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Verordnung über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel

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Contents: 94 provisions
  1. Art. 1 Geltungsbereich
  2. Art. 2 Kennzeichnung
  3. Art. 3 Grundsätze
  4. Art. 4 Begriffe
  5. Art. 5 Biobetriebe
  6. Art. 6 Gesamtbetrieblichkeit
  7. Art. 7 Ausnahmen von der Gesamtbetrieblichkeit
  8. Art. 8 Normale Umstellung
  9. Art. 9 Schrittweise Umstellung
  10. Art. 10 Fruchtbarkeit und biologische Aktivität des Bodens
  11. Art. 11 Pflanzenschutz
  12. Art. 11a Spritzentest
  13. Art. 12 Düngung
  14. Art. 13 Saat- und Pflanzgut, vegetatives Vermehrungsmaterial
  15. Art. 13a Verwendung von nicht biologischem Saatgut und nicht biologischem vegetativem Vermehrungsmaterial
  16. Art. 14 Sammeln von Wildpflanzen und Wildalgen
  17. Art. 15 Anforderungen an die Tierhaltung
  18. Art. 15a Anbindehaltung
  19. Art. 15b Sömmerung
  20. Art. 16 Fütterungsgrundsätze
  21. Art. 16a Futtermittel
  22. Art. 16b Spezifische Ernährungsvorschriften
  23. Art. 16c Zucht
  24. Art. 16d Tiergesundheit
  25. Art. 16e Zootechnische Massnahmen
  26. Art. 16ebis Praxisversuche im Bereich der Impfung gegen Ebergeruch
  27. Art. 16f Herkunft der Nutztiere
  28. Art. 16g Mindestschlachtalter bei Geflügel
  29. Art. 16h Bienenhaltung und Imkereierzeugnisse
  30. Art. 16hbis
  31. Art. 16i Spezifische Grundsätze für die Herstellung verarbeiteter biologischer Lebensmittel
  32. Art. 16j Vorschriften für die Herstellung verarbeiteter biologischer Lebensmittel
  33. Art. 16k Kriterien für die Zulässigkeit von Erzeugnissen und Stoffen nach Artikel 16j Absatz 2 Buchstaben b und c für die Verarbeitung
  34. Art. 16kbis Spezifische Grundsätze für die Herstellung verarbeiteter biologischer Futtermittel
  35. Art. 16l Vorschriften für die Herstellung verarbeiteter biologischer Futtermittel
  36. Art. 16m Vorschriften für die Herstellung von biologischer Hefe
  37. Art. 16n Vorschriften für die Herstellung von biologischem Wein
  38. Art. 17 Nicht zum Verzehr bestimmte Erzeugnisse
  39. Art. 18 Verarbeitete Lebensmittel
  40. Art. 18a Aromen
  41. Art. 19
  42. Art. 20 Erzeugnisse aus Umstellungsbetrieben
  43. Art. 21
  44. Art. 21a Kennzeichnung von Futtermitteln für Nutztiere
  45. Art. 21b Weitere Anforderungen an die Kennzeichnung von Futtermitteln für Nutztiere
  46. Art. 21bbis Kennzeichnung von Futtermitteln für Heimtiere
  47. Art. 21c Gemeinsame Kennzeichnungsbestimmungen
  48. Art. 22 Grundsätze
  49. Art. 23 Länderliste
  50. Art. 23a Anerkennung von Zertifizierungsstellen und Kontrollbehörden ausserhalb der Länderliste
  51. Art. 24 Kontrollbescheinigung
  52. Art. 24a
  53. Art. 24abis Allgemeine Pflichten
  54. Art. 25 Produzentinnen und Produzenten
  55. Art. 26 Aufbereitungs-, Ein- und Ausfuhrunternehmen
  56. Art. 27 Vermarktungsunternehmen und Lagerhalter
  57. Art. 27a Besondere Anforderungen an die Kontrolle von tierischen Erzeugnissen
  58. Art. 28 Anforderungen und Auflagen
  59. Art. 29 Ausländische Zertifizierungsstellen
  60. Art. 30 Kontrollen
  61. Art. 30a Probenahme
  62. Art. 30abis Risikobewertung von Unternehmen
  63. Art. 30ater Zertifikat
  64. Art. 30b Kontrollmassnahmen
  65. Art. 30c Bericht
  66. Art. 30d Verzeichnis der kontrollierten Unternehmen
  67. Art. 30e Meldepflicht und Informationsaustausch
  68. Art. 31 BLW
  69. Art. 32 Überwachung der Zertifizierungsstellen
  70. Art. 33 Jährliche Inspektion der Zertifizierungsstellen
  71. Art. 33a Informationssystem für biologisches Saatgut und biologisches vegetatives Vermehrungsmaterial
  72. Art. 34 Kantone
  73. Art. 34a Vollzug bei Futtermitteln
  74. Art. 35
  75. Art. 36
  76. Art. 36a
  77. Art. 37
  78. Art. 38 Weinbau
  79. Art. 39 Saatgut und vegetatives Vermehrungsmaterial
  80. Art. 39a und 39b
  81. Art. 39c Beachtung allgemein anerkannter Regeln der Tierhaltung
  82. Art. 39d Anbindehaltung
  83. Art. 39e
  84. Art. 39f
  85. Art. 39g
  86. Art. 39h Tiere aus Embryotransfer
  87. Art. 39i
  88. Art. 39j Kennzeichnung
  89. Art. 39k Kennzeichnung von Futtermitteln
  90. Art. 39l Übergangsbestimmung zur Änderung vom 29. Oktober 2014
  91. Art. 39m Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 18. Oktober 2017
  92. Art. 39n Übergangsbestimmung zur Änderung vom 2. November 2022
  93. Art. 39o Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 6. November 2024
  94. Art. 40

94 provisions

Art. 39c Beachtung allgemein anerkannter Regeln der Tierhaltung

Bis zum Erlass von Tierhaltungsvorschriften nach Artikel 15 Absatz 3 sind die entsprechenden allgemein anerkannten Regeln der biologischen Landwirtschaft zu beachten. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2491).

Art. 39d Anbindehaltung

1 Ziegen dürfen bis zum 31. Dezember 2022 in bereits vor dem 1. Januar 2001 bestehenden Gebäuden angebunden gehalten werden, sofern: a. die Vorschriften über den regelmässigen Auslauf im Freien eingehalten werden; und b. die Tiere auf reichlich mit Einstreu versehenen Flächen gehalten und individuell betreut werden. 2 … Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2491). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4181). Eingefügt durch Ziff. I der V vom 7. Nov. 2001 (AS 2001 3542). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 30. Okt. 2002, mit Wirkung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3731).

Art. 39e

Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2000 (AS 2000 2491). Aufgehoben durch Ziff. IV 59 der V vom 22. Aug. 2007 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4477).

Art. 39f

Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2000 (AS 2000 2491). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 2005, mit Wirkung seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5527).

Art. 39g

Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2000 (AS 2000 2491). Aufgehoben durch Ziff. IV 59 der V vom 22. Aug. 2007 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4477).

Art. 39h Tiere aus Embryotransfer

Tiere aus Embryotransfer, welche bereits vor dem 1. Januar 2001 auf dem Betrieb gehalten wurden, können noch bis zu ihrem Abgang nach den Bestimmungen dieser Verordnung gehalten werden. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 7. Nov. 2001, in Kraft seit 1. Jan. 2002 (AS 2001 3542).

Art. 39i

Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 2005 (AS 2005 5527). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 26. Okt. 2011, mit Wirkung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5309).

Art. 39j Kennzeichnung

Für die Kennzeichnung von Erzeugnissen gelten folgende Übergangsfristen: a. Bis zum 31. Dezember 2012 kann die Codenummer der Zertifizierungsstelle nach bisherigem Recht angegeben werden. Erzeugnisse und Verpackungsmaterial können ab dem 1. Januar 2013 noch bis zu deren Erschöpfung an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden. b. Hefe und Hefeprodukte können bis zum 31. Dezember 2013 zu den Zutaten nicht landwirtschaftlichen Ursprungs gerechnet werden. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 6317). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5859).

Art. 39k Kennzeichnung von Futtermitteln

1 Futtermittel können bis zum 31. Dezember 2014 nach bisherigem Recht gekennzeichnet werden. 2 Am 1. Januar 2015 vorhandene Lagerbestände von Futtermitteln, die nach bisherigem Recht gekennzeichnet sind, können noch bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft beziehungsweise bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums verfüttert werden. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6353).

Art. 39l Übergangsbestimmung zur Änderung vom 29. Oktober 2014

Wurde vom BLW eine Einzelermächtigung nach Artikel 24 des bisherigen Rechts erteilt, so können die Erzeugnisse noch bis zum Ablauf der Einzelermächtigung als biologische Produkte vermarktet werden. Gesuche um Erteilung einer Einzelermächtigung, die bis zum 31. Dezember 2014 eingereicht wurden, werden nach bisherigem Recht behandelt. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3969).

Art. 39m Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 18. Oktober 2017

1 Bis zum 31. Dezember 2018 können Kontrollbescheinigungen noch nach bisherigem Recht ausgestellt werden. 2 Die Aufnahme in die Liste der anerkannten Zertifizierungsstellen und Kontrollbehörden nach Artikel 23a ersetzt die bisherige Anerkennung mittels Verfügung. 3 Die schweizerischen Zertifizierungsstellen, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 18. Oktober 2017 im Rahmen dieser Verordnung bereits tätig waren und nach Artikel 28 Absatz 1 Buchstabe a akkreditiert sind, gelten als zugelassen als Zertifizierungsstelle nach Artikel 28 Absatz 1. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 6083).

Art. 39n Übergangsbestimmung zur Änderung vom 2. November 2022

Bis zum 31. Dezember 2023 können noch Bescheinigungen nach Artikel 30ater des bisherigen Rechts ausgestellt werden. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 2. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 738).

Art. 39o Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 6. November 2024

1 Für Zierpflanzen, Saatgut für Biodiversitätsförderflächen, Heil-, Küchen- und Gewürzkräuter sowie Gemüse ist die Meldung nach Artikel 13a Absatz 4 bis zum 31. Dezember 2029 freiwillig. 2 Biologische Futtermittel für Heimtiere dürfen bis zum 31. Dezember 2025 gemäss den bisherigen Bestimmungen hergestellt und gekennzeichnet werden. Am 31. Dezember 2025 vorhandene Bestände dürfen noch bis zu ihrer Erschöpfung abgegeben werden. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 6. Nov. 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 687).

Art. 40

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1998 in Kraft.

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