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Jagdgesetz vom 30. Januar 1962 (JagdG)

Liechtenstein · 922.0 · statute

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Contents: 89 provisions
  1. Art. 1 Inhalt
  2. Art. 2 Weidgerechtigkeit
  3. Art. 3 Jagdbare Tiere
  4. Art. 4 Reviereinteilung
  5. Art. 5 Öffentliche Versteigerung
  6. Art. 6 Durchführung der Versteigerung
  7. Art. 6a Jagdwert
  8. Art. 7 Anbotsteller
  9. Art. 8 Freihändige Verpachtung
  10. Art. 9 Zuständigkeit
  11. Art. 10 Zulassung zur Jagdpachtung
  12. Art. 11 Ausfertigung der Pachtverträge
  13. Art. 12 Mitpacht
  14. Art. 13 Jagdgemeinschaft
  15. Art. 14 Pachtschilling; Sicherstellung
  16. Art. 15 Solidarhaftung
  17. Art. 16 Verbot der Unterverpachtung
  18. Art. 17 Jagdgast und angehende Jäger
  19. Art. 18 Auflösung des Jagdpachtverhältnisses
  20. Art. 18a Ausschluss einzelner Jagdpächter
  21. Art. 19 Jagdsachverständiger
  22. Art. 19b b) Aufgaben
  23. Art. 19c c) Befugnisse bei Verstössen
  24. Art. 19d d) Bestellung als Wildhüter oder angehender Wildhüter
  25. Art. 19e e) Dienstkleidung und Dienstwaffe
  26. Art. 19f f) Verhältnis zwischen Wildhut und Jagdausübungsberechtigten
  27. Art. 19g g) Massnahmen im Wildtiermanagement
  28. Art. 19h h) Koordinierte Reduktion des Schalenwildbestandes
  29. Art. 19i i) Intensivbejagungsgebiete
  30. Art. 19k k) Beizug jagdkundiger Personen
  31. Art. 19l l) Wildschutzzäune
  32. Art. 19m m) Erlegtes Wild
  33. Art. 19n n) Befreiung von der Jagdabgabe
  34. Art. 19o o) Berichterstattung
  35. Art. 20 Jagdabgabe
  36. Art. 21 Verwendung des Jagdpachterträgnisses
  37. Art. 22 Grundsatz
  38. Art. 23 Ausstellung und Gültigkeit
  39. Art. 23a Voraussetzungen
  40. Art. 24 Ausschlussgründe
  41. Art. 25 Einziehung
  42. Art. 26 Gebühren
  43. Art. 26a Grundsatz
  44. Art. 27 Jagdschutzberechtigte Personen
  45. Art. 28 Voraussetzung für die Bestellung
  46. Art. 29 Rechte und Pflichten des Jagdaufsehers
  47. Art. 30 Befugnisse des Jagdschutzpersonals
  48. Art. 31 Jagd- und Schonzeit
  49. Art. 32 Änderung der Jagdzeit und Schonzeit
  50. Art. 33 Abschussplan
  51. Art. 33a Strecken- und Fallwildstatistik
  52. Art. 33b Hegeschau
  53. Art. 34 Jagdwaffen, Waffenzubehör und Munition
  54. Art. 34a Verbote bei der Jagdausübung
  55. Art. 35 Örtliche Verbote; jagdliche Schon- und Ruhezonen
  56. Art. 36 Schutz des Wildes
  57. Art. 37 Zwangsrechte
  58. Art. 38 Jägernotweg
  59. Art. 39 Hege und Schutz des Wildes
  60. Art. 40 Jagdhunde
  61. Art. 41 Wildfolge
  62. Art. 42 Vereinbarte Wildfolge
  63. Art. 43 Wildseuchen
  64. Art. 44 Aussetzen von wildlebenden Tierarten
  65. Art. 45 Abhaltung des Wildes
  66. Art. 46
  67. Art. 47 Begriff
  68. Art. 48 Besondere Schadensfälle
  69. Art. 49 Verhütungsmassnahmen
  70. Art. 50 Anmeldung und Entscheidung
  71. Art. 51 Vollzugsorgane
  72. Art. 51a Regierung
  73. Art. 51b Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft
  74. Art. 51c Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen
  75. Art. 51d Gemeinden
  76. Art. 52 Jagdbeirat
  77. Art. 53 Jagdfrevel
  78. Art. 54 Verfall von Gegenständen
  79. Art. 55
  80. Art. 56 Übertretungen
  81. Art. 57 Verfall
  82. Art. 57a Strafverfahren
  83. Art. 58 Anzeige- und Mitteilungspflicht
  84. Art. 58a Beschwerde
  85. Art. 59 Durchführungsverordnungen
  86. Art. 59a Sprachliche Gleichbehandlung
  87. Art. 60 Inkrafttreten
  88. Art. 61 Neue Pachtperiode
  89. Art. 62 Volksabstimmung

89 provisions

Art. 57 Verfall

1) Wird Wild entgegen den Bestimmungen dieses Gesetzes gefangen oder erlegt, so hat das Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft über den Verfall des Wildes zu erkennen. Art. 55 bleibt dadurch unberührt. 2) Werden verbotswidrige Waffen und Geräte mitgeführt oder verwendet, so kann auf deren Verfall erkannt werden ohne Rücksicht darauf, wem sie gehören.

Art. 57a Strafverfahren

Das Strafverfahren richtet sich nach den Vorschriften des Verwaltungsstrafgesetzes.

Art. 58 Anzeige- und Mitteilungspflicht

1) Die jagdschutzberechtigten Personen sind verpflichtet, alle zu ihrer Kenntnis gelangten strafbaren Handlungen unverzüglich beim Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft anzuzeigen. 2) Das Landgericht hat von den in Jagdsachen gefällten Straferkenntnissen dem Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft und der Regierung Mitteilung zu machen. Abschnitt IXa

Art. 58a Beschwerde

1) Gegen Verfügungen des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft kann binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde an die Beschwerdekommission für Verwaltungsangelegenheiten erhoben werden. 2) Gegen Entscheidungen der Beschwerdekommission für Verwaltungsangelegenheiten und der Regierung kann binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof erhoben werden. 3) Im Beschwerdeverfahren kann die blosse Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden. 4) Beschwerden gegen eine Anordnung von Massnahmen nach Art. 19g kommt keine aufschiebende Wirkung zu. Abschnitt X

Art. 59 Durchführungsverordnungen

Die Regierung erlässt die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Verordnungen.

Art. 59a Sprachliche Gleichbehandlung

Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, sind unter den in diesem Gesetz verwendeten Personen-, Berufs- und Funktionsbezeichnungen Angehörige des weiblichen und männlichen Geschlechts zu verstehen.

Art. 60 Inkrafttreten

1) Dieses Gesetz tritt am 1. April 1962 in Kraft. Auf diesen Zeitpunkt sind alle mit ihm in Widerspruch stehenden Bestimmungen von Gesetzen und Verordnungen aufgehoben. 2) Insbesondere treten ausser Kraft: a) das Jagdgesetz vom 30. Oktober 1921, LGBl. 1921 Nr. 16; b) das Gesetz betreffend die Abänderung des Jagdgesetzes vom 14. Februar 1930, LGBl. 1930 Nr. 4; c) das Gesetz betreffend die Abänderung des Jagdgesetzes vom 24. Januar 1931, LGBl. 1931 Nr. 8; d) das Gesetz betreffend die Abänderung des Jagdgesetzes vom 16. Dezember 1942, LGBl. 1942 Nr. 34; e) das Gesetz betreffend die Abänderung des Jagdgesetzes vom 29. Oktober 1953, LGBl. 1953 Nr. 17.

Art. 61 Neue Pachtperiode

Die Verpachtung der Reviere für die am 1. April 1962 beginnende Pachtperiode ist bereits nach den Bestimmungen dieses Gesetzes vorzunehmen.

Art. 62 Volksabstimmung

Dieser Gesetzesbeschluss wird aufgrund von Art. 30 Abs. 1 Bst. a, des Gesetzes betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten vom 31. August 1922 der Volksabstimmung unterstellt. Die Regierung, nach Kenntnisnahme von dem Berichte über das Ergebnis der Volksabstimmung vom 23./25. Februar 1962, wonach sich ergibt: Zahl der Stimmberechtigten 3 628 Eingegangene Stimmzettel 2 872 Annehmende sind 1 424 Verwerfende sind 1 182 Ungültige Stimmen 11 Leere Stimmen 255 beschliesst: die Referendumsvorlage über das Jagdgesetz wird vom Volke als angenommen erklärt. gez. Franz Josef gez. Alexander Frick Fürstlicher Regierungschef

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