Art. 41
Begriff 1 Private Bildungsanbieter sind Institutionen im Bereich der Berufsbildung und der Weiterbildung mit einer privaten Trägerschaft.
Obwalden · 416.111 · other
Ask the law about thisMore laws of ObwaldenFor machines: Markdown
The publisher does not state since when this version applies. Read on 2026-10-23.
Copy read on 2026-10-23. The page it was read from
sha256 87d516199b3d90a47433634d7d100785817d4abb5860df0f052c15700f0e9c88
Begriff 1 Private Bildungsanbieter sind Institutionen im Bereich der Berufsbildung und der Weiterbildung mit einer privaten Trägerschaft.
Übertragung an Dritte 1 Der Regierungsrat kann Aufgaben der Berufsbildung und der Weiterbildung an Dritte übertragen.
Anerkennung 1 Abschlüsse privater Bildungsanbieter können anerkannt werden, wenn diese die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und über ein anerkanntes Qualitätslabel verfügen.
Aufsicht 1 Bewilligte Privatschulen der Sekundarstufe II und Anbieter anerkannter Abschlüsse der Tertiärstufe unterstehen der Aufsicht des Amtes für Berufsbildung. 2 Bei Mängeln oder Verstössen ordnet das Amt für Berufsbildung nach vorgängiger Anhörung der privaten Bildungsanbieter gegebenenfalls Massnahmen an. Das Amt für Berufsbildung kann dem Regierungsrat Antrag stellen, die Bewilligung bzw. die Anerkennung zu entziehen, wenn die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt sind. 3 Private Bildungsanbieter, bei welchen Mängel festgestellt wurden, haben die Kosten des Aufsichtsverfahrens und notwendiger Massnahmen zu tragen.
Beiträge an private Bildungsanbieter 1 Beiträge an private Bildungsanbieter können gewährt werden, wenn: a. die Angebote einem öffentlichen Bedürfnis entsprechen; b. die Angebote allgemein offen stehen; c. die privaten Bildungsanbieter während mindestens vier Jahren erfolgreich als Bildungsinstitution tätig waren. 7. Finanzierung
Kostentragung durch den Kanton 1 Der Kanton trägt, nach Abzug der Beiträge Dritter, die Kosten für: a. die Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung, sofern die Brückenangebote vom Kanton geführt werden; b. den Berufsfachschul- und Berufsmaturitätsunterricht an kantonalen Schulen; c. die Durchführung von Prüfungen und anderen Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung, soweit diese Ausführungsbestimmungen keine abweichenden Bestimmungen enthalten; d. die schulisch organisierte Grundbildung in kantonalen Vollzeitschulen oder kantonalen Lehrwerkstätten; e. die höhere Berufsbildung an kantonalen Berufsfachschulen sowie an kantonalen höheren Fachschulen;
BBG); g. * das Case Management gemäss Art. 9a dieser Ausführungsbestimmungen. 2 Die Finanzierung kann in Form von Pauschalen erfolgen. Art. 47 Kantonsbeiträge 1 Der Kanton leistet Beiträge gemäss den Bundesvorgaben und den interkantonalen Vereinbarungen und Empfehlungen an: a. die fachkundige individuelle Begleitung von Lernenden in der zweijährigen beruflichen Grundbildung bis zu 100 Prozent (Art. 18 BBG); b. überbetriebliche Kurse nach Massgabe der in den Bildungsverordnungen vorgeschriebenen Anzahl Kursstunden bis zu 50 Prozent (Art. 23 BBG); c. vorbereitende Kurse für die eidgenössischen Berufsprüfungen und die eidgenössischen höheren Fachprüfungen bis zu 50 Prozent (Art. 28 BBG); d. Bildungsgänge an höheren Fachschulen bis zu 50 Prozent (Art. 29 BBG); e. die Weiterbildung gemäss Art. 34 dieser Ausführungsbestimmungen bis zu 50 Prozent; f. obligatorische Kurse für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner bis zu 80 Prozent (Art. 45 BBG); g. Projekte gemäss Art. 3 dieser Ausführungsbestimmungen. Die Beiträge an Dritte decken höchstens 60 Prozent der Kosten; h. * private Bildungsinstitutionen in der Grundbildung, für die der Bund eine Pauschale pro Lernende entrichtet, mit höchstens Fr. 4 000.– pro Lernenden. Die kantonalen Aufwendungen müssen abgegolten sein. 2 Die Kantonsbeiträge können in Form von Pauschalen ausgerichtet werden.
Investitionsbeiträge 1 Für Investitionen in Gebäude und Mobiliar von Organisationen der Arbeitswelt und privaten Anbieterinnen und Anbietern, welche im Auftrag des Kantons Leistungen in der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung erbringen, leistet der Kanton Investitionsbeiträge. Diese decken höchstens 50 Prozent der Kosten. 2 Gesuche um Investitionsbeiträge sind beim Amt für Berufsbildung nach dessen Richtlinien einzureichen.
Kostentragung im Qualifikationsverfahren 1 Die Kosten für Prüfungsmaterial und für Prüfungsräume werden an die Lehrbetriebe weiterverrechnet. In begründeten Fällen kann das Amt für Berufsbildung von diesem Grundsatz abweichen. * 2 Die Entschädigung der Kommission für Qualifikationsverfahren und der Prüfungsexperten beträgt Fr. 40.– pro Stunde. Die Spesenentschädigung richtet sich nach den Bestimmungen für die kantonale Verwaltung. * 3 Kandidatinnen und Kandidaten ohne Lehrvertrag wird das erforderliche Material sowie allfällige zusätzliche Kosten ganz oder teilweise in Rechnung gestellt. Die Bezahlung der Kosten ist Voraussetzung für die Zulassung zum Qualifikationsverfahren.
Beitragsverfügung und -verfahren 1 Das Bildungs- und Kulturdepartement verfügt die Höhe der Beiträge und legt die Auflagen fest. Die Gesuchstellenden gewähren ihm Einblick in die Rechnungsführung. 8. Übergangs- und Schlussbestimmungen
Übergangsbestimmung 1 Für Bildungsangebote, die vom Bund gestützt auf Art. 73 BBG und die dazugehörigen Vollzugsbestimmungen finanziert werden, gelten bis Ende 2007 die bisherigen kantonalen Finanzierungsregelungen.
Ablösung und Aufhebung bisherigen Rechts 1 Durch diese Ausführungsbestimmungen werden im Sinne von Art. 132 Abs. 3 Bst. b BiG und Art. 25 Abs. 2 BiV folgende Erlasse abgelöst und ausser Kraft gesetzt: a. die Vollziehungsverordnung zur Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung (Berufsbildungsverordnung) vom 8. September 19956); b. die Verordnung über die Berufsbildung des Landwirts und der Bäuerin vom 30. Juni 19787); c. die Verordnung über die hauswirtschaftliche Weiterbildung vom 13. November 19878). 2 Es werden aufgehoben: a. die Ausführungsbestimmungen über die Berufsbildung (übergangsrechtliche Bestimmungen über die Organe der Berufsbildung und die Zuständigkeiten) vom 4. Juli 20069); b die Ausführungsbestimmungen über Gebühren und Entschädigungen im Berufsbildungsbereich vom 14. Oktober 199710); c. die Ausführungsbestimmungen über die Kostgelder an der landwirtschaftlichen Schule in Giswil vom 15. September 199211); d. die Ausführungsbestimmungen über Kurs- und Schulgelder an der hauswirtschaftlichen Fachschule vom 28. Juni 199412).
Inkrafttreten 1 Diese Ausführungsbestimmungen treten am 1. April 2007 in Kraft. 6) OGS 1995, 92, OGS 1999, 90, OGS 1999, 119, OGS 2001, 83, OGS 2006, 55 7) OGS 1978, 42, OGS 1993, 87, OGS 1999, 90, OGS 2001, 6 8) OGS 1989, 40, OGS 1995, 92 9) OGS 2006, 55 10) OGS 1997, 101, OGS 2002, 3, OGS 2004, 64 11) OGS 1993, 54 12) OGS 1995, 28 Informationen zum Erlass Ursprüngliche Fundstelle: OGS 2007, 15 geändert durch - Nachtrag vom 19. August 2008, in Kraft rückwirkend seit 1. August 2008 (OGS 2008, 64), - die Ausführungsbestimmungen über die Kantonsschule vom 25. November 2008, in Kraft seit 1. Januar 2009 (OGS 2008, 100), - Nachtrag vom 12. Mai 2009, in Kraft seit 1. August 2009 (OGS 2009, 25), - Nachtrag vom 17. März 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (OGS 2009, 16), - die Ausführungsbestimmungen über die Kantonsschule (Organisationsstatut) vom 20. Juni 2011, in Kraft seit 1. August 2011 (OGS 2011, 35), - die AB zur V betreffend die Einführung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts vom 26. Juni 2012, in Kraft seit 1. Januar 2013 (OGS 2012, 48), - Nachtrag vom 26. März 2013, in Kraft seit 1. Januar 2014 (OGS 2013, 22), - Nachtrag vom 12. September 2017, in Kraft seit 1. Januar 2018 (OGS 2017, 46), - Mantelerlass über die Änderung von Ausführungsbestimmungen im Bildungsbereich vom 23. März 2026, in Kraft seit 1. August 2026 (OGS 2026, 9) Änderungstabelle - Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle 27.03.2007 01.04.2007 Erlass Erstfassung OGS 2007, 15 19.08.2008 01.08.2008 Art. 49 Abs. 1 geändert OGS 2008, 64 25.11.2008 01.01.2009 Art. 23 Abs. 2 geändert OGS 2008, 100 17.03.2009 01.01.2010 Art. 49 Abs. 2 geändert OGS 2009, 16 12.05.2009 01.08.2009 Art. 30 Abs. 3 geändert OGS 2009, 25 20.06.2011 01.08.2011 Art. 23 Abs. 2 geändert OGS 2011, 35 26.06.2012 01.01.2013 Art. 20 Abs. 1 geändert OGS 2012, 48 26.06.2012 01.01.2013 Art. 21 Abs. 1 geändert OGS 2012, 48 26.03.2013 01.01.2014 Art. 9 Abs. 1, k. geändert OGS 2013, 22 26.03.2013 01.01.2014 Art. 9 Abs. 1, l. eingefügt OGS 2013, 22 26.03.2013 01.01.2014 Art. 9a eingefügt OGS 2013, 22 26.03.2013 01.01.2014 Art. 46 Abs. 1, f. geändert OGS 2013, 22 26.03.2013 01.01.2014 Art. 46 Abs. 1, g. eingefügt OGS 2013, 22 12.09.2017 01.01.2018 Art. 49 Abs. 1 geändert OGS 2017, 46 23.03.2026 01.08.2026 Art. 21 Abs. 1 geändert 2026, 009 23.03.2026 01.08.2026 Art. 47 Abs. 1, h. geändert 2026, 009 Änderungstabelle - Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle Erlass 27.03.2007 01.04.2007 Erstfassung OGS 2007, 15 Art. 9 Abs. 1, k. 26.03.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 22 Art. 9 Abs. 1, l. 26.03.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 22 Art. 9a 26.03.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 22 Art. 20 Abs. 1 26.06.2012 01.01.2013 geändert OGS 2012, 48 Art. 21 Abs. 1 26.06.2012 01.01.2013 geändert OGS 2012, 48 Art. 21 Abs. 1 23.03.2026 01.08.2026 geändert 2026, 009 Art. 23 Abs. 2 25.11.2008 01.01.2009 geändert OGS 2008, 100 Art. 23 Abs. 2 20.06.2011 01.08.2011 geändert OGS 2011, 35 Art. 30 Abs. 3 12.05.2009 01.08.2009 geändert OGS 2009, 25 Art. 46 Abs. 1, f. 26.03.2013 01.01.2014 geändert OGS 2013, 22 Art. 46 Abs. 1, g. 26.03.2013 01.01.2014 eingefügt OGS 2013, 22 Art. 47 Abs. 1, h. 23.03.2026 01.08.2026 geändert 2026, 009 Art. 49 Abs. 1 19.08.2008 01.08.2008 geändert OGS 2008, 64 Art. 49 Abs. 1 12.09.2017 01.01.2018 geändert OGS 2017, 46 Art. 49 Abs. 2 17.03.2009 01.01.2010 geändert OGS 2009, 16