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Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten

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Contents: 132 provisions
  1. Art. 1 Grundsatz
  2. Art. 2 Ausnahmen
  3. Art. 3 Schutzmassnahmen und Schutzeinrichtungen
  4. Art. 4 Vorübergehende Einstellung der Arbeit
  5. Art. 5 Persönliche Schutzausrüstungen
  6. Art. 6 Information und Anleitung der Arbeitnehmer
  7. Art. 6a Anhörung der Arbeitnehmer
  8. Art. 7 Übertragung von Aufgaben an Arbeitnehmer
  9. Art. 8 Vorkehren bei Arbeiten mit besonderen Gefahren
  10. Art. 9 Zusammenwirken mehrerer Betriebe
  11. Art. 10 Personalverleih
  12. Art. 11
  13. Art. 11a Beizugspflicht des Arbeitgebers
  14. Art. 11b Richtlinien über die Beizugspflicht
  15. Art. 11c Verfügung über die Beizugspflicht
  16. Art. 11d Eignung der Spezialisten der Arbeitssicherheit
  17. Art. 11dbis Verfügung über die Eignung oder Nichteignung der Spezialisten der Arbeitssicherheit
  18. Art. 11e Aufgaben der Spezialisten der Arbeitssicherheit
  19. Art. 11f Stellung der Spezialisten der Arbeitssicherheit im Betrieb
  20. Art. 11g Stellung der Spezialisten der Arbeitssicherheit gegenüber den Durchführungsorganen
  21. Art. 12 Belastbarkeit
  22. Art. 13 Gestaltung und Reinigung
  23. Art. 14 Fussböden
  24. Art. 15 Glaswände und -türen
  25. Art. 16 Treppen
  26. Art. 17 Dächer
  27. Art. 18 Ortsfeste Leitern
  28. Art. 19 Verkehrswege
  29. Art. 20 Fluchtwege
  30. Art. 21 Abschrankungen und Geländer
  31. Art. 22 Laderampen und Rampenauffahrten
  32. Art. 23 Gleise
  33. Art. 24 Grundsatz
  34. Art. 25 Belastbarkeit
  35. Art. 26 Gestaltung und Reinigung
  36. Art. 27 Zugänglichkeit
  37. Art. 28 Schutzeinrichtungen und Schutzmassnahmen
  38. Art. 29 Zündquellen
  39. Art. 30 Steuer- und Schalteinrichtungen
  40. Art. 31 Behälter und Leitungen
  41. Art. 32 Feuerungsanlagen für technische Zwecke
  42. Art. 32a Verwendung von Arbeitsmitteln
  43. Art. 32b Instandhaltung von Arbeitsmitteln
  44. Art. 32c Flüssiggasanlagen
  45. Art. 33 Lüftung
  46. Art. 34 Lärm und Vibrationen
  47. Art. 35 Beleuchtung
  48. Art. 36 Explosions- und Brandgefahr
  49. Art. 37 Instandhaltung und Abfallbeseitigung
  50. Art. 38 Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstungen
  51. Art. 39 Zutrittsverbot
  52. Art. 40 Brandbekämpfung
  53. Art. 41 Transport und Lagerung
  54. Art. 42 Personentransport
  55. Art. 43 Arbeiten an Arbeitsmitteln
  56. Art. 44 Gesundheitsgefährdende Stoffe
  57. Art. 45 Schutz gegen gesundheitsgefährdende Strahlen
  58. Art. 46 Brandgefährliche Flüssigkeiten
  59. Art. 47 Kantonale Durchführungsorgane des ArG
  60. Art. 48 Eidgenössische Durchführungsorgane des ArG
  61. Art. 49 Schweizerische Unfallversicherungsanstalt a. Verhütung von Berufsunfällen
  62. Art. 50 b. Berufskrankheiten
  63. Art. 51 Fachorganisationen
  64. Art. 52 Koordination der Durchführungsbereiche
  65. Art. 52a Richtlinien der Koordinationskommission
  66. Art. 53 Zuständigkeiten der Koordinationskommission
  67. Art. 54 Vergütungsordnung
  68. Art. 55 Organisation
  69. Art. 56 Beschaffung von Grundlagen
  70. Art. 57 Anhören der interessierten Organisationen
  71. Art. 58 Berichterstattung
  72. Art. 59
  73. Art. 60 Beratung
  74. Art. 61 Betriebsbesuche und Befragungen
  75. Art. 62 Ermahnung des Arbeitgebers
  76. Art. 63 Anzeigen
  77. Art. 64 Verfügung
  78. Art. 65 Vollzugsmeldung des Arbeitgebers
  79. Art. 66 Prämienerhöhung
  80. Art. 67 Zwangsmassnahmen
  81. Art. 68 Kantonale Behörde
  82. Art. 69
  83. Art. 69a Vollzugsdatenbank
  84. Art. 69b Zweck
  85. Art. 69c Inhalt der Vollzugsdatenbank
  86. Art. 69d Dateneingabe
  87. Art. 69e Zugriffsberechtigung
  88. Art. 69f Bekanntgabe von Daten an Dritte
  89. Art. 69g Schutz vor Datenverlust, Protokoll und Datensicherheit
  90. Art. 69h Leistungsaufträge für den Betrieb der Vollzugsdatenbank
  91. Art. 69i Auskunftsrecht
  92. Art. 69j Datenqualität und -berichtigung
  93. Art. 70
  94. Art. 71 Im Allgemeinen
  95. Art. 72 Eintrittsuntersuchungen
  96. Art. 73 Kontrolluntersuchungen
  97. Art. 74 Nachuntersuchungen
  98. Art. 75 Entschädigung
  99. Art. 76 Kontrollbüchlein
  100. Art. 77 Nichterfüllung der Untersuchungspflicht
  101. Art. 78 Entscheid über die Eignung eines Arbeitnehmers
  102. Art. 79 Meldepflicht
  103. Art. 80 Wirkung der Entscheide
  104. Art. 81 Nichtbefolgung einer Verfügung
  105. Art. 82
  106. Art. 82a Gebühren
  107. Art. 83 Anspruch
  108. Art. 84 Höhe und Dauer
  109. Art. 85 Auszahlung
  110. Art. 86 Anspruch
  111. Art. 87 Höhe und Dauer
  112. Art. 88 Auszahlung
  113. Art. 89
  114. Art. 90 Kosten zu Lasten des Arbeitgebers
  115. Art. 91 Durch den Prämienzuschlag gedeckte Kosten
  116. Art. 92 Verwendung der Prämienzuschläge
  117. Art. 93 Voranschlag
  118. Art. 94 Festsetzung des Prämienzuschlages
  119. Art. 95 Überweisung des Prämienzuschlages
  120. Art. 96 Vergütung an die Durchführungsorgane
  121. Art. 97 Befreiung vom Prämienzuschlag
  122. Art. 98 Bemessung des Prämienzuschlages
  123. Art. 99 Festsetzung des Prämienzuschlages
  124. Art. 100 Verwendung des Prämienzuschlages
  125. Art. 101
  126. Art. 102 und 103
  127. Art. 104 Vorbehalt des Polizeirechts
  128. Art. 105 Aufhebung bisherigen Rechts
  129. Art. 106 Änderung bisherigen Rechts
  130. Art. 107
  131. Art. 108 Übergangsbestimmungen
  132. Art. 109 Inkrafttreten

132 provisions

Art. 97 Befreiung vom Prämienzuschlag

Die privaten Haushalte sind von der Entrichtung des Prämienzuschlages für die Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten befreit.

Art. 98 Bemessung des Prämienzuschlages

1 Der Prämienzuschlag für die Verhütung von Nichtberufsunfällen (Art. 88 Abs. 2 UVG) ist so zu bemessen, dass daraus mindestens die jährlichen Beiträge der sich an der obligatorischen Unfallversicherung beteiligenden Versicherer für die BfU (Art. 59) bestritten werden können. 2 Die Suva und die anderen Versicherer unterbreiten dem Bundesrat ihren Antrag zur Festsetzung des Prämienzuschlages. Der Bundesrat hört die interessierten Organisationen an.

Art. 99 Festsetzung des Prämienzuschlages

Der Bundesrat setzt den Prämienzuschlag in einer besonderen Verordnung fest. Der Zuschlag wird in der Regel alle fünf Jahre den Verhältnissen angepasst.

Art. 100 Verwendung des Prämienzuschlages

1 Die Versicherer dürfen den Prämienzuschlag nur zu folgenden Zwecken verwenden: a. Beiträge an die BfU; b. Finanzierung von eigenen Massnahmen und Massnahmen Dritter zur Verhütung von Nichtberufsunfällen; c. Erhebung von ausserordentlichen statistischen Daten zur Verhütung von Nichtberufsunfällen für die BfU. 2 Die Versicherer rechnen über die Verwendung des Prämienzuschlages gesondert ab.

Art. 101

Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 22. Nov. 2000, mit Wirkung seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2917).

Art. 102 und 103

Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, mit Wirkung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3921).

Art. 104 Vorbehalt des Polizeirechts

Vorbehalten bleiben Polizeivorschriften des Bundes, der Kantone und der Gemeinden, wie namentlich solche über die Bau-, Feuer-, Gesundheits- und Wasserpolizei, die weitergehende oder detailliertere Anforderungen stellen als diejenigen dieser Verordnung.

Art. 105 Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben: a. die Verordnung vom 23. Dezember 1960 über die Verhütung von Berufskrankheiten; b. die Verordnung vom 8. Mai 1968 über die Koordination der Durchführung des Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes und des Arbeitsgesetzes auf dem Gebiete der Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten; c. die Verfügung vom 9. Februar 1970 des Eidgenössischen Departementes des Innern über die Durchführung der Unfallverhütung in der Landwirtschaft; d. die Verfügung des Eidgenössischen Departementes des Innern vom 14. Januar 1965 betreffend Zusammensetzung und Entschädigung der gemäss Artikel 22 der Verordnung II vom 3. Dezember 1917 über die Unfallversicherung zu bestellenden technischen Kommission. [AS 1960 1660] [AS 1968 617] [AS 1970 283] [AS 1965 81]

Art. 106 Änderung bisherigen Rechts

… Die Änderungen können unter AS 1983 1968 konsultiert werden.

Art. 107

Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 1. April 2015, mit Wirkung seit 1. Okt. 2015 (AS 2015 1091).

Art. 108 Übergangsbestimmungen

1 Die vor Inkrafttreten dieser Verordnung erlassenen technischen und organisatorischen Weisungen sowie die rechtskräftigen Verfügungen über die Unterstellung von Betrieben unter die Vorschriften über die medizinischen Vorbeugungsmassnahmen der Verordnung vom 23. Dezember 1960 über die Verhütung von Berufskrankheiten behalten ihre Gültigkeit. Das gleiche gilt für die Entscheide über Eignung oder Nichteignung. 2 Bestehende Gebäude und andere Konstruktionen sowie bestehende technische Einrichtungen und Geräte, die den Anforderungen dieser Verordnung nicht entsprechen, dürfen nur dann weiter benützt werden, wenn die Sicherheit der Arbeitnehmer durch andere ebenso wirksame Massnahmen gewährleistet wird, dies jedoch spätestens bis 31. Dezember 1987. 3 Die in Artikel 86 Absatz 1 Buchstabe b (Anspruch auf Übergangsentschädigung) festgesetzte Frist von zwei Jahren gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die zur Nichteignung oder zur bedingten Eignung führende Arbeit vor Inkrafttreten dieser Verordnung ausgeübt hat. [AS 1960 1660]

Art. 109 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1984 in Kraft.

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