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Verordnung über die Militärstrafrechtspflege

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Contents: 88 provisions
  1. Art. 1 und 2
  2. Art. 3 Richter
  3. Art. 4
  4. Art. 5 Aufgebote
  5. Art. 6–9
  6. Art. 10
  7. Art. 11 und 12
  8. Art. 13–16
  9. Art. 16a
  10. Art. 17 und 18
  11. Art. 19 Vertretung der Anklage
  12. Art. 20 und 21
  13. Art. 22 Prüfung von Begnadigungsgesuchen
  14. Art. 23 Rechtshilfe unter militärischen Strafbehörden
  15. Art. 24 Zwischenstaatliche Rechtshilfe
  16. Art. 25 Auslieferung
  17. Art. 26
  18. Art. 27 Sperre von Ausweisen
  19. Art. 28 Fahndung
  20. Art. 29 Ausschreibung
  21. Art. 30 Widerruf der Ausschreibung
  22. Art. 31 Haftkontrolle
  23. Art. 32 Erste Einvernahme bei Haft
  24. Art. 33 Untersuchungs- und Sicherheitshaft
  25. Art. 34 Einspruch
  26. Art. 35 Besondere Untersuchungsmassnahmen
  27. Art. 35a Pikettdienst
  28. Art. 35b Akten
  29. Art. 36 Orientierung der Öffentlichkeit
  30. Art. 37 Verfahren bei Ordnungsstrafen
  31. Art. 38 Untersuchungsbefehl, Zuständigkeit während des Dienstes
  32. Art. 39 Untersuchungsbefehl, Zuständigkeit ausserhalb des Dienstes
  33. Art. 40 Rücknahme von Untersuchungsbefehlen
  34. Art. 41 Eröffnungsverfügung
  35. Art. 42 Mitteilungspflicht
  36. Art. 42a
  37. Art. 43 Verteidigung in der vorläufigen Beweisaufnahme
  38. Art. 44 Verteidigung in der Voruntersuchung
  39. Art. 45 Ausdehnung der Voruntersuchung
  40. Art. 46 Weitere strafbare Handlungen
  41. Art. 47 Entschädigung bei Einstellung des Verfahrens
  42. Art. 48
  43. Art. 49 Kosten
  44. Art. 50 Zustellung der Anklageschrift
  45. Art. 51 Abgekürztes Beweisverfahren
  46. Art. 52 Teilnahme an der Hauptverhandlung
  47. Art. 53 Zeitmass der Freiheitsstrafe und der Arbeitsleistung
  48. Art. 54 Berechnung der Dauer von Freiheitsstrafen
  49. Art. 55 Anrechnung von Sicherheits- oder Untersuchungshaft
  50. Art. 56 Einziehung, Ersatzforderungen
  51. Art. 57 Überweisung von Akten
  52. Art. 58 Klassifizierte Informationen
  53. Art. 59 Rechtskraftvermerk und Vollzugsbefehl
  54. Art. 60 Zustellung des Urteilsdispositivs
  55. Art. 60a Zustellung von Urteilsausfertigungen
  56. Art. 61 Rückgabe von Gegenständen, Vermögenswerten und Gerichtsakten
  57. Art. 62 Zustellung von Urteilen ins Ausland
  58. Art. 63
  59. Art. 64 und 65
  60. Art. 66 Mitteilung
  61. Art. 67 Revision; Abklärungen
  62. Art. 68 Vollzug
  63. Art. 69 Einzug von Kosten und Bussen
  64. Art. 70 Antritt einer Strafe oder sichernden Massnahme
  65. Art. 71 Urteilsvollzug bei Auslieferung
  66. Art. 72 Ausschreibung zum Vollzug des Urteils
  67. Art. 73 Widerruf von Ausschreibungen
  68. Art. 74 Überwachung des Vollzugs
  69. Art. 75
  70. Art. 76 Untersuchungsbefehl
  71. Art. 77 Zuständigkeit
  72. Art. 78–85
  73. Art. 86–90
  74. Art. 91 Besonderes Antragsrecht
  75. Art. 92 Antrag des Verletzten
  76. Art. 93 Rückzug des Strafantrags
  77. Art. 94 Delegationsverbot
  78. Art. 95 Disziplinarstrafgewalt
  79. Art. 96 Strafbefugnisse und Zuständigkeiten
  80. Art. 97 Übertragung der Disziplinarstrafgewalt
  81. Art. 98 Arrestbefehl
  82. Art. 99 Arrestlokale
  83. Art. 99a
  84. Art. 100 Disziplinargerichtsverfahren
  85. Art. 101 Gerichtsbarkeit bei Strassenverkehrsdelikten
  86. Art. 101a Ermächtigung zur Strafverfolgung
  87. Art. 102 Aufhebung bisherigen Rechts
  88. Art. 103 Inkrafttreten

88 provisions

Art. 98 Arrestbefehl

1 Der Arrestbefehl wird durch den Kommandanten der Einheit (Stab) des Bestraften oder durch die zuständige Militärbehörde ausgefertigt, sobald die Arreststrafe vollziehbar geworden ist. 2 Der Arrestbefehl gibt Strafort, Beginn und Ende der Strafe an sowie allenfalls besondere Anordnungen über die Bewachung und Betreuung des Arrestanten.

Art. 99 Arrestlokale

Auf Waffenplätzen müssen genügend Arrestlokale vorhanden sein. An anderen Standorten hat die Truppe rechtzeitig dafür zu sorgen, dass geeignete Arrestlokale zur Verfügung stehen.

Art. 99a

Eingefügt durch Ziff. I der V vom 20. Nov. 1996 (AS 1996 3259). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 29. Okt. 2003, mit Wirkung seit 1. März 2004 (AS 2003 4541, 2004 943).

Art. 100 Disziplinargerichtsverfahren

1 Der Entscheid des Gerichts ist dem Beschwerdeführer, der Vorinstanz, auf dem Dienstweg dem Kommandanten des Bestraften, dem Oberauditorat und allenfalls dem Vollzugskanton zuzustellen. 2 Werden dem Beschwerdeführer Kosten auferlegt, so veranlasst das Oberauditorat den Bezug.

Art. 101 Gerichtsbarkeit bei Strassenverkehrsdelikten

Für Strassenverkehrsdelikte, begangen während Fahrten zwischen Wohnort und Arbeits- oder Einsatzort unterstehen die Berufs- und Zeitmilitärs sowie die Angehörigen des Grenzwachtkorps der Militärgerichtsbarkeit nur, wenn Verkehrsvorschriften im Zusammenhang mit einer anderen nach Militärstrafgesetz strafbaren Handlung verletzt werden. Dies gilt auch, wenn diese Personen ein Dienstfahrzeug benutzen oder die Uniform tragen. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4541).

Art. 101a Ermächtigung zur Strafverfolgung

1 Die Ermächtigung zur Durchführung des zivilen Verfahrens nach den Artikeln 219 Absatz 2 und 222 Absatz 1 MStG erteilt das Oberauditorat. 2 Die Befugnisse des Oberbefehlshabers der Armee bleiben vorbehalten. 3 Die Ermächtigung nach Artikel 222 MStG muss nicht eingeholt werden, wenn durch ein zuständiges Organ das Bundesgesetz vom 24. Juni 1970 über Ordnungsbussen im Strassenverkehr oder ein kantonales Ordnungsbussenverfahren angewendet wird. Ursprünglich Art. 101. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4541). SR 741.03. Heute: Ordnungsbussengesetz.

Art. 102 Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben: 1. Verordnung vom 27. Dezember 1927 betreffend die Aufsicht über die mit bedingtem Strafvollzug verurteilten Dienstpflichtigen während des Dienstes; 2. Bundesratsbeschluss vom 18. September 1933 über Ausführungsbestimmungen zu Artikel 3 Ziffer 3 des Militärstrafgesetzes; 3. Bundesratsbeschluss vom 29. September 1947 über die Strafrechtspflege für das eidgenössische Grenzwachtkorps; 4. Bundesratsbeschluss vom 15. Mai 1951 über Ausführungsbestimmungen zum Militärstrafgesetz und zur Militärstrafgerichtsordnung; 5. Verordnung vom 29. Mai 1951 über das Rechnungswesen der Militärjustiz; 6. Verordnung vom 29. Januar 1954 über die Militärstrafrechtspflege; 7. Bundesratsbeschluss vom 14. Februar 1968 über den Vollzug der Haftstrafe an Dienstverweigerern aus Gewissensgründen; 8. Verordnung vom 15. Mai 1968 über den Vollzug der Disziplinarstrafordnung; 9. Verordnung vom 24. Februar 1971 über den militärischen Vollzug der Gefängnisstrafe; 10. Bundesratsbeschluss vom 3. November 1971 über die Divisions- und Territorialgerichte; 11. Verfügung des Eidgenössischen Militärdepartements vom 4. August 1965 betreffend Übertragung der Disziplinarstrafgewalt gegenüber ins Ausland abkommandierten Instruktionsoffizieren; 12. Verfügung des Eidgenössischen Militärdepartements vom 20. Januar 1966 betreffend die Übertragung der Disziplinarstrafgewalt an den Generalstabschef. [BS 3 503] [BS 3 452] [BS 3 493] [AS 1951 454; 1954 299 Art. 76 Abs. 2 Bst. c] [AS 1951 498; 1963 602 Ziff. I und II; 1972 777] [AS 1954 299; 1968 627 Art. 17 Abs. 2, 1016 Ziff. I und II] [AS 1968 223] [AS 1968 627, 704] [AS 1971 273] [AS 1972 681] In der AS nicht veröffentlicht. In der AS nicht veröffentlicht.

Art. 103 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1980 in Kraft.

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