsfeld exakte Lösungsverfahren numerische Lösungsverfah- Modellierung* Schwingungen* (optional) Wechselstrom* (optional) 2. Lerngebiet: Weitere Anwendungen parametrisierte Kurven* • erklären, was parametrisierte Kurven und Tangentialvektoren sind und sie zur Lösung von Anwendungsaufgaben einsetzen. • Kurven in Polarkoordinaten beschreiben (optional). • die Herleitung der Kepler-Gesetze nachvollziehen (optional). • Bezierkurven anwenden (optional). • Polynomial- und Spline-Interpolationen durchführen (optional). • Nullstellen numerisch bestimmen (optional). • eine Funktion in ihre Taylorreihe entwickeln. • Anwendungsaufgaben zum Lerngebiet lösen und Anwendungsszenarien be- • partielle Ableitungen und Richtungsableitungen bilden (optional). • einfache mehrdimensionale Integrale berechnen (optional). • Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten bestimmen (optional). • die Normalverteilung anwenden (optional). • zahlentheoretische Grundlagen der Kryptographie erläutern und anwenden • Graphen zur Lösung von Anwendungsproblemen einsetzen (optional). • Symmetrien mit Hilfe von endlichen Gruppen und Matrizengruppen beschreiben (optional). • die Klassifikation der kristallographischen Gruppen in der Ebene und auf der Sphäre nachvollziehen (optional). Taylorreihen mehrdimensionale Analysis ausgewählte numerische Methoden (optional) dynamische Systeme (optidiskrete Mathematik (opti- Vertiefung der Stochastik Gruppentheorie (optional) EF Religionslehre Allgemeine Bildungsziele 229 Religionslehre Das Fach Religionslehre • fördert die Fähigkeit, die Weltanschauung unterschiedlicher Religionen kennen zu lernen. • bietet den Raum für Diskussionen über Grundlagen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens, wie sie in den Religionen thematisiert werden. • unterstützt im Rahmen einer pluralistischen Gesellschaft Toleranz einzuüben. • begleitet die jungen Menschen, angesichts dauernder Wandlungen tradierter Überzeugungen und Werte, bei der Identitätssuche. • hält die Schüler und Schülerinnen an, anhand von aktuellen ethischen Problemstellungen die Religionen kritisch zu hinterfragen. • ermutigt zum Engagement für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft im globalen Kontext. • führt in die Religionswissenschaft ein und leitet die Schülerinnen und Schüler an, selber religionswissenschaftlich zu denken, zu arbeiten und zu forschen. EF Religionslehre Allgemeine Bildungsziele 230 Das Ergänzungsfach Religionslehre fördert besonders: Reflexive Kompetenzen • Gründe und Ziele von religiösen Handlungen verstehen • sich mit religiösen Texten auseinandersetzen • die Präsenz der Religion in der Kunst und religiöse Traditionen in ihrem gesellschaftlichen Kontext interpretieren • Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen • Texte analysieren und einordnen • Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen • Internet-Möglichkeiten kennen und sich ihrer bedienen unter Einhaltung der ethischen Vorgaben (Copyright) • die Nutzung der elektronischen Mittel im Hinblick auf Präsentationen und Arbeitsdarstellung beherrschen • alte Quellen mit elektronischem zeitgenössischem Material (wie Interviews, Youtube, Informationen, Twitter, Blogs) zur Verständniserweiterung verbinden Bereit sein, • sich sowohl mit eigenen und fremden religiösen Traditionen wie auch mit verschiedenen weltanschaulichen Perspektiven auseinanderzusetzen. • den eigenen Horizont im Rahmen des religiösen Glaubens zu erweitern. • sich mit einer Thematik im Spannungsfeld anderer Disziplinen zu beschäftigen. • den Unterricht mitzugestalten und dafür Mitverantwortung zu tragen. 3 Querverbindungen zu anderen Fächern Ethik, Philosophie, Theologie, Geschichte, Archäologie, Ethnologie, Anthropologie, Psychologie, Pädagogik, Malerei, Kunst, Literatur, Oper / Musik, Architektur, Naturwissenschaft und andere Fachgebiete 4 Didaktisch-methodische Hinweise • Frontalunterricht • Gruppenarbeit • individuelle Arbeit (recherchieren) • Besuch einer Synagoge, Moschee, eines buddhistischen und eines hinduistischen Tempels mit Teilnahme an einem Ritual (wenn möglich) • Fragestunde mit Experten EF Religionslehre Lerngebiete 231 1. Lerngebiet: Religion und Kultur Religionsbegriff(e) die Bedeutung des neuzeitlichen Grundbegriffs religio in seiner Geschichte • die Geschichte des Begriffs religio reflektieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis bedenken. der Religionsbegriff in anderen historischen Epochen und Kulturen • verschiedene Definitionen von Religion inhaltlich problematisieren. • eine Religionsdefinition anwenden. das Religionsverständnis der Religionswissenschaft Religionskritik • klassische Positionen der Religionskritik einschätzen und hinterfragen. religiöse Phänomene und Vorstellungen • Religionen als Phänomen der Menschheitsgeschichte erfassen und auf deren Ursachen und Wirkungen hin befragen. • religiöse Fragen in unterschiedlichen Bereichen menschlicher Kultur erkennen, klären, analysieren und einordnen. • Menschen-, Götter- und Weltbilder differenziert betrachten und beschreiben. Religion in der Gesellschaft Religion und Staat in Geschichte und Gegenwart • die Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft analysieren und beurteilen. • religiöse Hintergründe politischer Konflikte und deren prägende Wirkung auf Gesellschaft und Kultur analysieren. • die religiöse Dimension aktueller gesellschaftlicher und historischer Themen erfassen. Sektenbegriff ausgewählte religiöse Sondergruppen • wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung religiöser Sondergruppen und -formen anwenden. ethische Entwürfe in der Verantwortungsethik • Beiträge zu aktuellen ethischen Fragestellungen im Austausch mit philosophischen Entwürfen beurteilen. • in ausgewählten Fragen ein eigenes, reflektiertes Urteil bilden. Leben – Recht oder Pflicht? das Recht auf das leibliche Leben im Diskurs zur Sterbehilfe, zum Suizid, zur Abtreibung, zur Todesstrafe u.a. Freiheit vs. Freiheitsentzug EF Religionslehre Lerngebiete 232 2. Lerngebiet: (Welt)religionen religiöse Fragen • Grundaspekte der ethnischen Religionen anhand exemplarischer Beispiele • Judentum, Christentum und Islam: Entstehung, Wirkungsgeschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede • Hinduismus und Buddhismus: Entstehung, Wirkungsgeschichte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zum abendländischen Denken • religiöse Traditionen und Riten in ihren historischen, aktuellen, sozialen und politischen Bezügen verstehen. • elementare Aussagen religiöser Traditionen in heutigen Denkkategorien ausdrücken und auf die eigene Erfahrung anwenden. heilige Schriften • religiöse Texte deuten und auf dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese). interreligiöser Dialog • wissenschaftlich fundiert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen. FF Spanisch Lerngebiete 233 Spanisch Freifach Wochenlektionen 0 3 0 0 B KLASSENLEHRPLÄNE • elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln • vergleichende Sprachanalyse • ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden (z.B. Verbkonjugation im Präsens und pretérito perfecto). • relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen. • Grundwortschatz • Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars problemlos meistern. • ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen. • soziolinguistische Nor- • Übersetzen • Beschreiben • die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen. • einfache Sätze und Texte aus ihrer Muttersprache ins Spanische übersetzen. • Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben. • Erlebtes in strukturierten Sequenzen erzählen und beschreiben. FF Spanisch Lerngebiete 234 Hören • einfache Texte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt • einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen fol- • einfache Texte (phonetisch) korrekt vorlesen. Sprechen • sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen. Schreiben • kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und Dialoge). Lesestrategien • einfache zeitgenössische Texte literarischer und nicht literarscher Natur (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben. Kultur • geografische Kenntnisse Spaniens und Südamerikas (Regionen, Provinzen, Städte, Flüsse usw.) anwenden. • einige wichtige Vertreter aus Literatur Kino und Kunst einordnen (z.B. Buñuel, Lorca, Saura, Alberti, Cortázar, García Marquéz, Almodóvar, Dalí, Picasso, Miro, Velázquez). • einige wichtige historische Ereignisse chronologisch verorten (z.B. Reconquista, Conquista, spanischer Bürgerkrieg, Faschismus in Spanien und Militärdiktaturen und wichtige Revolutionen in Lateinamerika). • sich je nach persönlichem Interesse für unterschiedliche Aspekte der spanischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geografie, Land und Leute usw.) begeistern. • den Inhalt ausgewählter, stufengerechter Lieder und Filmsequenzen im Grossen und Ganzen verstehen. SPF Spanisch Lerngebiete 235 Spanisch B KLASSENLEHRPLÄNE 1. Lerngebiet: Sprache und Sprachkompetenz (B1.2 – B2) • indicativo • einfache Verbalperiphrasen mit gerundio und Infinitiv • Unterscheidung der Vergangenheitszeiten im indicativo • subjuntivo • Doppelte Objektspronomen • wichtige Präpositionen • Adjektiv und Adverb • Unterschied von ser und estar • Passiv und pasiva refleja • Vergleich und Steigerung • eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren. SPF Spanisch Lerngebiete 236 Wortschatz • einen breiten Grundwortschatz aktiv anwenden und systematisch erweitern. • Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden. • eigenständig Wortschatz zu einem Thema erarbeiten. Sprachreflexionen • Stilebenen • verschiedene Stilebenen unterscheiden. • sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der spanischen Grammatik erkennen. • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. • Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen erkennen und verbessern. • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. 2. Lerngebiet: Kommunikation (B1.2) • einfache und komplexere Hörverständnisübungen • authentische mediale Beiträge • kürzere, einfache Redebeiträge verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Schule, Freizeit usw. geht. • authentischen medialen Beiträgen (Radio- oder Fernsehsendungen) sowie Filmen über Themen aus ihrem Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird. • Gesprächssituationen • Kurzvorträge • die meisten Alltagssituationen angemessen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. • ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags bezie- • in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder ihre Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben. • kurz die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen. • eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben und ihre Reaktionen beschreiben. • einfachere Lektüren • einfache literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit). verschiedene Textsorten: • Berichte • kreative Texte (Gedichte, Kurzgeschichten) • Briefe, E-Mails • Zusammenfassungen • Beschreibungen • Erörterungen • über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte schreiben. • einfache kreative Texte verfassen. • persönliche Briefe und E-Mails schreiben und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten. • Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben. • zu einem einfacheren Sachverhalt Stellung nehmen. • eine einfache Bildbeschreibung verfassen. SPF Spanisch Lerngebiete 237 3. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film und Musik • Originaltexte (Prosa, Epik, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika • einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten. • einfachere literarische Originaltexte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. • ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich • Einblicke in typische kulturelle und landeskundliche Gegebenheiten der spanischsprachigen Länder • gewisse soziokulturelle, historische, politische, geografische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschrei- • einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. • Filme aus Spanien und Lateinamerika • Filmanalyse, Filmsprache • Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben. • Filme anhand filmsprachlicher Kriterien analysieren und interpretieren. • Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. Musik • unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze • spanischsprachige Liedtexte verstehen und sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen. • die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen. SPF Spanisch Lerngebiete 238 1. Lerngebiet: Sprache und Sprachkompetenz (B2) • Konkordanz der Zeiten • estilo indirecto • imperfecto de subjuntivo • komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen, Relativsätze, Adverbialsätze • die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden. • eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden sowie die Korrektheit ihrer Äusserungen angemessen kontrollieren. Wortschatz • einen breiten und präzisen Wortschatz situationsgerecht anwenden und diesen systematisch erweitern. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. • einen differenzierten Wortschatz zur Argumentation verwenden. • idiomatische Strukturen aktiv und situationsgerecht gebrauchen. Sprachreflexionen • Stilebenen • verschiedene Stilebenen unterscheiden. • sich stilistisch differenziert und variiert ausdrücken. • wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der spanischen Grammatik erkennen. • Fehler in ihren eigenen Sprachstrukturen verbessern. • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten. 2. Lerngebiet: Kommunikation (B2 – C1) • komplexere Hörverständnisübungen • authentische mediale Beiträge • längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen. • authentische mediale Beiträge (z.B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend verstehen. SPF Spanisch Lerngebiete 239 • Gesprächssituationen • längere Vorträge • mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch • sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten. • zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben. • differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. • die bis anhin erlangten Sprachkenntnisse verfeinern und progressiv erweitern. • komplexe idiomatische Strukturen beherrschen. • kreativ und kritisch mit Sprache und Wissen umgehen. • Auseinandersetzung mit literarischen und nicht-literarischen Originaltex- • selbstständig komplexe literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen (Textsortenzugehörigkeit). • Lektüre und Interpretation von Werken (Auszügen) verschiedener lateinamerikanischer und spanischer Literatur-Epochen und Lektüre einiger ihrer Beispiele bewältigen. verschiedene Textsorten • Berichte • kreative Texte (Gedichte, Kurzgeschichten) • Briefe, E-Mails • Zusammenfassungen • Beschreibungen • Erörterungen • über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben. • Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen. • literarische Analysen verfassen. • fiktionale Texte wirkungsvoll schreiben und dabei das ästhetische Zusammenspiel von Form und Inhalt realisieren. SPF Spanisch Lerngebiete 240 3. Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film und Musik • Originaltexte (Prosa, Epik, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen • komplexe literarische Originaltexte (Prosa, Drama, Lyrik) aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen. • literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten. • historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Autor / die Autorin zur Textanalyse beiziehen. • ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich • literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. • anhand exemplarisch ausgewählter Lektüren verschiedene Epochen der spanischsprachigen Geistes- und Literaturgeschichte charakterisieren. • exemplarische Begegnungen mit kulturellen Aspekten Spaniens und Lateinamerikas • verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren. • unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. • aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft, die Lateinamerika und Spanien betreffen, einordnen. • wichtige Zeitabschnitte der hispanischen Kulturgeschichte beschreiben und ver- • sich mit einer Auslese bedeutender Werke und Autoren auseinandersetzen. • Filme aus Spanien und Lateinamerika • Filmanalyse, Filmsprache • Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben. • Filme anhand filmsprachlicher Kriterien analysieren und interpretieren. • Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander vergleichen. Musik • unterschiedliche lateinamerikanische und spanische Musikstile, Liedtexte und Tänze • sich mit spanischsprachigen Liedtexten inhaltlich vertieft auseinandersetzen. • die Reichhaltigkeit der Musik- und Tanzstile Lateinamerikas und Spaniens anhand exemplarischer Beiträge erkennen und diese in einen sozialen und kulturellen Kontext stellen. Allgemeine Bildungsziele 241 Sport Obligatorisches Fach Der Sportunterricht leistet einen Beitrag zu einer mehrdimensionalen Bildung: Er erweitert die Bewegungserfahrung, fördert das Bewegungslernen, verbessert die körperliche Leistungs-, Ausdrucks- und Spielfähigkeit und ermöglicht intensives emotionales Erleben. Er fördert die Schülerinnen und Schüler auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihrem Sozialverhalten. Mit vielseitiger Beanspruchung dient er der Gesundheitserziehung. Durch die Auseinandersetzung mit komplexen Bewegungsaufgaben erlangen die Schülerinnen und Schüler elementare Kenntnisse in den Bereichen Trainingslehre und Gesundheit. Der Sportunterricht regt weiterführende sportliche Aktivitäten an. Mit übergreifenden Anlässen prägt er die Schulkultur mit; durch eine gezielte und aktuelle Auswahl von Sportarten lernen die Jugendlichen Möglichkeiten für eine lebenslange sportliche Betätigung kennen. Durch ein breites Wahlangebot in der vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler dazu animiert, Verantwortung für die eigene körperliche Betätigung zu übernehmen. Allgemeine Bildungsziele 242 Das obligatorische Fach Sport fördert besonders: • die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen • den eigenen Körper in Bewegungssituationen richtig einschätzen • eigene Bewegungsabläufe wahrnehmen, analysieren, weiterentwickeln • die eigene sportliche Leistungsfähigkeit im Vergleich mit der Sportabteilung beurteilen und bewerten • sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle überneh- • sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten • Umgang mit Sieg und Niederlage erlernen • Verantwortung übernehmen, Vertrauen schenken • sportspezifische Bezeichnungen und Begriffe kennen und korrekt anwenden • Bewegungs- und Spielhandlungen präzise beschreiben • in Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren • Feedbacks auf das Wesentliche reduzieren • zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten • zur richtigen Zeit am richtigen Ort die volle Leistungsfähigkeit abrufen • die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder verbessern • sich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten • sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten • den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen • die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden • digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können • Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen • Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen verfolgen Allgemeine Bildungsziele 243 Pro Semester mindestens 3 Noten aus 3 verschiedenen Lerngebieten. Für normierbare Leistungen gelten die gemeinsam entwickelten Leistungstabellen. Pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung: Achterlauf (2.8 km), 5km-Lauf, Stauseelauf (8.7 km) Biologie: Anpassung des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang zwischen Übergewicht, Bewegung und Ernährung Chemie: Chemische Stoffwechselvorgänge im Körper während sportlicher Leistung kennen lernen Physik: Physikalische Gesetze in verschiedenen Sportarten entdecken und erleben Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen, Tanz; Rhythmusschulung Geschichte: Entstehung und Entwicklung einzelner Sportarten 5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Grundsätzlich geschlechtergetrennter Unterricht; koedukativer Unterricht in ausgewählten Bereichen (Gestaltung, Tanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball etc.) 6 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen einer Maturaarbeit. Lerngebiete 244 Wegen fehlender Infrastruktur ist es uns nicht möglich, das Lerngebiet Sport im Wasser abzudecken. Aus diesem Grund ist es nicht in unserem Lehrplan aufgeführt. Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf eine Standortbestimmung vornehmen. • nach einer Einführung selbstständig und verantwortungsvoll im Kraftraum trainieren. • mit gezielten Bewegungsaufgaben ihre Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination erhalten und weiterentwickeln. Beweglichkeit Kraft Schnelligkeit Koordination Grundlagen Trainingslehre Aufnehmen, Verarbeiten, Umsetzen • durch gezieltes Beobachten und Umsetzen die eigene Bewegungsqualität verbessern. moderne und/oder traditionelle Tanzformen (z.B. Rock’n Roll, Hip-Hop, Jazz-, Volkstanz) • sich mit und zu Musik bewegen. • Rhythmus und Bewegung erfahren. • alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. einfache Gestaltung mit und ohne Handgeräte (z.B. Rope-Skipping) verschiedene Aerobicformen (z.B. Step, Pump, Flexibar) Lerngebiete 245 Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen • ihr Bewegungsrepertoire mit grundlegenden Bewegungsmustern erweitern. • Bewegungsverwandtschaften erkennen. • ihr Körpergefühl entwickeln. • Verantwortung übernehmen. • sicher und verantwortungsvoll an einer Kletterwand klettern und sichern. Bewegungsverwandtschafmindestens ein Gerät aus Boden, Reck, Barren, Ringe, Minitramp Spannung – Entspannung Helfen und Sichern Einführung im Sportklettern Laufen: Kurzstrecke (z.B. 80m, 100m) • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch erarbeiten und verbessern. • einen Ausdauerlauf absolvieren.Springen: vertikal (z.B. Hochsprung) Werfen / Stossen: frontal (z.B. Speer, Kugel) zwei Disziplinen aus Lauf, Sprung, Wurf gesamtschulische Ausdauerprüfung: 12min-Lauf oder Achterlauf Lerngebiete 246 Werfen-Fangen, Freilaufen- Decken, Angreifen-Verteidigen • die Grundfertigkeiten in den Spielsportarten erwerben. • im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. pro Semester ein Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton Entwicklung von einfachen Technik- und Taktikformen Fairplay, Teamfähigkeit 7. Lerngebiet: Trendsportarten ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich • die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden. ein Angebot aus: Pilates, Yoga, Zumba, Parkour, Slackline 8. Lerngebiet: Outdoor Sport Orientierungslauf • sich auf einer OL-Karte zurechtfinden. • einen einfachen OL absolvieren. • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh- Lerngebiete 247 Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf eine Standortbestimmung vornehmen. • Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination entwickeln und erhalten. • die wichtigsten Stretchingübungen korrekt ausführen (Top Ten). Beweglichkeit Kraft Schnelligkeit Koordination Grundlagen Trainingslehre Beobachten, Beurteilen, Beraten • einen Bewegungsablauf beobachten, beurteilen und ein Feedback geben. moderne und/oder traditionelle Tanzformen (z.B. Rock’n Roll, Hip-Hop, Jazz-, Volkstanz) • sich mit ihrem Körper bewusster ausdrücken. • ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erwerben. • alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. einfache Gestaltung mit und ohne Handgeräte (z.B. Rope-Skipping) verschiedene Aerobicformen (z.B. Step, Pump, Flexibar) Lerngebiete 248 Schwingen, Stütz- und Kippbewegungen, Rotationen • ihr Bewegungsrepertoire durch komplexere und schwierigere Varianten erwei- • Bewegungsverwandtschaften erkennen und anwenden. • Verantwortung übernehmen. • selbstständig in Kleingruppen üben. Bewegungsverwandtschafmindestens ein Gerät aus Boden, Reck, Barren, Ringe, Minitramp Helfen und Sichern Laufen: Kurzstrecke mit Hindernissen (z.B. Hürdenlauf) • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch erarbeiten und verbessern. • ein pulsgesteuertes Ausdauertraining durchführen. Springen: horizontal (z.B. Weitsprung) Werfen / Stossen: mit Drehung (z.B. Diskus) zwei Disziplinen aus Lauf, Sprung, Wurf gesamtschulische Ausdauerprüfung: 5km-Lauf pro Semester ein weiteres Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton • im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. Weiterentwicklung von einfachen Technik- und Taktikformen Lerngebiete 249 7. Lerngebiet: Trendsportarten ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich • die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden. ein weiteres Angebot aus: Pilates, Yoga, Zumba, Parkour, Slackline 8. Lerngebiet: Outdoor Sport Waldlauf Nordic Walking • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten. • den Umgang mit einem neuen Sportgerät kennenlernen. Ausdauer • ihre Ausdauer trainieren, verbessern und durch den jährlichen genormten Lauf eine Standortbestimmung vornehmen. • Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination entwickeln und erhalten. • Grundsätze der Trainingslehre anwenden. Beweglichkeit Kraft Schnelligkeit Koordination Grundlagen Trainingslehre Lerngebiete 250 Beobachten, Beurteilen, Beraten • bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung • erhaltene Feedbacks verarbeiten und umsetzen. • durch Hilfe von Medien (z.B. Film, Reihenbilder, Aufbaureihen) ihr Bewegungslernen und ihre Bewegungsqualität verbessern. Aufnehmen, Verarbeiten, Umsetzen kleinere Tanzsequenzen erarbeiten und in der Gruppe darstellen • ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire anwenden und erwei- • in einer Gruppe eine Tanzsequenz ausdrucksstark gestalten und vorführen. • die Musik analysieren und in Bewegung umsetzen.Musikanalyse Gerätebahn • Bekanntes und Erlerntes in neuen Aufgabenstellungen anwenden. • einzelne Elemente zu einer Verbindung zusammenstellen. • Bewegungsverwandtschaften erkennen und anwenden. • Verantwortung übernehmen. grosses Trampolin Helfen und Sichern Bewegungsverwandtschaf- Mehrkampf (z.B. 7-Kampf, 10-Kampf) • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert anwenden. • sich selbstständig auf einen Langstreckenlauf vorbereiten. gesamtschulische Ausdauerprüfung: Stauseelauf Lerngebiete 251 pro Semester ein weiteres Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton • im ausgewählten Schwerpunktspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten. • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln. 7. Lerngebiet: Trendsportarten ein Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolleyball, Lacrosse, Touchrugby • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich • die Grundfertigkeiten der neuen Sportarten erwerben und anwenden. ein weiteres Angebot aus: Pilates, Yoga, Zumba, Parkour, Slackline 8. Lerngebiet: Outdoor Sport Waldlauf • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten. • neue Sportarten kennenlernen. Nordic Walking Biken Inline Lerngebiete 252 Vorbemerkung: Der Sportunterricht findet nicht mehr im Abteilungsverband statt. Die Sportlektionen werden abteilungsübergreifend in 6 Blöcken mit 9 bis 10 Angeboten nach Wahl organisiert und durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler erleben ihre selbstgewählten sportlichen Aktivitäten als Ansporn zu Lifetimesport. Die Schülerinnen und Schüler können in selbst gewählten Bereichen Ausdauer • Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten. • ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern.Beweglichkeit Kraft Schnelligkeit Koordination Beobachten, Beurteilen, Beraten • in den von ihnen gewählten Sportarten die gezielte Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen. Aufnehmen, Verarbeiten, Umsetzen grössere Bewegungsformen und/oder ganze Tänze erarbeiten • ihr tänzerisches Repertoire gezielt vertiefen und erweitern. • sich in ihrem persönlichen Stil ausdrücken. • Musik analysieren und choreographieren. Musikauswahl und -analyse Lerngebiete 253 attraktive Geräte und Formen wie grosses Trampolin, Minitramp, Slackline etc. • ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und erweitern. • geräteturnspezifische Bewegungsabläufe in anderen Sportarten wie Parkour oder Freerunning anwenden. • neue Bewegungsarten erfahren.Parkour Rollen, Rutschen, Gleiten Sportklettern weitere Leichtathletische Disziplinen (z.B. Stabhochsprung, Dreisprung) • ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt vertiefen und anwenden. • ihre Ausdauer mit verschiedenen Sportarten erhalten und verbessern. verschiedene Ausdauersportarten (z.B. Biken, Nordic Walking, Inline) Schwerpunktspiele aus Basketball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Badminton, Oversea Games usw. • im Schwerpunktspiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden. • ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen. • neue Spielsportarten kennen lernen. Schwerpunktspiele ausserhalb des regulären Schulsportbetriebes wie Eishockey, Curling, Squash, Tennis vertiefendes Technik- und Taktiktraining Lerngebiete 254 ein Angebot Wassersport • in verschiedenen Wassersportarten Erfahrungen sammeln. Rudern Auswahl an Sportarten wie z.B. Parkour, Selbstverteidigung, Salsa, Pilates, Yoga, Zumba usw. • die Philosophie der gewählten Sportart(en) in der Ausübung erleben und erfah- • die nötigen Grundfertigkeiten der gewählten Sportart(en) erwerben. 9. Lerngebiet: Outdoor Sport Auswahl an Sportarten wie z.B. Biken, Rudern, Nordic Walking, Inline usw. • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten. • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh- • die Grundfertigkeiten der Sportart erwerben und anwenden. EF Sport Allgemeine Bildungsziele 255 Sport Im Ergänzungsfach Sport steht die Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Aspekten im Vordergrund. In praxisorientierter Theorie und theoriebegleiteter Praxis wird eine Vertiefung und Vernetzung der sportlichen Handlungsfähigkeit gefördert und sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden erweitert. Das Ergänzungsfach Sport vertieft und ergänzt Inhalte des obligatorischen Fachs Sport und schafft den Zugang zu wissenschaftlichen Kenntnissen. Es erschliesst Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Training, Gesundheit, Sport und Gesellschaft und liefert Grundlagen für bewegungs- und gesundheitsspezifische Studienbereiche und Berufsfelder. Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders: • die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen • die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten • sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen • gegenseitig beobachten, beurteilen und Feedback geben • Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt anwenden EF Sport Allgemeine Bildungsziele 256 • fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen • körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen • Bewegungsmuster mit angepassten Lernschritten erwerben • Bewegungen analysieren, korrigieren, festigen, anwenden, gestalten • persönliche sportliche Fähigkeiten mit angepassten Trainingsmethoden verbessern • die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern • sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen • sportliche Leistungstests durchführen und auswerten • recherchieren und relevante Inhalte herausfiltern • Einsatz von neuen Medien und Videoanalyse • sich in sportlichen Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport einen Drittel nicht überschreiten. Verbindungen zu den Fachbereichen Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung usw.), Physik (Kraft, Geschwindigkeit usw.) und Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.) sind fester Bestandteil des Ergänzungsfaches Sport. Nach Möglichkeit werden zudem auch Querverbindungen zu anderen Fächern gemacht wie Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport usw.) und Geografie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen usw.) 5 Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlechterspezifische Unterschiede. 6 Unterstützung der Lernenden bei Maturitätsarbeiten Die Lernenden werden bei fachspezifischen Themen oder Fragen in laufenden Maturaarbeiten unterstützt. EF Sport Lerngebiete 257 1. Lerngebiet: Trainingslehre Konditionsfaktoren • Anpassung als Grundvoraussetzung des sportlichen Trainings verstehen und sie kennen die Konditionsfaktoren sowie deren Trainierbarkeit. • im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates beschreiben. • die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären. • den Zusammenhang zwischen Koordination und dem neuromuskulären System herstellen sowie die koordinativen Fähigkeiten erläutern. • einen Test der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten sowie weitere Testverfahren benennen. • verschiedene Methoden des Trainings nennen und zielgerichtet anwenden. • in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verbessern. • Erste-Hilfe-Massnahmen bei Sportverletzungen anwenden. Sportanatomie und -physiologie energetische Faktoren und Steuerung der Motorik Trainingssteuerung Sportpsychologie • kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen-Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training). • den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären. • die bedarfsangepasste Ernährung erläutern. Sporternährung Schriftlicher Test Praktischer Test: Volkslauf Eventuell Bewertung einer schriftlich / praktischen Trainingsarbeit EF Sport Lerngebiete 258 Bewegungsabläufe erwerben, anwenden, gestalten • Modelle der Bewegungslehre erklären. • die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden. • Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren. • Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten. • ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen • Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren. • ästhetische und choreographische Merkmale erkennen und anwenden. • eine eigene Choreographie erarbeiten und vorführen. Analysieren Praktischer Test (Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.) 3. Lerngebiet: Sportspiele in mindestens zwei ausgewählten Sportspielen • korrekte Techniken an- • taktische Elemente an- • die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden. • taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten. Spielregeln vertiefen • ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten. Mindestens zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit Schwerpunkt im taktischen Bereich) EF Sport Lerngebiete 259 4. Lerngebiet: Sport und Gesellschaft Umfeldeinflüsse auf sportliche Handlungsfelder • die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären. • Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen. wenn möglich ein aktuelles Themenfeld aufarbeiten (z.B. Doping und Ethik, sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt) • soziale, wirtschaftliche, politische Aspekte und Einflüsse im Handlungsfeld Sport • zum gewählten aktuellen Themenbereich kritisch Stellung nehmen. Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit Schriftlicher oder mündlicher Test zu entsprechenden Lerngebieten OF Einführung in Wirtschaft und Recht Allgemeine Bildungsziele 260 Einführung in Wirtschaft und Recht Obligatorisches Fach Wochenlektionen 1 2 0 0 Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht untersucht den Umgang des Menschen mit Knappheit an Gütern, Zeit und Geld. Diese Knappheit zwingt uns zu Entscheidungen: Würden wir im Überfluss leben, brauchten wir uns nicht um solche Fragen zu kümmern. So aber muss der Mensch mit Ressourcen sparsam umgehen und darf diese nicht verschwenden. Diese Überlegungen sind Gegenstand der Mikroökonomie und der Betriebswirtschaftslehre und befähigen die Schülerinnen und Schüler, sachlich fundierte Entscheide zu fällen und zu begründen. Wo Menschen zusammen leben, können auf allen Ebenen Konflikte entstehen: Das Recht ist eine Möglichkeit, Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. Das Fach vermittelt in exemplarischer Weise Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens und geht auch auf aktuelle Geschehnisse ein. Die Schülerinnen und Schüler können mit einfachen Rechtsfragen des Alltags umgehen und bei aktuellen, die Rechtsordnung betreffenden gesellschaftlichen Fragen mitdiskutieren. Die Schülerinnen und Schüler werden ausserdem befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen sowie verschiedene Standpunkte zu wirtschaftspolitischen Problemen zu beschreiben. Sie befassen sich mit Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt sowie mit den typischen Entscheidungen eines Haushaltes beziehungsweise einer Familie. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie persönliche, betriebliche, volkswirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind und auf Werthaltungen basieren. Sie werden angeregt, ökonomische und rechtliche Aspekte im Alltag bewusst wahrzunehmen. Die Einführung in Wirtschaft und Recht bildet für sich ein geschlossenes Ganzes. Für die besonders interessierten Schülerinnen und Schüler ist es gleichzeitig die Basis für das Schwerpunkt- oder für das Ergänzungsfach. OF Einführung in Wirtschaft und Recht Allgemeine Bildungsziele 261 Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders: • sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen • Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben • alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen • unterschiedliche Standpunkte erkennen und akzeptieren • aus unterschiedlichen Perspektiven argumentieren • die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten • Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen • quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • zielgerichtet recherchieren und Datenangebote von einschlägigen Institutionen effizient nutzen • im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen • eigene wirtschaftliche und rechtliche Probleme sachgerecht anpacken Die Grundsätze zur Leistungsbewertung sind, soweit nicht auf Ebene der Schule geregelt, in den Fachrichtlinien festgehalten. OF Einführung in Wirtschaft und Recht Lerngebiete 262 Vorbemerkung Die im Lehrplan aufgeführten Inhalte werden integrativ unterrichtet. Dies erfolgt stets auf der systematischen Grundlage der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Integrative Lerngebiete Die folgenden Inhalte sollten nicht als eigenes Thema behandelt, sondern sachgerecht in ein geeignetes Kapitel (in einen geeigneten Zusammenhang) integriert werden. Einführung ins Recht • Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung beschreiben. • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Verfassung, Gesetz und Verordnung erklären sowie die unterschiedlichen Anforderungen zu deren Änderung nennen und begründen. • die Rechtserlasse von Bund und Kanton im Internet finden. • konkrete Sachverhalte dem öffentlichen oder privaten Recht zuordnen. • den Ablauf von Straf- und Zivilprozess skizzieren sowie die wichtigsten Verfahrensgrundsätze erklären. aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen • sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen eine eigene Meinung bilden. • sich über aktuelle Abstimmungsvorlagen fundiert informieren und zu den verschiedenen Argumenten Stellung nehmen. Im ersten Semester soll das Fach in all seinen Facetten zum Ausdruck kommen. Ein in sich abgerundetes Programm ist besonders dann entscheidend, wenn das Fach im ersten Semester der ersten Klasse unterrichtet wird und danach ein Unterbruch folgt. 1. Thema: Thema: Konsum – Geld – Verantwortung Haushalte (BWL) • das eigene Monatsbudget aufstellen. • folgende Elemente erklären und deren Einfluss auf ein Haushaltbudget bestimmen: Löhne und Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Haushaltversicherungen, Rückstellungen, Sparen, Steuern, Autokosten, Schulden. • ein klar strukturiertes Haushaltsbudget für eine Familie aufstellen und Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich Krankenkassen, Wohnen, Mobilität und Steuern aufzeigen. • das ökonomische Prinzip im Alltag aufzeigen. OF Einführung in Wirtschaft und Recht Lerngebiete 263 Messung gesamtwirtschaftlicher Grössen und Aktivitäten (VWL) • Zusammensetzung, Veränderungen und Aussagekraft des Bruttoinlandprodukts im Zusammenhang des Wirtschaftskreislaufs beschreiben. • den Landesindex der Konsumentenpreise für Rechenbeispiele aus dem Alltag Rechte und Pflichten von Jugendlichen (Recht) • die Begriffe Rechtsfähigkeit, Urteilsfähigkeit und Handlungsfähigkeit definieren und deren Voraussetzungen an konkreten Beispielen prüfen. • die wichtigsten höchstpersönlichen Rechte beurteilen. • Lösungsansätze für die typischen rechtlichen Probleme zwischen Kindern und Eltern entwerfen. • natürliche und juristische Personen am Beispiel des Vereins gegenüberstellen. • den Zweck von Sanktionen im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht erklären. • die wichtigsten Grundlagen des Strafrechts nennen und die Voraussetzungen der Strafbarkeit prüfen. 1. Thema: Planen – Entscheiden – Verpflichten Buchhaltung Unternehmensmodell Funktionen (Marketing) (alle BWL) • Geschäftsfälle eines kleinen Unternehmens verbuchen. • einen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen und interpretieren. • die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens • die Marketingmassnahmen eines konkreten Betriebes aufzeigen und deren Wirkungen einschätzen. • Entscheidungsgrundlagen in strukturierter Form darstellen. Vertragsrecht (Recht) • den Begriff der Obligation als Schuldverhältnis erklären. • Entstehungsgründe von Obligationen unterscheiden. • beurteilen, ob ein Vertrag zustande gekommen ist. • alltägliche Probleme im Zusammenhang mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen. • aufzeigen, wie vertragliche Rechte durchgesetzt werden können. Verhaltensmodelle Marktmechanismus (beide VWL) • das Modell des „homo oeconomicus“ beschreiben und dessen Grenzen reflek- • Angebots- und Nachfragekurven skizzieren und deren Verlauf begründen. • das Marktgleichgewicht und dessen Veränderung analysieren. OF Einführung in Wirtschaft und Recht Lerngebiete 264 2. Thema: Gesellschaft und Zusammenleben Staats- / Marktversagen (VWL) aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen (Recht und VWL) • das Verbot von Monopolen und Kartellen begründen. • Vorteile und Nachteile von Staatseingriffen bei externen Effekten abwägen. Konjunktur Geldpolitik (beide VWL) • den Konjunkturzyklus beschreiben und konjunkturpolitische Massnahmen zuordnen. • die Aufgaben einer Zentralbank beschreiben. • den Wirkungszusammenhang zwischen Geldpolitik und Inflation aufzeigen. ausservertragliches Haftpflichtrecht (Recht) • privatrechtliche Haftpflicht und Strafbarkeit unterscheiden. • Die Verschuldens- und Kausalhaftungen unterscheiden und deren Notwendigkeit gesellschaftspolitisch begründen. • Voraussetzungen der Haftpflicht an alltäglichen Beispielen prüfen. Formen des Zusammenlebens Erbrecht (beide Recht) • Vor- und Nachteile von Wohngemeinschaft, Konkubinat, Ehe und eingetragener Partnerschaft abwägen. • gesetzliche und gewillkürte Erbfolge unterscheiden. • eine einfache Erbteilung mit Pflichtteilen rechnerisch vornehmen. Allgemeine Bildungsziele 265 Wirtschaft und Recht Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht erworbenen Grundlagen auf. Es vermittelt in vertieftem Masse Kompetenzen im Zusammenhang mit der Nutzung von knappen Ressourcen, mit der Herstellung und Verteilung von Gütern sowie mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen, sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten systematische rechtliche Grundkenntnisse und Zugänge zu ausgewählten juristischen Methoden und Arbeitstechniken. Diese wenden sie an, um rechtliche Problemstellungen zu bearbeiten und in gesellschaftlichen Kontroversen Stellung zu beziehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie betriebs- und volkswirtschaftliche sowie rechtliche Fragestellungen miteinander verflochten sind. Sie werden angeregt, in ihrem Alltag im Wirtschafts- und Sozialleben verantwortlich zu handeln. In Exkursionen erhalten sie dazu Einblicke in reale Institutionen und Abläufe. Allgemeine Bildungsziele 266 Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders: • Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden • Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren • alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden • Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen • das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra- • Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen • exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, entwi- • Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen • quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen • die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsum-Entscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) • Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden Lerngebiete 267 Der Lehrplan führt neben den obligatorischen Lerngebieten auch Wahlgebiete auf, um bewusst Freiräume zu schaffen. Die entsprechenden Gebiete werden von der betreffenden Lehrperson unter Berücksichtigung von Aktualität und Relevanz ausgewählt und sinnvoll auf die beiden Schuljahre verteilt. Die Liste der aufgeführten Themen ist beispielhaft und nicht abschliessend. 1. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie Funktionsweise von Märk- Wirtschaftssysteme internationale Arbeitsteilung • den Verlauf von Angebots- und Nachfrage-Funktionen darstellen und begrün- • Verschiebungen des Marktgleichgewichtes analysieren. • Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz anhand realer Märkte über- • psychologische Aspekte ökonomischen Handelns kritisch reflektieren. • Wirtschaftssysteme anhand von selbst aufgestellten Kriterien unterscheiden. • das Gesetz der komparativen Kosten anwenden und dessen Grenzen aufzeigen. • Auswirkungen von Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen wohlfahrtsökonomisch ableiten. 2. Lerngebiet: Recht – Sachenrecht Abgrenzung von Sachen- und Schuldrecht Grundbegriffe des Sachenrechts • zwischen absoluten und relativen subjektiven Rechten unterscheiden. • dingliche Rechte von obligatorischen Rechten unterscheiden. • Eigentum, Besitz und beschränkte dingliche Rechte erklären. 3. Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht I: Veräusserungsverträge Obligationen Vertragstypen Falllösungsmethodik • die Arten von Anträgen unterscheiden und das Zustandekommen eines Vertrages beurteilen. • die gesetzlichen Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen. • die wichtigsten Gründe für das Erlöschen von Obligationen beschreiben. • beim Lösen von Rechtsfällen systematisch und sachgerecht vorgehen. Lerngebiete 268 4. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Unternehmensmodell Betriebe gliedern St.-Galler-Unternehmens- Modell • Betriebe nach sachgerechten Kriterien gliedern. • Umweltsphären identifizieren und deren Einfluss auf einen Betrieb am Beispiel • Interessen- und Zielkonflikte verschiedener Anspruchsgruppen erkennen und Lösungsansätze aufzeigen. 5. Lerngebiet: Recht – Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse Rechtsformen Unternehmenszusammenschlüsse • Rechtsformen benennen und systematisch gliedern. • Funktionen und Aufgaben des Handelsregisters nennen und Regeln zur Bildung der Firma anwenden. • Merkmale ausgewählter Rechtsformen beschreiben. • Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des Eigentümers aufstellen. • rechtliche und finanzielle Verflechtungen von Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der Fusion beschreiben. • Motive für Unternehmenszusammenschlüsse anhand von Beispielen untersu- 6. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Leistungswirtschaft strategisches Management Marketing Organisation Personal Führung • die Elemente der Unternehmensstrategie identifizieren. • den Management-Prozess im Rahmen eines Kleinprojektes anwenden. • die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-Matrix am Beispiel anwenden. • Methoden der Marktforschung unterscheiden. • für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Place, Price, Promotion) gestalten. • ein Organigramm sachgerecht interpretieren und mögliche Verbesserungen vorschlagen. • die Prinzipien der Stellenbildung anwenden. • einen betrieblichen Ablauf mittels eines gängigen Instrumentes grafisch darstel- • den Prozess von der Personalbedarfsplanung bis zur Freisetzung des Personals • Systeme der Motivation und Entlöhnung untersuchen. • Möglichkeiten der Personalfreisetzung beurteilen. Lerngebiete 269 7. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzielles Rechnungswesen doppelte Buchhaltung Probleme des Jahresabschlusses Abschlussrechnungen interpretieren • typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen festhalten. • eine Belegsammlung mit Hilfe einer Software verbuchen, zum Beispiel mit dem Gratisprogramm Easy Accounting des SKV-Verlags. • die Warenkonten führen und Kalkulationen durchführen. • folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen. • Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven berechnen. • Bilanz und Erfolgsrechnung situationsgerecht interpretieren. Wahlgebiete 3. oder 4. Klasse Optionale Lerngebiete Insgesamt müssen mindestens zwei der folgenden Teilgebiete unterrichtet werden. Eines davon kann auch die besondere Vertiefung eines Pflichtbereichs sein. Freiheits- und Grundrechte Strafrecht Schuldbetreibungs- und Konkursrecht Immaterialgüterrecht Staats- und Völkerrecht Steuerrecht Wettbewerbsrecht Migrationsrecht • Ziele und Kerngedanken des jeweiligen Rechtsgebietes erklären und dabei eigene und fremde Werte reflektieren. • ausgewählte Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen. • Alternative Möglichkeiten der Prävention oder Lösung von Konflikten skizzie- Investitionsrechnung Betriebsbuchhaltung Business Plan Börse • Bedeutung und Anwendungsbereiche der jeweiligen Gebiete erklären. • die grundlegenden Konzepte des jeweiligen Gebietes anwenden und kritisch re- Staatsfinanzen Umweltökonomie Strukturwandel als Charakteristikum wirtschaftlicher Entwicklung • die grundlegenden Begriffe und Zusammenhänge des jeweiligen Gebietes darlegen. • Wirkungsweise der jeweiligen wirtschaftspolitischen Instrumente analysieren sowie deren Auswirkungen auf unterschiedliche Interessengruppen beschrei- Lerngebiete 270 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzwirtschaft und Finanzintermediäre (Banken) Finanzierungsarten und -vorgänge Finanzierungsgrundsätze und Kennzahlen Finanzintermediäre (Banken, Versicherungen) und Kapitalanlage • Finanzierungsarten unterscheiden. • Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten aufzeigen und geeignete Sicherungsmittel vorschlagen. • Verfahren zur Bonitätsprüfung erklären. • eine Kennzahlenanalyse vornehmen. • Fristen-, Risiko- und Betrags-Transformation als volkswirtschaftliche Aufgabe von Banken beschreiben. • Sicherheit, Liquidität und Rendite verschiedener Anlageinstrumente verglei- • in einem gespielten Kundengespräch die Risikofähigkeit ermitteln und entsprechende Anlagevorschläge unterbreiten. 2. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzintermediäre (Privatversicherungen) Funktionsweise strukturelle Probleme Lösungen vorschlagen • zwischen verschiedenen Arten von Privatversicherungen unterscheiden. • das Solidaritäts- und das Äquivalenzprinzip auf der Basis einer Versicherung er- • die Auswirkungen von moralischem Risiko und asymmetrischer Information beschreiben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. • mögliche Risiken eines Betriebes identifizieren und Versicherungslösungen aus dem Bereich der Vermögensversicherungen vorschlagen. Lerngebiete 271 3. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie Geldwertstörungen und Geldpolitik Konjunktur Aussenhandel und Währungssysteme Beschäftigung und Arbeitslosigkeit • Funktionen des Geldes und dessen Entstehung beschreiben. • Messverfahren für das Preisniveau erklären und mit statistischen Daten eigene Berechnungen anstellen. • Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären. • den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten Indikatoren beschreiben. • zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden. • den Aufbau der Zahlungsbilanz darstellen und rechnerisch überprüfen. • Arten von Wechselkurssystemen unterscheiden und deren Auswirkungen auf den Handel beurteilen. • Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben und deren Messung erklären. • Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen. 4. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik Staatseingriffe Konjunkturpolitik • Fälle von Marktversagen einordnen und mögliche Massnahmen vorschlagen. • die Grenzen staatlicher Eingriffe und die Folgen von Staatsversagen aufzeigen. • Möglichkeiten und Grenzen keynesianischer Konjunkturpolitk aufzeigen und mit Alternativen vergleichen. • regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen Lerngebiete 272 5. Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht II: Dauerschuldverhältnisse und Sicherungsmittel Obligationen Vertragstypen Sicherungsmittel Falllösungsmethodik • Miete, Pacht, Leasing, Gebrauchsleihe und Darlehen systematisch und konkret • Arbeitsvertrag, Auftrag, Werkvertrag und Kaufvertrag systematisch und konkret • das Zusammenspiel privat- und öffentlich-rechtlicher Rechtsnormen im Miet- und Arbeitsrecht beschreiben und beurteilen. • die Voraussetzungen zur Allgemeinverbindlicherklärung eines GAV prüfen. • die gesetzlichen Regeln zur Kündigung von Miet- und Arbeitsverhältnissen an- • Wege zur Lösung konkreter miet- und arbeitsrechtlicher Streitigkeiten entwickeln und in einem Streitgespräch angemessen vertreten. • geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen. • beim Lösen von Rechtsfällen systematisch und sachgerecht vorgehen. 6. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Betriebliches Rechnungswesen Nutzschwelle Kalkulation • Nutzschwellen berechnen und grafisch darstellen. • ausgehend von der Erfolgsrechnung eines Handelsbetriebes eine mehrstufige Kalkulation vornehmen. EF Wirtschaft und Recht Allgemeine Bildungsziele 273 Wirtschaft und Recht Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht baut auf den im Fach Einführung in Wirtschaft und Recht vermittelten Grundlagen auf. Der Unterricht erfolgt dabei themenzentriert und legt besonderen Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf ausgewählte Probleme aus den unterschiedlichen Perspektiven der drei Teilgebiete Recht, Betriebs- und Volkswirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen sowie sich zu wirtschaftspolitischen Problemen und deren Lösungsvorschlägen eine eigene Meinung zu bilden. Sie analysieren die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt und gewinnen dabei Einsicht in Entscheidungsprozesse und Zielkonflikte. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die rechtlichen Aspekte der behandelten Themen und können einschlägige Bestimmungen anwenden. Mit diesen Grundlagen besitzen sie wichtige Voraussetzungen, um in der Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. EF Wirtschaft und Recht Allgemeine Bildungsziele 274 Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht fördert besonders: • Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren • alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden • Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen • die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen • das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfra- • Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen • Widersprüche und Kompromisse aushalten • Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen • komplexe Sachverhalte kohärent, differenziert, präzise und nachvollziehbar in Worte fassen • quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen • Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen • die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsum-Entscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) EF Wirtschaft und Recht Lerngebiete 275 Die unten aufgeführten Themen werden interdisziplinär unterrichtet. Die aufgeführten Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen sind beispielhaft und nicht abschliessend. Es werden mindestens drei verschiedene Themen bearbeitet. Typische Themen, von denen mindestens drei im Unterricht behandelt werden, sind zum Beispiel: • Arbeiten: Hier geht es unter anderem um Besonderheiten und Regulierungen des Arbeitsmarktes, Interpretation von Arbeitsmarkt-Daten, Arten und Ursachen von Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung, öffentliches und privates Arbeitsrecht, Human Ressource Management (Personalwesen). • Wohnen: Hier werden beispielsweise soziale Bedürfnisse des Wohnens, Formen und Finanzierung von Wohneigentum, Mietrecht, Formen des Zusammenlebens und deren rechtliche Ausgestaltung thematisiert. Steuern, Konsum, internationaler Handel, Bank und Börse sind weitere Stichwörter für mögliche Themen. 1. Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Arbeit • die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein Unternehmen einschätzen. • Massnahmen zur Motivation und Honorierung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext vorschlagen. Wohnen • Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes erarbeiten. • Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum vergleichen. Steuern • Bestandes- und Stromgrössen unterscheiden und am Beispiel der Steuererklärung anwenden. • Rechnung oder Budget eines öffentlichen Haushaltes nach verschiedenen Kriterien untersuchen. Konsum • für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Place, Price, Promotion) gestalten. • Konsumentscheidungen mit Hilfe eines Budgets planen. 2. Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Arbeit • den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen er- • Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben und Methoden zu deren Messung aufzeigen. EF Wirtschaft und Recht Lerngebiete 276 Wohnen • die Auswirkungen des Mietrechts auf Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt analysieren. Steuern • den volkswirtschaftlichen Zusammenhang von Konsumieren, Investieren und Sparen ergründen. • externe Effekte des Konsums mikroökonomisch analysieren. Konsum • Wohlfahrts- und Verteilungseffekte verschiedener Steuermodelle beschreiben. • Föderalismus und Steuerwettbewerb in einen Zusammenhang bringen. • Auswirkungen und Grenzen der Staatsverschuldung beschreiben. 3. Lerngebiet: Recht Arbeit • wichtige privat- und öffentlich-rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen anwenden. • das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im gesellschaftlichen Kontext beurteilen. Wohnen • Ehe, Konkubinat und eingetragene Partnerschaft vergleichen. • Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des Gesetzes und weiteren Quellen lösen. Steuern • Darlehens- und Konsumkreditverträge vergleichen. • Vor- und Nachteile von Konsumentenschutzmassnahmen abwägen. Konsum • Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher Beispiele berechnen. • Steuerdelikte im internationalen Kontext einordnen. IKT Richtlinien Lerngebiete 277 Informations- und Kommunikationstechnologien Richtlinien (gelten nur für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang vor 2016/17 begonnen haben) Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) stellen an den aargauischen Kantonsschulen kein eigenständiges Fach dar. Zu den kantonalen Vorgaben gehört jedoch ein obligatorischer zweistündiger Informatik-Grundkurs, der sich über ein Semester erstreckt. In diesem Kurs können wesentliche Bereiche der IKT-Richtlinien abgedeckt werden. Die folgenden Richtlinien bieten eine Übersicht über die Lerngebiete der IKT und ihre Umsetzung. IKT-Lerngebiete 1. Lerngebiet: Grundlagen Umsetzung Begriffe • wichtige Bereiche der IKT und IKT-Infrastruktur verstehen und mit Fachbegriffen richtig bezeichnen (z.B. Hardware, Software, Betriebssystem, Bit, Byte, Netzwerk). Informatik Grundkurs Dateimanagement • Verzeichnisse auf einem Computer sinnvoll aufbauen, organisieren und pflegen. • Dokumente für den Datenaustausch in verschiedenen Dateiformaten (z.B. doc, docx, pdf, rtf, xml) speichern. Informatik Grundkurs • mit dem Unterrichtsnetzwerk umgehen. Einführung im Informatik Grundkurs, Nutzung in allen Fächern 2. Lerngebiet: Sicherheit Umsetzung Malware • geläufige Typen von Malware (z.B. Virus, Wurm, Trojaner, Spyware, Adware, Dialer) nennen und ihr Gefahrenpotential erklären. Informatik Grundkurs Schutzmassnahmen • sich mit gezielten Massnahmen vor Malware und Phishing schützen. Informatik Grundkurs IKT Richtlinien Lerngebiete 278 3. Lerngebiet: Internet Umsetzung Struktur und Dienste • bedeutende Bereiche der Infrastruktur und der Dienste des Internets (z.B. IP, Domain, Provider, Browser, Router) erklären. Informatik Grundkurs Information und Wissen • Informationen systematisch beschaffen und ihre Relevanz und Qualität einschätzen. alle Fächer • Quellen korrekt angeben und Informationen richtig zitieren. alle Fächer, insbesondere PU Kommunikation • den Zweck unterschiedlichster Kommunikationsformen (z.B. Chat, Forum, Blog, Work-Groups, Wiki, soziale Netzwerke, e-learning, Lernplattformen) erklären und gezielt nutzen. alle Fächer • mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verantwortungsvoll umgehen und das eigene Verhalten im Netz reflektieren. alle Fächer, insbesondere Sppp, Epps • ein differenziertes Verständnis für die Folgen medialer Aktivitäten (z.B. Fotos im Internet, Forumsbeiträge, Preisgabe privater Informationen) gewinnen. alle Fächer, insbesondere Sppp, Epps • beurteilen, was mit Daten im Internet geschieht. Informatik Grundkurs Datenschutz und Urheberrecht • gemäss Persönlichkeitsschutz, Datenschutzgesetz und Urheberrecht handeln. WiR 4. Lerngebiet: Text und Präsentation Umsetzung Textverarbeitung • erweiterte Funktionen eines Textverarbeitungsprogramms vielseitig nutzen. • Dokumente und Publikationen nach gängigen typographischen Regeln erstellen. Einführung im Informatik Grundkurs, Anwendungen in allen Fächern • Struktur und Organisation von Textdokumenten Informatik Grundkurs Präsentation • grundsätzliche Merkmale einer guten Präsentation anwenden. • erweiterte Funktionen eines Präsentationsprogramms gezielt einsetzen. • Darstellungsmittel (Bild, Audio, Film) sinnvoll vernetzen und multimedial einsetzen. alle Fächer, insbesondere Akzentfächer, PU IKT Richtlinien Lerngebiete 279 5. Lerngebiet: Tabellen und Datenbanken Umsetzung Tabellenkalkulation • automatische Rechenprozesse mit Hilfe von Formeln durchführen. Einführung im Informatik Grundkurs, Anwendungen in Naturwissenschaften, Spam • Daten erfassen, auswerten und grafisch darstel- Einführung im Informatik Grundkurs, Anwendungen in Naturwissenschaften, Spam, Espo, WiR Datenbank • Datensammlungen mit Hilfe einer einfachen Datenbank erstellen und verwalten. Einführung im Informatik Grundkurs, fachintegrierte Anwendungen in Eges 6. Lerngebiet: Multimedia Umsetzung Bild • digitale Bilder erzeugen und für die gezielte Verwendung (z.B. Internet, Präsentation, Ausdruck) bearbeiten und in geeigneten Formaten (z.B. GIF, TIFF, JPG, PNG) abspeichern. Einführung im Informatik Grundkurs, Anwendungen in BiG, Integration in Textdokumente und Präsentationen Audio • Audiomaterial aufnehmen, bearbeiten und je nach Gebrauch in geeigneten Formaten (z.B. WAV, WMA, Ogg Vorbis, MP3, AAC) abspeichern. Mus, Integration in Präsentationen Film • kurze Videosequenzen planen, realisieren, vertonen und in geeigneten Formaten abspeichern (z.B. für die Weiterbearbeitung, für Präsentationen, zur Dokumentation, für das Internet). BiG, Integration in Präsentationen Allgemeine Bildungsziele 280 Wochenlektionen 0 0 2.5 0 Im Projektunterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem längeren Projekt. Sie vertiefen eine gesellschaftlich relevante Thematik mit geeigneten Methoden auf einem angemessenen Niveau. Das Projekt zeichnet sich durch einen Anteil an originalen Elementen und eine stufengerechte Komplexität aus. Mit der Projektarbeit wird eine Problem- oder Fragestellung zu einem Thema vertieft untersucht und bearbeitet. Die Projektarbeit, die im Rahmen des Projektunterrichts erarbeitet wird, schafft den unterrichtlichen Zusammenhang für die Einführung und die Anwendung von Projektmethoden. Sie bildet ein „Übungsstück“ für den Aufbau von Erfahrungen mit Instrumenten und Methoden des Projektmanagements. Im Projektunterricht werden die Schülerinnen und Schüler mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut. Praktikum Im Projektunterricht findet die begleitete und gezielte Vorbereitung und Auswertung des dreiwöchigen Praktikums statt. Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Wünschen und Vorstellungen zum Praktikum, die Dokumentation der Praktikumserfahrungen und eine anschliessende differenzierte Reflexion und Auswertung ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern die Praktikumserfahrungen für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung nutzbar zu machen. Maturaarbeit Der Projektunterricht bereitet auf die Maturaarbeit vor, wobei der Themen- und Sachbezug bei der Maturaarbeit verstärkt im Zentrum steht und die inhaltliche Komplexität bei der Maturaarbeit grösser ist. Die Lehrperson betreut die Schülerinnen und Schüler im Projektunterricht bei der Themenwahl, dem Erarbeiten einer Projektskizze, der Suche nach einer betreuenden Lehrperson, der Grobplanung, der Vereinbarung, der Informationsbeschaffung sowie der Feinplanung nach Bedarf, wobei ein wesentlicher Anteil an Selbständigkeit vorausgesetzt wird. Allgemeine Bildungsziele 281 • sich kritisch-forschend und differenziert mit ausgewählten, definierten Themen und Inhalten auseinandersetzen • Möglichkeiten und Grenzen der Planung erkennen • zielgerichtet und methodisch sinnvoll eine Fragestellung bearbeiten • das eigene Verhalten und Handeln in einer Projektgruppe reflektieren • das eigene Produkt selbstkritisch beurteilen und auswerten • in einer Projektgruppe konstruktiv, verantwortungs- und respektvoll mitarbeiten • verschiedene Lösungsansätze und Standpunkte respektieren und mittels Diskussionen zu gemeinsamen Entscheidungen finden • Gruppendynamiken erkennen und konstruktiv mitgestalten • individuelle Kompetenzen der einzelnen Gruppenmitglieder sinnvoll einsetzen • in schriftlichen Dokumenten und an Präsentationen sich differenziert, sachkompetent, präzise und korrekt ausdrücken • Interviews und Umfragen gemäss den jeweiligen Kriterien kompetent und präzise erstellen und zusammen fassen • einen konstruktiven Kommunikationsstil innerhalb der Gruppe und mit beteiligten Fachpersonen pflegen • eigene Teamkompetenzen kennen und weiterentwickeln • intensive, verantwortungsvolle Mitarbeit im Team zeigen und weiterentwickeln • Ausdauer, Durchhaltevermögen und Kreativität weiterentwickeln • für eigene Standpunkte und Anliegen einstehen • sich selbständig und konstant über einen längeren Zeitraum in einer komplexen Aufgabenstellung mit einem definierten Ziel und sinnvollen Methoden innerhalb einer Gruppe auseinandersetzen • für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen • unterschiedliche propädeutische Methoden zur Datenerhebung kennen und sachgerecht einsetzen • verantwortungsvoll, kritisch und korrekt mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen • Textbearbeitungs- und Präsentationssoftware sachgerecht einsetzen • sich für eine anspruchsvolle, originale und eingegrenzte Fragestellung interessieren und engagieren • sich für deren systematische Bearbeitung sowie die Erstellung des Produktes einsetzen Allgemeine Bildungsziele 282 Die Bewertung orientiert sich in der Regel an den Bewertungskriterien und -bestimmungen der Maturaarbeit. Im Zentrum stehen das Produkt, der schriftliche Teil, der Arbeitsprozess, die Präsentation und der Praktikumsbericht. Die Bewertung für das Zwischenzeugnis basiert auf ausgewählten, aktuellen Projektunterlagen. Die Querverbindungen ergeben sich aus dem Fachwissen der Schülerinnen und Schüler und den entsprechenden anderen Fachbereichen, insbesondere jedoch aus den Fach- und Kompetenzbereichen der Projektlehrperson und der Fachlehrperson. 5 Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Der Projektunterricht stellt die unmittelbare und grundlegend methodische Vorbereitung und Einführung zur Maturaarbeit dar. Die Schülerinnen und Schüler sind durch die erworbenen Fachkenntnisse und die direkte Erfahrung an einem längeren Projekt fähig, die Kriterien einer Maturaarbeit weitgehend selbständig zu erfüllen. Lerngebiete 283 1. Lerngebiet: Planung eines Projekts wissenschaftspropädeutisches Arbeiten • die grundlegenden Elemente wissenschaftspropädeutischen Arbeitens be- Projektinstrumente • die zentralen Bausteine und Abläufe eines Projektes erfassen und erläutern. Projektphasen • die einen Projektprozess bestimmenden Phasen unterscheiden, interpretieren Themenfindung • folgende Elemente erkennen und deren Einfluss auf eine gelungene Themenwahl sinnvoll nutzen: Motivation, inhaltliches Interesse, Vorkenntnisse und Erfahrungen, Hintergründe Projektidee, Eingrenzung des Themas, Identifikation mit der Gruppe, präziser Titel. • eigenständige und geeignete Projektideen generieren. Zielformulierung • Ziele als Beschreibung eines angestrebten Zustandes und als Massstab für alle Projektaktivitäten erkennen. • originale Zieldefinitionen erarbeiten. • die Merkmale von Zielen anwenden. • durch ihre Zielformulierungen präzise Antworten geben in Bezug auf beabsichtigte Inhalte und Methoden sowie deren Ausführung und Qualität. Fragestellung • die Funktion von Fragestellungen für die Eingrenzung eines Themas, für eine erste inhaltliche und methodische Übersicht und für die Steuerung der Bearbeitung erkennen und beschreiben. • aus ersten Ideen sinnvolle Fragestellungen entwickeln, welche offen sind und verschiedene Erwägungen zulassen. Hypothesen • die Funktion von Hypothesen als unbewiesene Annahme von Gesetzlichkeiten oder Tatsachen, mit dem Ziel, diese zu verifizieren oder zu falsifizieren, verste- • mittels Formulierung von Hypothesen Themen und Fragestellungen präzisieren. Methoden • den Zusammenhang zwischen Inhalt und Methodenentsprechung erkennen. • die grundlegenden Methoden wissenschaftlichen Arbeitens benennen. • die methodische Umsetzung angemessen planen und anwenden. • einen Projektplan mit Zeitplan erstellen. Lerngebiete 284 2. Lerngebiet: Informationsbeschaffung Recherche • qualifizierte und fundierte von unqualifizierten und beliebigen Methoden der Quellenbeschaffung unterscheiden. • erkennen, dass es nicht möglichst viele, sondern möglichst gute Informationen braucht. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. • möglichst viele verschiedene und verschiedenartige Quellen erschliessen. Informationsverarbeitung • Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen. • systematisch den Nachweis für die verwendeten Informationen erbringen. 3. Lerngebiet: Durchführung eines Projekts Gründlichkeit • den qualitativen Stellenwert einer tiefgründigen Bearbeitung eines Themas er- • die Inhalte differenziert und reichhaltig erarbeiten. Systematik • inhaltlich und methodisch systematisch auf das Projektziel hinarbeiten. • mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode angemessen und fachgerecht einsetzen. Steuerung • den Arbeitsprozess mittels eines Journals dokumentieren, reflektieren und steuern. Reflexion • das erarbeitete Projekt evaluieren. 4. Lerngebiet: Dokumentation Aufbau Gliederung • die Grobgliederung einer wissenschaftlichen Arbeit nachvollziehen und anwen- • die Merkmale eines wissenschaftlichen Textes von Merkmalen anderer Textsorten unterscheiden und anwenden. Sprache • Tatsachen und eigene Meinungen unterscheiden. • die Ergebnisse systematisch und korrekt darstellen. • die Bedeutung der Quellenverweise und des Quellenverzeichnisses für die Unterscheidung von eigenem und fremdem Textmaterial erkennen. Quellennachweis intellektuelle Redlichkeit • die vorgegebenen Regeln des Quellennachweises anwenden. Lerngebiete 285 5. Lerngebiet: Präsentationstechnik Vorbereitung • den Kontext (Ort und Ablauf, Publikum, Ziel) angemessen einschätzen. Gliederung • die Bestandteile einer Präsentation benennen und umsetzen. Inhalt • die Ergebnisse und ihre Entstehung angemessen erläutern und vertreten. Visualisierung • die grundlegenden Gestaltungsmerkmale beschreiben und anwenden. Auftritt • die bestimmenden persönlichen Mittel (Sprache, Stimme, Körperhaltung, Gestik, Mimik, Kleidung) angemessen einsetzen. 6. Lerngebiet: Zusammenarbeit Teamarbeit • die Erfolgsfaktoren der Teamarbeit sowie die Grundfunktionen bei Gruppenarbeiten benennen und anwenden. • die Bedeutung verschiedener Teamfaktoren für die Teamfähigkeit erkennen • in einem Team innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gemeinsam planend, organisierend und darstellend eine definierte Aufgabenstellung erfolgreich und effizient bewältigen. • Produktivität, Zielorientierung, Kooperation, Motivation, Führung und Entscheidungsfindung im Team einschätzen und in Bezug auf das Resultat konstruktiv persönlicher Einfluss • eigene Auffassungen vertreten. • sich im Team einordnen und den Projektzielen unterordnen. • Verantwortung übernehmen, Entscheide fällen, Konflikte meistern. • ihren persönlichen Einfluss auf das Gruppenresultat und das Gruppenklima einschätzen und formulieren. Rollen im Team • die ideale Rollenbesetzung eines erfolgreichen Teams benennen und deren Bedeutung für die Zusammenarbeit einschätzen. • unterschiedliche Rollen im Team erkennen. • ihre eigenen Rollenschwerpunkte einschätzen und in Bezug zur Teamfähigkeit Lerngebiete 286 7. Lerngebiet: Praktikum Selbstständigkeit • weitgehend selbstständig einen für ihre berufliche Orientierung sinnvollen Praktikumsplatz generieren. • die administrativen Abläufe in den vorgegebenen Zeitfenstern einhalten und eigenverantwortlich ausführen. Vorstellungsgespräch • ihre Motivation, Vorstellungen, Erwartungen und ihr Engagement adäquat schriftlich planen und erfolgreich kommunikativ umsetzen. • ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten realistisch einschätzen und adäquat auf die bevorstehenden Aufgaben übertragen. Disposition • im Voraus wesentliche Erfahrungsmöglichkeiten und Herausforderungen (ausgewogene Beanspruchung, Über- bzw. Unterforderung) erkennen, fachliche und soziale Kompetenzen festhalten und damit den inhaltlichen Rahmen für den Praktikumsbericht festlegen. • eine sinnvolle Methodik für die Dokumentation der Beobachtungen und Erfahrungen im Praktikum bestimmen. Durchführung Praktikum • sich aktiv in die ihnen gestellten Forderungen und Aufgaben eingeben und selbständig Problemlösungen erarbeiten. • die Aufgaben, Pflichten und Rechte des Betriebes wahrnehmen und einhalten. • die vorgefundene berufliche Wirklichkeit wahrnehmen und mit den eigenen Vorstellungen der Studien- bzw. Berufswahl vergleichen und reflektieren. • sich gemäss ihrer Stellung in ein fremdes Team sozial kompetent integrieren und bewähren. Praktikumsbericht • ihre Beobachtungen, Erfahrungen und ihren Lernzuwachs des Praktikums gemäss Disposition verdichtet, differenziert und strukturiert beschreiben und re- 8. Lerngebiet: Planung Maturaarbeit Grundlagen / Selbständigkeit • die im vorausgehenden Projekt erlernten theoretischen und praktischen Elemente der Planung einer wissenschaftspropädeutischen Arbeit weitgehend selbständig anwenden. Themenwahl • ein inhaltlich originales und geeignetes Thema und dessen methodische Umsetzung entwickeln. • die Möglichkeiten und Grenzen eines Themas abschätzen. • Abklärungen vornehmen, um die Realisierungsmöglichkeiten zu überprüfen. • materielle und zeitliche Ressourcen prüfen. • die Rahmenbedingungen für die beabsichtigte Arbeit abstecken. Lerngebiete 287 Gruppenarbeit / Einzelarbeit • persönliche Stärken und Interessen prüfen und mit potentiellen Gruppenmitgliedern abgleichen. • sich für ein Team, in Ausnahmen für eine Einzelarbeit, entscheiden. Projektskizze • erste Fragestellungen, Ziele, Methoden und Arbeitsweisen geordnet formulie- Betreuung • ihre Idee einer möglichen betreuenden Lehrperson angemessen darlegen. Grobplanung / Konzept • Rückmeldungen einordnen und inhaltlich, methodisch sowie bezüglich Ausführung und Qualität zu einem klaren Rahmen verarbeiten. • ihre Motivation, die beabsichtigte Nutzung von Ressourcen, finanzielle Bedürfnisse, mögliche Stolpersteine, die Dokumentation des Arbeitsprozesses und die Gewichtung der Bewertungskriterien der Arbeit entsprechend angemessen darlegen. • einen realistischen Zeitplan erstellen. Vereinbarung • Rückmeldungen verarbeiten und die definitive Vereinbarung unterschriftsreif erstellen. Informationsbeschaffung • Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen und der Planung entsprechend nutzen. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. • systematisch den Nachweis für die verwendeten Informationen erbringen. Feinplanung • grosse Datenmengen sinnvoll und effizient verarbeiten. • die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte der Maturaarbeit differenzieren und vertiefen. • den Arbeitsprozess selbständig reflektieren und steuern. Inhaltsverzeichnis Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten 4 Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten 10 Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten 14 Grundlagenfach Biologie 16 Ergänzungsfach Biologie 21 Grundlagenfach Chemie 23 Ergänzungsfach Chemie 31 Schwerpunktfach Biologie und Chemie 34 Grundlagenfach Deutsch 43 Grundlagenfach Englisch 48 Grundlagenfach Französisch 58 Schwerpunktfach Französisch 66 Grundlagenfach Geografie 69 Ergänzungsfach Geografie 73 Grundlagenfach Geschichte 75 Ergänzungsfach Geschichte 82 Obligatorisches Fach Informatik (bisher) 84 Obligatorisches Fach Informatik (neu) 91 Ergänzungsfach Informatik 98 Grundlagenfach Instrument 101 Schwerpunktfach Instrument 105 Ergänzungsfach Instrument 107 Grundlagenfach Italienisch 109 Schwerpunktfach Italienisch 115 Schwerpunktfach Latein 118 Grundlagenfach Mathematik 121 Ergänzungsfach Mathematik 131 Grundlagenfach Musik 134 Schwerpunktfach Musik 138 Ergänzungsfach Musik 142 Ergänzungsfach Pädagogik und Psychologie 143 Ergänzungsfach Philosophie 146 Schwerpunktfach Philosophie/Pädagogik/Psychologie 149 Grundlagenfach Physik 156 Ergänzungsfach Physik 161 Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik 164 Ergänzungsfach Religion 170 Schwerpunktfach Spanisch 174 Freifach Spanisch 178 Grundlagenfach Sport 180 Ergänzungsfach Sport 188 Grundlagenfach Wirtschaft und Recht 190 Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 193 Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 197 Richtlinien Projektunterricht 199 Richtlinien Maturaarbeit 202 Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten Wochenstunden 2 3 2 0 B. KLASSEN-LEHRPLÄNE − Wahrnehmung − Punkt, Linie, Fläche, Tonwert − Komposition − Entwerfen − Gesehenes sachorientiert und differenziert be- − innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. − Bilder aus der Vorstellung und Objekte nach Beobachtung linear und mit Tonwerten differenziert − einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden. − Assoziation und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen. − Farbwahrnehmung − Farbenlehre − Farbauftrag − Farbkontraste − Wirkungen von Farbkombinationen beschreiben und selber erzielen. − die sieben Farbkontraste nach J. Itten erkennen und anwenden. − verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend, lasierend anwenden. − eigene Vorlieben für Farben benennen und sinnliche Wirkung von Farben erfahren. − Plastik und/oder Skulptur − Raumdarstellung − die additive und/oder subtraktive Technik kennen und anwenden. − elementare raumbildende Mittel auf der Bildfläche benennen und anwenden. − Bildsprache − Digitale Bilder − Inhaltliche und formale Aspekte in Bildern sowie bildnerische Darstellungsarten benennen und anwenden. − Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung erkennen, anwenden und kritisch reflektieren. ldbetrachtung − Bezüge zwischen Kunst und Unterricht − Konzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke − Gestalterischer Prozess − Bildnerische Mittel − Bildnerische Techniken − prozesshaftes Arbeiten in Einzelschritte wie Suchen, Ordnen, Beurteilen, Entwerfen, Kombinieren, Ausführen und Reflektieren und Dokumentieren unterteilen. − Bildnerische Mittel unterscheiden und gezielt anwenden (z.B. Komposition, perspektivische Standorte etc.) − komplexere bildnerische Techniken wie z.B. eine Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern. − Farbauftrag − Farbwahrnehmung − Farbenlehre − Farbfunktion − Farbauftragsarten differenzieren, mit weiteren bildnerischen Techniken kombinieren und gezielt einsetzen. − Farben nach Farbrichtung, Sättigung und Helligkeit ordnen. − Aspekte der Farbenlehre an einem angewandten Beispiel vertiefen. Gegenstands- von Erscheinungs- und Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden. − Plastik, Skulptur und Objekt − Raumbildende Mittel − Menschlicher Körper im Raum − eine weitere räumliche Technik wie Konstruktion, Assemblage, Relief anwenden. − eine Raumsituation mit Fluchtpunktperspektive auf der Bildfläche − Den menschlischen Körper im Raum als Ausdrucksmittel begreifen. − Bildsprache − Typografie und Layout − Digitale Bildmedien − Wirkungsabsichten von Bildmedien − eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren. − Kriterien zur Anordnung von Bild und Text in der praktischen Arbeit umsetzen. − Werkzeugpalette eines digitalen Programmes ausprobieren (wahlweise Bildbearbeitungs-, Layout-, Filmschnittprogramm). − Kunstdefinitionen − Methode der Bildbetrachtung − Kunstgeschichte − Definitionen von Kunst benennen und diese − Die persönliche Wahrnehmung in Bezug auf Kunst überprüfen und begründen. − Bilder durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen. − ausgewählte Kunstepochen und –stile unterscheiden können. − Kunsterzeugnisse einer Epoche oder einem Stil zuordnen und diese Zuordnung − Bilder aus vergangenen Epochen mit zeitgenössischer Kunst vergleichend − ausgewählte Bilder vergangener Epochen und zeitgenössischer Kunst im Original betrachten. − sich offen auf Kunst und Kultur einlassen. In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Es soll bei den Aufgabenstellungen darauf geachtet werden, dass die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. 1. Lerngebiete: Erweiterte Gestaltungsprozesse: Bild / Farbe / Raum und Körper − wahrnehmen und verstehen − planen und gestalten − sich orientieren und sich definieren − bildnerische Mittel in der eigenen Gestaltung reflektiert anwenden − verschiedene bildnerische Techniken und Materialien in ihren Eigenheiten einschätzen und angemessen und zweckgerichtet − Gesehenes und Erfahrenes in andere ästhetische Ausdrucksformen übersetzen. − Vertrauen in die eigenen gestalterischen Fähigkeiten erwerben und diese in konkreten Situationen produktiv anwenden. − eine selbstständig geplante Arbeit realisieren, dokumentieren, präsentieren und reflektieren. 2. Lerngebiete: Visuelle Kommunikation und Medien / Kunst − Fotografie oder Animation oder − Bildbearbeitung − Film − Zeitgenössische Kunst und Kultur − Menschen und Objekte mit Wirkungsabsichten inszenieren und abbilden. − Grundlagen der Aufnahmetechnik in Fotografie oder Film verstehen und − Bildmanipulationen erkennen, kritisch beurteilen und Sehkonventionen − Filmsprachliche Mittel erkennen und − Sich differenziert zu inhaltichen und formalen Gesichtspunkten zeitgenössischer Werke äussern. − Eigene Interessen und Standpunkte in Bezug auf künstlerische und kulturelle Erzeugnisse entwickeln und formulieren. − Möglichkeiten der eigenen aktiven Mitgestaltung des Lebensumfeldes entdecken. Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten KLASSEN-LEHRPLÄNE • Wahrnehmen • Durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden. • Diese Erfahrung und Erinnerungen mit Wissen verknüpfen und in den Ideenfindungsprozess einbringen • Bildbetrachtung • Visuelle Kommunikation • die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv, die Darstellungsweise und den Kontext erfassen. • mediale Bilder und Bildmanipulation im Informations- sowie Werbebereich differenziert und kritisch betrachten. • Kunst- und Kulturgeschichte • Das kunstgeschichtliche Epochenwissen aus dem Grundlagenfach vertiefen • Sich mittels einer differenzierten Fachsprache • einen Zugang zu exemplarisch ausgewählter zeitgenössischer Kunst finden und Aspekte davon in einem kunsthistorischen Kontext verste- • Erscheinungsformen von Alltags- und Jugendkultur des 20. Jh. zueinander und zu parallelen Ereignissen in Beziehung setzen. • Fotografie (optional im 3. od. 4. Jahr) • unterschiedliche Anwendungsbereiche der Fotografie erkennen und benennen. • Fotografie exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen. • Ausstellungen, Veranstaltungen oder mehrtägige Exkursionen • vor Originalwerken über inhaltliche sowohl formale Gesichtspunkte diskutieren. Eine Auswahl aus folgenden analogen Techniken und Verfahren • Malerei • Zeichnung • Drucktechniken • 3D-Techniken • Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzten. • ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern. • analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren. • Bildaussage • eine Bildgestaltung gezielt und begründet in Bezug auf eine allgemein verständliche Aussage entwickeln. • eine Installation, Aktion oder Performance in Bezug auf eine Aussage planen oder auch experimentell durchführen. • Digitale Bildbearbeitung (optional 3. oder 4. Klasse) • Die Kenntnisse der digitalen Bildbearbeitungspalette aus dem Grundlagenfach vertiefen und in kreativen Prozessen anwenden. • Fotografie (optional 3. oder 4. Klasse) • eine Fotografie bezüglich Inhalt, Komposition, Licht, Schatten und Raum bewusst gestalten. • Projektarbeit • Methode und Prozess • eine Arbeit entwickeln durch Sammeln, Beobachten, Experimentieren, Recherchieren, Beurteilen und Reagieren. • durch kritische Reflexion ihre Arbeit optimieren. 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren • Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik anneh- • ihre Arbeit in einen Bezug zu Kunst stellen. • offen und neugierig auf Ungewohntes reagie- • Individuelle Interessen • eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setzten. • Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln. • Kunst ab Renaissance bis heute • ihr kunsthistorisches Wissen festigen und erweitern. • Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen und Seh- und Darstellungskonventionen hinterfragen. • sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten. • Architektur und Design • Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen • Architektur oder Design exemplarisch in einem historischen Kontext verstehen und Besonderheiten zeitgenössischer Werke benennen. • Ausstellungen, Veranstaltungen oder mehrtägige Exkursionen • in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erweitern. • vor Originalwerken über inhaltliche sowohl formale Gesichtspunkte diskutieren. • Filmanalyse • Kriterien der Filmanalyse exemplarisch anwen- • Design und Architektur • in einer eigenen Arbeit Bezüge zwischen Form, Funktion und Material herstellen. • Layout Typographie (optional 3. oder 4. Klasse) • Inhalte durch die Anordnung von Bild und Text verständlich, übersichtlich und lesbar gestalten. • mit einem Layoutprogramm ein Dokument unter Einbezug von Typographie, Bildern und grafischen Mitteln gestalten. • Projektarbeit • zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen. • gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen verknüpfen. • eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimieren. • Dokumentation und Präsentieren • Resultate in passender Form aufbereiten und • Arbeitsprozess und Produkt für ein Fachpublikum, den Anforderungen entsprechend, nachvollziehbar und ansprechend dokumentieren und präsentieren. • Bild und Zeit • einen zeitlichen Ablauf durch Bildfolgen logisch und verständlich konzipieren und visualisieren. • ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse und Kameraführung bewusst gestalten. • eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen. 3. Lerngebiet: Sich orientieren, sich definieren • Selbstreflexion • Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik anneh- • eigene Fortschritte erkennen. • Individuelle Interessen • selbständig Schwerpunkte setzen. • eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl definieren. • bei entsprechendem Interesse sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. • bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika er- • Individueller Ausdruck • die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten 1. Lerngebiet: Wahrnehmen und Verstehen Aktuelle Ausstellungen, Fachliteratur und Bildsprache: Bildende Kunst Architektur Design Visuelle Kommunikation Medienkunde − Wirkungsabsichten von Bildmedien erkennen und − sich einen Sachtext erschliessen. − Künstlerische Werke inhaltlich und formal analy- − eine verfeinerte Fachsprache anwenden 2. Lerngebiet: Planen und Realisieren Es ist eine Auswahl aus folgenden Bereichen möglich: Malerei und Zeichnung, Druckgrafik Plastik, Skulptur, Objekt Grafik Design und visuelle Kommunikation Film und Fotografie Architektur und Design − Bildnerische Mittel und Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch wie auch in zielgerichteter Form nutzen. − eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster erfüllen. − eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln, den Prozess dokumentieren und reflektieren. − Digitale Medien ädequat einsetzen. Persönliche Positionierung und Reflexion Individuelle Interessen Präsentation, Ausstellung, Portfolio − ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken aus Kunst oder angewandter Gestaltung setzen. − eigene und fremde Arbeiten bewerten und Lernfortschritte erkennen. − eigene Interessen bezüglich Studienrichtung oder Berufswahl definieren. − bei entsprechendem Interesse sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. − eigene Resultate in passender Form präsentieren. − bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an gestalterischen Vorkursen bzw. Propädeutika erstellen. Grundlagenfach Biologie Wochenstunden 2 2 2 1. Lerngebiet: Erforschung des Lebens 1.1. Merkmale des Lebens • die Merkmale des Lebens erklären. • die Faszination des Lebens erfahren. 1.2. Organisationsebenen • anhand der hierarchischen Struktur des Lebens auf die verschiedenen Arbeitsweisen der Biologie rückschliessen. 1.3. Arbeitsweisen • die Arbeitsweisen der Naturwissenschaftler (Beschaffung von Informationen, Durchführung von Experimenten, Publizieren, Umgang mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) erläu- 2. Lerngebiet: Zellbiologie 2.1. Aufbau einer Zelle • Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen be- • Pflanzen- und Tierzellen voneinander unter- 2.2. Transport • die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen. 2.3. Zellteilung • Bedeutung der Chromosomensätze erklären. • Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mitose und Meiose erkennen. • die Bedeutung des Zellzyklus erklären. • die biologische Bedeutung der Meiose (Genetik, Evolution) beurteilen. • das Prinzip des Generationswechsels erklären. 2.4 Inhaltsstoffe • den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) erläutern. • Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems in Zusammenhang bringen. 2.5 Stoffwechsel • Aufbau, Funktion und Bedeutung der Enzyme • die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege erklären. • die Zusammenhänge zur Ökologie aufzeigen. 3. Lerngebiet: Systematik 3.1. Vielfalt der Lebewesen • die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen. 3.2 Systematische Kategorien • die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge er- 3.3 Artenkenntnis • exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenlernen. • sich über eine angemessene Artenkenntnis 3.4 Mikroorganismen • Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Mikroorganismen (Viren, Bakterien) verknüp- • beispielhaft den Ablauf einer ausgewählten Infektionskrankheit erklären. • die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden. 4. Lerngebiet: Ökologie I 4.1 Grundlagen der Ökologie • die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren erklären. • die grundlegenden Begriffe der Ökologie definieren. 4.2 Wechselwirkungen zwischen Organismen • die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen an ausgewählten Beispielen (wie Konkurrenz, Symbiose, Parasitismus, Tarnung etc.) erläu- • das Prinzip der Trophiestufen inkl. Anreicherung erklären. • populationsdynamische Prozesse anhand der Gesetze von LOTKA und VOLTERRA diskutie- • Fortpflanzungsstrategien deuten. 4.3 Ausgewählte Ökosysteme • grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären. • mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme kritisch hinterfragen. 4. Lerngebiet: Ökologie II 4.4 Energiestoffwechsel • die Abläufe der Photosynthese und Zellatmung • den Einfluss ausgewählter abiotischer Faktoren auf die Photosynthese beurteilen. 5. Lerngebiet: Allgemeine Botanik 5.1. Organe der Pflanze • verschiedene technische Hilfsmittel selbständig bedienen sowie einfache Präparate selber her- • Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren. • Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane (z.B. Wurzel, Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung bringen. 6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch I 6.1. Übersicht Organsysteme • Anatomie und Physiologie der folgenden Organe/Organsysteme in Zusammenhang bringen: Muskulatur, Herz/Kreislauf, Atmung, Niere. • anhand eigener Beobachtungen (z.B. Sektionen, Blutdruckmessung, Dottersackforelle, Hydra etc.) Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen. • biologische Grundlagen ausgewählter Krankheiten erklären. 6. Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch II 6.2 Interne und externe Kommunikation • die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen. • Bau von Nervenzellen und Erregungsleitung • das Prinzip der Hormonregulation erläutern. • am Beispiel der Zuckerregulation und Sexualhormonen die Wirkung von Hormonen erklä- 6.3 Fortpflanzung und Entwicklung • Sinn und Zweck der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erkennen. • Vor- und Nachteile von Klontechniken ab- • das Potenzial verschiedener Stammzellen er- • die Embryonalentwicklung ausgewählter Lebewesen (z.B. Amphibien, Mensch) darstellen. 7. Lerngebiet: Genetik 7.1. Klassische Genetik • Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen. • die Bedeutung Meiose als Voraussetzung für die Neukombination von Erbmerkmalen er- 7.2 Humangenetik • einfache Stammbäume analysieren und Erbgänge erkennen. • Ursachen und Symptome ausgewählter Erbkrankheiten in Zusammenhang bringen. 7.3. Molekulargenetik • die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang bringen • die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen 7.4 Mutationen • Gen-, Chromosomen- und Genommutationen von-einander unterscheiden. 7.5 Gentechnologie • die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern. • Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen diskutie- 8. Lerngebiet: Evolution 8.1 Evolutionstheorie • die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie erfassen. • Sichtweisen von Cuvier und Lamarck gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar abgren- 8.2 Evolutionsmechanismen • die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen. • die Ergebnisse derselben einordnen und beur- • die Prinzipien der Mutation und Selektion ver- 8.3 Entwicklung des Lebens • Mechanismen der Artbildung unterscheiden. • die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich • paläoanthropologische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise der Menschwerdung in Verbindung bringen. Ergänzungsfach Biologie 1. Lerngebiet: Mensch und Umwelt 1.1 Evolution des Menschen − über vertiefte Kenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) referieren. − die wichtigsten Vertreter der Primaten einordnen (Primatologie). 1.2. Suchtmittel − die Mechanismen der biochemischen und physiologischen Auswirkungen ausgewählter Suchtmittel (z.B. Opiate, Koffein etc.) erklären. − ausgehend von Versuchsergebnissen Rückschlüsse auf die Wirkung ausgewählter Suchtmittel (z.B. Koffein) schliessen. − die gesellschaftliche Relevanz ausgewählter Suchtmittel erkennen. 1.3. Ernährung − vertiefte Kenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Biochemie der Verdauung erlangen. − verschiedene Formen der Fehlernährung und deren Auswirkungen einordnen. 1.4 Krankheiten − die biologischen Grundlagen ausgewählter Krankheiten (z.B. Krebs) verstehen. − ausgewählte Alterungsprozesse erklären. 1.5 Gehirn − verschiedene Hirnareale mit deren spezifischen Funktionen in Zusammenhang bringen. − die Grundlagen des circadianen Rhythmus er- − die molekularen Grundlagen der Gedächtnisbildung nachvollziehen. 1.6 Sinnesorgane − über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion ausgewählter Sinnesorgane Auskunft geben. − das gemeinsame übergeordnete Prinzip der Sinnesorgane (Übersetzen eines adäquaten Reizes in eine Folge von Aktionspotentialen) − Experimente durchführen und auswerten. − die Verbindung zur Neurologie anhand von Sinnestäuschungen erfahren. 1.7 Immunologie − vertiefte fachliche Kenntnisse zur Physiologie und Pathologie des Immunsystems erlangen. − Experimente zur Immunologie durchführen. 1.8 Ökologie − Umwelteinflüsse auf Organismen analysieren − praktische Untersuchungen und Experimente zu ökologischen Fragestellungen (z.B. Flechtenkartierung, Bestandsaufnahmen etc.) planen, durchführen und auswerten. 2. Lerngebiet: Genetik 2.1. Molekulargenetik − sich über ein fundiertes Basiswissen der wichtigsten molekularbiologischen Prozesse ausweisen. − die zentralen gentechnologischen Arbeitsschritte selber durchführen. − bakterielle Genregulationsmodelle erklären. − die gesellschaftliche Relevanz der modernen genetischen Untersuchungsmethoden sowie deren Resultate beurteilen. 2.2. Medizinische Genetik − die Grundlagen der medizinischen Genetik erläutern. − Chancen und Risiken der personifizierten Medizin beurteilen. 3. Lerngebiet: Verhaltensbiologie 3.1. Lern- und Sozialverhalten − die Bedeutung von Ethogrammen einordnen. − historische und moderne Erklärungsansätze zum Lernverhalten beurteilen. − verschiedene Lernformen unterscheiden. − eigene Lernstrategien kritisch hinterfragen und bewerten. − anhand von proximaten und ultimaten Ursachen ausgewählte Sozialverhalten erklären. 3.2. Humanethologie − ihr eigenes Verhalten in einen verhaltensbiologischen Kontext stellen. − menschliche Verhaltensmuster einordnen. Grundlagenfach Chemie Wochenstunden 2 2 2 1. Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften • Spezifische Eigenschaften zur Charakterisierung von Reinstoffen • Konzept der kleinsten Teilchen - Stoffe und ihre Eigenschaften - Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und Elemente - Aggregatzustände und deren Änderungen • Atomsymbole, Formeln • Masse von Atomen und Verbindun- • Stoffe mit ihren Eigenschaften wie z.B. Dichte, Farbe, Löslichkeit, etc. charakterisieren. • erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen. • das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge zu beschrei- • die Aggregatzustände und ihre Änderungen mit dem Teilchenmodell beschreiben. • im PSE Name und Atomsymbol bekannter Elemente einander zuordnen. • von einigen ausgewählten Verbindungen Formeln und Namen angeben. • für gegebene Atome und Verbindungen die relative und absolute Masse mit Hilfe des PSE 2. Lerngebiet: Atombau und Periodensystem • Elektrische Ladung und Coulomb- Gesetz • Atom-Modelle • Kern/Hülle-Modell • die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft beschreiben. • Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen. • sich den Modellcharakter der Vorstellungen von Atomen bewusst machen und die Bedeutung von Modellen in den Naturwissenschaften erläutern. • die Elementarteilchen Proton, Neutron und - Elementarteilchen Proton, Neutron, Elektron - Rutherford-Experiment - Bildung von einatomigen Ionen - Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope • Radioaktivität • Schalenmodell der Atomhülle - Atomrumpf und Valenzschale - Ionisierungsenergien - Energieniveauschema - Elektronenkonfiguration • Periodensystem der Elemente - Aufbau des PSE - Regelmässigkeiten innerhalb des PSE - PSE als Datensammlung Elektron und deren Eigenschaften aufzäh- • die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford • die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus der Atomhülle beschreiben. • die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren. • für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa. • die Eigenschaften von Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung beschreiben. • einfache Kernvorgänge mit der Nuklidschreibweise formulieren. • den Zusammenhang von Massendefekt, Bindungsenergie und Energieumsatz bei Kernreaktionen beschreiben. • die Wirkung radioaktiver Strahlen auf Lebewesen beschreiben. • anhand ausgewählter Beispiele die Bedeutung von radioaktiver Strahlung bzw. von Kernumwandlungen beschreiben (z.B. Kernkraftwerke, medizinische Anwendungen, usw.). • mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen beschreiben und zeichnen. • die Elektronenverteilung in der Atomhülle mit der Lage des entsprechenden Atomsymbols im Periodensystem der Elemente in Beziehung setzen. • die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen. • die Begriffe Metalle und Nichtmetalle definieren, und deren chemisches Verhalten anhand der Elektronenkonfiguration erklären. • den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten. 3. Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen 3.1 Elektronenpaarbindung und molekular aufgebaute Stoffe • Kugelwolkenmodell - Das Elektron als Ladungswolke - Räumliche Anordnung der Ladungswolken - Lewis-Formeln von Atomen • Elektronenpaarbindung • Lewis-Formeln von Molekülen • Keil/Strich-Schreibweise • Skelettschreibweise • Molekül-Geometrien • Elektronegativität und Polarität von kovalenten Bindungen • Dipol-Charakter von Molekülen • Zwischenmolekulare Kräfte - Van der Waals-Kräfte - Wasserstoffbrücken - Dipol/Dipol-Wechselwirkungen • ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken beschrieben werden, darstellen. • für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben. • mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung be- • mit Hilfe des PSE die Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten. • die Gestalt von Molekülen mit der Keil/Strich-Schreibweise dreidimensional • für gegebene Moleküle die Skelettformel aufzeichnen bzw. aufgrund einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls in der Lewis- bzw. Keil/Strich-Schreibweise • die Polarität einer Bindung anhand von Elektronegativitäts-Werten beurteilen. • die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischenmolekularen Kräften erklären. • die Siedetemperaturen von molekularen Stoffen qualitativ interpretieren. • die Mischbarkeit verschiedener molekular aufgebauter Stoffe interpretieren. 3.2 Ionenbindung und Salze • Bildung einatomiger Ionen • Ermitteln von Ionenladungen • Einatomige und mehratomige Ionen • die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklä- • mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen- Elemente die Ladungen des häufigsten Ions • bei Nebengruppen-Elementen mit Hilfe der im PSE verzeichneten Oxidationszahlen mögliche Ionen-Ladungen ableiten • Ionenbindung • Ionengitter und Verhältnisformel • Nomenklatur von Salzen • Eigenschaften von Salzen • Lösevorgang von Salzen in Wasser • die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen. • mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionenbindung und des Ionenverbands be- • bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel eines Salzes ableiten. • Reaktionsgleichungen für die Bildung von Salzen aus den Elementen fachlich korrekt aufstellen. • Salze systematisch benennen. • Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären. • den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchen-Ebene beschreiben. 3.3 Metallische Bindung und Metalle • Metallbindung • Eigenschaften von Metallen • Legierungen • das für diesen Bindungstyp charakteristische Modell von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären. • Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären. • den Begriff „Legierungen“ erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen 4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen 4.1 Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen • Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen • die Begriffe Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen und Stoffmengenkonzentration definieren. • Massen in Stoffmengen und Teilchenzahlen umrechnen und umgekehrt. • Reaktionsgleichungen aufstellen und für einfache Beispiele stöchiometrische Berechnungen anstellen. • stöchiometrische Fragestellungen bearbei- 4.2 Energetik / Triebkräfte chemischer Reaktionen • Enthalpie • Entropie • Gibbs-Helmholtz-Beziehung • energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschät- • die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen. • Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären. • die Gibbs-Helmholtz-Beziehung zur Abschätzung der Spontaneität einfacher chemischer Vorgänge verwenden. 4.3 Reaktionsgeschwindigkeit • Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung • Katalysatoren • den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit definieren. • die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad erklären. • die Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur- Regel (RGT-Regel) anwenden. • erklären, dass eine Reaktion auf unterschiedlichen Reaktionswegen ablaufen kann. • das Funktionsprinzip von Katalysatoren er- 4.4 Gleichgewichtsreaktionen • Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen • das dynamische Gleichgewicht chemischer Reaktionen • das Massenwirkungsgesetz • Le Châtelier-Prinzip • Gleichgewichtsreaktionen als ein System von Hin- und Rückreaktionen beschreiben. • das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene beschreiben. • aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz formulieren. • voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. 6. Lerngebiet: praktische Laborarbeit • Kenntnis von Glaswaren • Sicherheitsaspekte • Korrekte Handhabung von Chemika- • Durchführung und Auswertung von einfachen Experimenten • die einfachsten Glaswaren und Labor- Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benen- • die Warnhinweise zu Gefahrstoffen verste- • auch mit leicht entzündlichen Stoffen richtig • ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht • sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen festhalten. • können aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen. 4. Lerngebiet: Stoffumwandlungen 4.5 Säure/Base-Reaktionen • Säuren und Basen; potentielle Säure und potentielle Base • Stärke potentieller Säuren • pH-Wert • pH-Wert von Salzlösungen • die Bedeutung von Säure/Base- Reaktionen • Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen von Wasserstoff-Ionen erklären. • die Begriffe Säure und Base definieren. • für eine gegebene Säure und Base die Protolysereaktion formulieren. • die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure nennen. • die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ angeben. • den pH-Wert definieren. • für wässrige Lösungen einfache pH-Wert- Berechnungen durchführen. • qualitativ den pH-Wert von Salzlösungen interpretieren. • an einigen ausgewählten Beispielen aus dem Alltag die Bedeutung von Säure/Base- Reaktionen erklären. 4.6 Redox-Reaktionen • Begriffe Reduktion und Oxidation • Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel • Oxidationszahlen • Redox-Reaktionen • Galvanische Elemente / Elektrolyse • Brennstoffzelle • die Redoxreaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung definieren. • die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen. • die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen ermitteln. • mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter Standard- Bedingungen qualitativ voraussagen. • die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären. • die Funktionsweise zweier konkreter Beispiele gängiger Batterien erklären. • die Funktionsweise und Bedeutung von Brennstoffzellen erklären. 5. Lerngebiet: Organische Chemie 5.1 Systematik und Eigenschaften organischer Stoffe • Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff • Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle • Stoffklassen und funktionelle Gruppen • Nomenklatur • Eigenschaften organischer Stoffe • die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms • die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten Alkane mit Namen und Formeln aufzählen. • einige wichtige Stoffklassen mit deren funktionellen Gruppe wie z. B. Alkohole, Carbonsäuren aufzählen. • einfache organische Verbindungen nach den IUPAC-Regeln benennen. • typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie erhöhte Fettlöslichkeit und hoher Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären. 5.2 Charakteristische Umwandlungen organischer Stoffe • Umwandlungen organischer Stoffe • einfache Reaktionstypen der organischen Chemie erkennen und anwenden. Ergänzungsfach Chemie 1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit 1.1 Durchführung von Experimenten 1.2 Sicherheit 1.3 Auswertung von Experimenten − unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch komplexere chemische Experimente sachgerecht − ausführen. − gängige technische Labor- bzw. Analyse- Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit − Warnhinweise zu Gefahrenstoffen − sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. − aus experimentellen Beobachtungen logische Schlussfolgerungen ziehen. − ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren bzw. fachgerecht darstellen. Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen 2.1 Physikalische Chemie (z.B. quantenchemische Aspekte des Atoms und der Atombindung, Fotochemie) − über Grundkenntnisse der physikalischen Chemie Auskunft geben. − Zusammenhänge zwischen theoretischen Konzepten und Alltagsphänomenen 2.2 Anorganische Chemie (z.B. Komplexchemie, Säure/Base-Titrationen, Bedeutung von Puffersystemen, Schwerlösliche Salze) − vertiefte Zusammenhänge ausgewählter Bereiche der anorganischen Chemie − über einige ausgewählte Beispiele von anorganischen Reaktionen in ihrer täglichen Umgebung Auskunft geben. − die Verbindung zu Vorgängen in der Natur und Technik herstellen. 2.3 Organische Chemie (z.B. Struktur organischer Stoffe, Nomenklatur, ausgewählte Reaktionsmechanismen) − vertiefte fachliche Kenntnisse der organischen Chemie darlegen. − die Bedeutung der organischen Chemie für biologische, medizinische und pharmazeutische Aufgabenstellungen 2.4 Biochemie (z.B. Biomoleküle, Beispiele enzymatisch katalysierter Reaktionen, Fotosynthese) − biologisch wichtige organische Stoffe wie z.B. Kohlenhydrate, Proteine, DNA − wichtige Eigenschaften der genannten Biomoleküle erklären. − typische biochemische Nachweismethoden wie z.B. PCR, Gelelektrophorese, Chromatographie usw. beschreiben. 2.4 Toxikologie/Pharmakologie (z.B. Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung von Stoffen im Körper, Mechanismen der Toxizität) − die Grundlagen der Toxikologie / Pharmakologie erklären. − anhand aktueller Beispiele vertiefte Zusammenhänge zwischen Physiologie, Anatomie, Chemie und Toxikologie/Pharmakologie beschreiben. 2.5 Analytische Chemie (z.B. Analysemethoden wie Titration oder Gravimetrie, Instrumentelle Analytik wie UV/VIS- und IR-Spektroskopie, NMR, MS) − das Grundprinzip spektroskopischer Verfahren wie z.B. NMR-, IR- UV/Visible- und Massenspektroskopie erklären. − Spektren einfacher Moleküle interpretieren, z.B. im Hinblick auf deren Strukturaufklärung. 2.7 Umweltchemie (z.B. Emission, Transport und Immission von Umweltchemikalien, Probleme der Abfallentsorgung, Bioakkumulation) − anhand geeigneter aktueller Beispiele die Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären. − anhand geeigneter aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen erklären. 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant, und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend berücksichtig werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes können auch an geeigneten Inhalten der anderen Lerngebiete realisiert werden. Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen 3.1 Anwendungen in der Technik 3.2 Anwendungen im Alltag − Beispiele chemischer Anwendungen im Alltag oder in der Technik nennen und − Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaft oder chemischer Stabilität und Anforderungen für den Alltag oder die Technik erkennen. Schwerpunktfach Biologie und Chemie Teilfach Biologie Wochenstunden 0 0 3 3 1. Lerngebiet: Anatomie und Physiologie 1.1 Bakterien • Experimente zur Beeinflussung des Bakterienwachstums planen, durchführen, auswerten und diskutieren. • naturwissenschaftliche Berichte verfassen. • fundiert über ausgewählte Lebensweisen von Bakterien (z.B. Biofilm, Konjugation etc.) Auskunft geben. 1.2 Pilze • die Bedeutung der Gärung experimentell erfahren. • verschiedene Gärungstypen unterscheiden. • sich mit biotechnologischen Anwendungen vertraut machen. 1.3 Anabole und katabole Prozesse • Stoffwechselwege und deren Bedeutung für verschiedene Organismengruppen verstehen. 1.4 Erkenntnisgewinnung • anhand eigener Versuche Rückschlüsse auf den Bau der involvierten Organe ziehen. • sich über ein vertieftes Wissen zum Bau und zur Funktion des Nervensystems ausweisen. 1.5 Lebewesen (optional) • praktische Untersuchen an Lebewesen planen, durchführen und auswerten. • evolutive Entwicklungen erkennen und disku- 2. Lerngebiet: Ökologie* 2.1 Praktische Ökologie • die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben. 2.2 Ökosysteme • exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und diskutieren. • pflanzensoziologische Untersuchungen durch- 3. Lerngebiet: Molekularbiologie 3.1 Suchtmittel und Gifte • Wirkungsweise ausgewählter Suchtmittel auf den Metabolismus untersuchen und verstehen. • die Bedeutung und die Wirkungsmechanismen ausgewählter Gifte erklären. 3.2 Immunmoleküle • die molekularen Mechanismen der spezifischen Immunabwehr inkl. deren Fehlfunktionen erklären. • die Entstehung der Antikörpervielfalt erläu- • Experimente mit Antikörpern durchführen. 3.3 Wechselwirkungen zwischen DNA und Proteinen • prokaryotische von eukaryotischen Genregulationsmodellen unterscheiden. • fehlerhafte Wechselwirkungen am Beispiel der Entstehung von z.B. Krebs aufzeigen. 3.4 Gentechnik • gentechnologische Methoden (Restriktionsenzyme, Gelelektrophorese etc.) anwenden. • die Bedeutung der Gentechnik zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Artbildung, Völkerwanderung) verstehen. 3.5 Phylogenie (optional) • Kladogramme auf Grund von Proteinuntersuchungen erstellen. 3.6 Enzyme (optional) • Versuche mit Enzymen durchführen und auswerten. 3.7 Cytogenetik (optional) • Karyogramme erstellen und auswerten. 3.8 Bioinformatik (optional) • lernen die Arbeitsweise mit Datenbanken ken- 4. Lerngebiet: Verhaltensbiologie 4.1 Soziobiologie • anhand von proximaten und ultimaten Fragestellungen ausgewählte Sozialverhalten diskutieren und erklären. 4.2 Ethogramm (optional) • Ethogramme selber erstellen. • Verhaltensweisen auf Basis von Ethogrammen 4.3 Lernverhalten (optional) • die spezifischen Verknüpfungen von Erfahrung und Verhalten erklären. • einfache Versuche zum Lernverhalten auswer- * Die mit einem Stern markierten Lerngebiete eignen sich besonders für die Zusammenarbeit der am Kombi-SPF beteiligten Fächer. Teilfach Chemie Wochenstunden 0 0 3 3 1. Lerngebiet: praktische Laborarbeit Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebiets werden sowohl in der dritten wie auch in der vierten Klasse durch geeignete Praktikumsversuche realisiert. • Korrekter Umgang mit Glaswaren und Apparaturen • Sicherheit im Labor • Korrekte Handhabung von Chemikalien • Sorgfältige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten • Experimente protokollieren und Bericht • Praktische Anwendung und Erweiterung der im Theorie-Unterricht behandelten • die wichtigsten Glaswaren und Labor- Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck benen- • einfache Apparaturen selber zusammenbauen und sicher anwenden. • Sicherheitsvorschriften sinnvoll interpretieren und entsprechend handeln. • Warnhinweise zu Gefahrstoffen verstehen und sich über das Gefahrenpotential der verwendeten Stoffe informieren. • auch mit leicht entzündlichen oder gesundheitsgefährdenden Stoffen richtig umgehen. • auch ohne schriftliche Vorschrift planen, wie ein chemisches Problem experimentell gelöst werden kann. • Wege vorschlagen, wie eine konkrete Fragestellung experimentell beantwortet werden könnte. • sorgfältig beobachten und ihre Beobachtungen nachvollziehbar protokollieren. • aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen. • ihre praktische Arbeit angemessen protokollieren und daraus einen Bericht über ihre praktische Arbeit anfertigen. • anhand ausgewählter Experimente die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse im Labor anwenden und vertiefen. 2.1 Anorganische Chemie • Schwerlösliche Salze • Komplex-Ionen • Ligandenaustausch-Reaktionen • Mehrzähnige Liganden • Komplex-Reaktionen in Natur und Technik • pH-Pufferlösungen • Säure/Base-Titrationen • das Löslichkeits-Gleichgewicht eines schwerlöslichen Salzes quantitativ • den Aufbau von Komplexen • die Reaktionsgleichung einer einfachen Ligandenaustausch-Reaktion • die Gleichgewichts-Lage von Ligandenaustausch-Reaktionen mit Hilfe von Komplexbildungskonstanten • die Stabilität von Komplexen mit mehrzähnigen Liganden erklären. • einige ausgewählte Beispiele von Komplex-Reaktionen in Natur und Technik aufzählen. • die Bedeutung und die Funktionsweise einer pH-Pufferlösung erläutern. • die Gleichung von Henderson- Hasselbalch quantitativ anwenden. • pH-Pufferkurven zeichnen und • eine Titration praktisch durchführen und anhand der aufgenommenen Titrationskurve deuten. 2.2 Physikalische Chemie (optional) • Welle-Teilchen-Dualismus • Orbitalmodell • Hybridisierung • Licht und Elektronen als Teilchen- und Wellenerscheinungen deuten. • die Bedeutung des Wellenmodells von Elektronen für die Struktur der Elektronenhülle erklären. • die Grundzüge des Orbitalmodells für Atome erklären. • das Hybridisierungsmodell an einfachen Beispielen anwenden. 3. Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Gerade bei Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik ist der technische Fortschritt rasant, und soll deshalb in die Unterrichtsgestaltung einfliessen, damit inhaltlich aktuelle Lern- und deren Teilgebiete gebührend berücksichtig werden können. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. Die Grobinhalte und fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebiets werden sowohl in der dritten wie auch in der vierten Klasse an geeigneten Inhalten anderer Lerngebiete realisiert. • Anwendungen in der Technik • Anwendungen im Alltag • Gesellschaftliche Verantwortung • gesellschaftlich relevante Anwendungen in der Technik oder im Alltag aufzählen. • Zusammenhänge zwischen chemischen Aspekten wie z.B. Struktur, Eigenschaften oder chemischer Stabilität und technischen Anforderungen erklären. • Nutzen und/oder Gefahren von Anwendungen der Chemie in der Technik oder im Alltag anhand konkreter Beispiele diskutieren. 4. Lerngebiet: Chemie und Umwelt Das Ausmass und die Bedeutung der Emission und Immission von Stoffen in der Umwelt ist grossen und raschen Veränderungen unterworfen. War beispielsweise vor einigen Jahren das Thema saurer Regen und Waldsterben sehr aktuell, sind heute Themen wie Ozon oder Klimawandel wesentlich dringlicher. Die Grobziele und die damit verbundenen fachlichen Kompetenzen dieses Lerngebietes sollen deshalb durch aktuelle und gesellschaftlich relevante Inhalte erreicht werden. • Stoffe in der Umwelt • Wirkung von Stoffen auf Lebewesen • Prinzipien der Umweltchemie wie Entstehung, Ausbreitung und Verhalten von Stoffen in der Umwelt erklären. • anhand aktueller Beispiele die Wirkung von chemischen Stoffen auf Lebewesen 2.3 Organische Chemie • Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff • Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle • Funktionelle Gruppen • Struktur funktionieller Gruppen und Eigenschaften organischer Stoffklassen • Nomenklatur organischer Verbindungen • Struktur organischer Moleküle und Isomerie • Reaktionstypen der organischen Chemie • erklären, warum Kohlenstoff die Basis der organischen Verbindungen darstellt. • Alkane, Alkene, Alkine und Arene sicher voneinander unterscheiden. • wichtige funktionelle Gruppen erkennen und benennen wie z.B. Hydroxyl-, Carbonyl-, Carboxyl- und Amino- Gruppe. • die typischen Eigenschaften von organischen Stoffklassen auf Grund ihrer funktioniellen Gruppen erklären. • einfache organische Moleküle systematisch benennen. • zwischen Konstitution, Konfiguration und Konformation eines organischen Moleküls unterscheiden. • die Bedeutung der Isomerie für Biologie, Medizin und Pharmakologie verstehen. • ausgewählte organische Reaktionstypen an einfachen Beispielen erkennen und 2.4 Toxikologie/Pharmakologie • Grundkonzepte der Toxikologie/Pharmakologie • Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Fremdstoffen • Umwandlung von Fremdstoffen • Wirkweise von Fremdstoffen • die grafische Darstellung der Dosis/Wirkungs-Beziehung • ausgewählte Begriffe wie z.B. EC50, LD50, NOEL definieren. • die Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Stoffen auf Grund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften nachvollziehen. • Phase-I - und Phase-II - Reaktionen beschreiben und für ausgewählte Beispiele nachvollziehen. • für ausgewählte Beispiele die Wirkweise von Fremdstoffen erklären. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwertpunktfaches Biologie und Chemie 1. Lerngebiet: Umwelt 1.1 Lebensräume • mittels chemischen und biologischen Methoden Daten erheben, auswerten, darstellen und • Lebensräume ausgehend von biologischen und chemischen Blickwinkeln beurteilen. 2. Lerngebiet: Experimente 2.1 Naturwissenschaftliche Arbeit • sich zu einem selbst gewählten Thema die notwendigen theoretischen Hintergründe erarbeiten. • ausgehend von Hypothesen die Versuche planen, auswerten und diskutieren. • einen schriftlichen Bericht nach naturwissenschaftlichem Raster erstellen. Grundlagenfach Deutsch LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZENDie basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Erstsprache vom 17. März 2016 gemäss Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK für die Maturitätsschulen vom 9. Juni 1994 sind kursiv und blau markiert. 1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1. Einführung in literarische Gattungen und Textsorten (Epik, Dramatik, Lyrik) • literarische Ausdrucksformen charakterisieren 1.2 Gemeinsame Lektüre, Besprechung und Diskussion Texte genau lesen, analysieren und verstehen das eigene Verständnis reflektieren mit Texten produktiv umgehen 1.3 Lesetechnik • Lesetechniken und -strategien unterscheiden sowie situations- und textsortengerecht einsetzen 1.4 Methoden der Textinterpretation • literarische Grundbegriffe anwenden • grundlegende Interpretationsverfahren umsetzen • sich mit Literatur analytisch und kreativ auseinandersetzen 1.5 Sachtexte • Sachtexte analysieren und verstehen 2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Schulische Textsorten • Textsorten charakterisieren und umsetzen 2.2 Literarische Textsorten • kurze erzählende Texte verfassen 2.3 Schreibprozess • grundsätzliche Funktionen des Schreibens bei der Textproduktion berücksichtigen ihr Schreiben als strukturierten Prozess organisieren und reflektieren • analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen 2.4 Inspirations- und Kreativtechniken • ihre Kreativität gezielt erweitern 3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Zuhören • mündlicher Rede folgen und diese sinngemäss wiederge- 3.2 Diskutieren • einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten • sich differenziert und sachbezogen in eine Diskussion einbringen • die eigene Position vertreten und fremde Positionen erfra- 3.3 Präsentieren • Sachverhalte wirkungsvoll und adressatengerecht vortra- • Präsentationstechniken gezielt einsetzen 3.4. Vorlesen • Texte gestaltend und publikumsorientiert vorlesen 4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Grammatik • die grundlegenden Regeln der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sicher anwenden 4.2 Kommunikationstheorie • Kommunikationsprozesse analysieren 4.3 Umgang mit Medien • ihre Medienbiographie reflektieren 1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Literarische Texte verschiedener Gattungen zu thematischen Schwerpunkten sprachlich und inhaltlich anspruchsvolle Texte verstehen • gattungsspezifische Grundbegriffe anwenden 1.2 Exemplarischer Einblick in eine literaturgeschichtliche Epoche • die historische Dimension von Literatur erkennen 1.3 Vertiefung in die Methoden der Interpretation • komplexere Interpretationsverfahren gezielt anwenden sich durch eigene Fragestellungen mit Texten auseinandersetzen 1.4. Textualität und Literarizität • Kriterien der Textualität unterscheiden und anwenden • reflektieren, was Texte in besonderem Sinne zu Literatur macht 1.5. Literatur und mediale Umsetzungen • Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren medialen Adaptionen herausarbeiten 1.6. Sachtexte • anspruchsvolle Sachtexte verstehen und beurteilen 1.7. Recherche • die für ein vertieftes Leseverständnis benötigten Informationen gezielt beschaffen 2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Sachtextsorten • wichtige Sachtextsorten charakterisieren und umsetzen 2.2 Schreibprozess • eigene und fremde Texte redaktionell überarbeiten und • den Computer und digitale Hilfsmittel für das Schreiben effizient nutzen 2.3. Einführung ins wissenschaftliche Schreiben • Grundregeln und Methoden des wissenschaftlichen Schreibens anwenden 3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Zuhören • mündlicher Rede folgen und zum Gesagten Stellung neh- 3.2 Argumentieren • differenziert und sachbezogen argumentieren 3.3 Präsentations- und Vortragstechnik • ein Referat vorbereiten und halten 3.4. Feedback • eine konstruktive Rückmeldung geben und auf Kritik angemessen reagieren 4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Grammatik • grammatische Probleme am Einzelfall reflektieren und bewältigen 4.2 Sprachwissenschaft • exemplarische sprachwissenschaftliche Fragen erörtern 1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Literarische Texte aus verschiedenen Gattungen und Epochen anspruchsvolle Texte verschiedener Epochen analysieren, verstehen und literaturgeschichtlich einordnen • ein Sensorium für andere Kulturen und für die Geschichtlichkeit von Texten entwickeln 1.2 Literaturgeschichte • literarische Epochen charakterisieren • zu Texten aus älteren Epochen einen Zugang finden 1.3 Selbstständige Interpretation • ein literarisches Werk selbstständig lesen und es in seinen Grundzügen interpretieren 1.4. Sach- und Medientexte • die Argumentationsstruktur von anspruchsvollen Sachtexten und journalistischen Texten analysieren die Textqualität kritisch beurteilen 2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Argumentierendes Schreiben • einen Sachverhalt erörtern und dazu differenziert Stellung nehmen 2.2 Journalistische Textsorten • journalistische Textsorten charakterisieren und selber produktiv umsetzen 2.3 Literarisches und kreatives Texte für ein Publikum verfassen 2.4. Schreibprozess • das eigene Schreiben stilistisch variieren 3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Vortragen • literarische Texte szenisch umsetzen 3.2 Argumentieren • differenziert, sachbezogen und kritisch argumentieren 3.3 Gespräche • ein Gespräch strukturiert führen 4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Sprachwissenschaft • Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern • ein Bewusstsein für sprachliche Phänomene entwickeln und linguistische Begriffe zu deren Beschreibung anwenden 4.2 Umgang mit Medien • Erscheinungsformen der Medienlandschaft analysieren und 1. Lesen Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Literaturgeschichte und exemplarische Texte der Gegenwartsliteratur Texte verschiedener Epochen analysieren, verstehen, in ihren kulturellen und literaturhistorischen Kontext einordnen und dabei diese Einordnung kritisch hinterfragen 1.2. Anspruchsvolle Methoden der • unterschiedliche Interpretationsansätze nachvollziehen • ein literarisches Werk selbstständig erarbeiten und interpretieren sowie den Leseprozess reflektieren 1.3 Wertung und Literaturkritik • ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text abgeben • Fragen der literarischen Qualität reflektieren 1.4. Literatur und Gesellschaft • literarische Texte als Beitrag zu aktuellen und vergangenen gesellschaftlichen Debatten wahrnehmen • die Rolle der Literatur für die Gesellschaft reflektieren • Aspekte des Literaturbetriebs charakterisieren 1.5. Sach- und Medientexte • mit essayistischen, philosophischen und wissenschaftlichen Texten umgehen 2. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Argumentierendes und essayistisches Schreiben • prüfungsrelevante Textsorten verfassen 2.2 Schreibprozess • das eigene Schreiben reflektieren 3. Hören und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Vortrag und Rhetorik • eine Rede nach rhetorischen Gesichtspunkten verfassen und halten • rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt einsetzen 3.2 Prüfungsgespräch • ein Prüfungsgespräch kompetent und fachsprachlich adäquat gestalten • Positionen differenziert vertreten 4. Sprach- und Medienreflexion Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Sprachphilosophie • Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit kritisch reflektieren 4.2 Umgang mit Medien • sich kompetent und kritisch in der Medienlandschaft bewe- Grundlagenfach Englisch KLASSEN-LEHRPLÄNE • Grammatik der Bezirksschule: Wiederholung - Zeiten (Present simple/continuous; past simple/continuous; past/ present perfect; going to-/will-future) - Das Passiv - Modalverben - Indirekte Rede - Unregelmässige Verben - Fragen, Frageanhängsel und Kurzantworten, etc. • Grammatik der intermediate Stufe: Vertiefung und Erweiterung • Wortschatz des Lehrmittels, evt. eines Grund- und Aufbauwortschatzes • der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden • grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem) • ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes • der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen (gedruckt und online) • grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen • Hören • der Lernstufe entsprechend Hörtexte im Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Sachtexte) • die Hauptpunkte von einfachen / mittelschweren, vom Lehrmittel unabhängigen, authentischen Hörtexten verstehen • Sprechen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke • sich ausdrücken, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt • sich in den meisten häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen sprachlichen Mitteln verständigen • sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen • eine geübte Präsentation eines vertrauten Themas machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse) • Lesen • einfache / mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels oder einfache literarische Werke) vorlesen, verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern • Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke einfache kürzere Texte schreiben (z.B. persönlicher Brief, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare) • Literarische Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (Jugendliteratur, kurze Romane, Theaterstück, Shortstorys und Lyrik) • Einführung in die Grundbegriffe der Literaturanalyse (z.B. plot, character, setting, etc.) • einfache / mittelschwere Originaltexte lesen und verstehen • relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen und kommentieren • Grundbegriffe der Literaturanalyse verstehen und anwenden • kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen, politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich • einfache / mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Festivals, Traditionen, Schulsysteme) • über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen sprechen • Grammatik der upper-intermediate Stufe: Vertiefung und Erweiterung • Wortschatz (Erweiterung) • der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen • lexikalische Strukturen (z.B. verb patterns, word formation, chunks) erkennen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse • ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes erweitern (z.B. collocations, phrasal verbs) • Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen • Hören • mittelschwere bis anspruchsvolle Hörtexte des im Klassenunterricht verwendeten Lehrmittels verstehen • die Hauptpunkte der vom Lehrmittel unabhängigen Hörtexte verstehen, wenn Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird (z.B. Songs, Ausschnitte aus TV-Shows) • Sprechen • relativ fliessend sprechen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke • sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen • sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen • ein selbst gewähltes, vertrautes Thema präsentieren, eine nachfolgende Diskussion einleiten und weitgehend führen • Lesen • mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels) vorlesen, verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern • authentische Sachtexte und mittelschwere literarische Werke mit Hilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen • Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke • unterschiedliche kürzere Textsorten schreiben (z.B. Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen) • Stufengerechte Originalliteratur (z.B. Romane, 3-act plays, etc.) • Vertiefung der Literaturanalyse (z.B. point of view, theme, motif, etc.) • mittelschwere Originaltexte lesen und • weitere Begriffe der Literaturanalyse verstehen und anwenden • stilistische Mittel erkennen • kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen, politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich • Eigenheiten anderer Kulturen anhand englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und benen- • ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit ‚Andersartigkeit’ pflegen • Grammatikthemen der upperintermediate / advanced Stufe • Wortschatz • Sprachreflexion • anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden • ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden • einsprachige Wörterbücher benutzen • verschiedene sprachliche Register unterscheiden • sich zur Wirkung der englischen Sprache (z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische Reden) äussern • Vergleiche zwischen Englisch und anderen Schulsprachen herstellen • Hören • längere authentische Redebeiträge und Vorträge verstehen und komplexer Argumentation folgen, wenn das Thema vertraut ist • die Hauptpunkte von authentischen, anspruchsvollen Hörtexten wie Vorlesungen, Reden, TV-Beiträge zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen • Sprechen • relativ fliessend frei sprechen • ein ausreichend breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke • sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen • ein literarisches Werk oder ein gesellschaftliches Thema klar strukturiert und überzeugend präsentieren • eine Präsentation zu einem selbstgewählten Thema geben, die eigene Argumentation auf die Zuhörer abstimmen, auf Rückfragen adäquat reagieren und die eigene Meinung auf einfache, aber schlüssige Art begründen • Lesen • aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien analysieren und kritisch reflektieren (z.B. Zeitungsartikel, Reportagen, Interviews) • versch. Sach- und literarische Texte weitgehend selbständig erarbeiten • Schreiben • die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke • verschiedene Textsorten produzieren (z.B. Berichte, Rezensionen, formelle Briefe, Leserbriefe) • klar aufgebaute, längere Texte schreiben • der Lernstufe entsprechende Originalliteratur (wenn möglich aus verschiedenen Epochen) • weitgehend eigenständige Literaturanalyse • sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen • mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben über Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Figuren • mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken wie z.B. Perspektivenwechsel oder innere Monologe erkennen und in ihrer Funktion verstehen • allein oder in Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten • Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und • Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren (z.B. 19th-century novels und ihre Filmadaptionen) • kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen, politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich • gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen • englischsprachige Beiträge aus verschiedenen Medien sowie literarische und Sachtexte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren (z.B. US-elections, current affairs, global issues) • Grammatikthemen der advanced Stufe • Wortschatz • Sprachreflexion • ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden • einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht anwenden • lexikalische Strukturen erkennen und • individuell ihren Wortschatz erweitern • die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen Beiträgen kritisch reflektieren • Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen • Hören • längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind • ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen • Hörtexte mit markanten, regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob einordnen und in den Hauptpunkten verstehen • Sprechen • sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation entsprechend relativ stilsicher ausdrücken • eine breite Palette an Redemitteln klar und ohne sich stark einzuschränken einsetzen • ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und Fragen dazu kompetent beantworten • in Gruppen Diskussionen selbständig planen und durchführen (z.B. zu aktuellen kontroversen Themen) • ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge mit denen anderer verknüpfen • Lesen • authentische Sachtexte aus verschiedenen Quellen wie z.B. Zeitungen, Fachmagazinen oder Internetseiten ohne grössere Schwierigkeiten verstehen, kommentieren und diskutieren • anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit auseinandersetzen • Schreiben • umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel) • Stilmittel und Register anwenden • sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken • überzeugend argumentieren • Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten und sie in klar strukturierter, kohärenter Form darstellen • unterschiedliche längere Textsorten schreiben (z.B. essay, composition) • Originaltexte (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen • eigenständige Literaturanalyse • anspruchsvolle literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmitteln) • vieldeutige Texte verstehen und mehrere Deutungen zulassen • in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Figurenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben • zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen • selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes er- • Literatur im Kontext • literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und • Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen und interpretieren • kulturelle Aspekte z.B. aus dem sozialen, politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder historischen Bereich • gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums, auch im Vergleich, verstehen • authentische englischsprachige Beiträge aus verschiedenen Medien sowie literarische und Sachtexte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren • sich anhand authentischer Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre Kompetenz zur Selbstreflexion fördern (z.B. current affairs, native populations, colonialism) Grundlagenfach Französisch 1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten und Modi, Satzbau, Wortarten (je nach Wahl des Lehrmittels) • bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden • neu erlernte Grundstrukturen bilden und 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • themen- und textbezogener Grundwortschatz • den bereits erworbenen Wortschatz anwenden und erweitern 1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Selbstkorrektur Die Schülerinnen und Schüler können • elementare Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und 2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen • Deutlich und relativ langsam gesprochene einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch, didaktisierte Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts • Unterrichtsgespräch in der • die Hauptpunkte eines Redebeitrags verstehen • das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch 2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen • Redebeiträge • Rollenspiele • Präsentationen, Kurzreferate • sich spontan und verständlich ausdrücken • in Rollenspielen sprechen • an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken • eine erste strukturierte Präsentation hal- • am Unterrichtsgespräch teilnehmen 2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen • einfache literarische und andere Originaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte • Lesestrategien • Texte verstehen und global zusammenfassen • die explizite Struktur eines Textes erkennen • Unverstandenes durch den Kontext erschliessen • weitgehend korrekt vorlesen 2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen • einfache Texte • verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar, Interview, innerer Monolog, Dialoge • kurze, kohärente Texte schreiben • schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen 3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und • Handlungsebene eines literarischen Textes • Themenanalyse • die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben und erklären • die Themen erkennen und 3.2 Grobinhalte: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen • einfache literarische Texte aus dem 20. und 21. Jahrhundert, z.B. Schmitt, Monsieur Ibrahim et les fleurs du coran ; Malle, Au revoir les enfants • einfaches textimmanentes Kontextwissen, z.B. la Résistance • vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen • den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eigenen Worten wiedergeben 3.3 Grobinhalte: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen • einfache Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. Regionen und ihre Besonderheiten, die Lebenswirklichkeit französischsprachiger Jugendlicher, Umwelt • einfache Chansons, Filme, Medientexte, Werbespots, Musikclips • ausgewählte Themen erarbeiten und mit eigenen Worten wiedergeben 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion 1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Zeiten und Modi, Wortarten, Satzbau, Äusserungsarten (je nach Wahl des Lehrmittels) • bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen korrekt an- • neu erlernte Strukturen bilden und an- 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • themen- und textbezogener Grundwortschatz • den bereits erworbenen Wortschatz sicher anwenden und erweitern • mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen 1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Selbstkorrektur Die Schülerinnen und Schüler können • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern 2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen • Deutlich gesprochene authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch, Diskussionen, Hörverständnisübungen, Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts • Unterrichtsgespräch in der • die Hauptpunkte eines Redebeitrags • das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch verstehen 2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen • Redebeiträge • Rollenspiele • Präsentationen • sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken • in Rollenspielen sprechen • an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken • Referate halten • am Unterrichtsgespräch teilnehmen 2.3 Grobinhalte: Lesen fachliche Kompetenzen • literarische und andere Originaltexte einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte • Texte sinnvoll zusammenfassen • die Struktur eines Textes erkennen und beschreiben • Unverstandenes durch den Kontext erschliessen • längere Lesepensen bewältigen • weitgehend korrekt und fliessend vorlesen 2.4 Grobinhalte: Schreiben fachliche Kompetenzen • kürzere Texte • verschiedene Textsorten, z.B. Stellungnahme, Kommentar, Journal, Brief, innerer Monolog, Dialog, cahier de lecture • Texte verständlich und kohärent • schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen 3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und • Handlungsebene eines literarischen Textes • erste Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler, narrative Struktur • Themenanalyse • die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären • Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren • erste Grundbegriffe der Literaturanalyse anwenden • die Themen erkennen und • einen literarischen Text selbständig lesen 3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen • literarische Originaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad, z.B. Camus, Les Justes; Gary, La Vie devant soi • elementare literaturgeschichtliche Kenntnisse • elementare Informationen zum Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten wiedergeben 3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen • Themen aus der Gesellschaft und Kultur der französischsprachigen Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. die Lebenswirklichkeit französischsprachiger Menschen, Themen wie Familie und Jugend, Schule und Beruf, Romandie • Filme, Chansons, Medientexte, Werbespots, Musikclips • ausgewählte Aspekte der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur in eigenen Worten beschreiben und dazu Stellung nehmen 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion 1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und compléments du verbe, Passiv, Wortarten • die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Grundstrukturen sicher anwenden • neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • themen- und textbezogender Grund- und Aufbauwortschatz • den bereits erworbenen Wortschatz anwenden und erweitern • mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen 1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Die beiden Sprachregister: langage courant, langage familier • Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und • können Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und • können zwischen langage courant und langage familier unterscheiden • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen 2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen • Authentische, längere Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts • authentische Redebeiträge in der Standardsprache weitgehend • das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen 2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen • Redebeiträge • Präsentationen • sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken • sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten • an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten • Präsentationen halten • sich am Unterrichtsgespräch beteiligen 2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen • literarische und andere Originaltexte mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke, Medientexte • Texte präzis zusammenfassen • Texte und Textpassagen analysieren und interpretieren • Texte selbständig lesen und erarbeiten • Sinn gebend vorlesen 2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen • längere Texte • unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte • Texte verständlich, kohärent und sprachlich weitgehend korrekt • die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text anwenden • schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen 3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und • Themenanalyse • Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren • verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Poesie • Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und Themen eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung erklären • die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe auf den literarischen Text anwenden • einen literarischen Text auf seine analysieren • einen literarischen Text selbständig lesen 3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Molière et le classicisme, Camus, Sartre et l’existentialisme, le théâtre absurde • literaturgeschichtlicher Kontext • den literaturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben 3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen • komplexere Themen aus der Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. Gesellschaft zur Zeit von Louis XIV, 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen, Maghreb, Einwanderung, Banlieue • Chansons, Filme, Medientexte • ausgewählte Themen der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur analysieren und dazu Stellung nehmen 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion 1. 1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen (je nach Kenntnisstand der Abteilung) • die bereits erworbenen morphosyntaktische Grundstrukturen sicher und korrekt anwenden • neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und sicher und korrekt anwenden 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • erweiterter themen- und textbezogener Grund- und • den bereits erworbenen Wortschatz sicher anwenden und erweitern • mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen 1.3 Grobinhalte: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Die beiden Sprachregister: langage courant, langage familier • Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und • können Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und • können zwischen langage courant und langage familier unterscheiden • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen 2.1. Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen • Authentische, anspruchsvollere Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen • authentische Redebeiträge weitgehend verstehen • das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen 2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen • Redebeiträge • Präsentationen • sich kritisch äussern und überzeugend argumentieren • an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten • Präsentationen halten • sich am Unterrichtsgespräch beteiligen 2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen • literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte • die Struktur und die Argumentation in einem Text analysieren • Texte interpretieren bzw. kritisch reflektieren • Texte selbständig lesen und erarbeiten • Sinn gebend vorlesen 2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen • längere Texte • unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte • Texte verständlich und logisch, der Textsorte angemessen und sprachlich weitgehend korrekt • schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen 3.1. Grobinhalt: Literaturanalyse und • Themenanalyse • Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, elementare rhetorische Figuren • verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Sonnett, Autobiografie • einen literarischen Text inhaltlich und stilistisch analysieren und interpretieren • einen literarischen Text auf seine analysieren • einen längeren literarischen Text selbständig lesen 3.2 Grobinhalte: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen • literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Voltaire et le siècle des Lumières, Zola et le naturalisme, les poètes du romantisme, le roman actuel • literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext • den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern 3.3 Grobinhalte: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen • komplexere Themen aus der Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. Französische Revolution und ihre Aktualität, Kultur des 19. Jahrhunderts und ihre Spuren in der heutigen Zeit, Maghreb, Karibik, Einwanderung, Banlieue, 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen, Jugendkultur • Chansons, Filme, Sachtexte • ausgewählte Themen der französischsprachigen Gesellschaft und Kultur verstehen und erklären Schwerpunktfach Französisch (In den Lerngebieten 2. und 3. werden die 3. und 4. Klassen gemeinsam unterrichtet: „Zofinger Modell“) 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion 1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grund-und Aufbaustrukturen, z.B. Nebensatzsyntax, Infinitivstrukturen und compléments du verbe, Passiv, Wortarten • die bereits erworbenen Grundstrukturen anwenden • neue komplexere syntaktische Aufbaustrukuren bilden und 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • themen- und textbezogener • einen breiten Grundwortschatz sicher • mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen 1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • verschiedene Sprachregister • können Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und • verschiedene Sprachregister unterscheiden 1. Lerngebiet: Sprache + Sprachreflexion 1.1 Grobinhalt: Grammatik fachliche Kompetenzen • morphologische und syntaktische Grund-und Aufbaustrukturen • die bereits erworbenen Grundstrukturen anwenden • neue komplexere syntaktische Aufbaustrukturen bilden und 1.2 Grobinhalt: Wortschatz fachliche Kompetenzen • themen- und textbezogener • einen breiten Wortschatz situationsgerecht anwenden • mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie erschliessen 1.3 Grobinhalt: Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • verschiedene Sprachregister • Wissenserweiterung • können Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und • können verschiedene Sprachregister erkennen und erklären • ihre Ausdrucksweise situativ angemessen anpassen • fehlende Kenntnisse selbstständig aufarbeiten 2.1 Grobinhalt: Hören fachliche Kompetenzen • Authentische, komplexe Redebeiträge und Sprechsituationen • Komplexe Präsentationen • in längeren Redebeiträgen und Präsentationen auch komplexerer Argumentation folgen 2.2 Grobinhalt: Sprechen fachliche Kompetenzen • ausführliche Redebeiträge zu anspruchsvollen Themen • Präsentationen • sich fliessend und frei äussern • ihren Standpunkt begründen und vertreten • an einer Diskussion teilnehmen und sie leiten • überzeugend präsentieren • sich am Unterrichtsgespräch beteiligen 2.3 Grobinhalt: Lesen fachliche Kompetenzen • anspruchsvolle literarische und andere Originaltexte, z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, • Texte zusammenfassen, analysieren und interpretieren bzw. kritisch reflektieren • Texte selbständig lesen und erarbeiten • korrekt und Sinn gebend vorlesen 2.4 Grobinhalt: Schreiben fachliche Kompetenzen • komplexere Texte zu anspruchsvollen • unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte • Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich korrekt • argumentieren und Stellung nehmen • schreibend kreativ mit Sprache und Texten umgehen 3.1 Grobinhalt: Literaturanalyse und fachliche Kompetenzen • Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, rhetorische Figuren • verschiedene literarische Gattungen, z..B. philosophische Erzählung, klassisches und modernes Theater, klassische und avantgardistische Gedichtformen, traditioneller und moderner Roman • einen literarischen Text mit den relevanten Grundbegriffen der Literaturanalyse analysieren und interpretieren • Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung • einen literarischen Text auf seine gattungs- und formspezifischen Merkmale hin analysieren • eine längeren literarischen Text selbständig lesen 3.2 Grobinhalt: Literaturgeschichte fachliche Kompetenzen • anspruchsvolle literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert • literarische Epochen und Strömungen seit dem 17. Jahrhundert, z.B. Molière et le classicisme, Voltaire et le siècle des Lumières, Flaubert et le réalisme, Baudelaire et le romantisme, Breton et le surréalisme, Beckett et le théâtre moderne, Sartre, Camus et l’existentialisme, Literatur aus dem Maghreb, Westafrika, der Karibik, der Romandie, le roman actuel • den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text erläutern • die Merkmale verschiedener Epochen und Strömungen erklären 3.3 Grobinhalt: Civilisation und Kultur fachliche Kompetenzen • komplexere Themen aus der Gesellschaft und Kultur der Schweiz, Frankreichs bzw. der Francophonie, z.B. Französische Revolution und ihre Aktualität, Kultur des 19. Jahrhunderts und ihre Spuren in der heutigen Zeit, Maghreb, Karibik, Westafrika, Einwanderung, Banlieue, 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen, Jugendkultur, politisches und gesellschaftliches System Frankreichs, Kino, Kunst, Architektur • Chansons, Filme, Sachtexte, Rap, Poetry Slam • ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Themen der französischsprachigen Welt fundiert erläutern und dazu kritisch Stellung nehmen Grundlagenfach Geografie Wochenstunden 2 1 2 - 1. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Topografisches Grundwissen • Möglichkeiten der kartografischen Darstellung beschrei- 1.2 Kartografie • Karten lesen und interpretieren. 1.3 Orientierung auf der Erde • sich auf der Erde orientieren und aktuelle Ereignisse mit geografischen Informationsmitteln einordnen. 1.4 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen • Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken präsentieren. 2. Die Erde als Himmelskörper Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Entstehung von Weltall, Sonnensystem und Erde • die Entstehung von Sternen und Planeten nachvollzie- 2.2 Rotation der Erde • die Rotation der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären. 2.3 Revolution der Erde • die Revolution der Erde im Sonnensystem beschreiben und die Konsequenzen für die Erde erklären. 3. Meteorologie und Klimatologie I Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Aufbau der Atmosphäre • den Aufbau der Atmosphäre beschreiben und ihre Bedeutung für Wetter und Klima erklären. 3.2 Klimaelemente und Klimafaktoren • beschreiben, welche Klimaelemente und –faktoren das Klima bestimmen. 3.3 Wetterphänomene • Wetterphänomene beschreiben und erklären 4. Geologie und Oberflächenprozesse I Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Aufbau der Erde • den Aufbau der Erde beschreiben. 4.2 Plattentektonik • die plattentektonischen Prozesse erklären. 4.3 Vulkanismus und Erdbeben • Vulkanismus und Erdbeben beschreiben und erklären. 5. Wirtschaft und Ressourcen I Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Ressourcen und Reserven • die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung von Ressourcen analysieren und bewerten. 5.2 Umweltprobleme und Umweltpolitik • ausgewählte Umweltprobleme verstehen und Möglichkeiten der Umweltpolitik beurteilen. 1. Gesellschaft und Raum Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Demografische Faktoren und demografische Transformation • wichtige demografische Prozesse analysieren, ursächlich erklären, Folgen abschätzen und Massnahmen beurteilen. 1.2 Migration und Integration • soziale Ursachen und Folgen von Migration erkennen sowie darauf bezogene Massahmen 1.3 Kulturen und Raum • Lebensweisen in ihren Grundzügen verstehen und Veränderungsprozesse erklären. 2. Meteorologie und Klimatologie II Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Wetterlagen Europas • Wetterphänomene interpretieren und mit Grosswetterlagen in Verbindung bringen. 2.2 Globale Zirkulation • die jahreszeitliche globale Verteilung von Zyklonen und Antizyklonen erklären. 2.3 Klima- und Vegetationszonen • den Zusammenhang zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung verstehen. 2.4 Natürliche Klimaänderungen und anthropogene Beeinflussung • die natürliche und die durch den Menschen bedingte Klimaänderung verstehen und 3. Geologie und Oberflächenprozesse II Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Kreislauf der Gesteine, Lagerstätten und Rohstoffe • den Kreislauf der Gesteine beschreiben und den Zusammenhang mit ihrer Struktur und Zusammensetzung verstehen. 3.2 Mineralien und Gesteine • ausgewählte Mineralien und Gesteine 3.3 Geologische Geschichte und tektonischer Aufbau eines Grossraumes • die geologische Geschichte und den tektonischen Aufbau eines Grossraumes nachvollziehen. 3.4 Verwitterung, Erosion, Akkumulation: Landschaftsformen • die Landschaftsformen der Erdoberfläche erkennen und die sie formenden Prozesse 3.5 Bodenkunde • Aufbau von Böden und Prozesse ihrer Bildung erklären und ihre Bedeutung für Natur und Landwirtschaft erkennen. 4. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen • Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken 4.2 Arbeitsmethoden • ausgewählter Arbeitsmethoden anwenden. 1. Entwicklung der Weltgesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Globale Verteilung von Wohlstand und Armut • räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene beschreiben. 1.2 Landflucht und Verstädterung • die globale Urbanisierung erklären. 1.3 Entwicklungstheorien • Entwicklungstheorien erläutern und vergleichend 1.4 Entwicklungszusammenarbeit • unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Projektbeispiele vergleichen und bewerten. 1.5 Welthandelsbeziehungen und Weltwirtschaftspolitik • die Aktivitäten von Ländern in globalen Märkten beschreiben und ihre Rolle in der Welthandelspolitik erklären. 2. Siedlung und Mobilität Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Landschaftswandel • die Strukturveränderungen der Landschaft in der Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben und die Folgen beurteilen. 2.2 Urbanisierung, Entstehung von Agglomerationen • die Siedlungsentwicklung der Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben und die Folgen 2.3 Entwicklung der Verkehrsnetzwerke • die Verkehrsentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und naher Zukunft beschreiben und die Folgen für die Siedlungsstruktur erklären. 2.4 Räumliche Nutzungskonflikte • räumliche Nutzungskonflikte erkennen und 2.5 Raumplanung in der Schweiz • die Grundzüge der schweizerischen Raumplanung verstehen sowie ihre Möglichkeiten und Grenzen 3 Zusammenwirken von Gesellschaft und Natur Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Naturgefahren • die Entstehung ausgewählter Naturgefahren 3.2 Umgang mit Naturgefahren • den Umgang mit Naturgefahren nachvollziehen und Beispiele beurteilen. 3.3 Umweltprobleme und Umweltpolitik • zu Umweltproblemen Lösungsansätze entwickeln. 3.4 Nachhaltige Entwicklung • Konzepte der nachhaltigen Entwicklung und ihre räumlichen Bezüge verstehen. 4. Wirtschaft und Ressourcen II Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Fossile Energieträger • die Bedeutung und Reichweite der fossilen Energieträger erkennen. 4.2 Alternativenergien • die Bedeutung und das Potential der Alternativenergien erkennen. 4.3 Energiepolitik • Formen der Energienutzung bezüglich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Bedeutung 5. Methoden und Informationsmittel Die Schülerinnen und Schüler können 5.1 Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen • Daten erheben, analysieren und die Ergebnisse in Form von Karten, Texten und Grafiken 5.2 Arbeitsmethoden • ausgewählte Arbeitsmethoden anwenden. Ergänzungsfach Geografie Lerngebiete fachliche Kompetenzen 1. Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie Zum Beispiel: − Geomorphologie − Hydrologie − Klimatologie − Naturgefahren − Ressourcen − physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären. − Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftliche Folgen physischer Prozesse einschätzen und beur- − in Zusammenhängen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren. − Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren. − Lösungsansätze für ökologische Probleme erarbeiten. 1.2. Schnittfelder zur Humangeografie 2. Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie Zum Beispiel: − Tourismus − Siedlungsentwicklung − Entwicklungszusammenarbeit − Ethnologie − Demographie − Humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher Theorien erklären. − Verbindungen zur physischen Geografie erkennen sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen und beurteilen. − in Zusammenhängen von Handlungen und Interaktionen denken, Typen und Modelle bilden und damit argumentieren. Lerngebiete fachliche Kompetenzen 2.2. Schnittfelder zur physischen Geografie − den Gehalt von Aussagen und Argumenten kritisch beurtei- − Geografische Informationsmittel wie Karten, Luft- und Satellitenbilder verarbeiten, analysieren und interpretieren. Grundlagenfach Geschichte Wochenstunden 2 2 2 2 1. Umgang mit Materialien und Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können. 1.1 Klassifizierung von Materialien • den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläu- • eine Quelle ihrer Gattung zuordnen. • Ursachen für den Verlust von Quellenmaterial finden und seine Auswirkungen darlegen. 1.2 Bearbeitung von Materialien • die Absicht des Verfassers kritisch hinterfragen. • aufgrund vorgegebener Fragen Texte, Bildquellen und Karten auswerten. 1.3 Erarbeitung von Fragestellun- • zu einem vorgegebenen Thema Fragen formulieren und diese gruppieren. 2. Fakten und Zusammenhänge 2.1 Politische Geschichte Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.1 Staatliche Strukturen • zentrale Begriffe der Staatskunde und politischen Geschichte anwenden. • die Funktionsweise historischer und heutiger staatlicher Institutionen verstehen und darlegen. • verschiedene Staats- und Regierungsformen vergleichen. • Vor- und Nachteile des politischen Systems der Schweiz diskutieren. 2.1.2 Herausbildung von Staaten • Vorformen von Staatlichkeit erläutern. • Entstehung von Staatlichkeit darlegen. • Auswirkungen von Staatenbildungsprozessen analysieren. 2.1.3 Kontinuität und Wandel • politische Entwicklungen vormoderner Epochen analysieren und ihre Auswirkungen aufzeigen. • Voraussetzungen für Kontinuität und Umbrüche beurteilen. • innere und äussere Herausforderungen ausgewählter Staatswesen diskutieren und ihre Auseinandersetzung damit beschreiben. 2.2. Internationale und supranationale Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können Kooperation und Konflikte zwischen Staaten • an historischen oder aktuellen Beispielen Formen der Zusammenarbeit zwischen Staaten darlegen. • an einem Fallbeispiel die Bedeutung einer internationalen oder supranationalen Organisation für Sicherheit, Zusammenarbeit und Menschenrechte beurteilen. • Prozesse, die zu Konflikten und teils gewaltsamen Auseinandersetzungen führen, analysieren. 3. Nachdenken über Geschichte Methodische Zugänge der Ge- • Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft exemplarisch nachvollziehen. • ausgewählte Periodisierungsmuster darlegen und deren Folgen für das Verständnis von Geschichte beurteilen. 1. Arbeitsmethoden und Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klassifizierung von Materialien • die in einer Quelle vorhandenen Positionen des Verfassers herausarbeiten. • Textquellen, Bilder oder Sachquellen zeitlich einordnen und in ihren Kontext stellen. • erkennen, welche Aussagebereiche von Materialien abgedeckt werden, welche nicht. 1.2 Bearbeitung von Materialien • aufgrund einer vorgegebenen Fragestellung die Inhalte von Materialien herausarbeiten und in eigenen Worten korrekt • Inhalte in einen bekannten oder neuen Zusammenhang • Ursachen, Probleme und Folgen von konkreten Themenstellungen beschreiben. 1.3 Erarbeitung von Fragestellun- • zu einer überschaubaren Menge verschiedener Materialien Fragen formulieren und erkennen, inwiefern Antworten möglich sind. • Anforderungen an weiteres Material formulieren, damit die Antworten ergänzt oder präzisiert werden können. 2. Fakten und Zusammenhänge 2.1 Vorindustrielle Wirtschaftsformen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.1 städtische Produktionsfor- • die Besonderheiten städtischer Produktionsformen und ihre Voraussetzungen nennen. • Risiken und Schutzbestrebungen verschiedener Wirtschaftszweige darstellen und ihre Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft analysieren. • Formen vorindustrieller Grossproduktion erläutern und ihre Folgen für verschiedene Regionen, Bevölkerungsgruppen und die Gesellschaftsstruktur schildern. 2.1.2 ländliche Produktionsformen • Möglichkeiten und Grenzen landwirtschaftlicher Produktion unter verschiedenen klimatischen Voraussetzungen und sich verändernden Produktionsformen erläutern. • ländliche Gesellsschaftsstrukturen kennen, sie mit anderen vergleichen und beurteilen. • Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung formulieren und das daraus resultierende Konfliktpotenzial aufzeigen. 2.1.3 überregionaler Handel • Funktionsweise des Fernhandels und die Bedeutung von Rahmenbedingungen anhand eines ausgewählten Beispiels • Auswirkungen der wirtschaftlichen Prosperität einzelner Familien anhand eines Beispiels auf Politik und Gesellschaft 2.2. Weltvorstellungen und Lebensformen im Wandel Die Schülerinnen und Schüler können 2.2.1 Die Rolle religiöser Vorstellungen für Lebensformen und Weltbilder • erklären, wie sich religiöse Vorstellungen und die Lebenswelt der Menschen gegenseitig bedingen und durchdrin- • Druckmittel und Abhängigkeiten von Gruppen oder einzelnen Menschen analysieren und Einschränkungen bzw. verbliebene Freiräume und ihre Bedeutung aufzeigen. 2.2.2 Zeitvorstellungen • Ursachen von Veränderungsimpulsen finden und beschrei- • zu verschiedenen Zeiten herrschende Zukunftsvorstellungen erläutern und ihre Auswirkungen auf Denken, Glauben, Gesellschaft und politische Systeme analysieren. 3. Nachdenken über Geschichte Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • aufzeigen, wie man mit Schwierigkeiten bei der Darstellung fremder oder historischer Denk- und Lebensformen umgehen könnte. 1. Arbeitsmethoden und Umgang mit Materialien Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klassifizierung von Materialien • ein kleineres Dossier aus verschiedenen Materialien korrekt klassifizieren und bearbeiten. • erklären, warum für verschiedene Themen nur bestimmte Materialien vorhanden sind. 1.2 Bearbeitung von Materialien • Aussagen statistischer Materialien in eigene Worte fassen und auswerten. • Möglichkeiten und Grenzen der Aussagekraft statistischer Materialien beurteilen und beschreiben, wie Manipulationen möglich sind. • den Einsatz medialer Ausdrucksformen beurteilen. 1.3 Erarbeitung von Fragestellun- • selbstständig Fragestellungen für ein kleineres Dossier aus verschiedenen Materialien entwickeln, das Dossier damit bearbeiten, die Ergebnisse darstellen und in einen grösseren historischen Zusammenhang einordnen. 2. Fakten und Zusammenhänge 2.1 Aufbrüche und Umbrüche Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.1 Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen zwischen Umbruch und Erneuerung • erklären, unter welchen Umständen neue politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Ideen und Ideologien entstehen, sich umsetzen lassen oder scheitern. • erläutern, wie sich Menschen für die Durchsetzung neuer Ideen im Spannungsfeld zwischen Revolution und Reform 2.1.2 Emanzipationsbestrebungen • aufzeigen, auf welche Weise verschiedene Gruppen Abhängigkeiten aufzulösen versuchen und welche Faktoren Erfolg bzw. Misserfolg bestimmen. • den Stellenwert neuer Kommunikationsformen für die Entstehung von Emanzipationsbewegungen beurteilen. 2.1.3 Nationale Bewegungen • Faktoren nennen und erläutern, die für die Nationenbildung relevant sind, und die Auswirkungen übersteigerter nationaler Identität beurteilen. • die Probleme von Vielvölkerstaaten analysieren und die Folgen dieser Entwicklung auf andere Staaten und ethnische Gruppen aufzeigen. 2.1.4 Internationale Beziehungen zwischen imperialen Bestrebungen und Verständigung • weltpolitische Brennpunkte erkennen, die Interessen der verschiedenen Mächte beschreiben und Möglichkeiten, mit Konflikten umzugehen, aufzeigen. • die Rolle aussereuropäischer Gebiete für den Machtzuwachs bzw. Machterhalt europäischer Staaten beschreiben und die Folgen des Aufeinandertreffens verschiedener Kulturen beurteilen. 2.2 Natur und Technik in einer globalisierten Welt Die Schülerinnen und Schüler können 2.2.1 Industrialisierung: Ressourcen, technische Entwicklungen und Absatzmärkte • Zusammenhänge von technischen Entwicklungen, Rohstoffvorkommen, verfügbarem Kapital und Absatzmärkten • die Auswirkungen der Industrialisierung auf politische und gesellschaftliche Strukturen sowie die Arbeits- und Lebensformen aufzeigen. • Gegenentwürfe zu den kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen erklären. • die Entstehung neuer Konsummuster beschreiben und die Auswirkungen für Gesellschaft und Umwelt beurteilen. • Probleme der Nutzung von Ressourcen darstellen und ihren Stellenwert bei lokalen oder globalen Konflikten einschät- 2.2.2 Veränderungen im Verhältnis zwischen Mensch, Technik und Natur • Veränderungen in der Wahrnehmung von Natur, Raum und Zeit beschreiben und Folgen für den menschlichen Alltag daraus ableiten. • Auswirkungen von Umweltschäden auf den Alltag von Menschen und ihre Bewältigung durch Politik und Gesellschaft erläutern. 3. Nachdenken über Geschichte Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • erkennen, dass parallele historische Entwicklungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ablaufen können. 1. Umgang mit Materialien und Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klassifizierung von Materialien • Materialien (Quellen, Darstellungen, populäre Darstellungen von Geschichte in Belletristik oder Film) einordnen und deren Geschichtsbilder und Ideologien reflektieren. 1.2 Bearbeitung von Materialien • selbständig Materialien (Texte, Quellen, Karten, Grafiken, Statistiken, Bilder oder Filme) finden, bearbeiten und historische Bezüge herstellen. • Material und Verfasser politischen Standpunkten oder einem ideologischen Hintergrund zuordnen. 1.3 Erarbeitung von Fragestellungen • eigene Fragestellungen zu umfangreicheren Quellen und Dokumenten entwickeln. • eruieren, welche Fragen offen bleiben, und neue Fragen • historische Sachverhalte und Prozesse eigenständig darstellen (z.B. mittels Grafiken, Diagrammen, Modellen …) 2. Fakten und Zusammenhänge 2.1 Totalitarismus Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.1 Entstehung • Ursachen des Totalitarismus darlegen. • erklären, wie faschistische, nationalsozialistische oder kommunistische Bewegungen die Macht übernahmen und ein totalitäres System durchsetzen konnten. 2.1.2 Ideologie • die Kernelemente einer Ideologie beschreiben. • ausgewählte Theorien zur Erklärung von totalitären Bewegungen und Ideologien (z.B. Totalitarismustheorien, Faschismustheorien) verstehen. 2.1.3 Herrschaft • Mittel der Herrschaftsausübung in totalitären Systemen analysieren und vergleichen. • die Frage individueller Handlungsspielräume kritisch disku- • die Folgen totalitärer Systeme für Europa und die Welt darlegen. 2.2. Weltordnung und Weltunordnung Die Schülerinnen und Schüler können 2.2.1 Krisen und Konflikte • Ursachen, Eskalationsfaktoren und Folgen von Konflikten • Folgen der Konkurrenz zweier Weltsysteme im Kalten Krieg • die Interessen und die Machtmittel der beiden Lager vergleichen. 2.2.2 Neue Weltordnung? • innen- und weltpolitische Herausforderungen neu aufsteigender Mächte analysieren. • Konzepte für Weltordnungen vergleichen und ihre Chancen und Gefahren aufzeigen. 2.3 Offene Gesellschaften Die Schülerinnen und Schüler können Demokratie, Menschenrechte und Bedrohungen dieser Grundwerte • Etablierung und Sicherung von Demokratie und Menschenrechten in einem Staat darstellen und Gefährdungen beur- • Herausforderungen und Chancen einer multikulturellen Gesellschaft verstehen. 3. Nachdenken über Geschichte Methodische Zugänge der Geschichtswissenschaft • Zeit- und Kulturgebundenheit historischer Darstellungen • eigene Deutungsmuster der Vergangenheit kritisch reflek- Ergänzungsfach Geschichte 1. Umgang mit Materialien und Arbeitsmethoden Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Klassifizierung von Materialien − Materialien (Quellen, Darstellungen, populäre Darstellungen von Geschichte in Belletristik oder Film) einordnen und deren Geschichtsbilder und Ideologien reflektieren. 1.2 Bearbeitung von Materialien − selbständig grössere Materialbestände von Texten, Quellen, Karten, Grafiken, Statistiken, Bildern und Filmen finden, bearbeiten und davon ausgehend historische Bezüge herstel- − Material und Verfasser politischen Standpunkten oder einem ideologischen Hintergrund zuordnen. 1.3 Erarbeitung von Fragestellun- − eigene Fragestellungen zu grösseren Quellenbeständen und Dokumenten erarbeiten. − eruieren, welche Fragen offen bleiben, und neue Fragen − historische Sachverhalte und Prozesse eigenständig darstellen (z.B. mittels Grafiken, Diagrammen, Modellen…) 2. Macht und Herrschaft Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Machtkonstellationen, Konflikte und Machtverschiebungen (z.B. Aktuelle inner- oder zwischenstaatliche Konflikte) − Machtgefüge analysieren und ihr Zustandekommen begründen. − Abhängigkeitsverhältnisse beschreiben und beurteilen. − Gründe für Kooperation beziehungsweise Spannungen aufzeigen. − mögliche Reaktionen einzelner Beteiligter auf Verschiebungen im Machtgefüge aufzeigen und Neupositionierungen bzw. Beharren begründen. − erläutern, wie sich gefundene Kompromisse auf das Machtgefüge sowie das Selbstverständnis und die Interessen der Beteiligten auswirken. − die Folgen der Ergebnisse für die verschiedenen Beteiligten und die direkt oder indirekt Betroffenen beurteilen. 2.2. Andersdenkende als Herausforderungen für Staat und Gesell- − politische, wirtschaftliche und soziale Beweggründe für die Herausbildung von Interessen und Ansprüchen beschreiben. (z.B. Protestbewegungen) − Konfliktfelder beschreiben und die Interessen direkt und indirekt Betroffener vergleichen. − Argumentationsstrukturen und Strategien analysieren. − Ausdrucksmittel und Aktionsformen erläutern. − Machtmittel und Ressourcen der beteiligten Gruppen ein- 3. Kontinuität und Wandel Die Schülerinnen und Schüler können 3.1. Kulturelle Prägung, Rollenbilder und Verständigungsprozesse (z.B. Minderheiten) − erläutern, wie einzelne Menschen oder Gruppen Herausforderungen und Bedrohungen wahrnehmen und erklären, wie sie auf diese reagieren. − beschreiben, welche Ursachen unterschiedliche Wahrnehmungen haben. − erläutern, warum Verständigung ein langfristiger und störungsanfälliger Prozess ist. − die Folgen von gelungener Wahrnehmung, gelungener Verständigung und Störungen des Verständigungsprozess erläutern und beurteilen. − 3.2. Weltanschauung und Denkmuster (z.B. Subkulturen) − Ursachen und Folgen von gesellschaftlichem und kulturellem Wandel begründen. − analysieren, wie kulturelle und weltanschauliche Denkmuster Argumentationsstrukturen prägen. − darstellen, wie sich verschiedene kulturelle und weltanschauliche Denkmuster auf den Prozess einer Lösungsfindung auswirken. − Obligatorisches Fach Informatik (bisher)1 Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Informationen in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden können. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Das obligatorische Fach Informatik vermittelt ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Informationen und damit die Fähigkeit, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen und zu beurtei- Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren in einer höheren Programmiersprache ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten im Umgang mit algorithmischer Problemlösung und Projektorganisation und erfahren Modellierung und Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. 1 Dieser Lehrplanteil für das Fach Informatik (obligatorisches Fach) gilt für Schülerinnen und Schüler, die den Maturitätslehrgang in den Schuljahren 2016/17, 2017/18 beziehungsweise 2018/19 begonnen haben. Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders: • Strukturiert denken • Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen • Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren • Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt • Lösungen in Gruppen erarbeiten • Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen • Umgangssprache in eine formale Sprache übersetzen • Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben • Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen • Ausdauer und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen • Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden • Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen IKT-Kompetenzen: • Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden • Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren • Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen (3) Fachdidaktische Hinweise • Informatikunterricht beinhaltet Arbeit am Computer. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Infrastruktur. • Prinzipiell eignen sich alle gängigen Unterrichtsmethoden für den Informatikunterricht (z.B. Theorie- und Praxis-Aufteilung). Die folgenden Methoden werden den spezifischen Anforderungen besonders gut gerecht (z.B. der Individualisierung): Lernaufgabe, Leitprogramm, Gruppenarbeit, Entdeckendes Lernen, Projektunterricht. • Das Ziel des Informatikunterrichts am Gymnasium ist es nicht, auf die Praxis vorzubereiten (im Gegensatz zu einer Informatiklehre), sondern an die Hochschulreife heranzuführen. Trotzdem eignet sich der Informatikunterricht sehr gut zur Vermittlung von Inhalten anhand aktueller Beispiele aus der Praxis. (4) Leistungsbewertung Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können ebenfalls bewertet werden – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien. (5) Querverbindung zu anderen Fächern • Alle Fächer o Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen o Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen o Verständnis informatischer Grundprinzipien (IKT Werkzeuge) • Sprachfächer o Unterscheidung von Syntax und Semantik • Wissenschaftliche Fächer o Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn • Mathematik o Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, Algorithmen, Funktionen, etc. • Physik o Elektronik, Signalverarbeitung • Wirtschaft und Recht o Datenschutz, Datennutzungsrechte (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit • Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung • Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen • Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen • Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz (7) Präzisierung zu den Lerngebieten • Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der Kantonsschule und deren Nutzung. • Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht rund einen Drittel der Unterrichtslektionen aus. • Algorithmen Die Schülerinnen und Schüler können • definieren, was ein Algorithmus ist. • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben. • einfache Algorithmen interpretieren. • einfache Probleme mit eigenen Algorithmen lösen. • Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen verstehen (z.B. Felder, Listen, Bäume). • für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden. • Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen. • Algorithmen in einer höheren Programmiersprache implementieren (z.B. Python). • syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigie- • Daten persistent speichern. • Repräsentation von Information Die Schülerinnen und Schüler können • digitale und analoge Datenverarbeitung • Information und Daten voneinander abgrenzen. • Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. • verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. Textformate, XML, Bildformate, ausführbare Dateien). • Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verstehen und einfache Operationen durchführen. • verschiedene Codierungen verstehen und anwenden (z.B. verlustfreie und verlustbehaftete Codierung). • Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können • die Architektur eines Computers und die Funktionsweise der wichtigsten Komponenten beschreiben. • das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. • Computernetzwerke • den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären. • verschiedene Ebenen der Kommunikation unterscheiden. • die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschrei- • eine Netzwerkumgebung analysieren. 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft • Projektentwicklung Die Schülerinnen und Schüler können • kleine Informatiklösungen planen und • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. • Kollaboration • verschiedene Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und Kollaboration gezielt einsetzen. • Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können • modular programmieren (auf verschiedenen Ebenen, z.B. Methoden, Klassen (OO), Bibliotheken) • Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können • eine Datenbankabfragesprache einsetzen (SQL). • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. • Verschlüsselung Die Schülerinnen und Schüler können • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (symmetrische und asymmetrische Verfahren, ohne mathematische Hintergründe). • die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. • geeignete Verschlüsselungsmethoden verwenden (in der Praxis, z.B. Email- und Dateien-Verschlüsselung). • Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären. • geeignete Schutzmassnahmen treffen. 4. Lerngebiet: Modellierung und Simulation • Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können • einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln. • Simulation und Visualisierung • Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren. 5. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft • Kollaboration Die Schülerinnen und Schüler können • die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären (z.B. Telefonverbindungsdaten). • Recht und Wirtschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz- Rechte einfordern. • Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. Obligatorisches Fach Informatik (neu) Wochenlektionen 2 1 0 0 Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders:Reflexive Fähigkeiten • Strukturiert denken • Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen • Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren • Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringtSozialkompetenz • Lösungen in Gruppen erarbeiten • Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilenSprachkompetenz • Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt • Sachverhalte und Abläufe präzise beschreibenInteressen • Informatikmittel nicht nur anwenden sondern auch verstehen wollen • Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen • Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen • Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden • Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzenIKT-Kompetenzen: • Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden • Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren • Mit Informatikmitteln verantwortungsbewusst umgehen (3) Fachdidaktische Hinweise • Informatikunterricht beinhaltet Arbeit am Computer. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Infrastruktur. • Prinzipiell eignen sich alle gängigen Unterrichtsmethoden für den Informatikunterricht (z.B. Theorie- und Praxis-Aufteilung). Die folgenden Methoden werden den spezifischen Anforderungen besonders gut gerecht (z.B. der Individualisierung): Lernaufgabe, Leitprogramm, Gruppenarbeit, Entdeckendes Lernen, Projektunterricht. • Das Ziel des Informatikunterrichts am Gymnasium ist es nicht, auf die Praxis vorzubereiten (im Gegensatz zu einer Informatiklehre), sondern an die Hochschulreife heranzuführen. Trotzdem eignet sich der Informatikunterricht sehr gut zur Vermittlung von Inhalten anhand aktueller Beispiele aus der Praxis. (4) Leistungsbewertung Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Die Anzahl Bewertungsanlässe pro Jahr und die Durchführungsmodalitäten richten sich nach den Weisungen der Schule. Der Prozess und/oder die Ergebnisse von Kleinprojekten können ebenfalls bewertet werden – unter Berücksichtigung vorgängig bekannt gegebener Kriterien. (5) Querverbindung zu anderen Fächern • Alle Fächer o Strukturiertes Herangehen an die Lösung von Problemen o Präzision in der Planung, Darstellung und Umsetzung von Lösungsansätzen o Verständnis informatischer Grundprinzipien (IKT Werkzeuge) • Sprachfächer o Unterscheidung von Syntax und Semantik • Wissenschaftliche Fächer o Simulation als Mittel zum Erkenntnisgewinn • Mathematik o Rechnen mit verschiedenen Zahlensystemen, Algorithmen, Funktionen, etc. • Physik o Elektronik, Signalverarbeitung • Wirtschaft und Recht o Datenschutz, Datennutzungsrechte (6) Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsarbeit • Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Projektplanung • Exakte Umsetzung von Vorgaben und Abläufen • Arbeit mit einfachen wissenschaftlichen Modellen • Recherche in Datenbanken; Datennutzung, Datenschutz (7) Präzisierung zu den Lerngebieten • Zu Beginn des Informatikunterrichts erfolgt eine Einführung in die informatische Infrastruktur der Kantonsschule und deren Nutzung. • Das Programmieren hat eine starke Gewichtung und macht rund einen Drittel der Unterrichtslektionen aus. • Die angegebenen Lerngebiete müssen nicht zwingend getrennt voneinander behandelt werden. Manche Gebiete überschneiden sich inhaltlich und können dementsprechend kombiniert 1. Lerngebiet: Algorithmen und ProgrammierenGrobinhalte • Algorithmen Die Schülerinnen und Schüler können • definieren, was ein Algorithmus ist. • einfache Algorithmen interpretieren respektive auf dem Papier durchspielen. • Datenstrukturen • elementare Datentypen unterscheiden und ein- • für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen • Programmieren • die wesentlichen Strukturelemente einer Programmiersprache einsetzen (Schleifen, Verzweigungen, Variablen) • einfache Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Python). • syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. • Daten persistent speichern. 2. Lerngebiet: Daten, Information, WissenGrobinhalte • Repräsentation von Information Die Schülerinnen und Schüler können • digitale und analoge Datenverarbeitung unter- • Information und Daten voneinander abgrenzen. • Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. • verschiedene Dateiformate anhand einfacher Beispiele erklären (z.B. Textformate, XML, Bildformate, ausführbare Dateien). • Codierung • binäre Zahlen und andere Zeichendarstellungen verwenden und einfache Operationen durchführen (z.B. Addition) • verschiedene Aspekte von Codierungen unterscheiden und erklären (z.B. verlustfreie und verlustbehaftete Codierung in Bildern). 3. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und SicherheitGrobinhalte • Computersystem Die Schülerinnen und Schüler können • die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben. • das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. • Computernetzwerke • eine einfache Netzwerkumgebung skizzieren. • den Unterschied zwischen lokalen und globalen Netzwerken erklären. • verschiedene Netzwerkschichten unterscheiden (Vierschichten-Modell) • die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben. • Sicherheit • erklären, warum das Email-Konto ein besonders gutes Passwort zum Schutz benötigt. 4. Lerngebiet: Aspekte der InformationsgesellschaftGrobinhalte • Automatisierung Die Schülerinnen und Schüler können • Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen. • Kleine Informatiklösungen planen und umsetzen (z.B. ein einfaches Spiel) • Kollaboration • Ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen. 1. Lerngebiet: Algorithmen und ProgrammierenGrobinhalte • Programmieren Die Schülerinnen und Schüler können • modular programmieren (mit Hilfe von Methoden, Gebrauch von Bibliotheken) • Datenstrukturen • elementare und strukturierte Datentypen einsetzen (z.B. Listen). • Algorithmen • einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben, beispielsweise umgangssprachlich, in Pseudocode oder mittels Struktogramm. • Lösungen für einfache Probleme mit eigenen Algorithmen formulieren. 2. Lerngebiet: Daten, Information, WissenGrobinhalte • Datenbanken Die Schülerinnen und Schüler können • eine Datenbankabfragesprache einsetzen (z.B. MySQL) • Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. 3. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und SicherheitGrobinhalte • Verschlüsselung Die Schülerinnen und Schüler können • Monoalphabetische und polyalphabetische Verschlüsselungsverfahren unterscheiden. • Verschlüsselungsmethoden im Alltag erkennen und verwenden (z.B. end-to-end-Verschlüsselung, https). • Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären (symmetrische und asymmetrische Verfahren, ohne mathematische Hintergründe). • die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. • Sicherheit • Sicherheitsrisiken erkennen und erklären. • geeignete Schutzmassnahmen treffen. 4. Lerngebiet: Modellierung und SimulationGrobinhalte • Modellierung Die Schülerinnen und Schüler können • Unterschiede und Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären. • Simulation und Visualisierung • einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse interpretieren. 5. Lerngebiet: Aspekte der InformationsgesellschaftGrobinhalte • Kollaboration Die Schülerinnen und Schüler können • die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären (z.B. Telefonverbindungsdaten). • Recht, Wirtschaft und Gesellschaft • wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern. • Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. Ergänzungsfach Informatik Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu beurteilen. Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar. Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind. Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt. Das Ergänzungsfach Informatik fördert • Probleme analysieren, strukturieren und modellieren • Zu Team- und Projektarbeit bereit sein • Lösungsstrategien mündlich und schriftlich verständlich formulieren • Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen • Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen • Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragen Die nachfolgenden Themen sind als Auswahl zu verstehen. Eine angemessene Tiefe der ausgewählten Themen hat im Unterricht Vorrang vor der Breite aller Themen. Nach Möglichkeit werden die Themen entsprechend dem Interesse der Klasse gewählt. Aus jedem Lerngebiet soll mindestens ein Teilgebiet behandelt werden. 1. Lerngebiet: Grundlagen und KonzepteTeilgebiete zur Auswahl • Theoretische Informatik (z.B. endliche Automaten, reguläre Ausdrücke, Komplexitätstheorie, Grenzen der Berechenbarkeit) • Netzwerke (z.B. Netzwerkarten, vernetzte Systeme, TCP/IP-Protokoll) • Logik (z.B. Boolsche Algebra, Aussagenlogik) • Digitaltechnik und Rechnerstruktur (z.B. elementare Schaltalgebra, Einsatz von Mikroprozessoren) • Aus den behandelten Themen die Bedeutung der fundamentalen Begriffe verstehen und erklären (z.B. Effizienz und Komplexität, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register) • Aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. Zustand, Al-phabet, Zeitkomplexität, Client-Server, von- Neumann-Architektur) • Aus den behandelten Themen einzelne Beispiele umsetzen 2. Lerngebiet: InformationTeilgebiete zur Auswahl: • Informationsrepräsentation (z.B. Informationsgehalt, Komprimierung, Kodierung) • Datenstrukturen (z.B. Stapel, dynamische Listen, Graphen, Bäume) • Datenbanken (z.B. Entity-Relationship-Modell, Skalierbarkeit, Normalisierung) • Datensicherheit (z.B. fehlererkennende und - korrigierende Kodes, Prüfsummen, Hashing) • Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert) • Für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen) • Die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurtei- • Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung und Fehlerkorrektur) 3. Lerngebiet: AutomationTeilgebiete zur Auswahl • Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Graphentheorie, Kryptologie, Komprimierung, Betriebssysteme, Kommunikation) • Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege formulieren. • Gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren. • Die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und einen Algorithmus auf dem Papier ausführen • Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen aus den einzelnen Teilgebieten • Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung) • Ausgewählte Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Suchen, Sortieren, LZW, shortest Path, Client-Server-Applikationen) • Projektentwicklung (z.B. die Umsetzung einer kleineren Applikation) • Informatiklösungen planen und einzeln oder im Team umsetzen. Grundlagenfach Instrument Wochenstunden 0.5 0.5 0.5 - 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler 1.1 Instrumentaltechnik - Erarbeitungs- und Übtechniken • verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. • können elementare Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und anwenden. 1.2 Körper und Atmung • sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung bewusst. 1.3 Interpretation - Stilbewusstsein - Textumsetzung • verfügen über erste stilistische Erfahrungen für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke. • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben. 1.4 Selbstwahrnehmung • verfügen über Erfahrung in der Selbsteinschätzung. 2.1 individuelles Musizieren: - stilistische Vielfalt - Repertoireaufbau und –pflege • soweit instrumentaltechnisch möglich auf die Erarbeitung von Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken. • ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken vorweisen. 2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson zusammenspielen. 2.3 Spielformen - Prima Vista-Spiel - Improvisation - Stegreifspiel - Auswendigspiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. • einfache Improvisationsansätze anwenden. • ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen. • kürzere Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau im Unterricht auswendig vortragen. 2.4 Vorspielen • Musikstücke vor ihrer Lehrperson bzw. in einem nichtöffentlichen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen. 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern auf ihrem Instrument spielen bzw. singen. • Dreiklänge (Dur, Moll, vermindert, übermässig) auf dem Instrument umsetzen. 3.2 Rhythmik • einfache rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren. • die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden. 3.3 Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise umsetzen. 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen und Epochen einordnen. 4.2 Instrumentenkunde und - • ihr Instrument sachgerecht pflegen. 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler 1.1 Instrumentaltechnik - Erarbeitungs- und Übtechnniken • weisen gegenüber dem Beginn der 1. Klasse einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus. • können die wesentlichsten Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben 1.2 Körper und Atmung • können ihr Instrument bzw. ihre Stimme physiologisch angemessen betäti- 1.3 Interpretation - Stilbewusstsein - Textumsetzung - Ausdrucksfähigkeit • sind bestrebt, die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu spielen. • verfügen über die notwendigen stilistischen Grundkenntnisse für die Wiedergabe der von ihnen gespielten Werke. • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzu- 1.4 Selbstwahrnehmung • verfügen über Erfahrung in der Selbsteinschätzung. • sind fähig, substanzielle Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. 2.1 individuelles Musizieren - stilistische Vielfalt - Repertoireaufbau und –pflege • auf die Erarbeitung von Werken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zurückblicken. • ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken vorweisen. 2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson und anderen SchülerInnen von mindestens gleichem technischem Niveau zusammenspielen. 2.3 Spielformen - Prima Vista-Spiel - Improvisation - Stegreifspiel - Auswendigspiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (2 Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen. • fortgeschrittenere Improvisationsaufgaben lösen. • ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen. • kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. 2.4 Vorspielen • Musikstücke im Schulrahmen vortragen. 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik • Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen und spielen bzw. singen. • Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen. 3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren. 3.3 Klang • Klangfarben wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen und Epochen einord- • die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen. • verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen. 4.2 Instrumentenkunde und -geschichte • die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. • die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären. • über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments kompetent Auskunft geben. • die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden. 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler 1.1 Instrumentaltechnik - Erarbeitungs- und Übtechnniken • weisen gegenüber dem Beginn der 1. Klasse einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens zwei Kompetenzstufen aus. • können verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken beschreiben und im Übprozess erfolgreich anwenden. 1.2 Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. 1.3 Interpretation - Stilbewusstsein - Textumsetzung - Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren. • sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben. • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. 1.4 Selbstwahrnehmung - Selbständigkeit • verfügen über Erfahrungen in der Selbsteinschätzung. • sind fähig, ein für sie mittelschweres Musikstück selbständig einzustudieren. 2.1 individuelles Musizieren - stilistische Vielfalt - Repertoireaufbau und –pflege • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Avantgarde nach 1945“ 7. „Postmoderne“ 8. „Jazz/Blues“ 9. „Rock/Pop“ 10. „Folk/Volksmusik“ • ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen. 2.2 Gemeinsames Musizieren • mit ihrer Lehrperson und anderen InstrumentalpartnerInnen unterschiedlichen Niveaus zusammenspielen. 2.3 Spielformen - Prima Vista-Spiel - Improvisation - Stegreifspiel - Auswendigspiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau (2 Kompetenzstufen tiefer) ab Blatt spielen bzw. singen. • fortgeschrittenere Improvisationsansätze anwenden. • ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif spielen. • kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. 2.4 Vorspielen • Musikstücke in einem passenden Rahmen vortragen. 2.5 Zukunftsperspektiven • über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung des Grundlagenfachs Auskunft ge- 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik • Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen und spielen bzw. singen. • Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen. 3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren. 3.3 Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument umsetzen. 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • die von ihnen erarbeiteten Musikstücke nach Stilen, Epochen und Gattungen einordnen. • die für ihr Instrument zentralen Stile, Epochen und Gattungen der Musikgeschichte benennen und zeitlich einordnen. • verschiedene musikalische Gattungen aus dem Repertoire ihres Instruments benennen. 4.2 Instrumentenkunde und - • die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden. Schwerpunktfach Instrument Wochenstunden 0 0 1 1 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler 1.1 Instrumentaltechnik - Erarbeitungs- und Übtechnniken • beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mind. Kompetenzstufe 3). • verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken. 1.2 Körper und Atmung • setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. 1.3 Interpretation - Stilbewusstsein - Textumsetzung - Ausdrucksfähigkeit • sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Parameter zu formulieren. • sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. • sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext fehlerfrei zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben. 1.4 Selbstwahrnehmung - Selbständigkeit • sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. • sind sich ihres aktuellen technischen Standes, ihrer Stärken und Schwächen sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst. • sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. 2.1 individuelles Musizieren - stilistische Vielfalt - Repertoireaufbau und –pflege • auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Avantgarde nach 1945“ 7. „Postmoderne“ 8. „Jazz/Blues“ 9. „Rock/Pop“ 10. „Folk/Volksmusik“ • ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen. 2.2 Gemeinsames Musizieren • sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. 2.3 Spielformen - Prima Vista-Spiel - Improvisation - Stegreifspiel - Auswendigspiel • Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. • fortgeschrittenere Improvisationsansätze anwenden. • ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif in verschiedenen Tonarten spielen. • kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. 2.4 Vorspielen • im Rahmen eines öffentlichen Auftritts die von ihnen erarbeiteten Werke zur Aufführung bringen. 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik • Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern auf ihrem Instrument spielen bzw. singen. • Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen und spielen bzw. singen. • Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen. 3.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen auf ihrem Instrument realisieren. 3.3 Klang • Klangfarben differenziert wahrnehmen, verbal beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte • die wichtigen biografischen Daten und Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigen Komponisten benennen. • die für ihr Instrument wichtigen Gattungen benennen und musikhistorisch richtig einordnen. 4.2 Instrumentenkunde und - • die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. • über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments kompetent Auskunft geben. • die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden. • ihr Instrument selbständig und sachgerecht pflegen. Ergänzungsfach Instrument Wochenstunden 1 1. Instrumentalspiel Die Schülerinnen und Schüler 1.1 Instrumentaltechnik - Erarbeitungs- und Übtechnniken − beherrschen ihr Instrument technisch auf fortgeschrittenem Niveau (mind. Kompetenzstufe 3). − verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken. 1.2 Körper und Atmung − setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. 1.3 Interpretation - Stilbewusstsein - Textumsetzung - Ausdrucksfähigkeit − sind fähig, die für ein zu erarbeitendes Stück notwendigen interpretatorischen Parameter zu formulieren. − sind fähig, die von ihnen erarbeiteten Werke stilistisch adäquat und mit persönlichem Ausdruck und Engagement zu − sind in der Lage, einen musikalischen Text von fortgeschrittenem Schwierigkeitsgrad selbständig zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument umzusetzen. 1.4 Selbstwahrnehmung - Selbständigkeit − sind fähig, Differenzen zwischen Intention und Realisierung beim Musizieren wahrzunehmen. − sind sich ihres aktuellen technischen Standes, ihrer Stärken und Schwächen sowie ihrer instrumentalen Entwicklungsmöglichkeiten bewusst. − sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. 2.1 individuelles Musizieren - stilistische Vielfalt - Repertoireaufbau und –pflege − auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen der folgenden Epochen und Stilbereiche zurückblicken: 1. „Renaissance/Barock“ 2. „Klassik“ 3. „Romantik“ 4. „Spätromantik/Aufbruch in die Moderne“ 5. „Klassische Moderne“ 6. „Avantgarde nach 1945“ 7. „Postmoderne“ 8. „Jazz/Blues“ 9. „Rock/Pop“ 10. „Folk/Volksmusik“ − ein aktives Repertoire von mind. 3 erarbeiteten Musikstücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen vorweisen. 2.2 Gemeinsames Musizieren − sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. 2.3 Spielformen - Prima Vista-Spiel - Improvisation - Stegreifspiel - Auswendigspiel − Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. − verschiedene Improvisationsansätze anwenden. − ihnen bekannte Melodien aus dem Stegreif in mehreren Tonarten spielen. − kürzere Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. 2.4 Vorspielen − in einem passenden Rahmen die von ihnen erarbeiteten Werke zur Aufführung bringen. 2.5 Zukunftsperspektiven − über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung des Ergänzungsfachs Auskunft ge- 3. Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Melodik und Harmonik − Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern auf ihrem Instrument spielen bzw. singen. − Drei- und Vierklänge sowie ihre Umkehrungen erkennen und spielen bzw. singen. − Harmonische Funktionen bewusst wahrnehmen und im Musikstück adäquat umsetzen. − die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominanten, neapolitanischen Sextakkord, Trugschluss) erkennen. − sich über instrumentenspezifisch zusätzlich notwendige harmonische Kenntnisse ausweisen. 3.2 Rhythmik − die Ebenen Metrum, Rhythmus und Taktart unterscheiden. − komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. 3.3 Klang − Klangfarben differenziert wahrnehmen, adäquat beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4. Instrumentenspezifische Kenntnisse Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Musikgeschichte − die für ihr Instrument wichtigen Gattungen benennen und musikhistorisch richtig einordnen. − sich über die Kenntnis einer repräsentativen Auswahl von Hauptwerken für ihr Instrument sowie über ein grundlegendes historisches Umfeldwissen ausweisen. 4.2 Instrumentenkunde und - − die Entstehung und Weiterentwicklung sowie die wichtigsten physikalischen Grundlagen ihres Instruments erklären. − die geläufigsten Vortragsbezeichnungen und instrumentenspezifischen Fachtermini korrekt anwenden. − ihr Instrument selbständig und sachgerecht pflegen. Grundlagenfach Italienisch (FF 1. und 2. Klasse, GLF 3. und 4. Klasse) 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Elementare morphologische und • ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden • relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Zielsprache erkennen 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Grundwortschatz Die Schülerinnen und Schüler können • Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars meistern • ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und vertiefen 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Soziolinguistische Normen Die Schülerinnen und Schüler können • die grundlegenden Regeln der Kommunikation (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat umsetzen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Lesen • Sprechen • Schreiben • einfache Texte verstehen und deren Inhalt wiedergeben • einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen folgen • einfache Texte korrekt vorlesen • sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen • kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und Dialoge) 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Lektüre • Civiltà italiana • einfache zeitgenössische Texte verstehen und deren Inhalt wiedergeben • unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geographie, Land und Leute usw.) sich Kenntnisse aneignen • den Inhalt ausgewählter Canzoni und Filmsequenzen verstehen 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Weiterführende morphologische und • anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse anwenden 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Grund- und Aufbauwortschatz • einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis umsetzen • Begriffe einfach umschreiben • typische Redewendungen sinnvoll anwenden 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln • Wortfeldarbeit • Wörterbücher kompetent benutzen • semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien, usw.) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und einsetzen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Sprechen • Lesen • Schreiben • authentische Redebeiträge, Canzoni bzw. Filme im Wesentlichen verstehen • zunehmend zusammenhängend sprechen, sich unterhalten und diskutieren • kurze Referate zu ausgewählten Themen halten • den Inhalt von Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und dazu Stellung nehmen • Texte selbständig lesen und Sinn gebend vorlesen • erste längere Texte verfassen 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Literatur • Civiltà italiana • die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und erklären • Figuren und ihre Beziehungen analysieren • unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geographie, Land und Leute usw.) sich Kenntnisse aneignen • den Inhalt ausgewählter Canzoni und Filmsequenzen verstehen 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Komplexere morphologische und • grammatikalische Kenntnisse vertiefen 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Aufbauwortschatz • Wortschatz erweitern und anwenden 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Verwendung von Hilfsmitteln • gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen • sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Sprechen • Lesen • Schreiben • den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachlern folgen, Originalbeiträge (z. B. aus Funk und Fernsehen) verstehen • sich in Diskussionen differenziert äussern • Referate zu literarischen Werken sowie anderen Themen ( wie z. B. Kunst, Geschichte, Geografie Italiens) halten • Texte aus verschiedenen Gattungen lesen und verstehen • sich selbstständig mit individuellen Lektüren auseinandersetzen • erste Essais schreiben zu Themen aus Gesellschaft, Politik Sport usw. 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Literatur • sich selbstständig mit einem literarischen Werk des 20. und 21. • Civiltà italiana Jahrhundert auseinandersetzen • historisch und kulturell relevante Themen (z. B. Nord-Süd-Problematik, Jugendarbeitslosigkeit, Italien – vom Aus- zum Einwanderungsland) erarbeiten und sich kritisch dazu äussern 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Komplexe morphologische und • selbstständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Erweiterter Wortschatz • ihren Wortschatz selbstständig festigen und vertiefen 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern • lingua letteraria von lingua parlata unterscheiden • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen : „faux amis“, sprachverwandte Wörter und Strukturen erkennen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Sprechen • Lesen • Schreiben • den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachlern folgen (Radio-, Fernsehenbeiträge, Filme), Originalbeiträge verstehen und kommentieren • sich in Diskussionen kritischdifferenziert äussern • sich mittels individueller Lektüren selbstständig mit einem Thema auseinandersetzen (z. B. als Vorbereitung auf einen Theaterbesuch) • Aufsätze, Erörterungen, Kommentare verfassen 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Literatur • Literaturgeschichte • Civiltà italiana • literarische Werke verschiedener Epochen (Trecento bis Moderne) analysieren und interpretieren • historisch und kulturell relevante Themen (z. B. il Risorgimento, la Mafia) erarbeiten und sich kritisch dazu äussern Schwerpunktfach Italienisch (in den Lerngebieten 2. und 3. werden die 3. und 4. Klassen gemeinsam unterrichtet) 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Komplexe morphologische und • vertiefte grammatikalische Kenntnisse an- 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Aufbauwortschatz • Wortschatz erweitern und anwenden 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Verwendung von Hilfsmitteln • Übersetzen • gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen • sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen • ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache/Zielsprache übersetzen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Sprechen • authentische, komplexe Redebeiträge (z. B. aus Funk und Fernsehen) und Gedankengänge von Muttersprachigen verstehen • in Diskussionen klar und nuanciert die eigene Meinung vertreten • Vorträge zu literarischen und • Lesen • Schreiben nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen halten • Texte verschiedener Gattungen (Theater, Prosa) lesen und verstehen • sich mittels individueller Lektüren selbstständig mit einem Thema auseinandersetzen • Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich korrekt 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Literaturgeschichte • Literatur • Civiltà italiana • einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben (u. a. le Tre Corone, la Commedia Goldoniana, il Romanticismo, il Verismo, il Primo ed il Secondo Novecento) • literarische Werke verschiedener Epochen analysieren und interpretieren. Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben • historisch und kulturell relevante Themen (z. B. Nord-Süd-Problematik, Jugendarbeitslosigkeit) erarbeiten und sich kritisch dazu äussern 1.1 Grobinhalte Grammatik fachliche Kompetenzen • Komplexe morphologische und • selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren und vertiefen 1.2 Grobinhalte Wortschatz fachliche Kompetenzen • Wortschatz • ihren Wortschatz selbständig erweitern und vertiefen 1.3 Grobinhalte Sprachreflexion fachliche Kompetenzen • Übersetzen • Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern • lingua letteraria von lingua parlata unterscheiden • Bezüge zu anderen Sprachen herstellen : „faux amis“, sprachverwandte Wörter und Strukturen erkennen • komplexere Textpassagen in die Zielsprache übersetzen 2.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Hören • Sprechen • Lesen • Schreiben • authentische, komplexe Redebeiträge (z. B. aus Funk und Fernsehen) und Gedankengänge von Muttersprachigen • in Diskussionen klar und nuanciert die eigene Meinung vertreten • Vorträge zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen halten • Texte verschiedener Gattungen (Theater, Prosa, Poesie) lesen und verstehen • sich mittels individueller Lektüren selbstständig mit einem Thema auseinandersetzen • Texte strukturiert, stilistisch angemessen und sprachlich korrekt schreiben 3.1 Grobinhalte fachliche Kompetenzen • Literaturgeschichte • Literatur • Civiltà italiana • einen summarischen Überblick über die italienische Literaturgeschichte geben (u. a. le Tre Corone, la Commedia Goldoniana, il Romanticismo, il Verismo, il Primo ed il Secondo Novecento) • literarische Werke verschiedener Epochen (Trecento bis Moderne) analysieren und interpretieren. Stilmittel und rhetorische Figuren erkennen und ihre Wirkung beschreiben • historisch und kulturell relevante Themen (z. B. il Risorgimento, la Mafia) erarbeiten und sich kritisch dazu äussern Schwerpunktfach Latein Im Lehrplan für das SPF Latein wird bewusst auf eine Verteilung der Module auf die Jahrgangsstufen verzichtet. Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse werden gemeinsam in einem Modul unterrichtet, so dass sich die Module abwechselnd auf die dritte oder vierte Klasse verteilen können. Die Module dieses Lehrplans sind nicht in der Reihenfolge ihrer Behandlung im Unterricht aufgeführt, sondern sind als variabel einsetzbare Bausteine zu verstehen. Innerhalb eines Moduls sind die Inhalte nach unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden differenziert. Genaueres zu dieser Differenzierung wird in den Fachrichtlinien festgehalten. 1. Sprach- und Textarbeit 1.1. Wortschatz Die Schülerinnen und Schüler können 1.1.1 Wortbildung und Umgang mit dem Wörterbuch • die wichtigsten Prinzipien der Wortbildung an neuen Wörtern anwenden. • Kriterien für die Zusamenstellung von Wortfamilien formulieren und Wortfamilien bilden. • die Bedeutung unbekannter Wörter aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Wortfamilien erschliessen. • das Wörterbuch zielgerichtet und auf den Kontext bezogen anwenden und schnell die dem Kontext entsprechende Bedeutung eines unbekannten Wortes finden. 1.1.2 Erweiterung des Wortschatzes • sich einen lektürerelevanten Wortschatz für Dichtung und Prosa erarbeiten. 1.2. Umgang mit Texten Die Schülerinnen und Schüler können 1.2.1 Texterfassung • aufgrund der Textsorte geeignete Texterschliessungsmethoden wählen und anwenden. • mit geeigneten Methoden den inhaltlichen Aufbau eines Textes erschliessen und den Inhalt paraphrasieren. • einen auf diese Weise erschlossenen Text zu anderen bekannten oder unbekannten Texten oder bildlichen Darstellungen in Bezug setzen. 1.2.2 Textanalyse • den sprachlichen Aufbau eines Textes herausarbeiten und seine syntaktischen Strukturen beschreiben. • die bewusst gestaltete Kunstform lateinischer Texte erkennen und beschreiben. 1.2.3 Übersetzungstechnik • einen Text so übersetzen, dass die lateinische Syntax durch eine der deutschen Grammatik folgende Ausdrucksweise wiedergegeben wird. • Übersetzungsvarianten eines Textes formulieren, sie miteinander vergleichen und sie inhaltlich und stilistisch beurtei- • ausgewählte deutsche Textstücke in grammatikalisch korrektes Latein übersetzen. • ihren Wortschatz der deutschen Hochsprache durch die Übersetzung lateinischer Texte verfeinern und erweitern. 1.2.4 Deutung eines Textes • einen Text in seinen historischen Zusammenhang einbetten und seinen Aussagewert beurteilen. • einen Text in die geistesgeschichtlichen Traditionen einbetten und die eigenständige Leistung des Autors vor dem Hintergrund literarischer Denkmuster beurteilen. • einen Textinhalt in Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt setzen und die darin enthaltenen Erfahrungen und Blickwinkel mit den eigenen vergleichen. • die den unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln zugrundeliegenden Wertvorstellungen reflektieren und mit ihren eigenen konfrontieren. 2. Thematische Arbeit 2.1. Denken, Glauben, Handeln Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.1 Denkformen, Denkschulen • Texte verschiedener philosophischer Schulen miteinander vergleichen und die darin beschriebenen Vorstellungen von Logik, Ethik, Physik verstehen und kommentieren. • die Rezeption dieser philosophischen Schulen durch die Römer analysieren und vor dem Hintergrund der römischen Gesellschaft und ihrer Wertvorstellungen beurteilen. • den durch die Ausbreitung des Christentums entstandenen Dualismus von Glauben und Denken beschreiben und seine Auswirkungen auf das Weltbild und Denken der mittelalterlichen Menschen darstellen. • ihre eigenen Erfahrungen mit dem Dualismus von Glauben und Denken mit dem Gelernten in Verbindung bringen und dies bezogen auf ihre Lebenswirklichkeit reflektieren. 2.1.2 Naturverständnis, Selbstverständnis • die in lateinischen Texten entworfenen Modelle und Vorstellungen über den Platz des Menschen im Kosmos und sein Vehältnis zur Natur beschreiben, erklären und beurtei- • die Rolle von Religion und Mythos in diesen Vorstellungen analysieren und darstellen. • darstellen, wie Menschen aufgrund ihrer Vorstellungen über ihren Platz im Kosmos einen Lebenssinn ableiten und für sich Lebensziele definieren. • bei besonderem Interesse der Lerngruppe: Formen menschlicher Selbstwahrnehmung und die ihr entsprechenden Selbstbilder und Formen menschlicher Selbstbetrachtung erläutern, in Bezug zu ihren eigenen Daseinsvorstellungen setzen und auf dem Hintergrund von Religion und gesellschaftlichen Wertvorstellungen reflektieren. 2.1.3 Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns • Sinn und Zweck gesetzlicher, gesellschaftlicher und religiöser Normierungen und Wertsetzungen beschreiben und die sich dadurch ergebenden Chancen und Probleme für menschliches Handeln erörtern und reflektieren. • darlegen, wie Einzelpersonen oder Gruppen versuchen, andere zum Handeln für ihre eigenen Interessen zu bringen und wie unter diesen Umständen selbstbestimmtes Handeln aussehen kann. • beschreiben, wie Denkmuster einerseits, Glaubens- und Wertvorstellungen andererseits Handlungen im familiären, sozialen oder gesellschaftlich-politischen Kontext beeinflussen und prägen, aber auch verunmöglichen. Grundlagenfach Mathematik LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZENDie basalen fachlichen Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Mathematik vom 17. März 2016 gemäss Anhang zum Rahmenlehrplan der EDK für die Maturitätsschulen vom 9. Juni 1994 sind kursiv und blau markiert. Allgemeine Bildungsziele Beweisen/ Argumentieren mit eigenen Worten einfache mathematische Begriffe (z.B. die Wurzel, der Logarithmus zu einer bestimmten Basis, allgemeiner Funktionsbegriff, Gleichung, das Integral, Zufallsexperiment) und mathematische Zusammenhänge stringent definieren oder beschreiben. einfache Beweise (z.B. Existenz unendlich vieler Primzahlen, Strahlensätze, geometrische oder zahlentheoretische Sätze) und logische Argumentationen (z.B. Negation einer Aussage) nachvollziehen. anhand eines Gegenbeispiels zeigen, dass eine Aussage falsch ist und wissen, dass ein Beispiel nicht ausreichend ist, um eine Aussage zu beweisen. Wenn-Dann-Aussagen korrekt interpretieren. das Prinzip einer Schlussfolgerung Voraussetzung-Behauptung-Beweis an einfachen Beispielen erläutern. Beschreibung von Modellen • die Mathematik als Basis zur Erstellung eines wissenschaftlichen Modells zwischen Voraussetzungen, Folgerungen und Voraussagen eines wissenschaftlichen Modells unterscheiden. 1. Zahlen 1.1 Zahlbereiche Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen erkennen und unterscheiden einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,∙,÷) durchführen. 1. Zahlen einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden. einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze, rationale, irrationale und reelle Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. einfache mathematische Symbole korrekt verwenden. 2. Funktionen 2.1 Begriff der Funktion erklären, was man unter einer Funktion versteht, und verwenden insbesondere die Notation y=f(x) korrekt. • unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen. • Funktionen auswerten und eine Funktion graphisch darstellen (mit Hilfe einer Wertetabelle). die Termdarstellung einer Funktion anhand des Graphen rekonstruieren (nur in einfachen Fällen). einfache Merkmale eines Graphen erkennen und benennen (Nullstellen, y-Achsenabschnitt, Positivität/Negativität, Monotonie, Symmetrien oder Extrema ). 2.2.1 Lineare Funktionen • lineare Funktionen grafisch darstellen • die Steigung und den y-Achsenabschnitt einer Geraden angeben • die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt und die Steigung gegeben sind • Schnittpunkte von Geraden bestimmen die direkte und die indirekte Proportionalität erkennen. 2.2.2 Quadratische Funktionen • quadratische Funktionen grafisch darstellen • den Scheitelpunkt und die Nullstellen einer Parabel bestimmen • die Gleichungen verschobener und gespiegelter Parabeln aufstellen 3. Gleichungen3.1 Gleichungen allgemein erklären, was man unter einer Lösung einer Gleichung (auch mit mehreren Unbekannten) versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. verschiedene Typen von Gleichungen unterscheiden. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen. 3.1.1 Lineare Gleichungen • lineare Gleichungen lösen. in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisie- 3.1.2 Quadratische Gleichungen • erklären, was eine quadratische Gleichung ist • die Auflösungsformel für quadratische Gleichungen anwenden • die Anzahl der Lösungen einer quadratischen Gleichung bestimmen • einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen • die Lösung der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den Nullstellen der quadratischen Funktion bringen • quadratische Gleichungen äquivalent umformen • einfache Wurzelgleichungen lösen quadratische Gleichungen mit verschiedenen Methoden lösen (Faktorzerlegung, Auflösungsformel) und diese miteinander vergleichen in Bezug auf ihre Effizienz. einfache Gleichungen mit Wurzel- und Bruchtermen lösen und Scheinlösungen erkennen. 3.2 Lineare Gleichungssysteme • lineare 2x2 und 3x3 Gleichungssysteme mit verschiedene Methoden lösen (z.B. Gleichsetzungsmethode, Substitutionsmethode, Additionsmethode) und diese miteinander vergleichen. lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten auflösen und diese geometrisch interpretieren und ihre Lösungsmengen graphisch darstellen. • die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersuchen erklären, was man unter einer Lösung eines Gleichungssystems versteht und Lösungen rechnerisch nachprüfen. das Prinzip der Elimination von Unbekannten in Gleichungssystemen geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch lineare Gleichungssysteme formalisieren und lösen. 4. Geometrie 4.1 Ähnlichkeit / Strahlensätze • die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung (ZS) nennen und aus einer ZS entstehende Abbildungen konstruieren • die Strahlensätze in typischen Situationen anwenden • Kongruenzsätze und Ähnlichkeitssätze benennen und in typischen Situationen anwenden • ähnliche Figuren erkennen in entsprechenden geometrischen Figuren die Strahlensätze oder Ähnlichkeit erkennen und anwenden. den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. 4.2 Trigonometrie (1.Teil) • den Unterschied zwischen Winkel und Bogenmass erklären. • Seitenlängen und Winkel von beliebigen Dreiecken berechnen (Sinus- und Kosinussatz). Winkel im Gradmass und im Bogenmass messen und sicher damit umgehen. die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck erklären und definieren sowie Längen und Winkel im Dreieck berechnen. 6. Vektorgeometrie 6.1 Vektoren (1. Teil) • den Begriff des Vektors erklären. einen Vektor des ℝ2 bzw. ℝ3 als geordnetes Zahlenpaar bzw. Zahlentri- 2. Funktionen pel verstehen und geometrisch in der Ebene bzw. im Raum deuten. die Norm eines Vektors im ℝ2 bzw. ℝ3 berechnen und geometrisch Vektoren im ℝ2 bzw. ℝ3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des ℝ2 bzw. ℝ3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten. einen Vektor im ℝ2 rechnerisch und geometrisch als Linearkombination zweier vorgegebenen Vektoren darstellen. in der Ebene einfache vektorielle Grössen, wie etwa Kräfte, in Teilgrössen zerlegen bzw. zu einer Gesamtgrösse addieren. • Vektoren rechnerisch und grafisch addieren, subtrahieren und mit einer Zahl multiplizieren. • Vektoren rechnerisch und grafisch nach vorgegebenen Richtungen zerlegen. 6.2 Anwendungen • den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ2 bzw. ℝ3 1. Zahlen 1.2 Zahlenfolgen • die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen auf- Summenzeichen benutzen und damit eine Reihe beschreiben • arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen • geometrische Folgen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen • Folgen und Reihen in der Geometrie, bei Wachstumsprozessen und in der Finanzmathematik anwenden die Korrektheit einer Formel für eine gegebene Folge überprüfen. in einfachen Beispielen die Konvergenz bzw. Divergenz einer Zahlenfolge erkennen. Zahlenfolgen, welche eine lineare bzw. exponentielle Entwicklung zeigen, erkennen und unterscheiden. 2.1 Begriff der Funktion erklären, welche formalen Veränderungen des Funktionsterms welche Veränderungen des Graphen nach sich ziehen. 2.2.3 Potenzfunktionen • die Potenzgesetze (in einfachen Beispielen) anwenden • mit natürlichen und ganzen Exponenten rechnen • die Wirkung von rationalen Exponenten in Potenzen erklären • Potenzfunktionen an ihrer grafischen Darstellung erkennen • Umkehrfunktionen bestimmen • die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion erklären 2.2.4 Exponential und Logarithmusfunktio- • den Logarithmus definieren • die Logarithmengesetze (in einfachen Beispielen) anwenden • Exponential- und Logarithmusfunktion grafisch darstellen Funktionsgleichungen für das exponentielle Wachstum und den exponentiellen Zerfall aufstellen • lineare und exponentielle Wachstums- und Zerfallsprozesse unterscheiden • erklären, wie die Eulersche Zahl definiert ist und wann sie benutzt wird • Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen. funktionale Zuordnungen (lineare Funktion, quadratische Funktion, Potenzfunktion, Polynomfunktion, Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktion) erkennen, typisieren und rechnerisch bearbeiten. 3. Gleichungen 3.1 Gleichungen einfache Exponential- und Logarithmusgleichungen lösen. einfache trigonometrische Gleichungen lösen. geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren und lösen 4. Geometrie 4.2 Trigonometrie (2.Teil) • die trigonometrischen Funktionen am Einheitskreis definieren • die verallgemeinerten trigonometrischen Funktionen kennen • die Additionstheoreme anwenden die Darstellung der trigonometrischen Funktionswerte am Einheitskreis (als Koordinaten) erklären. die trigonometrischen Funktionswerte für spezielle Winkel ohne Hilfsmittel berechnen. die Beziehungen 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛2(𝑥𝑥) + 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠2(𝑥𝑥) = 1 und 𝑡𝑡𝑡𝑡𝑛𝑛(𝑥𝑥) = 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑠𝑠(𝑥𝑥) 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥) erklären und in entsprechenden Situationen anwenden. 4. Geometrie die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel graphisch darstellen und ihre Periodizität erklären. den Zusammenhang zwischen der Definition am Einheitskreis und den Graphen der trigonometrischen Funktionen erklären. 5. Analysis 5.1 Grenzwerte • mit der Notation des Limes umgehen • an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden endlich sein kann • die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen bestimmen den Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge als diejenige Zahl verstehen, welcher sich die Folgenglieder beliebig genau annähern. einfache divergente Zahlenfolgen erkennen. 6. Vektorgeometrie 6.1 Vektoren das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ2 bzw. ℝ3 6.2 Anwendungen • mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden beschreiben • dreidimensionale Darstellungen interpretieren • die gegenseitige Lage von Geraden beschreiben • Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden berechnen • das vektorielle Produkt definieren und berechnen • Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken berechnen • Einfache Rauminhalte berechnen den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ2 bzw. ℝ3 mit Hilfe des Skalarprodukts berechnen. 5. Analysis 5.1 Grenzwerte von Funktionen • Grenzwerte von Funktionen berechnen • Grenzwerte von Differenzenquotienten bestimmen 5.2.1 Begriff der Ableitung • die Ableitung als momentane Änderungsrate erklären die Ableitung als Differentialquotient, d.h. als Grenzwert von Differenzenquotienten, definieren. die Ableitung als Tangentensteigung, d.h. als Grenzwert von Sekantensteigungen, interpretieren und erklären. die Ableitungen elementarer Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑠𝑠 , 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒 𝑥𝑥 , 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥) , 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥) oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥) die Summen-, Faktor-, Produkt-, Quotienten- und Kettenregel auf einfache Funktionen anwenden. Polynome 𝑡𝑡𝑠𝑠 𝑥𝑥𝑠𝑠 + ⋯ + 𝑡𝑡1 𝑥𝑥 + 𝑡𝑡0 mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel ableiten. die allgemeine Exponentialfunktion 𝑡𝑡𝑥𝑥 = 𝑒𝑒𝑙𝑙𝑠𝑠(𝑎𝑎) 𝑥𝑥 mit Hilfe der Kettenregel Tangenten an Funktionsgraphen bestimmen. 5.2.2 Rechnen mit Ableitungen (1.Teil) • Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen • den Zusammenhang zwischen dem Graphen einer Funktion und dem Graphen ihrer Ableitungsfunktion verstehen • die Ableitungsregeln anwenden • die Gleichung einer Tangente und einer Normalen an einen Funktionsgraphen aufstellen 5.2.3 Ausgezeichnete Kurvenpunkte anhand ganzrationaler Funktionen • ganzrationale Funktionen erkennen • die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema und Wendepunkte von Funktionsgraphen anwenden • Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen bestimmen • die Kurvendiskussion durchführen • den Unterschied zwischen algebraischen und nummerischen Lösungsverfahren erklären • Optimierungsaufgaben lösen 5.3.1 Begriff des Integrals • das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe erkennen 5.3.2 Rechnen mit Integralen • die wichtigsten Integrationsregeln anwenden • mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen • das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) erkennen und ihn zur Berechnung einfacher bestimmter Integrale einsetzen. Stammfunktionen von elementaren Funktionen, wie etwa konstante Funktionen, 𝑥𝑥𝑠𝑠 , 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒𝑥𝑥 , 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥) , 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥) oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥) einfache Funktionen, wie etwa Polynome, mit Hilfe der Summen- und der Faktorregel integrieren. mit Hilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung (Fundamentalsatz der Analysis) den Zusammenhang zwischen Integrieren und Differenzieren erkennen und einfache bestimmte Integrale berechnen. 5.4 Anwendungen • die Graphen von elementaren Funktionen, wie etwa 𝑥𝑥𝑠𝑠 , 𝑥𝑥−𝑠𝑠, 𝑒𝑒𝑥𝑥 , 𝑙𝑙𝑛𝑛(𝑥𝑥) , 𝑠𝑠𝑠𝑠𝑛𝑛(𝑥𝑥) oder 𝑐𝑐𝑐𝑐𝑠𝑠(𝑥𝑥) die Graphen von Polynomen skizzieren, falls nötig mit Elementen einer Kurvendiskussion. einfache Optimierungsaufgaben ohne und mit einer Nebenbedingung endliche Flächen unter den Graphen einfacher Funktionen berechnen. bei einfachen Beispielen den zeitlichen Verlauf einer Grösse aus ihrem Anfangswert und ihrer Änderungsrate bestimmen. 7. Stochastik 7.1 Kombinatorik • den binomischen Lehrsatz anwenden • die Pfad- und Summenregel bei mehrstufigen Versuchen anwenden • die Anzahl Möglichkeiten mit Hilfe von Permutationen, Kombinationen und Variationen (mit und ohne Wiederholung) bestimmen das Additionsprinzip und das Multiplikationsprinzip anwenden. 7.2 Deskriptive Statistik • die wichtigsten Darstellungsformen (Tabelle, Balkendiagramm, Kreisdiagramm, Histogramm, Kurvendiagramm, Boxplot) von Statistiken interpretieren und vergleichen. die gängigen Kennzahlen der Lage und der Streuung (arithmetisches Mittel, Median, Modus, Standardabweichung) interpretieren, vergleichen anwenden und für kleine Datensätze berechnen. Summenzeichen benutzen. Fakultäten benutzen. 7.3.1 Begriffe der Wahrscheinlichkeit • die Begriffe Zufallsexperiment, Ereignis und Wahrscheinlichkeit erklären • bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen • abhängige und unabhängige Ereignisse unterscheiden • die Begriffe Zufallsvariable, Erwartungswert und Standardabweichung erklären charakterisieren, was man unter einem Zufallsexperiment versteht. erklären, was man unter der relativen Häufigkeit und was man unter der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses versteht. Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten berechnen. erklären, was man unter einer Zufallsgrösse und was man unter einer Verteilung versteht. 5. Analysis 5.2.4 Rechnen mit Ableitungen • die Produkt-, Quotienten- und Kettenregel anwenden • Schnittwinkel von Funktionsgraphen berechnen 5.2.5 Spezielle Funktionen • die Kurvendiskussion von Wurzel-, Exponential-, Logarithmusfunktionen sowie von trigonometrischen und gebrochenrationalen Funktionen durchführen • die Funktionsgleichungen auffinden • die Extremwertprobleme lösen 5.4.1 Flächen- und Rauminhalte • das uneigentliche Integral zur Berechnung von Flächen benutzen • das Volumen von Rotationskörpern berechnen 5.4.2 Anwendungen • die Differentialrechnung und Integralrechnung in Anwendungen aus Geometrie, Physik und anderen Wissenschaften benützen 6. Vektorgeometrie 6.2.1 Ebene • die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung beschreiben • spezielle Lagen von Ebenen im Koordinatensystem erkennen • die gegenseitige Lage von Ebenen bestimmen 6.2.2 Räumliche Anwendungen • Schnittpunkt und Schnittwinkel von Gerade und Ebene berechnen • Schnittgerade und Schnittwinkel zwischen zwei Ebenen berechnen • Abstände zwischen 2 Punkten, zwischen einem Punkt und Gerade und zwischen einem Punkt und Ebene berechnen • Punkte und Geraden an Ebenen spiegeln einen Vektor des ℝ3 als geordnetes Zahlentripel verstehen und geometrisch im Raum deuten. die Norm eines Vektors im ℝ3 berechnen und geometrisch deuten. Vektoren im ℝ3 rechnerisch wie geometrisch addieren und subtrahieren. Vektoren des ℝ3 mit einem Skalar multiplizieren und das Resultat geometrisch deuten. das Skalarprodukt zweier Vektoren im ℝ3 den Abstand zwischen zwei Punkten im ℝ3 den Winkel zwischen zwei Vektoren des ℝ3 mit Hilfe des Skalarprodukts 7. Stochastik 7.3.2 Binomial- und Normalverteilung die Binomialverteilung erklären und anwenden. den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben. Vertrauensintervalle beschreiben. • den Zusammenhang zwischen Binomial- und Normalverteilung erklären • den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben • Hypothesen testen Die nachstehend aufgeführten basalen fachlichen Kompetenzen werden bereits in der Bezirksschule erworben. Sie sind der Vollständigkeit halber auch vorstehend integriert. Vorkenntnisse Zahlen – Zahlenbereiche natürliche, ganze und rationale Zahlen erkennen und unterscheiden. einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen (+,-,∙,÷) durchführen. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz anwenden. einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) führen. Funktionen – Begriff der Funktion • das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt benutzen. Geometrie – Ähnlichkeit • den Satz des Pythagoras erklären und anwenden. Ergänzungsfach Mathematik 1. Differenzialgleichungen − Definition − Interpretation − Lineare Differenzialgleichung erster Ordnung − Richtungsfeld und Kurvenschar − Approximatives Lösungsverfahren − Modellbildung − erklären, was eine Differenzialgleichung ist − einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann − geeignete Differenzialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch beschreiben − Differenzialgleichungen nach den Begriffen gewöhnlich, homogen, Ordnung, Grad unterscheiden − erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differenzialgleichungen beschreibbar sind − an geeigneten Beispielen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden − lineare Differenzialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen − einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst − einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind − einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differenzialgleichungen darstellen und lösen 2. Lineare Algebra − Matrizen − Matrixoperationen − Determinanten − Eigenwerte und Eigenvektoren − Affine Abbildungen (optional) − Fixpunkte und Fixgeraden (optional) − erklären, was Matrizen sind − Matrizen nach den Begriffen Einheitsmatrix, Dreiecksmatrix, Diagonalmatrix, transponierte Matrix, reguläre Matrix unterscheiden − Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben − die Rolle der Determinante bei der Matrixinversion erklären − Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten − Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen einsetzen − erklären, was eine affine Abbildung ist − Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschrei- − Fixpunkte und Fixgeraden von Nullpunktsaffinitäten bestimmen 3. Teilgebiete zur Auswahl 3.1 Integration − Integrationsmethoden − Numerische Methoden − die Substitutionsmethode, die partielle Integration und die Partialbruchzerlegung an Beispielen anwenden − verschiedene numerische Methoden erklären und anwenden 3.2 Parameterdarstellung von Kurven − die Parameterdarstellung von Kurven an einigen Beispielen anwenden 3.3 Reihenentwicklung − Potenzreihen − Taylorreihen − Näherungspolynome − Potenzreihen definieren − Funktionen in Potenzreihen entwickeln − Näherungspolynome für Funktionen bestimmen 3.4 Komplexe Zahlen − i als imaginäre Einheit − Normalform, Polarform und Exponentialform − Gausssche Zahlenebene − Grundoperationen − Einheitswurzeln − die komplexe Einheit definieren − kennen verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen − komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen − die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren − im Komplexen Wurzeln berechnen 3.5 Funktionen von zwei Variabeln − Geometrische Deutung − Differentiation − die Darstellung von Kurven an einigen Beispielen anwenden − die partiellen Ableitungen bestimmen und kennen deren Bedeutung Grundlagenfach Musik Wochenstunden 2 2 2 - 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Melodieverlauf • die Intervalle bis zur Oktave erkennen • einfache kurze Motive notieren 1.2 Tonsysteme • Dur, Moll in verschiedenen Ausprägungen, Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter erkennen 1.3 Rhythmik • einfache Rhythmuselemente erkennen und notieren • Taktarten wahrnehmen 1.4 Harmonik • die Dreiklänge in Grundstellung erkennen 1.5 Formales • einfache Formmodelle wie Wiederholung und Variation erkennen • kleine Liedformen bewusst wahrnehmen 1.6 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 allgemeine Musiklehre • Noten lesen in Violin- und Bassschlüssel, Intervalle bestimmen und schrei- • Dur, Moll in verschiedenen Ausprägungen, Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter bestimmen und schreiben • Musik in korrekter Art und Weise notieren (Metrum, Rhythmus usw.) 2.2 Formales • Motive und Motivveränderungen beschreiben • einfache Formmodelle wie Wiederholung und Variation erkennen • kleine Liedformen bewusst wahrnehmen 2.3 Werkkenntnis • einfachere Werke verschiedener Stilarten sinnvoll beschreiben 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Singen • mit der eigenen Stimme bewusst und sinnvoll umgehen • einfachere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Stilrichtungen interpretieren • die einzelnen Elemente der allgemeinen Musiklehre mit der Stimme wiedergeben 3.2 Rhythmus • einfachere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben 3.3 Prima vista Training • einfachere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiedergeben 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Improvisation • mit ihrem Körper (Stimme oder Bodypercussion) oder mit ihrem Instrument in Kleingruppen kreativ mit Tonsystemen umgehen 4.2 Komposition • eigene kleine Liedformen entwerfen 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Melodieverlauf • einfache kurze Themen notieren 1.2 Rhythmik • einfache Rhythmusmodelle notieren 1.3 Harmonik • Mehrstimmigkeit bewusst wahrnehmen • Drei- und Vierklänge in Grundstellung und Umkehrungen erkennen • die Hauptstufen erkennen 1.4 Formales • einige gängige Formmodelle bewusst wahrnehmen (z.B. Satz, Periode, Bluesschema) 1.5 Klang • verschiedene Klangfarben bewusst wahrnehmen und den jeweiligen Instrumenten bzw. Stimmlagen zuordnen 1.6 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Melodieverlauf • einfachere Melodieverläufe sinnvoll mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.2 Rhythmik • einfachere rhythmische Verläufe sinnvoll mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.3 Harmonik • die Grundlagen der klassischen Harmonielehre (Kadenz, Modulation, Stufenlehre/ Funktionslehre, Stimmführung) anwenden 2.4 Formales • einige gängige Formmodelle (z.B. Satz, Periode, Bluesschema) beschreiben und analysieren 2.5 Akustik • Grundlagen der Akustik (wie Klang und Geräusch, Obertonreihe, Resonanz, Stimmungssysteme, Instrumentenkunde) verstehen • akustische Phänomene des eigenen Instruments/ der Singstimme wahrnehmen und erklären 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Singen • mit der eigenen Stimme bewusst und sinnvoll umgehen • einfachere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Stilrichtungen interpretieren • harmonische Modelle singend nachvollziehen 3.2 Rhythmus • einfachere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben 3.3 Prima vista Training • einfachere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiedergeben 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Arrangieren • einfache Melodien selbstständig harmonisieren 4.2 Komponieren • einfache formale Verläufe selbstständig bewusst ausgestalten 4.3 Improvisieren • in Kleingruppen über einfache Harmoniefolgen solieren 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Melodieverlauf • mittelschwere Melodieverläufe (z.B. einfache Volkslieder) notieren 1.2 Rhythmik • mittelschwere rhythmische Verläufe in den gängigen Taktarten notieren 1.3 Harmonik • akkordfremde Töne (wie Durchgänge, Vorhalte) bewusst wahrnehmen und notieren • einfache harmonische Modelle erfassen 1.4 Formales • grössere gängige Formverläufe (wie grosse Liedform ABA, Sonatensatzform) bewusst nachvollziehen 1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen bewusst wahrnehmen und in der Musikgeschichte einordnen 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Melodieverlauf • Melodieverläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.2 Rhythmik • rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.3 Harmonik • neben der klassischen Harmonielehre auch andere harmonische Sprachen (z.B. modale Harmonik, Jazzharmonik, Atonalität) beschreiben 2.4 Formales • einige gängige grossformale Verläufe (z.B. Liedform ABA, Rondo, Sonatensatzform) beschreiben und analysieren • homophone und polyphone Kompositionsprinzipien (z.B. Fuge, Gregorianik) erfassen und beschreiben 2.5 Musikgeschichte • stilistische Merkmale verschiedener Epochen und Stile erkennen und 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Singen • mittelschwere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen und Stile interpretieren 3.2 Rhythmus • mittelschwere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiederge- 3.3 Prima vista Training • mittelschwere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiedergeben 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Arrangieren • in Kleingruppen vorgegebenes Material stilgerecht arrangieren (z.B. mittelalterlicher Tanz) 4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen Schwerpunktfach Musik Wochenstunden 0 0 4 4 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Melodieverlauf • tonale Melodieverläufe aus der Literatur (z.B. Themen von Sonate und Sinfonie; Songs ) notieren • Einfache atonale Wendungen notieren 1.2 Rhythmik • anspruchsvollere rhythmische Verläufe in den gängigen Taktarten notieren 1.3 Harmonik • Drei- und Vierklänge mit Umkehrungen notieren • einfachere tonale Harmoniefolgen (Haupt- und Nebenstufen, Hauptstufen in Umkehrungen) bewusst wahrnehmen und notieren • einfachere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat beschreiben und notieren 1.4 Formales und Satztechnik • polyphon strukturierte Werke (wie Invention und Fuge) bewusst verfolgen und sinnvoll beschreiben • motivisch-thematische Arbeit erkennen und sinnvoll be- • einfachere formale Strukturen aus Jazz und Pop (z.B. Bluesschema) bewusst wahrnehmen 1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen und Epochen differenziert wahrnehmen und in der Musikgeschichte einordnen 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Melodieverlauf • Melodieverläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.2 Rhythmik • rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.3 Harmonik • Drei- und Vierklänge mit Umkehrungen bestimmen und notieren • einfachere tonale Harmoniefolgen (z.B. mit Haupt- und Nebenstufen in allen Stellungen, Trugschluss, Orgelpunkt, Einschiebung, Modulation) analysieren und notieren • einfachere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat analysieren und notieren 2.4 Formales • polyphon strukturierte Werke (wie Invention und Fuge) detailliert analysieren • motivisch-thematische Arbeit adäquat analysieren • einfachere formale Strukturen aus Jazz und Pop (z.B. Bluesschema) beschreiben und notieren 2.5 Werkkenntnis und Musikgeschichte • eine Vielzahl an Merkmalen verschiedener Epochen und Stile abrufen • vertiefte Kenntnisse anspruchsvoller Werke von Mittelalter bis Neuzeit vorweisen 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Singen • anspruchsvollere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen und Stile interpretieren • Elemente der Harmonielehre (z.B. Drei- und Vierklänge in allen Stellungen) auch singend nachvollziehen 3.2 Rhythmus • anspruchsvollere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben 3.3 Prima vista Training • anspruchsvollere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiederge- 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Arrangieren • vorgegebenes Material in Kleingruppen stilgerecht arrangieren 4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfacheren kompositorischen Prozessen einbeziehen 4.3 Improvisieren • sich in Gruppenimprovisationen sinnvoll einbringen 1. Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Melodieverlauf • anspruchsvollere tonale Melodieverläufe aus der Literatur (mit Modulation; anspruchsvolle Songs ) notieren • atonale Melodieverläufe aus der Literatur notieren 1.2 Rhythmik • komplexere rhythmische Verläufe aus der Literatur (z.B. in kombinierten Taktarten) notieren 1.3 Harmonik • anspruchsvollere tonale Harmoniefolgen (z.B. Trugschluss, Neapolitaner, Zwischendominaten, einfache Modulationen) bewusst wahrnehmen und notieren • nicht dur-moll-tonale harmonische Strukturen erfassen und sinnvoll beschreiben • anspruchsvollere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat beschreiben und notieren 1.4 Formales und Satztechnik • grossformale Verläufe (wie Sonatensatzform, Rondo) bewusst verfolgen und sinnvoll beschreiben • verschiedene Verarbeitungsprinzipien wie Variation, Imitation und Sequenz erkennen und sinnvoll beschreiben • komplexere formale Strukturen aus Jazz und Pop bewusst wahrnehmen 1.5 Werkkenntnis • Werke verschiedener Stilrichtungen und Epochen differenziert wahrnehmen und in der Musikgeschichte einordnen, insbesondere Werke, welche nach 1900 entstanden sind 2. Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Melodieverlauf • anspruchsvolle Melodieverläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.2 Rhythmik • anspruchsvolle rhythmische Verläufe ausgewählter Epochen und Stile mit entsprechender Fachterminologie beschreiben und analysieren 2.3 Harmonik • komplexere tonale und nicht dur-moll-tonale Harmoniefolgen analysieren und notieren • anspruchsvollere harmonische Modelle in Jazz und Popmusik adäquat analysieren und notieren 2.4 Formales • einige gängige grossformale Verläufe (z.B. Liedform ABA, Rondo, Sonatensatzform) beschreiben und analysieren • homophone und polyphone Kompositionsprinzipien (z.B. Fuge, Gregorianik) erfassen und beschreiben 2.5 Musikgeschichte • stilistische Merkmale verschiedener Epochen und Stile erkennen und beschreiben 3. Reproduktion (Wiedergeben) Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Singen • mittelschwere ein- und mehrstimmige Gesänge verschiedener Epochen und Stile interpretieren 3.2 Rhythmus • mittelschwere rhythmische Modelle ab Notat oder nach Gehör wiedergeben 3.3 Prima vista Training • mittelschwere melodische und rhythmische Wendungen vom Blatt lesend oder nach Gehör erfassen und wiederge- 4. Produktion (Erfinden) Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Arrangieren • in Kleingruppen vorgegebenes Material stilgerecht arrangieren (z.B. mittelalterlicher Tanz) 4.2. Komponieren • stilistische Merkmale in einfachen kompositorischen Prozessen einbeziehen Ergänzungsfach Musik Wochenstunden 3 1. Werkkenntnis und Stilkunde Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Werkkenntnis − einige Werke mit verschiedenen Analysemethoden adäquat 1.2. Stilkunde − Merkmale ausgewählter Stile beschreiben − historisches Umfeldwissen dieser ausgewählten Stile abrufen 2. Projekt Die Schülerinnen und Schüler können 2.1. Facharbeit o im Rahmen des gewählten Themas Musik adäquat beschreiben und analysieren o eine selbständige Recherche zum gewählten Thema durchführen o ihre Ergebnisse der Analyse und der Recherche in geeigneter Form schriftlich darstellen und mündlich präsentieren 2.2. eigene Komposition o ein eigenes Musikstück oder ein eigenes Arrangement verfassen und adäquat notieren o einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz (tonalen oder experimentellen Charakters) schreiben o eine Interpretation des eigenen Stücks oder Arrangements erarbeiten Ergänzungsfach Pädagogik und Psychologie 1.1. Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften • den Forschungsgegenstand und die Ziele der Pädagogik bzw. der Psychologie erläutern. • Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unter- 1.2. Modellvorstellungen • mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen psychische Prozesse und Verhalten systematisch beschreiben. Z.B.: Grundmodell psychischen Geschehens gemäss H.P. Nolting. 1.3. Methoden • Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen und deren Befunde kritisch reflektieren. 2.1 Psychische Funktionen und Fähigkeiten • die Bedeutung bestimmter psychischer Phänomene wie Sprache, Denken oder Wahrnehmung für das menschliche Erleben und Verhalten darlegen. Z.B. in ausgewählten Beispielen aus dem Alltag typische Denk- und Wahrnehmungsmuster bei Stress- oder Misserfolgserleben identifzie- 2.2 Psychische Kräfte • den Zusammenhang zwischen Kognition, Emotion und Motivation herstellen. • die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler und motivationaler Zustände, z.B. Angst, Stress und Liebe erläutern. • Möglichkeiten für die (Wieder-) Herstellung eines inneren Gleichgewichts aufzeigen. Z.B.: Persönliche Stressverstärker erkennen und verändern. 3. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis 3.1. Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung • „Personalisation, Sozialisation und Enkulturation“ als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen. • mögliche negative Folgen einer unzulänglichen oder fehlenden Erziehung aufzeigen, z.B. Hospitalismus. • die Bedeutung der Beziehung begründen. Z.B. Bindungstheorie. • Erziehungskonzepte in ihrer historischen, gesellschaftlichen und individuellen Bedingtheit erkennen. 3.2 Erziehungsmassnahmen und - stile • unterschiedliche Erziehungsmassnahmen situationsbezogen evaluieren. • Merkmale der sozialen Interaktion und Kommunikation in autoritären, antiautoritären, laisser-faire und demokratischen Erziehungshaltungen erkennen und deren Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung ableiten. • das typologische Konzept nach Lewin und das dimensionsorientierte Konzept von Tausch & Tausch miteinander vergleichen. • zu konkreten Erziehungssituationen fundiert Stellung nehmen und begründete Handlungsvorschläge entwickeln. 4. Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft 4.1. Entwicklung • ausgewählte psychische Phänomene (z.B. Sprache, Denken, Emotion) und Sozialverhalten in ihrem Entwicklungsverlauf 4.2 Persönlichkeit • die Begriffe und Konstrukte von mindestens zwei Denkmodellen beschreiben und erläutern. Z.B. Tiefenpsychologie, Verhaltenspsychologie, humanistische oder systemische Psychologie. • aus mindestens zwei der oben genannten Perspektiven das Erleben und Verhalten in konkreten Fallbeispielen analysie- • von einem gegebenen Fall pädagogische oder psychologische Massnahmen ableiten. 4.3. Soziale Interaktion und Kommunikation • gruppenspezifische Merkmale und sozialpsychologische Prozesse erläutern. Z.B.: Gruppe, Rolle, Normen, normativer und informativer sozialer Einfluss, Minderheits-, Mehrheitseinfluss. • aktuelle sozialpsychologische Phänomene analysieren. Z.B. Mobbing, Zivilcourage. • Gesprächsstörungen mit Hilfe eines kommunikationspsychologischen Modells diagnostizieren und Möglichkeiten einer gelungenen Kommunikation aufzeigen. Z.B. Kommunikationsmodelle von Schulz v. Thun oder Watzlawick. 4.4. Psychische Gesundheit und Krankheit • Kriterien für eine psychische Störung nennen und den Normbegriff kritisch hinterfragen. • die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen beschreiben. Z.B. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Essstörung, Borderline, Schizophrenie, Suizidalität. • mögliche Ursachen und Risikofaktoren von psychischen Störungen darlegen. • auf Grundlage zweier Ansätze einen Therapieplan skizzieren, z.B. psychoanalytischer, verhaltenstherapeutischer, klientenzentrierter oder systemischer Ansatz. • Möglichkeiten zur Förderung und Erhaltung von psychischer Gesundheit aufzeigen. Ergänzungsfach Philosophie Lerngebiete / Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen 1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Die philosophische Frage − die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. − Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Kritik, Aufklärung, Sinnfrage) nachvollziehen. − hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen (z.B. Was ist Zeit?). 1. 2 Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition − wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. 2. Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (obligatorisch) − die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen (z.B. anthropologische Konstanten wie Sprache und Wissen vom eigenen Tod). − verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch − den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. 2. 2 Erkenntnistheorie: Ideenlehre (Platon), Rationalismus, Empirismus, Kantsche Erkenntnistheorie, Konstruktivismus (obligatorisch) 2. 3 Methoden des Denkens (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik) 2. 4 Wahrheitstheorien − sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen. − die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. − sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. − die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. − die Relativität und Geschichtlichkeit von Wahrheitstheorien erkennen (Problematisierungen der Beziehung von Denken und Wirklichkeit). 2. 5 Sprachphilosophie (optional) − grundlegende Probleme und Begriffe der Sprachphilosophie analysieren (z.B. Zeichencharakter der Sprache, sprachliches Handeln, Sprachspiele). − die Bedingtheit des Denkens durch die Strukturen der Sprache erfassen. Lerngebiete / Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen 2. 6 Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie (Kant), Relativismus, Diskursethik (obligatorisch) − sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe und -Positionen. − ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. − hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem erkennen. 2. 7 Politische Philosophie (optio- − verschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären (z.B. Demokratietheorien/Marxismus) − grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (Gerechtigkeit, Macht, Glück usw.) erfassen. 3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Gegenwart − den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse-und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. − verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander set- − ausgewählte Textausschnitte selbständig lesen und verste- − die Hauptgedanken wichtiger Philosophen und bedeutender philosophischer Strömungen in ihre kulturgeschichtlichen Orte einordnen. 3. 2 Methoden der Textinterpreta- − mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten. − textanalytische Verfahrensweisen anwenden. − mit verschiedenen Methoden Texte erschliessen (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik). 4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Der philosophische Dialog − die sokratische Methode der Dialogführung anwenden. − philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam 4. 2 Der philosophische Essay − philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbständig entwickeln und vertiefen 4.3 Die Erörterung − Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen. − Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden. 5. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können Lerngebiete / Grobinhalte zur Auswahl fachliche Kompetenzen 5.1 Anwenden − grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden. − ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen. − philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. − den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebensweit herstellen. 5. 2 Beurteilen − ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen. − Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien − philosophisches Denken von fachwissenschaftlichen und religiösen Ansätzen unterscheiden. 5. 3 Selbständiges Weiterdenken − einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. − selbsterworbene (philosophische) Erkenntnisse fachgerecht darstellen und vertreten. − komplexe Zusammenhänge begrifflich klar darstellen. Schwerpunktfach Philosophie/Pädagogik/Psychologie I. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DER TEILFÄCHER PÄDAGOGIK & PSYCHOLOGIE 1.1. Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften den Forschungsgegenstand und die Ziele der Pädagogik bzw. der Psychologie erläutern. Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden. 1.2. Modellvorstellungen mit Hilfe einfacher Modellvorstellungen psychische Prozesse und Verhalten systematisch beschreiben. Z.B.: Grundmodell psychischen Geschehens gemäss H.P. Nolting. 1.3. Methoden geistes- und sozialwissenschaftliche Methoden darstellen. Bsp. Experiment, Test, Befragung, Interview, hermeneutisches Verfahren. Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen und deren Befunde kritisch reflektieren. eine kleinere Untersuchung gemäss der empirischen Vorgehensweise entwickeln, durchführen und auswerten. 2. Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit 2.1. Entwicklung illustrieren, wie Anlage, Umwelt und Selbst die Persönlichkeitsentwicklung wechselseitig steuern. ausgewählte psychische Phänomene (z.B. Sprache, Denken, Emotion) und Sozialverhalten in ihrem Entwicklungsverlauf 2.2 Persönlichkeit die Begriffe und Konstrukte von mindestens zwei Denkmodellen beschreiben und erläutern. Z.B. Tiefenpsychologie, klassische und kognitive Verhaltenspsychologie, humanistische oder systemische Psychologie. aus mindestens zwei der oben genannten Perspektiven das Erleben und Verhalten in konkreten Fallbeispielen analysieren. zu einem Fall pädagogische oder psychologische Massnahmen 3. Lerngebiet: Allgemeine Psychologie 3.1. Wahrnehmung grundlegende Faktoren und Funktionen der Wahrnehmung darstellen. Z.B. individuelle und soziale Faktoren, selektive Funktion. die Bedeutung der Wahrnehmung für das menschliche Erleben und Verhalten darlegen. Z.B. in ausgewählten Beispielen aus dem Alltag typische Denk- und Wahrnehmungsmuster bei Stress- oder Misserfolgserleben identifzieren. 3.2. Kognition kognitive Prozesse und Fähigkeiten beschreiben. Z.B. Sprache, Denken, Gedächtnis, Intelligenz. Anwendungsbezüge herstellen. Z.B. effektive Lernstrategien 3.3. Emotion und Motivation den Zusammenhang zwischen Kognition, Emotion und Motivation erkennen. die Bedingungen und Auswirkungen ausgewählter emotionaler und motivationaler Zustände, z.B. Angst, Stress und Liebe, erläu- Möglichkeiten für die (Wieder-) Herstellung eines inneren Gleichgewichts aufzeigen. Z.B.: Persönliche Stressverstärker wahrnehmen und verändern. 4. Lerngebiet: Soziale Interaktion 4.1. Soziale Interaktion gruppenspezifische Merkmale und sozialpsychologische Prozesse erläutern. Z.B.: Gruppe, Rolle, Normen, normativer und informativer sozialer Einfluss, Minderheits-, Mehrheitseinfluss. die Bedingungen für „Hilfsbereitschaft“, „Autorität“ und „Gehorsam“ am Beispiel klassischer sozialpsychologischer Experimente aufzeigen. Z.B.: Darley & Latané, Milgram, Zimbardo. aktuelle sozialpsychologische Phänomene analysieren. Z.B. Mobbing, Zivilcourage. 4.2. Kommunikation Gesprächsstörungen mit Hilfe eines Kommunikationsmodelles diagnostizieren und Möglichkeiten einer gelungenen Kommunikation aufzeigen. Z.B. Schulz von Thun oder Watzlawick. 1. Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis 1.1. Geschichte der Pädagogik Erziehungskonzepte ausgewählter Pädagogen und Pädagoginnen darstellen und in ihrer historischen, gesellschaftlichen und individuellen Bedingtheit erkennen: z.B. J. Itard, J.J. Rousseau, H. Pestalozzi, M. Montessori, A. Miller, A.S. Neill. 1.2. Aufgaben, Ziele und Inhalte der Erziehung „Personalisation, Sozialisation und Enkulturation“ als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen. mögliche negative Folgen einer unzulänglichen oder fehlenden Erziehung aufzeigen, z.B. Hospitalismus. die Bedeutung der Beziehung begründen. Z.B. Bindungstheorie. 1.3. Erziehungsmassnahmen und - stile unterschiedliche Erziehungsmassnahmen situationsbezogen evaluieren. Merkmale der sozialen Interaktion und Kommunikation in autoritären, antiautoritären, laisser-faire und demokratischen Erziehungshaltungen erkennen und deren Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung ableiten. das typologische Konzept nach Lewin und das dimensionsorientierte Konzept von Tausch & Tausch miteinander vergleichen. zu konkreten Erziehungssituationen fundiert Stellung nehmen und begründete Handlungsvorschläge entwickeln. 2. Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen 2.1. Normfrage Kriterien für eine psychische Störung nennen und den Normbegriff kritisch hinterfragen. 2.2 Psychische Krankheit die zentralen Symptome von ausgewählten psychischen Störungen beschreiben. Z.B. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Essstörung, Borderline, Schizophrenie, Suizidalität. mögliche Ursachen von psychischen Störungen darlegen. 2.3 Psychische Gesundheit auf Grundlage zweier Ansätze einen Therapieplan skizzieren, z.B. psychoanalytischer, verhaltenstherapeutischer, klientenzentrierter oder systemischer Ansatz. Möglichkeiten zur Prävention von psychischen Störungen aufzeigen. Ressourcen zur Förderung und Erhaltung von psychischer Gesundheit erläutern. II. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE Lerngebiete / Grobinhalte zur Auswahl 1. Ursprünge des Philosophierens Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Die philosophische Frage die Eigenart des philosophischen Fragens verstehen. Anlässe des Philosophierens (Staunen, Zweifel, Kritik, Aufklärung, Sinnfrage) nachvollziehen. hinter einem alltäglichen Phänomen eine philosophische Fragestellung sehen (z.B. Was ist Zeit?). 1. 2 Wichtige Fragestellungen der philosophischen Tradition wichtige philosophische Fragestellungen verstehen. 2. Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Anthropologie: Menschenbilder verschiedener Epochen (obligatorisch) die Dimensionen und die Problematik der spezifisch menschlichen Existenzweise erkennen (z.B. anthropologische Konstanten wie Sprache, Wissen um den eigenen Tod). verschiedene Menschenbilder unterscheiden und historisch den Bezug anthropologischer Sichtweisen zu ihrem eigenen Menschsein herstellen. 2. 2 Erkenntnistheorie: Ideenlehre (Platon), Rationalismus, Empirismus, Kantsche Erkenntnistheorie, Konstruktivismus (obligatorisch) 2. 3 Methoden des Denkens (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik) 2. 4 Wahrheitstheorien sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen. die Möglichkeitsbedingungen und Grenzen des menschlichen Erkennens überprüfen. sowohl Meinungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisprozesse auf ihre Qualität hin untersuchen. die logische Gültigkeit von Argumenten überprüfen. die Relativität und Geschichtlichkeit von Wahrheitstheorien erkennen (Problematisierungen der Beziehung von Denken und Wirklichkeit). 2. 5 Sprachphilosophie (optional) grundlegende Probleme und Begriffe der Sprachphilosophie analysieren (z.B. Zeichencharakter der Sprache, sprachliches Handeln, Sprachspiele). die Bedingtheit des Denkens durch die Strukturen der Sprache 3. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Gegenwart den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander setzen. ausgewählte Textausschnitte selbständig lesen und verstehen. Lerngebiete / Grobinhalte zur Auswahl 3. 2 Methoden der Textinterpretamit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten. textanalytische Verfahrensweisen anwenden. 4. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Der philosophische Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären. philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. 4. 2 Die Erörterung Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen. Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden. 1. Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Ethik: Tugendethik, Utilitarismus, Deontologie (Kant), Relativismus, Diskursethik (obligatorisch) sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe (z.B. Moral, Werte, Normen, kategorischer Imperativ) und ethischer Positionen. ein ethisches Problem aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme entwickeln. hinter aktuellen Geschehnissen ein allfälliges ethisches Problem 1. 2 Politische Philosophie (optioverschiedene Staatstheorien und ihre zugrundeliegenden Menschenbilder erklären (z.B. Demokratietheorien, Marxismus). grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z.B. Gerechtigkeit, Macht, Glück) erfassen. 1. 3 Philosophie des Geistes (optiverschiedene Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (Leib-Seele-Problem) erklären. über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Freiheit des Willens, Verstand, Vernunft) nachdenken. 2. Philosophische Texte Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Philosophische Texte der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Gegenwart ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung systematisch vergleichen. die Hauptgedanken wichtiger Philosophen und bedeutender philosophischer Strömungen in ihre kulturgeschichtlichen Orte 2. 2 Methoden der Textinterpretamit verschiedenen Methoden Texte erschliessen (Logik, Dialektik, Phänomenologie, Hermeneutik). 3. Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Der philosophische Dialog die sokratische Methode der Dialogführung anwenden. philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam 3.2 Der philosophische Essay philosophische Fragen und Themen in einem argumentierenden Essay selbständig entwickeln und vertiefen 3.3 Die Erörterung Argumente entwickeln, auf ihre Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft prüfen und gegeneinander abwägen. Kriterien für eine differenzierte Stellungnahme anwenden. 4. Eigenes Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler können 4.1 Anwenden grundlegende und ausgewählte philosophische Begriffe sachgemäss verwenden. ausgewählte philosophische Positionen und Theorien verstehen, einordnen und vergleichen. philosophische Theorien oder Modelle auf Einzelfälle und gesellschaftliche Probleme beziehen. den Zusammenhang zwischen einer philosophischen Frage oder Theorie und der persönlichen Lebensweit herstellen. 4.2 Beurteilen ausgewählte philosophische Positionen und Theorien auf ihre Stichhaltigkeit und Widerspruchslosigkeit prüfen und zu einem eigenen Urteil gelangen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abphilosophisches Denken von fachwissenschaftlichen und religiösen Ansätzen unterscheiden. 4.3 Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. selbsterworbene (philosophische) Erkenntnisse fachgerecht darstellen und vertreten. komplexe Zusammenhänge begrifflich klar darstellen. III. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHES PHILOSOPHIE/ PÄDAGOGIK/ PSYCHOLOGIE Interdisziplinäres Lerngebiet Zwischen den Lehrpersonen prozessual festgelegte Fragestellungen aus den im Lernplan genannten Lerngebieten. Beispiel einer interdisziplinären Fragestellung des PPP: Was ist normal? ein Thema differenziert aus der philosophischen, pädagogischen und psychologischen Perspektive betrachten. Bsp.: Philosophischer Ansatz: Warum denken wir in Oppositionen? Welche Differenzen/ Oppositionen dominieren in der abendländischen Kultur? (Geist-Körper Dualismus). Was sind und wie funktionieren Normsetzungen? Psychologischer Ansatz: Was heisst „Abweichung von der Norm“? Wann spricht man von Sinnkrise, Entwicklungsproblem oder psychischer Störung? Welches sind mögliche Ursachen? Welche Behandlung ist sinnvoll? Wie kann psychisches Leiden verhindert werden? Pädagogischer Ansatz: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Erzieherverhaltensweisen und der psychischen Abweichung? Unter welchen Umständen ist eine seelische Fehlentwicklung, wann eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung wahrscheinlich? Grundlagenfach Physik Wochenstunden 0 2 2 2 1. Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge − Zehnerpotenzen und Dezimalvorsätze − Signifikante Ziffern − Physikalische Grössen und Einheiten − Naturwissenschaftliche Methoden und Erkenntnisgewinnung Die Inhalte dieses Lerngebietes sind auch integraler Bestandteil aller folgenden Lerngebiete! − Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt. − die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben. − bei Messungen den Messfehler − mit physikalische Grössen und Einheiten korrekt umgehen. − Naturwissenschaftliche Methoden zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären. 2. Lerngebiet: Mechanik – Kinematik − Gleichförmige und gleichmässig beschleunigte geradlinige Bewegung − Gleichförmige Kreisbewegung − das Modell des Massenpunktes sinnvoll anwenden und seine Grenzen erkennen. − zur eindeutigen Beschreibung einer Bewegung das zugehörige Bezugssystem ange- − Bewegungen mathematisch und mittels Diagrammen beschreiben und berechnen. − die Bewegung eines Körpers im freien Fall und Wurfbewegungen beschreiben und − Bewegungen messtechnisch erfassen. 3. Lerngebiet: Mechanik – Dynamik − Kraft als Vektor − Newtonsche Axiome − mit der Kraft als vektorielle Grösse − Kräfte und ihre Auswirkungen auf den Bewegungszustand untersuchen, erkennen und verstehen. − den Unterschied zwischen schwerer und träger Masse erkennen. − in statischen und dynamischen Situationen die wirkenden Kräfte sowie die resultierende Kraft (bzw. Drehmomente) bestimmen. − die Kreisbewegung erklären. − Bewegungen in beschleunigten Bezugssystemen qualitativ erklären. 4. Lerngebiet: Mechanik – Erhaltungssätze − Arbeit − Leistung − Energie − Impuls − Energie-und Impulserhaltung − Arbeit als mechanische Form der Energieübertragung zwischen zwei Systemen erkennen und verstehen. − die Bedeutung der Energieerhaltung erklären und in konkreten Situationen − zwischen Energie und Leistung − die Bedeutung von Stossprozessen für Sport, Technik und moderne Physik erkennen und einfache Stösse 1. Lerngebiet: Mechanik – Hydrostatik/Aerostatik − Druck − Schweredruck, Auftrieb − die Unterschiede in der Druckverteilung in idealen Flüssigkeiten und Gasen − den hydrostatischen Auftrieb erklären und berechnen. 2. Lerngebiet: Wärmelehre − Temperatur & deren mikroskopische − Wärme − Ideale Gase − Wärmekapazität & Phasenübergänge − die Begriffe Wärme und Temperatur − makrosopische Grössen mittels des Modells des idealen Gases mikroskopisch richtig deuten. − p, V und T eines idealen Gases in − Wärmetransport Beziehung setzen und Zustandsänderungen in Diagrammen − Prozesse des Verdampfens und Kondensierens, Schmelzens und Erstarrens sowie einfache kalorimetrische Prozesse beschreiben und berechnen. − die Wärmetransportprozesse Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung unterscheiden und einfache Berechnungen anstellen. 3. Lerngebiet: Technik – Energietechnik − Hauptsätze der Wärmelehre − Wärmekraftmaschinen ; thermodynamischer Wirkungsgrad Leistungszahl − Solarzellen (Aspekte der modernen Physik – Halbleitertechnik/physik) − Solarkonstante − Windenergie; strömungsmechanische Aspekte − die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen erklären und berechnen. − die Funktionsweise einer Wärmepumpe und eines Kühlschrankes erklären. − Bedeutung und Probleme regenerativer Energiequellen erkennen (Solarenergie und Windenergie). − den anthropogenen Treibhauseffekt erörtern und kennen die Bedeutung der Solarkonstanten. − die kulturelle, gesellschaftliche und politische Bedeutung von Wärmekraftmaschinen erkennen. 4. Lerngebiet: Elektromagnetismus – Elektrizitätslehre − Stromkreis: Spannung, Strom, Ohmscher Widerstand − Serie- und Parallelschaltung − Elektrische Leistung − die Bedeutung von Spannung und Strom anhand einer Analogie erklären. − Schaltungen aufbauen, ausmessen und − die Bedeutung von Spannung, Strom und Leistung im Alltag kennen. 5. Lerngebiet: Mechanik – Gravitation − Gravitationsgesetz und Gravitationsfeld − Planetenbewegung − das Gravitationsgesetz und Gravitationsfeld anwenden, um Bewegungsgrössen von Himmelskörpern zu berechnen. − die Kepler’schen Gesetze anwenden und deren historische Bedeutung erkennen. 1. Lerngebiet: Elektromagnetismus – Felder − Coulombgesetz und Elektrisches Feld − Erdmagnetfeld − Magnetisches Feld von Strömen − Lorentzkraft − Induktion − die Kräfte zwischen Punktladungen mit Hilfe des Coulombgesetzes berechnen. − das Konzept des Feldbegriffs erklären. − ein Feld grafisch darstellen. − die Analogie aber auch die Unterschiede zwischen dem Gravitationsfeld und dem elektrischen Feld erkennen. − die Bedeutung des Erdmagnetfeldes − das Magnetfeld um einen stromführenden Draht bzw. in einer Spule darstellen und einfache Berechnungen anstellen. − Betrag und Richtung der Lorentzkraft − das Funktionsprinzip des Elektromotors bzw. Generators erklären. 2. Lerngebiet: Periodische Vorgänge − Grundbegriffe (Frequenz, Kreisfrequenz, Periode, Elongation, Phase) − Differentialgleichung des harmonischen Oszillators − Federpendel − Fadenpendel − Longitudinal- und Transversalwellen − Wellengeschwindigkeit − Prinzip von Huygens − Wellenphänomene: Reflexion, Interferenz und Beugung − stehende Wellen − den Zusammenhang zwischen Schwingung und Kreisbewegung verstehen und erklären. − Gemeinsamkeiten von Federpendel und Fadenpendel erkennen. − mit harmonischen Schwingungen Berechnungen anstellen. − das Resonanzphänomen erklären und seine Bedeutung erkennen. − zwischen Wellen und Schwingungen − die Reflexion und Interferenz von harmonischen Wellen verstehen und − die Bedeutung stehender Wellen für die Akustik erkennen. − das Prinzip von Huygens anschaulich 3. Lerngebiet: Neuere Physik − Aspekte der Quantenphysik − Einblicke in Fragen der Teilchenphysik − Einblicke in Fragen der Astrophysik / Kosmologie − Grenzen der klassischen Physik − Beugungsphänomene erörtern und einfache Berechnungen vornehmen. − in einfachen Worten erörtern, was die Physik unter Wellen-Teilchen-Dualismus versteht. − die Bedeutung der Heisenberg'schen Unschärferelation erkennen. − einen Einblick in grundlegende Fragen der heutigen Physik gewinnen. Ergänzungsfach Physik 1. Mechanik – Impulserhaltung und Stossvorgänge − Impulserhaltung − Elastische und inelastische Stösse − die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen. − den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten und mathematisch formulieren. − die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü- 2. Neuere Physik – Relativitätstheorie − Relativität der Gleichzeitigkeit − Zeitdilatation und Längenkontraktion − Minkowski-Diagramme − Lorentz-Transformation − Relativistischer Dopplereffekt − Relativistische Beschreibung von Energie und Impuls − Allgemeine Relativitätstheorie − die Grenzen der klassischen Physik erkennen und die historische und kulturelle Bedeutung von Einsteins Theorien ver- − verstehen und erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt. − die relativistischen Effekte im Zusammenhang mit bewegten Körpern berechnen. − Minkowski-Diagramme zeichnen und interpretieren. − die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie verstehen. − den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen. − den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen. 3. Mechanik – Starrer Körper − Drehmoment − Rotationsenergie − Drehimpuls, Drehimpulserhal- − Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und berechnen. tung − das Prinzip der Energieerhaltung bei Rotationsbwegungen − Rotations-Bewegungsvorgänge analysieren und vorhersagen unter Anwendung des Prinzips der Drehimpulserhaltung. 4. Elektrizität − Spannung, Potenzial − Kondensatoren − Auf- und Entladung des Kondensators − Verzweigte Schaltungen − Induktion, Selbstinduktion − Wechselstrom, kapazitive und induktive Widerstände − den Kondensator als Bauteil zur Speicherung von Ladung bzw. Energie erklären und Berechnungen ausführen. − den Vorgang der Auf- und Entladung mithilfe von Diagrammen erklären und die entsprechenden Differenzialgleichungen lösen. − elektrische Netzwerke berechnen. − das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstrom-schaltungen erklären. − einfache Wechselstromschaltungen berechnen. − Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen mes- − die Differenzialrechnung und die Vektorgeometrie auf die Elektrizitätslehre anwenden. 5. Technik – Vertiefung Schwingungen und Wellen − Differenzialgleichung des harmonischen Oszillators − Gedämpfte Schwingungen − Erzwungene Schwingungen − Wellengleichung − Stehende Wellen − Schall − die Differenzialrechnung auf Schwingungen und Wellen − Wellen mathematisch beschreiben − akustische Wahrnehmungen mithilfe von Stehenden Wellen, Schallstärke und -pegel erklären. − die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü- − Technische Anwendungen von mechanischen und elektromagnetischen Schwingungen und Wellen verstehen. 6. Neuere Physik - ausgewählte Themen Vertiefung in ausgewählten Themen aus den Bereichen: − Astronomie − Chaostheorie − Atom- und Teilchenphysik − Quantenphysik − Simulation und Modellbildung Die Aufzählung ist nicht abschlies- − anspruchsvolle Aufgaben für einen ausgewählten Inhalt − sich selbständig theoretische Grundlagen zu einem Themenkreis erarbeiten. send. Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN - TEIL PHYSIK * Die mit einem Stern bezeichneten Lerngebiete eignen sich als gemeinsame Lerngebiete des kombinierten Schwerpunktfachs. 3. KLASSE: 1. Grundlegende Methoden und Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können • Analyse von Problemstellungen aus Natur und Technik • Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien • komplexe Aufgabenstellungen mit den Mitteln der Mathematik (insbesondere Analysis und Vektorgeometrie) formali- • sich selbstständig Kenntnisse zu einem bestimmten Themenkreis erarbeiten. 2. Mechanik – Impulserhaltung und Stossvorgänge Die Schülerinnen und Schüler können • Impulserhaltung • Elastische und inelastische Stösse • Kraftstoss • die Impulserhaltung einsetzen, um Stossvorgänge zu beschreiben und zu berechnen. • den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mit Worten und mathematisch formulieren. • die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü- 3. Neuere Physik – Relativitätstheorie * ( Matrizenrechnung, Affine Abb.) • Relativität der Gleichzeitigkeit • Zeitdilatation und Längenkontraktion • Minkowski-Diagramme • Lorentz-Transformation • Relativistischer Dopplereffekt • Relativistische Beschreibung von Energie und Impuls • Allgemeine Relativitätstheorie • die Grenzen der klassischen Physik erkennen und die historische und kulturelle Bedeutung von Einsteins Theorien verste- • verstehen und erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt. • die relativistischen Effekte im Zusammenhang mit bewegten Körpern berechnen. • Minkowski-Diagramme zeichnen und interpretieren. • die kausale Verkettung von Ereignissen mithilfe des Viererabstands-quadrates analysieren. • die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie verstehen. • den begrenzten Geltungsbereich der speziellen Relativitätstheorie sowie Grundprinzipien der Allgemeinen Relativitätstheorie an einem einfachen Beispiel nennen. 4. Mechanik – Starrer Körper Die Schülerinnen und Schüler können • Drehmoment • Rotationsenergie • Drehimpuls, Drehimpulserhaltung und -änderung • Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und berechnen. • das Prinzip der Energieerhaltung bei Rotationsbwegungen • die Bewegungen von Kreiseln und Kollergängen erklären und experimentell untersuchen. 5. Technik – Wechselstrom, Elektro-nik * ( Differentialgleichungen, komplexe Zahlen) • Wechselspannungen und – ströme • Komplexe ohmsche, kapazitive und induktive Widerstände • Schwingkreise • Filter- und Operationsvertärker- Schaltungen • Spannungen und Ströme in Wechselstromschaltungen mes- • das Verhalten von Spulen und Kondensatoren in Gleich- und Wechselstromschaltungen beschreiben und berechnen. • Elektrische Netzwerke berechnen. • elektronische Schaltungen planen, aufbauen und analysieren. • verschiedene Grundtypen elektronischer Schaltungen erkennen und deren Einsatzgebiete in technischen Geräten nen- 4. KLASSE: 6. Grundlegende Methoden und Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler können • Experimente und Datenanalyse • Messgeräte wie Multimeter, Sensoren und Oszilloskop zweckmässig einsetzen. • anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen. • Daten mit geeigneten Methoden auswertung und Resultate sinnvoll darstellen. • die Ungenauigkeit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung bestimmen. 7. Elektromagnetismus – Vertiefung Elektrizitätslehre und Magnetismus • Gauß-Gesetz • Potenzial und Spannung • Lorentzkraft als Vektorprodukt • Induktion, Selbstinduktion • mithilfe des Coulomb- und/oder Gauß-Gesetzes die von Ladungen verschiedener geometrischer Anordnug erzeugten elektrischen Felder erklären und berechnen. • elektrische Potenziale und Spannungen von/zwischen Punkten in elektrischen Feldern berechnen. • Kräfte auf elektrisch geladene Körper in E- und B-Feldern erklären und berechnen. • in konkreten Situationen induzierte Ströme und Spannungen • die gefundenen Gesetzmässigkeiten experimentell überprü- 8. Neuere Physik – Quantenphysik, Vertiefung Schwingungen u. Wellen • Strahlungsgesetze • Photoeffekt, Wirkungsquantum • Materiewellen • Unschärferelation • Differenzialgleichung des harmonischen Oszillators • Wellengleichung • Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien beschreiben. • die physikalische und kulturelle Bedeutung des Photoeffekts • Den Comptoneffekt und seine physikalische Bedeutung nachvollziehen • die Elektronenbeugung mittels der Hypothesen von De Broglie erklären. • die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen. • Wellen mathematisch beschreiben. • die Teilchen-Wellenfunktion auf ausgewählte Potenziale an- LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN - TEIL MATHEMATIK 3. UND 4. KLASSE 1. Komplexe Zahlen • i als imaginäre Einheit • Normalform, Polarform und Exponentialform • Gausssche Zahlenebene • Grundoperationen • Einheitswurzeln • Folgen, Iterationen (optional) • Gerade und Kreis in der komplexen Ebene (optional) • Komplexe Funktionen (optional) • Anwendung auf Schwingungen • die komplexe Einheit definieren • kennen verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen • komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen • die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren • im Komplexen Wurzeln berechnen • Iterationen mit numerischen Anwendungen ausführen • die Mandelbrotmenge graphisch darstellen • die Geraden- und Kreisgleichung in der komplexen Form angeben • die lineare und reziproke Funktion in der komplexen Ebene auf Kreis und Gerade anwenden • eine harmonische Schwingungen mit komplexem Zahlen darstellen 2. Lineare Algebra • Affine Abbildungen • Fixpunkte und Fixgeraden • Matrizen • Matrizenoperationen • Determinanten • Eigenwerte und Eigenvektoren • Gaussalgorithmus • erklären, was eine affine Abbildung ist • Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben • Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten bestimmen • erklären, was Matrizen sind • Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren • Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten • Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen einsetzen • den Gaussalgorithmus anwenden 3. Differenzialgleichungen • Definition • Interpretation • Lineare Differenzialgleichung erster und zweiter Ordnung • Richtungsfeld und Kurvenschar • Approximatives Lösungsverfahren • Anwendungen aus der Physik und Biologie • Modellbildung • erklären, was eine Differenzialgleichung ist • einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann • Differenzialgleichungen nach den Begriffen linear, homogen, Ordnung, Grad unterscheiden • erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differenzialgleichungen beschreibbar sind • in einfachen Problemstellungen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden • lineare Differenzialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten lösen • einige lineare Differenzialgleichungen zweiter Ordnung lösen • geeignete Differenzialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch • einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst • einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind • einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mit Hilfe von Differenzialgleichungen darstellen und lösen, wie etwa Wachstumsprozesse, Räuber-Beute-Modell….. • Anwendungen zur Differenzialgleichung zweiter Ordnung erklären, wie etwa Federpendel, RCL- Schaltkreis 4. Weitere Anwendungen 4.1 Nullstellenberechnung Die Schülerinnen und Schüler können • Bisektion, Regula Falsi und Newtonverfahren zur numerischen Berechnung von Nullstellen anwenden 4.2 Integrationsmethoden • Substitution, partielle Integration, Partialbruchzerlegung • numerische Methoden • die aufgeführten Methoden an Beispielen anwenden • mehrere numerische Integrationsmethoden erklären und anwenden 4.3 Reihenentwicklung • Potenzreihen (obligatorisch) • Taylorreihen (obligatorisch) • Näherungspolynome (optional) • Fourierreihen (optional) • Potenzreihen definieren • Funktionen in Potenzreihen entwickeln • Näherungspolynome für Funktionen bestimmen • das Prinzip der Fourierreihen zur Beschreibung periodischer Bewegungen erläutern • Fourierkoeffizienten einiger Signale berechnen, z.B. Dreiecks- oder Rechtecksspannung 5. Optionale Lerngebiete 5.1 Zyklometrische Funktionen (optional) • Zyklometrische Funktionen • die Graphen von zyklometrischen Funktionen zeichnen • zyklometrische Funktionen ableiten • zyklometrische Funktionen bei partieller Integration anwenden 5.2 Analysis (optional) • Funktionen mehrere Variablen • Parameterdarstellung von Kurven • Fouriertransformation • Dynamische Systeme • Diese Themen wurden bisher nicht unterrichtet 5.3 Geometrie (optional) • Kegelschnitte, • Sphärische Geometrie • Bézierkurven • Diese Themen wurden bisher nicht unterrichtet oder im Akzentfach durchgenommen (sphärische Trigonometrie) 5.4 Stochastik (optional) • Vertrauensintervalle und Irrtumswahrscheinlichkeiten, • Hypothesentest, • Monte-Carlo-Tests • Diese Themen gehören weitgehend zum Grundlagenfach Ergänzungsfach Religion Wochenlektionen - - - 4 1. Lerngebiet: Religion und Kultur  Religionsbegriff  Religiöse Sondergruppen und -formen  Religiöse Phänomene − den Begriff Religion etymologisch herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis reflektieren − die eigene religiöse und weltanschauliche Sozialisierung kritisch reflektieren − positive und negative Erfahrungen mit Religion bewusst machen und formulieren − den eigenen religiösen und weltanschaulichen Standpunkt begründen und vertreten − negative wie positive Funktionen von Religion darlegen − die klassische Positionen der Religionskritik von Feuerbach, Marx und Freud, einschätzen und hinterfragen − Gemeinsamkeiten der Weltreligionen differenziert benennen − mit den einschlägigen Begriffen differenziert und korrekt umgehen − traditionelle Religionen von religiösen Sondergruppen und -formen unterscheiden − die Definitionsproblematik allgemeiner Beurteilungskriterien zu sektiererischen Organisationen als solche nachvollziehen − die Mechanismen von totalitären religiösen wie antireligiösen Gruppierungen erkennen − die Eigenheiten von religiösem Fundamentalismus beschreiben − Beispiele unterschiedlicher Rezeptionen religiöser Texte mit ihren lebensbejahenden, aber auch gefährlichen Traditionen darlegen − Säkulare Gegenwartserscheinungen als religiöse Phänomene identifizieren  Religiöse, philosophische und naturwissenschaftliche Sprache  Religion und Staat  Menschenbild und Ethik − religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen Raum als solche wahrnehmen und einordnen − die verschiedenen Weltanschauungen von Religion unterscheiden − Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz erkennen − begründen, wie und warum Religion symbolische Sprache verwendet − religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag erkennen und im religiösen, künstlerischen oder psychologischen Kontext verstehen, deuten und interpretieren − die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch unterscheiden − den Unterschied zwischen religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen erfassen − die Verschränkung von Religion und Staat − stereotype Vorurteile gegenüber Religionen analysieren und hinterfragen − den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten beurteilen − Diskriminierungen wie der latente Antisemitismus in ihrer Bedeutung für die Gegenwart einordnen − die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus) − die Zusammenhänge zwischen ethischen Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild erkennen − Grundbegriffe wie Ethik, Tugend und Moral unterscheiden − die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen für die Religionen benennen − Begründungsmodelle ethischer Argumentation erläutern − ethische Fragen stellen und diese mit der eigenen Erfahrung und mit religiösen und philosophischen Vorstellungen in einen Dialog bringen − aktuelle ethische Debatten führen − die kulturelle und historische Verankerung von Normen, Werten und Regeln erkennen und von der religiösen unterscheiden − mögliche Auswirkungen von religiösen Normen auf das Zusammenleben der Menschen kritisch diskutieren und bewerten. − sich im Hinblick auf die zahlreichen Moralvorstellungen ein Urteil bilden, das den Besonderheiten ihres Glaubens und den damit verbundenen Grundwerten Rechnung trägt 2. Lerngebiet: Weltreligionen  elementare Aussagen religiöser Traditio-  Religionsstifter  Heilige Schriften − die Sinnfrage als wesentliche Frage menschlicher Existenz erkennen und das Ringen um Antworten auf die Sinnfrage nachvollziehen − elementare Aussagen religiöser Traditionen in heutigen Denkkategorien ausdrücken und auf eine mögliche Relevanz für das eigenen Leben überprüfen − sich mit der eigenen Selbst- und Weltdeutung auseinandersetzen und diese in Frage stellen lassen − in heutigen religiösen Konzepten Phänomene der klassischen Religionen wiedererkennen und kritisch hinterfragen − wesentliche Elemente religiöser Tradition wiedergeben, z.B.: o der Monotheismus, der Bundesgedanke, die Prophetie und das Toraverständnis im Judentum o die Trinität, Jesus als Christus, der Gottesreichsgedanke im Christentum o die Fünf Säulen im Islam o die Vorstellung der Wiedergeburt und das Kastensystem im Hinduismus o die Bedeutung von Buddha, der Mönchsgemeinschaft (Sangha) und der Lehre (Dharma) im Buddhismus − die Person der Religionsstifter in ihrem historischen Kontext einbetten, von ihrer theologischen Deutung abgrenzen und in ihrer Bedeutung für die eigene Religion erschliessen − sich in heiligen Schriften zurechtfinden  Religiöse Riten  Religiöse Strömungen  Interreligiöser Dialog − die Schwierigkeiten und Kriterien für die Übersetzung religiöser Texte in eine andere Sprache einschätzen und benennen − religiöse Texte deuten und vor dem historischen Hintergrund verstehen (Exegese) − unterschiedliche Zugänge zu den heiligen Schriften in den jeweiligen Religionen nachvollziehen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen − die Situationsbezogenheit religiöser Texte erkennen, Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen und unterschiedliche Interpretationsansätze schematisch darlegen − ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und den ursprünglichen Sinn verstehen − die spezifische religiöse Architektur kennen − mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und eine eigene Position formulieren − Wesenszüge von Natur- und Schriftreligionen differenziert begründen − Übereinstimmungen, Parallelen wie Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen − gemeinsame Anliegen sowie trennende Lehrinhalte zwischen den verschiedenen Weltreligionen bezeichnen − sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen, eine Gesprächskultur herstellen und pflegen − Regeln für einen sinnvollen Vergleich von Religion formulieren und anwenden − aus religiösen Vorstellungen persönliche Konsequenzen für den eigenen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen ableiten Schwerpunktfach Spanisch 1. Sprachkompetenz (B1.2-B2) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik - Verbkonjugationen in folgenden Zeiten und Modi: indicativo: presente, perfecto compuesto, pretérito indefinido, imperfecto, pluscuamperfecto, futuro I y II, condicional I y II subjuntivo: presente, perfecto compuesto, imperfecto, pluscuamperfecto imperativo, gerundio - einfache Verbalperiphrasen mit gerundio und infinitivo - die Vergangenheitszeiten im indicativo korrekt an- - den subjuntivo in Hauptsätzen und in adverbialen Nebensätzen (temporal, final, konzessiv, modal) sowie in einfachen Relativsätzen - doppelte Objektpronomen - Präpositionen - Adjektiv und Adverb - ser und estar - Vergleich • die grammatikalischen Grundstrukturen gemäss des verwendeten Lehrmittels und nebenstehender Liste korrekt 1.2 Wortschatz • einen aktiven Grundwortschatz von ca. 2500 Wörtern an- • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 2. Verstehen (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Lesen • einfachere literarische und nicht literarische Texte erschliessen und analysieren. 2.2 Hören • kürzere Redebeiträge verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und es um vertraute Themen geht. • authentischen medialen Beiträgen (Nachrichten, Reportagen, Filme, Musik, usw.) die Hauptinformationen entneh- 3. Sprechen (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können Mündliche Kommunikation Verschiedene Gesprächssituationen, Diskussionen, Kurzvorträge • die meisten Alltagssituationen angemessen bewältigen. • an Gesprächen über Themen, die ihnen vertraut sind, teil- • Geschichten, Ereignisse und eigene Erfahrungen in zusammenhängenden Sätzen wiedergeben. • die Hauptpunkte eines Sachverhaltes erläutern und ihre eigene Meinung erklären und begründen. 4. Schreiben (B1.2) Die Schülerinnen und Schüler können Verschiedene Textsorten Berichte, kreative Texte, Briefe, emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen • über Themen, die ihnen vertraut sind, einfache, zusammenhängende Texte schreiben. • einfache, kreative Texte verfassen. • persönliche Briefe und emails verfassen und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten. • einfachere Texte schriftlich zusammenfassen. • zu einem bekannten Sachverhalt Stellung nehmen. • eine Bildbeschreibung verfassen. 5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können Originaltexte verschiedener Gat-tungen aus Spanien und Latein-amerika Einblicke in kulturelle und landeskundliche Gegebenheiten und Phänomene der • einfachere literarische Originaltexte verstehen und auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden • Texte auf spezifische Fragestellungen hin miteinander vergleichen. • sich eigenständig mit einer Lektüre auseinandersetzen und ihre Reflexionen mündlich und schriftlich darlegen. • einzelne soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben. spanischsprachigen Länder Filme aus Spanien und Lateinamerika: Spielfilme, Dokumentarfilme, Literaturverfilmungen • wichtige gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. • Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Musik, Kameraführung, Perspektive) analysieren und interpretieren. 1. Sprachkompetenz (B2) Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik - Konkordanz der Zeiten - Indirekte Rede - Passiv und pasiva refleja - Komplexe Satzgefüge und Verbalperiphrasen - Relativsätze, Adverbialsätze • komplexere grammatikalische Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und korrekt anwenden. • eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan anwenden. 1.2 Wortschatz • einen erweiterten aktiven Grundwortschatz von ca. 3500 Wörtern situationsgerecht anwenden. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 2. Verstehen (B2-C1) Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Lesen • selbstständig komplexe literarische und nicht literarische Texte erschliessen und analysieren. 2.2 Hören • längere Redebeiträge verstehen und komplexer Argumentation folgen. • authentische mediale Beiträge (Nachrichten, Reportagen, Filme, usw.) weitgehend verstehen. 3. Sprechen (B2) Die Schülerinnen und Schüler können Mündliche Kommunikation Verschiedene Gesprächssituati-onen, Diskussionen, Kurzvorträ-ge • spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen. • sich an Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen, ihre Ansichten vertreten und begründen. • Geschichten, Ereignisse und eigene Erfahrungen in zusammenhängenden Sätzen wiedergeben. • die Hauptpunkte eines Sachverhaltes erläutern und ihre eigene Meinung erklären und begründen. 4. Schreiben (B2) Die Schülerinnen und Schüler können Verschiedene Textsorten Berichte, kreative Texte, Briefe, emails, Zusammenfassungen, Beschreibungen • über komplexere Themen vertiefte Texte schreiben. • argumentative und kreative (fiktionale) Texte verfassen. • literarische Analysen verfassen. 5. Literatur, Kultur, Film Die Schülerinnen und Schüler können Originaltexte verschiedener Gat-tungen aus Spanien und Latein-amerika Einblicke in kulturelle und lan-deskundliche Gegebenheiten und Phänomene der spanisch-sprachigen Länder Filme aus Spanien und Latein-amerika: Spielfilme, Dokumentarfilme, Li-teraturverfilmungen • komplexe literarische Originaltexte verschiedener Gattungen und Epochen aus Spanien und Lateinamerika verstehen • literarische Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden deuten. • historisch-soziale Hintergründe und biographische Informationen über den Verfasser zur Textanalyse beiziehen. • ihre eigenständige Auseinandersetzung mit einer Lektüre und ihre Reflexionen mündlich und schriftlich darlegen. • verschiedene soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt verstehen und analysieren. • wichtige gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanisch sprachigen Welt verstehen und kritisch einordnen. • Filme anhand filmsprachlicher Kriterien (z.B. Handlungsablauf, Figurenkonstellationen, Musik, Kameraführung, Perspektive) analysieren und interpretieren. Freifach Spanisch Wochenstunden 3 Der Spanischunterricht ermöglicht den Studierenden, eine vielfältige kulturelle Welt kennenzulernen, die einen Bogen vom arabischen, über den westlichen bis zum amerikanischen Kulturraum spannt. Durch die Auseinandersetzung mit der hispanischen Kulturwelt und Denkweise werden die Lernenden angehalten, eigene Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und eine facettenreiche Persönlichkeit zu entfalten. Der Spanischunterricht fördert: - die allgemeine Kommunikationsfähigkeit - die sprachliche Kompetenz als Verständigungsbrücke - das abstrakte Denken und die Kreativität 1. allgemeine Sprachkompetenz Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Grammatik • grundlegende syntaktische und morphologische Strukturen gemäss des verwendeten Lehrmittels korrekt anwenden. 1.2 Wortschatz • einen Basiswortschatz von ca. 1000 Wörtern situationsgerecht und korrekt anwenden. • den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter nutzen. 2. Verstehen Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Lesen • lautlich und sprachmelodisch korrekt lesen. • einfache Texte und Anweisungen verstehen. 2.2 Hören • kurze Redebeiträge zu bekannten Themen weitgehend • didaktisch überarbeitete mediale Beiträge mit bekanntem Wortschatz verstehen. 3. Sprechen Die Schülerinnen und Schüler können • Gespräche zu einfachen Alltagsthemen führen. • einfache Texte sinngemäss wiedergeben. • eigene Erfahrungen und Ereignisse beschreiben. 4. Schreiben Die Schülerinnen und Schüler können • persönliche Briefe und emails schreiben. • einfache Texte zusammenfassen. • zu einem einfachen Sachverhalt schriftlich Stellung nehmen. • eine einfache Bildbeschreibung verfassen. 5. Literatur Die Schülerinnen und Schüler können • vereinfachte literarische und nicht literarische Texte verste- • Texte inhaltlich zusammenfassen. • wichtige Fragestellungen erkennen und beantworten. 6. Kultur Die Schülerinnen und Schüler können • einige kulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene der hispanischen Welt erkennen und verstehen. • einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen sowie aktuelle Strömungen in der spanisch sprachigen Welt verstehen. Grundlagenfach Sport 1. Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik • Ausdauer • Beweglichkeit • Kraft • Schnelligkeit • Koordination • Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder entwickeln • ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können • Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen • durch gezieltes Beobachten die eigene Bewegungsqualität verbessern 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können • Einfache Tanzschritte und –formen • Einfache Darstellungen mit und ohne Handgeräte (z.B. Rope-Skipping) • ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erwerben • alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens ein Gerät aus: Boden, Reck, (Stufen-) Barren, Minitramp- Kasten, Schaukelringe • einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern 5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Disziplin aus: Schnelllauf, Weit-/ Hochsprung, Hürden, Ball-oder Speerwurf, Kugelstos-sen, Langstreckenlauf • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey • im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Stil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl • Distanzschwimmen • die Grobform des entsprechenden Schwimmstils erwerben oder anwenden • 1 Km schwimmen 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können • 1 Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolley, etc • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten 9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Outdoor- Aktivität • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen 1. Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können • Ausdauer • Beweglichkeit • Kraft • Schnelligkeit • Koordination • Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit erhalten oder entwickeln • ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können • Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen • bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können • Weitere Tanzschritte und –formen • Erweiterte Darstellungen mit und ohne Handgeräte oder: • Aerobic • ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire anwenden und • alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens ein weiteres Gerät aus: Boden, Reck, (Stufen-) Barren, Minitramp- Kasten, Schaukelringe, grosses Trampolin • einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire 5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 weitere Disziplin aus: Schnelllauf, Weit-/ Hochsprung, Hürden, Ball-oder Speerwurf, • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten disziplinspezifisch anpassen und einsetzen Kugelstos-sen, Langstreckenlauf 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Eishockey • im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Stil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl • Distanzschwimmen • die Grobform des entsprechenden Schwimmstils erwerben oder anwenden • bei entsprechender Wahl 40 Minuten ohne Unterbruch schwimmen 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können • 1 weiteres Spiel aus: Baseball, Ultimate, Smolball, Beachvolley, etc • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten 9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens 1 Outdoor- Aktivität • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen 1. Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können Schwerpunkte setzen in den Bereichen • Ausdauer • Beweglichkeit • Kraft • Schnelligkeit • Koordination • spezifische Schwerpunkte aus Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit entwickeln und erhalten • ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern • Grundsätze der Trainingslehre anwenden • sich selbständig auf einen Ausdauertest vorberei- 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können • Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen • durch mediengestützte Analysen die Bewegungsqualität verbessern 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können • Weitere Tanzschritte und –formen oder: • Aerobic • 1 Darstellung als Team, z. B. im Bereich: Hip-Hop, Partnerakrobatik, Double-Dutch • ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erweitern und • in einer Gruppe eine Bewegungskombination gestalten 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Gerät aus: Boden, Reck, (Stufen-) Barren, Minitramp- Kasten, Ringe, grosses Trampolin oder: Gerätebahn • einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire 5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können • Mehrkampf aus mind. 3 Disziplinen • ihre leichtathletischen Grundfertigkeiten differenziert anwenden 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 weiteres Schwerpunkt-spiel aus: Basketball, Handball, Fussball, Volleyball, Unihockey, Eishockey/, Badminton • im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten • in spezifischen Spielsituationen individuell- und kollektivtaktisch angemessen handeln 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können • Mindestens 1 Stil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl, Delfin • Aquathlon • die Grob- oder Feinformen des entsprechenden Schwimmstils in einer Kurzdistanz auf Zeit an- • die vorgegebenen Lauf-/ und Schwimmdistanzen in angemessener Zeit bewältigen 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können • 1 Spiel aus: Touch, Flagball, Rugby, Intercrosse oder: Parkour • im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen und sich regelkonform verhalten • die Philosophie von Parkour erfahren und umsetzen 9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können Mindestens 1 Outdoor- Aktivität • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen Vorbemerkung: Unterricht teilweise nicht mehr im Klassenverband, sondern in Sportarten nach Wahl 1. Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Die Schülerinnen und Schüler können • Ausdauer • Beweglichkeit • Kraft • Schnelligkeit • Koordination in selbst gewählten Bereichen: • Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit entwickeln und erhalten • ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können • Aufnehmen, verarbeiten, umsetzen bei entsprechender Wahl • gezielt die Analyse der eigenen Bewegungsqualität vertiefen 3. Tanzen, Darstellen Die Schülerinnen und Schüler können • Anspruchsvolle Tanzschritte und – formen (z.B. Salsa) bei entsprechender Wahl • ihr tänzerisches Repertoire gezielt vertiefen und 4. Balancieren, Klettern, Drehen Die Schülerinnen und Schüler können • Attraktive Geräte und Formen wie: Grosses Trampolin, Slackline, etc. bei entsprechender Wahl • ihr Bewegungsrepertoire gezielt vertiefen und 5. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler können • Mehrkampf mit mind. 3 Disziplinen bei entsprechender Wahl • ihre leichtathletischen Fertigkeiten gezielt anwenden 6. Spielen Die Schülerinnen und Schüler können • Schwerpunktspiele aus: Basketball, Fussball, Volleyball, Unihockey, bei entsprechender Wahl • im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden • ihre taktischen und technischen Fähigkeiten ge- Eis-hockey, Badminton, Squash, Oversea Games, Curling, usw… zielt vertiefen 7. Sport im Wasser Die Schülerinnen und Schüler können • Keine spezifischen Angebote; bei Nachfrage und personellen Voraussetzungen entsprechende Angebote (z.B. Rettungsschwimmen) bei entsprechender Wahl • Kenntnisse und Fähigkeiten in ausgewählten schwimmspezifischen Bereichen erwerben 8. Trendsportarten Die Schülerinnen und Schüler können • Sportarten, die sich an der gesellschaftlichen Aktualität orientieren bei entsprechender Wahl • die Philosophie der gewählten Sportart(en) in der Ausübung erleben und erfahren • die nötigen Grundfertigkeiten in der/ den gewählten Sportart(en) erwerben 9. Outdoor Sport Die Schülerinnen und Schüler können • Ausgewählte Outdoorveranstaltungen, ggf. mit Eventcharakter, z.B. Schlauchbootfahrt Reuss • sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und adäquat verhalten • gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung übernehmen Ergänzungsfach Sport Die Lerngebiete sind verbindlich. Die Grobinhalte sind Pflicht-Optionen, aus denen die Lehrpersonen die definitive Auswahl treffen. 1. Trainingslehre Die Schülerinnen und Schüler können − Sportanatomie undphysiologie − Energetische Faktoren und Steuerung der Motorik − Trainingssteuerung − im Zusammenhang mit Bewegung und Kraft − die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates − die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären − das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik erklären − die koordinativen Fähigkeiten im Kontext erläutern − Tests der Leistungsdiagnostik durchführen und auswerten − Methoden des Trainings verstehen und zielgerichtet − in einem ausgewählten Bereich einen Trainingsplan erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit gezielt verbessern Querverbindungen zu anderen Fächern: Siehe unter 4) KLT Mögliche Leistungsbewertung: Schriftlicher Test Eventuell Bewertung einer schriftlich-praktischen Trainingsarbeit 2. Bewegungslernen Die Schülerinnen und Schüler können − Erwerben, Anwenden, Gestalten − Analysieren − Modelle der Bewegungslehre erklären − die unterschiedlichen Wahrnehmungskanäle unterscheiden − Bewegungsabläufe in verschiedenen Formen analysieren − Feedback geben und erhaltene Feedbackinformationen ver- − ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen verbessern − Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten und variieren Querverbindungen zu anderen Fächern: Siehe unter 4) KLT Mögliche Leistungsbewertung: Schriftliche und praktische Tests (Koordination und Kooperation an Geräten, Tanzprojekt, usw.) 3. Sportspiele Die Schülerinnen und Schüler können In mindestens 2 ausgewählten Sportspielen − Korrekte Techniken anwenden und/ oder taktische Elemente − Spielregeln vertiefen − die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen anwenden − taktische Elemente und Spielsysteme − in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten − ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen lei- Mögliche Leistungsbewertung Schriftlicher Test Nach Möglichkeit Spielleiterprüfung an einem Turnier 4. Sport und Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler können Ausgewählte Bereiche aus: − Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit − Leitmotive für sportliches Handeln − Umfeldeinflüsse auf sportliches Handeln − Ein aktuelles Themenfeld aufarbeiten (z.Bsp. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt) − die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären − Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen − zum gewählten Themenbereich kritisch Stellung nehmen Querverbindungen zu anderen Fächern: Siehe unter 4) KLT Leistungsbewertung: Schriftlicher Test zu entsprechenden Lerngebieten Grundlagenfach Wirtschaft und Recht Wochenstunden 1 2 - - 1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Makroökonomie • die Gebiete der Wirtschaftswissenschaften voneinander • den erweiterten Wirtschaftskreislauf aufzeichnen, die wirtschaftlichen Grössen bestimmen und die Gesamtzusammenhänge analysieren. • die volkswirtschaftlichen Zielsetzungen aufzeichnen und deren Zielbeziehungen analysieren und abgrenzen. • Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen kennen und beurteilen. 1.2 Mikroökonomie • die wirtschaftliche Handlungsweise des Menschen modellhaft beschreiben und beurteilen (inkl. Bedürfnispyramide). • aktuelle volkswirtschaftliche Themen verstehen. 2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Unternehmensmodell • die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens beschreiben und Zielkonflikte aufzei- 2.2 Unternehmensfunktionen • Finanzierungsarten unterscheiden und Aktien sowie Obligationen als Anlagemöglichkeit kennen und beurteilen. • Einige Funktionen (Marketing, Produktion, Beschaffung) kennen und deren Aufgaben verstehen. 2.3 Finanzbuchhaltung • einfache finanzielle Vorgänge in Betrieben abbilden. • einen einfachen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen. 1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können 1.1 Makroökonomie • Problemstellungen aus mindestens einem makroökonomischen Gebiet wie Konjunktur, Wachstum, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen oder Aussenhandel analysie- • Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen kennen und beurteilen. 1.2 Mikroökonomie • die Preisbildung erklären und anwenden. • Rechtfertigung und Grenzen staatlicher Eingriffe bei externen Effekten und Wettbewerbsbeschränkungen aufzeigen. • Volkswirtschaftliche Aktualitäten / Abstimmungsvorlagen kennen und beurteilen. 2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können 2.1 Haushalte • wichtige Elemente des Budgets erklären, z.B. Lohnabrechnung und Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Haushaltsversicherungen, Sparen und Finanzanlagen, Schulden und Betreibung, Steuern, Telekom- und Verkehrsmittelkosten. • Ein klar strukturiertes Haushaltsbudget aufstellen und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. 3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können 3.1 Einführung ins Recht • im Rahmen der jeweiligen Sachgebiete auf privat- und öffentlich-rechtliche Grundsätze zurückgreifen. 3.2 Personenrecht • Grundbegriffe zur Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit • zwischen natürlichen und juristischen Personen unterscheiden und Beispiele dazu nennen. 3.3 Obligationenrecht • Begriff und Entstehung von Obligationen erklären. • Grundsätze der Vertragslehre anwenden und den Kaufvertrag erklären. • Voraussetzungen der Haftplicht prüfen. 3.4. Strafrecht • den Zweck von Sanktionen im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht erklären und unterscheiden. • objektive und subjektive Voraussetzungen der Strafbarkeit prüfen. • strafmildernde und strafverschärfende Tatbestände identi-fizieren. • Arten von Sanktionen unterscheiden. • Formen des Strafvollzugs erklären. • Grundsätze und Ablauf des Strafprozesses skizzieren. Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht 1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Funktionsweise von Märkten Psychologische Grundlagen der Oekonomie Wirtschaftssysteme Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Konjunktur, Konjunkturpolitik und Wachstum Strukturwandel Aktuelle volkswirtschaftliche The- • den Verlauf von Angebots- und Nachfrage- Funktionen darstellen und begründen. • Verschiebungen des Marktgleichgewichtes • Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz anhand realer Märkte überprüfen. • die Handlungsweise des Menschen am Modell des „homo oeconomicus“ kritisch reflektieren. • Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsideologien anhand von relevanten Kriterien unterscheiden. • die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aus drei Blickwinkeln nachvollziehen. • den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten Indikatoren beschreiben. • die wichtigsten Konjunkturkonzepte und deren Begründer kennen und Vergleiche anstellen. • zwischen Wachstum und Konjunktur unterscheiden. • Auswirkungen des Strukturwandels erklären (inkl. Auswirkungen auf die Wirtschaftssektoren). • regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren. 2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Finanzbuchhaltung • typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen festhalten (inkl. Mehrwertsteuer). • folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, strategische Unternehmungsführung Marketing aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen. • spezielle Konti und Buchungen in der Einzelunternehmung und in der Aktiengesellschaft • Das Unternehmungsmodell mit Umweltsphären und Anspruchsgruppen (aus der Einführung in Wirtschaft und Recht) repetieren. • das Unternehmungskonzept mit seinen Bereichen • einen Businessplan aufstellen. • Methoden der Marktforschung unterscheiden. • die Lebenszyklus-Analyse und die BCG-Matrix am Beispiel anwenden. • für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells gestalten. 3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können Gesellschaftsrecht allgemeine Vertragslehre spezielle Vertragslehre (Kaufvertrag, Gebrauchsüberlassungs-verträge, Verträge auf Arbeitsleistung) • Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des Eigentümers aufstellen. • Merkmale ausgewählter Rechtsformen beschreiben. • Regeln zur Bildung der Firma anwenden. • die Bedeutung des Handelsregisters kennen. • rechtliche und finanzielle Verflechtungen von Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der Fusion beschreiben. • die Arten von Anträgen unterscheiden und das Zustandekommen eines Vertrages beurteilen. • Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen. • Auswirkungen von Erlöschen bzw. Verjährung von Obligationen beschreiben. • geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen. • zwischen Kauf, Tausch und Schenkung • die rechtlichen Möglichkeiten bei den Verletzungen des Kaufvertrages am konkreten Fall prüfen. • zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen und Leasing unterscheiden. • die besonderen Kündigungsregeln bei der Miete von Wohnungen aus Sicht von Mieter und Vermieter • zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag • prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag konform ist mit den gesetzlichen Bestimmungen. • Fälle zu allen behandelten Themen lösen. 1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Geld- und Geldpolitik Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Staatsverschuldung Aussenwirtschaft Mögliche weitere Themen: Soziale Sicherheit Internationale Organisationen Aktuelle volkswirtschaftliche The- • Funktionen des Geldes und dessen Entstehung • Messverfahren für das Preisniveau erklären und mit Daten eigene Berechnungen anstellen. • Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären. • Aufgaben und Funktionen von Banken verstehen (inkl. Bankenkrise). • Formen und Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben und deren Messung erklären. • Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen. • Probleme der Staatsverschuldung verstehen und Lösungsansätze erklären. • den Aufbau der Zahlungsbilanz verstehen und beispielhaft anwenden. • Globalisierung und deren Folgen analysieren (u.a. terms of trade) • Arten von Wechselkurssystemen unterscheiden und deren Auswirkungen auf den Handel beurteilen. • Die Sozialversicherungen der Schweiz kennen (inkl. Umverteilungsgedanke) und deren Finanzierungsproblematik verstehen. • Ziele und Aufgaben von WTO und IWF/Weltbank • regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren. 2. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Bilanz- und Erfolgsanalyse Finanzierungslehre Organisationslehre • Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven berechnen. • Bilanz und Erfolgsrechnung anhand von Kennzahlen • Finanzierungsarten unterscheiden. • Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten aufzeigen und geeignete Sicherungsmittel vorschlagen. • einfache Investitionsentscheide fällen. • ein Organigramm sachgerecht interpretieren und mögliche Verbesserungen vorschlagen. Betriebsbuchhaltung Mögliche weitere Themen: Personal spezielle Betriebswirtschaftslehre (z.B. Banken und Versicherungen) • die Prinzipien der Stellenbildung anwenden. • die Ablauforganisation einer Unternehmung • Eine Betriebsabrechnung mit Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern aufstellen und • Kalkulationen anhand des Betriebsabrechnungsbogens durchführen. • Deckungsbeiträge und Nutzschwellen berechnen und grafisch darstellen. • Aufgaben der Personalwirtschaft beschreiben, z.B. Personalbeschaffung, Entlöhnung. • Funktionsweise von Banken und Versicherungen kennen und deren wichtigste Geschäftsarten 3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können Schuldbetreibungs- und Konkursrecht Zivilgesetzbuch (zwei der vier nachfol- genden Themen müssen behandelt werden): Familienrecht Erbrecht Sachenrecht Steuerrecht • einem Fall die zutreffende Art der Zwangsvollstreckung begründet zuordnen. • die Verfahrensschritte bei allen Betreibungsarten aus Sicht von Gläubiger und Schuldner erläutern. • einen einfachen Kollokationsplan erstellen. • die Arten von Nachlassverträgen erklären. • die Sicherungsmittel im Betreibungsrecht • Ziele und Kerngedanken des jeweiligen Rechtsgebietes beschreiben. • Einfache Fälle aus dem jeweiligen Gebiet lösen. Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht 1. BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Mögliche Themen sind: Wohnen Steuern Konsum Internationaler Handel Bank und Börse − die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein Unternehmen einschätzen. − Massnahmen zur Motivation und Honorierung der Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext vorschlagen. − Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes erarbeiten. − Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum verglei- − Einkommens- und Vermögensgrössen unterscheiden und am Beispiel der Steuererklärung anwenden. − Rechnung oder Budget eines öffentlichen Haushaltes nach verschiedenen Kriterien untersuchen. − für ein Produkt einen Marketingmix (product, place, price, promotion) gestalten. − Konsumentscheidungen mit Hilfe eines Budgets planen. − die Verflechtung der schweizerischen Unternehmungen mit dem Ausland verstehen. − Die wichtigsten Bankgeschäfte aus Unternehmungssicht 2. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE Die Schülerinnen und Schüler können Mögliche Themen sind: Wohnen − den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen erklären. − Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben und Methoden zu deren Messung aufzeigen. − die Auswirkungen des Mietrechts auf Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt analysieren. Konsum Steuern Staatsfinanzen Internationaler Handel Bank und Börse − den volkswirtschaftlichen Zusammenhang von Konsumieren, Investieren und Sparen ergründen. − externe Effekte des Konsums mikroökonomisch analy- − Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von verschiedenen Steuermodellen beschreiben. − Föderalismus und Steuerwettbewerb in einen Zusammenhang bringen. − Auswirkungen und Grenzen der Staatsverschuldung be- − die verschiedenen Währungssysteme erklären und aktuelle Bezüge herstellen. − Funktionsweise der Börse verstehen. 3. RECHT Die Schülerinnen und Schüler können Mögliche Themen sind: Wohnen Konsum Steuern − wichtige privat- und öffentlich-rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen anwenden. − das Wesen der Gesamtarbeitsverträge im gesellschaftlichen Kontext beurteilen. − Ehe, Konkubinat und eingetragene Partnerschaft vergleichen. − Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des Gesetzes und weiteren Quellen lösen. − Darlehensvertrag und Konsumkreditverträge verglei- − Vor– und Nachteile von Konsumentenschutzmassnahmen abwägen. − Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher Beispiele berechnen. − Steuerdelikte im internationalen Kontext einordnen. Richtlinien Projektunterricht Wochenstunden - - 3 - (inkl. Wissenschaftliches Schreiben in 2. Klasse) 1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • aus ersten Ideen eine sinnvolle Fragestellung entwickeln und Themen strukturieren • einen Projektplan mit Zeitplan erstellen. 2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können • Informationen beschaffen, kritisch prüfen und für das eigene Vorhaben nutzen. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. 3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • mit Unterstützung der Lehrperson die gewählte Untersuchungsmethode einsetzen. • den Arbeitsprozess möglichst selbstständig steuern. • den Arbeitsprozess reflektieren und dokumentieren. • Instrumente einsetzen, mit denen die Durchführung eines Projektes gesteuert wird (z.B. Arbeitsprotokolle, Journale). • das Projekt evaluieren. 4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können • die Ergebnisse schriftlich präzise darstellen. • Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden. • Regeln des Quellennachweises anwenden. 5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können • die Ergebnisse und ihre Entstehung auf angemessene Weise präsentieren und vertreten. 6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können • wichtige Grundsätze der Zusammenarbeit beschreiben. • gemeinsam planen, organisieren und darstellen. • im Team effizient arbeiten. • konstruktives Feedback geben. Die Regelungen betr. des Projektunterrichts sind in folgenden Dokumenten festgehalten: - organisatorische Richtlinien betr. den Projektunterricht (Qualitätshandbuch MD224_16) - die Übersicht über die Vorbereitung auf die Maturaarbeit (MD224_23, siehe folgende Seite) WIPUMA: wiss. Arbeiten, Projektunterricht, Maturaarbeit Übersicht Aufbau projektartiges Arbeiten Med1 = Mediothekseinf.; Med2= Mediotheksrecherche; Inf = Informatikgrundkurs (1.+2.Sem.), WS = Wiss. Schreiben; X = Hauptverantwortung; x = Mitverantwortung; grau markiert = Inhalte in best. Fächern oder freiwillig Lernbereiche Inhalte, Themen SL Med1 div. Fächer Inf Deu WS Med2 PU Einführung 1. Info zu PU und Maturaarbeit X 2. Unterrichtsziele x X 3. Projektzyklus, -phasen x X 4. Abgabe Lehrmittel / Skript X Lernmanagement / selbständige Steuerung des Arbeitsprozesses 5. Arbeitstechnik für Projekte x X 6. Arbeitsprotokoll / Lernjournal / Lernbericht 7. Projektplanung X 8. Disposition, Konzept X x 9. Projektvertrag X 10. Zeitplan (Teil des Projektvertrags) X Thema 11. ein Thema finden X x 12. Fragen, Hypothesen bilden x X 13. Fragestellung eingrenzen X x Informationsmanagement 14. Mediothekseinführung 1+2: sich orientieren, Angebot kennen, suchen X X 15. Datenbanken (Digithek) X 16. Recherchiermethoden X x X 17. Material ordnen und organisieren X 18. Textanalyse (allg., fachübergreifend) X 19. Zitieren / Bibliografieren, Nachweise X x 20. Plagiat, eigene u. fremde Meinungen unterscheiden X Fachliche Verfahren (an Beispielen) 21. Methoden bewusst wählen u. einsetzen X 22. kritische Text- u. Quellenanalyse x 23. Beobachtung, Experiment (z.B. Bio) 24. Umfrage 25. Interview X Schreiben einer Projektarbeit 26. Struktur v. Texten, Aufbau einer Arbeit x X x 27. Schreibkompetenzen, grundlegende X x 28. Sachtexte, Berichte lesen u. schreiben x X 29. Textsorten kennen X Dokumentation / IKT-Kompetenzen 30. Dokumentenerstellung X x 31. Layout, Struktur, automatisches Inhaltsverzeichnis, Fussnoten X x Darstellung von Daten 32. Darstellung v. Daten: Grafik, Diagramm X 33. Möglichkeiten der Manipulation Präsentationstechnik 34. Präsentationstechnik, Techniken der Visualisierung X 35. Powerpoint Technik X 36. Powerpoint Anwendung x X 37. Poster (in Abklärung) Richtlinien Maturaarbeit Wochenstunden - - - 2 1. Planung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • die Themenfindung proaktiv gestalten: mit heuristischen und kreativen Methoden ein Thema finden und motiviert durchziehen. • aus ersten Ideen eine sinnvolle und innovative Fragestellung und Zielsetzung • auf die Fragestellung bezogen geeignete Verfahren wählen und themengerecht anpassen. • die Instrumente zur Projektplanung selbstständig anwenden (z.B. Projektvertrag, Projektzeitplan, Kriterienraster zur Selbsteinschätzung und Selbstkorrektur). 2. Informationsbeschaffung Die Schülerinnen und Schüler können • Informationen gezielt suchen, gewichten, kritisch prüfen, auswählen, zusammenfassen und zitieren. • verschiedene Mittel und Verfahren der Informationsbeschaffung anwenden. • Daten und Informationen präzise erheben und auswerten. 3. Durchführung eines Projekts Die Schülerinnen und Schüler können • das gewählte Verfahren (z.B. Untersuchungsmethode, gestalterisches Verfahren) selbstständig einsetzen. • Mit Hilfe verschiedener Techniken und Methoden zu spezifischen neuen Erkenntnissen gelangen. • den Arbeitsprozess selbstständig reflektieren und steuern. • das Projekt reflektieren und evaluieren. 4. Dokumentation Die Schülerinnen und Schüler können • die Arbeit sauber, fehlerfrei und ansprechend gestalten mit richtiger Zitierweise und sprachlicher Präzision. • Ergebnisse und Verfahren sachlich richtig, widerspruchsfrei und nachvollziehbar darstellen. • Tatsachen und eigene Meinung unterscheiden. • korrekt mit Quellen umgehen. • einen Gedankengang klar gliedern und schlüssig entwickeln. • Ergebnisse sachgerecht und plausibel interpretieren. 5. Präsentationstechnik Die Schülerinnen und Schüler können • Die Ergebnisse und den Arbeitsprozess vor Publikum engagiert, sachlich richtig und wirkungsvoll darlegen und in der Diskussion kompetent vertreten. • Gedankengänge, Methoden und Ergebnisse kreativ und ansprechend visuali- 6. Zusammenarbeit Die Schülerinnen und Schüler können • mit der Betreuungsperson konstruktiv zusammenarbeiten und bei Bedarf Unterstützung einholen. • Kontakte mit externen Stellen herstellen und nutzen. Die Regelungen betr. Maturaarbeit sind in folgenden Dokumenten festgehalten: - das Maturaarbeit-Reglement (Qualitätshandbuch MD224_03) - die Übersicht über die Vorbereitung auf die Maturaarbeit (Qualitätshandbuch MD224_23) Fachlehrpläne der Kantonsschule Zofingen Dezember 2012 (Stand August 2022) Anhang 12 (Stand 1. August 2026) 423.152 Inhaltsverzeichnis Bildnerisches Gestalten Grundlagenfach .................................................................................................... 2 Bildnerisches Gestalten Schwerpunktfach .................................................................................................. 9 Bildnerisches Gestalten Ergänzungsfach .................................................................................................. 16 Biologie Grundlagenfach ........................................................................................................................... 20 Biologie Ergänzungsfach .......................................................................................................................... 26 Chemie Grundlagenfachfach..................................................................................................................... 30 Chemie Ergänzungsfach ........................................................................................................................... 39 Biologie / Chemie Schwerpunktfach .......................................................................................................... 43 Deutsch Grundlagenfach .......................................................................................................................... 52 Englisch Grundlagenfach .......................................................................................................................... 63 Französisch Grundlagenfach .................................................................................................................... 74 Geografie Grundlagenfach ........................................................................................................................ 86 Geografie Ergänzungsfach ....................................................................................................................... 95 Geschichte Grundlagenfach ...................................................................................................................... 97 Geschichte Ergänzungsfach ................................................................................................................... 107 Informatik Obligatorisches Fach .............................................................................................................. 111 Informatik Ergänzungsfach ..................................................................................................................... 116 Instrumentalunterricht und Sologesang Grundlagenfach ......................................................................... 119 Instrumentalunterricht und Sologesang Schwerpunktfach ....................................................................... 128 Instrumentalunterricht und Sologesang Ergänzungsfach ........................................................................ 135 Italienisch Grundlagenfach ...................................................................................................................... 139 Italienisch Schwerpunktfach .................................................................................................................... 148 Latein Schwerpunktfach .......................................................................................................................... 154 Mathematik Grundlagenfach ................................................................................................................... 162 Mathematik Ergänzungsfach ................................................................................................................... 175 Musik Grundlagenfach ............................................................................................................................ 178 Musik Schwerpunktfach .......................................................................................................................... 190 Musik Ergänzungsfach ............................................................................................................................ 199 Pädagogik/ Psychologie Ergänzungsfach ............................................................................................... 202 Philosophie Ergänzungsfach ................................................................................................................... 206 Philosophie / Pädagogik / Psychologie Schwerpunktfach........................................................................ 211 Physik Grundlagenfach ........................................................................................................................... 225 Physik Ergänzungsfach........................................................................................................................... 234 Physik und Anwendungen der Mathematik Schwerpunktfach ................................................................. 238 Religionslehre Ergänzungsfach............................................................................................................... 251 Spanisch Schwerpunktfach ..................................................................................................................... 257 Sport Grundlagenfach ............................................................................................................................. 264 Sport Ergänzungsfach............................................................................................................................. 279 Wirtschaft und Recht Einführungsfach .................................................................................................... 283 Wirtschaft und Recht Schwerpunktfach ................................................................................................... 288 Wirtschaft und Recht Ergänzungsfach .................................................................................................... 298 Bildnerisches Gestalten Grundlagenfach Wochenlektionen 2 3 2 0 Das Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen in der Planung und Durchführung eines gestalterischen Projekts selbständig vorgehen. im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren Bildersammlungen und Medienangebote nutzen mit digitalen Medien in der alltäglichen Anwendung sachgerecht umgehen Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie entwickeln manuelles Geschick und technisches Können verbessern eine verantwortungsbewusste Haltung in Bezug auf Materialen entwickeln Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. Bewertet werden einzelne Übungen oder Arbeitsschritte sowie komplexe Arbeiten. Skizzenbücher, Arbeitshefte oder Portfolios können ebenfalls in eine Bewertung einfliessen. Einige Lerngebiete, insbesondere Kunst, lassen auch Prüfungen zu. Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug nehmen auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Im medialen Bereich können durch differenzierten Umgang mit Medien (z. B. Film- und Präsentationsprogramme, Infografiken, akustische Medien, Typographie) und Präsentationstechniken Bereiche wie Projektunterricht oder Maturaarbeit unterstützt werden. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. Die Bildkompetenz im Allgemeinen und Kompetenzen im Lerngebiet der Visuellen Kommunikation (Bildsprache, Typographie, Layout) bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Maturitätsarbeit vor. Ausdauer und Eigeninitiative sind Kompetenzen, die in prozesshaften gestalterischen Projekten besonders gefördert werden. Prozessorientiertes Arbeiten In der dritten Klasse wird vermehrt in prozessorientierten Projekten gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre gestalterischen Grundlagen in allen Lerngebieten weiter ausbauen und Gelerntes transferieren können. 1.Lerngebiet: Bild Zeichnerische Grundlagen aus der Vorstellung oder nach Beobachtung Objekte linear und mit Tonwerten differenziert wiedergeben. Entwerfen Assoziationen und Zufälle im eigenen Entwurfsprozess nutzen. Innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. Kreativitätstechniken im eignen Entwurfsprozess anwenden. Komposition Einfache Kompositionsprinzipien auf der Bildfläche anwenden. Gestaltung als persönliches Ausdruckmittel erfahren. 2.Lerngebiet: Farbe Farbwirkung die Wirkung von Farben und Farbkombinationen beschreiben und als gestalterisches Mittel einsetzen. Farbauftrag / Maltechnik verschiedene Farbauftragsarten wie pastos, deckend oder lasierend Farbsysteme Farbsysteme und ihre Anwendungen im analogen und digitalen Bereich verstehen 3.Lerngebiet: Raum und Körper Raumdarstellung elementare raumbildende Mittel auf der Bildfläche benennen und anwenden. 4.Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien Bildsprache inhaltliche Aussage, Information und Symbolik von Bildern benennen und in Bezug zu formalen Ordnungsprinzipien und bildnerischen Darstellungsarten über Bildinhalt und –gestaltung in Bezug auf das Zielpublikum reflektieren (z.B. Werbung, Journalismus). Typografie Schrift als Gestaltungsmittel spielerisch und gezielt anwenden. innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. Digitale Fotografie Möglichkeiten der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung erkennen, anwenden und 5.Lerngebiet: Kunst Bildbetrachtung Bezüge zwischen Kunst und Unterricht Aktuelle Ausstellungen besuchen, Gestaltungskonzepte nachvollziehen und ihre Eindrücke formulieren. 1.Lerngebiet: Bild Zeichnerische Grundlage ihre zeichnerische Kompetenz sowohl aus der Vorstellung (z.B. Illustration) , als auch durch Naturstudium vertiefen. Bildnerische Techniken komplexere bildnerische Techniken wie z.B. Eine Drucktechnik einsetzen und bewusst steuern. Vertrauen in die eigene Bildsprache Kreativer Prozess prozesshaft arbeiten durch assoziieren, ordnen, beurteilen, kombinieren, ausführen, reflektieren. Bildnerische Mittel den gestalterischen Prozess in einer ausgewählten Technik sichtbar machen. innerhalb einer bildnerischen Technik verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entdecken. 2.Lerngebiet: Farbe Farbfunktion Gegenstandsfarbe von Erscheinungsfarbe, Ausdrucksfarbe, Symbolfarbe und autonomer Farbe unterscheiden. Farbauftrag und Farbwirkung Farbauftrag und Farbwirkung in einem Bild gezielt einsetzen. Farbe als Material verschiedene Farbstoffe und Bindemittel 3.Lerngebiet: Raum und Körper Plastik / Skulptur Besonderheiten des dreidimensionalen Gestaltens (wie Materialaussage, Plastizität, Oberflächenstruktur) verstehen und in der eigenen Gestaltung Begrifflichkeit zwischen Plastik, Skulptur, Objekt und Installation unterscheiden. Illusionistische Raumdarstellung mit bildnerischen Mitteln wie Grösse, Staffelung, Kontrast, Parallel- und Fluchtpunktperspektive Raumillusion erzeugen. 4.Lerngebiet: Visuelle Kommunikation und Medien Bildsprache Wirkungsabsichten von Bildmedien eine Information oder Aussage verständlich gestalterisch formulieren. . Typografie und Layout Bild und Text inhaltlich und formal in Beziehung setzen und nach einer formulierten Absicht gestalten. Digitale Bildmedien Medien wie Kamera, Computer oder Drucker differenziert nutzen. 5.Lerngebiet: Kunst Methode der Werkbetrachtung Werke durch Beschreibung, Analyse und Interpretation erfassen. sich einem Bild auf verschiedene Weise nähern. Fachwissen Kunstgeschichte: Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, 19. Jahrhundert repräsentative Werke einer Epoche oder Stilrichtung zuordnen und ihren Entscheid das veränderte Künstlerbild der Moderne Fachwissen Kunstgeschichte: 20. Jahrhundert die Entwicklung der Kunst-ismen des 20. Jahrhunderts verstehen. den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzept- und Aktionskunst, Installation und Performance verstehen. Zusammenhänge Kunstgeschichte Zusammenhänge zwischen Kunstwerken und ihren gesellschaftlichen sowie politischen Hintergründen verstehen. Kunstdefinition Definitionen von Kunst benennen und diese hinterfragen. die persönliche Werthaltung in Bezug auf Kunst überprüfen und begründen. 1.Lerngebiet: Gestalterischer Prozess: Bild / Farbe / Raum und Körper Ideenfindung Prozesshaftes Arbeiten Individueller Ausdruck Projektarbeit eine eigene gestalterische Idee zu einem vorgegebenem Thema formulieren und dazu theoretische Grundlagen selbständig und zielgerichtet erarbeiten. Techniken in Bezug auf die Form und den Inhalt wählen. Ideen kritisch reflektieren und modifizieren. Vertrauen in die eigene gestalterische Fähigkeit und in die persönliche Ausdrucksweise gewinnen und diese in konkreten Situationen produktiv offen und neugierig experimentieren. Ihren Arbeitsprozess dem Vorgehen entsprechend dokumentieren und reflektieren (Journal, Skizzenbuch, Portfolio). 2.Lerngebiet: Kunst Kunst- und Bildbetrachtung Kunst befragen, sich in Werke vertiefen und ihre Haltung reflektiert formulieren. Bildnerisches Gestalten Schwerpunktfach Im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten nehmen umfassende Projekte und das Arbeiten in komplexen Prozessen eine Schlüsselfunktion ein. Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen werden in vertiefter und differenzierter Weise verknüpft. Das Abklären individueller Interessen und die berufliche Orientierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Im Schwerpunktfach vertiefen und verfeinern die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich als auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. In der Begegnung mit Originalwerken und Fachpersonen, aber auch in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskultur werden Aktualitätsbezüge geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt ihr differenziertes Vorstellungsvermögen und die erweiterte Visualisierungskompetenz auch in anderen Fachbereichen einzusetzen. In mehrstufigen Projekten wird Raum geboten für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet an eine Aufgabenstellung heranzugehen. Eigenes Tun wird mit theoretischen Grundlagen verknüpft. Das Schwerpunktfach erweitert und vertieft die Darstellungsfähigkeit sowie das Sach- und Technikwissen. Der kompetente Umgang mit Medien und die Fähigkeit, auf einer Basis allgemeiner Bildsprache kommunizieren können, ermöglicht ein Mitdenken und Mitgestalten in virtuellen wie auch realen Welten. Das Schwerpunktfach klärt individuelle Interessen und fördert die persönliche Bildsprache. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren. Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders die Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen durch Ausweiten des ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangeboten gezielt nutzen digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzten ihr manuelles Geschick und technisches Können verbessern ihre Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios Für bewertete Arbeiten werden im Voraus verbindliche Kriterien definiert. Bewertet werden einzelne Übungen oder Arbeitsschritte sowie komplexe Arbeiten mit ihren Teilbereichen. Skizzenbücher, Arbeitshefte oder Portfolios können ebenfalls in eine Bewertung einfliessen. Einige Grobinhalte, insbesondere kunstgeschichtliche, lassen auch Prüfungen zu. Querverbindungen sind zu praktisch allen anderen Fächern und zu zahlreichen Lebensbereichen wie Architektur, Design, Jugendkultur, Musik, Stadtplanung oder Kulturveranstaltungen möglich. Inhaltliche Fragestellungen können Bezug auf Themen im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nehmen. Historische und kulturelle Themen schaffen Verbindungsmöglichkeiten zu Geschichte oder Musik. Bildliche Veranschaulichung spielt in der Biologie oder der Geographie eine wichtige Rolle. Zudem können durch grafische, dokumentarische oder szenografische Arbeiten Synergien mit schulinternen Veranstaltungen wie Theater,- Tanz-, Musikvorführungen und Lesungen geschaffen werden. Im Schwerpunktfach lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte zu setzen. Selbststeuerung, Eigeninitiative, Ausdauer und ein reflektiertes Vorgehen sind Kompetenzen, die im SPF BiG besonders gefördert werden. 1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen Wahrnehmung durch Wahrnehmung über mehrere Sinne eine Vorstellung bilden. diese Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Wissen verknüpfen und in den Ideenfindungsprozess einbringen. Visuelle Kommunikation Bildbetrachtung die Bedeutung und Wirkung von Bildern in Bezug auf das Motiv und die Darstellungsweise erfassen und deren Kontext einordnen. Kunstgeschichte systematische Kunstgeschichte von der Romanik bis zur Kunst der Gegenwart aufbauen und vertiefen. Kunstwerke kunsthistorisch richtig sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. Ausstellungen, Veranstaltungen und Exkursionen vor Originalwerken über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren. 2.Lerngebiet: Planen und realisieren Eine Auswahl aus folgenden analogen Techniken und Verfahren Malerei Zeichnung Drucktechnik 3D - Techniken Werkzeuge, Mittel und Techniken einzeln und in Kombination sowohl wirkungsorientiert als auch intuitiv einsetzten. ihren gestalterischen Ausdruck und die technische Differenziertheit steigern. analoge Gestaltung versiert mit digitalen Verfahren ergänzen und kombinieren. Fotografie (optional) Digitales Bild Digitale Bildbearbeitung Analoge Fotografie Fotolabor digitale Bilder in ihren Eigenschaften verstehen und den Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse, Dateigrösse und Qualität nachvollziehen. ein eigenes fotografisches Projekt entwickeln und realisieren. Visuelle Gestaltung sowohl Bild, Text und Grafik gezielt und begründet in Bezug auf eine allgemeinverständliche Aussage 3.Lerngebiet: sich orientieren und sich definieren Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. ihre Arbeit in einen Bezug zu kunst- und kulturhistorischen Erzeugnissen stellen und reflektieren. offen und neugierig auf Ungewohntes reagieren. Individuelle Interessen eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setzen. Individueller Ausdruck eine eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. 1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen Kunstgeschichte systematische Kunstgeschichte von der Romanik bis zur Kunst der Gegenwart aufbauen und vertiefen. Kunstwerke kunsthistorisch richtig sich mittels einer differenzierten Fachsprache ausdrücken. zeitgenössische Kunst Kunstbegriff den Wandel vom traditionellen zum erweiterten Kunstbegriff nachvollziehen und Besonderheiten von Kunstrichtungen wie Konzeptkunst, Aktionskunst oder Installation benennen. Gestaltung als kultur- und zeitbedingt anerkennen sowie Seh- und Darstellungskonventionen verstehen und sich eigenständig in thematische Schwerpunkte einarbeiten. Architektur und Design Wirkungsabsichten und funktionale Gesichtspunkte von Architektur oder Design erkennen und beschreiben. Ausstellungen, Veranstaltungen in der Begegnung mit Fachpersonen Ihre Vorstellung von gestalterischer Arbeit und gestalterischen Berufen erweitern. vor Originalwerken über inhaltliche und formale Gesichtspunkte diskutieren. Filmanalyse (optional) Filme nach Kriterien der Filmanalyse betrachten. 2.Lerngebiet: Planen und realisieren Projektarbeit zu inhaltlichen und zeitlichen Rahmenvorgaben ein eigenes Projekt durchführen. gezielt recherchieren und ihre eigene Arbeit mit theoretischen Grundlagen eine Arbeit entwickeln und durch kritische Reflexion optimieren. Präsentieren Methode und Prozess Eigenes Projekt Resultate in passender Form aufbereiten und präsentieren. Bild und Zeit (optional) einen zeitlichen Ablauf durch Bildfolgen logisch und verständlich konzipieren und visualisieren. ein bewegtes Bild durch Aufnahmegrösse und Kameraführung bewusst gestalten. eine Videokamera und ein Schnittprogramm bedienen. 3.Lerngebiet: Sich orientieren und definieren Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. eigene Fortschritte erkennen. Individuelle Interessen selbständig Schwerpunkte setzen. eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengängen vorbereiten. bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Gestalterischen (Hoch-) Schulen erstellen. Individueller Ausdruck die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. Bildnerisches Gestalten Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten verknüpft Wahrnehmen, Handeln, Reflektieren und Mitteilen und ermöglicht den Menschen sich in der visuellen Welt zu orientieren. Die Auseinandersetzung mit Umwelt und Kultur wird in ausgewählten Lerngebieten exemplarisch angegangen. Im Ergänzungsfach werden eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Vertiefungen in Themengebiete wie „Film und Fotografie“, „ thematische Arbeiten mit abschliessender Ausstellung“, „Malereiprojekte im Grossformat“ oder auch „Design und Architektur“ sind möglich. Im Ergänzungsfach vertiefen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre alltägliche Umgebung, Kunst und Kultur sowohl sinnlich-körperlich wie auch analytisch-reflektiert wahrzunehmen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit speziell auf Zeitgenössisches und Aktuelles aus Kunst, Design, Architektur, neuen Medien und Jugendkultur. Ihre Erkenntnisse setzen sie in Bezug zu Theorien aus Kunst und Wissenschaft und bewerten damit das Wahrgenommene kritisch. Im Ergänzungsfach werden prozesshafte Projekte geplant, entwickelt und realisiert. Es besteht Raum für eigenständiges, experimentelles und spielerisches Vorgehen und Forschen. Die Schülerinnen und Schüler erweitern handwerkliche Fertigkeiten und lernen, diese in Bezug auf ihre Bildidee zu bewerten und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit Material und Werkzeug erfahren sie die physische Beschaffenheit der Stoffe, deren Möglichkeiten und sinnlichen Qualitäten. Sie erkennen in der Anwendung unterschiedlicher Medien, dass sich analoge und digitale Verfahren ergänzen und durchdringen. Bildnerisches Gestalten trägt in besonderer Weise zur persönlichen und kulturellen Identitätsbildung bei. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich mit Gestaltung auszudrücken und diese als Möglichkeit zur Kommunikation zu verstehen. Sie lernen dabei zwischen eigener und fremder Wahrnehmung zu differenzieren und Andersartigkeit zu respektieren.Nicht zuletzt ermöglicht eine kritische Selbstwahrnehmung eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und darauf zu reagieren. Zentral ist die Förderung des Selbstbewusstseins in Bezug auf die eigene Bildsprache und die Freude am persönlichen Ausdruck. Das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten fördert besonders ihre Umwelt, eigene und fremde Wahrnehmung kritisch reflektieren und Sehkonventionen hinterfragen durch Ausweiten ihres ästhetisch-kulturellen Horizonts das eigene Werk, Wertehaltungen und Ansichten in einen grösseren Zusammenhang stellen durch Anwenden kreativer Strategien konventionelle Vorgehensweisen hinterfragen und eigene Lösungsansätze erproben im prozesshaften Arbeiten Entstehendes prüfen und darauf reagieren ausdauernd an länger angelegten Projekten arbeiten und eigeninitiativ vorgehen sowohl Bilder lesen als auch Aussagen bildnerisch erzeugen und sich somit in unserer Multimediagesellschaft orientieren Fachliteratur, Bildersammlungen und Medienangebote gezielt nutzen digitale Medien sowohl im Bereich der Produktion wie auch der Präsentation einsetzen Erfinderlust, Neugier, Experimentier- und Gestaltungsfreude entwickeln und das Vertrauen in die eigene erfinderische Fantasie stärken durch die Auseinandersetzung mit Kunst ein Interesse an persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen entwickeln ihr manuelles Geschick und technisches Können verbessern ihre Arbeit aufbereiten und präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder eines Portfolios Neben einzelnen Aufgaben, die produktorientiert sind, soll auch das prozesshafte Arbeiten in der Bewertung entsprechend berücksichtigt werden. Die Leistungsbewertung soll transparent und nachvollziehbar sein. Das heisst, den Schülerinnen und Schüler sind die Bewertungskriterien einer Arbeit bekannt und sie verstehen diese. 1.Lerngebiet: Wahrnehmen und verstehen Aktuelle Ausstellungen, Fachliteratur und Bildsprache: Kunst Architektur Design Visuelle Kommunikation Medienkunde Wirkungen von Bildern beschreiben und Rückschlüsse auf Inhalte ziehen. sich einen Sachtext erschliessen. sich in einer differenzierten Fachsprache ausdrücken). künstlerische Werke inhaltlich und formal 2.Lerngebiet: Planen und realisieren Grafik Design und Bildbearbeitung 3D - Techniken Druckgrafik Malerei und Zeichnung Film und Fotografie Architektur und Design Visuelle Kommunikation und Medien bildnerische Mittel und Techniken vertieft sowohl experimentell, spielerisch wie auch in zielgerichteter Form nutzen. eine Arbeit selbständig über einen längeren Zeitraum planen, entwickeln und den Prozess dokumentieren und eine inhaltlich und formal definierte Aufgabe in einem begrenzten Zeitfenster erfüllen. 3.Lerngebiet: Sich orientieren und sich definieren Kunst, Design, Architektur ihre eigene Arbeit in Bezug zu Werken aus Kunst oder angewandter Gestaltung Präsentation, Ausstellung, Portfolio eigene Resultate in passender Form Selbstreflexion Entscheidungen, Vorgehensweisen und Resultate begründen, beurteilen und Kritik annehmen. eigene und fremde Arbeiten bewerten und Lernfortschritte erkennen. Individuelle Interessen Individueller Ausdruck eigene Ziele und Präferenzen formulieren und selbständig Schwerpunkte setzen. die eigene Bildsprache entwickeln und die Freude am persönlichen Ausdruck stärken. eigene Interessen in Bezug auf die Studienrichtung oder Berufswahl bei entsprechendem Interesse sich individuell auf spezielle Anforderungen von gestalterischen Studiengänge vorbereiten. bei entsprechendem Interesse geeignete Dokumentationen für Aufnahmeverfahren an Gestalterischen (Hoch-) Schulen erstellen. Biologie Grundlagenfach Wochenlektion 2 2 2 - Das Grundlagenfach Biologie fördert besonders respektvoll mit Lebewesen umgehen eigenständig, differenziert und kritisch denken effektiv und zielorientiert in einem Team mitarbeiten sich mündlich und schriftlich präzis und klar ausdrücken und Fachbegriffe korrekt verwenden verschiedene technische Hilfsmittel (z.B. Mikroskop, Messgeräte) selbstständig bedienen moderne Kommunikationsmittel sinnvoll nutzen Daten elektronisch erfassen, darstellen und auswerte Neugier und den Mut entwickeln, eigene Fragen zu stellen 1.Lerngebiet: Erforschung des Lebens Merkmale des Lebens die Merkmale des Lebens erklären. Arbeitsweisen die Arbeitsweisen der Naturwissenschafter (Informationsbeschaffung, Durchführung von Experimenten, Publizieren, Umgang mit Quellen, Vermeiden von Plagiaten) 2.Lerngebiet: Zellbiologie Aufbau einer Zelle Organellen und Membranen sowohl strukturell als auch funktionell in den Grundzügen beschreiben. Inhaltsstoffe den Aufbau und die Funktion wichtiger Inhaltsstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse) erläutern. Transport die wichtigsten Stofftransportformen (aktiv und passiv) beschreiben und verstehen. Zellteilung die Abläufe und die Bedeutung des Zellzyklus und der Mitose erklären. Stoffwechsel die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege (Fotosynthese, Zellatmung, Gärung) qualitativ erklären. die Zusammenhänge zur Ökologie Aufbau, Funktion und Bedeutung der Enzyme erläutern. 3.Lerngebiet: Allgemeine Botanik Organe der Pflanze können verschiedene technische Hilfsmittel selbständig bedienen sowie einfache Präparate selber herstellen. Zellen im Mikroskop erkennen, beschreiben und charakterisieren. Anatomie und Physiologie der wichtigsten Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse, Blätter, Blüten) miteinander in Beziehung 4.Lerngebiet: Systematik Systematische Kategorien die wichtigsten systematischen Kategorien, deren historische Entwicklung sowie deren evolutionsbiologische Zusammenhänge Ausgewählte Vertreter der drei Domänen exemplarisch die Vielfalt der uns umgebenden Lebewesen kennenlernen. sich über eine angemessene Artenkenntnis 5.Lerngebiet: Ökologie Grundlagen der Ökologie die Auswirkungen abiotischer und biotischer Faktoren sowie das Prinzip der Trophiestufen erklären. synökologische und populationsökologische Phänomene erklären. Ausgewählte Ökosysteme grundlegende Prinzipien (z.B. Stoffkreisläufe, Energiefluss) anhand eines exemplarischen Ökosystems erklären. mögliche Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme erkennen. 1.Lerngebiet: Evolution Evolutionstheorie die Bedeutung der Darwin’schen Evolutionstheorie erfassen. Sichtweisen von Cuvier und Lamarck gegenüber Darwins Evolutionstheorie klar Evolutionsmechanismen die Methoden der Stammesgeschichtsforschung erfassen. die Ergebnisse derselben einordnen und die Prinzipien der Mutation und Selektion Mechanismen der Artbildung unterscheiden. Entwicklung des Lebens die wichtigsten Entwicklungsschritte zeitlich paläoanthropologische Fakten deuten und mit der aktuellen Sichtweise der Menschwerdung in Verbindung bringen. 2.Lerngebiet: Systematik Vielfalt der Lebewesen die Vielfalt der Lebewesen erkennen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen. Übersicht über ausgewählte Tierstämme gewinnen. Mikroorganismen Viren und Bakterien differenzieren. Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Mikroorganismen verknüpfen. 3.Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch Übersicht Organsysteme die wichtigen Organsysteme und deren gegenseitigen Abhängigkeiten erläutern. Anatomie und Physiologie der folgenden Organe und Organsysteme in Zusammenhang bringen: Herz Kreislauf, Atmung, Ausscheidung, Muskulatur. Anhand eigener Beobachtungen Rückschlüsse auf die physiologischen Zusammenhänge ziehen. die unspezifische von der spezifischen Immunabwehr unterscheiden. biologische Grundlagen ausgewählter Krankheiten erklären. 4.Lerngebiet: Zellbiologie Stoffwechsel Aufbau, Funktion und Bedeutung der Enzyme erläutern. die zentralen anabolen und katabolen Stoffwechselwege (Fotosynthese, Zellatmung, Gärung) erklären. die Zusammenhänge zur Ökologie 1.Lerngebiet: Anatomie, Physiologie und Pathologie der Tiere mit Schwergewicht Mensch Interne und externe Kommunikation die Grundlagen der Neurologie und Endokrinologie erfassen. Bau von Nervenzellen und Erregungsleitung an Beispielen von Regelkreisen das Prinzip der Hormonregulation erläutern. Fortpflanzung und Entwicklung Folgen der sexuellen und asexuellen Fortpflanzung erkennen und erklären. die Entwicklung ausgewählter Lebewesen (Amphibien und Mensch) darstellen. 2.Lerngebiet: Genetik Molekulargenetik die Begriffe DNA, Chromosom und Genom in einen Zusammenhang bringen. die Abläufe und Bedeutung der Replikation, Transkription und Translation aufzeigen. Gentechnologie die gentechnischen Abläufe der Herstellung eines transgenen Organismus erläutern. Chancen und Risiken der Gentechnologie abwägen sowie grundsätzliche Fragen Klassische Genetik Ergebnisse von Kreuzungsversuchen interpretieren und beurteilen. die Bedeutung Meiose als Voraussetzung für die Neukombination von Erbmerkmalen die Grundzüge der Gesetzmässigkeit von Hardy und Weinberg erklären. einfache Stammbäume analysieren und Erbgänge erkennen. Biologie Ergänzungsfach Wochenlektion - - - 4 Das Ergänzungsfach Biologie fördert besonders in der Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen respektvoll mit Lebewesen umgehen respektvoll mit Mitmenschen umgehen das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen biologische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen Laien biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Hypothesen formulieren Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren Modelle und Theorien kritisch beurteilen Informationen zu biologischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben) elektronische Messgeräte korrekt bedienen intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 1.Lerngebiet: Mensch und Umwelt Anthropologie Grundkenntnisse der Menschwerdung (Paläoanthropologie) erklären und Humanbiologie anatomisches, physiologisches und biochemisches Fachwissen aus einem oder mehreren der folgenden Bereiche anwenden (nicht abschliessend): Ernährung und Verdauung, Sinnesorgane, Neurobiologie, Immunsystem, Pathologie. Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben und anwenden. exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben, auswerten, darstellen und Zusammenhänge zwischen Systemökologie, Verhaltensökologie und Evolution erkennen. 2.Lerngebiet: Genetik Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte zeitgemässe Technologien der Molekularbiologie (z.B. PCR, Gelelektrophorese und deren Anwendungen) erklären. aus molekularbiologischen Experimenten erhaltene Daten auswerten und die Bedeutung der Genom- und / oder Proteomanalyse zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Artbildung) Gentechnologie Methoden zur gentechnischen Veränderung von Organismen anhand aktueller Beispiele Auswirkungen der Gentechnologie auf verschiedenen Ebenen erkennen und 3.Lerngebiet: Verhaltensbiologie Grundlagen der Verhaltensbiologie proximate und / oder ultimate Fragestellungen entwerfen und bearbeiten. Ethogramme erstellen und anwenden. Beobachtungs- und Aufzeichnungsregeln Sozialverhalten grundlegende Aspekte des Sozialverhaltens erklären, anhand von Daten erkennen und Verhaltensökologie Methoden und Modellvorstellungen aus der Verhaltensökologie erklären und anwenden. Chemie Grundlagenfachfach Wochenlektion 2 2 2 Das Grundlagenfach Chemie fördert besonders die Bedeutung chemischer Stoffeigenschaften und chemischer Verfahren für das menschliche Leben und den Alltag beurteilen die historische, philosophische und kulturelle Dimension der Chemie erfassen sich an Gesprächen zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen und Stellung beziehen chemische Sachverhalte in einfachen wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten fachlich korrekt wiedergeben Laien einfache chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Informationen zu Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren und darstellen, z.B. mit einem Textverarbeitungsprogramm Zusammenfassungen schreiben oder Daten grafisch auswerten intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 1.Lerngebiet: Stoffe und ihre Eigenschaften Was ist ein Stoff? Spezifische Eigenschaften zur Charakterisierung von Reinstoffen Stoffe, sowie exemplarisch einige Elemente mit ihren Eigenschaften charakterisieren: Dichte, Farbe, Löslichkeit Schmelztemperatur, Siedetemperatur Konzept der kleinsten Teilchen Stoffe und ihre Eigenschaften Reinstoffe, Gemische, Verbindungen und Elemente Aggregatzustände und deren Änderungen erklären, dass es für jeden Stoff kleinste Teilchen gibt und diese die spezifischen Eigenschaften eines Reinstoffes bedingen. das Konzept der kleinsten Teilchen anwenden, um physikalische Vorgänge zu beschreiben. die Aggregatzustände und deren Änderungen mit dem Teilchenmodell Atomsymbole, Summenformeln im PSE Name und Atomsymbol bekannter Elemente einander zuordnen. von einigen ausgewählten Beispielen Summenformeln und Namen angeben. Masse von Atomen und Molekülen Dalton-Modell, Massenerhaltung und chemische Gleichungen anwenden. für gegebene Atome und Summenformeln die Masse mit Hilfe des PSE berechnen. 2.Lerngebiet: Atombau und Periodensystem Elektrische Ladung und Coulomb-Gesetz die elektrische Ladung als materiegebundene stoffliche Eigenschaft Anziehungs- und Abstossungskräfte mit Hilfe des Coulomb-Gesetzes qualitativ beschreiben und vergleichen. Atom-Modelle Kern/Hülle-Modell Bildung von einatomigen Ionen Nukleonen, Ordnungszahl, Isotope Schalenmodell der Atomhülle Atomrumpf und Valenzschale Ionisierungsenergien Elektronenkonfiguration die Elementarteilchen Proton, Neutron und Elektron und deren Eigenschaften aufzählen. die Entwicklung des Kern/Hülle-Modells aufgrund des Streuversuchs von Rutherford verstehen. die Begriffe Nukleonenzahl, Ordnungszahl und Isotope definieren. die Bildung einatomiger Ionen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elektronen aus der Atomhülle für eine gegebene Atomsorte die sie aufbauenden Elementarteilchen angeben und vice versa. mit Hilfe des Schalen-Modells die Hülle eines Atoms unter Berücksichtigung der Energieniveaus der darin enthaltenen Elektronen beschreiben und zeichnen. Bildung von einatomige Ionen erklären. Periodensystem der Elemente die Ordnungskriterien für die Anordnung der Elemente im PSE aufzählen. die Begriffe Metalle und Nichtmetalle erklären, dass die Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen für das Verhalten eines Atoms als Metall oder Nichtmetall entscheidend den Verlauf der Anziehungskräfte zwischen Kern und Valenzelektronen innerhalb von Gruppen und Perioden mit der Struktur der Atome deuten. 3.Lerngebiet: Chemische Bindung und Stoffklassen Kugelwolkenmodell Das Elektronen als Ladungswolke Räumliche Anordnung der Ladungswolken Lewis-Formel für Atome ein räumliches Modell der Atomhülle, in dem die Elektronen als Ladungswolken beschrieben werden, beschreiben. für beliebige Atomsorten des PSE die entsprechende Lewis-Formel aufschreiben. Elektronenpaarbindung Lewis-Formeln von Molekülen Keil/Strich-Schreibweise Skelettschreibweise Molekül-Geometrien Elektronegativität und Polarität von kovalenten Bindungen mit einem geeigneten Bindungsmodell das Wesen der Elektronenpaarbindung mit Hilfe des PSE und der Oktettregel die Lewis-Formeln einfacher Moleküle selbständig herleiten. aufgrund einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls in der Lewis- bzw. Keil/Strich- Schreibweise angeben. für gegebene Moleküle die Skelettformel aufzeichen bzw. aufgrund einer gegebenen Skelettformel die Struktur des Moleküls in der Lewis- bzw. Keil/Strich-Schreibweise angeben. die Gestalt von Molekülen mit der Keil/Strich-Schreibweise dreidimensional darstellen. die Polarität einer Bindung anhand von EN-Werten beurteilen. die Bedeutung der Bindungspolarität für die Entstehung von zwischenmolekularen Kräften erklären. Zwischenmolekulare Kräfte Van der Waals-Kräfte Wasserstoffbrücken Dipol/Dipol-Wechselwirkung mit Hilfe der Betrachtung aller relevanten zwischenmolekularen Kräften bzw. Wechselwirkungen die Siedetemperaturen von molekularen Reinstoffen interpretieren. die Mischbarkeit verschiedener molekular aufgebauter Stoffe Bildung ein- und mehratomiger Ionen Ermitteln von Ionenladungen die Bildung einatomiger Ionen bei der Reaktion von Metallen und Nichtmetallen erklären. mit Hilfe des PSE für Hauptgruppen- Elemente die Ladungen des häufigsten Ions ableiten. bei Nebengruppen-Elementen mit Hilfe der im PSE verzeichneten Oxidationszahlen mögliche Ionen- Ladungen ableiten. Ionenbindung Ionengitter und Verhältnisformel Nomenklatur von Salzen Eigenschaften von Salzen Lösevorgang von Salzen in Wasser Elektrolyse mit einem geeigneten Modell das Wesen der Ionenbindung und des Ionenverbands beschreiben. bei gegebenen Ionen die Verhältnisformel eines Salzes ableiten. die Namen und Formeln wichtiger ein- und mehratomiger Ionen nennen. Reaktionsgleichungen für die Bildung von Salzen aus den Elementen fachlich korrekt aufstellen. Eigenschaften wie z.B. Härte, Sprödigkeit, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellten Modells erklären. den Lösevorgang eines Salzes in Wasser auf der Teilchen-Ebene Elektrolyse als Analysemethode für Salze. Metallbindung Eigenschaften von Metallen Legierungen das für diesen Bindungstyp chrakteristische Modell von Atomrümpfen und frei beweglichen Elektronen erklären. Eigenschaften wie z.B. elektrische Leitfähigkeit, Duktilität, hohe Schmelz- und Siedetemperaturen anhand des vorgestellen Modells erklären. den Begriff „Legierungen“ erklären und einige ausgewählte Beispiele von Legierungen nennen. 4.Lerngebiet: Stoffumwandlungen Quantitative Beschreibung von Stoffumwandlungen die Begriffe Stoffmenge, molare Masse, molares Volumen von Gasen und Stoffmengenkonzentration definieren. Massen in Stoffmengen und Teilchenzahlen umrechnen und umgekehrt. Reaktionsgleichungen aufstellen und für einfache Beispiele stöchiometrische Berechnungen anstellen stöchiometrische Fragestellungen bearbeiten. Thermodynamik Enthalpie Entropie energetische Veränderungen bei exothermen und endothermen Vorgängen aus der Struktur der Edukte und Produkte abschätzen. die Reaktionsenthalpie mit Hilfe von Tabellenwerten berechnen. Reaktions-Entropieänderungen an Beispielen erklären und als Triebkraft der chemischen Reaktion erkennen. Die Entropieänderung an Beispielen erklären sowie einfache Beispiele Reaktionsgeschwindigkeit und deren Beeinflussung Katalysatoren Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen Das Dynamische Gleichgewichtchemischer Reaktionen Das Massenwirkungsgesetz Das Le Châtelier-Prinzip den Begriff Reaktionsgeschwindigkeit die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad erklären. die RGT-Regel anwenden. erklären, dass eine Reaktion auf unterschiedlichen Reaktionswegen ablaufen kann. das Funktionsprinzip von Katalysatoren die Funktions- und Wirkweise eines Autoabgaskatalysators. erklären, dass chemische Reaktionen umkehrbar sein können. den Zusammenhang zwischen typischen Gleichgewichtsreaktionen und den Triebkräften chemischer Reaktionen erklären. das dynamische chemische Gleichgewicht mit einem qualitativen Modell auf Stoff- und Teilchenebene aus einer gegebenen Reaktionsgleichung das Massenwirkungsgesetz voraussagen, wie sich Konzentrations-, Druck- und Temperaturänderungen auf ein chemisches Gleichgewicht auswirken. Säuren und Basen; Potentielle Säure und potentielle Base Die Stärke potentieller Säuren Der pH-Wert Säure/Base-Reaktionen Säure/Base-Reaktionen als Übertragungen von Wasserstoff-Ionendie Begriffe Säure und Base definieren. für eine gegebene Säure und Base die Protolysereaktion formulieren. die Säurekonstante als Mass für die Stärke einer Säure nennen. die Gleichgewichts-Lage von Protolysen aufgrund der Säurestärke der beteiligten Säuren qualitativ den pH-Wert definieren. für wässrige Lösungen einfache pH- Wert-Berechnungen durchführen. die Wirkweise von sauren bzw. alkalischen Reinigern erklären. den Kalkkreislauf in der Natur erklären. Bedeutung der Puffersysteme in der Natur erkennen. Reduktion und Oxidation Potentielle Reduktions- und Oxidationsmittel Oxidationszahlen Redox-Reaktionen Galvanische Elemente die Redoxreaktion als Elektronenübertragung bzw. -verschiebung definieren. die Redox-Reihe anwenden, um die Stärke von potentiellen Reduktions- und Oxidationsmitteln abzuschätzen. die Oxidationszahlen von Atomen in Molekülen und mehratomigen Ionen mit Hilfe der Redox-Reihe die spontane Richtung von Redoxvorgängen unter Standard-Bedingungen qualitativ voraussagen. die elektrochemische Stromerzeugung (Prinzip der Batterie) und die Elektrolyse erklären. 5.Lerngebiet: Organische Chemie Besonderheiten der Atomsorte Kohlenstoff Kohlenwasserstoffe als Grundgerüste organischer Moleküle die Vielfalt der Kohlenstoffverbindungen mit der Besonderheit des Kohlenstoffatoms erklären. Die ersten zehn Vertreter der homologen Reihe der unverzweigten gesättigten KW mit Namen und Formeln aufzählen. Stoffklassen und funktionelle Gruppen einige wichtige Stoffklassen mit deren funtionellen Gruppe (z. B. Alkohole, Carbonsäuren) aufzählen. Eigenschaften organischer Stoffe typische Eigenschaften von organischen Stoffen wie Acidicität, Farbigkeit oder Fettlöslichkeit und hoher Energiegehalt aufgrund der Teilchenstruktur erklären. Umwandlungen organischer Stoffe einfache Beispiele von Reaktionen organischer Stoffe beschreiben. 6.Lerngebiet: Experimentieren Kenntnis von Glaswaren die einfachsten Glaswaren und Labor- Hilfsmittel mit ihrem Fachausdruck Sicherheitsaspekte die Warnhinweise zu Gefahrstoffen Korrekte Handhabung von Chemikalien mit leicht entzündlichen Stoffen richtig Durchführung und Auswertung von einfachen Experimenten ein einfaches Experiment anhand einer ausformulierten Arbeitsvorschrift sachgerecht ausführen. Seife herstellen. sorgfältig beobachten und die Beobachtungen festhalten. die Säure/Base Titration durchführen. aus experimentellen Beobachtungen selbständig Schlussfolgerungen ziehen. die Reaktion von Kalk mit Säure oder dessen Verkalten in der Wärme Chemie Ergänzungsfach Wochenlektion - - 4 Das Ergänzungsfach Chemie fördert besonders in der Chemie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen respektvoll mit Lebewesen umgehen respektvoll mit Mitmenschen umgehen das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit chemischem Hintergrund beteiligen chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen Laien chemische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Hypothesen formulieren Hypothesen von Spekulationen unterscheiden Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren Modelle und Theorien kritisch beurteilen Informationen zu chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben) Elektronische Messgeräte korrekt bedienen intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung Die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken 1.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten Durchführung von Experimenten Gängige technische Labor- bzw. Analyse- Geräte sinnvoll einsetzen und sicher damit umgehen. Sicherheit unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch komplexere chemische Experimente sachgerecht Warnhinweise zu Gefahrenstoffen Sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. Auswertung von Experimenten z.B. mittels Schmelzpunktanalyse und/oder Spektroskopischer Methoden das Gelingen einer Synthese überwachen 2.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen Physikalische Chemie Thermodynamik Atombau die ideale Gasgleichung anwenden. vorgegebene Gasvolumen von Normal- in Standardbedingungen umrechnen. die Enthalpie und Entropie erklären. die Gibbs-Helmholtz Gleichung Moderne Atommodelle gebrauchen. das Bohr Atommodell, den Welle-Teilchen Dualismus, das Valence-Bond Modell und die Hybridisierung anwenden. Anorganische Chemie Komplexchemie Komplexe definieren. einzähnige- und mehrzähnige Liganden deren Nomenklatur anwenden. Organische Chemie Kohlenstoffressourcen die Bedeutung von Erdöl, dessen Entstehung, Förderung und Raffinierung Synthese das Reaktionverhalten von Alkanen, Alkenen und Alkinen beschreiben und die Unterschiede erklären. die Radikalische Substitutions- versus Additionsreaktion mit Mechanismus die Vielfalt der Funktionellen Gruppen und ihre Einführung in Kohlenwasserstoffe Nomenklatur die Nomenklatur anwenden. Theoretische Organische Chemie die Hückelregel anwenden. Biochemie Stoffwechsel und molekularere Bauplan des Lebens die Vielfalt der Zucker, Lipide, Aminosäuren, Peptide und Proteine Stereochemie die Einteilung der Isomere in Konstitutionsisomere und Stereoisomere (Diastereo- Enantiomere) erklären und die R/S- E/Z Nomenklatur anwenden. Toxikologie/Pharmakologie über Anwendungen in der Medizin (Contergan) Bescheid wissen. Analytische Chemie UV, IR und 1H-NMR zur Strukturanalyse von Organischen Stoffen anwenden. Umweltchemie Umweltgifte und Schadstoffe erkennen und den Umgang mit ihnen verstehen. 3.Lerngebiet: Anwendungen der Chemie im Alltag und in der Technik Anwendungen in der Technik Stoffveredelung Stoffveredelungen wie Recycling, Aufarbeitung und Gewinnung von technisch wichtigen Stoffen wie Elemente oder Energieträger darlegen. Energiespeicherung Analytische Methoden über Schwierigkeiten von Energiespeicherung in Batterien, wie technische und ökologische Probleme, reden. differenzierte Analytische Methoden in Anorganischer- und Organischer Chemie Anwendungen im Alltag Vitamine ihr fundiertes Wissen über Vitamine und Spurenelemente anwenden. Putzmittel die Gefahren im Umgang mit Putzmitteln Medikamente Schmerzmittel herstellen und die Gefahren im Umgang erläutern. Nahrungsmittel den Energieinhalt, die industrielle und natürliche Herstellung und die damit verbundenen Schwierigkeiten auf ökologischer und ökonomischer Ebene von Nahrungsmitteln erörtern. Kleidung darlegen, welche Schwierigkeiten die Textilindustrie in Nachhaltigkeit und Produktion von genügend Textilprodukten für alle Bevölkerungsschichten hat. Biologie / Chemie Schwerpunktfach Wochenlektion - - 3+3 3+3 Das Schwerpunktfach Biologie/Chemie fördert besonders in der Chemie und Biologie erworbene Kompetenzen zur Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen beiziehen respektvoll mit Lebewesen umgehen respektvoll mit Mitmenschen umgehen das Fachwissen in einer Gruppe kreativ und zielorientiert einbringen sich an Gesprächen mit Fachleuten zu Themen mit biologischem und/oder chemischem Hintergrund beteiligen biologische und chemische Sachverhalte auch in komplexeren wissenschaftlichen Texten erschliessen und in eigenen Worten erklären naturwissenschaftliche Texte (z.B. Protokolle, Laborjournal, eigenständige Arbeiten) erstellen Laien chemische und biologische Zusammenhänge fachlich korrekt erklären Hypothesen formulieren Hypothesen von Spekulationen unterscheiden Experimente planen, durchführen, dokumentieren und interpretieren Modelle und Theorien kritisch beurteilen Informationen zu biologischen und chemischen Sachverhalten mittels Internet und Computer recherchieren, darstellen und kritisch auswerten (experimentelle Resultate in einem Tabellenkalkulationsprogramm darstellen, auswerten, mit einem Textverarbeitungsprogramm Berichte schreiben) elektronische Messgeräte korrekt bedienen intellektuelle Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärung die Schönheit der Natur durch die Naturwissenschaften entdecken Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie 1.Lerngebiet: Verhaltensbiologie Grundlagen der Verhaltensbiologie proximate und / oder ultimate Fragestellungen entwerfen und bearbeiten. Ethogramme erstellen und anwenden. Beobachtungs- und Aufzeichnungsregeln Sozialverhalten grundlegende Aspekte des Sozialverhaltens erklären, anhand von Daten erkennen und interpretieren. Verhaltensökologie Methoden und Modellvorstellungen aus der Verhaltensökologie erklären und Lernverhalten (optional) Fragestellungen zum Lernverhalten entwerfen und bearbeiten. 2.Lerngebiet: Anatomie und Physiologie I Entwicklungsbiologie zelluläre und anatomische Grundlagen zur geschlechtlichen Fortpflanzung Beobachtungen zur Embryonalentwicklung bei verschiedenen Organismengruppen durchführen und 3.Lerngebiet: Ökologie I Praktische Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben und anwenden. Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben (auch chemische), auswerten, darstellen und diskutieren. Zusammenhänge zwischen Systemökologie, Verhaltensökologie und Evolution erkennen. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie 1.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten Durchführung von Experimenten gängige technische Laborgeräte sinnvoll einsetzen und damit sicher umgehen. mittels Dünnschichtchromatographie das Gelingen einer Synthese beurteilen. Sicherheit unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften auch komplexere chemische Experimente sachgerecht Warnhinweise zu Gefahrenstoffen sich über das Gefahrenpotential von Stoffen informieren. Auswertung von Experimenten mittels Schmelzpunktanalyse oder Dünnschichtchromatographie das Produkt einer Synthese nachweisen. 2.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen Physikalische Chemie Thermodynamik ideale Gasgleichung anwenden. vorgegebene Gasvolumen von Normal- in Standardbedingungen umrechnen. aus Enthalpie und Entropie das Gelingen chemischer Reaktionen voraussagen. Organische Chemie Kohlenstoffressourcen Synthese die Entstehung, Förderung und Raffinierung von Erdöl erklären. Nomenklatur Alkane, Alkene, Alkine, ihr Reaktionsverhalten, die Radikalische Substitutions- versus Additionsreaktion mit Mechanismus erklären. die Vielfalt der Funktionellen Gruppen und ihre Einführung in Kohlenwasserstoffe beschreiben. Funktionelle Gruppen durch Oxidation, Reduktion oder Substitution in andere überführen. Theoretische Organische Chemie die Nomenklatur anwenden. die Hückel-Regel auf Aromaten Anorganische Chemie Synthetische Anorganische Chemie wichtige Elemente und deren Oxide herstellen und ihr Verhalten mit Wasser Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Biologie/Chemie Stereochemie Isomere in Konstitutionsisomere und Stereoisomere (Diastereo- Enantiomere) einteilen und die R/S- E/Z Nomenklatur energetische Betrachtungen auf (Konformations- Konfigurationsisomere) Anwendungen in der Medizin (Contergan) Biochemie Zucker, Lipide, Aminosäuren, Peptide, Proteine erkennen und beschreiben. Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben (auch chemische), auswerten, darstellen und diskutieren. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Biologie 1.Lerngebiet: Ökologie II Praktische Ökologie die Grundlagen zur Untersuchung eines Ökosystems erwerben und anwenden. Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben (auch chemische), auswerten, darstellen und diskutieren. Zusammenhänge zwischen Systemökologie, Verhaltensökologie und Evolution erkennen. 2.Lerngebiet: Anatomie und Physiologie II Vielzellige Lebewesen Untersuchungen an eukaryotischen Lebewesen planen, durchführen und auswerten. evolutionsbiologische Entwicklungen erkennen und diskutieren. Mikrobiologie Eigenschaften von ausgewählten Mikroorganismen erklären. Experimente zum Wachstum von Mikroorganismen planen, durchführen, auswerten und diskutieren. Stoffwechselprozesse die Bereitstellung von Energie für sämtliche Lebensprozesse erklären. 3.Lerngebiet: Molekularbiologie Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte Technologien der Molekularbiologie (z.B. PCR, Gelelektrophorese und deren Anwendungen) erklären. aus molekularbiologischen Experimenten erhaltene Daten auswerten und die Bedeutung der Genom- und / oder Proteomanalyse zur Klärung gesellschaftsrelevanter Fragen (z.B. Diagnose von Krankheiten, Artbildung) Gentechnologie Methoden zur gentechnischen Veränderung von Organismen erklären. Auswirkungen der Gentechnologie auf verschiedenen Ebenen erkennen und Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilfaches Chemie 1.Lerngebiet: Vertiefung der theoretischen chemischen Grundlagen Moderne Atommodelle das Bohr Atommodell, den Welle- Teilchen Dualismus, das Valence-Bond Modell und die Hybridisierung anwenden. 2.Lerngebiet: Anwendung im Alltag und in der Technik Anwendungen in der Technik sich über Belange aus der industriellen Chemie, wie Stoffveredelungen, Batterien, analytische Methoden in Anorganischer- und Organischer Chemie kundig machen. 3.Lerngebiet: Praktische Laborarbeiten Durchführung und Auswertung von Experimenten aufgrund von Arbeitsvorschriften eigenständig Synthesen planen. mittels Spektroskopischer Methoden das Gelingen einer Synthese überwachen. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Biologie/Chemie 1. Lerngebiet: Chemie und Umwelt Ökosysteme exemplarisch in einem Ökosystem (z.B. Gewässer, Wiese, Wald oder Boden) Daten erheben (auch chemische), auswerten, darstellen und diskutieren. Stoffwechselprozesse die Bereitstellung von Energie für sämtliche Lebensprozesse erklären. Molekularbiologische Anwendungen ausgewählte Technologien der Molekularbiologie (z.B. PCR, Gelelektrophorese und deren Anwendungen) erklären. aus molekularbiologischen Experimenten erhaltene Daten auswerten und Biogene Moleküle über Amine, Cumarine, Alkaloide und Drogen erzählen. Biologisch wichtige Makromoleküle ATP/ADP, NADH auf chemische Weise Komplexchemie Komplexe definieren. einzähnige- und mehrzähnige Liganden die Nomenklatur gebrauchen. die Cis/trans Isomerie und medizinische Anwendungen darauf erklären. Anwendungen im Alltag fundiertes Wissen über Vitamine und Spurenelemente, Gefahren im Umgang mit Putzmitteln erkennen, Schmerzmittel herstellen und die Gefahren im Umgang Gewässerchemie das Vorhandensein verschiedener Ionen in Gewässern auf Bedeutung oder Gefahr hin beschreiben. Deutsch Grundlagenfach Wochenlektion 4 3 3 4 Das Grundlagenfach Deutsch fördert besonders Sprache als Fundament der eigenen Persönlichkeit erfassen Literatur als Medium für die Reflexion und Vermittlung kulturellen Wissens begreifen fremdes wie eigenes Sprachhandeln kritisch durchleuchten kontinuierlich an den eigenen Sprachkompetenzen arbeiten das menschliche Zusammenleben sprachlich aktiv mitgestalten in kleineren und grösseren Teams lösungs- und ergebnisorientiert arbeiten eigene Positionen entwickeln, vertreten und mit fremden Standpunkten angemessen umgehen sich in unterschiedlichen Situationen kompetent äussern und überzeugend präsentieren adressaten-, situations- und mediengerecht schreiben Grundformen der Wissenschaftssprache umsetzen anspruchsvolle Texte erarbeiten, verstehen und beurteilen Lektüre als Quelle von Bildung und als geistige Herausforderung pflegen ästhetische Dimensionen von Literatur und Kunst, Wissenschaft und Sprache wertschätzen eigene Kreativität entwickeln, erweitern und gezielt nutzen mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am Zeitgeschehen und am Kulturbetrieb effizient recherchieren Computer als Schreibmedium versiert einsetzen digitale Hilfsmittel für das Schreiben nutzen sich in der Welt der aktuellen Medien orientieren Sämtliche im Lehrplan Deutsch aufgeführten Kompetenzen dienen der Verbesserung der basalen fachlichen Kompetenzen (bfk) für die allgemeine Studierfähigkeit in Deutsch. Die bfK sind kursiv/blau im Lehrplan ausgewiesen. Im Anhang wird der Beitrag des Fachs zu den basalen fachlichen Kompetenzen für die allgemeine Studierfähigkeit in der Erstsprache aufgeführt. Details sind dort zu finden. 1.Lerngebiet: Lesen Epik epische Ausdrucksformen (z. B. Kurzgeschichte, Parabel) charakterisieren. Lyrik lyrische Ausdrucksformen charakterisieren sowie Grundbegriffe der Lyrik erläutern. Lesetechnik literarische Texte und Sachtexte genau lesen, verstehen und das eigeneVerständnis hinterfragen. unterschiedliche Lesestrategien für literarische Texte und Sachtexte anwenden. Erzähltheorie Fachbegriffe der Erzähltheorie anwenden und ein Bewusstsein für den Nutzen und die Leistung derselben entwickeln. Interpretation den Inhalt, Aufbau und die sprachliche Gestaltung analysieren. einfache Interpretationsverfahren umsetzen. Sachtexte einfache Sachtexte verstehen. den Informationsgehalt von Sachtexten herausarbeiten und korrekt wiedergeben. 2.Lerngebiet: Schreiben schulische Textsorten zielgerichtet Notizen zu schriftlichen und mündlichen Texten machen (z. B. Mitschrift, Exzerpt). literarische Textsorten kurze erzählende Texte (z.B. Kurzgeschichte) oder eine Rede verfassen. Schreibprozess ihr Schreiben bewusst als strukturierten Prozessorganisieren (Planung, Entwurf, Überarbeitung, Schlussredaktion). Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht formulieren. eigene sowie fremde Texte inhaltlich und sprachlich überarbeiten. Inspirationstechniken ihre Kreativität durch Inspirationstechniken gezielt erweitern. Nachschlagewerke analoge und digitale Wörterbücher bzw. Informationsmedien sinnvoll nutzen. 3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen Zuhören aktiv und kritisch zuhören. mündlicher Rede folgen und das Gesagte knapp wiedergeben. Diskussion sich frei, flüssig und angemessen in Standarddeutsch ausdrücken. sich differenziert und lösungsorientiert in eine Diskussion einbringen. einen kurzen Redebeitrag prägnant gestalten. Präsentieren Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und präsentieren. sich deutlich artikulieren. Feedback eine konstruktive, auf Kriterien basierende Rückmeldung geben. 4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion Grammatik die grundlegenden Regeln in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik korrekt anwenden. Umgang mit Medien den eigenen Mediengebrauch reflektieren. 1.Lerngebiet: Lesen Dramatik dramatische Ausdrucksformen charakterisieren (antikes, klassisches, modernes Theater) und Grundbegriffe der Dramatik erläutern. Interpretation bekannte Fachterminologie korrekt anwenden. komplexere Interpretationsverfahren umsetzen. Literatur und Medien Bezüge zwischen literarischen Texten und ihren medialen Adaptionen herausarbeiten. Sachtexte anspruchsvolle Sachtexte verstehen. Verfahren zur stufenweisen Erschliessung anspruchsvoller Sachtexte situationsgerecht journalistische Texte verstehen, analysieren und kritisch hinterfragen. 2.Lerngebiet: Schreiben Wissenschaftssprache einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden. Sachtextsorten Besonderheiten und Regeln wichtiger Sachtextsorten (z. B. Bericht, Zusammenfassung, Protokoll) umsetzen. Grundtechniken der Wissenschaftssprache anwenden (z. B. Zitat, Paraphrase, Quellenangabe, Definition, Hypothese) und damit Plagiate vermeiden. argumentierende Textsorten einen Sachverhalt schriftlich erörtern. überzeugend argumentieren. journalistische Textsorten journalistische Textsorten charakterisieren und verfassen (z.B. Reportage, Rezension). literarische Textsorten literarische Texte umschreiben, parodieren, adaptieren (z.B. Theaterszene). Schreibprozess eigene wie fremde Texte überarbeiten und Texte für unterschiedliche Zwecke adressatengerecht formulieren. eigene sowie fremde Texte inhaltlich und sprachlich beurteilen. 3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen Zuhören einem längeren Beitrag inhaltlich folgen, die Hauptaussagen und Hauptargumente identifizieren und verstehen. zu einem Votum knapp Stellung nehmen. Argumentieren sich situationsgerecht mit adäquaten Begriffen ausdrücken. differenziert argumentieren und fremde sowie eigene Argumente analysieren. Streitgespräche sachorientiert gestalten. Vorlesen literarische sowie Sachtexte gestaltend und publikumsorientiert vorlesen. 4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion Grammatik grammatische Probleme wie Kommasetzung, Flexion oder Zeitenfolge mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Methoden (z. B. Proben) reflektieren und bewältigen. Sprachwissenschaft exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme (z.B. Gruppensprachen, Tendenzen der Gegenwartssprache, Dialekte, Diglossie) erörtern. 1.Lerngebiet: Lesen Rhetorik sprachliche Verdichtung lyrischer Texte analysieren und ihre Wirkung beurteilen. Literaturgeschichte literarische Epochen in ihren Grundzügen Interpretation die Zugehörigkeit eines Textes zu einer bestimmten Textsorte erkennen. verschiedene Techniken der Textanalyse einsetzen und eigene Interpretationsansätze ein literarisches Werk mit Hilfe von Thesen Essayistik die Struktur eines Essays analysieren. den Standpunkt eines Verfassers erkennen und die beabsichtigte Wirkung eines Textes Sachtexte die Argumentationsstruktur von Sachtexten 2.Lerngebiet: Schreiben Wissenschaftssprache einfache Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden. argumentierendes Schreiben zu einem Sachverhalt wertend Stellung nehmen (z.B. Essay, Erörterung). Schreibprozess das eigene Schreiben stilistisch variieren und rhetorische Figuren gezielt einsetzen. 3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen Kommunikationstheorie Kommunikationsprozesse analysieren und Vortragen /Diskutieren Texte vortragen oder diskutieren (z.B. Literarisches Referat, Literaturclub, literarischer Salon). Rhetorik rhetorische Figuren unterscheiden und gezielt 4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion Sprachwissenschaft exemplarische sprachwissenschaftliche Probleme (z.B. Spracherwerb, Zeichentheorie, geschlechtsspezifische Dimensionen der Sprachverwendung) erörtern. Medientheorie Unterschiede der Informationen und der Kommunikation in verschiedenen Medien erkennen und reflektieren. die Nutzung und Wirkung analoger und digitaler Medien kritisch hinterfragen. Sprache und Medien als komplexe Systeme begreifen. 1.Lerngebiet: Lesen Literaturgeschichte Texte literaturgeschichtlich einordnen und diese Einordnung kritisch hinterfragen. Interpretation ein literarisches Werk selbstständig erarbeiten und interpretieren sowie den Leseprozess Wertung ein begründetes Werturteil über einen literarischen Text abgeben. Literatur und Gesellschaft literarische Texte als Beitrag an aktuelle gesellschaftliche Debatten wahrnehmen. Essayistik die Struktur eines Essays analysieren und 2.Lerngebiet: Schreiben Wissenschaftssprache komplexere Grundregeln der Wissenschaftssprache anwenden. Argumentierendes und essayistisches einen Essay verfassen. Textsorten für Studium und Beruf für Studium und Beruf relevante Textsorten (z.B. Verlaufsprotokoll, Bewerbungsschreiben) charakterisieren und umsetzen. Schreibprozess das eigene Schreiben reflektieren. 3.Lerngebiet: Zuhören und Sprechen Kommunikation Konkrete Kommunikationsprozesse analysieren (z.B. Sprache als Macht- und Manipulationsmittel). Prüfungsgespräch ein Prüfungsgespräch kompetent und fachsprachlich adäquat gestalten. Präsentieren komplexe Sachverhalte adressatengerecht aufbereiten und attraktiv vor Publikum präsentieren (z. B. Referat, Rede, Statement). 4.Lerngebiet: Sprach- und Medienreflexion Sprachphilosophie Zusammenhänge von Sprache und Wirklichkeit kritisch reflektieren. Sprachwissenschaft Wandel und Kontinuität der Sprache an ausgewählten Beispielen erläutern. Medientheorie sich kompetent in der Medienlandschaft bewegen. Englisch Grundlagenfach Wochenlektion 3 3 3 3 Das Grundlagenfach Englisch fördert besonders kontinuierlich die Sprach- und Fremdsprachkompetenzen reflektieren und verbessern das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen Sprache als Zugang zur eigenen und zu anderen Identitäten, Überzeugungen und Interessen nutzen sich in einem mehrsprachigen Umfeld zurechtfinden und Strategien zur Verständigung strukturelle, lexikalische und phonologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Englisch, Deutsch und anderen Schulsprachen erkennen und für das eigene Lernen nutzbar machen kreativ mit Sprache umgehen verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden das eigene Lernen planen, steuern und evaluieren ein- und zweisprachige Wörterbücher gezielt einsetzen computergestützt gezielt recherchieren und Quellen kritisch nutzen mit verschiedenen Medien kompetent umgehen Interesse entwickeln für literarische, kulturelle und geschichtliche Aspekte der anglophonen Welt einschliesslich der Länder des Commonwealth mit intellektueller Neugier Anteil nehmen am internationalen Zeitgeschehen Grammatik der Bezirksschule (Wiederholung) sowie Grammatik der intermediate Stufe* (Vertiefung und Erweiterung) * Die Reihenfolge der Themen der Grundgrammatik (1./2. Jahr) steht in Abhängigkeit des Lehrmittels der Lernstufe entsprechend grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden. grammatikalische Systeme in ihren Zusammenhängen verstehen (z.B. Zeitensystem). Wortschatz des Lehrmittels, evt. eines Grund- und Aufbauwortschatzes (z.B. Klett) ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern. der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen (gedruckt und online). Phonetik die phonetische Schrift als Instrument für die genaue Aussprache kennenlernen. das Internet gezielt nutzen, um die genaue Aussprache akustisch zu überprüfen. Sprachvergleich punktuell grundlegende Gemeinsamkeiten in den Bereichen Grammatik und Wortschatz zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen (z.B. Reported Speech / le discours indirect, Internationalismen, Lehnwörter). Hören stufengerechte Hörtexte z.B. im Rahmen des Lehrmittels verstehen (z.B. Alltagssituationen, Songs, einfache Dialoge und Informationstexte). die Hauptpunkte von einfachen / mittelschweren Hörtexten verstehen, insbesondere wenn diese durch Bilder, Grafiken, Schlüsselbegriffe etc. ergänzt Sprechen die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und sich, ohne dass die Aussprache das Verständnis hemmt, ausdrücken. sich in den meisten häufig wiederkehrenden Alltagssituationen mit einfachen sprachlichen Mitteln verständigen. sich an einfachen Gesprächen über vertraute Themen beteiligen. eigene Meinung ausdrücken. short sketches präsentieren. eine geübte Präsentation eines vertrauten Themas machen und auf Fragen eingehen (z.B. über Hobby, Familie, persönliche Erlebnisse). Lesen einfache / mittelschwere Texte (meistens im Rahmen des Lehrmittels oder einfache literarische Werke) verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern. verschiedene Lesestrategien unterscheiden und gezielt anwenden. Schreiben die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und einfache kürzere Texte schreiben (z.B. persönlicher Brief, kurze Mitteilungen, kurze Zusammenfassungen, Kommentare, Sprachbiographie, E-Mails, Reading Log zu einem literarischen Werk schreiben). Lehrmitteltexte und stufengerechte Originaltexte (literarischer und nicht literarischer Art) (Jugendliteratur, short novels, short plays, …) einfache/ mittelschwere Originaltexte lesen und verstehen. relevante Aspekte des Werkes zusammenfassen und kommentieren. im Rahmen des Immersionsunterrichts Sachtexte und fachspezifische Artikel aus andern Fachgebieten lesen und verstehen. Kulturelle Aspekte der weltweiten anglophonen Sprachgebiete: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische einfache / mittelschwere Beiträge (Text, Tondokument, Film) über gesellschaftliche Aspekte der englischsprachigen Welt verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen sprechen. Grammatik der intermediate/ upperintermediate Stufe (Vertiefung und Erweiterung) stufengerechte grammatikalische Strukturen reflektieren und anwenden, sowie Zusammenhänge im grammatikalischen System erkennen. Wortschatz (Erweiterung) exikalische Strukturen (z.B. Verb Patterns, Word Formation) erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden. ihre Sprachkompetenz der Lernstufe entsprechend im Bereich des Wortschatzes steigern (z.B. Kollokationen, Phrasal Verbs). der Stufe entsprechende Wörterbücher benützen. Sprachvergleich punktuell Gemeinsamkeiten in den Bereichen Wortschatz und Grammatik zwischen Englisch und anderen Schulsprachen erkennen (z.B. Conditional Clauses / la proposition conditionnelle). Hören mittelschwere Hörtexte z. B. aus im Klassenunterricht verwendeten Lehrmitteln die Hauptpunkte von Hörtexten verstehen, wenn Standardsprache klar und eher langsam gesprochen wird. Sprechen relativ fliessend frei sprechen. die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und sich in Alltagssituationen ohne grössere Probleme verständigen. sich an einfachen Gesprächen über allgemeine Themen beteiligen. ein selbst gewähltes, vertrautes Thema präsentieren, eine nachfolgende Diskussion über im Unterricht gelesene literarische Werke sprechen (Halbklassenunterricht). Lesen mittelschwere Texte verstehen, in eigenen Worten zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern. einfache authentische Sachtexte und längere einfache literarische Werke mit Hilfe verschiedener Lesestrategien erschliessen. die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und unterschiedliche kürzere Textsorten schreiben (z.B. Briefe, Kurzaufsätze, persönliche Stellungnahmen). sachliche Stellungsnahmen und die persönliche Meinung zu Aspekten der behandelten Literatur äussern. Stufengerechte Originalliteratur (z.B. Short Novels, 3-Act Plays) mittelschwere Originaltexte lesen und aktiv Verbindungen zu Fachgebieten Vertiefung der Literaturanalyse weitere Begriffe der Literaturanalyse (z.B. point of view, theme, motif, etc.). verstehen stilistische Mittel erkennen. Kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische anhand von Artikeln und Berichten aus dem Alltag Eigenheiten anderer Kulturen anhand englischsprachiger Beiträge (Texte, Tondokumente, Film) erkennen und im Rahmen des Literaturunterrichts ihre eigenen Wertvorstellungen reflektieren und so einen differenzierten Umgang mit ‚Andersartigkeit’ pflegen. Grammatikthemen der upperintermediate / advanced Stufe anspruchsvolle grammatikalische Strukturen erkennen und anwenden (z.B. Inversion, have sth done, etc). Wortschatz ihren Wortschatz selbständig thematisch erweitern und anwenden. einsprachige Wörterbücher benutzen (z.B. OALD). ”Cohesive Devices“, ”useful phrases“ und weitere Hilfestellung, die zum Gelingen eines Essays beitragen, gezielt einsetzen. Sprachreflexion verschiedene sprachliche Register unterscheiden (z.B. Verwendung des Passivs in formellen Briefen, Gebrauch Phrasal Verbs). sich zur Wirkung der englischen Sprache (z.B. Stilmittel in Werbetexten, politische Reden) äussern. Sprachvergleich Vergleiche zwischen Englisch und anderen Schulsprachen herstellen. Hören längere Redebeiträge und Vorträge verstehen und komplexer Argumentation folgen, wenn das Thema vertraut ist. die Hauptpunkte von anspruchsvollen Hörtexten zu weniger vertrauten Themen weitgehend verstehen. Sprechen relativ fliessend sprechen. ein ausreichend breites Spektrum an Sprachmitteln einsetzen. die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und sich ohne grössere Probleme an Gesprächen über allgemeine Themen und im Unterricht gelesene Texte beteiligen. ein literarisches Werk klar strukturiert und überzeugend präsentieren (Book Report). eine überzeugende Rede zu einem selber gewählten Thema halten, die eigene Argumentation auf die Zuhörer abstimmen, auf Rückfragen adäquat reagieren und die eigene Meinung auf einfache, aber schlüssige Art begründen. Lesen aktuelle Medienbeiträge verstehen, aufgrund gegebener Kriterien analysieren und kritisch Informationen aus verschiedenen Sachtexten und literarischen Texten weitgehend selbständig erschliessen. Schreiben die ihnen bekannten Wörter, Ausdrücke und verschiedene Textsorten produzieren (mehr formelle, weniger persönliche, z.B. Bericht, Rezension, formeller Brief, Leserbrief). klar aufgebaute, längere Texte schreiben (u.a. five-paragraph essay). Stufengerechte Originalliteratur (wenn möglich aus verschiedenen Epochen), oder thematische Literatur mittelschwere bis anspruchsvolle literarische Texte verstehen und Auskunft geben über Handlungsstruktur, Hauptthemen und Beziehungen der Personen. sich anhand von literarischen Werken kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen Welt herstellen. mit Hilfe literarischer Kenntnisse Erzähltechniken, wie z.B. Perspektivenwechsel oder innere Monologe, erkennen und in ihrer Funktion verstehen. Weitgehend eigenständige Literaturanalyse In Kleingruppen eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes Literatur im Kontext Literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen Kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische gesellschaftliche Aspekte verstehen, kommentieren und mit eigenen Wertvorstellungen in Verbindung setzen. englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und kritisch reflektieren (z.B. current affairs, global issues). Verstehen von kurzen und mittellangen komplexen Sachtexten und Fachartikeln. 4.Klasse Grammatikthemen der upperintermediate bis advanced Stufe ihre Kenntnisse der englischen Grammatik aktualisieren und anwenden. Wortschatz einen breiten Wortschatz differenziert und situationsgerecht aktiv anwenden. lexikalische Strukturen erkennen und ihre Erkenntnisse anwenden. individuell ihren Wortschatz erweitern. Sprachreflexion die Wirkung der englischen Sprache in literarischen wie auch in nichtliterarischen Texten und mündlichen Beiträgen reflektieren und sich dazu in ein kritisches Verhältnis setzen. Sprachvergleich Querverbindungen zu anderen Sprachen herstellen und zur Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz nutzen. Hören längeren authentischen Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind. ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen. Hörtexte mit markanten, regional oder sozial bedingten Abweichungen von der Standardsprache grob einordnen und in den Hauptpunkten verstehen. Sprechen sich ohne grössere Probleme fliessend und der Situation entsprechend relativ stilsicher eine breite Palette an Redemitteln klar und ohne sich stark einzuschränken einsetzen. ein Thema mit hohem Informationsgehalt klar strukturiert präsentieren und diskutieren. ihre Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und in Diskussionen eigene Beiträge geschickt mit denen anderer über im Unterricht gelesene literarische Werke sprechen. Lesen anspruchsvolle Sach- und literarische Texte mit den nötigen Hilfsmitteln selbständig erarbeiten, interpretieren und sich kritisch damit auseinandersetzen. Schreiben umfangreiche syntaktische Strukturen und ein breites Vokabular anwenden (unter Verwendung der entsprechenden Hilfsmittel). Stilmittel und Register anwenden. sich weitgehend korrekt und adressatengerecht ausdrücken. überzeugend argumentieren. Informationen aus verschiedenen Quellen verarbeiten, um sie in klar strukturierter, kohärenter Form darzustellen. unterschiedliche längere Textsorten schreiben, z.B. five-paragraph essay, Erörterung, literary commentary, fiktionale Texte. Stufengerechte Originaltexte (unterschiedlicher Genres) aus verschiedenen Epochen anspruchsvolle literarische Originaltexte analysieren, interpretieren und in ihren Kontext stellen (je nach Werk mit entsprechenden Hilfsmittel). vieldeutige Texte verstehen und mehrere Deutungen zulassen. in einem literarischen Text verschiedene bedeutungsrelevante Aspekte (z.B. Handlungsablauf, Hauptthematik, Personenkonstellation, stilistische Mittel) erkennen, benennen und beschreiben. zwischen der fiktionalen und der eigenen Welt Bezüge schaffen. Eigenständige Literaturanalyse selbständig eine für andere nachvollziehbare Interpretation eines Textes erarbeiten. Literatur im Kontext Literarische Originaltexte verschiedener Länder, Genres und Epochen lesen und Texte anhand literatur- und kulturgeschichtlicher Merkmale verstehen Kulturelle Aspekte: z.B. soziale, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder historische gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen ausgewählter Länder des englischsprachigen Kulturraums, auch im Vergleich, verstehen. authentische englischsprachige Beiträge (Fernsehen, Radio, Printmedien oder Filme) sowie literarische Texte im soziokulturellen und historischen Kontext verstehen und sich anhand Beiträge (Literatur, Sachtexte, Filme) kritisch mit der englischsprachigen Welt auseinandersetzen und dadurch ihre Kompetenz zur Selbstreflexion fördern Verstehen von längeren komplexen Sachtexten und Fachartikeln. Französisch Grundlagenfach Wochenlektion 3 3 3 3 Das Grundlagenfach Französisch fördert besonders Sprache als Mittel zur Reflexion der eigenen und anderer Identitäten und Normen erkennen die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen das eigene Lernen planen gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung bereit sein Mitverantwortung für den Verlauf einer Diskussion übernehmen sich in einer Fremdsprache ausdrücken und verständigen die Sprach- und Fremdsprachkompetenz kontinuierlich erweitern ein Sprachbewusstsein entwickeln ein vergleichendes Sprachdenken aufbauen kompetent online recherchieren (z.B. Suchmaschinen, Bibliothekskataloge) Computer als Schreib-, Korrektur- und Präsentationsmedium versiert einsetzen kritisch und bewusst die neuen Medien und Informationstechnologien nutzen Wörterbücher und Lexika nutzen korrekt mit Quellen und Medienerzeugnissen umgehen ein Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Literatur und Kultur als Bereicherung erfahren Die mündliche Leistung angemessen einbeziehen Vernetztes Denken und Interdisziplinarität fördern Impulse zu Themenfeldern geben 1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion Morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Verben, Zeiten und Modi, Satzbau, Wortarten (je nach Wahl des Lehrmittels) bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen anwenden. neu erlernte Grundstrukturen bilden und diverse Übungsformen erproben und Themen- und textbezogener Grundwortschatz den bereits erworbenen Wortschatz den Wortschatz festigen und den neu selbständig ihren Wortschatz aufbauen. mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie zuordnen. Sprachvergleich grundlegende Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und verbessern. wichtige strukturelle Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Grammatik erkennen. Deutlich und relativ langsam gesprochene einfache Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch, Diskussionen, didaktisierte Hörverständnisübungen, didaktisierte Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts einfache, klar aufgebaute Präsentationen Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache die Hauptpunkte eines Redebeitrags das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch verstehen. Redebeiträge mit einem weitgehend bekannten Wortschatz und weitgehend bekannten sich spontan und verständlich ausdrücken. in Rollenspielen sprechen. an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken. eine erste strukturierte Präsentation halten. am Unterrichtsgespräch teilnehmen. Rollenspiele Präsentationen, Kurzreferate Unterrichtsgespräch Einfache literarische und andere Originaltexte, z.B. didaktisierte Lektüre, einfache Medientexte Texte verstehen, zusammenfassen und die explizite Struktur eines Textes weitgehend korrekt vorlesen. Lesestrategien Unverstandenes durch den Kontext Einfache Texte zu bekannten Themen Verschiedene Textsorten, z.B. Kommentar, Interview, innerer Monolog, Dialoge kurze, kohärente Texte schreiben. schreibend kreativ mit Sprache und Texten Handlungsebene eines literarischen Textes Themen- und Textanalyse die Figuren, ihre Handlungen und ihre Beziehungen untereinander beschreiben die Entwicklung der Figuren und der Handlung beschreiben. die Themen erkennen und beschreiben. Einfache literarische Texte aus dem 20. und 21. Jahrhundert: einfaches textimmanentes Kontextwissen vom literarischen Text ausgehend einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit den für das Textverständnis erforderlichen historischen Kontext mit eigenen Worten Einfache gesellschaftsrelevante Themen aus der Francophonie: einfache Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips ausgewählte Themen erarbeiten und mit eigenen Worten wiedergeben. 1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion Morphologische und syntaktische Grundstrukturen, z.B. Zeiten und Modi, Wortarten, Satzbau (je nach Wahl des Lehrmittels) bereits erworbene morphologische und syntaktische Grundstrukturen korrekt neu erlernte Strukturen bilden und korrekt Übungsformen erproben und anwenden. Themen- und textbezogener Grundwortschatz den bereits erworbenen Wortschatz sicher den Wortschatz erweitern und den neu selbständig ihren Wortschatz erweitern. mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie Verschiedene Sprachregister, z.B. français familier Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen verschiedene Sprachregister unterscheiden. Deutlich gesprochene authentische Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Alltagsgespräch, Diskussionen, Hörverständnisübungen, Fernseh- und Radiosendungen, Film, Podcasts einfache, klar aufgebaute Präsentation Unterrichtsgespräch in der Fremdsprache die Hauptpunkte eines Redebeitrags kurze Präsentationen verstehen. das Unterrichtsgespräch und die Anweisungen der Lehrperson in Französisch verstehen. Redebeiträge mit weitgehend bekanntem Wortschatz und weitgehend bekannten und sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken. Rollenspiele in Rollenspielen sprechen. an Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung ausdrücken. Referate zu Themen mittleren Schwierigkeitsgrades halten. Unterrichtsgespräch am Unterrichtsgespräch teilnehmen. Literarische und andere Originaltexte einfachen bis mittleren Schwierigkeits- grades, z.B. didaktisierte Lektüre, Medientexte Texte zusammenfassen und analysieren. die Struktur eines Textes erkennen und längere Lesepensen bewältigen. weitgehend korrekt und fliessend vorlesen. Unverstandenes durch den Kontext Texte mit bekanntem Wortschatz und bekannten Verschiedene Textsorten, z.B. Stellungnahme, Kommentar, Journal, Brief, innerer Monolog, Dialog, cahier de lecture Texte verständlich und kohärent schreiben Texte strukturieren. schreibend kommunizieren. schreibend kreativ mit Sprache und Texten Handlungsebene eines literarischen Textes Erste Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzähler, narrative Struktur Themen- und Textanalyse die Handlungsstruktur sinnvoll gliedern und Figuren und ihre Beziehungen untereinander analysieren und ihre Handlungsmotive und deren Konsequenzen auf die Handlung erklären. die spezifische Erzählsituation eines Textes die Themen erkennen und beschreiben einen literarischen Text selbständig oder in Gruppen lesen. Literarische Originaltexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert von einfachem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad geschichtliche Informationen zum Kontext des gelesenen Textes mit eigenen Worten Themen aus Gesellschaft und Kultur der ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Francophonie: Filme, Chansons, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Werbespots, Musikclips Aspekte der französischsprachigen Welt in eigenen Worten beschreiben und dazu 1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion Morphologische und syntaktische Grund- und Aufbaustrukturen die bereits erworbenen morphologischen und syntaktischen Grundstrukturen sicher neu erlernte komplexere Aufbaustrukturen bilden und anwenden. persönlich geeignete Übungsformen Themen- und textbezogender Grund- und den bereits erworbenen Wortschatz differenziert anwenden. den Wortschatz differenzieren und den neu selbständig ihren Wortschatz festigen. Wortfamilien mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie bilden. Verschiedene Sprachregister Sprachvergleich, z.B. sprach-verwandte Wörter und Strukturen (faux-amis) Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen verschiedene Sprachregister unterscheiden. Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. Authentische, klar strukturierte längere Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Nachrichten, Reportagen, Diskussionen, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts Längere Präsentationen in Standardsprache Unterrichtsgespräch Verstehensstrategien authentische Redebeiträge in der Standardsprache weitgehend verstehen. längere und komplexere Präsentationen das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen. sich Verstehensstrategien nutzbar machen. Redebeiträge zu allgemeinen und literarischen Unterrichtsgespräch sich spontan, zusammenhängend und weitgehend korrekt ausdrücken. sich kritisch äussern und ihre Meinung vertreten. an einer Diskussion teilnehmen und sie Präsentationen halten. sich am Unterrichtsgespräch beteiligen. Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrades, z.B. Erzählungen, kürzere Romane, Theaterstücke, Medientexte Texte zusammenfassen. Texte und Textpassagen analysieren und Sinn gebend vorlesen. Texte selbständig lesen und erarbeiten. Längere Texte zu allgemeinen und literarischen Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte Texte verständlich und sprachlich Texte strukturieren. die Textsortenmerkmale auf den eigenen Text anwenden. schreibend kreativ mit Sprache und Texten Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische Figuren Themen- und Textanalyse Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Poesie Handlungsablauf, Figurenkonstellationen und Erzählsituation eines literarischen Textes analysieren und deren Bedeutung die für die Literaturanalyse relevanten Grundbegriffe auf den literarischen Text einen literarischen Text selbständig lesen Vergleich mit weiteren bekannten Texten einen literarischen Text auf seine Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren Schwierigkeits-grades: literaturgeschichtlicher Kontext den literaturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben. komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie: Chansons, Filme, Medientexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der französischsprachigen Welt analysieren und dazu kritisch Stellung 1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion Festigung und Vertiefung morpho-logischer und syntaktischer Grund- und Aufbaustrukturen die bereits erworbenen morphosyntaktische Grundstrukturen sicher und korrekt neu erlernte komplexere morphosyntaktische Strukturen bilden und sicher und korrekt anwenden. persönlich geeignete Übungsformen Erweiterter themen- und textbezogener Grund- und Aufbauwortschatz den bereits erworbenen Wortschatz differenziert und nuanciert anwenden. den Wortschatz nuancieren und den neu selbständig ihren Wortschatz repetieren. Wortfamilien mithilfe des bestehenden Wortschatzes Wörter der gleichen Wortfamilie bilden. Verschiedene Sprachregister und Stilebenen Sprachvergleich, z.B. faux amis, sprachverwandte Wörter und Strukturen Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen verschiedene Sprachregister und Stilebenen Bezüge zu anderen Sprachen herstellen. Authentische, relativ schnell gesprochene Redebeiträge und Sprechsituationen in Standardsprache, z.B. Film, Fernseh- und Radiosendungen, Podcasts, Diskussionen Komplexere Präsentationen in Standardsprache Unterrichtsgespräch authentische Redebeiträge weitgehend längere komplexere Präsentationen verstehen. das Unterrichtsgespräch über anspruchsvollere Themen verstehen. Redebeiträge zu verschiedenen allgemeinen und literarischen bzw. kulturellen Themen sich sach-, adressaten- und situationsgerecht ausdrücken Unterrichtsgespräch sich kritisch zu Texten und aktuellen Themen äussern und überzeugend argumentieren. an einer Diskussion teilnehmen und sie Präsentationen halten. sich am Unterrichtsgespräch beteiligen. Literarische und andere Originaltexte mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades, z.B. Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Sekundärliteratur, Medientexte, Sachtexte die Struktur und die Argumentation in einem Text analysieren. Texte interpretieren bzw. kritisch Sinn gebend vorlesen. Texte selbständig lesen und erarbeiten. Längere Texte zu allgemeinen und literarischen Unterschiedliche Textsorten, z.B. argumentative und fiktionale Texte Schreibstrategien Texte verständlich und logisch, der Textsorte angemessen und sprachlich schreibend kreativ mit Sprache und Texten das Schreiben von Texten sinnvoll planen. Grundbegriffe der Literaturanalyse, z.B. Figur, Erzählsituation, wesentliche rhetorische Figuren Themen- und Textanalyse Verschiedene Gattungen, z.B. Komödie, Fabeln, Erzählung, Roman, Autobiografie einen literarischen Text inhaltlich und formal einen längeren literarischen Text selbständig lesen und interpretieren. Vergleich mit weiteren bekannten Texten einen literarischen Text auf seine gattungs- und formspezifischen Merkmale hin Literarische Originaltexte vom 17. bis 21. Jahrhundert mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrades: literatur- bzw. kulturgeschichtlicher Kontext den literatur- bzw. kulturgeschichtlichen Kontext eines Textes mit eigenen Worten wiedergeben und den Bezug zum Text Komplexere Themen aus Gesellschaft und Kultur der Francophonie: Chansons, Filme, Medientexte und Sachtexte, Radio, Fernsehen und Internet, Poetry Slam ausgewählte gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der französischsprachigen Welt analysieren und dazu kritisch Stellung Geografie Grundlagenfach Wochenlektion 2 2 1 0 Die Geografie befasst sich mit der Vielfalt natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, die unsere Welt gestalten. Dabei steht die räumliche Dimension im Vordergrund. Das Fach vermittelt neben systematischem Grundlagen- und Orientierungswissen auch Methodenkenntnisse und führt insbesondere in die vielfältigen Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft ein. Damit kommt der Geografie eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Natur- und den Sozialwissenschaften zu. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu analysieren. Darauf aufbauend lernen sie, Folgen abzuschätzen, Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und lösungsorientiert Probleme zu beurteilen. Die Geografie fördert darüber hinaus die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, regt zur Reflexion der eigenen Ansichten und zu verantwortungsbewusstem Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt an. Das Grundlagenfach Geografie fördert besonders die Relativität von Perspektiven und Positionen erkennen Analytische Fähigkeiten Zusammenhänge analysieren und damit Entscheidungen begründen vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen Verständnis für andere Kulturen und Werthaltungen entwickeln zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch und Umwelt beitragen Kartografische und andere raumbezogene Daten lesen, interpretieren und bewerten Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) analysieren elektronische Informationsmittel (z.B. Geoinformationssysteme, Web-Datenbanken) nutzen 1.Lerngebiet: Physische Geografie 1.1Die Erde als Himmelskörper Entstehung und Form der Erde die wichtigsten Schritte in der Entstehungsgeschichte der heutigen Erde die Entwicklung der menschlichen Vorstellungen von der Form der Erde von der Scheibe zu Kugel, Rotationsellipsoid und Geoid beschreiben und erklären. Bewegungen der Erde und ihre Auswirkungen die Rotation und Revolution der Erde und deren Auswirkungen auf unser Leben wie Jahreszeiten oder Zeitzonen verstehen und erläutern. Querverbindungen zu anderen Fächern: Chemie, Physik, Geschichte 1.2Geologie und Oberflächenprozesse Der innere Aufbau der Erde den Schalenbau der Erde vom Kern bis zur Kruste beschreiben. Die Plattentektonik und ihre Auswirkungen die plattentektonischen Prozesse und deren Zusammenhang mit Gebirgsbildungen, Vulkanismus und Erdbeben verstehen und erklären. Mineralien und der Kreislauf der Gesteine die Merkmale von Mineralien und Gesteinen benennnen und aus Struktur und Zusammensetzung von Gesteinen Rückschlüsse über deren Position im Gesteinskreislauf ziehen. Die geologische Zeittabelle die Grobeinteilung der Erdgeschichte in verschiedene Zeitalter erläutern. Oberflächenprozesse und Landschaftsformen Wasser- von Gletschererosion und - ablagerung unterscheiden und typische dadurch geschaffene Landschaftsformen Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie, Biologie 1.3Meteorologie und Klimatologie Der Aufbau der Atmosphäre die Zusammensetzung und vertikale Gliederung der Atmosphäre beschreiben. Klimaelemente und Klimafaktoren die Klimaelemente Globalstrahlung, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Temperatur, Luftdruck und Wind unterscheiden und erklären. Zusammenhänge zwischen geografischen Faktoren und dem lokal unterschiedlichen Einfluss der Klimaelemente auf Wetter und Klima Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie 2.Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie Beeinflussung atmosphärischer Prozesse durch menschliche Emissionen die Verminderung der Schutzwirkung der Ozonschicht ursächlich erklären und deren Konsequenzen für das eigene Verhalten einschätzen. den menschlichen Beitrag an die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts verstehen und erläutern. Rückwirkungen dieser veränderten Prozesse auf das Leben auf der Erde die Auswirkungen des dadurch ausgelösten Klimwandels auf die Natur und den Menschen beschreiben und Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Chemie, Biologie, Wirtschaft und Recht 3.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Analyse geografischer Informationen Daten aus Karten, Texten, Abbildungen und Grafiken zur Beantwortung geografischer Fragestellungen herauslesen und interpretieren. 1.Lerngebiet: Physische Geografie Die globale Zirkulation der Atmosphäre die jahreszeitlich wechselnde globale Verteilung von Druck- und Windgürteln erklären und sie in Verbindung zu den Wind- und Niederschlagsverhältnissen in verschiedenen Klimazonen bringen. Klimaklassifikation und Vegetationszonen ein ausgewähltes Klimaklassifikationssystem (z.B. Köppen oder Troll und Pfaffen) erläutern und Bezüge zwischen Klima und Vegetation bzw. Landnutzung in den verschiedenen Zonen herstellen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Physik, Biologie 2.Lerngebiet: Humangeografie 2.1 Gesellschaft und Raum Bevölkerung und Raum die räumliche Verteilung der Weltbevölkerung erklären und verschiedene Kulturräume Demografische Prozesse wichtige bevölkerungswissenschaftliche Prozesse (z.B. die demografische Transformation) analysieren, ursächlich erklären, Folgen abschätzen und Massnahmen beurteilen. Internationale Migration Ursachen und Folgen der internationalen Migration nachvollziehen sowie deren Auswirkungen beurteilen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Religionslehre, Mathematik, Biologie, Wirtschaft und Recht 2.2Siedlung und Mobilität Verstädterung und Stadtentwicklung Ursachen und Auswirkungen von Urbanisierung (bzw. Landflucht) und Suburbanisierung (bzw. Stadtflucht) erläutern und beurteilen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht 2.3Entwicklung der Weltgesellschaft Globale Verteilung von Wohlstand und Armut räumliche und soziale Ungleichheiten auf regionaler bis globaler Ebene Entwicklungstheorien Entwicklungstheorien erläutern und vergleichend beurteilen. Entwicklungszusammenarbeit unterschiedliche Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit und Projektbeispiele vergleichen und bewerten. Internationale Organisationen die Rolle internationaler Organisationen im globalen Entwicklungsprozess Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht 2.4Wirtschaft und Ressourcen Räumliche Aspekte wirtschaftlicher Tätigkeiten die räumlichen Komponenten wirtschaftlicher Tätigkeiten an ausgewählten Beispielen (z.B. Landwirtschaft in Monsungebieten) illustrieren. Regionale Entwicklung und weltwirtschaftliche Beziehungen die Wirtschaftsweise einer Region oder eines Kulturraums (z.B. Südasien, Angloamerika) charakterisieren. die Aktivitäten von Ländern in globalen Märkten beschreiben und ihren Einfluss auf den Welthandel einschätzen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Wirtschaft und Recht 3.Lerngebiet: Schnittfelder von physischer Geografie und Humangeografie Kultur und Lebensraum Zusammenhänge zwischen Kultur und Nutzung des Lebensraums am Beispiel ausgewählter Regionen erläutern. Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht 4.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Analyse und Darstellung räumlicher Informationen Daten aus Karten, Texten, Abbildungen und Grafiken zur Beantwortung geografischer Fragestellungen herauslesen und interpretieren. geografische Informationen zu Karten, Texten und Grafiken verarbeiten. Querverbindungen zu anderen Fächern: Informatik 1.Lerngebiet: Humangeografie 1.1Wirtschaft und Ressourcen Ressourcen und Reserven die wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung wichtiger Ressourcen bewerten die Gewinnung, Verarbeitung, Verteilung und den Konsum ausgewählter Rohstoffe (z.B. Weizen, Fisch, Eisen) verstehen und erklären Energiewirtschaft Fragen der Gewinnung, der Verteilung, des Verbrauchs und der Entsorgung im Rahmen der Nutzung ausgewählter Energieträger (z.B. Uran, Wasser, Sonne) Umweltprobleme ökologische, ökonomische und soziale Probleme im Zusammenhang mit Ressourcen und Reserven erläutern und Lösungsmöglichkeiten einschätzen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Wirtschaft und Recht, Physik, Chemie, Biologie 1.2Siedlung und Mobilität Landschaftswandel die Strukturveränderungen der Landschaft in der Schweiz seit der Industrialisierung beschreiben, analysieren und deren Folgen beurteilen. Entwicklung der Verkehrsnetzwerke die Verkehrsentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und naher Zukunft erklären und bewerten. Nutzungskonflikte räumliche Nutzungskonflikte erkennen und Lösungsansätze aufzeigen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Wirtschaft und Recht 2.Lerngebiet: Geografische Arbeitsmethoden Erhebung, Analyse und Darstellung räumlicher Informationen Daten aus Karten, Texten, Abbildungen und Grafiken zur Beantwortung geografischer Fragestellungen herauslesen und interpretieren. geografische Informationen selber erheben und zu Karten, Texten und Grafiken verarbeiten. Forschungsmethoden den Einsatzbereich ausgewählter Forschungsmethoden beurteilen. Querverbindungen zu anderen Fächern: Informatik Geografie Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Geografie vertieft die Bildungsziele des Grundlagenfaches. Die Schüler und Schülerinnen setzen sich mit ausgewählten Themen und Fragestellungen aus den Bereichen der physischen Geografie, der Humangeografie und ihrer Schnittfelder intensiv auseinander. Sie arbeiten häufig selbstständig, werden dabei von der Lehrperson begleitet und üben dadurch akademische Arbeitsweisen und Arbeitshaltungen. Dem Bezug zu aktuellen Themen aber auch der Vermittlung methodischer Kompetenzen (z.B. in Exkursionen) soll dabei besonderes Gewicht beigemessen Das Ergänzungsfach Geografie fördert besonders wertende Ansichten systematisch begründen und kritisieren, Lösungen abwägen Analytische Fähigkeiten räumliche Informationen konkret und abstrahiert vermitteln komplexe Zusammenhänge durch Modelle darstellen theoriebezogen analysieren und argumentieren vernetzt und interdisziplinär denken, insbesondere Beziehungen zwischen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Sachverhalten erkennen Daten in vielfältigen Darstellungsformen (Text, Ton, Bild, Film) erfassen, verarbeiten und interpretieren elektronische Informationsmittel (z.B. Geoinformationssysteme, Web-Datenbanken) nutzen 1.Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur physischen Geografie Vertiefung ausgewählter Themen der physischen Geografie (z.B. Geologie und Geomorphologie der Schweiz, Meteorologie, Hydrologie, Bodenkunde) physisch-geografische Sachverhalte unter Anwendung naturwissenschaftlicher Theorien erklären. geografische Informationsmittel, wie Karten, Abbildungen, Texte, Grafiken oder Datensätze, interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln. zu physisch-geografischen Themen systematisch und zielorientiert recherchieren, Ergebnisse aufbereiten und präsentieren (z.B. auf Exkursionen). Schnittfelder zur Humangeografie (z.B. Naturgefahren, Raumplanung, Ozeane und ihre Nutzung) Verbindungen zur Humangeografie erkennen sowie gesellschaftlichen Folgen physischer Prozesse einschätzen und 2.Lerngebiet: Ausgewählte Themen mit Bezug zur Humangeografie Vertiefung ausgewählter Themen der Humangeografie (z.B. Mobilität, Tourismus, Siedlungsgeografie, Bevölkerung und Gesellschaft) humangeografische Sachverhalte unter Anwendung sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Theorien erklären. geografische Informationsmittel, wie Karten, Abbildungen, Texte, Grafiken oder Datensätze, interpretieren und Schlussfolgerungen entwickeln. zu humangeografischen Themen systematisch und zielorientiert recherchieren, Ergebnisse aufbereiten und präsentieren (z.B. auf Exkursionen). Schnittfelder zur physischen Geografie (z.B. Landschaftswandel, Ökologie, Länderkunde) Verbindungen zur physischen Geografie erkennen, sowie physische Folgen gesellschaftlicher Prozesse einschätzen Geschichte Grundlagenfach Wochenlektion 2 2 2 2 Das Grundlagenfach Geschichte fördert besonders die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten unserer Gegenwart als Folge einer geschichtlichen Entwicklung verstehen die wissenschaftliche Befragung und Deutung der Vergangenheit an Beispielen nachvollziehen und kritisch beurteilen die Wandelbarkeit historischer Begriffe erkennen und deuten Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln Differenzierungsvermögen und Respekt beweisen gegenüber anderen Kulturen ein ethisches Urteilsvermögen gegenüber allen Formen von Machtausübung entwickeln komplexe Sachverhalte mit einer fachspezifischen Terminologie beschreiben und darstellen ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sprache und Begriffe manipulativ verwendet werden können eigenständige Internetrecherchen durchführen und Informationen kritisch beurteilen multimediale Präsentationen erstellen und anwenden Bereitschaft zeigen, die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft aktiv mitzugestalten 1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien Klassifizierung von Materialien den Unterschied zwischen Quellen und Darstellungen erläutern. Analyse von Materialien die Absicht des Verfassers kritisch Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen historisch relevante Schlüsse ziehen. Umgang mit Information aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und nach Prioritäten ordnen. 2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge Schweizer Geschichte den Lebensraum der heutigen Schweiz in seiner historischen Entstehung und Entwicklung begreifen (z.B. Schweiz in vorgeschichtlicher Zeit, Mythos und Wirklichkeit). Antike die Bedeutung der Antike als Wiege der abendländischen Kultur darlegen. verschiedene Herrschaftsformen im Spannungsfeld von Macht- und Machtbegrenzung erklären und deren Bedeutung für heute erfassen. Mittelalter die Gründzüge der Epoche in ihren Besonderheiten erklären. die sozialen, wirtschaftlichen, religiösen und politischen Strukturen darlegen und diese in Bezug zu aktuellen strukturellen Entwicklungen setzen. die Begegnung, Konfrontation und das Zusammenleben von Religionen (z.B. Christentum und Islam) erfassen. Lebensformen und Wertvorstellungen des Mittelalters verstehen. Frühe Neuzeit die für die Gegenwart besonders relevanten politischen, kulturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Frühen Neuzeit darlegen (z.B. frühkapitalistische Systeme, Zerbrechen der kirchlichen Einheit, Anfänge des modernen Staates, naturwissenschaftliches Denken, neues Menschenbild). das Aufeinandertreffen europäischer und aussereuropäischer Kulturen problematisieren. 3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte Funktionsweise der Geschichtswissenschaft die grundsätzliche Funktionsweise der Geschichtswissenschaft erklären. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung aufzeigen, wie das Geschichtsbild einer Epoche deren Kultur prägt. Methodische Zugänge der den grundsätzlichen Unterschied zwischen Ereignis- und Strukturgeschichte darlegen. 1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien Klassifizierung von Materialien die Quellengattungen nennen und deren Hauptmerkmale im Hinblick auf die Quellenkritik und Quellen-interpretation Analyse von Materialien die Absicht und den Informationsstand des Verfassers von Quellen kritisch Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und unter Anleitung Bezüge zu anderen historischen Themen Umgang mit Information aus Materialien die zentralen Informationen herauslesen und deren Informationsgehalt beurteilen. 2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge Aufklärung und Bürgerliche Revolutionen die Grundlagen des Denksystems der Aufklärung erläutern. die zentralen Errungenschaften der Aufklärung darstellen und problematisieren. Begriff, Ursachen, Ablauf und Folgen bürgerlicher Revolutionen erläutern. Industrialisierung die Voraussetzungen, den Ablauf und die sozioökonomischen Auswirkungen des Übergangs zur Industriegesellschaft Kernprobleme der Sozialen Frage und deren Folgen aufzeigen. Imperialismus und Nationalstaatenbildung Ursachen, Wesen und Auswirkungen des Imperialismus sowie die Probleme des Aufeinanderprallens unterschiedlicher Kulturen diskutieren. die Ideologien, die für den Imperialismus grundlegend waren (z.B. Nationalismus, Rassismus und Liberalismus), erklären. die Entwicklung nationaler Bewegungen in Europa darlegen und deren Bedeutung für die Gegenwart abschätzen. Schweizer Geschichte und politische Bildung den Weg zur Gründung der modernen Schweiz 1848 analysieren. zentrale staatspolitische Grundbegriffe und Konzepte erklären. die zentralen Grundvoraussetzungen einer Demokratie am Beispiel der Schweiz erläutern und reflektieren. aktuelle politische Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und diese beurteilen. 3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte erläutern, wie die Quellenlage die Geschichtswissenschaft beeinflusst. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild) darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit gezielt für gesellschaftliche und politische Zwecke eingesetzt werden kann. Methodische Zugänge der die Besonderheiten der Ereignis-, Struktur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte erläutern. 1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien Klassifizierung von Materialien Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Ännäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Besonderheiten im Hinblick auf deren Interpretation Analyse von Materialien die Absicht, den Informationsstand und die Ideologie des Verfassers von Materialien kritisch hinterfragen. Interpretation von Materialien aus vorgegebenen Fragestellungen Schlüsse ziehen und selbständig Bezüge zu anderen historischen Themen Umgang mit Information selbständig Materialien finden und deren Informationsgehalt beurteilen. 2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge Erster Weltkrieg Ursachen des Ersten Weltkrieges in ihrer Komplexität erklären. Merkmale des Ersten Weltkriegs beschreiben und erläutern. Auswirkungen des Krieges auf die Menschen und auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts aufzeigen. die Kriegsergebnisse als Grundlage für die Zwischenkriegszeit erklären und in ihrer Bedeutung erläutern. Politische Entwicklungen der Unterschiedliche Gesellschaftsmodelle Zwischenkriegszeit als Ausdruck der neuen Weltordnung der Zwischenkriegszeit beschreiben und erklären (z.B. USA, Russland). Der Nationalsozialismus als Herrschafts- und Gesellschaftssystem den Begriff Faschismus erklären und die Auswirkungen dieses Phänomens Aufstieg, Machtergreifung und Funktionsweise des Nationalsozialismus erklären. die Weltwirtschaftskrise und Schwächen der Weimarer Republik als Chance für den Aufstieg des Nationalsozialismus erkennen. Der Zweite Weltkrieg als globales Ereignis die globalen Folgen machtpolitischer Expansionspolitik (z.B. Deutschland, Italien, Japan) darlegen. die Vernichtungspolitik und den Holocaust beschreiben und Ansätze zur Erklärung erläutern. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg das Verhalten der Schweiz während des Nationalsozialismus an Beispielen, wie der Wirtschafts-, Finanz- und Flüchtlingspolitik, erläutern und 3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte erläutern, wie die Quellenlage sowie die zeit- und kulturgebundenheit der Geschichtswissenschafter die Geschichtswissenschaft beeinflussen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung (Geschichtsbild) darlegen, wie die Deutung der Vergangenheit den impliziten Rahmen für politische und gesellschaftliche Prozesse bildet. Methodische Zugänge der die Besonderheiten und die Bedeutung der Geschlechter-, Umwelt- und Migrationsgeschichte erläutern. 1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien Klassifizierung von Materialien Materialien (Quellen, Darstellungen, nichtwissenschaftliche Ännäherungen an die Geschichte wie Belletristik oder Filme) einordnen und deren Einfluss auf das eigene Geschichtsbild reflektieren. Analyse von Materialien die Absicht, den Informationsstand, die Ideologie und den Bildungsstand des Verfassers von Materialien kritisch Interpretation von Materialien selbständig Fragestellungen entwickeln und Bezüge zum historischen Kontexten Umgang mit Information selbständig Materialien finden, deren Informationsgehalt beurteilen und anhand eigener Fragestellungen bearbeiten. 2.Lerngebiet: Fakten und Zusammenhänge Kalter Krieg zentrale Ereignisse, Strukturen und Ideologien des Kalten Krieges Hintergründe des Zusammenbruchs des Ostblocks aufzeigen. Aussereuropäische Regionen zentrale Elemente und Grundstrukturen der betreffenden Kultur beschreiben. Ursachen, Verlauf und Folgen der wichtigsten Entwicklungsphasen aktuelle Herausforderungen der Region analysieren und Lösungsansätze Die europäische Integration die wichtigsten Prozesse und Strukturen der europäischen Intergration darlegen. aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union beurteilen und Lösungsansätze diskutieren. die Bedeutung der Europäischen Union für Europa und insbesondere die Schweiz beurteilen. Neue Weltordnung nach 1989 die wichtigsten Strukturen, Prozesse und Akteure der Weltpolitik nach 1989 einige zentrale globale Herausforderungen analysieren, Lösungswege erarbeiten und diese mögliche Eckwerte einer zukünftigen Weltordnung diskutieren und Aktuelle Konflikte die historischen Hintergründe eines ausgewählten Konflikts darlegen. den Ablauf und die Merkmale des Konflikts erläutern. die aktuelle Situation erörtern und Chancen, Gefahren und Dilemmata Perspektiven für eine Konfliktlösung 3.Lerngebiet: Nachdenken über Geschichte erläutern, wie Quellenlage, die Zeit- und Kulturgebundenheit der Geschichtswissenschaftler sowie die beschränkte Informationsbewältigungskapazität des Menschen die Möglichkeiten und Grenzen der Geschichtswissenschaft beeinflussen. Wirkungsweisen der Vergangenheitsdeutung die Eckwerte der eigenen Deutung der Vergangenheit reflektieren. Methodische Zugänge der die Gegenwart aus vielen (z.B. ereignis- , wirtschafts-, kultur-, umwelts- oder geschlechtergeschichtlicher) Perspektiven befragen. Geschichte Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Geschichte fördert besonders wertende Aussagen differenziert diskutieren und kritisch beurteilen gegenwärtige Ereignisse, Prozesse und Strukturen als Resultat komplexer historischer Vorgänge begreifen Analytische Fähigkeit verschiedene hermeneutische Verfahren praktizieren Theorien und Modelle beurteilen und auf Einzelfälle anwenden vernetzt und interdisziplinär denken Argumentationsstrategien dekonstruieren Eine Vertrautheit mit dem wissenschaftlichen Vokabular und Diskurs entwickeln Daten und Informationen eigenständig sammeln, verarbeiten und deuten elektronische Informationsmittel nutzen Vorbereitung der Lernenden auf die Maturitätsprüfung Weitgehend selbständiges Erarbeiten eines Spezialgebietes (Portfolio, Semesterarbeit) als Vorbereitung auf die mündliche Maturitätsprüfung 1.Lerngebiet: Umgang mit Materialien Film als historische Quelle Malerei und Fotografie als historische Quellen Entstehung historischer Mythen Geschichtstheorien Der Mensch als historisches Subjekt Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte Sozial- und Alltagsgeschichte das Aussagepotential von historischen Materialien einschätzen und dieses für eine historische Analyse korrekt bearbeiten. Materialien auf eine spezifische historische oder kulturhistorische Fragestellung hin methodisch korrekt bearbeiten, analysieren und beurteilen. geschichtswissenschaftliche Debatten erkennen, inwieweit zeitgeschichtliche Ereignisse Lebensläufe von Menschen beeinflusst haben. den Entstehungsprozess der Geschichtsschreibung analysieren und das Gewicht der verschiedenen Einflüsse (politische Rahmenbedingungen, kulturelle Traditionen, wissenschaftliche Strömungen, Vorhandensein und Einsehbarkeit von Quellen) beurteilen. 2.Lerngebiet: Macht und Herrschaft Aktuelle Konflikte Globalisierung und neue Weltordnung Aktuelle Schweizer Politik und Gesellschaft Aussereuropäische Geschichte (z.B. Volksrepublik China, Indien, Lateinamerika, Afrika) Geschichte der DDR die komplexen Ursachen historischer und aktueller Entwicklungen erklären und deren Interdependenzen die Eigenheiten nationaler und ev. regionaler Entwicklungen erklären und deren Chancen, Gefahren und Dilemmata analysieren. die komplexen Folgen globaler Entwicklungen erläutern und Interdependenzen zwischen den Internationale Organisationen und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Länderbeziehungen (z.B. Deutschland- Frankreich) Aussenpolitik und humanitäre Tradition der Schweiz Protestbewegungen Der Nahostkonflikt Konflikte um Rohstoffe Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur diskutieren. die Kategorien Macht und Herrschaft als geschichtsbildende Kräfte erkennen und an Beispielen sichtbar machen. den Einfluss von Weltanschauungen, Ideen und Ideologien auf die historischen Entwicklungen beurteilen. 3.Lerngebiet: Kontinuität und Wandel Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie Längsschnitt Orient – Okzident Entkolonialisierung und Neokolonialismus Gesellschaftliche Identitäten und die Wahrnehmung des Fremden Freizeit, Bildung, Kultur und Sport Armut und Wohlstand Ernährungsgeschichte Umwelt- und Klimageschichte Gesundheit und Krankheit Gender Kräfte von Kontinuität und Wandel historischer Prozesse beschreiben und ihre Auswirkungen erklären. die Bedeutung kultureller und sozioökonomischer Prägungen im historischen Prozess darlegen und politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart auf ihre historische Entstehung untersuchen und ihre Bedeutung Kommunikationssystemen erklären. Projektentwicklung kleine Informatiklösungen planen und umsetzen. Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung 1.Lerngebiet: Modellierung und Simulation Modellierung einfache nicht-deterministische Systeme und Prozesse als Modell beschreiben und für eine entsprechende Simulation geeignete Methoden ermitteln. Simulation und Visualisierung Simulationen planen, durchführen und die Ergebnisse angemessen visualisieren. Informatik Obligatorisches Fach Wochenlektion 2 1 0 0 Allgemeine Bildungsziele Im Kern beruht die Informatik auf der Erkenntnis, dass jegliche Information in Form von digitalen Daten repräsentiert und mithilfe programmierbarer Automaten beliebig manipuliert und weiterverarbeitet werden kann. Aufgrund der Allgemeingültigkeit dieser Grundidee und der Allgegenwärtigkeit digitaler Geräte ist es nicht verwunderlich, dass die Informatik zunehmend in allen Bereichen des Lebens sowie in allen wissenschaftlichen Fachrichtungen Einzug hält. Im obligatorischen Fach Informatik wird ein grundlegendes Verständnis der automatischen Verarbeitung digitaler Information vermittelt. Dies erlaubt es, Charakteristika und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu nutzen als auch technisch und ethisch zu beurteilen. Im obligatorischen Fach Informatik kommt dem Programmieren ein zentraler Stellenwert zu. Indem die Schülerinnen und Schüler den Computer als programmierbaren Automaten kennen lernen, erlangen sie praktische Fähigkeiten in Planung und algorithmischer Problemlösung. Sie erfahren Modellierung und Simulation als wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment. Dadurch fördert der Informatikunterricht universelle Kompetenzen wie systematische Problemlösungsstrategien, strukturiertes Denken und präzises Arbeiten, lässt aber auch Raum für Kreativität und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese praktischen Erfahrungen bilden zudem die Basis für vertiefte Einblicke in die technischen Hintergründe der modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise die Repräsentation und Verwaltung digitaler Daten, den Zusammenhang zwischen Hardware und Software, die Kommunikation zwischen digitalen Geräten, die digitale Modellbildung und die Organisation und Absicherung vernetzter Systeme. Einsicht in deren Zusammenspiel bildet die Voraussetzung für deren verantwortungsvollen Einsatz. Diese Kenntnisse vermitteln einerseits die Kompetenz, existierende Softwarelösungen effektiv, aber auch kritisch zu nutzen, und ermöglichen andererseits eine fundierte Beurteilung von Chancen und Gefahren digitaler Technologien. Der Informatikunterricht leistet damit einen wichtigen Beitrag sowohl zur allgemeinen Studierfähigkeit als auch zur Gesellschaftsreife. Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders Strukturiert denken Mit unterschiedlichen Abstraktionsebenen umgehen Eigene Lösungswege formal beschreiben und kritisch analysieren Erkennen, welche Vorteile und Schwierigkeiten exaktes Arbeiten mit sich bringt Lösungen in Gruppen erarbeiten Bereit sein, Problemstellungen von verschiedenen Seiten zu betrachten und kritisch zu beurteilen Natürliche Sprache in eine formale Sprache übersetzen und umgekehrt Sachverhalte und Abläufe präzise beschreiben Verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Informatikmittel nicht nur anwenden, sondern auch verstehen wollen Informatiklösungen kritisch beurteilen und hinterfragen Ausdauer, Sorgfalt und Kreativität bei der Erarbeitung von Lösungen zeigen Teile der Wirklichkeit in einem digitalen Modell abbilden Sich mit Automatisierungsprojekten auseinandersetzen Sich in Informatikanwendungen selbständig und rasch zurechtfinden Ursachen von Problemen und Fehlern systematisch und zielgerichtet eruieren Präzisierung zu den Lerngebieten Die beträchtliche Breite des behandelten Stoffs verlangt nach einer Gewichtung der Lerngebiete. In der ersten Klasse verteilt sich die Unterrichtszeit zu rund der Hälfte auf das Lerngebiet Algorithmen und Programmieren und zu rund der Hälfte auf die Lerngebiete Information und Wissen sowie Systeme und Vernetzung. In der zweiten Klasse verteilt sich die Unterrichtszeit je zu rund einem Viertel auf die aufgeführten Lerngebiete. C. Klassen und Fachlehrpläne Die Nummerierung der Lerngebiete und Grobinhalte entspricht derjenigen des Kantonalen Lehrplanteils für das obligatorische Fach Informatik. 1.1 Algorithmen einen Algorithmus auf verschiedene Arten beschreiben, bspw. in Worten oder tabellarisch durch Nachverfolgung der Variablenwerte. einfache Algorithmen interpretieren, bspw. auch in Form eines Programms und mithilfe eines Debuggers. einfache Automatisierungsprobleme analysiseren und geeignete eigene Lösungsalgorithmen formulieren. 1.2 Datenstrukturen elementare und strukturierte Datentypen einsetzen, welche bspw. durch Bibliotheken zur Verfügung gestellt für einfache Probleme geeignete Datenstrukturen verwenden, bspw. Listen. 1.3 Programmieren die wesentlichen Strukturelemente (Sequenz, Selektion, Iteration) einer Programmiersprache einsetzen. Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren. modular programmieren. syntaktische und semantische Fehler in einem Programm erkennen und korrigieren. 2.1 Repräsentation von Information digitale und analoge Datenverarbeitung unterscheiden. Information und Daten voneinander abgrenzen. Code, Syntax, Semantik voneinander abgrenzen. verschiedene Dateiformate, bspw. Bitmap-Dateien, anhand einfacher Beispiele erklären. 2.2 Codierung Zahlen- und Zeichendarstellungen erklären und einfache Umwandlungen, bspw. zwischen Dezimal- und Binärsystem sowie zwischen Binär- und Hexadezimalsystem, durchführen. 3.1 Computersystem die Architektur eines Computers und die wichtigsten Komponenten und Schnittstellen beschreiben. das Zusammenspiel zwischen Hardware, Betriebssystem und Anwendungsprogrammen erklären. 3.2 Computernetzwerke eine einfache Netzwerkumgebung mit elementaren Diensten wie bspw. DHCP und DNS skizzieren. das Zusammenspiel von Netzwerken erklären. die Netzwerkschichten des TCP/IP-Referenzmodells die Übermittlung und Adressierung von Daten in Computernetzwerken beschreiben. 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.3 Kollaboration ausgewählte informatikgestützte Kollaborationsformen einsetzen, insbesondere die an der Kantonsschule Zofingen verwendeten. 1. Lerngebiet: Daten, Information, Wissen 2.3 Datenbanken Datenbanken als Organisationsform grosser Datenmengen verstehen. eine Datenbankabfragesprache einsetzen, um Abfragen über mehrere Tabellen zu formulieren (optional mit Aggregation). 2. Lerngebiet: Systeme, Vernetzung und Sicherheit 3.3 Verschlüsselung Verschlüsselungsprinzipien und Zertifikate erklären, bspw. bei HTTPS. die Sicherheit von ausgewählten Verschlüsselungsverfahren und Passwörtern einschätzen. Verschlüsselungsmethoden erkennen und verwenden. 3.4 Sicherheit Sicherheitsrisiken im persönlichen digitalen Umfeld erkennen und erklären. geeignete Schutzmassnahmen treffen. 3. Lerngebiet: Modellierung und Simulation 4.1 Modellierung Unterschiede und Beziehungen zwischen der Wirklichkeit und ihren Modellen erklären, insbes. bei rechnergestützten Simulationen. 4.2 Simulation einfache Simulationen durchführen und die Ergebnisse 4. Lerngebiet: Aspekte der Informationsgesellschaft 5.1 Automatisierung Grenzen, Chancen und Risiken der Automatisierung einschätzen, bspw. im Online-Banking. 5.2 Recht und Wirtschaft wichtige Datennutzungs-Rechte und deren Grenzen verstehen, Datenschutz-Rechte einfordern. grundsätzliche Urheberrechtsfragen im digitalen Raum Interessen der Gesellschaft, aber auch von kommerziellen Akteuren und von Kriminellen im Internet bewerten und darauf reagieren. 5.3 Kollaboration die Bedeutung von Metadaten in Kommunikationssystemen erklären, bspw. anhand der Randdaten von sozialen Medien. Informatik Ergänzungsfach Allgemeine Bildungsziele Die Informatik durchdringt zunehmend alle Bereiche des Lebens. Sie betrifft in der Anwendung alle wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Ergänzungsfach vermittelt die Kompetenz, Wesen und Stellenwert der Informatik zu erkennen und einzuordnen sowie die Einsatzmöglichkeiten der Informatik zu Das Ergänzungsfach Informatik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Allgemeinbildung, indem universell einsetzbare Kompetenzen zur Bewältigung von Problemen gefördert werden. Ein zentraler Problembereich betrifft das Verstehen und Beherrschen komplexer Systeme. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Informatik im gesellschaftlichen und historischen Kontext sichtbar. Das Ergänzungsfach Informatik befähigt die Lernenden zur Analyse und Modellierung von ausgewählten Problemstellungen sowie zum Entwurf von algorithmischen und praktischen Informatiklösungen. Deren Realisierung durch selbst geschriebene Programme ermöglicht eine direkte Überprüfung der Lösungsqualität. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Lösungen technisch machbar sind, sinnvoll eingesetzt werden können und welche Ressourcen dazu nötig sind. Das Ergänzungsfach Informatik vertieft Grundlagen aus dem obligatorischen Fach und vermittelt Einblicke in anspruchsvolle und nach Möglichkeit aktuelle Teilgebiete der Informatik. In einzelnen Bereichen, die sich besonders für ein projektorientiertes und vernetztes Vorgehen eignen, findet eine Vertiefung statt. Das obligatorische Fach Informatik fördert besonders Probleme analysieren, strukturieren und modellieren Zu Team- und Projektarbeit bereit sein Lösungsstrategien unter Verwendung der korrekten Fachbegriffe mündlich und schriftlich verständlich formulieren Das Internet zur gezielten Suche nach geeigneter Information zur Unterstützung bei der Realisierung von eigenen Lösungen nutzen Sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Informatik und deren Auswirkungen im Alltag auseinandersetzen Bereit sein, Informatiklösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten genau zu analysieren und zu hinterfragenInformatikmittel nicht nur anwenden, sondern auch verstehen wollen C. Klassen und Fachlehrpläne 1. Lerngebiet: Grundlagen und Konzepte Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): Theoretische Informatik Die Schülerinnen und Schüler können … aus den behandelten Themen die Bedeutung von fundamentalen Begriffen erklären (z.B. Effektivität und Effizienz, Deterministik, Protokoll, Stack und Heap, Register). aus den behandelten Themen fundamentale Konzepte beschreiben und anwenden (z.B. reguläre Ausdrücke, Automaten, Client-Server, von-Neumann-Architektur). aus den behandelten Themen einzelne Beispiele Netzwerke Logik (z.B. Boolesche Algebra, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Regelbasierte Systeme, Expertensysteme) Digitaltechnik und Rechnerstruktur 2. Lerngebiet: Information Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): Informationsrepräsentation Informationen auf verschiedene Arten darstellen (z.B. komprimiert/unkomprimiert, hierarchisch, indiziert, kodiert). für eine Problemstellung angepasste Datenmodelle entwerfen (z.B. dynamische Listen, Baumstrukturen). die Qualität eines Datenmodells hinsichtlich Vollständigkeit, Effizienz und Erweiterbarkeit beurteilen. Methoden zur Erhöhung der Datensicherheit erklären (z.B. Redundanz, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur). Datenstrukturen Datenbanken Datensicherheit 3. Lerngebiet: Automation Teilgebiete zur Auswahl (es ist mindestens eines auszuwählen): Algorithmen aus ausgewählten Bereichen (z.B. Graphentheorie, Kryptologie, Komprimierung, Betriebssysteme, Kommunikation) Probleme strukturieren und sinnvolle Lösungswege gegebene Algorithmen bezüglich Effizienz, Korrektheit und Sonderfällen analysieren. die Funktionsweise eines Algorithmus erklären und ihn Programmieren, exemplarische Implementierung von Algorithmen Programmierkonzepte beschreiben und anwenden (z.B. Rekursion, Objektorientierung, Modularisierung). exemplarische Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren (z.B. Sortieren, Suchen). Projektentwicklung Informatiklösungen planen und umsetzen. Instrumentalunterricht und Sologesang Grundlagenfach Wochenlektion 0.5 0.5 0.5 0 Das Grundlagenfach Instrumentalunterricht fördert besonders über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen sich in eine Gruppe gleichberechtigter Personen einordnen in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben die emotionale Ausdrucksfähigkeit sowie die kreative und intellektuelle Neugier die eigene Körperhaltung und Atmung bewusst wahrnehmen und kontrollieren die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen entwickeln sich in reflektierter Form über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken einen Text detailgenau lesen, verstehen und praktisch umsetzen Lernprozesse selbstständig steuern Mnemotechnische Kompetenzen entwickeln Der Instrumental- und Sologesangunterricht ist ergebnis- und prozessorientiert. Die Leistungsbewertung soll beide Aspekte angemessen berücksichtigen. Die Leistungsbewertung ist im instrumentalen Bereich (Lerngebiete 1 und 2) individualnormbasiert (Beurteilung des individuellen Lernfortschritts), da das Eintrittsniveau aufgrund unterschiedlich langer Vorbildung stark differiert. Der Instrumentalunterricht erlaubt die Bewertung auf mehreren Ebenen: kleine Schritte (Aufgabenerfüllung von Woche zu Woche), länger dauernde Prozesse (Erarbeitung eines Musikstücks, der Körper- und Instrumentenhaltung, der Spieltechnik, Entwicklung des musikalischen Ausdrucks und Stilbewusstseins etc.). Vorspiele im Schulrahmen können in die Bewertung einfliessen. Die Lerngebiete 3 und 4 ergänzen die entsprechenden Lerngebiete im Fach Musik und werden nur im Ausnahmefall für die Leistungsbewertung im Instrumentalunterricht beigezogen. Organisationsformen des Instrumentalunterrichtes Der Instrumentalunterricht wird in der Regel im Einzelunterricht abgehalten. Lerninhalte, die von allen Lernenden eines Instrumentes oder einer Instrumentengruppe gleichermassen zu erarbeiten sind, können im Gruppenunterricht vermittelt werden. Für das Zusammenspiel werden Gruppen mit zwei oder mehr Studierenden gebildet. Alle Studierenden machen in der Regel bis zum Ende der 2. Klasse erste Zusammenspielerfahrungen im Umfang eines Unterrichtsquartals. Der Instrumentalunterricht ermöglicht Querverbindungen zu den meisten anderen Schulfächern. Besonders zu erwähnen sind Fächer wie Bildende Kunst, Literatur und Sprache, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport, Philosophie und Religion. Die Lernenden erhalten Anregungen, welche Themen und methodologischen Zugänge für eine Maturitätsarbeit im Bereich der Musik geeignet sind. 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik verfügen über eine entwicklungsfähige instrumentaltechnische Basis. Allfällige Entwicklungshindernisse (Fehlhaltungen etc.) sind soweit möglich ausgeräumt. Erarbeitungs- und Übtechniken können verschiedene Üb- und Erarbeitungstechniken beschreiben und im Übprozess anwenden Körper und Atmung sind sich der Bedeutung von Körperhaltung und Atmung bewusst. können mit ihrem Instrument bzw. ihrer Stimme physiologisch angemessen setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst zugunsten der musikalischen Aussage ein. Textumsetzung sind in der Lage, einen ihrem instrumentaltechnischen Stand entsprechenden Notentext zu lesen, zu verstehen und auf dem Instrument wiederzugeben. Interpretation und Ausdruck bemühen sich stilistische Einsichten bei der Erarbeitung neuer Werke einfliessen zu lassen. bemühen sich beim Spielen der geübten Werke um einen persönlichen musikalischen Ausdruck. sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren. sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Selbstwahrnehmung können ihre Leistung beschreiben und können über ihren aktuellen technischen Stand und die anvisierten Lernziele 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musikstücken aus zurückblicken. Zusammenspielen ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit ihrer Lehrperson zusammenspielen. Vorspielen Musikstücke in einem schulinternen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen. Improvisation bekannte einfache Melodien aus dem Stegreif spielen und/oder einfache Improvisationsaufgaben lösen. einfache Liedbegleitungen realisieren (nur Harmonieinstrumente). 3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Melodik Intervalle auf dem Instrument spielen / singen. Rhythmik einfache rhythmische Muster mit Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und instrumental realisieren. Klang Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument ansatzweise 4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte können die von ihnen erarbeiteten Werke nach Stilen und Epochen Instrumentenpflege ihr Instrument stimmen und sachgerecht pflegen. 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik weisen sich gegenüber dem Beginn der 1. Klasse über einen instrumentaltechnischen Fortschritt von mindestens einer Kompetenzstufe aus. Textumsetzung Interpretation und Ausdruck Die fachlichen Kompetenzen, die in der Auseinandersetzung mit diesen Grobinhalten angestrebt werden, sind über 3 Jahre dieselben. Das Anspruchsniveau hängt wesentlich vom individuellen Stand beim Eintritt in die 1. Klasse ab. (siehe 1. Klasse „1. Lerngebiet: Instrumentalspiel“) 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Werken aus zurückblicken. Repertoireaufbau und -pflege ein aktives Repertoire von mindestens zwei früher erarbeiteten Musikstücken Zusammenspielen ihrem instrumentalen Stand entsprechende Musikstücke mit anderen Schülerinnen und Schülern zusammen spielen. Vorspielen Musikstücke in einem schulinternen Rahmen (z.B. Klassenstunde) vortragen. Prima Vista-Spiel Musikstücke auf einem für sie einfachen Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. Improvisation einfache Improvisationsaufgaben Auswendigspiel kurze Musikstücke im Unterricht auswendig vortragen. 3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Melodik und Harmonik Dur-, Moll-, pentatonische, chromatische und Ganztonleitern so weit möglich auf dem Instrument Dreiklänge in Dur und Moll erkennen und auf dem Instrument realisieren. Rhythmik komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren. Klang Klangfarben wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument erkennbar 4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte verschiedene Gattungen und Hauptwerke aus dem Repertoire ihres Intrumentes benennen. Instrumentenkunde und -geschichte die geläufigsten instrumentenspezifischen Vortragsbezeichnungen und Fachtermini verstehen und korrekt die Entstehung und Weiterentwicklung ihres Instruments in den wesentlichen Grundzügen erklären. die einzelnen Teile ihres Instruments benennen und ihre Funktion erklären. über die Funktionsweise und die wichtigsten physikalischen Grundlagen der Klangerzeugung ihres Instruments in Bezug auf ihr eigenes Instrument über mathematische Grundlagen der Musik (z.B. Intervallverhältnisse, Stimmungssysteme, Flageolett etc.) 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (mindestens zwei Kompetenzstufen über dem individuellen Stand zu Beginn der 1. Klasse). Die fachlichen Kompetenzen, die in der Auseinandersetzung mit diesen Grobinhalten angestrebt werden, sind über 3 Jahre Textumsetzung Interpretation und Ausdruck dieselben. Das Anspruchsniveau hängt wesentlich vom individuellen Stand beim Eintritt in die 1. Klasse ab. (siehe 1. Klasse „1. Lerngebiet: Instrumentalspiel“). Selbständigkeit sind fähig, ein für sie mittelschweres Werk selbständig einzustudieren. Zukunftsperspektiven können über ihre Stärken und Schwächen sowie über ihre weiteren Möglichkeiten (Unterricht, Ensembles etc.) nach Beendigung des Grundlagenfachs 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen für das jeweilige Instrument relevanten Epochen und Stilbereichen zurückblicken. Repertoireaufbau und -pflege ein aktives Repertoire von mindestens drei früher erarbeiteten Musikstücken aus Vorspielen können Musikstücke in einem passenden Rahmen vortragen. Prima Vista-Spiel Musikstücke auf einem für sie einfacheren Niveau ab Blatt spielen bzw. singen. Improvisation mit verschiedenen Improvisationsansätzen umgehen. Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge erkennen und instrumental realisieren. Rhythmik komplexere rhythmische Muster mit allen Notenwerten, Pausen, Triolen, Punktierungen und Synkopen klatschend, sprechend und auf ihrem Instrument realisieren. Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte sich über die Kenntnis einiger bedeutender Werke für ihr Instrument und über ein historisches Umfeldwissen zu diesen Werken sowie zu den von ihnen selbst erarbeiteten Kompositionen ausweisen. Interdisziplinäre Anknüpfung zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik Instrumentalunterricht und Sologesang Schwerpunktfach Wochenlektion 0 0 1 1 über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen sich in einer Gruppe gleichberechtigter Personen einbringen in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachspezifischen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln länger dauernde Lernprozesse selbstständig steuern mnemotechnische Kompetenzen entwickeln Erarbeitetes vor Publikum vortragen die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert umgehen über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3). Übtechniken verfügen über verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. Interpretation und Ausdruck sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren. sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad selbstständig erarbeiten. Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen beschreiben und einordnen. 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus möglichst vielen Epochen und Stilbereichen zurückblicken. Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilbereichen vorweisen. Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen die von ihnen erarbeiteten Werke im Rahmen eines öffentlichen Auftrittes erfolgreich zur Aufführung bringen. Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie einfacheren Anforderungsniveau vom Blatt vortragen. Improvisation verschiedene Improvisationsansätze benennen und praktizieren. Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig 3.Lerngebiet: Instrumentenspezifische theoretische Grundlagen Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen singend und instrumental harmonische Funktionen und Spannungsverläufe bewusst wahrnehmen und beim Interpretieren von Musik einbeziehen. Rhythmik komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4.Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten sowie der für ihr Instrument wichtigsten Komponisten charakteristische Werke aus dem Repertoire ihres Instruments hinsichtlich Stil und Epoche nach Gehör einordnen. die für das Repertoire ihres Instruments wichtigsten musikalischen Gattungen Grundlagen der Klangerzeugung sich über differenzierte Kenntnisse der Klangerzeugung auf ihrem Instrument 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 4). Übtechniken verfügen über ein erweitertes Repertoire an Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung kompetent zugunsten der musikalischen Aussage ein. Interpretation und Ausdruck sind fähig, für ein zu erarbeitendes Stück interpretatorische Ideen zu formulieren sind fähig, einen musikalischen Text. stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad selbstständig erarbeiten. Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen beschreiben und einordnen. 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Erarbeitung von Musik aus den für das Instrument wichtigen Epochen und Stilbereichen zurückblicken. Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilbereichen vorweisen. Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen die erarbeiteten Werke im Rahmen eines öffentlichen Auftrittes erfolgreich zur Aufführung bringen. Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie einfacheren Anforderungsniveau vom Blatt vortragen. Improvisation verschiedene Improvisationsansätze benennen und praktizieren. Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig Zukunftsperspektiven über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium etc.) nach der Matura Auskunft geben. 3. Lerngebiet: Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen Harmonik die harmonischen Hauptstufen sowie ausgewählte Nebenstufen (z.B. Zwischendominante, neapolitanischer Sextakkord, Trugschluss) erkennen. harmonische Funktionen und Spannungsverläufe bewusst wahrnehmen und beim Interpretieren von Musik einbeziehen. Rhythmik komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte charakteristische Werke aus dem Repertoire ihres Instruments hinsichtlich Stil und Epoche nach Gehör einordnen. die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen und deren Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen. Interdisziplinäre Anknüpfung zentrale Tatbestände der politischen Geschichte sowie einige Werke der Bildenden Kunst und der Literatur aus der Zeit der von ihnen erarbeiteten Musik Instrumentalunterricht und Sologesang Ergänzungsfach Wochenlektion 0 0 0 1 über eine ganzheitliche Wahrnehmung und ein integrierendes Verständnis von intellektuellen Inhalten, emotionaler Erfahrung und praktischer Tätigkeit verfügen mit anderen Menschen ein gemeinsames Projekt erarbeiten und zu einem erfolgreichen Ende führen sich in einer Gruppe gleichberechtigter Personen einbringen in einer hierarchisch organisierten Gruppe eine definierte Funktion ausüben sich in reflektierter Form und unter korrekter Verwendung einer fachspezifischen Begrifflichkeit über sinnliche und emotionale Inhalte ausdrücken die objektivierende Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein stärken die emotionale Ausdrucksfähigkeit weiter entwickeln einen kompetenten Umgang mit Körperhaltung und Atmung entwickeln Lernprozesse selbstständig steuern mnemotechnische Kompetenzen entwickeln Erarbeitetes vor Publikum vortragen die eigene Leistung beurteilen und mit Erfolg und Misserfolg umgehen mit technischen Mittlern und elektronischen Medien kompetent und reflektiert umgehen über fortgeschrittene Recherchekompetenzen verfügen 1.Lerngebiet: Instrumentalspiel Instrumentaltechnik verfügen über eine fortgeschrittene Instrumentaltechnik (Kompetenzstufe 3). Übtechniken verfügen über verschiedene Erarbeitungs- und Übtechniken. Körper und Atmung setzen ihren Körper und ihre Atmung bewusst und physiologisch angemessen zugunsten der musikalischen Aussage ein. Interpretation und Ausdruck sind fähig, einen musikalischen Text stilbewusst umzusetzen und die von ihnen gespielte Musik mit persönlichem Ausdruck und Engagement vorzutragen. Selbständigkeit können ihnen unbekannte Musikstücke von angemessenem Schwierigkeitsgrad selbstständig erarbeiten. Selbstwahrnehmung können ihre eigene Leistung angemessen beschreiben und einordnen. 2.Lerngebiet: Musizierpraxis Stilistische Vielfalt auf die Vertiefung in zwei ausgewählten Epochen und Stilbereichen zurückblicken. Repertoireaufbau und- pflege ein aktives Repertoire von mindestens drei Musikstücken aus unterschiedlichen Stilbereichen vorweisen. Zusammenspielen sich über eine Zusammenspielkompetenz in Chor/Orchester/Big Band oder einer Kammermusikformation ausweisen. Vorspielen die erarbeiteten Werke erfolgreich zur Aufführung bringen. Prima Vista-Spiel Musikstücke von einem für sie einfacheren Anforderungsniveau vom Blatt spielen. Improvisation verschiedene Improvisationsansätze benennen und praktizieren. Auswendigspiel ein Werk ihres Repertoires auswendig Zukunftsperspektiven über ihren aktuellen technischen Stand, ihre Stärken und Schwächen sowie ihre instrumentalen Entwicklungsperspektiven (Ensembles, Fortsetzung des Unterrichts, Musikstudium etc.) nach der Matura Auskunft geben. 4. Lerngebiet: Instrumentenspezifisch vertiefte theoretische Grundlagen Harmonik Drei- und ausgewählte Vierklänge und ihre Umkehrungen lesend und hörend erkennen, singend und instrumental harmonische Funktionen und Spannungsverläufe bewusst wahrnehmen und beim Interpretieren von Musik einbeziehen. Rhythmik komplexere rhythmische Muster erkennen und umsetzen. Klang Klangfarben differenziert wahrnehmen, beschreiben und auf ihrem Instrument klar erkennbar umsetzen. 5. Lerngebiet: Instrumentenspezifische Kenntnisse Musikgeschichte die wichtigsten biografischen Daten und einige Hauptwerke der von ihnen gespielten Komponisten benennen (Vertiefung in zwei selbstgewählten Gebieten). die für ihr Instrument zentralen Stile und Epochen und deren Hauptcharakteristika benennen und die bedeutendsten Komponisten der richtigen Epoche zuordnen (Vertiefung in zwei selbst gewählten Gebieten). Italienisch Grundlagenfach Die Wochenlektionen entsprechen in der 1. und 2. Klasse dem Kurs „Freifach Italienisch“. Das Grundlagenfach Italienisch fördert besonders Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen das eigene Lernen planen Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein die allgemeine Sprachkompetenz erweitern und verfeinern das vergleichende Sprachdenken vertiefen Verständnis für vernetztes sprachlogisches Denken gewinnen Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: Wörterbücher, Datenbanken und Lexika Gewinn bringend nutzen mit Quellen korrekt umgehen Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen den bewussten und kritischen Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien verfeinern Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen 1.Lerngebiet: Sprache und Sprechreflexion Elementare morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln Vergleichende Sprachanalyse ausgewählte Bereiche des grammatikalischen Basiswissens anwenden. relevante Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mutter-, Ziel- und weiteren Fremdsprachen erkennen. Grundwortschatz Alltagssituationen mit Hilfe eines ausgewählten und begrenzten Vokabulars problemlos meistern. ihren Grundwortschatz zu ausgewählten Wortfeldern wie Alltag, Beruf, Freizeit, Reisen etc. in selbständiger Arbeit festigen und Kommunikative Normen Übersetzen Die grundlegenden Regeln des sprachlichen Austausches (Anreden, Begrüssen, Duzen und Siezen usw.) in Alltagssituationen adäquat Einfache Sätze aus ihrer Muttersprache ins Italienische übersetzen. Hören einfache Anweisungen und Erklärungen verstehen sowie Alltagsgesprächen folgen. einfache Hörtexte (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt sich kurz vorstellen und einfache Alltagsgespräche führen. Personen und Situationen in einfachen Worten angemessen beschreiben. die italienischen Ausspracheregeln in der mündlichen Kommunikation korrekt umsetzen. einfache Texte (z.B. Dialoge, landeskundliche Texte, ausgewählte Canzoni) lesen und komplexeren, didaktisch unaufbereiteten Texten wichtige Informationen entnehmen. Schreiben kurze Texte verfassen (z.B. Postkarten und Dialoge). einfache zeitgenössische Texte literarischer und nicht literarischer Natur (im Lehrmittel und aus dem Alltag) verstehen und deren Inhalt wiedergeben; s. auch 2. Lerngebiet, Lesen. sich elementare geographische Kenntnisse der Südschweiz und Italiens (Regionen, Provinzen, Städte, Flüsse usw.) nutzbar machen. ein persönliches Interesse für unterschiedliche Aspekte der italienischsprachigen Welt (Musik, Kunst, Architektur, Geographie, Land und Leute usw.) entwickeln. den Inhalt sinnvoll ausgewählter, Canzoni und Filmsequenzen im Grossen und Ganzen Weiterführende morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln anspruchsvollere grammatikalische Kenntnisse Grund- und Aufbauwortschatz einfache Regeln der Wortbildung in die Praxis abstrakte Zusammenhänge vereinfachend in eigene Worte fassen. erste idiomatische Redewendungen verwenden. Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln Wortfeldarbeit Übersetzen Wörterbücher (auch elektronische) kompetent semantische Strategien (Synonyme, Antonyme, Wortfamilien usw.) zur Festigung und Erweiterung ihres Wortschatzes entwickeln und bei der Übersetzung italienischer Sätze in die Muttersprache grundlegende Regeln anwenden (Wortstellung, Angleichungen, usw.). stufengerechte Dialoge und Originalaussagen oder ausgewählte Canzoni bzw. Filme im Wesentlichen verstehen. zunehmend zusammenhängend sprechen, sich spontan unterhalten, sich vorstellen, über Hobbies, Interessen und Erfahrungen sprechen, kurze Geschichten erzählen. Kurze (vorbereitete) Vorträge/Referate zu verschiedenen Themen, u.a. zu wichtigen Namen und Begriffen der italienischsprachigen Welt (Politik, Mode, Gesellschaft, Kunst, Film, Wirtschaft usw.) halten. den Inhalt von geeigneten Büchern und Filmen zusammenfassend wiedergeben und ihre Meinung dazu äussern. Stellung nehmen zu verschiedenen Aspekten dieser Texte und ihre Meinung dazu äussern (Personenbeziehungen, kausale Zusammenhänge). vereinfachte oder einfache Texte (wie Kurzgeschichten, Romane, Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften) verstehen. Briefe und E-Mails (Privat-korrespondenz) verfassen sowie erste längere Texte (Zusammenfassungen und Stellungnahmen) zu vertrauten Themen. Gegenwartsliteratur literarische Grundbegriffe (Textgattungen, Erzählperspektive usw.) benennen und erste wichtige Namen der italienischsprachigen Literatur entdecken. gesellschaftliche und kulturelle Themen der Südschweiz und Italiens besprechen und dazu ihre Meinung äussern. zu ausgewählten Werken der italienischen Musik und des italienischen Filmes einen persönlichen Bezug herstellen. Komplexere morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln Übersicht über die Grundgrammatik vertiefte grammatikalische Kenntnisse alle wichtigen grammatikalischen Strukturen mündlich und schriftlich umsetzen. Aufbauwortschatz nebst ihrem Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz zu ausgewählten Bereichen für die selbständige Differenzierung des Wortschatzes Verantwortung übernehmen. Verwendung von Hilfsmitteln verschiedene Sprachebenen identifizieren. typische Abweichungen von der Standardsprache erkennen. sich notwendige Informationen aus verschiedenen Quellen beschaffen, z.B. aus dem einsprachigen Wörterbuch. den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachlichen im Wesentlichen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) oder Spielfilme sinngemäss verstehen (Globalverständnis). Sprechen in Diskussionen ihre Meinung äussern. sich in Vorträgen zu literarischen und nicht literarischen Texten sowie zu anderen Themen zunehmend frei äussern. Texte verschiedener Gattungen aus Literatur und Journalismus lesen und verstehen sich selbstständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen. Schreiben Briefe, Buchbesprechungen, Stellungnahmen und kürzere Aufsätze verfassen. Methoden der Literaturanalyse und –interpretation einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu sich selbständig mit einem literarischen Werk einige wichtige Autorinnen und Autoren resp. Werke des 20. und 21. Jahrhunderts benennen und verstehen. ausgewählte Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens erklären. sich zu relevanten Themen der italienischen Vergangenheit und Landeskunde äussern und diese in Relation zur eigenen Lebenswelt sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu Stellung 4.Klasse Komplexe morphologische und selbständig die Regeln der italienischen Sprache repetieren und vertiefend anwenden, auch im Hinblick auf die Maturaprüfungen. Erweiterter Wortschatz ihren Wortschatz selbständig festigen und vertiefen, auch im Hinblick auf die Maturaprüfungen. Rhetorik Verwendung von Hilfsmitteln unterschiedliche Sprachebenen identifizieren. Fehler in ihren Sprachstrukturen erkennen und Gebräuchliche rhetorische Abweichungen von der Standardsprache erkennen. mit Quellen wie dem einsprachigen Wörterbuch routiniert und gewinnbringend umgehen. authentischen, auch relativ schnell gesprochenen Redebeiträgen weitgehend mühelos folgen. regional oder dialektal gefärbtes Italienisch von der Standardsprache unterscheiden. an einem Gespräch unter Italienischsprachigen teilnehmen, ihre Meinung und Gefühle spontan und fliessend sich mittels individueller Lektüren selbstständig auf die Maturaprüfungen vorbereiten. ausgewählte Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) lesen und zusammenfassen. Schreiben Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfassen. Methoden der Literaturanalyse und –interpretation ausgewählte Ansätze der Textinterpretation wesentliche stilistische und rhetorische Mittel identifizieren. anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus Epochen vor dem 20. Jahrhundert erkennen und analysieren. die Bedeutung des Mittelalters für die Entwicklung der italienischen Kultur ausgewählte Aspekte der italienischsprachigen Welt kontextualisieren und erörtern, z.B. im Bereich Kunst, Architektur, Film, Musik. Italienisch Schwerpunktfach Wochenlektionen - - 6 6 Das Schwerpunktfach Italienisch fördert besonders Einsicht in die Sprache als Medium von Identität, Interessen und Normen gewinnen das Sprachbewusstsein entwickeln und es laufend schärfen die eigene Fremdsprachenkompetenz reflektieren und einschätzen das eigene Lernen planen Einsicht in die Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel sozialen Handelns im Verbund mit nichtsprachlichen Mitteln erlangen gegenüber anderen Sprachen und Kulturen offen sein zur Zusammenarbeit im Team und zur Übernahme von Verantwortung im Unterricht bereit sein die allgemeine Sprachkompetenz kontinuierlich erweitern und verfeinern das vergleichende Sprachdenken vertiefen ein differenziertes Sprachbewusstsein entwickeln Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: Wörterbücher, Datenbanken und Lexika Gewinn bringend nutzen mit Quellen korrekt umgehen Recherchen und Texterfassung mittels Computer durchführen den bewussten und kritischen Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien verfeinern Kreativität und intellektuelle Neugier besonders im Hinblick auf Literatur und Kultur sowie gesellschaftliche und politische Entwicklungen und Zusammenhänge einbringen ein ausgeprägtes Interesse für den Austausch mittels einer Fremdsprache entwickeln Komplexe morphologische und vertiefte grammatikalische Kenntnisse sich verwandte Strukturen aus anderen Sprachen differenziert nutzbar machen. Erweiterter Aufbauwortschatz nebst Grundwortschatz einen erweiterten Wortschatz (zu Themen aus Literatur und Kunstgeschichte) anwenden und diesen selbständig ausbauen. Verwendung von Hilfsmitteln Übersetzen verschiedene Sprachebenen unterscheiden. gewisse Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. einfache soziolinguistische Probleme erkennen (optional). sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen. ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens (optional). ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens. Hören den Gesprächen und Gedankengängen von Muttersprachigen folgen, Originalbeiträge (wie Radio- oder Fernsehnachrichten) verstehen (Spielfilme: Globalverständnis). einem angeregten Gespräch unter Muttersprachigen folgen und daran teilnehmen. in Diskussionen klar und nuanciert ihre Meinung äussern. sich in Vorträgen zu literarischen und nichtliterarischen Werken sowie zu anderen Themen klar äussern. Texte aus verschiedenen Textgattungen (Novelle, Kurzgeschichte, Roman, Theaterstücke, Lyrik, Opernlibretti) lesen und verstehen. sich selbstständig mit ersten individuellen Lektüren auseinandersetzen (Vorbereitung auf die Maturitätsprüfungen). Schreiben Briefe, Film- und Buchbesprechungen, Aufsätze und Essays verfassen. Methoden der Literaturanalyse und – einen angemessenen Fachwortschatz einsetzen, um literarische Werke zu sich selbständig mit einem literarischen Werk beschäftigen. durch exemplarische Lesetexte typische Themen aus dem 20./21. Jahrhundert wichtige Momente der Geschichte der Südschweiz und Italiens (Staatsgründung, Nord-Süd-Problematik, Mafia usw.) erklären und gewichten. sich die Bedeutung der italienischen Einwanderung und deren Auswirkungen auf die Schweizer Gesellschaft bewusst machen (optional). sich zum Inhalt von Zeitungsartikeln, Canzoni, Filmen etc. äussern und dazu kritisch und differenziert Stellung nehmen. 4.Klasse Morphologische und syntaktische Strukturen und Regeln für fortgeschrittene Lernende selbständig das Regelwerk der italienischen Sprache repetieren, auch im Hinblick auf die Maturaprüfungen. Wortschatz auf Stufe fortgeschrittene Lernende ihren Wortschatz selbständig vertiefen und erweitern, auch im Hinblick auf die Maturaprüfungen (und evtl. auf Sprachdiplome wie PLIDA, CELI). Verwendung von Hilfsmitteln Übersetzen bewusst verschiedene Sprachebenen wichtige Abweichungen von der Standardsprache erkennen und einordnen. soziolinguistische Probleme erkennen und bewerten (optional). sich notwendige Informationen aus verschiedensten Quellen beschaffen. ausgewählte Textpassagen in die Muttersprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens (optional). ausgewählte Textpassagen in die Zielsprache übersetzen, auch als Repetition und Festigung bereits vorhandenen Wissens. authentischen und komplexeren Redebeiträgen mühelos folgen. Besonderheiten eines regional oder dialektal gefärbten Italienisch erkennen. aktiv an einem Gespräch unter Italienischsprachigen teilnehmen, Meinungen und Gefühle recht flüssig und grammatikalisch weitgehend korrekt sich zu anspruchsvollen Themen weitgehend fehlerfrei und kompetent sich mittels individueller Lektüren selbstständig auf die Maturaprüfungen vorbereiten. auch Texte früherer Epochen (mit Hilfsmitteln) selbständig lesen, zusammenfassen und analysieren. Aufsätze, Erörterungen, Kommentare, Stellungnahmen, Briefe verfassen, auch als Vorbereitung für die schriftlichen Maturaprüfungen. Methoden der Literaturanalyse und – verschiedene Ansätze der Textinterpretation anwenden. stilistische und rhetorische Mittel Sekundärliteratur für ihre Interpretation bewusst und kritisch einsetzen. ausgewählte Textpassagen aus Prosa und Theatertexten szenisch umsetzen Literaturgeschichte anhand von charakteristischen Themen und Ausdrucksmitteln Texte aus diversen Epochen und literarischen Strömungen (z.B. Trecento, Sette- e Ottocento: Dante, Petrarca, Boccaccio; Goldoni, Manzoni, Verga usw.) erkennen, einordnen und verschiedenste Aspekte der italienischsprachigen Welt kompetent kontextualisieren und erörten: Kunst, Architektur, Film, Musik. Studienreisen (Spezialschulwochen u.ä.) weitgehend selbständig organisieren anlässlich von Studienreisen kompetent durch Ausstellungen o.ä. führen Latein Schwerpunktfach Wochenlektion 0 0 6 6 Das Schwerpunktfach Latein fördert besonders Strategien zum Erschliessen und Interpretieren von Texten Fähigkeit, sprachliche und literarische Phänomene zu reflektieren Bewusstsein für Geschichtlichkeit von Literatur Bewusstsein für die Geschichtlichkeit von Sprachen Fähigkeit, sich in der Zielsprache Deutsch treffend auszudrücken verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Fähigkeit, Wörterbücher sinnvoll zu nutzen Fähigkeit zum kritischen Umgang mit verschiedenartigen Quellen Interesse an der europäischen Kulturgeschichte und an Grundfragen des Menschseins Sinn für Ästhetik von Sprache und Literatur 1.Lerngebiet: Sprach- und Textarbeit Wortschatz und Wortbildung von einem definierten Wortschatz die deutschen Bedeutungen nennen. Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von Metonymie und Metapher erweitern. Ableitungen mit gängigen Prä- und Suffixen durchführen. Grammatik in einem Text die grammatikalischen Phänomene (Formenlehre und insbesondere Syntax) benennen und daraus Erkenntnisse für eine geeignete Übersetzung ableiten. Übersetzungstechnik einen Text sprachlich formal und syntaktisch analysieren und mit Worthilfen, grammatikalischen und inhaltlichen Hinweisen selbständig übersetzen. Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen. durch effizienten Gebrauch eines Latein- Deutsch-Wörterbuches die jeweils passende Bedeutung eines Begriffes deutsch inhaltlich präzise und adäquate Formulierungen finden. Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch erkennen und die daraus resultierenden Konsequenzen für eine Übersetzung Textverständnis mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden Kommentaren Aussage und Absicht eines Textes verstehen und diskutieren. ein ganzes Werk oder (grössere) Teile durch kombinierte Lektüre von Übersetzungen und ausgewählten Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen. Phänomene der Intertextualität beschreiben und so gewonnene Erkenntnisse für die Interpretation fruchtbar machen. sich kritisch mit vorgegebener Sekundärliteratur zu einem Text auseinandersetzen und sie zu einem vertieften Verständnis nutzen. Metrik und Stilistik die wichtigsten Versformen erkennen, skandieren und lesen. die Wortwahl sowie metrische und stilistische Formen eines Textes nutzen für Rückschlüsse auf Inhalt und Aussage. die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch hinterfragen. Literarische Gattungen Texte den verschiedenen literarischen Gattungen (z. Bsp. Brief, Rede, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der Textmerkmale zuordnen und in einen gattungsspezifischen Zusammenhang Parallelen und autorenspezifische Abweichungen gegenüber den Grundmerkmalen einer Gattung beschreiben und daraus Vermutungen zur Intention des Werks ableiten. 2.Lerngebiet: Thematische Arbeit Historischer und soziopolitischer Kontext die Wechselwirkungen zwischen Politik und Gesellschaft und die Auswirkungen verschiedener Herrschaftsstrukturen auf die Lebensgestaltung beschreiben. wichtige geschichtliche Ereignisse in Bezug setzen zu ihrer literarischen Verarbeitung und zum daraus abzuleitenden Selbstverständnis der Römer. Gesellschaft und Alltag Merkmale des Alltags von Menschen aus verschiedenen Zeiten und sozialen Schichten beschreiben, ihre Bedürfnisse und Probleme aufzeigen und zum zeitgeschichtlichen Kontext in Bezug Wert- und Weltvorstellungen Grundwerte und sich verändernde Werte für menschliches Handeln unterscheiden und die mit jeder Handlung getroffenen Entscheidungen für oder gegen Werte analysieren, diskutieren und beurteilen. verschiedene Wertsysteme und -vorstellungen beschreiben, zueinander und zu den eigenen Werten in Bezug setzen und ihre Gültigkeit sowohl in ihrer Zeit als auch bezüglich der Nachwelt reflektieren. Philosophie die griechischen und römischen philosophischen Ausprägungen, deren Vertreter und gegenseitige Beeinflussung beschreiben. Grundfragen der antiken Philosophie im Verlauf der Geschichte verfolgen und in Bezug setzen zu philosophischen Sichtweisen der Gegenwart. Mythologie die Funktion und Bedeutung von Mythen und mythischen Weltvorstellungen für die Menschen an Beispielen erklären. Rezeption antiker Texte und Motive die Wiederaufnahme und Veränderung berühmter Motive in verschiedenen Medien (Text, Malerei, Bildhauerei, Theater, Film, Musik) wiedererkennen, die Varianten mit der jeweiligen Epoche in Verbindung bringen und die Motiventwicklung beschreiben. die allgemeingültigen und zeitunabhängigen Elemente eines Motivs herausarbeiten. Griechische und römische Kunstgeschichte die Entwicklung der griechischen und römischen Kunst und ihre Wiederaufnahme in späteren Zeiten 1.Lerngebiet: Sprach- und Textarbeit Wortschatz und Wortbildung von einem definierten Wortschatz die deutschen Bedeutungen nennen. Bedeutungen von Wörtern mit Hilfe von Metonymie und Metapher erweitern. Ableitungen mit gängigen Prä- und Suffixen durchführen. Grammatik in einem Text die grammatikalischen Phänomene (Formenlehre und insbesondere Syntax) benennen und daraus Erkenntnisse für eine geeignete Übersetzung ableiten. Übersetzungstechnik einen Text sprachlich formal und syntaktisch analysieren und mit Worthilfen, grammatikalischen und inhaltlichen Hinweisen selbständig übersetzen. Hilfsmittel wie Wörterbuch und Grammatik sinnvoll und gezielt einsetzen. durch effizienten Gebrauch eines Latein- Deutsch-Wörterbuches die jeweils passende Bedeutung eines Begriffes deutsch inhaltlich präzise und adäquate Formulierungen finden. Unterschiede in den Formulierungsmöglichkeiten von Latein und Deutsch erkennen und die daraus resultierenden Konsequenzen für eine Übersetzung Textverständnis mit und ohne Zuhilfenahme von erläuternden Kommentaren Aussage und Absicht eines Textes verstehen und diskutieren. ein ganzes Werk oder (grössere) Teile durch kombinierte Lektüre von Übersetzungen und ausgewählten Abschnitten im Original in seinem wesentlichen Inhalt erfassen. Phänomene der Intertextualität beschreiben und so gewonnene Erkenntnisse für die Interpretation fruchtbar machen. sich kritisch mit vorgegebener Sekundärliteratur zu einem Text auseinandersetzen und sie zu einem vertieften Verständnis nutzen. Metrik und Stilistik die wichtigsten Versformen erkennen, skandieren und lesen. die Wortwahl sowie metrische und stilistische Formen eines Textes nutzen für Rückschlüsse auf Inhalt und Aussage. die Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation des Lesers herausarbeiten und kritisch Literarische Gattungen Texte den verschiedenen literarischen Gattungen (z. Bsp. Brief, Rede, Lehrgedicht, Epos, Lyrik) aufgrund der Textmerkmale zuordnen und in einen gattungsspezifischen Zusammenhang Parallelen und autorenspezifische Abweichungen gegenüber den Grundmerkmalen einer Gattung beschreiben und daraus Vermutungen zur Intention des Werks ableiten. 2.Lerngebiet: Thematische Arbeit Historischer und soziopolitischer Kontext die Wechselwirkungen zwischen Politik und Gesellschaft und die Auswirkungen verschiedener Herrschaftsstrukturen auf die Lebensgestaltung beschreiben. wichtige geschichtliche Ereignisse in Bezug setzen zu ihrer literarischen Verarbeitung und zum daraus abzuleitenden Selbstverständnis der Römer. Gesellschaft und Alltag Merkmale des Alltags von Menschen aus verschiedenen Zeiten und sozialen Schichten beschreiben, ihre Bedürfnisse und Probleme aufzeigen und zum zeitgeschichtlichen Kontext in Bezug setzen. Wert- und Weltvorstellungen Grundwerte und sich verändernde Werte für menschliches Handeln unterscheiden und die mit jeder Handlung getroffenen Entscheidungen für oder gegen Werte analysieren, diskutieren und beurteilen. verschiedene Wertsysteme und -vorstellungen beschreiben, zueinander und zu den eigenen Werten in Bezug setzen und ihre Gültigkeit sowohl in ihrer Zeit als auch bezüglich der Nachwelt reflektieren. Philosophie die griechischen und römischen philosophischen Ausprägungen, deren Vertreter und gegenseitige Beeinflussung beschreiben. Grundfragen der antiken Philosophie im Verlauf der Geschichte verfolgen und in Bezug setzen zu philosophischen Sichtweisen der Gegenwart. Mythologie die Funktion und Bedeutung von Mythen und mythischen Weltvorstellungen für die Menschen an Beispielen erklären. Rezeption antiker Texte und Motive die Wiederaufnahme und Veränderung berühmter Motive in verschiedenen Medien (Text, Malerei, Bildhauerei, Theater, Film, Musik) wiedererkennen, die Varianten mit der jeweiligen Epoche in Verbindung bringen und die Motiventwicklung beschreiben. die allgemeingültigen und zeitunabhängigen Elemente eines Motivs herausarbeiten. Geschichte des Alphabets (optional) die Herkunft, die Umstände der Übernahme und die Weiterentwicklung des Alphabets beschreiben. das dem Alphabet zugrundeliegende Schriftprinzip aufzeigen und von anderen Schrifttypen abgrenzen. Griechisch (optional) die griechische Schrift lesen. zu einigen wichtigen Wörtern die deutsche Bedeutung und ihr Weiterleben in Fremdwörtern nennen. die Geschichte und die Bedeutung der griechischen Sprache nachvollziehen. Mathematik Grundlagenfach Wochenlektion 4 3 3 4 Das Grundlagenfach Mathematik fördert besonders Die Schülerinnen und Schüler können ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten, und sie wissen um die Notwendigkeit, Wissenslücken immer sofort zu schliessen. Die Schülerinnen und Schüler können den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen. Insbesondere ist ihnen klar, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind. In diesem Sinne sind sie wissenschaftlichem Denken verpflichtet. Die Schülerinnen und Schüler gehen vorurteilslos auf Argumente anderer ein und kontrastieren sie kritisch mit ihrem eigenen Denken. Es ist überdies ihr Anliegen, andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig zu unterstützen. Die Mathematik ist eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen diese und tragen damit zur Vermeidung von Missverständnissen bei und zur reibungslosen Verständigung in der wissenschaftlichen Welt. Sie sind in der Lage, Umgangssprache in Formelsprache umzuwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte zu sprechen. Die Schülerinnen und Schüler setzen unterstützende Technologie ein, wann immer das sinnvoll ist. Der Einsatz von Informatikmitteln (graphikfähige Taschenrechner, Computer Algebra Systeme, usw.), von Formelsammlungen und von Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sind in allen mathematischen Themen integrierender Bestandteil. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip. Sie begegnen der Mathematik mit Interesse, schon deswegen, weil sie um ihre Bedeutung wissen. Sie sind bereit, sich auf Probleme einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen. Angaben zur Leistungsbewertung Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw. Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Mathematik. Basale fachliche Kompetenzen sind kursiv/blau im Lehrplan ausgewiesen. Aus der Bezirksschule vorausgesetzt 1.Lerngebiet: Zahlen Zahlbereiche natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen erkennen und einfache Kopfrechnungen ausführen und beherrschen die Klammerregeln. einfache Rechnungen mit Brüchen (+, , ,÷) durchführen. binomische Formeln anwenden. einfache Prozentaufgaben lösen und den direkten Dreisatz einfache logische Argumentationen über natürliche, ganze und rationale Zahlen (z.B. Teilbarkeit, gerade/ungerade, grösser/kleiner) 2.Lerngebiet: Funktionen Begriff der Funktion das zweidimensionale kartesische Koordinatensystem korrekt 3.Lerngebiet: Geometrie Ähnlichkeit den Satz des Pythagoras erklären 1.Lerngebiet: Zahlen Umgang mit Zahlen Resultate mit Überschlagsrechnungen schätzen, mit sinnvoller Genauigkeit angeben und auf Plausibilität prüfen. Zahlbereiche natürliche, ganze, rationale und reelle Zahlen unterscheiden. aus unlösbaren Gleichungen in einem Zahlbereich die Notwendigkeit zur Erweiterung der Zahlbereiche herleiten. 2.Lerngebiet: Funktionen Begriff der Funktion erklären, was eine Funktion ist. unterschiedliche Schreibweisen von Funktionszuordnungen benützen. Funktionen auswerten und grafisch spezielle Punkte eines Funktionsgraphen wie etwa Nullstellen oder Extrema die Bedingung dafür angeben, dass die Umkehrung einer Funktion wieder eine Funktion ist. zu gegebenen Funktionen Umkehrfunktionen bestimmen. die Beziehung der Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion lineare Funktionen Proportionen und Antiproportionen lineare Funktionen als Geraden grafisch die Steigung und den Steigungswinkel einer Geraden angeben. die Gleichung der Geraden aufstellen, wenn zwei Punkte oder ein Punkt und die Steigung gegeben sind. 3.Lerngebiet: Gleichungen lineare Gleichungen geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren. Gleichungen und Gleichungssysteme äquivalent umformen. lineare Gleichungen auflösen. lineare Gleichungssysteme Methoden zur Lösung linearer Gleichungssysteme erklären. lineare Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten auflösen und geometrisch erklären. die Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen untersuchen. 4.Lerngebiet: Stochastik beschreibende Statistik die wichtigsten Darstellungsformen von Statistiken lesen. die gängigen Lage- und Streumasse interpretieren und anwenden. einfache statistische Kennzahlen mit Hilfe der Tabellenkalkulation berechnen. 5.Lerngebiet: Geometrie Ähnlichkeit den Unterschied zwischen Ähnlichkeit und Kongruenz erklären. die bestimmenden Elemente einer zentrischen Streckung nennen. die Strahlensätze in typischen Situationen anwenden. mit Hilfe von ähnlichen Dreiecken Beweise führen. das Verhältnis des Goldenen Schnitts Trigonometrie die trigonometrischen Funktionen im rechtwinkligen Dreieck und im Einheitskreis definieren. Seitenlängen und Winkel von Dreiecken berechnen. das Bogenmass verwenden. Vektoren den Begriff des Vektors erklären. Vektoren rechnerisch und grafisch addieren, subtrahieren und mit einer Zahl multiplizieren. zweidimenisonale Vektoren rechnerisch und grafisch nach zwei vorgegebenen Richtungen zerlegen. das Skalarprodukt zweier Vektoren ausrechnen und zur Berechnung von Zwischenwinkeln einsetzen. 1.Lerngebiet: Zahlen Zahlbereiche mit einem indirekten Beweis zeigen, dass definieren, was Primzahlen sind und kennen die wichtigsten Eigenschaften von Primzahlen. zeigen, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. die Grundrechenoperationen und die Potenzgesetze zur Umformung von Termen anwenden. die Wirkung von rationalen Exponenten in Potenzen erklären. erklären, wie der Logarithmus definiert ist Logarithmusgesetze anwenden und Logarithmen zu beliebigen Basen Zahlenfolgen die explizite und die rekursive Definition einiger Zahlenfolgen aufschreiben. erklären, was eine Reihe ist. arithmetische Folgen erster Ordnung den linearen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. geometrische Folgen den exponentiellen Funktionen zuordnen sowie ihre Glieder und Teilsummen berechnen. den Barwert bei periodischen Zahlungen in der Finanzmathematik berechnen. an Beispielen erklären, dass die Summe unendlich vieler Summanden endlich sein kann. die Begriffe konvergent, divergent und Grenzwert erklären. die Grenzwerte einiger konvergenter Zahlenfolgen berechnen. 2.Lerngebiet: Funktionen quadratische Funktionen quadratische Funktionen als Parabeln grafisch darstellen. den Scheitelpunkt einer Parabel die Gleichungen verschobener, axial gestreckter und gespiegelter Parabeln aufstellen. Potenzfunktionen und Polynome Potenzfunktionen an ihrer grafischen Darstellung erkennen. den Aufbau von Polynomen erklären. Exponential- und Logarithmusfunktionen den typischen Verlauf von Exponentialkurven erkennen Funktionsgleichungen für das exponentielle Wachstum und den exponentiellen Zerfall aufstellen. das exponentielle Wachstum in verschiedenen Bereichen anwenden, z.B. Kapitalentwicklung mit Zinseszins. trigonometrische Funktionen die grafischen Darstellungen der trigonometrischen Funktionen erklären, insbesondere Periodizität und Symmetrien. 3.Lerngebiet: Gleichungen quadratische Gleichungen geeignete in Texten vorliegende Problemstellungen durch Gleichungen formalisieren. erklären, was eine quadratische Gleichung ist. die Auflösungsformel für quadratische Gleichungen anwenden. die Anzahl der Lösungen bestimmen. einen quadratischen Term in Linearfaktoren zerlegen. die Lösung der quadratischen Gleichung in Zusammenhang mit den Nullstellen der quadratischen Funktion Exponentialgleichungen einfache Exponentialgleichungen mit Hilfe von Logarithmen lösen. die Verdoppelungszeit bzw. die Halbwertszeit bei Exponentialfunktionen trigonometrische Gleichungen alle Winkel zum vorgegebenen Funktionswert einer Winkelfunktion finden. 1.Lerngebiet: Analysis Grenzwerte Grenzwerte von Funktionen berechnen. die im Zusammenhang mit Grenzwerten wichtigsten Notationen Erkennungsmerkmale für stetige Funktionen angeben. Ableitung die Ableitung als momentane Änderungsrate erklären. die Ableitung grafisch als Tangentensteigung erklären. Ableitungen mit Hilfe von Differentialquotienten berechnen. zu einem gegebenen Funktionsgraph qualitativ richtig den Graph der Ableitungsfunktion zeichnen. Summen, Produkte und Quotienten von Funktionen sowie zusammengesetzte Funktionen ableiten. die Gleichung einer Tangente an einen Funktionsgraphen aufstellen. die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für relative Extrema und Wendepunkte von Funktionsgraphen Intervalle berechnen, auf denen der Funktionsgraph monoton wächst oder fällt bzw. links- oder rechtsgekrümmt ist. in angewandten Aufgaben Extremwerte Integral das bestimmte Integral als Grenzwert einer Summe definieren. mit dem bestimmten Integral Flächeninhalte berechnen. das unbestimmte Integral als Menge aller Stammfunktionen definieren. die Aussage und die Beweisidee für den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung angeben. die Stammfunktionen elementarer Funktionen angeben. die wichtigsten Integrationsregeln 2.Lerngebiet: Stochastik Kombinatorik die Multiplikationsregel bei mehrstufigen Versuchen anwenden. die Anzahl Möglichkeiten berechnen, wenn eine Anzahl von Elementen auf eine Anzahl von Plätzen angeordnet wird, mit oder ohne Berücksichtigung der Reihenfolge, mit oder ohne Wiederholung. den binomischen Lehrsatz anwenden. Wahrscheinlichkeitsrechnung die Stabilität der relativen Häufigkeiten bei langen Versuchsreihen erklären. die Begriffe Zufallsexperiment, Ereignis und Wahrscheinlichkeit erklären. bei mehrstufigen Versuchen Baumdiagramme zeichnen oder Mehrfeldertafeln einsetzen. Wahrscheinlichkeiten und bedingte Wahrscheinlichkeiten errechnen. abhängige und unabhängige Ereignisse die Begriffe Zufallsvariable, Erwartungswert und Standardabweichung 1.Lerngebiet: Stochastik Wahrscheinlichkeitsverteilungen den Einsatzbereich verschiedener Verteilungsarten erklären: empirische Verteilung. Gleichverteilung, Binomialverteilung, evt. hypergeometrische Verteilung, Poissonverteilung, Normalverteilung. die Binomialverteilung erklären und den Einsatzbereich der Normalverteilung erklären und die Gausssche Glockenkurve beschreiben. beurteilende Statistik eine Hypothese gegen ihre Alternative testen und bei der Entscheidung mögliche Fehler benennen. Vertrauensintervalle beschreiben. 2.Lerngebiet: Vektorgeometrie Punkt, Gerade, Ebene mit Hilfe von Vektoren Punkte, Geraden und Ebenen beschreiben. räumliche Situationen anschaulich dreidimensionale Darstellungen die Ebene im Raum mit Hilfe einer Koordinatengleichung beschreiben. die gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen beschreiben. Schnittpunkte und Schnittwinkel von Geraden und Ebenen berechnen. Normalen und Normalebenen angeben. Abstände zwischen Punkten, Geraden und Ebenen berechnen. Kreis und Kugel Kreise in der Grundebene und Kugeln im Raum mit Koordinatengleichungen eine Tangentialebene an eine Kugel in einem Kugelpunkt berechnen. Flächen- und Rauminhalt das vektorielle Produkt definieren und Flächeninhalte von räumlichen Dreiecken berechnen. Rauminhalte von Tetraedern berechnen. 3.Lerngebiet: Analysis Anwendungen die Differential- und Integralrechnung zur Problemlösung in verschiedenen Wissensgebieten einsetzen, z.B. Kinematik, Arbeit, Wirtschaft. Parameter in Funktionsgleichungen aus gegebenen Bedingungen Schnittwinkel von Funktionsgraphen eine Funktion linear nähern das Volumen von Rotationskörpern Näherungsverfahren einen Algorithmus angeben und erklären, der Gleichungen approximativ löst. einen Algorithmus angeben und erklären, der bestimmte Integrale aproximativ berechnet. Mathematik Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik fördert besonders ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte sprechen Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen Mathematik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip erleben Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Mathematik einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw. 1.Lerngebiet: Differentialgleichungen Definition erklären, was eine Differentialgleichung Differentialgleichungen nach den Begriffen gewöhnlich, homogen, Ordnung, Grad unterscheiden. Interpretation einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. Lineare Differentialgleichung erster Ordnung in einfachen Problemstellungen die Methode der Variablenseparation lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten Richtungsfeld und Kurvenschar geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch Approximatives Lösungsverfahren einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. Modellbildung einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. 2.Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen erklären, was Matrizen sind. Matrizen nach den Begriffen Einheitsmatrix, Dreiecksmatrix, Diagonalmatrix, transponierte Matrix, reguläre Matrix unterscheiden. Matrixoperationen Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben. Determinanten die Rolle der Determinante bei der Matrixinversion erklären. Eigenwerte und Eigenvektoren Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. Affine Abbildungen erklären, was eine affine Abbildung ist. Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mit Hilfe von Matrizen beschreiben. Fixpunkte und Fixgeraden Fixpunkte und Fixgeraden von Nullpunktsaffinitäten bestimmen. Musik Grundlagenfach Wochenlektion 2 2 2 0 Das Grundlagenfach Musik fördert besonders: aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten sowie den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und deren gesellschaftliche Relevanz erfassen die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform berücksichtigen massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst umgehen sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme bei (öffentlicher) authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene Meinung bilden. Methoden begründet und spezifisch (dem Thema entsprechend) auswählen die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 3-4 schriftlichen Prüfungen pro Jahr. Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus), Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen, Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte… 1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Klangerscheinungen die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe differenziert bewusst wahrnehmen und die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten erkennen und benennen. in Hörbeispielen dur-moll-tonaler Musik den Grundton gehörsmässig eruieren. Pentatonik, Chromatik und Ganztonleiter hörend unterscheiden. die Intervalle innerhalb eines Oktavraums auf die Eigenschaften Konsonanz und Dissonanz sowie grosse und kleine Distanz dynamische (Abstufungen von laut bis leise) und artikulatorische (legato, non legato, staccato, etc.) Phänomene bewusst wahrnehmen und in dur-moll-tonaler Musik die Dominant- Tonika-Spannung bewusst Leittöne und ihre Auflösungsbestrebung bewusst Dur- und Mollreiklänge (Dur, Moll, Vermindert, Übermässig) Metrum, Taktart, Rhythmus und Tempo vokale Stimmlagen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) erkennen und zuordnen. Die wichtigsten Instrumente der gängigsten Formationen (mind. Symphonieorchester) hörend Formverläufe und Formmodelle in kleineren standardisierten Formverläufen (z.B. Liedformen) Proportionen (z.B. regelmässige Taktgruppierungen) bzw. Varianten und Abweichungen bewusst wahrnehmen. nicht standardisierte Formverläufe bewusst mithören und z.B. als graphische Hörpartitur skizzieren. Taktarten in metrischer Musik rhythmische Phänomene wie Auftakt, Synkopen, binäre und ternäre Phrasierung etc. erkennen und musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie Wiederholung, Variation und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung bewusst hören polyphone und homophone Faktur grundsätzlich unterscheiden. Werkkenntnis und Stilkunde Musikwerke verschiedenen Musikarten (Volksmusik, Kunstmusik, Jazz, Rock und Pop) zuordnen. ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. 2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Klangerscheinungen absolute Tonhöhen im Ambitus der grossen bis dreigestrichenen Oktave fliessend in Bass- und Violinschlüssel lesen. die diatonischen Skalen Dur und Moll mit Varianten sowie Pentatonik, Ganztonleiter und Chromatik orthographisch korrekt im Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen sowie in musikalischen Zusammenhängen erkennen und den Quintenzirkel als abstrahierte Darstellung der wichtigsten Phänomene dur-moll-tonaler Musik nachvollziehen und als Hilfsmittel anwenden (Tonartengrundtöne, Vorzeichen, Quinttransposition mit Beziehung zwischen Subdominante, Tonika und Dominante). alle Intervalle innerhalb einer Oktave orthographisch korrekt in Violin- und Bassschlüssel schreiben und lesen. Noten- und Pausenwerte schreiben und lesen rhythmische und artikulatorische Phänomene erkennen und benennen. dynamische Abstufungen erkennen und die gängigsten Instrumente den entsprechenden Instrumentengruppen und Formationen zuordnen. Dreiklänge (Dur, Moll, verminderter und übermässiger Dreiklang) schreiben und im Notentext erkennen. das Prinzip der Akkordsymbolschrift das Prinzip der Stufen- und Funktionstheorie nachvollziehen und auf die Hauptstufen I, IV und V bzw. auf die Funktionen Tonika, Dominante, Subdominante bezogen anwenden. Puls, Metrum, Taktart, Geschwindigkeit und Tempo adäquat beschreiben. Formverläufe und Formmodelle musikalische Abläufe auf grundsätzliche Aspekte wie polyphone und homophone Faktur sowie Wiederholung, Variation und Kontrast, Reihung und Schichtung, Steigerung und Rückentwicklung untersuchen und musikalische Motive, Themen und Phrasen erkennen und adäquat musikalische Verläufe formal gliedern und ihre Einteilung musikalisch Liedformen abrufen und konkrete Beispiele mit Notentext formal Werkkenntnis und Stilkunde ihr vokales Repertoire aus dem Schulfach Musik wie auch das aktuelle Repertoire aus dem Instrumentalunterricht Musikarten, Stilen und Epochen zuordnen. sich einen rudimentären Überblick über die Funktionen von Musik in vielfältigen Vebindungen von kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen verschaffen. den Nutzen und die Grenzen von musikalischen Kategorien wie Musikarten, Epochen- und Stilbegriffen sowie dem musikalischen Werkverständnis abwägend ihr Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Dur-Moll-Tonalität auf Epochen und Musikarten bezogen schärfen und haben Beispiele mit nichtdur-moll-tonalen Klanglichkeiten (z.B. Geräusch, Cluster, freitonale Stücke etc.) nachvollzogen. 3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben) Klangerscheinungen Melodische Bausteine do/re, do/la. ti/do, do/re/mi singen. ihre eigene Stimme rezitierend, deklamatorisch und singend einsetzen. ihre Atmung, Körperhaltung und Stimmgebung bewusst steuern. Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und Werkkenntnis und Stilkunde ein Repertoire von Liedern / Songs / Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten (Volks- und Folkmusik, Jazz, Rock- und Popmusik) und in angemessener Vertretung der Landessprachen aktiv abrufen. auf die Musikart bzw. den –stil bezogen Vokalmusik mit adäquater Stimmgebung und musikalischer Phrasierung interpretieren. 4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden) Klangerscheinungen mit ihrer Stimme und mit Bodypercussion Geräusche und Klänge Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und kurze rhythmische Verläufe und Pattern kreieren. einfache pentatonische Verläufe entwerfen. einfache dur-moll-tonale melodische Verläufe entwerfen. 1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Klangerscheinungen die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave bestimmen. Dreiklänge bestimmen (Dur, moll, vermindert, übermässig). Nicht dur-moll-tonale Klangerscheinungen wie Geräusche, Cluster, freitonale Stücke etc. bewusst wahrnehmen und z.B. als Hörpartitur graphisch skizzieren. die Modi unterscheiden. Formverläufe und Formmodelle wichtige formale Einschnitte auch in grösseren Formverläufen und Formmodellen erkennen und grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung erkennen und benennen. in einfachen mehrstimmigen Sätzen einzelne Stimmen (auch Mittelstimmen und Bassstimme) gehörsmässig mitverfolgen. Werkkenntnis und Stilkunde stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. 2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Klangerscheinungen die Modi notieren und lesen bzw. in Literaturbeispielen erkennen. grundlegende Materialien und Strukturen von nicht dur-moll-tonaler Musik (Geräusche, Cluster, freie Tonleitern, freitonale Stücke etc.) nachvollziehen, ableiten und in musikalischen Zusammenhängen Umstellungen von Dreiklängen schreiben und im Notentext erkennen. Formverläufe und Formmodelle grundlegende motivische Verarbeitungsprinzipen wie Imitation, Variation und Sequenzierung im Notentext erkennen und benennen. Stimmführungsregeln im vierstimmigen Satz nachvollziehen und anwenden. Werkkenntnis und Stilkunde Musikstücke mit einem grundlegenden Orientierungswissen hinsichtlich Arten, Stilen, Gattungen, Formen, KomponistInnen und mit einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. sich vertieft mit Aspekten der dur-molltonalen Epoche auseinandersetzen (Voraussetzungen für den Stilwechsel um 1600, Ausloten der Tonalität bis zum Bruch mit derselben, Unterscheidung von sog. E- und U- Musik seit dem 20. Jh.). weitere musikalische Konzepte vor und nach der dur-moll-tonalen Epoche (mit exemplarischen Beispielen aus Musik des Mittelalters, freitonale und atonale Musik, Klangflächenkompositionen etc.) sowie aus anderen Kulturkreisen in ihren historischen bzw. kulturellen Kontext einordnen. 3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben) Klangerscheinungen die Grundformen der Intervalle innerhalb einer Oktave singen. Melodische Bausteine do/mi/so, do/la/mi. singen. ihre eigenen Stimmmöglichkeiten erweitern und nutzen. Formverläufe und Formmodelle einfache rhythmische Muster lesen und Werkkenntnis und Stilkunde ihr Repertoire an (ein- und mehrstimmigen) Chorkompositionen, Songs und Kanons unter Berücksichtigung verschiedener Musikarten erweitern. sich ausgehend von einem Leadsheet die Adaption nach einem sängerischen Vorbild bewusst erarbeiten oder eine eigene Interpretation entwickeln. 4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden) Klangerscheinungen Geräusche und Klänge mit einem definierten Instrumentarium (z.B. versch. Materialien wie Holz, Metall, Kunststoffe etc.) kreieren. Geräusche und Klänge mit ihrem eigenen Instrument kreieren. Formverläufe und Formmodelle beim kreieren von Melodien/Songs bewusst Aspekte der Stufen- und Dreiklangsmelodik anwenden. unter Anwendung ihres harmonischen Wissens zu einer Hauptstimme aus dem Stegreif einfache Begleitstimmen entwerfen. vierstimmige Kadenzen unter Anwendung der Stimmführungsregeln 1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Klangerscheinungen den Dominantseptakkord in musikalischen Verläufen erkennen. die klanglichen Eigenschaften verschiedener Septakkorde Instrumente einzeln und in den gängigen Formationen hörend die unterschiedlichen Qualitäten verschiedener Stimmungssysteme hörend nachvollziehen. Formverläufe und Formmodelle musikalische Verläufe in tonaler Musik bewusster aufgrund rhythmischer, melodischer und harmonischer Aspekte einfache Kadenzmodelle aus dem eigenen Repertoire an Instrumental- und Vokalmusik hörend erkennen. Werkkenntnis und Stilkunde stilistische Besonderheiten von Musikarten, Stilen, Gattungen und Epochen hörend nachvollziehen. ihr aktives Hörrepertoire mit Aspekten aus „Klangerscheinungen“ und „Formverläufe und Formmodelle“ verknüpfen. 2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Klangerscheinungen Septakkorde mit Umstellungen notieren und benennen. gängige und ihnen bisher auch unbekannte Instrumente der Systematik der Instrumentenkunde zuordnen Zwischendominanten erkennen und benennen. Formverläufe und Formmodelle Durchgangs- und Wechselnoten, Quart-, Sext- und Nonvorhalt, Antizpation und Orgelpunkt in konkreten Beispielen erkennen und den Dominantseptakkord im vierstimmigen (Klavier-) Satz einbauen. Werkkenntnis und Stilkunde Musikstücke Stilen und Epochen sich weitgehend selbständig mit einem musikalischen Phänomen und dem dazugehörigen historischen Umfeldwissen auseinandersetzen und Artikel aus Fachliteratur (z.B. aus den Reihen Duden Basiswissen Schule, Dumont Schnellkurs Musik, etc. sowie ausgewählte Artikel aus DTV-Atlas, Musik in Geschichte und Gegenwart, New Grove etc.) verarbeiten. die wichtigsten musikalischen Umbrüche nachvollziehen (Schriftlichkeit im 9. Jh, Stilwechsel um 1600, Paradigmawechsel in Aufführungspraxis und Werkverständnis sowie Verlagerung der Musizierpraxis zum Bürgertum um 1800, Aufbruch in die Moderne ab 1880er-Jahre bis hin zum Bruch mit der Tonalität um 1910, Neue Musik ab 1950 und Postmoderne, Bruch und Unterscheidung von sog. E- und U- Musik im 20 Jh.) . 3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben) Klangerscheinungen in einfacher mehrstimmiger Vokalmusik eine Stimme (auch Mittelstimme resp. Bassstimme) selbständig singen. Septakkorde nachsingen. Formverläufe und Formmodelle unter Verknüpfung der bisherigen Kompetenzen aus „Klangstrukturen“ (Skalen, Intervalle, Drei- und Vierklänge) einfache durmolltonale Melodien selbständig vom Blatt singen. auf der Basis von Kadenzmodellen oder Ostinati Stimmverläufe mit melodischen und rhythmischen Varianten entwickeln. Werkkenntnis und Stilkunde ihr aktives Repertoire um mehrstimmige Sätze in verschiedenen Musikarten bzw. in homophonen und polyphonen Sätzen sowie mit Kunstliedern erweitern. 4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden) (Auswahl von mind. zwei der fachlichen vierstimmige Kadenzen unter Kompetenzen) Anwendung der Stimmführungsregeln eine einfache Melodie harmonisieren. einen dreistimmigen Kanon schreiben. unter Anwendung ihrer harmonischen Kenntnisse und z.B. mit Hilfe von Pattern einfache Liedbegleitungen oder Chorsätze schreiben. einen (kurzen) Filmaussschnitt passend vertonen. Musik Schwerpunktfach Wochenlektion 0 0 4* 4* * Die Stundendotation bezieht sich auf die Anzahl der Lektionen im Fach Musik. Die Schülerinnen und Schüler belegen zusätzlich eine Lektion Instrumentalunterricht sowie eine Lektion in Chor, Orchester oder Ensembles. Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders: aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen, beurteilen und in einen grösseren Kontext von Traditionen und Brüchen einordnen die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate verfeinern mit Materialangeboten und Fachliteratur bewusst nutzen sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern das bewusste, gezielte und differenzierte Einsetzen der eigene Stimme bei (öffentlicher) authentische soziale Erfahrungen durch praktische musikalische Arbeit in einer von virtuellen Medienwelten geprägten Gesellschaft mitgestalten ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene Meinung bilden. Methoden begründet und spezifisch (dem Thema entsprechend) auswählen verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 4-5 schriftlichen Prüfungen pro Jahr. Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus), Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen, Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte… 1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Klangerscheinungen die Parameter Frequenz, Dauer, Intensität und Farbe differenziert bewusst wahrnehmen und komplexere dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. Drei- und Vierklangstrukturen in Grundstellung und Umkehrungen gängige harmonische Modelle mit charakteristischen Wendungen wie Zwischendominanten, einfache Modualtionsprozesse, Trugschluss und Neapolitaner erfassen. ihre Hörerfahrung bezüglich Klängen und Klangfarben verfeinern. Instrumente differenziert sowohl einzeln wie auch in den gängigsten Formationen hörend erkennen. Formverläufe und Formmodelle grössere standardisierte Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur Musikstücke in einfachen Partituren aktiv mitverfolgen. melodische, harmonische und rhythmische Phänomene in verschiedenen Stilen und Gattungen als formbildende Struktur erfassen. motivische und kontrapunktische Verarbeitungsprinzipen wie Variation, Imitation, Sequenzierung, Augmentation und Diminution polyphon strukturierte Werke wie Invention, Fuge und Kanon in ihren Grundzügen analysieren. motivisch-thematische Arbeit und entwickelnde Variation als grundlegende Kompositionsprinzipien z.B. in Sonatenhauptsatzformen im Schwierigkeitsgrad angemessene Rhythmus- sowie dur-moll-tonale Melodiediktate memorieren und korrekt Werkkenntnis und Stilkunde Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart zurückgreifen. 2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Klangerscheinungen melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext erfassen wie auch korrekt notieren. Drei- und Vierklangstrukturen mit Umkehrungen im Notentext erkennen und notieren. bei harmonischer Analyse den Gattungen und Stilen entsprechend Stufen- und Funktionstheorie bzw. Akkordsymbole anwenden. die gängigsten charakteristischen harmonischen Phänomene dur-molltonaler Musik wie Zwischendominanten, Modulationsprozesse, Medianten, Trugschluss und Neapolitaner an Literaturbeispielen nachvollziehen und mit adäquater Fachterminologie Klänge und Klangerscheinungen differenziert beschreiben sowie ein grundlegendes Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten ein Grundwissen um stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen abrufen. Formverläufe und Formmodelle auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonatenhauptsatzform, Rondo, etc. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorischen Kernpunkte wie auch spezifischen Besonderheiten Werkkenntnis und Stilkunde auf ein angemessenes Repertoire an vertieft behandelten Lied- und Grossformen wie Fuge, Sonatenhauptsatzform, Rondo, etc. zurückgreifen und mit adäquater Fachterminologie deren kompositorischen Kernpunkte wie auch spezifischen Besonderheiten 3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben) Klangerscheinungen ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen lassen. melodische und harmonische Wendungen auch singend Drei- und Vierklangstrukturen nach- und vom Notat singen. Formverläufe und Formmodelle ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen in Länge und Komplexität angemessene rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. Melodien (Referenz Volkslieder) sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. Werkkenntnis und Stilkunde ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst anwenden und nachvollziehen. 4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden) Klangerscheinungen für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. Formverläufe und Formmodelle harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen usw. stilgerecht aussetzen. Werkkenntnis und Stilkunde in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten imitieren bzw. einfliessen lassen. 1.Lerngebiet: Rezeption (Hören und Wahrnehmen) Klangerscheinungen sich mit nicht dur-moll-tonalen musikalischen Phänomenen wie freitonalen Stücken, Dodekaphonie, Serialismus, Aleatorik, Cluster usw. angemessen auseinandersetzen. auch komplexere nicht dur-moll-tonale Zusammenhänge von melodischen und harmonischen Phänomenen erfassen. Instrumente in aufführungspraktischem Kontext differenziert erkennen. Formverläufe und Formmodelle auch freie Formverläufe differenziert erfassen, angemessen beschreiben und gegebenenfalls als Hörprotokoll oder Hörpartitur skizzieren. Musikstücke auch in komplexeren Partituren aktiv mitverfolgen. auch in nicht dur-moll-tonaler Musik, melodische, harmonische und rhythmische Phänomene als formbildende Strukturen erfassen. auch einfache mehrstimmige dur-molltonale Melodiediktate sowie einfache Stufendiktate memorieren und korrekt Werkkenntnis und Stilkunde Musik verschiedenster Stilrichtungen und Arten, auch aus anderen Kulturkreisen, differenziert auf eine angemessene Anzahl repräsentativer anspruchsvoller Musikwerke der abendländischen Kultur, mit vertiefter Betrachtung der vor-durmoll-tonalen Epoche (z.B. Musik des Mittelalters) sowie musikalische Entwicklungen ab dem späten 19. Jahrhundert (Aufbruch in die Moderne, Moderne, Neue Musik ab 1950, Postmoderne, Stilpluralismus usw.) zurückgreifen. 2.Lerngebiet: Reflexion (Wissen, Nachdenken, Äussern) Klangerscheinungen komplexere melodische, harmonische und rhythmische Phänomene adäquat beschreiben und sowohl im Notentext ihr Vorstellungsvermögen über das Klangbild anhand von Notaten weiterentwickeln. ihre Kenntnisse über stilistische sowie aufführungspraktische Besonderheiten von Instrumenten und Formationen gezielt erweitern. Formverläufe und Formmodelle für sie neue, auch freie Formtypen unter Berücksichtigung der jeweils wichtigen musikalischen Aspekte analysieren und mit angemessener Fachterminologie beschreiben. Werkkenntnis und Stilkunde durch ein vertieftes Orientierungswissen hinsichtlich Musikarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie durch ein angemessenes historisches Umfeldwissen tradierte und aktuelle musikalische Phänomene in grössere Zusammenhänge einordnen, beschreiben, angemessen beurteilen und verschiedene ästhetische Ansätze verschiedene Ansätze und Methoden der Analyse an für sie neuen, auch freieren Formtypen anwenden. 3.Lerngebiet: Reproduktion (Wiedergeben) Klangerscheinungen ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles auch historisch informiert bewusst einfliessen lassen. Formverläufe und Formmodelle ihre Kenntnisse der Rezeption und Reflexion in ihr eigenes Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einfliessen komplexere rhythmische Verläufe sowohl nachklopfen als auch vom Blatt klopfen bzw. auf einem Instrumentarium umsetzen. im Schwierigkeitsgrad angemessene melodische Verläufe sowohl nachsingen als auch vom Blatt singen. Werkkenntnis und Stilkunde ihre Kenntnisse aus Rezeption und Reflexion beim Musizieren im Instrumentalunterricht sowie im Chor bzw. in Ensembles bewusst einbringen. 4.Lerngebiet: Produktion (Erfinden) Klangerscheinungen für Arrangements und kompositorische Prozesse auf ein angemessenes Repertoire von Klängen und Klangfarben zurückgreifen und diese bewusst gestalten. Formverläufe und Formmodelle in Arrangements und kompositorischen Prozessen formale Verläufe bewusst gestalten. Rhythmen in Kleinkompositionen, Stilstudien, Patterns, Sprechstücken und anderen Formen entwerfen und adäquat notieren. melodische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Stilstudien, Songs und anderen Formen entwerfen und adäquat harmonische Verläufe in Kleinkompositionen, Collagen, Songs, Klavier- und Chorsätzen und anderen Formen stilgerecht aussetzen. Werkkenntnis und Stilkunde in Arrangements und kompositorischen Prozessen stilistische Eigenheiten auch neuerer Musik imitieren bzw. einfliessen lassen. Musik Ergänzungsfach Wochenlektion 0 0 0 3 Das Schwerpunktfach Musik fördert besonders: aktuelles Schaffen in verschiedenen Kunstsparten beziehungsweise den Umgang mit tradierten Kunstwerken und -formen wahrnehmen und sich begründete Meinungen bilden die Geschichtlichkeit von Überlieferungen einer an den zeitlichen Ablauf gebundenen Kunstform verstärkt berücksichtigen massenmediale Einflüsse erkennen, prüfen und Kriterien zur reflektierten Wahlmöglichkeit das eigene Abstraktions- und Vorstellungsvermögen anhand musikalischer Notate weiter verfeinern Materialangebote und Fachliteratur geziehlt auswählen und bewusst nutzen sich reflektiert und terminologisch angemessen über (in der Musik besonders wichtige) nonverbale Aspekte äussern ein gemeinsames Projekt mit anderen Menschen erarbeiten und erfolgreich abschliessen in einer Gruppe verantwortungsvoll mitwirken und eine definierte Funktion ausüben eigene Stärken und Schwächen erkennen und konsequent an der eigenen Weiterentwicklung den eigenen Interessenhorizont kennenlernen und erweitern, sich dadurch eine eigene Meinung bilden. verschiedene Analyseansätze kennenlernen und anwenden mit elektronischen Quellen, Online-Lexika und Suchmaschinen selbstverständlich umgehen die Möglichkeiten spezifischer Software z.B. anhand Audio-, Gehörbildungs- und Notationsprogrammen gezielt nutzen Die Leistungsbewertung erfolgt in der Regel mit 2-4 schriftlichen Prüfungen pro Jahr. Bewertet werden Handouts, Kleinkompositionen, Vorsingen (Solfège), Vorklatschen (Rhythmus), Präsentationen sowie Projektorientiertes Arbeiten und Zusammenarbeit im Team. Einige Grobinhalte lassen auch schriftliche Prüfungen zu. Die Mitarbeit im Unterricht kann ebenfalls zur Leistungsbewertung (vgl. schulinternes Reglement „Prüfen und Bewerten“) herangezogen werden. Aus den musikalischen Lerngebieten können sich Bezüge zu allen Fächern ergeben, insb. Sprachen, Bildnerisches Gestalten, Geschichte, Physik. Beispiele: Musical, Vortragsübungen, Konzerte… 1.Lerngebiet: Werkkenntnis und Stilkunde Verknüpfung der Vorkenntnisse musikalische Aspekte aus den Lerngebieten des Grundlagenfachs Musik abrufen und an ausgewählten Literaturbeispielen rezipierend und reflektierend anwenden. Werkkenntnis und Stilkunde ihre Werkkenntnis mit einem Orientierungswissen hinsichtlich Satzarten, Stilen, Gattungen, Formen und KomponistInnen sowie einem angemessenen historischen Umfeldwissen verknüpfen. die Faktur repräsentativer Kompositionen in angemessener Anzahl und stilistischer Breite (auch mit Musik vor und nach der dur-molltonalen Epoche) erkennen und für sie neue musikalische Phänomene wie auch freiere Formtypen selbstständig analysieren und mit angemessener Fachterminologie 2.Lerngebiet: Untersuchen und/oder Komponieren Untersuchen sich im Rahmen eines definierten Themas kritisch mit vorliegenden Analysen repräsentativer, auskomponierter Werke und deren Notaten auseinandersetzen. ihre Ergebnisse an konkreten und mindestens teilweise selbst erarbeiteten Analysen deutlich machen und ausführen. eine fundierte selbstständige Recherche durchführen. eine Untersuchung in geeigneter schriftlicher Form darstellen und sich mit Analysen differenziert auskomponierter Werke und deren Notaten für die Aneignung eines Stiles oder für die Erarbeitung eines eigenen Repertoires an musikalischem Material von Geräuschen und Klängen Komponieren ein eigenes Musikstück verfassen und adäquat notieren. einen angemessen anspruchsvollen Tonsatz im tonalen Bereich oder avancierte experimentelle Kompositionstechnik(en) anwenden. Pädagogik/ Psychologie Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Pädagogik/ Psychologie fördert besonders differenziert und kritisch-forschend denken, unter Berücksichtigung von komplexen Zusammenhängen einen eigenen Standpunkt vertreten, andere Anliegen respektieren sowie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen sich differenziert und präzise ausdrücken, aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören und konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen das Selbstkonzept reflektieren und sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen, ihnen mit Ausdauer nachgehen und für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz und für einen entsprechenden Zugang über Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften interessieren 1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik/ Psychologie Methodische Grundlagen Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien unterscheiden. ausgewählte Methoden der Pädagogik und Psychologie (z. B. hermeneutische Verfahren, Experiment, Test, Befragung, Interview) darstellen und Untersuchungen im Hinblick auf das methodische Vorgehen kritisch hinterfragen. 2.Lerngebiet: Allgemeine Psychologie Wahrnehmung die Bedeutung von Selektion und Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung Die psychologische Wahrnehmung und ihre Fehleranfälligkeit in sozialen Beziehungen fachlich erklären und in Fallbeispielen oder Problemstellungen Emotion/ Motivation ausgewählte Emotionen (z.B. Aggression, Glück, Angst) in einen theoretischen Zusammenhang bringen. die Bedeutung der Emotion für die Motivation darstellen. exemplarisch ein gesellschaftliches Problem (z. B. Gewalt, Medien, Schule) vor diesem Hintergrund kritisch betrachten. (optional) Kognition ausgewählte kognitive Prozesse (z. B. Gedächtnis) erläutern und in konkreten Lebensbereichen Anwendungsmöglichkeiten entwerfen. 3.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis Erziehungsziele Erziehungsziele und -inhalte (z.B. im Kontext von Personalisation, Sozialisation, Mündigkeit, Bildung) in Bezug auf deren Funktionen und deren historische und gesellschaftliche Bedingtheit analysieren und kritisch Erziehungsmassnahmen und –stile unterschiedliche Erziehungsmassnahmen (z.B. Lob und Strafe) und Erziehungsstile erläutern und kritisch reflektieren. Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Alternativen vorschlagen. 4.Lerngebiet: Individuum und Gesellschaft Entwicklung ausgewählte Modelle aus den Bereichen der Entwicklungstheorie (z.B. psychosexuelle, moralische, Denk- und Bindungs-Entwicklung) darstellen. die Bedeutung der Bindung für die Entwicklung des Kindes erläutern. aus den Entwicklungsmodellen Konsequenzen für die Erziehung ableiten. Persönlichkeit ausgewählte Persönlichkeitstheorien (z.B. Eigenschaftstheorien, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz) in den Grundzügen erläutern und die Folgen für die Erziehung skizzieren. Psychische Störungen ausgewählte psychische Störungen darstellen und Handlungsmöglichkeiten Resilienz und Gesundheitspsychologie Schutzfaktoren, Einstellungen und Verhalten darstellen, welche die Gesundheit fördern. Risikofaktoren darstellen, die der psychischen Gesundheit abträglich sind. Konformität Erklärungskonzepte für Konformität darstellen und an einem Beispiel Macht und Gehorsam die Bedingungen für blinden Gehorsam an einem Beispiel erläutern. Kommunikation Kommunikationstheorien darstellen und in Beispielen anwenden. Gruppe gruppenspezifische Prozesse erläutern und in Beispielen analysieren. Philosophie Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Philosophie fördert besonders sich wundern und offene Fragen sehen kritisch-forschend und kreativ denken sich ein Urteil bilden und begründen eine Erkenntnis in grössere Zusammenhänge stellen nach den Möglichkeitsbedingungen von Erkenntnis fragen im Sinne einer guten Gesprächskultur den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren die eigenen Meinung aufgrund begründeter Überlegung differenzieren Verantwortung für Mensch und Umwelt reflektieren präzise formulieren und Begriffe klar unterscheiden argumentieren und erörtern sich zurechtfinden in der Lektüre schwieriger und sehr unterschiedlicher Texte sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Wirklichkeit und Sprache bewusst sein sich nicht definitiv beantwortbaren Fragen stellen und ihnen beharrlich nachgehen während der geistigen Tätigkeit den eigenen Denkvorgang reflektieren (Methodenbewusstsein) verantwortungsvoll und kritisch mit den IK-Technologien umgehen sich der Auswirkungen von IK-Technologien auf Mensch und Gesellschaft bewusst sein sich für menschliche und philosophische Grundfragen interessieren Erkenntnisse und Standpunkte hinterfragen und Zweifel zur Sprache bringen 1.Lerngebiet: Ursprünge des Philosophierens Der Ursprung und der Sinn des Philosophierens: Was ist Philosophie? Anlässe des Philosophierens (Staunen, Hinterfragen, Zweifeln) nachvollziehen. Überlegungen zum „Nutzen“ und zum Sinn der Philosophie anstellen. Mythos und Logos (Welterklärung im Mythos und die philosophische Frage nach dem „Urgrund“) Die Ursprünge der griechischen Philosophie als Ausgang des Logos aus dem Mythos verstehen. 2.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Erkenntnistheorie (das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit; ausgewählte Positionen, z.B. Ideenlehre, Rationalismus, Skeptizismus, Empirismus, Kant, Sprachphilosophie, moderne Wissenschaftstheorie) das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit reflektieren. Die Konzepte des naiven Realismus und des radikalen Konstruktivismus voneinander sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen (z.B. Platon, Descartes, Locke, Hume, Kant, Popper, Feyerabend). die Sprache als Voraussetzung der Erkenntnis und das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit reflektieren. Ethik (z. B. Kulturrelativismus, antike Modelle für ein gelingendes Leben, Aristoteles’ Tugendethik, die Ethik Kants, die Ethik in Abgrenzung zur Ästhetik) hinter einem gesellschaftlichen Phänomen eine ethische Fragestellung sehen. sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe (z.B. das Gute, Lust, Glückseligkeit, Tugend, Pflicht, Kategorischer Imperativ, Freiheit) und Positionen (z.B. Epikur, Stoa, Aristoteles, Kant, Kierkegaard). ein aktuelles Geschehnis aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme Politische Philosophie grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z. B. Gesetz, Gerechtigkeit, Strafe, Menschenrechte, usw.) erfassen. verschiedene Konzeptionen des Staates (z.B. bei Hobbes und Rousseau) beschreiben und miteinander vergleichen. Geschichtsphilosophie Utopien als Überschreitungen des Faktischen begreifen. Metaphysik und Religion: Jenseitsvorstellungen in den Religionen, die Unsterblichkeit der Seele religiöse Jenseitsvorstellungen und philosophischen Überlegungen zur Unsterblichkeit reflektieren. Philosophische Anthropologie: Verschiedene Menschenbilder, der Mensch zwischen Natur und Kultur den Bezug anthropologischer Sichtweisen zum spezifischen Mensch- Sein herstellen. den Menschen im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur problematisieren. Existenzialismus den Menschen in seiner Existenzweise als sich selbst entwerfenden begreifen und problematisieren. Philosophie des Geistes und des Bewusstseins sich ausweisen in der Kenntnis ausgewählter Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen (z.B. Platon, Aristoteles, Descartes, Locke, Hume, Kant). über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Ich, Leib) nachdenken. Ästhetik. Wesen und Sinn des Schönen und der Kunst subjektive und objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit finden und über den Sinn und Zweck der Kunst Ein in Absprache mit den Schülerinnen und sich ausweisen in der Kenntnis von Schülern festgelegter Grobinhalt Grundbegriffen und –positionen zum festgelegten Grobinhalt. 3.Lerngebiet: Philosophische Texte Philosophische Texte verschiedener Epochen und Schwierigkeitsgrade den philosophischen Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen, diskutieren und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten. mit verschiedenen Methoden Texte erschliessen: o Begriffsklärung, Argumentationsnachvollzug o Visualisieren (Begriffsnetz, Mindmap) o Interpretation, Einordnung, Vergleich o kritische Beurteilung Filme mit philosophischer Problematik Filme mit philosophischer Problematik 4.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Der philosophische Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden. philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. Die philosophische Erörterung in einer philosophischen Erörterung Argumente und Gegenargumente einer Position entwickeln und abwägen. Der philosophische Essay in einem philosophischen Essay philosophische Fragen und Themen argumentativ und selbständig entwickeln und vertiefen. 5.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophische Begriffe verwenden. philosophische Positionen verstehen und philosophische Theorien auf konkrete Probleme beziehen. Bezüge zur eigenen Lebenswelt Beurteilen philosophische Positionen beurteilen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. Philosophie / Pädagogik / Psychologie Schwerpunktfach Wochenlektion 0 0 6 6 Das Schwerpunktfach Philosophie / Pädagogik / Psychologie fördert besonders differenziert und kritisch-forschend denken und begründet urteilen sich in komplexen Zusammenhängen zurechtfinden und Erkenntnisse und Standpunkte in grössere Kontexte stellen den eigenen Standpunkt vertreten und andere Anliegen respektieren im Sinne einer guten Gesprächskultur in ihren verschiedenen Formen (Erfahrungsaustausch, Debatte usw.) diskutieren Verantwortung für Mensch und Umwelt reflektieren sich differenziert und präzise ausdrücken aus sprachlichen Äusserungen auch Feinheiten heraushören Konstruktiv mit Kommunikationsschwierigkeiten umgehen das Selbstkonzept reflektieren dich der Verantwortung für die eigene Gesundheit und Entwicklung (z. B. Identitätsbildung als Jugendliche) bewusst werden sich mit Aspekten der eigenen Sozialisation und Soziabilität auseinandersetzen sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen für den eigenen Lernprozess Verantwortung übernehmen die fachlichen und methodischen Standards für sozialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeiten erfüllen Verantwortungsvoll und kritisch mit der Informations- und Kommunikations-Technologie umgehen sich für die Vielfalt der menschlichen Existenz interessieren und diese auf der Grundlage der drei Disziplinen untersuchen das Bedürfnis ernst nehmen, Erkenntnisse und Standpunkte zu hinterfragen LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE 1.Lerngebiet: Ursprünge des Philosophierens Der Ursprung und der Sinn des Philosophierens: Was ist Philosophie? Anlässe des Philosophierens (Staunen, Hinterfragen, Zweifeln) nachvollziehen. Überlegungen zum „Nutzen“ und zum Sinn der Philosophie anstellen. Mythos und Logos (Welterklärung im Mythos und die philosophische Frage nach dem Urgrund) die Ursprünge der griechischen Philosophie als Ausgang des Logos aus dem Mythos verstehen. 2.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Erkenntnistheorie (das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit; ausgewählte Positionen, z.B. Ideenlehre, Rationalismus, Skeptizismus, Empirismus, Kant, Sprachphilosophie, moderne Wissenschaftstheorie) Das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit reflektieren. Die Konzepte des naiven Realismus und des radikalen Konstruktivismus voneinander sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen (z.B. Platon, Descartes). Erkenntnis als Leistung des Geistes Ethik (z. B. Kulturrelativismus, antike Modelle für ein gelingendes Leben, Aristoteles’ Tugendethik, die Ethik Kants, die Ethik in Abgrenzung zur Ästhetik) hinter einem gesellschaftlichen Phänomen eine ethische Fragestellung sehen. sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe (z.B. das Gute, Lust, Glückseligkeit, Tugend, Pflicht, Kategorischer Imperativ, Freiheit) und Positionen (z.B. Epikur, Stoa, Aristoteles, Kant, Kierkegaard). ein aktuelles Geschehnis aufgrund verschiedener ethischer Grundpositionen beurteilen und eine eigene differenzierte und begründete Stellungnahme Einführung in die Politische Philosophie. Der Sinn der Strafe grundlegende Begriffe der politischen Philosophie (z. B. Gesetz, Gerechtigkeit, Strafe, Menschenrechte, usw.) erfassen. sich ausweisen in der Kenntnis ausgewählter Positionen zur Todesstrafe Geschichtsphilosophie (optional) Utopien als Überschreitungen des Faktischen begreifen. Metaphysik und Religion (Was darf ich hoffen? Jenseitsvorstellungen in den Religionen. Die Unsterblichkeit der Seele) religiöse Jenseitsvorstellungen und philosophischen Überlegungen zur Unsterblichkeit reflektieren. 3.Lerngebiet: Philosophische Texte Philosophische Texte verschiedener Epochen und Schwierigkeitsgrade den philosophischen Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen, diskutieren und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf ausgewählte philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten. mit verschiedenen Methoden Texte erschliessen: o Begriffsklärung, Argumentationsnachvollzug o Visualisieren (Begriffsnetz, Mindmap) o Interpretation, Einordnung, Vergleich o kritische Beurteilung Filme mit philosophischer Problematik Filme mit philosophischer Problematik 4.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Der philosophische Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden. philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. Die philosophische Erörterung in einer philosophischen Erörterung Argumente und Gegenargumente einer Position entwickeln und abwägen. 5.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophische Begriffe verwenden. philosophische Positionen verstehen und philosophische Theorien auf konkrete Probleme beziehen. Bezüge zur eigenen Lebenswelt Beurteilen philosophische Positionen beurteilen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE 1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie Alltagstheorien vs. wissenschaftliche Theorien Alltagstheorien von wissenschaftlichen Theorien anhand von Kriterien den Sinn von Alltagstheorien benennen und kritisch reflektieren. Wissenschaftliche Verfahren (z.B. Experiment, Interview, Hermeneutik) mindestens ein Verfahren darstellen, praktisch hinterfragen und ansatzweise kritisch beurteilen. einen Vorschlag zu einer Untersuchung selber erarbeiten (optional) Strömungen der Pädagogik und Psychologie (optional3) (wahlweise 3. oder 4.Klasse4) Leitideen verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen (z.B. Rousseau, Montessori, Pestalozzi, Neill) wiedergeben und miteinander vergleichen. die Leitideen von wichtigen Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Humanistische Psychologie, systemische Psychologie) wiedergeben und einige Vor- und Nachteile erkennen. 2.Lerngebiet: Allgemeine Psychologie Wahrnehmung die Bedeutung von Selektion und Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung Gesetze der visuellen Wahrnehmung (z.B. Gestaltgesetze, Konstanzgesetze, Tiefenkriterien) darstellen und ihre Bedeutung für Wahrnehmungsfehler 3 optional = möglicher, aber nicht zwingender Aspekt. 4 Wenn der Aspekt behandelt wird, kann dies in der 3. oder 4. Klasse geschehen. die psychologische Wahrnehmung und ihre Fehleranfälligkeit in sozialen Beziehungen fachlich erklären und in Fallbeispielen oder Problemstellungen Emotion/ Motivation (optional entweder Emotion/ Motivation und/oder Kognition) unterschiedliche emotionale Zustände begrifflich auseinander halten und richtig den Zusammenhang zwischen Emotion (z. B. Angst) und Verdrängung erkennen und erläutern. ausgewählte Emotionen (z.B. Aggression, Glück, Angst) in einen theoretischen Zusammenhang bringen. die Bedeutung der Emotion für die Motivation darstellen. die Auswirkungen der Motivation auf die Selektivität der Wahrnehmung erklären. Modelle der Motivation darstellen und Kognition (optional entweder Kognition und/oder Emotion/ Motivation) Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Fähigkeiten (z.B. Denken, Gedächtnis, Intelligenz) erläutern und entsprechende Konsequenzen (z.B. für die Lernstategien, Behandlung Hochbegabter) entwerfen. 3.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (1. Teil) Grundlagen der Erziehung Erziehungsnormen und Werte in ihren historischen und kulturellen Kontext die Notwendigkeit der Erziehung aus anthropologischer Sicht darstellen und anhand von Gegenentwürfen diskutieren Aufgaben der Erziehung Enkulturation, Sozialisation und Personalisation als grundlegende Aufgaben der Erziehung darstellen. Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile (optional 3. oder 4. Klasse) unterschiedliche Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile erläutern und kritisch Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln. 4.Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (1. Teil) Entwicklungspsychologische Modelle (Aufbau der Fähigkeiten) verschiedene Modelle aus den Bereichen der Entwicklungstheorie (z.B. psychosexuelle, moralische, Denk- und Bindungs-Entwicklung) die Bedeutung verschiedener Arten von Bindung für die Entwicklung des Kindes aus den Entwicklungsmodellen Konsequenzen für die Erziehung ableiten. 5.Lerngebiet: Soziale Interaktion (1. Teil) Kommunikation (optional) (wahlweise in der 3. oder 4. Klasse) Kommunikationstheorien darstellen und in Beispielen anwenden. Möglichkeiten und Grenzen des Verstehens nonverbaler Kommunikation erkennen. (optional). GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHS PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Mythos und Logos (obligatorisch) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition die Begriffe Mythos und Logos verstehen und diese beiden Begriffe auf das eigene Denken und Fühlen anwenden. Erziehung und Bildung (obligatorisch) Bildung in philosophische Kontexte einordnen (z.B. Platon, Konstruktivismus). Erziehungskonzepte erkennen und auf Beispiele anwenden. Glück (optional) verschiedenen Glücksvorstellungen, wie sie in Philosophie und Psychologie thematisiert werden, unterscheiden. Moral (optional) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition das Phänomen und den Begriff der Moral kritisch darlegen. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PHILOSOPHIE 1.Lerngebiet: Grundlegende Themen und Begriffe der Philosophie Philosophische Anthropologie (Was ist der Mensch? Verschieden Menschenbilder. Der Mensch als Kulturwesen. Der Naturzustand des Menschen) den Bezug anthropologischer Sichtweisen zum spezifischen Mensch-Sein herstellen. den Menschen im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur problematisieren. Staatsphilosophie Verschiedene Konzeptionen des Staates (z.B. bei Hobbes und Rousseau) beschreiben und miteinander vergleichen. Existenzialismus (Der Mensch als selbstbestimmtes Wesen) (optional) Den Menschen in seiner Existenzweise als sich selbst entwerfenden begreifen und problematisieren. Die Ethik Kants sich ausweisen in der Kenntnis ethischer Grundbegriffe (z.B. Tugend, Pflicht, Kategorischer Imperativ, Freiheit, das Böse, Gewissen). Erkenntnistheorie (Empirismus, Kant, Sprachphilosophie, moderne Wissenschaftstheorie) sich ausweisen in der Kenntnis erkenntnistheoretischer Grundbegriffe und Grundpositionen (z.B. Locke, Hume, Kant, Popper, Feyerabend). die Sprache als Voraussetzung der Erkenntnis und das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit reflektieren (z.B. Wittgenstein). Philosophie des Geistes und des Bewusstseins (Das Leib-Seele-Problem. Das Ich als Bewusstsein. Das Subjekt) ausgewählte Theorien über den Bezug zwischen körperlichen und geistigen Zuständen erklären. sich ausweisen in der Kenntnis ausgewählter Positionen (z.B. Platon, Aristoteles, Descartes, Locke, Hume, Kant). über die verschiedenen Manifestationen des Geistes (z.B. Bewusstsein, Ich, Leib) nachdenken. Ästhetik (Wesen und Sinn des Schönen und der Kunst) (optional) subjektive und objektive Kriterien des Empfindens von Schönheit finden und über den Sinn und Zweck der Kunst 2.Lerngebiet: Philosophische Texte Philosophische Texte verschiedener Epochen den philosophischen Fragen und Texten in beharrlicher Analyse- und Denkarbeit nachgehen, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben. ausgewählte philosophische Texte selbständig lesen, verstehen, diskutieren und kritisch interpretieren. verschiedene philosophische Texte im Hinblick auf dieselbe philosophische Fragestellung in Beziehung zueinander Methoden der Textinterpretation mit sprachlicher Sensibilität an Texte herantreten. mit verschiedenen Methoden Texte erschliessen: - Begriffsklärung, Argumentationsnachvollzug - Visualisieren (Begriffsnetz, Mindmap) - selbständige Wiedergabe - Interpretation, Einordnung, Vergleich - kritische Beurteilung Filme mit philosophischer Problematik Filme mit philosophischer Problematik 3.Lerngebiet: Methoden der philosophischen Auseinandersetzung Der philosophische Dialog die sokratische Methode der Dialogführung erklären und anwenden. philosophische Fragen und Themen im Dialog gemeinsam entwickeln. Der philosophische Essay in einem philosophischen Essay philosophische Fragen und Themen argumentativ und selbständig entwickeln und vertiefen. 4.Lerngebiet: Eigenes Philosophieren Anwenden philosophische Begriffe verwenden. philosophische Positionen verstehen und philosophische Theorien auf konkrete Problem beziehen. Bezüge zur eigenen Lebenswelt Beurteilen philosophische Positionen beurteilen. Konsequenzen philosophischer Positionen und Theorien abschätzen. Selbständiges Weiterdenken einen philosophischen Gedanken selbständig weiterführen. LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES TEILFACHS PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE 1.Lerngebiet: Grundlagen der Fachgebiete Pädagogik und Psychologie Strömungen der Pädagogik und Psychologie (optional) (wahlweise 3. oder 4. Klasse) Leitideen verschiedener Pädagoginnen und Pädagogen (z.B. Rousseau, Montessori, Pestalozzi, Neill) wiedergeben und miteinander vergleichen. die Leitideen von wichtigen Richtungen der Psychologie (z.B. Tiefenpsychologie, Behaviorismus, Humanistische Psychologie, systemische Psychologie) wiedergeben und einige Vor- und Nachteile erkennen. 2.Lerngebiet: Erziehungstheorie und Erziehungspraxis (2. Teil) Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile (wahlweise 3. oder 4. Klasse) unterschiedliche Erziehungsmassnahmen und Erziehungsstile erläutern und kritisch Beispiele aus dem Erziehungsalltag analysieren und fachlich begründete Handlungsvorschläge entwickeln. 3.Lerngebiet: Entwicklung und Persönlichkeit (2. Teil) Entwicklungspsychologische Modelle (Abbau der Fähigkeiten) (optional) verschiedene Arten der Demenz darstellen Formen der wertschätzenden Kommunikation (z.B. Validation, Integrative Validation) darstellen und in Fallbeispielen anwenden. Persönlichkeit verschiedene Persönlichkeitstheorien (z.B. Big Five, psychoanalytisches Modell, humanistischer Ansatz) in ihren Grundzügen erläutern und die Folgen für die Erziehung skizzieren. 4.Lerngebiet: Psychische Gesundheit und psychische Störungen Psychische Störungen verschiedene psychische Störungen und mögliche Faktoren bei deren Entstehung mögliche therapeutische Ansätze skizzieren. (optional) Resilienz und Gesundheitspsychologie Schutzfaktoren, Einstellungen und Verhalten darstellen, welche die Gesundheit fördern. Risikofaktoren darstellen, die der psychischen Gesundheit abträglich sind. 5.Lerngebiet: Soziale Interaktion (2. Teil) Konformität, Macht und Gehorsam Erklärungskonzepte für Konformität darstellen und an einem Beispiel erläutern. die Bedingungen für blinden Gehorsam und zivilen Ungehorsam an einem Beispiel Kommunikation (optional, wahlweise in der 3. oder 4. Klasse) Kommunikationstheorien darstellen und in Beispielen anwenden. Gruppe (optional) gruppenspezifische Prozesse erläutern und in Beispielen analysieren. Zeitgenössische Phänomene (optional) zeitgenössische Phänomene (z. B. Missbrauch, Amoklauf, Suizid) mit fachlichem Wissen darstellen. GEMEINSAME LERNGEBIETE UND FACHLICHE KOMPETENZEN DES KOMBINIERTEN SCHWERPUNKTFACHS PHILOSOPHIE / PÄDAGOGIK / PSYCHOLOGIE Menschenbilder (obligatorisch) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition verschiedene Menschenbilder ideengeschichtlich erkennen, einordnen und kritisch beurteilen. Psychische Störungen (obligatorisch) Psychische Störungen kritisch in ihrem gesellschaftlichen Kontext philosophisch, pädagogisch/ psychologisch hinterfragen. Psychische Störungen in ihrer Machtproblematik hinterfragen. (optional) Kultur (optional) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition Kultur problematisieren. Aufklärung (optional) die Aufklärung sowohl philosophisch als auch psychologisch/pädagogisch in Bezug auf deren Errungenschaften und Auswirkungen erläutern. Macht (optional) in der Auseinandersetzung mit exemplarischen Texten der philosophischen und pädagogischen und / oder psychologischen Tradition Machtverhältnisse hinterfragen. Physik Grundlagenfach Wochenlektion 0 2 2 2 Der physikalische Aspekt der Naturwissenschaften wird im Grundlagenfach Physik aufgenommen. Dabei wird allgemeinbildendes Wissen aus der Physik unter naturwissenschaftlich experimenteller Vorgehensweise vermittelt. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Das Grundlagenfach Physik fördert besonders ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte sprechen Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen Physik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip erleben Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Physik einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis physkalischer Begriffsbildungen, physikalischer Resultate und Verfahren. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. Die Querverbindungen zwischen Physik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen physikalische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw. Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Physik. 1.Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Zehnerpotenzen & Dezimalvorsätze Dezimalvorsätze in Zehnerpotenzen umwandeln und umgekehrt. Signifikante Ziffern die Genauigkeit einer Berechnung abschätzen und Resultate mit sinnvoller Genauigkeit angeben. Naturwissenschaftliche Methode zur Erkenntnisgewinnung die naturwissenschaftliche Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen erklären Phys. Grössen und Einheiten physikalische Grössen und Einheiten 2.Lerngebiet: Mechanik (Bewegungslehre) Gleichförmige Bewegung Gleichförmige Bewegungen mathematisch beschreiben. Gleichförmige Bewegungen messtechnisch erfassen. Diagramme erstellen, korrekt beschriften und sinnvoll skalieren. aus einer Aufgabenstellung Gleichungen ableiten und lösen. Gleichmässig beschleunigte geradlinige Bewegung Gleichförmig beschleunigte Bewegungen mathematisch beschreiben. Gleichförmig beschleunigte Bewegungen messtechnisch erfassen. Diagramme erstellen, korrekt beschriften und sinnvoll skalieren. die Bedeutung der Steigung und der Fläche des Graphen einer Funktion aus einer Aufgabenstellung Gleichungen ableiten und lösen. Mittlere Geschwindigkeit (Differenzenquotient) und Momentangeschwindigkeit (Differenzialquotient) die mittlere Geschwindigkeit aus dem v-t Diagramm ablesen. Phys. Grössen und Einheiten physikalische Grössen und Einheiten 3.Lerngebiet: Mechanik (Ursachen der Bewegung) Masse / Trägheit den Effekt der Trägheit in Alltagssituationen erklären. Newton’sche Gesetze den Zusammenhang zwischen dem Bewegungszustand und den wirkenden Kräften herstellen. Kräfte als Vektoren Kräfte als vektorielle Grössen handhaben. den Zusammenhang zwischen der Verformung einer Feder und der wirkenden Kraft erklären. statische und dynamische Anwendungen im Alltag in Experimenten Kräfte und ihre Wirkungen untersuchen. 4.Lerngebiet: Mechanik (Erhaltungssätze) Arbeit, Energie und Leistung die Begriffe Arbeit, Leistung, Energie die verschiedenen Einheiten der Energie ineinander umrechnen. in Experimenten die verrichtete Arbeit Energie- und Impulserhaltung die Erhaltung der Energie in konkreten Situationen formulieren. in konkreten Situationen die Wirkung der Impulserhaltung erkennen (und in Berechnungen berücksichtigen). Wirkungsgrad den Wirkungsgrad einer Maschine 1.Lerngebiet: Mechanik (Kreisbewegung) Kinematische Grössen der Kreisbewegung die Bewegung eines Körpers auf einer Kreisbahn beschreiben. Zentripetalbeschleunigung und -kraft die Dynamik einer Kreisbewegung mithilfe der Zentripetalkraft erklären. Gesetzmässigkeiten erläutern. 2.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Elektrizität) Ladung, Spannung, Strom bestimmen, ob ein Körper elektrisch geladen ist. die Bedeutung von Spannung und Strom anhand einer Analogie erklären. die historische und kulturelle Bedeutung der Elektrifizierung verstehen. Ohmscher Widerstand, Kondensatoren und serielle und parallele Schaltungen Ersatzwiderstände von Schaltungen Schaltungen aufbauen und ausmessen erklären, was eine Kennlinie ist. Elektrische Leistung Die konsumierte Leistung einer Schaltung Elektrisches Feld und Coulombgesetz die Kräfte zwischen Punktladungen mit Hilfe des Coulombgesetzes berechnen. den Feldbegriff erklären. ein elektrisches Feld grafisch darstellen. 3.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Magnetismus) Magnetfeld, Permanentmagnet und Erdmagnetfeld Das Magnetfeld eines Permanentmagneten skizzieren. das Erdmagnetfeld skizzieren. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von el. und magnet. Feldern angeben. Magnetisches Feld um einen stromführenden Draht und in einer Spule, Rechte-Hand-Regel das Magnetfeld um einen stromführenden Draht darstellen und quantifizieren. das Magnetfeld um eine Spule darstellen und quantifizieren. Kraft auf bewegte Ladungen und Ströme, Drei-Finger-Regel Betrag und Richtung der Lorentzkraft ausgewählte Phänomene/technische Anwendungen (z.B. Elektromotor) qualitativ erklären. die gefundenen Gesetzmässigkeiten 4.Lerngebiet: Elektromagnetismus (Induktion) Induktion Kraft, Magnetfeld und induzierte Spannung in Beziehung bringen. Generatoren und Drehstrom Die technische Realisierung der Induktion zur Spannungserzeugung beschreiben (Generatoren). Vor- und Nachteile der Wechselpannung gegenüber der Gleichspannung abwägen. Transformatoren Spannungsumwandlungen mittels Tranformatoren verstehen und 5.Lerngebiet: Periodische Vorgänge (Schwingungen) Grundbegriffe zur Beschreibung periodischer Vorgänge Begriffe der Frequenz, Winkelgeschwindigkeit, Amplitude und Phase korrekt verwenden. Bewegungsgleichung des harmonischen Oszillators Extrema für y, v und a in Diagrammen identifizieren. Schwingungen in Diagrammen Fadenpendel und Federpendel die Beziehung zwischen der Schwingungsdauer und den charakteristischen Grössen eines Oszillators angeben das Resonanzphänomen erklären. die gefundenen Gesetzmässigkeiten 1.Lerngebiet: Periodische Vorgänge (Wellen) Longitudinal- und Transversalwellen zwischen Longitudinal- und Transversalwellen unterscheiden und kennen je ein Beipiel aus dem Alltag. den Unterschied zwischen Wellen und Schwingungen erklären. Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz Wellen mathematisch beschreiben. Wellengeschwindigkeit die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben. Wellenphänomene: Interferenz und Beugung Beugung und Interferenz mit korrekter Fachsprache erklären. die gefundenen Gesetzmässigkeiten 2.Lerngebiet: Thermodynamik Druck und Temperatur den Begriff der Temperatur auf mikroskopischer Ebene korrekt Methoden zur Temperaturmessung Temperaturangaben von Celsius in Kelvin umrechnen und umgekehrt. Wärme die Begriffe Wärme und Temperatur Wärmekapazität & Phasenübergänge die Grössenordnungen der Wärmemengen für Schmelzen, Erwärmen und Verdampfen von Wasser benennen. Ideale Gase und Hauptsätze der Wärmelehre p, V und T eines idealen Gases in Beziehung setzen und Zustandsänderungen in Diagrammen darstellen. 3.Lerngebiet: Technik (Wärmearbeitsmaschinen) Wärmearbeitsmaschinen und thermodynamischer Wirkungsgrad die kulturelle und politische Bedeutung der Wärmearbeitsmaschinen die Umsetzung von Wärme in Arbeit in Kreisprozessen erklären. die gefundenen Gesetzmässigkeiten die ökologische Bedeutung von Wärmearbeitsmaschinen abschätzen. Wärmearbeitsmaschinen im Kontext der Energieversorgung einbetten und die Bedeutung von alternativen Energieformen erkennen. 4.Lerngebiet: Neuere Physik (Physik des 20. Jahrhunderts) Kernphysik die 3 Strahlungsarten sowie die Einheiten für die wichtigsten Messgrössen in der Dosiemetrie erklären. Spezielle Relativitätstheorie die Grundidee der nuklearen Energiegewinnung aufgrund der Energie-Masse-Beziehung erklären. die Bedeutung der SRT für das wissenschaftliche Weltbild abschätzen. Quantenphysik an Beispielen die Aussagen der Quantenphysik erklären. Halbleiterphysik die Eigenschaften eines Halbleiters Physik Ergänzungsfach Die Physik erforscht die experimentell erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen der Natur. Der Unterricht im Ergänzungsfach Physik soll den Unterricht im Grundlagenfach Physik erweitern und vertiefen. Insbesondere soll den interessierten Schülerinnen und Schülern der Einstieg in ein naturwissenschaftliches Studium erleichtert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen vermehrt selbständig und beherrschen den praktischen Umgang mit Messgeräten sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten. Es werden Themen ausgewählt, welche im Grundlagenfach Physik nicht behandelt werden. Das Ergänzungsfach Physik fördert besonders komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduzieren und mathematisch formalisieren Grössenordnungen richtig abschätzen und Resultate auf Plausibilität prüfen komplexe Sachverhalte verständlich formulieren können IKT-Kompetenzen: Computer als Werkzeug zur Simulation und Modellbildung kompetent einsetzen rechnergestützte Datenerfassung und Datenauswertung anwenden können Neugierde zeigen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen und Phänomene. 1.Lerngebiet: Naturwissenschaftliche Arbeitsmethodik – Experimentelle Physik (Dieses Lerngebiet ist integraler Bestandteil aller anderen Lerngebiete) Experimentelle Physik Experimente von der Planung bis zur Auswertung durchführen. die Unsicherheit eines Resultats mithilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. Mathematische Werkzeuge die Differenzialrechnung und die Integralrechnung in ausgewählten physikalischen Problemen anwenden. 2.Lerngebiet: Mechanik Fluidmechanik technische Berechnungen aus der Fluiddynamik durchführen. Starrer Körper das Hebelgesetz in konkreten Situationen die an einem Körper wirkenden Drehmomente sowie ihre Wirkung 3.Lerngebiet: Elektrizität Elektrisches Potenzial den Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischem Potenzial Induktion das Induktionsphänomen erklären. technische Anwendungen der Induktion Elektronik elektronische Schaltungen analysieren. ausgewählte technische Anwendungen der Elektronik erklären. 4.Lerngebiet: Wärmelehre Wärmetransport die verschiedenen Wärmetransportmechanismen erklären. Beipiele des Wärmetransports in der Natur erklären (z.B. Atmosphäre). technische Anwendungen des Wärmetransports erklären (z.B. Architektur ). Kinetische Gastheorie Zusammenhänge zwischen Eigenschaften der Gasteilchen und thermodynamischen Grössen wie Druck und Temperatur erklären. 5.Lerngebiet: Neuere Physik Quantenphysik die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien beschreiben. die Bedeutung des Photoeffekts die Elektronenbeugung mittels der Hypothesen von De Broglie erklären. Limitierungen der Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation abschätzen. Spezielle Relativitätstheorie erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt. die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen. Minkowski-Diagramme zeichnen und die historische und kulturelle Bedeutung der Formel E=mc² die Bedeutung des relativistischen Dopplereffekts für die Astronomie Astronomie / Astrophysik kennen ausgewälte Probleme der Himmelsmechanik und deren technische Anwendungen (z.B. GPS). können die Energiegewinnung in Sternen erklären. können Hertzsprung-Russel- Diagramme korrekt interpretieren. Kern- und Teilchenphysik die unterschiedlichen Arten radioaktiver Strahlung erklären. ausgewälte Anwendungen der Kern- und Teilchenphysik erklären. 6.Lerngebiet: Technik Schwingungen und Wellen die Differenzialgleichung des harmonischen Oszillators lösen. Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben. den Unterschied zwischen Wellen und Schwingungen aufzeigen. Aktuelle Entwicklungen in der Technik ausgewählte aktuelle technische Entwicklungen verstehen. Physik und Anwendungen der Mathematik Schwerpunktfach Die enge Verbundenheit von Mathematik und Physik wird im Schwerpunktfach aufgenommen. Dabei vertieft sich das allgemeinbildende Hintergrundwissen in der Physik, in der Mathematik und in der naturwissenschaftlichen, experimentellen Vorgehensweise. Das abstrakte und logische Denken wird speziell gefördert, das Vertrauen in das eigene Denken gestärkt. Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik fördert besonders ausdauernd, konzentriert und zuverlässig arbeiten den Grad an Sicherheit von Aussagen kritisch beurteilen wissen, wie Vermutungen entstehen und überprüft werden können Klarheit gewinnen, was beweisende und widerlegende Argumente sind und dass die Sicherheit von Aussagen stets relativ zu den im System vereinbarten Axiomen und Regeln sind wissenschaftlichem Denken verpflichtet sein vorurteilslos auf Argumente anderer eingehen und diese kritisch überprüfen andere bei der Suche nach Einsicht und wichtigen Erkenntnissen tatkräftig unterstützen eine universelle, unzweideutige und streng formalisierte Sprache anwenden Umgangssprache in Formelsprache umwandeln und korrekt und verständlich über abstrakte Sachverhalte sprechen Praktische Fähigkeiten und IKT-Kompetenzen: unterstützende Technologien sinnvoll einsetzen Informatikmittel (z.B. graphikfähige Taschenrechner, Computer), Formelsammlungen und Algorithmen für numerische Verfahren und zu Simulationszwecken sicher einsetzen Physik als Problemlösungsmethode, als Instrument zur Modellierung von Ausschnitten der Wirklichkeit, als Wissenschaft zur Erarbeitung von Lösungen zu Praxisproblemen und als ästhetisches Prinzip erleben Bereitschaft gewinnen, sich auf Probleme der Physik einzulassen und sie mit Einfallsreichtum, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen zu lösen Zur Leistungsbewertung sind vor allem die schriftlichen Prüfungen massgebend. Mündliche Beiträge und die Bearbeitung von Aufträgen können ebenfalls in die Bewertung einfliessen. Verschiedene Kompetenzen werden zur Leistungsbewertung beigezogen: Die kulturwissenschaftliche Kompetenz (Wissen) besteht in einem Verständnis mathematischer Begriffsbildungen, mathematischer Resultate und Verfahren. Die algorithmische Kompetenz (Rechnen) besteht darin, mathematische Verfahren zu beherrschen. Die argumentative Kompetenz (Beweisen) besteht darin, Demonstrationen, Argumentationen und Beweise anderer verstehen und selbst hervorbringen zu können. Die Problemlösungskompetenz (Textaufgaben) besteht darin, Problemsituationen durch den Einsatz von Mathematik meistern zu können. Die Querverbindungen zwischen Mathematik und allen Naturwissenschaften sind zahllos; überall kommen mathematische Formalisierungen, Modellbildungen, Simulationen und Berechnungen zur Anwendung. Beispiele: Datenanalyse, Regression, Schwingungen, Optimierung, Wachstum und Zerfall, Reaktionskinetik, CAD, dynamische Systeme, usw. Auch zu nicht-naturwissenschaftlichen Fächern gibt es vielfältige Querbezüge. Beispiele: Töne und Klangsynthese, Kunst und Architektur, Darstellung räumlicher Objekte, Statistische Analysen, Grammatiken, Logik und Philosophie, historisch-originale Begegnungen, Algorithmen in den unterschiedlichsten Bereichen, usw. Massnahmen zum geschlechtergerechten Unterricht Gerade junge Männer sind oft mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und sollen im sonst sprachlich ausgerichteten Gymnasium gezielte Förderung erhalten. Jungen Frauen wird klar gemacht, dass sie den Männern ebenbürtige Leistungen erbringen können, wenn sie sich nicht das Vorurteil zueigen machen, sie seien prinzipiell schlechter in Mathematik. Die Lerngebiete der 3. und 4. Klasse können vertauscht werden, wenn die 3. und 4. Klasse in einem gemeinsamen Kurs unterrichtet werden. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Physik 1.Lerngebiet: Grundlegende Methoden und Werkzeuge Analyse von Problemstellungen aus Natur eine komplexe Aufgabenstellung mit und Technik (obligatorisch) Mitteln der Mathematik (z. B. Analysis) formalisieren. Wissensbeschaffung und Umgang mit Medien (obligatorisch) sich selbständig Kenntnisse zu einem Themenkreis erarbeiten. Experimente und Datenanalyse anspruchsvolle Experimente planen und aufbauen Messgeräte zweckmässig einsetzen (z.B. Oszilloskop, Multimeter, Interfaces, Sensoren). Methoden zur Auswertung und Darstellung von Daten sinnvoll die Unsicherheit eines Resultates mit Hilfe der Fehlerfortpflanzung ermitteln. 2.Lerngebiet: Mechanik – Impulse und Stösse Impuls, Impulserhaltung (obligatorisch) die Impulserhaltung benützen, um zentrale und nicht zentrale Stossvorgänge zu beschreiben und zu Kraftstoss (obligatorisch) den Zusammenhang zwischen Kraft und Impuls mathematisch beschreiben. Elastische und inelastische Stösse die physikalischen Gesetze bei Stossvorgängen experimentell 3.Lerngebiet: Mechanik – Starrer Körper Drehmoment (obligatorisch) den Schwerpunkt eines starren Körpers Drehimpuls, Drehimpulserhaltung Drehbewegungen und deren Ursachen in konkreten Situationen beschreiben und berechnen. Rotationsenergie (obligatorisch) Energiesatz auf starre Körper anwenden. Kreisel (obligatorisch) die Bewegungen von Kreiseln erklären und experimentell untersuchen. 4.Lerngebiet: Neuere Physik - Relativitätstheorie Relativität der Gleichzeitigkeit erklären, weshalb es keine absolute Gleichzeitigkeit gibt. Zeitdilatation und Längenkontraktion die relativistischen Effekte auf bewegte Körper berechnen. Minkowski-Diagramme (optional) Minkowski-Diagramme interpretieren. Lorentz-Transformation (obligatorisch) die Lorentztransformation anwenden. relativistische Beschreibung von Energie und Impuls (obligatorisch) die Beziehung zwischen Gesamtenergie, Impuls und Ruheenergie mit dem rechtwinkligen Dreieck darstellen. Relativistischer Dopplereffekt (optional) die Rotverschiebung erklären und Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Anwendungen der Mathematik 1.Lerngebiet: Lineare Algebra Matrizen (obligatorisch) erklären, was Matrizen sind. Matrizen nach den Begriffen Einheitsmatrix, Dreiecksmatrix, Diagonalmatrix, transponierte Matrix, reguläre Matrix unterscheiden. Matrizen zur Lösung angewandter Aufgaben einsetzen, z.B. stochastische Prozesse, Populationsentwicklungen. Matrixoperationen (obligatorisch) Matrizen addieren, multiplizieren, invertieren und deren Rang angeben. Determinanten (obligatorisch) die Rolle der Determinante bei der Matrixinversion erklären. Eigenwerte und Eigenvektoren (obligatorisch) Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen bestimmen und deuten. lineare Gleichungssysteme (obligatorisch) Matrizen zum Lösen von linearen Gleichungssystemen einsetzen. affine Abbildungen (obligatorisch) erklären, was eine affine Abbildung ist. Affinitäts-, Ähnlichkeits- und Kongruenzabbildungen mithilfe von Matrizen beschreiben. Fixpunkte und Fixgeraden (obligatorisch) Fixpunkte und Fixgeraden einiger Affinitäten bestimmen. orthogonale Matrizen (optional) orthogonale Matrizen erkennen. 2.Lerngebiet: weitere Anwendungen – Funktionen mehrerer Variabeln graphische Darstellung (obligatorisch) graphische Darstellungen von Funktionen mehrerer Variablen Ableitungen (obligatorisch) partielle und totale Ableitungen berechnen und graphisch Integrale (obligatorisch) Mehrfachintegrale ausrechnen, etwa um Volumina zu bestimmen. 3.Lerngebiet: weitere Anwendungen - Reihenentwicklungen Potenzreihen (obligatorisch) Funktionen in Potenzreihen entwickeln. Taylorreihen (obligatorisch) Funktionen in Taylorreihen entwickeln. Konvergenzradius (obligatorisch) die Bedeutung des Konvergenzradius Näherungspolynome (obligatorisch) Näherungspolynome für Funktionen Fourierreihen (optional) das Prinzip der Fourierreihen zur Beschreibung periodischer Bewegungen erläutern. Fourierkoeffizienten einiger Signale berechnen, z.B. Dreiecks- oder Rechtecksspannung. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Physik und Anwendungen der Mathematik 1.Lerngebiet: Elektromagnetismus Potenzial (obligatorisch) das Potenzial für einige Spezialfälle Gauss-Gesetz (obligatorisch) das elektrische Feld ausgewählter Ladungsverteilungen berechnen. Kondensatoren (obligatorisch) erklären, wie ein Kondensator Ladung bzw. Energie speichert. mithilfe von Diagrammen und Differentialgleichungen berechnen, wie sich ein Kondensator auf- und entlädt. Kirchhoff-Gesetze (obligatorisch) elektrische Netzwerke mithilfe der Kirchhoff-Gesetze berechnen. Lorentzkraft als Vektorprodukt Kräfte auf stromdurchflossene Leiter im Magnetfeld ermitteln. Induktion, Selbstinduktion (obligatorisch) In einigen konkreten Situationen induzierte Ströme und Spannungen Schwingkreise (obligatorisch) Schwingkreise erkennen und Halbleiterelemente (optional) Funktion und Anwendung von Halbleiterelementen beschreiben. 2.Lerngebiet: Gravitation Gravitationsfeld (obligatorisch) den Zusammenhang zwischen Gravitationspotential und -kraft mithilfe der Differentialrechnung herleiten. Kosmische Geschwindigkeiten (obligatorisch) die kosmischen Geschwindigkeiten und Daten von geostationären Satelliten herleiten. Berechnung von Satellitenbahnen (obligatorisch) mittels iterativem Rechenverfahren aus dem Gravitationsgesetz die Bahnkurven von Satelliten berechnen. Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Physik 1.Lerngebiet: Technik – Wellen Longitudinal- und Transversalwellen (obligatorisch) den Unterschied zwischen Wellen und Schwingungen erklären. Begriffe wie Wellenlänge und Frequenz Wellen mathematisch beschreiben. Wellengeschwindigkeit (obligatorisch) die Licht- und die Schallgeschwindigkeit angeben. Wellenphänomene: Interferenz und Beugung Beugung und Interferenz mit korrekter Fachsprache erklären. 2.Lerngebiet: Technik - Akustik Stehende Wellen (obligatorisch) stehende Wellen mathematisch Musikinstrumente (obligatorisch) die Funktionsweise von Musikinstrumenten erklären. Schall (obligatorisch) akustische Wahrnehmungen mithilfe von Schallstärke und -pegel erklären. Dopplereffekt (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten 3.Lerngebiet: Technik - Strömungslehre Laminare und turbulente Strömung (obligatorisch) bestimmen, ob eine Strömung laminar oder turbulent ist. Gleichung von Bernoulli (obligatorisch) den Druck und die Geschwindigkeit in einer Strömung berechnen. das Phänomen des dynamischen Auftriebs erklären. Gesetz von Toricelli (obligatorisch) das Phänomen des dynamischen Auftriebs erklären. Aerodynamischer Auftrieb (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten 4.Lerngebiet: Neue Physik - Quantenphysik Strahlungsgesetze (obligatorisch) die Strahlungsphänomene mithilfe der Gesetze von Kirchhoff, Planck und Wien beschreiben. Photoeffekt & Wirkungsquantum (obligatorisch) die kulturelle und physikalische Bedeutung des Photoeffekts erklären. Comptoneffekt (obligatorisch) die Compton-Wellenlänge des Elektrons bestimmen. Materiewellen (optional) Materiewellen erklären. Unschärferelation (optional) die Genauigkeit eines Messvorgangs aufgrund der Unschärferelation ab- Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des Teilgebiets Anwendungen der Mathematik 1.Lerngebiet: weitere Anwendungen – sphärische Geometrie Geometrie auf der Kugel (obligatorisch) die Unterschiede zwischen sphärischer und Euklidischer Geometrie benennen. sphärische Trigonometrie (obligatorisch) Winkel und Längen von Kugeldreiecken nautische Probleme (optional) einige nautische Probleme lösen, z.B. Abstandsberechnungen, Kurswinkel, Zielkoordinaten, Fahrtdauer. 2.Lerngebiet: Differentialgleichungen Definition (obligatorisch) erklären, was eine Differentialgleichung Differentialgleichungen nach den Begriffen gewöhnlich, homogen, Ordnung, Grad unterscheiden. Interpretation (obligatorisch) einsehen, dass eine Gleichung auch Funktionen als Lösungen haben kann. lineare Differentialgleichung erster und zweiter Ordnung (obligatorisch) lineare Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten einige lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung lösen. in einfachen Problemstellungen die Methode der Variablenseparation und die Methode der Variation der Konstanten anwenden. Richtungsfeld und Kurvenschar geeignete Differentialgleichungen mit Richtungsfeldern geometrisch approximatives Lösungsverfahren einen Algorithmus angeben, der ein Anfangswertproblem näherungsweise löst. Modellbildung (obligatorisch) einige Probleme aus der Physik oder aus anderen Wissenschaften mithilfe von Differentialgleichungen darstellen und lösen. erklären, dass viele Vorgänge in der Natur und in der Gesellschaft mit Hilfe von Differentialgleichungen beschreibbar sind. einsehen, dass bei der Modellierung der Wirklichkeit Vereinfachungen notwendig sind. 3.Lerngebiet: komplexe Zahlen i (obligatorisch) die komplexe Einheit definieren. kartesiche Koordinaten und Polarkoordinaten verschiedene Schreibweisen für komplexe Zahlen verwenden. Gausssche Zahlenebene (obligatorisch) komplexe Zahlen in der Gaussschen Zahlenebene darstellen. Grundoperationen (obligatorisch) die Grundoperationen auf die komplexen Zahlen anwenden und geometrisch interpretieren. Einheitswurzeln (obligatorisch) im Komplexen Wurzeln berechnen. Gemeinsame Lerngebiete und fachliche Kompetenzen des kombinierten Schwerpunktfaches Physik und Anwendungen der Mathematik 1. Lerngebiet: Mechanik - Schwingungen Differenzialgleichung des harm. Oszill. (obligatorisch) harmonische Oszillatoren mathematisch beschreiben. Federpendel (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten anwenden und experimentell Fadenpendel (obligatorisch) die gefundenen Gesetzmässigkeiten anwenden und experimentell Gedämpfte und erzwungene Schwingungen, Resonanz (obligatorisch) das Resonanzphänomen erklären. Physikalisches Pendel (obligatorisch) Die Grundlagen des harmonischen Oszillators auf starre Körper Akustik (optional) akustische Wahrnehmungen mithilfe von Schallstärke und -pegel erklären. Fourieranalyse und –synthese (optional) von komplizierteren Schwingungen eine Fourieranalyse durchführen und diese interpretieren. Religionslehre Ergänzungsfach Wochenlektion - - - 4 Motive und Ziele von religiösen Handlungen verstehen sich mit unterschiedlichsten religiösen bzw. weltanschaulichen Traditionen selbständig und kritisch auseinandersetzen sich mit nicht abschliessend zu ergründenden Themen auseinandersetzen und ihnen mit Ausdauer nachgehen Texte analysieren und einordnen Möglichkeiten und Grenzen symbolischer und ritueller Sprache wahrnehmen Respekt, Toleranz und Dialogbereitschaft gegenüber Religionen und Kulturen aufbringen sich auf unterschiedliche Lebensdeutungen und -praxen einlassen sich in der postmodernen, multikulturellen und multireligiösen Welt orientieren und verantwortungsbewusst leben verschiedene Lern- und Arbeitstechniken effizient anwenden Recherchen durchführen und Informationsquellen auf ihre Verlässlichkeit beurteilen Informationen unter Nutzung der elektronischen Geräte und Präsentationsprogramme unter Einhaltung der Urheberrechte inhaltlich und formal korrekt präsentieren im Zeitalter der medialen Vermittlung Filmdokumente und Bilder nicht als Wirklichkeit, sondern als Interpretation von Wirklichkeit erkennen das eigene Leben in seiner Komplexität mit religiösen Elementen wahrnehmen und zu einer eigenständigen Sicht von Welt und Gesellschaft gelangen Querverbindungen Bildnerisches Gestalten: sakrale Kunst, Kirchenbau, Symbole, Religiöse Inhalte in der Kunstgeschichte, Mythen Geographie: Dritte Welt-Problematik, Globalisierung, Weltbilder, Verbreitung der Religionen Geschichte: Quelleninterpretation, Staat und Kirche, Reformation, christliche Menschenrechte, Shoa (Holocaust),Martin Luther King, Befreiungs-Bewegungen, Ausbreitung des Islam/Osmanisches Reich/Islamismus, Israel – Palästina Konflikt, Macht von Symbolen Philosophie: Atheismus und Religionskritik, Wissen und Glauben, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Mythos und Logos, religiöses Sprachverständnis, Metaphysik, Ethik Pädagogik/Psychologie: Symbol, Individuation und Sozialisation, Tiefenpsychologie und Weltbilder, Sinnfrage, Religionskritik, Grenzerfahrungen Angaben zur Leistungsbewertung Mindestens zwei grössere schriftliche Leistungsnachweise pro Semester. Die Lehrperson hat die Möglichkeit, weitere Elemente für die Leistungsbewertung miteinzubeziehen: mündlichen Vortrag, mündliche Prüfung, kleinere schriftliche Arbeiten, Projekt- und Gruppenarbeiten etc. Diese weiteren Elemente dürfen max. 50 % der Semesternote ausmachen. Spezifische Interessen der Schülerinnen und Schüler können mit einem mündlichen Vortrag zu einer selbst gewählten religiösen Fragestellung berücksichtigt und benotet werden. Didaktisch – methodische Hinweise Exkursionen wie z. B. Besuch einer Moschee, Synagoge, eines buddhistischen Tempels, Teilnahme eines Rituals als Beobachter etc. Gespräche mit Experten 1.Lerngebiet: Religion und Kultur Religionsbegriff den Begriff Religion etymologisch herleiten, inhaltlich problematisieren und vor diesem Hintergrund ihr eigenes Religionsverständnis reflektieren. Religion als Grundphänomen der Menschheitsgeschichte verstehen. unterschiedliche Zugänge zur Religion wahrnehmen und beschreiben. Begriffe wie Animismus, Monotheismus und Polytheismus verstehen und den entsprechenden Religionen zuordnen. die eigene religiöse und weltanschauliche Sozialisierung kritisch reflektieren und den eigenen religiösen und weltanschaulichen Standpunkt begründen und vertreten. positive und negative Erfahrungen mit Religion bewusst machen und die klassische Positionen der Religionskritik wie z. B. von Feuerbach, Marx und Freud, einschätzen und Religiöse Phänomene bestimmte Gegenwartserscheinungen als religiöse Phänomene identifizieren. religiöse oder quasireligiöse Elemente im öffentlichen Raum als solche wahrnehmen und einordnen. die verschiedenen Dimensionen von Religion unterscheiden. Kult und Ritus als eine Dimension von Religion wahrnehmen und im religiösen Alltag in der Schweiz erkennen. Religiöse, philosophische und naturwissenschaftliche Sprache begründen, warum Religion symbolische Sprache verwendet. religiöse Symbolsprache im eigenen Alltag erkennen und im religiösen, künstlerischen oder psychologischen Kontext verstehen, deuten und die Bedeutung und Eigenart mythologischer Texte erkennen und diese von Texten mit historischem oder wissenschaftlichem Anspruch den Unterschied zwischen religiösen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen Religion und Staat die Rolle der Religion in Politik und Gesellschaft analysieren. stereotype Vorurteile gegenüber Religionen hinterfragen. den Anteil kultureller und religiöser Hintergründe von politischen Konflikten Diskriminierungen wie z. B. der latente Antisemitismus in ihrer Bedeutung für die Gegenwart einordnen. die religiösen Prägungen von säkularen Gesellschaften verstehen (z.B. der chinesischen vom Konfuzianismus und Taoismus, das christliche Abendland). die Entstehung der Menschenrechte Menschenbild und Ethik die Zusammenhänge zwischen ethischen Wertvorstellungen und dem entsprechenden Menschen- und Weltbild die kulturelle, historische und religiöse Verankerung von Normen, Werten und Regeln erkennen. unterschiedliche ethische Modelle wie z. B. Nutzenethik, Verantwortungsethik und Prinzipienethik analysieren. ethische Dilemmata analysieren und Lösungsvarianten formulieren. aktuelle ethische Probleme und Fragestellungen im Licht unterschiedlicher ethischer Ansätze Grundbausteine einer christlichen Ethik darlegen (Dekalog, Doppelgebot der Liebe, Goldene Regel) und mit den ethischen Grundsätzen anderer Religionen vergleichen. die Herausforderung neuer ethischer Fragestellungen für die Religionen 2.Lerngebiet: Weltreligionen Sinn- und Existenzfragen die Sinnfrage als wesentliche Frage menschlicher Existenz erkennen und das Ringen um Antworten auf die Sinnfrage Existenzfragen, die für sie und für andere religiöse Bedeutung haben, formulieren. Urfragen der Menschen auf eine mögliche Relevanz für das eigenen Leben überprüfen. sich mit der eigenen Selbst- und Weltdeutung auseinandersetzen und diese in Frage stellen lassen. in heutigen religiösen Konzepten Phänomene der klassischen Religionen wiedererkennen und kritisch hinterfragen. Elementare Aussagen religiöser Traditionen wesentliche Elemente religiöser Tradition wiedergeben, z.B. o Animismus in ethnischen Religionen o Monotheismus o Bundesgedanke o Prophetie o Toraverständnis im Judentum o die Trinität o Jesus als Christus o der Gottesreichsgedanke im Christentum o die Fünf Säulen und weitere Kernelemente des Islams o die Vorstellung der Wiedergeburt und das Kastensystem im Hinduismus o die Bedeutung von Buddha, der Mönchsgemeinschaft (Sangha) und der Lehre (Dharma) im Buddhismus Religionsstifter die Person von Religionsstiftern in ihrem historischen Kontext einbetten, von ihrer theologischen Deutung abgrenzen und in ihrer Bedeutung für die eigene Religion Interpretation von Heilige Schriften verschiedene wichtige Texte den jeweiligen Religionen zuordnen. sich in heiligen Schriften zurechtfinden. unterschiedliche Zugänge zu den heiligen Schriften in den jeweiligen Religionen nachvollziehen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen. ihre subjektiven Interpretation von religiösen Texten mit denjenigen von andern vergleichen. die Schwierigkeiten und Kriterien für die Übersetzung religiöser Texte in eine andere Sprache einschätzen und die Situationsbezogenheit religiöser Texte erkennen, die Schlüsse für eine zeitgemässe Auslegung daraus ziehen und unterschiedliche Interpretationsansätze schematisch Christentum - Kirchengeschichte grundlegende Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Trennendes der einzelnen Konfessionen und christlichen Gruppierungen darstellen. Religiöse Sondergruppen und -formen traditionelle Religionen von religiösen Sondergruppen und -formen die Definitionsproblematik erkennen und Beurteilungskriterien für sektiererische Organisationen entwickeln. die Mechanismen von totalitären. religiösen Gruppierungen erkennen. die Eigenheiten von religiösem Fundamentalismus beschreiben. Religiöse Riten ausgewählte religiöse Feiertage charakterisieren und den ursprünglichen Sinn verstehen. die spezifische religiöse Architektur mit der nötigen Offenheit und zugleich kritischen Distanz der religiösen Praxis fremder Religionen begegnen und eine eigene Position formulieren. Jenseits- und Ewigkeitsvorstellungen wahrnehmen und in den religiösen Kontext einordnen. Geographische und numerische Verbreitung die geographische und numerische Verbreitung der Religionen benennen. Interreligiöser Dialog Übereinstimmungen, Parallelen wie Unterschiede zwischen den Weltreligionen feststellen und aufzeigen. gemeinsame Anliegen sowie trennende Lehrinhalte zwischen den verschiedenen Weltreligionen bezeichnen. sachlich differenziert und respektvoll einen Dialog zu kontroversen religiösen Themen führen, eine Gesprächskultur herstellen und pflegen. Stärken und Schwächen der verschiedenen Religionen für die Verbreitung in der globalen Welt aus religiösen Vorstellungen persönliche Konsequenzen für ihren eigenen Umgang mit Menschen aus andern Kulturen Spanisch Schwerpunktfach Wochenlektion 3 6 6 Das Schwerpunktfach Spanisch baut auf dem Freifach auf. Die Wochenlektionen entsprechen in der 2. Klasse dem Kurs „Freifach Spanisch“. Das Schwerpunktfach Spanisch fördert besonders durch Sprache Identität, Überzeugungen und Interessen reflektieren die eigenen weltanschaulichen Horizonte erweitern und das eigene Weltverständnis relativieren die eigenen Stärken und Schwächen der Sprachkompetenz erkennen und das Lernen entsprechend gestalten die allgemeine Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Toleranz in Gesprächssituationen mit der spanischen Sprache kreativ umgehen die spanische Sprache als Verständigungsbrücke zwischen der Schweiz und Spanien, zwischen Europa und dem spanischsprachigen Amerika nutzen wichtige Strukturunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Spanischen erkennen und erklären Bibliotheksrecherchen selbstständig und kompetent vornehmen Online-Wörterbücher gezielt nutzen mit Ton- und Bilddokumenten kritisch umgehen Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber der Kultur und den wichtigsten geschichtlichen Ereignissen Lateinamerikas und Spaniens darlegen 1.Lerngebiet: Sprachkompetenz Grammatik grammatikalische Grundstrukturen gemäss dem verwendeten Lehrmittel anwenden, z. B. Verbalkonjugationen im Indikativ, Konjunktiv und Imperativ. die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf einfachem Niveau sicher und korrekt eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt anwenden. Wortschatz einen aktiven Grundwortschatz Herleitungsstrategien zur Bedeutungserschliessung von unbekanntem Wortschatz anwenden. 2.Lerngebiet: Verstehen einfache und komplexere Hörverständnisübungen authentische mediale Beiträge kürzere, einfache Redebeiträge verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Schule, Freizeit usw. geht. authentischen medialen Beiträgen die Hauptinformation entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird. einfachere Lektüren einfache literarische und nichtliterarische Texte erschliessen, analysieren und einordnen. 3.Lerngebiet: Sprechen Mündliche Kommunikation Diskussionen, Gesprächssituationen, Kurzvorträge die meisten Alltagssituationen angemessen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die ihnen vertraut sind, die sie persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags beziehen. in einfachen, zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse zu beschreiben. die Hauptpunkte eines Sachverhalts erläutern und ihre Meinungen dazu erklären und begründen. die Handlung eines Buches oder einer Filmsequenz wiedergeben. 4.Lerngebiet: Schreiben Verschiedene Textsorten über Themen, die ihnen vertraut sind oder die sie persönlich interessieren, einfache, zusammenhängende Texte Berichte Briefe, Emails Zusammenfassungen Beschreibungen persönliche Briefe und Emails Zusammenfassungen von einfachen Texten schreiben. zu einem einfacheren Sachverhalt eine einfache Bildbeschreibung 5.Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Originaltexte aus Spanien und Lateinamerika einfachere literarische Originaltexte ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen. Einblicke in typische kulturelle und landeskundliche Gegebenheiten der spanischsprachigen Länder gewisse soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt erkennen und beschreiben. einzelne gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika Filmanalyse Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben. Filme analysieren und interpretieren. Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander 1.Lerngebiet: Sprachkompetenz Grammatik komplexere grammatikalische Grundstrukturen anwenden, wie zum Beispiel: Konkordanz der Zeiten, estilo indirecto, Relativsätze, Adverbialsätze die grundlegenden syntaktischen und morphologischen Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau sicher und eingeübte morphologische und syntaktische Strukturen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation korrekt und spontan Wortschatz einen erweiterten aktiven Wortschatz situationsgerecht anwenden. den bestehenden Wortschatz zur Erschliessung unbekannter Wörter 2.Lerngebiet: Verstehen komplexere Hörverständnisübungen authentische mediale Beiträge längere Redebeiträge verstehen und bei vertrauten Themen komplexer Argumentation folgen. authentische mediale Beiträge (z.B. Nachrichtensendungen, aktuelle Reportagen) und Filme weitgehend Auseinandersetzung mit literarischen und nicht-literarischen Originaltexten selbstständig komplexe literarische und nicht-literarische Texte erschliessen, analysieren und 3.Lerngebiet: Sprechen Mündliche Kommunikation Diskussionen, Gesprächssituationen, längere Vorträge mit einer muttersprachigen Person spontan und fliessend ein Alltagsgespräch führen. sich in Diskussionen zu verschiedenen Themen aktiv beteiligen und ihre Ansichten begründen und vertreten. zu verschiedenen Themen in längeren Sprechsequenzen eine klare und vertiefte Darstellung geben, einen Standpunkt zu einer kontroversen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Sichtweisen angeben. differenzierte Gedanken zu literarischen Texten strukturiert und fliessend ausdrücken. 4.Lerngebiet: Schreiben Verschiedene Textsorten Berichte kreative Texte über eine Vielzahl von Themen pointierte, facettenreiche und klar strukturierte Texte schreiben. Argumente und Gegenargumente zu einem bestimmten Problem darlegen. literarische Analysen verfassen. Briefe, Emails Zusammenfassungen, Beschreibungen Aufsätze 5.Lerngebiet: Literatur, Kultur, Film Originaltexte aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen komplexe literarische Originaltexte aus Spanien und Lateinamerika aus verschiedenen Epochen verstehen. ihre eigenständige Auseinandersetzung mit der Lektüre mündlich und schriftlich darlegen. literarische Werke auf spezifische Fragestellungen hin miteinander exemplarische Begegnungen mit kulturellen Aspekten Spaniens und Lateinamerikas verschiedene zentrale soziokulturelle, historische, politische, geographische und wirtschaftliche Phänomene und Gegebenheiten der hispanischen Welt beschreiben und analysieren. unterschiedliche gesellschaftliche Grundstrukturen und Wertvorstellungen in der spanischsprachigen Welt verstehen. Verschiedene Filme aus Spanien und Lateinamerika Filmanalyse, Filmsprache Filme als authentische ästhetische Kunstwerke beschreiben. Filme anhand filmsprachlicher Kriterien Filme unter spezifischen Fragestellungen miteinander Sport Grundlagenfach Das obligatorische Fach Sport fördert besonders die sportliche Leistungsfähigkeit als Teil der Gesundheit und des Wohlbefindens erkennen und verinnerlichen den eigenen Körper in Bewegungssituationen einschätzen sich in ein Sport- oder Spielteam integrieren und eine unterstützende oder tragende Rolle übernehmen sich in Sport- und Spielhandlungen fair verhalten sportspezifische Bezeichnungen und Ausdrücke kennen und korrekt anwenden Bewegungs- und Spielhandlungen richtig beschreiben in Sport- und Spielhandlungen angepasst kommunizieren zielorientiert und ausdauernd an einem Thema arbeiten die sportliche Leistungsfähigkeit mit angepassten, zielorientierten Massnahmen erhalten oder dich selbstständig auf sportliche Leistungstests vorbereiten sich in organisatorische Abläufe eingliedern, sich in ihnen zurechtfinden und sie mitgestalten den korrekten Umgang mit technischen Hilfsmitteln beherrschen die richtigen Handgriffe bei Geräteaufbau und Hilfestellungen kennen und anwenden digitale Medien zur Bewegungsanalyse einsetzen können Bewegung, Sport und Spiel als Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens wahrnehmen Veränderungen, Tendenzen und Neuerungen im Themenfeld „Sport“ verfolgen Für normierte Leistungsmessungen (quantitativ und qualitativ) gelten die gemeinsam entwickelten schulinternen Leistungstabellen. 1. - 3. Klasse: Pro Schuljahr mind. 8 Noten aus mind. 4 verschiedenen Lerngebieten; pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung (Coopertest, Crosslauf usw.) 4. Klasse: Pro Schuljahr mind. 4 Noten, welche aus den Wahlsportblöcken hervorgehen; pro Jahr 1 Note aus einer gesamtschulischen Ausdauerprüfung (Crosslauf) Biologie: Anpassungen des Körpers als Folge von Training. Zusammenhang zwischen Bewegung - Ernährung - Übergewicht usw. Physik: Kraft, Geschwindigkeit, Flugbahnen usw. Geschichte: Sporthistorische Hintergrundinformationen Musik: Musikeinsatz bei Gestaltungen/Tanz; Rhythmusschulung Massnahmen zum geschlechtergetrennten Unterricht Grundsätzlich wird ein geschlechtergetrennter Unterricht geführt; koeduzierter Unterricht in sinnvollen Bereichen (Gesellschaftstanz, Spiele ohne Körpereinsatz wie z.B. Volleyball, Wahlsportgruppen). Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden erhalten durch eine breite Palette sportlicher Aktivitäten Anregungen für Themen einer Maturitätsarbeit. 1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Ausdauer ihre Ausdauer mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und entwickeln. Kraft ihre Kraft mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und ein Training mit dem eigenen Körpergewicht durchführen (Rumpfstabilisation). Schnelligkeit ihre Schnelligkeit mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und entwickeln. Beweglichkeit ihre Beweglichkeit durch gezieltes Training in den Pflichtdehnbereichen erhalten oder verbessern. Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern. 2.Lerngebiet: Bewegungslernen Technik-Knotenpunkte einer ausgewählten Bewegung Knotenpunkte der ausgewählten Bewegung (z.B. Kippschlagbewegung, Angriffsschlag im Volleyball usw.) benennen und die Bewegung in einer technischen Feinform vorzeigen. 3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen Einfache Tanzschritte und -formen ein tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire erwerben (z.B. Jive-Elemente, Aerobic-Schrittfolgen usw.). Einfache Darstellungen mit und ohne Handgeräte (z.B. Rope-Skipping) alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination (z.B. Aerobic- Kombi, Rope-Skipping-Kombi) gestalten. 4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen Mindestens ein Gerät aus: Boden, Minitramp-Kasten, Minitramp-Sprungbock, Schaukelringe, (Stufen-)Barren einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das eigene Bewegungsrepertoire erweitern. Gerätebahn Elemente in einer Gerätebahn verbinden. Helfen und Sichern korrekte Sicherungs- und Unterstützungshandgriffe bei ausgewählten Bewegungsausführungen anwenden. 5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen Sprint im Sprint den Tiefstart und die folgende Sprintstrecke in einer angemessenen Technik bewältigen. Weitsprung im Weitsprung eine ausgewählte Technik Wurf oder Stoss eine effektive Wurf- oder Stosstechnik Dauerlauf einen Dauerlauf in einem angemessenen Tempo bestehen. einen Vierkampf (Sprint/Sprung/Wurf/ Dauerlauf) erfolgreich bestehen. 6.Lerngebiet: Spielen Basketball im Streetball die technischen Grundfertigkeiten im Angriff und in der Verteidigung in einer Grobform anwenden, einfache taktische Muster umsetzen und sich regelkonform verhalten. Volleyball im Volleyball die technischen Grundfertigkeiten (Aufschlag, Annahme, Pass, Angriff) in einer Grobform anwenden, einfache taktische Muster umsetzen und sich regelkonform verhalten. Mindestens 1 zusätzliches Schwerpunktspiel aus: Beachvolleyball, Handball, Tischtennis im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform 7.Lerngebiet: Sport im Wasser Vorbemerkung: Die Durchführung des Schwimmunterrichts ist stark witterungsabhängig (kein beheiztes Schwimmbad) Mindestens 1 Schwimmstil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl die technische Grob- oder Feinform des gewählten Schwimmstils korrekt anwen- Dauerschwimmen 12 Minuten ohne Unterbruch schwimmen. 8.Lerngebiet: Trendsportarten Mindestens 1 Spiel aus: Baseball, Frisbee- Ultimate, Smolball im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich 9.Lerngebiet: Outdoor Sport Orientierungslauf sich in der jeweiligen Umgebung orientieren und einfache lauftaktische Entscheide treffen. in der Gruppe und gegenüber der Natur Verantwortung übernehmen. 1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Ausdauer ihre Ausdauer mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und entwickeln. Grundsätze der Trainingslehre Kraft ihre Kraft mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und ein Training an Kraftmaschinen korrekt Schnelligkeit ihre Schnelligkeit mittels angepassten Übungs- und Trainingsformen erhalten und entwickeln. Beweglichkeit ihre Beweglichkeit durch gezieltes Training in den Pflichtdehnbereichen erhalten oder verbessern. Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und verbessern. 2.Lerngebiet: Bewegungslernen Feedback geben und Feedback verarbeiten bei Beobachtungsaufträgen präzise Rückmeldungen zur Bewegungsausführung geben und erhaltene Rückmeldungen verarbeiten und umsetzen. 3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen Weitere Tanzschritte und-formen ihr tänzerisches und gymnastisches Bewegungsrepertoire anwenden und Erweiterte Darstellungen ohne/mit Handgeräte(n) (z.B. Aerobic-Folge, Hip-Hop usw.) alleine oder in einer Kleingruppe eine Bewegungskombination gestalten. 4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen Mindestens 1 weiteres Gerät aus: Boden, Reck, (Stufen)-Barren, Minitramp-Kasten, Schaukelringe, grosses Trampolin einzelne Elemente und Verbindungen erwerben und so das Bewegungsrepertoire erweitern. Helfen und Sichern komplexe Bewegungsausführungen helfend und sichernd begleiten. Klettern an der Kletterwand die Toprope-Sicherung korrekt anwenden und Kletterrouten technisch angemessen bewältigen. 5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen Hürdenlauf die Hürdenstrecke in einer technischen Grobform bewältigen. Hochsprung die gewählte Hochsprungtechnik korrekt Wurf oder Stoss den Wurf oder Stoss in einer technisch ansprechenden Form ausführen. Dauerlauf einen Crosslauf (ca. 4-5 km) in einem angemessenen Tempo bewältigen. 6.Lerngebiet: Spielen Basketball im Spiel 5-5 die zusätzlichen taktischen Anforderungen korrekt umsetzen und sich Badminton verschiedene Schlagtechniken in einer technischen Grobform ausführen im Spiel taktische Handlungsmuster anwenden und sich regelkonform Mindestens 1 zusätzliches Schwerpunktspiel aus: Beachvolleyball, Handball, Tischtennis, Volleyball 6-6 im ausgewählten Sportspiel technisch korrekt mitspielen und sich regelkonform 7.Lerngebiet: Sport im Wasser Mindestens 1 weiterer Schwimmstil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl, Delphin die technische Grob- oder Feinform des entsprechenden Schwimmstils Dauerschwimmen 12 Minuten ohne Unterbruch schwimmen und dabei eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte Gesamtdistanz zurücklegen. Wasserspringen ausgewählte Sprünge in einer technischen Grobform korrekt ausführen. 8.Lerngebiet: Trendsportarten 1 weiteres Spiel aus: Baseball, Frisbee- Ultimate, Intercross, Smolball im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen und sich regelkonform Slackline auf der Slackline sicher eine gewisse Distanz zurücklegen und ausgewählte Tricks ausführen. 9.Lerngebiet: Outdoor Sport Duathlon-, Triathlonformen in angepassten Wettkampfformen (z.B. Intervall-Duathlon) optimale Leistungen abrufen. Schneesporttag in den Schneesportgruppen Verantwortung übernehmen und sich korrekt 1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Ausdauer, Kraft Schnelligkeit, Beweglichkeit sich in spezifischen konditionellen Schwerpunkten weiterentwickeln. sich selbständig auf einen Ausdauertest vorbereiten. Koordination ihre koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten mittels deutlich erschwerten Anforderungen erweitern und verbessern. 2.Lerngebiet: Bewegungslernen Video-Feedback durch mediengestützte Analysen die Bewegungsqualität verbessern (z.B. Bewegungsanalyse mit der Fish-Eye- Kamera usw.). 3.Lerngebiet: Tanzen, Darstellen Weitere Tanzschritte und -formen oder Aerobic-Kombis ihr tänzerische und gymnastisches Bewegungsrepertoire erweitern und 1 Team-Darstellung (z.B. Hip-Hop, Double- Dutch usw.) in einer Gruppe eine Bewegungskombination gestalten. 4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen Mindestens 2 Geräte aus: Boden, Reck, (Stufen-)Barren, Schaukelringe, Trampolin einzelne Elemente selbständig zu einer Übungsverbindung zusammenstellen und diese als „Kür“ vorzeigen. Helfen und Sichern beim selbständigen Erarbeiten einer Gerätekür einander korrekt sichern und mit unterstützenden Handgriffen Bewegungsausführungen ermöglichen. Partnerakrobatik in einer Gruppe eine Partnerakro- Kombizusammenstellen und diese in einer angemessenen Form vorzeigen. 5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen Langsprint oder Mittelstreckenlauf den Lauf zielorientiert vorbereiten und in einem angemessenen Tempo bewältigen. Drehwerfen den gewählten Wurf in einer technischen Grobform ausführen. Dauerlauf den schulinternen Testlauf (3.6 km) in einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten Zeit bewältigen. Festigen von ausgewählten Disziplinen in einer ausgewählten technischen Disziplin selbständig trainieren. (Eventuell) Stabhochsprung einführende Formen im Stabhochspringen bewältigen. 6.Lerngebiet: Spielen Unihockey die Grundelemente Ballführen, Passen und Torschuss technisch ansprechend ausführen und sich regelkonform verhal- Fussball die Grundelemente Ballführen, Passen und Torschuss technisch ansprechend ausführen und sich regelkonform verhal- Mindestens 1 weiteres Schwerpunktspiel aus: Beachvolleyball, Handball, Tischtennis, Volleyball 6-6 im ausgewählten Sportspiel technisch und taktisch korrekt mitspielen und sich 7.Lerngebiet: Sport im Wasser Mindestens 1 Schwimmstil aus: Brustcrawl, Brustgleichschlag, Rückencrawl, Delphin die technische Grob- oder Feinform des entsprechenden Stils in einem Wettkampf auf Zeit anwenden. Dauerschwimmen 1 km oder 30 Minuten ohne Unterbruch schwimmen. Evtl. Wasserspringen, Wasserball, Aquafit, Elemente aus dem Rettungsschwimmen oder aus dem ABC-Tauchen in der gewählten Wassersportart individuelle Akzente setzen. 8.Lerngebiet: Trendsportarten 1 Spiel aus: Baseball, Intercrosse, Touchrugby im ausgewählten Sportspiel korrekt mitspielen und sich regelkonform Parkour die Philosophie von Parkour erfahren und Slackline auf der Slackline grössere Distanzen sicher zurücklegen, gelernte Tricks festigen und diese zu einer Kombi verbinden. 9.Lerngebiet: Outdoor Sport Mindestens 1 Outdoor-Aktivität aus: Triathlon, Duathlon, Nordic-Walking, Biken, Vitaparcours, Inlineskaten usw. sich in der entsprechenden Sportart angepasst verhalten. gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh- Vorbemerkung: Die Doppelstunde findet nicht mehr im Abteilungsverband, sondern in Sportarten- Wahlgruppen statt (Neigungssportgruppen). 1.Lerngebiet: Energetische Faktoren, Steuerung der Motorik Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit in selbst gewählten Bereichen ihre energetisch konditionellen Fähigkeiten erhalten und weiterentwickeln. Koordination mit selbst gewählten Trainingsangeboten ihre sensomotorisch-koordinativtechnischen Kompetenzen erhalten und 2.Lerngebiet: Bewegungslernen Bewegungsinformationen aufnehmen, verarbeiten und umsetzen bei der Wahl einer entsprechenden Sportart mit gezielter Analyse die eigene Bewegungsqualität verbessern. Anspruchsvolle Tanzschritte und Tanzformen (z.B. Salsa) oder Aerobic-Kombis (z.B. Step- Kombi) ihr tänzerisches Repertoire vertiefen und erweitern sowie komplexe Schrittabfolgen bewältigen. 4.Lerngebiet: Balancieren, Klettern, Drehen Trampolinspringen, Minitrampolinsprünge in der Wahlgruppe ihr Bewegungsrepertoire gezielt erweitern und vertiefen. Klettern an der Kletterwand unterschiedliche Schwierigkeitsgrade in einer angepassten Technik (Toprope- Sicherung) und einfache Routen im Vorstieg bewältigen. 5.Lerngebiet: Laufen, Springen, Werfen Dauerlauf den schulinternen Leistungstest in einer angemessenen Zeit bewältigen. 6.Lerngebiet: Spielen Schwerpunktspiele aus: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fussball, Squash, Tennis, Tischtennis, Unihockey, Oversea Games, Volleyball ihre taktischen und technischen Fähigkeiten gezielt vertiefen. im intensiven Spiel ihre spielspezifischen Fertigkeiten anwenden. 7.Lerngebiet: Sport im Wasser Schwimmstile festigen den gewählten Stil in einer technischen Feinform ausführen. 8.Lerngebiet: Trendsportarten Trendsportarten, die sich an der gesellschaftlichen Aktualität orientieren die nötigen Grundfertigkeiten in der gewählten Sportart erwerben. die Philosophie der gewählten Sport erleben und erfahren. 9.Lerngebiet: Outdoor Sport Ausgewählte Outdoor-Veranstaltungen, ggf. mit Eventcharakter (z.B. Basler Rheinschwimmen, Stadtlauf, Inlineskating-Touren usw.) sich in der entsprechenden Sportart angepasst verhalten. gegenüber der Gruppe, der Umgebung und der Natur Verantwortung überneh- Sport Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Sport fördert besonders die Bedeutung von Bewegung und Sport erfassen und hinterfragen die eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen und Rückmeldungen zielgerichtet verarbeiten sportpraktische und theoretische Präsentationen und Gestaltungen gemeinsam entwickeln, in Gruppen aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen Bewegungsabläufe, Spielsituationen sowie fachspezifische Theorien und Modelle sprachlich differenziert erfassen und wiedergeben und die sportspezifische Terminologie korrekt fachspezifische Projekte und Aufgabenstellungen zielorientiert und zuverlässig bearbeiten und lösen körperliche und kognitive Anforderungen mit Ausdauer und hoher Konzentration bewältigen die persönlichen sportpraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst verbessern sportpraktische Abläufe planen und in der Praxis sachgerecht umsetzen sportliche Leitungstests selbständig durchführen und auswerten sich in Sport-Handlungsfeldern einbringen und sportliches Handeln mitgestalten Um eine ausreichende Gewichtung der sportpraktischen Fähigkeiten während des Unterrichts zu gewährleisten, sollen die theoretischen Prüfungsanteile für die Vorschlagsnote im EF Sport 30% nicht überschreiten. Sind Teilnehmerinnen oder Teilnehmer des EF Sport verletzt oder teildispensiert, können praktische Teile alternativ geprüft werden (z.B. mündlich oder schriftlich). Lerngebietsspezifische Tests: Trainingslehre: schriftlicher Test; evtl. Bewertung einer schriftlich-praktischen Trainingsarbeit (inkl. Ausdauertest) Bewegungslernen: praktischer Test (z.B. Kooperation an Geräten, Tanzprojekt usw.); evtl. schriftlicher Test Sportspiele: zwei praktische Tests (umfassende Spieltests mit technischen und taktischen Anteilen) Sport und Gesellschaft: mündlicher oder schriftlicher Test Verbindungen zu den Fachbereichen Biologie (Sportanatomie, Sportphysiologie, Ernährung usw.), Physik (Kraft, Geschwindigkeit usw.), Psychologie (Entwicklungspsychologie, Grundtechniken des psychologischen Trainings usw.), Geschichte (sporthistorische Hintergründe, soziokulturelle Einflüsse usw.), Wirtschaft und Recht (ökonomische und juristische Zusammenhänge im Themenfeld Sport usw.), Geographie (ökologische Auswirkungen von Sport-Grossanlässen usw.), Musik (Musik und Bewegung, Musikeinsatz bei Gestaltungen usw.). Massnahmen zum geschlechtergetrennten Unterricht Der Unterricht erfolgt grundsätzlich koedukativ. Geschlechterspezifische Themenwahl ist bei projektartigen Arbeiten möglich. Bewertungstabellen bei normierten Tests berücksichtigen geschlechterspezifische Unterschiede. Vorbereitung der Lernenden auf die Maturaarbeit Die Lernenden werden bei fachspezifischen Themen oder Fragen in laufenden Maturitätsarbeiten unterstützt. 1.Lerngebiet: Trainingslehre Grobinhalte (mindestens drei der folgenden Grobinhalte) Sportanatomie und Sportphysiologie in Zusammenhang mit Bewegung und Kraft die Funktion des aktiven und passiven Bewegungsapparates Energiebereitstellung die Möglichkeiten der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Bewegungsanforderungen erklären. verschiedene Tests der Leitungsdiagnostik durchführen und auswerten. Steuerung der Motorik im Zusammenhang mit Koordination das neuromuskuläre Funktionssystem und die Sensomotorik verknüpfen und die koordinativen Fähigkeiten nennen. Trainingssteuerung verschiedene Methoden des Trainings nennen und zielgerichtet anwenden in ausgewählten Bereichen zielgerichtet Trainingspläne erstellen, anwenden und auswerten und so die eigene sportliche Leistungsfähigkeit verbessern. Sportpsychologie kognitive Prozesse der sportlichen Lern- und Leistungsfähigkeit nennen, erklären und gezielt einsetzen (z.B. Wahrnehmen- Entscheiden-Handeln, Antizipation, Feedbackprozesse, mentales Training usw.). den Einfluss von Freude, Angst, Aggression und Motivation auf sportliche Handlungen erklären. Sporternährung die bedarfsangepasste Ernährung erläu- Sportverletzungen bei Sportverletzungen angemessen handeln und rehabilitative Massnahmen 2.Lerngebiet: Bewegungslernen Bewegungen erwerben, anwenden, gestalten und analysieren die verschiedenen Wahrnehmungskanäle unterscheiden und für das Erlernen von Bewegungen nutzen. Bewegungsabläufe analysieren. Feedbacks geben und erhaltene Feedbackinformationen verarbeiten. ihre sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten mit spezifischen Aufbaureihen Modelle der Bewegungslehre anwenden. Bewegungen durch Einsatz von Rhythmus, Dynamik und Ausdruck gestalten. 3.Lerngebiet: Sportspiele Grobinhalte (in mindestens zwei ausgewählten Sportspielen) Technik die Grundtechniken von ausgewählten Sportspielen korrekt ausführen und situativ korrekt anwenden. Taktik taktische Elemente und Spielsysteme in ausgewählten Sportspielen anwenden und mitgestalten. Spielregeln ausgewählte Sportspiele als Schiedsrichter angemessen leiten. 4.Lerngebiet: Sport und Gesellschaft Grobinhalte (mindestens zwei der folgenden Grobinhalte) Wechselwirkung zwischen Bewegung und Gesundheit („Public Health“) die Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf die Gesundheit erklären. die präventiven Aspekte der sportlichen Betätigung nennen. Leitmotive für sportliches Handeln Leitmotive für das Sporttreiben nennen und hinterfragen. Umfeldeinflüsse auf sportliche Handlungsfelder soziale, wirtschaftliche, politische Aspekte und Einflüsse im Handlungsfeld Sport Aktuelles Themenfeld (z.B. sportliche Grossanlässe, Sport und Gewalt, Sport und Umwelt, Talentförderung usw.) zum gewählten aktuellen Themenbereich kritisch Stellung nehmen. Wirtschaft und Recht Einführungsfach Wochenlektion 1 2 0 0 Das Fach Einführung in Wirtschaft und Recht fördert besonders sich in die Sichtweise verschiedener wirtschaftlicher und politischer Akteure (z.B. Arbeitnehmer und Arbeitgeber) hineinversetzen Modelle als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen Sachtexte sowie auch Gesetzestexte in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen unterschiedliche Perspektiven einnehmen die eigene Position erarbeiten und sachlich vertreten quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen im eigenen Umfeld wirtschaftliche Prozesse beobachten und rechtliche Fragestellungen erkennen 1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensmodell Einführung ins wirtschaftliche Denken die Gründe für wirtschaftliches Handeln herleiten. Unternehmensmodell die relevanten Umweltsphären und Anspruchsgruppen eines Unternehmens beschreiben und Zielkonflikte aufzeigen. Betriebe nach folgenden Kriterien gliedern: - Grösse - Trägerschaft - Rechtsform - Branchen und Sektoren 2.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensfunktionen Unernehmensfunktionen (Organisation) ein Organigramm sachgerecht interpretieren und mögliche Verbesserungen vorschlagen. einen betrieblichen Ablauf darstellen. 3.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Finanzbuchhaltung Finanzbuchhaltung Finanzielle Vorgänge in Betrieben abbilden. einen einfachen Abschluss mit Bilanz und Erfolgsrechnung interpretieren. eine Nutzwertanalyse selbständig 4.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Haushalte Haushalte Folgende Elemente erklären und deren Einfluss auf ein Haushaltbudget bestimmen: Löhne und Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien, Haushaltversicherungen, Rückstellungen, Sparen, Steuern, Datenübermittlungskosten, Autokosten, Schulden. Optimierungsmöglichkeiten diskutieren. 5.Lerngebiet: Recht - Einführung ins Recht Grundlagen und Funktion der Rechtsordnung Aufgaben und Wesen der Rechtsordnung Rechtsquellen identifizieren. Rechtserlasse des Privatrechts und des öffentlichen Rechtes zuordnen. Die Einführungsartikel auf konkrete Beispiele anwenden. Verfahrensgrundsätze der verschiedenen Rechtsgebiete skizzieren. 1.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie Verhaltensmodelle das Modell des „homo oeconomicus“ und seine möglichen Folgen beschreiben. Marktmechanismus Angebots- und Nachfragekurven zeichnen und deren Verlauf begründen. das Marktgleichgewicht und dessen Veränderung analysieren. Staats-/Marktversagen die Wirkungen von Monopolen und Kartellen analysieren. Vorteile und Nachteile von Staatseingriffen (z.B. bei externen Effekten) abwägen. Aktuelle Themen oder Abstimmungsvorlagen sich zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen oder Abstimmungsvorlagen eine eigene Meinung bilden. 2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie Messung gesamtwirtschaftlicher Grössen und Aktivitäten Zusammensetzung, Veränderungen und Aussagekraft des Bruttoinlandprodukts (BIP) beschreiben. Geldpolitik Den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) für reale Rechenbeispiele benutzen. die Aufgaben einer Zentralbank den Wirkungszusammenhang zwischen Geldpolitik und Inflation aufzeigen. den Konjunkturzyklus beschreiben. Konjunktur den Konjunkturzyklus beschreiben und konjunkturpolitische Massnahmen 3.Lerngebiet: Recht - Personenrecht Persönlichkeit Voraussetzungen und Wirkungen der Rechts- und Handlungsfähigkeit prüfen. Persönlichkeitsrechte und deren Schutz zwischen natürlichen und juristischen Personen unterscheiden und Beispiele dazu nennen. 4.Lerngebiet: Recht - Obligationenrecht Obligationen den Begriff der Obligation als Schuldverhältnis erklären. Entstehungsgründe von Obligationen beurteilen, ob ein Vertrag zustande gekommen ist. die Kriterien der Vertragserfüllung Vertragsmängel beurteilen. Alltägliche Probleme im Zusammenhang mit Kaufverträgen rechtlich beurteilen. die Voraussetzungen für Verschuldens- und Kausalhaftung prüfen. 5.Lerngebiet: Recht – Weitere Rechtsgebiete Eherecht Voraussetzungen und Wirkungen der Ehe, des Konkubinates und der eingetragenen Partnerschaft finanzielle Folgen des ehelichen Güterrechtes berechnen. Erbrecht gesetzliche und gewillkürte Erbfolge eine Erbteilung rechnerisch vornehmen. Wirtschaft und Recht Schwerpunktfach Wochenlektion 0 0 6 6 Das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht fördert besonders Sachaussagen, Werturteile sowie Ziel-/Mittelaussagen unterscheiden Modelle in grafischer, verbaler und mathematischer Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren alternative Problemlösungen finden, bewerten und abwägend entscheiden Einblick in die empirische Sozialforschung gewinnen Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere in Form von Diagrammen und Tabellen das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen exaktes Arbeiten und Frustrationstoleranz für formalisierte Abläufe, z.B. im Rechnungswesen, quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen die Beteiligung an wirtschaftlichen und politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) Kreativitätstechniken beschreiben und systematisch anwenden 1.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Mikroökonomie psychologische Grundlagen der Ökonomie die Handlungsweise des Menschen am Modell des „homo oeconomicus“ kritisch Funktionsweise von Märkten Modellannahmen der vollkommenen Konkurrenz anhand realer Märkte den Verlauf von Angebots- und Nachfrage-Funktionen darstellen und Verschiebungen des Marktgleichgewichtes analysieren. Entstehung von Konsumenten- und Produzentenrenten begründen. Wirtschaftssysteme Wirtschaftssysteme anhand geeigneter Kriterien unterscheiden. internationale Arbeitsteilung das Gesetz der komparativen Kosten anwenden und dessen Grenzen Auswirkungen von Handelsbeschränkungen auf internationale Handelsströme 2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik Staatseingriffe Fälle von Marktversagen einordnen und mögliche Massnahmen vorschlagen. Grenzen staatlicher Eingriffe aufzeigen und die Folgen von Staatsversagen Optimierungsmöglichkeiten diskutieren. aktuelle Themen regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen 3.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie Geldpolitik Funktionen des Geldes und dessen Entstehung beschreiben. Messverfahren für das Preisniveau erklären und mit Daten eigene Berechnungen anstellen. Ziele und Aufgaben von Zentralbanken beschreiben und geldpolitische Instrumente erklären. 4.Lerngebiet: Recht – ausgewählte Bereiche (Sachenrecht) Absolute subjektive Rechte zwischen absoluten und relativen subjektiven Rechten unterscheiden. Dingliche Rechte an beweglichen und unbeweglichen Sachen dingliche Rechte von obligatorischen Rechten unterscheiden. Eigentum, Besitz und beschränkte dingliche Rechte erklären. 5.Lerngebiet: Recht – Vertragsrecht Obligationen die Arten von Anträgen unterscheiden und das Zustandekommen eines Vertrages beurteilen. Regeln zur Vertragserfüllung anwenden und Folgen von Nicht- und Schlechterfüllung aufzeigen. Erlöschungsgründe von Obligationen die rechtlichen Möglichkeiten bei den Verletzungen des Kaufvertrages am konkreten Fall prüfen. Vertragstypen zwischen Kauf, Tausch und Schenkung zwischen Miete, Pacht, Gebrauchsleihe, Darlehen und Leasing unterscheiden. die besonderen Kündigungsregeln bei der Miete von Wohnungen und Geschäftsräumen aus Sicht von Mieter und Vermieter anwenden. Zentrale Unterschiede zwischen Arbeitsvertrag, Werkvertrag und Auftrag prüfen, ob ein konkreter Arbeitsvertrag konform ist mit den gesetzlichen Bestimmungen. Sicherungsmittel geeignete Sicherungsmittel für Verträge vorschlagen und beurteilen. Falllösungsmethodik beim Lösen von Rechtsfällen systematisch vorgehen und dabei mindestens drei Schritte unterscheiden. 6.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Unternehmensmodell Vertiefung St. Galler Modell Umweltsphären identifizieren und deren Einfluss auf einen Betrieb am Beispiel Interessen- und Zielkonflikte verschiedener Anspruchsgruppen erkennen und Lösungsansätze aufzeigen. 7.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzintermediäre (Versicherungen) Privatversicherungen zwischen verschiedenen Arten von Privatversicherungen unterscheiden. das Solidaritäts- und das Äquivalenzprinzip auf der Basis einer Versicherung erklären. die Auswirkungen von moralischem Risiko beschreiben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. die Auswirkungen asymmetrischer Informationsverteilung beschreiben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. mögliche Risiken eines Betriebes identifizieren und Versicherungslösungen aus dem Bereich der Vermögensversicherungen vorschlagen. Sozialversicherungen den Aufbau des 3-Säulen-Systems Umverteilungsmechanismen innerhalb der Sozialversicherungen beschreiben Wechselwirkungen zwischen Unternehmungen, Gesellschaft und Sozialversicherungen aufzeigen und Konsequenzen beurteilen. 8.Lerngebiet: Recht – Gesellschaftsrecht und Unternehmenszusammenschlüsse Rechtsformen Rechtsformen aus ZGB, OR und KAG benennen und systematisch gliedern. Regeln zur Bildung der Firma anwenden. Kriterien zur Auswahl einer Rechtsform aus Sicht des Eigentümers aufstellen. Merkmale ausgewählter Rechtsformen (Einzelunternehmung, GmbH, AG, Genossenschaft) beschreiben. Unternehmenszusammenschlüsse rechtliche und finanzielle Verflechtungen von Unternehmungen am Beispiel des Konzerns und der Fusion beschreiben. Vor- und Nachteile von Unternehmenszusammenschlüsse anhand von Beispielen erklären. 9.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Leistungswirtschaft Marketing Methoden der Marktforschung Ausgewählte Methoden aus den Bereichen Produktpolitik, Sortimentsplanung, Markenpolitik und Kommunikationspolitik beschreiben und an Beispielen anwenden. die Lebenszyklus-Analyse und die BCG- Matrix am Beispiel anwenden. Entwicklung der Marketingkonzepte im Lauf der Zeit beschreiben für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Price, Promotion, Place) gestalten. Marketingstrategien beschreiben und an Beispielen anwenden. 10.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre - Finanzielles Rechnungswesen doppelte Buchhaltung typische Geschäftsfälle mittels Buchungssätzen festhalten. Probleme des Jahresabschlusses folgende Probleme des Jahresabschlusses bewältigen: Bestandeskorrekturen, Abschreibungen, Debitorenverluste, aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Rückstellungen. Bewertungsvorschriften anwenden und stille Reserven berechnen. Abschlussrechnungen interpretieren Bilanz und Erfolgsrechnung situationsgerecht interpretieren. 1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Finanzwirtschaft und Finanzintermediäre (Banken) Finanzierungsarten und -vorgänge Finanzierungsarten unterscheiden. Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten aufzeigen und geeignete Sicherungsmittel vorschlagen. Massnahmen zur Bonitätsprüfung Finanzierungsgrundsätze und Kennzahlen eine Kennzahlenanalyse vornehmen. Investitionsentscheide dynamische Methoden der Investitionsrechnung anwenden. nicht-quantitative Faktoren der Investitionsentscheidung beurteilen. Banken Fristen-, Risiko- und Betrags- Transformation als volkswirtschaftliche Aufgabe von Banken beschreiben. Wertpapiere wichtige Wertpapierarten unterscheiden und entsprechende Berechnungen Sicherheit, Liquidität und Rendite verschiedener Anlageinstrumente 2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Makroökonomie Konjunktur den Konjunkturzyklus anhand von geeigneten Indikatoren beschreiben. zwischen Wachstum und Konjunktur Aussenhandel und Währungssysteme die wohlfahrts-ökonomischen Auswirkungen von Handelsbeschränkungen analysieren. den Aufbau der Leistungs- und Kapitalverkehrsbilanz darstellen und rechnerisch überprüfen. Arten von Wechselkurssystemen unterscheiden und deren Auswirkungen Mindestens einen der folgenden Grobinhalte: Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Wachstum Staatsfinanzen Strukturwandel Ursachen von Arbeitslosigkeit beschreiben und deren Messung Ansätze zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit entwerfen. die wichtigsten Faktoren für wirtschaftliches Wachstum beschreiben. verschiedene Einnahmequellen des Staates mit ihren Vor- und Nachteilen die Konsequenzen von grosser Staatsverschuldung auf die Wirtschaft und kommende Generationen beurteilen. Ursachen des Strukturwandels beschreiben und Empfehlungen für mögliche staatliche Reaktionen abgeben. 3.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre – Wirtschaftspolitik Konjunkturpolitik die verschiedenen konjunkturpolitischen Konzepte beschreiben und beurteilen. Möglichkeiten und Grenzen keynesianischer Konjunkturpolitik aufzeigen und mit Alternativen aktuelle Themen regelmässig aktuelle wirtschaftspolitische Themen oder Abstimmungsvorlagen analysieren (z.B. Immobilien-, Banken-, Schuldenkrise, aktuelle Brennpunkte der Globalisierung). 4.Lerngebiet: Recht - ausgewählte Bereiche Mindestens einen der folgenden Grobinhalte: Strafrecht Schuldbetreibungs- und Konkursrecht Steuerrecht den Zweck von Sanktionen im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht erklären. objektive und subjektive Voraussetzungen der Strafbarkeit prüfen. strafmildernde und strafverschärfende Momente identifizieren. Grundsätze und Ablauf des Strafprozesses einem Fall die zutreffende Art der Zwangsvollstreckung begründet zuordnen. die Verfahrensschritte bei der Betreibung auf Pfändung aus Sicht von Gläubiger und Schuldner erläutern. einen einfachen Kollokationsplan erstellen. alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung und -prävention im Schuldverhältnis vorschlagen. Die zentralen Merkmale des Schweizerischen Steuersystems die wichtigsten Steuern der Schweiz Steuerberechnungen für juristische und natürliche Personen durchführen. Vor- und Nachteile verschiedener Steuersysteme beschreiben. 5.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre – Betriebliches Rechnungswesen Nutzschwelle Nutzschwellen berechnen und grafisch Kalkulation ausgehend von der Erfolgsrechnung eines Handelsbetriebes eine mehrstufige Kalkulation vornehmen. eine Betriebsabrechnung mit Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern aufstellen Wirtschaft und Recht Ergänzungsfach Das Ergänzungsfach Einführung Wirtschaft und Recht fördert besonders Modelle in grafischer und verbaler Form als vereinfachte Darstellungen der Wirklichkeit beschreiben und analysieren in Alternativen denken und abwägend entscheiden Datenmaterial kritisch auswerten, insbesondere Diagramme und Tabellen die Qualität von Quellen kritisch einschätzen und deren Aussagekraft beurteilen das eigene Verhalten unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen Fach- und Gesetzestexte und anspruchsvolle Zeitungsartikel in der Gesamtaussage und in den Einzelheiten korrekt erfassen Teamarbeit so organisieren, dass die spezifischen Fähigkeiten der Teammitglieder ein effizientes und arbeitsteiliges Arbeiten ermöglichen Widersprüche und Kompromisse aushalten quantitative Probleme numerisch aufbereiten sowie grafisch darstellen und lösen Datenangebote wichtiger Institutionen und Behörden gezielt nutzen die Beteiligung an wirtschaftlichen oder politischen Prozessen üben (z.B. Konsumentscheide fällen, produzieren, anlegen, wählen, Regeln setzen) 1.Lerngebiet: Betriebswirtschaftslehre Arbeit die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit für ein Unternehmen einschätzen. Wohnen Entscheidungsgrundlagen für die Wahl eines Wohnobjektes erarbeiten. Varianten zur Finanzierung von Wohneigentum vergleichen. Steuern Bestandes- und Stromgrössen unterscheiden und am Beispiel der Steuererklärung anwenden. Konsum für ein Produkt einen Marketingmix auf Basis des 4P-Modells (Product, Price, Promotion, Place) gestalten. 2.Lerngebiet: Volkswirtschaftslehre Arbeit den Arbeitsmarkt im Modell analysieren und Auswirkungen von Eingriffen Ursachen und Massnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beschreiben und Methoden zu deren Messung aufzeigen. Wohnen Die Auswirkungen von gesellschaftlichen Veränderungen auf Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt Steuern Wohlfahrts- und Verteilungseffekte von verschiedenen Steuermodellen Konsum den volkswirtschaftlichen Zusammenhang von Konsumieren, Investieren und Sparen ergründen. 3.Lerngebiet: Recht Arbeit wichtige rechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverhältnissen anwenden. Wohnen Mietrechtliche Konflikte mit Hilfe des Gesetzes und weiteren Quellen lösen. Steuern Arten von Steuern unterscheiden und anhand einfacher Beispiele berechnen. Konsum Darlehensvertrag und Konsumkreditverträge vergleichen.

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