Qualität
1 Bauten und Anlagen sind qualitätsvoll zu gestalten.
2 Für die Eingliederung sind in Ergänzung zu den Dichtebestimmungen zu
berücksichtigen:
– Prägende Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes und Eigenheiten des Quartiers;
– Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen der Bauten und
Anlagen;
– Gestaltung benachbarter Bauten und Anlagen;
– Gestaltung, Materialwahl und Farbgebung von Fassaden, Dächern und
Reklamen;
– Gestaltung der Aussenräume, insbesondere der Vorgärten und der Begrenzungen gegen den öffentlichen Raum;
– Umgebungsgestaltung, insbesondere bezüglich Erschliessungsanlagen,
Terrainveränderungen, Stützmauern und Parkierung;
– Sicherheit im öffentlichen und im privaten Raum.
3 Der Stadtrat kann für städtebaulich wichtige oder quartierrelevante Projekte ein qualitätssicherndes Konkurrenzverfahren verlangen.
4 Mit einer frühzeitigen Vorbesprechung der Bauvorhaben kann das Vorgehen projektbezogen festgelegt und eine hohe Qualität sichergestellt
werden.
Stadtbaukommission
1 Zur Begutachtung von städtebaulich wichtigen privaten und öffentlichen
Bauvorhaben und zur Förderung der architektonischen Qualität ist die vom
Stadtrat eingesetzte Stadtbaukommission zuständig.
2 Für deren Aufgabe, Zusammensetzung, Amtsdauer, Geschäftsgang
sowie die Sekretariatsführung, die Information und die Entschädigung der
Kommissionsmitglieder ist die Verordnung über die Stadtbaukommission
massgebend.
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II. Planungsvorschriften
1. Richtplanung
Zonenplan
1 Der Zonenplan besteht aus Teilzonenplänen.
2 Für den Teilzonenplan Littau gilt das Bau- und Zonenreglement Littau.
3 Die übrigen Teilzonenpläne enthalten die folgenden Zonen:
1 Wohnzone (WO)
2 Arbeitszone (AR)
3 Wohn- und Arbeitszone (WA)
4 Zone für öffentliche Zwecke (ÖZ)
5 Zone für Sport- und Freizeitanlagen (SF)
6 Grünzone (GR)
7 Tourismuszone (TO)
8 Allmendzone (AL)
9 Tribschenstadtzone (TR)
10 Wettsteinparkzone (WE)
11 Landwirtschaftszone (LA)
12 Übriges Gebiet (ÜG: ÜG-A und ÜG-C)
13 Verbotszone Rutsch und Sturz
14 Gebots- und Hinweiszone Rutsch und Sturz
15 Gebotszone Wasser
16 Hinweiszone Wasser
17 Schutzzonen:
– Ortsbildschutzzone A
– Ortsbildschutzzone B
– Friedhofschutzzone
– Naturschutzzone
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4 Im Anhang sind die einzelnen Zonen- und Dichtebestimmungen sowie die
Zweckbestimmung für die Zone für öffentliche Zwecke, die Zone für Sport-
und Freizeitanlagen und die Grünzone verbindlich festgelegt.
5 Befristete Zwischennutzungen sind in allen Zonen zulässig.
6 Die Legende zu den Teilzonenplänen legt die Empfindlichkeitsstufen gemäss Art. 43 der Lärmschutz-Verordnung (LSV) vom 15. Dezember 1986
fest.
Wohnzone (WO)
1 Die Wohnzone dient in erster Linie dem Wohnen.
2 Zulässig sind Bauten, Anlagen und Nutzungen
a. zum Wohnen und
b. für nicht störende Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe, sofern sich
diese baulich und mit ihren Auswirkungen in die Wohnumgebung
einfügen. Massgebend sind dabei die durch den Charakter und die
Qualität des Wohnquartiers bestimmten örtlichen Verhältnisse.
3 In den Bestimmungen im Anhang sind Gebiete bezeichnet, in denen
gemeinnützige Wohnungen zu erstellen sind.
4 Der Stadtrat legt Details zum gemeinnützigen Wohnungsbau wie Anforderungen und Anteile pro Gebiet in einer Verordnung fest.
Arbeitszone (AR)
1 Die Arbeitszone dient in erster Linie gewerblichen und industriellen
Nutzungen sowie der Nutzung durch Dienstleistungsunternehmen.
2 In den Arbeitszonen mit den Ordnungsnummern 310, 315 bis 317 und
320 sind Dienstleistungsunternehmen, Schulen und Verkaufsflächen, die
nicht als publikumsintensive Anlagen gelten, zulässig.
3 In den Arbeitszonen mit den Ordnungsnummern 301, 311 bis 314, 318
und 319 sind Freizeiteinrichtungen mit überkommunalem Einzugsgebiet
und Verkaufsflächen nicht zulässig.
Davon ausgenommen sind:
– bestehende Verkaufsbetriebe sowie die angemessene Erweiterung und
der Ersatz dieser Betriebe;
– der Verkauf von am Ort produzierten Waren, wenn die Verkaufsflächen
zu den Produktionsflächen von untergeordneter Bedeutung sind.
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4 Die Erweiterung oder der Ersatz bestehender Verkaufsnutzungen ist dann
zulässig, wenn gegenüber den bisherigen Nutzungen kein wesentlicher
Mehrverkehr resultiert.
Wohn- und Arbeitszone (WA)
1 In der Wohn- und Arbeitszone sind Wohnungen sowie mässig störende
Dienstleistungsbetriebe und mässig störende gewerbliche Betriebe zulässig.
2 Autoabstellplätze sind in Erdgeschossen der Wohn- und Arbeitszone nicht
zulässig.
3 In den Bestimmungen im Anhang sind Gebiete bezeichnet, in denen
gemeinnützige Wohnungen zu erstellen sind.
4 Der Stadtrat legt Details zum gemeinnützigen Wohnungsbau wie Anforderungen und Anteile pro Gebiet in einer Verordnung fest.
Dichte in der Zone für öffentliche Zwecke (ÖZ), Zone für Sport-
und Freizeitanlagen (SF) und Grünzone (GR)
Für die Zone für öffentliche Zwecke, die Zone für Sport- und Freizeitanlagen
und die Grünzone legt der Stadtrat das zulässige Dichtemass unter Berücksichtigung der örtlichen Situation und der öffentlichen Interessen fest.
Bestehende Bauten
Bestehende Bauten, die das zonengemässe Dichtemass (Überbauungsziffer und Höhenmass) überschreiten, können mit dem gleichen Volumen
ersetzt werden, sofern der Ersatzbau die Grenz- und Gebäudeabstände
sowie die Baulinien einhält. Der Ersatzbau hat eine zonenkonforme
Nutzung aufzuweisen. Die Geschosszahl darf maximal um ein Geschoss
von der massgebenden Geschosszahl der betreffenden Zone abweichen.
Vorbehalten bleibt die maximale Geschosszahl gemäss Art. 26 Abs. 2.
3 Tourismuszone (TO)
1 Die Tourismuszone dient dem Tourismus.
2 Zulässig sind Bauten, Anlagen und Nutzungen insbesondere
a. für Hotels und Restaurants,
b. für Casinos.
3 Vom Regierungsrat des Kantons Luzern am 18. November 2014 genehmigt.
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3 Es können 20 Prozent der im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Bau- und
Zonenordnung bewilligten, tatsächlich touristisch genutzten Fläche voraussetzungslos für Wohn- und Arbeitsnutzungen umgenutzt werden. Erstreckt
sich die Tourismusnutzung auf mehrere Grundstücke, so ist die Anteilsregelung erfüllt, wenn sie auf diesen Grundstücken insgesamt eingehalten
ist.
4 Darüber hinaus sind Wohn- und Arbeitsnutzungen zulässig, soweit sie
den touristischen Zweck sichern oder optimieren. Dies ist in einem von
Grundeigentümern und vom Stadtrat als unabhängig anerkannten Gutachten nachzuweisen.
5 In jedem Fall ist das Erdgeschoss oder das vom Stadtrat bezeichnete
Geschoss publikumsorientiert zu nutzen.
4 Verkehrshauszone
1 Die Verkehrshauszone dient dem Betrieb und der Weiterentwicklung
«Verkehrshaus der Schweiz».
2 Zulässig sind Bauten, Anlagen und Nutzungen für Kultur, Museum,
Schule, Konferenzen, Beherbergung, Sport und Freizeit.
3 Fremdnutzungen wie Büro, Verkauf, Dienstleistungen und Gastronomie
sind zugelassen. Der Anteil dieser Fremdnutzungen darf maximal 15 % der
Hauptnutzflächen betragen. Verkaufsflächen von Waren für den täglichen
und häufigen periodischen Bedarf sind nicht zulässig.
4 Es gilt die Lärmempfindlichkeitsstufe II.
Allmendzone (AL) (Ordnungsnummern 521 und 522)
1 Die Zone mit der Ordnungsnummer 521 dient der Erstellung einer öffentlichen Vorzone, einer Sportarena, eines Breitensportgebäudes und von
zwei Hochhäusern. In der Sportarena und im Breitensportgebäude sind
Nutzungen für Sport, Freizeit, Ausstellungen, Kultur und Dienstleistungen
zulässig, in untergeordnetem Ausmass auch für Wohnen und Messen. In
den beiden Hochhäusern sind Wohnen und Dienstleistungen zulässig. In
der Zone mit der Ordnungsnummer 522 sind Bauten und Anlagen für Sport
und Freizeit, Ausstellungen, Kultur und Messen sowie für Wohnen und
Dienstleistungen (insbesondere Büros, Verkaufsflächen, Restaurants,
Hotels) zulässig.
4 Eingefügt durch Änderung vom 4. Mai 2023, in Kraft seit 2. Juli 2024.
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2 Durch kommerzielle Zusatznutzungen dürfen maximal 2‘500 Fahrten pro
Tag erzeugt werden. Fahrten durch bestehende Nutzungen sowie Fahrten
durch Anlässe (insbesondere Fachmessen sowie Sport- und Festveranstaltungen) werden nicht angerechnet. Fahrten von Ersatznutzungen werden
angerechnet, sofern die Anzahl Fahrten der bestehenden Nutzung überschritten wird. Der Stadtrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen bewilligen.
3 Der Stadtrat bestimmt den Fahrtenschlüssel für die einzelnen Nutzungen.
4 Neubauten dürfen in der Zone mit der Ordnungsnummer 521 nur gestützt
auf einen Gestaltungsplan, der auf Basis eines Wettbewerbsergebnisses
erstellt wird, bewilligt werden. In der Zone mit der Ordnungsnummer 522 ist
ein Gestaltungsplanverfahren durchzuführen. In den Gestaltungsplänen
wird das bauliche Mass der Nutzung weiter definiert. Untergeordnete Um-
und Anbauten sind von der Gestaltungsplanpflicht ausgenommen. Der
Stadtrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen bewilligen.
5 Überschreitungen der gemäss Art. 26 maximalen Fassaden- und Firsthöhe sind zulässig. In der Zone mit der Ordnungsnummer 521 gilt für die
neue Sportarena eine Fassadenhöhe von max. 21 m (exklusive technischer
Aufbauten und Spielfeldbeleuchtung), für das neue Breitensportgebäude
eine Fassadenhöhe von max. 24 m (exklusive technischer Aufbauten) und
für die Hochhäuser eine Fassadenhöhe von max. 88 m (exklusive technischer Aufbauten). Die detaillierten Höhen werden im Gestaltungsplan festgelegt.
Tribschenstadtzone (TR) (Ordnungsnummern 55 und 183)
1 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 183 ist die Geschosszahl
gemäss Zonenplan zulässig.
2 In der Wohn- und Arbeitszone mit der Ordnungsnummer 55 sind die
Geschosszahl oder die Dachrandkote in m ü. M. gemäss Zonenplan
zulässig. Weder Geschosszahl noch Dachrandkote dürfen in einem
Gestaltungsplanverfahren erhöht werden.
3 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 183 und der Wohn- und
Arbeitszone mit der Ordnungsnummer 55 sind Attikageschosse und
Aufbauten bei fünf- und sechsgeschossigen Bauten beschränkt auf ½ und
bei den übrigen Bauten auf ¹∕5 des darunterliegenden Vollgeschosses. Sie
sind samt allfälligen Dachvorsprüngen von allen Baulinien mindestens 2 m
zurückzuversetzen und haben Flachdächer aufzuweisen.
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4 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 183 und der Wohn- und
Arbeitszone mit der Ordnungsnummer 55 dürfen in den Erdgeschossen
keine Autoabstellplätze erstellt werden.
5 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 183 sind die Höfe zu begrünen und so anzuordnen, dass sie das Strassenterrain um ein halbes Geschoss überragen. Die angrenzenden privaten Plätze mit öffentlichem
Fusswegrecht sind mit hochstämmigen Laubbäumen zu bepflanzen. Sie
dürfen auch unter Niveau nicht bebaut werden.
Wettsteinparkzone (WE) (Ordnungsnummer 184)
1 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 184 sind in den Flächen A
(Gebäudegrundfläche max. 433 m²) und B (Gebäudegrundfläche max. 284
m²) nur Gebäude mit Flachdächern zulässig.
2 Die zulässige Dachrandkote wird wie folgt festgelegt:
– Punkt 1: 497,80 m ü. M.
– Punkt 2: 498,10 m ü. M.
– Punkt 3: 499,20 m ü. M.
– Punkt 4: 499,05 m ü. M.
– Punkt 5: 494,50 m ü. M.
– Punkt 6: 494,60 m ü. M.
– Punkt 7: 495,70 m ü. M.
– Punkt 8: 495,05 m ü. M.
3 Es sind keine Kleinbauten, Einfriedungen und Zäune zulässig.
4 Die Villa Friedheim (Fläche C) ist zu erhalten.
Wohn- und Arbeitsanteil
1 Die Vorschriften über den Wohn- und Arbeitsanteil finden Anwendung auf
Neubauten, neubauähnliche Umbauten und Nutzungsänderungen.
2 In Wohnzonen ist im Minimum das Volumen oberhalb des ersten Vollgeschosses von allen für Wohnzwecke geeigneten Bauten als Wohnraum
zu nutzen.
3 In den Teilzonenplänen sind Strassen- und Fussgängerbereiche bezeichnet, entlang denen Erdgeschosse für publikumsorientierte Erdgeschossnutzungen baulich vorzusehen sind. Wohnungen sind ausnahmsweise
zulässig.
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4 In der Ortsbildschutzzone A ist die bestehende Wohnfläche zu erhalten.
Vorbehalten bleibt ein höherer Wohnanteil gemäss Abs. 5.
5 In der Wohn- und Arbeitszone (WA) ist bei Bauten mit vier oder mehr Vollgeschossen im Minimum die Fläche in der Grösse von zwei Vollgeschossen und eines allfälligen Attika- oder Dachgeschosses von allen für Wohnzwecke geeigneten Bauten als Wohnraum und die Fläche in der Grösse
von einem Vollgeschoss für Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe zu
nutzen. Ab sechs Vollgeschossen erhöht sich der Wohnanteil auf die
Fläche in der Grösse von drei Vollgeschossen und eines allfälligen Attika-
oder Dachgeschosses.
6 Hotelräume, Räume für Kinder- und Altersbetreuung, Räume der Spitex
und dergleichen können ganz oder teilweise dem Wohn- oder dem Arbeitsanteil angerechnet werden.
7 Mindestanteilflächen können unter grundbuchlicher Sicherstellung auf
Grundstücke in der direkten Umgebung verlegt werden.
8 Der Stadtrat kann von den Mindestanteilflächen Ausnahmen bewilligen:
a. wenn die Weiterführung eines bestehenden Betriebs zusätzliche
Flächen benötigt;
b. wenn die Wohnnutzung gesundheitsschädigend ist;
c. wenn kein Bedarf an Wohn- oder Arbeitsflächen vorhanden ist;
d. wenn an der Nutzung ein öffentliches Interesse besteht.
5 Ortsbildschutzzonen, allgemeine Bestimmungen
1 Die Schutzzonen A und B bezwecken den Schutz erhaltenswerter Stadtelemente und städtischer Ensembles.
2 Bei wichtigen Bauvorhaben kann eine architektonisch-städtebauliche
Analyse des Bauortes verlangt werden. Diese soll Aufschluss geben über
das Verhältnis des Bauvorhabens zu seiner Umgebung.
3 Für Objekte, die nicht im Denkmalverzeichnis eingetragen sind, können
die Kosten für die Bauuntersuchung zwischen Stadt und Bauherrschaft
hälftig geteilt werden.
4 Im Zusammenhang mit eingreifenden Umbauten oder Restaurierungen
kann der Stadtrat die Entfernung störender Bauteile verlangen, sofern
diese Teile von den Umbauten oder Restaurierungen betroffen werden.
5 Fassung von Abs. 5 gemäss Genehmigungsentscheid des Regierungsrates vom 3. Juni 2014.
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5 Der Stadtrat kann Ausnahmen von den Schutzzonenvorschriften gestatten, sofern besondere Verhältnisse dies rechtfertigen, die Ausnahme dem
Sinn und Zweck der Schutzzonen nicht widerspricht und ein qualitätsvolles
Bauprojekt vorliegt.
6 Ein Abbruch eines Gebäudes oder Gebäudeteils darf erst erfolgen, wenn
die Baubewilligung für den Neu- oder Umbau rechtskräftig ist.
6 Ortsbildschutzzone A
1 Die Schutzzone A bezweckt die Erhaltung historischer Stadtteile in ihrer
Bausubstanz und ihren Strukturen.
2 Für bauliche Veränderungen ist die Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege und Archäologie über die Notwendigkeit, das Ausmass und den
Zeitpunkt von Untersuchungen einzuholen.
3 Die bestehenden Fluchten dürfen auf der Strassenseite, aber auch bei
rückseitigen Fassaden und bei Hofräumen nicht überschritten werden.
4 Die bestehenden Fassadenhöhen dürfen nicht überschritten werden.
5 Änderungen an der Bausubstanz sind zulässig:
– wenn deren Erneuerung aus statischen Gründen unausweichlich ist;
– wenn es sich um Bauten oder Bauteile handelt, die für die historische
Struktur des Quartiers oder des Gebäudes nicht von Bedeutung sind.
5a Abbrüche von Bauten, Gebäudeteilen und Anlagen sind ausnahmsweise
zulässig, wenn sie für die Ortsbildschutzzone A störend sind.
6 Die Dächer sind bezüglich Neigung, Firsthöhe, Aufbauten,
Bedachungsart, Material und Farbgebung dem Quartierbild anzupassen.
Art. 29 findet keine Anwendung.
7 Dachaufbauten müssen hinsichtlich Grösse und Gestaltung in einem
angemessenen Verhältnis zum Dachkörper stehen. Sie sind in der Regel
hinter die Gebäudeflucht zurückzusetzen und dürfen den First nicht
überragen.
8 In der Dachfläche liegende Fenster können nur vereinzelt gestattet
werden. Sie sind auf kleine Formate zu beschränken.
9 Die Dächer haben auf der Traufseite Dachgesimse aufzuweisen.
10 Bei der Fassadengestaltung ist auf das Quartierbild Rücksicht zu nehmen. Dies gilt insbesondere für folgende Elemente:
– Ausdruck der statischen Struktur in der Fassade;
6 Fassung gemäss Änderung vom 25. Juni 2020, in Kraft. seit 7. September 2021.
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– Architektonische Übereinstimmung von Erdgeschoss- und Obergeschossfassaden;
– Anordnung, Form und Gestaltung der Fenster.
11 Die Fassaden sind in der Regel zu verputzen. Im Erdgeschoss sind
ortsübliche Sand- und Kalksteine und bearbeiteter Sichtbeton zulässig.
Sockel können auch in Granit erstellt werden. Für Anstriche auf Putz- und
Steinflächen sind in der Regel Kalk-, Mineralfarben oder Silikatprodukte zu
verwenden. Fenster sind in Holz auszuführen.
12 Die einzelnen Gebäude haben sich farblich zu unterscheiden. Intensive
Farbtöne sind zu vermeiden.
13 Figürliche und ornamentale Malereien und Skulpturen von erheblichem
künstlerischem Wert sind zu erhalten.
7 Ortsbildschutzzone B
1 Die Schutzzone B bezweckt die Erhaltung schützenswerter Stadtteile,
Bauten und Gärten. Als wichtige Bestandteile des Stadtbildes und der
Stadtentwicklung sind sie in ihrem Gesamtbild und in ihrer Primärstruktur zu
erhalten.
2 Abbrüche von Bauten, Gebäudeteilen und Anlagen sind ausnahmsweise
zulässig, wenn sie für die Ortsbildschutzzone B störend sind. Bei nicht
störenden Bauten, Gebäudeteilen und Anlagen kann ausnahmsweise ein
Abbruch bewilligt werden, wenn eine Sanierung aus statischen Gründen
nicht möglich oder aus wirtschaftlichen Gründen unverhältnismässig wäre.
Zudem können Klein-, An- oder Nebenbauten, welche für das Ortsbild nicht
von Bedeutung sind, ausnahmsweise abgebrochen werden.
3 Neubauten und Veränderungen an bestehenden Bauten und Anlagen sind
so auszuführen, dass sie sich bezüglich Lage, Stockwerkzahl, Fassadenhöhe, Volumen, Proportionen, Symmetrien sowie Materialwahl und Farbgebung in das Ensemble, welches das Quartierbild prägt, einfügen. Es sind
Fenster aus Holz, aus Holz und Metall oder aus Kunststoff innen und Metall
aussen zu verwenden.
Archäologische Fundstellen
1 Der Kanton erfasst die archäologischen Fundstellen in einem kantonalen
Fundstelleninventar. Die Wirkungen der Aufnahme einer archäologischen
7 Fassung gemäss Änderung vom 25. Juni 2020, in Kraft. seit 7. September 2021.
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Fundstelle im kantonalen Fundstelleninventar richten sich nach den kantonalen Bestimmungen. Im Zonenplan sind die inventarisierten Fundstellen
orientierend dargestellt.
2 Eingriffe in eingetragene Fundstellen sind von der zuständigen kantonalen
Dienststelle zu bewilligen.
Friedhofschutzzone
Die Friedhofschutzzone bezweckt den Schutz der Anlage als aktiv genutzten Friedhofs unter Bewahrung seiner gärtnerischen Struktur, seines ökologischen Werts, seiner erhaltenswerten Bauten und seiner Grabmalkunst.
Naturschutzzone
1 Die Naturschutzzone bezweckt die umfassende Erhaltung, die Wiederherstellung und die Vernetzung naturnaher Lebensräume und deren Tier- und
Pflanzenwelt.
2 In den Naturschutzzonen sind alle Einrichtungen und Tätigkeiten, welche
die Schutzziele gefährden, verboten.
3 Die erforderlichen Schutz- und Pflegemassnahmen werden in Form von
Vereinbarungen mit den Grundeigentümern, Verfügungen oder Verordnungen festgelegt.
Naturschutzobjekte
1 Die im Plan eingetragenen besonderen Schutzobjekte (Geotope, besondere Tier- und Pflanzenvorkommen) dürfen nicht zerstört oder in ihrer Wirkung
beeinträchtigt werden.
2 Die erforderlichen Schutz- und Pflegemassnahmen werden in Form von
Vereinbarungen mit den Grundeigentümern, Verfügungen oder Verordnungen festgelegt.
Uferschutzzone
1 Die Uferschutzzone dient der Erhaltung und der Förderung naturnaher,
ökologisch und landschaftlich wertvoller Uferbereiche.
2 Uferbereiche sind unter Berücksichtigung der landseitigen Nutzungen
ökologisch und landschaftlich aufzuwerten. Neue Bauten und Anlagen
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sowie Terrainveränderungen sind nur zulässig, wenn sie den Zielsetzungen der Uferschutzzone nicht widersprechen.
3 Die erforderlichen Schutz- und Pflegemassnahmen werden in Form von
Vereinbarungen mit den Grundeigentümern, Verfügungen oder Verordnungen festgelegt.
4 Ab Uferlinie gemessen hat die Uferschutzzone see- und uferseitig eine
Breite von je 10 m.
Landschaftsschutzzone
1 Die Landschaftsschutzzone bezweckt die Erhaltung und die Förderung
wertvoller Landschafts- und Naturräume im Hinblick auf ihre Vielfalt und
Eigenart, ihre kulturhistorische Bedeutung sowie ihre besondere Bedeutung
für den Geotopschutz und die Erholung.
2 In der Landschaftsschutzzone sind Bauten und Anlagen besonders sorgfältig in die landschaftliche Umgebung einzugliedern.
3 Die extensive Nutzung sowie die Ergänzung der Landschaft mit naturnahen Lebensräumen kann durch Beiträge und mit Pflegevereinbarungen
gefördert werden.
Gestaltungsplan und Gestaltungsplanpflicht
1 Die Mindestfläche für einen freiwilligen Gestaltungsplan beträgt in der
Wohn- und Arbeitszone 2‘000 m² und in den übrigen Zonen 4‘000 m².
2 Im Gebiet mit Gestaltungsplanpflicht ist auf der gesamten Fläche, die
auch kleiner sein kann als in Abs. 1 vorgeschrieben, ein Gestaltungsplan
zu erstellen. Von der Gestaltungsplanpflicht ausgenommen sind zeitlich
befristete Bauten und geringfügige bauliche Veränderungen.
3 Es kann ein Bonus von 10 Prozent auf die Überbauungsziffer gewährt
werden. Der zusätzliche Bonus für die Errichtung von gemeinnützigen
Wohnungen beträgt 5 Prozent und insgesamt max. 15 Prozent.
4 Gestaltungspläne sind bei der Stadt Luzern zur Vorprüfung einzureichen.
Baulinien
1 In den Teilzonenplänen sind Baulinien, Erdgeschossbaulinien und
Sonderbaulinien festgelegt.
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2 Die Erdgeschossbaulinie legt die Lage des ersten Vollgeschosses und
allfälliger über das Terrain ragender Untergeschosse fest.
3 In Gebieten, die im Anhang 1 (weitere Bestimmungen) bezeichnet sind,
dürfen oberirdische Bauten im ganzen Bereich zwischen den im Zonenplan
eingezeichneten Baulinien erstellt werden.
4 Vorspringende Gebäudeteile wie insbesondere Dachvorsprünge, Balkone,
Veranden, Erker und Treppen dürfen höchstens 1,5 m über die Baulinie
hinausragen. Bei bestehenden Gebäuden können weitergehende
Überschreitungen für Liftanbauten bewilligt werden.
5 Die Fläche der vorspringenden Gebäudeteile darf maximal einen Drittel
der Fassadenfläche betragen.
6 Wenn die Baulinie und die Strassengrenze zusammenfallen, hat der vorspringende Gebäudeteil im tiefsten Punkt mindestens 3,0 m bei Trottoirs
und 4,5 m bei Strassen/Plätzen über dem angrenzenden Terrain zu liegen.
7 In der geschlossenen Bauweise hat der Abstand von Balkonen und
Erkern von der Grenze mindestens den Vorsprung vor der Hausflucht zu
betragen. Ausnahmen sind mit schriftlicher Zustimmung der Nachbarn
möglich.
8 Ist weder das Ortsbild noch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, sind vor
den Baulinien ausnahmsweise folgende Bauten und Anlagen zulässig:
a. Unterniveaubauten, die vollständig unter dem gewachsenen oder
tiefergelegten Terrain liegen;
b. Ein-/Ausfahrten von unterirdischen Garagen;
c. Kleinbauten wie insbesondere gedeckte Gartensitzplätze, Gartenhäuschen, gedeckte Velo- und Containerunterstände;
d. Bauliche Anlagen wie insbesondere Wege, Mauern, Treppen, Zufahrten
und offene Parkplätze;
e. Lärmschutzmassnahmen;
f. Wärmedämmung für bestehende Bauten;
g. Öffentliche Einrichtungen.
Die Fläche dieser Bauten und Anlagen darf insgesamt die Hälfte der Fläche
zwischen der Baulinie und der Strassengrenze nicht überschreiten.
9 Sonderbaulinien und Erdgeschossbaulinien dürfen nicht überschritten
werden.
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Maximale Fassaden- und Firsthöhe
1 Die maximale Fassadenhöhe beträgt 21 m und die maximale Firsthöhe
27 m gemessen an jedem Punkt der Fassade.
2 Es dürfen maximal sechs Vollgeschosse gebaut werden.
3 Der Stadtrat kann in städtebaulich begründeten Fällen Ausnahmen für
geringfügige Überschreitungen der maximalen Höhe gestatten.
4 In der Wohnzone mit der Ordnungsnummer 105 beträgt die Fassadenhöhe max. 24 m. Es kann ein zusätzliches Vollgeschoss gebaut werden,
wenn dadurch eine städtebaulich bessere Lösung erzielt wird. Über dem
siebten Vollgeschoss ist kein Attikageschoss zulässig. Die Geschossflächen der Attikageschosse und der zusätzlichen Vollgeschosse im Gebiet
der Ordnungsnummer 105 dürfen insgesamt ⅔ der darunter liegenden
Vollgeschosse nicht überschreiten.
Hochhäuser
1 Hochhausstandorte sind in den Teilzonenplänen und die maximalen
Fassadenhöhen in den Zonen- und Dichtebestimmungen im Anhang 1
festgelegt.
2 Für Hochhausstandorte besteht eine Gestaltungsplanpflicht. Im Gestaltungsplanverfahren ist die genaue Lage, die Höhe und die Dimensionierung zu bestimmen.
3 In Ergänzung zum Planungs- und Baugesetz gelten erhöhte Anforderungen betreffend Erschliessung mit öffentlichem Verkehr und Langsamverkehr, Einpassung in die Stadtsilhouette und den Stadtkörper, den
öffentlichen Aussenraum und die Nutzbarkeit für die Öffentlichkeit, die
Gliederung und Gestaltung, die Tag- und Nachtwirkung, Reklamen sowie
Energie, Nachhaltigkeit, Nutzungen und Materialien.
4 Für Hochhäuser ist ein qualifiziertes Konkurrenzverfahren durchzuführen.
Sichtbarkeit zweites Untergeschoss
Das zweite Untergeschoss darf mit Ausnahme der Ein- und Ausfahrten von
Einstellhallen das gewachsene oder tiefergelegte Terrain nicht überragen.
Dachgeschosse (Schrägdachbauten)
1 Bei Schrägdachbauten haben die Dachgeschosse auf zwei gegenüberliegenden Seiten über der Schnittlinie Dach/Fassade Schrägdächer aufzuweisen.
2 Das Dachgeschoss darf nicht über eine Linie hinausragen, die 1,2 m über
oberkant Dachgeschossboden von der Fassade unter 45 Grad bis zur zulässigen Firsthöhe ansteigt.
3 Die zulässige Höhe des Dachfirsts beträgt im Gebiet der geschlossenen
Bauweise 7,5 m und im Gebiet der offenen Bauweise 5,0 m gemessen ab
oberkant Dachgeschossboden.
4 Bauliche Eingriffe in die Dachfläche wie insbesondere Lukarnen, Dacheinschnitte, Dachflächenfenster und Solaranlagen sind qualitätsvoll in die
Dachfläche zu integrieren.
5 Aufbauten dürfen eine parallel zum Dach verlaufende Linie von 1,2 m
nicht überschreiten.
6 Die Länge aller baulichen Eingriffe in die Dachfläche darf im ersten Dachgeschoss insgesamt nicht mehr als ²∕5 und im zweiten Dachgeschoss insgesamt nicht mehr als ¹∕5 der Dachlänge auf Bodenhöhe des betreffenden
Dachgeschosses betragen. Ausgenommen sind Solaranlagen auf Dachflächen.
7 Der Stadtrat kann Ausnahmen gestatten:
a. wenn bei bestehenden Bauten das Dachgeschoss ausgebaut wird;
b. wenn Aufbauten aus technischen Gründen nicht im Dach untergebracht
werden können;
c. wenn eine verbesserte architektonische Gestaltung erreicht werden
kann;
d. für Solaranlagen.
Dachbegrünung
1 Nicht begehbare Flachdächer oder Flachdachteile ab einer Grösse von
25 m² sind extensiv zu begrünen.
2 Bei Solaranlagen auf Flachdächern legt der Stadtrat die Flächenanteile für
Solaranlagen und Begrünung projektbezogen fest.
Grösse der Vorbauten
1 Vorspringende Gebäudeteile wie insbesondere Dachvorsprünge, Balkone,
Veranden, Erker, Treppen, die in den gesetzlichen Grenz- oder Gebäudeabstand hineinragen, dürfen einen Drittel der Fassadenfläche nicht überschreiten.
2 Dienen Vorbauten dem Lärmschutz, kann der Stadtrat Ausnahmen bewilligen.
Umgebungsgestaltung
1 Im Gebiet der offenen Bauweise dürfen 40 Prozent der nicht zur überbaubaren Grundfläche zählenden Fläche weder unterirdisch noch oberirdisch
bebaut werden. Die Fläche ist als Garten zu gestalten. Es sollen ökologisch
wertvolle Flächen und hochstämmige Bäume (gross und mittelgross wachsende Bäume) vorgesehen werden. Die Flächen sind wasserdurchlässig
auszugestalten.
2 Im Gebiet der geschlossenen Bauweise sind die nicht bebaubaren Flächen
so weit wie möglich zu begrünen. Parkplätze dürfen nur unter dem gewachsenen oder tiefergelegten Terrain erstellt werden. Ausnahmsweise sind
oberirdische Besucherparkplätze zulässig. Die Gestaltung der Parkplätze ist
nach Möglichkeit mit der Nachbarschaft zu koordinieren.
3 In allen Zonen sind Gärten gegen die Strasse quartierüblich abzugrenzen.
Ersatzabgabe für Spielplätze
Verunmöglichen die örtlichen Verhältnisse die Erstellung der erforderlichen
Spielplätze und anderer Freizeitanlagen, hat die Bauherrschaft pro m²
fehlende Fläche eine einmalige Ersatzabgabe von Fr. 200.– zu leisten.
Reklamen
1 Reklamen sind ab 0,25 m² bewilligungspflichtig.
2 In den Ortsbildschutzzonen sind parallel zur Fassade angebrachte Reklamen nur in Einzelbuchstaben zulässig.
3 Leuchtkörper dürfen maximal 1,5 m über die Dachtraufe ragen.
4 In Ortsbildschutzzonen sind nur weisse Dachreklamen zulässig.
5 Beleuchtungsstärken und Leuchtdichten richten sich nach dem Kunstlichtreglement und den Richtlinien zum Plan Lumière.
Reklameanschlagstellen
1 Reklameanschlagstellen sind grundsätzlich frei stehend anzubringen.
2 Für das Format F4 sind am gleichen Standort maximal vier Reklameanschlagstellen und für die Formate F200 und F12 maximal drei Reklameanschlagstellen zulässig. Für grössere Formate ist am gleichen Standort
nur eine Reklameanschlagstelle erlaubt.
3 In der Ortsbildschutzzone A sind grundsätzlich keine Reklameanschlagstellen zulässig. Ausnahmen sind Reklameanschlagstellen an öffentlichen
Einrichtungen (insbesondere Bushaltestellen, Cityplan-Ständer, Telecab,
WC-Anlagen) und F4-Kulturplakate, sofern der Schutzcharakter der Zone
nicht beeinträchtigt wird.
4 In der Ortsbildschutzzone B sind Reklameanschlagstellen in den Formaten F4 und F200 zulässig, sofern sie den Schutzcharakter der Zonen nicht
beeinträchtigen.
5 In Innenhöfen, Höfen, Vorgärten und rückwärtigen Gärten sind Reklameanschlagstellen nicht zulässig.
6 In der Wohnzone sind grundsätzlich keine Reklameanschlagstellen zulässig. Entlang von übergeordneten Verkehrsachsen, auf Quartierplätzen mit
zentraler Einkaufs- und Dienstleistungsfunktion und Bushaltestellen können Reklameanschlagstellen im Format F4 bewilligt werden, ausnahmsweise Reklameanschlagstellen im Format F200, soweit dies mit dem Ortsbildcharakter vereinbar ist. Nicht zulässig sind insbesondere Megaposter
und Prismenwender.
7 In der Wohn- und Arbeitszone sind Reklameanschlagstellen in den
Formaten F4, F200 und F12 zulässig. Bei guter Eingliederung können
Reklameanschlagstellen im Format F24 bewilligt werden.
8 In der Arbeitszone sind Reklameanschlagstellen in allen Formaten
zulässig.
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9 In der Grünzone, der Zone für öffentliche Zwecke sowie der Zone für
Sport- und Freizeitanlagen sind Reklameanschlagstellen in den Formaten
F4, F200 und F12 zulässig.
10 In der Landwirtschaftszone sind Reklameanschlagstellen nicht zulässig.
11 Neue Plakatformate werden für die Beurteilung dem in der Fläche am
nächsten kommenden Format zugeordnet.
12 Der Stadtrat kann Ausnahmen bewilligen, sofern dadurch keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen beeinträchtigt werden.
Naturgefahren und Gefahrenzonen
1 Bei allen Bauvorhaben sind die Gefahrenarten Wasser, Rutschungen und
Hangmuren und Sturzprozesse zu berücksichtigen. Bauten und Anlagen
sind so zu erstellen, dass Risiken durch die Gebäudeanordnung sowie
geeignete bauliche Massnahmen, unter Wahrung der Verhältnismässigkeit,
minimiert werden können.
2 Im Siedlungsgebiet ist der generalisierte Bereich der Gefahrenzonen im
Zonenplan als orientierender Inhalt dargestellt. Die genauere Abgrenzung,
Angaben zu einzelnen Gefahrenarten und Gefahrenintensitäten sind in
einem separaten Gefahrenplan dargestellt. Neuere Erkenntnisse zu
Gefahrenereignissen und bauliche Schutzmassnahmen werden für die
Beurteilung der Baugesuche berücksichtigt.
Verbotszone Rutsch und Sturz
1 Neubauten sind nicht zulässig.
2 Ausnahmsweise sind Neubauten zulässig, wenn der Nachweis erbracht
werden kann, dass durch geeignete Massnahmen eine Reduktion der
Gefahrenstufe gemäss geltenden Richtlinien erfolgen kann, die Neubauten
die Gefahrenquellen beseitigen und die Massnahmen umgesetzt werden.
3 Gestattet sind Neu- und Erweiterungsbauten von geringem Wert mit
Objektschutz, die nicht dem dauernden Aufenthalt von Menschen oder
Tieren dienen, sowie Bauten und Anlagen, die der Gefahrenabwehr und
Risikoverminderung dienen oder standortgebunden sind.
4 Bestehende Bauten dürfen unterhalten und erneuert werden. Die Umnutzung von Räumen ist auch ohne bauliche Massnahmen bewilligungspflichtig. Die Schaffung zusätzlicher Nutzfläche ist nicht zulässig. Bei Änderungen an Bauten sind Massnahmen zur Risikoverminderung zu treffen.
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5 Bei Bauvorhaben sind der Gefahrenplan und die Gefahrenkarten
Rutschungen und Hangmuren und Sturzprozesse zu berücksichtigen.