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Landwirtschaftsverordnung

St. Gallen · 610.11 · ordinance

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Contents: 61 provisions
  1. Art. 1
  2. Art. 2
  3. Art. 3 nGS 37–92
  4. Art. 4 c) Betriebshilfe.11
  5. Art. 4a
  6. Art. 4b
  7. Art. 4c
  8. Art. 4d
  9. Art. 4f
  10. Art. 5
  11. Art. 6
  12. Art. 7
  13. Art. 8 Gesuch mit den erforderlichen Unterlagen ein.*
  14. Art. 9
  15. Art. 10
  16. Art. 11
  17. Art. 12
  18. Art. 13
  19. Art. 14
  20. Art. 15
  21. Art. 16
  22. Art. 17
  23. Art. 18 Registrierung notwendig sind.42
  24. Art. 19
  25. Art. 20
  26. Art. 21
  27. Art. 22
  28. Art. 23
  29. Art. 24
  30. Art. 25
  31. Art. 26
  32. Art. 27
  33. Art. 28
  34. Art. 29
  35. Art. 30
  36. Art. 31
  37. Art. 31a
  38. Art. 31b
  39. Art. 32
  40. Art. 33
  41. Art. 34
  42. Art. 35 Voraussetzungen für AOC-Wein erfüllt sind.*
  43. Art. 41
  44. Art. 41a erlassen.*
  45. Art. 41b
  46. Art. 42
  47. Art. 42a
  48. Art. 42b
  49. Art. 42c das Prüfungsergebnis.*
  50. Art. 43
  51. Art. 44
  52. Art. 45
  53. Art. 46 V. Landwirtschaftliche Pacht (5.)
  54. Art. 47
  55. Art. 48 Interesse77* (6.)
  56. Art. 49
  57. Art. 50 VII. Schlussbestimmungen (7.)
  58. Art. 51
  59. Art. 52
  60. Art. 53
  61. Art. 54 f) der Beschluss über das Rebsortenverzeichnis vom 9. Juli 1992.88

61 provisions

Art. 34

Grundsatz 1 Wein, Schaumwein, Perlwein und Likörwein tragen die Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung St.Gallen» oder «AOC St.Gallen», wenn die

Art. 35 Voraussetzungen für AOC-Wein erfüllt sind.*

Voraussetzungen für AOC-Wein a) Abgrenzung des geografischen Gebiets58 1 AOC-Wein besteht zu wenigstens 90 Prozent aus Trauben, die aus dem Kanton St.Gallen stammen.59 Art. 36* b) zugelassene Rebsorten60 1 AOC-Wein besteht aus den vom Landwirtschaftsamt bezeichneten zugelassenen Rebsorten. Art. 37* c) zugelassene Anbaumethoden61 1 AOC-Wein wird nach folgenden Anbaumethoden hergestellt: a) Stickelbau; b) Drahtbau im Direktzug; c) Drahtbau in Querterrassenanlagen. 55 SR 916.140. 56 Art. 4 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 57 SR 916.140. 58 Art. 21 Abs. 2 Bst. a der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 59 Art. 13 Abs. 2 und Abs. 3 Bst. a der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke vom 23. November 2005, SR 817.022.110. 60 Art. 21 Abs. 2 Bst. b der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 61 Art. 21 Abs. 2 Bst. c der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. Art. 38* d) natürlicher Mindestzuckergehalt und Höchstertrag62 1 AOC-Wein weist den natürlichen Mindestzuckergehalt je Rebsorte sowie den Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte nach Anhang A dieses Erlasses auf. Art. 39* e) zulässiges Verfahren der Weinherstellung63 1 AOC-Wein wird in einem zulässigen önologischen Verfahren nach Anhang 9 der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 201664 und Anhang Bbis zu diesem Erlass hergestellt.* Art. 40* f) analytische und organoleptische Prüfung des verkaufsfertigen Weins 1. Grundsatz65 1 AOC-Wein unterliegt der analytischen und organoleptischen Prüfung. 2 Die analytische Prüfung umfasst insbesondere: a) Alkoholgehalt; b) gesamte schweflige Säure. 3 Die organoleptische Prüfung umfasst: 1. Aussehen; 2. Geruch; 3. Geschmack; 4. Gesamteindruck.

Art. 41

2. Weisungen 1 Die Kantonschemikerin oder der Kantonschemiker66 kann die für die analytische und organoleptische Prüfung des verkaufsfertigen Weins notwendigen Weisungen

Art. 41a erlassen.*

Geografische Bezeichnung 1 AOC-Wein kann neben der Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung St.Gallen» oder «AOC St.Gallen» folgende geografischen Bezeichnungen tragen: a) des Produktionsgebiets, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu 100 Prozent aus dem Produktionsgebiet stammt: 62 Art. 21 Abs. 2 Bst. d und e der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 63 Art. 21 Abs. 2 Bst. f der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 64 SR 817.022.12. 65 Art. 21 Abs. 2 Bst. g der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 66 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. b) der politischen Gemeinde, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus der politischen Gemeinde und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt; c) des mit einem eigenen Namen bezeichneten Ortsteils einer politischen Gemeinde, wenn der Ortsteil wenigstens zwei Drittel der Rebfläche der politischen Gemeinde umfasst und der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus dem Ortsteil und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt; d) der Lage, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu 100 Prozent aus der Lage stammt. 2 Produktionsgebiete tragen die Bezeichnung: 1. «St.Galler Rheintal» mit den politischen Gemeinden Mörschwil, Goldach, Steinach, Berg, Tübach, Untereggen, Eggersriet, Rorschacherberg, Rorschach, Thal, Rheineck, St.Margrethen, Au, Berneck, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Rebstein, Marbach, Altstätten, Eichberg, Oberriet, Rüthi, Sennwald, Gams, Grabs, Buchs und Sevelen; 2. «Sarganserland» mit den politischen Gemeinden Wartau, Sargans, Vilters- Wangs, Bad Ragaz, Pfäfers, Mels, Flums, Walenstadt, Quarten, Weesen und Amden. Anstelle von «Sarganserland» darf die Bezeichnung «Sarganserland- Walensee» oder «Walensee» für AOC-Wein aus einer an den Walensee angrenzenden politischen Gemeinde verwendet werden; 3. «Zürichsee» mit den politischen Gemeinden Schänis, Benken, Kaltbrunn, Rieden, Gommiswald, Ernetschwil, Uznach, Schmerikon, Rapperswil-Jona, Eschenbach, Goldingen und St.Gallenkappel. Die Bezeichnung darf nur in Verbindung mit der Bezeichnung der politischen Gemeinde verwendet werden; 4. «Fürstenland» mit den politischen Gemeinden Wil, Bronschhofen, Zuzwil, Oberbüren, Niederbüren, Niederhelfenschwil, Gossau, Andwil, Waldkirch, Gaiserwald, St.Gallen, Wittenbach, Häggenschwil und Muolen.

Art. 41b

Weinspezifische Begriffe 1 Die Verwendung weinspezifischer Begriffe richtet sich nach Art. 19 Abs. 1 und Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 200767 sowie Anhang B zu diesem Erlass.

Art. 42

… 67 SR 916.140.

Art. 42a

AOC-Degustationskommission a) Bestand 1 Der AOC-Degustationskommission gehören an: a) die Leiterin oder der Leiter der Fachstelle für Weinbau als Vorsitzende oder Vorsitzender; b)* vier weitere Mitglieder, die von der Kantonschemikerin oder vom Kantonschemiker68 auf eine Amtsdauer von vier Jahren ernannt werden.

Art. 42b

b) Aufgaben 1 Die AOC-Degustationskommission führt die Prüfung nach Art. 40 Abs. 3 dieses Erlasses durch. 2 Sie erstattet der Kantonschemikerin oder dem Kantonschemiker69 Bericht über

Art. 42c das Prüfungsergebnis.*

c) Beschlussfassung 1 Die AOC-Degustationskommission ist beschlussfähig, wenn wenigstens drei Mitglieder anwesend sind. 2 Sie beschliesst mit einfachem Mehr der Stimmenden. Die oder der Vorsitzende gibt den Stichentscheid bei Stimmgleichheit. IV. Strukturverbesserungen und soziale Begleitmassnahmen (4.) 1. Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen* (4.1.)

Art. 43

Aufsicht70 1 Die Landwirtschaftliche Kreditgenosssenschaft des Kantons St.Gallen unterliegt im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben der Aufsicht des Kantons.* 2 Statuten der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen und Wahl der Geschäftsführerin oder des Geschäftsführers bedürfen der Genehmigung der Regierung. 68 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. 69 Art. 62a der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. 70 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1.

Art. 44

Haftung und Verantwortlichkeit71 1 Die Haftung der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen und die Verantwortlichkeit ihrer Organe und Angestellten richten sich im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben nach dem Verantwortlichkeitsgesetz vom 7. Dezember 1959.72 2. Ausserordentliche Strukturverbesserungsbeiträge (4.2.)

Art. 45

Überbrückungsmassnahmen73 1 Besteht keine Nachfolgeregelung, können ausserordentliche Beiträge an Strukturverbesserungen im Tier- und Gewässerschutz74 gewährt werden, wenn: a) eine Massnahme zur Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises notwendig ist; b) die Bewirtschafterin oder der Bewirtschafter wenigstens 45 und höchstens 60 Jahre alt ist; c) die Existenz nur durch die Weiterführung der landwirtschaftlichen Tätigkeit gesichert werden kann; d) die Voraussetzungen für ordentliche einzelbetriebliche Strukturverbesserungsmassnahmen nach dem Bundesrecht75 mit Ausnahme der längerfristigen Existenzsicherung76 erfüllt sind.

Art. 46 V. Landwirtschaftliche Pacht (5.)

…

Art. 47

… 71 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1. 72 sGS 161.1. 73 Art. 13 LaG, sGS 610.1. 74 SR 455 und SR 814.2. 75 Art. 89 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidg Strukturverbesserungsverordnung vom 7. Dezember 1998, SR 913.1. 76 Art. 89 Abs. 1 Bst. a des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1. VI. Entschädigung für kantonale Dienstleistungen im privaten

Art. 48 Interesse77* (6.)

Bemessung78 1 Die Höhe der Entschädigung für Beratung und andere kantonale Dienstleistungen, die im privaten Interesse liegen, richtet sich nach dem Sach- und Zeitaufwand.* 2 Der Ansatz für die Entschädigung des Zeitaufwandes entspricht dem durchschnittlichen Besoldungsaufwand zuzüglich einem Gemeinkostenzuschlag von einem Drittel.

Art. 49

Ausnahmen von der Entschädigungspflicht79 1 Auf eine Entschädigung kann ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn besondere Umstände es rechtfertigen. 2 Besondere Umstände liegen namentlich vor: a) wenn sich die Leistungsempfängerin oder der Leistungsempfänger in einer Notlage befindet; b) wenn die Bezahlung der Entschädigung für die Leistungsempfängerin oder den Leistungsempfänger eine grosse Härte bedeuten würde.

Art. 50 VII. Schlussbestimmungen (7.)

80

Art. 51

81

Art. 52

82

Art. 53

Aufhebung bisherigen Rechts 1 Aufgehoben werden: a) die Verordnung zur Bundesgesetzgebung über wirtschaftliche Massnahmen zugunsten der Landwirtschaft vom 19. April 1983;83 77 Art. 28 LaG, sGS 610.1. 78 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1. 79 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1. 80 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 81 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 82 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 83 sGS 611.73. b) die Vollzugsverordnung zu den Vorschriften über Investitionskredite und Betriebshilfe in der Landwirtschaft vom 15. Januar 1963;84 c) die Verordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 1. März 1994;85 d) die Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht vom 1. Juli 1986;86 e) die Weinbauverordnung vom 15. Dezember 1958;87

Art. 54 f) der Beschluss über das Rebsortenverzeichnis vom 9. Juli 1992.88

Vollzugsbeginn 1 Diese Verordnung wird ab 1. Oktober 2002 angewendet. 84 sGS 611.78. 85 sGS 613.11. 86 sGS 613.21. 87 sGS 631.31. 88 sGS 631.311. * Änderungstabelle - Nach Bestimmung Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn Erlass Grunderlass 37–92 17.09.2002 01.10.2002 Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 3 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 4 geändert 46–90 21.06.2011 keine Angabe Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a eingefügt 44–84 16.06.2009 keine Angabe Art. 4a Artikeltitel geändert 2017-043 16.05.2017 01.07.2017 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2017-043 16.05.2017 01.07.2017 Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4b eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4c eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4d eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4e eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4f eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4g eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 9 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 30 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 32 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 33 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 34 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 34, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 35 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 36 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 37 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 38 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 39 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 39, Abs. 1 geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016 Art. 39, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn Art. 40 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 41a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42a, Abs. 1, b) geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 42b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42b, Abs. 2 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 42c eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 44 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 46 aufgehoben 2019-013 20.11.2018 01.01.2019 Art. 47 aufgehoben 2019-013 20.11.2018 01.01.2019 Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 6. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Anhang A Inhalt geändert 2020-056 23.06.2020 01.06.2020 Anhang B Inhalt geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016 Anhang Bbis eingefügt 2016-013 10.11.2015 01.01.2016 Anhang Bbis Inhalt geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Anhang C eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Anhang C Inhalt geändert 2021-075 19.10.2021 01.01.2022 * Änderungstabelle - Nach Erlassdatum Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle 17.09.2002 01.10.2002 Erlass Grunderlass 37–92 16.06.2009 keine Angabe Art. 4a eingefügt 44–84 17.08.2010 keine Angabe Art. 3 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 9 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 30 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 32 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 33 aufgehoben 45–94 Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle 17.08.2010 keine Angabe Art. 34 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 35 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 36 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 37 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 38 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 39 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 40 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42c eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 44 geändert 45–94 21.06.2011 keine Angabe Art. 4 geändert 46–90 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4b eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4c eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4d eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4e eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4f eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4g eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 6. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Anhang C eingefügt 2015-041 Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle 10.11.2015 01.01.2016 Art. 39, Abs. 1 geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016 Anhang B Inhalt geändert 2016-013 10.11.2015 01.01.2016 Anhang Bbis eingefügt 2016-013 16.05.2017 01.07.2017 Art. 4a Artikeltitel geändert 2017-043 16.05.2017 01.07.2017 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2017-043 20.11.2018 01.01.2019 Art. 46 aufgehoben 2019-013 20.11.2018 01.01.2019 Art. 47 aufgehoben 2019-013 23.06.2020 01.06.2020 Anhang A Inhalt geändert 2020-056 19.10.2021 01.01.2022 Anhang C Inhalt geändert 2021-075 02.07.2024 01.08.2024 Art. 34, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 39, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 41, Abs. 1 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 42a, Abs. 1, b) geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Art. 42b, Abs. 2 geändert 2024-023 02.07.2024 01.08.2024 Anhang Bbis Inhalt geändert 2024-023 Anhang A1, 2 Bestimmung des natürlichen Mindestzuckergehalts je Rebsorte und des Höchst ertrags je Flächeneinheit und Rebsorte für die Verarbeitung zu AOCWein Der natürliche Mindestzuckergehalt je Rebsorte beträgt: Weinbezeichnung Sorten Mindestzuckergehalt in ° Oechsle Mindestzuckergehalt in ° Brix Weisse Sorten Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner) 67 ° Oe 16,4 ° Brix Räuschling und übrige weisse Sorten 65 ° Oe 15,9 ° Brix Rote Sorten Blauburgunder 72 ° Oe 17,5 ° Brix Übrige rote Sorten 72 ° Oe 17,5 ° Brix Die Umrechnung von Brixgraden und Oechslegraden richtet sich nach Anhang 2 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 20073. Der Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte beträgt: Weinbezeichnung Sorten Kilogramm je m2 Liter je m2 Weisse Sorten Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner) 1,2 kg / m2 0,96 l / m2 Seyval blanc 1,2 kg / m2 0,96 l / m2 Rudelin 1,2 kg / m2 0,96 l / m2 Übrige weisse Sorten 1,2 kg / m2 0,96 l / m2 Rote Sorten Blauburgunder 1,0 kg / m2 0,80 l / m2 Übrige rote Sorten 1,0 kg / m2 0,80 l / m2 1 Art. 38 dieser Verordnung. 2 Geändert durch VII. Nachtrag vom 23. Juni 2020, nGS 2020-056. 3 SR 916.140. Anhang B1 Festlegung der im Kanton St.Gallen ergänzend geltenden weinspezifischen Begriffe In Ergänzung zu Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 20072 gelten folgende weinspezifische Begriffe: Bezeichnungen Weinspezifische Begriffe Auslese / Sélection AOC-Wein, der nach definierten, nachvollziehbaren und rückverfolgbaren Kriterien (Produktions- und Weinbereitungskriterien) hergestellt wurde. Aus den Kriterien muss hervorgehen, welches das unterscheidende Merkmal ist. Die Kriterien sind zu dokumentieren. Beerenauslese / Sélection de grains nobles AOC-Wein mit mindestens 26,0 ° Brix (110 ° Oe). Schloss / Château Repräsentatives Gebäude, das historisch als Schloss bezeichnet wird, mit eigenen oder gepachteten Reben im Produktionsgebiet. Spätlese / Vendange tardive AOC-Wein aus Trauben, die frühestens 7 Tage nach dem für die Bezeichnung und die Rebsorte üblichen Erntedatum gelesen wurden. Der natürliche Zuckergehalt muss mindestens 0,7 ° Brix (3 ° Oe) über dem Jahresdurchschnitt liegen. Reserve / Réserve AOC-Wein, der nach einem Reifungsprozess von mindestens 18 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahres für Rotweine bzw. von 12 Monaten ab dem 1. Oktober des Erntejahres für Weissweine auf den Markt gelangt. 1 Geändert durch V. Nachtrag vom 10. November 2015, nGS 2016-013. 2 SR 916.140. Anhang Bbis 1 Zulässige önologische Verfahren und Behandlungen sowie ihre Grenzen und Bedingungen2 In Ergänzung zur Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 20163 gelten folgende Regelungen für AOC-Wein: 1. Roséwein4 Roséwein darf insgesamt bis höchstens 10 Prozent mit Weisswein verschnitten werden. 2. Gehalt an flüchtiger Säure Der Gehalt an flüchtiger Säure darf folgende Werte nicht überschreiten: a) 30 Milliäquivalent je Liter bei Süsswein; b) 35 Milliäquivalent je Liter bei Eiswein. 1 Milliäquivalent entspricht 0,06 g/l flüchtiger Säure. 3. Anreicherung5 Wein darf höchstens um 1,5 Volumenprozent auf höchstens 15 Volumenprozent Gesamtalkoholgehalt angereichert werden. 1 Geändert durch IX. Nachtrag vom 2. Juli 2024, nGS 2024-023. 2 Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, und Art. 39 dieses Erlasses. 3 SR 817.022.12. 4 Vgl. Art. 27d Abs. 6 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 5 Vgl. Art. 27f der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140, Art. 72 und Anhang 9 der Verordnung des EDI über Getränke vom 16. Dezember 2016, SR 817.022.12, sowie Anhang VIII Teil I Kapitel A Nr. 2 Bst. c der Verordnung (EU) 1308/2013 vom 17. Dezember 2013. Anhang C1 Umsetzungskonzept für Landschaftsqualitätsbeiträge 1 Massgebende Grundlagen auf Bundesebene 1.1 Bundesrecht2 einschliesslich der Richtlinien des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). 1.2 Projektgenehmigung durch das BLW. 1.3 Die Grundlagen nach Ziff. 1.1 und 1.2 betreffen insbesondere: a) die Anforderungen an den Aufbau und den Betrieb von Landschaftsqualitätsprojekten; b) die Ausgestaltung des Beitragssystems (einschliesslich Beitragssätze); c) die Vorgaben für den Projektablauf (einschliesslich Projektkontrolle und -evaluation). 2 Massgebende Grundlagen auf kantonaler Ebene Gestützt auf Art. 1b Abs. 2 Bst. b und Art. 1c des Landwirtschaftsgesetzes (sGS 610.1; abgekürzt LaG) erlässt die Regierung für die Ausrichtung von Landschaftsqualitätsbeiträgen (LQB) ein Umsetzungskonzept und legt gestützt auf Art. 31 Bst. abis LaG die Beitragssätze für Landschaftsqualitätsbeiträge durch Verordnung im Rahmen der Höchstsätze des Bundes fest; die Ausgestaltung des Beitragssystems regelt die Regierung im Umsetzungskonzept (vgl. Art. 4c der Landwirtschaftsverordnung [sGS 610.11; abgekürzt LaV]). 3 Ziele und allgemeine Vorgaben für Landschaftsqualitätsprojekte 3.1 Wirkungsorientierung. 3.2 Möglichst tiefe Kosten für Erarbeitung und Betrieb der Projekte. 3.3 Effiziente administrative Prozesse (Zuhilfenahme von GIS und mobilen EDV- Anwendungen). 3.4 Einheitliche Vorgaben und einheitlicher Ablauf für alle Projekte. 1 Eingefügt durch IV. Nachtrag vom 9. Dezember 2014, nGS 2015-041. 2 Insbesondere Art. 74 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft (SR 910.1; abgekürzt LwG), Art. 63 f. und Art. 115 Abs. 10 der eidgenössischen Direktzahlungsverordnung (SR 910.13; abgekürzt DZV) sowie Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV. 3.5 Gleichbehandlung aller Projekte im Kanton: a) einheitlicher Massnahmenkatalog (siehe unten Ziff. 5.5) mit gleichen Beitragssätzen für alle Projekte; b) gleiche finanzielle Bedingungen für alle Projekte. 4 Anforderungen an den Aufbau von Landschaftsqualitätsprojekten 4.1 Grundsatz: Es gilt der Bottom-up-Ansatz; die Initiative muss z. B. von nichtstaatlichen Akteuren oder den politischen Gemeinden ausgehen. 4.2 Projektträgerschaft: a) In der Projektträgerschaft wirken die wesentlichen Akteure wie Landwirtinnen und Landwirte, politische Gemeinden, grössere Bodeneigentümerinnen und Bodeneigentümer, Forstorgane, Nichtregierungsorganisationen wie St.Galler Bauernverband, Pro Natura, Worldwide Fund for Nature (WWF), BirdLife und andere zusammen; b) die Projektträgerschaft verfügt über eine geeignete Rechtsform. Es muss sich gemäss Bundesvorgabe3 um eine juristische Person handeln; c) die Projektträgerschaft ist verantwortlich für (siehe auch unten Ziff. 7): − die Projekterarbeitung und -betreuung während der Laufdauer des Projekts; − die Beschaffung weiterer Finanzmittel (z. B. für einmalige Massnahmen wie Instandstellung von Mauern, Anlage von Weihern, Pflanzung von Hecken); − das Berichtwesen mit Blick auf das Projektcontrolling. 4.3 Die Aufgabenteilung Projektträgerschaft – Kanton wird geregelt durch einen Vertrag der Projektträgerschaft mit dem Landwirtschaftsamt. 4.4 Jedes Projekt unterliegt der Genehmigung durch den Kanton (Landwirtschaftsamt) und durch das BLW. 4.5 Zwischen dem Kanton (Landwirtschaftsamt) und dem BLW wird für jedes Projekt ein Finanzhilfevertrag abgeschlossen. 4.6 Zwischen der einzelnen Landwirtin bzw. dem einzelnen Landwirt und dem Kanton (Landwirtschaftsamt) wird ein achtjähriger bzw. bis zum Ende der Laufzeit des Projekts laufender Vertrag abgeschlossen (Bundesvorgabe nach Art. 64 Abs. 4 DZV). 3 Vgl. Ziff. 1 der Richtlinie Landschaftsqualitätsbeitrag des BLW vom 7. November 2013. 5 Ausgestaltung des Beitragssystems 5.1 allgemeine Voraussetzungen für kantonale Beiträge: a) Einhaltung der Budgetvorgaben; b) Einhaltung des Umsetzungskonzepts; c) positive Beurteilung der einzelnen Massnahmen durch das Volkswirtschaftsdepartement. 5.2 Kriterien für die Unterstützung einzelner Massnahmen: a) Definierbarkeit der Massnahme (örtlich zuteilbar, qualitativ bewertbar, zähl- und messbar); b) Zweckmässigkeit der Massnahme mit Blick auf projektspezifische Zielsetzung; c) Wirksamkeit der Massnahme (bezüglich Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der Landschaft); d) öffentliches Interesse an einer Massnahme; e) Verhältnis zu anderen öffentlichen Mitteln und Dienstleistungen – z. B. Direktzahlungsarten wie Biodiversitätsbeiträge, Pflanzenschutzmassnahmen gegen Feuerbrand oder Kirschessigfliege sowie Strukturverbesserungen, Abgeltung von ökologischen Leistungen (Amt für Natur, Jagd und Fischerei [ANJF]), Mittel aus dem Forst (Kantonsforstamt [KFA]) usw.; f) Aufwand im Verhältnis zum öffentlichen Interesse (Kosten- / Nutzenverhältnis der Massnahme); g) Dauerhaftigkeit der Massnahme; h) Kontrollierbarkeit der Massnahme. 5.3 Begrenzung der Beitragssätze durch den Bund (Art. 115 Abs. 10 DZV, Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV): a) Je Betrieb mit vertraglichen Vereinbarungen übernimmt der Bund je Jahr höchstens 90 Prozent der folgenden Beiträge: − je Hektare (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): Fr. 360.–; − je Normalstoss (NST = 1 Grossvieheinheit während 100 Tagen gesömmert): Fr. 240.–. b) Die Summe aller Landschaftsqualitätsbeiträge im Kanton St.Gallen aus Bundesmitteln für die Jahre 2014 bis 2017 beträgt je Jahr höchstens: − je ha LN im gesamten Kantonsgebiet: Fr. 120.–; − je NST auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweiden im gesamten Kantonsgebiet: Fr. 80.–. Dies führt bei einer LN von 70 949 ha und 22 277 NST im Kanton zu einem Plafond von 10,296 Mio. Franken für Landschaftsqualitätsbeiträge aus Bundesmitteln (gemäss Mitteilung des BLW vom 28. Januar 2014). 5.4 Beitragssätze von Bund und Kanton: a) Es werden ein jährlicher Grundbeitrag sowie einmalige und jährlich wiederkehrende Beiträge für Massnahmen zur Verbesserung der Landschaftsqualität gewährt. b) Die Höchstsätze des Bundes auf Stufe Betrieb werden für den Kanton übernommen (Fr. 360.– je ha LN / Fr. 240.– je NST, siehe oben Ziff. 5.3 Bst. a). c) Für jedes Landschaftsqualitätsprojekt gilt bezogen auf den Projektperimeter eine Gesamtlimite von Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST (Bundeslimite von Fr. 120.– je ha LN und von Fr. 80.– NST zuzüglich 10 Prozent Kantonsbeitrag von Fr. 13.33 je ha LN und Fr. 8.89 je NST). d) Zusammenzug der Bundes- und Kantonsbeiträge für Landschaftsqualitätsprojekte: 5.5 Massnahmenkatalog: Das Volkswirtschaftsdepartement erstellt einen Massnahmenkatalog für Landschaftsqualitätsbeiträge. Darin werden die einzelnen Massnahmen und deren Abgeltung festgelegt. Dieser Massnahmenkatalog muss bei jeder Projektbewilligung mit dem BLW abgeglichen werden. 5.6 Prioritätenordnung: Folgende Prioritätenordnung gilt für den Fall, dass innerhalb eines Landschaftsqualitätsprojekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST übersteigt: a) vertraglich vereinbarte wiederkehrende Massnahmen von Betrieben, die sich dem Projekt bereits angeschlossen haben; b) wiederkehrende Massnahmen von dem Projekt neu beitretenden Betrieben; c) zusätzliche wiederkehrende Massnahmen in Form von Vertragserweiterungen von bereits am Projekt teilnehmenden Betrieben; d) einmalige Massnahmen. 4 Landwirtschaftsamt. Beträge in Fr. Bund (BLW) (90 %) Kanton (LwA ) (10 %) Total LQB (100 %) Finanzierungsbegrenzung gemäss Art. 115 Abs. 10 DZV 120.– je ha LN 80.– je NST 13.33 je ha LN 8.89 je NST 133.33 je ha LN 88.89 je NST Finanzierungsbegrenzung gemäss Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV 324.– je ha LN 216.– je NST 36.– je ha LN 24.– je NST 360.– je ha LN 240.– je NST 5.7 Verwendung freier Landschaftsqualitätsbeiträge5 Unterschreitet innerhalb eines Landschaftsqualitätsprojekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST, können die freien Mittel im jeweiligen Beitragsjahr gemäss Massnahmenkatalog (siehe oben Ziff. 5.5) zuhanden anderer Landschaftsqualitätsprojekte für zusätzliche Landschaftsqualitätsbeiträge, die keine wiederkehrenden Beiträge auslösen, verwendet werden. 6 Vorgaben für den Projektablauf 6.1 Eingabefrist beim Landwirtschaftsamt ist für neue Projekte mit Beginn bzw. Beiträgen im folgenden Jahr jeweils der 31. August. 6.2 Im Rahmen des Projekts werden vorhandene Grundlagen (Landschaftsentwicklungskonzepte, Landschaftsanalysen der Regionen etc.) genutzt. 6.3 Im Rahmen des Projekts wird eine Koordination mit Vernetzungsprojekten angestrebt. 6.4 Die kantonale Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte mit Vertreterinnen bzw. Vertretern der betroffenen Ämter (LwA, ANJF und KFA) sowie der politischen Gemeinden und Regionen berät das Landwirtschaftsamt bei der Projektbeurteilung. Das Landwirtschaftsamt führt den Vorsitz. 7 Aufgaben der Projektträgerschaft 7.1 Die Trägerschaft eines Landschaftsqualitätsprojekts: a) ist für die Projektleitung zuständig und in allen Projektbelangen Ansprechpartnerin für das Landwirtschaftsamt und die Akteure im Projekt; b) ist für die Finanzierung des Projekts besorgt. Gesuche um Coaching-Beiträge6 für die Projekterarbeitung müssen beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Die Restkosten der Projekterarbeitung sind von der Trägerschaft zu beschaffen; c) ist für die Ausarbeitung des Projektgesuchs zuständig, das dem Landwirtschaftsamt eingereicht wird. Die Anforderungen an dieses Projektgesuch richten sich nach den Vorgaben des Bundes7; 5 Eingefügt durch VIII. Nachtrag vom 19. Oktober 2021, nGS 2021-075. 6 Die auf Grundlage eines Mandats erbrachten und von der Trägerschaft bezahlten Leistungen können vom Bund mit 50 Prozent der fakturierten und von der Trägerschaft bezahlten Kosten oder höchstens Fr. 20 000.– unterstützt werden (vgl. Art. 136 Abs. 3bis des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft [SR 910.1; abgekürzt LwG]). 7 Siehe www.landwirtschaft.sg.ch > Direktzahlungen > Landschaftsqualitätsbeiträge. d) reicht das Projektgesuch bis zum 31. August des Vorjahres beim Landwirtschaftsamt ein. Sie erhält bis Ende März (des Beitragsjahres) eine Rückmeldung; e) schliesst mit dem Landwirtschaftsamt einen Vertrag ab (siehe oben Ziff. 4), der die Rechte und Pflichten der Partner bestimmt; f) handelt mit den Landwirtinnen und Landwirten die Massnahmen aus, die sie auf ihren Betrieben im Rahmen des Landschaftsqualitätsprojekts umsetzen wollen. Dies geschieht nach der Rückmeldung zum Projektbericht und bis spätestens Ende August des ersten Beitragsjahres. Diese Frist gilt jährlich auch für Betriebe, die im Verlauf der achtjährigen Projektperiode ins Projekt einsteigen. Die Trägerschaft erfasst sämtliche Massnahmen und reicht sie zusammen mit dem durch die Landwirtin bzw. den Landwirt unterzeichneten Vertrag (siehe oben Ziff. 4.6) beim Landwirtschaftsamt ein; g) stellt die Projektumsetzung sicher, stellt dem Landwirtschaftsamt die für die Beitragsauszahlung notwendigen Informationen zur Verfügung und ist für das Berichtwesen zuständig. Dazu gehört auch eine jährliche Finanzplanung unter Berücksichtigung der Prioritätenordnung nach Ziff. 5.6 dieses Anhangs; h) legt gemäss der Prioritätenordnung von Ziff. 5.6 dieses Anhangs die zu unterstützenden Massnahmen fest für den Fall, dass innerhalb ihres Projekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST übersteigt; i) ist für die Information der betroffenen Akteure im Projektgebiet verantwortlich und organisiert regelmässige Treffen und den Erfahrungsaustausch; j) erarbeitet zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit eine Evaluation zuhanden des Landwirtschaftsamtes; k) reicht dem Landwirtschaftsamt zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit ein allfälliges Gesuch für die Projektweiterführung ein. 8 Rolle der politischen Gemeinden 8.1 Die politischen Gemeinden können Trägerschaften auf ihrem Gebiet bei der Projekterarbeitung unterstützen. 8.2 In der kantonalen Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte nimmt eine Vertreterin oder ein Vertreter der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) Einsitz.

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